Uhr. nhaus Llemens, 5 Uhr. oge.— Mitte. e Reihe 7 Uhr er Uhr h. Dysing ½ Uhr. 2 Uhr * 9 123. A : 9 2 * — 1f. 22 lands Köln lenz) esigen ioline rotek2 und nume haben ungen sowie elegan. Preisen. 7 leblesten narkt ner Geschäftsstellen und Anzeigen-Annahmen: marzellenstr. 37 und Breitestr. 35. Local-Anzeiger General-Anzeiger für die rheinische Hauptstackt.* Kölner Fremdenblatt. 2. Rang—. 95L. Fornsur Geschäftsstellen u. Redaktion Marzellenstr. 37. A 6920 bis 6928 Reihen ett. 200. Zelüspt. Geschäftsstelle Breitestraße 85: A6636. 32 2 uer und lags Köln, Samstag, 18. September 1915 29. Jahrgang. Heute 16 Seiten. Drohende Ministerkerisis in Verschärfung der innerpolitischen Tage in Russland. Der Tagesbericht von Freitag. WIB Großes Hauptquartier, 17. Sept. 1915. (Vormittags. Drahtber.) Westlicher Kriegsschauplatz. In der Champagne wurde den Franzosen nordwestlich von Perthes durch einen Handgranatenangriff ein Grabenstück der vorderen Stellung entrissen. Ein Gegenangriff wurde abgeschlagen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg Südlich von Dünaburg wurde die Straße Widsy—Goduzischki—Komai erreicht. Widsy wurde heute früh nach heftigem Häuserkampf genommen. Nordwestlich, nördlich und nordöstlich von Wilna wird unser Angriff fortgesetzt. Die Lage östlich von Olita— Grodno ist im wesentlichen unverändert. Die Szczara wurde bei dem gleichnamigen Orte überschritten. Auch bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern erzwangen unsere Truppen an mehreren Stellen den SzezaraUebergang. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen Die Sumpfgebiete nördlich von Pinsk werden vom Feinde gesäubert. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Von den deutschen Truppen nichts neues. Oberste Heeresleitung. der österreichisch=ungarische Tagesbericht. WTB Wien, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Amtlich wird vertbart: Russischer Kriegsschauplatz. „Die Russen versuchten die Wirkung unseres gestern gemeldeFlankenstoßes nordöstlich Buczacz durch einen Gegenangriff zu vereiteln. Sie wurden geworfen. Unser ArAleriefeuer vernichtete hierbei ein feindliches Panzerauto. Von en drei Offizieren der Besatzung wurden zwei getötet, einer anverwundet gefangen genommen, von der Mannschaft blieb alles mit Ausnahme des gleichfalls in Gefangenschaft geratenen Chauffeurs tot am Platze. Im übrigen ließ in Ostgalizien und an der Ikwalinie die Gefechtstätigkeit wesentlich nach. Die Lage blieb völlig unverändert. Angesichts der Unmöglichkeit, in diesen Räumen einen Erfolg zu erringen, führt der Feind neuestens um so heftigere Angriffe gegen unsere im wolhynischen Festungsgebiet stehenden Streitkräfte. Die hier gestern entbrannten Kämpfe dauern noch an. An der Szezara nichts neues. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Front fanden gestern wieder vielfache Artilleriekämpfe statt. Nachmittags wurde das feindliche Feuer #gen die Hochfläche von Lafraun und Vielgereuth heftiger. Heute nach Mitternacht griff stärkere italienische Infanterie den Monte Coston und unsere Stellungen nördlich dieses Grenzberges an. Diese Vorstöße wurden unter beträchtlichen Verlusten des Angreifers abgewiesen. Im Kärntner Grenzgebiet entfaltet die gegnerische Artillerie namentlich gegen den Raum von Tarvis lebhafte Tätigkeit. Dieser Ort und zwar insbesondere das dortige Spital wurden aus den Stellungen nächst des Grenzbaches von Sondogna von weittragenden Geschützen beschossen. An der küstenländischen Front setzte der feindliche Angriff wieder gegen den Flitsch ein. Mehrere Vorstöße der Italiener wurden zurückgeschlagen; die Kämpfe sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Weiter den Isonzo abwärts bis einschließlich des Gorzer Brückenkopfes herrschte verhältnismäßig Ruhe. Einige Ortschaften südlich Görz und der Nordwestrand der Hochfläche von Doberdo standen unter lebhaftem feindlichen Geschützfeuer. Westlich von San Martino wurden Annäherungs= versuche der Italiener, wie immer, vereitelt. Der Erfolg der österreichisch=ungarischen Truppen an der karnisch=julischen Front. WTB Wien, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Der 14. September brachte an der karnisch=julischen Front einen großen Erfolg. Es gelang nach sechsstündigem Kampfe aus vier Kilometer Front die feindlichen Höhenstellungen zu nehmen. Der Findennigkofel und die Cima de uartis sind seit dem 14. September in den Händen unserer Truppen. Diese sehr stark befestigten Stellungen waren seit dem Beginn des Feldzuges in den Händen des Feindes. Während der Feind in fortwährenden Angriffen an verschiedenen Teilen der Front sich immer nur blutige Köpfe holte und alle seine Angriffe stets mit schwersten Verlusten für ihn im Feuer unserer Soldaten zusammenbrachen, brachte der eine Tag, an dem wir einmal an einer Stelle der Front zum Angriff vorgingen, sogleich einen vollen Erfolg. Unsere Verluste bei diesem Kampfe waren überall auffallend gering. Am Nachmittag des 14. September versuchte der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung aus allen Kalibern nochmals einen Angriff auf unsere Vrsic=Stellung. Der Angriff teilte das Schicksal aller früheren. Er brach unter schweren Verlusten in unserem Feuer zusammen. * Die Lage in Rußland. WIB Verschärfung der Lage. Stockholms Dagen erfährt aus St. Petersburg: Der Abgeordnete Tscheidse und 17 weitere Dumamitglieder sind in ihren Quartieren durch die Polizei festgenommen worden. Das Dumagebäude und sämtliche Bahnhöfe sind militärisch besetzt. Die Geistlichkeit gegen die Liberalen. WTB St. Detersbura. I7.Sept.1915.(Drahtber.) Nach dem Rußkoje Slovo macht die Geistlichkeit in den Kirchen gegen den liberalen Dumablock Stimmung. Erzbischof Weraschin von Twer erklärte auf der Kanzel, die Diener der Kirche würden gegen die verräterischen Umstürzler kämpfen, selbst bis zum Märtyrertum. K Der Seekrieg. Zum Untergang des britischen=Bootes E 7. WIB London, 17.Sept. 1915.(Drahtber.) Die Admiralität teilt mit: Der Feind meldete, daß das britische=Boot E 7 in den Dardanellen versenkt worden ist und drei Offiziere und 25 Mann gefangen wurden. Da seit dem 4. September nichts von dem=Boot gehört wurde, ist anzunehmen, daß der feindliche Bericht zutreffend ist. Die Lage in England. Drohende Ministerkrisis in England. WTB London, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Daily News meldet, daß eine ernste politische Krisis erwartet werde. Einige Kabinettsmitglieder, die für Einführung der Dienstpflicht sind, aber nicht imstande waren, im Kabinett ihre Einführung durchzusetzen, beabsichtigten, demnächst zurückzutreten und allgemeine Wahl mit der Dienstpflicht als Losungswort herbeizuführen, ehe ein neuer Rekrutierungsfeldzug auf Grund des nationalen Registers beginne. Für die Einführung der Dienstpflicht seien: Lord Curzon, Lord Lansdowne, Lloyd George, Churchill, Bonar Law, Long, Chamberlain, Lord Selborne und Sir Edward Carson. WTB London, 18.Sept.1915.(Drahtber.) Die Daily News schreibt in einem Leitartikel, der Zweck des neuen Komplotts sei, Asquith, Kitchener, Grey und Me Kenna aus dem Kabinett zu verdrängen und ein kleineres Kabinett zu schaffen, dem dann Northcliff befehlen könne. Das Blatt hofft, daß die Veröffentlichung der Pläne die Katastrophe vereiteln werde. * Die Lage im Orient. Der türkische Tagesbericht. Türkische Kriegsschiffe an der Küste der Krim. WTB Konstantinopel, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Das Hauptquartier teilt mit: Die Lage an der Dardanellenfront ist unverändert. Unsere Aufklärungstruppen, die nach verschiedenen Richtungen vorgeschickt werden, plänkeln bei jeder Gelegenheit mit dem Feinde und kehren nach jedem Angriff und jedem Ueberfall mit Beute beladen zurück. Unsere Artillerie hat den Feind, der Schützengräben zu bauen versucht und gelegentliche Truppenansammlungen unserem Feuer aussetzt, erfolgreich beschossen, die Ansammlungen zerstreut und ihnen Verluste beigebracht. Bei Seddil Bahr hat unsere Artillerie vom linken Flügel am 16. September eine große Explosion in einer feindlichen Minenwerferabteilung hervorgerufen und diese außer Gefecht gesetzt. Ein Teil unserer Flotte hat einen Leuchtturm und eine Fabrik an der Südküste der Krim mit Erfolg beschossen. Das Geschütz= und Gewehrfeuer des Feindes hat keinen Schaden getan. In derselben Gegend hat sie vier große russische vollbeladene Segelschiffe versenkt. An der Jrak-Front haben unsere Freiwilligen in der Gegend von Kalaat ül Nedjim in der Nacht zum 12. September ein Lager des Feindes überrumpelt, ihm große Verluste beigebracht und viele Beute abgenommen. Am folgenden Tage wurde ein neuer Angriff auf das Lager gemacht. Der Feind verlor mehr als 100 Tote und wurde aus seiner Stellung verjagt. Am 16. September haben wir nördlich von Korna ein englisches Flugzeug heruntergescholsen und die Flieger, einen Feldwebel und einen Mechaniker, gefangen genommen. Nach geringfügiger Instandsetzung benutzen wir das Flugzeug gegen den Feind. Sonst nichts neues. Vorbereitungen zu einem neuen Dardanellenangriff? Aus der Schweiz, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Der Corriere della Sera berichtet aus Athen: Regierungsfreundliche und=feindliche Blätter berichten von riesigen Vorbereitungen der Verbündeten zu einem nahen Hauptsturm an den Dardanellen. Die besonders energisch beabsichtigten Operationen der Marine sollen unterstützt werden von einer großen Anzahl =Boote und von mit sehr starker Artillerie ausgerüsteten Schiffen. Neue und zahlreiche Landungstruppen werden in der Bucht von Mudros versammelt. Zur Bekämpfung der deutschen =Boote seien in der Meerenge besondere Apparate angebracht worden..0 Nr. 258&a Samstag, 18. September 1915 Die Balkanstaaten rüsten. WIB Peft, 17.Gept.1915.(Drahtb.) Das hiefige bulgarische Generalkonsulat gibt bekannt, daß sämtliche in Ungarn sich aufhaltende mazedonischen Bulaaren im Alter von 18 bis 45 Jahren, die im Verbande der mazedonisch=adrianopelitanischen freiwilligen Landwehr gedient haben, unverzüglich zu den Regimentern zu einer dreiwöchigen Waffenübung einzurücken haben. Diejenigen mazedonischen Bulgaren im Alter von 18 bis 45 Jahren, die überhaupt nicht Soldat gewesen sind, haben vom 17. September an zu einer 44tägigen Ausbildung einzurücken. Sämtliche mazedonischen Bulgaren haben sich beim Generalkonsul zum Erhalt der Pässe zu melden.(Wiederholt.) WTB Daris. 17.Sept. 1915.(Drahtber.) Das Echo de Paris meldet aus Athen: Die Reservisten der Jadresklasse 1886, 1887 und 1888 sind auf den 1. Oktober einberufen worden. TU London. 17.Sept.1915.(Drahtber.) Aus Bukarest wird gemeldet: Seit dem 15. September ist der ganze Güterverkehr auf der rumänischen Eisenbahn eingestellt. Eine später ankommende Meldung besagt, daß auch die Beförderung von Reisenden erhebliche Beschränkungen erfahren hat. Wehrpflichtige Rumänen erhalten keine Auslandspässe, gleichgültig, ob sie im aktiven oder inaktiven Dienstverhältnis stehen. Alle zurzeit in Rumänien weilenden Ausländer sind aufgefordert worden, sich in den zuständigen Polizeirevieren in besondere Listen einschreiben zu lassen. Ausgenommen sind nuc diejenigen Angehörigen fremder Nationalitäten, die dauernden Aufenthalt in Rumänien zu nehmen beabsichtigen. Der Dardanellenvertrag des Dreiverbandes. WTB Jürich, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Der Neuen Zürcher Ztg. aus Mailand zufolge, veröffentlicht das Giornale'Italia nach Berichten der in Sofia erscheinenden Zeitungen einen Vertrag, den Rußland, England und Frankreih am 22. Dezember 1914 über die Dardanellen geschlossen haben. Danach soll Konstantinopel mit den Dardanellen Rußland zufallen. Dies sei der Grund, daß sich die Vertragschließenden zur Geheimhaltung des Vertrages gegenüber den Balkanstaaten verpflichtet hätten. Italienische Truppen zur Verteidigung Aegyptens? 'TB Bern, 17,Sept. 1915.(Drahtber.) Der Mailänder Corriere della Sera übernimmt aus dem Petit Nicois die Nachricht aus angeblich absolut sicherer Quelle, daß General Hunter Pascha, der das Oberkommando zur Verteidigung der ägyptischen Küste inne hat, unlängst Kairo verlassen habe, um in besonderer Mission nach Rom zu gehen. Der General habe dort Verhandlungen eingeleitet, um die Verteidigung eines Teiles des Suezkanals italienischen Truppen zu überlassen, so daß englische Soldaten und Kolonialtruppen für die Unternehmungen an den Dardanellen frei würden. Anscheinend sei es vorzuziehen, die italienischen Truppen, die ursprünglich für Gallioli bestimmt waren, nach Aegypten zu bringen, wo sie sich nüher an ihrer Operationsbasis und dem libyschen Kommando finden. General Hunter soll am 30. August mit dem holländischen Dampfer Rembrandt von Kairo abgereist sein. Kitchener über die mißglückte Offensive an der Suplabucht. WTB London. 17.Sept.1915.(Drahtber.) In der Oberhaussitzung vom 15. September sagte Kitchener über die Kämpfe an den Dardanellen: Die Landung an der Sublabai wurde am 6. August mit Erfolg ausgeführt, ohne ernsten Widerstand zu finden. Zugleich unternahmen die Australier von der Anzacstellung aus einen starken Augriff, während eine kräftige Offensive von Kap Helles aus in lichtung auf Krithia stattfand. Der Angriff von Anzac aus wurde bis auf die Wohen von Saribair und Chunnkbair fortgesetzt. Die Landung der Truppen in der Suvlabai sollte den Angriff untersützen, aber der Angeiff wurde leider nicht schnell genug entwickelt. er Vormarsch wurde nach zweinndeinhalb Meilen zum Stillstand bracht. Das Ergebnis war, daß die Anzactruppen außer stande aren, ihre Stellung auf dem Gipfel der Höhen zu behaupten; sie chielten nach wiederholten Gegenangriffen Befehl, in die tiefer legenen Stellungen zurückzugehen. Diese Stellungen wurden festigt und mit der Front an der Suvlabai verbunden. Von der Sublabai aus wurde am 21. August ein neuer Angriff auf #e türkischen Verschanzungen gemacht, aber nach mehreren Stunn des Kampfes war es doch nicht möglich, die Gipfel der von dem Feinde besetzten Höhen zu nehmen, und da das dazwischen liegende Gelände zur Verteidigung ungeeignet war, gingen die Truppen in ihre früheren Stellungen zurück. Seitdem rrscht im ganzen Ruhe. Die Truppen haben die nötige Rast bekommen. * von der Südfront. Bekanntgabe der italienischen Verluste? IU Maris. 17.Sept.1915.(Drahtber.) Die Agence Havas meldet aus Rom: Dort verlautet, daß die italienische Regierung trahrscheinlich innerhalb der nächsten Woche zum erstenmal eifizielle Angaben über die italienischen Verluste bei den militärischen Operationen an der österreichischen Grenze ausgeben weide. Falls die Meldung sich bewahrheiten sollte, gibt die Regierung i Drucke der öffentlichen Meinung und dem Verlangen eines moßeren Teiles der Abgeordneten endlich nach. Es ist interessant festzustellen, daß die französische halbamtliche Depeschenagentur diese Meldung verbreitet. Frankreich selbst hüllt sich ja bekanntlich über den Umfang seiner Verluste noch immer in des tiefste Schweigen. Vermischte Kriegsnachrichten. I Der höhere Lehrerstand im Kriege. Von Angehörigen des höheren Lehrerstandes sind nunmehr nach den eingegangenen Meldungen(laut Mitteilung des Deutschen hilologenblattes) 1244 auf dem Felde der Ehre gefallen; 53 wurden mit dem Eisernen Kreuze 1. Klasse, 2165 mit dem 2. Klasse ausgezeichnet. Holland und der Krieg. S Middelbura. 15.Sept.1915. Wie ich von zuverlässiger Seite erfahre, hat das holländische steuerpflichtige Nationalvermogen sich seit dem Anfang des Krieges um rund eine Milliarde Gulden vergrößert. Die Kriegsausgaben WTB Paris, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Die Begründung des Fiuanzministers Ribot zu dem Gesetzentwurf betreffend die provisorischen Budgetzwölftel für das letzte Vierteljahr hebt folgende Punkte hervor: Infolge des gesteigerten Bedarfs an Kriegsmaterial und der andauernd steigenden Zahl von Familien, die unterstützt werden müssen, wachsen die Ausgaben von Monat zu Monat. Die militärischen Ausgaben werden bis Ende 1915 20 843 Millionen Franken betragen. Ihr monatlicher Durchschnitt ist von 800 auf 1500 Millionen Franken gestiegen. Die budgetmäßigen Einkünfte haben vom Ausbruch des Krieges bis zum 31. August 3580 Millionen Fränken betragen. Der Staatsschatz hat den Alliierten 648 Millionen vorgeschossen, davon 300 Millionen seit dem 15. Mai. Bis zum 31. August sind für 7871 Millionen Franken Staatsschatzscheine und für 2241 Millionen Landesverteidigungsobligationen begeben worden. Zum Schluß heißt es: Trotz alle dieser Einnahmen genügen kurzfristige Papiere angesichts des vielleicht noch lange andauernden Krieges nicht. Die Regierung werde den Kammern demnächst einen Anleiheentwurf vorlegen, um sowohl die bisher feststehenden Ausgaben, die bis zum Ende des Jahres 28 374 Millionen übersteigen würden, als auch künftige Ausgaben decken zu können. Der Hesperian=Fall. WTB New York, 17.Sept.1915.(Drahtber. Von dem Privatkorrespondenten des Wolffschen Telegraphenbureaus.) Nach einer Meldung der Associated Preß aus Washington erklärte Staatssekretär Lansing, wegen des Hesperianfalles sei einstweilen nicht erwogen worden, irgend etwas zu tun. Der Tatbestand stehe nicht fest, solange nicht bewiesen sei, ob der Dampfer angegriffen worden oder auf eine Mine gelaufen sei. X Krieg und Volkswirtschaft. 4 Die Mängel in der Kartoffelversorgung rheinisch=westfälischen Industriegebietes. Nach offiziösen Mitteilungen hat der Bundesrat beschlossen, für Kartoffeln vorläufig keine Höchstpreise festzusetzen, sondern erst damit hervorzutreten, wenn sich ungesunde Preisentwickelungen und Preistreibereien zeigen sollten. Es scheint demnach, als ob die Regierung Informationen erhalten hat, dahingehend, daß bei der reichlichen Kartoffelernte sich kein anormaler Preis entwickeln werde und Maßnahmen der Regierung zwecks Regulierung der Preise nicht erforderlich seien. Diese Auffassung würde für den Westen unseres Vaterlandes, Rheinland und Westfalen, nicht stimmen. Hier setzt vielmehr eine Treiberei ein, die jetzt schon den Preis ganz ungerechtfertigt in die Höhe schnellen läßt, und wenn hier nicht energische Maßnahmen getroffen werden, so müssen die Mißstände vom vorizen Jahre mit ihrer verhäugnisvollen Wirkung auf die Volksstimmunz sich wiederholen. Das muß unter allen Umständen verhindert werden. Die Lage der westlichen Provinzen ist bezüglich der Lebensmittelverjorgung wohl die schwierieste im ganzen Lande. Wir haben hier das größte Konsumgebiet infolge der Zusammendrängung der Industrie. Bergbau, Großeisenindustrie, Maschinenbau, Texlilindustrie usw. beschäftigen Millionen Arbeiter auf einem verhältnismäßig kleinen Raume. Deshalb reichten die Erzeugnisse der heimischen Landwirtschaft längst nicht mehr aus zur Versorgung des Industriegebiets mit Lebensmitteln. Wir erhalten in Friedenszeiten Getreide aus dem Ausland über Antwerpen und Rotterdam, Gemüse aus Holland und Kartoffeln aus Mitteldeutschland und den östlichen Provinzen. Trotzdem die westlichen Provinzen die intensivste Viehhaltung und Schweinezucht betreiben, reicht auch das hier erzeugte Fleisch nicht zur Ernährung der Bevölkerung aus und muß ergänzt werden durch Sendungen aus Hannover, Sachsen usw. Seit Kriegsausbruch sind diese Verhaltnisse noch erschwert worden. Die Armee tritt als Großaufkäufer auf den Markt, und wir müssen das von uns besetzte Belgien zu einem gewissen Teil mit Lebensmitteln versorgen. Diese Umstände gestalten besonders die Kartoffelversorgung schwierig. Fast zwei Drittel der benötigten Kartoffeln mussen aus den Nachbarprovinzen Sachsen, Hannover, Brandenburg bezogen werden. Kommen diese Kartoffeln im Herbst, wo die Einkellerung stattfindet, nicht rechtzeitig an den Markt, so findet eine kopflose Preistreiberei statt. Die Verbraucher reißen sich um die verhältnismäßig geringe Menge der heimischen Kartoffeln, und es kommt eine Preisbildung zustande, die mit Rucksicht auf die diesjährige große Kartoffelernte unberechtigt ist und mit Recht zu großer Unzufriedenheit und Aufregung unter allen Volksschichten führt, welche auf Kartoffeleinkauf angewiesen sind,— nicht nur die Arbeiter etwa, sondern ebenso sehr die Handwerker, Beamten und vor allem die Kriegerfamilien. Es scheint, daß die Regierung in Berlin diese Verhältnisse nicht genügend berücksichtigt, es scheint ihr nicht bekannt zu sein, daß schon jetzt die Aufkäufer der Armee, der Städte, der industriellen Werke und der Institute(Krankenhäuser usw.) um die Wette laufen, um sich mit Kartoffeln einzudecken und bereits Preise bieten, die weit hinausgehen über die Preise, die sowohl Vertreter der Landwirtschaft wie auch der Verbraucher als möglich und gerechtfertigt bezeichnet haben. Im Reichstag hat der Abg. Giesberts einen Preis von 3,50 bis 4,00 M. pro Zentner genannt, zu dem die Kartoffeln frei Keller geliefert werden müßten. Der Landtagsabgeordnete Hoeveler hat in einem von ihm veröffentlichten Artikel 4 M. als einen Preis bezeichnet, mit dem die Landwirte zufrieden sein könnten. Der Konsumentenausschuß in Berlin erklärt, daß die Kartoffeln der Rieselfelder der Stadt Berlin zu einem Preis von 4 M. 10 Pfd. Abgabe im Kleinhandel verkauft werden sollen. Dade berechnet der Ausschuß einen Verdienst für den Großhandel von 80 Pfg. und für den Kleinhandel von 30 Pfg., also 1,50 Handelsgewinn pro Zeniner. Ueber diese Preisnennungen gehen aber die Preisangebote hier im Westen jetzt schon hinaus, und wenn nicht Vorsorge getroffe wird, daß die Zufuhr von Kartoffeln aus Mitteldeutschland un dem Osten bald einsetzt, so werden wir bald Preise von 5 k 6 M. haben. Diese Preise wird aber das Volk als Wucher preise anjehen und sich mit Recht darüber beschweren. Solche Teuerungspreise müssen die Ernährung der Arbeite welche schwere körperliche Arbeit zu verrichten haben, beeinträchtig und sowohl auf die Arbeitsfähigkeit wie Arbeitsbereitschaft höt ungünstig wirken. Deshalb hat auch die Militärverwaltung d dringlichste Interesse daran, sich um die Sache zu bekümmer und zu erwägen, ob nicht gegebenenfalls die Wucherparagraphe anzuwenden sind. Den Konsumenten muß angesichts dieser Zustände auf den Kartoffelmarkt angeraten werden, mit der Einkellerung mörlichst zurückzuhalten, bis geklärte Verhältnisse eingetrete# sind. Es ist unmöglich, daß die Regierung die Dinge so laufe läßt, sie muß mindestens für den rheinisch=westfälischen Industri.bezirk die nötige Menge Kartoffeln sicherstellen durch Beschlag. nahme. Es geht nicht an, daß man aus den Verhältnisse des Ostens heraus mit seiner riesigen Ueberproduktion an Katoffeln auf den Westen schließt. Wir sind dem wucherische Spekulantentum preisgegeben, wenn wir nicht vor dem Begin der Frostperivde die nötigen Zufuhren von Kartoffeln erhalten, Mau darf billigerweise an die Regierung die Fragen richten: 1. Was ist geschehen, um den Abtransport der Kartoffeln von den landwirtschaftlichen Betriebsstätten an du Eisenbahn und Wasserwege oronungsmäßig durch zuführer mit Rücksicht auf den Mangel an Zugtieren? 2. Ist Vorsorge getroffen worden, daß die Eisenbahnverweltung das nötige rollende Material zur Verfügung hat, um der Kartoffeltrausport rechtzeitig zu bewerkstelligen? Oder soll der Bundesratsbeschluß etwa bedeuten, nun allen seinen Lauf zu lassen und dem„freien Spiel der Kräfte“ die Regelung des Marktes zu überlassen? Das wäre bedauerlich und müßte für den Westen geradezu verhängnisvoll werden. Du üblen Erfahrungen vom vorigen Jahre dürfen nicht dazu führer nun gar nichts zu tun. Haben sich die Höchstpreise oone.schlagnahme voriges Jahr nicht bewährt, so müssen sie jetzt mit Beschlagnahme gemacht werden. Es ist ganz bestimmt anzunehmen, daß die landwirtschaftliche Bevölkerung selbst mit diese Maßnahme zufrieden ist, wenn sich die Beschlagnahme nur streckt auf die Menge, welche zur menschlichen Ernährung uiwendig ist, weil ihr dadurch der ungerechte Verdacht gevomm wird, sie strebe nach Konjunkturpreisen. Tas Eiserne* Kreuz haben folgende Krieger aus Köln und der Umgebung erhalten Unteroff. Engelbert Bühl aus Köln=Ehrenfeld, Angestellter der Firma I. Poylig in Köln=Zollstock. Ferner folgende Postbeamten: Batzem, Postbote aus Köln, Gefreiter d..,— Hohn, Telegraphenarbeiter aus Köln, Vizefeldwebel d..,- Karthaus, Postbote aus Köln, Feldwebe. d..,— Rey, Postsekretär aus Köln, Feldpostsekretär,— Schott, Postbote aus Köln, Sanitätsfeldwebel d..,— Ufer, Postsekretät aus Köln, Feldpostsekretär,— Zimmermann, Postbote, aus Köln, Unteroffizier d. R. Die Rote=Arenz=Redaille 3. Klasse haben erhalten der Brauer Joseph Becker aus Euskirchen,— der Stuckateur Heinrich Erbstösser aus Köln=Sülz,— der Ingenieur Wilhelm Maye: aus Köln=Deutz,— und der Registrator Walter Wever aus Köln=Sülz. Die deutschen Verlustlisten, 699. und 691. Ausgabe Inhalt: Dreußische Verlustliste Nr. 350 Bayerische Verlustliste Nr. 221(Forts.) Württembergische Verlustliste Nr. 265/66.67 sind erschienen und liegen im Freisaal der Geschäftsstelle des Kölner Local=Anzeigers, Marzellenstraße 37, sowie in unserer Zweiggeschäftistelle Breitestraße 85, auf. in unver F bitte, die Restaurar Mainz fahrten nieder lichkeit durch 1. Fahrt am Jedesma graben) Sonn straße) 9½. J Rückfahrt a lenz nachm.? Kündiger 7 (Roter Hah Fahrkarl winter M. 3,5 und Neuß au Frau Ant. R stationen auf *0 Haushalt Klo Gründl. Ausbil 500.4 einschl. durch die Ober Dampfheizung Im S Von Hah und Fern: „ Explosion in einer französischen Geschoßfabrik. WTB Paris, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Der Temps meldet In einer Geschoßfabrik in Le Pecy ereignete sich gestern mor gen eine heftige Explosion. Ein Teil der Fabrik flog in die### Die Fensterscheiben aller Häuser im Umkreise von 500 Meter wrr den zertrümmert. Dem Umstande, daß die Nachtschicht die Arbeinstätte verlassen hatte und die Tagschicht noch nicht angetreten wa ist es zu verdanken, daß nur drei Personen verletzt wurden Der Schaden ist sehr bedeutend. Die Ursache des Unglücksfalles ist noch unbekannt. Wasserstands-Nachrichten am 18. September 1915. Konstanz, 8., Bodens..67—.02.0 Hüningen,7 vm., Rhein.65—.10 n kehl, 7 vorm., Rhein 2,61—.03 in Mannheim, dom, Rh. 3,28—0,0lin Heilbronn, Lom., Rechar.31—9,(5 u Lohr, 11 om. Main.00—.00m Cand. s vorm. Rhein 1,91—1,14u Bingen Co., Rheingau.69—0,06 a Bingerloch 1,29—.06 al Trier, 7 vorm., Mosel 0,11—.01 u Köln, 7 vorm. Rhein.72—.06 n Ruhrort, 8 om. Rhein.80—.07 m Wesel, à vorm., Rhein.62—0,0 öm Mutmaßliche Witterung für den 19. September: 31. nächst noch keine wesentliche Aenderung von Temperatur und Wetter. Das Beste find das ganze Jah bei mäßigem P gerichtet. Gro Ebendaselb Zimmer möblie — 5 Der verstorb trug selbst und einlagen. Zah Fragen Sie Ihl erhalten: llter der ius Köln, In, Vizefeldwebe. Schott, stsekretn: bote aus er Brauer ch ErbMaye: er aus usgabe ) 5/66.67 's Kölner tbrik. melden ern nor die Lueter## Arbeiteten war, wurden. des Un15. —0,06 —0,06 —.01 M 72—.00 30—.07 m 52—0,0 ém Kölner Lecal-Auneiger Ne. 258& Samstag, 18. September 1915 Seite 3. 4 M. be I. Dabei andel vor 1,50 M. ebote bie getroffen land un von 5 bi Bucher 1. Arbeite trächtig gaft höt ltung d. ekümmer. ragraphe auf den ig mog. ingetreiet so laufe Industri. schlag. hältnisse. an Kalicherische n Begim erhalten sichten: r Kar an führen nverwelum der un allen äfte" die dauerlich den. Du u führer. hne Bejetzt mit it anzumit diesn nur 4 jung n. enomm Den hochverehrten Gästen, Freunden und Bekannten zur geneigten Kenntnisnahme, dass ich das von meinem unvergesslichen Manne seit sielen Jahren geführte Staurant. Schildergasse 84 in unverändeter Weise fortführen werde. Für die meinem seugen Manne geschenkten zahlreichen Beweise aufrichtiger, treuer Anhänglichkeit und Gönnerschaft danke ich bestens: ich bitte, dieselben auch auf mich übertragen zu wollen. Die grosse Erfahrung, die ich seit vielen Jahren an der Seite meines seligen Mannes im Restaurantbetrieb sammeln konnte, geben mir die Zuversicht, dass ich meine verehrlichen Gäste auch in Zukunft vollständig zufriedenstellen werde Mit aller Hochachtung Frau Wwe. Heinrich Baumann, 50 Abfahrt von Köln rheinaufwärts Eilfahrt 00 5 Mainz 2% Koblenz Linz 00 Koblenz Bittfahrten Bornhofen #####1 zur Verehrung der schmerzhaften Mutter Ss gelegentlich diesjähriger Wallfahrten niederrheinischer Pilger unter Begleitung hochw. Geistlichkeit durch den Salondampfer„Rex Rheni“. 1. Fahrt am Sonntag, d. 19. u. Montag, d. 20. Sept. „„„„„„„„ 27." 1915 Jedesmaliger Fahrplan: Hinfahrt ab Köln(Filzen graben) Sonntagsvorm. 7 Uhr, Wesseling 8¼. Bonn(Joseph straße) 9½. Königswinter 10¼ und Remagen 11 Uhr Rückfahrt ab Bornhofen Montagsvorm. 9 Uhr. ab Kob lenz nachm. 2¼, in Köln 7 Uhr. In Koblenz ist vierstündiger Aufenthalt zum Besuch von Arenberg (Roter Hahn) usw. Fahrkarten ab Köln=Wesseling M..—, Bonn=Königswinter M. 3,50 und Remagen M. 3,—, sind außer in Düsseldorf und Neuß auch in Köln bei Gebr. Weber, Leystapel 39, und Frau Ant. Ruers, Ulrichgasse 163, sowie auf den Zwischenstationen auf dem Dampfer zu haben. *0. Schiffs=Agentur: Ewald Meis. Bergheim a. d. Erft, Ber Haushaltungs-Pensionat— gerhi. esitgrn von Kloster Bethlehem. Gründl. Ausbildung in allen Zweigen des Haushalts. Jährl. Preis 500.4 einschl. Wäsche. Semesterbeginn Anfang Oktober. Prosp durch die Oberin. Damit verbunden Erholungshaus für Damen Dampfheizung, elektr. Beleuchtung, großer Garten u. Wald. 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Sorgt, dass es so weiter geht, dann steht Kölns Namen jedenfalls nicht an letzter Stelle mit seiner Kriegswohltatigkeit und Vaterlandsliebe! Am kommenden Sonntag, den 19. Septemher, wird am Vormittag und ganzen Nachmittag reges Leben an meinem Standbild sein. Um 11 Uhr erscheinen das Bahnpostamt IV, um 11.30 Uhr der Stammtisch zum Kurfürsten, um eine Gedenktafel anzunageln. Ihnen schliesst sich der gemischte Chor St. Kunibert, der mit 130 Sangerinnen und Sängern unter Begleitung der Schutzmannskapelle einige schöne Volks- und Vaterlandslieder, unter anderm die Strässersche Vertonung des Herzog'schen Gedichts vom„Kölschen Boor“, sowie einen neuen sechsstimmigen Chor mit Solo von Heinrich Brach, gedichtet von Marcowitz, zum Vortrag bringen wird. Bei dieser lielegenheit wird wie üblich ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. erhoben werden. Nachmittags 3 Uhr wird die Feldpostsammelstelle unter Begleitung des Quartett-Vereins Cöln-Ehrenfeld und des Doppelquartetis vom Kölner Liederkranz sowie der Kapelle des Ersatzbataillons des Feldartillerie-Regts. Nr. 5964 durch Deklamationen, Reden und Lieder die Anheftung seiner Tafel feierlich gestalten. Dann folgt mit eigener Kapelle der links- und rechtsrheinische Bezirks-Verband der katholischen Jünglingsvereine. Im Anschluss hieran wird ein seltener musikalischer(ienuss bei mir geboten werden. Die besten Kölner. Bonner, Koblenzer, Aachener, München-Gladbacher und Düsseldorfer Sänger, die in Koblenz heute des Königs Rock tragen und unter dem Musikdirektor Franz Bornheim zu einem Militär-Gesangverein vereinigt sind, werden unsere schönsten Volkslieder zum Vortrag bringen. Lohnet die Mühen unserer Feldgrauen durch starken Besuch! Vergesst mich aber bei dieser Gelegenheit auch nicht. Gelegenheit, mir zu helfen, findet ihr in überreichem Masse an meinem neuen so bbquem gelegenen Kassahäuschen, und bei den Damen, die Programme, Postkarten, Broschen. Vorstecknadeln und andere nützliche Dinge zum Kauf anbieten. Von ¼ vor 4 Uhr ab kann, um ein gefahrliches Gedränge zu vermeiden, der Aufenthalt auf dem Platz nur Besitzern des Tages-Programms gestattet werden, dass für 10 Pfennig an der Absperrung und bei den diensttuenden Damen zu haben ist. „Helit unle; vintel Nagel für die Witwen und Waisen unserer gefallenen Der„Kölsche Boor“ in Eisen am Gürzenich! An Sonn- und Feierlagen Eintrifspreis 69 Pig. Kinder 30 Pig. lich 312 Uhr KOnzert. Sonderfahrt nach Sons dem rheinischen Rotenburg am Sonntag, den 19. Septbr. Abfahrt ab Köln Friedrich Wilhelmstraße 1½ Uhr nachmittags. In Zons 3 Uhr nachmittags. Rückfahrt ab Zons 5 Uhr nachmittags. In Köln 7 Uhr abends. Fahrpreise: Hin und zurück K.10, Kinder K 0,70. Köln-Mölheimer Dampfschiffährts-.=., Poller täglich große stets frische Fische zu kaufen bequem zu erreichen durch die 8 Jähre Marienburg=Fischerei. Haupt-Restaurant Köln-Lindenthal. Sonntag, nachm. von 4 Uhr ab: FreiKonzert. Posten moderner Herren-Auzige 21*0 26•° 3200 3600 Posten moderner 36 2159 26•9 3900 Posten moderner Auging-Anzüige für das Alter von 10—14 Jahren 950 1230 16°0 16°0 Posten moderner 450%0 750•0 Posten moderner Stadt-Garten Morgen 319 Uhr ab: Konzert. dem Böhmisch-Pilsener vollkommen ebenbürtig. Hotel Gbladen, Köln a. Rh. 37 St. Agatha 37 Telephon A405 gegenüber dem Neubau Tietz. Feldpostbriet ein kleines Buch beilegen. Unsere Soldaten lechzen nach Lesestoff. Suppenwürfel Verk. auch a. Private direkt aus d. Fabr., Prohepoststück 100 St. in verschied. Sorten nur 3 M.(Getr. Bouillonwürf. 300 Stück nur 6.). Gumpert& Lindemann,Nährmittel, Berin-Friedenau 308. 350 450 650 #bo 850 1200 Anzügefürstärkere Herren 26 32 36 1 Posten Herren-Stotte für Anzüge u. Ueberzieher nach Maß 6° 70 8 solide haltb. Qual. Einzelne aus Arbeit erhalt. Mustersach. Herbstpaletots u. Ulster spottbillig. lgst 9 am Nur das kaufende Publikum weiss die Reellität und Preis würdigkeit unserer Waren zu beurteil. 5 Königstr s Grosshandlung und Einzelverkauf. Verlag und Druck von J. P. Bachem. Verantwortlicher Redakteur:.V. Heinr. Müller Verantwortlich für Anzeigenund Reklamenteil: Bonitaz Gutberlet. Alle in Köln. Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 258&a Samstag, 18. September 1915 : Was der Sonntag bringt: s PPRPL0000 600R0000 000000000000RMP ORROPP0920000000000000000000000R 00000000 Theater: Opernhaus, abends 7 Uhr: Der fliegende Holländer. Schauspielhaus, apends 7½ Uhr: Jettchen Gebert. Colosseum, nachm. 4 u. abds. 8¼ Uhr: Der Kammerdiener. Apollo-Theater, abds. 8¼ Uhr: S. M. S. Grille. Konzerte: Zoolog. Garten, tägl. nachm. 3½ Uhr. Flora, täglich nachm. 3½ Uhr. Verschiedene Veranstaltungen: Vorm. 11 Uhr u. nachm. 3 Uhr am„Kölschen Boor“ in Eisen am Gürzenich. Abends 7 Uhr im Weißen Saale der Bürgergesellschaft: WohltätigkeitsAbend der Marianischen Kongregation für Kaufmanns-Lehrlinge. Abends 8 Uhr im großen Gürzenichsaal: Großes WohltätigkeitsKonzert zum Besten der Wohlfahrtseinrichtungen der Nationalen Frauengemeinschaft. Die Anfänge des Turnunterrichts in Köln vor 75 Jahren. Ddie Sperre über die deutsche Turnerei in den Jahren 1819 und 1820 war der Entwickelung des Turnunterrichts im deutSchulwesen nicht günstig gewesen. Eine der ersten Städte, in denen zwei Jahrzehnte später der Turnunterricht sich dennoch Bahn brach, war Köln, wo im Schuljahr 1839/40— also vor Jahren— am Friedrich=Wilhelms=Gymnasium unter Leitung des Universitätsturnlehrers Seeger ans Vonn das Turnen eingeführt wurde. Wenige Jahre darauf erschien dann am 6. Juni 1842 eine Kabinettsordre König Friedrich Wilhelms IV., welche„die Leibesübungen als einen notwendigen und unentbehrlichen Bestandteil der männlichen Erziehung iermlich anerkennt und in den Kreis der Volkserziehungsmittel ufnimmt, sodann hervorhebt, daß es bei größeren Ansprüchen, meiche an die geistige Ausbildung der Jugend nach dem Entnickelungsgange und dem jetzigen Standpunkte der Bildung gemacht werden müssen, notwendig sei, der Erhaltung und Kräftigung der körperlichen Gesundheit eine besondere Sorgfalt zu widmen und durch eine harmonische Ausbildung der geistigen und körperlichen Krafte dem Vaterlande tüchtige Söhne zu erziehen.“ Die Folge dieses Erlasses war, daß Turnanstalten und Turnnätze geschaffen wurden. Im Jahre 1843 wurde der Schulplatz des Friedrich=Wilhelm=Gymnasiums zum Turnplatz sämtlicher Turnschüler bestimmt; die Leitung des Turnens wurde dem Turnteirer Karl Euler übertragen. Da auch Erwachsene bei dem Turnen sich beteiligten, wurde der Anstoß zur Gründung eines Turnvereins gegeben, der am 5. November 1843 unter dem Namen Kölnischer Turnverein ins Leben trat und seine Turnübunggn im ehemaligen Harffschen Saale am Domhof abhielt. Im folgenden Jahre wurde aber dem Kölnischen Turnverein wegen seiner Verquickung mit dem Schulturnen die Genehmigung zum Weiterbestehen in seiner bisherigen Art versagt. So entstand aus ihm im Januar 1845 der Turnverein für Erwachsene, der 1848 den Namen Kölner Turnverein annahm. Die erste Turnhalle in Köln wurde 1851 an Mauritiussteinweg von einem Bürger erbaut und dem Kölner Turnverein vermietet; die höheren Schulen hielten aber auch dort ihr Turnen ab, bis 1867 aus städtischen Mitteln die große Turnhalle am Mauritiuswall errichtet wurde. 4 () Die Petroleumversorgung wird mit dem Eintritt des Herbstes immer bedeutsamer, aber auch mmer schwieriger. Wenn vielfach in Verbraucherkreisen die Anschauung herrscht, daß nach der Befreiung Galiziens von den Russen eine hinreichende Menge Petroleum zur Verfügung stehe, sodaß Schwierigkeiten hinsichtlich der Versorgung der Bevölkerung mit Petroleum nicht vorhanden seien, so ist sie eben irrig. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Schon in Friedenszeiten stellte die aus Galizien stammende Menge nur einen verhältnismäßig kleinen Teil unseres Gesamtbedarfs dar, und das Verhältnis ist jetzt nicht besser, vielmehr aus mancherlei Gründen schlechter geworden. Wir sind deshalb in der Hauptsache auf die Ware der großen Einfuhrgesellschaften angewiesen. Die Lieferung von Petroleum an die Kleinhändler durch diese, die bis zum 1. September gänzlich untersagt war, setzt nun im Laufe dieses Monats wieder ein. Die Gesellschaften tönnen aber augenblicklich und auch in absehbarer Zeit nur einen mäßigen Teil des eigentlichen Bebarfs decken. Die Verteilung der zur Verfügung stehenden Menge in die Händler erfolgt in der Weise, daß sie einen bestimmten rozentsatz ihres früheren Verbrauchs erhalten, vorausgesetzt, daß sie luch früher schon von einer der Gesellschaften Petroleum bezogen. Die Handler, die vor dem Kriege von kleineren Importfirmen versorgt wurden, sind noch schlechter gestellt, da diese nur ganz geringe Petroleummengen heranzuschaffen imstande sind. Aus alledem ergibt sich, daß gerade inbezug auf die Petroleum#erung der Kleinhändler sich in einer schwierigen Lage befindet; er ist beim besten Willen nicht imstande, allen Auforderungen der Verbraucher hinsichtlich des Petroleums gerecht zu werden, ohne daß ihn eine Schuld dafür trifft. Mögen die Verbraucher das beachten und, soviel an ihnen liegt, dazu beitragen, daß die Schwierigkeiten, in denen der Kleinhändler sich beer, nicht nur nicht vergrößert, sondern verringert werden. Das in dadurch möglich, daß einmal alle die, die nicht unbedingt auf die Benutzungs des Petroleum angewiesen sind, weil ihnen Gas oder elektrisches Licht zur Verfügung steht, überhaupt auf den Kauf und die Verwertung des Petroleums verzichten, und daß weiter jene, die keine andere als Petroleumveleuchtung haben, parsam damit umgehen und auf keinen Fall sich größere Vorrate einsegen, als sie unbedingt nötig haben. Nur so wird es sich ermöglichen lassen, daß alle auf Petroleum angewiesen? Verbraucher in etwa versorgt werden und nicht einzelne e Petrol#um sino, sooaß sie im Tunkeln sitzen müssen und nielleicht dadsurch nicht imstande sind, ihre Arbeiten auszuführen und ihre Berufstätigkeit auszuüben. Mögen namentlich unsere Hausfrauen, dies im Auge behalten. G) Eine zeitgemäße Geburtstagsfeier hat eine Kölner Dame sich gestern geleistet. Sie lud 125 verwundete Krieger aus dem Evangelischen Krankenhaus in Köln=Sülz zu einer Rheinfahrt ein, die sich prächtig gestaltete. Zu diesem Zwecke wurde der Dampfer Lohengrin gemietet. Die teils schwer Verwundeten erhielten ein bequemes Plätzchen, von wo aus sie einen Ausblick auf die Ufer des Rheines genießen konnten. Dabei waren Schwestern und junge Damen unermüdlich tätig, unsere braven Krieger bestens zu bewirten. Viele machten zum ersten Male eine Rheinfahrt und waren des Lobes und der Bewunderung über das Gebotene voll. Nach dem auf dem Schiff eingenommenen Mittagsmahl landete der Dampfer in Rolandseck, wo Kaffee und Kuchen bereit standen. Unsere wohltätige Mitbürgerin hatte es sich nicht nehmen lassen, ihren Gästen auch einen ganz besonderen Kunstgenuß zu bieten und zu diesem Zwecke den Hofopernsänger Franz Petter zu dieser Rheinfahrt einzuladen, damit er die Verwundeten durch seinen Gesang erfreue. Nach dem Kaffee wurde die Fahrt bei einer duftenden Bowle fortgesetzt. Unsere Mitbürgerin wird sich bei einem Rundgang über Deck gesagt haben, daß ihr Vorhaben, vielen Verwundeten und sich selbst eine große Freude bereitet zu haben, vollständig geglückt ist. Ueberall sah man freudestrahlende Gesichter, und als man kurz nach 8 Uhr abends den Rheindampfer in Köln wieder verließ, börte man von den Teilnehmern nur begeisterte Worte über den so schön verlebten Geburtstag ihrer Gönnerin. C0 (□) Im Museum für Naturkunde(Stapelhaus) werden im Laufe des kommenden Winters wieder zwölf öffentliche Vorträge abgehalten. Sie werden die Bedeutung des Kampfes ums Dasein in der Natur behandeln und finden durchschnittlich alle 14 Tage Sonntags, vormittags von 11—12 Uhr, statt. Ta der Raum im Vortragssaal des Museums nur beschränkt ist, werden zu den Vorträgen Karten an Erwachsene ausgegeben, die zum freien Eintritt berechtigen und vom Mittag des vorangehenden Samstags an im Museum abgeholt werden können. Der erste Vortrag findet Sonntag, den 3. Oktober, statt. Ce) Die Deutsche Gesellschaft für Rutter- und Kindesrecht (A. F..) bittet uns um Aufnahme folgender Notiz: Wir gehen jetzt in den zweiten Kriegswinter hinein mit der Absicht, auch wie im verflossenen Jahre unsere Horte und Krippen weiter zu erhalten. Viele freundliche Spender haben es uns im vorigen Jahre ermöglicht, mit Gaben und Zuwendungen aller Art das große Werk der Nächstenliebe auszuführen und vielen armen Kindern, deren Vater im Krieg und deren Mütter dem Berufe nachgehen mußten, ein freundliches Obdach und gute Pflege zu verschaffen. Der Kinder sind mehr geworden, die Mittel jedoch geringer. Für kommenden Winter gebrauchen wir wieder warme Kleider für die größeren Kinder und Wäsche(Windeln, Hemdchen usw.) für unsere Säuglinge. Auch sind für die langen Wintertage Spielsachen für die Kinder sehr nötig, ebenso fehlen uns dringend Kinderbänke und Stühle sowie Tische und andere Möbel. Für Uebersendungen aller dieser Gegenstände an unsere Geschäftsstelle, Kasinostraße 10a, wären wir sehr dankbar. Es ist unsere beste Ueberzeugung, daß wir uns auch diesmal nicht vergebens an die Nächstenliebe unserer Kölner Mitbürger wenden. Wer schnell gibt, gibt doppelt. (A) Eine übel angebrachte Rißkreditierung der Straßenbahn versuchten zwei Kölner Blätter, welche eine Anweisung der Straßenbahnverwaltung, wonach der gemeinsame Aufenthalt männlicher und weiblicher Straßenbahnbediensteten während der Dienstpausen in einem Wagen verboten wird, abfällig besprochen hatten. Das Städtische Nachrichtenamt bemerkt hierzu folgendes: Die beanstandete Vorschrift ist lediglich im Interesse des Betriebes ergangen. Es soll dadurch bei den veränderten Personalverhältnissen nochmals, darauf hingewiesen werden, daß es Pflicht des Straßenbahnpersonals ist, den ihm zugeteilten Wagen nicht zu verlassen, sondern auch in den Ruhepausen zu beaussichtigen, und dabei dafür zu sorgen, daß einsteigende Fahrgäste nach Wunsch bedient werden; auch sollen Anlässe zu Beschwerden des Publikums, wie sie in letzter Zeit öfter bei der Verwaltung eingelaufen sind, wegen der Unterhaltung des Personals bei gemeinsamem Aufenthalt in den Wagen für die Zukunft tunlichst verhütet werden. Einen anderen Sinn hat die Anordnung der Straßenbahnverwaltung nicht. CA) Leihhaus-Verkehr. Der öffentliche Verkauf der verfallenen Pfänder aus dem Monat Oktober 1914 findet im städtischen Leihhause in der nächsten Woche am Dienstag, Donnerstag und Freitag, vormittags von—12 Uhr und nachmittags von—6 Uhr statt. Es kommen Kleider, Wäsche, Haushaltungsgegenstände usw. zum Verkauf. Die Einlösung oder Erneuerung der Pfänder kann bis zum Beginn des Verkaufs noch erfolgen. (A) Für Dienstboten. Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß jeder Dienstbote, der in Gesindedienste tritt, verpflichtet ist, sich mit dem Gesindebuche zu versehen. Vor Antritt des Dienstes hat der Dienstbote das Gesindebuch dem zuständigen Polizeirevier zur Ausfertigung bzw. Abstempelung vorzulegen. Beim Dienstantritt ist das Gesindebuch der Dienstherr= schaft zur Einsicht und Aufbewahrung zu übergeben. Geht ein Gesindebuch verloren, so wird die Polizeibehörde des Ortes, wo das Gesinde dient, oder, wenn es zurzeit dienstlos ist, die Polizeibehörde des Ortes, wo es zuletzt gedient hat, auf geschehene Anzeige oder nähere Ermittelung der obwaltenden Umstände die Ausfertigung des neuen Dienstbuches veranlassen. Die dadurch entstehenden Kosten werden von demjenigen eingezogen, der den Verlust verschuldet hat. (A) Kartoffeleinkäufe der Stadt Köln für 1916. Eine gestern im Anzeigenteile erlassene Bekanntmachung besagt, daß die Stadt Köln in den zwei nächsten Wochen in die Ortschaften des Stadt= und Landkreises Köln Vertreter entsendet, welche mit Landwirten über die Lieferung von Frühkartoffeln der Ernte 1916 Abchlüsse tätigen sollen. Das Saatgut wird von der Stadt zum Selbstkostenpreis geliefert. Landwirte, die nicht angetroffen oder nicht besucht werden, können Lieferungsabschlüsse bis zum 15. Oktober d. J. auch im Geschäftszimmer des Vermessungsinspektors Reis, Stadthaus, Gürzenichstraße, 2. Stock, Zimmer 249, vormittags von—12 Uhr vornehmen. (A) Reis gegen Brotbuch. Laut Anzeige dürfen die Geschäfte, welche Reis von der Stadt verkaufen, von jetzt ab nur einmal wöchentlich zwei Pfund Reis an einen Käufer abgeben. Der Kauf muß im Brotbuch bescheinigt werden. (A) Die Schweinefleischpreise, zu denen im Anzeigenteile die amtlichen Feststellungen vorliegen, sind seit der ersten Veröffentlichung Anfang August in bedauerlicher Weise gestiegen. Schmalz kostet 25 Pfg. für das Pfund mehr, Fettspeck 20 Pfg., Magerspeck 16 Pfg., Braten 18 Pfg., gesalzenes Fleisch 14 Pfg., Koteletten 14 Pfg., Bratwurst frisch 10 Pfg., geräuchert 7 Pfg., gewöhnliche Wurst 5 Pfg., beste Wurst 13 Pfg., Schwartemagen weiß 10 Pfg., rot 12 Pfg., Fleischwurst 10 Pfg. Diese Erhöhungen gelten für die Mittelpreise. Aber auch die Mindestpreise zeigen teilweihe ein Mehr von 10—20 Pfg. () Anfälle. In einer Dampfschreinerei in der Ehrenstraße fiel einem Schreiner ein schwerer Block Holz auf das Bein, das gebrochen wurde.— Auf dem Güterbahnhof Ehrenfeld kam ein Milchkutscher mit dem Kopfe zwischen die Piffer. Er wurde sch ververletzt zum Augustahospital geschafft.— Ein Mädchen aus kam mit einem bei einem Sturze erlittenen schweren Armbruch und Kopfverletzung zum Hospital.— Auf dem Waidmarkt brag ein Mädchen beim Stelzenlaufen ein Bein. () Die Feuerwehr löschte in einem Hutlager in der Lothar. straße in Sülz einen Brand. Auf dem Pantaleonswall war ein Pferd in eine Grube geraten. Die Wehr konnte nur mit großen Anstrengungen das Tier aus seiner mißlichen Lage befreien. C (0) Ein frecher Einbrecher wurde in der vorvergangere Nacht in der Taunusstraße in Kalk überrascht. Er war in Wohnung eines Straßenbahnschaffners eingedrungen und hatte## an einen Schrank begeben, in dem Geld aufbewahrt wurde. 7. Einbrecher hatte bereits 141 Mark an sich genommen, als die Fra die schon schlief, aufwachte. Sie meinte, ihr Mann sei nach gekommen und redete ihn an. Als sie keine Antwort bekarichtete sie sich im Bette auf; in diesem Augenblick versetzte d Dieb ihr mit einer Rolle Fünfmarkstücken, die er in der Hand haueinen Schlag an den Kopf, so daß sie zurücksank und das Geüber den Boden rollte. Der Täter flüchtete auf den Hof und em kam über die Gartenmauer. (IA Tödlicher Anglücksfall. In einer Fabrir an der Vogel sangerstraße in Ehrenfeld stürzte ein 20jähriger Arbeiter von der Leiter. Er fiel in eine Transmission und starb bald an schweren inneren Verletzungen. Der Verunglückte wollte heute heiraten. Di Leiche wurde nach Melaten gebracht. 22 () Diebesgesindel. Am Frankenwerft wurde einem Landwirt ein Korb mit Butter und Eier gestohlen.— Einem Händler aus Kalk entführte man auf dem Filzengraben einen Handwagen mu Obst und Gemüse.— Eine etwa 40jährige Frau nahm in der Venlverstraße einem sechsjährigen Mädchen seine goldene Halskeimit Medaillon unter dem Vorwande, sie ansehen zu wollen, ab, — Einer Witwe an der Mülheimerstraße in Kalk raubten Einbreche in der Mittagsstunde Wertsachen und ein Sparkassenbuch mi 600 M.— In der Schönsteinstraße in Ehrenfeld wurde eingebrochen. Die Diebe nahmen für einige hundert Mark Treibriemen mit. Personalnachrichten. (A) Aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Köln. Dem Staatsanwalt Usinger ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension erteilt; Referendar Dr. Wilhelm Wilms is zum Gerichtsassessor ernannt worden. Mitteilungen Pr () Millowitsch-Theater. Nach Mitteilung der Direktion gelangt der Schwank Der Kammerdiener am kommenden Sonntag zweimal zur Aufführung, und zwar nachmittags um 4 Uhr und abends 8¼ Uhr. Da der Schwank täglich vor ausverkauftem Hause in Szene geht, wird auf den Vorverkauf der Karten(vormittags von 11—1 Uhr und nachmittags ab 5 U im Interesse des Publikums hingewiesen. (0 Die Theatergesellschaft Deutsche Bühne veranstalteta Sonntag, den 26. d. im Saale der Bürgergesellschaft einen Volk: Unterhaltungsabend. Der Verein, dessen Leistungen bei de Bürgerschaft in gutem Andenken stehen, wird diesmal mit erste Solisten an die Oeffentlichkeit treten, so daß angenehme und genufreiche Stunden in Aussicht gestellt sind. Der Reinertrag ist für die Verbandsstelle Rotes Kreuz Hauptbahnhof bestimmt, die in einem Jahre allein über 10000 Verbände an durchreisende verwundete Soldaten hergab und der Unterstützung dringend bedarf. Karten werden nur in gemäßigter Zahl ausgegeben und sind von heute ab bei dem Pförtner der Bürgergesellschaft zu haben. (A) Die Firma Franz Gumpertz, Bettwaren=Fabrik und Handlung, begehr am 25. September 1915 ihr Goldenes Geschäftsjubiläum. Gegründet im Jahre 1865 unter der Firma Gumpertz u. Thelen hat diese es verstanden, sich einen großen Kundenkreis zu erwerben, der ihr gesichert ist durch das Bestreben, gediegene Bettwaren in den Handel zu bringen. Im Jahre 1896 schied der Teilhaber R. Thelen aus der Firma aus und Herr Franz Gumpertz führte bis zu seinem Tode das Geschäft in der nämlichen Weise weiter. Am 25. d. M. begehen nun seine Erben das Fes, das Prinzipale und Angestellte in schönster Harmonie vereinigt sieht. Ein Beweis dessen ist es, daß der Meister Louis Silbermann schon über 43 Jahre bei der Firma tätig ist. : S o z i a l e s, H a n d w e r k. G e w e r b e. (A) Gewerkverein der Heimarbeiterinnen. Für die Mutglieder des Gewerkvereins der Heimarbeiterinnen und deren Angehörige finden Sonntag folgende Veranstaltungen statt: 1. Besichtigung der Zentrale der Konsumgenossenschaft Eintracht. Treffpunkt 12.45 Uhr ab Hohenzollernbrückenrampe,.02 Uhr Abfahrt mit der Vorortbahn bis Kalkerstraße. Von dort ist bis zu den Gebäuden nur wenige Minuten Weg. Die Besichtigung bietet in den einzelnen Abteilungen, wie Großbäckerei, Lager= und Versandhäuser besonders in der jetzigen Zeit manches Interessante. 2. Nach der Besichtigung ist es jedem freigestellt, sich an einer Wanderung nach Forsbach zu beteiligen. Die Abfahrt dazu erfolgt.09 Uhr a Mülheimer Bahnhof. Dabei ist Gelegenheit geboten, reichlich Brombeeren zu pflücken. Zu diesen Veranstaltungen sind auch die Mitglieder der Ortsgruppe Köln=Kalk eingeladen. :: G e r i c h t s= V e r h a n d l u n g e n (4) Verbotener Figarettenverkauf an Kinder. Ein 60jähriger Zigarrenhändler hatte nach Erlaß des Verbotes des General=Kommandos des achten Armeekorps vom 3. Juli d. an einen 10jährigen Schüler Zigaretten verkauft. Dafür wurde er vom Außerordentlichen Kriegsgericht zu der geringsten, gesetzlich zulassigen Strafe von einem Tage Gefängnis verurteilt. () Wenn man sich in fremde Geschäfte Als ein Schutzmann am 7. Argust dieses Jahres eine Obsthändlerin auf der Straße protokollierte, mischte sich ein 39jähriger Techniker unbefugt in die Amtshandlung des Beamten ein und suchte durch freche Redensarten das Publikum gegen jenen aufzureizen. Als der Techniker daraufhin zur Wache geführt werden sollte, leistete er Widerstand. Darauf kam er in Sicherheitshaft und wurde jetzt vom Außerordentlichen Kriegsgericht mit sechs Wochen Gefängnis bestraft. Nr. V. I. 16 Bestan (Gumm und Fei Nach lagerungszu den Kriegs, mit dem B gesetzen höh Sicherstellu bestraft wir Die Klasse 9 12 13 16 ind auch de Waren gen 18. Septem n Berlin=S zewiesene B fabriken vo Im übrigen ratsverordn schlagnahmt. Diese Cölr Ver Der P *) St wird, sofern 1. We per übe 2. Wer zu 3. wer Feuilleto 22 Pfui, B nicht leiden „Ich bin zu müssen, und sich hin alles erst, s# „Unsinn, „Na, so der Kutscher die Gnädig Schwarzense sogar übera habe und de den Füllen Stumm, eisen hielt allmählich i legte. Als ihr festkrall Gewissen. es.„ArmeIm Glück: sie, von der herrscht, hin dieses Mäde meine Lieber tuerei einen Bild zum 2 Weitere 4 Malva aber Von der im Salon v zu beherrsch im Hühnerh Herr Ostoya „O doch, seien ausgeg Tiefe Blä Lüge. Ihre Stuhl niede Kölner Local-Anzeiger Nr. 258* Samstag, 18. September 1915 Seite 5. aus War, Armbruch narkt brac □ der Lothar. I war ein nit großen eien. ergangerez #ar in d hatte s urde. Te die Fra nach Hal ort beka: rsetzte d hand hat das Ge. f und en der Vogeler von der n schweren raten. Die Landwirt ndler aus vagen mit m in der Halskeit: ollen, ab. 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I. 663 6. 15. K. R..). Nachstehende Nachtragsverordnung wird auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 bzw. auf Grund des Bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912 hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, daß jede Uebertretung, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, nach§*) der Bundesratsverordnung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915(Reichs=Gesetzbl. S. 357) bestraft wird. Die in der genannten Verfügung in§ 2b unter IV genannten Gegenstände: Klasse Gegenstand gleichgültig, ob im ganzen oder zerschnitten, 9 1 Alte Autoreifen mit Nieten und ohne solche 12 1 Luftschläuche, dunkel, schwimmend, 13 1 Luftschläuche, rot, 16 1 Gummiabfälle, schwimmend, ind auch dann meldepflichtig, wenn die unter§ 5 der genannten Verfügung für diese Waren genannten Mindestmengen nicht erreicht werden. Sie dürfen ferner vom 18. September 1915 ab nur noch an die Königliche Inspektion des Kraftfahrwesens n Berlin=Schöneberg, Fiskalische Straße, oder deren durch schriftlichen Auftrag auszewiesene Beauftragte verkauft oder geliefert werden. Die in Gummi= und Regenerierfabriken vorhandenen Bestände der vorbezeichneten Art dürfen verarbeitet werden. Im übrigen werden die obengenannten Gegenstände hiermit gemäß§ 4 der BundesSicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915 die beratsverordnung über schlagnahmt. Diese Bekanntmachung tritt mit ihrer Verkündung in Kraft. Cöln, den 17. September 1915. Verordnende Behörde: Goulvernement Der Polizeipräsident. der Feitung Cöln. .*)§ 6. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark wird, sofern nicht nach allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 1. Wer undefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseiteschafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft, oder ein anderes Veräußerungs= oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließt; 2. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt; 3. wer den nach§ 5 erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. 82p* K Der hohe zeichnen die Gehalt an reinem und wohlschmeckendem Lecithin kennNeura-Lecithin-Perlen als das wirksamste, natürliche Kräftigungsmittel bei Abspannung, Nervosität, Blutarmut, Rekonvalescenz(Idealstes Kräftigungsmittel für unsere Krieger). Appetitund Schlafloslgkeit. Aromatischer, bonbonartiger Wohlgeschmack. Unter Kontrolle einer staatlichen Untersuchungsstation hergestellt. Beachtet Wortzeichen Neura und Schutzmarke: Arzt u. Kranke als Kennzeichen des echten Fabrikates. Erhältlich in Apotheken zu M..50,.80,.— und 12.—, dort auch Gratisproben und Broschüren.“ . Wassersüchtige! 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Und ist das vielleicht auch nicht wahr, was der Kutscher des Starost mir erzählt hat, daß er vor zehn Tagen die Gnädige und Fräulein Noemi mit seinem Herrn nach Schwarzensee gefahren habe, daß Herr Andre Fräulein Noemi sogar überall herumgeführt, ihr die Ställe und alles gezeigt habe und daß die beiden wie zwei richtige Ziegenböcke zwischen den Füllen herumgesprungen seien?" Stumm, mit stockendem Atem stand Malva da. Das Bügeleisen hielt sie wie erstarrt in die Höhe, wöhrend die Eifersucht allmählich ihre Krallen um das Herz des tapferen Mädchens legte. Als das sie belauernde Kätzchen herankam und sich an ihr festkrallte, stieß sie es rauh zurück. Doch sofort schlug ihe Gewissen. Sie bückte sich, hob das Kätzchen auf und streichelte es.„Armes Tierchen! Ich werde doch nicht bashaft werden! Im Glück ist es freilich leicht, liebevoll zu sein.“ Dann fügte ur, von dem ihr innewohnenden Gefühl der Ehrenhaftigkeit beherrscht, hinzu:„Pfui, wie konnte ich mich von dem Geschwätz dieses Mädchens beeinflussen lassen— es ist eine Kränkung für meine Lieben! Wer weiß, vielleicht hat diese anscheinende Heimlichtuerei einen besonderen Grund, eine Ueberraschung— Mikas Bild zum Beispiel...“ Weitere acht Tage verflossen— zwei=, dreimal kam Andre. Malva aber wurde jedesmal ferngehalten. Von der Küche aus beobachtete sie zitternden Herzens, was im Salon vor sich ging. Endlich fragte sie, unfähig, sich länger zu beherrschen, eine junge Slowakin, die während des Vormittags im Hüynerhof beschäftigt gewesen war:„Sage mir, Hania, hat Herr Ostoya vorhin beim Kommen nicht nach mir gefragt?“ „O doch, Fraulein Malva, allein Frau Teznar sagte, Sie seien ausgegangen.“ Tiefe Blässe überzog Malvas Gesicht bei dieser offenbaren Lüge. Ihre Augen schlossen sich, und kraftlos sank sie auf einen Stuhl nieder. „Jesus, Maria, Fräulein Malva, fühlen Sie sich unwohl?“ „Nein, nein,“ antwortete sie der seit einigen Monaten verheirateten kleinen Bäuerin, derselben, die sie und Andre zur Kirschenzeit in trautem Zusammensein belauscht hatte,„ich bin nur müde, es war ein wenig viel Arbeit für mich in letzter Zeit. Willst du den Tag vollends hier bleiben und dann hier essen? Ich werde dich aus meiner Tasche bezahlen.“ Die junge Frau schüttelte den Kopf. „Es tut mir sehr leid, Fräulein Malva, aber Janek ist so eigen. Wenn ich auch sage: ich bringe dann doppelt soviel Geld mit, die Suppe findest du auf der Asche warmgestellt— so antwortet er: Lieber esse ich nichts, als daß ich darauf verzichte, dich bei meiner Mahlzeit gegenüber zu haben.“ „Dann geh nur, geh, mein Kind,“ sagte Malva gerührt. „Folge nur deinem Mann und mach ihn glücklich.“ Mit tränenumflortem Lächeln sah sie der jungen Slowakin nach. O, wie beneidenswert waren doch diese einfachen Menschen, die das selige Glück des Beisammenseins schnödem Gewinn vorzogen! Für sie aber, das fühlte sie wohl, gab es auf dieser Erde kein Glück und keine Freude mehr! Sie gehörte gewiß nicht zu denjenigen, die sich einbilden, ein Jecht auf irdisches Glück zu haben, allein in den geheimen Umtrieben ihrer Stiefmutter lag so viel Niederträchtigkeit, daß es ihr förmlich das Herz zerriß. Wer hatte denn Andre damals angelockt und festgehalten, als sie sich im Bewußtsein ihrer Unwürdigkeit noch gegen ihr aufkeimendes Gefühl für ihn gesträubt? Jetzt war es zu spät— sie liebte ihn mit der ganzen Glut ihrer Seele. Der Hülfsrichter war aufs höchste betroffen. Warum fand er beim Nachhausekommen jetzt immer Andre mit Noemi allein? Und sogar bei den kleinen Abendgesellschaften, zu denen ihn seine Frau hin und wieder mitschleppte, bemerkte er voll Erstaunen die Aufmerksamkeiten des Malers für seine jüngere Tochter, während die ältere stets unter irgend einem Vorwand zu Hause blieb. „Was soll das heißen?“ fragte er ich voll Sorge.„Andre wird doch meine Tochter nicht sitzen lassen? Das wäre noch schöner!“ Soeben war der Schlitten des Malers wieder an ihm vorübergefahren, und erregt trat er ins Zimmer, ohne sich vorher die Mühe zu nehmen, seinen beschneiten Pelzmantel abzulegen. „Was hat dies alles zu bedeuten?“ donnerte er seine Frau an.„Wem macht Ostoya nun eigentlich den Hof, Noemi oder Malva?“ Firma Schmidt achten. Mutter und Tochter sahen einander an. „So frage ihn doch selbst, mein Lieber,“ antwortete Vincente kalt.„Ich bin nicht Herrn Ostoyas Vertraute.“ Nun aber wurde der gute Mann erst recht zornig. Er klagte seine Frau der Falschheit an, nannte Noemi eine freche Kokette und eeine unnatürliche Schwester. „Hast du uns nun bald genug die Ohren vollgeschrieen?“ unterbrach ihn seine Frau.„Glaubst du, Ostoya sei ein Kind? Mir scheint im Gegenteil, daß er sehr gut weiß, was er will. Kann ich vielleicht etwas dafür, wenn ihm die Gesellschaft meiner Tochter lieber ist, als die der deinigen.“ „O,“ rief der Hülfsrichter außer sich,„ay hätte allerdings längst auf eure Umtriebe gefaßt sein sollen.“ „Du betrachtest Herrn Ostoya wohl schon ganz als dein unbestrittenes Eigentum? Und doch hat er dich, soviel ich weiß, noch nicht um die Hand deiner geliebten Malva gebeten.“ „Nein, aber ich behaupte, daß er moralisch an sie gebunden ist.“ Noemi lachte auf.„Da sieh mal einer die Duckmäuserin an,“ sagte sie.„Nicht ein Wort hat sie mir von der ganzen Geschichte gestanden.“ In diesem Augenblick erschien mit todesblassem, schmerzdurchzucktem Gesicht die ältere Schwester auf der Schwelle. O welch ein schmachvoller, empörender Streit! Und was war der Gegenstand, um den sie sich auf so erniedrigende Weise zankten? Ein Mann! Die Schamröte stieg ihr bis unter die Haarwurzeln und erhobenen Hauptes, die wilden Schläge des Herzens bekämpfend, trat sie näher. „Ruhe!“ rief sie.„O, ich schäme mich für euch!“ Hierauf wandte sie sich an ihren Vater:„Meine Mutter hat recht! Zwischen Herren Ostoya und mir haben niemals andere als freundschaftliche Beziehungen bestanden. Er hat mir keinerlei Versprechen gegeben.“ „Aber, Kind, Kind!“ rief der Hülfsrichter stöhnend.„Letzten Sommer auf dem Ball— und dann hier, während er dein Bild malte?“ „Ich habe die Wahrheit gesprochen. Begreift ihr denn nicht daß zwischen einem Manne und einer Frau auch eine selbstlose Freundschaft bestehen kann?" Verzweifelt hob der Hülfsrichter die Arme in die Höhe „Weiß Gott, ich glaube, sie sind alle drei verrückt!" „Na, Malva ist wenigstens vernünftig,“ sagte Frau Teznar. „Sie kann bezeugen, daß ich alles getan habe, um diese Heirat zu stande zu bringen. Aber, zum Kuckuck, zwingen kann man die Leute doch nicht! (Fortsetzung folgt.) Loeit-Adreiger Nr. 258&a Samstag, 18. September 1915 Die Lage im Osten. Die Truppen Hindenburgs, die seit einigen Tagen die Bahnlinie Dünaburg—Wilna überschritten haben, sind inzwischen wieder ein ansehnliches Stück Weges in östlicher Richtung weiter gekommen. Die Punkte, die sie nach dem gestrigen Bericht der deutschen Heeresleitung erreicht haben, liegen zum Teil 50 Kilometer jenseits dieser Linie. Der Vormarsch geht an der nach Osten führenden Straße und Bahn Swenzyany—Glubokoje und an der etwa 12 Kilometer nördlich davon in gleicher Richtung fließenden Disna, einem Nebenfluß der Düna, entlang. An diesm Fluß liegt das nach Kampf von unseren Truppen genommene Wisdy. An der Straße nach Glubokoje liegt das ebenfalls genannte Goduzischki. Die deutsche Offensive geht auf die Bahn Molodetschno—Polozk zu, einen Abschnitt der Bahn Warschau—St. Petersburg. Aus den Stellungen der Armee von Below ergibt sich, daß Wilna im Norden schon weit umgangen ist. Das erhellt des weiteren aus der Mitteilung, daß nordwestlih, nördlich und nordöstlich von Wilna der Angriff fortgesetzt wird, noch mehr aber aus den Angaben des weiter nuten abgedruckten russischen Berichtes, der zu melden weiß, daß ##on am 14. September kleine deutsche Reiterabteilungen in der Gegend der Eisenbahn Molodetschno—Polozk erschienen seien. Diese Eisenbahn ist noch rund 50 Kilometer von den am meisten vorgeschobenen Stellungen entfernt, die die deutschen Truppen nach den Angaben unseres eigenen Generalstabes innehaben; ein neuer Beweis, daß die Russen prompt berichten können, wenn sie wollen. Auch über den Verlauf der Frout in der unmittelbaren Nachbarschaft Wilnas erfährt man aus dem St. Petersburger Bericht Naheres. Nach ihm gelang es unseren Truppen, no döstlich Wilna auf das linke Ufer der Wilija zu gelangen. All das ist ein Beweis für die auch von nichtdeutschen Militärkritikern hervorgehobene fortschreitende Einschließung Wilnas. Die Lage der noch im Raume von Wilna stehenden russischen Truppen wird um so bedrohlicher, als die Armee Eichhorn— ebenfalls nach dem russischen Bericht— südlich von Wilna an der Wersoka, einem Nebenfluß der Weretschanka, angelangt ist und um den Uebergang über den Fluß kämpft. Orany und die östlich davon gelegene Bahn Wilna—Grodno läge demnach schon im Rücken der Armee, deren weiterer Vormarsch auf die Bahn Wilna—Lida—Baronowitschi—Luninez— Rowno zugeht. Nach ihrem Verlust stände den Russen bei Wilna nur noch die Linie nach Minsk zur Verfügung. Die Bahn Wilna—Rowno, die, wie wir schon früher erwähnten, jetzt gerade im Rücken der russischen Front verläuft, ist auch weiter südlich durch die Armeen Gallwitz und Prinz Leopold bedroht, die beide die Schara überschritten haben, erstere nördlich, letztere südlich der Bahn Bialystok—Minsk. Slonim ist hiernach im Süden schon umgangen und die Armee des Prinzen Leopold ist nicht mehr allzu weit von Baranowitschi entfernt, wo sich die Linien Wilna—Rowno, Bialystok—Minsk und BrestLitowsk—Minjk treffen. 9 Die Verluste der Russen in der ersten Hälfte des September sind wieder ganz bedeutend. Sie belaufen sich bis zum 15. d. M. insgesamt auf rund 127 Offiziere, 70000 Gefangene, 12 Geschütze und 113 Maschinengeweare, wozu noch das übrige, in den amtlichen Berichten nicht besonders aufgezählte Kriegsmaterial kommt. Die Festungen der ersten und zweiten Verteidigungslinie der Russen sind bis auf Rowno sämtlich im Besitz der Zentralmächte, deren Heere sich nunmehr, wenigstens im Norden, bedrohlich der dritten und letzten, durch feste Stützpunkte und die Flüsse Düna, Beresina und Dujpr gesicherten russischen Verteidigungsstellung nähern. Der Riß im Ministerium. IU Stockholm. 17.Sept.1915.(Drahtber.) Nachdem die Abgeordneten des parlamentarischen Blocks ihre Vertreter zum Jaren gesandt hatten, um ihn über die Stimmung im Lande aufzuklären, hat auf der Jelagin=Insel ein fünfstündiger Ministerrat stattgefunden, nach dessen Beendigung Goremykin in das Hauptquartier abreiste. Der Ministerrat erörterte die Frage, ob sie Regierung sich vor der Duma beugen solle. Es traten scharfe Meinungsverschiedenheiten hervor. Goremykin und Schachowskoy befürworteten die runde Ablehnung sämtlicher Blockforderungen, sofortige Vertagung der Duma und des Reichsrats und sofortige Erklärung des außerordentlichen Zustandes nach § 87 der Verfassung, welcher der Regierung diktatorische Befugnsse einräumt. Ferner wurde geltend gemacht, die Dumareden beunruhigten das Volk, indem sie absichtlich alle Mängel unterstrichen, die sich in einzelnen Ressorts herausgebildet hätten. Die andere Partei Schtscherbatoff, Charetonoff, Chwostoff kündigten für den Fall der Auflösung der Duma ihren Austritt aus dem Ministerium an, weil die Erregung des russischen Volkes dadurch gefahrdrohend gesteigert werden würde. Der Zar empfing im Hauptquartier zuerst Goremykin, darauf die Blockvertreter und dann nochmals Goremhkin. Ein Hülferuf an England. TU London. 17.Sept.1915.(Drahtber.) Die städtischen Behörden erhielten ein Schreiben des St. Petersburger Magistrats, mitzuhelfen, die Not der russischen Flüchtlinge durch finanzielle Unterstützung zu mindern. In dem St. Petersburger Bericht heißt es, daß etwa sechs Millionen Flüchtlinge unterstützt werden müßten. Das Elend sei furchtbar und der russische Winter mit seinen Härten stehe vor der Tür. Die Kalamität würde unermeßlich sein, wenn nicht bald Hülfe gebracht würde. Man darf gespannt sein, welche Summen englische Wohltätigkeit für die von den Russen von Haus und Hof Vertriebenen übrig hat. Eine Aeußerung des russischen Generalstabschefs. IU Stockholm, 17.Sept.1915.(Drahtber.) Kurz vor seiner Berufung zum Generalstabschef hat General Alexejeff an einen Freund in Schweden einen längeren Brief geschrieben, in dem sich folgende Stelle befindet: In dem Glückssviel des Krieges haben wir in den letzten Monaten eine schwere Unglücksserie gehabt. Es wird notwendig sein, daß einmal jemand anders die Karten in die Hand nimmt und vielleicht durch diesen Wechsel das Glück auf unsere Seite zieht. Große Umwälzungen bereiten sich vor. Ich erhoffe zwar von ihnen nicht gerade die Rettung, aber zurzeit kann man eigentlich jede Veränderung als Verbesserung betrachten. Eine Amnestie für politische Verbrecher. TU Kovenhagen. 17.Sept.1915.(Drahtb.) Einem Sondertelegramm aus St. Petersburg zufolge erließ der Zar eine Amnestie für politische Vergehen. Hierdurch erhalten 100 000 politische Gefangene, die zum größten Teil nach Sibirien verschickt sind, die Freiheit wieder.[Das ist für die Liberalen ein Pflaster auf die Wunde, die ihren Hoffnungen und Wünschen durch die Vertagung der Duma geschlagen worden ist. 7 Vom Vialowiesker Forst. Das alte Polen war berühmt durch seine gewaltigen Wälder und seine undurchdringlichen Forste, die voll waren von mancherlei großen wilden Tieren und von Vögeln aller Art. Drum war die Jagd eines der ersten Erfordernisse im häuslichen Leben des Adeligen. Der Reichtum der Wälder gab Anlaß zu dem allgemein verbreiteten Sprüchwort:„Der Wald ist ohne uns geworden, er wird auch nach uns sein“, mit dem man denjenigen antwortete, die, tiefer in die Zukunft blickend, vorhersagten, daß für Polen eine Zeit der Holzarmut kommen werde. Schon Jan Kochanowski hat sich zur Zeit des letzten Jagiellonen über die verschwenderische Zerstörung der Wälder beklagt. Heute sind jene Prophezeiungen wahr geworden. Die berühmten Wälder und Forste Polens sind der Art zum Opfer gefallen. Als letzter Ueberrest blieb der in den deutschen Hauptquartierberichten in letzter Zeit viel genannte Bialowiesker Forst, der in seiner ungeheueren Größe an die alten Wälder Polens und Masowiens noch erinnert. Dieser im Gouvernement Grodno, im Kreise Bialystock, gelegene Forst zieht sich, einer Beschreibung von K. W. Wojcicki im Dziennik Poznanski zufolge, in einer Länge von sieben und in einer Breite von sechs Meilen hin. Er hat die Gestalt eines Vielecks, einen Umfang von 160 Werst und einen Flächeninhalt von 22 Quadratmeilen. Von Grodno ist er 13, von Pruzana 3, von Brest 8 und von Bielst 4½ Meilen entfernt. Er ist sehr reich an Wasser, das in zahlreichen Bächen und Flüssen durch Narew und Bug der Weichsel zufließt. Alle diese Bäche und Flüsse haben ein schwaches Gefälle und bilden vielfach Sümpfe und mit Röhricht bewachsene Inseln oder sie teilen sich in so zahlreiche Arme, daß man den Hauptarm kaum herausfinden kann. Es gibt in diesen Gewässern Krebse, aber sehr wenig Fische. Der Böden des Forstes ist sehr verschiedenartig. Ein Viertel des Ganzen ist mit Heidekraut und Fichten bewachsen, sandig und steinig, im allgemeinen aber eben. Nach Norden zu ist auf etwa einem Zwölftel sumpfiger Boden. Das übrige ist leichte fruchtbare Schwarzerde mit mannigfaltigem Laubholz, prachtvoller Vegetation und üppigem Gras, das nur zum Teil als Heu geerntet wird. Wegen dieses Grasreichtums kann der Forst auch Tiere ernähren, die ein so reiches Futter brauchen wie der Buckeochs. Zur Erleichterung der Aufsicht ist der Forst in zwölf dreiec ähnliche Bezirke geteilt. In dem Forst gibt es zahlreiche staatlic Vorwerke und Dörfer. Von den letzteren ist das an der Naren gelegene Bialowiez das größte; es hat einen Umfang von 9 WerAm Narewkaufer steht ein von August III. errichtetes hölzern Jagdschloß. Die Pflanzenwelt des Forstes ist sehr mannigfaltig und hat das Interesse vieler Botaniker geweckt. Die Vogelwelt bietet nichts besonderes. Unter den Säugetieren, unter denen es auch Wildschweine und Bären gibt, sind die größte Merkwürdigseit die Buckelochsen, die alljährlich genau gezählt werden. Seit wann diese Tiere im Först heimisch sind, ist nicht bekannt, sie haben sich aber so an ihn gewöhnt, daß vielmalige Versuche, sie an andere Orte zu verpflanzen, erfolglos blieben, da die Tiere entweder eingingen oder wieder in den Forst zurückkehrten. Im Jahre 1821 gab es 370, im Jahre 1829 aber 711 Stück. Durch den Wald geht eine Poftstraße von Kamieniec nach Grodno mit einer Poststation im Forst selbst, Korczyn. Der Forst ist, wie gesagt, der letzte der ungeheueren polnischen Wälder, von denen er noch eine Vorstellung geben kann, von Wäldern, in denen es Bezirke gab, die durch Jahrhunderte keines Menschen Fuß betrat, die kein Sonnenstrahl zu durchdringen vermochte. Ein solcher Bezirk ist in diesem letzten großen Forst Nieznanow, eine Bezeichnung, die soviel besagt wie: der unbekannte Ort. * Kölner Lecal-Auzeiger Nr. 258&ap Samstag, 18. September 1915 Seite 7. Nr. W. I. 3808 8. 15. K. R. A. Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme der deutschen Schafschur. Nachstehende Anordiungen werden auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 bezw. auf Grund des Bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912 hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, daß jede Uebertretung, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, nach§ 6 der Bundesrats=Verordnung über Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915(Reichs=Gesetzbl. S. 357) bestraft wird*). Auch kann der Militärbefehlshaber die Schließung der Betriebe anordnen. § 1. Inkrafttreten. Die Anordnungen dieser Bekanntmachung treten mit Beginn des 18. September 1915 in Kraft. § 2. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Von der Bekanntmachung betroffen sind: 1. der Wollertrag der deutschen Schafschur 1914/15 sowie das Wollgefälle bei den deutschen Gerbereien(im nachstehenden kurz„Wollertrag 1914•15“ genannt), soweit er noch nicht gemäß den„Ausführungsbestimmungen zur Beschlagnahme der deutschen Schafschur 1914/15“(W. I. 2501,3. 15 K. R..) in das Eigentum von Fabrikanten von Heeres= oder Marinebedarf übergegangen ist, 2. der Wollertrag der deutschen Schafschur 1915.16, gleichviel, ob er sich bei den Schafhaltern, an sonstigen Stellen oder noch auf den Schafen befindet, sowie das Wollgefälle bei den deutschen Gerbereien(im nachstehenden kurz Wollertrag 1915/16 genannt). § 3. Beschlagnahme. Die von dieser Bekanntmachung betroffenen Gegenstände(§ 2) sind beschlagnahmt. Die Beschlagnahme hat die Wirkung, daß die Vornahme von Veränderungen an den von ihr berührten Gegenständen verboten ist und rechtsgeschäftliche Verfügungen über sie nichtig sind. Den rechtsgeschäftlichen Verfügungen stehen Verfügungen gleich, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvollziehung erfolgen. Trotz der Beschlagnahme sind alle Veränderungen und Verfügungen zulässig, die durch diese Bekanntmachung ausdrücklich gestattet sind, oder die mit Zustimmung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums in Berlin, KriegsRohstoff=Abteilung, erfolgen. S 4. Waschen der beschlagnahmten Wolle. Das Waschen des beschlagnahmten, noch nicht an Fabrikanten für Heeres= und Marinebedarf verkauften Restes des Wollertrages 1914/15 und des beschlagnahmten Wollertrages 1915/16 wird wie folgt geregelt: Die Wolle muß spätestens 12 Wochen nach dem Scheren oder Fallen in eine der nachstehend aufgeführten Wäschereien zum Waschen eingeliefert werden: Bischweiler Carbonisier=Anstalt und Wollwäscherei.=G. vorm. E. Lix, Bischweiler, Kr. Hagenau i. Els., Bremer Wollkämmerei, Blumenthal, Provinz Hannover, H. Katz Sohn, Cassel, Mosbacher& Co., Cassel, Emil Rubensohn& Co., Cassel=Bettenhausen, Wollwäscherei und Kämmerei Döhren=Hannover, Hannover=Döhren, Voigtländische Carbonisier=Anstalt.=., Grün b. Lengenfeld i.., Kirchhainer Wollwäscherei G. m. b.., Kirchhain N.., Ostpreußische Dampfwollwäscherei.=., Königsberg i. Ostpreußen, *) Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark wird, sosern nicht nach allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 1. wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseiteschafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft oder ein anderes Veräußerungs= oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließt; 2. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt; 3. wer den nach§ 5 erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. Leipziger Wollkämmerei, Leipzig, Bremer Wollwäscherei, Lesum b. Bremen, G. A. Weller, Leutersbach b. Kirchberg i. Sa., Mylauer Wollkämmerei Georgi& Co., G. m. b.., Mylau i..** W. lwischerei und Carbonisier=Anstalt Neuhütte, Gebr. Lenk, Neuhütte b. Lengenfeld i.., Teutsche Wollentfettung.=., Oberrheinsdorf b. Reichenbach i.., Rothenburger Wollwäscherei Carl Heine, Rothenburg a. d. Oder, Wollwäscherei und Carbonisier=Anstalt Fr. W. Schreiterer, Unterrheinsdorf b. Reichenbach i.., F. H. Schroth, Wurzen, Hamburger Wollkämmerei, Wilhelmsburg, R. Dietrich& Co., Lengenfeld i. V. Diese Wäschereien sind durch die Heeresverwaltung verpflichtet worden, die Wolle binnen acht Wochen nach Einlieferung fettfrei, d. h. mit einem bei der Analyse festgestellten Fettgehalt von höchstens ½ vom Hundert, zu waschen und das Verkaufsgewicht auf einen Feuchtigkeitsgrad von 17 vom Hundert konditioniert festzustellen. Sie sind ferner verpflichtet worden, die Wäsche der zugeführten Wollmengen zu den mit ihnen vereinbarten Tarifsätzen, d. h..25 N für 1 kg auf gewaschenes Gewicht gerechnet, einschließlich Sortierung bis zu 20 vom Hundert Unter= und Nebensorten, und 0,03 A6 für 1 kg Zuschlag auf gewaschenes Gewicht bei Sortierung über 20 vom Hundert Unter= und Nebensorten gerechnet, bei sofortiger Barzahlung ohne jeden Abzug(Verpackung zu Lasten des Käufers) zu bewirken. Der Waschlohn ist der Wascherei vor Ablieferung der fertiggewaschenen Wolle von dem Verkäufer der Wolle zu erstatten. Die Wäschereien unterstehen der dauernden Ueberwachung durch die Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums in Berlin. § 5. Verkämmen der beschlagnahmten Wolle. Das Verkämmen des Wollertrages 1914,15 und des Wollertrages 1915/16 ist verboten, soweit nicht durch ausdrückliche Verfügung der Kriegs=Rohstoff=Abteilung des KöniglichPreußischen Kriegsministeriums in Berlin hierzu Erlaubnis erteilt worden ist. § 6. Veräußerung der beschlagnahmten Wolle. Die Wolle darf nur veräußert werden: a) an die Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft, Berlin SW 48, Verl. Hedemannstraße 3, b) an Personen, Firmen oder Gesellschaften, welche die Wolle unmittelbar oder mittelbar an die KriegswollbedarfAktiengesellschaft, Berlin SW 48, Verl. Hedemannstraße 3, verkaufen. Der Schafhalter hat die Wolle, wenn er an einen Händler veräußert, frei nächste Bahnstation, wenn er an die Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft Berlin veräußert, frei Wäscherei zu liefern; der Händler hat die Wolle stets frei Wäscherei zu liefern. Die geschorene Wolle oder das Wollgefälle bei den deutschen Gerbereien muß spätestens zehn Wochen nach der Einlieferung in eine der zugelassenen Wäschereien(§ 4) in das Eigentum der Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft Berlin übergegangen sein. Die Mengen einer Partie, welche ein Schafhalter an die Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft Berlin verkauft, müssen mindestens 1000 kg Rohwolle, die Mengen einer Partie, welche Nichtschafhalter an die Kriegswollbedarf=Attiengesellschaft Berlin verkaufen, mindestens 7000 kg Rohwolle betragen. Bis zum 31. Dezember 1915 müssen sämtliche Bestände des Wollertrages 1914/15 in das Eigentum der Kriegswollbedarf= Aktiengesellschaft Berlin übergegangen sein. Zu diesem Zwecke ist es gestattet, im Monat Dezember auch kleinere Mengen als die im vorstehenden genannten Mindestmengen an die Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft Berlin zu verkaufen. § 7. Uebernahmepreise. Für das nach§4 festgestellte Verkaufsgewicht reingewaschener Wolle hat die Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft Berlin dem Verkäufer, a) soweit er Schafhalter ist, den auf Grund der durch die Bekanntmachung vom 22. Dezember 1914 über die Höchstpreise für Wolle und Wollwaren festgesetzten Höchstpreise für gewaschene Wollen festgestellten Uebernahmepreis, b) soweit er nicht Schafhalter ist, diesen Uebernahmepreis zuzüglich einer Vermittlungsgebühr von 2 vom Hundert zu zahlen. Ueber den von der Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft zu zahlenden Uebernahmepreis entscheidet mangels Einigung endgültig die Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Kgl. Preußischen Kriegsministeriums in Berlin nach Anhörung einer Sachverständigen=Kommission, deren Zusammensetzung die KriegsRohstoff=Abteilung unter Zuziehung von Sachverständigen aus den Kreisen der Tuchfabrikanten, der Wollhändler und der Schafzüchter bzw. Gerber=Sachverständigen vornimmt. § 8. Verteilung der beschlagnahmten Wolle. Die Verteilung der beschlagnahmten Wolle erfolgt durch die Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft, Berlin SI 48, Verl. Hedemannstraße 3. Diese Gesellschaft verteilt die von ihr erworbene Wolle unter Genehmigung der Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Kgl. Preußischen Kriegsministeriums in Berlin an solche inländischen Verarbeiter, welche die Wolle nachweislich zur Ausführung von Aufträgen der deutschen Heeres= oder Marineverwaltung brauchen. Die im§ 4 genannten zugelassenen Wäschereien sind durch die Heeresverwaltung verpflichtet worden, für die Ueberwachung der endgültigen Ablieferung der von ihnen gewaschenen Wolle an nur solche Verarbeiter zu sorgen, die ihnen von der Kriegs wollbedarf=Aktiengesellschaft als Empfänger aufgegeben werden § 9. Ausnahmen. Soweit der im§ 2 genannte Wollertrag 1914.15 bis zum Ablauf des 31. August 1915 bereits in die in den„Ausführungsbestimmungen zur Beschlagnahme der deutschen Schafschur 1914/15“(W. I. 250 1/3. 15 K. R..) genannten Wäschereien eingeliefert worden ist, darf er noch nach Maßgabe dieser Ausführungsbestimmungen gewaschen und— soweit er bis zum 31. August 1915 bereits an solche inländischen Verarbeiter verkauft ist, die die Wolle zu Heeres= oder Marinelieferungen verarbeiten— an diese abgeliefert werden. S 10. Freigabe. Anträge von Schafhaltern auf einmalige Freigabe geringer Mengen aus eigenem Besitz bis zum Höchstgewichte von 5 kg Rohgewicht(Schmutzwolle), die nur im eigenen Haushalt des Schafhalters versponnen und verwendet werden dürfen, können mit der Kopfschrift„Wollbeschlagnahme“ an die Kriegs=RohstoffAbteilung des Kgl. Preußischen Kriegsministeriums, Sektion W.., Berlin SW 48, Verl. Hedemannstraße 11, gerichtet werden. Von denjenigen Wollen, deren Ankauf die KriegswollbedarfAktiengesellschaft ablehnt, sind innerhalb zwei Wochen nach Empfang des ablehnenden Bescheides Muster unter genauer Angabe der abgelehnten Mengen an die Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Kgl. Preußischen Kriegsministeriums, Sektion W.., Berlin SW 48, Verl. Hedemannstraße 11, zu senden. Die Kriegs=Rohstoff=Abteilung bestimmt über die Verwendung dieser Wollen oder gibt sie frei. § 11. Verbot der vorzeitigen Schur. Das Scheren der Schafe zu einer früheren als der in anderen Jahren üblichen Zeit ist verboten. § 12. Anfragen und Anträge. Alle auf die vorstehende Bekanntmachung bezüglichen Anfragen und Anträge sind mit der Kopfschrift„Wollbeschlagnahme“ an die Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Kgl. Kriegsministeriums, Sektion.., Berlin SW 48, Verl. Hedemannstraße 11, zu richten. Cöln, den 17. September 1915. 5gevd31“ Verordnende Behörde: Der PolizeiPräsident. der Festung Gouvernement sesellschafts- und Vereinsleben: 93rrreieerkennn r Onr 00beBMM (D Eisenbahner=Raninchenzucht-Verein Köln. Am 5. September fand auf dem Hofe des Vereinslokales, Machabäerstraße 20, Kaninchenmarkt statt. Von den Vereinsmitgliedern waren 131 Tiere zum Verkauf gestellt. Um 9 vormittags war der Markt von Käufern überfüllt; mittags 12 Uhr waren schon über 70 Tiere verkauft.. Kriegerwitwen, ebenso beurlaubte Krieger, kauften Kaninchen. Die Krieger nahmen diese mit in den Schützengraben. Um den Kriegern auch den Tank zu zeigen, verkaufte das Mitglied S. Sering von Köln=Kalk seine Tiere an die Witwen und Krieger zum geringsten Preise. Auswärtige Vereine waren zur Stelle und beobachteten den Gang des Marktes. Sämtliche Tiere wurden verkauft. Weitere Märkte finden noch statt. Morgen, Sonntag, 10 Uhr vormittags, ist eine Versammlung im Vereinslokal Witwe Münch, Köln, Machabäerstraße 20, wo auch Nichtmitglieder dem Schlachten eines Kaninchens beiwohnen können. Der Verein zeigt durch das Vorführen des Schlachtens eines Kaninchens den Nichttennern, wie auf die einfachste Art Tierquälerei zu vermeiden ist. Einfache Zuchtordnungen zum Preise von 10 Pfeninig können stets im Vereinslokal, Machabäerstraße 20, abgeholt werden. Veranstaltungen für Verwundete. Am Donnerstag, den 9. d.., unternahmen 62 Verwundete der Kopfschußinbaliden=Fürsorge(Lazarett Stadtwaldsanatorium) einen Ausflug nach Königswinter, von wo aus sie sich mittelst der Bergbahn auf den Trachenfels begaben. Polizeiunteroffizier Steinbüchel als Führer der Ausflügler verherrlichte in eigenen Gedichten, die er vortrug, den paradisischen Fleck des rheinischen Landes. Ueber Rhöndorf absteigend, benutzten die Verwundeten den Fahrpfad am Rhein entlang nach Königswinter, um dort im Gasthof Bellinghausen das Mittagsmahl einzunehmen. Die Bahn führte dann die Ausflügler nach Erpel als dem Ziel der Reise. Von dort setzte man mit Kähnen über den Rhein nach Remagen über. Nachdem die Apollinariskirche besichtigt war, erfolgte die Rückreise nach Köln mittelst eines von der Köln=Düsseldorfer Rheinschiffahrtsgesellschaft kostenlos zur Verfügung gestellten Dampfers. Es bleibt eine schöne Erinnerung fürs ganze Leben, mit diesen Worten wurde der schön verlaufene Tag beendet. Einen herzlichen Dank allen den, die in so liebenswürdiger Weise zu dem herrlichen Ausflug durch gütige Spenden beigetragen haben. Kauscht Enere Goldstüche beider Reichsbank : der Pos oder den Sparkasser gegen Papiergeld um.: „„ nege TaEERSOSZ C) Fußball. Dem Kölner Klub für Rasenspiele 1899, E.., ist es gelungen, den rheinischen Südkreis=Pokalsieger Spiel=SportVerein Elberfeld zu einem Wettspiel nach Köln zu verpflichten. Die Elberfelder Mannschaft, die in der Ligaklasse des Südkreises tadellose Resultate erzielte, scheint von ihrer früheren Form nichts eingebüßt zu haben, besiegte sie doch Gegner wie den Kölner Fußalltlub, Bonner Fußballverein u. a. Die Rasenspieler werden den Elberfeldern eine gute Mannschaft gegenüber stellen, die durch einige Ligaspieler verstärkt sein wird. Der Anfang des spannenden Treffens ist auf Sonntag, 19. September, nachmittags 4 Uhr, auf dem Sportplatz Amsterdamerstraße festgesetzt. Der Besuch des Spieles sei Fußballfreunden empfohlen. Vorher um 2 Uhr trägt die 1. Mannschaft des.=K. Viktoria und die 2. Rasenspieler=Elf ein Gesellschaftsspiel aus. Auch dieses Spiel verspricht einen außerst interessanten Verlauf zu nehmen.— Resultate vom ugeptemge Kölner Klub fur Rasenspiele 1—.=K. KölnVingst 1=:0; Kölner Klub fur Rasenspiele 2— Verein für Bewegungsspiele 1=:0; Kölner Klub für Rasenspiele 3— Verein für Bewegungsspiele 2=:2. Belte 8 Sihe. Lbchi-Auzeiner Nr. 258 a Sallislag, 18. Sepiember 1913 ** Aenderungen im n: Kölner Kirchen=Kalender: = soweit uns solche bis Donnerstagabend bekannt geworden sind.„ 3 5 Katholischer Gottesdienst vom 19. bis 25. September 1915. Die frühesten heiligen Messen werden morgens um 5 Uhr im Dom, — die spätesten um 11½ Uhr im Dom und in den Dfarrkirchen Herz Jesu, St. Ursula, St. Maria=Himmelfahrt(Marzellenstraße) und St. Aposteln gelesen. St. Alban. Sonntag: H. Messen:.30,.30 Kommunion d. Kinder. .15 Hochamt, 11 Predigk, nachm..15 Christenlehre u. Andacht,.30 And. z. Mutter v. d. Immerw. Hülfe m. Pred.— Wochentags: H. Messen: .30,.15 Segensmesse,.30.— Mittwoch: 830 Pfarrhochamt(Apostel Matthäus).— Samstag: abds..30 Salve=Andacht. St. Andreas. Sonntag: Hl. Messen.30, 7 m. gem. h. Komm. der Jungfrauen=Kongregation, 8, 9 Hochamt, 10 und 11; nachmitt..30 And. u. Christenlehre, 4 Andacht d. Jungfrauen= Kongreg.,.30 Herz=MariäAndacht u. Predigt.— An Werktagen h. Messen 6,.15, 8 u. 9. abds. 7 Kriegsandacht. St. Aposteln. Sonntaa: H. Messen.30,.30 Predigt, Komm. der Jungfrauen=Kongregat.,.30 Komm. d. Gymnasiums,.30 Pred.,.30 Hochamt. 10.45 Predigt, 11.30 Pred., nachm..30 Andacht zu Ehren des h. Joseph m. Christenlehre,.30 Lourdes=And., gleichz. Andacht für die Jungfrauen=Kongregat, mit Pred.— Montag: abds. 7 Andacht zu Ehren des h. Geistes.— Dienstag: abds. 7 Autonius=Andacht.— Mittwoch: abds. 7 St. Josephs=Andacht.— Donnerstag: abds. 7 Andacht zu Ehren des bitteren Leidens.— Freitag: Elfter Festtag zu Ehren der h. 14 Nothelfer,.30 Nothelfermesse, 9 Hochamt, 10.30 letzte h. Messe, nachm. 5 And. zu Ehren d. h. Nothelfer mit Predigt.— Samstag: abds. 7 Salve=And. — Am kommenden Sonntag wird d. Hauptfest d. Erzbruderschaft des h. Erzengels Michael m. 13stünd. Gebet u. vollkomm. Ablaß gefeiert. An diesem Tage ist in d. h. Messe um.30 gemeinsch. h. Komm. des MütterVereins u. d. Mitgl. d. Erzbruderschaft. St. Cäcilia.(Maternusfeier.— Beginn der Predigtoktav.) 13ständ. Gebet. Morg..30 Aussetzung u. erste h. Messe, weit. h. Messen 7, 8,.30 feierl. Hochamt u. 11. 12—1 Betstunde f. d. Verstorb., 3 Vesper, 4 Maternusand.,.30 Komplet,.30 Predigt u. Segen.— An den Werbtagen d. Woche sind die h. Messen:.30, 7 am Maternus=Altar in der Krypta, 8 feierl. Hochamt. 9 u 10.30. Nachmitt. täglich.30 Maternusandacht u. anschl..15 Predigt u. Segen. Dominikanerkirche zum h. Kreuz(Lindenstraße). Sonntag: H. Messen:.30, 6, 7,§..30 Hochamt, 11 mit Predigt. Nachm..30 Andacht zu Ehren des h. Thomas von Aquin u. Vortrag für die Mitglieder der Militia angelica. Abds. 6 Roseakranz. Predigt, sakr. Umgang u. Segen.— Während des Krieges ist jeden Abend 7. Samstags.15 Segensandacht.— Samstag: 14. Samstag zu Ehren d. Rosenkranzkönigin. Franziskanerkirche Ulrichgasser. Sonntag: H. Messen:.30, 6,.30 (Konventsmesse, 7. 8 für die Schüler vom Kaiser=Wilhelm=Gymnasium mit gemeinschaftl. Kommunion, 10 deutsche Singmesse mit kurzer Predigt, 12 Nachmittagsgottesdienst für die Schüler, nachm..30 Versammlung des III. Ordens, abds..40 Rosenkranz, 7 Pred.,.30 Segensandacht.— Montag: H. Messen:.30, 6..30(Konventsmesse), 7 u. 8.— Dienstag: .30 Aussetzung,.30 Segensmesse,.25 Schülermesse, abds. 6 Antoniusandacht.— Donnerstag:.25 Schülermesse. St. Gereon. Sonntag: H. Messen: 6, 7(mit gem. h. Kommunion des Frauenvereins u. der Jungfrauenkongregation), 8(mit Predigt), 9(Hochamt), 10.15 und 11.15(mir Predigt), nachm..30 Christenlehre,.30 Andacht der Jungfrauenkongregation mit Vortrag..30 Festandacht des Frauenvereins, Erneuerung der Weihe an die Muttergottes u. Festpredigt, 6 Maternusandacht mit Predigt.— Donnerstag:.30 Segensmesse.— Sonntag Titularfest des Frauenverereins mit vollk. Ablaß. Während der Woche täglich abends 7 Maternusandacht mit Kriegsgebet. St. Jakob. Sonntag: H. Messen: 6 mit Krieggebet, 7 mit Dred. u. gem. h. Kommunion der Jungfrauenkongregation,.15 Gymnasialmesse mit Pred.,.30 Hochamt. 11 für die Mitglieder der Apollinarisbruderschaft mit Predigt, nachm..30 Andacht u. Christenlehre,.30 Andacht für die Jungfrauenkongregation mit Pred., 6 Andacht für unsere Krieger mit Pred.— Woche: 6 mit Kriegsgebeten,.15(Mittw. u. Samst. auch um 8) 9.— Jeden Abend um 6 ist Andacht für unsere Krieger, am Dienstag Antoniusandacht, Freitag Kreuzwegandacht. St. Johann=Baptist. Sonntag: Hl. Messen: 6, 7 mit gem. h. Komm. der Knaden der Volksschulen, 8 Quartal=Hochamt mit Pred.,.30 Hochamt, 11 mit Pred.,.30 Danksagungsandacht, 5 Pred., dann Kriegsand. — Montag: Hl. Messen: 6,.15 u..30.— Mittwoch: Abds. 9 Sühneandacht.— Donnerstag:.15 Segensmesse.— An den Wochentagen ist adends 7 Kriegsandacht, Samstags mit Salve=Andacht. St. Kunibert. Sonntag: Titularfest der Kevelaer=Bruderschaft. Hl. Messen: 6, 7 Kommunion der Jungfrauen=Kongregation, 8(Pred.), Kommunion der mittl. Mädchenschule, 9 feierl. Hochamt mit Segen, 10, 11 (Pred.), 12 Andacht der Mittelschule, 3 Christenlehre,(3 Andacht der Jungfrauen=Kongreg. in der Ursulinenkirche), 5 Andacht zu Ehren der h. Mutter Gottes,.30 Komplet, Predigt, Umgang und Ledeum. Die Kollekte des heutigen Tages ist für unsere Kirche besimmt und wird angelegentlichst empfohlen.— Täglich 6 Kriegsandacht.— Samstag:.30 Salve=Andacht.— Nächsten Sonntag: 8 Kommunion der Mittl. Knabenschule.— Kranken= und Dienstwoche: Hr. Kaplan Haller. St. Maria Himmelfahrt. Sonntag: H. Messen: 6, 7 mit gem. h. Kommunion der Jungfrauen=Kongregation, 8 mit gem. h. Kommunion der Schüler des Dreikonigs=Gymnasiums, 9, 10 Hochamt. 11.30 letzte h. Messe mit Predigt. 12.30 Andacht der Schüler des Dreikönigs=Gymnasiums. .30 Kinderandacht, 5 Andacht mit Predigt.— Montag: H. Messen: 6, .30..15 Rosenkranzmesse mit Segen für Hrn. Hub. König.— Dienstag: H. Messen: 6..30,.15 für alle Pfarrangehörigen, Rosenkranz= messe mit Segen, 8 Gymnasialmesse.— Mittwoch: H. Messen 6,.30,.15 Rosenkranzmesse mit Segen,.45 Exequien für Hrn. Heinr. Weder.— Donnerstag: H. Messen: 6..30,.15 Rosenkranzmesse mit Segen. 8 Gymnasialmesse,.45 Exequien für Hrn. Heinr. Weder.— Freitag; H. Messen 6,.30,.15 Rosenkranzmesse mit Segen.— Samstag: H. Messen 6,.30,.15 Rosekranzmesse mit Segen, abds. 7 Salve=Andacht. St. Maria im Kapitol. Sonntag: H. Messen: 6, 7 mit Kinderkommunion,.15,.30 Hochamt, 1I mit Pred.; 2 Christenlehre, 5 Andacht mit Pred.— An Werklagen h. Messen: 6,.30,.15,.30, 10.— Dienstag: Fest des h. Aposteis Matthäus,.30 Hochamt für die Dfarre.— Fre tag: Nachm. 6 Andacht zur schmerzh. Gottesmutter.— Samstag: Nachm. 7 Salve=Andacht. St. Maria in der Kupfergasse. Sonntag: Feierlicher Schluß der Oktav der 200jährigen Gedächrnesfeier des Bentehens unserer Kirche. H. Messen: 6 mit Generalkommunion der Jungfrauenkong., 7 Herz=JesuNesse mit Generalkommunion des Müttervereins u der Frauen der Pfarre, 8 h. Messe mit Generalkommunion der Männer u. Jünglinge, 1/9 Kindermesse, 10.30 feierl. Pontifikalamt, 11.15 letzte h. Messe; nachm..30 Christenlehre u. Andacht um eine gedeihliche Witterung, 4 Vortrag und Andacht für die Jungfrauenkongregation, 6 feierl. Komplet, Predigt, Lauretanische Litanei. Friedensandacht, Te Deum.— Wochentags: Hl. Messen 6,.30.15..30 u. 10; letztere mit sakr. Segen. Jeden Abend Segensandacht zur Muttergottes; zugleich Andacht um den Segen Gottes auf unser Vaterland herabzuflehen.— Dienstag:.30 zu Ehren des h. Matthäus Hochamt für die Pfarre.— Mittwoch:.15 Andacht zum h. Joseph.— Donnerstag:.15 Segensmesse.— Freitag:.15 Kreuzwegandacht. St. Maria=Lyskirchen. Sonntag: H. Messen: 6, 7 gem. h. Komm des Müttervereins,§.15 gem. h. Komm. der Knaben der Volksschule, .30 feierl. Segensamt, 11 Predigt. Nachm. 2 Andacht m. Christenlehre, .30 Komplet, Festpredigt, Maternus= u. Kriegsandacht.— Montag: H. Messen:.30,.15 Schulmesse f. d. Mädchen,.30 Rosenkranzmesse für Hermann Uhlenbroich, 9 feierl. Segensamt, 11 letzte d. Messe, abds..30 Maternus= u. Kriegsandacht.— Dienstag: H. Messen:.30,.15 Segensmesse, zugl. Rosenkranzmesse f. Maria Keltenich u. ihre verst. Großeltern. §. 9 feierl. Segensamt, 11 letzte h. Messe, ab. 8 Maternus= u. Kriegsand. Mittwoch: H. Messen:.30,.15 Schulmesse für die Knaben,.30 gestiftete Fünswundenmesse für Gertrud Reichmann mit Armenspende, 9 feierl. Segensamt, 11 letzte h. Messe, abds..30 Maternus= und Kriegsandacht. Donnerstag: Hl. Messen:.30,.15 Segensmesse,.30 Rosenkranzmesse von seiten des Elisabethen=Vereins für Frau Wilhelmine Faust geb. Blumhoffer, 9 feierl. Segensamt, 11 letzte h. Messe, abds..30 Maternusund Kriegsandacht.— Freitag: Hl. Messen:.30,.15 Schulmesse für die Mädchen, zugleich Rosenkranzmesse für Kath. Mahlberg geb. Abel..30, 9 feierl. Segensamt, 10.15 Jahrgedächtnis für Klemens Aug. Dicker, 11 letzte h. Messe, abends.30 Maternus= und Kriegsandacht.— Samstag: Hl. Messen:.30,.15, Schulmesse für die Knaben,.30, 9 feierliches Segensamt, 11 letzte hl. Messe, abends.30 Maternus= u. Kriegsandacht.— Sonntag: Hl. Messen: 6, 7 gemeinschaftl. hl. Kommunion der Jungfrauen=Kongregation,.15 nur für die Schulkinder,.30 feierl. Segensamt, 11(Dred., 2 Andacht mit Christenlehre, 3 Versammlung der Jungfrauen=Kongregation,.30 Komplet, Festpredigt, Maternus= u. Kriegsand. St. Mauritius. Sonntaa: H. Messen 6. 7 mit gem. h. Kommunion der Jungfrauen=Kongregation, 8 mit Dredigt, 9 feierl. Hochamt, 10 mit Dredigt, 11 mit Predigt,.30 Christenlehre,.30 Andacht für die Jungfrauen=Kongregation, 5 Andacht zu Ehren der schmerzhaften Mutter mit Festpredigt. Nach der Andacht ist Aufnahme neuer Mitglieder in die Bruderschaft von der schmerzhaften Mutter.— Dienstag:.30 hl. Messe für alle Pfarrangehörigen. St. Michael. Sonntag: H. Messen: 6 mit Dred.,.45,.30 mit gem. h. Komm. für Jünglings=Kongregation u. Männerapostolat,.30 mit Pred. für das einquartierte Militär,.30 Hochamt, 11 mit Pred., nachm..30 Christenlehre, 6 Rosenkranzandacht zu Ehren der heiligsten Herzen Jesu u. Mariä mit Dred. Nach der Andacht Aufnahme in die Skapulier=Bruderschaft u. Segnung der Skapulier=Medaillen.— Wochentags: H. Ressen: 6,.15,.45,.30. Jeden Abend um 7 Segensandacht für unser Heer u. Vaterland. Mittwoch am Feste des hl. Apostels Matthäus um.30 Amt für die Pfarre. Minoritenkirche. Sonntag: 7 h. Messe,.30 Hochamt, 1,10 u. 11 h. Messen mit Predigt, 5Andacht für Dienstmädchen. Wenn die Prozession in St. Maria in der Kupfergasse ausgeht, fällt die Kriegsandacht aus. anderenfalls beginnt sie heute.15.— Montag: 7, 8 u. 9 h. Messen.— Dienstag: 7, 8 u. 9 h. Messen, 5 Andacht zu Ehren des h. Antonius.— Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag: 7 u. 8 h. Messen. Rektorat Melaten. Sonntag: h. Messen 7, 9 mit Pred., 3 Christenlehre u. Andacht, St. Matthias(Köln=Bayenthal). Sonntag: H. Messen 6 mit gem. h. Komm. der Marian. Jungfrauen=Kongregation, 18, 9 Hochamt, 10 Militärmesse mit Predigt, 11 mit Predigt, nachmittags 3 Kriegs= u. Kongregationsandacht.— Am nächsten Sonntag gem. h. Komm. des Müttervereins; nachm..30 Versamml. m. Predigt. St. Engelbert(Köln=Riehl). Sonntag: H. Messen: 6..30 mit gem h. Kommunion d. Jungfrauen,.30 Hochamt u. 11, nachmitt..30 Chrt enlehre u. Andacht, 7 Kriegsaudacht.— Wochentags: H. Messen:.10 u..10, Festordnung für die St. Maternusfeier zu Rodenkirchen. Die Festfeier zu Ehren des h. Maternus, des ersten Bischofs von Köln, der als Patron gegen ansteckende Krankheiten, ganz besonders in Kriegszeiten verehrt wird, dauert bis zum Feste des h. Erzengels Michael, 29. September. An den Sonntagen: 6 und.30 h. Messen, 9 Militärmesse, 10 feierliches Hochamt m. Predigt und Ministration, 3 Andacht in uns. Kriegsanliegen, 5 Maternusandacht. An den Mittwochen der Festfeier: h. Messe in der Pfarrkirche,.30 h. Messe in der alten Maternuskirche am Rhein. An den übrigen Werktagen: 6 u. 7 h. Messen in d. Pfarrkirche, 5 Maternusandacht. Am 29. Sept., nachmitt. 5. feierl. Schluß mit Predigt, Umgang und Tedeum. Prozessionen, welche die Zeit ihrer Ankunft rechtzeitig angemeldet haben, werden mit Glockengeläute empfangen. Nach ihrem Einzuge in die Pfarrkirche und vor ihrer Rückkehr wird der sakramentale Segen erteilt. St. Rikolaus(Köln=Sülz). Sonntag: H. Messen: ¼/6, 147(gem. h. Komm, der Jungfrauen=Kongregation, 18 mit Predigt(gem. h. Komm. d. Kinder a. d. Schule Lohrbergstr.), ½9 Hochamt. 10.10 h. Messe. 10.30 m. Predigt. 11.30 mit Predigt,.30 Christenlehre. 6 Audacht mit Predigt. — An den Wochentagen h. Messen 6,.30,.15(Schulmesse) u..30.— Dienstag= und Freitagabend um.30 Kriegsandacht.— Samstag 1/3 Beichte der Kommunionkinder aus den Schulen Palanter= u. Zülpicherstr. — Sonntag ¼8 h. Kommunion der betreff. Kinder. Köln=Vingst. Sonntag: H. Messen: 6(gem. h. Komm. d. Marlan. Jungfrauen=Kongregation), 8 insbesondere f. d. Schulkinder. m. gemeinsch h. Kommunior d. ält. Mädch.,(Dred.),.15 Hochamt m. Segen, 10.30 deutsche Singmesse m. Dredigt; 2 Christenlehre, 5 Kriegsandacht,.15 Versammlung der Marian. Jungfr.=Kongr. an der Kirche, Spaziergang über Rath=Heumar(daselbst 4 Andacht) nach Urbach. St. Maria=Himmelfahrt(Nippes. Sonntag: H. Messen.45, 6, 7, 8. 9(Predigt, 10(Hochamt), 11(Predigt). Nachmittags=Andachten: 2 der jüngeren Kinder, 3 Christenlehre, 5 Abendandacht. Herz=Jesu(Köln=Mülheim). Sonntag: H. Messen 6 mit kurzer Pred., .15 mit Predigt und gemeinsch. h. Kommunion der Jungfr.=Kongregat., .15 gem. Kommunion der Schüler des Gymnasiums,.30 Hochamt, 11 mit Predigt, 3 Andacht zu den hl. Engeln u. Christenlehre, 4 Jungfr.= Kongregation mit Predigt,.15 Andacht um gedeihliche Witterung und Predigt.— Montag: 7 Herz=Jesu= u. Segensmesse für die Kinder.— Dienstag: abends 7 Rosenkranzandacht um den Frieden.— Freitag: abends 7 Kreuzwegandacht zur Kriegszeit. Nächsten Sonntag monatliche hl. Kommunion der Mädchen. An diesem Tage beginnt in unserer Kirche eine eucharistische Woche für Frauen und Jungfrauen. Von morgens 6 bis nach der 11=Uhr=Messe Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes(in der 11=Uhr=Messe Predigt des Benediktiner-Daters Corbinian). Abendpredigt 8 Uhr(¼ vorher Rosenkranz=Andacht). An den Wochentagen Aussetzung von morgens 6 bis .30. Abendpredigt 9(¼ vor 9 Rosenkranz). Samstag abends keine Predigt. Sonntag, d. 3. Okt., Aussetzung wie am ersten Sonntag, abends 6 Schlußpredigt, Weihe an Christus im Allerheiligsten Sakramente und feierl. Sakramentsprozession. Beichtgelegenheit ist während der eucharist. Woche geboten: Donnerstags= und Freitagsmorgens von 6 bis 9, nachmittags von 3 dis 8. Samstagsmorgens von 6 bis 9 Uhr, nachmittags von.30 dis 4 für Kinder, von 4 an nur für Erwachsene. Sonntag, d. 26. Sept.,.30 feierl. gestiftetes Hochamt zu Ehren der schmerzhaften Mutter für die lebenden u. verstorbenen Mitglieder der Frauenkongregat St. Mauritius(Köln=Mülheim). Sonntag: H. Messen 7,.15, 1410 u. 11;.30 Christenlehre, 5 feierl. Andacht mit Festpred. z. E. des h. Antonius — Dienstag u. Freitag: Abds..30 Kriegsandacht.— Nächsten Sonntag Fest des Kirchenpatrons des h. Mauritius, 1410 feierl. Hochamt für die Mitglieder des Mauritius=Sammelvereins. Morg. gem. h. Kommunion des Arbeitervereins, nachm. 5 Festpred. u. Komplet. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 19. September 1913. An oniterkirche: morg..30(Rahlenbeck), abds..30(Goering). Christuskirche: morg. 8(Wendland), morg. 10(Lic. Radecke), Vorbereitung u. Abendmahl. Lutherkirche: morg..30(Nack). Trinitatiskirche: morg. 10(Becker). Betsaal, Machabäerstraße 26: morg..30(Wendland. Krankenhaus: morg..30(Goering). Kindergottesdienste: Antoniterkirche 11.30(Lesser), Christuskirche 11.30 fällt aus, Lutherkirche 11.15(Goering), Trinitatiskirche 11.30(Nack). Vereinshaus 11(Hötzel), Herwarihstraße 7 11.30(Wendland, Beisaal (Machabäerstr. 26 11.30(Lie. Radecke). Taufen und Trauungen: nachmittags 3: Antoniterkirche(Rahlendeck). Christuskirche(Becker), Lutherkirche(Goering), Trinitatiskirche(Lesser). Taufen Betsaal(Machadäerstraße 26) 12.30(Lic. Radecke). Kollekte für die Rheinisch=Westfälische Gefängnisgesellschaft. Garnisonkirche: morg. 10(Lazarett.=Pfr. Bäcker), morg. 11.15 Kindergottesdienst Kandidat Selmke. Bayenthal: morgens 10(Rathschlag), morg. 11.15 Kindergottesdiens derselbe) Deutz: morg..30(Missionsdirekt. D. Wagner), morg. 10.45 Kindergottesdienst, morg. 11.30 Kindergottesdienst in der Schule Mülheimerstraße. Ehrenfeld: morg. 10(Pellmann), morg. 11.15 Kindergottesdienst(ders.), morgens 12 Taufen(Pellmann). Kalk: morg. s van den Bruck), Presdyterkirche, morg. 10 Junkereit), morg. 11.30 Kindergottesdienst(van den Bruck. Ev. Krankenhaus: morg..15(van den Bruck). Kath. Krankenhaus: morg..30 Junkereit). Humboldtkolonie: morg. In(Luyken), morg. 11 Kindergottesdienst derselbe: Lindenthal: morg. 8 Militär= u. Gemeindegottesdienst, morg. 10(Dr. Engelhardt), morg. 11.30 Kindergottesdienst(derselbe), 12.30 Taufen(Dr. Engelhardt). Lindenburg: morg. 9(Kandidat Selmke. Nippes, morg. 8(Lazar.= Dfr. Bingel, Lutherkirche: Militär= und Gemeindegottesdienst, morg. 10 Fliedner, morg. 11.15 Kindergottesdienst(ders.. Riehl. Betsaal, morgens 8(Fliedner). morg. 11.15 Kindergottesdienst fällt aus. Wochengottesdienste und Bibelstunden. Köln: Montag abds. 8 Antoniterstr. 16. Konfirmandenhaus: Missionsstunde,(.=D. Dierks). Dienstag 4 Klara=Elisenstift(Becker). Mittwoch 8 Marthastift(Goering). Mittwoch.30 Antoniterk.(Lic. Radecke). Donnerstag,.30, Herwarthstr. 7, Bibelstunde für jedermann(Wendland). Freitag, 9 im Jugendvereinshause(Antoniterstraße) Kriegsbetstunde(Hötzel). Freitag,.30 Viktoriastr. 11, Erdgeschoß, Bibelbesprechung Apostelgeschichte)(Franz).— Braunsfeld: Freitag, abds..30 Ziegelstraße 2h(Kraus).— Deutz: Dienstag,.30 Bibelstunde. Mittwoch,.30 Kriegsgebetstunde.— Kalk: Dresbyterkirche, Donnerstag, abds..30 Kriegsandacht Junkereit.— Lindenthal: Donnerstag, abds..30 Gemeindehaus, Lindenthalgürtel 32(Schmick).— Nippes. Lutherkirche: Mittwoch 8, Kriegsandacht(Fliedner.— Riehl, Betsaal: Donnerstag, abds. 8 Kriegsandacht(Fliedner).— Zollstock: Donnerstag,.30 Kriegsandacht(Rathschlag). Evang.=lutherische(nicht unierte) Kirche, Pantaleonswall 4. Vorm..30 Predigt.(Kuhlmann), 11 Kindergottesdienst.— Mittwoch: .30 Betgottesdienst. Donnerstag 5 Frauenverein. Israelitischer Gottesdienst in beiden Senagogen. An Wochentagen: Sonntag, den 19. d. M. bis Mittwoch morg..45, abds.(Glockengasse).33, abds.(Roonstr.).30; Mittwoch, abends(Festabend).15, Donnerstag und Freitag. morgens.30, Donnerstag Minchah 3, abds..05, Sabbath, den 25. d..: Vorabend.15, morg..30, Minchah(Roonstraße) 3, Jugendgottesdienst(Glockengasse) 3, abends.04. : G e r i c h t s= V e r h a n d l u n g e n:: Orr () Unter Kriegsrecht. Eine 37jährige Ehefrau aus Köln=Mülheim kam am Abend des letzten Samstags im August in Begleitung ihrer verheirateten Schwester von Düsseldorf her im Bahnhof Köln=Mülheim an, ohne im Besitz einer Fahrkarte zu sein. Als der auf dem Bahnhof dienstruende Schutzmann die Personalien der Frau feststellen sollte, suchte diese zu entfliehen. Darauf beschimpfte, schlug und stieß sie den Beamten. Wegen dieser Widerstandsleistung wurde die Frau vom Kriegsgericht mit einem Monat Gefängnis bestraft. Ein 47jähriger Händler bedrohte eines Mittags im Laden seinen 17jährigen Sohn mit einem Messer und riß dem Schutzmann, der einschritt, im Handgemenge einen Nagel vom Finger herunter. Das Kriegsgericht verurteilte den Händler zu zwei Monaten Gefängnis. Ein 45jähriger Arbeiter und seine 43jährige Ehefrau sowie ein 27jähriger Anstreicher von Schlebusch=Manfort hatten nachts in Köln=Tunnwald durch Musizieren auf einer Mundharmonika die Ruhe gestört und dem einschreitenden Schutzmann Widerstand geleistet. Wegen dieses Vergehens verurteilte das Kriegsgericht in Köln die beiden Männer zu je zwei Monaten, die Frau zu zwei Wochen Gefängnis. Eine 34jährige Frau von hier las anfangs August auf einem fremden, noch nicht abgeernteten Acker in der Feldmark Zündorf Aehren auf. Ein Hülfspolizeibeamter gebot ihr, die bereits gesammelten Aehren niederzulegen; das tat die Frauznicht, sondern sie schlug den Beamten mit den Aehren ins Gesicht. Das Kriegsgericht verurteilte die Frau unter Zubilligung mildernder Umstände zu drei Tagen Gefängnis. Ein 30jähriger Anstreicher bedrohte eines Abends eine Badorfer Familie in ihrer Wohnung mit Todstechen und leistete dem Polizisten, der zu Hülfe gerufen wurde, Widerstand. Dann flüchtete der Täter. Eingeholt, bedrohte er den Beamten abermals. Wegen Widerstandsleistung wurde er vom Kriegsgericht zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. 2CO Branntweinverkauf zu verbotener Zeit. Ein Wirt aus Kalk war vor dem Außerordentlichen Kriegsgericht angeklagt, morgens vor 11 Uhr heimlich hinter verschlossener Wirtschaftstür einem Gast einen Schoppen Branntwein zu M. 0,35 verkauft zu haben. Der Wirt war geständig und wurde deshalb zu einer Woche Gefängn is verurteilt. Ein Wirt aus Köln hatte morgens vor 11 Uhr in seiner Wirtschaft Kornbranntwein verschänkt, den er angeblich mit Wermutwein verwechselt hatte. Mit Rücksicht darauf, daß bei diesem Verstoß gegen das Gebot des kommandierenden Generals über den Branntweinverkauf anscheinend keine böse Absicht vorlag, andererseits aber auch Irrtum nicht vor Strafe schützt, verurteilte das Außerordentliche Kriegsgericht diesen Wirt zur geringsten gesetzlich zulässigen Strafe von einem Tag Gefängnis. Ein Kolonialwarenhändler aus Köln, der auch mit Branntwein handelt, war vor dem Kriegsgericht geständig, verschiedentlich zur verbotenen Zeit Branntwein verkauft zu haben. Das muß er mit zwei Wochen Gefängnis büßen. (0) Militärstiefelhehler. Der Schuhmacher K. kaufte eine Anzahl Militärstiefel und =Schuhe von Soldaten, die ihm gesagt haben sollen, sie trügen ihre eigenen Stiefel und dürften daher die erhaltenen Stiefel verkaufen. Wegen Hehlerei verurteilte das Schöffengericht den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von fünf Tagen. 22 Standesamt der Stadt Köln.(Vom 14. Sev. 1915.) Sterbefälle, Witwe Elisaberh Simon, geb. Trimdorn, oh. Beruf, 59., Lövenich, Landkr. Köln.- Hubert Thelen, 2., Perlengraden 101. - Anna Schmitz, 12., Pantaleonsmühlengasse 12.— Withelm Karl Rich. Reichardt, Ers.=Res., 9. Komp. Res=Inf.=Regt. 29, Expedient, led., 24., Weißenburgstr. 50.- Barbara Stock, 3., U. Krahnenbäumen 66. - Peter Deutsch. Rentner, verh., 58., Gereonswall 17.- Franz Wilh. Jansen, Eisenbahnwagenreiniger, 53., Neußerstr. 83.- Kurt Rabuse 2., Gereonswall 103.- Witwe Bardara Lückenhausen, ged. Kröll, 85., Gladbacherstr. 24. Friedr. Wilh. Jakob Kreutz, Landsturmm, 22., Steinstr. 39.- Else Losen, 1½2., Perlengraben 83 85.- Otto Arnold. 21., oh. Wohn.-Joh. Heinr. Reinartz, Wehrm., 29., Josephstr. 12.- Julius Dohmgoergen, Musk., 22., Jahnstr. 25.- Wilb. Benner, Drahtzieher, led, Pionier im Pion.=Batl. 8, 24., Agrippastr. 84.— Engelbert Opladen, oh. Ber., verh., 74., Schaafenstr. 28. Peter Eßmann, Fab.=Arb., led., Musk. im Inf.=Regt. 173, 24., Koelhoffstr. 3.- Walter Schneider, Gymnasiast, led., Einj.=Freiw. im Luftschiff.=Erf.=Batl. 3, 17., Düsseldorf, Königsstr. 3a.- Wilh. Bruckmann, Masch.=Setzer, verh., Landstm. i. Inf.=Regt. 145, 30., Thieboldsgasse 56 Heinrich Schüller, Kutscher, led., Gren. im Garde=Gren.=Regt. 3. 25 J Katharinengraben 31.- Toni Hoch, 11., Weichserhof 34.. Heinrich Kronenberg, 1012., Gr. Griechenmarkt 11a. Standesamt Köln=Lippes.(Vom 12. bis 15. Sept. 1915)“ Sterbefälle. Elisabeth Hecker, led., 56., Merheimerstr. 17. Johann Emser, 5., Merheimerstr. 138.- Deter Vendel, 15 Std. Siebachstr. 97.- Maria Krebs, geb. Spelten, verh., 71., Sechzigstr. 53. Rudolf Schönborn, Kriegsfreiw., led. 19., Kl. Hartwichstr. 19. Gabriel Sutorius, Dionier, led., 21., Eisenachstr. 49.- Friedr. Mohr Er.=Res., led., 26., Merheimerstr. 109.* Ernst Dammann, Hauptm., led, 34., Stammheimerstr. 125.- Wilhelm Becker, Musk., led., 18 J Viersenerstr. 14.- Adolf Schmalgemeyer, Leutn. d. Res., verh., 29 J Niehlerstr. 123. Maria Klünter, ged. Schuh, verh., 45., Erp. Oskar Gronau, verh., 58., Neußerstr. 625.- Hermann Lenzen, 1., Christinastr. 82.- Joseph Willms. Gefr., verh., 40., Niehlerstr. 13.= August Berns, Pionier, led., 24., Bolk###nsternstr. 36. Kölner Local-Anzeiger Nr. 258&a Samstag, 18. September Gestern morgen.20 Uhr starb plötzlich infolge Absturzes unser geliebter Sohn, Bruder. Neffe und Vetter der Einjährige Kriegsfreiwillige Unteroffizier und Feldpilot Herr Wilhelm Ambros Nach 6 Monaten in Feindesland, wurde er zur Fliegertruppe abkommandiert. Er erlitt den Heldentod im Alter von 24 Jahren. Mit großer Liebe und wahrer Begeisterung übte er seinen Beruf als Flieger aus. Um ein stilles Gebet für den lieben Verstorbenen bittet Familie A. Ambros Bahnhofs-Vorsteher a. D. z. Z. Feldwebel-Leutnant Inf.-Reg. 28. Köln-Rinnes, den 17. September 1915. Die Beerdigung findet statt Montag, den 20. September, nachmittags 4 Uhr. vom Trauerhause Nordstraße 21 aus. Die feierlichen Exequ'en werden an demselben Tage, morgens 8½ Uhr. in der St. Bonifatiuskirche zu Köln-Nippes gehalten. Von Kondolenzbesuchen wolle man bitte Abstand nehmen. Sollte jemand aus Versehen eine besondere Anzeige nicht erhalten haben. so hitte, dieses als solche zu hatracbron0 Das Sechswochenamt für den verstorbenen Herrn Gottfried Inveen findet am Montag, den 20. September, morgens ½9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Maria-Himmelfahrt zu Köln-Nippes statt, wozu hiermit alle Verwandte. Freunde und Bekannte höllichst eingeladen sind. Danksagung. Allen denjenigen, die uns beim Heimgange meiner innigstgeliebten Gattin, unserer herzensguten unvergeßlichen Mutter, mit so warmen Worten ihre Teilnahme ausgesprochen, für die schönen Kranzspenden und das Liebe, welches sie der Dahingeschiedenen im Leben erwiesen, unseren herzlichsten Dank. Köln-Nippes. 18. September 1915. Sechzigstraße 53. Familie Peter Krebs. Das Jahrgedächtnis für den verstorbenen Herrn Louis Klein findet am Montag. den 20. September, morgens ½9 Uhr. in der Pfarrkirche St. Vrsula statt, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. Trauer-Hüte au“ Wunsch Auswahlsendung Feder Samuel childerg. 65 67. E. Antonsg. Glockeng. I. Erke Herzogstr. für die Tafel für Obst, Fisch u. Frühstück empfiehlt in gediegener Ausführung zu äussersten Preisen P. Ullrich Schildergasse 3 Ehrenstrasse 14 b“ kauf- u. leihweise I. Wies Sohn, Inh. Gegründet 1812. Blosen. Röcke. Schleier, Bandschuhe ett. Alogs Finke. Ehn Fahrstühle für Strasse und Zimmer Geruchlose Zimmerklosetts verstellbare Bett-Lesetische Rückenlehnen, Fusschemel — Bidets— Sämtl. Artikel zur KrankenGesundheit-u. Wochenbettpfl. Fanz Hlaes, Schilder- se 61—65. * F e r n s p r e c h e r A 7 1 2. Lebensmittelpreise. Amtliche Feststellung vom 14. September 1915. Schweinefleisch. Schweineschmalz Speck fett „ mager Braten ohne Fett und Knochen Fleisch gesalzen Koteletten Bratwurst frisch „ geräuchert Blut= u. Leberwurst gewöhnliche Blutwurst beste Schwartemagen weiß „ rot Fleischwurst Eine Liste derjenigen Geschäfte, welche zu den angegebenen Mindestpreisen verkaufen, liegt bei der städt. Polizei=Inspektion, Kl. Budengasse 6, 2. Stock, Zimmer Nr. 10, zu kostenloser Einsicht offen. Cöln, den 16. September 1915. Der Oberbürgermeister. 0 J..: Ischirnt. Abgabe von Reis in den Geschäften. Für die Folge dürfen die Geschäfte den von der Stadt bezogenen Reis nur noch in Mengen von höchstens 2 Pfund und zwar an einen Käufer nur einmal wöchentlich und nur gegen Vorzeigung des Cölner Brotbuches abgeben. In dem Brotbuch wird der Kauf durch Eintragung des Datums bescheinigt. Cöln, den 17. September 1915. Der Oberbürgermeister. I..: Matzerath. Ed. Blumenthal Kolumbastr. 7 Erstes Spezialgeschäft für Trauer!“- gerer. scm. ∆ K l e i d e r. B l u s e n. R ö c k e. H ü t e u n d S c h l e i e r. Deutsch.NähmaschinenFabrik-Lager Deter Hallesbach Wve. gegr. 1878 a" Köln=Ehrenfeld, PHOENN Venloerstr. 224 #" Niederlaged Psaffu. Phönix. RundRing= u. Schwingschiff= Nähmaschin Eig. Rep=Werk Lieferant!. Firmen Anterrichts-Ankündigungen haben im Local-Anzeiger wie durch Anerkennungen bestätigt ist, besten Erfolg Vereinskalender der Ratholischen Arbeitervereine. Sonntag, den 15. September. Köln=West. Wanderung. Abf. ab Brückenrampe..03 bis Königsforst. Forsbach—Hoffnungstal—Bensberg—Franken= forst. Vereinskalender für hatholische Zönglingsvereine. Sonntag. den 15. September. Kath. Jünglingsverein St. Ursula. 3 Uhr Abmarsch vom Vereinshaus zur Teilnahme an der patr. Feier am Kölschen Boor.— Montag Tuenen.— Mittwoch Theaterabt.— Freitag: Spiel= und Leeabend. Hermann=Joseph=Bündnis Herz=Jesu=Pfarre. 7 Uhr h. Komm. des Euch Apostolates Nachm. Beteil. an der Festfeier am Kölschen Boor.— Montag.15 9 Uhr Bücherausgabe.— Mittw. Turnen.— Donnerstag.=9 abds. Aelt. Abt Jünglings=Kongregation St. Michael..30 Uhr gem. h. Kommunion, And fällt aus. 4 Uhr v. neuen Stadthause aus Festzug z. Kölichen Boor, ¼5 Uhr Versammeln a. d Michaeliskirche. Liederbuch mitbringen!— Dienstag.30 u 9 Schlagball.— Mittwoch Leichtathletik.— Freitag Schlagball. 677223 Jugendver. St. Stanislaus=Kongr. 7 Uhr Komm. d. Cuch. Apostolates in Minoriten. Nachm..45 Aufstell. auf d. Neumarkt zur patr. Veranstalt, am Kölschen Boor. Vollzähl Erscheinen Ehrens.— Dienstag: Von.30—.30 Schwalben gasse 1. Anmelden zu der am Sonntag. den 26. Sept. 1915 tattfindenden Wanderung zum Berg. Lande. Pr..40 M Freitag:.45 Uhr Aelt. Abt. in der Ratsmühle.= Kath. Jünglingsverein Köln=Sülz..15 Sammeln auf dem Nikolauspl z. Abmarich nach Köln zwecks Kundgebung am Kölschen Boor.— Dienstag:.30 Verslg. b. Kammel Na#lpl. 1 zwecks Gründung einer Jugendwehr.— Sonntag .. Sept.:.45 Festversammlg. des Jänglingsvereins mit Begrüßung d. hochw Hrn. Dasters Schwippert b. Kammel Jünglings=Kongregation St. Oeter, Köln=Ehrenfeld. gem. d. Kommunion. 10—12 Jugendkomp. 12 Bezonsiy. .30 Antreten am Vereinshaus zur Nagelung des Kölschen Boors.— Montag u. Donnerstag.30 U Trommeln u. Flö en Marian. Jünglingskongregation St. Joseph Köln Ehrenfeld. lo Uebun; der Jugendkomp., 12—1 Bibl. u. Sparkasse. Nachm Nagelung des Kölsche Boor. Punkt 3 An treten an dr kapelle. Mittwoch—10 Turnen.— Freitag.15 Religionsvortrag in der Kapelle.— Nächsten Sonn tag gem. h. Kommunion. Kathol. Jünglingsverein Köln=Nippes. Wanderabt .30 h. Messe,.1o ab Josephssiift, abds. 16.14 Ankunft am Hauptbhf. Zwangsversteigerung. Am 28. September 1915, nachmittags 4 Uhr, soll in Cöln=Riehl, in der Wirt. schaft„Zur Post“ von Faßbender, Sebastianstraße Nr. 185, das nachbezeichnete, in Cöln=Niehl belegene, der Ehefrau des Barbiers Valentin Binner, Katharina geborene Greßler, ohne Geschäft in CölnNiehl gehörige Grundstück Flur 99, Parzelle Nr. 2560/341, Niehl, Fürstenbergerstraße Nr. 184, Hofraum, worauf:„a) Wohnhaus mit Hofraum, b) Stall, 1,86 Ar groß, 450 Mark Nutzungswert, zwangsweise versteigert werden. Der Termin vom 21. September 1915 ist aufgehoben. s Königliches Amtsgericht Cöln, Abteilung 35. Dem Geschäftsmann ins Stammbuch! Ohne Reklame kein Fortschritt! — 1.* Stillstand= Rückschritt Rückschritt= Niedergang Niedergang— . Aus Kölns Nachbarschalt.! 44 Siegburg, 15.Sept.1915. Da der Kommunalverband des Siegkreises den Teil der Abzweigung von der Kleinbahn Siegburg=Troesvorf=Steglar=Zundorf und zwar von Spich über Haus Broich bis zur Rhein.=Bestfälischen Sprengstoffabrik in Troisdorf in der bestimmten Frist nicht zur Ausführung gebracht hat, auch ein öffentliches Interesse dazu nicht vorliegt, ist die Genehmigung für diesen Teil der Abzweigung im Einverständnis mit der hiesigen Königlichen Eisenbayndirektion für erloschen erklart worden. ## Overath, 17.Sept.1915. Gemäß Schulvorstandsbeschluß vom 26 August beginnen die Herbuferien am 20. Septembei und enden am 17. O ktober d. k.— Dem bei Souain am 30. September 1914 kriegsverwundeten Resecvisten Karl Müller aus Aggerhof bei Vilkerath, zurzei bei der 6. Komp. des Rhein. Inf.=Reg Nr. 161, 8. Armeekorps, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. □ Euskirchen, 16.Sept.1915. Ein leuchtendes Vorbild deutscher Treue und Vaterlandsliebe verdient lobende Erwähnung in dem gegenwärtigen großen Weltkriege. Der 30jährige Vaterlandsverteidiger Bernhard Krevs aus Weingarten ergriff frühzeitig den Wanderstab. Der Ausbruch des großen Krieges traf ihn in Kleinasien am deutschen Unternehmen der Bagdad=Bahn beschäftigt. Sofort folgte er dem Rufe des Kaisers. Voll Verlangen, seine Pflicht gegen das Vaterland zu erfüllen, trat er, da die anderen Verbindungen nach der fernen Heimat bereits von unseren Feinden versperrt waren, mit elf anderen tapferen deutschen Männern einen dreiwöchigen gefahrvollen Marsch durch das Taurusgebirge an, um nach Konstantinopel zu gelangen. Wiedecum fand er dort den Weg zur Weiterfahrt verlegt. Da lief die Goeben in die Dardanellen ein, und wenige Tage nachher diente der frühere Festungsartillerist als Bootsmaat der Goeben dem deutschen Vaterlande. Manche heiße Schlacht hat er auf diesem Schiff mitgemacht. Als im Februar 1915 der Kampf um die Dardanellen entbrannte, nahm er als Geschützführer daran teil. Auch in dieser Stellung hielt er monatelang in dem heftigsten Granatfeuer aus. Sein unerschrockener Mut wurde mit der Verleihung des Eisernen Kreuzes und der Türkischen Kriegsmedaille belohnt. Am 25. Juni 1915 wurde er schwer vewundet. Schon am folgenden Tage starb er, wie sein Batterieführer schrieb:„mit einem Gruß auf den Lippen an seinen fernen Vater". Es ist dies der zweite Sohn, den die Familie Krebs in dem großen Weltkriege verliert. 4) Düsseldorf, 18.Sept.1915. Am Sonntagvormittag wurde in Büsseldorf ein neuer Vereinslazarettzug der vereinigten Sanitatskolonne vom Roten Kreuz des Regierungsbezirks Düsseldorf dem Verkehr übergeben. Zu diesem Zwecke hatten sich im stadtischen Zollhafen die Spitzen der Militär= und Zivilbehörden, sowie em zahlreiches Publikum eingefunden. Nach einer Ansprache des Geheimen Regierungsrates Dr. Borntraeger besichtigten die Anwesenden den neuen Lazarettzug und waren voll des Lobes über die gediegene innere Einrichtung. Die Zusammensetzung des Zuges ist die gleiche wie bei den beiden im September und Cktober 1914 von den Tüsseldorfer Kolonnen in Betrieb gesetzten Vereinslazarettzuge uno zwar 25 Krankenwagen, 1 Offizierkrankenwagen, 1 Schwestern= und Aerztewagen, 1 Chefarztwagen, 2 Mannschaftswagen, 1 Verband= und Apothekerwagen, 1 Küchenwagen, 2 Vorratswagen, 2 Kesselwagen, 1 Zugführerwagen und 1 Schlußwagen. Der neue Vereinslazarettzug hat die Bezeichnung V L Z M II bekommen, und das Wagenmaterial ist innerhalb acht Tagen von der Eisenbahn=Hauptwerkstatt B in Köln=Nippes bereitgestellt worden. Die Ausstattung des Lazarettzuges erfolgte in allen Teilen durch die Aktiengesellschaft Leonyard Tietz, die durch ihre organisatorischen Anordnungen es ermöglichte, daß die Waggons innerhalb 24 Stunden nach Zustellung des Zuges nach Düsseldorf vollständig ausgestattet waren. Die Ausstattung der 26 Krankenwagen ist verartig, daß in jedem Wagen zehn eiserne Betten mit Spiralfederböden, Matratzen usw. eingebaut sind. Diese Betten sind in den verhältnismäßig beschränkten Räumen so praktisch aufgestellt, daß in jedem Wagen noch eine kleine Wohnecke mit Liegestühlen eingerichtet werden konnte. Dieses feststehende Bettensystem hat sich im Gegensatz zu den Tragbahren, mit denen der großte Teil der Lazarettzüge ausgestattet ist, auf das beste bewährt. * M o r d. R e m s c h e i d, I 7. S e p t. 1 9 1 5.( D r a h t b e r.) D i e z w e i undzwanzigjährige Tochter des Zigarrenhändlers Adolf Schmidt in der Königstraße ist ermordet worden. Als Täter kommen zwei Leute in Betracht, die bei einem geplanten Raube von Fräulein Schmidt in dem Laden überrascht wurden. .. Theater und Konzerte:! Kedunieseben e enn teneren — Spielplan der Der. Stadttheater Köln(vom 19.—26. Sept.) „nrnhaus So,f K. Tex, slicgende Hollander.- Mo. Keine Vorstellung.- Tr. 1% U. Der Vogelhändler. wi. 7½ U Königskinder. To. 7 a. Der liebe Augustin.= Kr. 7 U. Die Hugenotten.- Ea •2 g. Tiestund.- So. U. Lohengrin.— Schauspielhaus. So. . 2 U. Zum ersten Male: Jettchen Gebert.- Mo. 8 U. Medeg.- Di is Aautgerche. Mi. 712 U. Herodes und Mariamne.- Do. 8 U. Jetichen Gebert.- Fr. 8 U. Jugendfreunde.- Ca. 7½ U.# So. 71, U. Comtesse Guckerl. einstudiert: Egmont. Seite 10. Kölner Local-Anzeiger Nr. 258&a Samstag, 18. September 1915 18 Prozession mit dem Gnadenbilde von St. Maria in der Kupfergasse. Das altehrwürdige Muttergottesbild in der Kupfergasse hat auch in diesem Jahre während der Oktav, die in dieser Woche dort gefeiert wird, vele tausend Gläubige von nah und fern angezogen. Morgens früh um 6 Uhr ist schon die Kirche gefüllt, Hunderte empfangen die h. Kommunion und hören die Predigt um.30 Uhr. Und dann strömen die Scharen der Beter den ganzen Tag herzu. Man sieht dort so recht, wie das katholische olk seine himmlische Mutter liebt und in den Nöten und Leiden der Kriegszeit voll Vertrauen und Zuversicht unter ihren Schutz und Schirm flieht. Gegen Abend werden die Räume der Kirche zu eng. Viele müssen draußen stehen bleiben, ohne der Abendandacht mit Festpredigt in der Kirche beiwohnen zu können. Nächsten Sonntag sind die h. Messen um 6, 7, 8,.45 und 11.15 Uhr mit Predigt des Hru. P. Odorikus. Um.30 Uhr wird der hochwürdigste Hr. Weihbischof Dr. Lausberg ein feierliches Pontifikalamt zelebrieren. Um.30 Uhr ist Andacht für die Kinder, 4 Uhr für die Jungfrauen=Kongregation. Um 6 Uhr ist feierlicher Schluß der Festoktav mit Komplet, Predigt, Lauretanische Litanei, Friedensandacht und Tedeum. Nach der Abendandacht wird gegen.30 Uhr das Gnadenbild in Prozession durch die Pfarre getragen, und zwar durch die Kupfergasse, Elstergasse, Drususgasse, Röhrergasse, Appellhofplatz, Elisenstraße, Berlich, Helenenstraße, St. Apernstraße, Breitestraße, Langgasse zur Kirche zurück. *** Abendandacht beim Gnadenbilde in der Kupfergasse. Das Straßenbild an St. Maria in der Kupfergasse zeigt festliches Gepräge: Fahnen und Girlanden an Häusern und Mauern. Es gilt dem Jubelfeste der Pfarrkirche, die nunmehr 200 Jahre besteht. Die ehernen Glockenstimmen laden die Gläubigen zu feierlicher Abendandacht ein. Und sie brauchen nicht lange zu bitten und zu rufen: Kommt, kommt!— denn gern wallen Männer und Frauen und Kinder zum Gnadenbilde der Mutter der Barmherzigkeit. Kaum ist es 8 Uhr, und schon weiß das Gotteshaus die Menge der Andächtigen nicht zu fassen. Die Orgel erbraust, und ihren Jubelklängen gesellen sich die Stimmen der Meuschenkinder zu: Maria zu lieben ist allzeit mein Sinn! So lautet der Gruß, den Mariens Verehrer ihrer Herrin entbieten. Und dann windet man aus den goldenen Rosen köstlicher Gebete— den Rosenkranz, um ihn der Gottesmutter als wohlgefällige Gabe darzubringen. Liebliche Frauenstimmen vereinigen sich zu harmonischem Gesange des Ave Maria! Aber auch das Volk will mit frohem Sinn Maria, der Engel Königin, grüßen. Das Lied ist verhallt. Ein Sohn des heiligen Franziskus, in schlichter Ordenstracht, besteigt die Kanzel... „Maria aber machte sich in jenen Tagen auf und ging eilends auf das Gebirge nach einer Stadt des Stammes Juda. Und sie kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth." Dann wird uns das Mysterium dienender Liebe in wundervollen Bildern vor die Seele geführt. Wie die allerseligste Jungfrau Maria aus ihrer frommen Beschaulichkeit eilends zu ihrer Base geht, um ihr zu dienen, so erheischt auch die große Zeit, in der wir leben, dienende Liebe. Und diese muß hart sein, wie der Diamant aber auch zart wie ein Mutterherz. Hart wie der Diamant! All das Herbe, das Bittere, das der Krieg mit sich bringt, gilt's voll Starkmut zu ertragen. Und wie det Diamant geschliffen werden muß, soll er zu vollem Werte gelangen, so müssen auch wir geschliffen werden! Alles Kleinliche, Engherzige muß von uns abfallen. Feurig wie der Diamant müssen wir sein. Voller Begeisterung die hehren Ziele sozialen Strebens unterstützen. Kostbar ist der Diamant, und etwas Kostbares soll uns die große Zeit sein, die wir erleben dürfen, von der spätere Geschlechter als von etwas Gewaltigem reden werden.— Zart wie das Mutterherz muß dienende Liebe sein. Für die Heimat, fürs Vaterland kämpfen wir ja. Unseren Angehörigen, unsern Mitmenschen müssen wir die Last tragen helfen. Wie in Staat und Gemeinde die Frau die Lücken anszufüllen sucht, die durch die kämpfenden Männer entstehen, so muß die deutsche Frau auch groß dastehen in werktätiger Liebe, damit sie Teil hat an den endgültigen Siegen, die uns den Frieden bringen... In kunstvollen Weisen ertönt die Lauretanische Litanei. Da die Monstranz zur Verehrung auf dem Hochaltare steht, ist das Chor in ein Meer von Licht getaucht, und die funkelnde Pracht des Seitenaltares, wo das Guadenbild unter einem Lichtgehänge thront, blendet schier das Auge. Der Priester am Altare betet den „Engel des Herrn“ und ein kurzinniges Gebet zur Mutter der Barmherzigkeit. Der Segen mit dem hochwürdigsten Gute gibt der Feierstunde die höchste Weihe. Noch einmal singen sie alle, die vor dem Guadenbilde so gläubig vertrauend knieen. Und was könnte es anderes sein, als ein Lied, das voll von Liebe, voll von Vertrauen all die Gefühle zum Ausdruck zu bringen scheint, von denen Herz und Seele erfüllt sind: Sei gegrüßt viel tausendmale, C. Maria, Jungfrau rein! Hilf in diesem Jammertale: Du erhörest groß und klein. Darum rufe ich zu dir Mutter Gottes, ach, hilf mir! hl. 0 Am kölschen Boor werden am kommenden Sonntag größere allgemeine interessierende Veranstaltungen stattfinden. Vormittags singt der gemischte Chor St. Kunibert das Vaterlandslied von Stein, das Strässersche Lied vom Kölschen Boor und eine sechsstimmige neue Vertonung des Vereinsdirigenten Heinrich Brach. Dazu wird die Schutzmannskapelle schöne Stücke vortragen, u. a. den Triumphmarsch aus Aida von Verdi, die Ouvertüre Zamba von Herold, ein größeres militärisches Potpurri von Reckling und den neuen HindenburgMarsch von Kauschke. Nachmittags 3 Uhr nagelt die Feldpostsammelstelle; es singen der Quartett=Verein Köln=Ehrenfeld und das Doppelquartett des Kölner Liederkranzes. Hierbei konzertiert die Ersatzkapelle des Bergischen Feldartillerie=Regiments Nr. 59. Die Vereine tragen Beethovens Die Himmel rühmen sowie patriotische und Volkslieder von Wilhelm, Otto, Wengert, Pieper, Bohner und Joseph Schwartz vor. Hierbei spielt die ArtillerieKapelle den Hohenzollern=Marsch von Unrath, die Ouvertüre zur Operette Leichte Kavallerie von Suppé und zwei Faufarenmärsche von Henrion. Von ¼ vor 4 Uhr ab wird der Aufenthalt auf dem Platz nur den Vorzeigern des Programms, das für 10 Pfg. erhältlich ist, gestattet werden. Gegen 4 Uhr tritt der links= und rechtsrheinische Verband der katholischen Jünglingsvereine, mit Fahnen und eigener Musikkapelle, zum Nageln an und wird bei dieser Gelegenheit mit Reden, Liedern und Turnübungen am Barren und Aufstellung von Leiter=Pyramiden die Bedeutung des Tages betonen. Um 5 Uhr beginnt der Militär=Chor der Garnison Koblenz unter Musikdirektor Franz Bornheim mit dem Vortrag einer Reihe schöner Volkslieder von Schrader, Jüngst, Isemann, Krasinsky, denen mit Orchesterbegleitung das Niederländische Tankgebet von Kremser folgt. In den Zwischenpausen spielt die Artillerie=Kapelle den Parademarsch Nr. 1 von Möllendorf, die Ouvertüre zum Singspiel Franz Schubert von Suppe, das Herz am Rhein von Hill und den Fackeltanz von Krüger. Das neue Kassenhauschen wird Sonntag seiner Bestimmung übergeben werden können, wie Meister Brantzky sagt. Ter Kölsche Boor beabsichtigt, sich von allen in Köln geborenen Rittern des Eisernen Kreuzes das Kreuz zweiter Klasse annageln zu lassen. Diese Ritter werden gebeten, sich mündlich oder schriftlich bei der Geschäftsstelle des Kölschen Boor im Stadthaus zu melden. (e) Der Kölsche Boor in Eisen am Gürzenich verzeichnete am Donnerstag, eine Tageseinnahme von 1350,95 M. Die Gesamteinnahme seit 20. Juni 1915 beträgt 210 843,58-M. Der Tagesbetrag in umgewechselten Gold belief sich auf 12475., die Gesamtsumme des bis jetzt umgewechselten Goldes beträgt 561 485 M. (A) Der Bericht über die städtischen Bäder für den Zeitraum vom 1. April 1914 bis 31. März 1915 besagt u.., daß durch die Eingemeindung von Mülheim und Merheim am 1. Juli 1914 neu hinzugetreten sind: Bad Mülheim(Schleiermacherstraße) mit 17 Wannen und 22 Brausen, Bad Buchheim (Alte Wipperfürtherstraße) mit 1 Wanne und 8 Brausen, Bad Dellbrück(Pflegehaus) mit 3 Wannen. Vollendet wurde das Kaiser=Wilhelm=Bad zwischen Deutz und Kalk. Entgegen den weniger erfreulichen Betriebsergebnissen im Jahre 1913 14 waren die Aussichten bis Ende Juli günstig. Durch den Anfang August ausgebrochenen Krieg und die hierdurch erfolgte Einberufung vieler Abonnenten und anderer regelmäßigen Besucher gingen Besuch und Einnahme zurück. Zudem mußten wegen Material= und Personalmangels die einzelnen Anstalten teils kürzere Zeit, teils in einzelnen Abteilungen ganz geschlossen werden. Das Volksbad Sülz wurde mit der angrenzenden Schule von der Militärverwaltung requiriert und ist auch heute noch nicht freigegeben. Den zahlreich hier einquartiert gewesenen und sämtlichen anderen in der Garnison befindlichen Militärpersonen sind bedeutende Preisermäßigungen bewilligt worden. Die Gesamtzahl der abgegebenen Bäder betrug 1914 1145457 gegen 1323479 im Jahre 1913. In der Verteilung auf die Anstalten sind die Ergebnisse die folgenden: Hohenstaufenbad 381094, davon 227034 Schwimmbäder; Fleischmengergasse 331 769, davon 164 191 Schwimmbäder; Neptunbad 120 223, davon 50 187 Schwimmbäder; Kaiser=Wilhelm=Bad 26 184; Volksbad Achterstraße 103901; Volksbad Vingst 17092; Volksbad Sülz 24188; Volksbad Mülheim(Schleiermacherstraße) 25091; Volksbad Mülheim(Alte Wipperfürtherstraße) 6805; Volksbad Dellbrück 725; Rheinbadeanstalt 1 16 139, davon 9942 Schwimmbäder; Rheinbadeanstalt II 38 469(nur Schwimmbäder). Rheinbadeanstalt III 1281(nur Schwimmbäder); Rheinbadeanstalt Köln=Deutz 10 420(nur Schwimmbäder); Rheinbadeanstalt Oberländer=Ufer 10737(nur Schwimmbäder); Strandbad 27012(gegen das Vorjahr 38 525 weniger). Der Rechnungsabschluß für das Rechnungsjahr 1914 zeigt 534210 Mark Ausgaben und 422688 Mark Einnahmen. Nur das Hohenstaufenbad konnte einen Gewinn(6649 Mark) exzielen; die anderen Anstalten bedurften des Zuschusses. 8 Rheinische Zentrumspartei. Die diesjährige Herbsttagung des Provinzialausschusses der Rheinischen Zeutrumspartei, die am verflossenen Dienstag in Köln in der Bürgergesellschaft unter der Leitung des ersten stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Reichs= und Landtagsabgeordneten Oberlandesgerichtsrat Marx, stattfand, war aus allen Teilen der Provinz sehr zahlreich besucht. In warmen Worten gedachte der Vorsitzende der seit der letzten Sitzung verstorbenen Mitglieder. Nach Erledigung verschiedener geschäftlicher Angelegenheiten ging man zur Behandlung des Hauptpunktes der Tagesordnung über: Der Besprechung der Ernährungsfragen und der Teuerung. Den einleitenden Referaten der Herren Abg. Gutsbesitzer Höveler und Arbeitersekretär Joos folgte eine eingehende Aussprache. Mit besonderem Nachdruck wurde dabei u. a. die Frage der Kartoffelversorgung behandelt. Es wurde eine aus den verschiedensten Berufskreisen zusammengesetzte Kommission gewählt, die während der Kriegsdauer die Fragen der Lebensmittelversorgung fortlaufend beraten und über das Ergebnis der Beratungen dem Vorstande der Rheinischen Zentrumspartei sowie den Vorständen der Zentrumsfraktionen des Reichstages und preußischen Landtages berichten soll. Die Versammlung war einmütig der Ueberzeugung, daß der Entwickelung auf dem Kartoffelmarkt unter keinen Umständen freier Lauf gelassen werden darf, und daß durchgreifende Maßnahmen der Reichsregierung erforderlich sind, damit wenigstens das allerunentbehrlichste Lebensmittel der wirtschaftlich schwächeren Bevölkerung zu erschwinglichen Preisen gesichert und auch zeitig zugeführt wird. 0 Die Beerdigung des Rittelschullehrers Jos. Scharrenbroich fand am Freitagnachmittag vom Augustinerinnenkloster an der Severinstraße unter außerordentlich starker Beteiligung statt, die Zeugnis ablegte von der großen Beliebtheit, deren sich der Verstorbene dank seiner hervorragenden Eigenschaften in den weitesten Kreisen unserer Bürgerschaft erfreut hatte. Nachdem der Kölner Männergesangverein unter Leitung seines Dirigenten, kgl. Musikdirektors Prof. Jos. Schwartz, an der Bahre seines unvergeßlichen Mitgliedes die beiden Trauerchöre Es ist bestimmt in Gottes Rat und Beati mortui gesungen hatte, setzte sich der stattliche Leichenzug in Bewegung, der von den Schülern der Mittleren Knabenschule unter dem Geleite der Lehrerschaft eröffnet wurde. Sämtliche Klassen hatten ihrem dahingeschiedenen Lehrer Kränze gewidmet, die von Schülern getragen wurden. An die Schule schloß sich das Musikkorps der 24er Pioniere an, dem der Kölner Männergesangverein mit umflorter Fahne in stattlicher Zahl folgte. Vor dem mit kostbaren Kranzspenden bedeckten Leichenwagen, unter denen besonders diejenigen vom Lehrerkollegium der Anstalt, vom Mittelschullehrer=Verein, vom Vorstand und den Mitgliedern des Kölner Männergesangvereins ufw. zu erwähnen sind, schritt die Pfarrgeistlichkeit von St. Severin. Unter den zahlreichen Leidtragenden, die mit den Anverwandten der Leiche folgten, befanden sich viele Rektoren, Mittelschullehrer und Lehrer unserer Stadt, sowie Bürger der verschiedensten Stände. Nach der Einsegnung der Leiche zu Melaten durch Pfarrer Wollersheim von St. Severin widmete der Kölner Männergesangverein dem Dahingeschiedenen, dessen schon in der vorgestrigen Generalversammlung des Vereins ehrend gedacht worden war, den letzten Sangesgruß. Seitens der Mittleren Knabenschule findet am Samstagmorgen noch ein Seelenamt für den Verstorbenen statt. (A) Die Einwohnerzahl der Stadt Köln betrug nach den Feststellungen des Statistischen Amtes am 1. August d. J. 652 659. (O Beschlagnahme des Woll=Ertrags 1914—15. Eine neu erschienene Bekanntmachung, deren Anordnungen mit dem 18. September 1915 in Kraft treten, befaßt sich mit dem Woll=Ertrag der deutschen Schafschur 1914—15, sowie dem bei den deutschen Gerbereien befindlichen Wollgefälle und mit dem WollErtrag der deutschen Schafschur 1915—16. Der gesamte Wollertrag bei der deutschen Schafschur ist beschlagnahmt. Die Wolle muß spätestens 12 Wochen nach dem Scheren oder Fallen in einer der aufgeführten Wollwäschereien eingeliefert werden. Das Verkämmen der Wolle ist gänzlich verboten, soweit nicht eine ausdrückliche Erlaubnis erteilt worden ist. Eine Veraußerung der beschlagnahmten Wolle darf nur noch an die Kriegswollbedarf=Aktien=Gesellschaft in Berlin, sowie an solche Personen, Firmen oder Gesellschaften erfolgen, welche die Wolle mittelbar oder unmittelbar an die Kriegswollbedarf=Aktien=Gesellschaft in Berlin verkaufen. Der Woll=Ertrag 1914—15 muß bis zum 31. Dezember 1915 in dem Eigentum dieser Gesellschaft stehen. Ueber den von der Gesellschaft zu zahlenden Preis entscheidet endgültig die Kriegs=Rohstoff=Abteilung. Die Kriegswollbedarfs=Aktien=Gesellschaft verteilt die von ihr erworbene Wolle unter Genehmigung der Kriegs=Rohstoff=Abteilung an solche inländische Verarbeiter, welche die Wolle nachweislich zur Ausführung von Aufträgen der deutschen Heeres= oder Marine=Verwaltung brauchen. (O Beschlagnahme von Gummi-Abfällen. Zu der Bekanntmachung über Bestandserhebungen und Beschlagnahme von Kautschuk(Gummi), Guttapercha, Balata und Asbest, sowie von Halb= und Fertigfabrikaten unter Verwendung dieser Rohstoffe ist eine Nachtrags=Bekanntmachung erschienen. Hiernach ist der Verkauf oder die Lieferung der in§ 2, Ziffer b unter IV, Nr. 9, 12, 13 und 16 genannten und nach der früheren Bekanntmachung lediglich meldepflichtigen Gegenstände— insbesondere alle Autoreifen, Luftschläuche, Gummiabfälle— vom 18. September 1915 ab nur noch an die Königliche Inspektion des Kraftfahrwesens in BerlinSchöneberg, Fiskalischestraße, oder an deren durch schriftlichen Auftrag ausgewiesene Beauftragte statthaft. Geschäftliche Reklame. In Tagesblättern und Zeitschriften sind vielfach Anzeigen erschienen, in denen persönliche Bedarfsartikel für unsere Truppen im Felde unter Bezeichnungen wie:„Armee=Uhren", „Armee=Hosenträger",„Armee=Taschenlampen“ usw. angeboten werden. Durch die Bezeichnung„Armee“ wollte man offenbar den Eindruck erwecken, daß die angebotenen Gegenstände für die Benutzung bei der Truppe besonders geeignet seien und daß ihre Anschaffung deshalb sogar von der Heeresverwaltung als vorteilhaft angesehen und empfohlen würde. Dies trifft keineswegs zu; die Heeresverwaltung steht allen diesen Erzeugnissen vollig fern. Personalnachrichten. C0 Ihr 25jähriges Dienstjubiläum feiern am 1. Oktober die Oberfeuerwehrmänner Hubert Schödder, Jakob Vogt, Hermann Vieth und Feuerwehrmann Anton Philippi, ferner am 16. Oktober der Feuerwehrmann Perer Goethe. Alle Jubilare erfüllen noch voll und ganz ihre schöne, schwere Dienstpflicht. . Kirchliches: 10003M8000 onn 0) Die Bittprozession von Deutz nach Kalk zur Verehrung der schmerzhaften Mutter geht morgen, Sonntag. Auszug in Deutz .15 Uhr, Ankunft in Kalk.30 Uhr; sofort nach der Ankunft Andacht und Predigt. Von—6 Uhr Andacht in der Kapelle vor dem Gnadenbilde, 6 Uhr Auszug in Kalk und.15 Uhr Schlußsegen in der Heribertuskirche in Deutz. Zeichnet die dritte Kriegsanleihe! Letzter Zeichnungstag: Mittwoch 22.September Zeichnungen auf die dritte Kriegsanleihe Die Pensionskasse der katholischen Presse, V. V. a.., welche sich an der ersten Kriegsanleihe mit M. 50 000 beteiligt hat, hat auf die dritte Kriegsanleihe den gleichen Betrag gezeichnet.— Leo Kirch in Firma Böhme& Kirch, Ledergroßhandlung in Köln, M. 960000(bei der zweiten Kriegsanleihe M. 540 000).— Die Firma Ludwig Bentyheim(Köln) Hansahaus zeichnete auch jetzt M. 100000 Kriegsanleihe.— Firma Julius Heckler(Köln) M. 50000. Die Schüler der Städtischen Oberrealschule und des Realgymnasiums in der Humboldtstraße in Köln samt Vorschule haben zusammen den hohen Betrag von 316 460 Mark für die Kriegsanleihe gezeichnet und im ganzen 55250 M. Gold gesammelt. Wer macht's den wackeren Sammlern nach?— Die Klasse V der Städtischen Mittleren Knabenschule lI in Köln hat gestern und heute 1985 M. zur dritten Kriegsanleihe gezeichnet. Davon sind 510 M. bereits eingezahlt. Der gezeichnete Betrag setzt sich aus lauter kleinen Beträgen zusammen. Der Werkmeister=Bezirksverein Kalk 3000 M. Sa Solingen, 17.Sept.1915. Am Solinger Gymnasium finden Sammelzeichnungen für die dritte Kriegsanleihe statt. Am 16. d. M. wurde damit begonnen, am 17. mittags waren schon über 40000 M. gezeichnet. Die Sterbekasse Eintracht in Solingen zeichnete 75000., gegen 50000 M. bei der zweiten Kriegsanleihe, die Ortskrankenkasse in Wiesdorf 20000., der Ladenbesitzerverein Wiesdorf 5000., die Firma Prinz u. Co. in Wald 50000 M. Bekte 11. Nôtner Lecat-Nuneiger Nr. 258≈ Samstag. 1d. September 1911 Offene Stellen Betriebs-Monteure für Stark= und Schwachstrom zum sofortigen Eintritt für dauernde Beschäftigung gesucht. Meldungen persönlich morgens 7 und nachm. 3 Uhr bei unserer Arbeiterzentrale Schanzenstraße oder schriftlich unter Angabe des Alters und der bisherigen Tätigkeit. Das Kuvert ist mit der Aufschrift„Betriebsmonteur“ zu versehen. Felten& Guilleaume Carlswerk Actien-Gesellschaft Köln-Alülheim. a* GummiVorarbeiter und Arbeiter für Schläuche und Platten gesucht. Meldungen persönlich bei unserer Arbeiterzentrale, Schanzenstraße, vorm. 7 oder nachm. 3 Uhr. Schriftliche Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Tätigkeit und Lohnanspruch. Das Kuvert ist mit der Aufschrift„Angebot Gummiarbeiter" zu versehen. 27 Felten& Guilleaume Carlswerk Actien=Gesellschaft, Köln=Rülheim. heiser und Kraftwagenfahrer Meldungen zwischen 10—11 Uhr vormittags, Stadthaus, Zimmer 440. Städtisches Maschinen=Bauamt. Meyer. 71° Wir suchen zum sofortigen Antritt tüchtigen, militärfreien Angebote mit Gehaltsangabe u. Antrittstermin zu richten an Sondermann& Stier, Aktiengesellschaft Chemnitz. Gesucht zum sofortigen Eintritt ein Schachtmeister mit Kolonne. Zu melden bei a“ Cementban=.=Ges. Köln, Gewerbehaus Am Alten Ufer 474=55. Tüchtige lektromonteute für Licht= u. Kraftanlagen, Reparaturen und Neuanlagen sofort gesucht. helher Maschinenfabrik Akt.=Ges.(vorm. 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Saal und Spielplatz zur Verfügung. Rechtzeitige Anmeldungen erbeten an die Oberin. 0“ Fernruf Amt Porz 51. — Infolge des Krieges— leiden alle Missionen Not Wer ein Missionsalmosen von 50 Pfg.(auch in Briefmarken) sendet an P. Redakteur des Franziskuskalenders, Altötting, Oberbavern, erweist der südamerikanischen Indianermission der bayerischen Kapuziner eine große tat und erhält dafür den 120 Seiten und fast zweihundert Bilder enthaltenden Kalender für das Jahr 1916 zugesandt. g“ St. Jakobs-Balsam sHausmittel.Ranges v. Apoth. C. Trautmann, Basel. Eingetrag. Schutzmarke.— Bewährte Heilsalbe für Wunden u. auch Kriegsverletzungen jeder Art, offene Beine, Krampfadern, Brandschaden, Ausschläge, Hlämmorrhoiden, Flechten. In den Apotheken a Mk..60. Gen.-Depot: St. lakobsApotheke, Basel In Köln: Adler-Apotheke, Aposteln-Ap., Hof.-Ap., SternAp., Einhorn-Ap., Reh.-Ap., Jan von Werth-Ap. In Mülheim a. Rh.: Adler-Apotheke.“1 7Vereinigte Stadttheater. Vorstellungen zu herabgesetzten Preisen. Heute, Samstag: Der Vogelhändler— Anfang 7½ UhrSonntag, den 19. September 1915— im Opernhaus Der fliegende Holländer. Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Musikalische Leitung: Gustav Brecher. Spielleitung: Direktor Hofrat Fritz Rémond. Mitwirkende: Damen: Wolf, Welden; Herren: Giesen, Schröder, Clemens, Liszewsky. Anfang 7 Uhr. Ende ungefähr 10 Uhr. Preise der Plätze: Fremdenloge, Balkon. Parkettloge.50 Mark. 1. Parkett 4,65 M.— 1. Rang und 1. Rang Mitte, 2. Darkett 3,55 M.— 2. Rang Mitte(erste und zweite Reihe) .40 M.— 2. Rang Mitte(hintere Reihen) 1,70 M.— 2. Rang Seite(erste Reihe).40 M.— 2. Rang Seite(hintere Reihen) und Parterre.70., einschließlich der städt. Billettsteuer und Garderobegebühr.— Galerie 0,75 M. Gutscheine haben Gültigkeit mit einer Zuschlagszahlung. Montag, den 20. September 1915 Keine Vorstellung. Die Kasse ist nur nachmittags von—7 Uhr geöffnet. Heute, Samstag: Die Haubenlerche.— Anfang 8 Uhr. Sonntag, den 19. September 1915, im Schauspielhaus: Zum ersten Male: Jettchen Gebert. Schauspiel in 5 Akten von Georg Herrmann Spielleitung: Georg Kiesan. Mitwirkende: Damen: Bischoff, Teller=Habelmann, Lißl, Wolff, Becker, Brings, Landen, Pütz=Fricke; Herren: Korth, Eggerth, Dysing. Senden, Aßmann, Turrian, Blanckarts, Würthenberger, Nitzgen, Rutkowsky. Anfang 7½ Uhr. Ende 10¼ Uhr Preise der Plätze: Balkon, Parkettloge 3,00 M.— I. Parkett.09 M.— 1. Rang u. 1. Rang Mittelloge, 2. Parkett .25 M.— 2. Rang und Parterre.95 M. einschl. der städt. Billettsteuer und Garderobegebühr. Galerie.40 M. Montag, den 20. September 1915.— Anfang 8 Uhr. Medea. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. * Hillooitsch-Theater: ∆ Schildergasse 99—101. Fernspr. B9123. ∆ Heute Samstag, den 18. Sept., abends 8¼ Uhr: 3„Der Rammerdiener * * Schwank in 3 Akten von Richard Jäger.* Sonntag, den 19. September: 2 grosse Vorstellungen 2 Nachmittags 4 Uhr und abends 8¼ Uhr. In beiden Vorstellungen: *„Der Kammerdiener.“ —* ∆ Montag u. folgende Tage: Der Kammerdiener. * K für begr. Marianische Kongregation Kaufmanns-Lehrlinge Köln Sonntag, den 19. September d.., findet im Weissen Saale der Bürgergesellschaft(Eing. Röhrerg.), abends Punkt 7 Uhr, ein Wohltätigkeits-Abend statt unter gefl. Mitwirkung der OrchesterGesellschaft Concordia Köln. U. a. gelangt zur Aufführung: Der verlorene Sohn. Aufzs“ Gebh.“76s8. Der Reinertraa ist für die Stadtkölnische Eas Kriegssammlung sowie für unsere Im Felde stehenden Mitglieder bestimmt. ab Eintrittskarten zu M..—(Reservierter Platz) u. M..50(unnumer.) sind im Vorverkauf bei den Pförtnern der Bürgergesellschaft sowie an der Abendkasse zu haben. Der Vorstand. 13 Verkäuferinnen! Kontorifinnen! Zeichnet die Reichsanleihe! Zeichnungen von 20 Mark an sind ermöglicht durch die Sammelstelle Klapperhof 26. Geöffnet Montag und Dienstag—1 und —8½ Uhr, Mittwoch—1 Uhr. d Kölner verein weiblicher Angestellter, E. V. Privat-Mittagstisch vorzüglich zubereitet, von 12—13 Uhr zu 90) und zu 1,20 K Essen ohne Fleisch 60J Rheinische Kochschule Berlich 18. Dortselbst Marmelade= und Rez epte=Verkauf.