# Bezugspreis bei s„ a Beseuzussellung un engern### # Verbreitungsbezirk 65 Pl. 2e im erweiterten 70 Pi monat. 28 lich; mit dem wöchentl.# Mustriert. Unterdaltungtblatt 28 Welt und Zeit in Wort und 26 Bild 10 P mehr. Postbezug, ohne Zustellgeb. 2 A mit Solenia m.25(3 Mon.), M.50 R (2Mon.). M.75 01 Men.). 2 Ausgabe B mit Selenia und## Welt und Zeit in Wort und Bisd 10 Pmonatlich mehr. Kölner Kölner Fremdenblatt. KRRRRRRRRRRRKRRRRNN u Anzeigenpreis Kp Die einspaktige Kotonel=Zeise n W(38 mm breit) 25 Pf, 3. M S und letzte Seite 30 Pl. 86 n für Köln 18 bzw. 22 Pl. 2 & Platzvorschriften 10% Zuschl.# Reklamepreis 2 # Die 90 mm breite Kolonel.# * Zeise 75 P. für#öin 50 PI, E p zweite Seite 60 P. 26 &a Platzvorschritten 10% Zuschl.* Otlertengebühr 25 Pl. 24 &am Geschäftsstellen: Itarzelten 28 * Strasse 37 u. Breitestr. 35. 3 General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt. Wn unn den i Sorunn. TRRRERRER EEERRRREREENEEERRRRRRRANARRRNRARRRRRRRRARRRARRRRRRRRRRRRRNANRRRRRRRRRRRRARRR RRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRR RRERRRARERE Nr. 290. Jeküspi. Geschäftselle Preitestraßze 55. Aees.. a.3 Köln, Donnerstag, 19. Oktober 1916 30. Jahrgang. heute 8 Seiten. Der deutsche Lagesbericht. WIB Großes Hauptquartier, 18.06:.1910, vormittags.(Drahtber.) Westlicher Kriegsschauplatz. B Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht Der Artilleriekampf erreichte besonders nördlich der Somme in breiten Abschnitten beträchtliche Stärke. Zwischen Le Sars und Guendecourt griffen die Engländer, von Lesbocufs bis Rancourt die Franzosen abends an. Unser Vernichtungsfeuer auf die gefüllten Sturmgräben des Feineds brachte den Angriff beidenseits Eaucourt='Abbaye im Entstehen zum Scheitern, bei Guendecourt kam es zu heftigen Nahkämpfen, in denen unsere Stellungen voll behauptet wurden. Die aus der Gegend von Morval und Rancourt vorbrechenden Franzosen wurden nach hartem Kampfe abgewiesen, in Sailly ist der Gegner eingedrungen. Der Kampf ist dort noch im Gange. Seitlich der Hauptangriffsstellen, bei Thiepval, Courcelette und Bouchavesnes, brachten Vorstöße dem Angreifer keinerlei Erfolg. Fünf feindliche Flugzeuge unterlagen im Luftkampfe. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen Auf dem Ostufer der Maas rege Feuertätigkeit Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern Nach dem verlustreichen Scheitern der starken Infanterieangriffe gegen die Frout westlich von Luck beschränkte sich dort der Feind auf lebhaftes Artilleriefener. Gegen die österreichisch=ungarischen Stellungen bei Zwyzyn(nordwestlich von Zalozce) angreifende Infanterie wurde unter starken Verlusten durch Feuer in ihre Gräben zurückgetrieben. Auf dem westlichen Narajowka=Ufer südwestlich von Herbutow stürmten nach ausgiebiger Artillerievorbereitung bayerische Bataillone einen russischen Stützpunkt und brachten zwei Offiziere, 350 Mann und 12 Maschinengewehre ein. Front des Generals der Kavalierie Erzherzogs Karl An der Bystrica Solotwinska scheiterte ein Angriff gegen unsere vorgeschobene Stellungen. In den Karpathen lag die Ludowa=Höhe unter starkem Geschützfeuer, im Kirlibaba=Abschnitt wurden Vorstöße zurückgewiesen. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Die Gesamtlage hat sich nicht geändert. Balkan=Kriegsschauplatz Mazedonische Front: Gesteigertes Artilleriefeuer leitete westlich der Bahn BitoljFlori: vie nördlich und nordöstlich der Nidze=Planina feindliche Teilangriffe ein; sie mißlangen. Ein bulgarischer Vorstoß säuberte ein Serbennest auf dem Nordufer der Cerna. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. Der amtliche türkische Bericht. WTB Konstantinovel. 18.Okt.1916.(Drahtber.) An der Kaukasusfront auf dem rechten Flügel Scharmützel, die günstig für uns verliefen. Im Zentrum haben wir unsere Schützengräben weiter östlich vorgeschoben. Die überraschenden Angriffe, die wir gegen den Feind zur Ausführung brachten, waren von Erfolg gekrönt. Wir machten eine Anzahl Gefangene. Am linken Flügel unternahmen wir mit Erfolg Patrouillen= und Aufklärungsgefechte. An der ägyptischen Frout griffen zwei feindliche Kavallerieregimenter Bir Megare östlich Suez an, wurden aber unter Verlusten für sie zurückgeschlagen. An den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. WTB Wien, 18 Okt.1916.(Drahtber.) Autlich wird verentbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der ungarisch=rumänischen Grenze trat auch gestern keine wesentliche Aenderung ein. Oestlich von Kirlibaba wehrten unsere Truppen mehrere russische Angriffe ab. An der Bystryca=Solotwinska Vorpostenkämpfe. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nordöstlich Bolszowce an der Narajowka bemächtigten sich bayerische Truppen eines starken russischen Stützpunktes, wobei sie dem Feind zwei Offiziere, 350 Mann und zwölf Maschinengewehre abnahmen. Am obersten Seretk wurde ein russischer Angriffsversuch im Keime vereitelt.— In Wolhynien ruhte der Kampf. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern abend griffen beträchtliche Kräfte des Feindes unsere Stellungen am Moute Testo, am Boite=Rücken und nördlich des Pasubio=Gipfels an. Die tapferen Verteidiger schlugen diesen Vorstoß blutig ab. An einzelnen Stellen der Fleimstal= und der Dolomitenfront sowie auf der Karsthochfläche war die Artillerietätigkeit zeitweise recht lebhaft. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In Albanien nichts Neues. Die Lage auf dem Balkan. Unter russischem Oberbesehl? TU London, 18.Okt.1916.(Trahtber.) Die Morning Post vernimmt aus St. Petersburg, daß der Oberbefehl über die 1. und 2. rumanische Armee ld. h. über die Ueberreste dieser Armeel einem russischen General übertragen worden ist. Die Kundgebungen in Athen. WVTB Bern, 18.Okt.1916.(Drahtber.) Der Secolo meldet: Montagabend hätten in Athen Kundgebungen von griechischen Marinesoldaten und anderen Teilen der Bevölkerung stattgefunden. Die Demonstranten seien mit griechischen und amerikanischen Fahnen unter Rufen: Nieder mit dem Vierverband durch die Straßen gezogen. Kavalierie habe einschreiten müssen. In Athen solleallesdrunter und drüber gehen. Aus Athen meldet der Corriere della Sera, daß am Tage der Königsparade viele Demonstranten eine drohende Haltung eingenommen hätten; sie hätten„Nieder mit der Entente! gerufen. Polizei, Kavallerie und griechische Marinetruppen hätten mit ausgepflanztem Seitengewehr eingegriffen und die Plätze gesperrt. Die Menge sei mit griechischen und amerikanischen Fahnen vor die Gesandtschaft der Vereinigten Staaten gezogen, wo sich aber niemand am Fenster gezeigt habe. Das gegenüberliegende Haus Benizelos' habe die Menge plündern wollen, doch seien die Demonstranten von der Polizei zurückgehalten worden, wobei es zu Zusammenstößen gekommen sei, die in der Nacht fortgesetzt worden seien. Um nenn Uhr abends sei der Ministerrat zusammengetreten. Der Berichterstatter fügt hinzu, die Lage sei bisjetzt nicht besorniserregend. WTB London, 18.Okt.1916.(Drahtber.) Die Times meldet aus Athen: Matrosen der Alliierten, die unter dem Befehl französischer Offiziere stehen, wurden von griechischen Polizisten angegriffen; infolgebessen werden Verhandlungen zwischen den Gesandten der Entente und der griechischen Regierung geführt. Man hoffe, das Mißverständnis beseitigen zu können. Inzwischen ersuchte der französische Gesandte den Admiral Fournet, die Kontrolle über die Polizei anders einzurichten. Weiter meldet dasselbe Blatt: Der amerikanische Gesandte, dem die Abordnung ein Protestschreiben gegen das Vorgehen der Entente übergab, antwortete darauf, seine Regierung könne unmoglich eingreifen. Er stimme aver dem zu, das Dokument nach Amerika weiterzuleiten. WTB London, 18.Okt.1916.(Drahtber. Reuter.) Daily News meldet aus Athen vom 17. Oktober: Eine Abteilung französischer Soldaten verließ das Theater und lagerte sich in den Zappaleongärten in der Nähe des königlichen Ualastes. Sie marschierte in aller Stille durch die Hauptstraße. Eine halbe Stunde später umringte ein Bataillon griechischer Infanterie den Palast. 'TB Bern. 18.Okt.1916.(Drahtber.) Dem Matin zufolge wohnten der Truppenbesichtigung in Athen ungefähr 10.000 Personen bei. Die Menge brachte neben Hochrufen aus den König auch Rufe„Nieder mit Benizelos“ aus. Der Mitarbeiter des Corriere della Sera in Athen drahtet: Die Nacht verlief ruhig. Der Stadttheaterplatz ist andauernd von griechischen Truppen besetzt, welche Kundgebungen gegen die französischen Marinesoldaten verhindern. Die Franzosen selbst haben das Theater besetzt, um das Wachtposten mit aufgepflanztem Seitengewehr stehen. Auf dem gegenuberliegenden Bürgersteig sind die griechischen Truppen aufgestellt. Laut Matin hat sich ein großer Teil des vierten griechischen Infanterieregiments mit 15 Offizieren für die Salonikier Regierung erklärt. Einer funkentelegraphischen Meidung zufolge wurde in Volo die Abfahrt von 25 Waggons Munition nach dem Innern Thessaliens verboten. WIB London. 18.Okt.1916.(Drahtber.) Die Morning Post erfährt aus Athen vom 17. k.., daß Lambros eine lange Unterredung mit dem französischen Gesandten gehabt habe, in der dieser erklärte, daß die französischen Matrosen wegen der Reservistenunruhen am Sonntag und der feindlichen Kundgebung am Montag gelandet worden seien. Es sei keine Besetzung der Stadt, sondern nur eine Verstärkung der Polizei. Wenn in den nächsten Tagen keine weiteren Ruhestörungen mehr vorkämen, so würden die Landungstruppen wieder eingeschifft werden. Das Gerücht, daß gestern der griechischen Regierung eine neue Note der Alliierten überreicht worden sei, ist vollkommen grundlos.„„ Die griechischen Kreuzer Aweroff, Kilkis und Lemnos sind heute von dem Admiral von Salamis nach einer Stelle in der Nähe des Ankerplatzes der Flotte der Alliierten gebracht worden. WTB Athen, 17.Okt.1916.(Drahtber Reuter.) Um 3 Uhr nachmittags wurde in einem Ministerrat über die Lage beraten. Es wurden die Präsidenten der Gewerkschaften gerufen und ihnen geraten, sich aller Demonstrationen zu enthalten. Auch die Chefs der Polizei und der Gendarmerie wurden gerufen. Nachher wurde eine Kundgebung veröffentlicht, die das Publikum über die Absicht der Alltierten beruhigen sollte. Die französische Abteilung in Athen wurde später mit hundert Mann und vier Maschinengewehren verstärkt. Die Franzosen wurden, als sie durch die Straßen marschierten, mit Beifall begrüßt. WIBAthen, 18 Okt.1916.(Drahtber. Reuter.) Die Alliierten verlangten vom Verkehrsminister die Gestellung von 200 Eisenbahnwagen auf der Larissa=Eisenbahn für die Bedürfnisse der Alliierten in Mazedonien. Der Minister willigte ein. WTB London, 18 Okt.1916.(Drahtber.) Der Korresponden der Daily Mail will erfahren haben, daß an einer der Stationen der Larissa=Linie 16000 Projektile, 30000 Kisten Patronen und 40 Feldkanonen angesammelt seien. In zwei anderen Stationen lagen.—5000 Gewehre. von der Ostfront. Eine Unterredung mit Hindenourg. TU Budapest, 18.Okt.1916.(Drahtber.) In Pesti Hirlap wird eine Unterredung des ehemaligen Reichsratsabg. H. Peter mit Generalfeldmarschall von Hindenburg veröffentlicht. Hindenburg sagte:„Sie kommen in einem glücklichen Augenblick zu mir; denn die Lage in Ihrem Vaterlande Siebenbürgen ist ganz großartig. Wir bedrängen den Feind hart und in Kürze wird auch der letzte rumänische Soldat aus dem Lande verjagt sein. Denn ich habe eine rasche Wendung gewünscht und dieses Schicksal für den neuen Feind erwartet.“ Auf die Bemerkung des Abgeordneten, daß der Name des ruhmgekrönten Feldherrn unerschüterliches Vertrauen und allgemeine Hochachtung genieße, sagte Hindenburg:„Ich habe es mit Freude gehört und glaube es auch. Ich bekomme nämlich täglich ebenso zahlreiche Briese aus Oesterreich wie aus Deutschland. Bitte sagen Sie den Ungarn, daß es für mich eine große Freude war, als mir die k. k. apostolische Majestät die Ernennung zum Inhaber eines ungarischen Regiments zuteil werden ließ. Ich halte diese Auszeichnung für hervorragend gnädig für mich, denn die Ungarn kämpfen brav und bewunderungswürdig. Ich muß aber hinzufügen, daß auch die Oesterreicher sich sehr tapfer schlagen. Wenn der Krieg zu Ende sein wird, werde ich zunächst bitten, mein ungarisches Regiment besuchen zu dürfen. Und alsdann werde ich das schöne Ungarn sehen können.“ Auf die allgemeine Kriegslage übergehend, sagte Hindenburg:„Wir hoffen, daß sich alle unsere Erwartungen erfüllen werden.“ * Seite 2. 290* Donnerstag, 19. Oktober 1916 Der See= und handelskrieg. * Ein erfolgreicher=Bootkommandant. Dem Kapitänleutnant Arnauld de la Périère ist vom Kaiser der Orden Pour le mérite verliehen worden. Damit hat vieder ein=Bootkommandant die höchste Kriegs=Auszeichnung verliehen bekommen, der mit seiner Waffe ungewöhnliche Heldenkaten vollbracht hat. Sei dreiviertel Jahren führt Kommandant Arnauld de la Périère das Unterseeboot 35 mit ungewöhnlichem Schneid und mit Erfolgen, wie nur wenige sie erringen konnten. Er war es, der seinerzeit in Cartagena einlief und die Post des Kaisers an den König von Spanien brachte. In erfolgreicher Tätigkeit hat er während der neun Monate 126 Schiffe mit einem Gesamtgehalt von 270000 Tonnen versenkt. Er hat den Rekord aller-Bootkommandanten geschlagen, indem er bei einer einzigen Fahrt 91 000 Tonnen versenken konnte. Der Wert der von ihm versenkten Schife beträgt rund 45000000 Mark. Unter seiner Beute sind zwei kleine Kreuzer, nämlich Primula und Rigel, ferner die drei Hülfskreuzer Gallia, Provence und Mineapolis. Sie alle ruhen auf dem Meeresboden. Eine große Anzahl Transportdampfer und Munitionsdampfer, die für die Saloniki=Expedition bestimmt waren, sind ebenfalls U 35 zum Opfer gefallen. Nicht weniger als elf bewaffnete Dampfer befinden sich unter den versenkten Schiffen. Mit welchem Schneid und welchem Geschick Kapitänleutnant Arnauld de la Périère vorging, beweisen die 17 zum teil heftigen Gefechte, die er als Kommandant von U 35 mit versenkten Schiffen zu bestehen hatte. Darunter waren wiederholt die besonderes gefährlichen-Bootfallen.(Eine -Bootfalle ist ein Schiff, das nicht, wie andere bewaffnete Handelsdampfer, mit einem Geschütz und ein paar Mann zur Bedienung, sondern das stärker bewaffnet und mit Marinepersonal besetzt ist.) Bei diesen Kämpfen hat Arnauld de la Périère sogar vier Geschütze erbeutet, eine Leistung, die bei der Eigenart des Unterseebootes eine ganz gewaltige zu nennen ist. Norwegen und die=Boote. WIB Christiania, 18.Okt.1916.(Drahtber. Ritzau.) In Beantwortung des Memorandums der alliierten Regierungen an die neutralen Regierungen betreffend die=Boote erklärt die norwegische Regierung, daß sie sich für berechtigt hält,-Booten, die zum Kriegsgebrauch eingerichtet sind und den kriegführenden Mächten angehören, jeden Verkehr und Aufenthalt auf norwegischem Seegebiet zu verbieten, und daß sie auch in dem Königlichen Erlaß vom 13. Oktober davon Gebrauch machte. Anderseits findet die Regierung nicht, daß sie die Pflicht habe, irgend einer der kriegführenden Mächte gegenüber ein solches Verbet zu erlassen. Handels=U. Booten gegenüber stellen die neuen norwegischen Bestimmungen kein Vervei auf, insofern die Ankunft solcher Boote oder ihr Verkehr im Seegebiet bei hellem Tage und sichtbarem Wetter in Ueberwasserfahrt mit gehißter Nationalflagge geschieht. Es wird darauf geachtet, daß Handels-Boote, die in norwegischem Seegebiet ankommmen, wirklich den unzweifelhaften Charakter von Handelsfahrzeugen haben. Solange man keine Erfahrungen wegen der Schwierigkeiten hat, die für die Aufrechterhaltung der Neutralität durch Verwendung der Handels=-Boote entstehen könnten, kann die Frage hinsichtlich neuer besonderer Bestimmungen für solche Fahrzeuge nicht erörtert werden. Gemäß den allgemein anerkannten Grundsätzen unparteiischer Neutralität, wie sie klaren Ausdruck in der Einleitung zum 13. Haager Uebereinkommen fanden, muß immer vermieden werden, die Neutralitätsregeln während des Krieges zu ändern, wenn nicht die Erfahrung dies als zum Schutze der eigenen Rechte eines neutralen Staates notwendig erwiesen hat. Die Antwortnote des Vierverbandes an Wilson. TU Amsterdam, 18.Okt.1916.(Drahtber.) Nach einer Meldung aus Washington hat die Antwortnote des Vierverbandes bezüglich der Behandlung der Post auf neutralen Dampfern durch die Verbündeten in Amerika einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Die New Yorker World nennt die britisch=französische Note dem Geiste sowohl wie dem Wesen nach ausweichend und unverschämt. Das Blatt sagt unter anderem: Die Beschwerde, die Amerika zum Protest veranlaßte, wird als begründet eingestanden, aber man beantwortet sie mit einer Ausrede, die noch schlimmer ist, als das ursprüngliche Unrecht. Die-Boote an der amerikanischen Küste. XX Von der Westarenze. 17.Okt.1916. Reuter meldet aus London vom 17. Oktober: In Beantwortung einer Anfrage, ob englische Kreuzer auf Bitten der amerikanischen Regierung von ihrer Patrouillenfahrt an der amerikanischen Küste zurückgezogen worden seien, erklärte Grey im Oberhause: Obwohl die amerikanische Regierung zugibt, daß die englischen Kreuzer die Rechte, die ihnen nach dem internationalen Recht zutommen, nicht verletzt haben, hat sie gebeten, dieselben nicht an den Küsten patrouillieren zu lassen. Es wurden in diesem Sinne Anweisungen an die englischen Schiffe gesandt, um unnötigen Reibungen vorzubeugen und um der Bitte soviel wie möglich nachzukommen. Ueber das=Boot 53 habe man Nachrichten empfangen, daß die amerikanische Regierung diese Sache gründlich untersuchen und zu gegebener Zeit ihre Haltung bekanntmachen werde. So lange beabsichtige man, keine offiziellen Schritte in Washington zu unternehmen. *** Die Anfrage im Oberhause verfolgte den Zweck, der amerikanischen Regierung indirekt zu verstehen zu geben, daß man von ihr gegenüber den deutschen-Booten dasselbe Vorgehen erwarte wie früher gegenüber den englischen Kreuzern. Da mit dieser Parallele zurzeit auf gegnerischer Seite viel gearbeitet wird, sei darauf hingewiesen, daß die englischen Kreuzer vor dem oben erwähnten Ersuchen der amerikanischen Regierung bis dicht an die Dreimeilenzone heraufuhren, während das bzw. die deutschen-Boote in Gewässern operieren, die über 40 See“ meilen vom nachsten amerikanischen Land entsind. Das dürfte ein kleiner Unterschied sein. von der Westfront. Drei amerikanische Flieger bei dem Angriff auf Süddeutschland getötet. WTB Bern. 18.Okt.1916.(Drahtber.) Nach dem Echo de Paris ist der amerikanische Flieger Norman Prince, einer der Teilnehmer am letzten Streifzuge nach Oberndorf, der durch ein deutsches Geschoß schwer verwundet worden ist, seinen Verletzungen erlegen. Der Flieger Marcel Poinsot wurde im Luftkampf getötet. Nach dem Petit Parisien wurden außer Prince auch die amerikanischen Flieger Chapman und Reckwell, ebenfalls als Teilnehmer am Streiffluge nach Oberndorf, getötet. * Vermischte Kriegsnachrichten. Das Gold auf den Altar des Vaterlandes. WTB Berlin, 18.Okt.1916.(Drahtbericht.) In der Goldankaufstelle des preußischen Abgeordnetenhauses erschien heute, am Gedenktage der Völkerschlacht bei Leipzig, der Kammerherr der Kronprinzessin und überbrachte im Auftrage der hohen Frau eine große Anzahl Goldschmucksachen, darunter Armbänder, Ketten und Broschen. Auch die Damen des Hofstaates der Frau Kronprinzessin legten ihre Schmucksachen auf den Altar des Vaterlandes nieder. Die russischen Kriegskosten. WTB London, 16.Okt.1916.(Drahtber.) Nach dem Economist betrugen die russischen Kriegskosten 33 Millionen Rubel pro Tag. Während des ersten Kriegsjahres bezifferten sie sich etwa auf 1 675 000 Pfund Sterling täglich. Sie haben sich also verdoppelt und steigern sich weiter. Auch kleine Staaten haben Waffen gegen England. WTB London. 17.Okt.1916.(Drahtber.) Nach der Times hat das dänische Ausfuhrverbot von Sämereien in englischen Interessentenkreisen Aufregung hervorgerufen. Die Preise für landwirtschaftliche Sämereien sind stark gestiegen. Französische Auswanderungsagenten in Spanien. 'IB Budavest. 18.Okt.1916.(Drahtber.) Az Est meldet aus Madrid: Hier wurde ein gewisser Angel Miro Escyole verhaftet, der als Auswanderungsagent gewerbsmäßige Arbeitertransporte nach Frankreich führte. In Barcelona wurde eine ähnliche Auswanderungsagentur aufgelöst, an deren Spitze Ribos Fabra, Berichterstatter der Humanité, sowie ein ehemaliger republikanischer Abgeordneter standen. Diese erhielten von der französischen Regierung für jeden gelieferten Arbeiter eine Prämie von 25 Pesetas, Die Zahl der ohne Paß nach Frankreich gelieferten Arbeiter ist sehr beträchtlich. Kriegsfürsorge. U Solingen, 18.Okt.1916. Die Stahlwaren=Firma I. A. Henckels, Zwillingswerk in Solingen, hat der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen 25000 M. überwiesen. Aus Kölns Nachbarschaft 3„ ens Musterung von D..=Leuten im Landkreise Köln. Eine amtliche Bekanntmachung verfügt die Musterung der im Landkreise Köln wohnenden Wehrpflichtigen der Jahrgänge 1875 bis 1870(geboren am 8. September 1870 und später), die in der Friedenszeit als„Dauernd untauglich“(D..) ausgemustert worden sind. Die Musterung findet am 26. und 27. Oktober d. J. in Köln im Rubenssaale, Sternengasse 10, statt. Das Musterungsgeschäft beginnt an den genannten Tagen jedesmal vormittags 8 Uhr. Die Vorstellung der Landsturmpflichtigen erfolgt in nachstehen der Reihenfolge: Bürgermeisterei Brühl=Stadt, BrühlLand, Frechen, Efferen und Hürth am Donnerstag, den 26. Oktober, desgleichen Freimersdorf, Lövenich, Poulheim, Rondorf, Stommeln und Worringen am Freitag, den 27. Oktober. Alle Landsturmpflichtigen der vorgenannten Art, die im Land kreise Köln ihren Wohn= bzw. Aufenthaltsort haben, werden aufgefordert, sich in dem betreffenden Termin in sauberem Zustande pünktlich zu gestellen. Hierzu gehören auch diejenigen ungedienten Landsturmpflichtigen, welche bei irgend einer Kriegsmusterung die Entscheidung D. U. erhalten haben. Eine Vorladung durch Gestellungsbefehl erfolat nicht. Wer in den festgesetzten Terminen vor der Ersatzkommission nicht erscheint oder zu spät kommt, hat Bestrafung oder eventuell zwangsweise Vorführung zu gewärtigen. Reklamationen können nur im äußersten Notfall berücksichtigt werden. Anträge sind sofort, spätestens jedoch am Tage der Musterung, unter gleichzeitiger Beifügung der etwa zur Verfügung stehenden Beweismittel bei dem zuständigen Bürgermeister anzubringen, damit eventuell eine vorschriftsmäßige Reklamationsverhandlung ausgenommen wird. : S c h l e b u s c h, 1 8. O k t. 1 9 1 6. A u f d e r S t r e c k e S c h l e b u s c h= B a h n h o f erfolgte ein Zusammenstoß der Kleinbahn mit einem Wagen einer Fabrik. Es sind fünf bis sechs Personen ziemlich schwer verletzt. Der Wagen ist vollständig zertrümmert. Nach einer Meldung von anderer Seite wurden etwa 16 Personen verletzt, darunter vier schwer. 13 Verletzte wurden in das Krankenhaus Schlebusch gebracht. () Schlebusch, 17.Okt.1916. Die Ausgabe der neuen Brotund Zuckerkarten findet am Freitag, den 20. Oktober, vormittags von—12 Uhr, in den bekannten Ausgabestellen statt. Die Karten des Bezirkes 1 werden jedoch nicht meyr in der Schule Odenthalerstraße sondern im Lokale des Wirtes Limbach ausgegeben. Die Butterkarte ist zwecks Feststellung der Nummer vorzulegen. CA) Dorz, 17.Okt.1916. Diejenigen Gemeindeeingesessenen, welche ein Hausschwein masten wollen und aus selbst gezogenen Futtermitteln nicht mästen können, werden ersucht, im Rathause (Zimmer 6) vorzusprechen. Es wird ihnen in nächster Zeit Gerstenschrot zur Verfügung gestellt, welches bei Heinrich Forsbach in Porz, Bahnhofstraße, in Empfang genommen werden kann.— Zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Schlachtfleisch, beabsichtigt der Kreis Mülheim(Ryein) eine größere Zahl von Mastrindern käuflich zu erwerben und die Tiere bis zum nächstjährigen Weideauftrieb Landwirten des Kreises den Winter über in Stallfütterung zu geben. Alle Landwirte, die in der Lage sind, spätestens von Ende November ab kreiseigenes Rindvieh in ihren Stallungen unterzubringen, werden ersucht, sich baldigst bei dem Landrat in Köln=Mülheim direkt oder durch Vermittelung des Bürgermeisteramtes unter Angabe der Zahl der Tiere, die untergebracht werden können, zu melden. C) Bürgermeisterei Rösrath, 18.Okt.1916. Seit dem 16. Oktober sind hier neue Preise für Mehl und Brot in Kraft und zwar haben die Händler zu zahlen für den Doppelzentner Weizenmehl 38., für Roggenmehl 34., für Roggenschrot 28 M. Die Preise verstehen sich ohne Sack ab Lager. Der Brotpreis beträgt für das dreipfündige Feinbrot 60 Pfennig, für das zweiRoggenmehl 22 Pfg., für 1 Pfund Roggenschrot 16 Pfg. Preise traten vom 16. Oktober ab in Kraft. Die früheren Festsetzungen werden hierdurch aufgehoben. (A) Overath, 14.*“ In den nächsten Tagen findet die Verteilung von Gerste statt an diejenigen Haushaltungen, welchen sonst keine Futtermittel zur Verfügung stehen und die nur ein Schwein für ihren Bedarf mästen. Voraussichtlich erhalten diese Haushaltungen zwei Zentner ungeschrotene Gerste. Wer von dieser Einrichtung Gebrauch machen will, muß sich sofort auf dem Amte melden.— Druschprämie. Bis 13. November werden 12 M. Druschprämie pro Tonne für Roggen und Weizen gezahlt. (A) Berg.=Gladbach, 19.Okt.1916. Am nachsten Markttage, Freitag, den 20. Oktober, kommen zum Verkauf: Obst, Gemüse, geräucherter Seelachs, Fischwürste, Fischklöße und sonstige Fischkonserven. Voraussichtlich treffen auch mehrere hundert lebende Hähne ein. Diesmal wird Blut= und Leberwurst und zwar an die Familien mit den Anfangsbuchstaben K bis einschl. S abgegeben. Die Buchstaben Sch, St bis einschl. Z werden in der nächsten Woche berücksichtigt. 1. Sieaburg. 18.Okt.1916. Die Städtische Sparkasse wird in Kürze zur weiteren Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs den Ueberweisungsverkehr auf Sparguthaben nach einem besonderen gesetzlich geschützten Verfahren einführen.— Reg.=Baumeister Zollweg ist als Vorstand des Hochbauamtes nach Wilhelmshafen berufen worden.— Das Eiserne Kreuz erwarben sich: die Unteroffiziere G. Brodesser und Nik. Hagedorn, sowie der Musketier Franz Hagedorn. □0 Sieaburg, 17.Okt.1916. Einen schweren Verlust haben der Windthorstbund, die Zentrumspartei und die katholischen Vereine zu beklagen. Ihr Vorstandsmitglied, Notariatssekretär Fritz Rings, hat in den Kämpfen an der Somme den Heldentod gefunden. Einer der Besten ist mit ihm dahingerafft worden. Mit seinen reichen Geistesgaben und einer unbeugsamen Festigkeit der Ueberzeugung verband er strenge Rechtlichkeit gegen jeden Neben den vorgenannten Vereinigungen war er auch im Vorstande der Ortskrankenkasse als Schriftführer tätig. Sein uneigennütziges Wirken wird in Siegburg unvergeßlich bleiben und alle, die ihn gekannt, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. C) Eitorf, 18.Okt.1916. Hauptmann W. Schmolz, Batl.= Kommandeur im Westen erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse.— Der Lastautofahrer Peter Heumann, jetzt Chauffeur im Westen, erhielt für die Birgung des 11. feindlichen Flugzeuges das Eiserne Kreuz 2. Klasse. C) Dom Dorgebirge. 17.Okt.1916. In diesem Jahre hatte man am Vorgebirge eine gute Nußernte zu verzeichnen. Walnüsse und Haselnüsse hingen in Klumpen traubenförmig zusammen. Die Nüsse sind gerade in der jetzigen Zeit sehr geschätzt, dienen nicht nur zum Rohgenuß, sondern auch zur Bereitung eines feinen Oels, zum Einmachen und in den Konditoreien zur Herstellung und Verzierung von Kuchen und Torten. Um die Nüsse gut durch den Winter zu bringen und vor Schimmel zu bewahren, pflegte man sie bisher zu schwefeln, wodurch aber der feine aromatische Wohlgeschmack zum großen Teil verloren ging. Neuerdings wendet man deshalb mit bestem Erfolg ein anderes, ebenso einfaches Verfahren an. Man legt die Nüsse in neue Blumenlöpfe, die man mit Glasscheiben oder Ziegelsteinen zudeckt und in aufgeworfene Erdgräben aufstellt und mit grober Erde zudeckt. Die Töpfe müssen dicht zugedeckt und vor Mäusen gesichert sein. () Knapsack, 17.Okt.1916. Beim Kantineninhaber des Gefangenenlagers erbrachen drei von dessen Angestellten: Wilhelm Kraus, Fritz Jährling und Albert Durian mit einem Stemmeisen den wohlversehenen Fleischkeller; als sie mit Speck, Schinken und Würsten auf den Handel gingen, fiel die Sache auf. Sie sagten sie seien das fleischlose Leben„satt“ gewesen; die„Sehnsucht nach Fettigem“ habe sie zu Dieben gemacht. Die Strafkammer in Köln erkannte auf vier bzw. drei Monate Gefängnis. 0) Eneren. 18.Okt.1916. Der Milchhändler Matthias Schult von hier stand wegen Milchfälschung vor dem Schöffengericht. Er behauptete, er habe der Milch aufgelöste kondensierte Milch zugesetzt. Einem Polizeibeamten hatte er zugegeben, daß er jeder Zwanzigliterkanne 2 Liter Wasser zugesetzt habe. Der Sachverständige Oberchemiker Dr. Schwamborn vom stadtkölnischen Nahrungsmittel=Amt fand, daß die entnommenen Proben 18—31 Prozent Wasser enthielten. Das Gericht setzte 1 Monat Gefängnis und 500 M. Geldstrafe fest. Das Urteil soll durch die Kölner Tagesblätter veröffentlicht werden. 0 Benn. 17.Okt.1916. Im Borromäushause begann heute der fünfte Kursus für Leiter und Mitarbeiter von Volksbüchereien mit über 50 Teilnehmern. Der Vorsitzende des Borromäusvereins, Universitätsprofessor Prälat Dr. Felten, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die Notwendigkeit und Nützlichkeit der Veranstaltung hin. Es sprachen Generalsekretär Braun über die Zustände von heute und die Forderungen für morgen, ferner über die Ausnutzung des Büchermarktes für städtische und ländliche Bibliotheken, Sekretär Rumpf über die Gründung und Förderung von Borromäusvereinen in Stadt und Land. Zu gleicher Zeit findet(bis zum 21. Oktober) im Vorromäushause eine Ausstellung von Kriegsliteratur und von Soldatenlektüre statt. Der letztere Teil der Ausstellung lehnt sich an an die Tätigkeit der Sammelstelle für Soldatenlektüre. CO Bevpendorf. 17.Okt.1916. Dem Gefreiten Albert Consten aus Heppendorf wurde für sein tapferes Verhalten während der schweren Sommekämpfe das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Consten ist seit Anfang des Krieges im Felde und hat sich bereits im September 1914 das Eiserne Kreuz 2. Klasse erworben. Seite 3 Rölner Lecal-Anzeiger Nr. 290 a Deunerstag, 19. Oktober 1916 Neues GES Röln 5 ungszeit 2r 10 Ja lürke, 4895 (0) Aus Kölner Straßer 19. Oktober 1876 bilder sens einen der denkwürdigsten Tage; er ist gleichsam der tstag“ für die spätere schnelle Entwicklung unserer Straßenforden, obschon an diesem Tage— heute vor der Kölner Stadtratssitzung gefaßt 9 R u c k v e r w e i s u n g d e r g a n z e n S t r a ß e n b a h n a n g e l e g e n P4r. Gründt vor 40 Jahren. u der Geschichte des Kölner Straßen rdig Vorort Jahren nen ger — ein Beschluß durch Rückvert heit # un ei damals bestehende Technische Kommission nochmals die Sache auf die lange Bank zu schieben schien und gerade dadurch den stein ins Rollen brachte, sodaß anstatt einer Verzögerung eine zum Bau der ersten Straßenbahnlinie eintrat. liche Ergebnis war die Folge duvon gewesen, daß Beschleunigung Dieses erfreuliche Era unsere damals noch nicht eingemeideten Vororte unter der Leitung der Bürgermeister von Deutz, Kalk, Longerich(für Nippes und Riehl), Ehrenfeld, Müngersdorf und Effern(für Melaten und Lindenthal), sowie von Rondorf für Bayenthal schon wacker in der Straßenbahnsache vorgearbeitet hatten, weil dort die Sehnsucht nach einer besseren Verbindung mit der heutigen Altstadt Köln naturgemäß noch stärker sich bemerkbar machte. Bereits 1873 waren Verhandlungen zwischen der Stadt Köln und den Vororten auf Betreiben der Letzteren eingeleitet worden, um Pferdebahnen von Nippes, Ehrenfeld, Melaten, Lindenthal und Bayenthal in die Altstadt zu führen. Seitens der Regierung und des Polizeipräsidenten waren keine Schwierigkeiten wegen der Konzessionserteilung zu erwarten; jedoch walteten bei der Stadt Bedenken wegen Verkehrsstörungen infolge der Enge vieler Straßen ob. Jahre 1874 bewarb sich ein Kölner Bürger Konsul E. Hardt, geboren am 22. September 1837 in unserer Vaterstadt, um die Erlaurnts der Anlage der ersten Pferdebahnen. Die Stadtverwaltung konnte aber noch zu keinem Entschluß kommen, da sie einen öffentlichen Wettbewerb auszuschreiben beabsichtigte, der aber in der Technischen Kommision in der Versenkung verschwand. Die zurgermeiner der Vororte verloren allmählich die Geduld, da die Sache nicht voran ging; sie richteten am 25. Januar 1876 nochmals an den damaligen Oberbürgermeister Dr. Becker ein Schreihen auf Erteilung der Genehmigung, die geplanten Vorortpferdebahnen die Stadt einführen zu dürfen. Mit dem Konsul Hardt waren e Vororte über den Bau der Bahnen einig geworden. Als die Stadt Köln noch immer zögerte, beraumte der Handelsminister zur Erzielung eines Uebereinkommens zwischen der Stadt und den Vororten eine Beratung unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten am 30. Juni 1876 im Regierungsgebäude zu Köln an; vom Oberbürgermeister konnten aber auch hier noch keine bindenden ludienz beim emacht werden. In einer stember 1876 erhieltend daß die Konzession für die geplante: wurde, wenn der Provinzial=Ausschuß die Bürgermeister indelsminister der Vororte die Pferdebahnen Benutzung der Zusagen am 7. FrIeITT„„„„„„„„„ Staats= und Provinzialstraßen, zu denen damals noch die Hahnenstraße usw. bis zur Schildergasse gehörten, genehmigte. Die denkwürdige Stadtratssitzung vom 19. Oktober 1876 brachte dann anstatt der erwarteten Zustimmung die oben erwähnte Rückverweisung der Pferdebahnangelegenheit an die Technische KomStadt Köln ihre zögernde Haltung autgab. Am 15. März 1877 schloß Konsul Hardt zur Anlage von Pferdebahnen auf den nach Köln und Deutz führenden Provinzialstraßen, einen Vertrag mit der Regierung ab und übertrug seine Rechte einer unter Heranziehung belgischen Kapitals gegründeten Kommanditgesellschaft E. Hardt& Co. Als erste Linie wurde zwei Monate später bereits die Strecke Deutz—Kalk im Mai 1877 in Betrieb genommen, denen bald die Linien von Köln nach Ehrenfeld, Nippes, Lindenthal und Bayenthal folgten. Die Stadt Köln schloß dann am 30. Juli 1879 mit F. de la Hault aus Brüssel einen Vertrag über den Bau der Rundbahn ab. Die Verschmelzung beider Pferdebahngesellschaften fand im April 1882 statt, während die Pferdebahnen erst am 1. Januar 1900 in das Eigentum der Stadt übergingen, die dann den elektrischen Betrieb einführten. Der Kölsche Voor und der Zirkus Krone. Der Zirkus Krone, der mit seiner Goldsammlung vergangene Woche schon einen so großen Erfolg erzielte, stellt sich am kommenden Moutag, den 23. Oktober d.., wiederum in den bescherung zufließt. Jeder, der dus in seiner Arl einzige Unternehmen noch nicht besuchte, dürfte wohl die Gelegenheit benützen, mit dem Vergnügen noch die Wohltätigkeit zu verbinden. Einen schöneren Zweck konnte sich die Zirkusleitung nicht aussuchen und ein ausverkauftes Haus wird hoffentlich die gute Sache mächtig fördern. Sie mit Erfolg zu fördern, ist die Mitwirkung aller Kölner Bürger bei jeder Gelegenheit notwendig, denn nicht weniger als 60000 Mark sind für diesen Zweck aufzubringen. Unsere Kriegswaisen müssen und sollen aber ihre Weihnachtsfreude haben. G) Am hiesigen jädischen Lehrerseminar fand in diesen Tagen die dritte Notentlassungsprüfung unter Vorsitz des Königl. Provinzial=Schulrates Volkmer statt. Alle Abiturienten bestanden. Ci) Speck und Butter als Röder. Bei einer in Mülheim wohnenden Frau erschien ein etwa 18jähriger Bursche und bot ihr Speck und Butter in größerer Menge an. Die Frau ging auf den Kauf ein. Der Bursche nahm die Frau mit in die angebliche Wohnung seiner Mutter in Köln, um ihr dort die Ware auszuhändigen. Da die angebliche Mutter aber nicht anzutreffen war, ging der Bursche mit der Bestellerin nach der Salomonsgasse, wo er sich vor der Türe eines Hauses von ihr 100 Mark geben ließ mit dem Bemerken, sie solle vor der Türe warten, er wolle den Sveck und die Butter aus dem Hause holen. Die Frau wartete vergebens auf seine Rückkehr. Das Haus hatte einen zweiten Ausgang nach einer dahinter gelegenen Straße und der Gauner war dort mit ihrem Gelde auf Nimmerwiedersehen hinausgegangen. () Diebstähle. In der Waisenhausgasse stahl ein Sechzehnjähriger einem kleinen Knaben 8 M. aus dem Geldtäschchen, das er sich von ihm zeigen ließ.— Einbrecher holten am Friesenwall für 300 M. Kleider und Schmucksachen.— Am Klapperhof nahm ein diebischer Bettler für 200 M. Kleidungsstücke mit.— Von einem Rollfuhrwerk wurde eine große Kiste Wein entwendet.— Aus zertrümmertem Schaufenster wurden am Altermarkt eine Menge Spielsachen weggeschleppt.— Eine Taschendiebin entwendete einem Monteur 250 M. □ Kölner Muster=Ausstellung G. m. b. Gestern abend fand im Sitzungssaale der Handelskammer zu Köln die Gründung der geplanten Kölner Muster=Ausstellung G. m. b. H. mit einem Grundkapital von 105000 Mark statt. Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören an: Geheimer Kommerzienrat Tr. Louis Guaen, Louis Eliel, Jakob van Norden, Konsul Adolf Oehme, Kommerzienrat Ludw. Stollwerck, Dr. jur. Berndorff als Vertreter der Stadtverwaltung, Chefredakteur Arthur Jung, Verleger Robert Bachem von der Kölnischen Volkszeitung, Dietrich Brügelmann vom Verband Kölner Großfirmen, Leopold Blühdorn vom Detaillistenverein, Friedrich Böhle vom Verein Kölner Handelsagenten. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Geheimrat Dr. Louis Hagen, zum stellvertretenden Vorsitzenden Kommerzienrat Ludwig Stollwerck gewählt. Geschäftsführer sind Dr. jur. Willy Öster, Rodenkirchen und stellv. Tirektor Friedrich Eppler, Corneliusstraße 2. Als Geschäftslokal soll das ganze Haus der Firma P. W. Ossendorff„Zur guten Quelle“ Waidmarkt 33, mit Ausnahme des Erdgeschosses gemietet werden.— Im Erdgeschosse wird bekanntlich eine große Erfrischungshalle errichtet. (A) Ddie Beerdigung des Reichstagsabgeordneten richter fand gestern statt. In der Leichenhalle der Krankenanstalt Lindenburg war eine kurze Trauerfeier, der außer den Angehörigen und einer Anzahl Abordnungen auch Oberbürgermeister Wallraf und Erster Beigeordneter Adenauer beiwohnten. Die Beisetzung der Leiche erfolgte in Melaten; am Grabe hielten Gedächtnisreden Vertreter der Kölner Parteileitung, Reichstagsabgeordneter Molkenbuhr namens des Hauptvorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, namens der sozialdemokratischen Fraktion des Deutschen Reichstages und des Landesausschusses, Abgeordneter Dittmann im Auftrage der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft. C) Fleischversorgung. Die den Ochsen= und Schweinemetzgern zum Verkaufe übergebenen Dosen zu 1 Kilogramm Rindfleisch ohne Knochen in eigenem Saft, dürfen von den Metzgern durchgeschnitten und in Stücken zu je ½ Kilogramm verkauft werden. Ter Preis für ½ Kilogramm durchgeschnitten, einschließlich Tasengewicht, beträgt 2,55 M. (4) Soda, Seife und sonstige Waschmittel, die in Packungen an den Verbraucher abgegeben werden sollen, müssen auf der Packung in einer für den Käufer leicht erkennbaren Weise und in deutscher Sprache folgende Angaben enthalten: 1. den Namen oder die Firma und den Ort der gewerblichen Hauptniederlassung desjenigen, der die Ware herstellt; bringt ein anderer als der Hersteller die Ware in der Packung unter seinem Namen oder unter seiner Firma in den Verkehr, so ist statt dessen Name oder Firma und Niederlassungsort dieser Person anzugeben; 2. den Zeitpunkt der Füllung, nach Monat und Jahr; 3. den Inhalt nach handelsüblicher Bezeichnung und Gewicht; 4. den Kleinverkaufspreis in deutscher Währung. Die Bestimmungen finden auf Waren, die bis zum Tage der Verkündung hergestellt und in Packung eingehüllt sind, nur insoweit Anwendung, als sich die Waren noch im Gewahrsam des Herstellers oder derjenigen Person befinden, die sie unter ihrem Namen oder ihrer Firma in den Verkehr bringt; an Stelle der Angabe des Zeitpunktes der Füllung genügt der Vermerk:„Gefüllt vor dem 1. August 1916.“ Die Bestimmungen gelten nicht für Waren, die aus dem Ausland in Originalpackungen eingeführt sind oder werden. Solche Waren sind vor der Abgabe an den Verbraucher auf der Packung als Auslandsware zu kennzeichnen. CA Beim Spielen jiel in der Kasinostraße ein fünfjähriges Mädchen, das von einem größeren auf dem Rücken getragen wurde, herunter und erlitt einen Beinbruch. Ce) Verhaftet wurden: ein Einbrecher, zwei entsprungene Zuchthäusler und zwei Zechpreller, die zudem einen Raubanfall in Düsseldorf auf dem Gewissen haben. (9) Das unbefugte Unlegen des Eisernen Ureuzes oder des dazu gehörigen schwarz=weißen Bandes, entweder um sich damit als Kriegsteilnehmer zu brüsten oder Schwindeleien zu verüben, hat dazu geführt, daß auf diese sonderbaren Heiligen jetzt scharf gefahndet wird. Nachdem den Inhabern des Eisernen Kreuzes empfohlen worden ist, stets das Besitzzeugnis bei sich zu tragen, kann man sehr häufig beobachten, daß mit der Kontrolle beauftragte Offtziere und Unteroffiziere und auch die Polizeibeamten von den Trägern des Eisernen Kreuzes oder des Bandes einen Ausweis über die rechtmäßige Erwerbung verlangen. Wer einen solchen nicht hat, der muß sich über seine Person ausweisen, damit Erhebungen angestellt werden können. Beim Fehlen eines Ausweises folgt die Feststellung bei einem Militärkommando oder auf einer Polizeiwache. Auf diese Weise ist es bereits gelungen, eine größere Anzahl Eiserne=Kreuzträger als Schwindler zu entlarben und zur Anzeige zu bringen. Wo aus irgend einem Grunde dem mit dem Eisernen Kreuze oder sonstigen Kriegsorden Ausgezeichneten das eigentliche Besitzzeugnis noch nicht zugestellt werden konnte, erhält er stets, besonders auch bei der Beurlaubung in die Heimat einen entsprechenden Ausweis von seinem Truppenteil. (A) Was ist erhebliche Jeit? Die kaufmännische Angestellte einer hiesigen Firma blieb zwei Tage ohne Entschuldigung aus und meldete am dritten Tage, daß sie krank gewesen sei und im Bett gelegen habe. Sie wurde sofort entlassen und verlangt nun am Kaufmannsgericht Kündigungsentschädigung. Die Beklagte bestritt nicht, daß die Klägerin krank war, bezog sich aber auf den § 72 HGB., der besagt, daß der Angestellte ohne Kündigung entlassen werden kann, wenn er den Dienst während einer den Umständen nach erheblichen Zeit nnbefugt verläßt. Das Gericht erblickte in dem zweitägigen Ausbleiben wegen Krankheit unter den obwaltenden Umständen eine nicht erhebliche Zeit. Es mußte demnach Kündigungsentschädigung gezahlt werden. .) Erwischter Einbrecher. Als die Putzfrau eines Automaten=Restaurants morgens das Lokal betrat, traf sie einen Einbrecher bei der Arbeit an. Dieser stürzte sich sofort auf die Frau und wollte sie am Schreien verhindern. Auf ihre Hülferufe kam der Hausknecht herbei, dem es gelang, den frechen Einbrecher zu überwältigen und ihn festnehmen zu lassen. Der Dieb hatte bereits die Automaten erbrochen und sie ihres Inhalts beraubt. () Unfälle. In der Weberstraße kam ein Knabe auf dem Schulhofe zu Fall und brach einen Arm.— Einem Mann fiel in Kierberg eine schwere Kiste auf das Bein. Er erlitt einen schweren Beinbruch und wurde nach Köln zum Bürgerhospital gebracht.— In einer Fabrik in Kalk fiel einem Knaben eine schwere eiserne Platte auf den Körper. Schwerverletzt brachte man ihn in das St. Josephshospital.— Auf dem Gereonswall kam ein Mann zu Fall und brach ein Bein.— Ein Knabe rutschte an der Eiche über das Treppengeländer, fiel herunter und mußte mit Schädelbruch zur Lindenburg gebracht werden. () Eine größere Verkehrsstörung entstand in der Peterstraße, Ecke Lungengasse, dadurch, daß an einem schwerbeladenen Handwagen die Achse zerbrach. Durch Umsteigen wurde der Verkehr der elektrischen Bahn aufrechterhalten. Personalnachrichten. Befördert wurden zum Leutnant d. Res. der unlängst mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnete Vizefeldwebel Peter Zappey, 1. Rhein. Pionier=Bat. Nr. 8, Sohn des städtischen Geometers Peter Zappey aus Köln und zum Leutnant der Landw.=Kavallerie Jos. Arno Elvenich=Elvenich aus Köln. Das Allgemeine Ehrenzeichen wurde dem Seiler Schnichels in Köln verliehen. C Spielverband Köln katholischer Jugendvereine. Ergebnisse der Schlagball=Meisterschaftsspiele von Sonntag den 15. d. M. Es gewannen in der 1. Klasse: N. St. Bonifazius 1— St. Kunibert I 75:50, 2. Klasse: St. Paul—Tünnwald II 88: 49, Dünnwald II—N. St. Bonifazius II 80: 53, E. St. Perer 1— St. Kunibert II da letztere nicht antraten, 3. Klasse: E. St. Mechtern—St. Michael ll aus demselben Grunde, E. St. Mechtern— Stammheim 85:59. Gesellschaftsspiel am 1. Oktober: N. St. Bonifazius—N. St. Josephl 105:35. Spiele am nächsten Sonntag den 22. d. M. 1. Klasse: 3 Uhr Niehl—St. Michael I (N. St. Bonifazius), 3 Uhr Zollstock—St. Kunibert I(St. Agnes), .30 Uhr Zollstock—St. Agnes I(St. Kunibert),.30 Uhr Nippes St. Bonisazius—Niehl 1(St. Kunibert), 2. Klasse:.30 Uhr N. St. Bonifazius II—Stanislaus=Kongregation 1(Niehl),.30 Uhr Herz=Jesu—St. Paul I(St. Michael),.30 Uhr St. Kunibert 1I— St. Bonifazius II(St. Ursula),.30 Uhr E. St. Peter—Stanislaus=Kongregation I(St. Mechtern), 3. Klasse:.30 Uhr St. Mauricus 1I—E. St. Mechtern(Herz=Jesu),.30 Uhr Nippes St. Joseph—St. Ursula(St. Mauritius), 4 Uhr Stammheim—St. Michael II(Dünnwald). Alle Spiele finden auf den Plätzen der erstgenannten Vereine statt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn infolge schlechter Witterung ein angesetztes Spiel nicht ausgetragen werden kann, Absage dem Gegner und Schiedsrichter auf schnellstem Wege(Telegramm oder Boten) gegeben werden muß, andernfalls das Spiel verloren ist. Weiter hat der absagende Verein die Pflicht, dem Verbandsschriftführer diesbezüglich Mitteilung zur Anberaumung eines neuen Termins zukommen zu lassen. Neue Termine. 1. Klasse: 29. Oktober, 4 Uhr St. Kunibert—Dünnwald(Zollstock), 5. November Dünnwald—St. Agnes, 3. Klasse: 29. Oktober Nippes St. Joseph—St. Mauritius 1, 26. November St. Kunibert II—Herz=Jesu. Resellschaits- und Vereinsleben: □ Kriegskonferenz des Volksvereins für das kath. Deutschland zu Die auf Sonntag, den 15. Oktober nach Köln=Kalk einberufene Volksvereins=Konserenz wies einen recht erfreulichen Besuch aus allen Ständen und Berufen auf. Einleitend gab der Vorsitzende Prof. Dr. Wersdorff einen Ueberblick über Stand und Tätigkeit des Volksvereins im Bezirk und verbreitete sich über das segensreiche Wirken des Volksvereins auf dem Gebiete der Caritas, unter besonderer Hervorhebung der vom vaterländischen Standpunkte so wichtigen, geistigen Caritas. In großangelegter Rede sprach der Generaldirektor des Volksvereins, Herr Reichs= und Landtagsabgeordneter Dr. Pieper über die Notwendigkeit des Volksvereins im allgemeinen und die Anerkennung seiner keit bis in die höchsten Spitzen der Behörden hinein wie auch in weiten Kreisen unserer andersgläubigen Mitbürger. 2,000000 Flugblätter sind zur Werbung für die fünfte Kriegsanleihe unentgeltlich versehen, Dazu kommen viele Tausende Feld= und Kriegsbriefe, überhaupt Kriegsliteratur aller Art, die in dieser Reichhaltigkeit auf katholischer Seite fast nur vom Volksverein herausgegeben wird. Die sozialpolitische Korrespondenz des Volksvereins, der übrigens trotz der Kriegszeit noch über 500000 Mitglieder zählt, geht allwöchenlich an—400 Zeitungen des In= und Auslandes. Im zweiten Teile seiner Ausführungen behandelte Dr. Pieper die Ausgaben praktischer Gegenwarts= und Zukunftsarbeit. Ausgehend von dem Existenzkampfe des deutschen Volkes, der auch von der Sozialdemokratie als ein nicht für die Reichen, sondern in erster Linie für die breite Masse des Volkes geführter Kampf angesehen werde, und dem darin begründeten Willen zum Durchhalten draußen wie daheim, wandte er sich vor allem gegen die dem Deutschen eigene Nörgelsucht und empfahl als Heilmittel Aufklärung und Arbeit von Mund zu Mund in Verein, Genossenschaft, Gewerkschaft. Für die Zeit nach dem Kriege wies er auf die große Schwierigkeit der Ueberleitung der Kriegs= in die Friedenswirtschaft, auf die Notwendigkeit unbedingter Sparsamkeit zur Erhaltung des Geldes und der Produktionsmittel sowie auf die Umwälzungen hin, die sich auf allen Gebieten politischer Tätigkeit vorbereiteten. An den mit großem Beifall ausgenommenen Vortrag schloß sich eine anregende Aussprache, die namentlich über Stellung und Tätigkeit des Kriegsernährungsamtes fruchtbringende Aufklärung brachte. (A) Der Bezirksverband katholischer Arbeitervereine Köln(rechtsrheinisch) hält am Sonntaa, den 22. Oktober, nachmittags 3 Uhr, im großen Saale des katholischen Gesellenhauses in Köln=Mülheim, Biegestraße 8, den Herbstdelegiertentag ab. Nach einem Referat über Des deutschen Arbeiters Siegeswille wird die Vereinsarbeit im kommenden Winter besprochen werden. Die Vereine werden gebeten, ihre Delegierten zu dieser Tagung zahlreich und pünktlich zu entsenden. Prcersee Handelsteil oddooerantern. Neuss, 19.0kt.1910. Fruchtmarkt. Weizen, Höchstpreis 27,00 M. Roggen, Höchstpreis 23.00., Hafer, Höchstpreis 28.00., Gerste, Höchstpreis 28,00 M. die 100 Kil.„Höchstpreis“ für MaschinendrusehStroh 40—47.50., für Flegel-Drusch-Stroh 45-55.00 M. die 1000 Kil., Wiesenheu 50—65.00., Klecheu 65—70,00 M. die 500 Kil. Kartofleln, Erzeuger-Preis.75 M. frei Haus die 50 Kl. Wasserstands=Nachrichten am 19. Oktober 1916 Konstanz, dv. Bodens. 399—0,01m Hüningen, 7 v. Rhein 2 10—.00m Kehl, 7 om. Rhein.94—9 10m Mannheim, 8 v. Rhein 3,98 10.01mn Heilbronn 8 v. Neckar 0,53-0,02m Caab, 9 om. Rhein.53—1,021 Bingen, 6 v. Rheingau 2,21—0,00 0 Bingerloch 1,81—.00m Trier, 7 vm Mosel 1,25-.02m1 Köln, 7om. Rhein 2,70—001m PBehrort Som Rhein.86—004n Lom. Rhein 1/72—.60m Seite 4. Kötner Local-Anzeiger Nr. 290 4 Donnerstag, 19. Oktober 1916 Kirchsiches c r Mmernmeran () Schluß der Nothelserfreitage in St. Aposteln. Am Freiag dieser Woche geht in St. Aposteln die Feier der 14 Freitage zu Ehren der h. 14 Nothelfer zu Ende. Morgens sind von —.30 Uhr stille h. Messen, 9 Uhr feierliches Hochamt, 10.30 Uhr die letzte h. Messe. Nachmittags 5 Uhr findet dann die Schlußseier statt, bei der der hochwürdigste Herr Weihbischof Dr. Müller die Festpredigt halten wird. Im Anschlusse daran wird die herkömmliche Reliquienprozession gehalten und die Reliquien der h. Notheiser, die vor mehreren Jahren von Papst Pius X. der Apostelnkirche überwiesen wurden, nach der Andacht den Gläubigen zur Verehrung gereicht. Die Andacht zu den h. Nothelfern hat besonders jetzt im Kriege wiederum eine große Anziehungskraft auf das katholische Volk ausgeübt; möge die Feier am Freitagg einen würdigen Abschluß der ganzen Andacht bilden. PPr9SOfrbs : W i n e t e s. B a n s w e r k. G e w e r b e.; .) Der Bezirksausschuß als Entscheidungsinstanz in Innungsstreitsachen. für den unter den heutigen Kriegsverhältnissen für die ##gerichaft hoppelt interessante Verhandlung beschäftigte den mmechug zu Köln als Entscheidungsinstanz. Der Metzgerc. T. zu Köln klagte hier im Verwaltungsstreitberfahren zorstand der Schweinemetzgerinnung wegen raerter Aufnahme als Innungsmirglied. Der r hatte als Aufsich####ehörde der Innung die Be. über seine Nichlaufnahme zurügewiesen, weil erfolgt sei, da. bei einer von der Stadt im im Schlachthof veranstalteten Rundfrage sich als er bezeichnet habe. Diese Rundfrage war seinerklassung der Lebensmittelkommission der Stadt Köln der städtischen Fleischverteilungsstelle eine bessere lnappgewordenen Fleischvorräte unter die Ochseneide Sorten Fleisch wurden kr ab nur noch an Metzger abgegeben, die allein irt ihr Gewerde betrieven. Metzger in anderen die bis dahin Ochsen= und Schweinefleisch verkauft nnm untscheiden, welche Fleischart sie für die KriegsNen. Wie der Klüger T. im Bezirksausjedoch keinen Einlungganchorimen naben. Nach seiner Angabe 1 tmm noch an bundert mmrmeister Mitglieder in n= und der Schweinemetzgergopelte Innungs=mitgliedschaft ist für Metzger und menererdereied wegten der werschaften Einrichtungen der beiden Innungen Viehversicherung, riung der Abfälie usw.) wichtig. Gegen die Aufnahme des in die achweinemetzger=Innung hatte der Vorstand geltend geh enenu wrir Vanien. Gumtinfessaneannn macht, daß er Mitglied der Ochsenmetzger=Innung sei und früher nur hin und wieder ein Schwein geschlachtet habe; dabei sei er Werkführer im Geschäft, das auf den Namen seiner Tochter geführt werde. Inzwischen hat T. das Geschäft am 1. Oktober d. J. wieder auf seinen Namen übernommen; seine Klage am Bezirksausschuß war früher anhängig gemacht worden. T. machte für seine Aufnahme geltend, daß er stets Großschlächter in Ochsen und Schweinen gewesen sei; aber auch als Werkführer im Geschäft seiner Tochter habe er Anspruch auf die Mitgliedschaft der Innung gehabt. Sobald die Umstände es erlaubten, würde er wieder den geinischten Betrieb, Ochsen= und Schweinemetzgerei, ausüben. Der Bezirksausschuß lehnte den Klageanspruch des T. av, da er nach§ 4 der Innungssatzungen bis zum 1. Oktober d. J. die Schweinemetzgerei nicht selbständig betrieben habe; nach§ 7 sei die Aufnahme eines Werkführers in das Belieben der Innung gestellt, dagegen keine Verpflichtung. secwerde 5 lehtere zu Apcil d. Ochsenmn zeit auf Vi Verteilung er zu ermöglichen. von diesem in einem #tadtberirt (1. () Eine Generalversammlung des Blirtevereins des Landkreises Köln wurde in Köln in der Restauration wumm abgehalten. Schriftführer Horst(Lövenich) berichtete über die Verhandlungen des Verbandstages des Rheinisch=Westfälischen Wirteverbandes in Neuß und insbesondere über die am 1. Oktober d. J. in Kraft getretene Warenumsatzsteuer. Der Vorsitzende Vogel Brauweiler) empfahl den Beitritt zum Verbandskohlensäurewerk, der Verbandssterbekasse und der Haftpflichtversicherung des Stuttgarter Vereins. Als Rechnungsprüfer wurden die Wirte Käufer und Welter gewählt. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde die Branntweinfrage angeschnitten und über Zufuhr von Käse gesprochen. Die nächste Generalversammlung findet im Monat Januar 1917 statt. CA) Es war ein öffentliches Geheimnis, sagte der Amte anwalt am Schöffengericht, daß es in Nippes im Sommer Wei brötchen in Form von Spitzbrötchen gab. Der Bäckermeister, de verbotswidrig solche Brötchen herstellte und auch ohne Brotmarken abgab, erhielt 60 M. Geldstrafe. (A) 144 Mark unterschlagen hatte ein Hausknecht seinem Arbeitgeber, einem Bäckermeister. Das Schöffengericht setzte eine Monat Gefängnis fest. (9) Diebisches Dienstmädchen. Eine Dienstmagd stahl iyr Herrschaft eine Damenuhr, Stoffe und Schürzen, weshalb sie de Schöffengericht zu 6 Wochen Gefängnis verurteilte. (A) Allerlei Sünder. Ein Pferdeknecht in Brühl, der eing stohlenes Kummet für 5 M. verkaufte, erhielt als Rückfällig 15 Monare Zuchthaus.— Ein 19jähriger Tagelöhner stalt am Hauptbahnhof einem Unteroffizier den Rock mit Urlaubsr und Brieftasche, fälschte die Paßdaten um und fuhr nach Kasse. Man entdeckte seinen Betrug und brachte ihn vor die Strafkamme die ihn 15 Monate ins Gefängnis schickt.— Weil ein Po.in Kalk seinen Arbeitskollegen ihre teilweise beträchtlichen Erspar nisse stahl, muß er 9 Monare ins Gefängnis.— E Schmied in Osberghausen wollte in seinem Steinoruche statt u. Tynamit mit Pulver sprengen. Da die Sperre es ihm versagte stahl er 150 Pfund bei benachbarten Steinwerkea; das muß er heil es sich um schweren Diebstahl, mittels Einbruchs ausgeführ wandelt, mit 3 Monaten Gefängnis büßen. 2 34 24 n n ###s 15 # * händler hat sich einen Milchmesser anzuschaffen und die Mile bevor er sie in den Verkehr bringt, auf ihre Echtheit zu prüfen. Damit fallen alle Ausreden, wie: der Schweizer hat gefälscht, die Milch ist auf der Eisenbahn gefälscht worden usw. fort So wurde eine Ackerin aus Rodenkirchen, die mit einer derartigen Einrede Sosbenec *7 20 # ∆ 9 kam, mit 75., eine Milchhändlerin aus Köln, die ebenfalls eine## solche Einrede machte, mit 25 M. bestraft. 4A Betrügerische Gemüs=händlerin. Die in Weiden wonnende Gemüsehändlerin Anna Haase aus Krakau, wegen übertriebener Forderung beim Gemüseverkauf mit einem Monat Gefängnis vorbestraft, verkaufte auf dem Ehrenfelder Wochenmarkte: Wirsing, den sie vorher in Wasser getaucht hatte, um sein Gewicht zu erhöhen. Das Urteil lautete auf 6 Wochen Gefängnis ennsen RegszusJog 8. 4 C .RRECHSTEINS SCHNE,DEL ###r ens.-sum. Abeurn 1 22. 21. ANNNG PETNN rin anEa Ennn um dan Korner widerstandstähld zumachan nen zuenniran un Gehiter se. MaerstonStanmunmachei und Lwerralten 2 de ** 12 7 Gent Von Aerzien lobend anerkannt— vom Pahlikum hochgeschätzt. Preis M..R M RE! 6 OSraa #390 5 9 5 in Apotheken Ot 60 aSLRSR 7 ### 91 A ind Starke. Auch in Tablettenform bequem an“ Reisen zu verwenden M. 2,50. Zienung 20. und 21. Oktober 4 n E cene anon Aachaner 1380 RDNSReT ZUISG Gesamtw. der Gewinne Mark: 442 „ E Erster Hauptgewinn Mark: „ Eie an un Ziehung 3. und 4. Kovomber rurgrneim. Iodingtarig Eiem Erster Hauptgewirn Mark: E Die Vereinigten Vereine vom Roten Kreuz haben beschlossen, 6esp Gin n G Zweiter Hauptgerrinn Mark: * 6 88 82.4 9 IEIgge 2 Postgebühr u. Inge zuN7 220 Postgebühr u. „#LUse Zu u. a Liste 39# außerdem, mOPC zu NI. S. O0 Liste 3hhauße A m rdcm! #4 4 * Haiimatlichhen Müinen Anigngen CCn SE ScHGN MOMENGHNGRNGN ROMET MTTSGTA eine Weihnachtsgabe, möglichst in Form eines grösseren Paketes, zu übersenden. Hierzu ist baldigste Aufgabe der genauen Adressen der gefangenen Kölner, auch der bereits früher gemelGetaln, erforderlich. tSidungen(und zwar im Interesse der Genauigkeit nur mündliche) werden bisspätestens i. G.., wochentags von 10-1 Uhr und-7 Uhr für die Buchstaben-K Montags, Mittwechs, Freitags „„„-2 Dienstags, Donnerstag:, Samstags # 19 Lose in leiner Bankastenlasche 29 A. I 18Lose in keiner Banknotentasche 33 A. Eine feine Banknotentasche mit 4 Aachener u. 2 Lehrerheim-Losen M. 18.— 8 Eine feine Banknotentasche mit 9 Nachener u. 2 Lehrerheim-Losen M. 25,die bekannte Glüchskollehte Stanaaes Käenig in Schwarz) Selln. 19, u tonenan. teet Telegramme: Schmarz, Bern., Neucköniyztr. ricnam * S — einer der nachbenannten Stellen des Deichmanahau: der Gemeinde Kondert ngan HnEZEANER SAHAA:IIn a i. Aou.anin GomnanTi Mündelsicher. g a n d ## 4n5 dirckt ven der StIC 29 Ur. naior 156 Zigaret. K unv..89.43 „„„„ .—„„ 3.29 # a„ 4 0* 99„ 62..30 jeöffnet Werklags v. 5½-—12½ u. v.-5 Uhr.a 0n. W F m Sa a San"[Steuer- u. Zei# Fernruf Cöin A 6435. 0 1 7120ssau prima Quaüchten leichsbank-Girokonto Cöln. Postseneckkonto Cöln 5947: angenommen: Aht. Verwundeten- und Vermissten-Nachweis „ II Kriegsschreibstube des Vaterländischen Frauenvereins „ III Verlustliste „ IV Angehörigenabende V. Ausschuss für deutsche Kriegsgefangene in England ausschliesslich für Kriegsgefangene in England). s Vareinigten Vareine sem Reten Klcun, Kel instuss für alle Spareinlagen 80 75 bis 200 M. p *BES 1 ** /0• Tägliche Verainsung, * Kostenfreie Versicherung gegen unbefugte Abhebung. #. Taschüftet#ena W116T0 N Tel „ 1 FSUPALO3 ##44 4. 8433 0“ unter carane des elumten oer bymrweatin St9i Frrsse-Prencr-Kur-Vehen gasss 33. hähe der Hauptpost * Nr * iss et. Kölner Local-Aazeiger Nr. 290 g bennerstag, 19. Oktober 1913 Seite 5. R : MMante 1 .93•8" TA A AI d I hn Bo ATAR A G 18 des Sie auch unter unseren niedrigen und allernied. Preislagen ohne irgend weiche Beschräntung wahren Sie bei uns„mnit Bezugs. kaufen ist wesentlich: dadurchunser gesamtes Tager, einschließlich all' Der vielen neu vereingekommenen schönen Sachen zur Verfügung. können edrigst Peiliggg n. iiI W Berlich Sonntags geschlossen Kölner Locat-Anzeiger c warten. Skizze von Reinhold Ortmann. 1. Während der endlosen Wochen der schweren Schlacht im Westen war es, als die Qual des Wartens meine Nerven allgemach zu zerreiben begann. Des Wartens auf Nachrichten, die nicht kommen wollten, auf eine Entscheidung, die nicht näher zu rücken schien. Zwei Menschen, die mir über alles teuer waren, wußte ich in ständiger Todesgefahr, und ich glaubte, daß das Schicksal meines Vaterlande' auf des Messers Schneide gestellt sei. Meine Tage und meine Nächte waren ausgefüllt von der nimmer endenden Pein des ruhelosen fiebernden Wartens. Mit heißen Lidern, die der Schlaf nur auf Viertelstunden geschlossen hatte, wachte ich dem dämmernden Morgen entgegen, um pochenden Herzens auf das Klingeln des Briefboten und des Zeitungsträgers zu lauschen. Von Unrast gepeitscht, eine Beute der schwärzesten Vorstellungen, durchlebte ich von einer ungewissen Haffnungsstation zur anderen die einzelnen Abschnitte des mir noch immer gütige Trostspenderin gewesen, waren für mich stumm und tot geworden. Ich lief durch die sommerlichen Parkanlagen, um in jedem blutroten Blütenbüschel, in jedem toten Käfer an meinem Wege, in jedem vorzeitig welkenden Blatt an Busch und Baum ein Sinnbild der Vernichtung zu sehen, die in wahnwitziger Grausamkeit die Welt durchrafte, und die iyr bluttriefendes Schwert gegen mein Land und Volk erhoben hatte, wie gegen mein eigenes stilles, schwer erkämpftes Glück. ersennten Briefe kamen am Mittag und am Abend so wenig, wie sie am Morgen gekommen waren, und die Telegramme der Heeresleitung brachten noch immer keine befreiende Kunde einer endlich gefallenen Entscheidung. Ich fühlte wie die Marter dieses Wartens an meiner Lebenskraft zehrte, wie Kopf und Glieder immer müder und schwerer wurden, während meine Nerven in wilder Unruhe zitterten und zuckten. Platz genommen hatte,— ein hinfätiger Alter mit weißem Haar und ruhig=sanftem, wachsgelbein Greisengesicht. Ich bot ihm einen Guten Abend, und er nickte mir freundlich dankend zu; aber die Augen, die er dabei auf mich richtete, hatten den glanzlosen, erloschenen Blick des Blinden. Unlustig zu irgenowelchem gleichgültigen Gespräch, entfaltete ich die eben gekauften Zeitungen, von denen ich doch im vorhinein wußte, daß ich in ihnen nichts anderes finden würde, als neue Nahrung für die Pein meiner Ungewißheit und Sorge. Der Alte neben mir hatte den Kopf gesenkt und ein wenig mich uuf die Dank einer schwachen, ansprechenden Stimme zu fragen: „Steht etwas Schlimmes in der Zeitung, mein Herr? Haben die Franzosen oder die Russen unsere Heere geschlagen? In meiner üblen Gemütsverfassung würde ich wahrscheinlich jeden anderen mit einer kurz abweisenden Antwort abgefertigt haben; die sanfte Bescheidenheit im Klang dieser Greisenstimme machte es mir unmöglich. Nein, sie haben sie nicht geschlagen, und sie werden das auch künftig nicht fertig bringen. Aber das Ringen ist furchtbar, und der Erfolg, auf den wir hoffen, ist noch immer nicht erkämpft. „Ist es das, was Sie so ungebuldig macht, mein Herr? „Wie können Sie wissen, daß ich ungeduldig bin?— Steht es mir etwa auf dem Gesicht geschrieben?“ „Da könnte ich es nicht lesen, denn ich bin blind. Aber an Ihrem Schritt habe ich es gehört, an dem Rascheln des Papiers es läßt sich wirklich erlernen, das geduldige Warten, glauben Sie mir's! Auf zweierlei Art sogar. Entweder in der Schule des Lebens, und das ist freilich ein gar harter und langer Weg. Oder durch Selbsterziehung, aber dafür ist keiner zu schwach oder zu alt oder zu schwer geprüft.“ e „Sie also gehören zu denen, die das Warten gelernt haben? fragte ich mit all der höhnischen Bitterkeit, zu der mich die wohlfeile Weisheit des Blinden reizte.„Und nach welcher Ihrer beiden Methoden?" Mit der härteren habe ich angefangen, wie wir es ja leider alle tun. Als eine unter fremden, lieblosen Menschen herumgestoßene Waise habe ich in Tränen und Verzweiflung auf das Ende meiner hülflosen Kindheit gewartet, die ohne jeden Sonnenblick war und nichts als ein jahrelanges Martyrium. Schon da hätte ich Zeit und Gelegenheit genug gehabt, das geduldige Warten zu erlernen; denn die Tränen und die Verzweiflung hatten mir keine schwere Stunde leichter und keinen grausam langen Tag kürzer gemacht. Aber man ist niemals ungelehriger als in der Jugend, mein Herr, obwohl unsere Pädagogen das Gegenteil anzunehmen scheinen. (Forlsetzung folgt.) c Ovendstemmung am Ovver=Rhing. Ränig litt em Ovenddämm're wie em Schlof ald de Nator; Us dem Rhingdal höt vun fäns mer ene Schnellzog schnuve nor. Heröslich färb sich't Lauv am Wingstock. Wo der Rhingem Boge driev, Ald de edle Drub vum Rhinggau ehrer Les' entgägerief. su flaastere de Uele. Kaum' Hauch bewäg de Luff; Un bun Mos un Kruck am Felse spört mer nor ne zaate Duff. itz höt us dem Dal mer singe hell un klor de Waach am Rhing— Ene kleine Trupp Zaldate do mascheet em Ovendsching. Op der Waach han se gestande an der Bröck un am Tunnel; Ihrem Schritr habe ich es gehoth, an een gegg] Op der Waach han se gestaneean.n in Ihren Fingern und an Ihren unregelmäßigen Atemzügen. En der Fün verklingk ehr einge, un no weed et widder stell. Sie sind auch einer von den vielen, die das Ende nicht abwarten] En dem Winget no Ste steen„ 1 Nähnschwer dun de war ich unterwegs ge il die Füße mir plotz### ötigt, mich n den Tienst gendwo wäl Immer häufiger niederzulassen, So hatte ich an einem späten Nachmittag halb unfreiwillig eine Bank in den Anlagen aufgesucht, auf der schon ein anderer können, nicht wahr?" Es ist nicht allein die Ungewißheit des Kriegsausgangs, die auf mir lastet; ich bange auch um das Leben teurer Angehöriger, von denen ich seit Wochen ohne Nachricht bin.“ „Seit Wochen, das ist freilich eine lange Zeit; wenigstens für den, der das Warten noch nicht gelernt hal. Es war eine Redensart, die mich aufbrachte und mich bedauern lieb, dem Alten Rede gestanden zu haben. Ich wollte mich erheben, da fühn ich eine abgezahrte, bleiche Hand auf meinem Arm. G „Zürnen Sie mir nicht, lieber Herr. Ich weiß wohl, daß Ihnen wie ein Geschwätz vörkommen muß, was ich da sage. Aber de Drossel quidd'le dei#, grad we em Draum; Rähnschwer dun de Wolke träcke, selverhell eß ehre Saum. No dä Vollmond fründlich spegelt sich em ahle Vatter Rhing. Vun Burg Ehrenfels die beidse Tön strief hä met hellem Sching. Un der ahl Ruin ehr More sin beleuch bal, un bal deck Düüst're Schatte se, wan hinger dem Gewölk der Mond versteck Ziage kumme, gon och widder. Alles wähßeld op der Welt, Un wat hück noch stolz gestande, morge ald vergeiht, zerfällt. Wo sich buh der Saal dät wölve, jitz mer üvber Schutt nor geit; Wo de Ritt're köhn geschredde, Fleerestruch un Geisblatt steit. Wo ga he sich geleev han, sich bekämpf bes op et Blot, Hück dä Vollmond nor vörwetzig durch zerfall'ne Finsi're lo't. En däm geisterhafte Mondleeh dat Vergang'ne widder läb; Un, gehöllt en groe Schleier, öm de Burg de Sage schwäv. „ Grtrud Elisahath. K * Seite 8. Kölner Lecal-Auzeiger Nr. 290 8 Donnerstag. 19. Oktober 1911 Gott derm Allmachtigen hat es gefallen, heute morgen 8 Uhr unsere innigstgeliebte, gute, trenrende Hlutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare 4 Fan Maria Anna geb. Burggraf nach kurzem, schwerem Leiden, versehen mit den Heilsmitteln der röm.-kath. Kirche, im 74. Lebensjahre zu sich in die Ewickeit zu nehmen. Wer ihren guten Charakter und ihr flelßiges und sorgen des Streben kannte, wirdl unseren Schmerz begreifen. Um stille Tcilnahme bitten Die nuen Hinterbliebenen. Nach Gotte: heiligem Wil fürs Vaterland unser heiß Bruder und Schwager, der eAe As cer Zichvertauf. Die Stadt Cöln verkauft in der Hauptmaskthalle und Gc bekannten Geschäften 4 prima frischen Schellfisch Die Geschäfte sind durch ein Schild„Städt. Verkauf #frische Seesiche“ gekennzeichnet. In der Hauptmark halle werden außerdem verkauft: A Rachon, 85 psg. Gckallen 115 Pfg. Abuten das Pfund SM0uen das Pfund Einwickelpapier mitbringen. Cöln, den 17. Okt. 1916. Der Oberbürgermeiste 59— 3. 3, Adenauer. 88 Tieischperigrgung: Rashat dauc ariane Köln-Mnen, westlicher Kriensschauplatz, Köln, Beuel, Abrweiler u. Caternberg, den 19. Oktober 1916. Die feierlichen Erequien werden gehalten am Freitag, den 20. Okteher, morgens 9 Uhr, in der Rektoratskirche#t. Joseph zu Nipper. Die Beerdigung findet statt am Sometag, den 21. Oktober, nachmittags 3½ Uhr. vom Sterbehause Hartwichstraße 40 aus nach dem Nordfrichhof. Sollte gemand aus Verschan eine nicht erhalten haben, sobitten zvir, die zu betruchten. Mucketier im Reserve-Inf.-Reg. No. 71, 10. Vempagnie im blühenden Alter von 20 Jahren. Er starb in einem Kriegslazarett in Feindesland. Im stille Teilpahme und ein frommes Gebet für die Secicnruhe teuren Lut chlafenen bitten Die trauerncen Hiterbisbenen: Familie Peter Firmenich. KEir Kl. H -Ninpes, Büren, Horrem, Hemmersbach, rtericnstr. 14. den 16. Oktober 1916. ##r Slade 4 9 4 24 7% W u. n. an Aa EETEE Aachener 1 Ringes Soi so bitten erlichen Erequien werden gehalten am Samstag. den 21. orcons„„ Uhr, in der Rektorat##irche St. Joseph zu KölnMon 7116 esonderer Anzeige 93 Frechen eme hesondere Anzeige nicht erhalten, selche zu betrachten. 1“ Die den Ochsen= u. Schweinemetzgern zum Verkause übergebenen Dosen zu 1 kg Rindle#sch ohne Knochen im eigenen Saft düren von den Metzgern durchgeschnitten und in Stuchen au je 1 kg verhauft werden cK Der Preis für ½ kg durch##1geschniten enschl. Dosengewicht ##beträgt 155# Eöln, den 17 Oklober 1916. ## Der Oberbürgermeister. 538 S..: Adenauer. In. das Genostu chs ist am:. Oktober 19•6 solgendes eingetragen worden: 91. Rummer des Renisters: S Sirma u aft Cöin F einunn. 1405 Sss en m 17 S Otterie für der Lehrerhein In Bhöndort. es hung imn Freilag 1 S 11132 •01" S e* 0 I7*0 (.19 % t# ML Rechnungsrat im 59. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Auguste Kuslerschläger geb. Dö ring. Köln-Bayesthal, den II. Oktober 1916. Die Beerdigung findet statt am Freitag, den 20. Oktober nachmittags 4½ Uhr, vom der Leichenhalle des Südfriedhofes aus. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Samstag. den 21., vormittags 9½ Uhr, in der Pf. kirche Köln-Barmthal. ec E SDE 5 2 Ue nhard Rüthe.„Köln. Seeite Drc Für Trauer: Schwarze Kleider, Mäntel, Blusen, Röcke, Hüte, HandOSe ##elltu. Amt Kauf oder Prächtiges, herrschaftl, großes Landbaus nit zahlr. prakt. Nebengebäud. für jed. Zweck verwendb., ca. 6 Morg. Nutz=, Zier= u Obstgarten, gleichz. über 20 werwp. Bauplätze, fer##0in zu verk. oder zu vertauscen. w. etwas bar yerausgez. wi d. Gebäubew. beträgt allein über 69000.u Off. uner C 264 an die Geschästsstelle dieses Blattes. d u 3 Hech zu haben in allen durch Plakale erhenatl. Verhanfsstellen hr, Schildergasse 30 wangs 1100 „„„„„„„„1 Am Freitag, den 20. Out. schuhe Schleier,Kleiderstoife: 1916, nachmittags 4½ U Kauthaus Michel& Co. Köin, Hohe Str., Ecke Gürzenichs!:., Burghöfche:## sollen im Pfand.ohnle Roland. mahe 105 in Köln versteigert werden: Eine Partie gebrauchter Hausmobilken all angs-Versteißernn Am Samstag, den 21 Okt. 1915, vorm. 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Marfilstein 23 in Cöln versteigert erden: Busset, Auszsehtisch, Spiegel(eichen. Pianino (schwarz, große Partie Bücher, Pferd. Tervooren, Gerichtsvollzleher in Cöln.•2 er in err ist die Nr. der zweiten Geschäftssteile d. LA auf der Breitestrasse A enermg.. Cöln. 15309 und RasierZubehörteile empfehle in nur bectemn Soling. Fabrikat zu mäß. Preisen. 19n Eigene H EA Akadem. gebild ein cteilt erstil. Unterricht .50 u pro Stunde. 9ff. u. 1052 a. d. G sch. d. Bl. 133 Bezugsgemen Colonialwaren Kansleute, ein getragene Genossenschaft mit beichränkter Haftpflicht. Cöln Gegenstand des Unter: nehmens: E nrau von Waren auf ge menschaftliche Rechnung und Abgane derselben an die 6 nossen zum Handelsbetrieb. Kastsumme: 500 Mark. nöchste Zahl der Geschüftsantelle: 5. Vorstand: Julius Genske, Kaufmann Cöln. Wihelm Güls, Kaufmann. Cöln=Nippes, Jahob Goergens, Kaufmann Cöln=Lingen hal. Statut: Form der Be Kanntmachungen usr.. Statut vom 22. September 1915. Bekanntmachungen erfolgen durch den Stadt=Anzeiger zur Kölnischen Zeitung, den Kölner Local=Anzeiger und das Kölner Tageblatt. Sie tra gen die Genosserschaftsfirma sowie die für deren Zeichnung vorgeschriebenen Unterschritten. Der Vorstand zeichnet die Firma in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firm ihre Namensunterschrift bei fügen. Je zwei Vorstandsmi glieder können in Gemein schaft miteinander rechtsverbindlich für die Genossen schaf: zeichnen und Erklä rungen abgeben. Die Einsicht in die Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. Königlsches Amtsgericht, Uht. 24, Cöln. 0 Wnt Von Vorräbst. Mir Genehmigung des Ve###### mächtigten des Ne wird bestimmt, daß Dörr## bis aus weiteres von den Der anstalten nicht abgesetzt werde arf. Betricbe, die sich mit der#### tellung von Dörrob bes####er haben der Kriegsgesellsch binnen 8 Tagen ihre Vorr#n# und serner allwöchentlich ihr neuhergestellten Mengen an Lörrobst anzuzeigen. Berlin In. 68, den 5. Oklober 19•6. Friegsgesellschaft fürOU aonserven und Marm laden m. 5. J. gez. Hartwig. Verössentlicht aus dem Deutchen Reichsanzeiger Nr. 216 Cöln, den. Oktober 1 Der Oberbürgermelste J..: Dr. Mherath. 3* #t von G. Vorrgewüst — In Ergänzung der Beka. nachung vom 1. September hat die Kriegsgesellschaft Hörrgemüse m. b. 6. Berlin auf Prund des§ 2der Verordnung n 5. Augusti mit tehnigurg#es Bivollmächtign ##s Herrn Reichskanz.ers erzeugerpreis für Mischge ohne Kartoffeln(Julienne) auf M. für 100 kg Netto festjesetzt. Im übrigen gelten die Belimmungen für den Absatz von Oörrgemüse auch für Mischgemüse ohne Kartoffeln. Kriegsgesellschaft für Dörrgemüse m. d. H. gez.: Koppel, Dr. Bach. Veröffentlicht aus dem Deutchen Reicheanzeiger Nr 23 Cöln, den 17. Oktober 1916. Der Oberbürgermeister. J. V. Dr. Matzerath. MIR Reste moderne Schenke deiner Tochter ein gutes Euch zum Namenstag! Auswahlverzeicnn.sfieiert hostenrei Verlag J. P. Bachem. Koln. Jgl. f. Blus. u. Unterr.## Kleider-, ManielBiusen-Samt Samt- und Seiden-Haus Louis Schmidt, Kgl. Hoft.## „ Haidmarkt 19. ### Um Irrtum zu vermeiden, Abittegenauauf Firmaacht. Theater und Konzerte TAß: BesO:::;TOS:2 OROTOEGEE TDPP POMSASOTT102 tes ver de als stonzer lschaft ∆ Trauerfeier für Fritz Steinbach. zum enrenden Gedächtnis ihres im August dieses storhe#en musikalischen Leiters Fritz Steinbach, Generasmusitdirektor elf Jahre lang die Kölner Gürzeni dirigiert hat, veranstaltete die Konzerr- Gesel stern im Austatt zu den in nächster Woche beginnenden Gürzenichkonzerten eine Trauer=Feier, nachdem Konservatorium und Musikalische Gesellschaft mit solchen bereits voran#ngen waren. Das Programm für eine Steinbach=Gedenkteier #ente wenn sie seinem Sinne entsprechen sollte, nur bei Franms gesucht werden. Brahms gehörte die ganze Begeisterung s jungen Ste##nach, ihr ist auch der gereifte Mann und Meister treu geblieben. Statt mit eigenen Kompositionen einer unter vielen u sein, hatte Steinbach die Sache Brahms' zu seiner eigenen gemacht, mit ihr wuchs er und wurde groß. Vollends seit jener lufsehen erregenden Wiedergabe von Brahms'-moll Sinfonie eei dem Meininger Bach=Beethoven=Brahms=Fest von 1895, das seinen Namen in alle Welt trug, hatte Steinbach seine Marke aels Brahms=Tiri für die Orchester ist es in erster Linie Steinbachs Verdienst. Ein wa die Tragische Ouvertüre, hätten wir darum die Vortragsfolge der gestrigen Trauerfeier gesehen. Da indes das volle städtische Orchester nicht zur Verjugung stand, stellte sich das Choralvorspiel O Traurig= : o Herzeleid für Orgel als passende Eröffnungsimmer wie von selbst zur Verfügung. Die reife Orgelkunst des Ferrn Frau., Michälek vom Kölner Konservatorium schuf aus m in schöner, klarer Ausführung und seiner Registrierung die ernit-feierliche Aufnahmestimmung für die Vier ernsten Geänge und das Deutsche Requiem. Bedurfte es dieses ane Werr tung, hatte Gleinbilch ferne Rülre rigent. Wenn heute das Verständnis, insbesondere terwerke Brahms' sich überall durchgerungen hat, erchesterwerk, auch gerne in aufgenommen Leilen — 1 t 11• angestimmt wird, bedeutet die Hinzunahme zennge nur eine Abschwächung des Eindrucks mit iverflüssiger Programmdehnung. Lyrisch im Geiste Bachs, von in tiefster Gemütsbewegung nach dem Tode seiner zartcutter geschrieben, in dieses große geistliche Choreine der reifsten Früchte, welche aus dem Stil der Becthimens hervorgewachsen sind. In den Stimmen und trotziger Erhebung, die sich den Gedanken an des Todes und den Ernst der Vergänglichkeit entistellen, meldet sich auch vernehmlich der Geist des neunen Jahrhunderts: ein Kind der Welt, mil klammernden Organen sich an sie haltend, betet. Diesen dramatischen Einschlag sohl zu nützen, aus ihm hat auch Steiniedergabe ihre stärtsten Wirkungen geholt, wie ja seine das koloristische Element vielfach erst arstellung jeder leisen Stimmme bei Brahms das ingliche Leben ablauschte. Einen starken, nachtuch die gestrige Aufführung unter Avendroth, der mit ihr in pietätvoller Hingabe das Wirken seines Vorgängers feierte. Die Chöre, fest und sicher in ihren Partien bis auf eine leichte Tenorschwankung im dritten Satze, sangen mit keineltem Ausdruck und schönem Klange, und der rchestervortrag stand nicht dahinter zurück. Sein frei schaffendes, n der Partitur gelöstes Führertalent bewies Abendroth auch an esem Brahmsabend. Die immer ernste, auch im Vortrage nachdenkliche Frau Mintje Lauprechtvan Lammen aus Frankfurt a. M. stand im Sopransolo des Requiem an rechter Stelle. Ihren edlen Gesang verinnerlicht ein volles Brahmsverständnis. Auch Herr A. Sistermans, der an Stelle des angekündigten lich geliebten wert zugleich lettten Werte des Zin die Sche weiß Brahms' Musik iperamendoll- dramatisch Idee 21 20s ne ½ Kreuz haben folgende Krieger aus Köln und der Umgebung erhalten: Erster Klasse: Oberlt. Fr. von Schenck im Res.=Jäg.=Bat. 19. Zweiter Klasse: ##elische und haltigen Eindruck hatte, weiß durch beseelten Vortrag zu wirken, wenn seiner Tongebung auch die obere Lage nicht mehr in der Vollbeherrschtheit von früher die iher zur Verfügung steht. Mit starken Eindrücken schieden ilnehmer von der würdigen Trauerfeier, die um nichts Obergefreiter Anton Linden, Sohn von Gastwirt Linden in Zündorf(unter gleichzeitiger Beförderung zum Unteroffizier),— Musk. Frißz Olbertz aus Ensen,— Gefreiter Peter Schell aus Sberlar(unter gleichzeitiger Beförderung zum Unteroffizier),— Unteroff. Peter Breuer aus Badorf beim Fußartillerie=Regt. 9, — Klemens Assenmacher, Inf.=Reg. 171, Sohn von Heinrich Assenmacher, Aquinostraße 25,— Telephonist Willy Hünnekens, 171, Sohn des Kaufmannes Heinr. Hünnekens in Köln,— Vernhard Vincenti,.=R. 363, Sohn von Frau Ww. Wilh. Vincenti in Köln=Lindenthal,— Gefr. Jos. Esser, 6. GardeMinenwerfer=Komp., Sohn des Schneidermstr. Peter Jos. Esser in Zündorf,— Obergefreiter H. Hecker, Metzgermstr. in Köln=Deutz zweimaligen Anschlagens desselben Trauerglockentones? Wenn à dodurch weniger feierlich war, daß die Musik auch die Aunktion Brahms ernstester und schönster Gesang vom Tode in den sieben I des gesprochenen Wortes übernommen hatte. A. St in Köln,— Küfermstr. Gottfr. Frank aus Köln, Bobstr. 20, Ersatzreserv. im Res.=.=R. 240, 2. Komp.,— Ersatzreserv. Aug. Heck re, Sohn der Wwe. P. W. Hecker aus Köln=Humboldtkolonie,— Feldlaz.=Insp. J. Rechmann(Feldlaz. 137 Westen), Lehrer,— 2. Finsterwal####, Kriegsfreiwilliger in einem Res.=FeldArtillerieregmt., Sohn des Prof. Dr. Finsterwalde am DreikönigsGymnasium in Köln,— Musk. B. Fuchs, bei einem Landst.=Inf.= Batl., Sohn v. J. Fuchs in Köln=Nippes. Off.=Stellv. Otto Friedel, Bankvertreter aus Köln, der Besitz des Eis. Kreuzes ist, erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen Gold mit Schwertern vam#ban Ga vom Großherzog vom Sachsen=Weimar. im in Kölner Local-Anzeiger Nr. 290 a Donnerstau. 19. Oktober 1916 Seite 7. Stellen= u. Arbeitsnachweis des Kölner Local-Anzeigers. Offene Stellen —5 Tüchtige Schreiner für Revolverbänke, Automaten, Bohrmaschinen, Fräsmaschinen nsw. finden dauernde Beschättigung Felten& Guilleaume Carlswerk Aktien=Gesellschaft, Köln=Mülheim. Persönliche Meldungen bei unserer Arbeiterzentrale Schanzenstraße 30. Bei schriftlichen Meldungen ist das Kuvert mit der Aufschrift „Angebot Einsteller" zu versehen. gegen hohen Lohn für deuernde Beschäftigung ges. Land= und Seekabelwerke AktienGesellschaft, Köln=Nippes. 1 Für unsere Abteilung Nachkalkulation und Lagerverwaltung suchen wir für sofort je einen militärfreien EserZe eere nisun ermnns amn nm 6. Hovor Maschinidt Nilitärinvalide nicht ausgeschlossen. Flottes und sicheres Rechnen Bedingung. Schriftliche Angebote mit Gehaltsansprüchen erbeten J. Pohlig, Aktiengesellschaft Köln=Zollstock. c Arbeiterinnen — lür leichte Arbeiten bei guter Bezahlung gesucht. Annahme morgens von—9 Uhr. Mauser=Eisenwerke, G. m. b. H. *5 Köln=Ehrenfeld, Marienstraße 28—30. Geübte Leinenspulerinnen, Meberinnen und Keilenschererinnen auch militärtreie Männer für dauernde Beschäftigung gesucht. Rommel, Weiß& Co., Akt.-Ges. Köln=Mülheim. p Suche zum I. November ein kath. zuverlässiges Zweitmädchen. Vorzustellen vormitt. od Off. mit Zeugnissen erbeten an Frau W. Wellstein Gut Frohnhof Verheim(rechis). Tüchtiges katholisches Dienstmädchen für Geschäft und Hausarbeit gesucht. Keine Wäche Rheinbrohl, Breitestr. 32. d Ein militärfreier, tüchtiger o Tellelermaschimf der in der Lage ist, eine grössere elektrische Anlage(Dynamos u. Batterie) zu versehen, sofort gesucht. Herbis-Haarhaus Lackfabrik Köln-Bickendorf. Kontorgehilfin mit tadelloser Handschrift, die an durchaus gewissenhaftes, zuverlässiges Arbeiten gewöhnt ist, sofort gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsforderung an die Geschäftsstelle der Köln. Volksztg. Abteil IV. Marzellenstraße 37, erbeten. Kath. einf. 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Beleuchtungssach erfahr., für sofort gesucht. Be Gustav Haag 6. m. b. H Köln, Schildergasse 66-08. Erdarbeiter Rohrleger gesucht. .9. Köln, Gr. Witschgasse 15 17 Küche und Unterkunft Fr vorhanden. 6 aus der Kolonial= od Material waren=Branche sowie Kommis für alle Büroar eiten gesucht Schriftliche Anz. mit Zeugn Abschr. u Gehaltsanspr. an h. Klein& Co., Boni Samenhandlung. Mehrere tüchtige Arbeiter sofort gesucht. Meldungen beim Schachtmeister Furia auf Güterbahnhof Köln. Ehrenfeld, beim Steilwerk Wi Stege& Sieders. Eisenbahn=Baugeschäft Cleve. für schwere und leichte Benzinwagen sowie Elektromobile sofort gesucht. Bevorzugt werden Bewerberinnen, welche Führerschein für beide Typen besitzen.° Felten& Guilleaume Carlswerk Aktiengesellschaft, Köln-Mülheim Persönliche Meldungen bei unserer Arbeiterzentrale Schanzenstraße 30 Bei schriftlichen Meldungen ist das Kuvert mit der Aufschrift„Angebote Kratttahrerin“ zu versehen. Berufsgenossenschaftl. Verwaltung sucht zum sofort. 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Kgl. Hoheit Prinz Friedrich Leopold von Preußen.5 Chorleiter: Josef Schmeiser. Sonntag, den 22. Oktober 1916 : Jubelteier 2 6 des fünßzigjährigen Bestehens. s m Vaterland Vormittags 11½ Uhr, im großen Saale der Lesegesellschaft, Langgasse: # Festalt " b e s t e h e n d a u s O r c h e s t e r= u n d C h o r v o r t r ä g e n, Festrede und Ansprachen. ∆(Kapelle des Westf. Fußartillerie=Reg.ments Nr. 7, Obermusikmeister Wilh. Trenks.) # Abends 810 Uhr im gleichen Saale: 2 Vereins=Stilungsfeier G bestehend aus a bokal- und Instrumental-Konzert. Solisten: Maria Heuser, Sopran ∆ Tillmann Liszewsky, Barikon Edmund Laugs, Cello Const. Wassenhoven, Klavier Willi Maus, Rezitation. Um Flügel: Ernst Heuser, Ewald Sträßer.# ∆ c ∆ 8 ∆ 0 ∆ 5 c „. Josef Schmeiser. 505„ Flügel und Harmonium der Firma Ibach. Der Vorstand. St. Wendelinus=Feier Köln=Müngersdorf Sonntag, 22. Oktober. Eis Sonntag. 29. 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(Um die Eintrittskarten und Drucksachen rechtzeitig zusenden zu können, werden die früheren Mitglieder um Einsen#ung ihrer Adresse an den unterzeichneten Präses gebeten.) Der Ehrenausschuss: Se. Eminenz Kardinal Dr. Felix von Hartmann, Erzbischof von Köln. Adenauer,.Beigeordueter. Megr. Arrenbrecht, Präses. Auer, Jak., Mühlenbesitzer, Mitglied der Handelskammer Bachem, Robert, Verieger. Mitglied der Hannelskammer. Pralat Dr. Blank, Domkapitular. Bollig, Oekonomierat, Stadtverordneter. Dr. Bützler, Schlachthofdircktor Cader, Direktor Dech, Kaufmann, Stadtverordneter Diel, Rudolf, Kaufmann Eikan, Bankdirektor. Farwick, gewählter Oberb rgermeister von Aachen. Frank, Apotheker, Mitglied des Abgeordnetenhauses. Prof. Justizrat Gammersbach, Rechtsanwalt, Dozent an der Hand Ishochschule. Groove, Bernh., Fabrikbesitzer und Handelsrichter, von Guilleaume Max. Gch. Kommerzienrat. Gussone, Oberlandesgerichtsrat. Haack. Professor Dr. Hagen, Louis. Geh. Kommerzienrat. Stadtverordneter. Vorsitzender der Handelskammer. Hecker, gei-tl Rektor. Heimann, Alb., Kommerzienrat. Hopmann,., Fabrikbesitzer Mitglied per Handelskammer. Hülsmann, Gencraldirektor. Kaste t, Oberpfarrer. Kellner, Heinr., Rentner. Kirschbaum, Th., Kaufmann, Stadtverordneter. Knops, Religionslehrer. Protonotar Dr. Kreutzwald, Generalvikar. Krings,., Königl. Baurat Justizrat Krings,., S adtverordneter. Frings,., Fabrikbestzer, Reichstagsabgeordneter. Dr. Lausberg, Wehbischof Lin ert. Kaufmann, Stadtverordneter. Dr. Löhe, Beigeord####ter, Dezernent dr Städt. Kanfm. Fortbildungsse uien. Maus. Heinr., Fabrikbesttzer. Stadtverordneter. Michels, Ernet, Kaufmann. Justizrat Männig, Stedtverordneter. Dr. Müller, Weihbischof. Opfergelt, Pfarrer, Diözesanpräses Ringe, Joh., Staatverordneter. Rosenthal, Dir ktor der Stedt. Kaufm. Fortbildungsschulen. Schellen. Königl. Baurat. Schmitz-Valkenberg, Kaufmann, Mitglied der llandelskammer. Pr.f. Schulte, Domkapollmeister. Schumacher, I.., Kaufmann. Schumacher. Werner, Kaufmann und Handelsrichter. Msgr. Sewetzer. Genernprases Sina, Andreas, Kaufmann, Mitglied der Hand Iskammer. Dr. Steffens, Domkapttular Dr. Steinmeister, Re ierungspräsieient. Stol werck, Ludw g, Kommerzienrat, Mitgbed der Handelskammer. Msgr. Tils, Ehrendomherr und Stadtdechant. Dr. Thomé, Geb. Sanititsrat Wachtendung, los., Rechnung-rat. Wallraf, Oberbürgermeister. Weimantel. Jak., Kaufmann. Wortmann, Carl, Ziegeleibesitzer. Freitag, den 20 Oktober abends 7 Uhr die Damen „ 8„„ Herren. Ausgabe der Karten zum Vereinigte staditheater. Opernhaus: Heute, Donnerstag: Martha.— Anfang 7½ Uhr. Freitag, den 20. Oktober 1916 Königskinder. Musikmärchen in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck. Musikalische Leizung: Walier Gaer ner. Spielleitung: Dr. Willy Becher. Mitwirkende: Damen:(Gänsemagd, Achzel,(Hexe) Grimm, (Wirtstochter) Wolter.(S allma:d) Nohr; Herren:(Königssohn Winkelshoff,(Spielmann) Fenner,(Helzhacker) Gleß, (Besenbinde:) Clemens,(Ratsältester, Lindlar,(Wirt) Robert. Wolf. Oster. Anfang 7= Uhr. Ende ungefähr 1019 Uhr. Preise der Plätze: Fremdentoge, Talkon, Parkettloge 4,65 M, I. Parkett 3,60 M.— 1. Rang und I. Rang Mitte. 2. Parkeit.15 M.— 2. Rang Mitte(erste und zweite Reihe) .30 M.— 2. Rang Mitte(hintere Reihen).40 M.— 2. Rang Seite ferste Reihe).30 M.— 2. Rang Seite(hintere Reihe) und Parterre.40 M. einschl. der städt. Billettsteuer und Garderobegebühr.— Galerie 0,50 M. Gutscheine haben Gültigkeit mir einer Zuschlagszahlung. Auf die Vorverkaufsstellen(siehe tägl. Theaterzettel) wird besonders hingewiesen. Samstag, den 21. Oktober 1913— Anfang 7½3 Uhr Operette in 2 Akten von Franz Lehar Schauspielhaus: Heute, Donnerstaa: Kater Lampe. Ansang 8 Uhr. Freitag, den 20. Oktober 1313. Keine Vorstellung. Die Kasse ist vormittags von 10—1 Uhr und na##### mittags von—7 Uhr geöffnet. Samstag. den 21. Oktober 1915— Anfang 8 Uhr Die Stimme. Schauspiel in 3 Akten von Hermann Bahr. THEATER #30 SCHLDERSASSS 09 190 P2 FERNRUF 8. 9123 □ Heute und folgende Tage, abends 8¼ Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen.“ Scherzbild in 3 Akten von R. Bernauer und R. Sehanzer.* Musik von Walter Kollo u. Willy Bredschneider. Auf vielseitiges Verlangen veran E staltet die Direktion des Krone Konzert. Kölner Liederkranz. Freitag, den 20. Oktober: Probe zum Weihnachts konzert im Gürzenich. für Bässe ¼ vor 9 Uhr für. Tenöre ¼ vor 10 Uhr. Ziehung am 3. und 4. Hovember#. Deuschen Pensionsanstalt für Lehrer und Lehrerinnen 200000 Lose. 6633 Geldgewinne-M 200000 75000 30000 10000 Bar ohne Abzug zahlbar. nco 2 M überall erhältlich. LUSE S II. Postgebühr und Liste 35 Pl. Verband Kgl. Preuß. Lotterie- Einnehmer Berlin C. 2, Burgstraffe 27. Elerversandschachte.n für 60 u. 30 Eier. Mühlenbach 24. Mysterienspiel von Erich Eckert, veranstaltet vom Kath. Caritasverband Köln und dem Nath. Frauenbund, zugunsten ihrer Kriegsfürsorge-Einrichtungen noch 5malige Aufführung: am 19., 20., 21., 22 und 23. Oktober im grossen Saal der Bürgergesellschaft, abends 8 Uhr, nur Sonntags um 5 Uhr. Preise der Karten: 5,—,.—,.50 und.75 K Alleiniger Kartenverkauf: Flandrischestr. 10, Fernruf A 8948, ab 7 Uhr an der Abendkasse. Freitag, den 20. Oktober, abends 8% Uhr den letzten Gold-Tag. Zu dieser Vorstellung erhält ein jeder Besucher, welcher# ein Goldstück in Pariergeld umtauscht B R Freikarte. Für 10 M in Gold eine ll. Platzkarte 20„..„„ —„„ 12„ k 9 „ 30„„„„ Sperrsitz„ „ 40„„„ einen Logenplatz Das Gold demVaterlande Weißkohl Zentner 5,50 m. verkauft e5 Konsumgenossenschaft Eintracht in solgenden Verkaufsstellen: Thieboldsgasse 139, Sülz, Berrenratherstraße 167 Elsaßstraße 30.„ Marsiliusstraße 63 Klettenberg, Luxemburgerstraße 303 Lindenthal, Herderstraße 96. in grosser Auswahl, auch in Feldgrau. Herren=Garderoben nach mass Neumann& Cie. Anzüge, Paletots, Hosen kann ich noch zu billigen Preisen Minoritenstrasse 21A. 0“ Anzüge, Paletots. 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