RRRRRRRRRRRRRRRRRRERRRMNMRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRERRNRNRREERRRRRRRRRRRRRRNRRRRRRRRRA RRA a Bezugspreis bei u„ 5 Anzeigenbreis u Raruraerdung in unzur E Kölner K enzeigenpreis 3 * Bezugspreis bei Botenzusellung im engern Verbreitungsberirk 65 Pf. im erweiterten 70 Pf monatlich; mit dem wschentl. illustriert. Unterhaltungsblatt Weit und Zeit in Wort und Eild 10 Pf mehr. Postberng, ohne Zusteligeb. Ausgab: A mit Ceionia m.28(3 Mon.), in.50 (2mon.). M 0,75(1Mon.). Ausgabe B mit Colonia und Welt und Zeit in Wort und Bild 10 Pfmonatlich mehr. General-Auzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. einspaktige Kolonel-Zeite 8 (38 mm breit) 25 Pf, 3. S und letzte Seite 30 Pf.* für Köln 18 bzw. 22 Pf. 24 Platzvorschritten 10% Zuschl.# Reklawepreis Die 90 mm breite Kolonel- 8 Zeile 75 Pf. für Köln 50 Pf. S zweite Sette 60 Pf. 2 0 Platzvorschriften 10% Zuschl.& Offertengebühr 25 Pf. Geschäftssteilen: Marzeiten- S strasse 37 u. Breitestr. 35. ERZRRRRENN N AN R RRAAAAAA AAARAAAR RRRRRRRRRRARRAAAAAANAAAANNAA AAAAAAAAARAARAAAAAAA Nr. 190. Jernipt. Geschäftsstellen u. Redaktion Marzellenstr. 37: A 6920 bis 6928 Geschäftsstelle Breitestraße 55: A6636. 82 8 Köln, Dienstag, 11. Juli 1916 30. Jahrgang. heute 8 Seiten. Ankunft eines deutschen=Bostes in Amerika. (Eigener Drahtbericht.) d Amsterdam, 10.Juli1916. Einem Berichte aus Baltimore zufolge kam am Sonntagmorgen früh ein deutsches Unterseeboot dort an. Es war während 30 Stunden von englischen und französischen Kreuzern bis zu den Territorial= gewässern verfolgt worden. WTB London, 10.Juli1917.(Drahtber. Reuter.) Die Blätter veröffentlichen ein Telegramm aus New York, in dem gemeldet wird, daß ein deutsches Unterseebot mit einer wertvollen Ladung Farbstoffe in Baltimore angekommen ist. 20 Meilen von der Küste wurde das Unterseebot von britischen und französischen Kreuzern verfolgt, wodurch seine Ankunft um vier Tage verzögert wurde. *** T Ein deutsches-Boot in einem amerikanischen Hafen, eine in technischer Hinsicht so hervorragende Leistung, wie sie bis jetzt noch nicht erreicht worden ist. Wenn man sich entsinnt, welches Aufsehen die Ankunft unserer-Boote vor den Dardanellen in der ganzen Welt, namentlich in England, gemacht hat, so kann man sich ungefähr vorstellen, welchen gewaltigen Eindruck die Ankunft eines unserer herrlichen-Boote in einem amerikanischen Hafen auf dem gesamten Erdenrund wecken wird. Eine technische Wunderleistung, wie sie keine Marine der Welt, die über=Boote verfügt, auch nur annähernd aufweisen kann. Um sie zu würdigen, sei daran erinnert, daß unsere schnellen Amerikadampfer, um von Bremen nach New York zu gelangen, volle sieben Tage brauchen. Das deutsche=Boot und der deutsche Seemann in der Welt voran! Der Eindruck in den Vereinigten Staaten wird sicherlich wieder überwältigend sein. Ganz Amerika war starr vor Staunen, als in Newport News der englische Dampfer Appam, der eine Beute der Möwe geworden war und unter Leutnant Berg nach einem amerikanischen Hafen gesandt wurde, unter der deutschen Kriegsflagge einlief; noch größer wird das Stannen sein, wenn ein deutsches Kriegsschiff in den amerikanischen Gewässern seine Flagge stolz im Winde flattern läßt. Hatte schon die deutsche Prise Appam den Vereinigten Staaten und insonderheit seinem Präsidenten Wilson zu Ge müte geführt, wie es in Wahrheit um Englands„Seeherrschaft“ bestellt ist, so wird den auf England schwörenden Elementen zum zweiten Male bewiesen, daß die englische Blockade keine effektive und daher völkerrechtswidrig ist. Wäre es nicht endlich an Prasident Wilson daraus die notwendigen Folgerunge zu ziehen? *** Unterseeverkehr Deutschland=Amerika in Sicht. d Amsterdam, 11.J0|11916.(Eigener Drahtbericht der Kölnischen Volkszeitung.) Die Ankunft des deutschen Unterseebootes Deutschland machte großen Eindruck in Amerika. Das Staatsepartement soll veranlaßt werden(von wem?), zu untersuchen, oo das=Boot ein Handelsschiff ist oder nicht. Graf Bernstorff versichert, daß es ein vom Norddeutschen Lloy gesandtes Handelsschiff sei. Auch wird versichert, die amerikanische Regierung habe seit einigen Wochen die Ankunft des =Bootes erwartet. Dasselbe soll Blättermeldungen zufolge von Kiel abgegangen und 4180 Meilen, davon 1800 unter Wasser, gefahren sein. Der Kapitän erklärte, andere =Boote würden kommen, um einen regelmäßigen Dienst Deutschland=Amerika einzurichten. Die Offiziere des=Bootes leugnen, daß das Boot einer Verfolgung ausgesetzt gewesen sei. WTB Baltimore, 10.Juli1916.(Drahtber. Reuter.) Das hier angekommene deutsche Unterseebot namens Deutschlank erhebt Anspruch darauf, ein unbewaffnetes Handelsschiff zu sein, das Frachten führt. Seine Ladung ist an Schuhmacher& Co. in Baltimore konsigniert. Sie besteht aus Farbstoffen und Medizinen. Lake, der Kassierer der Lake Torpedo=Comp. in Bridgeport(Connecticut) erklärt, er beabsichtige einen Protest gegen die Deutschland anzustrengen, da sie das Patent der LakeComp. verletzt habe. Die Offiziere der Deutschland stellen in Abrede, daß das Unterseeboot von feindlichen Kriegsschiffen verfolgt worden sei und erklären, daß sie weder britische noch französische Kriegsschiffe gesehen haben. Ein Küstenschutzkutter folgte der Deutschland auf ihrer Fahrt nach Chesapeake=Bai. Der Grund hierfür wurde nicht angegeben. Aber es verlautet, daß das-Boot unter Aufsicht bleiben soll. Die Firma Schuhmacher ist Agent des Norddeutschen Lloyd. * Berlin, 11.Juli1916.(Drahtber.) Die Vossische Zeitung bringt zur Ueberfahrt des deutschen Frachtenunterseebootes u. a. noch folgende Einzelheiten: Im#erost des letzten Jahres ist in Bremen auf Veranlassung von Herrn Otto Lohmann, damaligen Präsidenten der Bremer Handelskammer, eine besondere Reederei gegründet worden, die den Verkehr mit Handelstauchbooten mit Uebersee aufnehmen sollte. In das Handelsregister von Bremen wurde am 8. November 1915 eingetragen:„Deutsche Ozeanreederei G. m. b.., Bremen“, gegründet durch den Norddeutschen Lloyd, die Deutsche Bank und Herrn Alfred Lohmann. Wie wir hören, sind verschiedene Unterseeboote im Bau. Die beiden ersten, die Deutschland und Bremen, schwimmen bereits auf dem Ozean. Die Größe der Boote beträgt etwa 2000 Tonnen. Die Erbauerin der Deutschland ist die Germania=Werft in Kiel, der Führer der Deutschland ist Kapitän König. TU Haag, 10.Juli1916.(Drahtb.) Die Morning Post meldet aus Washington: In einem großen halbseitigen Inserat der Transatlantischen Trust=Gesellschaft wird die Ankunft eines deutschen Unterseebootes auf der Reede von Baltimore bekannt gemacht. Mittels des Unterseebotes können Geld und Korrespondenzen au sicherem Wege ohne Gefahr britischer Uebergriffe nach Deutschland zurückgesandt werden. Der osterreichische Generalkonsul in New York, der einer der Mitdirektoren der Trust Gesellschaft ist, hat das Inscrat mitunterzeichnet. Ländern bereits besteht. Außer der Deutschland soll bereits ein zweites großes=Boot, die Bremen, unterwegs sein, und schon spricht man davon, daß ein ständiger Verkehr mit Amerika durch diese neuen Unterseekauffahrteisch ffe un erralten werden soll Wir zweifeln auch gar nicht daran, daß, nachdem der erste Versuch so glänzend gelungen ist, weitere folgen werden. Deröffnet Perspektiven, die gegenwärtig noch gar nicht in ihrer vollen Tragweite ein eschötzt werden können. Hat die englisch otte die deutsche Hanreisflotte auch von der Oberflache des Neeres vertrieben, io kann sie doch nicht verhindern, daß künfti. Swiffe der deutschen Hand.lsflotte unter der Oberflache des Meeres, unter den Hochstraßen der See, ihrem friedlichen Gewerbe nachgehen. Die Ankunft des deutschen Unterseekauffahrteischiffes in Baltimore erfolgt zu einer Zeit, wo es England für angemessen gehalten hat, die Londoner Secrechtsdeklaration auch in ihren kärgli hen Fetzen über Bord zu werfen und nur das an eren Stelle zu setzen, was englischer Egoismus und Frutalität für seine Zwecke für ersprießlich hielt. Die neue Unterseeverbindung zwischen den deutschen und amerikanischen Häfen wird all das von Amerika herüberschaffen, was wir vielleicht nicht unvedingt nötig haben, was uns aber das Durchhalten wesentlich erleichtert. England kann dann ruhig fortfahren mit seinem Druck auf die uns benachbarten neutralen Länder, kann sie weiter in den Schraubstock stecken oder ihnen Daumschrauben anlegen, seine Abschnürung der Zufuhren nach Deutschland von diesen neutralen Ländern aus kann uns hoffentlich bald gleichgültig sein. Deutsches Genie, deutsche Technik und deutscher Seemannsgeist spottet der britischen Blockade. Die deutsche Handelsflagge weht wieder auf dem Atlantischen Lzean, und in den amerikanischen Häfen sind die deutschen Farben wieder vertreten. Auch im Auslande wird man es verstehen, wenn stolzes Hochgefüh' ob dieser technischen und seemännischen Wunderleistung unsere Brust schwellt. Wie kläglich und unendlich kleinlich sind doch die Nadelstiche, die bereits von englischer Seite einsetzen. Da kommt nach dem Reuterschen Bureau bereits ein Kassierer der Lake Torpedo Co. in Bridgeport, Lake heißt diese Berühmtheit, und beabsichtigt(!) einen Prozeß gegen die Deutschland anzustrengen, da sie die Patente dieses Lake verletzt habe. Mit dieser erschütternden Nachricht noch nicht genug, das neue deutsche Kauffahrteischiff soll auch unter Aufsicht bleiben, es soll eine Interpellation beim Staatsdepartement eingereicht werden und eine tiefgründige Untersuchung angestellt werden, ob die neue Deutschland, die gar keine Waffen führt, und auf der kein Angehöriger der deutschen Marine Dienst tut, ein Kriegsschiff ist oder nicht. Nichts kennzeichnet deutlicher als diese Mätzchen die grenzenlose Verlegenheit der Engländer und der Englandschwärmer in Amerika. Die neue, überall staunenerregende Leistung der deutschen Schiffsbautechnik leitet eine neue Aera der Ueberseeschiffahrt ein, die in Kriegszeiten von umstürzender Bedeutung ist und sich über jegliche Blockade, nicht nur der auf dem Papier stehenden englischen, hinwegsetzt (s) Italienische Bewunderung für die AmerikaFahrt des deutschen=Bootes. (Eigener Drahtbericht.) 2 Aus der Schweiz, 11.Juli1916. Die italientsche Presse gibt in längeren Beschreibungen ihrer Bewunderung Ausdruck über die glänzende Reise des Unterseebootes Deutschland nach Nordamerika. Deutsches Während dieses ganzen Krieges haben die deutschen Heere noch stets, abgesehen von dem kurzen Balkaufeldzug im Sommer 1915, mit einer Uebermacht zu kämpfen gehabt. Wenn auch zuverlässige amtliche Ziffern über die Stärke der in den großen Schlachten des Krieges mit einander ringenden Heere noch nicht bekannt geworden sind, so ist die zahlenmäßige Ueberlegenheit der Heere der Entente doch eine Tatsache, die bei beiden Teilen feststeht, auf die sich die Ententepresse ja auch immer wieder berufen hat, um den„mathematischen“ Nachweis der schlechthinnigen Ueberlegenheit und der Unfehlbarkeit des eigenen Endsieges zu erbringen. Und trotz dieser zahlenmäßigen Ueberlegenheit hat der deutsche Soldat, wo auch immer er zum Waffengang antrat, dem Gegner den Meister gezeigt. Auf allen Schlachtfeldern Europas hat er seine Trophäen aufgepflanzt und den Ruhm heutscher Soldatentüchtigkeit für alle Zeiten fest begründet. Nie aber hat sich im bisherigen Verlaufe des Krieges das Heldentum, die Zähigkeit, der Todesmut, die unüberwindliche Standhaftigkeit der deutschen Truppen glänzender bewährt, als in diesen Tagen, wo von allen Seiten seit Monaten und Jahren angesammelte Riesenkräfte gegen sie losstürmen. Deutsche Truppen halten die ganze Westfront, deutsche Soldaten stehen von den Pripjetsümpfen bis zur Ostsee, deutsche Truppenverbände kämpfen in Wolhynien und in Galizien. Allenthalben stehen sie wie ein Turm in der Schlacht; die Wogen der anstürmenden Heeresmassen umbranden den Turm, aber sein Mauerwerk vermögen sie nicht zu zerstören. Was die Söhne unseres Volkes insbesondere auf der großen Walstatt an der Somme an heldenhafter Größe, an sittlicher Kraft bekunden, das kann man nur mit heißer Dankbarkeit empfinden; Worte sind zu schwach, um solchen Leistungen gerecht zu werden. Die warmen Untertöne in den deutschen Heeresberichten der beiden letzten Tage sind, wie wir schon hervorgehoben haben, etwas ganz Ungewohntes, das darum wohl beachtet und gewürdigt werden will. Darin liegt die Mahnung: Deutsches Volk, übersieh auch jetzt, nach fast zwei Jahren Krieg, die dir so viele Beweise des Heldenmutes deiner Söhne gebracht haben, nicht die besondere Größe dieses Augenblickes, laß dich durchdringen von der Bewunderung für den Opfermut, den diese deine Söhne jetzt in der fürchterlichsten Schlacht des Krieges bekunden. Nimm es nicht als etwas Selbstverständliches hin, daß auch in diesem gewaltigen Ringen, dank der deutschen Soldatentüchtigkeit der Sieg sich an unsere Fahnen heften muß. Merke wohl auf das Hohe Lied, das auch der Feind unseren Soldaten singt, die sterben, sich aber nicht ergeben. Hoch klingt das Lied... Rötner Local-Ainzeiser Nr. 190 4 Dienstag, 11. Jul) 1916 Soffe 2. Der deutsche Tagesbericht. WTB Großes Hauptquartier, 10.Juli1916. (Drahtbericht.) Westlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits der Somme dauert der schwere Kampffort. Immer wieder schicken unsere tapferen Truppen den Angreifer in seine Sturmstellungen zurück, und wo sie seinen sich dicht auffolgenden Angriffswellen vorübergehend Raum geben mußten, haben sie ihn durch raschen Gegenstoß wieder geworfen; so wurden das Wäldchen von Trönes den dort eingedrungenen Eugländern, das Gehöft La Maisonette und das Dorf Barleux den Franzosen im Sturm wieder entrissen, und gegen den Feind in Hardecourt vorgearbeitet. Um Ovillers wird ununterbrochen Mann gegen Mann gekämpft. Im Dorfe Biaches haben die Franzosen Fuß gefaßt, zwischen Barleur und Belloy sind ihre vielfachen Angriffe unter den größten Verlusten restlos zusammengebrochen, weiter westlich hinderte unser Sperrfener sie am Verlassen ihrer Gräben. Zwischen dem Meere und der Ancre, im Gebiet der Aisne, in der Champagne und östlich der Maas frischten die Feuerkämpfe zeitweise auf, zu Infanterietätigkeit kam es westlich von Warneton, östlich von Armentières, in der Gegend von Tahure und am Westrande der Argonnen, wo vorstoßende französische Abteilungen abgewiesen wurden. Bei Hulluch, bei Civenchy und bei Vauquois sprengten wir mit gutem Erfolge. *** Der Flugdienst war beiderseits sehr rege. Unsere Flieger haben fünf feindliche Flugzeuge(1 bei Nieuport=Bad, 2 bei Cambrai, 2 bei Bapaume) und 2 Fesselballons(je einen an der Somme und an der Maas) abgeschossen. Die Oberleutuants Walz und Gerlich haben ihren vierten, Leutnant Letters seinen fünften, Leutnant Parschau seinen achten Gegner außer Gesecht gesetzt. Dem letzteren hat Seine Majestät der Kaiser für seine hervorragenden Leistungen den Orden ’our lemérite verliehen. Oestlicher Kriegsschauplatz. I S Wa AL a m Auf dem nördlichen Teile der Frout hat sich, abgesehen von einen vergeblichen russischen Augriff in Gegend von Skrofowa (östlich von Gorodischtsche) nichts wesentliches ereignet. Heeresgruppe des Venerals von Linsingen Der gegen die Stochodlinie vorfühlende Feind wurde überall abgewiesen: ebenso scheiterten seine Vorstöße westlich und nordwestlich von Luck. Deutsche Flugzeuggeschwader griffen feindliche Unterkünfte östlich des Stochods erfolgreich an. Armee des Generals Grafen von Bothmer Patrouillentätigkeit und erfolgreiche Gefechte im Vorgelände. Balban=Kriegsschauplatz. Unsere Vorposten südlich des Dojran=Sees schlugen feindliche Abteilungen durch Feuer ab. Oberste Heeresleitung. * Schwere Verluste der Italiener.— Fünf englische Ueberwachungsdampfer vernichtet. Der österreichisch=ungarische Tagesbericht. WB Wien, 10.Juli1916.(Drahtber.) Amtlich wird verleutbart: Russischer Kriegsschauplatz. , RTE,ge L L Der gestrige Tag war verhältnismäßig ruhig. Vereinzelte Vorstöße des Feindes wurden abgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz. KLAM S An der Isonzofront beschränkte sich die Gefechtstätigkeit auf Artilleriefeuer und Luftkämpfe. Unsere Seeflugengewarfen auf die Adriawerke neuerdings Bomben. Zwischen Breuta und Etsch wurde an mehreren Stellen erbittert gekämpft. Gegen unsere Linien südöstlich der Cima Dieci führten starke Alpinikräfte mehrere Angriffe, die von Abteilungen unserer Insanterieregimenter Nr. 17 und 70 unter den schwersten Verlusten des Feindes abgeschlagen wurden. Ueber 800 tote Italiener liegen vor unseren Grüben. In der Nacht scheiterte ein seindlicher Vorstoß im Raume des Monte Interotto. Im Abschnitt östlich des Brandtales griffen Alpini das Val Morbia und deu Monte Corno an. Sie gelangten auch in den Besitz des Berges und verloren ihn wieder dank dem Gegenaugriff unserer tapferen Tiroler Landesschützen, denen sich hier 455 Italiener ergaben. Ereignisse zur See. ERTRREL L.., En. 4A 6 Bei Tagesanbruch traf unser Kreuzer Novara in der Otrantostraße auf eine Gruppe von vier— oder wie alle dabei gemachten Gefangenen übereinstimmend angeben— fünf armierten englischen Ueberwachungsdampfern und zerstörte alle durch Gesmützfeuer. Alle Dampfer sanken brennend, davou drei nach Explosion der Kessel. Von den Bemannungen konnte die Nevara nur neun Engläuder retten. Tur Kriegslage. □ Berlin, 10.Juli1916. (Eigener Drahtbericht.) Während bei Verdun die Franzosen seit ihren schweren Verlusten am 8. Juli ihre Angriffe nicht mehr wiederholten, nehmen die Kämpfe nördlich und südlich der Somme mit unverminderter Heftigkeit ihren Fortgang. Trotz des ungeheuren Einsatzes von Menschen und Material gelingt es dem Feinde nicht, irgend einen Erfolg von Bedeutung zu erringen. Kleiner Geländegewinn an der einen Stelle wird durch das Vordringen unserer Truppen anderwärts wieder wettgemacht. Aber meistens brechen die mit ungeheurer Wucht geführten Angriffe in unserem Sperrfeuer zusammen, so bei Belloy, bei Estrées und am Ancrebach. Im Westen kann die Lage nach wie vor als durchaus günstig für uns bezeichnet werden. Im Osten sind die Kämpfe bei der Armee Woyrsch noch nicht abgeschlossen. Bis jetzt gelang es den Russen nicht, Erfolge zu erzielen. Ihre Verluste sind ungeheuer stark. Die Zurücknahme unserer Truppen hinter den Stochod, die sich in voller Ordnung zurückzogen, hat unsere Lage wesentlich gebessert. Bei der Südarmee und bei Kolomea erwartet man neue feindliche Angriffe. (9) Fliegerangriff auf die englische Ostküste. (Eigener Drahtbericht.) XX Von der Westgrenze, 11.Juli1916. Reuter meldet unterm 10. Juli: In der vergangenen Nacht sind feindliche Flugzeuge über der Ostküste von England erschienen. Sie haben etwa sünf Bomben abgeworfen; über den angerichteten Schaden ist noch nichts bekannt geworden. Die Flugzeuge wurden von den Abwehrkanonen heftig beschossen. WTB London, 10.Juli! 916.(Drahtbericht. Amtlich.) Der mitternächtliche Angriff auf Südostkent wurde von einem einzigen Flugzeug ausgeführt. Es wurden sieben Bomben abgeworfen, die außer einigen zerbrochenen Fensterscheiben keinen Schaden anrichteten. Die Kriegführenden und die Neutralen. Ein neues englisches Ansinnen an TU Amsterdam, 10.Juli1910.(Drahtber.) Wie aus dem Haag gemeldet wird, hat die englische Gesandtschaft im Haag von der holläudischen Regierung gefordert, daß die gesamte holländische Ausfuhr von Manufakturwaren nach neutralen Ländern verboten werden soll. Würde dieser Forderung nicht nachgekommen, so werde keine Baumwolle mehr von England nach Holland durchgelassen. Das Bekanntwerden dieser neuen Vergewaltigung des holländischen Handels hat in den interessierten Kreisen starke Entrüstung hervorgerufen. Heute mittag werden die Vertreter der interessierten Handelskammern in Zutphen zu einer Beratung zusammentreten. * Der Krieg im Orient. Der amtliche türkische Bericht. WTB Konstantinopel, 10.Juli1910.(Drahtber.) Berch vom Sonntag. An der Jrakfront und in Persien keine Veränderung. An der Kaukasusfront auf dem rechten Flügel nichts von Bedeutung, abgesehen von Scharmützeln zwischen Aufklärungsabteilungen. Ein feindlicher Angriff gegen den Abschnitt im Zentrum wurde unter großen Verlusten für die Russen zurückgeschlagen. Wir machten 35 Gefangene. Auf dem linken Flügel wurden schwache feindliche Angriffe völlig abgeschlagen. Sonst nichts zu melden. 4 Vermischte Kriegsnachrichten. TU Amsterdam, 10.Juli1910.(Drahtber.) Aus London wird gemeldet, daß der Befehlshaber des englischen Geschwaders in der Sudabai[Kreta] um die Entfernung des Stabes des dortigen deutschen Konsulates ersucht habe. Sir Roger Casemnents Verteidigungsrede. Aus der Schlußansprache, die Casement vor seinen Richter gehalten hat, seien nach dem Bericht der Times vom 30. Juni noch folgende Sätze hervorgehoben: Die englische Herrschaft in Irland ruht nicht auf dem Willen des irischen Volkes, sie ist nicht aus dem Recht abgeleitet, sondern aus der Eroberung. Aber die Eroberung gibt keinen Rechtsanspruch. Wenn sie über den Leib Macht hat, so hat sie keine Gewalt über den Geist. Von dem Gesetz der Eroberung appelliere ich an das Urteil meiner eigenen Landsleute. Irland hat das Scheitern aller seiner Hoffnungen überlebt, und dennoch hofft es weiter. Irland hat gesehen, wie seine Söhne und Töchter vo Generation zu Generation gelitten haben, stets für dieselbe Sache. wie sie stets dasselbe Schicksal getroffen hat und stets aus der Hand derselben Macht. Dennoch ist jedesmal eine neue Generation gekommen, die derselben Unterdrückung widerstanden hat. Wenn England allmächtig ist und seine Macht, wie Gladstone es aus gedrückt hat, bis an die Enden der Welt reicht, so reicht die Hoffnung Irlands noch weiter. Irlands Sache ist die edelste Sach für die je Menschen lebten und gestorben sind. Und wenn i heute hier stehe um dieser Sache willen, so befinde ich mich in guter Gesellschaft. Es wird uns gesagt, daß die Iren, wenn si zu tausenden, nicht für Irland, sondern für Flandern, für Bel gien für ein Stück Sandwüste in Mesopotamien, für einen Felsen auf Gallipoli sterben, damit die Selbstregierung für Irland gewinnen. Aber wenn sie es wagen, ihr Leben auf heimischem Boden zu opfern; wenn sie auch nur zu träumen wagen, daß die Freiheit nur daheim gewonnen werden kann durch Männer, die entschlossen sind, dort für sie zu kämpfen, dann sollen sie Verrater ihres Vaterlandes sein! Wo alle unsere Rechte nu ein angehäuftes Unrecht sind, wo wir um Erlaubn betteln müssen, in unserem eigenen Lande existieren und unser eigenen Gedanken denken zu dürfen, unsere eigenen Lieder singen und die Frucht unserer eigenen Arbeit ernten zu dürfen, da ist es tapferer und wahrer, ein Rebell zu sein, als solche Zustände als natürliches Los hinzunehmen. Ehrentasel. Einzelschilderungen von Heldentaten deutscher Soldaten. Eine kühne Patrouille. Am 18. Januar 1916 erhielt der Unteroffizier der Reserve Karl Sydekum aus Schlewecke, Kr. Gandersheim, von der 1. Komp. Res.=.=R. 73, von seinem Zugführer den Auftrag, die Lage der vor der Kompagnie liegenden feindlichen Stellung festzustellen. Am andern Morgen bei Tagesanbruch machte sich Sydekum mir zwei Leuten seiner Gruppe, dem Musketier Johann Halft aus Müllenacker, Kr. Siegburg, und Musketier Wilhelm Kasper aus Freiwaldau, Kr. Sagan, auf den Weg. Sie fchlichen, gedeckt durch Dornengestrüpp und hohes Gras, bis auf 10 Meter an den feindlichen Graben heran und zeichneten in aller Ruhe die französische Stellung auf. Da sie unbemerkt geblieben waren, schlichen sie an einen der Unterstände näher heran und hörten die Franzosen sprechen. Kurz entschlossen zog Unteroffizier Sydekum mehrere Handgranaten ab und schleuderte sie gegen den feindlichen Unterstand. Dann zogen sich die drei zurück und ekreichten unversehrt die Kompagnie. Unteroffizier Sydekum erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Drei unerschrockene Gefreite. Am 1. April lag die Stellung der 6. Kompagnie 9. Rhein. .=R. 160 im heftigen Artillerie= und Minenfeuer des Gegners. Plötzlich wurde das Feuer auf die rückwärtigen Gräben verlegt. und die französische Infanterie ging zum Angriff vor. In einem weit vorgeschobenen Sappenkopf standen die Gefreiten Brambach aus Beuel, Kr. Bonn, Derkum aus Bonn, und Weinberger aus Bonn auf Leitern und warfen eine Handgranale nach der andern in den Feind. Mehrmals gelang es den Franzosen, bis zur Sappe vorzudringen, aber jedesmal mußten sie vor der verheerenden Wirkung der wohlgezielten Handgranaten weichen. Mit unerschütterlicher Ruhe standen die drei Gefreiten im feindlichen Infanteriefeuer und schleuderten ihre todbringenden Geschosse. Von den zum Sturm vorgegangenen Franzosen konnten sich nur wenige in den eigenen Graben retten; die anderen lagen tot oder verwundet vor dem Sappenkopf. Kölner Lecal-Auzeiger Nr. 190 4 Dienstag, 11. Juli 1913 Seite 3. vom Lebensmittelmarkt. Kartoffeln und Kartoffelersatz in der dritten Versorgungswoche. * Es werden abgegeben: Kartoffel 2½ Pfund alte zum Preise von zusammen 12 Pfg. und- 3 Pfund neue Kartoffeln zum Preise von 12 Pfg. das Pfund Brot 250 Gramm oder 200 Gramm Mehl Maisgrieß! Pfund für 8 Pfg.: Leberwurst ¼. Pfund für 50 Pfg. Schwerarbeiter erhalten ein weiteres Viertelpfund Leberwurst. Die Abgabe erfolgt gegen die Kartoffelmarken mit der großen blauen Nummer 3 und zwar sind bestimmt: Kartoffelmarke mit der kleinen Nummer 1 für 2½ Pfd. alte Kartoffeln, für Nummer 2 für 3 Pfd. neue Kartoffeln, 3 für 250 Gramm Brot oder 200 Gramm Mehl, 4 für Wurst, 5 für 14 Pfd. Maisgrieß, Nr. 6 fällt aus, 7 für ¼ Pfd. Zusatzwurst für Schwerarbeiter. Bei Abgabe von Zusatzwurst für Schwerarbeiter ist die ZusatzBrotkarte vorzulegen, auf deren Rückseite die gekaufte Menge mit Tatum eingetragen wird. □ Der Hauptmarkt zeigte heute ein eigenartiges Geprage. Wer bei Eröffnung des Marktes die Unmengen Obst überschaute, mußte sich sagen, daß ünbedingt ein Ueberstand verbleiben mußte oder daß die Preise bei diesem Riesenangebot erheblich fallen würden. Keines von beiden ist eingetreten. Es wurden dieselben hohen Preise gefragt wie in letzter Woche, und anfangs hielten sich die Käufer sehr zurück. Erst als die Produzenten wie nach einer stillschweigenden Vereinbarung auf den geforderten Preisen bestanden und nur hier und da eine Preisherabsetzung eintreten ließen, setzte ein lebhafter Umsatz ein. Eine solche Fülle von Obst ist seit Jahren nicht mehr am Markte gewesen, ein Beweis, daß die diesjährige Ernte überaus reichhaltig ist. In Kirschen war allerdings ein kleiner Preisrückschlag zu verzeichnen. Allenthalben wurden 40 Pig. das Pfund im Korb bezahlt. Der Waldbeermarkt war überfüllt, aber trotzdem hielt sich der Preis auf 45 Pfg. im Korb. In früheren Jahren, bei weniger guten Ernten, zahlte man dafür 20—25 Pfg. das Pfund. Hunderte Körbe Johannistrauben wurden zu 35 Pfg. das Pfund avgesetzt. Erdbeeren gehen zur Neige; die Zufuhren waren verhälinismäßig gering. Der Preis betrug 50—55 Pfg. Stachelbeeren tosteten durchweg 35 bis 40 Pfg. Für die ersten rheinischen Pfirsiche wurden im Korb 70 Pfg. das Pfund bezahlt. Auch neue Aepfel und Birnen, Pflaumen und Reinetlauden waren am Markt; hier wurden allerdings noch Phantasiepreise bezahlt. Die Zufuhren an Gemüse, die auch reichlich waren, kamen bei der großen Menge Obst nicht so recht zur Geltung. Die Stadtverwaltung Köln hatte Spitzkappus, dicke Bohnen und Erbsen zum Verkauf gestellt: um 7 Uhr war bereits alles ausberkauft. Die Bohnenzeit kündigte sich heute durch die ersten Vorboten an Verschiedene Körbe mit Strauch= und Wachsbohnen, die mit 60 und 65 Pfg. das Pfund bezahlt wurden, fanden willige Abnehmer. Auch in Bohnen steht eine reiche Ernte in Aussicht; hoffentlich werden für dieses nahrhafte Gemüse rechtzeitig Richtpreise festgesetzt, die auch dem kleineren Manne den Ankauf ermöglichen. Große Mengen dicke Bohnen wurden zu 12 Pfg. im großen abgesetzt. Heute war auch Endiviensalat zu haben. Auf dem Heumarkt waren mächtige Posten Salat, Erbsen, Möhren, Kohlrabi und die ersten Einmachgurken eingeführt. Die Ausfuhr dieser Waren in Originalpackung war statthaft. Gegen 8 Uhr war der Markt ziemlich geräumt.0 □) Preissteigerung der Waldbeeren. Die Waldbeerenernte hat begonnen, und gleichzeitig setzt damit auch die übliche unmotivierte Preissteigerung ein; während anfangs der Woche das Pfund mit 50 Pfg. auf dem Kölner Markt bezahlt wurde, stieg der Preis bis Ende der Woche trotz vermehrter Zufuhr auf 80 Pfg. Im Kreise Gummersbach wurde zwar eine Verkaufsregelung versucht. Wir entnehmen darüber dem Gen.Anz. für Elberfeld=Barmen: Auf Anordnung des Landrats Dr. Hartmann fällt der Aufkauf von Waldbeeren zum Zwecke des Wiederverkaufs unter die Verordnung betreffend das Aufkaufen von Lebensmitteln. Danach bedarf derjenige, der im Kreise Gummersbach Waldbeeren zum Zwecke des Wiederverkaufs aufkaufen will, einer von dem Landratsamte auszufüllenden Ausweiskarte, die er bei der Ausübung seines Gewerbes bei sich führen und jedem zuständigen Beamten auf Verlangen vorzeigen muß. Die Ausstellung der Ausweiskarte ist bei demjenigen Bürgermeisteramte zu beantragen, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz hat oder den Ankauf vornehmen will. Ausweiskarten werden in der Regel nur an solche Personen ausgestellt, die im Kreise Gummersbach ihren Wohnsitz und bereits vor dem 1. Januar 1915 den Aufkauf von Waldbeeren gewerbsmäßig betrieben haben Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 M. bestraft Es muß bezweifelt werden, ob diese Verfügung des Landratsamtes nicht schon zu spät kommt, wie manche der wirtschaftlichen Anordnungen. Im Kreise Wipperfürth ist der Preis für Waldbeeren an Ort und Stelle sprunghaft emporgeschnellt. Und zwar waren es hier, wie schon in vielen anderen Fällen, wo nachträglich auf die profitsüchtige Landbevölkerung gescholten wurde, gerade städtische Aufkäufer, die den Preis durch Ueberbieten auftrieben. Vor wenoch 25 Pfg. für nigen Tagen wurden dort von den Sammlern das Pfund als genügendes Entgelt angesehen. Die Händler aus der= Stadt boten aber 40 Pfg. und mehr, um sich gegenseitig die Ware abzutreiben. Billige und doch gute Fische. Eine auswärtige Fischzroßhandlung hatte an die Stadt Köln vier Waggon frische Seeische gesandt, die, weil nicht bestellt, verweigert wurden, worauf elegraphische Antwort einlief, man möge sie auf Rechnung und befahr des Absenders verkaufen. Hafeninspektor Lück hatte den luftrag erhalten, die Fischmengen(es waren 28 175 Kilo) sachemaß unterzubringen und vor dem Verderben zu schützen. Dies ist gelungen. Die Fische wurden in die Kühlräume der Alteburger Bierbrauerei geschafft und auf Eis gelegt. Der Verkauf konnte beginnen, aber wegen der hohen Preise war der Absatz verhältnismäßig gering. Montagmorgen wurden jedoch die Preise herabgesetzt und Knurrhähne, Schellfische und Makrelen kosteten nur 10 Pfg das Pfund. Schollen 30 Pfg., Seehechte und Seelachs 35 Pfg Kabeljau 40 Pfg. und Steinbutt 1,50 M. das Pfd. Das verursachte eine wahre Völkerwanderung zur Alteburg. An drei Stellen wurde ohne Pause verkauft. So kam ein großer Teil unserer Bevölkerung zu billigem Fisch, und Klagen über die Güte sind nicht laut geworden. 0 Vom Markensystem. Immer mehr bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß das Marken system zu geordneteren Verhältnissen führt. Bäcker und Metzger brauchen nicht mehr peinlich nachzurechnen, ob der Kauflustige noch Anrecht auf Brot und Fleisch hat. Wer Karten vorzeigt, ist kaufberechtigt und unsere Gerichte werden sich in Zukunft nur noch wenig mit Brot= und Fleischsünder zu befassen haben. Fleischund Brotknappheit kennt man nicht mehr. Sowohl in den Fleischerläden als in den Brotverkaufsstellen ist stets Ware genügend vorhanden und heute braucht man nicht mehr stundenlang auf der Straße zu stehen, wenn man sich Brot oder Fleisch beschaffen will. Immerhin könnte man aus diesem Umstand folgern, daß früher viel Ware ohne Brotbuch abgegegeben worden sei. Auf Grund der gesammelten Marken wurden den Kölner Metzgermeistern in letzter Woche 746 Biertel Großvieh, 344 Kälber, 336 Schweine und 260 Schafe, den Metzgern in Mülheim 160 Viertel Großvieh, 45 Kälber, 72 Schweine und 45 Schafe, serner den Kalker Mengern 120 Viertel Großvieh, 34 Kalber, 56 Schweine und 33 Schafe von der Stadt ausgehändigt. Die Wurstfabrikation ist eingeschränkt worden, weil die Nachfrage geringer geworden ist, denn der Bürger kauft sich für seine Marken lieber Fleisch als Wurst. Dies trifft namentlich bei der gewöhnlichen billigen Wurst zu. Hier müßte eigentlich eine Aenderung in irgend einer Form vorgenommen werden, daß die Wurst nur zum Teil auf die Marken angerechnet wird oder daß besondere Wurstmarken eingeführt werden. Gestern morgen, bei der Verabreichung des Fleisches für die Metzger, konnte man allenthalben zufriedene Gesichter sehen. Es mangelt nur an Speck, Lünte und Schmalz. Diese Waren werden von der Stadt sorgsam aufgestapelt, um damit im Falle der Not dienen zu können. 0 Die verschiedenen Markengattungen. Die den Anstalten, Wirtschaftsbetrieben, Gasthöfen usw. neben den gewöhnlichen Warenmarken von der Wirtschaftsabteilung zum Bezuge der Waren übergebenen Marken lauten über größere Mengen, als die Marken der Privatpersonen. Zum Beispiel gilt die Brotmarke der Privatpersonen für 250 Gramm Brot, während die Wirtschaftsbrotmarke auf fünf Kilogramm lautet. Die Fleischmarke der Anstalten usw. lautet über 500 Gramm, während die kleine Fleischmarke für 50 Gramm gilt. Die Marken der Anstalten und der Wirtschaftsbetriebe stellen somit in allen Fällen ein Vielfaches der gewöhnlichen Marken dar. Auch entspricht ihre Größe der Gesamtgröße der ihrem Werte entsprechenden Anzahl kleiner Marken. Die Brotmarke für Anstalten usw. über fünf Kilogramm ist somit 20 mal, die Fleischmarke 10 mal so groß, als die gewöhnliche Brot marke bzw. Fleischmarke. Deshalb können die Wirtschaftsmarken ohne weiteres mit kleinen Marken zusammen auf die Auftlebebogen aufgeklebt werden, sodaß die mit großen und kleinen Marken vollgeklebten Bogen über dieselben Mengen lauten, wie die nur mit kleinen Marken beklebten Bogen. Sämtliche Lebensmittelgeschäfte, Groß= und Kleinhändler müssen Waren gegen Einziehung der Wirtschaftsmarken verabfolgen. Dagegen sollen die Wirtschaftsmarken für Butter und Fett nur bei den Firmen: Creutz, Lintgasse—8, Gebr. Paas, Vogteistraße 26 und Hubert Esser, Chlodwigplatz 20 zur Vorlage gelangen, da diese Geschäfte größere Vorräte haben. C Die Gewerbetreibenden werden darauf aufmerksam gemacht, daß nach den Anweisungen für Großhändler, Kleinhändler, Konsumgenossenschaften, Metzger, Bäcker usw. die sogenannten Wirtschaftsmarken, die zum Bezuge größerer Mengen wie die übrigen Marken berechtigen(z. B. Brotmarken über fünf Kilogramm, Fleischmarken über 500 Gramm usw.) in derselben Weise auf gummierte Bogen aufzukleben sind, wie die kleinen Marten. Da diese Wirtschaftsmarken denselben Raum einnehmen wie die entsprechende Anzahl kleiner Warenmarken, so ist die Aufklebung auf besonderen Bogen nicht erforderlich. Bei dieser Gelegenheit wird ferner zur Beseitigung etwaiger Zweifel darauf aufmerksam gemacht, daß als Fleisch Fleischkonserven, Räucher= und Wurstwaren aller Art, gelten, daß also auch in Wirtschaften Wurst nur gegen Hergabe von Fleischmarten gegeben werden darf. Margarine und Fett darf nur gegen Fettmarken, nicht aber auch gegen Buttermarken abgegeben werden. Speck fällt nicht mehr, wie in den Nachweisungen für Großhändler und Kleinhändler noch angegeben, unter Fett, sondern ist gegen Fleischmarken abzugeben; nur in den städtischen Fettverkaufsstellen wird Speck allein gegen Fettmarken jedermann abgegeben. () Die Brotbücher mti dem„“. Die in den städtischen Verkaufsstellen zum Verkauf gelangenden Teigwaren, Bohnen, Reis, Graupen und Heringe werden nur an Personen abgegeben, deren Brot= und Warenbuch auf der ersten außeren Umschlagseite mit dem Buchstaben„V“ bezeichnet ist; das sind diejenigen Personen, die mit einem Jahreseinkommen von nicht mehr als 1500 M. zur Staatseinkommensteuer veranlagt sin.zu gehören auch Personen, bei denen infolge besonderer Verhältnisse(Anzahl der Kinder und dergl.) eine Ermäßigung des Staatseinkommensteuersatzes auf den Betrag von 16 M. oder weniger stattgefunden hat. Die städtischen Verwaltungsstellen sind angewiesen, den Anträgen von Personen, deren Bücher den Buchstaben„V“ noch nicht tragen, auf Zusetzung des Stempels zu entwenn die genannten Voraussetzungen gegeben sind. Der Nachweis der Steuerverhältnisse ist von dem Antragsteller durch Vorlage des Steuerzettels zu erbringen. Die anderen in den stadtischen Vertaufsstellen feilgehaltenen Waren werden an jedermann abgegeben, während auf Brotbücher oyne„V“ bzw. die daraus stammenden Marken die oben angeführen fünf Warensorten in anderen Detailgeschäften entnommen werden müssen. (D Papierersparnis in Metzgerläden. Bei der herrschenden Papierknappheit ist es beim Einkaufen in den Metzgerläden dringend zu empfehlen, Teller oder sonstige Behälter mitzubringen, um das gekaufte Fleisch darin mitzunehmen. Dies war in früheren Zeiten überall üblich, und so kann eine große Menge von dem besonders seltenen weißen Papier zum Einwickeln gespart werden. Daher ergeht an die Bürgerschaft die dringende Aufforderung, durch Mitbringen von geeigneten Gefäßen einer Verschleuderung von Papier vor zuheugen. Im Drozeß Sommer ist von dessen Verteidigern, Justizrat Dr. Broil und Rechtsanwalt Klefisch. Revision beim Reichsericht in Leipzig eingelegt worden. 0 Die Herbstferien. Der Schluß des Unterrichtes für das Sommerhalbjahr in für die höheren Schulen wie für die Volksschulen auf Freitag, den? August, festgesetzt. Die Ferien dauern bis zum 14. September, also etwa sechs Wochen. 0) Nor ene Kölsche. Vor der Strafkammer wurde durch deren Präsidenten ein Zeuge namens Orsinini aufgerufen. Tretet einmal vor; Ihr seid wohl Italiener; könnt Ihr alles auch gut verstehen? frug der Präsident.„Enä,“ sprach der Mann mit dem welschländischen Namen,„ich ben nor ene Kölsche un verstonn alles spetz, Herr Prisedent".— Stolz lieb ich den civis coloniensis. 0 Der neue Zentral=Friedhof. Vor etwa drei Jahren genehmigte dus Stadtverordnetenkollegium den großzügigen Plan für einen neuen Kölner Zentral=Friedhof als Ersatz für Melaten. Die Arbeiten auf dem für diese Anlage vorgesehenen weitschichtigen Gelände sind jetzt bereits seit mehr als Jahresfrist im Gange, wobei allerdings berücksichtigt werden muß, daß in der Winterzeit derartige Arbeiten fast ganz ruhen mußten. Das Gelände für den neuen großen Friedhof liegt bekanntlich zwischen Köln=Bickendorf und Köln=Bocklemünd, nördlich der Venloerstraße. Es ist insgesamt 600 Morgen groß, von denen 220 Morgen zwischen Venloerstraße und Sandweg gelegen sind. Auf 100 Morgen dieses letzteren Gebietes ist der erste Teil der Friedhofsanlage, soweit die gärtnerische Arbeitsleistung in Frage kommt, nahezu vollendet. Nachdem bereits im vorigen Jahre die Ebnungsarbeiten abgeschlossen werden konnten und die Wegebauarbeiten in Angriff genommen worden waren, wurde in diesem Frühjatze und Sommer die Pflanzung der Alleebäume und der sonstigen Ziersträucher und Blumenanlagen in die Hand genommen, mit dem Erfolge, daß diese Arbeiten auf drei Vierteilen des zunächst in Aussicht genommenen Geländes beendet sind, während die Bepflanzung des westlichen Viertels diesem Herbst vorbehalten bleibt. Die Friedhofsverwaltung rechnet bestimmt damit, daß dieser fertige Teil des großen Zentralfriedhofs mit dem 1. Avril 1917 in Benutzung genommen wird. Mit der Erstellung der Gebäulichkeiten konnte indessen noch nicht begonnen werden mit Rücksicht auf den Mangel an geeigneten Arbeitskräften; auch sind die hohen Materialpreise hinderlich. So wird denn vorläufig im Laufe des nächsten Halbjahres nur der Bau der Pförtnerwohnung, der vorläufig auch die Leichenhalle angegliedert wird, fertiggestellt werden. Die Vorarbeiten für die Weiterführung der Straßenbahnlinie 6 über Bickendorf hinaus bis zum neuen Zentralfriedhof sind bereits abgeschlossen, sodaß die Streckung der Linie in den nächsten Tagen in Angriff genommen werden dürfte, da auch sie bis zum 1. April nächsten Jahres dem Betrieb übergeben werden soll. So wird denn auch Köln=Bocklemünd demnächst den langersehnten Straßenbahnanschluß erhalten. Der noch nicht in Bearbeitung genommene Teil des für die große Friedhofsanlage vorgesehenen Geländes ist, wie im vergangenen, so auch in diesem Jahre wieder mit Feldfrüchten bebaut worden, kann aber vom nachsten Frühjahre an nach Bedarf stückweise in die Friedhofsanlagen einbezogen werden. Zunächst kommen natürlich die restlichen 120 Morgen zwischen Venloerstraße und Sandweg an die Reihe. Erst später kommt dann der größere Geländekomplex von 380 Morgen, der noch nördlich des Sandweges liegt, entsprechend der Bedürfnisfrage zur Einbeziehung. Einstweilen ist der Zutritt zu den Anlagen mit Rücksicht auf die noch im Gange befindlichen Arbeiten nicht gestattet. () Ersatzwahl. Bei der gestrigen Stadtverordnetenersatzwahl I. Kl. wurde der liberale Kandidat Direktor Jakob Becker(Kalt) mit den abgegebenen 45 Stimmen gewählt. Die Zentrumspartei hat sich an der Wahl nicht beteiligt. () Kriegszulage an Angestellte. Die Firma BierbaumProenen, Webwaren=, Wäsche= und Kleiderfabrik, brachte am 1. Juli, wie letztweilig noch vor einem halben Jahre, wiederum 10000 M. als Kriegszulage an ihre kaufmännischen Angestellten zur Verteilung. Das gewerbliche Personal erhält nach wie vor trotz der fast auf die Hälfte verkürzten Arbeitszeit seine vollen Bezüge. Die im Felde befindlichen Angestellten und Arbeiter sowie ihre Angehörigen erhalten fortlaufend namhafte Zuweisungen in Geld und Naturalien. C) Für treu geleistete dreißigjährige Dienste im Vinzenzhospital in Köln=Nippes erhielt das Dienstmädchen Elisabeth Schaaf von der Kaiserin eine Bronzemedaille nebst Handschreiben. () Raninchendiebe holten in Nippes für 200 M. Tiere aus erbrochenem Stall; ebenso übten sie in Sülz ihr Handwerk. Marktbericht. + Köln, 11.Juli1916. Amtlicher Bericht der städtischen k. ver,waltung. Niedrigster und höchster Preis im Kleinhandel. Hähne, alte, 3,00-5,00, junge.00-4,00. Hühner, a1te. .50-7,00, Junge 4,50-7,00. Tauben, alte,.55. junge 0,90-.00, lebend. Janse.50-.75 das 1//d., Hahne, alt-, 4,00-.50, junge .50-.50, Hühner, alt, 6,00-.50, junge,.50-.50, Tauben, alte,.80, junge,.10-.20, geschlachtet, das Stück. Sprotten.60, Sardellen.60 das Pfund. Molkercibutter M..55, Landbutter 2,35 das Pfund Holländerkase.68-2,00 das Pfund Birnen 050-.60. Kirschen, süsse..50.60, saure.60-.70, Erdbeoren.60-0 70, Litidelbeerg,.50-.60, Himbeeren,.70 O. 5. Johannis0 Stachelbecren.40-.50, Pfirsiche 0,90.20, Weintrauben .40-.60 oas Pfund, Zitronen 0,07-.10 das Stück. S 532% 22-0So Das.. a.1“ Srüne.70-.00, Erbsen, grüne, mit Schale.22-.50 das’fund, Endiviensalat 10-14, Kopfsalat.08-.10 Elsro##ss..%, 43 Stüc,„Rotkonl.15, Weisskohl.12, Wirsingper%d3e.-####r Pfunr, Breitlauch.03-.05. Kohlrabi, Dber-.02 das Stück, Rüben, rote, gunge.10 das Gehund Mohrrüben, 005-006 Meerrattich O 5s“ na. 5.40 die Portion, Sellerieknollen .05-.08. Meerrettich.95. Rettich, schwarzer..15-0,20 das Stück Radieschen.05-.08. Schnittlaucn 0,04 das Gebund. Zwiebeln, gewöhnl., .33-838, 1% 1--88-9, 9# abarber.15-.16 das Pfu.d, Gurken Hssuuige Zufuhr an Obst war reicblich. Verkauf flott, vorwiegend :: Aus aller Welt::: Bankdiebstahl. Berlin, 10.Juli1916.(Drahtber.) Eine hiesige Großbank ist von einem ihrer Angestellten namens Fritz Stephan um 146000 M. bestohlen worden. Stephan hatte sich am 1. Juli krank gemeldet und am 4. einen gefälschten Brief seines Vaters an die Bank geschrieben, wonach er wegen einer Blinddarmoperation nach der Charité gebracht worden sei. Nachforschungen der Bank ergaben, daß an alledem kein wahres Wort sei und Stephan in Wirklichkeit verschwunden war. Eine Nachprüfung bei der Bank ergab dann das Verschwinden von Wertpavieren in der angegebenen Höhe. Da auch seine Geliebte, die Plätterin Marie Hörasch, gleichzeitig verschwunden ist, so nimmt man an, daß die be iden gemeinsam am 1. Juli die Flucht ergriffen haben. Auf die Ergreifung Stephans ist eine Belohnung von 1000 M. ausgesetzt. Wasserstands-Nachrichten am 11. Juli 1916. Konstanz, 8 v. Bodens. 5,71—0, 05m Trier, 7 vm Mosel 1,384-.03m Hüningen, 7 v. Rhein 3,70-.05m] Köln, 7vm. Rhein 4,144-.07m Kehl, 7om. Rhein 4,32--0,05m Ruhrort, Lom. Rhein 3,28-.00m Heilbronn, 8 v. Neckar 1,65 4 0,10m Wesel, Lom. Rhein 3,18+-03301 Mutmaßliche Witterung für den 12. Juli 1916: aßig warm, teils aufgeheitert, teils wolkig. Keine oder nur unWerchetederschlage. Niederschlagsmenge seit geßtern bis heute Seite 4. Rölner Local-Auzeiger Nr. 190 4 Dienstag, 11. Juli 1916 Seziales, Handwerk, Gewerbe. 0 Konsumentenausschuß für den Bezirk Köln. Die letzte Vorstandssitzung nahm zunächst die Berichte der Herren Schäfer und Bergmann über die Jahrestagung der Konsumentenausschüsse in Leipzig entgegen. Weiter wurde berichtet, daß entsprechend einem Antrage der Konsumentenpreisprüfer jedem Preisprüfer freigestellt ist, unter Angabe des zu behandelnden Gegenstandes die Einberufung einer Sitzung der Preisprüsungsstelle zu jeder Zeit zu verlangen. Außerdem wurde zur Kenntnis genommen, daß ein Kontrollausschuß für den Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs gebildet wurde, in dem zwei Herren des Konsumentenausschunes mitwirken. Auch in den mittlerteile gebildeten Kontrollausschuß für Textilwaren wurden drei Konsumentenvertreter berufen. In der städtischen Lebonsmitteltommission wirkt seit geraumer Zeit außer den beiden Vorstandsmiigliedern Schlack und Banse nunmehr auch das Vorstandsmitglied Frau Juchacz. In der Guchtachterkommission der Preisprüfungsstelle sitzen die Herren Banse und Erkes, in der Preisprüfungsstelle selbst die Herren Schlack, Bergmann, Erkes, Banse und Ketzer. In der Milchpreisfrage wird anerkannt, daß die für die Verforgung Kölns hauptsächlich in Frage kommenden Abmelkwirtschaften insofern einen schwierigen Stand haben, als sie für Milchtühe weit höhere Preise anlegen müssen wie in Friedenszeiten und die Teuerung des Kraftfutters recht ungünstig auf die Betciebsergebnisse einwirkt. Demgegenüber sei allerdings die Tatsache zu halten, daß die Abmelkwirtschaften auch Landwirtschaft betreiben und letztere ganz allgemein sehr ansehnliche Gewinne in den beiden letzten Wirtschaftsga#ren erzielt haben. Jedenfalls müsse verlangt weeden, daß weitere Mischpreiser öhungen nur unter dem Truck der äußersten Notwendigkeit zugestanden und einwandfreie Unterlagen zur Beurteilung der Preisfrage erbracht und veröffentlicht den. Tabei müsse erneut die For erung erhoben werden, die icherstellung der Milch auch auf Kinder über sechs Jahre auszudehnen. Das neue Brot- und Warenbuch begrüßt der Ausschuß aufs bhaftete. Den einzeinen unfänglich auftretenden Unebenheiten sei mit der Zeit wohl beizutommen. So sei die nicht unbedeutende kehrarbeit, die dem Kleinhandel durch das Aufkleben der Marken cnlstanden ist, vielleicht durch eine Beschränkung der Verkaufszeit auszugleichen. Als Härte wird emhf#nden, daß die minderwertigen PPurstsorten dem Fleisch gleich bemertet#eien, indem man für ge#hnliche Wurn die gleiche Anzahl Warenmarken wie für die gleiche Mener hochwerrigen Frisch= oder Dauerfleisches abgeben müsse. Hier mnn; ein Auslben gefunden werden, wie auch versucht werden müsse, solchen Familien, die infolge geringen Einkommens ihre Fleischmarten nicht verwerten können, andere eiweißhaltige Lebensmittel abzugeben. Es macht sich hierzu die Schaffung einer Markenustauschstelle notwendig. Auf diese Weise lasse sich auch am cheiten dem schon leider begonnenen Markenhandel begegnen. Es wurde gewünscht, daß seitens der Polizeibehörde dahingehend ein Kontrolle ausgeübt wer##., daß die Schweinemetzger ihre Erzeugnif nicht weiterhin nach Reistarif II(für ausländisches Fleisch) verlaufen, da zurzeit nur durchweg inländisches Fleisch(Tarif I seeiße Liste) verarbeitet wird. :: Eheater und Konzerte :: ∆ Das Resé-Quartett, die in Köln stets so besonders willommen geheißene Wiener Kammermusikvereinigung, gab gestern im Hotel Tisch ein Morgenkonzert zum Besten der Kölner Kriegslange nicht gehört hat, hatte den Eyrenplatz im Programm. Es #t unler seinen letzten Quartetten nicht nur das kürzente und tlarste, auch in seinem seelischen Ausdrucksgehalt ist es keine rätselvolle Sphinr. Gegenüber den vielen deutelnden Auslegeversuchen, die hinter dem„schler gefaßten Entschluß" des Finale her Kärrnerarbeit verrichten, möchten wir in dem grave, ma non Fötner Lecai-Anzeiger 2 Köln, 11. Juli 1316. 6 Der n0! Roman von Franz Wichmann. E wurde ihm srei ind leichter ums Herz, 1e naner sie dem Walde kamen; das Jägerblut erwachte in ihm und warf alle müßigen(rubelcien beiseite. Freilich, eine andere Jagd galt es meiine##aheim. Nicht an Hirsch und Reh pirschte man sich heran: Meninen galt es mit sicherer Kugel niederzustrecken, er die mm###n es so gewollt und waren grimmige Feinde, die in gerechter Abwehr zu erlegen weniger grausam erschien, als das harmlose Wild, das ja zugleich auch des Waidmanns Liebe und ###de war. Am späten nachmittag erst war der Befehl zur Vorwärtsgegen die Argonnen gekommen, und schon auf dem Marsche von Woktre her hatte man gesehen, wie der düstre Wald Regiment um Regiment verschluckte. Anno 70 war man, wie sich die Offiziere erzählten, auf dem Marsche nach Sedan ohne jeden Kampf durch dieses äußerst schwierige Gebiet gezogen. Verdun, die alte Vaubansche Festung, hamals nur mit wenigen tausend Mann belegt, bildete jetzt ein veldlager allerersten Ranges für ganze Armeskorps, und da ein Vordringen durch die Argonnen die französische Maasstellung gefährdete, bot der feindliche Höchstkommandierende alles auf, hier der negreichen Flutwelle der Deutschen einen Damm entgegenzuwerfen. ndessen war man auf feindlicher Seite erst sechs Wochen h Beginn des Krieges zu dieser Einsicht gekommen. Anfangs September noch war die Armee des dreußischen Kronprinzen zwischen Verdun und den Argonnen südwärts gegen die Marne vorgeruckt und das Waldgebirge bis Mitie des Monats ganz frei vom Feinde geblieben. Erst mit weginn u. Stellungskampfes, bei dem deutsche Truppen aus dem Eisnetal in die Argonnen mnnn, anderte sich die Sachle, denn jetzt schoben sich die eanzusen zwischen den renen Klugel der Abschließungsarmer von Beroun und dem Unten der großen Aisne=Front ein, so daß sie nicht nur den geraden Verkehr unterbanden, sondern auch durch eine umfassende Umgeyungsbewegung die an den Wald gelehnte deutsche Flanke bedrohten. Regiment um Regiment trappo tratto nichts weiter sehen, als eine weltschmerzliche Maske vor lachendem Munde. Der ihm zugrunde liegende Scherzkanon, der Beethoven schon früher über die Sorgen des gemeinen Lebens hatte hinwegtrösten müssen, wird mittels Umkehrung und rhythmischer Verschiebung in die Sphäre des reinen, abgeklärtesten Quartettsatzes erhoben.„Muß es sein?" fragt Beethoven. Und sein aller Erdenschwere ledig gewordener Humor antwortet mit diesem Finale: Schaut euch doch das Leben an; man muß es nehmen, wie es eben ist, auch wenn es schmer fällt. Wie die Roseisten das Quartett und besonders den eher versöhnlichen als schmerzlichen LeutoSatz mit seiner in dreifacher Oktabe durch fast 50 Takte festgehaltenen spießerisch=zühen Begleitfigur spielten, war wieder ein Erlebnis. Rosés beispiellos energische Bogenführung, seine unfehlbare Intonation, sein markanter Rhythmus, der sich auch auf seine Genossen überträgt, das naarscharfe Zusammenspiel und die alles Rauhe und Steife abstreifende Klangschönheit führten hier sowohl wie bei dem vorangegangenen Haydn(-dur Quartett aus op. 76) und dem anschließenden-du Quartett von Mozart zu Leistungen von hinreißender Größe und Vollkommenheit und hielt das Publikum bis zum Ende gesesselt. Am Schlune jeder Nummer spendele es rauschenden Beifall. 0A Reichshallen=Gperettentheater. Wie uns die Tirektion mitteilt, findet heute Dienstag die letzte Aufführung der Operette des einheimischen Komponisten Eugen Claaten Die rote Villa statt. Für Mittwoch, Donnerstag und Freitag sind drei Auffuhrungen von Jarnos reizender Operette Das Musikantenmädel mit Frl. Fritzi Sappé in der Titelrolle in Aussicht genommen. Am Samstag. 15. Juli, findet die Erstaufführung der Operettenvosse Ein Prachtmädel von Leo Walther und Walter Stein statt, Musik von Nelson. Die szenische Leitung liegt in den Händen des Herrn Kretschmer, die musikalische bei Herrn Kapellmeister Schwarz. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Witzani, Sappé, Palik, Erl und die Herren Resni, Berg, Freudmann, Rothen und Malen. Gesellschalts- und Vereinsieben lunmeh 11 hatten deut ich eine ungeahr ersonnen s o n n e n. Nachdem die Deutschen bisher nur westlich bei Binarville und östlich bei Chatel ihre Stellungen unmittelbar an die Waldgrenze geführt hatten, wurde es nunmehr nutg, auch in das Annere vorzudringen; eine Reihe erhitterter Waidiampfe setzte ein, die ihren vomausigen Abschluß in der am 7. November ersolgten Erstürmung von Vienne 1e Chaleau sanden. Ein entscheidender Erfolg war oamit nimr denn mit Beginn des Winters kam man nur nach Schril um Schritt vonmar Aus dem Fal der Biesme, uun don Waldgebiet in zwei gleich graße Teile schneidet, sandte der Feind unausgesetzt starke Kräfte nach den Papilinne Barritode, Ei. Hubert und Vaaatelle, die bei den einsamen Waldhütten Verhaue und Schützengräben anlegten und lich zu zäher Verleidigung einrichteten Der ernste Wieennang nötigte auch die Deutschen, die erst als mn Faun fiel, Geschune her###nichatten konnten, immer neue Verstärkungen nachrücken zu lassen, und mehr noch als der Zeind machte ihnen die Natur dieser unheimlich wilden und öden Berglandschau zu schoffen. De Mühle zum toten M der Peornerbac, we##aane des innen Mädchens und ähnliche iamen Garatterinerenm oes peangmgenge1nl, has den Wanderer in diesem einsamen Waldgebirge beschleicht, das nur von Jägern. Holzhauern und Köhlern bewohnt wird. Zwei Hauptstraßen und eine da. Gebiel qu durchschneidende Bahn von Clermont nach St. Menehould abgerechnet, findet man nur zah'reiche, militärisch wenig brauchbare Holzabjuhrwege, und wer sie verläßt, gerät in eine urwaldartige Wildnis von dichtem, kaum zu durchbrechenden Unterholz. Einzelne Eichen und Buchen nur ragen über den aus Erlen, Birken, inen und mannigfachem Jungyolz gebildeten Busch empor, und ihre###mme sind von Efen und Wildrehe umzogen, Kletterpflanzen, die vermischt mit der immergrünen stacheligen Stechpalme und dem Besenginster den Boden üppig überwuchern. Dazu leiden die spärlich verwreuten Ortschaften bei Trockenheit empfindlich an Wassermangel; bei Regenwetter aber wandelt sich der lehmige Boden zu grundlosen Sümpfen und macht die Wege für Mensch und Tier fast ungangbar. So legie sich dieses unwirtliche Waldgebiet zwanzig Stunden ig im Westen der starken Festung wie ein schützender Wall scharf gehandhabt werden, wie dies beispielsweise in Köln der Fall ist. Der Bundesvorstand wurde beauftragt, Mateblatt für die gefallenen Krieger zuzuweisen. Ein im Felde stehender Sohn des Hrn. Arnold Steiger hat den Entwurf einer solcher Ehrentafel geliefert, deren künstlerische Ausführung die einhellig Zustimmung der Versammlung fand. Literatur. CA) Statistik der Heilbehandlung. Seitens des Reichsversicherungsates wird auch für das Jahr 1915 eine Statistik über die Heilbehandlungsmaßnahmen der Versicherungsanstalten beröffentlicht werden, die, wie in den Vorjahren besonders über Umsang. Kosten und Erfolge bei Lungen= und Kehlkopftuberkulose, bei Lupus, Knochen= und Gelenktuberkulose, bei Krebs und anderen Krankheiten, sowie über die Aufwendungen der Versicherungsträger für Kriegswohlfahrtszwecke und auf dem Gebiete der allgemeinen Wohlfahrtspflege eingehend Auskunft geben wird. Sie bietet nicht nur für die Träger der Arbeiterversicherung sondern auch für die Leiter und Aerzte von Heilstätten, Genesungsheimen, Krankenhäusern usw. und alle mit der öffentlichen Gesundheitspflege betrauten Stellen viel Wissenwertes. der Stac: Köln.(Vom..8. Juli 1916.) Staebefälle. Joh. Jakob Ley, Kaufm., Kriegsfreiw, Obergesr. der Fuß=Arkl.=Vatterie 306, ledig, 22.im Felde gef., Christophstraße 6 Catharina Schmitz, o., led., 69 J. Streitzeugg. 10a.- Leo Müller. 16 Mon., Güsten, Kr. Jülich.=Heinr. Johannes Huvert Müller, o„ Dagobertstraße 25.- Jos. Adenener, 6.., Witwer, 72 J. Hermann# rage 14.— Ferdinand Jes. Krupp, 1 Woche, Unter Gahlenhausen: Johann Kläfer. o.., Witwer, 81., Kreseld.- Katharina Linnartz. geb. Schneider, o.., Witwe. 72., Köln=Raderberg. Brühlerstr.#0a. Serge Lowzow, Fischer, Ldst. Soldat 6i. K verheir., 29., Kralat, Provinz Astrachau. russ. 97 Inf.=Regts, Sandesamt Köln=Lindentbal.(Vom 5. Juli 1916.) Vterbefälte. Michael Wischels, Grundarbeit., verh. 46., Scheffel straße 15.- Karl Richurd Ernst Wortmann, Photogr., Ers.=Res., verh 5 J. Classen-Kappelmannstr. 18, im Felde gef. Gerhard Robert #m Spies, Ingenieur Wwr, 52., Barmen=Rittershausen.K nelirs Franzen, Kaufm, ledig, 30., Ruhrort, Harmoniestr.. Karl Leo Fleischer, Zuschneider, ledig, 58 J, Cöln, Perlenpf hl Peter Heinrichs, 5 Stunden, Gillenield, Kreis Paun.- Margare #arcs, geb. Lehnen, ver. 32., Gillenfeld, Kreis-unn. Nari# gev. beqnen, verh. 32., Gillenfel Herz, 4 Mon., Köln=Sülz, Zülpicherstraße 213. Vom 7. Juli 1913. Sterbefälle. Wwr. Jak. Alex. Hub. Moll. Rentn, 67., Dürener straße 23244." Marg. Schneider, geo. Wasserhas, verh., 61., Köln Elsaßstraße 33. Heinr. Jos Pering. Anstr., verh, 54., Köln, Neui Masteichterstr. 16. Heinr. Schiffers, Grubenarb., 52., Horrem(K Bergheim. Röln=SEIZ.(Vom 2. bis 8. Juli 1916 Maria Hüsch,., Hirschbergstr. 30.- Matihia Heinz, Musk. der 10. Komp. Res.=Inf.=Reg. 82, ledig. 19 J. Aegom straße 70„ Emma Aug Klapper, gev Schoepke, verh., 53., Euskirchenerstr. 5.- Heinr. Murh, verh., 55., Berrenratherstr. 211. Warum waschen Sie noch? Sie wissen nicht, daß es einen patentierten Automaten giet, welcher Ihre Wäsche selbsttattg, also ayn jede Mitarbeit, wäscht und gleichzeitg desinnzier:. Kein Reiben, Stoh. oder Scleudern! In j dem Raume für Cas und Kohle benutzbar, be llet der Automat, bei dauernd Dampf. Waschautomat=Gesellschaf ohle Ersparnis an Waschlohn, age. T Bosinarte Prosz in Breslau II, Postfach 399. Feuerung, die endgültige verrer#ng von jeder Waschplage. Tausende si im Gebrauch. Tordern Sie noch heute per Postkarte Prospekt von ihren Willen zum Durchhalten und zum Giege mu zahe Ausdauer und unerschüttemichem Mur zu betätigen. Jetzt, da man mit dem früh scheidenden Lichte den düstere befrat, staunte auch Matthios Rehm. Der Wald war ih ein Vertrauter, den er liebte und schätzte, solch unheiml##. Wildni= aber hatte er auf deutscher Erde noch nicht gesehe Der Major prutte den Stand der Sonne und berechnete### Entfernungen anf der Karte. Vor einbrechender Tämmerung sollte###i Bataillon am jenseinigen Rand des Waldes steh mo geser sich gegen das Biesmetal hin öffnete. Der Zeitverlu den die gkundlosen Wege, ihre häufige Sperrung durch Pre viant= und Munitionskolonnen verursacht hatten, war nicht mehr einzubringen. Auch was die vorgesandten Potrouillen, Meldreiter und Luftschiffer berichteten, lautete wenig beruhigend. Nach einem seindlichen Angriff, den württembergische Truppen am Morgen angeschlagen hatten, waren die Franzosen in den Wald zurückgewichen und zahlreiche verschanzte Gruppen und Ubteitungen mußten sich noch harin befinden. Aeußerste Vorsian schien alsn am Platze. Nachnem die Gewehre geladen maren, wurde das Sprechen verhoten und mit Abstand in kleine## Kolonnen ging es vorwaris. Bold aber wurde das Gestrup# so dicht, daß auch diese Kolonnen sich zu einer langen Reihe,# der einer hinter dem anderen ging auflosen mußten. Einzel## chüsse hallten da und dort durch die Dämmerung, und jen# Augenblick gav es Aufenthalte und Verzögerungen. (Fortsetzung folgt.) lang vor die hart bedrängten Franzosen und zwang die Deutschen, ( was„nasse Dreieck". Großadmiral von Tirpitz hat#i# einem Telegramm an den Generaldirektor der Hamburg=AmerikaLinie dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß„wir nicht an den nassen Dreieck stehen bleißen“ mögen. Auch unter den eifrigen Politikern und aufmerksamen Zeitungslesern mag es manch geben— Zuschriften an uns bestätigen es—, her mit diesem Au. druck nichts anzufangen weiß. Manversteht darunter den ästliche## Teutschland zunächst liegenden Teil der Nordsee. Denkt man von der Nordwestspitze Dänemarks eine ideale Linie nach der Nord westecke Hollands gezogen, so erhält man ein Dreieck, dessen Spitz in der deutschen Bucht liegt. Wer den Ausdruck zuerst gebraus hat, ist uns nicht erinnerlich. In Berlin wurde vor Jahren— auch jetzt noch, wissen wir nicht— ein Gelände ebenfalls an nasses Dreieck" bezeichnet. Ob und welcher Zusammenhang hievorliegt, ist uns nicht bekannt. Seite5. Loeas-Anseiger Ne. 190&a Dienstag, 11. Juli 1916 () Die Ernte reift. sengstliche Gemüter befürchten immer wieder von den häufigen engüssen eine ernste Gefahr für die diesjährige Ernte. Daß diese Besorgnis jedoch wenig begründet ist, kann man tagtäglich von jedem erfahrenen Landwirte hören. Nachdem jetzt die sehr reiche Heuernte fast restlos glücklich unter Dach gebracht ist und durchschnittlich das anderthalbfache des vorjährigen Ertrages ergeben hat, sieht der Landwirt den mit ziem icher Regelmäßigkeit in Abstanden von 2 bis 5 Tagen wiederkehrenden Regenschauern ohne sonderliche Kopfschmerzen entgegen, denn ein Blick auf alle Feldfrüchte zeigt, daß sie gedeihen. Die Fruchtkörner schwollen an, Hafer und Gerste recken sich so kräftig, daß sie den hochgeschossenen Roggenhalmen fast Konkurrenz machen, und die Wiesen und Kleefelder versprechen schon jetzt einen zweiten Schnitt, der hinter dem ersten kaum zurückbleiben dürfte. In einigen Gegenden liegt die Wintergerste schon unter der Sichel. Von dieser Getreideart ist mancherorts in diesem Jahre mehr angebaut worden, als früher, weil die Landwirte meinen, sie könne als Brotfrucht nicht beschlagnahmt werden. Aber auch die Gerste liefert ein sehr schmack= und nahrhaftes Brot, das z. B. unsere Feldgrauen in Nordfrankreich zu ihrer vollen Zufriedenheit kennengelernt haben. Während die Gerste im Jahre 1915 kaum kniehoch gediehen war, hat sie heute ziemlich die Höhe mittlerer Roggenfelder erreicht, dabei sind die Aehren so kräftig entwickelt und schwer von der reichen Fülle der Körner, daß eine Vollernte zu erwarten steht. Die gleichen Aussichten bieten die Kornfelder, die in sandigem Boden in längstens 14 Tagen ausgereift sein werden. In vielen Bezirken rechnet man mit einem erheblichen Ueberschuß über den Durchschnittsertrag einer Roggenvollernte hinaus. Alle Landwirte versichern, daß ihnen kein solch guter Stand der gesamten Getgeideselder bekannt sei, wie in diesem Jahre. Man findet beispielsweise Kornähren, die über 100 Körner Frucht enthalten. Das stellt einen selten erlepten Erfolg dar. Dabei steht der Roggen durchweg dicht, bei außerordentlicher Höhe der Halme. Der zähertrag ist dementsprechend gut. Mit dem ersten Roggenmehl dürfte schon bis aufangs August zu rechnen sei, da wegen der in Aussicht gestellten Druschprämien für frühzeitig gelieferten Roggen schon jetzt Vorkehrungen getrossen warden, daß die Treschmaschinen sofort mit der Arbeit beginnen konnen. So können wir in der Tat in wenigen Tagen schon mit besseren Hoffnungen als im vorigen Sommer ins neue Erntejahr hinübertreten. Drum, deutsches Herz, verzage nicht! 0 Ein Jahr„Daterlandsspende“. Der Verein Vaterlandsspende blickte am 9. d. M. auf das erste Jahre seines Bestehens zurück. Die Vaterlandsspende gewährt in Bädern oder anderen Kurorren in Stellen, die das Rote Kreuz mit großen Vergünstigungen in Bezug auf Arzthonorar, Kurtare, Bäderpreise gesichert hat, Feldzugsteilnehmern einen Erholungsaufenthalt, um dadurch ihre volle Arbeitskraft dem Wirtschaftsleben unseres Volkes wiederzugewinnen. In Betracht kommen in erster Reihe Leichtkranke oder nur Erholungsbedürftige (Neurastheniker, Rheumatiker, leichte Formen von Herzerkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsorgane usw.), für die nicht bereits von anderer Seite(durch Gewährung von Renten usw.) gesorgt wird, die unter Berücksichtigung aller Verhältnisse mit ihrem Einkommen eine Badekur nicht ermöglichen können und gegen deren Entsendung die behördliche Kriegsfürsocge Bedenken nicht zu erheben hat. Es liegt auf der Hand, daß diese Voraussetzungen auf viele Kriegsteilnehmer zutreffen werden und daß durch die Arbeit der Vaterlandsspende manche Kräfte der Familie, der Gemeinde, dem Palerlande erhalten und vor einem frühen Siechtum bewahrt wordon können. Die Vaterlandsspende ist darum in den weitesten Kreisen unseres Volfes auch freundlich ausgenommen worden, sodaß sie bereits üder zweihunderttausend Mark für die Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung hat. Für die Beiträge und Spenden der Provinzen und Bundesstaaten sind neuerdings besondere Konten eingerichtet worden, damit die Mittel möglichst den Kriegsteilneymern derjenigen Landesteile zuguse kommen, die sie aufgebracht haben. Die Geschästsstelle der Vaterlandsspende befindet sich Berlin T. 57, Bülowstr. 100, Postscheckkorto Berlin NW. 7, 22565. ## Die Ferienordnung om kandgericht Köln ist folgende: Es sagen eine Ferienzipilkammer und drei Ferienstrafkammern. Erstore#earbeitet alle Prozesse der sonstigen Zivilkammern. Die erste Ferienstrafkammer übernimmt die Geschäfte der ersten Strafkammer, die zweite die der dritten und die dritte die der sechsten (Dreirichtertammern) Strafkammer. Prasident der Ferienzivilkamme: ist vom 15. Juli bis 5. August Landesgerichtspräsident van Ertelens, vom 6. bis 25. August Landesgerichtsdirektor Geheimrat Thedieck und vom 26. August bis 15. September Landgerichtsdirektor Richard. Die Ferienzivilkammer lagt Mittwachs am Reichenspergerplatz.— Die erste Ferienstrafkammer tagt am Appellhofplatz Montags und Donnerstags. Präsident ist vom 15. Juli bis 5. August Landgerichtsdirektor Düesvera, vom 6. bis 25. August Landgerichtsdirektor Geheimret Dr. Casvar und vom 20. August bis 15. September Landgerichtsrat Geheimrat Kreutzwald. Die zweite Ferienstrafkammer hält Dienstags und Freitags Sitzungen ab. Prasident ist vom 15. Juli bis 5. August Landgerichtsdirekter Kewer, vom 6. bis 25. August Landgerichtsdirektor Lichering und vom Sv. August bis 15. September Landgerichtsbirekto Hoff. Die dritte Strafkammer tagt Samslags. Prosidenten sind entsprechend obigen Terminen Landgerichtsrat Funk, Landrichter Dr. Steegmans und Landgerichtsrat Mehrlein. Untersuchungsrichter sind vom 18. Juli bis 13. August die Landrichter Dr. Strauß und Dr. Kollfelz, vom 16. bis 25. August Landrichter Dr. Sieegmans und Amtsrichter Dr. Buhe und von da bis zum Ferienschluß Landrichter Dr. Steegmans und Landgerichtsrat Mehrlein. Tirekt nach den Ferien, am 18. September, beginnt die vierte Schwurgerichtstagung. Am kölschen Voor in Eisen war am Sonntag wegen der Veranstaltungen des Kölner Jugendtages von den sonst üblichen mustkalisch=gesanglichen Tarbietungen Abstand genommen worden. Tratzdem hatte das Standbild regen Besuch aufzuweisen, und es wurde fleißig genagelt. So erschienen im Laufe des Vormittags die weiblichen Angestellten der Schotoladefabriken Gebrü der Stollwerck.=G. zu mehreren Hundert, um je einen Nagel in das Standbild einzuschlagen. Möge dieser Vorgang noch vielfache Nachahmung finden, dann wird die Eisenrüstung des kälschen Baors bald keine Lücken mehr aufweisen. Um die Mittagsstunde sand sich das Pfadfinderrorps zur Nagelung einer Gedenktafel ein: bei dieser Gelegenheit richtete Hauptmann Fieth eine begeisternde vaterländische Ansprache an die Jungmannen, die lebhaften Anklang fand. Der Gebanke, den Socel des Standbildes zu einem Ehrenmal für gefallene Kölner Krieger auszugestalten, begegnet vieler Zustimmung; so ziert mancher Name unserer Helden bereits ein eisernes Eichenblatt. Gegen die wilden Wandervögel. Vergl. Lokal=Anzeiger Nr. 185 und 181. Ausdem Felde wird dem freisinnigen Iserlohner Kreisanzeiger u. a. geschrieben: Bei meinem letzten Urlaub in einer Stadt am Eingang zum schönen Sauersand mußte ich leider bestätigt finden, was ich schon vor der jetzigen Kriegszeit von der sogenannten PandervogelBewegung erkannt und vorausgesagt hatte. Sie wächst sich zu einem Uebel aus, dem beizeiten durch festes Zugreisen Einhalt geboten werden muß, wollen wir nicht einer in scheinbar naturschänen, hunten Rahmen gekleideten gesellschaftlichen Unsitte unserer erwachsenen Jugend Vorschub leisten. Das Urteil mag hart klingen, es ist aber so. und die Auswüchse haben sich in dieier hitterernsten Kriegszeit zu einer wahren Manie aus gemachien, die einmal beim rechten Namen genannt werden muß! Wenn man an Fest- und Sonntagen die WandervogelGestalten beiderlei Geschlechts in ihren immer grotesker werdenden Kastümen und der zur Baualität gestempelten Sing= und Klingklang=Brettel=Musik durch die Straßen ziehen sieht, faßt man sich unwillkürlich an den Kopf, um zu fragen, ob dieses Auftreten von jungen Leuten und jungen Rädchen wirtlich jenem Ziel entspricht, das sich die echte wanderfrohe, naturliebende und Menschen erhehende Jugendwanderung dazumal gesteckt hatte. Rein, solche Karikatur, wie sie heute, in diesen ernsten Tagen, doppelt abstoßend wirkt, kann nicht von einem Geiste beherrscht und getragen sein, der in der Gottesnatur ein Heiligtum erkennt und darin wallfahrten geht! Oder glaunen die heute herumziehenden, mit Fasanenfedern geschmückten abgerissenen Gestalten mit den bänderbelasteten Zupfgeigen und der zuweilen recht fragwürdigen weihlichen Begleitung, daß der Herrgott dafur seine Wälder aufgebaut habe, um solchen grölenden Scharen heiliger Stille Obdach zu gewähren?! Der Wald gehort denen. die ihre Seele sammeln wollen, jeder in der Schlichtheit und Lauterkeit seiner Gedankenwelt, und da fragt die Natur nicht, oh sie an hoch und niedrig verschenkt— sie gibt allen, die mit verstehenden Augen und bittenden Händen zu ihr kommen. In eine solche Gefühlswelt, die dazu noch so echt deutsch ist und die auch von Frohsinn und dem Klange des Valtsliedes getragen werden kann, gehört nicht das Wandervogeltum in seinem heutigen Harlekin=Kleide. Es herührt den, der dazu noch aus dem blutigsten Ringen und grausigsten Sterben auf Augenblicke zur Heimatscholle zurückkehrt, unsäglich hitter. Die verdienens nicht, daß man um sie kämpft— wer so seicht und hohl einhergeht und sich spreizt in Sorglosigkeit und Unwürde, ziehl sich selbst hinah und steht außerhalp einer sittlich schönen und reinen Gedankenwelt. Daß sie nicht alle so sind, weiß ic, aber die nicht zu denen gehoren, sollten sich frei machen, dann fällt von selbst kein Schuldtitelchen auf sie. Letztere Forderung geht an die Trganisationen des Wandervageltums und der Jugendwanderung überhaupt. Ihre Vereine haben allen Anlaß sich zu der aufgerollten Frage zu äußern. Nachdem sie in Fluß gekommen, muß sie auch gelöst werden, hoffentlich mit ihnen und nicht gegen sie. Im Interesse der idealen Vorzüge der Pflege der Naturliebe und Wanderfreude für die Jugend wird man zwischen den echten Wanderern und ihrer Abart zu unterscheiden haben. Sollte aber die Anrufung der Organisationen nicht den gewünschten Erfolg haben, weil man bei der Jugend vielleicht nicht das volle Verständnis für die Frage findet oder weil nicht alle jugendlichen Wanderer ihnen angehören, so wird ein Eingreifen der Bebörden nicht zu umgehen sein, wenn etwas erreicht werden soll. Den Eltern bleibt ja auch ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Man kann sich wenigstens nicht denfen, daß es sich mit dem Wesen einer ordentlichen Familie vertrüge, die Mädchen und Söhne in der jetzt mehrsach geschilderten anstößigen Weise umherschweisen zulassen. Aber es gibt auch andere Familien und elternluse und verdorbene Kinder, und deshalb muß die öffentliche Aufmerksamkeit dieser Frage gewidmet bleiben bis zu einer befriedigenden Lösung. c Diehhändler=Versammlung. Auf Veranlassung des Bundes der Viehhändler Deutschlands tagte gestern hier eine öffentliche Versammlung der Viehhändler Rheinlands und angrenzender Bezirke, die zahlreich besucht war. Der Bundesvorsitzende Daniels (Köln) erörterte die Lage des Viehhandels. Er erklärte u.., daß eine Enteignung nur stattfinden dürfe, wenn der freie Viehhandel versage. Es söll dahin gestrebt werden, daß einheitliche Bestimmungen erlassen werden, wonach alle diesbezüglichen landrätlichen Anordnungen hinsällig werden und nicht einzelne Kreise berechtigt sind. Eine weitere Aufgabe werde es sein müssen, dahin zu wirken, daß die Ausfuhrverhote aus den einzelnen Kreisen bekämpft bzw. gemildert werden. Der Vorsitzende des bayerischen Viehhändler=Verhandes, Misselbeck(München), schilderte die dor tigen Verhältnisse in der Viehversorgung. Einstimmig wurde folgende Entschließung angenommen:„Die heute in Köln versammelten Vertreter des deutschen Biehhandels erklären mit aller Bestimmtheit, daß die von den verschiedenen Seiten angeregte Festsetzung von Hächstpreisen für Zucht=, Zug= und Nutzvieh der größte Fehler sein würde, der auf dem Gebiete der Fürderung der Viehzucht gemacht wer den könnte. Höchstpreise würden nicht nur dem Viehhandel schaden, sondern auch einen nachteiligen Einfluß auf die Zucht ausüben und den so notwendigen Austausch von Vieh innerhalb Deutsch= lands unterbinden, von den Nachteilen für die Versorgung der Bevölkerung mit Milch, Butter und den verschiedenen anderen, aus der Viehzucht resu tierenden Produkten ganz zu schweigen. Sowohl die Viehzucht als auch der Viehhandel dürfen nach den vielen Beunruhigungen, die durch die jetzige Art der Schlachtviehbeschaffung in ihre Reihen getragen worden sind, beanspruchen, wenigstens auf dem Gebiete der Zuchtviehbeschaffung in Ruhe gelassen zu werden. Die Vertreter des Viehhandels mußten jede Verantwortung für die nachteiligen Folgen ablehnen, wenn entgegen ihren Anträgen und in völliger Verteanung der wirtschaftlichen Verhältnisse dennoch zur Höchstpreissestsetzung geschritten werden sollte. Des weiteren wird nochmals die Farderung erhoben, die leider immer nach vielfach bestehenden Ausfuhrverbote und Handelsbefchränkungen aufzuheben, wie es bereits durch den Ministerialerlaß vom 22. Mai d. J. angeordnet warden ist. Diese Aufhebung ist das dringendste Gebot der Stunde.“ Der Vorsitzende des Rheinischen ViehhandelsVerbandes, Dr. Krähling, versicherte, daß der Verband allen Interessen der rheinischen Viehhändler gerecht zu werden bemüht sei. Es seien Verhandlungen im Gange, die Ausfuhrverbote der einzelnen Kreise zu beseitigen. □ Leichenlandung. Am 6. d. M. wurde am Stammheimer User eine wännliche Kindesleiche gelandet. Beschreibung: rot und weiß kariertes Hemd. blaus Leinenhose, hellblaue Leinenjacke, schwarze Strümpse, schwarze Schnürschuhe(neu besohlt). Das Kind ist etwa 5 Jahre alt und hat blonde Haare. 00 Neubauten auf dem Antoniter=Psarrhof. Für die Evangelische Kirchengemeinde ergab sich die Notwendigkeit zur Ausführung von Neubauten auf dem sogenannten Antoniter=Pfarrhof(Antonsgasse 10) und einem Teile der Gärten von den Pfarrhäusern(Antoniterstraße 18 und 20). Es sollten eine den heutigen Anforderungen und Vorspchriften entsprechende Turnhalle und eine pessere Verteilung der für das Gemeindelyzeum in Verwendung befindlichen Schulräume hergestellt, sowie ein Neubau errichtet werden, der auch den bisher im Lyzeumgebäude untergebrachten Sitzungssaal für das Presboterium und die Gemeindevertretung mit aufnehmen sollte. Zur Erlangung der erforderlichen Baupläne wurden vor Ausbruch des Krieges infolge eines Wettbewerbes die Pläne des Architekten L. Schreiber, Köln, als die den Anforderungen am besten entsprechenden, zur Ausführung empfohlen, und ihm die weitere Bearbeitung und die Leitung des Neubaues übertragen. Die ganze Bauanlage besteht aus drei Teilen, der neuen Turnhalle mit dem erweiterten Schulhof, der an dem von der Antonsgasse zur Antoniterkirche führenden Gang liegenden Kleinkinderschule mit Spielhof und überdeckter Halle und dem Gemeinde=Amt, welches seinen Zugang von dem Gang aus erhalten hat. Die ganze Baugruppe ist auf geschichtlichem Boden, dem ehemaligen Hof und Garten des Klosters der Anto niter=Monche errichtet worden. Kirche und ein Teil des Klosters sind der evangelischen Gemeinde Köln von der damaligen französischen Regierung durch Schenkungsurkunde vom 7. Juli 1802 in Besitz und Gebrauch überwiesen worden. Die alten Klostergebäude haben bis auf die Kirche im Laufe des vorigen Jahrhunderts Neubauten Platz machen müssen. Der 1840 in dem nach der Antonsgasse liegenden Teil des Klostergartens, als Gemeindehaus errichtete Bau ist jetzt durch den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes ersetzt worden. Der Beginn der eigentlichen Bauarbeiten, der durch den Ausbruch des Krieges hinausgeschoben war, erfoigte nach Beschluß des Preshyteriums Anfang Januar 1915 und ist in der Kriegszeit so gefördert worden, daß die Turnhalle im Januar 1910, die Kleinkinderschule im Februar und das Verwaltungsgbäude im Juni der Benutzung übergehen werden konnten. Die Turnhalle ist 11 Meter breit und 22 Meter lang mit einer Vorhalle als Kleideroblage und einem Lehrerzimmer, zugleich als Geräteraum dienend. Der seitlich der Turnhalle entstandene Hofraum ist zum Schulhof des Lazeums zugezogen. Es wurde ihm wegen seiner Lage hinter der Kirche eine besonders liebevolle, architei tonisch abgeschlossene Ausgestaltung verliehen, und er ist ein Schmuckplatz der ganzen Bauanlage geworden. Die Kleinkinder=Schule vaut sich an die nordwestliche Ecke der Turnhalle an. Sie hat ihren Eingang von dem gemeinschaftlichen Gang Antonsgasse 10 aus, und enthält außer zwei großen Schulzimmern mit Ausgang nach dem Spielhof im Unter geschoß u. a. eine kleine Badeanlage für die Kinder mit vier Brausen und einer Bademanne. Die sämtlichen Räume sind mit der Warmwasser=Heizungsanlage, der Elektrisch=Licht= und der Entstaubungsanlage des Gemeindehauses verbunden und außerdem mit Lüftungsgelegenheiten ausreichend versehen. Das Verwaltungsgebäude enthält die Wohnung für den Hausmeister, die Geschäftsräume für die Gemeindeverwaltung, die Räume für die Gemeindevertretung und für den Verein Evangelische Volksjugend. Das Gebäude ist in Decken und. Wänden massiv in Stein hergestellt. Die Außenseiten sind in einfacher, ruhiger Weise, die Vorderfront in der Antonsgasse unter teilweiser Verwendung von Hausteinen mit Edelputz ausgeführt. Die Dächer und Dach aufbauten sind mit Schiefer in reicher und gut durchgeführter Art gedeckt. Die sämtlichen technischen und künstlerischen Arbeiten der ganzen Bauanlage und ihrer inneren Einrichtung sind nach den Entwürfen, Zeichnungen und Angaben des Architekten v. Schreiber zur Ausführung gekommen. Bersonalnachrichten. Versetzt sind: der Regierungs= und Baurat Wolff, bisher bei der Königl. Eisenbahn=Direktion Breslau nach Köln zur Wahrnehmung der Geschäfte eines Oberbaurals bei der Eisenhahn Direktion; der Regierungsbaumeister Steamayer, bisher in Uelzen als Vorstand der Bauahteilung in Mörs; der Obersekretar Otto Schulze vom Verkehrsbureau hier nach Düren zur Wahrnegmung der Geschäfte eines Verkehrskontrolleurs; der Werimeiste Gottfried Harnischmacher von Köln(Eifeltor) nach Euskirchen; der Eisenbahnpraktikant Reah von Krefeld nach Köln (Gereon); der Oberbahnassistent Weese von Hohenbudberg nach Köln(Gereon); die Eisenbahnassistenten Sarter von Kall nach Köln und Drasbo von Jünkerath nach Köln. Ernannt sind: der Werkmeister Menges in Köln zum Werkstättenvorsteher und der Hülfsstellwerksschlosser Erner in Köln (Hauptbahnhof) zum Stellwerksschlosser. Die Orüfung haben bestanden: die kommissarischen Eisenbahn= Assistenten(Unterassistenten) Rief und Wernicke in Köln und Laschet in Deutzerfeld die Fachprüfung 1. Klasse; die Lokomotiyheizer Adolf Boog und Hubert Rensonnet in Köln(Eifeltor), Ostar Brückner in Köln=Kalk(Nord), Joseph Risch in Troisdorf und Matthias Schiffer in Mödrath zum Lokomotivführe sowie der Eisenbahngehülfe Wilhelm Simon im Betriebsbureau zum Unterassistenten. Auszeichnung. Dem Eisenbahnobersekretär Rahlfs, im Rechnungsbureau hier, ist bei seinem Uebertritt in den Ruhestand der Charatter als Rechnungsrat verliehen worden. Aius Köln=Mülheim (7) Der Rülheimer Gartenbauverein hielt am letzten Sonntog unter dem Vorsitz des Gartenbauinspektors Vincentz eine Versammlung ab, in der Hr. Karl Fasbender jr. über die Kultur und Pflege der Kakteen sprach. 90 Prozent der Pflanzen würden „vergossen". Wenn die Kakteen nicht gerade direkt an der Heizung ständen, begieße man sie am besten im Winter überhaupt nicht und im Sommer nur dann, wenn sie wirklich trocken sind. Sekret Stollwerk erstattete Bericht über den vom Verein unter der sa# kundigen Führung von Dr. Esser unternommenen Besuch des hutanischen Gartens und empfahl dringend den Besuch dieses herrlichen Gartens. Außer den von Hru. Karl Fasbender jr. geschenkten Kaktuspflanzen kamen Fuchsien, Hortensien, Palmen usw. zur Verlosung. Aus Küln=Dellbrück. Eine Prozession sand am poegestrigen Sonntag von hier aus nach der Gnadenstätte in Hardenberg=Neviges stalt Um.45 Uhr war in der Pfarrkirche für die zahlreichen Pilger eine h. Messe. Nachdem fuhren die Pilger mit der Bahn zum Enadenort. Abenos um 8 Uhr traf die Prozession wieder hier ein. — In einer Sommerwirtschaft im benachbarten Gierath wurden nachts gegen 40 Hühner an Ort und Stelle geschlachtet und von den Einbrechern mitgenommen. Seite 6. Kölner Lecol-Ruzeiger Dr. 190 F Dienstag, 11. Juli 1916 Isch-Ersatz la. geräucherte Flundern täglich frisch aus dem Rauch eintreffend in 9 und 30 Pfd.-Histen, in einzelnen Kisten a Pfd..15.# Rissen-Lachsheringe große Ware, per Stück 433, in Kisten von 70 Stück unter Nachnahme abzugeben. Schlichting& Co. m. b.., Köln a. Bh Uhlerring 52 Tel. A 1990 u. 9016. 0 #. Zamp Lalks Köln, Altermarkt 40 200000000003039 ### Miltela-Toghurt: " D. R. P. Ni. 269593*c 6 Nahrhaft und gesundheitfördernd. 2 e Pünktliche Lieferung auch während des Krieges. e S srsss Kunariz& Schürmann Nachl. s B 13 Köln. Gabelsbergerstr. 47. Tel. B6418. O 9600 510 ul. 8100 or 6wangsweise versteigert werden 0000 73806000BS3O9O39333393 * 4 tcN Meine zweite Kriegskarte mit hervorragend. 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Flur 35, Parzelle Nr. 3274/266, Rudolfplatz 2, Hofraum, worauf: a. Wohnhaus mit überdachtem Hofraum, 91 Quadratmeter groß, 5000 Mark Nutzungswert, 2. Flur 35, Parzelle 664/266, Rudolfplatz 4, Hofraum, worauf: a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, 3600 Mark Nützungswert, d. Lagergebäude, 150 Mark Nutzungswert, zwangsweise versteigert werden. Eigentümer: Eheleute Schuhmacher Peter Schonauer: Magdalena geborene Düx zu Cöln. Mittelstraße 52½54. Königl. Amtsgericht, Abteilung 40 Cöln. Am 21. Juli 1916, vermittags 10 Uhr soll in Cöln, im Justizgebäude am Neichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete in Cöln=Vickendorf belegene Grundstück: Simarplatz Nr. 5, 3 Ar 2 Quadratmeter groß, a) Wohnhaus mit Aubau und Hofraum, b Hühnerhaus, Gesamtnutzungswert 2370 zwangsweise versteigert werden. Eigentumer: Ehefrau des Polizeikommissars Franz Streichert, Amanda geb. Stöbbe in Cöln p Kona, Umtsgericht Abt. 40, Cöln. f. und aus guter Familie, mit besten Empfehlungen, ehrbar u. zuverläßig, sucht bei gebild. Herrn oder Dame den Haushalt zu führen. Off. u. B 514 an die 2. Gesch. d..=A. Köln, Breitestr. 85. b Gaugs=Versteigrraug Am Mittwoch, d. 12. Juli 1916, nachmitlags 3 Uhr, ollen im Plandlokale Roland. straße 105 zu Cöln versteigert werden: 2 Schreibmaschinen und verschiedene Möbel. Nolte Gerichtsvollzieher in Cöln.c“ Bekanntmachung. Es sind ernannt: Als Ortsbezirksvorsteher für den Bezirk 28a: Herr Jean Mohren, Fabrikant, Gottesweg 171: als Ortsbezirksvorsteher=Stell vertreter für den Bezirk ob; Herr Johann Karl Clement. Kaufmann. Vagteistraße 21 für den Bezirk 28a: Herr Paul Klein, Ziegeleibesitzer, Breiber;. straße 24 Cöln, den 19. Juli 1916. Der Oberbürgermeister. *5 J..: Dr. Wirsel. Versteigerun Am Mittwoch, den 12. Juli 1916, vormittags 10 Uhr, versteigere ich denstraße 27: Betten, Tische, Stühle, Bilder, Küchengeschirr, Herd, Sofas, Kleider schränke, Vertikos, Brislantringe. Ohrringe, Medaillon usw. Cöln, den 11. Juli 1916. Erbeck, Gerich spollzieher. ob Zwangs-Versteigerung Am Donnerstag. den 13. Juli 1916, vormittags 11 Uhr, sollen im.andlokale Marsilstein 28 versteigert werden: 1 Warenregal mit Schuhladen, weiß lackiert, 1 Schreibmaschine, 1 Tieges: druckpresse, 1 Speisezim: mereinrichtung, 1gr. Spiegel und andere Möbel Wiegand. Gerichtsvollzieher in Cöln.*5 Zwangs-Versteigerung Am Donnerstag, den 15. Juli 1910. vormittogs 11½ Uhr, soll im Pfandlonale Marsilstein 28 3u Cöln versteigert werden: 1 Schreibmaschine(Remington) Kruse Gerichtsvollzieher in Cöln. 5, B0M0COESCAROCUPLADOTOSTTRER : Huis Kölns Hachbarschaft:: 6910cOraeT oe boeS 0099 52 Esseren,.Juli1910. Hier wurde kürzlich eine Ziege aus dem Stalle gestohlen. Einer der Täter, ein Tagelöhner, wurde vom Schossengericht zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Bruhr,#ib. Die Voltsspende des Vaterlandischen Frauenvereins der Stadt Brühl betrug für Monat Juni n Mu.: bis jetzt sind insgesamt 3971,50 M. eingegangen, welche zur Versorgung unserer Soldaten mit Liebesgaben von Näh= und Strickmaterial, für Beschäftigung bedürftiger Kriegerfrauen usw. bestimmt sind. Die Juli=Sammlung ist für die im Ausland verindlichen deutschen Kriegs= und Zivilgefangenen be stimmt.— Die Altpapiersammlung zugunsten der Krieger nnen und=Waisen wird in der nächsten Wache wieder fortgesetzt werden. Die Bürger werden gebeten, altes Papier usw. zur Ab nahme bereitzulegen.— Am Samstag, den 22. Juli, mittags 1 Uhr, sender im Schlachthaf Köln=Ehrenfeld ein Ziegenlammermartt des Verbandes der Ziegenzuchtvereine des Land kreises Köln start. Die Ziegenzüchter der Bürgermeistereien BrühlStadt und Land, welche Tiere zum Markt bringen wollen, müssen diese bis zum 14. Juli schriftlich bei Herrn Herbst in KleinKönigsdorf angemeldet haben. Zweite und dritte Mutterlämmer müssen behufs Auszahlung des Aufzuchtzuschusses ebenfalls zum Markt kommen.— Der neugegründete vaterländische Frauenchor veranstaltet am Sonntag, den 23. Juli, in der Karlshalle zum Besten der Hinterbliebenen der gefallenen Brühler Krieger ein Wohltätigleitskonzert unter Leitung des Gesang= und Musiklehrers Paul Kuhl(Köln) unter Mitwirkung seines Chorleiters als Reziatator, der Kammersängerin vorimm=Mittelmann(Alt) von der Kolner Opper und des Konzertsängers Willi Dicks=Köln (Bariton).— Austunftserteilung und Rechtsberatung durch das Arbeitersekretariat und Volksbüro Köln(Annohaus) findet im Monat Juli von nachmittags 6 Uhr ab im Lokale Griesberg am Mittwoch, den 12. und Mittwoch, den 26. Juli statt.— Der Personenzug der Köln=Bonner Kreisbahn, der.28 Uhr nachmittags ab Pingsdorf nach Brühl II fahrt, überfuhr kurz vor Einlauf in Station Brühl II Ecke Uhl= und Liblarerstraße einen taubstummen denaven der hiesigen Provinzial=Taubstummenanstalt, der bei Witwe Thom. Bergheim in Pension war. Der taubstumme Knabe, der seinen Papierdrachen an der Kordel führte, lief rückwärts gegen die Lokomotive, wurde von dieser gesaßt und tonnte nur noch als Leiche hervorgezogen werden. Der Tatbestand wurde polizeilich festgestellt.— Am Sonntagmorgen 11 Uhr fand im Lokale bei Wilh. Kirsch eine Versammlung des hiesigen Gartenbauvereins statt. Zu Punkt 1 der Tagesordnung sprach der Vorsitzende Redakteur E. H. Kley über die Verwertung von Obst und Gemüse. Eine vorgesehene Verlosung von Pflanzenund Gartengerätschaften wurde vorderhand nicht für angebracht gehalten, dagegen eine Ausstellung von Gartenerzeugnissen in kleinem Maßstabe ins Auge gefaßt und dem Vorstand zur weiteren Beratung überlassen. Im Laufe des Monats August wird der Verein dem Gartenbauverein in Lechenich einen Besuch abstatten. Die Versammlung hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen. 0 Venn,.Juli1916. Die Verwaltung der Drachenburg hat dem Vaterländischen Frauenverein in Bona ein nordisches Sommerhaus als Ernolungsheim für seine Schwestern zur Verfügung gestellt. Die Verpflegung besorgt der Verein, der dabei von der Besitzerin des Belgischen Hofes in Köln, Frau P. J. Thelen, Pachterin der Wirtschaft auf dem Drachenfels, unterstützt wird. (à) Bornheim,.Juli1916. Ein ganz neues, bisher hier als Kulturpflanze gänzlich unbekanntes Gemüse wird jetzt zum erstenmal im Großen hier angehaut. Es ist dieses eine besondere Abart des gewöhnlichen, sonst wild wachsenden Löwenzahn, von der durch hiesige Krieger der Samen aus Belgien und Frankreich mitgebracht wurde. Dieser Löwenzahn liefert große Blätter, die jung geschnitten im Winter und im Frühjahr einen gesunden, sehr bekömmlichen, etwas bitteren Salat ergeben. Doch müssen sie vorher mit den Blattrippen erst gebleicht werden. Das neue französische Gemüse wurde vor dem Torfe auf oden Grundstücken angebaut, wo bisher nichts als Ginstern und Quecken wucherten. Es ist aufgegangen und bisher gut gediehen. (.4) Bergheim, 10.Juli 1916. Am kommenden Donnerstag findet hier der vom Kreis Bergheimer Pferoezuchtverein abgehaltene Fohlenmarkt statt, verbunden mit Pferdeschau und Versammlung der Lokalabteilung Bergheim. (A) Dorz, 10.Juli 1916. Die bei den Einwohnern der hiesigen Bürgermeisterei in den letzten Tagen abgehaltene Büchsensammlung zum Besten der deutschen Kriegs= und Zivilgesangenen hatte folgendes Ergebnis: Heumar 306, Eil 696, Urbach=Elsdorf 529, Vorz 1342, Ensen 172, Westhoven 444; zusammen 3489 M. (0) Urbach, 10.Juli1916. Mit dem Eisernen Kreuze wurden ausgezeichnet Unteroffizier Engelbert Zaß, sowie Unteroffizier Josef Linden. #### Ensen, 10.Juli1916. Dem Unteroffizier Peter Müller (Jeld=Art.=Reg. 83) wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. () Berg.-Gladbach, 10. Juli 1916. Die Aufstellung der Kundenlisten für die Abgabe der rationierten Waren hat anscheinend bei einer Anzahl Geschäfte zu einer unterschiedlichen Behandlung der Käufer geführt, indem Geschäfte Waren nur unter der Bedingung abgegeben haben, daß sich der Käufer bei ihnen in die Kundenliste einträgt. Die Einführung der Kundenliste hat den Zweck, bestimmte Waren nach Maßgabe der Kundenzahl an die Geschäfte zu verteilen. Diese Waren sind allerdings nur in dem Geschäft zu beziehen, bei dem die Familie in der Kundenliste eingetragen ist. Alle anderen Waren dagegen unterliegen dieser Einschränkung nicht.— Zur Sicherung der Milchversorgung der Kinder und kränklicher Personen ist eine Verordnung beabsichtigt, die es verbietet, den täglichen Milchbedarf von mehr als einem Landwirt oder Milchhändler zu beziehen. Jede Familie, die ihren Milchbedarf nicht im eigenen Betriebe gewinnt, soll einem bestimmten Lieferanten zugeteilt werden. Zu diesem Zweck wird neven Zahl und Alter der Haushaltungsangehörigen durch Rundfrage mittels Formulars festgestellt werden, ob die Familie selbst Milchvieh halten oder ob und bei wem sie die Milch kaufen, wieviel Milch sie für die Folge täglich bedürfen und bei wem sie dieselbe zu beziehen wünschen. ((à).-Gladbach, 10.Juli 1916. Hauptmann Mar Berger von hier erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. (A) Bechen b..=Gladbach, 10.Juli1916. Hier starb der Gemeindevorsteher Anton Weiden, der dieses Amt 25 Jahre inne hatte. Der Verstorbene, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreute, bekleidete 50 Jahre lang das Amt eines Vorsitzenden des Kriegervereins. (0 Bechen, 10.Juli1916. Der Gemeindevorsteher Anton Weiden, einer unserer geachtersten Mitbürger, ist gestern nach langer Krankheit gestorben. Bis weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus war er gut bekannt und allgemein beliebt. Das Amt als Gemeindevorsteher hat er 25 Jahre zur besten Zufriedenheit aller verwaltet. Ueber 50 Jahre war er Vorsitzender des Kriegervereins, lange Jahre Mitglied des Schulvorstandes und des Aufsichtsrates der Spar= und Darlehnskasse. Die Tatsache, daß er diese Aemter all die langen Jahre verwaltet hat, beweist allein, daß er bei allen seinen Mitbürgern in höchster Achtung und besten Ehren stand. Overath..Juli1916. Anträge auf Gewährung von Beihülfen zu Obstbaumanpflanzungen sind bis 1. August er. an den Bürgermeister einzureichen.— Die Gemeinde kann einen Posten auslandische Frühkartoffeln erhalten. Diejenigen. welche abnehmen wollen, müssen sich bis bestimmt Mittwoch, den 12. Juli cr. auf dem Bürgermeisteramt melden, da nur diejenigen Mengen eingeführt werden, die bestellt sind. Der Preis wird 11.50 bis 12,00 M. betragen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die bisher gewährte Brotzulage für Kartoffeln mit dem 19. Juli aufhört und weitere Zulagen nicht gewährt werden können.— Bei einem Gewitter schlug hier der Blitz in eine weidende Viehherde. Drei Kühe wurden vom Blitz erschlagen. .4 Wiesdorf, 10.Juli 1916. In der vergangenen Nacht wurden an zwei Sellen Ziegenställe erbrochen. Auf einer Stelle schlachteten die Spitzbuben zwei, und auf der anderen eine Ziege ab und nahmen die Tiere mit. # Worringen,.Juli 1916. Ein Metzgermeister von hier stand vor dem Schöffengericht in Köln unter der Beschuldigung, wissentlich verdorbene Leverwurst, unter Verschweigung dieses Umstandes verkauft zu haben. Das Gericht erkannte wegen Fahrlässigkeit auf 75 Mark Geldstrafe. (0) Refrath,.Juli1916. Am nächsten Sonntag den 16. Juli wird aus unserer Gemeinde ein Priester hervorgehen. Ferdinand Heidkamp, Sohn des Herrn Peter Heidkamp, empfängt im St. Stephans=Dome in Wien die Priesterweihe. Seit Entlassung aus der Schule Zögling des Steyler Missionshauses, mußte der Neupriester beim Ausbruch des Weltkrieges sein Studium unterbrechen, weil viele Zöglinge ins Heer eintraten. Er weilte bis Weihnachten 1915 in der Heimat. Nachdem seine Militärverhältnisse endgültig geregelt waren, kam er zur näheren Vorbereitung in das Kloster St. Gabriel bei Wien und hat nun sein Ziel glücklich erreicht. Vier Brüder des zukünftigen Missionars sind im Heere, der jüngste wurde in Rußland verwundet. Der jetzige Neupriester ist der dritte Priester, der aus unserer Gemeinde hervorgeht. .0 Niederembt,.Juli1916. Hier wurde ein Pferd vor einem Fuhrwerk scheu und brachte den Wagen zum Umstürzen. Ein Bauersmann ist bereits den beim Sturz erlittenen Verletzungen erlegen und eine ebenfalls auf dem Wagen befindliche Frau erlitt einen schweren Schädelbruch. OhM Verkehrsnachrichten G Keine Postpakete nach der Türkei. Auf Verlangen der türtischen Postverwaltung muß die Annahme von Postpaketen nach der Türkei bis auf weiteres eingestellt werden. # Köln, 11.Juli1916. Vom 15. Juli d. J. ab verkehrt der Personenzug 506 Köln=Trier zwischen Euskirchen und Lissendorf in nachstehendem Fahrplan: Bis Euskirchen wie bisher. Euskirchen ab.18, Satzbey an.29, ab.30, Mechernich an.43, ab.45, Scheben an.56, ab.57, Call an.05, ab.08, Urf: an.16, ab.17, Nettersheim an.26, ab.27, Blankenheim (Wald) an.38. ab.39, Schmidtheim an.49, ab.51, Jünkerath an.03, ab.31, Lissendorf an.36 Uhr. Geite 7. 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Nicht berechtigt zum Bezuge der Kartoffeln baw. deren Ersatzwaren sind 5 diejenigen, die gemäß Verordnung vom 5. Juli selbstgeerntete Frühkartoffeln * zur Deckiung des eigenen Bedarfs zurückbehalten. Um einen Ueberblick über die noch zur Verfügung stehenden Mengen zu haben, müssen die Geschäfte, die Kartosseln bzw. Ersatzwaren für Kartoffeln verkaufen, Do: Lump ett neue Abschnitte Pachleinen, Taue kesshaare ∆ 0 5 ##. e sen, laden Samstagabend der Zeutrallagerverwaltung Cöln=Ehrenfeld, erk, Roßstraße durch Postkarte mirteilen, welche Mengen an Kartoffeln, bezw. Ersatzwaren für Kartoffeln sie noch vorrätig haben, damit diese, falls Hnötig, abgepolt und enderweit verteilt werden können. Die Postkarten müssen zu 6 kausen zu hohen Preisen 9 Bohne Kmp; a # Thieboldsg. 138. Tel. A 46 18. S W. E diesem Zwec Samstagsabends zur Post gegeben werden. 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B 8 „Wiederschen war seine lioffnung. Den Heldentod in Feindesland erlitt nach 5 Der liebe Gott nahm uns in dieser schweren Zeit meinen lieben Mann, unsern treusorgenden guten Vater und Schwiegervater, Herrn Bauunternehmer Peter Lang Ritter des Kronenordens Er starb nach kurzem, schwerem Leiden im 63. Lebensjahre, nach Empfang der hl. Sterbesakramente. Köln-Nippes, Köln-Riehl, Westfront und Aachen, den 10. Juli 1916. Um ein Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Die trauernden Angehörigen. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 13. d. Mts., nachmittags ½3 Uhr, vom Trauerhause Eichstraße 7 aus. : Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens ½10 Uhr, in der Rektoratskirche St. Bonifatius, Köln-Nippes. 19 Gottes h. Willen am 5. Juli unser lieber hoffnungs voller Sch ohn, unser älterer Bruder, der wohlachtbare Jüngling Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. e ccee cpr“ Smtel Landw.-Inftr.-Reg. 65, 9. Komp. Alle, die ihn gekannt, werden ermessen, welcht### herber Verlust uns hierdurch betroffen. Im Namen der trauernden Ilinterbliebenen: Ej Frau Heinrich Decker Martha geb. Frembgen. Köln-Nippes, Ulrich Zellstraße 2, Köln. Die feierlichen Exequien werden gehalten am E Freitag, den 14. Juli 1916, morgens um 8 Uhr, in Kr. der Pfarrkirche St. Agnes zu Köln. 12 K½ IET Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme für die schönen Kranzspenden und zahlreiche Beteiligung#. bei den Excquien und der Beerdigung meines innigst E geliebten Gatten, unseres teuren Vaters sprechen Ewir hiermit allen Verwandten und Bekannten, der### Firma van der Zypen& Charlier, seinen Mitarbeitern, sowie allen beteiligten Vereinen unseren tiefgefühltesten Dank aus. p 5 Witwe Jos. Kügelchen u. Söhne. 4 im Alter von 22 Jahren, nachdem er 18 Monate dem Feinde gegenüberstand. In tiefer Trauer: Familie Conr. Gräfen nebst übrigen Anverwandten. Köln-Nippes, den 10. Juli 1916. Das feierliche Seelenamt findet am Samstag, den 15. Juli, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche zu Niehl statt. P2 Die h. Messe für Fonk-Mollonari findet statt Donnerstag, den 13. Juli, morgens 8 Uhr, in St. Andrens. „ nachmittags und abends: 6 „Konzert. # Stadtwald Für Trauer: Schwarze Kleider, Mäntel, Blusen, Röcke, Hüte, Handschuhe, Schleier, Kleiderstoffe Kaufhaus Michel& Co. Köln, Hohe Str., Ecka Gürzenichstr., Burghöfchen. Leitern aller Art Fabrikschemel Kinderleiter- u. Kastenwagen Bürsten, Besen. Fensterleder alle Holzwaren. Gänzlicher Nach Gottes heiligem Willen entschlief sanft gestern nachmittag 5 Uhr Eisa! im Kriegslazarett Kolpinghaus nach kurzem, schmerzlichem, aber mit christlicher Geduld ertragenem Leiden und wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sakramente unser lieber Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Onkel und Neffe, Herr 5 Hame Haupt-Gasthaus - Köln-Lindenthal ## Mitzoch, den 12. Juli 191 # nachmittags von 4 Uhr an: BINFIRN“ Schiricn- Thon wegen Aufgabe des Geschäfts. rklei Kolumbastr. 7. Jackenkleider u. Mäntel Taillenkleider, Blusen, Röcke Unterröcke, Schürzen 8 Hüte und Schleier Handschuhe, Taschentücher, Trauerschmuck.####8 Ke onden ges gesch. Die Preise sind um 28 bis 4 0% ermässigt,#/#4 zurückgesetzte Konfektion bis 60%. MIO.- Feoer omne Cimmbens ae im Juli noch ohne Kleiderkarte. 65# Pionier im Eisenbahn-Regiment 2. im nahezu vollendeten 26. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie Karl Thomas. Köln-Lindentnar bachemerstraße 71), westlicher Kriegsschauplatz, den 11. Juli 1916. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Donnerstag, den 13. Juli, morgens 8½ Uhr, in der Pfarrkirche zu Köln-Lindenthal. Die Beisetzung findet am selben Tage, vormittags 11 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes Köln-Melaten aus statt. 0* Neies Konsl Eintritt frei! Stadt-Garten nachm. u. abends: 53 KONZERT. ######## An en Bruchleidende *0 Sti Schenkelriemen. 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