RARRERRRARRRRRRRRRRRRRANANRRARRRRRRRANRRRRRHRRARRARRRRRRRRRRRRRERRRRERRRRRRRRRRERRRRRRRRRRRRRMRRRRRRRRRRERRERRRERE ERRRRRERE Bezugspreis bei„„ 2 Anzeigenpreis 2 Boten zusellung im engern Verbreitungsbezirk 50 Pf, im erweiterten 60 Pi monatsich: mit dem wöchentl. illustriert. Unterhaltungsblatt Weit und Zeit in Wort und Bild 10 Pf mehr. Postbezug, ohne Zustellgeb. Ausgabe A mit Colonia m.80(3 mon.), mn.20 (2mon.), m O. 60(lmon.). Ausgabe B mit Colonia und Welt und Zeit in Vort und Bild 10 Pimonatlich mehr. Kölner Gide Die einspaltige Kolonel-Zeile# *(38 mm breit) 25 Pf, 3. M und letzie Seite 30 Pf. g für Köln 18 bzw. 22 Pf. 2 & Platzvorschriften 10% Zuschl.# Renlamepreis 8 Die 90 mm breite Kolonel- K * Zeile 75 Pf, für Köln 50 Pf,S K zweite Seite 60 Pl. 26 &am Platzvorschriften 10% Zuschl.# 8 Offertengebühr 25 PI. 2 24 X Geschäftsstellen: Marzellen-# * Strasse 37 u. Breitestr. ss. 5 RRRRRRRARRRNRTRRERRT 17• Fernsur Geschäftsstellen u. Redaktion Marzellene r. 5 et. 501. Zeluspt. Geschäftsstelle Breitestraße 85: A6836. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.„ Kölner Fremdenblatt. RRRRERTRPRRRTRRRRTRRERKRRRRRRRRNRERRRRRRRRRNRZRRRRRRRRRRRRRRTRRRENKRKRRRRRNNRRRERRRRRRRRRRNRRRRRNRRRRRN heute 10 Seiten. #.n.. nsa-UN E A6920 bis 6928 Köln, mittwoch, 1. Dezember 1915 29. Jahrgang. Die grie Der deutsche Tagesbericht. WTB Großes Hauptquartier,.bez.1915. (Vormittags. Drahtber.) Westlicher Kriegsschauplatz. n a a i Westlich von La Bassee richtete eine umfangreiche Sprengung unserer Truppen erheblichen Schaden in der englischen Stellung an. Ein englisches und ein französisches Flugzeug wurden abgeschossen, die Jusassen sind gefangen genommen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkan=Kriegsschauplatz. An einzelnen Stellen fanden erfolgreiche Kämpfe mit den feindlichen Nachhuten statt. Bei Prizren nahmen die bulgarischen Truppen 15000 Serben gefangen und erbeuteten viele Gebirgsgeschütze und sonstiges Kriegsgerät. Oberste Heeresleitung. * Der österreichisch=ungarische Tagesbericht. 'TB Wien, 30.Nov.1915.(Drahtber.) Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Es zeigt sich immer mehr, daß die Italiener in diesen Tagen, koste es, was es wolle, am Isonzo, und wenn möglich bei Görz, einen Erfolg erzwingen wollen. Gestern waren ihre Angriffe gegen die ganze Frout zwischen Tolmein und dem Meere, mit besonderer Heftigkeit aber gegen unsere beiden Brückenköpfe und den Nordteil der Hochfläche von Doberdo gerichtet. Die Vorstöße gegen unsere Bergstellungen nördlich von Tolmein brachen bald zusammen. Der Tolmeiner Brückenkopf unterstand am Nachmittag einem Trommelfeuer. Hierauf folgten drei starke Angriffe auf den nördlichen und mehrere schwächere auf den südlichen Abschnitt; alle wurden, unter den größten Verlusten des Feindes, abgeschlagen. Ebenso erfolglos waren mehrere Angriffsversuche auf Plava. Vor dem Görzer Brückenkopf sind sehr starke italienische Kräfte von allen Fronten zusammengezogen worden. Zum Angriffe schritt der Feind gestern nur bei Oslavija; er wurde zurückgeschlagen, nur ein schmales Frontstück wurde etwas zurückgenommen. Görz erhielt nachts wieder etwa hundert schwere Bomben ins Stadtinnere. Im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo setzten nach vierstündiger Artillerievorbereitung Angriffe von besonderer Wucht und Zähigkeit gegen den Monte San Michele und den Raum von San Martino ein. Auf dem Monte San Michele schlug das Budapester Honved=Infanterie=Regiment Nr. 1 acht Massenstürme blutig ab. Der San Martino wurde dreimal in dichten Massen angegriffen; hier behauptete das Nagyvarader Honved=Infanterie=Regiment Nr. 4 in erbitiertem Handgemenge seine Stellungen. Auch südwestlich des Ortes wurde ein feindlicher Angriff abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Sess Südwestlich von Priboj warfen wir die Montenegriner gegen Plevlje an der montenegrinischen Grenze zurück. Südwestlich von Mitrowitza überfielen österreichisch=ungarische Truppen eine serbische Nachhut und nahmen ihr 210 Gefangene ab. Die Bulgaren nähern sich dem Becken von Prizrend. Die Lage auf dem Balkan. Der amtliche bulgarische Bericht. WTB Sofia, 30.Nov.1915.(Drahtber.) Amtlicher Bericht vom 28. November 1915: In der Richtung auf Prizren verfolgen unsere Truppen rastlos die Serben, welche sich in großer Unordnung gegen Montenegro zurückziehen. Auf der Straße PristinaPrizren liegen allenthalben Ausrüstungsstücke und Kriegsmaterial. Auf beiden Seiten der Straße sieht man zahlreiche tote Pferde und Ochsen, sowie beschädigte Wagen und Motorlastwagen. Wir entdeckten in der Umgebung des Dorfes Suharska eine erhebliche Menge Munition sowie zahlreiche Geschütze, von denen nur noch die Lafetten und Achsen übrig waren. Weiter südlich fanden wir die Trümmer des Pontonmaterials einer Pionier=Kompagnie. Das alles beweist, daß die Reste der serbischen Armee nur noch umherirrende Massen sind. Im Laufe dieses Tages machten wir 2200 Gefangene und erbeuteten 16 Geschütze und•2 Munitionswagen. Auf der südlichen Front entwickeln sich die Operationen für uns günstig. Unsere Truppen besetzten am 26. d. M. die Stadt Kichevo. Heute nahmen sie die Stadt Kruschewo in Besitz. Die Serben operieren nunmehr in dieser Gegend nur noch als kleine vereinzelte Abteilungen. Unsere Truppen, die längs der overen Cerna operieren, überschritten diesen Fluß und bemächtigten sich der Brücken und Straßen, die nach Bitolia(Monastir) führen. Auf den übrigen Fronten wenig Veränderungen. In den täglichen Heeresberichten unseres Großen Generaistabes werden Operationen unserer Truppen nur da skizziert, wo Aenderungen in der Lage eintreten, im allgemeinen wird nichts erwähnt von den Fronten, wo die Lage unverändert bleibt. Dies bezieht sich besonders auf die südliche Front, wo infolge der Passivität der englisch=französischen Truppen unser Bericht nur wenig über die Operationen meldete, die dort stattgefunden haben. Um jeder Deutung dieses Schweigens in Europa vorzubengen, die dieses vielleicht als ein Zeichen von Mißerfolgen darstellen wollte, gibt der bulgarische Generalstab bekannt, daß die Operationen der englisch=franzosischen Truppen sich auf die des Cernatals beschränkt haben. Die englisch=französischen Truppen haben nicht nur um keinen einzigen Schritt vordringen können über die Stellungen, die sie zur Zeit der Ankunft unserer Truppen besetzt hielten, sondern sie wurden sogar um einige Kilometer hinter diese Stellungen zurückgedrängt. Alle Versuche, nordwestlich Cerna vorzugehen, blieben erfolglos. Heute befindet sich kein einziger Serbe oder Franzose auf dem linken Ufer der Cerna. Die Brücken des Flusses bis zur Mündung in den Wardar wurden von den serbischen und französischen Truppen auf ihrem Rückzuge zerstört. Griechentand und der Vierverband. WTB London,.Dez.1915.(Drahtber.) Das Reutersche Bureau meldet aus Athen: Die von Skuludis am 29. November den Gesandten des Vierverbandes abgegebene Erklärung stellt tatsächlich Griechenlands Antwori auf den letzten gemeinsamen Schritt dar. Die Grundlage der Antwort Griechenlands bildet die Neutralität, die solange für den Vierverband wohlwollenden Charakter hat, als die Souveränitätsrechte nicht angetastet und keine militärischen Beschränkungen auferlegt werden. Es besteht keine Ursache, anzunehmen, daß der Vierverband beabsichtigt, seine ursprünglichen Forderungen abzuändern. Man hofft in diplomatischen Kreisen auf eine günstige Lösung. WTB Athen, 30.Nov.1915.(Drahtber. Meldung der Agentur Havas) Wie gut unterrichtete Persönlichkeiten berichten, werden die Bemühungen des Vierverbandes darauf abzielen, die gestern den Vertretern des Vierverbandes übergebene Antwort klarer und eingehender zu gestalten. Es wird versichert, daß die aus Paris eingetroffenen Nachrichten über Gerüchte von der Aufgabe Salonikis durch die Engländer, die in Frankreich verbreitet seien, den Widerstand des Königs Konstantin verursachen, der sich über diese angebliche Absicht freue, die ihm gestatte, die Erfüllung der Forderungen der Alliierten zu verzögern. Vierverban König Konstantin an das griechische Heer. TU Pest, 30.Nov.1915.(Drahtber.) A Vilag meldet aus Saloniki: König Konstantin richtete ein eigenhändiges Schreiben an die Kommandeure der griechischen Armee, in win#em die Weisung erteilt wird, die Begeisterung der Truppen.) zu halten und dafür zu sorgen, daß die Disziplin im Heere nicht gelockert werde. Weiter machte der König die Generale darauf aufmerksam, die politische Agitation von den Mannschaften fern zu halten und dafür Sorge zu tragen, daß der Soldat lediglich Soldat bleibt und durch fortdauernde Uebungen die Bereitschaft des griechischen Heeres noch erhöht werde. Politik sei nicht die Sache des Soldaten, sagt der König; die Soldaten müßten danach trachten, daß sie in jedem Augenblick zur Erfüllung ihrer Pflichten gerüstet seien. Saloniki ein Kompensationsgegenstand des Vierverbandes? WTB Dest. 30.Nov.1915.(Drahtber.) Der Pester Lloyd veröffentlicht eine Wiener Korrespondenz über den Druck des Vierverbandes auf Griechenland und sagt: Die Forderungen der Entente sind keineswegs harmlos oder eine selbstverständliche Folgerung aus den bisherigen Zugeständnissen des Athener Kabinetts. Griechenland wird wahrscheinlich auf den Verhandlungsweg hindrängen und versuchen, den Dingen die Spitze abzubrechen. Das Athener Kabinett wird in diesem Streben durch die Entwickelung der militärischen Lage wesentlich unterstützt. Die Lage Griechenlands muß sich mit der fortschreitenden Annäherung unserer Armeen immer weiter bessern. Der Vierverband rechnet zwar mit der Notwendigkeit einer Zurückziehung seiner Truppen von Mazedonien, plant aber zweifellos, Saloniki in Besitz zu neymen und gewissermaßen als Pfand zu betrachten, als Pfand weniger gegenüber Griechenland, als gegenüber den Mächten, gegen die er auf dem Kriegsschauplatz nicht anzukommen vermag. Dem Vierverband schwebt dabei der Gedanke vor, daß es für alle Fälle gut wäre, bei den künftigen Friedensverhandlungen auf ein Kompensationsobjekt hinweisen zu können. Daß dieses Kompensationsobjekt aus dem Leibe eines neutralen kleinen Staates geschnitten werden soll, gehört zu den grotesken Widersprüchen, die zwischen dem Programm und den Verhandlungen des Vierverbandes sichtbar werden. Vermischte Kriegsnachrichten. Kaiser Franz Joseph an Feldmarschall von Mackensen. WTB Wien, 30.Nov.1915.(Drahtber.) Kaiser Franz Joseph hat nachstehendes Handschreiben erlassen: Lieber Generalfeldmarschall von Mackensen! Dank Ihrer mustergültigen Führung, der vortrefflichen Mitwirkung der Ihnen unterstellten Kommandanten und der ausgezeichneten, heldenmütigen Leistungen der verbündeten Truppen wurden deren Feinde empfindlichst geschlagen, ist am Balkan=Kriegsschauplatz ein höchst erfreulicher Erfolg erreicht. Führergeschick und zähe Ausdauer der Truppen, die das bisherige Ergebnis errungen haben, werden auch die noch erübrigende Aufgabe bewältigen. Dankerfüllten Herzens verleihe ich Ihnen, lieber Generalfeldmarschall, die Brillanten zum Militärverdienstkreuz 1. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Führern der Ihnen unterstellten Armeen, General der Artillerie von Gallwitz und General der Infanterie von Koeveß, daß Militärverdienstkreuz 1. Kl. zu der Kriegsdekoration. Vermitteln Sie allen den Braven, die unter Ihrer ruhmgekrönten Führung Hervorragendes geleistet, Meinen Dank und Gruß. Wien, am 28. November 1915. Franz Joseph. Kitchener wieder in England. WTB London, 30.Nov.1915.(Drahtber. Reuter.) Kitchener ist in England angekommen. Am Donnerstag wird ein Ministerrat stattfinden, dem Kitchener beiwohnen wird. c Also Kitchener ist schon wieder zurück von seiner großen Reise, die in England und anderwärts den Zeitungen so viel Druckerschwärze gekostet hat. Ob das Ergebnis dem Aufwand entsprich!? Und ob überhaupt der ganze Verlauf der Reise das ursprüngliche Brogramm erschöpft? Wie sie jetzt verlief, scheint Kitchen, sich fast mehr mit politischen als militärischen Dingen besche in zu haben. Das gilt namentlich von seinem Besuch in Athen, der ebenso kurz war, wie die Stipppisiten, die er auf Gallipoli, vor Saloniki, in Rom und Paris abstattete.„Er kam, sah und siegte," wissen wir aus der Schule von Cäsar. Aber wir fürchten, daß auch in dieser Beziehung der grone Kitchener kein Cäsar ist. Die Absichten der Russen in Bessarabien. TU London, 30.Nov.1915.(Drahtber.) Der Bukarester Timeskorrespondent meldet: Allgemein werde angenommen, daß die in Bessarabien versammelten Heere in südlicher Richtung vorrücken würden, und daß man hauptsächlich an der unteren Donau Truppen konzentrieren wolle, hauptsächlich in der Nähe von Reni. und Ismailia. „„ Seite 2. Rôtner Local-Auzeiger Nr. 331 4 Mittwoch. 1. Dezember 1915 Deutscher Reichstag. Sitzung vom 30. November 1915. Theater und Konzerte 2 WTB Berlin, 30.Nov.1915. Am Bundesratstisch: Dr. Delbrück, v. Jagow, Krätke, Dr. Lisco, Dr. Helfferich und v. Wandel. Ein Rückblick des Präsidenten. Präsident Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20 Min. mit folgender Ansprache: Meine Herren, während auf dem westlichen Kriegsschauplatze ein mit starker Uebermacht unternommener feindlicher Durchbruchsversuch an der Todesverachtung unserer Truppen und ihrer Führer gescheitert ist, während im Osten das deutsche und österreichisch=ungarische Heer mit eiserner Hand festgehalten hat, was in kühn angelegten und heldenmütig durchgeführten Kämpfen von ihnen errungen worden ist; während am Isonzo die Italiener wenigstens einen Teil dessen von Oesterreich mit Waffengewalt erobern wollen, was sie vor dem Kriegsausbruch hätten ohne Schwertstreich erhalten können, haben sich auf der Balkanhalbinsel Ereignisse und Waffentaten vollzogen, die diplomatisch und militärisch glänzen und mit unübertrefflicher Sicherheit durchgeführ: sind, und die es ermöglicht haben, mit unseren Verbündeten und der bulgarischen Armee den Mord von Serajewo zu rächen und den Serben, die sich als unheilvoll für Europa erwiesen haben, hoffentlich für alle Zeiten ein Ende zu bereiten.(Beifall.) In enger Waffenbrüderschaft mit dem tapferen Heere Seiner Majestät des Königs von Bulgarien und mit dem bulgarischen Volk haben wir unsere Siege gekrönt; wir grüßen es aus vollem Herzen.(Erneute Zustimmung.) Die serbische Armee ist niedergerungen, die osmanische Armee hat ihren alten Ruhm bewahrt und das Dardanellenunternehmen zum Scheitern gebracht.(Erneuter Beifall.) Das stolze England zittert in Sorge um den Schlüssel zu seiner Weltmacht. Allen unseren Feinden ist zum Bewußtsein gekommen, daß wir auf den Schlachtfeldern nicht zu besiegen sind.(Bravo.) Um so eifriger klammern sie sich an den Gedanken, uns wirtschaftlich zu Grunde zu richten und an den Gedanken, uns durch Hunger zu peinigen. Wie sie sich in unserer finanziellen Kraft getäuscht haben,— die staunenswerten Erfolge unserer Kriegsanleihen, hat ihnen das bewiesen,— so täuschen sie sich in der Beurteilung unserer wirtschaftlichen Stärke.(Lebhafter Beifall.) Brotgetreide und Kertoffeln sind reichlich vorhanden.(Sehr richtig.) Wir haben den vollsten Grund, mit fester Entschlossenheit und unerschütterlichem Vertrauen in die Zukunft zu blicken.(Lebhaftes Bravo.) Durch Einigkeit der deutschen Stämme ist das Reich groß geworden. Die Einigkeit des gesamten Volkes ist jetzt und in Zukunft die beste Grundlage, auf der wir der Zukunft entgegensehen und die verhindern wird, daß das deutsche Volk von neuem durch einen derartigen Angriff gezwungen ist, einen derartigen Krieg zu führen.(Bravo.)— Ich begrüße Sie zu Ihrer neuen Arbeit und hoffe, daß unsere Arbeit eine segensreiche sein wird für unser geliebtes Vaterland.(Lebhafter Beifall.) Aus Anlaß des fünfhundertjährigen Hohenzollern=Jubiläums sind dem Kaiser die Glückwünsche des Hauses übermittelt worden. Das Andenken des verstorbenen Abg. Wamhoff(ntl.) wird durch Erheben von den Sitzen geehrt. Darauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein, und zwar in die dritte Beratung der Lex Schiffer Erleichterung der Bestimmungen über den Belagerungszustand. Das Gesetz wird einstimmig enogultig angenommen. Auf Antrag des Abg. Bassermann(ntl.) werben noch weitere Gesetze, in erster Lesung, auf die Tagesordnung gesetzt, und zwar der Gesetzentwurf betr. Herabsetzung der Altersgrenze, Kriegsabgabe der Reichsbank und Kriegsgewinnbesteuerung der Aktiengesellschaften usw. Die beiden ersteren wurden ohne Erörterung aus Antrag Bassermann(ntl.) an den Ausschuß für den Reichshaushaltsetat überwiesen. Zur Einbringung der Kriegsgewinnbesteuerung führt Staatssekretär Dr. Helfferich aus: Die Ueberzeugung von der sittlichen und finanziellen Notwendigkeit dieser Steuern ist Eigentum des ganzen deutschen Volkes. Ueber die Ausgestaltung dieser Steuer im einzelnen gehen die Meinungen noch auseinander. Es wird aber gelingen, auch hierin zu einem Uebereinkommen zu gelangen. Heute handelt es sich um ein vorläufiges Gesetz, das speziell juristische Personen trifft, die gewerbliche Zwecke verfolgen. Das Gesetz ist eine Angliederung an das Besitzsteuergesetz. Jeder, der in der Lage ist, im Gegensatz zu der großen Masse der Volksgenossen in diesen schweren Zeiten des Krieges seine materielle Lage zu verbessern, hat die Pflicht, einen anständigen Teil seines Vermögens dem Vaterlande zu opfern. (Bravo.) Das Gesetz darf nicht als Strafe angesehen werden. Wo direkte Uebervorteilungen vorgekommen sind, müssen andere Wege gefunden werden. Die Steuer soll nicht als Zuchtrute angesehen werden, sondern als Ehrenpflicht. Ein ausgiebiger Betrag wird dabei zu erzielen sein, denn die Militärausgaben sind zum größten Teil im Lande geblieben und müssen irgendwo als Vermögenszuwachs in die Erscheinung treten. Nach dem heutigen Stand der Dinge glaube ich in Aussicht stellen zu können, daß das endgültige Gesetz über die Kriegsgewinn=Besteuerung Ihnen mit dem Etat für 1916 voraussichtlich im März des nächsten Jahres zugehen wird. Diese Aussicht darf uns aber nicht abhalten, dieses Gesetz hier bald zu verabscheden. Wir dürfen auf diese Bestimmungen nicht verzichten, wenn wir den Krie g zum glücklichen Ende führen wollen.(Lebhafter Beifall.) Ich bitte dringend, die Beratung so sehr wie möglich zu beschleunigen. Ohne weitere Aussprache wird auch dieses Gesetz auf Antrag des Abg. Bassermann an den Reichhaushalts=Ausschuß überwiesen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Die nächste Sitzung anzuberaumen bleibt dem Präsidenten überlassen. Der Arbeitsplan des Reichstages. WTB Berlin, 30. Nov. 1915.(Drahtber.) Der Seniorenkonvent des Reichstages ist heute mittag zusammengetreten, um über die Erledigung der vorliegenden Arbeiten zu beraten. Weiter wurde beschlossen, daß das Plenum nach der Erledigung der heutigen Tagesordnung sich bis zum 9. Dezember verragt, um der Kommission Zeit zu den Beratungen zu lassen. Man hofft, bis zum Beginn der Weihnachtsferien die Arbeiten im Plenum fertigzustellen. 0 Im Metropoltheater ging am Samstag die bereits früher in Köln mit großem Erfolg gegebene Operettenposse: Eine lustige Toppelehe über die Bretter. Verfasser sind Kraatz und Schönfeld; die Musik stammt von Paul Lincke. Die Handlung fußt kurz darin, daß, wie bei vielen ähnlichen Stücken, der reiche Onkel eines Tages unerwartet in der Familie des Neffen oder der Nichte— diesmal ist es wieder die Nichte— erscheint, und daß bei dieser Gelegenheit aus Erbschaftsrücksichten die persönlichen Verhältnisse der Ehegatten verheimlicht werden müssen. Sei es nun, daß hierzu ein Freund oder eine Freundin sich hergeben, immer gibt es Verwechselungen und heikle Situationen, durch die das Publikum angenehm unterhalten wird. Das trifft auch bei dieser Aufführung zu, die überdies noch ergänzt wird durch hübsche, von der Ballettmeisterin Eva Greffen einstudierte ungarische Tänze. Die Mitwirkenden entledigten sich der ihnen übertragenen Aufgaben mit Geschick und Umsicht, wenn auch hier und da die stimmlichen Mittel etwas versagen; dafür entloynt aber meist ein gewandtes Spiel, wie z. B. bei Paul Buchwald, der den Rentner Reimers vortrefflich verkörperte. Eine sehr gute Figur machte Edmund Dönczy=Revy als Onkel Ferenz. Den Dichter Müller gab Matthias Virneburg, den blöden Neffen Ulrich Hermann Schneider. Von den Damen seien lobend erwähnt Wally Talero=Roggenburg als zweite Frau, Fritzi Sappé als erste Frau und Luise Dodl als Tochter Gertrud. Das Publikum amüsierte sich köstlich und spendete reichen Beifall. () Prangs Kölner Bühne im Deutschen Theater hat am Montag als Neuigkeit den Schwank Der Lumpenball von Wilh. Jakoby und Artur Lippschitz in den Spielplan aufgenommen. Das für die Verhältnisse der Kölner Lokal=Bühne bearbettete Werk erzielte einen guten Erfolg dank der trefflichen Darstellung des Stadtverordneten Anton Plittersdorf durch Herrn Th. Prang, der mit seiner komischen Mimik und seiner drolligen Bewegung wie stets großartige Wirkung erzielte. Dieser Hauptheld, ein armer Schlucker, der öffentlich gegen die Nachtkaffees spricht, hat das Unglück, von einem geheim gehaltenen Stiefbruder das einträgliche Nachtlokal Zur wilden Pflaume zu erben unter der Bedingung, daß er jede Woche eine Polonaise dort persönlich anführe. Bis es gelungen ist, das Unternehmen zu verkaufen, ist er des reichen Erbes wegen gezwungen, sich zu fügen. Er findet aber Gefallen an der Nachtschwärmerei und besucht den Lumpenball in„seinem“ Lokal in der Verkleidung eines Strolches. Dadurch gerät er bei seinen Angehörigen in Verdacht, nach berühmten Mustern ein Doppelleben zu führen, das Plittersdorfs Neffe Willy(von Herrn Cimburek in Maske und Spiel originell verkörpert) wissenschaftlich zu erklären sucht. Der Rechtsanwalt Heiderich(Hr. Weittmann), der mit der Testamentsvollstreckung betraut ist, liebt Plittersdorfs Tochter(Frl. Hervé) und führt sie nach manchen Fährlichkeiten heim. In dem kuriosen Haushalt des Stadtverordneten spielt auch das Dienstmädchen Bärbel Pinkenbach eine bedeutsame Rolle, das von Frau Prang mit der nötigen Dreistigkeit und Schlagfertigkeit ausgestattet wurde. Weiter machte sich verdient Frl. Kruse als Dienstmädchen, Hr. Waldraff als Portier Knoll, Hr. Dusche als Ungar und erster Geiger in der Wilden Pflaume, Hr. Richartz als Schwiegersohn und Frau von der Osten als Frau Plittersdorf. Das Publitum, unter dem sich viele Verwundete befanden, bekundete besondere Freude außer an Hrn. Prang an der komischen Situation. C Das Engelbert Haas-Konservatorium hat am kommenden Dienstag, abends.30 Uhr, im Weißen Saale der Bürgergesellschaft seine 30. Schüler=Aufführung, diesmal zum Besten der Kölner Kriegsspende und der Unterstützungskasse für notleidende Musiklehrer. Instrumental=Solo=Vorträge, Gesangsoli und Chöre für Kinder= und Frauenstimmen mit Orgel= und Orchesterbegleitung durch das Schülerorchester der Anstalt werden zum Vortrag kommen. □) Zum kautenliederabend von Willr Overzier sei noch bemerkt, daß der morgen, Donnerstag, im Hotel Disch stattfindende Abend erst.15 Uhr beginnt, so daß nach Geschäftsschluß jedem Gelegenheit gegeben ist, noch rechtzeitig dort zu sein. Karten sind, so lange der Vorrat reicht, zu haben bei Tonger, Könemann, Dommes und an der Abendkasse. 60 Vereinigte Stadttheater Köln. Hr. Karl Giesen, der treffliche Bassist der Kölner Oper, ist nach erfolgreichem Gastspiele als Sarastro und Marcel unter sehr günstigen Bedingungen für fünf Jahre an das großherzogliche Hoftheater in Karlsruhe verpflichtet worden. 40 In der Kölner Anthropologischen Gesellschaft sprachen Kirchenmaler Tholen und Prof. Dr. Czaplewski über„Höhlen und Höhlenfunde im Neandertal.“ Zuerst berichtete Hr. Tholen auf Grund genauerer Studien an Ort und Stelle über das Neandertal und seinen jetzigen Zustand. Man hat sich das Neandertal als eine etwa 2 Kilometer lange, 60—70 Meter tiefe von der Düssel durchströmte Schlucht zu denken, in die sich eine Anzahl verschieden großer natürlicher Höhlen öffneten. Heute ist das Tal durch Steinbruchbetrieb vollständig zerstört. Redner schilderte die Auffindung des berühmten Menschenskelettes in einer kleinen, vorher gar nicht beachteten Höhle; darauf den besonders über die auffallende Form des Schadels einsetzenden Streit der deutschen und ausländischen Gelehrten, der erst sein Ende fand, als an anderen Orten Menschenschädel von gleichen Formen gefunden wurden. Redner machte es sodann wahrscheinlich, daß der Neandertalmann in der Höhle pietätvoll beigesetzt worden sei, die Skeletteile also nicht von einem zufällig durch Wasserfluten angeschwemmten Toten herrühren, wie bisher meistens angenommen wurde. Die Auffindung eines zweiten Skelettes durch Rautert spreche noch mehr für diese Annahme. Zum Schlusse faßte Redner das Hauptresultat seiner Untersuchungen in folgenden Satz zusammen. Das Neandertal war durch seine günstige Lage am Rande der Rheinebene, sowie durch eine Anzahl von großen offenen Höhlen als Wohnstätte für den diluvialen Menschen sehr geeignet, und da dortselbst wei diluviale Menschenskelette gefunden sind, die höchst wahrscheinich von Bestattungen herrühren, so dürfen wir es unbedingt in die Reihe der diluvialen Wohnstationen aufnehmen. Eine wirkame Ergänzung zu dem Vortrage des Hrn. Tholen brachte Hr. rof. Dr. Czaplewski, indem er aus zwei älteren Publikationen in früheren ursprünglichen Zustand des Neandertales vor seiner Zerstörung durch den Steinbruchbetrieb schildere. Die erste Schrift vom Jahre 1835 Wanderung zur Neanderhöhle ist von Hofrat Dr. J. H. Bongard, die zweite aus dem Jahre 1852 ein ausführlicher Zeitungsartikel der Kölnischen Zeitung von dem bekannten Bonner Noeggerath. Redner hebt die Zerstörung des Neandertales als warnendes Beispiel hervor, welche unersetzliche Werte nicht nur durch den Krieg, sondern, wenn nicht Obacht gegeben wird, auch als Opfer der Arbeit des Friedens zerstört werden. Der Neandertalfund selbst ist ganz unvollständig, seine Zusammengehörigkeit zweifelhaft, der Fundbericht höchst lückenhaft. Weitere zahlreiche Funde, von meist Tierknochen, aus dem Neandertal sind gemacht, aber zerstreut worden, wer weiß wohin? Prof. Dr. Czaplewski bittet daher um gütige Nachrichten über solche Funde und ihren Verbleib. () Spielverband Köln Ratholischer Jugendvereine. Resultate der Fußballmeisterschaftsspiele von Sonntag den 28. November. Es gewannen: Zollstock:=Merheim!:0, Niehl=Bayenthal I:0. Am nächsten Sonntag, den 5 Dezember, finden folgende Meisterschaftsspiele der 2. Klasse statt: Efferen=Zollstock!(Bayenthal), Niehl II=Merheim 1(Holweide). Beginn nachmittags 3 Uhr mit 20 Minuten Wartezeit auf den Plätzen der erstgenannten Vereine. Die Vereine werden ersucht, pünktlich anzutreten und nicht immer die Wartezeit in Anspruch zu nehmen. etitestertoen Weteetetebisenranberberitel eate Wer ee OM0pouei. Se : Aus Kölns Nachbarschalt s (A) Bruhl, 30.Nov.1915. Die Kriegt=Familienunterstützungen der Stadt Brühl erreichten in diesem Monat bereits die Summe von 23026,15., das sind gegen den Vormonat mehr 4000 M.— Der Ausschuß der Innungs=Krankenrasse hielt am Sonntag eine Sitzung ab. Zu Rechnungsprüfern wurden gewählt J. Greif(Arbeitgeber) und Franz Höhn und H. Bommes (Kassenmitglieder). Der Voranschlag für das kommende Jahr wurde in Einnahme und Ausgabe mit 7250 M. festgesetzt. Beim letzten Punkte der Beratung wurde auf Antrag Bommes der Beschluß gefaßt, bei der nächsten Sitzung darüber zu beraten und zu beschließen, daß den Kassenmitgliedern die Fahrkosten bei Inanspruchnahme auswärtiger Aerzte seitens der Kasse wieder vergütet werden. (6) Porz, 30.Nov.1915. Die Gemeinde läßt am Donnerstag, nachmittags von 2 Uhr ab, in der kath. Volksschule in Porz unter Selbstkostenpreis verkaufen: 10 Zentner, roh in Dosen konserviert, Delikateß=Schinkenspeck zum Preise von 2,48 M. pro Pfund. Die 8 Pfund=Dose zu 18,50 M. Käufer muß sich als Angehöriger der Gemeirde Heumar durch das Brotbuch ausweisen; unter 1 Pfund wird nicht abgegeben. Durch die Gemeinde=Verkaufsstellen gelangen weiter zum Verkauf: Holländer=, Rahmkäse, beste Qualität pro Pfund im Stück 1,65., geschnitten 1,70., Kunsthonig 0,42., Naturbutter 2,30., Büchsenfleisch 2., grüne Erbsen 0,54., Erbsenmehl 0,58., weiße Bohnen 0,58 M. pro Pfund. C) C0 Wahn, 29:Nov.1915. Jufolge des Glatteises kam heute nachmittag auf der Straße eine schon bejahrte Frau zu Fall. Sie brach einen Arm und erlitt außerdem noch derart schwere innere Verletzungen, daß sie in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. C) (0) Spich b. Wahn, 29.Nov.1915. In der vergangenen Nacht wurde ein Hühnerstall erbrochen. Es wurden zwei Kaninchen sowie ein Hahn und acht Hühner gestohlen. O (0 Acbach b. Porz, 20.Nov.1915. Auf Veranlassung des Volksvereins fand am letzten Sonntag im großen Saale des kath. Jugendheims ein vaterländischer Avend statt, zu dem außer den Mitgliedern des Volksvereins auch der Ucbacher Männergesangverein, der Jünglingsverein sowie die Jungfrauenkongregation zahlreich erschienen waren. Ein Redner aus.-Gladbach verbreitete sich über die allgemeine Kriegslage. Der Männergesangverein sowie die Gesangabteilung der Jungfrauenkongregation trugen mehrere Chöre mit gutem Gelingen vor, während die Turnabteilung des Jünglingsvereins durch mehrere exakte turnerische Vorfüyrungen erfreute. Es folgten Deklamationen, Theateraufführungen sowie mehrere lebende Bilder. Eine Tellersammlung zum Besten der Polen ergab die Summe von über 90 M. Pfarrer Meinertz dankte zum Schluß herzlich allen, die zum Gelingen des Abends beigetargen.( .A) Overath, 28.Nov.1915. Heute fand im Lindenhof eine Versammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland statt. Der Geschäftsführer, Vikar Lauten, legte zunächst dar, welche Riefenarbeit der Volksvereins während des Krieges geleistet habe. Parteisekretär Wernerus sprach über: Unsere Aufgaben und Pflichten während und nach dem Kriege, insbesondere inbezug auf die soziale Versicherung. Redner wies hin auf die eigentliche Ursache des Krieges, die herrlichen Erfolge unserer Heere und zeigte scharf die Pflichten der Daheimgebliebenen wäyrend der Kriegszeit. Scharf geißelte er die wucherische Ausbeutung des Volkes, das zum weiteren Aushalten beitragen müsse. Der zweite Teil der Ausführungen behandelte die Kriegsfürsorge und die Sozialversicherung. Lehrer Schmitz aus Heiligenhaus ergänzte die Ausfützrungen des Redners über Mannschafts= und Hinterbliebenenrente, sowie über Kranken=, Unfall= und Invalidenversicherung nach den neuesten Bestimmungen und gab praktische Ratschläge. Herr Ratt aus Neuenhausen mahnte zur Einigkeit unter den Berufsständen. Eine Geldsammlung für unsere Feldgrauen brachte einen ansehnlichen Betrag. Maderne Tafelbestecke in jeder Ausführung. J. A. Henckels = Zwillingswerk Köln a. Rh., Hohe Str. 144—146. Für jedes Stück, welches meine Schutzmarke trägt, leiste ich unbedingt Gewähr. Seite 3. Verkauf von Fahrzeugen. Am 9. Dezember, nachmittags 1 Uhr, sollen 278 verschiedene leichte und schwere KastenLeiter= usw. Wagen im Pulverdepetbei Raderthal, Ecke Bonnerpraße und Militärringstraße öffentlich gegen bar versteiger berden. Besichtigung der Wagen nur am 5. Dezember gegen Ausweis über die Person gestattet. Die gekautten Wagen müssen bis 11. Dezember abgefahren sein. p* Artilleriedepot Verkauf von Klein(Gries). Am Donnerstag. den 2. Dez. 5, mittags 12¼ Uhr, sollen auf dem Hose der Eisenbahn= Gasanstalt in Appes ungefähr 9 0 hl= 1000 Scheffel Keinloks(Gries) öffentlich verseigert werden.#p Kgl. Eisenb.=Masch.=umt. Cöln. Seritsn Am Donnerstag, den 2. Lezember 1915, nachmit4 Uhr, sollen im Versteigerungslokale Marsilstein 28 versteigert werden: 1 Partie gebrauchter Möbel.2 Pelze, Skunks. Buchholz. Gerichtsvollzieher in Cöln. 3 noch einmal so geschmackvoll aus, wenn sie einen netten Mantel, Jacke oder Muff mit Kragen aus Astrachan, Krimmer, Samt, Velvet etc tragen. Alle diese Sachen in erstklassiger Ausführung zu staunend billigen Preisen, ebenso sämtliche Besätze, Spitzen, Festene Bänder, Kurzwaren finden Sie riesig billig ter un. ELBERFELDER SPITZEN-LAGE und alle geschäft- Bnung ichen aLnm können außer in unseren Geschäftsstellen Marzellenstraße 37 und Breitestraße 85 auch bei unseren nachbenannten, durch unser Schild kenntlichen Bezirksvertre1 t u n g e n u n d A n z e b m e s t e l l e n z u u n s e r e n O r i g i n a l p r e i s e n aufgegeben wersra, bei prompter und sorgfältiger Ausführung aller Aufträge: Sstrachan, Kriamer, Hlutplüsch, Hutsammet, und Mantel-Pläsche jeder Preislage. p. 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Die zahlreichen, auf allen Kriegsschauplätzen befindlichen Formationen, weisen viele unbemittelte und familienlose Soldaten auf. Damit auch sie fühlen, daß in der Heimat an sie in Liebe und Dankbarkeit gedacht wird, möchte die Abteilung sie mit einer kleinen Weihnachtsspende erfreuen. Die Abteilung bittet wohlwollende Gönner um gütige Unterstützung hierbei. Gaben werden von dem Geschäftszimmer der Ersatz=Abteilung des TelegraphenBataillons 3 in Koblenz, Bardelebenstraße 46—52, entgegengenommen. Pakete für bestimmte Mannschaften müssen mit genauer Adresse versehen sein. Es wird gebeten, Geldspenden an den Adjutanten der Abteilung gelangen zu lassen. 0) Wer Angehörige beim Reserve=Infanterie-Regiment Nr. 25 hat und ihnen seine Weihnachtsgabe sicher an die Front senden will, hat laut einer der Redaktion aus Koblenz vom ErsatzBataillon des Regiments zugegangenen Nachricht dazu vortreffliche Gelegenheit. Es geht an das Regiment ein besonderer Weihnachtsgabentransport von Koblenz aus ab. Wer, bis zum 10. Dezember eintreffend, sein Paket an das Ersaz=Bataillon des Reserve=Infanterie=Regiment Nr. 25 in Kohlenz schickt und auf dem Pakete vermerkt, für wen es bestimmt ist, hat die Gewähr, daß es der Betreffende zum Feste in Händen hat. 0) Für das Res.-Inf.-Reg. Nr. 71 und das Landw.= Brigade-Ersatz-Batl. Kr. 43, in welchen beiden Truppenteilen sich zahlreiche Kölner befinden, sammelt das Ersatzbataillon der 71er Weihnachtsliebesgaben, die Anfang Dezember abgesandt werden sollen. Dem Transport können auch Privatsendungen an Angehörige angeschlossen werden. Die Palete dürfen nicht enthalten: entzündliche Gegenstände und Lebensmittel, die leicht verderben. Flüssigkeiten müssen in unzerbrechlichen und fest verschlossenen Behältnissen verpackt sein. Die Sendungen sind bis zum 5. 12. 15 beim Ers.=Batl. Res.=Inf.=Reg. Nr. 71, Greiz i. Boigtl., abzuliefern. 0 drei im Felde stehende Flieger bitten die Leserschaft des Local=Anzeigers um eine Ziehharmonika. Adresse steht auf Verlangen gern zur Verfügung. C) Ein Kölner aus der Gereonspfarre bittet uns, ein Gesuch um eine Ziehharmonika zu veröffentlichen und schreibt dazu: Ein ganzes Jahr hat unser Regiment die eiserne Mauer in der Champagne halten geholfen. Fünf Tage vor Weihnachten kommen wir wieder in Ruhe und dann würde es uns eine große Freude sein, wenn wir die heilige Nacht mit Musik feiern könnten. Wer verhilft uns dazu? 0 Quittung über Liebesgaben. Wir erhielten: Violine von Klarchen Schüller, Nippes, Wilhelmstraße 67; Kartoffelreibmaschine von Gertrud Schmitz, Lothringerstraße 41; Rasierzeug von Conrad Biener, Bocklemünd; Literatur verschiedener Art von Adam Veters, Brüsselerstraße 26; Ernst und Curt Amelunxen, Gereonsmühleng. 26. Buffel, Jul. Schreiber, Anna Meyer, Kupferg. 11, P. W. Kiefer, Neue Mastrichterstr. 7, Jul. Genske, Salierring 24; Christbaumschmuck von A. Binda, Pantaleonswall 50 und Dr. Vogel, Unter Sachsenh. 14; von Joseph Krause, Schildergasse 96a, 25 Taschenlampen, 12 Feuerzeuge, 5 Kompasse; Witwe Zeuser, Schachspiel und Mundharmonika; Frau Bitter, Rich. Wagnerstraße 16; Gebetbücher, Frau Auunin, Hunnenrücken; Literatur und Spiele, Witwe Mich. ansen, Merovingerstraße 63; Trommel, Frau Geh.=Rat Dr. Klein, Norbertstraße 38; Hängematte, Frau I. H. Rheinbrohl, Breitestraße 32, 100 Zigareiten, Frau Peter Öster, Venloerstraße 213; Kartoffelreibmaschine, Elise Stammel, Eintrachtstraße 145, Rosenkränze, 2 Bücher, 2 Mark; I.., ein Telephonnebenapparat. Unbekannte Geber stifteten: Fußpumpe, großes Paket Wollsachen mit wertvollem Inhalte, Romane, 2 Paar Strümpfe, 2 Kochbücher, 41 Bände Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens, Zeitschriften, Liedernoten, Karten= und Gesellschaftsspiele, 4 große wertvolle Pakete für arme Soldaten an der Ostfront, Christbaumschmuck aller Art, 2 Rasiermesser und Zubehör, Pfeife und Tabak, Violine(Nippes), reichhaltiges Paket für armen Soldaten. Allen gütigen Spendern im Namen der Empfänger den herzlichsten Dank. () Geraubte Schätze, d. h. wertvolle Handschriften und Bücher, die vor 100 Jahren von den Franzosen in Köln geraubt worden sind und jetzt in Paris und Brüssel sich befinden, bespricht Dr. Degering in Heft 7 der Beiträge zur kölnischen Geschichte, Sprache, Eigenart. Von den seit 1794 bis in die Zeit Napoleons hinein entführten Kunstschätze ist im Jahre 1815 nur ein kleiner Teil zurückgegeben worden, der Rest wurde nicht mehr vorgefunden oder war als Raubgut nicht mehr erkennbar. Dr. Degering führt nun den Nachweis, daß eine Anzahl der unschätzbaren Handschriften und seltenen Wiegendrucke, die jetzt als wertvolle Stücke in Pariser und Brüsseler Katalogen aufgeführt sind, aus Köln stammen und zum Teil schon 1794 aus den Klöstern St. Barbara(Karthause) und St. Pantaleon sowie aus der Jesuiten=Bibliothek geraubt worden sind. Es sind darunter Stücke, die 1815 nicht„auffindbar“, d. h. verschleppt oder versteckt waren, später aber wieder auftauchten, und deren Aufbewahrungsort jetzt durch die genauen Kataloge deutlich bestimmt ist. Dasselbe Heft(Preis 1., Verlag von K. A. Stauff& Cie., Unter Goldschmied 40) enthält noch einen illustrierten Aufsatz von Prof. Karl Hürten über den Römerkanal, die kunstvolle Wasserleitung, die von der Nordeifel nach Köln führte, und ein warmherziges Lebensbild Ferdinand Franz Wallrafs, dem Wilh. Räderscheidt Blätter der Erinnerung widmet. □) Schule und Krieg. Nachdem kürzlich ein Ministerialerlaß über Schulung des Auges nachdrücklichst auf den Wiederbeginn des im Kriegsjahr in manchen höheren Schulen ausgefallenen Zeichenunterrichts hingewirkt hat, bringt ein weiterer Erlaß vom 10. November das im Linearzeichenpensum der Oberstufe der Realanstalten befindliche zeichnerische Gelände=Aufnehmen erneut in Erinnerung, das übrigens seine beste Unterstützung im freihändigen Skizzieren im Freien und in der Wanderskizze findet. Da diese Uebungen an manchen Anstalten bis jetzt noch nicht eingeführt wurden, soll es bald geschehen und dabei besonders das beschleunigte Aufnehmen und das Anfertigen von Krokis und Geländeskizzen— darunter auch die von General Litzmann und den Oberstleutnants Sixt und von Hoff so warm empfohlenen einfachen Ansichtsskizzen mit hohem Horizont(Flieger= und Vogelschauskizzen)— berücksichtigt werden. Eine Ergänzung finden derartige zeitgemäße Zeichenübungen im erdkundlichen Unterricht durch Lesen von Karten und Meßtischblättern, sowie das Entwerfen von Kartenskizzen.— In einem Erlaß vom 6. November an die Seminare für Handfertigkeit usw. macht der Minister„auf den erziehlichen und bildenden Wert der Handarbeit aufmerksam"; es heißt darin: Gerade —• der Krieg hat gezeigt, wie wichtig es ist, die in der Jugend vorhandene Neigung für Handarbeit auszunutzen, um willenskräftige Männer und Frauen heranzubilden, die imstande sind, praktische Aufgaben rasch zu erfassen und auf dem einfachsten Wege gut zu lösen. Auch zur Beschäftigung der Jugend in der schulfreien Zeit und nach der Schulentlassung ist die Handarbeit ein vorzügliches Mittel. (A) Einbrecher und Diebe. Auf dem Mühlenbach wurde ein Handwagen mit Obst gestohlen.— Auf der Severinstraße verschwand von einem Wagen ein Faß Butter.— In der Eintrachtstraße wurde ein Dreirad mit Eßwaren im Werte von 100 M. von Spitzbuben weggefahren.— Aus eingeschlagenem Schaufenster eines Geschäfts auf der Ruhr nahmen die Einbrecher Zigarren und Gamaschen mit.— Gleiche Verbrecher verschafften sich Eingang in ein Kolonialwarengeschäft an der Komödienstraße und nahmen für einige hundert Mark Waren mit.— Taschendiebe raubten in einem Geschäft an der Hohestraße 160., auf der Straße in der Schildergasse 40 M. Frauen waren die Opfer.— Ein Fuhrmann brannte mit dem Erlöse von 10 Säcken Kartoffeln durch.— In Haft kamen eine Hotelköchin wegen fortgesetzten Diebstahls, aus gleichem Grunde ein Dienstmädchen, ebenso drei Verkäuferinnen, die Bargeld entwendet hatten, und ein Kutscher wegen Unterschlagung von 200 Mark. 42 Ce) Die Feuerwehr wurde gestern ungewöhnlich stark in Anspruch genommen. An der Bonnerstraße brannte das Asphaltdach eines Eisenlagers herunter.— In der Vogelsangerstraße brannte eine Holzbude nieder.— Auf der Gilbachstraße war an einer Dampfheizung der Druck zu stark.— In der Mülheimerstraße war ein Kellerbrand zu löschen.— Auf der Aachenerstraße, Dürenerstraße, Heinsbergstraße, Olpenerstraße und Subbelratherstraße waren infolge des Witterungsumschlags Wasserrohrbrüche entstanden. Die Wehr hatte dort besonders anstrengende Arbeit. H. (A) Die Rölner studentischen Volksunterrichtskurse, die Fühlungnahme zwischen anzustreben, haben ihre diesjährigen Wintersemesterkurse bereits begonnen. Sehr erfreulich ist es, daß die verschiedenen Lehrfächer trotz der ungünstigen Zeitverhältnisse von 152 Hörern besucht werden. Diese höchst befriedigende Erscheinung zeugt sowohl von der Lebensfähigkeit wie auch von dem dringenden Bedürfnis dieser Kurse zur geistigen Fortentwickelung unseres Volkes. Möge in immer weiteren Kreisen das Verständnis für diese Volksunterrichtskurse, denen sich einige Studenten bzw. Studentinnen der Handelshochschule in uneigennütziger und dankenswerter Weise widinen, Platz greifen, und möge sich auch die Zahl der Gönner, die diese geistig bildende Wohlfahrtseinrichtung finanziell unterstützen, stetig mehren, um den an die Kurse herautretenden wachsenden Anforderungen auch Rechnung tragen zu können. Denn den Bildungsdrang unteres Volkes nicht in gebührendem Maße zu befriedigen, hieße seine beste Waffe in Krieg und Frieden verkümmern zu lassen. Einem solchen mit unseren heutigen Erfahrungen im schroffen Widerspruch stehenden Fehler sollte aber mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln begegnet werden. Die Geschäftsstelle der studentischen Volksunterrichtskurse befindet sich in Handelshochschule und ist zu etwaigen Auskünften bereit. der Personalnachrichten. 0 Aus der Eisenbahnverwaltung. Ernannt sind: der Stationsschaffner im Probedienst Hermann Pescher in Köln(Hauptbahnhof) zum Stationsschaffner. Die Drüsung bestanden haben: die Werkmeister=Assistenten Blume in Köln(Eifeltor) und Amfalder in Köln=Kalk(Nord) und die Werkführer Harlos in Köln=Nippes und Brülls in Rothe Erde zum Werkmeister; der technische Burequaspirant Johann Kimpel in Ahrweiler zum technischen Bureauassistenten und die Aushelferin Lina Coen zur Eisenbahngehülfin. Auszeichnung: Den Eisenbahnobersekretären Albrecht und Moebs in Köln ist der Charakter als Rechnungsrat verliehen worden. Anläßlich ihres Uebertritts in den Ruhestand ist verliehen worden: dem Bahnmeister Friedrich Langen in Osterath und dem OberbahnAssistenten Bernhard Meinhard in Friemersheim das Verdienstkreuz in Gold; dem Zugführer Karl Sawinski in Troisdorf das Verdienstkreuz in Silber; dem Wagenmeister Gerhard Schmitz in Welkenraedt das Allgemeine Ehrenzeichen in Silber. Krieg und Velkswirtschaft. WTB Erweiterung des Rechts der Enteignung von Kartoffeln. Die Bekanntmachung über die Kartoffelpreise am 26. November 1915 gab die Möglichkeit, die Kartoffeln bei den Landwirten zu enteignen. Es war jedoch die Einschränkung vorgesehen, daß sich die Enteignung auf höhstens 20 vom Hundert der gesamten Kartoffelernte eines Kartoffelerzeugers erstrecken dürfe. Der Bundesrat gab nunmehr in seiner Sitzung vom 29. November den Landeszentralbehörden oder den von ihnen bezeichneten Behörden die Berechtigung, zu bestimmen, daß auch über mehr als 20 vom Hundert verfügt werden könne. Diese Behörden können also die in der 20-Prozentgrenze liegende Ennschränkung teilweise oder ganz und gar aufheben. Ferner verlangte der Bundesrat, daß auf die Mengen, die enteignet werden können, nur Mengen anzurechnen sind, die der Landwirt bereits nachweislich nach dem 10. Oktober 1915 als Speisekartoffeln verkauft und geliefert hat. Die Voraussetzung der Lieferung ist hierbei neu. *** Es wäre zu wünschen, daß eine Anwendung dieser neuesten Bestimmung nicht stattzufinden brauchte, daß vielmehr aus freien Stücken Speisekartoffeln in ausreichender Weise angeboen würden. Jedenfalls verdient das Bestreben der Rezierung, den von verschiedenen Seiten beklagten Mangel im Angebot von Kartoffeln zu beseitigen, Anerkennung. Die Höchstpreise für Stroh und Häcksel. WTB Berlin. 29.Nov.1915.(Drahtber.) Der Reichsanzeiger veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach die Grenz=Höchstpreise für Stroh erhöht werden für 1000 Kilo um je M. 15 für Stroh, das im Dezember um je M. 10, für Stroh, das im Januar und um je M. 5 für Stroh, das im Februar geliefert wird. Der Höchstpreis für Häcksel wird erhöht um M. 5 für 1000 Kilo. Dieser Höchstpreis erhöht sich um M. 15 für Häcksel der im Dezember, um M. 10 für Häcksel, der im Januar und um M. 5 für Häcksel, der im Februar geliefert wird. Diese Bestimmungen treten am 29. November in Kraft. Gesellschalts- und Vereinsleben G) von der Gesellschaft für Bühnenkunst, Koln, die im letzten Jahre mit gutem Erfolge im Dienste der Kriegsfürsorge sich wiederholt betätigt hat, wurde am Samstagabend zum Besten erblindeter Kölner Krieger unter der bewährten Spielleitung von Julius Rutkowsky vom Kölner Schauspielhaus im großen Saale der Wolkenburg das erschütternde Drama: Mutter und Tochter von Paul Heyse zu einer wirkungsvollen Wiedergabe gebracht. Daß es den bewährten Kräften der Gesellschaft gelang, dieses schwierige Werk, das große Anforderungen an die Aufführenden stellt, namentlich aber die ihm innewohnende Tragik der Handlung so lebenswahr zur Darstellung zu bringen, verdient alle Anerkennung. Die schwächliche Tochter Marlene der verwitweten Frau Leonhardt wird von Liebe zu dem früheren Lehrer und jetzigen Freunde ihres Bruders Felix, dem Dr. Ing. Ludwig Bertram erfaßt, der aber in Wirklichkeit eine tiefe Neigung zur Mutter empfindet, welche auch von dieser erwidert wird. Sanitätsrat Dr. Martin verspricht sich von der Verlobung Marlenes mit dem unglückseligen Dr. Bertram die Genesung derselben, ohne Ahnung der schweren Seelenkonflikte, die aus seinem Plane entstehen, in welchen Dr. Bertram schließlich einwilligt. Der Bruder Felix ist entsetzt, als er das Geheimnis der Mutter und seines Freundes erfährt. Im letzten Augenblick vor der Verlobung klärt die treue Dienerin Sabine die ahnungslose Marlene auf, die seelisch und körperlich zusammenbricht, mit ihrer Entsagung das Glück ihrer Mutter begründen will, aber daran stirbt. Elsa Lortz wurde der schwierigen Rolle der Mutter Leonhardt mit ihrer Seelenpein gerecht, Wilhelm Liesen spielte ihren von Schmerz zerrissenen Sohn Felix trefflich, Julia Scharrenbroch stattete die Tochter Marlene mit allem bräutlichen Liebreiz aus, Erich Zeyen war als verzweifelter Bräutigam an seinem Platz, Frieda Gothe verkörperte die treue Dienerin Sabine, die das Unglück kommen sah, sehr wirksam, ebenso Ernst Liesen den Sanitätsrat. Nach jedem Aktschlusse wurde den Darstellern lebhafter Beifall zuteil. (A Kölner Volksschullehrerverein. In der letzten Monatsversammlung widmete der Vorsitzende zunächst warme Worte des Gedenkens dem vor Wilna gefallenen Mitgliede Böhm. Alsdann kamen Nachrichten aus dem Felde zur Verlesung. Auf ein Schreiben des Beigeordneten Adenauer hin wurde beschlossen, die Tätigkeit der städtischen Verwaltung für größere Berücksichtigung des Fisches in unseren Haushalten, besonders des Klippfisches, in jeder Weise zu unterstützen. Hr. Schäfer hielt einen Vortrag über Die Hohenzollern und das Volksschulwesen. Ausgehend von der frühesten Zeit des Schulwesens, schon vor der Reformation, führte der Redner das Wirken der Hohenzollern auf dem Schulgebiete vor und würdigte ihre Tätigkeit für das Volksschulwesen. Des umfangreichen Stoffes halber schloß Hr. Schäfer seine interessanten Ausführungen mit Ende des 18. Jahrhunderts und stellte die Fortsetzung für die nächste Versammlung in Aussicht. 0 Im Katholischen Burgerverein Köln-Aippes sprach am Sohntag der Generalsekretär der Vinzenz=Vereine Deutschlands, Dr. Löhr, über Großstadtjugend, ihre Rettung im Kriege und nach dem Kriege. Der auf eingehendem Studium und reicher Erfahrung beruhende Vortrag zeigte die großen Gefahren, denen die Jugend während des Krieges, insbesondere auch durch vielfach sehr reiches Geldverdienen ausgesetzt ist und wies auf die Wege hin, die beschritten werden müssen, die heranwachsende Jugend zu schützen, zu retten und zu treuen Staatsbürgern und ernsten Mitgliedern der Kirche zu machen. In der anschließenden Diskussion wurde besonders scharf betont, daß es den Jugendlichen durch die Zigarettenautomaten immer noch möglich ist, dem verderblichen Zigarettenrauchen zu fröhnen. Es müsse in der Sorge für unsere Jugend von ober tatkräftig eingegriffen werden, sonst sei alle Arbeit vergebens. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, den Oberbürgermeister zu ersuchen, er möge dafür sorgen, daß das notwendige Brot zur Verfügung stehe. Jetzt sei es vielfach unmöglich, Brot zu erhalten, ovwohl es an Getreide nicht fehle; aber Kuchen und dergleichen lägen in Rengen in den Schaufenstern. Ferner soll der Vorstand ein Gesuch an die Verwaltung richten um Errichtung einer einfachen Straßenbahnwartehalle an der Ecke der Neußer= und Kempenerstraße. Hie. ständen oft viele Leute zehn bis zwanzig Minuten lang wartend in Nässe und scharfer Kälte, ohne die Möglichkeit, sich unterzustellen. □ : S000ffr * Bekämpfung des Geburtenrückganges. Düsseldorf, 30.Nov. 1915. Ein von den Landräten und Oberbürgermeistern des Regierungsbezirks gewählter Ausschuß hat sich unter dem Vorsitz des Herrn Regierungspräsidenten Dr. Kruse mit der Frage des Geburtenrückganges beschäftigt. Folgendes wurde für erforderlich gehalten: Aufklärungen über die grundlegenden erzieherischen und sittlichen Fragen, Verbreitung der Kenntnis über die gesundheitlichen Gefahren der Verhütung, Inanspruchnahme der Rechtspflege und polizeilicher Maßnahmen, Beeinflussung der Steuergesetzgebung im Sinne der weitestgehenden Berücksichtigung des Kinderreichtums, Regelung der Gehälter und Löhne nach dem gleichen Gesichtspunkte, Erwirkung von Ehrengaben, Stiftungen und außerordentlichen Zuwendungen an kinderreiche Familien, sowie sonstige grundsätzliche Bevorzugung solcher Familien bei den bereits vorhandenen Stiftungen, Wohnungs= und Siedelungsfürsorge und Wohnungsnachweis für kinderreiche Familien, Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die Presse, durch umfassende Werbetätigkeit und Gründung örtlicher Fürsorgestellen. Es wurde in Vorschlag gebracht die Bildung eines Ausschusses unter dem Namen Vereinigung für Familienwohl im Regierungsbezirk Düsseldorf zur Bearbeitung und Verfolgung der bedeutsamen Angelegenheit in einer Reihe von Unterausschüssen. Als Grundlage der Vereinigung soll der Bezirksverein vom Roten Kreuz, der Verein für Säuglingsfürsorge und der Bezirksausschuß für Jugendpflege ausersehen werden unter Zuziehung von weiteren Vereinigungen, bei denen ein besonderes Interesse für den Gegenstand vorausgesetzt wird. In Verfolg dieser Beratungen und zur weiteren Förderung dieser vaterländischen Angelegenheit hat der Regierungspräsident eine Versammlung in den Rittersaal der Tonhalle auf Mittwoch den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr, einberufen, auf der u. a. Geheimer Medizinalrat Dr. Bornträger und Beigeordneter Dr. Most Vorträge halten werden. ( Seßt dem Grauensank! Er hilft Kriegerfrauen, Müttern u. Kindern! AAA 1 Ksiner Lecal-Anzeiger Nr. 331•— Mittwoch, 1. Dezember 1915 Wolleneals Feldpostbrief zu versenden 33 1 M..75 12.50 14.00 15.00 Johanna Wigand Nachf., Kronleuchter u. allesonst. Beleschtungskörp. kaufen Sie am günstigsten vom Versand- und Musterl. Köln, Gereonshaus. Zimm. 9/ kpl. Hängesschipendel von 5 M. an Ia. Gluhkörper 40 u. 453 „Osram Met.-Fad.-Lamp.billigs Verkauf an Private! mit hohem Rabatt. : Bei Hals= und Se aller Art, wie Katarrben, tuderkulösen Erkrankungen usm. snehme man ärztlich schon vielfach sempfohlene, vorzüglich wirkende Rotolin=Pillen S Erhältl. zu M..— p. Schachtel in sden Apotheken. Wo nicht vorrätig, „auch direkt von uns durch unsere „ Versandapotheke 3 Ploetz& Co., Berlin SW 68. Ausführliche * vollständig kostenlos. Weisheim, Optiker Herzogstrasse 40 empfichlt als passende Operngläser * Feldstecher Barometer Thermometer Brillen Kneifer Lorgnetten ag von J. P. 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Christus=Legenden von Anna Freiin von Krane. Das Gastmahl der Sünder u. a. Legenden von Anna Freiin von Krane. Der Zöllner. Legende von Anna Freiin von Krane. Mobil.— Auf vorposten.— Der erste Tanz. Erinnerungen aus dem: Deutsch=Französischen Kriege 1870,71 von H. Frhr. von Steinaecker, Generalleutnant z. D. Ein heißer Nachmittag.— Bei Dionville.— Mars=la=Cour. Erinnerungen aus dem Deutsch=Französischen Kriege 1870/71 von H. Frhr. von Steinaecker, Generalleutnant z. D. Bei Gravelotte.— Ein Sonnen= und ein Regentag vor Metz.— Das Ende der Rheinarmee. Erinnerungen aus dem Deutsch=Französischen Kriege 1870/71 von H. Frhr. von Steinaecker, Generalleutnant z. T. Westwärts ging die Fahrt.— Rein Weihnachten in Feindesland — Trube Stunden. Erinnerungen aus dem Deutsch=Französischen Kriege 1870/71 von H. Frhr. von Steinaecker, Generalleutnant z. D. Kehraus.— Heimwärts ging die Fahrt. Erinnerungen aus dem Deutsch=Französischen Kriege 1870/71 von H. Frhr. von Steingecker, Generalleutnant z. D. Der ehrliche Finder. Erzählung von Gerhard Hennes. Der verhängnisvolle Zplinder.— Hochwasser. Erzählungen von Gerhard Hennes. Geheilter Liebeswahn.— Im Dämmerlichte. Erzählungen von Gerhard Hennes. Der buckelige Heidemann Erzählung von Gerhard Hennes. Mein erstes und letztes Auftreten im Zirkus.— Der erste Einorna.— Ne kölsche Kreeger. Erzählungen von Gerhard Hennes. Da erwachte der Zar. Novelle von Leo Schwering. Des Vaters Segen. Eine preußische Soldatengeschichte von Ludwig Rellstab. Lürkische Geschichten. Von J. Dukas=Theodassos. Sezilianische Räuber u. a. fragwürdige Geschichten. Die Botokuden u. a. Erzählungen von Laurenz Kiesgen. Der Kumpf um die B ücke u. a. Erzählungen von Laurenz Kiesgen. -22. Kriegszeit daheim. Skizzen und Bilder von wermann Ritter. das rote Häuschen. Erzählung von Gerhard Hennes. Sthne. Erzählung von Gerhard Hennes. Jagdgeschichten von A. Theiner1— F. Saburin— E. von Rothenfluh. Das Siegesfest der sechsten Legion. Erzählung von Anna Freiin von Krane. So nach und nach. Erzählung von Mathias Conrad Kann. Drei Mütter. Erzählung von Mathias Conrad Kann. Die Kritik eines Königs u. a. Erzählungen von Hermann Kivre:. Als Leichtmatrose.— er fand den Anschluß.— Kriegskis. Drei Erzählungen von Ralph Udo und R. Bach. 50 Hefte, beliebig gemischt, kosten M. 13.50, 100 Hefte, bellebig gemisch kosten M. 24.— Wer unseren tapferen Feldgrauen eine besondere Freude bereiten will, spende einbeliebige Anzahl dieser Büchlein der nächsten Liebesgaben=Sammelstelle oder sende sie selbst ins Feld. 125* Naiz schwarz, wie neu, 1d.6 b Aufpolst. v. Matr. u. Sosas b. u. a. 49Hansaring 49, Lager. bl PEl) Friesenstr. 50, Uhrgeschäft. Ad.Hause. Gereonsmühleng.29= Diang tast heu, vulig zu verk Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger.2l. Dez 915 # Um rotes Gold. [33] Roman von Erich Friesen. Endlich erdröhnten vom Turm der St. Georgs=Kathedrale sechs tiefe Schläge. Wie befreit von einem Alpdruck atmete sie auf und beschleunigte ihre Schritte. Nach wen ge Minuten schon stand sie im Bureau des Rechtsanwalts, dem kleinen Advokaten gegenüber. „Nun, Herr Rechtsanwalt? Welche Nachricht haben sie für mich?“ Mit feinem Lächeln deutete er auf einen Stuhl. „Bitte, wollen Sie sich nicht vorerst setzen?... So! Und nun vor allem, verehrtes Fräulein: Herr Althoff macht auf mich den Eindruck eines Ehrenmannes durch und durch. Ich bin von seiner Unschuld überzeugt. Er sprach auch von Ihnen und Ihrem Verhältnis zueinander. Sie können also ganz offen zu mir reden; es erleichtert unser Zusammenarbeiten. Ich würde mich herzlich freuen, wenn es mir gelänge, die Unschuld Ihres Bräutigams zu beweisen.“ „O Tank! Tausend Tank!" rief Irene, unter Tränen lächelnd.„Sie können sich gar nicht vorstellen, wie Ihre freundlichen Worte mein bedrücktes Gemüt aufrichten.“ Herzlich schütelte er die ihm unwillkürlich gebotene kleine Hand. „Ich begreife Ihre Empfindungen vollkommen, Fräulein van Gülpen. Aber Sie werden mich hoffentlich nicht mißverstehen — die Zeit ist zu kostbar, um irgend welchen Gefühlsanwandlungen nachzuhängen. Der Verhandlungstermin ist bereits angesetzt. Jetzt heißt es: handeln. Ich bin der festen Ueberzeugung, wenn wir es richtig anfangen, bringen wir es zum Freispruch... Ruhig, ruhig, liebes Fräulein! Nicht gleich in Ekftase!... Um zum Ziel zu gelangen, müssen Sie eine äußerst wichtige Aufgabe übernehmen.“ ch?“ „Ja, mein Fräulein. Wir stehen nämlich vor einem gordischen Knoten, den allein Sie bei einiger Geschicklichkeit zu lösen imstande sind. Hören Sie genau zu!“ „Ich höre," erwiderte Irene, sich gewaltsam zur Ruhe zwingend, obgleich ihr das Herz so heftig pochte, daß sie seine Schläge bis in den Hals herauf spürte. „Zuerst noch eine Frage: Haben Sie in der Sache irgend einen Verdacht!?“ Irenes Stirn. Konnte, durfte sie dem ? In größter Verlegenheit wandte sie ich weiß selbst nicht Tiefe Röte stieg in kanne sagen, daß.. den Kopf zur Seite.„Ich siammelte sie. „Aber Sie haben einen Verdacht?“ „Vielleicht. Ersparen Sie mir, Namen zu nennen, wenn es nicht unbedingt nötig ist! Ich kann mich ja auch irren.“ Wieder huschte jenes feine Lächeln über die beweglichen Züge des Anwalts. „Tann werde ich Ihnen den Namen nennen, den Sie verscweigen wollen,“ sagte er mit verblüfsender Bestimmtheit.„Es ist Lord Pence, der die ganze Sache eingebrockt hat. Ich sehe es Ihrem Gesicht an, daß ich mich nicht täusche, Fräulein van Gülpen. Nun hören Sie mir gut zu! Zwei Parteien stehen in unserer Sache einander gegenüber: auf der einen Seite Lord Pence und van der Straaten— auf der andern Heinz Althoff. Da sich der Lord schlauerweise im Hintergrund hält, bleibt nur noch van der Straaten kantra Althoff. Die Frage ist nun die wer von beiden lügt? Ich für meine Person bin bereits im klaren. Adrian van der Straten ist überredet worden, eine salsche Rolle zu spielen und seine Vermittelung in der bewußten Angelegenheit abzuleugnen. Weshalb das alles geschieht, ist mir bereits klar, ich möchte aber Ihnen ge#enüber Stillschweigen darüber beobachten, um Ihre Unbefan enheit nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ebenso über ne andere Sache, der wir durch unsere Nachforschungen auf di Spur kamen und die Lord Pence, falls sie sich als Tatsacht erweisen sollte, übel mitspielen wird. Doch das gehört nicht hierher, sondern in den Gerichtssaal... Zweifellos wird nun jener Adrian van der Straaten in der Gerichtsverhandlung das wiederholen, was er bereits in der Voruntersuchung ausgesagt hat: nämlich, daß er den betreffenden Scheck nie gesehen habe. Unsere Aufoabe ist es nun, diesen einzigen Zeugen dazu zu bringen, daß er sich dem ihn im Banne haltenden bösen Einfluß entzieht und vor Gericht die Wahrheit bekennt. Diese wichtige Aufgabe können nur Sie lösen, Fräulein van Gülpen. Ein junges Mädchen, besonders wenn es dem Beklagten nahe steht, findet die richtigen Worte, die einem Sünder, wenn er noch nicht ganz verstockt ist, zu Herzen dringen. Wir Juristen mit unserer kalten Redekunst vermögen da wenig auszurichten. Also wollen Sie die Aufgabe übernehmen?“ Irene war aufgesprungen und hatte stehend die letzten Ausführungen des Anwalts angehört. Sie war sehr bleich, aber voller Begeisterung. „Selbstverständlich, Herr Rechtsanwalt! Wo wohnt dieser Herr van der Straaten?" „In Rosebank, Platanen=Allee Nummer 33.“ „Gut. Und wann soll ich hingehen?“ „Am Abend vor der Gerichtsverhandlung, nicht früher.“ „Wann findet die Gerichtsverhandlung statt?“ „Nächsten Montag.“ „So gehe ich Sonntagabend zu dem Herrn.“ „Ja, Sonntagabend. Und— viel Glück!“ * Die Villenvorstadt Rosebank hat ihren Namer inmn dem malerischen Wirrwarr von Rosen, der in verschuenverischem Reichtum Häuser und Gärten ziert. Rosenranken llettern die zierlichen Villen hinan, Rosenhecken umzäunen Straßen und Plätze, Rosenbäutne füllen dichtgedrängt die wohlgepflegten Gärten. Ueberall Rosen, Rosen, Rosen— gelve, roja, weiße, rote, von der zartesten blassen Abtönung bis ins tesste Dunkel. Nach diesem duftenden Rosenrausch hatte stets Frau#helmine van der Straatens Sinn gestanden. Nicht megen der Poesie, die den Ort umwebt, sondern weil Rosebank ein vornehmer Platz war. Wenn sie kein großes Haus unten am Kai von Kapstadt haben konnte, so wollte sie wenigstens in Resebank wohnen. Und nun war ihr Wunsch erfüllt. Sie besaß ein Landhaus in Rosebank, wobei sie allerdings mehr auf seine Größe, als auf seine Anmut gesehen hatte. Aber auch um seine wrung stilvollen Mauern rankten sich Rosengirtanden, bis hinau zum Sims. Heute war ein heißer Augustsonntag. Die Tamilie van der Straaten hatte gerade ihr„Seuper" beendet, als auf der Straße ein Auto herauratterte und gleich darauf unten anhielt. Aus den rosenumrankten Mansardenfenstern lugten erstannt sechs blonde Kinderköpschen. Ein Auto hatte noch nie vor dem Hause gehalten. Als die elektrische Glocke das Haus durchschrillte, erhab sich der Hausherr mire aus seinem Armstuhl und verschwand in seinem Zimmer. Frau Wilhelmine dagegen spazierte stolz nach dem Salon, als di' Hausmädchen eine„feine Dame“ gemeldei hatte, froh, endlich enwal die###n, grellblauen Pi#schmöbel durch einen Besuch einweihen zu können. (Fortfotzung folgt.) *.*"*+. a..4** — Seite 6. Locat-Auzeiger Nr. 331&a Mittwoch, 1. Dezember 1915 aus Köln 0 Die Kleinhandelspreise wichtiger Verkaufsgegenstände sind teilweise ganz bedeutend gestiegen, wenn auch anerkannt werden muß, daß durch das energische Zugreifen der Regierung hier und da allmählich ein Sinken der Preise für bestimmte Waren festzustellen ist. Wie groß die Preissteigerungen gewesen sind, zeigt folgende Liste der wichtigsten Verkaufsgegenstände. Es kosteten, nach den Aufzeichnungen des Statistischen Amtes der Stadt Köln: häufig. ster Preis und Warengattung: 1. Mühlenfabrikate. Weizenmehl) zur Speise= Roggenmehl 1 bereitung Gersten=Graupen Weizen=Grieß Hafer=Grütze Gersten=Grüße 2. Hülsenfrücht Erbsen(gelbe) zum Kochen.. Speisebohnen(weiße) 3. Kartoffeln. Eßkartoffeln(Industrie und Magnum bonum) Eßkartoffeln(Nieren) 4. Fetr= u. Meiereiwaren Eier u. ähnliches. Vollmilch Eßbutter Hühnereier Tilsiterkäse1 preise 5. Geflügel, Wild. Gänse(geschlachtet)... 6. Kolonialwaren ähnliches. Zucker(harter).... Kakao Kaffee(gebrannt)... Tee(schwarzy „(grün) Reis Fadennudeln Pfeffer, weißer, ganzer Piment(Gewürz) Zimmt, Ceylon, ganzer „„ gemahlen Pslaumen, getrocknete Birnen„ Aepfel Backobst(gemischt) Mandeln, süße Sauerkohl Speisesalz 7. Stoffe zur Beleuchtung und Reinigung. Stearinkerzen Petroleum Toilettenseife Stärkemehl 8. Brennmateri al. Steinkohlen(Hausbrandkohlen) Braunkohlenbriketts gewöhnlichen Formats 9. Fleisch= u. Fleischwaren. Ochsen fleisch. I. Bratfleisch von der Keule II. Kochfleisch vom Vorderviertel III.„„ Bauch usw. Kuhfleisch. I. Bratfleisch von der Keule II. Kochfleisch vom Vorderviertel III.„„ Bauch.. Kalbfleisch. I. Bratfleisch(Keule) II. Kochfleisch(Hals) Hammelfleisch. I. Bratfleisch(Keule).„ II. Kochfleisch(Brust) Schweinefleisch. I. Kotelettes(Karbonade) II. Keule?).....*= III. Rauchfleisch Inländischer ahimganz.Knoch geräucherter 4 b)„„ ohne„ roh. Schinken' c)„ Ausschnitt“. Inländ. geräuch. Schweinespeck: a) mager b) fett Inländisches Schweineschmalz Roßfleisch für 1 kg 56 48 110 90 140 120 Stei0 gerung rund 50 38 60 60 12% 26 n 8 50„ 56 150 52.130 im Durchschnitt 8 stiegen unt rund 75% 88%% 341/2% 60% 40% 41% 81% 21½% 47 1/% 488 76½% 81% 112% 647 (2) Die Spitzbuben. Aus einem Hause am Thürmchenswall holten Einbrecher für mehrere hundert Mark Schmucksachen und Parfümerien.— Schmucksachen, Kleider und Wäsche fielen ebensolchen Verbrechern an der Neußerstraße in Nippes in die Hände. — Einem Arbeiter in Ossendorf wurden nachts aus erbrochenem Stall sieben Kaninchen und acht Hühner gestohlen.— Ein Laufbursche brannte mit 120 M. durch, ein Arbeiter mit 100 Mark.— Sechs Säcke Aepfel nahmen Diebe aus der Hauptmarkthalle mit. — Vor der Expreßgutannahme am Hauptbahnhof verschwand von einem Handwagen ein Patet mit 30 Dutzend Taschentüchern.— In der Brabanterstraße nahmen Spitzbubenhände von einem Geschäftswagen ein Paket neuer Wäsche fort.— iin Haft kamen drei Fahrraddiebe und eine diebische Dienstmand. () Unfalle. Infolge eines Schvindelanfalles stürzte in der Merovingerstraße ein Kartoffelhändler vom Wagen und brach ein Bein.— In der Annostraßze kam ein Mädchon mit der Hand in 20. Ziehrug der 5. Klasse der 6. Preußisch=Süddeutschen (232. Egl. Preuß.) Klassen-Lokkerie. (Vom 6. Novdr bis 2 Dezbr 1915.) Nur die Gewinne über 240 Mk. find den betr. Nummern in Klammern beigefügt. Ohne Gewähr...V. eine Maschine und verletzte sich schwer.— In der Hahnenstraße hatte ein alter Mann die Ofentür offen gelassen, während er schlief, Vom Qualm beinahe erstickt, wurde er besinnungslos zum August# hospital georaan.— In der Blindgasse kam ein Mann in seiner Wohnung zu Fall und erlitt einen Beinbruch.— Ein Mann aus der Wißmannstraße glitr aus und zog sich einen Oberschenkelbruch zu. G Anf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Zewinne gefalet, und so## einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II. 30. November 1915, vormittags. Nachdruck verboten. 281.342 54(500; 521(500) 744 921, 1055 197 203(1000 343 411 60(3000 74 553 96 698 845 915 70 2121 28 272 322 46 450 63 758 905 3203 18 42 99 861 444 59 513 745 63 829 40 4295 313 75 445 55 515 46 55 689 817(1000) 956 74 5181 235 67 377 97(3000] 474 81(1000] 574 677, 6135 75 477 582 84 720 842 987 7035 56 58 59 64 95 206 363 411 22 76 569 76 95 625 712 8001 62 227 58 353 1500 557 767 85 991(1000) 9229 89 393 724(1000) 813 61 10041 209 65 312 80 564 666 80 881(500) 914 61 11017 165 406 43 586 628 32 753 58 85 821 983 12045 148 382 583 676 78 734 839 13010(500) 248 301 30 500) 406 657 908 32 14173 201 41 475 5 9 718 838 994 15163 591 610(500 718 41 832 60 919 42 16191 93 258 432 565 656 723 01(500) 833 17137 40 500] 366 487 523 88 854 920, 18308 466 590 602 739 93 962 19048 423 96 532 610 782 20030 63(500) 131 242 470(500] 501(500] 95 628 871 72 913 48(1000] 92 21174 222 541 693 762 810 911 30, 22002 425 555 74 613 971 23093 119 234 96 798 802 904 24020 196 23, 76 348.6 680 738 83.7 9 30 906 15 34(500 25254 77 305 28 573 90 628 76 84 934 45 53 26158 212 328 74 83 637 5 60 926 89 27051 59 138 52 326(1030, 516 63(500) 600 61 832 56 92 28097 111 53 5000 361 496 538 669 832 66 29052 135 548 685(500) 853 975 30064 198 414 501 42 893 31088 124 43 526 693 736 830 72 944(3000)) 32040 119 247 68 539(3000) 45(1000) 78 765 90 912 33327 40 521 44 737 58 34198 292 390 627 77(1000) 739 91(3000) 839 45 900 35097 165(3000] 209 70 365(1000 491 627 701 97(3000) 839 50 62 83 36029 372 408 569 70 682 735 500 71 90 860 921 37026 337 71(500] 75 562 626 798 816 92 38123 213 560 718 47 980 39157 79 1500) 285 408 9 794 880 40009 33 47 105 90 294(500) 517 662 91 730 38 50 83 818 70 41006 64 114 68 1000) 82 89 260 314 47 416 634 98 794(500] 42068(1000) 92 145 88 335(2000) 448 757 43022 166 96 209 418 70 538 73 821 25 928 64 72 44054(3000) 496 569 3000] 657 85 739 803 89 931 45008 205 77 493 658 792 883 93 956 46231 77 617 34 60 92 863 47250 71 594 611 21 773 839 49 48037 184 340 522 849 85 49027 204 25 326(500) 558 969 50012 213 99 362 533 94 653 748 861 990 98 51258 376 446 95 591(1000) 654 5000) 874 956 52157 282 575(1000] 87 690 730 64 886 53047 253(10001 67 474 522 632 720 62 858 909(500) 10 54333 434 66(1000) 577 725 77 830 5. 08 55015 50(500) 127 437 578 698 814 52 x03(1000] 56115 32 258 467 662 705 840 57028 115 46 249 349 465(3000) 619(500) 55 781 947 58234 44 304(500] 6 24 93 435 653 736 964(500) 59021 90 120 395 430 839 74 913 60040 208 736 80 924(500) 40 61037 155 412 81 711 81 82 816(500) 72 95(3000 910 62183(1000] 245 337 408 77 585(1000] 761 997 63011 299 306 466 598 616 89 855 79 85(500)=4000 349 92 513 35 83 753 885(3000) 65044 163 250 90 331 480 504 32(500) 34 683(509) 752 977, 66052 157 81 307 447 1000) 507(3000) 740 812 46 923 50 75(500) 67160 238 305 9(1000) 527(500) 93 500 99 653 69 73 747 59 86 839 94 68002 34 303(1000) 46 467 596 830 934 98 89070 15001 72 110 1500 94 211 86 391 491 626(1000) 83 70024 151 30e 453 632 42 706 86(1000) 87 71127(1000] 315 619(1000) 787 877 900 72010 19 105(500, 98 208 10 500) 335 481 774(500) 817 902 73019 170 258 359(500 471 656 716 19 39 896 922 74088 245 320 46 420 58(500) 863 909 78 75359 67 541 622 62 71 934 88 76078 672 758 803(1000) 77 84 77054 76 267 70 596 860 84 96 918 89 78020 156 297 435 57 602 19 779 79011 160 75 484 586 620 71 730 38 804 8006s 239 500 7[500 904 69 81156 291(500) 361 588 658 761 915 82086 358 682 356 83080 382 400 59 78 555 676 860 83 84023 80 109 74 97 216 32 56 335 776 803 88 85042(500] 299 302 54 67 509 53 680 851 903 31(500, 41 86109 248 57 520 608 825 71 87 971 87178 314 28 40 587 605 44 807 971 88109 77 214 25 67 89 407(500) 555 657 88 731 867(1000] 89163 324 39 474 90 513 78 732 912 59 90057 88 132 45(500) 90 278(500) 318 480 574 812 918 91020 159 554 92153 404 20 53 573 681 715 817(500) 93214 537 53 512 42 48 72 734 94217 25 82 314 43 90 462 75 771 837, 95021 51 85 212 414 91 549 792 96033 78 259 67 454(500 781 805 97180 534 689(1000) 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229 389 493(500] 647 964(3000) 89 178175 784 840(50.) 41 948 179061 94 264 391 99 617(500) 706 180134 393 520 95 832 181010 137(500) 65 544 804 59 991(3000) 182116 35 514 660(500] 183079 124 94 216 506 623 730 37 58 803 40 184088 89 259 81 185317(1000) 563(500) 631 34 828 186002 66 249 76(500) 300(1000] 13 453 504 11 602 764 187011 22 176 360(1000) 444 69(500) 583(500) 873 947 15002 188194 25 52 223 90(500) 333 744 77 98 919 20 59 189083 275 306 39 410(1000 512 60 744 71 881 967 190163 82 474 504 48 605 21 191183 93 238(500) 304 90 448 545 803 22 77 903 192049 605 63 825 913 193126 95 200 344 59 98 525 614(1000) 96 718 960 194010 2. 463 66 785 195102 288 479 572 613 83 742 889 196001 152 259 329 408 761 838 67 992 197074 77 153 67(500] 446 614 918 78 198065 278 531 49 696 705 816 44 69 934(500) 199296 399 716 20 200026 225 455(500] 543 654 766 830 99 987 94 201198 457 572 616(3000) 20 98 849 976(3000) 202148 231 320[500) 77 421 29 36 636 770 203008(1000 92 153 99 226 530 917 78(500] 204065 274 360 816 33 56(500) 61 2902 205035 255 86 307(1000] 680 713 82 848 992 296028 30(3000) 83 136 95 285 396 522 632(500] 46 48 776 926(1000) 48 207153 227 418(1000) 509 715 867 979 208092 160 290 330 449 713 22 84 921(1000) 209052 356 503 56 611 35 761 904 210091 534 869 966 211087 346 446 711 14 19(5000) 972 212092 125(1000] 68 81 545 49 536 698(3000 940 48 59 85 213225 44 312 39 89 635 717 819 44 1000 73(1004 214·56 59 500) 804 68 215099 243 373 99 469 779 98 960 216255°6 466 434 81 686 726 911 217061 103 94(500] 394 660 734 79 997 2 8026 84(5001 111 63 208 23 313 44 60 423 956 67 219112 267 300 9 10 493 661 90 767 830 917 220267 307 48 407 514 65 684 783 98 291050 61 144 318 21 502 744 82 855 222517(03 32 788 965 77 223 78 94 /500) 140 361 478 98 752 961 224019 73 84 247 388 518 85 610(500) 732 968 225002 54 59 235 318 25 446 1000] 509 49 1000] 60 681 782 89 932 226110 52 320 49 89[5000 518 227155 227 584 87 617 897 917 63 228261 66 482 539 701 76 867 986 229035 116 47 211 28 311 413 75 662 844 913 230053 142 82 395(500) 139 706 32 813 88 942 98 231125 484 606 790 896 900 245 307 11 514 57 636 731 32 847 973 99 232245 307 11 514 57 636 731 32 847 7288 8 992 Berichtigung: In 20683 gezogen. 973 99 1500] 233388 434 632 53 68 der Nachmittagsliste vom 27. November ist 20638 stett 20. Tiekurg der 5. Klesse der 6. Preußisch-Süddeutschen (732. Fgl. Preuß.) Klassen-Lotterie. (Vom 6. Novhr. bis 2. Dezbr. 1915.) Nur die Gewinne über 240 Mk. find den betr. Rummern in Klammern beigefügt. Ohne Gewähr...B. entjede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Ge vinne gefallen, und) oar einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II. 30. November 1915, nachmittags. Nachdruck verboten. 194 272 506 19 738 77 927, 1178 379 25 433 518 660 68 792 2111 69 247 301 9 552 54 763 3190 564 652 72 711 4136 87(500) 231 36 334 418(500 503 13 74 645 829 5151 230 404(500) 541 70 81 641(500) 947 81 6019 308 402 5 773 844 980 7106 62 463 662 716 23(500] 38 806 8 79 92 983 8065 90[500) 102 30 49 93 243 59 541 970 9069 78 458 512(3000] 620 27 74 85 93 834 96 10059 65 311 41 455(3000) 615 702 11071 105 18 257 419 539 71 715 915 12415 690 917 66 13054 192 371 423 29 694 918 14174 258 85[5090] 564 614 47(3000) 714 76 95 818 960 15099 113 67 537 16006 51 401(500] 524 826 49 60 972 17033 92 147 61 222 797 82) 82 955 59 18072 395(500) 445 79 89 640 886 924 19007 398(1000] 475 515 604 72 77 754(500) 911 20291 469 631 54 927 42 88 21441 572 78 674 90 834 70 972 22309 22 70 447 529 36 661 66 713 55 820 23109 38(1000] 224 65(1000) 78 343 402 688 730 53 24075 221 28 43 563 650 729(1000) 878 25143 48 99 229 432 534 84 92. 26035(500) 57 232 318 72 76 512 819 27381(500) 402 557 617 817 939 82 28080(1000] 87 196 579 678 902 78 29134 223 33 622(500] 65 784 940 30067 256 351 59 564 94 653 898 31072 307 61 619 59 65 828 907 35 52 82134 403 53 681 736 54(500) 845 33109 591 665 892 24023 310 462 97 530 500) 35 56 608 720 942 69 71 35015 142 56 66 515 63 715 846 71 914 36293 325 444 679 37219 43 320 431 592 610 743 848 49 38025 203 44 513 53 73 911 35 39057 296 404 75 508 837 40054 145 464 602 32 709 852 949 93 41031 177 248 353 453 758 67 42016 55 438 46 512 91 620 27 775 882 95 978 79 43095 354 56 434 581 838 955 44507 63 72 711 95(550) 853 949 45135 320 457 834 81 920 46114 234 82 332 400 583 871 937 38 46 47207 46 320 55 645 48 733 77 78 904 17 48088 142 418 91 616 58 726 834 943 49036 156 84 372(500] 874 .50198 430 539 834 51221(500) 41(1000] 87(3000] 401 589 802 60 909 10 20 52090 148(500) 62 79 263 99 372 83 511 55(1000) 676 95 848 53071 133 204 341 49(1000) 504 6 46 66 620(1000) 949 54038 128 258 323 35 509 31(500] 601 29 753 823 67 93 966 55096 231 417 549 67 626 819 56157 63 99 452(500, 503 49 3000) 916 79 57147 332 55 429 830 950 58151 238 373 422 502 32 779 838973 59006 9 128 363(500) 560 680(1000) 83 98 751 863 958 60300[500) 436(3000] 61 515 59 740 932 61041 167 393 430(3000] 66 569 618 53(1000) 801 924 62198 232 42 511(3000] 889 906(1000) 45 63033 210 322 487 1000 569 74 626 794 919 28 64026 244 395(3000) 422 559 64 619 43 746 49 92 988 65093 390 656(1000] 896 66051 229 488 614 986 67037 133 72 80 365 93 406 566 96 703 12 911 32 60 63 68131 283 399 512 35 746 94 69026 116(500) 87 200 415(500) 762 76 89 976 4 4 . 7 0 1 7 3( 5 0 0 2 9 0 3 5 0 4 0 8 6 1 8 0 4 8 4 9 4 2 7 1 0 4 5 2 5 8( 3 0 0 0] 3 9 3( 3 0 0 0) 6 9 7 7 7 0 500) 914 72226 300 566 821 73044 174 225 54 436 643 74 849 902 28 74076 172 226 39(500) 310 15 449 89 778 821 79 75050 93 273 468 517 678 90 769 95 859 76314 47 485(500) 514(1000) 33 705(1000) 891 45 904 77028 118 219 26 318 411 90 519 29 621 94 821 917 78231 68 405—64 538 786 854 907 79027 239 99 326 43 58 419 510 76 708 80 813 80001 182 233 553 755 81068 83 186 276 440(500) 722 43 50 855 945 82199 500 331 81 537 605 738 83017 56(5000] 104 259 75 373 418 595 759 (1000] 84039 96(1000) 255 330 52 57(1000) 418 69 600 46 738 995 85010 50 72 107(1000] 68 290 443 461 906 79 86103 321(1000] 450(3000) 523 37 662 78 87405 511 22 24 699 700 21(500) 887 985 88262 352 463 721 93 89183 94 293 407 38 39(500) 503 52 90240 71 87 310 72 476 729 729 930 91060 243 345 60 699 736 810 24 73 96 32007 23 40 229 339 48 430(5000) 76(1000) 532(1000) 95 624 63 93116 65 .„ 96. 280,.4 46 421 82 627 739 41 921 94201 332 409 70(500] 580 97 954 95108 463 652 70 96064 326 417 53(500 821 27 990[500) 97345 670 98063(500] 74 170 423(500) 603 802 944 91 99020 71 159 465 604 19 48(1000) 711 82 923 100002 215(1000) 44 489 518(1000) 611(1000) 817 74, 101099 115 42(1000) 321 32 467 875 955 162279 335 441 58 81 504 35 680 763 85 902 91 103032 36 118 78 80 223 447 845 164142 50 254 90 465 503 12 43 849 954 105045 112 18 31 405 71 558 86 771 842 982 106207 17 401 649 806 95(500) 903 93 167005 90 97 241 408 755 824 73 924[500] 108258 335(3000) 534 53(500) 56 679 715 833 109275 411 52 545[500) 83 632 829 73(500) 110017 75(500) 194 221 503 750 59 903 111014 287 369(1000] 683 721 74 112157 (1000) 70 206 34 332(1000] 50 510(3000) 44 724 71 808 947 113077 122 42 44 260 64 71 91 437 71 528 55 862 70 83 984 114187 378 699 772 115001 220 32(1000 47 73 94 407 12 90 641 56 762 73 939, 116159 34; 429 85 513 45 67 685 727 52 99 117004 315 641 60 753 118097 326 60 717 21 91 852 68 951 119267 334 37 416 731 76 953 88 120026°6 23 413 47 576 606 73 707 924 121030 228 308(500) 434 547 635 712[5060] 815 68(500) 122054(3000) 352(1000) 464 70 97 /1000) 739 800 123175 605 809 124233 692 742 50 846 53(1000) 912 52 125030 89(3000) 222 64(1000) 361 418 75 638 70 723(1000) 32(100; 807 9 24 68 78 126069 124 57 269 319 511 919 127074 191 253 373 420 90(5000] 507 633 703 818 91 128080 154 266 353(3000] 639 43 921 78(500] 129131 386 786 824 29 130074(500) 407 31 39 95 531 810 15 942(500] 131015 23 117 253 61(500) 410 747 992 132017 71 136 228 34 410 35 637 69 795 850 930 133054 292 327 638 50 865 900 37. 139015 17 148 58 62 448 784 824 943 140016 22 128 41 58 241 315 420 82(1000] 579 834 54 55 141132 821 142009 52 191 228 335 688 731 55 811 15 82(500) 954 143151 55 91 227 359 582 79 814 939 159°28 138 49 53 289 307 442 63 85(500) 526 722 885 151030 33 44 77 141 547 882 933 85 152649(1000) 494 96 517(3000] 91 618(3000) 51 703 66 813 47 15338 79 144 264 582 86 654 57 726 61 94 83) 47 98 154047 332 34 890 943 66 155152 63 98 231 472 660 95(1030) 768 879 97 965 156083 102 307 517 724 959 157022 814 36 906 158246 438[500 57 93 503 53 62 77 782 804 159290 311 55 80 632 723 831 65(1000] 985 99 160127 201 311 26 27 467 555 678 703 12 21 86 812 941 161027 194 422 94 530 700 68 94 939 162399 427 523 715 829 163054 404 73 584 707 41 897 1000) 938 164133 40 59(1000) 339 630(29 836 53 165143 76 271 495 982 166098 202 64 11000) 82 362(500) 582 834 79 983 167028 160 80 300 457 528 646 91(1000) 755 817 975 168079 113 372 77 517 62 906 169025 65 132 96 246 341 434 622(500] 55 69(500 803 170056 154 56 221 708 821 34(500) 946 84 171011 178 312 405 22(500] 532 500) 742 879 974 1725=6 721 31 825 173125 85 210 32 303 23 450 500 852 53 500) 174163 372 510 602 39 773 898 78 175343 539 605 705 861 920 55 176158 60 96 223 32 72 590 685 796 861 978 177195 218 646 66 92 731 836 52 912 178202 44 499 13000) 597 600 910 51 92 179149 206 434(500) 50 55 96 725 901 180104 77 221 340 590 181307 436 559 182093 98 107 309(500] 37 89 445 683(500 815 20 917 48(500) 183102 225 354 499 537 619 750(500) 61 77 861 184064(500] 173 249 420(500] 501 60 812 942 185126 64.3 431 74 527 90 756 63 816 33 935 186417 596 624 881 930(1009) 40, 187223 405 642 46 790 937(1000] 45 69 75 91 188006 13 77 78(1000) 79 124(500) 34 318 521 626 70 73 848 931 64 189680(500) 117 658 190110 27 76 250 344 428 41 618 776 805 11(1000) 915 43 191017 49 231 69 678 727 901 52 200059 302 97 631 712 74(1000) 835 3000) 91 97 745 835 203107(500) 50 205001 221 64 403 612(1000) 730 57 01200 487 660 900 47 80 202112 561 856 914 20.4303 503 33 704 947 68 100 04 900 206133 69 289 481 98 511[500] 28 1000] 58 609(500) 842 916 207429 787(3000] 842 59(500] 208029[500) 97 500) 129 208 470 908 54 209050 61 94 270 405 48 62 588 603 66(1000) 758 818 907 31 63 210128 428 516 37 601 745 984 211060 152 381 462 568(500] 672 87 817 212153(500) 67 418 76 537 694 939, 213331 36(1000] 267 88 336 479 580(3000] 97 634 788 214147 315 48 611 957, 215132 467 502 737 865 216005 267 505 23 663(500) 984 217000(500] 45 166 374 454 705 896 218007 143 69(500) 436 534 40 987 219090 142 232 302 481 731 49 817 64 999 (3000 989 228196 252 499 520 634 715 892 229005 52 100 1000) 9 76 86 482(500 669 864 911 239027 123 253 74 345 72 401 24 61 711 807 33 82 231266 694 706(500) 911 31—232039 43 82 103 43 69 77.282 352 453 547 62 816 33 39 63 902 233198 225 54 72 346 92 622(500 39 746 889 995 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu 300000. 8 Gewinne zu 15000. 14 zu 10000, 22 zu 5000, 280 zu 8000, 632 zu 1000, 728 zu 500 Mt. Kölner Local-Rnzeiger Nr. 331- Mittwoch, 1. Dezember 1915 Sette 7. Ripsweste u. Rollkragen wiesööss, She.95 SShunnmnnuliinnanlumununonmmmzzi Glasbatist=Weste bung sekict, genau vie npou..75 2 — Spitzen=Jabot Rüschewesobst 1. 45 Batist=Rüsche vse ucöshng“ O. 9 5 Nacken=-Rüsche Canmeband.25 Sosezegnphshete chog m.50 „„ MotréHandtasche vie 1 05 E Domnadgur W Domas=Seve.7/·5 m Moiré=Handtasche“ Zigel#.gm gmem Zuner, genan vie1 Kinder=Derltasche Rähülbung 1. 9/9&a Dompadou, genau wie Abbilbung.“= genau wie Abbübung„.....=42# ieaumsgzaumunnünunmzmumunmnzinnuinumsuaminsinnnnickiunnnnnnummmmmzsäbininnunanninmmmmmmmckiunzinuninminaninnzimunmickinnanmmmmuummmsühinushiunnumnusrunonsununmunnsgspunnenzmreacsuememzisnumumerurnurmusnuunlrlunmasnarns .25 S Sammet=Gummigürtel 8 Unterrock=Volant Unterrock=Volant S Sammet=Gummigürtel mit fester Schließe, genau wie Abbildur. 40 S aus Alpaka, in vielen Farben—..—.90 S aus gestreiftem Satin und Moiré—...45 g mit elegan. Schließe, genau wie Abbildung.952 Standesamt der Stadt Köln.(Vom 29. Novbr. 1915.) Sterbefälle. Karl Robert Krewald, 11 St., Kamekestr. 8.- Wwe. Anna Kath. Weingärtner, geb. Düssel, 81., Maria=Adlaßplatz 10. Martin Kunkel, Schneider, ledig, 20., Blumenstr. 15.- Wwe Josepha Boch, geb. Frisch, 66., U. Krahnenbäumen 15.- Walburga Kremer, ledig, 74., Komödienstr. 57.- Wwr. Heinrich Schiefenbusch, Oestill., 68., Lütticherstr. 43.- Joh. Wilh. Lorenz, Rekr. Komp, Res.=Ins.= Reg. 204, Eisenbahngepäcktr., ledig, 20., Eigelstein 123.- Wwe. Gerr Nacken, geb Gräfen, 73., Aachener Glacis 7.- Franz Jos. Scheidt, Ren ner, verh., 72., Kaiser=Wilhelmring 28.- Maria Hütten, 3 St., Komödienstr. 65.— Wwe Sophie Herzfeld, geb. Isaak, 81., Hansaring 141.- Therese Daniels, ledte, 36., Köln=Raderthal, Brühlerstraße 228.- Arnold Dahmen, Steindrucker, z. Z. Soldat, ledig, 25., Josephstr. 11.- Joh Meiß, Hausdiener, z. Z. Soldat, ledig, 19., Ellaßstr. 61.- Joh. Schmitz, Kutscher, z. Z. Soldat, ledig. 20., KölnRaderberg, Raderdergerstr. 209.- Herm. Lotze, Friseur, z. Z. Soldat, ledig, 27., Teutoburgerstr. 17.- Erich Wolter, 1 J. 7., Merovingerstraße 32. Kath Stefan, geb. Horn, verh., 55., Köln=Arnoldshöhe, Bonnerstr 267.- Bernh. Loosen, Straßenbahnarb., z Z. Soldat, ledig, 24., Köln=Bayenthal, Koblenzerstr. 88A.. Joh. Held, Brauer, z. Z. So dat, verh., 30., Köln=Bayenthal, Kolpingstr. 10.. Alex. Kerres, 2 J. 10 M, Trutzenberg 37.- Joseph Huisgen, Referendar, Musk. im Res.=Int.=Reg. 258, ledig, 24., Frankftr 18.- Wwe. Agatha Servos, geb. Rhoden. 60., Friedrichstr. 17.- Heinr. Pickartz, Kaufm., Unteroff. d. L. im Landw.=Ins.=Reg. 29, ledig. 31 J. Spieserg. 3. Karl Auerbach, Konditor, Ers=Res. im Inf.=Reg. 138, led., 32., Thieboldsg. 146.— Josephine Horsch, 2., Gr. Griechenmarkt 132. Standcsamt der Stadt Köln.(Vom 30. November 1915) Sterbefälle. Heinrich August Seyboth, Korkschneider, zurz. Soldat, led., 28., Silvanstr. 12.- Witwe Gertrud Küpper, geb. Sürth, ohne Beruf. 72., Severinstr. 123/125.- Wilhelm Jüres, 3 M, Elseßstr. 32. - Wilhelm Gerresheim, Torpedoheizer, 5. Komp, 2 Torpedodivision, Elektromonteur, led., 22 J. Dagobertstr. 76.- Deter Mangold, Landsturmm., 4. Komp., Res.=Inf.=Regt 332, Möbeltransport. verh. 31., Unter Kahlenhausen 7.— Witwer Jakob Merzbach, Schneidermstr. 86 ., Klingelpütz 2.- Margareta Koch, ob. Beruf. led., 74.,.=Riehl. Stammheimerstr. 28.- Joh. Maria Jos. Vitalis Pantenburg, Kaufm., led., 20., Jakordenstr. 16.— Ernst Heinr. Kolkmann, Leutn. d.., 5. Batt., Res.=Fuß=Art.=Regt. 9, Prok., verh, 39., Ewaldistr. 9, im Felde gef.- Max Anton Traub, Redakt., verh., 61., Udierring 52.- Maria Künzler, geb. Neuer, oh. Beruf, 55., Alte Mauer am Bach 93.- Det. Krämer, Ackerknecht, 16., Derlengraben 101.. Johann Groll, Fohrm., 60., Luxemburgerstr. 24. Emilie Niessen, geb. Chrenberg, 49., Richard Wagnerstr. 49- Joseph Klüttermann, Gärtner, 75., Heinsbergstr. 10.— Gertr. Stahl, geb. Prior, oh. Ber., 70., Alexianerstr. 2. Standesamt Köln=Eindenthal.(Vom 29. Nov. 1915.) Sterbefälle. Wwe. Agnes Walker, geb. Rennen, 93., Köln, Engelbertstr. 32.- Meyer Nathan, ledig, 64., Essen, Huttropstr. 19.Helene Arenz, ged. Mömmerzheim, verh., 39., Kön=Ehrenfeld, Overbecker 68.— Berta Rentenauer, geb. Feuerstein, verh, 24., Köln, Richard Wagnerstr 9.= Wwr Deter Schmitz, o.., 79., Rückertstraße 21.- Joh. Zinser, Hausdiener, Res., 10. Komp. Res.=Inf.=Reg. 28, ledig, 28., Stadtwaldgürtel 33.- Felix Brockfeld, Handlungsgeh, Gefr., Res. leichte Mun.=Kol., Feldart.=Reg. 59, ledig, 25., Laudahnstraße 15. Christ. Heinr. Kaiser, 1 J. 11., Blankenheim, Wald. Bahnhof.- Daul Westendorf, 3., Köln, U. Kahlenhausen 7.- Ludw. Wilh. Baum, 1 J. 3., Köln, Eigelstein 137.. Jos. Helff, 1 J. 3., Köln=Sälz, Redwitzstr. 12. Standesamt Köln-Lindenthal.(Vom 30. Novbr. 1915.) Sterbefälle. Berta Deterle, geb. Frankholtz, o., Wwe. 64., Köln=Bayenthal, Alteburgerstr. 37.= Elisab Zimmermann, o.., led., 58., Köln=Sülz, Daunerstr. 24.- Anna Kath. Ther. Bogen, geb. Eberz, Köln, Händelstr. 33.= Heinr. Bürster,., Köln, Mau Just. verh., 65., ritiuswall 39.- Gu 2., Köln=Nippes, Merheimerstr. 122.— Anna Werdig, 3., Köln, Thieboldsgasse 72.- Juliane Schneider, 2., Köln=Ehrenfeld, Fridolinstr. 44. Köln, T 2., Köln=Ehrenfeld, Fridolin Standesamt Köln-Ebrenkeld.(Vom 14. b. 26. 11. 1915.) Sterbefälle. Peter Hövel, Wwer., 27., Rothehausstr. 15;- Friedr Wilh. Theod. Schulder, verh., 42., Philippstr. 62;- Paul Oedingen, led., 20 J·, Sömmering=r. 47;- August Schuh, led., 22., Leyendeckerstraße 85;. Wilh Lemper, led.. 21., Senefelderstr. 22;- Martin ankowskt, led., 24., Liebigstr 167;- Heinrich Echer, verb. 28 -—„ Herkulesstr. 197;- Wichelm Conrads, 35., Marieustr. 47; Kurt Walter Frenzel, verh. 27., Venoerstr. 166;- Joh Stoffels, verh, 43 J. Körnerkr. 24, alle im Felde gefallen.- Joh Jej. Hub. Fleischheuer, verh.. 73 J. Venloerstr. 136.- Jul Herm. Jos. Möller, verh, 71., Venloerstr. 180.- Gertr Buschmann, geb. Ohrem, verh., 73 ., Teichstr. 4= Ernst Peter Otto Hansmann, 8T., Venloerstr 326.Deter Greuel, verh. 68., Dechenstr. 85.- Sophia Meier, led., 19., Hospeltstr. 25.- August Hahnstadt, 33. 1 Mon, Simarplatz 14.-Karl Rud. Sigismund Petznick, verh., 47., Fridolinstr. 17.- Johanne König, geb. Fischer, Wwe., 71., Lichtstr. 64. Karl Graf. vern. 33 ., Rochusstr. 203.- Hudert Lindlar, 13 Mon., Venloerstr. 695. Thielicke, 2 Std., Liedigstr. 36- Berta Math Hochgeschu Maria rz. 14 3. Vogelsangerstr. 98.- Michael Hamacher, verh., 48J., Subbelratherstr. 140.— Elisabeth Levy, ledig. 26., Köln, Dasselstr. 58. Standesamt Köln-Kalk.(Vom 21. bis 27. Nov. 1915.) Sterbefälle. Wwe Cäcilia Kath. Zündorf, geb. Zorn, 72., Kuthstr. 43- Jos. Lorenz, Rekr, 7.., Techn., ledig, 20., Dillenburgerstraße 92.= Wwr. Joh. Christ. Jos. Hoppe, Rentner, 78., Neuerburgstraße 19„ Maria Lüke, geb. Tenten, verh., 40., Schulstr. 4.- Jos. Menrath, Renine, ledig. 68., Schüllendusch.- Joseph Usaj, 1., Vietorstr. 94.- Hedwig Droste, 9., Thumbstr. 46- Christ. Pasqua, ollweghstr. J. verh., 5.., Holl Maith. Kyeh, 1., Heßhofpl. 28.- Engeld. Lorenz Simons, Landsturmm. 4. Komp. 3. mob. Landst.=Bat. Koblenz. Johann Körber, Wehrm../29. Winzer, verh. 44., Homarstr. 79. Maurer verh., 35., Kapi#elstr. 13. ./4, Glaser, 45., Beriramstr. 57.. Bülheimerstr. 136. Wwr. Jos. Zons, San=Gefr., Heinrich Büttner, 3., KalkStandesamt Köln-Mälheim.(Vom 6. bis 19.11. 1915.) Sterbefälle. Joseph Korte, 48., Wiesdorf.- Luise Schroeder, 5 J. Bert nerstr. 86.- Richard Michels, Landsturmmann, 31 J.- Wilhelm Donders, Grenadier, 24 J. Emil Ferv. Schiefelbein, Musk., 26 J.=. Heinrich Kivernagel, 73 J,, Guilleaumestr. 1.= Christian Rodenbach, Garde=Füselier, 33 J.- Jakob Junginger, Ersatz=Res., 27 J.- Peter van den Hövel, Landst.=Natr., 30 J.- Jos. Krämer, Pionier, 27 J" Peter Paul Poswyk, Reservis, 24 J.= Cäcilia Forsbach geb. Weingarten. 56., Deutz=Mülhenner str. 338.„ Ernst Radermacher, Armierungssoldat, 29 J.- Johann Sanzen, Wehrm., 34 J.- Klara Betje, 3 J. Peschstr 10.- Peter Meister, 55., Oskarsraße 51.— Karl Zandowsky, 56., Hacketäuerar 5.- Theodor Siefen, 12., Frankfurterstr. 110. Deter Übber, 66., Wallstr. 123. - Heinrich Lohmar, Gefreiter, 22 J.- Johann Heinrich Schleppers, Reservist, 2. J.= Kath. Wi helmine Bornheim geb..“ Frankfurterstr. 29.- Christina Burbach ged. Werheid, 74., straße 99.- Karl Koppe, Vizefeldwedel 32 J geb. S ahl, 92 ., MontanusC 9073 herste 50 21 Graue Haare nicht mehr bei Anwendung v. Schellenbergs Haarfarbe=Wiederersteller. Selbiger ist wasserhell und färdt nicht ad. Fl..50.4 Alleinverkauf H. Schellenberg, Breitestraße 13—15. Seite 3. Neues aus Köln 0 Max Anton Traub F. Der leitende Handelsredakteur der Kölnischen Volkszeitung, Herr Max Anton Traub, der ihrem Handelsteil seit fast einem Menschonleben vorgestanden und ihn aus kleinen Anfängen heraus zu großem Ansehen emporgeführt hat, ist am 29. November abends aus diesem Leben geschieden. Seit etwa 2½ Jahren war er durch Herzleiden geplagt, aber dennoch von unermüdlichem Schaffenseifer beseelt. Noch in diesem Winterhalbjahr hatte er für seine Vorlesungen an der Städtischen Handelshochschule zu Köln das Thema: Was erwartet die Presse nach dem Kriege? ankündigen lassen. Allein es sollte leider anders kommen, sein Redaktionspult und sein Lehrstuhl im zweiten Winter des Weltkrieges nicht mehr besetzt sein. Mit ihm ist ein geborener Journalist, ein über reiche Kenntnisse und Lebenserfahrung verfügender, akademisch und kaufmännisch zugleich bestens vorgebildeter Handelsredakteur dahingegangen. Sein Wirken und seine Ziele bedeuteten ein„Programm“ für die Kölnische Volkszeitung, das große Anerkennung in der Oeffentlichkeit gefunden hat. Richtlinien waren dabei unter anderem: Verteidigung der deutschen Schutzzölle in tunlichst mäßiger angemessener Höhe, zum Schutze von Gewerbe und Landwirtschaft, eine überaus segensreiche Arbeit, wie sich nie besser herausgestellt hat, als jetzt während des Weltkrieges; Wahrung der Interessen aller Erwerbsstände, namentlich aber der jeweilig in schwieriger Lage befindlichen. und der Interessen der Verbraucher; besonders sorgfältige Berichterstattung über Naturerzeugnisse und gewerbliche Waren, nicht zuletzt über die Wertpapierbörse. Selbstverständlich galt dabei die Wahrung der Unabhängigkeit der Zeitung— Banken, Syndikate und sonstwie vereinigten Geldmächten gegenüber— dem Verkorbenen als oberster Grundsatz. Ihm war auch die Pflege möglichst reiner Sprache im Handelsteil Herzenssache, nicht etwa erst seitdem der Krieg das Gewissen der Deutschen nach dieser Richtung geschärft hat, sondern von jeher. Es war ihm noch vergönnt, am 1. April 1912 das Jubiläum seiner 25jährigen Tätigkeit bei der Kölnischen Volkszeitung zu feiern. G Fleischlose Gerichte. Ueber dieses Thema hielt am Dienstag Frau Marie Priester aus Frankfurt a. M. in der Lese einen Vortrag, nachdem zuvor im Laufe des Nachmittags durch eine Ausstellung fertiger Gerichte der Frauenwelt reichlich benutzte Gelegenheit geboten war, sich durch den Augenschein von der Turchführbarkeit vieler von der Rednerin empfohlener Rezepte zu überzeugen. Da gab es Tomatenreis mit Erbswurst, Spinatknödel, Pilzgerichte, Fischsülze, vegetarische Sülze, Miesmuschel=Ragout, gebackenen Blumenkohl, Kartoffelmahonnaise und vieles andere, was für fleischlose Tage und in feitarmer Zeit geeignet ist, den Küchenzettel abwechselungsreicher zu gestalten. Nebenher waren Marmeladen und Weihnachtsgebäck. gestreckte Butter und auch gestreckte Seife ausgestellt. Frau Priester hat zwei kleine Kochbücher verfaßt, ein Kriegskochbuch(M. 0,25) für fleischfreie Tage und eine Zusammenstellung von Kochvorschriften für 14 Tage unter der Aufschrift Ohne Fett(M. 0,20), die eifrig gekauft wurden. Ihr Vortrag galt zum großen Teil der Schilderung von Zubereitungsweisen begetarischer Speisen. Als langjahrige Inhaberin des vegetarischen Speisehauses Ceres in Frankfurt redete sie naturgemäß, wenn auch frei von jedem Fanatismus, überhaupt der Ernährung mit nur pflanzlicher Kost das Wort und stützte sich dabei auf die Grundsätze des bekannten dänischen Arztes Dr. Hindhede. Brot, Milch, Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse, Kastanien und, wenn vorhanden, Fett sollen die Grundlage unseres Küchenzettels bilden. Fleischlose Nahrung wird dann schmackhaft, verdaulich und nährkräftig, wenn die richtigen Zusammensetzungen gewählt werden. Erbsen, Bohnen, Linsen als Hauptgerichte zu reichen, ist wegen deren Mächtigkeit an Eiweißgehalt zu verwerfen, feinste Zerkleinerung überdies unerläßlich. Nachteil der fleischlosen Gerichte ist ihr mangelnder Anreiz zum Kauen; er muß durch Erstellung von Fleischersatz wettgemacht werden. Rednerin gab dafür viele Anleitungen. Dr. med. Grotthoff führte durch Hinweis auf mäßigen Fleischgenuß als gesund und zuträglich auf die goldene Mittellinie zurück und entsprach damit fühlbar den Auffassungen der Zuhörerschaft. Er schilderte weiter die Verwertung tierischen reinen Blutes als Zusatz zu jedweder Nahrung und zeigte Präparate auf, welche die bequeme Nutzbarmachung des Blutes als wertvollen Eiweißträgers erkennen ließen. In Wurstersatz, Leberwurst besonderer Art und Gemüsewurst brachte Dr. Grotthoff entsprechende Kostproben, die allgemeinen Beifall fanden. ( Eine Ausstellung ostpreußischer Heimatkunst ist unter dem Protektorat der Frau Oberbürgermeister Waltraf zum Besten der Stadt Neidenburg, über die die Stadt Köln bekanntlich das Patronat übernommen hat, am Dienstag in dem Gebäude der früheren Eisenbahndirektion, Domhof 28, eröffnet worden. Die Veranstaltung liegt in den Händen des Vereins für deutsche Frauenkleidung und Frauenkultur, und die Ausstellungsgegenstände sind auch zumeist Frauenhandarbeiten. Es ist aber erfreulich zu sehen, wie diese Heimarbeit, vermutlich durch entsprechende Anleitung, geschmackvoll und künstlerisch in modernem Sinne gestaltet worden ist, so daß sie hohen Anforderungen durchaus entspricht. Wir sehen da wunderschöne Handwebereien der Verkaufsstelle für ländliche Heimarbeiter in Ostpreußen, um die Landeshauptmann von Brg sich verdient gemacht hat, oder solche, die den ostpreußischen Werkstätten in Königsberg= Amalienau entstammen. Originell sind die Zeugdrucke, die nach Linoleumschnitten hergestellt werden, sehr hübsch die sog Vivatbänder, die Wiedererweckung einer Sitte unserer Großmütter, die sich mit solchen bemalten und bedruckten Seidenbändern zur Beglückwünschung und zum Angedenken beschenkten. Allerlei Kinderspielsachen aus Tuch und Holz erfreuen in ihrer originellen Gestaltung auch das Auge des Erwachsenen. Die Erzeugnisse der Litauischen Webeschule: Schürzen und Schürzenbänder, Nähtischdecken u. dgl. zeichnen sich durch Geschmack und Farbenharmonie aus. Auf einem Tische liegen künstlerische Ansichtspostkarten mit prächtigen ostpreußischen Motiven, und die Wände der Räume schmücken Gemalde, Aquarelle und sonstige Bilder des Künstlerinnenbundes in Kinigsberg, die ernsthafter Kritik standhalten. Während der Dauer der Ausstellung, die vorläufig bis zum Jahresende gedacht ist, werden Samstagnachmittags durch Vorträge gewürzte Tees veranstaltet. An den übrigen Tagen finden Pupvenspiele statt, deren Besuch Kindern und Erwachsenen gleicherweise empfohlen werden kann. In einem kleinen, intim ausgestatteten Raume, der nur etwa 25 Zuschauer faßt, sitzen wir einer Miniaturbühne gegenüber, deren Höhe längst nicht einen Meter erreicht. Aber was für Stimmungswerk aus diesem kleinen Bühnenraume durch die Künste plastischen GeKaltens und der Beleuchtung hervorgezaubert wird, ist erNr. 331* Mittwoch, 1. Dezember 1915 staunlich. Dieses willkommene Zusammenwirken des dichterischen Wortes und der Ausstattung des Schauplatzes ist erklärlich in der Tatsache, daß der Schöpfer dieses kleinen Theaters mit dem Dichter identisch ist. Redakteur Dr. W. Schmits zeichnet hier in doppeltem Sinne in Bausch und Bogen verantwortlich. Und das kann er sehr wohl; wir sahen zwei Stücke seines reichhaltigen Spielplanes, die in der Tat Kunstwerke ihrer Art sind und auch von Erwachsenen mit Interesse genossen werden, ja eigentlich nur von solchen in ihrem reichen Gehalt an Phantasie, Geist und Poesie gewürdigt werden können. Dabei werden diese Sachen mit bestem Verständnis und Geschmack vorgetragen, so daß ein wohlabgerundetes Kunstwerk zustande kommt. Die Puppenspiele haben natürlich mit einem Hänneschentheater nichts gemein. 0) In der evangelischen Kirche in Ehrenfeld findet am Sonntag, abends 6 Uhr, wieder eine musikalische Kriegsandacht statt. Es werden mitwirken Paul Hei rich(Orgel), der Geigenvirtuose de Haas und die Sopranistin Frl. Grete Gandner. Der starke Besuch der letzten Veranstaltung zeigt, wie diese Art der Andachten in den weitesten Kreisen der Bevölkerung Anklang gefunden hat. () Jung-Köln unterstützt in Nr. 16 die lobenswerten Bemühungen weiter Kreise um Weihnachtsgaben für unsere Feldgrauen in einem hübschen Gedichte von M. Braunfels. Der Schluß der plattkölnischen Erzählung En Bivakslummer befriedigt ebenso wie der spannende Ausgang der Geschichte Mit dem=Boot gegen England, die uns Wilhelm Lennemann spendet. Wilhelm Müller=Rüdersdorf gibt in einem packenden Spruch das Wesentliche der Persönlichkeit unseres Flottenchefs Tirpitz wieder. Der große Krieg, Schützengrabenperiskope und die praktische Anweisung Wie stelle ich mir ein Sehrohr her? werden den jungen Lesern recht zusagen, und für Mädchen plaudert in gewohnter trefflicher Weise der Aufsatz Allerhand Prahlhänse. (0 Verschleppte Oostsachen. In letzter Zeit kommt es sehr häufig vor, daß Briefe, Postkarten und Zeitungen entweder gar nicht oder mit oft recht erheblicher Verspätung erst in die Hände der Adressaten gelangen. Der Postverwaltung kann man daraus in der gegenwärtigen schweren Zeit keinen Vorwurf machen; denn sie muß sich für die Bestellung der Sendungen zum großen Teil eines nur wenig geschulten Aushülfspersonals bedienen. Hier muß eben das Publikum selbst mithelfen, daß alles ins richtige Geleis gelangt. Zunächst soll sich jedermann überzeugen, ob die Sachen, die ihm eingehändigt werden, auch für ihn bestimmt sind, bevor er sie gedankenlos öffnet. Schlüpft ein Fehlgänger in den Briefkasten, dann gebe man ihn dem Briefträger beim nächsten Bestellgang zurück, damit der berufene Empfänger vor Sorgen oder Schaden bewahrt bleibt. Es handelt sich dabei nicht allein um geschäftliche Angelegenheiten, sondern auch um die sehnsüchtig erwarteten Nachrichten, die mit der Feldpost ankommen. Vielfach mögen solche Blindläufer unbedacht geöffnet und dann aus falscher Scham behalten oder gar vernichtet werden, auch ist es nicht ausgeschlossen, daß die Neugier hier zu einem Eingriff in die Rechte eines anderen verleitet. Das ist im höchsten Grade verwerflich und kann nicht nur für den richtigen Empfänger, sondern auch für den unberechtigten zu peinlicher Verlegenheit werden, denn dieser kann eventuell wegen Verletzung des Briefgeheimnisses oder Unterschlagung gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. 0) Unternehmerpraktiken bei Heereslieferungen. Der Verband christlicher Schneider und Schneiderinnen teilt uns mit: Den Unternehmern, die Sandsäcke für den Heeresbedarf liefern, ist bekanntlich seitens der die Sandsäcke vergebenden Behörde vorgeschrieben worden, daß für das Nähen der Sandsäcke ohne Kordel und Schlaufen 5 Mark, mit Schlaufen 8 Mark gezahlt werden sollen. Diese Bestimmung wird bei den meisten Unternehmern auch jetzt noch nicht eingehalten, trotzdem in der Presse schon wiederholt darauf hingewiesen wurde und eine Anzahl Unternehmer seitens der beteiligten Arbeiterinnen am Gewerbegericht verklagt wurden. Neuerdings gehen verschiedene Unternehmer dazu über, sich von den Arbeiterinnen bescheinigen zu lassen, daß sie mit den gebotenen niederen Löhnen einverstanden sind und 100 Sandsäcke in zehn Stunden nähen können. Ein Unternehmer, der sich auch dieser Praktiken bedient, gibt alle paar Tage außer den Sandsäcken, die zu niedrig bezahlt werden, noch geringe Mengen in Arbeit, für die der vorgeschriebene Lohn bezahlt wird. Tie beteiligten Arbeiterinnen sind der Auffassung, daß die kleine Zahl ordnungsgemäß bezahlter Stücke nur deshalb gegeben wird, damit der Unternehmer bei event. Rückfrage der vergebenden Behörde sich den Rücken decken kann. Die Vorenthaltung des den Arbeiterinnen zustehenden Lohnes kann, namentlich bei der bestehenden allgemeinen Teuerung, nicht scharf genug verurteilt werden. (A Es ist vielfach die irrige Meinung verbreitet, als ob, wie im Vorjahre, besondere Weihnachtspaketwochen für die Versendung der Weinnachtspakete ins Feld eingerichtet würden. Dies ist nicht der Fall. Bezüglich der Versendung von Paketen, Päckchen und Briefen ins Feld bleibt es bei den bisherigen, seit Anfang dieses Jahres in Kraft befindlichen Bestimmungen, laut denen die Auflieferung von Paketen bis zu 50 Kilogramm direkt bei den Militär=Paket=Depots, bis zu 10 Kilogramm bei den Postanstalten und von 10 bis 50 Kilogramm bei der Güterabfertigung einer jeden Eisenbahn=Station erfolgen kann. Pfundpakete im Gewichte bis zu 500 Gramm mit der Aufschrift„Feldpostbrief“ können an Angehörige des deutschen Heeres jederzeit mit einem Porto von 20 Pfg., Briefe im Gewichte von 50 Gramm bis 250 Gramm mit einem Porto von 10 Pfg., unter 50 Gramm ohne Porto ins Feld versandt werden. An Angehörige des österreichischen Heeres können von hier aus nur Briefe bis zu 250 Gramm zur Absendung gelangen. (A) Diebereien. In der Roonstraße wurden von einem Fuhrwerk zwei Säcke Mehl gestohlen.— Auf der Aachenerstraße verschwand eine Kiste Schokolade in gleicher Weise.— Ein 14jähriger Straßenräuber riß einem sechsjährigen Mädchen in der Spichernstraße die Geldbörse mit 14 Mark aus der Hand.— Kleider und Schmucksachen stahlen Einbrecher an der Dagobertstraße, Wäsche und Kleider an der Severinstraße, Schmucksachen am Friesenwall.— Auf dem Leystapel führten Spitzbuben das Gefährt eines Landwirts, einen leeren Tafelwagen mit einem Pferde weg.— Zwei Burschen von 17—18 Jahren entrissen in der Werderstraße einer Dame gewaltsam ihr Handtäschchen.— Ein Hausbursche, der seinem Prinzipal für einige hundert Mark Kleider stahl, kam in Haft. 10 C Jugendlicher Taschendieb. Ein zehnjähriger Knabe wurde dabei ertappt, als er in der Krebsgasse vor einem Schaufenster einer Dame im Gedränge die Handtasche öffnete, um sie zu bestehlen. Er entlief, konnte aber gefaßt und der Polizei zugefuhrt werden. 60 Zusammenstoß. Am Niederländerufer stieß ein Kraftwagen mit einem Geschäftswagen zusammen. An letzterem brach die Vorderachse, und der Wagen schlug um. Der Kutscher, durch den Anprall vom Bock geschleudert, erlitt außer doppeltem Armbruch erhebliche Kopf= und Schulterverletzungen. Der Kraftwagen wies nur geringe Beschädigungen auf.(0 4O Eine elektrische Taschenlampe zum Anhängen erbittet ein armer Pionier(Familienvater), der vor dem Ausrücken ins Feld steht. Die Redaktion vermittelt gern die Sendung mit anderen Sachen, die der Betreffende erhält. Personalnachrichten. 60 Jubilcen von Angehörigen der Firma I. P. Bachem gehören nicht zu den Seltenheiten; reicht doch die Zahl derjenigen, die auf eine fünfundzwanzigjährige oder noch längere Tätigkeit in den einzelnen Abteilungen des Betriebes zurückschauen können, fast an die hundert. Im Kriegsjahr 1915 ist dies einer ganzen Reihe von Angestellten des technischen Betriebes beschieden; so konnte heute der Metteur an der Kölnischen Volkszeitung Friedrich Deberge den Gedenktag seines vor 25 Jahren erfolgten Eintritts in dies Geschäft begehen. Gestern bereits empfing er die Glückwünsche der Chefs der Firma unter gleichzeitiger Ueberreichung eines Ehrengeschenkes, während er heute von seinen Mitarbeitern und engeren Berufsgenossen in herkömmlicher Weise geehrt wurde. Auch die Mitglieder der Redaktion, mit denen Herr Deberge in täglicher enger Fühlung steht, beglückwünschten den Jubilar, der sich allseitiger Hochachtung und Wertschätzung erfreut, da ihm nicht nur große Pflichttreue, Fleiß und Umsicht, sondern auch Zuvorkommenheit und Liebenswürdigkeit im geschäftlichen und persönlichen Verkehr in hohem Grade eigen sind. Von den Metteuren der Kölnischen Volkszeitung gehören nur noch zwei weniger wie 25 Jahre dem Betriebe an. (2) Das 50jährige Arbeitsjubiläum feierte am 24. d. M. der Vorschlosser Anton Ullendahl in der Kgl. Hauptwerkstätte Nippes. Der Jubilar hat den Feldzug 1870/71 mitgemacht, an fünf Schlachten und fünf Gefechten teilgenommen und ist im Besitz von sechs Orden und Ehrenzeichen. Seine Mitarbeiter hatten es sich nicht nehmen lassen, eine der jetzigen Zeit entsprechende Feier zu veranstalten. Am Vorabend erschien eine Abordnung der Arbeiter in der Wohnung des Jubilars, um die herzlichsten Glückwünsche und Geschenke darzubringen. Am Tage selbst fand an der festlich geschmückten Arbeitsstelle des Jubilars eine kleine Feier statt. Ein aus 40 Sängern gebildeter Chor(Leiter Schlosser Jos. Meurer) eröffnete die Feier mit dem Liede Gott grüße dich. Im Namen der Arbeiter sprach sodann Schlosser Matthias Pieper. Nach einem Hoch auf den Kaiser ergriff der Verdandsvorsitzende des EisenbahnHandwerker=Ortsvereins Nippes das Wort zu einer längeren Ansprache und überreichte im Namen des Verbandes ein kunstvolles Diplom. Er schloß mit einem Hoch auf den Jubilar und dessen Familie. Hierauf sang der Gesangchor das Lied Das ist der Tag des Herrn, womit die Feier einen würdigen Abschluß fand. Oberingenieur Metge teilte mit, daß der Chef der Wagenabteilung, Regierungsrat Christ, durch eine Reise verhindert sei, der heutigen Feier beizuwohnen. Aus Köln-Holweide. (() Ein Hausierer, der einer Arbeiterfrau seine Waren anbot, stahl ihr in unbewachtem Augenblick die Geldbörse mit 25 Mark und verschwand. Die Mülheimer Polizei ermittelte ihn aber und nahm ihn fest. 0 Aus Köln=Kalk. C Verein der Hausbesitzer und Bürger Köln-Kalk hält Mittwoch, abends.30 Uhr, im Lokale Wippenhohn, Kalker=Hauptstraße, eine Generalversammlung ab. Letzte Depeschen. WTB Sofia,.Dez.1915.(Drahtber. Bulgarischer Generalstabsbericht vom 29. November.) Mittags haben unsere Truppen nach kurzem Kampfe von entscheidender Bedeutung die Stadt Prizren genommen. 16- bis 17·000 Gefangene wurden gemacht, 50 Feldgeschütze und Haubitzen, 20 000 Gewehre, 148 Automobile und eine Menge Kriegsmaterial erbeutet. Die Zahl der Gefangenen wächst unaufhörlich. König Peter und der russische Gesandte Fürst Trubetzkoi sind am 28. November nachmittags ohne Begleitung mit unbekanntem Ziele davongeritten.— Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Schlacht von Prizren, wo wir die letzten Reste der serbischen Armee gefangennahmen, das Ende des Feldzuges gegen Serbien bedeuten. Wasserstands=Nachrichten am 1. Dezember 1915. Konstanz, 8 v. Bodens. 2,83—0,0m Hüningen, 7 v. Rhe'n 1,2)-0,25m1 Kehl, 7 om. Rhein 1,95 40.15m Heilbronn. 8 v. Neckar 0,40 40, 18m Caub, 9 vm. Rhein 1,26 40,00in Bingen, 6 v. Rheingau 1,07—0,02m Bingerloch 0,67—.02m Trier, 7 om. Mosel 0,894-.50m Köln, 7 om. Rhein 1,01—0,13m Kuhrort,§ om. Rhein 0,10-.07m Wesel, dom. Rhein.23mu.Null Mutmaßliche Witterung für den 2. Dezember: Vorerst noch keine wesentliche Aenderung von Temperatur und Wetter. Die deutschen Veriustüsten, 812 813. Ausgabe, Preußische Verlustliste Nr. 392 Baperische Verlustliste Nr. 258 sind erschienen und liegen im Freisaal der Geschäftsstelle des Kölner Local=Anzeigers, Marzellenstraße 37, sowie in unserer Zweiggeschäftsstelle Breitestraße 85, auf. Nümer Rocat-Runciger Nr. 331 a Mittwech, 1. Dezemder 1915 Offene Stellen Tüchtige militärtreie Hohrschlosser u. Masch gegen hohen Lohn zum sofortigen Eintritt gesucht. 3 Zu melden bei Obermeister Eugen Kantor, p Adresse Restauration Kierdorf in Friedrich Wilhelmshütte d. Troisdorf. Miliätrfreie sarbeiter die schon in elektrotechnischen Geschäften oder Betrieben oder in der Metallbearbeitungsbranche tätig waren, werden für die Stad montage unserer El ktrizitätswerke bei hohem Lohn gesucht. 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Dezember, morg. 7¾ Uhr, in der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt zu KölnNippes statt, wozu hiermit freundl. eingeladen wird Peter Grossmann Köln, Zülpicherplatz 10. Fernruf B7049. Uebernahme ganzer Beerdigungen Heimholung Gefallener in die Heimat. mit Besorgung der dazu nötigen Papiere. Weiße, Waschleise 33 8 inklustve Rübel 11 M 55„„„„ 18„ 110-112f.„ 35„ pr. Seisenpulver 18-Dak. 40 Pf Soda 100 S inklusive Faß. 4 M Ratao van Houtens Bona=D..60 M Tafel=Rosin=n„.90„ „ Korinthen„.45„ bei Zenineradnahme billiger Hammelfett ausgelassen.. 8.40 D. Lommisions- u. Laterhan v. Tel. A 9634. von Bleisoldaten wieder in allen Ausf. eingerroffen! Jede bei mir gekaufte Form wird gegen einändere oder gegen neue opt. or elektrot. Waren umgetausch V. Müller, Köln, Ehrenstraße 68. aller Art hiorfür 3 dieärztlich erprohte: FiluhtolHautpillen Rp. Hom. D. 4 Hy droc. aslet Thuja oeeid.##n Aber nur echt die weißen Pillen mit dem patendamtlich geschützt. Warenzeichen Hautpillen auf der Flasche. 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