Bezugspreis in Köln und Vororten nür 10 Pig. wschentlich. er ee Hierbei die unterhaltende Sonntagsbeilage Colonia Kölner E Geschäftsstelle und Anzeigen-Annahme: Marzellenstrasse 32. 88 General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. EREAARRL Nr. 236. 23. Jahrgang. Geschäftsstelle: Fernspr. 420. Köln, Samstag, 28. Kugust 1909. Redakt.: 523.,523=,5233,525. Heute 16 Seiten. Das Neueste vom Tage. Las Kaiserpaar traf gestern in Fischbeck ein, wo unter misprechender Feier der Kaiser der Aebtissin des dortigen adeligen Hamenstifts einen Aebtissinnenstab überreichte. Das Kaiserpaar reiste hierauf nach Berlin. In Betheny bei Reims legte gestern Farman einen Flug von 180 Kilometer in 3 Stunden 56 Minuten 3/8 Sekunden zurück. In einem Kohlenbergwerk in Cardiff(England) stürzte in Förderkorb in den Schacht. Von 35 Insassen wurden fünf getötet und 15 verletzt. Ein menscheufreundlicher sozialdemokratischer Antrag einem Artikel:„Intimes über das Zustandekommen der Tabaksteuer", lesen wir in der christlich=sozialen Wochenschrift: Die Arbeit(Nr. 33) u..:. Jetzt, wo die Sozialdemokraten sich besonders an die Tabakarbeiter heranzuheucheln versuchen, ist es auch notwendig, daran zu erinnern, daß die offiziellen Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion in der Gewerbeordnungs=Reichstags=Kommission, die Abgeordneten Molkenbuhr, Schmidt(Berlin), Stadthagen, am 17. März 1909 folgenden Antrag stellten: „Die gewerbliche Herstellung oder Bearbeitung von Nahrungsund Genußmitteln durch Hausgewerbetreibende oder durch Heimabein ist untersagt.“ 2 Zigarren zu den„Genußmitteln“ gehören, so hätte dieser neuchenfreundliche Antrag der„Genossen" zur Folge gehabt — vorausgesetzt, daß die bürgerlichen Parteien zustimmten— deß sämtliche Tabak=Heimarbeiter, und solche gibt es n Leutschland etwa 36.000, in der Provinz Westfalen allein 20000, sowie die 10= bis 13000 Hausgewerbetreibenden auf einen Schlag brot= und existenzlos gemacht worden waren. Da viele Tausende von Tabakarbeitern damn nicht infolge des Tabaksteuergesetzes, sondern auf Grund der Gewerbeordnung arbeitslos geworden wären, so hätten diese armen Menschen noch nicht einmal einen Interstützungsanspruch an das Reich gehabt. Nicht wahr, so bemerkt die Arbeit, das sind recht menschenfenndliche Handlungen(Anträge und Abstimmungen), die die Sozialdemokraten im Reichstage vornehmen! Natürlich haben die bürgerlichen Parteien den Antrag der Sozialdemokraten in der Gewerbeordnungskommission, durch welchen die„Genossen“ die Tabak=Heimarbeiter brotlos machen wollten, einstimig abgelehnt. Nur die Sozialdemokraten stimmten dafür. Dieser nenschenfreundliche Antrag entwickelt dieselbe sozialpolitische Veisheit, die die„Genossen“ auch bezüglich des Verbots der Frauenarbeit auf Bauten(vergl. Local Anzeiger Nr. 228) in der Gewerbeordnungskommission an den Tag legten! Zeppelin III auf der Fahrt nach Berlin. Oettingen, 27. Aug.1909.(Drahtber.) Z III passierte in der Richtung auf Wassertrüdingen von 11.25—11.27 Uhr. Friedrichshafen. 27. Ang.1909.(Drahtber.) Wie berichtigend gemeldet wird, haben nur Direktor Colsmann und Oberingenieur Kober auf die Fahrt verzichten müssen, während Graf Zeppelin jun. an der Fahrt des Luftschiffes Z III teilnimmt. Eine Zwischenlandung. Stuttgart, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Aus Gnotzheim telegraphiert Graf Zeppelin jun. dem Süddeutschen Korrespondenzbureau in Stuttgart: Z III ist in Ostheim, Bahnstation Wassertrudingen, zur Auswechselung eines Propellers und zur Aufnahme von Wasserballast gelandet. Die Abfahrt erfolgt nach 12 Uhr mittags. Nürnberg, 27. Aug.1909.(Drahtber.) Ingenieur Schwarz von der Luftschiffbaugesellschaft ließ sich auf die erste Kunde von dem Unfall telephonisch mit Gunzenhausen und von dort mit der Fernsprechstelle Spielberg, die der Landungsstelle am nächsten liegt, verbinden. Von dort aus wurde ein Mann zur Unfallstelle geschickt, um Erkundigungen einzuziehen. Graf Zeppelin jr. ließ erklären, daß er Hülfe von Nürnberg nicht benötige, daß er um 1 Uhr wieder abfahren werde und um 3 Uhr in Nürnberg nochmals landen wolle, da das Luftschiff reparaturbedürftig sei. Iplinder und Motor defekt. Gnotzheim, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Graf Zeppelin jr. telegraphierte an das Süddeutsche Korrespondenzbureau um 1 Uhr: Vorderer Zylinder und Motor defekt. Landung in Nürnberg erforderlich. Friedrichshafen, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Die Luftschiffbaugesellschaft Zeppelin erhielt aus Nürnberg folgendes Telegramm: Ein Monteur der Daimlergesellschaft trifft um 8 Uhr abends mit einem Zylinder hier ein. Der Aufstieg hängt von der Dauer der Reparatur ab. An dem Luftschiff ist alles intakt. In der Richtung nach Nürnberg. Gunzenhausen, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Z III ist wieder aufgestiegen und hat um.30 Uhr den Ort passiert. Roth am Sano, 27 Aug.1909,.30 Uhr nachm.(Drahtber.) Das Luftschiff Z Ill ist von hier aus in Sicht und befindet sich zurzeit über Helmesaurach. Das Luftschiff fährt in der Richtung Schwabach direkt auf Nürnberg zu. Nürnberg, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Um.48 Uhr wurde Z Ill über Schwabach gesichtet. In Nürnberg kam es um.10 Uhr in Sicht. Es zeigte eine rote Flagge, zum Zeichen, daß eine Landung in Aussicht genommen ist. Nürnberg, 27. Aug.1909.(Drahtber.) Nach der unter unbeschreiblichem Jubel der Bevölkerung erfolgten Landung und Verankerung des Z III erklärte Graf Zeppelin jr. einem Vertreter der Presse, daß eine Nächtigung des Luftschiffes nicht beabsichtigt sei und daß die Weiterfahrt angetreten werden solle, sobald die nötige Reparatur vollendet sei. Die Zwischenlandung bei Nürnberg. Nürnberg, 27 Aug.1909.(Drahtber.) Das Luftschiff Z IIl ist gegen 4¾ Uhr auf einer großen Waldlichtung etwa 600 Meter hinter dem Dutzendteich gelandet. Nürnberg, 27.Aug.1909.(Trahtber.) Die Landung des Z III ist bereits um.15 Uhr auf dem etwa 600 Meter hinter dem Dutzendteich mitten im Walde gelegenen Landungsplatze auf einer großen Waldlichtung glatt erfolgt. Augenblicklich wird noch an der Verankerung gearbeitet. Im Laufe des Abends soll der neue Daimlermotor eintreffen und wird dann sofort eingesetzt werden, so daß noch im Laufe der Nacht oder sogar schon abends die Weiterfahrt nach Bitterfeld erfolgen kann. Zeppelinbegeisterung in Nürnberg. Nürnberg, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Schon vom frühen Morgen an strömte die Bevölkerung hinaus nach dem Dutzendteich. Von 9½ Uhr ab umsäumte eine nach vielen Tausenden zählende, stetig anschwellende Volksmenge die große Waldwiesenfläche, die als Landungsstelle für den Z III hergerichtet und durch Seile und Schutzmannschaften abgesperrt worden war. Als sich gegen ½12 Uhr die Nachricht verbreitete, das Luftschiff habe Weißenburg passiert und daß eine Landung in Nürnberg notwendig sei, stieg die Erwartung der harrenden Menge aufs höchste. Glaubte man doch mit Bestimmtheit, in einer Stunde den Z III begrüßen zu können. Der einsetzende Regen vermochte die frohe Stimmung nur sehr wenig zu beeinträchtigen, wohl aber die nach 12 Uhr umherschwirrenden Gerüchte, daß ZIlI eine Zwischenlandung habe vornehmen müssen, weil er einen Defekt erlitten habe. Trotzdem harrte die Menge weiter aus. Um ½1 Uhr traf dann die Meldung aus Gnotzheim ein. Rasch berechnete man, daß der Luftsegler kaum vor ½3 Uhr am Dutzendteich sein könne. Ein Teil der Zuschauermenge wanderte zum Mittagsbrot nach Hause, ein anderer harrte über Mittag auf dem Landungsplatze aus. Zahlreiche Geschäfte hatten heute morgen von 10 Uhr ab ihrem Personal freigegeben. Es herrschte in der ganzen Stadt fröhliche, fieberhafte Erwartung. Erfüllte Wünsche. Spandau, 27 Aug.1909.(Drahtber.) Beim hiesigen Magistrat ist folgendes Telegramm des Grafen Zeppelin eingegangen: Friedrichshafen: Da mir der Hinweg vorgeschrieben ist, werde ich womöglich beim Rückweg Spandau überfliegen. Potsdam, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Der Magistrat von Potsdam erhielt vom Grafen Zeppelin aus Friedrichshafen folgendes Telegramm: Da mir der Hinweg vorgeschrieben ist, werde ich womöglich beim Rückweg Potsdam überfliegen. Berlin in Erwartung des Z III. Berlin, 27 Aug.1909.(Drahtber.) Der Berliner Magistrat erließ an die Bevölkerung einen Aufruf, worin er mitteilt, daß die städtischen Gebäude zu Ehren des Besuches Zeppelins Flaggenschmuck anlegen und die Bürger auffordert, ebenfalls ihre Häuser zu beflaggen. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 23. August 1909. 6 die Erben von Hohenlinden. 47] Roman von Fr. M. White. „Dann will ich Sie nicht länger aufhalten,“ sagte Margarete gelassen.„Ich habe ohnedies noch Besorgungen zu machen, und ich will Ihnen das Geld geben, wenn ich zurückkomme. Irgendwo hier wird man mir wohl wechseln können.“ Die Frau verabschiedete sich ganz respektvoll, als sie das Zimmer verließ. Als sie sicher waren, nicht mehr kehort zu werden, lachten die drei, als hätten sie etwas ungeheuer Amüsantes erlebt. „Du machst Fortschritte in der Schule des Lebens," neinte Herta und schlang ihren Arm um Margaretes Schultern.„Aber da man dir hier in der Gegend vermutich nirgends wird wechseln können— wovon willst du der Frau nachher das Geld geben?“ „Ich sagte dir doch, daß ich etwas habe, das so gut wie bares Geld ist,“ erwiderte Margarete lächelnd.„Und u brauchst mir nur die Adresse eines Pfandleihers zu beben, zu dem man gehen kann. Ich denke, du wirst amit Bescheid wissen?!“ 36. Kapitel. Wie sie es verabredet hatten, erwartete Rudolf die brafin Reckenthin am Bahnhof von Hohenlinden. Zuimmen fuhren sie durch die linde Sommernacht dem Shlosse zu, und unterwegs mußte die Gräfin dem jungen Nann erzählen, was sie in Berlin gesehen hatte. Sie schilderte ihm, wie sie Margarete gefunden, und niederholte ihm ihre Erzählung von den Erlebnissen, die ein der kurzen Zeit gehabt hatte. Rudolf atmete tief au), als sie geendet hatte. #Ich habe also recht gehabt,“ sagte er.„Aber hast A etwas über das andere erfahren?" habe mir Gewißheit geholt,“ erwiderte die Gräfin.„Gestern noch konnte ich wie du nur vermuten; heute weiß ich, daß wir uns nicht geirrt haben. Er ist ihr Sohn! „Der Sohn von Frau Merten— der Sohn der Schwester Marie Burckhardts?“ rief Rudolf heiß und erregt.„O, Großmutter, wohin hat dieser unglückselige Familienstolz die armen Leute gebracht!“ Tief senkte die Gräfin das Haupt. Gib mir nicht auch noch davon die Schuld,“ sagte sie leise.„Alfred Merten wäre wohl auch so geworden, wenn es— wenn damals alles anders gewesen wäre. Er hat das Blut seines Vaters— und es hätte keinesfalls mehr für ihn geschehen können, als seine Mutter für ihn getan hat. Sie ist ja ganz anders, als Marie es war, seine Mutter; so wenig Aehnlichkeit hatten schon in der Jugend die beiden Schwestern— dem Aussehen und dem Charakter nach— daß man nicht hätte glauben mögen, sie wären miteinander so nahe verwandt.“ Rudolf hatte das Gesicht mit den Händen bedeckt. Eine Weile schwieg er, dann sagte er leise: „Erzähle mir von Marie, Großmutter!— Jetzt mußt du mir davon erzählen.“ Die Gräfin weinte leise. „Warum mußt du mich so peinigen?" flüsterte sie. Ich kann dir die Einzelheiten nicht erzählen— und werde es niemals können.— Marie kam als junges Mädchen zu uns ins Schloß. Ihr Bruder, der viel älter war als sie— ein unglücklicher, schwindsüchtiger Mensch— war in Hohenlinden Lehrer gewesen; ihr Vater, der wie all seine Vorfahren in Hohenlinden Bauer war, war wie ihre Mutter lange tot. Der Bruder hatte die Schwester abgöttisch geliebt, und er hatte sie nicht erzogen, wie die Tochter eines Bauern erzogen wird. Das Mädchen war gebildet— geistig stand sie hoch über den meisten jungen Aristokratinnen, die ich kennen gelernt habe. Ich nahm sie zu mir, weil mir ihr Wesen gefallen hatte— und weil ich, die ich mit meinem Gatten niemals sehr glücklich gelebt habe, eines Menschen bedurfte, dem ich schrankenlos vertrauen konnte. Sie sollte eine Art Gesellschafterin sein— aber obwohl ich ihr vertraute— obwohl ich sie liebte— erachtete ich sie doch ihrer Herkunft wegen als so weit unter mir stehend, daß sie in Wahrheit auf dem Schlosse niemals viel anderes gewesen ist als eine Dienerin.— Und dann— dann lernte Egbert sie lieben. Marie hatte meinen Sohn wohl schon geliebt, ehe sie auf das Schloß kam. Ich war anfangs wie mit Blindheit geschlagen; ich sah nichts von den Blicken, die zwischen den beiden gewechselt wurden, fühlte nichts von dem heimlichen Sinn der harmlosen Worte, die zwischen ihnen hin und her gingen. Und der mir die Augen öffnete, war— ein Diener— war Walter!" „Walter!“ rief Rudolf unwillkürlich.„So trägt auch er eine Schuld an dem Unglück?" Ja— und daß er diese Schuld mit mir gemeinsam trägt, hat ihn zu mehr gemacht als einem Diener— hat ihm eine Stellung in meinem Hause gegeben, wie sie wohl selten oder nie ein Diener gehabt.— Er öffnete mir die Augen; denn er zitterte davor, daß mein Sohn eine Torheit begehen könnte: weil er vielleicht noch stolzer war auf das Wappenschild der Reckenthins als wir selbst. — Ich entfernte Marie sofort aus dem Schloß; aber ich glaubte nicht, daß noch weitere Vorsichtsmaßregeln notwendig wären, weil ich nicht glaubte, daß schon etwas Ernstliches zwischen den beiden bestände. Ich war blind damals— ganz blind.— Eine Woche, nachdem Marie das Schloß verlassen hatte, verreiste mein Sohn. Unter dem Vorwand, Verwandte, zu besuchen, fuhr er nach England — und dort— ließ er sich mit Marie Burckhardt trauen.“ Sie schwieg erschöpft. Und es dauerte lange, ehe sie die Kraft fand, weiterzusprechen. „Wir ahnten nichts davon— ich nichts— und mein Gatte nichts. Und wir wären vielleicht lange so ahnungslos geblieben. Egbert kaufte seiner Frau in Hohenlinden ein kleines Häuschen, und nun lebten die beiden ein Leben beständiger Täuschung. Des Abends schlich sich Egbert vom Schlosse fort— du kennst ja den Weg, den er dabei stets Seite 2. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 236&a Samstag. 23. August 1909. Was der Sonntag bringt: an GnE n 2 19 62 — Theater. Metropol-Theater: Die lus zge Witwe, 3½. Ein Walzertraum, 8.— Residenz-Theater: Moral, 8.— Colosseum.(ThahaTheater Berlin): Matinee: Die Zerstreuten, 11½; Charlevs Tante, A und 8¼.— Reichshallen-Theater: Spezialitäten-Vorstellungen, und 8.— Castans Panoptikum: Spezialitäten-Vorstellungen. Konzerte. Promenaden-Konzert in den Anlagen des Kaiserin Augusta-Denkmals, 12—1.— Zoologischer Garten: 3½.— Flo. a 11, 4 u. 8.— Volksgarten: 3½ u. 8.— Stadtgarten: 11 und 3½. Stadtwald-Hauptrestaurant: 4; Vokal- u. Instrumental-Konzert, 8. — Südpark: 4.— Opernhausrestaurant: 3½ Uhr. Kinetheater. Siehe Anzeigenteil. Museen. Geöffnet von—2 Uhr: Wallraf-Richartz-Museum an der Rechtschule(Eintritt frei).— Kunstgewerbe-Museum, Hansaring (Eintritt frei).— Rautenstrauch-loest-Museum, Ubierring 47 (Eintritt frei.)— Museum für Handel und Industrie, Handelshochschule(Eintritt frei.)— Prähistorisches Museum, Bayenturm(Eintritt frei).— Erzbischöfliches Diözesan-Museum, Domhof 8(geöffnet von 10—2 Uhr, Eintritt 30 Pfg.).— Gewerbehalle, Ubierring 40(geöffnet von 10½—12½ Uhr. Eintritt frei.).— Dom: Schatzkammer(Karten beim Domschweizer.) Die Zwischenlandung bei Kurnverg. Nürnberg, 27.Aug.1909.(Traytber.) Die Volksmenge, die sich in der Mittagszeit auf die Nachricht vom späteren Eintreffen des Z III zum großten Teile nach Hause begeben hatte, war um 2 Uhr wieder stark angewachsen und harrte gespannt des Luftschiffes. Bald nach 4 Uhr hoben sich die Umrisse des Z IlI schwach vom grauen Horizont ab. Unbeschreiblicher Jubel stieg aus der vieltausendköpfigen Menge in die Lüfte empor. Allmählich gewahrte man die Einzelheiten des Luftschiffes und hörte das Geräusch der Propeller. Um 4 Uhr 10 Min. scheint der 2 III sich zum Landen zu senken. Die Volksmenge läßt sich nicht mehr zurückhalten und durchbricht die Absperrung, um zur Landungsstelle zu eilen. Das Luftschiff bewerkstelligte unter lebhaften Kundgebungen des Publikums die Landung, und um 4 Uhr 28 Min. war die Verankerung des Z III beendet. Nachdem der junge Graf seinen Fahrtgenossen die nötigen Anweisungen gegeben hatte, begab er sich in die Stadt. Zuvor hatte Regierungspräsident v. Blaul ihm seine wärmsten Glückwünsche ausgesprochen. Trotz des Regens wandern noch immer Schaulustige zur Landungsstelle hinaus, um sich des seltenen Anblicks eines Luftseglers zu erfreuen. Nürnberg, 28.Aug.1909.(Drahtber.) Trotz des schlechten Wetters hatte sich gegen Mitternacht eine große Menschenmenge an der Landungsstelle im Walde hinter dem Dutzendteich eingefunden. Das Luftschiff hob sich bei nächtlichem Himmel noch gewaltiger als bei Tageslicht ab, in fast unheimlichen Dimensionen. Als um 12 Uhr 40 Min. die Motore angetrieben wurden, begrüßte die Volksmenge dies mit großem Jubelgeschrei. Die Abfahrt verzögerte sich aber noch bis 2 Uhr. Die Anwesenden blieben trotz der nächtlichen Stunde und der fühlbar kühlen Witterung an der Landungsstelle. Um 2 Uhr 15 Min. erfolgte endlich der Aufstieg. Es war ein grandioser Anblick wie 2 III langsam und ruhig sich in den nächtlichen Himmel erhob. In etwa 80 Meter Höhe machte er eine Schwenkung nach Nordost und schlug diese Richtung ein. Die Volksmenge brachte fortgesetzt Kundgebungen dar, bis das Luftschiff den Blicken entschwunden war. Erst beim Heimmarsch zeigte sich deutlich, wie ausnehmend groß der Besuch an der Landungsstelle trotz der späten Nachtstunden gewesen war. Der neue Aufstieg. Nürnberg, 28. Aug.1909.(Drahtber.) Vor der Abfahrt, die in nordöstlicher Richtung um.10 Uhr auf Bayreuth zu erfolgte, wurde der neue Motor über eine Stunde lang ausprobiert und zeigte durchaus befriedigende Ergebnisse. Nach Einnahme des nötigen Proviants erhob sich das Luftschiff stolz und sicher und schlug sofort die Richtung nach Bayreuth ein: Das Wetter ist trocken. Auf der Fahrt nach Bitterfeld. Bayreuth, 28.Aug.1909,.03 Uhr.(Drahtber.) Z III ist soeben über der Stadt erschienen. Oberingenieur Durr warf hier eine Karte aus mit folgendem Inhalt:.03 Uhr über Bayrenth. Alles glatt. An Bord alles wohl. Dürr.— Das Luftschiff schwebte noch einige Zeit über der Stadt und verschwand dann in den of(Bayern), 28.Aug.1909.(Drahtber.) Z III hat um 9½ Uhr o f(Bayern), 28=Aug.1909, 10.28 Uhr.(Trahtber.) Z IIIschwebt soeben über unsereer Stadt. Er hat kolossalen Gegenwind gehabt Jeppelin-Begeisterung. Halle, 27.Aua.#####s.(Drahtber.) Auf der Eisenbahnfahrt nach Bitterfeld wurde dem Grafen Zeppelin überall begeistert gehuldigt. Besonders große Menschenmengen hatten sich in Erfurt, Weißenfels und Halle angesammelt. Graf Zeppelin erschien überall am Fenster und dankte freundlich durch Schwenken der Mütze für die ihm dargebrachten Huldigungen. In Halle wurden ihm drei Telegramme in den Zug gereicht, worauf er der Menge mitteilte, daß das Luftschiff um 12 Uhr wieder aufsteigen werde. Bitterfeld, 27. Aug.1909.(Drahtber.) Trotzdem andauernd ein seiner Regen fiel, hatte sich vor dem hiesigen Bahnhof eine nach Tausenden zählende Menschenmenge versammelt, die in freudiger Erregung die Ankunft des Grafen Zeppelin erwartete. Zur Begrüßung auf dem Bahnsteig waren u. a. erschienen: Hauptmann v. Kehler, Landrat Frhr. v. Bodenhausen und der Kommandeur des Pionierbataillons. Pünitlich um.45 Uhr lief der Zug unter brausendem Jubel in die Halle. Graf Zeppelin, der sehr heiter und wohl aussah, entstieg dem Wagen, gefolgt von Direktor Cols mann und Oberingenieur Kober, sowie in Begleitung des Ober präsidenten Hegel und des Regierungspräsidenten v. Borries. Nach dem sich der Graf bei den zum Empfang herbeigeeilten Herren be dankt hatte, begab er sich, dicht umdrängt von der Menge, welch ihm herzlich zujubelte und Deutschland, Deutschland über allesang, zu Fuß nach seinem Hotel, wo er sich sofort in sein Zimmer zurückzog. Berlin in Erwartung des 2 III. Berlin, 27.Aug.1909.(Drahtber.) Der Aufruf des Berliner Magistrats an die Einwohner hat folgenden Wortlaut:„Mitbürger! Morgen nachmittag soll sich Berlin ein seltenes, lang ersehntes Schauspiel bieten. Das Luftschiff des Grafen Zeppelin, um essen Untergang vor Jahresfrist Tausende von euch getrauert, für dessen Wiederaufbau Tausende von euch ihr Scherflein gespendet saben, wird in neuerstandener Gestalt der Reichshauptstadt seinen ersten Besuch abstatten. Die städtischen Gebäude werden dem Tag zu Ehren Flaggenschmuck anlegen, tut das gleiche mit euren Häusern, amit den ersehnten Gast der Lüfte in seiner Höhe, als Sinnbild nserer bewegten Herzen, das schwellende Meer der Fahnen begrüße, ewegt von derselben Luft, die ihn auf unsichtbaren Flügeln in nsere Mitte getragen.“ Wirte und Brauereien. Eine offentliche Wirteversammlung tagte am Freitagnachmittag im Fränkischen Hof. Auf der ordnung stand der Bericht der Wirtekommission über die Verhandlungen mit der Brauereivereinigung und endgültige Erledigung der Bierpreisfrage. Hr. Lülsdorf, gab zunächst noch einmal den Verlauf der letzten Versammlung in der Handelskammer bekannt, in der man den Brauern durch Vermittlung des Hrn. ProDr. Wirminghaus vorgeschlagen habe, vom 1. September ab 3. M. und vom 1. April 1910 ab 4 M. für das Hektoliter mehr den Brauereien zu zahlen. Dieser Vorschlag sei in letzter Stunde ababgelehnt und die Forderung erhoben worden, daß die Wirte vom 1. August ab 3 M. und vom 1. September 4 M. für den Hektoliter an die Brauereien zu zahlen hätten. Diese Forderung könne man nicht annehmen. Bedauerlich sei es, daß einzelne kleinere Brauereien und Wirtschaften wieder zu den alten Preisen zurückgekehrt seien. Die Forderung der Brauereien sei um deswillen schon höchst ungerecht, da ein Preisaufschlag von 3,50 M. schon 100 Proz. mehr als die neuen Steuer ausmache. Der durch das Gesetz bedingte Aufschlag mache also nur 1,60—1,70 M. auf den Hektoliter aus. Jetzt stehe man bei den Wirten auf den Standpunkt, daß man den Brauereien nur diesen Aufschlag zahle. Hr. von der Heyden sagte, daß an dem Scheitern der Verhandlungen bisher nur allein Hr. Brauereidirektor Bohland schuld sei, der dem Kölner Brauereigewerbe schon schwere Wunden geschlagen habe. Den Brauereien sei letzthin ein Artikel des Handelshochschulassistenten Räderscheidt in der Kölnschen Zeitung zu Hülfe gekommen. Der Artikelschreiber zeige eine recht geringe Sachkenntnis usw. Der Redner beantragte hierauf die Annahme folgender Resolution: Die heute am 27. August im großen Saale des Fränkischen Hofes tagende, von über 1000 Wirten besuchte öffentliche Versammlung erklärt nach Anhörung ihrer Vertreter, daß die Kommission den Brauereien bis zur äußersten Grenze entgegengekommen ist. Nachdem auch dieses von den Brauereien in der schärfsten Form zurückgewiesen worden, erklärt die Versammlung sich nunmehr an ihren Beschluß vom 17. August(.50 M. Aufschlag zu bewilligen) nicht mehr gebunden und ersucht alle Wirte, nur die nachweisliche Steuer, welche durch das Gesetz auf jeden Hektoliter Bier ruht, zu zahlen, inden der von den Brauereien vorgesehene Preisaufschlag kein allgemeineris In der Diskussion betonte u. a. ein Redner, daß die Wirte nur Arbeitnehmer der Brauereien seien, die durch die großkapitalistische Entwicklung zu ihrem hartnäckigen Widerstand gegen die gerechte Forderung der Wirte getrieben seien. Engster Zusammenschluß Wirte sei geboten; ein endgüttiger Sieg sei nur durch Einigkeit zu erreichen. Ein weiterer Redner erinnerte an die Tatsache, dan die Schultheißbrauerei in Berlin erklärt habe, daß mit 3 M. Auf, schlag die Belastung durch das neue Gesetz vollkommen ausgeglichen sei. Wenn man den Brauern 4 M. bewillige, verdiene man am Hektoliter 20 Pfennig(brutto) weniger als jetzt. Man könne nie, mals dem Verlangen der Brauer, die dreimal mehr fordern als die Steuer ausmache, nachgeben. Die vorerwähnte Resolution wurde einstimmig angenommen, ebenso ein Antrag, zu gegebener Zeit an das biertrinkende Publikum durch eine öffentliche Volksver, sammlung zu appellieren. Nach dieser Versammlung traten in dem Restaurant Ph. Bendheuer eine Anzahl Herren zusammen zur Beratung über die Bildung einer Genossenschaftsbrauerei. Die Beratung führte zu dem Ergebnis, daß sich eine Anzahl Wirte zur Bildung einer Genosienschaftsbrauerei im Prinzip bereit erklärten. * Eine Anzahl hiesiger Hausbrauereien(Früh usw.) macht im Anzeigenteil bekannt, daß es ihnen unmöglich sei, zu dem bisherigen Preise nach Erhöhung der Malzsteuer und Mehrbelastung des Braugewerbes zu liefern. Sie wollen daher zum alten Preise von 10 Pfg. ein 3/0=Literglas einführen, welches den Eichstrich etwa 2 Zentimeter vom oberen Rande aus gemessen trägt, entgegen dem bisherigen Gebrauch mit 1 Zentimeter Eichstrich. Das Füllen dieser neuen Gläser soll aber wie bisher in normaler Weise geschehen, so daß sich für den Gast ein Plus von 1 Zentimeter Bier im Glase ergibt. Hierdurch sei tatsächlich ein Mittelweg gesunden zwischen dem früheren 0,3= bzw. ½0=Literglase und dem augenblicklich eingeführten bzw. M Literglase. Die neuen Gläser seien in Auftrag gegeben und sollen alsbald nach Fertigstellung in Gebrauch genommen werden. nahm— und am Morgen kehrte er wieder zurück. All jährlich aber unternahm er mit seiner Frau eine Reise. Es ist kaum zu glauben— aber zwei Jahre dauerte das Verhältnis so, ohne daß wir etwas bemerkten! Da überraschte ihn Walter einmal auf seiner nächtlichen Exkursion, spürte ihm nach— und entdeckte die Wahrheit.— Wir beide— mein Gatte und ich— waren außer uns. Unser Stolz war tödlich gekränkt; ein Reckenthin— der mit der Tochter eines Bauern verheiratet war!— Unser einziger Sohn! Von vornherein stand es zwischen uns fest, daß irgend etwas geschehen müsse, diese Ehe zu lösen. Aber wir sahen keinen Weg. Da fand mein Gatte die Möglichkeit, unseren Sohn fortzuschicken— so fortzuschicken, daß er keine Gelegenheit hatte, sich von seinem Weibe zu verabschieden, und daß niemand wußte, wohin er gegangen war. Erspare mir die Schilderung der Ränke und Intriguen, die wir aufwenden mußten, um das zu erreichen! Es ist so schmachvoll und so entsetzlich, daß ich es nicht über mich gewinne, es zu erzählen. Und als er fort war— wenige Wochen fort war— da wußten wir Marie Burckhardt einzureden, daß er gestorben sei. Ich weiß nicht, was wir erreichen wollten; wohl zunächst nichts weiter, als sie zu veranlassen, von Hohenlinden fortzugehen. Dann, so hofften wir, wenn die beiden sich lange nicht sehen würden, würde die Liebe erkalten, und Egbert würde in eine Scheidung willigen, wenn wir die Frau gut versorgten.— So rechneten wir— o, wir rechneten klug! Aber wir wußten eben beide nicht, was Liebe hieß. Und wenige Tage darauf— war Marie— nicht mehr am Leben!" Ihre Stimme war heiser geworden, und sie sprach so leise, daß Rudolf sie kaum noch verstehen konnte. Ihm war, als säße eine harte, würgende Faust an seiner Kehle; sein Blick war von Tränen verschleiert, und sein Herz pochte so, daß er meinte, man müsse die harten, hämmernden Schläge hören. Fest biß er die Zähne aufeinander, um nicht zu schreien; denn er fühlte eine Qual, eine Seelenmarter, als sei er es, dem all das Entsetzliche zugefügt worden war. „Das andere— was dann kam— das weißt du ja,“ vollendete die Gräfin endlich gebrochen.„Unser aller Leben war vernichtet. Egbert kehrte zurück, und er erfuhr die Wahrheit. Er schwur, Hohenlinden nie mehr betreten zu wollen; und er hat seinen Schwur gehalten. Wir beide— auch mein Gatte— hatten ihn unsinnig geliebt — denn im letzten Grunde resultierte unser— unser Verbrechen doch daraus, daß eine Bauerntochter uns gerade für ihn nicht gut genug dünkte. Zwischen uns beiden— meinem Gatten und mir— kam es damals zu völligem Bruch. Und ich habe seit dem Tage, da Egbert Hohenlinden verließ, ein Leben geführt, wie es entsetzlicher nicht gedacht werden kann. Keine Minute verließ mich die Qual meiner Reue— keine Minute konnte ich vergessen. Ich hängte mein Herz an Margarete, die ich als kleines Kind zu mir nahm, weil ich die Einsamkeit nicht länger ertrug. Aber so sehr ich sie auch liebte— Vergessen brachte auch sie mir nicht. Und das war die erste glückliche Stunde in meinem Leben seit jenem Tage, als ich dich sah — als du zu mir zurückkamst!— Denn du bist so ganz mein Sohn, daß ich immer glauben muß, er sende mir in dir sein Verzeihen!“ Sie schwieg. Und es war Rudolf unmöglich, sogleich zu antworten. Er fühlte, daß er kein Recht habe, ihr die Verzeihung für die Versündigung an seinem Vater zu verweigern. Zu schwer hatte sie gebüßt, zu viel hatte sie gelitten. Und sein Vater hatte ihr ja verziehen— ihr und dem Vater. Er durfte nicht schweigen; sein Schweigen in diesem Augenblick riß eine Kluft auf zwischen ihm und der alten Frau, die vielleicht nicht wieder zugedeckt werden konnte. Er mußte etwas sagen— ein warmes, herzliches Wort. Aber es war so bitter schwer, sich dazu durchzuringen—— Er hatte seinen Vater zu sehr geliebt. Endlich nahm er die Hand der Gräfin in die seine. Und an ihre letzten Worte anknüpfend, sagte er weich. „Ich glaube, du fühlst das Rechte. Er hat ja verziehen; und daß er mir meine Herkunft enthüllte— daß er mir freistellte, hierher zurückzukehren— ist es nicht ein Beweis ∆ Rölner Sportplatz. Das Verbot betreffend die Tauerrennen hinter Motorführung ist entgültig aufgehoben. Am 5. Sep. tember in großer Renntag. Der bisherige Pächter hat sein Verhältnis mit dem Kölner Sportplatz gelöst und Herr Architekt August Bornheim, seit nunmehr 21 Jahren Besitzer der großen Anlagen, hat die Organisation der künftigen Rennen selbst in die Hand genommen, wobei er in dem Kölner Radrennverein eine tüchtige Unterstützung finden wird. Der 5. September bringt als Hauptkonkurrenz die klassische Prüfung um das goldene Rad von Rhein, ein Tauerrennen in drei Läufen über je /7 Stunde na# Punktwertung um 7000 M. bar, zu fahren hinter großen Motorschrittmachern. Das goldene Rad vom Rhein wurde 1904 gründet und vereinigte stets die besten Dauerfahrer der Selbstredend wird auch dieses Jahr die Besetzung eine glänzende. Bis jetzt ist Artur Vanderstuift Belgien) fest eingeschrieben, eine Jolge seines großartigen Fahrens am 11. Juli beim Preis der Auserwählten, wo er Stellbrink, Guignard und Günther schlug. Große Fliegerrennen werden das Programm des 5. September ##% Athletische Wettkämpfe. Welch großes Interesse für die vom Verband Kölner Athleten=Vereine für Sonntag, den 29. August, arrangierten athletischen Wettkämpfe an den Tag gelegt wird, beweisen die von den Bewerbern eingehenden Anfragen. Auf diesem Wettstreit wird Hr. Karl Mörke u. a. den Versuch machen, den bestehenden deutschen Rekord um fünf Pfund zu überbieten, mithin 310 Pfund zur Hochstrecke zu bringen. Zu sehr spannenden Kämpfen wird es besonders beim Meisterschaftsstemn und Meisterschaftsringen kommen. Die von Kölner Burgern gestifteten Ehrenpreise sind bei der Firma Julius Gliesche Sohne, Schildergasse 105, ausgestellt. dafür, daß du recht hast?— Lassen wir aber das Vergangene von heute ab ruhen! Nur gutmachen wollen wir, was geschehen ist, soweit es noch in unseren Kräften steht. Margarete soll und braucht von all dem nie etwas zu erfahren— das wollen wir festhalten. Und für den Sohn von Maries Schwester müssen wir sorgen— unbekümmert darum, was er uns getan hat. Natürlich müssen wir auch in erster Linie an seine Mutter denken.“ „Ja,“ erwiderte die Gräfin leise. Und beklommen fügte sie nach kurzem Zögern hinzu: „Wie lange gedenkst du noch zu warten, ehe du— ich meine— ehe du hier auf Hohenlinden ein Ende machst?“ „Nicht mehr lange, Großmutter!— Eine bestimmte Antwort darauf kann ich dir freilich geben. Ich will morgen mit dem ersten Zug nach Berlin und Margarete auf suchen. Und was dann weiter geschieht, hängt ganz davon ab, wie ich sie finde.— Hast du übrigens Frau Merten gesprochen?“ „Ja. Wie du ja weißt, sandte sie mir ein Telegramm, in dem sie mich dringend bat, ihr mit einer größeren Summe auszuhelfen, da sie sonst verloren sei. jahrelang von mir gelebt— bis sie heiratete. Damalr gab ich ihr eine größere Summe, sie verließ Hohenlinden, und ich habe sie dann aus den Augen verloren. schrieb wohl noch hier und da an mich, wenn sie Ge brauchte, aber wie sie eigentlich lebte und was sie lkletdavon wußte ich nichts. Seit Jahren hat sie sich 4# nicht mehr an mich gewandt. Ich hätte ihr vielleicht auth gestern auf ihr Telegramm hin nur telegraphisch einht; angewiesen, anstatt nach Berlin zu fahren, wenn ich vermutet hätte, daß der angebliche Graf Alfred irgen#ng mit ihr zusammenhing. Sie erzählte mir denn# sogleich, daß es ihr Sohn sei, der sie in eine so schreatich Lage gebracht hat; und um ganz sicher zu gehen, neb! mir auch eine Photographie von ihm zeigen.“ (Fortsetzung folat.) Seite 3. Losal-Anzeiger Nr. 236 a Samstag, 23. August 1909. können für den Bureau= und Kassendienst angenommen werden, wenn sie, abgesehen von dem erforderlichen Gesundheitsattest, durch eine vorherige dreimonatige informatorische Beschäftigung ihre Befähigung nachgewiesen haben. Während der informatorischen Beschäftigung wird den Militäranwärtern eine Vergütung nicht gezahlt, während der Probedienstleistung, die ein halbes Jahr bei vierwöchentlichem Kündigungsrecht dauert, erhalten sie den vollen Satz der entsprechenden Gehaltsklasse. Die neuen Bestimmungen regeln ferner bis ins einzelne die Ausbildung der jungen Beamten. Die Ausbildung ist eine theoretische, durch einen Unterrichtskursus, und eine praktische, durch den Dienst in den Bureaus der verschiedensten Zweige der Verwaltung. Dabei wird darauf Bedacht genommen, daß der junge Beamte oft das Bureau wechselt. Es soll dadurch erzielt werden, daß der Beamte in jedem Bureau bzw. in jeder Kasse nach kurzer Anleitung die einfacheren Zweige der Verwaltung selbständig und zuverlässig besorgen und sicher rechnen lernt, sowie daß er sich die Bestimmungen über den Geschäftsgang in der gesamten städtischen Verwaltung zu eigen macht. Außerdem hat er sich auch außer den Dienststunden mit den gesetzlichen und sonstigen Bestimmungen bekannt zu nachen, um sich für seinen Beruf weiter auszubilden. Die Bureau= und Kassenvorsteher haben sich von Zeit zu Zeit durch eingehende Fragen Kenntnis zu verschaffen, ob die in ihren Bueaus beschäftigten Beamten in gedachter Weise sich auszubilden bemüht sind. Verlangt wird u. a. auch die Kenntnis der Stenographie. Der Supernumerar kann ohne Kündigung entlassen werden, wenn seine Ausbildung nicht in der verlangten Weise voranschreitet, bei mangelndem Fleiß und bei tadelnswerter Führung. Der Eupernumerar wird in der Regel angestellt, wenn er dem Nilitärdienst genügt hat oder von ihm befreit ist. Diäten verden dem Supernumerar, wenn er das Reifezeugnis für die Oberprima besitzt, in der Regel schon nach Ablauf von drei Nonaten im ersten Jahre gewährt, beim Reifezeugnis für Unterprima im zweiten Jahre, beim Einjährig=Freiwilligen=Zeugnis im dritten Jahre. Supernumerare werden zunächst als Diätare, dann als Bureau=Oberassistenten angestellt. Dies ist der Dienstgrad, den die Beamten=Anwärter gleichfalls noch erreichen können, allerdings erst nach Ablegung einer Prüfung. Das erreichte Maß der Ausbildung und das Maß von Fähigkeiten muß von allen Beamten erwiesen werden durch entsprechende Drüfungen. Es werden zwei Prüfungen abgehalten, nämlich die Assistentenprüfung, durch welche die Befähigung zum Bureaueberassistenten, und die Sekretärprüfung, durch welche die Befähigung zum Sekretär dargetan wird. Ueber die Zuesung zu den Prüfungen entscheidet der Oberbürgermeister. dür Sekretärprüfung werden nur jene Bewerber zugelassen, welche die von der Verwaltung eingerichteten Unterrichtskurse besucht haben. Jede Prüfung besteht aus einer mündlichen und schriftlichen. Die schriftlichen Arbeiten sind unter Klausur und mier Aufsicht eines älteren Beamten ohne Benutzung anderer us von der Prüfungskommission(Oberbürgermeister bzw. Beigeordneter, sowie ein Bureau= und ein Kassenbeamter) bestimmten Aitsmittel anzufertigen. Demjenigen, der die Prüfung nicht estanden hat, kann gestattet werden, sich innerhalb eines Jahres, ooch nicht vor Ablauf eines Halbjahres, einer zweiten Früfung zu unterwerfen. Ein gewisse Ausnahmestellung, die in der Natur des technischen siches liegt, ist den Bausekretären betr. die Zulassung zur Prü##s eingeräumt. Zu der Prüfung als Bausekretäre einen Bureauassistenten und Techniker zugelassen werden, die #.##, der Berechtigung zum Einjährig=freiwilligen=Dienst die #iwung als Landmesser oder die Abgangsprüfung an einer BauEherkschule oder Maschinenbauschule bestanden haben, sowie xmalige Militärpersonen, die bei Heer oder Marine bereits #stimmte technische Prüfung abgelegt haben. eine Erleichterung besonders für die Beamten=Anwärter liegt en Uebergangsbestimmungen: Zu der Sekretärritsung können auch zugelassen werden diejenigen Beamten, die : zum 31. März 1910 zu Bureau=Oberassistenten ernannt ###ven, sowie später Beamte und Angestellte der Beamtenden Ikergruppe, die eine hervorragende praktische Befähigung für : dureau= und Kassendienst dargetan haben und wegen ihrer soideren Tüchtigkeit von ihren Vorgesetzten für die Zulassung ##- Prüfung vorgeschlagen werden. sie# begrüßen diese Bestimmung besonders sympathisch, weil tuch den ohne höhere Schulbildung aus der Volksschule her3changenen jungen Mann bei entsprechender Tüchtigkeit die letzte Sprosse der Assistenten= bzw. Sekretärlaufbahn erreichen läßt. Der tote Buchstabe der Paragraphen und Bestimmungen sollte nirgends das Aufsteigen eines hervorragend tüchtigen Mannes hemmen dürfen. Aus dem sozialen Leben. 9 Der Verein der Deutschen Kaufleute(unabhängige Organisation für Handlungsgehülfen und=Gehülfinnen, Sitz Berlin) hält am Sonntag, den 5. September hier in Köln seinen diesjährigen rheinischen Bezirkstag ab. Die Verhandlungen finden im blauen Saale der Bürgergesellschaft statt und beginnen vormittags 9 Uhr. Der Bezirkstag wird u. a. sich beschäftigen mit dem Beitritt des Vereins zum Hansabun d. der weiteren Zugehörigkeit zu den deutschen Gewerkvereinen, der Ausdehnung der Beitragspflicht der Chefs zu den Vereinskrankenkassen, der Abänderung der Kündigungszeit bei den Ortskrankenkassen und der Gleichstellung der kaufmännischen Angestellten mit den Beamten bezüglich der Pfändbarkeit des Gehaltes. Außerdem wird der Generalsekretär des Vereins der Deutschen Kaufleute, Herm. Schmidt(Berlin) einen Vortrag halten über das Thema: Zur Geschichte der Gewerkschaftsbewegung. Der stellvertretende Bezirksleiter Herm. Doskotz(Mülheim=Ruhr) wird über die Eigenart des Vereins der Deutschen Kaufleute sprechen. Am Abend findet in der Burgergesellschaft eine Festlichkeit statt. Besondere Sprechstunden für Krankenkassenmitglieder. Auf Ersuchen der Aufsichtsbehörde der Stadt Köln hat der Vorstand der Krankenkasse für die im stehenden GewerbeBetrieb beschäftigten Personen beschlossen, eine besondere Sprechstunde für ihre Mitglieder einzurichten. Dieselbe soll stattfinden jeden Donnerstagabend von—9 Uhr im Kassenlokale Glockengasse 20. Die Mitglieder seien auf diese Einrichtung aufmerksam gemacht. Stimmen aus dem Leserkreis. [Die Redaktion übernimmt für den Inhalt der an dieser Stelle zum Abdruck kommenden Zuschriften aus dem Leserkreis keine Verantwortung. Sie ist bereit, etwaige Richtigstellungen der Gegenseite zur Klärung des Sachverhalts auch zu veröffentlichen. [4935] Zur Frage der Konsumvereine. Der Herr Einsender der Stimme 4907— offenbar ein staatlicher Beamter— schließt seine Ausführungen mit„Suum cuique“ (Jedem das Seine), dieselben Worte, die wir stets mit Recht den Mitgliedern der Konsumvereine— ganz besonders den Beamten— vorhalten müssen. Wurden diese Worte von allen Beamten anerkannt und auf die Stelle gesetzt, wohin sie eigentlich gehören, so würde unser Hinweis auf die Pflichten der Beamten in Wegfall kommen und den Gewerbetreibenden wurde zufallen, was sie verlangen können. Dann klagt der Herr Einsender über nicht hinreichende Gehaltsaufbesserungen, gleichzeitig aber auch über die Preissteigerungen, die durch die letzte Finanzreform herbeigeführt worden sind. Worauf sind denn die Preiserhöhungen zurückzuführen? Doch nur darauf, weil der Staat hauptsächlich durch die bessere Beamtenbesoldung das Geld benötigte. Oder hat der Herr Einsender schon einmal gehört, daß der Gewerbetreibende vom Staate aus finanziell oder wirtschaftlich unterstützt worden ist. Letzterer muß schaffen, daß er leben kann, und wird er alt und das Glück ist ihm nicht einigermaßen hold gewesen, wie bei so vielen, so ist es mit dem Geschäftsmann schlechter bestellt, wie mit dem Beamten, der außer seinem festen Einkommen später die Pension erhält, die immer noch so bemessen ist, daß er davon leben kann. Dagegen muß der Detaillist größtenteils arbeiten bis an sein Lebensende. Aber wie viele Beamten sind noch rüstig und arbeitsjähig, wenn sie sich pensionieren lassen! Bezieht ein Beamter ein Gehalt von nur 1600 Mark, so steht ihm eine Pension von 60 Proz. zu, ist 960 M. Dies würde zu 4 Prozent Zinsen einem Kapital von 24000 M. gleich sein. Ohne Zweifel wird von den meisten Gewerbetreibenden eine solche Kapitalanlage überhaupt nicht erreicht. Ferner sagt der Herr Einsender: Der Detaillist verkauft die Waren entsprechend dem Zollaufschlag teurer, wie z. B. Kaffee, Tee und Streichhölzer. Tun dies denn die Konsumvereine nicht? „Soll der Detaillist diese neue Steuer auch noch tragen, so wäre es jedenfalls besser, wenn wir alle Beamten würden, dann hätten wir ein sorgenloses Leben, ausreichendes Gehalt, angenehme Arbeitszeit, keine geschäftlichen Verluste, weniger Steuerlasten und überall die Vergünstigungen. Wir haben absolut nichts dagegen einzuwenden, wenn der Beamte, in erster Linie der Unterbeamte, ein auskömmliches Gehalt bezieht, aber es ist und bleibt eine Ungerechtigkeit, in die Existenzen der Geschäftsleute durch die Konsumvereine einzugreifen, die doch nach keiner Seite hin den leistungsfähigen Geschäften gegenüber Vorteile bieten, eine Tatsache, die doch nur von unseren betannten Gegnern bestritten wird. Ferner sagt der Herr Einsender: Es ist tieftraurig, daß die meisten Unterbeamten Frauen mitverdienen müssen. Wir wollen diese Behauptung hier nicht auf ihre tatsächliche Unterlage prüfen, aber das ist allgemein bekannt, daß 95 Proz. Geschäftsfrauen von morgens bis zum Abend außer den Haushaltungsarbeiten im Geschäft tätig sind. Auch stellt der Herr Einsender meine Ausführungen, daß der Handel zum größten Teil zu der Staatserhaltung beiträgt, als einen Irrtum hin und versucht dies damit zu bekräftigen, daß er sagt: Im Gegenteil, Post und Bahn sind gute Einnahmequellen des Staates und haben bis jetzt viel zu Ermäßigungen beigetragen. Nun möchte ich den Artikelschreiber fragen: Wodurch erzielen denn diese beiden Staatsbetriebe diese guten Einnahmequellen? Doch nur allein durch den Handel! Sind bei der Post die wenigen Privatbriefe bzw. Pakete usw. ausschlaggebend im Verhältnis zu den Millionen Geschäftssachen, die die Post befördert? Dasselbe Verhältnis ist bei der Bahn, wo außerdem hunderte HandelsReisende Tag für Tag auf der Bahn sitzen, die zur Vermehrung der Bahn=Einnahmen sehr viel beitragen. Dann kommt der Herr Einsender auf die vielen Detaillisten zurück, die durch ihr Geschäft wohlhabend geworden sein sollen, Häuser besitzen, Jagden pachten und Badeorte besuchen. Recht komisch, daß heutzutage noch so viele nach der Beamtenkarriere streben und nicht alle Kaufleute werden. Der Herr Einsender hat es mit dem Wohlstand der Geschäftsleute auch wohl nicht so ernst genommen, sonst müßte ich ihn bitten, Rundschau zu halten, ob jetzt mehr Geschäftsleute oder Beamte sich in der Sommerfrische befinden. Leider kennen die meisten Geschäftsleute die Sommerfrische praktisch überhaupt nicht, was aber bei den Beamten und deren Familien größtenteils etwas Selbstverständliches ist. Ich könnte es aber auch dem Geschäftsmann, wenn er sich das Vergnügen erlauben könnte, nicht verdenken, wenn er sich etwas erholte von all den Strapazen, welche er Tag für Tag mitzumachen hat. Denken wir bei dieser Gelegenheit an den halben Tag, welchen die Beamten wenigstens jede Woche frei haben, dies macht pro Jahr etwa einen Monat aus, außer dem ihnen zustehenden Urlaub. Was nun den Hausbesitz anbelangt, so ist es doch etwas Natürliches, daß der Geschäftsmann danach streben muß, sich ein Eigentum zu erwerben, um sein Geschäft nicht zu einem Wanderlager zu machen. Floriert ein Geschäft, so ist der Vermieter meistenteils bei der nächsten Gelegenheit flott bei der Hand, die Miete zu erhöhen, ohne danach zu fragen, ist die Miete auch aufzubringen. Um sich nach dieser Richtung zu schützen, versucht der strebsame Geschäftsmann, wenn auch unter ganz bescheidenen Umständen, sich ein Haus zu erwerben, aber deshalb kann man doch nicht von Wohlstand sprechen, da es doch gerabe mit dem Häuserkaufen meistens nicht weit her ist. Ich möchte den Herrn Einsender bitten, sich einmal das Adreßbuch zur Hand zu nehmen und sich die Beamtenstadt Nippes etwas näher anzusehen, dann wird er finden, daß es noch recht viele Beamten, aber auch Unterbeamten gibt, die Hausbesitzer sind. Was nun das Jagdvergnügen anbetrifft, so will ich gar nicht widersprechen, daß der eine oder andere Geschäftsmann sich eine Jagd erlauben kann, um so mehr, wenn er jahrelang mühevoll und mit Erfolg gearbeitet hat. Weshalb soll sich denn der Geschäftsmann dieses Vergnügen nicht erlauben dürfen? Jedenfalls ist aber festgestellt, daß das Jagdvergnügen zum weitaus größten Teile von Beamten ausgeübt wird, wenn es auch nicht gerade Unterbeamten zu sein brauchen. Alles in allem zusammengefaßt, ist der Beamte heute so gestellt, daß er moralisch verpflichtet ist, den Cewerbetreibenden zu unterstützen und zum billigen Einkauf keine Konsumvereine nötig hat. Einer für Viele. Kirchliches. st Paderborn, 27.Aug 1909. In der Erkrankung des Hrn. Bischofs Dr. Schneider ist heute nachmittag eine entschiedene Besserung eingetreten, so daß die Hoffnung auf Genesung sich erfüllen dürfte. Auf eine telegraphische Anfrage des Hrn. Staaisministers von der Recke konnte Hr. Dompropst Schmitz antworten:„Heute nachmittag deutliche Wendung zur Besserung!“ Gerichts=Verhandlungen. m Sand statt Butter. Ein schwer vorbestrafter Obsthändler verkaufte am 5. Juni zu Kalk einem Kaufmann ein Faß, das 120 Pfund Butter enthalten sollte. Als der Kaufmann die Butter betrachtete, fand er, daß nur die obere Lage, zirka drei Pfund, Butter, das übrige Sand war. Da es sich um einen doch recht starken Gaunerstreich handelte, setzte das Schöffengericht sechs Wochen Gefängnis fest. Ein unmenschlicher Dater. Erst kürzlich stand vor dem Schöffengericht ein Tagelöhner aus Kalk, weil er sein Söhnchen mißhandelt hatte. Dieser Tage hatte er sich wegen Mißhandlung seines 10jährigen Töchterchens zu verantworten. Das Kind hatte, wie auch in dem früheren Falle der Knabe, genascht. Dafür mußte das Mädchen sich vollständig entkleiden und der Vater mißhandelte es mit seinem Leibriemen in der härtesten Weise. Das Gericht setzte 1 Monat Gefängnis fest. Aus Kölns Nachbarschaft. (c) Ensen, 27.Aug.1909. In der verflossenen Nacht wurde hier eingebrochen und ein neues Fahrrad, mehrere Kisten Zigarren, Kleidungsstücke und ein Geldbetrag gestohlen. □ Troisoorf, 27.Aug.1909. Im Lokale des Herrn Tießen hierselbst findet Sonntag, den 29. August nachmittags 5 Uhr eine große öffentliche Volksvereinsversammlung statt. Der Vertreter unseres Wahlkreises Herr Landtagsabgeordneter Beyer(Dortmund) und Herr Arbeitersekretär Nüsse(Siegburg) werden über die neuen Reichssteuern und die Beamtenbesoldungsreform sprechen. Zahlreiches Erscheinen ist dringend erforderlich. Xa Spich, 28 Aug.1909. Dem Eisenbahn=Assistenten Herrn Joseph Heiden von hier wurde für 25jährige treue Dienstzeit das vom König gestiftete Erinnerungszeichen verliehen. (o Quadrath, 27.Aug.1909. Seit dem 5. August, dem Tage, da das Zeppelinsche Luftschiff über unserem Ort erschien, ist ein dreizehnjähriger Junge, der durch das Kölner Waisenhaus bei einem hiesigen Ortsbürger untergebracht worden war, verschwunden; trotz eifrigsten Nachforschungen ist sein Aufenthalt noch nicht ermittelt worden. . Rheindort, 27. Aug.1909. Hier wurde im Rhein eine männliche Leiche gelandet, die anscheinend schon einige Zeit im Wasser gelegen zu haben scheint. Man fand in den Taschen des Toten ein Sparkassenbuch mit einer Einlage von 600 M. und noch über 50 M. in bar vor. &aa Bornheim, 28 Aug.1909. Billige Fahrräder verkaufte ein Fuhrmann von hier in hiesiger Gegend. Er will sie an der Kölner Markthalle von Unbekannten gekauft haben. Wegen Hehlerei erhielt er vom Kölner Schöffengericht acht Wochen Gefangnis. Knappfack, 28 Aug.1909. Ein Fabrikarbeiter von hier hatte im Walde während der gesetzlichen Schonzeit unbefugt die Jagd auf Rehe ausgeübt. Er wurde vom Kölner Schöffengericht zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Sicabura, 27.Aug.1909. Aus Anlaß der Kirmesfeier in Lohmar, Donrath und Wahlscheidt am Sonntag, den 29. August, verkehren auf dieser Strecke folgende Sonderzüge: Ab Siegburg .20 Uhr nachmittags; ab Wahlscheidt.40,.42, 10,59 Uhr abends; ab Donrath.49,.50. 11.10 Uhr abends; Lohmar.54,.55 11.16 Uhr abends. Aus aller Welt. Jeppelin ging vor! * Düsseldorf, 27.Aug.1909. Vor dem Gewerbegericht klagte ein Ingenieur gegen die Dusseldorfer Röhrenindustrie auf 320 M. Schadenersatz wegen Entlassung ohne Kündigung. Der Ingenieur war entlassen worden, weil er trotz Verbotes nach Köln gefahren war, um der Ankunft des Luftschiffes Zeppelin II beizuwohnen. Der Kläger gab den von der Firma angegebenen Grund der Entlassung als richtig zu, meinte aber, schon aus patriotischen Gründen hatte man gegen die Fahrt nach Köln Einwendungen nicht machen dürfen. Das Gericht wies die Klage ab. Oberhausen(Rhld.), 26 Aua.1909. Die Maurer an dem Neubau der hiesigen Herz=Jesu Kirche streiken seit einigen Tagen, weil der Bauunternehmer eine Arbeitsordnung einführen wollte, die im § 4 besagte, daß die am Neubau beschäftigten Arbeiter einer Organisation nicht angehören dürfen. Außerdem soll bei Differenzen das hiesige Gewerbegericht ausgeschaltet werden, an seine Stelle soll das Gericht in Mülheim(Ruyr)— der Unternehmer wohnt in dem benachbarten zu Mülheim(Ruhr) gehörenden Styrum— treten. Wiederholt ausgenommene Einigungsverhandlungen waren erfolglos. In den nächsten Tagen wird sich der Kirchenvorstand mit der Angelegenheit befassen.— Die immer noch wiederkehrenden Versuche aus Unternehmertreisen, das Koalitionsrecht der Arbeiter zu beschneiden, mußten nach dem Vorbilde einer Anzahl Gemeindeverwaltungen dahin führen, daß auch andere Korporationen bei der Vergebung öffentlicher Arbeiten die Koalitionsfreiheit der Arbeiter in den Verträgen sicher stellen. Seite 4. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 236&am Samstag, 28. August 1869. Die Offenen Stellen chägebände Marzellenstraße 39 ausgehängt, ebenso in den Kath. Gesellenhäusern Poetestraße, Lagovertstraße und Zosepsstraße, frner an unseren Bezieksvertritungen Hohepforte 6, Köln=Ehrenfeld, Rotpenausnrage: Nippes, Cranachstraße 5, Kalk, Mülheimerstraße 19, außerdem Markt 23. Offene Stellen Portier für ein bed. Fal:.=Etabl zum sof. Eintritt gesucht Stellung gut u. dauernd. Nur solche, welche schon ähnl. Stelle bekleidet, wollen sich unt. Angabe v. Alter u. bish. 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Im Schützenzelte: Tanzmusik. Vor dem Zelte: Konzert u. Volksbelustigungen. Montag, 30. August, vorm. 9 Uhr: uanauamet fur die verstorbenen MitITaderamf glieder der Bruderschaft. Versammlung Punkt 8½ Uhr in der Rest. Abels, Freiheitstrasse 21. Nachm. 3 Uhr: Fortsetzung des Schiessens. Im Schützenzelte: Tanzmusik. Vor dem Zelte: Konzert u. Volksbelustigungen. Dienstag, den 31. August: Fortseizung des Schiessens. Im Schützenzelte: Konzert, Volksbelustigungen und Gesellschafts-Ball. Mittwoch, den I. September, nachmittags 3 Uhr: Sedan-Feier. Patriotisches Konzert. Grosse Kaffee-Visite und Kinder-Belustigungen. Abends 9 Uhr: Einzug des Königspaares durch die festlich beleuchtete, in brillantem Feuerwerk strahlende Stadt und zurück zum Schützenzelt. Donnerstag, den 2. September: Grosser geschlossener Krönungsball. Das für dieses Jahr neu erbaute und prachtvoll dekorierte Zelt ist gegen jeden Witterungseinfluss geschützt.— Die Restauration ist Herrn Peter Gierhards von hier übertragen. Die Musik wird ausgeführt von der Grundmannschen Kapelle. 3s2 Der Vorstand. Deutz Rosenhof Deutz Kalkerstrasse 15(Neu angelegt). An den drei Schützenfesttagenr Gross. Konzert. Hub. Schwarz Paradiesgarten. E a a a a a a ie Eiie □ Kirmes am Weiss. Haus 2I Sonntag, 29. und Montag, 30. August 1909(E E von nachmittags 4 Uhr ab: 85 — Grosses 4 verl. Tanzkränzchen.— 2 Es ladet ergebenst ein(29 E Matth. Boßen. E Dienstag, den 31. August feiert der Kegele club„Gemütliche Klettenberger“ sein diesjähriges### Sommer-Fest ## verbunden mit Konzert, Theater und Tanz. 12 Anfang 4 Uhr. 29— #] Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. IE a a a aa a a ae ia ie Unterzeuge u. Strumpswaren, Ia. Qualitäten, äußerst billig. Math.& Rosa Bernardi, Ehrenstr. 4, Ecke Albertusstr. asse Jeden Sonntag Gr. Tanzlränschen. Entroe frei. Tanzen frei. Grosses Orchester. Grossartiger Tanzboden. — Erfolgreich und billig sind die Anzeigen Im CA). Seite 6. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 236* Samstag, 28. August 1909. Photogr. 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Nr. 16 belegene Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, groß 2,45 Ar, Nutzungswert 1800 Mark, Eigentümer: Anstreicher Philipp Heinrich Lülsdorf in CölnSUpPes. en##mgricht, Abt. 39, Cöln. Am 4. November 1905, vormittags 9½ Uhr, soll in Cöln, im Justizgebäude, Appellhofplatz, Zimmer Nr. 47, das in Cöln, Mauritiussteinweg Nr. 12, belegene Wohnhaus mit Anbau, Hofraum und Garten, groß 2,19 Ar, Nutzungswert 1500 Mark, — Eigentümerin: Ehefrau Kaufmann Max Haanen, Ursula geb. Kopp in Cöln— zwangsweise versteigert werden. v Königliches Amtsgericht, Abt. 39, Cöln. Hausversteigerung zu Cöln. Montag, den 13. September, nachmittags 4 Uhr, in der Wirtschaft Roubrocks, An der Linde 19, lassen die Erben der Rentnerin Witwe Peter Winterscheid das Haus An der Linde Nr. 9, Flur 27, Nr. 45933, gross 128 Meter, gegen Zahlungsausstand öffentlich versteigern. h Justizrat Treis, Hotar in Cöln-Deutz. Haus= u. Grundstück=Verkauf in Schlebusch. 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Besitzen Sie die preußische Staatsangehörigkeit? Sind Sie mindestens 24 Jahre alt? I— Steuersumme.(Vom Gesamt=Steuerbetrage des Vorjahres 1908 sind die Steuerzuschläge, die Kirchensteuer, Kanal= und Kehrichtabfuhr=Gebühr abzuziehen; nur die Restsumme ist anzugeben): Immmm Sind Sie auf Grund Kinderprivilegs in der Steuer herabgesetzt? Wie viele Stufen? [Einkommen von 660—900 Mark bleiben steuerfrei, die betreffenden Personen sind trotzdem wahlberechtigt. Inhaber: Karl Ph. Hess Köln a. Rh.. St. Agatha 3. 5 5 Wichtig! Infolge der am 15. August eingetretenen enorm hohen Rohtabakwertsteuer bin ich leider gezwungen, die Preise sämtlicher Raucn- und Schnupftabake zu erhöhen. Die bisherigen Packungen bleiben bestehen, da durch Verkleinerung derselben unnötige Mehrkosten entstehen würden. 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Fluchtlinienveränderung Severinstraße—Ecke Perlengraben. An den Oberbürgermeister hat der Verein zur Wahrung der Interessen des südlichen Stadtteils, eine Eingabe gerichtet, in der er u. a. bittet, an der früher festgesetzten Fluchtlinie, welche den heutigen und zukünftigen, gesteigerten Verkehrsverhältnissen nur allein Rechnung tragen kann, unbedingt festhalten zu wollen. Es sei eine unbestrittene Tatsache, daß die Severinstraße von allen Torstraßen Kölns den stärksten Verkehr aufweise, welcher bei der Großstadtentwickelung sich von Jahr zu Jahr fortwährend steigere. Trotzdem der vor längerer Zeit mit bedeutenden Kosten geschaffene, parallele Straßenzug Follerstraße—Sionsthal—Annostraße einen großen Teil des Durchgangsverkehrs der Severinstraße schon abnehme und dieselbe entlaste, senden die südwestlichen und nordöstlichen Zubringerlinien der Severinstraße so starken Verkehr zu, daß es geradezu manchmal lebensgefährlich sei, diese enge Straße zu passieren. Die Straßenkreuzung Ecke Perlengraben und St. Katharinen sei am Eingange des südlichen und engsten Severinstraßenteiles der den Passanten und Fuhrleuten bekannte, allergefährlichste Straßenzug der Altstadt, welcher eine radikale Erbreiterung und Uebersichtlichkeit an dieser Stelle zur schleunigsten Rotwendigkeit mache. Der rechtwinkelig zur Severinstraße in starker Steigung einmündende enge Perlengraben mit seinem aus der Ulrichgasse kommenden schweren Lastfuhrverkehr von den Bahnhöfen Süd und Bonntor nach und von den rheinwärts belegenen Fabriken und Hafenanlagen, mache es den Wagenführern gänzlich unmöglich, die notwendige Aus= und Umschau nach den in beiden Richtungen kreuzenden Wagen dreier Straßenbahnlinien, vielen Fuhrwerken und Passanten zu halten, so daß Zusammenstöße und Unglücksfälle unvermeidlich seien usw. Alle diese Mißstände erkennend, hatte die Stadtverwaltung im Einverständnis mit den Stadtverordneten vor vielen Jahren eine Fluchtlinie festgesetzt, welche an der Südgrenze des Hauses Severinstraße 191 beginnend und die Nebenhäuser Severinstraße Nr. 189, 187, 185 beseitigend, in diagonaler Richtung auf die Ulrichstraße hinzeige, wodurch es allein möglich werde, an dieser gefahrvollen Straßenkrenzung Abhülfe in absehbarer Zeit zu schaffen. Daß diese wohldurchdachte Fluchtlinienfestsetzung jetzt plötzlich wieder aufgegeben werde, sei vom Gesichtspunkt des öffentlichen Verkehrs unverständlich. Der Verein verkennt durchaus nicht die guten Absichten der neuzeitlichen Bestrebungen:„Heimatschutz, Denkmalpflege, sowie die Erhaltung und Schaffung malerischer Städebilder", allein in dem vorliegenden Falle dürften die Bestrebungen der Verwaltung doch wohl über das beabsichtigte Ziel hinausgehen, da hier keineswegs die Perlen hervorragender Architekturwerke mit malerischen Motiven den erweiterten und gesteigerten Verkehrsansprüchen weichen sollen. Es würde ein bedeutend schöneres und freieres Straßenbild demnächst an der besagten Stelle entstehen und geschaffen werden können, wenn an dem früheren Fluchtlinienplan unbedingt festgehalten würde. Außerdem wäre es empfehlenswert, daß bei Abzweigung einer Straßenbahnlinie durch die Ulrichgasse, Vorgebirgstraße, Markusstraße, Brühlerstraße usw., die jetzt fehlende direkte Verbindung zum Südfriedhof hergestellt und die dortigen Vororte zur Bebauung und Entwickelung aufgeschlossen werden könnten. Eine Einschnurung der Severinstraße, gerade an ihrer verkehrreichsten Stelle, durch Bestehenlassen der vorspringenden Häuser Nr. 187 und 189 würde weder eine Besserung der Ein= und Ausfahrt Perlengraben=Ulrich= gasse noch die Ausnutzung der festgelegten Straßenerbreiterung auf 14 Meter der südlichen Severinstraße in Zukunft ermöglichen lassen. Orinz Teopold von Preußen traf gestern von Aachen kommend mit dem Pariser Schnellzuge um.55 Uhr nachm. auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein und fuhr mit dem Schnellzuge um.56 Uhr nachm. nach Koblenz weiter. — Reichshallentheater. Am Sonntagnachmittag findet zu kleinen Preisen eine große Familien= und Kinder=Vorstellung statt, in welcher das ungekürzte Abendprogramm mit Hrn. Dr. phil. Rückle, dem Gedächtnis= und Rechenkünstler, zur Aufführung gelangt. X Postpersonalnachrichten. Die Postassistentenprüfung haben bestanden die Postgehülfen Nolte in Kalk, Busert, Otto Schmidt, Steinmann, Zender. Versetzt sind die Postassistenten Belzig von Kalk nach Köln, Rinael von Köln nach Beuel, Schönherr nach Osberghausen, Thiebes und Wachs nach Bonn; der Telegraphenassistent Hermann von Bonn nach Köln, der Oberpostassistent Kobabe von Hagen nach Köln. Aus Köln-Nippes. 5 Personalnachricht. Hr. Kaplan Kummer wurde nach St. Ursula in Köln versetzt. Er war seit 14. März 1906 hierselbst tätig. Aus Köln-Klettenberg. Eine Gasexplosion entstand vorgestern abend gegen 11 Uhr in einem Hause in der Petersbergstraße. Die kürzlich ausgezogenen Mieter der Wohnung hatten es unterlassen, den Gashahn abzudrehen. Als nun vorgestern abend die neuen Mieter mit der brennenden Lampe in das Zimmer traten, explodierte das in dem Raume angesammelte Gas mit einem donnerähnlichen Knalle. Der Mann, der die Lampe trug, sowie noch zwei andere Personen, ein Herr und eine Dame, erhielten schwere Brandwunden im Gesichte und auf dem Kopfe. Die Explosion war so stark, daß eine Menge Fensterscheiben zersprangen und große Stücke der Fensterrahmen bis auf die andere Straßenseite geschleudert wurden, Aus Köln-Deutz. 0 Das Deutzer Schützenfest, dessen Träger die St. SebastianusSchützen=gesellschaft ist, hat auch in diesem Jahre seine alte Zugkraft auf die fahrenden Unternehmer und Künstler ausgeübt. Schon ist der große Tummelplatz an der Kalkerstraße von luftigen Bauten dicht bestanden, in zwei Zeilen ziehen sie sich von der Chaussee auf das Schützenzelt hin: Karussells mit Dampfbetrieb und ohne solchen sind vertreten, Hippodrom und Zirkusse, die jenseits des Franzosenweges aufgebaut=haben, Russische Schaukel und Venetianische Gondeln, Kuchen= und Schießbuden und zwischendurch große und kleine Restaurationszelte, Konditoreien usw. Das Schützenzelt ist in diesem Jahre noch bedeutend vergrößert worden und hat eine prächtige Innendekoration. Zwei hohe Portaltürme sind am Eingang zum Zelt aufgebaut. Die Restauration hat wie früher der bewährte Wirt Peter Gierhards von hier. Eröffnet wird das Fest am Samstagabend mit Zapfenstreich. Am Sonntagmorgen ist Reveille, am Nachmittag 3 Uhr zieht der Festzug vom Rathaus aus. Nachdem beginnt an der Lünnette auf dem eigenen Schießstand der St. Sebastianus=Schützengesellschaft das Preisschießen, wobei die ersten drei Schüsse im Namen des Kaisers und Königs abgegeben werden. Am Montagmorgen ist ein Traueramt für die verstorbenen Mitglieder. Das Schießen wird Montag= und Dienstagnachmittag fortgesetzt. Am Mittwoch ist der feierliche Einzug des Schützenkönigpaares und am Donnerstag der Krönungsball. Eine Sebanfeier wird am Mittwochnachmittag für die Kinder abgehalten. Durch den Durchbruch der Freiheitstraße ist der Weg zum Schützenplatze um etwa 10 Minuten verkürzt, dabei in einem tadellosen Zustande, was gewiß viele Schaulustige und Freunde eines unverfälschten Volksfestes zu seinem Besuche veranlassen dürfte. Hoffentlich macht der Himmel auch zu dem Feste ein vergnügtes Gesicht. (Siehe auch Anzeige in dieser Nummer.) Cheater und Konzerte. Spielplan der Vereinigten Stadttheater. Overnhaus. Mi. 1. 1. A.(.) 7 U. Fidelio.- Do. 2. 2. B.(.) 7½ U. Madame Butterfly.- Nr. 3. 3. C.(.) 7½ U. Samson und Dalila.- Sa. 4 4. D.(.) 7 U Carmen.- So. 5. 5. A2(.) 6½ U. Neu einstudiert: Die Hugenolten.- Mo. 6. Keine Vorstellung.— Schauspielhaus. Mi. 1. Zur Nachseier von Goethes 160. Geburtstage(28. August, 8 U. Neu einstudiert: Iphigenie auf Tauris.- Do. 2. 7½ U. Zum ersten Male: Die Lehrerin.- Fr. 3. 7½ U. Zapfenstreich. - Sa. 4. 7½ U. Die Ehre.- So. 5. 7½ U. Die Lehrerin.- Mo. 6. (6. Ab.=Vorst. B2.) 7½ U. Neu einstudiert: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. 1 Colosseum. Das Millowitsch=Theater beginnt am 1. September seine diesjährige Saison mit der großen Ausstattungsposse: Das Mitternachtsmädchen von Jean Kreu und Arthur Lippschitz, Musik von Viktor Holländer. Die Direktion teilt über das neue Stück mit:„Das Mitternachtsmädchen ist eine Posse mit recht drastischem Humor, mit tollen Verwickelungen, die auch den Hypochonder zum Lachen zwingen. Das Stück spielt zum größten Teile auf Korfu und gibt dieser Umstand den Anlaß zu drolligen und farbenprächtigen Bildern an Kostümen und Drkorationen. Das Renommee des Millowitsch=Theaters garantiert uns dafür, daß sich hinter dem Titel des Stückes keine Schlüpfrigheiten verstecken, so daß jede Familie ohne Bedenken die Vorstellungen besuchen kann.“ Aus Kölns Nachbarschaft. 5 Bonn, 27.Aug.1909. Die hiesigen Wirte haben sich gestern mit der Bierpreiserhöhung befaßt, sind indessen zu keinem Ergebnisse gekommen, da die Brauereien kein Entgegenkommen zeigen und auf dem Zuschlag von 5 M. pro Hektoliter beharren. * ur Fremdel Gottesdienstordnung der katholischen Kirchen in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dom. H. Messen: 5 m. Predigt, 6, 6¾, 7½, 8 Pfarrm. m. Predigt, 9, 9½ Hochamt, 11 D. Singm. m. Predigt.— 3 Vesper, 4 Christenl. u. And. m. Segen, ½7 sakrament. And. m. Predigt. St. Andreas. H. Messen: 5½, 7, 7½, 9 Hochamt, 11 D. Singm. m. Predigt.— 2½ Christenl. u. And. m. sakrament. Segen(an Feiertagen 2½ Vesper, 6 Komplet), 6½ And. m. Predigt. St. Mariä-Himmelfahrt. H. Messen: 6 m. Predigt, 7, 8 m. Predigt (fällt in den Ferien aus), 9, 10 Hochamt, 11½ m. Predigt.— 2½ sakram And. m. Katechese, 5 And. m. Predigt. St. Ursula. H. Messen: 5½, 6¼, 7, 8 m. Predigt, 9 Schulm. m. Predigt, 10 Hochamt, 11½ D. Singm. m. Predigt.— 2½ Christenl. m. And. u. Segen, 5 And. m. Predigt. An Festen Komplet mit Predigt. Minoriten. II. Messen: 7, 8½ m. Predigt(Kathol. Gesellenverein), 10 m. Predigt für kathol. Militär, 11½ m. Predigt.— Jeden Sonntag 2½ And. d. Kongreg. f. j. Kaufl. m. Predigt u. Segen am Schluss. Am 3. Sonntag d. Monats 7 Bruderschaftsm. u. 4 And. m. Segen. d. Bruderschaft v. h. Franziskus u. Antonius v. Padua, 5 Vortrag für Dienstmädchen mit Segen am Schlusse. Am ersten Donnerstag im Monat 7 Uhr Messe für die Lebenden u. Verstorbenen d. Bruderschaft u. I. Frau vom h. Herzen mit Segen m Schlusse. St. Kolumbaa H. Messen: 6, 7 Hochamt, 8 m. Predigt(fällt während der Schulferienus), 9½ Hochamt, 11 D. Singm. m. Predigt.— 2½ Christenl. m. And..nSegen, 5 Komplet(jeden 2. Sonntag im Monat Brudersch.-And. m Umgag), 6 Predigt, Segen u. Rosenkranz. St. Gereon. H. Messen: 5½ mit Predigt, 6¼, 7, 8, 9 Hochamt, 10¼ Schulm., 11¼ D. Singm. m. Predigt.— 2½ Christenl. m. And. u. Segen, 5 abwechs. Komplet od. And. d. Aloisian. Bündnisses, 6 Rosenkranz od. Bruderschafts-And. m. Predigt. St. Martin. H. Messen: 6, 6½ m. Segen, 8 D. Singm. m Predigt, 9¼ Hochamt, 11 D. Singm. m. Predigt.— 3 And. m. Christenl. u. Segen, 6 And. m. Predigt. Allerheiligen-Kapelle. Am nördlichen Ausgang des Hauptbahnhofes Maximinenstr. 48. 8 Uhr vormittags D. Singmesse m. kurzer Predigt. 3 Uhr nachmittags Segensandacht oder Vesper.— English Confessions. Kölner Kirchen=Kalender. Ratholischer Gottesdienst. Die frühesten heiligen Messen werden morgens um 5 Uhr im Dom und in der St. Josephskapelle(Streitzeuggasse)— die spätesten um 11½ Uhr in den Pfarrkirchen Herz=Jesu=Kirche, St. Ursula, St. MariaHimmelfahrt(Marzellenstraße), St. Aposteln und in Minoriten(am Museum) gelesen. Samstag, 28. August. Augustin.— In St. Alban Fest des hl. Kirchenvaters Augustinus, des Patrons der ehemals hier bestehenden Niederlassung der Väter vom h. Augustinus. Eine Reliquie des Heiligen ist zur Verehrung ausgestellt, um.30 ist feierl. Hochamt, nachm. 5 Komplet nebst Tedeum.— In der Klosterkirche zum guten Hirten (Köln=Melaten) 13stündiges Gebet.— In der Ursulinen kirche.15 Segensmesse, 5 Segensandacht.— In der Klosterkirche Severinstraße 6 h. Messe,.30 Hochamt, 5 Andacht mit Predigt.— In St. Maria in der Kupfergasse 9 Hochamt, 6 Komplet.— In der Klosterkirche St. Elisabetb in der Antonsgasse um.30 Hochamt, 11 letzte h. Messe, 5 Andacht, Predigt u. Tedeum.— Im Alexianer= kloner in Köln=Lindenthal, Bachemerstr., 9 Hochamt, 3 Vesper, 5 Komplet.— In der Klosterkirche der Barmherzigen Brüder, Brüsselerstr. 26 abds..30 Segensandacht. Sonntag, 29. Aug. 13. Sonntag nach Pfingsten.(Evangelium: Von den zehn Aussätzigen.) Jodannes Entdauorunn— In St. Maria im Kavitol 7. Sonntag zur Verehrung der Mutter des guten Rates;.30 Hochamt mit Segen, 6 Andacht mit Predigt.- In der Friedhofkapelle zu Melaten Beginn der Festoktav zur Verehrung des h. Johannes des Täufers, 7 Segensmesse, 5 Andacht.— In St. Aposteln morg..30 Kommunionmesse für den Mütterverein Montag, 30. Aug. Rosa, Felix.— In der Heilig=KreuzKirche(Lindenstraße) Fest der h. Rosa von Lima, 9 Hochamt,.15 Segensandacht.— In St. Martin jeden Montag, abds. 9 Südne=Andacht zum göttlichen Herzen Jesu. Dienstag, 31. mnanst. Reymund.— In der Herz JesuKirche jeden Dienstagabend um 9 Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Mittwoch, 1. Svrember. Aegidins.— In St. Johann=Baptist jeden Mittwoch, abends 9 Uhr Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Donnerstag, 2. September. Stephan, Justus.— 9„„ abds..30 sakr. Andacht mit Predigt.— In St. Apostel, Andacht für den christlichen Mütterverein mit kurzer Predigt.„“003. 6 Dantaleon in der Schnurgasse nachm. 5 Versamml, des####t christl. Mütter.— In der Lazaristen=Kapelle(Stolkgasse):" Donnerstag, abds. 9 Sühne=Andacht zum göttlichen Herzen Jesu Freitag, 3. September. Manjueru— Im Dom abdee Kreuzweg=Andacht.— In der Herz Jesu=Kirche 1. Freitag d w. .30 Hochamt mit Segen,.30 Andacht mit Predigt.— Inst, ain nachm. 7 Andacht zur Verehrung des hh Herzens Jesu.— In'g! Pantaleon in der Schnurgasse abds. 7 Andacht zu Ehrend göttl. Herzens Jesu.— In St. Aposteln 8. Freitag zu Ehren der vierzehn Nothelfer..30—9 stille h. Messen, 9 Hochamt mit Segen. 19.20 letzte h. Messe, nachm. 5 Fest=Predigt und Nothelfer=Andacht. Abds. 8 i# Versamml. des Männervereins vom hh. Sakrament, 9 Konferenzportra für Männer und Jünglinge.— In der Kapelle von der undfleckten Empfängnis Geteonskloster morg. 7 Herz Jesu=Messe mit Abbitte und Segen.„ Samstag, 4. Septemder. Rosalia. Evangelischer Gottesdienst. Antoniterkirche morg..30(Güttges), nachm. 5(Hafner, Nippes). Christuz, kirchemorg. 8(Wagner), morg. 10(Kliche). Lutherkirche morg. 8(Gelder blom, Lindenthal), morg..30(Wendland). Trinitatiskirche morg; (Hötzel), morg. 10(Lic. Radecke). Krankenhaus morg..30(Viétor). Tauser und Trauungen nachm. 3: Antoniterkirche(Wendland), Christuskirch(Jatho), Lutherkirche(Viétor), Trinitatiskirche(Kliche). Kindergottes, dienste: Antoniterkirche 11.30(fällt aus), Christuskirche 11.30(fällt aus) Lutherkirche 11(fällt aus), Trinitatiskirche 11.30(fällt aus), Vereinshaus 11(Hötzel), Johannisstraße 36 11.30(Lic. Radecke), Herwarthstr.; 11.30(Wendland). Garnisonkirche morg. 10(Benze), Vorbereitung und Abendmahl, morg. 11.15 Kindergottesdienst(fällt aus). Deut Johanniskirche, morg. 8(Schmidt), morg. 10(Kemper), morg..30 Krankenhaus: Andacht, morg. 11.15 Kindergottesdienst, morg. 11.30 Kindergottesdienst im Speisesaal der Fabrik v. d. Zypen& Charlier Mülheimerstr. Kalk, Presdyterkirche morg 8(van den Bruck), morg. .15(Krankenhaus) Andacht(derselbe), morg. 10(Lambeck), Humboldt, kolonic(Betsaal) morg. 10(Rosenkaimer), morg. 11.15 Kindergottesdienst (fällt aus). Porz, Kapelle, morg..15(Mühlendyck), 10.45 Kindergottesdienst(derselbe). Nippes, Lutherkirche morg. 8(Hafner), morg. 10(Wagner), morg. 11.15 Kindergottesdienst(Hafner). Riehl(Altes Schulhaus) morg. 10.15(Hafner). Ehrenfeld morg.§(fällt aus), morg. 10(Sarres). Im Anschluß: Vorbereitung und Abendmahl, morg. 11.15 Kindergottesdienst, Trauungen.30, Taufen 3. Bayenthal morg. 10(Rathschlag), morg. 11.15 Kindergottesdienst(derselbe). Lindenthal morg. 8(fällt aus), morg. 10(Gelderdlom), morg. 11.15 Kindergottesdienst(derselbe). Evangelisch-lutherische(nicht unierte) Kirche. Vorm..30 Predigt(Michaelis), Dienstag, 31. Aug., abds..30 Vers. des Männer= und Jünglingsvereins, Waisenhausgasse 75, Part. Anglikanische Kirche. The English and Ameriean Church(Hotel du Nord). Sunday Bervices: Holy Comm. at.30. Mat. at II. a. m. Evensong at 6 p. m. Israelitischer Gottesdienst in beiden Synagogen. An Wochentagen: Sonntag, 29. bis Freitag, 3. Sept., morg..30 abds..45; Sabbath, 4. Sept.: Vorabend.45, morg. 8, Minchah(in beiden Synagogen) 3, abds..53. Standesamt der Stadt Köln.(.. Aug. 1909.) Geburten. Gertrud, T. v. Friedr. Blumacher, Tapez., Alteburgerstraße 30.- Joh., S. v. Joh. Müllenvorn, Feuerwehrm., Drachenfelsstr.5, = Margar., T. v. Herm. Adolffs, Straßenbahnschaffn., Bonnerstr. 304B. Alexander, S. v. Alexander Weder, Straßenbahnschaffn., Karthäuserhof 40. Ferd., S. v. Georg Schmitt, Schreinerges., Übierring 18.- Kurt, S. v, Wilh. Steinbach, Schneiderges., Thieboldsg. 103.- Kathar., T. v. Willh Paul, Schreinerges., Heinrichstr. 35.— Rosa, T. v. Friedr. Aßmuth, städt. Hülfsaufs., Bonnerstr. 240.- Heinr., S. v. Nik Kreuter, Fabrikard, Mainzerstr. 80.- Franz, S. v. Jak. Esser, Schreinerges., Wahnerstr. 15. Erika, T. v. Albert Uthre, Zollinsp., Dasselstr. 54.-Elisab., T. v. Aug. Marcon, Fensterp., Martinsfeld.- Kathar., T. v. Peter Hohl, Schlossergeselle, Friedrichstr. 33.- Maximilian, S. v. Jos. Kuffner, Geschäftskusch, Wahlg. 5.- Gertrud, T. v. Hilar. Zimmermann, Handelsm., Thieboldsgosse 98.- Joh. u. Karl, Zwill. v. Reinhald Rudolph, Schlosser, Kleine Witschgasse 16. Sterbefälle. Ww. Anna Hahn, geb. Seidenberg, 62., Im Glockenring 2A.- Anton Wilden, 1., Gemünd.= Wilh. Joest, Schneider, 42 Jahre, Zülpicherstr. 5.- Georg Benedom, 1 J. 11 Mon., Katharinengr. 30. " Anna Wollersheim, 10 Mon., Gr. Spitzeng. 59.- Arnold Linden, Zimmerm., 57., Kurfürstenstr. 17.- Jos. Greven, 5 Mon., Fleischmengergasse 12.- Gudula Brünagel, Dienstmagd, 52., Christophstr. 40. Kathar. 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Nach den uns gewordenen Informationen hat der Beamte des Bauhülfsarbeiterverbandes, Genosse Fröhlich, den Artikel verbrochen. Damit erklärt sich für diejenigen, die Fröhlich kennen, alles. Schon des öfteren hat der Zentralvorstand des sozialdemokratischen Bauhülfsarbeiterverbandes Genosse Fröhlich wegen seiner Schimpfereien sowie seiner mehr als kuriosensAnsichtenz in demsbetreffenden Verbandsorgan recht derbe bei den Ohren genommen. Zur Sache selbst möchten wir folgendes sagen: Wir sind der Meinung, daß es ein gutes Recht unseres Kollegen war, seine Erfahrungen betr. Kirchenbauten und christliche Arbeiterschaft zu veröffentlichen selbst dann, wenn dieses auch dem Genossen Fröhlich nicht paßt. Wir sind ferner der Meinung, daß die christliche Arbeiterschaft ebensoviel Anrecht auf Beschäftigung an den Kirchenbauten hat, wie die sozialdemokratischen. Wiederholt sind die Kollegen nach dem Verbandsbureau gekommen und haben sich bitter darüber beklagt, daß die Bevorzugung der sozialdemokratischen Arbeiter an den Kirchenbauten in der auffälligsten Weise geschehe. Blanker Unsinn ist es, wenn der Artikelschreiber es so darzustellen versucht, als ob die sozialdemokratisch organisierten Arbeiter fachlich tüchtiger seien, als die christlichen. Ja wenn es aufs Schwadronieren ankäme! Aber was fachliche Tätigkeit und Arbeitsleistung anbelangt, brauchen die Mitglieder der christlichen Gewerkschaften keineswegs hinter den Genossen zurückzustehen. Der Artikelschreiber schlägt sich selbst ins Gesicht, wenn er es als „niederträchtig" bezeichnet, anders Denkende aus der Arbeit zu drängen. Das hat aber weder unser Kollege mit seinem Artikel gewollt, noch werden die„Genossen" dieses andern Mitgliedern unseres Verbandes nachsagen können. Die„Genossen" stehen in der Hinsicht aber keineswegs rein da. Ueberall, wo sie nur die Macht dazu haben, versuchen sie entweder die christlich=organisierten Arbeiter zu zwingen, sich umschreiben zu lassen, oder wenn dieses nicht gelingt, sie aus der Arbeit fortzuekeln. Diese„Niederträchtigkeit“ ist aber nur bei der Sozialdemotratie zu finden. Wir könnten hier Dutzende von Fällen anführen, wo die„Genossen" an unseren Kollegen so handelten. Was den Terrorismusfall am Neubau des Handelshauses an der Gereonstraße anbelangt, so können wir nur bestätigen, daß der Kollege mit seinen diesbezüglichen Ausführungen nur zu recht hatte. Zu jeder Zeit sind wir bereit, durch den Kollegen, dem dieses passierte, es zu beweisen. Ebenso unsinnig ist es auch, wenn die Sozii unseren Vertrauensleuten Tax und Becker nachsagen, sie „katzenbuckelten“ bei den Polierern und Unternehmern, damit diese christliche Arbeiter einstellen sollen. Wir erachten es als eine Pflicht der Vertrauensleute, soviel in ihren Kräften steht, Sorge dafür zu tragen, daß arbeitslos gewordene Mitglieder schnellstens wieder in Arbeit kommen. Die Tatsachen auf den Kopf stellt der Artikelschreiber jedoch, wenn er sagt, daß Dax und Becker nur den fremden zureisenden Mitgliedern Arbeit verschafften. Bei den„Genossen" wird allerdings so gehandelt. Selbst Mitglieder der sozialdemokratischen Verbände haben es uns wiederholt gesagt, daß im Volkshaus nur zugereisten fremden Genossen Arbeit zugewiesen würde. Die Einheimischen würden immer mit den Worten abgeschuppst: 1Geht und sucht euch Arbeit; ihr seid ja hier bekannte. Unwahr ist es daher auch, als ob die Leitung unseres Verbandes Schuld daran truge, daß einheimische Arbeiter länger und des öftern arbeitslos wären als sonst. Die größere Arbeitslosigkeit können die hiesigen Bauarbeiter zu einem großen Teil den Funktionären der„roten“ Bauarbeiterverbände verdanken.„Norddeutsche werden bevorzugt, schrieb Muth, Gauleiter des sozialdemokratischen Maurerverbandes in Köln, noch vor zwei Jahren im Grundstein, als Maurer für die verschiedenen Orte des rheinischen Bezirkes gesucht wurden. Ja, systematisch fördert man den Zuzug aus roten Domänen, um neben den gewerkschaftlichen auch den politischen Einfluß zugunsten der sozialdemokratischen Partei zu vergrößern. War es doch selbst der Artitelschreiber Fröhlich, der bei der Eröffnung ihres diesjährigen Verbandstages im Volkshaus sagte: „Wir haben hier im deutschen Rom dafür zu sorgen, daß neben dem gewerkschaftlichen auch unser politischer Einfluß wächst." Nachdem er dann die Mitgliederzahl der Gewerkschaften, sowie die bei der letzten Reichstagswahl abgegebenen sozialdemokratischen Stimmenzahlen angegeben, sagte er des ferneren:„Wir müssen sorgen, daß hier die Schwarzen verschwinden und daß bei der nächsten Reichstagswahl die rote Fahne siegreich über Köln wenr.— Und der Genosse Muth, Gauleiter des sozialdemokratischen Maurerverbandes, sagte 1906 in Köln:„Es ist die höchste Zeit, daß wir uns in Köln auf den granitenen Boden der Macht stellen und die Christlichen aus Köln jagen, wie einst der Nazarener die Juden aus dem Tempel getrieben hat.“ Unwahr ist ferner, was Fröhlich über die Ausdehnung des Bereiches unserer Verwaltungsstelle, sowie über die Mitgliederzahl sagt. Er weiß ganz genau, daß der Geltungsbereich der Verwaltungsstelle nicht größer ist, als das Gebiet der Zweigvereine der roten Bauarbeiterverbände. Und in dem Jahresbericht von 1908 ist die Mitgliederzahl vom Schluß des Jahres angegeben, also in einer Zeit, wo im Baugewerbe alles brach liegt, und da war sie noch bedeutend höher, als Fröhlich sie angibt. Da Fröhlich selbst einen Jahresbericht besitzt, muß diese willkürliche Angabe der Mitgliederzahl als eine anrüchige Handlungsweise bezeichnet werden. Ebenso ist es unwahr, daß an der Baustelle von Stöcker an der Riehlerstraße Mißstände bestehen. Selbst mehrere„freivorganisierte Kollegen erklärten uns gestern noch, daß es für sie unerklärlich sei, wie die Rheinische Zeitung dazu komme, derartiges zu schreiben. Auch ist es eine Unwahrheit, daß an der Baustelle der Polier Akkord hat. An dieser Baustelle sind die christlich Organisierten in der Mehrzahl und hier herrscht unter den dort Beschäftigten beider Organisationsrichtungen das beste Einvernehmen, wie das überall, wo unsere Kollegen in der Mehrzahl sind, der Fall ist. Für Fröhlich und Konsorten bestehen„Mißstände“ an einer Baustelle, wenn dortselbst überhaupt Christliche beschäftigt werden. Weß Geistes der Genosse Fröhlich und die„freien" Gewerkschaften sind, beweist die Drohung, daß, falls in Zukunft mehr christlich organisierte Arbeiter an Kirchenbauten beschäftigt würden, den Mitgliedern des freien Verbandes geraten würde, aus der Kirche auszutreten. Das ist bisher schon gründlich geschehen. Die meisten Beamten der„freien" Verbände dürften den Mitgliedern ja mit gutem Beispiel vorangegangen sein, indem sie ihren Austritt aus der Kirche erklärten. Dazu wird stets auf das eifrigste für die Freidenkerbewegung Propaganda gemacht. So auch noch in den letzten Tagen wurden die Einladungen zu den Freidenkervorträgen Christliche Ehe und freie Liebe, sowie der Kampf gegen die Dunkelmänner von den Bureaus der„freien" Verbände aus verteilt. Dabei wird alles, was sich christlich nennt, mit sanatischem Hasse verfolgt. Ein Haupttrumpf glaubt Fröhlich noch mit seinem Mätzchen ausspielen zu können, indem er unserem Zentralvorsitzenden Wiedeberg nachsagt, er habe für die Erhöhung der indirekten Steuern gestimmt. Das ist wiederum eine Unwahrheit. Nicht weniger unehrlich ist Fröhlich, wenn er dabei verschweigt, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten gegen die Champagnersteuer und die Belastung der Börse gestimmt haben. Wir stellen also fest, daß es Fröhlich nicht gelungen ist, auch nur irgendetwas Unwahres in dem Artikel unseres Kollegen zu beweisen. Des weiteren geben wir dem Genossen Fröhlich die Versicherung, daß auch in Zukunft aule denkfähigen christlichen Arbeiter ihr Heil und ihre Interessenvertretung niemals bei der Sozialdemokratie und deren Gewerkschaften suchen werden. TS Justizpersonalien. Der Referendar Dr. Krichel im Bezirk des hiesigen Oberlandesgerichts ist zum Gerichtsassessor ernannt, und dem Landgerichtssekretär Lindecken der Charakter als Rechnungsrat verliehen worden. Flora. Auf vielfache Wünsche veranstaltet die Flora am morgigen Sonntag eine Wiederholung der Venezianischen Nacht. Natürlich ist gutes Wetter Voraussetzung. Um möglichst weiten Kreisen den Besuch der Beleuchtung zu ermöglichen, wird der Eintrittspreis von 6 Uhr abends ab auf 50 Pfennige ermäßigt. Das Flora=Orchester unter Meister Trenklers Leitung konzertiert bis 10½ Uhr abends. # Die Schiffbrücke wird anläßlich des Deutzer Schützenfestes für Reiter, Tiere und Fuhrwerke aller Art an nachstehenden Tagen gesperrt: Sonntag, den 29. und Montag, den 30. August, in der Zeit von 3 bis 10 Uhr nachmittags, Mittwoch, den 1. September, in der Zeit von 8½ bis 11½ Uhr abends. C In einer fatalen Tage befanden sich fünf Schutzleute. Es war gegen 1 Uhr nachts, als aus einem Privathause an der Großen Sandkaul zwei junge Leute an die Luft befördert wurden, wobei sie in brutaler Weise mißhandelt wurden. Die Beiden waren bereits auf der Straße, als man noch mit Bierflaschen auf sie einhieb so daß das Blut in Strömen floß. Aus einer nahegelegenen Wirtschaft hatten sich bald die Gaste eingefunden, die ihrer Entrüstung Ausbruck verliehen, doch die beiden Männer, die die Mißhandlung ausübten, zogen sich in das Haus zurück und verschlossen die Türe. Das erregte Publikum rüttelte und klopfte an der Haustüre, woran man sich im Innern aber nicht störte. Mehrere Personen erboten sich, einen Schutzmann zu holen, der die Namen der rohen Patrone feststellen sollte. Nach und nach trafen fünf Schutzleute ein, aber sie fragten sich, ob sie das Recht hätten, in das Haus einzudringen, um die Namen der Mißhandler festzustellen. Das Publikum war allseitig der Meinung, daß hier sogar eine Pflicht der Beamten bestehe, während letztere glaubten, einen Hausfriedensbruch zu begehen, wenn sie gewaltsam das Haus betraten. Ein Kutscher, der seine Droschke mit sich führte, war bereit, zum Polizeipräsidium zu fahren, um dort Rat zu erbitten. Nach geraumer Zeit kehrte der Kutscher zurück und wurde mit Hochrufen empfangen. Er hatte den Bescheid erhalten, die Schutzleute müßten selbst wissen, was sie zu tun hätten. Nun wußte man gerade so viel wie vorher, und als man den Kutscher fragte, wer das gesagt habe, antwortete er:„Ein Kriminalbeamter." Man bedeutete ihm, daß er den wachthabenden Polizeikommissar hatte fragen müssen und nun nahm ein Schutzmann in der Droschke Platz und fuhr zum Polizeipräsidium. Trotzoem es schon so spät war, hielt alles aus, um die Antwort zu erfahren und lauter Jubel, wie am Zeppelintage erscholl, als die Droschke gesichtet wurde. Der Beamte brachte die Nachricht der vorgesetzten Behörde, daß der Fall nicht so schwer liege, daß die Schutzleute nicht in das Haus einzudringen brauchten, anders wäre es, wenn es sich um einen Mord usw. handele.„Mer litt dä Fall schwer genog," rief einer mit einer blutigen Wunde am Kopf. Aber auch der Kölner Humor kam zum Ausdruck, als einer aus dem Hintergrund den Kutscher fragte:„Pitter, häß do der och die Nakstax bezahle loße?“ Noch gut abgelaufen. Auf der Aachenerstraße lief gestern vormittag ein Herr plötzlich vor einen Straßenbahnwagen. Durch das scharse Bremsen des Wagenführers flog ein auf dem Vorderperron stehender Fahrgast mit dem Rücken in eine Fensterscheibe, die vollständig zertrümmerte. Der Wagen mußte am Bahnhof ausgewechselt werden. &X Fahrraddiebstahl. Am Donnerstagvormittag wurde in der Neußerstraße ein einen Augenblick vor ein Geschäftshaus gestelltes, fast neues Fahrrad, Marke Göricke, entwendet. Die Verfolgung des Diebes wurde sofort ausgenommen, jedoch entkam er am Rhein, indem er die südliche Richtung einschlug. 9. Gerettet. Gestern nachmittag fiel auf dem Holzmarkt ein Knabe beim Spielen von der Werfttreppe in den Rhein. Als der Knabe wieder auftauchte, gelang es einem seiner Spielkameraden, ihn von der Treppe aus aus dem Wasser zu ziehen. Einbruchsdiebstahl. In einem Hause an der Maybachstraße wurde eingebrochen und eine goldene Damenuhr, sowie goldene Ringe im Werte von 500 M. gestohlen.— 180 M. fielen Spitzbuben in die Hände, die in ein Haus in der Luxemburgerstraße eingestiegen waren. Aus Köln-Ehrenfeld. Der Köln-Ehrenfelder Schutzenverein gegr. 1874 e. V. hat zu seinem 35jährigen Feste in den Tagen am 28., 29., 30., 31. August und 1. September ganz besondere Vorbereitungen getrossen. Der Festplatz an der Sömmeringstraße ist derart mit Schaustellern überfüllt, daß eine ganze Anzahl keinen Platz meyr finden konnten. Der fünfzig Morgen große Festplatz gleicht einer kleinen Stadt, worin in der Mitte das große 5000 Personen fassende Kaiserzelt, von der Firma Wolf& Co. erbaut, liegt, in demselben wird das gesamte Trompet er korps Borussia unter Leitung seines Musikdirigenten Hrn. Friedr. Milden während der ganzen Festtage konzertieren. Die Restauration hat Hr. Friedr. Rehm, Weinhandlung, Gr. Buoengasse 4, übernommen, dessen Weine als gut bekannt sind; desgleichen hat er für gute kalte und warme Küche Sorge getragen. Der Verein hat auch in diesem Jahre fünf 25jährige Jubilare zu verzeichnen und außerdem 143 Mitglieder. Das Fest beginnt heute abend mit einem großen Zapfenstreich verbunden mit einer Serenade des Schützenkönigs Herrn Peter Hohmann. Hoffentlich ist der großen Veranstaltung gutes Wetter beschieden. ∆ Unfall. Gestern abend fiel in der Heliosstraße ein Arbeiter von einer Leiter und erlitt erhebliche innere Verletzungen. Man brachte den Mann zur Krankenanstalt Lindenburg. Aus Kalk. X Eisenbahnbauten. Die Arbeiten zur Herstellung der Einfassungsmauern des Bahnsteiges II auf Bahnhof Kalk.sud(um300 Kubikmeter Erdausschachtung, 830 Kubikmeter#."(hund werden jetzt von der Eisenbahnbauabteilung 2 in Köln=Deutz dingungswege ausgeschrieben. Angebote müssen bis zum tember d. J. dorthin eingereicht werden. Die Ausfugrungzt## beträgt vier Wochen. K Das Theater Königsfeld ist gestern mittels Extrazugs bian eingetroffen und gibt bereits Sonntag, den 29. ds. M. seine aöffnungsvorstellung. Die zur Aufführung gelangenden Operetten werden jetzt durch ein aus 30 Personen bestehendes Künstlerver sonal zur Darstellung gebracht. Der aufs modernste eingerichtet, Theaterbau ist auf dem Pinnerschen Grundstück am Markt gutg stellt und faßt 1000 Personen.(Spielplan siehe im Anzeigenteil Aus Kölns Nachbarschaft. 00 Mülheim(Rhein), 28.Aug.1909. Vor Eintritt in die Tagez ordnung der gestern abend abgehaltenen Stadtverordneten. Versammlung, die Erster Beigeordneter Dr. Löhe leitetinterpellierte Stadtverordneter Feinhals die Verwaltung betreßeiner neuen Polizei=Verordnung über die Reinigung der Straßen Die Bestimmung, wonach eine Reihe von Straßen taglich gereinig werden solle, habe eine große Beunruhigung bei den Anliegern hevorgerufen, denn in einer Stadtverordneten=Versammlung Juli d. J. sei beschlossen worden, die bezeichneten Straßen u städtische Reinigung zu übernehmen. Beigeordneter Dr. Hartmann antwortete, daß die Verwaltung prinzipiell auf dem Standpunft stehe, daß die Reinigung durch die Stadt die beste wäre, allein die Kosten betrügen 60—70000., was einem Steuerzuschlag von 10 Prozent gleichkomme. Die Anwohner hätten die Straßen nur an drei Tagen der Woche zu reinigen, während dies an den andern Tagen städtischerseits geschehe. Die Verfügung sei übrigens wegen unrichtiger Fassung einstweilen zurückgenommen worden.— In der letzten Stadtratssitzung wurde ein Antrag des Stadtverordneten Friese, die erhöhten Gehälter der Lehrpersonen der Volksschulen für das Rechnungsjahr 1908 nachzuzahlen, an die Finanzkommission verwiesen. Letztere ist, wie der Vorsitzende mitteilte, zu einem ablehnenden Stanopunkte gekommen. In Städten, mit denen sich Mülheim vergleichen könne, sei für 1908 nicht nachgezahlt worden. Auch ertrage die städtische Finanzlage nicht eine Ausgabe von etwa 60000 M. Die neue Besoldungsordnung sei übrigens genehmigt und mehrere Lehrer hatten sie bereits dankend als wohlwollend anerlannt. Stadtverordneter Gödde bedauerte es, daß man erst jetzt einsehe daß man das erforderliche Geld zur Nachzahlung nicht beutze, Hierauf wurde der Antrag auf Nachzahlung der Ortszulage ab 1. April 1908 abgeleynt. Ueber die Neuregelung der Besoldungs. verhaltnisse der Leyrpersonen an der städtischen Höheren Madchenschule berichtete Erster Beigeordneter Dr. Löhe. Das ProvinzialSchultollegium zu Koblenz habe die hiesige städtische Mädchenschule als Höhere Mäochenschule im Sinne des neuen Gesetzes anerkannt Die neue Besoldungsordnung wurde in allen Punkten genehmigt; die Mehrkosten für 1909 betragen 7031 M. Auch beschloß man, das Gehalt des Schuldieners um 100 M. zu erhöhen. Der Vorsitzende befürwortete die Beschaffung eines weiteren Dampfsoches und zweier Flügelschiffe für die Schiffbrücke, wofür insgesamt 47000 M. erforderlich seien, die nach längerer Aussprache bewilligt wurden. Ferner wurden 4000 M. für Aufstellung von Laternen und 4800 M. für Erweiterung des Kabelnetzes bewilligt. * Holweide, 26. Aug.1909. In der Gemeinderatssitzung am 24. August wurde die Beschlußfassung über die den Hauptlehrern auf Grund des Leyrerbesoldungsgesetzes zu zahlenden Amszulagen noch ausgesetzt. Ebenso wurde der gestellte Antrag des Lehrervereins auf Zahlung von Ortszulagen vertagt.— Im Jahre 1910 soll hier ein Fortbildungskursus für Lehrerinnen im Turnen stattfinden. Der Gemeinderat bewilligte zu den dadurch entsteherden Kosten einen Beitrag von 65 M.— Es wurde beschlossen, die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren bei der Kölnischen Unfallversicherungs=Aktiengesellschaft in Köln gegen alle Unfälle im Feuerweyrdienste, in Gruppe 2, d. i. 3000 M. für den Todesfall, 4000 M. für den Invaliditätsfall und 3 M. täglicher Entschadigung mit 1,82 M. Prämie pro Mitglied und Jahr zu versichern. Der Gemeinderat erklärte sich mit der gegenseitigen Hülfeleistung der freiwilligen Feuerwehren zu Dünnwald, Schlebusch und Küppersteg einverstanden.— Mit Rücksicht auf die immer mehr zunehmenden Arbeiten auf dem Gebiete der Baupolizei und des Gemeindebauwesens beschloß der Gemeinderat, für die Gemeinde Merheim einen besonderen Gemeindebaubeamten anzustellen und setzte das Gehalt auf 3000., steigend alle drei Jahre mit 250 M. bis zum Höchstbetrage von 4500., nebst einer Mietsentschädigung von 450 M. fest.— Der Gemeinderat nahm Kenntnis von den Verhandlungen auf die früher gefaßten Beschlüsse wegen Anordnung von größeren Sicherheitsanlagen an verschiedenen Wegeübergängen über di Kleinbahn Köln—.=Gladbach und Köln—Brück. Hiernach hat der Regierungspräsident im Einvernehmen mit der Eisenbahndirektion entschieden, daß der derzeitige Zustand den von den Aufsichttbehörden gemachten Auflagen entspreche; diese müßten im allge meinen auch heute als dem Sicherheitsinteresse entsprechend erachte werden. Fruchtpreise. 4 Kölner Getreldeborse vom 28. Aug.1909. Weisen, inländische, M. 21,75-—22,25, ausländischer, M. 24,50-—25.50; Roggen, inländischef M. 16,10-16,40, ausländischer, M. 19,50-20,75; Hafer, inländischer M. 16,00, ausländischer M. 17,00-18,75; Futtergerste, M. 13,80-14.25 Bollmehl mit Sack M. 12.50-13.50. Falmkuchen mit bach M. 4960 77•10 Leinmehl mit Sack M. 16,10-16,50, Baumwollsaatmehl mit Sack 16.10 alles die 100 Kil. Ohne besondere Anregung verlief das Ge.cha..*„ heutigen Fruchtbörse ruhig. Das Angebot von Landware, besonders. Roggen, war ziemlich stark; tremde Ware aber, wurde„wenig bescht Futtermittel waren unverändert, das Geschäft in Mehl bei weichene Preisen ruhig.„„— 9 Köln, 28. Aug. 1909. Fruchtmarkt. Heu, Luserner, bis 11,50, Wiesenheu, M.50-10,00, Richtstroh(Flegeldrusch)4 bis 4,50. Krumm- und Pressstrob.50 bis 4,00 die 100 Kilo. Neuse, 28. Aug. 1909. Weizen, neuer 1. Sorte M. 21,80 2."„ 20,80 1.„„ 15,50 2."„ 14,50 1."" 18,00 2.„„ 17,00 1.„„ 16,00 2."„ 15,00 Eior 100 Stück Hafer, neuer Hafer, alter Roggen, neuer 00 Wintergerste I. Sorte A die 109 Kilo Kartoffeln, neue, M. Luzernehen M. 5,00 die## L Krummstroh„ 18,00", 100 Preistruscbargb. 2% O0 di.“ L Niederschlag seit gestern morgen bis heute morgen 8 Udr.„ Höchste Temperatur gestern+ 19,8., niedrigste heute1.## Mutmaßliche Witterung für den 29. ds..: Zun## etwas kühl, besonders morgens, später wärmer und angenehm. Mannheim, 8 vorm.,.62--0,02 m Caub. 9 vorm., 2,05—0,02 m„ Wasserwärme am 28.August, morgens 11 Uhr: 18½°0 Kölner Local-Anzeiger Nr. 236&ap Samstag, 26. August 1909. Seite 11. Knorrbos olksgarten. 8 Sonntag, den 29. Aug. nachm. 3½ Uhr: Grosse. Militär-Konzert. Eintritt 25 Pfg. Dutzendkarten M..50. Es Abende ½2 Uhr: -E TE HUEEE MMiscl-Tiel-Konzert sowie täglich von r# 3½ Uhr ab: Bs Militär-Konzert. Eintritt frei 90 0380093009039380 2 Ab August sind meine Pprechstunden:“ 9 Köln=Nippes,Neußerst. 278 T -9 Uhr vormittags außerd. in mein. Pr=Wohn. 6 Köln, Hansaring 151 C o am Deutschen Ring 93-—4 Uhr nachmittags. ; Dannenberg,## prast. Tierarzt. 9 zeruspr. 9634. Genäß§ 8 des Gesetzes vom 2 Juli 1875 wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, deß der Fluchtlinienplan der Vororte Bezirk Nippes Nr. 4913, welcher einer Aenderung der Fluchtlinien der Werkstattstraße erchält, von mir förmlich sesge stelltworden ist u. zu jedermanns Einsicht im städtischen Vermes#ungsamt, Rathausplatz Nr. 5. ifen liegt. Cöln, den 26. August 1909. Der Overbürgermeister. 7 J..: Dr. Jarres Verdingung. Für den Kantinen=Neubau des Gaswerkes Ehrenfeld ist die Ausführung der Holzfenster und Balkontüren zu vergeben. Veitere Auskunft wird auf dem Baubureau des Gaswerks in Ehrenfeld, Widdersdorferstraße, während der Dienststunden erteilt. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift sichen bis Lonnerstag, den 9. Sept., vormittags 11 Uhr, # Direktion, Rosenstraße 30, mzureichen. Cöln, den 27. August 1909. Direktion der Gas=, Elektrizitäts= und rwerte der Stadt Cöln. J..: Nottebrock.* 7 L2•7 L: 77 L:•7 L 7 Las fesselnde, dabei sitten eine fortlaufende Romanseuilleton des Kölner Localmzeigers, ebenso die tägabgeschlossenen Erhlungen erfreuen sich in ## Kreisen der Leserschaft sotzer Beliebtheit. 40 dies geht treffend daraus #er, daß die Zahl der Feher allmonatlich um Aulende zunimmt. 0 □0 „Probe=Lieferung besorgen i Trägerinnen und Agenmen,„owie die GeschäftsMarzellenstr. 37. 2•7 Kölner Eifel=Verein E E.., Gegr. 1333 ####ventg Sonntag, den 29. August 1909. „Abfahrt 51 ab Hb mit.=K. Honnef. Manderung Honnef, Leiberg, Wiedtal, Hummelsberg, Linz, Essen 6 Uhr, Rückfahrt 8 4, unterwegs Rucksackverpflegung. Mittags=Wanderung: Abfahrt Köln Hpt.=Bhnhof. 2 U. mit Sonntagskarte Rhöndorf. Wanderung über die Löwenburg.=Augusthöhe nach Honnef. Fränkischer Hlof. Morgen nachmittag 5 Uhr Konzert. ResidenzTheater. Deutsches Direktion Alfred Bernau und Karl Haas. Allabendlich: moral Komödie in 3 Akten von Ludwig Thoma. 1 Billettverkauf: Kölner Verkehrsverein, ferner v. 10-1 und von 5 Uhr ab an der Theaterkasse. Telephon 3112. Mit 5 Werten machst du bei kinkäufen den. Geschäftsmann eine Freude; sie lauten: Ihr Angebot standim0 n ansansnes Wohin gehen wir zur Kirmes?s Zum -Lindenthalers Vergnüguings-Park 8 Lamilien-Aufenthalt I. Rang. Luftige Packaulagen. g während der täglich große Kinderbelustigung.g Sonntag, 29. August, von 4 Uhr ab: des Frei-Konzert: ohne Aufschlag auf Speisen und Getränke.# Elektr. Turmbahn, Erwachsene 20, Kinder 10 Pfg. 85 „ Kinema(neueste Aufnahmen), 10 Pfg. a Person. Wasser=Rutschbahn, 10 Pfg. a Person. Schaukeln(70 Personen fassend) freie Benutzung. 5 Schwebebahn freie Benutzung. 2 □ Schöne Wiesen, 5 Morgen groß. 8 m Kinderspielplätze, 3 Morgen groß. 8 * Groß. Restaurationsbetrieb Ia. Kaffee Portion 60 Pfg., gr. Tasse 20 Pfg. Bla. Biere wie Münchener, Export u. echt Kölsch. # Reelle Bedienung. gb. Billige Preise.# B Sonntag, den 5. September: Grosse-internationale Radrennen. Hauptrennen: Das goldene Rad vom Rhein. 3 Rennen über ½ Stunde um 7000 Mark bar, nach Punktwertung hinter Motorschrittmachern bestritten von besten Stehern der Welt. Dazu: Grosse Fliegerrennen. Beginn 4 Uhr. Besitzer von Ehren- und Dauerkarten verden höfl. gebeten, solche von der neuen Festleitung auf dem Kölner Sportplatz unmntgeltlich umstempeln zu lassen.*5 Schauspiel-Schule der Vornehmstes Variété-Theater. Nur noch 4 Tage: Dr. phil. G. Rückle # Bedeutendster Gedächtnis- und# Rechenkünstier der Gegenwart i sowie die übrigen 10 Attraktionen. — Morgen, Sonntag, den 29. August: S 2 grosse Vorstellungen 2 Nachmittags 4 Uhr(kleine Preise) Dr. phil. G. Rückle sowie die übrigen 10 Attraktionen. Abends 8 Uhr(Sonntagskreise). Oberleitung: Direktor Max Martersteig. Lehrkräfte: Direktor Martersteig. Dramaturg Dr. Simchowitz, Regisseur Dr. Krüger, Gustav Turrian, Frau Teller-Habelmann. Die Schule, die mit dem Cölner Stadttheater auf’s engste verbunden ist, bildet bis zur völligen Bühnenreife aus. Anmeldungen täglich auf dem Bureau des Opernhauses. Beginn des Schuljahres: Anfang September 1909. Schluss des Schuljahres: 31. Mai 1910. 49• Prospekte werden kostenfrei versandt durch das Sonntag, den 29. August er., von nachmittags 4 Uhr ab: Kavallerie-Konzert. ar Eintritt frei. Diners, Soupers, reichhaltige Tagesplatten. Anerkannt vorzüglicher Kaffee mit feinstem, in eigener Konditorei hergestelltem Backwerk. a8 Vierhaus„En der Ihslere Böbt 36 Kämmergasse 36. Vorzüglicher Mittag= und Abendtisch. Kegelbahnen. Vereinssäle. Billard. Großer Garten. Um geneigten Zuspruch bittet J..: Jakob Pilartz. Verband Kaufm. Sehülinnen und Beamtinnen zu Köln, Georgstrasse 7. Fernsprecher Nr. 3816. Zweck des Verbandes: Erhaltung des religiösen Sinnes, moralischer Schutz, geistice und berufliche Fortbildung. wirtschaftliche Hebung, Pflege edler Geseiligkeit. Mitgliederbeitrag.50 M. pro Kalenderjahr. Die Stellenvermittelung ist in der Lage, passende Stellungen in allen Geschäftszwrigen nachzuweisen, persönliche Meldung empfehlenswert. Geschäftsetunden: ½10—½2 Uhr.—5 Uhr. Stellenvermittelung für Prinzipale und Vorbandsmitglieder kostenfrei, für Nichtmitglieder gegen geringe Vergütung. Die Krankenkasse des Verbandes kathol. khufm. Gchülfinnen gewährt den Mitgliedern weitgehende Vorteile und befreit dieselben von dem Zwange der Ortskrankenkasse beizutreten. Eintritt kann jederseit erfülgen. 0 COLOSSEUN Samstag, 28. August 1909. Gastspiel des Berliner Thalia-Ensemble. asaauasss Sekretariat d. verein. Stadttheater, Cöln. Theater Königsfeld Marktplatz. Nur 11 Tage. Sonntag, den 29. d..: 2 gr. Eröffnungs-Vorstellungen Nachmittags Grosse Familien-Vorstellung. Der Mädchenräuber, Räuberkomödie in 6 Bildern. Abends 8½ Uhr: Neuester Schlager der Saison: „Der fidele Bauer“ Neueste Operettenparodie in 3 Akten, Nontag, den Der Zigeunerbaron Operettenparodie in 3 Akten Es ladet ergebenst ein H. Königsfeld, Direktor. 5 3 Sonntag, 29. August 1309. Nachmittags 4 Uhr: ## A b e n d s 8 ¼ U h r: 11½ Uhr, Matinée: Charlen's Tante.: 29. August 1309. Charley’s Tante.s 2 Uhr, Matinée: : Die Zerstreuten.: San Stadtwald J Haupt-Restaurant*p; Köln-Lindenthal. Morgen, Sonntag. 29. August. * nachmittags von 4 Uhr ab Militär-Frei-Konzert.. 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Fklärung Um den Bierstreit, welcher durch die Abwälzungsversuche der enormen Malzsteuer-Erhöhung und der bedeutende letztjährigen Mehrbelastungen des Braugewerbes entstanden ist, in friedliche Bahnen zu lenken, werden unterzeichnete Hausbrauereie zu einem Mittelwege übergehen, und gestatten sich deshalb, dem verehrlichen, biertrinkenden Publikum folgende Erklärun abzugeben: Wenn der gute Ruf und die feine Qualität des weit über das Weichbild der Stadt Köln bekannten obergärige Bieres der hiesigen Hausbrauereien erhalten bleiben sollen, so ist es ein Ding der Unmöglichkeit, beim alten Mas und Preis zu bleiben. Unterzeichnete Brauereien haben sich nun entschlossen, mit dem verehrlichen, biertrinkenden Publikun sich in die Abwälzung der neuen Malzsteuer und sonstigen Mehrbelastungen des Braugewerbes zu teilen, und zum alten Preis von 10 Pfg. ein ½ Liter-Glas einzuführen, welches den Eichstrich ca. 2 cm vom oberen Rande aus gemesse trägt, entgegen dem bisherigen Gebrauch mit I cm Eichstrich. Das Füllen dieser neuen Gläser geschicht aber, wie bisherat in normaler Weise, so dass sich für den Gast ein Plus von ca. 1 cm Bier im Glase ergibt. Hierdurch ist nun tatsächlic ein Mittelweg gefunden zwischen dem früheren 0,3 Liter bzw. 5 Glase und dem momentan eingeführten ¼ Liter bzw 5 Glase. Ausserdem bleibt auf diese Weise die altbewährte und bequeme Zahlungsweise mit 10 Pfg. pro Glas besteher Wir werden obengenannte Gläser, welche bereits zur Anfertigung aufgegeben sind, nach Erhalt einführen und hoffen, a diese Weise beiderseitigen Wünschen gerecht zu werden. Hochachtungsvoll P. Josef Früh Am Hof 12. Franz Dünwald Herzogstrasse 18. Wwe. W. H. Esse Unter Goldschmied 21. Aug. Klöters Bierbrauerei„Im Bart“ Auf dem Brand—3. Ferd. Wirtz „Andreas-Brauerei“ Jos. Schwartz Dombrauerei“ Komödienstrasse 12. Unter Taschenmacher 5. Joh. Krips Brauerei„Schreckenskammer“ ohannisstrasse 42. Peter Oedenkoven- Matth. Baum „Zur Kloog“ Am Bollwerk 15. „Zum roten Ochsen“ Thurnmarkt 13. Nippes! = Kirmes-Samstag, abends 8 Uhr: meines Gesellschafts- und Billardsaal-Neuhaues. An den Kirmestage Rippes Rippes. Nur von auserles. Kühen, der best.Trockenfütterung gewonnene Säuglings=Milch Kur=Milch.=Sahne liefert d. bekannte Musteranstalt g. Bütz, Hohenzollernring 50. K FLORA. Eröffne mit dem heutigen Tage in dem Hause Wilhelmstrasse I5 ein Kolonialwaren-, ObstGemüse=Geschäft. U. Es wird mein Bestreben sein, durch erstklassige Waren meiner geehrten Nachbarschaft und den Bewohnern von Nippes in jeder Weise gerecht zu werden. Frau Mertens geb. Bilstein. a, ober- und untergärige Biere, I# gutgepflegte Weine, vorzügliche Speisen. Um zahlreichen Besuch bittet 1° Wilh Hamspohn en gros Ferd. Huhn ir. Kölne en détail u Wippes. Neuser Strase Nr. 6/. Weinstube und schöner Garten. Hohepforte 9. Telephon c* 4070 Für reizende junge Dame in Leipzig, 23 Jahre alt, evangel.=lutherisch, wirtschaftlich, schöne Stimme, tadelloser Ruf, beste Familie, wird hochintelligenter Kaufmann gl. Religion, der imstande ist, ein großzügiges Bau= und Möblierungsgeschäft in Schwung zu bringen, sofort zwecks Heirat magesucht. In Köln kann Rücksprache genommen werden, da die junge Dame auf der Reise nebst Angehörigen sich dort einige ne Röchger- Tage aufhalten wird. Off. u. B 385 an die Geschäftsst. d. Bl.g“ Geschenke: Körbchen, Jardinièren, Kränze. Hochf. Silberkranz mit Inschrift. Ia. Rahmen und Hohlgisg von 12 K an. Julius Gliesche Söhne, Schildergasse 105. Herkules=Korsert ausgezeichnet sitzend, von.60 K an. Math.& Rosa Vernardi, Luftkurort eiden(ui Hotel-Pens. Büsch Sonntag, den 29. August 1909 September—Oktober Preisermässigung. 9 Zahnarzt Dr. Baldus Langgasse 6 verreist bis zum 20.September. Verreist. Dr. Huismans. Zurück Fravenarst Dr. Reno Agrippastraße 7. Tel. 9471. Zurück. Dr. Bermbach, Udier=Ring 1. Von der Reise zurück Dr. Kühlwetter. Konzert bis 10½ Uhr abends. (0 Eintritt von 6 Uhr ab: 50 Pfg. Abonnenten frei. - Verechtertent. Pankohaur. Ko...— ( Sk. Peter.) 10 A. Messe für Hrn. Jgnaz O 2 Garn, Tu zu Hause; u schönen Stad seit altersher stellung des sammenhang Gewerbe in keine Beziehr - wie ein Tuchindustrie Aber das wi nommen kein gebietes sein Vordem u industrie und holten sich d arbeitung no zogen waren und kamen die weitere z Hand un lange, bis d schon bei der Reuscheid ke laten war beituug tätic Unen meist ner die bis die Häuser Empfang na waren dazut waren, und Radelarbeite auch d als Berg=0 Blau spa sellem Wide von einer Vereinskalender der katholischen Arbeitervereine für Sonntag, den 29. August. W 5 —8 Kassen. Die Vereinsversammlung fällt aun Köln=West. Morg. 11½2 Kassen u. Bibl. u. Verslg. m. Vorh Köln=Mitte. Verslg. m. Vortr. über d. Reichsfinanzreforn. Montag Vorstandssitzung.„.t Stiktung# Köln=Nord.—8 Kass., 8 Vers. m. Vortr. 12. Sept. Stiftung## Köln=Ehrenfeld.(St. Joseph.) 19. Sept. Verslg., Morg. Bezirksdelegiertent. i. Annohaus i. Köln. Jed. Sonntag!!# Kirmesseler im großen Saale.8 Köln=Lindenthal. Keine Verslg.— Montag, 7, Amr. storbene Mitglied F. Schorn. Fachelzu Brühl. Die Mitgl. vers. sich Samstag z. Teiln, am Fng 7½ i. Vereinslok., ebenso Sonnt., morg 8½, z. Telln.— 16m Paffrath. 5. Sept. nach dem Hochamt Vorst.= u männersitz. Wicht. Bespr..=.=.=K. Jer. 9— gareinglok Sonntag im Monat, morg.—10, Zahltag im Vereinsloh Vereinskalender für katholische Zünglingsstiilt. St. Brunoverein. Abds. 7 Versammlung.— Fers Kath. Jänglingsverein von St. Ur. Hangtag Turne im Gutenberg. Montag Bez.=Vorsteher. Diens. 9 11 Ju Marian. Jänglings=Kongregation ROr##n, gesangpto Andacht. Mittwoch Theaterpr. Freitag keine Gesanzt