eater isen. Uhr. eus Mozart. FaßbinderMittelmann; Banoni, vom 10¼ Uhr. Parkettlos= Rang Mitte zweite Reihe) k.— 2. Ran ntere Reihen) ettsteuer und lagszahl fang 8 Uhr. Ibsen. rren: Dysing, r 10¾ Uhr .00 ; M i t t e l l o g e .95 M. einbegebühr.— ina 8 Uhr. her. 6 ter 3 9123 8 Uhr: 66 n 2 * 660 ? * agen von Sonn- u. lachm ab. er nruf A 1697 S# Akten t. b. Uhr bei ganz Sr. 6471 ¼ Uhr: ne 35 kl. Preise us 8 Uhr -Ball. stags- und Pfg. ab. ufer. db t 47. rmer pes 7° R Sonntagsbeilage zum Kölner Local-Anzeiger. Mit besonderen Abteilungen: Unseren Frauen sowie Gartenarbeit und Blumenpflege. 6 N c Charakterstärke. Festigkeit und Seelenstärke bewundern wir heute an unseren großen Heerführern, die sich durch keine Schwierigkeit und kein Hindernis abhalten lassen, den Weg des Sieges zu gehen, um das Vaterland zu retten. Wir bewundern die Charakterstärke an unseren Soldaten, die unter unsäglichen Anstrengungen und Entbehrungen mutig allen Gefahren trotzen und treue Wacht halten in Feindesland; die nur ein Ziel kennen, den Feind zurückzuhalten von dem Einbruch in unsere Heimat. Wir bewundern die Tatkraft und die innere Stärke von so vielen in unserem Vaterlande, die in innigem Gottesglauben die schweren Kriegsopfer tragen und die nicht wanken unter der Wucht harter Schicksatsschläge. Je länger der Krieg dauert, um so fester müssen wir stehen im Gebet und im Vertrauen auf den Allmächtigen. In unserer Opfertreue und Charakterstärke liegt die Sicherheit für einen glücklichen siegreichen Ausgang des Krieges und für einen dauerhaften Frieden. Mögen wir uns daher aue an dem Beispiel eines großen Mannes erbauen, der zur Zeit Christi lebte und dessen herrliche " T u g e n d e n u n s z u r N a c h a h m u n g a n s p o r n e n. Die Bergfestung Machärus am Ostufer des Toten Meeres barg zur Zeit Christi einen Mann hinter düsteren Kerkermauern, dessen Leben und Wirken für die Menschheit von größter Bedeutung war. Es ist Johannes der Täufer, der Vorläufer des Herrn, der wie ein Morgenstern der aufgehenden Sonne der Gnade und Wahrheit vorausging und die Völker der Erde auf die baldige Ankunft des Messias vorbereitete. In der stillen Einsamkeit der Wüste hatte er ein entsagungsreiches Leben geführt, bevor er zum Volke sprach und Buße predigte. Dann hatte er mit glühendem Eifer und mit furchtloser Offenheit die Fehler und Schäden seiner Zeit gegeißelt I und seine Zuhörer aus der Gleichgültigkeit und dem Schlafe der Sünde aufgeweckt. Selbst vor dem Königsthrone war er nicht # siumm geblieben, sondern hatte dem Herrscher Herodes unerschrocken # seine Sünden vorgehalten und ihn zur Besserung aufgefordert. 1 Für diesen Freimut mußte er ins Gefängnis und in den Tod. Johannes wußte, daß seine letzte Stunde bevorstand, aber er kannte keine Furcht und Angst. Der Gedanke an das angebrochene Reich des Herrn, der Wunsch, es möchte sich rasch ausbreiten unter dem Volke und überall Aufnahme finden, er1 füllten seine große, edle Seele bis zum letzten Augenblick. Die Kunde von dem Heiland dringt von außen auch in # seinen einsamen, dunklen Kerker. Er hört, wie Christus das Land durchzieht, überall predigt und Wunder wirkt. Darum will er zum letzten Male die Gelegenheit benutzen, um Israel Lolonia. Sonntagsbeilage zum Kömner 89„Ihr Kriegsstizze von Käthe Tiedemann. Es war im vorigen Jahre. Ich fuhr wieder einmal nach Hause, an den schönen Rhein. Wochenlang vorher hatte ich mich auf diese Fahrt gefreut, denn obwohl meine nunmehrige Heimat ihres Reizes auch nicht entbehrt, so konnte ich mich bis jetzt immer noch nicht ganz der Sehnsucht nach dem schönen Rhein, seinen grünen Rebenbergen und meinem Vaterstädtchen dort mit den stillen, winkeligen Gassen erwehren. Doch schon auf der Fahrt ins gelobte Land fiel ein Schatten auf meine Ferienfreude. Ueberall in den Eisenbahnzügen, auf den Bahnsteigen redete man von einem nahen Krieg mit Rußland. Ich konnte und wollte dies nicht glauben. Warum auch? Weilte unser Kaiser doch noch zur Erholung in den nordischen Gewässern, und seiner Friedensliebe würde es gewiß gelingen, die drohenden Wetterwollen, wie so oft, auch diesmal abzuwenden. So tröstete ich mich und andere. : Am Abend kam ich wohlgemut in meinem Heimatstädtchen an, freudig begrüßt von den Meinen. Das gab ein Erzählen und Fragen. Kannte ich doch fast das ganze Städtchen und hatte mir für alles ein warmes Interesse bewahrt. Toch da war es schon wieder, das dunkle Etwas und legte sich wie ein trüber Nebel lauf unsere frohe Stimmung. Meine Schwester sprach von der Kriegsgefahr. Unser besonnener alter Vater, der die Feldzüge 1866 und 70 mitgekämpft hatle, meinte aber tröstend, soweit kame es überhaupt nicht. Rußland würde schon gern einlenken, wenn wir ihm einmal ernstlich die Zähne zeigten. 1. Was war das am nächsten Morgen ein köstliches Erwachen zfür mich! Die Julisonne schien hell in mein Zimmer. Von neinem Bette aus konnte ich den alten Rhein sehen, der in der Porgensonne blitzte. Frisch grün, wie im Frühling, standen die perge, und aus den Gärten kam leiser Rosenduft durchs offene Fenster in mein Zimmer geweht. Nun läuteten auch die Heimatglecken voll und tief. Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett, kleidete mich rasch an und wanderte durch den tauigen, kühlen auf den Erlöser hinzuweisen und das widerspenstige, leichtfertige Volk seinem wahren Hirten zuzuführen. So schickt er denn seine Jünger zu dem Herrn mit der Frage:„Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?" Nicht weil er selbst zweifelt, stellt der Täufer diese Frage, sondern um den Heiland zu der Erklärung zu veranlassen, daß er der verheißene Messias sei, und vor allen Jüngern und den Scharen der Zuhörer bekennt Christus unter Berufung auf seine Wunder sich als den Gottessohn. Nach dem Weggange der Abgesandten hält der Herr eine herrliche Lobrede auf seinen Vorläufer. Er lobt seine Charakter= stärke, seine Sittenreinheit, seinen erhabenen Beruf. Johannes hat es wahrlich um den Heiland verdient; er war würdig durch seine Demut, seine Treue und seine Liebe das Lob des Herrn zu finden. Er ist kein schwankendes Schilfrohr, das vom Winde hin und her bewegt wird. Keine Macht der Erde bringt ihn vom Wege des Rechtes und der Wahrheit ab; wie eine Eiche, die vor keinem Sturme sich beugt, steht er vor Herodes und redet ihm eindringlich ins Gewissen. Im Kerker ist er ebenso standhaft wie in den Tagen der Freiheit. Johannes gehört zu jenen wahrhaft großen Männern, die sich im Leben ein herrliches, hohes Ziel gesteckt haben, und die nach diesem Ziele streben mit allen Fasern ihres Herzens. Er gehört zu jenen festen, unbiegsamen Charakteren, die nur einen Weg kennen: den Weg der Pflicht und der Gerechtigkeit. Möge dies auch unser Weg sein!. F. # Das erste Erzbischöfliche Priesterseminar in Köln. (Erinnerungen zum dreihundertsten Gedenktage seiner Eröffnung.) Von Prof. F. I. Peters(Köln). Am 30. November 1615 vollzog sich in der Kölner Dompropstei ein für die ganze Erzdiözese höchst bedeutsamer Akt. Zwölf Studenten der Theologie, Philosophie und Rhetorik, junge Leute von treukirchlicher Gesinnung und lauterem Lebenswandel, gaben den Vertretern des Erzbischofs das Versprechen, daß sie in den geistlichen Stand eintreten wollten und ihrem Oberhirten zur seelsorglichen Verwendung innerhalb des Gebietes der Erzdiözese sich zur Verfügung stellten. Auf diese eidliche Versicherung hin wurden sie vom Erzbischofe als die ersten Zöglinge in das von ihm errichtete Priesterseminar ausgenommen. Der Kurfürst Ferdinand, Herzog von Bayern, hatte nach langer, mühevoller Arbeit die Eröffnung eines Diözesanseminars durchgesetzt. Ohne seinen religiösen Eifer, seine hoffnungsMorgen zur Kirche, die hoch auf einem Felsen liegt und ihren schlanken gotischen Turm wie einen Fingerzeig zum Himmel reckt. Auf dem Kirchweg traf ich schon manchen Bekannten. Alle begrüßten mich treuherzig und freudig. Alles um mich war so still und friedlich wie immer, meine Kriegsfurcht schwand. Wie habe ich an diesem Morgen an der heiligen, vertranten Stätte so innig zum großen Friedenskönig um die Erhaltung des Friedens gebetet. Auf dem Heimweg gedachte ich meiner alten Freundin, der Schneidersbase, einen kurzen Besuch abzustatten und ihr eben guten Tag zu sagen. Die Schneidersbase hatte in meinem Elternhaus nahezu zwanzig Jahre als Putzfrau gewirkt. Nun sorgte ihr einziger Sohn für sie. Das Häuschen der Alten lag an meinem Wege. Ich ging durch die immer weit offenstehende Haustüre über den mit roten Sandsteinplatten belegten Flur und klopfte an die Stubentüre. Auf ein kräftiges Herein trat ich in die saubere, ganz mit Sonnenschein angefüllte Stube. Hier war mir alles vertraut. Manche Stunde hatte ich da verbracht, erst als Kind und dann als junges Mädchen. Die Schneidersbase konnte gar zu schön erzählen von den alten, ausgestorbenen Familien des Städtchens. Manchen guten Rat hat sie mir auch gegeben. An diesem Morgen fand ich sie am Waschfaß, das sie mitten in der Stube auf zwei Stühlen stehen hatte. Die große, hagere Figur war noch ungebeugt, trotz ihrer 65 Jahre, das weiße Haar glänzte silberig in der Sonne. Als die gute Alte mich erkannte, ging ein Leuchten über ihr Gesicht. Schnell trocknete sie die Hände an der blauen Küchenschürze ab und kam mir entgegen. „Awer die Freid! Wann sein Sie komme? Wie geht's? Nu müsse Sie awer e Köppche Kaffee mit mir trinke.“ Ich mochte wollen oder nicht, ich mußte einfach. Schnell holte die Alte ihre beste Kaffeetasse herbei, die mia dem breiten Goldrande, und schenkte mir aus dem irdenen Topf den braunen Zichorienkaffee ein. Ferner tischte sie knusperig gebackene Wasserwecken und Hagebuttenmarmelade auf, die sie als besondere Delikatesse pries und wie Gold verwahrte. Nun kamen wir ins Plandern. Die Schneidersbase lobte wieder einmal den Franz, ihren Einzigen. Der sei so brav und solide, ine alles für seine freudige Zuversicht und seine unvegrenzte Opfermiuligreit ware das Werk nicht zustande gekommen. Und doch bedurfte die Erzdiözese so dringend einer Priesterbildungsstätte für die Seelsorgsgeistlichkeit; denn die Wege zum Priestertum, auf denen die im Pfarrdienst tätigen Geistlichen im Mittelalter vielfach ihre Ausbildung empfangen hatten, entsprachen nicht mehr den Anforderungen einer neuen Zeit. Der Humanismus hatte eine wissenschaftliche geschulte und interessierte Schicht in der Laienwelt der höheren Ständen geschaffen; die Erfindung des Buchdruckes eröffnete der Volksbildung früher nicht geahnte Möglichkeiten, die sich in fortschreitendem Maße verwirklichten. Sollten die Seelsorger nicht die religiöse Führung und Fühlung mir ihrer Gemeinde verlieren, so durften sie keine Fremdlinge in den Kulturbewegungen der neuen Zeit sein. Es war ihre Aufgabe, die Verschmelzung der fortgeschrittenen Bildung mit kirchlicher Gesinnung und christlicher Vollkommenheit zu verkörpern. Das Konzil von Trient war in seiner 23. Sitzung vom 15. Juli 1563 dem Problem der priesterlichen Vorbildung nähergetreten und hatte eine Reihe bedeutsamer Vorschriften erlassen über das Alter, die sittliche Führung und die wissenschaftliche Bildung, die zur Erteilung der einzelnen Weihen gesordert werden müßten. Den Bischöfen legte es die Sorge und Verantwortung dafür auf, daß einerseits kein ungeeigneter Kandidat zum Priestertum zugelassen werde, anderseits in den Diözesen jeder, der Neigung und Anlage zum geistlichen Stande zeig., Gelegenheit erhalte, die erforderliche Ausbildung sich zu erwerben. Zu dem Zwecke wurde die Einrichtung von Seminarien oder, wie das Konzil selbst sagt, von Kollegien zur Vorbildung des Seelsorgsklerus angeordnet. Während die Geistlichkeit der Stifter und Klöster sich früh schon der Bildungsgelegenheiten in Gymnasien und Universitäten bemächtigt hatte, dort auch zum großen Teil die Lehrstühle einnahm, waren die Seelsorger ihrer Mehrzahl nach diesem Studiengange ferngeblieben und nur durch praktische Anweisung zur Ausübung der pfarrlichen und gottesdienstlichen Funktionen vorbereitet. Das Seminardekrei des Trienter Konzils wollte nun den Kandidaten der Pfarrseelsorge eine mit dem zwölften Lebensjahre einsetzende höhere Bildung angedeihen lassen und sie zugleich aszetisch so erziehen, daß sie der Hohe ihrer Aufgabe gewachsen seien.(„Ita ut hoc collegium Dei ministrorum perpetuum seminarium sit.“ Cap. XVIII. Die Heranbildung eines tüchtigen Seelsorgeklerus stellte namentlich in Deutschland eine Lebensfrage des Katholizismus dar. Und doch stieß gerade hier die Durchfuhrung des tridentinischen Seminardekretes auf die größten Hindernisse. Nur wenige deutsche Prälaten konnten an den Sitzungen des Konzils teilnehmen. Von den Konzilsverhandlungen pflegt aber eine tiefe alte Mutter. Nur wegen ihr wolle er nicht heiraten. Dann fuhr sie ganz ängstlich fort: „Do reden se vun Krieg. Der liewe Gott wolle uns in Gnad' behiete. Mei Franz is Unteroffizier, der müeßt gleich mit. Was soll ich arme, alte Fraa dann anfange?" Ich tröstete sie nach besten Kräften und sagte, daß ich keinesfalls an Krieg glaubte. Sie ließ sich so gern beruhigen. Nun nahm ich aber Abschied mit dem Versprechen, recht bald wieder zu kommen. Ich freute mich auf ein zweites Kaffeestündche## mit den Meinen. Man hatte schon auf mich gewartet. Vater saß bei der neuesten Zeitung und erklärte, so ganz stimme die Sache doch nicht. Der Kaiser sei plötzlich von seiner Reise heimgekehrt. Dann folgten die Ereignisse Schlag auf Schlag. Am 1. August, nachmittags 6 Uhr läuteten bei uns alle Glocken wie an hohen Feiertagen, sie kündeten, daß die Würfel gefallen unz der Mobilmachungsbefehl eingetroffen sei. Im Nu öffneten Tür und Fenster. Die Gassen füllten sich mit Frauen und Kindern. Auch für mich hatten die Glocken das schnelle Ende meiner Ferienzeit geläutet— nun war mein Platz an der Seite meines Mannes. Mein Vater billigte meinen Entschluß. Ich wollte gleich Sonntag früh abreisen. Während ich meine Habseligkeiten packte und dabei über die Vergänglichkeit alles Irdischen nachdachte, klopfte es leise an meine Türe. Ich öffnete und davor stand die Schneidersbase mit rotgeweinten Augen. Ich zog sie ins Zimmer und drückte sie in einen Sessel.„Nu hawe mer doch Krieg!“ klagte sie„un morge muß mei Franz fort. Wann er totgeschosse werd, hab ich niemand meh uf der Welt.“ Mir wurde bei den Worten der armen Frau das Herz schwer. Ich suchte alle Trostgründe herbei, die ich finden konnte und sagte ihr auch, daß aus dem Krieg die meisten doch wiederkehrten. Schließlich versprach ich ihr, am Abend nochmals vorzukommen und drückte ihr ein Geldstück für ihren Franz in die Hand. Mit vielen Tankesworten und ganz gefaßt verließ sie mich dann. Rasch beendete ich meine Arbeit und machte dann bei meinen nächsten Verwandten kurze Abschiedsbesuche. Ueberall war die Stimmung zuversichtlich. Man vertraute fest auf unseren Kaiser und unser gut geschultes, tapferes Heer. Nach dem Abendessen Lum Komer 5. Dezemder 1or 3 everzeugung von der Notweneigteil einer Reform, eine stärke Juregung zu ihrer Durchführung aus die Mitglieder der Verzimmlung überzugehen. Dieser Antrieb fehlte für die meisten der deutschen Sprengel. Dazu kam neben anderen mehr persönlichen Momenten die wirtschaftliche Lage, durch die eine Seminarerrichtung sehr erschwert wurde. Alle die genannten Umstände trafen für das Kölner Erzbistum zu. Während der letzten Sitzungsperivde des Konzils von Trient(1562—1563) war der Kölner Oberhirt, Friedrich IV., Graf von Wied, nich anwesend. Seiner Gesinnung nach neigte er sogar in bedenklicher Weise den Neugläubigen zu, wie es seit den Tagen des unglücklichen Hermann von Wied bei den meisten Mitgliedern dieser Familie zu beobachten war. Die kriegerischen Unruhen vor dem Abschlusse des Konzils und erst recht die 1583 ausbrechenden Truchsessischen Wirren brachten viel Unheil über die Erzdiözese, und gerade die Stifter und Klöster, die nach der Bestimmung des Konzils in erster Linie zur Errichtung und Unterhaltung der rechterhattung des Golleswienstes notwendigsen Auslagen Ku T. streiten. Von der allergrößten Bedeutung war es ferner, ge eignete Persönlichkeiten für die wissenschaftliche und aszetische Leitung eines Seminars zu finden. Freilich war Köln in der glücklichen Lage, eine bedeutende Niederlassung der Jesuiten besitzen. Seit dem Jayre 1556 leiteten sie das Dreikronen=Gymnasium, dem sie in kurzer Frist zu erstaunlicher Blüte verhalfen. Zur Uebernahme eines Priestereeminars waren sie unter den damals bestehenden Orden zweifelsohne am ehesten geeignet, da sie es verstanden hatten, mit humanistischer Bildung und lebendiger Beziehung zur gesamten Kultur der Zeit die Begeisterung für alles Kirchliche und Katholische zu verbinden. Indessen machte sich auch damals schon eine starke Gegnerschaft gegen sie geltend, sodaß sich der Erzbischof im Ernste die Frage stellen mußte, ob es geraten erscheine, die Jesuiten zur Seminarleitung zu berufen. Zehn Jahre verflossen seit dem Erlaß des Trienter Seminardekretes, ehe in Köln der Gedanke an die Errichtung eines Priesterseminars in Erwägung gezogen wurde. Der erwählte Erzbischof Salentin, Grafvon Isenburg, eröffnet 1573 auf Anregung des päpstlichen Nuntius Kaspar Gropper die Verhandlungen hierüber. Ein Seminargebäude ward ausgewählt, ein Plan für die Aufbringung der Kosten aufgestellt, ein Statutenentwurf ausgearbeitet, aber die Kriegsschäden, die Mißernten, die Höhe der anderweitigen Abgaben, die der Klerus zu leisten hatte, ließen die Ausführung des Projektes nicht zu. Wiederum dauerte es ein Jahrzehnt, bis man der Seminarangelegenheit neuen Eifer zuwandte. Eine bedenkliche Zahl von Seelsorgestellen zumal in ländlichen Bezirken war inzwischen verwaist. Der Abfall des Kurfürsten Gebhard Truchseß mußte notwendig großes Aergernis verursachen. Die Tringlichkeit der Errichtung eines Seminars stand riesengroß vor den Augen eines jeden, der es wohl mit der Kirche meinte. Aber auch die Hindernisse, die bisher im Wege gestanden, waren in dem gleichen Maße gewachsen. Unter solchen Verhältnissen faßte der Erzbischof Ernst von Bayern den Entschluß, für den großen Kölner Sprengel zwei Seminare zu gründen, eines in Neuß für das Unterstift, das andere in Bonn für das Oberstift. Doch vermochte er dieses Vorhaben noch viel weniger als Salentin zu verwirklichen, da auch die Wahl der Orte manchen Bedenken unterlag. Ihm folgte auf dem Kölner Erzstuhle Ferdinand, Herzog von Bayern. Unter den Schwierigkeiten, die bis dahin die Eröffnung eines Seminars verhindert hatten, mußte auch er lange Jahre leiden; doch seine Energie erlahmte nicht. Einen mächtigen Helfer und Förderer seiner Pläne fand er in dem Dompropste, dem Grafen Eitel Friedrich von Hohenzollern, dessen Verdienste um die Hebung des kirchlichen Lebens in der Stadt und Diözese sehr hoch einzuschätzen sind. Als trotz aller Vorschläge und Beratungen eine Beisteuer des Bistums nicht zu erzielen war, hielt dieser treu mit dem Oberhirten an der Ausführung der Seminargründung fest. So wurde denn der Weg der vollendeten Te““ beschritten und im Hause des eilte ich noch eben zur Schneidersbase. Ich traf sie und ihren Sohn bei der Lampe sitzend mit der Soldatenausrüstung beschäftigt. Bei meinem Eintritt erhob sich der Franz sofort ehrerbietig und holte mir den alten Strohsessel herbei. Die Schneidersbase konnte auf den Sohn wirklich stolz sein. Er war ein großer, starker Junge, mit treuen blauen Augen und lockigem Biondhaar. Natürlich drehte sich unser Gespräch sofort wieder um den Krieg. Der Franz war ganz begeistert und sagte, daß er mit Freuden fürs Vaterland ins Feld zöge, nur um seine alte Mutter sorge er sich. Dabei streichelte er schüchtern die verarbeitete, runzelige Mutterhand. Die Schneidersbase stand plötzlich auf und ging hinaus. Ich glaube, sie wollte ihre Tränen nicht zeigen.„„ Jetzt sagte der Franz zu mir und bemühte sich dabei das beste Hochdeutsch zu sprechen:„Geehrte Frau T..., ich hätte eine große Bitt' an Sie, dürft' ich?" „Sprechen Sie nur, Franz,“ ermunterte ich ihn,„was ich für Sie tun kann, soll geschehen.“ Nun erzählte er:„Morge rücke mit mir noch drei Kamerade aus, mir diene in derselbe Kompagnie. Da habe mir uns folgende Plan ausgedenkt. Jeder von uns schreibt heut abend an seine Mutter. Der Brief kommt in ein Kuvert mit Adreß' und wird mit ins Feld genommen. Wenn jetzt einer von uns fallt, dann muß der andere den Brief nehme und gleich abschicke, damit die Mutter weiß, daß der Sohn fürs Vaterland gestorbe ist. Dürft ich den Brief an Sie adressiere? Die Mutter hält so arg viel auf Sie und wenn Sie ihr dann noch ein paar Zeile dabei schreibe wollte, würd' es für die Mutter ein Trost Dieser rührende Zug von Kindesliebe bewegte mich tief. Ich versprach dem Franz, seinen Wunsch getreulich zu erfüllen und fügte noch hinzu, daß, wenn er wirklich nicht mehr heimkehren sollte,### wir aber nicht hoffen wollten, die Meinigen und ich die Sorge für seine Mutter übernehmen würden. Er dankie mir mit warmen Worten und sagte mir auch, daß sie 1000 Mark Gespartes hätten und die Mutter so vor der ersten Not gechützt sei. Tompropstes der Eid der ersten Zöglinge entgegengenommen, die durch ein Erzbischöfliches Seminar in Köln ihre Ausbildung für den geistlichen Stand em pfangen sollten. Fürs erste bestritt der Erzbischof selbst die Kosten, berief die Jesullen zur Leitung der Anstalt, mietete ein Haus auf der Marzellenstraße, genannt „Zum Freudenberg“,(dort gelegen, wo heute das südliche Seitenschiff der Mariä=Himmelfahrtskirche steht) und gab dem Institut seine Satzungen. An Beweisen seiner väterlichen Sorge und persönlichen Anteilnahme an den Geschicken des Seminars und seiner Alumnen ließ er es nicht fehlen: Wenn für den Anfang manche Entbehrungen mit dem Aufenthalt in diesem Institute verbunden waren, so wußte der Erzbischof seinen Priesteramtskandidaten anderseits Freuden zu bereiten, die auf ihren guten Geist und ihre Bereitwilligkeit den günstigsten Einfluß ausnbten. Kam er von seiner Residenz nach Köln zu hohen kirchlichen Feiern, z. B. zum Feste der hl. Treikönige oder der Stadlpatronin, der hl. Ursula, so liebte er es, im Kreise seiner Seminaristen zu speisen oder am Vorabend des Festes dem Seminar seinen Besuch zu machen. Die Seminarstatuten fußten auf den gerühmten pädagogischen Erfahrungen der Jesuiten und zeigten das erfolgreiche Bestreben, wissenschaftliche und aszetische, theoretische und praktische Aasbildung zu vereinigen. Die Leitung übernahm zuerst der Regens des Dreikronengymnasiums P. Johannes Kessel S. J. Ihm zur Seite stand ein erzbischöflicher Aufsichtsrat von drei Provisoren und ein Oekonom zur Besorgung der Temporalien. Die Bereitstellung des notwendigen Fonds bildete nach der Eröffnung andauernd den Gegenstand der Sorge des Oberhirten. Er hoffte, nun das Seminar einmal bestehe, werde sich bald die finanzielle Sicherheit schaffen lassen, daß 60 Alumnen darin Aufnahme erhalten könnten. Indessen mußte er sehen, wie auch diese Erwartung unerfüllt blieb. Was er in der Verwaltung des Bistums für das Seminar erübrigen konnte, ließ er diesem zukommen; doch wollte es nur für die Höchstzahl von 20 Zöglingen ausreichen. Einen Grundstock fester Einkünfte bestätigte er dem Priesterseminar durch Urkunde vom Jahre 1650. Da diese als Stiftungsurkunde der Anstalt gelten sollte, wurden in ihr die revidierten Statuten und die gesamte Ordnung der Seminarleitung und Verwaltung festgelegt. Auf dem Papier war nun alles wohlbestellt. Aber weder die vortrefflichen Statuten noch die Freigebigkeit des Erzbischofs vermochten den auflösenden Wirkungen des Dreißigjährigen Krieges an der Seminarpforte Halt zu gebieten. Die Zahl der Alumnen verringerte sich beständig. Die Verrohung der Sitten erschwerte die Erziehung ganz erheblich. Die Verwüstungen im Erzstifte machten das Einziehen der zugewiesenen Gefälle zum großen Teile unmöglich. 1644 war die Verwaltung nicht mehr in der Lage, die erforderlichen Gelder aufzubringen. Infolgedessen wurden keine neuen Zöglinge ausgenommen, nur die wenigen noch vorhandenen bildete man fertig aus. Die vier letzten konnten im Jahre 1646 in die Seelsorge entlassen werden; dann ward das Seminar nach dreißigjährigem Bestehen geschlossen. Die Ungunst der Zeiten hatte der ersten Errichtung eines Seminars in Köln die vielen fast unüberwindlichen Hindernisse in den Weg gelegt; die Ungunst der Zeiten hat ihm nach kurzem Bestehen ein allzufrühes Ende bereitet. Gleichwohl fordert es die Gerechtigkeit, der bahnbrechenden Tätigkeit des Kurfürsten Ferdinand anerkennend zu gedenken. Seine mutige Entschlossenheit blieb vorbildlich für seine Nachfolger und regte sie an, sobald es die Umstände erlaubten, das Seminar wieder ins Leben zu rufen. Und wenn auch in der Leitung, in der Ordnung, in der Unterbringung des Priesterseminars im Wandel der Zeiten noch eine wechselvolle Geschichte sich abspielte, so lebt doch der Geist, in dem es vor 300 Jahren zum Segen der Erzdiözese begründet worden, noch heute in seinen Satzungen und Einrichtungen fort. Kleines Feuilleton:. C Der Halbmond bei den römischen Legionen am Rhein. Ueber dieses Thema, das uns heute durch die Zeitereignisse besonders nahegebracht wird, sprach Museumsdirektor Dr. Poppelreuter im Verein der Altertumsfreunde. Man darf sich nicht durch den Umstand, daß die Darstellung der Mondsichel vielfach im griechischen und römischen Kunstbereich auftritt, zu dem Trugschluß verleiten lassen, daß die Türken das berühmte Soldatenzeichen im Bereiche des Aegäischen Meeres vorgefunden hätten, denn schon die mittelalterlichen Türkenstämme führten bei ihrem Auftreten in Mittelasien das Zeichen des Hatbmonds. Ein merkwürdiges Denkmal mit der Darstellung des Halbmonds ist von orientalisch=römischen Legionären am Rhein hinterlassen worden. Es ist ein Felsenaltar, welchen die in den Steinbrüchen des Brohltals in der Gegend des Laacher Sees beschäftigten Soldaten ihrem Schutzgott, dem Felsenherkules, setzten und welcher sich jetzt im Wallraf=Richartz=Museum befindet. Der Eindruck des Denkmals mit fünf Toren und minarettartigen Aufsätzen ist ausgesprochen orientalisch. Ueber den fünf Tornischen erscheinen abgekürzte Darstellungen des Halbmonds und der Gestirne, wie ja auch das türkische Wappen mit dem Stern geführt wird, so daß dasselbe die Abkürzung des gestirnten Himmels darstellt. Das hohe Felsendenkmal dürfte als die Nachahmung eines Feldheiligtums anzusehen sein, auf welchem diese Sterne und kleinen Obelisken beweglich und veränderlich aufgesetzt wurden. Das Urbild aber wird ein fünftoriges Heiligtum gewesen sein, welches irgendtvo im Orient stand, und dem Gestirndienst im alten mittelorientalischen Sinne gewidmet war. Das Vorkommen eines solchen Denkmnals wohl durch die Vermittlung sy rischer Steinbrecher am Rhein erklärt sich durch das fortwährende Hin= und Herwerfen der Legionen vom Morgen= ins Abendland. Mit dem altbabylonischen Sterndienst wurde im Heere gern der Mithrasdienst vermischt, dem besonders die Verehrung von Mond und Sternen eigen war. Dieser war die ausgedehnteste Soldatenreligion, und zahlreiche Denkmäler sind von ihm an den Rheingrenzen des Weltreichs gefunden worden. Auch auf der Saalburg ist die Mithrasgrotte wieder hergestellt worden. Für Köln hat das Denkmal eine besondere Bedeutung. Auf der Inschrift an dem Felsenherkules ist das ganze niederrheinische Heer: Fußtruppen, Reitergeschwader, Flottensoldaten unter ausdrücklicher Namensnennung des Oberkommandierenden als arbeitend in den Tuffsteinbrüchen des Brohltals aufgeführt. Wir müssen daher die Frage aufwerfen: Welches war das herkulische Werk, für welches hier dieser Tuffstein in den Jahrzehnten unmittelbar nach der Gründung Kölns— denn dieser Zeit gehört das Denkmal an— gebrochen wurde? Die Antwort kann nicht zweifelhaft sein: Es war für die berühmte Eifel=Kölner Wasserleitung, welche aus einer Mischung von Grauwacke und Brohltaler Tuffstein ausgeführt ist. Damit wird die Inschrift unseres Denkmals ausgesprochen zur Bauinschrift dieses berühmten, heute fast ganz verschwundenen Werkes; gleichzeitig aber auch eine Datierung der Mauerkrone unserer Römerstadt, welche sicher schon ausgeführt sein mußte, als man an die Anlage der Wasserleitung ging. — Hindenburg als Dichter. Einem alten Handwerksmeister, bei dem Marschall Hindenburg kürzlich nahe der russischen Grenzez— im Quartier wohnte und der um ein Erinnerungszeichen bat, schrieb der Feldherr folgende Verse auf ein Blatt Papier: Es lebt ein Jeder wie er kann; Ein kleiner Mann ist auch ein Mann Es kommt auf seine Leistung an. Man sieht, der mit Poesien überschwemmte Feldmarschall versteht sich auch selbst aufs Dichten. Nun trat die Schneidersbase wieder ein, und unser Gespräch nahm eine andere Wendung. Die Alte hatte einen sorglich gehüteten Schatz hervor geholt, eine Flasche 1911er, die ihr mein Vater zum letzten Namenstag verehrt hatte. Sie schenkte ein, und wir tranken auf Franzens glückliche Heimkehr und den Sieg unserer gerechten Sache. Franz begleitete mich dann nach Hause. Ich gab ihm meine genaue Adresse, und wir schieden mit, kräftigem Händedruck als zwei Verbündete. Am nächsten Morgen reiste ich ab. Wie anders die Rückreise! Der Rhein zog zwar genau so friedlich seine Bahn wie immer, aber seine Umgebung hatte sich verändert: Ueberall an den Bahnhöfen, Tunnels, Brücken standen ja die Bewaffneten, die Bahnsteige waren voll Einberufenen. Hier tönte lautes Weinen, dort begeistert gesungene Vaterlandslieder— ein Bild, das wir ja alle aus jener großen Zeit kennen. Als wir in den Kölner Hauptbahnhof einfuhren, bekam ich doch einen Schrecken! Berge von Koffern und Reisekörben lagen da aufgestapelt, ich dachte an mein Gepäck, das als Passagiergut lief und gab die Hoffnung auf, vorläufig zu meinem Koffer zu kommen. Aber nach fünf Tagen kam er doch, wenn auch etwas zerschunden, in meinen Besitz. Seit diesem Sonntag habe ich an meinem Wohnort nahe an der Grenze viel vom Kriege gesehen. Zuerst die Truppendurchmärsche Tag und Nacht, von Lüttich her hörten wir den Kanonendonner, dann gab's Einquartierung. Wie gern hat man unsere Krieger ausgenommen und alles getan, sie gut zu bewirten und zu pflegen. Jetzt machen die Flieger droben in der Luft ihre waghalsigen Uebungsflüge. Vor ungefähr zehn Tagen bekam ich einen Brief durch die Feldpost. Ich ahnte nichts Gutes und öffnete ihn mit bangem Herzen und zitternden Fingern. Ein beschriebenes Blatt und ein zweiter Brief mit der Aufschrift:„An meine Mutter“ fielen heraus. Nun wußte ich es, der Schneidersbase ihr Einziger war auf dem Felde der Ehre gefallen! Meine Augen füllten sich mit Tränen, so daß ich das Begleitschreiben kaum entziffern konnte. Es hatte folgenden Inhalt: Sehr geehrte Frau T... Sie werden sich meiner gewiß erinnern. Ich bin der Aeltesie vom Lehrer Klein. Der Franz und ich haben immer getreulich zusammengehalten und Seite an Seite gekämpft. In den Vogesen hat der Franz eine Kugel in die Brust bekommen und fiel neben# mir. Ich wollte ihn aus der Gefechtslinie tragen, da sagte er aber: „Laß, Kamerad. Mit mir ist's aus. Ich sterb’ gern fürs Vaterland. Nimm den Brief aus meinem Tornister und schick' ihn ab. Dann aber vorwärts, weiter auf die Franzosen!" Nach diesen Worten### brach ihm ein Blutstrom aus Mund und Nase. Er versuchte nen das Kreuzzeichen zu machen. Es ging nicht mehr. Der Kopf fi auf die Seite und der Franz war tot. Ich drückte ihm die Augen zu, nahm den Brief an mich und stürzte mich wieder ins Gefecht An diesem Tag habe ich für vier dreingeschlagen, so sehr fraß d Wut und der Schmerz in mir. Die arme, arme Schneidersbasel Gott tröste sie. Mit ergebensten Grüßen bin ich Ihr Pet. Jos. Klein. Als ich den Bericht gelesen, weinte ich sehr, weniger übe den gefallenen Heiden, als über die arme, alte Frau dahei die um ihren Sohn bangte, der schon in fremder Erde lag. sandte die Briefe an meinen Vater, damit er der Schneidersbase das Geschehene schonend beibringe und fügre selbst ein# Zeilen bei, in die ich mein ganzes Herz legte. Vor kurzem erfuhich nun über den Ausgang der traurigen Aufgabe. Vater und Schwester waren zu ihr gegangen und hatten n gesagt:„„„„ Land, er is drum im Himmel. Ich sinn alt und komme bai wieder met dem Franz zusamme. Das werd unse Herrgott mir in Gnad' verleihe.". Die Meinen und ich werden nun Sorge tragen, daß die Mutter eines gefallenen Helden ihre Lebenstage in Ruhe und ohne Nahrungssorgen heschließen kann. CCHIUSS•• Solonia. Sonntagsbeilage zum Kolner Local-Anzeiger. 5. Dezember 1915 □ Weihnachtswunsch 1915. (Vorspruch für Weihnachtspakete ins Feld.) Weihnachtsstimmung möcht' ich zaubern Euch für diese Weihenacht, Wo ihr tapferen Soldaten Steht im Feindeslande Wacht. Möcht' ein wenig das ersetzen, Was euch fern der Heimat fehlt Wo in Sehnsucht und in Liebe Man sich sorgend um euch quält.— Könnt' ich mit den reichsten Schätzen Jedem füllen voll die Hand, Der als tapfrer Held und Sieger Kämpfet für das Vaterland. Möcht' so gerne mit euch singen, Schlichte deutsche Weihnachtsweisen, Wenn die rauhen Männerkehlen Christuskindleins Güte preisen. Sel'gen Frieden möcht' ich bringen Allen Menschen auf der Welt, Daß aus diesem Völkerringen Deutschland geh hervor als Held! 60 Eine Ohm Krüger=Gedenktafel in der Schweiz. Am 14. Juli 1904 starb in Clarens bei Montreur in der Villa Dubochet der letzte Präsident der Südafrikanischen Republik, Paul Krüger. Zur Erinnerung an seinen Aufenthalt und seinen Tod in der Schweiz wird demnächst an der Villa, die seit jener Zeit seinen Namen trägt, eine bronzene Gedenktafel enthüllt werden. Die von Sir James Sirewright gestiftete Tafel war bisher wegen des Ausfuhrverbots für Bronze in England zurückgehalten worden. Erst jetzt ist von der englischen Regierung die Ausfuhrerlaubnis erteilt und die Bronzetafel nach der Schweiz verladen worden. Sie trägt die lateinische Inschrift:„Stephanus Paulus Johannes Krüger rei pu blicae atrikanae australis ultimus praeses hic exsul obiit Jd. IVL MCMIV“. Darunter in englischer Sprache die Uebersetzung:„In biesem Hause starb in der Verbannung Stephan Johannes Paul Krüger, der letzte Präsident der Transvaal=Republik am 14. Juli 1904.“ (# Der gebildetste Neger von Nordamerika. Der schwarze Gelehrte Dr. Booker Washington, dessen Tod aus Turkegsee in den Vereinigten Staaten gemeldet wird, wurde mit Recht der erste Mann seiner Rasse genannt. Booker Washington, ein Vollblutneger, entwickelte von Jugend an so auffallende Fähigkeit, daß er bald zum geistigen Führer seiner Rassegenossen wurde. In der Sklaverei in Hales Ford(im Staate Virginia) um 1859 geboren, entstammte Taliaferro Booker Washington durch seine Vorfahren den Negerdistrikten Zentralafrikas. Nach dem Bürgerkrieg 1862 bis 1864 wurde Washington frei und wanderte mit seiner Mutter nach Malden in Ostvirginien aus, woselbst er mit großem Eifer die Schulen besuchte. Er war eine Zeitlang in den Minen von Charleston beschäftigt, entschloß sich dann aber, sein Leben der geistigen Heranbildung seiner schwarzen Brüder zu widmnen. Er wurde Hörer an der landwirtschaftlchen Schule in Hampton. Nach bestandenem Examen war er als Lehrer tätig. Er gründete in Turkegsee eine landwirtschaftliche Schule, die sich zu der bedeutendsten Lehranstalt für Neger in Amerika entwickelte und, nachdem sie mit 30 Schülern begonnen worden war, schließlich 1527 Schüler und 183 Lehrkräfte— sämtlich Schwarze, zählte. Das Fortbestehen dieser Anstalt wurde durch eine 3 Millionen=Spende des Milliardärs Carnegie gesichert. Dr. Booker Washington hintere ließ mehrere für den Gebrauch der Neger geschriebene pädagogischWerke. . Unsern Frauen n 6066660160000090000000000000000000000R 00000000ME C 800 00 mm nt a Hn Brece rst- Die Mode im Spiegel des Krieges. Wem unter den vielen Tausenden von Frauen, die sich bisher sklavisch und gedankenlos den von Paris aus geg benen Modegesetzen gebeugt haben, hätte die gewaltige seelische Erschütterung durch den Weltkrieg nicht die Augen geöffnet über dus Un sinnige der rastlos wechseinden Modeformen, über das würdelose Nachahmen eines fremden Geschmackes, ausgerechnet des eschmackes unserer haßerfüllten Feinde, gegen den die vorne men Frauen des eigenen Landes Einspruch erhoben? Gerade bei Ausbruch des Krieges war die exzentrische Richtung auf dem Höhepunkt angelangt. Das embloßte Bein und der dicle Leib waren eine Sünde gegen jedes ästhetische und jedes sittliche Gefühl. Lange Jahre vorher hatte die Mode aber noch Schlimmeres begangen, indem si nicht nur die Kleidung, sondern auch den Körpr der Frau vernnstaltete und verunzierte. Wer unter den Aeltern erinnert sich nicht noch der Zeit da die Taille wie durch einen Serviettenring geschlungen erscheinen mußte, um Brust und Hüfte doppelt hervortreten zu lassen, was der weiblichen Gestalt das Ansehen einer Sanduhr gab. Di:„gerade Frour“ brachte vielen Ma enleidenden Erlösung, brachte aber den fortgeschnürten Leib und die starke Betonung des rückwärtigen Körperteiles, dadurch eine vogeiartine Körperhaltung auf, ganz abgesehen von der fürchterlichen Gestalt, die starke Frruen durch nicht näher zu bezeichnende Manipulationen erreichten, die ihnen du dicken Leib nahmen, aber eine Taillenweite von hundert und einigen Zentimeter gab. Seit 1913 herrscht die von Poiret eingeführte orientalische Richtung mit schlaffer Körperhaltung, wiegenden Hüften und Verzeihung— dickem Leib, die„uerst die engen und geschlitzten Röcke jetzt den Biedermalertock mit seiner Stoffülle im Gefolge führten. Klara Sander(Köln) gibt im 12. Kriegsheft(Pr. 50 Pfg.) aus dem Industriebezirk unter dem Titel Die Mode im Spiegel des Krieges(Essen 1915 Baedekei). einen Ueberblick über diese Geschichte der Mode mit ihren Körperverunstaltungen, die nichts mit der Schönheit der Frau zu tun hat, und nur in einem Lande entstehen konnte, in dem die Frau kaum mehr Mutter wird und die weibliche Gesundheit von geringer Bedeutung für das Allgem inwohl ist, und geißelt das rasende Tempo des Modewechsels, den sie dem stets Neues verlangenden Publikum, dem Wettbewerb unter den Pariser Modehäusern und hauptsächlich der Herrschaft der Konfektion zuschreibt, die die Neuheiten massenhaft verbreitet und unter das Volk bringt und dadurch in der eleganten Frau den Wunsch nach einer Modeform weckt, die sich von der der Menge unterscheidet. Es ist für jede Frau von Interesse, Klara Sanders Ideengän en zu folgen, die eine wirklich deutsche Mode wünscht,— nicht wie die jetzige, die nach Pariser Modellen zu Ausbruch des Krieges schon fertig hergestellt war und mit ihrem Stoffverbranch, mit ihrer Schottenmode, besonders dem vielbeanstandeten Schottenrock mit Farben wie Negerbraun usw. recht undeutsch ist—, eine Mode ohne lächerliche Exzentrizitäten, ohne Körperverunstal ungen, ohne ungesunden Wechel. Eine Mode, die wirklich schön und gesund und gediegen ist, ohne Schundfabrikation und Nachäffung fremden von Kokotten lanzierter und für sie geschaffener Kleidung. Die Mode= und die Konfektionsindustrie sollen nicht lahm gelegt, sondern gehoben und veredelt werden; allerdings wäre es mit Freu#en zu begrüßen, wen die Kräfte, die bei einem langsameren Tempo frei würden, sich der Landwirtschaft und dem Hause zuwendeten. Klara Sander spricht der Uniform(Krankenschwestern Nonnen, Schaffnerinnen) für berufstätige Frauen das Wort und führt ein Wort des Temps über die angestrebte deutsche Mode an:„Deutsch und Mode scheine einen Widerspruch zu bergen. Deutsch sei es nicht, nach stetem Wechsel nach pikanten Ueberraschungen zu suchen. Deutsch sei es, sich nach=großen Gesichtspunktene zu kleiden, großzügig Mode zu mayen in schöner Weise, langsam nur Wandlungen nachzugeben nach den allgemeinen Gesetzen, denen alle unterliegen und nicht nach Zufallslaunen einzelner" Hätte doch der Temps Recht mit seinen Worten! Dann würde es uns gelingen, was so viele anstreben, nachdem dieser Krieg den schreienden Luxus ausgeschaltet hat, wirklich deutsch zu werden nicht nur im Herzen, sondern auch in der Kleidung, in Gediegenheit und Dauerhaftigkeit.„Wenn auch der Ruhm, die elegantesten Modedamen hervorzubringen, zurücktreten muß vor dem Ruhme, die besten und tüchtigsten Mütter zu besitzen.“ 90rse0. : P r a k t i s c h e W i n k e::: () Gestreckte Seife. Gelegentlich der Ausstellung fleischloser Gerichte durch den Kölner Hausfrauenbund war auch gestreckte Seife zu sehen, für die folgendes Rezept gegeben wurde: 6 Liter Wasser, 1½ Pfund Kernseife, 1 großes Paket Persil, ½ Pfund Soda, für 20 Pfennige Borax, für 20 Pfennige Pottasche. Das Ganze läßt man eine Viertelstunde kochen. Es gibt eine weiße, waschkräftige Schmierseife. (0) Gummiwalzen an Wringmaschinen, die schadhaft geworden sind, können noch lange Zeit gebrauchsfähig erhalten bleiben, wenn man sie mit weichen, weißen Baumwollfäden umwickelt, bis sie ihre ursprüngliche Form wieder erlangt haben. (A) Filzhüte reinigt man, indem man sie mit einer Flüssigkeit abreibt, die aus 10 Teilen Salmiakgeist, 3 Teilen Kochsalz und 10 Teilen Alkohol besteht; das Salz muß sich völlig aufgelöst haben. Nach dem Abreiben läßt man den Hut in Zugluft trocknen. Gartenarbeit und Blumenpflege sabiniana. Wie prächtig nehmen sie sich zwischen all dem Tannengrün aus. Es läßt sich auch sehr dekorativ wirkender Dauerwandschmuck aus ihnen verfertigen, über dessen Herstellung ebenfalls hier gesprochen und Anleitung gegeben werden soll. Uebrigens werden in diesem Jahre die kleinen Weihnachtstannen und=Fichten, auch solche wie sie zum Fenster= und Balkonschmuck gebraucht werden, knapp zu haben sen, denn die kalten Frühjahrsnächte haben die jungen Triebe zerstört, und so die Pflanzen unansehnlich gemacht. Hier werden andere junge Koniseren und Buchsbaum, besonders zum Fensterschmuck, guten Ersitz und willkommene Abwechselung bringen. Der Wacholder, der richtige unserer Wälder. Juniperus communis, bietet in seinen duftenden reizenden Zweigen ein rechtes Weihnachtsgrün dar. Und doch muß man von dessen Verwendung abraten. Denn der Wacholder wird in unseren Wäldern, da er nicht neu angepflanzt wird, immer seltener, so daß er schon an einigen Stellen, um der Landschaft ihr charakteristisches Geprä e zu erhalten, unter Schutz gestellt ist. Auch die Stechpalme oder Hülse, Ilex aquifolium, wird in unseren Wäldern immer weniger, aber man mochte sie, um den Zauber einer grünen Weinnacht nicht zu schmälern, nicht gern entbehren; da werden schließlich die Baumschulenbesitzer dem Be eoren Rechnung tragen müssen und die Stechpalme mehr anpflenu. Sie ist ja mit ihren glänzendgrünen Blättern und den Früchtchen reizend, auch abgeschnitten recht haltbar, und wird bereits in den Gärten vielfach angepflanzt. Es heißt ja, daß die Sitte, Ilex und Mistel zum Weihnachtsschmuck zu verwenden, von England, wo sie als hauptsächliches Weihnachtsgrün gelten, zu uns herübergekommen sei. Ich glaube, daß wir auch ohne dieses englische Vorbild auf diese schönen immergrünen Zweige gekommen wären. Es ist eher anzunehmen, daß wir Stechpalme und Mistel verwenden, seitdem wir überhaupt das verschiedene Wintergrün zu den hübschen Ausschmückun en von Weihnachtszimmer und Weihnachtstafel verwenden. Da durften in erster Reihe Mistel und Hülse nicht fehlen. Die Mistel. Viscum album, ist als Schmarotzer auf den Obstbäumen sehr verschrieen. Das hindert aber nicht, daß sie in der Winterlandschaft wie im weihnachtlichen Daheim einen reizenden Schmuck darstellt. In manchen Gegenden ist man sogar darauf gekommen, die Mistel infolge der großen Nachiroge nach ihren Zweigen und Kronen, zu hegen, und die Leute mochen ein gutes Geschäft dabei. Mistelkrone nennt der Verkäufe: in: Blumengeschäft die ganze Mistelpflanze, wie sie samt dem kiststückchen, auf dem sie sich angesiedelt hat, vom Baume heruntergeholt wird. Es gibt, oder können wir jetzt sagen, es gab noch Leute genug, die solche hübschen Gebilde Mistletoe nannten, wahrscheinlich, um ihren Wert in der englischen Uebertragung zu erhöhen. Wenn es gilt, weihnachtlich zu schmücken, wer will da den Efeu vergessen, und zwar den kleinblättrigen des Waldes, Hedera Helix. Nicht den großblättrigen, schottischen, der gehört in den Garten. Um die Weihnachtszeit aber spricht auch der deutsche Waldzauber sein traumhaft schönes Wesen aus. Hk. () Grüne Weihnacht. Grüne Weihnacht pflegt man zu sagen, wenn um die Weihnachtszeit mildes, schnee= und frostfreies Wetter herrscht. In neuerer Zeit wird zum Schmucke des Weihnachtsfestes so viel und so man erlei Grün verwendet, frisches und dauerhaftes, das alles aus unseren Gärten und heimischen Wäldern stammt, daß wir inbezug hierauf auch wohl von einer grünen Weihnacht reden dürfen, wenn auch, wie es zu einem richtigen Weihnachtswetter gehört, Eis und Schnee Wald und Feld bedecken. Diesem verschiedenen Weihnachtsgrün sei einmal etwas näher nachgegangen. Als der Weihnacht baum aufkam, da galt die Fichte als der richtige Baum hierfür. Wo diese nicht zu haben war, dafür aber Niefernwälder die Gegend beherrschten, da griff man als Natbehelf zur Kiefer. Die Fichte aber ist der rechte Weihnachtsbaum, obschon man ihr botanisch fremd gegenübersteht und sie vielfach mit der Tanne verwechselt. Die Fichte oder Rottanne, Picca excelsa, un#scheidet sich von der Tanne, Edel= oder Weißlanne. Abies pectinata, durch ihre braunrote Rinde, hängende Zarsen, einspitzige Nadeln. Die Edeltanne hat weißgraue de, aufrechtstehende Zapfen, zwei spitzige Nadeln, dazu haben die Schuppen der Zapfen an der Spitze kleine Anhängeel. Mit Vorliebe werden in den Blumengeschäften nerne in Töpfen gepflanzte junge Fichten gekauft, größere vielleicht als Weihnachtsbaum, kleinere zum Zimmer= und Tafelschmuck. Leider werden viele solcher zum Verkauf an ebotenen äumchen„weiß beschneit“ und sollen dann einem vom Winter beschneiten aume ähnlich sein! Auch cie Zimmer=Edeltanne, richtiger Norfolitanne, Araucaria excelsa, darf zu unserem Weihnachtsgrün gerechnet werden. In Menge wird sie zum Weihnachtsfeste als immer willkommene Gabe gekauft. Nur sollte man sie nicht mit buntem Bänder,schmuck“ verunz eren, sie ist ohne diesen Ausputz schön. Nicht immer hat der Empfinger lane Freude an dieser Zimmertanne. die doch so leicht zu kultivieren ist: küh er Standort, mäßige Feuchtigk it, häufiges Ueberbrausen der Pflanze, und die Pflegerin wird ihre Frende daran haben. Seitdem die schöne Sitte, die Wohn= und Weihnachtsräume mit allerlei Weihnachtsgrün auszuschmücken, ausg kommen ist, haben die Blumengeschäfte den mannigfachsten immergrünen Zweige zum Verkauf gebracht. Aus Blautanne, Noromanns=, Douglas=, Silbertanne, den verschiedensten Kiefern, von der Weymutskiefer bis zur feinn deligen Seidenkiefer, aus Wacholder, Eibe(Taxus) mit den schönen beerenartigen, leuchtendroten Früchten, und all dem anderen Grün, wovon wr noch reden werden, werden die schönsten Zusammenstellungen für Tisch= und Wandschmuck hergestellt. Da dürfen denn auch die schmückenden Tannenzapfen nicht fehlen, und mit Freude und mit Erstannen mögen diese herrlichen Erzeugnisse dr Natur betrachtet wer en, die wie gotische Schnitzarbeit anmutenden Kiefernzapfen, die kräftigen Fichten= und Tannenzapfen des Waldes, die mannigfaltig geformten Samenträger, die die Garten- und Parkkoniferen liefern. Und gehen wir etwas aus unserem Vaterlande heraus, so erscheinen die Samenträger der Zeder vom Libanon wie gedrechselte Knäufe; Riesenzapfen von 35 Zentimeter Länge vom Pinus macrocarpa urd fein gedrechselte Rosetten von Pinus n Spiel= und RätselSilben-Rätsel. an, an, bi, de, denz, der, do, do, dreh, drichs, el, fen, flie, frie, gall, gau, gel, gen, go, ha, haut, ho, hu, ja, kun, lou, nach, nach, netz, no, or, ra, ra, re. rar, si, sie, schwamm, ti, ti, ü, ur, witsch, zi. Aus vorstehenden Silben sind 15 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und deren Endbuchstaben von unten nach oben gelesen einen vaterländischen Gedenktag aus der jüngsten Zeit bezeichnen. Die einzelnen Worte bedeuten: 1. Pilz, 2. Stadt in der Provinz Sachsen, 3. Teil des Auges, 4. Stadt in Württemberg, 5. Geldentschädigung, 6. Schriftstück, 7. Singvogel, 8. Musikinstrument, 9. Stadt in Nordamerika, 10. Herrschersitz, 11. Italienischer Maler, 12. Fensterverschluß, 13. Stadt in der Rheinprovinz, 14. Männlicher Personenname, 15. Stadt in der Provinz Posen. Bilder-Rätsel. Tausch=Rätsel. Durch Vertauschen je eines Buchstabens in den nachselgenden 18 Worten mir einem andern sollen neue Worte gebildet werden. Diese Buchstaben ergeben alsdann, zusammengestellt, eine liebe Beschäftigung der gegenwärtigen Zeit. Besen Nasz Lende Kain Pacht Loden Leder Stall Possen Lotte Pote Wolle Garde Ritter Welle Mus Platin Anagramm-Uufgabe. Ekel Emir Salem Trog Braun Tai.— Trave Taler Larch. Durch Umstellen der Buchttaben in vorstehenden Worten sellen neue Worte gebildet werden, die in ihren Anfangsbuchstaden,#### sammengezogen, dann einen von den Mittelmächten er-Irtten serbischen Waffenplatz nennen. Auflösungen der vorigen Sonntags=Beila#.. Rätselhafte Inschrift: O diese Alten hatten auch scen Flieger! Kopf=Wechsel=Rätsel: weise Gase Tamm Hauch Asop Nichte Isel Eichel Wolhynien. Sprichwolt=Rätsel: Lob macht nicht groß, und Tadel nicht klein. (Nachdruck und Nachbildung aller Teile untersagt.) Verantwortlicher Redakteur i..: H. Müller in Köln. Rotationsdruck und Verlag von I. V. Bachem in Köln. Nr. 49 Zelenia. Sonntagsbellage zum Kölner Local-Anzeiger. 5. Dezember 1915 Aenderungen im 3 :: Kölner Kirchen=Kalender:: soweit uns solche bis Donnerstagabend bekannt geworden sind.: 60000ffeP Ororeen Katholischer Gottesdienst vom 5. bis 11. Dezember 1915. Die frühesten heiligen Messen werden morgens um 5 Uhr im Dom. — die spätesten um 11½ Uhr im Dom und in den Pfarrkirchen Herz Jesu, St. Ursula, St. Maria=Himmelfahrt(Marzellenstraße) und St. Aposteln gelesen. St. Alban. Sonntag: H. Messen:.39,.30 Predigt,.15 Hochamt, 11 Predigt; nachm..15 Christenlehre m. Andacht, 6 Advents=Andacht. — An den Wochentagen: H Messen:.30,.45 Segensm.,.30.— Mittwoch: Unbefl. Empf, ged. Feiertag. Die h. Messen sind wie an den Sonntagen. Pred. um 1I. nahm 6 Andacht z. Mutter Gottes mit Pred. — Samstag: abends 5 Saiv==Andacht. * St. Andreas: Jeier des Pfarrpatrens St. Andreas mit 13=stünd. Gebet.— Sonntag: H. Ressen: 6, 7 mit gem. h. Kom des Müttervereines und der Männer und Junglinge der Pfarre, 8, 9 feierl. Hochamt, 10 und 11; nachm. 12 Betstunde für die Verstorbenen, 2 Andachr der Schulkinder, 3 Besper, 4 Andacht des Müttervereins, 6 feierl. Komplet und HerzMaria=Andacht, 7 Festpredigt, danach sakramentaler Umgang u Beschluß. — Mittwoch: Fest der unbefleckten Empfängnis Maria. H. Messen: 6, 7. 8, 9 feierl. Hochamt. 10 u li; nachm..30 Vesper, 6 Komplet.30 Herz=Mariä=And, 7 Predigt.— Tägl. abds..30 Kriegsand., Freitag, abds. 6 Kreuzwegandacht. St. Aposteln: Sonntag: H. Mess.:.30,.30 Pred., Kommunion des Männerapostola es.30 Pred. f. d Gymnasium,.30 Pred.,.30 Hochamt, 10.45 Pred., 11.30 Pred.; nachm..30 Andacht z. Ehren des h. Herzen mit Christenlehre, 6 Adventsandacht mit Predigt.— Montag: abds. 6 And. z. Ehren d. b. Geistes.— Dienstag: abds. 6 Antoniusandacht.— Mittwoch: Fest Maria=Empfängnis, Titulariest der Marianischen Bruderschaft mit 13=stündigen Gebei, 4 And. z Eh en der Mutter v. d. immerwährenden Hülse, 5 Lourdesandacht m. Predigt, 6 feierl. Kompet, Litanei, Jedeum.— Donnerstag: abds. 6 Anbetungsstunde der Bruderschaft der ewigen Anbetung m. Predigt.— Freitag u. Samstag: abds. 6 Andacht z. Ehren d. Mutter v. d immerwährenden Hülfe.— Mittwoch:.30 gemeinschaftliche h. Kommunion der Mitglieder der Marianischen=Bruder= schaft u. des Lourdesvereins— Sonntag:.30 gemeinschaftliche h. Kommunion der Pfarrjugend St. Cäcilia. Sonntag: H. Messen.30 u. 8 mit Predigt; 2 Andacht f. d. Männer=Kon zr., 4 Andacht zum heiligst. Herzen=Jesu.— Mittwoch: (Fest Maria=Empfängnis): H. Messen:.30 u. 8 Hochamt. 4 Andacht zu Ehren d. Mutter Gottes.— An allen Wochentagen abds..15 Kriegsand. Dominikanerkirche zum b. Kreuz(Lindenstraße). Sonntag: Vollk, Ablaßs„ 6, 7, kranz, des Krie es ist jeden Abeno 7, n„ woch: Maria=Empfängnis. Vollk. Ablaß. H. Messen wie Sonntags..30) feierl. Hochamt mit Tedeum u sakr. Segen. Abds. 6 Rosenkranz, Festpredigt, feierl. Weihegebet und sakr. Segen. Franziskanerkloster(Ulrichgasse). Sonntaa: H. Messen:.30, 6, .30(Konventsmesse), 7. 8 für die Schüler des Kaiser=Wilhelm=Gymna= Antoniusandacht.— Mittwoch: Fest d. unbefl. Empfängnis, 8 u. 10 Levitenamt, sonst. Gottesdienst wie an Sonntagen.— Donnerstag:.55 Schülermesse. Freitag u. Samstag: wie Montag.— Mittwoch, am Feste der unbefl. Empfängnis kann ein vollk. Ablaß gewonnen werden. Herz=Jesu. Sonntag: H. Messen: 6, 7 mit h Komm. der Schule Mauritiuswall,.30, 8 mit Predigt,.15 Hochamt, 10.30 h. Messe für die Schulkinder, 11.30 mit Pred.,.30 Andacht für die Schulkinder und Christenlehre,.30 Abendandacht u. Predigt.— Montag, Dienstag und Mittwoch abends.30 Pred. eines Ordensmannes f. Frauen u Jungfrauen— Mittwoch: Fest der undefl. Empfängnis Mariä. Gottesdienst wie am Sonntag..15 feierl. Hochamt, abds..30(nicht.30) Fest=Pred., Umzug u. Segen.— Jeden Abend.30 Andacht f. unsere Krieger. St. Jakob. Sonntag: H. Messen: 6 mit Gebet, 7 mit Pred. u. gem. H. Messen: Krieger.— Dienstag:—8 Gelegenheit zur Beichte, 6 Antoniusandacht. Mittwoch: Fest der undefl. Empfängnis Mariä. Gottesdienst wie s. um 6 feierl. Erneuerung der Weihe der Erzoiözese an die Sonntag, abds. Mutter Gottes.— Freitag: 6 Kreuzwegandacht.— Samstag: 8 Gymnasiaimesse. St. Johann=Baptist. Sonntag: H. Messen: 6, 7 mit gem. h. Komm. der Mädchen der Volksschule, 8 Herz=Jesu=Messe,.30 Hochamt, 11 mit Predigt..30 Danksagungsandacht, 5 Pred, dann Adventsandacht mit Kriegsand.— Mittwoch: Fest der unbefl. Empfängnis Mariä..30 feierl. Hochamt. 5 Fetpredigt, dann feierl. Komplet, Litanei, Umgang u. Tedeum.— Donnerstag: 73/4 Segensmesse.—[An den Wochentagen ist abends 7 Kriegsandacht, Samstags mit Salve=Andacht. St. Kunibert. Sonntag: H. Messen: 6. 7, 8(Pred.) Kommunion der Mädchen, 9 Hochamt, 10 u. 11 mit Pred., nachm. 2 Christlehre, 5 Kreuzweg=Andacht mit Pred.— Tägl. abds. 6 Kiegs=Andacht.— DiensMariä, Tedeum u. Segen. Zugl. monatl. Versamml d. Frauen Kongr, wozu auch alle anderen Gläubigen herzl. eingeladen sind.— Samslag: .30 Seelenamt für die gefallenen Krieger, abds..30 Salveandacht.— Nächsten Sonntag: 8 Komm der Knaben. Kranken= und Dienstwoche: Hr. Kaplan Haller St. Maria Himmelfahrt. Sonn'ag: H. Messen: 6 mit Pred, 7 mit gem h. Komm. der Kinder u. des Männer=Apostolat, 8 mit Pred., s mit Pred., 10 Hochamt, 11.30 letzte h Messe mit redigt. Nachm..30 Kinder=Andach, 5 Andacht mit Predigt:— Montag: Hl. Messen: 6..30, .4. Resenkranzmesse mit Segen.— Dienstag: H. Messen: 0,.15 Rosenkranzmesse mit Segen, 8 Gymnasialmesse,.30 Jahrgedäch nis f. Familie Jos. Bach m.— Mittwoch Fest Mariä undefl. Emp ängis. H. Messen: 6 mit Pred., 7, 8, 9, 10 Hochamt, 11.30 letzte h. Messe mir Pred., nachm. .30 Kinderandacht, 5 Komplet.— Donnerstag: H. Messen: 6,.15 Rosenkranzmesse mit Segen,§ Gymnasialmesse.— Freitag: 6,.30,.45 Rosenkranzmesse mit Segen. nachm. 4 Pred u. And.— Samstag: H. Messen: 6,.30,.45 Rosenkranzmesse m. Segen, abds. 7 Salve=Andacht. St. Maria im Kapitol. Sonntag: H. Messen. 6, 7,.15,.30 Hochamt, 11 Predigt; 2 Christenlehre,.15 Versamml. der Frauenkongr., 5 Andacht m. Pred.— Mittwoch: Nachm..15 Versamml. d. Jungf auenkongrega ion.— Freitag: 5 Andacht zur schmerzhaften Gottesmutter.— Samstag:6 Salve=Andacht. Rektorat Melaten. Sonntag: H. Messen:.30 mit gem. h. Komm. d. Schulkinder, JI. m. Pred., 3 Andacht z. h. Herzen Jesu.— Mittwoch: Feit Mariä=Emzfangnis. H. Messen: 730 m. Pred.,.15 Hochamt, 3 Andacht z Ehren der Mutter Gottes, 5 Vortrag für die Frauen über den Propheten Samuel und seine Mutter Anna. St. Maria in der Kupfergasse. Sonntag: 6 Frühmesse mit Pred 7 Herz=Jes.=Messe mit Pred. u. gem. y. Komm. der Männer, 8 Schulmesse der Königin=Luise=Schule mit Predigt, 9 Kindermesse mit Ansprache, 10 Hochamt, 11.15 letzte 5. Messe m. Predigt; nachm..30 Christenlehre u. * T 7 o n f... G. f.. G a h a c h t m i t M p o d u. I m a u a h u r c h d i e Adventsandacht,.30 Herz=Jesu=Andacht mit Pred. u. Umzug durch die Kirche.— Wochentags: H. Messen 6, 7,.45(Dienstags und Freitags), .30 und 10, letztere mit sakram. Segen.— Jeden Abend.15 Segens für die Krieger,—5 für die Jungfrauenkongreg.,—6 für den Mütterverein,—.30 f. d. Männer u. Jüngl. d. Piarre,.30 feierl. Andacht, Komplet, Tedeum u. Segen.— Freitag: Fest der Uebertragung des h. Hauses von Loreto..30 Hochamt,.15 Komplet, 9 Vortrag für die Männerkongrega ion.— Samstag: 8. Samstag zur Verehr. der Menschwerdung Jesu Christi. St. Maria in Lyskirchen. Sonntag: H. Messen: 6, 7 Generalkomm. der Frauen u. Jungfrauen u zugleich gemeinsam h. Komm. des Männer=Apostolates,.15 nur f. d. Schulkinder,.30 feierl. Segensamt zum Dank für alle in den Exerzitien erhal enen Gnaden, 11(Predigt). 2 Christenlehre und Adventsandacht,.30 dieselbe Andacht u. um 8 feierl. Schluß d. Exerzitien m. Schlußpredigt, Tedeum und Segen.— Montag: H. Messen.30,.45 Schulmesse für die Mädchen,.30 gestift. Segensamt zu Ehren des h. Nikolaus m. Pred, 6 Komplet,.30 Kriegsandacht. — Dienstag: Hl. Messen:.30,.45 Segensmesse,.30, 9 gestift. Anniversar für Peter Joseph Schallenberg, abds..30 Kriegsand— Mittwoch: Mariä Empfängnis H. Messen: 6, 7,.15 nur für die Schulkinder,.30 feierl. Segensamt, 11; 2 Vesper..30 Komplet u. Litanei.— Donnerstag: H. Messen:.30,.45 Segensmesse..30 gestiftetes Anniversar für Paulus Zaun. Abends.30 Sakraments= und Kriegsandacht. — Freitag: H. Messen:.30,.45 Schulmesse für die Mädchen,.30 Gestift. Anniversar für Johann Joseph Maßen. Abends.30 Kriegsandacht.— — Samstag: H Messen:.30,.45 Schulmesse für die Knaben,.30 Abds. .30 Salve= und Kriegsandacht.— Sonntag: H. Messen: 6(Predigt). 7 gem. h. Kommun, der Jünglingskongregation,.15 gem. h Kommunion der Mädchen der Volksschule,.30 Hochamt, 11(Predigt); 2 Christenlehre und Adventsandacht,.30 dieselbe Andacht mit Predigt. St. Mauritius. 2. Advents=Sonntag: H. Messen: 6, 7 mit gem. h. Komm. für die Kinder aus der Schule an der Frankstr., 8 mit Predigt, 9 Hochamt, 10 mit Predigt, 11 mit Predigt; nachm..30 Christenlehre, 5 Adventsandacht mit Predigt. St. Michael. Sonntag: H. Messen: 6 mit Predigt..45,.30 monatl. h. Kommun. der Richard=Wagnerschule,.30 mit Predigt für das in der Pfarre einquartierte Militär,.30 Hochamt, 11 mit Predigt;.45 Andacht f. d. Jünglingskengr.,.30 Danksagungsandacht f. d. Kinder, 6 Rosenkranzandacht mit Predigt, zugleich Betstunde für unsere Krieger— In der Woche: H. Messen: 6..15,.45,.30. Jeden Abend 6 Rosenkranzand. für unser Heer und Vaterland.— Montag:.a h. Messe für unsere gef. Kreger.— Mittwoch: Fest Mariä Empfängn's, Gotiesdienst wie Sonnt., Hochamt mit Tedeum, Abendandacht mit Erneuerung der Weihe an die Unbefl. Gottesmutter.— Freitag:.45 Segensmesse für alle Kinder zur Erflehung des Friedens. Minoritenkirche. Sonntag: 7 h. Messe,.30 Hochamt, 1410 u. 11 h. Messen mit Pred., 5 And. für Dienstmädchen mit Predigt, 8 Kriegsandacht mit Pred.— Montag: 7.§. 9 h. Messen.— Dienstag: 7, 8, 9 h. Messen, 5 Andacht zu Ehren des h. An onius.— Mittwoch. Fest der unbefleckten Empfängnis, Haupt= u Titulariest der Minoritenkirche. 13stünd. Gebet. 6 Aussetzung des hochw. Gutes u. erste h Messe mit gemeinsch. h. KomNU 8. die—..„ .30 feierl. Komplet, 6 Festpred., Umgang. Tedeum u. Segen.— Donnertag. Freitag u. Samstag: 7 u. 8 h. Messen St. Severin. Sonntag: H. Messen:.30 mit Pred.,.30,.30 mit gem h Kommunion der Mädchen..45 feierl. Hochamt, zu Ehren d. h. Barbara, 10 u. 11 mit Pred., nachm..30 Christenlehre u. Andacht, .30 Predigt u. Komplet.— Montag: 8 30 Severinusmesse,.30 letzte h. Messe,.30 Severinusandacht.— Dienstag:.39 Mariahilf=Andacht.— Mittwoch: Fest der unbesl. Empfängnis. H. Messen wie an Sonntagen.— Donnerstag:.15 Segensmesse,.30 Sakramentsandacht.— Freitag:.45 Kindersegensmesse.— Samstag:.30 Salveandacht. St. Matthias(Köln=Bayenthal). Sonntag: H. Messen: 6 mit gemeinschaftl. h Komm. des Männer=Apostolats, 1/8 mit Pred, 9 Hochamt, 1 Militärgottesdienst mit Predigt, 11 mit Pred., nachmitt. 3 Christenlehre n. Krieg andacht.— Mittwoch: Fest der unbefl. Empfängnis Mariä. H. Messen wie an den Sonntagen.— Nächsten Sonntag Kinderkommunion. St. Stephan(Linden hal). Sonntag: H. Messen: 6, 7(Kommunion für die Schule Lindenburger Allee. 8 m. Pred.(Realgymnasium), 9 Hochamt, 10.15 u. 11.15 mit Pr. digt;.30 Christenlehre u. udvents=Andacht, 6 Herz=Jesu=Andacht m. Pred. u. sakr. Segen.— Wochentags. Hl. Messen: .30,.45,.30. Denstags und Freitags stets 8.— Dienstag: Nachm. von 4 ab Beichtgelegenheit.— Mit woch: Fest der unbefl. Empfängnis. Gottesdienstordn. wie an Sonntagen. In der Messe um 7 Kommunion d. Frauen u. der Marian. Kongregation,.30 Andacht zur Mutter Gottes, 6 Rosenkranzandacht mit Festpredigt.— Donnerstag: 7,45 gest. Segensmesse.— Jeden Abend 6 Kriegsandacht mit sakrament. Segen. St. Joseph(Köln=Nippes). Sonntag: H Messen:.45,.30(Pred. u. Komm des Männer=Apostol.,.15, S(Pred.),.30 Hochamt, 11(Pred.), nachm. 3 Chr stenlehre u. Andacht,.30 Andacht. u. Pred.— An Wochentagen: Abends 7 Kriegs=Andacht. Köln=Raderthal. Sonntag: H. Messen: 7 gem. h. Kommunion der Schulmädchen,.30 Hochamt für das; Mital. des Arbeitervereins Joseph Walter, 3 Christenlehre u. Andacht.— Wochentags: H. Messen:.10 u. .45.— Mittwoch: Fest der unbesl. Impfängnis Mariä. 7 h. Messe,.30 feierl. Hochamt u. Festpredigt, 3 Andacht. St. Engelbert(Köln=Riehl): Sonntag: H. Messen: 6,.30 mit gem. h. Kommunion der Männer(Männerapostol.),.30 Hochamt u. 11;.30 Christenlehre u. Andacht,.30 Advents= u. Kriegsandacht.— Wochentags: H. Messen:.45 und.40.— Mittwoch: Mariä=Empfängnis. H. Messen wie an Sonntagen. 5 Komplet und Erneuerung der Weihe an die Muttergottes. St. Nikolaus(Köln=Sülz). Sonntag: H. Messen: ¼/46, ¼/47 h. Komm. des Männerapostol. 1/0 m Pred.(gem. h. Komm. der Kinder der Schule 10.30, mit Pred., 11.30 mit Pred., .— Die h Messen an tag= und Freitagabend .30 Kriegsandacht.— Mittwoch: Fest der unbefl. Empfängnis. Die h. Messen sind wie am Sonntag. Abends 6 Andacht mit Festpred.— Samstag:.30 Beichte der Schulkinder des Systems an der Lohrbergstr.— Nächsten Sonntaa ½7 gemeinsch. h. Komm des Jünglingsvereins, ¼8 gem h. Komm. der Kinder der Schule Lohrbergstr. St. Martin(Köln=Vingst). Hl. Messen: 6. 8 m. Pred.(insbesondere für die Schulkinder),.15 Hochamt, 10.30 Deutsche Singmesse m. Pred.; nachm. 2 Christenlehre und andacht, abends 5 Abendandacht. St. Antonius(Köln=Mälheim). Sonntag: 7 Frühmesse mit Predigt und gemeinsch. h. Kommunion der Männ rkongr.,.15 h. Messe mit gemennschh Kommunion der älteren Mädchenabt.,.30 Hochamt, I1 letzte h. Messe mit Pred., 3 Christenlehre, 5 Adventsandacht mit Predigt.— Montag:.15 Jahresamt für die verst. Frau Rosina Werner.— Dienstag:.15 Jahresamt für den verst. Hrn. Ludwitz Litz.— Mi twoch. Fest der unbefleckt. Empängnis: Hl. Messen: 6. 7 Monatskommunion der Frauenkongre gation mit Pred.,.15..30 feierl. Hochamt als Jahresamt für den gef Gardesüsilier Anton Eisen und die Verstorbenen der Familien Eisen=Rübhausen, 11 letzte hl. Messe mit Pred., 5 Fesipredigt u. Komplet. — Donners ag:§.15 Seelenamt von seiten der Frauenkongregation für die ver#t. Frau P ter Werner.— Freitag:.15 Jahresamt für den verst. Hrn. Kornelius Zimmermann.— Samstag:§.15 Seelenamt von seiten der Frauenkongregation für das verst. Mitglied Frau Heinrich Zons, Maria Philippine Simons.— Kranken= und Dienstwoche: Kaplan klein. — Nächsten Sonntag 8 15 gem. h. Kommunion der älteren Knabenabilg. Herz=Jesu(Köln=Mülheim. Sonntag: H. Messen: 0 mit kurzer Pred., .15 mit Pred. u. monatl. h. Sühne=Kom. d. Männer u. Jünglinge,.15 mit Pred.(Gymnasium).30 Hochamt, I1 mit Pred.; 3 Adventsandacht u. Christenlehre, 4 Danksagungsandacht für die Männer u. Jünglinge, .15 Advenisandacht mit Prebigt.— Montag:.30 Herz=Jesu=Segensmesse für die Kinder.— Dienstag: Nachm. von 4 ab Beichtgelegenheit. Abds. 7 Rosenkranzandacht um d. Frieden.— Mittwoch: Fest MariaEmpfängnis, gebotener Feiertag. Gattesdienst wie an Sonntagen.— Freitag: übds. 7 Kreuzwegandacht zur Kriegszeit.— Nächsten Sonntag: gemeinsch. hl. Komm. der Frauen=Kongr., sowie der Knaben. Klemenskirche(Köln=Mülheim). Sonntag: H. Messen 8(städt. Lyzeum) u. 9(Pred).,.15 Andacht mit Pred. für die Kongregation jung. Kaufleute, verbunden mit Aufnahme neuer Mitglieder.— Mittwoch: Fest Maria Empfängnis sind die hl. Messen wie am Sonntag. des Mannerappftol. 1/48 in Pred.(gem. h. Komm. B Münstereiselerstr, ¼9 Hochamt,.50. 10.30, mit Pr .30 Christenlehre, 6 Rosenkranzandacht mit Pred. den Wochentagen sind.30, 7, 1/0,.30.— Diensta St. Mauritius(Köln=Mülheim). Sonntag: H. Messen 7,.15, ¼10, u. 11. Morgens 7 gem. h. Komm. der Männer=Kongr.,.15 gem. hl. Komm. der Schulmädchen,.30 Christenlehre, 5 Kongr.=Andacht mit Pred. für die Männer.— Dienstag: Morg. Krankenkomm. für den südlichen Teil der Gemeinde. Abends 7 Adventsandacht.— Mittwoch: Maria Empfängnis beginnt die erste hl. Messe um 6, die übrigen.15, ¼10, 11, .30 Kinderandacht, 5 Mutter=Gottes=Andacht mit Weihe an die unbefl. Empfängnis— Freitag: Morg. Krankenkomm. für den nördlichen Teil der Gemeinde. Abds. 7 Kreuzwegandacht.— Nächsten Sonntag wird .15 die h. Messe gehalten für die Mitglieder u. Wohltäter des Elisabethen= vereins. Evang.=lutherische(nicht unierte) Kirche, Pantaleonsucl 4. Vorm..30 Predigt(Kuhlmann), vorm. 11 Kindergottesdienst u. Bibelbesprechung.— Mittwoch: 8 Betgottesdienst.— Donnerstag 5 FrauenIsraelitischer Gottesdienst in beiden An Wochentagen: Sonntag, den 5. bis Freitag, den 10. Dezember, morg. .10. abds.(Glockengasse).30, abds.(Roonstr.); Sonntag bis Mittwoch (Chanukah).30; Donnerstag.30; Sabbath, den 11. Dez.: Vorabend .30, morg..45, Minchah(Roonstraße) 3, Jugendgottesdienst(Glockengasse) 3, abends.14. O000rtMtRBfSSSSDO S00S 1O00LROROOSOBOS12 0 Theater und Konzerte::: rrr a Kölner Schauspielhaus. Bei Gelegenheit der Besprechung der Piccolomini haben wir die Erwartung äußern zu dürfen geglaubt, daß Hr. Otto Eggerth in der eigentlichen Wallensteintragodie einen guten Herzog von Friedland auf die Bühne stellen werde. Eine annehmbare Verköperung des Friedländers, die ja auch zu den schwierigsten Aufgaben eines Heldendarstellers gehört, ist so selten, daß sie besonderer Anerkennung sicher ist. Zu diesen Ausnahmen gehört nun leider die Darbietung des Hru. Eggerth doch nicht. Wie es häufig der Fall ist, stand auch bei iym recht Gutes neben gänzlich Unzulänglichem und Unverstandenem. ersterem gehörte z. B. die Meditation im zweiten Akt„Es gibt im Menschenleben Augenblicke“, deren Wiedergabe ganz das Visionäre hatte, das darin steckt. Auch im dritten Akt konnte man sich teilweise— z. B. in der Unterredung mit Mar— an ihm erfreuen, obgleich der Monolog„Das hast's erreicht, Oktavio" zu theatralisch war, und auch im letzten Akt zeigte er Hoheit und Würde. Ein Wallenstein aber, der gleich den ersten Monolog„Wärs möglich“ so gänzlich umbringt, wie das Hr. Eggerth fertig brachte, führt sich damit auf die schlechteste Weise ein. Statt dieses gleißende Schmuckstück langsam, kontemplativ zu sprechen, jedes Wort darin wirksam zu formen und so dem Zuhörer ins Gedächtnis einzuhämmern, unverständlich ein so geschmackvoller Nu#, Aergerliches zulassen konnte. Auch sonst machte manches den Eindruck des Eingelernten, von seltsamen Betonungen zu schweigen. In den Gesprächen fehlte es an Pausen; mehrfach kam es vor, daß der eine Sprecher kaum fertig war mit dem Wort, als ihm der andere schon fast in die Rede fiel, obgleich ein Nachdenken notwendig gewesen wäre. Zur Aufgabe der Spielleitung gehörte es auch, zu vermeiden, daß der Wallenstein sich zu oft auf die verschiedensten Stühle setzte und in bequemer Lehnung hohe Worte sprach. Es geht eben nicht an, Schiller im Stil der Modernen zu spielen; jeder derartige Versuch muß verunglücken. Wir wollen die Ausstellungen nicht fortsetzen, obgleich noch viel Stoff dazu geboten wurde. Die besten Leistungen des Abends waren der Oktavio des Hrn. Senden, eine bekannte treffliche Leistung voll Ruhe und kühler Berechnung, der Max des Hrn. Würthenberger, der die Figur mit edlem Feuer erfüllte, und die Thekla von Frl. Baumbach, die ihre knappen Szenen völlig ausschöpfte, und deren Schmerz im vierten Aufzug mächtig packte. Hr. Gode war als Illo wieder in beständiger Siedehitze; wenn ihm der Herzog in die Rede fällt mit dem Rat:„Mäßige dich, Illo!“, so glaubt er vorher einen Feldherrn wändeerschütternd anschreien zu müssen. Majewskis Isolani war mit Fleiß studiert, reichte aber nicht an die Echtheit der früheren Charakteristit Kiesaus. Als Buttler war Hr. Korth offenbar stimmlich indisponiert, was der Leistung Abbruch tat. Hervorzuheben sind noch die Herren Turrian als Wrangel, Diehl als Astrolog, Heber als Kommandant von Eger, Nitzgen als Sprecher der Kürassiere, Aßmann als schwedischer Hauptmann, sowie die Damen Frey als Herzogin, Lißl als Gräfin Tertzky und Brings als Neubrunn. Gutes hatte die Spielleitung in bezug auf die Ausstattung geleistet. Das als Turmgemach gedachte Zimmer der ersten Szene war mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gut hergerichtet. Der Raum in dem Bürgermeisterhaus im vierten Aufzug machte mit den Treppen und Altananlagen einen hübschen Eindruck, und auch die Szenerie am Schluß war stimmungsvoll. * Eine Wiederholung von Strauß' Alpen-Symphonic, welche wegen des erforderlichen Riesenapparats und der großen gramm bringt im ersten Teile die Hebriden=Ouverture und Alpen sich in uneigennütziger Weise in den Dienst der guten Sache gestellt. Das Konzert findet am 13. Dezember, abends 7½ Uhr, im Gürzenich statt. tag. 2 Andacht für die jüng. Kinder, 3 Vesper, 5 Muttergottesandacht mit Pred. u. Weihe an die unbefleckt empfange: