Icho bes Tll.„„ 32. Jahrgang. Königswinter, Erscheint Mittwoch und Samstag. Preis vierteljährlich 1 Mk. 25 Pfg. Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 Mk. 25 Pfg. Anzeigen: die 6spaltige Garmond=Zeile oder deren Raum 10 Pfg. Petoston Drask und Torlar Mittwoch den 30. März 1898. NR 26. Agentur: Niederdollendorf, Wittwe Weber. Expedition: Königswinter, Hauptstraße Nr. 69. ais ee che. Deutschland. Berlin, 28. März. Der Kaiser hat an Bord des Schnelldampfers„Kaiser Wilhelm der Große“ von Bremerhaven aus bei stürmischem Wetter und hohem Seegang einen kurzen Seeausflug gemacht. Beim Essen hielt der Kaiser in Erwiderung auf einen Toast eine Ansprache, in welcher er u. A. sagte: Sie haben mit bewegten Worten Meiner Thätigkeit für die Erhaltung des Friedens gedacht. Wenn es mir vergönnt war, während der ganzen Zeit, seitdem Ich die Regierung in Händen habe, Meinem Vaterlande den Frieden zu erhalten, so schweift Mein Blick zurück zu der Heldengestalt des ersten Deutschen Kaisers aus dem Hohenzollern Geschlecht, der mit Aufopferung seiner ganzen Persönlichkeit in unserem Heere das feste Bollwerk schuf, das uns bis zum heutigen Tage den Frieden erhalten hat. Denn nur unter den Segnungen des Friedens kann ein Volk sich entwickeln; und wenn wir heute hier versammelt sind, so müssen wir uns vergegenwärtigen, daß weder Ich noch Sie diese frohen Stunden an Bord dieses Schiffes würden verleben können ohne diese Erhaltung des Friedens. Ich freue Mich, es gerade hier aussprechen zu können, daß wir in wenigen Stunden dem Abschluß eines großen Werkes entgegensehen dürfen, das beitragen wird zu der weiteren Entwicklung und der Größe Deutschlands. Möge es dem aufstrebenden Deutschland vergönnt sein, Handel und Schifffahrt zu voller Blüthe zu entfalten. Möge es dem Norddeutschen Lloyd gelingen, an erster Stelle zu blühen und mitzuwirken an diesem Ziele. Deshalb trinke Ich Mein Glas auf dieses neue Schiff. auf das Wohl des Norddeutschen Llyod und das der guten alten Stadt Bremen. Nach kurzer Pause erhob sich der Kaiser zum zweiten Male und sagte etwa Folgendes: Sie hatten vorhin die Güte, zu erwähnen, daß Ich Sie in Ihren Bestrebungen unterstütze; da geziemt es sich für uns, die wir auf einem deutschen Schiffe, welches den Namen„Kaiser Wilhelm der Große" trägt, auf deutschem Meere schwimmen, an diesem Tage auch des Mannes zu gedenken, der Meinem hochseligen Herrn Großvater in den oft schweren Zeiten seines Königthums ein so treuer Diener gewesen ist; und in dankbarer Erinnerung seiner Verdienste um unser deutsches Vaterland bringen wir auch dem Fürsten Bismarck, der heute sein 60jähriges Militär=Dienstjuviläum begeht, ein volles Glas. Seine Durchlaucht der Fürst Bismarck Hurrah! Begeistert stimmte die Versammlung ein. — Der Kaiserin ist ärztlicherseits ein Erholungsaufenthalt in Homburg v. d. H. angerathen worden. Der Kaiser wird die Kaiserin dorthin geleiten. Die Abreise des Kaiserpaares von Berlin erfolgt am 28. d. M. — Fürst Bismarck hat sein 60jähriges Militär=Jubiläum in verhältnißmäßiger Stille gefeiert. Generaladjutant Graf Schweinitz überbrachte ein kaiserliches Handschreiben, in welchem der oberste Kriegsherr seinem Generalobersten seine Glückwünsche zu dessen 60jährigem Militärjubiläum ausspricht. Vom Kaiser traf, kurz bevor der Generaladjutant v. Schweinitz den schriftlichen Glückwunsch überreichte, noch ein directes Begrüßungs Telegramm an den Fürsten Bismarck aus Bremerhaven ein. Unter den vielen dem Fürsten am Jubeltage zugegangenen Glückwünschen befanden sich noch Telegramme und Schreiben anderer Souveräne, sowie von den Regimentern und Jägerbataillonen, in denen der Fürst gedient hat, ferner von verschiedenen Officiercorps, Corpscommandos und vielen hohen Militärs. Das Ehrengeschenk des Officier= corps vom 2. Garde=Regiment z. F. besteht in der silbernen Statuette eines Grenadiers in der Uniform aus der Zeit der Gründung des Regiments. Es zeigt uns den Krieger von 1813 in voller feldmarschmäßiger Adjustirung. — Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe begeht am 31. d. M. seinen 79. Geburtstag. — Der Reichstag hat Sonnabend die zweite Lesung der Flottenvorlage beendet. Es kam wohl noch bei§ 2 zu einem Rededuell zwischen den Abgeordneten Dr. Barth (fr. Vgg.) und Richter(fr. Vp.) und auch der Geist des seligen Windthorst wurde viel citirt, aber schließlich wurde § 2 mit 193 gegen 118 Stimmen angenommen, während § 1 am Donnerstag in besetzterem Hause mit 212 gegen 139 Stimmen angenommen worden war. Zu einer lebhafteren Debatte kam es dann nur noch über die zu§§ 7 und 8 gestellten Anträge der freisinnigen Volkspartei und der Socialdemocraten betr. Einführung einer Reichsvermögensresp. Reichseinkommensteuer. Beide Paragraphen wurden nach Ablehnung der Anträge nach den Beschlüssen der Commission angenommen, ebenso das ganze Gesetz. Hierauf erledigte das Haus den Marine=Etat, die Etatsreste usw. Berlin, 28. März.(Reichstag.) In der 3. Berathung des Flottengesetzes wurde dasselbe definitiv angenommen. (Allgemeiner lebhafter Beifall.) — Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte Sonnabend die zweite Lesung des Etats und begann hierauf noch die Berathung des Komptabilitätsgesetzes. Das Herrenhaus nahm Sonnabend einstimmig das Nothstandsgesetz in der vom Abgeordnetenhause beschlossenen Fassung an und erledigte hierauf Petitionen. — Die Stadtvecordnetenversammlung in Berlin hat beschlossen, gegen die Verfügung des Oberpräsidenten, welche die Niederlegung eines Kranzes auf dem Kirchhof im Friedrichshain verbot, den Rechtsweg zu beschreiten. Für diesen Beschluß hat auch die Minderheit der Versammlung gestimmt, die der Niederlegung des Kranzes ihre Zustimmung versagt hatte. Belgien. Die Thatsache, daß die belgische Socialdemocratie in Brüssel ein palastartiges Volkshaus um den Preis von 1 200000 Francs herstellen läßt, hat den Neid der„jungen" Socialdemocraten und der Anarchisten geweckt. Dieselben versammeln sich deshalb zu Ostern zu einem Congresse in Lüttich, um gegen die„kapitalistisch gewordene“ Socialdemo= cratie zu protestiren. Die Veranstalter des Congresses verDie Wergmannsbraut. Erzählung von I. M. Foster. (Nachdruck verboten.) (21. Fortsetzung.) Auch dieser hatte Denet erkannt, und mit dem Rufe:„Wi haben den Falschen erwischt, hier kommt erst der rechte Mann, stürzte er sich auf Denet los. Ein verzweifeltes Ringen folgte Denet wehrte sich mit Löwenstärke. Einmal schien es, al sollte er unterliegen, aber mit einem gewaltigen Ruck gelan es ihm, sich loszureißen; dann ergriff er eilig die Fluch und jagte beflügelten Lauses davon.——— Zur bestimmten Stunde begaben sich Hugo Rain und Do rothea Bland am folgenden# Morgen nach dem Gasthause. Es war ein schwüler, heißer Tag; die Sonne hatte sic hinter dichte Wolken versteckt, ein schweres Gewitter schien in Anzuge. „Ist Herr Denet zu sprechen?" fragte, beim Wirthshaus angekommen, Hugo Rain. „Er ist seit gestern Abend noch gar nicht wieder zurück, antwortete der Wirth,„ich habe mich schon lange darübe gewundert." „Hoffentlich ist ihm nichts Schlimmes widerfahren,“ sagte :„er hat uns für heute früh um 10 Uhr zu sich be. Wenn er eine Abhaltung hätte, würde er uns doch vielleicht abbestellt haben. Ich ging noch gestern Abend spät mit ihm ein Stück auf der Landstraße, die in die Stadt führt.“ „Vielleicht ist es ihm zu spät geworden zum Heimgehen.“ Herr Denet kommen sollte, so sagen Sie ihm, bitte, wir würden in einer Stunde wieder hier sein," bemerkte Hugo und wandte sich mit Dora zum Gehen; sie waren schon ein Stück vom Hause entfernt, als keuchend und athemlos ein junger Mann gerannt kam. „Hast Du's schon gehört, Gustav?“ rief er dem Wirth von weitem zu,„diese Nacht ist zwischen dem Dorfe und der Stadt ein Mord geschehen. In der Nähe des Waldes hat man einen Erschlagenen gefunden." Hugo war wieder umgekehrt und hatte sich zu dem Sprecher gesellt. „Wer ist der Ermordete?“ fragte er theilnehmend. „Das weiß man noch nicht; es muß ein Fremder sein, ein großer, kräftiger Mann in den vierziger Jahren." „O. es wird doch nicht etwa Herr Denet sein?“ rief Hugo schmerzlich bewegt. „Wo ist denn die Leiche?“ fragte der Wirth. „Man hat sie in die Leichenhalle gebracht,“ war die Antwort. „Meinen Sie nicht auch, Herr Rain, daß wir sie uns einmal ansehen sollten?“ sagte Wünsche zu Hugo. Dieser flüsterte seiner Braut etwas ins Ohr, worauf sie sich verabschiedete. Die Männer gingen nun zur Leichenhalle. Unterwegs hörten sie von dem Polizeidiener, der sich zu ihnen gefunden hatte, noch einige Einzelheiten über den Mord, die sie in der Annahme, der Erschlagene sei Denet, noch bestärkten; hatte man doch z. B. neben dem Todten mehrere Briefe mit der Aufschrift„Herrn Curt Denet“ gefunden.(Diese waren beim heftigen Ringen aus Denets Tasche gefallen.) ist übrigens ein schrecklicher Anblick,“ sagte der Polizist, als sie an der Thüre der Leichenhalle standen,„der Mensch ist entsetzlich zugerichtet; ich möchte niemanden rathen, ihn anzusehen.“ Aber der Wirth war schon ein paar Schritte voraus und achtete nicht weiter auf diese Rede; behutsam entfernte er das Tuch von der Leiche, doch im nächsten Augenblick prallte er entsetzt zurück. Hätte ihn Hugo nicht aufgefangen, so wäre er umgefallen. „Um Gotteswillen, Hugo, bleiben Sie zurück,“ rief er, als er sich vom ersten Schrecken erholt,„der Anblick ist zu furchtbar; bis an mein Lebensende werde ich ihn nicht versprechen Enthüllungen darüber, wie die socialistischen Führer sich bereichern. Wenn sie Wort halten, wird der Congreß recht interessant werden. Frankreich. Der Minister des Auswärtigen Hanotaux erklärte in der Kammer, es seien Verhandlungen zwischen Paris und Peking eingeleitet worden, und man dürfe bedeutsame Ergebnisse derselben erwarten. Bezüglich des spanisch=amerikanischen Conflicts sagte er: Wenn beide Nationen in gemeinschaftlicher Uebereinstimmung sichere und unparteiische Freunde suchen, um ihnen zu einer Beilegung der so schwierigen Frage auf freundschaftlichem Wege zu verhelfen, dann werden sie sehen, daß ihr Wunsch allenthalben gutem Willen begegnet. An uns soll es dabei nicht fehlen, es hieße aber die uns auferlegte Reserve überschreiten, wollten wir darüber hinausgehen, und ich kann hier wenigstens, nur den heißen Wunsch erneuern, daß wir eine billige Lösung zu Stande bringen, welche Recht, Ehre und Freiheit gleichzeitig befriedigt und als Resultat die Aufrechterhaltung der großen Wohlthat des Friedens zwischen den beiden Nationen hat, welche uns gleich theuer sind. —(Weibliche Waisen= und Armenräthe in Frankreich.) Der oberste Rath für öffentliche Hülfeleistung in Paris hat aus politischen Gründen die Hinzuziehung von Frauen beschlossen für die gesammte öffentliche Armenpflege und die Wohlthätigleitsanstalten. Man hob bei der Berathung besonders hervor, daß die bisherige Znrückweisung der weiblichen Mithülfe bei der öffentlichen Wohlfahrtspflege die Frauen der Pariser bürgerlichen Classen dozu veranlaßt habe, ihre Opferwilligkeit und Nächstenliebe unter der Führung der Aristokratinnen in privaten Vereinigungen zu bethätigen. Hierdurch seien weite Frauenkreise in den Bann der monarchisch christlichen Richtung gezogen und dem republikanischen Bürgerthum entfremdet worden. In England sind Frauen schon lange als Armenpflegerinnen beschäftigt. Spanien. (Lehrerelend in Spauien.) Man schreibt aus Madrid: Zu früheren Nachrichten über das furchtbare Elend der spanischen Volksschullehrer können wir einige weitere Daten hinzufügen. Im Hospital zu Lorca(Provinz Murcia) ist soeben ein Lehrer vor Hunger gestorben, weil die Gemeinde ihm seit Jahren sein Gehalt vorenthielt. In Coy(Lorca) ist die Frau eines Lehrers thatsächlich verhungert, während ihr Gatte in den Straßen von Murcia, wohin er sich zu Fuß begeben hatte, bettelte! Die Gemeinde von Lorca schuldet ihren 35 Lehrern gegenwärtig mehr als 75 000 Duros(300000 Mark), im Durchschnitt jedem einzelnen annähernd 9000.; seit dem 1. Juli wurden den Hungercandidaten im Ganzen nur 3 Monate ausgehändigt. Dagegen hinterläßt ein Stierfechter, dem man in diesen Tagen ein königliches Begräbniß hat zukommen lassen, ein Vermögen von 700000 Mark. Sämmtliche englische Kriegsschiffe in Hongkong verladen gessen,“ setzte er, noch immer leise schandernd, hinzu.„Haben Sie ihn erkannt?" fragte ihn Hugo. „Ja, ich glaube, es ist Herr Denet.“ Im Saale des Gasthauses war eine große Menschenmenge versammelt. Das Begräbniß des Ermordeten sollte noch am selben Tage stattfinden, zuvor aber hatte das Gericht eine Zeugenvernehmung angeordnet. Der Staatsanwalt hatte sich eingefunden und eröffnete die Sitzung. Unter den Geladenen fanden sich auch Hugo Rain und Gustao Wünsche, der Wirth. Nach einigen einleitenden Worten wurde Letzterer aufgefordert, alles zu berichten, was er über den Fremden, der seit einigen Wochen bei ihm gewohnt hatte, wußte. Wünsche erzählte nun, wie er eines Abends, aus der Stadt kommend, in der Nähe seines Hauses einen fremden Herrn getroffen habe, der um ein Zimmer gebeten. „Der Mann muchte einen sehr guten Eindruck auf mich." bemerkte der Wirth,„und ich freute mich, einen so anständigen Nachtgast zu hoben.“ „Wann haben Sie ihn zuletzt gesehen?" fragte der Staatsanwalt. „Am Mittwoch Abend verließ er mein Haus, und das war zugleich das letzte Mal, daß ich ihn lebend sah." „Ging er allein von Ihnen fort, oder war jemand bei ihm?“ „Hugo Rain begleitete ihn.“ „Haben Sie eine Ahnung, ob Herr Denet vermögend war oder nicht?“ „Mir schien, als lebe er in sehr guten Verhältnissen; er ließ wiederholt Aeußerungen fallen, die darauf schließen ließen.“ Hierauf wurden einige Männer aus dem Dorfe, die den Erschlagenen zuerst aufgefunden hatten, verhört; dann kam Hugo Rain an die Reihe. „Sie heißen Hugo Rain?" fragte der Staatsanwalt den jungen Mann. 13 Kohlen und Munition. Sie erhielten den Befehl, sich bereit zu halten, unverzüglich in See zu gehen. Auf der Schiffswerst wird Tag und Nacht gearbeitet. Amerika. Nach dem amtlichen Befund wurde die„Maine" durch die äußere Explosion einer unterseeischen Mine zerstört. Die spanische Regierung, die Behörden werden nicht der Mitschuld angeklagt, aber die Thatsachen, wie sie der Bericht darstellt, sprechen sie nicht ausdrücklich frei. Eine amtliche spanische Meldung erklärt, die spanische Regierung sei der Ansicht, die Explosion, welcher der amerikanische Kreuzer„Maine“ im Hasen von Havanna zum Opfer gefallen ist, sei einer innern Ursache zuzuschreiben. Spanien betrachte die Besestigung der Tortugas= Inseln(südwestlich von Florida) als einen direct feindseligeren Act als die Bewegungen der spanischen Torpedobootsflotille. Das Marinedepartement habe dem„Bür. Reuter" zufolge eine dahingehende Mittheilung erhalten, daß Spanien die Befestigungen in Portorico vermehrte. Washington, 26. März. Me. Kinley beabsichtigte am Dienstag oder Mittwoch eine Botschaft an den Congreß zu richten, welche sich mit der Lage der Nichtcombattänten auf Cuba beschäftigen wird und einen Credit von einer halben Million zur sofortigen Unterstützung derselben verlangt. Mc. Kinley wird gleichzeitig bei Spanien anregen, es möge für seine eigenen dortigen Landsleute, die von allen Mitteln entblößt seien, Fürsorge treffen und dem Kriege in einer für Cuba befriedigenden Weise ein Ziel setzen. Bleibt von Seiten Spaniens eine derartige Action aus, so würden die Vereinigten Staaten sich aus Gründen der Menschlichkeit gewaltsam ins Mittel legen. Me. Kinley glaubt aber nicht, daß s zu spät sei, eine friedliche Lösung zu erreichen. Vermischte Nachrichten. §s Königswinter, 29. März. Herr Kaplan Commes beging heute, an welchem Tage er vor 25 Jahren die Priesterweihe empfing, den Jubeltag in stiller Familienseier. Die öffentliche Feier dieses Gedenktages ist bekanntlich auf den 27. April angesetzt. Königswinter, 29. März. Der Neopresbyter Herr Schumacher, Nesse unseres Mitbürgers Herrn Carl Schumacher, wird am Sonntag den 17. April d. J. seine Primiz in der hiesigen Pfarrkirche feiern. Königswinter, 28. März. Die gestrige Abendvorstellung des Künstlerpaares Mr. Cumberland und Miß Fey, veranstaltet im Saale der Restauration Krechel, war ziemlich gut besucht; mindestens 100 Personen waren anwesend. Die Productionen des Prestidigitateurs Mr. Cumberland, durch einen ansprechenden Vortrag unterstützt, fanden lebhaften Beifall. In gewandter Weise ließ er Flasche und Glas, die er auf verschiedenen Tischen aufstellte und dann mit einem Futteral bedeckte, ihre Stellungen wechseln, auf einem magischen Spiegel zauberte er durch einsaches Bestreichen Rosen hervor und ließ sie allmählich wieder verschwinden, einem leeren Hute entnahm er eine Menge Cartons und schließlich sogar eine Wickelpuppe, auch Grogk wurde in einem Hute hergestellt und den Gästen credenzt; eine dem Publicum vorgezeigte leere Tafel, die dann vor den Augen der Menge aufgestellt wurde, zeigte nach einigen Augenblicken die Bezeichnung der Karte, die ein Besucher aus einem Kartenspiel gezogen hatte, aus einem Papierstreifen ließ der Künstler einen ganzen Fahnenwald heraus wachsen u. dergl. m. Miß Fey erwies sich als ein vorzügliches Seh=Medium. Es war wirklich interessant, den fixen und stets zutrefsenden Antworten zu folgen, die sie trotz verbundener Augen auf alle Fragen des Mr. Cumberland bereit hatte; mochte der Herr, der sich im Kreise der Zuschauer bewegte und sich die verschiedenartigsten Gegenstände zeigen ließ, sie nach der Jahreszahl einer Münze oder nach der Farbe einer Schleife, oder nach sonst einer Beschaffenheit irgend eines Artikels fragen, stets kam klipp und klar die richtige Antwort Hexerei war's nicht, aber große Gewandtheit in der Mnemotechnik. Der als Spuk von Resau bekannte Zauber bildete den Schluß der Wunder=Vorstellung. "' Königswinter, 29. März. Auf die am 18. cr. an die Kgl. Eisenbahn-Direction Köln abgegangene Petition hiesiger Bürger, den Morgens 7“ von Obercassel aus abwärts gehenden Zug von Königswinter aus abfahren zu lassen, ist folgender Bescheid an den Erstunterzeichner Herrn Ed. Sasse ergangen: Auf die gefällige Eingabe vom 14. d. Mts. erwidern wir ergebenst, daß es vorläufig zu unserem Bedauern nicht angängig ist, den Localzug 7• ab Obercassel nach Trois= dorf in Königswinter anfangen zu lassen, dagegen wird in diesem Sommer wieder, wie im vorigen Sommer, der Abendzug°8 ab Köln bis Königswinter durchgeführt werden. Wir stellen anheim, den übrigen Mitunterzeichnern obiger Eingabe hiervon in geeigneter Weise gefälligst Mittheilung zu machen. Königswinter, 29. März. Unter dem Namen„Restauration zum Nachtigallenthal“ wird Ostern eine Gast= und Schankwirthschaft eröffnet. Die Concession hierzu wurde der Frau Wwe. G. Lemmerz am Stapel, welche bisheran schon Weine eigenen Wachsthums zum Ausschank brachte, vor einigen Tagen ertheilt. —(Nicht bezahlte Zechen.) Die für das Gastwirths= gewerbe überaus wichtige Frage, wer für nicht bezahlte Zechen haftet, der Wirth oder der Kellner, ist jetzt gerichtlich entschieden. Während es in allen kaufmännischen Geschäften selbstverständlich erscheint, daß die Angestellten ohne Vorwissen des Prinzipals Niemandem Kredit geben, bedingen die eigenartigen Verhältnisse im gastwirthschaftlichen Betriebe, daß streng genommen jedem Kunden seine Zeche, wenn auch nur für kurze Zeit. kreditirt wird. Dadurch ist die Gelegenheit zu Zechprellereten geboten. Der gerichtliche Bescheid stellt nun fest:„Das Kreditgewähren in Restaurants ist lediglich Sache des Kellners, Insofern er Speisen und Getränke gegen Baar oder gegen Marken entnimmt. Falls die Zeche nicht bezahlt wird, hat er allein den Schaden zu tragen. Eine Ausnahme hiervon findet nur dann statt, wenn dem borgenden Gast mit Wissen und Willen des Wirthes Kredit gewährt und die Speisen und Getränke, die jenem vorgesetzt werden, an der Kasse lediglich aufgeschrieben, nicht aber vom Kellner in Baar oder vermittels Marken bezahlt sind. In diesem Falle, wo ein Verschulden des Kellners ausgeschlossen erscheint, ist dieser für etwaige Verluste nicht haftbar.“ Bonn, 26. März.(Keine Haftentlassung.) Ein Gerücht. das in den letzten Tagen rundging, behauptete, daß die beiden Mediciner Dr. B. und Dr. S. aue Poppelsdorf auf freien Fuß gesetzt worden seien, und sofort die Stadt velassen hätten. Dem„B..=.“ zufolge trifft diese Angabe nicht zu. Allerdings hat der Vertheidiger der jungen Leute, Rechtsanwalt Morsbach, bereits vor acht Tagen einen Antrag auf Hastentlassung gestellt. Doch liegt eine Entscheidung hierüber noch nicht vor, ist auch schon deshalb ausgeschlossen, weil das ärztliche Gutachten über den Fall noch nicht eingereicht ist. Die Abgabe des Gutachtens kann erst erfolgen nach vorheriger Kenntniß des ganzen Thatbestandes. Dieser aber ist mit den Acten erst vor einigen Tagen dem ärztlichen Sachverständigen unterbreitet worden. Neuwied, 27. März. Gestern machte eine Dame aus Bonn, Frl. Busch. Tochter des verstorbenen Professors W. Busch, am hiesigen Gymnasium die mündliche AbiturientenPrüfung mit Erfolg. Köln, 26. März. Die Einführung der Taxameter= Droschken geht in unserer Stadt ihrer Verwirklichung immer näher. Für die hiesigen Kutscher bedeutet das neue Unternehmen vielfach Ruin. Trier, 26. März. Bei der Ziehung der Militärpflichtigen des Stadtkreises Trier stellten sich aus der hiesigen Strafanstalt nicht weniger als 82 Mann. Krefeld, 26. März. Auf der Tagesordnung einer auf nächsten Montag einberufenen geheimen Sitzung des Stadtverordnetencollegiums steht die Beschlußfassung über die Errichtung eines Elektricitätswerkes Dortmund, 25. März. Einem raffinirten Streich, der an amerikanische Zustände erinnert, fielen einige junge Leute auf der Fahrt nach Essen zum Opfer. Von einer Vergnügungsreise nach Hause fahrend, stiegen sie in etwas seliger Stimmung in ein Coupee, in welchem bereits eine junge verschleierte Dame Platz genommen hatte. Unter dem Schleier blitzten die Augen die jungen Leute an, und bereits nach einigen Minuten waren letztere in eine angeregte Unterhaltung mit der Schönen vertieft. Diese war sogar so zuvorkommend, den jungen Leuten von ihren Bonbons zu geben. Allmählich geriethen sie in einen fast lethargischen Zustand, aus dem sie erst bei der Ankunft in Essen erwachten. Ihre Begleiterin war bereits ohne daß sie es bemerkt hatten, aus einer anderen Station ausgestiegen. Groß war ihr Erstaunen, als sie auf dem Bahnhof Essen sich in der Restauration mit einem Schnäpschen auffrischen wollten. Ihre Geldbörse hatten sie zwar noch in der Tasche, aber der Inhalt war spurlos verschwunden, die Gaunerin hatte sich den von ihr durch die Bonbons herbeigeführten Zustand zu Nutze gemacht. Von der Begleiterin hat man noch keine Spur. Dortmund, 23. März. In nächster Zeit wird hierselbst eine von Kaufleuten aus Rheinland und Westfalen veranstaltete Versammlung stattfinden, in welcher über die Einführung einer Umsatzsteuer für Groß=Bazare berathen und darüber Beschluß gefaßt werden soll, in welcher Art über die Groß=Bazare bei der Regierung Beschwerde erhoben werden soll. Die Veranstaltung der Versammlung geht hauptsächlich von Gewerbetreibenden des Mittelstandes aus und wird begründet mit dem Hinweise, daß der gewerbliche und geschäftliche Mittelstand in den letzten Jahren so argen Bedrängnissen ausgesetzt gewesen sei, daß er Gefahr laufe, ganz vernichtet zu werden, wenn nicht bald geeignete Maßnahmen zu seinem Schutze von der Regierung getroffen würden. Berlin, 26. März. Der Entschluß des Oberbürgermeisters von Beilin, Zelle, am 1. October in den Ruhestand zu treten, hat nichts mit politischen Vorkommnissen der jüngsten Zeit zu thun, sondern hat nur in dem Befinden des Herrn Zelle seinen Grund und steht unabänderlich fest. — Oberfactor Grünenthal hat im gerichtlichen Vorverfahren ausgesagt, daß er sich durch glückliche Spekulation mit einem in der Schloßfreiheit=Lotterie gemachten Gewinne 20000 Mark erworben haben will. Nach seiner Angabe hat Grünenthal etwa 170000 Mark Vermögen besessen, über dessen Anlage er Aufschluß gab. Es ist denn in der That auch gelungen, an den bezeichneten Stellen Kapitalien zusammen in der bezeichneten Höhe zu finden und zu beschlagnahmen. Darunter befanden sich zwei Depots bei Banken im Betrage von 35 000 Mark bezw. rund 50000 Mark. Von den verschiedenen überaus zahlreichen Meldungen in dieser Angelegenheit sind zutreffend nur die von den auf dem Kirchhof gefundenen Packeten von Reichsbanknoten in Höhe von 44000 Mark bezw. 16000 Mark, sowie der Umstand, daß der Zeitungsbogen, in dem die ersteren eingeschlagen waren, in der Sammlung der sonst von Grünenthal aufgehobenen Zeitungen fehlt. Die Summe von 16,000 Mark gibt Grünenthal zu, auf dem Grabe verborgen zu haben; dagegen bestreitet er dies durchaus bezüglich der 44000 Mark trotz des eben erwähnten, ihn verdächtigenden Umstandes. Man soll nach der Nationalzeitung das bereits vorhandene Belastungsmaterial, von dem gewisse besonders beweiskräftige Momente im Interesse der Untersuchung noch nicht mitgetheilt werden können, für so schwerwiegend erochten, daß an einer Schuld des Grünenthal nicht mehr gezweifelt werden dürfe. Fulda, 26. März. Der Hochw. Herr Bischof Dr. Georg Ignaz Komp ist bereits am Donnerstag vom hl. Vater im geheimen Konsistorium zum Erzbischof von Freiburg präkonisirt worden. Er hat dem sehr bestimmt ausgesprochenen Wunsche des hl. Vaters Folge leisten müssen, ohne daß es ihm möglich gewesen wärc, die sehr triftigen Gründe, welche für seine Ablehnung sprechen, mit Aussicht auf Erfolg darzulegen. Bern, 28. März. In der letzten Nacht trat starker Schneefall ein, besonders in der westlichen Schweiz. In Lausanne liegt der Schnee 50cm hoch. Zahlreiche Telephonund Telegraphenlinien sind gestört. Der Simplon ist nicht passirbar; dort liegt der neue Schnee 2m über dem alten, der 1m hoch ist. Die Reisenden in Bérisal sind eingeschneit. -(700jähriges Jubiläum der Steinkohle.) Aus Brüssel wird der„Berl. Wissensch. Korr.“ geschrieben: In den hiesigen betheiligten Kreisen besteht die Absicht, die übrigen Staaten zur Theilnahme an dem 700jährigen Jubiläum der Steinkohle aufzufordern; dasselbe soll noch in diesem Jahre gefeiert werden. Man hofft zuversichtlich auf die Theilnahme namentlich derjenigen Länder, die zur Zeit den Steinkohlenmarkt beherrschen, das sind England, Deutschland und die Vereinigten Staaten; doch dürften, wenn die Jubiläumsfeier zu Stande kommt, sehr wahrscheinlich auch die übrigen Steinkoblen producirenden Länder, namentlich Frankreich, Oesterreich=Ungarn und Rußland sich daran betheiligen.— Was die Geschichte der Steinkohle betrifft, so liegen durchaus zuverlässige Angaben über deren Entdeckung nicht vor. Nach den Nachforschungen Descamps' und Boghnert Baches in den Lütticher und Hennegauer Archiven soll die erste Nutzbarmachung der Steinkohle zu Ende der 12. Jahrhunderts erfolgt sein. In Norddeutschland soll erst um das Jahr 1500 ein regelmäßiger Steinkohlenbergbau begonnen haben, während Frankreich schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts (1320) in der Zeche Roche la Moliere das erste Steinkohlenbergwerk regelmäßig ausbeutete. Neueste Nachrichten. Berlin, 29. März.(Telegramm.) Allseitig wird soeben telegraphirt, daß ein friedliches Abkommnen zwischen Spanien und Amerika bevorstehe. Muthmaßliche Witterung. Am 30. 3. Wechselnd bewölktes, zeitweise heiteres, in der Temperatur nicht verändertes Wetter mit Niederschlägen. 31.,3. Theils heiteres, theils wolkiges Wetter mit etwas Regen(in hohen Lagen noch in Form von Schnee) und wenig veränderte Temperatur. .4. Elwas wärmeres, vielfach wolliges Wetter mit Regen. Eingesandt. Dos Licht der Zukunft. Wahrlich, so wird jeder sagen, der es nicht versäumt hat. der Einladung des Herrn Willi Vall aus Bonn. General Vertreter des Wiesbadener Acetylen= Werkes zur Besichtigung eines im Betrieb befindlichen Aceiylen=Gas-Apparates.(Patent Breoiglieri, Fabrikant Hermann Neiß Wiesbaden), welcher am Mittwoch und Donnerstag im Hotel Düsseldorfer Hof in Königswinter ausgestellt war, Folge geleistet hat. Auch wir lenkten unsere Schritte dorthin, und leuchteten die 3 Flammen auf der Veranda des Hotels so hell, daß das herrliche Licht die Aufmerksamkeit eines jeden Passanten auf sich zog. Herr Ball zeigte uns Apparat und waren die Anwesenden wirklich erstaunt über den kleinen einfachen Apparat, welcher ein solch herrliches Licht spendete. Da diese Apparate in jedem Hause leicht angebracht, sowie vorhandene Gasleitungen und Leuchter wieder verwendet werden können, das Füllen des Apparates von einem jeden Laien mit Leichtigkeit geschehen kann, worauf der Apparat ahne Aufsicht ganz selbstthätig arbeitet, wäre es wohl angebracht, wenn die Herren Hotelbesitzer und Geschäftsleute, überhaupt diejenigen, denen an einem guten, schönen und billigen Licht gelegen ist, sich die Acetylen=Beleuchtung anlegten, unterstützt noch dadurch, daß das Acetylen an Billigkeit und Leuchtkraft alles bisherige übertrifft. Unser so herrlich gelegenes Städichen Königswinter würde noch mehr gehoben werden und anmuthiger aussehen, wenn dasselbe mit dem herrlichen Licht der Zukunft beleuchtet würde und wird ein jeder unserer Ansicht beipflichten, welcher dasselbe mit der Gasbeleuchtung in Königswinter vergleicht. Den Erfinder des Apparates, Herrn Breoiglieri, kann man nur beglückwünschen, weil er es verstanden, einen Apparat zu erfinden, wodurch ein jeder im Stande ist, seinen Bedarf an Gas selbst herzustellen und unabhängig von der Gasfabrik ist. Ganz besonders ist Acetylen zu empfehlen für Orte, Hotels, Villen und Häuser, wo noch kein Gas= und elektrisch Licht ist, woselbst es wohl freudig begrüßt werden wird. Wir haben die Ueberzeugung gewonnen, daß Acetylen unbedingt das Licht der Zukunft ist. Mehrere Augenzeugen. Eingesandt. In Erwiderung auf das Eingesandt vom 26. d. M. betr. Acciylengas sehe ich mich veranlaßt, die geehrten Leser aufzuklären. Wie ja jede gute verbesserte Neuheit von Anfang an mit Mißtrauen betrachtet wird, so hat auch das Acetylen seine Anseindungen und sieht sich ein Herr B. veranlaßt, seine irrigen Ansichten dem Publikum zu übermitteln. Daß die Explosionsgefahr des Acetylens, welches in den hierzu geeigneten Apparaten erzeugt wird, vollständig beseitigt ist, hat ja die große Acetylen=Ausstellung, welche vom 10.—24. März in Berlin tagte, bewiesen, und haben auch die meisten Versicherungsgesellschaften erklärt, daß sie die Gebäulichkeiten, in denen Acetylengas brennt, zu denselben Prämien versichern wie diejenigen, worin Steinkohlengas gebrannt wird. Die Explosionsgefahr des Steinkohlenleuchtgases ist laut statistischen Nachweisungen viel größer wie beim Acetylen; denn Acetylen enthält kein Kohlen=Oxyd sondern 92% Kohlenstoff und 7% Wasserstoff, zudem läßt sich die geringste Menge ausströmenden Gases in jedem Raume durch starken knoblauchähnlichen Geruch auf der Stelle und stundenlang vor einer überhaupt möglichen Explosionsgefahr verspüren. Jeder unparteiische Sachverständige wird dieselbe Erklärung geben und würde Einsender besser gethan haben, sich vorher genau zu informiren, ehe daß er ein altes Referat veröffentlichte. Da das Acetylen in Europa festen Fuß gefaßt, wegen seines intensiven bedeutend schöneren Lichtes und Billigkeit alle Beleuchtungssysteme übertrifft, die Behandlung eine sehr einsache ist, dazu noch das Angenehme hat, daß man nicht mehr von den Launen einer Gasfabrik abhängt, wird das Acetylen überall mit Leichtigkeit eingeführt werden. Die Apparate können überall aufgestellt werden: im Keller, Speicher, Stall, Hofraum, Hausflur, Küche und Zimmer und überhaupt in jedem Lokal. S Wie aus folgender Zusammenstellung ersichtlich, ist Acetylen beim Gebrauch des Breoiglierischen Apparates jetzt schon das billigste unter sämmt'ichen Beleuchtungssystemen. Es kostet pro Stunde Brennzeit N..=Normal=Kerze. Elektr. Licht 16.K..5, 32 RK. 7 Pfg. Off. Gaslicht 16„ 256 32„ 512„ Spiritus 16„ 185 32„.4„ Petroleum 16„ 135 32„.4„ o. Docht u. Petrol. Acetylen 16„ 15 32„ 3„ Obschon an den Tagen, an denen im Düsseldorfer Hofe ein Acetylen=Apparat probeweise zur Besichtigung von Interessenten aufgestellt war, die Gasfabrik sich anscheinend um die Gasbeleuchtung besondere Mühe gegeben hat, konnte die Leuchtkraft einer Acetylenflamme auch nicht annähernd erreicht werden. Hieraus ersehen die geehrten Leser, daß Herr B. bei seinem Versuche, der Concurrenz entgegen zu treten, von irrigen Ansichten geleitet worden ist. Wie mir in Bonn von einem Fachmann mitgetheilt wurde, hat die Königswinterer Gasanstalt in der Gasabgabe ihren Höhepunkt erreicht. Um die Eigenschaften des Acetylens und die Fortschritte, die auf dem Gebiete der Acetylen=Beleuchtung gemacht worden sind, nachzuweisen, bin ich gerne bereit, dem Herrn Einsender in einer öffentlichen Versammlung alle gewünschten Aufklärungen zu geben. Willi Ball. h Neue Musikalien aus dem Verlage von Breitkopf& Härtel in Leipzig. St. Heller, 2 Barcarolen(Fis-moll und-dur) aus Op. 141. Saltarello,(-moll) Op. 77, herausgegeben von H. Germer. Die Werke Hellers, fast nur für Clavier, sind durchweg von Werth; bereits Schumann wies auf Hellers Clavierwerke hin und rühmte an einer Sonate soviel geniales Blut, daß man eine Reihe Pariser Componisten auf die Dauer damit versehen könnte. Die oben genannten Stücke verdienen dieselbe Würdigung; sie eignen sich für die obere Mittelstufe und sind für den Schüler sehr bildend. Die Vortragsbezeichnungen von Germer treffen das Richtige (je 1.). Händel, Große Concerte für Streichorchester mit Continuo für Clavier zu 4 Händen bearbeitet(Concert-moll, Conc. -dur.) Durch die Gesammtausgabe der Händel'schen Werke hat sich die Firma Breitkopf& Härtel ein besonderes Verdienst erworben. Beim Spielen der beiden Konzerte labt man sich am alt-klassischen Melodiestrome und an den geschlossenen Formen; dieselben sind umso empfehlenswerther, weil sie nicht, wie unsere modernen Klavierkonzerte, virtuose Technik beanspruchen.(Je 1.) Hofmann Heinrich, Huldigungsmarsch für Klavier zu 4 Händen, Op. 128. Der Marsch klingt pompös; die Ausführung. im Satz sehr stilgerecht, entspricht ganz dem Charakter eines Huldigungsmarsches. Der sehr geschickte Komponist, dessen Serenade in einer Besprechung bereits gedacht wurde, scheint Wagner’schen Klängen nicht abgeneigt zu sein, geht indessen selbstständige Pfade.(Preis 2.) H. Leroux ist wohl z. Z. einer der annehmbarsten unter den französischen Komponisten. Das zeigen auch seine 2 Romanzen für Flöte und Klavier(-dur und-moll.) Die Motive sind gut erfunden; auch in der Begleitung ist Fluß, nichts Erzwungenes.— Eine anmuthsvolle und nicht schwere Komposition für Cello und Klavier ist Chant d’ Automne von Braga; das Stück verlangt aber einen äußerst gefühlvollen Vortrag.— Der französische Tanzkomponist Vasseur bringt Polka=Märsche für Klavier zu 2 Händen.(-dur.) Es ist kein idealer, sondern ein wirklicher Tanz, hat Form und ist nicht fad. Hüte werden von 50 an chik aufgarnirt. Große Auswahl in Formen, Band und Blumen. Bestens empfohlen Franziska Krebs, Winzer=Verein. Gerichtl. Verkauf. Am Donnerstag den 31.März. Vormittags10½ Uhr, sollen auf dem Markte zu Königswinter eine Parthie Farbwaaren öffentlich meistbielend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Boving, Gerichtsvollzieher. Gerichtt. Verkauf. Am Freitag den 1. April cr., Morgens 10 Uhr, sollen auf dem Markte zu Königswinter 1 Sopha und 1 Papagei mit Käfig öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Der Verkauf findet voraussichtlich statt. Boving, Gerichtsvollzieher. Herrschaftl. Wohnhaus Grabenstraße 65 der Neuzeit entsprechend gebaut enthaltend 8 Zimmer, Küche und Keller, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen oder zu vermiethen. Bescheid J. Karbach Hauptstraße 140. Eine Baustelle, 9 Ar, neben dem städt. Wasserwerk (Chaussee) zu verkaufen. Besch. J. Karbach Hauptstr 140. Das an der Niederdollendorferstraße, im Mittelpunkte der nördlichen Neustadt von Königswinter, gegenüber Edelhoff, Straßenfronte ca. 62 m, Tiefe ca. 32m ist preiswerth zu verkaufen. Das Baustellenterrain eignet sich zum Aufbau von 7 großen Wohnhäusern, die einerseits an eine der schönsten Straßen der Stadt zu liegen kämen und anderseits sämmtlich Aussicht auf den Rhein erhielten. Näheres durch den Eigenthümer Herivert Bachem. Erfahrene Kostümarbeiterin sucht noch einige Kunden in und außer dem Hause. Maria Joachim, Bahnhofstr. 46. Wegen Heirath des jetzigen, suche zum 1. Mai ein tüchtiges, erfahrenes Küchenmädchen. Zweitmädchen vorhanden. Frau Referendar Werner Königswinter, Villa Elisabeth. Ein braves Mädchen für alle Hausarbeit in ruhige Haushaltung zum 15. April gesucht. Wo s. d. Exp. d. Bl. Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Nädchen wird in stillen Haushalt gesucht. Näh. in der Exp. d. Bl. Täglich frische Landeier bei Joseph Köhne, Tombergerstraße 9. Königswinterer Spar= u. Credit=Verein e. G. m. b. Gegründet: 15. März 1865. Zahl der Genossen Ende 1896 655 Zuwachs in 1897 37 602 Abgang 1897 20 Zahl der Genossen am 31. 12. 1897 672 Gesammthaftsumme Mi. 166 800. Bllanz pre 1893. 2. Aktirs. B. Faseira. Das Vereinsvermögen setzt sich zusammen: 1. aus dem Reservefonds Mk. 30000,— 2. aus der Spezialreserve„ 18374,45 3. aus dem Gewinn pro 1897„ 12385,67 Mk. 60760,12 Die Geschäftsguthaben erhöhten sich in 1897 um Mk. 108599,18. In der Generalversammlung vom 27. März a. cr. wurde pro 1897 eine Dividende von 7 Prozent festgesetzt. Königswinter, 29. März 1898. Der Vorstand. LUU RTCINTZ Hauptstraße 75, Hauptstraße 113/115, zeigt hiermit den Empfung großer Sortimente Frühjahrs- und Sommer-Neuheiten in Damenu. Herren=Confection, Manufactur. und Weißzwaaren ergebenst an. Auswahl bei sehr billigen Preisen. Möbel= und Ausstattungs=Geschäft. Alle Sorten Garren, trocken, sowie in Oel gerieben, fertig zum Streichen; diverse Fußbodenlacke; für Fußböden präp. gekochtes Vorstreichfarbe, Siccatif, Terpentinöl, Spirituslacke, Broncen, Bronce=Tinktur, flüssige Broncen, Emaillefarben, Stahlspäne, ParquetFußboden=Wichse, Maler= und Anstreich=Pinsel 2c. in größter Auswahl empfiehlt leu Den geehrten Herrschaften Königswintors und Umgegend empfiehlt sich in allen, ins ——— Anstreicher-Fach einschlagenden Arbeiten unter Zusicherung guter und billiger Bedienung. Herm. Schmitz, Hauptstrasse Nr. 41. Hemmeeneeean Ia. gebrannter Java-Kaffee à Mk. 1,90 p. ½ Kilo IIa.„„„ à„ 1,80 do. Gebrannter Haushalts-„ à„ 1,70 do. Wiener Mischung à„ 1,60 do. in den beliebten feinen Qualitäten zu haben in Königswinter bei: Pet. Krämer, Jos. Roemerscheidt u. Ed. Gasse, in Honnef bei Gottfr. Stang Hofl. und A. Zalewsky (L. Hasenmüller Nachf.), Wilh. Lange, Fritz Luhr. Germania-Drogerie. bduard sasse. Schrankspitzen### A. Tillewein. Bekanntmachung. Die noch rückständigen Rechnungen über die in den Monaten Januar—März für die Stadt Königswinter geleisteten Arbeiten und Lieferungen sind möglichst bald, jedenfalls aber spätestens bis 10. April l. J. auf dem Bürgermeisteramte einzureichen. Königswinter, 18. März 1898. Der Bürgermeister Beleusungenion für den Monat April 1898. Vom.—7. April Nachtslaternen von 7¼—4 Uhr Morg. „.—15.„ alle Laternen von—11 Uhr. Nachtslaternen bis 4 Uhr. „ 16.—22.„ von 8¼—11 Uhr in gleicher Weise. „ 23.—29.„„ 8½—•11„„„ „ 30.„„ 8½—4" Nachtslaternen. Königswinter, 29. März 1898. Der Bürgermeister I. Volkmutz,. Polizeiverordnung betr. das Fahren mit Gespannfuhrwerk und Fahrrädern, sowie das Reiten in der Stadtgemeinde Königswinter. Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 und des§ 143 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung wird hiermit folgende Polizeiverordnung erlassen. S 1. Das Fahren mit Gespannfuhrwerk oder Fahrrädern, sowie das Reiten ist innerhalb des Gebietes der Stadtgemeinde Königswinter nur auf den für den Verkehr von Gespannfuhrwerk bestimmten Straßen gestattet. Die Benutzung der nur für Fußgänger bestimmten Wege, sowie der Alleen und Bürgersteige ist verboten. Beim Besuch der Berge mittelst der hierzu bestimmten Reitthiere ist die Benutzung der zu diesem Zweck von altersher benutzten Wege, selbst wenn dieselben zum Fahren nicht geeignet oder bestimmt sind, auch fernerhin gestattet. S 2. Innerhalb des Stadtgebietes, welches sich einerseits vom Rhein bis an das Gebirge, andererseits von der oberen und unteren Bahnhofstraße, sowie Neustraße bis zum Kriegerdenkmal erstreckt, die genannten Straßen mit eingeschlossen, darf nur im Schritt oder langsamen Trab gefahren oder geritten werden. Wenn auf der Straße Menschenansammlungen stattfinden, wie solche namentlich an den Kirchen oder an der Landungsstelle der Köln=Düsseldorfer Dampsschiffe am Eingang der Marktstraße stattzufinden pflegen, sowie an den durch Schilder mit der Aufschrift„Schritt=Fahren" kenntlich gemachten Stellen, darf nur im Schritt gefahren oder geritten werden. § 3. Sobald und solange ein Dampsschiff an der Landebrücke der Köln=Düsseldorfer Dampfschiffe gegenüber der Marktstraße angelegt hat, und sich Fahrgäste vom Dampsschiff über die Brücke an's Land begeben, ist es jedem leeren Haudeterwagen verboten, die Straßenstrecke zwischen Bungertsstraße und Kellerstraße zu durchfahren oder sich auf dieser Straßenstrecke aufzuhalten. Ausgenommen von diesem Verbote sind nur solche Wagen, welche zu einer Fahrt nach den Gasthöfen Berlinerhof und Europäischerhof bestellt sind, sowie die Wagen, welche aus dem Droschkenhalteplatze an der Fähre aufgestellt sind. Dem ersten dieser letzteren Wagen wird das Recht eingeräumt, in dem oben bezeichneten Falle bis zur Kellerthüre des Gasthoses„Berliner Hof" vorzufahren und dort Fahrgäste zu erwarten. „„„§ 4. Zmiverhandtungen gegen vorstehende Polizeiverordnung werden mit Geldbuße bis zu 9 Mark oder im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft. § 5. Diese Polizeiverordnung, welche vorschriftsmäßig publicirt und angeheftet werden soll, tritt am 1. April 1898 in Kraft. Königswinter den 29. März 1898. Die Ortspolizeidehörde Der Bürgermeister Kreitz. Zur dauernden Erinnerung an das 60jähr. Militärjubiläum des Fürsten Bismarck(25. März d..) und damit als Würdigung der unsterblichen Verdienste, welche er sich um die preußische und deutsche Armee erworden, ist im Verlag von Carl Wissenbach in Friedrichsruh das Friedrichsruher Bismarck=Andenken(Preis.A. franco; Subscription von 10 Stück an 2 J) erschienen. Dasselbe besteht aus hundertjährigem Holze des Sachsenwaldes und einer Plakette aus Kruppeisen. Die Plakette zeigt(nach einer Zeichnung Meister Wallots) den„eisernen Bismarck“ als Drachentödter Ritter Georg, wie er, das Schwert in der Rechten, das sieggeschmückte Reichsbanner auf der linken Schulter, über den erschlagenen Drachen, zu neuem Kampfe bereit, einherreitet. Darüber prangt ein Spruchband mit der Alles erklärenden Inschrift:„Unter fünf Königen.— Unter drei Kaisern". Im Hintergrunde ist das deutsche Nationaldenkmal, das Sinnbild der siegreichen Einheit aller deutschen Stämme, angedeutet. Das Garze is: in Form eines Briefbeschwerers gehalten, so daß jioer Deutsche ein wirkliches kleines Bismarck=Denkmal auf seinem Schreibtische haben und bei all seinem schriftlichen Thun an Bismarck, als an das Vorbild der Kraft und der besonnenen That, denken kann. Daß das Andenken, welches die Züge des deutschen Helden durchaus ähnlich wiedergibt, besondere Würdigung fand und die Theilnahme aller Bismarckfreunde verdient, geht auch daraus hervor, daß jedes einzelne Stück auf der Holzrückseite den Stempel trägt:„Dieses Holz ist im Sachsenwald gewachsen". Fürstlich v. Bismarck'sche Forst=Verwaltung. U OO 50—52 Weyerstraße 50—52. 45 Hohestraße 45. 120 Breitestraße 120 .. von Ende März ab: Ehrenstraße 15—17. Gardinen abgepasst, weiss und crème, Fenster.— 1,50, 1,80, 2,50, 2,90,.75, 4,25, 4,75,.—,.25, 6,75,.—,.25, 7,75,.— bis zu den### Stäckwaare, 2 mal Band, Meter 25, 38, 50, 60, 70, 75, 85, 95, 100, 115, 125 150„ Vitrage Meier 5, 7, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40 J r. x. in Germania, Axminster, Tapestry, Velour, Pr. Axminster, Smyrna 2c. 2c., in sämmtlichen Größen und Preislagen. Gelegenheitskauf. Ein Posten Smyrna=Teppiche, gewebt, ca. 179/340, früher 41 M jetzt 27 ,K. Posten Smyrna=Teppiche, gewebt, ca. 20%00, früher 51 M. jetzt 35 J Posten Peluche=Teppiche, gewebt, ca. 2 59/360, früher 38 M jetzt 28 M. Rouleaurstoffe jeder Art in allen Breiten und Qualitäten. M. 2c. 2c. 100, 125 Portièren vom einfachsten bis hochelegantesten Genre. .35, 1,90, 2,50, 3, 4. 5, 6, Stückwaare, Meter 38, 48, 60, 70, 85, 150, 200 J 2c. Tischdecken in Manilla, Phantasie, Cheuille, Wolle. Plüschdecken. Läufer Sämmtliche Zubehörtheile für Gardinen, Rouleaux 2c. als: Gardinenstangen, Gardinenhalter, Ringe 2c. in Jute, Halbwolle. Wolle, Tapestry, Peluche, Brüssel, Taanoy, Cocos=Läufer in allen Breiten, Meter von 85„ an. Meter von 85 4 an in allen Qualitäten als Läufer und für Zimmerbelag. Matten in Cocos u. Linoleum, Felle, Reisedecken, Plaids, Bettvorlagen v 485 an bis zu d. besten. Velour= und Smyrna=Vorlagen, Sophabezüge in Phantasiestoff, Damast, Rips, Crepe. Sechuche Gamntieche Biachcheten Verschonerungsverein für Königswinter General=Versammlung Donnerstag den 31. März 1898. Abends 8½ Uhr im Düsseldorfer Hof. Tages=Ordnung: 1. Bericht des Vorsitzenden. 2. Rechnungslage des Cassirers. 3. Ergänzungswahlen des Vorstandes. 4. Beratyung über Projekte des Vereins. Vorstand. R vortrefflich wirkend bei Krankheiten des Magens, sind ein Unentbehrliches altbekanntes Haus= n. Volksmittel bei Appetitlosigkeit, Schwache des Magens, übelriechendem Athem, Blähung, saurem Aufstoßen, Kolik, Soddrennen, übermäßiger Schleimproduction, Geldsucht, Ekel und Erbrechen, Magenkrampf, Hartleidigkeit oder Verklopfung. Auch bei Kopfschmerz, falle er vom Magen herrührt, Uederladen des Magens mit Speisen und Getränken. Würmer=, Leber= und Hämorrhoidalleiden als heilkräftiges Mittel erprobt. Bei genannten Krankheiten haben sich die Mariazeller Magen=Tropfen seit vielen Jahren auf das Beste bewährt, was Hunderte von Zeugnissen bestätigen. Preis à Flasche sammt Gebrauchsanweisung 80 Pfg., Doppelflasche Mi. .40 Central=Versand durch Apotheker Carl Brady, Apotheke zum„Rönig von Ungarn“, Wien I Fleischmarkt, vormals Apotheke zum „Schutzengel“, Kremsier (Mähren). Man bittet die Schutzmarke und Unterschrift zu beachten. * Die 1 ariazeller MagenTropfen sind echt zu beziehen: durch alle Apotheken. Vorschrift: Alos 15.0 Zimmt= rinde, Cortandersamen, Fenchelsamen, Myrrha, Sandelbolz, Calmuswurzel, Zitterwurzel, Enzianwurzel, Rbabarbara von jedem 1,16. Weingeist 60%— 7500 Alle diese Spezies werden grob zerkleinert und 8 Tage hindurch in 750 Gramm 50% igem Weingeist bei öfterem Umrühren digerint(ausgelaugt) und fodann fltcirt. Immobilar-Versteigerung. Herr Johann Grorg Gratzteld zu Vonn läßt am Dienstag den 5. April 1898 Nachmittags 5 Uhr beim Wirthe Herrn Reiner Gratzfeld zu Oberdollendorf sein zu Oberdollendorf belegenes großes Wohnhaus, worin mit Erfolg Holzund Kohlenhandlung betrieben wurde, mit Hofraum, Lagerhäusern und Umlage durch den unterzeichneten Notar versteigern. Königswinter, 26. März 1898. Der Königliche Notar, Justizrath Dr. Kirch. Man verlange in der Königl. Oberförsterei Siebengebirge. Samstag, den 2. Aptil 1898 Nachmittags, 2 Uhr, soll auf dem Margérethenhof bei Ittenbach das im Revier „Heisterbach", Schläge Bockerodi, Herrenwiese, Thiergarten, Brandenbusch und Keltensiefen, aufgearbeitete Holz: 7 Eichenstämme, 118 Buchenstämme, 355 Stück BuchenGrubenholz mit 73 Festmeter in Längen von—20 Mtr. bis zu 30 cm. Durchmesser, 120 Rothtannen=Stämme u. Stangen, 105 Raummeter Eichen=, Buchen= u. Nadelholz=Scheil u. Knüppel, 90 Hausen Eichen= u. Buchenreiser u. 1 Loos NadelholzAstholz. öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Der Förster Melchior zu Stöckerhof ertheilt nähere Auskunft. Zahlung kann beim Verkauf erfolgen. Siegburg, 22. März 1898. Der Königliche Ferstmeister Renschy.— Oberl. Kartoffel. Rothe, weiße, mag. bonum, Nieren, sowie frühe Pflanzkartoffeln empfiehlt L5. Reinarz, Tombergerstraße. Arztlich empfohlen. Preise stehen auf den Etiketten. Flasche Mk..—,.50,.—,.50, 4..— Cognac zuckerfrei Flasche Mk..— Vorzüglich für Genesende und Zuckerkranke Alleinige Verkaufsstelle H. Bungenstock, Königswinter. 8 Wochentlich 20 bis 25 Mr. Umsichtige Personen für den Vertrieb von Chromobildern, Haussegen, Regulateuren usw. überal! gegen lestes Gehalt und hohe Provision sofort verlangt. Prospekt gegen 10=Pfg.=Marke. Offerten an A. Paeschke, Kunsthandlung u. Versandtgeschäft Friedrichsfelde b. Berlin. Neraczucht Auf Station Buisdorf bei Siegburg sind beim Gasthause der Frau Wwe. Henseler seit 1. Februar bis Ende Juni ds. Is 3 Deckhengste aus dem Königlichen Gestüt Wickrath zu Zuchtzwecken eingestellt: Cyap, hellbraun. Rheinl., Belg, Abkunft. Conradin, braun. Belg. Deckgeld Mk. 12,50. Enzco, Rothschimmel, Belgier. Deckgeld Mk. 15,50. Der LokalabtheilungsDirektor. Ein Zimmer „in wiüdge Prien zu vermiethen. Grabenstraße 36.