Nippes ur Ge. 2 estes lvoli“. silberz, Vereinsen E. Elbrechter, annsche Kapelle, 5 b. d. Mitglied enthal trasse 227. hen. remer. ie. ds 8½ Uhr. Franknungsabend. „Stolie“ nds 6½ Uhr. erschen, in unohenzollerna. Uhr: AAAIAT E Hleif-, Polier-, Unterlagsfils zu. Filsdichsen ompfiehlt ifabrik Köln I. Fspr. 6356 Wrly eine u. noch einige abzugeben im ionsthal 31.“ 18 razit von Neussertor. Dr. 40. Sonntag, 3. Oltober 1909. Sonntagsbeilage zum Kölner Local-Anzeiger ### S Kr Unsere Straße. Noch Etwas aus dem alten Köln von H. K. Vor unserem Hause lag ein schmaler Streifen, mit Platten belegt von einer eigenartigen Politur, und mit Rissen, die ein sehr verwickeltes Muster zeigten. Aber da es in jener Zeit noch keinen Jugendstil gab, blieb das Muster unbeachtet und unbewundert. Als bei uns mit den Jahren auch die Einsicht kam, wurden wir gewahr, daß dieser Streifen ein Trottoir war. Eigentlich diente er nur als Sprungbrett zum Sprunge über die Gosse, die davorlag, aber auch dieses Sprungbrett war für uns Jungen nicht notwendig; denn wir machten den Sprung gleich aus dem Hause heraus. Ueber das Trottoir zu kommen, war ein leichtes, aber nicht so leicht über die Gosse, die in ihrer Breite nicht immer so schnell zu schätzen war. Ihre Farbe war gleich mit der schwarzen Farbe des Pflasters, zudem zweigte sie sich oft durch allerlei Kanälchen, Buchten tief in das Pflaster hinein. War das Trottoir schon vor unserm Hause so schmal, daß es nur Platz für einen einzelnen Mann bot, wobei aber reichlich Sorge getragen war, daß sich der Bürger nicht zu breit machte, so war es schon am Nebenhause so schmal, daß es nur für einbeinige Geschöpfe gelten konnte. Von da ab weiter abwärts bildete es nur noch den Sockel des Hauses, und dann kroch es ganz in das Haus hinein. Ob es da im Zimmer seine Fortsetzung fand, weiß ich nicht, auch nicht, ob nur eine dreiste Bauweise, die einfach über das Trottoir hinaus baute, an dem gänzlichen Verschwinden des Trottoirs die Schuld hatte. Wollte man also zum zweiten Nachbar gehen, mußte man erst vom Trottoir herunter, dann über die Gosse, der Gosse entlang, dann mit einer geschickten Wendung den Fuß über die Gosse hinüber auf das Hüpftrottoir setzen und sich dann in die Türe hineinschwingen. Da an unserer Straße alle Haustüren während des Tages offen standen, war es also nicht so schwer, in ein Haus hinein zu gelangen— wenn nur nicht gerade die Gosse Hochwasser zeigte. Die Gosse gehörte zur Straße, wie das Bächlein zum Tal, nur daß das tiefste Bächlein im Sommer schon einmal austrocknet, aber unsere Gosse diese Untugend eines Gewässers nicht hatte. Konnte es zwei oder drei Monate nicht geregnet haben, das tat nichts, in unserer Gosse stand das Wasser. Selbst gegen die Ströme der stärksten Regenschauer hatte sie ein Mittel, dann bildete sie vor jedem Hause ein Bucht, um auf jeden Fall Wasser zu behalten, womit sie stehen konnte bleiben. Sie wußte aber auch nicht recht, wohin sie eigentlich fließen sollte, ihre Mündung habe ich nicht entdecken können. Ein so ewig durstiges, unterirdisches Ungeheuer, das da alle hundert Schritte eines seiner tausend Mäuler aufreist, um alles zu verschlingen, was da eben flüssig ist, so einen ewig saugenden Kanal gab es noch nicht. So ließ unsere Gosse, von keinem als Opfer erkoren, mit Frieden ihre Gewässer ruhig in der Sonne glänzen und duften Aber da ihr Duft sehr verschieden war und ihre Lieblichkeit von allen Bürgern ausgekostet werden sollte, so wurde sie täglich von einem Hause zum anderen geschoben. Der Besen von Nr. 39 schob das sich sträubende Wasser in seiner ganzen Masse vor Nr. 41, wofür das Haus Nr. 39 den Bestand vom Nebenhause aufnahm. Nach dieser etwas gezwungenen Bewegung war wieder Stille auf den Gewässern eingetreten und blieb so bis zum nächsten Tage. Dahinten aber, am Ende der Straße, galt es ihre ganze Anhänglichkeit zu beweisen, die Gosse mußte quer über die Straße, gleichfalls die Straße umarmen. Zum Danke gab es hier kein Schieben und daher ein behagliches, ungestörtes Sichausleben und Ausdünsten. Nur einzelne, ungeratene Partikelche fanden keine Ruhe, sondern hingen sich an alle Wagenräder, an Schuhe, auch schon an die Hosen der Jungen und sorgten so für ihr Weiterkommen. Da also die Gosse den Zweck das Wasser abzuführen, augensichtlich nicht hatte, mußte sie eine andere Daseinberechtigung haben. Wir Jungen fanden sie auch schnell heraus, sie war zu unserem Vergnügen geschaffen. Ihre Breite und der Reiz einer ungewissen Tiefe lockten geradezu zu Wettsprüngen heraus, während ihre lange, durch kein Schlingloch gestörte, ruhige Rinne für unsere„Oemmer“ eine wunderbare Bahn abgab. Wie unterhaltend wurde so der Heimweg von der Schule mit unserem Oemmerspiel„Dä Sood elans". Eigentlich war der Ausdruck nicht ganz genau, denn es ging mitten durch die Gosse; und ee da der„Oemmer" sich immer tief in das schwarze Wasser versenkte, so mußte man schon ein auf Schätzungen sehr geübtes Auge haben. Hier galt denn auch mehr die„Spann“, man brauchte den gegnerischen„Oemmer" nicht zu treffen, sondern nur auf Fingerspannweite an ihn heranzukommen, so hatte man iyn schon gewonnen. Daß unsere Finger dabei die lichtverachtendsten Taucherarbeiten unternahmen und später weniger geeignet waren, ein Butterbrot seiner Bestimmung entgegenzuführen, konnte dem Reiz dieser Erholung keinen Abbruch tun. Das Herz unserer Straße war aber die Pumpe; hier war oer Sitz des Lebens, von hier wurde es durch die Straße getrieben, in die Häuser gebracht, von da strömte es wieder dort zusammen. Alles, was die Straße beschäftigte, die Leiden und Freuden aller ihrer Häuser, sie sammelten sich hier, teilten sich, um wieder in alle Häuser hinein zu strömen. Ich sehe sie noch so oft im Geiste, diese versteinerte und vereiserte Blume, diese feste, stille Poesie, die da jedem ihre Hand bot. In schlichtem, grauem Kleide stand sie da und schmiegte sich innig an die Häuserreihe an, sie wußte, daß sie zu all den Häusern gehörte, zu der ganzen Straße wie der Herd zum Hause. Da, an ihrem Schwengel, den der Regen und Staub so vieler Jahre mit einer schwarzen Kruste überzogen hatte, wie das Moos an einem Baume, glänzte eine helle Stelle, ein breites Ehrenzeichen, da, wo all die Hände an ihr rüttelten, um ihr helles Blut zu erlangen. Und immer war sie willig, selbst uns Jungen gegenüber, die wir es wahrlich nicht verdienten. Wer den Schwengel am weitesten werfen konnte, war der Held der Straße, und wir wollten alle Helden sein, wie sehr auch die alte Pumpe ächzte und krächzte. Dann kam es mir doch manchmal vor, als spukte die ehrvolle Pumpe unwillig aus in Verachtung eines solchen modernen Heldentums. Das Wasserholen war Sache der Jungen und verlangte eine gewisse Fertigkeit, in der man von Stufe zu Stufe stieg. Da war zuerst der dünne, kleine Kerl, der da, gekrümmt wie ein Fragezeichen, sein Eimerchen Wasser schleppte, mit der leeren hoch hineinragte, als wollte er sich am Himmel festhalten, alle zehn Schritie niedersetzte, die Hand wechselte dabei auf dem ganzen Wege das Tcottvir begoß, als sollte es &am Manöverglück. Novelle von O. Mora. Auf der hochgelegenen Terrasse seines kleinen Landgutes Birkenhof saß der Major a. D. von Ehrhardt am Kaffeetisch. Sein Blick schweifte über den wohlgepflegten Garten hinweg in die weite einsame Heidelandschaft mit ihren sanften Hügeln, düstern Tannenwaldungen und grünleuchtenden Wiesenstreifen am vielgewundenen Flußlauf. Dem stattlichen Fünfziger sah man nicht an, daß er vor drei Jahren als invalide in Ruhestand versetzt wurde. Seine Regimentskameraden hätten ihn aber wohl kaum wiedererkannt. Statt der schmucken Ulanenuniform trug er einen wetterfesten Jagdanzug, und sein heiterer Gesichtsausdruck war durch einen dichten Vollbart völlig verändert. Der Major setzte behaglich seine kurze Pfeife in Brand und vertiefte sich in die neueste Zeitung. Plötzlich warf er sie fort und erhob sich elastisch. Treff, der treue Hühnerhund zu seinen Füßen, sprang ebenfalls auf und fing freudig an zu kläffen. „Ellen, kommst du endlich, Mädel, du Langschläferin!“ rief er ins Haus hinein.“ In der Tür erschien ein junges Mädchen in einfacher Sportkleidung, taufrisch wie der Morgen. Auf einem Brett trug sie ein derbes Butterbrod und eine gefüllte Feldflasche. „Guten Morgen, lieber Vater. Hier bringe ich dein Jagdfrühstück. Glaubtest gar, ich schliefe noch an solch herrlichem Herbstmorgen? Ich hielt schon vor einer Stunde in Küche und Stall Appell ab. Die alte Dorette ist wieder revierkrank, sie jammert über ihre Gicht. Unsere jungen Teckel gedeihen prächtig; die große halbweiße Henne...“ Der Vater zog das große Mädchen zu sich heran und unterbrach ihren Rapport durch einen kräftigen Gutenmorgenkuß. Seine Augen ruhten stolz auf der schönen Tochter, seinem einzigen Kinde— seit dem Tode seiner Frau seinem Hausmütterchen. Dann zog ein Schatten über seine offene Stirn. Er wies auf die Zeitung. „Lese da eben, daß die Manöver nun doch in diesen Tagen unsere Gegend berühren...“ „O, herrlich, Vater! Manöver, Soldaten, Kavallerieattacken, vielleicht gar Einquartierung!“ Ihre Wangen röteten sich vor Erregung. „Kind, die Ulanen... unser altes Regiment wird dabei sein. Da kann ich kaum fröhlich und unbefangen sein.“ Er blickte nachdenklich in die weite Ferne. „Verzeih, lieber Vater, ich dachte nicht an deinen Kummer.“ Sie sah ihn besorgt an.„O, ich weiß, man hat dich ungerecht behandelt. Du solltest schon invalide sein? Ach, könnte ich doch diesem Herrn von Koller einmal die Wahrheit sagen.“ Der Major ließ ein kurzes Lachen hören.„Herrn von Koller: meinst du den jungen, den blonden Artur oder...“ „Aber Vater!“ Sie schmiegte ihr Köpfchen an seine breite Brust und sagte schmollend:„Du weißt es ganz gut, ich meine den alten Oberst, deinen bösen Regimentskommandeur.“ „Laß es gut sein, Ellen. Er handelte wohl nach seiner Ueberzeugung, als er meinen Abschied befürwortete. Er hielt mich für einen sinnlosen Draufgänger, der die Truppe unnütz in Gefahr bringt. Und an jenem unglücklichen Manövertage hatte er ja scheinbar Recht... Hinter vier einsamen, harmlosen Bäumchen wuchs in meiner Flanke plötzlich ein ganzes Bataillon aus der Erde hervor. Es waren freilich nur vier Flaggenkompagnien. Oberst v. Kollers fliegende Gespenstertruppe hat mich auf dem Gewissen. Im Manöver ist eben nicht alles comme à la guerre.“ „Der Artur aber focht in einem wirklichen Kriege und hat sich tapfer gehalten im gräßlichen Südwestafrika. Ob er wohl wieder im alten Regiment ist?“ „Sieh mal da! Also an den hübschen Leutnant— na, er ist ein braver Junge— an diesen lieben Artur denkt mein Töchterchen, während ich über seinen verwünschten Herrn Papa wettere.“ Er nahm ihr errötendes Gesicht zwischen seine Hände und schaute tief in die dunkel glänzenden Augen.„Möchtest wohl gar desertieren und zum Feinde übergehen? Aber was ist das? Tränen bei meiner tapferen Ellen? Steht es so mit dir, hast du in den drei Jahren noch nicht gelernt zu vergessen?“ „Nein, Valer. So wenig wie du. Aber ich habe gelernt zu verzichten... Habe ja auch kein Recht auf Artur,“ fügte sie leiser hinzu.„Er hat mir nichts versprochen und mich vielleicht längst aufgegeben.“ Der Major streichelte sanft ihr kastanienbraunes Haar, dessen zahlreiche Löckchen die einfache Frisur vergeblich zu bändigen suchte.„Mein liebes Kind, wir werden diese Einsamkeit hier wohl verlassen müssen. Ich will dich durch Verwandte in die Gesellschaft der Hauptstadt einführen lassen. Theaterbesuch, Bälle und Reisen werden dir gut tun. Seit Onkel Erwins Ableben ist meine Ellen ja eine reiche Erbin.“ Sie umarmte ihn stürmisch.„Nein, nein. Ich bleibe bei dir, Väterchen. Gerade in der großen Welt würde ich mich einsam fühlen. Wir dürfen uns nie trennen."... Nach einer Viertelstunde schritt Herr von Ehrhardt mit Büchse und Jagdhund rüstig durch den Garten. Ellen sah ihm sinnend nach, bis er im nächsten Kieferngehölz verschwand. Ein tiefer Seufzer hob ihre Brust. Dann ward der Lockenkopf nachdrücklich in die Höhe geworfen. Langsam stieg sie zum nahen Flußufer hinunter, löste den kleinen Kahn von der Kette unb ruderte mit kräftigen Schlägen gegen die Strömung. * Der Falkenberg ragt wie eine hochgelegene Insel aus der welligen Heide hervor. Zu seiner Rechten zieht sich von Norden über Walddorf kommend die schnurgerade Baumreihe der alten Handelsstraße hin, hier und da durch hohe italienische Pappeln überragt. Von der Chaussee getrennt durch einen dichten morastigen Erlenbruch, führt der sandige Heideweg von Moorburg her gerade auf den Hügel zu. Links blinkt zwischen dunklen Waldungen das silberne Band des Flußlaufes hervor. Nach der Kehrseite wird der Ausblick beengt durch kleine Gehölze hinter denen unweit der massiven Straßenbrücke Birkenhof liegt. Die verwitterten alten Steinblöcke des Falkenberges wurden heute aus ihrem tausendjährigen Träumen aufgeschreckt. Von Süden her zog eine hohe graue Staubwolke heran. Zahlreiche Truppen bogen von der großen Straße ab und rückten an den Fuß des Hügels. Auf dem höchsten Felsen rekognoszierte ein älterer Offizier mit dem Fernglase das Gelände und erteilte gemessen seine Befehle an die Unterführer. Es ist Oberst von Koller, der Kommandeur der Ulanen. Er führt das Detachement mit dem ehrenvollen Auftrag, den wichtigen Flußübergang bei Birkenhof längere Zeit offen zu halten. Der Oberst, ein langer hagerer Herr mit scharfem, stechenden Blick und festgeschlossenen Lippen, streicht häufig über seinen dichten Schnurrbart. Der sonst so ruhige Mann, der in manchen Feldschlachten nicht mit der Wimper zuckte, ist scheinbar etwas erregt. Heute sind keine feindlichen Geschosse zu erwarten. Die würden ihn kalt lassen. Heute werden die prüfenden Blicke der Vorgesetzten entscheiden ob der Regimentskommandeur sich zur Brigadeführung qualifiziert oder ob Seine Majestät auf seine weiteren Dienste verzichtet. der einzige Sohn ist Kavallerieoffizier. Sein Artur trat nach dem Hottentottenkrieg in das väterliche Regiment zurück. Jetzt gerade galoppiert er auf seinem englischen Fuchswallach herau salutiert vor dem gestrengen Papa und meldet sich als Ordonnanzoffizier. Ein frischer junger Mann mit offener, sorgloser Stirn und tiefgebrännten Wangen; man sieht seinen elastischen Bewegungen die eben überstandenen afrikanischen Strapazen nicht mehr an. 94c die Sonne höher stieg, trat aus einem der kleineren Gehölze ein Fußgänger hervor. An der Tasche hingen ihm ein paar Rebhühner, und aus dem Rucksack lugten die Hinterläufe eines seisten Hasen hervor. Der Major— er war der Jäger— pfiff seinem Hund und koppelte ihn an. Unschlüssig blieb er am Abhang des Hügels stehen. Da erkannte sein scharfes Auge der Führer. Nein, vor einem Oberst von Koller wollte er hier nicht weichen. Herr von Ehrhardt wählte einen Standpunkt, von dem aus er unbeachtet beobachten konnte. Dem Ortskundigen fiel sogleich die gefährdete Stellung der linken Flügelbatterie hart am Rande eines Waldes auf, der sich zum Fluß hinabzog. „Der Feldherr hält also seine linke Flanke für gesichert Um seine Lippen zuckte ein ironisches Lächeln.„Nun, Flaggen N. 20 vor Pfingsten nächsten Jahres gescheuert werden. Dieser, der da schließlich ein Viertelchen Eimer Wasser nach Hause brachte, zählte eigentlich schon gar nicht mit, stand aber noch immer eine Stufe höher, als der kleine Knirps, der da mit zwei Händen sein Eimerchen vor sich hintrug, beständig sich selbst begießend, so daß am Ende von seinem Kittel mehr Wasser floß, als er in seinem Eimer hatte. Wie viele Stufen mußte man ersteigen, bis man zu dem kam, der da stolz aufrecht seine zwei vollen Eimer, ohne abzusetzen, nach Hause trug.„Ohne abzusetzen", wollte man es ihm nicht glauben, schwups waren die zwei Eimer in die Gasse geschüttet, und mit gekränkter Miene ging er zurück, die Eimer neu zu füllen und die Heldenlaufbahn nochmals zu beginnen, auch ohne „zu schlabbern“, denn fleckenlos mußte der Weg sein. Das war der höchste Grad, den man im Wasserholen erreichen konnte, und man war nicht wenig stolz darauf, diesem sich in der Oeffentlichkeit würdig zu zeigen. Darum wartete ein solcher Vollkommener an der Pumpe so lange, bis fünf oder sechs Jungen niedrigen Grades versammelt waren, ehe er seinen Eimer füllte und, den höchsten Ansprüchen der Zunft gemäß, nach Hause brachte, wenn sich die Mutter auch noch so oft an der Türe zeigte und mit den Armen allerlei telegraphische Zeichen machte, wie früher der Pantaleonsturm, nur daß diesem das Zeichen einer Faust fehlte, und der Einzige, der sich auf diese Fernsprechstation an der Haustüre verstand, sie nicht beobachtete. Auch sah man zuweilen elende Stümper, die zwar zwei Eimer Wasser ohne abzusetzen tragen konnten, aber einen Reifen zur Hülfe nahmen. Es sah gewichtig genug aus, wenn so einer in dem Reifen dahinschritt, der gleichsam zwischen den beiden Eimern gespannt war, er tat etwas so Außergewöhnliches, daß sogar eine Hülfskonstruktion notwendig war, etwa wie bei der Maschine das Schwungrad, aber es war doch nur eine Pfuscherei, es war keine ganze Persönlichkeit, und wurde denn auch ein solcher samt seinem wichtigen Reifen von jedem, der was auf Persönlichkeit hielt, gänzlich übersehen, mochte er noch so viel von den kleinen, unverständigen Knirpsen angestaunt werden. Nur manchmal fanden wir unsere liebe, alte Freundin, die Pumpe, nicht für uns. Rohe, prosaische Leute hatten sie für sich in Anspruch genommen, und nutzten sie in einer Weise aus, die ihrem liebevollen Wesen, das jedem etwas gab, nicht entsprach. Das war, wenn ein Bürger an der Straße seinen Hausbrand,„sein Gereß“, bezog. Die neumodischen Briketts, die unsere Herde mit vorsündflutlicher Asche in allen ihren Zügen verstopfen, die unser schönes, grünes Vorgebirge ganz zu einem großen braunen Loche machen, gab es noch nicht. Jeder Bürger bezog sein„Gereß“, das war ein Haufen kleiner Kohlenstücke, die dann gehörig mit Wasser und Leym vermengt wurden, um so im Herd weniger Asche, aber auch weniger Feuer und desto mehr Qualm gaben. Ich weiß nicht, welche Gesetze über Grundbesitz und Hausgerechtsame damals geltend waren, auf jeden Fall war aber die Straße dem Hause zugesprochen; denn ohne Rücksicht auf Rollwagen, Fiaker, wurde das nötige„Gereß“ auf der Straße gemengt, bataillone sind hier auerdings nicht zu befürchten, aber Kavallerie kann die Furt vom Dorfe Sande her wohl passieren.“ Er machte unwillkürlich ein paar Schritte vorwärts, um zu warnen.„Doch, was geht es mich eigentlich an? Herr von Koller galt ja stets als Meister der Defensive... Aber es wäre zu ärgerlich, wenn feindliche Reiter— es werden wohl die protzigen Kürassiere sein— hier billige Lorbeeren pflückten und vielleicht gar unsere braven Ulanen blamierten.“ Neben ihm studierte ein Infanterieadjutant eifrig die Generalstabskarte. „Herr Oberleutnant, Sie verzeihen. Ich bin Jäger und kenne die Gegend genau. Hier links ist es nicht geheuer.“ Er zeigte nach dem Fluß. „Brücken heute als nicht vorhanden zu betrachten,“ schnarrte der kluge Marssohn. „Erlauben Sie, ich meine die Furt oberhalb Birkenhof.“ „Steht nicht auf der Karte.“ „Ist denn nicht rekognosziert worden?“ „Na, mein Verehrtester, das verstehen Sie wohl nicht. Pferde können diesen Sumpffluß nicht durchwaten und Mannschaften erst recht nicht.“ Der Major zuckte die Achseln. „Indessen, ich will es dem hohen Herrn mal vorsetzen; es gibt etwas Abwechselung in die Langeweile.“ Herablassend nickend begab sich der Offizier zum Kommandeur, der in der Nähe Meldungen entgegennahm. Der Oberst hörte aufmerksam zu, rief den Batteriechef und zeigte sich ungehalten, da in dessen Abschnitt nicht genügend aufgeklärt war. Dann wandte er sich zu seinem Sohn:„Herr Leutnant, ein Landeseinwohner behauptet, der Fluß habe hierherum eine Furt. Klären Sie eventuell über den Fluß gegen Dorf Sande auf.“ Als Artur mit einem kurzen„Zu Befehl!“ an sein Pferd trat, fügte der Vater leise hinzu:„Junge, aber keine afrikanische Tollkühnheit. Der Strom ist sicher unpassierbar. Ich sende dich nur der Form wegen.“ „Wenn das Rivier nicht plötzlich stärker abkommt,“ lachte der Afrikaner in der gewohnten„südwestlichen“, Ausdrucksweise, „reite ich durch. Einen Pfad nach den Pontocks von Sande werde ich schon aufspüren. In einer Stunde bin ich wieder in deinen Klippen.“ Der Oberst blickte dem Davonsprengenden freundlich nach. Dann mußte er den Vortrag des kleinen gelehrten Pionieroffiziers auhören, der immer neue Stellen für Hindernisse und Schützengräben entdeckte und am liebsten als fleißiger Maulwurf den ganzen Hügel unterwühlt hätte... Fast ärgerlich über sein Eingreifen will der Major sich entfernen. Aber der Soldat ist in ihm erwacht. Von der Seite betrachtet er immer wieder mit grimmigen Blicken seinen alten Kommandeur; doch Artur, seinem früheren Liebling, nickt er wohlwollend nach. Auf schaumbedecktem Pferde sprengt ein Offizier heran. „Wichtige Nachricht! Wo ist der Führer?“ Man weist ihn zu dem Oberst, auch Herr von Ehrhardt tritt voller Interesse näher. Zolonia. sonntagsbeilage zum Kölner Local-Anzeiger. ja sogar auf Leichenbegängnisse, auf Kompagnien, die zur Mülheimer Heide zogen, wurde nicht Rücksicht genommen; die Straße blieb vom Morgen bis zum Abend gesperrt. Am anderen Tage bekam dann ein Haus am anderen Ende der Straße sein„Gereß", und die Straße war wieder für Wagen, Leichen und Soldaten verstopft. Das war so schlimm nicht. Jetzt zwar hat die Stadtverwaltung es selbst in die Hand genommen und läßt so ziemlich in jedem Monat einmal an irgend einer Stelle der Straße das Pflaster aufbrechen, damit die Straße mal gesperrt wird und ihren Ruhetag hat. Diese luxuriöse Erholung für Wege und Gassen kannte man damals noch nicht; denn das Pflaster blieb liegen, es konnte sich senken und heben nach Lust und Belieben. Also wenn„Gereß“ gemengt wurde, waren die Leute, die Gereßmenger, für den Tag die Eroberer der Straße, sie taten damit, was sie wollten. Man hatte natürlich außer den Kohlen auch Wasser nötig, und so war das erste, was sie taten, daß sie mit Lehm und Kohle einen kleinen Damm aufführten. Nun ging einer mit Eroberermiene zur Pumpe hin, jagte alle Jungen davon, und pumpte und pumpte drauf los. Selbst die ruhige, friedliche Gosse wurde nicht geschont, sie mußte sich in einen Bach verwandeln, was für sie das schrecklichste war, in ein wirklich fließendes Wasser. Aber hinten an der Talsperre, an dem Gereßhaufen, wurde sie reichlich entschädigt, sie durfte sich behaglich zu einem See ausbreiten, und es wurde schnell dafür gesorgt, daß sie auch ihre beliebte schwarze Farbe wieder annahm. Mit hölzernen Schaufeln, die aussahen, als wären sie mit in den Kohlengruben ausgegraben worden, wurde das Wasser dann in eine von den Kohlen und Lehm gebildete kraterähnliche Grube geschöpft, um sich mit der Kohle zu vermengen. Dem Pflaster konnte man mit dieser Kohlenmischerei keinen Schaden zufügen, denn schwärzer wie es war konnte es selbst durch die dunkelste Kohle nicht werden. Die Bürger hatten es schon längst als ihr gutes Recht angesehen, vor ihren Häusern alles dulden zu dürfen, und so entstand eine allgemeine Entrüstung, als nach und nach das Gerücht auftauchte, die Polizei wolle die Gereßmengerei auf der Straße verbieten. Ich weiß noch, wie der Nachbar vom zwölften Hause neben uns, welches aber immer noch zur engeren Nachbarschaft gerechnet wurde, mit gekränkter Bürgermiene zu uns kam. „Hatt ehr gehoht, dä Polizeipräsedent well dat Gereßmenge verbehte, dat soll künftig em Keller gemaht wähde. Nä, esu jett, ich sage jo, dä Bürger es nix mih, se dun met em, wat se welle," worauf mein Vater ruhig erwiderte, er würde dann den Herrn Polizeipräsidenten höflichst einladen, ihm das Wasser in den Keller zu tragen, eine für einen Polizeipräsidenten sehr unangenehme Einladung, da er besonders bei unserer Kellertreppe bei jeder Stufe den Schritt ändern mußte, und die Polizei doch immer das gleiche System einhalten muß. Ich weiß nicht, ob mein Vater diese ergebenste Einladung an die Behörde hat ergehen lassen, aber diese Schwarzmischerkunst schwand doch von der Straße, ohne daß ich gesehen habe, daß irgendwo ein „Feind kommt in zwei Kolonnen,“ lautet die Meldung.„Die östliche Hauptkolonne— uns an Stärke gleich— ist auf der Straße noch nicht über Walddorf hinaus, die kleinere westliche Abteilung muß dagegen Moorburg schon erreicht haben.“ „Danke. Aber wo steckt der größere Teil der Kavallerie des Geguers?“ „Konnte sie nicht entdecken. Ist vielleicht jenseits der Chaussee vorgegangen. „#.... möglich. Meine Herren," wandte sich Herr von Koller zu seinen Untergebenen,„Sie haben die Meldung selbst gehört. Der Feind ist sehr stark, doch hoffe ich heute durch überlegenes Feuer aus unserer vorbereiteten Stellung die Defensive zu Ehren zu bringen.“ „Diese ver... Defensive!“ brummte der Major a. D. zwischen den Zähnen. „Der Geguer marschiert getrennt, wird aber sicher vereint schlagen wollen,“ schloß der Führer.„Und wo können seine Kolonnen sich vereinigen? Doch wohl nur in dem Walde vor uns.“ „Herr Oberst, jener Erlenbruch ist nicht zu passieren. Ich habe ihn erkunden lassen,“ meldete ein Hauptmann. „Ach was, unpassierbar! Der Fluß soll es nicht mal sein. Der Bauer hat's ja gesagt.“ „Es scheint so eine Art Forstbeamter zu sein, Herr Oberst,“ flüsterte der Adjutant. Der Major drückte seinen Hut tiefer ins Gesicht. Er wollte zugegen sein, wenn dieser Defensivstratege sich selber sein militärisches Grab grub. „Ah, da sind Sie ja, Herr... Förster," unterbrach Herr von Koller seine rachsüchtigen Gedanken. Der„Förster“ machte eine halbe Wendung und grüßte leichthin dienstlich. „Bin Ihnen sehr verbunden, mein Lieber, daß Sie mich auf die Furt aufmerksam gemacht... wird wohl weiter keine Bedeutung haben. Doch können Sie uns sagen, ob sich im Erlenbruch Truppen bewegen können?“ „Ist unmöglich, mein Herr. In diesem nassen Jahre muß ich sogar die Birkhühner dort in Frieden lassen. Diese beiden gemeldeten Kolonnen sind durch den Bruch völlig getrennt.“ Schon bei den ersten Worten warf Herr von Koller dem Sprecher, der sich ruhig auf seinen Jagdstock lehnte, einen musternden Blick zu. Mit nachdenklicher Miene schien er vergeblich in seinen Erinnerungen zu suchen. „Nun, Sie scheinen ein guter Kenner der Gegend zu sein,“ meinte er wohlwollend.„Diese feindlichen Abteilungen werden sich also erst hier vor uns in unserem Feuer die Hand reichen. Böse Uebermacht; läßt sich nicht ändern.“ „Wenn man nicht etwa die Vereinigung rechtzeitig verhindert," warf der Psendoförster ruhig ein. Einige Offiziere lachten, andere nickten lebhaft Zustimmung. „Verhindern?“ wehrte der Führer ab.„Werde kein Narr sein, meine schöne Position aufzugeben. Nein, Alter, einen Offensivvogel habe ich nicht. Kenne solche Leute, brennen immer nach vorn durch, ohne an Flanken und Rücken zu denken.“ Der Major biß sich auf die Lippen und sah finster zu Boden. 3. Oktober Polizeipräsident oder gar ein Schutzmann das Wasser in den Keller getragen hätte. Unsere Straße bildete eigentlich für sich allein ein kleines Gemeinwesen, welches gleichsam nur unter der Oberherrschaft des Rathauses stand, wogegen denn auch täglich Proteste erhoben wurden. Es war ein friedliches Gemeinwesen, denn die Bürger gehörten alle ein und derselben politischen Partei an, und die Streitbarkeit der Männer bestand nur darin, vom Nachbar zum Nachbar zu laufen, um die kampflustigen Ansichten gegen das unterdrückende Stadtregiment bestätigen zu lassen. Nur ein Haus machte eine Ausnahme, dessen Bewohner einer anderen Partei angehörten. Aber dieser Mann blieb auf ewig ein Fremder, sein Haus war zwar da, aber man sah es nicht, man konnte kaum begreifen, daß die Stadtverwaltung es numeriert hatte, denn tatsächlich zählte es nicht mit zur Straße. Da es nun auch seine eigene Pumpe auf dem Hofe hatte, und so sich selbst aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, so hatte das Leben darin für die anderen Anwohner keinen Wert. Das Haus lag da, als wäre es wie so ein erratischer Block aus Gott weiß welcher Gegend da hinein geraten, man konnte es nur nicht beiseite schieben, aber es hatte mit der ganzen Umgebung nichts zu tun. Bei uns Jungen war der Gemeinsinn noch stärker ausgeprägt, wir bildeten einen kleinen Staat mit einem Oberhaupte. das aber nicht gewählt wurde, sondern durch eine überirdische, unwiderstehbare Gewalt von selbst zu diesem Herrscheramt erkoren war. War dieser Auserwählte auf der Straße der erste, so war er in der Schule der letzte. Hier saß er mit den Kleinsten zusammen, sehr kleinlaut und stets in gedrückter Stimmung, hier scheute er es nicht, von dem Geringsten der Seinen die Aufgabe abzuschreiben, oder sich im Kopfrechnen etwas vorsagen zu lassen. Aber all dieses wurde mit einer gewissen Ehrfurcht ihm angeboten, jeder war stolz darauf, den Mächtigen vor Entwürdigung geschützt zu haben. Auch trug er nicht immer das königlichste Gewand, kein Kittel hatte mehr Löcher und Fetzen wie der seinige, aber wie ich später die Fahne der Sechszehner aus dem Kriege wiederkommen sah, durchschossen und zerfetzt, konnte ich begreifen, welche Art von Ehrfurcht es war, die wir jenem Herrscherkittel entgegen brachten. Das Haus, in dem dieser Straßenfürst seine Residenz aufgeschlagen hatte, war das kleinste und erbärmlichste der ganzen Straße, aber ein Hof war da, wie er nur eines solchen Mächtigen würdig sein konnte. Ueber ein Pflaster, das aussah, als wäre es aus allen tributpflichtigen Häusern zusammengetragen, kam man hinten an die offizielle Kiste, wo immer abwechselnd dann mal ein paar Kaninchen, dann mal ein paar Meerschweinchen zusammen saßen, die immer das Aussehen hatten, als wären sie beim Notar versammelt, ihren letzten Willen kund zu geben, da sie ihr Ende nahen fühlten. Dem Umstande nach waren sie auch dazu da, um sämtliche Jungen der Straße darin wetteifern zu lassen, diesen königlichen Schützlingen Futter zu besorgen. Ueber dieser Kiste hing an einer Mauer, deren Mörtelbewurf beinahe aussah, als stamme er aus der Römerzeit, noch eine Kiste mit einer Vorderseite, die halb aus Latten, halb aus einem „Diesen alten Narren werde ich gegen seinen Willen vorwärtsbringen," nahm er sich boshaft vor,„zu seiner heilsamen Belehrung.“ Er setzte den Herren mit kurzen Worten auseinander, daß ihre Truppen etwas weiter nördlich zwischen Bruch und Fluß eine Art Defilee finden würden, hinter dem die Verteidigung noch viel sicherer sei. Ein wichtiger Umstand blieb allerdings unerwähnt: die von Moorburg anrückende Kolonne mußte das Defilee vor Ankunft der diesseitigen Abteilung bereits passiert haben. Dahingegen betonte Ehrhardt wiederholt, daß nach schneller Vernichtung des schwachen feindlichen Seitendetachements der sichere Falkenberg zur Abwehr der Hauptkolonne rechtzeitig wieder erreicht werden könnte. Nach kurzem Sinnen ging Oberst von Koller auf den Vorschlag ein, verlockt durch die in Aussicht gestellte herrliche Defileeverteidigung. Ein Teil der Artillerie nebst hinreichender Bedeckung wurde zurückgelassen. Der Major schaute den eiligst nach Norden vorrückenden Truppen lächelnd nach. Er warf sich behaglich auf den blühenden Heideteppich und teilte sein Frühstück mit Treff. Es kam, wie er vorausgesagt. In einem kurzen Begegnungs= gefecht wurde der überraschte Gegner zwischen Fluß und Bruch völlig aufgerieben und außer Gefecht gesetzt. Exzellenz, der Herr Kommandierende, beglückwünschte im Vorbeireiten den Oberst bereits zur Brigade. Am Falkenberg wurde es dem zurückgekehrten Sieger nicht schwer, die nun vereinzelt angreifende Hauptkolonne abzuweisen. Sie begann schon auf allen Punkten zu weichen. In diesem entscheidenden Augenblicke näherte sich vom Flusse her ein Reiter in schärfster Gangart. Es war ein Ulan von der Patrouille Arturs, er hatte Lanze und Tschapka eingebüßt. „Wo ist der Leutnant?“ rief ihm der Oberst entgegen. Er suchte seine Erregung zu unterdrücken. Auch der Major war aufgesprungen. „Herr Oberst, wir wurden verfolgt!“ „Verfolgt, Mann, von wem?“ „Von den Kürassieren, Herr Oberst. Zwei Schwadronen folgen mir, sie sind am Flusse.“ Der Führer erteilte schnell einige Befehle. Im Laufschritt eilten zwei Kompagnien herbei. Es war hohe Zeit. Von der Waldecke brausten die schweren Reiter hervor in sicherer Hoffnung auf gute Beute. Ein vernichtendes Schnellfeuer empfing sie. Der erschöpfte Ulan vollendete indessen seinen Bericht. Die Patrouille habe die Furt passiert und auf Umwegen das unbesetzte Dorf Sande erreicht. Hier entdeckte der Leutnant aber verdächtige Spuren. Ein größerer Reitertrupp schien vor nicht langer Zeit in der Richtung auf den Fatkenberg durchgezogen zu sein. Der Fährte folgend stieß die Patrouille im Walde auf abgesessene Kavallerie, die ihr den Weg zum Fluß verlegte. Schüsse kuallten, die Jagd begann. „Herr Leutnant rief uns zu:„Der Feind geht mit zwei Schwadronen über. Wir müssen durchschwimmen und melden.= Dann jagte er mit seinem Burschen voraus.“ Nr. 80 Lolonia. sonntagsbellage zum Kölner Local-Anzeiger. 3. Oktober 1909. reichlich verschlungenen Drahtgeflecht bestand. Hier hielt er stets irgendein Wesen aus der Geflügelwelt gefangen, meistens eine Taube unbestimmter Rasse, einmal aber auch eine Krähe. An der Bleiche im Grünen, welches durch ein Büschel von zwölf Grashalmen gebildet wurde, stand stets eine irdene Schüssel oder irgendeine Blechkiste mit Salamandern oder Reptilien verwandter Art, die man aber nie sehen konnte, da sie immerwährend dem gastlichen Gewässerchen entschlüpften und auf dem Hof oder der niegrünenden Bleiche lustwandelten. So war es denn immer unsere erste Pflicht, beim Betreten des Hofes diese Ungetreuen aufzusuchen und sie ihrem Beschützer wieder zuzuführen. An dieser Hofhaltung vorbei gelangte man zu dem eigentlichen Repräsentationshause. Dies war ein merkwürdiger Bau. Zu welchem Zweck er eigentlich erbaut worden, war nicht leicht ersichtlich. Am ehesten hatte die Ansicht Geltung, daß er zufällig erstanden, indem irgendeiner in vergangenen Zeiten allerlei alte Baumaterialien zusammengehäuft und daß dann zufällig ein Häuschen entstanden. Nur ein kleiner Teil war durch ein in der Tür angebrachtes Loch in Form eines Herzens und durch einen breiten Sitz mit einem runden Loch zu einem abgesonderten Zweck kenntlich gemacht. Der übrige Teil war eine Satire auf die Baukunst. Die Hölzer hielten ohne Verband und mittels ganz umgekehrter Konstruktion, indem die dünnsten Hölzer alles trugen, was da zu tragen war, und dicke Balken da in süßem Nichtstun beinahe platzten. Die verschiedenen Sorten Steine hielten ohne Mörtel, aber das sonderbarste war das Dach. Dieses war nach einem ganz raffinierten System erbaut; es war mit so vielerlei Arten von Dachdeckungen gedeckt, daß die Regentropfen nie zu einem Entschluß kommen konnten, welche Art von Deckung sie eigentlich durchdringen sollten und so verdunsteten, ehe sie eine Auswahl treffen konnten. Zudem hatte das Häuschen eine naturwidrige Stellung zur Erde, es stand nicht senkrecht, hing aber auch nicht nach links, oder nach rechts, es war, als ob jede Ecke für sich von je einem besonderen Pol angezogen würde. Ja, auch darin blieben sie nicht beständig, sie wechselten jederzeit ihre Lage, so daß es schien, als folge eine Ecke dem Laufe des Mondes, eine dem Laufe der Sonne Welchen Stern sich die dritte und vierte Ecke auserkoren hatten, war nicht leicht zu erkennen, wahrscheinlich handelte es sich um noch unentdeckte Sterne. In diesem Raume war nun der Versammlungsort der ganzen Jugend der Straße, hier wurden alle Beratungen gepflogen, ob wir an die Pumpe gehen sollten, ob wir uns an die Haustüre vom Bäcker oder vom Schuster setzen sollten, oder in eine andere Straße gehen. Daß es in so einem Versammlungsraum, der schon so viele Richtungen zeigte, auch viele Meinungen und Ratschläge gab, ist nicht besonders merkwürdig, und das Häuschen zeigte sich seiner Bestimmung als Parlamentshaus gewachsen und vereinte eine größere Festigkeit als die Mauern von Jericho, die da schon bei Posaunenstößen umfielen. Schließlich gab Er, der Allzwingende, doch immer den Ausschlag, dem sich alle fügen mußten. Wer ihm nicht gehorchte, wurde ausgestoßen, wie ein Fremdling behandelt, wie einer von einer andern Straße. Dies war die größte Schmach, zu erdulden, daß man von einer anderen Straße wäre; denn auf seine Straße war man stolz. Der Oberst hatte nur mühsam an sich gehalten. Jetzt unterbrach er den Reiter hastig:„Nun, wo ist der Leutnant? Er suchte wohl nach der Brücke an der Straße auszubiegen?“ „Nein, Herr Oberst. Als ich den Fluß erreichte, sah ich Herrn Leutnant weiter unterhalb am jenseitigen Ufer. Er wollte schon anreiten, da hörten wir lautes Hülfegeschrei. Der Bursche verschwand mit seinem Pferde im Strom.“ „Mensch, sag endlich, wo ist mein Sohn?“ „Herr Oberst... Zu Befehl! Er winkte mir zu, weiter zu reiten. Mein Rappe scheute und stieg. Gerade als ich ihn ins Wasser trieb, schwamm Herr Leutnant auf den Burschen zu. Ich ritt hierher und.. „Sofort Leute mit Fouragierleinen mir folgen!“ rief eine laute Stimme im Befehlston. Es war der angebliche Forstbeamte. Er trat schnell an den Oberst heran.„Herr Oberst, ich weiß hier Bescheid, ich wohne stromabwärts in Birkenhof.“ Er lüftete seinen Jagdhut:„Ich bin Major von Ehrhardt.“ Der Oberst fuhr zurück.„Sie, der Förster...? Sie, Herr Major, gaben mir die Ratschläge...? Sie, den ich damals...“ „Ja, Herr von Koller, ich bin jener verrückte Draufgänger. Doch es hat Eile. Darf ich um ein Pferd bitten?“ „Mein Gott, Ehrhardt, retten Sie meinen Jungen!“ Ein kleiner Trupp mit dem Major an der Spitze galoppierte davon. Der Oberst sah ihm mit bleichen Wangen nach. Dann biß er die Zähne zusammen und befahl die Verfolgung des weichenden Feindes. Herr von Ehrhardt fand am Ufer bald die Stelle, wo Arturs Rettungswerk begann. Er folgte eiligst den vielen Windungen des Flußlaufes. Vergebliches Suchen. Schon kommt sein Landhaus in Sicht. Ihm pocht das Herz im Halse, seine Augen wollen feucht werden. Er denkt an den unglücklichen Vater. Er denkt an seine Ellen, die den jungen Mann aufrichtig liebt. „Halt, Leute! Da vorne unter den herabhängenden Zweigen bewegt sich etwas!" „Es ist ein Kahn!“ ruft jemand. Ein Hoffnungsstrahl leuchtet in Ehrhardts Augen auf— er erkennt sein eigenes Boot. Er springt vom Pferd, stürzt durch das Unterholz dem Ufer zu. Am Waldesrand stutzt er. Dicht vor ihm schaut er ein eigenartiges Bild. Ein völlig maroder Reiter liegt mit durchnäßter und zerrissener Uniform im Kahn, an dem die Strömung vergeblich zerrt. Es ist wohl der gerettete Bursche. Am sandigen Uferrande sitzt seine Tochter Ellen. Sie beugt sich mit liebevoller Besorgnis über ein blondes Haupt, das bewußtlos in ihrem Schoße ruht. Ein reiterloses Roß beschnuppert wiehernd die Füße seines Herrn. Das Mädchen winkt. „Er lebt, Vater, er lebt," flüstert sie mit tiefem Erröten. „Gott hat ihn in Afrika erhalten. Und der Strom mußte ihn in seiner höchsten Not mir zutreiben. Ich durfte ihn retten!... Nun ist er mein, ewig mein.“ ** Monarchen im Ainematographen. König Eduard hat während seines Aufenthalts in Marienbad den Vertretern der im Jahre 1910 in Wien abzuhaltenden ersten internationalen Schießund Jagdspori=Ausstellung die Erlaubnis erteilt, von einer Jagd, an welcher der König teilnehmen wird, kinematographische Aufnahmen zu machen. Kurz zuvor hat Kaiser Franz Joseph ein ähnliches Gesuch gleichfalls zustimmend beantwortet. Die Jagd, von welcher hier die Rede ist, soll im November dieses Jahres stattfinden. Bis vor kurzem hatte König Eduard noch eine lebhafte Abneigung gegen dergleichen Aufnahmen, doch ist es seiner Umgebung nach langer Ueberredung gelungen, den König zu veranlassen, kinematographische Bilder von sich aufnehmen zu lassen. Das erste Mal geschah dies während des Besuches König Eduards und der Königin Alexandra am römischen Hofe; bei dieser Gelegenheit wurde eine sehr gelungene Bilderserie hergestellt, welche die beiden Königspaare auf einer Jacht auf italienischen Gewässern darstellze. Eine andere Aufnahme zeigt den König Eduard, wie er als Gast des Deutschen Kaisers im Berliner königlichen Schlosse eine Parade über die Ehrengarde abnimmt. Im allgemeinen ist beobachtet worden, daß die europäischen Monarchen in den letzten Jahren sich weniger als früher gegen kinematographische und photographische Aufnahmen sträuben. Bei einigen Monarchen, wie beim Deutschen Kaiser, hat es einer solchen Selbstüberwindung überhaupt nicht erst bedurft. Ein Feind des Photographen, und zwar ein erbitterter Feind, ist bis heute der vor einigen Monaten abgesetzte Sultan Abdul Hamid geblieben; die stete Furcht vor Attentaten legte ihm die Vorsicht auf, seine Gesichtszüge im Volke nicht bekannt werden zu lassen. Auch der Kaiser von Rußland ließ sich bis vor wenigen Jahren und wohl aus ähnlichen Gründen nicht gern photographieren; er hat jedoch seit einiger Zeit seine Scheu abgelegt und sich sogar kinematographisch abnehmen lassen, so z. B. anläßlich der Gedenkfeier von Pultawa in dem Augenblicke, in welchem er das Denkmal durch eine Ansprache eröffnet. Der König von Spanien läßt sich am liebsten in der Pose des Heerführers photographieren und kinematographisch abnehmen. Der König der Belgier und der vielgepiagte Hellenenkönig gehen dem Photographen und erst recht dem Kinematographen am liebsten aus dem Wege. Auch die Königin von Holland soll der photographischen Vervielfältigung ihrer Gesichtszüge nicht sonderlich hold sein. Ein leideuschaftlicher Amateurphotograph ist der König von Italien, der persönlich einen Aviatiker im Veroplan aufnahm, während der fliegende Mann vom Aeroplan aus gleichzeitig den König photographierte. ** Ein geheimnisvolles Revolverattentat wurde in der Nacht zum 15. September im Dorse Westünnen bei Hamm perübt. Der von der Station Rhynern kommende Eisenbahnaspirant Lindemann wollte mit seinem Rade nach Westünnen fahren, als, wie die Rhein.=Westf. Ztg. schreibt, eine dicht am Wege stehende Frauensperson einen Schuß auf ihn abfeuerte, der den Unterschenkel streifte. Als sich L. gegen die Attentäterin wandte, feuerte diese einen zweiten Schuß ab, der die Radlaterne zerschmetterte, die L. an der Brust hängen hatte, ihn aber sonst nicht verletzte. Das Gesicht hatte die Revolverheldin mit einem Schleier vermummt, so daß sie unkenntlich war. Sie verschwand im Dunkel der Nacht. Der Verdacht lenkt sich auf eine verheiratete Frau. Der Ueberfallene gibt an, daß er keinerlei Anhaltspunkte für den Grund zur Tat habe. * Vorsichtig.„Nun, Max, mußt du aber doch endlich mit meinem Vater sprechen!"—„Ja, freilich! Er... hat doch ein Telephon?“ * Oeplazierte Redensart.„... Ich erlaube mir, mich vorzustellen! Mein Name ist Kraxler!... Ich bin der Tourist, der gestern in die Teufelsschlucht abgestürzt ist!"—„Ach, freut mich sor* * Gut verteidigt. Klau=Ede ist angeklagt, eine goldene Uhr gestohlen zu haben. Dem eindringlichen Plaidoyer des Verteidigers gelingt es aber, den Angeklagten diesmal freizubekommen, da ihm nichts bewiesen werden konnte. Beim Verlassen des Sitzungssaales wendet sich Klau=Ede nochmals an den Rechtsanwalt:„Na, ich bedank mich auch schön, Herr Doktor! Und sagen Sie mal, darf ich denn die Uhr nun tragen?“ * Erfolgreiches Unternehmen.„Ich hörte, Ihr neuer Noman hat schon die sechste Auflage erlebt! Wie stellen Sie es nur an, so stark gelauft zu werden?"—„Ganz einfach. Ich lanzierte eine kleine„persönliche Bemerkung“ in die Zeitungen, in welcher es hieß, ich suchte eine Lebensgefährtin, die der Heldin meines Romanes gliche. Innerhalb zweier Tage war die erste Auflage ausverkauft.“ * Schweigegeld. Anni:„Die Klara hat doch einen recht freigebigen Mann bekommen. Alle Augenblicke erscheint sie in einem neuem Kleide.“— Emmi:„Ach ja, das verdient sie sich mit Klavierspielen und Singen.“—„Nicht möglich.“—„Doch, jedesmal wenn sie anfängt, gibt ihr Mann ihr ein Goldstück, damit sie aufhört!" * Darum..:„Warum sucht man immer noch den Nordpol?“ —.:„Wenn man ihn entdecken würde, so würde eine große Summe Geldes dadurch gespart werden."—.:„Wieso?"— .:„Man brauchte keine Expeditionen mehr auszurüsten.“ * Nur nicht stören. Dienstmädchen(um 3 Uhr nachts ins Schlafzimmer stürzend):„Herr Meyer, Herr Meyer, stehen Sie auf, unten ist ein Einbrecher.“— Meyer(die Decke über die Ohren ziehend):„Sagen Sie ihm, ich wäre nicht zu Hause.“ * Drahtlos..:„Also du willst die Telegraphistin doch nicht heiraten?"—.:„Ich habe es mir gründlich überlegt! Ich furchte, daß es eine drahtlose Telegraphistin ist!“ Silbenrätsel. Aus nachfolgenden 23 Silben: co dau det dol ee gel i ke la lac tar li n or ot pau ra reu rich ter ti vai sind 9 Worte zu bilden, deren Aufangsbuchstaben von oben nach unten, und deren Endbuchstaben von unten nach oben gelesen eine hervorragende wissenschaftliche Tat der jüngsten Zeit nennen. Die Worte bedeuten: I. geranzssischer Romanschrutstener. 2. Männlicher Personenname. 3. Franzostscher Ronig muder. 4. Verummer Buchhandler. 5. Weiblicher Personenname. 6. Platideuischer Dichter. 7.=Munze. 8. Musikinstrument. 9. Musikinstrument. Schachaufgabe. Schnagy. ab d g 5 Weiß. Weiß zieht und setzt mit dem 2. Zuge matt. Ergänzungsaufgabe. Obige Figur enthält 12 Worte, die aus je 4 Buchstaben bestehen. Der letzte Buchstabe des einen Wortes ist stets der erste des darauffolgenden. Zur Bildung der Worte dürfen nur die in der Figur enthaltenen Buchstaben Verwendung finden. Wie lauten die Worte? Anagramm. Was ist das für ein seltsam Wort? Erst ist es in der Schweiz ein Ort; Dann fahr' in ihm ich fort von dort: Nun zwickt's und zwackt's mich immerfort. Weil ich gesessen hab im Wort, Da fort ich fuhr vom Schweizer Ort. Steigerungsrätsel. 1. Ich wachs' in Feld und Garten, schmeck' wohl und nähre dich, Gesteigert findest du indes im Walde wieder mich. 2. Ein russisches Gewicht bn ich, gewiß auch dir bekannt, Gesteigert von der Damenwelt ich vielfach werd' verwandt. 3. Wenn irgendwo zu sehn ich bin, so ist das Ding nicht heil, Ein Geizhals ich gesteigert bin; nun nehmt am Raten teil. Ordnungsrätfel. ccdddee fi kklnooooooprrrrt Aus vorstehenden Buchstaben bilde man den Namen eines Forschers der jüngsten Zeit und das erreichte Ziel seiner Forschung. (Die Auflösung folgt nächsten Sonntag.) der vorigen Sonntags-Beilage. Stataufgabe. Im Skat lauen: tA, 110. A: 19. pD, pB, p8, cD. eB, c8, kB, k10, k8. B: tK, tD, tB, t8, pA, pK, cA, cK, kA, kK. 1. Stich pB,# A, p10. 6. Stich p8, kA, p9, 2." pK, P9, pD. 7." 68, kK. 67, 3." cA. 010, eD. 8." k8, tK, k7, 4." CK, C9, eB. 9." K 10, tD, k9, 5.„ t8, 17, 19. 10." kB, tB, KD. Vexierbild. Bild auf den Kopf stellen, dann ist der Tennisspieler zwischen Baumstumpf und Sträuchern links vom Netz zu sehen. Bier=Reise. Bratwurstgloeckla. Bilderräesel. Böser Scherz geht ans Herz. Rösselsprung. Spiele nicht mit deinen Worten, Nicht einmal mit deinen Mienen; Dienest wahrlich schlecht den andern. Wirst dir selbst am schlechtsten dienen. Denn du wirst, ein leichter Vogel, Endlich ohne Federn flattern. Und wie ein gerupftes Gänschen Dich im Klingelklang verschnattern. (Ernst Moritz Arndt.) Namenrätsel. Martin Immanuel Cornelius Geribert Andreas Eduard Leopold Innocenz Sebastian. Miehaetis. Doppel=Sinn=Rätsel. Gesaßt. Nachdruck und Nachbildung aller Teile untersagt.) Verantwortlicher Redakteur: Jos. Bestler in Kölu. Rotationsdruck und Verlag von J. O. Bachem in Aöln. s Nr. 80. Zelonia. Sonntagsbellage zum Kolner Local-Anzeiger. 3. Oktober 1909. Blériots-Original-Flugmaschine Trage rsauee □ ∆ progeller Verfikales Steuer Trage-Eläche ist wieder ausgestellt und von morgen, Sonntag, 11 Uhr ab bei jedem Einkauf gegen Abgabe des Kaufscheines kostenlos zu besichtigen im ese Hebe Fläche auf dem Erdboden fragen Breite Str. 113—123 Kaufhaus Carl PPeters kon Hämergasse 29—45. Jebt habe ich wieder schicke, fesche, farbige und schwarze Frauen- und #n Bachöltnig an Padonaoschäften) fehr billia abingeben. für Herren und Burschen zu 12—15—18—21—25—28# jetzt noch zu-10-12-16-18-21-23-28-4 Starke Hosen zum Aussuchen St..., alles aus Maßstoffen teils selbst auf Roßhaar gearbeitet. GehrockFrack- u. Smoking=Anzüge, tief schwarz, teils auf Seide, nur 28—33—36—40 auch leihweise. Stets gute Kaufgelegenheit von getragenen Anzügen und Paletots, welche einige Male verkiehen waren sowie nicht abgeholt Maßgarderoben.* Alb. Wagner, Gertrudenstrasse 37 an der Breitestraße, Entree frei. 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Karten für einzuführende Freunde sind bei den Kameraden des Vereins zu haben. Um recht pünktlichen und zahlreichen Besuch bittet 5 Der Vorstand. Am 25. November 1909, vormittags 10 Uhr, soll Speziali in Cöln im Justizgebände, Appellhofplatz, Zimmer!— Erfolgreich und billig sind die Anzeigen Im 44.— Nr. 47, das in Cöln, Plälzerstrasse Nr. 60 belegene Wohnhaus mit Hofraum, groß 2 Ar 14 Quadratmeter, 3900 Mark Nutzungswert, Eigentümer: Eheleute Rentner Gustav Conrad und Wilhelmine geb. Kleemann in Cöln, zwangsweise versteigert werden. Königliches Amtsgericht Ao. 50. Coln. Im Konzert-Saal—WaIL J. Mennekes. Hauptstr. 265 findet jeden Sonn- und Feiertag 89 Konzert- und Theatervorstellung statt. Daselbst billige und propere Logis. Kalk. Grabsteine in gediegener Ausführung zu sehr vorteilhaften Preisen ag empfiehlt eventuell inkl. Aufstellen J. Simonis, Be#mtsP#ft Köln- Zollstock Höningerweg 259. Ganz Reich Luftkurort u. Sommerfrische bei Aachen, am F. d. 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