* ∆ Geschäftsstellen und Anzeigen-Annahmen: Marzellenstr. 37 und Breitestr. e5. PMAAN FIADASTEN JIMHOTETG Cereral-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt. Kölner Fremdenblatt. 2% Nr. 560. Jeküspr. Beschäststelle Preitestaße 8s: A6cso.uu Köln, Freitag, 31. Dezember 1915 29. Jahrgang. Heute 12 Seiten. 0 0 0 0 9 TA.mn Wlenssessan n PRserrosues- Tosshseses 8 Der deutsche Tagesbericht. VTB Großes Hauptauarner. 31. Dez. 1315. (Vormittags. Drahtber.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nach erfolgreicher Sprengung wurde den Englündern nordwestlic von Hulluch ein vorgeschobener Graben en rissen. Zwei Maschinengewehre und einige Gesangene fielen in unsere Hand. Ein feindlicher Fliegerangriff auf Ostende richtete in der Stadt erheblichen Schaden an, besonders hat das Kloster, vom hl. Herzen gelitten. 19 beigische Einwohner sind verletzt, einer getötet. Militärschaden ist nicht entstanden. Oestlicher Kriegsschaupiat, und Balkan=Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch=ungarische Tagesbericht. WTB Wien, 30.Dez.1915.(Drahtber.) Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe in Galizien haben an Umfang und Heftigkeit zugenommen. Der Feind richtete gestern Angriffe nicht nur gegen die bessarabische Front, sondern auch gegen unsere Stellungen östlich der unteren und mittleren Strypa. Sein Vordringen scheiterte meist schon unter dem Feuer unserer Batterien. Wo dies nicht geschah, brachen die russischen Sturmkolonnen in unserem Infanterie= und Maschinengewehrfeuer zusammen. nördlichsten Teil seines gestrigen Angriffsfeldes vor dem Brückenkopf von Burkanow ließ der Gegner 900 Tote und Schwerverwundete zurück. Es ergaben sich hier drei Fähnriche und 870 Mann. Die Gesamtzahl der gestern in Ostgalizien eingebrachten Gefangenen übersteigt 1 2 0 0. An der Ikwa und an der Putilowka kam es stellenweise zu Geschützkämpfen. Am Kormynbach und am Styr wiesen österreichisch= ungarische und deutsche Truppen mehrere russische Vorstöße ab. Italienischer Kriegsschauplatz. S An der Tiroler Front wurden feindliche Angriffsversuche auf den Torbole und gegen den Monte Carbouile durch unser Feuer zum Stehen gebracht. Auf den Hängen nördlich des Tonale=Passes versuchten die Italiener unter Mißbrauch der Genfer Flagge ihre Drahthindernisse auszubauen. Sie wurden beschossen. Auf der Hochfläche von Doberdo fanden lebhafte Minenwerferkämpfe statt, die bis in die Nacht hinein anhielten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. OS Keine besonderen Ereignisse Ereignisse zur See. Am 29. früh hat eine Flottille von fünf Zerstörern und dem Kreuzer Helgoland das französische Unterseeboot Monge vernichtet, den zweiten Offizier und 15 Mann gefangen genommen, darauf im Hafen von Durazzo einen Dampfer und einen Segler durch Geschützfeuer versenkt und das Feuer mehrerer Landbatterien zum Schweigen gebracht. Dabei stießen zwei Zerstörer auf Minen. Lika ist gesunken, Triglav schwer beschädigt. Der größte Teil der Mannschaft ist gerettet. Triglav wurde ins Schlepp genommen, mußte jedoch nach einigen Stunden versenkt werden, da mehrere überlegene feindliche Kreuzer und Zerstörer den Rückzug der ganzen Flottille bedrohten. Unsere Flottille kehrte in den Basishafen zurück. Unter den feindlichen Schiffen wurden nur englische Kreuzer vom Typ Bristol und Falmouth sowie französische Zerstörer vom Typ Bouglier deutlich erkannt. Dem kühnen Vorstoß einer wagemutigen österreichischen: Flottille nach dem Hafen von Durozzo, der wieder einmal der„ Beweis geliefert hat, wie es um die Beherrschung der Adria durch die Flotte des Vierverbandes bestellt ist, war an sich ein guter Erfolg beschieden. Nur mußte er leider mit dem Verlust zweier Torpedozerstörer bezahlt werden, die das Unglück hatten, auf Minen zu geraten. Die Zerstörer Lika und Triglav waren erst in den Jahren 1912 und 1913 erbaut worden, hatten 850 Tonnen Wasserverdrängung und eine Schnelligkeit , v o n e i w a 8 3 S e e m e i l e n. B e s o n d e r e A n e r k e n n u n g g e b ü h r t d e m Kommandanten der Flottille dafür, daß es ihm gelungen ist, seine Schiffe davor zu bewahren, durch den überlegenen Feind abgeschnitten zu werden. Die Engländer waren offenbar wieder einmal zu soal aufgestanden. Das vernichtete französische Unterseeboot, Monge, das wohl die Aufgabe hatte, die Wacht an dem Hasen von Durazzo zu halten, gehörte einer Gruppe von Unterscebooten an, die in den Jahren 1907—1912 erbaut worden sind und eine Wasserverdrängung von 400—550 Tonnen haben. Die Bemannung betrug 25 Mann, von denen 16 gerettet worden sind. Von den franzosischen Unterscebooten im Mittelmeer hört man glücklicherweise nur, wenn unsere Verbündeten, die Oesterreicher oder die Türken, von deren Vernichtung berichten. * Die österreichisch=ungarische Antwort auf die amerikanische Note. WTB Wien, 30.Dez.1915.(Drahtber.) Der Minister des Aeußern hat an den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika Frederik Courtland Penfield unter dem 29. Dezember 1915 Nr. 5949 nachstehende Note gerichtet: In Beantwortung der sehr geschätzten Note Nr. 4307 vom 21. d. M. hat der Unterzeichnete die Ehre, Seiner Exzellenz dem Herrn Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika Frederik Courtland Penfield nachstehendes ganz ergebenst zu eröffnen. Die k. und k. Regierung stimmt mit dem Washingtoner Kabinett durchaus darin überein, daß den geheiligten Geboten der Menschlichkeit auch im Kriege Rechnung getragen werden muß. Wie sie schon bisher niemals und niemand Anlaß gegeben hat, an ihrer Achtung vor diesen Geboten zu zweifeln, hat sie auch im ganzen Laufe dieses Krieges, der so erschütternde Bilder sittlicher Begriffsverwirrung darbietet, den Feinden sowohl als den Neutralen zahlreiche Beweise menschenfreundlichster Gesinnung gegeben, und es lag nicht an ihr, wenn sie mit dem Washingtoner Kabinett vor nicht langer Zeit gerade in einer Frage nicht einig wurde, die sie im Einklange mit der ganzen öffentlichen Meinung in Oesterreich=Ungarn hauptsächlich als eine Frage der Menschlichkeit betrachtete. Auch dem in der geschätzten Note zum Ausdruck gelangten Grundsatz, daß feindliche Privatschiffe, soweit sie nicht fliehen oder Widerstand leisten, nicht vernichtet werden dürfen, ohne daß an Bord befindliche Personen in Sicherheit gebracht werden, kann die k. und k. Regierung im wesentlichen beipflichten. Für die Versicherung, daß die Bundesregierung Wert darauf legt, die guten Beziehungen, die glücklicherweise zwischen Oesterreich=Ungarn und den Vereinigten Staaten von Amerika bestehen, aufrechterhalten zu sehen, ist die k. und k. Regierung sehr empfänglich. Sie erwidert diese Versicherung aufs wärmste und ist nach wie vor bestrebt, diese Beziehungen, soweit es an ihr liegt, noch herzlicher zu gestalten. Von dem gleichen Geiste der Offenheit geleitet wie die Regierung der Union ist die k. und k. Regierung, wiewohl sie in der mehrerwähnten Note nicht die Antwort auf alle von ihr aufgeworfenen berechtigten Fragen findet, bereit, der Bundesregierung das Resultat der Untersuchung mitzuteilen, welche auf Grund der bestehenden internen Vorschriften sofort nach Einlangen des Flottenberichtes über die Versenkung der Ancona eingeleitet worden war und in der allerjüngsten Zeit zum Abschluß gediehen ist. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird dann mitgeteilt. Die Note schließt: Wie aus dem vorangeführten Sachverhalt erhellt, geht die sehr geschätzte Note vom 9. d. M. in mehreren Punkten von unzutreffenden Voraussetzungen aus. Unrichtig ist die der Regierung der Union zugekommene Information, daß auf den Tampfer sogleich ein scharfer Schuß(solid shot toward the steamship) abgegeben wurde, unrichtig, daß das Unserseeboot den Dampfer während der Verfolgung überholt(overhauled) hat, unrichtig, daß zur Ausbooung der Personen nur eine kurze Frist gewährt wurde. Vielmehr gerade der Ancona ungewöhnlich lange Zeit zur Ausiffung der Passagiere gelassen worden. Unrichtig ist endlich, daß auf den Dampfer, nachdem er gestoppt hatte, noch mehrere Schüsse(number of shells) abgegeben worden seien. Der Sachverhalt läßt des weitern erkennen, daß der Kommandant des Unterseeboots dem Dampfer volle 45 Minuten, also mehr als hinreichens, Zeit gelassen hat, um den an Bord befindlichen Personen Gelegenheit zur Ausbootung zu geben; sodann bewerkstelligte er, die Leute noch immer nicht geborgen waren, die Torpedierung solche Art, daß das Schiff möglichst lange Zeit über Wasser eiben konnte, dies in der Absicht, die Ausschisfung auf den noch vorhandenen Booten zu ermöglichen. Er hätte, da der Dampfer weitere 45 Minuten über Wasser blieb, diesen Zweck auch erreicht, wenn die Besatzung der Ancona die Passagiere nicht in Pflichtwioriger Weise im Stich gelassen hätte. Bei aller Würdigung dieses auf Rettung der Besatzung und der Passagiere hinzielenden Vorgehens des Kommandanten kam die k. und k. Marinebehörbe aber zu dem Schlusse, daß er unterlassen habe, auf die unter den Passagieren entstandene, das Ausbooten erschwerende Panik und auf den Geist der Vorschrift, daß k. und k. Seeoffiziere in Not niemand, auch dem Feinde nicht, die Hülfe versagen sollen, hinreichend Bedacht zu nehmen. Sohin wurde der Offizier wegen Ueberschreitung seiner Instruktionen gemäß den hierfür gelten Normen bestraft. Die k. u. k. Regierung steht bei dieser Sachlage nicht an, bezüglich der Schadloshaltung der durch die Versenkung der Prise betroffenen amerikanischen Bürger die entsprechenden Folgerungen zu ziehen, sie muß jedoch in dieser Hinsicht folgendes bemerken: Die Untersuchung über die Versenkung der Ancona konnte selbstverständlich keinen Anhaltspunkt dafür lieferh, inwieweit amerikanischen Bürgern ein Anspruch auf Ersatz zuzusprechen ist. Für die Schäden, welche durch die zweifellos gerechtfertigte. Beschießung des sliehenden Schiffes entstanden sind, kann die k. und k. Regierung wohl auch nach der Ansicht des Washingtoner Kabinetts nicht haftbar gemacht werden. Ebensowenig dürfte sie für den Schaden einzustehen haben, welcher vor der Torpedierung durch das fehlerhafte Ausbooten oder durch das Kentern der ausgesetzten Boote sich ergeben hat. Die k. und k. Regierung muß annehmen, daß das Washingtoner Kabinett in der Lage und gewillt ist, ihr die in dieser Hinsicht erforderlichen und gewiß nicht unwesentlichen Informationen zukommen zu lassen. Sollten der Unionsreaierung jedoch bei etwaigem Fehlen entsprechenden Beweismateriats die näheren Umstände nicht befannt geworden sein, unter welche## die amerikanischen Angehörigen zu Schaden gekommen sind, so ware die k. und k. Regierung in Berücksichtigung des menschlich tie bedauerlichen Vorfalles und von dem Wunsche geleitet, der Bundesregierung neuerlich ihre freundschaftlichen Gesinnungen zu bekunden, gern bereit, über diese Lücke der Beweisführung hinwegzugehen und den Ersatz auch auf jene Schäden zu erstrecken, deren unmittelbare Ursache nicht festgestellt werden konnte. Indem die k. und k. Regierung mit den vorstehenden Ausführungen die Angelegenheit der Ancona wohl als bereinigt ansehen darf, behält sie sich gleichzeitig vor, die schwierigen völterrechtlichen Fragen, die mit dem Unterseebootskrieg zusammenhängen, in einem späteren Zeitpunkte zur Erörierung zu bringen. Der Unterzeichnete hat die Ehre, die Gefälligkeit Seiner Exzellenz des Herrn Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerita mit der ganz ergebensten Bitte in Anspruch zu nehmen, das vorsteyende zur Kenntnis der Bundesregierung bringen zu wollen, und benützt zugleich auch diesen Anlaß, Seiner Erzellenz den Ausdruck seiner ausgezeichnetsten Hochachtung zu erneuern. Burian, m. p. *** Die Antwort Oesterreich=Ungarns auf die zweite Note Wilsons in der Ancona=Angelegenheit träct wieder den großen vornehmen und überlegenen Zug, der so vorteilhaft von den eiplomatischen Aktenstücken der gegenwärtigen Regierung der Vereinigten Staaten absticht. Wilson hatte bekanntlich der österreichisch=ungarischen Regierung den Vorwurf gemacht, daß durch ie Torpedierung der Ancona die Gebote der Meuschlichkeit verletzt worden seien. Demgegenüber hebt die neue Note hervor, daß die österreichisch=ungarische Regierung stets den Gebolen der Menschlichkeit Rechnung getragen und während des unzen Verlaufs des Krieges,„der so erschütternde Bilder sittlicher Begriffsverwirrung darbietet", Beweise dafür geliesert habe. Unsere Bundesgenossen sind in der glücklichen Lage, ilon auf einen Fill aufmerksam machen zu können, wo sie e Grundstz; der Humantat zur Geltung bringen wollten, r bei Wilion seibst kein Gehör gefunden haben. Es ird hierbei angespiert auf den österreichisch= ungarischen Protest gegen die umfangreiche Versorgung unserer Feinde mit W. 380 s Feltng 31. Deremder 1915 Munition und allem möglichen Kriegsmaterial= durch die Vereinigten Staaten, ein Protest, der hauptsächlich aus Gründen der Humanität erboben wurde, von Wilson aber nach einer Autwort, die sich an dem Kernpunkte der Sache vorbeidrückte, achtlos beiseite gelegt wurde. Zum Schlusse spricht die Note die Hoffnung aus, damit die Angelegenheit der Ancona wohl als bereinigt ansehen zu dürfen. Das weite Entgegenkommen der österreichisch=ungarischen Regierung dürfte es in der Tat Wilson sehr leicht machen, aus der Sackgasse, in die er sich verrannt hat, wieder herauszukommen. Neues aus Aöin hause von 8. 9n Stam seine 44) Oberbürgermeister Wallraf wurde, wie wir kurz vor Redaktionsschluß erfahren, das Eiserne Kreuz 2. Klasse am weiß=schwarzen Bande verliehen. (s) Dem Stabsarzt Dros. Dr. Orersing von der Kopfschußstation des Bürgerhospitals wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. 4 44 In der Verordnung betr. das Verbot des schanks in Gasthäusern usw. ist vorgesehen, daß Ausnahmen für die Milchstuben zugelassen werden könnten. Die Behörden gingen ti davon aus, daß die Milchstuben vorwiegend von der ärmeren Bebölkerung aufgesucht würden. Eingehende Feststellungen, die inzwischen eingeleitet worden sind, haben aber ergeben, daß diese Annahme nicht zutrifft. Es steht fest, daß die Milchstuben von dielen Personen aufgesucht werden, für die eine Notwendigkeit zum Milchgenuß nicht anerkannt werden kann. Der Verbrauch in den Milchstuben ist, wie weiter festgestellt werden konnte, außerordentso daß durch das Verbot des Ausschenkens beträchtliche Nen für die viel notwendigere Kinder= und Krankenversorgung frei werden. Wie wir hören, werden daher die zuständigen Bebörden davon absehen, Ausnahmen für die Milchstuben zuzulassen. Die Inhaber der Stuben sind in der Lage, durch Verabreichung von Ersatzmitteln, wie Schokolade, Katan— ohne Milchzubereitung— Kraftbrühe usw., ihren Geschäftsbetrieb aufrecht zuerhalten. (e) Beförderung. Sanitätsfeldwebel Räcke vom FestungsLazarett I wurde zum Lazarettinspektor ernannt. 22 0) Ein Afststerzarzt schreibt uns: Zur Aufmunterung der Soldaten möchte ich ein kleines Kölner Kasverletheater eröffnen lassen. Könnten Sie mir vielleicht durch eine dortige Buchhandlung Fabende Theaterstücke vermitteln, event. auch eine Firma angeben, welche die notwendigen Puppen liefert? Viele Feldgraue würden Ihnen Dank wissen.— Wir hoffen, durch Ver##fentlichung dieser Bitte Unterstützung zu ihrer Erfüllung zu finden und bitten Gebefreudige um gefl. Mitteilungen. .) Die Mülheimer Schiffbrücke, die wegen des Hochwassers vor einigen Tagen ausgefahren worden war, ist gestern nachmittag um a Uhr wieder für den gesamten Verkehr freigegeben worden. (14) Im Kölnischen Kunstverein fand gestern unter dem Vors, des Kommerzienrats Dr. Rich. von Schnitzler die diesjährige Neriosung statt. Es nahmen daran 1597 Mitgliederaktien teil. e wird im Anzeigenteile der Lokalblätter veröffent### ne Gewinne sind im Kunstverein ausgestellt und können dort abgeholt werden. Belobigung und Belobnung. Der im städtischen Krankenin Mülhelm als Verwundeter untergebrachte Reservist Schuh er 6. Kompagnie des Infanterieregiments Nr. 332 hat am ust d. J. den Bahnwärter Nikolaus Weber aus Porz am heiner Uter in Mürheim vom Tode des Ertrinkens im e gerettet. Der Regierungspräsident hat dem Retter eine g von 30 M. bewilligt, während der Gouverneur ihm für Entschtonenneit und Umsicht seine Anerkennung aussprach.# Die Einnahmen am Kölner Bauer betrugen am Mittn 22., die Gesamteinnahme steigt damit auf 393335,78 d wurden 8675 M. umgewechselt, die Gesamtsumme nas Schießen in der Neujahrsnacht ist verboten. Der Polizeipräsivent macht anläßlich des bevorstehenden Jahres#emels auf das Verbot des Schießens in der Neujahrsnacht aufDas Schießen ist sowohl auf dem Rhein, aus öffentlichen Strafen und Plaren als auch auf Privatgrundstücken, in Höfen und Garten verboten und strafbar. Gleichzeitig wird auch darauf lingewiesen, daß auch das Tragen von Waffen ohne polizeiliche mnndnis verboten ir und daß Zuwiderhandlungen gegen dieses Lelrt triegsgerichtlich abgeurteilt werden. Die Schutzmnschaft in angewiesen, gegen das Verüben groben Unfugs, nemenlich gegen das Veranstalten von Umzügen sowie lautes en und Schreien, Blasen auf Musikinstrumenten, sowie mießen und Abbrennen von Feuerwerkskörvern während d# njehrinzuschreiten. Es darf wohl erwartet werden, nerschaft auch bein, diesjährigen Jahreswechsel eine mnnehmen wird, werche dem Ernst und der Größe der Zeit entsoricht. Aus greizer schwacer Zeit— Unseren Getreuen zum Tank, lautet die Widniung eines Gedenkblattes, das die Kölner spende 1915 jen: allen Teilnermern dieser Kriegsfürsorgeins zunenen lüßt. Tur künstlerisch ausgeruorte und # Bild stellt em Mittelstück einen Feld un der Wacht amn dar. Scharf hebt sich die Figur en Himmer ab, aus dem ein breiter ien 2as Siadtbild Kölns mit den Domtürmen über der Sii##erflut des Rheines aufleuchten läßt. Von den beiden Seitenbilsern gin eins eine bewegte Epifode auf dem Hauptverbandplatz eines tyerechtsfeldes, das andere eine Gruppe von Frauen und n vor dem Aölner Stadthaus, denen ein verwundeter Krieger die Statte., wo sie in ihrer Not und Sorge Rat und finden. Die jinnige Gabe wird gewiß jeder gerne als Andenken verwähren, zumal oa sie, unter Glas und Rahmen gebracht, auch ein bnr#her esanzschmack für das traute Heim sein wird. (.0 Zur Bestandeerhebung von tierischen und pflanzlichen Spienstoffen und daraus hergestellten Beb=, Wirk= und Strickgarnen ist ein Rachtrag erschienen, dessen Anordnungen heute in Kraft treten. Es sind demnach allmonatlich auch meldepflichtig sämtliche Vorräte an Mohair, Kamelbaaren, Alpaka, Naschmir, Zickeltzaaren, Ziegenhaaren, Kälberhaaren, Rinderbaaren, Fohlenhaaren und Pferdehaaren(mit Ausnahme von Schweif= und Mähnenhaaren) sowie die aus den vier erstgenannten Stoffen vergestellten Garne. Der Wortlaut des Nachtrages mit den Einzelheiten is im Anzeigenteile nachzulesen. Ein Beräußerungs- und Verarbeitungsverbot von reiner Schafwolle, kamelhaaren, Mohair, Alpaka, Raschmir oder anderen Tierbaaren, sowie deren Halberzeugnissen und Abgängen tritt mit dem heutigen Tage in Kraft. Es verbietet die Veräußerung und Verwendung der betroffenen Spinnstoffe und Tierhaare zu anderen, als zu Heeres= oder Marinezwecken. Ausnahmen sind festgesetzt. Das Verbot bezieht sich nicht auf die Spinnstoffe, welche nach dem 14. August 1915 und auf die Tierhaare, welche künftig aus dem Auslande eingeführt sind bzw. werden.(Näheres besagt die Anzeige.) □ Oreußisch-süddeutsche Klassenlotterie. Die Ziehung der ersten Klasse der 7. preußisch=süddeutschen(233. Kgl. preußischen) Klassenlotterie wird nach dem amtlich festgesetzten Plan am Dienstag, 11. Januar 1916, beginnen. Die Erneuerung der Lose zur zweiten Klasse muß zur Vermeidung des Verlustes des Anrechts, unter Vorlegung der alten Lose, bis Montag, 7. Februar 1916, abends 6 Uhr erfolgen. □) Praktische Wobltätigkeit. Ein Kölner Bürger aus dem nördlichen Stadtteil hat aus Anlaß des Ablebens eines lielen Angehörigen, der ihm kurz vor dem Weihnachtsfeste entrissen wurde, 60 arme Familien mit einer ebenso hochherzigen wie praktischen Spende bebacht, indem er einer jeden fünf Zentner Kohlen, einen Sadk Kartoffeln und mehrere Pfund Spezereiwaren, wie Kaffee, Zucker, Reis, Gerste, Griesmehl usw. anfahren ließ. Das edle Beispiel sei allen, die dazu in der Lage sind, zur Nachahmung empfohlen. .4) Frivole Bettelei. Bei einem hiesigen Einwodner erschien dieser Tage eine Frau mit der Bitte, um einen Beitrag zu den Kosten für einen— Sarg. da ihr Mann gestorben sei. Auf die Vorhaltung, das oie Armenverwaltung doch für den Sarg sorge, erwiderte die Bittstellerin, sie wolle dem Verstorbenen doch einen „schöneren“ geben. Da ihr Benehmen aufstel, bestellte der Herr die Frau auf eine spätere Stunde und zog inzwischen Ertundigungen über sie ein. Es stellte sich dabei heraus, daß das sonderbare Gesuch in einer ganzen Reide von Häusern gestellt worden und meist auch von Erfolg begleitet gewesen ist. Der selig Entschlafene lebt aber heute noch rüstio und gesund. Das unverschamte Weib hat sich natürlich an der Statte seines Wirkens nicht mehr sehen lassen und wird nun versuchen, anderwärts ein nenes Arbeitsfeld aufzuschließen, was jedermann zur Warnung dienen möge. 4 Die Leberladung im Werte von 30 900 bis 40 000 Mark, welche vom Gereonsbahnhof diebischer Weise weggefahren worden war, fand sich am Chlodwigplatz wieder. Dort stand der unbespannte Wagen am Abend, die Ladung schien unberührt.### 4A) Spitzbuben. An der Stammstraße in Ehrenfeld wurde einer Kriegerfrau sämtliche Wäsche vom Speicher gestohlen.— Aus einer erbrochenen Wohnung an der Bomnrage schleppten Diebeshände Schmucksachen, Kleider und Wäsche fort.— Am Ryein wurden von unbeaufsichtigten Wagen zwei Kannen Milch und eine Kiste Tabak entwendet.— In der Severinstraße verschwand ein ganzer Handwagen mit Briketts.— Ein Kastendreirad mit Eßwaren für 100 Mark fiel am Deutschen ming in Diebeshände.— Zwei fast neue Fahrradet wurden in der Schildergasse aus einem Hausflur fortgenommen.— Aus einer Fabrik in Eorenfeid stadlen Einbrecher für 300 Mark Treibriemen, in einem Geschafte am Kümpchenshof für den gleichen Betrag Butter.— In Haft kamen: ein diedisches Dienstmadchen, ein Metzgergeselle wegen Warenunterschlagung, eine stellenlose Kontoristin als Wohnungsschwindlerin, ein alter Zuchtdäusler, der in Gasthausern Wasche und Kleider stahl, ein Frachtguträuver und zwei Postausheifer wegen Liedesgabendie bitahls. 2 42 Unvorsichtig war eine Dame am Hauptbahnhof. Einem unbekannten Knaben übergab sie zwei Pakete zur Aufgabe an der Gepäckabfertigung. Eins führte der Beauftragte seiner Bestimmung zu, das andere, für etwa 400 Mark Kleider usw. enthaltend, stahl er. .A Unfälle. Vor den Siebenburgen fiel einem Knaben von zehn Jahren ein schweres Tor aus den Körper. Mut einem Schädelbruch und sonstigen Verletzungen wurde er zur Lindenburg geschafft.— In der Sülzburgstraße geriet ein Mann mit der Hand in ein Kammrad und verletzte sich schwer.— een der Rheinallee wurde einem Manne in einem Betriebe das Bein gequetscht.### 1O Die Feuerwehr wurde nach der Allerheiligenstraße gerufen, um einen durch Explosion einer Petroleumlampe entstandenen Brand zu löschen.— In der Viersenerstraße war ein Kellerbrand zu beseitigen. (0 Fußball. Wahrend an den Weihnachtslagen die Mannschaften des Kölner Klubs für Rasenspiele E. V. auswarts spielten, ** 0 Januar, aus dem mit fünf Mitgliedern der vorzüglichen schaft: Sieberg, Poßberg, Bongartz, Weißenbrung und Haake antreten. Ta der Platzverein alles aufvieten wird, die stärkste Elf aufzustellen, so ist ein heißer Kampf zu erwarten Der Besuch der Veranstattungen ist Fußballfteunden nur zu empfehlen. : Theater und Konzerte: Bus Deala=Airma erognet das neue Jayr an den beiden Feittagen mit einem vienenigen und zugkraftigen Programm. Der Zitelpunkt der Barstellung bildet das zeitgemäße Abenteuer des Wleisterdetektivs#e Leeos unter dem Titel: Der Geheimsekretär mut den Darstellern Mar Landa vom Berliner Lassing=Theater in der Haupt= und Titetrolle. Umrahmt in diese Glanznammer des Programms mit ebenso spannenden und interessanten Films, Tramen, Lustspielen, Natur= und Kriegsbildern in reichster Abwechselung. i Beutsches Theater. Wie uns mitgeteilt wird, finden am 1. und 2. Januar, nachmittags 4 Uhr und arends 8 Uhr, je zwei Vore#ungen statt osen vier Vorstellungen gelangt der Snglager„Sern Zwillingsbruder“ mit dem urkomischen Tünnesdarsteller Willi Goßmann in der Titelrolle zur Aufführung. Niemropol-Theater. Die reizende Reinhardtsche Operette „#us süße##adel“ gerangt Samstag und Sonntag, nachmittag. 4 Uhr, zu kleinen Preisen und abends 8½ Uhr zur Darstellung. Es wird darauf hingewiesen, daß kommenden Samstag bereits die Gilbertsche Novität„Wenn der Frühling kommt", zur Aufführung gelangt, daß also das„Süße Mädel“ nur mehr wenige Tage auf dem Spielplan verbleibt. 0 Im Millowitsch-Theater finden Neujahr zwei Vorstellungen statt, nachmittags 4 Uhr und avends 8 Uhr; ebenso Sonntag den 2. Januar. Zur Auffüyrung gelangt in allen Vorstellungen Wie einst im Mai. Posse mit Gesang und Tanz in vier Akten. .4) Im Märchentheater, Bürgergesellschaft, wird am Neujahrstag das romantische Märchen=Schauspiel Der Schloßtrompeter mit Musik, Gesang und Tanz aufgeführt. Am Sonntag, nachmittags. .50 Uhr, das reizende Märchen Gänseliesel. Aus Kölns Nachbarschaft () Oberhausen b. Bergheim(Erft), 39.Tez.1915. Drei junge Burschen von hier hatten Telaraphendrähte, die zu einer alten Ziegelei geleitet waren, wo ein militärisches Wachkommando eingerichtet war, avgerissen. Daß sie sich den Draht auch angeeignet haben, ist nicht erwiesen, wenn auch dringender Verdacht dafür vorliegt. Durch ihre Tat hatten die Burschen„vorsätzlich und rechtswidrig den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlage dadurch gefährdet und verhindert, daß sie Teile oder Zubehörungen derselben beschädigten und Veränderungen daran vornahmen“. Deshalb wurden sie vor das Außerordentliche Kriegsgericht für den Bereich der Festung Köln gestellt und auf Grund des§ 317 des Reichsstrafgesetzbuchs verurteilt: zwei, die noch keine 18 Jahre alt waren, zu je zwei Wochen Gefängnis, der ältere Dritte zu sechs Wochen Gesängnis. 0) Aus der Bürgermeisterei Heumar, 30.Dez.1915. Eine größere Anzahl Kriegerfrauen der Bürgermeisterei Heumar hatte sich beim Landrat darüber beschwert, daß bei den Landwirten der Bürgermeisterei trotz Geld und guter Worte keine Kartoffeln zu bekommen seien. Auch wurde bei der vor kurzem stattgefundenen Bodenerhebung an Kartoffeln und Getreide in der Bürgermeisterei ein Feylbetrag von 1500 Zentner Kartoffeln ermittelt. Durch Verfügung des Landrats sind daraufhin die gesamten Kartoffelvorräte bei den Landwirten in Heumar, Eil, Urbach, Elsdorf, Porz=Urbach, Porz, Ensen und Westhoven für die Gemeinde beschlaanahmt worden. Der Verbrauch in der eigenen Wirtschaft und die sofortige Erfüllung bereits abgeschlossener Lieferungsverträge ist noch gestattet. Die Aufhebung dieser Beschlagnahme wird erfolgen, sobald es der Gemeinde gelungen sein wird, den Fehlbetrag an Kartoffeln aus den beschlagnahmten Vorräten zu beschaffen. Andernfalls wird die Enteignung der Fehlmenge erfolgen. O 1 Heumar, 30.Dez1912. In der Zeit, da die Mutter im Orte Einkäufe machte, zog hier ein vierjähriger Knabe den mit heißem Kaffee gefüllten Kaffectops vom Tisch herunter. Als die Mutter zurückkam, fand sie das Kind sammernd am Boden; es war im Gesicht und an den Händen derart verbrüht, daß es ins Krankenhaus gebracht werden mußte. C) 1A) Gemand(Eitel), 29.Tez 1916. Seit dem 27. Dezember ist das Becken der Urfttalsperre vollkommen gefüllt. Mit donnerartiaem Getöse stürzen sich die noch immer zufließenden starken Wasser des Urfrflußses über die 62 Meter hohen Kaskaden, den ganzen Berg in eine weiße Gischt verwandelnd. Großartig ist der Anblick dieses Wasserfalles. Für Rersende über Türen=Heimbach kann als schönster und bequemster Weg empfohlen werden die Strecke Heimbach=Kloner, Mariawald=Forsthaus, FünfseeblickLorbachtal am Seeufer entlang zur Sperrmauer. Köln—Call— Gemünd über Malsbenden, Putvermühlen, Waldhotel, LorbachtalUrfttalsperre. Dieser Weg führt immer am Seeufer entlang. Andere Wege sind im Winter nicht zu empfehlen. Standesamt der Stadt ASIn.(Vom 30. Dezember 1915.) Sterdefälle. Joseph Meyer, Schneidergeselle, verh., 43., Schaafenstraße 42. Herm Wirtz, 2 J. koolhoffstr 8- Gottir Oster, Stuckat., ehrm. im In=Reg. 160, ledig. 30., Spulmannsg. 53.- Friedrich Heermann, Fadrikard. Garde=Füs. im Lehr.=Ins.=Reg., verh, 35., Peterstr. 10.- Joseph Heuser, Schlosser, Od rmatr. d R. aus o M. S. York, ledig, 24., Lungengasse 28.- Daul Schäfer, Chauss., Obermatr. d. R. auf S M. S. York, ledig, 25., Thieboldsgasse 11.= Heinrich Morell, Kellner. Wehrm im Landst.=Inf.=Reg d. very., 38., Magnussraße 2.- Nikolaus Kante, Hausdiener, Musk im Res=Inf.=Reg. 25, ledig 21., Fleischmengergasse 18.- Th odor Schlösser, Handl=G Mask im Res.=Inz.=Reg. 258, ledig, 20., Huhasgasse 13. Karl Bachmann Kanalarb., Res. im Bayr. Inf.=Reg. 17, lebig. 24., Lin gasse 23. - Theodor Dohmen, Kaufm. verw., 64., Maur tiussteinweg 92.— Julus Fabigisky, Sattler, Gsfr. 3 Komp. Flieg.=Ers.=Adt 7. verh ir., 33., Limdurger Str. 23.= Heiena Steinmann, 1 J. Köln=Kalk, Kurze Straße 3.- Binand Fredel, Packer. Res. 1. Komp. Inf=Rars 28, ledig, 26., Annostr. 20.- Roberi Bilh Schaper, Lackierer, Unteroff. d L, I. Komp. Rd-Ins.=Reg. 68. verh., 32 J. Baithafarstr. 80.- Rober: Gerharbt, Schloßsee. Wehrm. d. 4 Komp. Arm.=Bitl. 48 verh., 33., Clever Streße.- Joseph Quitschuler. Heteldiener, Gefr. d. L. 10. Komp. Lansw.=Inf=Rnt.#. verh., 39., Dagosertstraße 71.- Wwe. Mar a Siawnab, geb. Roth, o. Ber., 51.. Thürmchenswall 82. Hermann Gronen, Buchh, verh., 65., Friesenwell 3- Bernh. Wilden. andelssautlehrer. verh., 52 J. Breite Sir 41-49.- Wwe. Gert ud Haack, ges van der Sand o. Ber., 74 J. Erfestr. 41. Alber Rosenthal,#., bed 49.. Hohesr. 48.. E Fr. Regfuß. 2., Blumenthal er.§.= Wwe. Ma hilde Payer, geb. Baumsa#####l, o Ber., 81., Johannisstr. 61.= Kornelius Antwoier, 61., Karthauserhof 50.- Christian Schmitz, 13., Heirsbergstr. 30. Staddesumi der Stackt Köln.(Vom 29. Dezemb. 1915.) Sterbofälle. Wilh Schaefer, Tagel, Musk. 4. Komp. Rel==R. 2# verh., 20., Severinkr 15.- Frz. Becher, hand ungsge.. Unteronizier 4. Komo.=R#### verh. 30 J. Alteburgeestr. 15- Matih Bräutis0R:, Keramägzer Rrok.“. Komp..=R.#8, led., 20., Bayenthal, Nieburgerstr. 3là.- Jol Schröder, 5 M. Kl. Griechenmarkt 3.- Jak. Rat d. Laufenbrg, Postschu#fnes verer, 433, Eizelstein 106.- Wwe. Barbard##er dv##er, 74., Machabäerstr. 69.- Wwe. Margar. Bach, 86., Wettenburger. 7. Standesamt Jöln=lopes.(Vem 20. bis 36. Dez. 1915.) Sterbefälle. Johenna Rudloff, geb. Vierkötter, 52 J. Kempenerstraße 34.= Helene Otizier, 19., Berheimerstr. 217.- Anna Alt, 22 ., Verdemeear 217.- Sdolla Rausch, ged. Becker, 48., Balthasarstraße o.- Maria Hövolmann,!! Mon., Holbeinstr. 35.= Hermann Kuwald, 10 Mon, Reedlersr 131: Karl Pietsch, 50., Kemp= nerswaze 121.: Ka#barina Zingraf, 6., Merheime= Ntr. 167.- Matthias Bauer, 73., Sed####anstr. 170." Johann= Falbenstein, ged. Rothschild. 62 J. Sochzirstr. 14.- Wilheln Klein, 69., Gellertstraße 41.= Magdalena Leer. geb. Mähler, 42., Escherstraße 54. be-„errcrar Giest und Rteumatismus sichere Heilung nach neuem Sauerstoff=Verfahren. 100 Priestley=Tabletten 2 Wochen Kur#5 50. Prospekt gratis. Hofapotheke, Wallrasplatz., ——** B OBEETAE A##:* * 2**** *1. ***** Fölner Local-Kuneiger Nr 360„ Freitag 31. Dezember 1915 An meine lieben Mitbürger! Prost Neujohr! Der Kölsche Boor es do! Mit diesem Euch allen vertrauten, eine Neujahrsgabe heischendem Gruß steht der wehrhafte Bettler am Gürzenich wieder ver Euch, und wenn er einen Hut auf seinem Struwelkopfe hätte, würde er ihn lüften mit dem Ausdruck des Dankes für all das, was Ihr ihm im Laufe des Jahres gebracht, nicht zuietzt für die 42000 Mark an seinem Opfertag, die es ihm ermöglichten, so vieler tiefbetrübter Kinder- und Frauenaugen in Freude aufglänzen zu lassen. Wenn Ihr doch alle diese dreiund vierjährigen pausbackigen, lachenden Krausköpfehen häftet sehen können, das würde schon Lohn genag für Eure hochherzige Gabe gewesen sein. Leiderbin ich gezwungen. von Jetzt ab meine beliebten Vormittags-Veranstaltungen am Standbild menr oder weniger ausfallen zu lassen. Meinen Nachbarn ist meine Konkurrenz unangenehm geworden und sie haben sich beschwerdeführend gegen die bis jetzt vorgenommene Platzabsperrung bei der Polizei verwandt. Ein Versuch, einen Durchgang nur zu Verkehrszwecken freizulassen. ist leider, wenigstens was meine Einnahme anbelangt, gänzlich fehlgeschlagen. Eine Mindereinnahme des goldenen Sonntags gegenüber dem kupfernen, die sich in einer vierstelligen Zahl ausdrücht, war die Folge. Trotzdem Marienbilsichen und Prinz Karl schon weit über 20 Jahre gewesen sind. trotzdem die alte Schilfbrücke durch die stolze Hängebrücke ersetzt ist, die Freimusikschinder sind geblieben! In drangveller Enge wälzten sie sich durch die enge Gasse und verdarben den wenigen allzeit Getrenen noch durch ihr Geräusch den Gennß. Hätte ich von den vielen Tausend, die sich dort drängen, nur die 2 Pfennig Brückengeld erheben können. die sie früher bezahlt, ich wäre doch noch auf meine Kosten gekommen. Ich selbst habe ja kein Bedürfnis und keinen Schaden, wohl aber die vielen Pfleglinge, für die ich zu sorgen habe. Hoffentlich ersetzen uns die beteiligten Geschäfte den Ausfall aus den Rieseneinnahmen, die sie infolge des Riesenverkehrs erzielten! Den wackeren Sängern, die trotz des Geräuschs und des geringen Besuchs ihr Bestes eingesetzt, namentlich den wackeren Schülerchören der Loreley- und Agrippastraßen-Volksschule herzlichsten Dank. Desgleichen dem Eisenbahn-Verein, der ein Zehntel des gesamten Sammeltag-Betrages auf einmal mir gebracht. Mögen auch im neuen Jahr mu die Herzen und Börsen meiner näher und wetter wohnanden Mitbürger, mir weiterhin geöffnet bleiben, damit es mir gelingt, bis zu einem hoffentlich recht baidigen rahmreichen Friedensschluß noch einen recht namhaften Betrag zur Lindarung der Not der Kniegswitwen und Waisen, deren Zahl doch schon, wre die Bescherungen seigten, eine recht große ist, zu sammeln. Nagelt fleißig weiter und kanft mir die schönen Neujahrekarten ab! Am Nezjahrstage wird die Kapelle eines alten Kölner Regimente, diejenige der 65er unter Vize feldwebel Karl Müller, nachmittags 4 Uhr am Standbild ein Neujahrs-Konzert mit ausgewähltem Programm veranstalten. Hierbei singt die Volksschule Freiheitstraße Köln-Deutz. Zu diesem lade ich meine vielen Freunde und Freundinnen mittlem Rufe: Prosit Neujahr! hiermit herzlichst ein. er? Der Kölsche Boor in Eisen am Gürzenich. Naftanhe Nunge Hohsstrasse 9. Silvester Samstag und Senntag 4 23 ∆ V 23 Gott dem Allmächtigen hat os in seinem uner1 forschlichen Ratschlusse gefallen, gest abend + 6 ¼ U h r m e i n e i n n i g s t g e l i e b t e u n v e r g e ß l i c h e G a t t i n, unsere herzensgute Mutter. Schwiegertochter, 1 S c h w e s t e r, S c h w ä g e r i n u n d T a n t e, die wohlachtbare a„„ 55 4 FonLonenKachacs! Serraudeorü bechienn Seite 3. Bekanntmachung. Gemäß§ 1 der Bekanntmachung der Bundesratsverord. nung zur Fernbaitung unzuverlässiger Per onen vom Handel vom 23. Sepiember 1915 (R. S. Bl. S. 693) ist den Kaufmann Richerd Pabst zu Cöln. vomstrate 41, der Hautel mit Fahrungsmitteln aller Art sonie mii Rerzen untersagt wo. ** de 11 Cöln. 27. Dezember 1915.3d Der Iberbüegermeister. J..: Adenauer. 330 HEEHAT-HONZGTT A Maris geb. Jagefe 293 5 nach kurzem, aber schwerem Krankenlager, ge en ausgetunrt von dem 8231339 stärkt mit den Heilsmitteln der römisch-katholischen Esjahrsign kn##e###r der ros der Ersatz-Abteil. des Bergischen 8211 Kirche, im Alter von 31 Jahren zu sich in die Klfr2-stus, 242 Musikkorps der Ersatz-Abteil, des Bergischen### Feldartillerie-Regiments Nr. 59 unter persönlicher Leitung des Königlichen Obermusikmeisters Aloys Bahr. Es ladet ergebenst ein 28 Franz Runge. Eintritt frei! r ##. Lagj äer bnt Dr. 1 ISäll 84 S S e Die Beerdgnng 1Januar 1910, nach ∆#2 Mewerstraße 17 aus. Kirche, im Alter von 31 Jahren zu sich in die wigkeit abzaberufen. Es-4 Um stille Teilnahme bitten: Der tiefbstrübte Gatte und 2 Kinder. Köln, Auweiler, Dansweiler, Rheindorf, Dortmund u. Hamm i.., den 30. Dez. 1915. Am 1. Januar 1916(Neujahrstag findet für den südlichen Stadtteil(Schnittpunkt: .41 Nachenerstr., Mittelstr., Neumarkt, Schildergasse, Sürzenichzr.) keine Nulladfahr statt; dagegen wird der Mall am Montag, den 3. Januar 1916 in der Zeit vom 7½—10 Uhr vorm abgeholt. In Cöln=Rülheim wird der Die Beerdigung findet statt am Samstag, den mitt. 3 Uhr, vom Sterbehause Fr ## Hausmüll in der Racht zum 1. Jan ∆# tadtwa u Haupt-Gasthaus Köln-Lindenthal. Morgen Samstag, 1. Januar 1916 sowie Sonntag, 2. Januar 1916 nachmittags von 4 Uhr an: Grosses Konzert Feldartillerie-Regiment Nr. 59. Leitung: Obermusikmeister Bahr. 7 Eintritt frei! 93 Die feierlichen Exequien werden am Montag, ### den 3. Januar 1916, morgens 8½ Uhr, in der Pfarr-.# # k i r c h e S t. P a u l h a l t e n. 8 5 4 * S e l l t e j e m a n d a u s V e r s e h e n e i n e E i n l a d u n g n i c h t erhatten haben, so bitte diesos als solche zu be. trachten. 7r5 Er: anuar 1916 abgefahren Cirektion des fädt. Fuhrparks und der Straßenreinigung. Trnrine G HOTEL 12 APOSTEL Hohestr. 12. Heute apend von 8 Uhr ab grosse Silvester-Feier. Unseren geehrten Gästen und Bekannten wünschen wir ein recht fröhliches neues Jahr! J. Blemenfurth u. Frau. Binger Weinstube## #s Zum neuen grossen Schoppen. 8 Allen Freunden and Bekannten ein 7 82 Glückliches neues Jahr!### . Achtungsvou: Familie W. Fuchs# 5 Fernspr. B3387. Blaubach 25—27. 8 Uebungsschale des Jüdischen Lehrer-Saminars in Köln. Mit dem Hinweis, dass nur eine beschränkte Zahl Aufnahme finden kann erbittet baldigst Anmeldungen für das neue Schuljahr Der Seminar-Direktor: Dr. Carlebach. Ssc A Das Sechswschenamt Frau Wwe. Heinr. Oedingen findet statt Montag, den 3. Jan., um 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Jakob, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. 1b 8 kaufen Sie am biiligsten im Spezialgeschäft Unübertroffene Auswahl Carl Walter, Goldwaren . Apostelnstraße 23. Acht. Sie auf mein gr. Fenster neden„Apostelnbräu.“g“ “ BeerdigungsAnstalt Inhaber A. Petere Krefelder Strasse 42. Fernruf A3941 besorgt Epimhalan defallener Krieger nach d Reimnolen den neuesten Bestimmungen, Eiserbahn- und Autotrensport von und nach allen Richtungen. Komplette Bestattungen. Viele Referenzen liegen vor. 0 Spezial-Abteilung für Trauer-Ausstattung. Gemeinde-Sparkasse Porz bei Köln mündelsicher. 4% für alle Einlagen Tägliche Verzinsung. Kündlgungsfristen: 300—1000+ 14 Tage 1000—2000 M 1 Monat 2000—5000 M 2 Monate über 5000 K 3 Monate Reichsb.-Girokonto Köln — 1 Postscheckkonto Köln 8742 Geschäftslokal Hauptstr 80 Geöffnet—12½ u.—5. Fernruf Porz 27.*0 m Kochlehrkursus der Rheinischen Rochschule. Gründlicher Erlernen der feinen und eimachen Küche sowie Backen. Wild= und Gefligel=Gerichte. pb Prospekt sowie nähere Auskunft Berlich 18. Tel. B 1669. Der Unterricht findet in gleich Weise statt wie vor dem Kriege. G NEt Hii ion 2 Glögischerauften.? Das Abonnement für 1916 8 kostet X für Familien: 2 ∆ Die erste Person 20 M. +, zweite„ 10 M. T Jede folgende Person. 5 M. T ∆ Für einz. Personen v. 25 u. mehr Jahren 20 M. X „„„ unter 25 Jahren 10 M. W' 2 Täglich Militär-Konzert.§ Vereinskalender der Rathalischen Arbeitervereine. Sonntag, den 2. Januar. Köln=Tüd. Abds. 7 Uhr im Lehrlingshaus in d. Weißgerberechgage Weihnachtsfeier f. Erwachsene. Märchenaufführung Eint:. 20 Pig. Nachm. 3 Uhr f Kinder. Ein r. 19 Pfg. öln=Mitte. Abds. d. 0 Uhr im Lokal Isere Döör, Kämmergasse 9. Versamml. m. Vortrag d. Hru Kaplan Orth Köln=Nippes. Abds. 8 Uhr Weihnachtsversammlung im St. Josephsnift. Vereinskalender## Sonntag, den 2. Januar. Hermann=Joseph=Bündnis(Herz=Jesu=Pfarre)..30—8 Uhr Gesellschaftssp. Rontag.15—9 Uhr Bücherausgabe, 9 Uhr Bezirksvork=Versamml. Mittwon,.45 Uhr Versamml. d. Eucharist. Apokol, Donnerstaz, 3 45 Uhr Vortrassabd. f. d. ält. Mitgl. Freitag.§.15 Uhr Instrukt.=Std. f. Jugendkomp. Jugendverein St. Staaislaus=Kongr. 7 Uhr Kommunion d Eocharist Aposoletes in Minorten. Nachm. 5 Uhr Versamml. dess. im Pfarrsaal v. St. Kolumba, Eing. Kolumbakirch of 5. Danach Spielen u. gemütl. Un erhalt. Dienstag: Bezirksvorst. v..36—.30 Uhr Sachen abholen. Schwalbengasse 1. Freitag: Adrechnen. Die Weihnachtsfeier finder am 9. Januar 1919 statt. In der Eisenbahn bei langen Fahrten ist ein autes Buch de beste Zeitvertreib. Auswahlverzeichnis üiefert kostenfrei Verlag J. F. Bachem, Köln. Schwarze, garnierte Taillenkleider, Jacken-A kleider, Blusen, Kostümröcke, Hüte u. Schleier. V. Krauss-Seidenfaden g.### Köln, Marerlatz-9. Ecke Altermarkt. Tel. A 1626.#### angefertigt nach Angabe ärztlicher Autorität. D. R. Patent Nr. 270711. Die vollkommenste aller Korsettleibbinden. Dieselbe vereint Binde und Korsett u. eignet sich besonders für Senkungen der Bauchorgane, der Niere, des Magens, für Bauch- u. Nabelbruch Ferner empfehle meine Leibbinden, Bruchbänder. 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Wiederum ist ein Jahr in dem Meere der Vergangenheit untergetaucht, und in jugendlicher frischer Schönheit tritt das Jahr 1916 seine Herrschaft an. Noch sind die Weihnachtsklänge nicht verrauscht, noch duftet in der Stube des Weihnachtsbaumes, da kündet in mitt das würzige Grün iger Stunde der Glockenschlag der Uhr mit zwölf wuchtigen Schlägen den Beginn einer neuen Zeitstufe an, sonst mit fröhlichem Gläsertlingen begrüßt, heute in stiller, ernster Stunde erwartet. Ein neues Jahr! Neues Leid, neue Frcude? Wer weiß, was es uns bringen wird, wer, was es uns nehmen wird? Noch toben auf den Schlachtfeldern Eurspas und Asiens erbitterte Kämpfe, noch ist kein Denken an ein Ende. Siebzehn lange Monate schon wütet die Kriegsfurie, und noch immer regiert Mars die Stunde. Da schauen wir mit berechtigter Sorge in das neue Jahr und suchen vergebens das geheimnisvolle Dunkel zu durchdringen, womit es sich umgibt. Und doch dürfen wir mit Stolz auf das verflossene Jahr zurückblicken. Es endet für uns mit dem Bewußtsein, Sieger zu bleiben in dem gewaltigen Weltringen, für die Entente aber mit einem glänzenden Fiasko. Auch auf seelischem Gebiete hat das verflossene Jahr uns bedeutenden Nutzen gebracht. Die Tugenden des deutschen welche die Dichter immer an ihm gepriesen und gelobt haben, haben sich auch jetzt wieder bewährt. Deutsche Treue, Tapferkeit und Hingebung ans Vaterland in Heer und Volk. Unentwegt und unverzagt stehen Deutschlands Streiter auf den blutigen Schlachtfeldern, für Haus und Herd, für Heimat und Weib und Kind, während die Daheimgebliebenen nach Kräften die Fehlenden ersetzen und alle Entbehrungen willig und ohne Murren tragen, in dem Bewußtsein, ihre Pflicht zu erfüllen und den Schild der Deutschen rein und undefleat zu bewahren. Mit Geibel, dem Herolo der Deutschen, wollen wir auch im folgenden Jahre rusen: Und wenn uns nichts mehr übrig blieb, So blieb uns doch ein Schwert, Das zorngemut mit scharfem Hieb Dem Trutz des Fremdlings wehrt. So blieb die Schlacht als letzt Gericht Auf Leben und auf Tod. Und wenn die Not nicht Eisen bricht, Das Eisen bricht die Not! Mit diesem Vorsatz wollen wir in das Jahr 1916 eintreten und hoffen, daß es uns ebenso erfreuliche Kriegsergebnisse bringen wird wie 1915 und einen Frieden, der Deutschlands Zukunft sicherstellt und mit deutscher Ehre sich vereinbaren läßt. Dies sei unser Wunsch. Glückauf zum neuen Jahr! 0 Die Stadtkölnische Auguste-Diktoria-Stiftung (Volksheilstätte zu Rosbach an der Sieg) hat ihren 13. Jahresbericht für das Rechnungsjahr 1914/15 herausgegeben, dem wir folgendes entnehmen: Mit voller Belegung(160) wurde am 1. April in das Rech nungsjahr eingetreten. Der Ausbruch des großen Krieges brachte schwerwiegende Aenderungen. Fast sämtliche Kranke verließen in den ersten Mobilmachungstagen die Anstalt, der größte Teil wei militärpflichtig, die anderen, weil es jeden in diesen Tagen zu seiner Familie zog, so daß am 5. August nur noch 16 Schwerkranke verblieben. Nach weiterem Abgang von fünf Kranken wurde der Monat September mit elf Insassen begonnen. Sekundärarzt und Medizinalpraktikant, sowie ein Teil der übrigen männlichen Angestellten folgten dem Ruf zur Fahne. Auch das weibliche Denstpersonal erfuhr eine Verringerung. Um das aus der mangelhaften Belegung hervorgehende, unsich auch die Aufnahmegesuche und Ueberweisungen von Kranken wieder, so daß Ende November ein Bestand von 106 Kranken vorhanden wär. fl Wie wichtig im unmittelbaren vaterländischen Interesse die Aufrechterhaltung des Betriebes der Heilstätte war, zeigte sich sehr bald, als sich in immer steigendem Maße das Bedürfnis nach Betten für lungenkranke Soldaten oder solche, die durch Abteilung in der Anstalt eingerichtet, die dem benachbarten Reserve=Lazarett Schladern angegliedert ist. Zuerst wies sie 30 Lagerstellen auf; inzwischen sind diese auf 65 erhöht worden. Die Krankenbewegung betrug ungefähr zwei Drittel der vorhergetenden Johre. Zum Krankenbestand(bei Beginn des Jahres) von 161 kamen 737 Neuaufgenommene. Demnach wurden im ganzen verpflegt 898. Am Jahresschluß blieben im Bestand 108 Kranke. Die durchschiittliche Kurdauer betrug 45 Tage. Die Kosten des Heilverfahrens wurden übernommen von der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz in 439, vom Verein zur Verpflegung Genesender Köln in 167, von Berufsgenossenschaften in 8, von der Städt. Fürsorge für Lungenkranke in 5, von der Städt. Armenverwaltung Köln in 16, von der Postverwaltung in 6, von Oberpräsident Nasse=Jubiläumsstiftung Koblenz in 2, vom Kreisverein Wenlar in 4, von anderen Gemeinden und Kranken kassen in 85 Fällen. Selbst zahlten 5 Kranke. Das Alter der Kranken schwankte zwischen 17 und 56 Jahren. Dem Familienstande nach waren verheiratet 514 Kranke, ledig 212 Kranke, verwitwet 11 Kranke. Die Erkrankung der Verpflegten lag zurück 3 bis 4 Monate bei 27 Kranken, 4 bis 6 Monate bei 104, 6 bis 9 Monate bei 60, 1 Jahr bei 77, 1 bis- Jahre bei 83, 2 bis 3 Jahre bei 84, 4 Jahre bei 61, 5 Jahre bei 35, 6 Jahre bei 38, 7 bis 9 Jahre bei 55, 10 und mehr Jahre bei 76. Erbliche Belastung mit Tuberkulose lag vor von seiten des Vaters in.50 Fällen, von seiten der Mutter in 57 Fällen, von beiden Eltern in 19 Fällen. Als mutmaßliche Infektionsquelle Tabak in 295 Fällen, Alkohol in 55 Fällen. Von den 787 im Berichtsjahre Entlassenen mußten gleich nach der Aufnahme oder nach kurzem Aufenthalt in der Heilstätte 193 wieder entlassen werden, so daß nur bei 591 Kranken von einer Heilstättenkur gesprochen werden kann, da sie wenigstens sechs Wochen in Behandlung waren. Von den 196 vorzeitig Entlassenen gingen ab: als ungeeignet wegen Schwere der Erkrankung 10, als ungeeeignet wegen Schwere sonstiger Erkrankung 7, zwingender Familienverhälmisse halber 18, wegen Heimwehs 9, wegen eventl. Verlustes der Arbeitsgelegenheit 22, wegen zu geringer Familienunterstützung 2, aus anderen Gründen 16, disziplinarisch entlassen wurden 9, weil keine aktive Tuberkulose bestand 6, zur Beobachtung wurden überwiesen 1, in den ersten Mobilmachungstagen 96. Von den Kranken, die Kur gemacht haben, nahmen an Gewicht zu 563. Die höchste Gewichtszunahme betrug 15 Kilogramm; 9 Kranke nahmen an Gewicht ab. Von den Kranken, bei denen von einer Kur gesprochen werden kann, hatten den Erfolg A: 429= 75¾, den Erfolg B: 119= 20%, den Erfolg C: 29= 5¾. Erfolg A(— voller Erfolg) liegt vor, wenn der Gesundheitszustand des Behandelten derart gehoben ist, daß eine Erwerbssähigkeit eines Durchschnittsarbeiters seiner Art in sicherer Aussicht steht. Erfolg B(— teilweiser Erfolg) liegt vor, wenn mindestens die Hälfte der normalen Erwerbsfähigkeit vorhanden ist. Erfolg C(— kein Erfolg) in allen übrigen Fällen. Das ist ein erfreuliches Ergebnis. 0O Schsner Dank für Weihnachtsliebesgaden. Wir erhalten folgenden Brief aus dem Felde:„Die Weihnachtsbescherung in unserm Kreise ist beendet. Ein jeder von uns erhielt ein Paket aus Köln. Unsere Freude war groß. Aber wir haben auch zugleich gesehen, daß die Mildtätigkeit unserer Daheimgebliebenen sehr groß ist. So mancher wird sein letztes dahin gegeben haben, um uns eine Freude zu machen. Und so haben auch wir uns entschlossen:„Gleiches mit Gleichem zu vergelten.“ Es wurde von uns eine leere Senftasse zum Kauf angeboten.(In Form einer Versteigerung.) Der Kaufpreis der Tane stieg auf 23,40 M. Durch den guten Zweck, den wie mit dieter Versteigerung verfolgten, verlebten wir auch zugleich einen vergnügten Weihnachtsabend, Auf allgemeinen Wunsch übersenden wir Ihrer Redaktion diesen Betrag mit der Bitte, es zur Unterstützung hülfsbedürftiger Hinterbliebener von gefallenen Kameraden zu verwenden.“ Das Geld ist von uns der Nationalstiftung für die Angehörigen gefallener Krieger überwiesen worden. Den Sammlern gebührt Tank und Auertennung. (A) Kriegsgefangene in England möchten gern Lesestoff haben: Erzählungen, Romane, lustige Zeitschriften, kölsche Krätzchen usw. Wenn Gebefreudige an der Versorgung der Bittsteller teilnehmen wollen, bitten wir, die Adresse von der Redaktion einzufordern. (.) Eine gebrauchte Revolvercamera, wie sie zur Herstellung der billigen kleinen Photographien gebraucht wird, suchen zwei Feldgraue gegen bar zu erstehen. Die Adresse der beiden gibt auf Verlangen die Redaltion an. () Einige alte Caschenuhren, die noch brauchbar sind, den Soldaten im Felde zu dienen, sind bei der Liebesgabensammlung des Local=Anzeigers heiß begehrt. Wer hilft, die Biit#teller zu befriedigen? 69 Ein biauer Junge in Flandern, wie er sich selbst nennt, erbittet ein Paar Wickelgamaschen und erhofft sie von der Güte einer unserer Leserinnen, denen wir den Wunsch bekannt geben. 49 Quittung über Liebesgaben. Wir erhielten zur Weitergabe: von Josephine Koch, Halmaspiel; Wilh. Krauthauser, Ralk, Nießenstraße 10, Kistchen Liebesgaben; Barbara Wischerath, Allerheiligenstraße 25, Zeitschriften; Frau Augustin, Hunnenrücken 11, Spiele, Kerzen, Brieftasche, Kölsche Krätzchen; Anna Comann, Nippes, Gellertstraße 13, Gitarrezither; Mildred Araubach, Akkordzither; Albertine und Sophie Maur, Kamekestraße 4, Nerzen; I. W. van Lier, Mülheim. Cleverring 109, Dolchmesser; 4. Knubenklasse, Kalk, Hollwegystraße, Liebesgabenpalele; Mausbach, Friesenstraße 69, Crammophonplatten; Franz Amverg, Kreuzgasse 6, Mundharmonika; Jos. Völler, Ehrenfeld, Wißmannstrate 35, Christbaumschmuck; A. Schüller, Kyffhäuserstraße 31, Tolchmesser; Antonie Hoffmann, Eintrachtstraße 156—100, Tomino; Barbeträge: Karl Gelsam 5., Mach. Immendorf 5., Landwehr 10., Pastor Vogel (Lindentha.) 10., Ungenannte 5, 2 und 1 M.— Ferner gingen von ungenannten Gebern ein: Christbaumschmuck, 3. Bücher, Tomino, 3 Pelzmüffe für Ostpreußen, 1 Grammophon, 1 Jahrgang Alte und Neue Welt, Liedernoten(von einer lustigen alten Kölnerin), 10 Hefte Guckkasten, 12 Hefte Noten, 4 Gebetbücher, 1 Flöte.— Sämtlichen Spenderinnen und Spendern herzlichsten Tank im Namen der mit den Geschenken erfreuten Soldaten! #) Anfalle der Dagobertstraße belästigte ein Knabe ein ferd, das seinen Quäler faßte und ihn so heftig auf die Straße warf, dag er den linken Arm brach.— Bei einem am Hohenzollernrinig erfolgten Zusammenstoß eines Kraftwagens mit einem Radfahrer brach letzterer das Schlüsselbein und erlitt eine schwere Kopfverletzung.— In der Simon=Meisterstraße wurde ein sechsjähriges Mädchen von einem Radler überjahren. Mit doppeltem Armbruch und Kopfverletzung mußte es zum Arzt gebracht werden. 0% heinem Werke in Kalk kam ein Arbeiter zu Fall. Er geriet dabei mit der rechten Hand unter einen Eisenbahnwagen, sie wurde ihm abgefahren. Man brachte den Schwerverletzten zum St. Josephshospital.— Torthin brachte man auch einen Arbeiter, welcher aus beträchtlicher Höhe von einer Leiter gestürzt war und außer erhebsicher Kniebeschädigung innere Verletzungen davongetragen hat.— Infolge Schwimelaufalles fiel ein 65jähriger Kutscher in der Volksgartenstraße vom Wagen und erlitt einen Schulterbruch.# An einer Tampfmaschine in der Fleischmengergasse wurde einem Nanne durch entweichende Dämpfe das Gesicht schwer verbrannt. — In der Agrippastraße kam ein Mann mit der Hand in eine Fraismaschine und verletzte sich schwer.— Eine Frau kam auf der Straße zu Fall und mit der Hand unter einen Wagen. Die Hand wurde so schtimm verletzt, daß einige Finger abgenommen werden mußten.— Ein Radler stürzte in der Poststraße, er erlitt einen Armbruch.„„9 # Diedesgesindel. Aus einem Geschäfte für chemische Reinigung in der Lungengasse holten Einbrecher Herrenkleidungsstücke fort.— Mansardendiebe hausten an der Pfälzer= und Burgunderstraße, sowie am Hohenzollernring.— Ein Taschendieb entwendete am Neumarkte einer Tame 60 M und einen goldenen Kneifer. Festgenommen wurde ein diebisches Dienstmädchen, ein heitsarbeiter wegen Unterschlagung, ein Mädchen, das einen jungen Mann bestohlen halte. 42 Aus Köln=Dellbrück. 14) Der Kath.-kaufm. Verein Concordia hat beschlossen, in diesem Winter die Familien=Vortragsabende, die vor zwei Jahren in der Bürgergesellschaft so großen Anklang gefunden haben, wieder aufleben zu lassen. Ter erste dieser Abende findet am Donnerstag, den 6. Januar(Dreikönigen), im Saale von Heinr Odenthal, Zur alten Post. an der Gladbacherstraße statt. Pfarrer Dr. Hillmann wird sprechen über das Thema: Interessantes aus der Geschichte unserer engeren Heimat. Der Name des Redners, der auf dem Gebiete der Geschichte unserer Heimat als Autorität angesprochen werden darf, bürgt für die Gediegenheit des Vortrages. Der Verein hofft, an diesem Abend nicht nur die Mieglieder mit ihren Damen, sondern auch recht viele Gäste aus Tellbruck und Hotweide begrüßen zu tönnen. Die Veranstaltung beginnt Punkt.30 Uhr. P ennimrenttr Sbloahmr errert=Reimlounn. s der Per odet den Sparkaten gegen Paziergeld um. „„„„„„ IVTB Truppenteile als Goldsammler. Einzelne Soldaten und keinere Vorhände, namentlich Leichtkrankenkompagnien, sowie auch größere Ergohning erzielt. Venspietsweise haben dis 1. * 1 zende des ruppentorper, insbesondere Ersatzbataillone, haben glänerzielt. Beispielsweise haben das 1. Ersatzbataillon kanterie=Regiment 76 in Hamburg und das Landsturmbatillan Nyendt mehr als 600000., und das Ersatzbataillon des sAnsanlerie=Reqiments 48 in Küstrin, dies letztere namentlich #naten, über 500 0In: M. Gold bei der Reichsbank umhselt. Das ist eine vorbildliche Leistung, die von Verständnis tung der fortgesetzten Verstarkung des Goldschatzes bant zeugt. Wollen die Goldmünzenbesitzer sich von beschämen lassen und in unbegreiflicher Verr cald noch weiter festhalten? Alle Reichsbank=, Postissen wechseln Goldmünzen in völlig gleichwertiges für die der Rei unseren blendung und Eise Papierge .dunftu -emxe. Mutamsee —— n : holder Hado 7 Ofg.e köwendruck Londskeon 8 Ofg. Güldenring 3 Ofg.e Rovenklau o Ofg.e Enzettiner 8 Pfg. Manengold 10 pfg. AA RIEIRENMA Seite 5. Lecal-Ruztiger Nr. 360„ Freitug 31. Jexemde: 1913 Bstelire. : Aenderungen im 3 : Kölner kirchen=Kalender: sowelt uns solche bis Donnerstagabend b hannt geworden sind Ratholischer Gottesdiens vom 2. bis 8. Jansar 1910. Die frühesten heiligen Messen werden morgens um 5 Uhr im Dom — die spätesten um 1/1 Uhr im Dom und in den Pfarrkirchen Herz Jezu. St. Ursula, St. Maria=Himmelfahrt(Marzellenstraße) und St. Apostein gelesen. Das Ewige Gebet findel in der folgenden Woche statt: Sonntag, den 2. Januar, in St. Martin Montag, den J. Januar, in St. Alban Dienslag, den 4. Januar, in Maria im Kapitol Mittwoch, den 5. Januar, in Maria in Lyskirchen Donners#ag, den 6. Januar, in St. Jakob Freitag, den 7. Januar. in St. Johann Baptist Samstag, den 5. Januar, in St. Severin. Dom. Samstag den 1. Januar. Ewiges Gebei im Dom ist nachmittags um 5 Uhr Betstunde für den Marienverein der Dienstmädchen Genauere Angaben über das Abhalten des Ewigen Gebetes siehe unten in der Gotteshien kordnung Um das Ewige Gebei für die Gläubigen recht gnadenreich zu gestalten, sind folgende Ber ün ni ungen gewährt: 1. Ablässe beim Ewigen Gedet. Ablatzbreve vom 5. Mai 1857.) Einen vollkommenen üblaß gewinnen jene, welche nach andächtigem Empfang der h. Sakramente der Buße und des Altars die Kirche besuchen, wo das Cwige Gebet stattfindet um dort das allerh. Sahrament anzubeten und fromme Gebete nach der Meinung des Heiligen Vaters zu verrichten. Einen Ablaßz von 10 Jahren und 10 Quadragenen gewinnen jene, die, ohne die d. Sakramente empfangen zu haben, wenigstens mit reumütigem Herzen diese Vorschriften erfüllen. Beide Ablässe können auch fürdittweile den##elen der Verstorbenen zugewandt werden. 2. Segenserteilung beim Ewigen Gebet. Hutenbrief vom 15. Mai 1910.) Kraft päpstlicher Vergünstigung ist gestattet: 1. Der sahramentale Segen um 6 Uhr bei der Auesetzung. 2. Um 1 Uhr mintags nach der Aller eelanbotkunde. 3. Nach dem zur Arendstunde üblichen sakramentalen Umzug. 4. Um 0 Uhr am anderen Morgen beim Schlusse des Gedeies. St. Alban. Sonntag: H. Messen: 6. 40,.30,.15 Hochamt, 11(Pred.), dachm. 6 Weihnachtsendacht: von—8 Gelegenheit zur Beichte.— Don verstag. Hl=Drei=Könige: Geborener Feiertag, Gottesdienst wie an den Sonntagen. Nachm. von—8 Gelegenheit zum Beichten.— An den Wochentagen: H. Messen:.30,.45 Segensmesse,.30.— Montag: Ewiges Gebet. 6 Aussetzung des Hochw. Gutes, anschl. erne h. Messe.45, 9 Hohamt 11 letzte d Messe nachm. 1? Betstunde für die Vernordenen, insbesondere fü. die verstordenen Krieger, mir sakramentalem Segen, 2 Betstunde für die Kinder, 6 Weihnachtsandacht, 7 Komplet. 9 Herz=JesuAndacht mit Umg. u. sakram. Segen(Gesangabt. der Jungfr.=Kongr. Dieustagmorgen 5 15 Hochamt. Tedeum u. Schluß des Ewigen Gedetes. Die Gläubigen werden gebeten, sich an der Feier des Ewigen Bebet=s eifrig zu beteiligen, insdesondere in den Nachtstunden die Männer und Jünglinge. Volla Ablatz den Verstordenen zuwendbar St. Aposteln. Neujahr: H. Messen:.00, 6,30.30 Kommunion des Männeravostolates,.30 Pred.,.30 feterl. Hochamt, 10.45 Predigt. 11.30 Predigt Nachm. 3 Besper, 6 Weihnachtsandacht mit Predigt.— Sonntag: H. Messen zu gleichen Stunden, nachm..30 Andacht zur allerseligiten Jungfrau, 6 Wetbaachtsandacht mit Predigt.— Montag: 6 Andac#z Ehren des Hl. Geines.— Dienstag: 6 Andacht z. Ehren des 5. Autonina— Mittwoch: 6 Andacht z Uhren des h. Joseph.— Donnerstag Fest der Hl.=Drei=Könige. H Messen..30,.30..30,.30 mit Predigt,.30 feierl. Hochamt 10.45 Drad., 11.30 Predigt; nachm..30 Besper. 6 Weitznachts=Andacht mit Pred— Freitag: Herz=Jesu=Freitag .30 SUhnemesse mit Sühn kommunion; abds. 6 Andachiz Ehren des hl. Herzeus Jesn,.30 Konferenzvortrag für Männer und Jündlinge: „Das We haachtskind und seine Rettgion“— Samstag: 6 Salvr=Andaro! St. Cäctlia. Samstag(Jest drBechneidung des Herrn): H Miyen; .50 u 8 mit Predigt. nachm. 4 Andacht.- Sonntag: H. Messen:.50 u. 8 m Pred., nachm. 2 And. für die Männer=Kongr., 4 Weihnantsand — Donnerstag(Fest der Erscheinung des Herrn): H. Messen.30 u. 8 Hochamt. zikanerkirche, Lindenstr. Sonntag: Vollkomm. Ablaß für die r der Rosenkranz=Bruderschaft Hl. Ressen:.50, 6,„, 3,.30 11 für die Wohltäter mit Predigt, Abends 6 Rosenkranz, Pre. ession mit sahr Segen— Wärrend des Krieges i; jeden Abenz =.*5 Segensandachn— Donnerstag: Fest der h. 3 Könige. — Freitag: Herz. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. K 31 Dez 915. S durch Schnee und Eis. Aus den Erlebnissen deutscher Zivilgefangener aus Rußland. 10) Erzählt von A. hett Sei es nun, daß der Schließer durch meine ewigen Bitten und Versprechungen nachgiebig geworden war, sei es, daß das Weihnachtsfest auch bei ihm aus einer verstaubten Ecke seiner Seele etwas Mitgefühl hervorgerufen hatte, ich weiß es nicht. Jedenfalls kam er am Nachmittage des heiligen Abends und forderte mich auf, meine Decke zu nehmen und mitzukommen, er würde mich in eine andere Zelle bringen. Daß außer mir noch ein Deutscher in Untersuchungshaft gehalten wurde, wußte ich längst, wenngleich ich ihn niemals gesehen hatte. Wer beschreibt daher meine Freude, als mich der Schließer in die Zelle eines Deutschen führte und sagte:„Da ist ein Landsmann.“ Bei den ersten deutschen Lauten, die ich jetzt hörte, hätte ich dem neuen Bekannten um den Hals fallen mögen. Verlegen unterdrückte ich die aufsteigenden Tränen. Herr., ein Braumeister von Beruf, saß aus demselben Grunde wie ich. Der Aufenthalt im Gefängnis war ihm nicht ganz so schwer geworden wie mir. Er wohnte bei seiner Verhaftung als Verschickter mit seiner Frau in.=S. Seine Frau und seine Freunde konnten daher mit Geld bei den Kerkermeistern viel ausrichten. Er bekam oft Lebensmittel von draußen, hatte ausreichend Decken, sogar ein Kopfkissen, und konnte jede Woche einmal, wenngleich durch ein Gitter getrennt und von Soldaten beobachtet, mit seiner Frau einige Worte sprechen. Natürlich mußten sie sich dabei der russischen Sprache bedienen. Gewiß harte Beschränkungen, aber wie beneidete ich ihn! Zum heutigen Tage hatte er auch ein Weihnachtspaket bekommen, dessen Inhalt er brüderlich mit mir teilte. Welche Herrlichkeiten: selbstgebackenen Kuchen. gebratenes Fleisch, Zigaretten! Und das herrlichste: zwei richtige Christbaumkerzen. Sie standen an beiden Ecken des an der Wand angeschmiedeten Tisches und leuchteten mit seltsam warmem heimlichem Feuer in unsere Herzen hinein. Wir vergaßen fast ganz unsere unglückliche Lage, und als wir spät in der Nacht vom vielen Erzählen einschliefen, träumte ich wundervoll von meinen Lieben zu Hause, mit denen ich unterm Weihnachtsbaume saß. Domtni Mitglieder Hochami, digt, Prozes 7, Sams ags.15, Se Vollk. Ablaß Gottesdienst wie an den Sonnta##en. Jesu=Freitag Vollkommener Ablaß. Franziskanerkloster(Ulrichgasse). Sonntag: H. Messen:.30, 6 .30(Konventsmesse, 7, 8 für die leb. u verst Mitglieder des MissionsDaramentenvereins, 10 mit Predigt; abds.40 Rosenkranz. 7 Dredigt u. Feitendacht.— Montag: H. Messen,.39, o..30(Konventsmesse, 7, 8.— Diensrag:.30 Aussetzung des Allerheil.; abds. 6 Antoniusand— Mi tmoch: wie Montag.— Donnerstag: Fest der h Dr ikönige: 1# Levitenamt für die leb Mitgl d Franz'skaner=Miss onsver ins; abds 7 Missi nspredigt u.=Andacht.— Freiteg u. Samstag wie Montag— Nätsten Sonntag, am Namen Jesu=Fest, kann von allen Gläubigen, am Dreikönigenfest von den Terziaren ein vollk. Ablaß gewonnen werden Letzteren wiro an diesem Feste 6, 7 u. 0 45 die Generalabsolution erteil Herz=Jesu. Sonn ag: Hl. Messen 6. 7..30, 8 mii Predigt..15 Hochamt. 10.30 h. Messe für die Schulkinder. 11.30 h Messe mit PPredigt. Andacht für die Schulkinder.30 Adendandacht mit Predigt— Donnerslag: Fest der Hl.=Drei=Könige— gebotener Feiertag. Der Gottesdienst wird wie an Sonntagen gehalten- Freitag: Gester Freitag des Monats; 6 Aussetzung des Allerhailiasten, 745 d. Messe für die Woh täter der Herz=Jesu=Kirche,.30 Segenshochamt obde..30 HerzJesu=Andacht u. Predigt.— Jeden Abend.30 Segensandacht für unsere Krieger. St. Jakob. Sonntag: 6 mit Gebei,7 mit gem. h. Komm des Männeraposiolstes u. des Vereins christl. Frauen u Mütter.§ 15,.30 Hochamt I1 mit Pred.; 6 Weihnachtsandacht.— An Wachenta en:.30, 745 (Mittwoch u. Samslag 8, 9. Jeden Abend um 6 Andaßt f die Krieger. — Diens ag: 6 Antoniusandacht.— Dennerstag: Fest der h. 3 Könige. gebot Feiertag. Ewiges Gedet Getteszienst= u. Gebet iundenordnung ist aus der Kirchenzeitung ersichtlich.— Freisag: 6 Kreuzw gandacht. St. Johann=Baotikt. Sonntag: H. Messen: 6, 7, 8 Herz=Jesumesse, .30 Hochamt, I1 mit Predigt; nachm..30 Weihnachtsandicht, 5 Prer, dann Weihnachtsandacht mit Kriegsand.— Montag: Hl Messen: 6,.45 und§ 30.— Mittwoch: Abds. 9 Sühneandacht.— Donnerstag Fest der h. Preikönige— ein gebot Feiertag.— Gottesdienst wie Sonntags mit erhöhter Feier— Freitag: Ewigs Gedet. H. Messen: 6..45, 30..30 Veierl Hochamt, 11—12 allgemeine Betstunde s. d. Verstorb.; dann weit. Berstunden, 7 feier! Komplet, Litanei, Umgang u. akr Segen, dann Betstunde z. h2 Herzen Jesa bis 10. 10 beginnen die Betstund. f. Männer u. Jngling= bis 4 Um 4 allgem. Betstunde u. um 5 Schlußhochamt mit Tedeum und sakr. Segen. Klosterkirche zur hl. Ellsabeth in der Antonsgasse. Freitag, 21 Dez., abbs.15 Daussezungsandacht.— Samstag(Neujahr), Sonntag. Dennerstag Fast der h. Oreikönige).30 Segensmesse(Neujahr mit Predig=): nachm. 3 Saze###andacht. St. Zunskort. Beschaeid ns des Herrn: Samstag: H. Messen: 6, 7, §, 9 feierl Sochamt, Io(sällt aus, 11 mit Pred; 6 feierl. Komplet und Pred. 4 Soichtgelegonheit.— Sonntag: H. Messen: 6, 7, 8(Predigt), Kemmuneon d. Nädchen, 9 Hochamt, 11 Dred.), 6 Kreuzwegandacht— Tägl abds 6##egs=Andacht.— Donnerstag: Fest der Erscheinung des Heern, ein gebotener#iertag. Gottesdienn wie am Sonntag 9 feierl. Segenshochamt. nachm. 6 Komplet u. Fespredigt.— Freitag:.45 HerzJesu=Messe mit Segen—. Samstag:.30 Salve=Andacht.— Nächsten Honntag: 8 Kommunion der Knaben— Kranken= und Dienstwoche Hr. Kap an Haller. St. Maria in Lyskirchen. Samstag: Des Herrn Beschneidung. Hl. Messen: 6. 7,.15 nur für die Schulkinder,.30 feserliches Segensamt. I1 Dredigt. 2 We hnachtsandacht,.30 Weihnachts ndacht mit Predigt— Sonn ig: H. Messen: 6, 7 gemeinschaftliche h. Kommunion des Männerapostolgtes..15 nur für die Schulzinder,.30 Hohamt, 1I,, Weibnachtsandacht. 630 Weihnachtsandacht— Montag: H. Messen.36,.45 30 Jahrgedächtnis für Jakod Rettekoven, abds.30 Kriegsandacht.— Dienslag: Hl. Messen:.30.45, Segensm.,.30 Sechsmochenamt s. Margereia üldenhoven geh. Schumacher.— Mittwoch: Ewiges Gedet.—7 Aussetzung und s. h. Messe,—8 2. h Messe,—9 3. h Messe.—10 Allerheiligenlitanei u. Hochamt, 10—11 Brudersch. Maria Helferin d. Sander. 11—1: 5. h Messe: Männerapostolat. 12—1 Allg Betstunde für die Versterbenen m. Segen,—2 die Knaben der Volksschule,—3 ArbetterVerein, 3 4 Beiper, Kirchenchor—5 Mädchen der Voldoschule. Mu terverein,—7 Komplet mit Litanei,—8 Jungfrauen-Kongregat.. —I Bttunden für allgemeine Anliegen, Umzug u. Segen, 10 11 Jänglingsborgregalion, 11—12 Arbetter=Verein, 12—1 Kirchenchor,—2 Männerpon#olat. 2 3 Mühlendach, Waidmarkt, Georg raße, Georgsplatz. Severiner ße und Löwengasse,—4 Weberstraße, Matthiasstraße, Jollerstraße, Kl Witschgasse, Kölhofstraße, Weichterhof und Holzmarkt,—5 cheinaustraße, Gr Witschgasse, Filzengraden, An Lyskirchen, Leystapel und die Schiffe.—6 feierliches Schlugamt mit Tedeum und Segen.— Mit Hülfe des Herrn S. und seiner Freunde gelang es mir, einige Zeilen an meinen letzten Wohnort und an meine Frau in Meskau gelangen zu lassen. Wenn sich meine Lage auch noch nicht viel verbessert hatte, so wurde sie doch erträglicher durch das Beisammensein mit einem Landsmann, den überdies dasselbe Schicksal erwartete wie mich. Wir erfuhren auch jetzt, daß wir nach den Festtagen, also nach dem 6. Januar, dem Tage der Wasserweihe, verschickt werden sollten. Die Aussicht darauf erfullte mich fast mit Freude. Ich glaubte bald nach Moskau zu kommen und mit meiner Frau in Verbindung treten zu können. Ich bekam ordentlich Reisefieber und wollte jeden Morgen meine Decke zusammennehmen, als wenn es gleich heute los gehen sollte. Am 9. oder 10. Januar begann unsere Reise. Außer S. und mir bestand der Transport noch aus neun russischen Häftlingen. Der Arzt, welcher uns oberflächlich untersuchte, fand mich gesund genug, um den Transport zu Fuß antreten zu können. Meine Bitten und mein Hinweis darauf, daß ich durch die alle Gefangenen, auch der Pole, mit dem ich früher zusammen war, mit den Schlitten fahren durften, ersaßte mich Erbitterung. Einige von ihnen waren mindestens eher imstande, die Strapazen eines solchen Marsches zu ertragen als ich. Ich wandte mich nochmals an den Gefängniswächter und den Arzt, die beide anwesend waren. Der Arzt machte mich noch höhnisch darauf aufmerksam, daß ich wärmere Kleidung habe als die russischen Häfilinge, welche die übliche Gefängniskleidung trugen. Diese bestand aus einem grauen Rock und einer grauen Hose, einem grauen Ueberzieher, Bastschuhen und Fußtüchern, einem grauroten Halstuch und einer schirmlosen Mütze. Alles war natürlich dünn und von schlechter Qualität. Daß die armen Kerle fürchterlich frieren mußten, sah ich wohl ein. Aber war ich dafür verantwortlich? Und war das ein Grund, mich solchen entsetzlichen Strapazen auszusetzen, die auch den stärksten Mann umwerfen konnten? Ich konnte es mir nicht versagen, dem Arzte zu sagen, daß sich die verantwortlichen Personen schämen müßten, Gefangene bei solchem Wetter und in solcher Kleidung fortzuschaffen. Kommandos erschallten. Alles mußte sich in die vier Schlitten setzen. Ein fünfter war für die Soldaten bestimmt. Ich wurde an die Spitze des Zuges gestellt. Die Soldaten untersuchten noch einmal ostentativ, ob die Gewehre gut geladen waren, und Donnerstag: Erscheinung des Herrn. H. Messen: 5 feierl. Schlußamt des ewigen Gebetes mit Tedeum, 6. 7..15 nur für die Schulkinder..34#serliches Segensamt, 1I. 2 Besper,.30 feierl. Komplet.— Freitag: H Mess.: .30,.45 Schulmesse für die Mädchen, 8 30. abds.30 Kriegsandacht. Samstan: H. Messen.30,.45 Schulmesse für die Knaben,.20. Abds. .5. Salve= u Kriegsand.— Sonntag: H. Messen 5, 7 gemeinsch. h. Konmunion der Jünglingskongregation,.15 gemeinsch. h. nommunien der Mädchen der Volksichule..3° Hochamt, 11(Predigh). 2 Christenlehre u. Weihn chis ndacht,.33 dieselbe Andacht mit Pred gi St. Martin. Sountag Ewiges Gebei Die h. Messen sind.90, 8, 9. 15 u II, 12—2 Bei tunde für die Bargerkangr.—3 für den Jünglingsverein und die St Rochus= u. Benedikius=B ude schaft, 3 Bewer 4 5 Beinunde für die Schulnnaben,—6 für die Sch almc#chen 6 Kompiet und feierlicher Umgang,—8 Betstunde für die Bergerhongregaton, —9 für das Gebeisapostolat und die Herz=Jesu=Benderschat,—00 Betstunde zu Ehren d. allerel. Jurgerau. 15 bis morgens 5 Bastunden für die Männer, 5 Hecham: und Tedeum Marianische Bürgersodastät. Mocat Jannar: Jeden Montag, abds 8 And#ct mit Vortrag in St Martin: Der Aanen der h Diesse- Der h Paulus von Teben und die Anfange dee Machmms. Am Dreikön genjeste: miigens 63 gemeinschaftliche h. Kommunion am Dreikonigena###are der Demuirche St. Maria Hirmelfahrt. Sonn an H. Messen: 6 mit Pred., mit gem y Komm nan der Kinder und des Menner-Apotolats, 8, 9 mit Predigt, In Hochamt. 11.30 letz e y Messe mit Predigi; nachmittags 5 Andacht mit Predigt.— Mintag: Hi. Messen: 4, 6 10, 7, .45 R senkranzmesse mit Segen.45 Seelenamt für Hrn. Leinr. Knipper Deeu#taa. Nessen: 6,.30, 7,.10 Rosenkranzmeße ma Se##en. .45 Seelenamt für Hrn. Heinr. Knipper.— Minwoch H. Meyen: 6, 6 50, 7,.45 Rosenkranzmesse m. Segen— Donnerstag: Fest der h drei Könige. H. Messen: 6 m. Predigt, 7. 8, 9, 10 Hochamt, 11.30 letzte h Resse mit Predigt. Nachm. 5 Komplet.— Freitag: H. Messen: 6 Herz=JesuMesse mit Se#en,.30. 7,.45 Rosenkranzmesse mir Segen; nachm. 4 Pred. u. Andacht.— Samstag: H. Messen: 6, 6 30, 7,.45 Rosenkranz= messe mit Segen; abds. 7 Salveandacht. St. Maria im Kapitol. Sonntag: H. Messen: 6, 7,.15,.30 Hochamt, 11 mit Predigt..15 Versammlun der Frauenkongregation, 5 Weihnachtsand.— Denstag: Ewiges Gedet. H. Messen: 6, 7, ¼48,.30 Hochemtll; nachm. 3 Besper, 4 Berstunde der Jungsr.=Kongreg,# Betstunde der Frauenkongrega ion, 7 Komplet, 9 Andacht zur Mutrer des gusen Rates, 10 feierl. Umzug u. Segen.— Mittwoch: 5 Schlußhochamt. St. Maria in der Kupfergasse. Sonntag: H. Messen: 6 Frühmesse, 7 Herz=Jesa=Messe und gemeinschaftl. h. Kommunion der Männer, 8, 9 Schulmesse, 10 Hochamt, 11.15 letzte h. Messe m. Predigt; nachmittags.30 Wehnachtsandacht..30 Herz=Jesu=Andacht mit Pred. u. Umzug durch die Kirche— Wochentags: H. Messen 6, 7, 8 und 10, letztere mit Segen.— Jeden Abend.15 Segensandacht. Montag: 7 Hochamt ür die aus unserer Pfarre getallenen Krieger.— Minwech:.15 Andacht z. h. Joseph Von 3 ab Beichtgelegenheit.— Donnerslag: Fest der h. drei Könige(geb. Feiertag). Morg. 6 Frühmesse, 7 Herz=Jesu=Resse mit Pred., 8 Schulmesse, 9 Kinderm,„10 Hochamt, 11.15 letzte h Messe mit Predigt,.30 Andacht zur Weihnachtszeit. Von 5 ab wegen des ersten Monats=Freit. Beichtgelegenh.,.30 And. z. Wethnachtsz. m. Pred., wozu namentl die Mütter eingel werden.— Freitag: Erster Monats=Freitag zur Verehrung des göitlichen Herzens Jesu. Von.30 an Gelegenheit zum Beichten, 6#ussetzun, des Allerheiligsten zur öffentlichen Verehrung bis nach der h Messe um 10, 6 feierl. Herz=Jesu=Messe mit Sühnekommunion und Abbitte. Die übrigen h. Messen sind an diesem Tage um 7,§. 9 u. 10. St. Mauritius. Sonntag: H. Messen: 6. 7 mit gem h. Komm. der Jüngling=kongreg., 8, 9 Hochamt, 10 mit Predigt, 11 mit Predigt; nachm. .30 Weihaach vondacht, 5 Andacht mit Pred.— Donnerstag: Fest der Erscheinung Christi. ein gebotener Feiertag. Der Gotiesdienst ist wie an Fentag s. In Minoriten ist Sonntag die Andacht für den Marienverein der Bieuütmädcen am 4. Von de an wieder wie immer um 5. St. Severin. Jamstag: H. Messen:.30,.30, 7,30,.45 feierl. Hochamt, 10 z. 11 mit Predigt nachm.30 Pred u. Andacht.— Sonntag: H. Messen:.30,.30,.30,.45 Hochamt, 10 u. 11 mit Pred 30 Predigt u. Andacht.— Montag:§ 30 Severinusmesse,.30 Severinusandacht— Dienstag:.30 Mariadilf=Andacht.45 feierl. Seelenamt für die gefallenen Arieger.— Mittwoch: Nachm. Gelegenheit zum Beichten. — Donuerstag: Feit der h drei Könige: H. Messen.30,.30,.30 mit gem d Zomaunton der Mädchen,.40 feierl. Hochamt, 10 u. 11 mit Pred., .30 Predigt und Andacht. Freitag: Herz=Jesu=Freitag:.30 HerzJein=Resse mit Litanel und Segen für d. Mütterv.,.45 Kindersegensm., 5 Vortr. s. d. Mttterv.— Samslag: Ew. Gebei. 6 Aussetz. h. Messen: .30,.45.30.30 feierl. Hochamt, 11 letzte h. Messe Non 12 ab Betstunden, 6 Komplei Nach der Berstunde um 9 ist feierl. Umzug.— Sonntag. 9. Jan.: 5 Hochami mit Tedeum zum Schluß des Ewigen Gebets St. Stephan(Köln=Lndenthal). Neujahr: 6, 7 mit Pred., 8 Kommunionmesse für alle schulpflichtigen Kommunionkinder, 9 feierl. Hochamt, riefen uns zu, daß wir beim ersten Fluchtversuch niedergeschossen würden. Die Russen bekreuzigten sich, und beim Kommando Marsch ging's auf die Straße hinaus. Die Frau des Herrn S. wartete dort mit einigen Deutschen, die unseren traurigen Zug bis zur Stadtgrenze begleiteten. Als wir die belebtere Straße hinter uns hatten, trat schnell einer von den Deutschen auf den Soldaten zu, der neben mir schritt, und schenkte ihm einen Rubel mit der Bitte, etwas freundlich mit mir zu verfahren. Er steckte den Rubel ein, aber eine sonderliche Wirkung hat er nicht gehabt. Ich hatte mein Geld nicht zurückerhalten. Einen Rubel hatte ich vor dem Abmarsch bekommen, weitere zehn Kopeken für jeden Tag würden mir die Soldaten auszahlen. Hätte ich Geld gehabt, würde ich die Soldaten wohl haben veranlassen können, daß ich auch ab und zu einen der Schlitten benutzen könnte. Da die Soldaten aber keinen Nutzen von mir hatten, betrugen sie sich gegen mich so roh, als wäre ich ein Raubmörder. Wir mußten der Vorschrift gemäß am Tage 28 Werst zurücklegen. An jedem dritten Tag war eine Rast von 24 Stunden. Kaum hatten wir die Stadt verlassen, so änderte sich auch das bisherige, wenn auch grobe, so doch ruhige Verhalten der Soldaten. Sie begannen zu schreien, drohten mir, zu schießen, wenn ich nicht etwas schneller ausschritte, bewarfen uns mit Schnee und schlugen mit ihren Gewehrkolben. Vorübergehende Bauernmädchen verfolgten sie, und wenn sie sie nicht ereilen konnten, so legten sie das Gewehr an, als wenn sie schießen wollten. Das Marschieren in dem hohen Schnee der Straße bei dem eisigen Wind war äußerst beschwerlich. Die hohen russischen Filzstiefel, die ich mir schon in B. gekauft hatte, hielten zwar meine Füße etwas warm, aber sie waren in ihrer plumpen Schwere beim Gehen sehr hinderlich. Der Schweiß brach mir aus allen Poren, obwohl ich jämmerlich fror. (Fortsetzung folgt.) * Anonymes. Häufig gehen bei der Redaktion und Geschäftsstelle dieses Blattes anonyme Zuschriften ein, oder solche die nicht den vollen Namen mit vollständiger Wohnungsangabe als Unterschrift tragen. Wir machen wiederholt aufmerksam darauf, daß Einsendungen, deren Urheber sich der Redaktion nicht nennen wollen, grundsätzlich unberücksichtigt bleiben, schon aus dem Grunde, weil die Redaktion in den meisten Fällen weder vorher von der Richtigkeit der Mitteilungen sich überzeugen kann, noch in der Lage ist, etwaige Rückfragen an den unbekannten Einsender zu richten. * S* A** . à 2 TPT * Seite 8. Hölner Lecal-Anzeiger Nr. 360 s Freitag 31. Dezember 1915 10.15 u. 11.15 mit Pred.;.30 Kindheit=Jesu=Andacht, 6 Weihnachtsand. m. Predigt.— Sonntag: 6, 7. 8, 9 Hochamt. 10.15 u. 11 15 m. Predigt, .30 Weihnachtsandacht. 6 Andacht zu Ehren des h. Erzengel Michael mit Predigt.— Montag: H. Messen sind:.30,.45,.30— Mittwoch: Von 4 ac Beichtgelegenheit.— Donnerstag: Fest der h. Dreikönige: H. Messen: 6, 7. 8. 9 feierl. Hochamt, 10.15 u. 11.15 mit Pred.,.30 Missionsandacht, 6 Weihnachtsandacht m. Pred. Von 5 ab Beichtgelegenheit. Freitag(Herz=Jesu=Freitag): Von.30 bis 9 Aussetzung des hochwürd. Gutes, abds. t gen. Herz=Jesu=Andacht.— Jeden Abend 6 Kriegsandacht. St. Bonisatius(Köln Nippes). Sonntag: H. Messen: 6,.30,.45 Militärmesse. 15 Hochamt, 11.15; nachm. 3 Wethnachtsandacht,.30 Festandacht zu Ehren des Hl. Antonius mit Festpredigt des Herrn Dompredigers 1. Dionysius. St. Joseph(Köln=Nippes): Freitag: Abds. 8 Danksagungs=Andacht mi: Pred— Fest der Beschneidung: H. Messen: 1/46, 7. 8 m. Dred.,.30 Hochamt, 11 m. Pred., nachm. 3 Besper, o Komplet.— Sonntag: H. Messen: ¼/6 Weihnachtskomm. d. Männerapostolais,.25,.15, 8 m Dr., .30, 11 m. Pred., nachm. 3 Weihnachtsandacht s. Schulkinder, 5 Weihnachtsandacht f. d. Erwachs nen.— Donnerstag. Fest der h Dreikönige: H. Messen: 1/40,.25, 7,15.§,.30 Hochamt mit Segen, 1I mt Predigt, nachm. 3 Vesper, 5 Komplet— Freitag(Hecz=Jesu=Freitag): H. Messen: i mit Aussetzung des Allerheiligsten, 7, 8 gest. Herz=Jesu=S genshochamt; abds. 7 Herz=Jesu=Andacht. Köln=Raderthal. Neujahr: H. Messen: 7,.30 feierl Hochamt, nachm. 3 Andacht. Von 4 ab Gelegenheit zu beichten.— Sonntag: H. Messen: 7 mit gem. h. Komm. der Mädchen u. Jungfrauen..30 Hochamt, nachm. 3 Andacht, 5 Kongregationsandacht mit Pred.— Wochenta gs 1/48 b. Messe— Donnersag: Dienn wie Neujahr. St. Engelbert(Köln=Riehl). Neujahr: H. Wessen: 6,.30,.30 amt u. li; nachm. 5 Komplet; nachher Beichtgelegenheit—. Sonntag: 6 Messen: 6,.30 mit gem.h Komm d Männ r, 930 Hochami u. 11; nachm. 5 Weihnachtsandacht.— Donnerstag, Fest der Erscheinung des Herrn: H. Messen: 6, 7,30, 930 Hochamt u. II. nachm. 5 Andacht.— — Freitag(1. Freitag im Monat:.10 Amt zu Ehren des hl. Herzens Jeu; vorher Beichtgelezenheit. St. Aiktolaus(Kö.=Sülz.) Neujahr. H. Messen:.45,.45,.45 (mit Pred.),.45 Hochamt,.50, 10.30 mit Pred.). 11#30(mit Predigt); 0 Weilmachtsand. mit Festpredigt, von.30 ab Gelegenh. zur h. Beich e. — Sonnteg: H Men. we am Neui his age,.45 gem h Kommunion d Männerspostolats,.45 eem. h. Kemmunion d. Schule Münkt. reiselerstr. .30 Andacht für die Kind r, 6 And cht m Pred.— Hl. Aessen an den Wohentagen:.30, 7,.45, 3 30, Diens ag- und Freitagabend.30 Kriegsandacht.— Rittwoch: 5 Beichte der Kommun onkinder d. Schulen an d. Zülpicher= und Pasanerste.— Donner###ag: Fest der h. drei Könige. Die h Mess. sind wie am Sonntage..45 gem. y. Komm. d. Kinder d Schulen an d. Zülpimer= u. Pilanterste. Abds. 6 und. m. Pred.— Donnerstagabend u. Freitegmorgen Gelegenh. z. h. Beichte wegen d. Herz=Jesu=Freitags— Samstag 3 Beichte o Kinzer d. Schule an der Berrenratherstr. — Sonntag. 9 Jan.:.15 gem. h. Komm. d. Jünglingsvereins,.45 h. Kemm. der Kinder d. Schule B rrenratherstraße St. Marien(Köln=Kalk). Sonni.: H. Messen 6 Pred.),.30(Pred.) 9 Hochamt(Pred), 1030 m. Pred.; nachm. 2 Christenlehre für die jüngeren Kinder, 3 Christenlehre für die älteren Kinder, 5 allgemeine Andacht. Eoang.=lutherische(nichr unterte) Kirche, Dantaleonswall 4. Freitagabend 8 Silvester=Gottesdienst.— Nerjahr: Vorm..30 Predigt. Kuhlmann— Sonntag nach Neujahr: Vorm..30 Predigt, 11 Kindergottesdienst. Israelitischer Gottesdienst in beiden#nagogen. An Wochentagen: Sonntag, den 2. Januar bis Freitag, den 7 Januar, morg..., abbs.(Glochengasse).45, abds.(Roonstr.) 730; Sabbath, den 8. Jan.: Vorabend.45, morgens.45, Minchah 3, abds..31. ** Kirchsiches Köln, 30.Tez.1915. Die in den Weihnachtstagen im hiesigen Dominikanerkloster in der Lindenstraße veranstaltete Missionsausstellung brachte einen schönen Erfolg. Die Ausstellung war an allen Tagen gut besucht. Außer den kirchlichen Gewändern, Decken, Fahnen und Kirchenwäsche, sämtlich angefertigt von Mitgliedern des Missionswerkes, war eine vollständige Ausstattung für einen Missionar, gestiftet von einer Förderin, ausgestellt. Ferner ein Ziborium, angefectigt von gesammelten alten Goldsachen. Großes Interesse erregte der Kindertisch. Hier waren, von fleißigen Händen hergestellt, Kleidchen und Wasche für die Chinesenkinder aufgelegt. Diese Gegenstände werden die Missionare in China mit besonderer Freude begrüßen, da die junge deutsche Tominikaner= mission in China sehr arm ist und infolgedessen Mangel am Notwendigsten hat. Den Besuchern der Ausstellung war Gelegenheit gegeben, sich in das Missionswerk einschreiben zu lassen, und es wurde davon viel Gebrauch gemacht, so daß das Missionswerk einen stattlichen Zuwachs neuer Förderer und Teilnehmer zu verzeichnen hat. Das schöne Ergebnis der Missionsausstellung ist erfreulich, besonders in Anbetracht dessen, daß gerade wayrend des Krieges unsere deutschen Missionen besonderer Unterstützung bedürfen, damit den Missionaren die Möglichkeit gegeben ist, auch in dieser Zeit sich auf dem Plan zu beyaupten und der deutschen Kultur auch in den fernen Landern zu Ansehen und Einfluß zu verhelsen. Es ist daher wohl angebracht, jetzt in der Unterstützung der Missionen nicht nachzulassen. Ueber die Glasmalereien in der St. Peterskirche zu Köln machte Dr. Wilhelm Baumeister im Kölnischen Geschichtsverein gelegentlich seines Vortrags über das Rubensbild nähere Ausführungen, die allgemeine Verbreitung verdienen. Besonders die drei Chorfenster dieser Kirche gehören zu den besten Arbeiten, die Köln aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts besitzt. Das mittlere Chorfenster enthält die Krenzigungsszene des Heilandes und im Hintergrunde seine Höllenfahrt. Unten kniet die Stifterin des Bildes Elisabeth von Manderscheid, Abtissin von St. Cäcilia, neben ihrem Ahnenwappen. Die Inschrift besagt, daß das Fenster 1528 fertiggestellt worden ist. Das nördliche Fenster zeigt die Kreuztragung des Herrn. Am Fuße kuen die Stifter Bürgermeisder Gerkard von Wesel und seine Frau, die nicht, wie Frhr. von Mernig vermutet hat, aus der Familie von Stagen stammt; von ihr ist, wie der Vartragende nachwies, nur der Vorname Adelheid bekannt, auch hat sie kein eigenes Wappen geführt. diesem Fenster ist die Tornenkrönung aus einem nicht zugehörigen, aber alten Fenster eingesetzt. Im südlichen Chorfenster ist die Beweinung dargestellt; im unteren Teile knien die Stifter Gerhard Wasserfaß und Agnes Beys oder Bies neben ihren Wappen. In allen drei Fenstern, von denen das nördlichste am besten erhalten ist, sind die Farben tief und kräftig, wobei die üppige Umrahmung von Renaissance= Ornamenten, die von hellem Goldgelb bis zu tiefem Orange abgestimmt ist, die Farben der Bilder noch mehr hervortreten läßt, so daß eine außerordentlich günstige Gesamtwirkung erzielt wird. Auch die Seitenschiffe der St. Peterskirche weisen eine Reihe von Glasgemälden gleichen Stils, aber von verschiedenem Werte auf, unter denen besonders das Evergislausfenster am Ende des nördlichen Seitenschiffs mit der Jahreszahl 1530 als hervorragend schön zu erwähnen ist. Der Meister dieser Glasgemälde ist nicht bekannt. Da aber um die Zeit ihrer Entstehung in Köln der Glasmaler Barthel Bruyn der Aeltere der bedeutendste unter den Kölner Tafelmalern war, so liegt die Vermutung nahe, daß er an den Entwürfen für diese Glasmalereien beteiligt war. (A) Brühl, 30.Dez.1915. Ein Fabrikarbeiter hatte sich zu Bendorf als Kriegsinvalide ausgegeben und mehrere Leute um Geldbeträge und Kostgeld betrogen. Hier in Brühl meldete er sich unter falschem Namen an. Es stellte sich heraus, daß der Mann überhaubt nicht gedient hat. Er wurde festgenommen. (A) Hürth, 30.Dez.1915. Unter der Anklage des Straßenraubes standen der 21jährige Montagearbeiter Gustav Augustin und der 18 Jahre alte Vergarbeiter Ronkel vor dem Außerordentlichen Kriegsgericht für den Bereich der Festung Köln. Einem Arbeiter waren vor kurzem Uhr und Geld gestohlen worden. Diesen beredeten die beiden Angeklagten und ein Dritter, dessen Aufenthalt noch nicht ermittelt ist, gemeinschaftlich mit ihnen in Knapsack einem Arbeitsgenossen aufzulauern, den sie jenes Diebstahls bezichtigten. Der Bestohlene ließ sich auch dazu bereden und wurde, als die Sache ihm zu lang wurde und er nach Hause gehen wollte, von den drei Genossen in eine etwas abgelegene Gasse gelockt, dort zu Boden geworfen, gewürgt und mit Totstechen bedroht, wenn er sich zur Wehr zu setzen versuche. Dann raubten die falschen Freunde ihrem Opfer die Geldbörse mit 58 Mark Inhalt aus der Hosentasche und flohen. Die beiden Angeklagten wurden aber bereits am folgenden Tage auf ihrer Arbeitsstelle verhaftet. Das Außerordentliche Kriegsgericht erklärte beide Angeklagten des vollendeten schweren Raubes für schuldig, billigte ihnen aber mit Rücksicht auf ihre Jugend mildernde Umstände zu und verurteilte sie zu einer Gefängnisstrafe von je drei Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von fünf Jahren. 8. Altvolbera b. Rösrath, 31.Dez.1915. Das tapfere Verhalten eines Soldaten, der dafür auch vor kurzem das Eiserne Kreuz erhielt, ist wert, weiteren Kreisen bekannt zu werden; ist es doch ein Zeichen dafür, daß die bergische Jugend der vor hundert Jahren um nichts nachsteht. Eine Abteilung an der Westfront hatte die Aufgabe, die verloren gegangene Verbindung zweier Kompagnien wieder herzustellen. Zu dem Zweck sollte ein Sprengtrichter genommen und besetzt werden. Bei dem Sturmangriff wurde der Fei#d aus dem Sprengtrichter verjagt und dieser besetzt. Be einem erneuten feindlichen Angriff hielt die kleine Abteilung sich jedoch nicht mehr und flutete zurück. Nur der Soldat Schlemmer von hier hielt stand und warf den Franzosen eine Handgranate nach der anderen entgegen und hinderte sie so am Näherkommen. Durch dieses schöne Beispiel ermutigt, kehrten die fliehenden Kameraden zurück und unterstützten Schlemmer in seinem Verteidigungswerk, bis Verstärkung herankam. So wurde der Trichter und somit die Verbindung der Kompagnien gehalten. Als man ihm das Eiserne Kreuz anbot, wies er das zunächst zurück, da er„nur seine Pflicht getan habe“. Auch eine Beförderung lehnte er ab. ) Die Kriegstagung des Katholischen Frauenbundes Deutschlands am., 7. und 8. Januar 1916. Zu Beginn des neuen Jahres wird der Katholische Frauenbund Deutschlands seine sechste Generalversammlung, seine Kriegstaguna, im Reichstagsgebäude in Berlin abhalten. Alle Gebiete Deutschlands werden bei dieser Veranstaltung wahrschemlich durch zahlreiche Besucherinnen vertreten sein; befinden sich doch überall Glieder dieser großen Frauenorganisation, welche 90000 Mitglieder in fast 230 Zweigvereinen umfaßt. Das Programm der Kriegstagung, das unter dem Gesamttitel steht: Die Frau als Mitgestalterin am neuen Deutschland, erscheint dazu angetan, weite Kreise katholischer Frauen und über sie hinaus unsere tirchlichen und staatlichen Behörden und insbesondere die Welt des organisierten Wohlfahrtsdienstes zu interessieren. ie Kriegstagung umsaßt sechs öffentliche und zwei geschlossene Versammlungen. Die erste öffentliche Versammlung bringt außer dem Geschaftsvericht, erstattet durch die Generalsetretarin, eine Programmrede der ersten Vorsitzenden über die Grundseige und die praktische Zukunftsarbeit des Katholischen Frauenbundes. Der am gleichen Tage stattfindende Jugendabend sieht zwei Vorträge vor, welche unsere jungen Mädchen hauptsächlich zur Selbsterziehung und zur Vertiefung der eigenen Persönlichkeit aneifern und anleiten sollen. Die dritte öffentliche Versammlung dient in zwei Referaten den Verhandlungen über die Hebung der Volkssittlichkeit. Anschließend an diese Themen, von denen jenes über das Bevölkerungsproblem im Lichte der katholischen Weltanschauung wohl das aktuellste ist, werden in der vierten öffentlichen Versammlung in zwei Vorträgen nebeneinander gestellt: der Anteil der Murter an der religiös=sittlichen Erneuerung unseres Volkes und die sittlich=soziale Mission der unverheirateten Frau. Die fünfte und sechste öffentliche Versammlung haben Probleme der Frauenarbeit zum Gegenstande: zunächst der sozial=caritativen Frauenarbeit, im engeren Sinne im Dienste der Kriegsfürsorge und im weiteren Sinne im kommunalen Wohlfahrtsdienst; sodann der beruflichen Frauenarbeit, sowohl auf dem Lande als auch in der Stadt. Den Schluß der Verhandlungen sowie der Generalversammlung überhaupt bilden Darlegungen über das weibliche Dienstjahr. Es steht zu hoffen, daß die sechste Generalversammlung des Katholischen Frauenbundes Deutschlands die Entwickelung der katholischen Frauenbewegung um ein gutes Stück weiterbringen und in Referat und Diskussion die Sache unseres gesamten deutschen Volkstums fördern wird. Jede gewünschte Auskunft über die Generalversammlung erteilt die Zentralstelle des Katholischen Frauenbundes, Köln a. Rh., Roonstraße 36. Kriegsfürsorge. Die Kranken= und Sterbekasse der Rechtsanwaltund Notariatsgehilfen der Oberlandesgerichtsbezirke Köln und Düsseldorf in Köln hat in ihrer außerordentlichen Sitzung vom 18. d. M. beschlossen, auch den Angehörigen ihrer im Felde der Ehre gefallenen Mitglieder das satzungsgemäße Sterbegeld zukommen zu lassen. Anmeldungen sind unter Beifügung des Mitgliedbuches und einer Sterbeurkunde zu richten an den Kassenvorsitzenden H. Tünsmeyer in Köln, Lochnerstraße 18, 2. Etage Mutmaßliche Witterung für den 1. Januar 1916: Fortgesetzt veränderlich. Auch strichweise Niederschläge sind wieds wahrscheinlich. Ziemlich mild. Marktbericht. + Köln, 31.Dez.1915. Amtlicher bericht der städtischen Marktverwaitung. Niedrigster and höchster Preis im Kleinhandel Rchwild.80-1,80 das Pfund, Hasen.50-.00, Kaninchen, wilde,.301,60, Fasa enhähne.50, Fasanennühner.50, alles das Stuck. Ganse 10,00-15.00, Enten.00-.50, Hanne, alt. 2,00-3,50, Junge 2,00-.80, Hänner, alte, 2,30.50, junge 2,00 2,80, Taub n. alt.40— .50, Junge 9,70. Jebond, das Stück, Gänse.80 2, O. das’fd., Enten 4,00-.50. Hähre, alt-, 2,70-.00, Junge.20-3,50, Hühner. alt, 2,80.50, Junge 2,50.50, Tauben, alte,.50-.55, jungs 0,75-0,95. geschachtet, das Stück. Hechte M..25. Barsche.80, Schleie.50, Brasse Bleie).75-1,00, Kar###en.30. Barben.20, jebend, das Pfund. Bückinge. Rohesser.20 dus Stück, Kien##otten.40 das Pfund, Rollmon-.1s das Stück, sardellen.80 d s Mols#rerbntter„.55, Landbatter 2,35 das Pfund. Landeier, frische, 7,00 die 25 Stück. San#izerkäse M..60-.70, Holländer 2,00 220 das Pfund. Aepiel, hiesige Ess-.16-.25, hiesige Koch- 0,12-.15, Birnen, hiesige, Ess- 0 25-.30. hiesige, Koch- 0,14-.15, Weintrauben. Brüsseler 1,00— .30, Almeria.65-.80. Maronen, Bozener, C,50-.60. Nüsse. Hasel.60 0 85, reigen.55-.70 das 1td., Aptelsinen, lencia, I. Sorte 0,10— .15.* 0,03, Zutronen I. Sorte.10, 2. O. S. das Stück. Kartoffein, weisse, Ind. 0, 9 das Kil., Endiviensalat. inl. 0,10-.15, das Stück, Feldsalat 0,13-.40 das Pfund. Blumenkchl, O 18-.60. aus 0,35 bis.6- das Stück. Grünkohl.96, Rosenkohl. inl. O 28-.35, ausl.28 bis.35, Rotkohl, inl..27. Woisskohl, inl..05. Wirsingkobl. inl. 0,06. Spinat C,13-.15 das Pfund. Breitlauch.04-0 06 das Stück, Koblrabi, Erd..o5 das Pfund, Ober-.01%.10 das Stuck, Rüben, weisse,.06 bis .07, rote CKaro ten, abgeschn..07-.08, Mohrrüben, ablgeschn..08 das Pfund. Petersille 0,10 die Portion, s leri knollen 0,10-0,30, Meerreitich .35-038 Rettich, schwarzer.C5-.10 das Stück, Schwarzwurze, hies., .18-.20 das Gebund, ausl..25-0,30, Zwiebeln, gewöhnl., hies..15, Tomaten, ausl. 0,80 das Pfund: Obst und Gemü-e wurde heute reichlich angeboten bei wenig veränderten Pr isen. Kauflust im Gemüse sehr rege, Olsthandel otwas schwankend. Wasserstands-Nachrichten am 31. Tezember 1915. Konstanz. 8 v. Bodens. 3,28—0,00m 1 Trier, 7 vm. Mosel 3,40—9,49m Mannheim. 8 v. Rhein.46—0,22m] Köln, 7 vm. Rhein 4,98—0,52m Heilbronn, 8 v. Nechar 1,23—0,IIm 1 Ruhrort, 3 om. Rhein 4,76—0,54m Caub, 9 vm. Rhein 3,70—0,22m] We#el, Lom. Rhein 4,87—0,41m Einige Beispiele: -tellig, grosse Felle in mod. Tier- u. Kragenform 98.—80.— Ferner Seal-Bisam, Nerz, Opossum, Feh etc., sowie Hermelin. Pelz-Hüte zu bedeutend ermäsaigten Preisen. Außer der Ermäßigung erhält nach wie vor jeder auswärtige Käufer eine Reisebei Einkauf von 80.- an M..— für die Fahrt, jedoch nur bei Vorzeigung dieser Anzeige. gegenüber der Kölnischen Zeitung. Reparaturen, Modernisierungen, # Neuanfertigungen in eigener Werkstatt. Weil nach Weihnachten zu enmässigten Preisen. 1dpB 90 Offene Stellen Tüchtige erfahrene Vorarbeiter 3 Werkz 83 23 8 dauerne id gesucht Nur militärtreie Leute wollen sich melden persönlich bei unserer Arbeiterzentale Schanzenstraße, vormittags 7 Uhr oder nachmittags 3 Uhr. Schriftliche Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Tätigkeit und Lohnanspruch. 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September 1915, betreffend Bestandserhebung von tierischen und pflanzlichen Spinnstossen und daraus hergestellten Web-, Wirk= und Strickgarnen(Nr. W. M. 58 9. 15 K. R..) erlassen. Der Wortlaut dieses Nachtrages, dessen Anordnungen im 31. Dezember 1915 in Kraft treten, kann an den ffentlichen Anschlagstellen und in den amtlichen Zeitungen ingesehen werden. p* Jr. l. Zim. an einz. Pers. zu O vermieten. Seve. instr. 144. Glster Paistels Herr. u. Bursch. jetzt-29.4 inab.=Pal. u. Anzüge v..# an, inab=Hos. z. Aussuchen I. 80 u. Maßgesch. Alberiusst. 40. r. Piechp.=Küchenb., Jtür., 3= teil.Eich.=Speesez., Eich.=Küch.= chrank, Schreibtisch, versch. g #ild eich gr ür.Kleider chr 29, eich. Bett., Salontisch Nßb.), 10.4 effel. Eich.=Umb. m. Schr 75 A Flandrischestr. 1, l. Etg. rgale Runs. pol. 7. Spiegelschr, Waschkom. m Karm., Auszieht., eleg Bäfett, sertiko. Dtw. m. Umb., Marratz alles zu ganz billegen Preisen. Kreselderstraße., Hechp. Hokands. holl. 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