ERR1 * Bezugspreis bei & a B o t e n z u s t e l l u n g e i n s c h l. d e r 8 Sonntagsbeilage Colonia in * Köln 40 Pf. auswärts 50 Pf * monatlich; mit dem wöchentl. s illustriert. Unterhaltungsblatt a Welt und Zeit in Wort und Bild 10 Pf mehr. a Postbezug, ohne Zustellgeb. 5 A u s g a b e A m i t C o l o n i a K m 1,50(3 Mon.), m.— *(2mon.), m 0,50(1mon.). * A u s g a b e B m i t C o l o n i a u n d 8 Welt und Zeit in Wort und * Bild 10 Pfmonatlich mehr. Lecal-Anzeiger General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt. # Die einspaltige Kolonel-Zeite 2 (38 mm breit) 25 Pf. 3. M S. und letzte Seite 30 Pf. 26 g für Köln 18 bzw. 22 Pf. 2; 2 Platzvorschriften 10% Zuschl.# Reklamepreis # Die 90 mm breite Kolonel= * Zeile 75 Pf, für Köln 50 Pf, 8 g zweite Seite 60 Pf. K &am Platzvorschriften 10% Zuschl.# Offertengebühr 25 Pf. 22 * e 34 Geschäftsstellen: Marzellen-# ERAT KRRRRRRRRRRRRRRRR RRR RR AAA AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA Kölner Fremdenblatt. " strasse 37 u. Breitestr. 85.„ RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRARR . a07 Tornsyr Geschäftsstellen u. Redaktion Marzellenstr. 37: A 6920 bis 6928. Nr. 285. Jeluspr. Geschäftsstelle Breitestraße 85: Köln, Dienstag, 14. Oktober 1913. 20. Jahrgang. Heute 16 Seiten. Die Brandkatastrophe des Volturno New York, 13.Okt 1913. Eine Depesche von dem Dampfer des Nordd. Lloyd Großer Kurfürst meldet: Als wir bei dem Volturno eintrafen, brannte der Volturno furchtbar. Drahtlos wurde festgestellt, daß das Feuer im Vorderraum ausgebrochen ist infolge einer Explosion. Am Donnerstag früh 7 Uhr loderten die Flammen aus einer Luke 80 Fuß hoch empor. Es wurde ermittelt, daß von der Mannschaft und den Zwischendeckpassagieren 50 durch die Explosion und das Feuer umgekommen sind. Von den sechs Booten des Volturno sind drei, die leer waren, zerschellt. Das vierte, mit 40 Insassen, kenterte; alle ertranken. Zwei Boote mit 60 und 80 Insassen fuhren davon, sind jedoch anscheinend verloren. Der hohe Seegang machte die Uebernahme der Passagiere unmöglich. Der Große Kurfürst hat 32 Personen aufgefischt. Am Donnerstagabend erfolgte eine zweite Explosion. Beim Tagesanbruch des Freitag konnte man die übrigen Geretteten übernehmen. New York, 13.Okt.1913. Ein drahtloses Telegramm des Kapitäns des Dampfers Kroonland sagt: Kapitän Juch gab den Volturno in dem Moment auf, als die Flammen sich 1000 Kisten Gin näherten, die einen Teil der Ladung des Schiffes darstellten. Ohne Zweifel waren diese Kisten die Ursache der Explosion, von der Augenzeugen berichten. London. 14.Okt.1913. In der Daily Mail erklärt Mr Hart, der die ersten ausführlichen Berichte über das Unglück des Volturno gesandt hat, er habe keinerlei Zeichen von Panik auf dem Schiffe wahrgenommen. Liverpool, 14.Okt.1913. Kapitän Barr von dem hier eingetroffenen Cunard=Dampfer Carmania gab eine Darstellung seiner zahlreichen Versuche, mit dem in Flammen stehenden Dampfer Volturno eine Verbindung herzustellen. Er manoverierte, um luvwärts an den Volturno zu kommen. Es sei zwecklos gewesen, von der Stelle aus, auf der die Carmania sich befand, Rettungsboote auszusenden. Er wies mit einem 66008 POOSPOPOrmram m 500005500br 6506200r 20000000 8m 0 20m 80 Hoit: S ONS * □ch0 i0 Ner Kzoren nde 2 Scheinwerfer den Rettungsbooten der anderen Dampfer den Weg. Von den Booten erfuhr er, daß die Passagiere an Bord des Volturno ruhig und von der ausgestandenen Angst wie gelaymt waren. Der Kapitän des Volturno zeigte sich sehr tapfer, wenn man bedenke, daß er unter so vielen von panischem Schrecken Ergriffenen allein die Geistesgegenwart bewahrte. ** Le Havre. 13.Okt.1913.(Drahtber.) Der Vertreter der Compagnie Transatlantique hat von dem Kapitän der Touraine eine Liste der Schiffbrüchigen des Volturno, die sich an Bord des Schiffes befinden, erhalten. Die Liste enthält 16 Oesterreicher, 12 Russen, 7 Deutsche, 2 Holländer, 2 Italiener, 1 Bulgaren, 1 Rumänen und 1 Passagier, dessen Nationalität unbekannt ist. Unter den Schiffbrüchigen befinden sich 39 Auswanderer, darunter 2 Frauen und 10 Kinder und 3 Mann der Besatzung. Mehrere Kinder sind bei der Katastrophe von ihren Eltern getrennt worden. Der Touraine wird morgen früh gegen 8 Uhr hier eintreffen. Das heueste vom Tage S Der Kaiser in Trier. Trier, 14.Okt.1913. Der Kaiser ist im Sonderzug um .35 Uhr auf dem Hauptbahnhof eingetroffen, wo er vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Freiherrn v. Rheinbaben empfangen wurde. Der Kaiser begab sich im offenen Automobil unter den begeisterten Kundgebungen der Menge an der Porta Niara vorbei nach der neuen Kaiser=Wilhelm=Brücke. Oberbürgermeister von Bruchhausen begrüßte den Kaiser mit längerer Ansprache. Der Kaiser dankte in herzlichen Worten und beauftragte den Oberbürgermeister, der Bürgschaft für den schönen und großartigen Empfang seinen Dank auszusprechen. Besonders gefreut habe es ihn, so viele fröhliche Kinder zu sehen. Er wünsche, daß Trier auch weiter eine gedeihliche Enwickelung nehme. Der Kaiser schritt dann langsam über die Kaiser=Wilhelm=Brücke bis zu der Ausbuchtung, welche für die Errichtung eines Denkmals bestimmt ist. Als der Kaiser in die Ausbuchtung trat, brachten die auf der Mosel haltenden Rudervereine von Trier und Umgegend dem Kaiser ein kräftiges Hipp hipp hurra! dar, wofür dieser durch Neigen des Kopfes dankte. Der Kaiser bewunderte längere Zeit das ihm von hier sich bietende herrliche Landschaftsbild. Zurückschreitend unterhielt er sich in lebhaftem Gespräch mit dem Oberpräsidenten von Rheinbaben und Oberbürgermeister von Bruchhausen. Explosion in einem Bergwerk. London. 14.Okr.1913. In dem Kohlenbergwerk Universal bei Cardiff ereignete sich heute vormittag als sich 700 Arbeiter im Schacht befanden eine Explosion. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Zwölf deutsche Opfer der Fremdenlegion. Marl(Westfalen), 14.Okt.1913. Einem Transport von Arbeitern, der aus 14 Mann bestand und der dieser Tage auf der Zeche Brassert bei Marl eintraf, hatte sich ein Werber für die Fremdenlegion beigesellt. Die Leute stellten sich auf der Zeche noch alle der ärztlichen Untersuchung, nicht aber zur Arbeit. Es fehlten vielmehr 12 Mann. Die Polizei wurde telegraphisch benachrichtigt. Leider traf die Depesche erst ein, nachdem die Leute 24 Stunden vorher abgereist waren. Alle Nachforschungen nach ihnen waren bisher erfolglos, so daß die Annahme nicht von der Hand zu weisen ist, daß die 12 jungen Leute durch den Werber verschleppt worden sind. Nach den fortwährenden Hinweisen auf den Fremdenlegionsschwindel ist ein Handeln wie das obige kaum zu verstehen. Einer der Fuldaer Mörder verhaftet. * Maadeburg, 13.Okt.1913. Am Samstag wurde auf braunschweigischem Gebiet in der Nähe von Neuhaldensleben der Zigeuner Hermann Ebender, einer der Mörder des Försters Romanus bei Fulde, verhaftet; sein älterer Bruder, der andere Mörder, entkam. Die Zigeuner standen als Kartoffelarbeiter im Dienste eines Landwirtes und hatten sich in der Trunkenheit des Verbrechens gerühmt. Neun Personen ertrunken. Lysko(Galizien), 13.Okt.1913.(Drahtber.) Hier wollten neun Personen, die vom Jahrmarkt heimkehrten, über einen Fluß, dessen Brücke vom Hochwasser weggerissen war, in einem Kahn übersetzen. Der Kahn kippte in der Mitte des Flusses um. Alle neun Insassen ertranken, fünf Leichen sind bereits geborgen worden. Ein Streik der Schiffsärzte. Rom. 14.Okt.1913.(Drahtb.) Die Aerzte der italienischen Passagierdampfer, die vergebens eine Gehaltserhöhung verlangt haben, beschlossen zu streiken. Da die Matrosen mi den Aerzten gemeinsame Sache machen, können die demnächst fälligen Dampfer der Veloce und des italienischen Lloyds nicht abgehen. Zusammenstoß elektrischer Kleinbahnen. Mecheln. 14.Okt.1913. In Mecheln sind gestern zwei Züge einer elektrischen Kleinbahn zusammengestoßzen. Infolge starken Nebels bemerkte der Führer des einen Zuges nicht, daß die Weiche falsch stand und so stieß der Zug mit voller Geschwindigkeit auf den ihm entgegenkommenden. Beide Motorwagen und die folgenden Personenwagen wurden vollständig zertrümmert und 10 Personen mehr oder weniger schwer verletzt Der Staatsstreich in Mexiko. * Die Lage in Mexiko.(Draytber.) New York, 13.Okt.1913. Nach einem Telegramm aus Mexiko erklärte der Minister Aldape, daß die verhafteten Abgeordneten die Freiheit nicht erhalten könnten, sondern vor Gericht gestellt werden sollten. Kein einziger sei freigelassen worden. Die Auflösung des Kongresses bedeute nicht, daß keine Neuwahlen stattfinden sollten. Die Straßen werden fortgesetzt von Truppen durchzogen, doch hat sich die durch den Staatsstreich hervorgerufene Erregung gelegt. Des Pudels Kern. Tokio. 13.Okt.1913. Der japanische Gesandte in Peking hat einen Vertrag über den Bau einer Eisenbahn von Taonanfu nach Tschintschaufu in der südlichen Mandschurei Das englisch=sapanische System, durch moralische Entrüstung, verbunden mit diplomatischem Druck, wirtschaftliche Vorteile zu erringen, hat also wieder ausgezeichnet funktioniert. Schwere Unglücke in Japan. Berlin. 14.Okt.1913.(Drahtber.) Das B. T. meldet aus Tokio: Auf der Vukui=Bahn wurden durch einen Erdstoß sechs Arbeiter getötet und viele verletzt.— Ferner stürzte bei Fukshima ein Bahntunnel ein. Dabei wurden zehn Personen getötet und 14 schwer verletzt.— Weiter wiro au. Tokio gemeldet, daß ein Kutter des Kreuzers Wakatschi bei Tsuchiski umschlug. Acht Personen ertranken dabei. -sch. 14.Okt.1913. Beim Brande eines Pachtgutes im Ohmtal bei Luzern verbrannten während der Nacht zwei im Schlafe vom Feuer überraschte Knaben. * Irredentistische Kundgebung.(Drahtber.) Triest, 13.Okt.1913. Bei der Enthüllung einer Gedenktafel anläßlich des hundertjährigen Geburtstages Verdis veranstalteten junge Leute irredentistische Kundgebungen, stellten diese aber auf Ermahnung der Polizei ein. Am Abend versuchten junge Leute wiederum Kundgebungen an verschiedenen Punkten der Stadt, wobei es zu Schlägereien kam. Die Ruhe wurde bald wiederhergestellt. 13 Personen wurden verhaftet. Sport. (0) Köln=Ehrenfelder Schützenverein e. V.(gegr. 1874). Das in den Tagen vom 5. bis 12. Oktober auf dem Scheibenstande in Mülheim(Rhein) abgehaltene große Herbstpreis= und Schlußschießen, verbunden mit Wanderpreisschießen, hatte folgendes I. Standmeisterscheibe(verjüngte Ringscheibe): 1. Leo Rees 56., 2. P. Halfen 55., 3. A. Huth 55., 4. Wilh. Panzer 54., 5. A. Panzer 53., 6. M. Bellen 52., 7. J. Ditzer 51., 8. Th. Rehm 51., 9. J. Ehm 51., 10. G. Blüchel 49 R. usw. 2. Armeegewehrmeisterscheibe: 1. Wilh. Panzer 52., 2. Th. Rehm 51., 3. A. Huth 51., 4. P. Halfen 50., 5. M. Paar 47., 6. P. Töller 46., 7. Hch. Rees 44., 8. G. Blüchel 48., 9. J. Breuer 43., 10. Joh. Ehm 41 R. usw. 3. Meisterschaftsschießen(je 30 Schuß), a. Standrgeisterscheiße: 1. P. Halfen 487., 2. Wilh. Panzer 482., 3. Leo Rees 474.; b. Armeegewehrmeisterscheibe: 1. Alb. Huth 410., 2. P. Halfen 402., 3. Wilh. Panzer 391.„ 4. Wanderpreisschießen: Wanderpreis 1 errang zum ersten Mal Matth. Bellen mit 53., Wanderpreis 2 errang zum dritten Mal G. Blüchel mit 53 R. Achtung! Zentrumswrähler 2. Seite links oben. (Wichtige Aenderungen.) Seite 2. Kölner Loeal-Anzeiger Nr. 283* Dienstag, 14. Oktober 1913. Kölner Sentrumspartei Zu den hierunter verzeichneten Veranstaltungen sind die Herren Vertrauensmänner dringend eingeladen. Ausweiskarten mitbringen! Auch sonstige Darteifreund; sind sehr willkommen, sofern sie sich durch die Parteimitgliedskarte für das lau ende Jahr ausweisen können. Dienstag, 14. Oktober. St. Andreas: 9 abds. V. M. V. bei Gatzweiler, Ursulastraße. St. Severin:.45 Uhr Annohaus, Stadtratswahlen,.=V. Ehrenfeld, St. Mechtern:.30 Uhr,.V. Fröbelstraße 11. Stadtratswahlen. Mittwoch, 15.Oktober. St. Paul: 9 abds. Bezirksversammlung bei Neddermeier, Chlodwigplatz 18.(Stadtverordneter Kirschbaum.) Kalk: St. Marien und St. Joseph, Vereinshaus. Donnerstaa, 16 Oktober. St. Kunibert: 9 abds. V. M. V. bei Schmidt, Cleverstr. 2. 8 8— St. Gereon(Nord u. Süd):.45 abds. V. M. V. bei Wilden, Christophstraße.(Erscheinen aller Vertrauensmänner unbedingt erforderlich.) Braunsfeld:.30 abds. B. M. B. bei Strauf, Braunsfelder Hof. St. Alban: 9 abds. V. M. V. im Gürzenichrestaurant. Humboldtkolonie: 9 abds. Vereinshaus Theodorichstraße B. M. V.(Parteisekretär Scola.) Freitag, 17. Okt..45 abds. Geschäftsführender Ausschuß im Fränkischen Hof, Komödienstraße. Sehr wichtig! Einlaß nur gegen blaue Karten! Pünktlich erscheinen! Besondere persönliche Einladungen werden nicht versandt. Riebl:.45 bei Steinbüchel. Montaa, 20. Okt. Zentralwahlkomitee. Besondere persönliche Einladungen werden nicht versandt. Dienstaa, 21. Oktober. St. Agnes .45 abds. V. M. V. Ewaldiklause, Ecke Ewaldi= und Melchiorstr.(Stadtverordnete anwesend.) In allen Versammlungen wird der Arbeitsausschuß vertreten sein. S Besänftigte Jugend. Der Reichsverband der Vereine der nationalliberalen Jugend hat sich in Leipzig zu seiner 15. Vertreterversammlung zusammengefunden. Wer Rede und Handeln der Jungliveralen in früheren Jahren verfolgt hat, insbesondere, wer im letzten Reichstagswahlkampf die wüste, fanatische Hetze ihrer Führer, speziell auch im Rheinland, miterlebt hat, ist angenehm enttäuscht ob der Mäßigung, deren sich die Redner der Tagung befleißigt haben. Es kann kein Zweifel bestehen, das Gros der Leipziger Vertreter hat es für gut und zweckmäßig befunden, sich von dem bisher so einflußreichen extremen Radikalismus in seinen Reihen zurückzuziehen. Weshalb? Wir glauben mit Recht die Gründe dafür in der gesamten innerpolitischen Entwickelung im Reiche und weiter in der nationalliberalen Partei zu finden. Ohne Zweifel kann die alte nationalliberale Partei es als historisches Verdienst für sich in Anspruch nehmen, mit an erster Stelle bei der Begründung des Deutschen Reiches mitgearbeitet zu haben, und man kann wohl sagen, daß sie berufen gewesen wäre, die eigentliche Reichspartei zu werden. Die Nationalliberalen haben diese Gelegenheit verpaßt. Schon in der ersten Zeit haben sie es nicht verstanden, ihre rein doktrinären, praktisch=politisch nicht anwendbaren Anschauungen abzustreifen oder auch nur den neugeschaffenen Bedürfnissen anzupassen; schon in den ersten Jahren nach seiner Geburt haben sie dem jungen Reiche seine notwendigsten Existenzmittel verweigert. Es kam das bedeutungsvolle Jahr 1878/79, wo die Nationalliberalen bei der Einführung der Schutzzollpolitik beiseite standen, und wo Fürst Bismarck aus den beiden Parteien, die überraschend schnell den Anschluß an den Reichsorganismus gefunden hatten, ein Kartell der schaffenden Arbeit bildete, dem jungen Zentrum und den Konservativen. Langsam sahen die Nationalliberalen ihren Fehler ein und wurden in demselben Maße, wie sie sich den notwendigen Forderungen anpaßten, als gegebener Treffpunkt auf der mittleren Linie wieder Arbeitspartei. Erst bei der letzten großen Reichsfinanzreform verweigerte die Partei Benniasens wieder jede positive Mitarbeit, warf sich einseitig auf die Linke und war auf dem besten Wege, mehr und mehr radikalisiert zu werden. Das Aufgeben der alten Parteitradition in wesentlichsten Punkten führte in Süddeutschland die gemäßigten und besonnenen Elemente den Konservativen und besonders der Reichspartei zu, im Norden zur Absonderung der Altnationalliberalen mit beherrschendem Einsluß im preußischen Landtag. Auch die Leute um Bassermann mußten einsehen, daß die radikale Extratour der Partei sehr erheblich zum Schaden gereicht war, und daß es die höchste Zeit war. wieder einzulenken. Diese Absicht konnte keinem entgehen, der die letzten Reden der nationalliberalen Führer verfolgt hat, sie trat schon bei der Deckung der großen Wehrvorlage zutage, und diese Politik ist es auch, die als Ursache für die Besänftigung der Jungen in Leipzig an erster Stelle in Betracht kommt. Deshalb wollen wir in diesem Zusammenhang die Mäßigung des Jungliberalismus auch im Wesen nicht verkennen. Das hindert jedoch keineswegs, daß wir eine Mauserung in seinen einzelnen Programmpunkten, besonders in seiner Stellungnahme zum Zentrum, zum positiven Christentum, zur konfessionellen Schule und zur Sozialdemokratie nur mit der allergrößten Vorsicht und mit nur zu gut gerechtfertigtem Mißtrauen betrachten können. In diesen Fragen ist die Mäßigung kaum mehr als ein rein taktisches Manöver. Der Ansicht des Berichterstatters Dr. Kauffmann, daß man ein Zusammenwirken von Nationalliberalen und Zentrum noch öfter erleben werde, schließen wir uns durchaus an, und es ist ausschließlich die Schuld der Geter innerhalb der nationalliberalen Vartei, insbesondere der Herren vom Evangelischen Bund, wenn dies bei den beiden Mittelparteien nicht öfter geschehen ist Der Wert, den einzelne Diskussionsredner immerhin noch der Religion für die Schule beilegten, und die Beschlußfassung, nicht die zwangsweise Einführung der Simultanschule zu fördern, ist nach unserer Ansicht ein ausschließlich opportunistischer Schritt, der seine Erklärung findet in einer unverkennbaren Mißstimmung evangelisch=liberaler Kreise über die Tatsache, daß der Liberalismus sich in den letzten Jahren allzu oft mit antichristlichen und freirelilgiösen Tendenzen identifizierte. Auch mochte man wohl den badischen Parteigenossen den Stimmenfang auf dem Lande erleichtern wollen. Man ging denn tatsächlich so weit, eine Trennung von Kirche und Staat abzulehnen. So sehr sich nun auch die Leipziger Jungliberalen bemühten, wenigstens äußerlich den Katholiken gerecht zu werden, so ist in diesem Punkte unsere schärfste Gegnerschaft und die Gegnerschaft aller logisch denkenden Katholiken gegen den Liberalismus auch nicht um das geringste gemindert worden, und es ist nicht der geringste Grund zu der Annahme vorhanden, daß die Epigonen der großen Kulturkämpfer, wenn sie die Macht dazu hätten, morgen nicht an eine neue Vergewaltigung der Katholiken und des gesamten positiven Christentums gingen. Wir erkennen gern an, daß der erste Redner, Pfarrer D. Förster, sich ehrlich bemühte, die Katholiken zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. Aber erstens sprach er dies als seine persönliche Anschauung sicherlich ohne die Mehrheit der Vertreter hinter sich zu haben, und ferner zeigte es sich auch bei diesem Versuch, daß es einem heutigen Liberalen eben nicht gelingt, sich ganz von vorgefaßten Ansichten zu befreien. Immerhin seien einige seiner Sätze, die wenigstens die Vaterlandsliebe und das deutsche Wesen der Katholiken anerkennen, wiedergegeben: Aber selbst wenn ein Kulturkampf in Formen des Trennungsgesetzes wirksam sein könnte, es gibt noch einen letzten Grund dagegen, und wir Deutsche dürfen ihn nicht aus den Augen verlieren, wenn uns wirklich der deutsche Gedanke selbst oberster Leitstern in der Politik ist. Und das ist dies, daß unsere deutschen Katholiken eben doch Deutsche sind und das volle Recht haben, in deutschen Landen zu leben und sich zu betätigen, und das heißt also auch, ihre Religion auszuüben nach ihrem Herzen und Gewissen. Das Zentrum zu bekämpfen, ihm möglichst viele Wähler und Mandate abzujagen und in den Parlamenten seine Machtstellung zu brechen, wird immer Anliegen einer liberalen Partei sein. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß diese selbe katholische Religion, die wir im politischen Kampfe als eine unsern Zielen feindliche Macht sehen, noch eine ganz andere Seite hat, daß sie Millionen als Macht des Seelentrostes, der Hülfe, der Erziehung und Charakterbildung teuer ist, daß sie nicht nur durch herrschsüchtige Priester und Preßkapläne vertreten wird, sondern durch eine Menge um das Wohl und Wehe ihrer Pfarrkinder treu besorgter Seelsorger, durch opferwillige, sehr begeisterte und sehr gebildete Berufsarbeiter der Liebestätigkeit und sozialen Fürsorge; daß es eine katholische Kunst und eine katholische Literatur gibt. Und wenn uns hundermal der Geist, der in dem allen lebt, als ein anderer entgegentritt, wie der unserer großen protestantischen Denker und Dichter und einer wirklich freien Wissenschaft, dieser Katholizismus gehört doch mit zum deutschen Leben als Ganzem, und der Gedanke, ihn ausrotten zu wollen, wäre, abgesehen von seiner grotesken Torheit, frivol und im eigentlichen Sinne des Wortes kulturwidrig. Wit verzeichnen diese Sätze als seltene Aeußerung eines durch und durch liberalen Mannes, fügen aber gleich hinzu, daß man den Ausspruch,„daß unsere Katholiken eben doch Deutsche sind und das volle Recht haben, in deutschen Landen zu leben und sich zu betätigen“, schnell und wirkungsvoll dadurch erläuterte, daß man einstimmig und debattelos einen Antrag annahm, „die Parteileitung aufzufordern, allen Versuchen zur Aufhebung und Milderung des Jesüitengesetzes eneigischentgegenzutreten“. Auch im Verhältnis von Jungliberalismus und Sozialdemokratie ist in Leipzig wenig geändert worden. So sehr ein Zusammenschluß der bürgerlichen Parteien zu begrüßen wäre, heute noch wäre es sträflicher Optimismus, auf eine baldige Sinnesänderung der liberalen Jugend zu rechnen. In fast demselben Augenblick, wo der Verbandsvorsitzende Dr. Kauffmann in übertriebenen Beteuerungen nationaler Gefühle und monarchischen Sinnes schwelgte, glaubte er, man könne nicht selten mit der Sozialdemokratie zusammenarbeiten und allseitig war die Billigung des badischen Blocks mit der Sozialdemokratie, deren Landtagskandidat vor einigen Tagen ungestraft dem Großherzog empfehlen konnte, sich nach einer rentableren Beschäftigung umzusehen, und meinte, dem badischen Volke ginge es besser, wenn der sozialdemokratische Führer Dr. Frank in des Großherzogs Stelle wäre. Das Ergebnis der Leipziger Tagung wäre danach zusammenzufassen als Ankündigung einer gemäßigteren liberalen Politik, die für uns wertlos ist, so lange sie sich nicht in Taten äußert. Neues aus Köln O Freiwillige vor. Auf die seinerzeit aisgesprochene Bitte hin, es möchten sich Damen und Herren der Zentrumspartei für freiwillige Schreibarbeiten zur Verfügung stellen, sind so viele Anmeldungen eingelaufen, daß sie alle nicht berücksichtigt werden konnten. Die Arbeiten sind von den freiwilligen Helfern nach jeder Richtung hin ausgezeichnet geleistet worden; die Anerkennung über die Arbeiten ist einmütig. Dieser Tage hat sich die Notwendigkeit ergeben, eine Schreibarbeit in Angriff zu nehmen, die in kürzester Zeit erledigt sein muß. Die Leitung der Zentrumspartei würde es dankbar begrüßen, wenn sich umgehend für diese Arbeit einige Damen und Herren beim Parteisekretariat, Rubensstraße 11, melden wollten. Mit Rücksicht auf die Parteifinanzen, die bei den bevorstehenden Wahlen ungewöhnlich stark beansprucht werden dürften, wird an freiwillige Helfer und Helferinnen appelliert. C Zwei Windthorstbundversammlungen. Wir verweisen auf die Anzeige des Windthorstbundes Koln-Nord, der am Mittwoch eine Versammlung abhält, und des Windthorstbundes Köln=Süd, der am Donnerstag ein Vortragsabend hat. In beiden Versammlungen werden Vorträge über aktuelle Themen gehalten. (A) Streik der Plattenleger in Köln und Umgebung. Die Plattenliger haben heute morgen die Arbeit eingestellt. (A) Ein Cenor entdeckt. Aus Aachen wird gemeldet: Ein Musik= und Gesanglehrer hat hier einen neuen Heldentenor entdeckt, der bereits vom Kölner Konservatorium eingehend nachgeprüft und als ganz hervorragend befunden wurde. Das Konservatorium hat dem jungen Mann— er heißt Peter Nägele— sofort kostenlose Ausbildung angeboten, die in zwei Jahren vollendet sein dürfte. #A Militärisches. Bei den hier in Garnison liegenden Infanterie= und Fußartillerieregimentern wurden heute vormittag die diesjährigen Rekruten eingestellt. Die Rekrutentransporte für die in anderen Garnisonstädten gelegenen Infanterie= und Fußartillerieregimenter sind bereits gestern hier abgefahren. (A Deutsche Werkbund-Ausstellung Rorn 1914. Der für Donnerstag dieser Woche angekündigte zweite Lichtbildervortrag über Die Deutsche Werkbund=Ausstellung Köln 1914, des geschäftsführenden Vorsitzenden der Ausstellung, Herrn Beigeordneren Karl Rehorst, muß wegen Verhinderung des Redners auf Donnerstag, den 23. Oktober verlegt werden. Der Vortrag findet statt, abends.30 Uhr im großen Saale der Bürgergesellschaft. Die für die Vorstände der Kölner Vereine hierzu angemeldeten Karten werden diesen zugesandt werden. (A) Die Kölner Hrmne. Infolge des Preisausschreibens des Oberbürgermeisters für eine Kölner Hymne sind insgesamt 434 Bewerbungen eingegangen. Die Sichtung und Prüfung der Einsendungen beansprucht mehrere Wochen Zeit, so daß die Entscheidung des Preisgerichts voraussichtlich erst im Laufe des Monats November erfolgen kann. (e) Gasbezug. Im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer sind die von der Stadtverordnetenversammlung jüngst beschlossenen Erleichterungen für den Gasbezug mitgeteilt. (A) Die Rönner Vereinigung fur rechts- und staatswissenschaftliche Fortbildung eröffnete gestern den diesjährigen Herbstkursus durch einen Begrüßungsabend. Im Namen des Verwaltungsausschusses hieß Beigeordneter Dr. Greven die Kursusteilnehmer herzlich willkommen. Die Vorlesungen behandeln diesmal zwei große Gesamtthemnen: Das Verkehrswesen und den Geld= und Kapitalmarkt. Es haben sich über 200 Teilnehmer zu den Kursen gemeldet. Aus Köln sind 89 Teilnehmer, aus der übrigen Rheinprovinz 50, aus Westfalen 20, aus Hessen=Nassau 4, aus Hannover, Schleswig=Holstein, Provinz Sachsen und Pommern je 2, aus Schlesien 5, Posen 5, Westpreußen, Ostpreuß en, Bayern, Baden je 2, Württemberg 1, Sachsen 3, Braunschweig 1 und Elsaß=Lothringen 6 Teilnehmer. 4# vom Diebsgesindel. In der Follerstraße entriß ein junger Mensch einem Mädchen das Portemonnaie mit etwa 14 M. Inhalt. — In einem Hause in der Nahe des Rheines wurden 100 M. Bargeld und eine Straußenfeder gestohlen.— Einem Metzger, der die Kundschaft bediente, wurde das vor der Haustür stehende Fahrrad entwendet. () Ein Familien-Festabend der Bürgergesellschaft findet Sonntag, 19. d.., abends 8 Uhr, in sämtlichen Gesellschaftsräumen statt. Die Feier soll sich im Rahmen einer patriotischen Ovation zur 100jährigen Jubelfeier der Schlacht bei Leipzig bewegen.(Vergl. Anzeige.) (1A) Leichenfund. Gestern abend wurde am Georgsplatz die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. Die Leiche war in Papier eingewickelt. 402 (A) Die vier Bremer Stadtmusikanten, die infolge einer Wette am 2. Juni eine Reise von Köln über Berlin nach Bremen angetreten hatten, treffen morgen wieder in Köln ein. Sie waren 15 Wochen unterwegs und bestritten ihren Lebensunterhalt bekannt lich durch den Verkauf von Postkarten. Aus Köln-Lindenthal. 0) Die Niederlassung der Karmeliterinnen feiert in ihrer Klosterkirche, Dürenerstraße 89, am Mittwoch, 15. Oktober, das Fest der h. Theresia, der Reformatorin des Ordens der unbeschuhten Karmeliter. Die Gottesdienstordnung ist wie folgt festgesetzt: Morgens um 7 Uhr beginnt die erste, um.30 Uhr die zweite stille h. Messe. Um.30 Uhr fängt das feierliche Segenshochamt an, das der Klosterkommissar, Domkapitular Dr. Steffens, zelebrieren wird. Nachmittags um 5 Uhr ist feierliche Komplet, nach der Pfarrer Kastert(Köln=Kalk) die Festpredigt hält. Nach dem sakramentalen Segen wird die Reliquie der h. Theresia, die tagsüber in der Kapelle ausgestellt ist, den Gläubigen zur Verehrung dargeboten werden. Aus Köln-Chrenfeld. Am Donnerstag, 16. ds., abends.30 Uhr, findet im großen Saale des Leobaues eine Konstantinfeier statt, bei der P. Dionysius O. F. M. die Festrede halten wird. Man darf erwarten, daß die katholische Männerwelt Ehrenfelds diesen hervorragenden Anlaß wahrnehmen wird, offen ihr Bekenntnis und ihre Treue zur Kirche darzutun. Aus Köln-Lippes. 0) Windthorstbund Köln=Aippes. Auf die Sitzung des Windthorstbundes, Vortrag des Hru. Dr. Stadtler über das Thema: Wie überwinden wir die Sozialdemokraties wozu auch die Parteifreunde freundlichst eingeladen werden, wird nochmals hingewiesen.(Siehe Anzeige.) : Aus Kölns Nachbarschaft () Balkhausen, 13.Okt.1913. Am Sonntagnachmittag überfielen vier Kroaten den Betriebsleiter von Abraum der Grube Hubertus; sie bearbeiteten den Ueberfallenen mittels Ruckstangen so, daß er mit schweren Kopfverletzungen besinnungslos liegen blieb. In der Notwehr schoß der Betriebsleiter einen der rohen Patrone in ein Bein. Zwei der Täter konnten noch bis zum Abend dingfest gemacht werden. * Brühl, 13.Okt.1913.(Drahtber.) In der vergangenen Nacht warfen Grubenarbeiter bei der Pingsdorfer Kolonie in einer Wirtschaft die Fensterscheiben ein. Als der Wirt Meyer sich das verbat, drangen die Burschen in das Lokal ein und mißhandelten ihn, worauf dieser ein Gewehr nahm, einen polnischen Grubenarbeiter tötete. einen anderen erheblich und mehrere weitere leicht verletzte. Meyer hat sich der Polizei gestellt. Er will aus Notwehr gehandelt haben. Spielwaren, Mal= u. Bilderbücher usw. in nur hervorragender Ausführung beziehen Sie am vorteilhaftesten im Frödelhaus M. Weiden, Spielefabrik, Köln, Martinstraße 37..a“ Ulle Neuheiten, sawie Fußph ösls, zurngeräte etc. in groß. Auswahl. 0308CMMNOSOO. 0 K * 9 9* C 8 9 9 0 6 6 9 6 46 K I I 2 I1 I Spezial-Abteilung für Talllenkleider. 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Oktober 1913, vormittags“; Uhr, soll in Cöln, im Justizgebäude am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, das in Cöln, Gerolsteinerstrasse Nr. 90, belegene Hausgrundstück: Flur 63, Parzelle Nr. 8041/99, groß 4,16 Ar, Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, 2800 Mark Nutzungswert; zwangsweise versteigert werden. Eigentümer: Rechtsanwalt Justizrat Hermann Leyendecker, Cöln. 7 Königliches Amtsgericht Abt. 40 in Cöln. Die Stadtverordneten=Versammlung hat in ihrer Sitzung vom 25.9. er. beschlossen, mit Wirkung vom l. 1v. cr. folgende Erleichterungen für den Gasbezug einzuführen: l. Für alle vor dem l. 1. 13 erbauten Häuser wird, falls der Hauseigentümer die Gasleitung bis zum I. I. 1915 soweit herstellen läßt, daß den Mietern aller Stockwerke der Gasbezug ohne weitere Aufwendung von Koten möglich ist, dem Haus eigentümer von dem Gaswerk eine Prämie in folgender Weise gezahlt: Von den nach§ 5 der Gasbezugsbedingungen zu zadlenden Kosten der Anschlußleitung werden dem Hauseigentümer 40% gutgeschrieben, sofern innerhalb 6 Monaten nach der Anlage mindestens ein Verbraucher angeschlossen wird und Gas bezieht. Fur jeden weiteren Verbraucher, der aus derselben Leitung innerhalb eines weite en halben Jahres mit dem Garbezug begnnt, werden weitere 20%, im ganzen nicht über 100% gutgeschrieben 2. Für Leucht=, Heiz= und Kochgas werden die gleichen Rabattsätze wie für Industriegas gewahrt. 3. Die Rabattberechnung wird nicht für jede Verbrauchsstelle getrennt, sondern für mehrere Verbrauchsstellen zusammen berechnet und als Gesamtverbrauch in Rechnung gestellt. Die Redngungen über die Abgabe von Gas aus den Gaswerken der Stadt Cöln vom 20.4. 11 werden wie folgt geändert: § 12 Abs. 1 erhält folgende Fassung: „Der Preis des Gases beträgt 13 Pfg. s. d. com. Auf diesen Dreis werden bei einem jährlichen Verbrauche von mehr als 5000 chm folgende Rabatte gewährt: von 5001 bis zum 15000. chm auf jedes chm 1 Pfg. „ 15001„" 30000.„„„„ 2„ „ 30001„" 50000.„„„„ 3„ „ 50001"" 10•000.„„„„ 4„ „ 100001"" 250000.„ wird das Gas mit 10 Dfg f. d. ehm in Rechnung gestellt. Außerdem erhält der Verbraucher neben den obigen Rabattsätzen auf den ganzen Verbrauch einen Rabatt in Pfg. von 1/75000 des Verbrauches über 100000 cbin d. chm. Von 250001 ehm ab wird das Gas mit 8 Pfg. f. d chm in Rechnung gestellt. Ein Radatt wird aus diesen Preis nicht gewährt." In den Dreisen für Industriegas tritt gegen die bisherigen Festsetzungen eine Aenderung nicht ein. § 12 Abs. 3 erhält folgende Fassung: „Entnimmt en Verbraucher für seinen Bedurs an mehreren, getrennt voneinander liegenden Betriebs= oder Geschäftsstellen Gas von den Gaswerken, so wird dieser Verbrauch für die Rabattberechnung zusammen gerechnet und als Gesamtverbrauch in Betracht gezogen.“ Nähere Auskunft erteilt die Direktion der Gas=, Elektrizitäts- und Wasserwerke hierselbst. Cöln, den II. Oktober 1913. Der Oberbürgermeister J..: Ischirnt. Am 19. Dczember 1913, vormittags 9¾4 Uhr, soll in Cöln, im Justizgebäude, am Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete. in Cöln=Ehrenfeld belegene Grundstück: Körnerstrasse Nr. 66, Wohnhaus mit Anbauten, Hofraum und Werk stätte, groß.54 Ar, Nutzungswert 1080 Mark; Eigentümer: Paul Sturch, Schmied in Cöln=Ehrenfeld, zwangsweise versteigert werden. *8 Königl. Amtsgericht Cöln, Abt. 40. Am 19. Dezember 1913, vormittags 9 Uhr 40 Minuten, soll in Cöln, im Justizgebäude, am Reichens pergerplatz, Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete, zu Cöln belegene Grundstück: Lübeckerstrasse Nr. 22, Wohnhaus mit Anbau und unterkellertem Hofraum, Gesamtgröße: 3,18 Ar, Nutzungswert: 5100 Mark; Eigentümer: Wi'helm Steinhoff. Zimmermeister und Bauunternehmer in Cöln=Ehrenfeld, zwangsweise versteigert werden. 7* Königliches Amtsgericht Cöln, Abteilung 40. Sterbekasse der Beamten und Angestellten der Stadt Cöln. Einladung zu der am Mittwoch, den 22. Oktober 1913, abends 7 Uhr, im Restaurant Apostelnbräu, Apostelnstraße 19, stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Aenderung der§§ 15 und 17 der Satzung. 2. Beschlußlassung über die Aufnahme von Mitgliedern, die über 45 Jahre alt sind Gemäß§ 15 der Satzung ist diese Hauptversammlung auf alle Fälle beschlußfähig, worauf besonders hingewiesen wird. Be Der Vorstand. Bekanntmachung. Auf Beschluß des Bundesrates indet am 1. Dezember d. J. im Deutichen Reiche eine allgemeine Diebzählung statt, mit der in Dreußen, die gleichfalls vom Bundesrate an. eordnee Obstbaumzählung verbunden ist Die Stadtverwaltung veranstaltet am gleichen Tage eine Zählung der leer. tehenden Wohnungen no Geschäftslotale. Zur Durchführung dieser Erhebungen ist für jeden der Zählbezirke, in die das Stadtgebiet eingeteilt ist, ein Zähler er orderlich, der die Leitung und Ueberwachung des Zählgeschäfts nach den Bestimmungen der Zaoleranweisung übernimmt. Im ganzen werden rund 1350 Zähler denötigt. Ich bitte daher, im Vertrauen auf den Gemeinsinn der Bürgerschaft, sich an den vom Reiche, vom Staate und von der Gemeinde im allgemeinen Interesse veranstalteten Zähungen durch Uebernahme des Ehrenamtes eines freiwilligen Zählers recht zahlreich zu beteiligen und die Bereitwilligkeit hierzu monlichst bald dem Unterzeichneten, einem der Herren Ortsbezirksvorsteher oder Dol zeikommissare, der nächsten Verwaltungsstelle oder dem Statistischen Amte, Unter Goldschmied 38, anzuzeigen. Weitere Mitteilungen werden den Herren, die sich gemeldet haben, später unmittelbar zugehen. Cöln. den 13. Oktober 1913. Der Oberbürgermeister. J..: Dr. Wirsel.*1 Viktoria=NationalInvaliden=Stiftung. Zu der durch§ 12 der Satzungen vorgeschriebenen öffentlichen Sitzung zur Erstattung des Berichtes über die Wirksamkeit des Vereins, sowie zur Rechnungsablage werden die Mitglieder des Vereins auf Dienslag, den 23. Ok ober, mittags 12½ Uhr, in das Rarhaus, Zimmer Nr. 29, eingeladen. Cöln, den 1b. Oktober 1913. Der Vorsitzende des Zweigvereins Cöln:*c Wallraf, Oberbürgermeister. Konkurs-Verkauf. Das zur Konkursmasse G. Schopp gehorige Warenlager bestehend aus Damenhüten, Original Parifer modellen, Formen, Federn, Reihern, Jankasies usw. gelangt im Geschäftslokal Zeppelinstraße Nr. 7 zu Cöln zu äußerst billigen Preisen vom 15. Oktober ao zum Einzelverkauf. Der Konkursverwalter Rechtsanwalt Dr. Söhling Norbertstraße 22. B9 Zwangs Versteigerung Am Mittwoch, den 15. Okt 1913, vormittags 10 Uhr, sollen im Dfandlokale Hansa ring 92 zu Cdln versteigert werden: 25 Manchesterhosen, 120 Tuchhosen, 39 gestrickte Jacken. Bardenheuer Gerichtsvollzieher in Cöln.* Geffentliche Versteigerung. Am Mittwoch, 15. Okt. 1913, mittags 12 Uhr, werden zu Cöln, Ba nhof Gereon, im Auftrage der Kartoffelgroßhandlung F. Franzen in Cöln-Nippes, Merheimerstraße 85, für Rechnung dessen, den es angeht, versteigert: g“ Waggon Industrie=Kartoffeln. Sammellokal: Wirtschaft Lülsdorf, Ecke Maybach: Ritterstraße. Endlich, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangs-Versteigerung Am Donnerstag. den 16. Oktober 1913, mittags 12 Uhr, sollen im Auktionslokal Marsilstein 28 zu Cöln versteigert werden: Verschiedene Hausmobilien, Zimmerteppiche, 1 Bowle mit Tablett und 12 Gläsern, Bild., 1 Standuhr, 2 Eisschränke, 1 Theke m. Marmorplatte, verschied. Coupons Herrenstoffe, 1 Fahrrad, 1 Geldschrank. Horst, Gerichtsvollzieher in Cöln. a“ Zmangs-Versteigerung Am Mittwoch, den 15. Okt. 1913, nachmittags 4 Uhr, sollen im Pfandlokal Cöln, Hansaring 92 versteigert werden: a) 1 große Schnellpresse, 1 kleine Druckmaschine, 150 Steh= und Küchenlampen und Laternen, 1 Kiste Porzellan, 1 große Partie Weine u. Liköre in Fässern und Krügen, 1 Partie Installations= gegenstände, als Tiefspülklosett, Wasserbecken, Feldschmiede, Werkzeugblöcke, 30 Einbau=Diele, 1 doppelarmige Anschlagmaschine, 2 Straußfedern, 1 Mahag.=Spiegelschrank sowie eine große Anzahl gut erhaltener Mobillen. Gewichte, Gehörne usw. Daran anschließend um 5 Uhr daselbst: b) 1 Speisezimmer=Einrichtung, als 1 Sofa, 1 Tisch, 2 gepolsterte Stühle, 4 Sessel, 1 Spiegel mit Konsole, 1 Ziertischchen, 1 Teppich. Ferner: c) 2 Betten mit Zubehör 3 Schränke, 2 Waschtische, verschiedene Tische und Stühle, 1 Truhe, 1 Büste und verschiedene andere Mobilien und Gebrauchsgegenstände. Verkauf zu b und e be stimmt. März, Gerichtsvollzieher in Cöln.“3 Oeffentl. Versteigerung. Am Mittwoch, den 15 er. vormittags 10 Uhr, werde ich im Austrage der Speditions firma Lorenz Wilhelm Weder auf deren Lager Perlengraben 66—70 folgende Güter per steigern: 1 schwarzer Salon, bestehend aus einem Plüsch sofa, s Plüschstühlen, Sessel, 1 Tisch, 1 Vertiko und einem Goldspiegel, Nähmaschine, 16 Kisten Rauchfaßkohlen. Ewig lichtdochte und Gläser, größ. Partie Tapeten, Kisten Käse, 1 Faß Apfelwein 70 Ko., 2 Kist. kosmn Präpar., 1 Kiste Kaffee, Partie Koffer u. Körbe Kleider u. Möbel usw., Kisten Damenkonfektion Sammet u. Tuch Capes Jacken, Mäntel u. Kostüme Erbeck, Gerichtsvollz. in Cöln gernsprechfür jedermann Automat im Freisanl des LA. Marzellenstraße 37. Das Gespräch 10 Pfg. Zwangs-Versteigerung Am Donnerstag, 16. Okt. 1913, vormittags 10 Uhr, wiro zu Marsdorf, stelle der Frechener Bahn, ver steigert: 1 vierräderiger Kasten wagen; um 11 Uhr in Efferen bei Johann Jos. Winkelhag: 1 Pferd, 1 Karre. Nickel, Gerichtsvollzieher in Cöln.c“ Zwangs-Versteigerun Am Donnerstag, 16. Okt. 1913, vormittags 11½ Uhr llen im Pfand onale Mar. silstein 28 in Cöln versteigert werden: Partien div. Möbel in Eichen u. Nußbaum, B# fetts, Diwans, Spiegel, Schränke, Vertikos, Schreibtische, Tische, ferner Bilder, Anrichte, Handwagen, 13 Coupons Kleiderstoffe. Tervooren Gerichtsvollzieher in Cöln.“ Zwangs-Versteigerung Am Donnerstag, den 16. Oktober 1913, vormittags 10 Uhr, sollen im Pfandiokale Marsilstein 28 zu Cöln versteigert werden: Konzertflügel, Pianola, Schreibtisch, Bücherschrke., Truhe, ferner 2 Ladenregale, Aktenschrank und 27 Kistchen Zigarren bess. Sorte. Auf Grund dr§§ 5 und 6 des Gesetzes ükr die PolizeiVerwaltung vor: 11. März 1850 und der§§ 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 31. Juli 1883 erlasse ich in Ausführung des§ 12 Nr. B der Bauordnung vom 8. August 1913 unter Zustimmung des Gemeindevorstandes folgende Polizeiverordnung: S 1. Für den von der Krefelder=, Merheimer= und Kanalstraße, sowie von der östlichen und üdlichen Projektstraße begrenzten Baublock A, ferner für den von der Kanal= und Neußerstraße, sowie der südlichen und westlichen Projektstraße begrenzten Baudlock B und serner für den von der Kanalstraße, sowie der östlichen, südlichen und westlichen Projektstraße degrenzten Baudlock C wird die rückwärtige Baulinie an allen Seiten auf 15 m, senkrecht von der Fluchtlinie gemessen. festgesetzt. S 2 Diese Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündidung in Kraft. Der Plan liegt im Geschäftszimmer der städtischen PolizeiVerwaltung, I. Obergeschoß, Zimmer 129 des Stadthauses. zur Einsicht offen. Cöln. den 9 Oktober 1913. Städtische PoltzeiVerwaltung. Der Oberbürgermeister. J..: Dr. Wirsel. Fordern Sie überall Grüne Rabattmarken, Fuchs, Gerichtsvollzieher in Cöln.a. Kölner Lecal-Hnzeiger Nr. 283 e Dienstag, 14. Oktober 1913. Seite 5. ung. desrates d. J. im allgeing ißen, die rate an. zählung verane eine ungen ale. ieser Erden der 5 StadtZähler Leitung s Zählnmungen ernmint. und 1350 ertrauen in der den vom und von gemeinen mn Zäh. me eines hlers igen und zu mög eichneten, sbezirkszeikomVerwalattstischen mied 38, u werden gemeldet elbar zuber 1913. keister. sel. 1 ionalftung. r Satzunfentlichen des Berksamkeit ur Rechdie Mitus Diensmittags Rarhaus, aden. ber 1913. Zweign:*c ermeister. 5 und 6 PolizeiNärz 1850 144 des allgemeine im 30 Juli usführung Bauord= 9 13unter keindevordolizeiverKrefelder=, malstraße. chen und begrenzer für den Neußerlichen und je begrenzserner für aße, sowie und westbegrenzten ruckwäre en Seiten von der festgesetzt. nung tritt Verkündt Geschäftsn Dolizeibergeschoß, tadthauses. ober 1913. Itzei19. emeister rsel.e Rheinische Petoleum- Aldien-Resellschaft Mainzer Strasse 27— Köln am Rhein.— Telephon A 4180. Warum ist unser Petroleum billig? Weil es seur sparsam brennt u. in der Leuchtkraft nicht nachlässt. 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[8] Deutsche Bearbeitung von H. v. N. „Wollen Sie nicht auf Sophie warten? Gehen Sie nicht, ohne sie noch einmal gesehen zu haben,“ bat ich und hielt ihre Hand fest. Sie lächelte schwach und erwiderte:„Sophie hat uns vergessen, und wenn ich auch Papa mein Wort nicht brach, denn ich konnte ihm nicht versprechen, was er wünschte, so bin ich doch gegen seinen Willen hier und muß gehen. Leben Sie wohl!“ Ich blickte ihr nach, wie sie davon schritt, und würde gern auf Kknien und Händen ihr nachgekrochen sein, nur um ihre Fußtapfen zu küssen.— ! Kaum war sie verschwunden, als Sophie zurückkehrte.„Wo ist Florence?“ fragte sie etwas verwundert. „Nach Hause gegangen,“ antwortete ich, noch ganz benommen ven dem, was zwischen uns vorgegangen. „Hast du etwas getan, Jack, was sie wegtrieb? „Ich habe ihr gesagt, daß ich sie liebe.“ „Das hoffte ich, das hoffte ich!“ rief sie voller Freude.„Deshalb ließ ich dich ja allein mit ihr.— Und was antwortete sie? „Nun, sie sagte, sie würde sich meiner Worte immer mit Stolz erinnern.“ 1 1 „Tat sie das— wirklich? Weißt du, Jack, mir ist ordentlich ein Stein vom Herzen, daß du ihr deine Liebe gestanden hast. Sechstes Kapitel. Ich ging nicht nach Bristol, um mir die Docks und die chiffe anzusehen, sondern um mir eine Wohnung zu suchen. Es kostete mich natürlich einen schweren Entschluß, alle Annehmlichkeiten des gastfreien Hauses meiner Verwandten aufjugeben, doch was blieb mir übrig? Die eingetretenen Umlande waren zwingend für mich geworden; sie ließen es mir als Ehrensache erscheinen, das Haus meines Onkels zu verRuhrrevier geben keinen Rauch, keinen Russ, keine Flugasche, haben geringen Wassergehalt, Geringen Aschengehalt. Besonders geeignet sind: Essnusskohlen für Küchenherde, Essnusskoblen für Säulenöfen, Essnusskohlen für Backöfen, Magernusskohlen 1 für Füllöfen aller Antbrazitkohlen systeme. Zu haben in allen Kohlenhandlungen. 4“ Schwäche jeder Art, Energielosigkeit, Blutarmut, Nervosität ist stets von einem Mangel und fortschreitendem Schwunde an Nervensubstanz in den betroffenen schwachen Organen begleitet. Neuerdings kann man dem Organismus aber Nervensubstanz wieder zuführen, und zwar durch Biocitin, welches Nervensubstanz in physiologisch reiner Form(Lecithin) nach Professor Dr. Habermanns Patenten als wichtigsten Bestandteil enthält; und hierin liegt der Grund für die glänzenden Erfolge und für die allgemeine ärztliche Anerkennung des Biocitin als erstes und vertrauenswertes Kräftigungsmittel bei Nervosität, Blutarmut, wie überhaupt bei allen mit körperlicher oder nervöser Schwäche verbundenen Zuständen. Biocitin ist nur in Originalpackungen in Apotheken und Drogerien erhältlich. Wir bitten daher, minderwertige Nachahmungen zurückzuweisen. Falls nicht vorrätig, erfolgt Versand portofrei von der Fabrik.— Geschmacksmuster und Broschüre über rationelle Nervenpflege sendet auf Wunsch kostenlos die Biocitin-Fabrik, Berlin S 61/ 9 d 75 7 5 Oas beste Festgeschenk ist ein gutes Buch. lassen, gleichzeitig aber auch als Pflicht gegen mich selbst, ein Unterkommen in der Nähe zu suchen. Zwar hätte ich leicht eine passende Wohnung in Clifton selbst finden können, es schien mir aber nicht weise, mein neues Heim dicht unter der Nase des alten Hawke zu nehmen. Da er unter allen Umständen bald Kenntnis erhalten mußte, daß ich meine Verwandten verlassen hatte, so hielt ich es für besser, er erführe, ich hätte mir in Bristol ein Quartier gemietet, als wenn ihm jemand gesagt hätte:„Mr. Seymour wohnt da um die Eie? Ich fand in einem kleinen Hause nicht weit von der Kathedrale ein Quartier, welches mehr meiner Börse, als meiner Eitelkeit entsprach. Der Umstand jedoch, daß ich auch in London eine Wohnung bezahlen mußte, nötigte mich zur Sparsamkeit. Nachdem noch verabredet war, daß ich am selben Abend einziehen sollte, ging ich wieder nach Clifton zurück. Als ich den Garten erreicht hatte und auf dem Fahrwege dahinschritt, welcher nach dem Hause führte, erblickte ich meinen Onkel. Er saß an der offenen Tür des Gartenzimmers, die Zeitung auf den Knien und seine lange Pfeife in der Hand. „Hallo Jack!" empfing mich mein Onkel,„bist du wieder da, mein Junge? Sophie hat uns erzählt, daß du nach Bristol gegangen wärst, um die Docks anzusehen.“ „Ich war zwar in Bristol, aber nicht, um mir die Docks anzusehen. Ich habe mir in Bristol eine Wohnung gemietet.“ Meine Tante sah erschreckt, mein Onkel ungläubig aus. „Eine Wohnung in Bristol gemietet!“ rief er,„wann hast du das getan?“ „Nun, vorhin, wie ich dort war.“ „Ich hoffe, daß das nicht dein Ernst ist,“ sprach meine Tante, mich groß ansehend. Doch, liebe Tante,“ erwiderte ich.„Ich werde noch diesen Abend dorthin übersiedeln. An der Sache ist nichts mehr zu ändern. So schmerzlich es mir ist, euch in dieser Weise zu verlassen, so habe ich doch meinen Entschluß nicht ohne reifliche Ueberlegung gefaßt und hoffe, daß er alles wieder ins Geleise bringen wird. Außerdem bin ich jetzt schon vierzehn Tage hier, und länger wollte ich meinen Besuch überhaupt nicht ausdehnen.“ Jetzt brach der Onkel sein Schweigen:„Hast du deine Wohnung in London gekündigt?“ „Nein.“ „Es wird dir aber schwer werden, zwei Wohnungen zu bezahlen.“ „Damit muß ich mich abfinden,“ erwiderte ich leichthin,„ein fester Wille vermag ja viel.“ „Recht so.— Merkst du wohl, Alte, woher der Wind pfeift?“ sah er seine Frau schlau an, indem er das eine Auge fest zukniff. „O ja,“ antwortete sie,„das ist leicht zu erkennen.“ „Nun, es beweist, daß er es ernst meint und weiß, was e will. Und da es so ist, soll es ihm an meinem Beistand nich fehlen. Er hat Florence durch uns kennen gelernt, nun mag die Sache mit ihr ihren Gang nehmen. Aller Rücksichten auf den Vater sind wir, durch sein Verhalten gegen uns, überhoben.“ Nachdem er dies gesagt hatte, stand meine Tante, wie es mir schien, auf einen Wink von ihm auf und verließ uns. Als sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte, fragte er mich, wo ich Wohnung gefunden, und wieviel ich dafür zu bezahlen hätte. Nachdem ich ihm geantwortet, öffnete er ein Schubfach, nahm ein Scheckbuch heraus, füllte einen Bankschein aus und reichte ihn mir. 60 „Da, mein Sohn,“ sagte er,„natürlich ist die Bezahlung der Wohnung meine Sache. Stecke das in deine Tasche, es ist der Mietsbetrag für ein halbes Jahr.“ Der Schein lautete auf fünfzig Pfund. Einen Augenblick stand ich, ganz verblüfft durch seine Güte, stumm da, dann aber legte ich die Anweisung auf den Tisch, indem ich ihm in warmen Worten für seine väterliche Fürsorge dankte, ihn gleichzeitig aber versicherte, daß ich mit Mitteln noch reichlich versehen sei, des Geldes also nicht bedürfe. Ich schickte mein geringes Gepäck durch den Diener meines Onkels nach Bristol und ließ meiner Wirtin sagen, sie möchte Seite 6. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 283 e Dienstag, 14. Oktober 1913 K 3 ( Eine Konferenz für Trinkerfürsorge findet zurzeit im Hörsaal VIlI der Kölner Handelshochschule auf Veranlassung des Rheinischen Verbandes gegen den Mißbrauch geistiger Getränke(Sitz Köln) und des gleichnamigen Deutschen Vereins(Sitz Berlin) statt. Als Vertreter des Ministers der öffentlichen Arbeiten und der Kgl. Eisenbahndirektion Köln wohnte Oberregierungsrat Flogertzky(Köln), als Vertreter des Reichspostamts Oberpostdirektor Gunsenheimer(Köln), als Vertreter des Kriegsministeriums Generaloberarzt Dr. Parthey und als Vertreter des badischen Ministeriums des Innern Amtmann Specht den Verhandlungen bei. Der Vorsitzende des Rheinischen Verbandes, Landesrat Dr. Schellmann(Düsseldorf) hieß die Vertreter der Behörden, der Krankenkassen, der Frauenvereine, der verschiedenen Abstinenzvereine (Kreuzbündnis, Blaukreuz, Guttemplerorden usw.) und alle Teilnehmer an der Konferenz willkommen. Der zahlreiche Besuch sei ein Beweis, daß die Erkenntnis von der Wichtigkeit der Trinkerfürsorge für das nationale Wohlergehen in immer weitere Kreise gedrungen sei. Die Teilnahme der Abstinenzvereine zeige, daß beide Richtungen, Temperenz und Abstinenz, sich in der Trinkerfürsorge zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden können, weil hierin beide auf dem gleichen Boden stehen, daß Trinkerfürsorge und Rettung nicht möglich sei ohne vollständige Enthaltsamkeit. Die erste Trinkerfürsorgestelle wurde 1905 in Bielefeld gegründet; 1909 betrug ihre Zahl 60 und stieg dann nach der ersten Fürsorgekonferenz Re bis Ende 1912 auf 202. Redner verbreitete sich sodann eingehend über die Organisation der Trinkerfürsorgestellen. Wie man es praktisch anlegt, um zu einer solchen Fürsorgestelle zu kommen legte Redner des näheren dar. Es muß eine einheitliche Stelle für die Trinkerfürsorge durch einen neutralen Ausschuß geschaffen werden, in dem die Abstinenzvereine, die Frauenvereine, die konfessionellen Wohltätigkeitsvereine, die Stadt= und Gemeindeverwaltungen, Krankenkassen, Industrie, Gewerbe, Lehrerschaft usw. vertreten sind, damit alle Kräfte einmütig zusammenwirken. Die Einrichtung einer regelmäßigen öffentlichen Sprechstunde auf der Trinkerfürsorgestelle ist unbedingt erforderlich. Das vielgestaltige Netz der Aufgaben und Arbeiten der Trinkerfürsorge umfaßt alle Maßnahmen, um zunächst den Trinker einem Abstinenzverein zuzuführen, gegebenenfalls im Interesse der Familie seine Entmündigung, bzw. seine Unterbringung in eine Heilanstalt, Arbeitskolonie usw. zu veranlassen, die Frage zu entscheiden, wie die nötigen Mittel hierfür, sowie für die Unterhaltung der Familie usw. zu beschaffen sind, die Arbeitsvermittelung nach der Entlassung aus der Anstalt usw. Im zweiten Vortrag behandelte Direktor Jarotzky von der Provinzialarbeitsanstalt Brauweiler bei Köln das Arbeitsscheuengesetz in der Praxis der Trinkerfürsorge. Durch das sogenannte Arbeitsscheuengesetz vom 23. Juli 1912 kann derjenige Arbeitsscheue, der selbst oder in der Person seiner Ehefrau oder minderjähriger Angehörigen der öffentlichen Unterstützung bedarf, gegen seinen Willen auf Antrag des Armenverbandes durch Beschluß des Kreis= bzw. Stadtausschusses in einer Arbeitsanstalt untergebracht werden. Diese Bestimmung hat für die Bekämpfung der Trunksucht besondere Bedeutung, da ja die Trunksucht vielfach die Ursache der Arbeitsscheu ist, wenn auch den Gesetzesbestimmungen noch manche Mängel anhaften, so bezüglich der Beurlaubung nach einjähriger Unterbringung. Die Abteilung für entmündigte Trinker in der Arbeitsanstalt Brauweiler wurde zwecks Aufnahme entmündigter Arbeitsscheuer von 40 auf 80 Mann Belegung erweitert. Als Abteilung für entmündigte Trinker und Arbeitsscheue nahm sie am 1. April 1913 ihre Tätigkeit auf. Anhaltende und anstrengende Arbeit soll bessernd auf die Untergebrachten wirken, daneben Belehrung durch den Seelsorger, Arzt usw. Die Kosten für den einzelnen Untergebrachten belaufen sich auf täglich 1,50., während der Verdienst nur 70 Pfg. erreicht, so daß der Fehlbetrag von 80 Pfg. seitens der unterstützungspflichtigen Familien oder Ortsarmenverbände der Provinzialarbeitsanstalt erstattet werden muß. Redner hält für entmündigte Trinker mindestens einen einjährigen Aufenthalt für notwendig; leider würde vielfach schon früher Entlassung beantragt. Unvermittelter Uebergang aus der Anstalt in die Freiheit ohne Anschluß an einen Abstinenzverein oder eine Trinkerfürsorge stelle würde verhängnisvoll bei einem entlassenen Trinker wirken; vielleicht kann hier das geplante Arbeitshaus ohne Zwang Nutzen stiften. Landesrat Dr. Schmittmann(Düsseldorf) sprach sodann über die Einweisung von Trinkern in Trinkerasyle. Die Asylierung der Trinker ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Heilung der Trinker, die namentlich im Interesse der Familie, sowie bei Unverbesserlichen und Rückfälligen angebracht ist. Es fehlt aber in Deutschland noch an Asylen für nicht entmündigte Trinker. Der § 1277 der Alters= und Invalidenversicherung, der die Unterbringung invalider Rentenempfänger in Pflegeanstalten vorsieht, ist bisher viel zu wenig für die Unterbringung von nicht entmündigten Trinkern angewendet worden, während dies zu Zwecken der Tuberkulosebekämpfung mehr geschehen ist. Die Landesversicherungsanstalt der Rheinprovinz steht mit der Unterbringung von 82 invaliden Rentenempfängern in Trinkerasylen(Kamillushaus in Neuß, Diakonenanstalt in Duisburg usw. an der Spitze sämtlicher Provinzen, da die übrigen zusammen nur 30 Trinker auf Grund jenes Paragraphen untergebracht haben. Zur Unterbringuna in eine freie Pflegeanstalt ist erforderlich, daß der Trinker gung in eine freie Pflegeanstalt ist erforderlich, daß der Trinker die erforderliche Zahl Marken geklebt, dauernd oder vorübergehend invalide ist, und den Antrag auf Unterbringung in eine Anstalt selbst stellt, dagegen seine Rente an die Landesversicherungsanstalt zur Deckung der Kosten abtritt. Die neue Reichsversicherungsordnung hat in letzterem Punkte eine Verbesserung gebracht, daß ein Teil der Rente für minderjährige Kinder unter 15 Jahren und die Familie belassen werden kann. Redner sprach sich sehr anerkennend über die Erfolge der Kamillianerpatres zu Neuß, der Vinzentinerinnen zu Rheydt und Mundt, sowie der Diakonen zu Duisburg in der Anstaltspflege von Trinkern aus, und bezeichnete es bei dem großen Mangel an freien Anstalten als erstrebenswert, daß in jedem Regierungsbezirk eine geeignete Anstalt in ländlicher Umgebung für Trinkerasyle eingerichtet wird; die Landesversicherungsanstalten würden gerne Mittel hierfür aufwenden. Krankenkassengeschäftsführer Eisenhuth(Köln) verbreitete sich über Krankenkassen und Trinkerfürsorge. Das bisherige Krankenversicherungsgesetz hatte der vorbeugenden Tätigkeit der Krankenkassen gegen die Trunksucht allzu enge Schranken gezogen; das Krankenkassengeld konnte sogar in Fällen von Trunksucht entzogen werden. Aber trotz dieser einengenden Bestimmungen haben die Krankenkassen in den letzten Jahren immer mehr der Trinkerfürsorge ihre Aufmerksamkeit zugewendet. Die neue Reichsversicherungsordnung hat nun durch die Aufhebung der unsozialen einschränkenden Bestimmungen auch den Krankenkassen die Bahn zu einer besseren Bekämpfung der Trunksucht freigemacht, die neben der Tuberkulose als eine der schlimmsten Volksseuchen zu erachten ist. Redner erläuterte eingehend die diesbezüglichen Bestimmungen, die auch Kuren Trunksüchtiger in Heilanstalten usw. zulassen. In der Montagnachmittagsitzung sprach Pfarrer Luyken(Gummersbach) über die Arbeit der dortigen Trinkerfürsorgestelle, die 1909 als erste derartige Einrichtung in einer rheinischen Stadt von der Größe Gummersbachs(16000 Einwohner) gegründet, von einem Fürsorger im Hauptamt versehen wird. Eingehend verbreitete Redner sich über den Verkehr zwischen den Trunksüchtigen und der Fürsorgestelle, die in Gummersbach mit einem paritätischen Arbeitsnachweis verbunden ist, um die Scheu vor dem Besuch der Stelle zu beseitigen. Ohne einen Abstinentenverein, der zugleich die wichtigste Ergänzung der Trinkerheilstätten bildet, vermag eine Trinkerfürsorgestelle nichts zu erreichen; so wurde ein solcher auch in Gummersbach als evangelischer Blaukreuzverein gegründet; die Bildung einer Ortsgruppe des katholischen Kreuzbündnisses ist dort ebenfalls geplant. In der Aussprache über die Vorträge des ersten Tages schnitt Dr. Eggers die Frage der Organisation der Trinkerfürsorgestellen an, deren Leitung er nicht allein in den Händen des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke, sondern hierfür eine noch neutralere Instanz wünschte, die sich aus den verschiedensten Korporationen zusammensetzen müßte. Die Leitung der Kongresse und Konferenzen für Trinkerfürsorge sollen dem Deutschen Verein wie bisher übertragen bleiben. Von einem Redner aus Heidelberg wurde der Wunsch geäußert, daß Behörden bei Gutachten über Alkoholmißbrauch sich an die Trinkerfürsorgestellen wenden. Ein Redner aus Düren empfahl die Zentralisation der Fürsorgetätigkeit, soweit die schriftliche Bearbeitung von Anträgen an Behörden und der geschäftsmäßige Verkehr in Betracht kommen. Ein Kamillianerpater konnte aus seinen Erfahrungen aus der Trinkerheilpflege— über 900 Behandelte— feststellen, daß diejenigen Trinker, welche am empfänglichsten für eine religiöse innere Erneuerung und Durchdringung waren, auch die meiste Gewähr für eine sichere Heilung von der Trunksucht boten. Im Verlaufe der Aussprache wurde besonders noch der Wert der Aufklärung über die Gefahren des Alkoholismus betont. ) H e r r J. B. H e i m a n n j r., I n h a b e r d e r b e k a n n t e n S p e d i tions= und Schiffahrtsfirma Albert Heimann, verschied gestern morgen im Alter von 61 Jahren. Johann Baptist Heimann war am 8. Juni 1852 in Köln geboren(Unter Goldschmied), seine Eltern waren Albert Heimann und Sabina geb. Plasman. Nach Besuch der Domschule und der Realschule erster Ordnung in der Kreuzgasse genügte er seiner Militärpflicht und war dann bei der Rheinischen Effektenbank und der Amsterdamer Bank tätig. Nach dem Tode seines Vaters 1880 übernahm er das mit der Generalagentur der Niederländischen Dampfschiff=Reederei verbundene elterliche Speditionsgeschäft, das er durch umfassende Tätigkeit förderte, ausdehnte und im rheinischem Handelsverkehr zu hohem Ansehen brachte. Den hohen Sinn für Musik bekundete er in allem, was ihrer Förderung zweckdienlich war, als langjähriges Mitglied der Musikalischen Gesellschaft, des Kölner Männer=Gesang=Vereins, des Domchors, vor allem der Konzertgesellschaft, in deren Vorstand er seit Jahrzehnten das Amt des Kassenführers versah; auch dem Vorstand des Zentral=Dombauvereins und des Marienhospitals gehörte Heimann an. Allen der mit diesen Aemtern verbundenen Geschäfte hat er sich eifrigst und erfolgreich angenommen und widmete sich ihnen noch während seiner langwierigen Krankheit, die ihn seit mehreren Jahren dauernd an das Haus fesselte. Ehrungen und Auszeichnungen höheren Ortes sind ihm dafür nicht zuteil geworden, aber sein offenes, freundliches, echt kölnisches Wesen ist es, das ihm hohe Achtung in den Kreisen der Kaufmannschaft und seiner vielen Freunde genießen läßt. * Infolge des Bruches eines Rabels der städtischen Elektrizitätswerke gingen gestern abend um.30 Uhr sämtliche elekin einem großen Teile des Nordostbezirks aus. trischen Lampen Um.5 Uhr war die Leitung wiederhergestellt. (4) Für Derwaltungsanwärter bietet sich Gelegenheit, sich bei der Veranlagungskommission, Göbenstraße 10 einzuarbeiten. In diesem Jahre findet neben der Veranlagung zur Einkommen= und Ergänzungssteuer anch eine Veranlagung zum Wehrbeitrag statt. Die Aussichten für die Anwärter auf Anstellung in dieser Verwaltung. insbesundere wenn sie das Zeuanis für Prima haben, dürften tung, insbesondere wenn sie das Zeugnis für Prima haben, dürften zurzeit nicht ungünstig sein. in geschmackvollen Ausführungen Hohestrasse. Ecke Brückenstrasse mir eine Flasche Kognak und Sodawasser kaufen und auf mein Zimmer stellen. Nach den angenehmen Abenden in meines Onkels Hause fürchtete ich mich etwas vor der Einsamkeit in meiner neuen Wohnung und wollte mit dieser Bestellung eine kleine Vorkehrung dagegen treffen. Als meine Cousinen nach Hause kamen und von meinem Entschluß hörten, erhoben sie großen Lärm. Es blieb mir nichts übrig, als ihnen die Sache noch einmal auseinanderzusetzen. Endlich kam mir mein Onkel zu Hülfe indem er sagte: Nun seid aber stille davon, die Geschichte ist abgemacht. Wozu da noch all das Gesalbader darüber.“ Nach beendetem Essen begleitete ich Sophie noch kurze Zeit in den Garten, wo sie mir noch einmal versprach, alles, was sie nur ersinnen könnte, zur Förderung meiner Wünsche zu tun. Schließlich äußerte sie die Absicht, mich morgen mit Amalie zu besuchen, und ließ sich von mir das Versprechen geben, daß ich so oft als möglich nach Clifton kommen würde. „Je öfter du kommst,“ sagte sie,„je öfter ist es möglich, daß du Florence bei uns triffst, ohne daß wir nötig haben, zu Kriegslisten unsere Zuflucht zu nehmen. Morgen früh werde ich an Florence schreiben und ihr mitteilen, daß du Clifton verlassen hast, und sie bitten, ihrem Vater davon Mitteilung zu machen, damit er sein Verbot zurücknimmt.“ So endete unsere kurze Unterredung, und eine halbe Stunde später stand ich auf dem Hausflur und sagte allen Lebewohl. Ich legte den Weg nach Bristol so in Gedanken vertieft zurück, daß ich ganz überrascht war, als ich plötzlich vor meiner neuen Wohnung stand. Meine Wirtin empfing mich und führte mich auf mein Zimmer. Sie hatte in demselben nach Möglichkeit alles hübsch gemacht, auch mein bestelltes Getränk besorgt. Da meine Cousinen mir einen Besuch versprochen hatten, blieb ich den ganzen nächsten Vormittag zu Haus,— aber ein langer Vormittag war es. Endlich, kurz vor zwölf Uhr, meldete die Wirtin sie an. Nachdem sie eingetreten waren, ließen sie ihre Blicke durch den Raum schweifen, offenbar sehr amüsiert von der Kleinheit des Zimmers, und ich gestehe, als sie saßen, schien mir dieses auf die Hälfte seiner Größe zusammengeschrumpft zu sein. Dann fragten sie, ob ich bei ihnen zu Mittag essen würde. „Nein,“ sagte ich,„führt mich nicht in Versuchung, ich will mich erst daran gewöhnen, wieder mit mir allein zu sein;— oder wird etwa Sophie verstand mich.„Nein,“ meinte sie,„Florence würdest du nicht treffen.“ „Hast du ihr geschrieben?“ „Gewiß, und ich habe auch schon ihre Antwort.“ Dabei griff sie in die Tasche und sogte:„Hier ist sie, du kannst sie lesen.“ Ich nahm den Brief, und das Papier zitterte in meiner Hand, als ich las: Liebste Sophie! Papa ist nicht zu Haus, und so muß ich es verschieben, ihm zu erzählen, daß dein Vetter Jack euch verlassen hat. Ich werde ihm deinen Brief aber nicht vorlesen, denn es gibt wirklich keinen Grund, ihn wissen zu lassen, daß dein Vetter eine Wohnung in Bristol gemietet hat. Die ganze Geschichte ist so schon lächerlich genug. Ich hoffe, dich bald zu sehen, denn ich vertraue darauf, daß die törichte Sorge meines Papas um mich, euch nicht hindern wird, mich zu besuchen, wenigstens werde ich mich ganz gewiß euch nicht entfremden lassen. Daß ich die Ursache werden mußte, die deinen Vetter dazu trieb, euch zu verlassen, ist mir ein höchst peinlicher Gedanke, denn ich weiß, wie sehr ihr euch über seinen Besuch freutet. Aber, trotzdem ich die Ursache bin, fühle ich mich doch ganz unschuldig. Nichts hat mich jemals so unangenehm berührt und verdrossen, als dieses Verlangen von Papa, euch nicht mehr zu besuchen, so lange euer Vetter in eurem Hause weilt. Immer die deinige Fl. Hawke. P. S. Ich vermute, du wirst deinen Vetter oft sehen. Der arme Mensch! Wenn er nur eine nette Wohnung gefunden hat! Als ich den Brief einmal durchgelesen hatte, fing ich ihn zum zweitenmal und dann zum drittenmal an, da aber lachten beide Mädchen laut auf, und Amalie sagte:„Na, das wirst du doch endlich raus haben, daß du oft genug genannt bist, was Jack?“ „Ja, wirklich,“ rief ich,„das ist wahr. Nun sage mir aber auch, Sophie, ob du Miß Florence besuchen wirst?“ „Gewiß,“ meinte sie,„wenn Mama es erlaubt und Florence auch wieder zu uns kommt.“ „Sophie und ich haben das auf dem Wege hierher besprochen,“ bemerkte Amalie.„Wir denken, Mama wird nichts dagegen haben, wenn wir, trotz des Vorganges, jetzt, nun du fort bist, nicht erst abwarten, ob Florence ihre Besuche wieder bei uns aufnimmt, sondern zuerst zu ihr gehen, und sie auf diese Weise veranlassen, auch wieder zu uns zu kommen. Dies tun wir aber nur dir zuliebe, verstehst du, sonst würden wir das Haus von diesem ungezogenen Michel, dem alten Hawke, ganz sicher nicht „### s e h r h o c h mehr betreten. Hoffentlich wirst du uns das sehr hoch anrechnen, lieber Junge.“ „Ja,“ sagte ich, beiden ganz gerührt die Hand reichend,„ihr seid wirklich ein paar gute Mädel. Was sollte ich ohne euch anfangen? Es wäre zum Verzweifeln für mich.— Ach Gott, wenn ich Miß Hawke bei euch treffen könnte!— Aber, wird sie auch kommen? Wird ihr Vater es ihr erlauben? Und wenn,— wird er nicht ihren Besuchen sogleich wieder ein Ende zenn er erfährt, daß ich hier bin?" machen, wenn er erfährt, daß ich hier bin?“ „Bist du aber ein langweiliger Peter!“ rief jetzt Amalie. „Die 5Wenne und Aberc nehmen ja gar kein Ende bei dir. Wenn wir ebenso wären wie du, dann könnten wir dir nur bald unsern Knix machen, und dich deinen Liebesschmerzen überlassen, denn helfen könnten wir dir dann nicht mehr.“ „Ja, bei Lichte besehen hast du eigentlich ganz recht,“ erwiderte ich;„es ist eine furchtbare Torheit, sich das Leben mit fortwährenden Vermutungen und Befürchtungen zu verbittern. Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen.“ (Fortsetzung folgt 900 r 00 000m 2m mt 90 8 Zur Kurzweil ** Boshaft.„Gnädiges Fräulein, ich gestatte mir, Sie noch nachträglich zu Ihrer Verlobung zu gratulieren.“—„Ach Gott, ich bin ja schon wieder frei.“—„Sö, so, wer war denn der Glückliche, wenn ich fragen darf?“ Sehsingng amp Bes ge s Da S 1 1 S für S= s0 je Ssh-ind Kölner Lecal-Anzeiger ür 283* Dienstag, 14. Oktober 1913. Seite 7. Sechanangohoens hngnbegnne nmangbenns nngehnns ngngngengens ngengnigngs Aangagbons ngzns anggns nggns gngn Extra billiger Besonders günstige : Kaufgelegenheit. R e esee e. E— Auf 58 Tischen extra ausgelegt. 858 cchePosten Damenhemden mit gestickter Pass Damenlacken aus gerauht Croisé Untertaillen mit solider Stickereigarnitur Beinkleider Chiffon, Kniefasson 4 Beinkleider Biber, glatte Fasson.. Posten! Damenhemden mit handgestickter Passe Damenlacken aus gerauht Croisé Untertaillen elegante Ausführung... 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Der Besuch liess dem vom Sonntag wenig nach, der gebot ne Sport war intcressant und es fe lte nicht an sehr spannenden komenten in den einzelnen Rennen. Die beiden mit j 12 000 Mark dotierten Hauptent cheidungen auf der Flachbahn sahen wi der den Stall Oppenheim in Front, und zwar mit Miramari und Diamant. In den beiden Rennen zwischen den Flaggen steuerte jedesmal Lt. von Aos-ner die Sieger. Die Einzelergebnisse sind die folgenden: Preis von Longerich. 6500 M. 1200 Meter. I. W. Linden tädts Noteless(Burns), 2. R. Haniels Terminus(Archibald), 3. A. u. C. von Weinbergs Angelico und Kgl. württemb. Privatgestüt Weils Flying Thoughts. Totes Rennen. Ferner liefen Theodosius. Coeur Dame. Tot. 49: 10. Pl. 24, 27: 10. Niederwald-Rennen. 9000 M. 1600 Meter. 1. Lt. Stahlknechts Donners Bruder(Archibald), 2. Balduins Patsy(Davies), 3. F. C. Krü##rs Hacckel(Olej ik). Ferner liefen Poltengeist, Lin, Jasmin, Balkau, Malta. Tot. 38:10. Pl. 16, 19. 26: 10. Germaniaprels. 1200 M. 1000 Meter. 1. Frhrn. S. A. von Oppenbeius Mrramare(Archiba), 2. Kgl. Württemberzischen Privatg. stüt Weils Bracing Air(Shäfke), 3. Kgl. Hauptgestüts Graditz' Graphit(Bullock). Ferner lieten Melba und Lapalie. Tot. 37:10. Pl. 16. 39: 10. 2— Hals— 3. Chamant-Rennen. 12000 M. 1600 Meter. 1. Frhrn. S. A. von Oppenanr(Arcnibald), 2. Kxl. Hauptgestüt Graditz' Laudon A. und C. von Weinbergs Emperador(Hewitt). Ferner Tot. 41: 10. Pl. 16. 16: 10. 3— heims Diamant(Archibald), (Bullock), 3. liefen Aschanti und Sybille(.). 3— ½. Rosenberg-Jagdrennen. Ehrenpreis und 3500 M. 1. Leutnant Gerteis Rapp(Lt. von Mossner), 2. Mons. Pfizers Onwentsia(.V. Herfeidt), 3. Lt. Hutschenreutt#ers Guernica II(Lt. Hermann), 4. Coup ’Oeil. Ferner liefen Cape Florizel, Savoy, Master Pare, Adington (ef.). Gegen de Sieger war Protest eingelegt; er wurde abgewiesen. Tot. 26: 10. Pl. 13, 12, 34: 10. 1½— 3— 4. Agrippina-Jagdrennen. Ehrenpreis und 3000 M. 4200 Meter. 1. E. Mühers Prinfesse des Ursins(Lt. von Mossner), 2. G. Ehlers Elk(H. V. Herfeid), 3. J. und G. Reimanns Silver Sea(Lt. Grat Holck). Ferner liefen Banoge und Copley. 3 FAN 1. Seite 8. Kölner Local-Anzeiger Nr. 283* Dienstag, 14. Oktober 1913. C Offene Stellen Tüchtiger Eagerverwaltet von elektr. Maschinenfa rik zum baldigen Eintritt gesucht. Nur umsichtige, energische Bewerber, welche über gute Materialkenntnisse verrugen u. bereits Lagerbücher gefuhrt haben, finden Berücksichtigung. Angebote mit Gehaltsansprüchen, Zeugnisabschriften und Angabe des Eintritts unter A 232 an die Geschäftsstelle d. Bl. g“ Junger Mann, fleißig u. zuverlässig, mit guter Führung, sof. gesucht. Solche vom Lande erh den Vorzug. Naturbutter= u. Eiergroßhandlung W. Broich, Köln, Eigelstein 143. b Tüchtige Monteure und Hülfsmonteure stellt sofort ein Brown, Boverie& Cie. .=., Bureau Köln. Lebrling p. sof. aus gut Fam. s. m. Kolonial=, Material= u. Farbwaren=Gesy g s. M. Franke, Köln, Mühlenbach 4, a. 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Harry de Garmo vom Stabttheater in Lübeck, der gestern als erste Rolle eines auf Anstellung abzielenden Gastspieles den Wotan in der Walküre sang, ließ eine schöne, klangvolle, in der Höhe auch wuchtig ausladende Baritonstimme hören, die in der Mittellage schwächer wird, der Tiefe fehlt Mark und Klang. Man erinnere sich, daß Wagner für den Wotan sich eine Baßstimme gewünscht hat— nicht zuletzt, um der großen Erzählung im zweiten Akte dramatische Eindringlichkeit des Vortrages zu sichern. Diese ist der eigentliche Prüfstein eines Wotan=Sängers, der Iser in Aufbau und Gliederung des Vortrags zu zeigen hat, ob er in den Sinn des Ganzen eingedrungen ist und versteht, was er singt. Im Aufbau von Friedr. Braun, unserem bisherigen Wotan, der darin ein Meisterstück lebendig erfaßten, sinnvoll gegliederten und packend gesteigerten Vortrages gibt, wird die Erzählung zu einem Drama im Drama, der Gast gab uns von der Tragik des in die Bande machtloser Unfreiheit verstrickten Gottes kaum mehr als die gesungenen Noten. So behandelt, begreift man schon, warum diese Erzählung als„langweilig" verschrien ist.„Jetzt versteh' ich den stummen Sinn des wilden Wortes der Wala, singt Wotan. Wir möchten, was den Gast anlangt, widersprechen. Befriedigender war seine Leistung im dritten Akte, in dem die Gefühlsausbrüche des zürnenden Gottes zu starken Momenten führten, wogegen dem Abschied von Brünnhilde wieder die innerliche Größe, die tragische Gefühlsnote mangelte. Die seltsam umständliche Art, in der Wotan die in Schlaf geküßte Brünnhilde unter die Tanne bettete, schien, wie einige Auffälligkeiten im musikalischen Vortrage, auf eine ungenügende Verständigungsprobe hinzudeuten. Dem Gesanglichen wurde der Gast sonst fast überall voll gerecht, in der Aussprache störten Eigentümlichkeiten, die wohl den Ausländer verraten(z. B.„das Ente, das Ente“ statt„Ende“ und ein die Silben und Worte zusammenschleifendes„":„Laß——ich's ver——lauten"). Neben vielem Unausgeglichenen und besonders stilistisch Unzureichenden bot die Leistung im Hinblick auf Stimme und Gesangsbehandlung auch manches Erfreuliche, sodaß man seiner zweiten Gastrolle, dem Holländer, mit Interesse entgegensehen darf. Die geschlossenste Wirkung ging, wie stets, wieder vom ersten Akte mit dem prachtvollen Wälsungenpaare Menzinsky=Wolf aus. In dem sonst fein nuancierenden Vortrage des von Brecher geleisteten Orchesters fielen die anhaltend unreinen Bläserharmonien bei der Intonation des Schicksalsmotivs in der Szene der Todesverkündigung und in der Waberlohe des Schlusses unangenehm auf. a Kölner Schauspielhaus. Zum zweiten Male hat das Schauspielhaus das Werk Ernst Hardts, Tantris der Narr auf den Spielplan gesetzt, nachdem es Anfang 1908, bald nach seiner Entstehung, unter Martersteig hier seine Uraufführung erlebt hatte. Seitdem hat die auffallende Tatsache, daß es noch in demselben Jahre mit zwei Schillerpreisen auf einmal bedacht worden war, das Werk in den Mittelpunkt lebhafter Erörterungen über den Wert oder Unwert gestellt. Daß es aller theoretischen Wertungen zum Trotz noch einen großen Eindruck hervorzurufen imstande ist, hat seine Wiederauferweckung am Samstag und Sonntag bewiesen. Der kunstvolle Aufbau, die feine Gliederung des ja mehr abstoßenden als anziehenden Stoffes ist unverkennbar und der poetischen Schönheit der Sprache kann sich so leicht niemand entziehen, wenn auch das dramatische Motiv des Nichterkennenkönnens immer als künstlich gesucht und unglaublich empfunden werden wird. Warm kann freilich der Zuschauer bei dem Werke, das Prof. Max Koch als einen„Höhepunkt modischer Perversität“ charakterisiert, nicht recht werden, es ist nur ein Schauspiel, das an ihm vorüberzieht und seine Neugierde in Spannung hält, ohne daß er sich auf eine bestimmte Seite zu stellen weiß. Wenn auch vielleicht die Furcht sich zeitweilig einstellt, das Mitleid versagt er beiden Parteien und noch weniger kann von einem Mitleiden die Rede sein. Die Neueinstudierung von Hans Werckmeister hielt sich eng an die Inszenierung Martersteigs und tat gut daran. Die Ausstattung des ersten Aktes mit dem mehr im Vordergrund der Szene stehenden goldenen Bauer des Zauberhündchens machte freilich einen etwas nüchterneren Eindruck. Der vierte Akt hatte die gleiche Unübersichtlichkeit beibehalten, die durch die seitliche Anordnung des von den Personen besetzten Tisches entsteht. Die Besetzung war großenteils dieselbe wie bei der Aufführung vor drei Jahren. Aber eine Hauptfigur, die der Isolde, war aus den Handen Riza Bajors in diejenigen Melitta Leithners übergegangen. Die Befürchtung, daß ihre Art für das wortreiche Aesthetendrama weniger geeignet sei, erschien nur zum geringen Teil berechtigt; im ganzen traf sie die rechten Töne sowohl für das heimlich liebende wie auch für die aufgewühlte Leidenschaft des schwer gekränkten Weibes. Der Tantris war bei Hrn. Aßmann verblieben, der ihn wirksam charakterisierte, ebenso war der falsche Tenovalin in der Darstellung Paul Sendens recht eindrucksvoll. Dem aus Liebe und Eifersucht vorschnellen König Marke lieh Alexander Engels sein klangvolles Organ und seine Gestaltungskraft, den Dinas gab Heinr. Heber mit gerechter Würde, Charlotte Landen war ein treuherziger Page der Frau Isot, Else Bischoff eine gute Brangäne. Die abstoßende Szene des dritten Aktes, die Auslieferung Frau Isots an die Siechen, hatte nicht zum Nachteil ein wenig von ihrem früheren äußersten Naturalismus verloren. Das Publikum ließ es an Beifall nicht fehlen. () Köln, 13.Okt.1913. Herr Karl Mackenbach, Schüler von Engelbert Haas, wurde nach erfolgreichem Probesingen an das Stadttheater in Elberfeld engagiert. Herr Arthur Regeniter ist dem Lehrerkollegium der Kölner Gesang= und Musikschule von Engelbert Haas als Theorielehrer beigetreten. C) Das zweite Einführungskonzert des Verbandes konzertierender Künstler Deutschlands findet nächsten Freitag, den 17. Oktober, um 8 Uhr abends im großen Saale der Wolkenburg statt. Es treten dieses Mal auf die Sopranistin Greie Hedwig aus Freiburg und die Pianistin Martha Schaarschmidt, Berlin. Erstere wird Gesänge von Mendelssohn, Bach, H. Wolf, Alex Adam, R. Strauß und Schütt zum Vortrag bringen, während die Pianistin in Stücken von Schubert, Schumann, Chopin, und Liszt debutieren wird. Die Begleitung der Gesänge liegt in Händen von Frau Abertine Süsse=Wilsing, Düsseldorf. 9000000000 0r0 r 0 00 0000 800000000000 0000000 00000 : H u s d e r A r b e i t e r w e l t::: 50500008000006000800000000000000000000000000000 0000 2000000080600000 00000000886 (A Innungskrankenkassenwahl. Die für den 3. November anberaumte Wahl des Ausschusses der freien Schuhmacherinnung braucht nicht stattzufinden. Es wurde seitens der Arbeitnehmer und Arbeitgeber nur je eine Vorschlagsliste eingereicht. Seitens der Arbeitnehmer sind damit die Kandidaten des christlichen Lederarbeiterverbandes gewählt. (A) Die Sozialdemokratie als Sittenrichterin. In den letzten Tagen hat die sozialdemokratische Presse wieder einmal den Nachweis erbracht, daß ihr im Kampfe mit dem Gegner kein Mittel zu übel ist. Begierig stürzte sie sich über die Veröffentlichungen des ehemaligen Beamten Röhling des christlichen Textilarbeiterverbandes her, um damit einen Schlag gegen die ihr so sehr verhaßten christlichen Gewerkschaften zu führen. Trotzdem die ungeheuerlichen Vorwürfe“, die Röhling in der Broschüre gegen den Zentralvorsitzenden des christlichen Textilarbeitervervandes erhebt, selbst der Rhein. Zeitung„ganz unglaublich klingen“, gibt sie sich und geben sich die übrigen sozialdemokratischen Blätter dazu her, diese nun Tag für Tag in ihren Spalten auszubeuten. Statt einen Mann wie Röhling, der von der Zentrale seines Verbandes wegen gröblicher Verletzungen seiner Pflichten als Angestellter entlassen wurden, entsprechend einzuschätzen, hat der sozialdemokratische Parteiverlag in Düsseldorf den Mut, die Verleumdungsschrift in einer Auflage von 250000 Exemplaren herzustellen und zu verbreiten. Das ist echt sozialdemokratisch. Was kümmert die Sozialdemokraten auch die Ehre eines bisher unbescholtenen Mannes? Er ist ihr Gegner. Diese Tatsache allein schon gibt den Sozialdemokraten anscheinend den Freibrief, mit den schäbigsten Mitteln gegen ihn zu Felde zu ziehen. Schon jetzt, bevor die Gerichte über den Fall gesprochen haben, stellt sich heraus, daß Reichstagsabgeordneter Schiffer völlig zu Unrecht beschuldigt worden ist. Zu der von der sozialdemokratischen Presse so begierig aufgegriffenen„Geldschrankschlüsselgeschichte“ verbreitet der Zentralverband christlicher Textilarbeiter soeben folgende Nachricht: Röhling hat am 4. d. M. in einer von sozialdemokratischer Seite einberufenen öffentlichen Versammlung in Mülhausen i. Els. dem Sinne nach erklärt: „Er(Röhling) halte es für ausgeschlossen, daß Schiffer das Geld entwendet habe. Dazu sei die Sache zu plump durchgeführt worden.“ Am 9. Oktober erschien Röhling in der Wohnung des Verbandskassierers Schaffrath zu Düsseldorf; als er hier hörte, daß die Zeugenaussagen des Kassierers für ihn(Röhling) nicht günstig sein würden, erklärte er wörtlich: „Dann muß ich die Geldschrankschlüsselgeschichte fallen lassen.“ Röhling veröffentlichte weiterhin in der sozialdemokratischen Düsseldorfer Volkszeitung(Nr. 239) eine Erklärung, wonach die sämtlichen mündlichen Aeußerungen des Geldschrankfabrikanten dem Kassierer gegenüber in Wegfall kommen. So also sieht die Sache aus. Wie uns der christliche Textilarbeiterverband weiterhin erklärt, kann am Gericht der Nachweis dafür klipp und klar erbracht werden, daß auch die übrigen Behauptungen Röhlings sämtlich entweder aus der Luft gegriffen oder die Tatsachen vollständig entstellt und verzerrt wiedergegeben sind.„„ Solch leichtfertige Verdächtigungen hat also die sozialdemokratische Presse mit verbreiten helfen. Sie hätte das schon am besten auch deswegen nicht tun sollen, weil sie ja zur Genüge über die zahllosen Skandalgeschichten im eigenen Lager unterrichtet ist. Wir wollen ihr heute nur einmal einen Fall— ebenfalls eine Geldschrankschlüsselgeschichte— zu Gemüte führen, damit sie ersehen kann, wie manchmal die Dinge liegen können. Im Jahre wurden aus der Hauptkasse des sozialdemokratischen Transportarbeiterverbandes wiederholt Gelder entwendet, ohne daß der Dieb gefaßt werden konnte. Der Hauptkassierer Kaßler gab sich die erdenklichste Mühe, um den Verbrecher zu entdecken, was ihm auch schließlich gelang. Ein Beamter an der Zentrale, der schon eit drei Jahren den Posten bekleidete, wurde als Einbrecher überführt und später zu einem Jahr Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. In einer Geheimsitzung des sozialdemokratischen Transportarbeiterverbandes auf dem Verbandstage 1909 in München sagte der Vorsitzende Schumann über den Fall u. a. folgendes:„Wir werden Kaßler nachfühlen können, in welcher verzweifelten Stimmung er war, immer und immer fehlte Geld, wir anderen kamen in einen unangenehmen Verdacht, und schließlich konnten wir ja auch glauben, daß Kaßler zu den Kassierern gehörte, die Einbrüche fingieken. Auch ich konnte in Verdacht geraten, weil außer Kaßler nur noch ich einen Schlüssel zum Geldschrank hatte. Die Summe, die uns auf diese Weise verloren gegangen ist, beträgt 2270 Mark. Der Mann hat seine Strafe, er ist ausgeschlossen, und damit ist der Fall für uns erledigt, obwohl es sehr unangenehm ist, konstatieren zu müssen, daß jemand, der drei Jahre im Bureau arbeitet, sich als solcher Lump entpuppt.“ Die Sache lag also sehr ähnlich, wie sie in der Schrift des Rene650000000000 00 0000SOOOOS01 1. 2 : Was der Mittwoch brinar:“ Theater. Opernhaus: Die Bohème, 7½, Schauspielhaus:(SonderVorstellung für den Verband der kaufmännischen Vereine) Der Raub der Sabinerinnen, 8, Colosseum: Filmzauber, 8, Deutsches Theater: Kammerkunstabend! Marc Henry— Marya Delvard, 8 Uhr, Kolner Hänneschen-Theater(im früheren Castans Panoptikum): Täglich von 4 Uhr ab stundlich Vorstellung. Kinematographen-Theater. Agrlppina-Lichtspiele„(Ecke Berlich und Breitestr.): Die Herrin des Nils, 4, 6½ und 9 Uhr. Konzerte. Zoologischer Garten: 3½, Flora(vorm. von 8 bis 12 freier Eintritt): 3½ u. 8, Voksgarten: 3½, Stadtgarten: 3½ Uhr. City-Cafe. Café Runge, Café Bauer, Wiener Café, Ring-Cafe, Militär-Könzert auf dem Neumarkt mittags 12—1 Uhr. Museen. Eintritt 50 Pfg. Geöffnet von—6 Uhr: Erzbischöfl. Diözesan-Museum. Comhof 8— Eintritt frei. Geöffnet von 10—4 Uhr: Wallraf-Richartz-Museum an der Rechtschule.— KunstgewerbeMuseum, Hansaring.— Schnütgen-Museum, Hansaring 324. Prähistorisches Museum, Bayenturm.— Historisches Museum, Hahnentor und Eigelsteinertor.— Naturhistorisches Museum, Stapelhaus.— Geöffnet von 10—1 Uhr: Rautenstrauch-loest Museum, Ubierring 47. Geöffnet von 10—12,.—4 Uhr: Gswerbehalle, Ubierring 40. Ausstellungen. Ausstellung Alt- und Neu-Köln in der Ausstellungshalle am Aachenertor, geöffnet von morgens 9 bis abends 6 Uhr. Verschiedenes. Oratorien-Chor Köln: Probe im Kolpinghaus; Damen 8¼, Herren 9, Lesegesellsch ft(großer Saal): Vorführung einer Waschmethode von 4 Uhr an, Westerwald-Klub: Gemütliche Zusammenkunft i. Hotel Bristol, Komödienstr., 8½ Uhr, SchlachtenPanorama, Frohngasse(Geöffnet von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends): Erstürmung der Spicherer Höhen. gaten Röhling dargestellt wird. Es wird sich also für die sozialdemokratische Presse empfehlen, in Zucunft erwas vorsichtiger im Urteil zu sein. P0000SMn SCO. :. uns dem sozialen Leben::: 4 Die mit leren rechnischen Reichs-Telegraphenbeamten der Ober=Postdirektionsbezirke Tortmund, Düsseldorf, Aachen, Koblenz und Köln hielten ihren diesjährigen Bezirkstag in Köln im Hotel Ganymed ab. Die Tagesordnung beschäftigte sich im allgemeinen mit inneren Angelegenheiten des Vundes und mit Standesfragen, im besondern aber mit der Notlage dieser Beamten. Die Versammlung, welche zahlreich besucht war, war einmütig der Ansicht, daß auch die diesen Beamten widerfahrene ärte bei der Besoldungsordnung 1908, nachdem die Gehälter der beiden größten Beamtengruppen zum 1. Oktober 1913 entsprechend aufgebessert worden sind, beseitigt werden muß. Es kommen hier ungefähr 700 Beamten dieser Klasse in Frage. Es wurde folgende Resalution einstimmig angenommen: Die in Köln versammelten mittleren technischen Reichs=Telegraphenbeamten der Oberpostdirektionsbezirke Dortmund, Düsseldorf, Aachen, Koblenz und Köln nehmen Stellung gegen die Härte des Besoldungsgesetzes des Jahres 1908. Die Novelle zum Besoldungsgesetz zum 1. Oktober 1913 bringt keine Besserung der von diesen Beamten empfundenen Notlage. Sie sprechen die Hoffnung aus, daß die Reichspost= und Telegraphenverwaltung diese Härte erkennt, und im diesjährigen Etat durch die gewünschte Aufbesserung des Gehaltes die Beseitigung der Notlage vorsieht. Die Teilnehmer des Bezirkstages bestiegen, nach gemeinsam eingenommenem Mittagessen, mit ihren Damen den Dom, woran sich eine Besichtigung des Domschatzes anschloß. Abends vereinigten sie sich zu einem Kommers im Versammlungslokal. Standesamt der Stadt Koln.(Vom 13. Okt. 1913.) Sterbefälle. Peter Keul, 81., Quentelstr.-6.- Heinr. Becker, Museumsaufs. a.., 67., Severinstr. 162.- Rudolf Nell, 8., Kasparstraße 6.- Berta Fritze geb. Da hme, 68., Brüsselerstr 83= Engeldert Dütz, o. B. 86., Thürmchenswall 11.- Katharina Flink ged. Barger, 72., Hahnenstr. 31.- Joseph Hambach, 2 M, Weideng. 37.- Karl Heinr. Rudolf Tonner, o. B. 70., Hohenzollernring 23.. Jakob Zinnikus, 1 M. Johannisstr. 84.- Johann Baptist Hubert Philipp Heimann, Kaufm., 61., Blumenthalstr..-Pa 1 Maria Rosenkranz, 5., Brüsselerplatz 14.- Heinr. Schlechter, Weichensteller a.., 69., Thürmchensw. 6.- Minna Körber geb Bruchmann 41., Burgunderstraße 5.= Wwr. Matth Seiffert, Tagel., 75., Achterstr. 55.- Anna Hoffmann geb. Pflaum, 60., Filzengraben I.- Luise Klein ged. ’Avis, 41., Im Ferku um 3.- Joh. Euler, Dachdecker, 36., Probsteigasse 13.- Peter Granrath, 10., Zülpicherw. 40. Standesamt Köln-Lindenthal.(Vom 13. Okt. 1913.) Sterbefälle. Pet. Greuel, 6 J. 10., Köln=Sülz, Sülzburgstr. 34.Christ. Friedr. Meister, Schach mstr., Wwr., 70., Köln=Sülz, Palanterstraße 56.- Anna Maria Elis. Rütt, 2., Köln=Sülz, Marsiliusstr. 70. Friedr. Wilh Brock, 9 J, Köln, Maternusstr. 26.= Eva Klein geb. Meurer, 71 J. Lindenthalgürtel 60.- Amalie Vondrich, 4 J. 6., Köln Im Ferkulum 46.- Marg. Haep geb Arens, 43., Herderstr. 64. Friedr. Empt, 8 M. Köln=Sülz, Zülpicherstraße 241- Heinr. Benner, Schlosser. 35., Köln, Zwirnerstraße 2- Friedr. Mattig, 4 T, KölnSülz, Schleidenerstr. 22.- Ger.rud Birtel, 6 Std., Kerpenerstraße 32. Standesamt Köln-Ehrenteld(Vom 6. 10. bis 11. 10.1913) Sterbefälle. Ernst Zanetti, 6 St. Lessingstr. 35.- Aegidius Sturm, 21 T. Nüssenbergerstr. I3. Kath. Simon ged. Bank, 28., Gr. venbroicherstr. 37.- Peter Witting, 24., Leyendeckerstr. 85. Georg Mülberger, Brauer, 64., Stammstr 80." Jokob Leven, 5 Mon., Sudbelratherstr. 424.- Joseph Bossenkuhl, 17., Dechenstr. 15.- Jos. Esser, 28 T. Geisselstr. 48.„ Ferdinand Kramer, Schreiner, 41 J. Schonsteinstr 29.- Rob. Landmesser, Invalide, 42., Iltisstr. 8.= Katharina Wankellier geb. Engels, 67., Marieustr. 43.„ Gertrud Braun, 11., Replerstr. 28.- Sophia Verdchetval, 1., Subelratherstraße 469. Katharina Seuter geb. Reimet, 59., Stammstr. 18.= Josephine Bader, J. Roßstr. 42.- Johann Fuchs, 7 Mon., Sudbelratherstr.9- Theodor Lehndorf, 3 Mon, Thebäerstr. 6.=Maria Timmers geb van Rossum, 46., Marienstr. 47.= Herrm. Struchhold, 1., Landmannstr 8- Luise Oelerich, 9., Feltenstr. 60. Gretchen Matthias, 9 Mon., Leyendeckerstr. 115. Standesamt Köln=Kalk.(Vom 5. Okt. bis 11. Okt. 1913.) ∆ Sterbefälle. Friedr Wilh Gerckens, Klempn., 49., Kapellenstraße 11. Kath. Hub. Mattscheck geb Fuchs, 58., Köln, Rosenstraße 55.- Georg Brandl, 1., Vietorstr. IB.= Wilh. Klein, Eisenbahnschaffner a., 71., Engelsstr. 28.= Wilh Kurtenbach. o.., 25 J. Kalzer Hauptstr. 251.- Jakob Adolf Müller, 8., Nießenstr. 38. Karl Scherer, 9., Volpertusstr. I.- Gertrude Korn geb Hütt, 68., Vorserur 63.- Anna Johnen geb Hackel, 69 J. Steinmetzstr. 19. Sus. Schürgers geb. Stä er,.4., Holbeinstr 25.- Sib. Hödtke geb von Wirtz, 43., Johann Classenstr. 5.- Joh. Weiglein 5., Kalk=Mülheimerstr. 153.- Marg. Fuhrmann, 1., Engelsstr. 19." Anna Amalia Friebel, 1., Deutzerstr. 34.-Elisabeth Caspary, 1., Wipperfürtherstr. 47. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 283* Dienstag, 14. Oktober 1913. Nacestag Itolos uag an rch Man verlange Reklamemarken und Album. Seite 11. #sw. G. G. MOUNTAINEER 3,50 Ein wirklich guter moderner Filzhut zu mässigem Preise. FRANZ SAUER HOHE STRASSE 138HOHE STRASSE 162 140 Ecke Budengasse STOLLWERCK-HAUS. (Alte Stuttsarter) Gegründet 1854. Seit Bestehen der Bank eingereichte Anträge: über 2 Milliarden Mark. Alle Ueberschüsse den Versicherten. Seitherige Ueberschüsse 217 Millionen Mark Seither ausgezanlte Vers.-Summen.. 802 Millionen Mark Auskünfte erteilen: Max Oppenheimer, Kaufm., Gereonshaus, Herm. Ziskoven, General-Vertreter, Koln-Lindenthal, Uhlandstrasse 2a, Oberinspektor C. 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Nun untersuchten es vollverläßliche Sachverständige gründlich und kamen, der berufene Konservator und Restaurator von Moretti voran, zu dem übereinstimmenden Urteil, ein wundervoller echter Rubens liege da vor. Auf Eichenholz gemalt trägt das Bild auf der Rückseite den Gildebrandstempel als untrüglichen Beweis seiner Echtheit. Die Geschichte dieses„Christus am Kreuz“ hört sich wunderlich genug an. Peter Paul Rubens hat dies Prachtwerk 1609 gemalt und im folgenden Jahre dem Kloster der Ursulinerinnen in Köln geschenkt. Von diesem soll es in den Familienbesitz der Vorfahren des jetzigen Besitzers gekommen sein, auf den es seine Großeltern 1883 vererbten. Das Gemälde, das durch leuchtende Farben und eine ungemein lebhafte Bewegung der einzelnen, meisterhaft durchgebildeten Gestalten eine unbeschreibliche Wirkung erzielt, vergegenwärtigt die Szene, wo der gekreuzigte Heiland die Worte„Mich dürstet!“ spricht und ein mitleidiger römischer Wachtsoldat ihm daraufhin einen Essigschwamm reicht. Unterhalb des Kreuzes stehen Maria, Johannes, Maria Magdalena, daneben hält ein Krieger zu Pferde. 300000 Mark sind als Kaufpreis für dieses Bild angesetzt. Viele Freunde und Kenner von nah und fern haben es in diesen Tagen mit größter Befriedigung besichtigt. Uebrigens stehen bei dem Auskunfterteiler, Michael Stoll, Neustadt a. H. Schillerstraße), auch zwei kleinere Ruvens=Originale, die Apostel Petrus und Paulus darstellend und von einer Autorität wie Max Rooses in Antwerpen als echt begutachtet, zum Verkauf. so] Die deutsche zoologische Station in Rovigno, an der Westküste der Halbinsel Istrien gelegen, hat in den letzten Jahren für die Versorgung der zoologischen Anstalten an den deutschen Hochschulen und zuletzt für die Deckung des Bedarfs des neuen großen Aquariums in der Reichshauptstadt eine erhöhte Bedeutung gewonnen. Früher war die Gewinnung der Tiere und Pflanzen dadurch erschwert, daß sie nur durch Taucher gesucht werden konnten, wenn man es nicht überhaupt dem Zufall überlassen wollte, welche Geschöpfe ans Tageslicht gefördert wurden. Selbst bei flachem Wasser, wo das Auge bis auf den Grund zu dringen vermag, ist ein genaues Erkennen erschwert oder unmöglich, da die Lichtbrechung das Bild verzerrt. Um diesen Fehler nach Möglichkeit auszuschalten, haben die Fischer schon früher kleine Kästen mit gläsernem Boden verwandt, damit wenigstens die Bewegung der Wasseroberfläche keine Störung verursachen könnte. Seit etwa einem Jahr ist aber für Rovigno ein besonderes Boot gebaut worden, das nicht nur für die praktischen Zwecke, sondern auch zu Spazierfahrten für Forscher und Naturfreunde verwendbar ist. In dem flachen Boden des Bootes ist, wie Dr. Mulsow in der Allgemeinen Fischerei=Zeitung schreibt, eine große und starke Glasscheibe eingelassen, die gegen die Spiegelung von oben und von den Seiten her durch Vorhänge abgeblendet ist. Infolgedessen tritt das Bild des vom Tageslicht erreichten Bodens deutlich hervor. Auf diese Weise kann der Meeresboden bis zu 30 Meter Tiefe und bei ungünstigem Wetter bis 10 oder 15 Meter untersucht werden. Eine Fahrt in diesem Boot gewährt einen außerordentlichen Genuß, besonders an einer zerklüfteten Steilküste, wie sie Istrien darbietet. Die Vertiefungen, wo das Auge den Boden nicht mehr erschaut, liegen wie dunkle Inseln zwischen den Erhöhungen, wo buntfarbige Algen wie versunkene Wälder oder wie ein wogendes Kornfeld aufragen. Dazu kommen die Schwärme der Meerestiere verschiedenster Art, Fische der mannigfaltigsten Form und Farbe, Krabben und Einsiedlerkrebse, Seewalzen und Seesterne. Alles das überschaut der Fahrgast dieses Bootes von einem bequemen Platz aus durch den gläsernen Boden. Die Entwickelung Tsingtaus in den letzten drei Jahren. G Csingtau, 13.Sept.1913. Ende Juni bis anfangs Juli d. J. fand in Tsingtau eine Zählung der chinesischen und nichtchinesischen Bevölkerung statt, die in mehrfacher Hinsicht interessante Resultate ergab. Die letzte Volkszählung war 1910 gewesen. Anfang Juli d. J. waren außer den Soldaten 2069 Europaer(einschließlich 40 Amerikaner) im Schutzgebiete, gegen 1621 im Jahre 1910. Davon sind 1855 Deutsche; die übrigen gehören 14 andern Staaten Europas an. Interessant ist, daß die deutsche Zivilbevölkerung sich aus fast allen deutschen Bundesstaaten, mit Einschluß von Elsaß=Lothringen, rekrutiert. Nur Schwarzburg=Sondershausen, Reuß ältere und jüngere Linie sowie SchaumburgLippe haben keinen Vertreter. Auf Preußen entfällt natürlich der Löwenanteil: 1338 Personen. Dann folgen Sachsen(96), Hamburg(77), Bayern(69) usw. Dem religiösen Bekenntnis nach sind 1652 protestantisch(1910: 1348), 332 katholisch (1910: 241) und 48 jüdisch(1910: 22). Außerdem wurden 13 Griechisch=Orthodoxe, 13 Baptisten und 4 Mohammedaner gezählt. 5 bezeichnen sich als religionslos, 2 als freireligiös. Dem Soldatenstande gehören 2401 Personen an, die sämtliche deutsche Bundesstaaten und das Reichsland ElsaßLothringen repräsentieren. Lippe und Waldeck stellen allerdings bloß je 1 Mann. 1631 Soldaten sind protestantisch, 765 katholisch. Von Nicht=Chinesen sind ferner im Schutzgebiet: 316 Japaner(1910: 167), 11 Koreaner, 12 Inder und 3 Südseeinsulaner, die hier auf Regierungskosten im Handwerk ausgebildet werden. Bemerkenswert ist die starke Vermehrung der Japaner, die gegenüber der letzten Zählung fast 100 Prozent beträgt. Die chinesische Bevölkerung zählt im Stadtgebiet 53312 Personen(1910: 34 180). Im Landgebiet fand keine Zählung statt. Man nimmt an, daß sich dort die Zahl der Chinesen, die 1910 126 960 Personen betrug, jetzt auf etwa 131 500 Personen erhöht hat. Da außerdem im Hafen von Tsingtau eine fremde Wasserbevölkerung von durchschnittlich 2630 Personen sich aufhält, so beträgt die Gesamtzahl der Chinesen im Kiautschou=Schutzgebiete rund 187000 Personen. Die Einwohnerzahlen sind also in drei Jahren für die chinesische wie nichtchinesische Bevölkerung beträchtlich gestiegen Die Steigerung beträgt: für Europäer und Amerikaner 27,62 Prozent; für Chinesen im Stadtgebiet 55,97 Prozent; für Chinesen im Landgebiet 14,63 Prozent. Die Gesamteinwohnerzahl des Stadtgebietes hat sich in drei Jahren um 50,22 Prozent vermehrt, im ganzen Schutzgebiet um 14,81 Prozent. Rechnet man hinzu, daß im gleichen Zeitraum von drei Jahren auch die Zahlen für Handel und Schiffsverkehr gestiegen sind, so ergibt sich, daß die junge Kolonie in dieser kurzen Spanne Zeit einen recht erfreulichen Aufschwung genommen hat.„„„ Die starke Vermehrung der chinesischen Bevölkerung im Stadtgebiete hat ihren Grund zum großen Teile in dem Zuzug vieler vornehmer Chinesen, die während der ersten Revolution sich, ihre Familien und Habe nach Tsingtau retteten. Daher erklärt sich auch die außerordentlich rege Bautätigkeit, die in den letzten zwei Jahren in Tsingtau geherrscht hat und noch immerfort anhält. Die Revolution hat auf diese Weise manchen Tsingtauer Geschäftsleuten und vielen Arbeitern einen guten Verdienst gebracht. Auch das Gouvernement hat gut dabei abgeschnitten. Es hat allein im vorigen Jahre 700000 Mark für Grundstücksverkäufe eingenommen. Durch die neu entstandenen Bauten hat auch das Stadtbild gewonnen. Tsingtau machte schon früher durch seine breiten Straßen, seine Gärten und Villen und die reinliche Trennung der Chinesenstadt Tayatau vom Europäerviertel einen sehr freundlichen Eindruck. Aber während die Chinesenstadt schon früher ziemlich ausgebaut war, wies das Europäerviertel große Lücken auf. Das ist jetzt großenteils anders geworden. Seit der Revolution ist es auch den Chinesen gestattet, sich im Europäerviertel anzubauen, vorausgesetzt, daß sie ihre Bauten in europäischem Stile aufführen. Und man muß es den neuen Einwohnern Tsingtaus lassen, daß sie Geld genug mitgebracht haben, um in dieser Hinsicht den Europäern nicht im geringsten nachzustehen. Alles in allem muß man sagen, daß Tsingtau durch die Revolution viel gewonnen hat. Durch die Revolution ist nicht nur viel Personal, sondern auch viel Geld und Unternehmungslust nach Tsingtau gekommen. □) Die Entfernungen der Fixsterne von der Erde sind so ungeheuer, daß das menschliche Vorstellungsvermögen nicht ausreicht, sie faßlich zu versinnlichen. Wie wir dem lesenswerten Büchlein des Kölner Astronomen Prof. Herm. I. Klein(Verlag von Strecker& Schröder) entnehmen, ist der nächste Fixstern bei der Erde der glänzende Stern Alpha im Zentauren, der am südlichen Himmel steht. Seine Entfernung beträgt 4500 mal 1000 Millionen Meilen oder ist 225000 mal so groß als die Entfernung der Sonne von der Erde. Allen bis jetzt angestellten Untersuchungen zufolge gibt es keinen Fixstern, welcher der Erde näher wäre als 4000 mal 1000 Millionen oder 4000 Milliarden Meilen. Man bezeichnet diese Entfernung als eine Sternweite, und diese zu durchlaufen bedarf das Licht dreieinviertel Jahre. Die Zahl der Sterne, deren Entfernung man direkt messen konnte, ist noch sehr gering. Von bekannten Sternen befindet sich darunter Sirius, dessen Entfernung 2,6 Sternweiten beträgt, Wega mit 20 Sternweiten, Capella mit einer Entfernung von.5 Sternweiten. Unter der Annahme, daß die Entfernungen der Sterne voneinander im großen und ganzen nicht allzu verschieden sind, und daß die lichtschwächsten Sterne durchschnittlich auch am entferntesten stehen, hat man die durchschnittlichen Entfernungen der Sterne der verschiedenen Helligkeitsklassen zu schätzen versucht. Hiernach befinden sich die schwächsten, dem bloßen Auge noch sichtbaren Fixsterne in einer Entfernung, welche der Lichtstrahl erst in 100 Jahren zu durchlaufen vermag. Die Sterne zehnter Größe, also die schwächsten, die man in einem mäßigen Fernrohre noch sehen kann, haben eine Entfernung von über 500 Lichtjahren, und die kleinsten Sternchen, die unsere mächtigen Teleskope noch zeigen, müssen sich in Ent(A) Die Entstehung von Goethes Erlkönig. Wenig bekannt sind die Umstände, unter denen Goethes Erlkönig entstanden ist. An einem Apriltage des Jahres 1781 nahm ein wohlhabender Landwirt bei dem Dorfe Kunitz sein einziges, von einer bösartigen Krankheit befallenes Kind mit sich auf sein Pferd und ritt nach Jena, um einen berühmten Professor der Medizin zu konsultieren. Der Professor erklärte, daß er den Knaben nicht zu retten vermöge, und trostlos jagte der Vater mit dem Kinde vorüber an dem einsam gelegenen Gasthause Zur Tanne nach dem heimischen Dorfe zurück. Ehe er jedoch dieses erreichte, war der Liebling in seinen Armen verschieden. Goethe kam einige Tage nach dieser Begebenheit in die dortige Gegend, wo man ihm den traurigen Ritt des Landwirtes erzählte. Ergriffen und begeistert von dem Stoff, zog der Dichter sich in das Eckzimmer Zur Tanne zurück und dichtete hier seine herrliche Ballade. () Der zerstreute Dichter, oder: Man muß sich zu helfen wissen. Ludwig Tieck schrieb eine Novelle direkt für die Druckerei. Da meldete ihm Brockhaus, er habe zu seinem größten wahrgenommen, wie die unter dem Namen Eugenie eingeführte Dame in dem letzten Bogen von ihrem Liebhaber konsequent Emilie genannt werde. Aber Tieck blieb ruhig, er ließ nur den Geliebten bei passender Gelegenheit sagen:„Teure Eugenie, die ich zuweilen auch Emilie zu nennen pflege, du bist mir unter beiden Namen gleich wert!". Die Novelle findet sich in einem der älteren Jahrgänge der Zeitschrift Urania. (A) Eine grüne Oase auf Spitzbergen. Der junge schweizerische Meteorologe Dr. Stoll, der in diesem Sommer mit Unterstützung des Fürsten von Monaco auf Spitzbergen metcorologische sowie naturhistorische und geographische Studien getrieben hat, hat, wie uns aus Christiania geschrieben wird, auf seiner Expedition eine Entdeckung gemacht, die berechtigtes Aufsehen erregen dürfte. In der Nähe der Braganza=Bai auf der Südwestinsel Spitzbergens ist er auf eine grüne Oase gestoßen, die vom Binneneis im Gegensatz zu ihrer weiteren Umgebung nicht allein völlig frei war, sondern auch eine üppige Vegetation zeigte. Selbst Blumen wuchsen dort in Fülle. Die Oase hat eine Länge von etwa 60—70 Kilometer. Der Forscher spricht dieses Tal als Durchgangsweg der Renntiere auf ihren Wanderungen von der westlichen zur östlichen Küste Spitzbergens an. Die Mitteilungen Dr. Stolls werden um so eher Aufsehen erregen, als die Braganza=Bai einer der besuchtesten Punkte auf Spitzbergen ist und man bislang annahm, die Topographie des Landes genau zu kennen. Und zweifellos wird der Gelehrte über seine Entdeckung noch nähere Einzelheiten verlauten lassen. Dem Südpolforscher Kapitän Scott soll in den französischen Alven ein Denkmal errichtet werden, und zwar am Col du Lautaret, wo Scott mit seinem Freunde, dem französischen Polarforscher Charcot, die Automobilschlitten erprobte, die er bei seiner letzten Reise mitführte. Das Denkmal wird aus einem Obelisk bestehen, auf dem eine Bronzeplakette folgende Inschrift trägt:„Dem Engländer Kapitän Scott, der auf der Heimkehr vom Südvol tapfer mit seinen Gefährten für sein Vaterland und die Sache der Wissenschaft am 22. März 1912 fiel. Kapitän Scott weilte im März 1908 am Col du Lautaret, um seine denkwürdige Expedition vorzubereiten. Kleinere Notizen. Der Badische Kunstverein bringt als zweite Eröffnungs=Ausstellung der Wintersaison in Karlsruhe eine große SonderkollektivAusstellung des Dresdener Landschaftsmalers Eugen Bracht. Die Ausstellung um aßt etwa 150 Werke und bringt alle Schaffensverioden des nunmehr 70 jährigen Künstlers zur Schau. Vor hundert Jahren, am 11. Oktober 1813, wurde im Dorfe Boynes(Loiret) Louis Veuillot geboren. Aus diesem Anlan fand zu Ehren des ausgezeichneten katholischen Publizisten, eines der glänzendsten französischen Stilisten des 19. Jahrhunderts, in Boynes eine Jahrhundertfeier statt. Graf de Mun und Jules Lemaitre standen an der Spitze des Komitees. Der hervorragende Kanzelredner P. Janvier hielt die Gedächtnisansprache. Eine Büste Louis Veuillots wurde im Garten des Hauses aufgestellt, in dem heute noch die Familie Veuillot wohnt. n Aus dem sozialen Leben Loooehessorner 60 Militärdienst und Angestelltenversicherung. In Kreisen der Angestellten, welche zur Erfüllung der Wehrpflicht eingezogen werden, besteht Zweifel darüber, ob sie verpflichtet sind, Beiträge zur Angestelltenversicherung zu zahlen, ferner ob sie bei Nichrz der Beiträge die bisher erworbene Anwartschaft verlieren. Wenn sie bei Erfüllung der Wehrpflicht— diese umfaßt sowohl die aktive Dienstpflicht wie die Reserve= und Landwehrpflicht— ihr Gehalt nicht fortbeziehen, so besteht auch keine Verpflichtung, Beiträge zu entrichten. Nach§ 51 des Versicherungsgesetzes für Angestellte werden aber auch als Beitragsmonate im Sinne der §§ 15, 49 a. a. O.— also zur Ermöglichung der freiwilligen Weiterversicherung sowie zur Erhaltung der Anwartschaft— die Kalendermonate angerechnet, in denen der Versicherte zur Erfüllung der Wehrpflicht eingezogen gewesen ist. Sind deshalb für den Angestellten bisher Beiträge entrichtet worden, so geht er der dadurch erworbenen Anwartschaft nicht dadurch verlustig, daß für ihn während seiner Militärzeit keine Beiträge gezahlt werden. Eine Eintragung in die Versicherungskarte in dieser Zeit findet nicht statt. Die Nachweisung erfolgt durch die Militärpapiere. Nur auf ein geram muß aut Sie beim Einkauf achten; dang ist sie echt! Engros& Oetail Vertrieb durch: Telephon: A3641, A6148 Heinrich Gelter, Ingenieur, Köln, Moderne Installationen in elektr. Licht, Kraft-, Telephon- und Alarmanlagen.## Zahnzieben in den meisten Fällen fast gänzlich schmerzlos C) mittels Injektion M Viele lobende Anerkennungen und haben sogar billigst! ..P. MIK Unter Eid pro Zahn mit roter Kautschukplatte. Bei fachgemässen Neuarbeiten bei 2-Zähnen gebe ich sämtliche vor dem Kgl. Landgericht Köln vernommenen Zeugen (Patienten meiner Abteilung Köln bekundet, dass die von mir bei ihnen vorgenommenen Zahnoperationen vollkommen schmerzlos ausgeführt worden sind. ohne Gaumenplatte welches in Köln u. Umgeb. nur in meiner Praxis angef, werden darf. und wird demnach event. vorkommende Reparatur kostenlos ausgeführt, daher kein Risiko. Reparaturen von 1 A an Umarbeitung alter Gebisse billigst Zahnreinigen von 2— 5 M Plomben v..Aan Nervtöten 1 M Zahn-Praxis G. Engel, Dentist(Zahnternn. Unternehmen) 1. Praxis Salierring 61 1 2. 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Sie starb infolge Altersschwäche im Alter von 84 Jahren, wohlvorbereitet durch den andächtigen Empfang der h. Sterbesakramente der römisch-katholischen Kirche. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Kuterbliebenen. Köln-Merheim, den 13. Oktober 1913. Kölner Local-Anzeiger Nr. 283* Dienstag. 14. Oktober 1913. Seite 13. Maria Sturm 8 Ernst Bresser Verlobte D Köln-Longerich Otzenrath. Nan bezahlt bei mir keine hohen Geschäftsunkosten. Mein Ausverkauf biete lussergewöhnliche, wohl von keiner Seite gebot. Vortelle. Rabattmarken. Schunhaus Griechenpforte 4. %0 an der Weyerstrasse. Das Jahrgedächtnis für den hochw. Herrn Pfarrer Herm. Joseph Hundgeburt findet von seiten der Familie am Donnerstag, den 16. Okt., morgens 9 Uhr. der Herz-Jcsu-Kirche statt, wozu Verwandte und Freunde höflicht eingeladen werden. Herz-lesu-Bruderschaft in St. Maria in d. Kupfergasse Die Erequien für das Mitgl. Frau Helene Rombey, gel Schmitz, finden statt Donners. tag, 1fl. Okt., ½9 Uhr, wozu freuntll. eingeladen wird. h Grabsteine billig. schön dauerhaft in Kunststein bei Karl Freyberger, Aachenerstr. 116.* Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 10 Uhr unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante, Frau WDwe. Franz Beissel " M a r g a r e t a g e b. B o n n nach langem Leiden, gestärkt mit den hl. Sakramenten der römisch-kathol. Kirche, im Alter von 80 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Riuterbliebenen: A. Lichtenberg. Köln-Ninnen, den 12. Oktober 1913. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 15. Oktober, nachmittags 3½ Uhr, vom Sterbehause Neusserstrasse 181 aus. Die Exequien werden gehalten am selben Tage, vormittags 8¼ Uhr, in der Pfarrkirche St. MariaHimmelfahrt zu Köln-Nippes. 98 Wegen Abbruchs des hauses Heumarht 6 worden, solange Vorrat recht, Tüll=Ueberblusenstoffe zu 68) U. 35 per Meter, per Bluse 1,37 verkauft. Fü Ballkleider in sämtlichen hell. 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Klasse sowie die im Bau befindlichen Wartesäle 1. und 2. Klasse in Augenschein nahmen. Um 6,33 Uhr nachmittags fuhr der Hr. Minister nach Düsseldorf weiter. (0 Zentrumsversammlung im Bezirk Herz-Jesu. Zu der auf gestern abend im Restaurant Meisen(Zülpicherstraße) einberufenen Versammlung hatten sich eine recht stattliche Zahl Parteiangehöriger eingefunden. In seiner Begrüßungsrede machte der Versammlungsleiter, Hr. Oberlehrer Gickler, zunächst auf den Zweck der Bezicksversammlungen aufmerksam und bat, namentlich von der Diskussion recht regen Gebrauch zu machen. Weiterhin wies er auf die Wichtichkeit der Stellung der Vertrauensmänner hin und richtete dann einen warmen Appell an die Versammlung, nach besten Kräften zur Stärkung der Parteifinanzen beizutragen. Als erster Redner erhielt Hr. Stadtverordneter Bollig das Wort, der sich das Thema: Sparkasse und städtische Hypothekenbank gestellt hatt. Ueber dieses Thema hinaus verbreitete der Redner sich in sehr anregender und anschaulicher Weise über eine ganze Reihe die Entwickelung Kölns betreffenden Fragen und betonte, daß die Phrase, eine gedeihliche Entwickelung eines Gemeinwesens sei nur unter liberaler Führung möglich, für Köln endgültig widerlegt worden sei. Worte warmer Anerkennung fand der Redner für Hrn. Geheimrat Kausen, den Vater der Hypothekenbank, deren Notwendigkeit heute wohl von keiner Seite mehr bezweifelt würde. Reicher Beifall folgte seinen Ausführungen. Ueber städtische Waisenfürsorge verbreitete sich Hr. Stadtrat Bank. Aus seinen Ausführungen gewann die Versammlung ein recht anschauliches Bild, in welcher Weise für die Waisen von ihrer frühesten Jugend bis zur Großjährigkeit gesorgt ist. Auch seine Ausführungen fanden reichen Beifall. Eine warme Begrüßung wurde Parteichef Hrn. Dr. Mertens und dem Vorsitzenden des Arbeitsausschusses zuteil. In der Diskussion wurde von mehreren Seiten Klage darüber geführt, daß bei der Bewilligung von Hypotheken Schwierigkeiten gemacht werden. Hr. Bollig schilderte den Gang der Geschäfte und gab im übrigen den Rat, in Fällen, wo man sich benachteiligt glaube, einem Mitglied des Kuratoriums die Sache zu unterbreiten. Eine ausgedehnte Erörterung entspann sich bei der Frage der Wohnungsfürsorge, namentlich bezüglich der Untervermietung und der Frage der Familien mit Kindern. Die verschiedenen Anschauungen zeigten, wie schwierig gerade diese Fragen sind. Die von mehreren Seiten vorgebrachten Wünsche, daß die Parteiangehörigen bei Anschaffungen, Lieferungen usw. sich mehr als bisher gegenseitig unterstützten, wurden von der Versammlung als berechtigt anerkannt. Nachdem dann noch weiter eine ganze Reihe von Wünschen, Klagen und Anregungen gegeben wurden, sprach Hr. Dr. Mertens das Schlußwort. 4O 1813 in der Literatur. Die Literarische Gesellschaft, e.., und die Vereinigung für dramatische Kunst veranstalten am Freitag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, im großen Gürzenichsaale ihren ersten Vortragsabend. Das Thema lautet: 1813 in der Literatur. Die Rezitation der Dichtungen haben Frl. Else Baumbach und Regisseur Engels vom Schauspielhaus übernommen. Der erste Teil des Programms bringt die literarischen und poetischen Dokumente der Zeit selbst, der zweite Teil die Tichtungen, die nach 100 Jahren der Erinnerung an die große Zeit von 1813 geweiht sind. So gelangen im ersten Teil Gedichte und Prosastücke von Kleist, Rückert, Arndt, Schenkendorf, Körner u. a. zum Vortrag, während der zweite Teil eine Auswahl aus dem Zyklus 1813 von Ernst Lissauer und die Schlußszene aus Hauptmanns JahrhundertFestspiel bringen wird. CA) Warnung. Die Kaiserlichen Konsularbehörden in Frankreich werden nach einem Erlasse des Herrn Handelsministers in weitgehendem Umfange mit Vermittelungsanträgen deutscher Erzieherinnen, Kinderfräulein und weiblicher Dienstboten befaßt, die sich durch ungerechte Behandlung seitens ihrer französischen Dienstherrschaft beschwert fühlen. Derartigen Beschwerden läßt sich nach Ansicht der Konsularbehörden dadurch am besten vorbeugen, daß deutsche Mädchen, die nach Frankreich in Dienst gehen wollen, sich vor Annahme einer Stellung über die Persönlichkeit der Dienstherrschaft, erforderlichenfalls unter Inanspruchnahme des zuständigen Konsulats, erkundigen. Vor Antritt des Dienstes werden sie sich zweckmäßig mit einem Geldbetrag zu versehen haben, der es ihnen, wenn sie die Stellung etwa aufgeben, ermöglicht, heimzureisen oder wenigstens sich zu behelfen, bis sie eine andere Stellung erhalten oder fremde Hülfe finden. Dem Führer der Internationalen Marianischen Mädchenschutzvereine oder dem Ratgeber des Deutschen Nationalvereins der Freundinnnen junger Mädchen wird in solcher Lage die erforderliche Belehrung zu entnehmen sein. Eines der beiden Büchlein, sowie zur Legitimation einen Reisepaß oder Heimatschein hat sich daher die in Frankreich Dienst nehmende unbedingt zu beschaffen. Vor Annahme sogenanter Stellungen„Au pair“ ist grundsätzlich zu warnen. Unter allen Umständen empfiehlt sich ein schriftlicher, in beiden Sprachen abgefaßter Vertrag. Vertragsmuster liegen im Arbeitsnachweis, Badstraße, sowie in den städtischen Verwaltungsstellen aus und können dort eingesehen werden. CA) Sozialstudentische Zentrale, Köln. Der Schlußabend des sozialstudentischen Unterrichtskursus Köln=Mitte findet nicht (wie gemeldet) am Donnerstag, sondern am Mittwoch statt. () In die Kaserne. Gestern sind den ganzen Tag über viele Einzeltransporte vork Rekruten mit Personenzügen in ihre demnächstigen Garnisonen befördert worden. Heute vormittag.14 Uhr sind 400 Kölner Rekruten für die Garde mit Sonderzug nach Berlin abgefahren; um 10.14 vormittags wurden 900 Uebungsmannschaften aus Bitsch über den Bahnhof Eifeltor— Südbrücke— Kalk in das Industriegebiet in einem Sonderzuge zurückbefördert; 820 Rekruten aus Köln und Umgegend sind heute mittag um 12.18 Uhr mittels Sonderzuges nach Ulm, Straßburg und Hagenau vom hiesigen Hauptbahnhof gebracht worden; um.23 nachm. führte ein Sonderzug 4 0 Rekruten aus der Eifel für die hiesige Garnison; 920 Retruten aus Köln und Umgegend fuhren um.42 Uhr nachm. vom hiesigen Hauptbahnhaf nach ihrer neuen Garnison in Koblenz ab; 2400 Rekruten aus den Bezirken Cleve, Geldern und Neuß treffen heute nachmittag auf dem Güterbahnhofe Gereon ein, die nach ganz kurzem Aufenthalt nach Weißenburg, Straßburg und Koblenz Weiterbeförderung finden; 850 Rekruten aus Bochum werden um 4 Uhr nachmittegs in einem Sonderzuge über den Güterbahnhof Gereon nach Mörchingen geleitet; um.50 und 5 Uhr nachmittags treffen zwei Sonderzüge mit Rekruten aus dem Düsseldorfer Bezirk auf dem Hauptbahnhof ein, die nach 10 Minuten Aufenthalt nach Straßburg, Bischweiler und Neubreisach weiterbefördert werden; um 5,33 nachmittags fahren 300 Kölner Rekruten mittels Sonderzuges vom Hauptbahnhof nach Zabern ab; 2800 Rekruten aus der Düsseldorser Umgegend passieren in der Zeit von 6 bis 7 Uhr machmittags in 3 Sonderzügen nach den reichsländischen Garnisonen den Güterbahnhof Gereon; 2100 Rekruten aus dem Industriegebiet treffen in 2 Sonderzügen um 7 und 8 Uhr abends auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein und fahren nach Lokomotivwechsel nach reichsländischen und süddeutschen Garnisonen weiter; zwischen 8 und 9 Uhr abends durchfahren 2 Sonderzüge mit 1600 Rekruten aus Bochum und Düsseldorf auf der Fahrt nach Elsaß=Lothringen den Güterbahnhof Gereon; mit 10 Minuten Aufenthalt passieren in 2 Sanderzügen 1800 Rekruten gus dem Bezirk Düsseldorf auf der Fahrt nach Straßburg und Forbach um um 9 und 10 Uhr abends den hiesigen Hauptbahnhof. 4 (.4) Von der Rheinuferbahn. Mit Rücksicht auf den schweren Unfall am Bahnhof Ellerstraße hat die Direktion der Köln— Bonner Kleinbahnen umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um einer Wiederholung solcher Vorkommnisse vorzubeugen. Bei der Einfahrt der Züge in Bonn hat der Zugführer sofort den Führerstand aufzusuchen und bis zum Bahnsteig Bonn=Ellerstraße dort zu verweilen. Der Führerstand ist also fortan auf dieser Strecke von zwei Beamten besetzt. Bei den Zugen nach Bonn wird die Fahrgeschwindigkeit vor der Kurve auf 20 Kilometer ermäßigt, während die Kurve selbst nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von sechs Kilometer durchfahren werden darf. Streckenweise werden Tastapparate eingerichtet, welche die Fahrgeschwindigkeit automatisch im Stellwerk Bonn=Ellerstraße registrieren. Außerdem wird bei dem genannten Stellwerk eine Bremsvorrichtung in die Strecke eingebaut, welche bei Ueberschreitung der Geschwindigkeit ohne Zutun des Fahrpersonals den Zug se tätig zum Halten bringt. Personalnachrichten. Am 15. Oktober ist der Dekorateur Michael Aelles 25 Jahre ununterbrochen im Dienste der Firma Heinrich Bornheim, Antonsgasse. Aus Köln-Ehrenfeld. (□) Der Arbeiter-Unterrichtskursus, veranstaltet von der sozialstudentischen Zentrale Köln, feierte am Sonntagabend im Leobau sein Schlußfest. Kursusteilnehmer und Angehörige wie Studenten waren zahlreich erschienen. Leiter der Feier war Hr. Stud. jur. Ruwisch. Durch ein reichhaltiges Programm war für Unterhaltung bestens Sorge getragen. In seiner Festrede behandelte Kaplan Boschbach die hohe Bebeutung und die Ziele der von Studenten veranstalteten heimatlichen Arbeiterkurse. Es folgten gemeinsame Lieder, Klaviervorträge, Violinsolos, Rezitationen und humoristische Darbietungen. Die Schlußfeier war mit Sorgfalt vorbereitet und nahm einen überaus berzlichen Verlauf. (A) Der kath. Arbeiterverein St. Oeter in Köln-Ehrenfeld, Abteilung Kochschule, veranstaltete am Sonntag, den 12. d. M. in seinem Vereinshause einen Elternabend. der einen überaus schönen Verlauf nahm. Nachdem man sich an Kaffee und Kuchen gelabt, machte der Vereinspräses Kaplan Rolshofen mit dem Zweck der Veranstaltung bekannt und begrüßte herzlich die zahlreich Erschienenen, besonders den Vorstand des kath. Frauenbundes(Köln) und Frl. Hohn, die Leiterin des Kursus. Ein trefflich ausgewähltes Programm lag dem Abend zugrunde. Schöne Gedichte wechselten ab mit Liederdarbietungen von Frl. Meyer und gemeinschaftschaftlichen Liedern und einer Reihe Theaterstückchen, die vorzüglich aufgeführt wurden. Sehr schön war der Kinderreigen, der exakt eingeübt war. Mit großer Befriedigung kann der Verein auf den Elternabend zurückschauen. 0 Aus Köln-Riehl. Ce) Die Feier der goldenen Hochzeit begingen am Sonntag, 12. Okt. d.., unter allgemeiner Teilnahme die Eheleute Stanislaus Florczak und Margareta geb. Michalak, Riehlerstraße 227. Die Nachbarn hatten das Haus des Jubelpaares und ihre eigenen Häuser auf das Schönste geziert, und viele Fahnen und Fähnchen im ganzen Vorort gaben der Festesfreude Ausdruck. Am Abend vorher brachten die Mitglieder des Kirchenchores ihrem Ehrenmitgliede und die Mitglieder des Musikvereins der städtischen Straßenbahner ihrem Kollegen— der Jubilar ist nämlich bereits 27 Jahre als Arbeiter an der städtischen Straßenbahn tätig— eine erhebende Serenade dar. Pfarrer Zaunbrecher, der das Fest in bester Weise vorbereitet, dankte im Namen der Gefeierten den Vereinen und schloß seine zu Herzen gehende Ansprache mit einem freudigen Hoch auf das Jubelpaar. Sonntag,.30 Uhr, fand im festlich geschmückten Gotteshause ein feierlicher Gottesdienst statt, bei der die Kirche sich als viel zu klein erwies. Der Kirchenchor sang unter der tüchtigen Leitung des Lehrers Wilfarth in mustergültiger Weise die Messe zu Ehren des h. Joseph für gemischten Chor von Jos. Fischer, opus 6. Bei der Ansprache des Pfarrers an das Jubelpaar blieb kein Auge träneuleer. Nach dem Hochamt überreichte Pfarrer Zaunbrecher im Beisein der Vorsitzenden der kirchlichen Vereine unter einer entsprechenden Rede den Jubilaren das vom Kaiser bewilligte Guadengeschenk und ein Geschenk der Pfarrgemeinde. Abends um 7 Uhr fand im dekorierten Saale des Riehlerhauses eine große Festfeier statt, bei der alle kirchlichen und weltlichen Vereine von Köln=Riehl mitwirkten. Nach einem Eröffnungsmarsch der Musikkapelle des Riehlerhauses „ CE„„ tohellus nurnefranenen Prulna beschluß. Selten hat Köln=Riehl ein so schönes Fest erlebt, und allseitige Anerkennung und aufrichtiger Dank gebührt Pfarrer Zaunbrecher, der dem schlichten Jubelpaare eine so erhebende kirchliche und weltliche Feier bereitet hat. (CA) Ein schwerer Anglücksfall ereignete sich gestern nachmittag in einem hiesigen Betriebe. Dort wurde ein 17jähriger Arbeiter von einem Schwungrad erfaßt. Er erlitt einen komplizierten Armbruch und einen schweren Schädelbruch. Der Verunglückte wurde in das Vinzenzhospital nach Nippes gebracht, wo er alsbald seinen Verletzungen erlegen ist. C Aus Köln-Deutz. 40) Der Windthorstbund Köln-Deutz ladet seine Mitglieder und die junge Männerwelt von Deutz, soweit sie sich dem Bunde anzuschließen bereit ist oder Interesse an den Arbeiten der Zentrumspartei nimmt, zu einer Versammlung am Mittwochabend ins Vereinshaus an der Adolfstraße ein. Nach dem Hauptvortrag über die kommenden Stadtverordnetenwahlen, den der Vorsitzende des Lokal=Wahlkomitees, Hr. Wilhelm Jakobs, halten wirc, son an zweiter Stelle über die Bundesarbeiten im kommenden Winter und die Anträge zum Gautag beraten werden. Da die Aufstellung der Arbeitsordnung auf die Tätigkeit des Bundes wesentlich von Einfluß ist, werden die Mitglieder durch Teilnahme an dieser Sitzung dem Vorstand ihre Ansichten und Wünsche für ein erfolgreiches Arbeiten und Emporblühen des Bundes kundgeben. O SooUertOMOOO OOn 00 in Aus Kölns Nachbarschaft:: (A) Mülheim(Rhein), 13.Okt.1913. Der katholische kaufmännische Verein Konstantia beging am Sonntag(12. Okt.) sein 40jähriges Stiftungsfest. Durch ein feierliches Levitenamt in der Maria=Himmelfahrtspfarrkirche fand die Feier ihre Eröffnung. Es gelangte die Festmesse Aasumpta est mit Posaunenchor von Michael Haller zur Aufführung. Die Festpredigt hielt Definitor Förster. An das Hochamt schloß sich ein musikalischer Frühschoppen und um.30 Uhr ein gemeinsames Mittagsmahl im Vereinslokal. Die Hauptfeier fand abends.30 Uhr in der Stadthalle statt. Nach einem flottgespielten Festmarsch und einem entsprechenden Prolog begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Bankvorsteher Lüdenbach, in herzlicher Weise die Erschienenen, unter ihnen besonders Kal. Baurat Jansen und Assessor Bardenheuer als Vertreter der Stadt, die hiesige Geistlichkeit, sowie Schulrat Mennicken, Postdirektor Klietsch, Postinspektor Rödmer, Professor Müller(Köln), sowie die Stadtverordneten Pohl, Knöll und Gödde. Außer zahlreichen Brudervereinen war auch die Kölner Kongregation für verheiratete Herren und junge Kaufleute erschienen. Der Präses des Vereins, Kaplan Schuwirth, begründete hierauf in zündenden Worten das Papst= und Kaiserhoch. Die Festrede hielt der Verbandsvorsitzende, Dr. Tewes(Essen). Eingehend das Programm der katholisch=kaufmännischen Vereine darlegend, betonte Redner vor allem die Wichtigkeit der Pflege des religiösen Lebens. Aber auch die praktische Standesarbeit lasse der Verein nicht außer acht. Mit reichem Beifall wurden die Ausführungen des Redners ausgenommen. Herr Ossenbach hielt sodann eine Ansprache, in der er der Gründer und Jubilare des Vereins gedachte. Weihbischof Dr. Müller hatte ein Entschuldigungsschreiben gesandt, in dem er seinem Bedauern Ausdruck gab, an der Feier nicht teilnehmen zu können. Den musikalischen Teil führte die gesamte Kapelle der 16er aus, während der Cacilienverein die Gesangvorträge in liebenswürdiger Weise übernommen hatte. Den Schluß der Feier bildete ein schön verlaufener Festball. Am Samstagabend fand hier im Mackschen Saale als Abschluß der sozial=studentischen Unterrichtskurse eine kleine Familienfeier statt, die einen gemütlichen Verlauf nahm. Die Festrede hielt Studiosus Brüll über Autorität und Recht, Freiheit und Gleichheit. Ein abwechslungsreiches Programm bot reichste Unterhaltung; sicherlich werden alle Teilnehmer gern an den schönen Abend zurückdenken. 604001eHandelstei * Köln. 14.0kt 1913. Frucbtmarkt. Heu, Lnzerner..50 bis.00. Wiesenheu 5,00 bis.60. Roggen-Breitdruschstroh.80 bis 4,20. Krummund Pressstroh 2,80 bis 3,20 die 100 Kllo. * Köln. 14.0kt.1913. Rüböl in Partien von 5000 Kil. vorr. 70.008 Neuss. 14 Okt. 1913. Weizen, neuer 1. Sorte Roggen, neuer Haler, alter Hafer, neuer Wintergerste 2. 1. 2. 1. 2. 1. Sorte 2. Fruchtm M. 19.00 " 18.0) „ 15,90 " 14.90 „ 17.80 „ 1 6. 5 „ 15.70 14.7 1. Sorte M. 15.20 2."" 14.20 arkt. Luzernerheu, neues 3,00-.50 50 Kilo Krumm-.’ressstroh, 10,00 500 Kllo Breitdruschstron, 11,00"" Roggenrichtstroh 12.00"" Kleie..5 die 50 Kilo Kartoffein, 2,00—.50 dieseKilo Heu, neues M..40—.60„... Hiesige Land-Eier per Stuck10-11 Pf. „Übelpacr, bessen Verwändien und die übrigen Zahrreich.ch und wies auf das gute Verhältnis hin, das in Köln=Riehl zwischen den einzelnen Konfessionen und Vereinen bestehe. Darauf sang der Kirchenchor im Verein mit der Gesangabteilung der JungfrauenKongregation den wunderbaren Chor Preis und Anbetung von Rint. Nun wechselten herrliche Chöre und Gesangvorträge der verschiedenen Riehler Männergesangvereine mit entsprechenden Reden der Vereinsvorsitzenden ab. Es sprachen u. a. der zweite Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Kaufmann Nesseler, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Kaufmann Kehl, der zweite Vorsitzende des Kirchenchors, Waffenmeister Gilles, der Vorsitzende der Riehler katholischen Bürgergesellschaft, Rechnungsrat Burchartz, der Vorsitzende des Riehler Krieger= und Gesangvereins, Rentner Steinbüchel. Im Namen des Volksvereins sprach der zweite Geschäftsführer, Restaurateur Pielsticker, und im Namen des Riehler Männerquartetts dessen Vorsitzender, Photograph Haak, dem Jubelpaare herzliche Glückwünsche aus. Zum Schluß führte die Jungfrauenkongregation unter Leitung der Präfättin, Frl. A. Heimich, ein heiteres Theaterstückchen aus, das freudigen Beifall fand. Nach einer herrlichen Schlußrede des Festleiters, der allen herzlich dankte und in ergreifenden Worten das Ideal der christlichen Ehe, ihren sakramentalen Charakter und ihre grundlegende Bedeutung für Familie, Kirche und Staat feierte, fand das schöne Fest seinen AbQNleuss. 13.Okt. 1913 110 Kil.(ohne Fass, bei 110Ztr. aber 65.50, mit M..00 teurer. Rübk de 1000 Kilo. Wasserstand Konstanz, 8 v. Bodens..66—.01 m Hüningen, 7 om., Rhein.48—0,02m Kehl, 7 vorm, Rhein.31—.00m Männheim, som., Kh..80—0,085 Heildronn, som., Neckar.54—0,00 n Lohr, 9 vora, Main.10—.01 m Cand. 9#rm. Rhein.52—.02 a Preisfestseizung der Neusser Oelmüller. Rüböl, m Kauf von 400 Ztr. M. 65.01, beim Kauf von Fass f..00 die 100 Kil. mehr. Gereinigtes Oel achen bei Abnahme von 10000 Kil. M. 112.1. Nachrichten am 14. Oktober 1913. Bingen, öv., Rheingau.45—0,05 a Bingerloch,.05—0,05 m. Trier, 7 vorm. Mosel.44—11.08 m Köln, 7 vorm., Rhein 1,52-.04 m Ruhrort, 8om., Rhein 0,624-0,09 m Wesel. à vorm., Rhein 0,30+-.04 m Mutmassliche Witterung für den 18. Okt.: Kalt und auch gonst zunachst wenig venderung der Witterung. Stellenweise leichter Nachtfrost ist wahrscheinlich. § 56 Unterg..39.-Anfg..30 nachm., Unterz..30 morg#. Kinder, das ist nicht mehr zu ertragen! Allemal, wenn ich Ruhe haben und arbeiten will, geht das Hustenkonzert los, und es schneidet einem ins Herz. wie die armen Dinger sich quälen. Morgen früh kaufe ich Fays ächte Sodener Mineral=Pastillen, und die werden mir re elmäßig genommen— mit dem Husten werden wir dann bald fertig sein. Die paar Pfennige kimmen gesenüber der Wirkung gar nicht in Betracht. Die Schachtel kostet ja nur 85 Pfg. und ist überall zu haben. Besondere Kennzeichen: Der Name„Fay" und weißer Kontrollstreifen mit amtlicher Bescheinigung des Bürger; meister=Amtes Bad Soden a T. 2 Gicht und Rheumatismus sichere Heilung nach neuem Sauerstoff=Verfahren 100 Priestley=Tabletten, 3 Wochen Kur KK..50. Prospekt gratis: Hofapotheke, Wallrafplatz1." Kölner Lssal-Anzeiger Nr. 283# Dienstag, 14. Oktober 1913. Seite 13. Wahl des Ausschusses der Ortskrankenkasse für die in Fabriken beschäftigten Personen in Cöln. Es wählen die bei obiger Kasse beteiligten Arbeitgeber Montag, den 17. Nopember, vormittags von 10 Uhr bis mittags 1 Uhr, im Kassenlokale Glockengass 3. Die Versicherten Samstag, den 15. November d.., mittags von 12 Uhr bis abends 9 Uhr, sowie Sonntag, den 16. November d.., vormittags von 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, in der städtischen Turnhalle Elogiusplatz Nr. 5. Es sind zu wählen 90 Vertreter und 180 Stellvertreter, von denen ein Drittel seitens der Arbeitgeber und zwei Drittel von den volljährigen Versicherten, und zwar getrennt aus ihrer Mitte gewählt werden. Die Arbeitgeber führen bis zu 25 versicherungspflichtig Beschäftigten eine Stimme, bis zu 50 zwei Stimmen, bis zu 100 drei Stimmen und für jede weitere angefangene 100 Beschäftigte eine Stimme mehr. Jeder wahlberechtigte Versicherte hat eine Stimme. Wahlberechtigt sind alle zur Krankenkasse gemeldeten Personen, welche am Wahltage das 21. Lebensjahr vollendet haben, sowie auch solche Versicherte, welche wegen ihrer Mitgliedschaft bei einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Hülfskasse bis zum 1. Januar 1914 von der Pflichtmitgliedschaft bei diesseitiger Ortskrankenkasse befreit sind oder der letzteren infolge ihres mehr als 2000 Mark betragenden Einkommens an Gehalt oder Lohn nicht versicherungspflichtig waren, soweit dieser Betrag vom 1. Januar 1914 ab 2500 Mark nicht übersteigt. Wählbar sind nur volljährige Deutsche. Die Wahl ist geheim und wird gewählt nach den Grundsätzen der Verhältniswahl. Die Wahlberechtigten werden hiermit aufgefordert, spätestens 2 Wochen vor dem Wahltag Vorschlagslisten bei der Kassenrendantur Glockengasse 3 einzureichen. Die Wahlvorschläge sind gesondert für die beteiligten Arbeitgeber und die Versicherten aufzustellen und müssen von mindestens je 30 Wahlberechtigten unterzeichnet sein. Die Stimmabgabe ist an diese Wahlvorschläge gebunden. Verbundene####vorschläge werden nicht zugelassen. Wird nur eine Vorschlagsliste eingereicht, so findet keine Wahl statt. Die Vorschlagslisten sind ungültig, wenn sie später eingereicht werden, wenn sie nicht vorschriftsmäßig unterschrieben sind oder wenn die Bewerber in nicht erkennbarer Reihenfolge aufgeführt sind, es sei denn, daß die Mängel rechtzeitig beseitigt sind. Der Vorschlagsliste der Versicherten ist eine Erklärung der Bewerber über die Annahme der Wahl bezufügen. Die Wahlvorschläge können nach ihrer Zulassung von den Wählern im Kassenlokal von 9 bis 12½ Uhr mittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags eingesehen werden. Daselbst liegen auch die Mitgliederverzeichnisse offen und sind etwaige Einsprüche gegen die Richtigkeit der Verzeichnisse bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens 2 Wochen vor dem Wahltage unter Beifügung von Beweismitteln bei dem Kassenvorstand einzureichen. Der Wahlausschuß ist befugt, die Wahl und Stimmberech tigung jedes Wählers bei der Wahlhandlung zu prüfen. Versicherte, welche von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollen, haben einen auf ihre Wahlberechtigung lautenden, vom Arbeitgeber auszustellenden Ausweis innerhalb der Zeit vom 10. bis 14. November, abends 6 bis 8 Uhr der Kassenrendantur zur Nachprüfung und Abstempelung vorzulegen oder durch Beauftragte vorlegen zu lassen. Dieser Ausweis ist am Wahltage mit dem im Umschlage einzuschließenden Stimmzettel dem das Wahlgeschäft leitenden Wahlausschuß abzugeben. Als Ausweis der Arbeitgeber genügt die Quittung über die zuletzt von ihm gezahlten Kassenbeiträge. Die Stimmzettel müssen von weißer Farbe sein und einer Größe von 21 zu 27cm entsprechen. Auskünfte über die Wahlordnung usw. werden bis zum 31. Oktober während der Geschäftsstunden der Kassenrendantur daselbst erteilt. Cöln, den 10. Oktober 1913. Der Vorstand: I..: Franz Schildgen, Vorsitzender. Sonntag, den abends 19. Okt. 8 Uhr: 1913. Familien-Festabend in sämtlichen Gesellschaftsräumen. Patriotische Ovation zur 100jährigen Jubelfeier der Schlacht bei Leipzig. Vokal- u. Instrumentalhonzert Gemischter Chor, Tanz. Zutritt unter bekannt gegebenen Bedingungen. Fremde können nur durch Mitglieder in be schränkter Zahl, nach vorheriger Eintragung in die offenliegenden Listen eingeführt werden. Kartenausgabe: Donnerstag. Freitag und Samstag, vormittags von—12 Uhr und nachmittags von—7 Uhr auf dem Bureau der Ge scllschaft. eh Opernhaus Heute, Dienstag: Der fliegende Holländer. Anfana 7½ Uhr. Mittwoch, den 15. Oktober 1913.— 45. Ab=Vorst. Serie A2. Die Boheme. Szenen aus Henry Murgers„Vie de Bohème“ in 4 Bildern von Giacomo Duccini. Musikalische Leitung: Walter Gaertner. Szenische Litung: Hans Islaub Mitwirkende: Die Damen: Achsel, Fink; die Herren: Winckelshoff. Hoet ges vom Scheidt, Renner, Vanoni Castello, Foerster. Anfang 7½ Uhr. Ende ungefähr 10 Uhr. Große Preise. Donnerstag, den 16. Oktober 1913.— 46. Ab.=Vorst. Serie B2. An ang 7 Uhr. In vollständig neuer dekorativer und kostümlicher Ausstattung. Oberon König der Ellen. Romantische Oper in 4 Aufzügen von Karl Maria von Weber. Schauspielhaus rgebenste Einladung Heute, Dienstag: Der Angriff. Anfang 8 Uhr. Mittwoch, den 15. Oktober 1913. Sonder=Vorstellung f. den Verland der kaufm Vereine Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 8 Uhr. Ende nach 10¼ Uhr. Zu dieser Vorstellung findet kein Billettverkauf statt. Die Kasse ist vormittags von 11 1 und nachmittags von—7 Uhr geöffnet. Donnerstag, den 16. Oktober 1913.— Anfang 7½ Uhr. Cantris der Narr. Drama in 5 Akten von Ernst Hardt. an die Stadt-Garten 3¼ 7 Uer: Konzert.“ olksgarten. Tägl. nachm. 3½ Uhr an: Streich-Konzert. Eintritt frei. sm tödle: Imbelten leabris um eihr Piltrdichs dir burc pregnierung ebweleber genect a. Des Ausieben De 2541e P Sisllan Die Anhänger der EVERCLEAN: Wäsche mehren sich von lag zu Tog. Vorcienn Unen Ce. rechrs Aliete Cöln: Breitestr. Seitcer Adck icn. 1r mdtzende Verveilkommnung ## ertabsen und bedrutet in Gusführung Triumph der modernen nn schwarz und farbig für Hüte. Rauchester u. Velvet für Knabenanzüge, Blusen usw. von, gebl. Jammel, Velour du Nord ür Jacken, Damen= u. Kindermäntel 9 sehr preiswert. bilh. Thalheimer, 5 Höhle 6, Hohestraße. 1813-Leipzig Ueber das Thema 1813— Leipzig wird morgen, Mittwoch, 15. Okt., abds. 9 Uhr. bei Grass. auf dem Eigelstein, ein Vortrag gehalten. Ein ausgezeichneter Redner ist gewonnen. Die Mitglieder und die Parteifreunde aus dem Norden sind gebeten, rechtzeitig zu dieser Versammlung zu erscheinen; auch Damen sind willkommen. Windthorstbund Köln-Nord. kathol. Männerwelt Köln=Ehrenfelds Vienstug, K. Jul., abes. Ende 7 ¼ Uhr. zu einer Konstantinfeier auf Donnerstag, den 16. Oktober 1915, abends 8½ Uhr, im großen Saale des Leobaues. Philippstraße 37—39. = Festredner:= herr Franziskanerpater Dionysius. „ das Festkomitee. 00000000000000000 „Die Frau Präsidentin“. Schwank in 3 Akten von Maurice Hennequin und Dierre Veber. Mittwoch, 15. Okt., abends 8 Uhr: Ende 10¼ Uhr. Kammerkunstabend! Marc Henry-— Marya Delvard. u. Freitag:„Die Frau Präsidentin“. Vorverkauf(ohne Ausschlag) an der Theaterkasse von 11-1 u.=8., sowie bei M. Cl. Martin Klosterfrau, Domkloster J u bei M. Kimmelstiel& Co., Hohestraße 114. Dugend= u. 50er Karten sind im Theaterbüro erhältlich(Tel A6477) 1 Colosseum Windthorstbund Köln=Nippes. Wie überwinden wir die Sozialdemokratie? Vortrag des herrn Dr. Stadtler, morgen Mittwoch, den 15. Oktober. 3 Uhr abends, in der Restauration Dresia, Turmstr. 14.(Ecke Einheitstr.) Mitglieder und Parteifreunde, geloden. sind freundlichst einDer Vorstand. Phein-Terrasse„Zur Schönen Aussichl“ Wesseling a. Rh. Fernspr. 74. Erstklassiges Haus, herrlich, direkt am Rhein. Feine Küche. Pfirsich- und Ananas-Bowie. Spezialitat: Kalte Ente. Mittwoch, 15. Oktober,-12 Uhr Familien-Ball unt. Leit. des Tanzmeisters A. Brenig n. Frau aus Köln. Die modernen Tänze wie: Boston, One step, Two step und Tange werden vorgetanzt und erläutert. Garage. 2" Jos. Coutellier. Literarische Gesellschaft in Köln, 6. B. Vereinigung für Dramatische Kunst in Köln. Freitag, den 17. Oktober 1913, abends im großen Saale des Gürzen unkt 8 Uhr: Plattkölnische Bühne der 82 * Familie Millowitsch Täglich abends 8 Uhr: ES# Der Schlager von Köln! Erster Vortragsabend: „[813 in der Literatur.“ Vortrag der Dichtungen durch Fräulein Elsa Baumbach und Herrn Alexander Engels vom hiesigen Schauspielhause. Nach dem Vortrage gemütliches Zusammensein im Quatermarktsaale. Karten zu Mark.50 sind zu haben in den Buchhandlungen von Benziger, Boisserée, Inderau. Lengfeld, Neubner, Römke u. J. G. Schmitz, sowie an der Abendkasse des Gürzenich. 1° Köln, Wolkenburg, Freitag, d. 17. Okt., abds. 8 Uhr: II. Einführungs-Konzert von dipl. Mitgliedern des Verbandes konzertierender Künstler Deutschlands e. V. Greta Hedwig, Freiburg(Sopran), Martha Schaarschmidt, Berlin(Klavier). Am Bechstein-Flügel: Frau A. Süsse-Wilsing, Düsseldorf. Karten zu 2 u..6 bei Musikweber, Höhle 4, bei A. Sauerwald, Hohenzollernring 20 u. a..Abendkasse. Der Schlager von Köln! Fortbildungskursus für Tischler. Am 19. d. Mts. beginnt an der Gewerbeförderungsanstalt wieder ein Fortbildungskursus für Bau= u. möbeltischler einschließlich Treppenbauer. Der Unterricht findet Sonntags=Vormittags und an zwei Wochentagen abends von—10 Uhr statt. Anmeldungen werden im Schulgebäude, Maternusstraße 9, entgegengenommen, wo auch weitere Auskunft erteilt wird. *r Die Direktion der Gewerbeförderungsanstalt. Windthorst=Bund Köln=Deutz. Einladung zu der am Mittwoch, den 15. Oktober 1913, abds. 9 Uhr, im Vereinshause, Adolfstraße, stattfindenden Bundessitzung Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Stadtratswahlen, Reserent: H 2. Beratung der Winterarbeiten. 3. Anträge zum Gautag. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet: 91 Der Vorstand. Freunde und Gönner des Bundes, sowie Damen sind ebenfalls herzlich willkommen. Kad-Telephon nur A 702, 765, 7150, 7151. Vornehme Neuheiten für Knaben und junge Herren. 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Braß, Zollstock, Höningerw. 268. b zum Einkellern angekommen. Die Schiffe liegen am*9 Frankenwerft. gegenüber dem Stapelhaus. Witue P. Herling. Schill„Maria Theresla“. Beliebt bei der Frauenwelt der bürgerlichen Kreise in Köln und in der weiten Umgegend ist der La. der hinsichtlich seines Leséstoffes für die Hausfrauen and Töchter an Reichhalugkeit and Gediegenheit nicht übertroffen wird. der einfachsten der Welt, mit denkbar grösster Arbeitsersparnis und unerreichter Schonung der Wäsche, am Mittwoch, den 15. Oktober 1913, nachmittags von 4 Uhr an im grossen Saale der Lesegesellschaft. Damit die Hausfrauen sich ein genaues Urteil über diese Waschmethode bilden können, erfolgt Gegenüberstellung mi anderen Waschmethoden. Graziella-Korsett ist unentbehrl. für korpulente Damen. Vorn mit breit., verstellh. Gummigurt verseh., verleiht es selbst der stärkst. Dame eine wirkt. schlanke Figur. Graziella=Korsett ist in allen Weiten vorrätig bei* Math. RosaBernardi, Schechren= I. Alberiusstr.