Bezugs-Preis. mit Sonntagsbeilage Lolonia, durch die Crägerinnen wöchentlich 10 Pfg., monatlich 40 Pig. Anzeigen-Preis: I5 Pfg. die einspaltige Zeile(letzte Seite 18 Pig.). Kölner Stellen= und Arbeits=Gesuche sowie MietAnzeigen für kleine Wohnungen bis zu 10 Zeilen bei Uorausbezahlung 10 Pfg. die Zeile. Auswärtige Anzeigen 20 Pkg.(letzte Seite 25 Pfg.). Reklamen 50 Pfg. für hiesige, 60 Pfg. für auswärtige. Otferten-Annahme 25 Pig. Postvreis mit der Sonntags=Beilage Colonia M. 1,50(3 Mon.), M..—(2 Mon.), M..50(1 Mon.). Kölner Geschäftsstelle und Anzeigen-Annahme: Marzellenstrasse 37. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. Nr. 164, 22. Jahrgang. Geschäftsstelle: Fernspr. 420. Köln, Montag, 15. Juni 1908. Redakt.: 525., 523, 5233,5234 Heute 10 Seiter. politische Tagesschau. Der Deutsche Flottenverein. General Reim nicht wiedergewählt. Die achte ordentliche Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins, zu der 250 Vertreter von den Landesvereinen und Ortsgruppen aus allen Teilen des Reiches erschienen waren, wurde gestern vormittag von Geheimrat Busley eröffnet. Busley verlas zunächst ein Schreiben des Protektors des Vereins, Prinzen Heinrich, der bedauerte, nicht anwesend sein zu können. Nach einem dreifachen Hurra auf den Kaiser ergriff Oberpräsident v. Jagow namens der Vertreter der Kgl. Staatsregierung das Wort und führte aus: Die Lage des Deutschen Flottenvereins ist eine ernste. Die Kgl. Regierung wünscht, der Flottenverein solle nicht verschwinden, sondern weiter ausgebaut werden. Der Deutsche Flottenverein darf nicht ein Anhängsel des Reichsmarineamtes sein, sondern muß selbständig sein. Er muß das Vertrauen des ganzen deutschen Volkes haben und darf nicht als eine Organisation der Negierung angesehen werden, sondern als Ausdruck des Willens des deutschen Volkes.(Lebhafter Beifall.) Die Regierung wünscht, daß die heutige Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins aulen den Frieden bringen möge, und daß der Verein in seiner Selbständigkeit keine falschen Bahnen einschlagen werde. Tagegen schützt ihn die Liebe zu Kaiser und Vaterland. Es folgte eine Debatte über den Antrag auf Aenderung der Satzungen, durch die der Deutsche Flottenverein als national-politischer Verein erklärt wird. Demgegenüber wurde von Bankier Deichmann(Köln) beantragt, aus juristischen Gründen von einer Aenderung der Satzungen abzusehen und folgende Resolution anzunehmen: „Die Hauptversammlung vom 14. Juni 1908 erklärt: Der Deutsche Flottenverein ist und bleibt ein national=politischer, also vaterländischer Verein, der über den Gegensätzen der Parteien und Konfessionen steht und daher keine Parteipolitik treibt. Um das Verständnis für die Notwendigkeit einer starken Flotte im Volke zu stärken, sieht der Deutsche Flottenverein seine vornehmste Aufgabe darin, die Betätigung des Nationalgefühls zu heben. Der Deutsche Flottenverein nimmt für sich das Recht in Anspruch, zu den Fragen des schnelleren Ausbaues der Flotte Stellung zu nehmen.“ Nach kurzer Debatte wurde die Resolution mit überwiegender Mehrheit angenommen.(Stürmischer Beifall.) Es folgte die Wahl des Präsidiums. Vorgeschlagen wurde auf Beschluß des Gesamtvorstandes Fürst Otto zu Solm=Horstmar. Falls dieser nicht annimmt, soll Großadmiral Köster als gewählt gelten. Die Wahl des Fürsten Otto zu Salm=Horstmar wurde mit großer Mehrheit angenommen. Der Antrag, ob im Falle der Ablehnung des Fürsten SalmHorstmar Großadmiral v. Köster als gewählt gelten soll, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Bankier Deichmann(Köln) hatte bei den nicht anwesenden Mitgliedern des früheren Präsidiums telegraphisch angefragt, ob sie eine eventuelle Wiederwahl annehmen würden. Darauf liefen verneinende Antworten ein, auch von General Keim aus politischen Gründen. Geheimrat Hamm(Bonn) und Bankier Deichmann beantragten, ein Telegramm an General Keim abzusenden, in dem ihm der Dank des Vereins abgestattet wird für seinen opfervollen Verzicht, durch den der Friede im Verein von vornherein gesichert und in dem ihm der Dank für seine verdienstvolle Tätigkeit im Präsidium des Vereins ausgesprochen wird. Mit der Abfassung des Telegramms wurden die beiden genannten Herren betraut. Als Ort für die Hauptversammlung 1909 war Weimar in Aussicht genommen. Dieser Vorschlag mußte auf ein Jahr zurückgestellt werden. Als Ort wurde Nürnberg festgesetzt.(Stürmischer Beifall.) Generalmajor v. Thäter(Fürth) begrüßte die Wahl aufs herzlichste. Er bat, das Vergangene vergessen sein zu lassen und ausdrücklich zur Notiz zu nehmen, daß dies die einzigen Worte seien, die Bayern am heutigen Tage gesprochen habe.(Lang anhaltender stürmischer Beifall.) Der Antrag der Ernennung des Fürsten Otto zu Salm=Horstmar zum Ehrenpräsidenten und des Generals Keim zum Ehrenmitglied wurde von der Tagesordnung abgesetzt und dem neuen Präsidium überwiesen. ·O Gegen den Fürsten Eulenburg ist außer der Anklage wegen Meineids von der Staatsanwaltschaft in Berlin auch eine Anklage wegen Verleitung zum Meineid erhoben worden. Beide Anklagepunkte sind, wie Berliner Blätter erfahren, in der dem Fürsten zugestellten Anklageschrift zusammengefaß worden und sollen im Schwurgerichtsprozesse gemeinsam bet handelt werden. Der Tatbestand des§ 159 des Strafgesetzbuches wird in einem Briefe des Fürsten an den Fischerme iste Jakob Ernst gefunden. * Der Fall Hohenau. Der Kaiser und König bestätigte den ehrengerichtlichen Spruch gegen den Generalleutnant z. D. Grafen Hohenau. Der Spruch lautet auf Verlust des Offizierstitels und des Rechts zum Tragen der Militäruniform. P Nationalliberale und Arbeiterschaft. Mit der nationalliberalen Partei geht die christlich=soziale Arbeit(Nr. 24) in einer Besprechung des Ergebnisses der Landtagswahlen schwer ins Gericht. Das Blatt konstatiert ausdrücklich:„Die Konservativen, Freikonservativen und Nationalliberalen haben in ganz Preußen in keinem einzigen Wahlkreise einen Arbeiter oder Arbeiter= sekretär aufgestellt.“ Dagegen schicke das Zentrum mindestens fünf bis sechs Arbeiter in den Landtag, dieselbe Zentrumspartei, die von den Nationalliberalen als sozial rückständig verschrieen werde. Letztere führten das Nationale nur im Munde, denn es sei unnational, die Arbeiterschaft vom politischen Leben auszuschalten. Dann wird den Nationalliberalen das folgende Spiegelbild vorgehalten: Am schlimmsten in dieser Beziehung hat die nationalliberale Partei gesündigt und sie hat ja auch die größten Verluste zu beklagen. In der dritten Abteilung haben die Nationalliberalen in ganz Preußen geradezu jämmerlich abgeschnitten, ein Zeichen dafür, daß sie in Arbeiterkreisen vollständig abgewirtschaftet und jede Fühlung verloren haben. Sogar in den Kreisen von„Bildung Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 15. Juni 1908. # Unter dem Gesetze. [18] Roman von H. von Schreibershofen. „Um Seehausens willen!“ sagte Herr von Warnitz halblaut, als könne er keinen anderen Gedanken fassen. „Aber er log!“ Frau Zürn blickte mit dem früheren Ausdruck von düsterer Entschlossenheit auf.„Er log, als er sagte, er wolle sich erschießen, er log, als er versicherte er habe schon um das Geld geschrieben, es müsse in wenigen Stunden da sein, er log, so wie er mich belogen, und in der Stunde erkannte ich es. Herr von Elderitt gab ihm das Geld, es war eine große Summe, und sagte:=Seehausen, ich gebe meine Ehre, das Glück und die Zukunft meiner Familie deinetwegen preis, nur um deinem ehrenwerten, alten Vater die Schande zu ersparen.—„Ich kann mich erschießene meinte der Graf wieder— und mein Herr sagte:„Die Schande meine ich.. Hätte Herr von Elderitt den Grafen angesehen, er hätte es doch vielleicht nicht getan. Dann aber kam alles schneller als man dachte und— ich habe noch einmal gehorcht. Als die Kasse revidiert werden sollte, stand Herr von Elderitt vor den Herren und sagte es ihnen. Sie wollten es nicht glauben.—=Schaffen Sie wenigstens einen Zeugen für Ihre Aussage, oder nennen Sie den Betreffenden— hieß es.=Es macht die Sache freilich nicht anders, aber man könnte es als Milderungsgrund"... Und Sie sagten nichts?“ Warnitz hob sich zu voller Größe empor und blickte mit unsäglicher Verachtung auf die Frau. Sie atmete beklommen auf.„Ich dachte, Graf Seehausen müsse dafür dann büßen— ich— ich schämte mich. Als ich endlich den Mut dazu fand, war es zu spät, die Herren waren: Große Gott, ist es möglich!“ Warnitz schlug die Hände zusammen. Er dachte nicht mehr an die Frau, anderes beschäftigte ihn.„ „Ich habe schwer gebüßt und bitter bereut,“ sagte sie leise; „ich habe meine gnädige Frau wie oft beneidet, denn sie ist nie in ihrem Vertrauen wankend geworden. Sie wußte, ihr Mann c Kölnischer Geschichtskalender. Lunderk) 15. Juni. 1871 Beginn des Rücktransportes der in den Barackenlagern am Gremberg und zu Wahn kriegsgefangenen Franzosen. Die Rückfahrt auf eigene Kosten war ihnen schon lange freigestellt worden, von welcher Erlaubnis viele Gebrauch gemacht haben.— Die Stadtv.=Vers. bewilligt auf zwei Jahre je 1000 Taler für Reparatur der Kirche Groß St. Martin. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 42300 Taler (10300 Taler über den Kostenanschlag). 1878 Everhard Theodor'Arronge, Theaterdirektor von 1858—1863 und Erbauer des Viktoria=Sommertheaters am Türmchen F zu Riehl bei Köln.„„ 1884 Der letzte Balken des Gerüstes am Dom, welches Jahrzehnte gestanden hatte, verschwindet. 1892 Der neue, bochgelegene Güterbahnhof an Gereon wird dem Betrieb übergeben. Der alte, tiefgelegene Güterbahnhof behält nur die Bedienung der Güterschuppen und den Freiladeverkehr. 1893 Aus der Reichstagswahl für Köln geht der Abg. Landgerichtsrat Greiß hervor. Die Wahl wurde angefochten, weil sie in einem Wahlkreise sich vollzogen habe, dessen Territorialbestand nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen habe. Die Wahlkreise sind durch Gesetz bzw. Reglement von 1870 festgelegt und nur durch Gesetz veränderlich. Nach der 1888 vollzogenen Eingemeindung wählten die Vororte 1890 und 1893 mit dem Wahlkreis Köln=Stadt statt Köln Land. Die Wahl wurde am 10. Januar 1893 von der Wahlprüfungskommission für ungültig erklärt. und Besitz“ in der ersten und zweiten Abteilung, haben die Nationalliberalen an Zugkraft viel verloren; dies beweist, daß der Verfall der nationalliberalen Partei ein ganz allgemeiner ist. Die Begeisterung für nationalliberale Kandidaten ist wohl selten vorhanden gewesen, man hat eben die nationalliberalen Kandidaten als das„kleinere Uebel" bisher gewählt. Die reine Interessenvertretung der nationalliberalen Partei für die Großindustrie rächt sich bitter. Von keiner Partei wird mehr mit Schlagworten, inhaltleeren Redensarten gearbeitet, als wie von der nationalliberalen Partei. Immer und immer hat man sich den Wählern vorgestellt als„die nationalen Kandidaten". Das Nationale hat man in geradezu ekelhafter Weise in die Gosse herabgezogen. Das Volk hat die nationalliberale Partei durchschaut und glaubt nicht mehr an Phrasen. Es ist auch keine andere Partei in Preußen, die sich so als„Hüterin des evangelischen Glaubens und der evangelischen Kirche" aufgespielt hat, als die nationalliberale. Dabei machte man Kulturkampf, fördert den kirchlichen Radikalismus und Liberalismus und gräbt dadurch der evangelischen Kirche das Grab. Im Anschluß daran kündigt Die Arbeit im Namen der christlichsozialen Arbeiter der nationalliberalen Partei förmlich den Kredit und stellt ihr bittere Vergeltung bei den Reichstagswahlen in Aussicht. Speziell im Saarrevier werde dann die nationalliberale Partei voraussichtlich den Verlust zweier Mandate zu beklagen haben. Bei der letzten Reichstagswahlen sind es dort bekanntlich die christlichsozialen Arbeiter gewesen, die den „nationalen“ Kandidaten zum Siege verholfen haben. Die Zahl der Automobilunfälle wächst rapide an. Sind ach von Oktober 1906 bis 1907 bei einem Bestande von insdoch von Ottober 1900 bis 190:. gesamt 36022 Kraftfahrzeugen aller Art in Deutschland 4864 schädigende Ereignisse vorgekommen. Bei diesen Unfällen sind war unschuldig— ich habe nie das Vertrauen zu meinem Manne gehabt, es könne irgend etwas, das man ihm schuld gab, nicht wahr sein.“ Sie wischte sich die Augen.„Ich habe gelernt, wieviel das Vertrauen auf einen Menschen wert ist,— und deshalb— gnädiger Herr, es kommt auf das Gerede und Urteil der Leute nicht an, wenn nur einer sagt, wie Sie es getan, es sei noch Gutes an einem Menschen. Ich kann Ihnen das nie genug danken, denn das wird meinem Manne weiter helfen, und es ist vielleicht noch eine bessere Zukunft für uns möglich. Er kann sich wohl noch einmal heraufarbeiten, und das danken wir Ihrer Güte.“ Verwirrt sah Warnitz auf. Er hatte kaum auf die hastig hervorgesprudelten Worte geachtet, seine Gedanken hatten ihn völlig eingenommen. Nun antwortete er mehr auf sie als auf Frau Zürns Rede.„Es hätte wohl nichts geholfen, er war nicht zu retten, der Vorwurf, die Anklage mußten erhoben werden. Aber Ihrethalben, Sie durften nicht schweigen. Sie hätten sich viel inneres Elend erspart. Der Wahrheit die Ehre geben.— Wer es immer kann, ist groß— ja, der Mensch ist schwach, zu schwach dazu! Die Hauptsumme des Lebens bleibt immer, das Rechte zu tun, sobald man es erkennt. Was daraus entsteht, ist nicht unsere Sache, das liegt in höherer Hand.“ Er sah die Frau ernst forschend an.„Ist Ihnen jetzt nicht leichter ums Herz?“ Sie bejahte kurz. „Graf Seehausen ist ein Verwandter von mir, er und Graf Otto waren Brüder." Warnitz strich sie über seine Stirn, sie glühte. Die Verlegenheit der Fran war augenscheinlich.„Ich bitte um Verzeihung, ich hätte nicht so offen sprechen sollen— ich wußte es nicht.“ „Es war besser so, ich mußte es erfahren.“ Sie rieb sich die Hände und trat unschlüssig von einem Fuß auf den anderen.„Man kann nicht für seine Verwandten einstehen, gnädiger Herr, und— und es ist ganz gut, wenn etwas in der Art in der Familie vorkommt. Es ist wohl schwer, aber— man wird dann nicht so leicht hart gegen andere, man kann sich die Versuchungen eher erklären. Ich denke,“ fügte sie leiser hinzu,„es hat Sie das vielleicht so nachsichtig gemacht. Aber es ist spät—“ „Ja, spät, aber nicht zu spät. Gute Nacht!“ Warnitz gab der Frau seine Hand und ließ sie hinaus. Also meines Verwandten wegen, damit er nicht ungerufen vor den himmlischen Richter träte!“ sagte Warnitz, als er allein war. Als der Mond seine leuchtenden Strahlen in das Zimmer sandte, lag Warnitz auf den Knien, vor seinem Stuhl stand dann wieder auf und schritt stundenlang ruhelos auf und ab. Es ist ein harter Kampf, wenn der Stolz sich nicht beugen will, und es dauert lange, ehe die Demut den Sieg davon trägt. Wo die Grundfesten eines ganzen Lebens ins Wanken geraten, bedarf es schwerer Arbeit, neue Stützen aufzurichten. 13. Kapitel. Ganz zeitig am nächsten Morgen fuhr Herr von Warnitz in die Kreisstadt und stand bald im Arbeitszimmer des Gerichtspräsidenten, eines langjährigen, alten Freundes. Er hatte die Bitte um eine Unterredung trotz der frühen Stunde gern, wenn auch mit etwas Erstaunen gewährt. Warnitz legte ihm den Fall, der sein Gewissen beschwerte, kurz, aber ganz klar vor.„Bist du der Ansicht, es sei meine Pflicht, mich anzugeben?“ Der Präsident schüttelte sehr entschieden den Kopf.„Der Meusch sitzt ja schon wieder hinter Schloß und Riegel, auch glaube ich nicht, daß ihn irgend ein anderer an deiner Stelle mitten in der Nacht festgehalten hätte. In seiner damaligen Stimmung hätte er wohl auch jeden niedergeschlagen, fürchte ich. Und Warnitz, so gut ich dich kenne, bist du schlimm genug gestraft durch die Erkenntnis, daß du dich falsch benommen und gegen das Gesetz vergangen hast.“ „Die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht,“ sagte Warnitz mit einem letzten Versuche, sich zu rechtfertigen. Ein feines Lächeln umspielte die schmalen Lippen des Juristen, er durchschaute Warnitz.„So steht es geschrieben, aber auch, daß die Obrigkeit das Schwert nicht umsonst trägt. Die richterliche Aufgabe ist, zu strafen, um dem Gesetz Achtung zu verschaffen. Wir sollen nicht nur unter dem Schutze, auch unter A 42 4 1 4 A Seite 2. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 164&a Montag, 15. Juni 1903. 2419 Personen verletzt und 145 getötet worden. Das übrige sind Sachschäden. Bei den 2419 Körperverletzungen handelt es sich in 499 Fällen um schwere Schäden, wie Gehirnerschütterung, Arm= und Beinbruch usw. 1920 Fälle dagegen kann man als leichte Verletzungen bezeichnen; dahin gehören z. B. 1424 Quetschungen, Verstauchungen, Hautabschürfungen. 35 Unfälle sind durch Ueberfahren von Kindern verursacht, 52 Unfälle durch Ueberfahren von Erwachsenen, 22 Unfälle durch Zusammenstöße, 23 Unfälle durch Anfahren gegen Mauern, Bäume usw., 13 Unfälle durch Scheuen von Pferden. Die Schuldfrage wird am besten durch folgende Zusammenstellung veranschaulicht: In 58 Fällen hat weder Polizeistrafe verhängt noch ein gerichtliches Verfahren beantragt werden können. Warum es nicht geschah, wird nicht gesagt. In 42 Fällen ist das Verfahren eingeleitet und wieder eingestellt worden. In 10 Fällen erfolgte Freisprechung. In 2 Fällen konnten die Lenker der Fahrzeuge nicht ermittelt werden. In 1 Falle wurde eine Polizeistrafe von 1 M. verhängt. In 17 Fällen ist Verurteilung, und zwar von 8 Tagen bis zu 1½ Jahren Gefängnis, eingetreten. In 15 Fällen hat die Entscheidung bis Ende April noch nicht erfragt werden können. Geheimnis eines Zentrumssieges. Recht beachtenswert auch für Köln ist, so schreibt man uns aus unserem Leserkreise, was das Organ der Essener Sozialdemokratie über den großen Erfolg der Essener Zentrumspartei bei den jüngsten Wahlmännerwahlen für die preußische Abgeordnetenwahl sagt. Das Essener sozialdemokratische Blatt beantwortet nämlich die Frage:„Was ist das Geheimnis des großen Erfolges der Zentrumspartei?“ dahin:„Die geschlossene Organisation und die sehr große Ausdehnung der Parteivresse, weiter nichts!“ Wir sind allerdings der Meinung, daß dies noch keine völlig ausreichende Erklärung ist— die Begeisterung und der Opfermut für die von der Zentrumspartei vertretenen hohen Ideale z. B. kommt noch hinzu; aber zweifellos sind es die wesentlichsten Gründe. Ohne gute Organisation kann heute eine politische Partei auf die Dauer keine Erfolge erringen, noch weniger aber ohne eine gute, weitverbreitete Presse. Und gerade für letzteres hat man in den Wahlkreisen Essen=Stadt und=Land ein solches Maß von Verständnis, daß man wünschen möchte, auch in Köln sei es so. In Essen gibt es kaum einen dem Zentrum sich zurechnenden Arbeiter, geschweige denn sonstige Zentrumsangehörige, die nicht das dortige oder irgend ein anderes Zentrumsblatt hielten. An einer so vortrefflichen Organisation und einer so opferwilligen Begeisterung wie in Essen fehlt es nun auch in Köln nicht, aber in bezug auf unsere Pflicht gegenüber der Parteipresse können wir von unseren Essener Parteifreunden ohne Unterschied des Standes und Berufes noch recht viel lernen. Die lokale Presse der Kölner Zentrumspartei hat in den letzten Monaten eine derartige Vervollkommnung erfahren, daß kein Zentrumsmann mit Recht irgend eine Entschuldigung dafür geltend machen rann, wenn er heute die Zentrumspresse noch zu gunsten irgend eines farblosen oder gar liberalen Blattes vernachlässigt. Die Hauptgefahr dieser Blätter besteht darin, daß sie zur religiösen und politischen Verflachung beitragen, und dem muß jeder Angehörige der Zentrumspartei entgegenarbeiten. Möchten deshalb alle Zentrumsleute sich hinsichtlich der Presse ein Beispiel an den Essener Parteifreunden nehmen; es ist das beste Mittel, die Liebe und Begeisterung für unsere Partei wachzuhalten. Nun wird's aber wirklich zu toll— nämlich mit dem Unfug der Wahlbeeinflussung in Kriegervereinen und der Beschimpfung des Zentrums. Ein Mitglied des Kriegervereins Bruchmühlen im Wahlkreise MelleIburg, welches bei der Landtagswahl seine Stimme für die Wahlmänner des Zentfrumskandidaten Amtsgerichtsrat Reinhard=Melle abgegeben hatte, erhielt, laut Osnabrücker Volkszeitung, vom Präsidenten des Kriegervereins folgenden Brief: Kriegerverein Bruchmühlen. Bruchmühlen,.Juni1908. Da mir mitgeteilt worden ist, daß Sie in der diesmaligen Landtagswahl einen Kandidaten gewählt haben, welcher von einem Kriegervereinsmitgliede nicht zulässig ist, zumal Sie noch Vorstandsmitglied sind, nehme ich an, daß Sie Ihren Austritt aus unserem Verein selbst beantragen. Falls Sie dasselbe nicht innerhalb acht Tagen gemacht haben, bin ich verpflichtet, Ihren Namen in unserer Liste streichen zu lassen. gez. Steinmeyer, Präsident. Jetzt soll es also für Kriegervereinsmitglieder nicht einmal mehr erlaubt sein, einen königlich preußischen Amtsrichter, einen Staatsbeamten zu wählen! Nach Meinung des Präsidenten des Kriegervereins Bruchmühlen soll ein jedes Kriegervereinsmitglied anscheinend verpflichtet sein, den Nationalliberalen zu wählen und dadurch die bodenlose konfessionelle Hetze gutzuheißen, die im Kreise Melle von den Liberalen und dem Evangelischen Bunde getrieben worden ist. Will man denn absolut einen Keil in unser Volk treiben und die Zentrumswähler zu Staatsbürgern zweiter Klasse stempeln? Was sagt denn die Leitung des Landeskriegervereins=Verbandes zu diesem von einem Kriegervereinspräsidenten verübten groben politischen Unfug? Wir sind der Ansicht, daß den auf dem Zentrumsstandpunkt stehenden Mitgliedern des Bruchmühlener Kriegervereins, sofern ihnen für die durch ihren Präsidenten ihnen zugefügte Beleidigung nicht volle Genugtuung zuteil wird, die politische Ehre gebietet, samt und sonders aus einem Verein auszutreten, in dem ihre politische Ueberzeugung so schwer verletzt wird. Das zwanzigjährige Regierungsjubiläum des Kaisers Wilhelm II. kann heute gefeiert werden. Zwar findet eine öffentliche Feier dieses Tages nicht statt, aber der Ablauf einer Regierungszeit von zwei Dezennien bildet immerhin einen hervorragenden Gedenktag, der in der Erinnerung des Volkes nicht spurlos vorübergehen kann. Was der Kaiser bei seinem Regierungsantritt gelobt hat, das hat er diese zwanzig Jahre hindurch getreulich gehalten. Das beweist sein Walten und Wirken auf den mannigfachen Gebieten des staatlichen und öffentlichen Lebens, seine Fürsorge für Reich und Land, für das Wohl aller Stände und nicht zuletzt für das Wohl der arbeitenden Klassen. „Im Vertrauen auf Gott“, so schloß er seine erste Thronrede, „und auf die Wehrhaftigkeit des Volkes hege ich die Zuversicht, daß es uns vergönnt sein werde, in friedlicher Arbeit zu wahren und zu festigen, was unter Leitung meiner beiden in Gott ruhenden Vorgänger auf dem Throne kämpfend erstritten wurde.“ Diese Zuversicht ist in den zwanzig Jahren der Regierung Kaiser Wilhelms II. in Erfüllung gegangen. Möge auch die fernere Regierungszeit unseres Kaisers im Zeichen des Friedens stehen und in friedlicher Arbeit unter Gottes Schutz und Segen gedeihen zum Heile und zur Wohlfahrt von Fürst und Volk! 25. Gau=Turnfest des Sieg=Rhein=Gaues. □ Köln-Nippes, 14.Juni1908. Der vergangene Sonntag stand hier im Zeichen der Turnerschaft; die mit Kränzen und Fahnen reich geschmückten Häuser zeigten an, daß das heutige Turnerfest eine allgemeine Bedeutung hatte. Es galt, die aus dem Sieg=Rhein=Gau herbeigeeilte Turnerschaft zu begrüßen, dann aber auch besonders die Teilnahme am 30. Stiftungsfest des hiesigen Turn= und Fecht=Vereins zu bekunden. Ein Festausschuß, dem neben Hrn. Oberbürgermeister Wallraf eine große Zahl der namhaftesten Bürger unseres Vorortes angehörte, hatte sich gebildet, und die Stadt Köln bewilligte in dankenswerter Weise einen Beitrag von 500 M. Das vom Arbeitsausschuß herausgegebene Programmbuch enthält die bemerkenswertesten Daten aus der Geschichte des Jubelvereins wie auch aus der Geschichte des Sieg=Rhein=Gaues. Die Festfeier nahm ihren Anfang am Samstagabend durch einer Festabend im Thielschen Saale. Der Vorsitzende des Nippeser Turn= und Fecht=Vereins, Hr. Eisenbahn=Betriebssekretär Hilpisch, begrüßte die zahlreich erschienenen Festteilnehmer in warmen Worten. Herr Oberbürgermeister Wallraf habe wegen dienstlicher Abhaltung an der Feier nicht teilnehmen können, als seinen Vertreter könne er aber Hrn. Beigeordneten Dr. Wirsel begrüßen. Der Redner brachte dann das Kaiserhoch aus. Hr. Beigeordneter Dr. Wirsel hob in beredten Worten die Bedeutung des Turnens hervor und schloß mit einem Hoch auf den festgebenden Verein und den Sieg=Rhein=Gau. In seiner Festrede verbreitete sich Hr. Prof. Dr. Moldenhauer über das Turnen im allgemeinen, seinen Nutzen für den Körper durch Stählung des Körpers und für das Vaterland durch Erziehung zur Wehrhaftigkeit. Er erwähnte in ehrenden Worten des Vereinsmitgliedes, Eisenbahnsekretär Aug. Clauß, der 30 Jahre lang, seit Gründung des Vereins, Mitglied desselben gewesen sei und in allen Aemtern eifrig und selbstlos mitgearbeitet habe. Der Gauvertreter Hr. Rehfeldt dankte für die Begrüßung seitens des Hrn. Beigeordneten Dr. Wirsel. Er überbrachte ein in ehrender Anerkennung gehaltenes Glückwunschschreiben des Vorsitzenden der deutschen Turnerschaft, Dr. Götz(Leipzig), an Hrn. Clauß. Letzterer habe zwar gebeten, von allen Huldigungen abzusehen, doch habe der Turn= und Fechtverein Köln=Nippes den Tag nicht vorübergehen lassen wollen, ohne besondere Ehrung seines einzigen, seit Gründung ununterbrochen im Verein gebliebenen Mitgliedes: er habe Hrn. Clauß zum Ehrenmitglied ernannt. Hr. Rehfeldt überreichte die hübsch ausgestattete Urkunde als Ehrenmitglied und schloß mit einem Hoch auf den Verein und Hrn. Clauß. Der Vorsitzende der Turngemeinde Nippes, Hr. Dr. Sandkin, überreichte mit einem Gut Heil auf den Turn= und Fecht=Ferein einen Fahnennagel. Hr. Gymnasialdirektor Prof. Dr. Kortz wies in seiner Ansprache darauf hin, welch große Bedeutung die Völker, namentlich die Griechen des Altertums, stets den turnerischen Leibesübungen beilegten. Sein Hoch galt dem Sieg=Rhein=Gau. Der Vorsitzende des Allgemeinen Turn=Vereins Köln, Hr. Prof. Kaulen, widmete den Damen ein Gut Heil. Ein schwungvoller, die edle deutsche Turnerei verherrlichender Prolog von Heinrich Herwig wurde von Frl. Körnig wirkungsvoll gesprochen. Der Nippeser Männergesang=Verein, von jeher mit dem festgebenden Verein befreundet, legte wieder den Beweis seiner Freundschaft ab durch seine Mitwirkung beim Fest. In den Chören Vom Rhein von M. Bruch, Die Nacht von Schubert, Ich sah den Wind von Berger und Der Frühling ist wach von Kremser erbrachte er aufs neue den Beweis seiner vorzüglichen Schulung und erntete damit den lebhaften Applaus des Publikums wie den herzlichen Dank des Vorsitzenden. Allgemeines Gefallen fanden die turnerischen Darbietungen des festgebenden Vereins. Den musikalischen Teil führte die Hannemannsche Kapelle, wie stets vortrefflich aus. durch wurden einige humoristische Vorträge gemacht. Die Veranstaltungen am Sonntag betrafen im allgemeinen das Gauturnfest. Vormittags fanden auf dem Festplatz im Weidenpescher Park Einzel=Wetturnen der Sechskämpfer, Eilboten= und Vereins=Wettlauf statt. Nachmittags gegen 1½ Uhr sammelten sich an verschiedener Sammelstellen die Gauvereine sowie mehrere befreundete Nippeser Vereine und zogen dann zum Sammelplatz auf der Kempenerstraße, von wo der imposandte Festzug sich durch die reich geschmückten Straßen zum Festplatz(Weidenpescher Park) bewegte. Das Wetter, das bis dahin ziemlich günstig gewesen war, drohte jetzt diesen eigentlichen Hauptteil der Veran staltungen, das Schauturnen, zu beeinflussen, wenn nicht gar ganz unmöglich zu machen. Doch bald klärte es sich auf, und nun entwickelte sich ein bewegtes turnerisches Bild, woran der Vater Jahn gewiß eine echte Herzensfreude gehabt haben würde. Freiübungen der gesamten Turner (etwa 70 Vereine waren vertreten), Vereins=Wetturnen, Sondervorführungen, Turnspiele, Ringen ließen erkennen, wie durch fleißige stete Uebung die Muskelkraft des Körpers und die Spannkraft der Sehnen bis zum Unglaublichen gestärkt werden kann, wie daneben in den Turnspielen namentlich für die Jugend vortreffliche Leibesübungen und edle Unterhaltung gegeben sind. Die Gesamtresultate der (Fortsetzung siehe Seite.) der heilsamen, die Gewissen schärfenden Zucht des Gesetzes stehen... Du kannst dich über diesen Fall beruhigen, dem Gesetze ist Genüge geschehen, der Verbrecher wieder eingefangen. Ja, lieber Warnitz, irgend einen Fleck hat am Ende jeder, an dem ihn das Gesetz packen könnte. Ganz rein steht wohl kein Mensch vor seinem eigenen Gewissen da. Es ist den meisten auch nötig, lieber Freund, um der Ueberhebung und Selbstgerechtigkeit zu steuern. Nachsichtig und milde wird man nur durch Erkeuntnis der eigenen Schuld. Das sage ich aber als Mrusch, nicht als Richter und Jurist,“ lachte der Präsident leise. * „Sie kennen die Familie Seehausen ja auch ganz genau, nicht wahr?“ Warnitz führte Fräulein von Bar im Garten herum, unter dem Vorwande, ihr die nochmals blühenden Rosen zu zeigen. Sie aber freute sich schon, ihm verschiedene ihrer Meinungen und Ansichten recht deutlich zu machen, denn natürlich wollte er von ihr noch mancherlei hören und erfahren. „Kannten Sie den verstorbenen Otto auch gut?“ fuhr Warnitz fort. „Ich kannte ihn, doch hatte ich nichts von seinem Tode gehört.“ „Auch ich erhielt keine Anzeige— vielleicht waren besondere Gründe"— Warnitz war beklommen.„Ist der Bruder ihm ähnlich?— Ich meine geistig, innerlich, moralisch.“ Er sprach hastig, erregt, unruhig. Sie wiegte verneinend den Kopf.„Rudolf ist ganz anders. Otto war immer leichtsinnig, was sich nach seinem Tode noch herausgestellt.“ „Aber hätten Sie ihm je etwas Unehrenhaftes zugetraut? Glauben Sie zum Beispiel, er hätte jemand seines eigenen selbstsüchtigen Zweckes, des Genusses halber, ins Unglück stürzen können?“ Taute Bar blieb stehen, lehnte sich gegen einen Baumstamm und sah sinnend in die früchtevollen Zweige.„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Wer kann sagen, wozu Leichtsinn und Genußsucht einen jungen Menschen bringen können! In seinem Nachlasse fanden sic— Rudolf hat es Ihnen wohl schon gesagt oder tut es noch— die Beweise, daß einmal ganz bedeutende Summen in seinem Besitze gewesen sind, deren Herkunft rätselhaft geblieben. Aber auf zweierlei möchte ich Sie aufmerksam machen,“ fuhr die alte Dame ernst fort, da Warnitz einen Augenblick stöhnend die Hand über seine Augen legte,„des einen Bruders Eigenschaften sind durchaus nicht die des anderen. Gerade unter Geschwistern gibt es die größten Gegensätze. Und dann gibt es ein Wort unseres Herrn und Heilandes, das für gewöhnlich viel zu wenig in seiner weitreichenden Barmherzigkeits=Bedeutung gewürdigt wird:„Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Warnitz hatte den Kopf gesenkt und blickte schweigend zu Boden, bemerkte den scharfen, bedeutungsvollen Blick Tante Bars also nicht.„Wüßten wir alle immer genau, was wir tun,“ fügte sie langsam hinzu,„ließen wir uns nie vom Augenblick hinreißen, es stände zweifellos besser— um— uns— alle. Daß wir für uns selbst keine Entschuldigung daraus drechseln, versteht sich für uns wohl von selbst, für andere sollten wir es aber nie aus den Augen lassen. Es wird uns dann leichter werden, siebenzigmal siebenmal zu vergeben.“ Fräulein von Bar blieb noch eine Weile stehen, Warnitz aber antwortete nicht, und nachdem sie ihm zugenickt, wendete sie sich dem Hause zu, wo sie sich zu Frau von Warnitz und Seehausen gesellte, die soeben auf der Terrasse erschienen. „Na, wie stehts?“ Wollen wir unseren alten Freiherrn besuchen? Ist es weit zu gehen?“ fragte die alte Dame. „Es ist nicht sehr weit, ich werde aber unverzüglich anspannen lassen.“ Warnitz war Fräulein von Bar gefolgt und stand schon auf der Terrasse neben ihr.„Bitte nur die Zeit zu bestimmen.“ Mit einem Aufatmen der Erleichterung blickte Frau von Warnitz ihren Mann an. Er war doch der beste Mensch, den es nur geben konnte. Wie, wenn er überhaupt milder denken lernte!... Visionen von einer glücklichen Zukunft zogen an dem liebevollen Mutterherzen vorbei... Der zweisitzige Wagen fuhr vor. Fräulein von Bar pochte Alharda leicht auf die Wange.„Sieh nicht so graugelb ins Tageslicht, Kind!" flüsterte sie.„Jeder Tag kann unerwartetes Gutes bringen und tut es auch, wenn wir nur mit offenen Augen sehen wollen. Du läßt doch unsern alten Freund grüßen und ihn fragen, ob die Reise ihm gut bekommen ist? Ich freue mich, Ellerau zu sehen, und werde dir hernach sagen, ob es mir gefallen hat. Ich habe zu dem alten Herrn eine große Liebe gefaßt, gewiß. So, nun trolle dich hinweg, ich weiß, was du alles sagen möchtest, will aber ebenso gern nichts hören. Sieh, da kommen unsere Turteltauben!"... „Ich melde mich zur Stelle, Gnädigste,“ sagte Seehausen. „Ich führe zu gern mit!“ rief Lina aus. „Ein anderes Mal.“ Ihr Vater hatte auf der andern Seite des Wagens gestanden, ungesehen von ihr. Sie erschrak, da fuhr er fort:„Für heute bitte ich, mich anschließen zu dürfen.“ Fräulein von Bar ging langsam und bedächtig um den Wagen herum, legte beide Hände auf Warnitz' Schultern und gab dem Ueberraschten einen herzhaften Kuß.„Verzeihe, lieber Neffe, ich habe dich so eigentlich noch gar nicht recht ordentlich begrüßt. Aber it is never too late to mend, was wir besser deutsch sagen könnten: besser spät als nie. Und so freue ich mich denn recht von Herzen, mit dir hinüberzufahren. So, nun laßt uns einsteigen. Sie setzen sich wohl auf den Bock, lieber Seehausen. Komm, Warnitz!“ Mit sehr heiterem Gesicht stieg die alte Dame ein, winkte der noch ganz verdutzt dastehenden Lina zu, und Warnitz saß neben ihr, drückte ihr die Hand und sagte lächelnd:„Wir haben uns wohl überhaupt gar nicht gekannt, aber ich sage: besser spät als nie.“ Seine Stimme klang nicht ganz so fest wie sonst, und er räusperte sich laut. Fräulein von Bar sah angelegentlich die Gegend an, als sei ihr Interesse für die Felder und Wiesen, selbst für die Kiefern besonders groß. In Wirklichkeit zuckten allerhand wunderliche Lichter über ihr Gesicht, die sie immer wieder mit der Hand wegzustreichen versuchte. In der Nähe von Schloß Ellerau war sie wieder ganz Heiterkeit, scherzte mit Seehausen, lachte und fand alles wunderhübsch. „Nach den Schweizer Bergen ein bißchen glatt, nicht wahr?“ fragte Warnitz, den eine leichte Befangenheit befallen hatte.(Fortsetzung folgt.) Seite 3. (Ofiene Steillen) Lehrling für Baumaterialienhandlg. gesucht. Kleine Vergütung wird sofort gewährt. Off. u. Nr. 1051 an d. Gesch. d. Bl. Zu hohem Lohne werden sofort od. später gesucht: Dienstmädchen Zweitmädchen küchenmädchen : K i n d e r m ä d c h e n. Nur gute Stellen! kostenfr. Nur Hohr Pforte 9A Wilhelm Meyers, Stellenvermittler. Schicke Kostümröcke werden gut und billig angefert. Bartkiewicz, Balthasarstr. 7, Anbau., 3. Et. 3 und 4 Zimmer, mit und ohne Mansarde zu vermieten. Longerich, Hauptstr. 78. Eriseurin M0nochel. de Soman 2 f11 11 ein Damen zu bedienen. Zülpicherwall 36, 1. Etage. Karte genügt. Instreicher= u. TapeziererA Arbeiten werden billig und gut ausgeführt Fleischmengergasse 50. haushalt.=Wäsche zu übernehmen gesucht. Frau Wilhelm, Lülsdorf a. Rh. Kanoz a Roule 25 9. Alle sonst. Cüptz. Mal.=u. Anstr.=Arb..u. 5. Fass.=Anstr..bill Pr. Stolzestr.16. Ung## sucht a FeIos Krahnenbäumen 73. Kalk, Hauptstr. 115, abgeschl. 4. Etage, 4 Zimmer zu vermiet. Bescheid Markt 20, 3. Et. rechts. Anstreichermeister sucht Wohn. von—4 Räumen mit kl. Werkst. bei mehrf. Hauseigent. oder Baumeister, möglichst Parterre. Gegenarbeit erwünscht. Angebote mit Preis u. M S 275 a. d. Annahmest. J. Zacher, Ehrenfeld, Venloerstr. 252. (Ta. 15 Jahre lang best. nachw.: Cahnon mit Stangen bill. Erent. Kart.=, Obst= u. Gem.=Ge= Juitelt zu verkaufen. chäft verb. m..= u. Eierverk. im Vorgebirgstraße 3. Mittelp. d. Altst. Kölns u. b. bill. i Miete wegen Krankh. zu übertr. Off. u. 1024 an die Gesch. d. Bl. Kroßes möbl. Zim., gartenw, U an ordentl. Handwerker mit Pension zu 55 M. zu vermieten. Machabäerstr. 35, 2. Etage. in großes Ladenlokal mit Wohnung in bester Lage zu vermieten. Sülzburgstraße 217. Ruh. Fam. sucht auf 2. od. 3. Etg 3 Zim. u. Füche, lich“ Königin Luisenplatz od. Leipzigerplatz. Offerten u. M 10 an die Hauptv. Nippes, Cranachstr3 Hut eingeführtes Baumaterialien=Geschäft ist krankheitshalber günstig zu übertragen, erforderlich-10000.4 Off. u. 1044 a. d. Gesch. d. Bl. 3. Etage 3 Zimmer und Keller zu 35 K. zu vermieten. Blaubach 59. 2 ruh. Fräul. such. in gut kath. bess. Hause 2 schöne Zimmer m. Alkoven Nähe Heumarkt od. Altermarkt. Preis bis 30 A Off. u. C 76 a. d. Agentur d. Bl. Hohepforte 6. Für die Telephon=Zentrale einer größ. Gesellschaft werden zwei Damen zum Eintritt im Monat Juli gesucht, welche schon ähnliche Stellung bekleidet haben. Ang. unter Beifügung von Zeugnissen u. Photographie sind zu richten u. A 83 an die Gesch. d. Bl.* Zoslenstel Proes Rüchenmädchen Köchinnen Zweitm. Arbeitsm. Kinderm. feinste Stellen b. hohem Lohn. Rich. Dutoit, Stellenvermittler Schildergasse 87“ Telephon 5334. Lagerräume oder Werbst. feuers., hell, Torf., ev. Stall, m. od. o..b. z. verm. Luxemburgerstr.55. 7n vermieten Ladenlokal Manufaktur Kurzworen en gros et en detail, seit 8 Jahren von der Firma Salomon& Baum benutzt, für Anfang Juli zu vermieten. Bescheid Perlenpfuhl 19. Einfamilienhaus —5 Räume per Okt. gesucht. Offerten unter Nr. 1056 a. d Geschäftsst. d. Bl. bess. Hause 2 Zimmer 1. Etg. an nur ruh. Fam zu vermieten. Bescheid Cranachstr. 5, Part. Chreufeld. Gbeshl, S. 5acse 5 luftige Räume, zu vermieten. Bescheid Wißmannstraße 23. 1 Kind, sucht per 1. Juli. Off. u. HJ 10 bahnpostlagernd Kleiner Beamter. A 3 Zimmer=Wohnung 7Jor, St. Martin 17 zu verPEn...... 0 mieten: Gut möbl Zimmer 1. Et., 2 freundl. Mansardenzimmer an kinderlose Leute 17ähmaschine Singer, 5 Jahre X4 Gar. 10, 20, 25, 35, 45#. Schaafenstraße 10. Tin Spiel Billard=Ballen E billig zu verkaufen. Fr.=Jn. u. 1043 a. d. Gesch. d. Bl. Eriston:] Bess. Herrenpension Eristent! in Kalk ist verziehungsh. m. ganz.od.teilw, Inv., alles pol. Möb.,.bill. z, übertr. Fr.= Off. an Breuer, Kirchstr. 4, Kalk. a schöne Hofziertauben b. z. v. + Luxemburgerstraße 283 pt Geschne n Bettdecke zu verk. Matthiasstr. 18, Part. sofort zu verkaufen. Off. u. Nr. 1054 a. d. Gesch. d. Bl. (Verloren-Gefunden) Verrenuhr gefunden. * Weidengasse 60-62. Medes. Volontärin u. Lehr mädchen. Selupernstr.-18. Schweinemetzgerei. Tüchtige Verkäuferin, mit guten Zeugnissen, gesucht. G. Gierling, Weyerstr. 79. Lehrmädchen aus A0Des, gut. Familie gesucht, eotl. nur nachmittags. Moltkestraße 77, 3. Etg. Praves fleißiges Mädchen für alle Hausarbeit in kinderlosen Haushalt gesucht. Kalk, Hauptstr. 119. G. Higlgse nP-M0 3 Räume zu verm. Bescheid 1. Etage. In dem St. Josefshause zu I Köln, Dreikönigenstraße 1, können noch Kinder aufgenomm. werden für die Bewahrschulen, die Strick= u Nähschule. Dann besteht daselbst eine Bewahrschule für Kinder aus besseren Familien, die warm empfohlen werden kann. z. 1 Dieselbe Anstalt bietet auch Verkäuferinnen u. KontoMansardenzimmer an stue#stinnen, Schülerinnen v. auskinderlose Leute. zu, Perrn. wärts volle Dension u. gemütliches Heim. Friesenstraße kein Laden. Toreingang, Nur einige Tage Gelegenheitskäufe in allen * Möbeln und polsterwaren zu Kannend billigen Preisen. Rheingasse 30 1 Zimmer 2. Et. M. 7 zu vermieten. Besch. A. Rheinberg 35 2. Erage zu vermieten. Mittelstraße 42. Vermischtes) A färbt auf wie neu Möbel=Renovierungs=Institut Klemens Fischer Lütticher Straße 17. — Schaafenstr. 31. Besch. 1. Etg. 5 Schöne 3.=Wohn. „Es. am Marktplatz, Christinastr. 51, bill. zu verm. Nipp Christine 4 Zimmer, Küche, Mans. usw. per 1. Juli zu vermieten. Herwarthstraße Nr. 12. Bescheid Parterre. Ladenlokal rc. Schildergasse 50, mit anstoßendem Unterhaus Perlenpfuhl 27—29 u. Tor, zus. ca. 570 m, ganz oder geteilt zu vermieten. Bescheid Perlenpfuhl 29. I. an anständ. Person Gertrudenstr. 16. 2 Otm. einzelne Person zu vermieten. Nippes Stau..4 Pferde, teilt z. orm. Wagenschupp. a. geEintrachtstr. 169, II. Kübsch möbl. 1. Etg.=., auf W. Pens., per 1. Juli bill. z. vermieten. Blindgasse 24. Schönschreiben, Buchführung, Maschinenschr., Rechn., Rechtschr., Wechsellehre, Korrespondenz a Kursus S M. ClaessensHandels= u. Schreibkurse Direktor P. Heuser, Friesenstr. 13, a. d. St. Apernstr. Mohn= und Schlafzimmer, 40 fein möbliert, zu vermieten. Ursulaplatz 24. Stellengesuche Buchhalter. Junger, durchaus solider und gewissenhaft arbeitender Mann, firm in doppelt., amerik. Buchführung, Korrespond., Rechnungswesen und sämtlichen Kontorarbeiten(Stenogr. u. Schreibm.) sucht, gestützt auf prima Zeugnisse, bald Steiung als Buchhalter Rechnungsführer oder sonstigen Vertrauensposten. Fr.=Off. unt. F L 3301 an die Geschäftsst. d. Köln. Volksztg Litzengraben 21 Hübsche Wohnung 3. Etage 5 Räume mit Keller u. kleiner Terrasse M. 50 zu vermieten. Lilzengraben 2 Zu vermieten: Unterhaus mit schön. Bureau u. Hof I. I. Zimmer 3. Etg. f. 7 M. zu vermieten. Huhnsgasse 25. u. Küche an stille Lungengasse 8. Et. 3 3 Leute z. v. Filzengraben 2 Zu vermieten: 1. Etage fünf herrsch. Räume, Küche, Keller u. extra Hof M. 1500. Junger Mann von 19 Jahren, mit guter Schulbildung u. guter Auffassungsgabe sucht. in Köln per 1. Juli d. J. Lehrstelle woselbst ihm in 2 Jahren Gelegenheit zu gründlicher Ausbildung geboten ist. Fr.=Offerten unter G M 3324 an die Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung. Junger Mann von 19 Jahren mit guter Schulbildung und guter Auffassungsgabe fer Tusalun sucht in Köln Nippes. 2, 3 uno 4 Zimmer, auch möb liert zu vermieten. Neußzerstraße 315. Sülz. 2 mal 3 Zimmer, abgeschloss.. 3 Zimmer u. Küche, abgeschl. zu vermiet. Besch. Sülzburgstr. 164 bei I. Mailaender, I. Et. Etage sch. Zim. 1. Etg. i. bess. Hause an ruh. Leute z. v. Christophst. 20 er DmSauingur ## Hoehliefback — Tischler. Haschl ss rot u. Mris Trochkenes zerkleinertes Tannenschwarten Brennholz billig abzugeben. Vor den Siebenburgen 16/ Asyl f. männl. Obdachlose. Für Gartenbesitzer! Großer Vorrat von Blumen, Geranien, Efeu=Geranien, Lobelien, Begonien, Fuchsien, Nelken, Drazänen, Kapuziner, Fleißige Liese usw. zu verkaufen. Handelsgärtn. Jakob Oster. Lindenthal, Dürenerstr. 107. Zur Erweiterung eines Geschäftes werden Offert. f. Schreib und Galanteriewaren an die Geschäftsstelle d. Bl. unter B 112 erbeten Jurist. Bureau zur Bearbeitung von Rechtssachen Kupfergasse 11 1. Etage Fernspr. 6406 Gr. Bureau am Platze. Sprechstunden v. 8 Uhr vorm. bis 9 Uhr abends. Sonntags von 8 Uhr vorm. bis 4 Uhr nachmittags Zivilsachen z. B. Klageschriften, einstw Verfüg., Alimentationen Testam., Zahlungsbef., Konzessionsgesuche usw. Gütertrennung " v o r u n d i n d e r E h e innerhalb 10 Stunden Spez. in Bearbeit. von Strafsachen z. B. Haftentlassungsantr., Berufungen geg. Schöffengerichts= und Revisionsbegründung gegen Strakammerurteile, Wiederaufnahme=Verfahren, Bittu. Gnadengesuche, Schriftsätze und Anträge auf Einstell. d. Strafverfahr. 2c. Eing. an aue Behörden: Ministerium, Regierung, Oberbürgermeisteramt 2c. Referenzen von hervorragenden Sachverständigen des Strafrechts. Denunziationen werden nicht angefertigt. Aerstlitz geprüfte Masseuse empfiehlt sich. Engelbertstraße 53, Fr. Ohrem. Zimmer zu vermieten. Eigelstein 120. schöne, gr., I.-3.=Wohn. an ord. Leute. Mauritiusw. 84. De 2 Zimmer zu vermieten Heribertusstraße 10. 5 Zim. Hintery. zu vern Deutz, Freiheitstraße vermieten 63. öbl.., a. tage= u. wochw.,.b Maximinenstr. 52, Zig.=Gesch Maschinenbau, Hoch= u. Tiefbau. Spezialkurse zur Verkürzung des Studiums. Prosp. frei.“ Großh. Baurat Dir. Klücher Schnittmuster.anen garderobe nach Maß. Nur Neumarkt 13, Moden=Akademie. Dir. C. Laube. Ia. frischer Spargel 10 Pfund-Postkolli 3,75 M. Ad. Jagemann, Versand, Braunschweig. * gr. leer. Zim. an einz. Herrn ok Dame z. v. Lübeckerstr. 5, Mietgesuebe) 5 Zimmer, Küche, Spind u. Man sarde zu vermieten. Leucht= und Heizgas vorh. Nur vom Eigentümer bewohnt. Frankstraße 20. für 1. Juli, woselbst ihm Ge legenheit zu einer gründlichen Ausbildung geboten ist. Gefl. Angebote u. Nr. 1055 an die Geschäftsstelle d. Bl. elterer Mann sucht Stelle als Hausknecht, Lagerarbeiter für alle Hausarbeit uno zum Handwagenfahren. .=On. u. 1060 a. d. Gesch. d. Bl. Schönes haus 11 Räume, eingeschl. Garten, zu verkaufen, auch ganz oder geteilt zu vermieten. Köln=Merheim, Floriansgasse l5. schöne Mausardenzimmer Luremburgerstraße 11 an ruhige Leute per 1. Juli zu verm. Besch. Luxemburgerstr. 9. Venloerstr. od. nächste Nähe Unterhaus von ca. 6 Räumen, event. ganzes kleines Haus oder Parterre-Raum nehst Wohnung auf der Etage zu miet. gesucht. Offerten unt. Nr. 1040 an die Geschäftsstelle d. Bl Iustalten) 1500000 Mark Hypothekengelder zu 4½% auf 10 Jahre unkündbar, sind bei uns angemeldet. Beleihungsanträge nehmen wir entgegen. Außerdem beschaffen wir Kommunaldarlehen und Barkredite zu günstigen Bedingungen. Rhein. Handelsgesellschaft m. b. H. zu Essen=Ruhr. Tel.=Adr.: Rheinhandel. Tel. 1798. Apfelwein 10 Flaschen(ohne Glas) 3 Mark frei Haus.* Heumarkt 18. Fernspr. 766. C. Gesse, Damen= und HerrenSchirme, gut und solide, nur 1,75, 1,95, 2,10,.40 usw. bis 11 K. im Stapelkaufhaus Pinscher, Rüde, schwarz mit braun. Abz., 1 Jahr alt, niedliches Tierchen, hübsch kup., echte Rasse, billig zu verkaufen. * Off. u. B 114 a. d. Gesch. Fülpicherstr. 233 Zu verm.: Ladenlok. m. Wohn., abgeschloss. 2. Etage, 4 Räume, desgleichen 3. Etage, 4 Räume. Bescheid daselbst bei H. Kurth. Alleinstehender Herr sucht Näbe Stadtwald oder Velksgarten drei unmöbliertes Zimmer mit Frühstück und aufmerksamer Bedienung. Fr.=Offerten unter A 82 an die Geschäftsstelle d. Bl. 3000 od. 21000 fl. auf ein fast neues Haus gegen doppelte Sicherheit gesucht. Off. u. 1048 an d. Gesch. d. Bl. Arbeitsgesuche hosenltäger, billig reparier Kolner Hosenträgerfabrik Severinstraße 95B. Kasparstraße 22 2 schöne, große Zimmer 2. Et., straßenwärts, an ruhige, anständige Leute zu vermielen. Kippes, Nordstraße 10, 1. Et., abgeschl., 4 Räume u. Veranda, z. verm. Bescheid im Unterhause. Aeltere Dame — sucht sofort 2 unmöblierte geräumige Zimmer 1. Etage(mit abgeschl. Raum auf d. Speicher) und etwas Bedienung bei netter Bürgerfamilie in Ehrenfeld oder Melaten.* Offerten mit Preisangabe unt. A 84 an die Gesch. d. Bl. sichen=Schlafzim.=Einrichtung modern, mit 2tür. Spiegelschr., 140cm br., 1 Waschkommode mit Marmor u. Spiegel, 2 Nachtk. mit Marmor, 2 Betten nur 350.K Ehrenfeld, Keplerstr. 2 Zn verkaufen) Wirtschaft zu verkaufen oder zu vermieten. Bierverbrauch 600 Hektoliter. Korn und Liköre sehr bedeutend. Offerten unter J B 320 a. d. Annahmest. Hansaring 115. Eisschrank, maschine, Garderobeständer, Vogelständer, 1 Geldschrank, ausgestopfte Vögel zu verkaufen Classen=Kappelmannstr. 32. Ein klein. Spezerei-, Obk.=, Gemüse- usw. Geschäft wegen anderer Unternehmungen sofort billig zu übertragen. 4- bis 500 M. erforderlich. Off. u. 1059 an die Gesch. d. Bl. Erische Trinkeier, hiesige I dicke Landeier liefert an Private und Geschäfte gegen Kasse billig Geflügelhof„Rote Erde“. Wolbeck in Westsalen endelwaschmaschine erstklass. Fabrikat 13, 25, 38.K, prima Zeißwringm. 12, 14,17./, Steh= u. sischmangel 15, 25, 35, 42./6. Schaafenstraße 10. statt 170 K. nur 55 rantieschein. mal gefahren, " F a b r i k a t, kur 59 K. u. GaSchaafenstr. 10. Schönes Sofa, gepolst. f. 15.f z. vk. Blücherstr. 6, Nippes. Anzeigen-Annahme-Stellen des Kölner Local=Anzeiger. In Köln: Agrippastr. 30, P. Steffens. Altermarkt 60. Wilh. Pohl. Breitestraße. Ecke Drususgasse (an Minoriten), Seb. Güsten. Breitestr. 167, Geschw. Antoni. Eigelstein 115, Jos. Vierkotten. Follerstr. 97, Werner Dohm. Friedrich=Wilhelmstraße 3, Wwe. Oskar Haack. Friesenplatz 23, Frau A. Kaminsky. Friesenstr. 43, Heinr. Gerconsdriesch 2. Geschw Klauck. Hansaring 115, Ecke felderstr., Verkaufsstelle Franz Schieffer. Hohepforte 6, Peter Küpper. Luremburgerstraße 9, Franz Kalker. Malzbüchel 13, Jakob Zope Mariahilfstr. 2(Eing. Merovingerstr.), Paul Riewoldt Mittelstraße 33, Heinr. Dünn Martiusfeld 5, Karl Altgassen Perlengraben 13, W. Imhoff. Rothgerberbach 44, Wwe. J. E. Foerg. Schillingstr. 21, Ecke Neußzerstraße, Franz Inden. Severinstr. 45, Frau C. Chriske Waisenhausgasse 61(Eing. Siebenburgen), Frl. Maria Landskron. Weyerstr. 11, Josef Philipps. Zülpicherstraße 4, Karl Remy. In Deutz: Siegburgerstr. 43, Joh. Rick. Tempelstraße 1, Jos. Benedict. In Kalk: Hauptstr.107, Wwe. P. Adolffs. Kirchstraße 4, Hud. Breuer. In Mülheim a. Rh.: Wallstraße 121, Karl Ritter In Nippes: Hauptvertretung: Cranachstr. 5(an der Neußer. straße), W. Schmitt. Merheimerstr. 83, H. Mode mann. Sechzigstr. 71, Pet. Schäfers. Wilhelmstraße 4, M. Flock. In Ehrenfeld: Geisselstraße 12, A. Heesen. Venloerstr. 252, Josef Zacher Venloerstr. 366(gleich hinter d. Bahnüberg.), Paul Göbbels. In Lindenthal: Dürenerstraße 179, Wilh. Jos. Antoni. In Sulz: Verrenratherstraße 165, Joh. Bömer. In Bayenthal: Goltsteinstr. 56, Ew. Stamm. In Porz Bahnhofstr. 47, Ww. P. Adolffs Anzeigen für die Nummer desselben Tages werden bis morgens 9 Uhr, in den Vororten bis abenos vorher 8 Uhr, angenommen. Einzelne Nummern 5 Pf. ebendaselbst. #. Wir laden alle unsere Mitbürger auf das dringendste ein, 4O sofern sie den Kölner Local= Anzeiger noch nicht täglich erhalten, auf dieses berufene Organ ihrer Haupt=Lebensinteressen, sowohl der wirtschaftlichen wie der geistigen, für nur 10 Pfg. wöchentlich oder 40 Ofg. monatlich(täglich frei zur Wohnung gebracht), mit der Unterhaltungsbeilage Colonia, zu abonnieren. Man sichert sich dadurch eine äußerst anregende, spannende und doch sittenreine tägliche Unterhaltung. 4O 40 C0 Die Zahlung bitten wir an unser Träger=Personal zu entrichten, welches dafür besondere Zustellkarten als Quittung verabfolgt. Anmeldungen(mündlich oder durch Postkarte) nehmen außer der Geschäftsstelle, sowie sämtlichen 40 Anzeigen=Annahmestellen auch alle auswärtigen Agenturen gern entgegen. 66666600 Patente und Müsterschutz erwirkt prompt bei mäßiger Berechnung im Patentfach erfahrener Ingenieur. Anfragen unter A 79 an die Geschäftsstelle d. Bl. Wenige ESREN Groschen.2) genügen vielleicht schon, um ein überflüssiges Kleidungsstück durch eine Anzeige im((A) zu verkaufen. Gesellschaftswagen für 10 Personen. Orschel, iehl, Stammheimerstraße 133. Pfand=Annahme Peterstraße 21. fand=Annahme Eintrachtstraße 113, a. d. Viktoriastr. Kath. Mann vom Lande, Ende 30, solide u. fleißig, sucht zwecks Heirat die Bekanntschaft mit kath. bürgerlichen Mädchen. Offerten u. K R 80 wenn möglich mit Bild an die Agentur A. Jakob, Siegburg. M K 974 (Fortsetzung von Seite.) Preisverteilung zu geben, würde den zur Verfügung stehenden Raum bei weitem übersteigen; wir können daher nur die Hauptergebnisse mitteilen: Sieger im Sechskampf der I. Abteilung waren: 1. Hager von der Turngemeinde Nippes mit 120½ Punkten; 12. Wendsch, Jecht= und Turnklub Köln, 117½ Punkte; 3. Jos. Mahlberg, Kölner Turnverein, 115½ Punkte; je einen 4. Kranz P. Musch und Max Bendix, Allgemeiner Turnverein Köln; 5. Greifenstein, Bonner Turnverein; 6. Wilh. Hülsmann, Raderthaler TurnVerein. Es wurden in der ersten Abteilung außerdem noch 7 Kränze verteilt.„ Die ersten Sieger im Sechskampf der II. Abteilung waren: 1. Karl Reusch, Kölner Turn=Verein, 123½ Punkte; 2. Karl Schröder, Turngemeinde Mülheim, 123 Punkte; 3. Jos. Peterhof, Turn= und Fecht=Verein,.=Gladbach, 119 Punkte; je einen vierten Kranz erhielten Fritz Otto vom Kölner Fecht= und Turn=Klub und Messem vom Bonner=Turn=Verein; 5. M. Rohloff, Turn= und FechtVerein Nippes; 6. Jos. Lau, Turn=Verein Schlebusch. Außerdem wurden noch 49 Turner Sieger. Im Stafettenlaufen über 400 Meter wurden Sieger: 1. Allgemeiner Turn=Verein Köln in 66 Sekunden; 2. Raderthaler Turn=Verein in 67 Sek.; 3. Turn= und Fecht=Verein Nippes in 68 Sek. Im Vereins=Wetturnen der ersten Abteilung der ersten Klasse wurden Sieger: 1. Turngemeinde Mülheim mit 32 Punkten; 2. Turnverein Mülheim, und je einen dritten Kranz erhielten Eustirchener Turnverein und Bonner Turnverein und einen vierten der Turn= und Fechtverein Nippes. In der zweiten Abteilung wurden Sieger und erhielten Kränze: 1. Allgemeiner Turnverein Bonn, 2. Turngemeinde Nippes, 3. Allgemeiner Turnverein Köln, 4. Germania Bonn; ferner erhielten noch zwei Vereine Kränze. In der dritten Abteilung wurden Sieger: 1. Kalker Turnverein, 2. Turn= und Fechtverein Porz, 3. Ehrenfelder Turnverein, 4. Turnund Fechtverein.=Gladbach; ferner erreichten in dieser Abteilung noch 16 Vereine Kränze. Nach Ueberreichung der Auszeichnungen an die Sieger ordnete sich gegen 9 Uhr abends der Zug und zog unter Fackelbegleitung über die festlich beleuchtete Neußerstraße zum Tivoli, wo das Fest seinen Abschluß in einem Festball fand. Neues aus Köln. K. Ein Straßenbahnunglück entstand am Sonntagnachmittag an der Ecke Schildergasse und Neumarkt; mehrere Personen wurden verletzt. Der Polizeibericht meldet darüber: Gestern um.35 Uhr nachmittags fand Ecke Schildergasse und Neumarkt dadurch ein Straßenbahnunglück statt, daß der letzte Sommerwagen eines Straßenbahnzuges der Linie Lindenthal— Mülheim anscheinend infolge Anstoßens an die Zunge der Weiche durch Nachgeben der Stützstreben das Dach verlor. Mehrere Personen erhielten durch Glassplitter Schnittwunden im Gesicht, einem Herrn wurden mehrere Zähne ausgeschlagen. Von der Straßenbahn=Direktion erfahren wir— allerdings erst auf Aufrage— folgendes: Gestern abend 6 Uhr 34 Min. entgleiste Ecke Neumarkt und Schildergasse, gegenüber dem PolizeiPräsidium ein offener Beiwagen der Straßenbahnlinie 2, Lindenthal—Mülheim(Rhein). Der entgleiste Beiwagen lief auf das nördliche Kreuzungsgeleis. In dem Augenblick kreuzte ein von der entgegengesetzten Richtung kommender Straßenbahnzug. Er riß das Tach des entgleisten offenen Beiwagens ab. Das Dach fiel zur Erde. Der Beiwagen wurde auch sonst noch beschädigt. Soweit bis jetzt festgestellt, sind bei dem Unfall sechs Menschen verletzt worden, außer dem Schaffner des entgleisten Beiwagens noch fünf andere Personen. Die Untersuchung über die Ursache des Unfalles ist eingeleitet. Wie uns ein Augenzeuge berichtet, wurde das Dach des offenen Beiwagens von dem Triebwagen heruntergerissen und traf die Fahrgäste. In einer Zuschrift, die wir von sachverständiger Seite erhalten, wird darauf hingewiesen, daß die offenen Beiwagen zu leicht gebaut sind. Sie hüpfen leicht aus dem Geleise und bilden so eine ständige Gefahr für die Fahrgäste. Die offenen Beiwagen seien deshalb der besondern Beachtung der Straßenbahndirektion zu empfehlen. Unser=Berichterstatter meldet: Der Sommerbeiwagen eines von Lindenthal kommenden Straßenbahnzuges entgleiste an der Kurve der Schilder= und Krebsgasse und fuhr noch eine kurze Strecke weiter. In demselben Augenblicke kam gerade ein Straßenbahnwagen mit zwei Anhängewagen von Mülheim her aus der Krebsgasse und fuhr gegen den entgleisten Sommerwagen, wodurch an diesem das hintere Dach eingedrückt wurde. An dem Wagen wurden eine Anzahl Fensterscheiben zertrümmert. Der Zusammenstoß war dadurch, daß die beiden Straßenbahnwagen sich im selbigen Augenblicke kreuzten, unvermeidlich. Eine Anzahl Fahrgäste, die sich in dem betreffenden Sommerwagen befanden, erlitten durch das einstürzende Dach und durch die entzwei gegangenen Fensterscheiben mehr oder weniger schwere Verletzungen. Ein Kaufmann aus der Lindenstraße erlitt erhebliche Schnittwunden an der Unterlippe, auch wurden dem Herrn mehrere Zähne eingeschlagen. Ein Fahrgast aus der Ludwigstraße trug nicht unerhebliche Schnittwunden am Halse, ein Mann vom Rinkenpfuhl Schnittwunden am Kinn, ferner eine Dame Schnittwunden am rechten Arm davon. Den vier Verletzten wurde auf der nahegelegenen Präsidialwache von einem Arzt aus der Dagobertstraße die erste Hülfe geleistet. Einige Personen, die durch Glassplitter leicht verletzt wurden, entfernten sich gleich nach dem Unfall. Die herbeigerufene Feuerwehr hob den zertrümmerten Wagen wieder in das Geleise. Durch den Vorfall wurden eine größere Betriebsstörung sowie ein großer Menschenauflauf hervorgerufen. I2 Drinz Oskar von Preußen traf heute morgen.15 Uhr per Salonwagen, von Berlin kommend, auf dem hiesigen Hauptbahnhofe ein und fuhr mit seinem, am Bahnhofvorplatze bereit stehenden Automobil zur Fortsetzung seiner Studien nach Bonn weiter. K. Hart büßen muß ein 12jähriger Junge aus der Flandrischestraße seine Unvorsichtigkeit. Er schlug mit einem Hammer eine Patrone ab, sodaß sie sich entlud. Dem Jungen wurde die Hand zerschmettert. Co Folgender Vorfall spielte sich gestern morgen an der Niehlerstraße, in der Nähe des Zoologischen Gartens, ab. Es war gegen 8 Uhr, als zwei junge Leute einen etwa 30jährigen Mann, der Mütze und Pantoffeln trug, mit einem fünf bis sechs Jahre alten Mädchen beobachteten. Nichts Gutes ahnend, versteckten sich die jungen Leute und merkten nun, wie der Mann das widerstrebende Kind durch Verabreichung von Süßigkeiten zu veranlassen suchte, mit in eine Nebenstraße zu gehen. Das Mädchen aber sträubte sich und weinte, worauf es der Mann am Arm nahm und mit sich zerrte. Nun aber eilten die beiden jungen Leute herbei und faßten den Mann kurzer Hand beim Kragen. Kreidebleich schrie dieser um Hülfe.„Wat häß do met dem Kind för?" riefen beide, wie aus einem Mund. Der Angefallene antwortete:„Das ist mein Töchterchen, die nicht mit nach Hause will." Das kleine Mädchen weinte heftig, und einer der jungen Leute fragte es, wer der Mann sei, und das Kind, die Beine des Mannes umklammernd, rief: „Vater, Vater, ich geh ja mit zur Mutter!" Da wußten die beiden jungen Leute, daß sie sich in einem Irrtum befanden. Man unterhielt sich noch einige Zeit über das gemeine Verbrechen, das in jener Gegend an einem vierjährigen Mädchen verübt und noch immer nicht gesühnt sei, worauf man sich schließlich an der Wohnung des Mannes mit Händedruck verabschiedete. Gelandete Leiche. Heute vormittag wurde im Rhein am Frankenwerft die Leiche eines dem Arbeiterstande angehörigen Mannes, die schon seit längere Zeit im Wasser gelegen zu haben scheint, gelandet. Der Tote stand in den dreißiger Jahren, die Leiche wurde nach Melaten gebracht. * Vermißt. Der Maschinenschreinerlehrling Peter Jakob Küpper, geboren 27. Juni 1892 zu Köln, hat am 5. d. M. seine elterliche Wohnung, Waisenhausgasse 9, verlassen und ist nicht zurückgekehrt. Personalbeschreibung: Größe: 1,30 Meter, Gestalt: schwächlich, Haare: blond, Gesicht: blaß, Stirn: hoch, Augen: braun, Augenbrauen: blond, Nase: klein, Ohren und Mund: mittel, Zähne: lückenhaft; besondere Kennzeichen: eine Schnittnarbe auf der Stirn. Bekleidung: gestreifte Hose, schwarzes Jackett, gestreifte Weste, wollene Jacke, gestreifte Mütze, Schnürschuhe. □ Ertrunken. Heute vormittag gegen 9½ Uhr stürzte ein Arbeiter, der mit Montierungsarbeiten an der Südbrücke beschäftigt wurde, in den Rhein und ertrank. 1 Dienstmädchen und Rind verschwunden. Am Samstag nahm ein in der Thieboldsgasse wohnender Wirt ein Dienstmädchen an, das er alsbald darauf ausschickte, für 1,20 M. Fleisch zu holen. Der Wirt gab dem Mädchen sein zwei Jahre altes Töchterchen mit. Das Dienstmädchen kehrte jedoch nicht mehr mit dem Kinde nach Hause zurück und unterschlug dem Wirte das Geld. Man setzte hiervon sofort die Polizei in Kenntnis. Gestern nachmittag fand man nun das Kind allein auf dem Perlengraben vor, wo das verschwundene Dienstmädchen es ausgesetzt hatte. Das Kind wurde den besorgten Eltern zugeführt. Ueber das Dienstmädchen, dessen Namen man nicht kennt, fehlt jeder Anhaltspunkt. finden morgen, den 16. Juni, statt. Wie wir in der gestrigen Nummer schon mitteilten, ist der Wahlakt für Köln=Stadt auf morgens 9 Uhr im Gürzenichsaale angesetzt. Die beiden Zentrums=Kandidaten werden in der Reihenfolge gewählt, daß der Name des Abg. Trimborn an erster Stelle und der des Hrn. Frank erst an zweiter Stelle genannt wird. Die Abgeordnetenwahlen für den Wahlkreis MülheimSiegkreis=Wipperfürth finden vormittags 9 Uhr in Mülheim, im Magdeburgschen Saale Freiheitstraße 123/125 statt. Es sind drei Abgeordnete zu wählen. Die Reihenfolge der Zentrumskandidaten ist: Dr. Karl Becker, Landgerichtsrat, Köln=Braunsfeld; Heinrich Beyer, Eisenbahnschlosser, Dortmund; Heinrich Brors, Rentner, Krefeld=Bockum. Den 774 von der Zentrumspartei gewählten Wahlmännern in Mülheim stehen 134 liberale und 57 der sozialdemokratischen Partei gegenüber. Wenn auch die Wahl dem Zentrum sicher ist, so gilt es doch, eine möglichst hohe Zahl auf seine Kandidaten zu vereinigen. Die Abgeordnetenwahlen für Köln=Land. Beraheim und Euskirchen finden am Dienstag vormittags 10 Uhr im Gasthof Belvedere in Brühl statt. Jeder Wahlmann muß pünktlich zur Stelle sein. Die Wahl erfolgt, indem jeder Wahlmann einzeln, nachdem sein Name in der Reihenfolge des Wahlmännerverzeichnisses aufgerufen ist, an den vor dem Wahlvorstand aufgestellten Wahltisch tritt, auf Erfordern sich legitimiert und, nachdem nötigenfalls sein Name in dem Verzeichnis aufgesucht ist, die Namen der Abgeordneten nennt. Jeder Wahlmann muß im Wahllokal bleiben, bis der Wahlkommissar die Wahl für geschlossen erklärt. Bitte ausschneiden und einsenden an die Geschäftsstelle des Kölner LocalAnzeigers, Köln, Marzellenstrasse 35. Bestellschein. Unterzeichneter wünscht vom ab Zustellung des Strasse Gemeinde (Bitte recht deutlich schreiben.) Gesellschafts= und Vereinsleben. * Die„Reister Gerhard-Gilde“, Vereinigung studierender Kunstgewerbler, unternahm am Samstag eine Exkursion zur PhotoChemigraphischen Kunstanstalt und Kölner Schriftgießerei, Inhaber I. Fröbus, Moltkestraße 127. Unter der liebenswürdigen Führung des Inhabers gewannen die Teilnehmer während der zweistündigen Besichtigung einen genauen Einblick in die Verfahren und Prozeduren, welche bei Herstellung von Klischees aller Art angewandt werden. Gleich interessant gestaltete sich die Besichtigung der Schriftgießerei; die Teilnehmer werden ihr Wissen um ein gut Teil bereichert haben. von Nah und Fern. ** Die Eröffnung der ersten Imkerschule Deutschlands, die in Preetz vom Schleswig=Holsteinischen Landesverband für Bienenzucht errichtet worden ist, hat dieser Tage stattgefunden. (2 Hagen, 13.Juni1908. Die Frau eines Bahnarbeiters wurde gestern abend im Keller von Krämpfen befallen, als sie gerade ein Streichholz angezündet hatte. Hierbei fingen ihre Kleider Feuer und die Frau vervranni— In Drolshagen wurde der Landwirt Schnalzer von einem wütenden Bullen aufgespießt. Sterbend brachte man ihn ins Olper Krankenhaus. (A) Jägerglück. Aus Tanger schreibt man uns: Den Rekord in der edlen Jägerei dürfte wohl Hr. M. Budding aus Emmerich geschaffen haben, der auf der Rückreise nach Europa begriffen ist und zwar in Begleitung eines eigenhändig gefangenen ostafrikanischen Büffels. Es ist das erste und einzige Tier feiner Gattung, das lebend nach Europa kommt. Die Zoologischen Gärten werden sich wohl darum reißen. Außerdem betrug die Jagdbeute drei Löwen, acht Nashörner, ein Elefant, vier Büffel, eine Unmenge Antilopen usw. Der alte Nimrod hat noch würdige Nachkommen. Standesamt der Stadt Köln. 13. Juni 1908. Geburten. Alfr., S. v. Karl Redding, Kaufm., Lupusstr. 26.— Hans, S. v. Peter Berscheid, Versich.=Beamter, Niederichstr. 32.- Kath., T. v. Klemens Mirgel, Bäcker, Severinstr. 192.- Hugo, S. v. Heinr. Nießen, Zuschneider, Limburgerstr. 13.— Aug., S. v. Theod. Gerards, Güterbodenarb., Ritterstr. 34.- Karoline, T. v. Samuel Mayer, Kaufm., Dufsesbach 11.- Johanna, T. v. Karl Seifert, Schlosser, Triererstr. 18. Wera, T. v. Oskar Graßes, Architekt, Görresstr. 16.- Anna, T. v. Sebastian Moll, Anstreicher, Friedrichstr. 72.— Barthol., S. v. Heinr. Klemmer, Tagel., Agrippastr. 69.— Ernst, S. v. Waldemar Cosson, Buchhalter, Gr. Witschg. 25A.„ Agnes, T. v. Heinr. Jung, Tagel., Martinstr..- Kath., T. v. Peter Klütsch, Tagel., Lövenich.- August, S. v. Joh. Koep, Magazinarb., Severinstr. 11.- Otto, S. v. Ernst Breitenbach, Polsterergeh., Alteburgerstr. 5. Sterbefälle. Emil Bender, Gelegenheitsarb., unverh., 23., Auf dem Rothenberg.- Karl Robertz, Agent, unverh., 45., Übierring 12. Kath. Thiebes, geb. Reuter, 64., Beuel.= Hilde Jacoby, 2., Schilderg. 82—.„ Franz Müller, 1., Im Weichserhof 38.- Peter Adrion, 12., Koelhoffstr. 4.— Anna Steingaß, geb. Schneider, 62., Aegidiusstr. 73.- Odilia Zous, geb. Bröhl. Wwe., 54., Gr. Griechenmarkt 120.- Marg. Dick, 15., Eifelwall 52.- Gertr. Höhmann, 2., Rosenstr. 17.- Christine Kamps, 1., Zugweg 20.- Hugo Inderfurth, Wwr., o.., 82., Goltsteinstr. 34.- Helene Grimm, 4., Brüsselerstraße 77. X Heiraten. Jos. Breydahl, Friseur, u. Josefine Jung, beide v. Aachen.- Jul. Jürgens, Schuhm., v. Altona, u. Anna Faymonville, v. Elsenborn.- Joh. Kalb, Schlosserges., v. Bebra, u. Anna Wilbert, v Mülheim.- Wilh. Bendir, Artist, u. Wilhelmine Bettmann, beide v. hier.- Julius Liers, Fouragehdlr., v. Ihlow, u. Marg. Koch, v. hier. Otto Hasberg, Buchhalter, v. Lindlar, u. Hulda Schneider, v. Netzschkau.= Jakob Fischbach, Wwr., Fabr.=Arb., u. Marg. Kessel geb. Jungen, Wwe., beide v. hier.- Wilh. Odenhoven, Wwr., Sandgrubenarb., v. Morschenich, u. Kath. Schmitz geb. Kreutz, Wwe., v. hier. Jak. Kauth, Straßenb.=Wagenf., v. Duisburg, u. Karol. Haprich, v. hier.= Eduard Angerer, Brauereibuchh., v. Laufen, u. Maria Aloyse Heinisch,.Vingst. Beirats=Ankündigungen. Franz Mennicken, Straßenbahnschaffn., Mauritiuswall 26, u. Maria Hendrichs, Kl. Griechenm. 80.- Alexander Novak, Friseur, Rotenberg 4. u. Anna Wiegard, Salzgasse 2.- Franz Engelen, Wwr., Buchh., Benefisstr. 28, u. Maria Prell, Königin AugustaHalle 37.- Karl Schmitz, Kopist, Neußerstr. 317, u. Klara Kaiser, Gr. Brinkg. 20/24.- Peter Simons, Fabrikarb., Melchiorstr. 25. u, Christine Orschall, Mörserg. 27/29.— Jos. Brachetti, Wwr., Eisenbahnsekr., v. Essen=Ruhr, u. Christine Consten, Burgmauer 64.- Heinr. Hermani, Fabrikarb., u. Mathilde Marx, geb. Kommer, Wwe., beide Hamburgerstraße 13.- Joh. Kunst, Buchhalter, v. Frechen, u. Anna Würthenberger, Kümpchenshof 21.- Heinr. Siekmann, Zuschneider, Friesenw. 23, u. Hedw. Lobitz, Friesenwall 5. Kölner Viehmarkt. Kömn, 15.Juni1908. Schlachtviehmarkt. Bericht der Notierungskommission. Auftrieb: 609 Ochsen: a. vollfleischige, aus gemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren M. 80, b. junge fleischige, nicht ausgemästete, ältere ausgemästete 74-77, c. massig genährte junge und ältere 68-70, d. gering genährte jeden Alters 60-64. 517 Kühe; a. vollfleischige ausgemästete Kalben höchsten Schlachtwertes Mark 00, b. vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 74-75, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Kalben 68-70, d. mässig genährte Küheund Kalben 62-65. 196. Bullen. a. vollfleischige ausgemästete bis zu 5 Jahren, 70-72, b. vollfleischige jüngere 68-69, c. mässig genährte jüngere und ältere 65-67, d. gering genährte jüngere und ältere 62-64, alles die 50 Kil. Schlachtgewicht. Ziemlich lebhaft aber voraussichtlich nich ganz geräumt. 582 Kälber, a. M. 92, Doppellender bis 106, b. 85-87, c. 70-80. Lebhaftes Geschäft. Keine Schafe. Am 15. Juni wurden an frischem, geschlachtetem Fleisch aus Holland eingeführt: 176 Viertel Grossvieh, 94 Kälber. 3140 Schweine, a. M. 63, vorgezeichnete teilweise 1 M. mehr, b. 5960, c. 54-57. Prima Ware lebhaft, sonst langsam. Fleischpreise im Grosshandel, das Kilo: A. Hiesige Schlachtungen: Rindfleisch: Ochsen 1. Beschaffenheit M. 1,48-1,50, 2. M..40— .44, 3. M..36—.38. Kühe: 1. Beschaffenheit M. 1,38-.40, 2. M. 1,30-1,32, 3. M..20-1,24. Schweinefleisch: I. Beschaffenheit M..38— .42, 2. M. 1,34-1,36, Speck M. 1,00. B. Eingebrachtes Fleisch: Rindfleisch: 1. Beschaffenheit M. 1,26—1,30, 2. M..20-.24, 3. M..16— .18. Kalbfleisch: I. Beschaffenheit M..52-1,56, 2. M..44-1,46, 3. M. .24-—1,28.„Doppelender M. 2,00. Lebhaft. Häute.(Preise vom 15 Juni 1908) Stier- 63, Kuh- und Rinder- 82, rothaarige Ochsen- von 45 Kil. aufwärts 82, desgl. von 40-44½ Kil. aufwärts 86, flache Berliner Ochsen- 78, Kalbfelle mit Kopf 111, ohne 131 Pfg. das Kil.— Fett 52-62 Pfg. das Kil.; Nieren bis 70 Pfg. Fruchtpreise. K Köln, 15.Juni1 908. Fruchtmarkt. Heu 8,00-10,40, Maschinenstroh (Roggen) 3,70, Richtstroh(Flegeldrusch).00. Krummstroh.40 die 100 Kil. a Neuss, 15.Juni1908. Fruchtmarkt. Weizen, 1. Sorte M. 20.60. 2. 19.60. Roggen, I. Sorte M. 19,10, 2. 18.10, Hater, 1 Sorte M. 16.80, 2. 15.80 die 100 Kil. Kartoffeln M. 3,00-.50. Heu M..50-4,00, Luzernerheu M..40 die 50 Kil. Krummstroh M. 15,00, Breitdruschstroh M. 17.00 die 500 Kil. Kleie„. 6,00 die 50 Kil. Preise unverändert. Wetterbericht der Kölnischen Volkszeitung. Köln, 15.Juni1908. Während über dem Kontinente das Barometer ziemlich hoch steht, ist der Norden Europas von Depressionen bedeckt; von diesen erstrecken sich Ausläufer nach Westrussland und nach dem Westen Irlands. Gestern war das Wetter ziemlich kühl, dabei wolkig und veränderlich, und im Nordwesten fiel strichweise leichter Regen; dabei war es zeitweise windig aus westlichen Richtungen. Auch heute ist der Himmel meist wolkig, nur im Nordwesten vereinzelt heiter. Mutmassliche Witterung für den 18. Juni: Noch immer etwas kühl, besonders morgens. Wetter wolkig bis halb heiter. Strichweise Regen ist für die nächsten Tage nicht ausgeschlossen. Wind südlich bis westlich. Wasserstand am 15. Juni 1908. Mannheim, 11 vorm.,.61—.19 m Köln, 11 vorm., 3,13—0,21 m Caub. 9 vorm., 2,93—0,17 m Wesel, 9 vorm., 2,37—0,20 m * Wasserwärme am 13. Juni, morgens 11 Uhr: 17½° C. Wenn Sie Kaffee keit, Herzklopfen,#bbehmn— gis'ehme Zustände danoch bekommen, so machen Sie einmal einen Versuch mit dem Cofseinfreien Kaffee HAC(Schutzmarke Rettungsring), der in verschlossenen ½ Pfundpaketen in allen besseren Geschäften zum Preise von.20 Mkt. und höher per Pfund zu haben ist. Vergleichen Sie außerdem seinen Geschmack mit dem anderer im Preise gleicher Kaffeesorten, und Sie werden finden, daß er auch in dieser Beziehung den Vorzug verdient. Er schmeckt weicher und lieblicher und hat das volle, schöne Aroma der edelsten Sorten. Er ist der einzige Kaffee, der bei Blutarmut, Nervosität, Nierenleiden. Gicht usw. ärztlich ohne weiteres Coffein entwird hergestellt unter ständiger Kontrolle des chemischen Laboratoriums Fresentus=Wiesbaden von der Kaffee=Haudels-Ulten=Gesellschaft Bremnen. Lasserr Sie sich nicht irremachen von Verkäufern, die ihn noch nicht führen. sondern urtetlen sie selbst! (Nachdruck verboten.) Flechten. Ich war auf dem ganzen Leibe mit einer Art Flechte behaftet, welche mich durch das ewige Jucken Tag und Nacht nicht in Ruhe ließ.— Nach einer Einreibung von kaum 14 Tagen mit Zucker's Patent-Medizinal-Seife waren meine Flechten vollständig verschwunden. Deshalb lasse ich es mir nicht nehmen, Ihnen hiermit tausendmal Dank zu sagen, denn Ihre Zucker's Patent-Medizinal-Seife ist nicht Mk. 1,50, sondern Mk. 100 wert. Ich habe und werde, soviel ich kann, jedem dieses wirkungsvolle Mittel empfehlen. Greifswald, 12. April 1907.., S. In ähnlicher Weise äußern sich viele Andere, die an Flechten, Hautgeschwüren, Hautjucken, juckenden Hantausschlägen, Furunkeln, Mitessern, Pickeln, Blüten, Wimmerln, Röten 2c. leiden, über die Wirkung von Zucker’s Patent- Medizinal-Seife. D. R.., ärztlich empfohlen und tausendfach bewährt, Preis 50 Pfg.(kleine Packung, 15%ig) und Mk..50(große Packung, 35%ig, von stärkster Wirkung). Lediglich diese, von vielen Seiten bestätigte Wirkung und die große Macht persönlicher Empfehlung begründen die starke Verbreitung von Zucker’s Patent- Medizinal-Seife. Nicht weniger glänzend sind die Urteile über die nach dem gleichen Patent hergestellte, im Gegensatz zu obiger wunderbar mild wirkende ZuckoOh=Seife, Preis 50 Pfg., (kleine Gebrauchspackung) und Mk. 1,50(große Geschenkpackung), sowie über den unnachahmlichen Zuck 900.Crème, den herrlichsten und einzigartigsten aller Hautcrèmes, Preis Mk.—, Probetube 75 Pfg. Jeder, der bisher vergeblich hoffte, mache einen Versuch. Für die zarte Haut der Kinder verwendet die denkende Mutter Bitumoor=Kinder=Seife, D. R.., Preis 50 Pfg. und Bitumoor=Kinder=Crème, Preis 40 Pfg., Doppeldose 70 Pfg., das Beste, Edelfte und Reinste für die kindliche Haut. Ueberall zu haben. Wo nicht, direkter Versand durch Zucker& Co., Berlin W. 57, Potsdamerstr. 73. Hauptbureau: Jahnstrasse 38, part. ermöglichen Ihnen ein schnelles Vermieten, wie möbl. Zimmer, Läden.## Wohnungen et. Haben Sie solche frei, oder freiwerdend, so melden Sie dieselben in der Ihnen am nächsten belegenen Filiale an. Ebenso übernehmen wir Umzüge nach allen Richtungen in unseren Filialen unter billigster Preisberechnung und vollster Garantie. Unsere Filialen befinden sich: Cöln: Herrn Heinr. Köller, Domhof 2; Herrn S. Goldschmitt, Hohestr. 92: Frl. M. Steindel, Mauritiussteinweg 89; Herrn Max Gäbler, Mastrichterstr. 9; Herrn M. Braschke, Stolkgasse 21; Herrn W. Müller, Weissenburgerstr. 21: Herrn A. Fauere, Schildergasse 117; Herrn Br. Hoppe, Poststr. 15; Herrn C. Inderfurth, Mathiasstr. 1; Herrn Art. Grünewald, Altermarkt Herrn Ehrenfeld: Herrn F. Geiss, Venloersu. Lindenthal: Herrn R. Hoffmann, Dürenerstr. 146: Nippes: Herrn Emanuel Otten, Sechzigstr. 8: Sülz: Herrn J. Grantsch, Berrenratherstr. 196: Kalk: Herrn Fritz Horstmann, Hauptstr. 119: Mülheim: Herrn Frz. Jos. Greven, Buchheimerstr. 19. Brühl: Herrn Chr. H. Kerp, Bahnhofstr. 11. Zechenkoks ∆ 6 in sämtlichen Körnungen 4TIT-" 18•144 waggon- und fuhrenweise Hausfrauen versuchet SIMONSBRILLANT Spezialität: Prima Ruhr. Anthrazit. Nusskohlen für Sauggas-Apparate. Das beste 5 In Cöln echt in all. Apotheken u. bei M. Hamecher, Schilder= asse 43/5, Joseph Lenkenbach, Hohe Pforte 9a, E. Pohlen Jun., Hohe Str. 64, Jacobine Schlüssel, Hohe Str. 83, Otto Bleeke. Weyerstr. 98, Heinr. Enes Nachf., Ehrenstr. 10/12, o. Katterbach, Severinstr. 172, R. Jaski, Habsburgerring 28 vis--vis Opernhaus, L. Loerick, Breite Str. 80, C. Schreiber, Schildergasse 78/80, Albert Wiegand, Nachener Str. 12, Fritz Wiegand, Chlodwigplatz 4, Rud. Oppermann, Am Hof 33, H. Gerstner Rchf., Breite Str. 175, Fil. Barbarossa=Drog., Weyerstr. 91, Herm. Sieger, Hohenzollern=Ring 29, Dr. Franz Dietrich, Eigelstein 34, A. Thiemann, Alter Markt 58, Mohren=Drog., Schildergasse 114, Georg Schneider, Ehrenstr. 79, Merkur=Drogeric Joh. Junck, Mathiasstr. 26, Willy Schellenberg, Breite Str. 37/9. Deutz: A. Thiemann, Freiheitstr. 27/29. Ehrenfeld: Drog. Th. Pegel, Venloer Str. 262. Kalk: Gebr. Kreuter, Hauptstr. 87, P. Loerkens, auptstr. 245, Jos. Schwanenberg, Mülheimer Str. 60. Nippes: W. neb's Drogerien, Neußer Str. 218 u. 283. Engros: Noris Zahn& Co. 85 Tu aus reinem destillierten Wasser für Haushaltungen. Monats-Abonnement: ¼ Block ca. 121 Block ca. 25 Pfe. 12 14. für 30 Tage. Der Bezug kann täglich begonnen werden. Prompte Bedienung. Hirschbrauerei Köln, Abteilung Kristalleiswerk. Köln-Bayenthal, Telephon 2197 u. 3056. Wichtig f. Dächermeister u. Sonderinteres. Welcher Bäckermeister ist bereit, in seiner Bäckerei zu Reklamezwecken einen Dampfbackofen oder Knetmaschine neuesten##ütstt Systems zum äußersten Preis von erstklassiger Maschinen= si fabrik er befördert. Vertreter an allen Plätzen gesucht. Kersett Imperial D. R. P. angm..=S. 268639 Sensat.Neuh.! DasKorsett ist i. Rücken get., schnürt Leibu Hüften sep. gibt hochel Fig. GeradFront. Kein Druck auf den Mag. Aeuß. bequem. Sitz. Pr.: 6, B,10, 12, 15 M. b. zu d. feinst. Alleinverkauf für Köln:* Korsetthaus Imperial Hohenzollernring 4. Tel.9304. Ehrenfeld: Benloerstr. 226, Tel. 8899. nunn etablirt 1869 Möbel-Transport u. Lagerung iystems zum äußersten Preis von erstklassiger Maschinenabrik erstellen zu lassen? Offerten unter„Maschinenfabrik" efördert Daube& Co., Köln a. Rh. 0 L MMNADMAN A 8 Die Kölner Privat-Frauenklinik“ von Dr. P. Bong. Tiktoriastrasse 39 se Fernsprecher 4129 bietet Frauen sachgemässe u. gewissenhafte Pflege im Wochenbette. Arzt im Hause. 3 Klassen. Näheres duren Prospekt. Verienise, wel N seine Vermietungs-Anzeigen im(LA) einrücken lässt, :::::: ist von dem Erfolg steis befriedigt. I S u SS AS SEE WeizenMehl für feinstes Bactewerki und alle Zwecke der Haushaltung. In allen einschlägigen Geschäften zu haben. Ernst Kamp Köln-Ehrenfeld Reisekörbe Neuheiten! Carl Hochherg Seite 6. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 164 a Montag, 15. Juni 1903. Aus der Stadtverwaltung. ∆ Neubau für die Kunstgewerbeschule. Die Stadt Köln ist gemäß dem mit der Staatsbehörde abgeschlossenen Vertrage verpflichtet, für die Kunstgewerbe= und Handwerkerschule einen Neubau zu errichten. Für den Neubau war seinerzeit das Restgrundstück des städtischen Terrains, auf welchem die Gewerbehalle und die Meisterkurse errichtet sind, in Aussicht genommen worden. Bei der Ausarbeitung des Vorentwurfes des Bauplanes hat sich jedoch herausgestellt, daß dieses 3000 Quadratmeter große Restgrundstück nicht ausreichte. Es wurde daraufhin ein 6700 Quadratmeter großes Grundstück neben der Handelshochschule von der Verwaltung in Aussicht genommen, und der Direktor der Kunstgewerbeschule, Prof. Halmhuber, hat bereits unter dem 7. Juni 1907 einen vollständigen Bauplan zum Neubau am Agrippina=Ufer vorgelegt. Der Vorschlag der Verwaltung, die Schule am Agrippina=Ufer zu errichten, fand jedoch in der Stadtverordneten=Versammlung keine unbedingte Zustimmung. Hauptsächlich wohl aus diesem Grunde wurde dann ein Grundstück am Hansaring, nächst dem Kunstgewerbemuseum, in Aussicht genommen, für das Hr. Prof. Halmhuber einen Lageplan nebst Grundrißlösung mit großem sowie einen zweiten mit größerer Tiefenentwickelung des 990f Gebäudes und schmalem Hof im März bzw. im Mai d. I. vorgelegt hat. Die Baukosten sind überschläglich mit 1060777 M. ermittelt worden, und für Grund und Boden wurden 250000 M. ursprünglich in Aussicht genommen; hierbei war allerdings an das kleinere, am Übierring belegene Grundstück gedacht. Beide Summen sind in der letzten Anleihe einbegriffen. Die Herren Stadtverordneten Nöcker, Moritz und Roß haben nunmehr an Hru. Oberbürgermeister Wallraf die Anfrage gerichtet, ob die Absicht des Neubaues bald zur Verwirklichung kommen solle und ob der Neubau durch das Hochbauamt bearbeitet werden solle oder für den Vorentwurf ein Wettbewerb in Aussicht genommen sei. Falls letzteres nicht der Fall sei, beantragen die genannten Stadtverordneten, auf Grund des Bauprogramms den Vorentwurf auf dem Wege eines auf deutsche Architekten beschränkten Wettbewerbes einzufordern, und Hrn. Direktor Halmhuber sowie den Herren des Hochbauamtes anheimzugeben, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Neues aus Köln. * Auszeichnung. Lademeister Johann Öster erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen. 2 Tuftballon. Gestern morgen schwebte ein Ballon mit herabhängendem Seile in einer Höhe von etwa 600 Meter mit ziemlicher Geschwindigkeit in der Richtung von West nach Ost unweit des Domes über unserer Stadt. Er war, von der strahlenden Morgensonne beschienen, etwa eine Viertelstunde lang dem Auge sichtbar. Ein kühner Gaunerstreich wurde dieser Tage mit Erfolg ausgeführt. Auf dem Comptoir eines hiesigen Mühlenbesitzers wurde telephonisch angefragt, ob nachmittags für einen Bäckermeister, mit dem der Mühlenbesitzer in geschäftlichen Beziehungen steht, zwanzig Säcke Mehl abgeholt werden könnten, welche Frage bejaht wurde. Nachmittags erschien dann das Fuhrwerk eines hiesigen Unternehmers, auf dem das Mehl nach Verabfolgung der üblichen Bescheinigung fortgeschafft wurde. Als am anderen Morgen dem Bäckermeister die übliche Rechnung zugestellt wurde, stellte sich heraus, daß man einem Gauner zum Opfer gefallen war. Am darauffolgenden Tage wurde derselbe Streich bei einem Deutzer Mühlenbesitzer versucht. Auch hier erschien das Fuhrwerk eines hiesigen Unternehmers; da man von der erstgenannten Firma unterrichtet worden war, hatte man die Polizei benachrichtigt, die das Fuhrwerk bei seinem Eintreffen mit Beschlag belegte. Der auf der Straße wartende Gauner, der dem Fuhrmann erst nach Empfang der Ware die Adresse angeben wollte, wohin das Mehl befördert werden sollte, war mittlerweile verschwunden. Man hofft jedoch, des Spitzbuben habhaft zu werden. von Nah und Fern. vermehrt 18½jährige Oberprimaner wald erschossen. Der Grund zur Tat ist darin zu suchen, daß der junge Mann fürchtete, infolge eines Konfliktes, in den er mit seinem Direktor geraten war, im Abiturium Schaden zu erleiden. Die Vorgeschichte von dem traurigen Fall ist, nach der Schilderung des Berl. Lokal=Anz., folgende:„Vor mehreren Wochen hatte der 18jährige Oberprimaner Günter St., der die Luisenstädtische Oberrealschule besucht, eine mathematische Arbeit einem Mitschüler zur Durchsicht gegeben, die dieser jedoch ohne Vorwissen des St. abschrieb und für sich verwandte. Diese Unregelmäßigkeit war von dem Mathematiklehrer Professor Faerber bemerkt worden, der später dem Günter St. eine Verwarnung erteilte. Der Schüler hatte seinem Vater, da dieser herzleidend ist, von dem Vorgang nichts mitgeteilt. Am 1. Juni erhielt nun der Vater einen Brief des Direktors Dr. Marcuse, in dem letzterer ihm Mitteilung von der Angelegenheit macht und zugleich der Ansicht Ausdruck gibt, daß sdieser Mangel an sittlicher Reifec bei einem Abiturienten nicht ohne Einfluß auf die Reiseprüfung sein werde. Bei einer Rücksprache mit dem Direktor teilte Herr St. diesem die Auslassungen seines Sohnes mit und fügte hinzu, daß nach seiner Ansicht Günter den schweren Vorwurf, der ihm gemacht sei, nicht verdiene. Nach Angabe des Vaters habe darauf Direktor Marcuse erregt ausgerufen:„Ihr Sohn lügt!e Als dann Herr St. bemerkte, daß diese Charakterisierung des Sohnes mit dem stets als zlobenswerte in den Zeugnissen bezeichneten Betragen nicht in Einklang zu bringen sei, habe ihn Direktor Marcuse mit den Worten: „Wird er auch nicht mehr bekommene, entlassen. Im Verlaufe einer daraufhin angestellten Untersuchung in der Klasse nannte der Direktor den jungen Mann vor der ganzen Klasse einen Esel. Der junge St. nahm sich die Kränkungen so zu Herzen, daß er am Tage darauf sein Elternhaus verließ und zu der Waffe griff.“— Man muß dem genannten Blatte die volle Verantwortung für die oben gemachten Angaben überlassen. Hr. Dr. Marcuse wird kaum umhin können, seinerseits den Tatbestand öffentlich klarzustellen und, wenn es ihm möglich ist, eine befriedigende Aufklärung des tief bedauerlichen Vorkommnisses zu geben. Die Voss. Ztg. bringt eine arstellung des Sachverhalts, in der u. a. gesagt wird, eine Strafe habe der Schüler von der habe der Schüler von der Schule überhaupt nicht erhalten, ferner sei die Behauptung, er habe das Heft dem Mitschüler nicht zum Ahschreiben, sondern nur zur Belehrung gegeben, unwahr. Auch sei der Schüler von seinem Vater hart gestraft worden. Die Voss. Ztg. gibt leider nicht an, woher diese Darstellung, die sie für „unbedingt zuverlässig“, halten zu müssen glaubt und die mit der Darstellung des Berl. Lok.=Anz. in scharfem Gegensatz steht, stammt. Hr. Direktor Marcuse erklärt in einer Zuschrift an ein Berliner Blatt folgendes:„Es ist unrichtig, daß ich dem Vater des Schülers spät t. auf die Frage, ob letzterer sein Examen nicht ein halbes Jahr ater machen könne, gesagt habe:„Dann entlasse ich ihn!e Vielmehr habe ich ihm gesagt, daß sein Sohn nach meiner Meinung die Prüfung ganz sicher bestehen würde, und daß er wegen des Vorgefallenen nicht zurückgewiesen werden würde. Die Gründe für den Selbstmord des Schülers sind nicht in der Schule zu suchen, sondern anderswo.“ Hr. Dr. Marcuse ist übrigens, wie das Berl. Tagebl. wissen will, vom Magistrat bereits aufgefordert worden, über die Vorgänge, die den Oberprimaner Günter St. in den Tod getrieben haben, amtlich Bericht zu erstatten. ** Ein dreizehnjähriger Einbrecher. Dem Molkereibesitzer Jürgen in Weißensee wurde dieser Tage eine schwere eiserne Kassette mit 2500 M. in bar sowie wichtigen Dokumenten aus der verschlossenen Wohnung gestohlen. Als Urheber des Diebstahls wurde der in demselben Hause wohnende dreizehnjährige Schüler Max Kolowa ermittelt. Der Knabe hatte die gestohlene Kassette nach einem Neubau geschleppt, sie dort mit einem Beil zertrümmert und sich das Geld eingesteckt. Die Papiere vernichtete er, damit sie ihm sich das Geld eingesteckt. nicht zum Verräter werden sollten. In dem Besitz des hoffnungsvollen Bürschchens wurde bei dessen Festnahme noch fast das ganze Geld vorgefunden. (A) Bergrutsch in Norwegen. Aus Alesund wird ein gewaltiger Bergsturz gemeldet, der glücklicherweise kein Menschenleben erfordert hat. Morgens gegen 8 Uhr stürzte in NorangsKölner Local-Anzeiger.* Köln, 15. Juni 1908. 5 Unterhaltendes. c In den Urwäldern Sumatras. II. Reisebrief von H. Heiland. (Schluß.) Eines Morgens suchten Itam und ich wieder eine schöne Stelle, um eine weitere Falle aufzustellen, als ich plötzlich in einiger Entfernung eine Art von Miauen hörte, etwas rauhstimmig, aber doch so, daß sich der betreffende Musikant als dem Katzengeschlecht angehörig erwies. Schon brannte ein Schwefelholz— der Rauch zieht nach Osten, der Wind ist also günstig. Eilig wird ein Geschoß mit eingebohrter Bleispitze, die furchtbarste Sorte der Dum=Dum, in den Lauf geschoben. Dann geht es so schnell wie möglich, aber mit ebensolcher Vorsicht, auf die Mianerei los. Das war möglich, da der Urwald hier durch vieles Holzschlagen ziemlich licht war, ein Tiger oder ein sonstiges Raubtier uns also nicht wesentlich gefährlich werden konnte, da er nicht ungesehen heranzukommen vermochte. Bald hatten wir auch die Spur, eine ziemlich kleine Katze war neben ihrer Mama Katze hergegangen— schneller und schneller eilten wir vorwärts, wußten wir doch, daß eine solche Katzenfamilie nicht besonders schnell vorwärts kommt— da, vor uns ein heiseres Brüllen, die alte Katze, die wir vorläufig noch nicht gut beurteilen konnten, hatte uns gewittert, da sich die Spur in den Wind gedreht hatte. Noch schneller flogen wir durch die Büsche— da miante es dicht vor uns— ein grimmiges Fauchen, das aber etwas entfernter klang und schon sahen wir den Musikanten, einen reizenden kleinen Panther, der als er uns sah, schleunigst verschwinden wollte, aber zu spät, schon hatte ich mit dem haarscharfen Parang eine kräftige Stange abgehauen und drückte ihn damit auf die Erde. Im nächsten Augenblick stand ich mit einem Fuß auf der elastischen Stange und hielt das kleine Tier dadurch am Boden. Ebenso schnell war aber die Büchse in den Anschlag geflogen, denn natürlich begann der kleine Panther ein wütendes Schreien und Fauchen, sodaß ich jeden Augenblick erwarten mußte, daß die Frau Mama mir von irgend woher an den Kopf sausen würde. Ungesehen auf Sprungweite herankommen konnte das wütende Tier auf keinen Fall, da wir nach allen Seiten etwa zwanzig Meter weit sehen konnten. Einmal rechtzeitig gesehen, bedeutet ein Panther keine besondere Gefahr gegenüber einer 11=Millimeter=Repetierbüchse. Nach der anderen Seite wachte Itam mit meiner zweiten Repetierbüchse, sodaß die arme Panthermama augenblicklich wenigstens wenig gute Aussichten hatte. Wohl hörten wir ihr Brüllen mehrmals, bald hier, bald dort— offenbar umschlich sie uns in angemessener Entfernung. Nun hieß es den jungen Panther transportfähig machen. Während ich daher fortwährend den Kopf nach allen Seiten wie eine Windfahne drehte, schnitt Itam eine Anzahl dünner aber unzerreißbarer Lianen(Schlinggewächse, stark wie Hanftaue) ab. Bald hatte der in solchen Arbeiten erfahrene Malaie den Panther wie eine Reisetasche zusammengeschnürt. Vor allem bekam er ein hübsches rundes Stück Holz ins Maul, das ihm dann im Nacken festgebunden wurde. Damit war ihm die Möglichkeit weiterer Stimmübungen genommen. Nun eine leichte Stange zwischen den zusammengebundenen Beinen durch und das lebende Gepäckstück war fertig. Kitzlich war aber der Transport, war es doch manchmal nicht zu umgehen, daß wir durch undurchsichtige Waldstellen kamen. Itam ging mit dem Panther voraus, während ich in kaum zwei Meter Abstand folgte. Trotzdem ich das Gesicht mehr nach hinten hatte als nach vorn, wurde ich doch das Gefühl nicht los, als ob mir eine große Katze im Genick säße. Endlich erreichten wir wieder den Fahrweg, auf dem wir gekommen und ruhten uns zunächst etwas aus aber— Zeigefinger am Abzug. Nun war guter Rat teuer. Wir wußten, daß der Weg weiterhin durch jenes Urwaldgras führte, das Manneshöhe erreicht, jedenfalls aber immer so hoch ist, daß es einem Raubtier ein unbemerktes Anschleichen gestattet. Außerdem ist es der Lieblingsaufenthalt von Tiger, Panther u. Co. Durch dies Grasfeld mit unserem kleinen Kater durchzuspazieren, kam mir zu ungesund vor— wie aber anders zur Pflanzung kommen? Ein Zeppelin=Luftschiff oder ähnliches Fahrzeug war nicht in der Näne— mas tun? Da sagt auf einmal Itam, der alte Schlaukopf:„Tuwan, koeta lemboe suda pigi betan!“(Herr, es ist eine Ochsenkarre in den Wald gefahren!) Das stimmte, die frische Spur war deutlich zu sehen, ebenso sicher war, daß dies nützliche Fahrzeug dort nicht lange bleiben würde. Wir suchten einen hübsch übersichtlichen Platz zum Warten dalen im Hjörundfjord ein Berg über den Touristenweg zwischen Oje und Hellesylt. Das Tal ist durch eine 90 Meter hohe Mauer von Riesenblöcken und Schutt gesperrt, die unten eine Breite von 400 Metern hat. Auch wurde ein neuer, etwa einen Kilometer langer Binnensee, aufgestaut. Der Schaden ist sehr bedeutend, da der Touristenweg zu den dort liegenden drei großen Touristenhotels in diesem Jahre nicht wieder hergestellt werden kann. R #00) Die Eisenbahnschiene als Celephonleitung. Ein neues System der Telephonie, über weite Entfernungen unter Benutzung der Eisenbahnschienen als Leitung ist in Rußland erprobt worden. Die Versuche wurden auf der Warsaw=Eisenbahn zwischen St. Petersburg und Pekoff gemacht. Bei Verwendung geeigneter Schallverstärkungsvorrichtungen konnten Gespräche in voller Deutlichkeit auf Entfernungen von fast 500 Kilometer vernommen werden. so Hohenzollernring 18 Obenmarspforten 24 Pantaleonswall 79 Deutscher Ring 4„ Karolingerring 22„ Marzellenstrasse 66 Severinstrasse 127 Am Malzbüchel 9111 Streitzeuggasse 31A„ Christophstrasse 37 Blaubach 14 Ehrenfeld: Venloerstrasse 239A„ Mülheim: Buchheimerstrasse 1„ Lindenthal: Dürenerstr., Ecke Landgrafenstr Nippes: Neusserstrasse 209. Kalk: Hauptstrasse 73 Fabrik: Sülz, Nikolausstr. 75 Fernspr- 4161. 2203. 591. Wer die Wahl hat, hat die Qual: vielleicht für ältere Junggesellen zutreffen, wenn sie auf die Brautschau gehen, dahingegen bereitet es der Hausfrau und der Waschküchen=Fee absolut keine Qual, wohl aber ganz besonderes Vergnügen, immer wieder Luhns Wasch=Extrakt als das Beste und Solideste für die Wäsche zu wählen. und richtig nach einer halben Stunde kam das unbehülfliche Fahrzeug angeschaukelt. Nun waren wir natürlich aus aller Schwierigkeit. Trotz allen Widerstandes des guten Singhalesen, der das Fahrzeug lenkte, wurde der Panther aufgeladen. Itam setzte sich an die vordere, ich an die hintere Oeffnung der Karre — von den Seiten schützten uns die Bretterwände, von oben das Dach— ein aussichtsloser Fall für die Panthermama. Unbehelligt langten wir auf der Pflanzung an, wo es dem Katzenvieh, das übrigens recht bösartig ist, sehr gut geht— jedenfalls frißt es für drei. Zwei Tage darauf war ich wieder mit dem Aufstellen von Fallen beschäftigt, als ich starke Kopfschmerzen spürte. Ich ging zum Baden in den nahen Fluß, da ich es auf die Sonnenhitze schob(ich hatte nur einen leichten Strohhut auf dem Kopfe) und eilte nach Hause. Nachmittags hatte ich bereits hohes Fieber, konnte aber noch zwei Tage etwas umhergehen, dann lag ich fest. Der holländische Doktor kam, Besuch 50 Gulden, er stellte schwere Erkältung mit Fieber fest, und darauf wurde ich behandelt. Ich traute der Sache aber nicht trotz Blutuntersuchung usw. Das Fieber wurde immer schlimmer. Da verlor ich die Geduld, verlangte mit Gewalt einen Wagen und wurde von dem halbeuropäischen Hospital=Leiter der Pflanzung zur Bahn gefahren, mit dieser zur Hauptstadt Medan. Hier erwartete mich schon auf telephonische Nachricht das Auto meines alten Bekannten Dr.., des bekanntesten Arztes von Deli— eine Stunde darauf lag ich in dem wunderbar eingerichteten Europäerhospital. Genaue Untersuchung— Typhus — die gefürchtetste Krankheit Sumatras. Meine ziemlich solide Natur hatte mir aber schon geholfen auch ohne Arzt, schon am nächsten Tage war ich fieberfrei. Nun sitze ich als Genesender auf der eleganten Vorgalerie des Hospitals inmitten eines wundervollen tropischen Parks und schmiede Zukunftspläne. Zuerst muß ich unbedingt ein bis zwei Rhinos schießeu, dann muß ich hinüber nach Malacca zur Banteng=Jagd(Büffelart ähnlich dem Bison), da ich dorthin Einladungen habe, die ich schlecht ablehnen kann. Dann endlich kann ich meine große Autotour über Java machen, auf die ich mich wirklich freue, vor allem auf die Besteigung des Bromo, des größten Kraters der Welt. Wenn ich steigung nur erst das Rhino hätte! (Poulh Fahnen reic netentag Land abgehe Derichsweile treter des 2 den Verhan des Kronpri Vorsitzenden treten ware kreis und 3 dachte der? raden, dart Major a. T Gerke. Die Wilhelm Te gefunden, ä veranstaltet Der Schr hin, daß de Hand genot abzuführen nur dann treffenden Anträge au Kreuz(Inst Nach dem ist die Zah 117 mit 82 Kam. Kali trugen ein Ab Das im hofe stehen wohnhaus verkauft m stehende, vr erbaute Hal schlossene 2 ein hohes vier Räum Veranda, b Zustande u aufbau geei liegt dicht rampe. Nä während d im Bureau Schlacht= ur Die Angebe und mit ent versehen bid. MR. in das Hochba einzureicher Cöln, Klewitz, R Die Ausf Steinpflast Zülpicherw Johanniswie Marie verdungen Die Bed nungen I Dienststunk amte, Rat sicht aus. Das Ve post= und dung von gistratur zogen wer Die? Die Ang portofrei 1 Aufschrift: Donners vorn an das 2 platz 5. ei Zeit sie in erschienen Nr. 8 geö Cöln, Weingar De Die Str Boltenster nördlich gleichen Boltenstei nördlich im Wege schreibun werden. Angebe und mit auf Stra arbeiten straße" r Donner vormitta Tiefbaua Zeit find Angebotschienene des Unte Die Be Registrat während Einsicht auch gege freie Ei käuflich Die 0 heft kön stunden Nippes, werden. Cöln Zerni Aus Kölns Nachbarschaft. (Poulheim, 14.Juni1908. In unserem mit Ehrenpforten und Fahnen reich geschmückten Orte wurde heute der 17. Abgeordnetentag des Kreis=Kriegerverbandes Köln Stadt und Land abgehalten, welchen der erste Vorsitzende Hr. Hauptmann d. L. Derichsweiler mit einem Hoch auf den Kaiser eröffnete. Als Vertreter des Bezirkskommandos wohnte Herr Oberstleutnant Grüner den Verhandlungen bei. Der Vorsitzende erinnerte an den Besuch des Kronprinzenpaares und den ehrenvollen Empfang der beiden Vorsitzenden des Verbandes durch die hohen Herrschaften. Vertreten waren auf dem Verbandstag 70 Vereine, 40 aus dem Stadtkreis und 30 aus dem Landkreise Köln. In ehrenden Worten gedachte der Vorsitzende der durch den Tod abgerufenen Kameraden, darunter des früheren II. Vorsitzenden des Kriegerbundes, Major a. D. Simons und der Kameraden Wallbeck, Görres und Gerke. Die Veranstaltung einer Sonderaufführung des Schauspiels Wilhelm Tell im Kölner Schauspielhause hat allseitigen Anklang gefunden, ähnliche Vorstellungen sollen auch im kommenden Winter veranstaltet werden. 6 S Der Schriftführer wies auf die Bekanntmachungen des Bundes hin, daß derselbe die Schmückung der Kriegergräber selber in die Hand genommen habe und Beiträge nunmehr nur an den Bund abzuführen sind. Hagelschäden=Unterstützungen können vom Bund nur dann gewährt werden, wenn nachgewiesen wird, daß die betreffenden Kameraden Versicherungen ohne Erfolg versucht haben. Anträge auf Unterstützungen zu Badekuren sind an das Rote Kreuz(Inspektor für Köln Hr. Sanitätsrat Dr. Kayser) zu richten. Nach dem Bericht des Schriftführers, Kam. Zahnarzt Noack, ist die Zahl der Vereine im Kreisverband gegen das Vorjahr von 117 mit 8224 Mitgliedern auf 122 mit 8435 Mitgliedern gestiegen. Kam. Kalisch erstattete den Kassenbericht. Die Einnahmen betrugen einschl. 979 M. Bestand aus dem Vorjahre 4910., die Ausgaben 3928 M. Dem Kassierer wurde mit herzlichem Danke auf Antrag der Rechnungsprüfer Entlastung erteilt. Auch dem Schriftführer wurde besonderer Dank ausgesprochen. Zum Beisitzer in den engeren Vorstand wurde Hr. Gottfr. Breuer(87er) Hr. Sanitätsrat Dr. Kayser berichtet als Inspektor vom Roten Kreuz über die Sanitätskolonnen, deren im Kreisverband zur Zeit 10 bestehen und zwei in der Gründung begriffen sind. Der Führer der Kriegersanitätskolonnen, Kamerad Adams, berichtete über die Wirksamkeit der 3 Kriegersanitätskolonnen in Altköln, welche 149 Mitglieder zählen und in 480 Fällen erste Hülfe leisteten. Ueber die Fechtanstalt zum Besten der Kriegerwaisenhäuser verbreitete sich eingehend Kamerad Trautwein. Die Rheinprovinz brachte im vergangenen Jahre 22366 M. auf, der Fechtverband des KreisKriegerverbandes 2669 M. In dem katholischen Kriegerwaisenhause zu Wittlich waren 80 Kinder untergebracht, über deren vorzügliche Pflege Kamerad Vollmer durch eigene Anschauung berichtete. Hr. Noack gab Auskunft über das Unterstützungswesen. Dem Verbande wurden für dürftige Kameraden und Witwen von solchen im vergangenen Jahre 3702 M. aus der Unterstützungskasse des Bundes überwiesen. Es wurde aber auch der dringende Wunsch ausgesprochen, daß die Zahl der Unterstützungsgesuche sich in gewissen Grenzen halten müsse. Hatte doch ein Kriegerverein eines kleinen Dorfes mit 31 Mitgliedern für 13 Witwen Unterstützungsgesuche eingereicht. Die Sterbekasse des Deutschen Kriegerbundes zählte nach den Ausführungen des Kameraden Noack am 1. April d. I. 95000 Versichertemit über 24 Millionen M. Versicherungssumme. An Hinterbliebene wurden bei 1174 durch Tod erloschene Versicherungen 252 624 M. ausgezahlt. Der nächste Verbandstag soll in Köln abgehalten werden. Am Schlusse der Versammlung, welche durch die frischen aufmunternden Weisen der Liedertafel ab und zu angenehm unterbrochen wurde, sprach Hr. Oberstleutnant Grüner Dank und Anerkennung für die Pflege der liebenswürdigen und echten Kameradschaft aus und bat, diesen Geist stets hoch zu halten. Sein Hoch galt dem Verbande und seinem tüchtigen, allgemein geschätzten Vorsitzenden, Hrn. Hauptmann d. L. Derichsweiler. K Vom Vorgebirge, 15.Juni1808. Die diesjährige Erdbeerernte ist jetzt infolge des warmen Wetters in vollem Gange: Sie weist in diesem Jahre eine sehr erträgliche Ernte auf. Täglich werden die Beeren zweimal geschnitten, und mit der Vorgebirgsbahn nach Köln und Bonn gebracht. Auch einige Sorten Frühkirschen sind zur Reife gelangt, doch läßt der Ertrag in den meisten Gegenden am Vorgebirge viel zu wünschen übrig. Hoffentlich weist das Spätobst eine bessere Ernte auf. * Worringen, 15.Juni1908. Bei dev Prinz Heinrich=Autofahrt am Dienstag den 16. d. M. werden etwa 145 Automobilwagen in der Zeit von.15 bis.45 vormittags den hiesigen Ort(Landstraße) passieren. Die Polizeibehörde hat durch Heranziehen der Feuerwehr umfangreiche Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von Unglücksfällen getroffen. Es liegt nun im eigenen Interesse, den Beamten zu folgen, und die Kinder während dieser Zeit von der Landstraße fern zu halten, wie auch den Fuhrwerksbetrieb möglichst zu beschränken. * Bonn, 15.Juni1908.(Eig. Drahtber.) In der vergangenen Nacht wurden auf der Landstraße zwischen Oberkassel und Beuel zwei Radfahrer aus Dottendorf von einem Automobil uberfahren. Sie wurden von den Insassen des Automobils in die Bonner Klinik gebracht, wo einer der Verletzten in der Nacht noch gestorben ist. 7 Bonn, 13.Juni1908.(Eig. Drahtber.) Ein Automobil überfuhr in vergangener Nacht hier einen Telegraphenarbeiter, der so sch wer verletzt wurde, daß er in die Klinik überführt werden mußte. Zuschauer des Unfalles, welche das Automobil aufhalten wollten, wurden mit der Peitsche zurückgeschlagen. Der Wagen fuhr im schnellsten Tempo in der Richtung nach Köln. Das im Schlacht= und Viehhofe stehende alte Beamtenwohnhaus soll auf Abbruch verkauft werden. Das freistehende, vor etwa 20 Jahren erbaute Haus hat zwei abgeschlossene Wohngeschosse sowie ein hohes Dachgeschoß von je vier Räumen und angebaute Veranda, befindet sich in gutem Zustande und ist zum Wiederaufbau geeignet. Das Gebäude liegt dicht an der Bahnverladerampe. Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden im Bureau des Ingenieurs des Schlacht= und Viehhofes erteilt. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch d. 17. d.., morgens 11 Uhr, an das Hochbauamt, Zimmer Nr. 13, einzureichen. Cöln, den 5. Juni 1908. Hochbauamt. Der Stadtbaurat: J..: Klewitz, Regierungsbaumeister. Zwangs-Versteigerungen. 1. Am 7. August 1900, vormittags 10¼ Uhr, wird, im Justizgebäude, Appellhofplatz, Zimmer Nr. 4 hier, das Haus Senefelderstrasse 10, Eigentümer: Jakob Schumm, Bauunternehmer zu Cöln, zwangsweise versteigert. Königliches Amtsgericht, Abt. 39, Cöln Am 26. Juni 1908, vormittags 9½ Uhr, wird im Justizgebäude, Zimmer Nr. 4, hier, das Haus Hülchratherstrasse Nr. 16, Eigentümerin: Ehefrau Wilhelm Schiffer, Josefine geb. Graeff zu Cöln, zwangsweise versteigert werden. Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 39 Pflasterarbeiten. Die Ausführung von 10000 qm Steinpflaster im Neußerwall, Zülpicherwall, in der Machabäer=, Johannis= und Königstraße sowie Marienplatz soll öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen und Zeichnungen liegen während der Dienststunden auf dem Tiefbauamte, Rathausplatz 5, zur Einsicht aus. Das Verdingheft kann gegen post= und bestellgeldfreie Einsendung von 1,00 K von der Registratur des Tiefbauamtes bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Donnerstag, 25. Juni 1908, vormittags 11 Uhr. an das Tiefbauamt, Rathausplatz 5. einzureichen, zu welcher Zeit sie in Gegenwart der etwa erschienenen Anbieter im Zimmer Nr. 8 geöffnet werden. Cöln, den 12. Juni 1908. Tiefbauamt. Weingarten, Stadtbauinspektor Am 26. Juni 1900, vormittags 10 Uhr, wird im Justizgebände, Appellhosplatz, Zimmer Nr. 4, hier, das Rheingasse Nr. 25 — Eigentümerin: Witwe Arnold Schleuer, Mathilde geb. Rheinbold, Wirtin in Cöln— zwangsweise versteigert.“ Königliches Amtsgericht, Abt. 39, Cöln. Geffentliche Versteigerung. Am Dienstag den 16. Juni, vormittags 12 Uhr, soll in dem Speditionslager des Herrn Gerhard Strohe, Propsteigasse 28-30 in Köln, durch den Unterzeichneten öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft werden wegen eines Rechtsstreites: ein Automobil Clementwagen, 4 Zylinder 18/22 H P, Doppel=Phaeton mit amerik. Verdeck, grün lackiert, mit roter Lederpolsterung, Reifen: Continental 875/105, Huppe mit Schlauch, 2 große Scheinwerfer mit separ. Entwickler. An diesen Verkauf anschließend 1 gebrauchtes Automobil 14 HP, 4 Zyl. Doppel=Phaeton mit amerik. Verdeck, französ. Fabrikat, in bestem Zustande. Leonbard Jansen, ständiger für die Gerichte des Landgerichtsbezirks Köln, Krummer Büchel 3. Der Verkauf findet bestimmt statt und wird zu jedem Gebote zugeschlagen. Morgen Dienstag den 16. Juni und Mittwoch den 17. Juni, je nachmittags 4 Uhr, versteigere ich in der Fabrik Rosenstraße 53 ca. 500 Itr. DapierSpitzdüten, Beutel, Secaré-Rollen, 50er und 50er, Brötchenbeutel, Faltenbeutel, 20000 Kassenblocks, 600 Restaur.-Durchschreibebücher, 5000 Kalender, Schreibpapier usw. usw. öffentlich meistbietend gegen bar.„ Weinberg, Taxator und Auktionator Schildergasse 90. F. 7020; R Zwangs-Versteigerung. " Am Dienstag den 16. Juni 1903, nachmittags 3 Uhr sollen im Pfandlokale Simar platz Nr. 12 zu Cöln=Ehrenfeld gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Waschmaschine, 1 Konu mühle, 1 Blechschere. Thomas, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Dienstag 16. Juni 1908, vormittags 9½ Uhr werden im Lokale„Zum Overstolz", Eigelstein 51 hier: eine Partie neue Schuhwaren, Damen= und Mädchenstiefel, Pantoffeln, Gummischuhe und Kinderschuhe öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Cöln. den 15. Juni 1908. Öster. Gerichtsvollzieher kr. A. Ursulagartenstr. 15. Zwangs-Versteigerung. Am Dienstag, 16. Juni 1903. nachmittags 4 Uhr, ollen im Versteigerungslokale Jülicherstraße 1 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: eine Partie gebrauchte Möbel. Buchholz, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Mittwoch den 17. Juni 1903, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Neußerstraße 315 in Cöln=Nippes gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Standuhr, 1 Mantelstock, 1 Glasschrank, 2 Lorbeerbäume. Lichtenberg, Gerichtsvollzieher in Cöln, Schillingstraße 394. Verdingung. Die Straßenbauarbeiten in der Boltensternstraße auf 300 Meter nördlich der Riehlerstraße, desgleichen die Pflasterung der Boltensternstraße auf 300 Meter nördlich der Riehlerstraße sollen im Wege der öffentlichen Ausschreibung in 2 Loosen vergeben werden. Angebote hierzu sind versiegelt und mit der Aufschrift„Angebot auf Straßenbau= und Pflasterarbeiten auf der Boltensternstraße“ versehen bis zum Donnerstag den 25. Juni, vormittags 11 Uhr, an das Tiefbauamt abzugeben. Zu dieser Zeit findet die Eröffnung der Angebote im Beisein der etwaerschienenen Bieter im Amtszimmer des Unterzeichneten statt. Die Verdinghefte liegen in der Registratur des Tiefbauamtes während der Dienststunden zur Einsicht offen und können daselbst auch gegen porto= und bestellgeldfreie Einsendung von.00 M käuflich erworben werden. Die Pläne und das Verdingheft können während der Dienststunden auf dem Baubureau Nippes, Kuenstraße 7, eingesehen werden. Cöln, den 12. Juni 1908. Tiefdauamt. Zernin, Stadtbauinspektor. Am Mittwoch den 17. Juni, morgens 10 Uhr, werde ich für Rechnung dessen, den es angeht, im Wege der Selbsthülfe§ 1234 B6B. im Auktionslokale 24 Marienplatz 24 1 Konzert=Piano, Hart schwparz, 7/, Oktan, öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigern. NB. Das Instrument ist gut erhalten. A. Kaufmann, Auktionator und beeidigter Tarator, Köln, Brüderstraße 8. Fernsprecher Nr. 9095. Am Dienstag den 16. Juni 1908, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Lupusstraße 13 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meist bietend versteigert werden: 1 Sofa, 1 Pfeilerspiegel, Küchenanrichte usw.; ferner nachmittags 6 Uhr im Hause Bremerstraße 20 gegen einen anderwärts wohnenden Schuldner: 1 Gasleuchter. N. Schweitzer, Gerichtsvollzieher in Cöln. Balthasarstr. 11. Am Dienstag den 16. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, sollen im Pfandlokale Im Rubens zu Cöln, Sternengasse, gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:* 1 Flurgarderobe in Eichen, 1 Büfett in Nußbaum, 1 Sofa, 6 gepolsterte Stühle(roter Plüsch), 1 ovaler Tisch in Nußbaum, 1 Konsolschränkchen in dito, 1 Spiegel in Goldrahmen, 3 Bilder, 1 Damenschreibtisch in Nußbaum, 1 Regulierfüllofen(grüner Majolika), 1 stummer Diener, 1 emaillierter Herd mit Etagen und Wasserschiff usw. usw. de Laforgue, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Dienstag, 16. Juni 1903, vormittags 10 Uhr. sollen in dem Hause Quatermarkt 13, 2. Et. links, zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 2 Waschkommoden, 2 Nachtkommödchen, 1 Vertiko, 1 Diwan, 1 Spiegelschrank, 1 Damenschreibtisch, 1 Ausziehtisch mit Decke, 1 Serviertisch, sowie eine Anzahl Bettücher, Tischtücher, Servietten, Wein= und Likörgläser, 17 Bände Brockhaus' Konversationslexikon u. a. m. Schaaf, Gerichtsvollzieher in Cöln, Heumarkt 53, 3. Et. Zwangs-Versteigerung. Am Dienstag den 16. Juni 1908, vormittags 10 Uhr, sollen im Auktionslokale des Wirtes Schwinge in Cöln, Rolandstraße 96, gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 18 Rohrstühle: Meyer, Gerichtsvollzieher in Köln. Am Dienstag den 16. Juni 1908, vormittags 10½ Uhr, sollen im Pfandlokale Hahnenstraße 36 zu Cöln gegen gleich hare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 6 gepolsterte Sessel, 1 Singernähmaschine, 1 Diplomatentisch, mehrere Sofas, Vertikos usw. Caspar, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangs-Versteigerung. Am Dienstag den 16. Juni 1908. nachmittags 3 Uhr, ollen in dem Pfandlokale Marienplatz 24 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 großer Sprechapparat mit ca. 50 Stück versch. Platten. Schaaf, Gerichtsvollzieher in Cöln, Heumarkt 53, III. Zwangsversteigerung Am Dienstag den 16. Juni 1908, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Marien= platz 24 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Regal, 1 Bücherschrank, diverse Hausmobilien u. a. m. vir-- Geidt, Gerichtsvollzieher in Cöln, Hansaring 76. Am Dienstag, 16. Juni 1908, nachmittags 2½ Uhr sollen Mauritiussteinweg zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Vertiko und 1 Sofa mit Kameltaschen. Sammlung der Kaufliebhaber Ecke Marsilstein. Bardenheuer, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Dienstag, 16.Juni 1908, sollen im Pfandlokale Thieboldsgasse 146 zu Cöln gegen gleich dare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: a. Morgens 11 Uhr: 1. 1 Ausziehtisch, 1 Vertiko, 1 T e p p i c h, 1 T i s c h c h e n. 2. 1 Sekretär in Mahagoni. b. Nachmittags 4 Uhr: 1 Pianino, 2 Vertikos, 2 Sofas mit Sessel, 3 Betten, Kleiderschränke, Kommoden, Tische, Stühle, 1 Bücherschrank, 1 Schreibtisch, Teppiche, Bilder, Oefen usw. Walbröl, Gerichtsvollzieher in Cöln. Ehrenstraße 73. Am Dienstag den 16. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, sollen im Versteigerungslokale Friesenstraße 53 gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Büfett, eichen, 1 Sofa mit buntem Bezug, hoher Rücklehne, Paneelbrett und Spiegelaufsatz. Otto, Gerichtsvollzieher in Cöln. 28 28 28 28 Unter den Rubriken:„Aus dem sozialen Leben" und „Aus der Arbeiterwelt" findet man im Kölner LocalAnzeiger alles, was die staatliche und kommunale Sozialpolitik sowie die Stellung der Parteien hierzu, ferner die praktische Ausführung der bestehenden sozialen Gesetze, die wirtschaftliche und soziale Selbsthülfe, insbesondere die Organisationsbestrebungen der verschiedenen Stände, kurz das Erwerbsleben unter sozialem Gesichtspunkt betrifft. Der Kölner Local=Anzeiger darf sich mit Recht als das berufenste Organ des Mitteltandes u. des Arbeiterstandes, als den besten Vertreter ihrer wirklichen Interessen bezeichnen. Nur 10 Ofg. wöchentlich oder 40 Ofg. monatlich kostet der Kölner LocalAnzeiger mit der Unterhaltungsbeilage Colonia. Am Dienstag den 16. Juni 1908, vormittags 10½ Uhr, sollen im Auktionslokale Glockengasse 39(Restaurant„Em dekke Tommes“) gegen gleich bare Zahlung öffentlich meist bietend versteigert werden.. Eine Anzahl eleganter Mobilien, und zwar komplette Einrichtungen für ein Eichenzimmer, einen Salon, ein Schreibzimmer, ferner sechs Oelgemälde, Portieren, Felle, Teppiche, zwei große AlabasterVasen und eine Alabaster=Standuhr. Gerichtsvollzieher in Cöln, s Gladbacherstraße 24. Am Dienstag d. 16. Juni 1908, vormittags 10 Uhr, sollen im Pfandlokale Neußerstraße 315 in Cöln=Nippes gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Pianino, 1 Sofa, 1 Bücherschrank, 1 Ausziehtisch, 1 Vertiko, 1 Spiegel, 1 Wanduhr, 1Schreib tisch, 1 Plateauwagen, 1 Roll wagen, 2 Kastenwagen. Lichtenberg Gerichtsvollzieher in Cöln. Schillingstr. 39A. Am Dienstag, 16. Juni 1903, Nachmittags 4 Uhr, soll im Pfandlokale Alte Mastrich= terstraße 20 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Büfett in Eichen. Nolte. Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Dienstag den 16. Juni 1906, vormittags 11 Uhr, sollen Pfälzerstraße 1 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:“ 1 Damenfahrrad Preciosa, 1 Kontrollkasse. Urban, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Dienstag den 16. Juni 1900, nachmittags 5 Uhr, sollen im Auktionslokale Freiheitstraße 35 zu Cöln=Deutz gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 3 Sofas, 1 Spiegel, 1 Büfett 1 Ofen, Trumeauspiegel, 1 Glasschrank, 1 Schreibpult, 1 Wasah kommode, 1 Kleiderschrank, 1 Garderobeständer, 1 Ausziehtisch, 1 Bücherregal mit div. Büchern u. dergl. m. P. Wolf, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangsversteigerung. Am Dienstag den 16. Juni 1908, vormittags 11 Uhr, sollen im Auktionslokal Christophstraße 23 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 100 Pakete Weiß= und Woll waren. Schulze, Gerichtsvollzieher in Cöln, Krefelderwall 48. 28 28 2228X Soeben erschien im Verlage von J. P. Bachem in Köln: 7. bis 20. Tausend Erezundheitsgemägse nach Dr. med. Heinr. Lahmann Gegen Einsendung von 15 Pfg. in Briefmarken erfolgt postfreie Zusendung. 1 Dutzend postfrei Mark.20. Für jeden Kopfarbeiter ist es nötig, täglich ein gewisses Mass von Arbeit für die Gesundheitspflege zu leisten. Die kleine Broschüre gibt hierzu eine klare und verständige Anleitung. Durch jede Buchhandlung. 4 Schie 3. Lecal-Anzeiger Nr. 164* Montag, 15. Juni 1908. 9 1 * 8 Oeffentliche Sicherheit in Köln. Die Bürgerschaft unserer Stadt steht noch vollständig unter dem entsetzlichen Eindruck des Knabenmordes im Stadtwald. Es ist wahr, was man in der Stadtverordneten=Versammlung sagte, die Freude am Stadtwald ist den Bürgern arg beeinträchtigt. Besonders für Tamen dürfte er in Zukunft ein Ort sein, den man ohne männlichen Schutz gern meidet, und als Tummelplatz für unsere Kinder kann er kaum mehr in Betracht kommen. Es zeigt so recht, wie es mit der öffentlichen Sicherheit in Köln bestellt ist, wenn in der Stadtverordneten=Versammlung die Stadtverwaltung gebeten werden muß, da die königliche Polizei Schutz zu gewähren anscheinend nicht imstande sei, ihrerseits Wächter und Aufseher anzustellen zum Schutze der Spaziergänger. Im Innern der Stadt vergällt Dirnenwesen und Zuhältertum dem Bürger die Freude an seiner Vaterstadt, im Freien sind Kinder und Frauen ständigen Gefahren von seiten verbrecherischer Menschen ausgesetzt. Uebertreiben wir etwa? Es vergeht keine Woche, in der nicht bittere Klagen über das Dirnentum auf unsern Redaktionstisch fliegen, Klagen, wie sie dringlicher und kräftiger nicht sein könnten. Kaum eine dieser Klagen geht nur an uns allein, jedesmal wird uns mitgeteilt, Eingaben an das Polizeipräsidium blieben bisher ohne Erfolg, oder: die Behörde hilft uns nicht, hier kann nur die Presse helfen. Wir erinnern ferner an den Mord an dem Feldhüter Rothkranz. Leute, die heute einen Beamten töten, werden doch keinerlei Anstand nehmen, Kinder und Frauen zu schänden? Wir erinnern an das scheußliche Verbrechen, das vor einiger Zeit an der goldenen Ecke an einem vierjährigen Mädchen verübt wurde. Der Verbrecher wurde bis heute nicht ermittelt. Ueberfälle auf junge Paare, die sich im Festungsglacis ergehen, sind an der Tagesordnung, auch gesetzte Ehepaare werden von den Verbrechern nicht geschont. Nur selten hört man, daß die Täter festgenommen werden konnten. Köln hat nachgerade einen schlimmen Ruf in dieser Hinsicht erhalten, es hat sich in der Provinz vor allem in den Geruch gebracht, Großstadt gerade in dem Sinne zu sein, daß hier die Verbrechen in einem Umfange und einer Art sich breit machen, die vielleicht nur noch von den Zuständen in der Reichshauptstadt und in Hamburg übertroffen werden. Es muß die Presse in dieser Richtung endlich ein offenes und ernstes Wort sprechen. Ein Vertuschen und Verschweigen dieser Dinge, um den guten Ruf der Stadt Köln nicht zu gefährden, wie man wohl sagen hört, wäre hier vom Uebel. Gerade die Redaktionen der Zeitungen, die überschwemmt werden mit Klagen und Berichten über diese verbrecherischen Vorkommnisse, sind in der Lage, sich ein klares Gesamtbild über den Sicherheitszustand in einer Stadt zu ermöglichen. Und wir müssen sagen, dieses Bild ist für Köln ein nichts weniger als erfreuliches. Gewiß, eine Großstadt hat nun einmal mit diesen verbrecherischen Elementen zu rechnen. Aber auch die Behörde, die zum Schutz der Bevölkerung verpflichtet ist, sollte damit rechnen. Statt dessen Unsicherheit überall, sobald man die Festungstore durchschritten, Unsicherheit in den Glaciswegen, links= und rechtsrheinisch, die zum Spazierengehen wie geschaffen sind, Unsicherheit im gesamten Festungsrayon, Unsicherheit in den Grenzstraßen der Vororte, Unsicherheit an dem Rheine— spielende Kinder eilen in wilder Flucht dahin, wenn sie bekannte Rotten in der Ferne auftauchen sehen— Unsicherheit vor allem, wo größerer Baumbestand ist, wie im Stadtwald, im Gremberg, bei Bocklemünd usw. Köln hat einen größeren Flächeninhalt wie Berlin, also muß ein Gelände von weit größerer Ausdehnung beaussichtigt werden. Den besten Dienst würden hier vor allem die berittenen Schutzleute leisten. Abgesehen davon, daß ihre Zahl zu gering ist, scheinen ihre Dienstanweisungen einen weitgehenden und ausreichenden Schutz des Stadtgebietes nicht zu ermöglichen. Etwa zweimal in der Woche erscheint ein Berittener in den einzelnen Vororten; an den übrigen Tagen der Woche hat die Verbrecherwelt offenbar der löblichen Polizei versprochen, sich hübsch brav zu verhalten. Es liegt uns fern, den einzelnen Schutzleuten, Wachtmeistern, Kommissaren usw. einen Vorwurf zu machen. Sie werden in den meisten Fällen treu ihre Pflicht erfüllen. Sie empfinden selbst den Mangel des Schutzes, den sie der Bevölkerung bieten können, und es kommt vor, daß Polizeikommissare, wenn man bei ihnen über die mangelnde Sicherheit ihres Bezirks klagt, erklären:„Sie tun mir den größten Gefallen, wenn Sie sich an das Polizeipräsidium wenden; meine Gesuche um Verstärkung der Mannschaft nützen nichts.“ Wer trägt die Schuld daran? Tatsache ist allerdings, daß der hiesigen Polizei 50 Schutzleute weniger zur Verfügung stehen, als im Etat genehmigt sind. Wir kennen die Gründe für diesen Mangel nicht. An den Gehaltsverhältnissen, die ja in der letzten Zeit aufgebessert wurden, kann es nicht ausschließlich liegen. Schlecht sind ja die Aussichten auf Beförderung, aber diese sind doch in keiner anderen Stadt besser, also ist das kein Grund für angehende Schutzleute, gerade nach Köln nicht zu kommen. Liegt es am Dienst, an den Einzelheiten des Dienstes, an der Art der Beaufsichtigung, an der Behandlung durch Vorgesetzte? Das sind alles Fragen, die sich dem Bürger aufdrängen und auf die er eine Antwort nicht weiß. Die vorhandenen Kräfte sind dazu mit Schreibwerk belastet, mit allerlei Botengängen und kleinlichen Dingen, die einen Mann über Gebühr in Anspruch nehmen und ihn dem öffentlichen Sicherheitsdienste entziehen. Was bisher gesagt wurde, bezieht sich in der Hauptsache auf die uniformierte Polizei, der die Verhütung von Verbrechen und der Schutz des Publikums obliegt. Die Erforschung von geschehenen Verbrechen, die Ermittelung der Täter liegt bei der Kriminalpolizei. Sie hat in Köln in den letzten Jahren Lorbeeren nicht pflücken können. Es fragt sich vor allem, ob sie sich neuzeitlicher Mittel, die zur Entdeckung von Verbrechen nötig sind, in genügendem Maße bedient, ob sie vor allem die ungemein wichtige Mitarbeit der Oeffentlichkeit genügend in Anspruch nimmt. Die Bürgerschaft verlangt, daß hier Abhülfe geschaffen werde. Es muß eine gründliche Aenderung eintreten. Bekanntlich trägt die Stadt Köln die Polizeilasten, hat aber nicht das Recht, in Polizeifragen irgend ein Wort mitzusprechen. Die Bürgerschaft kann nicht, was ihr bei der eigenen Stadtverwaltung verhältnismäßig leicht wäre, Einfluß auf die Polizeibehörde ausüben, sie hängt vielmehr von ihrem Wohlwollen, von ihrer Leistungsfähigkeit und Energie im öffentlichen Sicherheitsdienst durchaus ab. Man setze sich an den maßgebenden Stellen nicht allzuleicht über die gerade in den letzten Tagen in der Bevölkerung herrschende Erregung hinweg! Es muß anders, es muß in Köln endlich wieder sicher werden! Neues aus Köln. 8 Zu dem Knabenmord wird uns geschrieben: Es scheint, als ob die Wachstuchdecke tatsächlich dem Mörder gehört; denn wenn das nicht der Fall wäre, dann hätte gewiß der Eigentümer sich schon gemeldet. Somit hatte die Polizei ein sehr wichtiges Beweisstück, und es ist mir verwunderlich, daß es so wenig als solches verwertet wird. Entweder, so entnahm ich den richten, gehört die Decke einem Hausierer oder sie diente als Tischdecke. In jedem Falle erscheint es mir als gewiß, zumal die Decke lange in Gebrauch war, daß es außer dem Eigentümer noch Leute gibt, die die Decke kennen. Meines Erachtens muß daher dem Publikum die Möglichkeit geboten werden, die Decke oder ein Bild davon zu sehen. Ist es nicht möglich, daß die Decke öffentlich ausgestellt wird? Wenigstens könnte in den hiesigen Zeitungen und an den Anschlagsäulen das Bild der Decke veröffentlicht werden, und zwar einmal die Decke über einen Tisch und das andere Mal über einen Korb(Kasten, Drehorgel) ausgebreitet. Wenn die Decke in irgend einem Bureau vergraben wird, dürfte der Fund wenig Wert haben. Der Polizeibericht schreibt heute: Es ist für die Untersuchung von großer Wichtigkeit, denjenigen Knaben zu ermitteln, der mit dem ermordeten Jakob Hammer am Dienstag nach Pfingsten, also am 9. Juni, abends 8¼ Uhr, am Stadtwaldaurtel. Ecke Wüllnerstraße, gesehen wurde. Beide Knaben sollen um diese Zeit von der genannten Stelle aus in den Stadtwald gegangen sein. Der Ermordete trug blaue Tuchmütze, weißen Stehkragen, graue, ausgebesserte alte Joppe, zweireihigen, rotdurchwirkten Sweater, graugestreifte, gesprenkelte, bis an die Waden reichende englischlederne Hose, buntdurchwirktelange Strümpfe, schwarze Schnürschuhe. Der zweite Knabe wird wie folgt beschrieben: Etwa 11—12 Jahre alt, blasses schmales Gesicht, dunkele Hose, blauweiß karierte oder gestreifte Bluse. Der Knabe wird ersucht, sich umgehend zu melden, ebenso alle diejenigen Personen, die den Ermordeten am 9. Juni nach 9½ Uhr vormittags gesehen haben, wobei bemerkt wird, daß an der ausgesetzten Belohnung von 1000 M. auch diejenigen Personen Anteil haben, durch deren Angaben die weitere Ermittelung des Täters ermöglicht wird. * Im Ornis-Garten in Aippes, Niehlerstraße 92, finden demnächst die im vorigen Jahre mit großem Beifall ausgenommenen Militär=Konzerte statt. Das Nähere, Abonnements betreffend, ist aus einer Anzeige in dieser Nummer ersichtlich. 0 Geschäftsverkehr am Fronleichnamstage. Da der Fronleichnamstag ein gesetzlicher Feiertag nicht ist, so unterliegt der Verkehr in den offenen Verkaufsstellen keinerlei Beschränkungen. 6 Die Ausstellung in der Gewerbehalle wird am Mittwoch, den 17. ds. Mts. abends von—9½ Uhr wieder geöffnet sein. Die Rechtsschutzstelle für Frauen, die jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag unentgeltlichen Rat erteilt, bleibt des Feiertags wegen am Donnerstaa, den 18. d. M. geschlossen. Dagegen finden wie jede Woche Montag und Mittwoch unentgeltliche Sprechstunden von—7 Uhr in dem städtischen Gebäude Unter Goldschmied Nr. 38, 2. Etage, Flur links, statt. Bei einer Schlägerei auf dem Buttermarkt wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Beteiligter derart verletzt, daß er im Bürgerhospital ausgenommen werden mußte. er Unfälle. Auf dem Bonnerbahnhof fiel ein Mann mit einem Sack von einer Leiter und trug einen Beinbruch davon.— Die gleiche Verletzung erlitt ein Mann, der am Hahnentor zu Fall kam. Die ganze Aussteuer gestohlen wurde einem Mädchen bei einem Einbruchsdiebstahl in der Holzgasse. Der Wert belief sich auf über 200 Mark. . Eine Eifersuchtsszene mit blutigem Ausgang spielte sich Samstagabend auf der Krefelderstraße ab. Zwei Verehrer eines Mädchens gerieten derart aneinander, daß der eine seinem Nebenbuhler seinen Stock auf dem Kopfe in Stücken schlug. Schwer blutend suchte der Geschlagene Hülfe bei der Wache an der Maximinenstraße. Unfälle. Am Samstagnachmittag fiel auf dem Deutschen Ring ein zehnjähriger Knabe, der mit seinem Vater auf einem Flaschenbierwagen die Kunden besucht hatte, von dem Bocke herunter, wobei ihm ein Hinterrad des Wagens über den linken Unterarm fuhr; der Arm wurde gebrochen.— Am Sonntagmorgen stieß ein von der Maximinenstraße in raschem Tempo durch den Eisenbahnbogen an der Trankgasse fahrender Radfahrer mit einem Milchwagen zusammen. Er wurde in weitem Bogen zur Seite geschleudert und zu Boden geworfen. Beim Aufschlagen auf das Pflaster zog er sich zwei schwere Schädelverletzungen zu, die ihm auf der Wache an der Maximinenstraße verbunden wurden. Das Fahrrad wurde stark beschädigt.— Ein Invalide kam gestern auf der Marzellenstraße infolge Ausgleitens so unglücklich zu Fall, daß er sich eine schwere Verletzung am Hinterkopfe zuzog. V Einen eigenartigen Unfall erlitt am Samstagnachmittag gegen 3 Uhr das Passagierboot Graf Moltke der Köln=Mülheimer Dampfschiffahrts=Gesellschaft. Es wollte die Landestation an der Schiffbrücke verlassen, um nach Mülheim a. Rh. zu fahren. Die kleine Teilstrecke bis zur Station Trankgasse wird von den Kapitänen meistens in der Weise gefahren, daß das Schiff hinterrücks stromabwärts getrieben wird. Neben dem Graf Moltke lag die kleine Dampfjolle der Hafendirektion Köln, die, nachdem das Mülheimer Schiff weg war, zwecks Einnahme von Personen dessen Stelle einnehmen wollte. Die Maschine des Moltke ging zurück: der Kapitän wollte dann nach Deutz umdrehen, um mit der Spitze stromabwärts zu dampfen, und zweimal rief er verzweifelt: Vollan. Der Maschinist überhörte das Kommando oder glaubte, er müsse mit Volldampf zurückfahren, kurzum der Moltke fuhr mit dem Hinterteile in voller Fahrt gegen die oberhalb des Stapelhauses ankernde Kaiserin Friedrich der Köln=Düsseldorfer Gesellschaft. Das angerannte Schiff blieb schadlos, während beim Moltke Flaggenstock, Geländer, Bänke und Eisenteile total demoliert wurden. Personen waren wenige auf dem Hinterdeck. Ie. Ueberfallen. Gestern abend gegen 10 Uhr wurde ein Zementarbeiter aus der Elsaßstraße von einigen jungen Burschen angerempelt und verhöhnt. Als er sich dieses energisch verbat, fielen sie gemeinsam über ihn her, wobei er durch einen Stockhieb eine schwere Verletzung oberhalb des linken Auges erlitt, worauf die feige Bande entfloh. Er fand erste Hülfe in der Maximinenstraße. — In vergangener Nacht entstand am Gereonswall zwischen mehreren angetrunkenen Personen eine wüste Keilerei. Ein Unbeteiligter, der Frieden stiften wollte, erlitt schwere Verletzungen am Kopfe. □ Die Ofarrprozessionen von St. Aposteln und St. Maria im Kapitol konnten sich gestern, dank der angenehmen Witterung, mit gewohnter Pracht entfalten. Die Beteiligung der Gläubigen war sehr stark, erfreulicherweise auch seitens der Männerwelt. An beiden Prozessionen beteiligten sich der Pfarrverein, an der von Aposteln außerdem noch der Katholische Arbeiter=Verein Köln=West und an der Prozession von St. Maria im Kapitol der Volksverein des Bezirkes. Die Kirchenchöre trugen durch ihren herrlichen Gesang wesentlich zur Hebung der Prozessionen und zur Erbauung der Gläubigen bei, auch war die Ausschmückung der Straßen allgemein und hübsch, diejenige der früheren Jahre übertreffend. K Rom, 14.Juni1908.(Eig. Drahtber.) Im November finden vier Heiligsprechungen statt, darunter die der seligen Maric Alacoque. und Vereinsleben. 0 Die internationale Spediteur-Vereinigung PaketfahrtDerband(Sitz Berlin) hielt gestern in der Bürgergesellschaft ihre vierte ordentliche Generalversammlung ab. Es waren Vertreter des Verbandes aus Dresden, Leipzig, Berlin, Prag, Köln Düsseldorf, Krakau, Konstanz, Hagen, Duisburg, Aachen, Kassel, Lübeck, Bonn, Koblenz und Boppard erschienen. Die internationale Spediteur=Vereinigung ist im Jahre 1904 in Leipzig gegründet worden. Sie hat den Namen Paketfahrt=Verband angenomnnweil ihre Mitglieder sich mit der Spedition von Reisegepäck und Gütern aller art befassen. Der Paketfahrt=Verband will nach und nach in allen verkehrsreichen Handels=, Hafen=, Grenz= und Badeorten vertreten sein und hat die Bestimmung getroffen, daß an jedem Orte nur eine Firma als Mitglied bzw. als Geschäftsstelle aufgenommen wird. Gegenwärtig umfaßt die Vereinigung etwa 800 Orte in allen Erdteilen. Hervorgegangen ist der Verband aus dem Bedürfnis, daß es für das reisende Publikum von Wichtigkeit ist, an jedem verkehrsreichen Orte eine Speditionsfirma zu wissen, an welche es sich um Auskunft in Transportangelegenheiten wenden und bei welcher es Sendungen zur Lagerung niederlegen oder zur Weiterbeförderung aufgeben kann. Der Vorsitzende, Hr. Julius Philipp von der Dresdner Paketfahrtgesellschaft, hieß die Vertreter des Verbandes herzlich willkommen und wies darauf hin, daß der Verband nach Vereinbarung mit der Zentralstelle des Deutschen Möbeltransports, deren Hauptversammlung am 15. und 16. Juni ebenfalls in Köln stattfindet, seine Generalversammlung in Köln abhalte, um den Mitgliedern den Besuch beider Versammlungen zu ermöglichen. Der Schriftführer, Hr. Louis Geißler aus Leipzig, erstattete den Jahresbericht. Der Verband hat sich seit der vorjährigen Hauptversammlung in Nürnberg sehr günstig entwickelt. Es sind weitere 80 Firmen beigetreten, so daß der Verband jetzt 771 Mitglieder zählt. Nach Ländern verteilen sich die Mitglieder wie folgt: Deutsches Reich 367, England 115, Oesterreich=Ungarn 86, Amerika 53, Schweiz 27, Asien 19, Afrika 17, Frankreich 16, Belgien 14, Italien 12, Australien 12, Holland 5, Schottland 5, Türkei 5, Bulgarien 4, Schweden 3, Dänemark 2, Spanien 2, Rumänien 2, Griechenland 1, Norwegen 1, Irland 1, Serbien 1 und Monaco 1. Nach dem Berichte des Schatzmeisters Alfred Kappel von der Berliner Packetfahrtgesellschaft schließt die Vereinskasse in diesem Jahre mit 2940 Mark ab. Hr. Kirchenberger(Prag) regte eine Abstufung der Mitgliederbeiträge an je nach dem größeren oder geringeren Verkehr der Geschäftsstellen. Nach der Versammlung fand ein gemeinsames Mittagessen statt, bei dem Hr. Kleinenbroich von der Kölner Packetfahrt die Mitglieder im Namen der Kölner Kollegen begrüßte. Nach dem Mittagessen unternahmen die Verbandsmitglieder einen Ausflug nach Bonn und Rolandseck. Kolner Männergesangverein. Während der Konzertreise nach England hat der Kölner Männergesangverein eines der ältesten Mitglieder, Hrn. Lehrer Odenthal, durch den Tod verloren, und war es den Mitgliedern nicht vergönnt, dem Sangesbruder die letzte Ehre zu erweisen. Gestern vormittag begab sich eine große Anzahl Mitglieder des Kölner Männergesangvereins mit der Fahne, in Anwesenheit des Präsidenten zum Grabe des Dahingeschiedenen und widmete diesem ergreifende Abschiedslieder, worauf man einen herrlichen Kranz an der letzten Ruhestätte des Sangesbruders niederlegte. Aus Kölns Nachbarschaft. : Sand bei.=Gladbach, 14.Juni1908. Hier tagte heute morgen eine Versammlung zwecks Einführung des Volksvereins für das katholische Deutschland. Sie wurde eröffnet und geleitet vom Geschäftsführer des katholischen Volksvereins von.=Gladbach. Nachdem er die Anwesenden begrüßt und ein Hoch auf Papst und Kaiser ausgebracht hatte, erteilte er das Wort dem Arbeitersekretar Herrn Ritzefelder aus Mülheim a. Rh. Dieser besprach in packender Rede die Zwecke und Ziele des Volksvereins und ermunterte die Anwesenden zum Eintritt. Hierauf wandte sich Herr Pfarrrer Herren von Sand mit kernigen Worten an seine Pfarrangehörigen und bat sie, sie möchten doch alle dem Volksverein beitreten. Zu gleicher Zeit munterte er die Anwesenden auf, doch die katholische Presse nach Kräften zu unterstützen und wies auf mehrere katholische Zeitungen hin, welche sich für katholische Familien eigneten. 73 Männer erklärten sofort ihren Beitritt zum Volksverein. Die Leitung, welche Herr Pfarrer Herren übernahm, konnte nicht in bessere Hände gelegt werden. Kölner Local-Anzeiger Nr. 164&a Montag. 1d. Juni 1900. Seite 9. CITT-BIERKELLER an heissen Tagen. angenehm kühl Täglich Konzert. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben unvergeßlichen teuren Gatten, unsern Bruder, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Flink Lehrer a. D. pfang der hl. Um ein frommes Gebet für den Verstorbenen bittet Die tieftrauernde Gattin: Margarethe Flink geb. Munk. Köln, den 15. Juni 1908. Die feierlichen Exequien finden statt Mittwoch den 17. Juni, morgens 9½ Uhr, in der Pfarrkirche St. Maria in der Kupfergasse. Das Begräbnis an demselben Tage, vormittags 11 Uhr, vom Augusta=Hospital. Das Sechswochenamt für die verstorbene Frau Wwe. Anna MNaria Wessel geb. Monjau findet Mittwoch den 17. Juni, morgens 8½ Uhr, in der Pfarrkirche zu Köln=Deutz statt, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. Danksagung. Für die bewiesene Teilnahme sowie für die vielen Beileidsbezeugungen und Kranzspenden bei dem Begräbnisse meines innigstgeliebten Gatten, unseres guten Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels, sprechen wir allen Verwandten, Freunden, Bekannten, sowie den Beamten und Unterbeamten vom Bahnpostamt 8, dem Post= und Telegraphen=Unterbeamtenverein, der Post=Sterbekasse und dem katholischen Beamtenverein, welche sich mit ihren Fahnen beteiligt haben, unseren innigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Witwe Jakob Dreuer geb. Elisabeth Reider. Danksagung. Für die innige Teilnahme beim Hinscheiden unseres unvergeßlichen Sohnes Amand, sowie für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung und die gewidmeten Kranzspenden statten wir allen Beteiligten unseren herzlichsten Dank ab.* Worringen im Juni 1908. kamilie heintich Heinben. Das Jahrgedächztnis für den verstorb. Herrn findet statt Mittwoch den 17. d.., morgens 9 Uhr, in St. Andreas. findet man nicht auf der Straße, wohl aber durch eine Anzeige im CA). M..— mit Holzständer M..— Eigelstein Nr. 37 s Ornis-Garten, 3 Sommer Theater nippes, Niehlerstrasse 92, EI an der Flora. Rippes, Nieblerstrasse 92, Besitzer Jos. Hochholz.— 2 Abonnements-Einladung odr die Salion 1900. Die Abonnements=Konzerte finden Sonntags, Mittwochs und Donnerstags statt. Die Musik wird ausgeführt von den Kapellen des Kürassier=Regiments#0 Nr. 8, des Fußartillerie=Regiments Nr. 7 und des Infanterie=Regiments Nr. 65. Preis der Herrenkarte 2., der Damenkarte 1., einschließlich Kartensteuer. Karten sind niedergelegt bei den Herren Friseuren Bongartz, Neußerstr. 309, Krausen, Neußerstraße 283, J. Keller, Siebachstr. 63, W. Blum, Kempenerstraße 58, und im Zigarrengeschäft Paffrath, Ecke NeußerstraßeKempenerstraße. vw Kassapreis erhöht. Das erste Konzert findet am 21. d. M. statt. 500000 an der Flora. Monlag den 15. Juni, abends 8 Uhr: Novitkt Zum zweiten### Großer Erfolg! arrarat Ein Stück in 3 Aufzügen von Bernstein. Rovität! Kölner Luft-Licht-Bad „Rheinlust“. vor der Mülheimer Schiffbrücke. in altem herrlichen 7000 Quadratmeter großen Parke, direkt am Rhein gelegen, mit ca. 200 Bäumen bewachsen und mit den modernsten Turn= und Sportgeräten der Turngerätefabrik Thomas, Köln, Blaubach, ausgerüstet; verbunden mit Brause= und Wannebädern. Große, schöne gedeckte Hallen usw. vorhanden. Schönstes und größtes Luftbad der Umgebung. Aerztlich empfohlen für Nervöse, Rheumatiker, Natur=, Sport= und Turnfreunde. Das Bad ist geöffnet täglich von morgens 6 Uhr bis zur Dunkelheit und zu erreichen zu Fuß durch die herrliche neue Rheinpromenade vom Dom(Trankgasse) in ca. 35 Min. und durch die elektrische Ringbahn Mülheimer Schiffbrücke aus allen Richtungen..M„ Sen Haltestelle der Bahn Mülheimer Brücke ca. 1 Min. v. Luftbad. Eingang: Riehlerstraße 350, sowie an Sonn= u. Feiertagen auch an der neuen Rheinpromenade. Preise: Einzelbad 35 Pfg., Dutzendkarte 3,50., Jahreskarte 13., Familienkarte 20 M. Karten sind zu haben und Auskunft erteilt Turngerätefabrik Thomas, Blaubach 18 u. die Luftbadkasse selbst. Bilanz am 31. Dezember 1907 Grundstücke Erwerbshäuser Miethäuser Neubauten Bank=Konto Ausstände Mobiliar Barbestand Aufgekündigte Geschäftsguthaben Geschäftsanteile Reservefonds Hülfsreservefonds Leyendeckerstiftung Hypotheken Kreditoren Nicht erhobene Dividende Restausgabe„ Reingewinn 85 701/20 664071 05 15138974 4723319 747•21 343419 155•31 101— 1046 44 119100 25373 51 8 450 70 2183 75 767873 52 1701453 24 90 4157/76 7607/78 Gewinn und Verlust. Einnahme Zinsen Abschreibung bzw. Tilgung Miete Pacht Abgaben Unkosten Unterhaltung Reingewinn A. 71 51253 256 Ausgabe 24381/37 16 176/26 984/94 1147•03 1284 52 7607.78 158190 Unter dem Protektorate Sr. Majestät des Deutschen Kaiseer und Königs von Preussen, Wilhelm II. Dirigent: Königl. Musikdirektor Protessor Jos. Schwartz Mittwoch den 17. Juni d.., abends 8 Uhr, im Volksgarten: Konzert unter Mitwirkung der Kapelle des 7. Fuss-Artillerie-Regiments unter Leitung des Königl. Musikdirigenten W. TRENKS. Von Männerchören kommen nur solche zum Vortrag, welche auf der Reise nach Belgien und England gesungen wurden. Eintrittskarten zu je 1 M. sind in den Hofmusikalienhandlungen von J. Fr. Weber, Schildergasse 6, P. J. Tonger. Am Hof 34-36, sowie in der WOLKENBURG niedergelegt. Preis der Karten am Konzertabend an der Kasse je.50 M. Volksgarten. Dienstag den 16. Juni, Anfang abends 8 Uhr: Großes Konzert ausgeführt von sämtlichen Militär=Kapellen des Standortes Köln, des Militär-Frauenvereins. Programm. 1. Abteilung. Pionier=Bataillon Nr. 7, Feldartillerie=Regiment Nr. 59 und Kürassier=Regiment„Graf Geßler“ (Rhein.) Nr. 8. 1. Marsch der Königsjäger zu Pferde R. Strauß 2. Ouvertüre z. Op.„Die Felsenmühle“. Reißiger 3. Fantasie a. d. Oper„Euryanthe“. C. M. v. Weber 2. Abteilung. Infanterie=Regiment Freiherr von Sparr(Nr. 16), Infanterie=Regiment Nr. 53, Infanterie=Regiment Nr. 65 und Fußartillerie=Regiment Nr. 7. 4. Ouvertüre zur Oper„Tannhäuser". R. Wagner 5. Tonbilder aus dem Musikdrama „Siegfried". R. Wagner 6. Fantasie a. d. Oper„Der Bajazzo“ Leoncavallo. 3. Abteilung. Sämtliche Militär=Musikkorps zusammen. Deutschlands Erinnerungen an die Kriegs jahre 1870/71. Großes militärisches Potpourri mit Schlachten musik von S. Saro. Eintrittspreis 75 Pfg., Programm 10 Pfg., ohne der Wohltätigkeit Schranken zu setzen. Fränkischer Hof. Heute sowie täglich abends 8 Uhr: Garten-Konzert der 65er Kapelle. Waldhotel Königsforst C. M. Dederichs.* Pension, Luftkurort, Beliebtester Ausflugspunkt der Kölner. Donnerstage 3 Uhr: Militär-Konzert. Amt Kalk, Telephon 129. Städtische Rheinbadeanstalten. Die Schwimmbassins sind für Frauen geöffnet: in der Badeanstalt am Frankenwerft: Werktags von 9½ bis 12 Uhr, in der Badeanstalt am Kaiser Friedrich=Ufer Dienstag und Freitag nachmittag, in der Badeanstalt am Deutzer Werft: Freitag nachmittag von 2 Uhr an. errichtet durch die Handelskammer und die Stadt Köln, Fernruf Nr. 4450, Martinstraße 27, Unterh., empfiehlt sich zur Anfertigung von Massenadressen, Abschriften, Vervielfältigungen; zum Falzen, Einstecken und Freimachen von Drucksachen, sowie zur Stellung von Hülfskräften auf Tage oder Stunden. Bronzen in allen Farben, hochglänzend und dauerhaft, zum Auffrischen von Bilderrahmen u. all. mögl. Gegenständen, sowie dazu notwendige Tinktur u. Email empfiehlt 1 he: gaesmacher, Altermarkt 62. Tel. 1307. Niederl.: Andr. Lemm, Ehrenfeld, Venloerst. 271.“ Geklapper freie Jalousie Heinr. Mich. Flatten 5158°90 Cöln=Ehrenfeld, den 28. Februar 1908. . Der Vorstand der „Ehrenfelder Arbeiterwohnungs= Genossenschaft, e. G. mn. b. Schmitz, Huppertz, Joseph Vasters. und Verlustrechnung habe Der Aufsichtsrat: L. Hopmann. Steintrüger. Vorstehende Bilanz und Gewinnich geprüft und stimmend gefunden. Cöln, den 13. März 1908. Lieck. Revisor des Verbandes Rheinischer Baugenossenschaften. Es traten im Jahre 1907 ein 19 Mitglieder; es schieden aus 13 Mitglieder; es verblieb ein Mitgliederbestand von 274 mit 1191 Anteilen und 119 100 M. Haftsumme Hochmoderne Herren und Burschen-Anzüge. zu sehr billigen Preisen nur Severinstrasse 54A. herkules=Korsett ausgzeichnet sitend, vor.60 K an. Math.& Rosa Vernardi, ner Tahnen-Tabti Michael Zaun Inh.: K. Zaun nur Sternengasse 3, im Pius-Bau. I. sowie sämtliche Vereinsabzeichen, Vereinsfahnen und Preismedaillen, Diplome, Illuminationsartikel, Feuerwerk, bunte Gläser, Lampions, Luftballons, Girlanden usw. Prozessionsfahnen und Schärpen. Auch Fahnen und Standarten leihweise. Fernsprecher 5535. Gegründet 1875. Fernsprecher 5535. Uebernahme sämtlicher Saal=, Häuser= und Straßendekorationen. Schnell an den Ilann gebrucht wird überflüfsiges Hausgerät durch eine Anzeige im CO). Postkarten en gros Grösste Auswahl. Nur für Wiederverkäufer. Artistic Brückenstrasse 6 Paul Schnittger, Zahntechniker Dentist 2I (früher Gereonstrasse 42). Deutscher Arbeiter=Almanach. Verlag u. Drnck von J. O. Bachem. Verantwortl. Redakteur: Jos. Bestler. Verantwortl. für Aus der Arbeiterwelt: Oet. Dedenbach; für Anzeigen= und Reklamenteil: c. Grrr. Alle in Köln. Kölner Local-Anzeiger Nr. 164 2 Montag, 15. Juni 1903. Seite 10. Die Fleder für Frauen u. Töchter! Der letzte Zuschneide-Frei-Kursus beginnt am Montag den 6. Juli. Der Lehrplan umfasst das akad. Schnittzeichnen u. prakt. Zuschneiden aller erdenklichen Damen-, Mädchen- u. KinderGarderoben von den einfachsten Macharten bis zu den elegantesten Berliner u. Pariser Modellen. Jede Damc arbeitet für sich selbst oder für den Bedarf ihrer Familic. Der Unterricht ist völlig unentgeltlich und wird durch tüchtige, erfahrene Fachlehrerinnen erteilt. Anmeldekarten sind kostenlos von morgens 8 Uhr bis abends 8½ Uhr(ausser Sonntags) bei der Vorstcherin zu haben. Berliner Zuschneide-Akademie Hohe Strasse 85—87 Eing. Brückenstr.(..Vier Wind.). Dir. Krämer, Köln, Zur Bowle empfehle meine Marke Zeltinger wohlbekömmlicher unverschnittener Moselwein M..80 per Flasche ohne Glas. Joseph Eck Albert Johnen Nachf. Weingrosshandlung Lieferant vieler Hospitäler. Hauptgeschäft: Gereonsdriesch 12. Fspr. 3249. Filialen: Dominikaner 7, Ehrenstrasse 57, Eigelstein 22, Severinstrasse 202, Sassenhof 15, Hauptmarkthalle. Ferner vorrätig in d. bekannt. 100 Niederlagen. □ Brautkränze in neuester Bindeart. Brautschleier billigst. Jul. Gliesche Söhne. Schildergasse 105. die Küche Dr. Oetker S Backpulver Dr. Oetker S Puddingpulver Vanillinzucker, Salicyl etc. Palmin feinstes Pflanzenfett! Storcn-Makkaroni und Storch-Hausmacher Die besten der Welt! den Haushalt! Gooli bestes, flüssiges Geolin—Putzmittel! Fiw bestes, nicht feuergefährIAIN liches Schuhputzmittel! P. P. Bitte schicken Sie mir 2 Ihrer Rino=Salbe 1 M..— L. ich Sie für jemand notwendig brauche entbehrlich. In aller Hochachtung Schwester Sales. ., Waisenhaus, den 11.12 36 Diese Rino=Salbe ist in Dosen 2 Mk..— und Mk..— in den Apotheken vorrätig, aber nur echt in Originalpackung weiß= grün=rot und Firma R. Schubert& Co., Weinböhlg, Fälschungen weise man zurück. Nur von auserles. Kühen, der best.Trockenfütterung gewonnene Säuglings=Milch Kur=Milch.=Sahne liefert d. bekannte Musteranstalt F. Pütz, Hohenzollernring 50. BoraxonStreichseife paketierte feinste Schmierseife ohne Aufschlag! In 1/1 Pfd.-Paketen. Sodex bester Ersatz für Soda! General-Vertreter obiger Fabrikate: Ludwig Blatzheim, Köln. Fernspr. 1865 u. 9913. empel-Far 9 Weber& Co. 4) Fernspr. 1779 0 Büsten für Schneider und DekorationsZwecke von.25#an. Deussen Söhne Johannisstr. 48. Fernspr. 190. Preisliste gratis. Echtes hochseines Eau de Cologne per ¼1 Flasche 60 J, per ½ Flasche 35 J, in Kistch. v. 67 Fl...50, in Kistch. v. 62 Fl..2,00. Adrian Graven, Figelstein 73 J. Hölzken „ Tel. 6991„ Liebe Freundin! Kannst Du dort auch das Veilchen=Seifenpulver„Goldperle“ haben? Frage doch'mal nach und kaufe Dir ein Paket, Du wirst entzückt sein über die reizenden Geschenke, die jedem Paket beiliegen. Versäume das nicht und achte auf den Namen „Goldperle“, damit Du das richtige bekommst.* Herzlichen Gruß Deine Anna. =ex Konservengläser Sterilisier-Apparate Anerkannt bestes System der Gegenwart. Rer Spargelgläser. S! Villen- oder Landhausterrains 3 Minuten von der Station Holweide gelegen, mit Vorortsbahn Berg.-Gladbach in 30 Minuten von Köln, in 5 Minuten von Mülheim erreichbar, äu hübscher, ruhiger und gesunder Lage, preiswürdig zu verkaufen. Seltene Gelegenheit für Familien, die ein schönes Landhaus in unmittelbarer Nähe der Grossstadt bei bequemen, direkten Verbindungen wünschen. Günstige Kapitalanlage und Zahlungsbedingungen. Auskunft erteilt Edouard Clerc. Fabrik in Wichheim bei Mülheim am Rhein. Station Holweide. Gin-Unteruchung: Spezialst P. Serwais, Apoth. Passage 54, an der Brückenstrasse, Hubertus-Drogerie. j. Thür. Wald. 500-552 m ü.., reizend geleg., v. Tannenw. rings umschl. Sommer““ frische b. Friedrichroda(¾ St.) u. nahe d. Inselsberg. Kein’abrikrauch. Zu ein. ruh.nervenstärk. Aufenthalt hervorrag. geeinnet. Ferienzüge v. Köln n. Friedrichroda, dort Omnibus. Ausk. u. Prosp. Verkehrsverein. Zuckerkranke, Magenleidende sollten Sindts Kreuznach. Grahamhrof essen; ein bekömmlicheres oroI Brot gibt es für sie kaum. Dienstag und Freitag frisch eintreffend bei Jul. Genshe, Telephon 455. Zum Salzen des Brotes wird Kreuznacher Salz verwandt, das aus den stark Radium haltigen Kreuznach. Soolquellen gew. w Köln, Georgstr. 7 bietet alleinstehenden Damen Pension zu mässigen Preisen. Soweit Platz vorhanden, finden auch Passanten Aufnahme. Sa Sämtl. Einmach-Bedarfsartikel. Max Franzky, erchtssn. 42 Haus- u. Küchen-Einrichtungen. 5 2 K 64 * E K K 2 K3 2 2 5 2 2 9 Die UUME BESTECKE aus weißem Hlpakka-Metall hergestellt, sind durch die verstärkte Versilberung an den Aufliegestellen sowie durch die auf besonderem Verfahren berubende Befestigung der Klingen sehr dauerbaft und widerstandsfähig, daber als bevorzugtes und bewährtes Fabrikat weltbekannt! 5 5 Württembergische Metallwarenfabrik Hiederlage Köln a. Rh. Hobestraße Nr. 136 Ecke gr. Budengasse Fernsprecher 2617 95 5 2 s