.XEELEIE IE Kölner Geschäftsstellen und Anzeigen-Annahmen: Marzelienstr. 37 und Breitestr. 35. KW General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. Kn-ner ua #beite Ed#. delntte. etinaee Nr. 58. Fernspr. Geschäftstelle Preitestraße 85. Aesss.#n Köln, Samstag, 27. Februar 19/5 29. Jahrgang. Der Tagesbericht von Samstag. WTB Großes Hauptquartier, 27. Febr. 1915. (Vormittags. Drathber.) Weftlicher Kriegsschauplatz: In der Champagne haben die Franzosen gestern und heute Nacht erneut mit starken Kräften angegriffen. Der Kampf ist an einzelnen Stellen noch im Gange. Im übrigen ist der Angriff abgewiesen worden. Nördlich Verdun haben wir einen Teil der französischen Stellungen angegriffen. Das Gefecht dauert noch an. Von den übrigen Fronten ist nichts wesentliches zu melden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nordwestlich Grodno, westlich Lomza und südlich Prasznysz sind neue russische Kräfte ausgetreten, die zum Angriff vorgingen. An der Skroda südlich Kolno machten wir 1100 Gefangene. Von links der Weichsel ist nichts besonderes zu melden. Oberste Heeresleitung. * Elf gefangene russische Generale. WTR Porlin. 26 Febr.1915.(Drahtb.) Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: In den russischen amtlichen Mitteilungen wird die Ausdehnung der Niederlage in der Winterschlacht in Masuren entweder verschwiegen oder zu verdunkeln versucht. Auf diese Ubleugnungen näher einzugehen, erübtigt sich. Als Beweis der Größe der Niederlage mag nur folgende Liste der gefangenen Generale dienen: vom 20. Armeekorps der kommandierende General, der Kommandeur der Artillerie, die Kommandeure der 28. und der 29. Infanteriedivision(der Kommandeur der letzteren Division erlag bald nach der Gefangennahme seinen Verletzungen) und der 1. Infanteriebrigade der 29. Infanteriedivision; vom 3. Armeekorvs: der Kommandeur der 27. Jufanteriedivision und von dieser Division die Kommandeure der Artillerie und der 2. Infanteriebrigade; von der 53. Reservedivision der Divisionskommandeur und der Kommandeur der 1. Infanteriebrigade; von der 1. sibirischen Kosakend.vision ein Brigadekommandeur. Generalverschleiß in Rußland. Die St. Petersburger Nowoje Wcemja veröffentlicht, einer Kopenhagener Meldung des Hamb. Frdbl. zufolge, mit Zensurgenehmigung eine Liste von 26 Generalen des russischen Heeres, die in den letzten drei Wochen teils pensioniert, teils zur Disposition gestellt worden sind, darunter 12 Divisionsgenerale. 11920 deutsche Kolonisten ins Elend verschickt. WTB St. Detersbura. 26.Febr.1915.(Drahtber.) Rußkija Wjedomosti berintet aus Tambow, daß im Laufe des Januar durch die Stadt 11 920 deutsche Kolonisten kamen, die aus dem westlichen Gouvernement nach Saratow und Archangelsk verschickt worden sind. * der österreichisch=ungarische Tagesbericht. WTB Mion. 26 Febr.1915.(Drahtber.) Amtlich wird verlautbart: 26. Februar 1915. In Russisch=Polen war gestern in den Gefechtsabschnitten östlich Przedborz ein lebhafter Geschützkampf im Gange. Auf der übrigen Front der Weichsel und in Ostgalizien herrscht größtenteils Ruhe. In den Karpathen scheiterten feindliche Angriffe im Ondava=Tal sowie auf unsere Stellungen nördlich des Sattels von Volovec. Bei der Erstürmung einer Höhe wurden in den Kämpfen in Südostgalizien neuerdings 1240 Russen gefangen. Der Unterseebootkrieg. Die deutschen Unterseeboote. WTB Blissingen, 26. Febr.1915.(Drahtb.) Ein heute nachmittag hier eingetroffener Postdampfer berichtet, daß er auf der Fahrt zwei deutschen Unterseebooten begeguete. Laut Nachrichten aus dem Haag in den Morgenblättern beobachteten die an der englischen Ostküste kreuzenden englischen Torpedoboote am 25. Februar zwischen Middelsborough und Hull vierzehnmal Periskope von Unterseebooten. Jedesmal tauchte das Untersteboot, und trotz läugeren Kreuzens konnte die Spur der Boote nicht aufgefunden werden. Vernichtete Dampfer. Stockholm. 26 Febr.1915. Aftonbladet meldet aus London: Ein englischer Kohlendampfer ist gestern wieder von einem Torpedo getroffen worden und im englischen Kanal gesunken. WTB London, 26.Febr.1915.(Drahtber.) Die Admiralität gibt bekannt, daß seit dem 18. Februar sieben britische Schiffe durch deutsche Unterseeboote in den Grund gebohrt worden sind, während 708 Dampfer von über 300 Tonnengehalt jeder Nationalität in britischen Häfen angekommen sind. In der am 24. Februar zu Ende gegangenen Woche verließen 673 Schiffe England. In den acht Wochen vor dem 24. Februar betrug die Gesamtziffer der einlaufenden Schiffe 5772, die der auslaufenden Schiffe 5507. [Ob die angegebenen Zahlen richtig sind, wird sich wohl erst später herausstellen. WTB London, 27.Febr.1915.(Drahtber.) Die Times meldet aus Enstbourne vom 24. Februar, nachmittags.55 Uhr: Mehrere Meilen von der Küste ist ein unbekannter Dampfer untergegangen. Beobachter sahen vom Lande ans eine Wassersäul= und eine Rauchwolke emporsteigen. Bald darauf war das Schiff cesunken. Ein zweiter Dampfer, der in derselben Richtung fuhr, flüchtete gegen die Küste. Ein anderer Dampfer, der in der Nähe war, nahm die Besatzung auf. Der Kapitän eines in der Nachbarschaft befindlichen Fischdampfers sagte, der Dampfer sei torpediert worden. [Dieser„unbekannte Dampfer" dürfte wohl der Truppentrausportdampfer sein, von dessen Untergang der Corriere della Sera zu melden wußte. Ort und Zeit der Vernichtung des Dampfers stimmen in den beiden Meldungen überein. Zwischen Ryyl und Prestatyn wurden gestern Schiffstrümmer und Schiffspapiere auf den Namen des Dampfers Raithmoor, feiner Kabinentüren und andere Schiffsgegenstände gefunden. Es verlautet, die Raithmoor stamme aus Newcastle=on-Tyne. Ueberfällige Dampfer. WTB Kopenhagen, 26.Febr.1915.(Drahtbericht.) Berlingske Tivende meldet aus Malmö: Man ist ernst besorgt über das Schicksal des schwedischen Dampfers Marie, der Englands Ostküste am 16. Februar verlassen hat. Der Dampfer Svecia aus Gothenburg, der von Amerika kam, ist gleichfalls überfällig. Die Dampfschiffahrtsreedereien trafen ein Uebereinkommen mit den Maschinenmeistern auf Erhöhung der Unfallversicherung von 4000 auf 10 000 Kronen. Die Seeleute und Feuerleute erhielten erhöhte Löhne. Die Schiffsoffiziere ver langten eine Kriegszulage und Erhöhung der Unfallversicherung sowie eine Teuerungszulage. Sie erhielten die b iden ersten Zulagen bewilligt, letztere wurde abgeschlagen. Die Verhandlungen schweben noch. Die Folgen der Sperrung der englischen Gewässer. WIB Kopenhagen, 27 Febr 1915.(Drahtver.) Berlingske Tidende berichtet aus London: Eine Verfrachtung im großen Stile findet nicht mehr statt. Schiffe sind schwer zu erhalten. Die Frachtsätze werden wahrscheinlich stark steigen. Der Grund liegt hauptsächlich in den Löschungsschwierigkeiten und der Beschlagnahme von Sch ffen durch die englische Regierung. Auch die Frachten von Amerika nach England und Frankreich sind gestiegen. Der Markt ist sehr gespannt. Aus Stockholm wird berichtet: Der Kapitän und die Mannschaft des Dampfers Enon, der nach Grimsby bestimmt war und im Hafen von Ox lösund##g, haben sich geweigert, die Fahrt nach Grimsby anzsttreten. Der Kapitän hat sein Schiff nach Malmö gebracht. — Die englischen Gegenmaßnahmen. Einigen norwegischen Blättern wird laut Voss. Ztg. aus London gemeldet, am 25. Februar sei eine Regierungskonferenz abgehalten worden zur Beratung der amerikanischen Note und der Gesenmaßregeln, die England gegen die deutsche Kriegführung treffen müßte. Eine Note, durch die die neutralen Mächte über Englands Gegenmaßregeln unterrichtet werden sollten, sei bereits vor einigen Tagen fertiggestellt gewesen. Der Empfang von Wilsons Note hätte jedoch die Verspätung in der Behandlung der Angelegenheit bewirkt. Nach einer Privatmeldung aus Paris, die den Hamburger Nachrichten über Genf übermittelt wird, sollen aule Dampfer der Vereinigten Staaten, die Nahrungsmittel nach Europa befördern, besondere Kennzeichen erhalten, deren Nachahmung Washington als einen feindlichen Akt betrachten würde. WTB London, 27.Febr.1915.(Drahtber.) Central News erfährt, daß gestern im Auswärtigen Amte eine neue Note des Präsidenten Wilson eingegangen sei. Man glaubt, daß sie unverbindliche Vorschläge bezüglich der Haltung Englands gegenüber der Einfuhr von Lebensmitteln nach Deutschland enthält. WTB London, 26.Febr.1915.(Drahtbericht.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Nach dem 8. März darf niemand mehr von Tilbury oder Folkestone nach Holland reisen, der nicht die amtliche Erlaubnis dazu besitzt. Ansichten amerikanischer Marinekreise über die Unterseebootgefahr. WTB Kopenhagen, 26 Febr.1915.(Drahtber.) National= tidende erfährt aus Washington, daß die amerikanische Regierung eine Erhöhung der Versicherungsprämien erwäge. In den maßgebenden amerikanischen Marinekreisen beginne sich die Meinung zu bilden, daß England den Aktionsradius der deutschen Unterseeboote stark unterschätzt habe. Die allgemeine Meinung gehe jetzt dahin, keine Vogel=Strauß=Politik mehr treiben und nicht mehr zu tun, als ob es völlig gleichgültig wäre, wieviel Unterseeboote sich in dem Fahrwasser um England bewegten. Englands maritime Vorbereitungen, so glänzend sie seien, schlössen bisher keine wirksamen Verteidigungsmittel gegen Unterseeboote ein. Wenn es bisher nicht zu großen Zerstörungen gekommen sei, so verdanke England dies nur den unausgesetzten Pairouillenfahrten. Es wäre aber lächerlich, noch leugnen zu wollen, daß ein Gefühl starken Unwillens und der Aufregung sich Englands bemächtige darüber, daß die deutschen Unterseeboote ihre Tätigkeit ungestraft hätten fortsetzen können, ohne daß es gelang, sich auch nur eines einzigen zu bemächtigen, was zu dem Eindruck führe, als ob alle bisherigen Vorkehrungen unzureichend seien. K — Die englandfeindliche Bewegung in Singapore. Dem Berl. Lokalanz. wird aus Kopenhagen, 26. Febr. 1915, gemeldet: Nach Meloungen russischer Zeitungen aus Singapore zerstörten dort 800 Hindus alle diejenigen Häuser, in denen die deutschen Zivil-Kriegsgefangenen festgehalten wurden. Die Engländer erklären, die Hindus seien von den Deutschen aufzeh tzt. Es herrscht die Auffassung, daß die Hindus ihrem Vorgehen sich von Sympathien für die Deutschen leiten lassen. Zwei japanische Kreuzer sollen nach Singapore beordert ein. In Singupore bildete sich ein englisch=japanisches Freiwilligenkorps zum Schutze gegen Uebergriffe der Hindus.[Nach der Times brach die Meuterei in einem mohammedanischen Regiment aus. Wenn es wahr ist, daß die Japaner haben „helfen“ müssen, dann wird sich diese Bewegung wohl kaum auf dieses eine Regiment beschränkt haben, da sonst die Engländer allein mit den Meuterern fertig geworden wären. Ein französisches Torpedoboot gesunken. VTB Paris, 26.Febr.1915.(Trahtber.) Amtlich wird mitgeteilt: Das französische Torpedoboot Dague, welches einen Lebensmittel=Transport nach Montenegro begleitete, ist am 24. Februar, abends.30 Uhr, im Hafen von Antiva auf eine österreichisch=ungarische Mine gestoßen und gesunken. 38 Mann werden vermißt. Der Transport erlitt keine Unterbrechung. Der Transportdampfer ist rechtzeitig zurückgekehrt Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 58&a Samstag, 27. Februar 1915 Neue Beschießung der Dardanellen. WTB Konstantinopel. 25.Febr.1915.(Drahtber.) Das Hauptquartier teilt mit: Zehn große Panzerschiffe eröffneten gestern 10 Uhr vormittags ein Bombardement gegen die am Eingang der Dardanellen liegenden Forts. Das Feuer dauerte bis 5½ Uhr nachmittags. Dann zogen sich die Schiffe in der Richtung auf die Insel Tenedos zurück. Nach gemachten Beobachtungen sind ein Schiff des Feindes vom Agamemnontyp und zwei andere Panzerschiffe durch von den Forts an der anatolischen Küste gefeuerte Schüsse beschädigt worden. Zur Beschießung der Dardanellen. 1 Rom, 26.Febr 1915.(Eig. Drahtber.) Die hiesige Tagespresse erklärt übereinstimmend anläßlich der Beschießung der Dardanellen: Italien müsse seine Interessen im östlichen Mittelmeer wie an der Küste Kleinasiens wahren. England und die Dardanellenfrage. WTB London. 26.Febr.1915.(Drahtber.) In Beantwortung einer Frage betr. die neuliche Rede Sassonoffs, in der dieser erklärte, daß die Ereignisse an der russisch=türkischen Grenze politische und wirtschaftliche Probleme in Verbindung mit der Frage des Zugangs Rußlands an dem offenen Meere der Verwirklichung näher bringen würden, erklärte Sir Edward Grey im Unterhause: Das ist ein Bestreben, mit dem wir volle Sympathie haben. Die genaue Form, in der es verwirklicht wird, wird zweifellos in den Friedensbedin= gungen bestimmt. Türkische Erfolge im Kaukasus. WTB Konstantinovel. 26.Febr.1915.(Drahtber.) Nach Meldungen, die aus Erzerum eingetroffen sind, herrscht an der kaukasischen Front Ruhe, da dichter, stellenweise 1 Meter hoch liegender Schnee die Berge bedeckt. In den Gegenden, wo weniger Schnee liegt, haben die türkischen Truppen beträchtliche Erfolge errungen. Vorgestern ist Teschet und die Ortschaft Daschkoy im Sturm genommen worden. Der Feind hat sich, von den Türken verfolgt, in der Richtung auf Batum zurückgezogen. Eine Kundgebung in der italienischen Kammer. 4 Nom. 26.Febr.1915.(Eig. Drahtber.) Die Kammersitzung heute abend gestaltete sich zu einer großen nationalen monarchischen Kundgebung, als Ministerpräsident Salandra bekannt gab, daß für die Zukunft Kundgebungen für und wider den Krieg verboten seien, und als er dem Kriegshetzer Abg. Turati eine Abfuhr zu teil werden ließ und dabei ausrief: Er wisse nicht, ob Italien marschieren werde, aber wenn in der Stunde der Gefahr der Ruf zu den Fahnen erschalle, werde das italienische Volk einmütig für den König und das Vaterland marschieren, erscholl aus dem Saal und von den Tribünen ein hundert facher Ruf: Es lebe Italien, es lebe der König! Dieser Vorgang in der italienischen Kammer gibt nicht den mindesten Aufschluß über die weitere Entwickelung der auswärtigen Politik Italiens. Was diese angeht, so muß man vor wie nach daran festhalten, daß auch der Ministerpräsident Salandra als sein Programm gewisse„Aspirationen“ hingest ellt hat, Aspirationen, die keineswegs im grundsätzlichen Gegensatz zur Denkweise Turatis und seiner Anhänger stehen. Für und gegen den Krieg. 4 Ron., 26.Febr.1915.(Eig. Drahtber.) An der gestrigen Kundgebung für den Krieg im Lyrischen Theater in Mailand nahmen etwa 20000 Personen teil. Ein großer Teil erhob Einspruch gegen die Kriegshetzereien. Der eine der Redner, der Abgeordnete Mosti, wurde vom Schlage getroffen und starb sofort. Die Truppen mußten einschreiten und die Ordnung wieder herstellen. Man zählte 30 Verwundete; viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Aehnliche Tumulte werden aus Reggio(Emilia) und Padua gemeldet. IVT’B Rom, 26.Febr.1915.(Trahtbericht.) Die Agenzia Stefani meldet: Mit Rücksicht auf die internationale Lage hat der Ministerrat beschlossen, den Präfekten Anweisung zu erteilen, Versammlungen sowie alle die öffentliche Ordnung gefährdenden Demonstrationen zu untersagen, auch in Lokalen, welche sonst für das Publikum bestimmt sind. Amerika und die Spannung in Ostasien. WI'Z St. Petersburg, 26.Febr.1915.(Drahtber.) Nach einer Meldung des Blattes Rietsch sprach der amerikanische Gesandte in Peking den bestimmten Wunsch aus, daß der japanisch=chinesische Konflikt auf freundschaftlichem Wege geregelt werde, sonst würden sich die japanisch=amerikanischen Beziehungen unbedingt verschärfen.— Der Aufstand in Süd=China nimmt immer größeren Umfang an. Der Tägl. Rundschau wird aus Geuf, 26. Februar berichtet: Der Pariser Herald meldet aus New York: Das erste und zweite Flottengeschwader der Vereinigten Staaten ist nach dem Stillen Ozean ausgelaufen. Die vor Schanghai liegende amerikanische Flotte wurde durch sechs Kriegsschiffe des zweiten Geschwaders verstärkt. Aus dem Budget=Ausschußz des Abgeordnetenhauses. WTB Berlin, 26.Febr.1915.(Drahtber.) Die verstärkte Budgetkommission des Abgeordnetenhauses beendete heute nachmittag die Beratung des Etats der geistlichen= und UnterrichtsAngelegenheiten. Bei dem Kapitel höhere Lehranstalten teilte der Minister mit, daß von 11600 Direktoren, Professoren und Oberlehrern 4000 in der Armee ständen, und von 4300 in der Vorbereitung befindlichen Kandidaten stehe ein Drittel in der Armee. Bei Ausbruch des Krieges seien 22600 Primaner und 15 600 Obersekundaner vorhanden gewesen, die über 1. Jahre an gewesen seien. Von diesen ständen 20000 als Kriegsfreiwillige in der Armee, sodaß angenommen werden könne, daß fast alle diensttauglichen Schüler im Felde ständen. Das Eiserne&* Kreuz haben folgende Krieger aus Köln und der Umgebung erhalten: Unteroffizier Adrian Uhlhaas aus Köln=Ehrenfeld, Senefelderstraße 92, im Reserve=Infanterie=Regt. 65, 3. Komp., unter Beförderung zum Vizefeldwebel,— Unteroffizier Peter Knott beim Res.=Inf.=Regt. Nr. 28, 1. Komp., Sohn des Schuhmachermeisters Roland Knott, Köln, Silbanstr. 13,— Gefreiter der Reserve Ludwig Kramer bei der Eisenbahnbau=Komp. 10, Militär=Eisenbahn= Direktion 2. Sohn des Schmiedemeisters und Wagenfabrikanten Krämer in Köln=Mannsfeld. g ie Angestellten der Postverwaltung: Marquardt, Postassistent aus Cöln, Feldpostsekretär,— Schmidt, Postsekretär aus Köln=Deutz, Feldpostsekretär,— Schneider, Postschaffner aus Ohligs, Unteroffizier d..,— Tillmann, Telegraphenarbeiter aus Siegburg, Reservist,— Zutt, Postbote aus Köln, Gefr. d. R. Nach dem neuesten Verzeichnis ist an weitere 159 Bedienstete der preußisch=hessischen Eisenbahngemeinschaft und an zwei Bedienstete der Reichsbahnen in Elsaß=Lothringen das Eiserne Kreuz verliehen worden. Bisher haben insgesamt 1385 Bedienstete der preußisch=hessischen und 45 Bedienstete der reichsländischen Bahnen das Eiserne Kreuz erhalten. G Zeichnet die Kriegsanleihen! Zeichnungen auf die zweite Kriegsanleihe werden von der Sparkasse der Stadt Köln sowie der Spar= und Darlehnskasse des Landkreises Köln bis einschließlich 19. März entgegengenommen. So weit bei der städtischen Sparkasse gezeichnet wiro, gibt diese den Sparern, die nicht vertraglich zu einem höheren Zinssatz festgelegten Spareinlagen bis zu 6000 M. zum 14. April 1915, über 6000 M. insgesamt zu den amtlichen Zahltagen bedingungslos frei. Die Sparkasse verwahrt und verwaltet die bei ihr gezeichneten Kriegsanleihen bis zum 1. April 1916 völlig kostenfrei und darüber hinaus gegen eine geringe Vergütung. Sie überwacht in diesem Falle die Auslosung, die Zinseinlösung usw. und schreibt die Zinsen dem Sparkonto der Hinterleger zum Erfalltage gut. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse der Stadt Köln beschloß in seiner gestrigen Vorstandssitzung, 500000 M. für die zweite Kriegsanleihe zu zeichnen. Mit der Zeichnung auf die erste Kriegsanleihe hat die Kasse jetzt insgesamt 750000 M. die Königliche Regierungs=Hauptkasse Köln steht zur Entgegennahme von Zeichnungen auf die Kriegsanleihe zur Verfügung; die Kasse ist zu diesem Zweck auch in den Nachmittagsstunden geoffner. 60 Die Versicherungsgesellschaft Viktoria in Berlin hat 30 Millionen M. auf die zweite Kriegsanleihe gezeichnet. 0 Bonn, 26.Febr.1915. Der Verwaltungsrat der Städtischen Sparkasse hat beschlossen, zunächst eine Million Mark auf die zweite Kriegsanleihe für eigene Rechnung zu zeichnen und mit dieser Summe ihre Zeichnungsliste zu eröffnen. § Linz, 27.Febr.1915. Die Städtische Sparkasse zeichnet wieder 100000 M. auf die Kriegsanleihe. verschiebt. Für Roggenmehl würde bis zu 52 M. pro 100 Kilo verlangt, wohingegen der Höchstpreis für Getreide auf 23,60 M. pro 100 Kilo festgelegt sei. Der Spannung zwischen Getreide und Mehlpreis vom Juli v. Is. in Höhe von 8,60 M. stehe jetzt eine Spannung bis zu 28,40 M. gegenüber. Die Gemeinden seien anzuweisen, in Anlehnung an die Höchstpreise für Mehl solche für Brot festzusetzen, um einen gerechten Abstand zwischen Mehl= und Brotpreis zu wahren. Beide Eingaben heben die Notwendigkeit hervor, die Volksernährung nicht nur quantitativ sicher zu stellen, sondern auch die breite Masse des Volkes vor ungebührlichen Preissteigerungen der notwendigsten Lebensmitrel zu schützen, zumar schon bei dem gegenwärtigen Stand der Preise für Brot, Fleisch und Kartoffeln alle anderen Lebensbedürfnisse wesentliche Einschränkungen erfahren und so andere Teile unserer Volkswirtschaft immensen Schaden erleiden müßten. () Städtischer Kartoffelverkauf. In der nächsten Woche findet seitens der Stadt ein Verkauf von Kartoffeln statt, und zwar am Montag in der Hauptmarkthalle, sowie in Nippes und Ehrenfeld, am Dienstag in Lindenthal, Sülz und Bayenthal, sowie, wenn der Vorrat reicht, auch noch in der Hauptmarkthalle, am Mittwoch in Deutz, Kalk und Mülheim in den bekannten Verkaufsstellen und zu den bekannten Stunden. Wann der regelmäßige Verkauf von Kartoffeln wieder ausgenommen werden kann, hängt von den Witterungsverhältnissen ab, läßt sich also zurzeit noch nicht übersehen. 800000000f0p P100POOPOPODORLOROSLL0S 00UNROOOCPOOOOCOOBONORMPORROPOROCRO92 Theater und Konzerte (A) Eisenbahnfragen wurden in der gestrigen Sitzung der Kölner Handelskammer beraten. Zunächst wurde davon Abstand genommen, Wünschen auf Einlegung bzw. Beschleunigung von Personenzügen auf der Strecke Köln—Trier—Saarbrücken für jetzt weilere Folge zu geben, da diese Wünsche zurzei noch aussichtslos erscheinen und nach Ansicht der Kammer nem Reisebedürfnis durch die Anzahl der Züge auf fraglicher Strecke unter den jetzigen Umständen ausreichend Rechnung getragen ist. Dagegen wird die Kammer dafür eintreten, daß zur Verbesserung der Nachmittagsverbindung von Köln nach Aachen in der Zeit zwischen.25 und.53 Uhr ein weiterer Eiloder Schnellzug eingelegt wird. Ferner wird die Kammer auf Anregung des Bürgervereins für Rösrath und Umgegend die Einlegung eines Triebwagens von Rösrath über Heumar nach Köln=Deutz zwischen 1 und 2 Uhr im Interesse der Bedürfnisse des Schulverkehrs befürworten. Bei der Eisenbahnverwaltung wird die Kammer sodann noch dahin vorstellig werden, daß ein spaterer Nachtschnellzug von Berlin nach Köln, der Berlin um 11 Uhr verläßt, eingelegt wird, da die jetzigen beiden um.30 Uhr abgehenden Schnellzüge für die Bedürfnisse des Verkehrs zu früh liegen. Im Hinblick auf die ungünstige Zeitlage sah die Kammer davon ab, einem Ersuchen des Landrats des Landkreises Mülheim a. Rh. zu entsprechen, zur Förderung des Ausbaues der Eisenbahnlinie.=Gladbach—Wippersurth mit der Stadt Köln wegen etwaiger Bereitstellung größerer Mittel in Verhandlung zu treten, zu entsprechen. () Zur Brotversorgung der Stadt Köln. Das Nachrichtenamt der Stadt Köln weist darauf hin, daß es im Interesse der Bürgerschaft liegt, diejenigen Haushaltungslisten, die nach der Personenstands=Aufnahme vom 3. Februar von den Zählern bisher nicht abgeholt worden sind, umgehend ausgefullt an die„städtische Abteilung für Brotversorgung“, Quatermarkt 3, einzusenden. Die Haushaltungen, die bei der Zählung übergangen sein sollten, können Formulare bei folgenden Stellen entnehmen: Botenmeister im Rathaus, Statistisches Amt Unter Goldschmied 38, in Bayenthal im Polizei=Kommissariat, im übrigen bei den Standesämtern. Das Einreichen der noch fehlenden Listen ist erforderlich, um eine etwa notwendig werdende Zustellung von Brotkarten an die Bürgerschaft vollständig durchführen zu können und liegt daher im Interesse der Beteiligten. (0) Der Konsumentenausschuß für den Bezirk Köln richtete zwei weitere Eingaben an den Reichskanzler, deren erste die Festsetzung von Höchstpreisen für Schlachtvieh fordert. Die Eingabe stützt sich hierbei auf die Preisentwickelung auf dem Kölner Schweinemarkt und führt aus, daß die Preissteigerung für Schweine in der Hauptsache auf die großen Ankäufe der Gemeinden zurückzuführen sei und volkswirtschaftlich nicht begründet werden könnte. Für diese Auffassung spräche auch der gesteigerte Auftrieb. Die Festsetzung von Höchstpreisen für Schlachtvieh gäbe eine vortreffliche Basis für die Gemeinden, auch für den Kleinhandel Höchstpreise vorzuschreiben. Die Höchstpreise sollen auch auf Großvieh ausgedehnt werden, da nach den gemachten Erfahrungen zu fürchten sei, daß auch auf dem Großviehmarkt ähnliche Erscheinungen wie auf dem Schweinemarkt zutage treten könnten, falls nicht beizeiten vorgebeugt würde. Die zweite Eingabe verlangt Höchstpreise für Mehl und Brot. Es wird an Hand statistischer Unterlagen der Beweis erbracht, daß sich der Abstand zwischen Getreide und Mehlpreis immer mehr zuungunsten der Brotproduzenten und Konsumenten * O0LLUREROOOTRONONO99.9 ∆ Siebtes Gürzenichkonzert in Köln. (Haydns Schöpfung.) Beispiellos ist die Popularität der beiden Oratorien Haydns, und so unerschütterlich Gottes Schöpfung und Jahreszeiten in der Natur, so unwandelbar ist die Liebe und Anhänglichkeit des deutschen Volkes an die musikalische Weltschöpfung Haydns, wenn wir auch — in den Jahreszeiten mehr als in der Schöpfung— dem Texte gegenüber ein erkältendes Gefühl zuweilen nur mit Mühe abzuwehren vermögen. Aber wie frisch und erquickend ist die Musik während der langen Spanne eines Jahrhunderts geblieben! An dem Segen, der von Mozart kam, dem Haydn in neidlos bewundernder Seelengröße ein begeistertes Willkommen sprach, erstarkte der greise Haydn von neuem. Ohne den Geist Händels, den Haydn in England in sich aufgenommen hatte, nicht denkbar, läßt die Schöpfung die Wendung von Händel zu Mozart in der Wärme des Gefühls, die sich an dem holden Tone der Zauberflöte entzündet, deutlich spüren, in dem Chorsatze, der von der stählernen Polyphonie Händels zu geschmeidigen Kompromissen mit der Homophonie abschwenkt, ebensowohl wie in der aus der kontrapunktischen Schnürbrust gelösten Arie. In malenden, charatterisierenden Arien= und Chorsätzen teilt sich uns Haydes gerührte Freude an allem Erschaffenen mit und drückt auch das Erhabene in der Sprache des Volkes aus. Es ist ein dankbares Lobsingen des Schöpfers auf echt Haydnsche Art. Doch wir wollen nicht weiter reden von einem Werke, das alle kennen, alle lieben und das seine Volkstümlichkeit aufs neue in einem bei der Generalprobe und bei der Aufführung vollbesetzten Gürzenichsaale erwiesen hat. Der Freudenrufer jauchzender Stunden ist Haydn von Jean Paul genannt worden. Er wurde es auch gestern wieder durch eine mit Frische und Schlagkraft wirkende Aufführung unter Hermann Abendroth, der wohl daran getan hatte, die Schöpfung zum Prüfstein seiner Chorauffrischung zu machen. Er hatte dem Werke viel Liebe und Sorgfalt geschenkt und verstand es, über dem einzelnen stets die Gesamtwirkung im Auge haltend, vortrefflich, empfindungsvollen Ausdruck mit stilvoller Gestaltung zu vereinigen. Vor allem glänzte der Chor in feinabgewogenen Klangwirkungen. Er stimmte die Saiten zum Lobe des Herrn mit gleicher Reinheit und Schönheit, wie er mit den Himmeln die Ehre Gottes rühmte und das vollendete große Werk im Schlußgesange des zweiten und dritten Teiles pries. Den reifen, vollen Chorklang in seiner Ausgeglichenheit und Schlagfertigkeit in feinste Schattierungen und Uebergänge abzutönen, daß er mit der Leichtigkeit eines Soloinstrumentes anspricht, wird dem neuen Chormeister nicht schwer fallen. Die Soli wurden von Frau Elfriede Gotte und den Herren Karl Aagaard Oestvig und Alfred Stephani gesungen, ein Terzett, das in seinen Einzelstimmen besser wirkte, als im Zusammenklang. Die subtile Gesangskunst von Frau Götte, deren leicht bewegliche Stimme auch das feine Zierwerk zu der gewünschten Wirkung brachte, wurde der Sopranpartie mit Geschmack und Verständnis gerecht. Sollte Eva, wenn sie von Liebe singt, nicht etwas wärmer zu halten sein? Dem Uriel lieh Hr. Oestvig seinen schönen, weichen Tenor, an dem jedoch kleine Mängel der Tongebung sich als Flecken ansetzen wollen. Er sang sonst ausdrucksvoll und mit Empfindung. Hr. Stephali als Raphael im Vortrage seiner Arien nicht so glücklich wie als Adam, dessen Arie Nun ist die erste Pflicht erfüllt beseeltes Gefühl und schönen gesanglichen Fluß zeigte. Gewisse Aeußerlichkeiten in der Haltung darf man wohl übersehen, wenn ein Sänger mit so schönem Ernste bei der Sache ist und mit so hingebendem Verständnis vortcägt. Seine tonsatte, geschulte Baßstimme kommt dem Oratoriengesange nur nicht überall gleich willig entgegen, ist auch für den Ensembleklang nicht geschmeidig genug. Die Rezitative wurden von Prof. Franke am Cembalo mit seinem Stilgefühl begleitet. Vortrefflich war das Orchester; den Fagottwitz, der nicht bloß den Tieren Last machte, hätten wir weniger dick unterstrichen gewünscht. Am Schlusse der Aufführung spendete das Publikum begeisterten Beifall. 000P000 00000 0r Gesellschafts- und Vereinsleben: Rosossereneneneenenenenrenenenen CA) Im Kölnischen Geschichtsverein wurden in der Februarversammlung vier neue Mitglieder ausgenommen. Hr. Kaplan Dr. Greven hielt einen Vortrag über Cäsarius von Heisterbach, den wir an anderer Stelle mitteilen. Der Vorsitzende Geh. Baurat Heimann betonte noch, daß der Zisterzienserorden außer seinen großen Verdiensten um die Ausbreitung der Kultur auch bedeutende Bauwerke geschaffen habe, wie die ehemaligen Abteien Heisterbach und Altenberg im Rheinlande. Weiter würdigte Redner die Verdienste des heimgegangenen Pfarrers Savels um die innere Wiederherstellung und Ausschmückung der St. Apostelnkirche und gedachte zweier im Felde gefallener Mitglieder, darunter des Beigeordneten Dr. Fink. Die Anwesenden ehrten das Gedächtnis der Toten durch Erheben von den Sitzen. Tauscht Euere Goldstüche bei der Reichsbank : der Post oder den Sparkassen gegen Papiergeld um.: Kölner Local-Anzeiger Nr. 58" Samstac 27. Febrisar 1915 Seite 3. A c Für sein geliebtes Vaterland opferte sein Herzblut unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Vetter, der Ersatz-Reservist Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nacht 12½ Uhr unsern guten Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn C 5 Kamn 9. Rezerve Infanterie Regimen: Nr. 65. 3. Rogap im blühenden Alter von 23 Jahren. Erst am 11. Februar zog er voll Begeisterung hinaus, um schon am 16 von einer Granate getroffen, den Heldentod in Feindesland zu sterben. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Dörr. Gastwirt Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, unsere geliebte gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Frau ** 574 slti HIISE :3 Säctiche.31 ekanntmachungen Die feierlichen Exequien finden statt Donnerstag, den 4. März, 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Peter. b8e7 Von Beileidsbesuchen bitte man abzusehen. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, Freitag. den 26. Februar, vormittags 10 Uhr, meinen innigstgeliebten Gatten, meinen lieben Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn gestärkt mit den Heilsmitteln der römisch-katholischen Kirche, im Alter von 75 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. Um stille Teilnahme bittet : i m N a m e n d e r H i n t e r b l i e b e n e n: Frau Anna Hollender geb. Metternich. Köln, Junkersdorf, Urbar a. Rh., Eusklrohen, den 26. Februar 1915. Die Beerdigung findet statt am Montag, den 1. März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbenause Streitzeuggasse 69 aus, nach Melaten. Die feierlichen Exequien werden gehalten am selber Tage, vormittags 9½ Uhr, in der Pfarrkirche St. Aposteln. Es wird gebeten, von Kondolenzbesuchen Abstand nehmen zu wollen. Sollte jemand aus Verschen eine besondere Einladung nicht erhalten haben, so wolle man dieses als solche ansehen. V2 nach längerem Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente im 68. Lebensjahre zu sich in ein besseres Jenseits zu nehmen. Die trauernden Hinterblisbenen: Hermann Halber, zurz. im Felde, Greichen Möltgen, geb. Halber, Wilhelm Halber, zurz. im Felde, Elise Carl, geb. Halber, Bernhard Halber, zurz. im Felde, Kath Harn, geb. Halber, Kath. Halber. geb. Niessen, Matth. Möltgen, zurz. im Felde, Gretchen Halber, geb. Niessen Joseph Carl, zurz. im Felde, Nella Halber, geb. Bauchmüller, Julius Harn, zurz. Im Felde. Widdersdorf, Köln, Köln-Ehrenfeld, Fischenich, Poulheim, den 27. Febr. 1915. Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 2. März, morgens 9 Uhr, in Widdersdorf; darauf folgend die feierlichen Exequien. Sollte jemand aus Versehen keine Einladung erhalten, so bitten wir diese als solche zu betrachten. 740 Schmitz Ke für geb. Blnkens ist 9 AE * Am 4. Februar starb den Heldentod für König u. Vaterland bei einem heftigen Sturmangriff b. Uffholz in den Vogesen unser innigstgeliebter Sohn, Bruder und Neffe Johann Neuhausen Einjähriger Lehrer im jugendlichen Alter von 20 Jahren. Um cin frommes Gebet für den lieben Verstorbenen bitten die tieftrauernden Hinterbliebenen. Eitorf, Hüchehoren, Kr. Berga. d. Erft, Köln-Ehrenfeld, LudwigsMetz. am Donnerstag, den 25 Februar, nach kurzer, mit christlicher Geduld ertragener Krankheit, vorbereitet durch die Heilsmittel der römisch-katholischen Kirche, im 61. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. * Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Sturm, z. Z. in Belgien, Tillmann Stuem Anna Sieburg geb. Sturm Margarete Hammermann geb. Sturm Gertrud Schimmels geb. Sturm Katharina Hoever geb. Sturm Gertrud Sturm geb. Auel Hedwig Stucm geb. Kummer Fritz Sieburg Paul Schimmelg Bernhard Hammermann Peter Hoever und 17 Enkol. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Montag, den 1. März, morgens 8 Uhr, in der Rektoratskirche St. Joseph zu Nippes. Die Beerdigung findet statt am selben Tage, nachmittags 2½ Uhr, vom Sterbehause Uerdingerstrasse 3 aus. Sollte jemand aus Versehen eine besondere Anzeige nicht erhalten haben, so bitten wir, dieses als solche zu betrachten.13 Sand und Kies. Der Bedarf an Sand u. Kies für die Straßendauten der Stadt Cöln im Rechnungsjahre 1915 soll, nach Bezirken getrennt, in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die Verdinghefte liegen im Zimmer 319, 3. Stock des Stadthauses an der Bürzenichstraße, während der Dienststunden zur Einsicht offen und können daselbst, soweit der Vorrat reicht, gegen porto= und bestellgeldfreie Einsendung von 1 M. bezogen werden. Nähere Auskunst erteilen die Bezirksbaudeamten. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Dienstag, den 9. März 1915, vorm. 11 Uhr, im Zimmer 333 des Stadthauses einzureichen. Die Oeffnung der eingegangenen Angebote findet am gleichen Lage, um 11¼ Uhr, in Gegenwart der erschienenen Anbieter in Zimmer 333 statt. Cöln, den 24 Febr. 1915. Tiefbauamt.7 #r Aus der Stiftung Neuhoff ist ein Aussteuerbetrag in Höhe von etwa 200 Mark für ein draves und fleißiges katho lisches Brautpaar zu vergeben. Bewerbungen mit Zeugnissen sind bis zum 20. März er., an Abteilung 3 der städtischen Verwaltung, Elogiusplatz 5, einzureich n. Cörn, den 24. Febr. 1915. Der Oberbürgermeister. J..: 1“ Dr. Löhe. Die von der Stadt zum Ver kauf gestellten Posten 1 sind geräumt. Cöln, 26. Februar 1915. Der Oberbürgermeister. I.: Adenauer. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen um 9 Uhr meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Schlosser Dieringhausen, heim statt. burg, Die kirchliche Feier flndet Mittwoch, den 3. März Das Jahrgedächtnis für Frau Gertrud Oebel geb. Thomm findet Montag, den 1. März, vormittags 9 Uhr, in der Pfarrkirche Herz-Jesu statt, wozu hiermit höflichst eingeladen wird. b7 in der St. Nikolauspfarrkirche zu Köln-Sülz. Strassenbahn-Linien 19 und 20. 6 Hierzu ladet freundlichst ein: lipphahn. astr. Spezialgeschäft für Fernspr. B 6351. Kleider, Blusen, Röcke, Häte und Schleier. Das Sechswochenamt für # Fräulein Anna Decker findet am Montag, 1. März cr. um ½9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Ursula statt, wozu freundlichst eingeladen wird. 7 B. Braun, I Grösste Auswahl . Biligste Presse. Peterstrasse 45 B 0 gegenüber dem Bürgerhospital nach längerem, schwerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente der röm.-katb. Kirche, im Alter von 48 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um ein frommes Gebet für den teuren Verstorbenen bittet Im Namen der tleftrauernden Hinterbliebenen: Nwe. Hub. Easer. Josephine geb. Küppers. Köln-Lindenthal, Köln, Ostheim, Kerpen, Hürth, Köln-Sülz, Barmen, Berlin, den 25. Febr. 1915. Die feierlichen Exegulen werden gehalten in der Pfarrkirche zu Köln-Lindenthal am Montag, den 1. März, vormittags 9 Uhr. Die Beerdigung findet statt am Montag, den 1. März, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause zu Köln-Lindenthal, Wittgensteinstrasse 9 aus. Sollte jemand aus Versehen eine besondere Einladung nicht erhalten haben, so bitte ich, dieses als solche zu betrachten. 41 Spezial-Abteilung für Trauer-Ausstattung. Schwarze garnierte Talllenkleider Jackenkleider, Blusen, Kostümröcke Hüte und Schleler. 7 Grosses Lager in schwarzen Kleiderstoffen. W. Krauss-Seidenfaden G. m. b. H. Köln, Marsplatz-9. Ecke Altermarkt Tel. A 16°6. Habe noch mehrere Waggon Kerzen abzugeben. Kerzenfabrik Pet. Pozem, Erier Telegr.=Adr. Wachspazem. gb Für Lederwertstätten. Stanzklötze aus Ropfholz sowie Schneidebretter vorrätig, f. Schneiderwertstätten Holzhandl. Jos. Kiegel, Kämmergasse 39. 0“ Mit wenigen Grosch ichen Fönnen Sie Ihre VermietungsAnzeigen auch Zehntausenden von Lesern des LA zur Kenntnis bringen, die Sie auf andere Weise nicht erreichen! igerung. In der Nachlaßsache der zu Cöln verstolbenen Rentnerin Frau Wwe. Lange sollen am Montag, den 1. März, evt. am folgenden Tage, vormittags 9 Uhr beginnend, in dem Hause Mohrenstratze Nr. 20 versteigert werden. Möbel aller Art. Betten, Schränke, Spiegel, Bilder, Teppiche, Fenstervorange, Kleidungsstücke, Goldsachen, Glasind Porzellansachen, Kronleuchter, Oefen, eine Büchersammlung usw. Der Verkauf findet bestimmt statt. 9 Nolte, Gerichtsvollzieher in Cöln. Haushälterin! Katholisches, älieres Mädchen vom Lande sucht Stelle als Haushälterin in frauenlosem Haus, auch sonst als Haushälterin, tüchtig im Haushalt. Off. u. 175 a. d. Gesch. d. Bl. auche für meine Tochter aus besserer Familie, welche Ost. a der Schule entlassen., mit guten Schulkenntnissen, Lehrstelle in Kurz=, Manufaktur= o. Konfektionsgeschäft. Offert. unt. F K 477 an die Hauptv. d. Bl. Kalk, Mülheimerstraße. Fräulein sucht Stelle bei kleiner ruh. Familie. Dasselbe ist in Rüche, Haushalt u. Nähen erfahren. Offert. unt. B 212 an die 2. Gesch. d..=A. Breitestr. 85.5 mädchen, das bis jetzt in geistlichem Hause tätig, sucht Stelle a. Haushälterin bei einzelnem Herrn Off. u. B 214 a. d. 2. Geschst. des Loc.=Anz., Breitestr. 85.„ Seite 4. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 58& Samstag, 27. Februar 1915 (A) Der Taa der Schulentlassung naht heran. Bei manchen Eltern ist der Irrtum verbreitet, daß ihre Söhne und Töchter, die sich dem kaufmännischen Berufe widmen, die Fortbildungsschule nicht zu besuchen brauchen, wenn sie eine Privat=Handelsschule besuchen. Es wird darauf hingewiesen, daß nur der Besuch der Mädchenhandelsschulen am Rotgerberbach und an der Niedrich= straße vom Besuche der Fortbildungsschule befreit. R Eine Konferenz für Geistliche und Laien, auch Frauen, findet auf Veranlassung des Kreuzbündnisses und des Priesterabstinentenbundes der Erzdiözese Köln am Montag, 1. März,.30 Uhr in der Kölner Bürgergesellschaft(Saal 28, Eingang Appellhofplatz) statt. In ernsten Beratungen soll die Frage erwogen werden, ob es denn nicht in der Kriegszeit gelingen sollte, der Nüchternheitsbewegung mehr als bisher Eingang in die Erzdiözese zu verschaffen. Vorträge werden gehalten von dem Generalsekretär des Kreuzbündnisses P. Syrina und Pfarrer Dr. Weertz. Zur Beteiligung an der Versammlung werden besonders diejenigen Damen und Herren eingeladen, die geneigt sind, in der Abstinenzbewegung mitzuarbeiten. A Kriegsvorträge. Seit Monaten ist der Weltkrieg für die Frauenseele ein Erlebnis von Gewalt und Tiefe. Wie die Seele der Frau den Krieg erlebt hat, wird Frl. Hedwig Dransfeld in dem Vortrag Krieg und Frauenseele behandeln. Er findet am Donnerstag, den 4. März, abends.30 Uhr im großen Gürzenichsaale statt.— Der Kampf des deutschen Volkes gegen den Aushungerungsplan, so lautet das Thema, für das die Nationale Frauengemeinschaft Köln die Vorsitzende des Bundes deutscher Frauenvereine, Frl. Dr. Gertrud Bäumer(Berlin=Grunewald), gewonnen hat. Der Vortrag findet statt Montag, 1. März, abends.30 Uhr im großen Saale der Lese, Langgasse 6. Zur Deckung der Unkosten werden 300 Karten zu M. 1 ausgegeben, im übrigen ist der Eintritt frei. N Religiöse Erziehung von Kindern aus Mischehen. Ueber die religiöse Erziehung von Kindern aus Mischehen war bisher nach einer Verfügung der hiesigen Kgl. Regierung von beiden Eltern eine schriftliche Erklärung vor dem Vorsteher der örtlichen Verwaltungsnelle(Standesamt) abzugeben, wenn das betreffende Kind in einer anderen Konfession als der des Vaters unterrichtet werden sollte. Infolge Einberufung zu den Fahnen können zahlreiche Väter dieser Bestimmung nicht nachkommen. Die Kgl. Regierung hat deshalb neuerdings entschieden, daß die Erklärung, die ein im Felde stehender Vater vor dem Gerichtsoffizier der Truppe über die religiöse Erziehung seiner Kinder abgibt, als gültig im Sinne ihrer Verfügung anzusehen ist. Wenn der Vater gefallen ist, so finden die Grundsätze Anwendung, die bezüglich seines Todes überhaupt maßgebend sind, d. h. die Erklärung des Vaters ist durch die Erklärung des Vormundschaftsgerichtes zu ersetzen. Und was endlich den Fall betrifft, daß der Vater in Gefangenschaft geraten ist oder vermißt wird, so ist einstweilen nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz zu verfahren, daß die Kinder in der Religion des Vaters zu unterrichten sind, es sei denn, daß die Eltern sich anders geeinigt hatten.„ (.A) Kasernenneubau in Köln-Mülheim. Die in den Jahren 1891 bis 1894 aufgeführten Kasernenneubauten in Mülheim bieten Raum für 10 Kompagnien. Da aber seit Anfang ein Regiment in Mülheim untergebracht wurde, anfangs die 65er und jetzt die 16er, so mußten zwei Kompagnien in den Forts liegen, und zwar in dem Fort zu Stammheim, an der Düsseldorferstraße und in dem an der Gladbacherstraße in Mülheim. Vor etwa zwei Jahren wurde dann eine Maschinengewehrabteilung hierher verlegt, für die eine Kaserne an der Talstraße, gegenüber den anderen Kasernenneubauten, aufgeführt wurde. Damals wurde schon für einen vorgesehenen Erweiterungsbau das notwendige Gelände mit erworben: Nunmehr hat man darauf mit dem Neubau der Gebäude für die zwei Kompagnien begonnen, die bis jetzt in den Forts untergebracht sind. Nach den ausgedehnten Fundamentierungsarbeiten zu schließen, scheinen die Anlagen recht umfangreich zu werden. Der Neubau sollte schon im kommenden Herbste bezogen werden, doch wird daraus infolge des Krieges nichts werden, sodaß man erst im Herbst 1916 davon reden kann. CA) Gefunden wurden vom 1. bis 12. Februar 1915 in den Straßenbahnwagen: Schirme, Stöcke, Handtäschchen, Handbeutel, Essenträger, Pakete mit Kleidungsstückeu, Schlüssel, Bücher, Hefte, Bilder, Schreibetui, Handschuhe, Spielzeug, Bindfaden, Taschenspiegel, Brille, Briefumschläge, Eisenplatte, Messer, Putzzeug, Musterbuch, Kneifer, Pelz, Gebetbücher, Geldscheine, Geldbörsen. Personalnachrichten. 0 Auszeichnungen. Aus Anlaß ihres Uebertritts in den Ruhestand ist verliehen worden: Dem Eisenbahnobersekretär Frz. Fey in Köln=Nippes der Rote Adlerorden 4. Klasse, dem Gütervorsteher August Delhaes in Köln der Kronenenorden 4. Klasse, dem Lokomotivführer Josef Färber in Köln=Nippes und Zugführer Karl Schonborn in Köln das Verdienstkreuz in Silber, dem Wagenmeister Josef Brüggemann in Köln=Mülheim, dem Werkführer Moritz Schilde in Köln=Nippes und dem Schreiner Heinrich Schümmer in Köln=Nippes das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens, dem Schreiner Friedr. Roßbach in Köln=Nippes das Allemeine Ehrenzeichen in Silber. Versetzt sind: Der Gütervorsteher Rinke von Eupen zum Liegenschaftsbureau in Köln, der Gütervorsteher Krahe von Neuß zur Eisenbahn=Hauptkasse in Köln, der Praktikant Braun Heinrich von Haßum zum Zentralbureau in Köln und der kommissarische Eisenbahnassistent Bruno Hermann von Deutzerfeld nach Düren. Ernannt sind: Der Maschinenaufseher Peter Kirchner in Köln zum Maschinisten. Schutz bei Erkältungen SowIe gegen die meisten ansteckenden Krankheiten bietet Formamint weil es die Ansteckungskeime(Bakterien) in Mund und Rachen vernichtet, so daß sie nicht ins Körperinnere gelangen können.— Mehr als 10000 Herzte haben seine vorbeugende Wirkung bestätigt.— Näheres über Wesen und Wirkung des Formamints enthält die für die Gesundheitspflege überaus wichtige Broschüre„Unsichtbare einde“, die bei Abforderung durch Postkarte von Bauer& Cie., Berlin 48 C 5, Friedrichstrasse 231, kostenlos versandt wird. Wer Formamint noch nicht kennt, verlange eine Gratisprobe. Formamint-Feldpostbrief-Packungen in allen Hpotheken und Drogerien. Kölner Local-Anzeiger 2 Köln, 27. Febr. 1915. -Bootsfahrt an den Feind. II. (Nachdruck verboten.) Die Matrosen verschwinden unter Deck. Auch die drei Männer auf der Brücke schlüpfen auf ein Weilchen in den Turm, den das Wasser des Außenhafens bespült. Der Kommandant läßt ein letztes Mal die Ente zur Probe tauchen, fühlt sie mit allen Maschinen in seiner Hand, steigt wieder empor und auf die Brücke. An größeren Kriegsfahrzeugen fliegt die Zigarre vorbei. Ernste Augen blicken von dort auf den kleinen grauen Bruder, der so brav und unverzagt, so flink und fröhlich feindwärts saust. Die Lippen auf den bestückten schwimmenden Bastionen murmeln gute Wünsche: Möge David den Goliath fällen! Hinter den schweren Geschützen riesiger Linienschiffe scheint's ein ungeheuer Wagnis, daß die Nußschale ihren Angriff vor des Feindes Meerestore tragen will. Aber der Wind, der mit dem Ahnen von Frühling und Sieg lau aus der Heimat weht, gibt dem kleinen grauen Bruder recht. Mitziehend trägt er Segen, Gruß und Liebe eines ganzen Volkes, aber auch seinen frohen unbeugsamen Willen zum Drauf und Dran, denn nach vorn und Nordwesten blähl er steif die Flagge wie in harter Angriffslust. f6 gn i Der Seegang nimmt zu. Schon rollend stampft U 47 zum Takt der Motoren am Feuerschiff vorbei. Sein Führer schwenkt die Mütze. Den letzten Gruß mit deutscher Heimat wechseln die beiden Offiziere auf der engen Brücke, blicken einmal noch zurück und dann stetig voraus. Ihre Augen begegneten sich dabei. Die Mienen sind hart, die Kinnladen kantig geworden. Aufpassen heißt's jetzt. Hinter jeder Welle mag der Tod oder die Gelegenheit, ihn dem Feind zu schicken, liegen. Es ist böses, böiges Wetter. Sie rüsten ihren Anzug für Sturm. Mag die Fahrt ohne Unterbrechung zwei oder drei Tage dauern, sie werden ohne Kleiderwechsel wie ohne Schlaf auf Posten bleiben oder gar sich ans Brückengeländer binden lassen, wenn Wehen oder Wogen sie in die Tiefe zu reißen drohen. Der Dienst der Führer der Waffe kennt keine Ablösung. Wenn der Hunger sich meldet und die Stunde der Mahlzeit schlägt, lassen sie sich gefüllte Teller auf die Brücke reichen und haben über ungesalzene Suppe selten zu klagen, weil die ewig verliebte, ewig auch hassende alte Sünderin Nordsee mit Spritzern die Speisen würzt. Der Kommandant versucht gerade beim Mahl den Teller wagerecht zu halten, als der das Doppelglas rings um den Horizont drehende Wachhabende backbord voraus eine Rauchfahne meldet. Der Teller fliegt aus der Hand. Ein Befehlswort des Kapitänleutnants läßt ein Glockensignal schrillen. Da rühren unten im Magen des Schiffes sich die geübten Hände der wohleinexerzierten Mannschaft in Hast aber auch in steter, sicherer Ruhe. Nie ruht das Auge des Führers auf seinen Leuten bei den schwierigen Hantierungen, die ihn um Erfolg wie Schiff bringen können. Tarum feiert auch auf der Nordsee Triumphe der alte preußische Drill und die lange treue Friedensarbeit unserer Offiziere. Sie erzog den tapferen deutschen Mann zu einem Soldaten, der fast führerlos an den Feind geschickt werden kann. Die Arbeit der Hände drunten läßt gurgelndes Meerwasser in die Ballasttanks rauschen. Die drei Männer auf der Brücke hasten in den Turm, der im Wasser versinkt und nur das Sehrohr über die Oberfläche reckt. Das Tiefensteuer läßt der Kommandant dabei spielen. Durch das Periskop blickt er zum Horizont, der mit engerem Kreis als vorher um sein Schiffchen auf den Wellen liegt. Darum heißt es warten auf den Dampfer, dem er sich nicht verraten will. Der Fremde könnte eine feindliche wie eine neutrale Flagge führen und in beiden Fällen vielleicht durch Funkspruch von der Begegnung mit einem deutschen=Boot erzählen. Das würde Schiffe feindlicher Nationen zum Abdrehen und Flüchten veranlassen. Im Warten öffnet der Kommandant den Stahldeckel vor einem Turmfenster. Wie lichter Smaragd glänzt die dicke Scheibe. Grünlichblau wie der Wunderschleier in Märchenhallen dringt in die Zentrale ein Licht wie es manche Tropfsteinhöhle erhellt. In Gottes Aquarium blickt das Auge durchs Fenster. Runde Quallen, die einen tellerflach, die anderen wie zu einem Fingerhut gebogen, schleppen lange Fäden auf und nieder. Fische klein und groß, schlank und plump streichen vorbei, flitzen mit flinker Wendung erschrocken seitwärts oder starren dumm und frech mit offenem erstauntem Maul aus großen Augen ins Fenster des unter Wasser langsam ohne Schaukeln fahrenden Schifschens. Luftperlen rieseln aus ihren breiten oder spitzen Schnauzen, kriechen hurtig über den Rückenkamm zu den Schwanzflossen, lösen sich und schießen pfeilgeschwind nach oben. Der Kapitänleutnant läßt den Stahldeckel wieder vor die Scheibe schwingen. Das Leben in der Tiefe dünkt ihm garnicht übel. In die Gruft alles Seemännischen und eine Schlosserwerkstatt glaubte er sich geschickt, als er vom Torpedoboot zur Führung eines der ältesten grauen Schiffchen berufen wurde. Beim ersten Tauchen schien das vorgeschriebene Luftschlucken und das Sausen der Ohren unter Atmosphärendruck kein Vergnügen. Aber in der feierlichen Stille des Kirchhofsschweigens der Tiefe, die kein Wogen oder Toben des Meeres spürt, überkam ihm ein wohliges Gefühl der Sicherheit. Wie in eine Wiege lernte er sich zum Schlummer mit dem Boot an des Meeres sandigen Busen schmiegen. Und nun zeigte der Krieg das Boot nicht als die Gruft des Seemanns, nein als Seemanns Meisterstück! Die Kameraden auf den größeren Brüdern sehnten sich in die schlanken Zigarren. Sogar ein Kapitän zur See, der bald Admiral sein dürfte, spielte neulich mit dem Gedanken, sich um das Kommando eines kleinen Grauen zu bewerben. Begreiflich! Im Frieden mochte es schöner scheinen, beim Licht der Sonne im Kampf mit jedes Tages ewigem Feind, der See, Nerven und Muskeln zu stählen. Aber der Krieg läßt das=Boot auch im Ringen mit fünffacher Uebermacht die alte Nordsee dort befahren, wo sie vor des Gegners weißen Kreidefelsen das grüne Blatt des Lorbeers oder— kein schlechter Soldatenschmuck— die Immortellen für gefallene Helden trägt! „Der Dampfer, Herr Kapitänleutnant“, meldet der Wachhabende und fügte hinzu:„ein Holländer“. Der Kommandant späht durch das Sehrohr. Funken kann der Fremde nicht und ist nach dem Festland unterwegs. Also mag U 47 auftauthen. Vergrößert doch die hohe Ueberwassergeschwindigkeit den Aktionsradius. Das Tauchen aber verlangsamt die Fahrt und verbraucht elektrische Kraft. Sie dient dem Kampf. Darum knausern unsere-Bootskommandanten wie Geizhälse mit ihr. Sie und ihre Leute frieren und darben, damit sie zu unserem Nutzen Schaden und Tod in den Feind tragen können. Für Wochen sind die Boote in grimmiger Winterkälte unterwegs gewesen. Ihre elektrisch gespeisten Oefen wurden fast niemals gewärmt. In kalten feuchten Stahlkammern wacht und schläft die Besatzung, um elektrische Kraft für den Kampfzweck zu sparen. Die Glieder sind steif und die Zähne klappern, aber über des Kadavers Behagen muß ein Höheres, muß Deutschland über alles gehen. Oft essen dann die Frierenden kalt, damit der winzige Herd keine Elektrizität verzehrt. Von Leib und Mund sparen sie sich so die Kraft, die uns Sicherheit und Erfolge bringt, die vielleicht wieder die Hochstraßen des Meeres öffnet und dann unseren Magen füllt. Daran sollten denken die Toren und Närrinnen, die des Bäckers Laden um Kuchen stürmen! Zweieinhalb Tage und zwei Nächte dauert jetzt die Fahrt. Eine treibende Mine wird erspäht und zu Nutzen friedfertiger Schiffahrt durch das Feuer aus Maschinengewehren zum Explodieren gebracht. Dann wird es wieder Abend und auch der Kommandant müde. Die Ballasttanks füllend, legt er sich in seine sandige Wiege, um auszuschlafen. Auch die Mannschaft hat es nach hartem Dienst nötig, obwohl darauf gehalten wurde, daß die wachfreie Hälfte sich stets zum Schlummern in die Kojen legte. Ein schlafender Mensch verbraucht vom kostbaren Sauerstoff weniger als ein wachender. Darum muß der deutsche Matrose fürs Vaterland nicht nur zu kämpfen und nach der in Eisenbahnwagen angehefteten Vorschrift von Linienkommandanturen zu schweigen, sondern auch — zu pennen verstehen. Doch das Verlangen nach Anregung und Zerstreuung heischt für ein halbes Stündchen sein Recht. Das Grammophon knarrt, und vielleicht macht die Bordkapelle Musik. An Instrumenten gibt es allerhand, denn zwischen Matrosenlippen wird ein alter Haarkamm und ein Blatt Klosetpapier zur leidlichen Mundharmonika. Daß auch sonst der fröhliche Humor der Mannschaft nicht versagt, sehen wir am nächsten Morgen. Nachdem der Kommandant durch das Sehrohr vorsichtig nach verdächtigen Fahrzeugen ausspähte, läßt er die Ballasttanks auspumpen und U 47 auftauchen. Die See ist glatt, als der Rudergänger den Deckel vom Turmluk öffnet. Mit den Beinen bammelnd setzt sich der Kommandant auf den Rand des Turmes und trinkt behaglich in tiefen Zügen trüben Kaffee und klare Gottesluft. Immer noch ist nichts zu sehen, und auch die Besatzung darf Besseres als den Geruch von Maschinenöl atmen. Die Leute kommen an Deck. Ein Matrose trägt einen ungemein sauber und sorgsam in Oelpapier verpackten Kasten. Vielleicht ist es eine Liebesgabe, die nicht zu oft auf=Boote gelangt und darum des Kommandanten Interesse weckt. Da... ist der Kerl toll geworden? Er will das Paket über Bord werfen. „Schulze, her mit dem Kasten!" Von Ohr zu Ohr grinsend kommt der Matrose. „Was ist darin, Schulze?“ „Die alten Knochen vom gestrigen Fleisch, Herr Kapitänleutnant!“ Und der Kommandant liest die Aufschrift: Seinet Exzellenz dem Herrn Minister Grey in London. Die Adresse zeigt wie gesund unser Mann vor dem Mast zu denken versteht. Sein Grimm gilt nicht dem Schwätzer Churchill, dessen Wortfechtereien Deutsche mit Achselzucken abtun können, sondern dem heuchlerischen Meister britischer Intrigue. Ein neuer Tag des Spähens, Lauerns und Versteckens beginnt mit der Weiterfahrt. Er wird lang, denn vom klaren Himmel scheint abends der Mond. Darum kommt vielleicht Gelegenheit, es U 24 nachzutun. Das Boot fuhr um Silvester der Heimat fern. Vor einer Stunde und 40 Minuten hatte das neue Kriegsjahr begonnen, als Kapitänleutnant S. über silberhellen Wellen einen fernen Schatten sah. Er wußte nicht, daß vor einer Stunde und 40 Minuten drei Kameraden ihre Gläser hebend ihm ein englisches Kriegsschiff„gewünscht“ hatten. So lange brauchte der Wunsch, um über die Nordsee zu fliegen. Dann ward aus dem Schatten auf silberhellen Wogen die Formidable. Die Glocken schrillten ihr Alarmsignal. Unten traten alle Leute der Besatzung auf ihre Posten.„Fertig zum Schuß", befahl der Kommandant und zielte. Ohne Atem hörte auf das Kommando„Los!" die Besatzung das Torpedo aus dem Rohr rauschen. Lautlose Lippen zählten, ohne sich zu bewegen in Spannung, bis die Laufzeit des Geschosses verstrichen war. Einen dumpfen Knall trug das Wasser laut und vernehmlich durch die Stahlwände. Der Brite war getroffen. Ein Hurra löste die zusammengepreßten Lippen und„Es braust ein Ruf wie Donnerhall“ knarrte jubelnd das Grammophon. So schickte U 24 Britannien den Neujahrsgruß der deutschen Flotte. Wenn U 47 Aehnliches leistet, werden den Erfolg nur die drei Männer in der Zentrale schauen. Die junge Waffe kämpft ohne zu sehen. Der heutige Kommandant von U... entließ einst einen tüchtigen Matrosen zur Reserve und fragte, ob er einen Wunsch für die letzte Tagesfahrt habe.„Jawohl, Herr Kapitänleutnant, ich möchte vor dem Ausscheiden ein einziges Mal aus dem Boot die Oberfläche des Wassers durch das Sehrohr gesehen haben.“ Dem Führer kam zum Bewußtsein, wie die Leute ihren Dienst versehen. Sein Erlebnis sprach sich unter den Offizieren der Waffe herum und sie rufen nun ihre Untergebenen aus Sehrohr oder lassen sie, wenn es möglich, auch das Sinken eines getroffenen Fahrzeuges schauen. Dabei hob ein am Bug verwundeter britischer Frachtdampfer im Ersaufen neulich das Heck. Senkrecht wollte er in die Tiefe schießen, aber zauderte noch.„Ach Jotte doch, Herr Kapitänleutnant,“ bat ein Matrose,„wollen wir ihm nicht hinten rauf auch noch einen jeben!“ Die blinde Waffe könnten wir die neueste nennen. Ihre Männer sehen weder den Tod, den sie tragen, noch das Verderben, das ihnen droht. Doch der Führer auf der engen, von Wogen überspülten Brücke muß mit den Nerven die Augen des Jägers haben. Er sieht für dreißig und wagt, gewinnt oder verspielt für sie. Der Kampf der Waffe ist lauernd. Gottesluft und Sonnenlicht scheint sie zu scheuen, wenn sie den Gegner aus dem Versteck beschleicht. Aber nur heimlich, nicht heimtückisch ist ihr Kampf, weil er den vollen Einsatz des Lebens von Schiff und Besatzung heischt. 5 — I - Ziehung bestimmt., 4. u. 5. März Kölner Lotterie 5928 Gewinne und 1 Prämie 1 im Ge-D S Porto und Liste nnig extra. 1086 1 MI. schied. Tansend, 10 M. 30 PH Amtenbrink Schildergasse 30, gegenüber St. Agatha. Kölner Local-Anzeiger Nr. 58&a Samstag. 27. Februar 1915 Seite 5. Regelung des Verkehrs mit Hafer. Nachdem festgestellt ist, daß im hiesigen Stadtbezirke eine große Anzahl der Halter von Pferden nicht im Besitze der zur Fr#tterung ihrer Pferde zugelassenen Mindestmenge Hafer ist, wird hierdurch auf Grund§ 8 Absatz 3 und§ 9 der Bundesrais=Verordnung vom 13. 2. 15 angeordnet, daß das Eigentum an den zur Deckung dieses Bedarss benötigten Mengen Haser, soweit sie sich im hiesigen Stadbezirke befinden, auf die Stadt Cöln übergeht. Nach§ 8 der erwähnten Bundesrats=Verorduung sind von der Enteignung ausgenommen: a) für jeden Einhu er 300 kg, soweit sie sich im Besitze des Halters von pferden und anderen Einhusern definden; dabei sind die Mengen anzurechnen, werche nach dem Maßstab des§ 4 Absatz 3a seit der Beschlagnahme(16. Februar) verfüttert sind.(Bis zum 28. Februar## Pfund, vom 1. März ab 3 Pfund täglich für jedes Pferd) b) das zur Frühjahrskestellung erforderliche Saatgut, welches sich im Besitze der Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe befindet, nach dem Maßstab von§ 4 Absatz 35(3 Zentner auf das Hek ar.) c) Saathaser, der nachweislich aus landwirtschaftlichen Betrieben stammt, die sich in den leuten zwei Jahren mit dem Verkaufe von Saathafer befaßt haben. Die Stadt hat zu ihren Kommissionären bestellt: a) die Landwirtschaftliche Bezugs= und Absatz=Genossenschaft zu Cöln=Longerich. b) die Landwirtschaftliche Bezugs= und Absatz=Genossenschaft zu Cöln=Bocklemünd, c) die Firma Gebr. Niesen, Cöln, d) Herrn Christian Hülzer, Cöln=Lindenthal, e) Herrn Wilhelm Sieger, Cöln=Kalk, 1) Frma Jos. Blum, Cöln=Mülheim. Diese Kommissionäre werden die enteignungsfähigen Hafermengen gegen Zahlung des gesetzlichen Höchstpreises bei den Besitzern abnehmen und bei sich auf Lager nehmen; die Besitzer sind verpflichtet, sie bis dahin aufzubewahren und pfleglich zu behandeln. Für den durch§ 23 der erwähnten Bundesrats=Verordnung vorgesehenen Ausgleich zwisch den einzelnen Pferdehaltern wird folgendes Verfahren vorge Grieben: Der Kleinverkauf an die Pferdehalter wird allen hier oltsansässigen zuverlässigen Fouragehändlern und den landwirtschaftlichen Genossenschaften übertraen. Jeder Pferdehalter bestellt bis zum 8. und 23. jedes Monats mittels Formular (Karte) bei einem beliebigen Fouragehändler seinen Haferbedarf für den nächsten halben Monat. Es darf jedesmal nur die gesetzlich zugelassene Futtermenge bestellt werden; die Zahl der vorhandenen Pferde ist hierbei mit anzugeben. Händler und Genossenschaften tragen die bei ihnen eingegangenen Bestellungen in eine Liste ein und reichen diese nebst den Bestellkarten bis zum 10. und 25. jeden Monats in zwei Ausfertigungen der städtischen Abteilung für Futtermittel, Rathaus, Zimmer Nr. 41 ein. Dort wird die zulässige Abgabemenge festgestellt und in die Liste eingetragen, diese dann den Fouragehändlern mit Anweisung, bei welchem Lagerhalter der Haser zu entnehmen ist, zurückgegeben. Die Händler und Genossenschaften müssen den Hafer beim Lagerhalter abholen und für Zustellung an die Kundschaft sorgen. Sie haben bei der Abnahme 28,30 M. für 100 Kilogramm an den Lagerhalter bar zu zahlen und den Haser zu 29,80 M. für 100 Kilogramm, leihweise Sackgestellung einbegriffen, an die Verbraucher abzugeben. Diese Preise gelten vom 1. März ab; ihre jederzeitige Aenderung wird vorbehalten. Kreditgewährung geschieht auf alleinige Gefahr des Kreditgebers. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften und unrichtige Angaben bei den Bestellungen werden nach den Bestimmungen der Bundesrats=Verordnungen vom 2. und 13. Februar 1915 bestraft. Die Formulare zu Bestellkarten und Listen können bei der städtischen Abteilung für Futtermittel entnommen werden. Cöln, den 25. Februar 1915. Der Oberbürgermeister % Wallraf. Bekanntmachung. Die Zwischenscheine zu den 5% bungen des Deutschen Reichs von 1914 (Kriegsanleihe)— unkündbar bis 1. Oktober 1924 — können vom I. März d. J. ab in die endgültigen Stücke mit Zinsscheinen umgetauscht werden. Der Umtausch findet bei der„Umtauschstelle für die Kriegsanleihen“, Berlin W 3, Behrenstraße 22, statt. Außerdem übernehmen sämtliche Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung bis zum 22. d. J. die kostenfreie Vermittlung des Umtausches. Die Zwischenscheine sind mit Verzeichnissen, in die sie nach den Beträgen und innerhalb dieser nach der Nummernfolge geordnet einzutragen sind, während der Vormittagsdienststunden bei den genannten Stellen einzureichen; Formulare zu den Verzeichnissen können dort in Empfang genommen werden. Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine oben rechts neben der Stücknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen. Der Umtausch der Zwischenscheine zu den 5% Reichsschatzanweisungen von 1914(Kriegsanleihe) findet gemäß unserer Ende Januar veröffentlichten Bekanntmachung bereits seit dem 1. Februar d. J. bei der„Umtauschstelle für die kriegsanleihen“, Berlin WS, Behrenstr. 22, sowie bei sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung— bei letzteren jedoch nur noch bis zum 25. Mai— statt. Berlin, im Februar 1915. Verband kaufmännischer Gehülkinnen und Beamtinnen e. V. zu Köln Georgstrasse 7, früheres Reichsbankgebäude Fernsprecher A. 3816. Postacheckkonto Cöln 8683. Zweck des Verbandes: Erhaltung des religiösen Einnes, moralischer Schutz, geistige und berufliche Fortbildung wirtschaftliche Hebung, Pflege edler Geselligkeit. Mitgliedsbeitrag 5,00 M. pro Kalenderjahr. Reichsbank=Direktorium Die Stellenvermittelung Ist in der Lage, passende Stellungen in allen Geschäftszweigen nachzuweisen, persönliche Meldung empfehlenswert. Geschäftsstunden: 1210—½2 Uhr,—5 Uhr. Stellenvermittelung für Prinzipale und Verbandsmitglieder kostenfrei. Die Krankenkasse des Verbandes kathol. Gehülhnnen gewährt den Mitgliedern weitgehende Vorteile und befreit dieselben von dem Zwange, der Ortskrankenkasse beizutreten. Eintritt kann jederzeit erfolgen. 9. S Spirituosen für Feldpostversand gute, preiswerte Sorten, zuverlässig verpackt Jacoh Auer Söhna Bauritiussteinwag 54 Stollwerckhalle 2 Fernr. abenstein. v. Grimm. *7 Infolge des Krieges leiden alle Missionen Not. 7000 Franziskuskalender liegen infolgedessen noch unverkauft da. Wer ein Missionsalmosen von 50 Pf. sendet (auch in Briefmarken) an P. Redakteur des Franziskuskalenders Altötting(Bayern), erweist der südamerikanischen Indianer= mission der bayerischen Kapuziner eine große Wohltat und erhält dafür den Kalender für d. J. 1915 zugesandt. 28 verkaufe ich in sehr grosser Auswahl Die Spar- u. Parlehnskasse des Landkreises Cöln in Cöln. St. Apernstraße 19 is Zeichnungsstelle für die 2. Kriegsanleihe 5% Deutsche Reichsanleihe 5% Deutsche Reichsschatzanweisungen und nimmt Zeichnungen von Samstag, den 27. Februar dis zum Freitag, den 19. März d. Is., mittags 1 Uhr von jedermann entgegen. Unter der Voraussetzung, daß die Zeichnungen bei ihr erfolgen, gibt die Sparkasse die gegen satzungsmäßige Kündigungsfristen hinterlegten Spargelder dis zum Zeichnungsbetrage von Mk. 6600 vom ersten von der Reichsdank festgesetzten Zahlungstage an frei, höhere Summen zu den von der Reichsbank festgesetzten 5 Zahlungstagen und Raten. Die gegen feste Kündigungen hinterlegten Spargelder werden nach besonderer Vereinbarung für Zeichnungen freigegeben. Die zugeteillen Stücke an Reichsschatzanweisungen sowohl wie an Reichsanleihe werden auf Antrag der Zeichner von der Sparkasse bis zum 1. April 1916 vollständig kostenfrei aufbewahrt und verwaltet. Cöln, den 26. Februar 1915. 0B Der Sparkassen=Vorstand. Haansn-n zu jedem nur annehmbaren Preise. 13 Falkenstein, Domstr Verlag und Druck von J. P. Bachem. Verantwortlicher Redakteur: i. V. Heinr. Müller. Verantwortlich für Anzeigenund Reklamenteil: Bonifaz Gutberlet. Alle in Köln. Koks Briketts Diebe-ann undui Geten kauft man Spezialhaus Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preussischen Renten-Versicherungs-Anstalt Sofort beginnende gleichbleibende Rente für Männer: b. Eintrittsalter(bauren 50 55 60 65 □70 □75 jährlicht oder Einlage: 7,248.244.612 11.496 14,196 18.120 Bei längerem Aufschub der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. Für Frauen gelten besondere Tarife Aktiva Ende 1913: 124 Millionen Mark. Prospekte und sonstige Auskunft durch: Albert Meynen in Köln Antwerpenerstrasse 3. dgostbief ein kleines Buch heilegen. Unsere Soldaten lechzen nach Losestoff. teure Zeit!“ zwingt jeden zum Sparen. Wenn Sie sparen wollen, so sparen Sie am rechten Fleck. Wir bieten Ihnen Gelegenheit bei Anschaffung von dazu.— Herren-Anzüge 14, 16. 22.4 an. Paleiots u. Uister 14, 16, 22.nn. 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Kass. im Annoh. Sonntag, 7. März, abds. 6 Uhr, Wicht. Frauenverslg. im Lok. Schüller, Chlodwigpl. Näh. wird noch mitgeteilt. Köln=Nippes. Abds. 6 Uhr Frauenverslg. im St. Josephstift. Thema: Volksernährung im Kriege. Rezitat., Lieder, Verlosung einer Kochkiste(Los 10). Mittwoch, abds..30 Uhr, Vertrauensmännersitzung. Köln=Humboldtkolonie. Abds. 7 Uhr bei Bleimann, Oden waldstr., Versammlung, besonders für Frauen. für katholische Sonntag, den 28. Fedruar. St. Stanislaus=Kongregation. 7 Uhr Kriegs=Komm. in Minoriten. 5 Uhr Andacht in St. Alban, hiernach Verslg. “ i m P f a r r s a a l v o n K a p i t o l. D i e n s t a g: A e l t. A d t. F r e i t a g: Konferenzvortrag in St. Aposteln. Aloys. Bündnis St. Gereon. Abds. Punkt.30 Uhr Verslg. Musik=, Gesangvortr., sowie sonst kleinere Vorträge von Gedichten usw. Am Montag, abds..30 Uhr, bei Langen Bezirksordnerverslg. Verteilung der Wacht. Hermann=Joseph=Bündnis(Herz=Jesupfarre.) Abds..15 Uhr weltl. Verslg. Montag,.15—9 Uhr Bücherausgabe, 9 Uhr Gesangpr. Mittwoch: Turnen. Donnerstag. 9 Uhr, Vortragsabend für ältere Abteilung. Kathol. Jünglings=Kongregation St. Paul. 8 Uhr freiwill, h. Komm., 12 Uhr Bücherausg.. Entgegennahme v. Beträgen der Fußballsp.,.30 Uhr Meisterschaftssp. 1. M. geg. Nippes St. Joseph l in., 3 M. gegen Zollstock II in., 2. M. gegen Höhenberg II in Poll. 8 Uhr bei Schüller, Chlodwigpl. 18. festl. Verabschied. des Jahrg. 1912 für K. J. V. mit Aufführ. des patr. Schauspiels Deutschland über alles. Donnerstag,.45 Uhr, Relig. Abend im Heim. Freitag. Punkt.30 Uhr, Monatsverslg. der Spiel= u. SportAbteilung im Heim. St. Bruno=Verein an St. Kunibert. 7 Uhr Verslg. Montag..30 Uhr, Turnen u. Stenogr. Mittwoch,.30 Uhr, Stenogr. Donnerstag,.30 Uhr, ält. Abt. Samstag, 8 Uhr Orchesterprobe. Jünglings=Kongregstion St. Michael. Tagestour; die Teiln. besuchen punktl. die h. Messe 6 Uhr in St. Michael. Montag,.30 Uhr, Bezirksvorstehersitzung Venioerstr. 31. Dienstag,.30 Uhr, Turnen. Kath. Jünglingsverein Köln=Nippes.—7 Uhr Verslg. mit Vortr., Theater. Nächsten Sonntag, 11 Uhr, h. Messe für unser verst. Mitgl. Blachmann. Marian. Jünglings=Kongregation St. Joseph, KölnNippes. Abds. 6 Uhr Verslg. im Marienstift. Mittwoch, abds..30 Uhr, Gesangpr. im Marienstift. Samstag, abds. .30 Uhr, Theaterprobe ebenda. Marian. Jünglingskongregation an St. Joseph, KölnEhrenfeld. 7 Uhr gemeinsch. h. Komm., 12—1 Uhr Bibl. u. Spark., 3 Uhr Andacht mit Anspr. in d. Kapelle, 5 Versammlung mit Vorir. im Gesellenh. Dienstag,.30 Uhr, Bezirksvorstehersitz.(Abrechnung) beim Präses. Mittwoch, —10 Uhr, Turnen. Donnerstag, 9 Uhr, Kegelabend d. ält. Abteil. im Gesellenhause. Jünglings=Kongregation St. Peter, Köln=Ehrenfeld. 2 Uhr Verslg. der Wanderabt. mit Vortr über die Eifel bei Buschwald,—7 Uhr Spiel= u. Lesenachmittag. Mittwoch, ¼9 Uhr, Stenographie. 6— Kemner Lecal-Anzeiger Nr. 58≈ Samstag, 27. Februar 1915 0 Beisetzung des Pfarrers Mgr. Jakob van Gils. Trauerwimpel und Fahnen au Halbmast, sowie die mit schwarzem Flor umhüllten Straßenlaternen in Lindenthal gaben dem heutigen Tage das äußere Gepräge, an dem der päpstliche Geheimkämmerer Msar. Pfarrer van Gils zur letzten Ruhe bestattet wurde. Eine ergreifend wirkungsvolle Trauerausstattung hatte das Innere der Pfarrkirche erhalten. Die ganze Chorrundung war tiefschwarz mit besonderem Hintergrund für das große Altarkrenz gehalten. Die große Krone in der Vierung war bis in das kleinste schwarz zergliedert und machte mit den großen Kronenfloren, die vom Gewölbe der Kirche in großer Zahl niedergingen, einen tiefernsten Gegen.15 Uhr, vormittags wurde unter dem Geleite der Geistlichkeit die Leiche aus dem Pfarrhause, in dem seit dem Todestage ihres Pfarrers die Gemeindeangehörigen in großer Zahl zu einem Gebete für seine Seelenruhe erschienen waren, in die Pfarrkirche übertragen und vor dem Hochaltar aufgebahrt. Die weiten Hallen der Kirche waren bis zum letzten Platze gefüllt; weißgekleidete Mädchen mit Trauerschleifen und Palmen knieten zu beiden Seiten des Sarges. Die Fahnenabordnungen kirchlicher und weltlicher Vereine von Lindenthal und Braunsfeld, sowie der katholischen Studentenverbindung„Ripuaria“ aus Bonn hatten vor dem Chor Aufstellung genommen. Nach den Laudes begannen die feierlichen Exequien, die Dechant Pfarrer Maybaum von Köln=Bayenthal unter Assistenz des Definitors Pfarrers Becker von Sülz hielt. Nach dem Evangelium richtete der Zelebrank eine Trauerpredigt an die Gemeinde, in der er des Entschlafenen als würdigen Priesters und eifrigen Seelenhirten gedachte. Bis zum Ende seines Lebens sei der Verstorbene dem von ihm gegründeten Asyl für arme Mädchen an St. Gereon ein fürsorglicher Vater geblieben und habe viele Arbeit und Mühe aufgewandt, um diesen Kindern eine christliche Erziehung zu vermitteln. Mit Gewissenhaftigkeit und Freudigkeit habe der Dahingegangene die schweren Pflichten seines mtes erfüllt und besondere Sorgfalt der Erziehung der christlichen Jugend gewidmet, ferner als Bezirkspräses sich um die Plüte der Cäcilienchöre des Dekanats große Verdienste erworben. Für die Ausbreitung des Evangeliums in den heidnischen Ländeein und für die Unterstützung des Bonifatiusvereins in der Dias##ora war er unermüdlich tätig, wie er auch den Armen und Notla denden seiner Pfarre ein steter Wohltäter war. Ein Gebet für dis Seelenruhe des Verstorbenen schloß sich an die Predigt. Nach der Exequien, denen Ehrendomherr Stadtdechant Tils und Domkapizular Msr. Cohen, sowie viele Pfarrer aus den Kölner Dekanaten beiwohnten, nahm Dechant Maybaum die feierliche Absolutio ad tumbam vor. Um 11 Uhr setzte sich von der Psarrtirche aus der große Leichenzug nach Melaten in Bewegung. An der Spitze schritten hinter den. Kreuz die Mädchen des Asyls von St. Gereon mit den Vinzentinerinnen, dann folgten die Schulen von Lindenthal, Kriel uno Vraunsfeld, sowie eine Schulabordnung des Lindenthaler Realgymnasiums, alle mit Kranzspenden, die auch von den Vereinsabordnungen mitgeführt wuren, die sich in großer Zahl anschlossen; Jungfrauenkongregation und Mütterverein von Köln=Lindenthal, die Augustinerinnen aus der Lindenburg und dem Annakloster, ferner die Fahnenabordnunget der Studentenverbindung Ripuaria (Bonn), der katholische Geselllenverein, der katholische Handwerkerund Arbeiterverein, der katholische Jünglingsverein, der Männergesangverein Germania, der Männerchor und der Veterauenverein, alle von Lindenthal, ferner der Arbeiterverein, der Jünglingsverein, der Kirchenchor, der Kriegerverein und der Gesangverein Concordia von Braunsfeld. Vor der Geistlichkeit im Rochett schritt der Kirchenchor von Lmdentbal, der auf dem Wege vierstimmig das Miserere sang. Unter den zahlreichen Leidtragenden, die dem Leichenwagen folgten, befanden sich mit vielen Geistlichen die Stadtverordneten Justizrat Krings und Bank, die Mitglieder des Lindenthaler Pfarrvereins ind Voltsvereins für das katholische Deutschland, Vertreter der Lindenthaler Orchestergesellschaft und der Kölner Bürgergesellschaft sowie Pfacrangehörige aus allen Ständen und Klassen. Am Grabe zu Melaten sang der Kirchenchor 0 bone Jecu von Palästrina und Justorum animae von.kes. Die Mädchen aus dem Gereonsasyl fangen ihrem unvergeßlichen Wohltäter als letzten Abschiedsgruß: Herr, nimm diese Seele. () Der Hr. Kardinal von Hartmann erteilte heute vormittag in der Maria=Himmelfahrtskirche an eine Anzahl Kleriker die h. Weihen. Die Auszahlung der Familienunterstützungen für den Bezirk der Verwaltungsstelle Köln II findet nicht mehr in der Gaffel, Eigelstein 41, sondern in der Turnhalle der Volksschule Machabäerstraße 7, statt. Die nächste Zahlung ist am 1. und 2. März. (. In den Räumen des Kölnischen Kunstvereins sind augenblicklich von dem schwedischen Bildhauer Elmouist modellierte und selbst gegossene Bronzen ausgestellt, die sich durch hervorragende Technik und Patinierung auszeichnen. Es sind vorzugsweise Vasen mit zart modelliertem Blätter= und Tierdekor. in seinster Beobachtung und Durchführung naturalistischer Einzel(A) Rrieg und Frauenseele. Seit Monaten ist der Weltkrieg für die Frauenseele ein Erlebnis von Gewalt und Tiefe. Alles Leiche ist in uns erschüttert worden. Das Tapfere wuchs sich aus zu Heldenmut und unvermeidlicher Arbeit. Das menschlich Gemeinsame nard uns nie deutlicher als in den Stunden, wo alle Frauen im irgend ein Leben bangten. Wie die Seele der Frau den Krieg #rlebt hat, wird Frl. Hedwig Dransfeld in dem zeitgemäßen Fortrag Krieg und Frauenscele behandeln. Er findet Donnerstag, bends.30 Uhr, im großen Gürzenichsaal statt.(Siehe Anzeige.) die Nationale Frauengemeinschaft lädt alle Frauen und Männer kölns zu diesem Vortrage ein. .4) Gefangenentransporte. Gestern nachmittag nach 2 Uhr ar ein Sonderzug auf dem Hauptbahnhof ein, der 200 gefangene issen von Meschere nach hier brachte. Diese sind nach kurzem Alufenthalt mittels Sonderzuges nach Dillingen(Saar) weiterefördert worden. Am heutigen Vormittag sind über 30 kriegsfangene Franzosen und Engländer sowie zivilgefangene Belgier nach hier gebracht worden, die mit anschließendem Zuge nach Celle beiter abgeschoben wurden. C0 Holizeistunde und Wirtestand. Syndikus Dr. Klemme #n in der letzten Sitzung der Handelskammer Köln Kenntnis von ingaben der Wirteinnung und des Verbandes der rheinischen Liörfabrikanten, worin diese mitteilen, daß der kommandiecrende General des VllI. Armeekorps beabsichtige, durch eine neue Verordnung für den Bereich dieses Korps eine weitere Einschränkung der Polizeistunde und damit des Branntweinverkaufs herbeizuführen. Die genannten Korporationen bitten die Handelskammer, dahin zu wirken, daß zu den Vorberatungen doch auch Vertreter derselben zugezogen werden möchten, damit die Verordnungen sachgemäß behandelt und jede Willkür ausgeschlossen werde. Die Kammer wird das Generalkommando in diesem Sinne bitten, die Angelegenheit einheitlich zu regeln. 4A Ein weiteres Kapellenauto ist morgen, Sonntag, in der Kölner Vertretung der Adlerwerke, Adler=Automobil=Verkaufsgesellschaft Voigt& Bleißem, Venloerstraße 23, zur Besichtigung ausgestellt. Der Wagen ist mit einem 13•48 PS Adlermotor ausgestattet. Er kommt zu unseren braven Truppen nach Rußland und ist zu diesem Zwecke anders ausgestattet worden wie die ersten Kapellenwagen; doch ist der Charakter eines Kapellenwagens vollständig erhalten geblieben. □ Fortbildungsschulpflicht für gelernte Arbeiterinnen. Wie in der gestrigen Sitzung der Kölner Handelskammer mitgeteilt wurde, hat die städtische Verwaltung sich vor kurzem abermals mit der Frage der Einführung der Fortbildungsschulpflicht für gelernte Arbeiterinnen in Köln beschäftigt. Die Verwaltung ist dabei zu dem Entschluß gelangt, die Angelegenheit mit Rücksicht auf den Krieg bis auf weiteres zu vertagen. Die Handelskammer begrüßte diesen Beschluß im Interesse der beteiligten Firmen. Sie hat die Stadtverwaltung ersucht, vor weiterer Beschlußfassung in der Angelegenheit der Handelskammer die betreffende Vorlage zur gutachtlichen Aeußerung zugehen zu lassen. Geheimrat Dr. Neven, der an dieser Sitzung in Verbindung mut Hen. Eliel den Standpunkt der Handelskammer energisch vertreten hat, gab auf Befragen die Erklärung ab, daß unter gelernten Arbeiterinnen solche zu verstehen seien, die eine bestimmte Lehrzeit durchzumachen haben. (A) Das Stehlen vo.##itungen wird, seit die Kriegsnachrichten sie besonders interessant gemacht haben, noch stärker geübt als in Friedenszeiten. Die wenigsten dieser eigenartigen„Bezieher“ der Zeitungen scheinen zu wissen, daß sie sich eines Diebstahls schuldig machen, der sie unter Umständen einer Gefängnisstrafe aussetzt. Entsprechende Urteile sind wiederholt auch in Köln ergangen. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, den einen oder anderen dieser Zeitungsdiebe zu bessern. Ein Teil der Blätter ist so billig, daß sich auch Unbemittelte deren Bezug leisten können. (A Gefunden wurden in letzter Zeit Handtaschen, Ringe, Portemonnaies, Damenuhren, Kneifer, Geld, Automobilreifen, Notizbücher für Aerzte, ein Zollstock, Handwagen, ein Schließkorb, ein Armband, ein Paket Tabak und Papiere für Joseph Rubbert. Mehrere Hunde sind zugelaufen. Nicht abgeholte Hunde werden, soweit sie im Hundezwinger Germania, Kanalstraße 3 in Nippes, untergebracht sind, nach fünf Tagen, Dienstags und Freitags, nachmittags 3 Uhr, dortselbst versteigert. Die Eigentümer können sich im Fundbureau des Königl. Polizeipräsidiums melden. .0 Unfälle. Ein Kutscher lourde infolge Scheuens des Pferdes auf dem Karthäuser Wall vom Fuhrwerk geschleudert. Mit Schniterbruch und schweren Kopfverletzungen brachte man den Mann zum Arzt.— Ein Radfahrer geriet auf dem Holzmarkt unter einen Fleischwagen; schwere Verletzungen an Armen und Beinen waren die Folge.— In zwei Ehrenfelder Fabrilen verletzten sich ein Knabe und ein Mädchen schwer die Hand, mit der sie in die Maschine geraten waren.— Ueberfahren wurden zwei Knaben, einer auf der St. Apernstraße, der andere auf dem Großen Griechenmarkt; schwere Verletzuingen der Beine bzw. der Hand waren die Folge.— In Gla) trat ein Junge auf der Aachenerstraße; er zog sich eine Fußwunde zu.— Ein auf der Straße in Ohnmacht zusammenbrechendes Fräulein erlitt eine schwere Kopfverletzung.— Ein unglücklicher Fall brachte in einer Frabrik in Deutz einem Mann schlimme Schäden am Kopfe und an den Beinen.— Der vor einigen Tagen in der Karthäusergasse auf der Treppe gestürzte Mann ist im Bürgerhospital gestorben. 74) Brände. Ein Zimmerbrand an Unter Goldschmied konnte von der Freuerwehr schuell gelöscht werden.— Von einem Brande in einem Manserdenzimmer in der Mühlengasse wurde dagegen der Dachstuhl mit ergriffen, bevor die Wehr es hindern konnte. □ 0 Dom Diebesgesindel. Drei jugendliche Diebe, die einen Einbruch in ein Geschäft an der Moltkestraße auf dem Kervholz hatten, kamen in Haft; die Beute von 400 M. war von den Burschen bereits verjubelt.— Mehrere hundert M. fielen einem Einbrecher in einem Hause an der Venloerstraße in die Hände.— Ein unberannter Dieb entführte in der Waisenhausgasse einem Händler seinen Wagen mit 5 Säcken Kartoffeln.— Ein Radfahrer hafte in der Gladbacherstraße den Diebstahl seiner neuen Maschine von 150 M. Wert zu beklagen. 4A Einen Geisteskranken aus Ehrenfeld ermittelte man in einer der letzten Nächte auf dem Friedhofe Melaten als den Urheber sonderdarer Verwüstungen, die auf den Friedhöfen in Ehrenfeld und Melaten angerichtet worden waren. Der Kranke hatte wertvolle Grablaterneu mit Ständern aus dem Boden gerissen und auf die Gräber niedergelegt. Da der Mann seiner Hestnahme sich tobend entgegensetzte, brachte man ihn zur Lindenburg. 0) Im Orozeß Remmlinger hat, wie uns mitgeteilt wiro, der Staatsanwalt gegen das Urteil Berufung beim Reichsgericht eingelegt. Aus Köln=Nippes. □) eine Frauenversammtung, veranstaltet vom Katholischen Arbeiterverein und dem Volksverein für das katholische Deutschland, findet morgen nachmittag 6 Uhr im großen Saale des St. Josephshauses, Gocherstraße, statt. In derselben werden Kuplan Schreiber und Haushaltungslehrerin Frl. Becker sprechen. Die gegenwärtige ernste Zeit, welche an unsere Hausfrauen ganz besondere Anforderungen stellt, läßt erwarten, daß die Versammlung von Frauen und Mädchen sehr zahlreich besucht wird. □ Aus Köln=Mülheim. (0 Krieg und Frauen=Berufe. Die Jugendabteilung des katholischen Frauenbundes, Zweigverein Mülheim, veranstaltet am Mittwoch, nachmittags 5 Uhr, im Ursulinen=Lyzeum, Freiheitstraße 38, eine öffentliche Versammlung, in der Fräulein Margret Hendrichs aus Cöln einen Vortrag über obiges Thema halten wird. Mütter und Töchter, die vor der Berufswahl stehen, Frauen und Mädchen, die bereits einen Beruf ergriffen haben, Hausfrauen und Haustöchter, Geistliche, Lehrer und Lehrerinnen sind eingeladen. Der Eintritt ist frei. Aus Köln=Dellbrück. 1. Volksversammlung. Die wichtigste Aufgabe des deutschen Volkes im Weltkriege ist, den ruchlosen Plan Englands, uns auszuhungern, zu schande zu machen. Niemand darf sich der Pflicht entziehen, an der Lösung dieser Aufgabe mit ganzer Kraft mitzuarbeiten. Am Mittwoch, abends.30 Uhr, findet im Saale W. Mosbach, Hauptstraße, eine Volksversammlung statt, in der in eingehender Weise die Sicherstellung unserer Ernährung erörtert werden soll. Als Redner sind gewonnen, Fräulein Schalk und Sekretär Schröder(Köln). An alle Mitbürger, ganz besonders auch an die Frauen, ergeht die dringende Bitte, an dieser Versammlung ausnahmslos teilzunehmen. s t e r u n d K o n z e r t e (A) Schausplerhaus. Es wird ou auf hingennesen, daß 3 die FchaufptelrfaurrSr RRe Vara„ Nachmittagsvorstellung Der Compagnon am Sonntag zu besonders ermäßigten Preisen stattfindet. 1,25., 1., 0,80.,.60., 0,20 M. = Spielplan der Ver. Stadttheater Köln(vom 28. Febr. bis 8. März.) Opernhaus. Co. 6 U. Parsisal.- Di. 7½ U. Die Königskinder Do. 7½ U. Der alte Dessauer.- Fr. 7½ U. Undine.- Ca. 7 U. Die Königin von Sa a- 2o. 7 U. Der Zigennerbaron.- mo. 7½ U. Martha.— Schauspielhaus. So. 3 U. Nachm=Vorstell. Der Compagnon.- 7½ U. Othello.- Ro. 8 U. Johannisfeuer.- Di. 7½ U. Die Braut von Messina.= Mi. 7½ U. Die Stützen der Gesellschaft. Fr. 8 U Sappho.- Sa. 8 U. Alt=Heidelberg.- 2o. 3 U. Nachm.= Schülervorstell. Die Rabensteinerin,- 7½ U. Flachsmann als Erzieher. - Mo. 8 U. Das Glück im Winkel. (1A) Apollo-Theater. Am kommenden Sonntag wird die Posse Nu geh' auch schön nachmittags und abends zur letztmaligen Aufführung gebracht. Am Montag gelangt der musikalische Schwank Stina dunn dich ahnl zur erstmaligen Aufführung. (A) Millowitsch-Theatei. Das Stück Extrablätter bleibt auf vielseitiges Verlangen noch einige Tage auf dem Spielplan. Am Sonntag gelangt dasselbe nachmittags um 4 Uhr und abends 8 Uhr zur Aufführung. Die letzte Vorstellung desselben ist am Mittwoch. Am folgenden Tage findet die Erstaufführung von: Marsch! Marsch!— Hurra!, Zeitbild in drei Akten, statt. () Fußballsport. Nachdem der Bezirk Köln rechtsraeinisch des Westdeutschen Spielverbandes in mehreren repräsentativen Spielen seiner A 1 Mannschaften seine Lebensfähigkeit bewiesen und u. a. den linksrheinischen Kölner Bezirk in zwei Spielen überlegen geschlagen hat, soll am morgigen Sonntag auch ein Spiel aus den besten Spielern der A2 und B1 Klasse ausgetragen werden und zwar auf dem Spielplatze der Turngemeinde am Steinweg(Berlinerstraße, Haltestelle der Linie 2 und Dünwalder Bahn). Spielbeginn 3 Uhr. Bekanntlich sind die Einnahmen aus den Wettspielen für wohltätige Zwecke bestimmt. So wurden bisher der Sanitätskolonne 200 M. überwiesen; gegenwärtig werden den im Felde stehenden ehemaligen Spielern Liebesgaben übersandt. Bei dem geringen Eintrittspreise von 20 Pfg. und dem gebotenen Sport, dürfte der Besuch des Spieles lohnend sein. guten Standssamt der Stadt Köln.(Vom 25. Febr. 1915.) Sterbefälle. Jos. Laux, Schnoider verh., 53., Severinstr. 243/5. Theod. Koch, Schneider, 76., Höhle 37.- Aug. Körsgen, Maler, led., z. Zt., Res. im Inf.=Reg. 65, 23., Breitestr. 52.- Katharina Zündorf. 7., Follerstr. 93.- Maria Schweikert, o.., led., 76., Lütticherstr. 55.- Oskar Elsner, Möbelzeichner(Gefreiter), led., 23., Niederichstr 2. Im Felde gefallen.- Anna Maria Robertz, 2., Brauweiler, Landkr. Köln. Auguste Fester, geb. Merten. o., verh., 51., Balthasarstr. 93.: Karl Stahl, Schlosser(Unteraffizier), verh., 24 J. Kasparstr. 8.- Christine Kraft, 1., Gerconswall 89.- Hans Pfaffenzeller, Dostassistent(Unteroff.), verh., 29., Ursulagartenstr. 30, I. Cäcilie Zimmermann, geb. Nocca, 68 J, Zülpicherpl. ö.- Johanna Salomon, ged Reinmann, Witwe, 19 J, Zülpichesplatz 1.- Anna Maria Priester, geb. Holler, 60., Hochstadenstr. 14.— Kath. Juliane Böhm, geb. Leonhard, verh., 60., Zülpicherstr. 3.- Peter Horchem, Packer, z. Zt. Soldat, verh. 32., Karthäuserhof 39.— Maria Stemmerich, o.., led., 57., Sachsenring 28. Friedr. Knops, 10., Veledastr. 1. Emil Steiniger, Kaufv., z. Zt. Soldat, led., 18., An der Bottmühle 3. Standesamt der Stadt Köln.(Vom 26. Febr. 1915.) Sterbefälle. Wre. Johanna Maas, geb. Hauprich, 58., Filzengraben 35.= Christoph Storch, Kaufm., 60., Gr. Sandkaul 19.= Jak. Hollender, Rentn, verh., 75., Streitzeuggasse 69- Wilhelmine Goltermann, ledig, 76., Stolkgasse 6.— Sophia Lindlar, 17., Weißbüttengasse 13.- Josephine Wichterich, ged. Scheffec, verh., 62., Weißbüttengasse 19.- Wwe. Hubertine Körnig,#eb. Bonn, 71., Zülpicherstr. 66.- Pet. Mohr, Hanblungsgeh, zurzeit Soldat, ledig, 28., Bonnerstr. 28.— Andr Reuter, Install., zurzeit Soldat, verh., 28., Elsaßstr. 50A.- Johann Stiller, 11., Annostr. 47. Standesamt Köln=Kindentl. al.(Vom 25. Febr. 1915.) Sterbefälle. Gertrud Kurth geb. Büll, verh., 36., Köln, Weißbünengasse 13.- Chr stine Kievernagel, 4., Dürenerstr. 100.- Hub. Esser, Schmied, verh, 48 Wittgensteinstr. 9. Friedrich Gerhards, 18 M, Köln-Nippes, Florastr. 33. Peter Wattler, 2., Köln, Gertrudenstr. 13.- Maria Haupt geb. Lin denhoven, oerh., 34., Düsseldorf, Gneisenaustr. 31.- Tdeodor Dreßen, Elektrotechniker. Wehr ann d 3. Komp., Res.=Inf.=Reg. 68, gefallen 25. 9. 14, verh., 33., Köln=Sülz, Sülzburgstr. 231.- Johann Odenthal, Installateur, Reservist d. 4. Komp., Res.=Inf=Reg. 28, gefallen 27. 8. 14. led. 27., Scheffelstr. 32A.- Heinr. Odenhausen, Installateur, Musketier d. 2. Komp., Inf.=Reg. 25 ledig, gezallen 7.§. 14, 23., Bachemerstr. 198. sin=Lindenthal.(Vom 26. Fedruar 1915.) Sterbefälle. Heinrich Bederichs, Bauard., Wehrmann der 1. Komp. d. Res.=Juf.=Reg. 28, ledig, 9., Köln=Sülz. Luxemburgerstr. 238 Heinrich Knepper, 7., Köln=Nippes, Simon Meistecstr. 21.- Johanna Josephine Buttenberg, o B. 22., ledig, Körn, Nächelsgasse 19.„ Gertrud Steinhoff geb. Gaßner,o., Witwe, 68., Köln, Jakobstr. J1.= Anna Jacoby, o. B. ledig 66 J. Köln. Rinkenpfuhl 38, Wasserstands-Nachrichten am 27. Februar 1915. 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Den ausverkauften Saal füllte die erste Gesellschaft Berlins Binder zog in selten form:ellendeter Sprache alle Zuhörer in seinen Bann mit seinen hochinteressanten Ausführungen Oft wurden seine Worte von Jubel und Begeisterung anterbrochen. Karten zu M..30,.20,.10 bei Tonger, Am Hof, Könemann, Rudolfplatz 4, Buchhandlung Dommes. Schildergasse 41. 0 —— Obergäriges Brauhaus Moll 146 Thieboldsgasse 146, am Neumarkt. Echt Kölsch. Bürgerl. Mittagessen. Abendplatten 40 Pfg. an. Samstags Riesen=Hämchen. Seemuscheln. a Breite Str. 21. Tel. A7121 Heute zum ersten Male: Geheimnisvolle Gewalten Ein psychologischer Roman in 4 Akten. In der Hauptrolle: Fern Andra Der feinsinnige Roman verbindet in vollendeter Weise zwei verschiedene Kunstformen: den psychologischen und den Kriminal-Roman. Fräulein Andra, eine der schönsten Frauen des Kontinents, verkörpert die Hauptrolle in vollendeter Weise und das große, zeitgemäße Programm. VVereininte Stadttheater. 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Wiangs Buine Heute, Samstag, abends 8¼ Uhr: Nur noch heute und morgen; auch schon!“ Sonntag: 2 Vorstellungen 2. Anfang 4 Uhr Anfang 8 Uhr Zum letzten Male: „Nu geh’ auch schön!“ Nachmittags: Kleine Preise. gb Ab Montag der neue Schlager: „Stina, dunn dich an!“ S Große Quantitäten mit Goldm., in 1/0 u. 1/10 A Band—1½=Verkauf .60.K B„ 2 2½=Verkauf .—4 Zigarren ab 34.6. per Mille Kautabake Grimm& Triepel Versand per Nachnahme. Eugen Joseph Gewerbehaus. Tel. A 2460. Stadt-Gariend Morgen 312 Uhr ab: Konzert. „Mein Köln“ Steinhauer, Königl. u. städt. Musikdirektor. Frisch soll zum Lichte heut himmelwärts dringen, Liebe zur Heimat, was du mir vertrant, froh soll im Liede die Seele sich schwingen, preisend mein Köln, von Agrippa erbaut. Jubelnd stimmt all in den Lohgesang ein: „Heil dir mein Köln, o du Perle am Rhein“.. Zu haben bei P. J. Tonger. Musikverlag, Köln. 6 * Klarterau gabe an 1 Mark. kauf, ist Vertrauenssache. 7 Einige prachtv. Modelle gebe zeitgemäß, sehr billig ab. Auch Teilzhlg. 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