EEE Kölner Geschäftsstellen und Anzeigen-Annahmen: Marzellenstr. 37 und Breitestr. 85. General-Auzeiger für die rheinische Hauptstaar.* Kölner Fremdenbiatt. S.e Nr. 112. Fernspr. Geschäftstellern. Redaktion Marzellenkr. 7. A 6320 P geez Köln, Samstag. 24. April 1915 29. Jahrgang. Heute 12 Seiten. Hote Marzellenstrasse 19. Der Spezial-Ausschank des Münchner Hofbräu aus dem Königl. Holbräuhause in München wurde mir mit dem heutigen Tage übertragen. Der Ausschank besinnt um 6 Uhr. In der Küche wird das Beste Seboten. Losis mit Frühstück von 3 Mark an. Das ganze Haus ist renoviert, die Küchenanlagen sind vollkommen neuzeitlich umgebaut. Neuer Besitzer: Franz Krebs. Bekanntmachung. *0 Zur gefl. Kenntnisnahme, dass dem Herrn Franz Krebs, Besitzer von Hotel Berliner Hof hier, ein Spezial-Ausschank des Münchner Hofbrau aus dem Könlglichen Hofbräuhause in München übertragen worden ist Die Fässer und Spunde sind mit dem Zeichen HB und der Königskrone versehen. München, den 24. April 1915. Könisl. Hofbräuamt Der Königliche Direktor. J..: Jos. Ripphahn, Generalvertreter. Vermischte Kriegsnachrichten. Römische Enten der Dreiverbandspresse. WTB Rom, 23.April1915.(Drahtber.) Die hiesige Ententepresse hatte wiederum verschiedene Enten in die Welt gesetzt, u. a. daß Fürst Bülow bereits für alle Fälle seine Villa Malta an die Italiener abgetreten habe. Diese Lüge wurde gestern abend klipp und klar von der deutschen Botschaft dementiert. Ferner war verbreitet, der Fürst habe dem Herzog Carafa'Andria gegenüber geäußert, der Abbruch der Beziehungen zwischen Italien und Oesterreich=Ungarn sei wahrscheinlich, doch werde Deutschland Oesterreich=Ungarn nicht im Stiche lassen. Auch diese Meldung ist in dieser Form unwahr. Der Fürst sagte nichts von dem Abbruch oder dem Scheitern der Verhandlungen, betonte wohl aber immer, daß selbstverständlich Deutschland stetstreu zu seinem Bundesgenossen stehen werde. Derartige Hetzereien der hiesigen Ententepresse würden an und für sich keine Beachtung verdienen und sind von uns auch in ähnlichen Fällen nicht einmal für erwähnenswert gehalten worden. Hat es schon genützt? TU London, 23 April1915.(Drahtb.) Wie Lord Primrose mitteilte, hat die englische Regierung der amerikanischen Botschaft das Angebot unterbreitet, sie möge sich von der Behandlung der kriegsgefangenen Mannschaften deutscher Unterseeboote überzeugen, falls Deutschland seinerseits einwilligen würde, daß ein Vertreter der amerikanischen Regierung Kenntnis nehmen dürfte von der Behandlung, die den zu Vergeltungszwecken in Haft genommenen kriegsgefangenen englischen Offizieren zuteil wird. Amerika bereitet sich für etwaige Fälle vor. TU Washington, 23.April1915. Die ungeklärte Lage im fernen Osten veranlaßt die Regierung der Vereinigten Staaten zu umfassenden militärischen Vorsichtsmaßnahmen. Nach zuverlässigen Meldungen sind die amerikanischen Streitkräfte auf den Philippinen in letzter Zeit erheblich verstärkt worden. Weitere Truppennachschübe stehen noch bevor. 9 Ueber das allgemeine Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen, die in Gemeinden Beschäftigung finden, ist folgendes verfügt worden: Jeder unmittelbare oder mittelbare Verkehr mit Kriegsgefangenen sowie jede Annäherung an diese wird allen Personen verboten, die nicht besonders dazu befugt sind, ebenso der Aufenthalt in der Nähe der zur Unterbringung der Kriegsgefangenen verwendeten Plätze, Lager oder sonstigen Räumlichkeiten, sowie deren Betreten, ferner die Zuwendung von Gaben irgendwelcher Art und jede Hülfeleistung zur Entweichung, die Gewährung von Unterkunft, Lebensmitteln, Kleidungsstücken oder anderen Gegenständen, sowie irgendeine andere Unterstützung und Hülfeleistung an entwichene Kriegsgefangene. Die für Zuwendungen an Kriegsgefangene verwendeten oder bestimmten Gegenstände unterliegen der Einziehung. Den Weisungen des Begleit= und Wachpersonals ist unverzüglich Folge zu leisten. Die Begleit= und Wachmannschaften sind angewiesen, nötigenfalls, insbesondere zur Verhinderung von Fluchtversuchen der Gefangenen, ohne vorherigen Anruf von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Wer von der beabsichtigten Entweichung oder von dem Aufenthalt eines entwichenen Kriegsgefangenen Kenntnis erhält, hat dies, neben der Verpflichtung, die Entweichung nach Kräften zu verhindern, ungesäumt der nächsten Militär= oder Zivilbehörde anzuzeigen. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden, sofern nicht nach sonstigen Strafgesetzen eine härtere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder entsprechender Haft belegt. WTB Geldüberweisungen an Gefangene in Rußland. Die Deutsche Bank hat seit Monaten eine Organisation in Tätigkeit, die sich mit der Ueberweisung von Geldbeträgen an deutsche und österreichisch=ungarische Gefangene in Rußland— sowohl an Militärs als auch an Zibilisten— beschäftigt. Nach den Einrichtungen dieses Ueberweisungsdienstes erhalten die Empfänger des Geldes Doppelpostkarten, deren eine zur Empfangsbestätigung zu benutzen ist. Bisher sind solche Bestätigungskarten in großer Anzahl mit der eigenhändigen Unterschrift der Gefangenen nach hier zurückgekommen. Es würde die Aufgabe, welche die Deutsche Bank im Interesse der Allgemeinheit erfüllt, sehr erleichtern und dem Kontrolldienst sehr förderlich sein, wenn alle diejenigen, die durch Vermittelung der Teutschen Bank ihren Angehörigen nach Rußland Geld schickten und von diesen eine Empfangsanzeige erhielten, hierüber sogleich eine kurze Mitteilung an die Deutsche Bank, Abteilung R, Berlin W 8, senden würden. Bisher hat die Deutsche Bank über 10.000 solcher Ueberweisungsaufträge vermittelt. 5 Eine Klarstellung der dienstlichen und persönlichen Verhältnisse der Feldwebelleutnants ist nunmehr durch eingehende Vorschriften erfolgt, womit allen Zweifeln, die hierüber entstanden sind, ein Ende gemacht wird. So ist vor allem verfügt worden, daß zur Besetzung der Lentnantsstellen bei sämtlichen Formationen Feldwebelleutnants verwendet werden können. Als solche sind in Aussicht zu nehmen zunächst diensterfahrene ehemalige Unteroffiziere des Friedensstandes, die bei der Mobilmachung zur Einziehung gelangen oder freiwillig eintreten. Sie müssen in der Front den Dienstgrad eines Feldwebels(Wachtmeisters) oder Vizefeldwebels(Vizewachtmeisters) erreicht haben und sich in geordneten Verhältnissen wie entsprechender bürgerlicher Lebensstellung befinden. Für immobile Formationen dürfen bei Bedarf nur nicht kriegsverwendungsfähige Unteroffiziere vorgesehen werden. Als Feldwebelleutnants in Aussicht zu nehmen sind im Bedarfsfalle auch a. Vizefeldwebel und Unteroffiziere des Beurlaubtenstandes, die das Befähigungszeugnis zum Reserve= oder Landwehroffizier besitzen(Offizieraspiranten); b. ehemalige Offizieraspiranten— zu a und b: soweit sie nicht zur Beförderung zum Offizier des Beurlaubtenstandes in Aussicht genommen sind—; c. bei Reserve=, Landwehr= und Ersatztruppen sowie nach erfolgtem Aufruf des Landsturmes bei Landsturmformationen außerdem diensterfahrene ehemalige Unteroffiziere des Friedensstandes, die sich in geordneten Verhältnissen und in einer entsprechenden Lebensstellung befinden. Unteroffiziere des Friedensstandes kommen für eine Verwendung als Feldwebelleutnant und die Beförderung hierzu nicht in Frage. Offen war auch die Frage, ob den Feldwebelleutnants Patente wie den Offizieren ihres Dienstgrades zugehen würden. Dies ist nicht der Fall. An Stelle von Patenten erhalten sie Bestallungen nach einem besonderen Muster. Diese vollzieht derjenige Vorgesetzte, an den die Entscheidung auf das Gesuch usw. unmittelbar gelangt. Das Dienstalter der am gleichen Tage beförderten Feldwebelleutnants richtet sich nach der Länge der Dienstzeit; bei Gleichheit dieser gibt das Lebensalter den Ausschlag. Wichtig ist auch die Bestimmung, daß auf die Feldwebelleutnants alle auf die Offiziere bezüglichen gesetzlichen und sonstigen Vorschriften Anwendung finden mit Ausnahme der Bestimmungen über die Ehrengerichte und über die Wahl der Offiziere. Sie nehmen weder daran teil, noch sind sie ihnen unterworfen. Die Feldwebelleutnants sind Vorgesetzte sämtlicher Unteroffiziere einschließlich der Offizier= und Beamtenstellvertreter und können zu jedem Dienst herangezogen werden, der sonst einem Offizier zufällt. Zutreffendenfalls üben sie auch die Tisziplinarstrafgewalt aus und können zum Gerichtsoffizier ernannt werden. Jede anderweitige Verwendung als in einer Offizierstelle— insonderheit als Schreiber auf. Geschäftszimmern, in Kammern, Depots usw. ist ausgeschlossen. WOPOOT Seite 2. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 112&a Samstag, 24. April 1915 Der Tagesbericht von Freitag WTB Großes Hauptquartier, 23. April 1915. (Vormittags. Drahtber.) Westlicher Kriegsschauplatz: In den gestrigen Abendstunden stießen wir aus unserer Front Steenstraate— östlich Langemark— gegen die feindlichen Stellungen nördlich und nordöstlich von Ypern vor. In einem Anlauf drangen unsere Truppen in neun Kilometern Breite auf die Höhen südlich von Pilkem und östlich davon vor. Gleichzeitig erzwangen sie sich in hartnäckigem Kampf den Uebergang über den Yserkanal bei Steenstraate und Het Sas, wo sie sich auf dem westlichen Ufer festsetzten. Die Orte Langemark, Steenstraate, Hot Sas und Pilkem wurden genommen. Mindestens 1600 Franzosen und Engländer und 30 Geschütze, darunter vier schwere englische fielen in unsere Hände. Zwischen Maas und Mosel war die Gefechtstätigkeit wieder lebhafter. Die Artilleriekämpfe waren besonders heftig bei Combres, St. Mihiel, Apremont und nordöstlich Flirey. Feindliche Infanterieangriffe erfolgten nur im Waldgelände zwischen Ailly und Apremont. Hier drangen die Franzosen an einzelnen Stellen in unsere vordersten Gräben ein, wurden aber zum Teil wieder hinausgeworsen. Nahkämpfe sind noch im Gange. Der von uns genommene Ort Embermenil westlich von Avricourt, der gestern von den Franzosen in Brand geschossen wurde, ist von unseren Vorposten geräumt worden; die Höhen nördlich und südlich des Ortes werden gehalten. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. Oberste Heeresleitung. (Wiederholt, weil nur in einem Teile des gestrigen Blattes enthalten.) * Der deutsche Erfolg bei Ypern. In dem Raum, wo im Ottober vorigen Jahres eine so erbitterte Schlacht stattfand, nachdem die beiderseitigen Fronten sich immer mehr nach Westen bis zum Meere verlängert hatten, haben die deutschen Truppen nun den schönen Erfolg erzielt, von dem der deutsche Generalstab gestern meldet. Man erinnert sich noch, mit welcher Hartnäckigkeit die Engländer auf einem Gegenstoß gegen den deutschen Vormarsch an dieser Stelle bestanden, um die den britischen Inseln am nächsten gelegene französische Küste vor der Besetzung durch die Deutschen zu schützen. Die verzweifelten Anstrengungen der Alliierten hatten damals den Erfolg, daß die deutsche Offensive am Vserkanal zum Stehen kam. Da ihre militärische Kraft dazu nicht ausgereicht hatte, nahmen sie die Naturgewalten zu Hülfe, indem sie die Schleusen des Yserkanals durchstachen und das Gelände unter Wasser setzten. So blieb die Frontlinie während der Wintermonate im wesentlichen unverändert. Vor einigen Tagen wurde nun die englischen und französischen Quellen entnommene Nachricht verbreitet, daß das Ueberschwemmungsgelände wieder auszutrocknen beginne. Mögliverweise sollte das ein Hinweis auf eine kommende Offensive unserer Gegner sein. Nun haben die deutschen Truppen sich diesen die Operationen begünstigenden Umstand offenbar zunntze gemacht und sind in kräftigem Vorstoß nach Süden auf Opern zugerückt. Mehrere auf ihrem Wege liegende Ortschaften wurden besetzt. Ein Erfolg, der besonders hoch zu bewerten ist und der die Leistung unserer braven Truppen mit Ruhm umkleidet, ist die Erzwingung des Uerergauges über den Verkanal bei Steenstraate und Het Sar. Als ihre Hauptgegner an dieser Stelle werden sie wohl die Engländer gehabt haben. Man kann sich denken, mit welchem kriegerischen Hochgefühl sie nach dem monatelangen Schützengrabenkampf auf das Kommando zum Sturm gegen den bestgehaßten Feind losgestürmt sind. Es scheint, daß die Stunde, von der Kronprinz Rupprecht vor längerer Zeit zu seinen Truppen sprach, gekommen ist. Die Kämpfe am Vserkanal. TU Kopenhagen, 23.Aprill915.(Drahtbericht.) Pariser Blätter melden, in der Gegend von Dixmniden und Bixschoote werde erbittert gekämpft. Am Tage seien an dem Kampfe die beiderseitige Artillerie, in der Nacht große Infanteriemassen beteiligt. Beschießung von Ypern. TU Genf, 23.Aprillot5.(Drahtber.) Ypern wurde in der vorletzten Nacht einem dreistündigen Bombardement ausgesetzt. In den bisher verschont gebliebenen Stadtteilen, wo die Engländer ihr Hauptquartier aufschlugen, war die Beschießung besonders wirksam. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist sehr bedeutend. Die französische Darstellung. WTB Paris, 23.Aprill 915.(Drahtb.) Amtlicher Nachmittagsbericht: Gestern abend fanden ziemlich lebhafte Gefechte in Belgien statt. In der Yserschleife nördlich von Dixmuiden warfen belgische Truppen die gegen das Schloß Vicogne gerichteten Angriffe zurück und brachten dem Feinde starke Verluste bei. Nördlich von Ypern gelang es den Deutschen, indem sie eine große Menge erstickender Bomben verwendeten, deren Wirkung bis auf zwei Kilometer hinter unseren Linien verspürt wurde, uns zum Rückzug in der Richtung nach Ypern gegen Süden zu veranlassen. Der feindliche Angriff wurde unterbunden. Ein kräftiger Gegenangriff gestattete uns, Gelände wieder zu gewinnen, wobei wir zahlreiche Gefangene machten. In St. Mihiel griffen wir westlich und östlich von einer zuvor eroberten Stellung an. Wir besetzten 700 Meter Schützengräben und machten etwa 100 Gefangene, darunter drei Offiziere. (Hru. Joffre scheinen, nach diesem Bericht zu urteilen, recht unzuverlässige Nachrichten von der Frout zuzukommen. Er dürfte also erst aus der heutigen Mitteilung der deutschen Obersten Hecresleitung die Wahrheit über den Umfang der englisch=französischen Schlappe am Yserkanal erfahren haben.) von der Ostfront. Die Lage an der Karpathenfront. WTB Wien, 23.Aptil1915.(Drahiber.) Amtlich wird verlautbart: Die allgemeine Lage ist unverändert. An der Karpathenfront vereinzelter Geschützkampf, wobei unsere Artillerie im Abschnitte von Nagy Pola#y und die deutsche Artillerie bei Koziowa mit Erfolg wirkten. Vor den Stellungeen am UzsokerPaß herrscht nach dem abgeschlagenen Sturmangriff der Russen verhältnismäßig Ruhe. Alle Gefangenen bestätigen die schweren Verluste des Ge ners, Oestlich des Passes wurde gestern ein starker Stützpunkt des Feindes erobert. In Südostgalizien, d in der Bukomina keine Veränderung. Erfolgreiche Kämpfe der Oesterreicher an der bunowinischen Grenze. TU Bukarest, 23.April1915. Die österreichische Offensive an der Grenze der Bukowina und Galizien nimmt ihren Fortgang. Oestlich von Zalesezyki griffen die Oesterreicher russische Stellungen auf dem rechten Ufer des Dnjestr an und zwangen die Russen zum Ruckzuge über den Fluß. Augenblicklich sollen heftige Kämpfe um den Uebergang über den Dnjestr stattfinden, an der Stelle, wo er sich mit dem Sereth vereinigt. Ein heftiges Artillericduell hat meilenweit an den Ufern des Tnjestr entlang zwischen den Gegnern begonnen. Die Oesterreicher beschossen Usciozko sowie aus schweren Geschützen die russischen Stellungen weiter südlich in der Nähe von Sinkow. Eingetretenes Hochwasser hat zahlreiche der von den Russen über den Tujestr geschlagenen Brücken weggerissen, ein Umstand, der die Bewegungen der Russen sehr behindert. Die Kämpfe östlich Czernowitz dauern an. Auch russischerseits sollen Verstärkungen herangezogen worden sein. Die Russen entwicketn starke Fliegertätigkeit. Ein russisches Flugzeug, das die osterreichische Stellung überflog, wurde vom Geschützfeuer der Oesterreicher beschädigt. Es gelang dem Flieger, eine Notlandung auf rumänischem Boden vorzunehmen. Das Flugzeug wurde beschlagnahmt. Die Spannung der rumänischen Bevölkerung über den Ausgang der schweren Kämpfe ist groß. TU Wien, 24.April1915.(Drahtber.) Nach außerordentlich heftigen Kämpfen errangen unsere Truppen gemeinsam mit der deutschen Armeegruppe Erfolge am ruth und Duiester. Die Unserigen drückten den äußersten russischen Flügel bei IlobodziaRavancze ein und besetzten den Ort, einen wichtigen Stützpunkt der russischen Operationslinie Bojan—Nowosielitza. Gleichzeitig rückten sie am Duiester bis bei Tairi vor und erzwangen nach heftigen Kämpfen den Flußübergang. * Der Seekrieg. Kreuzfahrten der deutschen Hochseeflotte. WTB Berlin, 23.April1915.(Drahtbericht. Amtlich Die deutsche Hochseeflotte hat in letzter Zeit mehrfach Kreuzfahrten in der Nordsee ausgeführt und ist dabei bis in die englischen Gewässer vorgestoßen. Auf keiner der Fahrten wurden englische Seestreitkräfte angetroffen. Der Stellvertretende Chef des Admiralsstabes (gez.) v. Behncke. Ein russischer Dampfer in der Ostsee explodiert. Ueber die Vernichtung eines russischen Dampfers berichtet die Voss. Ztg. aus Stockholm unterm 23. April: Der finnischrussische Dampfer Fraak, der gestern nacht von Stockholm nach Abö abfuhr, ist im Alands=Meer durch Explosion zum Sinken gebracht worden. Ob eine Mine oder ein Torpedo den Dampfer zerstörte, ist unbekannt. Ueber das Schicksal der Besatzung liegt noch keine Meldung vor. Die Leiden und Kämpfe der entkommenen Emdenmannschaft. WTB Berlin, 23.April1915.(Trahtber.) Die Besatzung S. M. Schiff Ayesha(Landungskorps S. M. Schiff Emden) ist am 27. März in dem arabischen Hafen Lidd(südlich von Tschidda) angekommen, nachdem es ihr gelungen war, zum zweiten Male den englisch=französischen Bewachungsstreitkräften zu enigehen und den 300 Meilen langen Seeweg von Hodeida nach Lidd unbemerkt vom Feinde zurückzulegen. Auf dem Weitermarsch zu Lande wurde sie von Arabern, die von den Engländern bestochen waren, angegriffen. In hartem, dreitägigen Kampf wurden die Angriffe der Räuberbanden abgeschlagen, bis der Weg zur Hedschasbahn frei war. Leider hat die tapfere Schar hierbei schwere Verluste erlitten. Ein Telegramm aus dem türkischen Hauptquartier meldet uns, daß der Leutnant zur See Roderich Schmidt, Matrose Rademacher und Heizer Lauig gefallen sind, während einige Leute der türkischen Begleitmannschaft, die Matrosen Mauritz und Koschinsky schwer und Matrose Witte leicht verwundet wurden. Die Verwundeten befinden sich in guter Pflege im Militärlazarett in Tschidda * Der Luftkrieg. Eine deutsche Taube über Amiens. WTB Paris, 23.April1915(Drahtber. Meldung der Agenee Havas.) Eine Taube überflog Donnerstagmorgen Amiens und warf zwei Bomben ab. Zwei Personen wurden verletzt. Das Flugzeug wurde durch französische Flugzeuge und durch lebhafte Kanonenangriffe vertrieben. Französische Flieger über Brügge. Aus Amsterdam wird gemeldet: Nach der Tijd haben französische Flieger auf Brügge Bomben abgeworfen, aber keinen Schaden angerichtet. Nur eine Pumpe und zwei kleine Häuschen wurden beschädigt. Die Wirkung der Zeppellnbomben. TU Baris, 23.April1915.(Drahtbericht.) Ueber die Beschießung von Bailleul durch einen Zeppelin berichtet der Petit Parisien noch folgende Einzelheiten: Das Luftschiff kam gegen 11,35 Uhr an und schleuderte auf die Altstadt zehn Bomben. Ein Geschoß fiel in der Rue de Moulin nieder, zernörte zwei Häuser völlig, tötete zwei Personen und verwundete eine dritte Person. Eine andere Bombe schleuderte Pflastersteine 150 Meter hoch und riß Löcher von 3 Meter Tiefe und 6 Meter Breite in die Straße. Ein Haus wurde vom Dach bis zum Erdboden durchschlagen. Ein englischer Soldat wurde schwer verletzt und mehrere Pferde der englischen Armee getötet. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 112&a Samstag. 24. April 1915 Auf blutigem Pfane lag ein deutscher Soldat, Von des Kaisers Siegesfahne riß ihn des Feindes Kugelsaat. Seine Augen, schon im Brechen, wandten sich gen' Mitternacht, Seine bleichen Lippen sprechen leise klagend, todessacht: „O mein Weib, was wirst du sagen, kommt zu dir der Todesbot’, Armes Weib, was wirst du klagen, über deines Gatten Tod!“ Das Jahrgedächtnis für die verstorbene Frau Maria Avril geb. Brandscheid c findet statt am Montag, den 26. April, morgens 129 Uhr. in der Pfarrkirche St. Gercon, wozu hiermit Verwandte und Bekannte frdl. eingeladen sind. Für den Neubau des Spielklubhauses bei Cöln=Poll ist die Anfertigung und Lieferung von 220 Abteilen eiserner Garderodeschranke zu vergeden. Die Verteilung in mehrere Lose ist in Aussicht genommen. Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden vormittags 9 bis 12 Uhr im Stadthaus, Zimmer 412, IV. Stock erteilt. Die Verdingungsunterlagen werden, soweit der Vorrat reicht, gegen Entrichtung von 50 Pfg. von der Hochbauableilung, Stadthaus, Zimmer 312, verabfolgt. die Angebote sind verschlossen bis Montag, den 3. Mai 1915, vormittags 11 Uhr, im Stadthaus, Zimmer 30“, abzugeben, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung in Gegenwart eiwa erschienener Anbieter stattfindet. Cöln, den 23. April 1915. sohbauamt: *1 Schurze=Gahmen. Die hl. Messe für das verstorbene Mitglied Frl. Hauptlehrer in Aunes Gansen findet Sonntag 9 Uhr statt. S Dienstag, d. 27. April 1915, abends 6. Uhr. Tagesordnung: 1. Zahlungen an inländische Ruder assungen seindesländischer Unternehmungen, 2. Erstattung eines Burachtens betr. Gewährung eine Kriegsteuerungszulage für die technisch=industriellen Beamten, 3. Verbesserung der Zugverbindungen Cöln=Grevenbroich, 4. Erl-“ eines Einfuhrverbots für Blumen und Ledensmittel. 5. Straßenhandel mit ausländischen Schnittblumen in Cöln. 6. Zalassung des Sonntags vor Dfingsten für den erweiterten Geschäftsverkehr in Cöln 7. Warenhaussteuerpflicht der Konsumvereine §. Kleinere Angelegenheiten. Aus eigenen Stoffen e egante Fern von der Heimat starb den Heldentod fürs Vaterland in einem Nachtgefecht vom 9. bis 10. März durch Kopfschuß in Feindesland mein heißgelichter, unvergeßlicher Gatte, unser lieber, guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Spezial-Abteilung für Trauer-Ausstattung. Schwarze garnierte Taillenkleider Jackenkleider, Blusen, Kostümröcke Hüte und Schleier. Grosses Lager in schwarzen Kleidersteffen W. Krauss-Seidenfaden G. m. b. H. Köln, Marsplatz-9. Ecke Altermarkt Tel. A 16%6. Musketier im Res.-Inf.-Reg. 258, 3. Komp. im Alter von 25 Jahren. Köln-Kalk. Efferen, Osnabrück, Uslar, Köln, Ewaldistraße 15. Um ein andächtiges Gebet bittet in tiefem Schmerze die trauernde Gattin Frau August Fraeter. Anna geb. Wildenburg Familie Ernst Fracter Familie Josef Wildenburg. Die feierlichen Exequien finden statt Montag, den 26. April, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Agnes. Er ruhe sanft in Feindesland! statt sonst bis 48. Nur 33 Königstrasse 5 am Malzbüchel. Restbestände besserer und eleganter Damen-Wäsche Für den Neubau der israelitischen Volksschule an der Lützow straße in Cöln sind die Glaserarbeiten und die Herstellung der Korkestrichböden zu vergeben Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden auf dem Baubureau Roonstraße 71, Eche Lützowstraße, erteilt. Die Verdingungsunterlagen werden, soweit der Vorrat reicht, gegen Entrichtung von je.25.4 von der Hochbauabteilung, Stadthaus, Zimmer 312, verabfolgt. Die Angebote sind verschlossen bis Donnerstag, den 29. Aprii 1915, vormittags 11 Uhr, im Stadthaus, Zimmer 350. abzugeben, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Anbieter stattfindet. 9. Cöln, den 19. April 1915. Hochbauamt: I..: Kleefisch. Am Postamt Deutz, Mülheimerstraße 20 ist ein neuer öffentlicher Feuermelder angebracht worden Cöln, den 22. April 1915. * Der Branddirektor. Thekla„Felbert Am Donnerstag, den 29. April, vorm. 9/3 Uhr. werden zu Cöln im Karrenpark am Mastrichter Wall, un mittelbar beim Westbahnhof Cöln Jetzt Richmodstrasse 2931 sucht: helle unmöblierte Zimmer in ruhigem Hause, N. Hauptpost. Anerbieten mit Dreis unter B 436 an die 2. Gesch.=Stelle d. Bl., Breitestr. 85. b Nach Gottes heiligem Willen starb den Heldentod für Deutschlands Sein und Ehre unser lieber hoffnungsvoller Sohn und Bruder, Lehrer darunter ein Teil schwere für Fuhrunternehmer ge ignete öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verstigert. Festungs=Fuhrpark, p Cöln. 9 Die Leser werden freundlichst gebeten, bei allen Anfragen und Bestellungen, die sie auf Grund von Anzeigen in dem Kölner Local-Anzeiger machen, sich stets auf dieses Blatt ::: zu beziehen.:::( ( □ welches in allen häusl. Arbeiten erfahren ist, sucht wegen Sterdefall Stellung als Haushälterin oder Stütze in gut ka h. Hause. Off u. B 435 an die 2. Geschäftsst. d. Bl. Breitestr. 85. b Einj. Kriegsfreiw. im läger-Reg. zu Pferde Nr. 13 im blühenden Alter von 21 Jahren. Er erlitt den Heldentod im Kampfe gegen feindliche Uebermacht bei Beteiligung an einer Offizierspatrouille in einer Umzingelungschlacht am 23. November 1914. Um stille Teilnahme bittet namens der Hinterbliebenen: J. Grunow, Königl. Förster. .-Gladbach, Wittlich, 23. April 1915. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Donnerstag, 29. April cr., 8½ Uhr, in der Pfarrkirche zu.-Gladbach.*80 Am Mittwoch, den 19. Mai 1915, vormittags 9 Uhr anfangend, werde ich im Lokale des Leihhauses Franz A. Rick zu Cöln=Ehrenfeld, Geisselstr. 44, die verfallenen Pfänder von Nr. 61.000 bis 65 600, bestehend in: Kleidern, Leinen, Wollstoffen, Uhren, Gold=- u. Silbersachen, öffentlichmeistbietend gegen Barzahlung versteigern. 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Datronentaschen und zu welchem Preise? B Christ. Meyer, Hohenzollernr. 62. Danksagung Ziehung schon 12. Mai Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme und herrlichen Kranzspenden beim Hinscheiden meines unvergeßlichen Gatten, unseres treusorgenden, lieben Vaters, sprechen wir auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders den verehrten Polizeikommissaren und Kollegen, sowie dem Musikkorps der Kgl. Schutzmannschaft unseren tiefempfundenen Dank aus. Frau Wwe. Ockenfels ch und Kinder. 3300 Gewinne im Gesamtwerte von Mark Los Rur Fahrstühle für Strasse und Zimmer sortiert aus verschiedenen Tausd Geruchlose Zimmerklosetts verstellbare Bett-Lesetische Rückenlehnen. Fusschemel — Bidets— Sämtl. Artikel zur KrankenGesundheit-u. Wochenbettpfl aul Klaes, Schildergasse 61-63. * F e r n s p r e c h e r A 7 1 2. In allen Lotterie- und Zicarren-Geschäften sowie durch das General-Debit H. C. Kröger BankGeschäft Leipziger Strasse In Köln a. 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April, im Konservatoriumssaal ein Kinderlieder=Konzert geben. Ein freundlicher Gedanke der Sängerin war es, einmal aus dem reichen Schatz des deutschen Kinderliedes zu wählen. Dies Konzert, das nicht nur für die Kinder gedacht ist, sondern besonders auch poetisch mitfühlenden Erwachsenen gilt, dürfte umsomehr Anziehungskraft zum Besuch ausüben, als der Reinertrag nach Abzug nur einer geringen Entschädigung für die Künstlerin, selbst vollständig zum Besten erhlindeter Krieger verwandt werden soll. Kartenverkauf bei Tonger, Könemann und Dommes. Kinder erhalten auf allen Plätzen Karten zum halben Preis. Trotz der reichen Auswahl von Liedern ist das Konzert das abends.30 beginnt, schon kurz nach.30 Uhr zu Ende. (A) Ein Künstlerkonzert, das am Donnerstag im großen Saal der Lesegesellschaft stattfand, hatte etwas unter der schon mehrfach beobachteten Konzertmüdigkeit des Publikums zu leiden: der Saal war nur zur Hälfte besetzt, obschon Mitwirkende und Programm einen künstlerisch vollwertigen Abend verhießen. Therese Sarata und Fritz Hans Rehbold eröffneten nach vorhergegangener Rezitation der Sturmesnot von I. Wolff durch Hrn.. Würthenberger das musikalische Programm mit Brahms erster Violinsonate, der Frl. Sarata später Sarasatasche Zigeunerweisen und Hr. Rehbold Stücke von Chopin und Liszt folgen ließen. Der warme, empfindunggesättigte Ton der Violinkünstkerin und ihr beseelter Vortrag fanden ebenso herzlichen Beifall, wie das Glitzern und Leuchten des Klangspiels bei Liszts Wasserspiegel der Villa'Este von seiten des Pianisten. Hr. J. vom Scheidt hatte mit Liedern von Weingartner und G. Brecher und mit Flecks Flammensang Der heilige Zorn einen zum Dacapo nötigenden stürmischen Erfolg; mit drei der schönsten Lieder von Fritz Fleck erfreute auch Frl. Achsel, während Frau Grimm=Mittelmann ihre hervorragende Liedgesangskunst besonders an der Brahmschen Lyrik sich bewährte. Heitere Vorträge von Paul Würthenberger und die Ballade Niels Finn von Plüddemann nebst H. Hermanns Der alte Herr und C. Löwes Hochzeitslied, mit gefälligster, erheiternder Wirkung von Hofrat Fritz Remond gesungen, beschlossen das Programm. (A) Kinderliederkonzert. Es zeugt für das Vertrauen und Sicherheitsgefühl unseres Volkes, aber auch für die Unverwüstlichkeit deutschen Gemütslebens, wenn inmitten des grausigen Weltkrieges eine Künstlerin es unternimmt, auf einer Konzertreise der Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 112&a Samstag. 24. Avril 1915 Die Antwort des Kaisers auf das Kölner Huldigungstelegramm. Auf das Huldigungstelegramm des Oberbürgermeisters anläßlich der 100jährigen Verkündung der preußischen Herrschaft in Köln ist vom Kaiser aus dem Großen Hauptquartier folgende Antwort eingegangen: Graßes Hauptquartier, 23.April1915. Für treues Gedenken der 100jährigen Zugehörigkeit Kölns zur Krone Preußen meinen wärmsten Dank. Die Stadt kann stolz sein auf die Ruhmestaten ihrer Männer und Jünglinge, deren Kraft und Heldenmut zum Schutze des Vaterlandes gegen den Ansturm der Feinde hervorragend beigetragen haben. Möge die rheinische Metropole sich auch im kommenden Jahrhunoert als ein jestes Vollwerk am deutschen Strom erweisen und der Kölner Bürgerschaft unter dem Schutze des deutschen Aars Glück und Wohlergehen in reichem Maße beschieden sein. Wilhelm I. R. 60) Die Sammlungen des Roten Kreuzes. Ueber die Sammlungen des Roten Kreuzes herrschen vielfach irrige Auffassungen, welche sowohl den Eifer der eifrigen Sammlerinnen als auch das Erträgnis der fortgesetzt notwendigen Sammlungen herabzumindern geeignet sein könnten. Wir haben uns mit dem Ersuchen um Aufklärung an die geeignete Stelle gewandt: Beigeordneter Prof. Dr. Krantwig schreibt uns: Die vereinigten Vereine vom Roten Kreuz haben stets besonderen Wert darauf gelegt, dem Publikum gegenüber, auf dessen Wohlwohlen sie angewiesen sind, in der loyalsten Weise aufzutreten. Sie haben es deshalb streng vermieden, mit irgendwelchen Unternehmungen in Beziehungen zu treten, die ihnen aus irgend einen: Grunde nicht ganz einwandfrei erschienen. Wiederholt haben wir auf Einnahmen von mehreren tausend Mark gerne Verzicht geleistet, wenn uns ein Angebot nach irgend einer Richtung verdächtig erschien. Verbindungen, die bereits bestanden, wurden unbedenklich sofort gelöst, wenn sich herausstellte, daß gegen das betreffende Unternehmen irgendwelche Einwendungen mit Grund erhoben werden konnten. So haben auch jüngst die Vereine es sehr begrüßt, als von seiten des stellvertretenden Generalkommandos in Koblenz eine allgemeine Verfügung dahin erging, daß eine Anpreisung von Gegenständen und Darbietungen unter Bezugnahme auf die Tatsache, daß ein Bruchteil des Erlöses einer der Kriegswohltätigkeit dienenden Einrichtung gewidmet ist, nur noch mit polizeilicher Genehmigung zulässig sei. In letzter Zeit haben die Vereine beinahe täglich Angebote von Gewerbetreibenden mit metallischem Beigeschmack um des Prinzips der Loyalität gegenüber dem Publikum willen abgelehnt. Insbesondere arbeiten auch die sämtlichen Büchsensammlerinnen ohne den geringsten materiellen Vorteil. Es ist auch kein Unternehmer irgendwie an dem Reinerlös beteiligt. Der gesamte Ertrag der Büchsen fließt der Städtischen Kriegssammlung und den Vereinen je zur Hälfte zu. Unter diesen Umständen ist es sehr zu bedauern, wenn im Publikum noch jetzt eine andere Auffassung verbreitet ist, und die Vereine dürfen sich jedenfalls das Zeugnis geben, daß sie zu dem Aufkommen derartiger Gerüchte auch nicht den geringsten Anlaß gegeben haben. Damit sind die irrigen Auffassungen, die hier und da laut geworden sind, gründlich widerlegt. Nunmehr darf erwartet werden, daß den Büchsensammlerinnen ihre verdienstliche Tätigkeit nicht erschwert und daß in Zukunft gern und reichlich für das Rote Kreuz gespendet wird. Insbesondere sollten in den Wirtschaften fortan, wie in den ersten Kriegsmonaten, die freiwilligen Helferinnen an keinem Tische mehr leer ausgehen. Die Bedürfnisse bestehen unvermindert fort, und man darf erwarten, daß, wer sein Geld für Bier ausgibt, auch gern dabei einen Groschen auf den Altar des Vaterlandes spenden wird. □) Im Schaufenster des Kölner Local-Anzeigers in der Marzellenstraße ist eine Tuschzeichnung ausgestellt mit dem Titel Waldblockhaus Colonia, erbaut vom Landsturmbataillon Trier. Wir erhielten sie aus dem Felde zugeschickt mit folgenden Begleitzeilen: Die Quartiere, die für die Gefechtsbagage in der Nähe der Unterstände und Schützengräben an der Pilica angewiesen waren, wurden des öfteren durch russisches Granat= und Schrapnellfeuer beschossen und wir wußten daher kein rechtes Unterkommen. Unser Führer Vizefeldwebel Wagner(städtischer Architekt in Köln) fand den Ausweg, indem er vorschlug, im Walde von Spala in der Nähe des Villenortes Teofilow ein Blockhaus zu bauen. Das Bataillon gab dann Unteroffizier Eisenhauer(ebenfalls Architekt in Köln) auf, die Aufgabe zu lösen. Leider mußten wir, als der Bau fertig war, die Gegend verlassen und die Oesterreicher traten das Erbe an. So blieb für uns von unseren Mühen nur die Erinnerung, festgehalten im Bilde in getreuer Zeichnung durch Unteroffizier Ewald Schwarz(Maler aus Köln). Sämtliche Mannschaften des Bataillons stammen aus dem Rheinlande. Die Unterstände erhielten den Namen Colonia als Metropole des Rheinlandes. In der Mitte des Waldes, welcher einen schönen Kiefernbestand besitzt, wurden Blockhäuser für Mannschaften und Pferde errichtet. Sie rragen einen echten geschmackvollen architektonischen Charakter, wie alle deutschen Blockhäuser. Einzeln haben sie eine Länge von 50—60 Meter und sind—10 Meter breit. Unfassungsmauern und Zwischenwände sind aus Kiefernstämmen gefertigt, welche einen Turchmesser von 50—60 Zentimeter haben. Dieselben sind aufeinandergelegt und an den Ecken im Blockhauscharakter überplattet, mit Holznägeln befestigt. Außen sind die Fugen mit Moos ausgestopft und im Innern mit Lehm verfugt. Fußboden und Decken sind aus Brettern, während die Türen aus Kiefernstämmen zusammengesetzt sind. Schloß und Klinke sind aus Holz und sollen diebessicher sein! Fensterrahmen stammen aus den zerschossenen Häusern. Das Dach ist verschalt und mit Pappe eingedeckt. An der Straßenseite erblickt man in etwra 4 Meter Höhe einen behauenen Stamm von 70 Zentimeter Durchmesser, welcher in einer Inschrift die Namen des Hauses und des Erbauers Eisenhauer trägt. Im gleichen Blockhauscharakter wurde der Unterstand für den Kommandeur in der Feuerlinie gebaut mit der Inschrift: Porta Nigra! Das Holz zu diesem Unterstande wurde unter dem heftigsten Gewehrfeuer der Russen auf der Pilica geflößt. Nur unzureichendes Handwerkszeug war vorhanden, um die Arbeiten auszuführen, und dennoch waren diese in sechs Tagen erledigt. Im Innern sind Herde aus Ziegelsteinen und Platten erbaut. Durch die Erbauung der Blockhäuser hit das Bataillon sich ein Denkinal gesetzt, welches ein Menschenalter überdauert. Für die Mannschaften sind es gesunde und schöne Wohnungen, welche mit Freuden den verlausten Bauernhäusern vorgezogen werden. Dann aber werden sie später mancher armen Polenfami lie, der der Krieg ihr sicheres Heim dem Erdboden gleich gemacht hat, einen erwünschten Ersatz bieten. Möge es dafür allen Kameraden des Bataillons recht bald beschieden sein, in unser so schönes Ryeinland zurückkehren zu dürfen. Das walte Gott! ∆ Schriftsteller Dr. Paul Kohrbach sprach vorgestern abend im Großen Gürzenichsaal auf Veranlassung der Nationalen Frauengemeinschaft über das Thema Der Krieg und die deutsche Kultur. Er sprach anziehend und wußte eigenen Gedanken passende Formen zu geben, unterließ es jedoch, vielleicht eingeengt durch die ihm zur Verfügung stehende Zeit, das Thema erschöpsend zu behandeln. Zutreffend waren seine Darlegungen über den deutsch=englischen Gegensatz, über die Verschiedenheit der deutschen und der englischen Arbeitsmethoden. Er verallgemeinerte jedoch den von Deutschen im Auslande und auf Reisen zur Schau gestellten Mangel an äußerer Kultur, den Mangel einer guten Kinderstube und unterließ es, diesem Manko das gewaltige Kulturplus gegenüberzustellen, das die Deutschen auf den verschiedensten Gebieten auf ihre Seite gebracht haben. Auch vermißte man bei der häufigen Erwähnung von„Bildung und Besitz“ die Unterscheidung zwischen jenen äußerlichen Manieren und der wahren Bildung des Geistes und Heczens. Lückenhaft waren auch die vorgebrachten Belege für die angevliche Berechtigung, die Deutschen gewissermaßen als eine Nation von Emporkömmlingen anzusehen. Zutreffend wies er auf die Mission hin, die der deutschen Kultur nach dem Kriege, besonders im Orient und in China bevorsteht, und berechtigt war jedenfalls seine Mahnung, recht vorsichtig in der Auswahl solcher Personen zu sein, die als deutsche Kulturträger mit dieser Mission demnächst betraut werden sollen. ((A) Köln-Bonner Kreisbahn. Um dem wachsenden Verkehrsbedürfnis im Frühjahr und besonders während der beginnenden Baumblüte nach Möglichkeit gerecht zu werden, werden künftig an Sonntagen auf der Rheinuferbahn noch Sonderschnellzüge um.30 und.30 Uhr und nach Bedarf Vorzüge zu den um voll abfahrenden Schnellzügen abgelassen, und auf der Vorgebirgsbahn ein bis Alfter durchgehender Zug um.35 Uhr ab Barbarossaplatz verkehren. Verschiedene Züge der Rheinuferbahn haben, wie aus der Bekanntmachung im Anzeigenteil zu ersehen, Anschluß an die Züge der Vorgebirgsbahn auf Bonn=Ellerbahnhof. CA Erfolgreiche Kölner Künstler. Der Rheinische Verein für Heimatschutz und Denkmalpflege hat zur Erlangung von kimnstlerischen Entwürfen für Kriegergrabmaler und Gedenkzeichen unter den rheinischen Künstlern einen Wettbewerb ausgeschrieben. In dem gestern gehaltenen Urteilsspruch wurde die Arbeit des Kölner Architekten Jos. Wentzler in der ersten Gruppe mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Vier weitere Entwürfe von Jos. Wentzler wurden angekauft. ((A) Das Scala-Kinema enthält in seinem neuen Wochenspielplan den dramatisierten Roman Schmitthäßler, Der blaue Brief. Der übrige Inhalt des Programms bietet in gewohnter Weise reiche Abwechslung aus allen Gebieten der kinomatographischen Kunst. runseennegane 3 der lüche bei der den Sparhaßsen gegen Papiergeld um. * Köln, 24. April 1915. 6 Die Einverleibung der Rheinlande in Preußen. Von G. Hölscher(Köln). (II. Schlup. Vergl. Nr. 110 und 111 des Kölner Local=Anzeigers.) Die Huldigung und Eidesablegung durch die Deputierten der neuen Gebiete(aus jedem Kanton einer) fand am 15. Mai zu Aachen statt, einer Stadt,„die mit Alter, Größe und schicklichem Lokal auch noch die ehrwürdige Eigenschaft einer Krönungsstadt der erhabensten deutschen Regenten vereinigt, indem nach Kaiser Karl dem Großen allein 35 Teutsche Kaiser darin gekrönt worden, und sie verdient es also, nachdem seit 1717 keine Huldigung mehr daselbst stattgefunden, daß in ihren Mauern ein biederes deutsches Volk dem biedersten der Könige den Eid der Treue schwöre".(Bekanntmachung von Gneisenau=Sack vom 22. April.) Auch dieser Tag ist in Köln festlich begangen worden durch einen Zug vom Stadthause nach der Domkirche und Gottesdienst daselbst. Nach dem Tedeum wurde an den vier Haupttoren der Stadt der preußische Adler feierlich aufgestellt. Ein Festmahl, Volksspiele auf dem Neumarkt und eine Geleuchtung vollendeten die Feier. Von Interesse für die damaligen Verhältnisse ist noch eine königliche preußische Verordnung: die durch den Geh. Staatsrat Sack und den Generallentnant Grafen von Gneisenau unterm 17. April von Nachen aus bekannt gemacht wurde und die preußiche Kokarde betraf: In Erwägung, daß die herzerhebende allgemeine Aeußerung treuer Vatertandsliebe ein äußeres Kennzeichen derselben für alle Staatsbürger fordert, wird verordnet, daß„I. auch außer dem Kriegsdienste von allen Männern, die das 20. Jahr zurückgelegt haben, die preußische Nationalkokarde von bekannter Form, schwarz und weiß, am Hute getragen werden soll, wenn diese Ehre von ihnen nicht verwirkt worden ist. 2. Die Kokarde wird getragen von allen, welche in unserem Staate geboren sind, oder die Rechte unserer Untertanen durch Ansiedlung oder Eintritt in unseren Dienst erlangt haben. 3. Das Recht, die Kokarde zu tragen, wird verwirkt durch Feigheit vor dem Feinde, durch die Bestimmungen des heutigen Gesetzes über das Ausweichen des Kriegsdienstes und durch Festungs= und Zuchthausarrest mit Strafarbeit verbunden. Das stets anwesende Sinnbild von dem Panier des Vaterlandes muß jeden, der es in der Kokarde trägt, mit der Erinnerung an seine heiligsten Pflichten doppelt erfüllen!" Die Kokarde wird als das„Zeichen der innigen Verbindung zwischen den Untertanen und ihrem Souverän und seinem erhabenen Stamme“, betrachtet und „war seit Gründung der preußischen Monarchie das unbefleckte Kennzeichen der Ehre, des Mutes, der Treue und des reinsten Patriotismus. Der väterlich gesinnte König teilt es seinen jüngsten Kindern mit als Sinnbild der unauflöslichen Vereinigung mit sich und der berzlichen Verbindung mit seinem treuen Volke.“ Die neu erworbenen Länder am Rhein wurden zunächst in zwei Hauptteile zusammengesaßt: in die Provinzen JülichCleve=Berg und Niederrhein. Die erstere Provinz umfaßte die Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Cleve, die letztere die Regierungsbezirke Koblenz. Nachen und Trier. Im Jahre 1822 wurden die Bezirke Düsseldorf= und Cleve zu einem Bezirk Düsseldorf vereinigt und zugleich wurden die beiden Provi zen zu einer unter dem Namen Rheinprovinz mit dem Sitz der Provinzialadministration und des Oberpräsidenten in Koblenz vereinigt. Eleich im nächsten Jahre nach der Besitznahme der neuen Länder mußte der König schon seine Fürsorge dafür betätigen. Das Jahr 1816 brachte für das westliche Deutschland eine Mißernte, die in manchen Gegenden eine Hungersnot zur Folge hatte. Der König wies zur Abhülfe der Not 2 Millionen Taler für die Rheinprovinz und Westfalen an, wofür zum großen Teil Getreide in den Ostseeländern angekauft und eingeführt wurde. Weiterhin ging Preußen an die Tilgung der Kommunalschulden. an die Regelung der Steuerverhältnisse. In den am 24. März 1824 geschaftenen Araninzialständen mit dem zeitweise einberufenen Provinziallandtag waren Organe für die Bedürfnisse und Einrichtungen der Provinz gegeben. Schon vorher hatte der damalige Gesandte in Rom, Geh. Staatsrat Niebuhr, Verhandlungen angeknüpft, die zum Erlaß der Bulle vom 16. Juni 1821„De salute animarum“ durch Papst Pins VII. führte, in der die alte Erzdiozese Köln nach zwanzigjähriger Verwaisung wieder errichtet wurde. Köln wurde wieder Bischofsitz statt Aachens, und die Kirchen von Trier, Münster und Paderborn wurden wieder Suffragane. In jeder bischöflichen Stadt, verlangte die Bulle, sollte ein geistliches Seminar errichtet werden, damit„darin eine solche Anzahl augehender Kleriker unterhalten und nach Vorschrift der Beschlüsse von Trient unterrichtet und gebildet werden möge, als es der Umstand und Bedarf der Sprengel erfordern wird". In der Stiftungsurkunde vom 18. Oktober 1818, mit der der König die„Rheinische Friedrich=Wilhelms=Universität" in Bonn ins Leben rief, stehen die Worte:„Ich bin gesonnen, das Wohl und Gedeihen meiner Länder hauptsächlich auf die sorgfältig geleitete Entwickelung der geistigen Kräfte zu gründen.“ Demgemäß wurden in den neuen Ländern viele neue Gymnasien, Burger= und Elementarschulen eingerichtet. Zahlreiche Vereine zur Beförderung der Wissenschaft und Kunst bildeten sich und 1819 stiftete der König für die Rheinprovinz in Düsseldorf die Kunstakademie und Malerschule. Der Kölner Dom, der unter französischer Herrschaft völlig mißachtet und nur durch die Bemühungen einiger kunstbegeisterter Männer vor dem völligen Abbruch bewahrt worden war, kam sofort durch das lebhafte Interesse des preußischen Kronprinzen wieder zu seiner Geltung, und zwar verkörperte sich hierin in der Folge auch der nationale Gedanke. Eine Kabinettsorder vom 21. Januar 1824 verfügtden Wiederbeginn der Arbeiten. König Friedrich Wilhelm III. hat bis zu seinem Tode im Jahre 1840 für den Dombau 205084 Taler aus Staatsmitteln überwiesen, und bei der Vollendung des Baues im Jahre 1881 belief sich der Staatszuschuß auf fast 6½ Mill. M. Ein Verdienst und zwar wie man sagt ein persönliches erwarb sich der König auch mit der Belassung der französischen Rechtsverfassung in der Rheinprovinz, eines so weitausschauenden Werkes, daß der Codo Napoleon erst durch das Bürzerliche Gesetzbuch im Jahre 1900 ersetzt zu werden brauchte. Auch die französischen Handelsgerichte, deren erstes 1798 in Köln eingesetzt worden war, blieben bestehen. Die Militärverfassung gründete sich auf das preußische Gesetz über die Verpflichtung zum Kriegsdienst vom 3. September 1814 und über die Landwehrordnung vom 21. November 1815, die eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem ungerechten System der Konskription bedeutete. Schon damals bildete Westfalen das siebte, die Rheinprovinz das achte Armeekorps. Für die Hebung des Handels und Verkehrs sorgte der preußische Staat ebenfalls nach Möglichkeit. In den zehn Jahren von 1825 bis 1835 wuchs in der Rheinprovinz die Länge der Staatskunststraßzen von 185 auf 238 Meilen. Die alte Straße von Koblenz über Remagen nach Köln, schon eine untergegangene römische Schöpfung, und die schwierige Straße von Koblenz nach Trier sind unter der preußischen Regierung vollendet worden. Die deutsche Handels= und Zollpolitik geht auf preußische Anregungen zurück. Die Einwohnerzahl der Rheinprovinz betrug im Jahre 1816 1849 700 Seelen, die beim Tode König Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1840 auf 2 514000 d. h. um fast 36 Proz. angewachsen war. Von 1794, als die Franzosen Köln besetzten, bis zum Ende der französischen Herrschaft war die Einwohnerzahl der Stadt nur von 45 500 auf 46 300 Einwohner gestiegen, während sie 1840(ohne Militär) fast 71.000 betrug. Die Rheinprovinz, die einen Flächeninhalt von 26996 Quadratkilometer hat, weist von den preußischen Provinzen die größte Bevölkerungsdichte von 238 Köpfen auf 1 Quadratkilo= meter auf. In den 50 Jahren von 1855 bis 1905 hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt(von.006 657 auf 6 436 337 Seelen). Etwa 18 Proz. der Vevölkerung leben von Landwirtschaft, etwa 55 Proz. von Industrie und Bergbau und etwa 14 Proz. von Handel und Verkehr. In den 4½ Friedensjahrzehnten, die zuletzt der Entwickelung des gewerblichen Lebens vergönnt waren, hat dieses sich außerordentlich reich ausgestaltet. Große Zentren der Eisen=, Kohlen= und Textilindustrie haben ihre Bedeutung weit über die Grenzen des Reiches hinaus erstreckt. Wohl kann der freventlich uns aufgedrungene Krieg diese segensreiche Entwickelung augenblicklich beeinträchtigen, aber nach seiner hoffentlich nicht mehr fernen siegreichen Beendigung wird auch die bisher stetige Fortentwickelung auf allen Gebieten der Kultur— des sind wir gewiß— weiter wachsen, blühen und gedeihen. Für den Maimonat! Wanderungen und Wallfahrten der allerseligsten Jungfrau Maria. Geistliche Lesungen für den Maimonat und für die Reise und Wallfahrtszeit, bearbei#et von Dr. Heinrich Maria Ludwigs, Domkapitular in Köln. Mit zehn ff. Kunstdruckbildern. In biegsamem Kaliko gebunden M 1,30. Für die Reisezeit bietet sich die Schrift als Geleitsbüchlein an. Es wird so vieles, oft sehr unschönes, dem Reisenden als Lektüre angeboten, sollte da das vorliegende Büchlein nicht eine passende Reiselektüre sein, die zugleich Geist und Gemüt nach oben zieht uad dadurch manche Reise doppelt genußreich macht? Für die Wallfahrtszeit ist das Büchlein ganz besonders geeignet. In ihren irdischen Wanderungen und Wallfahrten erscheint Maria als aller Wallfacrer Vorbild und Führerin. Durch das Andenken an die Wallfahrten Mariens treten die Pilger gleichsam in ihre Gesellschaft ein, ihr Vertrauen wächst und mit demselben die Aussicht auf Erhörung, wenn sie vor und auf der Wallfahrt der Wallfahrten Mariens gedenken, unter ihrem Segen die Wallfahrt beginnen, fortsetzen und vollenden. X „Im Rahmen der irdischen Wanderungen und Wallfahrten der allerseligsten Jungfrau Maria will der Verfasser das Ledensbild der Gotiesmutter und ihre Erhabenheit, Würde und Macht vor Augen stellen. Für den Maimonat, für die Reise= und Wallfahrtszeit will er damit den gläubigen Christen eine geistliche Lesung an die Hand geben. Im Anschluß an die Offenbarungen der ehrw. Maria von Agreda läßt er den Leser der Muttergottes natfolgen in ihren Pilgerfahrten nach Jerusalem und Bethlehem, zu Elisabeth, nach Aegypten und später, nach dem Tode des Heilandes zum Kalvarienberg, zum heiligen Grabe, zum Himmelfahrtsberge, zum Abendmahlsaale und zuletzt nach Ephesus. Die Darstellung ist durchflochten mit Rückblicken auf unsere Zeitverhältnisse und Anwendungen auf das praktische Leben. Die Sprache ist bei aller Schlichtheit erhaben: ein inniger, herzlicher Ton durchweht die ganze Schrift, die bloß die Erdauung zum Zwecke hat. Zehn gegenseitige Bilder aus dem Leben Marias nach berühmten Meistern sind beigegeben; sie sind glücklich ausgewählt und sehr gut wiedergegeben.“ al(Pastor bonus). Durch jede Buchhandlung.* Verlag J. P Bachem, Köln. Köiner Lecal-Anzeiger Nr. 112& Samstag. 29. Koril 1915 „Ulanzene Beutscne. In glänzender Weise hat sich die dankbare Liebe unserer Mitbürger für unsere so aufopfernd tapferen Krieger bisher bewährt. Wir zweifeln nicht, dass wir auch für unsere heutige Bitte offene Herzen und Hände finden werden. Es gilt die Not derjenigen zu lindern, die in heissem Kampfe fürs Vaterland in Feindeshand geraten sind. Der Kriegsgefangenen-Hilfe der Vereinigten Vereine vom Roten Kreuz ist es gelungen, schon eine grosse Anzahl Namen und Adressen von kriegsgefangenen Kölnern ausfindig zu machen, deren Zahl sich täglich vergrössert. Grosszügige Hilfe tut dringend not. Es erübrigt sich, von den Leiden der Gefangénen zu reden.— Wir sind überzeugt, dass dieser Hinweis genügt, den unterzeichneten Stellen reichliche Gaben zufliessen zu lassen. Kriegsgefangenen-Hilfe der Vereinigten Vereine vom Roten Kreuz, Köln. Frau M. Bachem-Sieger. Frau L. Emsheimer. Oberregierungsrat v. Görschen. Frau v. Görschen. Geheimrat Dr.. Hagen Frau Max Heimann. Robert Heuser. Frau v. Heusinger Prof. Dr. Krautwig. Verwaltungsgerichtsdirekter Kramer. Beigeordneter Dr. Löhe. Dr. G. v. Mallinckrodt. Justizrat Mönnig. Dr. med. Mälhens. Dr. Freiherr Emil v. Oppenheim. Assessor Dr. Schwering. Regierungspräsident Dr. Steinmeister. Frau Racul Stein. Heinrich v. Stein. Frl. Erna Uhlich. Oberbürgermeister Wallraf. Frau Wallraf. Fri. Milly Zirker. Frau Zschirnt. Zweigstelle: Beratungsstelle Domhof 28 „ K r i e g s s c h r e i b s t u b e K l i n g e l p ü t z 3 „ Verwundeten-Nachweis Deichmannhaus die Bankhäuser: Deichmann& Co., A. Leyy, Salomon Oppenheim jr.& Co. und Stein. Seite 5. Bewährteste Fabrikate Beste Konstruktion Neueste Doppelsparbrenner Sehenswerte Ausstellung in allen Grössen und Preislagen. van Norden Breitestrasse 4850. 0 Kunstdünger Guano, Prima, Zentner 10.4 bester Dünger für Garten, Kartoffeln, Obstbäume usw. Biamensamen 1 Sortiment in 15 schönen Sorten 1 Grassamen Mischung für besten Gartenrasen Pfund 50 Runkeisamen Eckendorfer, gelbe, Zir. 38 Rhein. Lanker 36.4 empfiehlt Heinr. Bliersbach Samenhandlung Köln=Kaln Hauptstr. 180, Haltest. Humholdt Filiale Roishover Str. 62 (Post= u. 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Die Melatener sollten diesen, ihren Wohltäter, nie vergessen und mit ihrem Gebete seinen weiteren Lebensweg und seine Berufsarbeiten Sodann verkündigte Rektor Solbach die Erhebung Melatens zu einem Rektorat mit selbständiger Seelsorge. In Anbetracht der weiten Entfernung Melatens von der Mutterpfarre Müngersdorf sei die geistliche Behörde einem langgehegten Wunsche der Melatener entgegengekommen und habe dem Rektor der Friedhofkapelle auch die Seelsorge für das neugegründete Rektorat übertragen. Bis zum Neubau einer neuen großen Kirche bildet die Friedhofkapelle gleichsam die Pfarrkirche, in der alle pfarramtlichen Handlungen, wie Taufen, Trauungen usw. für die Melatener vorgenommen werden müssen. An den Sonn= und Feiertagen ist außer der h. Messe um 7 Uhr eine zweite um 9 Uhr; nachmittags geht der Andacht die Christenlehre um 3 Uhr voraus. Anschluß an das Evangelium des Sonntags versprach Rektor Solbach, seiner Herde ein treuer Hirte zu sein; er var um allgemeine Mitwirkung beim Aufbau und bei der Organisation der neuen Gemeinde. Mit großer Freude wurden diese Mitteilungen von den Anwesenden ausgenommen und begeistert sang man am Schluß das Großer Gott, wir loben dich. Die Feier, wurhe noch verschönert durch mehrstimmige Lieder der Jungfrauen des Marienvereins unter der trefflichen Begleitung durch den Organisten Von einer weltlichen Einführungsfeier wurde auf Wunsch des neuen Rektors Abstand genommen. §§ Zur Angestelltenversicherung. Der Ortsausschuß Köln für die Angestelltenversicherung ist dazu übergegangen, eine eigene Geschäftsstelle zu errichten. Sie befindet sich seit dem 16. April beim Versicherungsamt der Stadt Köln, Rathausplatz 5, Zimmer Nr. 10. Tort werden Auskünfte in allen Fragen der Angestellten versicherung, sowie über Heilverfahren, Beitragszahlung usw. er teilt. Mit der Führung derselben ist Oberstadtsekretär Muth be traut. Sprechstunden sind von 8½—12½ und 3½—6½ Uhr. Scheiftliche Anfragen oder Mitteilungen sind wie bisher zu richten an den Vorsitzenden des Ortsausschusses, Direktor Peter Langen, Köln=Deutz, Gasmotorenfabrik, oder an die Schriftführerin Emma Darup, Jakobstr. 28. (A) Mit Liebesgaben ist die erste Kompagnie des Landsturm Infanterie=Ersatz=Bataillons Merzig an der Saar, die zum größten Teile aus Kölnern besteht, bisher stiefmütterlich bedacht worden Zigarren, Zigaretten, Tabak wären den Leuten sehr erwünscht auch Geldsendungen zur Beschaffung solcher nimmt Herr Spinola Köln, Deutscher Ring 12, mit Dank entgegen. (.4) Die Spitzbuben. Ein Handwagen mit Apfelsinen und Gemüse wurde vor der Hauptmarkthalle gestohlen.— Auf dem Weidenbach entführte man einem Hausburschen das Transport dreirad mit Butter und Käse für etwa 120 Mark.— Fur mehrere hundert Mark Schuhe erbeuteten Einbrecher aus einem Geschäfte in Köln=Bickendorf.— Verhaftet wurde mit seiner Geliebten ein Mann, der in Vonn Brillantringe gestohlen hat und in Köln Betrügereien größeren Umfanges, Rezepte= und Kautionsschwindel, 0 Unfälle. Ein 65jähriger Kutscher fiel am Filzengraben von seinem Wagen und erlitt außer inneren Verletzungen einen linkeseitigen Schulterbruch.— Durch einen Steinwurf wurde in der Volksgartenstraße ein 16jähriger Bursche am Auge so verletzt, daß der Arzt den Verlust der Sehkraft befürchtet.## (0A) Der Hühnerbestand wird immer kleiner. Die meisten Hühnerbesitzer in der näheren und weiteren Umgebung der Stadt haben ihren Hühnerbestand ganz oder teilweise abgeschafft. Die Hühner legen, da ihnen Körnerfutter nicht mehr gereicht werden kann, fast gar keine Eier mehr, sadaß sich ihre Haltung nicht (A) was sind Kartoffelflocken? Diese, seit Verwendung von Kartoffelflocken zur Brotbereitung so häufig auftauchende Frage sei hier im allgemeinen Interesse einmal beantwortet: Kartoffelflocken sind gekochte, zwischen heißen Trommeln gequetschte Kar toffeln, die zu Kartoffelbrei und Kartoffelsuppen verwendet werden (à) Vermißt wird seit dem 10. d. M. der Eisenbahnbauassistent Christian Schulzke, zuletzt in Köln=Lindenthal, Bachemerstraße 242, wohnhaft. Beschreibung: 32 Jahre alt, mittelgroße, kräftige Gestalt, dunkelblondes, kurzgeschnittenes Haar und blaue Augen. Bekleidung: dunkeler Anzug und Ulster, sowie schwarzer steifer Hut. Personalnachrichten. Rechtsanwalt Dr. Nolte aus Iburg ist in die Liste der Rechtsanwälte beim Amts= und Landgericht Köln eingetragen. Die Referendare Dr. jur.& rer. pol. Oehren. Wilh. Bubenzer, Höveler und Dr. Ohlgart sind zu Gerichtsassessoren im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln ernannt. T Das Eiserne*; Kreuz haben folgende Krieger aus Köln und der Umgebung erhalten: Peter Klöckner, Unteroffizier beim Stab des Generalkommandos des 8. Reservekorps, Sohn des Kunstgärtners Adam Klöckner aus Köln, der den Feldzug 1870.71 mitmachte.— Dr. med. Karl Fievet aus Köln, kaiserl. Marine=Stabsarzt in Konstantinopel,— Vizefeldwebel Hubert Flock, Magdeburg. Jäger=(Feld=) Bataillon Nr. 4, Sohn des Kaufmannes Jakob Flock in Köln,— Unteroffizier Gerhard Schwerfel, Res.=Reg. 258, Sohn von Matthias Schwerfel, Kalk,— Gefr. Karl Winkelhaus, Rechtsanwalts=Sekretär aus Köln=Mülheim.— Wehrmann Johann Voiat. vom Landw.=Inf.=Reg. 16,— Unteroffizier Matth. Keldenia aus Pingsdorf, Inf.=Reg. 28, unter Beförderung zum Vizefeldwebel,— Wehrmann Gefreiter Wavert Kreiterling aus Pingsdorf, Reserve=Inf.=Reg. 65, unter Beförderung zum Unteroffizier,— Unteroffizier G. Baur im Reserve=Fuß=Artillerie=Reg. Nr. 9, Sohn des Stationsschaffners Herm. Baur in Köln=Nippes. no Die Seniorenstellen des Eisernen Kreuzes. Durch das Reichsgesetz vom Jahre 1878 wurde den Rittern des Eisernen Kreuzes erster Klasse und den Inhabern der zweiten Klasse, wenn sie zugleich das Militärehrenzeichen zweiter Klasse besitzen, soweit sie den unteren Chargen bis zum Feldwebel angehören, eine Ehrenzulage von monatlich 3 Mark bewilligt. Daneben bestehen aber bereits seit dem Jahre 1841 sogenannte Seniorenstellen, die mit einem höheren Ehrensold ausgestattet sind. Friedrich Wilhelm IV. errichtete in diesem Jahre eine Stiftung, aus der zwölf Senioren aus dem Offizierstande und zwölf Senioren aus dem Stande vom Feldwebel abwärts, die Ritter des Eisernen Kreuzes erster Klasse waren, einen Ehrensold von jährlich 150 Taler, sowie 36 Senioren des Offizierstandes und 36 aus dem Unteroffizier= und Mannschaftsstande, die das Kreuz zweiter Klasse besaßen, einen Ehrensold von 50 Taler jährlich erhielten. :: A u s d e r A r b e i t e r w e l t::: Soocostebbeeenne (A) Vertrauensmännerkonferenz. Für die katy. Arbeitervereine Berg.=Gladbach, Odenthal, Paffrath, Bensberg, Rösrath, Herkenrath und Refrath findet am Sonntag, den 25., nachmittags .30 Uhr, in der Restauration Am Bock in Berg.=Gladbach eine Vorstände= und Vertrauensmännerkonferenz statt. Der Bezirkspräses Rektor von Weschpfennig wird über die Tätigkeit der Vereine während der Kriegszeit berichten. Zu der Versammlung des Arbeitervereins Berg.=Gladbach, die sich an die Konferenz anschließt, sind die Vertrauensmänner und Vorstandsmitglieder der auswärtigen Vereine eingeladen. Der Bezirkspräses wird ein Referat halten über Katholische Kirche und Krieg. Gesellschaits- und Vereinsleben (A) Die Theatergesellschaft Deutsche Bühne veranstaltet am Sonntag, abends.15 Uhr, im großen Saale der Wolkenburg einen Volksunterhaltungsabend zum Besten der Verwundeten unter gefl. Mitwirkung von Frl. Minni Wolter vom Opernhaus, Opernsänger Karl Kaiser, Konzertsänger Willy Schumacher, der Sängervereinigung.=.=V. Apollo und.=.=V. Germania, sowie der Streichorchestergesellschaft Concordia. Karten zum Preise von 30 Pfg. sind auf der Sanitätswache Café Palant, sowie abends an der Kasse zu haben. CA) Der Aölner Verein akademisch gebildeter Musiklehrer und-Lehrerinnen nimmt den Wiederbeginn der Schulzeit zum Anlaß, an alle Musik pflegenden Kreise Kölns die Aufforderung zu richten, den Musikunterricht jetzt wieder aufzunehmen. Wer das in jahrelanger Mühe herangebildete musikalische Können seiner Kinder jetzt unterbindet, übt Sparsamkeit am falschen Ort, da das hierfür angewandte Geld nun zwecklos verausgabt ist, denn künst lerischer Stillstand ist stets gleichbedeutend mit Rückschritt. Wer so handelt, muß aver auch eines falschen Patriotismus geziehen werden, da er einen tüchtigen Stand die wirtschaftlichen Folgen des Krieges unverdient hart empfinden läßt. Der Kölner Musiklehrer= verein, der über die Auslese der hiesigen Künstlerschaft verfügt, hat in seinem Bureau, Neumarkt 1A, Sprechstunden für Stunden vermittlung anberaumt, in welchen das Publikum kostenlosen Nach weis über den Musikunterricht aller Fächer in jeder gewünschten Honorar=Abstufung erhält. 0 Der Eisenbahn-Weichensteller und BahnwärterOrtsverein Köln hat zum Besten der Krieger im Felde 500 M. aus seiner Kasse gespendet. Hiervon wurden 300 M. der Kölner Sammelstelle und 200 M. dem Roten Kreuz überwiesen. Gleich zeitig ließ der Verein eine Sammelliste rund gehen, die den schönen Betrag von 332 M. einbrachte, die ebenfalls der Kölner Sammelstelle überwiesen wurden. Ferner bewilligte man Mitgliedern des Vereins, die im Felde stehen, eine Spende. Aus Kölns Nachbarschalt Whreseereerer C0 Siegburg, 23 April1915. Die Verwundeten des Reservelazaretts auf dem Michaelsberg unternahmen gestern in Begleitung der Aerzte, des Pflegepersonals und der Benediktinerpatres einen Ausflug ins Siebengebirge.— Mit Genehmigung des Regierungspräsidenten bleibt der Unterricht bei der hiesigen obligatorischen Fortbildungs= und Zeichenschule weiterhin, und zwar während des laufenden Halbjahres ausgesetzt.— (A) Wiesdorf, 22.April1915. Der Volksverein hält am Sonntag, abens 8 Uhr, im Lokale des Herrn Peter Menrath Hauptstraße, einen patriotischen Abend ab. Kaplan Dederichs(Köln) wrd einen Vortrag halten über: Friedensklänge mitten im Kriege. Außerdem werden Lichtbilder über das deutsche Unterseeboot gezeigt 4) Hürth, 23.April1915. Oben, auf„Vereinigte Ville“, weit entfernt vom Getriebe der Großstadt und der Dörfer, herrscht gegenwärtig ein ungemein reges Leben. Der Industrie werden riesige Waldparzellen geopfert. Neue Gruben und neue Werke sind hier im Entstehen begriffen. Schon wieder sind 80 Hektar Wald abgeforstet, um das Terrain der„Vereinigten Ville" anzugliedern. Die hier erstehenden neuen Werke werden mit 96 Pressen arbeiten. Um die bei der Vergrößerung der Werke notwendigen Wohnungen für Beamte und Arbeiter zu schaffen, sind, wie in den Vorjahren, auch dieses Jahr dort oben zehn neue Doppelhäuser gebaut worden, und um dem wachsenden Bedürfnis zu entsprechen, wird die Postagentur demnächst durch ein Postamt abgelöst werden. Dicht bei diesen Riesenwerken arbeiten zurzeit 800 Mann an der Erweiterung der Kalk=Stickstoff= fabrik. Auf einem Gelände von 12 Hektar wachsen bereits die mächtigen Fundamente aus der Erde heraus; teilweise sind die Bauten auch schon bis zum ersten Stockwerk gediehen. CA) Bensberg, 23.April1915. Die in der Zeit vom 1. August 1914 bis 31. März 1915 gezahlten Kriegsunterstützungen belaufen sich auf 122 391,33.; davon entfallen auf das Reich 70459,24., auf den Kreis 21126,32 M. und auf die Gemeinde 30805,77 M. Mitteilungen () Aillowitsch-Tyeater. Die Frau hat's Wort, Posse mit Gesang in drei Akten von Otto Reutter, gelangt am Sonntag zweimal zur Aufführung, und zwar des nachmittags um 4 Uhr und abends.15 Uhr. Montag und folgende Tage, abends.15 Uhr: Die Frau hat's Wort! Hus aller Welt:: ** Das Straßenbahnunglück in Berlin (vgl. Nr. 110.) verursachte nach den Schilderungen Berliner Blätter furchtbare Szenen im Inneren des Wagens. Glücklicherweise waren bei dem Sturz die Türen aufgesprungen, und mit großer Mühe gelang es einigen der Insassen, auf die auf der Wasseroberfläche befindliche Längsseite des Wagens zu klettern: alle hatten aber mehr oder weniger erhebliche Schnittwunden und Quetschungen erhalten, so daß sie bewußtlos auf dem Wagen niedersanken. Einer Frau war es geglückt, den Kopf durch die oben zertrümmerten Scheiben zu stecken; in dieser furchtbaren Lage schrie sie fortgesetzt herzzerbrechend um Hülfe. Ein mit seinem Kahn neben der Unfallstelle liegender Schiffer brachte die erste Hülfe, und es gelang ihm, mehrere Personen zu retten. Kurz darauf raste auch die Feuerwehr mit Zügen heran und leitete unverzüglich die Rettungsarbeiten ein. Von den Automobilfahrzeugen aus wurden Scheinwerfer in das Wasser geleitet und die Unfallstelle abgeleuchtet und abgesucht. Bald waren auch alle Verunglückten geborgen. Fünf von ihnen, zwei Frauen und drei Männer, waren tot, zwei fanden schwer verletzt in der Charité Aufnahme, während sechs von dort als leicht verletzt wieder entlassen werden konnten. Ter Schiffer Karl Konrad aus Lehnin, der als erster an der Unglücksstelle eintraf, erzählt: Wenige Minuten nach 12 Uhr hörte ich ein scharfes Knistern des Drahtseiles, an dem mein Schiff verankert ist, dann ein stärkeres Geräusch, dem ich zunächst keine Bedeutung beilegte, dann aber plötzlich gellende Hülferufe. Ich stürzte sofort ins Freie, wo ich zu meinem Schrecken Menschen auf der Wasseroberfläche liegen sah. Ich glaubte zunächst, daß ein Motorboot dort geankert hätte, stürzte aber sofort auf mein Boot, als ich arnant Hulforufo vornahm Ich hatte arnße Mühe. mich in der Nähe genckte es miir bochente Heul, V. dem Wasser schaute, an den Haaren zu packen und aus dem Wagen zu ziehen. Auf diese und ähnliche Weise glückte es mir unter großen Anstrengungen bis zum Eintreffen der Feuerwehr, sieben Personen, sämtlich lebend, zu retten, und in die Wohnräume meines Schiffes zu schaffen. Zwei weitere Personen wurden von meinem jungen Gehülfen geborgen und auf das Schiff gebracht. Alle Geretteten wurden dann beim Eintreffen der Feuerwehr in die Charité weiterbefördert. Die übrigen Verunglückten wurden dann bald darauf von der fieberhaft arbeitenden Feuerwehr geborgen. 'U Berlin, 23.April1915. Der Fahrer des in die Spree gestürzten Straßenbahnwagens der Linie 1(Stadtring), Teschke aus der Hildesheimerstraße in Neukoelln wurde, wie der Berl. Local=Anzeiger berichtet, heute von der Kriminalpolizei verhaftet. Die Maßregel rechtfertigt sich durch die außerordentlich schweren Folgen der Katastrophe, die fünf Menschen das Leben kostete und ferner weil Teschke nun halb und halb seine Schuld zugibt. Es wurden ihm die Zeugenaussagen des mitfahrenden Angestellten der Straßenbahn vorgelegt, der ihm sagte, er fahre wie verrückt. Er entgegnete darauf, es sei möglich, daß er übermäßig rasch gefahren sei, in der Kurve aber will er gebremst haben. Die weitere Untersuchung, die sowohl von der Direktion der Straßenbahn, als auch von Vertretern der Königlichen Eisenbahndirektion als Aufsichtsbehörde, und der Kriminalpolizei im Verein mit der Staatsanwaltschaft geführt wurde, hat ergeben, daß dem verhafteten Teschke die volle Schuld an dem Ungluc zuzuschreiben sei, da er bodenlos leichtsinnig gefahren sei. 4A) Der westdeutsche Spielverband veranstaltet, um während der jetzigen Zeit eine weitere Anregung zu gesunden sportlichen Bestrebungen zu geben, Spiele um einen Kriegspokal. Hierdurch ist gerade denjenigen Vereinen, welche einen großen Prozentsatz ihrer alten erprobten Spieler in den Dienst des Vaterlandes stellten, Gelegenheit geboten, ihren Nachwuchs zu tüchtigen Spielern heranzuziehen. Jedenfalls wird die Austragung dieser Spiele eine Reihe ausgezeichneter sportlicher Kämpfe zeitigen. Von Kölner Vereinen nehmen an diesen Spielen teil: Kölner Fußballklub 1899, Kölner Ballspielklub, Kölner Klub für Rasenspiele, Kölner Sportvereinigung, Köln=Sülzer Spielverein, Kölner Verein für Bewegungsspiele. Die Spiele beginnen bereits mit dem 25. April. Standesamt der Stadt Köln.(Vom 22. April 1915.) Sterbefälle. Otto Eckert, Kellner, led., Gefr. im Inf.=Regt. 173, 22., Langgasse 27.- Wilhelm Zimke, Kaufmannslehrl., led., Kriegsfreiw. im Inf.=Regt. 53, 18., Friesenstr. 45.- Deter Flügel, Heizer, led., Wehrm. im Res.=Inf=Regt. 69, 36., Agrippastr. 84.- Georg Hübner, Handlgsgeh., led., Ers.=Res. im Res.=Inf.=Regt. 65, 27., St. Apernstr. 68.- Heinr. Panzer, Chauffeur, led., Kriegsfreiw. im Res.=Inf.= Regt. 237, 19., Auf dem Berlich 12.- Theod. Lorse, Milchhdlr., verh., Ers.=Res. im Res.=Inf.=Regt. 28, 32., Gr. Brinkgasse 17.. Konr. Heß, Schneider, verh., Oekon.=Handw. im 8.=., 45., Benesisstr. 39.- Pet. Ruloff, Tagel, led., Wehrm. im Landw.=Ins.=Regt. 29, 36., Thieboldsgasse 127.- Paul Mascher, Maurer, Res. im Ins.=Regt. 65, 27., Pfeilstr. 53.- Hubert Hense. Laborat.=Diener, led., Res. im Inf.=Regt. 65, 25., Fleischmengergasse 50.. Wilh. Hein. Hermges, Musiker, led., Res. d. 1. Kom. d. Brig.=Ers.=Bat. 30, 26 J. Mauritiuswall 27.— Dr. Alfred Herz, Zahnarzt, Leutn. d. Landwehr d 6. Komp. d. Res.=Inf.= Regt. 68, 38., Lindenstr 20.- Lorenz Jriedr. Wilh. Wasiak, Einj.= Freiw. Musk d. 12. Komp. d. Inf=Regt. 53, 24., Heinsbergstr. 32, alle im Felde gefallen.- Klemens Urmelzer, Faßbinder, verh, 70., Römergasse 5. Emilie Kriege, geb. Zobel, verw., 74., Rothgerberbach 173. * Artur Kowalenski, 3., Spulmannsgasse 31.- Betty Neumann, 1½ J. Sternengasse 21. Tavid Heß, Kaufm., verh, 63., Käsenstr. 13. * Ehefr. Josefine Hubertine Normann, geb. Paul, 27., Ro andstr. 14 * Witwe Elisadetha Hirschnitz, geb. Blume, 71., Rolandstr. 85. Standesamt Köln-Lindenthal.(Vom 23. April 1915.). Sterbefälle. Marg. Hoffmann, geb. Reifferscheidt, verh., 59., Köln=Sülz, Zülpicherstr 314.- Karl Schroth, led., Musiker, 26., Köln, Machabäerstr. 29.- Joh. Deter Dieler, verh., Invalide, 71., KölnSülz, Sülzgürtel 30." Joh. Aug. Fetz, verh, Ingenieur, 51., Köln, Antwerpenerstr. 24. Gudula Düster, Dienstmagd, led., 16., Köln, Waisenhausgasse 1.- Hubertine Müller, 2., Köln, Drachenfelsstr. 18. " Matthias Friedrichs, 5 J. Köln=Ehrenfeld, Philippstr. 29. Handelstei Kölner und Neusser Fruchtmarkt unverändert. Wasserstands-Nachrichten am 24. April 1915. Konstanz, 8., Bodens. 3,444-0,03 m Hüningen,7 om., Rhein 2,52—.05 m Kehl, 7 vorm., Rhein 3,464-0,21m Mannheim, 5om., Rh..324-0,03 n Heilbronn, Lom., Reckar.384-0 18 m Cand, vorm. Rhein 2,90—.01 m Lohr, 11 vorm., Main 1,94-0,04m Bingen, 6r., Rheingau 2,50—0,00 m Bingerloch 2,10—.00 m Trier, 7 vorm., Mosel.02—.00 m Köln, 7 vorm. Rhein.01—.04 m Ruhrort, 8 om. Rhein 2,23—0,13 a Wesel, 8 vorm., Rhein.22—.06 m Mutmaßliche Witterung für den 25. April: Zunächst noch keine wesentliche Aenderung von Temperatur und Wetter. er„“-Brot isst, erweist dem Vaterland einen Dienst. 4 * * 4 Kölner Local-Anzeiger Nr. 112&am Samstag. 24. Nyril 1915 Seite 7. Offene Stellen Werkzeugmacher und Werkzeugdreher sowie Dreher für Revolverbank sofort gesucht. Cito=Werke.=G.; Köln=Klettenberg. Wie suchen zum sofortigen Eintritt einen zur Erledigung von Archiv= u. Büroarbeite 1. Schriftl. Offerten mit Zeugnisabschr. u. Gehaltsansprüchen erbeten. Loncordia Cölnische Lebensversich.= Gesellschaft“ Cöln, Maria=Ablaßplatz 15. 998880 s Tüchtige, rüstige g : Leute: 0 militärfrei..guten 8 e Papieren. für Wach-2 # dienst gesucht. e E 1 den b8• Clis Swr..8 Schweißer und Hobler hohen Lohn sofort gesucht.. W. Breuer& Probst Köln=Kalk, Feldsr.-12 tüchli Mehrere Schuhmacher 9 für Geschirre u. 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Werth) Fraulein Smma Wolff(Sopran) lier- Prof. L. Uzielli(Klavier) Ierr Franz Michätek(Orgel)„„„ Fräulein Clara Kleinjung(Begleitung der Gesänge). Kenzertflügel Steinwag& Sons(New York) aus der Niederlage Fr. Prein(Köln). Saalkarten 1. Galcrie 50 4 bei Neubner, Hohestr. 137, Tonger. Hotmusikalienhandlung, Am Hof 30-36, Könemann 3300002 Rudolfplatz 4 u. im Vereinsbüro Neumarkt. Ibachhaus. 0B Zu Gunsten der Einierbliebenen und Verunglückten unserer Uaterseehoots-Besatzungen. Dienstag, den 27. April 1915, abends ½9 Uhr, im grossen Gürzenichsaal, Köln. Warum wir siegen werden. Vaterländischer Vortrag von Schriftsteller Willy Heim. Numerierte Saalkarten zu 943(Abt.), M2(Abt. B u.), unnumerierte zu#I(Aht. D K) u. 503(Galerie) im Vorverkauf bei der Geschäftsstelle des Deutschen Flottenvereins, Brandenburgerstraße 16 u. bei den Musikalienhandlungen Neubner(Ilohestraße) u. Tonger(Am Hof), sowie abends an der Kasse. 90% des Reinerlöses werden unter Aufsicht des geschäftsführenden Ausschusses für die Rheinprovinz des Deutschen Flottenvereins durch Vermittlung des Bankhauses Deichmann & Co. der deutschen Kriegshilfskasse, Abtcilung U, Berlin, 60 An Sonn- und Feiertagen s Eintrittspreis 3 * ( 5 Kinder 30 Pfg. s Täglich: 8 3½ Uhr: 2·8 KONZERT.3 00650 überwiesen Jugendwauderung Sonntag, den 2. Mai 1915. Treffpunkt: Cöln=Hauptbahnh. Zeit:.45 Uhr vormittags. Abfahrt:.13 Uhr nach Rhönvorf Wanderung: Rhöndorf— Breiberg— Annatal— Leyberg— Honnef. Ankunft in Cöln.14 Uhr. Führung: Wander= u. Kriegsspielverein Preußen. Karten(.45 M. für Fahrt) sind zu haben bei Dietz& Co., Cöln, Komödienstraße 46, und Mittwochabend, den 28. d.., im Jungdeutschlandheim, Friesenstraße 50. Ortsausschuß für Jugendpflege. 27 Instr.=, Tapez. u. GlaserArb. äußerst billig, auch im Tagelohn. Jos. 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Unsere gefangenen Brüder in Feindesland und auch unsere Truppen in der Front verlangen sehr nach geistiger Nahrung. Samme lstel Klingelpütz 3. Annahme von Bucher- und Geldspenden nachmittags von—6 Uhr. 9 ereinigte Stadttheater. Vorstellungen zu bedeutend herabgesetzten Preisen, Heute, Samstag, im Opernhaus: Madame Butterfly. Anfang 71. Uhr. Sonntag, den 25. April 1915, im Opernhaus: Die Atrikanerin. Oper in 5 Akten von Giacomo Meyerbeer. Musikalische Leitung: Gustav B echer. Szenische Leitung: Direkter Hofrat Fritz Rémond. Mitwirkende: Damen: Vidron. Guszalewicz; Herren: Gleß, Robert, Menzinjky, Clemens, Foerster, Nenner. Anfang 7 Uhr. Ende ungef hr 11 Uhr. Preise der Plätze: Fremdenlog:, Balkon, Parkettloge 4,65 Mark, I. Barbeit 4,10 M.— 1. Rang und 1. Rang Mitte, 2. Darkett 3,00 M.— 2. Rang Mitte(erste und zweite Reihe) 2,10 M.— 2. Rang Mitte(hintere Reihen) 1,40 M.— 2. Rang Seite erste Reihe).10 M.— 2. Rang Seite(hintere Reihen) und Parterre.40., einschließlich der städt. Billettsteuer und Garderobeg bühr.— Galerie 0,70 M. Blockabonnements haben Gültigkeit mit einer Zuschlagszahlung. Montag, den 26. April 1915: Keine Vorstellung. Die Kasse ist nur nachmittags von—7 Uhr geöffnet. Heute, Samstag, im Schauspielhaus: Kabale und Liebe.— Anfang 7½2 Uhr. Sonntag, den 25. April 1915, im Schauspielhaus: Das Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Akten von Hermann Sudermann. Spielleitung: Georg Kiesau. Mitwirkende: Damen: Frey, Landen, Bischoff, Wolff. Brings; Herren: Dysing, Gode, Turrian, Kiesan Anfang 3 Uhr. Ende ungefähr 5¼ Uhr. Sonntag, den 25. April 1915, im Schauspielhaus: Alt-Heidelberg. Schauspiel in 5 Aufzüsen von Wilhelm Meyer=Förster. Spielleitung: Georg Kiesau. Mitwirkende: Damen: Wolff, Pütz. Klinder; Herren: Würthenberger, Portz, Porth, Diehl. Willi, Majewski, Korth, Senden, Gode, Heber, Nitzgen, Turrian, Rutkowsky. Anfang 7½ Uhr. Ende ungefähr 10¼ Uhr. Montag, den 26. April 1915, Anfang 8 Uhr: Othello. Trauerspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Vereinskolender der Ratholischer Arbeitervereine. Sonntag, den 25. April. Köln=Süd. Beteilig. a. d. Gold. Priesterjubiläum des hochw. Hrn. Pfarrers Juris..45 Uhr Antr. bei der Fahne vor der Kirche St. Johann Baptist. 9 Uhr feterl. Abholen des hochw. Hru. Jubilars..30 Festgottesd. Beteil. Ehrensache. Abzeichen anlegen. 11 Uhr Kasse u. Bibl., Versamml. kann noch nicht stattfinden wegen Lokalmangels. Köln=Nippes. 30. Stiftungsfest..30 feierl. Hochamt si. d. Pfarrk. für die leb. u. verstord. Krieger d Vereins; abds. .30 Versamml. im St. Josephsstift mit Festr. d. Hrn. Bezirkspr. Kpl. Houben. Deklamationen und Musikvorträge. Vereinshalender für hatholische Tänglingsvereine. Sonntag. den 25. April. St. Bruno=Verein an St. Kunibert. 2 Uhr Beg. d. Schlagballsp. Spielplatz gegenüb. d. A. B. P. Montag.30 Uhr Turnen Dienstag 7 Uhr Schlagballsp.,.30 Uhr BezirksVorsteh.=Sitz. Donnerstag.30 Uhr ält. Abteil. Freitag 7 Uhr Schlagballspielen. St. Stanislaus=Kongreaation. 7 Uhr Kommun. d. Euch Apostol. in Minoriten,.30 Spielen, Verslg, wicht Bekanntm. Dienstagabd. 8 Uhr Sachenabhol. f. d. Bez=Vorst Abrechn. Kathol. Jünglings=Kongregation St. Paul. 8 Uhr freiw. h. Komman., 10.30 Uhr Gen=Verslg., Wahl neuer Schriftf. Jahres= u. Kassenber., Bibl. fällt aus..30 Uhr in Poll Gesellschaftssp. d. 1. M. geg. Merheim, 2..: 3., nachher Photogr..30 Mon.=Verslg. d. K. J.., Vorträge, Kriegs erlebn. v. Turnw. Jansen, Bismarck v. Präses. Donnerstag .45 Uhr Mon.=Verslg. d. Euch. Sektion i. d. Paulus Kapelle. Kath. Jünglingsverein St. Ursula. Abds. 8 Uhr im Agneshause Vortr. d. Hru. Hauptm. Fieth. Alle Mitgl. sind eingel. Montag Turnen. Dienstag Stenographie. Nächsten Sonntag gemeinschaftliche h Kommunion. Jünglings=Kongregation St. Michael. Wander. Treffp. .30 Dom— Brückenrampe. Kosten 30 Pfg. Dienstag Turn. Liedesgaben f. uns. im Felde steh. Mitgl. können abgegeben werden beim Präses u. bei Bergrath, Limburgerstr. 11. Hermann=Joseph=Bündnis(Herz=Jesupfarre.) Montagabd. .15—9 Uhr Bücherausg., 9 Uhr Bez.=Vorst.=Verslg. Mittwoch Turn. Donnerstag.45 Uhr Relig.=Vortr. i. Pfarrsaal. Marian. Jünglings=Kongregation St. Peter, KölnEhrenfeld. 12.00 Uhr Antr. o. d. Kirche zum Ausfl. ins Vorgebirge, Rendenich, Bochem, Kierberg, Kranzmaar. Bahn 30 Psg Kriegsbrot mitbr. Mittwoch 19 Uhr Stenogr. Marian. Jünglingskongregation an St. Joseph, Ehrenfeld. 7 gemeinsch. h. Komm., 12-1 Bibl. Bücher zurückdr.). 3 Danksag.=And. i. d. Kapelle, 5 Versamml. im Gsellenh. Vortr. uns. Mitgl. Unteroff. Buchem: 4 Monate in Frankreichs Schützengräben. Dienstag.30 Bez=Vorst.= Sitz. b. Präses Mittwoch—10 Turn. Donnerstag 9 Keg. d. ält. Abteil. im Gesellenh. Nächsten Sonntag Wanderung nach Bonn— Godesberg. Marian, Jünglings=Kongregation St. Joseph, KölnNippes. Adds.45's.30 Uhr Betstunde i. d. Kirche. 8 Uhr Verslg. im Marienstift(Vortr. u. Theater). Dienstog abds 8 Uhr Gesangpr. d. jüng. Abteil. i. d. Kirche. Mittwoch .30 Uhr Gesangpr. d. ält. Abteil im Marienstift. Samstag .30 Uhr Theaterprobe im Marienstift Kath. Jünglingsverein Köln=Nippes(St. Marien). 5 U Versammlung mit Humoristischem. 2. Hillowoitsch-Theater: Schildergasse 99—101. Fernspr. B 9123. X Heute, Samstag, den 24. Aprll, abends 8¼ Uhr: *„Die Frau haf’s Worf“.* Sonntag, den 25. April 9 2 grosse Vorstellungen 2 0 Nachmittags 4 Uhr und abends 8¼ Uhr. In beiden Vorstellungen gelangt zur Aufführung: 2.„Die Frau haf’s Wort.“* # Posse mit Gesang in 3 Akten von Otto Reutter. Die Theaterkasse ist geöffnet: An Wochentagen von 11—1 Uhr vormittags und m." nachmittags von 5 Uhr ab. d. An Sonn- u. Feiertagen von 10—1 Uhr vormittags u. T a von 2½ Uhr nachmittags ab. Abfahrt der Züge von Cöln-Barbarossaplatz nach: Hermülheim, Brühl 730, 845, 1000, 1115, 1230, 145,[235 300, 415. 530. Bornheim, Alfter 730, 1000, 1230,[235), 300, 530. inuferbahn Schnellzüße ab Cöln und Bonn jede volle Stunde von 700 bis 1100(Sonntags bis 1200). Sonntags um 230 und 330 ab Cöln Sonderschnellzüge sowie bei Bedarf Vorzüge zu den um die volle Stunde abfahrenden Schnellzügen bis Bonn. Anschlüsse in Bonn-Ellerbahnhor an die Vorgebirgsbahn nach Alfter und Bornheim. ab Cöln-Trankgasse an Alfter Bornheim 700 751 803 1200 230 32 333 300 500 551 603 Anschlüsse in Bonn-Endbahnhof an die elektrische Bahn nach Königswinter und Godesberg-Mehlem Abfahrt Meckenheimerstrasse. Abfahrt Kaiserplatz. Personenzüge ab Cöln um 34 Minuten, an Bonn um 10 Minuten nach jeder vollen Stunde. Umrahmt bedeutet nur Sonntags. Frauenabend über zweckmässige Frauenkleidung mit vielen praktischen Vorführungen von Frau Schmidt, Leipzig. Montag, den 26. April, abends 8½ Uhr, Im Elisabethsaal, Klapperhof 26. Eintritt 20 Pfg. Eintritt 20 Pfg. Frauen und Mädchen Kölns, schalt euch in einer der wichtigsten Fragen des Haushalts. 1* Ratholischer Frauenbund, Zweigverein Köln, Bezirk Nippes N. F. G. Großer öffentlicher Frauenabend. 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