Bezugs-Preis. mit Sonntagsbeilage Lolonia, durch die Crägerinnen wöchentlich 10 Pkg., monatlich 40 Pig. Anzeigen-Preis: 15 Pfg. die einspaltige Zeile(letzte Seite 18 Pig.). Kölner Stellen= und Arbeits=Gesuche sowie MietAnzeigen für kleine Wohnungen bis zu 10 Zeilen bei Vorausbezahlung 10 Pfg. die Zeile. Auswärtige Anzeigen 20 Pig.(letzte Seite 25 Pfg.). Reklamen 50 Pfg. für hiesige, 60 Pfg. für auswärtige. Offerten-Annahme 25 Pig. Postpreis mit der Sonntags=Beilage Colonia M. 1,50(3 Mon.), M. 1,—(2 Mon.), M. 0,50(1 Mon.). Köln Geschäftsstelle und Anzeigen-Annahme: Marzellenstrasse 37. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt.* Kölner Fremdenblatt. Nr. 129. 22. Jahrgang. Geschäftsstelle: Fernspr. 420. Köln. Dienstag, 12. Mai 1908. Redakt.: 5231, 5232, 5233,5234 heute 12 Seiten. politische Tagesschau. Zu den Kaiserhuldigungsfestlichkeiten in Wien Von einem Teilnehmer am Galadiner in der Großen Galerie zu Schönbrunn wird eine vielbemerkte Szene, die alle Teilnehmer tief ergriff und durch ihre Unmittelbarkeit viele zu Tränen rührte, mitgeteilt: Als Kaiser Franz Joseph als erster das Wort ergriff, stand Kaiser Wilhelm Auge in Auge neben ihm. Regungslos lauschte er den herzlichen Worten und seine Ergriffenheit kam in den Zügen zum Ausdrucke. Als nun Kaiser Franz Joseph seinen Trinkspruch mit den Worten schloß:„Meine erlauchten und hohen Gäste leben hoch!“ stieß er mit seinem Champagnerglas an das des Kaisers Wilhelm an und trank auf sein Wohl und das der Bundesfürsten und des Hamburger Bürgermeisters. Aller Augen wandten sich den beiden Kaisern zu. Im Augenblick, als Kaiser Franz Joseph sein Glas auf den Tisch gestellt hatte und sich auf den Fauteuil setzen wollte, griff Kaiser Wilhelm, augenscheinlich vom Gefühl innigster Verehrung und Freundschaft übermannt, rasch nach der Rechten des Kaisers und schüttelte sie mit Wärme. Im nächsten Augenblicke hatte er sich dem Kaiser Franz Joseph genähert und küßte ihn innig und spontan dreimal auf die Wangen. In den Mienen des Kaisers Franz Joseph konnte man die tiefe Bewegung lesen, die dieser Ausbruch des Gefühls hervorgerufen. In innigen Worten dankte Kaiser Franz Joseph dem deutschen Kaiser und schüttelte auch ihm die Hand. Wie gebannt waren alle Gäste der großen Tafel, an der hundert Personen saßen. Man sah auf dem Antlitz aller tiefste Rührung und— wie der Gewährsmann versichert— mehr als ein Teilnehmer an der Galatafel trocknete sich unter dem Eindrucke dieser herzlichen Szene die Augen. Der Nachfolger von Lucanus. Der Ministerabsäger und Chef des Zivilkabinetts, v. Lucanus, gedenkt im Laufe des Sommers in Pension zu gehen; als sein Nachfolger ist Unterstaatssekretär v. Löbell ausersehen. Reichskanzler Fürst Bülow versteht es, seine Leute in die Nähe des Monarchen zu bringen. Der Chef des Militärkabinetts ist sein Freund, der künftige Chef des Zivilkabinetts ist ihm zum lebhaften Danke verpflichtet, und der diplomatische Reisebegleiter des Kaisers ist ein Vetter des Reichskanzlers; da kann es nicht mehr fehlen. Staatssekretär Dernburg hat am 9. Mai die Reise nach Südwestafrika angetreten. Der Staatssekretär begibt sich zunächst nach London. Der Aufenthalt in London dient lediglich zur privaten Erkundigung über einige das südwestafrikanische Schutzgebiet berührende Fragen. Im übrigen reist Dernburg bis zu seinem Eintreffen im Schutzgebiet als Privatmann. Das Alter der deutschen Bundesfürsten. In seiner Rede bei der Gratulationscour in Schönbrunn hat Kaiser Wilhelm hervorgehoben, daß Kaiser Franz Joseph von Oesterreich„drei Generationen deutscher Fürsten um sich versammelt sehe". In der Tat sind die deutschen Bundesfürsten, die sich in Wien um den Kaiser geschart haben, sehr verschiedenen Lebensalters. Kaiser Wilhelm steht im 50. Lebensjahre. Der älteste der deutschen Bundesfürsten und der älteste Herrscher überhaupt ist der Prinz=Regent Luitpold von Bayern. Er hat heuer am 12. März sein 87. Lebensjahr vollendet. Um ein Vierteljahrhundert jünger ist der dem Prinz=Regenten im Alter folgende Fürst Georg von Schaumburg=Lippe, der im Oktober 62 Jahre alt wird. König Wilhelm II. von Württemberg hat am 25. Februar seinen 60. Geburtstag gefeiert. Großherzog August von Oldenburg und der Bürgermeister von Hamburg Dr. Johann Heinrich Burchardt stehen beide im 56., Großherzog Friedrich von Baden und Herzog Friedrich II. von Anhalt beide im 52. Lebensjahre. Daran reiht sich König Friedrich August III. von Sachsen an, der in diesem Monat 43 Jahre alt wird. Gleichfalls in den Monat Mai fällt der 37. Geburtstag des Fürsten zur Lippe, Leopold IV. Mit 31 Jahren und 11 Monaten ist der Großherzog Wilhelm Ernst von SachsenWeimar=Eisenach der zweitjüngste unter den in Wien versammelten deutschen Bundesfürsten, während Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg=Schwerin, der am 9. April 1882 geboren und also erst kürzlich 25 Jahre alt wurde, derart um mehr als 61 Jahre jünger ist als der Prinz=Regent von Bayern. à Der Volksverein für das katholische Deutschland zählte Ende 1907 584278 Mitglieder. Diese Zahl verteilt sich auf die einzelnen Provinzen bzw. Bundesstaaten wie folgt, wobei die eingeklammerte Zahl unter Zugrundelegung der Volkszählung vom Jahre 1905 angibt, wieviel von je 100 katholischen Männern über 21 Jahre Mitglied des Volksvereins waren Rheinprovinz 208 214(20,7), Westfalen 129 292(32,0), HessenNassau 26101(19,7), Hannover 24118(28,5), Schleswig=Holstein 1228(16,1), Sachsen 3986(7,7), Brandenburg 6049(7,0), Pommern 34(0,4), Oftpreußen 339(0,5), Westpreußen 1778(0,8), Posen 181 (0,1), Schlesien 26 346(4,1), Hohenzollern 1266(8,0), Bayern 37 204 (3,4), Württemberg 30 453(18,7), Königreich Sachsen 4196(8,5), Baden 34378(12,2), Hessen 8614(10,1), Sachsen=Weimar 1043 (29,6), Oldenburg 6363(29,3), Breinen 595(17,7), Hamburg 1971 (25,7), Reichslande 28 825(8,8). Da der Mitgliederstand zu dem gleichen Termine des Vorjahres 524 666 betrug, ergibt sich eine Zunahme von rund 59500. Der Mitgliederprozentsatz pro 100 Katholiken über 21 Jahre stieg im Reichsdurchschnitt von 10,3 auf 11,5. Eine bedeutendere Mitgliederabnahme hat nur das Reichsland Elsaß=Lothringen zu verzeichnen. Im übrigen verteilt sich die Zunahme auf die einzelnen Landesteile folgendermaßen: Rheinprovinz+ 30 997, Westfalen+ 7790, Hessen=Nassau+ 921, Schleswig=Holstein+ 58, Ostpreußen+ 116, Westpreußen+ 1110, Posen+ 170, Schlesien+ 530, Hohenzollern+ 184, Königreich Preußen+ 41 381, Bayern rechtsrh.+ 9711, Bayern Pfalz + 2697, Württemberg+ 353, Sachsen(Königreich)+ 68, Baden + 6831, Hessen=Darmstadt+ 1394, Thüringische Staaten+ 173, Oldenburg+ 552, Freie Städte+ 228. Die Gemeinderatswahlen in Frankreich, die im ganzen Lande zu gleicher Zeit stattfinden, sind beendet. Die Wahlen haben in gewisser Hinsicht allgemeine politische Bedeutung, da sie als Urteil des Landes über die Tätigkeit der Kammerparteien c Kölnischer Geschichtskalender. Kundert.) 12. Mai. 1871 Dr. Christian Herm. Vosen, bekannter katholischer Theologe zu Köln g. geboren 19. Juli 1815 als Sohn des Küsters von Groß St Martin. Gründer der Agrippina, eines Vereins für Handlungsgehülfen, der sich später zu der noch bestehenden Marianischen Kongregation für junge Kaufleute erweiterte. Hervorragenden Anteil hatte er ferner an der Gründung der Colonia, des ersten deutschen katholischen Kasinos, des alten Bürgervereins, des Rheinischen Kirchenblaites. Seine Idee ist die Begründung des Marienhospitals. Dr. Vosen wirkte zuletzt als Religionslehrer am Marzellen=Gymnasium. 1878 Im Gürzenich=Konzert kommt unter Leitung des Komponisten Max Bruchs Lied von der Glocke zum ersten Male in Deutschland 1881. Die Stadtv.=Vers. bewilligt die einmaligen Ausgaben(8000.4) für die Verbindung von 22 städtischen Dienststellen mit der Vermittelungs=Fernsprechanstalt und 1650 A jährliche Betriebs kosten. Bisher waren erst 42 Anschlüsse angemeldet(zu einer jährlichen Vergütung von je 200 Ml.) 1886 Erstes Volks=Symphoniekonzert, ausgeführt vom Stadttheater= und Bürzenich=Orchester, unter Leitung des städtischen Kapellmeisters Dr. Wüllner. 1888 Der bisherige Direktor des Zoologischen Gartens, Dr. Heck, verläßt Köln, um die Leitung des Berliner Zoologischen Gartens zu übernehmen. Sein Nachfolger wird der bisherige Direktor des Frankfurter Gartens, Dr. Wunderlich. 1894 Erster Spatenstich zu der zweiten katholischen Kirche in der Neustadt, S t. Michaelskirche, am Brüsselerpla. aufgefaßt werden, und ihr Ergebnis nicht selten für die nächsten Kammerwahlen vorentscheidend ist. Ueberraschend ist bei den soeben beendeten Wahlen der Rückgang der sozialdemokratischen Stimmenzahl. Es scheint, daß weite Kreise des französischen Volkes, die bisher den Sozialisten nahestanden, sich von ihnen zurückziehen. Die Schuld daran trägt ohne Zweifel zum großen Teile das wüste Treiben der Gewerkschaftler und die Agitation der Antipatrioten. Es mag dazu aber auch die Erkenntnis beigetragen haben, vaß fast alle Städte mit sozialistischer Verwaltung in ihrer Finanzwirtschaft ziemlich schlecht abgeschnitten haben, eine Erfahrung, die man ja auch in Deutschland machen kann. Eine große Enttäuschung brachten die Gemeinderatswahlen für diejenigen, welche gehofft hatten, daß der Kulturkampf die glaubenstreuen Katholiken endlich zum Widerstande anreizen würde. Es ist wirklich aufs tiefste zu bedauern, daß die französischen Katholiken sich nicht zu einem einheitlichen planmäßigen Widerstand gegen die Vergewaltigung der Kirche aufraffen können. Selbst die schweren Schläge der letzten Jahre haben sie nicht aus ihrer Ruhe erwecken können, und man muß die Hoffnung, daß die katholische Bevölkerung Frankreichs sich einmal eine starke parlamentarische Vertretung schaffen werde, nachgerade endgültig aufgeben. Zu vergessen ist ja nicht, daß der größte Teil Frankreichs heute bereits, dank vor allem der religionslosen Erziehung, wenn nicht ungläubig, so doch religiös gleichgültig geworden ist und an praktisches Christentum nicht mehr denkt. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 12 Mai 1908. c Die weiße Frau von Oldensloe. [13] Original=Roman von O. Elster. Es grenzte an ein Wunder, daß ich, von einigen kleinen Rissen abgesehen, keine Verwundung davongetragen hatte. Dagegen stellte sich die Verwundung des armen Lothars als ziemlich schwer heraus, ein Bajonettstich hatte die Lunge durchbohrt, und als wir wieder bei dem Regimente anlangten, sank er bewußtlos in meine Arme. Krankenträger brachten ihn in das Feldhospital, das hinter Mars la Tour aufgeschlagen war, ich konnte ihn nicht begleiten, ich mußte beim Regiment bleiben. Als ich am Tage nach der Schlacht nach ihm fragte, war er bereits mit einem Verwundetentransport nach Pont a Mousson geschafft, ich sah ihn während des Krieges nicht wieder. Der Krieg war zu Ende, die siegreichen Truppen waren in die heimatlichen Garnisonen wieder eingerückt, empfangen von dem Jubel des Volkes, den Ehrenpforten und den offiziellen Dankreden. Auch mein Regiment war in Berlin wieder eingezogen und mit Ehren förmlich überschüttet worden. Einige Tage der Aufregung, der rauschenden Festlichkeiten folgten, dann trat Stille ein, die Wirklichkeit, die Arbeit des Tages forderte wieder ihr Recht, das Regiment wurde wieder auf Friedensfuß gesetzt, die Reservisten wurden entlassen und auch ich zog wieder den unscheinbaren Rock des Zivilisten an, den ich aber stolz mit der Kriegsdenkmünze und dem eisernen Kreuz zweiter Klasse schmücken konnte. Das war aber auch die einzige Errungenschaft, die ich aus dem großen Kriege heimbrachte, wenn man von den Unteroffizierstressen absehen will, die mir noch während des Feldzuges verlieben worden waren. Doch nein, ich will nicht ungerecht sein! Ich brachte aus dem Kriege Eines zurück, das mir niemals entrissen werden kann. Die großen erhabenen Erinnerungen an eine Zeit der Begeisterung, der Pflichterfüllung, der Opferwilligkeit, wie sie das deutsche Volk seitdem nicht wieder erlebt hat. Die Erinnerung an den Tag, da sich der greise König Wilhelm in Versailles die deutsche Kaiserkrone auf das Haupt setzte, und der Jahrhunderte alte Traum der Edelsten der deutschen Nation in Erfüllung ging, die Erinnerung an den Tag, da das Deutsche Reich auf den Gräbern seiner gefallenen Söhne neu erstand. Diese Erinnerung war es schon wert, daß ich jetzt einsamer, verlassener denn je auf dem Pflaster der Hauptstadt des neuen Deutschen Reiches stand. Dennoch vermißte ich jetzt schmerzlich eines in dem großen Deutschen Reich: eine kleine Stelle, wo ich ausruhen konnte von den Mühen der letzten Jahre, wo ich Atem schöpfen und neue Kraft sammeln konnte für den neuen Kampf, der mir bevorstand, nicht mit den Feinden des Vaterlandes, sondern mit dem Leben selbst, das mir drohend genug entgegenblickte. Das Vaterhaus vermißte ich, die Heimat! Ein Heimatloser stand ich da, in dem weiten deutschen Vaterland. Mir schüttelte nicht der Vater die Hand zum Willkomm, mich umarmte nicht die Mutter, dankbare Freudentränen in dem treuen Auge, mich begrüßte nicht der Jubel der Geschwister und der Freunde— heimatlos, freudlos stand ich da, eine unendliche Oede gähnte mir entgegen. Was nun?— Das war die Frage, welche mich einige Tage hindurch beschäftigte. Meine Vorgesetzten hatten mir vorgeschlagen, ich solle beim Militär bleiben, meine Beförderung zum Offizier würde in kürzester Frist erfolgen. Ich sagte mir jedoch, daß das Leben eines Kavallerieoffiziers— wenn ich mich auch zu einem weniger teuren Regiment als die Gardedragoner versetzen ließ— an das Vermögen des Betreffenden Anforderungen stellte, die ich nicht erfüllen konnte, war doch mein kleines Kapital in den letzten zwei Jahren schon bedenklich zusammengeschmolzen, und es blieb mir kaum so viel übrig, daß ich meine Studien vollenden konnte. Auch erwachte die alte Liebe zu Kunst und Wissenschaft wieder in mir, als der Lärm der Waffen verhallt, als die kriegerische Begeisterung erloschen war. Ich fühlte, daß ich nicht zum Offizier paßte, mich zog es mit unwiderstehlicher Kraft zu dem stillrauschenden Born der Wissenschaft. Ich sagte mir aber auch, daß es jetzt vor allem darauf ankomme, meine Studien so bald wie möglich zu vollenden, damit ich zu einer festen Stellung gelangte, die mein Leben sicherte. Mit regem Eifer wollte ich mich daher auf das Studium werfen, doch da— versagte mir die Kraft. Die Erregung, in der ich die letzten zwei Jahre gelebt, die Strapazen des Feldzuges, das unregelmäßige Leben— das alles hatte mein Nervensystem angegriffen. Jetzt, wo die äußere Ruhe wieder eingetreten war, fand ich die innere Ruhe nicht; die Sammlung fehlte mir, ich konnte meine Geisteskräfte nicht längere Zeit auf eine Arbeit konzentrieren. Ach, wie vermißte ich jetzt das Elternhaus, in dessen stillem Schoß meine fieberhaft erregten Nerven die Ruhe zur anhaltenden Arbeit wiederfinden konnten. Ich irrte ruhelos, planlos, kraftlos in der meuschenvollen Hauptstadt umher, verwirrt von den glänzenden Bildern, die um mich her auftauchten, in Gefahr, in dem Strudel der aufblühenden Weltstadt zu versinken. Da kam mir die Rettung von einer Seite, von der ich sie nicht erwartet hatte. Eines Tages fand ich folgenden Brief auf meinem Tische vor: Mein lieber, alter Kriegskamerad! Durch unseren Regimentsadjutanten habe ich deine jetzige Adresse erfahren. Es hat einige Mühe gekostet, sonst hätte ich dir schon eher geschrieben. Ich habe es nicht vergessen, wie du mich mit Gefahr deines eigenen Lebens aus dem Kampfgetümmel von Mars la Tour gerettet hast. Es wird dir bekannt sein, daß meine Verwundung mir bislang verboten hat, wieder aktiven Dienst zu tun, ich hoffe jedoch bald wieder so weit hergestellt zu sein. Der Winter wird aber wohl noch darüber hingehen. Nun habe ich eine Bitte an dich! Komm zu mir, den Winter mit mir und den Meinigen auf Schloß Oldensloe zu verbringen. Meine Eltern laden dich auch auf das herzlichste ein, sie möchten gern meinem Lebensretter die Hand schütteln.. Ich weiß, du hast tein Elternhaus, keine Heimat— so komm zu uns, du sollst bei uns finden. Auch deine Studien, wenn du diese wieder aufgenommen hast, kannst du hier fortsetzen. An Ruhe und Ge Seite 2. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 129; Dienstag. 12. Mai 8 Zu den Stadtverordnetenwahlen. Eine große Zentrumsversammlung leitete gestern abend den Wahlkampf für die am nächsten Montag und Dienstag zu tätigenden Stadtverordnetenwahlen der zweiten Wählerabteilung wirkungsvoll ein. Das rege Interesse der Zentrumswählerschaft fand Ausdruck in der äußerst großen Zuhörerzahl, die sich im Konzertsaal der Bürgergesellschaft und auf den Galerien eingefunden hatte. Viele hatten nur Stehplätze gefunden. Hr. Rechtsanwalt Urban Stein eröffnete die Versammlung, indem er ausführte, warum wir zu so ungewöhnlicher Zeit Stadtverordnetenwahlen vorzunehmen haben, indem er kurz die Vorgeschichte darlegte. Er betonte nachdrücklich, daß die Zentrumspartei keinen Grund hatte, für die Ungültigkeitserklärung der Wahl von 1906 nicht auch formelle Einwände geltend zu machen, nachdem diese Wahl durch die Hetze der Liberalen zugunsten derselben zustande gekommen war. Redner führte dabei des näheren aus: Wir haben den Prozeß gewonnen auf Grund eines formellen Einwandes. Man hat uns das auf gegnerischer Seite zum schweren Vorwurf gemacht. Wenn wir diesen formellen Grund angeführi haben, befanden wir uns in einer Gesellschaft, die eigentlich den liberalen Herren angenehm sein müßte, nämlich in der des Rechtsanwaltes Georg Fischer, der auch formelle Gründe angeführt hatte, besonders den, die öffentliche Bekanntmachung der Wahl sei nicht rechtzeitig erfolgt. Man konnte von uns nicht verlangen, wenn wir einen Grund zur Anfechtung der Wahl hatten, um das Verfahren absolut nichtig zu machen, daß wir etwa aus Liebe zu unseren liberalen Freunden von diesem Mittel keinen Gebrauch machen sollten; das hatten wir wahrlich aus Anstandsrücksichten nicht zu tun! Hatten die Liberalen uns Veranlassung gegeben, darüber wegzugehen, nachdem man uns vorher mit den schwersten, besonders unsere Stadtverordneten im höchsten Maße beleidigenden Vorwürfe überschüttet hatte?(Sehr richtig!) Ich weiß überhaupt nicht, ob jemals viel andere als formelle Gründe bei Wahlprotesten in Frage kommen. Redner kam dann auf einige Ereignisse zu sprechen, u. a. auf die Ordnungswidrigkeiten auf dem Einwohnerkontrollamt, die geschehen sind zum Vorteil der liberalen Partei, auf die wüste konfessionelle Hetze, die bei der Wahl 1906 auf gegnerischer Seite inszeniert worden ist, auf die amtliche Erklärung des Oberbürgermeisters und der zuständigen Dezernenten, daß die Behauptung, die Zentrumsstadtverordneten hätten zum Nachteil der evangelischen Bewerber einseitig zugunsten der katholischen ihre Beschlüsse gesaßt, vollständig unrichtig ist und jeglicher tatsächlichen Unterlage entbehrt. Hierauf erstattete Hr. Stadtverordneter Mönnig den Tätigkeitsbericht der Zentrumsfraktion. Hr. Stadtverordneter Mönnig. Als wir vor ungefähr einem halben Jahre unseren großen Erfolg errungen hatten, tagte in der Lesegesellschaft eine Versammlung, in welcher Hr. Kommerzienrat Neven=DuMont erklärte, daß er anerkennen müsse, daß auch die Zentrums=Stadtverordneten jeder nach seinem Wissen und Können das Beste zu leisten gewillt seien. Es ist dieses ein anerkennenswertes Zugeständnis, und ich möchte dem noch hinzufügen, daß die Zentrums=Stadtverordneten nicht allein den besten Willen gehabt haben, sondern daß sie diesen ihren guten Willen stets durch fleißigen Besuch sämtlicher Sitzungen zum Ausdruck gebracht haben. Nach dieser Richtung hin möchte ich weiter hervorheben, daß wir in jeder Woche eine fast immer vollzählige Fraktionssitzung haben, in welcher sämtliche städtischen Fragen in eingehendster Weise erörtert und besprochen werden. Ob wir allen sachlichen Anforderungen, welche man an einen gewissenhaften Stadtverordneten stellt und stellen muß, genügen, möchte ich an der Hand der hauptsächlichsten Erfordernisse beantworten, welche die liberale Wahlleitung in einem Artikel vor der letzten Wahl aufgestellt hat, welcher überschrieben ist:„Was verlangen wir von einem Stadtverordneten?“ Der Stadtverordnete soll der Vertreter der gesamten Bürgerschaft sein. Von diesem Gesichtspunkt aus haben meine sämtlichen Kollegen immer ihr Mandat ausgeübt, und in diesem Sinne hat sich auch stets die Zentrumspartei geäußert. Wir haben niemals Kirchturmspolitik getrieben, haben uns vielmehr stets von dem größeren Gesichtspunkte der Allgemeinheit leiten lassen. Eine Interessenvertretung als solche ist stets abgelehnt worden, jedoch haben wir es für stets wünschenswert erklärt, daß im Stadtverordnetenkollegium die verschiedensten Stände vertreten sind, damit das Kollegium stets aus eigener Kenntnis und Wissenschaft die verschiedensten Bedürfnisse aller Stände und Gewerbe zu beurteilen in der Lage ist. Daß der Stadtverordnete mitten im Leben stehen soll, ist selbstverständlich, und wir haben stets nach diesem Grundsatz gehandelt. Um aber die Lebensbedürfnisse der verschiedenen Stände kennen zu lernen, haben wir uns nicht damit begnügt, vor den Wahlen den verschiedenen Ständen und Gewerbetreibenden leere Versprechungen zu machen, wie uns dies früher so oft zum Vorwurf gemacht worden ist, sondern die Zentrumspartei hat es verstanden, Männer aus den verschiedenen Schichten des Volkes in das StadtverordnetenKollegium zu entsenden. Wir haben uns nicht damit begnügt, vor den Wahlen den Arbeitern, Handwerkern und den Kleingewerbetreibenden Einladungen zu unseren Versammlungen zu senden, und ihnen in diesen Versammlungen zu erklären, wie sehr wir Anteil an ihnen nehmen und wie groß unsere Liebe zu ihnen ist, sondern die Parteileitung hat Männer aus diesen Schichten in die Fraktion ausgenommen, und ihnen Sitz und Stimme gegeben. Wir müssen es rühmend von diesen Männern hervorheben, daß sie nicht einseitig ihre ureigensten Interessen vertreten, sondern daß sie es verstanden haben, ihr Mandat im allgemeinsten Interesse auszuüben.(Lebhafte Zustimmung.) Daß die Zentrums=Stadtverordneten es für ihre vornehmste Pflicht halten, bei der Verteilung der unvermeidlichen Lasten dem Gebote der Gerechtigkeit und Billigkeit folgend, die schwachen Schultern nach Kräften zu entlasten, ist Ihnen allen bekannt. Wir haben uns aber damit nicht begnügt, sondern wir haben ihnen auch größere politische Rechte eingeräumt. Ich erinnere nur daran, daß es dem steten Bemühungen des Zentrums gelungen ist, den Wahlzensus, welcher in Köln früher 18 Mark betrug, immer weiter zu verringern, so daß heute fast jeder Unbemittelte bei den Stadtverordnetenwahlen wahlberechtigt ist. Auf Antrag Brems und Genossen sind vor kaum zwei Jahren die Lohnverhältnisse der städtischen Arbeiter einer Prüfung unterzogen, und die Untersuchung hat zu dem Resultat geführt, daß den städtischen Arbeitern eine erhebliche Aufbesserung zu teil geworden ist. Die Gesamt=Aufbesserung beträgt pro Jahr ungefähr 600000 Mark. Als im Herbst vorigen Jahres die städtischen Arbeiter über Ungerechtigkeit in der Behandlung und Ungleichheiten im Lohne klagten, sind es die Zentrums=Stadtverordneten gewesen, welche anfangs des Jahres und erneut vor wenigen Tagen eine schleunige Untersuchung angeregt haben. Auch für die kleineren und mittleren Beamten sind die ZentrumsStadtverordneten, wie früher so auch noch in der letzten Zeit energisch eingetreten. Es ist bekannt, daß der Staat bereits im vorigen Jahre die Gehaltsverhältnisse der kleinen und mittleren Beamten und Lehrer neu ordnen wollte, und daß, als diese Regelung im vorigen Jahre nicht erfolgte, man diese bestimmt im Frühjahr erwartete. Als sie auch jetzt nicht erfolgte und wider Erwarten auf den Herbst verschoben wurde, haben meine Freunde angeregt, zu untersuchen, ob es nicht möglich sei, unabhängig von dem Vorgehen des Staates eine neue Regelung vorzunehmen, damit die Unzulänglichkeit des Gehalts, welche allgemein nicht bestritten wird, endlich aus der Welt geschafft werden kann. Dabei sind die Interessen der Gewerbetreibenden und Handwerker keinesfalls aus den Augen gelassen worden. Es ist Ihnen auch allen bekannt, daß die Herren Trimborn, Giesen und Genossen Anträge gestellt haben auf Abgabe billiger elektrischer Kraft, daß die verschiedensten Anträge gestellt sind, um den Gewerbebetrieb der Klein=Gewerbetreibenden zu erleichtern. Wiederholt sind Anträge gestellt worden von meinen Fraktionsgenossen, das Verdingungswesen der Stadt stets im Interesse der heimischen Handwerter zu gestalten, und keine Arbeit wird heute noch von der Stadt Köln vergeben, ohne daß die städtischen Handwerker und Betriebe in möglichst weitgehendster Weise berücksichtigt werden. Die Bedürfnisse der Großindustrie sind hierbei keineswegs vernachlässigt worden, wobei ich nur darauf hinweise, daß in den letzten Jahren ganz kolossale Summen im Interesse der Groß=Industrie für Hafen Merften und Eisenbahnbauten aufgewendet sind. Wohl keine Stadt Deutschlands hat in den letzten Jahren so viele Gelder aufgewendet für Kleinbahnen und Nebenbahnen, wie gerade die Stadt Köln. Es hat dies für eine Großstadt ganz eminente soziale und wirtschaftliche Vorteile, da hierdurch teils auch den Minderbemittelten es ermöglicht wird, gesundere Wohnungen zu nehmen, der Handel und Wandel hierdurch gehoben wird, und daß es hierdurch endlich legenheit zum Studieren soll es dir hier nicht fehlen. Also komm, alter lieber Freund, du bereitest meinen Eltern und mir durch deinen Besuch eine große Freude. Eine Absage nehmen wir nicht an. Auch mein Schwesterchen ist neugierig, den alten Spielkameraden wiederzusehen. Mit den herzlichsten Grüßen dein alter Freund Lothar Oldensloe. Meine Nerven mußten doch wohl sehr angegriffen sein; die Tränen traten mir bei dem Lesen dieses Briefes in die Augen! Eine Zeitlang saß ich da, die Stirn in die Hand gestützt, ohne zu einem sesten Entschluß kommen zu können. In der Erinnerung tauchte das alte feudale Schloß Oldensloe mit seinem mächtigen Bergfried vor mir auf; die Wälder, die Berge, die Schluchten, das kleine einsame Försterhaus, in dem ich meine Kindheit verlebt hatte. Ich sah das ernste, düstere Gesicht meines Vaters wieder, ich durchlebte nochmals die Schreckensstunde seines Todes— oh, wie viele hatte ich seitdem sterben sehen!— das rührende Bild meiner Mutter trat wieder vor meine Seele, der alte Waldheger Peter nickte mir zu, alle, alle sah ich wieder, und unter all den Gesichtern lächelte mir ein liebliches Kindergesichtchen freundlich zu— das kleine Komteßchen knixte zierlich und rief mir schelmisch zu:„Suche mich, hasche mich!“— wie sie es früher getan in der glücklichen, harmlosen Kinderzeit, wenn wir in dem Garten hinter dem Hause meines Onkels Karl zusammen spielten. Und dieses liebliche, schelmische Kindergesichtchen wollte mir nicht wieder aus der Seele schwinden. Es lockte mich— es lächelte mir zu, und die blühenden Lippen flüsterten in einem fort: Suche mich— hasche mich! Ich fühlte wieder, wie sie die Aermchen um meinen Hals schlang, wie sie mich in kindlichem Zutrauen küßte, wie sie mir unter Tränen lächelnd zurief: „Auf Wiedersehen!“ Mehrere Tage ging ich unschlüssig mit mir umher, was ich auf den Brief Lothars antworten sollte. Dank war mir der brave Junge mit dem goldenen Herzen wahrlich nicht schuldig, was ich für ihn getan, hätte jeder andere Dragoner auch getan, und er selbst würde es für jeden anderen Kameraden getan haben. Seinem Dank wäre ich gerne ausgewichen, aber die Sehnsucht nach der alten Heimat meiner Kindheit, die Sehnsucht nach dem lieben Freunde, die Sehnsucht nach dem lieben Kindergesichtchen ließ mit keine Ruhe, und kurz entschlossen, um nicht wieder unsicher zu werden, telegraphierte ich an Lothar, daß ich am folgenden Tage mit dem Zuge in Oldensloe eintreffen werde. Nachdem ich das Telegramm abgeschickt hatte, erfaßte mich die alte Unruhe, die alte Unsicherheit aufs neue. Als aber nach einigen Stunden das Antworttelegramm einlief: „Sehr erfreut. Wagen erwartet dich am Bahnhof,“ da waren die Würfel gefallen, und am anderen Tage fuhr ich meinem Schicksal entgegen. * Wie dunkel und geheimnisvoll sind doch die Wege des Menschenschicksals! Durch welche scheinbare Irrwege, durch welches scheinbare Labyrinth führt uns das Schicksal dem Zielpunkt unseres Lebens zu. Wie oft habe ich mich später sinnend gefragt: war das alles nur Zufall, welcher dich diese Wege gehen ließ? Oder war es nicht eine geheime Macht des zielbewußten Schicksals, war es nicht die Hand Gottes, die deine Schritte lenkte, die dich, wie einen Blinden, die dunklen Wege deines Lebens wandeln ließ? Ja, eine geheimnisvolle Macht waltet über unserem Leben, das wie eine dunkle Straße vor uns liegt, das für uns nichts ist, als ein vielfach verschlungenes Labyrinth, aus dem wir nimmermehr den Ausweg fänden, dessen Ziel und Ende wir nimmermehr entdecken könnten ohne diese geheimnisvolle Macht, die alle unsere Schritte leitet und lenkt und selbst, wenn wir zu straucheln scheinen, uns auf dem rechten Weg erhält. Dank dir, geheimnisvolles Schicksal, daß du auch meine Schritte gelenkt hast zum guten Ende! Auf Schloß Oldensloe wurde ich in der herzlichsten Weise empfangen. Lothar umarmte mich wie einen Bruder, sein Vater schüttelte mir die Hand, klopfte mich auf die Schulter und sagte: „Welch ein stattlicher Reitersmann sind Sie geworden, Gundokar!“ — Die Gräfin Alexandra streckte mir von ihrem Ruhebett, auf welches sie ihr Leiden die meiste Zeit bannte, die schmale durchsichtig weiße Hand entgegen und dankte mir in bewegten Worten, daß ich ihrem Sohn das Leben gerettet habe. Und Komtesse Amalgunde?— Als blühende Jungfrau stand sie vor mir, die mich fast jedem Mitbürger ermöglicht wird, in seiner freien Zeit sich in gesunder Luft zu bewegen. Nachdem kaum die Entfestigung der Stadt Köln zur Tatsache geworden ist, ist in jüngster Zeit die Vergrößerung des stadtkölnischen Gebietes ins Auge gefaßt worden. Wie Ihnen allen bekannt ist, ist in jüngster Zeit der Plan aufgetaucht, den Vorort Mülheim (Rhein) und eventuell auch Vingst und Kalk einzugemeinden. Die ersten Verhandlungen mit der Gemeinde Mülheim haben bereits stattgefunden. Worin die Schwierigkeit in der Lösung dieser Aufgabe besteht, möchte ich heute nicht näher besprechen, jedoch möchte ich im Interesse meiner sämtlichen Fraktionskollegen erklären, daß wir alle es für unsere ernste Pflicht erachten, diese große Frage nach jeder Richtung hin ganz objektiv zu prufen, und daß es unser dringendster Wunsch ist, diese Frage so zu lösen, wie es im Interesse der Stadt Köln und der genannten Vororte liegt. Ich halte mich für verpflichtet, dieses ausdrücklich zu betonen, weil in der Bürgerschaft das Gerücht geht, die Zentrumsfraktion lehne die Eingemeindung ohne weiteres ab. Wir haben ein dringendes Interesse daran, festzustellen, daß dieses Gerücht jeder Grundlage entbehrt, und daß wir auch in Zukunft diese Frage stets sachlich im allgemeinen Interesse prüfen werden, und zwar genau in derselben Weise, wie wir dieses auch von unsern liberalen Kollegen annehmen... Wir haben nicht nur ein großes persönliches Interesse daran, diesem Gerücht sofort energisch entgegen zu treten, es liegt die Darstellung auch sehr im Interesse der Verhandlungen mit den Vororten, denn ein gedeihliches sachgemäßes Arbeiten ist unmöglich, wenn auch nur auf einer Seite der Verhandelnden der Gedanke obwalten sollte, die Verhandlungen würden nicht ernst und nach sachlichen Grundsätzen geführt. Auch in der Lösung dieser Frage werden wir uns niemals durch Sachlichkeit von unsern liberalen Kollegen übertreffen lassen. Wenn es in den Erfordernissen weiter heißt, daß es die vornehmste Pflicht für einen liberalen Stadtverordneten ist, die Volksbildung durch Vermehrung von Schulen usw. zu heben, so möchte ich dem gegenüberstellen, daß es die selbstverständliche Pflicht eines Zentrums=Stadtverordneten ist, soviel wie nur möglich für die Volksbildung zu tun, weil wir stets und immer auf dem Standpunkt gestanden haben und stehen werden, daß das beste, was wir dem jungen Menschen geben können, ein guter Unterricht und eine gute Ausbildung ist, daß dieses nicht eine bloße Phrase ist, geht am besten daraus hervor, daß zu keiner Zeit so viel für Schulen und Bildunas=Anstalten überhaupt in der Stadt Köln aufgewendet worden ist, wie gerade in der Zeit, in welcher das Zentrum zu großerer Macht gelangt war. Wenn in früherer Zeit das Schulwesen in Köln so sehr gefördert worden wäre, wie heute, würden wir so eminente Summen für das Schulund Bildungswesen nicht aufzuwenden haben, wie es heute der Fall ist. Dabei möchte ich besonders hervorheben, daß in den letzten Jahren große Aufwendungen gemacht worden sind, im Interesse unserer Arbeiterbevölkerung, durch die Ausrüstung der Volksschulen mit Bädern, Kochschulen, Lesehallen und dergleichen. Auch für die öffentliche Gesundheitspflege der Arbeiterbevölkerung ist zu keiner Zeit mehr geschehen, wie in den letzten Jahren. In den verschiedensten Stadtteilen sind Volksbäder errichtet worden. Auch für das Krankenhauswesen sind niemals größere Aufwendungen gemacht worden. Ich verweise in dieser Hinsicht auf die große Anstalt auf der Lindenburg, welche in allernächster Zeit vollendet sein wird uno zwar mit einem Kostenaufwand von vielen Millionen Mark. Kurzum, in allen Fragen des öffentlichen Lebens, mögen sie immer einen Namen tragen, wie sie wollen, sind die Zentrums=Stadtverordneten stets auf der Höhe der Situation gewesen; in allen Fragen haben wir uns niemals rückständig gezeigt oder durch Sachlichkeit übertreffen lassen, niemals hat bei uns der früher so gern hervorgehobene weite Blick gefehlt, niemals haben wir uns von anderen in der Liebe zur Vaterstadt übertreffen lassen.(Beifall.) Daß in einer Großstadt wie Köln sich auch Auswüchse des modernen Straßenlebens, insbesondere des Dirnen= und Zuhältertums, herausbilden, ist leider wahr und tief zu bedauern. Für die Beseitigung können wir leider direkt nichts tun und müssen uns darauf beschränken, die Polizeibehörde immer wieder auf die großen Mißstände hinzuweisen und um Abhülfe zu bitten. Die Lösung der großen Aufgaben, welche die Stadt Köln in den (Fortsetzung siehe Seite.) als Kind verlassen, ein holdes Erröten auf den Wangen, eine Träne in den blauen Augen. Wortlos reichte sie mir die Hand, aber ihr leiser, schüchterner Druck sagte mir mehr, als die freundlichen und dankbaren Worte ihrer Eltern. Nur die alte Gräfin, die Mutter des Grafen Oldenloe, trat mir mit ernster Zurückhaltung und Kälte entgegen. Ich erinnerte mich der alten Gräfin noch sehr gut, als sie nach dem Tode meines Vaters zu uns gekommen war. Ihre stolze, vornehme Gestalt, ihr schönes Antlitz, die großen Augen, die feingeschwungenen Lippen hatten sich seitdem nur wenig verändert, obwohl die Gräfin jetzt wohl 70 Jahre alt sein mußte. Nur die Falten zwischen ihren dunklen Augenbrauen hatten sich noch vertieft, der Glanz der Augen, die frischen Farben ihrer Wangen waren matter geworden und der stolze Zug um ihren Mund trat schärfer hervor. Das damals graue Haupthaar war silberweiß geworden und schmiegte sich in weichen Wellenlinien um die hohe Stirn, die einige ernste Furchen durchzogen. Sie reichte mir die Hand, welche ich ehrfurchtsvoll küßte.„Ich hätte nicht geglaubt,“ sprach sie in kühlem Tone,„daß wir uns noch einmal— und am allerwenigsten hier wieder seheu sollten. Mein Enkel hat es jedoch gewünscht und— ich will hoffen, daf Ihre Anwesenheit meinem Enkel Freude bereitet.“ Ich fühlte mich durch diese Worte einigermaßen verletzt. Lothar beruhigte mich jedoch. „Meine Großmutter ist im Alter immer seltsamer geworden,“ sagte er.„Sie wollte anfangs überhaupt nicht zugeben, daß du hierher kämest. Als ich sie nach dem Grunde ihrer Abneigung gegen dich befragte, sprach sie von einem unangenehmen Auftritt, welchen sie mit deiner Familie gehabt habe. Auf Näheres wollte sie sich jedoch nicht einlassen, ich habe immer geglaubt, meine Großmutter und deine Mutter seien als die besten Freundinnen auseinandergegangen.“ Ich errötete. „Meine Mutter,“ entgegnete ich,„sprach stets nur mit der größten Verehrung von deiner Großmutter und ich bin in demselben Gefühl gegen sie erzogen worden und aufgewachsen. Ich wüßte nicht, daß meine Mutter oder ich ihr jemals Anlaß gegeben hätten, uns zu zürnen.“(Fortsetzung folgt.) Kölner Local-Anzeiger Nr. 129 a Dienstag, 12. Mai 1903. Seite 3. C Offene Stellen Es werden noch einige tüchtige Buchbinder für dauernde Beschäftigung eingestellt. Meldungen mit Zeugnissen Annostraße 31. Gebr. Stollwerch,.- G. Geübte Mechaniker gesucht. Verheiratete bevorzugt. Gebr. Stollwerck A. C. Meldungen Annostraße 31. Gewandte Verkäuferin (oder junges Ehepaar), findet im südl. Stadtteil in sehr bevölkerter Gegend schönste Gelegenh., durch Uebernahme eines geeign. 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(Fortsetzung von Seite.) letzten Jahren zu erfüllen hatte, mußte naturgemäß die Steuerkraft der Bürger in Anspruch nehmen. Die erhöhten Ausgaben haben zum Teil ihren Grund darin, daß der Staat immer großere Anforderungen auf die Gemeinden abwälzt, und zum Teil darin, daß die Gemeinden in ganz anderem Maße in sozialer Hinsicht der öffentlichen Gesundheitspflege ihren Aufgaben gerecht werden wie es früher der Fall war. In allen diesen Fragen gibt es natürlich keinen Rücktritt, sondern nur ein Fortschreiten, und dieses ist in den letzteren Fragen auch nicht bedauerlich, da es meines Erachtens die höchste und schönste Aufgabe der Gemeinde ist, das Volk zu bilden und gesund zu erhalten. Die Anschwellung der Ausgaben sind zum Teil lokaler Natur, sie haben ihren Grund darin, daß Köln bis vor kurzem durch die Umwallung eingeengt war, und daß mit dem Fallen der ersten und zweiten Umwallung naturgemäß plotzliche große aufgaven zu lösen waren. Mit dieser plötzlichen Vergrößerung gehen andere Bedürfnisse Hand in Hane, ich verweise Hinsicht auf die Errichtung einer Handelshochschule, des großen Krankenhauses auf der Lindenburg, an die Akademie für praktische Medizin, an die großen Brückenbauten, an den Erwerb des Festungsgeländes, an die Errichtung von Foxtbildungsschulen, von Museen usw. Trotzdem wären wir im letzten Jahre ohne Steuererhöhung ausgekommen, wenn nicht zwei außergewöhnliche Ausgabeposten hinzugekommen waren, es mußten nämlich für e erhöhten Beamten= und Lehrergeldern ein Betrag von 870000 M. eingestellt werden, und außerdem ein Betrag von 235000 M. für erhöhte staatliche Polizeikosten. 7 Die Frage, wie die Steuerdeckung stattzufinden hatte, hat natur gemäß eine lange und lebhafte Erörterung hervorgerufen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Warenhaussteuer zu ändern. Diese Aenderung hätte den Erfolg gehabt, daß der Betrag, welcher heute zur Entlastung der dritten und vierten Gewerbesteuer=Klasse benutzt wird, für diese Entlastung in Fortfall kommen sollte, während die eigentliche Warenhaussteuer eine Erhöhung nicht bringen sollte. Diesem Vorschlage habe ich geglaubt, sofort widersprechen zu müssen, weil ich nicht der Meinung war, baß eine Mehrbelastung der dritten und vierten Gewerbesteuerklasse verantwortet werden könnte. Von einigen liberalen Herren war außerdem vorgeschlagen, den Gaspreis pro Kubikmeter um einen Pfennig zu erhohen, und zwar um eine Erhöhung der Einkommensteuer über 10 Proz nämlich auf 12½ Proz. zu verhindern. Es wurde ausgeführt, daß durch die Erhöhung des Gaspreises um einen Pfennig das Defizit auf möglichst viele Schultern gleichmäßig verteilt würde, und daß diese Verteilung lieber getragen werden würde und leichter, wie eine Weitererhöhung der Einkommensteuer um zweieinhalb Prozent. Meine Fraktionsfreunde und ich konnten sich auch dieser Auffassung nicht anschließen und waren der Meinung, daß durch die Erhöhung des Gaspreises, besonders die kleinen und mittleren Gewerbetreibenden getroffen würden, und daß eine Erhöhung der Einkommensteuer gleichmäßiger wirke, wie die Erhöhung des Gaspreises. Die Frage der Erhöhung des Gaspreises war auch schon aus dem Grunde auszuscheiden, weil eine gleichzeitige Erhöhung des Preises für das elektrische Licht ausgeschlossen sein sollte. Da die feinsten Häuser und größten Geschäfte heute elektrisches Licht haben, würde die Maßnahme der Erhöhung des Gaspreises den Erfolg gehabt haben, daß gerade die reichste Bevölkerung größtenteils von dieser Steuer nicht getroffen worden wäre. Dabei haben wir den Gedanken nicht außer Betracht gelassen, daß eine zu hohe Einkommensteuer auch andere Nachteile hat, indem sie steuerkräftige Bürger fernhält und vielleicht zum Fortzuge bewegt. Auch einer Erhöhung der Betriebssteuer im allgemeinen glaubten wir im Interesse der mittleren Klassen widersprechen zu müssen, und konnten unsere Zustimmung nur für eine Erhöhung der Gewerbesteuer geben, und zwar durch den Ausbau lediglich der ersten Klasse. Die Schank=Konzessionssteuer war von der Verwaltung auch angeregt, jedoch mangels Sympathie aller Beteiligten nicht weiter verfolgt worden. Ohne weiteres in den Etat wurde durch die Verwaltung eingestellt, ein Betrag von über 400000 Mark durch Verdoppelung der Kanalgevuyren. Diese Erhöhung war schon vor Jahren beschlossen worden, und zwar zu einer Zeit, als man den Bau einer großen Kläranlage und eines großen Kanalnetzes ins Auge faßte. Es war damals beschlossen worden, die doppelte Kanalgebühr zu erheben, bei Fertigstellung der geplanten Kläranlage. Diese wurde im Jahre 1906 fertig gestellt, und hatte daher 1907 die Erhöhung der Kanalgebühr stattzufinden. Aus unbekannten Gründen hat der Oberbürgermeister Becker den Betrag jedoch nicht in den Etat eingestellt, und so erfolgte die Einstellung erst 1908. Sobald diese Erhöhung bekannt wurde, haben die Kollegen Krings, Nöcker und Giesen einen Antrag eingereicht, zur Untersuchung der Frage, ob die Voraussetzungen, unter denen das Ortsstatut 1889 erlassen war, auch tatsächlich eingetroffen seien, und ob daher die Erhöhung der Kanalgebühr aufs Doppelte gerechtfertigt sei oder nicht. Diese Frage solle untersucht werden, und mit der Entscheidung dieser Frage wird gleichzeitig entschieden, ob in Zukunft die Erhöhung gerechtfertigt erscheint oder nicht, mit andern Worten, ob das Ortsstatut bestehen bleiben kann oder aufgehoben werden Wie Sie aus diesen kurzen Erörterungen ersehen, haben wir alle die Erfordernisse erfüllt, die die liberale Parteileitung an einen Stadtverordneten stellt. In allen Fragen haben wir auf die Allgemeinheit Rücksicht genommen, nach Gerechtigkeit entschieden und uns lediglich von der Liebe zur Allgemeinheit leiten lassen. An keiner Stelle kann uns Engherzigkeit oder Rückstandig keit vorgeworfen werden. Die Zentrums=Stadtverordneten haben stets nach den großen Prinzipien des Zentrums=Programms gehandelt und entschieden.(Lebhafter Beifall.) Wenn es wahr ist, was unsere Gegner anerkennen, daß wir stets nach bestem Wissen und Können gehandelt haben, wenn es wahr ist, daß wir uns stets mit großem Fleiße unserem schönen Ehrenamte gewidmet haben, wenn es endlich swahr ist, daß wir von der Liebe zur Allgemein. heit geleitet und im gleichmäßigen Interesse aller unserer Mitbürger tätig gewesen sind, so werden Sie, m.., shoffentlich uns Ihr Vertrauen nach wie vor schenken und den neuen Kandidaten, welche die Parteileitung Ihnen vorschlagen wird, dasselbe Vertrauen entgegenbringen und einmütig für deren Wahl eintreten. Das gegenseitige Vertrauen hat uns einig gemacht, die Einigkeit hat uns stark gemacht, und in der Einigkeit liegt unsere Zukunft. (Stürmischer, andauernder Beifall.) Herr Rechtsanwalt Stein gab hieran anschließend noch einige praktische Winke. Es darf namentlich nicht unterlassen werden, die inbetracht kommenden Wähler zu besuchen und sie nachdrücklich zu bitten, zur Erleichterung der Agitation während der Wahlschlacht, doch möglichst ihr Wahlrecht schon am ersten Wahltage(also am Montag) auszuüben. Nur so wird es uns möglich, gleich am Schlusse des ersten Wahltages ein erhebliches Plus an Zentrumsstimmen zu Zentrumswähler samt erreichen und die dann noch rückständigen und sonders zur Wahl zu bewegen. Zur Aufstellung der Randidaten übergehend führte Hr. Rechtsanwalt Stein folgendes aus: Der geschäftsführende Ausschuß im Verein mit dem Zentralwahlkomitee schlagen der Versammlung als Kandidaten vor: Herrn Fabrikanten Anton Müllers, Direktor der Eschweiler=Köln=Eisenwerke.=., Herrn Prof. Dr. Kleinsorge, Oberlehrer, Herrn Christian Mever, Möbelfabrikant. Bei Nennung jedes einzelnen Namens, besonders den des Herrn folgendes aus: Hr. Müllers, der Kandidat für Ehrenfeld, gehöre zur alten Zentrumsgarde, sein Rat werde besonders in wirtschaftlichen und kaufmännischen Fragen von großem Wert sein. In Hrn. Pros. Dr. Kleinsorgegewinne die Stadtverordnetenversammlung einen erfahrenen Berater auf dem wichtigen Schulgebiete. Hr. Kleinsorge sei auch in anderen kommunalpolitischen Fragen recht erfahren, da er früher in Siegburg längere Jahre dem Stadtverordnetenkollegium angehörte. Hr. Christian Meyer gehört dem protestantischen Bekenntnisse an. Die Gründe, welche dazu führten, ihn als Kandidaten vorzuschlagen, sind kurz folgende: Wir führen die kommunalpolitischen Kämpfe unter dem Gesichtspunkte der politischen Partei, wir stehen auf den Grundsätzen der Zentrumspartei, welche auch die Wahrung der Rechte der Minderheit fordern. Wir schrecken in Betätigung dieser Grundsätze nicht davor zurück, daß die Minderheit durch den Gegensatz der Konfession von uns getrennt ist, wir unterlassen es nicht, wenn wir für die Minderheit eintreten, solche Leute an unsere Seite zu rufen, die in den großen Fragen der christlichen Weltanschauung mit uns auf gleichem Boden stehen. Hr. Chr. Meyer ist ein strenggläubiger Christ, der in Schulfragen, in der der konfessionellen Schule mit uns gehen wird.(Lebhafter Beifall.) Durch Aufstellung dieser Kandidatur beweisen wir, daß es uns mit unseren Grundsätzen ernst ist. Sobald wir dazu in der Lage waren, trat die Erwägung in unseren Gesichtskreis, einen Protestanten auf unsere Liste zu setzen, um auch diesen die gebührende Vertretung zu schaffen. Wir unterscheiden uns dadurch von den Liberalen besonders zu jener Zeit, als diese die große Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hatten. Damals hatten die Liberalen den Grundsatz, alle bekenntnistreuen Katholiken aus dem Kollegium zu entfernen; es wurde das Wort geprägt: Der letzte Schwarzkittel muß heraus! Es liegen keine Anzeichen vor, daß die Liberalen von heute anderen Gesinnungen huldigen. Wir beweisen durch die Aufstellung der Kandidatur Meyer, daß der Vorwurf ungerecht ist, als ob das Zentrum eine religiöse und nicht eine politische Partei sei. Wir beweisen damit durch die Tat, daß wir tolerant sind, daß wir gewillt sind, mit den Andersgläubigen zu arbeiten. Die allgemeine Bedeutung dieser Kandidatur liegt in dem damit bekundeten ernsten Willen, die positiv christlichen Elemente, unsere im Glauben getrennten Mitbürger an unsere Seite zu rufen, um mit ihnen zu kämpfen für die großen Ideale der christlichen Weltanschauung.(Stürmischer Beifall.) Die vom Vorsitzenden über jeden der drei Kandidaten getrennt vorgenommene Abstimmung ergab das ausdrucksvolle Bild vollständiger Einigkeit und Einstimmigkeir, Die nunmehr in den Saal eintretenden Kandidaten wurden durch Händeklatschen lebhaft begrüßt. Hr. Fabrikant Müllers dankte der Versammlung für das große Vertrauen, das ihm entgegengebracht worden sei und erklärt Ich werde mich bemühen, für den Fall der Wahl dieses Vertrauen mit meinen besten Kräften zum Wohle der Stadt Köln zu rechtfertigen. Ich habe zeit meines Lebens stets auf dem Boden des Zentrums gestanden. Ich werde bestrebt sein, im versöhnlichen Sinne zu wirken, zur Ausgleichung Gegensätze. Mit nochmaligem Danke schließe ich mit Rufe:„Alaaf Köln".(Beifall.) Hr. Möbelfabrikant Christian Mever erklärte unter mischem Beifall: Gestatten Sie, daß ich Ihnen meinen.„ lichsten Dank ausspreche, daß Sie auf Ihre Liste für die kommenden Stadtverordnetenwahlen auch mich, den Protestanten und weiten Kreisen Ihrer Partei unbekannten Mann, ausgenommen haben. Ja, meine Herren, ich bin Protestant, aber ein strenggläubiger, der voll und ganz auf dem Boden des positiven Christentums steht. So fehlt es uns nicht an einem einigenden Bande, das uns miteinander verbindet: das ist die konfessionelle Schule. Ich gebe Ihnen hiermit die ausdrückliche Erklärung ab, daß Sie mich im Falle meiner Wahl in der Frage der konfessionellen Schule wie in allen Fragen der Betätigung des religiösen Lebens treu an Ihrer Seite finden werden. Die Aufstellung meiner Person als Kandidaten betrachte ich als einen erfreulichen Beweis der Toleranz und als einen weiteren Fortschritt auf dem Wege des einträchtigen, friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Konfessionen. Im übrigen lassen Sie mich lieber als durch eine lange Rede hier, Ihnen auf dem Rathause durch die Tat zeigen, daß ich gewillt bin, meine ganze Arbeitskraft zum Wohle der Stadt Köln, die mir eine zweite Heimatstadt geworden ist, mit vollem Nachdruck einzusetzen. Dann wird, wenn ich wieder vor Sie trete, aus dem Ihnen jetzt unbekannten Manne ein Ihnen wohlbekannter Mann geworden sein. Professor Dr. Kleinsorge: Auch ich möchte damit beginnen, Ihnen meinen herzlichen Dank auszusprechen für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen, der ich ja für die meisten von Ihnen ein Unbekannter bin. Das Wesen und die Bedeutung meiner Kandidatur beweise ich Ihnen wohl am klarsten, wenn ich mich Ihnen als Schulmann vorstelle. Breite Kreise des Kölner höheren Lehrerstandes werden es mit Dank begrüßen einen Kandidaten aus ihrer Mitte von der Zentrumspartei aufgestellt zu sehen. Auch der dem stürherzMitte zu haben. Ich werde nun für den Fall meiner Wahl nicht einseitig den Schulmann spielen, weil lich weiß, daß die Zentrumspartei eine Standesvertretung nicht kennt und einseitige Interessenpolitik nicht duldet.„Einer für alle, und alle für einen.“ Es ist daher selbstverständlich, wenn ich von mir sage, daß ich stets mit offenen Augen auch an der Lösung der großen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Aufgaben mitzuarbeiten bereit sein werde. Durch die Zentrumspartei weht der Geist des Christentums, das ist nicht der Geist der Unduldsamkeit, der Grenzscheiden aufrichten möchte zwischen den einzelnen Ständen und Schichten, zwischen den einzelnen Völkern und Nationen, nicht der Geist des krassen Egoismus, der mit modernem Herrenmenschentum jeden niedertritt, der ihn hindert und stört. Es ist auch nicht der Geist kleinmütigen verzagten Jammerns über die Schlechtigkeit der Zeit. Es ist vielmehr Geist der unverdrossenen treuen Arbeit, damit ein Ausgleich zwischen allen Ständen und Berufsklassen und auch allen Konfessionen erreicht werde. Wir wollen dafür sorgen, daß im öffentlichen Leven christliches Empfinden und christliches Fühlen den nötigen Einfluß gewinnt und nicht zuletzt auch in unserer Schule. In ich mich gern den längst erprobten Männern unserer Stadtverordnetenfraktion einreihen lassen, die mit Recht in weiten deutschen Landen geschätzt werden und die eintreten für den Wahlspruch: „Für Wahrheit, Freiheit und Recht!“(Großer Beifall.) Hr. Am Zehnhoff trat gleichfalls für die Wahl der aufgestellten Kandidaten ein. Hr. Stadtverordneter Justizrat Rausen macht folgende bemerkenswerte Ausführungen: Ich lege Gewicht darauf, die Stellung der Zentrumsfraktion im Stadtverordnetenkollegium zur bevorstehenden Wahl mit kurzen Worten darzulegen. Zunächst ein Wort über die äußere Veranlassung zu dieser Ersatzwahl! Sie werden in den nächsten Tagen ein großes Geschrei im liberalen Lager sich erheben hören über die Tätigkeit der Zentrumspartei, die es fertig gebracht hat, diese Wahl von 1906, diese„fatale“ Wahl, umzustoßen und Neuwahlen herbeizuführen. Ich rechne es mir zur Ehre an, in erster Linie zu denen gehört zu haben, die die Anfechtung der Wahl empfohlen haben. Ich erinnere mich noch heute der letzten Stunden jenes Novembertages im Jahre 1906, als sich uns die Ueberzeugung aufdrängte, daß die Wahl zu unserem Nachteil ausfalle. Damals waren mir, dem Juristen, die Dinge mitgeteilt worden, auf welche wir später den Wahlprotest gegründet haben und ich war schon in der Versammlung an jenem Abend in der Lage, auszusprechen: Nach meiner Ueberzeugung wird diese Wahl nicht zu Recht bestehen. Und ich freue mich, daß ich darin recht behalten!(Lebhafter Beifall.) Man wird uns nun entgegenhalten, ihr habt nur mit formellen Gründen gesiegt. Lassen Sie sich dadurch nicht verblüffen! Mit materiellen Gründen wären wir nach dem Urteil des Bezirksausschusses kaum jemals in die Lage gekommen, die Wahl anzufechten.(Sehr richtig!) Wie hatten bezüglich dieser Wahl, wo tausende Wähler einander gegenüber standen und Hr. Kollege Mönnig nur mit 10 Stimmen unterlegen ist, auch materielle Gründe geltend gemacht, die unerhörte Beeinflussung unserer evangelischen Mitbürger durch das systematische Vorbringen unwahrer Behauptungen. Der Bezirksausschuß hat das alles für unerheblich erklärt(Heiterkeit), er hat gesagt, man könne nicht wissen, wie viele Wähler sich dadurch hätten bestimmen lassen(erneute Heiterkeit), von den Wählern zweiter Klasse könne man annehmen, daß sie überhaupt uicht beeinflußt werden. (Sehr gut!) Nach dieser Anschauung ist die Wahlarbeit der beiden Parteien eigentlich ganz überflüssig.(Heiterkeit.) Ich führe das an, um zu zeigen, daß zur Anfechtung einer Wahl durchgängig ; o r m e l l e G r ü n d e d i e b e s t e n s i n d, u n d d i e u n f r i g e n s i n d stich haltig gewesen. Und so wollen wir mit vereinten Kräften und guten Hoffnungen in den neuen Kampf eintreten! Zur Sache selbst wenige Ausführungen! Zunächst zur Frage der eben genehmigten Kandidaten! Ich lege Gewicht darauf, zu erklären, daß es den vollen Beifall der Fraktion findet, wenn der Eintritt der Herren Müllers und Kleinsorge in die Fraktion und der Anschluß des Herrn Meyer an die Fraktion erfolgt. Diese Kandidaten genügen allen Erfordernissen, die man billigerweise stellen kann. Ich begrüße die Aufstellung des Herrn Professors Kleinsorge und betone dabei, damit kein Mißverständnis aufkommt, daß er in erster Linie nicht als der Kandidat der Philologen, sondern als der Vertrauensmann der auf eine religiöse Erziehung Gewicht legenden Eltern, und erst in zweiter Linie als der Vertreter der Philologen in Betracht kommt. Wir legen in der Fraktion Wert darauf, daß wir uns stützen können bei unseren Beschlüssen auf den Rat eines erfahrenen und bewährten Mannes aus dem höheren Lehrerstande. In der Vergangenheit war es mehr als einmal der Fall, daß wir den Rat eines erfahrenen Mannes aus diesem Stande bitter entbehrt haben. Es freut mich, wenn das in Zukunft anders wird. In zweiter Linie begrüße ich freudig die Kandidatur des Herrn Müllers von Ehrenfelh, der längst unser Mitglied hätte sein sollen; ich habe ihm eben gesagt: Spät kommst du, aber du kommst! Er hätte längst Stadtverordneter sein müssen, ehe Sie an mich dachten! Ehe ich kam, hatte Herr Müllers sich die größten Verdienste um die Partei erworben, er gehört zur alten Garde. In dritter Linie empfehle ich besonders warm die Wahl des Herrn Christian Meyer und knüpfe daran die dringende Bitte an die Parteigenossen, einstimmig diesem Herrn ihre Stimme zu geben und an seiner Aufstellung nicht zu mäkeln. Mit gutem Vorbedacht ist die Aufstellung dieser Kandidatur erfolgt. Die Fraktion legt aus allgemeinen politischen Gründen das größte Gewicht dar auf, daß zur Förderung des konfessionellen Friedens ein von uns gewähltes Mitglied der evangelischen Gemeinde ins Kollegium eintritt!(Stürmischer Beifall.) Wir legen ein besonderes Gewicht hierauf namentlich mit Rücksicht auf den Umstand, daß die konfessionelle Schule das Element ist, welches die positiv gerichteten Anhänger der verschiedenen christlichen Religionsbekenntnisse vereinigt. Diese Einigung zu fördern, soweit es in unseren Kräften liegt, muß stets unsere erste Aufgabe sein. Ich denke selbstredend an einen Freund der konfessionellen Schule, der die Liebe zu ihr nicht nur im Herzen trägt und nach außen verbirgt, sondern der diese Liebe in die Tat umsetzt. Das erwarten wir von Hrn. Meyer und können wir von ihm auf das bestimmteste erwarten! Gestatten Sie mir an dieser Stelle einige kurze Ausführungen über meine persönliche Stellung zur Schulfrage. Wenn ich persönlich die Schulverhältnisse zu regeln hätte, würde ich sie vielleicht etwas anders regeln, als sie heute in Preußen geregelt sind. Ich würde vorziehen, das System der Schulfreiheit, es den einzelnen Konfessionen und sonstigen Gruppen überlassen, Schulen zu gründen, selbstverständlich unter Aufsicht des Staates, der nicht dulden kann, das etwas gelehrt wird, was gegen die guten Sitten geht, aber auch unter der finanziellen Beihülfe des Staates im Verhältnis dazu, was die einzelnen Gruppen selbst leisten. Jeder könnte sich die Sache so einrichten, wie er will, die Evangelischen ebenso wie die Katholiken und auch die Anhänger der gemischten Schule, jeder wie es seinen Grundsätzen entspricht. Wir haben aber das System der Schulfreiheit nicht und werden es zu unseren Lebzeiten nicht haben, aus zwei Gründen nicht: 1. will die Regierung die Schulfreiheit nicht haben; 2. will der sogenannte Liberalismus die Schulfreiheit nicht haben. Denn er will nur die Schultyrannei in der Form der Simultanschule. Wir haben den Schulzwang, wir alle werden gezwungen, unsere Kinder in die Staatsschule zu schicken. Der Staat, der von diesem (Fortsetzung siehe Seite.) Seite 5 Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 129&a Dienstag, 12. Mai 1908. Gesellschafts= und Vereinsleben. W Stiftungs- und Frühlingsfest der Bürgergesellschaft. Der Frühling, der in der Natur draußen so lange mit seinem Kommen zögerte, schien am Sonntagabend umso siegreicher in den Räumen der Bürgergesellschaft eingekehrt zu sein. Man saß im großen Saale unter blühenden Gesträuchern, Palmen und Lorbeerbäumen wie in einem südlichen Garten— ein reicher Kranz von im Schmucke der Frühjahrstoiletten prangenden Damen, welche der Vorsitzende, Hr. Stadtverordneter Pilartz, in seiner Ansprache mit Blumen verglich, mit Vergißmeinnicht, Veilchen und Rosen— die belebenden Weisen der Musik der 53er unter ihrem verdienten Musikdirektor Granzow und der Wein der B6: alles schuf eine Frühlingsstimmung, wie sie unser Kölner Poet Joseph Wach vorausahnend in seiner Liederspende geschildert hatte: Bürgergesellschaff en dem Mai Kütt flöck, groß und klein, herbei, Schöddelt av der Winterreß, Freut sich an dem Steftungsfeß! Nach der musikalischen Eröffnung des festlichen Reigens hieß Hr. Pilartz in herzlichen Worten alle willkommen und gedachte dann folgendermaßen des Stiftungsfestes:„Im Frühlingszauber war es auch, im schönen Wonnemonat Mai, als vor 45 Jahren frohsinnige Männer, Fritz Baudri an der Spitze, das Samenkorn der Bürgergesellschaft pflanzten— ein Samenkorn, welches im Laufe der Jahre zum mächtigen Baum herangewachsen ist, welcher seine Wurzeln weithin geschlagen hat und unter dessen Schatten sich mehr als 2000 Mitglieder vereinigt befinden. Damit ist der Beweis geliefert, daß die Gesellschaft ihren Zweck erfüllt hat und heute noch voll und ganz erfüllt, nicht zu reden von den Verdiensten, welche dem eigentlichen Zweck der Gesellschaft nebenhergehen, namentlich nicht zu reden von den großen Erfolgen, welche in politischer Beziehung der Bürgergesellschaft durch ihre große Ausdehnung zu danken sind. Wenn die Gesellschaft je berechtigt war, der Freude Ausdruck zu geben, dann ist sie es heute am Tage des Stiftungsfestes. Aber wir wollen auch das Gelöbnis ablegen und alles dazu beitragen, daß sie nicht nur auf der Höhe erhalten bleibe, sondern sich auch weiter ausdehnen solle." Daraufhin widmete er der Gesellschaft ein freudig ausgenommenes Vivat, doreat, crescat! Gemeinschaftlich sang man nun den artigen poetischen Gruß, welchen Hr. Kl. Wiebel in dem Liede Unser Stiftungsfest dem Vorstand der Bürgergesellschaft, den neun Lustren ihres Bestehens und dem Damenflor gewidmet hatte. Als Solistin war Fräulein Luise Jonghaus, eine Schülerin des Konservatoriums, gewonnen, welche zwei Lieder: Wenn du dein Haupt zur Brust mir neigst von Wüllner, und: Das macht der duftige Jasmin von Othegraven sang. Mit erstaunlicher Sicherheit und Leichtigkeit traf die junge Dame den Ton, auch wo sie mit der ganzen Kraft ihrer wohllautenden Stimme einsetzte, und auch der zarten Stimmung verhalf sie zum Recht. Zum Dank für die Anerkennung ihrer Zuhörer gab sie noch eine kleine scherzhafte Komposition ihres Partners am Klavier, Herrn P. Mania, zum besten: Katze und Maus, deren neckische, bestimmte Tonsprache ebenfalls gefiel. Rheinisches und kölnisches Leben flutete nun nach der reizenden Melodie des Rosenwalzers durch den Saal: man sang vom Mai und dem Blumenmarkte, vom Wein und von der Freude, in der lieben kölschen Muttersprache, die Herr Joseph Wach so meisterlich beherrscht und die ihm in dem Liede Em wunderschöne Monat Mai zu einer trefflichen Dialektdichtung Gelegenheit geboten hat, die sich durch reiche Gedanken und anschauliche Schilderung auszeichnet. Die munteren und stolzen Klänge von Suppés Leichter Kavallerie bereiteten nun auf die nächste Abteilung vor: das musikalische Genrebild Fritzchen und Lieschen oder Französische Schwaben. Diese reizende Liebesgeschichte von Henrion aus der Zeit vor 1870, als Operette komponiert von Jacques Offenbach, schildert in den Erlebnissen zweier Elsässer mit feinem Humor die Schwierigkeiten, welchen diese bei den Franzosen wegen ihrer Mundart begegneten, und klingt im Lob der Heimat aus. Lieschen, die Besenverkäuferin, und Fritzchen, der herrschaftliche Groom, fanden in den Fräuleins Jonghaus und Grete Albert, letztere vom Stadttheater in Essen, vorzügliche Darstellerinnen. Dank ihrem gewandten Spiel und ihrem guten Vortrag fand die süddeutsche Mundart bei den Zuhörern volles Verständnis, und durch ihre munteren Zwiegesänge sangen sie sich so in die Herzen derselben, daß am Ende des Stückes die Anerkennungsäußerungen nicht aufhören wollten. Hr. Mania als Dirigent und Hr. Baedorff als Spielleiter halfen zu ihrem Teil zum guten Gelingen. Damit hatten die musikalisch=poetischen Vorträge ihr Ende erreicht, und das Publikum trat nun selber in Aktion, seine Festesfreude zu betätigen in einer Frühlinspolonäse, welche sich durch die Räume der Bürgergesellschaft erging und diejenige Abteilung des Festes eröffnete, welche vor allem der Jugend gehört und die unschätzbare Eigenschaft besitzt, das Alter zu verjüngen. 00 Der Rheinische Genossenschaftsverband hielt am Samstag im Gürzenich unter dem Vorsitze des Beigeordneten Dr. Fuchs seine 19. Jahresversammlung ab. Aus dem Berichte des Vorsitzenden ist hervorzuheben, daß am 1. Januar 1908 der Verband 175 Genossenschaften zählte(170 im Vorjahre). Nachdem das Gehalt des Revisors von 4500 auf 4900 M. erhöht worden, wurde der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe auf 12 262 M. festgesetzt. Dem Berichte des Verbandsrevisors ist zu entnehmen, datz einzelne Genossenschaften bis zu 45 Proz. Dividende verteilt haben. Bankinspektor Mager begrüßte als Vertreter des Hauptverbandes die Zunahme der 700 Mitglieder, deren Zahl jetzt 16 000 betrage. Der Redner streifte den Zusammenbruch der Deutz=Kalker Volksbank, wo der Verband zur rechten Zeit entschieden eingegriffen habe. Wo man sich sträube, klaren Einblick in die Geschäfte zu geben, müsse man sofort energisch eintreten. Diese Lehre könne man aus dem Vorfall ziehen. Präsident Dr. Heiligenstadt (Berlin) von der Preußischen Genossenschaftskasse wies den Vorwurf, den man häufig in Handwerkerkreisen vernehme, daß Regierung und Preußische Genossenschaftskasse die Handwerker nicht genügend unterstütze, als unberechtigt zurück. Die Handwerker genössen einen höheren Kredit wie die Landwirte. Namentlich in der Rheinprovinz habe man sich bemüht, zum Bezug von elektrischer Kraft Genossenschaften ins Leben zu rufen und da habe es sich in einer Stadt gezeigt, daß die Handwerker sich ablehnend verhielten.— Einem Antrag auf Erhöhung der Mitgliederzahl des Vorstandes von fünf auf sieben wurde zugestimmt. Gewählt wurden in den Vorstand die Herren Koll und Rings, ferner als Ersatz für den verstorbenen Herrn Stümges Herr Flender.— Hierauf berichtete Herr Beigeordneter Dr. Fuchs über die Verhandlungen zur Gründung einer Rheinischen Genossenschaft zur wirtschaftlichen Förderung von Handwerk und Kleingewerbe. Die vom Oberpräsident der Rheinprovinz angeregte Rundfrage bei den Handwerkshandelskammern, Regierungen usw. habe ein erfreuliches Ergebnis gehabt. Die Stadt Köln werde sich an dem Unternehmen mit namhaften Mitteln beteiligen. Der Präsident der Handelskammer Köln, Figge, bemerkte, daß man in Köln mit der Agitation für diese Genossenschaft begonnen habe. Man beabsichtige Versammlungen einzuberufen, in denen das Interesse für die Genossenschaft erregt werden soll. Dr. Esser(Euskirchen) berichtete über das bisherige Ergebnis der Eingabe an den Minister für Handel und Gewerbe, die rheinischen Städteverwaltungen usw. betreffend Vergebung von öffentlichen Arbeiten und Lieferungen an Handwerkerorganisationen. Am wohlwollendsten habe der Minister der öffentlichen Arbeiten auf die Eingabe geantwortet, die den ihm unterstellten Kreisen empfahl, der Anregung eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Von den Städteverwaltungen hat nur der Oberbürgermeister von Bonn ablehnend geantwortet. Hieran schloß sich eine lebhafte Debatte, in der Beigeordneter Dr. Fuchs, als Vertreter der Stadt Köln, mitteilte, daß hier die Absicht bestehe, den Handwerkern in jeder Richtung entgegen zu kommen. Der einzelne Handwerker biete allerdings zu wenig Sicherheit für die Lieferung, und so sei vorzuschlagen, Genossenschaften für die Lieferung der Gegenstände zu gründen, denn die Gesetzgebung lasse einen Zusammenschluß in den Innungen zu diesem Zweck nicht zu. Alsdann hielt Hr. Verbandspräses Heising einen Vortrag über den Scheckverkehr und seine wirtschaftlichen Vorteile und Hr. Köpper(Koblenz) einen solchen über die Frage Wie schafft jede Genossenschaft, insbesondere die Kreditgenossenschaft ein ausreichendes Betriebskapital? = Die Begräbniskasse der Post- und Telegraphen=Unterbeamten im Oberpostdirektionsbezirk Köln beging gestern das Fest des 15jährigen Bestehens. Aus diesem Anlasse fand morgens 9½ Uhr in der St. Agneskirche ein feierliches Hochamt statt, und hieran anschließend ein Festzug, der sich unter Begleitung von zwei Musikkapellen zum Kaiser Friedrich=Denkmal bewegte, und von dort zum Viktoriasaal. An dem Festzuge beteiligte sich der Katholische Beamten=Verein, der Verein der Weichensteller und Bahnwärter, der Postverein Ohligs, der Postverein Reichsadler (Stolberg Rhld.), der Postverein Mülheim(Rhein), der Postverein Aachen, der Postunterbeamtenverein der Kaiserl. Ober=Postdirektion Köln, der Post= und Telegraphenbeamten=Verein(Köln) und die Post=Sterbekasse(Köln), sämtlich mit ihren Fahnen. Am KaiserFriedrich=Denkinal wurde in feierlicher Weise ein Kranz niedergelegt, wobei von Frl. Sommereis ein schöner Prolog gesprochen wurde, während der Vorsitzende der Post=Sterbekasse, Hr. Jul. Kruse, das Kaiserhoch ausbrachte. Im Viktoriasaal wurde hierauf unter Beteiligung der genannten Vereine ein Fest=Kommers veranstaltet, der in recht gemütlicher Weise verlief. Hr. Kruse begrüßte die erschienenen Gäste, unter ihnen die Ehrenmitglieder Hrn. Postsekretär a. D. Karl Wunsch und Hrn. Jean Mörs, sowie Hrn. Oberpostpackmeister a. D. Hrn. Schmitz. Hr. Postdirektor Janke dankte schriftlich für die an ihn ergangene Einladung, bedauerte jedoch, an dem Feste krankheitshalber nicht teilnehmen zu können; es wurden dann noch verschiedene Glückwunsch=Telegramme auswärtiger Vereine verlesen. Um das Gelingen des Kommerses hatten sich noch Frl. Sommereis, sowie die Herren Gronendahl, Fischer, Wach und Jülich verdient gemacht. Den Mitgliedern der auswärtigen Vereine wurden nachmittags die Sehenswürdigkeiten Kölns gezeigt, die Domtürme wurden bestiegen und hieran schloß sich abends um 7 Uhr im Viktoriasaal die eigentliche Festfeier des 15. Stiftungsfestes an. S die Freie Ronditoren-Innung feierte am Mittwoch ihr Stiftungsfest in Gestalt einer schönen Familienfeier. Die Blumenbergsche Musikkapelle brachte Musikstücke zwischen den einzelnen Programmnummern zum Vortrag. Zur Eröffnung begrüßte der Obermeister Hans Müller die erschienenen Gäste, Ehrengäste und Mitglieder in herzlichen Worten und gab in kurzen Worten einen Rückblick über die Gründung und weitere Entwickelung der Innung und bemerkte zum Schluße, daß nur noch einige Kollegen der Innung fernständen, diese aber zu ihrem eigenen Vorteile baldigst sich der Innung anschließen würden. Ein Prolog, von Frl. Szaguyn recht stimmungsvoll vorgetragen, reihte sich an. Auf die Damen tvastete Hr. Grüßer in humorvollen Versen. Ein Männerquartett brachte ausgewählte Chorlieder zum Vortrag. Als Solistin erfreute Frau Lüngen mit herrlicher Sopranstimme durch formvollendeten Vortrag einiger Konzertlieder; desgleichen gebührt Hru. Keppeler, Mitglied der Innung, der Dank für seine Gesänge. Hr. Jean Schmitz erfreute mit urgelungenen Couplets. Eine Verlosung brachte Abwechslung. Gemeinschaftliche Lieder hatten die Herren Mitglieder Grüßer und Lammertz zu Verfassern. An ein flott gespieltes Theaterstück schloß sich ein Tänzchen. 1. Die Kölner Rudergesellschaft 1891(E.) eröffnete am Sonntagnachmittag, begünstigt vom schönsten Wetter das diesjährige Fest des Anruderns mit der Taufe des Rennachters Weißer Stern, des Rennvierers Frei weg und des Skif Aennchen. Den Akt vollzog in feierlicher Weise Herr Emil Schulden, indem er eine Flafche edelsten Getränkes über die Boote ausgoß. Sodann begann die Auffahrt sämtlicher Boote von Rodenkirchen aus; am Bootshause angelangt, brachte die ganze Mannschaft ein kräftiges Hipp, hipp, hurra! aus. Das Ganze machte einen hübschen Eindruck. Hieran schloß sich eine kleine Festfeier im Bootshause an. Nach herzlichen Begrüßungsworten seitens des zweiten Vorsitzenden Herrn Willy Flecken, entwarf der Ehrenvorsitzende, Herr Postsekretär Wunsch, einen Ueberblick über die Entwickelung des Vereins, gedachte der im vorigen Jahre erfolgten Einweihung des Bootshauses und der von der Rudergesellschaft errungenen Siege. Seine Worte klangen aus in einem Hoch auf den Kaiser, den Protektor des Wassersports. Herr Jean Wiesbaum erfreute die zahlreichen Zuhörer mit verschiedenen Gesangsvorträgen wie Ansprache Wolframs von Ehrenbach aus Tannhäuser, Am Rhein beim Wein von Ries usw.; Herr Knipp zeigte sich in der-dur=Polonaise von Chopin als kunstgeübter Klavier=Dilettant; Frl. Flecken, eine Schülerin von Alice Ohse sang mit bestem Gelingen das Lied der Mignon und Herr Dr. Reuland trug zwei selbstverfaßte Gedichte wirkungsvoll vor. Zwischen den Solospenden wurden gemeinschaftliche Lieder gesungen. Den musikalischen Teil, wie auch die Begleitung der Solis führte Herr Komponist F. Blumberg aus. Bei Eintritt der Dunkelheit erstrahlte das Bootshaus in buntem Lampionschein. Aus Kölns Nachbarschaft. dt Mülheim a. Rh., 11,Mai1908. Bei gutem Wetter beging gestern der hiesige Kameradschaftliche Kriegerverein in festlicher Weise die Feier seines 20jährigen Bestehens. Um 5 Uhr ging vom Vereinslokale Trips Wallstraße der Festzug aus, und bewegte sich durch sämtliche Hauptstraßen der Stadt, wie Wallstraße, Freiheitstraße, Buchheimerstraße usw. An dem Zuge nahmen insgesamt 16 einheimische und auswärtige Kriegervereine teil, u. a. die von Köln, Kalk, Berg.=Gladbach, Vingst, blumenbekränzte Radfahrer des Radfahrvereins Wogender Stern zogen dem Zuge vorauf, der unter den Klängen der von dem Musikverein Amphion ausgeführten Musik einen überaus wirksamen Eindruck machte. Am Abend schloß sich dann im Saale des städtischen Schützenhofes eine Feier an, die äußerst stark besucht war. Der Vorsitzende des Kameradschaftlichen Kriegervereins, Hr. Heinrich Dreisbach begrüßte die Anwesenden. Im Verlaufe des Abends hielt der Vorsitzende des Kriegervereins=Verbandes der Stadt Mülheim, Hr. Rechtsanwalt Dr. Steinkrüger, eine längere Festrede, die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. Einen Prolog trug Frl. Christine Dreisbach in guter Betonung vor. Unter Leitung des Musikdirektors W. Lorent gab der Männergesangverein Orpheus eine Reihe muster530 K Seiten Lesestoff hat der Kölner Local-Anzeiger seinen Beziehern im ersten Vierteljahr 1908 für 10 Pfg. wöchentlich, 40 Pfg. monatlich, geboten. Folglich ist der reichhaltigste dabei billigste Kölner Lokalblatt. Bestellungen nehmen alle Vertretungen und Trägerinnen entgegen; ebenso die Geschäftsstelle Köln. Marzellenstrasse 37/13. hafter Darbietungen zum Besten. Als Kunstfahrer auf dem Rade und als tüchtigen Violinsolisten zugleich lernte man Hrn. Joseph Dreisbach kennen. Verschiedene humoristische Theaterszenen wurden mit gutem Gelingen und unter andauernder Heiterkeit des Publikums aufgeführt. Des instrumentalen Teils des Festabends entledigte sich der mitwirkende Musikverein Amphion aufs beste. &X Sürth bei Köln,.Mai1908. Hr. Hans Sugg schreibt uns: Bezug nehmend auf meine Zuschrift vom 8. April d. I.(vgl. Nr. 97) betreffend den Wahlaufruf des nationalliberalen Wahlaus schusses für den Wahlkreis Köln=Land teile ich Ihnen mit, daß nach Mitteilung des Wahlausschusses der Versand des Aufrufes an die Vertrauensmänner sich mit meinem Ablehnungsschreiben gekreuzt hat. Der Wahlausschuß hat daraufhin die Vertrauensmänner angewiesen, die Verteilung des Aufrufes zu unterlassen. Königswinter,.Mai1908. Seit dem Beginn der besseren Jahreszeit haben die Klagen über das rücksichtslose Dahinrasen der Kraftwagen und Krafträder einen so hohen Grad erreicht, daß sich die hiesige Polizeibehörde gezwungen gesehen hat, entschiedene Maßregeln zu ergreifen, um dem Unwesen zu steuern. Zu diesem Zwecke sind die hiesigen Polizeisergeanten mit Plänen ausgerüstet worden, auf welchen die Länge der einzelnen Straßenstrecken verzeichnet ist und mit sogenannten Chronographen oder Stoppuhren, welche die zur Befahrung einer bestimmten Strecke gebrauchte Zeit auf das genaueste angeben. Auf Grund der bisher gemachten Beobachtungen, ist bereits eine größere Zahl von Bestrafungen erfolgt. Zur Kurzweil. * Vorsichtig.„! Also dein Schneider hat sich noch einmal erweichen lassen, dir einen Anzug zu liefern?"—„Ja— aber die Umstände, die er vorher machte! In seiner Gegenwart hat mir meine Braut noch einmal ewige Liebe und Treue schwören müssen.“ Schon seit Jahren wird der Panamahut im Ausland als vornehmste Kopfbedeckung geschätzt, während er bisher in Deutschland nur vereinzelt getragen wurde, weil die allzu hohen Preise für feine Qualitäten von der Anschaffung eines solchen Hutes abhielten Heute erfordert der Kauf des Panama eine weit weniger grosse Ausgabe und ist derselbe daher auch bei uns ein bedeutender Konsumartikel geworden Wenn schon der Einkauf jedes anderen Hutes Vertrauenssache ist, so gilt dies besonders für Panamahüte. Aus diesem Grunde ist es durchaus ratsam, ein solches Stück in einem grösseren renommierten Spezialgeschäft einzukaufen Die seit Jahrzehnten best bekannte Hutfirma J. Reichenbach, Breitestrasse 2, hat in diesem Jahre eine grosse Anzahl ausgesucht schöner Ecuador-Panamas äusserst preiswert zum Verkauf gestellt und zeichnen sich diese durch hervorragend feine Flecht art und vornehme Formen aus. apaua=Reinemachen, der Hausputz, das Das Uendral Fegen, Schrubben, Scheuern, Wischen in allen Ecken geht nun auch bei Ihnen los!— Nichts hat sich seit Jahren dabei besser bewährt, wie der allenthalben bekannte Luhns Wasch=Extrakt mit rotem Band, weil solcher eine sehr milde, schonende, sparsame Abwaschlauge ergibt, mit welcher man unbedenkich jedes Teil schnell und gut reinigen kann. Bitte sofort zu versuchen. Vorzüglichster Ersatz für Muttermilch Aerztlich erprobt. Verhütet und beseitigt Brechdurchfall, Diarrhoe, Darmkatarrh. 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Dezember 1905, welchen dieser auf Veranlassung des Kirchenwölbers Seves an mich geschrieben hatte, und in welchem es hieß:„Besagter p. Seves hat wegen seiner Forderung von M. 623 für gelieferte Gewölbearbeiten an der St. Agneskirche einen Prozeß gegen Euer Wohlgeboren Schwiegervater nicht anstrengen wollen, einmal, weil er von Prozessen nichts kennt, und zweitens weil er glaubte, mit einem so reichen Herrn einen erfolgreichen Prozeß nicht führen zu können, obwohl er nach Ihrem Brief vom 28. Mai 1905 auf Grund des von Seves erbrachten Beweises für seine Forderung vom 19. Mai 1905 dieser den eventuellen Prozeß gewinnen würde.“ Mit Bezug auf diese Stelle antwortete ich dem betreffenden Geistlichen unterm 27. Dezember 1905 wie folgt:„Was er(Seves) jetzt gesagt hat, er habe keinen Prozeß anstrengen wollen, einmal weil er von Prozessen nichts verstehe, und zweitens weil er glaubte, mit einem so reichen Herrn einen erfolgreichen Prozeß nicht führen zu können, ist doch offenbar nichts wie ein unverschämter Schwindel. Jeder Handwerksmeister weiß, wie ein Prozeß angestrengt wird, und jedermann in ganz Deutschland weiß ebenso gut, daß man gegen reiche Leute ebenso gut Prozesse gewinnt, wie gegen arme, wenn man nur recht hat, da unsere Richter sich um das Vermögen des Beklagten nicht kümmern. Wenn Seves jetzt glaubt, daß er auf Grund eines Briefes von mir den eventuellen Prozeß gewinnen würde, so mag er diesen Prozeß ja anstrengen; nachdem er jetzt aber über fünf Jahre lang diesen Prozeß nicht angestrengt hat, wird er sich wohl auch jetzt davor hüten" Lediglich wegen des Ausdrucks„unverschämter Schwindel“ in vorstehender Ausführung bin ich angeklagt worden. Dem Prozesse liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Dr. Roeckerath hatte den Bau der St. Agneskirche in einem bestimmten Umfange dem Bauunternehmer Bodenheim übertragen. Dieser übertrug die Herstellung der Gewölbe dem Kirchenwölber Seves. Nachdem dieser einen Teil der Arbeit ausgeführt hatte, ließ er mit der Weiterführung auf sich warten und kam dadurch in Differenzen mit Bodenheim; Bodenheim zog ihm dieserhalb bei der Abrechnung einen entsprechenden Betrag mit 600 M. ab. Seves hat wegen dieses Abzuges weder gegen Bodenheim noch später gegen den Konkurs Bodenheim geklagt. Auch nach Ausbruch des Konkurses Bodenheim ließ sich Seves bei der Kirche nicht sehen, sodaß Dr. Roeckerath, um den Weiterbau nicht aufhalten zu lassen, gezwungen war, die Fertigstellung der Gewölbe durch andere Arbeiter ausführen zu lassen. Später meldete sich Seves und verlangte von Dr. Roeckerath noch die Bezahlung einer Forderung von 623 M. Dr. Roeckerath hatte die Gewölbe bereits an Bodenheim vorschußweise bezahlt, als dessen Konkurs ausbrach Später mußte er den noch nicht fertiggestellten Teil der Arbeiten zum zweitenmal an diejenigen Arbeiter bezahlen, denen er selbst diesen aufgetragen hatte. Er hätte also an Seves zum drittenmal zahlen müssen. Selbstredend weigerte er sich. Im Januar 1903 wandte sich Seves, in der Meinung, Dr. Roeckerath sei gestorben, an einen Geistlichen seiner Heimatgemeinde und veranlaßte diesen, auf mich einzuwirken, daß seine Forderung bezahlt werde. Ich trug meinem Schwiegervater die Sache vor, erhielt obige Aufklärung und lehnte ab, mich weiter mit der Sache zu befassen. Als mein Schwiegervater nun wirklich gestorben war, bewog Seves im Dezember 1905 einen anderen Geistlichen seiner Heimatgemeinde, wiederum auf mich einzuwirken, daß seine Forderung von den Erben Roeckerath bezahlt werde. Ich lehnte das wieder ab und zwar unter dem 27. Dezember 1905. In diesem Briefe ist die oben erwähnte inkriminierte Stelle enthalten. Dieser Brief wurde nach fast zwei Jahren, im Oktober 1907, vom Adressaten an Seves ausgeliefert, ohne daß Grund und Zweck davon ersichtlich sind; doch wurde die ausdrückliche Bedingung daran geknüpft, daß der Brief nicht gegen mich verwendet werden dürfe. Trotzdem verklagte mich Seves vor dem Kölner Schöffengericht. Dieses eröffnete das Hauptverfahren wegen des Ausdrucks„unverschämter Schwindel". Am 10. März 1908 wurde ich vom Schöffengericht freigesprochen, indem es anerkannte, daß der Verfasser des Briefes„offenbar zur Wahrnehmung seiner berechtigten Interessen handelte, wenn er das Gebaren des Klägers als unverschämten Schwindel bezeichnete: In der Berufungsinstanz erkannte dann das Landgericht wegen formaler Beleidigung auf eine Geldstrafe von 30 M. eventuell 3 Tage Haft. In der mündlichen Begründung dieses Urteils durch den Vorsitzenden wurde anerkannt, daß dem Seves weder rechtlich noch moralisch eine Forderung zustand. Doch sei die Form zweifellos bewußt beleidigend. Ich bin der Meinung, daß es richtiger gewefen wäre, anzunehmen, daß ich jenen starken Ausdruck nur gewählt habe, um mir vor den völlig unberechtigten Ansprüchen des Seves endliche Ruhe zu verschaffen. Die schriftliche Begründung des Urteils ist mir noch nicht zugestellt. Gegen das Urteil ist Revision eingelegt.„„„ Aus dem Vorstehenden ergibt sich zur Genüge, daß Seves gegen Dr. Roeckerath nicht nur keinen rechtlichen, sondern auch keinerlei moralischen Anspruch hatte. Auf die weiteren völlig haltlosen Angriffe der Rheinischen Zeitung gegen meinen Schwiegervater und dessen Erben einzugehen, habe ich keine Veranlassung, da deren offenbarer Zweck sie genügend kennzeichnet. Ich bemerke nur noch, daß in Sachen des Baues der St. Agneskirche überhaupt nicht nur keinerlei rechtliche, sondernauch teinerlei moralische Verpflichtung mehr besteht, noch irgend etwas zu bezahlen. Völlig haltlose Ansprüche, welche vom Gericht in allen Instanzen abgewiesen sind, und feige Beschimpfungen des Andenkens des Stifters der St. Agneskirche können daran nichts ändern.„„ Stealitz..Mai1908. Carl Bachem. Gesellschafts= und Vereinsleben. 4 Der Katholische Lehrerverein hielt am Samstag eine zahlreich besuchte außerordentliche Generalversammlung ab. Der zweite Vorsitzende, Hr. Obermauer, begrüßte herzlich den zur Versammlung erschienenen Vertreter des Provinzialvorstandes, Hrn Hauptlehrer Schmetz(Aachen), sowie den Referenten des Abends, Hrn. Krug(Düren), den Obmann der Gehaltskommission des Provinzialverbandes. Dann widmete er dem zurückgetretenen ersten Vorsitzenden, Hrn. Pesch, warme Worte des Dankes und der Anerkennung für seine in schwieriger Zeit ausgeubte Amtstätigkeit. Die Versammlung wählte Hrn. Pesch einstimmig zum Ehrenmitglied des Vorstandes. Die darauf getätigte Wahl eines ersten Vorsitzenden ergab die fast einstimmige Wahl des Hrn. Mittelschullehrers Fröhlings. Er übernahm, freudig begrüßt, die Leitung der Versammlung mit Worten des Dankes für das durch die Wahl bewiesene Vertrauen, und schloß daran einen warmen Appell an die Mitglieder, ihn und den Vorstand bei den Vorarbeiten für die Pfingsten 1909 hier in Köln tagende Generalversammlung des Katholischen Lehrerverbandes, Provinz Rheinland, rege zu unterstützen. Hr. Krug hielt darauf einen längeren Vortrag über die Beratungen der Besoldungsverhältnisse für oie Volksschullehrer in der Unterrichttommission des Abgeordnetenhauses vom 30. März und 3. April. Diesen Beratungen, die den Zweck hatten, der Regierung„Richtlinien“ für die Abfassung des neuen Lehrerbesoldungsgesetzes vorzuzeichnen, lag ein Antrag Arendt und Gen. zugrunde, dessen Tendenz dahin geht, ein einheitliches Gehalt für sämtliche preußischen Lehrer, wie auch für Lehrerinnen festzusetzen. Redner vertritt den Grundsatz, daß das Gehalt der Lehrer überaul gleichwertig und dabei so bemessen sein müsse, daß es dem Lehrer möglich werde, seiner schwierigen Berufsarbeit frei von materieller Not gerecht zu werden. Aber dabei sei zu berücksichtigen, daß die Preisverhältnisse im Westen um ein Viertel höher seien als im Osten, was auch von der Regierung bei passenden Gelegenheiten zugegeben werde. Ein einheitliches Gehalt könne nach Lage der Sache nur so gering ausfallen, daß die Lehrer des Westens empfindlich geschädigt würden. Den Gemeinden soll das Recht genommen werden, über die festzulegenden Einheitssätze hinauszugehen, höchstens in Form von nicht pensionsfähigen Teuerungszulagen bei besonders gearteten Verhältnissen. Wenn man nun zugebe, daß es besonders teure Orte und Gegenden gebe, warum wolle man den Lehrern dann die entsprechenden Bezüge nicht als Gehalt geben? Die gesetzliche Festlegung der Bremse sei nur dann zulässig, wenn nachgewiesen werde könne, daß es Gemeinden gebe, die bei Festsetzung von Lehrerbesoldungen über das Maß des Notwendigen hinausgingen. Nicht nur die Lehrerschaft, sondern auch das gesamte Schulwesen des Westens würde durch gesetzliche Maßnahmen im Sinne des Antrags Arendt aufs schwerste zurückgesetzt werden. Auch die Absicht, bei der Pensionsbemessung einen Durchschnitt der Mietsentschädigung zugrunde zu legen, wies Redner mit guten Gründen zurück und ermahnte, auch gegen diesen Punkt müßten die Lehrer der Städte aufs entschiedenste Stellung nehmen. Die geplante Einrichtung von Besoldungskassen für den ganzen Staat sei nicht richtig, wenn auch der bisherige Modus nicht immer der Gerechtigkeit entspräche. Die Folge würde sein, daß die Mittel zur Unterhaltung der Volksschulen mehr noch als jetzt vom Westen aufgebracht und nach dem Osten abgeführt würden. Dagegen hätten die Lehrer ein Interesse daran, Besoldungskassen etwa für Provinzen zu erstreben. Der Vorsitzende sprach dem Redner für seine spannenden Ausführungen den DTank der Versammlung und zugleich das Vertrauen zu der bisherigen Haltung und Tätigkeit der Gehaltskommission aus. In der sich nun anschließenden regen Aussprache wurde der Wunsch geäußert, die. Gehaltskommission Düren möchte an die rheinischen Abgeordneten eine Denkschrift im Sinne des Referats richten. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, bis zur nächsten Monatsversammlung weitere Schritte in der Angelegenheit vorzubereiten. Kölner Local-Anzeiger.* Köln, 12. Mai 1908. c Der verräterische Schauer. Aus dem Französischen von Jules Boise. Ich erinnere mich noch an das alte Fräulein Josephine, eine Freundin meiner Mutter; ich sehe sie an unserem Tische sitzen, des Abends bei der Lampe, mit den hohlen Wangen, dem unruhig flackernden Blick der großen, schwarzen Augen. So jung ich damals war, mir schien es stets, als berge sich in diesen Augen irgend ein Geheimnis, eine grauenvolle Untat, ein unvergeßlicher Schrecken. Und als sie uns einmal ihre Geschichte erzählte, war es mir, als hörte ich nur eine Wiederholung dessen, was ich in schlaflosen Nächten gedacht und geträumt Sehen Sie,“ sagte Josephine mit ihrer schwachen, etwas heiseren Stimme,„ich habe die Hinrichtung eines Menschen verschuldet——— jawohl, seine Hinrichtung.“ Erzählen Sie uns das, meine Liebe,“ entgegnete meine Mutter.„Sicherlich ist es nicht so schlimm, und Sie machen sich vielleicht unnötige Vorwürfe." Ich war damals ein junges Mädchen," begann Josephine, und wohnte zusammen mit einer Cousine. Ich hatte keine Eltern mehr, und eine alte Tante hatte uns beiden im Erdgeschoß ihres Hauses eine kleine Stube eingeräumt, während sie selbst im obersten Stockwerk wohnte. Sie war mißtrauisch und sehr geizig und man sagte ihr nach, daß sie fast alle ihre Wertsachen in einem geheimen Schrank in der Wand berge. Sie ließ uns fast nie in ihr Zimmer, das sie selbst aufräumte und auftrotz ihres Alters. Des Abends stieg sie manchmar zu uns herab, nahm an unserem Nachtmahl teil und ging stets vor zehn Uhr wieder hinauf. Eines Nachts war es mir unmöglich, einzuschlafen; ich fühlte mich ganz aufgeregt, und außerdem störte mich das hörbare Atmen meiner Cousine. Ich blickte vielleicht eine Stunde mit offenen Augen in das Dunkel vor mir, dann, als meine Lider schwer wurden und ich schon hoffte, Schlaf zu finden, gab es mir einen plötzlichen Ruck. Ich fuhr auf, als ob man nach mir gerufen hätte. Aber kein Laut drang in unsere Kammer. Dann vernahm ich ein leises Geräusch, das von oben zu kommen schien. Ich hielt meinen Atem an, fest überzeugt, daß da etwas vorging. Nach einer Weile weckte ich angstverstört meine Cousine auf, doch sie starrte mich verständnislos an und drehte sich alsbald auf die andere Seite, um weiterzuschlafen. Unterdessen hatte das Geräusch zugenommen. Ich stieg aus dem Bette und schlich zur Tür. Die Angst, daß der alten Frau vielleicht etwas zugestoßen sei, ließ mich nicht ruhen. Ich öffnete und trat auf den Korridor hinaus und— ach, wie soll ich Ihnen das schildern?— in demselben Augenblick spürte ich etwas, wie einen elektrischen Schlag! O. dieser Schauder, der mich plötzlich überlief, als ob ich geahnt hätte, daß da or mir, in dem Dunkel, in irgend einen Winkel gedrückt, ein böses, gefährliches Wesen mir gegenüberstehe, mich belauere! Was ging vor? Ich sah nichts und doch fühlte ich zwei Augen auf mich gerichtet, zwei schreckliche Augen, die mir drohten. Eine Eiskälte krümmte mir den Rücken, ich glaubte vor Furcht wahnsinnig zu werden. Doch dies alles dauerte nur einen Augenblick. Dann hörte ich deutlich ein Geräusch, das vom Zimmer meiner Tante herabdrang. Es glich dem Sprudel eines Wasserhahns, den man geöffnet hatte. Ich tastete mich hinauf, stieß an die halbgeöffnete Tür und trat in das Zimmer. Ich rief meine Tante beim Namen, näherte mich ihrem Bette, doch niemand antwortete. Und dasselbe seltsame Geräusch eines dumpf gurgelnden Wasserrohres... Plötzlich griffen meine Hände etwas Feuchtes und gleichzeitig fühlte ich unter meinen Fingern das Antlitz der Tante— und in demselben Augenblick begriff ich alles... Man hatte die Taute ermordet— das Geräusch war ein Röcheln, die Flüssigkeit war Blut!... Ich stürzte zum Fenster, riß es auf und schrie aus allen Kräften, ohne zu bedenken, daß der Mörder vielleicht noch auf der Stiege sei:„Zu Hilfe! Mörder! Mörder!“ Als ich mich dann wieder dem Bette zuwandte, röchelte meine Tante nicht mehr. Ich zündete eine Kerze an und sah nun das Schreckliche. Die Unglückliche hatte die Kehle durchschnitten, das Gesicht drückte eine grauenvolle Todesfurcht aus, die Augen waren starr, weit offen, die Lippen weiß, fast unkenntlich... denn man hätte als den Mund die fürchterliche Wunde nehmen können, die blutsickernd klaffte. Ich begreife nicht, daß ich damals nicht wahnsinnig wurde. Ich zitterte wie im Fieber, die Zähne klapperten mir hörbar und es schien mir, als greife von rückwärts eine Hand nach meinem Nacken, schleudere mich an die Seite der Leiche, neben das Kopfkissen, auf dem sich eine Blutlache breitete. Und was meinen Schrecken noch verstärkte, waren die blutigen Abdrücke nackter Füße auf dem Bettlaken und der Abdruck der Mörderfaust an der Wand, wo ein kleiner Schrank offen stand. Ich hatte so laut und lange beim Fenster geschrien, daß mich di Nachbarn hören mußten. Ein wirres Murmeln von Stimmen drang vom Hofe herauf. Ich begann abermals zu schreien wie von Sinnen:„Oeffnet nicht das Haustor! der Mörder ist im Hause! Er ist noch im Hause!“ Ein Mann faßte mich bei der Schulter und rüttelte mich. Es war der Polizeikommissar. Er hielt mich offenbar für verrückt. Er befragte mich in leisem, ruhigem Ton. Aber ich hörte nicht auf ihn, sondern wiederholte nur immerfort:„Er ist im Hause!“ Er drückte mich auf den Sessel nieder und fragte: „Wie wissen Sie denn, daß er noch im Hause ist?“ „Ich mußte im Dunkeln auf der Stiege an ihm vorbei,“ sagte ich zusammenschaudernd.„Es durchfuhr mich so seltsam, wie ein Blitzschlag.“ Dann setzte ich hinzu, fast gegen meinen Willen:„Ich bin sicher, daß ich dasselbe wieder empfinden würde, falls ich noch einmal in seine Nähe käme.“ Ich erschrak selbst über meine Worte. „Fassen Sie sich, mein Kind,“ sprach der Kommissar... „Wir werden schon Klarheit in diese Sache bringen.“ Der Tag begann langsam zu grauen. Es mochte vier Uhr morgens sein und wir hatten Ende Mai. „Das Haustor wurde nicht geöffnet," fuhr der Kommissar fort.„Seien Sie mutig und folgen Sie mir hinunter.„Alle, die sich daselbst befinden, werden sich in einer Linie aufstellen müssen und sie werden an uns vorüberschreiten.“ Dieses Ansinnen des Kommissars machte mich ganz bestürzt. Ach, was ich in diesen Minuten gelitten habe, kann ich nicht beschreiben. Ich sollte einen Menschen beschuldigen auf ein bloßes Schaudern hin. Wer wird es sein? Trotzdem zögerte ich keinen Augenblick, den Kommissar in den Hof zu folgen. Es war da eine Menge Menschen, alle aufs höchste erregt. Dienstmädchen, die Hausmeistersleute, einige Arbeiterfamilien. In der fahlen Dämmerung des Morgens war dieses Spalier, diese auf mich gerichteten blassen Gesichter etwas so Seltsames, daß ich einen Augenblick in Furcht gebannt stehen blieb. Der Kommissar zog mich weiter. Ich schritt an seiner Seite wie ein Automat, mit geschlossenen Augen. Ich wagte nicht, sie aufzuschlagen. Während einiger Minuten, die mir endlos dünkten, wartete ich auf den verräterischen Schauer——— Und er kam! Dasselbe angstvolle, lähmende Gefühl, zwei Stunden früher im Stiegenraum. Ich hielt an und rief:„Sie sind's! Sie sind der Mörder!“ ohne zu wissen, wen ich dergestalt beschuldigte. Dann öffnete ich die Augen und erkannte einen gewissen Bernhard, gegen den sich meine Tante stets hülfreich gezeigt hatte, da er ein armer Teufel war und oft mit der Miete im Rückstand blieb. Er starrte mich erblassend an und stammelte: „Aber Fräulein, wie können Sie das sagen?— Ich habe vier Kinder! Ich habe vier Kinder!" Ich sah seine tödliche Angst, seine zitternden Lippen, und gegen meinen Willen rief ich noch einmal, so laut ich konnte: „Ja, Bernhard, Sie sind der Mörder!" Dann stürzte ich ohnmächtig zusammen. Erst einige Tage später, nach einem wilden Fieber, kam ich zu mir, konnte mich wieder auf alles besinnen. Meine Cousine, die mich gepflegt hatte, erzählte mir das weitere. Man hatte bei Bernhard die gestohlenen Wertsachen gefunden, und nach einem kurzen Leugnen hatte er sich zu einem Geständnis bequemt. Einen Monat später wurde er hingerichtet.— Noch heute, ungeachtet der langen Jahre, die seitdem verflossen sind, glaube ich die Stimme des alten Fräuleins zu vernehmen, ihrer grausigen Erzählung zu lauschen. Sie war, nachdem sie geendigt hatte, in einen Tränenstrom ausgebrochen, und es hatte lange gedauert, bis sie sich auf das Zureden meiner Mutter hin beruhigt hatte. Aber eines war mir in ihrer Erzählung unverständlich geblieben, die blutigen Abdrücke an dem Bett laken und der Mauer. Ich befragte darüber Fräulein Josephine. „Das ist ganz einfach,“ erwiderte sie.„Bernhard war Tischler und die Tante hatte durch ihn einen kleinen Wandschrank in der Höhe der Decke anbringen lassen, den eine Tapetentür verbarg. Er hatte ganz richtig vermutet, daß da die Wertsachen verborgen waren, und um sich nach dem Morde des Schatzes zu bemächtigen, mußte er den Weg über das blutbespritzte Bett nehmen.“ Kölner Local-Anzeiger Nr. 129&a Dienstag, 12. Mai 1903. Seite 7. Von London erhielten wir eine Sendung besserer MusterKupons für Sommer-Anzüge, Paletots und Rosen, die wir unter Preis abgeben. Tuchaus Grant& Co., Köln, Ludwigst. 12(Passage). S O! elenvermi G. 0BO00 Bügeleisen und andere anerkannt wertvolle Gegenstände bei Benützung von Flammers Seife uxeieatsteg Flammers Seifenpulder als die besten für Wäsche u. Haus millionenfach erprobt. 8 Meder mech. Teppich-Klopfwerk Josef Meder jun. Merovingerstr..“ Fernspr.-Nr. 752. Mechanische und chemische Reinigung von Teppichen, Fellen, Polstermöbeln usw. Kunststopferei. Reparatur. Autbewahrung. Motten-Vernichtung aus Gegenständen aller Art. Volle Garantie. Billigste Berechnung. Was ist ein Risiko ? für die Hausfrau? 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Heinrich Hamachers, Tagel., Buschg. 17.— Gertr., T. v. Matthias Lonvet, Fuhrm., Köln=Arnoldshöhe, Bonnerstr. 263.- Mathilde, T. v. Karl Kramer, Bäckermstr., Alteburgerstr. 48.- Anna, T. v. Kaspar Effertz, Bäckermstr., Bonnerstr. 34.- Gertr., T. v. Karl Löwenguth, Tagel., Achterstr. 41.- Franz, S. v. Anton Gumnich, Brieftr., Severinstraße 142.- Joseph, S. v. Florian Külzer, Eisenbahnarb., Krefelderw. 34.— Rudolf, S. v. Rudolf Becker, Maler u. Anstr., Brüsselerstr. 78.Klara, T. v. Karl Kleinmeyer, Schlosser, Gereonsw. 3.- Anna. T. v. Nikol. Ossendorf, Packer, Lübeckerstr. 20.- Margar., T. v. Joh. Klein. Fensterputzer, Friesenw. 76.- Erna, T. v. Emil Troost, Buchb., Eigelstein 119.= Christina, T. v. August Füllgraf, Schmied, Gr. Neug. 12—14. Wilh, 5. v. Karl Flöhr, Hausd., Ursulastr. 13. &am Sterbefälle. Margareta Krieger, 23., Moltkestr. 135.— Franz Michalke, Hausknecht, unverh., 52., Weiß(Ldkr. Köln).- Anna Schönau. 10., Severinskloster 7.- Stephanie Geintzer, geb. Williquet, 31., Bonnerstr. 280." Joseph Dondi, Wwr., 77., Quentelstraße—6.„ Heinrich Thiebach, Bremser, unverh, 30., Neußerstraße 319.— Wilhelm Loer, Fremdenführer, unverh., 70., Auf der Ruhr—6.- Peter Rieck, Buchhalter, verh., 70., Nymwegen.- Peter Willems, 1., Dreikönigenstr. 24.- Karl Heinrichs, 5., Eifelstr. 62.Joseph Nohl, 3., Agrippastr. 96.„ Wwe. Brigitta Felddusch, geb. Heiderscheid, 89., Gr. Griechenmarkt 106.= Mechthildis Jouy, 23., Rubensstr. 22. Gertrud Vogt, 81 J, Augustinerplatz 4.- Wwe. Petronella Gierling, geb. Thenenbach, 69., Agrippastr. 78.- Wwe. Veronika Ewertz, geb. Giebel, 76., Friesenstr. 56.- Katharina Urbach, 7., Weberstr—1: Peter Gerhards, o.., 68., Thurnmarkt 6. Heiraten. Karl Binder, Friseurgeh., v. Seiferts. u. Maria Knauf. v. Godesberg.- Heinr. Theophilus, Kfm., v. Hamburg=Eimsbüt el, u. Elise Claßen, v. hier.- Karl Senzel, Kfm., v. Melsungen, u. Elisab. Michaelis, v. hier.- Karl Zeyen, Kfm., v. Stammheim, u. Agnes Bornheim, v. hier.- Ludwig Schilgen, Fabrikant, v. Emsdetten, u. Maria Kuhlmann, v. Amelsbüren. Heinr. Spilker, Postassistent, v. Köln=Ehrenseld, u. Karoline Schneider, v. Koblenz.- Jos verauter, Metallschleifer, u. Agathe Schiefer, beide v. hier.- Otto Schäfer. Postschaffner, v. Keitwig, u. Lucie Schmitz, v. hier.- Wilh. Schull, Tgl. v. hier, u. Henriette Ehmanns, v. Erfurt.- Peter Wiemann, Restaur., v. Mülheim=Rhein, u. Marg. Eschweiler, v. hier.- Heinr. Pentinghaus, Schmied, u. Gertr. Henn, beide v. hier * beirats=Ankündigungen. Friedr. Meyer, Kaufm., Roonstr. 92, u. Emalie Bertram, Christophstr. 44.- Karl Kreutz, Tagel., Maybachstraße 170, u. Anna Portz, Balthasarstr. 56.- Heinr. Anoerl. Formstecher, Goltsteinstr. 90. u. Luise Gindra, Hunnenrücken 35.— Rud. Krebs, Fabrikarb., Gerconswall 85, u. Marg. Jung, Weidengasse 37.. Karl Witlkamp, Kommis, Eulengarten 12. u. Luise Spohr. Friesenplatz 19. Joh. Gockel, Rottenarb., Gr. Griechenm. 39. u. Mathilde Brühl, Follerstraße 7.- Pet. Offizier, Tagel., Elsaßstr. 10, u. Sib. Hoven, Alte Mauer a. B. 6.= Emil Lenz. Wwr., Fabrikarb., Gr Telegraphenstr. 21, u. Kath. Specker, geb. Sohn, Wwe., Spulmannsgasse 74.- Joh. Wirtz, Buchdruckergehülfe, Severinstr. 33, u. Ther. Mondinalli, Spulmannsg. 22.- Jak. Rotarius, Schreinerges., Alexianerstr. 23, u. Maria Humpert, Hohestraße 388.- Joh Capellmann, Friseur, Brüsselerstr. 13, u. Kath. Wolkenaer, Heinsbergstr. 30.- Friedr. Schoene, Vize=Feldw. i. Inf.=Reg. 53, Ulrichsg. 1/3, u. Paula von dem Bruch, Pantaleonswall 50. Paul Dombrowski, Schlosserges., zu Mülheim=Rh., Freiheitstr. 120, u. Salomon Lukasicwiez, Kyffhäuserstr. 30.- Ad. Stemmeler, Schuhmacherges., Perlengr. 48, u. Kath. Waldeck, Perlengr. 40.- Andr. Stemmler, Schmied, Im Weichserhof 47, u. Regina Göbbels, Mainzerstr. 49.- Albert Kroszewski, Fabrikarb., u. Bertha Kauer, beide Tacitusstr. 48.- Matthias Kramer, Tagel., zu Rodenkirchen, u. Anna Röttgen, Karthäuserw. 19. Standesamt Köln=Ehrenfeld.(Vom 2. bis 8. Mai.) &∆m Geburten. Christ., T. v. Adolf Zehnpfennig, Tagel., Subbelratherstr. 430.- Marg., T. v. Wilh. Raav, Schreiner, Senefelderstr. 18. " Joh. S. v. Pet. Bremer, Güterbodenarb., Gutenbergstr. 66.- Helena, T. v. Jak. Pelzer, Fabrikarb., Hauffstr. 22.- Klara, T. v. Phil. Schmitz, Schlosser, Thebäerstr. 40.- Paula, T. v. Karl Fritz, Arb., Wahlenstr. 30.- Rosa, T. v. Jak. Möltgen, Fabrikarb., Vogelsangerstr. 110.-Karl, S. v. Heinr. Mehl, Flaschenbierhdlr., Körnerstr. 7.- Magd., T. v. Joh. Müller, Schlosser, Chamissostr. 3.- Heinr., S. v. Felix Crombach, Handl.=Geh., Vogelsangerstr. 2.- Rob., S. v. Wilh. Topp, Schildermaler, Subbelratherstr. 221.- Karolina, T. v. Heinr. Förster, Tagel., Teichstr. 12.- Jos., T. v. Pet. Heister, Eisenb.=Schaffner, Liebigstr. 229.- Paul, S. v. Hub. van Norden, Dek.=Maler, Venloerstr. 535.- Karl, S. v. Paul Eisenacher, Dreher, Landmannstr. 1. Kath., T. v. Wilh. Cangermann. Vergolder, Marienstr. 23.- Henriette, T. v. Wilh. Clotten, Metzger, Försterstr. 22.— Friedr., S. v. Heinr. Retz, Kutscher, Landmannstr. 14.— Fritz, S. v. Franz Schlimbach, Fuhrm., Glasstr. 72A.— Joh., S. v. Engelb. Kourth, Fuhrm., Alpenerstr. 19.— Anna, T. v. Engelb. Freitag, Tagel., Stolbergerstr. 223.- Jos., S. v. Pet. Andres, Fabrikarb., Feltenstr. 76. Kath., T. v. Maxim. Schleret, Hülfsarb., Venloerstr. 197.— Luise u. Henriette, Zwill. v. Ant. Jung. Monteur, Venloerstr. 229.- Jak, S. v. Karl Wirtz, Masch.=Schreiner, Iltisstr. 10 B. - Pet. Ant., S. v. Pet. Ant. Krengel. Schuhm., Venloerstr. 404.- Karl, 5. v. Karl Nasner, Artist, Stammstr. 45.- Wilh., T. v. Theod. Lucks, Eisenhobler, Alpenerstr. 1.- Anna, T. v. Matth. Schweden, Fabrikarb., Subbelratherstr. 395.=Kath., T. v. Ludw. Kirsch, Verputzer, Simrockstr. 26.- Martha, T. v. Pet. Auer, Tagel.; Wißmannstr. 33.- Marg., T. v. Matth. Marx, Fabrikarb., Lessingstr. 37.- Antonia, T. v. Gottl. Klöpfer, Schlosser, Platenstr. 11.= Kath., T. v. Wilh. Titz, Hülfsarb., Ossendorferstr. 21.- Tillm., S. v. Franz Linden, Handl.=Geh., Keplerstr. 22. a Stervefälle. Leonh. Gerlach, 3., Lichtstr. 2.- Klara Neuter, J. 4., Leyendeckerstr. 103.. Heinr. Keldenich, 2., Venloerstraße 360 362.- Jos. Diedrichs, 11., Hüttenstr. 24.- Maria Breuer geb. Uerlichs, 85., Subbelratherstr. 185.- Hub. Bank, 1 J. 4., Nüssenbergerstr. 38.- Kath. Altenbach geb. Emgenbroich, 76., Monheim Kr. Solingen.- Jos. Breuer, 37., Marienstr. 72.- Herm. Heinr. Franz Viehbahn, 4., Gutenbergstr. 35.- Paul van Noorden, 3 Std., Venloerstr. 535.- Peter Nücken, 59., Schönsteinstr..: Karl Zehnpfenning, 1 J. 8., Venloerstr. 453.- Adam Kippels, 2.. Simrock= straße 43.- Marg. Sistig, 5., Subbelratherstr. 253.- Sibylla Plug, 1 M, Venloerstr. 877.- Kath. Fritz geb. Kippels, 61., Venloerstr. 505. Joh. Bapt. Schöngen, 86., Wendelinstr. 63.- Konr. Zimmer, 56., Wahlenstr. 46.- Reinh. Werrshage, 36., Venloerstr. 316.- Julius Schürmann, 1., Marienstr. 41.- Sara Levy, 77., Ottostr. 85.„ Michael Peizer, 5., Venloerstr. 700.- Christ. Schaak, 1., Hospeltstraße 27. &a Heiratsankündigungen. Johann Ruf, Dreher, Körnerstr. 83, u Luise Schulze. Rheinaustr. 13.- Wulfert van Vogaert, Glasmacher, u. Maria Habels, beide Subbelratherstr. 239.- Friedrich König. Schreiner, u. Josephine Praß, beide Körnerstr. 13.- Albert Maertin, Fabrikarb, u. Anna Leip, beide Leyendeckerstr. 29.- August Bickel, Schlosser, Keplerstraße 54, u. Auguste Hampel, Waidmarkt 16. Karl Müller, Glasarb., u. Maria Heepen, beide Hansemannstr. 2A.- Johann Richter, Figurist, Körnerstr. 38, u. Friederika Dexheimer, Körnerstr. 83- Franz Engels, Drechsler, Glasstr. 22, u. Maria Mermagen, Piusstr. 7.- Thomas Neuroth, Maurer, u. Petronella Klein, beide Subbelratherstr. 219.- Heinr. Peucker, Schuhm., u. Anna Herppich, beide Venloerstr. 511. Georg Fröhling, Kfm., Venloerstr. 350A, u. Elis. Müller, Frankstr. 19.- Karl Kendermann, Konditor, Horrem, Kr. Bergheim, u. Theresia gen. Maria Nachtsheim, Philippstr. 1.- Johann Haas, Packer, Rotehausstr. 17, u. Helena Schlangen, Platenstr. 2.- Georg Ilg, Schneider, Reinoldstr. 16, u. Hubertina Kläser, Leostr. 11. Gottfried Hocke, Lackierer, Venloerstraße 686, u. Eva Meurer, Frohnhofstr. 81.= Heinr. Baumann, Fabrikarb., Christianstr. 4, u. Helene Forst, Simrockstr. 31.- Leonhard Koch, Tagel., u. Wwe. Maria Schmitz, geb. Paland, beide Stammstr. 51. 5. Jiehung der 5. Klasse 218. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 6. Mai bis 3. Juni 1908.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Ohne Gewähr.) 11. Mai 1908, vormittags. Nachdruck verboten. 662 876 95 1023 42 257 649(3000 676(1000) 768 816 79 963 94 2005 1000 148 401 565 666(1000) 765(96 3004 57 122 443 78 651 739 69 83 4046 218 602 43 710 20 30 891 949 5060 655 713 17 69 885 943 93(1000 344 68 516 712 7031 34 68 120 35 39 53 431 733 881 8094 400 683 91 92 913 46 9180 352 53 483 507 33(1000] 805 91(1000 964 10012 76 260 393 686 88 709 11277 538(500) 761 828 12042 168(500) 258 13002(500) 377 615 94 602 755 855 88 14228 389[3000] 408 71 541 771 94 15136 290 376 404 655 644 869 16030 236 377 697 757. 17011 65 236 5001 332 92 429(3000] 645 847 1500) 922 18020 178(1000) 331 422 981(1000] 19214 590 683 839 20406 37 762 21199 260 565 22120 43(500] 64 86 222 380 432 88 677 87 1000) 760 61 1500) 924(500] 37 23091 277 613 707 869 994 24153 62 79 252 375 499(500 501 684, 25151 288 318 64 71[3000 86 52. 983,.601 42 164 432 96 99 737 74 77 856(1000] 77 977 27007 9 434 81(500] 525 83 729 28024 84 86 127(600) 343(1000) 459 643 61 752 84 86 941 47(3000) 29016 1000] 40 651 823 76„ 4000 30013(3000) 339 48(600) 60 592 621(3000) 83 734 79 31065(1000) 290 840 563 79[500 697 706 821 45 82071 178 390 584(500] 33133 268 426 34102 45 303 50 422(500] 56 632 843 89 970 35023(500] 51 127 502 87 435 3000, 520 707 946 36006 97 128 358 423 959 37026 285 416 743 918 51 95 38042 116 70 320 21 82 824 89124 263 398(1000] 402 536(1000] 82 768 40280 379 664(1000) 961 41334 782(500) 808 61 42031 124 33 254 461 591(1000) 611 66(3000] 865 4 3006(500) 183 267 475 727 912 26(3000) 44204 16(500) 667(1000) 643 3000] 737 83) 74 977, 45092 221 83 420 605 72 848 46132 70 482 661 77 607 766 805 80 47281 380 407 693 803 67 931 48073 1000 100 316 483 539(3000] 64 860 962 49021 134 306 46 601 999 50204 322 37(600] 652 94 785 880 923 51298 437(500 55 56 52409 693 94 661 53205 43 57 64 525 63 703 64088(1000] 104 278 302 23 40 750 91 988 55061 294 620 37 66 789 56010 62 687 712(500 887 500) 57326 616 79 712(1000) 58175 213 33 355 625 940 59208 50 74 759 809 23(1000 60088 190 276 335 449 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Ziehung der 5. Klasse 218. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 6. Mai bis 3. Juni 1908.) Nur die Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 11. Mai 1908, nachmittags. Nachdruck verboten. 287 420 590 668 976 2032 59 445 857 941 2096 126 299 318 946 69 3010 3000 20 112 42 300 1 423 676 714 816 4064 130(1000] 226 364 91 903(1000 37. 5693 747 6008 70 244 303 571(1000] 711 93 916 70 7045 217 340 432 607 728 65 816(1000) 8138 80 98 271 306 674 736 870 9069 377(1000] 433 10060(500 151 289 319 452 560 739 73 871 11121 40(500) 747(600]60 90 804 91 933 600/93 12126 240 367 419 612 42 739 969(500 13088 115 466 625 813 960 14034 62 71(500) 231 401 21 93 856 911 23 62 15161 332 608 711 61(1000) 922 16013 46 59 275 530 790 956 62. 17002 162 69 87 400 661 18266 324 411 95 505 614 34 731(3000) 836 48 94 983 19004 90 97 230 415 65 793 813 20156[500 97[1000] 368 445 512 14 87 691 711 14 21016(3000] 69 94 144 452 649 770 77 867 95[500] 926 31 47 22172[500) 452 625 702 869 23023 229 319 423 616 917 36 93(500] 24044 68 226 445 620 73 663 760 93 976 25033 142 317(1000] 639 74 688 706 829 962 26137(500) 56(1000) 235 306 61 83 411 83 653 66(500 671 714 805 44 69 27435 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39 222 372 452 91 541 649 739 181197 230 445 500 36 68 768(5000 920 75 182131 88 240 543 617 69 868 936 133280 495 796 134047 240 629 910 185259 72(3000] 424 99 654 67(500) 69 873 186408 632 39 834 187170 76 463 547 75(500] 188044 62 256 390 611 38(3000] 930 189274 92 347 84 502 46 669 870 190019 191 424 744 880 191176 346 572(10000) 727 930 38(500] 192171 84 90 748 58 829(500] 193064 190 529 620 87 847(1000] 91 989 194064 185 330 939 195246(500) 306 438 705 68 869 85 934 196102 44 228 338(500 491 623 86 916 32 197615(500 68(500 984 198145 97 301(500] 56 496 537 777 813 16 925 199021 67 96(500] 194 240 51 345 428 80(15000] 528 646 745 200000 27 670 93 97 741(3000] 859 88 937(500] 201249 414 682 804 202040 153 371 425 576 95 852(500] 203005(3000] 382 405 568 661 704 24 54(500]) 204051 359 618 833 74 205070 169 469 651 701 64 804 206075 157 298 744 862 63 907 207034 105 86(3000] 305(1000] 614 63 744 923 203253 343 514 974 209078 93 305(1000) 507(3000) 21 767 93°/500) 210055 310 535 798 211024 26 237 665 829 212048 94 137 472 504 68 608 28 717 213042 848 214055 107 47 70 363(500) 640 52 87 215213 750 891 910 216023 129 377[3000) 538(3000) 795 905(500] 61 217120 23 222 55 98 331 54 75(500) 443 721 26 47 871 218096 146(500) 221 360(1000) 626 762 803 219240 425 757 220237(5000] 356 517 650 906 221037 81 280 360 67 440 593 611 976 3000) 222432 670 888 223066(1000] 122(500] 53 431 46 224123 255 427 544 57 979 99[500] 225055(3000) 159 523 602 766 990(3000] 226211 485 500 704 72 90 839 227003(500) 258 86 356 657 846 63 909 42 228765 72 968 229026 143 223 303 59 487 682 807 34 92(1000) 927 230173 476 787 975 81 231103 52 275 595 718 865 943 232276 405 94 569 722 854 77(500) 233238 483 609 35 703(500) 817 66 234193 328 484 3000] 570 663 729 848 60(1000) 991 235202 67 342 450 655 765(500 236385 502 27 37 87 629 92 864 237082 101 45 332 424 76 666(1000 961(500] 238005 54 110 591 632 239054 154 333(3000) 70 429(1000] 720 837 922 240059 478 500 685 900 241004 275 806 962 72 242144 337(1000] 419 847 243420 618 39 244162 284 448 614 808(3000) 958 94 245082 279 83 444 47 643 246015 358(500 410(500] 19 632 712 71 839 68 900 247009 500) 104 508 88(1000) 800 248178 213 306 38 421 64(3000) 640 42 78 99 649 834 249121 393 817 40 44 250049 107 651 866 251205(500] 370 623 66 252158 330 82 404 634 253139 288 799 977[500] 254187 96 397 683 86 619 742(500] 989[1000 255050 727 48 852 966 256313 79 519 257584(500) 680 701 18 85 975 1000] 256285 639(1000) 722 802 25 934 54 89 259013 103 17 444 633 41 66 665 916 260069 112 372 465 94 261157 61 247 59 358 459 620(10000) 88 621 994 500) 262258 410 19(1000) 20 665(500) 754(1000) 899 263020 45 402(500 21 653 85 702[500] 19 41 264017(500] 154 611 91 826 27 998(10000) 265252 696 266030 246 448 54 92 541 623 783 828 75 920 33 61 267237 96 475 85 616 43(1000) 55 65 910(1000) 268139 80 290 345 515 17 684(600) 830(500] 933 269137 325 59(1000) 441 667 788 270005 117 67 262 96(500] 348 473 96 514 721(5000] 949 271068 185 349 539 641 63 884 923 272018 108 294(500) 309 27 426 35 599 752 806 966 89 273215 39 406 757 839 911 274005 283 471 630 609(500) 737 71 275100 527 833 974 276183 237 491 703 40 802 38(500] 940 89 277183 416 70 633 50 713 907 278302 583(3000) 605 734 59 279225 311 85 482 601 87 810 280178 230 50 86 394 507 626(1000) 31 281023 314 673 788 908 282144 1000) 302 59 514 1500) 30 63 283039 101 352 529 676(1000) 861 989 284184 272 463 727 44 671 904(500) 45 285116(500) 449 680 823 964[500] 286025 206 60(3000) 88 318 60 410 500 7 16 77 627 48 66 898 802 287253 336 850 91 965 91 97 Im Gewinnrade verblieben: 1 Prämie zi 300000. 1 Gewinn zu 200000, 1 zu 150000, 2 zu 100000, 2 zu 75000, 2 zu 60000, 3 zu 50000, 2 zu 40000, 13 zu 30000, 26 zu 15000, 67 zu 10000, 118 zu 6000, 1762 zu 3000, 2762 zu 1000, 4222 zu 300:. Seite 9 (Fortsetzung von Seite.)„ zrundsatz ausgeht, muß, wenn er nicht die Gewissen bedrängen will, ie konfessionelle Schule zur Regel machen. mnas die sogenannte liberale Partei erstrebt, ist das Gegenteil Schulfreiheit. Sie will die staatliche Zwangsschule bestehen assen. aber die Konfessionsschule beseitigen, und alle Kinder dieselbe Schule zwingen. Sie will angeblich dem Religionslehrer Unterrichtserteilung gestatten—. solange es eberz gestattet. wird; laube nur, daß es nicht lange dauern wird. In den anderen interrichtsstunden aber soll es von dem Ermessen des Schullehrers, der des Schulinspektors oder des Ministers abhängen, ob und zwieweit von Gott, Unsterblichkeit, ewiger Vergeltung und von schristus die Rede sein darf oder nicht. Ein derartiges System, das die Erziehung meiner Kinder abhängig macht von dem, was fraend ein beliebiger anderer in religiöser Richtung will, ist kein Shstemn der Freiheit, sondern der Tyrannei. Ich freue mich, daß s im evangelischen Lager noch Männer gibt, die auf diesem nichtigsten Gebiete eines Sinnes mit uns sind. Und in diesem Einne und aus diesem Grunde begrüße ich die Kandidatur des Rhan Koante zuitr nan erwidern, auch in der lberaler Frahig. hebe es den einen oder andern Mann, der für die konfessionelle Schule sei, deshalb brauche er noch nicht mit dem Zentrum zu Ueber die Frage, ob in der Kölner liberalen Fraktion Anfänger der konfessionellen Schule sind, kann ich Ihnen keine Ausunst geben. Darüber schweben Gerüchte; sicheres weiß man nicht. Jedenfalls schließen diese Herren die Liebe zur konfessonellen Schule iin das Kämmerlein ihres Herzens ein. Nach außen ist davon nicht uu merken. Und wenn die konfessionelle Schule auf diese Herren angewiesen ist, kann sie sich ruhig begraben lassen. Daß das die Sachlage ist, das habe ich festgestellt bei zwei wichtigen GelegenDie erste Gelegenheit war, als wir im Jahre 1905 den vangelischen Geistlichen in die Schuldevuration zu wählen hatten. Da standen sich die beiden Kandidaturen Rebensburg und Jatho gegenüber. Das trennende war die Stellung zur konfessionellen Schule. Wir haben einstimmig Hrn. Rebensburg gewählt; die liberale Fraktion hat einstimmig Hrn. Jatho gewahlt.(Hört, hört!) Daraus folgt: Entweder gibt es im Lager der liberalen Fraktion keinen Anhänger der konfessionellen Schule, oder aber es gibt einen und er hat sich dem Fraktionszwang gefügt und für Jatho gestimmt. So haben alle Mitglieder der liberalen Fraktion gesandelt, Evangelische, Israeliten und Katholiken, da stimmte keiner anders. Daraus ist zu schließen, wer die konfessionelle Schule liebt, verletzt durch das Eintreten für die Liberalen seine heiligsten Run zum zweiten Fall, bei dem ich in der Lage war, die Abstimmung der Liberalen zu erproben. Es war im Frühjahr 1908, als es sich um die Neubildung der Schuldeputation handelte. Wie Sie wissen, treten die Geistlichen von Amts wegen in die Deputation ein, eine gewisse Anzahl von Mitgliedern(Beigeordnete oder Schulräte) werden vom Oberbürgermeister bestimmt außerdem werden noch eine Anzahl des Volksschulwesens kundige Personen durch das Stadtverordnetenkollegium gewählt. Wir hatten den Wunsch ausgesprochen, es möchten zunächst die alten verren wiedergewählt werden. Die liberale Fraktion hat das nicht gewollt. Deshalb hat das jüdische Mitglied Dülken ausscheiden müssen, indem die Liberalen den Standpunkt einnahmen: Wir bestimmen nur das Zahlenverhältnis, das Zentrum so und soviel Stimmen, und die Liberalen so und soviel. Aun hieß es, wenn das Zentrum Herrn Dülken auf seine Liste nehmen wolle so sei es den Liberalen recht, auf die liberale Liste komme er nicht. Und als es sich nun darum handelte, wer von den liberalen Stadtverordneten gewählt werden solle, hat die liberale Fraktion nur solche Männer gewählt, die Gegner der konfessionellen Schule sind. Ich ziehe wiederum den Schluß: Entweder befinden sich in der liberalen Fraktion keine Freunde der konfessionellen Schule oder sie sind gänzlich bedeutungslos. Ein evangelisches Mitglied der Deputation, das ein Freund der konfessionellen Schule ist, ist einzig Pfarrer Rebensburg, er verdankt aber seite Zugehörigkeit bei Gott nicht der liberalen Fraktion(Sehr richtig!), sondern ist nur darum Mitglied derselben weil er von Rechts wegen Mitglied ist, entsprechend seinem Dienstalter. Wenn es von den Liberalen abhinge, würde ein anderer an seiner Stelle sitzen!(Lebhafte Zustimmung.) So ist die Stimmung der liberalen Fraktion gegenüber der konfessionellen Schule. Bei den Verhandlungen über die Schuldeputation hat übrigens auch der Humor eine gewisse Rolle gespielt Ein hochangesehenes Mitglied der liberalen Fraktion hat uns angesonnen, wir möchten auf unsere Liste auch den altkatholischen Pfarrer setzen, da er Geistlicher sei, stehe er uns viel näher als der liberalen Partei!(Stürmische Heiterkeit.) Wir haben das Zum Schluß wiederhole ich die Bitte an alle unsere Freunde: ihre Stimmen für alle drei von uns aufgestellten Kandidaten abzugeben und ihre Stimmen nicht zu zersplittern.(Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Darauf sprach Hr. Rechtsanwalt Stein das Schlußwort. Wir haben heute gute Kandidaten aufgestellt, das ist die erste Forderung zu einem siegreichen Kampfe. Der Kampf ist notwendig. Der Kampf wird— täuschen wir uns nicht— ein heißer werden. Lassen wir uns nicht von der Ruhe, die noch im anderen Lager herrscht, täuschen. Wie mir zuverlässig berichtet wird, ist man dort schon in eine rege Agitation im stillen eingetreten. Wir sind nicht in der Lage, prüfen zu können, welche Mittel auf der gegnerischen Seite angewandt werden, welche Versprechen gegeben werden, und wir sind nicht in der Lage, diesen Mitteln und etwaigen Versprechen entgegenzutreten, um Leute, die etwas schwankend sind bezüglich ihrer politischen Stellung darüber aufzuklären und davor zu warnen. 0 Geschlossenheit, Einigkeit, Opferwilligkeit und Beaeisterung, das sind die Waffen, mit denen wir den Wahlkampf führen. Keine Zersplitterung, keine Sonderinteressen dürfen sich geltend machen. Keine Wahlmüdigkeit darf in unseren Reihen platzgreifen. Wir haben, alle Veranlassung, mit allem Ernste und mit aller Kraft in die bevorstehende Wahl einzutreten. Wir haben augenblicklich eine starke Mehrheit, aber ob die Mehrheit schon so stark ist, daß sie auf die Dauer nicht gefährdet werden kann, will ich nicht entscheiden. Ich glaube, daß uns die nächste Zukunft sehr leicht Verhältnisse bringen kann, wodurch unsere Mehrheit erheblich gefährdet werden könnte. Diese Möglichkeit müssen wir immer vor den Augen sehen. Wenn wir unsere Mehrheit sichern wollen, dann müssen wir die bevorstehende Wahlschlacht gewinnen. Ich meine, eine Partei, die eine solche Geschlossenheit und so glänzende Proben politischen Verständnisses abgelegt hat, wie die Kölner Zentrumspartei, wird auch alle Kräfte in Bewegung setzen, um ihre Kandidaten durchzubringen.(Stürmischer Beifall.) Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Zentrumspartei wurde die Versammlung geschlossen Sport. 4 Köln, 15.Mai1908. Das vorläufige Ergebnis des Ausscheidungsrennens für das Gordon Bennett=Rennen ist 1. Ballon Abereron landete gestern nachmittag 6 Uhr 35 Min. 2. Ballon Elberfeld 5 Uhr 5 Min. nachm. bei Prybyslaw. 8. Ballon Segler 4 Uhr 50 Min. nachm. bei Bistritz. 4. Ballon Bamler, 4 Uhr 50 Min. nachm. bei Labonn, NordBallon Bezold 4 Uhr 32 Min. nachm. bei Domstad bei 6. Ballon Tschudi 4 Uhr 9 Min. nachm. bei Leitmeritz(Böhmen). 7. Ballon Köln landete mittags 1 Uhr bei Sedlitz, 80 Kilometer südöstlich von Prag. 8. Ballon Koblenz, Führer Hauptmann Eberhard, 11 Uhr 59 Min. vormittags im Revier Poschar bei Kosteletz(Südböhmen). 9. Ballon Clouth 11 Uhr 30 Min. vormittags bei Klein=Romstedt bei Apolda(Großherzogtum Sachsen=Weimar). 10. Ballon Dresden 11 Uhr 5 Min. vormittags eine Stunde vor dem Fuße der hohen Tatra. Von dem Ballon Köln lief folgendes Telegramm hier ein: Sehr alatt bei Sedlitz 80 Kilometer südöstlich von Prag um 1 Uhr nachmittags gelandet. Um 1 Uhr nachts einsetzende Regenschauern, sowie nach 8 Uhr morgens sich wiederholende Schneefälle zu bedeutender Ballastausgabe. Abercron meldet, daß er durch mehrere Bauern am Schleppseil heruntergezogen und somit zur Landung gezwungen worden sei. Theater und Konzerte. *; Im Metropoltheater gastierte in der 229. Vorstellung der Lustigen Witwe am Sonntagnachmittag Fr. M. Andrée als Hanna Glavari, deren Anstellung event. in Aussicht genommen ist. Sie ist eine gewandte Darstellerin, besitzt einen hohen Sopran und singen. Das Publikum verhielt sich im ersten Akt etwas abwartend, im zweiten Akt hatte sie jedoch viel Erfolg mit dem Lied vom Waldvöglein und mit dem darauf folgenden Duett(Lied vom dummen Reiter), wobei sie sich auch als graziöse Tänzerin erwies. Sehr wirksam wurde sie von ihrem Partner Leopold Murauer unterstützt. Der Erfolg blieb ihr auch im letzten Akte treu, so daß es zu wiederholten Hervorrufen kam. Die Künstlerin, die bisher am Gärtnerplatztheater in München in Stellung war, fand in dem vortrefflich eingespielten Ensemble des Metropoltheaters die dankbar beste Unterstützung. Gleiches Lob verdient auch das Orchester, das unter Kapellmeister Max Groß ausgezeichnet spielte. Freilich würde das alles noch viel schöner klingen, wenn das Orchester nicht in diesem Kellerloch eingepfercht wär. Neues aus Köln. Zur Besichtigung der Rheinuferbeleuchtung und des von der Stadt Köln gebotenen Feuerwerkes gelegentlich der Anwesenheit des kronprinzlichen Paares am 25. Mai d. J. hat der Verkehrsverein für seine Mitglieder und deren Angehörige einen besonderen Dampfer der Preußisch=Rheinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft gemietet. Die Nachfrage nach Karten ist bereits eine sehr große; immerhin wird noch eine beschränkte Anzahl von Karten zum Preise von 2 Mark pro Person, sofern die Einführung durch ein Mitglied des Verkehrsvereins erfolgt, abgegeben werden können. Zur Vermeidung einer Ueberfüllung des Dampfers ist die Zahl der auszugebenden Karten auf das Mindestmaß beschränkt. Die Lage des Dampfers wird ein vorzügliches Bild der ganzen Beleuchtung und eine gute Uebersicht über das Feuerwerk bieten. An Bord befindet sich eine Musikkapelle und vorzügliche Restauration. Die Geschäftsstelle des Kölner Verkehrsvereins befindet sich Margarethenkloster 11 und ist werktäglich geöffnet von 8½ bis 1 und ao Verhütetes Unglück. Durch die Geistesgegenwart eines Führers der Straßenbahn wurde gestern nachmittag gegen 4¼ Uhr Ecke Neußer= und Balthasarstraße ein schweres Unglück verhutet. Ein etwa siebenjähriges Schulmädchen lief beim Passieren der Straße direkt vor den Wagen und wäre unfehlbar überfahren worden, wenn nicht der Führer auf kaum einen Meter Länge den Wagen sofort zum Stehen gebracht hätte. Genickstarre ist erkrankt ein sechs Monate altes Kind vom Gereonswall. Es befindet sich im Augustahospital □ Ein hoffnungsvolles Bürschchen. Auf dem Kinderspielplatz am Rhein neben der festen Brücke, vergnügten sich gestern nachmittag mehrere Kinder mit einem Fußball, als ein etwa 13 Jahre akter Knabe sich den Ball aneignete und damit verschwinden wollte. Die Mutter eines der Kinder lief dem Jungen nach und entriß ihm den Ball. Hierüber geriet der Knabe derart in Wut, daß er nach der Frau trat und schlug, wobei er sich einer Schüppe bediente. Ein in der Nähe beschäftigter Pflasterarbeiter nahm sich der Frau an und versetzte dem Jungen ein paar Ohrseigen.„Wat, dat sollt Ihr büße“, rief der Nichtsnutz und verließ den Platz, um gleich darauf mit einem großen Brotmesser zurück zukommen und damit die Frau zu bedrohen. Die erschreckten Kinder liefen fort, um einen Schutzmann zu holen, der dem Bösewicht das Messer abnahm, ihn protokollierte und auch die Namen der Umstehenden feststellte, während der jugendliche Messerheld 1a Einbruchsdiebstähle. In ein Haus auf dem Blaubach wurde am Sonntagnachmittag eingebrochen und über 60 M. bar, ein Siegestaler, eine silberne Remontoiruhr mit Kette, Schmucksachen und ein Revolver gestohlen.— In zwei Häusern auf dem Mauritiuswall wurden zwei Mansardenzimmer erbrochen und zwei Dienstmädchen die Uhr mit Kette entwendet.— In einem Fahrradgeschäft an der Luxemburgerstraße in Sulz wurden mittels Einbruchs zwei Fahrräder gestohlen. *. Festgenommen wurden: zwei Tagelöhner wegen versuchten Einbruchsdiebstahls, ein Kaufmann wegen Diebstahls, ein Tagelöhner wegen Erregung öffentlichen Aergernisses, ein Fabrikarbeiter wegen Sittlichkeitsverbrechens, ein Arbeiter wegen schweren Diebstahls ein Händler wegen gewerbsmäßiger Hehlerei, ein Kesselschmied wegen Taschendiebstahls, ein Kellner wegen Zuhälterei, zehn Frauensversonen wegen Umhertreibens. # Bei einer Razzia, die am Montag stattfand, wurden 53 Frauenspersonen festgenommen. O Unfälle. Bei den Brückenarveiten am Rhein wollte ein Arbeiter eine Betonmaschine reinigen. Ein anderer setzte die als dem Mitinteressenten abgehalten. Unter anderem steht auf der Tagesordnung: Vortrag und Diskussion über Bauschwindel unter besonderer Berücksichtigung der in letzter Zeit aufgedeckten Kölner Vorkommnisse. . Ausschreitung. Am Montagmittag mißhandelten auf der Severinstraße mehrere Männer einen Bierkutscher in rohester Weise. Er erlitt mehrere blutige Verletzungen. Ein hinzukommender Schutzmann befreite ihn aus seiner mißlichen Lage, worauf der Hauptübeltäter festgenommen wurde. 1 Unfälle. In einem Hause an Unter Krahnenbäumen fiel gestern mittag ein Kind gegen einen Ofen und zog sich schwere Brandwunden zu. In einem Hause an der Mariengartengasse stürzte ein Mann eine Treppe hinunter und erlitt eine erhebliche Verletzung am Ohr und einen Schulterbruch. Einem Schlosser aus Volkhoven sprang auf dem Bahnhof in Ausübung seines Berufes ein großer Stahlsplitter ins linke Auge, wodurch es bedenklich verletzt wurde und er, nachdem er die erste Hülfe auf der Wache an der Maximinenstraße erhalten hatte, der Augenklinik überwiesen werden mußte. Ein geriebener Gauner. Vor ein paar Tagen bemerkte man in einer Villa an der Volksgartenstraße einen gutgekleideten Menschen, als er gerade versuchte, die Türe eines Zimmers zu öffnen. Der Mensch frug, als er sich bemerkt sah, nach einem nicht in dem Hause wohnenden Herrn und verduftete dann.— In einer Villa an dem Sachsenring gelang es dem Menschen ebenfalls, auf unaufgeklärte Weise sich einzuschleichen. Dort wurde der Mann von einem Diener des Hauses angetroffen, als er mit brennender Zigarre die Treppe herunter kam und angav, einen Bekannten zu suchen. Nachdem der Mensch die Villa an dem Sachsenring verlassen hatte, mußte man die Erfahrung machen, daß in einem Zimmer aus einer Kassette u. a. 200 M. gestohlen worden waren. Aus Köln-Nippes. 5 Die St. Josefskirche besitzt zur inneren Einrichtung bis jetzt nur die allernotwendigsten Gegenstände, und die Ausschmückung fehlt noch fast ganz. Da ist es nun dankbar anzuertennen, daß der Männergesangverein Köln=Nippes der schon so manche Ehrung auf Gesangwettstreiten errungen, aber auch schon so vieles für gute Zwecke ersungen hat, sich auch hier in den Dienst der schönen Sache stellen will. Er veranstaltet am künftigen Sonntag im Börsensaal des städtischen Schlachthofes ein Konzert, dessen Reinertrag zur inneren Ausschmückung des Gotteshauses dienen soll. Bei der Beliebtheit, die der Verein in den Kreisen der Bürgerschaft genießt und dem Herzenswunsch der Pfarreingesessenen, das hehre Gotteshaus bald würdig ausgestattet zu sehen, darf er wohl auf allgemeine Unterstützung seines edlen Werkes hoffen. Aus Köln-Lindenthal. * Dem Karmelitessen-Aloster hatten Freunde und Gönner anläßlich des goldenen Ordens=Jubiläums der Oberin im November v. J. die Mittel zu einem St. Josefs=Altar gestiftet, der gestern am Schutzfeste des Heiligen dem gottesdienstlichen Gebrauch übergeben wurde. Es ist ein genaues Gegenstück zum Marienaltar Mensa und Leuchterbank sind in Sandstein gehalten, der Aufsatz Mensa und Telchterdanrsine in Eichenholzschnitzerei von drei Baldachinen gekrönt, in welchen außer dem Titelbilde seitwärts zwei Engel Platz gefunden haben, die Handwerkszeug als Zeichen des von dem Schutzheiligen ausgeübten Berufes tragen. Der inneren Einrichtung des Kirchleins ist hiermit in würdiger Weise das fehlende Schlußstück eingefugt worden. Aus Köln-Bapenthal. 10 Unfall. Gestern abend stürzten in der Bonnerstraße unweit von Köln=Arnoldshöhe zwei Radfahrer von einem Tandem. Während einer der Radfahrer einen Schulterbruch erlitt, ram der andere mit Hautabschürfungen am Bein davon. Aus Köln-Deutz. 0 Straßendurchführung. Eine Verkehrsbehinderung, die schon vielen Passanten und Fuhrwerksleitern berechtigten Aerger verursacht hat, wird nun beseitigt. Das von der Stadtverwaltung vor einiger Zeit angekaufte Haus Tempelftraße 63, welches die Ecke von Rupertus= und Tempelstraße bildete, und sich wie ein Keil in die Straßenflucht Breuersstraße—Arnoldsstraße hineinschob, wird nun abgetragen. In etwa vierzehn Tagen dürften die Arbeiten, einschließlich Straßenregulierung, beendet sein, und ist dann damit ein gerader, durchgehender Straßenzug von der Siegburgerstraße(bzw. nach dem Durchbruch derselben bis zum Rheinufer) durch Breuers= und Arnoldsstraße bis Helenenwallstraße bzw. Deutzer Neustadt geschaffen. Aus Kalk.A — Fahrraddiebstahl. Einem Bäckermeister aus Vingst wurde heute morgen in der Bismarckstraße ein noch gut erhaltenes Fahrrad, Marke Cito, gestohlen. Er hatte es für kurze Zeit vor ein # B e e r d i g u n g. A m M o n t a g n a c h m i t t a g u m 3 U h r f a n d d i e Beerdigung unseres allseitig beliebten Mitbürgers und Veteranen Joseph Blech, der hier nach dem Feldzuge das erste Sattler= und Polstergeschäft gründete, statt. Sein Geschäft hatte er zu hohem Ansehen gebracht. Er war Kriegsteilnehmer von 1870 71, stand damals beim Königshusaren=Regiment Nr. 7, machte die Schlacht bei Gravelotte, die Zernierung von Metz, die Gefechte bei Amiens, an der Hallue, die Schlachten bei Bapaume und St. Quentin und andere mit. Seine Brust schmückte die Kriegsdenkmunze 1870 71 und die Erinnerungs=Medaille. An der Beerdigung nahmen der Deutsche Kriegerverein Kalk nebst Musikkorps, die Schutzengesellschaft von Kalk, die Kölner Sattler=Innung, mehrere ehemalige Regimentskameraden, sowie zahlreiche Bürger teil. Kleine Mitteilungen. O Welt-Kinematograph(Schildergasse 72 bis 74.) Auch in der Zeit vom 7. bis 13. Mai hat die Direktion des Unternehmens ein schönes Programm zusammengestellt, aus dem folgende Bilder erwähnt seien: die dramatische Handlung Pflicht und Liebe, sowie die Naturaufnahmen Um die Welt im Automobil, Englische National=Steeple Chase 1908 in Liverpool, England, und Mittelmeerreise 1908 der kaiserlichen Familie. An sonstigen Bildern enthält das Programm: Musik macht verrückt und Achtung ein Riese! Die Löwenbraut Tilly Bébe und ihre wilden Zöglinge usw. Maschine in Bewegung, sodaß der erste Arbeiter in die Maschine kam. Er erlitt schwere Quetschungen am Unterleib und wurde im Bürgerhospital ausgenommen. Ferner fand Aufnahme ein Mann vom Hafen, dem eine Türe eines Güterwagens auf das Bein geDe Die städtische Rheinbadeanstalt am Kaiser Friedrich=llfer wird am 15. d. M. eröffner. Der Arbeitgeber-Schutzverband fur das deutsche Holzgewerbe(Ortsverband Köln) hält heute abend.30 Uhr im Vortragsaale der Bürgergesellschaft seine Generalversammlung ab. Die Versammlung wird in Gemeinschaft mit der Kölner Tischler=Innung Gesellschafts= und vereinsleben. * Der Verein Fidele Sturmvögel veranstaltete am Sonntag seine Herrentour nach Eitorf und Kelters, verbunden mit einem Distanzmarsch von 15 Kilometer. Den 1. Preis erhielt Johann Berg(1 Std. 25½ Min.); den 2. Preis erhielt Bernhard Lechner (1 Std. 26 Min.); den 3. Preis erhielt Julius Wichelhaus(1 Sto. 28½ Min.); die Klubmeisterschaft errang Joseph Mertens(1 23 Min.) Seite 10. Kölner Lesal-Anzeider Nr. 129# Dienstag, 12. Mai 1903. Neues aus Köln. k Von der Eisenbahn getötet. Der Schaffner Rosenberg der Köln=Bonner=Kreisbahn wurde heute morgen von dem Zuge der Vorgebirgsbahn, der 11,13 Uhr vormittags planmäßig in Köln eintrifft, überfahren und war sofort eine Leiche. Der Zug traf dadurch mit einer halben Stunde Verspätung in Köln ein. Herren der Direktion begaben sich mit dem Zuge 11,30 Uhr zur Unfallstelle. (T Eine Eisenbahn-Ministerial-Kommission, an ihrer Spitze Hr. Ministerialdirektor Stieger, der schon seit Samstag in unserer Stadt weilt, hielt gestern eine Konferenz ab, an der auch der Eisenbahndirektions=Präsident Schmidt teilnahm. Später wurden Besichtigungen vorgenommen. P An Genickstarre ist ein Kind aus der Ritterstraße im Augustahospital gestorben. □ Rodenkirchen, 11.Mai1908. Am nächsten Sonntag feiert der hiesige Katholische Arbeiterverein das Fest der Fahnenweihe. Die Vereine des Köln=Mülheimer Bezirks sind zur Teilnahme eingeladen und werden die Deputationen um 2½ Uhr empfangen und zum Festlokal(Restauration Chr. Sauer, Hauptstraße) geführt, von wo aus sich der Zug zur Kirche begibt. Nach kurzer Andacht findet die Weihe der neuen Fahne statt. Hiernach ziehen die teilnehmenden Vereine zurück zum Festlokal, wo eine Festversammlung stattfindet, zu welcher der Männergesangverein Frohsinn und das Männerquartett ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben. Abends vereinigen sich dann im Saale des Hru. Schiffer die Mitglieder mit ihren Angehörigen zu einem gemütlichen Familienabend. Die neue Fahne ist in Köln in den Schaufenstern der Firma Joh. Baptist Düster, Paramenten= und Fahnenfabrik, für einige Tage ausgestellt. # Dinslaken, 11.Mait908. Zuchtviehmarkt. Aufgetrieben waren insgesamt 1260 Stück Rindvich, 2 Kälber, 4 Fohlen. Die Preise stellten sich wie folgt: A. Kühe: 1. Beschaffenheit M. 540-630, einzelne höher. 2. M. 420-510, 3. 295-390. Tragende Rinder M. 250-480. B. Stiere M. 225—360. Geschäft ziemlich flott. Der nächste Zuchtviehmarkt findet am 25. Mai statt. — K ö l n, 1 2. M a i 1 9 0 8. A m t l i c h e r B e r i c h t d e r s t ä d t i s c h e n Markt verwaltung. Niedrigster und höchster Preis im Kleinhandel. Rindfleisch, von der Keule M. 0,78-.85, vom Bauch.67-.72, Kalbfleisch.78-.90, Hammelfleisch.76-9,95, Schweinefleisch.85-.92 (allos einschliesslich Knochenbeilage), Speck, hies, geräuchert,.80-.84 das Pfund. Hähne, alte,.60-1,95, junge..25-1,65, Hühner, alte. 1,50-.35 junge,.25—1,40, Tauben, alte..40, junge.50-.60 lebend das Stück. Gänse(diesjährige) 7,25-.50, Enten(diesjährige).90-5,00, Hähne, alte, 1,70-2,05, lunge.45-1,90, Hühner, alte,.50-2,65, Tauben, alte .40, junge.50-.70 geschlachtet das Stück. Schleie 1,30, Aale.00 lebend das Pfund. Maitische 0,75-0,85 das Pfund. Bückinge, Brat-, .03-.04, Rohesser 0,97 das Stück, Sprotten, Kieler,.20, Elb..60 das Pfund, Heringe. Salz-, 0,04-.07. Rollmops.07 das Stück, Sardellen fund, Bratheringe.10 das Stück, Stockfisch .40. Kochbutter.15-1,20, Landbutter.25— 50 die 25 Stück. Schweizerkäse .85-0,90, Edamer.80-0,90, er.05, Camembert 0,40-.45 ustral. Ess- 0,60—.70, hies. Ess.40-.50 das Pfund. Apfelsinen, .05-.07 das Stück. Kartoffeln, rote, weisse 0 04-0,05. Malla O. 15-0,20, ital..15Pfund, Kopfsalat, inl..05-.Oö. holl. O,06-0,12, Blumenkohl, -.35, Rotkohl, ausl. 0,12-0,40, Weisskohl, ausl..12.0,35 Spinat 9,05-0,08 das Pfund, Stielcher 0,04-.05 das Gebund, .60, Sardinen.60 das Pfund, .60. Molkereibutter.30-.40, Kochbu .35 das Pfund. Landeier, trische,.75—2 1,00—1,20, Holländer 0,70-.00., Tilsite Limburger.50-.55 das Pfund, Mair Aepfel, ital., Ess-.22-.30, .30, Birnen, ital. E a0.03—0,10, Zitronen .05—.0 das Stück. .30-.35 .05-0,06 chKohlrabi, Erd- 0,04-0,06, Ober-.05 das Stück, Rüben, rote,(Karotten abgeschn. 0,08-.12 das Pfund, Mohrrüben, junge,.35 das Gebund, abge schu. 0,05-.06 das Pfund, Petersilie.20-.25 die Portion, Sellen knollen.15-.40, Rettich, schwarzer, 0,04-0,05 das Stück, Radieschen inl. 0,04-0,05. Sehwarzwurzel, hies. 0,10-.12, das Gebund, ausl..20 Zwiebeln, gewöhnl. 0,04, ägypt..08-.10, Tomaten, ausl..70 das Pl.nd Rhabarber.06-.08 das Gebund, Spargel, Gemüse-.45-.50, Suppen .35-.40 das Pfund, Gurken, engl. O,35-.40, holl. 1 0,25-0,30 das Stüal Fruchtpreise. K Köln, 12.Maii 908. Fruchtmarkt. Heu.20-11,00, Maschinenstro (Roggen) 3,70, Richtstroh(Flegeldrusch).20. Krummstroh.50 die 100 Ki a Neuss, 12.Mai1908. Fruchtmarkt. Weizen, 1. Sorte M. 22.0 2. 21,00. Roggen, 1. Sorte M. 19,90, 2. 18,90, Hafer, 1 Sorte M. 17.00 2. 16,00 die 100 Kil. Kartoffeln M. 3,00-.50, Heu M. 3,70-4,20, In zernerheu M. 4,60 die 50 Kil. Krummstroh M. 17,00. Breitdruschstroh 19.00 die 500 Kil. Kleie M..60 die 50 Kil. Preise unverändert. Wetterbericht der Kölnischen Volkszeitung. Köln, 12.Mai1908. Das Hochdruckgebiet ist nach dem Süden und Südosten Europas zurück gedrängt worden, während eine Depression, die ihren Kern westlich von Schlottland hat, einen Vorstoss bis nach Südfrankreich und Süddeutschland gemacht hat. Ein Teilminimum liegt ausserdem über den Niederlanden. Während der Nacht und diesen Morgen regnete es in einem grossen Tei von West- und Mitteldeutschland, während der Himmel im Osten n stellenweise wolkig ist. Der Wind ist schwach und vorwiegend südlich. Dia Temperaturen sind etwas gestiegen und lagen heute morgen in unseren Gegend über ihrem normalen Werte. Diesen Mittag steigt das Barometen langsam Mutmassllohe Witterung für den 13. Mai: Meist etwas kühler: dabei zunächst bedeckt oder wolkig mit strichweisen Regenfällen. Mannheim, 11 vorm., Caub. 9 vorm., Wasserstand am 12. Mai 1908. 5,70—0,13 m 3,95--0,05 m Köln, 11 vorm., Wesel, 9 vorm., Wasserwärme am 12. Mai, morgens 11 Uhr: 13½0 R. .24--0,06 m .41--0,20 m c 5 D 2r 89/9 3 Nach Gottes heiligem Willen starb heute morgen gegen 9 Uhr unser lieber Bruder, Schwager und Oheim. der Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, meine einzige, unvergeßliche Schwester, unsere liebe Nichte wohlachtbare Jungfrau die 923 8 30 Heute morgen 6 Uhr verschied sanft nach schwerem, mit christlicher Geduld ertragenem Leiden, gestärkt durch die Heilsmittel katholischen Kirche der 95 Pfarrer und Deßinitor in Köln-Voll wohlvorbereitet durch den andächtigen Empfang der heiligen Sterbesakramente, unerwartet schnell infolge einer Herzlähmung im Alter von 73½ Jahren. Um ein srommes Gebet für den Verstorbenen bitten die trauernden Verwandten. Gangelt, Waldenrath, den 10. Mai 1908. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Donnerstag den 14. Mai, morgens 10 Uhr, in der Pfarrkirche zu Köln=Poll. Danach findet das Begräbnis statt. nach längerem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitet durch den andächtigen Empfang der heil. Sakramente der röm.=kath. Kirche, im Alter von ### 23 Jahren, heute morgen 7¾ Uhr zu sich in die Ewig keit abzurufen. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jouy, als einzigste Schwester. den 10. Mai 1908. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 12. Mai, ## n a c h m i t t a g s 3 U h r, v o m S t e r b e h a u s e R u b e n s s t r a ß e 2 2 aus. Die feierlichen Exequien werden gehalten Donner tag den 14. Mai, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche 38 St. Mauritius. 840 D im Alter von 81 Jahren. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Köln, den 10. Mai 1908. Sterbehaus: Augustiner platz 4. Begräbnis: Mittwoch den 13. Mai, nachmittags 3 Uhr. Exequien: An demselben Tage, morgens 9½ Uhr, in St. Maria im Kapitol. Am Mittwoch den 13. Mai 1908. vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokal Marienplatz 24 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Schreibtisch u. a. m. Heidt, Gerichtsvollzieher in Cöln.* Hansaring 76. Zwangs-Versteigerung. Am Mittwoch den 13. Mai 1903, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokal Neußerstraße 315 zu Cöln- Nippes gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Partie Möbel. N. Schweitzer, * Gerichtsvollzieher in Cöln. Balthasarstraße 11. S e E Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute abend 5½ Uhr meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn kasch wohlvorbereitet durch den Empfang der Heilsmittel der römisch=katholischen Kirche, im Alter von 65 Jahren nach langem schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bittet: Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ww. Mattbias Rasch Margareta geb. Jacobs. Köln=Ehrenfeld, den 10. Mai 1908. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch den 13. Mai 1908, nachmittags 3½ Uhr, vom Trauerhause Schützenstraße 41 aus. Die feierlichen Exequien werden gehalten am selben Tage, morgens 9½ Uhr, in der Pfarrkirche St. Joseph zu Köln=Eyrenfeld. Sollte jemand aus Versehen keine Einladung erhalten haben, so bitten wir dieses als solche zu betrachten. 2 8 ch S A 11 Heute abend verschied sanft und gottergeben, vorher häufig gestärkt durch die Heilsmittel der röm.=kathol.Kirche, mein lieber Gatte, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Herz Jesu-Kinderschaft in St. Maria in der Kupferg Die Erequien für das Mitglied die ehrwürd. Schwester Oberin Cäcilia geb. Holsinger, CölnLindenthal, find. statt Donnerst. .14. Mai, ½9 Uhr, wozu die Mitglieder eingeladen werden. as Jahrgedsthin für die verstorbenen Eheleute .## im hohen Alter von 85 Jahren. Um ein Gebet für die Seelenruhe Heimgegangenen bitten des lieben ich Schülge 1 die trauernden Hinterbliebenen. Frechen, den 10. Mai 1908. Die Beerdigung findet Mittwoch den 13. Mai, morgens 9 Uhr, vom Sterbehause aus statt, woran sich die feierlichen Exequien anschließen. geb. Bartman # findet Mittwoch den 13. # Mai, morgens 10 Uhr, in St. Peter statt, wozu höflichst eingeladen wird. Zwangs-9 Am Mittwoch den 13. Mai 1903, vormittags 11 Uhr, soll im Pfandlokale Weidengasse 34 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 großes Oelgemälde(hl. Familie). Fuchs Gerichtsvollzieher in Cöln.* Hildeboldplatz 23. Pfand-Verkauf. Am Mittwoch den 13. Ma1903, vormittags 9 Uhr an fangend, werde ich im Lok### des Leihhauses Jof. Gumperk, Ehrei Geisselstraße 44, die verfallenen Pfänder von Nr. 15000 bis 20000, bestehend in: Kleidern, Leinen, Wollstoffen Uhren, Gold= u. Silbersachen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Etwaige Ueberschüsse können 14 Tage nach dem Verkauf bei der Leihhauskasse, dann noch ein Jahr lang bei der Stadtkasse erhoben werden. vorn, Gerichtsvollzieher, Cöln. Am Mittwoch den 13. Mai 1908, nachmittags 4 Uhr sollen im Versteigerungslokal Jülicherstraße 1 hier gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Partie gebrauchte Möbel und 1 Meyers KonversationsLexikon. Buchholz, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangs-Verseigerung. Am Mittwoch den 13. Mai 1908, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Neußerstraße 315 in Cöln=Nippes gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 2 Schreibtische, 1 Ausziehtisch, 2 Sosas, 1 Vertiko. Lichtenberg. Gerichtsvollzieher in Cöln.* Schillingstraße 39A. Das Jahrgedächt für die verstorbenen Eheleute 3 fafterheft Buchen- u. Eichen-Breunhzelz preiswürdig zu verkaufen. Rhein. Glashütten-.=Ges. Köln=Ehrenfeld, Hüttenstr. 46. Damen= und HerrenW. 9 u. Elisabeth Saiter, geb. Mattion sowie deren Sohn Georg Sauer findet Mittwoch den 13. Mai, morgens 10 Uhr, in der Hohen Domkirche statt, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. irme gut und solide, nur 1,75, 1,95, 2,10,.40 usw. bis 11 K. im Stapelkaufhaus Bürgerstr., Ecke Budengasse. Unseren Mitgliedern geben dem Ableben des Mitgliedes Herrn wir hierdurch von geziemend Kenntnis. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch den 15. Mai, nachmittags 3½ Uhr von Schützenstr. 41 in Ehrenfeld aus. Die Exequien werden an demselben Tage, vormittags 91 Uhr, in St. Joseph dortselbst gehalten. Der Vorstand. Das Jul, für den verstorbenen Herrn Jeau findet statt Mittwoch den 13. Mai, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche von St. Alban, wozu freundlichst eingeladen wird. c für Salon, Wohn= und Schlafzimmer, Flure, Küchen usw. in nur reeller Ware wegen LagerRänmung besond. bill. Größ. Posten feinere Tapeten z. Hälfte des Ladenpreises. Steinstr. 12. Ausverkauf von Tuchresten zu Anzügen, Hosen, Paletots, Kinderanzügen, feine Damentuche für Jacketts und Kleider. Nur gute Qualitäten! Viktoriastraße 29. Nähnl aller Art, event. Kredit MoEB aur, Thieboldsg. 8Sacht. Am Mittwoch den 13. Mai 1903 sollen im Pfandlokale Thieboldsgasse 146 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: a. vormittags 11 Uhr: I. 1 Kronleuchter, Rehgeweihe, 1 Schalttafel, 1 Jagdgewehr (Drilling) usw. II. 1 Schreibmaschine„Edelmann“, 1 Sofa, 2 Sessel, b. nachmittags 4 Uhr: 1 Pianino, Sofas, Vertikos, Betten, Kleiderschränke,1 Bücherschrank, Schreibtisch, Tische, Stühle, Kommoden usw. Walbröl, * Gerichtsvollzieher in Cöln. Ehrenstr. 73. Zwangs-Verseigerung. Am Mittwoch den 13. Mai, Nachmittags 3 Uhr. sollen im Pfandlokale Simarplatz 12 zu Cöln=Ehrenfeld gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Regulatenruhr, 1 Pultaufsatz, 2 Schautasteneinsätze, 2 Ladenregale, 2 Ladentheren, 1 Eisschrank, 1 irischer Ofen, 1 Nähmaschine, 10 Stück Siamosen, 4 Stück Handiuchgebild, 10 Dutzend Biber=Hemden, 4 Dutz. Faltenhemden, 10 Stck. Flauell=Viber, ferner 1HülleMaschine. Thomas, Gerichtsvollzieher in Cöln Am Mittwoch den 13. Mai 1908, vormittags 1010 Uhr, sollen zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Schreibmaschine(Reming= ton), 1 Geldschrank. Käufer sammeln sich um 10.20 Uhr im Pfandlokale Weyerstraße 106 zu Cöln. Kruse. Gerichtsvollzieher in Cöln, Gladbacherstraße 13, 1. Et. Zwangsversteigerung. An Mittwoch den 13. Mai 1903. vormittags 11 Uhr. sollen zu Cöln gegen gleich bare Zaylung= öffentlich meistdietend. versteigert werden:“ 1 Waschkommode mit Spiegel und 1 Büfettschrank. Versammlung der Kaufliebhaber Ecke Schaafen= und Balduinstraße. Bardenheuer, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangs-Versteigerung. Am Mittwoch den 13. Mai 1908. vormittags 10 Uhr, sollen in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 2 große Ladenregale, 1 Nähmaschine, 1 Schreibpult. Käufer sammeln sich um 93.4 Uhr auf dem Barbarossaplatz. Kruse, Gerichtsvollzieher in Cöln, Gladbacherstr. 13, I. 99-Herst Am Mittwoch den 13. Mai 1900, nachmittags 3 Uhr, sollen im Versteigerungslokale Friesenstraße 53 gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Sprechapparat mit drei Platten. Otto, Gerichtsvollzieher . in Cöln. Aheinsche Wast-=Ausal Deutz, Freiheitstraße 93 Betrieb elektrisch. Telephon 6089 Spezial=Einrichtung für HerrenWäsche, Gardinenreinigen, Waschkleider, Blusen usw. hält sich bestens empfohlen. Kerren= u. Haush.=Wäsche aes. 5 Rasenbl., Lufttr., tadell. Ausführ. Abholen u. Zustellen. Fr. Klein, Sternengasse 3. 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Geschmackvolle Auswahl der Bilder Technisch mustergültige Vorführung Isind die Vorzüge, welche dem Union-Theater seine dauernde Beliebtheit bei dem Kölner Publikum gesichert haben. ##. In der Stadt des goldenen Horns. Ein Streifzug durch Konstantinopel. Der Hafen. — Alt-Stambul.— Beim Zahnarzt.— Schneider. — Schuster.— Basare.— Der Markt.— St. Sophienmoschee.— Platz des Hippodrom.— Der Kaiser Wilhelm-Brunnen.— Moschee Sultan Achmed.— Innerer Hof.— Das Minarett mit dem Gebetsausrufer.— Die Brücke von Galata.— Türkisches Militär.— Strasse von Pera.— Feuerwehr.— Strasse der Petit-Champs. 2 Sein Schutzengel. Ein Drama. Nach einer wahren Begebenheit. 3 Eine moderne Jungmühle. Satire. ## Fortunas Reich. Ausstattungs-Feerie. Koloriert. 1 5. Wie Holzpantoffeln entstehen. Bilder aus der Bretagne. 1# Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil meistens mit Geräuch verbunden. Ein lustiger Musikantenstreich. ## Rennen zu Frankfurt a. M. 1908. Eigene Aufnahme des Union-Theaters. * Der zukünftige Baumeister. Humoreske. 1s. Deutsche Reiterfestspiele des Königl. Militär-Reitinstituts in Hannover. Auf vielseitigen Wunsch: #o. Preisringkampf zwischen Eberle und van Dem Meisterschaftsringer von Deutschland und Holland. Jeden Mittwoch: Grosser Kindertag wobei jedes Kind ein Geschenk erhält. Eintrittspreis für Kinder 15 Pfg. Preise der Plätze: I. Platz.90 M II.„.55 M III.„.35 M Kinder und Militär 1. Platz.55 M. II.„.45 M. III.„ 0,25 K Preise der Plätze im obern Theater: Einheitspreiss Kinder 15 Pie. nur an Wochentagen. 6= Allgemeine KinemathographenTheater-Gesellschaft Zentrale Frankfurt a. M. * 15 Filialen in Deutschland. Berlin, Leipziger Str. 1, New York, ColumbusAvenue 594. Restaurant Prinz Heinrich Hansaring 74, Ecke Weidengasse. Grosses angenehmes Lokal in der Nordstadt. Bekannt durch seine ausserordentlich gut geführte bürgerliche Küche. Ausschank von Wicküler Bieren. Helles Export u. Wicküler Pilsener(sehr beliebt) und Münchener Kindl-Bier aus der Ewigen Lampe. Grosse Auswahl in guten, garantiert reinen Weinen. Erdbeerbowle. Ausschank und Depot der Continental-Bodega zu Original-Preisen. Bestens empfohlen. Friedrich Feddeler. Klettenberg-ParkRestaurant. Vorzügl. Kaffeeportionen. Eig. Konditorei Dortmunder Aktien-, FranziskanerLeistbräu-, Fürstenberg-Bier. Heinr. Deux. Opernhaus. Direktion: Max Martersteig. Mittwoch den 13. Mai 1908. 233. Ab.=Vorst. Serie A. (206. Ab.=Vorst. im Opernhaus.) Anfang 7 Uhr. Die Hugenotten. Große Oper mit Ballett in 4 Aufzügen von Giacomo Meyerbeer. Dirigent: Albin Trenkler.— Inszeniert von Alexander'Arnals. Mitwirkende: Die Damen: Vidron, Widhalm, Odenthal, Rohr, Böhmer; die Herren: Wiedemann, vom Scheidt, Vanoni, Liszewsky, Petter, Bauer, Winckelshoff, Becker, Neldel. Vorkommendes Ballett arrangiert von der Ballettmeisterin Fernande Robertine. Zigennertanz, ausgeführt von Fernande Robertine, Sophie Jarosch und dem Ballettpersonal. Einlaß 6½ Uhr. Anfang 7 Uhr. Ende ungefähr 10¾ Uhr. Große Preise. Donnerstag den 14. Mai 1908. 234. Ab.=Vorst. Serie B. (207. Ab.=Vorst. im Opernhaus.) Anfang 7½ Uhr. Salome. Drama in einem Aufzug von Richard Strauß. Große Preise. Schauspielhaus. Direktion: Max Martersteig Mittwoch den 13. Mai 1908. 282. Vorst. 34. volkstüml. Vorst. Cyklus klassischer Dramen III. Anfang 7 Uhr: Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 4 Akten von Calderon de la Barca. Inszeniert von Fritz Odemar. Mitwirkende: Die Damen: Neuhoff, Reimers, Gaebler; die herren: Heber, Thomas, Becker, Dysing, Odemar, Aßmann, Diehl, Doser, Kiesau, Reitz, Nitzgen, Wehwer. Einlaß 615 Uhr, Anfang 7 Uhr, Ende ungefähr 9¼ Uhr Volkstümliche Preise. Zu dieser Vorstellung sind nur noch Galeriebilletts zu haben. Donnerstag den 14. Mai 1908. 283. Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Hasemanns Töchter. Volksstück in 4 Akten von Adolph’Arronge. Mittelpreise. Festspiele Cöln 1908 Die vorausbestellten 1 Galeriebilletts liegen Mittwoch den 13., Donnerstag den 14. und Preitag den 15. d. M. nachmittags—6 Uhr an der Abendkasse des Opernhauses (Vestibül, Haupteingang) zur Abnahme gegen Zahlung des Betrages bereit. Ein Verkauf findet daselbst nicht statt. Verkauf ausschliesslich ab 4. Juni an der Kasse des Opernhauses. Den verehrl. Mitgliedern des Festspiel-Vereins werden die bestellten Billetts wie in früheren Jahren zugeschickt. 4 Bad Liebenzell Unteres Bad Württemberg. Schwarzwald. mit Unteles Dau bependance u. Hie Herrliche, windgeschützte Lage in unmittelbarer Nähe d. Waldes. Zu Frühjahrskuren ganz besond. geeig. b. ermaß. Preisen. Illustr. Prospekte d. d. Bes.“ Oscar Koch Wwe. Metropol-Theater. straße 13. Direktion M. Bruck. Telephon ente, Dienstag, den 12. Mai, abends 8 uh 3. Male! Zum 42. Der sidele Bauer. A PODIATDIP MDIaG Ernst Ehl von Werthstr. 16B—18. Fernsprecher 6429. Glas, Porzeilan, Steingut. Waschservice, Tatel- u. Kaffeeservice. 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Zt. in Konkurs), eingetragene Grundstück: Flur 10, Nr. 377/184, Große Spitzengasse 23, Hofraum, Wohnhaus mit Hofraum, groß 56 Quadratmeter, Nutzungswert 825 Mark, am 22. Mai 1908, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Appellhosplatz Zimmer Nr. 4, versteigert werden.... Amntaaericht Eöln, Abt. 39. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Nippes, Band 51, Blatt 2035, auf den Namen der Witwe Kaufmann Karl Joseph Schleuter, Margareta geb. Engels zu Kalk, eingetragene Grundstück: Flur 88, Nr. 5056/186, Einheitstraße 16, Hofraum usw., Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, groß 2,96 Ar, 1600 Mark Nutzungswert, am 22. Mai 1908, vormittags 9¾ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle — Appellhofplatz— Zimmer Nr. 4, ersteiger, werve, Aänigl. Amtsgericht Cöln, Abr. 39. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Cöln, Band 389, Blatt 15553, auf den Namen des Eduard Schwalge, Architekt in Cöln, eingetragene uue v. 32, Parzelle 1169/71, Alteburgerstraße 28, Hofraum, Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, 2 Ar 33 Quadratmeter groß, 2850 Mark Gebäudesteuernutzungswert, am 22. Mai 1903, vormittags 9¾ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Appellhofplatz, Zimmer Nr. 4, es“ Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 39. Verdingung. Für den Neubau der Volksschulen an der Turmstraße und der Kretzerstraße in Nippes sind die Putzarbeiten(äußerer und innerer Putz) in 2 Losen zu vergeben. Nähere Auskunft wird während der Geschäftsstunden auf den betreffenden Baubureaus und auf dem Hochbauamt, Zimmer 13, erteilt. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch den 20. Mai d. Is., morgens 11 Uhr, an das Hochbauamt, Krebsgasse, Zimmer 13, einzureichen. Cöln, den 7. Mai 1908. Hochbauamt. 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