15 Pfe, die einspaltige Zeile (erste u. letzte Seite 18 Pfg.). Kölner Stellen= und Arbeits=Gesuche sowie MietAnzeigen für kleine Wohnungen bis zu 10 Zeilen bei Vorausbezahlung 10 Pig. die Zeile. Auswärtige Anzeigen 20 Pig.(erste und letzte Seite 25 Pfg.). Reklamen 50 Pig. für hiesige, 60 Pfg. für auswärtige. OffertenAnnahme 25 Pig. K #ird täglich in Köln und in sämtlichen Dororten in alle Unterhäuser ohne Ausnahme unentgeltlich getragen. Für Stockwerke und Hinterhäuser werden mit Sonntags-Zeilage monatlich 30 Ofg. erhoben. Postpreis: 42 Ofg.(1 Mon.), 83 Ofg.(2 Mon.), M..25(3 Mon.). Kölner Geschäftsstelle und Anzeigen-Annahme: Marzellenstrasse 3. Local-Anzeiger H General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt und Fremdenblatt. Nr. 241: 21. Jahrgang. Geschäftsstelle: Fernspr. 420. Köhn, Dienstag, 3. September 1907. Redakt.: 5231, 5232, 5233,5234. Weingrosshandlung Joseph Eck ert Johnen Nacht. Altbekanntes Weinhaus Lieferant vieler Hospitäler. für Krankenweine und Weine zur Stärkung. Man verlange Preisliste. Hauptgeschäft: Gereonsdriesch 12. Telephon 3249. Filialen: Dominikaner 7, an der Hauptpost. Severinstrasse 202, Ecke Löwengasse Eigelstein 22. Sassenhof 15, Hauptmarkthalle. Ehrenstrasse 57. Rohertz, Geschwister. Gottwald, Jos., Meyer, Fr. M. Walgenbach, Jakob, Holtmann, Wilh., Bastian, Anton, Pütz, Peter Heimerzheim, Joh. Lücker, Heinr., Niegand, Albert, Linden, Peter Neber, Heinr., Müller, Jos., Winand, Jos., Ehrenberg.., lülich, Adolf, Moritz, Heinrich, Michiels. B. H. Gasten, Paul, Horst, Theodor, Künster, Leopold, Doll, Wilh. Naldorf, Witwe, Milles, Johann, Heckmanns, Carl, Röseler, Conrad, Behr, Joseph, Brosten, Richard, Mogk, A. rens, Johann, Crott, Johann, kirstein, Emil, Ballraff, Gottfried, Rossmüller,., Conen, Jos., iederlagen: Heumarkt 38 Altermarkt 18 Gertrudenstrasse 2 Duffesbach 15 Niederichstrasse 13 Krefelderstrasse 1 Maybachstrasse 144 Neusserstrasse 16 Neusserstrasse 2 Aachenerstrasse 8 Aachenerstrasse 74 Weyerstrasse 122 Paulstrasse 39 Flandrischestrasse 7 Königsplatz 29 Erftstrasse 5 Erftstrasse 58 Gereonshof 45 Moltkestrasse 99 Moltkestrasse 43 Severinstrasse 19 Severinstrasse 102 Gladbacherstrasse 11 Zülpicherstrasse 20 Volksgartenstrasse 8 Lützowstrasse 17 Loreleystrasse 28 Fleischmengergasse, 2 Thürmchenswall 6 Perlengraben 35 Kolumbastrasse 4 Venloerstrasse 37 Bobstrasse 16 Brüsselerstrasse 12 Venloerstrasse 25 Telephon 6146 „ 4571 „ 684 „ 9729 „ 4957 2886 4529 3854 8007 6022 7876 3842 Körber, Peter, Rondorf, Anton, Niegand, Fritz, Wingen, Peter, Schröder, Fritz, Thevissen, Jörrissen, Joseph, Gaul, Wilhelm, Erkelenz, Fr. H. Pinkle, Friedrich, Zumbasch, Fr., Teschner, Fr., Mertzenich,., Weingarten, Huh., Brölsch, Witwe, Giersberg, M. Ziegler,., Kraus, Gebr, Hungenbach, Otto, Paqual, A. Todemann, Fr., Koppmann, Alols, Meis, Fritz, Detmer, Anton, Buchner, Edm., Heimann. Wilh., Kolken, Joh., Lemmer, Frz., Bornheim-Pesch Nachf. Zier, Bernhard, Hover, Wilh., Eckhoff, Otto. Heler, Peter. Riffert, Heinr., Friesenstrasse 82 Breitestrasse 141 Chlodwigsplatz 4 Hohenzollernring 8 Pantaleonswall 8 Probsteigasse 6 Pfälzerstrasse 30 Dreikönigenstr. 24A Dasselstrasse 20 Ewaldisstrasse 17 Sudermannsplatz 12 Ursulaplatz 2 Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, Bayenthal, Sülz, Klettenberg, Kalk, winger Mülheim, Brüßi, Eisdorf bei Düren Wahnerheide bei Wahn Pol!, Weiden b. Lövenich Telephon 7323 „ 1943 „ 6933 " 1227 8761 9689 Dürenerstrasse 177 Dürenerstrasse 232 Wittgensteinstr. 13 Ottostrasse 9 Schirmerstrasse 48 Geisselstrasse 6 Neusserstrasse 236 Kuenstrasse 29 Cranachstr., Ecke Auguststr. Goltsteinstrasse 33 Weyertal 24 Luxemburgerstr. 271 Thumbstrasse 4 Hauptstrasse 117 Kirchstrasse Frankfurterstr. 102 Wallstrasse 46 Markt 26 Hauptstrasse 20 3102 3585 3397 2857 9460 5158 5106 598 313 76 Verkauf zu Originalpreisen. R R 4P Be chhe ssche „Jägerhof Kaisen bei Nin..ce Postagentur) ein. vom mn Vorgevirgsbahn, aften Vereinen, Gesell„nders f. frische Waffeln. barten, Saal, Veranda. ee esh hceh Reisekoffer Handtaschen billigst A Reisdorff Sternengasse 34, „Ecke der Hosengasse. Silberne Hochzeit. Geschenke: Körbchen, Jardinièren, Kränze. Hochf. Silberkranz mit Inschrift, Ia. Rahmen und Hohlglas von 12 M an. Julius Gliesche Söhne. Schildergasse 105. SS Für Wohnungs-Anzeigen SS ist der Kölner Tocal-Anzeiger das#1 SSSS geeignetste Organ. SSSO Seite 2. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 241* Dienstag, 5. September Erstes Blatt, Aus dem sozialen Leben. X Der Zentralverband christlicher Bauhandwerker und Bauhülfsarbeiter, so wird uns geschrieben, hat in Aachen einen 17wöchigen, ziemlich erfolgreichen Kampf geführt, dabei annähernd 80000 M. an Unterstützungen gezahlt, während die sozialdemokratischen Bauarbeiterverbände in Berlin und Erfurt Niederlagen erlitten haben. Das ist für die„Genossen" fatal; daher suchen sie in der sozialdemokratischen Presse den christlichen Verband folgendermaßen zu verdächtigen: In Eupen hätte sich der christliche Verband um nichts bekümmert, trotzdem der Lohn 20 bis 35 Pfg. betragen hätte. Nachdem einige„Freien" dorthingekommen wären, hätten sie den Lohn auf 49 bis 59 und 60 Pfg. gebracht, in Stolberg auf 55 und 65 Pfg.„Dagegen hätte der christliche Verband in Aachen 43 und 47 Pfg. Höchstlohn festgelegt. Der freie" Verband habe zwar auch die Lohnklassen beibehalten, aber nicht so wohlfeil wie der christliche Verband. Dem Nachener Tarife hätte der„freie" Verband deshalb nicht zugestimmt, weil er nicht genügend biete. Während des Kampfes hätten die„Freien“ die „christlichen Streikbrecher“ aus der Arbeit holen müssen. Mit Hinterlist und Tücke habe der christliche Verband gearbeitet. Bei Auszahlung des Sammelgeldes habe es Krach und Keilerei gegeben. Für die Sammelgelder habe der christliche Verband den Streikenden Extramarken geklebt. Viele hätten ihre Bücher zerrissen und eine beträchtliche Anzahl sei zu den„freien" Verbänden überaetreten. Ueberhaupt stagnierten die christlichen Gewerkschaften im Aachener Bezirk und würden bald zertrümmert werden So viele Worte, so viele Unwahrheiten! Zur Beleuchtung der sozialdemokratischen Behauptungen diene folgendes: In Eupen hat die christliche Organisation schon im Jahre 1904 einen Streik geführt, und es wurden 40 Pfg. für Maurer und 30 Pfg. für Hülfsarbeiter erreicht. Voriges Jahr schloß der christliche Verband mit den Eupener Unternehmern einen Tarif ab, der für Maurer zunächst 45 Pfg., für dieses Jahr 47 Pfg., für 1908 49 Pfg. festlegte. An diesem Tarif ist der sozialdemokratische Verband nicht beteiligt. Derselbe hat in Eupen auch gar keine Verwaltungsstelle. Nur eine auswärtige Firma, welche den Bau einer Kammgarnspinnerei ausführt, hat einigen ihrer Maurer, die sie mitbrachte und die„frei organisiert sind, den Lohn gezahlt, den dieselben bei der Firma schon längst erhielten. Da die Firma keine Leute bekommen kann, bezahlt sie einige Pfennige mehr als üblich. Daran ist der sozialdemokratische Verband aber ganz unschuldig. Aehnlich verhält es sich in Stolberg. Die angeführten Löhne werden dort für Spezialarbeiten gezahlt. Dafür aber gibt es in Aachen ebenfalls 50 Proz. Zuschlag. Stolberg hat eine flottgehende Montanindustrie, und daher haben die Löhne dort stets weit höher gestanden, als in Aachen. Auch an dieser Tatsache ist der sozialdemokratische Verband ganz unschuldig.„„„ Die Verbandsleitung des christlichen Verbandes hat eine Gegenüberstellung der Aachener Löhne vom Jahre 1905 und der bis zum Jahre 1909 im Tarif festgelegten Löhne gemacht. Danach betrug im Jahre 1905 der allgemeine Mindestlohn für Maurer bei elfstündiger Arbeitszeit 3., der Durchschnittslohn 3,30 bis 3,40 Mark. Das war ein Mindeststundenlohn von 27 Pfg. Dieser Mindestlohn ist durch den Tarifabschluß für dieses Jahr auf 43 Pfg., 1908 auf 45 Pfg. und 1909 auf 47 Pfg. festgelegt. Also innerhalb vier bis fünf Jahren eine Lohnsteigerung von 20 Pfg. pro Stunde. Dies gilt von dem Mindestlohn. Jedoch ist der allgemeine Lohn auf 47, 49 und 51 Pfg. festgelegt. Dieselbe Steigerung erfuhren auch die Löhne der Grund= und Bauhülfsarbeiter. Dem Tarif hatte der sozialdemokratische Verband deshalb nicht zugestimmt, weil derselbe wegen seiner verschwindend kleinen Mitgliederzahl zu den Verhandlungen nicht zugezogen war. Der christliche Verband hatte über 1160 Streikende im Verzeichnis, die „freien" Verbände kaum 100. Erst nachdem die„Freien" energisch zur Rede gestellt worden waren, konnte man von ihrer Mitwirkung etwas merten. Es ist üblich, daß sich die beteiligten Verbände nach dem Verhältnis ihrer Mitgliederzahl in die Kosten für Fern haltung von Zuzug teilen. In Aachen mußte der christliche band sogar noch Mitglieder des sozialdemokratischen Verbandes auf seine Kosten„abschieben". Damit vergleiche man nun die Großtuerei des sozialdemokratischen Verbandes, als habe er„christliche Streikbrecher“ aus der Arbeit herausholen müssen! Der christliche Verband hat in Aachen nicht„mit Hinterlist und Tücke“ gearbeitet, sondern in voller Oeffentlichkeit und ehrlich gehandelt, auch den Genossen gegenüber. Unwahr ist auch die Behauptung, der christliche Verband habe den Streikenden für das Sammelgeld„Extrabeiträge" abgehalten und es seien Mitglieder aus dem christlichen Verbande ausgetreten. Das Gegenteil ist wahr. Täglich melden sich Freiorganisierte, geben ihr Buch ab und treten dem christlichen Verbande bei. Daß von einem Stillstand des christlichen Verbandes nicht die Rede sein kann, geht daraus hervor, daß der christliche Verband innerhalb drei Jahren im Aachener Bezirk über 2300 Mitglieder gewonnen hat. Der sozialdemokratische Verband dagegen hat es innerhalb zwölf Jahren im ganzen Aachener Bezirk noch nicht auf 150 Mitglieder gebracht. * Wiesdorf,.Sept.1907. Der Versuch, hierselbst einen„nationalen Arbeiterverein“(gelbe Gewerkschaft) zu gründen, dürfte als gescheitert angesehen werden. Vor 14 Tagen erschien in einem hiesigen„parteilosen" Blatt ein Aufruf zur Gründung eines solchen, die am Samstag den 31. August erfolgen sollte. Für den Tag war eine Versammlung aller„national“ gesinnten Arbeiter einberufen. Hierzu hatten sich etwa 50 Personen eingefunden, die in der Mehrheit„Genossen" waren, die übrigen waren christlich organisierte Arbeiter. Unter diesen Umständen zog der Einberufer es vor, die Versammlung sofort bei der Eröffnung selbst wieder „aufzulösen". Der Aufforderung, die„national“ gesinnten Arbeiter möchten sich in einem Nebenraum einfinden, kam nicht ein einziger nach. Aus Anlaß dieser„Aktion", die nach Ansicht der Arbeiter von den Farbwerken protegiert wird, hatten die christlichen Gewerkschaften Wiesdorfs für Sonntag den 1. September eine christliche Arbeiterversammlung einberufen. Dieselbe war so stark besucht, daß viele sich mit einem Stehplatz begnügen mußten. Gewerkschaftssekretär Schmitz hielt einen Vortrag über die Frage: „Was hat die deutsche Arbeiterschaft von den enationalen Arbeitervereinens, den sogenannten egelben Gewerkschaftens zu erwarten." Redner kennzeichnete zunächst Wesen, Zweck und Ziele der gewerkschaftlichen Organisationen. Unter den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen seien solche notwendig zur Wahrung und Vertretung der Arbeiterinteressen. Durch ihre Tätigkeit zur wirtschaftlichen und kulturellen Hebung des Arbeiterstandes wirkten sie im wahren Sinne des Wortes staatserhaltend, also„national“. Die Wohlfahrt des Staates sei wesentlich bedingt durch das Wohlergehen der breiten Volksmassen. Daher sei der Kampf seitens der Unternehmer gegen die Arbeiterbewegung so sehr zu bedauern. Aber bisher seien alle, selbst die schärfsten Kampfmittel, wie Maßregelungen, Aussperrungen, Arbeitsnachweise usw. an dem gesunden Sinn der Arbeiter wirtungslos abgeprallt. Die deutsche Gewerkschaftsbewegung marschiere heute an der Spitze aller Länder. Auch das neueste Kampfmittel, die Gründung von gelben Gewerkschaften, werde sich als ein Kampf erweisen. Die erste Gründung der„Gelben sei vor zwei Jahren in Augsburg erfolgt. Ihre Hauptagitatoren seien der Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie und einige Scharfmacherverbände. Hauptzweck derselben sei, die Arbeiterschaft von der Vertretung ihrer berechtigten Forderungen abzuhalten und den Unternehmern#.#2 W# zu halten. Die ehrlich und rechtlich denkende Arbeiterschaft lasse sich für solche Zwecke nicht einfangen, was die energische Abwehr der christlich=nationalen Arbeiterschaft, sowohl der katholischen, wie der evangelischen, bewiesen habe. Auch von der Wiesdorfer Arbeiterschaft erwarte man, daß sie den Machern die gebührende Antwort erteilen werde. Für jeden Arbeiter, der sich in wirklich christlichnationalem Sinne betätigen wolle, sei es Pflicht, Gewerkschaften beizutreten. Nach einer lebhaften Diskussion, an welcher sich eine Reihe christlicher Gewerkschaftler, sowie ein„Genosse" beteiligten, wurde die imposante Versammlung mit einem Hoch auf die christlich=nationale Arbeiterbewegung geschlossen. Der Verlauf der beiden Versammlungen, einerseits der völlig ergebnislose am Samstagabend, anderseits der glänzende dieser christlichen Arbeiterversammlung, dürfte, wie der Vorsitzende derselben, Gewerkschaftssetretär Dedenbach zum Schluß hervorhob, den Machern des nationalen“, Arbeitervereins die Augen darüber geöffnet haben, daß ihr Versuch kläglich ins Wasser gefallen ist. S Theater in Köln. * Im Opernhaus begannen die Vorstellungen mit Weingartners Genesius, der letzten Novität der verwichenen Spielzeit. Die abfällige Behandlung, die das Werk bei seiner Erstaufführung durch die Berliner Presse erfuhr, hatte dem Komponisten das Theater so gründlich verleidet, daß er nichts mehr davon wissen wollte. Vielleicht war es die überaus günstige Aufnahme, welche die Oper in Köln fand, die ihn umstimmte, so daß er jetzt den verlockenden Sirenentönen, die ihn von der Donau umschmeicheln, folgen und sich als Nachfolger Gust. Mahlers die Dornenkrone eines Herrschers der K. K. Hofoper aufs Haupt setzen will. Da die Vertreter der Hauptpartien geblieben sind, so bedurfte für die jetzige Vorstellung von Genesius nur die Partie des Cyprianus, die ein Gast, Hr. Hunold, gesungen hatte, einer Neubesetzung, für die sich in Hrn. Liszewsky der rechte Mann fand. Obgleich sie dem beliebten Sänger im ganzen gut liegt, detonierte er öfter recht erheblich. Der Herold, den er bisher gesungen, war seinem jungen Kollegen Rudolf Gerhart übertragen worden. Der Wechsel in einigen kleineren Partien, der durch den Abgang der Herren Gerboth, v. Bongart und Köhler nicht zu vermeiden war, wurde durch die Herren Neldel, Winkelshoff, Flaschner, Wiedemann glatt vollzogen. Schwerer fällt es ins Gewicht, daß Leipzig uns den Oberregisseur v. Wymétal entführte, der gerade in der prachtvollen Inszenierung des Genesius gezeigt hatte, was man in ihm verliert. An seiner Stelle führt nun Herr Alexander 'Arnals das Regiment, der, soviel man bemerken konnte, an den Anordnungen seines Vorgängers nichts wesentliches geändert hatte. Regisseur und Kapellmeister sind heute von fast größerer Bedeutung für das Kunstwerk, als die Sängerleute. Der verläßlichste und nie versagende Faktor in der Oper ist das Orchester, von dem man sich stets etwas Künstlerisches versprechen darf. Diesmal ließen indes die tieferen Mittelstimmen in der Einleitung es an klarer Phrasierung mangeln, und die Trompeten dürften, wenn sie in die höchsten Lagen geraten, doch nicht ganz auf Wohlklang verzichten. Fritz Remond(Genesius) war glänzend disponiert. Alice Guszalewicz schien, was nur zu natürlich ist, den Gram über den Verlust ihres Gatten noch nicht verwunden zu haben. Jul. vom Scheidt und Herma Dalossi(sp. Daloschi) bewährten sich jetzt ebenso gut wie bei den früheren Aufführungen. Der Chor erwies sich als zuverlässig, aber die Frauenstimmen klangen öfters zu grell. Am Dirigentenpulte stand Kapellmeister Lohse, und demnach war das Gelingen gesichert. Das Haus war auf den besseren Plätzen nur mäßig besetzt. Der Beifall setzte schon früh ein und hielt bis zum Schlusse an. Prof. Herm. Kipper. a Das Schausvielhaus, das eine neue Heizanlage für die Bühne, Garderoben usw. erhalten hat, wurde mit dem Sudermannschen Drama Es lebe das Leben wiedereröffnet, das man noch zum Schluß der vorigen Saison gesehen hat. Es ist erfreulich, daß die treffliche Besetzung in der neuen Spielzeit durchweg dieselbe geblieben ist; nur Hr. Dysing, der sich ja schon in verschiedenen Rollen vorgestellt hatte, war als Prinz Usingen an die Stelle des Hrn. Weinmann getreten. Diese Durchlaucht ist ein Gemisch von Blasiertheit, Satire und Geist, der mit seiner eigenen Analyse eines degenerierten Trottels in seltsamem Widerspruch steht. Hr. Dysing wußte diese Eigenschaften nach Möglichkeit in die Erscheinung treten zu lassen. Ueber die Damen Frey, Hensgen und Teller=Habelmann, sowie die Herrn Borcherdt, Becker, Kiesau und die weiteren etwas zu sagen, erübrigt sich. Besonders anerkennend verdient bei diesem guten Ensemble hervorgehoben zu werden, daß fast jedes Wort wirklich„zu Gehör kam". Sollte die Akustik des Hauses sich verbessert haben? Ich glaube vielmehr, daß die erfreuliche Tatsache auf die Frische zurückzuführen ist, die alle Mitwirkenden aus den Ferien mitgebracht haben. Möge sie recht lange vorhalten! 8 Das Metropoltheater hat am Sonntag die Saison mit der Operette Ein Walzertraum eröffnet. Dem von Felix Dörmann und Leopold Jacobson(mit freier Benutzung einer Novelle aus Hans Müllers Buch der Abenteuer) verfaßten Text liegt das in neuer Zeit mehrfach für die Bühne verwertete Motiv vom„Prinzgemahl“" zugrunde, das hier in einer teilweise recht undelikaten Weise abgewandelt wird. Besonders der erste Akt könnte in dieser Hinsicht eine gründliche Säuberung vertragen. Ein flotter Wiener Leutnant ist sozusagen ohne sein Zutun zum Gemahl der Erbin eines kleinen Thrones erhoben worden, was ihm anfangs so wenig behagt, daß er alsbald nach der Hochzeit seinen eigenen Weg geht. Dieser führt ihn in einen Konzertgarten, wo er sich mit einer feschen Wienerin, der Dirigentin einer Damenkapelle, amüsiert; selbstverständlich wird er aber bei seinem„Walzertraum“ von der höchsten Hofgesellschaft überrascht und wieder mit nach Hause genommen. Daß sich dann im letzten Akt das prinzliche Ehepaar gerührt in die Arme sinken würde, war mit ziemlicher Sicherheit vorauszusehen, wenn es auch etwas plötzlich und unmotiviert kommt. Indes stellt ja ein Publikum, dem solche leichte Ware zusagt, in dieser Beziehung keine großen Anforderungen. Die Musik von Oskar Straus weist einige hübsche Walzermelodien auf, ohne sich aber im übrigen durch viel Originalität auszuzeichnen. Gespielt wurde im allgemeinen gut; die fesche Wienerin gab Irma Jarkowsky mit viel Temperament, der Prinzgemahl und die Prinzessin fanden in Arthur Hoffmann und Julia Wolska passende Vertreter; ein paar köstliche Figuren machten Franz Felix und Leopold Popper aus dem fürstlichen Schwiegervater und dessen Vetter, eine Art Doppelausgabe von Serenissimus, die den Hauptrückhalt der sonst recht dürftigen Handlung bilden. Besonders zu erwähnen ist noch Amelie Stöger, die als Oberhofmeisterin ebenfalls eine gute Leistung bot. Die Aufführung fand vor ausverkauftem Hause statt und wurde von dem Stammpublikum des Metropoltheaters lebhaft beklatscht; auch an Blumen= und Kranzspenden fehlte es nicht. Locales. m Hereingefallen werden viele Leute auf eine Schwinde annonce sein, die etwa vor zehn Tagen in hiesigen Blättern erschie und folgenden Inhalt hatte:„5000 Uhren gratis! Behufs Reklamfür unsere Uhren und Verbreitung unseres reichillustrierten Kat logs kann jeder Leser dieses Blattes eine hochfeine Remontoir=Anker Uhr für Herren oder Damen gratis erhalten. Senden Sie dresse unter Beifügung von 40 Pfg. in Briefmarken für Portund Spesen an Leop. Feith, Wien./1.“ Wer auf den Leim ging die 40 Pfg. einsandte und um Zusendung einer Uhr nebst Katalog ersuchte, erhielt zwar den Katalog, auch zwei andere Zettel m Annoncen und sonstigen Reklamen, worin Kosmetische Mitte Voltakreuz usw. eines Exporthauses Delta aus der Schweiz ange priesen werden, aber die Uhr blieb aus. Dafür lag den Druck sachen folgendes Schreiben bei: Antwortlich Ihrer werten Zuschrif senden wir Ihnen beifolgend unseren Katalog. Wir sind berei Ihnen eine hochfeine Remontoir=Anker=Uhr für Herren oder Tam mit drei Jahren Garantie für guten Gang, im Werte von 10 9 gratis, franko und zollfrei zu senden, sobald Sie uns eine Bet lung auf Waren laut diesem Katalog im Betrage von mindest 25 M. machen. Die Uhr erhalten Sie auch in dem Falle, jemand aus Ihrem Bekanntenkreise unter Bezug auf Ihre fehlung die Bestellung macht, falls Sie uns vor Empfang der### stellung davon in Kenntnis setzen. Die Preise der Waren sind nich erhöht. Hochachtungsvoll Leopold Feith." Die Hereingefallen haben also für(inkl. Porto) aufgewandte 50 Pfg. einige Reklame zettel, die für sie nicht einen Pfennig Wert besitzen, erhalten. w Gelandete Leiche. Gestern nachmittag 6 Uhr wurde an de Deutzer Seite in der Nähe des Schwimmbades die Leiche eines den Arbeiterstande angehörenden Mannes im Alter von 25 Jahre ande. Standesamt der Stadt Koln. 2. Sept. 1907. 5 Geburten. Magdal., T. v. Wilh. Hartmann, Schriftsetzer, Gereonz mühleng. 22.- Heribert, S. v. Wilh. Lenders, Gutsbesitzer, Niederichst 36.- Heinr., S. v. Joh. Gröner, Schreiner, Glockenring 13.- Joseph S. v. Jakob Schallenberg, Feuerwehrm., Balthasarstr. 25.— Friedric S. v. Wilh. Groß, Photogr., Machabäerstr. 17.„ Eduard, S. v. Jol Schmidt, Maschinenmstr., Kasparstraße 39.- Elisabeth, T. v. Bernhar Dietrich, Kaufm., Flandrischestr. 10.- Peter, S. v. Peter Koch, Tagel Biberstr..— Joseph, S. v. Michael Cotzmann, Kommis, Bonnerstr. - Gustav, S. v. Karl Zeh, Musiker, Marsilstein 20.- Johann,.v Joh. Dewald, Kaufm., Georgstr. 1.- Ludwig, S. v. Adam Stahl, Lei tungsaufseher, Altermarkt 56.- Joseph, S. v. Heinr. Kuhn, Schuhmacher meister, Gabelsbergerstr. 25.„ Franziska, T. v. Wilh. Becker, Tagel Landmannstr. 46.- Friedrich, S. v. Eduard Schwalge, Architekt, Aue burgerstr. 30.- Paul, S. v. Friedr. Remy, Schiffsbauer, Karthäuserwal 25.— Gertruda, T. v. Jakob Hartel. Tagel., Annostr. 102.- Philipp..v Franz Bader, Handlungsgeh., Rosenstr. 31.- Horst, S. v. Theod. Dievitsch Ingen., Karolingerr. 28.- Theodor, S. v. Mart. Bialas, Tischler, Bon nerstr. 46.-Wilh., S. v. Wilh. Kronenberg, Fabrikarb., Raderbergerstr. 178 Wilhelm,., v. Herm. Sievers, Schlosser, Waisenhausg. 13.- Wilhelm,s v. Heinr. Schnichels, Tagel., Mauritiusw. 26.- Antonie, T. v. Heinrich Gierlich, Anstr., Boissereestr. 20.„ Elisabeth, T. v. Jos. Kau, Boissereestr. 15.- Heinrich, S. v. Jos. Klein, Kaufm., Lützowstr. Jos., S. v. Martin Ortmann, Spezereihdl., Engelbertstr. 45.- Maria T. v. Kasp. Schiefer, Schreiner, Follerstr. 21.- Jos., S. v. Heinr. Kieser Tagel., Weyerstr. 57.- Susanna, T. v. Jos. Müller, Schuhmach., mengerg. 10.- Jos., S. v. Jos. Schieren, Tagel., Spulmannsg. 68—70. Heinr., S. v. Heinr. Düren, Tagel., Alexianerstr. 18.- Jos., S. v. Jo Gehrmann, Bäckermstr., Kl. Griechenm. 81.— Richmunda, T. v. Juliu Arnold, Polst., Thieboldsg. 61.— Georg, T. v. Maxim. Weyers, Mag gehülfe, Straßburgerg..- Jakob, S. v. Jakob Mais, Maurer, Gro Griechenmarkt 84. 5 Sterbefälle. Elisab. Hardegen, 2., Hamburgerstr. 10. Dwight, geb. Richardson, 45., Chicago, Nord=Amerika.= Peters, geb. Tönnies, Wwe., 67., Gladbacherstr. 44.- Magdalen Burghart, geb. Oster, Wwe., 85., Moselstr. 52.- Kath. Brauburgen geb. Rodenkirchen, Wwe., 69., Palmstr. 45.- Sophie St. Apernstr. 43.- Minna Sell, unverh., 80., Rothgerberbach I7a Therese Finten, unverh., 18., Luxemburgerwall 18.- Christin Schlemmer, 8., Klapperg. 1.- Georg Fink, 4., Kämmerg. 15. Friederika Baum, 11., Spulmannsg. 53.- Johanna Mkuchhofel 1., Vondelstr..- Franz Deutsch, 7., Rothehausstr. 21.„ Emn Nicola, 16., Achterstr. 33.- Helene Busar, unverh., 59., Silvanst 12.- Herm. Wundram, 2., Im Ferkulum 28. 9 Heiraten. Felix Pawella, Sattler, v. Praust, u. Johanna Breuet v. hier.- Johann Mehren, Anstreicherges., v. hier, u. Margar. Breuet v. Rankenhohn.- Paul Sonntag, Modellschreiner, v. Hohenleina, Helena Felix, v. Rheinbach.— Martin Althoff, Geschäftskutscher, Margar. Esser, beide v. hier.- Philipp Angs, Bauarbeiter, u. Adelhe Delcour, beide v. hier.- Dr. jur. Heinrich Kruse. Gerichtsassessor, Hedwig Berentzen, beide v. Haselünne.- Wilhelm Kanehl, Webe v. Oberembt, u. Maria Reinsbach, v. Serrig.- Josef Völker, Schlosser geselle, u. Gertrud Schumacher, beide v. hier.- Anton Kohler, Schirn macher, v. hier, u. Margar. Schulz, v. Köln=Deutz.= Heinrich komm, Friseur, u. Josephine Wilbertz, beide Krefelderstr. 37. # Heirats=Ankündigungen. Paul Godesberg, Straßenbahnwagen u. Maria Tabert, beide Krefelderstr. 87. Heinr. Frank, Buchdrucke Altengrabeng. 5, u. Gertr. Kaul, Maybachstr. 44.- Deter Neven, Do schaffner, Ursulastr. 14, u. Helene Schwarz, Christophstr. 27. van Caneghem, Fabrikant, zu Blankenberghe in Belgien, u. Eugen Tullens, Gereonsh. 36.„ Friedrich Heuser, Möbelhdlr., u. Kliuckhardt, beide Maximinenstr. 64.- Phil. Birkhäuser, Zeit.=Exped. Gehülfe, Perlengr. 51, u. Maria Kretz, Katharinengr.—11.- Johan, Ewen, Wwr., Tagel., Kl. Spitzeng. 1A, u. Sib. Schmitz, ged. Veldel Wwe., Euleng. 11.= Ernst Lehmann, Steingutdr., u. Theresia Schafer geb. Gensmüller, Wwe., beide Thieboldsg.—8,- Adam Zander. Eisen dreher, zu Gustorf, u. Maria Pütz, Ehrenstr. 14—16.- Klem. Schreinerges., Severinstr. 161, u. Anna Kreuer, Heumarkt 3o. Lützeler, Telegraphenarbeiter, Teutoburgerstr. 42, u. Christina Rinke Trajanstr. 9. C — Nicola Tonger Hofphotograph 20 Komödienstrasse 20 — Kunstanstalt— Photographie u. Malerei Atelier geöffnet von—6 Uhr. Bellerhammer-Brike anerkannt beste Spezialmarke. Blatt, WestesBlatt Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 241 Schwindel ern erschie ufs Reklame erten Katantoir=Anker „Sie Ihr i für Porto Leim ging ebst Katalo e Zettel mi sche Mittel hweiz ange den Druck ten Zuschrif sind berei oder Dam von 10 eine Bei i mindest Falle, Ihre Em ang der 2 en sind nich eingefallen ige Rekla halten. ourde an de he eines de 25 Jahre 1907. etzer, Gereon r, Niederichsy 13.- Josep — Friedri d, S. v. Joh . v. Bernhar Koch, TagBonnerstr. Johann, S. m Stahl. Le Schuhmache zecker, Tagel rchitekt, All karthäuserwa Philipp..v eod. Diebitsch Tischler, Bo rbergerstr. 17 - Wilhelm, T. v. Heinri Kan, Bäcke. Lützowstr. 7. 45.— Maria Heinr. Kiest hmach., Fleisch nsg. 68—70. os., S. v 1, T. v. Juli Leyers, Malkaurer, Gro r. 10. sika.- Mar - Magdalen Brauburgen e Goll, 8 M rberbach 17a " Christing ämmerg. 79. MRuchhofen 21.— Eung ., Silvansih Einladung. Zu Ehren des Herrn Oberbürgermeisters brklichen Geheimen Rats Becker, Exzellenz ## am hustag den 14. September d. J. nds 6 Uhr, im grossen Gürzenichsaale ein Abschieds-Essen= Mnden. Der Preis für das Gedeck einschliess½ Flasche Wein beträgt 5 Mark. sen zum Einzeichnen liegen im Kasino, in Liesellschaft Erholung, in der Lesegesellschaft, Bürgergesellschaft und in der Wolkenburg bis 9. d. M. einschliesslich offen. Auch können dahin Teilnehmerkarten im Zimmer Nr. 31 Rathauses in Empfang genommen werden. ie Teilnehmerkarten werden bei der Zeichnung Ert gegen Zahlung des Betrages von 5 Mark Empfang genommen. Nach dem 9. d. Mts. gehende Anmeldungen können nicht mehr be#sichtigt werden. Cöln, den 3. September 1907.“ ürvon der Stadtverordneten-Versammlung gewählte Fest-Ausschuss: Farwick, Laué, Beigeordnete, Decker, Kyll, Geheimer Kommerzien-Rat hels, Kommerzien-Rat Dr. Neven-DuMont, Artz, Geheimer Kommerzien-Rat vom Rath, Stadtverordnete. Narianische Kongregation für junge Kaufleute. Gegründet 1853. Mitglied des Verbandes katholisch-kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands Religiosität. Frholunn Fart Populär-wissenschattliche Vorträge. ankenkasse. Unterstützungskasse. Sterbekasse. Stellennachweis. Bibliothek. itzung: Jeden Mittwoch, abends 9 Uhr. In der Azung. Bürgergesellschaft, Zimmer Nr. 1. Anmeldungen und Anfragen ###nd zu richten an Herrn B. Husier, Altermarkt 56. * Kontor: # lager: alh Fernsprecher 6411. Beginn der Vorstellung abends 8 Uhr. Grosser Erfolg des Eröffnungs-Programms. und W 6 andere Attraktionen. Billettbestellungen teleph. 1598, sowie beim Portier. Sommer=Theater an der Flora. Tel. 2583. Direktion: Walther Betz. Tel. 2583. Dienstag den 3. September, abends 8 Uhr: Hofburgschauspielers Danny Gürtler Dio Räuber Trauerspiel in 5 Akten von Friedr. v. Schiller. Die Käuder. Danny Gürtler Karl Moor. Mittwoch, 4. September, abends 8 Uhr: Die Räuber. *+# F 4#### Schildergasse 991101. K+ k X 1 Täglich abends 8 Uhr: Gastspiel des Metropol-Ensembles unter persönlicher Leitung und Mitwirkung des Direktors Max Samst. Hochkomisch! Hochkomisch! Die Konfektioneuse! Berliner Sittenbild mit Gesang in 5 Akten von Eugen Prudenz. Musik von Carl Ferron. In Berlin ca. 300mal mit grossem Erfolge aufgeführt. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Emma Faust, Alice Döring, Direktor Max Samst und Ernst Briese. Direktion: Max Martersteig. Mittwoch den 4. September 1907. 4. Ab.=Vorst.(4. im Opernhaus.) Serie D. Anfang 7½ Uhr. Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Dirigent: Franz Weißleder.— Inszeniert von A.'Arnals. Mitwirkende: Die Damen: Dux, Vidron, Hermann; die sHerren: Batz, Neldel, vom Scheidt, Vanoni. Einlaß 7 Uhr. Anfang 7½ Uhr. Ende ungefähr 10¼ Uhr. Große Preise. Donnerstag den 5. September 1907. Keine Vorstellung. An diesem Tage bleibt die Kasse geschlossen. Schauspielhaus. Direktion: Max Martersteig Mittwoch den 4. September 1907. 4. Vorst. Anfang 8 Uhr. Maria Magdalene. Ein bürgerliches Trauerspiel in 3 Aufzügen von Friedrich Hebbel. Inszeniert von Max Martersteig. Mitwirkende: Die Damen: Scholtz, Bajor, Otterpohl; die Herren: Odemar, Aßmann, Becker, Lindner, Turrian, Portz. Einlaß 7½ Uhr. Anfang 8 Uhr. Ende ungefähr 10½ Uhr. Mittelpreise. Donnerstag den 5. September 1907. 5. Ab.=Vorst.(1. Ab.=Vorst. im Schauspielhaus). Serie A. Anfang 7½ Uhr. Neu einstudiert. Die Räuber. Schauspiel in 5 Akten von Friedrich v. Schiller. Mittelpreise. Hetropol-Theater. Telephon 4985. Direktion Max Bruck, Apostelnstraße 13. Heute, Dienstag den 3. September, abends 3 Uhr: Zum dritten Male: Ein Walzertraum. Operette in 3 Akten von Oskar Straus. Morgen, Mittwoch, zum vierten Male: ein Walzertraum. Billettbestellungen telephonisch 4985 und beim Portier. Vorverkauf täglich von 11—1 Uhr an der Kasse. angsversteigerung ge der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln Nachenerstraße 19 #m Grundbuche von Cöln, Band 205, Blatt 8193, zur L# Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Restaurateurs Konrad Droullier in Cöln, AachenerF#, eingetragene Grundstück: btur 35, Parzelle 3286/102, Hofraum, groß # Ar, Grundsteuermutterrolle 10 581, #9 13. November 1907, vormittags 9½ Uhr, 2cch das unterzeichnete Gericht— an der asschtsstelle— Cöln, Justizgebäude, Sitzungs#ed. 1, Erdgeschoß, Portal I links, verden. Königliches Amtsgericht, Abteilung II. rke. Klülles-Korsott mit unzerbrechl. Spiralfeder=Einlagen, P·storselt ausgezeichnet sitzend, von 1,60 M an. Alh.& Rosa Vernardk, E. Alberiusstraße. führt der neue „Albertus Hagnus“ die Rhein-Vergnügungsfahrt unter Begleitung einer nach Bonn-KönigowinterAbfahrt ab Köln Station Schiffbrücke an der Friedrich Wilhelmstrasse Punkt 1 Uhr. Ankunft in Königswinter gegen 4 Uhr, in Rolandseck 4½ Uhr. Rückfahrt ab Rolandseck 7 Uhr „„ Königswinter 8„ „„ Bonn 8½„ Ankunft in Köln gegen 10 Uhr. Fahrpreis bis Königswinter.70.f. à Person Kinder 0,90MK. Für Hin- und „ Rolandseck.90Mf. à Person 1 Rückfahrt. Kinder.00.fl. Der Dampfer hat vorzügliche Restauration an Bord! Kalte und warme Küche. Köln-Mülheimer Dampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft. Pflaster- und Asphaltarbeiten. Für den Schulhof der Schule Piusstraße soll die Lieferung der Steine und die Herstellung von etwa 510 qm rotem Melaphyrpflaster, unregelmäßigen Formats, und von etwa 80 gin Gußasphalt vergeben werden.* Augebote sind bis Montag den 9. September, vormittags 11 Uhr, nach der Gartendirektion, Volksgarten, einzureichen. Der Gartendirektor: Encke. Großer Nebenverdienst! Ein bei der Kundschaft mit nachweisbarem Erfolge bestens eingeführter Bedarfs=Artikel (D..=.=.) ist umständehalber zu übertragen. Nötiges Kapital ca. 1000 M Branchekenntnisse nicht erforderl. Offerten u. Nr. 1323 an die Geschäftsstelle d. Bl.* Für Schneider! Aermelfutter, Croisé, Hosentasch., Roßhaarstoff, Wattierleinen, schwarze und farbige Serge, Knöpse usw. Sämtliche Gerätschaften, Kohleneisen, Gasbügelöfen. Detailverkauf zu Engrospreisen. J. Scharrenbroich jun., Mauritiussteinweg2 B,a.Weyerst. In Lindenthal befindet sich die Zeinstes DelikateßSauerkraut, nachweislich alle—5 Tage frisches Faß, heutiger Preis 12 J, bei 5K 113. usch Hohe Pforte 21. Fernspr. 1758. Reinige dein Blut! Rheumatism., Gicht, Hautausschlag, Leber= u. Nierenleiden, Wassersucht, Hämorrhoiden, Blutandrang n. d. Kopf, Fettleibigk. sind Folgene. schlechten Blutmisch. Bewährt hat sich Apotheker Götzes antirheumatischer Blutreinig.=TeeNr.150. Rp.: Sennes, Schafgarbe, Feldkümmel, Kaiserwurz, Hauhech., Löwenzahn, Süßholz, Quecke, Liebstöckel, Ringelblume, Santel, Wachhalder. je 1 T. Gr. Paket à K..50. Depot u. Verkaufsstellen: Aposteln=Apoth., Ap. g. Kopf. Dom-, Hansa=, Hirsch=, Hof=, Hohenz.=, Maur.=Kaiser=, Stern.= u. Jan von Werth=Ap., Mälheim: Kronen=Ap., Ehrenfeld: Engel=Ap., Nippes: Feige's Apoth., Deutz: Löwen=Apoth. Kalt: Marien=Apoth. Windthorst=Bund, Köln=Deutz. Einladung zu der am Mittwoch den 4. September 1907, abends Punkt 9 Uhr, im oberen Sälchen der Restauration „Zur Krone“ in Deutz, Freiheitstraße 19, stattfindenden Versammlung. Tagesordnung: 1. Referat:„Toleranz und Intoleranz“. 2. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. für den ner Lotal-Anzeiger: Dürenerstraße 179, W. J. Antoni. Anzeigen für die Nummer desselben Tages werden bis morgens 9 Uhr, in den Vororten bis abends vorher 8 Uhr, angenommen. Ebendaselbst neueste Nummer der Kölnischen Volköf zeitung 10 Pfg., des Kölner Local=Anzeigers 5 Pfg. Verlkoks, Korngröße 15/35 mm, besonders geeignet für Küchen= u. Zimmerbrand, mit Anthrazit= oder Braunkohlen gemischt auch in Füllösen vorteilhaft zu verwenden, zu M..40 für 100 kg ab Gaswerk Cöln=Ehrenfeld abzugeben. Bei Abnahme von 1500 kg und mehr M. 1,34 für 100 kg. Gas=, Elektrizitäts- und Wasserwerke der Stadt Cöln. Von der Reise zurück Dr. Leeser Bonn* homöonathisch. Arzt. Programm vom 1. bis inkl. 7. Sept. 1907. Das Herz ist stärker als die Pflicht. Sleipner im Sturm. Herrliche Naturaufnahme. Verbrecher=Idee. Großer Lacherfolg. Der Zauversack. Großartige Variéténummer. Aegypten. Von Kairo d. d. Wüste n. Chartum. Das Niespulver. Sehr erheiternd. Die Zigarrentiste. In prächt., bunt. Ausführung. Preise der Plätze: 50 und 30 Pfennig. Abonnenten, Vereine, Kinder und Militär Ermäßigungen. Jeden Sonntag neues Programm. Mittwoch den 4. Sept. nachmittags von 3½ bis 11 Uhr: Milifärkonzert 7. Fuss-Artillerie. Im Abend-Konzert: des Loreutschen Solo-Guart. mit autbi Diners, Soupers, Abendplatten. Von der Reise zurück Dr. Stiel, Spezial=Arzt für Augen-, Nasenund Ohrenkranke. Köln, Rubensstraße 41. Zurückgekehrt Dr. Geuer Köln=Ehrenfeld. Verreist bis Ende September Dr. Lehmann. Habe mich Vonnerstraße9 (dicht am Chlodwigplatz) als praktischer Wundarzt und Geburtshelfer niedergelassen. Sprechstund.—10, 2½—4 Uhr. Dr. wed. J. Billstein Fernsprecher 8313. Zurück Dr. med. Warburg Köln, Friedenstr. 19. Zurückgekehrt! Dr. Hirschmann Spezialarzt f. Ohren=, Nasen und Halskrankheiten Blaubach 30A, Seite 4. Kemner Locat-Anzeiger Nr. 241 a Dienstag, 5. Seprember 1907. Erstes Blatt. so heisst das moderne Schuhputzmittel der Neuzeit! FIXIn enthält keinen Terpentin! E erzeugt mit einigen BürstenIAIn strichen einen tiefschwarzen dauernden Glanz! macht das Schuhzeug weich und nicht brüchig! hat überhaupt 8ä nur denkbaren Vorteile! hat überhaupt sämtliche Dosen a 10 und 15 Pfg. in fast allen einschlägigen Geschäften zu haben.* Vertreter: Ludwig Blatzheim, Köln. Fernsprecher 1865. HEINR. SCHIEREN Inh.: Gustav Funcke. Kupfergasse 18—20.+ Köln+ Kupfergasse 18—20. Erstes und ältestes optisches Geschäft am Platze. Geschäftsgründung 826. Beste Bezugsquelle für Betten und Schlafzimmer Daniel Lenz, Hohe Pforte 16. Grösste Auswahl.“ Jede Preislage. Reeller Inhalt. Vorrätige Schlafzimmer mit hohem Rahatt. assen Sie sich nicht fäuschen surch ähnliche Angebote und ninderwertige Nachahmunsen etabtirt 1869 Möbel-Transport u. Lagerung Rheinisch-Westfälische Disconto -Gesells .-G. Cöln, Unter Sachsenhausen—7. Depositenkassen in Cöln: Agrippastrasse 14, Habsburgerring 24(beim Rudolfplatz), Heumarkt 60/62 Depositenkasse in Kalk: Hauptstrasse 135. Aktienkapital 80 000 000 M. Reserven 16 000000 M. Eröffnung von laufenden Rechnungen, Gewährung von Krediten, Vorschüsse auf Wertpapiere unter günstigsten Bedingungen. Scheck-Verkehr franko Provision. Annahme von Geldeinlagen zur Verzinsung je nach Kündigung und Vereinbarung. Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Ausführung von Aufträgen an allen Börsen des In- und Auslandes. Einlösung sämtlicher Zins- und Dividendenscheine. An- und Verkauf von Kuxen, Bohranteilen und Obligationen der Kohlen-, Kall- und Erz-Industrie, sowie von Aktien ohne Börsennotiz. Stahlkammern Unter Sachsenhausen—7, Agrippastrasse 14, Heumarkt 60—62. mit Schrankfächern unter Selbstverschluss der Mieter. An die Sausfrauen von Köln! In Köln werden Plakate verbreitet mit folgendem Cext: „Der Kaffeebohne brauner Saft Schafft Lebensmut, gibt Arbeitskraft! Du täuschest, Menschenkreund=Kathreinere, Mit Malz ersetzt den Kaffee keiner!“ artrocken Glanz-Oel Referm st u. bleibt das Ideal aller Fußzboden=Anstriche. Dasselbe rochnet in 3 Stunden glashart, klebt niemals nach und ist volltändig frei vom lästig. Geruch. Vorrätig in all. Farben, sowie farblos. Per Pfund 60). Allein=Verkauf bei: Heinrich Künning. Köln kühlenbach 4, a. Waidmarkt. Fernsprecher 7355. Das Ansehen, das Kathreiners Malzkaffee in der ganzen Delt geniesst, zwingt uns, einen so gehässigen Angrift nicht unerwidkert zu lassen. Uom Bohnenkaffee zu behaupten, er „schafte Lebensmut und Arbeitskraft", ist völlig unzutreffend; die wissenschaftliche Forschung beweist das Gegenteil.„Kaffeegenuss nach körperlicher oder geistiger Anstrengung wirkt wie eine Peitsche auf ein ermücketes Pferd, ersetzt ihm aber den Hafer nicht", sagt der berühmte Hygieniker Pettenkofer. Der Kaffeeautguss enthält keine Dlährwerte, wohl aber ein gefährliches Gift, das Koffein. Mit dem in jedem Pfund Bohnenkaffee enthaltenen Kostein(6,5), kann man zwei Menschen auf der Stelle töten. Um den Verbrauch des schädlichen Kaffees zu heben, greist man zu unlauteren Mitteln und hängt sich auch noch ein „menschentreundliches“ Mäntelchen um, damit die pekunjären Interessen nicht zu sehr durchblicken. Es können einige Herren teilnehmen an gutem Mittag- und Abendtisch. auch im Abonnement. Hunnenrücken 17. Das. möbl. Zim. f. 1. Herren Die ganze armselige Reimerei klingt wie eine Parodie auf die Wahrheit, die lauten müsste: „Der Kaffeebohne gift'ger Saft Raubt Lebensmut, schwächt Arbeitskraft! Dir=Menschentreunde Kaffee, glaubt keiner! Wer klug, trinkt nach wie vor=Kathreiner=.“ Im übrigen werden wir in dieser für die Volksgesundheit so wichtigen Frage von morgen ab die Wissenschaft sprechen lassen. Kathreiners Malzkaffee-Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung München. * * 5 # 8 e AC G. Vowinckel- Köln gegr. 1853 empfiehlt Anthracit-Nusskohlen, Wurmrevier Brech- u. Siebkoks für Zentralheizung Rauchschwache Küchenkohlen Braunkohlen-Briketts. Sdüdig Dogelfütter In piesmbierten Packungen. — Köln-Nippes. Viersenerstr. 8, Heinrich Moll, KölnMer Neusserstr. 613, Hans Jacger, Köln-Arnoldshöhe, Bonnerstr. Joh. Heimerzheim, Köln, Neusserstr. 16, Aug. Gehres, P% waren, Köln, Aachenerstr. 12. Peter Pütz, Köln, Kreiei strasse, Ecke Maybachstr. 144. Mart. Grünheck, Köln-Ebfeld, Venloerstr. 466. Anton Ostendorf, Köln, Venlocfst Jul. Falk, Köln, Zülpicherpl. 17, C. Schnütgen, Drog. An der Eiche, Paul Ullmann, Köln-Lindenthal, Düreners## Josef Hövel. Köln, Mainzerstr. 16. Alois Koppmann, Köln-Bayenthal, Goltsteinstr. 33. Annohaus Köln, Annostraße 36, Arbeiterhospiz und Speisehaus — 2 Rosen straße. Al llofgut empfiehlt weislich Ae Feuilleton Allen Vogelfreunden 2 gefl. Kenntnisnahme. da Geduidigs 1000fach probtos Vogelfutter tolgend. Preisen zu hab ist: Probepackungen Singfutter KK.10. schungen für körnerih sende Vögel 1s T# Packungen K0.20, 1P Packungen K.35, schung für insektent sende Vögel zu A u. K..50, Probepacku zu R..15. Niederlagen: Rich. Mer Drogen, Köln Gereon Gladbacherstr. 9. Hei Frisse. Köln-Nieh. bastianstr. 148. Chr. Logis: 1 Speiseng, 10 Nacht„.....40,.80 Bürgerlich, Mittagstich. 3 Nächte je 0,50== M41,50 I auf Wunsch per Woche= J2.10 Abendessen Vier das Glas 10 Pfennig. kleine 95 Für Vereine und Gesellschaften stehen große 1n0„genbahl für Versammlungen u. Festlichkeiten zur Verfügung###### Verbindung: Dom(Hauptbahnhof) Uferbahn bis Kölner Local-Anzeiger Nr. 241&u Dienstag, 5. September 1907 Zweites Blatt. Gegenüber dem gestrigen Manikest der genannten Firma„An die Hausfrauen von Köln“ stellen wir folgendes fest: Nachdem die genannte Firma s. Z. unter Rutwendung von ungezählten Summen in Zeitungen, Broschüren, Flugblättern etc. systematisch in einer den Tatsachen widersprechenden Weise unter missbräuchlicher Bezugnahme auf die Wissenschaft, unter Verletzung der guten Sitten, aus eigennützigen Motiven die Bedeutung des Kaffees zu Unrecht herabgesetzt hatte, ist ihr der unterzeichnete Verein entgegengetreten. Die genannte Firma versicherte darauf unterm 6. März d.., dass sie sich seit 1¼ Jahren inbezug auf die beanstandeten Annoncen Reserve auferlegt habe. Trotzdem musste der unterzeichnete Verein feststellen, dass tatsächlich unberechtigte Angriffe gegen den Kaffee weiter veröffentlicht wurden. Daraufhin hat der unterzeichnete Verein die Verteilung von Plakaten in Kolonialwarenläden veranlasst, nach deren Aufschrift dem Publikum mit&a; VersZeisen klargemacht wurde, dass niemand mit Malz den Kaffee ersetzen könne. Wenn nach Vorstehendem die Firma Kathreiners Malzkaffeefabriken es so darzustellen sucht, als sei sie die Angegriffene, so ist das, gelinde ausgedrückt, eine recht schiefe Auffassung. Wenn im übrigen die Firma Kathreiners Malzkaffeefabriken es zweckmässig erachten sollte, ihre Wissenschaft über Kaffee auf Kosten der Konsumenten ihres Malz-Jurrogates, genannt Malzkaffee, der Mitwelt zu unterbreiten, so empfehlen wir, das Publikum auch darauf hinzuweisen, dass das Kaiserliche Reichsgesundheitsamt in einem besonderen Abschnitt seiner Schrift„Der Kaffee“ die glänzenden Vorzüge des Kaftees hervorgehoben hat, und bezüglich des Sog. Kathreinerschen Malzkaffees zu dem Ergebnis gelangt, dass derselbe als wirkliches Ersatzmittel des Kastees nicht gelten könne. WDird nun das Publikum der sinnbetäubenden Reklamemacherei der Firma Kathreiners Malzkaffeefabriken oder dem Arteil des Kaiserlichen Reichsgesundheitsamtes Glauben schenken? Sodann bemerken wir, dass wir die Gelegenheit begrüssen, das Gebaren der genannten Firma vor Gericht in das rechte Licht stellen zu können, abgesehen von dem Unterfangen, gemälztes geröstetes Getreide— das übrigens von vielen anderen ebensogut aber erheblich billiger fabriziert wird— mit Kaffee auf gleiche Stufe zu stellen. Verein deutscher Kaffee=Großhändler und Röster E. V. mit dem Sitze in Köln. Der Beweis dass Cacaol ein wahrhaft gediegenes Nähru. Genussmittel, ein Kraftnährmittel allerersten Ranges darstellt, ist auf Grundgewissenhafter Untersuchungen und ärztl. Gutachten erbracht. Höchst sparsam im Verbrauch u. überaus angenehm im Geschmack, ergibt es gleichzeitig ein in seiner Art vollkommenes Familiengetränk. für dessen dauernde Anwendung jede Hausfrau Sorge tragen sollte. Cacaol ist erhältlich in Paketen ½ Pfund MA..00 und Pfund 503.Aerztliche Gutachten, Analysen u. Broschüren verabfolgt auf Wunsch jede Verkaufsstelle. Alleiniger Fabrikant: Wilh. Pramann Radebeul-Bresden u. Bodenbach. ERTTHALTHHE· BETTANERHRNUNTE· PRRODNWEGER BRAHGHE: FEINSTE MISCHUINGET oOSD RD OD L EILLIGSTE PREIE: Käuflich in den besseren Lebensmittelgeschäften. Vertreter: H. Bestendonk, Köln, Machabäerstr. 35. Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung der in Cöln belegenen, im Grundbuche von Cöln, Band 6, Blatt 219, und Ehrenfeld, Band 64, Blatt 2559, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Restaurateurs und Kaufmannes Josef Koep, bzw. der Eheleute Kaufmann Josef Koep und Gertrud geb. Feith zu Cöln, eingetragenen Grundstücke: 1. Cöln, Kartenblatt 12 Nr. 298/115, Jakobstraße 24, a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, v. Seitenbau, c. Lagerhaus mit Hofkeller, groß 3 Ar 80 Quadratmeter, zu a. 2700 Mk., zu b. 2700 Mk. Nutzungswert; 2. Ehrenfeld, Kartenblatt 71 Nr. 3445/70, Subbelratherstraße 211, groß 2 Ar 72 Quadratmeter, Wohnhaus mit Anbau, Hofunterkellerung und Hofraum, 2800 Mk. Nutzungswert, besteht, sollen diese Grundstücke am 14„September 1907, vormittags 9½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Glockengasse 9, Saal D, Erdgeschoß, versteigert werden. Cöln, den 25. Juni 1907. Königliches Amtsgericht 113. Bohnwachs, bekannt gute Qualität. Stahlspäne zum Reinigen v. Parkettböden. Möbelfür alie Holzarten, zum Selbetgebrauch empfichlt Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Cöln, Band 131, Blatt 5208, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Eheleute Johann Baptist Kuhl und Anna Maria geb. Kleefisch, Rentner zu Cöln, eingetragene Grundstück: Flur Kartenblatt 17, Parzelle 378/34, Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, groß 1,74 Ar, Gebäudesteuerrolle Nr. 14952, Grundsteuermutterrolle Art. 8264, am 14. September 1907, vormittags 9¾4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Cöln, Glockengasse 9, Saal D, Erdgeschoß, versteigert werden. Cöln, den 8. Juli 1907. Königliches Amtsgericht. II-. Lederwaren-Spezialgeschäft Franz Noegels. Komölienstrasse 105. Fernspr. 8719. Jede Anfertigung, billigste Preise. Dos. Breiler llofgut Kriel Köln-Lindenthal Fernepr. 3485 empfiehlt aus eigenem Viehbestand, ca. 275 nachweislich auserlesenen Milchkühen, als Spezialität: Frische Kurmilch-PLerssgen Aerztlich empfohlen. 28mal prämiiert.* Altermarkt 62, Niederl. A. Lemm, Ehrenfeld Verlag u. Druck von J. O. Bachem. Derantwortl. Redakteur: für den allgemeinen Ceil: B. Reuter, für den Anzeigen= und Reklamenteil i..: B. Gutberlet, alle in Köln. Im Wege stehende Möbel können Sie durch eine Anzeige im Kölner Local=Anzeiger gar bald preiswürdig verkaufen. EA-ARE BR R. M Laßt ihn nur zugedeckt! Nicht fragen! Ach, nur nicht fragen!" Hildegard legte nachdenkend die Hand über die Augen. Nein, sie will nicht fragen; das reine unschuldige Herz Marias würde bei der leisesten Berührung zusammenzucken, wie unter der schmerzhaftesten Sondierung, ihre Seele würde sich scheu in sich selbst zusammenziehen, anstatt die Schwingen zu entfalten und schmerzgeläutert die heiligen Pflichten auszuüben, die sie übernommen. Hildegard ist überzeugt, sie wird sich durchkämpfen und später volles Genügen in ihrem Beruf finden. Der Doktor bestritt zwar heute, daß dieses bei einer Frau jemals möglich sei, aber sie glaubt ihm nicht ganz, obwohl er so warm sprach. Hilde ist es, als hörte sie den leise vibrierenden Klang seiner Stimme noch. Etwas, wie ein aufkeimendes Glücksgefühl will über sie kommen— aber sie unterdrückt es und geht zu Charlotta in den Salon. Ein Ausruf der Bewunderung entschlüpft ihren Lippen, als sie die schöne Frau sieht. Charlutte erfüllt es mit Genugtuung. Ja, sie will schön sein, will glänzen, gleich einem leuchtenden Stern. Sie wendet den Kopf etwas zur Seite, dann zieht sie die Taille über den Busen straffer und greift endlich nach den Handschuhen, deren Knöpfe ihr Hildegard über dem schneeweißen Handgelenk schließt. Nun noch den Straußenfächer, einen letzten triumphierenden Blick in den Spiegel, ein kritisches Mustern der ganzen Gestalt und Charlotte von Meerholtz rauscht mit stolzem, befriedigtem Lächeln hinaus. Die Kammerzofe hüllt sie dienstbeflissen in Mantel und Spitzen, während Richard seinen leichten Ueberrock vom Ständer nimmt und ihn über den Arm hängt— es ist ja so warm draußen. Er reicht seiner Schwester die Hand, nickt ihr flüchtig zu und geht rasch seiner Cousine nach, die draußen bereits in den Wagen steigt. Er wartet, bis sie die Schleppe ihres Kleides untergebracht hat, dann steigt er zu ihr ein und der Wagen rollt fort. Vom Fenster ihres Zimmers starrt ihm Hildegard, in schmerzliche Gedanken versunken, nach. O, sie ist nur ein Mädchen— aber was hat sie zu tragen? Sie kann ihre Gedanken nicht von Richard loßreißen. Gott, wie sehr hatte er sich verändert. Sie hatte ihn vorhin genau angesehen, und war peinlich berührt von dem flackernden, unsteten Blick und dem farblosen Antlitz ihres Bruders. Ach, hätte sie doch wenigstens eine Menschenseele hier, welcher sie sich anvertrauen könnte! Denn wie sollte das werden, wenn Richard nicht auf sie hörte? Wenn er ihre Ermahnungen mit Hohnlachen zurückwies? Großer Gott — wenn, wenn— das Blut des Vaters... Ich will die Sünden der Väter heimsuchen bis ins dritte und vierte Glied.— Sie unterdrückt den Angstruf, welcher sich ihren Lippen entringen will, sinkt auf einen Stuhl und legt das Köpfchen auf die über der Lehne verschränkten Arme. Eine Weile ruht sie so, doch die Pflicht jagt sie wieder auf. Sie muß ihren Rundgang drüben machen, und wenn sie ihre Patienten besorgt hat, sich in Toilette werfen und hinter lächelndem Angesicht die Qual ihres Innern verbergen. „Ach, hätte ich doch nicht zugesagt," flüsterte sie trostlos. Sie fühlt sich erschöpft und angegriffen, rafft sich aber auf, betupft sich Stirn und Schläfen mit Kölnischem Wasser, bringt ihr Haar in Ordnung und geht in die Heilanstalt hinüber. 5. Kapitel. In der Beletage, welche Professor Rautes bewohnen, herrscht reges Leben. Die junge Frau geht mit strahlendem Lächeln ihrer Freundin, Fräulein Doktor Hildegard Lutz, die sie vom Balkon aus hat kommen sehen, bis zur Korridortür entgegen und löst ihr eigenhändig den leichten Seidenschal von dem reichen Blondhaar. Mit einem besorgten Blick in das reizende, durchgeistigte, aber ach, so auffallend blasse Gesichtchen umarmt sie die Freundin und sagt warm: „Endlich kommst du einmal, di Liebe, Böse, du! Man muß dich ja fast mit Gewalt herausreißen und sich sogar noch Hülfstruppen bestellen, wenn man dich einmal haben will! Wie blaß du aussiehst, du arbeitest zu viel, Hilde, das solltest du nicht tun.“ Während der Professor mit Doktor Paulus spricht, führt sie Hildegard rasch in ihr Boudoir uno zieht die Türe hintev sich zu. „Nur fünf Minuten, Herz! Ich muß dich erst noch einmal ausschelten, Hilde! Haft du mich denn gar nicht mehr lieb, daß du dich gar nicht mehr sehen läßt? Seitdem dein Onkel verreist ist, bist du für mich nicht mehr zu haben gewesen.“ Vorwurfsvoll zärtlich sehen die brennenden Augen der Freundin sie an. Hildegard ist doch wohltuend berührt von dem warmen Empfang. Leonie Raute war ihr von jeher sympathisch gewesen und die einzige, welcher sie sich näher angeschlossen hatte. Sie legt den Arm um die junge Frau und sagt herzlich:„Sei min nicht böse, Leonie! Ich bin nicht Herr meiner Zeit. Du weißt, welche Verantwortung jetzt auf meinen Schultern ruht.“ (Fortsetzung folgt.) Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. ## Er soll dein Herr sein. 14) Roman von Klara Aulepp=Srubs. Die Leitung der Anstalt, der ganze große Betrieb stellte hohe forderungen an ihre Kraft. Dazu die vielen seelischen Errengen, die der Verkehr mit Doktor Paulus ihr brachte— ihr war zuweilen, als müßte sie unter der Last zusammenbrechen. Doch ke, in außerordentlich hohem Grade entwickelte Willenskraft gab rem elastischen Körper eine ungeahnte Stärke— sie hielt größere sstrengungen aus wie mancher Mann. Wohl sehnte sie zuweilen * H e i m k e h r d e s G e h e i m r a t s h e r b e i u n d s c h a l t s i c h o b i h r e r hwäche, denn erst die Hälfte der Zeit war verstrichen. Jetzt sieht sie nach der schwarzen Marmorpendule auf dem Kaminund denkt: Wenn Richard um sechs aus dem Bureau kommt, ich gleich mit ihm sprechen. Aber als er endlich kam, war es spät, daß Charlotta schon fix und fertig im Salon vor dem ohen Spiegel stand und auf den Säumigen schalt, der sie so lange sarten ließ. Die Kammerzofe, mit dem weißen Theatermantel n Spitzenschal über dem Arm, wartete in der Halle, um sofort keit zu sein, wenn ihre Herrin sie brauchte. die hatte rotgeweinte Augen, was bei ihr gerade nichts Außerkbohnliches war, denn sie war nicht auf Rosen gebettet und hatte ihrer launenhaften Herrin viel zu ertragen. Im Vorübersagt ihr Hilde ein paar freundliche Worte und erntete dafür warmen Tankesblick. isr ist das Herz so schwer, sie fühlt sich so gar nicht aufgelegt, esellschaft zu gehen, und bliebe so gern zu Hause. „i# möchte Marie einmal ganz ungestört sprechen— denn auch ist die letzte Zeit nicht mehr dieselbe wie früher. Ihre liebensrwdige, heitere Fröhlichkeit, wo ist die geblieben? Aber wenn i Frage nun die heimliche Wunde bluten machte?— Wenn das ide Mädchen sich vielleicht selbst noch gar nicht recht klar über Fursache ihres Schmerzes, ihrer seelischen Verstimmung war? „Laßt mich vorübergehn, Die Augen niedergeschlagen, Mir ist ein Leid geschehen! Nicht fragen! Ach, nur nicht fragen! Mich hat ein Weh erschreckt. Ich hab' einen Gram zu tragen Seine P. Ksiner 7 politische Nachrichten. Des Kaisers Rede in Mänster, mit ihrer kräftigen Betonung der Duldsamkeit und Versöhnlichkeit zwischen den Koufessionen und Ständen svgl. die gestrige Ausgabe), sollte eigentlich keines Kommentars bedürfen. Es sollte seibftverständlich sein, daß sie allgemein im deutschen Volke lebhafte Zustimmung finde; leider aber haben die früheren Reden des Kaisers, die sich in der gleichen Richtung bewegten, nicht verhindern können, daß man im Deutschen Reiche von praktischer Duldsamkeit vielfach noch recht weit entfernt ist, und daß z. B. noch während des letzten Reichstagswahlkampfes im Ansturm gegen die politische Zentrumspartei ganz offen an die konfessionelle Leidenschaft appelliert wurde. Auch vor Mißdeutungen sollten Reden des Kaisers geschützt sein, aber sie sind es nicht. Eine offenkundige Mißdeutung ist es z.., wenn die Kölnische Zeitung sagt, der Kaiser spreche es selbst aus, daß die Religion, die ihn erfülle und beeinflusse, nicht von dem Dogma sich einschnüren lasse; feierlich erkläre er, in dem Glauben an die gemeinsame Quelle der Seele für alle Menschen das Mittel gefunden zu haben, seinen Feinden zu vergeben. Ja, ist das denn ein Standpunkt, der sich mit dogmatischem Christentum nicht vereinigen ließe? Jeder Christ weiß, daß er um Gottes, um Christi willen seinen Feinden vergeben soll. Es ist gar nicht wahr, daß Kaiser Wilhelm sich in Münster zu einem undogmatischen Christentum bekannt hätte. Er hat gesagt:„Ich glaube, daß zu einer solchen Einigung aller unserer Mitbürger, aller unserer Stände nur ein Mittel möglich ist, das ist die Religion; freilich nicht in streng kirchlich dogmatischem Sinne verstanden, sondern im weiteren, für das Leben praktischeren Sinne.“ Damit hat der Kaiser lediglich betont, daß die praktische Einigung nicht in einer Vereinigung auf dogmatischem Boden gefunden werden könne, weil der Glaube eben seiner Natur nach keine Zugeständnisse an eine andere Auffassung zuläßt, sondern in der Richtung praktischer Duldsamkeit, wie sie die Religion, das Christentum verlangt. Das ist ganz der Boden, auf dem der Toleranzantrag des Zentrums erwachsen ist, der gerade dadurch, daß er, mit dem bekannten Worte Friedrichs der Großen Ernst machend,„jeden nach seiner Fasson selig werden lassen“ will, den religiösen Frieden zu sichern bestrebt ist. Nicht die Herstellung eines möglichst undogmatischen Mischmasches, etwa auf dem Wege einer„Nationalkirche", sondern nur die Achtung jeder redlichen Ueberzeugung gewährleistet ein friedliches Zusammenleben der Konfessionen, und die soziale Fürsorge und Reformarbeit, auf die der Kaiser auch anspielte, ist ein weiters praktisches Mittel, um die konfessionellen Kämpfe zurückzudrängen. Richtig ist, wenn die Köln. Ztg. den Kaiser sagen läßt,„daß kein Eiferer das, was ihm als Religion erscheint, dem andern Mitbürger aufzwingen darf", aber unrichtig ist es, wenn sie daraus ein Bekenntnis zu einem undogmatischen Christentum macht, dessen es wahrlich nicht bedarf, um der Versöhnlichkeit unter den Konfessionen das Wort zu reden, und das seinerseits Gegensätze in sich schließen würde, die ohne das Gebot der christlichen Liebe gar nicht verträglich gemacht werden könnten. 9. Mit der Zentrumspolitik beschäftigt sich in der beliebten Verwechselung von Katholikentag und Zentrumstag in ihrem Wochenrückblick nun auch die Kreuzzeitung, indem sie einleitend bemerkt: Diese Woche gehörte dem Würzburger Katholikentage. Man hatte ihm mit größerer Spannung als sonst entgegengesehen, da sowohl die veränderte Stellung der Reichsregierung zum Zentrum, wie gewisse innere Schwierigkeiten des deutschen Katholizismus einen erregten Verlauf der Verhandlungen erwarten ließen. Solche Erwartungen sind aver getauscht worden, und gerade dies ist das Bemerkenswerteste an dem Verkaufe des Katholikentages. Kirchlich hat er sich ohne Vorbehalt der päpstlichen Entscheidung in der Schell=Angelegenheit und in der Index=Bewegung unterworfen, und politisch hat er sich einer Vorsicht befleißigt, die man bei einer so großen Partei nach einem so eklatanten Wahlerfolge als ein Zeichen großer Besonnenheit anerkennen muß. Die Kreuzzeitung geht dann des näheren auf die Haltung des Zentrums ein; sie meint, die„oppositionellen Elemente“ in der Partei seien im neuen Reichstag zurückgedrängt, der nationale Charakter des Zentrums stärker betont worden— doch nur soviel, als gegenüber den Angriffen gerade auf die nationale Haltung des Zeutrums nötig war—, und man lasse auch seitdem keine Gelegenheit vorübergehen, um zu zeigen, daß man es an patriotischer Opferwilligkeit mit den Linksliberalen wohl aufnehmen kann. Alsdann fährt das konservative Blatt fort: Wir dürfen daraus keine weitgehenden Schlüsse ziehen. Wäre der Block eine in sich gefestigte, zuverlässige und zahlreiche Parteigruppierung, von deren Dauer und Stärke das Zentrum ernstlich bedroht wäre, zeigte sich ferner die Regierung fest entschlossen, in Fragen wirtschaftspolitischer und kultureller Art eine entschiedene Schwenkung nach links zu vollziehen, so hätten die Zentrumsführer ohne Zweifel das Banner der Opposition entfaltet. Wie die Dinge aber liegen, muß das Zentrum die Parole ausgeben:„Ruhig abwarten!" Wir wollen nicht geradezu behaupten, daß man im Wettbewerbe mit dem Freisinn stets am besten fährt, wenn man sich auf dessen Fehler verläßt, ja, wir leugnen gar nicht, daß die lange beklagte politische Lassigkeit der Konservativen zum guten Teile gerade in diesem allzu selten getäuschten Vertrauen auf die Ungeschicklichkeit der Linksliberalen ihre Ursache hatte. Vielleicht aber kommt das Zentrum diesmal wieder zum Ziele, wenn es darauf rechnet, daß der Liberalismus den für seine Sonderzwecke so überaus günstigen Block selbst zerstört... Ueberhaupt ist der aanze Versuch des Freisinns, durch den Block Einfluß auf die preußische innere Politik zu gewinnen, ganz dazu angetan, das Zentrum wieder zur ausschlaggevenden Partei, auch im Reichstage zu machen. Mit dieser Wahrscheinlichkeit rechnen die Zentrumsführer, und nur solcher Aussichten wegen halten jetzt die demagogischen Elemente im Zentrum Ruhe. Täuscht die Erwartung, so haben wir mit Sicherheit auf eine Schwenkung des Zentrums zu rechnen, trotz aller loyalen Reden des Katyolitentages. Wir würden das für ein Unglück halten. Die letzten Zeiten des vorigen Reichstages haben deutlich gezeigt, welche demagogischen Kräfte in der großen, politisch so wenig homogenen Zentrumspartei ans Licht drängen... Da wir aber anderseits nicht wünschen können, daß das Zentrum je wieder in die Lage kommt, die Reichsregierung nach einseitigen, kirchlichen, richtiger gesagt kleritalen Interessen zu beeinflussen, so müssen wir immer wieder vor den Versuchen warnen, den Block wie eine eigens für den Liberalismus geschaffene Einrichtung auszunutzen. Der Block darf weder die Konservativen vergewaltigen wollen, noch eine Kulturkampfpolitik gegen das Zentrum führen. * * 6 Lecal-Anzeiger Nr. 241& Dienstag, 5. September Sein Zweck ist, die Opposition in nationalen Lebensfragen auf die sozialistische Revolutionspartei zu beschränken und unter den bürgerlichen Parteien das Gefühl für die gemeinsamen patriotischen Interessen zu stärken. Jenseits dieser Aufgaben hat er den Parteien volle Freiheit der Entschließung zu gewähren. Die Hoffnung ist nicht unbegründet, daß er dann nie Gelegenheit hat, gemeinsam gegen das Zentrum Front zu machen. Wie man sieht, hat diese ganze Ausführung nur den Zweck, im Sinne der bekannten Zentrumsschen auf den Linksliberalismus einzuwirken, damit er zahm im Gespann mitlause und das Geschirr nicht durch allzu kräftige Sprünge in Unordnung bringe. Wir können deshalb darauf verzichten, uns mit der Kreuzzeitung über das Berechtigte oder Unberechtigte ihrer Gedanken über die Politik des Zentrums auseinanderzusetzen. Was den Katholikentag in Würzburg aubelangt, so hat dieser sich nicht anders verhalten als seine Vorgänger. Uebrigens muß doch auch die Kreuzzeitung anerkennen, daß es sich bei den Katholikentagen um gewaltige religiöse Kundgebungen handelt, indem sie schließlich gesteht, auch dem evangelischen Beurteiler imponiere allemal die Einigkeit und Bestimmtheit dieser Versammlungen in dem Bekenntnisse zur christlichen Religion. So viel menschlicher Irrtum und äußerliches Wesen dabei auch unterlaufe, es sei doch schon etwas großes um diesen freudigen Idealismus. Sehr vieles in den Reden, die in Würzburg gehalten worden sind, sei auch dem evangelischen Christen aus der Seele gesprochen. Mehr Anerkennung konnte der Würzburger Katholikentag von dieser Seite nicht erwarten. 8 Von der Zentralstelle der Handwerkskammern. Der Jahresbericht der Zentralstelle der deutschen Handwerksund Gewerbekammern entrollt ein recht befriedigendes Bild von der Tätigkeit, durch welche die Handwerkskammern gemeinschaftlich eine Reihe von Aufgaben zu lösen suchen. Die Arbeiten auf dem Gebiete des Gewerberechts erstreckten sich hauptsächlich auf die Herausgabe einer die sämtlichen Wünsche des Handwerks zum Handwertergesetz darlegenden Denkschrift, die dem Reichstag und sämtlichen handwerkerfreundlichen Parteien zugestellt werden soll. Auf sozialpolitischem Gebiet veranstaltete die Zentralstelle eine Umfrage, inwieweit ein Bedürfnis vorliege, den selbständigen Handwerkern die Selbstversicherung leichter zugängig zu machen und ob höhere Lohnklassen eingeführt werden sollen. Das Ergebnis der Umfrage ging dahin, daß für die Selbstversicherung wenig Vorliebe besteht, daß aber die Schaffung höherer Lohnklassen für wünschenswert erachtet wird. Eine entsprechende Eingabe wurde dem Reichstage unterbreitet. Auf dem Gebiete des Unterrichtswesens befaßte sich die Zentralstelle hauptsächlich mit dem Verhältnis der Handwerker= und Kunstgewerbeschulen zu der praktischen Werkstattlehre, Beschlüsse in dieser Hinsicht liegen noch nicht vor. Auf allgemein wirtschaftspolitischem Gebiet wurde eine Umfrage veranstaltet über die Schädigung des Handwerks durch Konsumvereine, das Ergebnis wird demnächst veröffentlicht werden. Ferner versuchte man auf die Beseitigung der Doppelbesteuerung von Handwerksbetrieben zu den Kosten der Handels= und der Handwerkskammern hinzuwirken; eine entsprechende Eingabe wurde an Reichstag und Bundesrat gerichtet. Eine Eingabe an das Reichsjustizamt verlangte die Erhöhung der Sachverständigen=Gebühren. Von sonstigen Arbeiten der Zentralstelle verdienen noch Erwähnung die Bestrebungen zur Herausgabe eines Jahrbuches, welches alle 5 Jahre erscheinen soll. Die Ergebnisse der im Februar 1905 veranstalteten Erhebung der Reichsregierung über die Durchführung des Handwerkergesetzes vom 26. Juli 1897 werden nach den Erklärungen des Staatssekretärs des Innern im Reichstage voraussichtlich Anfang 1908 veröffentlicht werden. Da nun aber seit der Vornahme der Erhebung die Handwerkskammern sich außerordentlich entwickelt, insbesondere eine Reihe von Einrichtungen getroffen haben, die bei der Beautwortung der Fragebogen noch nicht vorhanden waren, wird das Ergebnis der Untersuchung nicht den wahren Stand der Kammern wiedergeben können, sondern es wird in dieser Hinsicht in wesentlichen Teilen als veraltet gelten müssen. Um nun zu verhindern, daß aus diesem veralteten Ergebnis in der meiteren Oeffentlichkeit ungünstige Schlüsse in bezug auf die Tätigkeit der Handwerkskammern gezogen werden, hat die Zentralstelle beschlossen, im Herbst dieses Jahres bei den Handwerkskammern eine neue Erhebung nach dem Muster der Reichsregierung vorzunehmen, um durch ihre Ergebnisse die Ergebnisse der letzteren ergänzen zu können. * Von einem Besuch des Kaisers in Wien will eine Korrespondenz aus diplomatischen Kreisen vernommen haben. Man betrachte es als sicher, daß Kaiser Wilhelm das sechzigjährige Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josef zum Anlaß nehmen werde, um dem befreundeten Monarchen persönlich seine Glückwünsche darzubringen. Man glaubt, daß der Besuch einige Tage vor der eigentlichen Jubiläumsfeier erfolgen würde. Im Gefolge des Kaisers soll sich auch der Reichskanzler Fürst Bülow befinden. * Der Kaiser und die Presse. Bekanntlich war gemeldet worden, daß der Kaiser sich bei dem Empfange des Königs von England die Anwesenheit und die Nähe jeglicher Pressevertreter mit Ausnahme vou vier englischen Journalisten verbeten habe. Demgegenüber schreibt der Kasseler Mitarbeiter der Leipziger Neuesten Nachrichten, in Wirklichkeit hätten mehr als ein Dutzend Journalisten bei dem Eintreffen und der Abreise am Bahnsteige der kaiserlichen Empfangsstation gestanden, und die Mehrzahl der Journalisten habe der deutschen Presse angehört. Sollte der Kasseler Polizeipräsident also wirklich gesagt haben, daß der Kaiser sich die Anwesenheit deutscher Journalisten verbeten habe, so würde nur ein Mißverständnis vorliegen können. Vielleicht hätte dieses Mißverständnis etwas eher aufgeklärt werden können, meint die Deutsche Tagesztg. &am Neue Verträge mit der Wörmannlinie.(Drahtb.) Unter Aufhebung der zwischen dem Reich und der Wörmannlinie bestehenden Abmachungen sind jetzt zwischen dieser Gesellschaft und dem Staatssekretär Dernburg als Vertreter des Fiskus neue Verträge geschlossen worden, die das Lan dungswesen in Lüderitzbucht und Swatopmund eingehend regeln. Der Fiskus verpflichtet sich darin, für die Daner der Verträge die Beförderung sämtlicher in Lüderitzbucht und Swakopmund für seine Rechnung ankommenden und abgehenden Personen, Tiere und Güter zwischen Schiff und Land der Wörmannlinie zu übertragen. Beide Verträge endigen am 31. März 1 Eine auf Wunsch der Regierung eintretende Verlängerungg. weitere sechs Monate, wozu dieser das Recht zustebt, kann ß, nur auf beide Verträge gemeinsam erstrecken. Ueber alle sprüche, die sich aus dem Vertragsverhältnis ergeben, soll sa, Berliner Lokal=Anzeiger unter Ausschluß des Rechtsweges Schiedsgericht entscheiden. * Pogrom in Odessa.(Drahtber.) Odessa,.Sen 1907. Um den Tod des bei dem Entladen einer bei einer suchung gefundenen Bombe verunglückten Offiziers und dreie Polizeibeamten zu rächen, organisierte der Verband russisch, Leute gestern ein Pogrom, welches noch andauert. Die Ran bolde verfolgen alle Juden und schießen durch die Straßen Drei Juden wurden getötet und gegen sechzig schwer verwund Die Polizei ist untätig. haftet. Es herrscht eine Es große Beginn diese aufgenomme wurde kein einziger Raufbold verPanik. Tocales. (0 Das Reichshallentheater hat mit dem Monats die Spezialitäten=Vorführungen wieder Den Reigen eröffnete die Konzertsängerin Matja Karetty, Künstlerin, die über eine angenehme Stimme und eine umfang reiche Schulung verfügt. Seppl und Franzl, zwei moderne Söhn der Berge, produzieren sich als geubte Radfahrer, Kunstschützen un originelle Schuhplattler. Hr. Friscari manipuliert mit erstam licher Gewandtheit mit Zylinderhüten und zeigt sich als Jonglem dem nichts fehlgeht. Das Loro=Quartett erregt mit einem bur lesken musikalischen Akt stürmische Heiterkeit. Ein interessan Völkchen sind die Straßburger Liliputaner, drei Dämchen und zwei Herrchen, im Alter von 19—26 Jahren. Trotz ihrer kleine Gestalt sind sie tüchtige Akrobaten, Sänger, Tänzer und Athleten Mit Spannung wird ein Ringkampf zwischen den beiden Lilipu taner=Meisterkampfringern verfolgt. Der amerikanische Radfahre Buckner vollführt halsbrecherische Kunststücke auf dem Zwei= und Einrad Mit großem Beifall wurde der Kölner Humorist Paul Jülich aufgenommen. Seinem Repertoire hat er einige zugkräftig Humoresken eingefügt, die er gut vorträgt. Besonderen Gefallen erweckt sein Lob der plattkölnischen Sprache, die er zu Ebren kommen läßt. Im Mittelpunkt der Vorstellung stehen die Leistungen der Tan=Kwai Chinesen=Truppe. Was diese Söhne des Reiches der Mitte als Akrobaten, Zauberer usw. vorführen, ist geradezu erstaunlich und läßt sich im Rahmen eines kurzen Referats nich beschreiben. Ihnen schließt sich würdig an die Wolkowsky=Truppe ein aus sechs Damen und sieben Herren bestehendes russisches Gesangs= und Tanz=Ensemble. Die amüsante Vorstellung beschließen Carl und Camillo Schwarz mit ihrer parodistischen Szene Vor und hinter dem Vorhange. Die Vorbereitungen zu einer Variété=Vorstellung, diese selbst und die Nöten des Direktors veranschaulicht die Szene in einer Weise, die Sturme der Heiterkeit entfesselt. Vereins=Nachrichten. 0 Die Literarische Gesellschaft in Köln veranstaltet auch im kommenden Winter im großen Gürzenichsale zwölf Vorträge Für diese Vorträge, die literarhistorische Themata behandeln oder als Rezitationsabende für eigene Dichtungen gedacht sind, hat die Literarische Gesellschaft eine Reihe hervorragender deutscher Schriftsteller gewonnen. Am 25. Oktober hält Redakteur Karl Frhr. v. Perfall den einleitenden Vortrag. Am 8. November wer den der Dramaturg Karl Wolff und Frau aus Karlsruhe eigen Dichtungen vortragen. Bei dem Hebbel=Abend am 22. Novemb wird der Kgl. Sächsische Hofschauspieler Paul Wiecke aus MünchDichtungen von Friedrich Hebbel rezitieren. Am 6. Dezember ha Professor Dr. Eduard Engel aus Berlin einen Vortrag über da Thema: Wer hat Shakespeares Dramen geschrieben? Am. 20. zember trägt Dr. Hermann Wette(Köln), am 3. Januar 190 Hans Frhr. v. Gumppenberg(München), am 17. Januar Dr. Börries Fryr. v. Münchhausen, Schloß Windischleuba in Thüringen, eigen Dichtungen vor. Am 31. Januar hält Maximilian Harden, der Herausgeber der Zukunft, zum dritten Male einen Vortrag in der Literarischen Gesellschaft. Auch Otto Ernst, der bekannte Dramatiker aus Hamburg, wird am 14. Februar wieder eigene Dichtungen zum Vortrag bringen. Am 28. Februar ist ein Kölner Dichterinnen=Abend. Geheimrat Professor Otto Eggeling aus Weimar, der von seinen Vorträgen über Rassael und Herder noch in besta Erinnerung steht, spricht am 13. März über Träume des Lebenund Träume der Kunst. Am 27. März trägt Fritz Frhr. v. Ostiw (München) eigene Dichtungen vor. Dermischte Nachrichten. d Heiligenhaus,.Sept.1907. Vier schulpflichtige Mädchen eine hiesigen Familie erkrankten nach dem Genusse von Tollkirschen. Trotz sofortiger Anwendung von Gegenmitteln ist das jüngste Mädchen gestorben, ein zweites liegt hoffnungslos danieder die zwei übrigen vefinden sich außer Lebensgefahr. ** Opfer der Berge.(Drahtbery Lindau,.Sept.1907. Bei dem Ueberschreiten von dem dritten auf den zweiten Kreuzberg im Alpsteingebiet Rheintal stürzte, wie das Tageblatt meldet, gestern ein Tourist, namens Ritter vor den Augen seiner zwei Begleiter ab und blieb tot.— München,.Sept.1907. Der Inhaber des bekannten Konzertbureaus, Emil Gutmann in München ist in den Graubündner Alpen zusammen mit Josef Fritsch(Wien 70 Meter tief abgestürzt. Beide trugen ziemlich bedeutende Verletzungen davon.— Von der Großsandspitze bei Heiligenblut stürzter ein Herr und eine Dame aus Königsberg ab. Beide wurden tödlich verletzt. ** Die Cholera. Pest,.Sept.1907. In Toronya an der galizischen Grenze ist ein Fall von Cholera nostras vor gekommen. Mehrere Krankheitsfälle, die ähnliche Anzeichen ni Cholera nostras aufwiesen, wurden auch in Alforriso im Koma Maramaros festgestellt. An der galszischen Grenze wurden Versichtsmaßregeln getroffen.— Jotohama,.Sept.1907. en Mann der Besatzung eines Dampfers, der aus Niutschwang anderen Häfen hier eintraf, ist an Cholera gestorben. Die Passtgiere waren bereits gelandet, als der Fall entdeckt wurde. ** Verschüttet. Johannisburg,.Sept.1907. Infolge En sturzes einer Schachtwand in der neuen Kleinfonteingrube wurd 17 Chinesen verschüttet. Sieben wurden verletzt hervorgezoge vier sind umgekommen; es ist keine Hoffnung vorhanden, die übrig zu rerten. se e e. Wetterbericht der Koinischen Volkszeitung. Keln,.Sept,19% Die Depression, die gestern über Schottland lag, ist oln,.8%. in östlicher ädschottland, von wo sie sichb“ jebiet ist nach Westrussland verdt##r. Barometer etwas gestiegen. Norddeutschland massige. südwestliche Winde; der Himmel ist im Norden wolkig, Im Die Temperaturen sind im allgemeinen rt t e auen heute in unserer Gegend ziemlich kühl. Nordostdeutschland melden viellach Gewitter. Mutmassliche Witterung für oen 4. September: Mrrgiag. bei wechselnder Bewölkung und südwestlichen bis nordwestlichen wenig oder kein Regen. *#heinnane am 3. Sept., morgens 11 Uhr: 1,70 m=.02 M * Masserwärme am 3. Sept., morgens 7 Uhr: 150 R. gezogen; ihr Kern liegt heute über die Alpen ausdehnt. Das Hochdruch worden. Im Westen Europas ist daDem entsprechend herrschen in schwache, trüb, im Osten he stiegen, doch ist el Wweites Blatz. Köiner Local-Anzeiger Nr. 241# Dienstag, 3. September 1907. Seite 3. gspersteigerung, Zwangsversteigerung. Zwangsverkteigerung. Rittwoch den 4. member 1907, nachstags 5 Uhr, sollen im uzlokal Weyerstraße 106 zu gegen gleich bare Zahmeistbietend zsteigert werden: Badewannen von glaTon, 2 zweiteilige zschtoiletten in Porzell. Holzuntersatz, 1 ichtoilette in Marmor, hreiteilige Waschtoilette glasiertem Ton. gzuck, Gerichtsvollzieher in Cöln. kitwoch, 4. September mittags 12 Uhr, sollen graben 80 in Cöln gegen bare Zahlung öffentlich bietend versteigert werden: Abenregal, 1 Lasheke, 1 Sosa in iem Bezug, 1 Waschmmöde mit Marwplatte u. Spiegel, bertiko. zuf bestimmt. Urban, Berichtsvollzieher in Cöln. Am Mittwoch den 4. Sept. 1907, nachmittags 4 Uhr, sollen im Pfandlokale Weyerstraße 106 zu Cöln gegen gleich bare Zaylung öffentlich meistbietend versteigert werden:“ 4 emaillierte Badewannen, 4 Gasbadeöfen, 100 Stück diverse Wasserklosetts, 35 Stück diverse Waschtoiletten, 25 Stück diverse Spülkasten in Porzellan, 2 Waschtoilett. doppelt. Lanck, Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangsversteigerung. Am Mittwoch den 4. September 1907, mittags 12 Uhr, sollen im Pfandlokal Glockengasse 39 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 6 Wappenschilder, Schreibmaschine usw. Tervooren, Gerichtsvollzieher in Cöln. gebr. billig zu verkauf. Jahnstraße 15. Am 4. Septemder 1907, mittags 12 Uhr, sollen Perlengraben 80 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meist bietend versteigert werden: a. 1 Schreibtisch, 1 Diwan, 1 Nähmaschine; b. 1 Bücherschrank; c. 1 Büfett, 1 Vertiko, 1 Sofa, 1 Waschkommode; d. 1 Büfett, Ausziehtisch 11 Betten, Vertiko, Diwan, Teppiche, Bilder, Serviertisch, Etagere, Trumean, verschiedener Schnaps in Flaschen u. Fässern, eine Breunerei=Einrichtung. Urdan, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Mittwoch, 4. September 1907, vormittags 10 Uhr, soll im Pfandlokale Lothringer= straße 1 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Pfeilerspiegel mit Kons. Kruse, Gerichtsvollzieher in Cöln. Geffentliche Versteigerung. Am Mittwoch den 4. Septeinber 1907, nachmittags 4 Uhr, sollen im Lager der Kölner Lagerhausgesellschaft m. b. H. zu Cöln, Boisser#estraße 3, gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend im Wege der Selbsthülfe für Rechnung desjenigen, den es angeht, versteigert werden: 2 Pianinos. Schirmacher, Gerichtsvollzieher in Cöln, Boisseréestraße 1. Am Mittwoch, 4. Septbr. 1907, mittags 12 Uhr, soll im Auktionslokale Ursulagarten= straße 16 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Pianino in Eichen. Strey, Gerichtsvollzieher in Cöln. theoretisch ausgebildet u. praktisch gearbeitet, 22 J. bei einer Firma beschäftigt, sucht mit Leuten Stelle. Fr.=Off. u. 1319 a. d. Gesch. d. Bl. Am Mittwach den 4. September 1907, nachmittags 6 Uhr, sollen im Pfandlokale Dürenerstraße 155 zu Cöln-Lindenthal gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: ein Pianino, ein Büfett in Eichen, Schreibsekretär in Eichen, Trumeau, Barometer, großes Bild (Madonna), Garderobenständer, langer Teppich, Fußteppich, Nachttischchen. Verkauf voraussichtlich bestimmt. Düren, Gerichtsvollzieher in Cöln. Infolge Sterbefalls wegen Auf lösung des Haushalts diverse haus- u. Küchengerüte ett. zu jedem annehmbaren Preis zu verk. Rolandstraße 87, 3. Et. Zahn-Atelter Arnold Sörensen, BAG 2 Fernsprecher 8684." Teilzahlung gestattet. Woche 1 M. (ohne Preiserhöhung). Versteigerung. Im freiwilligen Auftrage werde ich folgende, dem Auftraggeber gehörende Gegenstände am Mittwoch den 4. September u. nötigenfalls die folgenden Tage, morgens 10 Uhr, nachmittags 3 Uhr beginnend, im Anktionslokale 36 Hahnenstraße 36(Kaisersaal) ca. 150 Stück seidene u. wollene Damen=Blusen in allen Größen, Kostümröcke, Kostümkleider, 20 Conpon Roben, Unterröcke, eine große Partie diverse Samt= u. Seidenreste zu Blusen und Kleidern usw. öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigern. N6. Verkauf findet bestimmt statt. A. Kaufmann, Köln, Brüderstraße 3. Fernspr. 9095. Im Wege stehende Möbel können Sie durch eine Anzeige im Kölner Local-Anzeiger gar bald preiswürdig verkaufen. KBR--Wkonferenzvortrag in St. Aposteln. Hr. Prof. Schwarz am nächsten Freitag den 6. d.., abends 9 Uhr, in der htelnkirche in seinem Konferenzvortrage reden über den neuen us. Alle katholischen Männer und Jünglinge sind zu diesem ressanten und belehrenden Vortrage eingeladen. Erzdiöhse Köln. Der Direktor Dr. theol. J. O. Kl. Paschen sollegium Leoninum wurde zum Direkt. d. Kollegium Albertinum, der Repetent Dr. theol. n A. Jos. Radermacher am Kollegium mium zum Direkt. dess. ernannt. wurden ernannt: 9 J. Ballof, geistl. Lehrer am Aloysianum spladen, zum geistl. Lehrer am Hubertinum in Godesberg, Dek. 1 K. Esser, Kapl. an St. Marien in Elberfeld, z. erst. Kapl. Et. Maria in Lyskirchen in Köln, a H. Fabry, Kapl. an St. in Lyskirchen in Köln, z. Kapl. an St. Maria im Kapitol J. Flöhr, Kapl. in Kalk, z. Rekt. des Dreikönigenhosp. eim, Dek. Mülheim, a H. H. Mainz, Kapl. an St. Anin Barmen, z. erst. Kapl. in Köln=Lindenthal, a J. Overbach, in Raeren, zum zweit. Vik. in Köln=Bickendorf, H. Claaßen, in Worringen, z. zweit. Vik. in Wipperfürth, n E. Billig, eibyter aus Düsseldorf, z. Vikar in Paffrath, Dek. Bensberg, dde, Neopresbyter aus Deutsch=Avricourt, z. geistl. Lehrer sianum in Opladen,- H. Franzen, Neopresbyter aus z. Vil. in Worringen, Dek. Lövenich,# M. Greven, byter aus Krefeld, z. fünft. Kapl. in Köln=Nippes, a P. Heitzer, yter aus Dremmen, z. Kapl. in Kalk, Dek. Mülheim, iers, Pfarr. in Olef, z. Pfarr. in Fischenich, Dek. Brühl. Tocales. boldenes Buchdrucker-Jubiläum. Am Mittwoch den tember sind volle 50 Jahre seit dem Tage vergangen, wo Gehly, Buchdruckereibesitzer, hier, Cäcilienstraße, in se Kölner Offizin seines Vaters als Lehrling eintrat. Den stionen des Hauses folgend, übernahm er später das Geschäft, unter seiner tatkräftigen Leitung einen ganz bedeutenden huung nahm. Viele unserer Leser werden sich noch mit Verdes Kölner Sonntagsblattes entsinnen, das, von Gehly gedet, lange Jahre in dessen Verlag erschien. Aber auch außereiner Fachkreise ist der Jubilar eine bekannte und beliebte michkeit. Lange Jahre hindurch bekleidete er verschiedene che Ehrenämter, wie Bezirksvorsteher, Schiedsrichter und pfleger. Jeder, der einmal mit Hrn. Gehly in dessen amtEigenschaft zu tun hatte, wird sich gerne seines liebenswürund zuvorkommenden Wesens erinnern. Auszeichnung. Hrn. Lazarett=Oberinspektor Gurk beim azarett in Köln=Deutz, wurde der Charakter als Rechnungsehen. kalsches Gerücht. Auswärtige Blätter, wie Berliner TageNr. 396— Drittes Beiblatt vom 7. August 1907) und die Morgenzeitung(Nr. 184 vom 8. August 1907) teilten n Konkursnachrichten auch den Konkurs des früheren nateurs Jos. Schmitz in Cöln a. Rh. mit. Anstatt nun die chnung früherer auszuschreiben, kürzte man das Wort und folgender Satz zustande: Früh. Restaurateur Köln ), J. Schmitz. Durch diese eigenartige Kürzung und die liche Satzstellung ist vielfach, trotzdem die beiden Berliner die Sache am 14. August bzw. 15. August richtig stellten, lzlich falsche Auffassung entstanden, als ob der dr. Früh, Am Hof, mit dieser Konkurs=Nachricht geWir geben gerne dem Ersuchen des Hrn. Früh statt, über den Sachverhalt aufzuklären und mitzuteilen, Lonkursnachricht sich nicht auf Hrn. Früh bezieht. le staatliche Densionsversicherung der Orivatbeamten dohl in den Kreisen der Privatbeamten selbst als auch in i# andauernd lebhaft erörtert, seitdem die amtliche Denkteschienen ist. Die hiesige Ortsgruppe des Deutschnatiohandlungsgehülfen=Verbandes, Sitz Hamburg, i deshalb am nächsten Freitag im großen Saale des „ Hofes eine öffentliche Versammlung, in der Hr. Hans eelin) über die staatliche Pensionsversicherung der Privatprechen wird. Der Redner darf als Berichterstatter zu chema auf dem unlängst abgehaltenen Dresdener Handültentage, sowie als Mitglied des Hauptausschusses als deser Frage gelten. Leser ene eigenartige Erscheinung, de feuchtwarme Witterung, bietet ein in vermutlich hervorgerufen Weinstock in Nippes, Mauenheimerstraße 39. Neben reifen : en zeigt er neue Gescheine, von denen einige blühen. elektrische Beleuchtung auf dem Hohenzollernring Lgenwärtig eine bedeutende Verbesserung. Die verhältnisund ungenügenden Leuchtkörper werden durch große ersetzt. Die Auswechselung der Leuchtkörper geht in vor sich, daß jedesmal an einem Masten die Veränderung wird. Die neuen großen Bogenlampen bedingen auch die Anbringung größerer Lyren statt der bisherigen. Infolge dieser Arbeiten ist gegenwärtig immer ein Beleuchtungsmast ohne Lampe. Von der Straßenbahn. Seit heute vormittag fahren die Straßenbahnwagen der Linien 1 und 2, sowie 9 und 10 über die Krebsgasse durch den alten Posthof und die Glockengasse anstatt wie bisher durch die Schildergasse und Kreuzgasse. Im alten Posthofe, gegenüber dem Arbeitsnachweis, ist eine Haltestelle der Sraßenbahn errichtet worden. * Personalnachrichten. Der langjährige Abteilungs=Dirigent bei der hiesigen Kaiserlichen Ober=Postdirektion, Ober= und Geheimer Postrat Sautter, ist bei seinem Uebertritt in den Ruhestand durch die Verleihung des Roten Adler=Ordens dritter Klasse mit der Schleife, des Ehrenkreuzes des Großherzoglich=Hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen und des Offizierkreuzes des Belgischen Leopold=Ordens ausgezeichnet worden.— Dem Eisenbahndirektor Samwer, Mitglied der Eisenbahndirektion in Köln, wurde die Erlaubnis zur Anlegung des ihm verliehenen Ehrenritterkreuzes erster Klasse des Großherzoglich=Oldenburgischen Hausund Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig erteilt. — Dem chilenischen Konsul Karl Erk in Köln wurde namens des Reichs das Exeguatur erteilt. X Sprechstunden der Armenärzte. Wiederholt haben sich Armenarzte darüber beklagt, daß die Armen nicht innerhalb der Sprechstunde erscheinen. Es wird deshalb ersucht, bei Abgabe von Armenkrankenscheinen die Armen darüber zu belehren, daß die Sprechstunde— von 8 bis 9 Uhr morgens— soweit als irgend möglich innezuhalten ist. Außerhalb der Sprechstunde kann auf eine Behandlung der Kranken nur in Eilfällen gerechnet werden. Ist der Besuch des Arzies in der Wohnung nötig, so kann im allgemeinen dieser Besuch nur dann am nämlichen Tage noch erwartet werden, wenn der Armenschein bis spätestens 4 Uhr nachmittags in Händen des Armenarztes ist. Eilfälle(die aber stets als solche zu bezeichnen sind) machen natürlich auch hier eine Ausnahme. * Entbindungen auf Armenrechnung. Nach der bestehenden Vorschrift müssen Personen, die die Hülfe einer Hebamme bei der Entbindung auf Armenkosten in Anspruch nehmen wollen, sich rechtzeitig vor der Niederkunft einen Armenkrankenschein besorgen und sich damit zum Armenarzt begeben, der allein berechtigt ist, die Verweisung an die gewünschte Hebamme zu veranlassen. Trotz dieser bestimmten Vorschrift werden noch immer wieder Armenkrankenscheine verabfolgt, wenn die Entbindung bereits erfolgt ist. Ein solches Verfahren ist unzulässig. Verlangen Leute in solchen Fällen nachträglich einen Armenschein, so sind sie ohne weiteres vom Armenpfleger abzuweisen. Glaubt eine Hebamme für eine Entbindung die von der Armenverwaltung hierfür festgesetzte Vergütung beanspruchen zu können, obgleich die entbundene Person sich vorher einen Armenschein nicht geholt hat, so muß es ihr überlassen bleiben, sich dieserhalb direkt an die Armenverwaltung zu wenden. + Vermächtnis für die Armen der Pfarren St. Aposte ln und St. Mauritius. Aus dem Nachlaß des am 7. Juli 1907 verstorbenen Frl. Elise Bertram, zuletzt Benesisstraße 23 wohnhaft, wurde zufolge testamentarischer Bestimmung der Armenverwaltung ein Betrag von 1224,70 M. zur sofortigen Verteilung an Arme aus den Pfarren St. Aposteln und St. Mauritius übermittelt. Der Betrag, der als besondere Gaben, d. h. über die gesetzliche Armenunterstützung hinaus Verwendung finden soll, wurde unter Zugrundelegung der Ausgabe der in Betracht kommenden 11 Armenbezirke an laufender Unterstützung für den Monat August 1907 sowie unter Berücksichtigung der aus den einzelnen Bezirken in die genannten Pfarren fallenden Straßen verteilt und zur Zahlung an die Vorsteher der Bezirke angewiesen. ∆ Der Neubau des Bapen- und holzwerftes ist jetzt in Angriff genommen worden. Das Werft ist von der Mechtildisbis zur Biberstraße durch einen Bauzaun vollständig abgesperrt worden. Inzwischen ist bereits mit dem Abbruch der alten Werftmauer, deren Zustand mit der Zeit einen Einsturz befürchten ließ, begonnen worden. Die künftige Werftmauer, die sich auf eine Länge von etwa 600 Meter erstrecken soll, wird ganz aus Basaltsteinen ausgeführt werden. Soweit das Steinmaterial der alten Werftmauer noch brauchbar ist, wird es mit verwendet. Ein Dampfbagger und eine Dampframme liegen seit gestern an der Baustelle. Die Arbeiten, die von der Firma Gebr. Meyer ausgeführt werden, erfordern bis zur Fertigstellung des Werftes einschließlich der zu errichtenden Schuppen einen Kostenaufwand von 1320000 M. Das neue Werft wird teilweise erheblich breiter gestaltet werden als das alte. Die Bauzeit dauert voraussichtlich 1½ Jahre. * Kleine Mitteilungen. Das Viophon=Theater in der Schildergasse bringt fesselnde Bilder von der Kaiser=Entrevue in Swinemünde, es fuhr: uns in die sonnigen Gesilde Algerien4 zur Apfelsinenernte und zeigt die Herstellung des Brates von seiner Aussaat als Korn bis zu feiner Fertigstellung in der Backstube. Für den Humor sorgen Darstellungen des Schnellmalers und die Schlußnummer: Unbesiegbare Nervosität. Der Bühnengesangskunst ist wieder ein breites Feld eingeräumt.— Im Welt=Kinematograph, Schildergasse 72/74, enthält das Programm neue und interessante lebende Photographien. . Japanisches Konsulat in Köln. Seit dem 1. d. M. ist in dem Hause Gereonstraße 43 ein japanisches Konsulat in Köln eröffnet. Das neue Konsulat ist Hrn. H. Viktor Gielen übertragen worden. Am Sonntag war an dem Hause die japanische Flagge gehißt. ∆ Gesperrt wird behufs Ausführung von Straßenbauarbeiten die Kleine Budengasse vom 2. September d. J. ab auf drei Wochen, der Ursulaplatz von der Viktoriastraße bis Hausgrenze 30/32 vom 4. September d. J. av auf drei Wochen, sowie die Bayardsgasse von Peterstraße bis Fleischmengergasse vom 5. September ab auf zwei Wochen. ∆ Ueberfahren. Gestern nachmittag wurde auf dem Kleinen Griechenmarkt ein zehnjähriges Mädchen von einem Lastfuhrwerk über den linken Fuß gefahren; das Kind mußte dem Bürgerhospital überwiesen werden. 0 Der Turm der ehemaligen Kirche Klein St. Martin, der als Glockenturm bekanntlich zur Pfarrkirche St. Maria im Kapitol gehört, wird einer Reparatur unterzogen. Um den Turm wurde ein Gerüst angelegt, von dem aus der Helm eine neue Schieferbedachung erhält. Tödlicher Anglücksfall. Gestern mittag stürzte in einem Hause der Kasparstraße die etwa 50 Jahre alte Frau des Oberpostschaffners Kraus aus dem Fenster und erlitt einen komplizierten Armbruch und schwere innere Verletzungen. Sie wurde ins Vinzenzhaus in der Eintrachtstraße verbracht, wo sie nach einigen Stunden starb. Ein Messerheld. Am Samstagabend bedrohte in der Bürgerstraße ein Dreher einen Mann mit einem Dolchmesser. Ein Schutzmann nahm den Messerhelden fest und brachte ihn zur Präsidialwache. Wie sich dort herausstellte, wurde der Dreher noch von der Kriminalpolizei seit längerer Zeit gesucht. # Diebstahl. In der vergangenen Nacht wurden in einem Logishause an der Weißbüttengasse einem Arbeiter die Weste mit Uhr und Kette, das Portemonnaie mit 40 M. Inhalt und seine Schuhe gestohlen. 2. Gefährlicher Sturz. Gestern vormittag waren Feuerwehrleute auf der Dürenerstraße in Lindenthal damit beschäftigt, an der in der Nacht zum Montag niedergebrannten großen Scheune die Umfassungsmauern niederzulegen. Hierbei stürzte eine Mauer ein; ein Feuerwehrmann, der auf der Mauer sich befand, fiel durch ein Glasdach einer an die Scheune anstoßenden Schmiede und erlitt hierdurch schwere Verletzungen im Gesicht. i Eine Kindesleiche gefunden. Gestern fand man in einem Hause an der Langgasse in einem Koffer die Leiche eines neugeborenen Kindes; ein 21 Jahre altes Mädchen, welches in dem Wause wohnte, wurde als die Mutter ermittelt. Ob das Kind eines naturlichen oder gewaltsamen Todes gestorben ist, muß die eingeleitete Untersuchung ergeben. a Köln,.Sept.1907. Amtlicher Bericht der städtischen Marktverwaltung. Niedrigster und höchster Preis im Kleinhandel: Rindfleisch, von der Keule M. 0,83-0,90, vom Bauch 0,72-0,80, Kalbfleisch .83-0,97, Hammelfleisch.82-.96, Schweinefleisch 0,94-.00(alles einschliesslich Knochenbeilage), Filet zu Beefsteak.27-1,52, Speck, hiesiger, geräuchert, 0,85-.90, do. gesalzen 0,84-0,89, Schinken, roh 1,80-2,00, do. gekocht 1,80-2,00, Zervelatwurst.98-2,00, Rindernierentalg.42 .50 das ½ Kil., Rebhühner, alte.80-—0,90, junge 1,10—.50, Gänse 4,85 5,70, Enten 2,25-2,95, Hähne, alte.80-2,25, junge 0,70—1,30, Hühner. alte.40—.50, Junge 1,05—.25, Tauben, alle.40-.45, junge.45-.50 lebend, das Stück, Gänse 5,25-6,40, Enten 2,35-3,10, Hähne, alte.90-.40 gunge 0,70-.45, Hühner alte.,50-.80, Tauben, alte.,40-.45, Junge .45-.55 geschlachtet, das Stück. Heringe, Salz-,.06. Rollmops.08.10 das Stück, Sardinen.40-.50 das 1·fd., Bratheringe 0,10 das Stück, Meikereibutter.20-1,30, Kochbutter 1,10-.15, Landbutter.20-1,25 das Pfd. Landeier, trische,.25-.50 die 25 Stück, Schweizerkase 1,00—.10. Holländer 0,60-.00, Tilsiter 0,80-.90, Edamer.75-.90. Limburger .45-.60 das Pfd., Mainzer 0,05, Camembert.40—.50 das Stück. Aepfel, hiesige Ess- 0,18-.25, hiesige Koch-.10-.15, Birnen, Ess-.15-.30. Koch-.10-0,12, Ringelotten O. 15-.20, Mirabellen.35, Zwetschen.10 0,15, Preiselbeeren, hies.,.35, Aprikosen, inl.,.35-0,40, Pfirsiche, inland. .40-.45, Weintrauben, ital. O,20-0,25, franz..20-.25 d. Pfd., Zitronen .06-.08 das Stück. Kartoffeln, rote, O,C4-0,C5. Nieren, 0,04-0,O5, weisse, 0 04, holländische 0,04, Bohnen, dicke, mit Schale 0,10—0,12, grüne, hiesige 0,15, Wachs-.15-.20, Prinzess-.15-.20 das Pid., Endivensalat, inl. .05-0,10, Kopfsalat, inl., O,04-0,06. holl..03, Blumenkohl, inl..10-.15, ausl..40-0,25, Rotkohl, inl. 0,10-O,15, ausl..20-.30, Weisskohl, inl. 0,10-0,20, ausl..30—0,35, Wirsingkonl, inl., 0,05-.10 das Stück, Spinat .12-0,15 das Pfd., breitlauch 0,10-.25 das Gebuna, Kohlrabi, Ober-, 0,04-0,05, das Stück, Rüben, weisse 0,10-0,12 das Pfd., rote(Karotten), sunge 0,04-.05 das Gebund, abgeschn..04-.05 das Pfund, Mohrrüben, .03-.05 das Gebund, do. abgeschn. 0,04-.Oe das Pfd., Petersilie 0,15-.20 die Portion, Sellerieknollen.08-.10, Fellich, schwarzer.05.06, Schnittlauch 0,03 d. Gebund. Zwiebeln, gewöhniiche O,O5-.06. Perl-, .25, Tomaten, ausl..15-0 20, inl. 0,15-.20 das Pfd., Gurken, grosse, Salat- 0,08-.15, holl. 1, 0,10-0,20, II.10 das Stück. K Köln,.Sept.1907. Fruchtmarkt. Heu.40-7,00, Maschinenstroh (Roggen).00. Richtstroh(Flegeldrusch).50. Krummstroh.50 die 100 Kil. Aus Dororten und Umgebung. 2 Kommerskirchen,.Sept.1907. Die Lehrerin Frl. Katharina Nolden feierte gestern ihr 25jähriges Jubiläum als Lehrerin in der hiesigen Gemeinde Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 241 Offene Stellen. Zu vermieten. Tafeldecker zu sehr guter Stellung für vornehmes Haus auf dem Lande, mit langjährigen Zeugnissen über zuverlässigen Charakter, Treue, Ordnungsliebe, Nüchternheit, gesucht. Meldungen mit Photographie, Zeug nisabschriften unter C F 480 an die Geschäftsstelle d. Bl. Starke Arbeiter gesucht. Abteil. Scheibler Halk, Friedr. Wilhelmstr. 25.* Junge für Anwaltsbureau zum sofortigen Eintritt gesucht. Selbstgeschriebene Offerten m. Angabe der Schulbildung unter A 85 an die Bechäftsst. d. Bl.* Ordentlicher: Arbeitsjunge gesucht. Lohn 12 M. p. Woche. * R ö h r e r g a s s e 1 2. Zkauisiteure sof. ges. f. WochenA schrift m. Sterbegeld=Versich. Neu! Hohe Prov. wird gew. Off.u. E140 a..Heesen, Ehrenfeld. Junger Friseurgehülfe ges. Deutz, Siegburgerstr. 33. Sücht. Schneidergesele gel. Jahresst. Kalk, Marienstr. 10. Ardentlicher Gehülfe in Feinbäckerei gesucht. Alb. Ventsch, Kalk, Hauptstraße 170. s Aoonstraße I. Etage, 0 Aussicht vom vorderen# # Valk. auf die prachtvollen X Anlagen des Königsplatzes,# àmp; von der hinteren großen## ## Veranda in Gärten. O 7 Zimmer, Küche in## * Wandpl. und mit gr. Sp., * Padezimmer mit kompl Machabäerstr. 57 in v. Eigent. mitbewohnt. Hause, schöne abgeschl. 3. Etg., hofw., große Terrasse, freie Aussicht in Gärten, 5 ger. Zimmer, Küche. 1 Mans., mit allen Bequemlichk., an stille Familie zu vermieten, ev. auch geteilt. Bescheid Part. September 1907. Schöner hell. Souterrain Moltkestraße 85, bestehend aus 7 Räumen, Bureau und Lager mit Tor per 1. Ottober frei. Bescheid Bureau Moltkestraße 93, Souterrain. In Vorort Kölns, Nähe Villenviertel, Haltestelle elektr. Bahn, Mietgesuche. a. Weißwein. A 1350 u. 15.— a. Rotwein ab hier geg. Nachn., Faß leihw. u. franko zurückzusend, empfiehlt Junger Mann 23. d. M. ein in anständigem Ha Familie. Gereons zugt. Offerten ni des Preises mitol sion u. Nr. 1324 a. sucht Einrichtung, Mansarde u. allem Zubehör, Parkett9 böden, Kachelösen, elektr. # Licht usw. vollständig 2 83 9 0 neu renoviert, sehr G preiswert, zu M. 1800 zu 2 vermieten. Hausmeister# im Hause. Bescheid Roonstr. 28. pt. 8 X Bureau dauernd geöffn.# 92000009088000880 herrschaftliche Gartenwohnungen in schönster neuer Ausführung, je 4 Zimmer, Küche mit Spind, eingericht. Badezimmer, alle Räume sehr groß und hell, Etagen mit durchgeh. Balkonen. Blumenthalstraße 20 u. 23, Erdgeschoß mit Garten zu 1200, 1. Stock 1200, 2. Stock 1100.6, per sofort zu vermieten. Hausmeister, der alle gemeins. Räume, Treppenläufer usw. reinhält, im Hause. Bescheid Bermietungs=Bureau Blumenthalstraße 13, 1. Et e. da keine am Platze, od. größere Konsumgeschäft per sofort oder 1. Dezember zu vermieten eotl. zu verkaufen. Off. u. Nr. 1322 a. d. Gesch. d. Bl. Ladenlokal a. Rhein. In verkehrr. Straße, beste Lage, ist sof. od. später ein d. Neuzeit entsprechendes, mittelgroßes Ladenlokal zu vermieten. Näheres H. Kellner, Mül heim a. Rh., Wallstraße 73. seine beiden Kinder, Mädch und Junge, im Alter von und 9 Jahren volle Pension bei einer besseren evangelisch Familie in Köln. Junges Ehepaar sucht Einfamilienhaus mit Garten in nächster Umbung Kölns bzw. in de orten. Off. m. Preisan Nr. 1326 an die Gesch. Zeine erste Etage, mod. einger., Aquinostr. 5, zu verm., 6 Räume inkl. K. m. Pl. kompl. Badezimm. sowie Keller Mans., Park., Kachelöfen usw jederzeit einzus. Pr. 87,50 M per Monat. direkt am Königsplatz versch.—3 Zim.=Wohn., abg. an nur ruhige Leute zu verm Besch. Heinsbergstr. 26, p gesucht. Köchin, welche in der besseren bürgerlichen Küche tüchtig ist und einen Teil der Hausarbeit mit übernehmen muß, von einer kath. Herrschaft in Köln gesucht. Antritt 15. September oder früher. Zweitmädchen vorhanden. Beverberinnen wollen unter Angabe ihrer bisherigen Stellen, ihres Alters und Heimatsortes Fr.=Offerten unter F F 4915 a. d. Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung tenden. Tüchtige Schirm= Näherinnen in und außer dem Hause bei hohen Löhnen für dauernde Beschäftigung sofort gesucht. Gebrüder Nolte Große Budengasse 17—19. Properes Mädchen zur Aushülfe für Küchen= und Hausarbeit sofort gesucht. * Altenbergerstraße 4. 1: Moltkestraße 131, I. Stage, 6 Zim., schöne Räume, Kachelöfen u. Balkon a. d. Gartenseite, Küche in Plättchen u. m. Spind, Badez., Mans., Keller u. Nebengel. Atrechterstraße 2. 3. Etage, 6 schöne Zim., Kachelösen, Küche Badez., Mans., Keller u. Neben gelaß, straßenw. Erker, an der Gartenseite Balkon mit schöner Aussicht. Bescheid Bureau Moltke straße 93, Souterrain Kippes. Schön. abgeschl. Hochparterre 3 große Zimmer, Küche, Spind und alle Bequemlichkeiten, in ruh. Privathause, Steinberger straße 4, zu vermieten. Bescheid daselbst 3. Etage Großer Eckladen, für jedes Geschäft geeignet in vorzüglichster Lage Ehrenfelds, Ecke Ottostraße und Ottoplatz, in unmittelbarer Nähe an der im Bau begriffenen St. Annakirche. Näheres Ottostraße 42. haushälterin, auch im Geschäft(Metzgerei) mithelfen muß, sofort gesucht. Wilh. Aöhs, Siebachstr. 53. Ordentl. Mädchen für alle Hausarbeit gesucht. Deutz, Siegburgerstr. 33. Junges kräft. Mädchen, das S noch nicht ged. hat, f. Hausarbeit gesucht. Steinstr. 45. p. Kraves Mädchen für leichte a Hausarbeit gesucht. Nippes, Baudristr. 4, 2. Et. Kraves kath. Mädchen f. Küche C u. Hausarb. in kl. ruhigen Haush. ges. Viktoriastr. 23, pt. Kraves Mädchen für morg. S gesucht. Cleverstr. 8, Hochp. KIE Arbeitsgesuche. Erste u. zweite Etage, 2 bochmod Wohnungen v je 6 Zim., außerd Küche(m. Speisekammer), Badezim.(kompl. eingericht.), Mans., Wasserklos., Waschhüche u. Keller Erker u. Balk. z. 1. Okt. od. spät zu verm., auf Wunsch m. Gart Eingang ist sep. u. jede Etage abgeschl. Haltestelle der elektr. Straßenbahn v. d. Hause, fünf Minuten vom Staatsbahnhof Progymnasium am Platze. Wwe. Joh. Wielpütz Schöne Wohnung in feinem L=Familien=Hause, gesund, wie auf dem Lande, abg. 3. Etage 4 Zimmer, Küche m. Spind, Luft bad, Balkon, Veranda, elektr Licht, Gas, nur an ruh. L. bill für 45X sof. z. vm. Nußbaumer straße 25, Neustadt=Ehrenfeld In 13 Min. v. Hauptpost Kölu m Schlachthofb., in 22 Min. z. Fuß Lädenlokal Ain mit Wohnung,—4., Lokal ganz in Plättchen, f. jed. Gesch geeignet, per sofort zu vermiet Bescheid Roonstraße 28, p. ucht—3 Zimmer. Fr.=Off. u. 1325 a. d. Ehrenfeld. einz. Herrn ges. L Ein für jedes Geschäft geeign. Ladenlokal i. d. best. Lage v. Porz a. Rh. z. v Joh. Röseler, Porz a. Ry Maybachstraße 114 Abgeschlossene 3. Etage, 4 Zimmer und Küche, mit allen Bequemlichkeiten billig zu verm. sippes. 2. Etage 5 Zimme u. Badez., d. Neuz. entspr. einger. billig zu verm. Off. u. M 69 a. d Hauptvertr. Nippes, Cranachst.5 Salon u. Schlaff., 1. Gt., striw., an 1 ev. 2 H. m. Pens. gl. z. v. Eintrachtstr. 66/68 Balk b. 3. Leipzigerplatz. Sch Mans.=Et., 4., Spind, abgeschl., a. r. F v. B. Scharnhorststr. 11 2 4 Räume mit schön. Aussicht in Gärten nebst zwei Mans. an stille Fam. zu vermieten. Jakobstr. 10. chöne Wohn. 2. Et Räume 4 u. Mans. in sehr anst. ruh Hause zu"4z. verm. Ehren feld, Vogelsangerstr. 47, n. b. Köln. Sülz=Weyertal 20. Abg. 1. Et.. 3 Zimmer, Küche, Balkon billig zu vermieten. gayenthal. Sch. Wohnungen D v. 2 u. 33. preisw. zu verm. Bescheid Goltsteinstr. 36. unten. eleine Familie s. 4 Zim. Küche part. Pr. bis 60.f. u. G P 8 postl. Postamt 16 K A Unterricht. Schüler, die jetzt die Anstalt werden von einem Geistl gewissenhaft zur folgenden vorbereitet, wenn sie er Talent haben. Honorar Monat voraus 50M. Fr.=Off. u. A 81 a. d. Gesch.? Kapitalien. 30-35 000 M. Haus in Kal Lage, v. Selbstdarleth. ges Off. u. 1307 a. d. Gesch. d. I AA Zu verkaufen. Nähe Mordfriedhof straß schönes kleines Haus, renoviert, mit kleinem Gar unter günstigen Bedingunge verkaufen. Bescheid b. EiP. Graff, Lohsestraße für sedes Geschaft geeihnen, Nahe Nordfriedhof, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Bescheid b. Eigent. P. Graff, Horrn Lohsestr. 28, u. Andreaskloster 12. Helln. Zweitee Blatt d sanft und gottgestärkt durch die Heute mittag 1 Uhr verschied ergeben infolge Altersschwäche, gestartt burch oi h. Sterbesakramente der römisch=katholischen Kirch, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Groß, mutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Franziska geb. Köhler, im fast vollendeten 84. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Köln, Paderborn, Duisburg, 2. Sept. 1907. statt am Donnerstag. Sterbehause BenesisDie Beerdigung findet nachmittags 3 Uhr, vom straße 41 aus. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Samstag, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Aposteln. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, heute morgen 5 Uhr unseren lieben Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel hern heinrich Josetf Eisenbahnlademeister a. D. im Alter von 67 Jahren nach längerer, sehr schmerzlicher Krankheit, frühzeitig gestärkt mit den Heilsmitteln der römisch=katholischen Kirche, zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. In Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marg. Hersel, Hausen, Unter=Platten, Rheidt, Köln=Nippes, den 2. September 1907. Die feierlichen Exeqnien werden gehalten am Donnerstag den 5. September, 9 Uhr morgens, in Hersel, danach Ueberführung der Leiche nach Deutz. Die Beerdigung findet statt am selben Tage, nachmittags 3 Uhr, von der Pfarrkirche zu Deutz aus. Abonnententisch f. besseren Ninnos Sechzigstraße 28, 3 Zimmer 2. Etage an ruhige Leute billig z 2 Etage 4 Räume an ruhige - Leute zu vermieten. Kordulastraße 6. 2. Etage, 6 Räume und alle Bequeml., zu verm. Heinsbergstraße 14, 1. Et. Ein möbl. Zimmer mit Balkon 1 gartenwärts zu vermieten. Boisseréestraße 6, II. öbl. Zimmer m. 2 Betten zu vermieten. Elstergasse 28. Zlippes. Beau. 3. p. Eichst 3. b. alle Eichstr. 15. z. vermiet. Etage, Anbau, Quentelstr. 3. Zim. Hintery. für 15 M. zu vermieten. Lungengasse 45. Fapezieren à Rolle 30h. & Maler= und Anstreich aut u. billig. Hahnenstraß Lungengasse 13-17 großes hestes Ladenlokal mit anstoß. Zimmer, abgeschloff. 1. Etage, 3., K. mit Spind u. Bequeml., das. heller trock. Lagerkeller zus. od. get. zu verm. Besch. daselbst b. Eigent.., links. stalmstr. 39, 3. Et., sein möbl. Zimmer z. verm. Besch. part. Zerzogstr. 5. möbl. Zim. m. voll. 4.P..45 u. 50 fl. W. 11 u. 12,50. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die herrlichen Kranzspenden und zahlreiche Beteiligung bei dem Begräbnisse meines lieben Gatten, unseres guten Vaters und Schwiegervaters, sprechen wir allen Verwandten, Freunden, Bekannten und Nachbarn, besonders der Firma Peter Stühlen und deren Beamten und Arbeitern unseren tiefgefühlten Dank aus. Kalk, den 2. September 1907. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute abend 8½ Uhr mein innigstgeliebten Mann, meinen treusorgenden Vater, unseren guten Sohn, Schwiegersohn, Neffen, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Georg Adler Kaufmann zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach langer, mit größter Geduld ertragener schwerer Krankheit, im Alter von 32 Jahren. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Eise Adler geb. Winkels. Köln=Nippes, Potsdam, Köln, Elverfeld, Arnstadt, den 1. September 1907. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch den 4. September 1907, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Ulrich Zellstraße 9 aus. Zim., 3. Et., hofw., a. kinderl. Leute z. verm. Perlenpfuhl 29. Familie Lätsch. #ett.., h. u.., 3. Et., f. 8 J. an einz. Pers. g. v. Ferkulum 24. Großer Posten Herren= und Damen=Boxschnürstiefel Paar M. 6,50. Partiewarengeschäft Mühleng. 2, 1. H. v. Altermarkt. Welche Kartoffelhandlung würde es übernehmen, einem Vereine von 600 Mitglied.(mit Familien) f. d. ganzen Winter eine Ermäßigung des Preises f. Kartoffelbezug zu gewähren? Off. u. 1317 an die Gesch. d. Bl. An= u. Verkauf v. Möbeln, einz. A wie kompl. Wohn= u. Schlafz., Nachlässe, Bureaumöbel, LadenRegale, Theken, Pianos, Herde, „ neue u. gebr. J. Hochköpper, Gr. Griechenmarkt 111..8803. Juchtäuschlüß u. ebenfolche. Off. u. Nr. 1327 a. d. Gesch. d. Bl. Benderschaft d. Mariä in St. Maria Kapitol. Die feierlichen Eresie das verstorbene Mitglieh Anna Apollonia Hun geb. Schief finden statt am Mittoeg 4. September., morgen; in der Pfarrkirche St. im Kapitol, wozu hiermu lichst eingeladen wiro. Trauerkräg erhalten Sie gut und Einstchen Landw. dAleiseinerigz, Off. mit Ang. d, Ph an die Annahmest. E) Venloerstraße 360.