# * # K # * X RARRRRRRRARRRARRRRRRRRAAAAAAAAAARAAAAAAAAAAAAAAAAARARRAAAAARARRRRRRRAR RRRRRRRRRARRRRRRRAR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR AMMRRRRRRRRR a Bezugspreis bei u„* Hnzeigenbreis# Botenzustellung im engern Verbreitungsbezirk 40 Pf, im erweiterten 50 Pf monatlich; mit dem wöchentl. illustriert. Unterhaltungsblatt Welt und Zeit in Wort und Bild 10 P mehr. Postbezug, ohne Zustellgeb. Ausgabe A mit Celonia m.50(3 Mon.). In.— (2mon.), m 0,S0 0mon.). Ausgabe B mit Golonia und Welt und Zeit in Wort und Bild 10 Pimonatlich mehr. a Anzeigenpreis u 2 Die einspaltige Kolonel=Zeile n# *(38 mm breit) 25 Pf, 3. S S und letzte Seite 30 Pf. 55 ze für Köln 18 bzw. 22 Pf. 2 a Platzvorschrikten 10% Zuschl.# n Reklamepreis # Die 90 mm breite Kolonel-# s. Zeile 75 Pf, für Köln 50 Pf, K zweite Seite 00 Pf. 5 28 Platzvorschriften 10% Zuschl. 2 S Olfertengebühr 25 Pl. * 26 Geschältsstellen: Marzellen- 2# strasse 37 u. Breitestr. 35. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt. 2 Kölner Fremdenblatt. ZARRHERRFRRANRRRARRPRRARRRRRRRRRRRRRRRRRRRNRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR S rz Nr. 310. Fernspr. Geschäftstelle Breitestraße 85: ga. 20 b. Kvin, Sonntag, 8. November 1914 28. Jahrgang. Heute 12 Seiten. Die Kriegslage. WTB Großes Hauptquartier,.Nov.1914. vormittags. Mitteilung der obersten Heeresleitung. Unsere Angriffe in der Richtung Ypern machten auch gestern, besonders füdwestlich Ypern Fortschritte. Ueber 1000 Franzosen wurden zu Gefangenen gemacht und drei Maschinen= gewehre erbeutet. Französische Angriffe west lich Noyon sowie auf die von uns genommenen Orte Vailly und Chavonne wurden unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen. Der von uns eroberte und nur schwach besetzte Ort Soupir und der Westteil von Sapigneul, welche dauernd schwerstem Artilleriefeuer unterlagen, mußten von uns geräumt werden. Bei Servon wurde der Feind abgewiesen, im Argonnerwalde weiter zurückgedrängt. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz wurden drei russische Kavalleriedivisionen, die die Warthe oberhalb Kole überschritten hatten, geschlagen und über den Fluß zurückgeworfen. Im übrigen kam es dort zu keinen Zusammenstößen. (Wiederholt, weil nur in einem Teile des gestrigen Blattes enthalten.) * Der deutsche Tagesbericht vom 7. November berichtet wieder über meist erfolgreiche Kämpfe unserer Truppen sowohl im Westen wie im Osten. Nur das kürzlich genommene, schwach besetzte Dorf Soupir im Aisnetale sowie der Westteil von Sapigneul mußten geräumt werden, weil sie unter schwerstem Artilleriefeuer lagen. Da wir jedoch die Stellungen auf den beherrschenden Höhen oberhalb Vailly, Chavonne und Soupir, sowie die beiden erstgenannten Plätze, die von den Franzosen ohne Erfolg, und zwar unter schweren Verlusten für sie, angegriffen wurden, nach wie vor besetzt halten, so kann der Verauf ein paar zusammengeschossene Wohnstätten im Tale, die auch im Feuerbereich der deutschen Batterien liegen, den Franzosen keinen Vorteil bringen. Wichtiger ist, daß die französischen Angriffe, namentlich auch ...„ Rohon(nördlich von Compiégne) und bei Servon (nördlich St. Menehould, westlich von Verdun) überall abgewiesen wurden, und daß unsere Truppen bei Ypern, wo 1000 Franzosen gefangen genommen und mehrere Maschinengewehre erbeutet wurden, und auch im Argonnerwalde weitere Fortschritte machten. In Polen wurden drei russische Kavalleriedivisionen geschlagen, nachdem sie die Warthe oberhalb Kola Aberschritten hatten. Sie wurden über den Fluß zurückgeworfen. Kola liegt in genau westlicher Richtung von an m Knie, wo die von Süden kommende Warthe nach Westen umbiegt. Es war den Russen, wie man aus dieser Meldung von neuem ersieht, nicht möglich, unser Ostheer an der neeugruppierung zu hindern, die eingeleitet wurde, als im Raume von Warschau und nördlich davon weitere, an Zahl stark überregene tussische Streitkräfte herangebracht waren. Unsere Truppen slehen nun im westlichen Polen in günstigeren Stellungen, näher ##r Verbslegungs= und Ergänzungsbasis und dem ungleich pesser, als das russische, ausgebildeten deutschen Eisenbahnnetz. vir dürfen überzeugt sein, daß sie auch weiterhin jeden Ver., ihren neuen Aufmarsch zu stören, erfolgreich abweisen Stimmt es zwischen den Verbündeten ni mehr? ie Times schreibt, wie der B. Z. gemeldet wird: Es ergleiche angestellt worden, über das, was wir geleistet ha nd das, was andere Nationen(lies Frankreich und Belg #ecter haben. Eigentlich haben wir mehr getan, als un Verbündeten, denn wir hatten nie beabsichtigt, mehr als 150 #cann nach Europa zu senden, und haben doch schon dop o viel getan. Wir haben nie behauptet, über eine große Ar zu verfügen. Unsere Verbündeten haben uns in ihre Mitte genommen zum Guten oder Bösen, und niemand hat ein Re o viel mehr von uns zu verlangen, als wir geven beabsichtigten. Wir dürfen nicht gedrängt werden,: darf man von uns Wunder verlangen. Das siegreiche deutsche Geschwader, das unweit der chilenischen Küste zwei englische Kreuzer vernichtet und einen weiteren Kreuzer gezwungen hat, beschädigt in einen chilenischen Hafen zu flüchten, wo er„interniert“ wurde, also ebenfalls für die Dauer des Krieges außer Gefecht gesetzt ist, setzte sich nach der amtlichen Mitteilung, die sich jedoch wegen des englischen Kabelmonopols auf englische Berichte stützen muß, aus den Großen Kreuzern Scharnhorst und Gneisenau und den Kleinen Kreuzern Nürnberg, Leipzig und Dresden zusammen. Der spätere Bericht der Times(vgl. Nr. 309) spricht jedoch nur von vier deutschen Kreuzern, und damit stimmt der jetzt von der britischen Admiralität veröffentlichte Bericht überein, der besagt, daß die englischen Kriegsschiffe von den deutschen Kreuzern Scharnhorst, Gneisenau, Leipzig und Dresden angegriffen wurden. Der kleine Kreuzer Nürnberg wird hier also nicht genannt. Bevor weitere beglaubigte Nachrichten eintreffen, wird man von diesem amtlichen englischen Bericht ausgehen müssen. Es wäre ja möglich, daß die Anführung des Kreuzers Nürnberg in den ersten Meldungen nur auf den Umstand zurückzuführen ist, daß er vor dem Kriege zusammen mit Scharnhorst, Gneisenau und Leipzig, aber auch mit Emden, der inzwischen sich einen so gefürchteten Namen bei unseren Feinden gemacht hat, das ostasiatische Kreuzergeschwader bildete. Inzwischen hat sich auch der in der Rangliste unter den Aufklärungsschiffen aufgeführte kleine Kreuzer Dresden zu ihnen gesellt. Der Chef des Geschwaders, der auch in dem fiegreichen Kampfe im chilenischen Meere die Kreuzerflottille befehligte, ist der Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee. Er entstammt dem bekannteu rheinischen Adelsgeschlechte, dem u. a. das Herrenhausmitglied Franz Graf Spee und Anton Graf Svee. Mitglied der Zentrumsfraktion des preußischen Abgeordnetenhauses, angehören. Der Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee, ein Vetter der obengenannten, ist am 22. Juni 1861 geboren. Im Frühjahr 1878 in die Marine eingetreten und 1881 zum Leutnant zur See befördert, hat er in den mannigfachsten Stellungen Dienst getan, in der Heimat wie über See, insbesondere auch in unseren afrikanischen Kolonien und in Ostasien. Von 1902—1905 gehörte er dem Reichsmarineamt an; hier wurde er 1903 zum Fregattenkapitän, 1904 zum Kapitän zur See befördert. 1905 bis 1908 war er Kommandant des Linienschiffes Wittelsbach, 1908—1910 Chef des Stabes beim Kommando der Nordseestation. Im Jahre 1910 zum Kontreadmiral befördert, war er zunächst zweiter Admiral der Aufklärungsschiffe, stand darauf kurze Zeit zur Verfügung der Ostseestation und wurde alsdann, im Dezember 1912, mit der Führung des Kreuzergeschwaders beauftragt, zu dessen Chef und gleichzeitig zum Vizeadmiral er im November 1913 ernannt wurde. Seine beiden Söhne gehörten dem ostasiatischen Geschwader gleichfalls als Seeoffiziere an. Als Kommandanten der ihm in Ostasien unterstellten Kreuzer führt die Marine=Rangliste von 1914 an: Kapitän z. S. Felix Schultz(Scharnhorst), Kapitän z. S. Maerker(Gneisenau), Fregattenkapitän Karl von Schönberg(Nürnberg), Fregattenkapitän Haun(Leipzig), Fregattenkapitän Karl von Müller (Emden); ferner als Kommandant des Kreuzers Dresden den Fregattenkapitän Erich Köhler. Dem Vizeadmiral Grafen Spee war als Chef des Stabes Kapitän z. S. Fielitz beigegeben. Wir haben oben auf den Bericht der britischen Admiralität hingewiesen. Dieser Bericht weicht noch in einem nicht unwesentlichen Punkte von den bisherigen Meldungen ab: nach ihm ist nämlich nicht der Monmouth, sondern der größere Good Hope zuerst gesunken, während der Monmouth als das in hülflosem Zustand gestrandete Schiff angesehen wird. Der Bericht betont, daß der Kampf ritterlich und tapfer geführt wurde, eine Anerkennung, die selbstverständlich nicht nur auf die englischen, sondern auch auf die deutschen Schiffe zu beziehen ist; wenn die britische Admiralität aber weiter meint, bei der Abwesenheit des Canopus sei die deutsche Uebermacht beträchtlich gewesen, so ist demgegenüber zu bemerken, daß das englische Geschwader— vorausgesetzt, daß nicht nur der Canopus, sondern auch der Otranto, den andere Meldungen nannten, wirklich nicht zur Stelle war— doch nur um ein Schiff dem deutschen Geschwader nachstand, daß aber die Schiffsgröße auf englischer Seite durchschnittlich den Tonnengehalt der deutschen Schiffe übertraf. Tatsächlich blieben die von der britischen Admiralität angegebenen drei englischen Kreuzer mit insgesamt 29 170 Tonnen nur wenig hinter den 30 100 Tonnen der deutschen Schiffe zurück, und bekanntlich richtet sich die Bestückung mit Geschützen im allgemeinen nach der Größe der Schiffe, kann also auf englischer Seite kaum Se basche e Meuschn uchetlanden ben Alechiang in die deutsche Artillerie sehr viel besser geschossen, aber das steht auf einem anderen Blatt. Ueberdies läßt der unbestimmte Satz, von Otranto und Canopus sei aus Valparaiso„kein Bericht“ eingegangen, noch keineswegs den sicheren Schluß zu, daß wirklich keines der beiden Schiffe an dem Kampfe beteiligt war. In einem Artikel der Times(vgl. Nr. 309) hieß es bekanntlich, man glaube, daß auch Glasgow und Otranto beschädigt seien. WTB Rotterdam,.Nov.1914.(Drahtber.) Zuverlässigen Nachrichten zufolge haben nach Aussagen des deutschen Admirals in Valparaiso die deutschen Schiffe in dem Seegefecht an der chilenischen Küste keine Verluste erlitten. Nur wenige Mann sind leicht verwundet. WTB New York, 6. Nov.1914.(Drahtber.) Aus Valparaiso wird gemeldet: Man glaubt, daß die deutschen Kreuzer Dresden und Leipzig, die nach Aussage der Deutschen zurückgelassen worden waren, um den englischen Kreuzer Glasgow und den Hülfskreuzer Otvanto in ihren Zufluchtsorten zu überwachen, zurückberufen worden sind, um bei einem etwaigen weiteren Kampfe der anderen deutschen Kriegsschiffe mitzuwirken. Die ganze Küste ist beunruhigt.[Eine Ueberwachung ist auch nicht mehr nötig, da Chile den schwer beschädigten Kreuzer Glasgow bereits„interniert“ hat, also ihn hat entwaffnen lassen. Der amtliche englische Bericht hat folgenden Wortlaut: S. M. S. Good Hope, Monmouth und Glasgow stießen auf die deutschen Kreuzer Scharnhorst, Gneisenau, Leipzig und Dresden Beide Flottillen fuhren in südwestlicher Richtung bei starkem Wind und hohem Seegang. Das deutsche Geschwader wich dem Kampf bis gegen Sonnenuntergang aus, wo es merkliche Vorteile aus der Lichtwirkung hatte. Der Kampf dauerte eine Stunde. Allein schon bei Beginn fingen Monmouth und Good Hope Feuer. Nichtsdestoweniger nahmen sie weiterhin am Kampfe teil, bis es beinahe dunkel war. Alsdann kam auf dem Good Hope eine schwere Entladung vor, die sie zum Sinken brachte. Monmouth legte über. Er machte stark leck und vermochte nicht weiterzukämpfen. Neben ihm war noch immer der Glasgow, der während des ganzen Gefechtes Leipzig und Dresden beschossen hatte. Der Feind näherte sich dem Monmouth aufs neue, und auch der Glasgow wurde von einem der Panzerkreuzer unter Feuer genommen. Darauf griffen die feindlichen Schiffe wieder den Monmouth an. Das Ergebnis ist nicht bestimmt bekannt. Glasgow ist nicht schwer beschädigt und hat wenig Mannschaften verloren. Von dem Otranto und dem Canopus ist aus Valparaiso kein Bericht eingegangen. Indes ist gemeldet, daß eins der Kriegsschiffe an der chilenischen Küste gestrandet ist, was sich auf Monmouth bezieht. Es sind Maßnahmen getroffen, um gegebenenfalls die Ueberlebenden zu retten. Die Admiralität ist der Ansicht, daß der Kampf ritterlich und tapfer geführt wurde; allein bei der Abwesenheit des Canopus war die feindliche Uebermacht beträchtlich. Mitfreude in Wien über den deutschen Seesieg bei Chile. WTB Wien,.Nov.1914.(Drahtb.) Die Blätter drücken heute in Worten hoher Genugtuung die Freude über den neuesten Seesieg Deutschlands in den chilenischen Gewässern aus. Das Fremdenblatt sagt: Die erste Seeschlacht in diesem Kriege endete mit einer furchtbaren Niederlage der englischen Flotte. Die sieggewohnte englische Flotte mußte nun erfahren, daß ein neuer Gegner auf dem Plan aufgetreten ist, ein Gegner, der ihr furchtbar zu werden droht. Die Schlacht bei der Insel Santa Maria bedeute den Eintritt einer neuen Aera in der Geschichte der Seeherrschaft. In Südamerika sei die Legende der Unbesiegbarkeit der englischen Flotte endgültig zerstört. Die britischen Staatsmänner mögen sich jetzt, wo der Donner der deutschen Schiffsgeschütze bis nach London dröhnt, fragen, ob es nicht ein besseres Geschäft gewesen wäre, England fern vom Schuß zu halten. Das Neue Wiener Tageblatt führt aus: Der kaum eine Stunde währende Kampf fügte dem englischen Prestige ungeheuren Schaden zu. Der bisherige Nimbus der englischen Flotte muß verblassen, wo der offene Kampf mit demi gleichwertigen und gleichstarken Gegner unverzeihliche militärische Blößen so erbarmungslos aufdeckte. Wir sind stolz auf unsere deutschen Brüder. * Die schlecht verankerten englischen Seeminen. WTB Amsterdam,.Nov.1914.(Drahtber.) De Nieuws van den Dag melden aus Ymuiden: Ein hier eintveffender Heringslogger entdeckte beim Herausholen des Netzes, daß Seeminen darin gefangen waren. Bei dem Versuche, das Netz abzuschneiden, explodierte eine Mine und beschädigte das Vorderschiff. Kapitän und Steuermann ertranken. * Lecat-Rnzeiger Dr. 310&m Sonntag, 8. November 1914 Der Krieg in den Kolonien. WTB Rotterdam,.Nov.1914.(Drahtber.) Die Nieuwe Rotterdamsche Courant veröffentlicht einen Brief seines Korrespondenten in Johannesburg vom 8. Oktober 1914, in dem es.a. heißt: Daß die Deutschen bei dem ersten Treffen 200 Mann gefangen nahmen, diente nicht dazu, die Begeisterung für den Krieg zu wecken. Nur langsam kommen Einzelheiten vom Treffen bei Bloemfontein, wo fast zwei volle Schwadronen des ersten Regiments berittener Kapschützen und eine Abteilung der Tranvaal=Reitenden=Artillerie in die Hände der Deutschen fielen. Mittags war die Munition verschossen, die Stellung unhaltbar und die beiden Kanonen unbrauchbar gemacht. Die Engländer und Afrikaner hißten die weiße Flagge. Oberst Grant fiel verwundet in die Hände der Deutschen, die erst unsere Toten begruben, dann die ihrigen, und alle Verwundeten gut behandelten. Zwei Schwadronen, die vom Hauptquartier zu Hülfe geschickt worden waren, wurden von den Deutschen unter heftiges Maschinengewehrfeuer genommen und gaben den Versuch auf, nachdem sie einige Verluste erlitten hatten. Dies ist alles, was die Zenfur durchläßt. Zum Schluß heißt es in dem Briefe: Wenn Botha das Oberkommando übernimmt und nach Windhuk vorrückt, wird die Zufuhv frischer Mannschaften für seine Armee ein schwieriges Problem sein. Die letzten Reserven bestehen aus Wehrfähigen von 45 bis 60 Jahren. Vorläufig will man es mit Freiwilligen versuchen. Wirtschaftliche Gründe erschweren die Lage. Botha hat bisher 200 Freiwillige, 213 berittene Schützen und 1855 Infanteristen aufgerufen. Jetzt fängt man mit dem Aufruf berittener Kommandos an und hofft, 1000 berittene Schützen zu erhalten, die Transvaal und der Oranjestaat aufbringen sollen. Die serbische Niederlage. + Rom,.Nov.1914. Italienische Korrespondenten in Serbien und Montenegro, die immer für die serbische Sache waren, berichten nun übereinstimmend, daß die serbisch=montenegrinische Offensive gegen Bosnien gescheitert und aufgegeben ist. Die Montenegriner verloren im letzten entscheidenden Kampfe 2000 Mann an Toten. Serbien sah sich gezwungen, das dritte Aufgebot, Männer von 50 bis 60 Jahren, zu den Fahnen zu rufen. Die Korrespondenten lassen durchblicken, daß die Lage Serbiens wenig hoffnungsvoll ist. Der türkische Tagesbericht. WTB Konstantinopel,.Nov.1914.(Drahtber.) Amtliche Mitteilung des Hauptquartiers. Gestern wurden bei der russischen Armee keine Bewegungen bemerkt. Die Engländer landeten zum zweiten Male Truppen in Akaba. aber Gendarmen und eingeborene Stämme griffen sie an. Nachdem ein Engländer getötet war, warfen die Engländer die Munition fort und flohen. Heute morgen beschoß die russische Flotte zwei Stunden lang Songuldak(?) und Koslu im Schwarzen Meer. In Koslu wurde der Dampfer Nikea, mit 648 Tonnen Wasserverdrängung, dem Griechen Arvanitidis gehötig, zum Sinken gebracht. In Songuldak im französischen Viertel wurden die französische Kirche, das französische Konsulat und zwei Häuser zerstört, sonst kein Schaden angerichtet. Die Gegnerschaft zwischen den Serben und Bulgaren. Kein fk Sofia,.Nov.1914. Die Bemühungen einzelner Mächte, Bulgarien mit Serbien zu versöhnen, hatten keinen Erfolg. Die Beziehungen zwischen diesen beiden Staaten, anstatt sich zu bessern — wie dieselben Mächte erwartet haben— verschlechterten sich während der letzten Zeit. Die maßgebenden serbischen Staatsmänner wollen von einer Abtretung Mazedoniens an Bulgarien nichts hören, trotzdem angeblich seitens Rußlands die Abtretung wenigstens eines Teiles dieser Provinz dringend angeraten wird. Der Ministerpräsident Pasitsch hat einem bulgarischen Staatsmanne, der dieser Tage 1n Nisch weilte, offen erklärt, daß griechisches Torpedoboot von englischen Kreuzern vernichtet. WTB Uthen,.Nov.1914.(Drahtber.) Die Agence'Athenes meldet: In den letzten Tagen war die Nachricht verbreitet, daß im Mittelmeer ein griechisches Torpedoboot durch das Feuer von englischen Kreuzern, die es für ein türkisches Torpedoboot hielten, zum Sinken gebracht worden sei. Wir sind ermächtigt, diese Nachricht entschieden in Abrede zu stellen, da kein griechisches Torpedoboot der Feuerlinie der Kriegführenden nahe gekommen ist. Serbien durchaus nicht gesonnen sei, selbst den kleinsten Teil Mazedoniens an Bulgarien abzutreten. Diese Erklärung hat in allen bulgarischen Parteien Unwillen hervorgerufen und die Führer derselben noch schlechter gegen die Serben gestimmt. In Bulgarien fühlt jedermann, daß wir verhäugnisvolle Zeiten durchleben. Die Hoffnungen der Bulgaren sind ebenfalls im Steigen begriffen: jetzt sei der Ausenblick gekommen, wo man Kompensationen erhalten werde— vielleicht von zwei oder drei Seiten. Das Hauptaugenmerk ist natürlich auf Mazedonien gerichtet. Alle Parteiführer beratschlagen darüber, wie nun Mazedonien ohne große Opfer gewonnen werden könnte. Diese Frage steht jetzt obenan. Die russisch=chinesischen Beziehungen. WTB Wien,.Nov.1914.(Drahtber.) Die Korrespondenz Rundschau meldet über Konstantinovel: Das Verhältnis zwischen China und Rußland gestaltet sich immer ungünstiger. Die russische Regierung fragte in Peking wegen angeblicher Truppenverstärkungen in den Grenzgebieten und antirussischer Kundgebungen in chinesischen Städten an. Die chinesische Regierung antwortete auf die Anfrage in entschieden ablehnendem Tone und bemerkte, daß das feindselige Verhalten Rußlands und des nachweislich mit diesem verbündeten Japans sowie die von diesen beiden Staaten genährte Agitation in China alle Vorsichts- und Abwehrmaßnahmen der Regierung rechtfertigten. Die chinesische Regierung untersagte auch die Getreideausfuhr nach russischen Gebieten. Die Behörden sperrten demzufolge die Ausfuhr nach Charbin. Die militärischen Vorbereitungen Chinas gelten als vollendet. Es heißt, daß die chinesische Regierung nunmehr sowohl in St. Petersburg als in Tokio Schritte zu unternehmen gedenke. Eine Bestätigung dieser chinesischen Maßnahmen bleibt abzuwarten, wenn die Interessen Chinas auch derartige Schritte nahelegen. Russische Umwerbung Griechenlands. St. Petersburg,.Nov.1914. Der Depeschendienst der russischen Presse aus Athen nimmt einen großen Umfang an. Die russischen Berichterstatter in der griechischen Hauptstadt behaupten, Griechenland sei zu Wasser und zu Lande vollkommen kriegsbereit. Im Binnenlande ständen fast keine Truppen mehr; sie seien alle im Norden konzentriert. Die griechische Flotte unter dem Kommando des englischen Admirals Kerry liege vor dem Hafen Mudros(Lemnos). In der letzten Zeit habe sie ununterbrochen geübt. Die griechischen Küstengewässer seien durch Minen gesperrt. Das Parlament habe noch rasch die neue Heeresvorlage erledigt, wodurch die„griechische Armee auf dem Friedensfuße um 70000 Mann verstärkt wird. Bei der Erörterung der Frage, ov sich Griechenland an der Seite des Dreiverbandes gegen die Türkei schlage, bemerkte die Nowoje Wremja, am meisten von allen Staaten habe bei einer entscheidenden Niederlage der Türkei Griechenland zu gewinnen, ja, es sei nicht ausgeschlossen, daß es in die Reihe der Großmächte(!) eintrete. Von unseren Kriegsfreiwilligen. Auch in Köln nützlich zu lesen ist folgende Anerkennung des Verhaltens der Kriegsfreiwilligen, die der Köln. Volksztg. vom stellvertretenden Generalkommando des 7. Armeekorps zugeht: Ueber das Verhalten unserer Kriegsfreiwilligen vor dem Feinde sind hier und da Gerüchte verbreitet worden, die eine entschiedene Zurückweisung verdienen. Wer hat es gewagt, diese wackeren Männer, jung oder alt, der Furcht oder gar der Feigheit zu zeihen? Jünglinge, die aus dem Schoße der Familie, Männer, die aus Stellung und Beruf sich zum Schwerte drängten, um mit ihrem Leben für das Vaterland einzustehen, sie sollten zu Kindern geworden sein? Die Verbreiter der nichtsnutzigen Mär scheinen nicht zu wissen, daß Schlimmeres, als Feigheit, einem deutschen Soldaten nicht vorgeworfen werden kann. Unsere Kriegsfreiwilligen sind einem solchen Angriff gegenüber wehrlos; für sie einzustehen, ist Pflicht und Ehre. Unzählige Berichte, die das Generalkommando passiert haben, bezeugen ihr wackeres, teilweise geradezu heldenhaftes Verhalten. Wer das Gegenteil behauptet, ist, so scheint es, bei unseren Feinden in die Schule gegangen. Niemals ist ein so giftiger Sud von Lügen und Verleumdung gegen uns gebraut worden, als in diesen Tagen; daß auch Deutsche gedankenlos in diesem Sud herumrühren helfen, das hat gerade noch gefehlt! Eine deutsche Zeitung hat einen Bericht darüber in die Welt getragen, was englische Lügen, um uns zu schaden, über unsere Freiwilligen ausgestreut haben; wir'meinen, das deutsche Volk bedarf solcher Berichte nicht. Und hinterm warmen Ofen oder auf der Wirtshausbank Klatsch zu treiben und weise Kritik zu üben ist eine sehr billige Sache. Euch, die ihr nichts besseres zu tun wißt, als geschwätzig ehrenhafte Jünglinge und Männer zu verkleinern: euch würde eine andere, patriotische Betätigung wahrlich besser [Es liegen jetzt auch aus feindlicher Quelle Zeugnisse dafür vor daß die deutschen Kriegsfreiwilligen sich mit„übermenschlichem Mute schlagen.] Dampfers Cap Trafalgar erlitten den Heldentod fürs Vaterland Der jüngste Soldat der Armee. Alfons Baule von Hildesheim, geb. 27. April 1900, Mitglied der Hildesheimer Lehrlingsabteilung des Kath. kaufm. Vereins Hildesheim, ist wohl der jüngste reguläre Soldat der deutschen Armee. Stark 14 Jahre alt, trat er Mitte August als Kriegsfreiwilliger ein und steht jetzt schon als ..#er im Felde. Er gilt als einer der besten Schutzen des Hildesheimer Bataillons. die folgenden Offiziere und Mannschaften: der Kommandant natenkapitän Wirth, die Schiffsoffiziere Kraus und Klewidt, Korvetenkapitän Wirth, die Schinf###ngerkrag— der Vizesteuermann Schreiner, der Maschinist Spieckermann, der Oberheizer Heine, die Heizer Müller, Bötcher und Wienczek, der Koch Zirkelbach, die Matrosen Böhme und Forstner, der Küper Brenten. Der Dampfer Eleonore Woermann, der sich in der Nähe des Dampfers Cap Trafalgar befand, konnte den Rest der Mannschaft retten, dank der Aufopferung und der Tätigkeit des Führers dieses Dampfers, Kapitän Collmorgen. Verwundet sollen in Buenos=Aires gelandet sein: Joseph Verozin, Karl Wille, Paul Sommer, Heinrich Endrigkeit, Hermann Hansen, Das Eiserne* Kreuz haben folgende Krieger aus Köln und der Umgebung erhalten: Ernst Graf, Lt. im Berg. Feldart.=Rgt. 59 und Führer einer Ersatzbatterie dieses Regiments, Sohn des Notars u. Justizrats Th. Graf, Köln,— Jäger=Gefr. Adolf Berg, Sohn d. Brennereibesitzer Matth. Berg in Köln,— Unteroffizier der Res. Heinrich Bröhl im Inf.=Regt. 161 und der Reservist Wilh. Schmitz aus Eil,— Eduard Wesemann von der 2. Reserve=Kompagnie beim 2. Rhein. Reserve=Pionier=Bataillon Nr. 8,— Ingenier Franz Landwehr von der Matrosen=Artillerie, ein Sohn des Herrn Heinrich Landwehr von Paffrath.— Die Familie des Lotterie=Kollekteurs Rive in Köln=Deutz, die vor etwa acht Tagen in Belgien zwei Söhne durch den Tod vor dem Feind verloren hat, von denen der eine Leutnani, der andere Unteroffizier war, ist nun auch durch eine glückliche Nachricht erfreut worden; der älteste Sohn, Oberarzt Dr. Rive, der bei der bayrischen Artillerie dient, wurde durch das Eiserne Kreuz ausgezeichnet,— Unteroffizier Gottfried Lauterbach im Reserve=Feld=Art.=Reg. Nr. 15 und Gefr. Peter Kuhl (Badorf) im Inf.=Reg. Nr. 65,— Unteroffizier der Res. Leopold Fröhlich in Köln, Sohn des Fabrikbesitzers Theodor Fröhlich,— Mar Nethe, Unteroffizier der 8. Batterie des Reserve=Fußart.=Regiments 3, Sohn des Kaufmanns S. Nethe in Köln,— die Postassistenten vom Postscheckamt Köln Herkenrath, Unteroff der Res..=R. 28, Höse, Offizierstellvertr..=R. 25, Fütterlieb und Weiß, beide Vizefeldw. der Res. unter gleichzeitiger Beförderung zu Lt. d. Res.,— prakt Arzt Dr. Zimmermann aus.=Gladbach, zurzeit Stabsarzt im Feldlazarett 8 beim 8..=.,— der Malergeselle Harald Scholz von Landtagsabgeordneter Graf Edwin Henckel von Donnersmarck. Mitglied der Zentrumsfraktion des preußischen Abgeordnetenhauses, hat das Eiserne Kreuz erhalten. Der Hülfskreuzer Cap Trafalgar. In deutsch=argentinischen Blättern lagen schon vor einiger Zeit Berichte vor über den Untergang des neuesten, früheren Dampfers der Hamburg=Südamerika=Linie, Cap Trafalgar, der seinerzeit, wie kurz gemeldet, im Kampfe mit dem englischen Hülfskreuzer Carmania verloren ging. Diese Berichte litten aber an Unklarheiten. Jetzt bringt die in Montevideo erscheinende Zeitung El Sialo folgende deutliche, ihr aus Buenos Aires unter dem 25. September zugegangene Schilderung über den seinerzeit gemeldeten Kampf und Untergang des Dampfers Cap Trafalgar: Ich habe mit einem überlebenden Offizier des Dampfers Cap Trafalgar, der hier mit dem Dampfer Eleonore Woermann angekommen ist, gesprochen. Dieser hat mir den folgenden Bericht zur Verfügung gestellt, der mit dem an die deutschen Behörden gesandten übereinstimmt. Der Dampfer Cap Trafalgar verließ den Hafen von Montevideo am 22. August. Erst auf hoher Sce traf er ein deutsches Kanonenboot, von dem er einige Kanonen erhielt. Am 14. September wurde in nördlicher Richtung ein Dampfer in einer Entfernung von acht Meilen gesichtet. Bevor man die Flagge des Dampfers unterscheiden konnte, eröffnete dieser Feuer gegen den Cap Trafalgar. Es war ungefähr 12.30 Uhr mittags, als der Kampf begann, der bald einen heftigen Charakter annahm. Die Entfernungen schwankten zwischen 1500 bis 8500 Meter. Das feindliche Schiff stellte sich als der englische Dampfer Carmania heraus, der über die doppelte Anzahl Kanonen verfügte. An verschiedenen Stellen des Dampfers Cap Trafalgar brachen kleine Brände aus, und sowohl der Schiffsrumpf wie auch die Deckaufbauten empfingen Feuer sowohl über als auch unter der Wasserlinie. Der Dampfer Cap Trafalgar fing an. Wasser zu machen und neigte sich langsam nach Steuerbord. Aks die Schlagseite 30 Grad erreichte, konnte man keinen Gebrauch Kriegsfürsorge. Die Kriegshülfe, Verlag F. C. Schulte, Köln, Bischofsgartenstraße 5, führte an das Rote Kreuz eine neunte Rate von 265,35 Mark ab. Bisher hat die Kriegshülfe infolge ihrer Verkäufe an Künstlerpostkarten und Spezialkarten vom Kriegsschauplatz einen Gesamtbetrag von 2678,61 Mark an das Rote Kreuz abführen können. Außerdem spendete die Kriegshülfe für unsert Truppen 1800 Liederbücher und 3000 Ansichtskarten. Die Geschworenen, der nunmehr beendigten Sitzungsperiod(26 Herren) haben von den ihnen zustehenden Diätengeldern ein namhafte Summe dem Kriegsfonds überwiesen. Wollene Decken für unsere Soldaten. WTB Berlin,.Nov.1914.(Drahtber.) Der achte Woll aug des Kriegsausschusses für warme Unterkleidung ist gestern mit 25000 neuen Wolldecken, diesmal nach dem Westen, argegangen. Die bisher abgelieferten Wollzüge stellen einen Wer von beinahe 15 Millionen Mark dar. Die Teilnahme der Bevölkerung an den Bestrebungen des Kriegsausschusses dauert lebhaft fort. Es ist notwendig, die für den Kriegsausschuß bestimmten Spenden, auch gebrauchte wollene Hemden, wollene Handschuhe, wollene Decken und ähnliches in Berlin, Reichstag, Portal 2, einzuliefern, weil hier für eine sachgemäße Desinfektion dieser Zusendungen Sorge getragen werden kann, bevor die Weiterverarbeitung vorgenommen wird. Die Einlieferung wollener Decken neben wollenen Strümpfen und Wollhandschuhen ist augenblicklich besonders erwünscht. Mit wollenen Decker soll die Vorsorge der militärischen Behörden namentlich fü unsere in den Schützengräben liegenden Soldaten erganz werden, da solche Decken zu den etatsmäßigen Ausrüstungs gegenständen nicht gehören. mer m Schiiiffene s0 Grilberreich von den Kanonen machen, und in dieser Lage gab der Phrandken Machen.„ Kommandant, Korvetten=Kapitän Wirth, Order, den Dampfer in die Luft zu sprengen, um ihn nicht dem Feinde zu übergeben. Um.55 Uhr ging der Dampfer Cap Trafalgar in die Tiefe mit der Kriegsflagge im Topp, nachdem die Offiziere und Mannschaften ein dreifaches Hurra auf den Kaiser ausgebracht und das Flaggenlied angestimmt hatten. Der englische Hülfskreuzer entfernte sich nach Westen, weil ein an Bord ausgebrochener Brand nötiate, sich in Sicherheit au bringen. Bei dem Untergange des Das neue italienische Kabinett. WTB Rom,.Nov.1914.(Drahtber.) Durch ein königliche Dekret wurde Salandra mit der Bildung de Kabinettsbetraut. Wie die Agenzia Stefani aus zuverlässiger Quelle erfährt, setzt sich das neue Kabinett folgender maßen zusammen: Salandra: Vorsitz und Inneres Sonnino: Aeußeres, Martini: Kolonien, OrlandoJustiz. Carcano: Schatz, Daneo: Finanzen, Ciuffell öffentliche Arbeiten, Grippo: Unterricht, Cawasola Ackerbau, Zupvelli: Krieg, Viale: Marine. Riccio Post. Die Minisier werden heute nachmittag vereidigt. *000000MUNTR6R002DS SOSOP 20000000 00000000900000009000009909 09 90 :: Aus Kölns Nachbarschaft (A) Dorz,.Nov.1914. An einem der letzten Abende wurde en junger Mann von hier auf der Strecke der elektrischen Kleinbal Köln=Porz unweit des Grembergerwaldes von einem Triebwagen erfaßt und durch die an dem Wagen befindliche Räumer eine Strecke weit mitgeschleift. Hierbei erlitt er schwei Verletzungen des Unterkörpers. Zwei auf dem Wagen anwesen Aerzte leisteten die erste Hülfe. Von Porz aus wurde der May# sodann mittels Krankenwagen nach Kalk ins Krankenhaus gebrach Sein Zustand ist bedenklich.— Der Porzer Männergesangvere veranstaltet am Sonntag, den 15. d.., im Dilgenschen Sach ein Wohltätigkeitskonzerr zum Besten der im Felde steher * Die Kaiserin im Westen. Koblenz,.Nov.1914. Kaiserin ist heute mittag hier eingetroffen. Unter der Führu der Frau Oberpräsident von Rheinbaben besichtigte die Kaiserin Einrichtungen des Roten Kreuzes am Bahnhofe und besuchte auf in Begleitung des Oberpräsidenten und des Oberstabsarzt Dr. Rieder im Brüderhause und im Lehrerinnenseminar auf C. werth die Verwundeten, die sie reich beschenkte. Später besichtie sie die Verbandpäckchen=Anfertigungsstelle im Oberpräsidium. 2 Weiterreise erfolgte nach mehrstündigem Aufenthalte. Für Union, Kö Ludw. Spath 2., Sexta Zollinspektor Ehefrau PetSkat=Kasse 1 Friemann(3 Mechaniker H Theaterklub( A. Schoenke verein durch Louis Bolgih Mark, Schiek Bez. 10, Stad 25., Jubil der Barb.=, F Mark, Hch. J 19.04., L Fleischer=Inni straße, Köln=7 Berufsgenossen Ungenannt 5 .50., San Ungenannt 5 .02., We ., Berké Unteradse üssel 10 M. u. Guilleaun Ungenannt 5 8 Mark, El Erträgnis Th dyk, Haag 12 schule für Mä Art.=Reg. 9 114,25., N. 1870(2. Rate 100., Offi, 567,70.,: 1000., Bla lung Frau Er 11jähr hrigen Ar Lamanns 3 M Unteroffiziere anwalt Hirsch anwalt Webe standsetzungso Hugo Neumai Frau Hennes, Krummer Hu Lase Wer 2 Los eine gerade ungerade muss gewi In Köln Amtenbrink Nr. 62; Otto Prsulastraße erland indant ewidt, n. der k, der Küper sich in Rest itigkeit bundet Karl ansen, alten: einer tizrats inereieinrich tz aus pagnie Franz Herrn KollekBelgien denen h durch berarzt rch das uterKuhl Leopold Fröhe des Nethe Köln ierstelldw. der ikt Arzt m Feldlz von ners. bgeordischofs. ate von er VerschauKreuz unser: Speriode rn ein Woll gestern ben, abin Wer der Beiert lebhuß bewollene Reichspe Des ann, be* Einlenen ugen. 1 Decken tlich fü erganz üstungs Kölner Local-Anzeiger Nr. 310&a Jonntag, 8. November 1914 Seite 3. mnigliche ag de is zuver olgender Innere andoffell asola iccio vurde ei Kleinbalt Trieb findliche er schwei anwesen. der Man gebraß angvere## en Saci de stehen C 914. 2 Führu: niserin ichte hir absarz auf Obe besichtig um. erritrei Für unsere Soldaten Unterzeuge Normal-Hemden, Unterhosen, Unterjacken, Kniewärmer Lungenschützer, Leibbinden, Kopfschützer, Ohrenwärmer Gestrickte jacken und Westen, Pulswärmer und Socken in grossen Quantitäten zu sehr billigen Preisen. Kölner Fabrik- und Engros. Lager erbstbedarf!! Für unsere Hausfrauen Trotz anhaltend grosser Preissteigerungen in Wolle, Baumwolle und Leinenwaren verkaufen wir noch zu unseren alten billigen Preisen. Hemdentuche, Bettuch-Halbleinen, Bettuch-Biber, Handtuchstoffe Damen-Wäsche— Bett-Wäsche Kleiderstoffe—. Blusenstoffe— Unterröcke— Wolltücher in enormer Auswahl. n. Domstrasse 59-67. Heute bis 7 Uhr geöffnet Für das Rote Kreuz sind weiter eingegangen: Union, Kölner Klub für Rasensport 7., Assessor Krautwig 50., Ludw. Spath 20 M, Korbmacher=Zwangsinnung 30., Frau H. Schwarz 2., Sexta B des Aposteln=Ghmnasiums(2. Rate) 5., Ungenannt 10., Zollinspektor Wilh. Schröder 3., N. N. 1., Leonore Metzger 3., Ehefrau Peter Witsch 3., Untertertia des Realgymnasiums 17,65., Skat=Kasse 13,30., Ungenanut.26., Ungenannt 1., Elisabeth Friemann(3. Rate) 10., Oderbahnassistent Richard Eidner 0,50., Mechaniker Hubert Kogel 5., M. Schäfer 3., W. J. Lülsdorf 20., Theaterklub Goethe 154,60., Leonore Metzger 1., Peter Haag 20., A. Schoenke 10., Ungenannt 100 M, Kölner Lehrer= und Lehrerinnenverein durch Herren Bollig und Schiffelmann 500., Steuersekretär Louis Bolgihn 10., Wwe. Karl Dombrowsky 2., Karoline Frank 10 Mark, Schiedsmann des III. Bezirks 10 Mark, Kölner Jugendwehr 1914, Bez. 10, Stadthaus 15., Schiedsmann Heinr. Dahmen i. S. Gröne Propst 25., Jubiläumsgabe von Daul Scherr 15., A. B. Eichner. Rendant der Barb.=, Friseur= und Perückenmacherinnung 50., Karl Willmund 20 Mark, Hch. Jäger 50., Lehrer Hoppe f. d 7. Knabenklasse Klingelpütz 1 19.04., Lehrer Hoppe f. d. 7. Knabenklasse Klingelpütz 35 13,60., Fleischer=Innung(2. Rate) 20., Lehrperson der Schule Leuchterstr., Kirchstraße, Köln=Dünnwald 50., C. Roloff 6., Rhein.=Westf. BaugewerbeBerufsgenossenschaft Sektion V 21., Diplomingenieur Springer 20., Ungenannt 5., Ungenannt 1., Peter Breuer 28,70., Adolf Raffloer .50., Sauerwein 2,80 M, G. v. S. und M..20., Profenius.50., Ungenannt 5., N. N. 55., Ungenannt, von einem Lehrer gesammelt .01., Werner Dohm 10., Osthoff 20., Senatspräsident Michaelis 50., Verkäufer des Ehrenfelder Wochenmarktes 20., Johann Schmitz für Unteradschnitt lb 6,20., N. N. 2., Fabrikbesitzer Emil Giesen, Brüssel 10., R. N. 3., Arbeiter u. Arbeiterinnen der Firma Felten u. Guilleaume 102 Mark, Firma, Gebrüder Brausem 40 Mark, Ungenannt 5 Mark, Arbeiterinnen der Firma A. Heymann u. Co. 8 Mark, Ehefrau August Sandführer 1 Mark, Ungenannt 3 Mark, Exträgnis Theatervorstellung Restaurant Mandt, Nippes 12., I. Akkersdyk, Haag 125., Frau E. Silverberg 80., Klasse IIa Hohe Handelsschule für Mädchen 10., N. N. 5., 5. Munitions=Kol. 3. Abt. FußArt.=Reg. 9 VIII. A. K. 130,10., Erträgnis einiger Feldskat=Abende 114,25., N. N. 5., E. Ruegg, Zürich 20., Dank für Liebesgaben 1870(2. Rate) 10., Dr. H. Bungers, Wien.50., Emil Dahmen 100., Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften 2. Bat. Inf=Reg. 159 567,70., Bäcker=Zweigverband Rheinland 500 M, Rollmann& Rose 1000., Blanke& Co. G. m. b. H. 300., Ungenannt 40 M, aus Sammlung Frau Eva Meyer 1500., Erlös selbstverfertigter Handarbeiten der 11jährigen Annie Graumann 14., Frau Wwe. Lamanns 3., Frl. Else Lamanns 3., Frau Blumenfeld 50 Pfg., Malmedé& Geissendoerfer 200., Unteroffiziere und Mannschaften d. Bez.=Kommandos Deutz 112., Rechtsanwalt Hirsch, Opladen 100., P. Gendebien 20., B O. 10., Rechtsanwalt Weber 1. Vergleichssumme i. S. Lehmann& Röckerath 20., Instandsetzungswerkstätte des Art.=Oepots 13,50., Hans Kahlbetzer 100., Hugo Neumann, Dünnwald 25., Kölner Verein techn. Lehrerinnen durch Frau Hennes, Vorsitzende 300., Frl. H. Endemann 2000., Verein Krummer Hunde 36 M. An der sammelstelle Klingelpütz gingen ein für Liebesgaben: Aug. Bluhm, gesammelt in Klosterschenke 12., Bellinger 20., Schafkopf=Tisch der Kölner Liedertafel 10., Gesammelt von den Arbeitern der Fa. Louis Einmahl& Cie. 15,05., Anna Ensemeier 10., Frau Holzapfel 15., N. N. 75., Technische Beamten und Meister der Waggonfabrik Cöln=Ehrenfeld 79,50., Frau Inspektor Scholich 3000., Brückenbauer=Hochzeit durch H. Holler 6,40., Tüttenberg 50., Frau Wwe. Joh. Martin Becker 100., Frl. Kerkhoff 5., Rechnungsrat Scheidweiler 20., Kgl. Drei=Königen=Gymnasium 3., Lehrer Blumberg. von der Knabenklasse 2a, Köln=Holweide 10., Geschäftszimmer des LandwehrErsatz=Batl. Nr. 27 5., Joh. Steven 3., Kriegerkameradschaft 25., Sammelstelle Sülz Frau Wwe. Luise Frisch 3., Fein 10., durch Herrn Brinkmann für versteigerte Schmucksachen 67., durch Herrn Rost für eine Vorstecknadel 143., durch Herrn Rost durch Verkauf des Inventars des Ehrenfelder Clubs 361.10., N. N. 50., Frl. Dr. Herzberg 3., Rechtsanw. Dr. Ari Meyer 50 M, Sparbüchse der kl. Hildegard 2., Frau Reg.=R. Neumeister 5/M., Knabenkl. d. Schule Eigelstein(Lehrer Berger) 10., Freudenstrahl 73., Fremdwörterliste der Kanzlei des Dostscheckamts 4,75., Kegelklub Hopfenblüte 32,55., Wehrmann Schönich 6., Frau Wwe. Joh. Carl Mart. Becker zum Andenken an ihren verstorbenen Gatten 1. Rate 500., 2. Rate 100 M. Ferner wurden Liebesgaben an der Sammelstelle Klingelpütz abgegeben von: Elisabeth Junker, F. R. Cull, Bahr und Quitto, J. Mesen, Frau A. Fremery, Frau Phil. Wolfs, Robert'Hooghe, Straßensammelkasten Peters, Kolvenbach, Vaterländischer Frauenverein Troisdorf, Schumacher, I. Werner, Evangel. Schule Köln=Nippes, Klasse 1a, Gebr. Peltzer, Herm. Otto Caesar, Wenz, Schule Melaten, Frau M. H. Schönen, B. Rothschild, H. Bungendorg, A. Noack, H. Bommertz, Amsterdamsche Caoutchouc= Compagnie G. Siegheim& Co., Schule Heinrichstraße, 3. Klasse, Milchsack, Dohmen, Knabenklasse 7a der Schule Borsigstraße, G. Liffmann, Poensgen & Co., Jakobine Schlüssel, Frau Wwe. G. Worringer, Oskar Nebel, Franz Bataille, Frau Justizrat Braubacher, Oberschaffner Knemeyer, Frau Oberbürgermeister Becker, Deter Neukirchen, Tüttenberg, Guttmann, W. Pfannkuchen, Louis Knöchel, Korff, Frau Krause, Rud. Ibach, Ernst Ribbert, Adolf Apfel und Theooor Köttgen II, Beuz, die Trägerinnen der Kölnischen Zeitung und des Stadt=Anzeigers, 4. Mädchenklasse der Schule in KölnKalb, Hollweghstraße, Kröly, Klara Bersgen, Vaterländischer Frauenverein Bezirksgruppe Münstereifel, Haupteisenbahnwerkstätte A 2, Frau E. Thiel, Sammlung der Herz=Jesu=Pfarre, Offermann, Liedesgaben gesammelt von der 2. Knabenklasse der Schule Berrenratherstraße, ein Schuhmacher mit vier Kindern, Liebesgaben gesammelt von Max Schwab, Sekunda=Realschule Spiesergasse, Reip, Spohr, Zerres, Joseph Eck. Frau Wwe. Ullmann. E. Laiser, Maria Beuzel, Liebesgabensammelstelle der Kölnischen Volkszeitung, Frau Rechnungsrat Peus quens, Willy Habrich, Beamten und Unterbeamten und Aushelferpersonal des Postamts XII und der Postämter VIII und III durch Vermittlung des Postinspektors Herwagen, Rechtsanwalt Dr. Brünell, Eugen Joseph, Fische nich, Guttmann, Frau Pusch, Die Beamtinnen der Eisenbahndirektion Adolf Cöllen, Frau Wellingrat, Haupteisenbahn=Werkstätten Rödrenwerk stätte Abt. A 7, Sammelstelle Niehl=Merheim, Kath. Knaben= und Mädchen schule Köln=Merheim, Kath. Mädchenschule Köln=Niehl, Jungfrauen=Kongregation Köln=Merheim, Pfarrer Knothe, Hauptlehrer Tomas, Kilian, Verhoven, Bämkes, A. Fett, Frau Becker, Rosellen, Schenkel, in Merheim, Evang. Gemeindeschwestern Köln=Nippes, Gärtner Pesch, Direktor Drucken müller, Agnes Kastenholz, M. Faßbender, Müller in Niehl, Frl. Lindenberg, Frau Fremery, Frau Strinberg, Frau Klinghammer, Frau Karl Grates, Evangel. Schule Palanterstraße, Mädchenschule Köln=Sülz Klasse 5b Weidmann, Spilker, Frl. Thome, Frau Meidaum, Gebr. Bing Söhne Kauffenbach, Frau Prof. Kuth, Frl. Helene Schung, Schule Antoniterstraße Frau Bong, Frau Wwe. Decker, Sammelstelle Aachenerstr., Frau Wilhelm Baum, Frau Hartmann, Schuhmacher, Frau Zeitschel. Pfarrer Oberreuter Frl. Ingenohl, Frau Clemens Dahmen, Daul und Willi Albermann, Hedwig Albermann, Frau Scheuer, Frau Präsident von Weegmann Emil Tillmann, Grete Endriß, Schülerinnen des katholischen Lyzeums, Finchen Dohmen, Fräul. Lotte Strunk, Pauline Stöcker, Frau Paul von Andrea, Frau Ohse, Kohnen, Sanitätsrat Abels, Frau Ohlert Fräulein Mosebach, Mülder, Liffmann, Marthe Parsch, Martha Paeschen, Frau Siemens, Kunstverein Patrie, Sanitätsrat Rumpf, Hans Penkert, Simon, Mädchenklasse in Spich, Esser, Frl. Math. Schmitz, Frau Freyberg, Frau Krause, Hof, Wilh. Dahmen, Frau Pagener, Frau E. W. Frau Oderforstmeister Ramschthal, Frau Landrat Kunze, Frl. Bungard, Frau Eltzbacher, Frl. Kind, Frauenverein der Farbenfabriken vorm. F. Bayer& Co., Frau Baurat Bouressi, Zentrale für freiw. Hilfs= und Samariterdienst, Stadthaus, Zimmer 111, Professor Meder, Frau Engeldert Thill, Otto Betzler, Frl. Thelen, Frl. Dumont, Schule Zülpicherstr., Frl. Blumenthal, Frau Hippe, Familie Reig, Iörres, Szohr, Frau Julius Frankenstein, Frau Haudi, Frau Kazzus, Frau Gottschalk, Elisabeih Klever, I. Doster Rentzel, Schule Stammheim, Vaterländischer Frauenverein Kempenich, Therese Außem, Franziska Schwarz, Jungfrauenkongregation Fliesteden, Mädchenhort Georgstraße, Weth, Verein Weingutsbesitzer, Christine Körner, Frau Schiff, Kuhlmann, H. Heimann, Mädchenschule Pipinstr, Helbach, Verschiedene städtische Schulen, Frl. Kulbach, Frau Schnitzler, Schneider, Frau C. Stern, Frau Pusch, Professor Meder, Frau Lellingrath, Franziska und Katharina Baum, Heimarbeit Cöln=Mülheim, Keltenich. Sammelstelle Nippes(Leiter Kammersänger Rost): Christine expers, Joh. Schmitz, J. Ohms, Chr. Schmelzer, Frau Joh. Flatten, Frau Bauer, Frl. Rosa Herpers, Engelbert Fay, N. Wiesem, Frl. L. Bauer Fritz Klein, Angestellte und Arbeiter der Firma Ernst Pohlig& Co., 5aKlasse der Mädchenschule Steinbergerstr., E. Kott, Jakob Weinbach, Her mann Höllgen, J. Neißen, A. Mohrholz, Schmitz, 5. Knabenklasse der Schule in der Kretzerstr. Alb. Papst, Grete Freis, Frl. Bender, Frau Gust. Jordan, Mißling, Hötgen, M. Jülich, Otto Hungenbach, 5. Klasse der Mädchenschule Gellertstr., 4. Klasse der Mädchenschule Gellertstr. Hierbei befinden sich Gaben von größtem Werte. Besonders zu erwähnen sind als Schenker: Ernst Ribbert, Sammluug d. Herz=Jesu=Pfarre, Jos. Eck, Weingroßhandlung, Frau Prof. Siegert. Im Festungslazarett Im Dau eingegangene Liebesgaben: Bündgen, Verein vom Roten Kreuz. Quorta des Kaiser=Wilhelhm=Gymna= siums, Quinta des Kaiser=Wilhelm=Gymnasiums, Frau Wahl, Schule Vor den Siebenburgen, Schule Perlengraben, Frau Lommerzheim, Frau Pro fessor Bleibtreu, Prosessor Bleibtren, Frl. Reinshagen, Schleiden, Lehrer Schmitz, Arm.=Batl. II, 3. Komp., N.., N.., Lehrerin Frl. Winter, Kinder der Königin=Luise=Schule, Schulkinder aus Kalk, Frau Felix von Mallinchrodt, Frl. Dickopp, Almers, Frl. Guilleaume, Frau Trimborn, Frau Klaholt, Frau Weyand, Frau A. Burg. Leichtverwundeten=Sammelstelle Cöln, Handelshochschule: vom Obstverein Lechenich, Frau Below, Frau von Stein, Frau M. Char lier, Frau Wolff. Frau Makenstein. Im Augustahospital: Albert Bing. Außer den in natura überwiesenen Gaben gingen bis jetzt in bar ein: rund: M. 1100 623. Lotterie Gesamtwert der Gewinne Lose 2 H.— 2 Lose 1 ungerade Nummer4 Porto und Liste 30 Pf extra C. Kräger Wer 2 Lose kauft eine gerade u. eine ungerade Nummer muss gewinnen!! Berlin W 8, Friedrichstr. 193a „In. Köln a. Rh. bei Franke& Cie., Hohestr. 40; Friedrich Antenbrink G. m. b.., Schildergasse 30; Jos. Huth, HoheWrnlastraße gapder maun, Brückenstr. 23: Franz los. Bürger. F. Bluhm Billiger Verkauf in allen Abteitungen unseres Hauses Die Ausgabe der Kriegsgutscheine auf Lebensmittel dauert fort. Pallabona unerreichtes trockenes Haarentfettungsmittel, entfettet die Haare rationell auf trockenem Wege, macht sie locker u. leicht zu frisieren, ver„ hindert Auflösen der Frisur, verleiht seinen Duft, reinigt die Kopfhant. Ges. gesch. Aerztl. eupfohlen. Dosen K..80,.50 u..50 bei Damenfriseuren, in Parfümerien. Nachahmungen weise man zurück. c“ dem Berlich No. 3. Die zur Masse gehörigen Waren: fertige und angefangene Decken, Kissen, Gobelins, Stickereien, Paramenten und Stickmaterialien werden vormittags von 10—12 und nachmittags von 2½—4½ Uhr freihändig gegen bar verkauft. Auch die Ladeneinrichtung wird verkauft. Diese besteht aus: 2 großen Glasschränken, Laden=— kästen, Ladentheke, Schreibpult, und Warenregalen. Schluß des und Ausstellungstischen, GlasSchubladenschränken, Spiegeln, * Verkaufes: Montag, den 9. November. Erste und älteste werden gebeten, frei werdende Stellen für die Mitglieder der Kathol. ArbeiterII vereine Kölnsb. Kath. Arbeitersekretariat *“ Annohaus, Annostr. 80, anzumelden.“ Erfolg hat Ihre Anzeige im L A Messerputzmaschinen, Wringmaschinen repariert schnell gut u. bill. Ersatzteile vorrätig. Jakob Auen, Kupfergasse 29. Fernspr. B344. b Reuwäscherei für Kragen, Manschetten und Hemden liefert nach wie vor tadellose Wäsche bei größter Schonung derselben J. Renner=Fauchon, Teieshork. * 1 Seite 4. Letal-unneiger Nr. 310&a Sonntag, 8. November 1914 0 Aus Kölner Feldpostbriefen. Im Schützengraben. Gasberechte 9 73 Schützengraden für alehende Schülzen Feuerlinke B. Brusrwehr erschr. de wegen Fale nicht ürfer gegraben werdenhen A- Armaufleger Zwischen Toul und Verdun, 21.0kt.1914. Da die Postverbindung jetzt, wie es den Anschein hat, gut zwischen euch und mir funktioniert, so daß ich alles erhalten habe, die Zeitungen sogar innerhalb ganz weniger Tage, will ich euch zum Dank allerlei Kriegserlebnisse mitteilen. Zunächst liegt unsere Brigade nunmehr schon drei Wochen dem Feinde so nahe, daß wir nachts selbst das Feuerkommando des Feindes, der meistens Salven schießt, hören können; sehen können wir von den Franzosen nichts. In Schützengräben, für die wir uns aus dem nahen Dorfe Stroh, Decken und anderes mitbringen, verleben wir nun den Tag und die Nacht, oft ganz in Ruhe, hin und wieder auch in großer Spannung, wenn das französische Gewehrfeuer sich verstärkt, oder noch schlimmer, wenn die französische Artillerie den Waldrand, in dem unsere Stellung ist, mit heftigem Schrapnellfeuer bestreicht. Immer aber erwarten wir ungeduldig das Bataillon, welches uns für einen Tag ablöst. Lautlos ziehen wir dann, einer hinter dem anderen, in völliger Dunkelheit aus dem Walde ab, und marschieren noch mehrere Stunden in die Nacht bis zum nächsten Dorfe. Hier steht dann das warme Essen bereit, aber schnell vergräbt sich die ganze Kompagnie in einer großen Scheune im Stroh. Haben wir doch jedesmal eine lange Nacht durchgemacht, immer in Erwartung eines französischen Durchbruches. Im Bett habe ich nur einmal, in Saarlouis, Anfang August, geschlafen. Am nächsten Morgen gibts dann heißen Kaffee; die Post und Liebesgaben werden ausgeteilt. Um Zwölf wird gegessen; jetzt ist das Essen ausgezeichnet: Erbsen, Bohnen, Fleischuppe mit Reis. Dann empfängt jeder Korporalschaftsführer Brot und Speck für den folgenden Tag, wo wir ja wieder die Stellung vor dem Feinde beziehen. Um 4 Uhr nachmittags marschieren wir dann dorthin ab zur Ablösung. Diese wenigen Stunden benutzt jeder, noch rasch für sich abzukochen, Kakao von den Liebesgaben usw. Ich selbst habe das Kochen im Kriege gelernt: eure Maggiwürfel kochen, Speck ausbraten! Auch das Gewehr und der Anzug werden in dieser Zeit gereinigt. Zuweilen werden auch Leute zu dem kriegsnotwendigen Requirieren ausgeschickt, besonders nach Wein. Die Dörfer sind jedoch fast ganz verlassen, die meisten Männer im Krieg. Unsere gutmütigen Soldaten nehmen nur, was sie nötig haben, ja sie teilen sogar Kaffee und Brot mit den armen Leuten. Nun noch etwas über das Leben im Schützengraben; es geht genau so zu, wie es in eurem mir zugesandten Gedicht famos geschildert ist. Auch wir haben zuweilen viel Spaß; als z. B. die Franzosen am 18. d. M. abends plötzlich heftig schossen, nachdem sie sich tagsüber in den letzten von ihren drei Schützengräben verzogen hatten, wurden sie von uns anstatt mit Gewehrfeuer mit lautem Gelächter begrüßt. Sie schießen immer aus es allein von der Brigade gemacht hat, mit Verlust von zwei Toten und zehn Verwundeten das Lob des Generals geerntet. Wie wir uns am 21., für einen Tag abgelöst, wohlgemut ins Dorf begeben wollen, sehen wir, wie dieses von französischer schwerer Artillerie beschossen wird, und zwar war es auf unsere Munitionswagen am Dorfe abgesehen. So gerieten um 12 Uhr nachts auch einige Granaten in Häuser, eine gerade in eine Scheune, wo die Kriegsfreiwilligen schliefen— für die eine nette Feuertaufe, doch keiner tot oder verletzt. Der ganze Krieg ist für jeden einzeln eben Glückssache. So wurden beim letzten Wehr e A hukrerwehr „* K Brant Ise Wehr □ Aie 4 Arn Groben- Schle Scheiten-Nehr. Stand für Schülzen HL Aus dem Schützengraben sendet ein Kölner Landwehrmann folgenden Feldpostbrief vom 18. Oktober 1914, der wohl viele Leser interessieren dürfte, die auch einen Lieben in den Feldbefestigungen in Nordfrankreich wissen. Schützengräben haben wir sowohl wie die Franzosen längs der ganzen Linie eingerichtet. Sie ziehen sich in dem gebirgigen Gelände längs des Randes der Kiefernwaldungen hin, mit denen die Höhen hier bedeckt sind. icherer Deckung heraus, ohne uns zu sehen. Unser Bataillon dagegen hat für den nächtlichen Sturmangriff am 12. d.., den Der Boden hier eignet sich sehr zur Anlegung dieser Gräben. Unter einer 20 Zentimeter hohen Erdschicht befindet sich eine tiefe Schicht von Mergel und Ton. Letztere Schicht trocknet schnell aus; und so sind die Gräben dann wenigstens nicht feucht. In diesen Gräben haben wir jetzt seit Wochen unseren Aufenthalt. Wir führen das reine Wild=Westleben. Die Inneneinrichtung dieser Wohnungen ist sehr einfach. Der Boden ist mit Stroh belegt; d. h. wenn man Glück hat. Manche Nacht allerdings haben wir auf dem kahlen Erdboden liegen müssen. Stroh holen wir uns in den Abend= und Morgenstunden von den Aeckern, die zwischen uns und dem Feinde liegen. Es sind ungedroschene Haferund Weizenhalme. Unsere Tornister dienen abwechselnd als Sitz, Rückenlehne und beim Schlafen als Kopfkissen. An den Deckenbalken hängen Brotbeutel und Helme. Eßgeschirre und Brote liegen auf ausgehauenen Wandbänken. Während des Tages kann man die Gräben nur selten verlassen. Der Feind ist sehr wachsam. Wenn er nur einige Soldaten sieht, hui————bum! sausen mehrere Schrapnells herüber. Schon manche sind ein Opfer ihrer Unvorsichtigkeit geworden. So liegen wir denn den größten Teil des Tages schlafend auf unserem Divan“. Der Schlaf wird unterbrochen durch„Mahlzeiten", durch Erzählen, Rauchen und Briefschreiben. Jede Gefechtsgruppe unter Leitung eines Unteroffiziers hat einen Abschnitt des Schützengrabens für sich. In jeder Gruppe muß bei Tag und Nacht ein Mann als Wache stehen, damit im Falle eines Angriffs sofort alles gefechtsbereit ist. Morgens holt ein Mann an der Feldküche den Kaffee, der für den ganzen Tag vorhalten muß. Gleich ist alles munter und verzehrt mit Behagen ein Stück trockenes Brot. Erhöht wird der Genuß, wenn von der Kompagnie ein Stück Käse oder Speck dazu geliefert wird. Dann ist Festtag. Groß ist auch die Freude, wenn im Anschluß an den Morgenkaffee Liebesgaben verteilt werden! Wir stellen da den Kölnern gern das Zeugnis aus, daß sie sehr gut für uns gesorgt haben. Viele Kameraden konnten mit warmem Unterzeug versehen werden. Und auch mit Zigarren und Tabak sind wir augenblicklich gut versehen. Das tut aber auch not. Denn ohne Rauchen würde man nur schlecht über die Langeweile des Tages hinwegkommen. * Sturmangriff eine ganze Reihe von uns an Helm und Tornister ohne Schaden getroffen... K. E. Unangenehm ist es für uns, daß das nächste Dorf, ein areliger Ort, ungefähr eineinhalb Stunden weit entfernt lieg Infolgedessen haben wir unter Wassermangel zu leiden. Waschist unerhörter Luxus, dem nur dann gehuldigt werden kan wenn wir so nach 8 bis 10 Tagen einen Tag lang zur„Erholunins Dorf kommen. Dann wird im Bach gründliche Reinigur vorgenommen, d. h. wenn einem nicht, wie mir geschah, Unglück passiert, daß der tückische Bach die Seife entführt. Abdurch solche Kleinigkeiten läßt man sich die Laune nicht verderbe; der Humor ringt sich immer wieder durch. Drollige Scherze werd# immer wieder von Spaßvögeln vorgebracht. Unter solchen Ur ständen lernt man hier auch Dinge schätzen, die man sonst Mann kaum beachtet hat. Zu diesen gehört namentlich die Schet lade, die man darum in keinem Paket vergessen sollte. Das so ein kleines Bild aus unserem Kriegsleben. 8 Nach dem Frühstück beginnt gewöhnlich hüben und drüben der Kanonendonner. Daran hat man sich allmählich gewöhnt, mit Aufmerksamkeit verfolgt man den Weg und das Aufschlagen der Geschosse. Aber nicht immer geht die Sache so harmlos. Oft durchleben wir schreckliche Stunden, dann nämlich, wenn die Artilleriegeschosse unsere Gräben zum Ziel haben, so daß Staub und Aeste nur so umherwirbeln. Dann liegen wir eng aneinander geschmiegt und beten aus tiefster Seele zu Gott. Ein Artilleriekampf ist für uns etwas Unheimliches, da man den fürchterlichen Geschossen völlig wehrlos preisgegeben ist. Wie ich schon andeutete, sitzen wir auch manchmal plaudernd im Kreise. Die„Kriegspfeife“ qualmt, und frisch sprudeln Rede und Gegenrede. Von den Kriegsereignissen wissen wir fast nichts. So ergehen wir uns in Vermutungen, bei denen der Wunsch Vater des Gedankens ist. Der gefallenen, vermißten und verwundeten Kameraden wird gedacht, am öftesten aber eilen Gedanke und Wort zur Heimat, den Lieben daheim. Glückliche Heimkehr! Das ist ja kaum auszudenken. Eine willkommene Abwechselung ist es, wenn sich eine Zeitung hierher verirrt. Ist sie noch so alt, sie wird immer wieder mit Interesse gelesen. Das Mittagessen erhalten wir erst nach Einbruch der Dunkelheit. Es ist den Umständen nach gut zubereitet. Die Nacht ist keines Menschen Freund. Hier beschleicht einen bei herabsinkender Dunkelheit ein Gefühl aufregender Spannung. Besonders ist das jetzt der Fall, wo das Fehlen des Mondlichtes das Gelände unübersichtlich macht. So gerne möchte man am Abend in dem Kiefernwäldchen spazieren gehen, die vom Hocken und Liegen schmerzenden Glieder etwas zu beleben. Aber da sausen alsbald Flintengeschosse herüber. Die französischen Vorposten schießen nämlich alle 10 bis 15 Minuten ziellos nach unserem Lager hinüber. Fast kein Abend vergeht ohne heftige Gefechte an irgendeiner Stelle der weitausgedehnten Linie. So ein Nachtgefecht ist fürchterlich. Man sieht vom Gegner fast nichts. Gewehre und Maschinengewehre knattern. Die Kanonen brüllen, zischend jagen die schweren Geschosse durch die Luft und zerplatzen mit furchtbarem Knall und blendendem Feuerschein. Vor dir, hinter dir, rechts und links schlagen die Geschosse ein. Und tausendfältig zischen die Infanteriegeschosse durch die Luft, glücklicherweise gehen sie meist In Unterständen. Unterschlupf Sonelic “ 2, den 13. Oktober 1914. Bei den Nachrichten aus dem Felde wird manchem Leser in lieben Heimat schon das Wort Unterstände aufgefallen sein, oh daß er recht wußte, was er sich eigentlich denn darunter vorstellen so Ich habe nun schon eine Reihe von Tagen im Unterstande gebracht und befinde mich augenblicklich wieder in ein solchen. Für Unterstände könnte man mit etwas Humor das We Feldkaserne setzen. Sie dienen den hinter den Schützengräbe in Reserve stehenden Truppen als Wohn= und Schlafstätte Außerdem bieten sie ihnen Schutz gegen Sprengstücke v Artilleriegeschossen und lassen den feindlichen Flieger die A stellung der Reserven schlecht erkennen. In Anbetracht der let genannten Zwecke werden sie, wenn möglich, an einem de Feinde abgewandten Bergabhange in einem Waldstücke angeleg Ihre Grundform ist zweifach. Gewöhnlich und am einfachst werden etwa einhalb Meter tiefe, Körperlänge breite Gräbausgeworfen, und zwar so lang, daß sich in jedem eine gan Kompagnie, Mann an Mann, nebeneinander hineinlegen kan Die zweite Form ist die, daß im Umkreise zerstreut, rech eckige Gruben geschaffen werden, die in Breite und Tiefe gleichen Maße zeigen, wie die Gräben. In ihnen werden Kompagnien in Gruppen von drei bis vier oder mehr Man je nach Raum, verteilt. Bezüglich der Wärmeverhältnisse si letztere vorzuziehen. Bei beiden Arten wird der Boden m Stroh belegt und aus dünnen Holzstämmen und Reisern Dach hergestellt, in welchem bei den Gräben in Abständen v zwei bis drei Metern ein Eingang frei bleibt. Das gan wird schließlich zur größeren Dichtigkeit mit Rasenstücken u Erde bedeckt. Auch in den Schützengräben selbst befinden### Unterstände, die in der Bauart den anderen ähnlich sind. Wie überall in menschlichen Ansiedelungen finden sich auch den Unterständen als niedliche Gesellschafter Mäuse ein, die dem ungedroschenen Stroh einen reichgedeckten Tisch und im Da: einen warmen Aufenthaltsort finden. Zum Danke dafür verr stalten sie dann allnächtlich ein musikalisches Freikonzert! H. fordert. Einen Angriff bei Tage werden die Herren Franzosen kaum wagen—; er müßte fürchterlich für sie enden! Zur Nachtzeit gilt es, klug und vorsichtig handeln. Gestern abend bin ich als Führer mit einer Patrouille vorgegangen, während rechts und links von uns heftige Gefechte tobten. Als wir etwa 300 Meter vor waren, bekamen wir plötzlich von links her Schützenfeuer. Wir zogen uns deswegen etwa 50 Meter zurück. Von 7 bis 11.30 Uhr dauerte unsere Mission. Zur weiteren Sicherung werden bei Dunkelheit Leuchtbomben geworfen, die einen großen Teil des Geländes beleuchten. Kölner E Et ehzte wann der sielezick kom sin en der ganz schwei gebraht, un Däg zo Kö französche Jitz litt hä un aach Kir We ville e Feinde vörk M Ein amerikanischer Bischof über Deutschlan Einem uns zur Verfügung gestellten Briefe einer Belgien ausgewiesenen deutschen Dame, die nach den einigten Staaten hinüberfuhr, entnehmen wir folgendes: Es waren viele Deutsch=Amerikaner an Bord des Nordd die sich alle begeistert über Deutschland äußerten. Einem, einmal dagegen sprach, wäre es beinahe schlimm ergang wenn seine Frau ihn nicht in die Kabine gezogen hätte. Am Sonntag las ein amerikanischer Bischof an Bord h. Messe und predigte zuerst in Englisch und dann in Deu Er sagte u..:„Im Juli reiste ich freudigen Herzens### Deutschland ab, aber ich kam tieftraurig an, denn alle Vohatten sich gegeinander erhoben. Ich wohnte einer Messe die von einem Kardinal unter freiem Himmel gelesen ur vermutlich Kardinal von Bettinger von München], und dem 20 Soldaten anwohnten. Er segnete die Waffen, indem er an Militär eine kleine Ansprache richtete. Es war ein äußerst eindrs voller Augenblick. Ein Volk, das so vorbereitet in den# zieht, ist nicht fähig, die Unmenschlichkeiten zu begehen, de man es anklagt. Es ist die Pflicht jedes Deutschen, der Amerika ist, sein ursprüngliches Vaterland zu verteidigen, er muß Deutschland lieben, wie ein Kind seine Mutter l und Amerika, wie ein Bräutigam seine Braut.“ Das klingt beträchtlich anders, als wie unlängst laut gendene Stimmen aus England, an die man in diesem Zusamn hange sofort denkt. Geföhle hau Dä ich n Zaldat, son gesund wor, Schlag kräg sching stun Nor c paar Mann, dä de kräftigste för ville Ir litt jitz en vun uns dü künne, wen hatt un schn Et wor Messedenere Als mer en unger huhe, Zivilgefange männer ben fache, glatte un zwei Kre zo, Fööße vu perr Belgier Franzusekirc begrave lige Ich han nich doch in arn it lieg Waschn kan holun inigur ah, de er. Abederber werl en Ur onst Schei Das Kölner Local-Anzeiger Nr. 310&a Sonntag, 8. November 1914 * Seite 5. 914. er in ein, oh ellen so nde n ein s Wo engräbe afstätte ücke vr dsie Ar der letz iem de angeleg infachst Gräbe se gan en kan it, rech Liefe rden r Man nisse si oden m isern nden vi as gan cken u. nden s id. h a u c h n, die im Dar ür vera t! H. fesche Mäntel aus wolligen, hochmodernen Stoffen mit behaglichen Taschen und reich garniert. 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Eigentlich sin en der vörrige Woch veer Gefangene gestorve; ävver die ganz schwer Kranke un Verwundete wäden von he no Kölle gebraht, un su sin drei vun dä veer, nodemm se noch kein zwei Dag zo Kolle worc, do gestorve, unger denne och dä arme sche Krebskranke, vun dem ich ald fröhter verzallt hann. litt hä ald deef em Graav, un doheim waaden de Frau un aach Kinder op der Vatter, dä niemols mih zorück kütt. We ville ein en Fäll müge wahl bei uns esu got we bei uns Feinde vörkummen? Un üvverall, he we do, eß der gliche Ssräsie han uv minschliche Häße schlage, die de gliche Dä ich no koot vör Allersiele begraven hann, dat wor keine Zaldat, sondern ne belgische Zivilgefangene, dä ganz kräftig un wor, der upverhaup nix fählde, un dä ganz plötzlich ene Schlag kräg, ömfeel un tireck dut wor. Et wor, we em Dudesching stund, ene„Wegearbeiter, 39 Jahre alt, verheiratet“. Nor c paar Woot, un doch, wat litt nit all dodrenen. Ene Lunn, di en schwerer Händearbeid si Brut verdeene moot, en de######e Johre, no minschlichem Ermesse vielleich noch nüdig för ville Johr för Frau un Kinder, stirv em fremde Land un lur jitz en fremder Aer. We vill Dausende un aber Dausende vun uns dütsche Familije hann met inne et gliche Schicksal un künn., wenn et och uns Feinde sin, et doch inne noföhle, we hatt un schmätzlich su e Gescheck eß. „Et wor ene dro e Norge, als ich met dem Köster un de Messedenere no der Heid erusfohr, öm do dä Dude zo begrave. en dem Leichehuus ankome, dat hinger dem Lazarett unger huhe, dunkle Danne verborge litt, stunnten alle belgische Zivilgefangene, die mer he hann, vun en Reih Landwährmenner bewaach, em Halvkreis öm dat Huus eröm. Ne einface, atte Larg, brung gestreche, stund do, zwei Kääze brannte, un zwe. Kranze, for die de Metgefangene gesammelt hatte, loge zo Fooße vum Sarg. Nodemm ich in engesähnt, wood hä vun perr Belgier opgehovve, un no gingk et üvver de Heid nom Franzusekirchhoff, wo vum Johr Sibbezig her noch 45 Franzuse bigrgve lige, die domols he gestorve sin. Ich han ald mänch Begrävnis gehalde, ävver hück, dat dät mich doch besondersch packe. Während et„Miserere“ en der düstere Hervsmorgen erusklung, un ming Stemm doch e beßche vun dem verrode dät, wat en mingem Hätze vörgingk, frogden ich mich:„Moot et dann sin, all dat Leid un dä Jammer, dä furchbare Kreg, un Dut un Verderve en de schrecklichste Gestalte? We groß, we unbeschrievlich groß eß doch vor unsem Hergott de Verantwodung för die, die schold sin an dem Kreg un in uns opgezwungen hann. Wenn einsmols unse Kaiser räuig un ohne Furch si Haup zom letzte Schlummer hinläge kann, dann mössen die zeddere vörm Gereech, die im et Schwäät en de Hand gedaut hann. Un no kome mer am Franzuse=Kirchhoff an, wo e fresch Grav usgeworfe un met Dannerieser geschmöck wor.„Das Grab auf der Heide!“, su fohr et mer durch der Senn, als lantsam der Sarg erundergelohße wood; hatt ich wahl jemols gedaach, dat ich unger su en Oemständ he ens einer begrave wöbd? Als de Zeremonie zo Engk un die Vatter unser gebäät wore,— Prädige am Grav geschüch nor, wann ene Zaldat begrave weed—, do troten die gefangene Belgier einer nom andere an et Grav un worfen en Handvoll Aed op dä Sarg, dä de Uevverreste vun ehrem Kamerad borg, un en mänche, mänche Auge sohch ich en Tron glänze. Dann gingk et stell un gedröck widder en et Gefangenelager zoröck, un mih we einer mag wahl gedaach hann: „Wä mag no wahl der nökste sin?“ Do ich no eimol drußen op der Heid wor su blevv ich tireck do, om met de Franzuse ze üvverläge, we se am beste an ene Kranz köme, dä se om Franzusekirchhoff för ehr Kamerade vun Sibbezig nidderläge wollte. Unger uns Gefangene eß nämlich och eine, dem singe Vatter em Johr Sibbezig och he gefange wor, un dä domols he gestorve un begraven eß. Dat dä Sonn no ganz besondersch drop versesse wor, singem Vatter no su ville Johre noch en Ihr erwiese zo könne, ka'mer sich denke, un do unse Kummandant domet enverstande wor, holf ich dä Gefangene gähn, dat se zo'em Kranz kome. Bahl sooß ich em Zemmer vun dem französche Pastur, un winnigstens en fuffzehn Franzuse, „de bövveschte Zehndausend", Sergante un Adjudante un esu en ähnliche Kääls öm mich eröm. No wood große Rot gehalde, wat am beste zo dun wör. Gesammelt hatten se noch nix, ävver se strunzte, dat se winnigstens hundert Mark zosamme krägte. Dat wor e Gebubbels un e Gebabbels, dat mer si eige Woot nit mih verstund, un als die Setzung am Eng wor, woß ich nit mih esu rääch, ov ich en Zokuuf besser Französch oder Dütsch künnt. Do se ne Metallkranz han wollte, dä för immer sich heel, säht ich, öm dem Strick en Eng zo maache:„Hödt ens, ehr Franzusegesöms! Dat geiht nit! Bes Allersiele kritt'er keine Metallkranz mih met en er öntliche Opschrevv. West'er wat? Ich fahre dise Nommedag no Kölle un kaufen üch ene staatse, große Kranz met ener schöne Schleif; wann'er dann noch düchtig Geld üvorig hat künnt'er noch luuter ene Metallkranz kaufe, denn der Kreg eß noch nit zo Eng, un mer wellen üch noch jet he behalde.“ Met dem Vörschlag woren se all enverstande, un nodemm mir dä französche Köster un Urgeleß, dä met zo de„bövveschte äre“ gehööt, gesaht hat, hä hätt nor ei Sackdoch, ov ich im nit ei metbränge künnt, domet hä sing Mau nit zo ärg en Anspruch nemme mööt, maat ich mich op der Wäg, öm der Kranz zo bestelle. Ich han dann och ene rääch schöne maache lohße, un op der Schleif stund gedröck, natürlich op Französch: „Die französischen Kriegsgefangenen von 1914 ihren Kameraden von 1870.“ För der folgende Morge— et wor der Samstag vör Allerhellige— hat ich Bichstohl för de Gefangene angesatz, un ich wor wirklich neugeerig, we vill do wahl kumme wööte. Do minge Kaplon Englisch we Wasser bubbelt, su sollt hä de Engländer un ich de Franzuse Bich yure. Als ich e paar Dag vörher dä französche Pastur frogde, we vill wahl vun dä Frau zuse zom Bichte köme, meint' hä, wann et zwanzig wöre, dann woren et vill. No denk mer sich: beinöks 6000 französche kattolische Männer, un dovun bichte 20! Grad no, bevör ich an dem Samsdagmorge zom Gefangenelager gingk, hat ich die Freud, dat ich die Nohreech kräg, dä französche Pastur dörf de hellige Meß lesse un och Bich höre. Dat dät för mich en öntliche Hölf bedügge, un su gingk ich met fruhem Hätze zo mingem französche Kunfrater, dä vör luuter Glöck kaum woß, we hä singer Freud dorüvver Usdrock gevve sollt. Ich säht grad zo im:„So, nun können Sie selbst ihre Landsleute Beicht hören, das werden diese auch lieber haben, als wenn sie zu mir kommen müßten,“ do kom unger Bedeckung vun dütsche Zaldate en ganz Reih Gefangene anmascheet un stallt sich vör der Barack, wo mer dren woren, op. „Wat,“ säht ich, als ich erns gingk un die große Zahl sohch, „wellen die allemole bichte?" Do ich dat no nit op Kölsch sondern op Französch frogte, däten se all nicken un sähte: „Wui, dat welle mer, un et kummen'er och noch mih.“ Do feel ich beinöks op der Rögge, un och dä französche Pastur woß nit, wat hä vör Verwunderung sage sollt. Un et komen'er och noch mih, un bohl wore nüngzig Mann zosamme, dreiunachzig Franzuse un sibbe Engländer. Do ha'mer dann zo drei Bich gesesse, un do mänche dobei wore, die sähte, se wollte zo mer kumme, hat ich och düchtig zo dun. Do gingk mer en Wohrheit et Hätz wick op vör Freud un Glöck, dat su mänche Franzus der Wäg zo Gott widder zoröck fung, un ich kunnt de Weisheit Goddes beinöks griefe un föhle, die de Minsche durch •T UIanerpatson! Mehr denn je heißt es in heutiger Zeit, durch weises Wirtschaften die zur Verfügung stehenden Mittel so Hausträden: ig vie mogicn scnwachen:— Gerade im Haushalt gibt es viele Dinge, bei denen gespart werden kann, ohne daß die Lebensführung darunter zu leiden braucht. So z. B. bildet eine stets wiederkehrende nicht unbeträchtliche Husgabe die Reinigung der Wäsche. Die Kosten hierfür lassen sich wesentlich verringern, wenn das selbsttätige Waschmittel und zwar allein ohne Zutat von Seife, Seifenpulver usw. gebraucht wird. Ein einmaliges etwa—½ stündiges Kochen genügt, um die schmutzigste Wäsche ohne Reiben und Bürsten vollkommen sauber zu machen; sie ist dann blütenweiß, wie auf dem Rasen gebleicht, und besitzt einen frischen, würzigen Geruch! Besonders ist die Hnwendung von Persil auch wichtig für Kranken- und Verwundetenwäsche sowie Verbandstoffe, die durch das Waschen gleichzeitig desinfiziert werden. Hll diese Vorzüge in Verbindung mit der großen Ersparnis an Zeit und Arbeit zeigen zur Genüge die Uberlegenheit und Billigkeit des PERSIL-Gebrauchs gegenüber dem alten mühevollen und kostspieligen Waschverfahren. Deshalb sei die Losung für jede Hausfrau: Die nächste Wäsche allein mit Persil ohne jede Zutat! Infolge unserer großen Vorräte an allen Rohstoffen liefern wir Persil auch während des Krieges in gleicher Güte und zum gleich billigen Preise wie bisher. HENKEL& Cie.. DUSSELDOKF, alleinige Fabrikanten auch der bekannten HENKEL’S BLEICH-SODH. Kreg un blodige Schlachte zo föhre weiß, die inne Krütz un Leid un Gefangeschaff scheck, öm se vun der Sündelaß widder frei zo maache. Dat ävver esu vill gebich un op Allerhellige kummelezeet hann, dat eß och, wie ich ganz bestemmp gläuve dem Oemstand zozoschrieve, dat ich esu vill Gevettböcher för die Gefangene kräge han. Do woren doch mänche drunger, die nor doröm öm esu e Boch beddele däte, öm uvverhaup widder ens jet Gedröcktes zo sin, mänche, die villeich en ehrem ganze Levve kaume Gebettboch en de Häng gehatt han. Un no krägen se ein, dank dem gode Hätze vun ming Lesere; us Lanawiel nohmen’et an, us Langwiel losen se dren un do kom de Gnad Goddes. Dröm muß ich hück noch eimol all denne, die mere Boch gescheck hann, vun ganzem Hätze danke; jitz ald ka'mer sinn, wat för e got Werk se gedonn hann. Do eß ene Some gelaht, dä jitz ald anfängk god Frooch zo bränge, un, su Gott well, bes der Kreg eröm eß, noch vill god Frooch bränge weed. Un su well ich met ming Lesere mich vun Hätze freue, dat mer en der Hand Goddes et Werkzüg sin, öm de Franzuse op bessere Wäg zo bränge un se zo Gott zoröckzoföhre. Wat för en Freud de Franzuse met dä Böcher hann, ka'mer dorus sin, dat se se üvverall met sich föhre, wo se och sin un arbeide müge. Do hann dis Dag en Reih Gefangene en der Wahner Prumenad gearbeit, un ußer dä dütsche Waachposte wor och ene französche Schaschant zor Opsich dobei. Dä Schaschant gingk op un av, en der Hand heel hä e offe Gebettboch, un vun Zick zo Zick dät hä sich ganz höösch ens sähne—, secher hätt hä do gebäät för dä, vun dem dat Boch wor, hätt gebäät ör sing Familije, un öm der Fridde, dat hä doch bahl widder bei alle Völker singe Enzog halde mööch. lißer dä Gebettböcher si'mer och en ganze Reih französche Erzählungs= un andere Böcher gescheck woode. Et woren esu vill, dat die gefangene Geißliche en ganze Bibliothek dovun engereech hann, su en Ant vun Borromäusverein. Se hann ene Katalog vun alle Böcher angelaht, un no kummen de Franzuse eine nom andere, liehnene Boch, un wann'et usgelese, brängen'et widder zoröck, domet no ene andere et lese kann Weed dat nit och vill Säge un Notze bränge, un mössen die Gefangene, wann se widder derheim sin, nit verzälle, dat mer Dütsche doch nit ganz esu en schreckliche Barbare sin, we se besher gegläuv han? Am Feß Allerhellige no hätt dä französche Pastur zom ehzte Mol no langer Zick widder de hellige Meß gelese un zwor e Huhamp en'em große Gefangenezelt. Als hä de hellige Gewänder andunn woll, säht hä höösch zo mir:„Isch habe aber keine Soutaue.“ Ich säht:„Dat eß nit nüdig, dat geiht och esu — un dann trook hä de Alb üvver si blo Wööbche un sing rut Botz an. Bahl fingk et Huhamp an—, ich muß als en Nat Opsich Sonndags dobei sin—, un dann sungen alle Franzuse et Kyrie eleison, Herr erbarme dich unser, dat et wirklich wee heiß Flehe öm Erbarme klung. Un dann hann ich mich vun Hätze uvver dä französche Pastur gefraut. Ha hätt esu andachtig, esu würdig de hellige Meß gelese, dat selvs dä Kutscher, dä uns fohr, späder zo mer säht:„Wat hätt dä Pastur avver schön de hellige Meß gelese! Do kunnt mer sich wirklich dran Xta der Wandlung deilden ich de hellige Kummelijun us. we gesaht, woren et nüngzig Gefangene, die kummelezeete. Zoeel# komen die Kleriker, unger denne ich widder ene Priester, ne apostolische Missiunär us Siam entdeck hann. Och ene Klosterbroder eß he, dä us enem Kluster, wat en der Türkei litt, no Frankreich gekummen eß, öm si Vaterland zo rette. Hä hätt ene lange blonde Baat, humpelt op en'em Stock eröm, un laach der ganze Dag vör Freud, dat'en nit dutgeschosse hann. No dem Huhamp komen ville vun dä Franzuse, die kummelezeet hatte, met en'em wieße Zeddel un frogte, ov ich inne nit för ehr Familije derheim ene Uswies gevve wollt, dat se gebich un kummelezeet hädde. Natörlich hann ich dat gähn gedonn un mich esu och em Französch=Schrieve widder geüb. Dann wood dä Kranz, dä ich gekauf hatt, vör dem Altar niddergelaht, un alle Franzuse gingken dann elans, öm in och ens en der Nöhde zo bekicke un zo lese, wat op der Shleif stund. Dorop kom en Deputatiun vun villeich en dressig Mann, un met dem französche Pastur an der Spetz trooken se'om Franzusekirchhoff, da en der Nöhde litt, öm do dä Kranz nidderzoläge. Do stunnten se no an de Gräver vun ehr Kamerade vun Sibbezig, un ergriefend klung et, als die dressig Männer met Tronen en de Auge et„De profundis“ sunge.— Dat wor Allerhellige un Allersiele em Wahner Gefangenelager. * Wann esu et uns an et Hätz geiht, wa'mer sinn un hüre, we uns Feinde su en Däg en der Gefangeschaff fiere, su ergrief et uns noch mih, wa'mer an uns dütsche Broder denke, die och en Feindesland gefange sin. Ov et denne och esu got geiht, we he de Franzuse un Engeländer? Ov b sondersch bei de Franzuse, wo mer unsen Herrgott avgeschaff hätt un kämpf gägen de Kirch un de Priester, ov mer innen do och dat beeden deit, wat de Franzuse, vör allem, wat de Religiun angeiht, he hann? Ich mööch et ärg bezwiefele. Aevver trotz alledem eß uns öm uns wackere Zaldate nit bang. Han se su we su unsen Herrgott nit vergesse, dann halden se sich doch ganz be ondersch an in, wann se en Gefanges haff geroode sin. Hä eß et jo, dä se stärk un dä allein se oprääch hält, un em faßte Vertrauen op in wääden se secher Allerhellige un Allersiele su gefiert hann, dat et Trus un Zoversich ehrer Siel gebraht hätt. Jo, dovun ben ich faß üvverzeug, zomol ich sin, we uns Kregere sich luuter faßter an unsen Herrgott anschleeße. Alle paar Woche wähßele he op der Heid de Waachmannschafte, avver all die kattolisch sin, kummen en de Kirch un zo de hell ge Sakramente, we ich et noch nie erlääv han. Ich kann en ming Kirch kumme, wann ich well, faß luuter sin ich do Zaldalt, die andächtig der Rusekranz bedde, un Samsdags un Sonndags sin uns Bichstöhl ömlagert vun Hunderte vun Landwoyrmänner. Wa'mer dat süht un die Andaach, met der die Männer zor Kumm lijun gann, dann eß mer stolz, un met Rääch stolz drop, ene dütsche Katholik zo sin. Jo, dat sin die Manner un Zaldate, op die der Kaiser sich verlohße kann, weil se unsen Herrgott em Hätze drage. Doch noch mih we dat, dett uns gode Landwehr. Et sin doch mihztens Männer, die nit zo glänzend gestallt sin un ehr Gröschelcher, besondersch jitz em Kreg, ärg nüdig han. Un doch han se noch jeit üvorig för gode Zwecke un en hellige Meß. Stund ich do dis Woch met en'em Pater, dä ald sechs Woche em Feld gewähs wor un no'em französche Gefangene froge woll, vör dem Gefangenelager un explezeere im grad, dat do nümmes erennköm, do kom ene Landwehrmann op uns zo. Hä schlog de Hacke zosamme, laht de Häng an de Botzenöht un säht:„ a 2 „Nimmt einer der Herren Meßstipendien an? Ich weß op dä Pater un säht:„Hier der Herr Pater nimmt sie für sein Kloster.“ Un op de Frog, wat hä zo bezahlen hätt, meint dä Pater:„Nun, geben Sie schon fünfzehn Dr trook dä Mann si mager Büggelche, dat secher lang keine Fuß mih gesin hätt, kräg veer Mark erus, un säht:„Dann lesen Sie bitte, zwei heilige Messen; was darüber int, soll für einen auten Zweck sein.“ Sproch et un gingk dann esu flöck fott, als wann hä jet Kotts gedonn hät. Noch sproch ich met dem Pater dorüvver, wat dat doch för su ene Mann eOffer wör, do kom ald widder ene Landwehrmann un säht:„Ich höre, ich kann bei Ihnen eine heilige Messe bestellen. Wollen Sie, bitte, zwei für unsere gefallenen Kameraden lesen?" Kaum hat dä Pater sich die nüdige Notize in si Bögelche gemaht, do kom och ald ene Dredde, un su heel et sich en got Wiel dran; einer nom andere kom un braht si Offer för de arm Als der letzte fott wor, sohche mer zwei, dä Pater un ich, uns met lööchtende Auge an. Der Pater hollden eets deef Odem un säht dann:„Wor dat ävver schön! Su jet muß mer erlääv han. Dat kütt doch secher en der Local=Anzeiger, Här Pastur? „Selvsverständlich,“ säht ich do.„Su jet erbaut un freut de Kölsche. Do hau se widder ene Bewies vum deefe Glaube un Offermoot der Dütsche; do han se der Bewies, dat et got met uns steiht. Denn e Volk, dat esu en Männer hät, dat bruch selvs en der hüykste Nut nit zo verzwiefele— denn Gott eß met im. Zur Reinigung u. Aufkrischung des Blutes. auch zu den Stofwechteltorungtn. Liv, sen, Sohähen fsich, eipotheker Saetzes auitus etic# Bintreinigungstee Nr 150 u Eoehin Blutreinigungspi ten .r. 1500 bewahrt, Beide dienen zur Auspornung der Ausscheidungsorgane und üben oshtong.I eiez Lecthestern.; Lis. aish chaschenseg nen Gestan; Apotheke zum goldenen Kopf, Koln, Schildergasse 71/73. Das Licht im Schützengraben ist im Felde fast ebenso begehrt wie das tägliche Brot. Wir bringen als besondere Spezialität eine große Auswahl elektrischer Taschenlampen für den Kriegsgebrauch. Kerzenlaternen, die sich durch einen Grik flach zusammenlegen und bequem im Tornister tragen lassen, führen wir in verschiedenen Modellen. Nur beste, durchaus feldtücht, Qualitäten. Für den Winterfeldzug willkommenste Liebesgabe. Beleuchtungshaus Schillgen, Höhle-14. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 310&a Sonntag. 8. November 1914 Seite 7. ber 1914 in Frankreich den Heldentod fürs Vaterland mein heißgeliebter, unvergeßlicher Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Vetter und Neffe, Herr Willl Hellen Wehrmann im Landwehr-Inf.-Reg. Nr. 68, 3. Komp. Kastellan der Mittleren Knabenschule II im Alter von 32 Jahren. Um ein frommes Gebet für den lieben Verstorbenen bitten in tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Therese Hellen, geb. Lätsch, Andreae Nellen und Frau. Köln, Köln-Kalk, den 7. November 1914. Dagobertstr. 79. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Mittwoch, den 11. Nov., morgens ½9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Kunibert, und am Freitag, den 13. Nov., um 8¼ Uhr, in St. Marien zu Köln-Kalk, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. Ruhe sanft in fremder Erde! v7 KR Am 27. August starb in Frankreich den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Gatte. unser herzensguter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Resewist Jakob Hohn im Res.-Reg. Nr. 25, III. Komp. im Alter von 27 Jahren, wohlvorbereitet durch einen christlichen tugendhaften Lebenswandel. Um das Almosen des Gebets bitten in tiefer Trauer: Frau Wwe. Jak. Hohn geb. Gertr. Nußbaum Heinrich Hohn Christina Hohn geb. Laux Nikolaus Hohn. Köln, den 8. November 1914. Die feierl. Exequien wrden gehalten am Dienstag, den 10. Nov., um 9½ Uhr, in der Pfarrkirche St. Severin, wozu Verwandte. Nachbarn und Bekannte freundlich eingeladen werden. 3 für den verstorb. Herrn findet Montag, den 9. d. ., ½9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Aposteln statt. wozu höflichst eingeladen wird. g Ziehung bestimmt 17. November. Am 29. Oktober erlitt in Frankreich den Heldentod der Kastellan der Städtischen Mittleren Knabenschule II Wilh. Nellen Wehrmann im Landwehr-Infaaterie-Regt. 68 Sein zuverlässiger u. lauterer Charakter u. seine unermüdliche Pflichttreue sichern ihm unser treues Gedenken Der Rektor und das Lehrerkollegium r d e r S t ä d t i s c h e n M i t t l e r e n K n a b e n s c h u l e I I. Statt jeder besonderen Anzeige. Ach zu früh bist du geschieden Und umsonst war unser Flehn; Ruhe sanft in Gottes Frieden, Bis wir einst uns wiedersehn! Der Vorstand. I..: Peter Mertens. Obermeister. Er# 5 Wir bitten die Herren Kollegen, dieses als Ein- Wladung zu betrachten, da wegen der Kürze der Zeit keine besondere Einladung erfolgen kann. 3 B8 n Ge.— Fern von der Heimat starb den Heldentod fürs Vaterland am 26. August in Frankreich unser einziger, heissgeliebter Sohn, unser herzensguter Bruder Peter Blatzheim Reservist im Res.-Infanterie-Reg. Nr. 28 im Alter von 28 Jahren. Köln, den 7. Nov. 1914. In tiefster Trauer 578 Ar Nach Gottes heiligem Willen starb im Sept. den Heldentod im Kampfe für König und Vaterland unser herzensguter, unvergeßlicher Sohn u. Bruder Peter Hick Enj.-Freiw. 53. Inf-Reg. im Alter von 23 Jahren, tiefbetrauert von seinen Angehörigen Um ein stilles Gebet für den lieben Verstorbenen## bitten: Joseph Hick u. Frau Theresa geb. Rommerskirchen Jean Hick Flachen Nick. Das feierliche Seclenamt wird gehalten Mittwoch, vember 1914, morgens 9 Uhr, in der 3 Ea 5000 Mk. * dieser Lotterie werden zu Gunst. d. Roten Kreuz gestift. MohlfahrtsLotterie zu Gunsten des Säuglingshelm In Elberteld. 7136 Geu der 2 Letterlen im Gesamtwerte von Den Heldentod fürs Vaterland starb Mitte September in Frankreich mein innigstgeliebter Gatte, mein lieber Vater, unser unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, Otto Faust Wehrm. Im Res.-Inf.-Regt. Nr 28, 4. Komp. im Alter von beinahe 30 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marg. Faust, geb. Breuer. Vochem, Köln-Nippes, Kirschhofen, den 7. November 1914. Die feierlichen Exequien wergen am Mittwoch, den 11. November, morgens 7¾ Uhr, in der Rektoratskirche St. Bonifatius zu Köln-Nippes gehalten. Eine Seelenmesse wird am Freitag, den 13. November, morgens 7¼ Uhr, in der Pfarrkirche zu Vochem gehalten. v 10000 Lose à 1# 11 Lose 10.A Ports und Liete 80 Pig. extra empfiehlt u. versendet Seneral-Debit Amtenbrink Köln a. Kh., Schilderg. 30 sowie In allen durch Plakate kenntliche Verkaufsstellen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 7. September 1914 in Frankreich unser lieber Sohn, Bruder, Neffe und Vetter Musketier im Inf.-Regt. 68, I. Komp. im Alter von 21 Jahren. Um ein frommes Gebet für den lieben Verstorbenen bittet in tiefer Trauer: Familie Mathias Berg. Köln-Mippes, Köln. Wahn. Troisdorf, Duisburg, Dörbach, Frankreich, den 8. November 1914. Das Seelenamt findet statt am Donnerstag, den 2. November, morgens 7¼ Uhr. in der Rektoratskirche St Banifatius zu Köln-Nippes. g MietPianos in größter Auswahl. Bei Kauf günstige Bedingungen. Wenig gespielte Instrumente zu äußerst billigen Preisen stets auf Lager. g* E. Krähmer Ehrenstraße 102. Manschester Meter von.— bis.— Mh. manschester-Reste sehr billig. 0° Köln, Waidmarkt 18 Sammethaus Schmidt. den II. 10 3## Pfarrkirche zu Groß-Königsdorf. S Statt besenderer Anzeige. Die Beerdigung unseres in Feindesland gefallenen Sohnes und Bruders In tieister Trauer Faraille Feier Blatzhein und die übrigen Anverwandten.#### Josef Schlösser und die übrigen Anverwandten.###s### Off-Stellv. im Res.-Inf-Rgt. Nr. 28 ### findet am Montag. den 9. November, ## nachmittags 3 Uhr. vom TrauerDie feierlichen Erequien werden gehalten Diens-##. Mienaa. Fnanziakatag, den 10. Nor., morgens 8„ Uhr, in der Pfarr###hause Nippes, Franziskakirche St. Pantaleon in der Schnurgasse. s### strasse IA aus statt. Familie Schlösser. See h. Sas Saurgedachtnis#Beerdigungs-Anstalt Gebrüder Pilartz Gegründet 1350 Fernruf 1190 Köin, Streitzeuggasse 19 8“ Gebernaime-nzer Beerdigungen. Automobil-Leichenwagen zur Befirderung Gefallener in die Heimat 1 für die Eheleute Joh. Chr. und Frau Elise geb. findet am Dienstag, den 10. November, morgens 7¾ Uhr, □ in der Marienkirche Köln-Kalk statt, wozu hiertiurch 1öflichst eingeladen wird. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 23. Oktober starb in Frankreich durch Bombenwurf eines französischen Fliegers den Heldentod fürs Vaterland mein lieber, unvergeßlieher Mann, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Neffe und Onkel Ziegeleibesitzer Louis Delfosse Freiwilliger Kraftfahrer der I. Feldfliegerabt, des Gardekorps im Alter von 32 Jahren. Um stille Teilnahme bittet: Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Wwe. Louie Gellosse geb. Haumann. Die feierliche Trauermesse findet statt in der Pfarrkirche zu Köln-Richl am Dienstag, den 10. November, morgens ½10 Uhr. 8 Beileidsbesuche dankend verbeten. Heute Großer Verkauf: Herren=, Burschen= u. Knaben=Ulster, Paletots und Anzüge zu 15, 17, 19, 22, 25, 28, 33 bis 45+ wert bis 75 m. Es sind Maßanzüge, Daletots und Ulstern dabei, welche in meiner Maßabteilung angefert., teils nicht gelief. oder retourgenommen habe, etwas getr. und leiste ich als langjähriger Fachmann volle Garantie.1 Dito Gehrockanzüge teils auf Seide v. 30.K an, auch lethweise, sowie Hosen a. Resten zu jed. Anzuge passend zu.50, 4, 5, 6 bis 10 c empf. Alb. Wagner, Schneidermeister, 37 Gertrudenstr. 37 an der Breitestr. Im Maßgesch. Weitere Todesanzeigen siehe Seite 12 * Die Kölner Privat-Frauenklinik * von Dr. P. Bong Viktoriastrasse 30 un Fernsprecher K 4429 “ bietet Frauen sachgemässe u. gewissenhafte Pflege im Wachenhette. e Seite 8. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 310&a Sonntag, 8. 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In den Gegenden, wo der Krieg mit seiner rauhen Hand gewütet hat, tritt Hungersnot oder doch wenigstens Not an Lebensmitteln ein. Tausende, die bisher in guten oder auskömmlichen Verhältnissen lebten, erleiden auf einmal bittere Not und sind auf die Hülfe anderer angewiesen. Noch mancherlei andere Erscheinungen des Kriegselendes ließen sich anführen. Millionen Unschuldige müssen durch ihn leiden, die in ruhiger, friedlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt erwarben und keinen sehnlicheren Wunsch hatten, als so bis an ihr Ende zu leben. Unbegreiflich sind uns Menschen oft Gottes Wege, unerforschlich seine Ratschlüsse. Wir können nicht in die Tiefe des göttlichen Wesens hineinschauen, können Gottes letzte Pläne und Ziele nicht kennen. Eines jedoch wissen wir bestimmt: auch dem Leiden gegenüber ist Gott nicht ohnmächtig, auch durch dieses weiß er seine weisen und gütigen Pläne zu verwirklichen. Schon jetzt, nachdem seit drei Monaten der Weltkrieg tobt, können wir Beweise dafür anführen. Zweifellos hat uns der Krieg eine religiöse und sittliche Erneuerung gebracht. Nicht mit Unrecht hat man darum von einer Herzensmobilmachung gesprochen. Wie gut haben die meisten der tapferen Krieger sich vorbereitet bei ihrem Auszug ins Feld! Fast alle empfingen sie die heiligen Sakramente der Buße und des Altars, soweit sie katholisch waren, und auch die übrigen bereiteten sich vor, wie ihre religiöse Ueberzeugung es sie lehrte. Viele fanden so den Weg zu ihrem Herrn und Heilande zurück. Und wie gut vorbereitet starben so die Soldaten, die ein feindliches Geschoß getroffen hat! Im Donner der Geschütze haben sie beten gelernt, und die stete Todesgefahr, die sie umgibt, hat sie auch in Todesbereitschaft gehalten. Wer weiß, wie wenig bereit mancher gestorben ware, wenn der Krieg nicht gekommen und das Leben, das er in Friedenszeiten geführt, fortgesetzt worden wäre? So ist für Tausende in Wahrheit der Krieg eine Himmelsleiter geworden; ohne ihn hätten viele diese Himmelsleiter nicht gefunden. Gilt das Gesagte von den Kriegern, die ihr Leben dahingeben, so läßt sich auch von denen, die nach tapferem und siegreichem Kampfe heimkehren werden, ähnliches sagen. Diese Männer haben die Greuel des Krieges gesehen. Szenen von unvergeßlichem Eindruck sind ihrer Seele eingeprägt. Und so werden sie wiederkehren, ernster gesinnt, als vor dem Kriege. In der beständigen Todesgefahr haben sie das Bewußtsein eines reinen Gewissens und inniger Beziehung zu Gott schätzen gelernt. Ihre religiöse Ueberzeugung und ihre sittliche Lebensführung wird dadurch neu gestärkt und belebt werden. Also Erfolge des Krieges nicht nur auf den Stätten der Waffentaten, sondern auch in den Herzen der Menschen. Endlich bleiben auch die Daheimgebliebenen vom Kriege nicht unberührt. Eifrigeres Gebetsleben, zahlreicherer Besuch der Gottesdienste, häufigerer Empfang der heiligen Sakramente sind allenthalben die lauten Beweise dafür, daß die kriegecische Gegenwart einen jeden bis in das Innerste seines Herzens trifft. Ueberblicken wir das Gesagte, so dürfen wir mit Recht behaupten, daß der Krieg nicht nur Leiden zu bringen, sondern auch die Saat des Segens zu streuen weiß. Dieser Segen ist vor allem die religiöse und sittliche Erhebung unserer Tage, deren Zeugen wir sein dürfen. Offensichtlich zeigt sich, daß Gott auch das Böse zum Guten zu lenken weiß. Und eben darum läßt er in seiner weisen und gütigen Vorsehung auch Leiden und Unglück über die Menschen kommen. Möge die religiöse und sittliche Wiedergeburt des deutschen Volkes eine dauernde sein, auch nach dem Kriege in den Tagen des Glückes. Das gebe Gott und dazu mögen alle, die ihr deutsches Volk und Vaterland lieben, mitwirken.-u. Krieg und Frieden gebraucht man gegen Husten und Heiserkeit Cutol-Bonbons Dose 30 Pfg. 4 Feldpoftkarton 65 Pfg. Laternen für Oel, Karbid, Kerzen und Petroleum. elektr. Taschenlampen Wasserdichte Kragen, Gamaschen Heinr. Lindlau, Berlich 5 Fernsprecher A 3290. 18 Durch das Trägerpersonal wird heute und die nächsten Tage den Bezugspreis des Kölner Local=Anzeigers für den Monat November erhoben. Man wolle denselben nur gegen Quittung entrichten. Local-Anzeiger.* # Eine Fahrt an die Front. (Vgl. Nr. 306 und 308.) III. Dumpf dringt der Donner der Geschütze von der nahen Schlachtfront nach Monthois herüber, als wir uns zur Abreise dahin rüsten. Ein unaufhörliches Rollen, einem fernen Gewitter gleich, das in uns ein eigenartiges Gefühl auslöst. Dazwischen erschüttert von Zeit zu Zeit langanhaltendes mächtiges Summen die Luft. Von Osten kommt es, wo unsere 42 Zentimeter=Mörser vor.... ihr Zerstörungswerk begonnen haben. Kaum haben wir einige Kilometer zurückgelegt, als auch die Anzeichen für die Nähe des Schlachtfeldes augenscheinlicher werden. Hier und da ein verirrter Soldat, der zu seinem Truppenteil zurück zu gelangen sucht; versteckt in tiesem Waldesdickicht die Bagage= und Munitionskolonnen; Patrouillen der Feldgendarmerie in ihrer grünen Uniform, die über die Felder daherstreifen. Wagen mit dem Zeichen des Roten Kreuzes fahren in mehr oder weniger raschem Tempo, wohl dem Zustand der beförderten Verwundeten entsprechend, an uns vorbei. Bald links, bald rechts des Weges liegen Massengräber, durch ein schlichtes Holzkreuz gekennzeichnet und mit frischen Blumen geschmückt. Schützengräben durchziehen die Felder, und hinter natürlichen Deckungen, wie Gräben und Bodenerhöhungen, kunstvoll hergerichtete, mit Stroh und Tannenzweigen verdeckte Stellungen, höhlenähnlich. Bald ist das Ziel unserer Reise, Somme=Py, der Standort der... Division, die meist aus uns Kölnern nahestehenden Regimentern zusammengesetzt ist, erreicht. Vor dem Eingang des Ortes liegt auf freiem Felde das größte Kriegergrab, das wir auf unserer ganzen Fahrt gesehen; ein eisernes Gitter, von einer Umfassungsmauer der zerstörten Häuser herrührend und nur lose zusammengefügt, umgibt es. Somme=Py selbst ist ein einziger Trümmerhaufen, unter dem noch manche Leichen begraben liegen dürften. Zwei Bauten von großer historischer Bedeutung sind erhalten geblieben: das Haus des Bürgermeisters, worin im Kriege 1870/71 Kaiser Wilhelm I. sein Quarnier aufgeschlagen hatte und in dem sich heute ein Lazarett befindet, sowie ein gegenüberstehendes Gebäude, das seinerzeit Bismarck und Moltke bewohnt haben; hier wohnen heute die Stäbe der dort kämpfenden Truppenteile. Von dem schönen Gotteshause stehen nur noch Trümmer der Chormauern; der Altar und der Predigtstuhl sind unversehrt geblieben. Im übrigen ist in dem etwa tausend Einwohner zählenden Orte, in dem eine fleißige, ackerbautreibende Bevölkerung lebte, kein Stein auf dem andern geblieben. Die Einwohnerschaft ist geflohen. Leer und öde ist die Stätte. Der Jubel, den unsere wackeren Kölner empfanden, als wir sie begrüßten, ist unbeschreiblich. Es war ein Fragen hin und her, nach der Heimat, nach den fernen Lieben. Alte Bekannte drückten uns freudig die Hand, erzählten von der unerschütterlichen Tatkraft der Kölner Regimenter, von dem heroischen Geist, der die Truppen beseelt, von dem uuwiderstehlichen Drang, vorwärts zu rücken, sobald der Befehl dazu erteilt werde. Waren es doch die Deutzer Kürassiere, die, wie französische Berichte zu melden wußten, damals beim ersten Vormarsch der deutschen Armee, vor zwei Monaten etwa, mitten im Feindesland, südlich von Troyes, gesichtet worden waren. Dann war der Befehl gekommen, sich auf die heutige Linie zurückzuziehen, bis auf anderen Kampfplätzen die Operationen entsprechend gediehen seien. Nun lag man hier schon seit sieben Wochen in Stellungen, Tapferen lebhaft, die es langweilig empfanden, so lang an ein und derselben Stelle sozusagen untätig sein zu müssen.... Nein, an eben diesem Tage, wo wir auf der Höhe weilten, konnte von Langeweile keine Rede sein. Der erste Tag nach Wochen, an dem ein furchtbarer Artilleriekampf die nur wenigen Kilometer vor uns liegende Kampffront belebte! Am Tage vorher hatten unsere braven Truppen, südöstlich unserer Stellung, in heißumstrittenem Kampfe die bereits wochenlang im Besitz der Franzosen befindliche stark verschanzte Höhe 191 im Sturmangriff genommen. Am Vormittag hatten die Franzosen unter Vorschickung ihrer Kolonialtruppen einen Angriff südlich von Somme=Py gemacht, der kläglich in sich zusammengebrochen war. Bis auf etwa 75 Meter Entfernung hatten unsere wachsamen Truppen die Schwarzen herankommen lassen, um sie dann unter ein mörderisches Maschinengewehrfeuer zu nehmen; kaum zwanzig von ihnen sollen unbehelligt davongekommen sein. Nun sprach schon seit Anbruch des Tages die französische Artillerie aus ihren ehernen Schlünden; über 400 Schuß hatte sie auf die deutschen Stellungen abgegeben, obne auch nur einen irgendwie nennenswerten Schaden anzurichte. Unsere Artillerie blieb demgegenüber stumm; kaum einen Schuß hatte sie abgefeuert. Was sollte auch das zwecklose Schießen? Mochten sich die Franzosen den Luxus der Munitionsvergendung gestatten einer Munition übrigens, von der kaum 60 Prozent der Geschosse krepieren! Plötzlich werden wir in unserer Unterhaltung aufgeschreckt: wenige hundert Meter vor uns platzt ein Schrapnell— mit einem Geräusch etwa, wie wenn bei einem Feuerwerk ein Froschkasten mit echoweckendem Krack=krack in der Luft explodiert. Alle richteten wir unseren Blick in die Richtung, aus der dieses unheilvolle Geräusch kam; doch nichts war zu sehen, weil der Höhenrücken vor uns lag. In diesem Kampfgetöse, in das sich zeitweise das Geknatter des infanteriegewehrfeuers und das Tack=tack der Maschinengewehre mischte, stiegen kaum dreihundert Meter vor uns, an einer waldgeschützten Böschung, in ruhigem Fluge unsere bekannten Tauben auf, umflogen in eleganter Runde Somme=Py, um dann in der Ferne zu verschwinden, um die Stellungen der feindlichen Artillerie zu erkunden. Dann wieder zeigten sich Doppeldecker, welche die gleichen Manöver ausführten. Von französischen Fliegern war an diesem Tage nichts zu sehen, obschon, wie man uns versicherte, einer von ihnen sonst täglich sich über dem Orte sehen ließ und die deutschen Truppen durch Bombenwerfen zu beunruhigen suchte.„Bauernschreck“ hatten ihn unsere Tapferen getauft, da er weniger sie als die Nachbarschaft mit seinen Bomben belästigte. Größeres Unheil hatte er bisher nicht angerichtet. Gegen Abend verstummte das Artilleriefeuer; nur hier und da war noch die Infanterie tätig. Als dann die Dunkelheit sich über das Kampffeld gelegt hatte, fuhren die Feldküchen vor. Einzelne Soldaten kamen aus ihren Stellungen und aus den Schützengräben zurück. Der Eindruck, den diese Braven, die nun schon wochenlang in ein und derselben Stellung liegen und alle möglichen Strapazen, ganz abgesehen von den Unbilden der Witterung, zu überwinden haben, auf uns machten, war der beste. Sie versicherten uns, daß die Verpflegung gut sei— was man übrigens ihrem blühenden Aussehen aumerken konnte— daß nur ein Wunsch sie alle beseele: Vorwärts gehen zu dürfen! Ehe wir den Rückweg nach Monthois antraten, wurde uns mitgeteilt, daß zwischen der Türkei und Rußland der Krieg ausgebrochen sei, daß die Schwierigkeiten in der Kapkolonie für di Engländer sich mehrten und daß eine der Hauptstellungen der Franzosen vor Verdun im Sturm von den deutschen Truppen genommen worden sei. Der Jubel über die günstigen Nachrichten wollte kein Ende nehmen; immer wieder bildeten sie das Gesprächsthema. Inzwischen raste unser Automobil über die dunkle Landstraße Monthois zu. Kölner Local-Anzeiger Nr. 310&a Sonntag, 8. November 191. Seite 9. Offene Stellen Gelernte Dreher, Werkzeugmacher u. Schlosser zum sofortigen Eintritt gesucht. Nur Handwerker, welche wegen Arbeitsmangel entlassen sind, könnes sich mit Entlassungsschein(Bescheinigung, daß Austritt wegen Arbeitsmangel ersolgte) Quittungskarte, Polizeiliches Verstägich beim FeuerwerksLaboratorium Siegburg bis 11 Uhr vorm. melden. 28 Königliches Feuerwerks=Laboratorium. N. 18399 Jahres-Einkommen wird erzielt d. 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Et Hätz wick op, wick op de Hand, Wer vun dem Kreeg zoröckgeblevve Un en der Stadt, ob op dem Land Kann räuhig bei de Singige levve! Et eß en große, hellige Zick, An Schmätze rich, doch och an Säge, Wat do an uns vorüvvertrick, Muß mallich Hätz und Hand bewäge. Et Hätz wick op! De Stolz erus! Un Haß, un Neid un andre Flecke! De Lieb geiht jetz vun Hus zu Hus Un möch en aule Hätze trecke, De Lieb, die drußen en dem Feld Mäht rich un ärm zo Kamerade, Die treu durch Nut un Dud ushält Un nit no Notze frög un Schade. Wick op de Hand! Wer gevbe kann, Dä soll sich ersch nit schwer bedenke; Vill sin et, die jet nüdig hann, Un sillig mäht e wellig Schenke! Wer weet vun singem Geld on Got Nit gähn'nen Deil för andre messe, Wo Dausende ehr Heldeblot Dem Vaterland ze offre wesse? Dröm op et Hätz, wick op de Hand: Et gilt der Treu met Treu ze danke! De echte Treu— e ihser Band! De echte Lieb, die kennt kein Schranke! Wann dann dä Dag ens kütt eran, Dat all uns Feinde sin geschlage, Stolz dürft Ehr sage:„Och mer hann Zum Seeg no Kräfte beigetrage!“ Im Anschluß an diese warme Fürsprache sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Haussammlung Montag, den 9. November ihren Fortgang nimmt und zwar zunächst in den Polizeibezirken 8, 9 und 10. Für den Umfang der Bezirke ist der Stadtplan des Adreßbuches 1914 maßgebend. ) Das Militärlazarett an der Karthäusergasse, das neben 24 anderen Krankenanstalten und großen Sälen, Schulen, Anstalten usw. zur Aufnahme der verwundeten Krieger in Köln dient, hat als ehemaliges Karthäuserkloster eine große geschichtliche Vergangenheit. Der Orden der Karthäuser wurde von einem Sohne der Stadt Köln, dem h. Bruno aus dem edlen Geschlechte der Hardefust, geboren aus der Linie der Weissen im Hause von der Stessen am Laurenzplatz— dem heutigen Bankhaus J. H. Stein— um das Jahr 1085 gestiftet, und zwar an einem rauhen und einsam gelegenen Orte, vier Meilen von Grenoble in Frankreich. Bruno starb am 6. Oktober 1101 und wurde im Jahre 1514 durch Papst Leo X. in die Zahl der Heiligen aufgenommen. Der Karthäuserorden, der sich durch strenge Regeln auszeichnete, gewann bald eine große Ausbreitung; im 18. Jahrhundert bestanden insgesamt 172 Karthausen, von denen allein 75 auf Frankreich entfielen. Die Gründung der Karthäuser in Köln erfolgte unter Erzbischof Wallram am 6. November 1334; mit dem Bau des der h. Barbara gewidmeten Klosters wurde im Februar 1338 begonnen. Bereits in demselben Monat führte der Mainzer Karthäuser Johann von Echternach sechs seiner Klosterbrüder als Kolonisten nach Köln, deren Namen noch in der Geschichte aufbewahrt sind, nämlich Heinrich Sternenberg, Konrad von Küden, Johann vom h. Alban, Winand von Mainz, Johann von der h. Brigida und Walterus. Dank der Freigebigkeit der Kölner Patriziergeschlechter von Rink, Scherfgyn und Mommersloch konnte der Klosterbau vollendet werden, der im Laufe der Jahrhunderte manche Erweiterung fand. Kurze Zeit nach der Gründung des Klosters bestand seine Gemeinde schon aus 30 Mitgliedern; erster Prior der Kölner Karthause war Heinrich Sternenberg. Die Klosterkirche wurde um das Jahr 1400 erbaut und zum Gedächtnis des h. Bruno und der Muttergottes geweiht. In X„ L Ai. Echannne hod horrlichen Kreuzganges, de Tun Gebachnis der h. Brund unde.—. □* Jahre 1495 begann die Erbauung des herrlichen Kreuzganges, der 1499 vollendet war. Aus der Kölner Karthause, die in den 467 Jahren ihres Bestehens 38 Prioren zählte, gingen viele durch Frömmigkeit und Wissenschaft ausgezeichnete Männer hervor. Auch die Künste wurden in dem hiesigen Karthauserkloster mit besonderer Liebe und Neigung gepflegt; berühmt war das Kloster im Mittelalter durch seine wertvollen Handschriften, kostbaren Gemälde und herrlichen gebrannten Fenster. Unter dem letzten Prior Martin Firmenich verfiel die Karthause im Jahre 1794 nach dem Einrücken der Franzosen in Köln der Auflösung und wurde alsbald als Garnisonlazarett eingerichtet, welchem Zwecke es heute noch nach 120 Jahren dient. 0 Das städtische Mietamt wurde im September an 11 Geschäftstagen von 507 Personen, im Oktober an 27 Tagen von 1444, insgesamt 1951 Personen, sowohl Vermietern als Mietern in Anspruch genommen, an einem Tage durchschnittlich von 50 Personen. Rat und Auskunft wurde erteilt im September an 56 Vermieter und 143 Mieter, im Oktober an 109 Vermieter und 249 Mieter. Vermittlungen zwischen den Parteien kamen zustande im September durch Mietermäßigung 84, durch Stundung der Miete 82, durch sonstige Vermiltlung 19, im Oktober 337 bzw. 146 bzw. 61. Vermittlungen wurden abge lehnt oder waren ergebnislos im September betr. Mietermäßigung 24, Stundung der Miete 9, sonstige Vermittlung 2, im Oktober 91 bzw. 39 bzw. 13. Die Raterteilung erstreckte sich auf alle Fragen, die mit dem Mietrecht zusammenhängen: Kündigungsfrist, zwangsweise Räu mung, Zurückhaltung eingebrachter Mobilien als Pfand zugunsten des Vermieters, Mietverträge, gesetzliche Bestimmungen zugunsten der Kriegsteilnehmer usw. Was die Vermittelungen angeht, so wurde, wie sich aus der Statistik ergibt, in den meisten Fällen (rund 80 Proz.) eine Einigung erzielt. Bei einer beträchtlichen Zahl(46 Proz. aller Vermittelungen) wurde eine Mietermäßigung erreicht. Es sind das Fälle, in denen eine solche Ermäßigung durch größere Minderung des Einkommens infolge des Krieges begründet war. Anderseits stellte sich aber auch heraus, daß ein Teil der Vermieter nur eine mäßige Minderung der Miete zugestehen konnte, oder sogar jede Minderung ablehnen mußte, weil die eingehenden Mieten zur Deckung der Hypothekenzinsen, Steuern und sonstigen Abgaben gerade ausreichten, ganz abgesehen davon daß in mehreren Fällen die Mieten bereits zugunsten anderer Gläubiger gepfändet waren. Im allgemeinen konnte das Mietamt feststellen, daß auf beiden Seiten, bei Vermietern und Mietern, die Geneigtheit vorlag, auf die Vermittelungsvorschläge des Mietamtes einzugehen, auf seiten der Vermieter, wenn möglich, durch Ermäßigung oder Stundung eines Teiles der Miete, auf seiten der Mieter durch pünktliche Innehaltung der vermittelten Bedingungen. Ein großer Teil der Gegenparteien ging auf die ihm von seiten des Mietamtes unterbreiteten Vorschläge sofort schriftlich oder telephonisch ein. Daß eine Anzahl der beim Mietamte anhängig gemachten Sachen ergebnislos verlief, darf bei den bekanntlich oft sehr zugespitzten Verhältnissen zwischen Vermietern und Mietern nicht weiter Wunder nehmen. Briefe, die ins neutrale Ausland gehen sollen, müssen offen zur Post geliefert werden(einerlei, ob abgegeben oder in den Briefkasten geworfen); sie werden dann den Prüfungsstellen zugeführt und von diesen nach der Durchsicht verschlossen weiterbefördert. Trägt jemand Bedenken, die Briefe offen zur Post zu geben, etwa weil Wechsel oder dergleichen darin enthalten, so empfiehlt es sich, sie samt offenem Umschlage in einem weiteren geschlossenen Umschlage an eine Postprüfungsstelle zu schicken oder bei ihr abzugeben. Postprüfungsstellen befinden sich in Westdeutschland u. a. in Emmerich, Münster, Dortmund, Düsseldorf und Duisburg. C) Eine Stadtverordnetensitzung findet am kommenden Donnerstag statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Beratungsgegenstände: Bewilligung einer Beihülfe an den Zweigverein vom Roten Kreuz in Mülheim für dessen Verpflegungsstelle in Belgien; Antrag Dedenbach betr. Unterstützung der Familien der zur Fahne einberufenen städtischen Arbeiter; Bewilligung eines laufenden Beitrags für die Walderholungsstätte bei.=Gladbach; Aenderung der Viehhofordnung und Festsetzung der Wahlperioden für die Stadtverordneten aus Mülheim und Merheim. E Keine Petroleumnot. Auf eine Anfrage erklärte die Mannheim=Bremer Petroleum=Aktiengesellschaft in Mannheim, daß Petroleum in großen Mengen vorhanden sei; die Vorräte reichten bis weit über den Winter hinaus, selbst wenn Zufuhren aus dem Auslande her nicht erfolgten. Solche fänden aber, wenn auch in geringem Maße, doch statt. Die Gesellschaft habe bisher ihre Verkaufspreise nicht erhöht; ihr Preis sei der gleiche, wie vor dem Beginn des Krieges. Die Kleinhändler hätten daher keine Veranlassung, die Verkaufspreise zu erhöhen, wie dies verschiedentlich in starkem Maße schon geschehen sei. A Im Erzbischöflichen Diözesanmuseum hat der hiesige Hofgoldschmied Franz Wüsten ein für die Pfarrkirche zum h. Seberin in Karken bestimmtes Reliquiar ausgestellt, das eine erneute Bekundung für die unerschöpfliche Gestaltungsfähigkeit der gotischen Stilformen bietet. Der kräftig gehaltene Fuß trägt auf rechteckiger Fläche einen im Kern viereckig gestalteten Aufbau, in dessen Mitte sich die kreisförmige Reliquienkapsel befindet. Nach den Seiten bilden Fialenstellungen und nach oben ein Wimperg den Abschluß. Auf der Giebelfläche des Wimperges erstrahlt in prächtiger Schmelzarbeit das Halbbild des h. Severin. Gediegenheit und Zierlichkeit machen das Ganze zu einer gelungenen Leistung. 1) Der Wasserstand des Rheines ist in der letzten Woche wieder anhaltend zurückgegangen. Die Hoffnungen der Schiffahrttreibenden auf eine Besserung des Fahrwassers haben sich nicht verwirklicht. Die für den Mittel= und Oberrhein bestimmten Kahnladungen müssen mit Rücksicht auf das fallende Wasser immer mehr eingeschränkt werden. Der Verkehr hat sich aber trotz der für die Schiffahrt ungünstigen Verhältnisse in der letzten Zeit sehr gehoben. Besonders die Verladungen von Kohlen sind gewachsen, aber auch der Versand von Erzen und ausländischen Hölzern hat sugenommen. Am Samstagmorgen war die Schiffahrt durch den dichten Herbstnebel sehr behindert. Die Pegelhöhe betrug gestern in Köln 1,29 Meter gegen 1,55 Meter vor acht Tagen. CA Ein Richard Wagner=Abend, veranstaltet vom Städtischen Orchester, findet am Donnerstag, abends 8 Uhr, im Gürzenich statt. Die Leitung liegt in Händen des Konzertmeisters Anders; als Solist ist Tillmann Liszewsky gewonnen.(Siehe Anzeige.) 4A) Die sozialen Oflichten der Frau behandelt in Vorträgen, die, wie aus der Anzeige in dieser Ausgabe ersichtlich, zu Anfang dieser Woche stattfinden, Frau Marie Juchacz. Die Veranstaltungen gehen von der Nationalen Frauengemeinschaft aus. (4) Ein deutscher Flotten=Abend, der von der Vaterländischen Vereinigung für Privat=Wohltätigkeitskonzerte in Köln veranstaltet wird, findet am Montagabend.15 Uhr im Hotel Disch statt. Mitwirkende sind Hofschauspielerin Betty'Arronge, Balladensänger Karl Götz, Pianist Julio Goslar, die Altistin Hanna Widdig und Musikdirektor Blumenberg. .4) Kleine Aufmerksamkeiten. Ein findiger Kopf hat in der letzten Zeit täglich eine neue Zeitung als geschlossenen Feldpostbrief an die Soldaten in der Front gesandt, und um das zulässige Gewicht von 50 Gramm auszunutzen, eine kleine Zigarrendüte mit Tabak beigefügt. Diese enthält genügend Stoff für —3 Pfeifen Tabak. Vielfach ist der Empfang solcher Zeitung sendungen mit großem Danke angezeigt worden. () Die nächste Schwurgerichtsperiode für den Bezirk des Landgerichts Köln beginnt Montag, den 23. November. Seitens des Oberlandesgerichtspräsidenten ist Landgerichtsdirektor Kewer zum Präsidenten bestimmt worden. C0 Leichenüberführung nach Paris. Die Leiche des hier in der Maschinenbauschule verstorbenen französischen Gefangenen Arretré Lerollé ist mittels Leichenautomobils der Beerdigungsanstalt Pietät nach vorher bei der zuständigen Behörde eingeholten Erlaubnis nach Paris übergeführt worden und dort gestern bereits eingetroffen. L. war in der französischen Armee Korporal. ((A) Der Verein der Saal- und Konzertlokalinhaber von Köln und Umgegend hielt Freitagabend eine Versammlung ab. Vorsitzender Franz Runge schlug vor, einen Fragebogen an alle Mitglieder zu versenden, betreffend die Höhe des Wertes ihrer Grundstücke, ihres Geschäfts, der Miete, Steuer usw. Auch soll der vermeintliche Schaden angegeben werden, welcher durch Ausfall der Vereinsvergnügungen, Tanzlustbarkeiten usw. entsteht. Nach Aufnahme einiger neuer Mitglieder wurde beschlossen, durch freiwillige Beiträge vorläufig fünf Suppentage a 80 Mark zu stiften, man hofft jedoch, die Zahl beträchtlich erhöhen zu können. Der Vorstand hat die Adressen der im Felde stehenden Vereinsmitglieder festgestellt, an alle soll ein Liebesgabenpaket sofort abgesandt werden. Die Versammlung beschloß, bei der Stadtverwaltung den Antrag zu stellen, die Lustbarkeitssteuer während der Dauer des Krieges zu ermäßigen, da die Konzerte in dieser Zeit erheblich eingeschränkt würden. In Dortmund wurde die Lustbarkeitssteuer auf die Hälfte herabgefetzt. Es wurde noch bekannt gegeben, daß die Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger in Wien von den Lokalinhabern, bei welchen in der Kriegszeit keine Konzerte stattfinden, auch keine Tantieme erhebt, trotzdem die Verträge auf längere Frist abgeschlossen sind. □O (A) Verunglückter Radfahrer. Gestern stürzte am Niederländer Ufer ein Radfahrer aus Mülheim beim Ausweichen vor einem Brotwagen von seinem Fahrrad und erlitt einen Schulterbruch. Der Verletzte wurde ins Hospital gebracht. 12 (0) Taschendiebstahl. Gestern abend wurde vor einem Geschäft auf der Hohestraße einer jungen Dame, als diese sich die dort ausgestellten Herbstmoden besah, das Portemonnaie mit 45 Mark Inhalt aus der Handtasche gestohlen. 42 : Kirchliches:: (O) Eine Kriegsmesse wird am Dienstagvormittag.30 Uhr in der Herz=Jesu=Kirche am Zülpicherplatz gelesen, zu der besonders die Angehörigen der im Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 29 dienenden Landwehrleute eingeladen sind. Für die evangelischen Angehörigen ist dazu Gelegenheit geboten in der Kriegsandacht am Dienstag, abends.30 Uhr, die Pfarrer Hötzel in der Antoniterkirche, Schildergasse, halten wird. Soziales, Handwerk, Gewerbe. □) Der Gewerkverein Christlicher Heimarbeiterinnen, Ortsgruppe Köln, hielt seine letzte Versammlung in den Räumen der Kriegsarbeitszentrale, Brüsselerstraße. Frau Dr. Creutz leitete die Versammlung, die einen sehr regen Besuch zeigte. Die Sekretärin berichtete über die Arbeit an der Kriegsarbeitszentrale. Diese ergab ein erfreuliches Bild und es ist wohl allen Mitgliedern für die nächste Zeit ausreichender Verdienst sicher. Das Prinzip aller Heimarbeiterinnen müsse sein, nur gute, nur Qualitätsarbeit zu liefern. Qualität muß der Stempel der deutschen Arbeit sein; die Heimarbeiterin möge das für die deutsche Heimarbeit erreichen; dann darf jede einzelne sich sagen, sie hat Vaterlandsdienst geleistet. Sehr erfreut und befriedigt nahm die Versammlung von der glücklichen Aenderung der Krankenversicherung für die Hausgewerbetreibenden Kenntnis. Während das Kriegsgesetz über die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Krankenkassen die Pflichtversicherung der Heimarbeiterinnen ganz aufhebt, hat Köln laut Befugnis des Bundesrates für seinen Bezirk die Pflichtversicherung wieder ausgenommen. Das Statut wurde in der ersten Instanz schon gutgeheißen und wartet nun auf die Genehmigung des Oberversicherungsamtes; selbige wird wohl in kurzer Zeit folgen. Nach der neuen Regel wird für die Heimarbeiterinnen die Pflicht der An= und Abmeldung; wie auch das Selbstzahlen der Beiträge aufgehoben; beides muß der Arbeitgeber wieder übernehmen. Ferner wird die Mitgliedschaft und die Höhe der Beiträge nicht mehr berechnet nach dem ortsüblichen Tagelohn und dem Alter, sondern nach dem tatsächlichen Verdienst. Die Heimarbeiterin wird somit hier in Köln bei der Krankenkassenversicherung wieder die gleichen Rechte haben wie alle anderen Mitglieder der Kasse. Als letzter Punkt wurde das Programm der Nähund Unterrichtskurse besprochen. Danach finden in der Arbeitsstube Hansaring 16 an drei Abenden der Woche Näh- und Flickkurse statt; Freitagsabends halb 9 Uhr ist stets Unterrichtskursus. Es erfolgten gleich zahlreiche Anmeldungen zu den Kursen. Patriotische Deklamationen einiger Mitglieder bildeten den Schluß. Gerichts=Verhandlungen Ce) Straßenraub. Ein wegen Hehlerei vorbestrafter 20jähriger Schlosser aus Deutz hatte ein ihm bekanntes Dienstmädchen nach Köln und zurück begleitet. Am Judenkirchhof aber riß er dem Mädchen das Handtäschchen aus der Hand, nahm das Portemonnaie mit 18 M. Inhalt heraus warf das Täschchen fort und entlief. Von dem Geld wurden noch 2,82 M. bei dem Schlosser gefunden. Dieser hatte sich vor dem außerordentlichen Kriegsgericht zu verantworten und wurde mit Rücksicht darauf, daß gerade in den jetzigen Zeiten die Sicherheit der Straße gewährleistet werden müsse, zu fünf Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren verurteilt. Handelsteil Köln,.Nov.1914.(Eigenbericht .amöl M. Nan. der Köln. Volksztg.) Mohnöl, M. 10000-110,00, Sesamöl M. 105,00-115,00, Leinöl, gekocht, mit Fass M. 77½- 9½, Rüböl, gereinigt, mit Fass, M. 111,00-113.., die 100 Kil. Petroleum. amerikanisches, ausgemessen 21,00-23,00 die 100 Liter. 9 Köln,.Nov.1914.(Eigenbericht der Köln. Volksztg.) Heringe, Holländische Voll-M. 60,00—65,00 die Tonne, Sardellen 46—65 der Anker. m Köln,.Nov.1914.(Eigenbericht, der Köln. Volksztg.) Schmalz, amerikanisches, in Kübeln von 25 Kil., M. 173,00-178,00, do. in Fässern von 50 Kil. 172,00-178,00, alles die 100 Kil. ∆ Köln,.Nov.1914.(Eigenbericht der Köln.Volksztg.) Getrocknete Früchte. Rosinen, Elemé-, M. 110,00-125,00, Sultanin-120,00-160,00. Korinthen, gereinigt und entstielt, Choice Amalias, 75,00-80,00, do. kleinbeerige 80,00-85,00, alles die 100 Kil. ∆ Köln,.Nov.1914.(Eigenbericht der Köln. Volksztg.) Kaffee. Java, braun Pfg. 145-160, gelb 130-145, grün 120-130, bläulich bis feinblau 126150, Santos-, ausgelesen 106—115, nicht ausgelesen 100-110, Santos-, Perl-, ausgelesen 115-—120, Santos-, Perl-, nicht ausgelesen 111—115. alles das ½ Kil. Zucker, Raffinade-, Grundpreis Ge nach Fabrik) M. 47½-4912, Reis. Arracan- M. 48-55, Rangoon-Tafel, 50-58, Japan. Tafel- 60-65Patna-Tafel-62-70, Java-Tafel- 68-80, alles die 100 Kil. Standesamt der Stadt Köln.(Vom 7. November 1914) Sterbefälle. Heinr. Dessoy, 9., Mainzerstr. 54.- Wwe. Agnes Wineken geb. Wallraf, 85., Rosenstr..- Heinr. Schmitz, 1 J. 10 M. Sülz, Weyerthal 43.- Johann Brockerhof, o.., led., 75., Pantaleonswall 65.- Nikolaus Rechmann, 3., Luxemburgerstr. 29. Standesamt Köln-Deutz.(Vom 30. Okt. bis 6. Nov. 1914) Sterbefälle. Alwin Hubert Zeyen, 2., Freiheitstr. 55.- Desiré Lebeau, Landwirt(zurzeit franz. Soldat), 22., Festungslazarett Deutz. Jean Close, Fuhrm.(zurzeit belgischer Soldat), 35., Festungslazarett Deutz.= Wwe. Julie Josephine Kühn, 75., Freiheitstr. 79.- Christina Breidenbach, 1., Usingerstr. 33.— George Pley, Rechtsanwalt(zur zeit franz. Soldat', 31., Festungslazarett Deutz.= Ehefr. Helene Mundorf, 71., Odenwaldstr. 22.- Peter Grund, Fischer, 55., Poll, Müllerg. 20.- Anna Maria Pavia, 72., Grabeng. 19. eg e S Kölner Local-Anzeiger Nr. 310* Sonntag, 8. November 1914 Seite 11. Leitere 4½ Milliarden könnte das deutsche Volk spielend jährlich aufbringen, wenn es auf den schädlichen Alkohol verzichten würde und verhinderte, daß zur Feinmehlbereltung vom Korn die Kleie mit den daran haftenden wertvollen Nährstoffen, wie Nährsalze, Fett und Eiweiß, entfernt würden. Letztere Nahrungsmittelentwertung macht allein ungefähr 1 Milliarde aus, und werden dadurch noch Unterernährung, Blutarmut und Stuhlverstopjung begünstigt. In Erkennung dieser Tatsachen hat der Schweizer Bundesrat für die Kriegszeit die Verwendung von Kartoffeln und Körnerfrüchten zur Destillation von Alkohol, sowie die Herstellung von Feinmehl verboten Das deutsche Volk sollte diesem weisen Beschluß auf dem Fuße folgen, zumal wir so vorzügliche Vollbrote haven. Das laut Gutachten am meisten geschätzte ist das Simons=Brot, da in demselben durch AnEine Hauptsache ist aber, daß es gründlich gekaut wird. haben nachgewiesen, daß man nur ein Viertel der bisherigen Rahrungsmenge benötigt, flüssig ist und man noch den Nutzen hat, daß alle Kranhheit schwindet. Wieviel unzählbare Milliarden könnten dadurch, noch erspart werden! Sicher käme das deutsche Volk dann auch in dem längsten Krieg nicht in Gefahr zu hungern, wenn es zeitig die Nutzanwendung daraus zöge. Die Hochschätzung des Simons=Brotes beweisen schon folgende kleine Auszüge zahlloser Anerkennungen: ∆ mälzung alle Nährstoffe aufgeschlossen sind und daher vom Körper leichter ausgenommen und besser ausgenutzt werden, was wiederum eine Ersparnis an Material und Verdauungskraft bedeutet. Die Physiologen Dr. Hindhede und Horace Fletscher wenn man alles kaut, bis es Dr. med. Fröhlich-Wien. Ein einfaches, aber doch sicher wirkendes Mittel gegen alle Störungen der Verdauungsätigkeit bildet der tägliche Genuß des SimonsBrotes. Stuhlverstopfung sofort geheilt. Gegen chronische Stuhlverstopfung wandte ich die verschiedensten Mittel vergeblich an. Seit Jahren genieße Simons-Brot, wodurch wohltuende geregelte Verdauung erzielte und gewisse Mißstimmung verschwand. Köln, Nov. 09. F. Schliephake, Eisend.=Obersekr. Kaiserlicher Rat Dr. Schreiber. Simons=Brot ist für Verdauungsleidende äußerst zuträglich. Verkaufsstellen durch Plakate kenntlich. Zuckerkranke zuckerfrei. Mit Vergnügen bestätige ich Ihnen, daß ich als Zuckerkranker auf Anraten des Herrn Prof. Dr. Lenhartz= Hamburg, Direk or des Eppendorfer Krankenhauses, seit ca. 6 M naten ununterbrochen Simons=Brot gegessen habe und seitdem vollständig frei von Zucker din, selbst beim Genusse der zuckerhaltigsten Nahrungsmittel. L. Philipp. Professor Dr. Oaul Forster-Friedenau. Ich habe Ihr Brot erprobt und es als ein vorzügliches, wohlschmeckendes und bekömmliches gefunden. Es ist ein geradezu mustergültiges Volksnahrungsmittel. Großverkauf: Peter Linz, Fernsprecher 9 7376. 4T Zwangsversteigerungen. Am 8. Jannar 1915, vormittags 10 Uhr, soll im Justizgebände, am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete in Cöln belegene Grundstück: Teutoburgerstraße Nr. 5 (Wohnhaus mit Anbau und Hofraum) groß 3 Ar 50 Quadratmeter, Nutzungswert: 5100 Mark, swangsweise versteigert werden. Bigen“ gentümer: Gottfried Dopp. Kaufmann in Brühl a Königliches Amtsgericht, Abt. 40. Am 29. Januar 1915, vormittags 10 Uhr, sollen m Cöln, im Justizgebäude am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, die nachdezeichneten in Cöln=Sülz belegenen Grundstücke: Wittekindstraße, a. Flur 63 Parzelle Nr. 6922,95 Acker, d. Flur 63 Parzelle Nr. 8761/95 Acker, groß zu a. 1,51 Ar, zu b. 52 Quadratmeter; Reinertrag zu a. 32/100 Taler, zu b. 11/100 Taler, Dangsweise versteigert werden. Eigentümer: Peter Marx, Feuerwehrmann in Cöln und seine Ehefrau Elise ged. Olck, je zur Hälfte. * Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 40. Zwangs-Versteigerung Am Dienstag, den 10. Nov. 1914, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Marsilstein 28 in Cöln versteigert werden: ca. 91 600 Stück Wandplatten in verschiedenen Sorten, 1½ Waggon Tonsteine,„Laubaner Verblender mit Fo mstücken“, ca. 15 700 Stück Fliesen, 62 Stück Spülsteine, 2 Schreibmaschinen, 1 Kontoreinrichtung, 2 Ausstellungsregale, 1 Registrier= kasse, 1 Aktenschrank, 15 Kisten Kakes, 16 Risten Waffeln, 3 Kisten Schokolade, 1 Salon=Einrich= tung und verschiedene andere Möbel, 2 Nähmaschinen, 1 Knopflochapparat, 82 Lüsterjoppen. Wiegand, Gerichtsvollzieder in Cöln.*c Einfamilienhaus in Deutz zu kaufen resp. gegen ein 7prozentig. Zinshaus in Nippes zu tauschen gesucht. Off. u. M 72 an die Hauptotr. Nippes, Viersenerstraße 6. Zwangs-Versteigerung Am Dienstag, 10. Nov. 1914, vormittags 11 Uhr, sollen im Psandlokale Neußer straße 3032, 2. Et. in Cöln, ver eigert werden: 1 Bücherschrank u. Schreibtisch in Eichen, 1 Schreibtisch in Nußb., 1 Schreibmaschine(Smith Premier), 1 Ausziehtisch, Spiegel, Tisch mit Decke usw., 1 Grammophon, 1 Zither, 1 Büfett(Nußb.), 1 Sofa, 1 Faß mit 300 Liter Burgunderwein, 1 Partie Goldsachen. Kruse, Gerichtsvollzieher in Cöln.•9 Bekanntmachung. Auf Beschluß des Bundesrates findet am 1. Dezember d. J. im Deutschen Reiche eine Diebzählung kleineren Umfanges statt. Die Stadtverwaltung veranstaltet am gleichen Tage eine Jählung der leerstehenden Wohnungen und Geschäftslokale. Zur Durchführung dieser Erhebungen ist für jeden der Zählbezirke, in die das Stadtgebiet eingeteilt ist, ein Zähler erforderlich, der die Leitung und Ueberwachung des Zählgeschäftes nach den Bestimmungen der Zähleranweisung übernimmt. Im ganzen sind etwa 1500 Zähler nötig. Ich bitte daher im Vertrauen auf den Gemeinsinn der Bürgerschaft, sich an den vom Reiche und von der Gemeinde veranstalteten Zählungen, die unter den heutigen Verhältnissen von ganz besonders dringendem, allgemeinem Interesse sind. durch Uebernahme des Ehrenamtes eines freiwilligen Fählers recht zahlreich zu beteiligen und die Bereitwilligkeit hierzu möglichst bald dem Unterzeichneten, einem der Herren Ortsbezirksvorsteher oder Polizeikommissare, der nächsten Verwaltungsstelle oder dem Statistischen Amte, Unter Goldschmied 38, anzuzeigen. Weitere Mitteilungen werden den Herren, die sich gemeldet haben, später unmittelbar zugehen. Cöln, den 2. November 1914. Der Oberbürgermeister. * J..: Dr. Wirsel. Obstkraut garantiert naturrein, aus dem Safte hiesiger Aepfel u. Birnen hergestellt, feinschmeckend, versendet in 10 Psund=Eimerchen franko 4,45 K. 25 Pfd.=Eimer 10.50 4 Nichtgesallendes nehme auf meine Kosten zurück. Obstkrautfabrik Herchen a. d. Sieg. 9 3 tudieren Sie die kleinen Anzeigen des.A Leihhaus der Stadt Cöln Cäcilienstraße 1A. Der öffentliche Verkauf der verfallenen Pfänder aus dem Monat Dezember 1913 findet, soweit erforderlich, am.,.,., 10., 1I., 14., 15, 17., 18., 21., 22., 28. und 29. Dezember d. J. statt. Virmitta svon-1 Uhr werden Kleider, Wäsche, Schuhe, Schirme, Federbetten, Musikinstrumente Fahrräder, Wanduhren, Haushaltungsgegenstände usw., nachmittags von-7 Uhr: gold und silberne Damen- und Herrenuhren, Ringe, Broschen, Ketten Armbänder, Brillanten usw. verkauft. Die Einlösung oder Erneuerung kann noch dis zum Beginn des Verkaufs erfolgen.“ Cöln, den 8. Nov. 1914. Die Leihhaus=Verwaltung. Tüchtige Schneiderin sucht Kunden, pro Tag 2 M Off. u. 374.=Vertr. Ehrenfeld. ick u. billig in u. außer em Hause. Heinrichs, Pantaleonsmühlengasse 344, I. b Perblichene Zäpfe färde für wie neu. 50 Dfg. Waidmarkt 7. z edeld. Herrsch sch. e. arm u. W. kr. Frau ein, alten Herd? d. Besch. Huhnsgasse 7, 3. Et. Verdingung. Für den Neubau des Waisenhauses am Sülzgürtel in CölnSülz ist die Ausführung der Fußböden— in 3 Losen— und zwar: Los I Betonunterböden für Linoleumbelag. „ II Steinholzfußböden, „ III Asphaltdöden zu vergeben. Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden auf dem Baubüro in Cöln=Sülz, Sülzgürtel 31, erteilt. Die Verdingungsunterlagen werden, soweit der Vorrat reicht, gegen Entrichtung von 50 Pfg. von dr Hochbau abteilung, Stadthaus, Zim. 312, verab olgt. Die Angebote sind verschlossen bis Donnerstag, d. 19. Nov. 1914, vormittags 11 Uhr, im Stadthaus. Zimmer 308 ab zugeben, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Anbieter stattfindet. Cöln, den 3. Nob. 1914. p“ Hochbauamt: Klewitz. Suche gut erhaltenes Schlasimmer, sowie zu kaufen. Händler verbeten. Offerten unter B 567 an die 2. Gesch. d. Bl., Breitosr. 85. Suche gebr. Fahrrad mit Freil. u. Rücktrittbr. z. kauf Ang. mit Preisang. u. O 99 a d..=St. A. Baum. Severinst. 203 StadtocrordnetenVersammlung. Tagesordnung der 28. Sitzunga. Donnerstag, den 12. November 1914, nachmittags 6½ Uhr. 1. Annahme einer Schenkung. 2. Verkauf von Grundstücken. 3. Uebernahme von Gradstätten. 4. Ueberlassung einer Turnhalle an den Turnverein des Verbandes der Postund Telegraphen=Beamtin= nen. 5. Unentgeltliche Uebertragung einer Fläche Ecke Aachener und Voigtel=Straße an den Anleger. 6. Bewilligung einer Beihülse an den Zweigverein vom Roten Kreuz in Köln=Mülheim für dessen Verpflegungsstelle in Belgien. 7. Antrag Dedenbach detr. Un erstützung der Familien der zur Fahne einberufenen städtischon Arbeiter. 8. Vewilligung eines lausenden Veitrages für die Walderholungsstätte bei.= Gladbach. 9. Beschaffung von Bekleidungsstücken für die großen städt. Krankenanstalten. 10. Verlängerung des Vertrages mit der Flora bis Ende März 1916. 11. Vorläufiger Ausbau der Klarenbach=Straße zwischen Therenen=Straße und Stadtwaldgürtel. 12. Kanalisierung von Tilen der Gießener= und UsingerStraße. 13. Aenderung der ViehhofOrdnung(Fortfall der Milch bei der Futerration für Schweine und Herabsetzung der Mehlration von 3 auf 1½ Kilogr.) 14. Festsetzung der Wahlperioden für die Stadtverordneten aus Mülheim und Merheim. Die Ausführung der Erdarbei## ten(rd. 160 000 chm) zur westlichen Erbreiterung des Bahnhoses Cöln=Eiseltor zwischen dem Eiselwall und dem Klettenberggürtel(Los II) soll vergeben werden. Angebothefte können bei der Bauabteilung 12, Odersekretär Klamp, in CölnKlettenberg, Siebengebirgsallee 53, eingefehen, auch, soweit der Vorrat reicht, gegen portofreie Einsendung von.00 M. in bar bezogen werden. Die Angebothefte, die zu versiegeln und entsprechend zu bezeichnen sind, werden am 27. November 1914, vormittags 11 Uhr, in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter eröffnet. Zuschlagsfrist 0 Wochen. Cöln, im Nov. 1914. Kgl. Eisenbahnbauabteilung 12 Cöln, Eis#eltor. 90 Verlustliste. Aus Köln und Umgebung. (T bedeutet: tot.— Verw bedeutet: verwundet.— L bedeutet: leicht verwundet.— S bedeutet: schwer verwundet.—V bedeutet: vermißt.— G bedeutet: gefangen.) Infanterie=Regiment 29. Trier. (Gedinne am 23., Bièvre vom 23. bis 26., Schloß Bellevue am 28., Monthyon am 31. 8. und 1.., Donchery vom 26. 8. bis 1.., SommeDy vom 2. bis., Vitry le Francois vom 6. bis 13. 9. und PerthesSouain vom 13. 9. bis 3. 10. 14.) 1. Bat., 1. Komp.: Musk. Christ. Gilgen(Eudenbach, Siegkreis) T Musk Wilh. Moll(Melaten), Musk. Jos. Clett(Köln), beide Verw Unteroff. Eugen Sayn(Ohligs) S Musk. Arnold Burtscheid(Schuhrath, Kr. Bergheim), Musk. Jak. Schiffer(Köln=Sülz), beide L. Musk. Jos. Brüggen Loevenich, Musk. Rich. Rubens(Köln), alle Verw. Musk. Erich Kleinfeld(Waldbroel), Wehrm. Joh. Bender(Kalk), Wehrm. Jos. Breuer(Bachem alle V. 2. Komp.: Wehrm. Jos. Bauer(Köln=Nippes), Res. Matth. Faßbender(Raderberg), beide Verw. Unteroff. W. Balfer(Riehl), Wehrm. Joh. Reuter(Bonn), beide V. 3. Komp.: Wehrm. Franz Flau(Köln=Mülheim), Wehrm. Paul Bongers(Köln), Wehrm. Peier Nolden(Flerzheim, Rheinbach), Wehrm. Heinr. Büssgen(Berrenrath, Köln), alle V, Musk. Rod. Schneider II (Köln) T, Musk. Anton Müller 1(Brühl, Köln), Musk. Clemens Otto (Ittenbach, Siegkreis), beide Verw 4. Komp.: Vizefeldw. u. Offiz.=Stellv. Gerh. Degenhard(Köln=Riehl) I. Musk. Mar Porsch(Köln), Musk. Laurenz v. der Lieck(Köln, beide V Musk. Martin Cremer(Köln=Bickendorf) L, Musk. Rudolf Leithäuser (Derschlag, Waldbröl) 7, Res. Joh. Kemmerling(Königshoven, Bergheim), Musk. Friedr. Matzke(Köln=Nippes), beide L, Musk. Bernh. Koll(Köln) S, Musk. Adolf Obst(Köln) Verw. 2. Bataillon, 5. Komp.: Musk. Hilar. Richarz(Oberkassel, Siegkreis), S, Wehrm. Theod. Fuß(Alfter), Wehrm. Martin Bolder(Köln). Wehrm. Joh. Müller I(Nieder=Eifernich, Euskirchen), Wehrm. Konrad Gester(Welden, Köln), Wehrm. Franz Leisten(Schwerfen, Euskirchen). alle L. 6. Komp.: Musk. Franz Floßdorf(Meschenich, Köln) L, Musk. Aug. Zander(Köln), Gefr. d. L. Kallscheuer(Pleßem, Euskirchen), beide S, Zehrm. Theod. Broich(Köln), Musk. Engeld Nolden(Oberdollendorf, Siegkr., beide L, Wehrm. Peter Heinen(Friesdorf), Musk. Wilh. Gimborn(Frechen), beide 7. Komp. Musk. Ant. Steckelbach(Windeck, Kr. Waldbröl) Musk Jul. Martin(Köln) Musk. Jos. Büllesfeld(Niederlückerath Siegkreis), alle V Musk. Wilh Nix(Gohr) S Musk. Heinr. Pelzer(Köln) Musk. Peter Jos. Pütz Köln), Musk. Wilh. Brahm(Sieglar) alle L Res. Christ. Conzen(Kendenich) S Wehrm. Jos. Blum(Köln, Wehrm. Jak. Breuer(Köln, Musk. Wilh. Limbach(Köln), alle L. 8. Komp. Musk. Ed. Schenk Köln) Verw Musk. Joh. Hönscheid (Ittenbach, Siegkr.) T. Unteroff. Aloys Mai(Köln=Nippes) L Unteroff. Wilh. Pütz(Köln) Verw Musk. Reinh. Ganzer(Bonn) Verw Musk. Joh. Möltgen(Endenich) Musk. Leonh. Lebens(Köln) Musk. Christ. Jülich(Köln), alle S Wehrm. Peter Berger(Sülz) Wehrm. Franz DroßWehrm. Heinr. Blum(Kalk) Wehrm. Wehrm. Jos. Arenz(Köln) Gesr. Jos. Franz AchtenBecker(Köln), art(Lindenthal chung(Zündorf) alle V 3. Bat., 9. Komp. Musk. Heinr Berschel(Buschbell) Verw Unteroff. Heinr, Lougar(Hoven, Düren) Musk. Vinzenz Floyerhöver(Köln) Res. Joh. Wolff(Köln, alle V. 10. Komp. Musk. Joh. Hoffmann II.(Müldorf, Kr. Bonn) Res. Joh. Berger II.(Frechen) Musk Wilh. Lüttgen(Köln) Muske Franz Schilli(Koln) Musk. Wilh. Borger Brüggen, Kr Bergheim), alle V Musk. Heinr. Henseler(Rath, Kr. Bergheim) Musk. Reiner Jülich(Sürth) Musk. Engelb. Odenthal(Großkönigsdorf) Musk. Paul Pollmeier(Worringzen), alle L. 11. Komp. Musk. Deter Felder I.(Vingst) Musk. Joh. Eich(Sürth beide Verw Wehrm. Heinr. Bonwie(Köln) L Wehrm. Joh. Billstein (Niehl) V. 12. Komp. Musk. Aug. Bous(Köln) Musk. Reiner Dahmen(Buir, Kr. Bergheim) beide L Musk. Joh Peltzer(Köln) 1 Musk. Bernhard Braun(Köln) L. Infanterie=Reg. 53, Köln. (Namur am 23.., Reims vom 8. bis 30. und an der Aisne vom 14. bis 30. 9. 14.) 2. Bataillon, 5. Komp.: Res. Otto Krämer(Oberhorst, Kr. Sieg burg Verw 6. Komp.: Unteroff. d. R. Eug n Müller(Ohligs), Musk. Ernst Koch 1 Leichlingen), Musk. Erich Klaas Ohligs), Musk. Peter Linnartz (Nordberg, Kr. Düren“, alle Vern7. Komp.: Unteroff. d. R. Karl Krause(Ohligs) Verw 8. Komp: Gesr Friedr. Olligschlager(Köln=Kalk), Res. Herm. Schmitz (Opladen beide Verw Maschinengewehr=Komp.: Gefr. Friedr. Schäfer(Deutz), Gefr. Fritz Niggemann(Wermelskirchen), beide Verw 3. Bataillon. 9. Komp.: Unteroff. d R. Wilh. Nelles(Köln) T Unteroff. d. R. Fritz Heinrichs(Opladen), Gefr. P. Schmidt(Küppersteg Einj.=Freiw. Wilh. Fischer Bürrig, Einj.=Freiw. Jos. Diedrich(Münstereifel, Re.. Jos. Dick(Küppersteg). Res. Hrch. Hanf(Leichlingen), Res. Karl Strässer(Leichlingen), Wilh. Frohn Köln), alle Verw 10. Komp.: Vizefeldw. Karl Schlephack(Stromberg, Slegkreis) 1 Einj.=Freiw. Unteroff. Jul. Steingaß(onn, Unteroff Willi Vormacher (Opladen) Res. Wilh. Liesegang(Bonn) Res. Joh. Gierden(Schlebusch, Solingen) Einj.=Freiw. Unteroff. Paul Gatzen(Hitdorf, Solingen) Res. Franz Altenbach(Rheindorf, Solingen, alle Verw Musk. Ald. Osberghaus(Baldenburg, Walddröl) Musk. Jos. Timmermann(Köln) beide 11. Komp.:.ni=Freiw. Gefr. Jos. Odenthal(Köln) Verw 12. Komp.: Musk. Jean Hamacher(Köln) Verw Reserve=Infanterie=Regiment 56. (Bois des Grelines am 14., Malwal am 14., 19. und 25. bis 28. und Chivy am 26. September 1914.) 2. Bat. 5. Komp.: Gefr. Jak Herzog(Hastenrath, Düren) S 6. Komp.: Unteroff. Wilh. Heiler(de. tz) Verw 3. Bat. 10. Komp.: Unteroff. Joh. Klein(Troisdorf) L Infanterie=Regiment 67, Metz. (Berichtigung fruherer Angaben.) Gefr. Wilh. Ennenbach,(Weyerhoff, Siegkr.) bisher V, Verw. Unteroff. Jos. Osländer(Weißweiler, Düren) bisher Verw, am 4. 10. 14 gest. Res. Peier Baum(Köln) bisher V, im Laz. Res. Heinr. Fuß(Dären) bisher V, Verw Reserve=Infanterie=Regiment 68. (Tahure vom 18. bis 26. u. Ripont vom 23. bis 26. Sept. 1914.) 1. Bataillon, Rheydt. 1. Komp.: Unteroff. Viktor Dietz(Much, Siegkr.) S Wehrm. Joh. Knott Langel) L Wehrm. Phil. Kolf(Hammer, Siegkr.) S Wehrm. Wilh. Hilden(Worringen) Gesr. Franz Hämme sbach(Merheim) Wehrm. Heinr. Putt(Köln) Gefr. Peter Bodenberg(.=Gladbach) alle L Wehrm. Peter Sechtem(Ehrenfeld) V 2. Bataillon, Jülich. 5. Komp.: Gefr. Friedr. Georg(Euskirchen) Unteroff. Paul Klinkhammer(Köln) beide Verw. Gefr. Anton Nitzgen(Köln) T. Res. Mich. Rahmen(Grottenherten) Verw. Wehrm. Wilh. Reins(Ehrenfeld) V Wehrm. Peter Schönen(Oberaußem) Verw Unteroff. Anton Zapz Köln) T 7. Komp.: Unteroff. Peter Nikolin(Deutz) Wehrm. Hubert Krebe (Köln) Wehrm. Joh. Röder(Köln) Werm. Franz Rüsgen(Köln alle 1 Wehrm. Karl Burger Köln) Unteroff. Janzen(Büsdorf) Wehrm Karl Neef(Köln) Wehrm. Otto Will(Köln) Wehrm. Karl Schäer (Köln) Wehrm. Franz Strack(Köln) Wehrm. Karl Schäser(Ehrenseld) Wehrm. Gustav Wenzel Arnoldsweiler, Kr. Düren) alle Verw Infanterie=Regiment 43, Königsberg. (Gefechte im Westen.) 1. Bataillon, 1. Komp.; Muck Wilh Scherer(Engelskirchen) L Infanterie=Regiment 97, Saarburg. (Hallue am 8. Okt.) 1. Bat., 1. Komp.: Gerr. Otto Rothmann(Ohligs) L Infanterie=Regiment 98, Metz. (Gefechte im Westen.) 1. Bat., 1. Komp.: Musk. Wilh. Kohe(Hilden) Musk. Jos. Reinhardt(Maindorf. Kr. Siegburg beide L 2. Komp.: Res. Jos. Schauff(Düren) L 4. Komp.: Res. Adaldert Schmidt(Köln) T Musk. Ferd. Friedr. Wagner(Haan, Kr. Mettmann) S Ers.=Res. Heinr. Defontaine(Opladen) V 2. Bat., 5. Komp.: Res. Jos. Wecker(Bonn) Res. Karl Roschek I (Burscheid) beide Verw 6. Komp.: Vizefeldw. d. R. Joh. Sprenger(Bonn) L 7. Komp.: Oblt Leo Lauenstein(Köln) 1 8. Komp.: Res. Ludw. Mertens(Düren) L 3. Bat., 9. Komp.: Res. Pet. Mainz(Frenz, Kr. Düren) L Res. Paul Bratz(Köln) S 12. Komp.: Ers.=Res. Ernst Fischer(Wermelskirchen) V Reserve=Infanterie=Regiment 93. (Gefecht im Westen.) 3. Bat., 10. Komp.: Res. 2dam Cremer(Rheidt, Kr. Bergheim) T Leibgarde=Inf.=Reg. 115, Darmstadt. (Gesecht im Westen). 1. Bat., 2. Komp. Unteroff. Friedr. Gust. Müller(Köln) L Infanterie=Reg. 130. Metz. (Berichtigung früherer Angab.). Gefr. Paul Busbach(Haan), bisher Verw jetzt T Schweres Reserve=Reiter=Reg. 2, Deutz. (Gratreuil am 9. Oktober 1914). Reiter Gust. Lersch(Köln=Nippes) T Feldart.=Reg. 25, Darmstadt. (Gesecht im Westen). 1. Abt. 3. Batt. Einj=Freiw. Unteroff. Kurt Reisert(Köln) L Feld=Art.=Reg. 59, Köln. 6. Batt. Lin. d. R. Paul Schuhmacher S Pionier=Bat. 15, Straßburg. (Berichtigung früherer Angade). Dionier Pet. Dürscheidt(Köln) bisher Verw jetzt 7 Seite 12. Kölner Local-Auzeiger Nr. 310&a Sonntag, 8. November 1914 Statt besonderer Anzeige. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 3. Oktober in Frankreich unser heissgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Neffe, Vetter und Bräutigam Grenadier d. 1. Komp. Kaiser-AlexanderGards-Grenadler Regt. Nr. 1 Berlin im Alter von 22 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Jakob Mühlhöfer Jetichen Hemmersbach als Braut. Ruhe sanft in fremder Erde! Köln, den 7. November 1914. Die feierl. Exequien werden gehalten am Mittwoch, den 11. November, 9 Uhr vormittags, in der Pfarrkirche St. Maria im Kapitol. 8yh Einladung. Zu dem Begräbnisse des hierselbst verstor441 benen Kriegers vom Augusta-Hospital am Montag, den 9. d.., nachmittags 3 Uhr, werden sämtliche Vereine und Bürger höfl. eingeladen. Kranz- und Blumenspenden werden bei F. Reber, Martinstraße 5, entgegengenommen. Der Ausschuss für Kriegerbestattung. I..: H. Wanner. b3 St. Vinzenzhaus Am Dienstag, den 10. d.., morg. 9 Uhr, wird in der Kapelle des St. Vinzenzhauses ein feierl. Seelenamt für die verstorbenen Wohltäter gehalten, wozu ergebenst einladet d Der Vorstand. 7Vereinigte Stadttheater. Vorstellungen zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Zum Jahrgedächtnis für Herrn Albert Odendall Heute, Sonntag, im Opernhaus: Fidelio. Ansang 7 Uhr. Montag, den 9. November 1914, im OpernhausDer Troubadour. Oper in 4 Aufzügen von Giuseppe Verdi. Musikalische Leitung: Egon Block. Spielleitung: Fanz Weißleder. Mitwirkende: Damen: Werhard=Poensgen, Grimm=Mittelmann, Saleska; Herren: Renner, Schröder, Oster, Tenhaeff, Anfang 7½ Uhr. Ende ungefähr 10¼ Uhr, welches Dienstag, den 10. November, morgens 9½ Uhr, in St. Kunibert stattfindet, wird höflichst eingeladen. C gestrickte reinwollene Socken und Beinlängen in jeder Größe. Lange und halblange Herrenund Damenstrümpfe in gestrickt, Kaschmir und Baumwolle. Baumwollene Längen mit„ Dienstag, den 10. November 1914.— Anfang 7½ Uhr, im Opernhaus: Zur Feier von Schillers Geburtstag Neu einstudiert: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Schiller. wollenem Fuß. Strickereistreitzeuggasse 28 Weitere Todesanzeigen siehe Seite 7. F. Sangermann Nippes. 90X Schuhe Tuch- u. Herren-Massgeschäft Fernspr. B 9508 Andreaskloster 10. .— J Paletots Stapelhaus Neusserstr. 265 im Kinema.“ Stetes Lager sämtlicher Ersatzteile. Große Auswahl in prima starken Rümpfen, „„ sowie von echten Haaren und schön gelocktem Widerhaar. Anfertigen auch von ausgekämmtem Haar. Gr. 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Grass Helene Gath geb. Moll Gertrud Moll geb. Koch Gertr. Kamann geb. Moll und 14 Enkel. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10. November, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Breitestraße 29 aus nach Melaten statt. Die feierlichen Exequien werden am selben Tage, morgens ½10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Columba gehalten. 4rB der Zuschnelder-Vereinigung von Rheinl. und Westf. Fachlehr-Anstalt I. Ranges. Erfolgreichste Ausbildang für Schneldermeister, Zuschnelder und Direktricen. Prospekt gratis durch die Geschäftsstelle Köln. Neumarkt 27/29. 38* u MietPianos Flügel, Barmoniums In grösster Auswahl. Bei späterem Ankauf rechne die gezahlte Miete vom Kaufpreis ab. . Jauer Hohenzollernring 20. Eine grosse Anzah gut erhaltener Harmoniums Donnerstag, den 12. Hovember 1914, abends 6 Uhr im grossen Saale des Gürzenich. Richard Wagner-Abend Leitung: Helnrich Anderg. Solist: Tillmann Liszewsky von der Cölner Oper Vortragsfolge. Ouvertüre„Rienzi“ Träume(Solovioline: Herr Benno Walter) Monolog des Hans Sachs aus„Die Meistersinger von Nürnberg“, III. Akt (Herr T. Liszewsky) Ouvertüre„Tannhäuser“ Vorspiel und Isoldens Liebestod aus„Tristan u. Isolde“ Trauermarsch aus„Götterdämmerung“ Wotans Abschied und Feuerzauber aus„Die Walktire“ (Herr T. Liszewsky). Eintrittskarten: Saal 1., Galerie 50 Pfg. zu haben in der nuchhandlung von Paul Neubner, Hohestr. 137,(—1,—7 Uhr) fl. II Yänomann Rr us ikalienhandlung H. Könemann, Rudolfplatz 4 und an M der Abendkasse im Gürzenich. Der Reinertrag ist für die notleldenden Orchsster-Musiker bestimmt. 12 Der Oberbürgermeister. Weil Krieg gebe ich wegen Raummangels zu jedem annehmbaren Preise ab. verkaufe ich ca. 90 prachtvolle schwarze Pelze Obladen Hacht. Hohenzollernring 5 am Opernhaus Telephon A 477. (Ia Winterware) sehr glanzreich, bis.40 lg. Kragen u. Stola=Fass. jeder Pelz jetzt 26.6 sonst bis 75 M. Glocheng.-, I. 6t. 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