KN KARRRRARRRRRGTE p: p Je O* 25 Die einspaltige Holenela4ehe s „* 1P T TAN(38 mm breit) 25 Bezugeis bei 5 Hotenzust im engern K Verbreitunck 65 Pl. 2 * im erweites Pi monat. S lich; mit wöchentl.## # illustriert.ialtungsblatt## * Welt und n Wort und* K Bild mehr. 26 # Postbezu eZustellgeb.# i Ausgabe nit Colenia# K I1.25 on.), mn.50 K K(2Mon 1,75 0Mon.). * 2 2 Kölner Spannigen...." mm breit) 25 Pf, 3. S und letzte Seite 30 Pf. 5 2 und fizie Vnee. " f ü r K ö l n 1 8 b z w. 2 2 P l. g &a Platzvorschriften 10% Zuschl. K Reklamepreis# *; Die 90 mm breite Kolonel-# * Zeile 75 Pf, für Köln 50 Pf, F K zweite Seite 00 Pl. 28 2 Platzvorschriften 10%; Zuschl. K Oftertengebühr 25 Pl. 2 n Ausgabel Lolonia und Welt un in Wort und S Bild 1O onatiich mehr. WTB G — Ideutsche Tagesbericht. 's Hauptquartier,.Mail9lo. sormittags. Drahtber.) icher Kriegsschauplatz. en ist die Lage unverändert. Toter Mann wurde auch gestern #iere Jlugzeuggeschwader belegten feindliche bpenungklünfte westlich und Magazine südlich von Verdun Kliebig ait Vomben. Ein franzsischer Toppelbeder wurde Tich von Noyon im Luftkampfe abgeschossen; seine Insass. #d tot. estlicher und Balkan=Kriegsschauplatz Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Oberste Heeresleitung. nach zurück. Der Aufstand in Irland. Der österreichisch=ungarische Tagesbericht. WIB Wien,.Mai191o.(Drahtber.) Amtlich wird verRussischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Im Adamellogebiete wiesen unsere kruppen die seindlichen Angriffe, die sich hauptsächlich gegen den ergoridapaß richteten, unter beträchtlichen Verlasen der Alpini ab. * Zur bevorstehenden deutschen Antwort an Amerika. □□ Berlin,.Mai1916. Selten hat das deutsche Volk einer bedeutungsvollen Entcheidung seiner Regierung mit so vilig ruhiger Zupersch Intgegengesehen, wie jetzt der deutschen Antwort auf die amerikanische Roe. Man scheint sch auch in ganzen Valle der 2a. e Sanach ur Sian uchz uie Aie de eegeshane ale merikanischen Konflikt kommen mogen, Teutschland und die eutsche Regierung jedensalls ihr Möglichstes zur Verständigung Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen; se Krird auch nicht so schnell kommen; denn nicht die deutsche Antnort Wilson wird die Enischeidbung bringen, sondern die schließliche Entscheidung liegt bei Wilson und seiner zu erwarinden Antwort auf die deutsche Antwortnote. Man ist sich im upzagarter über die Grmntzige der Leuichen Anmwon an amerikanische Note einig. Die Entscheidung aber hängt, gesagt, davon ab, ob Wilson die neuen deutschen genügend annehmen, oder ob er um jeden Preis den Konund Krieg mit Deutschland herbeiführen will. —, deutsche Antwort wird nach ihrer Fertigstellung in amerikanischen Botschafter nach dessen Ruckkehr aus Hauxtquartier hier überreicht werden. Botschafter Gerard. wTB Belin, 1 Mai1916.(Drahibericht.) Der Berliner Vereinigten Staaen Amerikas, der im Großen ar# vom Kaiser in Audienz empfangen wurde, reist Jim karkin, der Führer der irischen Rebellen. c 5 A8 4r8 P 1. 82 1X8/// 1 Lasement. ohaler X ieriegführenden und die Neutralen. England und die Schweiz. 14.Mai1916.(Trahtber.) England hat der Schweizer Grung eröffnet, es werde die Schweiz mit allen an.sicien, Kolonialwaren und auch Kohlen verseyen, rpflichte, ihre Grenzen gegen die Mittelmächte artTit Bundesregierung hat diesen Vorschlag in grfabgelehnt. (0 Das Ende des Aufstandes in Dublin. (Eigener Drahtbericht.) d London,.Mail 9 16.(Drabtber.) Amtlich wird mitgeteilt: lle Rebellen in Dublin haben sich ergeben. WTB London, 1 Moi1916.(Trahtber. Reuter.) Die Ueberodbe der Behdeg u. Lesiun riaige, dls sie 3e, 2. hou e. Anszhvo, zis tg, Sochu. ter nähertef sich mit der Paria. eschslcse Leite, die Hoegange, Keshone de bitst. borichen repaostonschen Reienn, ie eggesse Pz.= Ve. Uebergabebefehls wurden im ganzen Lande angeschlagen. VTB London,.9011915.(Siet.,) g as hr. g, o on., aine sträfick, Glichgültigleit an den Tiechenbent iun Au., A i# die Folze davon gewesen, dag gelegt habe. Das Pravu... 1. die revolutionäre daß die Regierung es unterlassen habt, gegen die.. Lenugter, daß die Medrheit des rischen Voltes mi wilden Bewegung nichts zu tun gehabr habe •73 Ansterdam,.Mail916.(Lrahiber.) Eine englische üi der Son, K richer Gergeise. den ländlichen Gegenden ergeben sich die aufständischen liegenden Truppenabteilungen. In Lubin hatse, man, gezerz ur#### und Wassen abzuliefern, falls wan dr Raniche; gesaute, uach, Haruse Hrschzulchzsese 6n5 müsse Sie ergaben sich bis setzt in den und Limerick. In Kerry herrscht im großen und ganzen Ruhe. es den elicg, ecie eschaie esghace uns de sigzeale, in der Fortführung des Krieges zu unterstützen. * von der Westfront. Die russischen Truppentransporte nach Frankreich. TU Bukarest,.Mai1916.(Drahtber.) Aus dipiomatischer Quelle will die Dimeniata erfahren haben, daß bisher 15000 russische Soldaten gelandet worden seien. Der Trushpor Hate dei Mleguatz in. Jsgrucg, ger Wie, äiter große Truppentrausporte befänden sich auf dem Wege, h jedoch eine andere Bestimmung. * Die Lage auf dem Balkan. Briechenland und der Vierverband. TU Sthen,.Mail916.(Drahiber) Die polische, Lage wir als ernst betrachtet. Vierverbandskreise lassen verlauten, diFrage bezüglich des Durazugs serbischer Truppen auf dem Landwege unter Benutzung der griechischen Eisenbahnen wurse seitens des Vierverbandes Mitte nächster Woche gelöst werden. eshl es le be gesee, sesche mächten in Verhandlungen treten zu können. Griechenland wird jeden Versuch seitens Serbiens, Frankreichs und Englands, sich in dem Herzen Griechenlands festzusetzen, auf das entschiedenste zu vereiteln suchen. Die griechische Armee gegen den Vierverband. WTB Wien,.Mai1916.(Drahtber.) Die Ponzische Koraas stse eisch ir einer Versicherug, aufichtizer esie Sundgebung v. v... die Thnasie bestund, überhaupt Potg u ven bong dier gls ane charakteristische Folgeesch sehs eshscsh fertigt zu finden. Die Lage im Orient. Der Fall von Kut el Amara. Der türkische Bericht. WTB Konstantinopel,.Mai1916.(Drahtber. Meldung der Agentur Milli.) Nachdem sich die in Kut el Amara eingechlossene englische Armee ungefähr fünf Monate unter dem Druck unserer heldenhaften Truppen befunden hatte, mußte sie sich schließlich der siegreichen kaiserlichen Arme ergeben. Dieses Ereignis, do- eine der ruhmreichsten, glänzendsten Seiten in den militärischen Annalen der osmanischen Armee darstellt, spielte sich folgendermaßen ab. Nachdem die englische Armee in Kut el Amara ihre Lebensmittelvorräte aufgebraucht hatte, erwartete sie, daß entweder ihre Landsleute oder ihre Verbündeten ihr zu Hülfe kommen würden. Das englische Kabinett, das die Lage der Belagerten sehr genau kannte, sandte dem Führer des englischen Expeditionskorps im Jrak Befeyl über Besehl, um ihn zur Eile anzutreiben, damit er die Stellung unserer Truppen bei Felahie, koste es was es wolle, angriffe und durchbreche, um der Armee des Generals Tewshend Hüse zu brigen. Die m unseret. letzten amtlichen Berichten gemeldeten englischen Angriffe, die anter mnaechkenren Verlassen an den unserer Truppen scheiterten, zielten sämtlich auf die Befreiung Townshend hin. Da die Engländer merkten, daß sie den Wideriin 2 63 3 * 1 Seite 2. stand der Türken nicht brechen und ihnen ihre Beute nicht streitig machen könnten, stellten sie ihre Angriffe auf Felahie ein. Sie versuchten dann mit allen möglichen Mitteln, den belagerten Platz mit Lebensmitteln zu versehen. Sie warfen zuerst Säcke mit Mehl aus Flugzeugen herab; aber unsere Wassen zerstörten auch diese Hoffnung der Engländer. Unsere Kampfflugzeuge begannen, diese alten feindlichen Flugzeuge eins nach dem anderen abzuschießen. Der Feind griff zu einem anderen Mittel. Er versuchte unter dem Schutze der Nacht ein mit Lebensmitteln beladenes Schiff in die Festung zu bringen, aber unsere allezeit aufmerksamen Truppen bemächtigten sich des Schiffes, das Hunderte Tonnen von Lebensmitteln barg. General Townshend blieb keine Hoff'nung. Er war ebenso überzeugt, daß das Versprechen des russischen in Persien kämpfenden Generals, ihm in Kut el Amara die Hand zu reichen, nichtig sei. Am 26. April wandte sich General Townshend an den Oberbefehlshaber unserer Irakarmee und ließ ihn wissen, daß er bereit sei, Kut el Amara zu übergeben. Es wurde ihm geantwortet, daß ihm kein anderer Ausweg, als der, der bedingungslosen Uebergabe bliebe. Der englische Oberbefehlshaber machte dann neue Verschläge, sei es, daß er nicht die günstige Lage unserer Armee kannte, oder daß er glaubte, die türkischen Führer mit Geld gewinnen zu können, er bot uns an, alle seine Geschütze und eine Million Pfund Sterling zu übergeben. Man wiederholte ihm, was man zuerst geantwortet hatte. Townshend ließ darauf wissen, daß er dies dem Oberbefehlshaber der englischen Irakarmee melden würde, dieser befand sich aber sehr weit entfernt, um ihm helfen zu können. Da schließlich Townshend alle Hoffnung verloren hatte, übergab er sich mit der gesamten englischen Armee von Kut el Amara an den Befehlshaber der siegreichen türkischen Armee. Die bisherige Zählung ergibt, daß fünf Generale, 277britische und 274indische Offiziere sowie 13300 Soldaten zu Gefangenen gemacht worden sind. Die Aufgabe unserer Truppen bestand auf der einen Seite darin, Ausfallsversuche zu verhindern, auf die man seitens des belagerten Feindes jeden Augenblick gefaßt war, der sich in mit allen Mitteln der modernen Technik furchtbar verschanzten Stellungen befand. Anderseits sollten sie ebenso die wiederholten heftigen Angriffe des Feindes abweisen, die täglich im Hinblick auf den Entsatz Kut el Amaras stärker wurden. Den Leib bis zur Hälste im Sumpf, im Kampf mit allen Schwierigkeiten der Jahreszeit und des Klimas, so erfüllten unsere Soldaten ihre Aufgabe. Sie können aber auch mit vollem Recht auf den glänzenden Sieg stolz sein, den sie soeben über die britischen Waffen davongetragen haben. An der Kaukasusfront nichts von Bedeutung. Ein feindliches Torpedoboot, das am 28. April sich einem Teil der Küste zwischen Ari Burun und Sedd ül Bahr zu nähern versuchte, wurde von einem Geschoß unserer Artillerie, die auf sein Feuer antwortete, getroffen. Es entfernte sich in der Richtung auf Imbros, in Rauch und Flammen eingehüllt. Feindliche Schiffe, die sich von Zeit zu eit der Küste Smyrnas näherten, beschossen wirkungslos einige Oertlichkeiten und entfernten sich alsdann. * Der Seekrieg Der=Bootkrieg. WB London,.Mai1916.(Drahtber.) Lloyds berichtet, daß der britische Dampfer City of Lucknow(3669 Bruttoregistertonnen) und das Fischerfahrzeua Blessing aus Hartlepool versenkt wurden. Lloyds meldet: Der englische Dampfer Lindhall ist versenkt worden. Die ganze Besatzung ist gerettet. ::: T h e a t e r u n d K o n z e r t e:: Slotsangen (#A) Im Millowitsch-Theater gibt es seit Samstag die dreiaktige Operettenposse Die Kino=Königin von F. Okonowski und J. Freund, Musik von J. Gilbert. Das Stück ist für die Millowitsch= bühne vortrefflich bearbeitet und findet, das darf heute schon gesagt werden, dank der glänzenden Darvietung und Ausstattung großen Beifall. Es wird ebenso wie die vergangenen Stücke dem beliebten Theater volle Häuser sichern. Der Millionär Antonius Josias Botterklütt, Stadtverordneter in seiner Heimat, hat die Schließung aller Kinos beantragt. Das hat ihm den Haß der berühmten Kino=Königin— schrecklich! das Wort Duse!— Delia Gill eingetragen, die Botterklütt auf allerhand Wegen auf den Film zu bringen versteht, wodurch seine Stellung in der Oeffentlichkeit untergraben wird. Der Weg bis dahin wird beschritten durch eine Reihe von Unmöglichkeiten und Verwickelungen, die von den Besuchern des Theaters um so bereitwilliger hingenommen werden, 1: besser man sich amüsiert. Den Botterklütt verkörperte Karl Millowitsch, der Nachfolger des bekannten Tünnesdarstellers Blaß; er fand sich in seiner Rolle gut zurecht und zeigte in der Situcitionskomik die besten Seiten. Den ganzen Glanz der Operette kenkte die Kino=Königin auf sich, durch Else Stassar=Millowitsch hertreten; sie übertraf sich selbst und entzückte die Besucher durch ihr geschicktes Spiel und ihre reizende Darstellung, nicht minder aber auch durch ihre stimmlichen Gaben. Eine kokette Braut war Hilde Fischer=Millowitsch, der sich ihr Partner Jos. Waldrück als Paron Viktor v. Hildesburg glücklich zur Seite stellte. Willy (Stassar als stotternder Kino=Regisseur Bernhardt und Kaspar (Rillowitsch als reicher Amerikaner Bobby Lopp fanden ebenfalls (ielen Beifall. Die Musik, die in mehreren Gesängen bekannte und dem Publikum liebgewordene, Schlager bringt, ist unterhaltend; Kapellmeister Wolff sorgte für ihre gute Durchführung. Gedacht sei auch anerkennend der übrigen Mitwirkenden, die ebenfalls ihr bestes taten, um der Operette eine längere Lebensdauer an der Millowitsch=Bühne zu sichern. Kölner Local-Anzeiger Nr. 121* Dienstag. 2. Mai 1916 O39939000039380890330000689633308 6 * □ □ ) □ * □ □ Was geschah heute vor einem Jahr? Am 2. Mai 1915: dieg in Westgalizien: Die ganze russische Front von der ungarischen Grenze bis zur Mündung des Dunajec in die Weichsel wird an zahlreichen Stellen durchstoßen und überall eingedrückt(8000 Gefangene). 5 80 8 C930U3SS3233O333OO330303893800 Teues aus Köln ee e 6 Die städtische Gemüseversorgung. Wer täglich die Hauptmarkthalle besucht, wie der Schreiber dieses, kann die Wahrnehmung machen, daß die städtische Verwaltung eifrig bestrebt ist, die Bevölkerung mit frischem Gemüse zu versorgen. Es ist namentlich Spinat, der waggonweise dort eintrifft und in der Hauptmarkthalle durch Angestellte der Stadt feilgeboten wird zu Preisen, die bedeutend unter dem Marktpreis stehen. So wurde beispielsweise am letzten Freitag der Spinat von den Landleuten nicht unter 18—20 Pfg. das Pfund im großen verkauft. Die Stadt hatte wieder ein großes Lager errichtet und verlangte für den Spinat 11 Pfg. Nun zeigte sich aber die merkwürdige Tatsache, daß am Schlusse dieses Hauptmarkttages die Bauern ihren Spinat ausverkauft hatten, während die Stadt noch ganz beträgliche Mengen aufgestapelt hatte, trotzdem die Preise hierfür immer niedriger gestellt worden waren. Die Ursache liegt darin, daß der städtische Spinat sehr unvorteilhaft von der anderen Ware absticht. In der Hauptsache rührt der Spinat, der durch die Stadt verkauft wird, von den verpachteten großen städtischen Hofgütern her und da scheint der Grund und Boden nicht so gründlich bearbeitet zu werden, wie dieses speziell für den Spinatbau erforderlich ist. Die kleineren Landleute, die sich erwerbsmäßig mit dem Anbau des Spinats befassen, bemühen sich mehr, den Boden hierauf vorzubereiten. Manche Fuhre unverkaufter Spinat wanderte in die städtische Dörranstalt am Klingelpütz, was jetzt nicht mehr geschieht, da das Dörrgemüse in der jetzigen Zeit zu wenig gekauft wird. Selbst am Samstag konnte der städtische Spinat nicht abgesetzt werden, obschon man mit dem Preise schon auf drei Pfennig das Pfund herabgegangen war. Schließlich wurde das Gemüse den hiesigen Wohltätigkeitsanstalten unentgeltlich überlassen. Die Stadt verkauft ihr Gemüse nur in größeren Mengen, um den Kleinhändlern in der Markthalle, die das ganze Jahr hindurch die Standmieten aufzubringen haben; keine Konkurrenz zu bieten. Auch in den städtischen Verkaufsstellen wurde der Preis von 18 Pfg. das Pfund aufrecht erhalten, als im großen mit 3 Pfg. das Pfd. verkauft wurde. Uebrigens ist der Spinat, der in den städtischen Verkaufsstellen feilgeboten wird, ausgesuchte Ware. In der Severinsmarkthalle ist ein abgesperrter Platz vorhanden, wo von zahlreichen Frauen die welken Blätter entfernt werden können. Dies ist in der Hauptmarkthalle nicht der Fall, und so bleibt manche Fuhre Spinat recht unansehnlich. Immerhin gelangt durch die Maßnahmen der Stadt billiges Gemüse in den Handel, und auf dem Markte dürfte der städtische Verkauf auch auf den allgemeinen Preis regulierend wirken; denn am heutigen Dienstag, wo die Stadt keinen Spinat auf den Markt geworfen hatte, verlangten die Landleute im großen 20. 22 bis 25 Pfg. für das Pfund! Der Hauptmarkt wurde heute schon um 4 Uhr eröffnet. Die Zufuhren waren groß. Schon gestern abend trafen ansehnliche Mengen, namentlich frisches Gemüse ein, und der Vorgebiegszug war ebenfalls mit Waren für den Markt reichlich beladen. Der Rhabarber ist ein sehr gesuchtes Gemüse geworden. Auf der Südaalerie der Hauptmarkthalle ist ein besonderer Markt für Rhabarber eingerichtet und heute wurden dort ganz bedeutende Posten umgesetzt. Man zahlte 12—13 M. für den Zentner. Im übrigen waren Butterkohl und Spinat die am meisten vorhandenen und begehrten Artikel. Hiesiger Salat war auch schon in ziemlichen Mengen am Markt. Es wurde noch—7 Pfg. pro Kopf im Hundert verlangt, während der eingeführte Salat 12—13 Pfg. pro Kopf in der Kiste kostete. Die ersten hiesigen Radieschen wurden heute verkauft. Der Spargelmarkt auf der Quergalerie war außerordentlich reichlich beschickt. Während man am Samstag für Gemüsespargel noch 80—85 Pfg. und für Suppenspargel 50 bis 55 Pfg. das Pfund im Korb bezahlte, konnte man heute dieselbe Ware für 50—55 Pfg. bzw. 30 35 Pfg. das Pfund genügend haben. Die Verkäufer behaupten zwar, bei diesen Preisen Geld zulegen zu müssen, da die Abschlußpreise ziemlich hoch bemessen seien. Die Ware mußte aber verkauft werden, weil für morgen wieder große Zufuhren in Aussicht stehen. Obst, Apfelsinen, Erdbeeren, Trauben usw. waren begehrt und wurden viel gekauft. 0 Städtische Fleischversorgung. Durch die Verwaltung wurde gestern an die Kölner Ochsenmetzgereien vermittelt: 300 Viertel Gefrier=Rindfleisch, 76 Viertel Rindfleisch hiesiger Schlachtung und 106 geschlachtete hiesige Kälber. An die Kölner Schweinemetzgereien wurden abgesetzt: 100 Viertel Gefrier=Rindfleisch und 156 Salzschweine, ferner für die Mülheimer Metzgereien: 75 Viertel Gefrier=Rindfleisch, 11 Kälber hiesiger Schlachtung und 25 Salzschweine, sowie für die Metzgereien in Kalk 40 Viertel Gefrier=Rindfleisch, 5 Külber und 15 Salzschweine. Im Laufe des heutigen Tages werden noch verausgabt: für Köln 260 geschlachtete Schafe, für Mülheim 30 und für Kolk 20 Stück. Außerdem sind 60 Renntiere verkauft worden. (e) Die meisten Metzgerläden konnten am Sonntag und Montag, da sie im Laufe des Samstag ihre Vorräte ausverkauft hatten, geschlossen bleiben, und da am heutigen Dienstag der Fleischverkauf verboten ist, reiht sich dieser als dritter Ruhetag in den Metzgergeschäften an. Nur in vereinzelten Schweinemetzgereien waren an den beiden verflossenen Tagen noch Wurstwaren zu haben, da am Samstagabend von der Gelegenheit, Wurst noch einmal ohne Eintragung ins Brotbuch kaufen zu können, reichlich Gebrauch gemacht wurde. Auch in den Kolonialwarenund Delikatessengeschäften, wo jetzt ebenfalls Fleischwaren nur gegen Eintragung ins Brotbuch abgegeben werden dürfen, wurden noch viele Dauerwurktwaren abgesetzt. Was zurzeit noch ohne Brotbuchverm..k abgegeben wird, sind einzelne Fleisch= und Wurstkonserden, deren Bestände aber nicht mehr groß sird. Naturzemaz war der Andrang zum Speckverkauf an da stäotischen Ferverkaufsstellen am Montag groß. Was der Mittwoch bringt: e1* Theaten: Opernhaus: Abends 7½ Uhr: Der Evangelimann. Schauspielhaus: abds. 7½ Uhr: Die versunkcne Glocke. MillowitschTheater: abds. 8 Uhr: Die Kino-Königin. Deutsches Theater: abends 8 Uhr: So liebt man am Rhein. Reichshallen-Theater: abends 8 Uhr: Der Graf von Lusemburg. Thalia-Theater: abds. 8 Uhr: Gastspiel lieinrich Prang: Loge Nr. 7. Kinsmatographen-Theater: Modernes Theater, Breitestr. 21, Scala-Cinema, Herzogstr. 9. Konzerte: Stadtwald-Hauptrest.: von nachm. 4 Uhr an. Zoologischer Garten, täglich nachmittags 3½ Uhr. Fiora, täglich nachmittags 3½ Uhr. Vergnügungspalast Gross-Cöln Friesenstraße. Besondere Veranstaltungen: Westerwald-Klub: abends 8½ Uhr Vereinsabend im Rest. Borussia, Hohenzollernring 66,.E. Zirkus Schumann im Richlerhaus: abends 8¼ Uhr große Vorstellung. Panorama Frohngasse, am Zoologischen Garten: KolossalRundgemälde Die Schlacht bei Mars la Tour. Huseen: Geöffnet Eintrit Wallraf-Richartz-Museum—5 Uhr frei Kunstgewerbe-Museum, Hansaring 32A„—5„ frei Schnütgen-Muscum,„„„—5„ frei Museum f. ostasiat. Kunst,„„„—5„ frei Histerisches Museum I, Hahnentorburg„—5„ frei „ II, Eigelsteintorburg.—5„ frei Rautenstrauch-Joest-Museum, Ubierring 47-1„ frei Prahistorisches Museum im Bayenturm„—5„ frei Museum für Naturkunde im Stapelhaus„—5„ frei useum für Volkshygiene, Im Dau 3."-12„ frei Gewerbehalle(technisches und technologisches Museum) 10—12,—5 Uhr frei Erzbisch fl. Oiözesan-Museum, Domhof 8-76„ 30 Pfg. Afrika-Museum, Maria-Ablaßplatz 10A—12 —6 Uhr 20„ : G e s e i l s c h a l t s= u n d V e r e i n s l e b e n: (A) Die Kölner Anthropologische Gesellschaft(Verein zur Förderung des städtischen Prähistorischen Museums) veranstaltet am Samstag, den 6. Mai, einen Ausflug zum Neandertales Als Vorbereitung dazu wird Prof. Dr. Czaplewski am Mittwoch) den 3. Mai, abends.30 Uhr, im Vortragssaale des Museums für Volkshygiene(im Dau 3) einen Vortrag Weiteres über das Neandertal halten. Standesamt der Stad: Köln.(Vom 22. April 1916.) Sterbefälle. August Ditzen, Telephonarb., Pion., 2. Rekr.=Depot Pion=Ers.=Bar. 35, ledig, 21., Düsseldorf.- Adele Steinbüchel, 6 J. Gr. Griechenmarkt 117.- Adolf Albert Funke, Postbote, Unteroff. d. N. d. 2. Batt. Res.=Fuß=Art.=Reg. Nr. 9, ledig, 29., Machabäerstr. 35 - Peter Dabst, 1 J, U. Krahnenbäumen 67.„ Eva Etscheid, 1., von Werthstr. 26.= Wwe Maria Schäfer, geb. Boos, 71., Thieboldsgasse 68- Wor Heinrich Schäfer, Galvanis., 59., An der Linde 15. = Wwe. Margareta Ochs, geb. Thlen, 66., Ursulagartenstr. 13.= Wwr. Wilhelm Schöneborn, o. Ber, 74., Ohmstr. 44.- Anna Dussard, 1., Merovingerstr. 69.- Hildegard Aques Hambüchen, 9., Dussesbach 21. Standesamt Koln-Kalk.(Vom 23. bis 29. April 1916) Sterbefälle. Wilhelm Kraus, Maurer, verh., 40., Frankfurterstr. 1.— Bernh Gottfr. Gerdes, 1., Trimdornstr. 32.- Philipping Erb, geb. Kühn, verh. 47 J. Pollerstr. 112. Witwe Maria Eva Knebel, ged. Schäter, 65., Breuerstr. 41.= Emil Vernhardt. Hilfsweichensteller zurz Soldat, led., 25 J. Wiersbergstr. 28.- Joh Gilberg, Hilfs=Ard. zurz. Soldat, led., 20., Trembornstr. 19.- Christian Aug Breithecker, Schlosser, zurz. Soldat, verh., 36.,.=Mülheimerstr. 94.- Robert Stuhlmann, dh. Ber., verh., 62 J. Schulstr. 51.- Johanna Krieg, 2., Rolshoverstr. 43.- Johann Schiefer, Heizer, verh, 60.,.=Deutz Siegburgerstr. 46.- Anna Roth, ged. Brüssel, verh. 62., Olpenerstr. 9. Joseph Schäfer, 3., Burgstr. 31.- Wilhelm Meurer, 1., Trimbornstr. 9.- Paul Michael Manikowski, Fab.=Arb., zurz Soldat, verh. 32•., Vietorstr. 50. Elisadeth Anna Schöter, 5., Kaiserstr. 30. Standesamt K in=Sülz.(Vom 23.—29. April 1916.) Sterbefülle. Katharina Kurth, geb. Bremm verw., 79., Aegidiusstraße 17.- Wilhelm Schmitz, Hdlgsgehülfe, Jäger. 2. Komp Res JägerBatal., ledig, 20., Theophanoplatz I.- Christina Decker, 2., Hirzstraße 7. Heinrich Fischer, Invalide verheir., 64., Weyerstraßer Weg 120.- Katharina Gillhausen, geb. Empt, ohne Ber., verw., 71., Aegidiusstraße 59. Standesamt Köln-Lindenthal.(Vom 28. April 1916.) Sterbefälle Johann Schäfer, Versicherungslehrling, 15., Köln Hansaring 19.= Elisabeth Merten, geb. von Cöllen, ohne Beruf. Witwe 78., Köln, Vondelstraße 62.= Maria Katharina Raaf. geb. Schilling verh., 51., Efferen, Landkreis Cöln.- Anton Neu, 1 J.=Ehrenfeld Liebigstraße 153.- Bernhard Gausepohl, 14., Köln=Sülz, Münstereifelerstr. 5.- Anna Dreschmann, geb. Nußbaum, Witwe, o. Beruf, 61., Köln, Gladbacherstr. 22- Michael Sagon, Schuhmachermeister Witwer, 46., Köln=Sülz, Sülzburgstraße 82. 7E P .* Handelsteil — OOTPaITUZ * Köln,.Mai1916. Amtlicher Berich: der städtische Marktverwaltung. Niedrigster und höchster Preis im Kleinhande Hähne, alte. 2,50-.50, Junge.50-.50, Hühner, alte,.50.0 junge 3,00 5,00. Tauben, alle..40, junge,.70-.80, lebend, das Stüc Hähne, alte,.50-5,00, junge,.80-4,00, Hünner, an, 4,00-6,50, jung .50-.50. Tauben, alte,.50, junge..90-.00,-schlachtet, das Stüc Bückinge, Brat-.15, Robrsser.22, das Stück, Sprotten.40-.80 d Pfund, Heringe, Salz-.25, Roilmops..18, des Stück, Sardellen.80, St dinen.20 das Pfund, Stocklisch.60 das Pfd. Molkereibutter M..55, Landbutter 2,25 das Pfund, Landeier, frische 6,00-.25, die 25 Stück. Holländerkäse 2,00-.20, Edamer.20 das Pfund. Aeptel, Ess-(.50-.50, Korh-.40-.45 cas Pfund, Aptelsinen.12.13, Zitronen O. io.27 das Stück. noptsalat, 0,08-.15 das Stück, Blumenkohl.50-0,70. Butterkohl .22-0,25, Spine:.a5 las Pfund, Stielchen 0,08-.10 das Geb., Breitlauch .08-.12 das Stück, Rüben, rote, abgesch..20 das Pfd., Petersilie.05— .10 un Portion, Petersilienwurzel ,0.06-.10 das Geb., Sellerlehnollen.15 bis 0 45, das Stuck. Radlicschen 0,05-.08 das(ieb., Schnittlauch.03 das Geb., Zwiebein,.40 das Pfund, Rhabarber.15-.16 das Geb., Spargel, Gemüse..65-.70, Sursen-.40 das Pfd., Gurken, grosse, Salat-,.55.80. kleine.50-.60 das Stück. Die heutige Zufuhr an Gemüse war gut. Der Verkauf sehr dott. Preise ie Zur Reinisung u. Auffrischung des Blutes. sehr mictige Nolle: Haushalte d. menschl. Organismus spielt die Zusammensetzung d ####es u. d. Staftmechsel uns. Korvers. Werden aus irgendweicher Ursache d. StoffwechselEi abfalle nicht in d. richtgen Geise; Ausscheidung, gebracht so belasten sie das Blut mit schäde achen Stoffen. Es treten dann Zirkulanonsstörungen u. Stauungen ein, wie z. B. Verstopfung. d. Kovfusw Rheumatiomuk. Stoffwechtelüthrungen. Als d. toten u Bagenverstimmung, Hautausschläge, Furnn####, Blutandrang n. d. Kovfusw. Nheumatismul. Podagra, Meten= u. Leberleiden rechnet man auch zu d. Stoftwechtelltörungen. AlStoffwechsel in gelinder u. angenehmer Weise anregend, aus unschädlichen Pllanzenstoffen sam tee Ur. 150 ul. Geeszin Blatreinigungspnten Nr. 150 bewährt. Bnde dienes# Enspornung d. Austbeidenesorgane u. üben tadurch ein verbessernden d.#luß auf d. sammenietzung d. Vittes aus. Apotheker Goetze’s Blutreinigungstee Nr. 19 Pateten à.60 u. 3#., Blutreinigungspillen Nr. 150 in Sa a.60 Mt. Knd in u. Ungebung i allen Abothekon vorrütia; ausdrucklic Nr. 150 Beisend: AposPehe znm goldenes Hopf, Holu, Scbiläpgesse 71/73. sammenges., haben sich Apotheker Goetze's antirheumatischer Blutreinigungtee Nr. 150 u. Gectzia Blatreinigungsvlllen Nr. 150 bewährt. Bede dienes Kölner Lecal-Anzeiger ur Dienstag, 2. Mai 1916 Seite 3. Heute abend 9½ Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden, vorher gestärkt durch den Empfang der heiligen Sterbesakramenten, mein lieber Bruder, Schwager und Onkel, der wohlechtbare Fey im 70 Lebensjahre. Köln, den 29. April 1916. In tiefer Trauer: Kätchen Dorlans geb. Magdalena Hambüchen osef Dortans Josef Hambüchen und die übrigen Verwandten. Auf Wunsch des lieben Verstorbenen bittet man von Kranzspenden abzusehen und seiner dafür im Gebete zu gedenken. Die feierlichen Erequien werden gehalten Mittwoch, den 3. Mai, morgens 9 Uhr, in St. Aposteln. Die Beerdigung findet statt am selben Tage, morgens 11 Uhr, nach seinem Wunsche, von der Leichenhalle Melaten. Sollte jemand aus Versehen eine Einladung nicht erhalten haben, so bitten wir, dieses als solche zu betrachten. pb Um stille Teilnahme und ein frommes Gebet für den lieben Verstorbenen bittet in tiefem Schmerz Frau Franz Schecben geb. Döweling und Anverwandte. Köln, Tirschenreuth, Memel, Russland, den 1. Mai 19.6. Die fcierlichen Exequien werden gehalten Mittwoch, den 3. Mai, morgens 8" Uhr. in St. Gercon, Samstag, den 6. Mai, morg. 8½ Uhr. in St. Kunibert. der Gemeinnützigen Baugenossenschaft mit beschränkter Haftphicht in Cöln am 31. Dezember 1915 Aktiva I. Unbebaute Grundstücke II. Methäuser„ III. Erwerbshäuser, die sich noch im Eigentum des Bauvereins befinden..... IV. Neubauten: aufgewendete Straßenbau kosten**————„—* V. Kanalanlage Scherfginstr. VI. Inventar„ VII. Bestkaufgelder...... VIII. Wertpapiere(Kriegsanleihe)**——*-„ IX. Bank-Guthaben„ X. Beteiligung an anderen Unternehmungen...—— XI. Sonstige Forderungen-„ XII. Kassenbeslands**„ 29 253 03 230 805·57 1093313 10 17675 91 3 905 96 .60 16 452 15 5 900.— 22562— 2300— 2918•14 168 18 Passiva A I. Geschäftsguthaben der Mitglieder....****„ II. Reservetonds: a. gesetzi. ReservefondsK 13636.23 b. Hilfs-Reservefond-„ 50 711,39 c. Stiftungen und Geschenke„ 1 265.10 III. Hypothekenschulden Ursprüngl. Schuldbetrag„—"—.K1 265 000.— Dav. sind gerug.„ 162 272.89 IV. Von den Kaufanwärtern geleistete Abzahlungen** V. Kautionen„ VI Sonstige Schulden VII. Reingewinn: Gewinn-Vortrag- M. 8492.23 Gewinn aus 1915„11412,82 1416 100 61 98 058 63 6561272 1102 727•11 11936573 3 200— 7641 /24 19 905/05 1416 46061 Das Sechswochenamt für den Gefallenen Wilhelm Wermelskirchen findet statt am Donnerstag, den 4. gens 81 Uhr, in der St. Marienl wozu hiermit freundl eingelnden Ani 1916, morirche zu Kalk, R 4 Milgfleder-Zugang im Jahre 1915 22 Mitglieder „-Abgang„„ 1915 18„ Am 31. Dezember 1915 verblieben 276„ Die Geschäftsguthaben haben sich im Jahre 1915 vermehrt um M3663.24 Die Hattsumme hat Am Schlusse des Geschliftsjahres 1915 hatten sämtliche Genossen für Ai01den mansumme aufzukommen. Cöl, den 1. März 1916. Der Vorsiand: Hechner. F. Janssan. Martin. Vorstehende Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung wurde geprüft, mit den Büchern vergliehen und in allen Teilen richtig befunden. Cöln, den 10. März 1916. Für den Aufsichtsrat: schee Vorstehende Bilanz habe ich einstimmend gefundim heutigen Tage Franke. geprüft und Hocse. mit den Büchern überHeute morgen 1 Uhr verschicd unerwartet, jedoch nicht unvorbereitet, meine gute Mutter, unsere g liebte Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante 1010 0 15 Eide. Reinhard Miepal Sophie geb. Frings infolge eines Herzschlages im Alter von 73 Jahren. Um stille Teilnähme und ein frommes Gebet für die teure Verstorbene bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Hugo Becher. Alienahr. den 30. April 1916. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 3. Mai, 9½ Uhr morgens, in Altenahr; daran anschließend die feierlichen Excjuien. Das Jahrgedächtnis für die verstorbenen Eheleute Arnold Kistemann und deren Sonn Jakoh bo findet statt am Donnerstag, d. 4. Mai in St. Michael um 129 Uhr, wozu hiermit freundlich eingelad. wird. Das Jahrgedächtnis für den gefallenen Kriegsfreiwilligen Referendar Jos. Schülgen findet Donnerstag, den 4. Mai, 9½ Uhr, in der Pfarrkirche zu Köln-Lindenthal statt, wozu hiermit freund lichst eingeladen wird. rb Cöln, den 25. März #7 1916. Aug. Reilling, Verhands-Revisor. derwaren. Im freiwilligen Auftrage des Eigentümers Herrn loßbach, versteigere ich wegen Ausgabe am Mittwoch, den 3. Mai, Bekanntmachung. 10. Mai 1916, von mor5 Uhr anfangend, bis RES S SINRHGN Sschswesheit für den gefallenen Leutnant Herrn *— Das feierliche Sselenamt für die im Jahre 1915 gestorbenen versicherten Mitglieder findet statt Donnerstag, den 4. Mai 1916 vormittags 8½ Uhr in der Pfarrkirche St. Maria in der Kupfergasse, Die Direktion di: zu welchem einladet bis nötigenfalls Mittwoch, den gens 10 Uhr und nachmitlag: abends in Köln, A Zirka 1000 Stück Damen= und Kindertaschen in Leder „ 900 diverse Portemonnaies in Leder, ferner eine Partie Zigarren=Eiuis. „„„ Bürsten=E.s, „„„ Lederwaren aller Art und verschiedenes, meistbielend gegen bare Zah ung Verhauf findet bestimmt statt. Sehr günstige Gelegenheit für Händler und Wiedervetkäuser. Die Sachen sind neu, und zwei Stunden vor dem Verkaufstermine Hohestraße zu besich igen. Andreas Schneider. Auklienator v. Köln=Nippes, Niehlerstraße 6971. I..: Leo Huysmann, Geschäfts ührer. 1° ##e findet statt am Donnerstag, den 4. 9½ Uhr, in der Pfarrkirche zum h. wozu hiermit freundlichst eingeladen Mai, morgens Jeverin, Köln, wird.* WIRSA Trauer Aus la. Resten angeferti, * Das Jahrgedächtnis für unsere verstorbene gute Mutter Frau Uue. Rechnungsdirektor Schwarze Jackenkleider— Taillenkleider Kostümröcke— Blusen Mäntel Unterröcke— Kleiderstoffe— Seidenstofte Kaufhaus Franz Bergmann& Co Köln. Hohe Str. 73 77, neben Café Bauer.*] B S statt Donnerstag, den 4. Mai, morgens 9 Uhr, Gercon, wozu hiermit frdl. eingeladen wird. können Sie Ihre Vermietungs Anzeigen auch Zehntausenden von Lesern des LA zur Kenntnis bringen, die Sie auf andere Weise nicht crreichen prachtvollste Streifenmuster für jede Größe u. Weite vorrätig noch zu früherem Preis 5 70-18.4 Nur Grosshand ung Königstrasse 5 an der Malzmühle*7 Konfeitionshaus Seligmann. Zwängs-Versleiger u. m Mittwoch, den 3. Mai 1916. vormittags 11 Uhr sollen im Pfandlokale Rolandstraße 105 in Cöln versleigert werden: 1 Partie gebrauchte Mobilien, 1 Schreibtisch i: Eichen, 1 Kleiderschrank, 1 Billard, 1 Geldschrank, 1 Bufekt, 1 Stankuhr, 1 Teppich, 1 Kronleuchter, 1 Pianino, 1 Spiegel in Eichen. Areyz, Gerichtsvollzieher in Cöln. d“ Auf Grund des§ 3der Satzung der Spar= und Darlehnshafte des Landbreises Cöln vom 6 Okrober 1911 bringe 4 fr öffentlichen Kenntnis, daß der Gutsesitzer Fritz Frenger in Fühlingen als Mitglied und der Fabrikbesitzer Joh. Geusgen in Frechen als stellver retendes Mitglied des Vorstandes der Spar= und Darlehnskasse des Landkreises Cöln für die Zeit vom 1. Januar 1917 bis 31 Dezember 1920 wiedergewählt worden sind. Cöln, den 27. April 1916 Der Vorsitzende des Kreisausschusses des Kreises Cöln=Land: Minten, Königl. Landrat.'r Zwargs-Versteigerung Am Donnerstag, den 6. Rai 1916, vormittags 11½ Uhr, sollen im Psandlokale Marsikstein 28 in Cöln versteig r werden: 1 Pianino, 1 Büfett, 1 Sofa mit Umbau, 1 große Part. Oekgemälde, Kupferusw. Kruse, Gerichtsvollzeher in Cöln. d Zwangs-Versieizerung Am Donnerstag, den 4. Mai 1916, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandokale Marsilstein 28 in Cöln versteigert werden 1 Klavier, 1 Schreibtisch, 1 Küchenanrichte und verschiedene andere Möbel, 24 Bände Klassiker. Wiegand, Gerichtsvollzieher in Cöln.*d ist die Nr. der zweiten Geschäftsstelle d. L. A auf der Breitestrasse Wangs-Versteigerung Am Mittwoch, den 3. Mai 1916, nachmittags 4 Uhr, sollen im Pfandlokale Rolandstraße 105 zu Cöln versleigert werden: 1 Unzahl gebrauchte Nöbel. Nolke, Gerichtsvollzieher in Cöln."d :: Nuis Kölns Nachbarschalt 0 Gverath, 29.Aprill 916. Zur Regelung des Zuckerverbrauchs wird folgendes bestimmt: 1. Zucker darf an die Verbraucher nur in der Höchstmenge von einem Pund pro Kopf und pro Monat verabreicht werden. 2. Die Verabreichung darf nur erfolgen bei Grotbuchinhabern gegen Vorzeigung des Brotbuches. Der Verkäufer hat die Verabreichung im Brotbuche auf der letzten Querspalte des jeweiligen Wochenblattes einzutragen, den Durchschreibeabschnitt aus dem Brotbuche auszutrennen und sorgfältig aufzubewahren. Bei der weiteren Verabreichung hat der Verkäufer darauf zu achten, daß seit der letzten Zuckerabnalme ein Monat verflossen ist, er muß somit jedesmal das Brotbuch genau durchsehen. Die Inhaber von Mahltarten erhalten eine Zuckertarte für den Zeitraum bis Ende September 1916. Der Verkaufer darf nur bei Vorlegung dieser Karte Zucker verabreichen er hat die verabreichte Menge in dem auf den betr. Monat entfallenden Abschnitt einzutregen, den Abschnitt abzutrennen und sorgfältig aufzubewahren. 3. Die für einen Monat zustehende Zuckermenge ist aufeinmal zu entnehmen, und dürfen die Geschäfte weiter nicht verabreichen. 4. Die Zuckerverbraucher sind verpflichtet, den Zuckervorrat vom 25. April bei den Einkäufen anzurechnen und entsprechend weniger zu kaufen. 5. Der Preis des Zuckers wird vorläufig auf 32 Pfg. für ein Pfund festgesetzt. 6. Die Verkäufer können für die Folge nur mehr Zucker durch die Gemeinde beziehen. Bei Zuckerauforderungen haben sie die gesammelten Brotbuch= und Zuckerkartenabschnitte mit einer genauen Aufstellung dem Bürgermeisteramt einzureichen; es erfolgt hiernach enlsprechende Zuweisung. 7. Die Ausgabe der Zuckerkarten an die Mahlkartenbesitzer erfolgt am Sonntag, den 7. Mai 1916, und zwar für die Schulbezirke Oerath, Eulenthal, Vilkerath, teppel, Kreutzhäuschen, Heiligenhaus, Mittel=Bech und Steinenbrück vormittags nach der Frühmesse im Steinhof, für die Schulbezirke Marialinden, Schlingenthal und Niedergrützenbach um dieselbe Zeit bei Herrn A. Bücheler in Marialinden. Die Ausgabe erfolgt nur gegen Vorlage der Mahlkarten. Wer den vorstehenden Bestimmungen zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 15000 Mark bestraft. Die Anordnung tritt sofort in Kraft.— Bei dem Lebensmittelverkauf am 4. Mai kemmen folgende Waren zum Verkaufe: Heringe, Stocksische, Klippfische, Zwiebel, Psund zu 37 Pfg., geschälte Erbsen, geschälte Gerste und voraussichtlich Teigwaren. Außer am Verkaufstage, am 4. jeden Monats, wird nichts mehr verabfolgt. *) Blatzheim,.Mai1916. Im Walde traf im benachbarten Fo sthöve ein Förster nachts zwei Wilderer beim Jagen. Notwehr legte der Fürster auf sie an und erschoß einen der Männer, der andere entkam. Bei einer Haussuchung in der Wohnung des Erschossenen fand man viele Patronen vor. .2) Neuho##rath,.Mail916. Die Eheleute Dachdecker Weber seiern am 5. d. M. ihre goldene Hochzeit. Der Jubila: ist 7¾, die Jubilcein 75 Jahre alt. 7) Rath-Heumar,.Mai1916. Vergangene nacht wurden einem Einloehner aus erbrochenem Hühnerstall der Hahn mi neun Huhnern soiie zwei Enten gestohlen. vie%5 Seite 4. Kölner Eocal-Anzeiger Nr. 121&a Dienstag, 2. Mai 1916 u die Mundart und die Schule. () Köln,.Mai1916. Im Kölner Localanzeiger vom 25. April d. J. finden wir einen Artikel„Die Erhaltung der kölnischen Mundart“, der auch von der Schule ein erhöhtes Interesse für die Mundart verlangt und manchem berechtigten Wunsche Ausdruck gibt, anderseits jedoch die Stellung der Schule der Mundart gegenüber nicht ganz richtig würdigt, weshalb wir es für nützlich halten, hier etwas näher darauf einzugehen. Was der Verfasser von der Kölner Mundart wünscht, machen ebenso die Bewohner von Aachen, Mainz, Berlin, die Westfalen, Mecklenburger usw. geltend. Die Mundart muß dem Volke erhalten bleiben und zwar möglichst unverfälscht in Wort und Schrift. Aber dazu kann die Schule wenig beitragen. Im Gegenteil, in gewisser Hinsicht muß sie die Mundart bekämpfen. Die Schule hat neben vielen anderen Aufgaben auch die, die Kinder die hochdeutsche Sprache verstehen und sowohl mündlich wie schriftlich richtig gebrauchen zu lehren. Nicht die Mundart ist Unterrichts- und Schriftsprache, sondern das Hochdeutsche. Wenn nun die Kinder bei ihrer Aufnahme in die Schule alle richtig hochdeutsch sprächen, würde diese Aufgabe bei weitem nicht so schwer sein, als sie in Wirklichkeit deswegen ist, weil 75 Prozent der Kinder von Hause aus nur die Mundart mitbringen. Sie müssen also eine neue, wenn auch sehr verwandte Sprache lernen. Je mehr Eigentümlichkeiten nun die Mundart besitzt, je mehr sie in der Wort= und Satzbildung, sowie in der Orthographie vom Hochdeutschen abweicht, desto schwieriger gestaltet sich die Arbeit der Schule. Am meisten davon berührt werden diejenigen Lehrpersonen, welche die Schulneulinge empfangen und ins Hochdeutsche einführen müssen. Da geben wir dem Verfasser des Artikels im.=A. recht, wenn er bedauert, daß sogar manche Lehrer die Mundart ihrer Schüler nicht verstehen. Wenn die Pädazogik verlangt, daß bei der Einführung der Kleinsten ins Hochdeutsche die Mundart als Brücke, als Uebergang dienen soll, dann halten wir es auch für selbstredend, daß man solchen Kindern keine Lehrkraft aus einer fremden Provinz geben darf. Es wird dann hundertmal dasselbe vorkommen, was einem Lehrer passierte, der aus Westfalen an eine Unterklasse in Köln kam, und dem Ref. ein Bübchen vorführte, das schon 14 Tage in der Schule war und noch kein Wort gesprochen hatte. Wir lösten ihm sofort die Zunge mit der Frage: Wie heehscht do? Antwort: Pitterche. Wo wonnst do? En der — gasse. Hier nannte er ganz richtig seine Straße. Es dient überhaupt dem Interesse des ganzen Unterrichts, wenn die Lehrer den Lebensgewohnheiten der Bevölkerung und in erster Linie der Mundart gegenüber nicht als Fremder da steht. Wenn sie im mündlichen und schriftlichen Gedankenausdruck und im Rechtschreiben etwas Erkleckliches erreichen wollen, so müssen sie die Abweichungen der Mundart vom Hochdeutschen in der Deklnation, Konjugation, Wortbil! Kleines Feuilleton r 60 Der 2. Mai 1915. Das war im Mai, Im sonnigen Mai, Da gingen leuchtend die Fahnen hoch, Auf Freudenflügeln die Botschaft flog: Der russische Damm der ist durchstochen, Mackensen hat die Front durchbrochen! Es war ein blauer Frühlingstag. Weiß blühten die Baume im grünen Hag. Die Lerche jubelte himmelwärts. Aufjauchzte nach banger Qual das Herz: Die Russenherrschaft ist vorbei, Nun ist Mai! Joseph Abel. m! Kut el Amara. Der Name eines weitverlorenen, von räuberischen Luren bewohnten Nestes im entlegenen Jrak durchschwirrt heute die ganze Welt: Kut el Amara. Wer hat bei uns im Abendlande wohl eine rechte Vorstellung von jenem weiten, seit mehr als einem halben Jahrtausend verfallenen und verödeten Lande, das einst das Land des Paradieses war, in dem Milch und Honig flossen! Und wer kann sich das Leben eines vom Feinde hart bedrangten Heeres in einem solchen jeder Kultur baren Räuberneit wohl vorstellen? Denn alles, was der moderne Mensch zum Leben gebraucht, fehlt in einem Städtchen, wie es Kut el Amara ist: die Armut eines Landes, das halb Steppe, halb Sumpf ist, der Schmutz des Orients und die stille Feindseligkeit der Bewohner vereinigen sich hier, um ein Bild der Trostlosigteit zu ergeben. Kut el Amara liegt inmitten einer engen, halbkreisförmigen Krümmung des Tigris, gegenüber der Stelle, wo sich der Schai el Hai von dem großen Strom abzweigt. An die 5000 Menschen mögen vor der Besetzung der Stadt durch die Engländer des Generals Townshend hier gehaust haben, dem Stamme nach, wie schon gesagt, Luren, die sich von dem persischen Luristan weitwärts bis hierher an den Tigris verbreitet haben. Es sind nicht die angenehmsten Erdenbewohner, diese Luren; einst Nomaden, haben sie sich mit Bauern vermischt und hier seßhaft gemacht, und das Nomadenblut verleugnet sich nicht bis zum heutigen Tage. Schmutz, Verfall, bröckelige Lehmhütten, Büffel= und Kamelmist, während des langen Sommers eine wahre Bruthitze und ein entsprechender Gestank— das ist der Eindruck, den der Reisende von dieser Siedelung mitnimmt. In den anderen kleinen Ortschaften des südlichen Jrak ist es übrigens nicht besser. Immerhin ragt über die flachen orientalischen Dächer von Kut el Amara ein weißes, kühn in die Höhe schweifendes Minaret; es ist in dem flachen Lande mit seiner endlosen Weite und der im Sonnenschein flimmernden zittrig heißen Luft gewissermaßen eine Art Wahrzeichen und Wegweiser. Sonstige Baulichkeiten von Bedeutung hat Kut el Amara nicht aufzuweisen; auch die wenigen Backsteindung, Aussprache und stets wiederkehrende Fehler beim Rechtschreiben genau kennen und durch geeignete Uebungen in den fürs Deutsche angesetzten Stunden dagegen ankämpfen. Dieser Kampf ist keine Animosität gegen die Mundart, sondern Pflicht und Schuldigkeit. Um nur einige Beispiele anzuführen, die auch der Laie versteht, verweisen wir auf einge hervorstechende Fehler: Fast alle Dialekte haben eine große Scheu vor dem Genetiv und dem Akkusativ. Während„dem Essen" und wegen „dem Heinrich“„seiner Mutter“ sagen und schreiben mitunter sogar gebildet sein wollende Leute. Der Kölner ruft einmal „der Joseph“, während der Aachener„an der Jupp sagte“, und damit dem Dativ aus dem Wege geht. Aachen und Berlin haben auch stets. Streit mit dem richtigen Akkusativ und Dativ, nur in umgekehrter Richtung. Der Berliner spricht von jemand, der „ihm“ geschlagen oder geschumpfen hat, aber der Aachener Krieger schreibt nach Hause:„Gestern hat der Feldwebel#michdrei gute Zigarren gegeben.“ Der Kölner Schüler beklagt sich beim Lehrer, daß der Schmitz ihn„getroten“ habe und der große Bruder aus Frankreich schreibt an sein, Mädschen“ in der Spulmannsgasse. Der Gesanglehrer, der auf dialektfreie Aussprache achtet, hat fortwährend zu kämpfen gegen mundartliche Anklänge. Die Kölner Jungens singen vom „Kaiser“, er sei ein guter Mann und lassen den„Mai“ gekommen sein, während die Aachener den lieben„Jott" durch den Wald„jehen“ läßt. Auch die Sachsen sind nicht frei von mundartlichen Einflüssen beim Singen. Ein Thüringer Verein, der beim Kaiserwettstreit konkurrierte, hatte noch keine zwölf Takte gesungen, als sich in Publikum schon eine kleine Heiterkeit auf den Gesichtern zeigte; die Herren dokumentierten zu deutlich ihre Herkunft. Im ganzen genommen spricht der Norddeutsche noch das reinste Hochdeutsch. Sehr schönes, dialektfreies Deutsch hört man in Hannover, Braunschweig, Bremen. Am schlimmsten ist die Vermengung des Dialekts mit dem Hochdeutschen in Süddeutschland, Oesterreich und der deutschen Schweiz. Dort lebt und stirbt das Volk für seine Mundart. Wir verlangen vom Lehrer, wie gesagt, großes Interesse für die Mundart der Gegend, aus der sich seine Schüler rekrutieren. Nur darf dieses nicht so weit gehen, daß er selbst in der Schule„Hochdeutsch mit Streifen spricht.“ Von ihm sollen die Schüler keinen Dialekt, auch keinen Mischmasch, sondern reines Hochdeutsch hören, dann erst lernen sie es richtig nachmachen. Unsern Lehrerinnen kann man das Kompliment nicht vorenthalten, daß in ihren Klassen durchweg dialektfreier gelesen, gesprochen und gesungen wird, als in Knabenschulen. Es mag ja ein klein wenig Eitelkeit mit dabei zu Grunde liegen, tatsächlich ist es jedoch ein größerer Schönheitssinn. Ueber den Wert eines schönen Hochdeutsch im Handel und Wandel braucht man die Schüler ebenso wenig im Unklaren zu lassen, wie man ihnen gestatten darf, unter sich den Dialekt zu gebrauchen. Wir haben es auch stets getadelt, wenn Eltern ihre Kinder, statt sie der Volksschule zuzuführen, direkt in eine Vor= oder Mittelschule aus dem Grunde schickten, damit sie dort nicht die„häßliche" Mundart lernten. Es ist keine Schande, wenn Kinder zu Hause sich der Mundart bedienen. Wir wissen noch recht gut, wie erste Kölner Familien nicht bloß im Familienkreise, sondern auch bei Festlichkeiten ihre Unterhaltung in der Mundhäuser haben nichts Bemerkenswertes, wenngleich bisweilen Reliefs aus gebranntem Ton an den Mauern der besseren Häuser auffallen, die von großer künstlerischer Begabung zeugen. Da erinnert man sich, daß das Irak das uralte Land des Reiches der Sumerer ist, in dem vor viertausend Jahren bereits die bildnerische Kunst auf außerordentlich bedeutsamer Höhe stand, wo vor sechstausend Jahren die Keilschrift erfunden worden ist, wo das Pferd,„der Esel des östlichen Berglandes“, zuerst gezähmt und dem Menschen dienstbar gemacht wurde, wo, neben Aegypten und China, eine der drei Ausgangsstätten aller menschlichen Kultur zu suchen ist. 6000 Jahre Menschheitsgeschichte sind in diesem Boden versinnbildlicht, haben sich in das Schwemmland Mesopotamiens mit steinernem Griffel eingezeichnet. In der Vorzeit war das Land vom Meere überflutet; als die Wasser sich südwärts bis zum heutigen Persischen Golf zurückzogen, erhob sich aus ihnen ein unendlich fruchtbarer Boden, dem neben dem Winterregen die beiden großen Srröme Euphrat und Tigris die ewig neu belebende Feuchtigkeit zuführten. So war das Land wie geschaffen zur Besiedelung durch den Menschen, der hier seßhaft wurde und aus dem Garten paradiesischer Fruchtbarkeit reiche Nahrung und Wohlstand schöpfte. Als Hammurabi vor vier Jahrtausenden sein mächtiges bavylonisches Reich beherrschte, erlebte Mesopotamien den ersten Höhepunkt seiner Blüte. Wir wissen aus den Ausgrabungen der Deutschen Orientgesellschaft und durch die Forschungen von Friedrich Delitzsch, wie hoch die Kultur hier schon zu einer Zeit entwickelt war, in der nicht nur der Norden, sondern auch der Süden Europas noch im Dämmerzustand menschlicher Urentwickelung schlummerte. Es kamen die Zeiten, da die mächtigen Perserkönige Tigris und Euphrat überschritten, um auf dem Boden Mesopotamiens gewaltige Kämpfe um die Weltherrschaft auszufechten. Es kam die Zeit, da Alexander der Große auf seinem Zuge nach Indien in Babylon siegreich Halt machle, um die Stadt zu seinem Herrschersitz über die ganze, damals bekannte Welt zu machen. Toch Aleranders Reich zerfiel, und die Römer eroberten Mesopotamiens immer noch fruchtbare Gefilde. Seine letzte Blütezeit sah das Land unter der Herrschaft der Abbassiden, als der große und weiße Kalif Harun al Raschid in einer königlichen Laune ein elendes Fischerdorf zu seiner glanzvollen Hauptstadt Bagdad machte. Doch wie Hammurabis Reich von Sumir und Akkad, wie Aleranders Weltreich, wie die Herrschaft der Römer im Laufe der Jahrhunderte zerfallen war, so zerfiel auch das Reich der Abbassiden. Doch immer noch war Mesopotamien ein fruchtbarer Garten, darin Milch und Honig floß, bis im 13. Jahrhundert die wilden Horden der Mongolen über das unglückliche Land kamen, seine Palmenhaine verbrannten, seine Felder zerstampften, seine Städte und Dörfer in Schutt und Asche legten. Die Bevölkerung kam um oder wurde vertrieben; was im Lande blieb, verarmte, und der einstige Fruchtgarten der Erde wurde durch den Verfall der künstlichen Bewässerungsanlagen zur Steppe und zum Sumpf. So sah das Land aus, als im 17. Jahrhundert die Türken das Jrak eroberten, und bis zum heutigen Tage hat es sein Gesicht nicht mehr verändert. Aber eine neue Zeit dämmert, angekündigt vom Kanonendonner der türkischen Sieger, auch für Mesopotamien herauf. art pflogen und dabei auch dem Witz und Humor im Dialekt die Zügel schießen ließen. Die Aufnahme des Dialekts in den Unterrichtsstoff der Volksschule ist ausgesclossen, es bleibt den anderen wichtigern Aufgaben gegenüber keine Zeit dafür. Dagegen halten wir es für angebracht, in der höheren Schule der Pflege der Mundart ein Plätzchen einzuräumen. Gelegenheit dazu bietet in den oberen Klassen die Literaturstunde. Einem Vorschlage, geeignete Proben der Mundart ins Lesebuch aufzunehmen, kann nicht zugestimmt werden, weil die Lesebücher nicht für den zu kleinen Umfang einer Stadt hergestellt werden, sogar Provinzial=Lesebücher haben große Muhe, die behördliche Genehmigung zu erhalten. Die Schulen innerhalb einer Stadt könnten jedoch als Anhang zum Lesebuch einige schöne Gedichte und auch ein kleines Prosastück einkleben. Bei der Auswahl achte man auf solche Sachen, die keine Uebersetzungen des Hochdeutschen in die Mundart bilden, sondern die wirkliche Volkssprache bringen. Nicht alles, was in den Zeitungen veröffentlicht wird, ist als Mundart ein getreuer Spiegel der Volkssprache, es ist nicht dem Volke abgelauscht, sondern Uebersetzung. Wir pflichten auch dem Verfasser des Artikels im Local=Anzeiger darin bei, daß die Mundartschriften, um sie dem großen Publikum zugänglich zu machen, verbilligt werden müssen, gekauft werden sie dann schon; denn wenn auch das Lesen der Mundart schwieriger ist als das Hochdeutsche, die Anhänglichkeit an die„Muttersprache", besonders wenn letztere ein humoristisches Gewand trägt, ist so groß, daß man gern etwas Mühe mit in den Kauf nimmt, um einige heitere Stunden zu genießen. Wir können zur Pflege der Mundart noch zwei weitere Mittel empfehlen. Das Theater biete gute Stücke in der Mundart, ähnlich denen in Köln von Dr. Schneider=Clauß. Sie ziehen noch immer. Frl. Cäcilia Wolkenburg, die Theaterabteilung des Kölner Männergesangvereins, erzielt mit ihren musikalischen Volksstücken stets volle Häuser. Uebrigens forgen auch schon die Puppenspiele in vielen Städten dafür, daß die Mundart mit ihren derben Späßen nicht ausstirbt. Der Jugend ist keineswegs der Besuch all dieser sogenannten„Volkstheater“ unbedingt zu empfehlen. Schließlich verweisen wir noch auf die Volksunterhaltungsabende. Die Mundart bietet soviel Stoff in Poesie und Prosa und namentlich auch in Liedern, daß man bequem jeden Winter einen Abend mit wechselndem Programm, der die Devise„Mundart“ trägt, damit ausfüllen kann. Das sind Abende, die gern besucht werden. Da bei diesen Veranstaltungen vielfach Lehrer tätig sind, an kleinen Orten fast stets, und die Regierungen auch eine solche Tätigkeit, wenn sie dem Guten und Schönen dient, gern sieht, so wäre damit gewiß auch den Bestrebungen der„Freunde zur Erhaltung der Mundart" bestens gedient. Bei Blutarmut Bleichs. Appetitlosigk., allgem. Schwäche bes. bei Frauen u. Kindemn ist das wohlschmeck. Haematicum=Glausch ärztl. bevorz. Gr. Fl..50 d. alle Apoth. Die Brotmarke als Ehrenblatt. In seiner Zeitschrift Die Bergstadt(Aprilheft 1916) macht Parll Keller nachstehenden Vorschlag:„Den Bergstädtern schlage ich vor, sich von einem geschickten Buchbinder folgenden Wandschmuck herstellen zu lassen: In einem Rahmen, den ein Eisernes Kreuz oder eine gute Inschrift schmücken darf, sind vereinigt: eine Brotmarke, eine Butterkarte oder was es sonst noch an Bezugsausweisen für Nahrungsmittel gibt. Ir den vier Ecken des=Bildes= eisernes Geld. Das hängt an eure Wand! In hundert Jahren und viel früher schon wird das billige Ding, das euch ein paar Groschen kostet, von euren Kindern und Kindeskindern als Retiquie geehrt werden, als Erinnerungszeichen an eine Zeit, da nicht nur das kämpfende, sondern auch das darbende Deutschland Wunderbares vollbrachte. Der Früyling ist von allen Jahreszeiten die hungrigste. Wir leven im deutschen Volk frühlung voll Stürme, Entbehrung, aber auch voll beglücken er Sonne fruchtbaren Werdens. Schafft eurer Familie ein Crinnerungsmal daran. Die unscheinbare Brotmarke in ein 2Eyrenblalle der deutschen Geschichte, wie es so herrliche wenige gibt.“ 6# Der 1. Mai ist mit der programmäßigen Vorzeitigkeit von einer Stunde angebrochen und alenthalven mit doppelter Freude ausgenommen worden, da ihn eine strahlende Sonne uns zuführte. Der Vorsorgliche war, um zu seinem gewohnheitsmäßigen Quantum Schlaf zu kommen, eine Stunde früher schlafen gegangen, die Straßenbahnschaffner, Postbeamten und Schutzleute freuten sich, daß ihnen des Dienstes immer gleichgestellte Uhr eine Stunde geschenkt hatte, die ewia Neugierigen. die jedes Ereignis sich nach ihrem eigenen Geschmas zurechtlegen, ließen mit der Uhr in der Hand den großen Augenblick des allgemeinen Uhr=Vorstellens an sich vorbeiziehen, und nur bei Hrn. Schmitz, eine der achtbarsten Schmitze aus der großen Kölner Famklie, hat sich eine Katastrophe ereignet. Daran war eine Maibowle schuld, die er auf dem Baume blütenausflug getrunken hat. Vorsorglich hatte er seine Uhr schon um nenn Uhr eine Stunde vorgestellt— damit er's nachher nicht vergesse. Um 11 Uhr(die Maibowle mundete so gut) hatte er das aber schon vergessen, da hat er die Uhr nochmals vorgestellt. Und als er nach Hause kam, stellte er sich, umgankelt von den Nevelschatten der Bowlengeister die Frage: Hast du nun die Uhr schon vorgestellt? Der Sicherheit halber steilte er sie jetzt vor. Hr. Schmitz war dann anderen Tages pünktlich wie stets um 9 Uhr im Bureau. Gähnende Leere starrte ihn an. Er lächelte: Haha, die Kollegen hatten die Sommerzeit aue verschlafen! Jawohl, sie leisteten sich den Spaß, erst zu kommen, als es nach Hrn. Schmitz' Uhr schon 11 war... (0) Die Ordensauszeichnung eines französischen Kriegshundes. Turch jedes erdenkliche Mittel muß in Frankreich die Stimmung aufrecht erhalten werden. Sogar Hundeauszeichnungen dienen dazu. Bei einem der letzten Besuche des Präsidenten Poincare an der Front, so berichtet der Intransigeant, hielt das Oberyaupt der französischen Republik eine Nevue über mehrere Bataillone von Alpenjägern ab. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm auch der Kriegshund Pyrame, der zu Wachtdiensten verwendet wurde, vorgeführt. Nachdem der Präsident sich über die unvergleichlichen Heldentaten dieses französischen Wunderbundes ausführlich hatte berichten lassen, verfügte er, daß der Vierbeiner Pyrame einen Orden in Form eines Sternes erhalte. Wird der jegt stolz sein! kk Kölner Lecal-Rnzeiger Nr 121* Dienstag, 2. Mai 1916 Seite 5. Zwangsversteigerungen. Am 12. Mai 1916, vormittags 934 Uhr sollen in Cöln, im Justizgebäude am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, die nachbezeichneten, in Cöln=Ossendorf belegenen Grundstücke: Iltisstraße Nr. 27 a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausaarten, i) S all, Nutzungswert: 240,00., bestehend an den Parzellen: Flur 75, Nr. 486 92, groß 1,07 Ar und Nr. 487 92 groß 5,44 Ar, 2 Nußbaumerstraße Nr. 288 Wohnhaus mit Anbauten, Hofraum und Haus garten, groß 7,83 Ar, 360,00 M. Nutzungswert; z Rußbaumerstraße Nr. 292 Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, grof 2,88 Ar, Nutzungswert: 230,00., Eig ntümer: Salomon Stern, Kaufmann in Antwerpen. zwangsweise ver###eger werden „ Königliches Amtsgericht Cöln. Abt. 40. Am 12. Mai 1916, vormittags 9 Uhr 40 Minuten, sollen in Cöln, im Justizgebäude am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, die nachbezeichneten, in Cöln belegenen Grundstücke: Flur 42, Parzelle Nr. 908/94, Hofraum, grof 5,02 Ar und Parzelle Nr. 966/10, Hofraum groß 0,32 Ar, auf beiden Parzellen Luxemburgerstraße Nr. 82, a) Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, b) Fabrikgebäude, c) besselhaus, Gesamtnutzungswert: 6000.00 Mark: Eigentümer: Karl Lau, Wäschereibesitzer in Cöln zwangsweise versteigert werden. * Königliches Amtsgericht Cöln, Abteilung 40. Am 12. Mai 1916, vormittags 10 Uhr, so in Cöln, im Junizaebände am Nichenspergerplatz Zimmer Nr 77, da nabezeichnete, in Cöln=Ehrenfels belegene Grundstück: Chamissostraße Nr. 1 Wohnhaus mit Anbau u. Hofraum, groß 1,83 Ar Nutzungswerk 2000 Mark, Eigentümerin: Ehefrau Dol zeikommissar Franz Streichert Amanda.b. Stodbe, in Cöln=Ehrenfeld, zwangsweise versteigert werden. : Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 40. Am 12. Mai 1916, vormittags“= Uhr, sol in Cöln, im Justizgebäude am Neichensper gerplatz Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete, in Cöln belegene Grundstück: Flur 19, Parzelle Nr. zu 1420/544(aus 697/544), groß 49 Quadratmeter, auf diesem Grundstück sowie auf Parzelle zu 1420 544(aus 696/543): Wohnhaus mit Hofraum, Perlenpfuhl Nr. 22 zwangsweise verfreigert werden. Eigentümerm: Therese Ahlemeier, jetzige Ehefrau Engelbert Stoff in Hagea i. W. 5• Königl. Amtsgericht Cöln, Abt. 40. Möbeltransport von und nach jeder Richtung. Stadttransport, g Möbellagerung. Figene, fest angesleilte Packer und Träger. HIE KURBAD V. ESSER, Klapperhof 43. Telephon B 5512. ider und Anwendungen bei: Rheuna, Gicht, Asthma, schias, Verdauungsstorungen(Magen- und Darmleiden), uckerkrankheit, Feitsucht auch Herzverfettung, Nierenud Leberleinen. Blutarmut, Neuralgie, Nervenleiden, Blutreinigun skuren. 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Manche Sorten können leider infolge ungenügen der 3 fuhr bei wachsender Nachtrage ncht regeimäßig geliefrt werden. Infolgedessen kommen Ei=Ersatzmittel immer meyr zur Geltung Reben vorzüglichen Ersatz ulvern für Ei, die schon jahrelan im Verkehr und auch äußerlich kicht zu erkennen sind gibt es in den letzten Monaten viele wertlose Pulver auf dem Markt, vor deren Ankauf nicht genug zu warnen ist. Trockenmilch, Pflanzen=Eiweiß, Mehl usw. sind für sich allein noch lan e nicht als Ersatz für Ei anzusehen, auch wenn sie geben Fa bzusatz haben oder zu Reklamezwechen nur eine Spur E gelb-Pulver enthalten. Dagegn empfehlen wir den Leern dieses Blattes, soweit sie noch nicht unterrichtet sind, Versuche mit Lacto=Ei=Duiver(Lactovolin) als Ersatz ür das ganze Ei und Ovolin=Eiweik=Pulver als Ersatz für Eiweiß zu machen Diee Erzeugnisse sind kein Schwindel, sondern sachgemäß zusammengesetzt und seit langem bewähr: un beliebt. Beide Sorten sind in Beutein zu 20 Pfg oder in Daketen von 85 Pfg. oder kiloweise mit Gebrauchsanweisung in vielen Geschäften bereits zu haben. Sie leisten der Hausfrau orklich vorzügliche Dienste, wie die vielen freiwillig einlaufenden Anerkennungen bestätigen. Sie sind mit we entlichen Meng's Ei hergestellt, und es wird für einen Mindesgehalt von wirkIchem Ei garantiert, sie stehen auch unter dän iger Kontrolle enes ersten Nahrungsmit el Institutes Deutschlands. Ferner sei auch auf die Untersuchungen von E. Gerber, Leipzig(Zeitschrift für Untersuchung der Nahrungs= und Genußmi tel, 31. Band Heft 2) verwiesen, der von sämtlichen vorgelegenen Proben nur rei, darunter Lacto=Ei-Pulver(Lactovolin, als wirklichem Eratz für Ei arspricht. Bei Berücksichtigung des Verkaufspr ise eht Lacto=Ei-Pulver an erster Stelle. Eine kürzlich veröffentlichte Warnung vor Ei=Ersatzmitteln ist also nicht zutreffend für Lacto=Ei-Dulver, bei dem das Publikum für das jezahlte Geld en sprechende Werte erhält. 07 Die Lieferung erfolgt gegen Voreinsendung des Be rages oder gegen Nachnahme von dem Lactowerk Gebr. Schredelseker in Horchheim bei Worms, wenn die Waren am latze nicht bei den ein chlagigen Geschäften zu erhalten sind. ertretung: Jul. Salomon. Tel. 41131, Köln a. Nh. Fernsprecher A 42:0 ac Frhgenräts us Eissehrafst des In den allernächsten Tagen wird die halbe Million Ein zanlungen an meiner Kasse erreicht und damit dasErbsenrätsel zur Lösung kommen. Wer sich an demselben noch beteiligen will, säume deshalb nicht, sich in die Liste einzutragen, welche im Geschäftszimmer des Kölschen Boor im Stadthaus u. im Palatium offenliegen. Der Kölsiche Boor in Eisen am Gürzenich. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger.* 2. Mai 1916 36) Roman von Mathias Blank. „Verzeihen Sie! Ich wäre gewiß längst einmal gekommen, aber ich hatte wirklich noch so manches zu besorgen.“ „Wissen Sie, was ich dachte?“ „Nein. War es etwas sehr Schlimmes?“ h nein! Ich glaubte, es mußte Sie jemand beleidigt haben.“ „Wie kamen Sie gerade auf eine solche Vermutung?“ Die beiden saßen in dem rebenumsponnenen Gartenhäuschen. Anne Seckendorf hatte es sich dabei nicht nehmen lassen, Frieda Ellerkamp mit einem Kaffee und einem selbstgebackenen Kuchen aufzuwarten. Anne Seckendorf antwortete nicht sogleich. Sie dachte einen Augenblick daran, wie sie in früheren Jahren immer schon dem Bruder eine Mutter ersetzt und wie sie ihm so oftmals bereits Schwierigkeiten aus dem Wege zu raumen versucht hatte. Ihre Gedanken irrten zu jenem Gespräch zurück, das sie erst vor ein paar Tagen mit Richard hatte. Sie dachte an seine Mutlosigkeit. Wenn sie ihm helfen könnte. Vielleicht fand sie als Weib einem auderen, jungen Weibe gegenüber doch eher das Wort, für das Richard Seckendorf nie den Mut besessen hätte „Ich dachte, Richard könnte Sie von hier vertrieben haben.“ „Aber warum? Nein, nein! Er würde das sicherlich nie zustandebringen. Weshalb nur? Wie könnte ich ihm zürnen?" „Er war in den letzten Tagen immer so mißgestimmt gewesen. Und da... da dachte ich, er könnte Ihnen etwas verraten haben, etwas gesagt haben, was Sie von unserem Hause vertrieben hätte.“ „Er? Nein. Was könnte dies auch sein?" „So hat er wirklich nichts gesprochen?“ „Nein.“ Das Erstaunen Frieda Ellerkamps war aus ihrer Stimme herauszuhoren. „Lh, dann hätte ich jetzt auch nichts sagen dürfen.“ „Was? Ich verstehe von allem nichts.“ „Es ist auch nichts.“ „Doch! Ich will nun alle. s wissen! Sie haben mir Dinge zu erraten gegeben, die ich nun hören will. Warum sollte er mich erzurnen wollen?“ „Oh, nein, das würde am wenigsten seine Absicht gewesen sein. Ich glaubte nur, ohne seinen Willen könnte er Sie erzürnt haben.“ „Weshalb? Was ist es? Ich will mich jetzt nicht mehr beschwichtigen lassen und alles horen. Was hätte er sagen können, was mich gekränkt haben würde?“ „Er wird mir nie verzeihen, wenn ich ihn so verrate.“ „Ich werde es ihm nicht sagen; aber wenn Sie mir nicht alles bekennen, so werde ich ihn selbst danach fragen. Also was ist es?“ „Er... er hat Sie immer schon geliebt. Daß er Ihnen das gesagt haben könnte, fürchte ich. Daß Sie deshalb fernblieben, glaubte ich.“ Da schaute Frieda Ellerkamp mit großen Augen und mit dunklen blutübergessenen Wangen auf Anne Seckendorf. Es war also Wahrheit! So war es doch dies allein, weshalb er mit solcher Treue an den Werken hing, daß er selbst ein Angebot von Johann Faller abgelehnt hatte. „Nun zürnen Sie doch!“ „Nein. Ich bin nur so überrascht. Er hat nie etwas gesagt.“ „Weil er den Mut dazu nicht hat. Nur ich weiß es. Aber Sie werden darin keine Ungezogenheit sehen? Da ich schon so viel von seinem Herzen verriet, so muß ich nun wohl alles sagen. Tarf ich nun weiter reden?" Frieda Ellerkamp nickte und hörte mit heißen Wangen auf Anne Seckendorfs Rede. „Er hatte Sie immer schon geliebt, aber er hat schweigen können. Immer hat er Sie geliebt, damals schon als man von Heinz von Haunstein zu erzählen wußte. Damals litt er, und ich mußte zusehen. Und als ich ihn darüber zur Rede stellte, antwortete er mir, die Liebe dürfe nie selbstsüchtig sein; wenn er wisse, daß Sie einen anderen lieben sollten und mit einem anderen glücklich werden könnten, so würde er immer schweigen. Ritter Toggenburg nannte ich ihn. Das ist er auch. Nun ging sein Leiden wieder an, als dieser Herr von Millowitz kam. Da redete ich ihm zu, er müßte sprechen. Und da Sie von uns fernblieben, da Sie uns vergessen zu haben schienen, so glaubte ich er wäre meinem Rate gefolgt, und Sie wären durch sein Verlangen schließlich beleidigt gewesen.“ Chne zu antworten, hörte Frieda Ellerkamp zu. Nun wußt sie dies Geständnis. So war Richard Seckendorfs Liebe gewesen, daß er selbst die Hoffnungslosigkeit ertragen haben würde, wenn er nur diejenige glücklich gewußt hätte, die er iebte. Seine Liebe begehrte nur das Glück für die, die er liebte. Nicht sein eigenes! Seine Liebe war und mußte die echte sein, jene Liebe, von der sie in ihren Träumen gehofft hatte. Und überall hatte sie diese Liebe suchen wollen, und dabei wohnte sie so in ihrer Nähe. Und ein Ahnen stieg in ihr auf: Sie liebte ihn wieder. Das war die Liebe! Aber Hans von Millowitz? Verlieren möchte sie ihn nicht, nein! Nur Liebe war es nicht! Anne Seckendorf ergriff Frieda Ellerkamps Hand: „Zürnen Sie ihm nicht?“ „Nein! Gewiß nicht.“ „Und... wenn ich nun für ihn eine Antwort begehrte?“ „Ich werde sie nur ihm selbst geben, ihm allein „Wird sie ihm nicht wehe tun?“ fragte sie lächelnd. „Nein, ich werde mir alle Muhe geben.“ Hans von Millowitz mußte in diesen Tagen immer schon alle Selbstbeherrschung aufwenden, um nichts von der Ruhelosigkeit zu verraten, die ihn verfolgte. Ohne irgendeine Ursache nennen zu können, fühlte er eine ungewisse Gefahr, deren Herkunft er von Rahel Süßwein ahnte. Nie war er vor irgendeiner Gefahr erschrocken! Aber seit ihm Frieda Ellerkamp von jener erneuten Begegnung mit Rahel Süßwein erzählt hatte, wurde er von sorgenden Gedanken nicht mehr frei. Früher würde er nur getrotzt und gelacht haben! Das Versprechen, das er sich selbst gegeben, hatte er gehalten. Er hatte arbeiten gelernt. Er kannte nun die Genugtuung über ein gelungenes Werk. Ueberraschend schnell hatte er sich in den vielseitigen Betrieb der Ellerkamp=Werke gefunden, und sogar schon Entwürfe zu noch weitergehender Ausgestaltung ausgeführt. Nun sah er aber in seinen Gedanken immer drohend die Gestalt von Rahel Süßwein. Diese Südrussin konnte nicht vergessen! Sicherlich hatte sie ihn bis in diese Stadt verfolgt. (Forrsetzung folgt.) Durch das Trägerpersonal wird heute und die nächsten Tage er Bezugspreis des Kölner Local=Anzeigers für den Monat Nai erhoben. Man wolle denselben nur gegen Quitrung ntrichten. *.25 Seite 6. Kölner Zecal-Anzeiger Nr. 121&ap Dienstag, 2. Mai 1916 Bühne und Presse im Dienste der Kriegswohlfahrt. Die umfangreichen Vorarbeiten für den im großen Stile geplanten Vaterländischen Abend, den der Verein Kölner Presse und Ortsverband Köln der Deutschen Bühnennenoijenschaft am kommenden Samstag im Gürzenich geben werden, sind nunmehr abgeschlossen und das Programm läßt sich in seinen Einzelheiten übersehen. Der Leitgedanke war, nicht wie in früheren Jahren ein gesellschaftliches Fest oder ein Konzert in landläufigem Sinne zu schaffen, sondern im Rahmen ernster Kunst den Willen zum Durchhalten der in dieser ernsten Zeit uns alle beseelt, und den Gedanten der Bündnistreue, der ebenso in uns allen lebendig ist, zu betonen. Das künstlerische Ereignis des Abends wird das Auftreten des Berliner Königl. Hof= und Domchors bilden, der zum ersten Male in Köln singt. Mit erlesenem-Geschmack hat sein Leiter, der Königl. Musikdirektor Professor Hugo Rüdel eine Vortragsfolge zusammengestellt, die gleichsam eine knappe, historische Uebersicht über das ureigenste Gebiet des Domchors, die Kirchenmusik, gibt. Beginnend mit dem Kyrie, Sanctus und Benedictus aus Palestrinas(1526—1594) berühmter Messe Papae Marcelli, zu Antonio Lotti(1667—1740) und Antonio Caldara(1670—1736) fortschreitend wird der Domchor Joh. Sebastian Bachs achtstimmige Motette Komm Jesu sowie von neuzeitlichen Komponisten Albert Beckers Ich hebe meine Augen auf und Lobet den Herrn alle Lande von1H. Kotzolt singen, außerdem als Probe seiner weltlichen Sangeskunst das Schlummerlied von Rob. Kahn Ein von Nona Rémond verfaßter, von Georg Kiesau gesprochener Vorspruch wird die Darbietungen einleiten. Als künstlerische Vertreterin des bundesbrüderlichen Oesterreichs erscheint Wera Schapira, eine Pianistin von hohem Rang, ebenfalls zum ersten Male in unsern Mauern, mit den ungarischen Phantasien von Franz Liszt. Der Anteil Bulgariens wird von der jugendlichen Geigerin Nedelka Simeonowa, der gleichfalls ein bedeutender Ruf vorangeht, bestritten. Schließlich, doch nicht zuletzt sei unser Städtisches Orchester unter Abendroth genannt, das mit mit dem Vorspiel zu den Meistersingern, den Kaiservariationen für großes Streichorchester von Jos. Haydn und dem türkischen Marsch aus Beethovens Die Ruinen von Atben seinen alten Ruf neben den fremden Gästen behaupten wird. Den Beschluß des Abends bildet eine Ansprache des OberPrüsidenten der Rheinprovinz, Staatsministers von Rheinbaben, der im Sinne des Leitgedanlens dieses vaterländischen Abends: In Bundestreue durchhalten! sprechen wird. Der Präsident der Goetgegesellschaft ist bekannt als geistvoller und glänzender Redner und seine Worte werden auch durch das Gewicht seiner hohen Stellung weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus Widerhall und Beachtung finden. So wird dieser bedeutsame Abend in Erfüllung des wohltätigen Zweckes gleichzeitig dem Geist vaterländischer Opferwilligkeit wie dem Willen zum bundestreuen Turchhalten Ausdruck verleihen und sich würdig den ähnlichen großen Kundgebungen im Reich an die Seite stellen. Der Vaterländische Abend ist als eine Kundgebung des Zusammenhaltens der ganzen Bürgerschaft in dieser ernsten Zeit gedacht und soll deshalb, soweit es die Rücksicht auf das Ergebnis für die Kriegswohlfahrt irgend zuläßt, allen Kreisen und Ständen zugänglich gemacht werden. Die Veranstalter legen großen Wert darauf, daß auch die Kölner Arbeiterschaft vertreten ist und haben deshalb eine bestimmte Anzahl von Plätzen von vornherein für diesen Zweck vorgesehen. Sie haben sich an die Organisationen der Arbeiterschaft in Köln ohne jeden Unterschied gewandt und gebeten, von dem Angebot Gebrauch zu machen. Bestellungen auf Karten für 1 M. nehmen an: für die freien Gewerkschaften Gewerkschaftssekretär Haas im Volkshaus, Severinstraße 197/199, für die christlichen Gewerkschaften Gewertschaftssetretär Stegerwald. Venloer Wall 9, für die evangelischen Arbeitervereine im evangelischen Vereinshaus, Rheingasse 13, Geschäftsfuhrer Franke und für die katholischen Arbeitervereine deren Bezirkspräses Kaplan Houben, Schwalbengasse 12, und im Sekretariat im Annohaus, Annostraße. Die norigen Eintrittskarten zu 20., 10 M. und 5 M. sind bei den auf den Plakaten angegebenen Buchhandlungen käuflich. Da #4) Der geserige erste Cag cer neuen Sommerzeit hat den eifrigen Besürwortern dieser zeitgemaßen Einrichtung in jeder Hinsicht recht gegeben. Vor allen Dingen kam die Zeitverlegung den Angestellten und Geschäftsleuten zunuße, indem sie nach Betriebsschluß um 7 und sogar noch um 8 Uhr im Sonnenlicht sich erholen konnten. Der kurze Regenschauer, der gegen, Nor niedergegangen war, hatte dazu den Staub von den Straßen und Fruren gefegt, so daß eine köstliche Luft am gestrigen Abend herrschte. Ueberaus belebt waren daher an dem langen hellen Abend— in den Vororten war es bis halb zehn Uhr hell— die Spazierwege, namentlich die Ringstraßen und Gartenanlagen draußen vor der Stadt. Ganz besonders tommt aber die Zeitverlegung den Inhabern von Schrebergarten zugute, die jetzt abends noch mehrere Stunden zu eifriger Arbeit ausnutzen können, während das bisher vielfach am fruhen Morgen mit nicht so vieler Ruhe geschehen konnte, da man doch rechtzeitig an seiner Betriebsstätte sein wollte. Bereits am gestrigen Avend haben viele Familien, namentlich in den Vororten, überhaupt kein Licht mehr vor dem Schlafengehen zu brennen brauchen. .A) Die goldene Uhr mit liette wurde auf der Nachenerstraße einem Kriegsinvaliden gestohlen, dem dort bei einem Unfalle diebische Burschen scheinbar hülfreich beisprangen. □ Wenn man über den Blumenmarkt geht..“ Wenn man über den Blumenmarkt geht, dann muß man doch wenigstens eine Blume kaufen. Und über den Blumenmarkt müßte dech eigentlich jeder einmal gegangen sein, wenn nicht an einem der beiden Sonntage, dann doch an einem der Wochentage. Denn das ist eine so liebe alte Eingichtung, die einen jetzt im Sriege so wohltuend berührt. Gerade, als wenn nicht da darußen ein so furchtbares Kämpfen und Ringen die Welt erschütterte. Wie eine Friedensinsel liegt in diesen acht Tagen der Gerconsdrisch in dieser Kriegszeit; und unere Feinde sollren sehen, daß wir noch Sinn und Mut dafür haben, solche Friedensarbeit zu unserer Herzensfreude fertigzubringen. Wie froh und lebhaft ging es am Sonntag auf diesem Friedenseiland zu! Das ist ja nicht wie auf einem Jahrmarkt. Die Blumen geben den Ton an, der hier ausklingt. Behagliches Beschauen, frohes Plaudern, ein wenig gemütliches Feilschen, auch schon mal etwas Drängeln— wie erquicklich das alles ist. Dazu scheint die goldige Maisonne. Sie entschädigt uns für die kalten Apriltage, die uns so wenig von der süßen Frichlingswonne fühlen ließen. Welche Wunder doch solche Maisonne hervorbringen kann, nicht nur in der Natur, der Pflanzenwelt draußen, sondern auch an den Menschen—. Denn, wenn man über den Blumemmarkt geht, lacht einem alles so froh und freundlich entgegen. Die Verkäufer und Verkäuferinnen sind guter Dinge, der Verkauf geht gut, die Arbeit lohnt sich, wenn der Krieg auch alles schwerer macht. Die Käufer sind so zufrieden, denn gerade das, was an Blumen und Pflanzen gewünscht wurde, ist in schönen Stücken vorhanden. Selbst den Blumen all scheint es besonders wohlig zu sein, so leuchten sie in ihren Farben, so üppig stehen die Pflanzen in ihren Blättern, diese lieben Bekannten aus der Jugendzeit und dann die neuen, die auch schon unsere Herzen gewonnen haben. Das ist ein Zusammenklingen von Farben und Stimmungen, ein Dreiklang: Mai=Blumenmarkt=Gereonsdrisch. Wie hat das letzte Wort mit seinem harten Alltagsklang seine so duftende Bedeutung gewonnen. Der Goldlack duftet; Maiglöckchen aus unseren Wäldern läuten so festlich, Vergißmeinnichtkränzlein locken freundlich; der Flieder lacht wie aus dem häuslichen Garten uns entgegen. Da steht auch wahrhaftig das Blutströpfchen schon in Blüte, die Sommerblümchen aus den allen vergessenen Bauerngärten. Wie die Rosen duften und locken und die schönen Sommertage verkünden. Die Tulven in den sellsamsten Farben mahnen wieder an die schöne Maienzeit. Allerlei Stauden warten der Käufer, damit soll der Garten traulich ausgestattet werden. Fuchsien sind wieder so begehrt. Vor allem aber die Pelargonien, die das Fensterbrett des bescheidenen Häuschens, das Stübchen der fleißigen Näherin und dann wieder in so großer Fülle die Hausschauseite schmücken, daß es wie ein blühender Garlen die Häuserreihe froh unterbricht. Spiräne, weiß und duftig, werden auf den Armen heimgetragen. Palmen und allerlei üppiges Blattwerk lassen auch den Süden ein Wort mitsprechen. Wo doch all die Blumen herkommen, die in dicken, dicken Sträußen auf den Tischen im Wasser stehen? Wir sind ja im Mai, wo das Blüben nicht enden will. So blüht denn auch nicht nur das fernste tiefste Tal, es blüht auch der stille Platz in der geräuschvollen großen und heiligen Stadt Köln. Und wo diese Blumen alle binkommen mögen! Wie liebevoll werden sie heimgetragen. Sehen wir die Kinder mit den Blumentöpfen auf den Armen, da möchte man wohl denken, daß der Gartenbauverein durch seine Pflanzenstiftungen an Schulkindern eine gute Saat ausgestreut hat. Auch solche Saaten sind uns notwendig, wenn auch in dieser Zeit so viele andere vorgehen mögen. Trauernde kommen mit Blumen auf den Armen, Blumen in den Händen. Wie viel mögen diese Blumen hören und sehen, von stillem Leid und Wehklagen; und wie tröstend mögen sie da auf die bekümmerten Herzen wirken. Auch die Blumen haben in dieser Kriegszeit eine besondere Aufgabe. Das alte Mütterchen kauft sich ein paar Mattsößchen(Maßliebchen, Bellis). Sicher eine Erinnerung aus der Jugendzeit an diese Blümchen, die dem Kölner von jeher so lieb gewesen sind. Aber sie sind größer, schöner geworden, diese rechten Hausblümchen, und das alte Mütterchen hat wohl ein kleines Gärtlein am Hause, in dem es seine Mattsößchen bluhen lassen will. Mau hört nicht selten von verständnislosen Leuten den seltsamen Ausdruck: Das wächst ihnen doch nur alles so zu! Aber wie viel Arbeit, Mühe und nicht zum wenigsten Kenntnis erfordert die Kultur der Topfpflanzen und Gartenblumen. Wenn das alles angewendet wird und wenn keine Mißfälle dazwischen kommen, wenn allerlei notwendige Ausgaben dabei gemacht sind, dann, ja dann wächst es vielleicht„nur so zu“. Wer über den Bumenmarkt geht, sollte auch solchen Gedanken ein wenig nachhängen. Und dann beladet euch mit Blumen, es brauchen ja nicht die teueren zu sein, und schmücket damit cuer Heim, erfreut andere damit, auch die im Kriege so viel Schreckliches erschaut und nun hier zur Erholung oder Genesung weilen, und tut das mit frohem und reinem Herzen. Denn hier dürft ihr Blumen nehmen. so viel ihr wollt und bezahlen könnt, hier darf der Naturschutz bei seite gestellt sein— und schont umsomehr die Pflanzenwelt draußen kommen einem allerlei gute Gedanken, wenn man über den Blumenmarkt geht. (.A) Die Kapille des 29. Landwehr-Inf.=Regt., die auf kurze Zeit hier weilt, wird am Donnerstag, abends 8 Uhr, ein zweites Konzert im Fränkischen Hof veranstalten, dessen Reinertrag, wie bei dem ersten Konzert, den Witwen und Waisen der gefallenen Kameraden des Vereins zugute kommen soll. Bei dieser Gelegenheit wird das Rekruten=Depot des Regiments lebende Bilder stellen. Liebesgaben, die für das Regiment beitimmt sind, vermittelt die Redaktion; sie werden in nächster Woche bei der Rückreise der Kapelle mitgenommen. () M; allablieferung. Die Sammelstelle der Stadt Köln, die für die Annahme beschlagnahmter und freiwillig abgelieferter Metalle bioner täglich geöffnet war, bietet ab 1. Mai nur noch in den Nachmittagsstunden von—6 Uhr Gelegenheit zur Ablieferung der Die Verordnung übrt Veschränkung des Kartoffelankaufs für Privathaushaltungen ist laut Bekanntmachung an den Auschlagssäulen aufgehoben. ((A) Entrommener Einbrecher. Gestern morgen wurde in der Ottostraße in Ehrenfeld eine Wohnung erbrochen. Der Dieb hatte bereits einen Schrank gewaltsam geöffnet und sich Sachen zum Mitnehmen zurechtgelegt, als er von der Inhaberin der Wohnung überrascht wurde Der Einbremer entlief und entkam. Mutmaßliche Witterung für den 3. Mai 1316: Im ailgemeinen noch keine wesentliche Aenderung des herrschenden Witterungscharakters, doch ist strichweiser Regen oder Gewitterbildung nicht ausgeschlossen. () Am Kölschen Boor betrug die Tageseinnahme Samstag, den 29. April 263 Mark, Goldumsatz 2935 Mark, Goldankauf 1137 Mark; Sonntag, den 30. April 606 Mark, Goldumsatz 3900 Mark; Gesamteinnahmen 496 786 Mark, Gesamtgoldumsatz 2266885 Mark, Gesamtgoldankauf 152 266 Mark. #d) Kriegerb gräbnisse. Dem Gefreiten Georg Schnad von der Kavallerie=Kraftwagen=Kolonne Nr. 21, der am Donnerstag auf dem Friedhofe in Melaten beigesetzt wird, erweist der Verein ehemaliger Verkeyrstruppen mit der Standarte des Vereins ehemaliger 7. Tragoner die letzte Ehre.— Am Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, wird auf dem Friedhof in Melaten der hier seinen Wunden erlegene Unteroffizier Franz Reiff vom Reserve=Feldart.=R. 40 der Erde übergeben. Eine Fahnenabordnung des Kriegervereins Lindenthal wird ihm die letzte Ehre erweisen. Bei dem am Tonnerstag, vormittags 9½ Uhr, in der Minoritenkirche stattfindenden, von Garnisonpfarrer Radermacher gehaltenen Scelenamt für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Leutnant und Kompagnieführer Johannes Zündorf vom Reserve=Inf.=R. 7 wird der KreisKriegerverband durch eine Fahnengruppe vertreten sein. Tem Verstorbenen war sein Bruder bereits im Heldentod voraufgegangen. Zu der am Mittwoch, nachmittags 2½ Uhr, von der Leichenhalle des Bürgerhospitals aus stattfindenden Ueberführung des Hauptmanns Joseph Koberg vom Inf.=R. 16 stellt der Verein ehemaliger 16er„Hacketäuer“ das Trauergeleit bis zum Gereons, bahnhof. CA) Ein angesehener Militärarzt über den Cee. Generalarzt Dr. Leitenstorfer, früher Oberstabsarzt und Regimentsarzt in einem bayerischen Inf.=Regiment, schreibt in seiner Schrift Das militärische Training u..:„Der Tee wird unbillig unterschätzt von dem, der ihn nur als Corrigens(Verbesserungsmittel) für schlecht schmeckendes Trinkwasser verabreicht. Er hat eine viel höhere, selbständige Bedeutung als Nervenmittel. Die Versorgung der Mannschaften mit Teeportionen und einem zweiten Früystück zählt mit zu den besten Vorkehrungen gegen den Hitzschlag.... Demjenigen, der auf die„anregende“ Wirkung des Alkohols auch bei den militänischen Anstrengungen nicht verzichten zu können glaubt, sei zur Beruhigung gesagt, daß Tee und Kaffee, besonders aber ersterer, den Alkohol an anregender Wirkung weit übertreffen und dabei den enormen Vorzug vor ihm haben, daß sie auregen, ohne Kongestionen zu machen und das Gehirn zu betäuben, daß sie reizen, ohne einzuschläfern, daß sie infolgedessen zur Verlängerung der Wirkung wiederholt gegeben werden können, und daß sie im Gegensatze zu den alkoholischen Getränken das Durstgefühl befriedigen, während diese es geradezu steigern. Tee und Kaffee können also während der Anstrengung selbst mit Vorteil und ohne Gefahr, nach flüchtiger Anregung um so größere Erschlaffung herbeizuführen, gegeben werden. Von den alkoholischen Getränken aber ist es sicher, daß sie zur Zeit der Anstrengung ein höchst bedenkliches Anregungsmittel sind.....“ Dr. Leitenstorfer fügt dann noch hinzu, daß auch nach der Anstrengung, für die Zeir der Ruhe und Erholung, die geistigen Getränke„vom Tee weit übertroffen werden(gute und nicht zu starke Zubereitung natürlich vorausgesetzt. D. Ber.), besonders auch deswegen, weil dieser die Eßlust anregt und nicht bis zum Uebermaß genossen wird“. &am Notreifeprüfungen an den höheren Lehranstalten. Der Unterrichtsminister hat in einem neueren Erlaß verfügt, daß die Bestimmungen seines Erlasses vom 23. Oktober 1915 über die Notreifeprüfungen an den höheren Lehranstalten für die männliche Jugend vom 1. Juni d. J. ab sinngemäß auf diejenigen Schüler höherer Lehranstalten anzuwenden sind, die Ostern 1916 die Versetzung in die Oberprima, Unterprima, Obersekunda oder Untersekunda erreichen und die infolge der Einberufung ihrer Jahresklasse oder als Fahnenjunker in den Heeresdienst eingestellt werden. Sekundanern, die als Fahnenjunker eintreten wollen. bevor die Einberufung ihrer Jahresklasse stattfindet, darf jedoch die Reife für die höhere Klasse nicht vorzeitig erteilt werden. (A) Diebstähle. Von Rollfuhrwerken verschwanden eine Schachtel Herrenanzüge für 300 Mark, eine große Kiste mit Oelsardinen und eine Schachtel Strohhüte.— In einem Hause an der Aegidiusstraße wurden in den Klosetts sämtliche Bleirohre abgeschnitten.— Einbrecher holten auf der Schaafenstraße für mehrere hundert Mark Schmucksachen, ebenso an der Schönsteinstraße. (4) Ein verwer ener Ausbruch aus dem Gefängnis. Dem im ganzen Industriebezirk gefurchteten Silberdieb Hogrewe, der im Elberfelder Gerichtsgefängnis in Umersuchungshaft weilte, ist es gelungen, mittelst Nachschlüssels, den er sich aus einem starken Draht angefertigt hatte, seine Zellentüre zu öffnen, auf den Gefängnishof zu kommen und durch einen kühnen Sprung über die Mauer die Freiheit zu erlangen. Doch sollten sich H. und zwei Mitgefangene, die sich an der Flucht beteiligt hatten, nicht allzu lange der Freiheit freuen; denn es gelang der Kriminalpolizei, alle drei in einem dortigen Neubau festzunehmen. Hogrewe hat in raffinierter Weise Silverdiebstähle in Barmen, Elberfeld, Düsseldorf. Köln, Solingen, Remscheid, Hagen, Dortmund, Münster und anderen Plätzen begangen und für mehr als 50000 M. Sil— sachen erbeutet. Personalnachrichten. CA) Ernannt wurde Gerichtsassessor Karl Wirtz aus Köln zum Amtsrichter in Bergheim. (O Verliehen wurde dem Oberpostsekretär Rechnungsrat Offermann(Köln) der Rote Adler=Orden vierter Klasse. (0 Auszeichnung. Dem Kaufmann Karl Streiffeler aus Köln ist anläßlich der Niederlegung seines Amtes als Armenbezirksvorsteher der Königliche Kronenorden 4. Klasse verliehen worden. Scziales, Handwerk, Gewerbe. 0) Vorläufige Beendigung des Kötlner Bauarbeiterstreikes. Der Zentralvorstand des Kölner Bauarbeiterverbandes hat der Ortsverwaltung mitgeteilt, der deutsche Arbeitgeberbund weigere sich, in die zentralen Verhandlungen über die Bauarbeiterlöhne einzutreten, solange in Köln gestreikt werde. Um die für ganz Deutschland wichtigen zentralen Verhandlungen im Ministerium des Innern nicht zu hindern, haben die Kölner Bauarbeiter heute morgen die Bauarbeiten wieder ausgenommen. Die in Betracht kommenden Kölner Unternehmer erklärten den Vertretern der Arbeiterschaft, sie seien bereit vom Tage der Arbeitsaufnahme die Lohnerhöhung nachzuzahlen, die in Berlin bei den zentralen Verhandlungen festgesetzt werden. Wasserstands-Nachrichten am 2. Mai 1916. Konstanz, S v. Bodens..50 40. 61m Hüningen, 7 v. Rhein 2,25-.01m nehi, 7om Rhein.12-.02in Mannheim,§ v. Rhein.10—0,13i ##eilbronn. 8 v. Nechar 0,93—0,07m Caub. 9 om. Rhein.79—.13m Bingen. 6 v. Rheingau 2,41—.07m Bingerloch 2,01—.07 n Trier, 7 om Mosel 1,12=.14u Köln, 7om. Rhein 3,05—9 60m Ruhrort, 5 om. Rhein 2,34-.13m Weiel, Lom. Rhein 2,32—0 18m Kölner Local-Anzeiger Nr. 121* Dienstag, 2. Mai 1916 Seite 7. Offene Stellen werden schnell und billig gereinigt. gefärbt, modern umgearbeitet und aufgarniert. b Tüchtiger Heizungsmonteur gesucht, welcher perfekt autogen schweißen kann. Damenhüle 5 Zu melden: Johannes Haag.=G. Gereonsbaus, Zimmer 126. III. Reiher und Straussfedern Wiener Straussiedern-Haus nur Berlich 15. Tüchtiger Schleifer ir Achsen= oder Zerreißprobenschleifbai sofort gesucht. Stahlwerke van der Zypen, Köln-Deutz.“ Meldungen beim Werkspjörtner, Deutz, Mülheimerstraße 160. angef., chen verw. Zutaten bill. in und außer d H Klingelpütz 70. pt. 5 Verblichene Zöpfe färbe für 50 Pfg. 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Musik“ direktor Herrn Prof. Schwartz das stadtische Orchester und der Gürzenich-Chor unter Leitung des städtischen Kapellmeisters Herrn Abendroth. Anfang 7½ Uhr. Ende 10½ Uhr. Die Türen des Saales werden pünktlich 7½ Uhr geschlossen und erst nach der ersten Nummer geöffnet. Preise der Plätze: Abtlg. I 10.K, Abtlg. II.K, Galeric.4. Das ausführliche Programm erscheint in Nr. 11 und 12 der Wochenschrift des„Kölschen Boor“, Programmbuch an der Kasse.4 Karten im Vorverkauf an der Kasse und im Geschäftslokal des„Kölschen Boor“, KölnStadthaus, bei Neubner, Hohestraße, Schmitz sene Buchhandlung, Passage, Tonger, Musikalienhandlung. Buchhandlung Ritter, Mülheim, Buchhcimerstraße, Buchhandlung Bungartz, Mülheim, Frankfurterstraße. 0• Der„Kölsche Boor“ in Eisen. Dem Samib.h. Schildergasse 66—68. 7(Vereinigte Stadttheater Im Großen Gürzenichsaale zu Köln Samstag den 6. Mai 1916 abends 8 Uhr 1 Zum Besten der Kriegswohlfahrt In Bundestreue durchhalten Ein vaterländischer Abend sind für seine Zwecke von der Städtischen Verwaltung in dem neuen Brotbuch der Stadt Köln, welches Ende Mai erscheint, vier Seiten, 12X19 cm, in einer Auflage von 200000 für ein halbes jahr zur Verfügung gestellt worden. Diese vier Seiten sollen zu Veröffentlichkeitszwecken verwendet werden. Firmen, welche beabsichtigen, umgehend hiervon Gebrauch zu machen, werden gebeten, sich mit der Geschäftsstelle des„Kölschen Boor“ ins Benehmen zu setzen. Veranstaltet vom Verein Kölner Presse und dem Ortsverband Köln der Deutschen BühnenGenossenschaft Der Reinertrag fließt den Zwecken der Kriegswohlfahrt, insbesondere den Kölner Witwen und Waisen, zu Mitwirkende Der Königliche Hof= und domchor........... Berlin unter Leitung des Königlichen Musikdirektors Professor Hugo Rüdel Wera Schapira Klavier Wien Nedelka Simeonowa Geige............... Sofia Das verstärkte Städtische Orchester.......... Köln unter Leitung des Städtischen Musikdirektors Hermann Abendroth Ansprache Seiner Exzellenz des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Staatsminister Dr. Freiherr von Rheinbaben Karten zu 20.—, 10.—,.— und.— Mark sind zu haben bei der Westdeutschen Konzertdirektion. Stollwergnaus; Paul Neubner, Hohe Str. 137; Herm. Könemann, Rudolfplatz 4; P. J. Conger, Am hof 30—30; M. Lengfelö'sche Buchhandlung, Große Budengasse o; j. G. Schmitz'sche Buchhandlung, Hohe Straße 7 und W. Boisscrec, Minoritenstrate 19a. Konzertflüge! Bechstein, aus der Niederlage A Sauerwald, Hofl., Hohenzollern Ring 20 75 EIIa EIIE Spezialhaus in u. Baunen Cher- und Unterbetten, Plumeaus u. Aissen Federleinen in allen Preislagen. Steundecken. 8 Dampf-Bettfedern-Reinigung Weyter& Co., Blaubach 52. Zentrale Stadthaus, Zimmer 113. Abteilung Kriegshaushalt Mittwoch, den 3. Mai, nachm.—6 Uhr, Friesenstr. 22 (Kath. Frauenbund) und Deutz, Gotenring, Volksschule Probekochen Gerichte mit Nährsalzen und Gerichte mit Gelatine. c 1öb. Vereinsabend Donnerstag, d. 4. Mai 1916 im Jabellensaale des Gürzenich, abends°. Uhr. EOKISMEE Im Kreuzbündnis V. a. Kath. Einladung zur monatlichen Versammlung der Ortsgrunne Köln-Mitte am Mittwoch, den 3. Mai, 8¾ Uhr. im„ Alkohelfr. Restaurant Kr uzgasse. Ecke Brüderstr., I. Et. 8 Vortran des hochw. Herrn Kaplan Hermkes über: —„„„ 1 Vorstellungen zu herabgesetzten Preisen. „„ Opernhaus: Heute, Dienstag: Die Fledermaus.— Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 3. Mai 1916 Der Evangelimann. Musikalisches Schauspiel in 2 Aufzügen von Wilhelm Kienzl. Musikalische Leitung: Walter Gaertner. . S p i e l l e i t u n g: F r a n z W e i ß l e d e r. Mitwirkende: Damen: Achsel, Rohr, Saleska. Oesterreich, Götzer; Herren: Giesen, vom Scheidt, Winckelshoff, Vanoni, Renner, Förster, Clemens. Anfang 71 Uhr. Ende ungefähr 1013 Uhr. Preise der Plätze: Fremdenloge, Balkon. Parkettloge.— I. Parner. 45 M.— 1. Rana und I. Rang Mitte, ".5#kett.10 m.— 2. Rang Mitte(erste und zweite Reihe) .40 M.— 2. Rang Mitte(hintere Reihen) 1,20 M.— 2. Rana Sein erste Reihe).40 M.— 2. Rang Seite(hintere Reihen) und Parterre.20., einschließlich der städt. Billettsteuer und Garderobegebühr.— Galerie 0,50 M. " Gutscheine haben ohne Zuschlag Gültigkeit. Auf die Vorverkaufsstellen(siehe tägl. Theaterzettel) wird besonders hingewiesen. Donnerstag, den 4. Mai 1916— Anfang 7½ Uhr Neu einstudiert: Tell. Große romantische Oper in 4 Akten von Antonio Rossini. Schauspielhaus: Heute, Dienstag: Simon von Kyrene Anfang 7½ Uhr. Mittwoch, den 3. Mai 1916. Die versunkene Glocke. Ein deutsches Märchendrama in 5 Akten von Gerhart Hauptmann Spelleitung: Gustav Turrian. Mitwirkende: Damen: Leithner, Teller=Habelmann, Bischoff; perren God Turrian, Nitzgen Diehl, Korth. Kiesau. Anfang 770 Uhr. Ende ungefähr 1012 Uhr. Preise der Plätze: Balkon, Balkonloge, Parkettloge 3,00 M. I. Warkett 2,00 M.— 1. Rang und I. Rang Mittelloge, Rang und Parterre 0,95 M. einchließlich der tädtischen Billettsteuer und Garderobegebühr.— Galerie 0,41. M Auf die Vorverkaufsstellen(siehe tägl. Theaterzettel) wird besonders hingewiesen. Donnerstag, den 4. Mai 1916.— Anfang 7½2 Uhr. König Richard III. Historisches Scha spiel in 5 Aufzügen von W. Shakespeare. Der Segen der Abstinenz. Fremde sind freundlichst eingeladen. Herrl. Aussicht infolge der hohen Lage; 7 Minuten oherhalb der Kadettenanstalt, 15 Minuten von der Endstation der Vorortbahn Köln-Bensberg. Vorzügl. Kaffee in Portionen u. Tassen. Erfrischende Getränke, Frau Rosa Stahlschmidt. : Hiloszitsch-Theater 3 T Schildergasse 99— 101. Fernspr. B 3123 W Heute und folgende Tage, abends 8 Uhr: 3„Die Kino-Königin“3 ∆ Operetten-Posse in 3 Akten von G. Okonkowsky und J. Freund. Murik von J. Winterfeld(Gilbert).“# Sesiani& Zamponi Köln, Altermarkt 40 Fernspr. B 6166 empfehlen Fernspr. 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