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Um ein Gebetsalmosen und stille Teilnahme für die liebe Verstorbene bitten die Schwesern des St. Josefshauses. Köln=Ehrenfeld, den 9. April 1907. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Freitag den 12. April, morgens 9½ Uhr, in der St. JosefsPfarrkirche zu Köln=Ehrenfeld, und daran anschließend die Beerdigung um 10½ Uhr vom St. Josefshause, Vogelsangerstraße 32, aus nach dem Köln=Ehrenfelder Kirchhofe. Metropol-Theater. Apostelnstr. 13. Direktion: Max Bruck. Fernspr. 4985 Donnerstag den 11. April 1907: Neu! Zum 12. Male: Neu! Künstlerblut. Operette in einem Vorspiel und 2 Akten. Musik von Eyßler. Seite Das feierliche Jahrgedächtnis für den Herrn Pfarrer Herm. Jos. Hundgeburt findet Donnerstag den 11. April, morgens ½9 Uhr, in der Herz Jesu=Kirche statt. Es wird freundlichst dazu eingeladen. R Das Jahrgedächtnis für die Eheleute Statt besonderer Anzeige. Dr. med. u. Stbylla geb. Bayer findet statt Mittwoch den 10. April, morgens 9 Uhr. in St. Peter, wozu hier mit höflichst eingeladen wird. Einladung zum Jahrgedächtnis für Frau Terd. Blanweiser am Donnerstag den 11. pril, 8½ Uhr, in der farrkirche zur h. Ursula. Das Jahrgedachtnis f. d. Eheleute N. Querrach u. Frau Sibylla geb.Breuer findet Samstag d. 1April, morgens ½9 Uhr, in der Maria=Hilskirche statt, wozu hiermit freundlichst#### eingeladen wird. St. Apollinarisbruderschaft an S1. Jakob. Die feierlichen Exequien für das verstorbene Mitglied Herrn Nikolaus Richartz werden am Donnerstag den II. d.., morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Jakob gehalten. Der Vorstand. Peter Mertens Anna Mertenss s geb. Kluren### Vermählte 0 Köln und Werl, den 10. April 1907. Scala-Theater. " Nur noch ganz kurze Zeit! Gastspiel der amerikan. Detektiv-Company. Direktion: E. Taeger. abende“ uhr, Nick Carter. Geheimnisse des dunklen New York. Sensationelle Detektiv-Komödie in 4 Akten. Einlass 7 Uhr. Anfang 8 Uhr.(Proise der Plätze wie bekangt.) Rauchen verboten! 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Königliches Amtsgericht II1, Zwangsversteigerung Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene im Grundbuche von Müngersdorf, Band 52, Blatt 2059. zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen Krundstüicherateurs Anton Bolg zu Cöln=Sülz eingetragene Flur 69, Nr. 2205/150, de Noêlplatz, Acker 4,38 Ar groß, 1 2/100 Taler Reinertrag mit aufstehenden Neubauten, am 15. Juni 1907, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Glockengasse 9, Zimmer Nr. 24 versteigert werden. Königliches Amtsgericht Abteilung II•, Cöln. Zwangsversteigerung #. Wege der Zwangsvolstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Müngersdorf, Band 52 Blatt 2059, zurzeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen " Jestaurateurs Anton Bolg zu Cöln=Lulz eingetragene Flur 69 Nr. 2204/150, de Noêlplatz, Acker, 442 Ar groß, 1 3/100 Taler Reinertrag, nebst aufstehenden Neubauten, am 15. Juni 1907, vormittags 9½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Glockengasse 9, Zimmer Nr. 24, versteigert werden. Königl. Amtsgericht, Abt. III, Cöln. Konzert-Saal Fränkischer Hof 32—36 Komödienstrasse 32—36 Morgen Donnerstagabend 8½ Uhr: Philharmonisches Konzert der Kapelle des 65. Inf.-Regts. unter persönl. Leitung des Kgl. Kapellmeisters Hrn. Emil Lattermann. Programm: I. Akademische Fest-Ouvertüre von Brahms. 2. a. Sylven-Tanz aus Fausts Verdammung von Berlioz b. Der Schäfer putzte sich zum Tanz aus Goethes Faust von E. Lassen. 3. Fantasie a. d. Oper Das Nachtlager von Granada v. Kreutzer. II. 4. Ouvertüre über ein Thüringer Volkslied von Lassen. 5. Largo für Streichquartett von Haydn. 6. Melodien aus Die Meistersinger von Nürnberg v. Wagner. III. 7. Ouvertüre zur Oper Euryanthe von Weber. 8. Ein Abend in Schlaraffia. Potpo#rri von Fanfarello 9. Für dich mein Leben. Walzer von Jüttner. Eintrittspreis 25 Pfg., Halbdutzendkarten 1 M. Täglich Konzert der Hauskapelle. = Täglich= nachmitt. 3½ Uhr: Konzert. Flora. Täglich 3½ Uhr:* Konzert. Eintritt.4. Kinder die Sonntags 503/ Hälfte. KonzertGesellschaft. Die Mitglieder des Konzertchors, welche beabsichtigen, beim diesjährigen, am 29., 30. Juni und 1. Juli im Opernhaus stattfindenden Musikfest mitzuwirken, werden gebeten, sich in die im Konservatorium offenliegende Liste bis zum 20. April einzuzeichnen oderHerrn Landgerichtsrat Diener, Königsplatz 24, schriftliche Mitteilung zu machen. Das Chorkomitee. 84. Niederrhein. Musitfes in Köln— v. Weber-Spohr. Konzert-Opern-Gesangschule Schule: Marchesi. Kamckestr. 14, II. Ef., Auracicht Eintritt jederzeit. Pianos zu vermieten C. A. Fischer Peter König, Wollküche 1416 empfiehlt:* Schlafzim.-Einrichtungen in Mahagoni, Eichen, hell Nussbaum etc., Einzelbettenl Ausfüintung. SOwIe „Die Pockenimpfung, ein Ueberbleibsel aus dunkler Zeit“. 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Kleiner Anflug von dunklem Schnurrbart. Zähne: Vollständig, schlecht gepflegt. Kleidung: Schwarzer Rockanzug aus Kammgarn. Schwarzer steifer Filzhut mit rotem Futter. Weißes Leinenhemd. Keinelluterkleider. Weißes Vorhemd. Weißer Leufelder Volks-Kinemat... Mitwuoc: Große Volksvorstellungen. Ansang 3 Uhr. Erwachsene 20 3, Kinder 10 J. Venloerstraße. Ecke Dechenstraße. — Großes neues Programm. Weißer moderner Spazierstock Besondere Merkmale: Auf dem Kopfe überkämmte Narbe, einige Zentimeter lang. Auf der Innenseite der Taschenuhr einekratzt: Zur Konfirmat arl Krause. Auf die Ergreifung des Diedes u. Wiedererlangung des Geldes ist eine Belohnung von 800 M. ausgesetzt worden. Zweckdienliche Mitteilungen wolle man an die Ober=Postdirektion oder an die nächste Polizeibehörde richten. Cöln, den 10. April 1907. Kaiserliche Ober=Postdirektion: * Kriesche, Seite 4. Kölner Lecal-Hnzeiger Nr. 97&a Mittwoch, 10. April 1907. Erstes Blatt. Städti der öffentlichen Vorlesungen im Sommer=Semester 1907. (Beginn der Vorlesungen u. Uebungen: 17. April 1907.) 1. Hofrat Professor Aldenboven. Direktor des WallrafRichartz=Museums: Niederländische Malerei. 1 Stunde. Freitag—7. Aula. 2. Professor Dr. Bermbach: Einführung in die Elektrochemie(elektrische Grundbegriffe und Jonentheorie). 1 Stunde. Montag—8 abends. Laboratorium. 3. Lektor Carventer: Chapters from the Development of English Industries and Commerce. 1 Stunde. Mittwoch —8 abends. Hörsaal V. 4. Professor Dr. Cauer: Geschichte des deutschen Städtewesens. 1 Stunde. Mittwoch—8 abends. Hörsaal II. 5. Lektor Colson: Gustave Flaubert. 1 Stunde. Samstag —6. Hörsaal V. 6. Dr. Cüpvers. Direktor der Handelsschule: Die Entwickelung der geistigen Tätigkeit beim Kinde. I. Das normale Kind. 2 Stunden. Dienstag—7½. Hörsaal I. 7. Professor Dr. iur. et phil. Dienel: Einführung in die soziale Frage. 1 Stunde. Montag—9 abends. Hörsaal V. 8. Professor Dr. Dyroff: Aesthetische Fragen. 2 Stunden. Freitag—9 abends. Hörsaal II. 9. Dr. Esser, Direktor des städtischen botanischen Gartens: Experimentalphysiologie der Pflanzen. 2 Stunden. Mittwoch —7. Hörsaal im botanischen Garten am Vorgebirgstor Beginn 8. Mai. 10. Professor Dr. von Falke, Direktor museums: Stilgeschichtliche Führungen museum. 1 Stunde. Donnerstag 11museum. 11. Dr. Fischer, Lektor an der Universität Bonn: Der künstlerische Vortrag(mit Rezitationen). 1 Stunde. Freitag —9 abends. Aula. 12. Dr. Foy, Direktor des Rautenstrauch=Joest=Museums: Einführung in die Völkerkunde(mit Lichtbildern und Führungen). 1 Stunde. Donnerstag—7. Hörsaal im Rautenstrauch=Joest=Museum, Übierring. (Zu dieser Vorlesung werden neben der Hörerkarte besondere Zulaßkarten ausgegeben. Dieselben können bei Lösung der Hörerkarte an der Kasse der Handels-Hochschule in Empfang genommen werden.) des im 12. KunstgewerbeKunstgewerbeKunstgewerbe13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 28. 29. Dr. Professor Dr. iur. et phil. Gesicken: Geschichte des Kontutionalismus in Deutschland. 1 Stunde. Montag—8 abends. Hörsaal V. Professor Dr. Hansen, Direktor des Stadt=Archivs: Deutscher Handel im Mittelalter. Erster Teil: Norddeutsch= land. Blüte und Verfall der deutschen Hansa. 1 Stunde. reitag—8 abends. Hörsaal V. rofessor Dr. Hassert: Geographie des Hochgebirges mit besonderer Berücksichtigung der Alpen(mit Lichtbildern). 1 S t u n d e. M o n t a g 8— 9 a b e n d s. A u l a. Dr. iur. et phil. Leist vom A. Schaaffhausenschen Bankverein: Die Emissionsgeschäfte der Banken. 1 Stunde. Dienstag—9 abends. Hörsaal V. Professor Dr. Litzmann: Heinrich Heine und seine Zeitgenossen. 2 Stunden. Dienstag—8. Aula. Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Loeschke: Geschichte der Stadt Athen und ihre Denkmäler. 1 Stunde. Dienstag—9 abends. Aula. Professor Dr. Lorck: Beaumarchais und die Revolutionsliteratur. 1 Stunde. Samstag—8 abends. Hörsaal VII. Dr. Polis, Direktor des Meteorologischen Observatoriums in Aachen: Wissenschaftliche Luftfahrten und ihre Bedeutung für die Atmosphäre. 1 Stunde. Montag—7. Aula. Dr. Pröbsting, leitender Arzt der städtischen Augenheilanstalt: Licht und Beleuchtung. 1 Stunde. Freitag—8 abends. Aula. Regierungsrat Quensel: Das preußische Einkommensteuergesetz in seiner neuen Fassung, mit besonderer Berücksichtigung der gewerblichen und kaufmännischen Verhältnisse. 1 Stunde. Donnerstag—9 abends. Hörsaal IV. Professor Dr. Reitter: Ausgewählte Kapitel der chemischen Industrie. 1 Stunde. Mittwoch—7. Laboratorium. Professor Dr. Schröer: Shakespeares Königsdramen. 1 Stunde. Donnerstag—9 abends. Bibliothekzimmer des Englischen Seminars. Dr. Simchowitz, Dramaturg der Vereinigten Cölner Stadttheater: Goethes Romane und Novellen. 2 Stunden. Mittwoch 7¼—8½ abends. Aula. Chefarzt Professor Dr. Tilmann, Professor für Chirurgie an der Akademie für praktische Medizin: Die Organisation des Roten Kreuzes und seine Tätigkeit im Krieg und Frieden 1 S t u n d e. F r e i t a g 8— 9 a b e n d s. A u l a. Dr. Tischer: Die musikalischen Romantiker(mit Illustra tionen am Klavier). 1 Stunde. Donnerstag—8 abends. Aula. Professor Dr. Wirminghaus, Syndikus der Handels kammer: Geschichte der wirtschaftlichen und sozialen Theorien. 1 Stunde. Donnerstag—9 abends. Hörsaal V. Privatdozent Gerichtsassessor Dr. Wüstendörfer: Das Wechselrecht der Haupthandelsvölker in vergleichender Darstellung. 2 Stunden. Montag 7¼—8¾ abends. Hörsaal IV. Uebungen: iur. Moldenhauer: ungen. 1 Stunde. uer: Versicherungstechnische Besprech Mittwoch—8 abends. Hörsaal III. Eine Hörerkarte, die zum Besuche aller öffentlichen Vor lesungen(ausschließlich Uebungen) berechtigt, kostet 10 Mark im Semester, eine Hörerkarte für eine einzelne öffentliche Vorlesung 3 Mark im Semester, wenn sie einstündig, 5 Mark, wenn sie zweistündig ist. Auch Damen können Hörerkarten lösen. Für die Teilnahme an den Uebungen ist die Hospitantengebühr von 10 Mark für die Wochenstunde zu zahlen. Dieser Satz ermäßigt sich für inländische Handlungsgehülfen, welche einen Nachweis über ihre Geschäftstätigkeit erbringen, auf 5 Mark für die Wochenstunde(vgl.„Zulassungsbedingungen“). Für die Benutzung der Bibliothek und des Zeitschriften Lesesaales der Handels=Hochschule hat ein Hörer eine Gebühr von 5 Mark im Semester zu entrichten. Die Zahlung der Gebühren, sowie die Lösung der Karten kann vom 10. April ab vormittags von 11—1 Uhr und nach mittags von—7¼ Uhr auf dem Sekretariate der Handels Hochschule erfolgen. Aenderungen werden durch Anschlag am schwarzen Brett, sowie an der Tür des Hörsaales bekannt gemacht. Der Studiendirektor: Protesser Dr. Eckert. Im Wege stehende Möbel können Sie durch eine Anzeige im Kölner Tocal-Anzeiger gar bald preiswürdia verkaufen. Städtische Fortbildungsschulen zu Cöln. Die sämtlichen aus den Cölner Volksschulen in diesen Tagen entlassenen Schüler haben einen Prospekt erhalten, aus dem Eltern und Arbeitgeber die nötigen Mitteilungen über die unter A B und C genannten städtischen Fortbildungsschulen entnehmen können. In diesem Prospekt sind auch die einzelnen Schulgebäude aufgeführt, in denen sich die Fortbildungsschulklassen befinden. Weitere Exemplare können durch die Direktion der Fortbildungsschulen, Quatermarkt 1. kostenlos bezogen werden, worauf namentlich die Arbeitgeber der von höhern Schulen entlassenen oder von auswärts zugezogenen jugendlichen Arbeitnehmer aufmerksam gemacht werden. Die Arbeitgeber sind gemäß§ 6 des Ortsstatuts verpflichtet, jeden bei ihnen beschäftigten Lehrling oder jugendlichen Arbeiter spätestens am 6. Tage, nachdem sie ihn angenommen haben, zur Fortbildungsschule anzumelden. Zuwiderhandlungen können gemäß§ 8 des Ortsstatuts mit Geldstrafe bis zu 20 Mark oder im Falle der Zahlungsunfähigkeit mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft werden. Die Anmeldung erfolgt bei der Schule, die der Arbeitsstelle am nächsten liegt. A. Pflichtfortbildungsschule. Die städtische Pflichtfortbildungsschule muß von allen Schulflichtigen besucht werden, die nicht in einer der nachgenannten rei Fortbildungsschulen aufgenommen sind. Die Schulpflicht besteht bis zum Schlusse des Schulhalbjahres, in dem der Schüler sein 16. Lebensjahr vollendet; sie kann aber, wenn er das Schulziel nicht erreicht hat, verlängert werden. Der Unterricht findet der Regel nach Montags und Donnerstags von 5½—8½ Uhr abends statt und für die zeichnenden Berufe außerdem Sonntags von 9¼—11¼ Uhr vormittags. Schulgeld wird nicht erhoben. Anmeldungen werden am Donnerstag den 13. April von 6½ Uhr abends ab und am Sonntag den 21. April von 9¼ Uhr vormittags ab in den einzelnen Schulen entgegengenommen. Das Schulentlassungszeugnis ist bei der Anmeldung vorzulegen. Der erste Unterrichtstag ist Donnerstag der 18. April. B. Allgemeine Fortbildungsschule für Handwerkslehrlinge. Die Schule hat einen dreijährigen Kursus, beginnend mit der Entlassung aus der Volksschule. Der Unterricht findet in der Regel Dienstags und Freitags von 6½—8½ Uhr abends statt, außerdem wird Sonntag vormittags von 9½—12¼ Uhr Zeichenunterricht erteilt. Das Schulgeld beträgt.4 für das Jahr. Bedürftige Schüler können nach Maßgabe der verfügbaren Mittel Freistellen erhalten. Der Unterricht lehnt sich im allgemeinen an die gewerblichen Berufe an. Der erste Unterrichtstag ist Freitag der 19. April. Anmeldungen werden an diesem kage von 615 Uhr abends an und am Sonntag den 21. April von 9¼—12¼ Uhr vormittags in den einzelnen Schulen entgegengenommen. Bei der Anmeldung ist das Schulentlassungszeugnis vorzulegen. Die Schüler, welche in die bisher an die Königlichen Fachschulen angeschlossenen Fachklassen für Schneider, Schuhmacher und Uhrmacher einzutreten wünschen, haben sich bei der Direktion der Fortbildungsschulen Quatermarkt 1 zu melden. Den bisherigen Schülern dieser Klassen wird am ersten Unterrichtstag mitgeteilt werden, wo sie in Zukunft ihren Zeichenunterricht erhalten. C. Allgemeine Fortbildungsschule für kaufmännische Lehrlinge. Die Schule umfaßt ebenfalls einen dreijährigen Kursus, beginnend mit der Entlassung aus der Volksschule. Der Unterricht findet Mittwochs und Samstags von—5 Uhr statt. Das Schulgeld beträgt.4, für das Jahr. Freistellen können im beschränkten Umfange gewährt werden. Der Unterricht berücksichtigt die kaufmännischen Berufe. Der erste Unterrichtstag ist für die früheren Schuler Mittwoch der 17. April. Die neu eintretenden Schüler haben sich aber ern am Sametag den 20. upril, nachmittags von—5 Uhr, unter Vorlegung des Schulentlassungszeugnisses bei den einzeinen Schulen anzumelden. D. Höhere Fortbildungsschule für kaufmännische Lehrlinge, Hansaring 58. Die Schule gliedert sich in eine niedere Abteilung mit dreijährigem Kursus, beginnend mit der Entlassung aus der Volksschule, und eine höhere Abteilung für die Schüler, welche die niedere Abteilung mit Erfolg abgemacht haben oder die Berechtigung zum Einjährig=freiwilligen Militärdienst besitzen oder in einer besonderen Prüfung eine gleichwertige Vorbildung nachweisen können. Der Unterricht findet Wochentags jeden Abend von—10 Uhr statt. Die im Pflichtalter stehenden Schüler müssen an den Pflichtfächern mit mindestens 6 Wochenstunden teilnehmen. Das Schulgeld beträgt für 2 Wochenstunden 30.0. jährlich, für mehr als 2 Wochenstunden 4004 jährlich. Der Unterricht schließt sich sowohl in der niederen wie in der höheren Abteilung an den kaufmännischen Beruf an. Anmeldungen für die neu eintretenden Schüler werden im Schulgebäude Hansaring 58(Handelsschule) im Erdgeschoß an den Werktagen vom 11.—17. April. abends von—9½ Uhr, entgegengenommen. Die alten Schüler haben am Freitag den 19. April, abends 8 Uhr, im Schulgebäude zu erscheinen, um ihren neuen Stundenplan entgegenzunehmen. Das Schuljahr beginnt am Montag den 22. April, abends 8 Uhr. Ausführliche PTOSDGKTG der Anstalt werden bei der Direktion der städtischen Fortbildungsschulen Quatermarkt 1. kostenlos abgegeben. Daselbst wird auch jede weitere Auskunft über die städtischen Fortbildungsschulen erteilt.“ Direktion der städtischen Fortbildungsschulen, Quatermarkt 1. Dr. Kuypers. zu Cöln-Ehrenfeld. Das neue Schuljahr beginnt Dienstag den 16. April, morg. 8 Uhr; die Aufnahmeprüfungen werden Montag den 15. April, von morgens 8 Uhr an, abgehalten. Die Vorschüler, sowohl die bisberigen wie die neu aufzunehmenden, haben sich Dienstag den 16. April, vormittags 11 Uhr. in der Anstalt einzufinden. Anmeldungen nehme ich täglich in den Vormittagsstunden auf meinem Amtszimmer entgegen. Cöln-Ehrenfeld. 27. März 1907. * Prof. Dr. Wiebel, Gymnasialdirektor. Realschule der Stadt Köln. Die Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 1907 findet Montag den 15. April, morgens 8 Uhr, statt. Jeder in die Schule neu aufzunehmende Schüler muß sich dann mit seinem letzten Schulzeugnisse ein finden. * Der Direktor: Pros. Dr. Chomé. für Mädchen zu Köln, Niederichstraße 1. Im Schulgebäude der Städtischen Mittleren Mädchenschule II in der Niederichstraße zu Köln wird zu Ostern dieses Jahres eine neue kaufmännische Frrtbildungs= und Vorbereitungsschule für nicht mehr schulpflichtige Mädchen errichtet. Der Unterrichtskursus dauert ein Jahr. Der Unterrichtsplan enthält als verbindliche Fächer für 16 Wochenstunden: Deutsch, Briefwechsel. Buchführung, Rechnen, Handelslehre, Handelsgeographie, Schönschrift und Kurzschrift, als wahlfreie: Französisch, Englisch und Maschinenschreiben, für die katholischen Schülerinnen außerdem Religionslehre. Näheres zu ersehen aus einem Prospekte, der im Schulgebäude erhältlich ist. Anfang des Schuljahres Mittwoch den 17. April, 4 Uhr nachmittags. Anmeldungen, die möglichst bald erwünscht sind, nimmt der Anstaltsleiter, Herr Dr. Franke, schriftlich zu jeder Zeit, mündlich an den Wochentagen von 11 bis 12 Uhr, Niederichstraße 1 oder Dagobertstraße 79 gang durchs Tor) entgegen. Das Kuratorium. (EinHöh. Knabenschule u. Pensionat Kerpen b. Köln Gymnasialklassen bis Untersekunda. Statt des Griechischen wahlfrei Englisch. Auswärtige Schüler finden Unterkunft in dem mit der Anstalt verbundenen Pensionate unter Leitung des Unterzeichneten und in guten Bürgerfamilien. Prospekte stehen zur Verfügung. Anmeldungen nimmt entgegen der geistliche Rektor Brodmann.* Zwecks Räumung unseres enormen Lagers in besseren und billigen vorigj. Tapeten verkaufen wir von heute ab jedes Quantum, zimmerweise und in ganzen Ballen zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Günstige Gelegenheit für Bauunternehmer und Hausbesitzer sehr billig zu kaufen. Durchaus moderne Sachen! Keine Lagerhüter! Einige Partien Linkrusta! Jean Schmitz& Zündt Kaufhausgasse 4 Fernspr. 152 am Gürzenich.* Zum sofortigen Eintritt sucht Spezialfabrik der Fahrradteilebranche einen Arbeiter, welcher das Linieren von Fahrradrahmen versteht. Dauernde Beschäftigung über die Saison hinaus. Hoher Akkordlohn. Off. u. B. 75 an die Geschäftsst. d. Bl 0000010 A. Kleinenbroich, Köln. Unter Taschenmacher 7, empfiehlt Herren= und Knabenhüte und Mützen, Herren= u. Damenschirme. Reisekoffer Handtaschen billigst. .Reisdorff Sternengasse 34, Ecke der Hosengasse. CARL WAGNER Juwelier 22— Hohepforte 22— 5 Festgeschenke in grosser Auswahl. 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Okle, alle in Köln. Zweites Blatt. Röiner Local-Anzeiger Nr. 97&a Mittwoch, 10. Noril 190.. Seite 1. Offene Stellen. Füchtige Nieter, Zuschläger, Schlosser, Bohrer, Stanzer, hobler, Gußputzer und finden dauernde und lohnende Beschäftigung. Kölnische Maschinenbauund Hülfsarbeiter für Federfabrikation gesucht. Waggontabrik (vpen&atharle 6. m. b. h. Köln-Deutz. Zimmerleute werden gesucht. 6. m. b. h. Köln-Deutz. 5558050000 C Mehrere tücht., selbständ.() 3 Wagen= 8 * garnierers O bei hohen Löhnen für C dauernde Arbeit geFucht. Dieselben dürfen 7 0 jedoch sozialdemokratisch. 0 X Verbänden nicht angeOhören. Nürnberger* 0 Motorfahrzeug= Fabrik „Union“. G. m. b..,# O in Nürnberg. 5550000000 Tücht. selbständiger Werhzeugnacher für sof. bei hohem Verdienst gesucht. Maschinenbauanstalt Humboldt, Kalk Abteilung Llotter Junge Greesvergstraße 1. TempergussFormer sucht Sülzer Eisenwerk Fremerey& Stamm Köln-Sülz Marsiliusstrasse 19 dingungen gesucht. land“, Köln-Zollsock. 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Nach den Berichten liberaler Blätter kann sich dieser Herr„kein Deutsches Reich von dauerndem Bestand denken, in welchem heute dieser und morgen jener Richtung Konzessionen gemacht, in welchem Regierungsverhandlungen von dem Gedanken beeinflußt werden, wie sie dieser oder jenen Partei gefallen mögen.“ Der Redner kann sich wahrscheinlich nur dann ein Deutsches Reich von dauerndem Bestand denken, wenn in ihm konsequent nach dem Willen der anspruchslosen Liberalen regiert wird. Herr Nord konnte sich auch bei dieser Gelegenheit eine Anrempelung des Zentrums nicht versagen. Er äußerte: Nur zu lange haben wir die Haltung der Regierung beklagen müssen, die den Mut nicht fand, wider den Stachel zu löken, und von der wir doch nach der ganzen geschichtlichen Entwickelung nicht annehmen konnten, daß sie blind sei gegen die mit der schwächlichen Rücksichtnahme gegen eine Partei verknüpften Gefahren, wir müssen es aussprechen— gegen eine Partei, die es weit von sich weist, nicht national zu sein, und die doch, bei allen unbestreitbaren und unbestrittenen Verdiensten auf sozialpolitischem Gebiete, im Staate ständig frondierend dasteht(!) die weit entfernt von einer gesunden Opposition nur ihren eigenen Vorteil kennt(!) und— den Begriff des Staates als seiner selbst willen verneint. Noch zittert in uns nach der Kampf, den wir hier geführt haben, und der doch für uns in der Hauptsache ein Kauzpf für unsere und gegen eine fremde undeutsche Weltanschauung(!) sein mußte. Das sind dieselben Töne, die aus dem liveralen Blätterwald in die urteilslose Menge gerufen in vorurteilsfrei denkenden Kreisen mitleidigen Achselzucken übergehen. berufen, der Zeit den Standpunkt während des Wahlkampfes wurden. Heute wird man solche Ergüsse mit einem Hr. Nord fühlte sich dann klarzumachen und auszurufen: Das ist der große Fehler unserer Zeit, daß sie sich mit so viel Halbheit begnügt, sich an schönen Reden, tönenden Worten berauscht und sich durch die Begeisterung des Augenblicks darüber täuschen läßt, daß Worte noch keine Taten sind. Nichts beweist besser, wie sehr das deutsche Volk nach Männern der Tat verlangt, als der erlösende Sturm, der in den letzten Monaten des Vorjahres die Wogen des politischen Kampfes hoch aufschlagen ließ, und den ein einziger Mann mit festem Rückgrat entfesselte. Der Sturm ist vorbei, doch nicht die Gefahr, wieder droht die Reaktion ihr Haupt zu erheben, versagt hat die erste Probe aufs Exempel. Da geht an uns der Ruf, Wache zu halten!" So redete bei der Bismarckfeier Hr. Nord. Wer ist Hr. Nord? wird mancher fragen. Es ist derselbe, der in der Versammlung der Kölner Liberalen vom 8. Januar nach Aufstellung der Kandidatur Falks schon einem Bündnis mit der Sozialdemokratie für die Stichwahl das Wort redete. Später d. h. bei der Stichwahl], so verlangte er, müsse man, wenn man auch keinen Kontrakt abschließe, sich bewußt sein,„daß der schlimmere Feind für uns der Ultramontanismus ist". Diese Erinnerung dürfte genügen, um eine richtige Einschätzung der Ausführungen des Hru. Nord, die der Stadt=Anz.„vortrefflich“ nennt, zu ermöglichen. 8 Sie kann nun einmal nicht objektiv sein— die Kölnische Zeitung nämlich. In ihren„städtischen Rückblicken“, kommt sie auch auf den Prozeß Zilkens in der zweiten Instanz zurück. Sie bemerkt dabei:„Weder durch die nochmalige Verhandlung, die mit einem noch größeren Zeugenapparat als die erste in Szene gesetzt worden war, noch durch das Urteil der Strafkammer ist dem Privatkläger diejenige Genugtuung zuteil geworden, auf die er mit Bestimmtheit gerechnet hatte, denn das Verhalten des Hauptbeklagten wurde grundsätzlich milde beurteilt und er nicht wie vom Schöffengericht wegen verleumderischer Beleidigung, sondern nur wegen einfacher Beleidigung verurteilt, wenn auch das Strafmaß von 500 M. auf 800 M. erhöht worden ist.“ Die Verurteilung ist, wie das Urteil selbst erwogen hat, lediglich deshalb nicht wegen verleumderischer Beleidigung erfolgt, weil das Gericht augenommen hat, daß Hewel nicht selbst der Verfasser der Broschüre gegen Zilkens sei, sondern nur ein Werkzeug in der Hand von Hintermännern, was auch der allgemeinen Annahme entspricht. Indem die Köln. Ztg. diesen Umstand verschweigt, entstellt sie das Urteil und erweckt sie einen falschen Schein. Kann das Blatt denn gar nicht bei der Wahrheit bleiben, wenn es um einen politischen Gegner sich handelt! * Neuregelung der Hospitalpflegesätze. Bereits vor Jahren war seitens der Deputierten für die städtischen Krankenanstalten eine anderweite Regelung der Hospitalpflegesätze, d. h. eine Erhöhung derselben, in Aussicht genommen worde, da dieselben mit den für die Krankenanstalten zu machenden Aufwendungen in keinem Verhältnis ständen. Lediglich der Umstand, daß hierbei soziale Gesichtspunkte eine wichtige Rolle spielten, hatten zur Folge, daß die Neuregelung der Pflegesätze von Jahr zu Jahr verschoben wurde. Gelegentlich der Beratung des Haushaltsetats für 1907/08 bezeichnete der Stadtverordnete Schmalbein eine Erhöhung der Pflegesätze, namentlich der seitens der Krankenkassen gezahlten, für unbedingt nötig; es sei horrend, daß letztere nur M. 1,50 zahlten, während die Selbstkosten für Verpflegung, ohne Amortisation, fast 3 M. den Tag ausmachten. Er bezeichnete die Erhöhung auch mit Rücksicht auf die Privatkrankenhäuser für nötig. In einer in den letztvergangenen Wochen stattgehabten Besprechung der Vertreter der Privatkrankenanstalten: Marien=Hospital, St. Vinzenzhospital(Köln), Israelitisches Asyl, St. Franziskus=Hospital (Ehrenfeld), Alexianer=Krankenhaus(Lindenthal), Alexianer=Irrenanstalt(Lindenthal) und Evangelisches Krankenhaus(Sülz) wurde mitgeteilt, daß die Stadtverordnetenversammlung demnächst mit einer Vorlage betr. Erhöhung der Sätze beschäftigt werde. Es wurde beschlossen, daß auch seitens der Privatkrankenanstalten in Zukunft die für die städtischen Krankenhäuser geltenden Pflegesätze zur Erhebung kommen sollen. Danach sollen in der ersten Klasse Einheimische 8., Auswärtige 10., in der zweiten Klasse 5 bzw..50., in der dritten Klasse 5 bzw. 4., für Kinder bis zu 12 Jahren, deren Eltern hier ansässig sind, 1,50.. für Kinder auswärtiger Eltern 2 M. für den Tag gezahlt werden. Die Entschädigung für Arznei, einfache Verbände und Mineral= wasser ist in diesen Sätzen einbegriffen. Weine, kostspielige Behandlungsmethoden, kostspielige Verbände und Stellung eines besonderen Wärters, müssen in der ersten und zweiten Klasse besonders vergütet werden. zur Krankenkassen, die ein Vertragsverhältnis mit den städtischen oder privaten Krankenanstalten eingehen, wird der Pflege satz für die dritte Klasse auf 2 M.(bisher 1,50.) für einheimische Mitglieder und auf 3 M. für außerhalb der Stadt wohnende Mit glieder ermäßigt. Den minder steuer kräftigen Bevölkerungskreisen, und zwar Personen mit einem Einkommen bis zu 2400., sowie Angehörigen der Mitglieder solcher Krankenkassen, die mit den städtischen Krankenanstalten Verträge abgeschlossen, wird ebenfalls in der dritten Klasse die ovenerwahnte Ermäßigung gewährt Jedoch muß seitens der Betreffenden der Nachweis der Berechtigung hierfür geführt werden. Für die seitens der Landesversicherungsanstalten, der Berufsgenossenschaften und auswärtiger Krankenkassen überwiesenen Kranken sind stets die vollen Pflegesätze zu zahlen, ebenso für Mitglieder auswärtiger Krankenkassen, die hie sigen Kassen zur Fürsorge überwiesen werden. Für besondere kostspielige Behandlungsmethoden, kostspielige Verbände usw. sind von den Berufsgenossenschaften und Landes versicherungsanstalten besondere Vergütungen zu zahlen. Für Kranke, die auf eigenen Wunsch oder auf Anordnung der Krankenkassen in eine höhere als die dritte Klasse ausgenommen werden, sollen dieselben Bestimmungen gelten, wie für Pensionäre der betreffenden Klasse. Der Preis des Dienstbotenavonnements soll vom 1. Januar 1908 ab von 4 auf 6 M. erhöht werden. In der Krankenanstalt Lindenburg soll die bisher in der Ab teilung für Geisteskranke bestehende vierte Klasse in Fortfall kommen; in den drei Klassen gelangen die gleichen Pflegesätze zur Berechnung wie bei den übrigen Kranken. Nach vier Wochen sollen jedoch die bisherigen Sätze: erste Klasse 5,50., zweite Klasse 4., dritte Klasse 2 M. zur Erhebung kommen. Bäder, die auf der Station verabfolgt werden, werden nicht besonders berechnet. Für Bäder im Badehause werden als Mindestsätze erhoben: für ein gewöhnliches sowie für ein Duschebad 50 Pfg., für ein Dampf= oder Kohlensäurebad 1,50., für ein elektrisches Bad 3 M. Für Benutzung des Inhalationsapparates durch Stationskranke sind 50 Pfg. zu zahlen. Die einheimischen Kranken der dritten Pflegeklasse haben für Benutzung des Röntaenapparates keine besondere Vergütung zu entrichten. Bei der Berechnung der Pflegetage sollen in der dritten Pflegeklasse Eintritts= und Austrittstag als ein Pflegetag berechnet werden, bei den übrigen Klassen nur dann, wenn der Aufenthalt im Krankenhause länger wie vier Tage dauert; andernfalls sollen sowohl Eintritts= wie Austrittstag je als voller Pflegetag berechnet werden. Tocales.— ): M i t d e r a n d e r w e i t e n F e s t s e t z u n g d e r S t e u e r n s o l l d i e Stadtverordnetenversammlung sich morgen befassen. In der Sitzung vom 24. Januar d. J. wurde beschlossen, 35 Proz. Gemeindezuschlag zur Betriebssteuer, 200 Proz. Gewerbesteuer, 150 Proz. Grundund Gebäudesteuer und 143 Proz. Einkommensteuer zu erheben. Der Bezirksausschuß hat diesem Beschluß die Genehmigung versagt mit Rücksicht darauf, daß die bei der Veranlagung ermittelte Steuersumme die Erhöhung(5 Proz. Grund= und Gebäudesteuer, 8 Proz. Einkommensteuer) nicht rechtfertige. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Verwaltung, der Stadtverordnetenversammlung vorzuschlagen, den Zuschlag zur Einkommensteuer auf 140 Proz. festzusetzen. ere Hr. Beigeordneter Schmitz wird, wie verlautet, demnächst aus dem städtischen Dienst ausscheiden, um die Leitung eines hiesigen Bankunternehmens zu übernehmen. Hr. Schmitz ist bekanntlich Dezernent des Tiefbauamtes; bis zum Jahre 1906 hatte er das Dezernat der stadtischen Steuern. * Die Städtische Handels-Hochschule zu Köln veröffentlicht in vorliegender Nummer das Verzeichnis der öffentlichen Vorlesungen für das am 17. April beginnende Sommer=Semester. Es ist auf das reichhaltigste ausgestaltet und umfaßt 30 Vorlesungen aus den verschiedensten Wissensgebieten, die für weiteste Kreise von Interesse sind. Neben den von früheren Semestern bestens bekannten Leyrkräften finden wir neu verzeichnet den Oberlehrer Professor Dr. Cauer(Elberfeld), der eine Vorlesung über„Geschichte des deutschen Städtewesens" übernommen hat, den Lektor an der Universität Bonn Dr. Fischer, der über das Thema„Der künstlerische Vortrag“ sprechen und dieses durch Rezitationen illustrieren wird, der leitende Arzt der hiesigen städtischen Augenheilanstalt Dr. Pröbsting, der ein Kolleg über„Licht und Beleuchtung“ halten wird, sowie der Professor für Chirurgie an der Kölner Akademie für praktische Medizin Chefarzt Professor Dr. Tilmann, der in seiner Vorlesung „Die Organisation des Roten Kreuzes und seine Tätigkeit in Krieg und Frieden" behandeln wird. Auch sei auf die im SommerSemester stattfindenden„Versicherungstechnischen Besprechungen“ unter Leitung des Dozenten Dr. Moldenhauer hingewiesen, in denen Praktikern mancherlei nützliche Anregung geboten wird. Für die Teilnahme an diesen Besprechungen sind die Bedingungen über die Zulassung von Hospitanien maßgebend. ∆. Festgenommen wurde von der Kriminalpolizei der Hochstapler, der hier sich Geld zu verschaffen wußte durch die falsche Angabe, er betreibe private Studien, um sich für den Eintritt in den Jefuitenorden vorzubereiten. Der Gauner trug Priesterkleidung. Dadurch, daß die Kölnische Volkszeitung und der Local=Anzeiger auf die Machenschaften des Hochstaplers hinwiesen, konnte er ermittelt und festgenommen werden. Wegen der Warnung in den genannten Blättern wollte der Bursche noch den Erzürnten spielen, aber die erdrückenden Aussagen der Zeugen, von denen er auch in der Richtung des§ 175 bzw.§ 176, Abs. 3 Str.=.=B. beschuldigt wurde, machten ihn bald mürbe. ∆ Die Entwickelung des Vorortes Sülz ist eine derartige, daß die Unterbringung aller Schulkinder in den zur Verjügung stehenden Schulgebäuden nicht möglich ist. Die Schulverwaltung beabsichtigt deshalb vier Klassen in einem ursprünglich zu Fabrikzwecken bestimmten Privatgebaude einzurichten und letzteres auf mehrere Jahre, d. h. bis zur Fertigstellung der dort geplanten neuen Schulgebäude, anzumieten. Die Verlängerung der Marktbahn bis zum Klettenbergpart war bekanntlich in dem zwischen der Terraingesellschaft Klettenberg und der städtischen Verwaltung vereinbarten Vertrage vorgesehen. Mit den hierfür erforderlichen Arbeiten wird in nächster Zeit begonnen werden. Die Bahn wird um 1300 Meter verlängert; außerdem wird ein Ausweichgeleise am Weißen Hause eingerichtet. *. Festgenommen wurden: ein Lithographenlehrling und ein Tapeziererlehrling wegen Diebstahls, ein Kellner wegen Unterschlagung, ein Anstreicher wegen Diebstahls, ein Arbeiter wegen Unterschlagung, ein Tagelöhner und ein Kellner auf Grund Haftbefehls. Personalnachrichten. Versetzt sind: der Reg.= u. Baurat= Everken von Mainz nach Köln zur Wahrnehmung der Stellung eines Oberbaurats, der Reg.u. Baurat u Hoefer in Kassel und Reg.=Ass. Mantel in Torgau nach Köln zur Wahrnehmung der Geschäfte als Direktionsmitglied. der Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp. a Schimpf in Altona nach Köln als Vorstand der Bauabteil. 4 für den Bau der Kölner Rheinbrücke, der Eisenbahnbauinsp. a Zölling in Dortmund nach Köln als Vorstand der hies. Maschineninsp., die Reg.=Baumstr.= Conradi und= Eggert in Straßburg als Hülfsarb. zur hies. Eisenbahndir., der Oberbaurat# Dörner, Mitgl. der hies. Eisenbahndir., zur Wahrnehmung der Geschäfte d. Eisenbahndirektionspräs. in Kattowitz, der Reg.= u. Baurat= Liesegang nach Altona, der Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp. Röhmer von hier als Vorstand der Betriebsinspektion Torgau, der Eisenbahnbau= und Betriebsinspektor Schröder von hier zur Eisenbahndirektion Halle, die Regierungs. baumstr.= Kahlen und= Schweth von hier zum Eisenb.=Zentralamt in Berlin mit der Anweisung ihrer Wohnsitze in Köln bzw. Witten, die Gerichtsass. Dr.= Ockenberg, Dr.= Behren und= Osthoff sind dauernd in den Staatseisenbahndienst übernommen und als Hülfsarbeiter den Direktionen Köln bzw. Münster und Posen überwiesen worden; dem Reg.=Rat= Schuch ist die Wahrnehmung der Stelle eines Oberreg.=Rats bei der hiesigen Eisenb.=Dir. übertragen, der Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp.- Klutmann in Aachen ist zur Wahrnehmung der Geschäfte eines Direktionsmitgliedes nach hier versetzt, dem Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp. Morgenstern in Köln=Deutz ist die Stelle des Vorstandes der Betriebsinsp. Aachen verliehen und an dessen Stelle dem Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp. n Baumgarten die Leitung der Bauabteilung I in Köln=Deutz übertragen worden, die Reg.=Baumstr. a Seiffert in Köln u.= Henkel in KölnDeutz sind zu Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp. ernannt worden, dem Eisenbahnbau= u. Betriebsinsp. a Barschdorff u. Reg.=Ass.= Fritz ist die etatsmäßige Stelle eines Dir.=Mitgl. verliehen worden. Deutsche Anlagepapiere. Wertstand am 9. April 1907 3½% Deutsche Reichsanleihe 96.40 3% desgl. 85,30bz Preussische Consols 96.50b 3%" desgl. 85 40b 4% Anleihe d. Rheinprovinz 000.00 3¾% desgl. 98.75 B 3½% desgl., Reihe III-VII, X. XII XVII, XXIV. XXVII und XXIXI 94,2050 3½% desgl., Reihe XXVIII 1 94.50 B 3½% desgl., Reihe XIX 94,30 6 3½% desgl. 1 91,10G 3% desgl. 85,250 4% Anleihe d. Prov. Westfalen 3¾% desgl. 3½% desgl. IV u. 1915 3% desgl. 4% Anleihe der Stadt Köln 3½% desgl. 3½% Anl. d. Stadt Düsseldorf 3½% Köln-Mind. EisenbahnPrämienscheine 4% Pfandbr..Preuss. Centr.Bodenkr.-.-G..1890 4% desgl.v. 1899, ukdb. b. 1909 4% desgl. v. 1901, ukdb..1910 101.606 96.250 95.2560 00.00 101.50 0 94.900 94.100 134,50K 99.700 00.000 100.00 G % Pfandbr..Preuss Centr.Bodenkr.-.-G.1903, ukdb. b. 1912 100.10 3½% desgl. v. 1886. 1889 92.7000 3½% desgl. v. 1894 u. 1896 92,7000 3½% desgl., unkündb. 1904-13 95.5040 4% Pfdbr. d. Rh.-Westf. Bodenkredit-Bank 4% desgl., Rethe VII, unkdb. bis 1908 4% desgl., R VIII, ukdb. b. 1910 4% desgl.,.IX, unkdb..1912 99.250 99.300 99.5000 99.80 4% desgl., R X, unkdb. b. 1915100,C00 92.500 3½% desgl. 3½% desgl.,.VI, unkdb. b. 1908 94.30 G 4% Pfandbr. d. Westdeutsch Bodenkredit Anstalt 4% desgl.,.I, unkdb. b. 1904 % desgl.,.V, unkdb. b. 1909 100,000 % desgl.,.VI, unkdb. b. 1910 100,100 4% desgl.,.VIl, ukdb. b. 1913 100. 10 99.80 99.800 % desgl., R VIII, ukb. b. 1915 100. 50 3½% desgl. R. III, ukdb. b. 1905 93.,30 C 3½% desgl., R IV. unkdb.1907 94.60 C 3½% desgl., R. IX,unkdb. b. 1916 95,60 C UHREN-HAUS KLEIN Telephon 1802. Gegründet 1875. Hauptgeschäft: Marzellenstrasse 61. am Filiale aill Probsteigasse 30, zwischen Christophstr. Friedrich Wilhelmstrasse 15, direkt an der Schiftbrücke. Grösstes ausgedehntes Lager der gesamten Uhren- u. Goldwarenbranche. Für diese Woche besonders preiswerte goldene Herren- u. Damen-Uhren von 15 Mark an. Lager 2000 Uhren. Durch Grosseinkauf für 3 eigene erstkl. Geschäfte die billigste Bezugsquelle. Jede Filiale wird von prakt, gelernten Uhrmachern geleitet, und werden dort Reparaturen jeder Art aufs sorgfältigste ausgeführt Bitte genau auf Firma„KLEIN“ zu achten. Zwei zu. Anlä sammensto merkt: Di betont wo dis Stron brauch wiuns kein fehler zur erzeugt, ist vorkommer oder drei Schienen 1 Fall gewe hatte. So halten hab daß die## der Verkey geschrieben Daß ein Zahlen bei 57 mit 50 76 mit 50 50 Pfg., weise. 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März stattgefundenen Zusammenstoßes sei über die Straßenbahnerverhältnisse folgendes bemerkt: Die Bremsvorrichtungen sind, wie ja schon mehrmals betont worden ist, sehr mangelhaft. Es kommt häufig vor, daß dis Strombremse versagt und nach zwei= oder dreimaligem Gebrauch wieder funktioniert. Woran das liegt, darüber können wir uns kein Urteil erlauben, wir führen es auf einen Konstruktionsfehler zurück. Der Strom zum Bremsen wird durch die Motore erzeugt, ist nun ein Wagen eine kurze Strecke gelaufen, so kann es vorkommen, daß nicht die genügende Kraft vorhanden ist, um zwei oder drei besetzte Wagen zum Halten zu bringen. zumal wenn die Schienen naß sind, was ja auch an dem betreffenden Sonntag der Fall gewesen sein soll, weil ein Sprengwagen die Strecke befahren hatte. Sollte der Fahrer seine Distanz nicht vorschriftsmäßig gehalten haben, so ware hierfür der Grund wohl darin zu suchen, daß die Fahrzeit auf der Userbahn verkürzt wurde. Sonntags ist der Verkeyr dort sehr stark, und es heißt sich sputen, um die vorgeschriebene Zeit einzuhalten, denn Verspätungen werden bestraft. Daß ein sehr strenges Strafsystem herrscht, mogen folgende Zahlen beweisen: Im August verflossenen Jahres wurden bestraft: 57 mit 50 Pfg., 34 mit—3 M. und 1 mit 3., im September 76 mit 50 Psg., 30 mit—3., 3 mit 3., im Oktober 91 mit 50 Pfg., 5 mit 3 M. Hierzu kommen noch eine Unmenge Verweise. Dadurch, daß das Personal fortwährend in Aufregung lebt, können leicht Unfälle herbeigeführt werden. Verschiedene wegen Betriebsunfällen angeklagte Fahrer wurden vor Gericht freigesprochen. Bevor noch die Verhandlungen erledigt waren, wurde ihnen gekündigt, falls sie nicht die Reparaturkosten zahlen wollten. Bisher ist es noch nicht vorgekommen, daß einer der Entlassenen wieder eingestellt oder daß ihm die Reparaturkosten zurückerstattet worden sind. Am merkwürdigsten ist wohl folgender vor kurzem erledigter Fall: Vor Gericht bezeugte ein höherer städtischer Beamter als Sachverständiger, daß den betreffenden Fahrer keine Schuld treffe. Der Fayrer reichte nunmehr ein Gesuch ein, man möge ihm die von ihm gezahlten Reparaturkosten zurückerstatten, er bekam die Antwort, daß man ihn trotz des Freispruches vor Gericht(trotzdem der Sachverständige ihn für unschuldig erklärt) für schuldig halte und die Kosten daher nicht zurückerstatte. Diese Antwort hatte— derselbe Sachverständige unterschrieben. * Die streikenden Schneidergesellen werden, wie die NationalZeitung meldet, Donnerstag die Arbeit zu den Tarifen der Arbeitgeber wieder aufnehmen. Von dem Streik waren außer Berlin 72 große deutsche Stadte betroffen worden. Die Zahl der Streitenden betrug in den letzten Tagen 14000. k Zur Maler- und Schneideraussperrung erläßt der Ausschuß des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften Deutschlands einen Aufruf an die christlich=nationalen Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands: Schwere wirtschaftliche Kämpfe bedrohen gegenwartig die gewerkschaftlichen Organisationen Deutschlands. Das berechtigte und notwendige Streben der Arbeiter, ihre Löhne und Arbeitsbedingungen entsprechend der guten Konjunktur und der verteuerten Lebenshaltung zu verbessern, trifft auf den schärfsten Widerstand seitens der Unterneymer. Um diesen Abwehrkampfen zu widerstehen, bedarf es der äußersten Opferwilligkeit der Arbeiter. Von unsern christlichen Gewerkschaften sind die Verbände der Maler und Anstreicher und der Verband der Schneider und verwandten Berufe besonders schwer betroffen. Fast die sämtlichen Mitglieder dieser Verbande in Rheintand und Westfalen sind ausgesperrt. Die Aussperrung der Schneider erstreckt sich auf fast alle größeren Orte Deutschlands. Die beiden Verbände haben fast die Hälfte ihrer Mitglieder außer Arbeit. Die erst in der Entwickelung begriffenen Verbände haben in den fortgesetzten Kämpfen schon außerordentliche Opfer gebracht. In diesem schweren Kampfe hoffen sie auf die Solidarität ihrer Kollegen. Der Aufruf schließt: Unsere Kollegen aus den Verbänden der Maler und Schneider rechnen auf unsere erprobte Solidarität. Zeigen wir diese, indem wir auf der ganzen Linie unverzüglich Sammlungen veranstalten, um unseren rücksichtslos aus der Arbeit gezagten Kollegen unter die Arme zu greifen. Treue um Treue. Alle Geldsendungen sind zu richten an: A. Stegerwald, Köln, Palmstraße 14. Locales. ¾ Orovinzialsteuerdirektor Dr. Köhn ist gestern hier im Alter von 53 Jahren nach kurzer Krankheit gestorden. Der Verstorbene war nur ein Jahr hier tätig. # Personalnachrichten. Der als Vorstand des Stempel= und Erbschaftssteueramts in Trier angestellte Regierungsrat Christ ist in die Stelle des Vorstandes des Stempel= und Erbschaftssteueramtes in Köln versetzt worden.— Hülfslehrer Schunemann in Köln ist zum Oberlehrer ernannt worden. Aunstausstellung in der Flora. Es ist der Ausstellungsleitung gelungen, für die Vertretung der Interessen der ausstellenden Künstlerschaft und zur Führung der Geschäfte der Ausstellung den Kunsthistoriker Dr. Rich. Reiche zu gewinnen. Hr. Dr. Reiche war seit zwei Jahren Assistent des Provinzialkonservators der Rheinprovinz, Professor Dr. Clemen in Bonn, und tritt mit Schluß der Ausstellung die Leitung des Barmer Kunstvereins und dessen Gemäldesammlung an. Unterschlagung. Der Postgehülfe Karl Krause vomn Postamt Köln=Lindenthal ist seit dem 7. April, nach Unterschlagung von etwa 12000 M. Kassengeldern, flüchtig. Auf die Ergreifung des Diebes und Wiedererlangung des Geldes ist von der Oberpostdirektion In##e Beloynung von 800 M. ausgesetzt worden. . Genickstarre. Der Zustand der beiden noch an Genickstarre im hiesigen Garnisonlazarett krank darniederliegenden beiden Soldaten— ein Obergefreiter von der 8. Kompagnie des Westfalischen Futartillerie=Regiments Nr. 7 und ein Musketier der Kompagnie des 65. Infanterie=Regiments— hat sich jetzt derart gebessert, daß beide nunmehr dank der Bemühungen der Lazarettarzte außer Lebensgefahr sich befinden und ihrer Wiedergenesung n. Die im Lazarett zur Beobachtung auf Genickstarre gestellten Kranken, welche mit dem zuerst an Genickstarre erkrankten Obergefreiten Berger des 7. Futzartillerie=Regiments zusammen im Lazarett in einem Krankensaal gelegen haben, sind dieser Tage samtlich wieder aus dem Garnisonlazarett entlassen worden. ### e i n e r N a z z i c k w u r d e n z w ö l f F r a u e n s p e r s o n e n f e s t g e .., Hestehlenes Gu, Auf dem Bureau des vierten Kriminalbesirks Wazpachstraße 3, beninoer sich eine Rolle zwei Zentimeter Messingband, welches anscheinend aus einem Diebstahl herruhrt. Der rechtmäßige Eigentümer wolle sich auf dem vorgenannten Bureau melden. Auf dem Bureau des ersten Kriminalscheinend and uhr Por.“ vesinden sich folgende aus einem anscheinend am 25. Februar d. J. ausgeführten Speicherdiebstahl herschtreige Wäschestuicke: zwei blauweiß= und schwarz=weiß gereiste Kinderschurzen, zwei rot=blau=weißgestreifte Reformschurzen und ein weißer Kissenbezug. Die Bestohlenen wollen sich zwecks Anerkennung ihres Eigentums auf genanntem Bureau einfinden. Jugendlicher Dieb. In einem Lokale an der Hohestraße wurde ein 13jähriger Knabe dabei abgefaßt, als er versuchte, einen Automat zu erbrechen. Warnung. Gegenwärtig treiben wieder zwei ziemlich gut gekleidete Männer im südlichen Stadtteil ihr Unwesen, indem sie sich in Geschäften eine Kleinigkeit kaufen, dann mit einem Zwanzigmarkstück bezahlen und, während einer der Männer beim Wiedergeben auf das Geldstück noch etwas verlangt, das Zwanzigmarkstück und das darauf herausgegebene Geld an sich nehinen und schleunigst verschwinden. Dieser Gaunertrick ist den Schwindlern gestern noch in einem Geschäft an der Mainzerstraße gelungen. u9 Drei wertvolle Brieftauben entflogen gestern in der unteren Halle des Hauptbahnhofes ihrem Besitzer— einem Taubenliebhaber aus der Genterstraße— aus einem Korb und verflogen sich dann in der Höhe der großen Halle. Die Tierchen sind einstweilen zu bange, wieder aus der Höhe der Halle herunterzukommen, da die Halle fortwährend von Reisenden passiert wird. 2. Weindiebstahl. Gestern nachmittag wurde in einem Hause auf dem Übierring ein Keller ervrochen und etwa 150 Flaschen bessere Weine gestohlen. Zu den Pferderennen. Die am 14. April 1904 vom Polizeiprändenten zur Regelung des Verkehrs bei Gelegenheit der Pferderennen für die An- und Abfahrt zum Rennplatz getroffenen Anordnungen haben auch auf die diesjährigen Renntage— 21. und 22. April— Anwendung, worauf die Fuhrwerks= und Wagenbesitzer aufmerksam gemacht werden. Hiernach ist das Befahren der Marzellenstraße und des Eigelsteins an den vorgenannten Tagen nachmittags von 1½—3 Uhr nur in der Richtung von Süden nach Norden und von—8 Uhr nur in der entgegengesetzten Richtung gestattet. 9 Zu der Genickstarre sei noch folgendes mitgeteilt: Das gestern in das Augustahospital untergebrachte vierjährige Mädchen aus der Rotehausstraße in Ehrenfeld ist ein Kind der an Genickstarre im Augustahospital verstorbenen jungen Arbeiterfrau. Der Zustand des 14jährigen Mädchens aus Buchheim bei Mülheim soll noch immer bedenklich sein. Bis jetzt ist in drei Erkrankungsfällen mit Sicherheit die Genickstarre festgestellt. 2# Unfall. Gestern abend fiel auf der Severinstraße ein zehnjähriger Knabe von einem Speditionswagen, auf dem er unbefugter Weise geklettert war, und erlitt außer Verletzungen an einem Auge noch einen Handbruch. c. Revolverschießerei. In den Anlagen an der Bachemerstraße hantierten mehrere 18—19jährige Burschen mit einem geladenen Revolver. Es ging ein Schuß los, wobei das etwa 10jährige Töchterchen eines Kolonialwarenhändlers aus der Hans Sachsstraße in Lindenthal, das ahnungslos am Alexianerkloster vorbeiging, in das Bein getroffen und erheblich verletzt wurde. Die Kugel mußte heute morgen durch Operation aus dem Bein entfernt werden. Der Täter trug schwarzen Anzug und steifen Hut, hatte bleiches Gesicht und trug unter dem Arm ein Patet in Zeitungspapier..in Begleiter trug schwarzen Rock, graue Hose mit hellen Streifen und steifen schwarzen Hut. Beide entliefen in der Richtung auf Köln zu, nachdem sie in der Classen=Kappelmannstraße noch zwei Schusse abgegeben. K Köln, 10.April190f. Fruchtmarkt. Heu 5,10-7,00, Maschinenstroh „Osgen).80. Ricutstroh(Flegeldrusch).40, Krummstroh.50 die Seite 3. Vereins=Nachrichten. Kölner Tischlerinnung feierte am Montag ihr 25jähriges Stiftungsfest. Nach dem Hochamt in der Kirche St. Georg zog die Innung mit den von auswärts erschienenen Vertretern verschiedener Innungen in geschlossenem Zuge zum Vereinslokal, woselbst ein Kommers abgehalten wurde. Hier wurden der Innung herzliche Glückwünsche dargebracht. Abends fand im Viktoriasaale eine Festversammlung statt, die der Obermeister der Innung, Hr. Deussen, mit einer Begrüßungsansprache und einem Hoch auf den Kaiser einleitete. In feierlicher Weise wurde die Innungsfahne mit Schleife, Ehrennagel und Silberkranz geschmückt. Hr. Figge vermittelte die Glückwünsche der Handwerkskammer und überreichte im Auftrage der Kammer ein hübsches Diplom. Im weiteren Verlaufe der würdigen Feier wurden auswärtige Grüße mitgeteilt, der Damen ehrend gedacht, vom Rheinischen Männergesangverein und tüchtigen Solisten Liederspenden geboten somie ein Theaterstück flott gespielt. Gerichts=Verhandlungen. rein faule.., der vom Vermieter wegen Nichtzahlung der Miete auf Räumung verklagt war, befragte sich bei einem Rechtsberater, dessen Geschäftsschild den Namen trägt: Internationales Rechts= und Detektiv=Bureau, wie er der drohenden Verurteilung auf Räumung seiner Wohnung entgehen könne. Das ist sehr einfach meinte dieser, machen Sie der Mietforderung gegenüber einen Schadensersatzanspruch in gleicher Höhe geltend, weil die von Ihnen gemietete Wohnung feucht und voll Ungeziefer sei. Das ist aber doch nicht wahr, entgegnete der Mieter, meine Wohnung ist weder feucht noch hat sie Ungeziefer. Schadet nichts, belehrte ihn der Rechtsbeistand, das Gericht muß sich auf Ihre Einreden einlassen und Beweis erheben, was länger Zeit in Anspruch nimmt. Damit haben Sie erreicht, daß Iyr Vermieter einige Monate warten muß, bis er endlich ein Räumungsurteil gegen die erwirkt. Da von Ihnen ja weder freiwillig noch zwangsweise etwas zu holen ist, wohnen Sie während dieser Zeit umsonst Dieser Rat leuchtete dem Mieter ein, so daß er beschloß, denselben in die Tat umzusetzen. In dem Termine, in welchem über die Räumungsklage verhandelt wurde, schilderte er, wie er und seine Familie unter dem Ungeziefer und Feuchtigkeit der Wohnung zu leiden hätten, und welch schwere Gefahren für ihre Gesundheit dies zur Folge habe. Er mache hierfür einen Gegenanspruch in Höhe der Mietforderung geltend. Der als Kläger anwesende Vermieter war entrüstet über diese Ausführungen seines Mieters, was ihn zu dem öftern Zwischenruf veranlaßte:„Aber so eine Unverschämtheit!“ Der Richter verwies ihm diese Zwischenrufe mit dem Hinweis, daß er ihn bei fortgesetztem ungebührlichen Benehmen in eine sofort zu vollstreckende Haststrafe nehme. Der Zurechtgewiesene frug den Richter, wie er sich denn in dieser Sache eigentlich verhalten solle; er habe die Wohnung, deren Räumung er mit der Klage beanspruche, bereits zum Ersten anderweitig vermietet, indem er bestimmt darauf gerechnet habe, daß sein jetziger Mieter in dem heutigen Termine zur Räumung verurteilt werde, durch die faulen Einreden desselben werde aber jetzt die Sache hingezogen. Am besten ist es, Sie vergleichen sich, belehrte der Richter. Bieten Sie dem Beklagten einmal eine Abfindungssumme für den Fall, daß er sich freiwillig dazu herbeiläßt, die Wohnung vor dem Ersten zu räumen. Der Vermieter übersah, daß er sich durch die anderweitige Vermietung in einer Art Zwangslage befand, und bot seinem Mieter in der Tat 80 M. an, wenn er die Wohnung bis zum Ersten raume. Diesen Vergleichsvorschlag akzeptierte der Beklagte. Stimmen aus dem Teserkreis. Gereonsdriesch und Blumenmarkt. Alljährlich mehrt sich der Verkeyr an Fußgängern, welche den asphaltierten Weg quer über den Gereonsdriesch von der Gereonstraße nach dem Gereonshof benutzen. Nun beliebte es im vorigen Jahre wie bis dahin üblich, den Verkäufern auf dem Blumenmarkte. diesen geraden Weg vollständig zu verbauen. Anstatt diesen wohlbefestigten Uebergang benutzen zu können, mußte man durch den Schmutz des nur makadamifierten Platzes einen Umweg wandern und den Ausweg an der Ecke der Steinfeldergasse suchen Da es nicht die Absicht der städtischen Behörde sein kann, einen regelmäßig benutzten Weg zu verlegen und zu verbarrikadieren möchte Einsender dieses, der im vorigen Jahre, wie tausend andere durch den oben gerugten Uebelnand sehr belästigt wurde. die zuständige Behörde zeitig darauf aufmerksam machen, damit im Jahre 1907 endlich damit aufgeräumt werde. R. Kirchliches. Die Gottestracht mit 40stündigem Gebet fängt im Dom am Freitag den 12. April an und endet am Sonntag den 14. April abends.% Dermischte Nachrichten. ** Zum Konitzer Mord. Wie die amtliche Untersuchung jetzt ergeben hat, war während des Konitzer Mordes der Mörder Liberka nicht in Konitz. Liberka, der zu jener Zeit auf einer Grube der Laurahütte in Oberschlesien tätig war, kommt also nicht als Mörder des Gymnafiasten Winter in Betracht. Trauerfeier für den verstorbenen Avg. Prinzen v. Arenberg. „„„ □ K r e f e l d, 9 A p r i l 1 9 0 7. In der St. Dionysiuskirche, die einen würdigen Trauerschmuck erhalten hatte, fanden heute morgen 10 Uhr die feierlichen Exequien für den am 25. März verstorbenen Prinzen Franz v. Arenberg statt. Eine zahlreiche Trauergemeinde wohnte dem Seelenamte bei. Das Zentralkomitee für die Generalversammlungen der Katholiken Deutschlands war durch den Hru. Grafen DrosteVischering und Hru. Verleger Otto, die rheinische Zentrumspartei durch die Herren Justizrat C. Trimborn und Parteisekretär Dr. Jörg vertreten. Ferner waren erschienen die Abgeordneten am Zehnhoff, Fervers, Hoeveler, Underberg, Graf Praschma, Frhr. Wolff=Metternich, außerdem Vertreter des Provinzialausschusses der Zentrumspartei, des Augustinusvereins, des Wahlkreises Malmedy=Schleiden=Montjoie, als Vertreter des allgemeinen Deutschen Kriegerbundes Major v. Simons(Berlin), als Vertreter der Kolonialgesellschaft Hr. Admiral Strauch und General v. Poser, als Vertreter der Stadt Krefeld Oberbürgermeister Oehler, ein Vertreter der Regierung in Düsseldorf, als Vertreter des Landkreises Landrat Dr. Limbourg. Prinz Johann v. Arenberg nahm mit seiner Familie an dem feierlichen Traueramte teil. Nach dem Evangelium bestieg Herr Dechant Msgr. Lefranc die Kanzel. Unter Zugrundelegung des Wortes aus Buch Sirach: Er war geliebt bei Gott und den Menschen, sein Andenken ist im Segen, widmete er dem Gedächtnis des##orbenen tief empfundene Worte. Er führte etwa aus: Nach dem Willen der göttlichen Vorsehung ist einer der besten Männer uns entrissen worden. Der Reichs= und Landtagsabgeordnete Franz Maria Ludwig v. Arenberg starb am 25. März 1907, nach öfterem Empfang der h. Sakramente, auf Schloß Pesch im Landkreise Krefeld. Er war ein Edelmann sowohl seiner hohen Geburt als seinem ganzen Wirken nach, auf ihn können angewandt werden die Worte der h. Schrift: Dilectus deo et hominibus: cuius memoria in benedictione est. Ec war geliebt von Gott. der ihn mit herrlichen Geistesgaben ausgestattet, aber auch von allen Menschen, die mit ihm zusammentrafen. Dieser Anhänglichkeit, dieser Liebe und Verehrung ist der Verstorbene auch wert gewesen, daher„eulus memoria in benedictione est“. Er war ein treues Mitglied der Zentrumsfraktionen, ein Mann von großer Herzensgüte, der half, wo er konnte, ein unverdrossener Arbeiter in allen kolonialen Angelegenheiten, ein Freund und Gönner der katholischen Missionen, ein überzeugungstreuer Katholik, der immer eingetreten für Wahrheit, Freiheit und Recht. Der Tod des Prinzen Franz v. Arenberg ist nicht bloß für die Familie, sondern auch für die Katholiken Deutschlands ein schwerer fast unersetzlicher Verlust. Er war uns ein seltenes Beispiel als Sohn der katholischen Kirche, als Mann seines Berufes, als Bürger und warmempfindender Vaterlandsfreund. So hat er vor uns gestanden. Er war in der Tat geliebt von Gott und den Menschen; sein Andenken ist im Segen. Nach dem Trauerakt vollzog Herr Domkapitular Dr. Blauk in Vertretung des Herrn Kardinal Fischer die Absolutio ad tumbam. Der Trauergottesdienst war von Geistlichen und Laien aus Krefeld und der Umgegend stark besucht. Wetterbericht der Kölnischen Volkszeitung. Köln, 10 April1907 Die.,4 gesgehete um Nordosten und„Nordvesten Buropas haben an und Ausschnung gewognen. Die Depression ist in südöstlicher beute über Süddeutschland: Sachsen, Oesterreich und in der Schweiz flel diesen Morgen stellenweise Auch die englische Küste meldet noch Regen. Der Wind ist meist #ch; aue Temperaturen haben sichtwenig verändert. Mutmassliche Witterung für den II. April: Noch ziemlich kühl Tagsüber frühlingsmassig mild bei dstlichen Winden. * R h e i n h ö h e a m 1 0. A p r i l, m o r g e n s 1 1 U h r: 3. 0 2 m— 0. 0 3 m Schwächlichen zurückgebliebenen Kindern, blutarmen Mädchen usw. und Bluterzeugungs nitel Zioson.„Man, lese nachstehenden Bercht. Bocholt, den 24. Februar 1907. Teile Ihnen mit, daß ich mit dem Bioson gut zufrieden bin; ich habe mehrere Pakete bei einem zurückgebliebenen Kinde gebraucht und hat dasselbe in kurzer Zeit sehr an Gewicht zugenommen. Hochachtend! Anton Keller, Indigo=Stückfärberei Bioson ist in Apotheken, Drogerien usw. das halbe Kilo-Paket zu drei lischteit des Biole; geßer sed Arst gerne Auskunft über die Vorzüg. Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Illustrierten Zeitung" bei. Seite 4. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 97&a Mittwoch, 10. April 1907. Zweites Blatt. Rhein=, Mosel=, Ahrweine, Bordeaux= u. Südweine, franz. Champagner, deutsche Schaumweine empf. 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April 1907, nachmittags 5 uhr, sollen im Pfandlokale Alteburgerstraße 71, Cöln, gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Spiegel, 2 Bilder, 1 Absperrungsvorrichtung mit Tür in Eichen, desgl. fünf neue Fahrräder. Linz., Gerichtsvollzieher in Cöln. Rat in Zivil- u. Strafsachen Steuer=Berufungen, Eingaben, Verträge, Testamente, Gütertrennung, Schuldeneinziehung. Gläubiger=Arrangements, Gnadengesuche usw. usw. Rechtskonful. Jean Wagner Bayardsgasse 28. Am Donnerstag d. 11. April. 1907, vormittags 11½ Uhr, sollen im Pfandlokale Gr. Griechenmarkt 23 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Kleiderschrank, ferner 1 Plüsch=Sofa. Krage, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Donnerstag den 11. April 1907, nachmittags 4 Uhr. sollen auf gleicher Erde Beethovenstraße 2 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 viersitziges Schreibpullt u. a. m. Lauck, Gerichtsvollzieher in Cöln. 10 Am Donnerstag b. 11. April. 1907, nachmittags 5 Uhr, sollen in Cöln=Sülz, Frielsweg 30, gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:* 200 000 Stück bleiche und 250 000 Stück harte Feldbrandziegelsteine. Lauck, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Donnerstag, 11. April 1907. vormittags 11 Uhr. sollen im Pfandlokale Thieboldsgasse 146 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: I. 1 Büfett in Eichen, 1 Sofa, 2 Sessel, 6 Stühle mit Seideupolsterbezug,1 eich. Ausziehtisch, 1 Salonschränrchen, mahag., 6 Stühle mit Ledersitz u. Lederrücken, II. 1 Spiegelschrank, Trumeauspiegel, 1 Bücherschrank. Walbroel. Gerichtsvollzieher in Cöln, Ehrenstraße 73. Zwangsversteigerung. Am Dounerstag den 11. Aprtl 1907, nachmittags 4 Uhr, sollen Komödienstraße 62 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:. Verschied. Wiener Leder= und Luruswaren wie Schreibmappen, Brieftaschen, ZigarrenEtuis, Portemonnaies usw. Krahn, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Donnerstag den 11. April 1907, vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlokale Neußerstraße 315 zu Cöln=Nippes gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Büfett. N. Schweitzer, Gerichtsvollzieher Cöln, Balthasarstraße 11. Am Donnerstag den 11. April 1907, nachmittags 420 Uhr, sollen im Pfandlokale Rolandstraße 96 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteiger werden: Ca. 8 Pfund gebrannt. Kaffee, ca. 7 Pfund Tec. Linz, Gerichtsvollzieher in Cöln. 10 Am Donnerstag den 11. Auril 1907. nachmittags 4 Uhr, soll in Cöln=Ehrenfeld, Simrockstraße 25 gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:“ 1Elektromotor(1pferd.) Schulz, Gerichtsvollzieher in Cöln. Bottmühle 8. Am Donnerstag d. 11. Aprt 1907, mittags 12 Uhr, sollen im Pfandlokale Glockengasse 39 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:“ u. Büsett, b. Schreibmaschine, c. eichene Bettstelle. Tervooren. Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Donnerstag den 11. April 1907, vormittags 10 Uhr, sollen im Versteigerungslokale Friesenstraße 53 bzw. an Ort und Stelle gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 große Partie div. Tapeten u. Borten mit Regalen, 2 gebrauchte Fahrräder, sowie ein Sofa, 1 Spiegel. 1 Büfett, 1 Pianino, 1 Bücherschrank mit 20 Bd. Meyers Konvers.=Lexikon u. 37 Bände deutsche Klassiker, 1 Zimm. teppich, 2 Wandbilder. Der Verkauf findet voraussichtlich statt. Otto, Gerichtsvollzieher in Cöln. Am Freitag den 12 April 907. nachmittags 4½ Uhr sollen im Auktionslokale Cöln, Blockengasse 6 I, gegen gleich bare Zahlung öffentlich meist bietend versteigert werden:* 3 große Warenregale u. 4 Ladentische, fa neu, sowie 60 Kartons. enthalt. Straußfedern, Neiher, Blumen und sonstige div. Hutbesatz arlikel. Der Verkauf findet statt. Krahn. Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangsverheigerung. Am Donnerstag d. 11. April 1907, nachmittage von 4 Uhr ab, sollen im Pfandlokale Rolandstraße 96 in Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Sofa, 1Ofen, 1Paneel= breit, 1 Kaiserbild, 1 Nähmaschine, 2 Nachtkommödchen, 1 keine Standuhr, 1 Gasherd. Ferner: 1 Küchen=Büfett, 1 Gasofen, 1 Tisch mit Stehlampe, 2 Teppiche, 1 Nähmaschine, 1 Sosa mit 2 Sesseln. Linz. Gerichtsvollzieher in Cöln. Zwangsversteigerung. Am Donnerstaa. I2. Apri 1907, vormittags 9 Uhr, sollen in der Humboldt=Kolonie Cöln=Deutz gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Sofa mit Plüschbezug, 1 Kleider schrank mit 2 Türen 6 Nohrstühle, 1 Salontisch mit Decke. Die Steigliebhaber versammeln isch an der Kirche in der Hum boldt=Kolonie. de Laforgue, Berichtsvollzieher in Cöln=Deutz. Neuhöfferstraße 5. 0 Am Donnerstag den 11. April 1907, vor mittags 10 fihr sollen im Pfandlokal Eiselstraße 10 zu Cöln gegen gleich bare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden:„ 1 Sosa mit hellem Lederbezug, 1 Sessel mit hellem Lederbezug. Kruse. Gerichtsvollzieher in Cöln. rop. möbl. Zim. I. Etg.mit 2 Bett. a. br. Handw. z. v. Weberstr.16. Holzverkauf. Am Montag den 15. April d. J. nachmittags 3 Uhr, ollen im Forsthause Gremberg achstehende im Stadtwald Gremberg— am Bahngeleise— gefällte und aufgearbeitete Hölzer meistbietend versteigert werden: 35 Eichenstämme mit 15,55 fm, 14 Eichenstangen I. Kl., 2 Birkenstämme mit 0,91 fm, 2 rm Eichenknüppelholz, 16 Haufen gemischte Reiser. Der Gartendirektor: Eucke. lippes, Floraste.llt, Einfamilienhaus mit Werktärte, Garten und Hofraum, ebendaselbst Unterh. 2 Zim. zu verm. Besch. Florastr. 146. I. Nachlaß=Versteigerung Im freiwilligen Auftrage der Erben werde ich am Donnerstag d. 11. April. vormittags 10 Uhr u. nachmittags 3 Uhr, im Auktionslokale 36 Hahnenstraße 36, Kaiserhalle, Restaurat.=Tafelherd,1 groß Goldspiegel, diverse Gaskronleuchter, Bronze, div. hronz Wandarme, Petrol.=Ziehlampe, BadeOfen. 1 Mah. Waschkom., Waschgarnitur, Nippsach., Reale, Anrichteablaufbrett. v. Zink, 1 Mah.=Schreibtisch, eingel. Tische, 2 gr. Sofas, Konsolen, FlurGarderob., 1 kl Tafelh Eisenbetten, Sess., Sekret., elekt. Kronen u. elekt. Zubehört., Goldspieg, Sekretär, silb. Taschenuhr, eingel. antik. Schreib=Sekretär, 1 Mah.=Schreibt., eingel. Stühle, div. Bilder, Rahmen usw. meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigern. DieSachen sind gebraucht und gut erhalten. A. Kaufmann, Auktionator und beeidigt. Taxator. Cöln, Brüderstraße 8. Fernsprecher Nr. 9095. Bekanntmachung. Im Auftrage der Städtischen Zahlstelle Cöln=Ehrenfeld werden am 11. April d.., vormittags 10 Uhr. im Hause Frohnhofstraße 374 die nachbezeichnete gepfändeten Sachen, nämlich: Ein Automat, Diamant Geschicklichkeit, versteigert werden. Cöln, den 9. April 1907. Matichte, Vollziehungsbeamter. ff. Cafel=5 und hausliköre empfiehlt Johannes Orth, Duffesbach 3 Tel. 8319 Likörfabrik. Gute Pension. zu schönen Eifeldorf, nahe Gerolstein, stilles Privathaus, sch. Zimmer sch. Spaziergänge, nahe Wälder. Anfr. u. N H0 postl. Müllenborn. Vereins=Nachrichten. O Der Verein zur Förderung des städtischen Museums für Handel und Industrie zu Köln hielt am Samstag seine ordentliche Hauptversammlung. Hr. Professor Dr. Kurt Wiedenfeld, dem das Museum unterstellt werden wird, entwarf in großen Zügen die bisherige Geschichte der Bestrebungen zur Errichtung des Museums, das auf die Anregung der Kölner Handelskammer zurückzuführen ist. Im Jahre 1901 hat sie einen entsprechenden Beschluß gefaßt und dafür fünfmal eine jährliche Zuwendung von 10000 M. bestimmt, sodaß jetzt 50000 M. zur Verfügung stehen. Damals wurde freilich beschlossen, das Museum mit dem Rautenstrauch=Joestmuseum zu verbinden, ein Gedanke, der aber bald fallen gelassen wurde, sodaß beide Museen jetzt besonderen Kommissionen unterstehen. Gleichzeitig, im März 1902, wurde eine Erweiterung des Zweckes dahin bestimmt, daß das Museum sich nicht lediglich als eine Sammlung von Warenproben und Rohstoffen für die Lehrzwecke der Handelshochschule darstelle, sondern vielmehr eine Darstellung des rheinisch=westfälischen Industrie= und Handelslebens bieten solle. Die bisherige Sammeltätigkeit für das Museum hat naturgemäß das Vorbereitungsstadium, Vorbesprechungen mit einer Anzahl von Firmen usw., nicht überschritten. Die Räume, die in der Severinstorburg dafür bestimmt waren, haben sich als nicht genügend für eine Schaustellung erwiesen, da die zur Ausstellung gelangenden Gegenstände ziemlich umfangreich sind. Die meisten der Herren, die ihre Beteiligung am Museum in Aussicht gestellt haben, wollen diese erst betätigen, wenn die dafür bestimmten Räume in der neuen Handelshochschule benutzbar geworden sind. Auf der Pariser wie auf der Düsseldorfer Ausstellung sind Gegenstände erworben worden, aber zu einem systematischen Sammeln konnte es noch nicht kommen, wenn auch im vorigen Jahre ein ausführliches Programm für das Museum festgesetzt worden ist. Wenn irgend möglich, soll es im Oktober mit dem Handelshochschulgebaude vorläufig eröffnet werden. Dann will man sich darauf beschränken, zunächst die wichtigsten rheinisch=westfälischen Industriezweige zur Darstellung zu bringen, etwa die Kohlen= und die Erzgewinnung, statt von allem ein weniges. Die Grundlage des eigentlichen Industrielebens in Rheinland und Westfalen werde in den Bodenschatzen und ihrer Gewinnung darzustellen sein. Es ist ziemlich sicher, daß eine Darstellung der geologischen Verhältnisse zur Verfügung gestellt wird und zwar nicht in Gestalt einer Karte, sondern in der Form, daß die einzelnen Formationen in Natur, so wie sie vorkommen, dargestellt werden. Die Bergakademie in Berlin hat die Zusicherung gegeben, ein solches Profil zu stellen. Daran soll sich anschließen die Darstellung der Bohrindustrie durch Modelle, Bohrkerne, Zeichnungen usw., wofür die Internationale Bohrgesellschaft ihre Mithülfe zugesagt hat. Dann würde eine Darstellung der Kohlenindustrie folgen, sowohl der Stein= wie der Braunkohle, ihrer Becken, geologischen Formationen usw., die vielleicht in einem Glasprofil anschaulich zu machen wäre. Ferner kämen in Betracht statistische Diagramme über die Produktion der einzelnen Gebiete, Darstellung der technischen Seite der Gewinnung, schematische Zeichnungen usw., aber alles berechnet für solche, die in der Technik Laien sind. Ob sich das Programm bis Herbst wird ausführen lassen, ist noch unbestimmt; die in Betracht kommenden Räume des Neubaues müssen erst trocken sein, weil die Gegenstände vielfach feuchtigkeitsempfindlich sind. Hoffentlich wird man aber an der Darstellung des einen oder anderen Zweiges der Industrie sehen können, wie der gesamte Plan gedacht ist. Zum Ausbau bedarf es noch Monate und Jahre. Dem Kassenbericht des Hrn. Konsuls Stein ist zu entnehmen, daß sich die Einnahmen des Vereins auf 1314, die Ausgaben auf 338 M. beliefen, so daß am 31. Dezember ein Bestand von 976 M. vorhanden war. Außerdem sind bis jetzt 1200 M. an Mitgliedsbeiträgen eingegangen, sodaß das Vermögen jetzt 2176 M. beträgt. Bei der Vorstandswahl wurden die ausscheidenden Mitglieder, die Geh. Kommerzienräte Heidemann, Michels und Andreae, Kommerzienrat Dr. Neven=DuMont und Direktor Froitzheim wiedergewählt. Im Anschluß an die Hauptversammlung hielt Herr Professor Dr. Wirminghaus einen interessanten Vortrag über die jüngste Studienfahrt der Kölner Handelshochschule in das Mittelmeergebiet. Daß solche Fahrten einem berechtigten Bedürfnis entsprechen, haben die bisher(seit 1905) unternommenen deutlich erkennen lassen, die Geldopfer, die sie den Teilnehmern auferlegen, werden hinlänglich aufgewogen durch den reichen Gewinn, den sie dank der Erläuterungen und Vorträge während der Reise daraus ziehen. Die letzte, an der 55 Studierende teilgenommen haben, währte vom 28. Februar bis 24. März. Auch sie hat ihren Zweck voll erreicht, dank der umsichtigen Vorbereitung und Leitung seitens des Studiendirektors Prof. Dr. Eckert. Sie hatte sich des freundlichsten Entgegenkommens der deutschen Konsular= und Botschaftsmitglieder, sowie auch des besten Wetters zu erfreuen. Eine Studienreise nach dem Mittelmeer kann natürlich nicht gewerbliche Einrichtungen und verkehrstechnische Einzelheiten in den Vordergrund treten lassen wollen, da hierfür der Norden Europas bessere Muster bietet. Dort tritt die Urproduktion, der Acker= und Gartenbau mehr in die Erscheinung; die Abhängigkeit der wirtschaftlichen Kultur vom Klima und der Bodenbeschaffenheit tritt dort besonders deutlich vor Augen. Der Mangel an Kohle, Holz, Kapital und die Rechtsunsicherheit in den levantinischen Ländern lassen eine große Industrie nicht aufkommen. Dazu ist, besonders in der Türkei, der Wegebau stark vernachlässigt; nur wo tüchtige Provinzialbeamte herrschen, gibt es erfreulichere Zustände. Die Reise ging von Genua mit dem Hamburgischen Dampfer Galata der deutschen Mittelmeer=Levante=Linie nach Neapel, wo Pompeji ein Besuch abgestattet wurde. Weiter ging die Fahrt um die sizilianischen=liparischen Inseln, unter denen besonders Stromboli mit seinem tätigen Vulkan die Aufmerksamkeit auf sich zog. Zwischen Kephalonie und Zante durch den Golf von Korinth und den Kanal gelangte man, mitten durch Poseidons Fichtenhain, nach Piräus, der Hasenstadt Athens. Der Kanal, der 1893 eröffnet wurde, ist ein vollkommen gerader, 22 Meter breiter Einschnitt, der in einer halben Stunde passiert wird, für größere Schiffe nicht benutzbar, mehr ein Kuriosum als eine Wasserstraße, wie denn auch die meisten Schiffe lieber den Peloponnes umfahren als den Kanal benutzen. Von Piräus führt eine elektrische Bahn nach Athen, wo man eine sehr freundliche Aufnahme fand. Weiter wurden Smyrna und dann Konstantinopel besucht, wo die Rosenöl= und die Opiumfabrikation besonderes Interesie erweckte. Als Sonderbarkeit fiel auch der Umstand auf, daß die Zölle auch in Natura bezahlt werden können, weshalb bei den Zollämtern der Verkauf von allen möglichen Gegenständen stattfindet. Die Gesellschaft machte dann einen Ausflug mit der anatolischen Bahn von dem Ausgangspunkt HaidarPascha, die große landschaftliche Schönheiten erschließt und zahlreiche Ortschaften miteinander verbindet. Ausgedehnte Maulbeerbaumzucht macht sich dort bemerkbar, und die geringeren Erzeugnisse der Landwirtschaft sind auf die Unvollkommenheit der Gerate zurückzuführen. Zweifellos wäre nach Ansicht des Vortragenden das Land für deutsche Bauernkolonisation geeignet, wenn nicht die Folge, die deutschen Ansiedler dem türktschen Untertanenrecht zu unterstellen, die Verwirklichung dieses Gedankens unmöglich machte Die Bahn folgt dem romantischen Tal des Sakaci, das auch die Teilnehmer am ersten Kreuzzug benutzten. Nach neunstündiger Fahrt gelangt man nach Estischehr, einer Stadt mit 20000 Einwohnern, wo sich der einzige bedeutende Fundort der Erde für Meerschaum befindet. Von Konstantinopel ging es dann mit den Adler des österreichischen Lloyd über Athen, um den Peloponnes nach Patras, Korfu, Brindisi und Triest, von wo die Bahn nach Venedig benutzt wurde. Hier nahm man noch Kenntnis von der Muraner Glasindustrie, und damit endete die Studienfahrt. Der Vortragende führte die Reise in Lichtbildern vor und fand für seine Mitteilungen reges Interesse. □ Der Impfzwanggegner-Verein veranstaltet am Donnertag den 11. April, abends 8½ Uhr, im Kristallpalast, Schilder gasse, eine öffentliche Versammlung, worin Hr. Leo Freimu aus Rheydt über das Thema: Die Pockenimpfung, ein Ueber bleibsel aus dunkler Zeit, sprechen wird. C Der Wohltätigkeitsverein„Reisterschaft“ hielt gester seine Hauptversammlung ab. Baurat Schellen teilte mit, daß 4 Jungmeister ausgenommen worden seien. 80 Gesuche um Dar lehen gingen ein, von denen 29 genehmigt wurden mit 3875 Die nicht genehmigten Gesuche stellten teils zu hohe Ansprüche teils waren die Gesuchsteller so weit zurückgegangen, daß an ein Rückzahlung nicht gedacht werden konnte. Im Februar wurden 1175, im März 2500 M. zurückgezahlt. An Zuwendungen gingen 600 M. ein. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde den Kassierer und Vorstand Entlastung erteilt. In den Vorstand wurden die Herren Hertel, de Jong und Adams wieder= und Hr Heinrih Auer neugewählt. Als zweiren Obermeister wählte man Hru. Vinzenz Hertel. Hech. Teppich-Reinigungsnerk Gebr. Bündgen Vorgebirgstraße 25, Motten=Vernichtung. X Fernsprecher 8115, Briefkassen aus Eichenholt Drittes Blatt. Kölner Local-Anzeiger Nr. 97&a Mittwoch, 10. Nprfl 1907. Seite 1. in keiner Küche entbehrlich. Man reinigt damit schnell und grundlich Porzellan- und Glas-Geschirr. Töpfe aller Art. 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Es ist dies der billigste Weg zur Beschaffung der teinsten Bekleidung. Sosonsucusucc Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 10. April 1907. In der Schule des Leidens.(21 Roman aus dem New=Yorker Leben von Erich Friesen. Felicie hört kaum, was ihr Gatte sagt. Den Blick ins Leere gerichtet, murmelt sie wie geistesabwesend vor sich hin: „Das Spiel ist aus! Das Spiel ist aus!“ Norbert schlingt den Arm um die Schultern seiner Frau und zieht sie zu sich empor. Dann geleitet er sie, die zarte Gestalt mehr tragend als führend, über die Bühne, an den Kulissen vorbei nach dem Konversationszimmer. Erregtes Stimmen=Durcheinander schallt ihnen entgegen. Mit einem Ruck befreit Felicie sich aus dem sie umschlingenden Arm. .„Was— was ist das für ein Geräusch?“ „Nichts, mein Lieb, nichts. Um des Himmels willen. Licy, sieh' nicht so entsetzt aus! Wir brauchen ja nicht ins Konversationszimmer zu gehen, wenn du nicht willst. Kleide dich schnell in deiner Garderobe um, und dann komm' nach Hause!" Sie sagt nichts mehr. Schweigend läßt sie sich von Norbert den Gang entlung führen. Die Türe nach dem Konversationszimmer steht halb offen. In der Mitte desselben hat sich eine kleine Gruppe gebildet. Ein vierschrotiger Mann in dunklem Ueberrock spricht heftig auf Direktor Furrer ein, der empört abwehrt. Ein anderer fremder Mann steht etwas abseits, ohne sich an dem Gespräch zu beteiligen, aber aufmerksam zuhörend. „Ich versichere Sie nochmals, mein Lieber, Sie irren sich,“ schallt soeben die ärgerliche Stimme des Direktors bis Norbert und Felicie herüber.„Privatangelegenheiten gehören auch nicht ins Theater. Also bitte, entfernen Sie sich!“ „Werde ich schon tun. Aber erst geben Sie mir Frau Barring= tons Adresse"" lautet die insolente Entgegnung. „Wozu?“ „Tas ist meine Sache. Ich bin ihr Vater und will ihre Adresse wissen.“ Direktor Furrer schwankt. Sagen Sie sie nicht, Herr Direktor" warnt Gerda Touglas aus einer Ecke des Zimmers her. Mit hämischem Grinsen wendet der Mann sich zu der Sprecherin. „Soso, meine feine Dame! Sie sind also auch mit im Komplott he! Also— zum letzten Mal: ich will Frau Barringtons Adresse, wissen, eher weiche ich nicht vom Fleck!“ Sein drohender Blick umfaßt sämtliche Anwesende und schweift dann zur halboffenen Türe hinaus auf den hellerleuchteten Gang. „Ha, da ist sie ja, das saubere Früchtchen!“ lacht er plötzlich roh auf. Schon ist er zur Türe hinaus. Wie mit eisernem Griff umspannt er Felicies Arm. „Fort von ihr!“ ruft Norbert mit Donnerstimme, den brutalen Angreifer zurückstoßend. Thomas Mackay taumelt und würde zu Boden stürzen, wenn jener Mann, der vorhin dem Wortwechsel so lebhaft folgte, ihn nicht stützte. „Das ist sie!“ knirscht Thomas Mackay, heiser vor Wut.„Tun Sie Ihre Pflicht, Barns!" Sofort nähert sich der Mann Felicie.„Ich verhafte Sie im Namen des Gesetzes, Frau Barrington. Sie haben einen Scheck gefälscht. Wollen Sie mir ruhig folgen?“ Eine Minute lang herrscht Totenstille. Niemand wagt, sich auch nur zu rühren. Ueber Felicie ist es wie eine Erstarrung gekommen. Unbeweglich, die Augen weit aufgerissen... so steht sie vor ihren Anklägern. Plötzlich schwankt sie. Lautlos, wie eine geknickte Blume, bricht sie an des Gatten Brust zusammen. „Pah!“ macht Thomas Mackay verächtlich, in der Luft ein Schnippchen schlagend.„Alles Komödie! Ich kenne ihre Schliche und Tricks— ich, ihr Vater. Ich will Ihnen sagen, mein sehr ehrenwerter Herr Barrington—“ er verbeugt sich ironisch vor Norvert—„welch nettes Pflänzchen Sie geheiratet haben! Ihr alle, hört gut zu!“ Tiefe Stille. Norbert steht noch immer bewegungslos da, das bleiche Köpfchen an seiner Brust zärtlich streichelnd. „Zum Kuckuck auch! Warum redet ihr nicht!“ schimpft Thomas Mackay daher.„Habt doch sonst Sinn für derlei Sachen. Hört nur zu! Meiner Seel', warum rennt ihr denn alle fort?" Eine Handbewegung des Direktors, ein bittender Blick aus Gerdas sprechenden Augen— ernst und schweigend verläßt das anze Personal das Zimmer. Ein Seufzer der Erleichterung hebt korberts Brust. Behutsam läßt er Felicie auf den Boden niedergleiten und bespritzt ihr bleiches, ach, so totenbleiches Antlitz mit kaltem Wasser. Bald schlägt sie die Augen auf. Ein Zittern überfliegt ihre Gestalt. „Das Spiel ist aus!“ Mechanisch kommen die Worte von ihren Lippen. Ein langer, schmerzlicher Blick auf den Gatten— dann erhebt sie sich mühsam und schreitet auf ihren Stiefvater zu. „Ich bin bereit. Was hast du mit mir vor?“ „Du kommst mit nach New York— heute noch!“ Ein häßliches Lachen verzerrt sein Gesicht.„In New York hast du das Verbrechen begangen, in New York sollst du vors Gericht. Detektive Barns, nehmen Sie das Mädel fest! Keine Schonung, hören Sie? Haben Sie keine Handeisen bei sich?'swär' sicherer. Die hat's hinter den Ohren— ich kenn' sie. Brennt Ihnen noch unterwegs durch.“ „Nein, nein! Keine Handeisen!“ In fast verzweifeltem Tone schreit Felicie auf.„Ich will mit Ihnen gehen, wohin Sie wollen. Nur nicht fesseln! Bitte, bitte, nicht fesseln!" Norbert lehnt während der ganzen unerquicklichen Szene an einer Säule. Eine Art von Erstarrung ist über ihn gekommen. Da— ein leises Geräusch an der Tür. Gerda Douglas tritt ein. Sie schreitet direkt auf Felicie zu. Mit kräftigen Armen die schwankende Gestalt umschlingend, Uhnt sie deren gesenkten Kopf sanft an ihre Brust. Bei diesem rührenden Anblick weicht die Erstarrung von Norberts Gliedern. Er macht ein paar Schritte nach seiner Frau hin. „Was— was bedeutet dies alles? Ich werde doch wohl wissen dürfen, wessen man meine Frau beschuldigt!“ „Namensfälschung! Betrug!" schreit Thomas Mackay wütend. „Und weshalb? Wenn Sie fürchten, meine Frau oder ich könnten versuchen, das Gesetz zu umgehen, so irren Sie. Wenn Sie wollen, schließen Sie die Tür ab! Das Zimmer hat keinen zweiten Ausgang. Und dann— dann kann ich ja wohl die Ursache dieses Auftritts erfahren!" „Natürlich, zuerst müssen wir die Ursache wissen!" bekräftigt Gerda mit ihrer tiefen, wohlklingenden Stimine sich zu Mackay wendend.„Sie sagen, Frau Barrington habe Namen gefälscht, Betrug begangen.... Wie, wann und wo soll dies geschehen sein? Beweisen Sie Ihre schwere Beschuldigung und vergessen Sie dabei nicht, daß die Dame einflußreiche Freunde besitzt, die für sie eintreten werden! Also Vorsicht und möglichste Eile, mein Herr!“ (Fortsetzung folgt.) Seite 2. Kötner Lecal-Anzeiger Nr. 97 a Mittwoch, 10. April 1907. Drittes Blatt. Tocales. April 1907, Bormittags. Nachbruck 26 64 665 890 1057 396 473 570 81 625 850 2013 18 98 3041 56 256 325 73 400 689 748 4062 234(400 521 6 5141 206 84 370 1490 549 893 6010(400) 119 362 75 674 9 2. Ziehung der 4. Klasse 216. Kal. Preuß. Lotterie. (Vom 8. bis 9. April 1907.) Nur die Gewinne über 192 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewahr.) 9. April 1907, vormittags. Nachdruck verboten. —orn 2013 18 60 386.529.957 61 72 851 65 78 949(400] 7122 9032 241 647 604 728 969 90 93 161 812 914 18053[400 178 244 502 79 673 714 19008 23 631 71 74 81 20167 35" 50 623 96 21004 152 un 554 726 898 22044 69 405 70 509 36 606(400) 23024 195 210 27 48 78,(400) 503,90 96 646 48 67 715 86 949 24052 192 224 307 20 774 80 893 961 25109 344 61 97 717 854 26062 135 319 67 510 50 87(400) 27062 82 184 266 79 315 3½ 4 59(400) 552 670 732 28229 46 590 627 762 842 914 29004 44 160 97 370 498 606 62 762 823 51 969 71—„.00 641 870 30141 200 29 96 325 712 882 31025 250 94 318 26 30(400] 641 879 32075 492 718 808 930 333051 53 177 251,1500) 395 452 783, 803 948 34577 14001 79 7 131 57 292 472 26 34 700 864 945(1000) 68 380 63 76 199 599 804 978 81 42044 84(400) 110 314 465 551 868 433296 423 96 544,58 80 44247 354 71 86 541 69 678 723 70 45000 385 bo 541(400) 697 827 919 43(400) 46024 57 306 50 859 60.7035 60 121 88 584 919, 48129 44(400) 98 265 497 702 49136 315 425 577 616 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31 41 299 367 552 84 628 763 985•2070 85 87 177 253 547 71 933016 32 49 325 402 46 702 91023 40 323 443 686 906 95026 64 271 474 668 918 95 96061 162 409 27 501 87 696 848 979 97051 81 410 19 28 827 975 98076 158 279 377(400) 100083 139 15001 241 510 662 68 101146 381 508 625(1000) 724 836 75 951 102168 582 832 976 103152 387 441 648 824(1000 903 92 104374 504 32 820 28 105217 90 313 48 745 50 98 819 20 106156 390 704 892 940 107118 408 570 108000 421(400) 52 109009 10198 B87 2/8 87l. 11115e 217 32699 458 651 1500) 847 928 112392 469 502 814 113088 92 681 752 86 114131 39 210 12 309 79 467 837 4001 113563 93 626 116180 299 370(400) 425 65 531 686 974 78 117254 324 536 85 908 22 118092 123 73 242 347 57 631 948 119004 386 91 494 513 76 721 90 837 939 95 120142(400) 46 94 209 18 473 74[400) 617 48 727 74 887 121124 203 372 433 47 57 777 804 17 63 122017 38 88(500) 341 733 896 935 57 123140 72 592 124096 265 69 358 412 544 125255 348 62 428 639 819 922 46 126174 296 441 577 649 754 93 925 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35 131 234 440 1400) 93 504 61 161009121561 814 74 162369 539 163133 78 303 81 480 85 600 49 72 75(400) 707 164024 165968 768 934 67, 166389 499 635 167142 96 283 307 481 650 913 168033 82 226 490 719 836 969 83(400) 169132 737 918 170629 171134 96 500 47 57 853 91[500) 172129 212 15 387 527 612 782 835 56 173116 57 340 671 861 90 931 34 174018 64 90 97 120 bi 256. 334 61.610 717 809 68 iS 127305 55 988 180209 44 636 780 846(400) 181259 79 329 64 81(400) 439 500) 507 730 862 182000 31 289 342 69 444, 776.887,972 183053 418 84 504 39 87 823 924 56 97 184014 432 704 185057 74 234 37 453 544 670 888(500), 186196 290 847 57(400) 99 187043, 453 4% 639 7% 30 188098 128 319/500 55787 720 67 879 929 189188 201 16 403 49 559 660 73 190169 88 301 512 651 773 864 956 191238 355 86 406 84 626 62 8 331 2 34 65 836 95 953 79 193240 383 455 93 859 194110 526 699——.——. 889 196036 292 317 26 409 520 44 623 928 197080 132 412 72 706 55 823 978 198087 282 364 628 881 85 905 53 82 199001 157 269 568 94 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277111 23 65 283 311(500) 16 92(500) 465 724 810 77 984 278152 350 632 98 767 83 915(400) 279441 510 280180 388 504 840 281270 301 937 98 282666 99.862(5000 283316 431 41 56 82 612 739 981 284086(400) 236 439 713., 825.48 285155 82 278 577 627 778 891 928 286156 319 429 631 803 937 287223 319 83 411 627 85 744 812 49 915 1500 In der Nachmittagslute vom 8. Aprillies 30541 statt 30544, 40428 statt 40438. 68559 statt 68550, 86376 statt 86371, 86390 mit 1000 Mk. 129889 statt 129888, 204444 71 statt 204244 71 2. Ziehung der 4. Klasse 216. Kgl. Preuß. Lotterie. (Dom 8. bis 9. April 1907.) Nur die Gewinne über 192 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 9. April 1907, nachmittags. Nachdruck verboten. 189 365 69 84 646 714 852 1078 111 340 73 588 605 893 977 2177 373 721 877 m0)(400) 65(500) 3244 85 320 708 869(400) 976 4131 209 342 64(400) 405 612 762 5062 189 372 83 621 856 928 45 87[500) 6009 80 167 95 98 992 7182 228 46 382 431 611 48 85 727 8393 416 27 525 691 782 831 60 920 9285 518 959 61 10054 161 639 57 58 74 874 11484 541 628:730 818 28 89 996 12051 290 96 353 812 32 70 13156 79 266 339 675 735 888 90[400 14148 569 892. 15191 300 75(400] 415 848 79 908 67 1500] 16017 187 628 708 17058 235 390(400 512 67 623 35 805 918 18077 144 548 648 712 19091 587 846 906(400 20045(400) 234(400) 463 550 90 644 736 21021 38 310(500) 562 729 971(400183 22040 264 83 424 527 83(400] 682 846 55 947 23121 728 87 889 24006 84 319 419 575 695 737 25006 121 65 796 26057 711 804 27039 390 462 845 915 58 60 456 90 501 605 75 744 844 28007 123 57 750 986 94 29080 187 319 30024 456 700 824 31124 47(400) 241 47 54 98 453 585 950 76 32019 116 25 99 420 612 21 60 863 71 976 33307 35 710 14 978 34107 532 667 75 848 58 96 946 35003 106 47 601 64 65(400) 735(400) 837 52 97 36259 64 343 424 26 522 893 963 37013 1400) 446 704 38032 44 84 87 359 400 39 87 695 970 39327 498 550 695 709 23(400) 97 40006 34 324 495 718 90[400) 818 60 41186 257 90 42171 275 80 322 36 992 43143 384 468 688 787 44151 848 71 914 42 45218 351 425 643 46023 46 77 217 555 668 760 47021 103 33 65 227(1000) 631 733 48202 425 689 878 976 49044 54 139 45 63 522 91 50035 160 290 481 95 570 662 747 51116 83 212 452 60 65 636 704 52126 38 67 684 93 1500) 768 83 964 53011 324 403 37(400) 543 620 58 67 750 54081 339 84 447 519 620 726 28(500) 55164 353 414 19 35 729 11000) 62 83 812 931 56204 303 38 514 31 726 44 49 856 57073 365 405 512 94 611 801 58255 303 32 409 76 800 57 928 59091 152 270 341 457 816 65 1500 996 60267 382 791 809 82 61078 220 320 596 811 82 62067 226 735 83 979 63110 518 660 730 66 67 814 92 64031 47 73 117 205 47 91 414 677 79 705 39 56 840 928 65009 34 134 220 348 421 22 536 59 70 609 790 895 66125 74 67388 443 500 97 620 784 68238 49 54 326 482 94 593 (1000) 836 87 954 87 69074 175 319 40(3000] 404 80 585 623 734 856 96 988 70128 212 60 303 490 537(400) 41 749 58 71012 176 258 339 596 641 778 847 910 72083 618 794 73027 73 131 525 636 74066 399 735 75005 117 62 256 60 463 556 894 98 76069(400) 167 353 490 519 25 49 59 708 823 77436 533 734 48 949 78043(500) 241 392 520 965 79077 90 184 210 82 578 693 862 944(500) 80276 640 723 29 974 81020 36 98 100 230 346 469 606 82247 559 634(400) 42 74 82 840 83083(500) 258 447 86(500) 581 666 786 84278 396 794 887 85470 577 968 97 86022 308 491 823 956 80 87386 409 75 96(400) 596 94 611 778 853 88184 376 84 530 70 1400) 703 93 89002 49 95 300 94 404 24 40(400) 704 93 90004 196 277 84 317 58 717 73 986 95 91006 114 38 605 92078343 475 742 93035 157 282 301 570 600 30 712 46 821 1500] 75 94100 218 751 819 954 95127 87 205 615 704 829 303 4 68 457 68 589 710(400) 48 60 933 500) 59 77 762 956 70 100040 53 64 76 101 83 240(400) 469 517 66 95 739 53 898 973 101086 124 430 528 642 862(400) 102186 541 1033053 116 30 225 548 659 716 104078 146 243 472 528 614 955 105007 159 65 411 82 964 106014(400) 355 598 107214 518 744 868 108191 269 367 602 17 74 778 801 950 86 109042 90 137 335 493 594(400) 98 627 52 72 985 110053 65 121(400) 203 712 41 935(400] 111002 37 56 292 489 557 616 64 82 112025 40 115 92 264 310 16 18 44 563 89 722 32 47 966 113086 237 324 468 861 114098 214 82 559 81 664 715 977 115191 248 342 448 96 988 116481 575 647 67 828 78 970 117113 200 359 517 43 651 79 95 718 864 909 87 118033 61 82 213 73 370 81 361 582 632 19044 64 649 73 730 120250 59(400 524 59. 121032 138 228 347 71 519(400] 36 79 869 98 1400] 122754 91 1233014 49 492 643 61 889 124092 103 36 291 92 430 62 68 562 674 720 936 80 125271 92 394 465 542 80 664 884 126164 311 497 596 127185 448 674 98 724 830 41 128047(500) 53 99 365·446 636 810 36 63 976 129050 174 249 52 56 399 413 591 780 1000 927 130059 331 651 131311 435 508(400) 669 830 97 132045 121(400 288 372 90 718 133498 590 669 795 928 72 131110 43 214 436 63(500 530 602 67 889(3000 917 135163 229 32 419 94 644 888 136111 25 400) 455 653 59 137109 28 225 300 490 556 604 27 821 924 82 138133 40 404 750 73 858 76 82 139084 421 93 620 41 891 911(400] 28 96009241 429 662 97269 74 98015 984 99192294 420 75 603 * Für das 16. Abonnementskonzert in der Bürgergesellschaft hatte der Kgl. Musikdirektor Max Granzow ein ebenso reiches wie abwechselungsvolles Programm aufgestellt, bei dem auch der Gesang nicht fehlte. Das gut eingesungene Kölner VotalQuartett erfreute durch den geschmackwollen Vortrag von Liedern von K. Kreutzer, Gartz und F. W. Voigt und ein nettes Ständchen aus dem 17. Jahrhundert. Der Einjährig=Freiwillige Hoboist R. Arntz erwarb sich wieder vielen Beifall mit der tadellosen Wiedergabe des(-moll-Konzertes von Max Bruch. Die 53er Kapelle war an dem Programm beteiligt mit Szenen aus Wagners Meistersinger, 2. Suite(Scenes hongroises) von Massenet, Polonäse von Liszt, Phantasie aus Faust von Gounod und dem Walzer Seid umschlungen, Millionen von Joh. Strauß. Alle diese Stücke kamen unter Leitung von Kgl. Musikdirektor Max Granzow mit der rhythmischen Präzision und der feinfühligen Nuanzierung zum... trag, die man von der wohlgeschulten 53er Kapelle gewohnt ist. Am Schlusse der so beliebten Konzerte in der Bürgergesellschaft geziemt es sich wohl, einen Rückblick auf die Darbietungen zu werfen. Es gab klassische Abende mit Sinfonien und wertvollen Novitäten, humoristische Abende und Konzerte mit gemischtem Programm, bei denen der Opernmusik und der vornehmeren Unter haltungsmusik Rechnung getragen war. Reicher Beifall wurde dem verdienstvollen Leiter bei diesem Schlußkonzert zuteil. 9 Alkoholmißbrauch und Familienglück, so lautet das Thema, das Frau A. Hoffmann aus Genf am Dienstag den 16. April, nachmittags 4 Uhr, im Isabellensaal des Gürzenich in einer Versammlung des Kölner Bezirksvereins des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke behandeln wird. Frau Hoffmann wird auch von den Arbeiten der Schweizerischen Frauen liga gegen den Alkoholismus berichten und zeigen, in welcher Weise auch die deutschen Frauen auf diesem Gebiet der sozialen Fürsorge mitarbeiten können. K. Gesperrt wird behufs Ausführung von Straßenbauarbeiten die Straße Am Hof von Unter Goldschmied bis Unter Taschenmacher vom 22. April ab auf drei Wochen für Fuhrwerke und sonstige Fahrzeuge jeder Art sowie für Reiter. * W e g e n f a h r l ä s s i g e n F a l s c h e i d e s i s t a m 1 8. S e p t e m b e r v. J. vom Landgerichte Köln ein Möbeltransporteur zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auf seine Revision hob das Reichs gericht das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Er hatte in einem Zivilprozesse eine Frage, wegen deren er geladen war, richtig beantwortet, auf eine andere aber, die ihm nebenbei vorgelegt worden war, eine falsche Antwort gegeben. Das Gericht war der Ansicht, daß er sein Gedächtnis besser hatt anstrengen müssen. Das Reichsgericht war der Ansicht, die Fah lässigkeit sei nicht ausreichend festgestellt. 140419 615 994 141497 520 746 864 912 142058 138 42 97 535 726 833 143255 344 71 98 431 727 874 917 53 74 97. 144115(400) 86 291 400) 625 89 847 942 56 145046 68 352 446 770 930 146207 350 573 965 96(400) 147390 451 546 911 148016(500) 106 26 205 346 97 444 621 860 85 937 149256 579 918 150043 392 585 745 57 87, 151286 451 561 804 31 973 152003 113 314 97 537 97 99(400) 658 96 153217 23 32 351 526(500) 154109 440 50 710 871 77 914 155222 44 91 427 603 5 89 710 90(10000) 833 924 56 500), 156013(400) 175 290 401 30 651(4001 708 51 851 938 157138 357 516 49 875 966 158183 278 371 543 159233 540 95 729 819 998 160006 70 568 654(400) 69 82 161003 7 40 319 45 403(1000) 52 54 574 624 740 878 162032 133 55 270 385 488 626 91 740 901 163329 48 581 652 983 164334 444 45 583 642 81 705 165271 511 20(1000) 678 925 166283 454 503 50 711 167087 598 724 884 959 168119 62 235 375 494 169127(400) 37 45 226 302 6 474 909 170135 557 63 705 910 12 82. 171007 135 98 412 97 969 770 865 172243 318 696 173105 19 66 88 15000] 597 720 24 87 813 20 174026 305(1000) 564 972 175043 179 275 327 58 567 780 820 32 905 13 176325 43 52 434 594 808 79[400) 923 177004 90 172 204 41 42 371 405 868 178315 17 179024 169 338 671 719 846(400) 57 180082 201 483(1000) 88(400) 640 893 934 181158 331 68(400) 79 692 727 938 96 182232 515 930 1833051 1400) 256(400) 744(400) 834 980 184033 65 248 553 881 185203 331 73 77 457 512 19 689 970 186060 252 76(400) 560 95 612 90 706 939 187331 787 1400) 908 188054 502 791 817(400) 943 189011 42 332 432 642 190146 58 374 450 657 64 93 709 191099 109 301 50 402 51 535 92 631 715 971 1922174 224 35 87 89 384 423 536 791 912 26 193226 370 790 194285 452 728 809 979 195066 149 697 800 18 196114 25 310 46 70 197380 491 707 32 979 198049 61 1400) 189(500) 219 334 654 950 55 199039 382 538 200144 76 96 767 838 963 201271 308 752 962 5500) 74 202034 362 437 92 590 850 969 203207 493 919 89 204018 61 332 38 531 604 793 400 905 205315(400) 92 594 611 58 823 40 908 206200 27 303 82 416 686 796 835 50 69[400 996 297091 257 433 83 84 607 45(400) 783 899 946 61 89 96 208093 168(400) 81 212 39 535 928 1400) 209005 106 73 1100000) 452 698 725 79 991 1400) 210002 110 451 513 77 815 211186 358(400) 77 535 615 823 89 212089(400) 300 3 97 636 90 795 811(400) 981 83 2133003 70 272 96 391 529 615 28 833 942 214024 59 68 267 618 73 841 906 215333 461 599 683(1000) 731 824 935 216067 329 58 88(400) 428 96 97 99 574 622 852 903 75 217116 17 45 449 519 738 77 218022 38 413 504 894 213161 62 229 56 466 80 503 85 1400) 611 764 869 90 220086 198 520 35 750 876(500) 937 221344(400) 776 863 904 56 222029 59 83 109 92 385 535 778 223237 713 15 224024 130 88 96 98 603 78 702 225062 67 167 433 503 97(400) 618 701 10 814 226018 223 364 417 630 35 924 227264 418 22 96 539 658 71 1400) 876 929 2228146 59 71 79 223(400) 69 377 515(400] 788 99 842 229087 97 121 430 60 531[400) 752 230142 377 582 231320 42 646 232054(400] 136 206 631 87 899 233337 82 645 234030 86 136 323 579 90 92 717 235002 218 459 555 678 703 34 816 45 971 236110 334 79 431 45 624 834 237547 91 603 755 880[500) 82 932 93 238108 52 75 486 1400) 525 751 952 239068 183 261 605 14 77 723 833 60 75 90 240064 71 125 402 732 45 75(1000) 885 90 962 241481 643 242032 99 264 71 402 607 759 81279 243203 338 631 848 930 244049 78 180 269 72 537 44 746 245088 278 534 755(20000] 246020 95 141 436 597 619 771 939 247087 192 257 323 47 454 92 643 703 248313 78 740 48 59 249112 98 278 383 459 511 45 96 250161 588 779 84, 251196 239 354 554 97 623 90 704 21 836 968 252112 87 329[5000) 409 566 95 770 824 81 948 253193 322 443 746 79 902 25•4154 558 684 726 823 35 255003 145 53 541 678 924 60 256104 302 70[400) 406(400) 28 672 701 64 830 257333 604 730 258012 65 249 435(400) 508 9 50 617 96 259095 309 26 465 612 966 260071 114 1500) 57 272 345 555 770 92 954- 261298 344 449 643 262609 57 263093 563 782 902 264067 400 53 513(400) 650 773 861 265132 307 443 97 724 63 83 895 936 266117 308 488(400) 702 267147 216 25 552 665 925 268141 68 71 689 792 269094 127 201 29 450 565 709 48 59 847 270036 595(1000) 649 889 90 271027 145 468 75 272017 86 125 67 0) 85 919 273393 531 925 274271 467 696 747(500) Vollendeter„Erweiterungsbau“ jetzt 16 Schaufenster Köln, Ehrenstrasse 2. 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