IKRARARRRRRRRRRRRRRAARAAAAARAARARRAAAAAAARRRRRRARAAAAAARARRRRARRAAARARARAAAAARRARAAAAAAAAAAAAAAAAA Hagngenreis bei s N9 2• fl cn H 0. 38 Die einspaltige Kolonel=Zeise 2 Bezugspreis beis„ 0 InEI x(38 mm breil) 25 Pl. 3. 8 Local-Anzeiger General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. —„— 9 * Die einspaltige Kolonel=Zeile n S(38 mm breit) 25 Pf, 3.# S und letzte Seite 30 Pf. 2 n für Köln 18 bzw. 22 Pf. 2 # Platzvorschriften 10% Zuschl.# K Reklamepreis 2e # Die 90 mm breite Kolonel* Zeile 75 Pf, für Köln 5O Pf, g zweite Seite 00 Pf. 26 # Platzvorschriften 10% Zuschl.# S Offertengebühr 25 Pf. 28 * s a Geschäftsstellen: Marzellen-# * strasse 37 u. Breitestr. 35. Nr. Tornsur Geschäftsstellen u. Redaktion Marzellenstr. 37: A 6920 bis 6928. Zernspt. Geschäftsstelle Breitestraße 85: K 6636. c hat unser handwerk eine Zukunft? Wie oft ist diese Frage schon gestellt worden und hat zumeist ne vorsichtig wägende, wenig hoffnungsfrohe Antwort geunden! Nicht ganz zu Unrecht wiesen Pessimisten darauf yin, aß wir im Handwerk am Ende einer langen historischen Entrickelung stehen, während der jungen, ungebändigten Großndustrie noch alle Tore in die Zukunft offen stehen und tausend Energien noch ungeweckt und ungefördert in ihr ruhen. Auch solchen, denen es um eine wenn auch nur stille und dürftige fortentwickelung des Handwerks zu tun war. sank manchmal der Mut, daß es gelingen könnte, die Konkurrenzfähigkeit des handwerks der Großindustrie gegenüber zu heben und zu stärken. Und es ist doch gelungen! Frischer Wagemut und unbeugsames, zielbewußtes Schaffen haben wenigstens den Anfang #emacht, das ganze Handwerk auf eine neue, höhere, feste Grundlage zu bringen. Nicht nach oben und nicht seitwärts hat man schaut, sondern still der eigenen Kraft vertrauend, hat man Baustein auf Baustein geschichtet in zäher, oft widriger Arbeit — und das Mühen fand seinen Lohn. weht einen stolz und froh aus dem ersten Bexicht an, den soeben der Rheinisch=westfälische Tischler=Innungs verband(Geschäftsstelle Essen=Ruhr, Rosastr. 27) wer seine Ideen, Tätigkeit und Einrichtungen herausgegeben at. Wie heißt es da so stolz=bewußt im Vorwort, daß der bericht nicht Gewolltes und Erhofftes, sondern das Tatsächliche nd Erreichte beschreiben will. Das ist der Stolz der wiederrwachten Handwerkskraft, die weiter Seite für Seite aus dem lattlichen Berichte frohen, mutigen Auges uns entgegenstrahlt. schon im Herbst 1906 setzte im rheinisch=westfälischen Gebiet mne organisierte Bewegung ein zur Verbesserung der Justände m Tischlerhandwerk; langsam und mühselig ging die Arbeit soran, bis am 4. April 1909 der Innungsverband als eine elbständige Korporation eingerichtet und vom Minister für dandel und Gewerbe genehmigt wurde. Auf eine siebenjährige Tätigkeit kann der Verband also heute schon zurückblicken und das berechtigt ihn, von dem zu sprechen, was er in diesem keitraum getan und geschafft hat, heute, wo zum großen Teil erreicht ist, was vor sieben Jahren noch ungewiß und unsicher nach Gestaltung und Leben rang. 1. Me Wo Gesundung eintreten soll, da muß erst das Uebel erkannt und die Möglichkeit einer Heilung kühl und nüchtern erwogen werden. Und die Männer, die sich für eine Hebung und Gesundung des Tischlerhandwerks einsetzten, waren von der Ueberzeugung durchdrungen, daß dasselbe heute wie fruyer volle Eristenzberechtigung ha., weil demselben wie dem gesamten Handwerk ganz andere wirtschaftliche Aufgaben zugewiesen sind. als der industriellen Produktionsform. Darum galt es vor allem, die Ursachen des Verfalles im Tischlergewerbe aufzudecken und die Schäden zu heilen. Als diese erkannt waren, da setzte man getrost und mutig das Ziel: die Kräfte des Tischlerhandwerks in einer Standesorganisation zu verbinden, die die Aufgabe hat, die wirtschaftliche(Fachkunst und Preiswirtschaft) und sittliche Grundlage des Tischlerhandwerks unter dem leitenden Gesichtspunkt zu ordnen und gesund zu erhalten, daß das Tischlerhandwerk ein wichtiger Berufsstand in der Volkswirtschaft ist und es zum Wohle des Ganzen darauf anmmt. diesen Stand so zu vervollkommnen und tauglich zu rhalten, daß er die Volksbedürfnisse an Tischlerarbeiten in der enkbar rationellsten Weise befriedigen kann. Zur Durchführung dieser Idee dienten als Hauptmittel ein nal eine klare, einheitliche, auf den Tatsachen aufgebaute alkulationsgrundlage zur Ermittelung der Selbstosten für Tischlerarbeiten, dann Einrichtungen zur fach ichen Vervollkommnung und nicht zuletzt eine gut efügte und ausgerüstete Organisation. Es würde im lahmen dieser kurzen Würdigung einer segensreichen sozialen Einrichtung zu weit führen, würde an Hand des trefflichen Berichtes die praktische Anwendung dieser Mittel von seiten des Innungsverbandes ausführlicher geschildert; dazu kann eben nur das Studium des Berichtes selbst dienen, das nicht nur jidem Handwerker und Innungsverwalter, sondern auch jedem sozial interessierten, ja jedem Gebildeten aufs wärmste empfohlen werden kann. Der handwerkliche Mittelstand ist so lange vernachlässigt worden, und dem Gesichtskreis vieler fast schon entschwunden; es spricht für die gesunde Volkskraft dieses Standes, daß er jetzt aus eigener Kraft wieder in die Höhe srebt und die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf sich lenkt. 62 Innungen aus allen Teilen Rheinlands und Westfalens sind dem rheinisch=westfälischen Tischlerverbande heute schon angeschlossen, alle haben in demselben neues Leben und neue Schaffenslust gefunden. Was hier das Tischlerhandwerk sich geschaffen und erobert hat, das bleibt den übrigen Handwerksberufen und Innungen noch zu tun.„#.#— Die Wege sind jetzt gewiesen, ein Bau ist schon fest gefügt. Jetzt sind die anderen an der Reihe, aber sie mogen sich vor blinder Nachahmung hüten; eindringlich warnt hiervor der vorliegende Bericht in seinem Schlußwort. Ein jedes Handwerk vird auch die harten Kämpfe durchfechten müssen, wie es die Lischler haben tun müssen, ehe ihr Werk gedieh. Die VorausDas Neueste vom Tage OPcr r m 0000000 m 500000 m 9m re 15 0 8 85 Unglücksfälle auf Rummel=Plätzen. Rorlin,.Ang.1913.(Drahtbericht.) Auf dem Schaubudenplatze in der Jungfernheide produzierte sich in der letzten Zei der Artist Radtke, der sich 5 Minuten unter einem Sandhaufen lebendig begraben ließ. Der Direktor der Arena ließ den Artisten gestern 10 Minuten unter dem Sandhaufen. Als man Radtke ausgrub, war er erstickt. Paderborn,.Aug.1913.(Drahtbericht.) Von einem Keroplan=Karussell, das zur Liborimesse erschienen war, lösten sich gestern zwei Wagen infolge Bruchs einer Schraube und stürzten in die Menge der Zuschauer. Durch den Unfall wurden zwei Mädchen tödlich, ein Knabe schwer und etwa 10 Personen leichter verletzt. Immer noch militärfeindliche Kundgebungen in Frankreich. Baris, 3Aug.1913.(Drahtber.) Bei einem militärischen Zapfenstreich am Samstagabend folgten etwa 300 Menschen der Musik unter den Rufen: Nieder mit den drei Jahren Als die Polizei versuchte, die Straße zu sperren, entstand ein Handgemenge, bei dem neun Polizisten verwundet wurden Paris,.Aug.1913.(Drahtber.) In Reims veranstalteten zahlreiche Antimilitaristen eine Straßenkundgebung, zogen, revolutionäre Lieder singend, durch die Straßen und stießen vor einer Kaserne Rufe gegen die Armee aus. Die Polizei schritt ein und nahm nach einer heftigen Schlägerei 23 Manifestanten fest. * Zur Krisis in Holland. Amsterdam,.Aug.1913.(Drahtber.) Der Zentralvorstand der sozialdemokratischen Partei beschloß, einen außerordentlichen Kongreß für den g. und 10. August einzuberufen um zu entscheiden, ob die Sozialdemokraten Portefeuilles in dem neuen Kabinett annehmen sollen oder nicht. Feuer in einem Kohlenbergwerk. London,.August1913.(Drahtber.). Nach telegraphischen Meldungen aus Glasgow ist in einem Kohlenbergwerk bei Cadder, etwa 12 Meilen von Glasgow, Feuer ausgebrochen und man fürchtet, das 23 Bergleute umgerommen sind. Das Wiederauftauchen Castros. Cipriano Castro, der frühere Präsident des südamerikanischen Staates Venezuela, der bekanntlich 1908 gestürzt worden ist, hat in der Zwischenzeit wiederholt versucht, seine Herrschaft wieder aufzurichten. Im Jahre 1911 erschien er mit 2000 Mann auf venezuelanischem Boden. Aber er führte seine Pläne nicht aus. Wohin seine Getreuen sich damals wandten, ist nicht ganz klar geworden. Jetzt ist er im Nordwesten wieder eingebrochen. Es heißt, es sei ihm bereits gelungen, die Stadt Caro zu erobern. Wenn sein Unternehmen Fortschritte machte, so würde das den Sturz des jetzigen Präsidenten Gomez, seines alten Gegners, bedeuten. Neuerdings liegen folgende Nachrichten vor: Caracas,.Aug.1913. Die Mobilisierung der Regierungstruppen ist beendet. Die ersten Truppen gehennach Coro ab. Gerüchten zufolge wurden die Regierungsbeamten in Coro von den Anhängern Castros überrumpelt und getötet oder festgenommen. In einer Proklamation, datiert vom 27. Juli, erklärt Castro, der Krieg sei unvermeidlich. Esaraum 1. — New York,.Aug.1913. Nach einem Telegramm aus Wilhelmstad hat sich Präsident Gomez entschlossen, selbst Truppen gegen Castro zu führen. Der Präsident begab sich von Caracas nach Puerto Cabello, von wo er sich auf einem Kriegsschiff nach Coro begibt. Mohammedanische Unruhen in Britisch=Indien. Kalkutta,.August1913.(Drahtber.) Die Mohammedaner veranstalten hier und in anderen Städten Protestversammlungen gegen die Behörden von Cawnpur, die einen Tei eirr Moschee niederreißen ließen, um eine Straße zu Kalkutta, 4August1913.(Drahtber.) In Cawupur zogen die Mohammedaner nach einer Massenversammlung in einer Prozession mit schwarzen Farben zu der Moschee und des eingerissenen Teils der Moschee wieder aufzurichten. Der Distriktspolizeirichter erschien mit einer Abteilung bewaffneter Polizeisoldaten. um die Menge zum Auseinandergehen zu veranlassen. Die Polizei wurde aber mit Steinen angegriffen und sah sich schließlich zu feuern. 13 Demonstranten wurden gelöte; ur 30 verwundet. Ein Polizist wurde erschossen und etwa 40 Polizisten verwundet. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Der Gouverneur=Leutnant hat sich in einem Extrazuge nach Cawnpur begeben. Grubenunglück in Nordamerika. Pottsville(Pennsylvanien),.August1913.(Drahtber.). Auf der East Brookside-Grube der Reading Coal and Iron Company wurden gestern durch zwei Explosionen 18 Arbeiter gerötet. Die erste Explosion geschah durch Dynamit und die zweite durch Gas. srevelhafte Gefährdungen des Eisenbahnverkehrs. OFfgn MMng 101(Drahtber.) Ein Bahnattentat wurde gesternnacht in der Nähe der Station Oberrad verübt. Unbekannte Täter de hecte lschiach der in bostsKanster, A ezechsgeshe. Wellenschlag eines Ozeandampfers. Hamburg, .Aug.1913.(Drahtber.) Der Dampfer Kaiserin Augusta Viktoria chlulg gestem bei senger Auscher einz,.I außeg herische Her schwindigkeit ein, daß die hervorgerufenen Wellen das Ufer bei dem Orte Wittenberge weithin überfluteten. Von den dort badenden Personen, wurden trestez kent Wier, Zie gegen die aunt liegenden Steine geworfen wurden, trugen erhebliche Verletzungen davon. Etwa 20 Personen wurden leicht verletzt. * Bootsunglück. Altona,.Aug.1913. Gestern abend kenterte auf der Elbe ein mit drei Personen besetztes Ruderboot. Ein junger Mann und ein unbekanntes Mädchen ertranken. ** Beim Baden ertrunken.(Drahtber.) Billau, 1913. Bei unerlaubtem Baden in der Ostsee sind gestern abend der Gefreite Schubert und der Musketier Budler von der siebten Kompagnie des Infanterie=Regimentes Nr. 43 ertrunken. Ein dritter Soldat, der zur Rettung nachsprang, wurde von den Verunglückten so fest umklammert, daß er in Gefahr des Ertrinkens geriet. Er konnte sich jedoch schließlich freimachen. ** Folgenschwere Explosion.(Drahtbericht.) Pottsville (Pennsylvania),.Aug.1913. Auf einer Kohlenzeche ereignete sich heute eine Explosion. Fünfzig Personen wurden getötet. ** Verfolgung russischer Flüchtlinge.(Drahtber.) Lemberg: 4 Ang 1013. Von der russischen Grenzwache wurden sechs paßlose Landleute, die nach Oesterreich übergehen wolten, beschossen. Drei von ihnen wurden tödlich getroffen. Die anderen drei ertranken, als sie den Grenzfluß Lomnion durchschwimmen wollten. ** Brand einer russischen Stadt.(Drahtber.) Makarjew (Gouv. Nishnijnowgorod),.Aug.1913. Die durch ihren Jahrmarkt bekannte Stadt brennt. Das Feuer hat auch das alte Kloster ergriffen. setzungen zur Bildung eines Innungsverbandes müssen von allen Handwerksorganisationen erst geschaffen werden, um dann frohgemut und tapfer zum Ziele sich durchzukämpfen. Der rheinisch=westfälische Tischlerinnungsverband hat uns die frohe Zuversicht bestätigt, daß unser Handwerk eine Zukunft hat, daß noch nicht viel verloren ist und sehr viel noch gewonnen werden kann. * Dem Reichsverband der Deutschen Presse ging folgendes Schreiben des preußischen KriegsministeFü die freundliche Uebersendung der Nummer 6 der Mitteilungen Ihres Verbandes sage ich aufrichtigen Dank. Ich habe mit großem Interesse von den Verhandlungen über die Aufgabe der Presse in Krisenzeiten und die Behandlung militärischer Nachrichten durch die Presse Kenntnis genommen, kann Sie aber versichern, daß es dieses Einblicks in Ihren Meinungsaustausch nicht bedurfte, um mein Verständnis für die Bedeutung der Presse im allgemeinen, wie Ihre strebungen im besonderen zu wecken. Sie wollen überzeugt sein, daß ich der deutschen Presse die Erfüllung ihrer schweren, verantwortungsvollen Aufgabe, so weit es an mir liegt, mit allen Kräften erleichtern werde. von Falkenhayn. Die in vorstehendem Schreiben erwähnte Nummer 6 der Mitteilungen enthielt einen ausführlichen Bericht über die Düsseldorfer Delegiertenversammlung des Reichsverbandes der Deutschen Presse. Gerichts=Verhandlungen (1A) Die falsche Tasche. Ein viermal wegen Eigentumsvergehens vorbestrafter hatte auf dem Kölner Hauptbahnhofe eine Tasche abgegeben, die einen Wert von 5 M. hatte und bei der Einlösung irrtümlich eine emde erhalten, die mit Inhalt 125 M. wert war. Er nahm die Tasche mit nach Hause und leugnete spätér, als die Polizei ihn durch einen Brief, der in seiner eigenen Tasche war, ermittelt hatte, deren Besitz. Wegen Unterschlagung wurde er vom Schöffengericht zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt.— Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 212* Montag, 4. August 1913. Seite 2. O Zum 450jährigen Bestehen der St. Sebastianus=Schützenbruderschaft in Deutz. C) Köln, 4. Aug.1913. Die Jubiläumsfeier wurde am Samstagabend durch einen Fackelzug, der von der Restauration Lages an der Mathildenstraße ausging, eingeleitet. Fast alle örtlichen Vereine beteiligten sich daran und begegnete der lange Zug der Lampions allgemeinem Gefallen. Gestern in der Frühe weckten fröhliche Musikweisen die Einwohnerschaft. Zu einem versammelten sich die Vertreter der Behörden, die Schützen, die geladenen Vereine usw. am Sonntagvormittag in der großen Halle auf dem Festplatz an der Kalkerstraße. Die Ehrengäste saßen auf dem Podium, der übrige Teil der Halle war dicht besetzt von den Abordnungen der Vereine usw. Unter den Ehrengästen waren zu und dankte namentlich den Vertretern der Behörden, deren Unterstützung für die gesamte Feier so überaus wertvoll sei. Deutz sei allezeit der Sitz eines guten Bürgersinns gewesen. Das, was man heute feiere, sei ein echt nationales Fest. Alle Deutzer Schützen, Sänger, Turner und Krieger hielten treu zusammen. Des Redners Hoch galt dem bewährten Deutzer Gemeinsinn. Frl. Renard sprach einen hübschen Prolog mit ausgezeichnetem Gelingen. Polizeipräsident von Weegmann überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Staatsregierung und überreichte den vom Kaiser gestifteten Schützenadler(eine große, am schwarz=weißen Bande zu tragende Medaille). Die Deutzer St. Sebastianusschützenbruderschaft habe allezeit ein schönes Beispiel patriotischer Haltung gegeben. Er, Redner, wünsche ihr daher auch ferneres Wachsen, Blühen und Gedeihen; möchte sie sich für alle Zeiten der neuen Auszeichnung würdig erweisen. In das vom Redner auf den Kaiser ausgebrachte Hoch stimmte die Versammlung begeistert ein. Beigeordneter Zschirnt sprach namens der Stadtverwaltung und feierte die Verdienste der Schützenbruderschaft um das Vaterland. Die Zeiten, da die Schützenvereine Land und Gemeinde zu schützen hatten, seien zwar vorbei, das große deutsche stehende Heer habe diese Aufgabe übernommen. Aber noch immer bedürfe man solcher Vereine, die den Bürgersinn pflegen und die jederzeit bereit sind, einzustehen für Gemeinde und Staat, und die Liebe zu Heimat und Vaterland pflegen. Der Redner überbrachte die von der Stadt Köln geschenkten Medaillen als Prämien für hervorragende Leistungen; sein Hoch galt der St. Sebastianusschützenbruderschaft. Eine prachtvolle Fahnenschleife ließen die Deutzer Damen durch Frl. van Hüllen überreichen. Die Köln=Rottweiler Pulverfabriken stifteten einen schweren silbernen Humpen. Der Festakt, der durch die Darbietungen des Männer=Gesang=Vereins Eintracht, der unter Joseph Thelen den Frankfurter Preischor 1813, des Deutzer Männer= Gesang=Vereins(Dirigent Joseph Schmeiser), der mir Orchesterbegleitung Groß ist Jehova, der Herr sang, und die Kapelle des Feldartillerie=Regiments 59 künstlerisch gehoben wurde, verlief in würdigster Weise. Für alle Ehrungen dankte der Vorsitzende der Bruderschaft, Hr. Jean Frings, in herzlichen Worten. Am Nachmittag ordnete sich auf dem Gotenring der Festzug. Mit einem Musikkorps holten Präsident und Schützenkönig die Fahnen der Vereine am Rathaus ab, die am Gotenring in den Zug traten, worauf dieser durch die dicht mit Menschen bestandenen beflaggten Straßen der Stadt zog. Das berittene Trompeterkorps des 59. Feldartillerie=Regiments eröffnete den Zug. Die Kriegervereine von Deutz in stattlicher Vertretung, der Turnverein in seiner schmucken Dreß, Sportvereine und nicht zuletzt die Schützenvereine aus weitem Umkreis in ihren grünen Uniformen, boten ein malerisches Bild. Nach Einzug des Zuges in das große Festzelt begrüßte der Vorsitzende Hr. Jean Frings die fremden Schützen und wünschte ihnen vollen Erfolg im Preisschießen, das auf dem Schießstand an der Lünette durch Hrn. Polizei=Kommissar Hartgen mit den üblichen drei Schüssen im Namen des Königs eröffnet wurde. Während hier fleißig geschossen wurde, hatte sich auf dem Festplatze ein Leben und Treiben entwickelt, wie es das Schützenfest nur in seinen besten Zeiten gesehen. Kopf an Kopf stand und schob sich die Menge zwischen den Budenreihen. Heute nimmt das Fest seinen Fortgang. Kleinere Unfälle beschäftigten die auf dem Platze errichtete Sanitätswache der neuen Deutzer Kolonne. * () Die Kleinodien der Deutzer Schützenbruderschaft. Den Teilnehmern am Festzuge der St. Sebastianus=Schützengesellschaft zu Deutz bei Gelegenheit des 450jährigen Jubiläums wie allen denjenigen, die Gelegenheit hatten, den Zug aus der Nähe anzusehen, sind gewiß die Kleinodien der Bruderschaft aufgefallen: der silberne Vogel an der Brust des Schützenkönigs, die zahlreichen silbernen Schilder und der goldene Präsidentenorden als Dekoration des Präsidenten und Ehrenpräsidenten und die alte vom Sturm der Zeit zerfetzte Reiterstandarte. Der Deutzer Schützenvogel oder Papagei, der bei allen festlichen Aufzügen der Gesellschaft vom Schützenkönige an langer Kette um den Hals getragen wird und der Sage nach ein Geschenk eines Abtes von Deutz ist, trägt auf einer an der Kehle befindlichen Platte die Jahreszahl 1558 und im Medaillon das Wappen von Deutz: das Römerkastell mit der darin befindlichen Abtei. Aber wie es in verflossenen Jahrhunderten oft mit solchen Kleinodien geschah, so ging es auch mit unserem Papagei: er wanderte in Zeiten der Not in Pfandschaft mit den silbernen Königsschildern, welche der Kette des Vogels angehängt wurden. So erwarb nach den noch vorhandenen Urkunden im Jahre 1614 ein gewisser Reiner Pempelvort das Bürgerrecht zu Deutz, weil er den bei seinem Vater versetzten silbernen Vogel der„Gemeinde" zurückgab. Daß hier die Gemeinde, d. h. die Freiheit Deutz, und nicht die Bruderschaft als Eigentümer des Vogels erscheint, geht auch noch aus anderen Quellen hervor. 1771 lesen wir z.., daß die„Gemeinde“ die aus dem Verkaufe der silbernen Königsschilder gelösten 50 Taler in Besitz nahm. Der Schützenvogel war das Symbol der königlichen Würde. Er wurde bei den jährlichen Schützenfesten nach Schluß des Königsschießens dem zu Feiernden von Ehrenjungfern umgehängt und der„König" trug ihn während seiner einjährigen Regentschaft wie heute bei allen festlichen Anlässen. Betreffs der silbernen Königsschilder, welche der König statutgemäß zur Kette des silbernen Vogels zu schenken hatte, melden die Urkunden, daß 1574 der Schützenvogel mit sechs übergoldeten Schildchen versehen war; 1771 wurde das überflüssige Silber von der Gemeinde, wie erwähnt, für 50 Taler veräußert, 1804 waren an der Vogelkette noch 17 Schilder vorhanden. Von den heute noch vorhandenen 96 Königsschildern ist das älteste im Jahre 1692 vom damaligen Pastor von Deutz, Andreas Steprath, dem Erbauer der Kalker Kapelle, gestiftet. Ein besonders künstlerisch ausgeführtes Königsschild trägt den Namen König Friedrich Wilhelm IV. und die Jahreszahl 1857 nicht nur König Der Krieg auf dem Balkan. 857. Damals also war Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, sondern auch„König von Deutz" und Die bulgarischen Gegenforderungen.(Drahtber.) Bukarest,.Aug.1913. In der heutigen Sitzung der Friedenskonferenz stellten die bulgarischen Delegierten gegenüber den Forderungen der Serben und Griechen folgende Gegenforderungen auf: 1. Die neue Grenze beginnt an der alten serbisch=bulgarischen Grenze und geht zwischen Kumanowo und Egri Palanka nach Süden, zwischen Veles und Istip über den Wardar bis Murichovo bei Monastir, sodann über Gewgheli, westlich von Serres über die Struma und endet am Golfe von Orfano. Es bleiben daher auf bulgarischem Gebiet Egri Palanka, Kratowo, Kotschana, Istip und Radovischt, Strumitza, Doiran, Serres, Demir Hissar und Kawala.(Die Griechen haben in den Besprechungen mit den Bulgaren die Grenze von Makri nach dem Golfe von Lagos zurückgezogen.) 2. Da die Entscheidung über die Inseln von der Botschafterkonferenz in London den Großmächten vorbehalten ist, kann Bulgarien nach dieser Richtung keine Verpflichtung übernehmen. 3. Bulgarien kann die Berechtigung der Forderung der Verbündeten nach einer Entschädigung der Einwohner nicht anerkennen und über diesen Gegenstand auch nicht in Verhandlungen eintreten. 4. Bulgarien willigt ein, daß die Streitigkeiten betreffend die alte serbisch=bulgarische Grenze einer internationalen Militärkommission anvertraut werden, die von den Großmächten zu ernennen ist. 5. Bulgarien nimmt den Grundsatz an, demzufolge sich die Kriegführenden unter Wahrung der Gegenseitigkeit verpflichten, auf ihrem Gebiete den Nationalitäten volle Schul- und Kirchenfreiheit zu gewähren. Einigung zwischen Rumänien und Bulgarien.(Drahtber Bukarest, 3 Ang.1913. Heute früh fand eine Konferen der bulgarischen und der rumänischen Delegierten unter den Vorsitz Majorescus statt. Nach längerer Beratung, die bis mittag dauerte, kam es zu einer Einigung zwischen beiden Parteien über die drei Punkte, die von Rumänien in der Noz vom 21. Juli formuliert worden waren. Der Verlauf der neuen Grenze ist durch die militärischen Delegierten fest. gelegt worden. Sie beginnt 12 Kilometer unterhalb Baltschit auf dem ersten Hügel, der auf der Karte mit der Höhenangabe 252 bezeichnet ist, läuft dann in einer Entfernung von 10 Kilo. meter südlich Dobritsch vorüber und endigt 9 Kilometer west. lich Turtukhai bei dem Dorfe Tourksymil. An einigen Punkten weicht die Grenze gemäß der topographischen Eigenart um 15 bis 16 Kilometer von der geraden Linie nach Westen ab. Ferner verpflichtet sich Bulgarien, die Bafestigungen von Rutschuk und Schumla zu schleifen und keine neuen Befestigungen in dem dazwischen liegenden Gebiet und in einem Umkreis von 20 ,Kilometer um Baltschik herum anzulegen. Die Frage der rumänischen Schulen und Kirchen in dem von Bulgarien eroberten Gebiet wurde entsprechend den auf der St. Petersburger Konferenz gemachten Vorschlägen geregelt. verlieh als besonderes Zeichen seiner Huld der Schützengesellschaft den bereits genannten goldenen Präsidentenorden. Geteilten Anklang beim Publikum fand auch diesmal wieder die alte Reiterstandarte, die alljährlich am Schützenfeste umgetragen wird und wohl an die in Ehren zerfetzte Fahne der 61er im französischen Feldzuge erinnert. Die Deutzer Reiterstandarte ist allerdings gerade 110 Jahre alt und hat„manchen Sturm erlebt“. Als am 6. September 1803 der Fürst von Nassau=Usingen zur Huldigung seiner neuen Landeskinder in Deutz erschien, hatte das als Ehrengarde aufgestellte Schützenkorps seinen Dienst mit solchem Eifer verrichtet, daß der Landesherr am Schlusse der Feier dem Amtmann Sandt zwanzig Karolin für ein den jungen Schützen zu spendendes Traktement übergab. An einem schönen Oktobertage segelten nun 50 Mitglieder der Schützerei unter Begleitung einer Musikkapelle den Rhein hinauf und fanden sich abends zu festlichem Gelage zu Siegburg zusammen, wo man indes bald den Kredit von zwanzig Karolin überschritt. Da erklärten die Schützenoffiziere, die Kosten des Tages selbst bestreiten zu wollen und für die zwanzig Karolin zum Andenken an den„besten Fürsten Deutschlands“ eine Fahne zu stiften, welche in reicher Goldstickerei die Widmung trägt:„Friedrich Augusten am 6. September 1803“ auf der einen, „dem Vater des Vaterlandes“ auf der andern Seite. (A) Studienreise nach England. Eine Anzahl Mitglieder des Deutsch=nationalen Handlungsgehülfen=Verbandes, Hamburg, sammelte sich gestern teils hier in Köln, teils in Goch, um eine gemeinschaftliche Studienreise nach England anzutreten. Die Reise geht über Vlissingen=Queenborough nach London; die Teilnehmer werden am 9. August über Dover=Ostende zurückkehren. () Das Messer. Auf dem Mauritiuswall stach ein Mann seine Frau mit dem Messer in den Arm. Ins Knie traf ein Mann einen Arbeiter auf dem Rotenbera, als er ein Messer von sich schleuderte. Auf dem Krummenbüchel wurde ein 13jähriger Knabe von einem Manne ohne jede Veranlassung mit einem Messer in die Brust gestochen und anscheinend schwer verletzt. Der Täter konnte sofort festgenommen werden. Die Verletzten fanden Hülfe im Bürgerhospital. 9 Ju der Gegend des Bürgerhospitals kam es gestern abend bei Kirmessesfeiern zu Schlägereien. Etwa zehn Personen wurden durch Messerstiche erheblich verletzt. Ein Mann wurde durch einen Revolverschuß verwundet. Die blutigen Köpfe wurden im Bürgerhospitale verbunden 9 (0A) Diebereien Gestern abend wurde vor einem Geschäft in der Hohestraße einer Dame das Portemonnaie mit etwa 40 Mark Inhalt aus ihrem Handtäschchen gestohlen.— Während der Bote eines Delikatessengeschäftes bei der Kundschaft Ware ablieferte, wurde ihm das Dreirad, auf dem er allerlei Leckerbissen transportierte, von der Straße weggestohlen.— 200 Mark in bar wurden aus einem Bureau auf dem Apostelnkloster von Spitzbuben stibitzt.# CA Ein Erpresser. Ein verheirateter Kaufmann aus Ehrenfeld wurde von der Kriminalpolizei wegen versuchter Erpressung festgenommen. Er hatte von einer Kontoristin 1500 M. Schweigegeld verlangt und sie ersucht, das Geld mit der Post zu senden. Als der Erpresser den Wertbrief auf der Post abholen wollte, wurde er verhaftet. 40 () Allerlei Unfälle. In eine Glasscheibe fiel ein Mann in der Thieboldsgasse; schwere Schnittwunden waren die Folge. Einen schweren Unterschenkelbruch trug bei einem Sturz eine Frau im Weichserhof davon. In der Bobstraße fiel einem Manne ein Piano auf den Fuß, wodurch dieser schwer gequetscht wurde. 9 C) Feuer. Gestern nachmittag entstand in der Cranachstraße ein Zimmerbrand; die Feuerwehr beseitigte schnell jede Gefahr. Personalnachrichten Postrat Hugo Ofitzner, Direktor der Deutsch=niederl., der Osteuropäischen und der Südamerikan. Telegraphengesellschaft, ist in der vergangenen Nacht gestorben. Die Bonner Universität beging am 3. d. M. die Erinnerung an den Geburtstag ihres Stifters König Friedrich Wilhelm III. durch einen Festakt in der Aula. Geheimrat Professor König erstattete den Bericht über die im Jahre 1913 eingegangenen Preisaufgaben. In der philosophischen Fakultät erhielt u. a. einen Preis: Stud. phil. R. Reuter aus Köln=Nippes für die Arbeit: Der Kampf um die Reichsstandschaft der Städte auf dem Augsburger Reichstag von 1582. Bei dieser Arbeit wurde besonders vom Redner hervorgehoben: Der Verfasser hat am Schluß seiner Arbeit durch Zusammenstellung verschiedener„Desideria“ mit einer Selbstkritik, wie sie nicht oft vorkommen wird, darauf hingewiesen, was alles nach seiner Ansicht bei einer abschließenden Behandlung des Gegenstandes noch hätte erledigt werden sollen. Aber das von ihm Dargebotene zeigt bereits mehr als zur Genüge, wie weit er das Thema gefaßt hat. Es ist der vorliegenden Leistung ohne jedes Bedenken die Preiswürdigkeit zuzuerkennen. Aus Köln-Ehrenfeld. (O) Erschossen. Der Polizeibericht meldet: In der vergangenen Nacht wurde kurz vor 12 Uhr in der Senefelderstraße der Metzger Michael Krämer, geboren am 26. November 1896 zu Köln, durch einen Revolverschuß gerötet. Die Kugel drang dem Mann durch den Hals. Zwei Personen haben auf Krämer und noch andere junge Leute eine Anzahl Schüsse abgegeben, am Tatorte wurden neun abgeschossene Hülsen verschiedener Größen gefunden; es ist vermutlich aus zwei Browningpistolen geschossen worden. Als Täter kommen drei Personen im Alter von 20—23 Jahren in Frage. Einer der Täter, ein Dreher von Ehrenfeld, ist festgenommen worden, die beiden anderen, deren Personalien bekannt sind, sind entkommen. Handelstei Köln,.Aug.1913. Schlachtviehmarkt. Preise für die 50 Kilo Lebend-(die eingeklammerten Ziflern aber für Schlacht-) gewieht; die Preise für Schlachtgewicht bei Grossvieh verstehen sich überwiegend als Schätzungspreise nach den gétätigten Stückverkäufen, während die für Lebendgewicht auf Wiegungen in Köln beruhen. Auftrieb: 5362 Schweine, a. M. 63-65(80-82), b. 62-64(79-81), c. 62-64 (•-81), d. 61-52 077-79), e. 59-62(75 78), t. 58-52(74-78), g. 00-00 (00-00). Markt ziemlich lebhaft und geräumt. Eingeführt wurden an frischem geschlachtetem Fleisch aus Holland 266 Viertel Grossvieh, 57 Kälber, 00 Schafe, 00 Schweine, aus Schweden 0O Viertel Grossvieh, 00 Kälber.) Fleischpreise im Grossn ander, das Kilo: A. Hiesige Schlachtungen: Rindfleisch: Ochsen 1. Beschaffenheit M..72-1,76, 2. M..64-1,70. M..48-.52. Kühe: I. Beschallenheit M. 0,00-0,00. 2. M..60-.68. 3. M. 1,52.56. Schweinefleisch: 1. Beschaffenheit M. 1,74-.78. 2. M. .64-.68, 3. M. 0,00.00. Speck M. 1,64-1,68. B. Eingeführtes Fleisch: Rindfleisch aus Holland: Vorderviertel M..36—.44, Hinterviertel M..40-.50; aus Schweden: Vorderviertel M. 0 00-.00. Hinterviertel M. 0,00-.00. Kalbtleisch: 1. Beschaffenheit M. 1,80 1,90, 2. M. .50-.00, 3. M..40.00. Kalbfleisch aus Schweden.-0,00-.00. Schweinefleisch: I. Beschaflenheit M. 0,00-.00, 2. M. 0,00-.00. 3. M. 0,00-.CO. Schaffleisch M. 0,00-.00. Handel in hiesigen Schlachtungen: Speck mittelmässig; in eingebrachtem Fleisch: mitte mässig. Mutmassllohe Witterung für den 5. Auaust: Morgens noch ziemlich kühl, tagsüber nur mässig warm. Zeitweise etwas Regen ist nicht ausgeschlossen.##ind Nordwesten bis Nord. C Aufg..4 Unterg..11.-Aufg..49 mgs., Unterg. 9,29 abds. QUALITATSGEORG A UASMATZI..ORESDEN G26SSTE DEUTSCHE CIGABETTENFABGIK Spielwaren, Mal= u. Bilderbücher usw. in nur hervorragender Ausführung beziehen Sie am vorteilhaftesten im Fröbelhaus M. Weiden, Spielefabrik, Köln, Martinstraße 37. a“ Sommergeschenke, Fußbälle, Turngeräte etc. in groß. Auswahl. * August Seite 3. 00 Köln,.Aug.1913. Den Beschluß der Pfarrprozessionen in Stadt Köln macht alljährlich die Pfarrprozession von St. Peter, sich am gestrigen Sonntag bei dem herrlichen Sommerwetter schönsten Glanz entfalten und ihren Umzug durch die gezierten Straßen eines unserer ältesten Stadtteile mit gen vielen historischen und kirchlichen Erinnerungen halten konnte, ch einem namentlich an St. Cäcilien aufdrängen. Hier in sen engen und vielfach noch gewundenen Straßen kommt die der Häuser, namentlich die schönen Hausaltärchen, noch so zur Geltung. Als gegen 9 Uhr die Pfarrprozession von der ehrwürdigen St. Peterskirche aus unter Leitung des Oberpfarrers aan sich in Bewegung setzte, bot sich ein gar herrliches Bild ni Auge dar. Biele hunderte Mädchen mit Blumenkörbchen und #räffneten die Prozession, dann folgten die Schulkinder der gre unter Leitung der Lehrerschaft, die Marianische Kongregation Junafrauen der Pfarre St. Peter mit eigenem Gesangchor, se Frauen und Mädchen, die Cellitinnen=Schwestern aus dem üirgerhospital und dem Klösterchen an der Antonsgasse, die er Bruderschaft usw., von zahlreichen Kirchenfahnen gleitet. Den Beschluß der Prozession bildeten die Kommuzionnder mit Blumen und Enblemen, der Kirchenchor von St. Peter, * Kirchenvorstand und die kirchliche Gemeindevertretung, die seistlichkeit mit dem hochwürdigsten Gute; nach dem Traghiumel lgten noch Abordnungen des Pfarrvereins und der Maria esrgasbon von St. Säelen und des haitholschen Acheiter für den mittleren Stadtteil. Das hochwürdigste Gut de an den einzelnen Altären von Oberpfarrer Bruders von Kolumba, Pfarrer Hortmanns von St. Mauritius, Rektor egene von St. Cäcilien und Kaplan Esser von St. Maria im vitol getragen. Während des feierlichen Umzugs sang der stliche Kirchenchor unter Leitung seines bewährten. Dirigenten rer Deinert das Pange lingua von Jaspers und frohe Juverder; am ersten Altar 0 quam suavis von M. Mitterer; Sacris emnis von Jaspers und O heil'ge Seelenspeise von Köhler; am von Altar 0 sacrum convivium von Mitterer, Aeterne rex von spers und Jesu, Jesu komm zu mir; am dritten Altar Laudate um nach einer Vertonung von Beethoven, Lauda Sion von ispers und Mein Herz gedenk von Köhler, sowie am vierten tar Ego sum panis von Mitterer. Verkehrsnachrichten Neuer Rheindampfer. 000000000000000 00 000000000002 „ Mitteilungen s (0) Vergnügungspalast Groß-Köln. Am 1. August zum Programmwechsel war der Festsaal voll besetzt. Den Teil leitet diesmal ein Artistenpaar The great Annettys ein, das vorzügliche varterre=akrobatische Leistungen zum Besten gibt. Waldor Manneskraf und Mannesstärke ir höchster Vollendung. Sseceheisez lishe, Seichechicher Bezik isr Sihge: Diesem Kraftakt folgt in wohlberechnetem Wechsel ein Bild der Eleganz und Grazi Mauri und Sombra führen recht geschickt Tänze vor Augen, wie sie heute in Amerika beliebt sind. Nach all diesen Vorführungen körperlicher Gewandtheit und Stärke kommt mit dem Humoristen Hans Lederer auch das gesprochene Wort zur Geltung. Wirklich komische Akrobaten, die sich The Tup Innen, bilden den effektvollen Schluß des bunten Teiles, In. Ober=Bayern erfreuen noch die hübschen Holländerinnen unter R. Bekkers Leitung die Gäste. Sie werden durch die Münchner Schäffler=Kapelle (d Im Wartlers Fischerhaus(Inh. Gottfried Dederichs) fand am verflossenen Mittwoch ein Kinderfest statt, dem die Idee: Hänsel und Gretel zugrunde gelegt war. Bei sehr zahlreicher Beteiligung nahm das Fest gegen 4 Uhr seinen Anfang. Kinoerspiele aller Art unter bewährter Leitung wechselten mit Musirvorträgen der Hauskapelle ab. Unter großer Begeisterung aller Kinde erfolgte dann der Aufzug der Kinderkompagnie JungDeutschland unter Vorantritt ihres eigenen Trompeter=Pfeiferkorps Nachdem die kleinen Soldateu einige schneidige Griffe und einen flotten Parademarsch gemacht hatten, wurde ein Hoch auf den Kaiser ansgebracht und die Nationalhymne gesungen. Gegen 7 Uhr setzte sich der große Festzug, an dem alle Kinder teilnahmen, in Bewegung. Knaben mit Fahnen, Mädchen mit Blumenreifen uw., sowie drei Musikkapellen gaben dem Festzuge ein schönes Gepräge. Zwei Prunkwagen, der eine mit Mädchen als Engel gekleidet, und der andere Hänsel und Gretel sowie die Knusperhexe in ihrem Häuschen darstellend, waren nur von Kindern der Besucher besetzt. Zum Schluß gab es noch eine Geschenk= und Fackelpolonäse, und dann trennte man sich unter Absingung des Liedes: Muß ich denn zum Städtle hinaus. Das nächste Kinderfest findet am Mittwoch, den 6. August, statt. Es gelangt das Märchen Schneewittchen zur Aufführung. en : Handwerk und Gewerbe::: Ehemals konnte man auf den Dampfern der zu einer Betriebsneinschaft verbündeten Köln=Düsseldorfer Rheindampfschiffahrtsellschaften als Erbauer der Schiffe und als Hersteller de aschinen die Namen nur ausländischer Unternehmungen lesen. es ist seit Jahren gründlich anders geworden. Auch der neue iddampfer Goethe der Preußisch=Rheinischen impfschiffahrts=Gesellschaft in Köln, der am unstag(den 2. August) seine Probefahrt von Uerdingen nach iln und abends von Köln nach Bonn und zurück machte, ist ederum ganz auf deutschem Boden und aus deutschen Bauiffen hergestellt. Gebaut wurde er, gleich früheren Dampfern der sellschaft, auf der Werft von Gebrüder Sachsenberg.=G. in öln=Deutz und hat eine Länge von 76 Meter, eine Breite von Meter, einen Tiefgang von 0,975 Meter und eine Traghigkeit von 260 Tonnen.(Etwa 1800 bis zu 2000 Personen Zur Fortbewegung dient eine schräg liegende enzscher Ventilsteuerung und einer Leistung von 800 Pferdekräften. en dafür nötigen Dampf liefern zwei Zylinderkessel von 285 luadratmeter Heizfläche und 9 Kilogramm Druck. Beide Kesse nd mit Schmidtschen Ueberhitzern ausgerustet. Außer der Haupt etriebsmaschine besitzt der Dampfer noch verschiedene Hülfs naschinen(wie Dampfsteuer, Lichtmaschine, Feuerspritze, Dampfenzpumpe, Dampfkräne usw.). Seiner Bauart nach ist Dampfer hoethe ein Doppeldeckschiff und soll im Personen= und Güterdienst verwendet werden. Für den letzten Zweck sind vorn und„achtern auf dem hinteren Teil) je zwei getrennte Laderäume vorgesehen. Die Luken dieser Räume lassen sich aber versenken, und durch Enternung der Dampfkräne wird dann ein großes, freies Dec für die Beförderung von Personen geschaffen. Alerdings, ist, infolge der Einrichtung für den erwähnten doppelten Zweck das Unterdeck für die in der Vorkajüte fahrenden Personen verhältnismäßig sehr klein ausgefallen. Durch zweckmäßige Anordnung von Schiebefenstern un Schiebetüren kann das Zwischendeck fur die die höhere Klasse benutzenden Personen abgeschlossen werden und gewährt somnt an kühlen und regnerischen Tagen guten Schutz, ohne die herrlick Aussicht durch die breiten Schiebefenster auf den Strom und seine Ufer zu beeinträchtigen. Unter dem Zwischendeck ist ein Salon angeordnet, dessen künstlerischer Entwurf und miashahrrugese kanischem Zitronenholz wiederum von der Firma Heinr. Pallenberg in Köln geliefert wurde. Am Niedergang zum Salon befindet sich ein vom Kunstmaler Ernst R. Zimmermann Ho, lürgtezegge## Porträt Goethes(das von einem Mitgliede des Aufsichtsrates gestiftet wurde). Das Schiff zeigt schöne Linien; der Bug und Radkasten sind mit dem silbernen Stern aus Goethes Wappen ge Bei der erwähnten, treflich gelungenen Versuchsfahrt war für die geladenen Ehrengäste der köstliche„Zeltinger Schloßberger“ der Krobierwein. Küche und Keller verbreiten überhaupt von jeher glanzenden Ruf der verbündeten Kölner und Düsseldorfer Gesellschaften. Besonders wissen dies auch die im Sommer die Rheingegend ungemein zahlreich bevölkernden Ausländer. Schreiber dieses wüßte kürzlich aus außergenöhnlichen Anlaß eme Fahrt aufwärts als der Regen nahezu den ganzen Tag„mit Eimern“ her Gberfloß. Dennoch waren rund hundert Amerikaner auf einem chnelldampfer, und bei der Mittagstafel fanden sich noch weit ehr Gäste ein, welche die Fahrt auch sogar unter solchen Umanden noch sehr befriedigte. Von ihnen allen kann, wer es och nicht recht versteht, das Reisen lernen. In eine interationale„kosmopolitische“ Gesellschaft fühlt sich versetzt, wer kheindampfer öfter benutzt.(Dazu bietet die von den Köln=Düsselorfer Gesellschaften eingeführte Monatskarte besonders günstige belegenheit.) Studien kann man machen über den Rhein und seine soesie, über Deutschlands berühmteste Wasserstraße als außerewöhnlich rege benutztes Verkehrsmittel durch Großgewerbe und keisende. Und wenn dann erst froher Sang uver Deck Der möchte wohl alles das nicht gerne miterleben, was eine solche fahrt bietet?! 00 Meister= und Gesellenprüfung. Mit dem 1. Oktober d. J. treten neue Bestimmungen über die Ablegung der Meisterund Gesellenprüfung in Kraft. Bis zum 1. Oktober kann ein Handwerker zur Meisterprüfung zugelassen werden, wenn er auch keine Gesellenprüfung abgelegt hat. Mit dem 1. Oktober tr diese Uebergangsbestimmung außer Kraft. Von diesem punkte an können nur die zur Meisterprüfung zugelassen werden, die vorher die Gesellenprüfung bestanden haben. Nur wer am 1. Oktober 1908 bereits die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besaß, kann sich noch nach dem 1. Oktober 1913 der Meisterprüfung unterwerfen, ohne sich vorher der Gesellenprüfung unterziehen zu müssen. Zur Gesellenprüfung werden nur die zugelassen, die das betreffende Gewerbe ordnungsmäßig erlernt haben. ge s Gerichts-Verhandlungen 40„Geschenke". Eine Verkäuferin, wegen Diebstahls vorbestraft, erhielt Strafaufschub bis 1915. Dieser Gnade zeigte sie sich unwürdig, indem sie ihrem neuen Dienstherrn eine Anzahl Wäschestücke stahl un einer anderen Verkäuferin schenkte. Dafür stahl diese drei Paar Handschuhe und schenkte sie der anderen. Beide hatten sich wegen Diebstahls und Hehlerei vor den Schöffenrichtern zu verantworten. Die Vorbestrafte erhielt zwei Monate und eine Woche Gefängnis und muß die frühere Strafe, bezüglich deren sie zur bedingten Begnadigung vorgeschlagen war, mitverbüßen. Die zweite wurde mit fünf Tagen Gefängnis bestraft, soll aber der bedingten Begnadigung entgegengeführt werden. (A Begünstigung. Das Schöffengericht verhandelte jüngst einen merkwürdigen Fall von Beqünstiaung. Ein Gesangverein hatte den Namenstag seines Präsidenten gefeiert. Zwei Teilnehmer schlugen spater in der Trunkenheit eine Feuermelderscheibe ein und wurden dafur gerichtlich bestraft. Der Vereinspräsident, der glaubte durch die Namenstagsfeier indirekt den Anlaß zu der Straftat gegeben zu haben, veranstaltete eine Festlichkeit des Gesangvereins, aus deren Reingewinn die Geldstrafe der beiden fraglichen Vereinsmitglieder bezahlt wurde. Das Schöffengericht erblickte in dieser Handlung eine Begünstigung und setzte 10 Mark Geldstrafe fest. (.A) Ich wollte ein Reiterbravourstückchen machen meinte der Arbeiter W. vor der Strafkammer. an der er des Diebstahls im kriminellen Rückfalle geziehen ist; er ist Pferdeliebhaber, aber er bestreitet, am 12. Juni in der Poststraße ein Milchfuhrwerk samt Pferd gestohlen zu haven. Die Frau war eben messen gegangen und fand eine leere Stelle. Bald war der Dieb erwischt, er schlug nämlich wie ein Wahnsinniger auf das Pferd ein.. Leute wichen entsetzt aus und schließlich folgte ein Schutzmann il auf einem Rade. Der Beamte dachte nur an ein Protokoll, aber weil der Kutscher so zerlumpt aussah und erkärte, er fahre f seinen Ohm in Efferen, wurde W. festgehalten. Die Beute hatte 1000 Mark Wert. W. gab an, er sei auf der Arbeitsuche nach Höningen gewesen und sei in Köln betrunken gemacht worden; dann mache er gerne Ritte. Die Strafkammer verhängte 18 Monate Zuchthaus. (A) Raufbolde. Ein Former und ein Hülfsarbeiter aus Mülheim(Rhein) rempelten nachts zu Köln einen Chaufeur an. Einer schlug ihn m einem Schlagring ein Loch in den Kopf und ver angere, Hagf. fünf gefüllte Mülleimer gegen den Leib. Als ein Schutzmann hinzukam, schleuderte der Former auch gegen den Beamten einen Mülleimer und setzte seiner Vorführung Widerstand entgegen. per Former wurde zu zwei Monten und eine Woche, der Hiülfsarbeiter zu drei Wochen Gefängnis vom Schöffengericht verurteilt. Lufischiffahrt. Hus Kölns Nachbarschalt — (A) Christlich-nationaler Arbeitervertreterverein. Umständehalber fällt die Versammlung am Dienstag, den 5. d. M. aus. —— Handelstei * Militärische Luftschiffmanöver.(Drahtber.) Frankfurt (Main),.Aug.1913. Das Luftschiff Z 5, das gestern abend nach 9 Uhr zu einer Nachtfahrt militärischen Charakters aufgestiegen war, dehnte die Fahrt nicht bis Frankfurt aus. Es begegnete unerwartet bei Mainz dem Kölner Luftschiff. Nach Beendigung der Uebung der Luftkreuzer kehrten sie nach ihrem Standort zurück, wo sie gegen 8 Uhr morgens landeten. Ueber die anderen Dispositione verlautet, daß 2 5 Anfang der Woche nach Gotha und Viktoria Luise nach Baden=Dos fährt. Nach Frankfurt dürfte das Militärluftschiff Z 1 kommen, das kürzlich von Königsberg in Leip* Verdun,.Aug.1913.(Eig. Drahtber.) Ein mit drei Personen bemannter deutscher Ballon landete heute nachmittag bei Papt en Woewre, welcher von Frankfurt a. Main durch den Wind nach Frankreich getrieben wuror, Der Unterpräfekt und ein Spezialkommissar versicherten sich, daß der Aeroplan ausschließlich sportlichen Zwecken diente. Nach Feststellung der Identität der Luftschiffer überzeugten sie sich, daß an Bord sich nichts Verdächtiges befand. Darauf wurde den Luftschiffern gestattet, mit der Bahn die Rückreise anzutreten, nachdem die nötigen Zollgebühren erlegt waren. P 0000 00000000 0009900000 000 000000 ::: Uon Hah und Fern:: 500000808800800 00 00 0000R RR 00880 20008 8 0000000 800000 00000 000 * Verhaftung eines Mörders.(Drahtber.) Göttingen, .Aug.1913. Der Mörder des sechsjährigen Töchterchens des Arbeiters Blume in Einbeck, dessen Leiche in einer Abortgrube in Einbeck gefunden wurde, ist verhaftet worden. Es 1/1„..—. Fuhrunternehmer Wolter, der das Kind seit dem 1. April d. F. in einem unterirdischen Gelaß des alten Einbecker Klosters verborgen gehalten hat. Die Obduktion der Leiche ergab, daß das Kind nach seinem Verschwinden noch etwa acht Wochen gelebt hat, aber schlecht ernährt worden ist. Es war zum Skel., abgenzagert. Magen, Leber und Nieren waren zusammengeschrumpft. Das Kind ist halb verhungert und dann ermordet worden, was die Stranguationsmerkmale am Halse beweisen. Ferner ist das Kind zu unsittlichen Zwecken mißbraucht worden. Als Wolter verhaftet wurde, legte er ein Geständnis ab. : Aus Kölns Rachbarschalt (0 Borrem(Kreis Bergheim),.August1913. In der vergange Nacht ist in der Nähe der Grube Fischbach zwischen Ichendorf und Groß=Königsdorf neben der Landstraße auf eine längere Strecke ein 30 Meter tiefer Erdrutsch erfolgt. Die Landstraße ist vorläufig für den Verkehr gesperrt. Rüböl in Partien von 5000 Kil. vorr. 70,50B Köln..Aug 1913.(Eigenbericht der Köln. Volksztg.) Die Preise ür HHISOPP-Lopt#. vihloria, gelbe ungschälfe, eicheische.28 4. 38. 35. eröce, fl. 35.-42, erdzate 44.-18, alsese de 10 Ril. schäft war ruhig, die Marktlage unverandert. a Köln. 4. Aug.1913. Okt. 69.00.500. ##l. 4 Aun 1017 Fruentmarkt. Hen, Luzerner..50 bis 7,00. Wiesenhien 5,00 bis.60. Roggen-Breitdruschstroh.00 bis.40. Krummund Pressstroh 3,00 bis 3,40 aie 100 Khle. Luzernerheu M. 3,40--3,9) dieb0Kilo neues 3,00—.50„„„ Krumm-.Pressstroh, 1 1,00 500 Kilo Breitdruschstron, 13,00"" Roggenrichtstroh 15,00.„„ Kleie M..50 die 50 Kilo Hiesige Land-Eier per Stück-10 PI. Kartoffeln, neuc3,00—.00 diebo Kilo Heu, N..40—.95„„„ „ neues M. 2,40—.60„.. Neuss. 4 Aug.1913. Fruchtmarkt Weizen, Roggen, Haler Wintergerste 1. Sorte M. 21,60 2.„„ 20,60 1.„„ 17,20 2.„„ 16,20 ::: 1685 3.„" 13.50 1. Sorte M. 15.20 14 20 2. QNeuss..Aug.1915. Preistestsetzung der Neusser Oelmüller. Rüböl, Fog wetzigg Kar-M. 10.98 e 1000 Kilo. Wärme des Rheinwassers 11 Uhr morgens 20 Grad Celsius. Wasserstands=Nachrichten am 4. August 1913. Konstanz, 8 v. Bodens. 4,56—0,10 m Hüningen, 7 vm., Rhein 2,67—0,15 m Kehl, 7 vorm, Rhein 3,36—0,13 m Mannheim, om., Rh. 4,59—0,25 m Heilbronn, Zvm., Neckar 0,75—0,07 m Lohr, 9 vorm., Main.22—0,08 m Caub, 9 vorm, Rhein 2,94—.24 m Bingen, 6v., Rheingau 2,50 m Bingerloch,.10 m Trier, 7 vorm. Mosel 0,37—0,12 m Köln, 7 vorm., Rhein 2,91—0,30 m Ruhrort,§ vm., Rhein 2,20—0,36 m Wesel, 8 vorm., Rhein.14—.51 m Tiel, 8 vorm., Rhein 3,91 m Paul Ullrich, Köln Schildergasse 3 Ecke Hohestr. Ehrenstr 14-16. * Seite 4. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 212- Montag, 4. Rugust 1913. werden will, verlange kostenlose Chauffeur Prospekte, Ausbildung v. 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Stamn „Was geht das Euch an?“ fuhr Stevenson auf Na, Sir Charles, doch wohl genug, nachdem Sie mich zu diesem Spionendienst mitgenommen haben,“ sprach John brummend.„Ich riskiere auch Kopf und Kragen dabei... „So schlimm wird's nicht werden, John,“ entgegnete StevenWer kann's wissen, Kapitän? Machen Sie nur schnel, daß Sie mit der Dame ins Reine kommen. Wir dürfen uns hier nicht mehr lange aufhalten. Man ist mir schon auf der Spur. Und wenn man mich hier entdeckt, sind Sie auch verloren. Das beste ist, wir nehmen morgen ein Boot und segeln nach Bornholm— da liegt Ihre Jacht, Sir Charles— dann sind wir in Sicherheit. Auf Bornholm gilt die deutsche Polizei „Ihr könnt recht haben, John. Aber was soll ich der jungen Tame sagen?“ „Steht es schon so schlimm mit Ihnen, Sir Hm, das hätt' ich nicht gedacht. Wenn man ein solches Unternehmen anfängt, soll man sich nicht mit den Frauen einlassen, „Recht habt Ihr, John. Aber wer kanns ändern?“ seußzte Stevenson, unruhig und hastig in dem Zimmer auf und ab„Nehmen Sie sie doch mit nach Vornholm,“ sagte John ruhig, einen Schluck Rum trinkend. „Ihr seid verrückt, John!“ Na. wenn das Mädchen Sie lieb hat, bietet ja die Sache keine große Schwierigkeit. Sie können sich ja dann in England trauen lassen— wenn Sie wollen „Das ist unmöglich!“ „Unmöglich ist nichts, Sir Charles. Vor allem, wenn die Liebe mitspricht. Sehen Sie mal, Sir Charles, hier ist Ihre Rolle doch ausgespielt. Oder glauben Sie, daß der alte Herr Ihnen die Hand seiner Tochter gibt, wenn er erfährt, daß Sie— nun, sagen wir mal, Studien im deutschen Festungswesen auf eigene Hand gemacht haben? Ich glaube, er würde Sie sofort der deutschen Polizei ausliefern. Ist's nicht so! „Freilich...“ Na, und das Fräulein würde Ihnen auch nicht helfen können. Was anders ist's, wenn wir erst wieder die Planken Ihrer Jacht unter den Füßen haben! Da sind Sie wieder Sir Charles Trefford, Baronet und Kapitän in Seiner Großbritannschen Majsesät Zlotze, Da können Sie anders treten, und ich müßte mich sehr irren, wenn da das Fräulein Ihnen nicht die Studien auf eigene Hand an der Küste ihres Vaterlandes vergeben würde— namentlich, wenn das Fräulein Sie lieb hat, Sir Charles.“ Ja. ja— aber ich hatte mir aues anders gedacht. Ich wollte nach England zurückkehren und nach einger Zeit in meiner wahren Gestalt wiederkommen, um um die Hand Fraulein Karnows anzuhalten... „Und um sich geradewegs in die Hände der deutschen Polizei zu liefern! Das wäre das Ende davon, Sir Charles! „Also, Kapilän, lassen e ur so rasch wie möglich nach Bornholm segeln.. „Und Hilde?!". Die junge Dame?— Wir nehmen Sie mit. anders geht, dann mit List...“ „Weshalt nicht? In der Liebe ist alles erlaubt,“ lachte John auf, indem er sich sein Glas abermals füllte. Stevenson oder vielmehr Sir Charles Trefford hatte an dem Tische Platz genommen, stützte die Stirn in die Hand und blickte unentschlossen vor sich nieder.. „Wir haben es doch schon einmal so gemacht, Sir fuhr John lächelnd fort,„als wir das Fräulein vom Theater mit auf Reisen nahmen.. aber er häte uns beinahe die Spauletten Charles. Wenn wir jetzt aber die junge Dame heiraten, dann Nein, nein es geht nichtl“ rief Charles erregt ausspringend. Ich kann dieses Mädchen nicht noch mehr betrügen. Von Betrügen ist ja keine Rede. Versuchen Sie es doch, die junge Dame zu überreden.— Ich habe Ordre erteilt, die Seschwalbe, Ihre Jacht, von Vornholm, hierber„segelt, vielleicht ist sie morgen schon hier— S' ist auf alle Fälle gut, sich auf das hohe Meer zurückziehen zu können, wenn man uns „Das ist gut. Wird Fred aber auch mit der Jacht fertig „Fred ist ein geschickter Bursche, Sir Charles.“ Ja, ja, das ist er. Aber was soll weiter geschehen? Das ist Ihre Sache, Sir Charles.— Aber es ist schon spät, wollen Sie mir nicht meine Papiere abnehmen? Ich muß hier die Nacht in das Wirtshaus geyen, und da ist es denn doch zu unsicher, solche Papiere bei sich zu führen. Seite 6. Kölner Local-Anzeiger Nr. 212& Montag, 4. August 1915. O Eine wichtige Erfindung zur Verhütung von Eisenbahnunglücken. Von Dr. Edelmann(Nürnberg). „Es war einmal ein Mann, der war so stark, daß er mit dem kleinen Finger einen im vollen Laufe befindlichen Eisenbahnzug aufhalten konnte.“ Mit diesem Beginn einer, allen Studenten bekannten fidelen Erzählung, begrüßte ich den Erfinder des Fernlenkbootes, Hrn. Lehrer Christoph Wirth von Nürnberg, als ich seiner freundlichen Einladung Folge leistend, eine Probefahrt mitmachte, auf der er seine neueste Erfindung vorführte, durch die es dahinfahrenden Eisenbahnzug durch ermöglicht wird, einen rasch dahinfahreneen ionsunngug er, Vermittelung elektrischer Wellen von jeder Station, ja von jedem Bahnwärterhaus aus durch einen Fingerdruck zum Stehen zu bringen. Die Fernbremsapparatur braucht nur in einem Wagen des Zuges, wozu sich vor allem der in jedem Zug vorhandene GepäckEEP CA. Aaafalhen hobinho tOexu-Kar derGuem Ver. OGD„„ wagen eignet, angebracht zu sein. Am Dache desselben befindet sich der Wellen auffangende Draht, die sogenannte Antenne. Als endeantenne kann jede längs der Bahnlinie laufende TeleSenbeantenne fann seve tungs der Sahrnste„ graphen= oder Telephonleitung benutzt werden. Es ist möglich, die Einrichtung so zu treffen, daß der Telegraphen= oder Telephonbetrieb in dem betreffenden Draht nicht gestört zu werden braucht. Es kann auf diesem Wege sowohl dem Lokomotivführer ein Glocken= oder Lichtsignal übermittelt werden, als auch direkt die Westinghouse=Bremse(Notbremse) betätigt werden. Man könnte sogar eine Einrichtung treffen, durch die auf der Lokomotive die Dampfzufuhr abgesperrt wird, doch erscheint dies weniger wichtig, da der Zug auch bei voller Dampfzufuhr zum Stehen kommt, wenn die Westinghouse-Bremse angezogen wird. Außerdem würde der Lokomotivführer sowieso den Dampf absperren, wenn er merkt, daß die Notbremse gezogen ist. Es ist je nach den Verhältnissen nur alle 80—100 Kilometer eine Sendestation nötig, welche in überaus einfacher Weise auch mit den einzelnen Zwischenstationen und Bahnwärter=Signalapparaten in Verbindung gebracht werden kann. Statt des bei den Versuchen verwendeten Druckknopfes oder Tasters kann auch ein automatischer Sendeapparat angebracht werden, bei dem einfach durch Drehen einer Kurbel die Wellenzeichen in richtiger Zahl und Reihenfolge abgegeben werden. Hierdurch ist es möglich, dem Lokomotivführer ein Warnungssignal zu übermitteln und gleichzeitig im Falle der Gefahr den in der Gefahrzone dahinbrausenden Eisenbahnzug sofort zum raschen Halten zu bringen. Solche Fälle sind z. B. ein Schienenbruch, eine Dammunterspülung, ein Brückendefekt, ein Hindernis auf den Schienen(Bergrutsch), ein Ueberfahren des Haltesignals infolge Nebels, eines Unfalls auf der Lokomotive oder dergleichen. Die Apparate sind verhältnismäßig billig herzustellen und kommen für einen ganzen Zug kaum teuerer, als die Westinghouse=Bremse für einen einzelnen Wagen. Das Bayerische Verkehrsministerium bringt der Angelegenheit regstes Interesse entgegen und ist mit dem Elektrophysikalischen Laboratorium von Wirth, Beck u. Knauß in Nürnberg, das die Patentrechte besitzt und die Versuchsapparate ausarbeitete, schon in Fühlung getreten. Dieses hat in den letzten Tagen im Verein mit der Königlichen Eisenbahndirektion in Nürnberg auf der Linie Nürnberg—Gräfenberg bereits die ersten Probefahrten ausgeführt. Die Sendestation, von wo aus der fahrende Zug beeinflußt wurde, war beim Nordostbahnhof untergebracht. Wie sich auch der Verfasser dieses persönlich überzeugen konnte, sind die Brems= und Signalversuche immer sofort, einwandfrei und ohne Versagen gelungen. Die Apparate wurden durch Erschütterungen in keiner Weise beeinflußt. Es wurde gezeigt, daß sie auch dann richtig funktionierten, wenn einzelne Zeichen zu viel oder zu wenig ankommen würden, Wrenn=Eingerne Beichen Au viel Voer gee sernin.„ ferner, daß Störungen, wie sie etwa durch atmosphärische oder fremde Wellen auftreten könnten, nicht schädlich einwirken können. Das Bremsen erfolgte sehr sanft aber sicher und dauerte bis zum vollständigen Stehen des Zuges 27 Sekunden. Der Bremsapparat kann auch so einreguliert werden, daß die Bremsung noch bedeutend rascher und energischer eintritt. 6000000000 0000800000000000 00 80 n Kleines Feuilleton () Deutschlands größte Naturbühne. Im Hinblick auf die gegenwärtige Reisezeit, in der viele eine Fahrt nach dem Süden(Schwarzwald, Schweiz usw.) durch Baden ührt, möge die Aufmerksamkeit auf die Oetigheimer Volksschauspiele hingelenkt werden, über die der Kölnischen Volkszeitung geschrieben wird: Wiederum ist Oetigheim(Baden) mit seiner großen Naturbühne, auf der in diesem Jahre Schillers Wilhelm Tell zur Aufführung gebracht wird, Mit vollendetem Kunstverständnis wurde dem großen Schauspiel AIE ENCDrIM BRchan 109 man fan das Ziel Tausender. Mit vollendelem Kunstverstanonis water rrn. großen Schauspiel ein würdiger Rahmen gegeben, und man kann es von den Zuschauern aller Stände hören, wie nachhaltig die Illusion ist, welche durch den die mächtigen Berge des Schauplatzes darstellenden Hintergrund hervorgerufen wird. Die Perspektive nach den fernWl Aar 1elaatana“ ist non jodem Platze aus vorverkehr 40843, im übrigen Verkehr 7384 Posten, zusammer 48297 Posten. Die Bilanz schließt ab mit 24857254,30., die Gewinn= und Verlustberechnung in Einnahme und Ausgabe mu 1387 01,43 M. und einem Reingewinne von 200771,37 M.(in ——4 oalvon KN0D 1 Lahaa hi. Gälfte wit 100 AR5 68 Vorjahre mit 204 189,50.), wovon die Hälfte mit 100 385,68,, dem Kreis Hintergrund hetvorgerusen wilb. Eir Hrese liegenden„Bergen der Urkantone“ ist von jedem Platze aus vorzüglich.(Einige Originalphotographien des Schauplatzes und einzelner Szenen sind in den Lesefenstern der Geschäfts...Arr.„.stallt 1 Daa Masieneinzelner Szenen und in den Trsesen stellen Marzellenstraße und Breiteftraße ausgestellt.) Das Massenaufgebot an Mitwirkenden— im gänzen über vierhundert—, vervollständigt die Illusion. Wie prächtig hören sich die da und dort eingelegten Chorgesänge und Einzelvorträge an! Das innige Zusammenwachsen von Menschen und umgebender Natur erreicht hier die lebendigste Wirkung. Jeder der Rollenträger— keine Berufsschauspieler, sondern sämtlich Ortseinwohner— füllt seinen Platz voll aus. So in der freien Natur, von Leuten aus dem Volke vorgeführt, ist Wilhelm Tell das wahre Volksstück. Oetigheim macht auch dieses Jahr unter Führung seines bescheiden sich zurückhaltenden katholischen Pfarrherrn seinem Rufe, der sich bereits weithin verbreitet hat, alle Ehre. Wer von Norddeutschland eine Reise nach dem Süden macht, würde es nicht bereuen, in Oetigheim Halt gemacht zu haben. Die Aufführungen, die jeden Sonntag bis 5. Oktober, ferner am., 15., 27. August und 3. September stattfinden, beginnen nachmittags.30 Uhr. Man kann Oetigheim bei Rastatt von Karlsruhe oder Baden=Baden leicht erreichen, da viele Sonderzüge fahren. Pece 9955 Aus der Arbeiterwelt () Der Gutenbergbund, die dem Gesamtverbande der christlichen Gewerkschaften angeschlossene Buchdruckerorganisation, hatte auf Freitag in Köln eine außerordentliche Versammlung einberufen, um den Bericht des Delegierten Kraus(Freiburg) über die Generalversammlung in Essen entgegenzunehmen. Herr Kraus verstand es, durch seine klaren, eingehenden Ausführungen die Zuhörer bis zum Schlusse zu fesseln. Sein großzügig gezeichnetes Bild von der Generalversammlung des Gutenbergbundes ließ die Mitglieder erkennen, daß sie nicht, wie der Gegner spöttisch meinte, eingeseift werden sollten, sondern daß ihnen die Generalversammlung ein groß angelegtes Unterstützungs=Reformwerk gebracht hat. Die Ausführungen des Referenten, welche stürmischen Beifall auslösten, wurden durch den Kölner Delegierten ergänzt. Die Versammlung nahm nach einer eingehenden Aussprache folgende Resolution einstimmig an:„Die außerordentliche Versammlung des Ortsvereins Köln des Gutenbergbundes stellt sich nach einer ansführlichen Berichterstattung über die am 27. Juli d. J. im städtischen Saalbau zu Essen(Ruhr) stattgefundene Generalversammlung des Gutenbergbundes voll und ganz auf den Boden der Beschlüsse desselben 1 Fen Enor- kfl. 81. Nnl.aff. nd###. SStar und verspricht mit aller Energie für die Interessen und die Stärkung des Gutenbergbundes einzutreten, da sie der Ansicht ist, daß nur eine starke christlich=nationale Organisation im Buchdruckergewerbe imstande ist, auf die Dauer den Frieden im Buchdruckergewerbe zu gewährleisten.“ Aus Kölns Nachbarschaft (A) Mülheim(Rhein),.Aug.1913. Nach dem soeben erschienenen Geschäftsberichte der Kreissparkasse für das Kalenderjahr 1912 betrugen die gesamten Jahreseinnahmen 15 114 495,93 M. (im Vorjahre 17358986,75.), die gesamten Jahresausgaben 14912 789,65 M.(17257373,19.), mithin ein Jahresumsatz von 30027 285,58 M.(34616 359,94.) also gegen das Vorjahr weniger 4589074,36 M. Die Zahl der Buchungsposten betrug im Spar### Kreise bzw. den Gemeinden für außerordentliche kommung Bedürfnisse zur Verfügung gestellt wurde. Die Spareinlagen trugen Ende 1912 23566 272,16 M. Gegen das Vorjahr haben die Spareinlagen zugenommen um 1066 703,34 M. Der Zinsfuß für Spareinlagen betrug im Berichtsjahre für Einlagen gegen Jahres. kündigung von Beträgen von 2000 M. an und höher 4 Prozent, für alle sonstigen Einlagen 3 ½/8 Prozent. Vom 1. April 1913 ch ist der Zinssatz für alle Einlagen ohne besondere Kündigungsfri von 3½ Prozent auf 3 5/10 Prozent erhöht worden; für Einlagen gegen Jahreskündigung bleibt der bisherige Zinsfuß mit 4 Prozem bestehen. 456 (A) Buisdorf, 1 Aug.1913. Die Hebamme Frl. Feld von hier, zurzeit in Frankfurt, ist von der Regierung für mehrere Jahrnach Südwest=Afrika verpflichtet worden.— Von hah und Fern ** Mord im Expreßzug Bologna—Brindisi. Rom,.Aug.1913. Im Schlafwagen des Expreßzuges Bologna—Brindisi wurde gestern früh ein Syrer namens Faifal Bei mit zwei Schußwunden tot aufgefunden. In dem Abteil war alles in Unordnung. Die Wertsachen und das Portefeuille des Toten waren aber unberührt. Der Mann reiste in Begleitung einer Dame und von vier Dienern, von denen keiner irgendeine Auskunft über den Vorfall machen kann. Zwei Schlafwagenpassagiere glauben gehört zu haben, daß in der Nacht in dem Abteil des Toten ein erregter Wortwechfel stattgefunden hat. Er Schl 1 Sand-, Seit Garnitur mi emailliert 1 Spülwan 40cm, mit R 1 Fenstere Schrift 1 Löffelble Emaille 1 Tolletten Deckel, 24 1 Waschkt 28cm, ver „Gebt her. Wir wollen Eure Aufzeichnungen durchsehen.“ Sie vertieften sich in die Papiere, welche seemännische Zeichnungen und Berechnungen der Küstenbefestigungen enthielten. Dann packte Sir Charles sie zusammen und verschloß sie in seinem Koffer. „So, nun kann ich mit leichtem Herzen in das Wirtshaus gehen,“ sagte John aufatmend.„Es war doch’ne verflucht kitzliche Geschichte, Kapitän, und ich hab's nur Ihnen zuliebe getan. Aber morgen müssen wir fort, Kapitän— nach Bornholm— sonst gibt's ein Unglück.“ „Ja, ja— ich sehe es ein.“ „Und wegen der jungen Dame— da überlegen Sie sich meinen Vorschlag. Entweder vergessen Sie sie oder nehmen sie mit nach Bornholm— alles andere findet sich dann von selbst. Gute Nacht, Sir Charles.“ „Wartet, ich begleite Euch bis zum Gasthaus.“ „Sehr freundlich von Ihnen, Sir Charles.. Durch die dunkle Sommernacht schritten sie die Dorfgasse entlang dem Gasthause zu. Von weitem tönte das Brausen des Meeres herüber und in den hohen Bäumen, welche die schlafenden Fischerhütten umgaben, rauschte geheimnisvoll der Nachtwind. Sechstes Kapitel. Sir Charles nahm den Weg am Strande zurück, nachdem nr sich vor dem Gasthaus von John verabschiedet hatte. Er mußte mit seinen Gedanken allein sein; er mußte zu einem Entschluß kommen, denn nach den Mitteilungen Johns war es ihm klar, daß seines Bleibens hier nicht länger sein konnte Jeder Tag, ja, jede Stunde, konnte die Entdeck Treibens herbeiführen! rung seines Und doch vermochte er sich nicht loszureißen! Die Leidenschaft für Hilde Karnow hielt ihn mit eisernen Banden fest. Er wollte nicht von ihr gehen, ohne ihrer Liebe, ihrer Treue gewiß zu sein. Er setzte sich auf ein am Strande umgekehrt liegendes Boot und sah sinnenden Blickes auf die dunkle See hinaus. Tiefe Stille herrschte ringsum. Der Wind war eingeschlafen, auch das Meer schien zu schlummern; wie die Brust eines in tiefem Schlafe ruhenden Menschen hoben und senkten sich in gleichmäßigem Atemzuge seine Wellen und schlugen leise murmelnd und raunend an den flachen Strand. Tief senkten sich die dunklen regenschweren Wolken nieder, als lauschten sie den Atemzügen des schlummernden Meeres, dem Murmeln und Raunen der Wellen. Nur hin und wieder schimmerte ein Stern durch die Wolken und warf einen zitternden Lichtreflex auf die schwarzen Wogen. Kein Ton war laut, der die heilige Stille der Nacht störte. Charles Treffords Gedanken schweiften zurück in sein Leben. Er sah nicht viel Gutes und Schönes. Er sah auf eine glückliche Kindheit auf Treffordcastle, dem Landsitz seines Vaters; er sah aber auch auf eine wild durchstürmte Jugend, auf tolle Abenteuer als junger Marine=Offizier; er sah sich im Kampf mit den Wogen des Meeres und des Lebens; er sah sich im Kampf mit den aufrührerischen Völkerschaften der englischen Kolonie, er sah sich im Kampf mit den eigenen Leidenschaften— er glaubte den Sieg über sie errungen zu haben; und stärker denn je war die Leidenschaft, die Liebe zu der schönen Hilde Karnow, in deren Nähe ihn ein gefahrvolles Unternehmen gebracht, das seinem nach Abenteuern und Gefahren hungernden Sinn entsprungen war. Durch den Tod eines entfernten Verwandten gelangte er in Besitz eines großen Vermögens; er nahm den Abschied aus dem aktiven Dienst der Königlichen Marine. Mit seiner eigenen Segeljacht unternahm er jetzt weite Reisen, wobei ihm der alte John, der ihn schon als Knaben auf die See hinaus begleitet hatte, als Steuermann zur Seite stand. So war er auch nach Kiel gekommen und bei einer Fahrt durch die Ostsee war in ihm der Gedanke aufgestiegen, die Befestigungen der deutschen Ostseeküste auszukundschaften; seine Erkundigungen dem britischen Seeamt zu unterbreiten: Anerkennung zu erzielen für seine Tätigkeit oder gar Geldeswert als Lohn, daran dachte er nicht. Sein Unternehmen war ihm gleichsam ein Sport, dessen Gefährlichkeit ihn reizte. Seine Jacht ließ er bei der schwedischen Insel Bornholm zurück. Er selbst begab sich mit dem Steuermann John nach dem Festlande, um seinen Plan ins Werk zu setzen. In Stettin hatte er Willy Erdmann kennen gelernt— und so war er nach Funkenhagen und in das Haus des alten Lotsenkommandanten Karnow gekommen. Und dann war die Leidenschaft mit Sturmesgewalt über ihn hereingebrochen, und es hatte seiner ganzen Selbstbeherrschung bedurft, um sich nicht von ihr hinreißen zu lassen und sich nicht zu verraten. Was nun beginnen?— Nach den Mitteilungen Johns war die Gefahr der Entdeckung seiner geheimen Pläne nahe gerückt. Er durfte hier nicht länger verweilen, wollte er sich nicht als Spion einer empfindlichen Strafe durch die deutschen Gerichte aussetzen. Damit ward aber auch seine Hoffnung, Hilde 1 Wasser Emaille 1 Konsole emailliert 1 Etagen2teilig erringen, vernichtet, denn niemals würde sie ihm, dem Verräter an ihrem Vaterlande, folgen...“ Anderseits, wenn er sich jetzt entfernte, und seine Pläne kamen später an das Tageslicht, durfte er sich in Deutschland nicht wieder blicken lassen, ohne sich der Gefahr einer Verurteilung auszusetzen. Nur wenn Hilde ihn jetzt begleitete, wenn sie sich ihm ganz anvertraute, konnte er auf die Erfüllung seiner Hoffnung rechnen. Er richtete sich entschlossen empor. Er kannte die Gewalt, welche er über Hildes Denken und Fühlen gewonnen hatte, und er war entschlossen, diese Gewalt zu gebrauchen. Er wandte seine Schritte der Villa Karnow zu. Der Mond hatte die dunklen Wolken durchbrochen und warf einen breiten, silbern schimmernden Streifen auf die zitternden Wellen, der sich gleich einem leuchtenden Pfade über das dunkle Wasser zog, um sich in der Finsternis der Ferne zu verlieren. Aber dieser schimmernde Pfad schien Charles den Weg zum Glück zu zeigen. In der Ferne, die jetzt auch die Dunkelheit verhüllte, lag sein Glück, lag die Erfüllung seiner Wünsche; aber diese Ferne würde der kommende Tag erhellen und strahlender Sonnenschein würde dort herrschen, wo jetzt noch nächtliches Dunkel ruhte. So würde auch sein Leben— von dem Sonnenglanz des Glückes der Liebe überstrahlt werden.(Forts. folgt.) 1 Klosett mit Schr zusamm30., 5. 1sgabe un 37 M.(in 385.68 kommung inlagen be. r haben dizinsfuß fur sen Jahres4 Proze: il 1913 a5 digungsin# ir Einlagen t 4 Proz 0 d von hier, hrere Jarr99cee... 1. Aug.1913. urde gestern wunden: Die We erührt. T sienern, von achen kann. daß in der echfel stattS Kölner Local-Anzeiger Nr. 212&a Montag, 4. August 1913. Seite 7. Münzers Pfennig Unerreicht in ihrer Preiswürdigkeit. Breite Str. 59-63. Jeder Artikel ein Schlager. nsere 95-Pfe.-Tage sind wirklich einzis dastehend in ihrer Leistungsfähigkeit A4 HEIETURE Nur soweit Vorrat. Wir führen in dieser Annonce nur eine beschränkte Anzahl unserer über Hunderte zähl. Schlager u. Zusammenstellungen auf. Soweit Vorrat reicht. ExtraSchlager 3 In der Haushalt-Abteilung. 9" Anizlasenitur Stailin- 95 J11 Kaffeebüchse Sand-, Seife-, SodaGarnitur mil Schrift, 95. emailliert 1 Spülwanne, oval,, 050 40cm, mit Rand, emaill. Quirigarnitur, Steillg-— 95 3 Zus. 955 Hackbrett mit Rand Schneidebrett Kartoffelstampfer Messerputzbank 3 Holzlöffel, Buche1 Klosettpapierhalter(Autom.) zus. 8 Pack Klosettpapier 95 4 Tonnen-Etagere zus. Handtuchhalter 95 5 1 Fenstereimer Schrift mit 953 1 Löffelblech, Emaille 30 cm 958 1 Tolletten-Eimer mit Deckel, 24cm 958 John nach ernt— und llten Lotsenilt über ihn beherrschung nd sich nicht war jahe gerückt. ch nicht als zen Gerichte g. Hilde zu m Verräter er sich jetzt Tageslicht, lassen, ohne ch ihm ganz * Hoffnung die Gewalt, n hatte, und Der Mond nen breiten, Wellen, der Wasser zog, n Weg zum Dunkelheit fünsche; aber strahlender ) n ä c h t l i c h e s em SonnenForts. folgt.) 1 W a s s e r k a n n e, 1 8 c m 0 5„ Emaille 1 Konsole emailliert mit Mass 953 vernickelt zus. 953 Kaffeebüchse Zuckerbüchse Teebüch. Spirituskocher, Vergas. Blechkasserolle m. St. As estkochteller Kochlöffel Dose Bohnermasse, la., 1 Pfd. Biber-Aufnehmer zus. 95 Putzkasten Wichskasten Wichsbürste Austragbürste Schmutzbürste Dose Schuhcreme Küchenlampe Lampenkonsole Zylinderputzer zus. 953 zus. 953 zUs 953 In der Porzellan-Abteilung. 6 Majolika-Obstteller 95 3 2 Kuchenteller, feln dekor. Ob: zusammen 90•3 Kleiderbürste Hutbürste Kopfbürste Zahnbürste Handwaschbürste Kleiderbürste Garnit. OE Hutbürste,.Borst..Brett zus. 95 zusammen Brotteller, Majolika zus. 6 Oessertteller 7 05• 3 KompottschalenP SS 9 Klosettpapierhalter mit Spiegel u. Leuchter Gelegenheitskauf 953 Garderobehalter mit 4 gr. u 3 kl. Haken Gänsebräter, oval, in oxydiert, mit Deckel Handarbeitskörbchen Kinderkörbchen Spiegel zum Stellen 953 953 955 Wandspiegel, gross, mit Rückwand Küchenlampe, 10“ mit Messing-Bassin Wandarmlampe m. Gl. 4 Sternzylinder Zylinderputzer 953 953 1 W a s c h k e s s e l m. D e c k. 9 5 6 28cm, verzinkt Kokosbesen 1 S c h r u b b e r Abseifbürste Wurzelwaschbürste Topfreiniger mit Stiel Aufn.-Schrubber, schm. Borstenhandfeger. Wurzelwaschbürste Mehlbesen 6 Roll. Krepp-Klosettpapier zus. 95 zus. 95 3 953 Aktentasche, gross-—— 95 3 Wachst.-Frühst.-Tasche- 95 3 Tortenplatte, gross, 0b rund oder viereckig 2 Speiseteller, tief oder#. flach 90 9 4 Gemüse-Schüsseln 0E echt Porzellan P4#3 3 Fleischplatten, gerippt, an echt Porz., versch. Gr. Go 9 4 Paar Tassen, echt Porz., aE fein dekorlert 90 9 Porz. echt 95 zus. Zinkeimer, gross Schrubber Spültuch Satzemaill. Schüsseln, 5 St. 95 6 18 20 22 24 om zu 953 Davidis Kochbuch ca. 1400 Rezepte Flasche Bartbinden wasser mit Kamm Bartbinde Tube Bartwichse Flasche Brillantine „„ versch. Sorten m. 6 Karton Toiletteseife in 6 Cb versch. Sorten m. 12 St. zus. 953 95 zus. 953 SatzSchüsseln, emaill., 3St. zus. 16 26 34 cm 193 Teekanne, emailliert zus. Teesieb 95 5 6 Tassen 4 Gemüseschüsseln Zuckerdose 3 Kompottnäpfe) aug: ss ve 2 3 Paar Tassen, Würfeldek. ab od. 3 Oessertteller„— 5 P Tassen, massiv Ifür 95 8 4.Tassen„ Hotel 95 5 3 P. Tassen„ le.Porz. 95 3 Kunst-Ton-Vasen in 5 ab versch. Sorten, gross Ve Waschbecken, creme, von 953 Garnituren, gross Waschgarnituren-Krüge, creme Satz Kochlöffol, Ahorn 3, 4 oder 5 Stück 95 3 Satz Frühstücksbrettchen Ahorn-————6 Stück 95 3 Suppenschüss. m. Henkel □ Gemüseschüssel, zus. Satz Schüsseln, gerippt (6 Stück) Satz Schüsseln, blau oder rot(6 Stück) Butterdose 953 953 953 Flasche Brillantino Karton Toiletteseife in 8 aL versch. Sorten m. 6 St. SO Wäschetrockner mit 10 Stäben— 2 Pack Waschpulver 195 3 Stück Sparseife Markttasche mit Stäben 953 1 Etagen-Essenträger 05 Zteilig 33% 1 Klosettbürstenhalter 05 mit Schrift, emailliert 30% 1 Fleischtopf mit Deck. 05 emailliert 1 Z w i e b e l b e h ä l t e r m i t 0 5 e Schrift, emailliert 30 9 1 Spülschüssel mit 95e Griffen, emailliert 30• Gelegenheitskäufe Besteckkorb 4 Esslöffel 4 Essgabeln 6 Kaffeelöffel 6 St 953 Kabarett mit Tablett, 5teil. 95 3 Aluminium I Belg. Kasserolle mit Deckel 4, 16 oder 18cm..———95 3 Milchtopf mit Ausguss 14, oder l6cm.„.—95 3 Milchkocher, 14cm.. 95 3 Kuchenpfanne mit Stiel 24cm 95 Butterdose mit Schrift ab 3 Frühstücksplatten, zus. Brotteller, Majolika, 0b 3 Schüsseln, echt Porz., zus. Fischglasständer 05 Fischglocke, gross, zus. So2 Brotkorb, rund od. oval zus. fein dekoriert. 9b 3 3 Oessertteller, durchbroch. SO 2 4 Dessertteller, 19cm. ind.blau 95. 2 Fleischplatten. 23cm„„ 95 Butterdose m. Teller„„ 95 4 Paar Teetassen„„ 95 5 Stück Tassen, groß„„ 95 4 Paar Tassen„„„ 95 Zuckerdose indisch blau Milchkanne 1 groß, zus. 4 Paar Goidbandtassen, groß 953 6 Paar Tassen, weiß, kon. an. Form, echt Porzellan es Steinbierkrug, 1½·2 Lit. ab verziert Kaffeekanne v. Servicen an echt Porz., versch.Dekore SO 9 Fleischteller, rund, 32cm OH massiv, echt Porzellan SS 9 Küchenpfanne, feuerfest ab mit Metalloriff Kochtopf, feuerfest) zus. 953 2 Bunzlauer Töpfe## Milchkocher, feuerrest 953 Salz- oder Mehlfaß von Garnituren Kaffeekanne. Goldrand Milchkanne"— 5 Zuckerschale" S 8 2 Paar Tassen„ Ton-Tabakdose, verziert Schnurrbarttasse mit Spruch, fein dekor. 6 Speiseteller, Goldrand echt Porz., v. Servic., zus. Butterdose) echt Porz. Zuckerdose 0E 2 Paar Goldbandtass. zus. 5. 3 Schüsseln, dekor. Bratenplatte, 3teilig, Restaurateure, echt P Kaffeekanne, massiv extra groß Extra: Schlager 1 Frühstücks-Service dekoriert, Ateilig 95 zus 95 zus 953 955 953 953 Obstschale, Majol., auf Fuß 953 10 Stück Tassen, echt ab Porzellan, kon. Form 1 W ü r s t c h e n- K a s t e n m i t Schrift 1 Likör-Service mit 6 Gläsern und Tablett 955 4 Paar Indsch-blaue Tassen, echt Porzellan 953 Aluminium-Esslöffel#5 oder Gabeln mit 953 Stielkasserolle, 18cm—95 3 Teigschüssel mit Griffen 30om— V 953 Schmortopt.hohem Deckel 95 3 Galanterie-Waren Salonfiguren, grosse, weiss und bunt 95 Schreibzeug. Metall od. Porz., zus. Tintenlöscher 95 2 Photogr.-Rahmen, Prinzess, zus. 2 Visit 95 Rasiergarnitur in 3 Ausführungen 95 1 Portemonnale) zum Aussuchen Zigarren-Etal 2 953 Brieftasche kus.- 9 Damentasche in ca. 20 Ausführungen Taschensplegel Glas-Waren. 95 Satz Schüsseln## Diamantmuster(4 Stück) Käseglocke mit Teller Zuckerschale 6 Kompott-Teller Butterdose 2 ovale Schiffchen Diamantmuster zus. 95 12 Stück Biergläser mit OH; Fussrand, ¼ Liter GO 3 0 Stück Goldrandgläser OE ¼ Liter 1 Ton- Blumenkübel gross zus. 953 grosse Glasschüssel zus. kleinere Glasschüssel 7953 4 Glasteller Satz Schüsseln, Ollveg /95 3 Kompottschüssel auf 3 Füssen 4 Kompott-Teller 10 Stück Biergläser, Sand- 95: blasmuster****„ 10 Stück Henkelbiergläser 95) 3 Stück Sektkeiche, Halb- Ob; kristall Dessert- Teller, Porzellan, fein riert 6 echt dekoStück 95•8 6 Weingläser, Halbkristall, 3 Sorten zus. 953 Majolika-Tablett, rund, zus. Kaffeekannen-Untersatz 95 J Wassersatz mit zwei 105: Gläsern dazu passend Glasschüssel, 24cm zus. passend Glasteller. 30cm zus. 95) Butterdose Floramuster Zuckerschale hochf., zus. 95. Rahm-Service, Stein-) zus. muster 195 3 Satz Schüssern, 4teilig 1902 2 Bonbongläser, zusammen 95) 953 4 Weinrömer auf hoh. Fuss, 05 geschliffen..—..—— 953 95 Goldbandtassen 3 Römer auf hohem Fuss 2 Römer, hochfein schliffen geBlumen-Jardiniere 953 groes——— 1 Satz Oliven Glasschüsseln 4 Stück 953 2 Blumen-Vasen 95 grosse-....... Tafel-Leuchter mit Schirm OH und Fransen"————— 8 Stück Likörgläser Halbkristall„„.** 95 1 Gebäckkasten. fein dekoriert, ca. 33cm 958 Zur schnellen Orientierung bringe man gefl. diese Annonce beim Einkauf mit. 1 Steinbie krug blau, verziert, 2 I. Inh. 953 II A Heite 8. Kölner Local-Anzeiger Nr. 212* Montag, 4. August 1913. 0000000000 : Stimmen aus dem Leserkreis: brug, kommenden Zuschristen aus dem Leserkreis keine Verantwortung. Sie: !„ in bereit, ezwaige Richtigstellungen der Gegenseite zur Klärung des. = Sachverhalts auch zu veroffentlichen.] 7142] Aus Köln=Nippes. Auf Grundstücken an der Niehlerstraße gegenüber bewohnten Häusern werden Dungstoffe am Tage aufgefahren. Unmöglich ist es, bei diesem Geruch ein Fenster zu öffnen und wie unangenehm und gesundheitsschädlich dieses ist, kann sich jeder denken. Es besteht eine Polizei=Verordnung, daß das Abfahren der Abortstoffe nur in der Nachtzeit geschehen darf, warum achtet denn die Polizei nicht darauf, daß die Verordnung auch befolgt wird? 7143] Aus Köln-Ehrenfeld. Der Einsender der Stimme Nr. 7137 im Kölner Local=Anzeiger vom 1. d. M. bemängelt mit Recht die unzulängliche Verbindung von Ehrenfeld nach dem Stadtwalde. Aus dem gerade jetzt auf dem Vermessungsbureau im Stadthause(Zimmer Nr. 215) offenliegenden Plane ist nun erfreulicherweise zu ersehen, daß die städtische Verwaltung bemüht ist, den Ehrenfelder Bürgern eine angenehme Verbindung nach dem Stadtwalde zu schaffen, indes wird man doch wohl noch recht lange warten müssen, bis der Fluchtlinienplan der neuen Ringstraße, d. h. der Verlängerung des Stadtwaldgürtels nach Ehrenfeld am Friedhof Melaten vorbei, zur Verwirklichung gelangt.(Siehe Durchführung der Piusstraße nach Melaten). Wenn man den hübsch ausgearbeiteten Plan sich ansieht, kommt man unwillkürlich auf den Gedanken, daß die Stadtverwaltung dem so lange brachgelegenen Gelände an der Jägerstraße nun auch Straßenbahnverbindungen nach Lindenthal, Braunsfeld, Nippes und der Kölner Weststadt aeben will. Schreiber dieses hat kürzlich festgestellt, daß in Süd=Ehrenfeld und Braunsfeld, also in dem Gebiete zwischen Benlver= und Aachenerstraße, heute schon allein weit über 100 industrielle Werke(mit Tausenden von Arbeitern und Angestellten) ihr Domizil haben, diesen ware bei der andauernden Entwickelung wohl eine bequem erreichbare Straßenbahn zu gonnen. Die Venlverstraße ist, wie das durch die beiden Statistiken aus 1911 und 1912 in der Ausstellung Alt= und Neu=Köln so recht illustriert wird, mit ihrem täglichen Massenverkehr überlastet und hat die rentabelsten Strecken aller Vorortslinien. Die Aachenerstraße liegt für diesen Verkehr größtenteils viel zu abgelegen. Es ware deshalb an der Zeit, nicht nur eine Straßenbahverbindung von Ehrenfeld nach Lindenthal und Nippes vorzusehen, sondern auch durch Süd=Ehrenfeld nach Braunsfeld eine Linie zu legen, was wegen Erschließung des ausgedehnten städtischen Geländes an der Jägerstraße zweifellos im Interesse der Stadt Köln liegen würde. X. 7144] Schutzleute und Straßenbahnfahrt. Warum müssen die Kölner Schutzleute durchschnittlich jährlich 25 bis 50 M. in rein dienstlichem Juteresse auf der Elektrischen verfahren“ Bei dem knapp bemessenen Gehalt und den meist kinderreichen Familien müssen sie sich diese Groschen vom Munde absparen. Die in jedem Revier vorhandene Karte(in Außenrevieren zwei) reicht bei weitem nicht aus, so daß obiges Geld die meisten Schutzleute jährlich verfahren. Köln ist damit hinter sämtlichen übrigen Städten zurück. Es berührt eigentümlich, wenn wir Kölner Schutzleute nach anderen Städten kommandiert werden und brauchen dort auf der Elektrischen nichts zu bezahlen, während wir in unserer Heimatstadt bezahlen müssen. Die breite Masse des Publikums hat allerdings die irrtümliche Auffassung, wir führen hier im Dienst frei. Vielleicht brechen auch einsichtsvolle Herren einmal eine Lanze für die Kölner Schutzleute in dieser Angelegenheit; denn wir selbst sind hierin vollständig ohnmächtig. Ein Schutzmann. : Aus dem sozialen Leben—u. (A) Der Kölner Verein für Haushaltspflege blickt jetzt, wie uns geschrieben wird, auf eine Arbeitszeit von zwei Monaten zurück. In dieser kurzen Zeit seines Bestehens hat der Verein bereits 75 Fälle in Angriff genommen, die Einrichtungen des Vereins haben sich als zweckmäßig und nutzbringend erwiesen. Von den 75 Fällen waren 13 ganz oder teilweise Selbstzahler; die übrigen 62 Fälle wurden vom Verein übernommen. Der Konfession nach waren 82 Prozent der Fälle katholisch, 13 Prozent evangelisch und 5 Prozent israelitisch. Die Hälfte aller dieser Fälle hatte als Ursache Wochenbett, sieben der Frauen gingen ins Wöchnerinnenasyl, 1,35 blieben im Kreise ihrer Familie oder waren im Krankenhaus untergebracht. Bei den übrigen Fällen handelte es sich zum großen Teil um Lungentuberkulose. Die Bedeutung des Vereins beruht in erster Linie auf der Erhaltung der Familiengemeinschaft und des Familienlebens. Von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit ist es, daß es dem Verein möglich war, nach gründlicher Kenntnisnahme der Verhältnisse, durch seine Vermittelung bei anderen Behörden, Wohlfahrtseinrichtungen und Vereinen, großer Sorge, Elend, Not und Krankheit abzuhelfen, weit über die Zeit der eigentlichen Haushaltspflege hinaus. Die Möglichkeit der geleisteten Arbeit verdankt der Verein zunächst den Stiftern und Mitgliedern, die ihm die ersten Mittel zur Verfügung stellten, er verdankt sie der städtischen Verwaltung, die ihm Bureau und Telephon zur Verfügung stellte und auch sonst weitestgehendes Entgegenkommen bewies; er verdankt sie nicht zum mindesten der rührigen, ernsthaften Tätigkeit seiner Aufsichtsdamen. Um aber den ständig wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können, ist ein Anwachsen sowohl der Mittel als der Arbeitskräfte dringend erforderlich. All denen, die diese Arbeit werktätiger Nächstenliebe interessiert, wird Auskunft erteilt im Bureau Stadthaus, Zimmer 123, in den Sprechstunden täglich von 10—1 Uhr. (1A) Die Krankenunterstützungs- und Sterbekasse Colonia hat jüngst in der Restauration Ratsmühle eine Generalversammlung abgehalten. Dem Geschäftsbericht, den der Vorsitzende Dachdeckermeister Franz Ropertz erstattete, ist folgendes zu entnehmen: Im ersten Halbjahr 1913 wurden in 57 Fällen Krankenunterstützungen in Höhe von 2049 Mark gewährt, Sterbegelder waren nicht zu zahlen Seit ihrer Gründung am 1. März 1910 gewährte die Kasse in 369 Fällen 15980 Mark Krankengeldunterstützungen und in 19 Fällen Sterbegelder von je 80 Mark. Das Vermögen der Kasse betrug am 31. Dezember 1912 12368 Mark. Hierzu kommt noch der Ueberschuß vom ersten Halbjahr 1913 in Höhe von 1164 Mark, so daß sich ein Gesamtvermögen am 30. Juni 1913 von 13533 Mark ergibt. CO 800 0 00 0 000 e : G e s e l l s c h a f t s= u n d V e r e i n s l e b e n 5000000 60000000000000000000000080000000 0000000000080 0m 00 (4) Die Kölner Gartenbaugesellschaft besichtigte vor einigen Tagen die Fabrik zur Herstellung präparierter Blumen und Pflanzen von Dr. Herzfeld u. Co. in Köln=Sülz. Die Firmeninhaber Herr Dr. Katzenstein und Herr Herz gaben zunächst in den Verwaltungsräumen allgemeine betriebstechnische Erläuterungen. Die Fabrik beschäftigt z. Z. 70 Personen; sie hat sich nach Ueberwindung mancher Schwierigkeiten im Laufe von 18 Jahren zu ihrer heutigen, den Markt beherrschenden Größe emporgearbeitet. Es ist den rührigen Leitern gelungen, ihre Handelsbeziehungen über die ganze Erde auszudehnen, und geschickte Vertreter in den Haupthandelsplätzen sorgen für eine Verbreitung der schönen Erzeugnisse in präparierten Blumen und Pflanzen nach allen Ländern der Erde. Die Rohmaterialien, wie Farnkräuter, Palmenwedel, Moose, Disteln, usw. werden, soweit sie im Inlande nicht zu haben sind, aus der ganzen Welt herbeigeschafft. Das Präparieren erfolgt der großen Hauptsache nach dadurch, daß den Pflanzen auf chemische Weise der grüne Farbstoff entzogen und daß dieser durch einen dauerhaften Farbstoff ersetzt wird. Die natürliche Frische der lebenden Pflanze wird bei der Präparation durch Zusetzen von hygeoskopischen Körpern wie Glyzerin, Chlorkalzium usw. erreicht. Dadurch bleiben die Pflanzen transparent. Darauf erfolgte die Besichtigung der großen Lagerbestände. Einen nicht minder wichtigen und ausgedehnten Teil der Fabrik bildet die Färberei, Bleicherei, Trockenkammer, das große reichhaltige Lager fertiger Waren und endlich die Maschinenanlage. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Herr Direktor Dr. Esser, dankte alsdann den rührigen Inhabern des interessanten Betriebes. Nach der dann folgenden Besichtigung des Klettenbergparkes, die unter Führung des Herrn Friedhofverwalters Meindorfner erfolgte, überraschte die Firma Dr. Herzfeld u. Co. die Mitglieder der Gesellschaft mit einer Einladung zum Kaffee. Standesamt Köln-Ehrentela(Vom 26. 7. bis..1913) Sterbefälle. Rudolf Fuchs, 20., Venloerstr. 451.=Karl Weinrich, 34., Gumprechtstr. 16.— Kurt Küller, 11., Hüttenstr. 20.. Wilbelm Sandkuhl, 75., Eichendorffstr. 22.- Johann Göbbels, 6¾ Std., Venloerstr. 366.- Johann Schmitz, 19., Vogelsangerstr. 73. - Therese Döme ged. Schyns, 49., Rothehausstr. 31.- Deter Joseph Müller. 66., Leostr. 32.- Kath. Josepha Weckes geb. Sassen, 65., Venloerstr. 349.- Anton Krüll, 75., Belvederestr. 54. Jakobine Öster. 26., Mechternstr. 5.- Mara. Bisdorff. 2.. Teichstr. 12. Daul Körfer. 1., Körnerstr. 51.- Adelheid Zimmermann. 5., Christianstr. 13. Standesamt Köln-Lindenthal.(Vom 2. August 1913.) Sterbefälle. Marg. Slokker, 9., Köln, Wahlgasse 5.- Wilhelm Hagmann, Lehrer, 26., Holten, Kr. Mülheim a. d. Ruhr.- Anna Mohr, 8., Krielerstr. 86. Kölner Local-Anzeiger.* Köln, 4, Aug. 1913 Unterhaltendes c Im Ernteglanz. Skizze von Käte Lubowski. Im Augenblick, da der junge Rittergutspächter Dominik den Schimmel wandte, um mitten durch das wogende Gelb des reifen Roggens heimzureiten, verließ der Feldinspektor Trauter den Aufsichtsplatz zwischen den breiten, vollen Schwaden und lief zu seinem Herrn hinüber. Seine Stimme klang geheimnisvoll und warnend:„Herr,“ sagte er,„der Johann Zilke ist wieder im Lande. Er muß doch gradwegs aus dem Gefängnis zu uns Klaus Dominik richtete sich in den Steigbügeln empor, ehe er antwortete.„Das ist mir verständlich, Trauter. Er wird seinen Jungen sehen wollen." „Den kleinen Krüppel, Herr, das Kind von der Liese? Immerhin sein Fleisch und Blut. Richtig, Herr, aber ich glaube wohl, daß er einem anderen Gewerbe hier nachgehen will. Der Junge, der es doch bei Ihnen auf dem Herrenhof wie im Himmel hat, würde ihn bloß an eine crinnern, die ihn ins Gefängnis gebracht. Der Tod wirkt versöhnlich, Trauter! Darum mag auch Johann Zilke gekommen sein, um an dem Grabe seines Weibes ein Vaterunser zu sprechen."... „Darum allein ist der nicht da! Warum sonst wohl?" Herr,“ sagte der alte Mann bedächtig,„in der Nachbarschaft haben sie in dieser Woche zweimal eingebrochen, und ich mein wohl, daß schon einer dabei geholfen haben muß, der gut Bescheid weiß. Und der Herr hat auch noch das ganze Geld von May=, Sie werden doch nicht eina den Verdacht hegen, daß Johann Zilke, der einst mit mir zusammen getobt und gespielt hat, mein Hab und Gut angreifen wird?“ „Ja, Herr, den Verdacht habe ich!" „Dann sage ich Ihnen, daß Sie irren. Daß der Zilfe i seinem Jähzorn den schweren Schlag gegen sein junges Weib führte, das hat ihn in meinen Augen noch nicht zum gemeinen Verbrecher gemacht. Er ist ein Unglücklicher, aber auch nicht Es wäre aber doch vielleicht besser, Herr, wenn Sie die beiden Doggen in den nächsten Nächten von der Kette ließen! Damit sie ihn, wenn er etwa heimlich nach seinem Kinde sehen will, zerfleischen? Nein, Trauter, sie bleiben gesichert Sehen Sie sich die Ernte ringsumher an. Wir hatten auch kein Vertrauen zu ihr. Zuerst zerfror die unvorhergesehene Kälte die zarten Halme, dann, als sie sich gerade wieder erholt hatten, schlug sie ein Hagel nieder, und jetzt rauschen doch schwere, goldene Aehren um uns. Auch Johann Zilke wird sich zurechtfinden und aufraffen. Seien Sie also ganz ruhig. Und dennoch trug Klaus Dominik auf dem Heimritt Trauer um ihn! Daß der junge, starke Bursche vor sechs Jahren an die leichtsinnige, schöne Liese kommen mußte, war iym zum Unglück geworden. Sie hatte weder Liebe zu dem unglücklichen Kinde, noch Sinn für Ordnung und Sauberkeit gehabt. Da vergaß sich, nach müdegewordenem Hoffen, der heißblütige Johann Zilke und schlug sie. Er wußte später nicht zu sagen, ob er einen Stock oder Stein gegen sie erhob, er wußte nur, daß eine rote, lohende Flamme vor seinen Augen geglüht hatte, als er es tat, und daß er, als sie am zweiten Tage darnach starb, keine Reue empfand. Neun Monate hatte er dafür büßen müssen, und jetzt war er wieder im Licht. Wenn erst die Sense in seiner Hand durch die Reife fuhr, würde er schon wieder ruhig werden. Der junge Rittergutspächter warf, als er am Ziel war, dem wartenden Kutscher die Zügel hin und ging den Tönen entgegen, die mit leisem Winseln von der Küche über den Gutshof zu ihm hinüberklangen. 6 Dort stand, im Rahmen der Tür, die alte, sonst so freundliche Mamsell und schalt über etwas scheinbar Unsichtbares. Klaus Dominik aber wußte wohl, wem ihre Unzufriedenheit galt. Er nickte ihr zu und fragte hastig:„Nun, Mamsell, was hat er denn schon wieder angestellt?"„ „Er schreit ohne Unterlaß,“ klagte sie.„Dabei fehlt ihm nichts an Speis' und Trank; sehen Sie nur, da sitzt er bei den Rlumen im schönsten Schatten, aber er reckt die Arme nach dem Roggen hin, als wollt' er auch mähen und binden helfen.“ Da ging Klaus Dominik leise zu dem weinenden Krüppelchen und legte seine Hand auf den großen Kopf.„Junge, wer wird denn solch Geschrei erheben!" Aber die Tränen versiegten nicht. Die dünnen Aermchen reckten sich weiter, und die Augen flehten um etwas. Es war, als sehnte er sich nach den wandernden, gesegneten Halmen. Einen Augenblick überlegte der Rittergutspächter. Dann hob er das Kind auf seine starken, jungen Arme und schritt mit ihm durch die sinkende Sonne nach dem Wogen hinüber. Es war als hätte er die heiße Sehnsucht erraten. Die Tränen versiegten, die mageren Händchen langten zu den Aehren hinab, und die Lippen verzogen sich zu einem Lallen. Klaus Dominik dachte an den unglücklichen Vater dieses Kindes und an seine tote Mutter, die allezeit ein Grauen bei seinem Anblick empfunden. Und sein Herz wurde warm und weit. Er setzte das Kind in die reife Pracht und redete leise und zärtlich zu ihm. Ob es den Sinn der Worte verstand? Vielleicht tröstete schon der weiche Klang sein unbewußtes Sehnen. Denn plötzlich hob es wiederum die Arme zu dem Manne, der vor ihm in dem Segen kniete und lallte etwas.„Vata..“ hieß es... Niemand hatte es ihn gelehrt!... Klaus Dominik fühlte Tränen in den Augen. Er legte den schweren Kopf des Krüppels an seine Brust, ehe er Johann Zilkes armes Kind wieder in das Stübchen zu der alten Mamsell schaffte. In dieser Nacht blieben die Doggen wirklich an den Ketten. Nicht einmal der Revolver wanderte in das Schlafzimmer mit. Klaus Dominik lachte sogar ein wenig in sich hinein, ehe er endlich, todmüde von dem an strengenden Erntetag, Sorgen und Denken vergessen durfte. Einmal, es mochte um Mitternacht sein, schrak er empor. Er hatte geträumt, daß vor seiner Tür ein verzweifelter Kamp ausgetragen werde, und seine Rechte packte mechanisch das Kuvert, welches mit dem Erlös der Wolle gefüllt unter seinem Kopfkissen ruhte. Er meinte auch Stimmen zu hören. Eine heisere, die voller Zorn und Leidenschaft den Eintritt in das Zimmer erstrebte, und eine, die ihm so bekannt klang und es nicht zu geben wollte, daß die nächtliche Ruhe unterbrochen werde. Zuletzt träumte er von einem Schrei, der gurgelnd und wey draußen verklang. Als er sich indessen aufrichtete und erschrocken die Augen rieb, war alles still. Mit einem heimlichen Seufzer streckte er sich darum von neuem aus und schlief, bis das erste fahle Morgengrau in sein Fenfter schaute. Dann schlüpfte er hastig in die Kleider und wollte hinaus, weil ihm der wirre Traum dieser Nacht wieder ins Gedächtnis zurückkam. Die Tür gab aber nicht nach, obwohl sie unverschlossen war. Erst nachdem Dominik alle Kräfte anwandte, fügte sie sich seinem Willen. Seine Augen öffneten sich weit, und seine Glieder verloren die Kraft, als er inne ward, was geschehen war. Hart neben der Schwelle lag in seinem Blut ein schwer Röchelnder. Er erkannte ihn sofort, trotzdem seine Wangen eingefallen und seine Augen wie erloschen schienen. Johann Zilke war's, der Heimgekommene. Und er neigte sich zu ihm herar, riß seinen Kopf in die Höhe:„Wie konnte das geschehen, Johann? Was wolltest du hier? Habe trauen zu mir.“ Da sah ihn der Totwunde lange an...„Herr,“ sagte er leise, „Herr.“ Und der andere strich ihm mit der kühlen Hand über die zuckenden, roten Augenlieder. Es war, als striche er die Jahre damit fort. Johann Zilke ward wieder zum tollen, wilden Jungen, der mit Klaus Dominik in dessen väterlichen Garten auf die Obstbäume kletterte.„Do boven sitt de best Appel: „Ja, Johann,“ sagte der Rittergutspächter sanft,„du hast recht, aber jetzt laß ihn nur vorläufig sitzen. Wir werden später noch so manchen, will's Gott, gemeinsam zusammen runterholen.“ Ein Weilchen währte es, ehe der Matte die flatternden Gedanken beisammen hatte. Dann aver hielt er sie und ließ sie nicht wieder frei. „Herr,“ murmelte er,„ich und der andere, der mit mir im Gefängnis war, wir wollten es diese Nacht tun. Ich würd' auch nicht zurückgezuckt haben, wenn ich gestern abend nicht im Korn versteckt gelegen hätt'. Da sah ich sie und meinen Jugen. So dicht war ich bei Ihnen, daß Sie mich hätten treten können, die Aehren deckten mich bloß zu. Ich sah und hört alles, auch, daß mein Jung' zu Ihnen Vata sagte. Und nun konnt' ich nicht mittun, Herr. Aber der andere hatt' es sich in den Kopf gesetzt. Da mußt ich doch mit ihm kämpfen. Er ist fort, aber ich hab' auch einen Stich von ihm abgekriegt.“ Es war ein böser Stich! Der Arzt meinte später, er ware wohl zu heilen gewesen, wenn man nicht gar so vielen roten Lebenssaft vergeudet hätte. Nun aber gab es keine Rettung mehr. Johann Zielke wollte nicht sterben, weil ihn graute. Drei Tage und drei Nächte blieb er Sieger gegen den Tod. Seine Qual war unbeschreiblich. Da legte ihm Klaus Dominik einen vollen Strauß goldener Aehren auf die röchelnde Brust und nahm seine Hände.„Wenn du nicht so tapfer für mich gekämpft hättest, wäre ich wohl längst tot,“ sagte er dabei an seinem Ohr,„denn der andere hätte mich nicht geschont.. Da war es, als ob ein Lächeln über das verzerrte Gesicht schlich, als ob die schlaffe Rechte nach den gesegneten Aehren tastete und sie an die Lippen reißen wollte. Sie fand aber nicht mehr die Kraft, sich emporzuheben. Aber das Lächeln blieb, und die Sonne stieg gen Mittag. fand sich Johann Zilke endlich heim, zu dem goldenen Ernteglanz der ersüllten Sehnsucht. Kölner Local-Anzeiger Nr. 212 8 Montag. 4. August 191.. Seite 9. Zu verkaufen 2 Kompl. Eisen= u. 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Städtische Ausstellung Alt- und Neu-Köln: Vortrag des Stadtbaurats F. C. Heimann über Die Cäcilien-Kirche(mit Lichtbildern) im Vortragsraum der Ausstellung, 5 Uhr. Ausstellungen. Ausstellung Alt- und Neu-Köln in der Ausstellungshalle am Aachenertor, geöffnet von morgens 9 bis abends 7 Uhr. Verschiedenes. Amerikanischer Vergnügungspark: Täglich geoffnet. Schlachten-Panorama, Frohngasse(Geöffnet v. 9 Uhr morg. bis 9 Uhr abends): Erstürmung der Spicherer Höhcl A Fünfte Hauptversammlung der Gesellschaft für Deutsche Vorgeschichte. III. Köln,.August1913. Samstagnachmittag.20 Uhr versammelten sich etwa 70—80 Teilnehmer zum Ausfluge nach Opladen. Von Opladen ging es nach Rheindorf; d. h. genau genommen nicht bis dorthin; auf einer Heide in der Nähe war das Ziel der Wanderung: das wiederentdeckte, vom Kölner prähistorischen Museum teilweise schon ausgegrabene germanische Grabfeld aus dem.—4. Jahrhundert n. Chr. Es sind im letzten und jetzigen Sommer mehrere 100 Gräber geöffnet worden, deren Funde im Kölner Museum sich befinden. Alle festgestellten Gräber werden mit roten Fähnchen kenntlich gemacht, was im hohen Farn und in dem Eichengebüsch sich sehr gut ausnahm. Deutlich waren die verschiedenen Gruppen von Gräbern, die vielleicht Familien entsprechen, zu erkennen. Es wurden zwei der Gräber ausgegraben und dabei die Anlage aufs klarste ausgeprägt gefunden! In einem meterweiten, metertiefen Kessel mit muldenförmigem Boden hatten die Germanen die Asche und Kohle vom Scheiterhaufen ihres Toten niedergelegt mit Gefäßresten, Bronze= und Eisengegenständen. Die Funde setzten beide Gräber in das 1. Jahrhundert n. Chr. Ueber die Entdeckung wurde folgendes mitgeteilt: Beim Bau der am Grabfeld vorbeiführenden Bahn wurde im dortigen Hang eine Seiten entnahmestelle für Sand eingerichtet. Dabei fanden sich eine Anzahl Gräber. Sie kamen nach Köln, und die Folge war, daß das Kölner Museum(Wallraf=Richartz) Ausgrabungen vornahm, deren Spuren noch heute zu sehen sind. Die damaligen Funde sind allerdings im Laufe der Zeit völlig verschwunden. Vielleicht ruhen sie auch in den Magazinen des Wallraf=Richartz=Museums, und in diesem Falle dürfte sich ihre Aussuchung lohnen. Die Fundstelle geriet in Vergessenheit und wurde erst vor zwei Jahren durch das prähistorische Museum wieder aufgesucht, was dann im Laufe der Zeit zu der Ausgrabung führte. Die##nde sind zwar zum allergrößten Teil durch den Leichenbrand zer##—.„„ Menge von interessanten Objekten zum Vorschein gekommen. Sehr wichtig ist die Mischung von einheimischen, germanischen Stücken mit römischer Ware, die wohl meist aus Köln stammen mag. Besonders häufig sind die bekannten roten Sigillata=Schalen, die sich wenigstens in Scherben fast überall fanden. Hoffen wir, daß die Funde sich noch möglichst vermehren. An Ort und Stelle wurde den Eigentümern der Grundstücke, die die Grabung gestatteten, und dem Herrn Bürgermeister der herzlichste Tank der Kölner Anthropologischen Gesellschaft ausgesprochen, dem der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte den seinen anschloß. Nachdem wurde ein in der Nähe befindlicher Wall besichtigt und darauf die Rückwanderung nach Opladen angetreten, wo die Teilnehmer noch einige Zeit im Hotel Jansen zusammensaßen. stoßen, Drehen usw. unmöglich ist. Beim Versuch, den Apparat herauszustoßen, ertönt sofort ein Alarmsignal, und unberufenerweise an einer Tür zu schaffen macht, hat sich durch den Alarm verraten und wird schleunigst das Weite suchen. (A) Straßenbahn-Ferienkarten. Zum Beginn der Herbstferien wird besonders darauf hingewiesen, daß während der Ferien auf den städtischen Vorortbahnen Kinderkarten für Schüler und Schülerinnen bis zu 14 Jahren zu ermäßigten Preisen ausgegeben werden. Die in Frage kommenden Strecken und Preise sind aus dem am 15. Juli neu erschienenen Tarif für Personenbeförderung auf den Bahnen der Stadt Köhn zu ersehen. Letzterer ist auf den Straßenbahn=Bahnhöfen und bei den Schaffnern für 5 Pfennig zu (A) Fahrpreisermäßigung zum Strandbad. Mit Gültigkeit vom Mittwoch, den 6.., werden für die Dauer der Herbstferien auch in diesem Jahre für Kinder bis zu 14 Jahren Fahrpreisermäßigungen zum Besuche des Strandbades bei Rodenkirchen auf der Betriebslinie 14 ohne Umsteigeberechtigung gewährt.(Siehe Anzeige.) (IA) Selbstmord. Gestern vormittag hat sih im Norden der Stadt ein Versicherungsbeamter erschossen. Aus Köln-Lindenthal. C0 Windthorstbund Köln-Lindenthal. Am kommenden Dienstag wird keine Bundessitzung abgehalten werden; die nächste Sitzung findet am 19. August statt. Aus Köln-Ehrenfeld. (2) Die Marianische Rännerkongregation hielt am Sonntagabend 6 Uhr im katholischen Vereinshause Leobau eine Hauptversammlung ab, in der Hr. Prof. Schmitz(Salzburg) bemerkenswerte Ausführungen machte über das Thema: Moderne Zeitströmungen und Aufgaben der katholischen Männerwelt. Redner kennzeichnete trefflich die Strömungen, die durch die breite Masse des Volkes gehen und drohen, unser heutiges Geschlecht mit sich fortzuziehen. Als die Stätten, wo die modernen Ideen geprägt werden und die Strömungen ihren Ausgang nehmen, bezeichnete Redner an erster Stelle unsere Hochschulen, wo die besten Söhne unseres Volkes für die studierten Berufe leider vielfach von Lehrern herangebildet würden, die ungläubig seien. Von hier gehe der Strom der Zweifelsucht, des Besserverstehens, des Widerspruchs und des Verneinens an jene Stätten, wo die öffentliche Meinung geprägt werde, die Zeitungsrebaktionen, und von da in die Masse des Volkes. Aufgabe der katholischen Männerwelt sei es, diese verheerenden modernen Stömungen machtvoll zu bekämpfen mit modernen Waffen, das ist Vertiefung der katholischen Glaubensüberzeugung durch apologetische Schulung, Kampf gegen die farblose, liberale und sozialdemokratische Presse und Förderung der katholischen Presse, lebendige Anteilnahme am kirchlichen religiösen Leben. Alsweitere Stätten, von denen die modernen Zeitströmungen ausgehen, nannte Redner unsere heutigen Vergnügungsstätten, die zum Teil vielfach sittlich anrüchig, wenn nicht direkt unsittlich seien. Als ungesunde Zeitströmung sei der Vergnüngsdrang, die zweifelhafte Vergnügungssucht zu bezeichnen, die namentlich unsere Jugend mit sich fortreiße und sie auf die Dauer sittlich und körperlich ruiniere. Aufgabe der katholischen Männerwelt sei es hier, dieser Strömung entgegenzuarbeiten durch Förderuug des katholischen Vereins= und Kongregationswesens, wo für gediegene Unterhaltung und einwandfreie Vergnügungen bestens Sorge getragen werde. Als dritte Stätte im Ausgangspunkt moderner Zeitströmungen nannte Redner schließlich die Familie, durch die vielfach ein nicht zu verkennender Zug der Entchristlichung gehe. Wie in den ersten christlichen Zeiten die Heidenwelt staunend hinwies auf das reine, makellose Leben der ersten Christen, so müsse auch heute das katholische Familienleben ein Schauspiel und ein ernster Fingerzeig sein für die moderne unglückliche und entsittlichte Welt. Die großzügigen Ausführungen des Redners wurden mit großem Beifall auf genommen. 0 (0) Die Oilgerfahrt nach Revelaer mittels Sonderzuges findet in diesem Jahre am Montag, den 18. August statt. Die Abfahrt vom hiesigen Bahnhof ist morgen.30 Uhr, die Ankunft in Kevelaer 10.07 Uhr. Die Rückfahrt von Kevelaer findet Dienstag, den 19. August,.28 und die Ankunft hierselbst.05 Uhr statt. 8 Zu Ehren des Internationalen SonnenforscherKongresses, welcher am Samstag der Stadt Köln einen Besuch abstattete, veranstaltete die Stadt Köln einen Empfangsabend im großen Gürzenichsaale. Zahlreich waren die Mitglieder der Solar Union und deren Damen der an sie ergangenen Einjadung gefolgt, und selten vereinigte der alte Gürzenich, der mit vielfarbigen Sommerblumen aufs beste geschmückt war, eine illustere und internationalere Gesellschaft. Neven der Hünengestalt des Amerikaners Prof. Pickering zog der ehrwürdige Prof. Bailland die Aufmerksamkeit auf sich; die Namen der Professoren Backlund, Campbell, Deslandres, Hepperger, Weiß, der Bonner Professoren Se. Magnifizenz Geh. Reg.=Rat Prof. Dr. Sell, Geh. Reg.=Rat Prof. Dr. Kayser und Geheimrat Küstner seien genannt, um darzutun, daß die ersten Autoritäten der Wissenschaften es waren, welche die Stadt Köln gastlich begrüßen konnte. Aus der Unterhaltung schlugen die Laute fast aller Kultursprachen an das Ohr, und die Internationalität kam auch in den Trinksprüchen zum Ausdruck. Oberbürgermeister Mallraf begrüßte in deutscher Sprache die Gäste. Er erinnerte an Goethes Wort, daß man Sterne nicht begehre, sondern sich ihrer Pracht freue. Neidlos habe Köln ihrer schönen Nachbarstadt Bonn den internationalen Sonnenforscherkongreß überlassen; wir freuen uns, daß die Männer der Wissenschaft zu kurzer Rast in Köln eingekehrt sind. Herzliches Willkommen sei ihnen entboten. Der Jahrhunderte alte Gürzenich hat von Kaiser Maximilian an viele Fürsten beherbergt, heute sind die Fürsten der Wissenschaft bei iym eingekehrt. Die Stadt des Albertus Magnus hat trotz ihrer modernen Entwickelung die Liebe zu Kunst und Wissenschaft nicht vergessen. Die Solar Union, welche die Sonne, der wir Licht, Wärme, Schönheit verdanken, zum Gegenstand ihrer Forschungen macht, ist uns besonders herzlich willkommen. Möge es ihr gelingen, der Sonne recht viele Geheimnisse abzulauschen, der Wissenschaft zur Ehre, der Menschheit zu Nutzen. In englischer Sprache antwortete Prof. Pickering mit einem Hoch auf die Stadt Köln. Prof. Bailland verbreitete sich in geistreichen Ausführungen über die durch die Wissenschaft geförderten moralischen Werte und widmete sein Glas den Vertretern der Bonner Universität, den Professoren Küstner und Kayser. Nach Aufhebung der Tafel wurde im Isabellensaale bei einem Glase „Kölsch“ die Unterhaltung in anregendster Weise fortgesetzt. CD Sicherheitsapparat. Wir verweisen auf die Anzeige der Firma Steinecke betr. einen Sicherheitsapparat in Nr. 211 Bei Gebrauch des Sicherheits=Apparates erscheint jede Wohnung gegen unbefugtes Eindringen gesichert, da ein Entfernen des Apparates durch HerausRuder-Regatta. Köln,.Au 1913. Das Wettrudern um den Stadtachter, einem von der Stadt Köln gestifteten wertvellen Wandernreis fand gest rn vormittag auf dem Rhein statt. Wie in den Vorjahren, so war auch diesmal der interessante Wettbewerb der Kölner Rudervereine Veranlassung für grössere Scharen Sportlustiger, zur Bismarcksäule hinauszuziehen, um hier am Ziel den Ausganr des Kampfes abzuwarten. Auf Veranlassung des Verkehr vreins konzertierte die Kapelle der Deutzer Kürassiere an der Bis marcksäufe von 11— 2½ Uhr. Bei W sthoven stellten sich die kon kurrierenden Vereine um 10 Uhr dem Starter, um zunüchst das Rennen um den Stadtacnter zu bestreiten. In den Besitz desselben gelannt der Verein, welcher den Preis dreimal errunten hat. Da der Kölner Ruderv rein 1877 und der Kölner Klub für Wassersport beide je zweimal in der wertvollen Konkurrenz gesirgt hatten, musste man tiem gestrigen Kampf mit besonderer Spannung ent egensehen. Der Kampf endigte mit folgendem Ergebnis: 1. Kölner Klub für Wasser sport, 2. Germania, Ruderklub Köln drei Längen, 3. Kölner Ruderverein von 1877, 4. Kölner Rudergesellschaft von 1891. Damit ist der Pokal endgültig in den Besitz des Kölner Klub für Iassersport übergegangen. Auf derselben Strecke begann um 12 Uhr ein Rnnen um den von IIin. Merrill gestift#ten Vierer Herausforderungspreis für Junioren, welches nach hochinteresantem Kampf wie folrt endigte: I. Germania, Ruderklub Köln, 2. Kölner Klub für Wassersport zwei Längen, 3. Kölner Ruderverein 1877. Nach dem Rennen fanden sich die Vertreter der Rudervereine, und zwar in diesem Jahre in besonders stattlicher Zahl im Savoy-Hotel zu einem gemeinsamen Mahl zusammen. Chefredakteur Jung, der Vorsitzende des Ruder-Ausschusses, begrüsste die Versammlung, besprach den Verlauf der Regatta und hob besonders hervor, dass das Interesse am Rudersport in Köln in erfreulicher Weise wachse. Mit besonderem Dank müsse man die Bereitwilligkeit des Verkehrsvereins anerkennen der durch die Gestellung einer Militärkapelle sehr viel zur Belebung des Interesses am Wassersport bei diesem Anlass beigetragen habe. Nuch einer Würdigung der grossen Vorzüge des Wassersports für die Heranbildung von geistig und körperlich gesunden Menschen, feierte der Redner den Landesvater als den besonderen Hüter des Sports, vor allem auch des Rudersports. Nach dem Kaiserhoch nahm Hr. Jung dlie Verteilung der Preise vor: er übergab den Preis des Oberbürgermeisters an den I. Vorsitzenden des Klubs für Wassersport, Direktor Delfs, und gab unter den Worten lobender Anerkennung für die ausgezeichnete Mannschaft, die den Achter-Pokal jetzt endgültig in den Besitz des Klubs gebracht habe, den neun Herren des Bootes die silbernen Plaketten; es sind die Herren: Dr. Otto Victor, Fritz Victor, Thielmann, Nünninghoff, Werhenmeyer, Urbach, Kitterle, Rosskath, Nellen. Besonders würdigte der Vorsitzende dann ebenfalls die Leistungen der siegenden Mannschaft des Vierer-Bootes vom Ruderklub Germania, übergab dem Vorsitzenden Dr. Esch den schönen silbernen Pokal und der Bemannung des Bootes, den Herren: Gentes, Fritz Falkenbach, Karl Falkenbach, Dissmann und Wilz im Auftrage des Stifters, Dr Merrill, ebenfalls die Plaketten. Direktor Delfs brachte den Dank de: Klubs für Wassersport für den sportliebenden Oberbürgermeister und die Verwaltung der Stadt Köln zum Ausdruck und trank auf du. Wohl des Oberbürgermeisters und die weitere gedeihliche Entwicklung unserer Stadt. Dr. Esch feierte die Verdienste des Stifters des Junior Preises, Dr. Merrrill und Herr Hersmann aus Duisburg forderte zu weiterer Arbeit in den Organisationen für den Rudersport auf, um dessen Förderung im grossen wie im kleinen zu unterstützen und zu helfen.„„„ Dr. Merrill toastete auf den Ruderklub Germania, den Sieger ar. Junior-Vierers. Herr Bakker, der Vorsitzende des holländischen Kluhs in Köln, übergab im Namen dieses Klubs der siegreichen AchterMannschaft einen Kranz, geschmückt mit holländischen und stadtkölnischen Farben und eine von Peter Das kunstvoll ausgeführte Ehrenurkunde. Paul Mania trug zur Erhöhung der festfreudigen Stimmung bei durch seine ausgezeichneten Vorträge auf dem Klavier. Nachdem Herr Delfs den Dank der Kölner Ruder-Vereine für den Leiter des Ruder-Ausschusses, Herr Jung, zum Ausdruck gebracht hatte. schloss dieser den offiziellen Teil der Veranstaltung mit einem zündenden Hoch auf das deutsche Vaterland. () Siebente Internationale Radrennen in Köln. Kurz und gut war die Parole der gestrigen Radrennen auf dem Kölner Sportplatze, die wiederum trotz der sengenden Hitze gut besucht waren. Sowohl im Rekordfahren, als im Goldenen Rad vom Rhein zeigte sich der Belgier Linart seinen Konkurrenten weit überlegen; im Srundenrennen streifte er, obwohl er nie vedrängt wurde, fast den Bahnrekord. Walthour, der den zweiten Platz belegte, war nicht der schnelle Fahrer wie sonst, da er unter Magenbeschwerden litt. Günther und Ryser hatten Rad= und Motordefekte zu verzeichnen und kamen für den Ausgang gar nicht in Betracht. In den Fliegerrennen zeigten sich die auswärtigen Fahrer den Kölnern überlegen. Die einzelnen Resultate sind folgende: Malfahren, 800 Meter. Preise 40, 25, 15, 10 M. Nach vier Vorläufen: 1. Herm. Mädler(Düsseldorf):11“, 2. Otto Rosenfeld(Halle), 3. Hugo Koppel(Düsseldorf), 4. Jean Damen(Neuß). Vorgabefahren, 1200 Meter. Preise 30, 20, 15, 10 M. Nach zwei Vorläufen: 1. Otto Rosenfeld(Halle):34“ ohne Vorgabe, 2. p. Mädler(Düsseldorf) ohne Vorgabe, 3. Peter Buntenbroich(Köln) mit 30 Meter Vorgabe, 4. Ferdy Höschler(Köln) mit 30 Meter Vorgabe. Trostfahren, 800 Meter. Preise 15, 10, 5 M. 1. W. Hommelsheim(Düsseldorf):09, 2. Paul Wolter(Köln), 3. PeterÜberfeld(Berlin). Rekordfahren, 2 Klometer=5 Runden mir stehendem Start. Preise 250, 200, 150, 100 M. 1. Victor Linart (Antwerpen):42, 2. Fritz Ryser(Bern):47“, 9. Bol Walthour(Atlanta):50, 4. Peter Günther(Köln):51°. Das Goldene Rad vom Rhein, Internationales Dauerrennen mit Motor schrittmachern über eine Stunde. Preise 1750, 1500, 1300, Mark. 1. Victor Linart(Antwerpen) 81,400 Kilometer, 2. Bobbie Walthour(Altlanta) 78,880 Kilometer, 3. Peter Günther(Köln) 75,500 Kilometer, 4. Fritz Ryser(Bern) 65,670 Kilometer. S ((A) Die Kölner Turnerschaft veranstaltete am Samstagabend zu Ehren ihrer mit dem Siegerkranz vom XII. Deutscher Turnfest in Leipzig heimgekehrten Mannschaften einen Fackelzug, an dem sich auch zahlreiche Vereine anderer Sportrichtungen: teiligten. Mit dieser öffentlichen Kundgebung zeigte sich wiederum, daß in die Reihen der die Leibesübung pflegenden Vereine unserer Stadt neues frisches Leben eingezogen und das kameradschaftliche Gefühl der Zusammengehörigkeit in erfreulicher Weise erstarkt ist. Der Zug sammelte sich an der städtischen Turnhalle am Mauritiuswall und marschierte von dort aus gegen 9 Uhr ab. Die Zahr der mit Wachsfackeln oder Lampions ausgerüsteten Turner wird man mit 1000 nicht zu hoch einschätzen; unter den übrigen Teilnehmern zeichneten sich besonders die Radfahrer aus, die wohl 200 Mann stark mit Magnesiumlichtern daherfuhren. 42 Fahnen und standarten wehten über dem, von zahlreichen Musikkorps begleiteten Zug, der sich einer riesigen Feuerschlange gleich über die schaafenstraße, Neumarkt, Schildergasse, Gürzenich= und Hohestraße, Hohepforte und Waidmarkt bis zum Viktoriasaale bewegte und den im Wagen fahrenden, mit dem heiß erstrittenen Eichenkranz geschmückten Siegern das Ehrengeleir gab. Es waren dies die Turner Peter Muchard, der als Teilnehmer am Zwölskampf den relativ höchsten Kranz errungen hatte, Kurt Thiele, G. Beyer, Jos. Müller, Emil und Karl Schütz, Hans Greif, Jean Wensch und Moritz Levis, dieser vom Taubstummen=Turnverein und Träger eines dritten Preises. Eine ungeheure Menschenmenge sämte die Straßen, durch die sich der Zug dahinwand. Im Viktoriasaal fand zu Ehren der Sieger ein Bierkommers statt, den der Gauvertreter Oskar Rehfeldt leitete und mit einer kernigen, von vaterlandsfreudigem Turnergeist getragenen Ansprache eröffnete. Mit brausenden Gut Heil=Rufen bekräftigten die fröhlichen Scharen die Glückwünsche für die Sieger vom Leipziger Turnfest, denen Franz Chorus neben einem allgemeinen Lied auf die edle deutsche Turnerei auch ein besonderes Lied gewidmet hatte, die beide mit großer Begeisterung gesungen wurden. Von den Rednern des Abends seien genannt Professor Dr. Tesch, der Vorsitzende der Radfahrer=Union Mähler, Hook als Vertreter der Schwimmvereine und Adam Völker, der im Namen der Athleten sprach. Essbesfecke in geschmackvollen Ausführungen Hohestrasse Ecke Brückenstrasse 1 Kölner Losal-Anzeige Nr. 212" Montag, 4. August 1910. Seite 11. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, meine innigstgeliebte, einzige Tochter, unsere teure Schwester, Schwägerin und Braut, Kölner Local-Anzeiger *• Bsencer bsurtsseer rud Prerndrubten. Zweite Geschäftsstelle: Brajtastr. 85, Telephonruf: A 6636. Dreitesll. Ss. Bekanntmachung. Zwangsversteigerungen. Mit Gültigkeit von Mittwoch. 34 Jahren zu sich in die Ewigkeit im Alter von zu nehmen. Sie starb nach kurzem Krankenlager, ganz unvernofft, wohlvorbereitet, versehen mit den Heilsmitteln der römisch-katholischen Kirche, sanft und gottergeben. Um stille Teilnahme bitten: Frau Wwe. Hermann Benninghoven Gertrud geb. Niederée Hermann Benninghoven Fritz Benninghoven Frau Herm. Benninghoven geb. Guilleaume Ingenieur W. Boos als Bräutigam. Köln, den 2. August 1913. Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 5. August 1913, nachmittags 4½ Uhr, vom Sterbehause Hlohestr. 42 aus. Die feierlichen Exequien werden am selben Tage, morgens 9½ Uhr, in der Pfarrkirche St. Maria im Capitol gehalten. Sollte jemand aus Versehen eine Einladung nicht erhalten haben, so bitten wir, dieses als solche zu betrachten. 1 b Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Samstagnachmittag 5 Uhr meinen lieben Gatten, unseren guten Bruder und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Jakob Rott im Alter von 82 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Köln-Kalk, Poll, Godorf, Essen. Beuel, Elberfeld, den 4. August 1913. Die feierl. Exequien werden Dienstagmorgen 9 Uhr, in der St. Josefkirche gehalten. Die Beerdigung findet am gleichen Tage, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Vietorstr. 51 aus statt. 1 G Spezial-Abteilung für Trauer-Ausstattung. Schwarze, garnierte Taillenkleider, Jackenkleider Blusen, Kostümröcke, Hüte und Schleier. 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Zeitungs=Kataloge der Annoncen-Expeditionen etc. zur gefl. Bedienung. Mit Gültigkeit von Mittwoch den 6. August d. J. werden für die Dauer der Herbstferien für Kinder bis zu 14 Jahren Fahrpreisermäßigungen zum Besuche des Strandbades Rodenkirchen auf der Betriedslinie 14(Zoolo= gischer Garten-Rodenkirchen) ohne Umsteigeberechtigung gewährt. Auf der Hinfahrt erhalten die Kinder auf Verlangen vom Schaffner einen Fahrschein zu 10 Pfg., der aufzubewahren ist, und sowohl für die Fahrt bis Rodenkirchen, als auch für ein Bad gilt. Für die Rückfahrt erhält das Kind an den Badekartenausgabestellen am Strandbad einen Fahrschein für 5 Pfg., gültig für eine beliebig lange Strecke der Betriebslinie 14. Die Fahrscheine tragen den Aufdruck„Badekarte". Nä here Auskunft erteilt die unter zeichnete Direktion und das Fahrpersonal der Linie 14. Cöln, den 4. August 1913. % Dr.-Ing. Kayser. Verdingung. Für die Neubauten der unterirdischen Bedürfnisanstalten an der Richartzstraße und am Deutschen Ring sind die Fußbodenplattenbeläge und die Wandplattenbekleidungen zu vergeben. Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden im Stadthause, Zimmer 440, erteilt. Die Verdingungsunterlagen werden, soweit der Vorrat reicht, gegen Entrichtung von je.255s4. von der Hochbauabteilung, Stadthaus, Zimmer 312, verabfolgt. Die Angebote sind verschlossen bis Samstag, den 16. Aug.1913, vormittags 11 Uhr, im Stadthaus, Zimmer 407, abzugeben, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Andieter stattfindet. Cöln, den 28. Juli 1913. Hochbauamt: *p J..: Verbeek. Am 15. August 1913, vormittags 9 Uhr 50 Minuten, sollen in Cöln, im Justizgebäude am Neichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, die nachbezeichneten Grundstücke: 1. Flur 56, Nr. 724/142, Vorgebirgsstrasse Nr. 126/128 Hofraum, Fabrikgebäude, Hofkeller, groß 10,12 Ur, Nutzungswert 1520 Mark; 2. Flur 56, Nr. 1053/142, daselbst, Hofraum, Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, Fabrikgebäude, Hofkeller, 7,10 Ar groß, Nutzungswert 900 Mark; 3. Flur 56, Nr. 1054 142, daselbst, Hofraum, Hofkeller, zugleich auf dem zu 1. aufgeführten Grundstück, 3,69 Ar groß; Eigentümer: Cölner Metallwerk, Gesellschaft m. b. H. in CölnZollstock, zwangsweise versteigert werden, *. Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 40. Am 15. August 1913, vormittags 9¾ Uhr, soll in Cöln, im Justizgebäude, am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete, in Cöln belegene Grundstück: Bremerstrasse 24 a) Wohnhaus mit Anbau(Nr.), b) Wohnhaus mit Anbau(Nr.), c. Werkstätte, groß 5,10 Ar, Nutzungswert zu): 3900 Mark, zu): 3900 Mark, zu): 200 Mark; Eigentümer: Witwe des Wagenfabrikanten Karl Spiertz Gertrud geb. Schoenewald in sortgesetzter allgemeiner Gütergemeinschaft mit ihren Kindern, alle in Cöln, zwangsweise versteigert werden. * Königliches Amtgericht Cöln, Abt. 40. he s und Haubele-Glatt. Morgen- Mittags= Abend=Ausgade. Breitestr. 85. Abbruch. Der Abbruch des früheren Offizierskasinos. Ecke Neumarkt und Zeppelinstraße, soll in öffentlichen Verding vergeben werden. Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden vormittags im Stadthaus, Zimmer 444, erteilt. Die Verdingungs-Unterlagen werden, soweit der Vorrat reicht, gegen Entrichtung von 50 Pfg. von der HochbauAbteilung, Stadthaus, Zimmer 312, verabfolgt. Die Angebote sind verschlossen bis Samstag, den 16. Aug. 1913 vormittags 11 Uhr, im Stadthaus, Zimmer 407, abzugeben, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Anbieter stattfindet. Cöln, den 1. Aug. 1913. 7p Hochbauamt: J..: Verbees. Am 15. August 1913, vormittags 9½ Uhr soll in Cöln, im Justizgebäude am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete, in Cöln belegene Grundstück: Flur 55 Nr. 1075/29, Königswinterstrasse Nr. 20, groß 3,30 Ar, Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, Gesamtnutzungswert: 2200 Mark, Eigentümer: Eheleute Hermann Lottner, Maurermeister und Elisabeth geborene Hüstege zu Cöln=Klettenberg, je zur Hälfte, zwangsweise versteigert werden. Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 39. Am 2. Oktober 1913, vormittags 9 Uhr 45 Minuten, soll in Cöln, im Justizgebäude, am Reichenspergerplatz, Zimmer Nr. 77, das nachbezeichnete, in Cöln=Nippes belegene Grundstück: Flur 88 Nr. 1912/174, Gellertstrasse Nr. 7, 2,48 Ar groß, Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, Hinterhaus, Nutzungswert: 1090 Mark; Eigentümer: Tagelöhner Heinrich Hastenteufel in Cöln=Nippes und Miteigentümer, zwangsweise versteigert werden. v“ Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 39. Ueberführung Verstorbener nach und von auswärts; zugleich Besorgung aller behördlichen Erfordernisse. Beerdigungs-Anstalt Friesenstr. 34—35. Fersprecher 2535 A u. B. C. Mehlich Mülheim a. Rhein, Frankfurterstr. 56 Uhren- u. Goldwarengeschäft Reparaturen prompt u. billig. 3 Andreas Bündgen Fernspr. B 714 ist die Nr. der zweiter Geschäftsstelle d. L. A auf der Breitestrasse. LeP-Khise, Großes Lager in Sohlsomie sämtlichen SchuhmacherLederhandlung und Schäftesabrik Köln, Severinstraße 116 = und Oberleder Bedarfsartikeln. *9 und Heilung ihrer Beschwerden durch den Gebrauch von indesung er Beschwerd sbrauch von Antituberkulin vortreffl. bewährt bei veraltetem Husten, Heiserkeit„Asthma, ehron. Lungenkatarrh, Verschleimung der Lunge, Auswurf, Brustschmerzen etc. Vermehrt den Appetit, hebt den Kräftezustand, vermindert u. beseitigt den lästigen Nechtschweiß. Man mache einen Vereuch. Preis pes Flasche.—. Bestan, telle- Phorral 50. Kakao 30. Ar. Gi., Perubakr. je SO. Kreos. carb. 50, Bam SC. 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Bardenheuer, Gerichtsvollzieher in Cöln.*v Zwangs-Versteigerung Am Dienstag, d. 5. Aug. 1913, vormittags 3½ Uhr, sollen Leystapel 49 versteigert werden: 6 Karton mit Spitzen usw. Um 10 Uhr vormittags Martinstraße 32: Eisschrank, Flaschenkörbe, Etikettenschrank, Korkmaschine, Kapselmaschine, Fässer, Filtrierapparat, Traubenkelter, Essig usw. Um 3 Uhr nachmittags im Pfandlokale Marsilstein28: Geldschrank, 21 getrag. Anzüge, Büfett, 15 Ballen Manchester, Sofa, Vertiko, Schreibpult, Plateauwagen, Phonograph usw. Otto, Gerichtsvollzieher in Cöln. p“ Am Dienstag, den 5. August 1913, vormittags 11! Uhr, sollen zu Groß= Königsdorf im Pfandlokale L. Diek versteigert werden: 1 Standuhr, 2 Vasen. Um 12 Uhr in Junkersdorf im Pfandlokal Rietschke 1 Pianino. Um 1 Uhr in GroßKönigsdorf. im Pfandkokal L. Dick: Eine Anzahl gebrauchter Mobilien. Nickel, Gerichtsvollzieher in Cöln. o Zwangs-Versteigerung Dienstag. d. 5. August 1913, vormittags 11½ Uhr, sollen zu Cöln, Hansaring 92, versteigert werden: 1 Sofa, Ausziehtisch, Büfett, Trumeauspiegel, Chaisslongue, Wandbrett, Ofen, Bauerntisch. Bilder, 2 Klaviere, Zahlkasse, Eisschrank, Kaffeewassermaschine, Stollwerckautomat, Grammophon und dergl. m. Adams, Gerichtsvollzieher in Cöln.*8 Zwangs-Versteigerung Am Mittwoch, d. 6. August 1912, vormittags 10 Uhr, sollen in Cöln, Hansaring 92, versteigert werden: 1 Vorrat Zigaretten, einfach Doppelkorn, Hamburger Tropfen, diverse Fässer, Liköre, einfacher Wermuth, 1 Motorbauwinde, 1 Stollwerckautomat, Kognak und Weine in Flaschen, 2 Hobelbänke, 1 Phonograph, 1 Winterüberzieher, 1 Sommer=, 1 Tennis=Anzug, 1 Pannamahut, Tennisschuhe, Wirtschaftstische u. Stühle, 3 Pianos, 1 Theke, 1 Oel gemälde, bessere Mobi liarstücke. Endlich Gerichtsvollzieher in Cöln.*8 Zwangs-Versteigerung Am Dienstag, den 5. Aug. 1913, vormitlags 10 Uhr, sollen im Pfandlokale Rolandstraße 105 zu Cöln 2 eiserne Geldschränke versteigert werden. Wurdel, Gerichtsvollzieher in Cöln. 3 Zwangs-Versteigerung ring 92 in Cöln versteigert werden: Büfetts, Kredenzen, Umbauten, Bettstellen, Waschund Nachtskommödchen, Kleider, Spiegel u. Bücherschränke, Spiegel, Schreibtische, Lederstühle u. Sessel, 1 Geldschrank u. sonstige diverse Untensilten. Kruse, Gerichtsvollzieher in Cöln, Gladbacherstr. 13. I. 1° Zwangs-Versteigerung Am Dienstag, 5. Aug. 1913, vormittags 10 Uhr. sollen Hansaring 92 zu Cöln versteigert werden: 9 eine Partie Fenster= und Bilderrahmen. März, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangs-Versteigerung Am Dienstag, den 5. Ang. 1913, vormittags 10 Uhr, soll in. Pfandlokale Hansaring 92 in Cöln, versteigert werden: 1 Kopiermaschine. Bardenheuer, Gerichtsvollzieher in Cöln,“1 Beliebt bei der Frauenwelt der bürgerlichen Kreise in Köln und in der weiten Umgegend ist der LA. der hinsichtlich seines Leséstoffes für die Hausfrauen and Töchter an Reichhaltigkeit and Gediegenheit nicht übertroffen wird.::::::: 14 PE E M Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 212 x Montag. 4. August 1913. Kath. Frauenbund Zweigverein Köln. Einladung zur lich. Frauenvers am S. Sebastianus-Schüt 1463 Köln-Deutz 1913 für die Pfarreien Köln-Süd und Köln-Mitte Dienstag, 5. August, abends 8½ Uhr, im Viktoria-Saal am Waidmarkt. Frau Miebach(Düsseldorf): „Unsere Stellung zur roten Volkstürsorge.“ Alle katholischen Frauen und Jungfrauen sind herzlich und dringend eingeladen. Auch Herren sind willkommen. Der Vorstand. v27* Eltern! Protektor: Herr Regierungs-Präsident Dr. Steinmeister. 250jähr gefeiert in den Tagen.,.,.,.,., 7. und 10. August 1913. 4 Der Festplatz befindet sich an der Kalkerstr. e Haltestelle der Strassenbahnen nach allen Richtungen. Fest-Prosramm: Dienstaa, den 5. August, nachmittags 3 Uhr: Fortsetzung des Schiessens. 5½ Uhr. Königsschießen. In der Festhalle: Grosses Tanz-Vergnügen. Auf dem Festplatze: Konzert und Volksbelustigungen. * Mittwoch, den 6. August, nachm. 3 Uhr: Fortsetzung des Schießens. * Von 4 Uhr ab: 6 Colosseum Täglich abends 8¼ Uhr: Ee Gastsplel der Englischen Hovitäten-Kompagnie Sensations-Drama in 4 Akten von A. Steinmann. # 0 8% Enormer Erfolg! Nächsten Mittwoch, den 6. August: Schneewittchen. Großer Festzug, Blumenreigen, Kinderspiele aller Art, Geschenkpolonäse, Fackelpolonäse. Ausführliches Programm in morgiger Nummer. dlGroßes Kinderfest mit Ueberraschung und Kaffeckränzehen. Daran anschließend: Grosses Tanz-Vergnügen. Abends 9 Uhr: Einzun des Königspaares *————„ * durch die festlich beleuchtete, in brillantem Feuerwerk strahlende Stadt zurück zur 2 1 Das Sensations-Programm 5 Snmn.—15. August: 1. Festha Donnerstau, den 7. August: Grosser, geschlossener Krönungsball 45 Kraft-Akt in höchster Vollendung Komische Akrobaten und Parodisten EI— PSonntau, den 10. August, nachm. 3 Uhr: Fortsetzung des Schießens. In der Kesthalle:= Grosses Tanz-Vergnügen. Um 5½ Uhr auf dem Festplatze: 2 Für. japanisches Tages-Feuerwerk.* #„, Abende 3 Uhr in der Festhalle Preisvertelung. E Die für dieses Jahr neuerbaute und prachtvoll dekorierte Festhalle ist gegen jeden Witterungseinfluß geschützt. ] Die Restauration in der Festhalle ist dem Herrn Peter Gierhard von hier vom.—15. August: Die weltberühmten 3 Waldors. The Tups, The great Anneilus. Euqulibristen 22 Mande Wirth?? Hans Lederer, Humorist Mauri& Sembra, Medirne Tärze Eintrittspreis 353— Keine Extra-Entrées.*9 Die Restauration in der Festhalte ist dem KK übertragen. Auf dem Schiesstande Restauration. Die Musik wird ausgeführt von dem Musikkorps des Berg. Feld-Artillerie-Regts. * Nr. 59, unter persönlicher Leitung des Obermusikmeister Herrn hob. Fensch und der E Kapelle des Herrn W. Grundmann. S 0• Der Vorstand: Jean Frings, Präsident. E i M gmn S Schöge Luft. Zimmer Fanorama Am 9. und 16. August 5tägige Gesellschaftsreise nach bestehend aus den zusammengelegten Local-Anzeigern, welche s. Zt. mit grossem Beifall aufgenommen wurden, sind, solange der Vorrat reicht, zu dem beigefügten Preise in den Geschäftsstellen sowie durch das Trägerpersonal zu haben. Der Rekrut. Erzählung von Zoé von Reuß Preis 15 Pfg Das Bähnle. Hochlandsroman von Arthur Achleitner. Preis 45 Pfg. Mächte der Tiefe. Roman a. d. Bergmannsleb. v. P. Dombrück. Preis 45 Pfg. Pfalzgrafentöchterlein. Novelle von Jos. Pape. Preis 15 Pfg. Schale und Kern. Novelle von Redeatis Preis 20 Pfg. In Ketten. Roman von Reinhold Ortmann. Preis 20 Pfg. Der Flammentöter. Roman von Horst Bodemer. Preis 15 Pfg. Kuriose Geschichte. Novelle von Radina. Preis 10 Pfg. Schloss La Meunière. von Adele Trauenfels Preis 25 Pfg. Um eine Zarenkrone. Balkanroman von Wladimir Sch. 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