Hierbei die unterbaltende Sonntagsbeilage Colonia Ss Geschäftsstelle und Anzeigen-Annahme: Marzellenstrasse 37. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. Nr. 7 24. Jahrgang. Geschäftsstelle: Fernspr. 420. Köln, Samstag, 7. Januar 1911. Redakt.: 5231, 5232, 5233, 5234. Heute 16 Seiten. in Wort und Gild. in Tleiahersg sinm 90##c 19 Pi; Kummer I liegt heute dem(.0 für die beson.: deren Bezieher bei. seien verwundet und die ärztliche Das Neueste vom Tage. Antimilitaristische Propaganda? ##r#ruhe,.Jan. 1911. Nach Meldang in der Presse sind unter dem Militär, besonders in den Eisenbahnzügen mit Weihnachtsurlaubern, antimilitaristische Flugblätter verbreitet worden. in denen die Soldaten aufgefordert werden, am Kaisertag den Gehorsam zu verweigern und die Sache des Volkes zum Siege zu führen. Die Militärbehörde nahm die Sache sehr ernn. Es haben in den badischen Kasernen umfassende Durchsuchungen und Besprechungen von Staatsanwälten stattgefunden, woran sich auch Staatsanwälte der Nachbarstaaten beteiligten. Als Ergebuis der bisherigen Untersuchung teilt nun die amtliche Karlsruher 9. ni die von mehreren Zeitungen gebrachte Mitteilung, in den badischen Kasernen seien revolutionäre Flugblätter unter das Militär gebracht worden, in denen die Soldaten aufgefordert werden, sich an einem demnächst in Baden beginnenden Aufstand Bie si, Sgzist nach den gemachten Erhebungen unzutreffend. Die Flugblätter wurden bei einer Zivilverson beSchlg se gn e eite Verbreitung an Angehörige dis 14. ArmeeStellen auch bald die L Bergarbeiterausstand. Brussel,.Jau. 1911. Der Ausstand der Bergleute im Lütticher Bezirkhat sich heute weiter ausgedebur. und ist besonders in Bezirk Sict uhg 1P ocht. Die Zenz, 9e Zti der Luezschohgen de. trägt nun 17000. Die Leute ziehen größtenteils bettelnd in den umliegenden Dörfern umher. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind weitere Abteilungen Gendarnen aus der Provinz eig ic beraugezogen worden, jedoch sind weitere Ruhestörungen 2 zers icht vorgekommen. Man nimmt an, daß morgen der Ausstand im ganzen Lütticher Kohlenbezirk vollstandig sein „Lüttich,.6an.1910 Der Kreis der hiesigen durch den Ausnaugo der veraarbe gr betroffenen Kohlenzechen wird immer großer. Die Zahl der Ausständigen beträgt jetzt 15.300 Aus un talg eerewe; de Zaht der Austhdigen st bort 950 Maainiee ist fost algern 1sstand der Vergarbeiter 16000 Mann im Ausstand= im Laufe des aa.,(nden ich hest der Ausstand auf das rechte Maazufer, wenn auch ve u drs umsange, uder. Ptaazuser, went aucg nur in geringem Zum Kampfe mit den Anarchisten in London. hiuter das Ohr gerotet worder 3ou Zlach g zrch emn Schut habe 2 Vei der geiesachen Jaia. 1 bosen Grasde uog nen Solaoten dereon De. siure Aus Ponzeiofizier ertlärte, er habe die Mannde d e von der Annälerung an dar a die Mannschaften der Feuerwehr nicht gewunscht habe, sie dem marrn aodesalten, da er auszuseten, die um 7 Uhr früh auf die 9. Heue geben, das Feuer eröfnet halten. d Au derung, sich zu erschreiblich. 300 Personen Hulfe sei mangelhaft. Aus Wladiwostok wird gemeldet, daß in Japan eine erhöhte Tätigkeit der Vulkane beobachtet wird Die neue Verfassung für Monaco. Paris,.Jan 1911.(Drahtber.) Das Verfassungsgesetz fün MoDie Freiseit und die Saunn bildet einen unabhängigen Staat. ie recheit und die Souveränität des Fürsten bleiben, wie sie in den Veriragen m. Frankreich festgesetzt worden sind. Das Gesetz garantiert die persönliche Freiheit des Einzelnen, Unverletzlichkeit des Eigentums, Versammlungsrecht und Freiheit der Kulte. Die un er mtter Hoheit des Fursten wird ausgeübt durch Minister Mirwirrung eines Staatsrats. Die Gesetzgebung wird ausgliede die nicg asursten uit einen Nationalrat von 21 Mitwerden. Fas Gehieb- nea ers-ge.. au vier Jahre gewählt Tas Gebiet des Fürstentums wird in drei Gemeindebei deren Pat auch bei beren Wahl auch Frauen mitwirken. ein Bill der Zusammensetzung und der des Gaud# beiden Kammern in Preußen: des Herrenhauses Valt=: htspor 1age. de Aihger chgelgutenen Seson durs Pehereung die sie Vierden Rastesan.10d benrite, dec die Regierung, als sie die neue Wahlrechtsvorlage einbrachte. erkennen gegeben habe, daß sie direktes und geheimes Wahlrecht zusammen nicht geben wolle. Mit Energie habe sich das Zentrum bei Beratung der Waylrechtsvorlage namentlich gegen die Aufhebung der Drittelung in den Urmahlbeuirten gargen die AutKirgisen ungekommen. Die unanen u u de umEe ist zerstört.— s ommen. Die Poststation am IssylekulWchreke: Haiser zeisdet worden Ziot Dorfer ud wasle Seseatelt ie Leschalhe dan Petzeuelen, i. erisgeune Sckagen durch Bergstürze unweasam gen riezen zeiten noch, da die telegraphtzge u.1d daere Nah brocden sind— teregraphischen Verbindungen unterkesch aus Wiernyi, dog die worsiur., zu dem Erdbeben imn TurDas Elend der zurückgebliebenen, ussou 4/0„ Zentrumspartei. Der ProvinzialRheinischen Zentramspartei hielt am vorigen Dienstag, den 3. Januar 1911, in der Bürgergesellschaft zu Köln seine heurige Wintertagung ab, die sich aus allen Teilen der Provinz eines recht zahlreichen Besuches erfreuen konnte. Der Vorsitzende, Hr. Reichs= und Landtagsabgeordneter Justizrat Trimborn(Köln, gab zur Einleitung ein interessantes Bild Ver, Deiz, derzeigen Staud der poltischen Bepegung in der Rheinprovinz. Nach einem orientierenden Referat des Hrn #.# u0 Lanoragsavgeordneten Oberlandesgerichtsrat Marr kommision in drite.sperictuste, der, Reichswertzuwachssiener=. „on in dritter Lesung erfolgte eine eingehende Besprechung #ntwurfs eiler eichswertzuwachssteuerordnung, wobei der Hälluste der Aibein en Verhältnisse der Rheinlande einmütig verschiedene Aenderungen in der Durchführung der Steuerordnung verlangte. Die weiter Beratungen galten dann noch den bevorstehenden Reichstagswahlen und verschiedenen inneren Parteiangelegenheiten. Einflig wurde die Forderung erhoben, unverzüglich in die Wahlvorbereitungen einzutreten und allenthalben für eine lückenlose Durchführung der Organisation und für die erforderlichen, ausreichenden Parteifinanzen zu sorgen. Die Sitzung, die nach 2 Uhr began, zog sich bis gegen Mittelschule und Einjährig=Freiwillige wikelschulen in Krait u 1911 der neue Reformplan für die Verchkeaue heier hesie eie. Alistelchsie esagzet haten die c Die nächsten Reichstagswahlen werfen bereits ihre Schatten voraus. Fast alle Parteien haben schon Kandid, en fur die Wahlen aufgestellt. Hansabund und Sozialdemokratie haben reiche Geldmittel gesammelt und treffen Verantatugen für einen Wahkaupf, wie ihn das Deutsche Feig, iu b19 auf Agitation noch nicht erlebt haben dürfste Während Verworrenheit die Signatur der ganzen politischen Lage ist, ist klar erkennbar das eine: der Kampf ailt vor allem dem Zentrum; das Zentrum steht allein in diesem Kampf auf seine eigene Stärke, auf die Treue seiner Wähler ist es angewiesen. Aus der Erkenntnis heraus, daß die verlogene Hetze der Gegner am wirksamsten bekämpft wird dadurch daß die Zentrumsabgeordneten vor den Wählern erscheinen und Rechenschaft über ihre Tätigkeit ablegen, veranstaltet die Zentrums partei namentlich im Westen des Reichs zahlreiche Versammrisss, Ssitere caugen mehrere Versommlungen im Wahl##ise, Köln= Land und im Wahlkreise Mülheim— . gperfur Gummersbach abgehalten. Ueberall waren Reddern reichen Veifal eschenen und In Köln=Sülz waren die Zentrumswähler zahlreich im Sac' von Leirer 2 ouesattre versammel. Die Versammlung leiteite seitens der Damen feststelleu Veniagtung auch den guten Besiuch oier sprack über den.. Dr preußischen kandtag, hetersten Pe en sei D. Bede na d..n egen Sesion von ihm eisenbagnwesens, des Gesundheitswesens der Radeu dedere de Durchfuhrung der Verwaltungsmaßrezein nicht gewährleistet. erfolgt, als das ofien tliche Waylrecht wohl endgültig beseitiat scheimene: Heli der iun keiner neiuen Vortage der veaierung wieder erscheinen. Bei seiner Stellungnahme zur Waylrechtsvorlage sei und nigeren, Leute zu. Basen seusien die Nlage der Gchuen Borromäus=Enzyklika uno Modernisteneid usw. getrieben werde und bat die Versammelten, vor allem überzeugte Zeutrumswäuter zu sein; wenn jedermann sich vor Augen halte, was die Zentrums partei für das Wohl des Volkes und Vaterlandes gewirkt habe, so sei ihm nicht schwer, bei der nächsten Wahl seine Entscheidung im richtigen einne zu treffen. Der Redner, der seine Dariezungen mi Humor trefflich gewurzt hatte, fand reichen Beisau. hr Pfarrer Rastert verbreitete sich in einstundiger Rede über die innerpolitische Tage. Nebelhaft, unklar, verschwommen zeigt sich die Lage. Nur „ P.ounigen greier Butz, der dann alerdings für deni. de ur politische Dinge ein scharfes Auge hat, die Lage als klar erscheinen läßt. Untlarheit zeige sich auch auf Seiten deror#o dach nutr an erster Steie dazu deruten seten, für poltische Klareit au sorgen, das heizt bei der Reichs= uno preußtische agtan. Als Bulow die Zügel der Voltik Deurschlands führte, war Schweigen Silber und Reden Golr. Beihmann ubte lange die Tugend des Schweigens. Aber man kann auch in dieser Tugeno zu weit gehen. Es war doch eine eigentumliche Erscheinung, daß da im leichstag nach langen schweren Kämpfen verschiedene Parteien sich zusammentaten und dem Reiche aus schwerer finanzienen Duis Keltech, Besiesegzr, eog. Leter aungeten ich, hute auc nit ui,####ort für die Parteien zu finden, die diese schwere geleistet haben. Im Gegenteil, man ließ die. Gegner im weitesten Umfange ihre verdrehende, verhetzende und verleumderische nar Spet Ses=ieer geenden Parieten ausuben, oiane auch nur mit der Wimper zu zucken. Erst in der letzten Zeit hat sich die Stellungnahme der Regierung etwas geändert. Dem Reichsschatzsetretar in es gelungen, einen Etat aufzustellen egesen ue i— en einer, Lizschmntzgen senr Zagrzeonen uich. da. gedracht hat, die es gestatten, den Etat auf eine sichere und feste Grunolage zu stellen. Der neue Reichsschatzsekretär ist allerdings auch ein sparsamer Mann; indem er den Erat zur Balance a bracht hal, hat er es fertiggebracht, daß er manche Anspruche der Ressortminister energisch und mit entschiedener Handbewegung auf Seiten geschoben hat. Das war aver auch sehr nötig. Er hat den Mut gehabt zu sagen, daß die Reichsfinanzreform tatsachlich segensreiche Folgen für das Land gehabt hat, und daß man den Parteien Tank, nationalen Dank schulde dafur, daß sie des Reiches Finanzen in Ordnung gebracht haben. Es ist dies schon etwas, weil gewissen Bestrebungen unserer Gegner bei der nächsten Reichstagswahl der Wino aus den Segeln genommen ist. Zu diesem Urteil des Staatssetretars gesellen sich Stimmen von Handelstammern, Handelsesgenech esicner ent, de aue de Huanzersden ais . T a g e a u f s e i l e n d e r G e g n e r c h a r a k t e r i s i e r e n d i e d r e i W o r t e: Verwirrung, Erregung und Verhetzung. Aber alle Gegensatze treten bei den gegnerischen Parteien in dem Augenblick zurück sie Wo.“ Schwarzblauer Block, Zenerum, Ratgolizismus zu Die unheilvolle Verwirrung auf seiten der dem Zentrum feindlich gegenuberstehenden Parteien sei die Erbschaft der uera Bulow Mat habe sich zu fragen, was denn eigentlich die„glorreiche“ Blockara Gutes gebracht habe; das einzige positive Ergebnis der Arbeit des Blocks sei das Vereinsgesetz gewesen. Dieses Wert nab aber nicht Freiheit, sondern Ausnahmegesetze zur Unfreiheit der Vereine gebracht. Die tlaglichste Rolle im Block abe der Freisinn gespielt, der seine Vergangenheit unter Eugen Nichter ganzlich vergessen habe und von dem bezeichnend der eigene Abgeordnete Dr Wieiner von der Reichstagstribune herab sagen mußte:„Damals als wir noch Grundsage datten.“ Der Nationalliberalismus kenne nichts anderes als Unfreiheit für andere und moglichst viel Freigeit zur sich selbst. Bei der Lösung der Frage der Reichsfinanzteform habe diese Partei versagt. als dann andere Parteien die Finanzreform machten, haben die Nationaltiberalen die Politik der Verargerung getrieben. Wenn die Finanzreform die einzige Ursache für das jetzige Verhalten der Liberaten bilde, so stande man vor einem großen Rarsel. Aber Bassermann habe es seinerzeit verraten, der kulturkämpferische Geist sei es, der die Liberalen zu ihrem Verhalten drange. Bassermann habe es seinerzeit Bulow zu hohem Verdienst angerechnet 9ab s%, awverer Stunde noch einmat den Kampf gegen Rom“ Reoner erinnert dann an die letzte Debatte im Reichstag über die Vorromausenzyklita und den Modernisteneid undbemert diesvrzüglich, daß die Liveralen besseres zu tun hatten als sich um Dinge zu tummern, von denen sie erwieserenmaßen nichts verständen; sie hatten es nötiger positiv zu arbeiten, als Verhetzung I Was der Sonntag bringt: Dan Theater. Opernhaus: Die Girondisten, 6½. Schauspielhaus: Aschenbrödel, 3. Die Jungfrau von Orleans, 4½, Deutsches Theater: Matinee: August Strindberg, 11, Kameraden, 3½. Erster Klasse, Hierauf: Angele, 8, Colosseum(Millowitsch-Theater): Matinee: Ein sauberes Kleeblatt, 11½, Köln nach Eife, 4, Wachund Schliessgesellschaft, 8¼ Uhr. Konzerte. Zoologischer Garten: Tafelmusik 1. Konzert 3½, Flora: 3½. Volksgarten: 3½ u. 8. Stadtgarten: 3½. StadtwaldHauptrestaurant: 4, Opernhaus-Restaurant: 3 u. 8 Uhr. Museen. Geöffnet von 10—2 Uhr:Wallraf-Richartz-Museum an der Rechtschule(Eintritt frei).— Kunstgewerbe-Museum, Hansaring (Eintritt frei.)— Rautenstrauch-loest-Museum. Ubicrring 47 (Eintritt frei.)— Museum für Handel und Industrie. Handelshochschule(Eintritt frei).— Prähistorisches Museum, Bayenturm(Eintritt frei).— Historisches-Museum, Hahnentor und Eigelsteintor.(Eintritt frei).— Erzbischöfliches DiézesanMuseum, Domhof 8(geöffnet von 10—2 Uhr, Eintritt 30 Pfg.).— Gewerbehalle, Ubierring 40(geöffnet von 10½—12½ Uhr, Eintritt frei).— Dom: Schatzkammer(Karten beim Domschweizer). Verschiedenes. Annohaus: Oeffentliche Versammlung der Pfarre t. Paul, Prof. Cohauss: Religion und Presse, Generalsekretär Stegerwald: Politik und Presse, 8, Tivolisaal, Neusserstrasse 216: 42. Wohltätigkeits-Konzert des Quartett-Vereins, Köln Nippes, 7 Uhr. des Volkes zu betreiben. Für die Zentrumsanhänger ergebe sich bezüglich der tommenden Wahlen das folgende: Keine einzige Stimme der Partei, die für uns nur Schimpf und Spott und Hohn gehabt habe, scharfe und entschiedene Stellung gegen die Sozialdemokratie, Zusammenarbeiten mit den Parteien, die bereit sind, mit uns dafur zu sorgen, daß der christliche Charakter dem Staate und dem Volk in Zutunft erhalten bleibt. Zum Schlusse seiner mit stürmischem Beifall ausgenommenen Rede besprach Pfarrer Kastert die starke Veränderung in der Zusammensetzung der Wählermassen im Wahlkreise Köln=Land und erörterte dann die Maßnaumen, die sich daraus, namentlich mit bezug auf die Parteiorganisation, ergeben. Nach einem Dankeswort des Herrn Lehrers Thie kötter an die beiden Redner, einem Hinweis auf die Versammlungen, die in den nächsten Tagen zwecks Besprechung der örtlichen Parteiorganisation abgehalten werden sollen, und einem Hoch auf die beiden Redner des Abends wurde die Versammlung geschlossen. * In Köln=Nippes war die Zentrumsversammlung, die am Freitagabend im großen Saal des Tivoli, unter Vorsitz des Hrn. Rentners Böhm, stattfand, gleichfalls gut besucht. Hr. Reichstagsabgeordneter Dr. Will (Straßburg) gav seiner Freude Ausdruck, daß trotz des Karnevals noch so viele gekommen seien, einen fremden Redner zu hören. Der Block der Linten habe in letzter Zeit eine ungeheuere Ag.tation in Bewegung gesetzt gegen das Zentrum und auch gegen die Konservativen. Sie beschuldigen das Zentrum der Gegnerschaft gegen Bauern, Arbeiter, Beamten, Stadtbewohner und gegen die Bewohner des Landes. Wir, haben hier besonders festzuhalten an dem Abg. Hamecher, der große Erfahrung als Beamter gesammelt und voll und ganz in den Dienst der Beanten gestellt hat. Wenn das Zentrum nicht alle Wünsche der Beamten erfüllt hat, so ist zu berücksichtigen, daß das Zentrum nicht allein den Ausschlag geben kann. Das Zentrum kann auch nicht, wie die Sozialdemokratie, einen einzelnen Stand allein vertreten, es ist eine Volkspartei, die alle Stänge zu vertreten hat. Der Redner legte die Vorgänge bei Beratung des Beamtenbesoldungsgesetzes nayer dar, bei dem die Liberalen sowohl wie die Sozialdemokraten schlieglich unter dem Druck der Verhältnisse gegenuber der Regierung nachgegeben haben. Und jetzt gehen die Herren hin und wollen das Zentrum verantwortlich machen dafur, daß nicht alle Wunsche der Beamten erfallt sind. Als die Mittel zur Aufbringung der Kosten für die Beamtenbesoldung aufgebracht werden sollten, da haben die Herren gegen alle Vorlagen gestimmt. Eingehend legt der Redner die Ungerechtigkeit der Erbschaftssteuer=Vorlage dar, gegen die das Zentrum geschlossen gesimmt hat; ferner die Stellung des Zentrums gegen die Ostmarkenzulage, die eine politische Zulage ist, die kein freiheitlich gesinnter Mann annehmen kann; ferner besprach er den Sprachenparagraphen des Polengesetzes. Es waren die Nationalliberalen, die ein solches Gesetz gemacht haben. Wir haben alle Veranlassung uns zu wehren, weil Linksliveralismus und Sozialdemokratie uns unsere höchsten Ideale und unsere Kulturideale nehmen wollen. In Portugal herrschen die Freiheitsmänner schlimmer als der schlimmste Autotrat. In Spanien werden dieselben Verhältnisse kommen, wenn die Regierung nicht endlich die Augen aufmacht. Im Reichstug wollte der freisinnige Schraver bei der Debatte über den Modernisteneid den Katholiten das Recht absprechen, irgend ein öffentliches Amt zu übernehmen. Das sind die Freiheitsmanner! Es handelt sich um die großen kulturellen Aufgaben, das hat der sozialdemokratische Abgeordnete Frank am letzten Tag im Reichstag noch ausgesprochen. Wie die Trennung von Kirche und Staat von den Lintsliberalen und Sozialdemokraten gedacht ist, zeigen die Vorgänge in Frankreich, wo man der Kirche alles genommen, die Katholiten selbst aus den Kirchen hinausgewiesen hat, die sie mit ihrem eigenen Gelde gebaut, und die Schwestern, die nur Woyltaten erwiesen, des Landes verwiesen hat. Das zeigt uns, was wir im nächsten Wahlkampf zu tun haben. Treu zum Zentrum wollen wir halten und mit aller Kraft unser Recht vertreten, treu auch zu unseren Abgeordneten. Der Redner schloß mit einem kraftigen Hoch auf die Zentrumspartei des Reichstagswahlkreises Koln=Land. Der zweite vorgesehene Redner war am Erscheinen verhindert. An seiner Stelle war, lebhaft begrüßt, der Abgeordnete des Wahlkreises, Hr. Hamecher, erschienen. Mit gutem Humor geißelte er das Verhalten der Sozialdemokraten, die bei der Reichsfinanzreform 290 Millionen ausgaben mit 55 Millionen Einnaymen decken wollten, und der Liveralen, die klar machen wollten, 400 Millionen indirekter Steuern, die sie bewilligen wollten, sei weniger als 300 Millionen. Die Art und Weise, wie der Hansabund vorgegangen, sei nur dazu angetan, das tiefste Mißztrauen zu erregen. Es könne gar keine Rede davon sein, daß das Zentrum irgendwo die Interessen irgend eines Standes vernachlassigt habe, auch des Handels= und Gewerbestandes nicht. Gegenuber dem Bund der Festbesoldeten unterstrich der Redner die berechtigten Forderungen der Beamten, die aber niemals im Gegensatz zu den Rechten anderer Stände stehen und keinerlei Gegensatz zu diesen hervorrufen dürsen. Prattisch laufen die Bestrebungen dieses Bundes darauf hinaus, die Beamten noch weiter von der anderen Burgerschaft abzusondern, was niemals zum Wohle des Staates wie des Beamtentuns selbst ausschlagen konne. Wie die„Verhältnisse sich bis zu den nächsten Wahlen entwickeln werden; sei schwer zu sagen. Der Abgeordnete Bassermann habe auf dem nationalliberalen Parteitag sich so ausgedruckt, daß man sagen darf: ich sage nicht so, und sage nicht so, damit man nicht sagen kann, ich habe so oder so ge sagt. Die beste Vorbereitung des Zentrums für die nächsten Wahlen ist die Festigung und Stärkung der eigenen Partei. Mit dem Danke gegen die Redner forderte der Vorsitzende auf zur Kleinarbeit und zur Stärkung der Presse. Theater und Ronzerte. * Spielplan der Vereinigten Stadttheater. Overnhaus. So. 8. 121.(104) A. 6½ U. Die Girondisten.- Mo. 9. Vorstellung außer Abonnement. 6. volkstüml. Vorstellung 7½ U. Undine. - Di. 10. Keine Vorstellung.- Mi. I1. 123.(105.) C. 7½ U. Der Ring des Nibelungen. Vorabend. Das Rheingold- Do. 12. 124.(106.) D. 7½ U Rigoletto.- Fr. 13. 125.(107.) A2. 7½ U. Die kleinen Michus.- Sa. 14. 126.(108.) B2. 5½ U. Der Ring des Nibelungen. Erster Tag. Die Walküre. To. 15. 127(109.) C2. 7 U. Der Prophet.- Mo. 16. 128.(110.) 1 12. 7½ U. Tiefland. Schauspielhaus. So. 8. Nachm 3 U. Aschenbrödel. Abends 7½2 U. Die Jungfrau von Orleans.- Mo. 9. 122. B. 7½ U. Herodes und, Mariamne.— Di. 10. Sonder=Vorstellung für den deutsch=nationalen Handlungs=Gehilfen Verband. 8¼ U. Der Troubadour. - Mi. 11. Keine Vorstellug.- Do. 12. Sonder=Vorstellung für die Kölner Beamten=Vereinigung. 7½ U. Der Familientag.- Fr. 13. Uraufführung. 7½ U Don Juan- Sa. 14. 16. volkstümliche Vorstellung. 8 U. Heimat.- So. 15 Nachm. 3 U. Aschenbrödel. Abends 7½ U. Don Juan, - Mo. 1d. 8 U. Alt=Heidelberg. Sport. k Köln,.Jan.1911. Am nächsten Sonntag verkehren die Sonderpersonenzuge von Köln und Bonn nach Hellenthal. Köln Hauptbahnhof ab.37 vin., Bonn ab.44, Euskirchen ab.50, Hellenthal an.19. Kölner Kirchen=Kalender. Katholischer Gottesdienst. Das„Ewige Gebet“. findet in der folgenden Woche statt: Sonntag, den 8. Januar in St. Severin. Montag,„ 9.„ in St. Pantaleon(Schnurgasse). Dienstag,„ 10. Mittwoch,„ 1I. Donnerstag.„ I. Freitag,„ 13. Samstag,„ 14. in St. Mauritius. in St. Peter. in St. Aposteln. in St. Maria i. d. Kupfergasse. in St. Gereon. NB. Genauere Angaben über das Abhalten des„Ewigen Gebetes“ siehe unten in der Gottesdienstordnung! Um das„Ewige Gebet“ für die Gläubigen recht gnadenreich zu gestalten, sind folgende Vergünstigungen gewährt: I. Ablässe beim„Ewigen Gebet“, (Ablaßbreve vom 5. Mai 1857.) Einen vollkommenen Ablaß gewinnen jene, welche nach andächtigem Empfang der h. Sakramente der Buße und des Altares die Kirche besuchen, wo das„Ewige Bebei“ stattfindet, um dort das allerheiligste Sakrament anzubeten und fromme Gebete nach der Meinung des H. Vaters verrichten. Einen Ablaß von 10 Jahren und 10 Quadragenen gewinnen jene, die, ohne die h. Sakramente empfangen zu haben, wenigstens mit reumütigem Herzen diese Vorschriften erfüllen. Beide Ablässe können auch fürbittweise den Seelen der Verstorbenen zugewandt werden. II. Segenserteilung beim„Ewigen Gebet“. (Hirtenbrief vom 15. Mai 1910.) Kraft päpstlicher Vergünstigung ist gestattet: 1. Der sakramentale Segen um 6 Uhr bei der Aussetzung. 2. Um 1 Uhr mittags nach der Allerseelen betstunde. 3. Nach dem zur Abendstunde üblichen sakramentalischen Umzuge. 4. Um 6 Uhr am andern Morgen beim Schlusse des Gebetes. Die frühesten heiligen Ressen werden morgens um 5 Uhr im Dom und in der St. Josephskapelle(Streitzeuggasse)— die spätesten um 11½ Uhr in den Pfarrkirchen Herz Jesu, St. Ursula, St. Maria=Himmelfahrt(Marzellenstraße), St. Aposteln und in Minoriten(am Museum) gelesen. Sonntag, 8. Jan. I. Sonntag nach Erscheinung des Herrn. (Evangelium: Der 12jährige Jesus im Tempel.) Everhard, Reinhold. In St. Severin Ewiges Gebet. Heilige Messen: 6,.30,.30,.45 feierl. Hochamt, 10 Schulmesse, 11 letzte h Messe. Komplet 6, 10 feierl. Umzug. Am andern Morgen 5 Uhr Hochamt mit Schlußsegen.— Im Dom erste h. Messe 5. H Messen: 6,.45,.30, 8, 9,.30, 11.— In der Klosterkirche der Franziskaner(Ulrichgasse). H. Messen: .30,.30, 8(Kaiser=Wilhelm=Gymnasium), 10(mit Predigt), nachm. 7 Segensandacht mit Predigt.— In der Elendskirche h. Messen: .30, 8 30 und.30(mit Predigt), nachm..30 Andacht mit Predigt.— In der Ursulinenkirche.15 h Messe mit gemeinsch h. Kommunion für die Jungfrauen=Kongregation, 3 Versammlung.— In der Kapelle von der unbefleckten Empfängnis, Gereonskloster, in der h. Messe um 7 gemeinsch. h. Kommunion dis Marien=Vereins. Montag, 9. Jan. Julian und Basilissa— In St. Pantaleon in der Schnurgasse Ewiges Gebet. H. Messen: 6. 6,30, .15,.45,.30, Hochamt.30, letzte h. Messe 11. Nachm.—3 Vesper, —7 Kongregationsbetstunden, 7 Komplet,—9 Herz=Jesuandacht,.30 feierl. Umgang. Nächsten Morgen 5 Schlußhochamt.— In St. Aposteln abds. 6 Andacht zur Bekehrung der Sunder.— In der Elendskirche 6 Allerseelenandacht.— In St. Martin jeden Montag abds. 8, Versamml. der Marian. Burgerkongregation und jeden Montag abds. 9, Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Dienstag, 10. Jan. Paulus Eins.— In St. Mauritius Ewiges Gebet. H. Messen: 6, 7, 8, 10, 9 feierl. Hochamt; 11 letzte h. Messe. Komptet abds. 9(kein Umzug).— In Minoriten erster der 9 untonius=Dienstage. 6 Uhr Aussetzung des hochw. Gutes und Gebet bis 12 mittags. H. Messen: 6, 7, 8, feierl. Segensamt.30. 11 letzte h. Messe mit Segen. Nachm. 5 Antonius=Andacht mit Predigt und Segen. — In Köln=Lindenthal(Pfarrkirche) erster der 9 Antonius=Dienstage. Ordnung wie in minoriten. Abos. o Antoniusandacht.— In St. Jakob 6 Andacht zu Ehren des h. Antonius.— In der Franziskanerkirche(Ulrichgasse) 6 Antonius=Andacht mit Segen.— In Herz=Jesu.30 Andacht für die Verstorbenen, 9 Sühneandacht zum hlst. Herzen Jesu. Mittwoch, 11. Jan. Hyginus.— In St. Peter Ewiges Gevet. H. Messen: 6,.45, feierl. Hochamt 10, 11 letzte h. Messe; 3 Vesper, o Komplet.— In St. Avosteln abds. 6 Andicht mit Segen für die St. Josephs=Bruderschaft.— In Herz=Jesu abds..30 Andacht mit Segen zur Verehrung des h. Joseph.— In St. Johann Baptist jeden Mittwoch, abds. 9, Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Donnerstag. 12. Jan. Ernst.— In der upostelkirche Ewiges Gebet. H. Messen: 6,.50,.15,.45,.50,.30 feierl. Hochamt, 11 letzte h. Messe. Abds. 6 Anbetungsstunde der Bruderschaft von der ewigen Anbetung, 7 Komplet und Lauretanische Litanei.—10 Abendbetstunden zu Ehren Jesu, Maria und Joseph, 10 feierl. sakrament. Umzug mit Segen. Am folgenden Morgen 5 Hochamt, Tedeum, Segen.— In St. Pantaleon(Schnurgasse) nachm. 5 Versammiung des christlichen Müttervereins.— In St. Jakob 6 undacht zu ehren des h. Altarssakramentes.— In der Lazaristen=Kapelle(Stolkgasse) jeden Donnerstag, abds. 9 Sühneandacht zum göttl. Herzen Jesu. Freitag, 13. Jan. Gottirten— Ewiges Gevet in 5t. Maria in der Kupsergasse. H. Messen: 6, 7,.45;.90 feierl. Hochamt; 11 letzte h. Messe. Abds. 6 Komplet;—10 Betstunde; 10 feierl. Umgang. — Im hohen Dom: Schluß der feierlichen Dreikön.gsoktav. H. Messen: 5. 6,.15;.15 Hochamt; 11 letzte h. Messe. Abds. 6 feierl. Andacht, sakrament. Umzug, Tedeum und Segen.— Kreuzwegandacht um.30 in St. Andreas, um o in St. Jakov, St. Johann, 5t. Aposteln;.15 in der Kupfergasse Herz=Jesu=Andacht um 6 in St. Gereon;.15 zu Ehren des h. Kreuzes in der Dominikunerkirche(Lindenstr); in St. Avosteln jeden Freitag, abds. 9 Uhr, Suhneandacht zum göttl. Herzen Jesu. Samstaa. 14. Jan. Hilarius. Ewiges Gebet in St. Gereon, H. Messen: 6, 7,.45,.30;.30 feierl. Hochamt; 11 letzte h. Messe. 3 Uhr Vesper; 7 Komplet,(kein Umgang). Schlußhochamt Sonntag, 15. Januar um 5 Uhr.— Salve=Andacht um 6 in St. Andreas, St. Gereon, St. Jakob;.30 in St. Alban; 7 in der Dominikanerkirche(Lindenstr.) Katholieken Nederlanders en Vlamingen. 8. Januari. Lof en preek in de Ursulinenkerk, Machabäerstrasse na afloop vergadering in een der zaien van het Gezellenhuis, Dagobertstrasse 32, dus niet in„der Gaffel“. Alle leden moeten hun quitantickaart medebrengen. Evangelischer Gottesdienst. Antoniterkirche morg. 8(Beckey), morg..30(Jatho). Christuskirche morg. 10(Wendland), nachm. 5(kliche). Lutherkirche morg. 10 (Wagner), nachm. 5(Goering). Trinitatiskirche morg. 10(Hötzel), Kirchenquartett, nachm. 6(Lie. Radecke). Krankenhaus morg..30 land). Tausen und Trauungen nachm. 3: Antoniterkirche(Hötzel), Christuskirche(Wendland), Lutherkirche(Goedel), Trinitatiskirche(Dr. Viétor). Garnisonkirche mora. 10(Benze), morg. 11.15 Kindergottesdienst(derselbe). Deutz, Johanniskirche, morg. 10(Schmidt), nachm. 4 Krankenhaus: Andacht, nachm. 6(Spandau), morg 11.15 Kindergottesdienst, morg. 11.30 Kindergottesdienst im Speisesaal der Fabrik van der Zypenec Charlier, Mü heimerstraße. Kalk, Presbyterkirche, morg. 8(Benze), morg..15 Krankenhaus: Anbacht(Junkereit), morg. 10(van den Bruck), morg. 11.15 Kindergottesdienst(der elbe), nachm. 6(Junkereit). Schule in Vingst, morg 9 Kindergottesdienst(Meyer). Humboldtkolonie (Bets.) morg. 10(Rosenkaimer), morg. 11.15 Kindergoitosdienst(derselbe). Porz, Kapelle, morg.15(Muhlendyck), morg. 10.45 Kindergottesdienst (derselbe). Nippes, Lutherkirche, mora. 10(Spandau=Deutz), morg. 11.15 Kindergottesdienst(Voswinckel). nachm. 6(derseibe). Riehl(Alt. Schul. haus), morg. 10.15 und 11.15 fällt aus. Ehrenfeld mora. 10(Zeiler), nachm. 6(Pellmann), morg. 11.15 Kindergottesdienst. Trauungen 2 30, Taufen 3. Bonenthal, morg. 10(Rathschlag), morg. 11.15 Kindesgo tesdienst(derselbe), nachm..30(Köln): Tauostummengottesdienst(Rath= schlag) Lindenthal, morg 8 Städt. Krankenhaus Lindenburg(Schmick), morg. 10(Dr. Engelhardt). morg. 11.15 Kindergoltesdienst, nachm. 6 (Schmick). Anglikanische Kirche. The English and American Church(Hotel du Nord). Sunday Sp. vices: Holy Comm. at.30. Mat. at II, a. m. Evensong at 6 rem. Israelitischer Gottesdienst in beiden An Wochentagen: Sonnlag, 8. bis Freitag, 13. Jan. morg..25, abds. (Glockengasse).45,(Roonstr).30. Dienslag abds.(in beiden Synagogen) 4 45. Sabbath, 14.: Vorabend.45, morg..30, Minchah(Glockeng.) 3. Jugendgottesdienst,(Roonstr.) 3, abds.39. Niederschlag seil gestern morgen bis heute morgen d Uhr.0 inm Höchste Temperatur gestern+ 4,0., niedri ste heute+ 03 C. Mutmaßliche Witterung für den 8. Januar: Kalt bis zu leichtem Nachtfrost. Strichweise Niedorschläge(Schnee oder Regen) sind noch wahrscheinlich.3% Wasserstands-Nachrichten am 7. Januar Konstanz, vm. Bodens. 3,10—0,09 in Hüningen, 7om. Rhein 1 48—0,07 m Kehl, 7 vorm. Rhein 2,50—0,03 m Mannheim, 8 om. Rh. 3,54—0,06 in Heilbronn, Zom. Neckar 1,12--0, 2 m Lohr, 8 vorm. Main 200—0,07 m Caub, 9 vorm., Rhein 243—0,03 m Bingen,4.,6v., Rheingau 2,16—0,06 mn Bingerloch 1,73—0, 6 m Trier, 7 vorm. Mosel 1,42—0,12 m Köln, 7 vorm., Rhein 3,01—0,14 in Ruhrort, 8 vm Rhein 248—0,16 i Wesel. 9 vorm. Rhein 2,50—0,20 u. Tiel, 7 vorm. Rhein 3,99—0,15 m Handelsteil des Kölner Local-Anzeigers. htmarkt. Heu, Luzerner, M..00 bis M. 8,40, Wiesenheu, M. 5,80 bis M..80, Roggen-Breitdruschstroh M. 3,90 bis M. 4,40, Krumm- und Pressstroh M..50 bis M..10 die 100 Kil. MaisCod.“-815c1: Rüböl in Partien von 5000 Kil. vorr. 61.00 B Neuss.Januar1911. Fruchtmarkt. Weizen, neuer Hafer, Roggen, neuer Sorte M. 19.70 die 100 Kilo 18.70 14.80 13.80 14,60 13.60 Kartoffeln, M..30—3,70 Heu, M. 2,70-3,29 Luzernerheu M..70—4,20 die 50 Kllo Krummstroh M. 17,00 Breitdruschstroh„ 19,00 die 500 Kilo Kleie M..50 die 50 Kilo Eier„ 13,— diel00Stück Inventur-Verkauf Wesentliche Preisermässigung au die noch vorrätigen Konfektions-Artik als Herren- und Damen-Paletots. Ulster Herren- und Damen-Regenmäntel Damen-Sport-Kostüme Herren-Sport-Anzüge Damen-Blusen Damen-Golf-Jacken Kinder-Garderobe usu. Die herabgesetzten Preise sind neben den bisherigen Preisen deutlich vermerkr. Franz Sauer Hohe Strasse 138—140, Eoke Grosse Budengasse. Hohe Strasse 162. Stollwerckhaus. inday Sp. at 6 rem. zen. .25, abds. Zynagogen) lockeng.) 3, .0 inm + 03 C. ilt bis zu legen) sind 16—0,06 m 73—0, 6 mn 12—0,12 m —0,14 m 48—0,16 m 50—0,20 u. 99—0,15 m .00 bis h M. 3,90 Kil. 61,00 B .30—3,70 die 50 Kilo lie 500 Kilo lie 50 Kilo lie100Stück f au e t. Gereon. Messe. 3 Uhr 15. Januar St. Gereon, Lindenstr.) jen äerstrasse uis, Dago hoeten hun Christushe morg. 10 10(Hötzel), morg..30 ), Christus. titatiskirche 30(Wend. ), ChristusDr. Viétor). dienst(der4 Kranken= gottesdienst, er Zypenamp; d(Benze), den Bruck), Schule btkolonie (derselbe). gottesdienst morg. 11.15 (Alt. Schul. 10(Zeiler), ungen 230, ndesgo tesnt(Rath(Schmick), nachm. 6 Kölner Local-Anzeiger Nr. 7* Sainstag, 7. Januar 1911. e Usw herigen Inventer. Verkaufs: Seite 3 Haus=Versteigerung zu Cöln-Deutz. Dienstag, den 10. Januar, nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Wirtes Reimann, Freiheitstraße 67 s Rentners Franz Fl. 115, Nr. 2142 346, Siegesstraße 20, Hofr., 1 Ar 50 Meter, gegen Zahlungsausstand öffentlich versteigern. Näheres deim Unterzeichneten. Justizrat Treis, Notar in Cöln=Deutz. Gutsinventarverkauf zu Buschbell. Stationen: Groß=Königsdorf und Frechen. Auf Antrag der Frau Wwe. Heinr. Metzmacher wird am Montag, den 16., und Dienstag, den 17. Januar 1911, jedesmal vor mittags 11 Uhr beginnend, das sämtliche Gutsinventar wegen Aufgabe der Land. wirtschaft auf Kredit gegen Bürgschaft versteigert. Darunter besonders: K gute Ackervierde, 22 Stück Rindvieb, davon 9 Kühe, teils melkund tragend, 2 tragende Rinder. Zuchtstier und das übrige lung vieb. 10 Faselschweine. 2 Mäh maschinen, Bamblett& Kersley. Grasmäher, 1 Sämaschine, 1 Häckselmaschine, 1 Staubmühle, 1 F r u c h t h a r t e. 1 R ü b e n m ü h l e. 3 Schlagkarren und 1 lange Karre. 2 Luxuswagen, nämlich: 1 Halb verdeck und 1 offener Wagen, 2und Asitzig. 1 Cambridge-Walze. eiserne 2teil. Glattwalze, 2 eiserne Eggen,1 Kettenschleite, 1 Dreischar 2 Balancepflüge, 1 Schälpflug, Hundspflug,1 Häuselpilug, 1 Zink jauchelass, 1 Webers Patent. Backolen Nr. 2,1 Zentriluge(Berges#rter Alia-Baby), 1 Butterlass, diverse kleinere Ackergeräte. erster Tage um 12 Uhr die Pferde und Geräte u zweiten age um 12 Uhr Rindviey, Schweine und der Rest Bis 12 U,r werden kleinere Geräte verkauft Varzahlungen wir die Häfte de usgeldes nachoelall doser Unbekannte Ansteigerer und Bürgen hahs.?. sähigkeit durch ein Attest ihrer Ortebehörde nachzuwese Glessen, im Dezember 1910. p* Duir. Bochem. Sämtliche Waren bestehend aus Damen- und Mädchen- Konfektion, Herren- und Knaben-Garderoben sind zu enorm billigen Preisen zum Verkauf gestellt. Konfektionshaus zum Waidmarkt Leven Gutsinventar-Verkauf zu Dausweiler bei Brauweiler, Station Groß=Königsdorf. Am Dienstag, den 24. Januar und Mittwoch, den 25. Januar, jedesmal um 11 Uhr beginnend, wird auf Antrag des „In Fr#es Herra Franz Stauff auf dessen Hofgut, wegen gänzliche„A. gave der Landwirtschaft oas lebende u. tote Juventar auf Kredit gegen Bürgschaft versteigert, darunter: 5 gute Ackerpferde, 1 7jähr. Hengst, 1 3jähr. und 1 4jähr. Wallach, 2 4jährige zur Zucht geeignet, 26 Stück Rindvieh, und zwar: 1 Stier(4. Rhein. Zuchtverband), 13 teils frisch melhende teils tragende Kühe, Rest Rinder und 7 Shweine, 1 Halbverdeck mit Geschirr, 2 Reitzeuge mit Sattel, 2 Wagen mit Erntevorricht., 4 kompl. Schlagkarren, 1 Karren mit Jauchefaß,1 Jauchee, 1 4, fl.rv. Göpel, 1 Säemaschine (Dehne), 1 fast neuer Selbstbinder(Deering), 1 Handablage(Bamblett),1 Häckselmaschine, 1 Pferderechen, 1 Handrech., 3 Hundspflüge, 1 Kartoffelhäufelpflug, 1 Kartoffelerntepflug, 1 Schaufelpflug, 2 Dreischare, 1 Kettenschleife, 1 Cambridge=Walze(14 Zentner schwer), 1 Glattwalze(13 Zentn. schwer), 2 hölzerne Walzen, 1 2teil.=Egge, 4 hö herne Eggen, 2 Butterfässer m. Milchgeschirr, 1 Schobertuch, Heureiter, Fruchtsäcke usw., 500 Ztr. Futterrüben, 1 Teil Hausmobiliar, darunter ein großer Küchenherd. 920 Es kommen zum Verkauf von 12 Uhr ab am ersten Tage Pisßos um acke geräte; an Rindvieh, Schweine u. Hausmobilien. Bis 12 Uhr werden kleinere Geräte versteigert. wird die Hälfte des Aufgeldes nachge Glessen, im Dezember 1910. Quir. Bochem. Neues Jahr! Neues Glück In wenigen Tagen Ziehung. Ein Glücks-Kuvert für 6,30 M. enthaltend ades r- Lor 33.30 f. IMohlähok-Lus 3 IA. 10 443 Gewinne Pohliätgheitslose a 1 A. Berliner-r- Losea.30 M. Wegen großer Butterähnlichkeit muß Cobu nach dem Geselz als Margarine bezeichnel werden obwohl es ein garantiert reines Pflanzenprodukt ist. Alleiniger Fabrikant. F..lsserstedt. Elberfeld Büros und Ausstellungsräume Zu vermieten. id Cornelinskraße 2 und beim Hausmeiser. Kölner Meierei verein. Landwirte Moltkestr. 43 Fernspr. 648 Aeltestes u. grösst. Unternehmen am Platze liefert Vollmilch und sämtl. Produkte wie Butter, Buttermilch, Schlagsahne. süsse und saure Sahne In anerkannt vorzügl. Qualitäten sowie Grabambrot. 2r..). Zuckerkranke. Dillmanns t. Konditorei, Herzogstr. 24 Tel 1159: ###bruck„.p, Bachem, Verantwortl. Redakteur: Det Bedendertescortich für Aus der Areiterwelt get. bedenbach; für Anzeigen= und Reklamenteil: Bonifaz Gutberlet. Alle in Köln. 1* OGNAKverschnitt, hochseine Ware, Butacht. d Hrn. Fr. Scholz liegt vor. Vor d. Kauf Prove grat..fl. J2,10.Alleinv. Oskar J. Esser, Krefelderstraße 101. 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Jan. 1911, vormittags 10½ Uhr, ollen in der Pfandkammer Glockengasse 8 in Cöln verstreigert werden: 3 Sofas, 3 Sessel, 3Standuhren, 2 Zimmerteppiche, 1 Füllofen, 1 2fl. Lyra, 2 Tische, 1 Plüschdecke, 1 Anrichte,2Kleiderschränke 3 Schreibtische, 2 Bücherschränke. 1 Eisschrank, 3 Bände von Professor L. Werners Bibliothek, 4½ Roll. Linoleum. 1 Pferdegeschirr, 1 Handwagen, 1 Plateauwagen. Caspar, Gerichtsvollzieher in Cöln*9 Zwanas-Versteigerung Am Montag, den 9. Jan. 1911, vormittags 11 Uhr, ollen Niehlerstraße 86 versteigert werden: 1 Schreibtisch und Stuhl, 1 Sofa, 1 Wandbrettchen, 1 Sofatisch, 1 Nähtisch, 1 Klavier, 1 Regulator, 1 Spiegel, 1 Kronleuchter, Vertiko. Adams, Gerkchtovollgieher in Cöln. Weitere Zwangsversteigerungen auf Seite 9 Siellen Fürstlicher Besuch. Gestern waren wiederum Prinzessin zu Schaumburg=Lippe sowie der Erbprinz zum livo’clok tea im Excelsior Hotel Ernst anwesend.— Prinzessin Heinrich zu Waldeck=Pyrmont ist zu längerem Besuch bei Frau Emil Oelbermann hier eingetroffen. Jubiläum. Als Beamter des Bankyauses Leopold Seligmann ist Herr J. Raffauf am Montag, den 9. d.., 40 Jahre ununterbrochen tätig. Im Jahre 1871 trat er in das Koblenzer Geschäft der Firma ein, wurde aber schon nach zwei Jahren als Kassierer nach Köln versetzt und bekleidet dieses Amt noch heute. Herr Raffauf, der im Jahre 1888 auch Prokura erhielt, ist am Schalter jenes Bankhauses Generationen von dessen Geschäftsfreunden bekannt geworden und genießt mit seiner Familie auch im sonstigen bürgerlichen Leben wohlverdientes Ansehen. Im Joologischen Garten übt augenblicklich die junge Giraffe Margrit, so benannt, weil sie am 27. November, am Kölner Margueritentage geboren wurde, die Hauptanziehungskraft aus. Sie ist in ihrem ersten Lebensmonat 25 Zentimeter gewachsen und hat in dieser Hinsicht ihre beiden Geschwister weit übertrosfen, bei denen nur ein durchschnittliches monatliches Wachstum von 10—15 Zentimeter festgestellt werden konnte. In der Zeichnung weichen die jungen Giraffen bedeutend von den alten ab, indem bei jenen die meisten Einfassungen der gelben Flecken scharf abgegrenzt sind und den ganzen Körper netzartig bedecken. Es entsteht dadurch eine Farbenverteilung, wie sie bei der Somaligiraffe, die als reticulata wissenschaftlich bezeichnet ist, dauernd bleibt. Bei unseren Giraffen, die aus Abessinien stammen, verliert sich diese scharfe Begrenzung mit der Zeit, das Weiß wird breiter und geht allmählich in die gelbbraunen Flecken über, eine Zeichnung, die der Art antiquorum eigentümlich ist. Im Raubtierhause sind wieder Löwen geboren, so daß jenes zurzeit einen sehr reichen Jungtierbestand aufzuweisen hat, nämlich außer jenen noch den jungen Silberlöwen und zwei junge Tiger. A Im Drähistorischen Ruseum(Bayenturm) findet Sonntag, den 8. Januar, durch Herrn Rektor Rademacher ein Vortrag über die Uebergangsperivde von der älteren zur jungeren Steinzeit, die jüngere Steinzeit und die Bronzezeit statt.(Nachmittags 4 Uhr.) Karten zu dem am Sonntag, den 5. Februar stattfindenden Vortrag werden vom 8. Januar ab unentgeltlich von dem Museumsausseher abgegeben. C. Gegen das Rabattmarkengeben macht die Kölner Schweinemetzger=Innung jetzt energisch Front. Am Donnerstag wurde eine Anzahl Metzgermeister in eine Strafe von je 20 M. genommen, weil sie, entgegen einem Beschluß der Generalversammlung nach Neujahr noch Rabattmarken an ihre Kundschaft abgegeben haben. Die Strafgelder werden eventuell zwangsweise eingezogen. * Scala-Cinema. Vom 7. bis 10. Januar werden u. a. folgende Vilder gezeigt: Stierkämpfe in Mimes, Ein Gewittertag, Belisar, Furchen zwischen dem Strudel der Adria, Eine Expreßheirat, Den Schrecken des Meeres ausgeliefert, Türkischer Hausierer, Straßwitz reist in die Sommerfrische. ( Vortrag über Südwestafrika. Am 10. Januar d. I. wiro Fräulein Maria Karow auf Veranlassung der Abteilung Köln der Deutschen Kolonialgesellschaft im großen Saale der Lesegesellschaft einen Vortrag über Sudwestafrika und die deutsche Frau(mit Lichtbildern) halten. Frl. Karow war 3½ Jahre in Südwestafrika. Ihre Erlebnisse und Eindrücke veröffentlichte sie in ihrem Buch: Wo sonst der Fuß des Kriegers trat. Farmerleben in Südwest nach dem Kriege. Der Eintritt zu dem Vortrage ist frei. 2 Anerkannte Leiche. Die am Donnerstag im Rhein am Kaiser=Friedrich=Ufer gelandete Leiche ist als diejenige eines Arbeiters aus Köln anerkannt worden, der seit einiger Zeit vermißt wurde. Vermutlich liegt Unfall vor. ∆. Um Haaresbreite. Ein zwölfjähriger Junge, der in der Pipinstraße auf einem Rollschuh lief, tam turz vor einer Droschke zu Fall. Das Pferd lief über den Jungen weg und ein Rad ging ihm über den Fuß. Erschreckt eilen die Zuschauer herbei und der Kutscher sprang hülfbereit vom Bock, aber alle erstaunten, als der Knabe gesund und munter wieder aufsprang. Das Rad war über den Rollschuh gegangen und hatte diesen nur etwas verbogen. A Anfälle. Am Bonnerwall stürzte gestern ein elfjähriger Junge in den Wallgraben hinab. Ein schwerer Armbruch war die Folae.— Ein Fuhrmann, dem die ganze Last eines Brikettwagens gesuche bringen im() den erhofften Erfolg. auf die Hand schlug, trug eine sehr schwere Verletzung davon. Beide fanden Aufnahme im Hospital Lindenburg. Diebesvolk. Ju letzter Nacht gegen 3 Uhr hörte ein Wächter der Wach= und Schließgesellschaft von der Roonstraße her einen lauten Skandal und Hülferufe. Er sah den Täter fluchtartig über den Königsplatz laufen, dem er nachsetzte, am Hohenstaufenring stellte und festnahm. Es stellte sich heraus, daß der Festgenommene kurz vorher auch in der Lindenstraße ein Schaufenster zwecks Diebstahl zertrümmert hatte, □ Sturz von der Leiter. Am Dreikönigentage gegen 11.30 Uhr morgens fiel ein 41 Jahre alter Anstreichermeister aus Deutz in einem Lokale auf der Hohestraße, wo er eben mit einer Arbeit fertig geworden war, von ener Treppenleiter. Durch diesen Fall zog er sich einen schweren Unterschenkelbruch zu. Man brachte den Mann ins Bürgerhospital. Aus Köln-Klettenberg. □ Frecher Ueberfall. Vorgestern nachmittag traf ein Italiener einen Stallschweizer. Mit ihm ging er nach Köln=Klettenberg. In der Nähe des Fort Komar setzte der Italiener dem Schweizer das Messer aus die Brust und drohte ihn zu erstechen, wenn er sein Geld nicht herausgebe. Der Schweizer gab darauf seine Barschaft im Betrage von etwa 40 M. her und entlief. Auf die Hülferufe des Beraubten wurde ein in der Nähe des Forts befindlicher Offizier mit mehreren Soldaten auf den Ueberfallenen aufmerksam. Der Offizier ließ sofort durch eine Anzahl Soldaten den Straßenräuber verfolgen, der schließlich auch eingeholt und der Polizei übergeben wurde. Aus Köln-Lindenthal. * Verein katholischer Kaufleute. Am Sonntag, den 8. Januar, findet im Kölner Hof, abends 8 Uhr beginnend, eine Werbeversammlung statt. Als Redner ist gewonnen Hr. Dr. Tewes(Essen) von der Verbandsleitung der katholischen kaufmännischen Vereinigungen Deutschlands. (0 Der Handels- und Gewerbeverein veranstaltet am Dienstag, den 10. d.., abends 9 Uhr, im Saale des Kölner Hof einen Lichtbilder=Vortraa, in dem der Japanische Konsul Hr. Gielen über Japan und Korea sprechen wird. Der Vortrag ist öffentlich, Gäste haben, wie stets, freien Zutritt. Aus Köln-Ehrenfeld. § Werkmeister-Bezirksverein Koln-Ehrenfeld. Am Samstag, den 7. Januar findet abends.80 Uhr, Hauptversammlung im Vereinslokal Thebäerstraße 173 statt. Jahres= und Kassenbericht, Vortrag über Hastpflicht und Anschluß an eine Haftpflichtversicherung stehen auf der Tagesordnung. Aus Köln-Müngersdorf. □ Der Männer-Gesang-Verein Lied und Lust begeht am Sonntag, den 8. Januar, im Saale des Herrn M. Nelles, sein 32. Stiftungsfest bestehend aus Konzert, theairalischen Auffuhrungen und Liedern. Insbesondere versprechen einige neueinstudierte Cyöre den Abend genußreich zu gestalten. Aus Koln-Aippes. □ Unfall. In der Koniglichen Hauptwerkstelle stürzte ein in den 60er Jahren stehender Schreiner von der Plattform eines Wagens in den zwischen den Geleisen befindlichen Kanal und trug sehr schwere Kopfverletzungen davon. Ein Arzt leistete iym die erste Hülfe, worauf er mittels Krankenwagens dem Vinzenzhospital in der Eintrachtstraße zugeführt wurde, woselbst er hoffnungslos darniederliegt. Aus Köln-Deutz. * Der Deutzer Krawall. der auf die zweite Schwurgerichtsverivde verlegte Landfriedensbruchprozeß wird wahrscheinlich vertagt werden. Der Haupitäter, der dem Schutzmann Kassel den Hieb gab, durch den der Tod eintrat, ist in Luxemburg verhaftet worden. Es müssen Auslieferungsverhandlungen in die Wege geleitet werden, die bis zu dem Termin nicht erledigt werden können. Aus Köln-Kalk. * Zentrumsversammlung. Wir verweisen nochmals auf die heute abend 8½ Uhr im neuen katholischen Vereinshause stattfindende Versammlung der Zentrumspartei; es werden sprechen Abgeordneter Dr. Pieper, Dr. Wertens(Köln) und Pfarrer Kastert. Zahlreicher Besuch erscheint geboten. 2. Feuer. Gestern abend entstand in einer Wagenfabrik in der Försterstraße Feuer; die freiwillige Feuerwehr konnte es, ehe es größere Ausdehnung angenommen hatte, wieder löschen. Die Kölner Wehr konnte daher gleich wieder abrücken. Aus der Arbeiterwelt. * Zentralverband christlicher Bauarbeiter. Die Zahlstelle Nippes hält am Samstag, den 7. Januar, abends 9 Uhr, bei Dresia, Ecke Turm= und Einheitstraße, ihre Mitgliederversammlung. Die Versammlung der Zahlstelle Ehrenfeld findet Sonntag, den 8. Januar, morgens 11 Uhr, bei Keller, Venlverstraße, statt. Gesellschafts= und Vereinsleben. (0 Die Stenographen-Vereinigung„Stolze“.(Einigungssystem) eröffnet am Montag, den 9. Januar d.., abends 8½ Uhr, in der städtischen Schule Frankstraße 24 für Damen und Herren einen Anfänger=Unterricht in der Stengraphie Stolze=Schrey (Einigungssystem). Kirchliches. P Dom. Heute morgen um 8 Uhr zelebrierte Hr. Domkapitular Dompfarrer Romunde am Muttergottesaltar das Jahrgedächtnis für die am 16. Dezember 1868 hier verstorbene Witwe des Geh. Justizrats Sybertz geb. Charlotte von Steinmacher. Diese vermachte der Stadt Köln ein Kapital von 30000 Mark, dessen Zinsen alljährlich an fünf unbemittelte tugendhafte Brautpaale ausgezahlt werden. Diese Brautpaare haben am 7. Januar der gestifteten Messe beigewohnt; sie wurden hierauf getraut. Aus Kölns Nachbarschaft. 0 Holweide,.Jan.1911. In der heute, Donnerstag, den 5. Januar 1911, unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Bensberg abgehaltenen Gemeinderatssitzung war der Gemeinderat fast vollständig vertreten. U. a. waren die Herren Landrat Dr. v. Schlechtendal(Mült eim a. Rh.), Rittergutsbesitzer Paul v. Andreae (Haus Mielenforst) und Geh. Regierungsrat a. D. v. Sybel(Haus Isenburg) anwesend. Der Vorsitzende gab der Versammlung Kenntnis von einer Anfrage des Herrn Oberbürgermeisters zu Köln, worauf nach eingehender Erörterung einstimmig beschlossen wurde, daß der Gemeinderat bereit sei, in Eingemeindungsverhandlungen mit der Stadt Köln einzurreren. Die vorläufigen weiteren Verhandlungen wurden einer Kommission überwiesen, welche aus neun Herren bestehen soll und zwar je einer aus den Katastergemeinden Merheim, Rath, Brück, Dünnwald und Stammheim=Flittard und je zwei aus den Katastergemeinden Holweide und Dellbrück. Die Wahl der Kommissionsmitglieder soll in der nächsten Sitzung erfolgen. Auf Grund eines früheren Beschlusses des Gemeinderates hat der Vorsitzende bezüglich der für den Bebauungsplan von Holweide von der Königlichen Fortifikation zur Besingung gemachten Schußein Sachverständigen=Gutachten eingeholt. Dieses Gutachten Ter Gemeinderat beschloß, nunmehr das linie wurde betannt gegeben. Der Gemeinertur Gutachten eines Juristen zu hören, welcher sich über die Frage der Entschadigungspflicht seitens der Mititarbehörde bezüglich der in die Schußlinie fallenden und dadurch in der Bebauung beschräntten Grundstücke besonders aussprechen soll. Zwei Antrage auf Bewilligung eines Darlehns aus bereiten Geldern des Ortschaftsvermögens wurden genehmigt. 1 Schlebusch-Manfort,.Jan.1911. Der Katholische Arbeiter= und Handwerkerverein Manfort veranstaltet am Sonntag, den 8. Januar, abends 5 Uhr, einen Weihnachtsabend als Familienfest für seine Mitglieder im Lotale des Hrn. Fuck (Manfort. Auch Nichtmitglieder neost Familien sind willtommen Im Programm des abends sind vorgeseyen: ein Weignachtsstuck, gespielt von Kindern, eine Verlosung, ein lustiges Stuckchen und musikalische Tarbietungen. 0 Dellbrück,.Jan.1911. Eine große Zentrumsversammlung findet am Sonntag, den 8. Januar 1911, abends 8 Uhr, im Saale von Hru. Wiihelm Mosbach statt. Unser Reichstagsabgeordneter Hr. Oberlandesgerichtsrat Marx(Tusseldorf) wird sprechen über die politische Lage und seinen Wahlern Bericht erstatten. * F r e c h e n, 7. J a n. 1 9 1 1. A m S o n n t a g, d e n 8. J a n u a r, f i n d e t abends.30 Uhr im Schützenhause eine große Zentrumsversammlung statt. Als Reoner sind gewonnen Generaldirettor Dr. Pieper Reichs= und Lanotagsabgeordneter, und Nattor Kastert(Kalk) Vorsitzender des Wahltreises Köln=Land. — G A. 2 □ 6 6— — 63 8— 6— Vertre 62 6 * „Gar Gesch. Feuilleto D I 38 Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 7 a Samstag, 7. Januar 1911 Auf allen beschickten Aus stellungen preisgekrönt. Weltausstellung Brüssel 1910 Gold. Medaille. Ihr Auftreten, freie Fuss- und Zehenbewegung im hygienischen Chasalla-Normalschuh. Für Ball, Tanzstunde, Theater, Empfänge die bevorzugte elegante Fussbekleidung. D. R. P. 165 545 D. R. P. 179 97 O. R. P. 196 721 Schuhges. Schorn& Zeyen Fernsprecher 370, 4044. Comptoir Heinrichstrasse 42. meister Piscilnach& Ce G. m..H. Spezialsorten: la. Zechenkoks für Zentralheizungen, la. Anthrazitnusskohlen für Hausbrand. 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Mimancherlei Entäuschung en und Mißerfolge das eine lichte Zukunft schwergemacht, und daß er nu einer gesicherten Stellung sich erfreuen dürfe. verschwieg er in ängstlicher Scheu: daß ihr Bild ih wie, ein guter, lieber Stern in der Seele gestan bunklen Tagen trostend und zu neuem Hoffen Und in frohen Stunden wie ein glückliches Läche über glitt er hinweg. Nicht das leiseste Ande. den Weg über seine Lippen. Und doch hatts hl se e. s ceche he ese se c c Herzen. Du bist das Weib, das ich liehe, seithien Fenne. Ich durste es dir as.ich liebe, seidem Gedanken legen, dann käme vielleicht wenigsten Stückchen Glück heraus. Aber natürlig das Kompromiß nicht einlassen, sondern Mein Fräulein, ich bedauere sehr. einmal, nicht wahr? Und für Sie noch nie sonderliche Sympathien. Warum dachte sie dies blöde Zeug eigentlich zynisch als spöttisch, jedenfalls bestimmt blöl Hatte sie nicht viel mehr Anlaß, die Hände zu schlagen und in ein bitteres Weinen ihr leises, stilles Träumen vom ging? Wie ein totes Sommerblatt v reisigen Herbststurmes hinter dürre wurde? wenn sie jetzt allein gewesen wäre. Aber gggangs##. noch nebe. Ihr ging, mußte sie die Maske starren Eleuhgültigseins vor dem Gesicht tragen. konnte sie ihm söchstens ein herausgequältes Wort des Mitleids sagen und dazu fand sie sich auch nach Minuten starren Schweigens die, Ivr.,(0t. en Ja gefoigt waren, endlich b. Sie sprach es sich erst in Gedanken mühsam vor, als müsse sie ihren, Sptuch mechanisch einlernen, als zittere sie vor seacg.e eee cich cheche eche selmensen uns am enten Ende werden Sieschon daruiber s für mich noch ein h: er würde sich auf achselzuckend sagen: sehr. Man liebt doch nur hegte ich überhaupt #klich, das eher blöde, albern war? de vor das Gesicht auszubrechen, daß vom Glück so jäh in Trümmer tt von dem eisigen Odem tote Hecken geweht „. dersie es bir nur nicht si sichts als meinen Mut, der Misere rotige Stirn zu bieten, und die Ho sicher Beziehung einmal bodenständig i. Stan bi., ia 2. Aber nun muß ich Git elicht ezne kr. frei. Du gabst schon, inmal sissen. Seite 6. Kölner Local-Anzeiger Nr. 7&a Samstag, 7. Januar 1911. Eine rheinische Protestversammlung gegen die Reichswertzuwachssteuer. 40 Köln,.Jan.1911. Im großen Saale der Bürgergesellschaft fand gestern vormittag in Sachen der Reichswertzuwachssteuer eine nicht nur aus Köln und Umgegend, sondern auch aus entfernteren Orten der Rheinprovinz äußerst zahlreich besuchte Versammlung statt. Städtische und vor allem ländliche Haus= und Grundbesitzer, Baugewerbetreibende, Handwerker und Mieter waren erschienen, um ihrer Meinung über den vorliegenden Gesetzentwurf Ausdruck zu geben und in letzter Stunde zu versuchen, die Gesetzeskraft des Entwurfs zu verhindern, oder aber wenigstens durchgreifende Aenderungen durchzusetzen. Der große Saal war nebst der Galerie voll besetzt; selbst in den Gängen standen enggedrängt zahlreiche Zuhörer. Die einzelnen Redner beleuchteten den Entwurf von den verschiedensten Seiten, und alle fanden ungeteilten Beifall. Es war eine machtvolle Kundgebung, die nicht ohne Eindruck bleiben kann. Von den Abgeordneten bemerkten wir nur die Herren Trimborn und Frank. Gutsbesitzer Bollig, der vorzügliche Leiter der Versammlung, begrüßte besonders die Abgeordneten, die gekommen seien, um zu vernehmen, wie bitter man in den beteiligten Kreisen diese schwere Vorbelastung des Haus= und Grundbesitzes empfinde und welche besondere Härten dem vorliegenden Gesetzentwurf anhaften. Landwirte, städtische Haus= und Grundbesitzer, Vertreter des Baugewerbes, Handwerker, Kleingewerbetreibende und Mieter sind hier erschienen, um auf rein wirtschaftlichem Boden sich zusammenzufinden und frei von jedem parteipolitischen Anstrich ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten und zu versuchen, sie vor den schweren Schädigungen zu bewahren, die ihnen durch die Reichswertzuwachssteuer drohen. Rechtsanwalt Dr. E. Wirtz III beleuchtete den Entwurf vom juristischen Standpunkt. An einigen Beispielen beleuchtete er zunächst die unklare Fassung des Entwurfs. Er glaube sogar sagen zu können, daß noch eine Reihe von den Abgeordneten, die binnen kurzem über den Entwurf zu beschließen haben, noch recht schiefe und mangelhafte Ansichten über die Wirkungen des beabsichtigten Gesetzes haben. Was will der Entwurf eigentlich? Er gibt sofort in seinem ersten Satze die Antwort, daß er beim Uebergange des Eigentums an Grundstücken von dem Wertzuwachs, der ohne Zutun des Eigentümers entstanden sei, eine Abgabe erheben wolle. Mit diesem Grundsatz können wir uns, glaube ich, alle einverstanden erklären; denn jeder wird sagen: Wenn jemand ohne sein Zutun einen besonderen Gewinn oder gar einen ganz großen Gewinn gemacht hat, dann kann man es verstehen, daß ein geldbedürftiger Fiskus, der zudem noch den Anspruch darauf erhebt, diesen Gewinn mit herbeigeführt zu haben, auch von diesem Gewinn eine entsprechende Steuer haben will. Es kommt eben alles darauf an, welcher Wertzuwachs als unverdient herausgerechnet, also steuerpflichtig gemacht werden soll, und wie viel von diesem Wertzuwachs als Abgabe erhoben werden soll. Was zunächst die Berechnung des unverdienten Wertzuwachses anbelangt, so stellt der Entwurf ein überaus kompliziertes, schwer verständliches System auf. Der Hauptgrundsatz für die Berechnung lautet:„Als steuerpflichtiger Wertzuwachs gilr der Unterschied zwischen dem Erwerbspreis und dem Veraußerungspreis.“ Da nun dieser rohe Unterschied offenbar niemals den unverdienten Wertzuwachs darstellen kann, so werden, um diesen zu finden, einerseits vom Veräußerungspreis Abzüge und anderseits zu dem Erwerbspreis Zuschläge gemacht. Von der Höhe dieser Zuschläge und dieser Abzüge hangt somit sehr viel ab. Es werden nun dem Preise, welchen der Veräußerer früher selbst bezahlt hat, zugeschlagen: I. als Kosten seines Erwerbes 4 Proz. seines Kauspreises; falls er aber mehr als 4 Proz. hat aufwenden müssen, nur der nachweisbare Mehraufwand, wobei aber an Vermittelungskosten nur eine ortsübliche Gebuhr eingesetzt werden darf; 2. durfen zugeschlagen werden die nachweisbaren Aufwendungen des Eigentümers für Bauten, Umbauten und sonstige dauernde Verbesserungen, soweit sie nicht zu den gewöhnlichen laufenden Unterhaltungs= und Bewirtschaftungskosten gehören und nur soweit sie zur Zeit der Veräußerung noch vorhanden sind. Baugewerbetreibende dürfen hierbei noch als geringen Unternehmergewinn 10 Proz. des Wertes ihrer eigenen Arbeiten einsetzen; 3. können die Aufwendungen und Beiträge zu Straßenverkehrsanlagen, Kanalisierungen usw. angerechnet werden; 4. in Anbetracht des gesuntenen Geldwertes noch 2½ Proz. des Ankaufspreises und der Aufwendungssummen pro Jahr der Besitzdauer, soweit diese Summe den Betrag von M. 100 pro Ar nicht übersteigt, event. bei unbebauten Grundstucken 2 Proz., bei bebauten 1 Proz. des Erwerbspreises zuzüglich gewisser Aufwendungen. Der Ankaufspreis mit diesen vier Zuschlägen bedeutet im Sinne des Gesetzes den Erwerbspreis. Von der Verkaufssumme werden folgende Abzüge gemacht: 1. die dem bisherigen Eigentümer zur Last fallenden Veräußerungskosten, einschließlich der ortsüblichen Vermittelungsgebühr, auch wenn eine erheblich höhere Gebuhr bezahlt ist, was recht häufig vorkommen soll; 2. der Wert der mitveraußerten Feldfruchte und Maschinen, welche ja keinen Teil des wirtschaftlichen Wertes des Grund und Bodens bilden; 3. die Nutzungsverluste, welche der Eigentümer etwa gehabt hat, jedoch mit nicht mehr, als diese Nutzungen hinter 3 Prozent der geringen ursprünglichen Ankaufssumme zurückgeblieben sind, und nur für höchstens 15 Jahre. Wenn von der Verkaufssumme diese drei Arten von Abzügen berücksichtigt sind, erhält man den gesetzlichen Veräußerungspreis. Von diesem zieht man den gesetzlichen Erwerbspreis ab und hat damit im Sinne des Entwurfs den Wertzuwachs, der angeblich unverdient und deshalb steuerpflichtig sein soll. Und in welchem Maße wird nun dieser durch ein unglaublich ausgeklügeltes System berechnete Betrag versteuert? Das Gesetz stellt 21 Steuerklassen auf, in denen nicht weniger wie 10 bis 30 Prozent des Wertzuwachses des eben berechneten, angeblich unverdienten Wertzuwachses an den Fiskus gezaolt werden müssen, je nachdem der Zuwachs in einem bestimmten Verhältnis zum Erwerbspreis, von 1 bis 290 Prozent desselben, steyt. Auch wird noch die Länge der Besitzdauer berücksichtigt, indem der Entwurf richtig von der Anschauung ausgeht, daß ein Gewinn, der in kürzerer Zeit entstanden ist, höher besteuert werden muß, als ein solcher, der sich in langerer Zeit allmählich angesammelt hat. Auf diese Weise erspart dem Eigentümer jedes Jahr der steuerpflichtigen Besitzoauer 1 Prozent des Steuersatzes bis zum Höchstbetrage von 30 Prozent desselben, wenn die Besitzdauer 30 Jahre war. Das heißt also: Wenn jemand bei einjähriger Besitzoauer 10000 M. Steuer zu zahlen hätte, hätte er bei dreißigjähriger Besitzdauer 7000 M. zu zahlen. In dem Vorstehenden habe ich Ihnen so kurz wie möglich und unter Uebergehung einer ganzen Reihe zum Teil nicht unwichtiger Einzelheiten das große Gerippe der Steuerberechnung darzustellen versucht, wobei ich von dem Grundbeispiel ausging, daß ein Eigentumer sein Grundstuck verkauft. Das Gesetz soll aber nicht nur für den Fall des Verkaufs eines Grundstuckes geschaffen werden, sondern noch für eine ganz gewaltige Zahl anderer Rechtsvorgänge, so namentlich die Geschafte, welche fur das Gebiet der Gesellschaften in Betracht kommen, also für die Gesellschaften mit beschränkter Hastung, die Kommanditgesellschaften, die Gewertschaften, die eingetragenen Genossenschaften, die eingetragenen Vereine, die offenen Handelsgesellschaften, die gewöhnlichen Gesellschaften burgerlichen Rechts, die Attiengesellschaften und die Kommanditgesellschaften auf Aktien. Wenn in solche Gesellschaften Grundstücke eingebracht, oder aus ihnen entfernt werden, wenn die Gesellschaftsmitglieder ihre Anteile am Gesellschaftsvermögen wechseln, wenn neue Gesellschafter aufgenommen werden, wenn Gesellschaften sich miteinander verbinden, oder ihre Verbindung lösen, oder wenn eine Gesellschaft in die andere übergeht, müssen immer die Bestimmungen des Zuwachssteuergesetzes berücksichtigt werden. Die Steuerpflicht ist auch nicht nur vorgesehen für den Besitzwechsel von Grunostücken, sondern auch von Bergwerkseigentum, von Schiffsmühlengerechtigkeiten, Fährgerechtigleiten, Apothekengerechtigte ten, Erbbaurechten und sonstigen Arten von Wirtschaftsgerechtigteiten; insvesondere ist auch weitgehende Vorsorge dafür getroffen, daß das Gesetz möglichst wenig umgangen werden lann. Von hervorragendem Interesse sind dann wieder die Fragen, wer die Steuer zu tragen hat, und wie sie sich der Fiskus sichert. Grundsätzlich soll der Veräußerer die Steuer tragen. Neben ihm haftet aber auch der Erwerber in Höhe von 2 Prozent der gesamten Verkaufssumme. In Zukunft muß also der Käufer eines Grunostuckes von 100000 M. gewartig sein, daß iym der Staat noch nachträglich 2000 M. abnimmt, wenn er sich nicht vorgesehen hat, daß sein Veräußerer die Steuer auch wirklich zahlt. Damit nun die neue Steuer möglichst viel einbringen soll, muß die Zeit, für welche der Wertzuwachs zur Steuer herangezogen werden kann, möglichst lang sein, und so bestimmt denn auch der Entwurf, daß jeder Zuwachs, der innerhalb der letzten 40 Jahre vor dem steuerpflichtigen Rechtsvorgang entstanden ist, getroffen werden soll. Wenn also z. B. Kinder ihren Grundbesitz von den Eltern oder Großeltern ererbt haben, dann aber aus diesem oder jenem Grunde verkaufen, oder wenn einer von ihnen bei einer Teilung den Grundvesitz für sich allein erwirbt, dann muß der ganze Wertzuwachs, der während der letzten 40 Jahre auch bei Lebzeiten der Eltern oder Großeltern und während der Zeit des gemeinschaftlichen Besitzes entstanden ist, von demjenigen, der nun zufällig der Veräußerer ist, versteuert werden. Im Reichsschatzamt erhob man nun die Frage: sollen die steuerpflichtigen 40 Jahre ihren Anfang mit dem Tage des Inkrafttretens des Gesetzes nehmen, oder sollen sie schon in der Vergangenheit liegen dürfen? Ich komme hier zu einem Teil des Entwurfs, der die größte Erregung hervorgerufen hat. Der Reichsschatzsekretär Wermuth und mit ihm die Reichstagskommission wollen nämlich dem Gesetz „in zweifacher Richtung rückwirkende Kraft“ geben. Es soll: 1. auch der Wertzuwachs versteuert werden, welcher schon vor dem Inkrafttreten des Gesetzes entstanden ist, und es sollen 2. auch solche Geschäfte steuerpflichtig gemacht werden, die nach der Einbringung der Vorlage im Reichstag, also lange vor dem Inkrafttreten des Gesetzes, seit dem 12. April des vorigen Jahres, in voller Unkenninis des noch nicht einmal beschlossenen Gesetzes abgeschlossen wurden. In beiden Beziehungen ist der Mut, mit welchem man dem deutschen Volke solche rückwirkende Bestimmungen aufhängen will, nicht genug anzustaunen. Jeder Wertzuwachs, der einem Grundstück seit dem 1. April 1885 entstanden ist, soll von demjenigen, der nun zufällig nach dem 12. April 1910, das Grundstück realisiert, es also in Geld oder Geldeswert umjetzt, versteuert werden. Was das in der rauhen Wirklichkeit zu bedeuten hat, will ich kurz an einem der Praxis entnommenen Beispiel erläutern Eine hiesige Familie F. nahm im Jahre 1883 eine Teilung vor. bei welcher hauptsächlich Grundstücke in Betracht kamen, die in den kölnischen Rayons liegen und für deren Jayrzeynte dauernde Entwertung der Staat gar keine Entschädigung gewährt. Damals wurden sie für jeden mit ungefähr 3000 M. bewertet. Der eine bekam damals dies uno der andere jenes Grundstück. Die übrigen Familienzweige hatten ihren Besitz im Laufe der Zeit schon vor dem 12. April 1910 veräußert. Nur einer war nicht so vom Zufau begünstigt, daß er schon vor diesem Tage einen Kaufer gesunden hatte. Am 10. Mai 1910 verlaufte er nun seine 1½ Morgen für 81300 M. Das hier fragliche Geschäft unterlag auch der kölnischen Zuwachssteuer, und der Mann wurde zu 670,29 M. Steuer veranlagt. Was hat derselbe Mann nun nach dem Entwurf zu zahlen? Zu seinem Tilungspreis von 3000 M. werden noch 1820 M. aus der vierten Klasse der Zuschläge hinzugezogen, so daß der Erwerbspreis mit 4820 M. in Rechnung gestellt werden muß. Von dem Verkaufserlös werden die Proviston von 813 M. und ungefähr 2000 M. Nutzung=verlust abgezogen, so daß der Verkäufer einen angeblich unverdienten Wertziwachs von 78 487 M. versteuern und hiervon 17659,40 M. Abgabe zahlen muß, eine ganz unerhörte Summe; seine Bruder, die gerade noch vor dem 12. April 1910 verkauften, zahlen gar nichts. Wir erleben es hier, daß ein Mann, der ein jährliches Einlommen von ungefähr 3= bis 4000 M. hat, auf emmal eine Steuer von 17 000 Mark bar auf den Steuertisch seines geliebten Vaterlandes niederlegen soll. Als dieser Mann am 10. Mai 1910 seinen Besitz, den er bis dahin in muhevoller Arbeit bewirtschaftet hatte, verkaufte, hatte er keine Ahnung davon, daß eine Reichswertzuwachssteuer überhaupt nur drohte. Eines Tages machte ihn irgendein guter Freund auf die neue zukünftige Steuer aufmerksam, und jetzt erst erfuhr er, daß er plötzlich um mehr als die Hälfte seines ganzen Vermögens armer sein sollte, daß er wahrend voller 25 Jahre einen stillen Teilhaber hatte, den er garnicht gekannt halte, der kein Risiko mittrug, der iym alle Lasten allem aufburdete, der aber jetzt noch mehr als den halben Bruttogewinn der 29 Jahre, einer ganzen Menschenalters, für sich beansprucht. Wenn er das hatte a. nen können, hätte er lieber garnicht vertauft oder einen anderen Preis verlangt. Wie komme ich dazu, zu sagen,„der Mann verkierl die Hälfte seines ganzen Vermögens?" Das Grunostuck war seil den Jahre 1883.t Hypotheken belastet worden. Der Mann hatte ja auch ein Recht dazu, das Vermögen, das er als sein ihm allein gehöriger Eigentum ansah, durch die Aufnahme von Hypothelen wirtschaft lich auszunutzen. Er konnte doch unmöglich ahnen, daß im Deutschen Reiche einmal eine Zeit kommen könne, in der ihm die Halft fein Ver wie 9 sei den D auf thek zu 3 nort noch von hatt Died It berse fahr e i Ge scer lich Klang dieser Worte brachte sein ganzes Denken vorher zum Ausdruck. Reginens Augen richteten sich mit einem vollen Blick auf sein Gesicht. Ein herber Vorwurf lag darin. Er las ihn gewiß und deutete ihn: Weshalb kehrst du immer noch nicht um? Soll ich es dir denn noch gewisser sagen, daß dein Warten nutzlos ist? Er zulte zusammen und blieb stehen. Ja, sie hatte eigentlich recht!„Tor, der ich bin!“ dachte er im Selbstvorwurf und zog die Uhr. Unverwandt auf das Zifferblatt starrend, sagte er:„Ich muß nun leider zurück, sonst versäume ich meine Sprechstunde um fünf.“ „Das dürfen Sie natürlich nicht, Herr Doktor.“ „Gewiß nicht.“ Er steckte die Uhr hastig ein und reichte ihr die Hand hin. Seine Augen gingen an ihr vorüber und fanden hinter dem Erün der sich lichtenden Bäume rote Ziegeldächer.„Da ist wohl schon Oerbingen, das eifersüchtige Oerbingen, das den Nachbarort haßt und mich nicht liebt.“ Er lächelte gezwungen.„Ich glaube, es gibt in ganz Oerbingen keinen Menschen, der mir gewogen ist." Sie preßte die Lippen hart zusammen, als müsse sie den qualvollen Aufschrei: Ja, einen doch! gewalisam zurückhalten. Ganz lose lag ihre Hand in der seinen. Und er machte sich stark, die ihre nicht anders zu berühren. „Auf Wiedersehen!“ sagte er dann ganz förmlich, wie man es immer sagt. Auch dann, wenn man auf kein Wiedersehen hofft oder in Gedanken hinzufügt: Eigentlich ist mir wenig, schließlich nichts an einen, neuen Begegnen gelegen. Sie faßte es so auf. Wollte ihm auch sagen, daß sie auf ein Wiedersehen nicht warte.„Viell icht!" erwiderte sie mit der letzten Kraft, die es ihr ermöglichte, kühl zu sprechen.„Aber es ist so ungewiß. Ich gehe bald aus Oerbingen fort.“ Sie machte eine Pause.„Hoffentlich wenigstens.“ „Ah,“ durchzuckte es ihn,„die Hochzeit ist nicht mehr fern!" Er biß sich auf die Lippen, um ihr das nicht sagen zu müssen, fragte auch nicht, wohin sie ginge und warum sie ginge. Als er glaubte, ohne Schwanken in der Stimme erwidern zu können, sagte er nur noch:„Viel Glück dann! Und nun leben Sie wohl, Fräulein Garding!“ „Adieu, Herr Doktor!“ Der leise Klang aus ihrem Munde traf sein Ohr, als er sich schon abgewandt hatte. Mit weitausschreitenden Füßen entfernte er sich, ohne einen Blick zu ihr zurückzusenden. Sie sah ihm nach, wie in einem wirren Traum stehend. Und als er hinter einer Wegbiegung verschwunden war, fiel der letzte Rest ihrer mühsam bewahrten Fassung in sich zusammen. Ein wildes Fluten namenlosen Jammers durchbrauste ihre Seele. Mit einer taumelnden Bewegung trat sie zur Seite und vergrub das Gesicht in den gegen den moosigen, graugrün schimmernden Leib einer Buche gelehnten Arm Und unter der frühlingsgeschmückten Krone des alten Waldriesen, der im vollsten Licht der Maisonne stand, daß es wie eitel Gold über ihn ausgeschüttet lag, wie eine strahlende, schimmernde Freude und junges, seliges Leben, trug Regine Garding ihre tote Hoffnung auf Glück mit einem wehen, leisen Weinen zu Grabe. Eist nach langen Minuten entwand sie sich den Armen dieses Weinens und machte ihre Seeie still und stark. Eine leise Wehmut allein blied. Die führte ihr Sinnen zu einem alten Liede hin. Und während sie langsam der Stadt zuschritt, ließ sie ihre Gedanken über die schlichten Reime gleiten. Wie ein letztes Wehtun durchzitterte es ihr 11. Kapitel. „Hätt' mir ein Gärtlein koren Von Veil und grünem Klee; Ist mir zu früh erfroren, Tut meinem Herzen weh; Ist mir erfror'n bei Sonnenschein Ein Krant Jelängerjelieber, Ein Blumlein Vergiznichtmein.“ Des Jahres gesegnete Höhe mit dem starkpulsenden Schlag schaffenden, fruchterzeugenden Lebens und dem lichten, blütenüberhangenen Gewande wurde für Regine eine stille Zeit, die mit ernsten, oft traurigen Augen lang am an ihr vorüberglitt. Eine rechte Freude am Dasein wollte nicht wieder aufkommen. Manchmal deuchten sie ihre Tage eine große graue Last. Und häu ger fragte sie sich: Hal mein Leben noch einen Zweck? Sie verglich es mit einem stagnierenden Teiche, den Schilf und Binsen allmählich überwuchern und endlich töten, und sie glaubte nicht, daß es je wieder einem fließenden Wasser gleichen würde, das in ewig junger Kraft zu Tal eilt und dem alten Meer neues Blut in die gewaltigen Adern stürmt. Eine andere Wohnung hatte se erst nach tagelangem Suchen und zahllosen kränkenden Avweisungen bei einem alten, halbtauben Mütterchen gefunden, das vor den Toren der Stadt ein kleines, armseliges Häuschen besaß. Allerdings breitete eine Fülle klimmenden Efeus an den Giebeln liebevoll einen grünen Mantel über seine Baufälligkeit, und die Fronten waren von Kletterrosen und Pfeifenkraut lieblich übersponnen. Aber die Ziegel des vom Alter geschwärzten Daches hinderten dem Regen den Eintritt nicht, und an stürmischen Tagen kroch der Wind durch Fugen und Löcher des Fachwerks. Börbel Zeisig war weder neugierig noch mitteilsam auch nie lustig wie ihr besiederter Namensvetter. Sie ver# stand sich daraus, dem Tag bei seinem Beginn ein ebensc mürrisches Gesicht zu zeigen, wie an seinem Ende, o# er nun selbst griesgrämge Züge aufwies, oder mit hellstem freundlichstem Lächeln die Stunden gebar. An ihrer neue# Hausgenessin ging sie fast teilnahmlos vorüver, sellen nur kam es zu einem knappen Gruß, nie zu einer karge Frage oder einem kurzen Erzählen. Regine war das alles recht so. Sie war froh,## unbehelligt zu wissen, und empfand etwas wie Dankbarke gegen das Schialsal, das sie in diesem Hause ein Unter kommen hatte finden lassen.(Forts. folgl herangezogen denn auch der ten 40 Jahre ist, getroffen esitz von den s diesem oder nen bei einer nn muß der ihre auch bei der Zeit des gen, der nun en die steuer. des Inkrafter Vergangenr die größte tär Wermuth ch dem Gesetz ben. Es soll: hon vor dem ollen 2. auch iach der Eindem Inkraftn J a h r e s, i n n Gesetzes aber Mut, mit Bestimmungen tzuwachs, der ist, soll von das Grunditzt, versteuert hat, will ich 1 erläutern Teilung vor. en, die in den auernde Enthrt. Damals et. Der eine Die übrigen schon vor dem om Zufall beifer gefunden Morgen für der kölnischen Steuer verburf zu zahnoch 1820 M. daß der Er1 muß. Von l. und ungeder Verkäufer 487 M. ver1h, eine ganz dem 12. April es Einlommen der von 17 000 undes nieder. en Besitz, den se, verkaufte, zuwachssteuer endein guter und jetzt erst seines ganzen ler 25 Jahre it hatte, der rdete, der aber Jahre, einer er das hatte einen anderen Mann verkierl war sell den nhatte ja auch lein gehöriger en wirtschaft zim Deutschen n die Halft irkpulsenden und dem für Regine zen lang am asein wollte ie ihre Tage sie sich: Hal s mit einem allmählich e nicht, daß würde, das alten Meer tagelangem i bei einem s vor den schen besaß. feus an den seine Bau errosen und Ziegel des Regen den ch der Wind mitteilsam r. Sie vers i ein ebense a Ende,# mit hellstem ihrer neuen üver, sellen einer kargen ar froh, sich Dankbarke ein Unter horts. folgl. dem Schutze der Gesetze desselben Reiches erworbenes Grund eines neuen beispiellosen Gesetzes gewaltsam wieder weggenommen werden könnte. „Diesen### geht es noch verhältnismäßig gut, weil ihm nur sein galbes Vermögen abgenommen wird; andere dagegen wer den noch ganz bedeutend meor getroffen. denwer . zill z. B. jemand ein Grundstuck von 100000 M. verkaufen Gele lasten en... weniaer normal ist, 75000 M. Hypon dem aber meinetwegen 19 000 M. Zuwachssteuer zu zahlen sind, dann bleiben ihm von seinem Reinüberschuß, welcher normalerweise 25000 M. betragen müßte, nur 6000., also noch nicht ein Viertel seines Vermögens und zwar des Vermögens #.n ion##bielen Jahren in dem Glauben gelassen Bieß genden ios....““ wenn es ihm nicht gerage ein versenie weischer i.##t## gnoch schlimut. es wird nicht nur a ster den Viertenmaichn P oder in der Person seiner Vore 887 Wer,#twach, erhalten bal., gekkoffen; sondern auch seine Gläubiger haben das Nachsehen. Ganz besonders schwer werden die Grundbesitzer von Raron-Parzellen getroffen. ## Sstüce fing meistens vom Großvater oder Vater #nd hab lange Jahre entweder ihren Besitzer nur kümmerlich durch angestrengten Gärtnereivetrieb ernahrt, oder, wenn ein Kapitalist iyr Besitzer war, meistens nicht nur keine Zinsen, son dern jahraus, jahrein große Verluste gebracht. Der eiserne Gürtel weige., die Fenungsstadt umschoß, war fur sie ein noch besonders Vergogeng anensgich wgcie. soe wermnate Ausbeauung bes seit langen Jahren die Grundstücke, die hier Des egalge, hals Hoait en. Haus euche und auser os as Acsdoas beokatet mreher beach iegen der musen uit nicht, wie er gern wolle an Eigentumer konnte lält as alsereice berte egrencuse ltng gn. P= s einen vom Nech konguüch brat. Sese elsce aes scele ese e Paschaten alg Sheneineag u cueren Gonnaeu, Wagrend ihr meur Jairen einen angzeu aus Lindental schon seit 20 oder Weichaer wunger ic erschlosen werden dounen) Das Reich ldr Selsgen“ de die die vuohn esrgn.2e=chadet hade, dasz ic e nommen at, dir eine entsprectenge Ertn dese dene Aiöglichtelt deoa nun einnat in diesem Augenbick der u. iu begrunden; aber von mir setbst ausgetlugelten dier, der Verizuwachs insolge der Eischeinung trit, gede.“ mir das weaze de 1 unter Holm und grurt u nicht schart genug zu verurteilen. bracht dat. Greatigtet gat, Versandas haben, üder ie Jedern aiu Seriae egteh lid Lausch dan der Lochauson genslteue er. worden. Das ist einsag eine Gewalin.uen medergetimnmt iun einem modernen Nechtstaat keinen viaz daem Reichschazsetreichr Aermuth. und deus. dut Wer gibt denn bas moratisch begrundete Recht, Jol den Vteichstageaboeoroneten abzuneomen; Wer gubt ihnen das slen. so schwer belastete Klasse der Grundbelilber mit dieite Steuer einsetig zu belasten7 Das ist doch schar dust gpesptellosen das ist doch eine nackte, unverhullte Eige eg Steuer urgendein noch nigt gauz nvilisterterzun tnigzebung! Wbenn Amertlas eine solche Konsasaturn vantrotter Staat Mittel. wurde man schlieslich darauf hinweisen auuuu u u. aon2 baatrot ist, und daß man dart kenngsen dat, dieser Stagt eben liegen tinne. Aenn ader das grons a aurwbaichen Miaßstad anNeich eine solcgze ungerechte Saer““ gewalige, machtvolt Deuische angeblich nus 13 Mllonen beschlieben solle. danr u u. nigt wundern, wenn andere Staat nn 10 seien doch die Finanzen schon sehr a.-cten, in Deutischen Reiche nur noch wenig Kredit, weil es nur noch m seiten erat valancieren könne. Es sag u underechten Steuern Gesetz geschaffen werden, das feilerich den biäzergn. erhaltenden Faktoren als soziglstisch dammten Grundsatz legalsierk, das vi grundeten Anspruch auf sein wes miermand menr einen besondern daß der almächrigg Vergogen dat Stagt das Niecht hat, jeden pr.3wanattutteln ausgerustete zunegmen, wie es gerade der augenmtenia et 009 mentsmeyrheit beliedt., Zwar„augendlicklich maßgebenden Parlasüir ene eindgele auds ein aue ruscg biese, Graunsatz unr gegisene Stagtsdürgerklasse ausaestegu Gebiete emmal u gesagt worden ze“.; wenn aber auf birten Necht noch die Macht, sich dann a..... 95 Kragen geht, zu weigern das ganze u u“s iom seihst an den Was wil man dann noch da.#a er unterzutetern. gesellschaft ein Drittel oder die Hältea dns sede AtienLapiere an den Staat abliesern solle, das g.... uund Gewerbetreibenoe ein Viertel od= dgs der einzeine pandel: wögensgewinnes an den Staat abgeben sgs 5, datie seines Ver Patentes, die Halste seines durch den hosgand eit ermoglichten Gewoinnes an den Ffista an d Staates diesen hierant zur Beurtelung ausgestelten Beste, Sutche #r gar tein guatitativer Unterschied meor. Und manudrurtet“ bise Zuwachssteuer bloß bei der Bor 3“ und warum soll denn stucken erhoven werden?— geraußerung von GrundKölner Local-Anzeiger Nr. 7 4 Samstag, 7. Januar „„ cknobesthz nicht nur im D stgu e wenn der einmal alle zehn oder zwanzig Jahre versteuert würde. Wenn der sese cee s ececece eee derjenige, der sich dieser Pflicht dadurch entzieht, daß er nicht veräußert, sondern seinen Grundbesitz in der Familie auf Sohn und Enkel vererben läßt, für diese Sunde gegen die Steuerpflicht nicht auch noch belohnt werden. Man wird nächstens sagen, gerade der Familienbesitz müsse in regelmäßigen Zwischenräumer zur Zuwachssteuer herangeholt werden.— Ouusgenraumen dur 31 dieser Steut mie a“ alle diejenigen, die meinen, daß sie von vieser Steuer nicht, oder nur wenig betroffen wurden— und ich da hauptsachlich an die östlichen Grundbesitzer— ernstlich ragen, ob der erste Schritt, den sie jetzt tun wollen, ihnen selbst ascs hs.se e schchene Die Folgen dieser rückwirkenden Kraft sind aber nicht die Verais henengeit die böge der Steuersche und besirworter deren bestenert werden sole. Die wed Hgmdfätlich jeder Wertzuwacht wirtlich zu kleintsoye guch müßten die Zuschläge zudm er“ Sscses cscs ce sche ce SSil, 16=38een Veithoechset emstangen und der Jusclage zu denset. er sallen oater sehr häufig in eine Zeit dieu u pend find, Bistaune gerast, 8i. Leziek u. Hateche Gonat. als alseheacae Stasicel Raschech Gascie eiher den. zuschaten. Und wie wird das erst, wenn nur Teit: as sc ece eschceees esd e cäie de Verzetgenven li esiaet hat, rehen gad es in 74 Proz,“ aller Kalle Prauesse. Daser zar deu ase ec ensecetch e ce ce ce. on Laé Lonnen Eie nicht und destald mis Saer ir die Slale ager che. ictet, sein vewissen befrat ad zur sichg der St slie keines Kämmerteins ascse Laslencealtate aichecgsete de cleice each an 1— Peäit sae de estesicg eehaten und seiech, dech beter Ertaut hason engodetr Haite verichtuschel ungeleatelcgtisilen uns abzuleynen. Sie mogen sich dabei zu ihrer Rechtfertigung on####, gamats, als sie sich am 15. Juli 1909 in senem § 9 di Reichsstempelgesetzes verpflichteten, eine Reichsabgabe von Verag bee ant eeeigei er Prinotucke mi enen hoben ein batonen emzufahren, nicht daran gedacht i ungeheuerliches Gesetz anzunehmen, wie es #egemutet wirr, daß dieres Geseg voraussichtlich nicht acs en e a e e tene eiue eaentente ac anen sestempel zu ermähgen. scs esce e e ec e. sceisc cece cecece langantaltender Beisgag, ee zu berwayren.(Lebhaster zuwachstener in zurzeit auf /1Mhislianen ararna, der Pleichtwert sollen für ege verwandt werden. Um jedes Midnorstände: Verrteldigungsl ranenfürsorge ar wr eine ausreichende Veredas jeder von uns bereit ist. seinen richte P tict nedmen und beizasteuern. Aber, ist es natengeg, igig berechneten Anteil dazu lleinen Gelobetrages em Gesen a4 schaftliches Leden derart erschultert Geldbettages einsei, den Immopisaraar zur Beschaflung dieses der mobile Besiz und der Mann, der in sicherer Kammer Kupon: abschneidet, ebenso wie der Landwirt und Hausbesitzer dazu tragen, die Beteranenfürsorge ausgiebig zu gestalt: ehlchece baiche de e e elctece he lsch waltung umfassend, an? Der Militäretat beträgt 1035 Mill. M ae den. Sehdanten Austerack oben, desd n. Beteranenfursorge gegenstandslos werden wird, weil dann wohl der irdischen Fürsorge niche mehr ver 0 Kecherch ie dee ui. Laszernietung ii Hoesea und di 6n. starten Wertzuwachs seines Beb:, argave gung auherordentlich umerer Werte, so hat dieser Stolz seime Verechigun des Unternehmungsgeistes, verbunden mit mosenen kartaft und Ses escse ece e. ece echiee #, nicht unstathzaft, beispiellose Doppelbesteuerung eintreten seschg lie Kchleche siere Aul a. uch dr. Wenn ich die besondere Stellung der kandwirte Rese ese bopel ats uns wasdgeh ie dis hedngens Dlach tnag.— Bslelen 1. C. nehel Das uit der Pradzather ichtessanmenden Seschick ais lcd die eialechice Ach äche hcice Sesce esceice este ie e.. ee ssch scshchce schse schtchiches Kisten Bodenklassen würden den Unterschied zwischen einst und meisten empfinden. Die besseren Böden haben an der Best üct smemnen wenisten teilnehmen können FA.), immer schon eine hohe Produktion erbrachten. Aber dadurch, daß es gelungen ist, durch moderne Fortschritte den Böden , setzt hier naturgemäß auch prozentual erböbte Ssheiscäesce ishene alo de inguch, sür el. warn ir, wächtgl austretenden Dieten der Beish sch bebt und Sast easc cesce esctete e lormen fund, und das im Fale, der Werizapachsteierberechnung #erschnung jseder ginzeiten Parzelle startfinden soll: Sind Sie ur fferstugg, fur Anlage von Obstkulturen zu erbringen? Ich ais boiser une Sie belef innerhalb 20.—30 Jahren ein 9 i. Besitz ersaurt normalerweise eiterlichen Vermögenz en u. Telen nae aus infoelge Telung des ##l Vermogens. Sei es nun, daß der eiterliche Besitz allein in eine Hano kommt oder daß unter den Geschwistern geteilt wird lenten 20 Jahre na De welchen der Besitz innerhald der letzten 20 Jahre nach der Steuervorlage bis zu 40 Jahren erfahren hat zur Steuer herangeholt. Die Wirtung ist ungeheuerlich. Die Uebernahmie— welche meistens schon so wie so mit Opfern der anderen Familienmitglieder bloß möglich ist— wird fast zur Unmöglichkeit. Ausgeschlossen wird sie, wenn eine Verschuldung Zeite 8. Kölner Local-Anzeiger Nr. 7&a Samstag, 7. Januar 1911. des Besitzes vorliegt. Man könnte entgegnen, wenn ein Sohn das Gut übernimmt, liegt ein Befreiungsfall nach§ 4 des Entwurfs vor und der Sohn hätte gar keine Wertzuwachssteuer zu tragen. Damit kommt aber der Erwerb erst recht vom Regen in die Traufe, denn der§ 11 sagt, daß der Wertzuwachs demnächst nach dem etzten steuerpflichtigen Rechtsvorgang ermittelt werden muß. Verkauft also der Sohn, oder dessen Sohn seinen Besitz oder Teile desselben später an einen dritten, so muß er nicht bloß den Wertzuwachs versteuern, der während seiner Besitzzeit entstanden ist, sondern auch denjenigen, der aus seines Vaters eventuell Großvaters Zeit entstanden war und für den er bei Uebernahme von seinen Miterben keinen Ersatz bekommen hatte. So wird die Vorlage ein wahres Sprengpulver für den konservativen Familienbesitz. Ich fordere Sie auf zum Widerstande gegen die drohende Vorlage, wie ich gleichzeitig und dringend die Abgeordneten aller Parteien auffordere, der Vorlage nicht zuzustimmen.(Stürmischer Beifall.) Regierungsbaumeister a. D. Moritz(Köln) beurteilt die Vorlage vom Standpunkt der Baugewerbetreibenden und mittleren Gewerbestandes. Der Gedanke, daß die Gemeinden als Entgelt für ihre wertsteigernden Auswendungen an dem Wertzuwachs der Grundstücke maßvoll beteiligt werden, hat einen gesunden Kern. Auch die Uebertragung dieses Gedankens auf das Reich ist nicht völlig zu verwerfen, und es entspricht der Billigkeit, daß neben den bedeutenden Verbrauchssteuern auch Reichssteuern geschaffen werden. Aber die Form und Höhe der geplanten Besteuerung des sogenannten unverdienten Wertzuwachses an Immobilien übersteigt alles gesunde Maß. Man will die Ausschlachtung des Grund und Bodens zugunsten des Großkapitals der Großspekulanten treffen, schlägt aber in Wirklichkeit den kleinen gesunden, mit mäßigem Nutzen arbeitenden Bauunternehmer und den ganzen mittleren Gewerbestand. Die Bodenreformer wollen es erreichen, daß in absehbarer Zeit ein Wertzuwachs am Grundeigentum überhaupt nicht mehr eintritt. Danach müßte die Steuer sinkende Erträge aufweisen und in einiger Zeit ertraglos werden. Und in der Tat, bei den städtischen Wertzuwachssteuern hat sich überall eine sinkende Tendenz gezeigt. Das wird auch bei der Reichssteuer eintreten. Da wird gesagt, in den Städten war der interessierte Grundbesitz viel zu mächtig, um bei der Besteuerung wirklich namhafte Erträge zuzulassen. Da greift man denn im Reich zu viel schärferer Belastung und ist sich nicht im klaren darüber, daß die schärfere Belastung um so sicherer zu einer stärkeren Einschränkung des Grundstucksyandels führen und damit den Ertrag der Steuer immer mehr einschränken wird. Der Gesetzentwurf macht keinen Unterschied zwischen der Art der Bauten, er billigt dem Unternehmer einen anrechnungsfähigen Unternehmergewinn auf seine Selbstkosten von ganzen 5 Prozent zu und gewährt dem Unternehmer, der gleichzeitig ein Baugewerbe betreibt, 5 Prozent von dem Wert der im eigenen Betriebe hergestellten Arbeit zu. Das ist doch eine geradezu geringschätzige Bewertung der Arbeit des Bauunternehmers. Man sucht das Gesetz der großen Masse dadurch schmackhaft zu machen, daß man behauptet, 90 Prozent der Steuerzahler werden nicht betroffen, das wird nur dem Großbesitz zur Last fallen. Diese Darstellung ist durchaus irrig. Die geplante Besteuerung wird von dem Großkapital leicht verdaut werden, sie wird aber den mittleren Haus= und Grundbesitzer und den kleinen Bauunternehmer auf das schwerste bis zur Vernichtung treffen. In dem Gesetzentwurfe(§ 16) ist der Fall vorgesehen, daß der Erwerber die Steuersumme garantiert. Kann man sich diesen Fall praktisch denken, ohne daß hierbei der Verkaufswert auf das empfindlichste herabgedrückt wird? Und dabei leistet sich der Entwurf noch den kleinen Scherz, daß in diesem Falle die Steuersumme zu dem Wertzuwachs hinzugerechnet wird. Das ist also eine Steuer von der Steuer, ein Unitum. Zu den schwersten Bedenken geben aber die Bestimmungen des Entwurfes für den Fall der Zwangsversteigerung Anlaß. Alle Forderungen von Hypotheken= und Grundstucksgläubigern bleiben unberücksichtigt, falls nicht innerhalb kurzerer Zeit als sechs Monate vor der Einleitung der Zwangsversteigerung dieselben eingetragen worden sind. Wie oft tritt der Fall ein, daß ein Besitzer in vorübergehende Schwierigkeit gerät, von einem Freund ein Darlehn sich geben und dieses hypothekarisch eintragen läßt? Tritt der Zusammenbruch nun innerhalb sechMonaten nach Eintragung dennoch ein, so fällt diese Hypothekenforderung völlig aus, falls der Gläubiger nicht die volle Wertzuwachssteuer auf sich nimmt. Mit anderen Worten: Die Hypotheken werden während der ersten sechs Monate keine sachliche, sondern nur eine porsönliche Grundburgschaft des Schuldners haben. Es ist wohl nicht schwer, sich klar zu machen, welche einschneidende Wirkung dies gerade für den mittleren Gewerbetreibenden und Hauseigentümer haben wird. Noch bedenklicher sind die Bestimmungen des§ 21, wonach die Auflassung von dem Grundbuchamt erst entgegengenommen werden kann, wenn eine Bescheinigung der Steuerbehörde vorgelegt wird, daß die Stener nicht geschuldet und für dieselbe Sicherheit geleistet wird. Die Steuerbehörde bestimmt den Betrag der Sicherheit nach freiem Ermessen. Durch die Kommission ist die Bestimmung dahin gemildert, daß der Erwerber für den Fall, daß die Steuer vom Veräußerer nicht beigetrieben werden kann, nur bis zum Betrage, von zwei Prozent des Veräußerungspreises haftet und ferner, daß diese Bestimmung keine Anwendung im Falle des Erwerbes auf dem Wege der Zwangsversteigerung findet. Auch in dieser abgemilderten Form ist die Bestimmung noch einschneidend genug, während der Wortlaut des ersten Entwurfs als geradezu ungeheuerlich bezeichnet werden muß. Wer wird sich dann in Zukunft noch bereit finden lassen, zweite Hypotheken auf ein Grundstück zu geben. Er wird zuvor eine peinliche Untersuchung über die gesamte Vermögenslage des Grundstücksbesitzers vornehmen müssen. Insbesondere wird die Hergabe von Baugeldern völlig unmöglch gemacht. Hierbei bedenke man, daß mindestens 95 Prozent aller städtischen Wohnhäuser von den kleineren und mittleren Unternehmern geschaffen werden, natürlich unter starker Inanspruchnahme von Kredit in dem weitaus meisten Fällen in der Form von Baugeldern. Man bedenke ferner, daß das ganze Grundstücksgeschäft fast durchweg kein Bargeschäft ist, sondern am richtigsten als Abzahlungsgeschäft bezeichnet werden kann, und daß bislang ein solider Unterneymer mit kleiner Anzahlung ein Grundück erwerben konnte. Wenn es ihm heute schon schwer war, die Anzahlungssumme aufzubringen, so wird er in Zukunft damit rechnen müssen, daß er außer dieser Anzahlung stets auch den Betrag der Wertzuwachssteuer als Anzahlung leisten muß. Das bedeutet aber die Vernichtung des weitaus größten Teils des gesamten Grundstückund Baugeschäfts. Wer wird den Vorteil davon haben, nur wiederum die Großunternehmer und der Großgrundbesitz. Und wer wird in letzter Linie die Einschränkung des heutigen Bau= und Grundstückgeschäfts zu bezahlen haben, die breite Masse der Mieter. In den Dokomenten für Bodenreform, dem Reichstag durch das Reichsschatzamt mitgeteilt, findet sich eine statistische Nachweisung über die Wirkungen der städtischen Wertzuwachssteuer aus 307 Städten. Danach ist ein Sinken der Mieten oder Bodenpreise nirgends beobachtet worden, dagegen das Umgekehrte an vielen Orten, so in Eberswalde, Cottbus, Erfurt, Bochum, Duisburg— „auch in Köln“.— In Pankow, einem Vorort Berlins, wo die Steuer seit Oktober 1906 besteht, sind Steigungen der Bodenpreise bis 50 Prozent und der Mieten bis 30 Prozent festgestellt worden. Meine Ausführungen sind diktiert durch meine lebhafte Teilnahme für die Lage der kleinen und mittleren Baugewerbetreibenden und Haus= und Grundbesitzer. Die Großbesitzer und Großunternehmer werden die Belastung und Schädigung dieses Steuergesetzes überwinden können. Für viele, sehr viele aus dem Mittelbesitz wird aber diese Besteuerung geradezu verhängnisvoll werden. Sehr beachtenswert ist hier eine Aeußerung des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, der seine Worte sorgfältig abzuwägen gewohnt ist. Dieser erklärte in der Stadtverordnetensitzung vom 17. November 1910, daß die beabsichtigte Besteuerung tatsächlich eine Erdrosselung des Grundstückshandels bedeuten würde. Ich mußte zu breit werden, wenn ich alle die verschiedenen hemmenden und geradezu vernichtenden Einflüsse des geplanten Steuergesetzes auf das Bauhandwerk Ihnen des weiteren klar machen wollte. Meine Ausführungen werden vielleicht genügen, um einige, die noch mit gekreuzten Armen der Entwickelung der Dinge ruhig zusehen, die Augen zu öffnen und sie zu einer energischen Gegenbewegung aufzurütteln, ehe es zu spät ist. Der normale gesunde Grundstuckshandel, der ganze mittlere Hausbesitz, alle Gewerbetreibenden, insbesondere aber die Bauhanowerter stehen vor einer Entscheidung, die für sehr vieie von ihnen eine Frage des Seins oder Nichtsseins werden wird.(Starker Beifall.) Handelslehrer Kempin(Köln) vertrat den Standpunkt der Mieter. Wir Mieter sind die Konsumenten der Bauplätze, von denen so viel die Rede ist. Bedeutet nun für den Grundbesitzer oder den Bauplatz=Produzenten die Zuwachssteuer einen Steuerzuwachs, so ist selbstverständlich, daß auch dieses im Buche der Produzenten auf seinem Spesenkonto unter Soll verbucht wird. Was aber des Produzenten Soll— des Konsumenten— Haben, d. h. er soll gezahlt Haben jenes Soll; wenn nicht, so geht das Geschäft in die Bruche. So lautet das eherne kaufmännische Gesetz, das allen Handel und Wandel beherrscht; ihm unterliegt natürlich die Wertzuwachssteuer auch und teilt mit jeder Art von Grundsteuer auch deren Wirkungen auf die Mieter. Mag die Reichswertzuwachssteuer die Grundbesitzer noch so sehr treffen sie trifft aber auch die Mieter, wenn auch uns Mieter bloß indirekt, dafür aber nicht minder empfindlich. Denn ich kann wohl auf alle anderen indirekten Steueralgaben, wie von Bier, vom Alkohol, vom Tabak und anderen Luxusausgaben verzichten, aber der indirekten Besteuerung meiner Wohnung kann ich nicht entgehen. Denn irgendwo muß jeder ordentliche Mensch wohnen. Wenn die Wertzuwachssteuer die Baulust mindert und oas Baugewerde in seiner Entwickelung hemmt, so verschiebt sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt nur zum Nachteil der Mieter; denn der Bedarf an Woynungen in unsern größeren und größten=ädten wird immer weiter zunehmen, mit dem Stillstand im Baugewerde aber der Vorrat an Wohnungen abnehmen. Damit aber wird die Wertzuwachssteuer zur Verteuerungsquelle, die überallhin ihre Wässerlein ausgießt. Wir Mieter sind die Leidtragenden, die an der großen Zeche der Reichswertzuwachssteuer redlich mit zahlen helfen dürfen. In der Reichstagskommission zwar ist die Behauptung aufgestellt und als Tatsache vorgetragen worden, daß die bisyer in den Gemeinden örtlich erhobenen Wertzuwachssteuern nur in sieben Städten eine Verteuerung der Mieten herbeigeführt hatten. Das genugt schon zum Beweise der Verteuerungstendenz dieser Steuer. Ich frage aber weiter, in welchen sieben Städten und sage: Naturlich sind es vorläufig nur sieben Stadte, weil in den andern Städten allen, die eine Wertzuwachssteuer sozusagen erst seit gestern eingefuhrt haben, für die Wertzuwachssteuer bis jetzt keine Zeit war, sich in ihren Wirkungen auszuleben, ihre Wirkungen zu zeigen. Das liegt in der Natur der Sache, im Bestande der längeren Dauer von Mietverhältnissen und Mietverträgen. Schätzen wir aber die Wirkungen der Reichswertzuwachssteuer auf die Mietpreise ab, so wird fast immer ein Hauptpunkt ganz allgemein übersehen. Die Wertzuwachssteuer einmal als allgemeine Reichswertzuwachssteuer eingeführt, wirkt natürlich nicht mehr nur in Köln, sondern in Mülheim und Lövenich auch, und ist einmal erst die Konkurrenz der heute noch wertzuwachssteuerfreien Wohnplätze und Bauplätze aus dem Gutervertehr ausgeschaltet, so werden die Mieten noch einmal und jetzt allgemein in die Höhe gehen. Ein Entrinnen gibt es für den Wohnungsuchenden dann nicht mehr. Wo bleibt da die billigere Arbeiterwohnung der Vorstadt mit ihrem Gärtchen? Wo bleibt da noch Raum für den billigen Bauplatz der Eigenheime unserer kleinen Leute und Beamten? Daß die Wertzuwachssteuer von ihren Anhängern unter allen Steuern die sozialste genannt wird, ist bekannt. Die Phrase zieht natürlich. Und wenn wir dagegen protestieren, so erheben wir Mietsleute eben nicht zuletzt im Namen und Interesse einer wirklich gesunden, Gesundheit schaffenden und Gesundheit erhaltenden, wahrhaft volks. tümlichen Sozialpolitik Einspruch gegen diese Gesetzesvorlage. In der kurzen Distussion wurde gewünscht, das der Resolution ein Hinweis auf den gesunkenen Gelowert beigefugt werde, was zugesagt wurde. Herr Bollig sprach dann das Schlußwort. Eine imposante Versammlung, zusammengesetzt aus den verschiedensten Gruppen, die der Erlaß eines Reichswertzuwachssteuergesetzes in der empfindlichsten Weise schädigen wurde, hat in einmütiger Kundgebung gegen die Vorlage Stellung genommen. Ob der berechtigte Wunsch, ein Gesetz nicht entstehen zu sehen, das den Haus= und Grundbesitz in einseitiger Weise vorbelastet, erfüllt wird, wer vermag es zu sagen? Läßt sich eine Reichswertzuwachssteuer nicht umgehen, so muß sie wenigstens so beschaffen sein, daß ihre Wirkung nicht die schwersten Schädigungen für einen großen Teil unseres Wirtschaftslebens bringt. Die Reichswertzuwachssteuer in der jetzigen Vorlage verstößt gegen die Gerechtigkeit, weil sie nur den Grundbesitz faßt, dagegen den Mobilbesitz frei läßt. Will man den unverdienten Wertzuwachs treffen, so ist derselbe beim mobilen Besitz mindestens ebenso groß, wie bei dem Grundbesitz. Ganz kurz möchte ich die Wirkungen des geplanten Gesetzes noch einmal in wesentlichen Punkten zusammenfassen. Getroffen wird ein großer Teil des ländlichen Grundbesitzes. Gerade den Landwirten wird es kaum möglich sein bei der Feststellung des Wertzuwachses auseinander zu halten, welcher Teil unverdient, d. h. eine Folge des allgemeinen wirtschaftlichen und gewerblichen Aufschwunges ist, und welcher Teil durch die Aufwendungen des Besitzes an Kapital, Arbeit und Intelligenz zustande gekommen ist Dieses Gesetz bedeutet eine wesentliche Erschwerung, den ländlichen Grundbesitz in der Familie zu erhalten, und gegen ein solches Gesetz müßte schon aus diesem Grunde die gesamte Landwirtschaft einmütig Stiellung nehmen. Die schwersten Schäden nach der materiellen Seite bringt die Steuer dem städtischen Haus= und Grundbesitz und dem Baugewerbe. Allein die Erschwerung des Kredits der Beschaffung von Hypotheken wird Wirkungen zeigen, die das Grundstückgeschäft und das beteiligte Baugewerbe lahm legten, und ganz besonders hart würden die Grundbesitzer in den Festungsstädten, so namentlich hier in Köln betroffen werden. Nun die Wirkungen für die Mieter, Handwerker und Kleingewerbetreibenden. Eine Steigung der Miete wird die Folge sein, die Bautätigkeit stockt, die so notwendige Lösung der Wohnungsfrage wird weiter hinausgeschoben; Unsicherheit auf dem Grundstücksmarkte; Handwerker und Kleingewerbetreibende werden in empfindlicher Weise von dem allgemeinen Stillstande getroffen, deshalb der große Widerstand gegen ein solches Gesetz. Möge diese großartige Kundgebung in der Metropole des Rheinlandes, dem Mittelpunkte des hochentwickelten Westens, wo Schaffensfreude und gesunder Wagemut so viele herrliche Früchte auf wirtschaftlichem Gebiete gezeitigt, nicht ungehört verhallen, möge sie vielmehr die Wirkung haben, daß ein Gesetz verhindert wird, durch welches talkräftiges Streben auf einem weiten Gebiete unseres Wirtschaftslebens lahmgelegt wird— das ist unser aller Wunsch. Wir haben das Unserige getan. Möge die Stelle, bei der die Entscheidung, aber auch die Verantwortung ruht, das ihrige tun. Einstimmig angenommenen wurde folgende Resolution. Die am 6. Januar 1911 in Köln im großen Saale der Bürgergesellschaft tagende, aus der ganzen Rheinprovinz von Landwirten, Grund=, Hausbesitzern und Mietern, sowie den im Baugewerbe tätigen Ständen besuchte allgemeine Versammlung spricht sich ganz entschieden gegen das beabsichtigte Reichswertzuwachssteuergesetz aus. Die Vorlage bedeutet eine unerträgliche einseitige Belastung nicht nur des städtischen, sondern auch des ländlichen Grund= und Hausbesitzes, eine schwere Gefahr für das ganze Baugewerbe und die davon abhängigen Stände.“ Die Versammlung hält die Besteuerung des vor dem Inkrafttreten des Gesetzes entstandenen Wertzuwachses nach wie vor für einen beispiellosen, ungeheuerlichen Vorgang. Sollte der Reichstag dennoch im Prinzip ein Zuwachssteuergesetz beschließen wollen, so ersucht die Versammlung denselben, die größten Härten und schwersten Ungerechtigkeiten des Entwurfs zu beseitigen, zum allerwenigsten folgenden Forderungen gerecht zu werden: 1. Das Gesetz darf nicht den vor seinem Inkrafttreten entstandenen Wertzuwachs besteuern; 2. die vorgeschlagenen Steuersätze müssen wesentlich herabgesetzt werden und die Länge der Besitzdauer muß in einer Herabminderung der Steuersätze schärfer berücksichtigt werden; 3. die während der steuerpflichtigen Besitzdauer gemachten Aufwendungen und die während dieser Zeit ent standenen Zinsverlufte müssen ganz berücksichtigt werden; 4. bei der Berechnung des Wertzuwachses von Grundstücken, die in Festungsrayons liegen, ist im Falle der Veräußerung beim Wegfall der Rayonbeschränkungen der bis zum Wegfall der Beschränkungen durch diese bedingte Minderwert zum Erwerbszins zuzuschlagen; 5. die Gemeinden dürfen nicht ermächtigt werden, besondere Zuschläge zu erheben; 6. für alle Streitigkeiten ist der ordentliche Rechtsweg vorzubehalten. Standesamt der Stadt Köln.(vom 5. Jan. 1911.) 6 Geburten. Anna, T. v. Joseph Uhlenbroch, Geflügelhändler, Altermarkt 42.- Gerh., S. v. Peter Ludwig, Telegraphenarb., Hühnergasse 1.— Emma, T v. Max Sack, Schenkwirt, Friesenstr. 48.- Heinrich S. v. Peter Manstein, Gastwirt, Waidmarkt 27.- Anna. T. v. Gottl Näser, Schlosser, Friesenstr. 12.- Helene, T. v. Edmand Siefener Organist, Pfälzerstr. 80.„ Wilhelm, S5. v. Joseph Wilden, Hafenard., Elsaßstr. 54.— Franziska, T. v. Karl Poppinger, Bildhauer, Ehrenstraße 67.- Friedrich, S. v. Herm. Henning, Musiker, Thebäerstr..— Hubert, S. v. Johann Rodert, Schuhmacherg., Drachenfelsstr. 20.„ Joseph. S. v Matth. Fischer, Schiffsheiz, Im Sionsthal 21.- Hubert S. v. Joseph Walter, Faorikarb., Bonnerstr. 410.- Heinrich, S. v. Peter Meyer, Postassist., Niederichstr. 11. Karl, S. v. Franz Berger, Planierer, Glockenring 13.- Josephine, T. v. Nikol. Biesdorf, Lagermeist., Moltkestr. 85.- Lorenz, S. v. Winand Mecklenbroich, Königl. Strafanstaltswerkmeist., Klingelpütz 51.- Johann, S. v. Johann Grocki Zimmermann, Kostgasse 23.- Wilhelm, S. v. Friedrich Erken, Portter Herwarthstr. 18. Heiraten. Wrr Leopold Funhoff, Maler, u. Ernestine Ditz, Buenos-Aires, Karl Eulenborn, Eisenbahn=Bureaugeh. und Auna Mink, Köln=Kiettenderg, Königswinterstr. 20.- Eduard Westerhoff Kaufmann, und Elisabeth Biwer, Moltkestr. 139. Rudolf Kohler Maler= u. Anstreichergeh., und Gertrud Münch, Köln=Sülz, Marslliusstraße 22. Peter Langen, Milchhändler, u. Marg. Krebs, Follerstraße 60.- Peter Erpenbach, Werkstättenarbeiter, u. Gertrud Hülzer Burgunderstr. 38.- Peter Keller, Dekorationsmaler, und Margareta Rothenberg, Lechenicherstraße.- Maximilian Goebel, Metalldreber u. Elfriede Ursprung, Otto Fischerstr. 19.- Joseph Schlösser, Grudenarbeiter, u. Anna Link, Pingsdorf.- Jakob Mibach, Hattler. und Margareta Fünger, Melchiorstr. 15.- Karl Dormagen, Kaufmann, u. Margareta Murmann, Mauritiussteinweg 15.- Paul Zimmermann, Kaufmann, und Gertrud Birrenbach, Düsseldorf, Guntav Poensgenstraße 67. S Braut-Anzüge Grossartige Auswahl Gute tiefschwarze Stoffe Sehr billige Preise. 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Sesäihes hgeshie hengelse 1 Ecksofa ira 1mbga, 1 Büchergroßer Teppich. Nickel, Gerichtsvollzieher in Cöln. den wohlachtbaren Herrn Wilhelm Müller Straßenbahnschaffner su sich in die Swioteit abzursen. ginterbisehs Frau, Sophi. Muur., geb. Ridder, Gifu. den gees unmündigen Kindern. Koln, den 5. Januar 1911. tag, den 9. Tannar agauen. v ad. Jehalten am Monwale biceh alie faiche betrache ng et Danksagung. ien Gatten und unseres unvergesslichen Vaters sprechen wir hiermit allen Freunden Bekannten, Verwandten, besonders dem Männergesangverein Gemischter Chor Eintracht eeige gagein und den, Ketholsechen Getellen verein Kalk unsern tiefgefühlten Dank aus. Köln-Kalk. 6. Januar 1911. Familie Roth. Zmangs.-Versteigeruss Am Montag, 9. Januar 1911, vormittags 11 Uhr sollen im Pfandlokale Glockengasse 8 in Cöln verneigert werden:9 ise 5 sas in Rußbaun, 1 Chaiselongue, 1 Reder uim uhr. 1 Kronleuch9. nachmittags 3 Uhr: 1 Mahagonischreibtisch. #.„Bardenheuer, Gerichtsvollzieher in Cöln. woggs=Versteigerung 1911, nachmittags 4 Uhr, sollen im Pfand okale Glocken# 8 zu Coin versteigert verschiedene gebrauchte Hausmobilien aller Art als Kleiderschrank, Waschmit MarmorVertino, Stühle Prss#0wig 17. Bände Brockhaus' Lexikon. Albrecht, Gerichtsvollzieher in Cöln. Für die beim Hinscheiden meines unvergesslichen Gatten, unseres guten Bruders, Schwagers, Onkels und Grossonkels erwiesene überaus grosse Teilnahme, sowie die herrlichen Kranzspenden dankt herzlichst Köln-Nipnes, den 5. Januar 1911. Zwangs-Versteigerung Am Montag, den 9. Jan 1911, vormittags 11 Uhr sollen im Pfandlokale Glockengasse 8 versteigert werden: hleiderschraus b. 1 nußb. Schreibtisch, „e. 1 Geldschrank, 1 Schreibmaschine Ideal. Walbroel, Gerichtsvollzieher in Cöln.“b Zwangs-versteigerung Am Montag, den 9. Januar, 1911, vormittags sollen im Pfandlokale Glockengasse 3 in Cöln versteigert werden: 1. 1 Sprechapparat nebst "„Trichter und Zubehör, 2. 1 Küchenschrank, 1 Fahrrad. Kruse, Gerichtsvollzieden in Göin.* Gladbacherstraße 13. I. Der Fernsprech-Automat im Freisaal der Kölnischen Volkszeitung und des Kölner Local-Anzeigers (Marzellenstr. 37) kann von Jedermanngegen Einwurf von 10 Pfg. zu Gesprächen im Stadtgebiet Köln benutzt werden. Verzeichnis der Fernsprechanschlüsse liegt auf. 900 230 350 Weitere Zwangsversteigerungen siehe Seite 4. Justizneubauten in Cöln. . In. wege des öffentlichen Angebots sollen folgende Arbeiten und Lieferungen für die innere Ausstatiung in 7 Losen vergeben werden, und zwar Los 1, rd. 630 Stück Tische und Schränke, 150" Tische und Pulte und 450" Akten= ständer, 320„ Tische und Schränke, Tische, Schränke, Pulteusw. 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Versiegelte und mit entsprezusschrift versehene Angebote für sämtliche Lose sind bis spätestens zu dem auf Freiee 2 Januar 1911, vormittaas 11 Uhr, angesetzten Eröffnunestermine in Baubureau, Cöln, Reichens pergerplatz an den mitunter zeichneten Regierungsbaumeister Lucht einzureichen. machr Zuschlagfrist betr'gt 6 Cöln, den 28.Dezember 1910 Der Bauleitende: Uhrns, Regierungsbaumeister. Lucht, p Regierungsbaumeister. im Seite 10. Kölner Local-Anzeiger Nr. 7 4 Samstag, 7. Januar 1911 Offene Stellen CAMng Erstklassige deutsche Rognak=Brennerei such Platz-Vertreter N für Köln. Bedingung: Branchekundiger, beim Weinhandel, bei Destillateuren und Kaufleuten gut eingeführter, nicht unbemittelter Agent und tüchtige Verkaufskraft. Hohe Provisionssätze bei konkurrenzfähigstem Fabrikat! Offerten u. B 20 an die Geschäftsstelle des Kölner Local=Anzeigers.%5 erhalt. Stelle. Frau Georg Belden, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin, Pfeilstraße 39. kleißiges Diensmädchen für alle Hausarbeit gesucht. 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