„„ g verbunden mit der ich. Bezugspreis monatlich.80 DMf frei Haus einschl. Botenlohn; bei Postbezug Söhere Gewalt bestcht kein Auspruch au kratz. Druck u. Verlag, Bachsruckeret Werber, Bad Honnet am Rhein, Hauptstraße 38f. Erfüllungsort für beide Teile Bed Honnef a. Rh. Einzelnummer 25 Pfennig. Vertriebskennzeichen 130 3847A Gegründet 1881(81. Jahrg.) honneferZeitung Verleger u. Chefredakteur: Pritz Werber, verantwortl. Redakteur: Franz Josef Kayser, verantwortl. für die Anzeigen: Paul Jonas, alle in Bad Honnef a. Rh. Für unverlangt und ohne Rückporte eingesandte Manuskripte wird keine Haftung u. Verpflichtung zur Rücksendung übernommen. Anzeigengrundpreise: Gem. Preisliste:.Zt. ist Preisliste7 gültig. Geschäftsstelle: Bad Honnef a. Rh., Hauptstr. 381, Tel. 2722. Nr. 220 Mnasmie Will Presse Hafeh Appell an die Gewerkschaften Köln, 20. September.(dpa) Ihre Entschlossenheit, zur Sicherung von Kaufkraft und Währung das Preisniveau der industriellen Erzeugnisse und Leistungen in der Bundesrepublik stabil zu halten, haben der Bundesverband der Deutschen Industrie(BDI) und alle seine Mitgliedsverbände in einer gestern in Köln beschlossenen Erklärung bekundet. An die Gewerkschaften wurde appelliert, diese Bestrebungen durch einen Verzicht auf Lohnerhöhungen und weitere Arbeitszeitverkürzungen zu unterstützen. Im Bundeswirtschaftsministerium wurden die Erklärungen des BDI mit Genugtuung aufgenommen. Kritisch äußerten sich dagegen die Gewerkschaften und die Sozialdemokraten. Der DGB: spricht von„leeren Versprechungen“. Unabhängig von der BDIErklärung hat sich aber der Hauptvorstand der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) gestern in einer Erklärung bereit erklärt, seine Gehaltsforderungen an Obergrenzen zu orientieren, deren Höhe sich aus der Entwicklung des Sozialprodukts und aus der Leistungsfähigkeit des jeweils betroffenen Wirtschaftszweiges ergibt. Die Beschlüsse des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, die in Anwesenheit von Vertretern der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände gefaßt wurden, sind in folgenden fünf Punkten zusammengefaßt: * Der Bundesverband der Deutschen Industrie ist unter Zustimmung aller seiner Mitgliedsverbände entschlossen, zur Sicherung von Kaufkraft und Währung das Preisniveau der industriellen Erzeugnisse und Leistungen stabil zu halten. * Die Industrie geht davon aus, daß auch die übrigen Teile der deutschen Wirtschaft, einschließlich der Landwirtschaft, diesem Beispiel folgen werden. * Die Unternehmer werden mehr als bisher der gegenwärtigen schwierigen Arbeitsmarktlage durch diszipliniertes Verhalten be9 Die deutsche Industrie erwartet, daß auch die Gewerkschaften der gegenwärtigen Lage Rechnung tragen und sich zu einer Stabilisierung der Löhne bereitfinden. Auch weitere Arbeitszeitverkürzungen sind im Augenblick untragbar. Sie sollten nicht gefordert, bereits vereinbarte Arbeitszeitverkürzungen mit Rücksicht auf die veränderte Situation hinausgeschoben werden. Eine halbe Milliarde OM mehr. Bonn, 20. Sept.(dpa) Der Nachtragshaushalt zum Bundeshaushalt 1962 umfaßt Mehrausgaben gegenüber dem ordentlichen Haushalt in Höhe von einer halben Milliarde DM. Der Nachtragshaushalt wird voraussichtlich in Kürze dem Bundeskabinett zur Billigung zugeleitet und anschließend im Parlament eingebracht werden. Kennedys Bruder siegte. Washington, 20. Sept.(dpa) Edward Kennedy, mit 30 Jahren jüngster Bruder des Präsidenten John F. Kennedy und des US-Justizministers Robert Kennedy, ist bei den Vorwahlen im amerikanischen Staat Massachusetts als demokratischer Senatskandidat nominiert worden. Sein Gegenkandidat in der Demokratischen Partei, der 39jährige Edward MeCormick(Neffe des Sprechers im US-Repräsentantenhaus), mußte sich nach einem„Erdrutschsieg“ seines Gegners Kennedy geschlagen geben. Die eigentlichen Wahlen für den Senatssitz, für den sich Edward Kennedy und sein republikanischer Gegner bewerben, finden Anfang November statt. Sowjetagent vor dem Bundesgericht. Karlsruhe, 20. Sept.(dpa) Mit der Anklage gegen den ehemaligen Oberregierungsrat Peter Fuhrmann, Agententätigkeit im Auftrage des sowjetischen Nachrichtendienstes betrieben zu haben, hat gestern der erste von mehreren Landesverratsprozessen gegen ehemalige höhere Bundeswehrangehörige vor dem Bundesgerichtshof begonnen. Fuhrmann, der im Herbst vorigen Jahres verhaftet worden wär, hatte acht Jahre lang für die sowietische Spionage gearbeitet. * Nicht zuletzt soll die öffentliche Hand ihre Ansprüche an das Sozialprodukt einschränken. Die Staatsausgaben sind auf das absolut Notwendige zu begrenzen. Die deutsche Industrie erblickt in den Beschlüssen des Bundeskabinetts vom 11. September hinsichtlich des Etat-Voranschlages für 1963 einen ersten Beginn. Es genügt aber nicht, daß sich der Bund allein in seinem Etat beschränkt. Länder und Gemeinden müssen diesem Beispiel folgen. Zum 13. Male findet auf dem Ausstellungsgelände am Berliner Funkturm die Deutsche Industrie-AusstelPesce etede e eicte ee ceisceue ceite eceräene e elektrisch gesteuertes Magnetband. Freie Hand für Machtillan Die Commonwealth-Konferenz zum EWG-Beitritt Englands. London, 20. September. Die sehnköpfige Commonwealth-Konferenz in London, die gestern mit der Veröffentlichung eines Abschlußkommuniqués zu Ende ging, hat der britischen Regierung freie Hand für die Brüsseler Verhandlungen über einen Beitritt zum Gemeinsamen Markt gelassen. Die 15 Commonwealth-Partner Großbritanniens brachten in der Diskussion und im Kommuniqué noch einmal offlziell ihre Vorbehalte und Befürchtungen zum Ausdruck, die sie an die Einigungsbewegung in Europa knüpfen. Gleichzeitig bescheinigten sie aber Großbritannien das Recht, allein die letzte Entscheldung zu treffen. Die britische Regierung wiederholte ihre früher gegebenen Verpflichtungen, sich um eine„Sicherung der wesentlichen Commonwealth-Interessen“ zu bemühen. Weitergehenden Verpflichtungen ist London ausgewichen. Die Möglichkeit einer zweiten Konferenz der Commonwealth-Regierungschefs blieb völlig offen. Keiner der Partner Großbritanniens hat in London irgendwelche konkreten Alternativen für den Beitritt Großbritannien zur EWG vorgeschlagen. Britische Regierungskreise sehen im Ausgang der Konferenz grünes Licht für die Fortsetzung ihrer Verhandlungen mit den Sechs. Abgesehen von der Darlegung der Standpunkte und Vorbehalte einigten sich alle Commonwealth-Staaten auf drei grundsätzliche Ziele ihrer weiteren Politik— in Brüssel und anderswo: Ständige Expansion des Welthandels. Bessere Handelsmöglichkeiten für die Entwicklungsländer. Stabilere und faire Verhältnisse auf den Weltmärkten für die Produzenten von Rohstoffen und primären landwirtschaftlichen Produkten. „Rokefen-Krug lebt nicht mehr“ Mysteriöser Briefschreiber.— Geheimdienste beschuldigt. München, 20. September. Während die Polizei mit ihren Ermittlungen um den seit Dienstag voriger Woche verschwundenen Raketenfachmann und Wirtschaftsjuristen Dr. Heinz Krug aus München noch völlig im Dunkeln tappt, sind bei zwei Tageszeitungen in München anonyme Briefe eingegangen, die davon sprechen, daß Dr. Krug nicht mehr am Leben sel. Notfalls Gewalt gegen Kubd. Washington, 20. Sept.(dpa) Ein gemeinsamer Ausschuß des amerikanischen Senats einigte sich gestern auf eine Entschließung, in der die Regierung Kennedy aufgefordert wird, notfalls mit Gewalt einer Bedrohung des Friedens durch Kuba in der westlichen Gemisphäre zu begegnen. Es wird erwartet, daß diese Resolution heute auch vom Repräsentantenhaus und dem Senat gebilligt wird. Kennedy durf Zölle senken. Washington, 20. Sept.(dpa) Nach dem Repräsentantenhaus hat gestern auch der Senat einer Gesetzesvorlage zugestimmt, die Präsident Kennedy die Ermächtigung gibt, über weitreichende Zollsenkungen zu verhandeln und der durch den Gemeinsamen Markt geschaffenen Lage im internationalen Handel zu begegnen. Meuterei in Argentinien. Buenos Aires, 20. Sept. In Argentinien ist eine neue Militärkrise ausgebrochen. Die Führung von 14000 bei Buenos Aires stationierten Soldaten, die den Großteil der Garnison der Hauptstadt bilden, hat erklärt, daß sie die von der Regierung verfügte Absetzung von drei Generälen als ungültig betrachtet. General Juan Ongania hat sich zum Oberbefehlshaber der Armee proklamiert. is der zuständigen Stellen auch von„Schatler zu entführen. In„Hlabo „Wichtigtuer“ verfaßt worden sein“es, ägyptische Agenten hätten Dr. Krug entVichtiehuer vertob, Pp. sga.#.: buhrt, um in jatster Mimute zu verhindern, In den Briefen, die mit„Bernhardt“ unterzeichnet sind, heißt es:„Dr. Krug lebt nicht mehr, das stcht bereits seit Donnerstag fest.“ Die anonymen Briefe, die nach Meinung der zuständigen Stellen auch von einem„Wichtigtuer“ verfaßt worden sein können, befinden sich in den Händen der Münchner Kriminalpolizei. Die letzte Person, die Dr. Krug sah, war eine Angestellte von der„United Arab Airlines“, deren Münchner Zweigbüro ebenfalls Dr. Krug leitete. Die Kairoer Zeitung„Al Acheibar“ machte gestern den israelischen und die israelische Zeitung„Haboker“ den ägyptischen Geheimdienst für das Verschwinden Dr. Krugs verantwortlich.„Al Acheibar“ berichtet, der israelische Geheimdienst habe den Auftrag, alle an der ägyptischen Raketenproduktion sowie am Flugzeugbau beteiligten Wissenschaftler zu entführen. In„Haboker“ heißt funrt, um in letzter Minute zu verhindern. daß Dr. Krug seine Münchner Firma an eine israelische Gesellschaft verkauft. Die Zeitung behauptet, Krugs Firma sei der„Hauptlieferant“ für das ägyptische Raketenzentrum gewesen. Reisebüros: Ferienordnung ündern. Urlaub wird billiger. Frankfurt, 20. Sept.(dpa) Für eine Aenderung der Ferienordnung der Bundesrepublik haben sich die deutschen Reisebüros(DER) ausgesprochen. Familien mit Kindern könnten dann um 10 bis 15 v. H. billiger. in Urlaub fahren. Vor allem durch die Konzentration der Sommerferien auf wenige Wochen in der Hauptreisezeit sei es vielen Familien nicht möglich, preisgünstigere Angebote in den Wochen vor und nach der Hochsaison auszunutzen. Nach Berechnungen des DER werden 1963 an 17 Tagen alle Schulkinder der Bundesrepublik gleichzeitig Ferien haben. Adenauer: Keine Ausnahme für Polen. Bonn, 20. Sept.(dpa) Er sche unter den gegenwärtigen Umständen keine Notwendigkeit, Polen aus dem Anwendungsbereich der Hallstein-Doktrin auszuklammern, sagte Dr. Adenauer in einem Interview. Er fügte hinzu:„Ich stehe leider unter dem Eindruck, als ob die Verantwortlichen in Polen systematisch die Furcht vor Deutschland lebendigerhalten wollen, um die widerstrebende Bevölkerung fester an die Sowjetunion zu binden. Dabei steht für mich fest, daß Deutschland und Polen zu einem Ausgleich kommen können, der den legitimen Interessen der beiden Völker Rechnung trägt. Dieser Ausgleich würde mit Sicherheit im Rahmen eines geeinigten Europa bewerkstelligt werden können.“ Adenauer an Strauß. Bonn, 20. Sept. Bundeskanzler Dr. Adenauer, der sich gegenwärtig in Cadenabbia am Comer See aufhält, hat in einem Schreiben an Bundesverteidigungsminister Strauß seine Freude darüber ausgedrückt, daß dieser sein jetziges Amt beibehalten und sich nicht für eine Kandidatur als bayerischer Ministerpräsident aufstellen lassen will. Dies teilte Bundespressechef von Hase am Mittwoch mit. Schröder sichert Briten volle Unterstützung zu. Kiel, 20. Sept.(dpa) Der Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ist nach Ansicht von Bundesaußenminister Schröder von überragender Bedeutung. Die Bundesregierung stehe dem britischen Beitritt jetzt genauso positiv gegenüber wie vor der Konferenz der Regierungschefs des britischen Commonwealth, sagte Schröder gestern auf einer Pressekonferenz in Kiel. Ludwig Manfred Lommel 1. Bad Nauheim, 20. Sept. Der Vortragskünstler und Humorist Manfred Lommel ist in Bad Nauheim auf einer Gastspielreise im Alter von 71 Jahren gestorben. Der aus Schlesien stammende Romiker volkstümlichen Humors ist als Schöpfer des„Senders Runxendorf“ ein Begriff geworden. Mit den parodistischen Figuren„Paul und Pauline Neugebauer aus Runzendorf“ hat er seit der Frühzeit des Rundfunks jahrzehntelang sein Publikum von Funk und Bühne entzückt. HONNEFER VOLKSZEITUNG Bauern fordern noch mehr Subventionen .9 Milliarden DM Mindererlös bis 19702— Grüner Wunschzettel vorgelegt. Von EWALD EICH. Ronn Rechtzeitig zu den Etatberatungen des Kabinetts hat der Bauernverband wunschliste vorgelegt, die in der kaum verhüllten Forderung nach ue bn gipfelt. Düstere Zukunfisvisionen für die bundesdeutsche Landdie Hilfsbedürftigkeit des Agrarbereichs zu begründen. Nach neuesten Prognosen nimmt der Bauernverband bis 1970 ein Steigen der Kaufkraft um etwa 60 bis 80 Prozent an. An diesem allgemeinen Trend nach oben werde jedoch die Landwirtschaft nicht teilhaben. Nach Meinung von Fachleuten würden sogar die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft rückgehen, jedoch nicht zugunsten der Verbraucher, sondern der Handelsspannen. Nach diesen Prognosen werde die westdeutsche Landwirtschaft bis 1965 mit Mindererlösen von 0,9 Milliarde DM, bis 1970 mit solchen von 1,9 Milliarden DM zu rechnen haben. Unter solchen Verhältnissen aber werde sich kaum noch zu arbeiten lohnen.„Die politischen Folgen kann man sich leicht vor Augen halten“, heißt es mit ungenierter Deutlichkeit. Abstriche an den kommender Kurz und kritisch: Registriert- und dann? Fast am gleichen Tage, an dem die Registrierung der Interzonenfahrer begann, ging ein Auto verloren. Ein Bundesbürger hatte versucht, seine drüben lebende Braut im Koffer. raum über die Zonengrenze zu bringen... wird beiden schlecht bekommen: Dem Mauchen droht Gefängnis wegen„Republikflucht“, dem jungen Mann sogar Zuchthaus wegen „Menschenraubes“. Trotzdem hätte niemand ihre Festnahme verhindern können, wenn sie schon registriert worden wären. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Die jetzt verfügte Registrierung wurde vor Monaten vom Berliner Senat verlangt, ohne daß sich Bonn begeistert davon zeigte. Erst als man der Bundesregierung mangelndes Interesse an Berlin vorwarf, willigte sie ein mit der Einschränkung, daß an die Stelle der geforderten Fernsehübertragung aller Kfz-Nummern ein simpleres, aber zuverlässigeres Verfahren trete. Doch was ist damit eigentlich erreicht? Es sind bis heute keine drei Fälle bekannt, daß Interzonenfahrer gegen ihren Willen auf dieser Strecke spurlos verschwanden. Dafür wurden etliche angehalten, vorübergehend festgenommen und auch eingesperrt, wenn sie den zwar verständlichen, aber törichten Versuch unternahmen, an der Autobahn wartenden Sowjetzonenbewohnern Geld oder Pakete auszuhändigen, sich mit ihnen zu treffen oder— wie im jüngsten Fall— Flüchtlinge herauszuschmuggeln. 18 Solche Fälle blieben anderen Autobahnbenutzern, den Angehörigen und auch westdeutschen Stellen nie lange verborgen. Wenn man das Verschwinden eines Menschen nun ein oder zwei Stunden früher merken sollte: Was ist damit für diesen selbst erreicht? Die jetzt anlaufende Registrierung hätte nur dann einen Sinn, wenn es eine Rechtshilfe für in kommunistische Hand geratene Bundesbürger gäbe. Für eine sozusagen statistische Erhebung allein ist der Aufwand zu groß. Er beunruhigt höchstens jene, die dem„Wagnis“ einer Fahrt durch die Sowjetzone ohnedies skeptisch gesenüberstehen. HVZ Grünen Plänen dürften nicht gemacht werden. Im Gegenteil! Der Rückgang der landwirtschaftlichen Einkommen erfordere einen „Ausgleich“. Im laufenden Jahr hat sich die Lage der Landwirtschaft nach Feststellung des Bauernverbandes„empfindlich verschlechtert“. Angesichts des Rückganges des Reinertrages und vorauszusehender weiterer Steigerungen der Produktionskosten dürfe der Grüne Plan keinesfalls gekürzt werden. Es sei vielmehr nötig, ihn„zu bereinigen“, das heißt, alle Titel aus ihm herauszubringen, die Aufgaben der Allgemeinheit seien und nicht der Landwirtschaft angelastet werden könnten. Hierzu gehören nach Meinung des Bauernverbandes die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen, ferner Emsland-, Nordland- und Küstenplan, viele Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur, Dorfauflockerung, Wegebau u. a. m. Auch die Verbilligung des Dieselkraftstoffes könne man nicht auf den Grünen Plan anrechnen, denn der Kraftstoff stehe den Bauern der Nachbarländer noch preiswerter zur Verfügung. Ferner sei die aufzustockende Alterssicherung nicht als Bestandteil des Grünen Planes, sondern als Teilbereich der allgemeinen sozialen Fürsorge zu sehen. Alle diese Positionen möchten die Sprecher der Landwirtschaft künftig nicht mehr in der„grünen Rechnung“ präsentiert bekommen. Da Subventionen in mindestens gleicher Höhe wie bisher gefordert werden, würde das eine effektive Erhöhung der Zuschüsse zur Verbesserung der Einkommensverhältnisse in der Landwirtschaft bedeuten. (Hadeids originette Figaros Madrid. Die originellsten Friseure Spaniens sind die Gebrüder Blanco. Die fünf Männer bearbeiten die Damenwelt Madrids nach allen Regeln der Kunst und erfreuen sich einer gutzahlenden Kundschaft. Die Figaros verstehen es nämlich, die Arbeit so abwechslungsreich zu gestalten, daß dabei keine Langeweile aufkommen kann. Die Brüder Blanco sind große Künstler und haben sich als Flamenco-Sänger und-Tänzer einen Namen gemacht. Einer von ihnen legt plötzlich Schere, Brenneisen oder Gummihandschuhe weg und greift nach der Gitarre. Bruder Nr. 2 beginnt zu singen, Nr. 3 erzählt die dazugehörige Legende und Nr. 4 und 5 tanzen, daß die Scheiben klirren. Natürlich wird dadurch die Arbeit unterbrochen, aber hierüber hat sich noch niemals eine Kundin beschwert. NRW-Schluckimpfung soll im November beginnen. Düsseldorf, 20. Sept. In der Zeit vom 5. bis 24. November 1962 soll die Schluckimpfung in den Teilen von Nordrhein-Westfalen, die im Frühjahr ausgenommen waren, nachgeholt werden. Für etwa 45.H. der Gesamtbevölkerung dieser Landesteile— rund vier Millionen Menschen bis zum 40. Lebensjahr— steht Impfstoff bereit. Pakistani wurde Präsident. New York, 20. Sept.(dpa) In weniger als einer Stunde wählte die 17. UN-Vollversammlung nach ihrer Eröffnung am später Dienstagabend den pakistanischen Chefdelegierten Sir Zafrullah Khan zum Präsidenten. Außerdem wurden vier neue Mitglieder einstimmig aufgenommen: die beiden früheren belgischen Treuhandschaften Rwanda und Burundi, ferner die früheren britischen Territorien Jamaika und Trinidad-Tobago. Damit stieg die Mitgliederzahl der Vereinten Nationen auf 108. S Bärtiger Einsiedler züchtet Orchideenwunder. Miami Beach. Fast ein Men= schenleben mußte der Ameris kaner Leon Wildren warten, = bis er sich seinen größten * wunsch erfüllen konnte: kost* bare Orchideen in den Süm# pfen Floridas zu züchten. Vor = vier Jahren schüttelte der mo= derne Eremit das Joch der * Zivilisation ab, gab seine gut= bezahlte Ingenieurstellung in = Miami Beach auf und pachs tete einen Sumpf. In mühseli2 ger Arbeit begann er, seinen * Wunschtraum in die Wirklich* keit umzusetzen. Mitten in der = Wildnis baute sich Wildren s eine komfortable Wohnhütte. * Anfangs hatte er große * Schwierigkeiten. Da er an s körperliche Arbeit nicht ges wöhnt war, machte es ihm * Mühe..Entwässerungsgräsben durch den Sumpf zu = ziehen oder hölzerne Stege zu = bauen. Heute aber blühen auf * den Bäumen seines selbsge= schaffenen Paradieses 30 ver* schiedene Orchideenarten. Er = selbst ließ sich Bart und Die Frauer * Haupthaar wachsen und von ihnen schwitzenden = der Sonne dunkel bräunen. rer“ im Spiegel. * Schon in seiner Kindheit be= schäftigte sich Leon Wildren = mit Orchideen. Als er alles, was er über diese faszinies renden Pflanzen gelesen hatte = in die Praxis umsetzen konnSte, erzielte er überwältigende * Ergebnisse. Er kaufte seltene = ausländische Exemplare und = züchtete einheimische Pflan#zen mit größeren Blüten. = Durch Kreuzungen erzielte er = neue Arten. Früher konnten = sich interessierte Touristen s unentgeltlich durch Wildrens * Orchiedeenparadies führen ; lassen. Einige von ihnen nut2 zen jedoch seine Gutmütigkeit s aus. Sie brachen Pflanzen ab = und nahmen sie mit. Heute = nimmt Wildren deshalb für * den Eintritt einen geringen = Geldbetrag. Besonders schöne = Exemplare seiner Orchideen = züchtet er auch auf Bestellung. Fächerdienst. Tokio. Drei muskulöse Männer in Badehosen haben einem Schönheitssalon von Osaka (Japan) zu einem großen Kundenkreis verholfen. Die Männer stehen hinter den in Sesseln sitzenden Schönheitsaspirantinnen und wedeln un entwegt mit riesigen Fächern. Das soll die unter den Trokkenhauben wartenden Frauen unendlich beruhigen, behauptet der Inhaber des Salons. .— Frauen sehen die hinter „FächeSchlafkrankheit in Florida. Miami. 17 Tote und 200 Schwerkranke forderte ein Ausbruch der Schlafkrankheit in Florida. Am stärksten ist die Grafschaft Pinellas mit zwölf Toten und 160 Kranken betroffen. Die Behörden haben Insektenvernichtungsmittel angefordert, um die Moskitos zu bekämpfen, die als Verbreiter der Krankheit gelten. Es wird angenommen, daß sie däs Encephalitis-Virus von Wildvögeln übernehmen. Die Stadtverwaltung von St. Petersburg hat daher das Füttern von wilden Vögeln streng verboten. schrift des OAS-Generals Salan. Wo ist diese Seite?“ Der Empfangschef blätterte nach:: Die Seite war tatsächlich verschwunden.„Warum also soll ich mich eintragen, wenn ich s vielleicht doch wieder entfernt werde?“ fragte der Gast. 2 Rekord in der Mausefalle. London. Ein Rekord, der# nur im fairen England möglich ist: Das Kriminalstück „Die Mausefalle“ von Agatha Christie hat bereit über 4070 S Aufführungen erlebt. In Deutschland hätte man sicher: längst den Mörder verraten. Uebrigens: Das Stück hat der Kriminal-Agatha bereits über zwölf Millionen Mark eingebracht. 8 Weltreise für die Liebe. Taipeh. Zu einer Weltreise 2 ist die Formosa-Chinesin In Chen aufgebrochen. Ein ame rikanischer Verleger beauftragte die Journalistin und# Schriftstellerin, ein Buch über die Liebe in aller Welt zu schreiben. In Chen will nun um die Erde reisen, um die: Liebe überall an Ort und Stelle studieren zu können. Gefährliche Spazierfahn#.# Stuttgart. Kreus und guer durch das Remstal bei Stüttgart kurvte ein betrunkener amerikanischer Rekrut mit einem Lastwagen voll Sprengstoff. Der Soldat demolierte: auf dieser gefährlichen Spa e zierfahrt mehrere Autos und: einen Streifenwagen der Po 2 lizei. Schließlich kippte das; schwere Fahrzeug um. Die= Ladung explodierte glücklicherweise nicht. 8 S Wachhund. S Colmar. Einen ansehnlichen * Geldbetrag erbeuteten Ein* brecher in einer kleinen el2 sässischen Gemeinde. Außer* dem nahmen sie den„schars fen Wachhund“ mit, den sich * der Bestohlene erst kurz vor* her zugelegt „Selan! verschwand unauffällig. Paris.„Was hat es für einen Sinn, wenn ich meinen Namen hinschreibe“, erklärte ein Besucher des vornehmen Pariser Restaurants„La Table du Mandarin“, als man ihm das Gästebuch reichte. Als ihn der Empfangschef erstaunt ansah, deutete der Gast auf das Buch und behauptete:„Noch vor zwei Wochen stand auf efner Seite des Bandes die UnterSorgen eines Operndirektors. Mailand. In furchtbarer Verlegenheit befindet sich s Antonio Ghiringhella, der Direktor der Mailänder Scala.: Im Zuge des sowjetisch-ita S lienischen Kulturaustausches kommt das Ensemble des= Moskauer Bolschoi-Theaters in die Scala, während Ghiringhellas Leute in der Sowjetunion gastieren. Die Russen haben jedoch eine— allerdings teuflische— Bedingung gestellt: Die beiden Opernstars und Erzfeindinnen Maria Callas und Renata Tebaldi müssen zusammen S auftreten. Trinkerkatalog. 8 New York. Eine eigenartige Einrichtung hat die Polizei= von Fitchburg in Massachusetts(USA) geschaffen. Es ist ein„Trinkerkatalog“. In ihm sind alle schweren Alkoholsünder der Stadt aufgeführt.s Auf diese Weise weiß man an: Feiertagen, mit wem man Aerger haben wird. ter zugel#g hatte. Setgg,.4s Balldes uie Clller- Auiger iath„ uununnmmmmm mumm Die Glrvenkemmene Sehretari ROMAN VON MARJORIE LEWTY Presserechte beim Prometheus-Verlag, Gröbenzell. 22.(Nachdruck verboten.) „Es ist nur...“, sie unterbrach sich mit hilfloser Geste.„Ich fühle mich wie in einer Zwickmühle, Clive. Es ist ein dummer Zufall, daß wir zusammenarbeiten müssen, aber wir müssen uns nun einmal mit den Tatsachen abfinden. Können wir nicht wenigstens freundschaftlich miteinander verkehren? Du bist so verschlossen, so übermäßig zurückhaltend. Ist das nötig? Ich weil nicht einen Augenblick, was du wirklich denkst.“ Er rührte sich nicht. „Ich hatte den Eindruck“, antwortete er langsam,„daß du damals, als du mir meinen Ring zurückgabst, zugleich auch jeglichen Anspruch auf mein Gefühl aufgegeben hast.“ Sie forschte sekundenlang in seinem Gesicht, das ungemein höflich, ruhig und vernünftig auf sie herunterblickte. Dann stieß sie einen kurzen Seufzer aus. „Du bist ziemlich hart und nachtragend, nicht wahr? Ich erhebe keinen Anspruch auf dein Gefühl. Ich bitte dich nur, diesen lächerlichen Stacheldrahtverhau niederzureißen, mit dem du dich umgeben hast. Die Arbeit wird sonst zu sehr erschwert. Ich dachte, wir könnten uns auf eine kameradschaftliche und freundschaftliche Basis einigen, wie es einmal war, bevor...“ „Bevor du mir wegen Roger Denningham den Laufpaß gegeben hast“, vollendete er kalt.„Ich entnehme aus deinem Hiersein, daß es mit ihm dann leider doch nicht so geklappt hat, wie du es dir vorgestellt hast?“ Sie wandte das Gesicht ab.„Du hast dir über meine Gründe natürlich ein ganz falsches Urteil gebildet“, sagte sie leise und stockend.„Ich war damals so jung und unerfahren und töricht... das habe ich nur zu bald empfunden, aber er hat mich geblendet. Ein Schloß und Reichtum und rauschende Festlichkeiten— welches junge Ding läßt sich davon nicht eine Zeitlang blenden? Kannst du das nicht verstehen, Clive? Bist du noch nie vorübergehend, aus rein äußerlichen Gründen, in irgend jemanden vernarrt gewesen?“ Er sah sie gerade und fest an, ohne mit der Wimper zu zucken.„Doch“, sagte er sehr ruhig und deutlich.„Ich war es sogar ziemlich lange.“ Sie erbleichte.„Du verstehst es, Hiebe auszuteilen“, sagte sie nach einer Pause mühsam.„Nun ja, ich habe meine Strafe verdient. Aber du sprichst nicht ganz die Wahrheit. Was wir füreinander empfunden haben, war mehr als bloße Vernarrtheit.“ Sie legte die Hand leicht auf seinen Arm.„Gib es doch zu, Clive. Du vergibst dir dadurch nicht das geringste. Im Gegenteil, es ist ziemlich unter deiner Würde, ein echtes Gefühl nachträglich in den Schmutz zu ziehen.“ „Also gut, ich gebe es zu“, sagte er unbeweglich.„Ich habe dich geliebt, Lilian. Aber das ist lange vorüber. Du selbst hast den Schlußpunkt unter diese Liebe gesetzt.“ Er ging von ihr weg, und ihre Hand glitt von seinem Arm und flel kraftlos herunter.„Was numn unsere Zusammenarbeit betrifft— nun so wird Farway hoffentlich bald wieder persönlich für mich Zeit haben. Wir werden uns dann nicht mehr so häufig sehen, nehme ich an.“ „Das ist es ja eben“, stieß sie hervor.„Farway hat mir gestern gesagt, ich solle ihn noch für eine Weile hier vertreten, mindestens für ein paar Wochen. Er kann sich im Augenblick vor Aufträgen nicht retten, und“, fügte sie bitter hinzu,„er meint, es sei eine nützliche Erfahrung für mich, der Ahnungslose.“ Elive hob die Brauen.„Ich verstehe. Ja, wenn die Dinge so liegen, dann müssen wir allerdings versuchen, das Beste daraus zu machen. Es liegt ja auch durchaus kein Anlaß für dauernde Gefühlsstrapazen vor, nicht wahr?“ Ihre Augen verschleierten sich für einen Augenblick. Dann blickte sie klar und offen zu ihm auf und sagte:„In keiner Weise. Ich hasse nichts mehr als gewitterschwüle Stimmungen. Darum hielt ich diese Aussprache ja für notwendig. Also: seien wir Freunde, wie wir es ganz zu Anfang einmal waren. Erin-, nerst du dich noch an Plymouth, an unsere Segelfahrten und Golfpartien? Wenn wir die Kameradschaft jener Tage zurückrufen können, ist alles gut.“ „Einverstanden!“ Er nahm ihre ausgestreckte Hand.„Und nun mußt du mich entschuldigen, Lilian. Ich habe eine Menge zu tun und will meine kleine Sekretärin oben nicht ganz sich selbst überlassen. Fährst du gleich weiter?“ „Ja, ich muß. Ich werde mich zunächst für vierzehn Tage in der„Krone“ anmelden, das scheint das einzige gute Hotel hier zu sein.“ Er nickte, grüßte noch einmal Rüchtig und verließ das Zimmer. Lilian blieb eine Weile reglos stehen und starrte nachdenklich ins Leere. Die Aussprache war nicht ganz nach Wunsch gelaufen, aber sie hatte ja in den kommenden Monaten noch reichlich Zeit, und sie brauchte sich nicht zu überstürzen. Sie war nicht mehr so idiotisch unvorsichtig wie, damals, als sie sich eingebildet hatte, Roger Denningham würde sie heiraten. Sie hatte sich mit Schwung zwischen zwei Stühle gesetzt. So etwas konnte ihr nicht ein zweites Mal passieren Sorgfältiges Pläneschmieden war-ihr inzwischen zur zweiten Natur geworden, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, und diesmal hatte sie sich ein besonders schwieriges Ziel gesetzt, nämlich: Clive zurückzuerobern. Vorläufig durfte sie die Grenzen, die sie mit dem Stichwort„Freundschaft“ selbst angegeben hatte, auf keinen Fall überschreiten. Ihre vielen gemeinsamen Interessen und ihr persönlicher Charme, auf den sie sich noch immer verlassen konnte, würden Elive dann schon ganz allmählich und unmerklich wieder auf ihre Seite ziehen. Es war nur gut, daß sie Farway überredet hatte, ihr seinen Platz hier in Barleigh einzuräumen. Es war zwar tödlich langweilig, nur mit ein und demselben Bauvorhaben beschäftigt zu sein, aber auf andere Weise kam sie zu wenig an Clive heran. Sie mußte ihn jetzt im Auge behalten. Nicht, daß sie in dieser ländlichen Einöde irgendwelche Nebenbuhlerinnen zu befürchten hatte. Ach so, Nebenbuhlerinnen! Wie stand es mit diesem dummen, kleinen Mädchen, das da oben„Privatsekretärin“ spielte? Drohte von dieser Seite Gefahr? Nein, sie konnte es sich nicht denken. (Fortsetzung folgt) 20. September 1962 HONNBFER VOLKSZRITUNG 2. Blatt Recklinghausen um 1600(Merlan), Faks. Bärenreiter. Orig.-Repro 45x 30 für DM.-(Motivangabe) auf PS-Kto. 888 50, Haus Neuerburg, Köln Aus guter Tradition Genau richtig in Würze und Milde - genau richtig für Sie Güldenring— die Filtercigarette, die unverfälschten Rauchgenuß schenkt. Jahraus, jahrein hat sie die volle Würze und die wohltuende Milde erlesener Tabake in einer vollendet ausgewogenen, aromatischen Mischung bewahrt. Und sie ist so jung geblieben, so modern, wie die Menschen, die sie rauchen. GULDENRING Das Milifär regiert im Lande der Inkas Peru und die umerikanischen Dollarmillionen.- Großgrundbesitzer halten nichts vom Fortschrift. * * * * * * * * Als Präsident Kennedy in Washington das Weiße Haus bezog, schien sich in Südamerika das Zeitalter der vom Militär gestützten Diktatoren endgültig dem Ende zuzuneigen. Nur im kleinen Paraguay war noch ein starker Mann an der Macht: General Stroessner. Inzwischen ist das Pendel zurückgeschlagen. In Argen-* tinien und Brasilien ist die Armee wieder am Ruder, wenn sie auch nicht offiziell die Macht übernommen hat. Den wohl größten Rückschlag für die Demokratie# auf jenem Kontinent bedeutet die Uebernahme der Staatsgewalt durch eine Milltärregierung in Peru. 4 Es war wie im Kino. Durch die Straßen von Lima rollten Panzerwagen. Sie umstellten den Palast des Präsidenten auf der Plaza de Armas. Ein Oberst forderte mit lauter Stimme:„Im Namen des Patriotismus, ergeben Sie sich!“ Gemeint war der amtierende Präsident Prado, doch der reagierte nicht. Zwanzig Minuten später rollte ein Panzer das Tor des Palastes nieder. Der Oberst trat ohne anzuklopfen in das Arbeitszimmer des Präsidenten und verhaftete ihn. Vorangegangen war die Wahl für das neue Parlament. Sie hatte zu einer schwachen Mehrheit der APRA-Partei geführt, die für Reformen eintritt, ohne kommunistisch zu sein. In diesem Augenblick griff die Armee ein und riß die Macht an sich. Sie erklärte die Wahlen für ungültig. Zur gleichen Zeit versicherten die Führer der Junta, sie hätten keine politischen Ambitionen, sie wollten nur ein politisches Chaos verhindern. Washington brach sofort die diplomatischen Beziehungen zu Peru ab, ohne allerdings dadurch das Rad der Geschichte zurückdrehen zu können. Es blieb den politischen Astrologen überlassen herauszufinden, wie sich die Dinge weiterentwickeln würden. Peru ist das klassische Beispiel eines Landes, in dem sich mittelalterliche Zustände bis zum heutigen Tage gehalten haben. Es hat rund elf Millionen Einwohner. 60 Prozent von ihnen sind Indios, Nachkommen der Inkas. Der Anteil der Weißen macht knapp zehn Prozent aus, der Rest besteht aus Mischlingen. auf den Anbau von exportierbaren Erzeugnissen wie Baumwolle und Zucker verlegt, wobei sie unwahrscheinlich hohe Gewinne einstreichen, während die Masse der ländlichen Bevölkerung teilweise unter Mangel an Nahrungsmitteln leidet. Diese Zustände haben in den letzten Jahren den Ruf nach einer Landreform laut werden lassen. Der peruanische Kongreß, das Parlament, plädierte manchmal recht lautstark dafür, vor allem im Hinblick auf die Aussicht, amerikanische Hilfsgelder aus dem Fonds„Allianz für den Fortschritt“ zu bekommen. Im Endeffekt geschah jedoch gar nichts, denn die einflußreichen Großgrundbesitzer denken erzkonservativ. Die WarIndio-Frauen auf dem Markt einer peruanischen Stadt. Anderthalb Prozent der Peruaner teilen sich in den Besitz von drei Vierteln des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens. Im Gegensatz dazu stehen die sechs Millionen Landbesitzer, die sich mit weniger als einem Prozent des Kulturlandes begnügen müssen. Die Besitzer der großen Haciendas haben sich Die katholische Kirche genießt den Schutz des Staates. Unser Foto zeigt einen Missionar im Inneren des Landes. nung, daß sie so dem Kommunismus oder dem Castrismus Vorschub leisteten, nahmen sie nicht ernst. Sie hatten immer die Armee hinter sich, und die würde schon für Ordnung in ihrem Sinne sorgen. Machu Piechu, die wiederentdeckte Stadt, in der einst die letzten Inka-Herrscher Zuflucht suchten. Als dann die APRA als stärkste Partei aus den Wahlen hervorging— es gelang ihr allerdings nicht, die erforderliche Mehrheit zu erringen—, schritt die Armee tatsächlich ein. Die APRA hätte zweifellos noch viel besser abgeschnitten, wenn es in Peru ein anderes Wahlrecht gäbe. Mehr als die Hälfte der Bewohner des Landes sind Analphabeten und dürfen darum nicht zu den Urnen gehen. Gerade sie hätten aber für Reformen gestimmt. Diese Tatsache erklärt auch den Widerstand der Großgrundbesitzer gegen Kennedys„Allianz für den Fortschritt“. Die Dollarmillionen, die Peru im Rahmen dieses Programms erhalten sollte, waren zweckgebunden. Sie sollten unmittelbar zur Hebung des Lebensstandards der Armen beitragen, und dazu war vor allem auch der Bau von Schulen vorgesehen. Schulen„produzieren“ Menschen, die lesen und schreiben können, mithin neue Wähler. Die aber würden sich für den Fortschritt und gegen die alte Ordnung entscheiden. Aquädukt aus der Spanierzeit in Lima. In krassem Gegensatz zu den Armenviertein steht dieser Park in Lima Die Kathedrale von Lima, in der die Gebeine Pizzaros beigesetzt sind 405 HONNEFER VOLKSZEITUNG Was nehmen Ausländer aus Deuischland mit? Bummel zwischen Kitsch und wertvollen Industriegütern. Von HEINRICH CLAASEN. Hamburg. Reiseländer sind nicht nur Spanien und Italien. Auch die Bundesrepublik zählt in jedem Jahr viele tausend ausländische Besucher. Wir freuen uns über sie. Schließlich lassen sie ein recht erkleckliches Sümmchen an Kronen, Franken und Pfunden bei uns. Wofür aber wird dieses Geld— außer für Uebernachtungen und Essen— hauptsächlich ausersteht man Souvenirs, Dinge, die man in der Heimat in Skandinavien, Belgien oder England überhaupt nicht oder nur viel teurer erwerben kann. KFRUGN vom 23. bis 29. September „English spoken“ oder„On parle français“, rühmt man sich heute in bundesrepublikanischen Schaufenstern. Diese Ankündigungen machen sich bezahlt. Denn was der ausländi: sche Tourist als Erinnerung an seinen Besuch in Germany oder Allemagne mit nach Hause nimmt, sind nicht nur Muschelkästchen, Wetterhäuschen mit Dirndln oder Holzuntersätze mit hübschen Bildern von Rhein und Main: Deutschland ist für viele ein ideales Einkaufsland. Skandinavier erwerben Kameras bei uns, Amerikaner gutes Porzellan, Belgier Textilien, Südamerikaner Spielzeug. „Die meisten Kunden wollen deutsche Qualität kaufen“, bestätigte z. B. der Geschäftsführer eines exklusiven Hamburger Lederwarengeschäftes mit Filialen in der ganzen Bundesrepublik.„Gute handwerkliche Verarbeitung zahlt sich aus. Betit-point-Taschen sind im Augenblick sogar ein Schlager für die ausländischen Kunden.“ Die besten Abnehmer blei ben Skandinavier und Amerikaner.„Einmal“, sagt der Geschäftsführer,„kam auch ein Scheich zu uns, doch er wollte nur kaufen, wenn er Rabatt bekäme.“ Berühmt in aller Welt ist vor allem deutsches Spielzeug. Viele Besucher aus Uebersee fahren oft nur deshalb nach Nürnberg, um ihren Kindern eine elektrische Eisenbahn oder eine Puppe mitbringen zu können, die Mama oder Papa sagt und die Augen bewegen kann. Der Chef eines Spielwarengeschäftes berichtete stolz, selbst Haile Selassie habe bei ihm eine Spielzeugeisenbahn gekauft:„Deutsches Spielzeug ist im Ausland oft doppelt oder dreimal so teuer. Besonders die Südamerikaner nehmen große Mengen Spielzeug mit. Z. T. verkaufen sie es drüben weiter.“ Auch Stofftiere und Trachtenpuppen gehen besonders gut. Ob es eine Schwarzwälderin oder ein Mädchen aus den Vierlanden bei Hamburg, ein bayerisches Dirndl oder eine Schwäbnerin ist— irgendwo in Schweden, England, Holland oder den Vereinigten Staaten wird jede Puppe eine schöne Erinnerung an den Trip durch Germany sein. gein. 96e Es gibt allerdings auch kostspieligere Andenken, die gekauft werden, aber kaum noch zu den Souvenirs zählen. Viele kommen z. B. zu uns, um sich bei einem Werk ein Automobil abzuholen. Was man dabei an Ueberführungskosten spart, legt man noch in kleineren Souvenirs an: Die Damen sind von Porzellanfiguren begeistert: Musikanten mit Spitzen-Manschetten,„Fräuleins“ in sich bauschenden Porzellan-Tüllröcken— welche Lady aus Michigan oder Cleveland könnte diesem RokokoSchmelz widerstehen? „Viele Kunden sind Frauen, meist ältere, z. T. sehr wohlhabende Damen“, erläutert der Einkaufsleiter eines großen Hamburger Porzellangeschäftes.„Zwei oder drei Hundertmarkscheine läßt der Ausländer im Durchschnitt zurück. Gefragt ist außer diesen Rokoko-Figuren auch Meißner Porzellan, aber es muß die Schwertermarke sein.“ An der Spitze der in der Bundesrepublik gekauften Artikel liegen jedoch optische Geräte, vor allem Kameras. Deutsche Wertarbeit macht sich gerade auf diesem Gebiet immer wieder bezahlt. Die Beschränkung der zollfreien Einfuhr für die Amerikaner hat den Optimismus der Potobranche allerdings gedämpft. Die USZollbehörden setzten die Freigrenze von bisher 250 Dollar auf nur 100 Dollar pro Person herab. Noch etwas steht bei uns hoch im Kurs. Man ahnt es nicht, weil man es jeden Tag verspeisen kann: Katenschinken, edle Weine von Rhein und Mosel, Lübecker Marzipan, Nürnberger Lebkuchen. Die Südamerikaner bevorzugen als Mitbringsel Beerenfrüchte und getrocknete Pilze, Engländer sind scharf auf Räucheraal in Dosen.„Nur wer jahrelang kein richtiges Schwarzbrot mehr zwischen die Zähne bekommen hat“, erzählt ein seit langem in Spanien lebender Deutscher,„der kann verstehen, dass ich mir bei jedem Urlaub in Deutschland einen Sack voll Brot kaufe.“ Auch eine andere Branche verdient gut an den Ausländern: Die Antiquitätengeschäfte. Hübsche Dinge aus der Zeit vor 1830 sind in Amerika sogar zollfrei.„Ein paar hundert Mark läßt die Kundschaft im Durchschnitt zurück“, berichtet ein alter Antiquitätenhändler — schließlich waren im letzten Jahr allein in der Hansestadt Hamburg eine halbe Millior Ausländer. Sonntag, 23. September WDR/NDR:.00 Hafenkonzert.()..05 Hafenkonzert(II)..00 Johann Sebastian Bach..10 Wir sprechen zur Zone..15 Musik am Sonntagmorgen. 10.00 Kath. Gottesdienst, übertragen aus der St. Marienkirche in Quakenbrück. 11.00 Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Paul Tillich. 12.30 Sang und Klang(). 13.25 Sang und Klang(1I). 14.00 Kinderfunk. 14.30 Der Herbst ist da. 15.00 Bericht vom 2. Ostdeutschen Bauerntag, Bad Godesberg 1962. 15.30 Was Ihr wollt. 16.30 Zum Tanztee. 17.15 Sportberichte. 18.00 Gedanken zur Zeit. 18.45 Maurice Ravel. 19.10 Sportmeldungen. 19.30 Das politische Porum. 20.00 Ein Abend für junge Hörer. 22.15 Die Jagd nach dem Täter. 22.50 Tanzmusik vor Mitternacht. 23.25 Der Nachtwächter zieht seine Runde. Wettkampt der Systeme. 19.30 Kammerkonzert. 20.10 Frühe Hörspiele. 20.15 Das Verhör des Lukullus. 21.00 Workshop beim Frankfurt-Festival. 22.15 Wenn, sie mich fragen... 23.20„Jugend und moderne hausik.“ UKW West:.00 Das Morgenlob..35 Lied am Morgen..00 Süddeutsche Orgelmeister..30 Nachts brennt ein Haus. 10.00 Das Kölner Rundfunk-SinfonieOrchester. 11.00 Melodie und Rhythmus. 12.00 Internationaler Frühschoppen. 12.50 Musik von hüben und drüben(). 13.15 Halbmond über der Aequator. 13.30 Musik von hüben und drüben(II). 14.00 Das kleine Unterhaltungsorchester. 14.30 Musik für Kinder. 14.45 Kinderfunk. 15.15 Hermann Hagestedt mit seinem Orchester. 15.45 Sport und Musik. 17.15 Johannes Brahms. 18.00 Was Leib und Seel zusammenhält. 18.45 Für und wider den Kompromiß. 19.00 Kleines Konzert. 19.30 Zwischen Rhein und Weser. 19.55 Sportmeldungen. 20.10 Von Woche zu Woche. 20.20 Frederick Delius. 21.30 Muschik lächelt. 21.45 Tanzmusik. 23.05 Sportmeldungen. 23.15 Kleine Ensembles spielen zum Tanz. UKW West:.35 Morgenandacht, Dieter Andersen. .45 Kunterbunte Morgenstunde..30 Ein Buch serer Zeit. 10.00 Klavierkonzert. 10.30 Schulfunk. 11.30 Mittagskonzert. 12.45 Bekannt und Heiteres Spiel auf Volksinstrumenten. 14.00 Tanzmusik. 15.00 Chorkonzert. 15.45 Wie wir leben. 16.0 Leichte Muse. 17.00 Vesco’Orio spielt. 17.20 Zeitgenössische Kammermusik. 17.50 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen. 18.15 Jazz-Cocktall. 18.45 Probleme der Diakonie. 19.00 Kirchenorgeln unserer Heimat. 19.30 Zwischen Rhein und Weser. 20.10 Von Tag zu Tag. 20.15 Volkslieder und Volkstänze. 21.00 Laos lebt gefährlich. 21.30 Melodien aus weiter Ferne. 22.15 Vorrunden-Rückspiel um den Fußball-Burgpa-Rokal 1. FC Köln gegen FE Dundee in Köln. 23.20 Mitternachts-Bummel. Donnerstag, 27. September WDR/NDR:.50 Morgenandacht, Dieter Andersen. .05 Wir sprechen zur Zone..15 Frühmusik..45 Für * 05 Wi--brechen 7* die Frau..10 Heitere Jugendlieder und Volksmusik. .00 Schulfunk. 12.00 Zur Mittagspause. 13.15 Musik am Mittag. 14.00 Schulfunk. 16.00 Filmmusik. 16.45 15 Minuten mit der Rolt-Kühn-Combo. 17.05 Berliner Feuilleton. 17.35 Musik zur Unterhaltung. 18.30 Blickpunkt Berlin. 18.40 Echo des Tages. 19.15 Oscar Strauß. 20.45 Der gute Ruf. 22.15 Nachtprogramm. 23.30 Moderne Kammermusik. Montag, 24. September WDR/NDR:.50 Morgenandacht, Dieter Andersen. .05 Wir sprechen zur Zone..15 Start in die Woche. .45 Für die Frau..10 Musik am Morgen..00 Schulfunk. 12.00 Musik zur Mittagspause. 13.15 Musik am Mittag. 14.00 Schulfunk. 16.00 Moderne Tanzmusik. 16.30 Filmmusik. 17.05 Die Montagsschule. 17.35 Ueber das Erzählen. 17.45. und jetzt ist Feierabend. 18.30 Blickpunkt Berlin. 18.40 Echo des Tages. 19.15 Aus dem Gesellschaftsleben von Chartres Street. 19.30 Sinfoniekonzert. 22.15 Workshop beim FrankfurtFestival. 23.00 Die klingende Drehscheibe. UKW West:.35 Morgenandacht, Dieter Andersen, .45 Kammermusik..30 Ein Buch in unserer Zeit. 10.00 Bei uns zu Gast. 10.30 Schulfunk. 11.30 Sinfonische Musik. 12.45 Im Rhythmus der Freude. 15.00 Bunt gemischt. 15.45 Nur für Verkehrsteilnehmer. 16.00 Musik-Expreß. 16.40 Carl Orff. 17.30 Elly Ney. 17.50 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen. 18.10 Das Lied. 18.45 Tanz- und Unterhaltungsmusik. 19.15 Sozialpolitische Tagebuch. 19.30 Zwischen Rhein und Weser. 20.10 Von Tag zu Tag. 20.15 Aus literarischen Zeitschriften. 20.30 Sinfoniekonzert aus Monte Carlo. 22.15 Heiter und beschwingt. 23.05 Das Kölner Tanzund Unterhaltungsorchester. UKW West:.35 Morgenandacht, Dieter Andersen. .45 Alte Kammermusik..30 Ein Buch in unserer Zeit. 10.00 Bunte Reihe. 10.30 Schulfunk. 11.30 Mittagskonzert. 12.45 Die bunte Platte. 14.00 Programmvorschau. 14.15 Blasmusik. 15.00 Künstler in Nordrhein-Westfalen. 15.40 Die Massenmedien in den Sozialwissenschaften. 16.00 Die Montag-Nachmittags-Melodie. 17.50 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen. 18.05 Aus dem rheinisch-westfälischen Urlaubskalender. 18.15 Das Streichquartett. 19.00 Jazz-Informationen von Dietrich Schulz-Köhn. 19.30 Zwischen Rhein und Weser. 20.10 Von Tag zu Tag. 20.15 Sportspiegel am Montagabend. 20.30 Was mache ich, wenn...(IIl). 21.15 Opernkonzert. 22.00 Humor in Dur und moll. 23.05 Werner Egk. Freitag, 28. September WDR/NDR:.50 Morgenandacht, Dieter Andersen. .05 Wir sprechen zur Zone..15 Frühmusik..00 Schulfunk. 12.00 Musik zur Mittagspause. 13.15 Musik am Mittag. 14.00 Schulfunk. 16.00 Volksmusik. 16.30 Kinderfunk. 17.05 Junge Generation. 17.20 Das Wirtschaftsgespräch. 17.40 Die illustrierte Schallplatte. 18.30 Blickpunkt Berlin. 18.40 Echo des Tages. 19.15 Zur Unabhängigkeit des Richters heute. 19.35 Tannhäuser.(1) 22.15 Tannhäuser(II). 23.15 Unterhaltung für alle. Dienstag, 25. September Ingrid bedient das Telefon des Lebens Münchnerin arbeitet in Australiens Giftzentrum.— Bei Anrufen geht es um Sekunden. Von VINCENT W. STONE. Sydney. Starke Nerven erfordert die verantwortungsvolle Tätigkeit, welche die Münchnerin Ingrid Babka in ihrer australischen Wahlheimat ausübt. Als Sekretärin des neueingerichteten Giftinformationszentrums in Melbourne kann ihre Geistesgegenwart über Leben und Tod entscheiden. Sie bedient den Telefonapparat, dessen Nummer täglich von verzweifelten Menschen gewählt wird, die sich durch eine Vergiftung in unmittelbarer Lebensgefahr befinden. Ingrid Babka nennt den Hilfesuchenden dann die wirksamste Gegenmaßnahme und schickt sofort einen Arzt zu ihnen. Bei jedem Anruf geht es um Sekunden. Bei den Auskünften richtet sich die Sekretärin. nach den Anweisungen ihres Chefs, des Toxiologen John Jewell. Nicht umsonst wurde das erste Giftzentrum des australischen Kontinents einem großen Melbourner Kinderkrankenhaus angeschlossen. Kinder sind am häufigsten Opfer von Vergiftungsunfällen. Die meisten Hilfesuchenden schluckten versehentlich falsche Tabletten. Fast ebensooft hat ein Anrufer einen Schluck aus einer Petroleum-, Brennöl- oder Terpentinflasche genommen. Das geschieht meistens bei Kindern. Auch wenn jemand Reinigungsmittel, Möbelpolitur, Rattengift und Medizin getrunken hatte, war er meist das Opfer eines Irrtums, weil die gefährlichen Flüssigkeiten leichtsinnigerweise in Limonade- oder Bierflaschen aufbewahrt werden. WDR/NDR:.50 Morgenandacht, Dieter Andersen. .05 Wir sprechen zur Zone..15 Klingender Morgengruß..10 Anno dazumal..00 Schulfunk. 12.00 Das kleine Unterhaltungsorchester. 13.15 Musik am Mittag. 14.00 Schulfunk. 16.00 Unterhaltungskonzert. 16.45 Für Schule und Elternhaus. 17.05 Forum der Wissenschaft. 17.25 Das literarische Portrait. 17.45 Roman# tisches Konzert. 18.30 Blickpunkt Berlin. 18.40 Echo des Tages. 19.15 Der Filmspiegel. 19.45 Tanzmusik. 20.00 17 und 4. 20.45 Tanzmusik. 21.05 Wie sicht die Welt die„DDR“? 21.35 Bericht aus Moskau. 22.00 Bericht aus Amerika. 22.10 Auf eine Wort. 22.15 Nachtprogramm. 23.30 Das Hamburger Rundfunkorchester. UKW West:.35 Morgenandacht, Dieter Andersen. .45 Musik alter Meister..30 Ein Buch in unserer Zeit. 10.00 Bunte Reihe. 10.30 Schulfunk. 11.30 Aus Operetten. 12.45 Bei uns zu Gast. 14.00 Programmvorschau. 14.15 Die Völker im Lied. 14.45 Concertino. 15.00 Das Podium. 15.40 Aktuelles aus der Christenheit. 16.00 Wir machen Musik. 17.50 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen. 18.05 Aus der Landespolitik. 18.15 Schallplatten-Spielereien. 19.00 Achtung! Aufnahmel 19.20 Porträt des Landeskabinetts. 19.30 Zwischen Rhein und Weser. 20.10 Von Tag zu Tag. 20.15 Stammtisch. 20.45 Männerchor. 21.00 Lebenslauf in aufsteigender Linie. 21.40 Unterhaltungsmusik. 22.45 Zum jüdischen Neujahrs-Fest. 23.05 Tanz- und Schlagermelodien. Samstag, 29. September In Münster keine neue Typhuswelle. Münster. Eine befürchtete neue Welle weiterer Typhus-Erkrankungen in Münster ist ausgeblieben. Die städtische Pressestelle teilte mit, die Lage sei wieder normal. Alle Schutzmaßnahmen wurden aufgehoben. Insgesamt wurden in Münster seit August 23 TyphusNeuerkrankungen festgestellt. Mit einer schnellen Folge von 19 Erkrankungen im August war die Zahl der Typhusfälle über das übliche Maß um diese Jahreszeit hinausgegangen und hatte vorbeugende Untersuchungen und Schutzmaßnahmen notwendig Sen6cht. UKW West:.35 Morgenandacht, Dieter Andersen. .45 Altfranzösische Kirchenmusik..30 Ein Buch in unserer Zeit. 10.00 Bunte Reihe. 10.30 Schulfunk. 11.30 Aus Oper und Konzert. 12.45 Musikalische Kurzweil. 14.00 Internationale Meisterkurse der Kölner Musikhochschule. 14.30 Josef Strauß. 15.10 Zeitgenössische Chormusik. 15.40 Die Ausbildung zur Sozialarbeiterin. 16.00 Die Wellenschaukel. 17.50 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen. 18.10 Abendkonzert. 19.20 Porträt des Landeskabinetts. 10.30 Zwischen Rhein und Weser. 20.10 Von Tag zu Tag. 20.15 Musik der Impressionisten. 20.45 Die Möbelwagen. 22.00 Franz Deubner spielt. 22.30 Platten und Plat()itüden. 23.05 Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzorchester. WDR/NDR:.50 Morgenandacht, Dieter Andersen. .05 Wir sprechen zur Zone..15 Vorwiegend heiter. .45 Für die Frau..10 Musik am Morgen..00 Schulfunk. 12.00 Mit Musik geht alles besser. 13.15 Wie schön, daß Morgen Sonntag ist. 15.00 Alte und neue Heimat. 15.30 Brasilianische Volksmusik. 16.00 Aus der Welt der Arbeit. 16.30 Ping-Pong. 17.30 Swing and Sweet. 18.30 Echo des Tages. 18.55 Glocken und Chor. 19.10 Unteilbares Deutschland. 19.20 Aktuelles vom Sport. 19.40 Lieder aus Italien. 20.00 Der Wochenschauer. 20.10 Die goldene Frage. 21.55 Von Woche zu Woche. 22.10 Bela Bartok. 22.35 SchallplattenStammtisch. 23.30 Hallo— Nachbarn! Mittwoch, 26. September WDR/NDR:.50 Morgenandacht, Dieter Andersen. .05 Wir sprechen zur Zone..15 Tanzweisen nach Volksmelodien..45 Für die Frau.10 Musik am Morgen..00 Schulfunk. 12.00 Musik zur Mittagspause. 13.15 Musik am Mittag. 14.00 Schulfunk. 16.00 Das vergessene Lied. 16.30 Kinderfunk. 17.05 Kulturbrief aus Rom. 17.20 Von neuen Büchern. 17.45 Gerhard Gregor an der Hammond-Orgel. 18.00 Unterhaltungsmusik. 18.30 Blickpunkt Berlin. 16.40 Echo des Tages. 19.18 UKW West:.35 Morgenandacht, Dieter Andersen. .45 Geselliges Musizieren..30 Wie finden Sie das? 10.30 Schulfunk. 11.30 Schöne Stimmen. 12.00 Paragraphen contra Leben? 12.45 Blasmusik. 13.15 Musik am Mittag. 14.00 Phineas Taylor Barnum. 14.35 Was darf es sein? 16.00 Kinderfunk. 16.20 Sinfonisches Konzert. 17.55 Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen. 18.05 Westdeutscher Kulturspiegel. 18.15 Die Sprechstunde. 18.45 Geistliche Abendmusik. 19.15 Der kleine Sandmann bin ich... 19.30 Zwischen Rhein und Weser. 20.10 Von Tag zu Tag. 20.15 Das Orchester Kurt Edelhagen spielt Tanzmusik. 20.45 Portrait einer Flaute. 21.30 O alte Schnulzenherrlichkeit. 22.00 Ballettmusik. 22.40 Sport am Wochenende. 23.05 Kammermusik. AIO O Die günstigen, gesenkten Preise für JACOBS KAFFEE in der bekannten Aromaschutz-Packung gelten auch für gemahlenen JACOBS KAFFEE in der Ziehfix-Vakuumdose. Sorte GRUN Sorte BLAU 250 0 044 -383/2 Schltfsunfälle, Fahndungen, Verkehrskontrollen und Hilfeleistungen umfaßt das Aufgabengebiet der „blauen Mäuse“, die mit ihrem schnellen Flitzer auf Vater Rheins breitem Rücken Patrouille fahren. WrriningS PPPelke KomlmerrMit der Wasserschutzpolizei auf Kontrollfuhrt.-—„Piraten“ führten zu ihrer Gründung. Bad Honnef, den 20. September. „Achtung, Motorschiff„Orage“!— Achtung!— Halten Sie mehr nach Steuerbord!“ dröhnt eine Lautsprecherstimme über den Rhein. Noch während der Schlepperkäpten hastig in die Speichen des Steuerrades greift, fegt das schnittige, graue Boot der Wasserschutzpolizei mit schäumender Bugwelle heran und legt sich längsseits. Beamte im blauen Seemannstuch entern an Bord der„Orage“. Mit fünf Kohlekähnen im Schlepp ist sie von Ruhrort auf der Fahrt nach Straßburg. Kleine Einsatzbesprechung auf Deck. Rechts im Bild Kommissar Steinfort, der Leiter der auch für den Honnefer Stromabschnitt zuständigen Wasserschutzpollzeistation Bonn. „Bitte, Ihr Schiffsführerpatent, Attest und die Pässe!“ fordern die„Blauen Mäuse“ oben ir Ruderhaus. Die Papiere sind okay.„Danke schön, Käpten. Und gehen Sie nicht mehr so nahe an die Anlegebrücken heran!“ Ein freundliches„Gute Fahrt“. Weiter spritzt der In den Ruderhäusern der Schlepper, Selbstfahrer und Kähne kontrollieren die Wasserschutzpollzisten die Papiere. Hler scheinen sie in Ordnung zu sein. schnelle Polizeiflitzer den Strom hinab.„Wiking 5. Wiking... bitte kommen...“, quäkt es aus dem UKW-Sprechfunk-Lautsprecher in der Kajüte. Der nächste Einsatz ist fällig. Auf Piratenjagd brauchen die Wasserschutzpolizisten heute allerdings nicht mehr zu gehen. Obwohl Rheinräuberbanden, von denen Schiffe überfallen und Ladungen geplündert wurden, vor nunmehr vierzig Jahren den Anstoß zur Bildung der schwimmenden Polizei gaben. Damals, nach dem ersten Weltkrieg, stellte die oberste Landespolizeibehörde Preußens eine„RheinPolizei“ auf. 1937 wurde diese in die neugeschaffene Wasserschutzpolizei übernommen. Nach dem Zusammenbruch und der Auflösung des Polizeiapparates herrschte 1945 auf der großen Schiffahrtsstraße wiederum erhebliche Unsicherheit. Bei Nacht und Nebel wurden zahlreiche Frachtkähne von„Piraten“ erleichtert. Bis schließlich die Wasserschutzpolizei neu gebildet wurde. Heute ist der Landesinnenminister ihr oberster Chef. „Wiking 5“ nimmt Kurs auf den nächsten Selbstfahrer.„Constance“, ein 538-Tonner, hat seinen Heimathafen an der Schelde, in Niel. Zwei Köter kläffen den blauuniformierten„schnellen Rheinbären“ von Bord entgegen. Wiederum werden Papiere, Mannschaft, Ausrüstung und Ladung auf ihre Vorschriftsmäßigkeit hin kontrolliert.„Bei der ständig wachsenden Zahl der Pötte ist das für die Verkehrssicherheit einfach unerläßlich“, erklärt Kommissar Steinfort, der Leiter der auch für den Honnefer Stromabschnitt zuständigen Wasserschutzpolizeistation Bonn. „Auf einem so internationalen Gewässer mögen zwar die Landessprachen der Kapitäine verschieden sein. Selbst„im Schlaf“ müssen die Rheinschipper aber die Flaggenund Signalsprache beherrschen.“ Abends wird nur nach Lichtern manövriert. Backbord leuchtet dann die rote, steuerbord die grüne und am Vordermast die gelbe Lampe. Tanker setzen zusätzlich ein violettes Licht. Kein Mensch, der bisher nur Straßenasphalt gerochen hat, ahnt, was zünftige Wasserschutzpolizisten alles wissen und können müssen. Bei Unfällen, vor allem bei Zusammenstößen, haben sie es schwieriger als die„Weißen Mäuse“ an Land. Schließlich gibt es auf dem Wasser keine Bremsspuren. Mühsam muß der Unfallhergang meist nach Zeugenaussagen rekonstruiert werden. Viel Arbeit macht auch der Fahndungsdienst. Nicht alle der 75 000 Fahrensleute auf Vater Rheins breitem Rücken sind Engel mit blütenweißer Weste. Matrosen prellen ihren Käpten um K für Private und Gewerbetreibende zum vortellhatten Barkauf hochwertiger Gebrauchsgüter, schnell und zinsgünstig— ohne Vermittler— direkt von der den Vorschuß. Häufig werden auch Ladungsdiebstähle gemeldet. Die Ordnungshüter kommen an Bord, suchen Spuren, sichern Fingerabdrücke, vernehmen Verdächtige. Gefährliche Jungs sind im Fahndungsbuch mit zwei Sternchen gekennzeichnet. Aber es gibt auch noch andere„Fälle“. Daß Kinder beim Spielen und Frauen beim Wäscheaufhängen über Bord stürzen, ist nicht einmal allzu selten. Oft genug erweisen sich dabei die„Polypen“ als Schutzengel. Weiter: bei akuten Blinddarmentzündungen, Knochenbrüchen oder sonstigen Verletzungen auf Schiffen sorgen die Wasserschutzpolizisten für ärztliche Hilfe. Und Kommissar Steinfort weiß gar von einem Einsatz zu berichten, wo sich seine Männer selbst als Assistenten des Klapperstorchs bewährten. Natürlich strengte sich da auch Meister Adebar an, und so gab’s einen Prachtjungen.—* Die Abonnenten Nicht nur die Zeitung kann man im Abonnement beziehen, sondern auch die Kunst. Die Zeitung kommt allerdings ins Haus, während man die Kunst aufsuchen muß. Thalias Tempel verlangen, daß man die gewissen Anstrengungen nicht scheut, die mit einem Theaterabend verbunden sind. In dieser Hinsicht unterscheidet sich„Faust“ weder vom„Prinz von Homburg“ noch vom„Weißen Rößl“. Wemn aber die Kunst ein Herzensanliegen ist, geht nicht nur gelegentlich ins Theater, sondern bemüht sich um einen Stammplatz für jede neue Aufführung, um ein Abonnement. Nun, die Theatersaison steht wieder einmal vor der Tür. Bald ist Premiere. Wie gewöhnlich wird der Aufbruch zum ersten Theaterabend mit allerlei Aufregung verknüpft sein. Festliche Stunden bedürfen einer festlichen Gewandung. Mutti schlüpft ins gute Seidene, Vater knöpft sich die silbergraue Krawatte aufs weiße Hemd, steigt in den dunklen Anzug und ist ganz Würde. Manche Gattinnen tun — und das ist gar nicht nett— etwas Süßes in den Pompadour, damit raschelndes Staniol nur nicht die Dialoge auf der Bühne beherrschend werden läßt. Vater schaut vorsorglich nach, ob die Zigarrentasche gefüllt ist. Man will ja „nach dem Theater“ noch einen gemütlichen Schoppen trinken und dem Stück Kritik angedeihen lassen. Abonnenten kennen natürlich„ihre“ Künstler. Der Heldentenor ist für sie„der Mayer“, die Komische Alte„die Müllern“. Jeder Abonnent hat seinen Liebling, auf den er nichts kommen läßt. In Mutters Augen ist er„göttlich“, in Vaters ein„Stümper“. An dieser unterschiedlichen Auffassung erhitzen sich zuweilen die Gemüter. Trotzdem denkt niemand daran, das Abonnement aufzugeben. Man ist ja nicht nur der Kunst, sondern auch seinem Ansehen einiges schuldig. dem Wasser vom Papierkrieg verfolgt wird. Prof. Dr. Dr. Rudolf Mense wird 80 Juhre alt. Am 24. September vollendet Prof. Dr. iur. Dr. phil. Rudolf Mense, seit vielen Jahren ein Bürger unserer Stadt, in seltener geistiger und körperlicher Rüstigkeit sein 80. Lebensjahr. Er gehört zu den Stillen im Lande, ist jedoch durch sein Wirken als beratender Psychologe, fachphilosophischer Forscher und Redner über Deutschlands Grenzen hinaus bekanntgeworden. Auch nimmt Prof. Mense lebhaften Anteil an allen Bestrebungen, die dem Schutz der Landschaft und der Kulturdenkmäler Honnefs dienen. Mögen dem durch seine jugendliche Frische auffallenden Gelehrten noch manche schaffensfrohen Jahre beschieden sein! Am Samstag: Abrudern der Wassersportler. Mit dem traditionellen Abrudern beschließt der Wassersportverein Honnef am kommenden Samstag eine erfolgreiche Rudersaison. WSVH-Vorsitzender Dr. Hans Kloten wird die Veranstaltung um 15 Uhr am Bootshaus auf der Insel Grafenwerth eröffnen und einen Ueberblick über das abgelaufene Ruderjahr geben. Anschließend findet auf dem Altarm eine Kurzstreckenregatta statt. Später treffen sich die Wassersportler im RheinCafé in gemütlicher Runde. Abends ist im Bootshaus ein zünftiges Bordfest. Gewinne für 210 000 DM. Die DRK-Lotterie“ ist angelaufen. Um die notwendigen Mittel zur Erfüllung seiner vielfältigen und wichtigen Aufgaben zu erlangen, führt das Deutsche Rote Kreuz auch in diesem Jahre wiederum eine Losbrief-Lotterie durch. Ferienreisen in ferne Länder, Geldgewinne und ein VW 1500 sind die Preise im Gesamtwert von 210000 DM. Gestern haben DRK-Helferinnen und Helfer auch in Honnef mit dem Verkauf der Lose begonnen. * Aerztl. Notfalldienst für 22./23. September: Dr. Althoff, Girardetallee 1, Ruf 2732.— Krankenwagen: Ruf 20 32. Apothekendiens: Neue Apotheke.— Nachtdienst ab Montac: St. Martins-Apotheke(Selhof) und RolandApotheke(Rhöndorf). — 9 K Apiegelder Heime Miltiliililtiltititiummüiiliitimmmiiit, Königswinter.(Feierstundefür Pfarrer Simons.) Die religiöse Erneuerungsund Informationswoche der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius Königswinter wird am Sonntag, 23. September, mit festlichen Veranstaltungen aus Anlaß des 40jährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Peter Simons abgeschlossen. Höhepunkt der Festlichkeiten ist die Gratulationsfeier im Saale des Hotels „Königswinterer Hof“, zu der die ganze Pfarrgemeinde eingeladen ist. Bonn.(-Meter-Sturz überstanden.) Unwahrscheinliches Glück hatte gestern ein Straßenbauarbeiter: Er stürzte über acht Meter tief von der neuen Brücke an der Sebastianstraße auf die darunter liegende Fahrbahn. Mit hur leichten Verletzungen(Prellungen) wurde er ihs Krankenhaus gebracht. Bonn.(1000-Mark-Dieb gefaßt.) Knapp zwei Tage lang gab ein 23jähriger Mann aus Godesberg gestohlenes Geld mit vollen Händen aus und spielte den großen Herrn. Gestern wurde er von der Polizei festgenommen. Tags zuvor hatte der Bursche seiner Mutter eine Geldkassette gestohlen. Inhalt 10 200 DM. Bei seiner Festnahme hatte der Dieb nur noch 8500 DM bei sich. Den Rest des Geldes hatte er zusammen mit Freunden und für kostspielige Autofahrten ausgegeben. Nach dem Diebstahl kleidete sich der 23jährige zunächst einmal von Kopf bis Fuß neu ein. Danach lieh er sich einen Personenkraftwagen aus. Zu den Spritztouren lud er mehrere Freunde in den Wagen ein. Einer dieser Freunde stand wegen verschiedener Delikte in der Fahndungsliste der Kriminalpolizei. Dieser junge Mann wurde ebenfalls festgenommen. Die Polizei vermutet, daß er den 23jährigen zu dem Diebstahl angestiftet hat 1 Ais Nah undtenn Prügel für Autodieb. Düren. Eine kräftige Tracht Prügel bezog nachts ein 20jähriger Arbeiter aus dem Kreis Düren, als er auf dem Marktplatz in Nörvenich von Bundeswehrsoldaten beim Diebstahl eines Personenwagens erwischt wurde. Der Bursche wollte gerade mit dem einem Unteroffizier gehörenden Wagen wegfahren. Die Kriminalpolizei vermutet, daß auf das Konto des Täters noch weitere ähnliche Diebstähle kommen. neiste 17.00 Ratet mal! 18.40 Hler und Heute. 20.00 Tagesschau.— Das Wetter morgen. 20.20 Dona Rosita bleibt lebendig. 22.00 Singapur— Hafen ohne Heimat. 22.30 Tagesschau-Spätausgabe. 2. Programm: 19.30 Prisma des Westens. 20.00 Tagesschau.— Das Wetter morgen. 20.20 Die heimlichen Parteien. 21.05 Annelie— Annelou. 21.45 Der Glöckner von Notre Dame. 22.05 Mit anderen Augen. Abschluß der Contergan-Ermittlungen noch nicht abzusehen. Aachen. Beim Contergan-Sonderdezernat) der Staatsanwaltschaft Aachen ist ein Abschluß der Ermittlungen noch nicht abzusehen, da die Flut der Anzeigen und Akteneingänge noch immer anhält. Seit Mitte August haben sich die Akten mehr als verdoppelt und sind inzwischen auf über 200 000 Blatt angestiegen. Auch die Zahl der formellen Anzeigen erhöhte sich in dieser Zeit von 200 auf 400. Das Landeskriminalamt in Düsseldorf hat der Staatsanwaltschaft eine Sonderkommission von mehreren Kriminalbeamten zur Verfügung gestellt, um der Aktenberge Herr zu werden. Fünf Zimmer der Staatsanwaltschaft sind bereits mit Akten belegt. Auf großen„Generalstabskarten“ sind die Schwerpunkte der sogenannten Conterganschäden eingezeichnet. Staatsanwalt Dr. Havertz, der die Ermittlungen leitet, lehnt nach wie vor jede Stellungnahme zur Schuldfrage ab. Auch die Frage, ob Anklage erhoben wird, könne erst beantwortet werden, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Damit sei nach dem jetzigen Stand nicht vor Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres zu rechnen. Taubenfung um Mitternacht. Aachen. Mit Zustimmung und sogar auf Initiative des Tierschutzvereins rückt die Aachener Stadtverwaltung seit einiger Zeit auf ebenso wirksame wie originelle Weise den verwilderten Tauben zu Leibe. Während viele Bürger tagsüber die Vögel füttern und mit zahllosen Protesten gegen die„geplante“ Großaktion zu Felde ziehen, gehen Nacht für Nacht städtische Taubenfänger auf die Pirsch. In kurzer Zeit wurden mehr als tausend Tauben gefangen und mit Aether getötet. Fortung den Rheinländern hold. Koblenz. Nachdem erst vor acht Tagen ein Lottospieler von der Mittelmosel mit sechs Gewinnzahlen 500000 Mark gewonnen hatte, flel am 16. September erneut ein hoher Gewinh in diesen Raum. Diesmal lautete der Gewinnbetrag für fünf Gewinnzahlen und die Zusatzzahl, die dieser Gewinner richtig hatte, auf rund 69000 Mark. Den gleichen Betrag gewann eine aus fünf Personen bestehende Lottogemeinschaft aus einem Ort an der Ahr. 100 000 Besucher kumen nach Koblenz. Koblenz. Die Sommerspiele der Stadt Koblenz, die am 12. September beendet wurden, haben wieder über 100000 Gäste aus dem In- und Ausland angezogen. Koblenz kann damit auch in diesem Jahre von allen Städten Europas mit ähnlichen Veranstaltungen die höchste Besucherzahl verzeichnen. Besonders beliebt war die Aufführung der Operette„Die Blume von Hawail“ auf der schwimmenden Rheinbühne. Ernte wurde Flammenraub. Mayen. Eine in der Gemarkung von Lonnig gelegene Feldscheune, die mit vor kurzem erst eingebrachtem Getreide gefüllt war, geriet aus ungeklärter Ursache in Brand und wurde, trotz Bemühungen der Feuerwehr, ein Raub der, Flammen. Der entstandene Schaden wird auf rund 30000 Mark geschätzt. Es verbrannte das Erntegut von etwa 50 Morgen Ackerland. vOlrtschaftskoltzen Zukunftsmusik: Billiger Atomstrom von 1970 an. Dortmund. Neueste Berechnungen der Euratom-Behörde ergeben, daß der Energieverbrauch innerhalb der EWG-Partner derzeit bei rund 450 Millionen t Steinkohleneinheiten liegt. Daran ist die Kohle selbst jedoch nur zu 50 Prozent beteiligt. Bis 1975 werde sich indessen der Energieverbrauch nahezu verdoppeln; aber die Deckung des zusätzlichen Bedarfs könne man dann fast ausschließlich den Importenergien überlassen, darunter auch der Atomenergie. Die Erzeugung von nuklearem Strom in der EWG erreichte schon 1961 rund 200 Mill. kWh. 1966 soll sich die Produktion auf 8 Mrd. kWh belaufen. 1980— so ist geplant— wird ein Viertel der Stromversorgung auf Atomkraftwerke entfallen. Nach Ansicht der Euratom-Fachleute wird die Kernenergie von 1970 an nicht mehr teurer sein als Steinkohlen-Elektrizität. Zu der gleichen Prognose kommt auch die britische Atomenergiebehörde. Sie sagt voraus, daß Atomkraftwerke zumindest von 1974 an billiger arbeiten könnten als die konventionellen Kohleund Oelkraftwerke. Die Forschungsergebnisse der Atommeileranlage Jülich(NordrheinWestfalen) eröffneten sogar die Aussicht, daß Atomstrom in Deutschland in einer noch wesentlich kürzeren Zeit so billig wie Steinkohlenstrom erzeugt werden könne. Natürlich sind derartige Zukunftsbetrachtungen, so meint hierzu die Industrie- und Handelskammer Dortmund, Rechnungen mit einer großen Zahl von Unbekannten, unter denen eine der wichtigsten der jeweilige Preis für die konventionellen Energien ist. Ebenso hängt der Wert solcher Prognosen davon ab, ob es gelingt, den Investitionsaufwand für Kernkraftwerke in dem erwarteten Maß zu senken. Auch über die Einsatzbedingungen der Kernenergie bestehen noch Unklarheiten, die für eine Aussage über ihre Wettbewerbsfähigkeit durchaus von Gewicht sein können. Die vielen ungeklärten Fragen, die hier auftauchen, lassen es demnach als geboten erscheinen, die Prognosen der Euratom-Behörde mit Vorsicht aufzunehmen. Sicherlich werden wir die Atomenergie eines Tages mehr als heute in den Dienst der Wirtschaft stellen können. Wann das sein wird, vermag kein Mensch zu sagen. Wir wollen also abwarten und uns bis dahin weniger auf Prognosen und mehr auf die heimischen Energieträger verlassen. Das trifft nicht nur auf die Bundesrepublik zu, sondern auf alle Euratom-Mitgliedstaaten. in ganz Europd stieg der Bierdurst. Statistiker verzeichneten„Maß für Maß“ Bundesrepublik liegt weiter in Führung. Bonn. Eine Art EWG-Bierspiegel stellte der Deutsche Brauerbund aus der neuesten Statistik zusammen. Das Ergebnis: In ganz Europa ist während des letzten Jahres der Bierdurst erneut gestiegen. Die Bundesrepublik konnte dabei ihre führende Position als Bierland weiter ausbauen, obwohl die Kopfquote nach wie vor in Belgien Luxemburg am höchsten ist. Von den über 2200 Brauereien der Bundesrepublik wurden 1961 58,3 Millionen hl Bier abgesetzt, 8,4 Prozent mehr als 1960. Der Stand des Jahres 1950 wurde damit um 220 Prozent übertroffen. Der Anteil der Bundesrepublik am Gesamtabsatz der EWG stieg von 61,8 Prozent(1960) auf 62,2 Prozent(1961). 1950 hatte dieser Anteil erst 44,6 Prozent betragen. Der Verbrauch je Kopf der Bevölkerung betrug 1961 in unserem Lande 101,3 1 gegenüber 94,7 im Jahre 1960 und 35,6 im Jahre 1950. Der Bierkonsum in der Bundesrepublik lag damit im letzten Jahr um 93 Prozent über dem EWGDurchschnitt. Auch in den anderen europäischen Ländern wuchs der Bierdurst. Der Konsum je Einwohner erreichte 1961 in der EWG mit 52,4 1 im Jahr seinen bisher höchsten Stand. Dabei ergaben sich freilich je nach den Partnerländern erhebliche Verschiedenheiten. Die Spitze hält noch immer Belgien Luxemburg mit einer Kopfquote von 116,9 1 je Jahr. Außerhalb der EWG ist in Großbritannien der Bierverbrauch am höchsten. Er betrug 1961 etwa 90,3 l. In Oesterreich lag die Kopfquote in diesem Jahr bei 78,6, in der Schweiz bei 68,7, in Dänemark bei 71,5 1. In der Bundesrepublik nahm der Anteil des Vollbieres in den letzten Jahren ständig zu. Bemerkenswert ist auch, daß sich der Zug zum obergärigen Bier fortsetzt. Der Gesamtausstoß an solchem Bier erhöhte sich um 17,9 Prozent auf 3,9 Millionen hl. Auch der Ausstoß von Flaschen- und Dosenbier stieg wiederum, und zwar um 11,8 Prozent auf 36,1 Millionen hl. Der Anteil von Dosen- und Flaschenbier erreichte mit 62 Prozent seinen bisher höchsten Stand. Mit 965 000 hl war die Bundesrepublik 1961 der wichtigste Bierexporteur der EWG. Aber nur 34,2 Prozent gingen in die Partnerländer; der größte Teil des bundesdeutschen Exports floß nach Uebersee. Wichtigste Abnehmer waren 1961 die USA und Nigeria. Das traditionelle Exportland Holland hatte einen erheblichen Rückschlag zu verzeichnen, während die belgisch/luxemburgischen Brauereien beträchtliche Exporterfolge erzielen konnten. Die Biereinfuhr der Bundesrepublik erhöhte sich 1961 auf 164 000 hl, zum überwiegenden Teil war es Faßbier, hauptsächlich aus den Niederlanden. Die Bundesrepublik zählte 1960 2218 Brauereien, davon 70,6 Prozent in Bayern, 14,1 Prozent in Baden-Württemberg, 6,63 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Braustätten nahm in den letzten fünf Jahren um 74 Einheiten ab. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Größe der Braustätten jedoch um 36,7 Prozent. Aus deutschen Unternehmungen. Bei der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft, Berlin, entwickelten sich Umsatz und Auftragseingang im Geschäftsjahr 1961/62 günstig. In den 25 Werken der Firma und den Beteiligungsbetrieben wurden am 31. März 1962 über 124 000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Kieler Howaldtswerke verzeichnen gegenwärtig einen Auftragsbestand, der 28 Schiffe mit etwa einer Million BRT umfaßt. Fünf Schiffe stehen vor der Fertigstellung, vier weitere befinden sich in Bau. Der Auftragsbestand reicht bis Ende 1963. Die Gutehoffnungshütte, Oberhausen, muß nun auch die Grube Karl der Erzbergbau Stollen GmbH in Geislingen(Württemberg) Anfang 1963 stillegen. Ausschlaggebend für diese Maßnahme war der Wettbewerbsdruck des Auslandserzes. Die Bayerische Fertigbau GmbH, München, nimmt im kommenden Jahr die Herstellung von Fertigteilen für den Wohnungsbau nach dem System Coignet auf. Man rechnet mit einer Jahreskapazität von 500 bis 1000 Wohnungen. Die Bank für Teilzahlungskredit GmbH, Düsseldorf, konnte ihren Umsatz um 20 Prozent ausweiten. Im Geschäftsjahr 1961/62 wurden 106 505 neue Darlehen über rund 100 Mill. DM gewährt. Der Debitorenbestand stieg von 5f.1 auf 64,4 Mill. Im Händler-()Geschäft ist ein weiteres Wachsen zu verzeichnen. Eine Umsatzsteigerung um 15,5 Prozent auf.43 Mrd. DM verzeichnen die Edeka-Genossenschaften im ersten Halbjahr 1962 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.— Eine erhebliche Umsatzsteigerung meldet auch die Rewe-Lebensmittel-GroßhandelsEmbH, Mannheim. Sie betrug 1961 gegenüber dem Jahr vorher 21 Prozent. Von 16 auf 18 Prozent konnte die Kronenberg AG. Leichlingen, ihre Dividende für 1961 erhöhen. Der Umsatz blieb mit 14,89 Mill. ungefähr auf der Höhe von 1960. Für das laufende Geschäftsjahr liegt ein befriedigender Auftragseingang vor. Die Badische Anilin-& Sodafabrik AG, Ludwigshafen, verzeichnet auch im zweiten Halbjahr 1962 steigenden Umsatz. Ein bedeutender Anteil entfällt auf Chemiefasern. Noch in diesem Jahr wird mit einer Produktion von 100 000 t zu rechnen sein. Der heutigen Ausgabe liegt ein Lottodoppelund Totoschein bei, der in jeder Annahmestelle abgegeben werden kann. Gott, der Herr, nahm heute, plötzlich und unerwartet, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Bruder, Schwager und Vetter Herrn Lehrer Hans Wiegard wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel, im 65. Lebensjahre zu sich in sein Reich. In tiefer Trauer: Hedwig Wiegard geb. Wiegand Fritz Wiegard, Kaplan Maria Wiegard und Anverwandte Bad Honnef, Schlitz Krs. Lauterbach, den 19..1962 Luisenstraße 38 Die feierlichen Exequien werden gehalten am Montag. dem 24. 9. 1962, 9 Uhr, in der kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist zu Honnef, anschließend ist die Beerdigung auf dem Neuen Friedhof. Bus sieht an der Kirche bereit. Wir verloben uns am 23. September 1962 KARIN SCHMID THEO WEISSENFELS Beuel Rhein Rheinstraße 99 Bad Honnef Brückenstraße 37 Schöner Anstellberd billig zu verkaufen. Rommersdorfer Straße 4 Persianer-Mantel, schwarz, 42-46, DR1 250.—, zu verkaufen. Bismarckstr. 2a- Teleion 3374 Erfolgreiche Einzeinachhilfe in Latein erteilt Pohl,,UnkelScheuren, Ruf Honnef 4179 Wassersportverein Honnef e. V. Samstag, 22. September Abrudern 1962 15 Uhr Begrüßung und Rückblick auf das vergangene Ruderjahr 15.30 Uhr Kurzstreckenregatta auf dem toten Rheinarm 18 Uhr Treffpunkt im Rhein-Café 20 Uhr Bordfest im Bootshaus Von der Reise zurück Dr. BLESS Ausgebaute Mansardenwohnung 2 Zimmer, Küche, in ruhiger Lage, per.10.62 zu vermieten. Offerten unter Nr. 1237 an die Geschäftsstelle Inserieren Sie in der HONNEFER VOLKSZEITUNG! Wohnung, part., 2 Zimmer, Küche. Diele, große Terrasse, in ruhiger Lage, per .10.62 zu vermieten. Offerten unter Nr. 1239 an die Geschäftsstelle. Neubau, ruhige Lage, möbl. Doppelzimmer mit Kochnische und Badbenutzung, auch an Einzelperson per .10.62 zu vermieten. Offerten unter Nr. 1238 an die Geschäftsstelle. Hilfe für den Haushalt für ½ bis ¾ Tage gesucht. Uhren Stang.-G. Hauptstraße 59