92. Jahzegang— Ne. 19 619 Verlags= Gründungsjahr 1725 Anzeigenpreis: Stoßspalte(46 mm).. mm.1814 Textanzeigen(78 mm)" mm.—# Einspaltige Anzeigen bis zu 100 mm Höde(ausgenommen Anzeigen für die Schiffahrt, für Bäder, Gastböse. Fremdendeime und Gaststätten)...... mm.15.4 Stellengesuche.... mm.14.4 Wortanzeigen von Privaiversonen aufgegeben, gur in einheitlicher Brelte von 46 mm. einspaltig bis 50 mm Höbe„in„Grundschrift jedes Wort.05.K Fettgedruckte Worte.100 Mindestpreis..504 Zistern= und Auskunfts=Gebühr (Porto besonders).....30.4 Nachlässe Malstaffel I und Mengenstaffel B. Galtig ist die Anzeigenpreisüifte 7. Ersüllungsort Bonn=Rbein. „ für Bonn und Umgegend— Bolner krachrich!. Godesberger Nachrichten Siegburger Nachrichten 7 Euskirchener Nachrichten Geschäftsstelle und Schriftleitung Vonn, Bahndofstr. 12. Die Geschäftsstelle ist geöffnet von—19 Uhr. Sammelruf Nr. 3851—53. Ferngesprache 3853. 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Kaum jemals zuvor haben die Männer, die über das Schicksal des britischen Imperiums entscheiden, so überzeugend den Beweis für ihre Unfähigkeit vor den Augen der Welt erbracht, wie es jetzt geschehen ist, da sie des Führens Appell andie Vernunft mit einem schroffen Nein beantworteten. Die abgrundtiefe Verlogenheit und Heuchelei, mit der Lord Halifax die Ablehnung des Friedensangebotes zu begründen versuchte, wurde selbst in jenen Kreisen des Auslandes, die immer noch der britischen Propaganda Gehör schenkten, mit Abscheu vernommen. Die„zivilisierte Welt“, für deren Freiheit und Recht England in den Krieg zu ziehen vorgab, bringt kein Verständnis mehr auf für eine Haltung, die unweigerlich zum völligen Zusammenbruch der britischen Macht führen muß. Jedem Einsichtigen ist es klar geworden, daß Halifax das Todesurteil über England gesprochen hat. Er hat das Tor zu einer Verständigung mit DeutschEls Handelsschie mit 43000 BRT versenkt Berlin, 26. Juli. Deutsche Kampf= und Sturzkampfflugzeuge erzielten am Donnerstagnachmittag und=abend wiederum einen bedeutenden Erfolg im Kanal. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden aus einem durch See- und Luftstreitkräfte stark gesicherten brikischen Geleitzug von 23 Schiffen elf Handelsschiffe mit einer Gesamtionnage von 43 000 Bruttoregister konnen versenkt und drei weitere Handelsschiffe mit zusammen 12000 Bruttoregisterkonnen in Brand geworfen oder so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden kann. Außerdem gelang es, einen modernen britischen Ferstörer in Brand zu werfen und einem anderen schwere Beschädigungen beizubringen. land, das ihm der Führer in seiner großen Reichstagsrede weit öffnete, brüsk zugeschlagen und sich unter scheinheiligen Beteuerungen einer„christlichen“ Gesinnung zur Fortsetzung des Krieges entschlossen. Halifax, der„Heilige Fuchs“, wie er in England genannt wird. flehte den Herrgott um Hilfe an für den„Kreuzzug“ gegen das böse Nazi=Deutschland. Während er sich zu dieser Flucht in den Himmel verstieg, haben aber die Holdbestände seiner Freunde längst schon die Flucht über den großen Teich angetreten und auch er wird nach dem Beispiel vieler anderer Kriegsverbrecher eines Tages wieder auf ein sicheres Fleckchen Erde herniedersteigen und sein Volk verdammen, den bitteren Weg des Kreuzzuges allein zu gehen. Das Beispiel der Polen und Norweger, der Holländer, Belgier und Franzosen genügte offenbar Churchill, Halifax und den übrigen britischen Plutokraten noch nicht. um die nackte politische Wirklichkeit zu erkennen. Für das, was nun kommen muß, tragen sie vor der Geschichte die ganze ungeheure Lasi der Verantwortung allein. Mit aller Hast trifft man in England die letzten Vorbereitungen, um einen deutschen Angriff abzuwehren. Churchill bewaffnet die Zivilbevölkerung und organisiert einen Heckenschützenkrieg, der an das Unwesen jener polnischer Mordbanden erinnert, die, außerhalb jedes Völkerrechts stehend, aufgepeitscht in ihren niedrigsten Instinkten, gegen die kampferprobten deutschen Truppen eingesetzt wurden. Wenn Churchill glaubt, mit seinen Heckenschützen die militärische Entscheidung auch nur einen Augenblick aufhalten zu können, so dürfte er, wenn ihm das polnische Beispiel noch nicht genügen sollte, zur gegebenen Zeit schon eines Besseren belehrt werden. Jedenfalls werden die Banden, die er mit Pistolen und Flinten zum feigen Mord an deutschen Truppen ausrüstet, nicht Anspruch darauf erheben können, wie Soldaten, die sich zum ehrlichen Kampf stellen, behandelt zu werden. Daß in der Tat in England jedes Gefühl für Ritterlichkeit erstorben ist, geht aber auch aus der gestern von uns veröffentlichten Meldung der„Times“, in der sich dieses Blatt der„Heldentaten“ der britischen Luftviraten rühmt, hervor. Die Angriffe auf unbefestigte Städte und Dörfer, die Bombenabwürfe aus großer Höhe, durch die deutsche Frauen und Kinder getötet wurden, werden offen als„Erfolge“ der britischen Kriegführung verherrlicht. Wie in Wirklichkeit diese Erfolge erreicht werden, wird in einer anderen englischen Meldung eingestanden. Danach haben britische Flugzeuge, die einen Auftrag nach Norwegen durchzuführen hatten. unterwegs ihre Bomben„blind“ abgeworfen, weil sie durch die ungünstige Wetterlage zur Umkehr gezwungen worden seien. Es wird also in London die deutsche Auffassung, daß die Britenflieger ihre Bomben ungezielt und wahllos abwerfen, offen zugegeben. Wohin solche Methoden eines Tages führen müssen, dürfte auch den Herren an der Themse sehr wohl bekannt sein. Sie haben das Schicksal herausgefordert und bemühen sich nun krampfhaft, das Land, das sie der Katastrophe entgegenführten, mit einem„Verteidigungswall“ zu umgeben, hinter dem sie noch bis zur letzten Stunde vor ihrer Abfahrt nach Kanada ihre Schätze zusammenraffen wollen. Das gleiche Britannien, das im Laufe der letzten Jahre ein Volk nach dem anderen zum Krieg gegen Deutschland aufhetzte, das Pläne ausarbeitete, um in Skandinavien, auf dem Balkan und im Nahen Orient den Brand zu schüren, das vor keinem Mord und Verbrechen zurückschreckte, das mit eisigem Herzen zusah, wie sich die Armeen anderer. Völker für seine Interessen verbluteten, dieses gleiche Britannien sieht nun, entblößt von seinen einstigen mächtigen Freunden, allein dem Strafgericht der Geschichte entgegen. Niemand zweifelt mehr an dem Endergebnis der kommenden Entscheidung. Es ist die Abrechnung, die das deutsche Schwert vollziehen wird und die die vollkommene Vernichtung jener Mächte bedeutet, deren einziger Lebenszweck in der Unterjochung und Ausbeutung remder Völker zu bestehen schien. Britendampfer„Ella Noy“ durch=Boot versenkt Madrid: In Vigo traf am Mittwoch der spanische Fischdampfer„Felix Montenegro“ mit Schiffbrüchigen des englischen Schiffes„Ella Roy“(1000 BRT.) ein, das auf der Fahrt nach Cardiff mit einer Holzladung an Vord von einem=Boot torpediert worden war. Angst und Gerwirtung in der Piaotranschen Fecheurg Die Londoner Machthaber ergreifen verzweifelte Maßnahmen zur Verteidigung des Inselreichs— Mißglückte Experimente Gens: Je größer die Angst in London wird, umse unsinniger werden die Maßnahmen, mit denen die Regierungseligue sich in ihrer dumpfen Verzweiflung auf die Verteidigung des Inselreiches vorzubereiten versucht. Dufs Cooper, der in der Reihe der Hetzer mit an erster Stelle marschiert und noch vor wenigen Wochen das Maul nicht weit genug aufreißen konnte, scheint angesichts der drohenden Katastrophe alle Nerven verleren zu haben. Seine fortgesetzten Verordnungen und Erlasse schaffen in ihrem konfusen Widersinn eine solche Verwirrung, daß sich sogar die englische Oeffentlichkeit mit scharfen Worten gegen ihn wendet. Nachdem Dufs Cooper erst am Dienstag im Unterhaus eine gründliche Abreibung zuteil wurde, bezeichnet„News Chroniele“ jetzt das einst so gepriesene Sprachrohr beitischer Lüge und Hetze als den Minister der schlechten Ideen. Viel scharfer Angeisse ist Duff Coopers sogenannte„Schweigekolonne“ aus. gesetzt, die nach großartigen Vorbereitungen nunmehr als„verunglückter Versuch“, wie„Daily Mail“ die Kampagne bezeichnet, mit dem Plan einer verschürften Pressezensur wieder ab acta gelegt wurde. Die mündliche Weitergabe wichtiger Nachrichten an die Regierung hat nämlich nicht nur ein großes Mißtrauen im Volke ausgelöst, sondern der Gerüchtemacherei Tür und Tor geöffnet und damit genau das Gegenteil von dem erreicht, was man erreichen wollte. Wie„Evening Standard" feststellt, ist das mißglückte Experiment Dufs Coopes überaus kostspielig gewesen, da bereits 29 009 Pfund für Inserate(!) ausgegeben worden seien. Würe die Kampagne, so bemerkt das Londoner Blatt, in dem vom Minister geSchneubdot vernichtete 10 000 BKt=Bampfer Erfolgreicher Handelskrieg— Bomben auf die Bickers-Flugzeugwerke bei Weybridge Deutsche Schnellboote lausen aus zur Fahrt gegen England phot. Dienstbach-PK-Weitbild. die Vickers=Flugzeugwerke bei Weybridg. Berlin, 25. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei einem Vorstoß gegen die englische Südküste versenkte eines unserer Schnellboote südlich Portland einen 18 000 BRT großen bewaffneten seindlichen Handelsdampfer durch Torpedoschuß. Deutsche Kampfflugzeuge griffen trotz schlechter Wetterlage den beitischen Schiffsverkehr im Kanal und an der Küste Ost=Englands sowie Industrieanlagen in Südost=England und Schottland an. Wie bereits bekanntgegeben, wurde dabei einGeleitzug von funf Handelsschifsen mit einem Gesamtinhalt von 17 809 BRT vernichtet; außerdem erhielten drei weitere Handelsschiffe so schwere Bombentressen, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Angegrissen wurden ferner u. a. „we auf dem Werkflugplatz vier feindliche Flugzeuge am Boden veinichtet wurden, Industrieanlagen bei Great Barmouth und bei Glasgew. Im Verlauf der Angrisse auf die beitischen Geleitzüge kam es verschiedentlich zu heftigen Luftkämpfen zwischen unseren und beitischen Jagdflugzeugen, in deren Verlauf sechs seindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. In der Nacht zum 25. Juli sanden wieder seindliche Einflüge in Norddeutschland statt. Schaden wurde durch Bombenangriffe nicht angerichtet. Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern zehn Flugzeuge, davon wurden sechs im Luftkampf, vier am Boden vernichtet. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. wünschten Sinne weiter gegangen, dann wären in den nächsten Tagen 100 000 Pfund(!) erreicht worden, für welche Summe ein Geschwader Kampfflugzeuge hätte gekauft werden können. Wenn Dufs Cooper, so schreibt „News Chroniele“, seine Methoden nicht ändere, so werde er sich eines Tages vor die Tür gesetzt finden. Es muß schlimm aussehen in England, wenn den sonst so gefügigen Londoner Zeitungen diese bittere Kritik an einer der stärksten Stützen Churchills entschlüpft. „Bereits völlig den Kopf verloren!“ Die römische Presse beschäftigt sich mit den verzweifelten Verteidigungsmaßnahmen und den zahllosen Miniesterreden in England, die— wie die Blätter übereinstimmend feststellen— einen klaren Beweis dafür bilden, daß man in England bereits völlig den Kopf verloren hat. Anders sei es z. B. garnicht zu erklären. schreibt„Popoli di Roma“, daß der Minister Mac Donald im Unterhaus unter stürmischem Beifall erklären konnte, in Großbritannien würde man eine Invasion begrüßen und weiter behauptete, England könne dann zur Gegenoffensive übergehen. Daß ein englischer Staatsmann überhaupt eine solche Erklärung abgeben dürfe, deute auf ein krankhaftes Gehirn hin. Wie die Dinge in England wirklich aussähen, erkenne man am besten an den vom Schatzkanzler angekündigten neuen Steuern, die eine Bilanz der Niederlage darstellten. Wie gewöhnlich hütten die eng lischen Plutokraten nicht etwa die Großkapitalisten herangezogen, sondern die Last des Kriegesauf de: kleinen Mann abgewälzt. Geheimstzung in London Das Durcheinander in London und das Auftreten starker Meinungsverschiedenheiten ergibt sich auch aus der Abhaltung neuer Geheimsitzungen beider Häuser des britischen Parlaments. Laut einer Neutermeldung teilte Attlee im Unterhause mit, daß das Unterhaus am Dienstag in einer Geheimsitzung über die auswärtigen Angelegenheiten debattieren werde. Attlee fügte in Beantwortung von Fragen verschiedener Abgeordneter bezeichnenderweise hinzu. die Mehrheit des Hausee sei wohl der Ansicht, daß hierüber in diesem Augenblia eine Geheimsitzung mehr am Platze sei als eine öffentliche Sitzung. Ueber die vorgestrige Geheimsitzung des Oberhauses berichtet Associated Preß, die Lords hätten eine außenpolitische Entschließung angenommen, die von dem Sekretär des Sprechers der Regierung, Downingson, zu einem Protest des Labour=Lords Addison eingebracht worden sei. Man habe die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich des Abkommens mit Japan über die Schließung der Burma=Route erörtert. Einige Mitglieder des Oberhauses hätten dieses Abkommen als „beschämend“ bezeichnet. Fluchtvorbereitungen der Königssamilie? Mailand: Die Turiner„Gazzetta del Popolo“ veröffentlicht einen Artikel ihres Lissaboner Berichterstatters, in dem es heißt, daß die englische Königsfamilie bereits Vorbereitungen für ihre geheime Abreise nach Kanada treffe. Man glaube, daß diese Gerüchte dadurch eine Bestätigung erhalten, daß der Inspektor von Scotland Pard, F. W. Cameron, der persönliche Sicherheitsattachee des englischen Königs, auf der Durchreise in Lissabon gewesen sei. Cameron habe den König im vergangenen Jahre auf seiner Reise nach Kanada und den Vereinigten Staaten begleitet. Gerüchtweise verlautet weiter, daß die Kinder des Königspaares bereits in Kanada eingetroffen seien und sich in Montreal aufhalten. Ueber 590 Mosley=Auhänger in haft Stockholm: Im englischen Unterhaus erwiderte der Innenminister auf eine Frage daß die Zahl der Haftbefehle gegen Mitglieder oder ehemalige Mitglieder der Mosley=Bewegung 500 überschreite. Frecher britischer Piratenstreich Belgische Fischerflotte verschleppt Brüssel: Aus Ostende wird gemeldet, daß ein sehr großer Teil der dort stationierten Fischerflotte sowie einige Fahrzeuge der belgischen Kriegsmarine von den Engländern weggeführt worden sind. Mehrere Schiffe wurden in französische Atlantikhäfen verschleppt, der größere Teil der Fischdampfer jedoch sowie zwei Patrouillenboote und zwei Schnellboote sind widerrechtlicherweise aus den Downs nach Dartmouth gebracht worden. Flüchtlinge, die darauf Platz genommen hatten, wurden von Bord vertrieben. Viele dieser beschlagnahmten Schiffe sind— entgegen allen Abmachungen— als Lebensmittel= und Truppentransporter zwischen Frankreich und England benutzt worden. Holland über englische Lustangrisse empört Gechs Tote in Amerssoort Amsterdam: Ueber die nächtlichen Bombenüberfälle englischer Flieger, wodurch die holländische Zivilbevölkerung schwer getroffen wurde, herrscht in Holland lebhafte Empörung, umso mehr, als die Engländer offensichtlich nicht einmal versuchten, militärische Ziele zu finden, sondern ihre Bomben blindlings abwarfen. Besonders große Verluste waren in Amersfoort zu verzeichnen, wo durch einen Volltreffer auf ein Wohnhaus eine fünfköpfige Arbeiterfamilie getötet wurde. Ferner wurde ein Lehrling durch einen Bombensplitter getroffen und getötet. Der holländischen Zeitung„Telegraaf“ zufolge ist die Anzahl der Verwundeten in Amersfoort sehr groß. In derselben Nacht sei bei Bergen ein Wochenendhaus durch eine Bombe getroffen worden, wobei zwei Personen getötet und drei schwer verletzt wurden. Ausnahmezustand über Cypern verhängt Nom: Auf Cypern kam es, wie„Messaggero“ meldet, zu heftigen antisenglischen Kundgebungen. Die Polizei mußte eingreisen. Der Souverneur von Cupern stellte das Polizeikorps unter militärisches Oberkommands und verhängte den Ausnahmezustand über die Insel. Panikstimmung in der britischen Zwingburg Gibraltar Die Handelsschiffahrt lahmgelegt— Drohende Hungersnot— Die berühmten Affen verschwinden Madrid: Ein aus Gibraltar zurückgekehrter Ausländer schilderte seine dortigen Eindrücke. Die Zivilbevölkerung, so sagte er u.., die zunächst nach ihrer Rückkehr aus Französisch=Marokko gegen jede nochmalige Evakuierung protestierte, sei nach dem letzten großen Bombenangriff von einer Panikstimmung ergriffen worden. Von 7000 spanischen Arbeitern, die bisher täglich nach La Linea herüberkamen, würden nur noch 2000 zugelassen. Sie müßten außerdem ihr Essen mitbringen, da sie in Gibraltar nichts mehr kausen könnten. Alle Fremden würden streng überwacht und dürften nur in bestimmten Straßenzügen verkehren. Während der letzten Bombardierung habe sich auch herausgestellt, daß bei der geringen Widerstandsfähigkeit der Kreidefelsen die dort angelegten Schutzräume unzulänglich seien. In tiefer gelegenen Schutzräumen sammle sich bereits Wasser, da das Meerwasser durch die Kalkschicht hindurchsickere. In Gibraltar seien nicht nur die Lebensmittel streng rationiert, sondern auch das Wasser, da die Wasserreservoire nicht ausreichten und die Wasserleitung bei dem letzten Bombenangriff beschädigt worden sei. Die allgemein gedrückte Stimmung werde noch durch die Feststellung erhöht, daß die berühmten Affen von Gibraltar langsam verschwinden. Bekanntlich besagt die Ueberlieferung, England werde so lange im Besitze Gibraltars bleiben, bis die dortigen Affen abwanderten. Daher würden die Tiere in der Festung sorgsam gehegt. Der Aberglaube sieht nun in dem Verschwinden der Affen ein Vorzeichen für den bevorstehenden Besitzwechsel Gibraltars. Stefani meldet aus Algeciras, Nachrichten aus Gibraltar beschrieben die Situation dieser Festung al katastrophal. Die notwendigsten Nahrungsmittel würden außerordentlich spärlich. Das Handelsleben sei gelähmt, und die Versorgung der Festung werde immer ungewisser, so daß eine Hungersnot bevorstehe Alles das schreibe man dem Eintritt Italiens in der Krieg und seiner ständigen Ueberwachung des Meere311. Englische Truppen in den Verteidigungsanlagen der Jeste Gibraltar phot,.-.-Archiv. Seite 2. Nr. 16 816 General Anzeiger für Vonn und Umgegend Vonner Nachrigten 26. Juli 1910 Wirder Vomden auf mieraudrien and Halsa Erfolge der italtenischen Luftwasse in Nord- und Ostafrike RABIEN Rom: Der italienische Wehrmachtsbericht vom 25. Juli hat folgenden Wortlaut: Unsere Flugverbände haben den Marinestützpunkt Alexandrien und das Petroleumzentrum von Haisa wirkungsvoll bombardiert, wobei Volltreffer erzielt und Lager sowie Raffinerien in Brand gerieten. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Ueber Malta ist ein englisches viermotoriges Flugzeug von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, gekroffen und schwer beschädigt worden. In Nordafrika sind bei einem Angriffsversuch der feindlichen Lustwaffe auf Bardia durch das Eingreifen unserer Jagdflugzeuge drei englische Flugzeuge abgeschessen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. In Ostasrika ist ein seindliches Flugzeug bei einem Angriffsversuch auf Massang abgeschossen worden. Unsere Flugzeuge haben Züge und Lager auf dem Bahnhof von Shedaref(Sudan) bombardiert. Eines unserer=Boote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. „Hohepanti Vrilischer Gemeinhen und Berworseccheil Grausamkeit, gepaart mit Haß und Angst, sich unschuldige Opfer unter der Zivilbevölkerung auswählten. Keine Vombenexplosion im Panamakanal Washington: Das Kriegsministerium dementierte die über den USA=Rundfunk verbreitete Meldung aus Bilbao, wonach in Pedro Miguel in der Schleusenanlage des Panamakanals eine Bombe explodiert wäre und 60 Personen getötet hätte. Die römische Presse brandmarkt die feigen nächtlichen Luftangriffe auf deutsche Bevölkerung Rom: Mit wachsendem Abscheu nimmt die italienische Oeffentlichkeit die allnächtlich sich wiederholenden seigen Attentate britischer Piratenflieger auf friedliche deutsche Städte auf. Die Ausführungen Winston Churchills, der kürzlich im Unterhaus eine seiner ganzen Erbärmlichkeit entsprechende Erklärung abgab, und diese Meuchelmorde an harmlosen deutschen Frauen und Kindern zu entschuldigen versuchte, indem er darauf hinwies, daß die englischen Flieger wegen der deutschen Flak so hoch fliegen müßten, weil sonst über ein Drittel von ihnen abgeschossen würde, brandmarkt die römische Abendpresse als den Höhepunkt britischer Gemeinheit und zunischer Verworfenheit, die einer exemplarischen Bestrafung sicher sein könne. „Giornale'Jcalia“ meint, man wisse nicht recht, ob die Gewissenlosigkeit, der Zynismus der Egoismus oder die Angst ausschlaggebend seien. Wundern würde man sich, derartige Worte im Munde eines Staatsmannes zu bören wenn dieser nicht Winston Churchill heißen würde. Seine Ausführungen würden schon die richtige Antwort bekommen. „Teibuna" betont, diese britischen Herrschaften im Fliegergewande wollen offendar ihr kostbares Leben nicht aufs Spiel setzen und hielten sich deshalb bei ihren Flügen in einer Höhe, die es ihnen einfach unmöglich mache irgendwelche Ziele wirklich zu erkennen und zu treifen. Churchill habe mit seinen Worten die Feigheit verherrlicht, und seine Sprache, die durchaus seinem Wesen entspreche, sei der Piraten und Straßenräuber würdig. „Lavoro Fascista“ bedt hervor, daß die englischen Bombenflieger in strupellosester Weise und aus reinster Dr. Ley besichtigt Sesandheitshänser Bayreuth Am Donnerstag besichtigte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mit Gauleiter Fritz Wächtler die Gesundheitshäuser der bayerischen Ostmark in Parsberg, Hohensels und Painten. Der Reichsorganisationsleiter überzeugte sich eingehend von der Vorbildlichkeit der Einrichtung dieser Bauten und der Arbeit der Aerzte und Schwestern, die die Partei in diesen Gebieten des Gaues, die früher Notstandsgebiete waren, im Rahmen einer großzügigen Gesundheitoführung und volkspflegerischen Betreuung eingesetzt hat. Plutokratische Lebensmittelrationierung „Associated Preß“ meldet aus London, die LabourPartei führe bittere Klage über die scharfe Lebensmittelrationierung, die hauptsächlich von der ärmeren Bevölkerungsmasse getragen werden müsse. Die wohlhabenden Klassen würden von der Nationierung kaum berührt und könnten„soviel essen wie sie bezahlen können". Die Partei ersuche die Regierung, den„verschwenderischen und unnötigen Ausgaben für Nahrungsmittel“. Einhalt zu gebieten, falls sie eine wachsende Verbitterung unter der arbeitenden Bevölkerung vermeiden wolle. 80 u. H. des Weltbestandes an Sold in 18A. Washington: Dem amerikanischen Finanzministerium wurden 1,6 Millionen Dollar bewilligt, damit es Gold im Werte von 5 Milliarden von der Neuyorker Bundesreservebank nach Amerikas Schatzkammer Fort Knox bringen lassen kann. Der riesige Goldtransport wurde nötig. weil die Gewölbe der Neuyorker Bundesreservebank infolge des gewaltigen Goldzustroms aus Europa überfüllt sind. Die Beförderung des Goldes geschieht in Panzerzügen, deren jeder etwa 100 Millionen Dollar mitführt. Nach der Ueberführung wird Fort Knox rund die Hälfte des amerikanischen Goldbesitzes von 20.4 Milliarden Dollar beherbergen oder 40 Prozent des Weltbestandes. Charchin=teißt aue mir ins Verderden Sein Verbrecherlum verschuldet den Untergang des britischen Imperiums den einzig richtigen Rom:„Churchill ist an allem schuld“, so erklärt Tevere,„im Delirium seiner Phantastereien kenne er keine Vernunft noch mache er vor irgend einem Hindernis Halt, und wenn er vor einem Abgrund stehe, stürze er sich hinein und reiße alle, die ihm folgten, mit ins Verderben. Mit gemeiner Hinterlist wisse er alle zu täuschen, damit er so seine Anschauungen durchsetze. Churchill ein skrupelloses Individuum zu nennen, wäre zu wenig, man müsse ihm Namen geben: Verbrecher. Als Verbrecher habe er 154000 Mann auf dem Gewissen, die im Jahre 1915 bei Gallipoli den Tod fanden. Ebenso habe Churchills Verbrechertum die norwegische sowie später die belgische und holländische Tragödie zur Folge gehabt. Aus den gleichen Faktoren bereite sich jetzt die größte geschichtliche Tragödie aller Zeiten vor: Englands und seines Imperiums Untergang. Tharchin für den unlergung der„Metnes verantwbrtiich Mißglückter Propagandatrick— Französische Soldaten mutwillig in den Tod geschickt Halisax:„Hitlers Sieg würde das Ende aller Dinge bedeuten, die uns das Leben lebenswert machen!“ Berlin: Um seine gefährdete Stellung in letzter Stunde zu retten, hat Churchill heute zu einem niederträchtigen Mittel seine Zuflucht gesucht. Wie der Erste Lord der britischen Admiralität. Alexander, im Unterhaus mitgeteilt hat, soll ein deutsches Kriegsschiff den französischen Dampfer„Meknes“, der sich mit 1300 französischen Offizieren und Soldaten an Bord auf der Rückfahrt von England nach Frankreich befand, torpediert haben. Den Angaben Alexanders zufolge sei der Transport der französischen Regierung angemeldet worden, damit diese bei der deutschen Regierung für ein sicheres Geleit sorge. Das Schiff habe die französische Flagge geführt, die auch an der Bordwand aufgemalt gewesen sei. Dieses Schiff sei identisch gewesen mit dem im deutschen Wehrmachtsbericht als versenkt gemeldeten 18 000=Tonnen=Dampfer. Es entspricht der englischen Taktik, diesen Vorfall sofort propagandistisch gegen Deutschland auszunutzen. Die„kleine Differenz“ zwischen dem von Deutschland versenkten 18000=Tonnen=Schiff und der aus jedem Schiffsregister ersichtlichen Tonnage von 6000 Tonnen, die die„Meknes“ nur aufweist, spielt natürlich für Herrn Churchill keine Rolle, da es ihm nur darauf ankam, seinen Propagandatricks durch eine recht stattliche Tonnagezahl ein größeres Gewicht beizulegen. Es ist allgemein bekannt, daß die britische Admiralität schon vor einiger Zeit mitteilen ließ, daß England alle französischen Handelsschiffe beschlagnahmen und unter britischer Flagge fahren lassen würde. Solche französischen Schiffe, auf denen die französische Besatzung sich zum Dienst zur Verfügung stelle, hätten unter französischer Flagge zu fahren. Auf diese offizielle Mitteilung hin mußte die deutsche Regierung durch die Waffenstillstandskommission die französische Regierung natürlich wissen lassen, daß Deutschland unter diesen Umständen auch die unter französischer Flagge fahrenden Handelsschifse ab 23. Juli als feindliche Schiffe behandeln müsse, und daß die deutschen Kriegsschiffe dementsprechend Befehle erhalten hätten. Eine Sonderregelung für Schiffe, die im Dienst oder im Auftrag der legitimen französischen Regierung fahren würden. war vorgesehen. Danach wäre es Pflicht der britischen Regierung gewesen, die französische Regierung von dem beabsichtigten Rücktransport französischer Soldaten zu benachrichtigen und das Eintreffen einer Antwort abzuwarten, aus der hervorging. ob der gefährliche Transport durch das Operationsgebiet zur See auf sicheres Geleit rechnen könne. Hierzu muß ausdrücklich festgestellt werden, daß von einer solchen englischen Anfrage der deutschen Regierung nie etwas bekannt gewesen ist. Es unterliegt daher nicht dem geringsten Zweifel, daß die volle Verantwortung für dieses Ereignis einzig und allein die britische Regierung selbst trifft. Sie hat wieder einmal den Tod französischer Soldaten, die auf diesem Schiff in ihre Heimat zurückkehren wollten, auf dem Gewissen. Denn die britische Regierung kennt genau die Gefahr, die das Befahren der englischen Küstengewässer heute mit sich bringt. Es kam ihr aber nicht darauf an, in verbrecherischer Absicht französische Soldaten mutwillig und bewußt in den Tod zu schicken. Der Fall des Dampfers„Meknes“ setzt damit die ruchlose Tradition, die beim Athenia=Fall begann und in Oran ihren Höhepunkt sand, in würdiger Weise fort. Seit der seige Uebersall in Oran Churchills Rest von Ansehen selbst im eigenen Volke, schwer erschüttert hatte, sann er auf eine Gelegenheit, diesen niederträchtigen Dolchstoß gegen den früheren Verbündeten vergessen zu machen. Churchill bleibt stets, wer er ist! Bemerkungen zum Tage Dufs Coopers alte Platte * Ueber den Londoner Rundfunk hat der britische Informationsminister Duff Cooper eine Rede nach den Vereinigten Staaten und Südamerika gehalten, in der er auch erklärte, daß hinter England die weiten Meere offenstünden, über die hinweg die britische Seemacht eine feste Brücke zu den überseeischen Ländern schlage. Jedes Schiff, das sich vertrauensvoll auf den Weg nach einem britischen Hafen begebe, sei Zeuge dieser britischen Seemacht. England stünden die ungeheuren Quellen des britischen Weltreiches mit ihrem Ueberfluß an Menschen und Gütern zur freien Verfügung. Als Informationsminister müßte Duff Cooper eigentlich etwas besser über den augenblicklichen Stand der britischen Seemacht unterrichtet sein. Jedenfalls sollte er die allwöchentlichen Veröffentlichungen Churchills über die Schiffsverluste Englands kennen, und daraus ersehen, daß diese Verluste seit einigen Wochen ungewöhnlich angestiegen sind. Ebenso müßte er eigentlich wissen, daß die britische Admiralität bereits an der englischen Westküste umfangreiche Minensperren anlegen mußte und damit die Zufahrt zu einer Reihe von Häfen, besonders auch zum Bristolkanal gesperrt oder sehr erschwert hat. Angesichts dieser Tatsachen bedürfte die Feststellung Duff Coopers:„Wir beherrschen die Meere“ immerhin einiger Einschränkungen. Es ist auch sehr zweifelhaft, ob„jedes Schiff“, das vertrauensvoll nach einem englischen Hafen fährt, ein Zeuge der britischen Seemacht wird. Die ständig wachsende Zahl dieser Schiffe wird nämlich im Augenblick einer Torpedierung durch deutsche=Boote zu Zeugen der deutschen Seemacht. Es ist daher auch durchaus verständlich, daß die Zahl der Schiffe, die„vertrauensvoll“ nach englischen Häfen in See gehen, täglich geringer wird. Die Berufung auf die„ungeheuren Quellen des britischen Weltreiches" und ihren Ueberfluß an Gütern ist allmählich schon zu einer reichlich verbrauchten Phrase geworden. Man weiß doch heute überall in der Welt, daß der gewaltige Mangel Englands an Schiffsraum, abgesehen von zahllosen anderen Schwierigkeiten, größere Zufuhren aus den britischen Ueberseebesitzungen nach dem Mutterland unmöglich macht. Trotz der reichen Empire=Hilfsquellen leidet Englands Industrie an einer ständig sich verschärsenden Rohstoffknappheit, und die Bevölkerung muß täglich mehr Lebens= und Genußmittel entbehren und Nationierungsmaßnahmen hinnehmen. Ohne diese Tatsachen wäre es ja sonst auch gar nicht recht verständlich, daß Duff Cooper am Schluß seiner Rede Nord= und Südamerika auffordert, England nicht im Stich zu lassen. „Anti=Vergeudungs=Kampagne“ in England * Welcher Mangel an Rohstoffen sich in England durch den Verlust der europäischen Märkte und durch die verminderten Zufuhren aus Uebersee infolge fehlender Tonnage eingestellt hat, beweist folgende Meldung der„Nya Dagligt Allehanda“ aus London. Hiernach werden auf Anweisung der englischen Behörden zur Zeit in allen Städten und Dörfern des englischen Inselreiches sämtliche Böden von Gerümpel geräumt, jedoch mit der Maßgabe, daß dieses nicht in die Mülleimer wandern darf, sondern restlos der„Anti=Vergendungs=Kampagne“ zugeführt werden muß. Wie oft haben sich die Herren Engländer über die Einsparungen des nattonalsozialistischen Deutschland auf den verschiedensten Rohstoffgebieten lustig gemacht! Jetzt aber. wo es zu spät ist, beginnt man die Richtigkeit der deutschen Maßnahmen zu erkennen. Der Stratege des Rückzugs * Der Churchill=Knecht Lord Beaverbrook hat in einer am Mittwoch gehaltenen Rede einen Satz geprägt, der ganz das ausdrückt, was wir schon immer gesagt haben. „Churchill“, so erklärte Beaverbrook,„ist der Führer in einem großen Rennen. Ich sah ihn bei zwei Gelegenheiten: während des Rückzuges aus Dünkirchen und zur Stunde des französischen Zusammenbruches.“ Also ein volles Lob für den großen Strategen des„erfolgreichen Rückzuges“, das wir nicht herabmindern wollen; denn auch im Laufen kann nur einer der erste sein. Butter=Sonderzuteilung auch im August Wie bereits bei Beginn der letzten Kartenperiode angekündigt wurde, ist es dank der weiterhin günstigen Entwickelung unserer Milcherzeugung und der Vorratsbildung möglich, auch im August eine Sonderzuteilung von Butter in Höhe von 125 gr. je Kopf der Bevölkerung vorzunehmen und den Speisequarg kartenfrei abAügEgent. Druck u Verlag: Bonner Nachrichten Hermann Neusser. Verleger Dr Otto Weidert Lauptignmtener Edmund Eis: stellverir. Hauptschriftlelter: vns zvrigand# Z1, im Reide):, vexanwer ge#4%g Colig! und Wirtschaft: Loni Weinand. 4. V. Kovann 388131.=2 uu kür Ortstell und Bilder: Edmund Eis; für Vermisciet und Umgegend: Hans Altendorf: für Reuilleion: Kovang, Jengz Schmib: für Svor: Alols Laack(z. Z. im Felde). Altendorf: für Anzeigen: Albert Dubberke, alle in Vonn. Anzeigen laut Preiskiste Nr. 7. Ermordet auf Befehl Englands Politische Attentate— seit jeher britische Methode Wir veröffentlichen heute den letzten Teil des Tatsachenberichtes„Ermordet auf Besehl Englands“, den Dr. Alerander von Andreeviky für den General= Anzeiger schrieb. Die ebenso brutale wie beuchlerische Gesinnung Englands irt auch hier wieder klar zutage, wo geschildert wird, wie sich die brittsche Gewaltvoltiik seit je des gewissenlosen Mordes als eines Mittels zur Verwirklichung ihrer verbrecherischen Ziele bediente: IV. Ein Gespräch im Fereign=Ofsice In einem düsteren Zimmer des Foreign=Office, zu dem nur Eingeweihte den Eintritt haben— es ist das Zimmer des Chefs des Geheimdienstes— sitzt an einem Novemberabend des Jahres 1857 ein blasser Mann mit schwarzem Haar und fanatisch glühenden Augen, in dem man auf den ersten Blick den Südländer errät, einem rotharigen, zugeknöpften Gentleman gegenüber. „Die englische Politik“, doziert den Gentleman, der Chef des Geheimdienstes,„hat ein doppeltes Gesicht. Die offizielle Linie ist bemüht, den Schein zu wahren. Die zweite, die einzig richtige, dient ausschließlich englischen Interessen, auch wenn sie in einem scheinbaren Widerspruch zu den offiziellen Richtlinien steht. England ist beispielsweise mit dem kaiserlichen Frankreich defreundet. Erst im vergangenen Sommer hat sich Kaiser Napoleon in Osborne mit Königin Victoria troffen. Trotzdem erscheint uns Frankreich, das sich immer anmaßt, die erste Geige im europäischen Konzert zu.spielen, gefährlich. Aus diesem Grunde will ich Ihren zunschen entgegenkommen. England liefert die Bomben „Seit meiner Jugend.“ sagt der blasse Mann,„hatte ich nur ein„Ziel, mein Vaterland von dem Joche der Habsburger zu befreien. Ich hielt die Franzosen für unsere Freunde. Napoleon III. hat versprochen, das einige Italien zu schaffen. Aber er denkt gar nicht daran— im Gegenteil, er ist ein Hindernis der italienischen Einheit.“ „Also müssen Sie ihn aus dem Weg räumen,“ meint der Rothaarige kaltblütig.„England ist zur Zeit, wie Sie wissen, in Indien stark engagiert. Die Sepoys, die einheimischen Truppen, haben es sich erlaubt, gegen ihre Offiziere zu revoltieren, daraus ist ein gefährlicher Aufstand geworden. England kann in Europa nicht so auftreten, wie es möchte. Deshalb kann die Hilfe für Ihr Untetnehmen nur eine indirekte sein.“„Es sehlt uns an Geld,“ beklagt sich der Vorkämpfer für die italienische Einheit.„Keine Sorge. Signor Orsini,“ erwidert der Engländer.„Die Bomben für einen Anschlag,“ fährt der Italiener fort,„müssen fachmännisch angefertigt sein. Das Attentat meines Landsmannes Fieschi auf König Louis Philipp ist nur deshalb mißlungen, weil er eine Höllenmaschine selbst konstruierte, die nichts taugte.“ „Höllenmaschinen sind eine Spezialität dev englischen Technik“ erklärt deo Chef des Geheimdienstes.„Wenden Sie sich an die Firma Taylor in Birmingham, dort werden Sie erstklassig bedient.“ Vom Geheimdienst mit allen erdenklichen Mitteln unterstützt, schlägt Orsini sein Hauptquartier in London auf. Drei Italiener stellen sich ihm zur Seite. Pieri, Gomez und Rudio. In Birmingham werden Taylor= Bomben neuester Konstruktion und von furchtbarer Wirkung bestellt und prompt geliefert. Kurz nach Weihnachten begibt sich Orsini mit seinen Helfern nach Paris. Man schreibt den 14. Januar 1858. Vor der großen Oper in Paris ist eine starke Polizeikette postiert. Der Kaiser Napoleon III. wird zun Aufführung erwartet. Plötzlich bemerkt ein Polizeioffizier unter der Menge, die sich vor der Oper aufhält, einen italienischen Flüchtling, der vor einigen Jahren aus Frankreich ausgewiesen war. „Was machen Sie hier, Pieri?“ fragt der Polizeioffizier und legt dem Italiener die Hand auf die Schulter. Der überraschte Pieri stammelt etwas Unzusammenhängendes. Er wird abgeführt und untersucht. Man findet bei ihm einen Revolver, einen Dolch und einen seltsamen Gegenstand: eine metallische Birne, die sich als eine Bombe entpuppt. Das Blutbad vor der Oper Der Polizeioffizier kehrt, nachdem Pieri ino Untersuchungsgefängnis abgeführt worden ist, auf seinen Posten zurück. Dort kommt gerade der kaiserliche Wagen angefahren. In diesem Augenblick ertönt ein dumpfer Knall. Zwanzig Personen wälzen sich in ihrem Blut auf dem Pflaster. Was ist geschehen? Eine Bombe ist den Pserden des kaiserlichen Wagens vor die Füße geworsen worden. Wieder ein Knall, eine zweite Bombe explodiert... dann eine dritte... Der Kaiser steigt aus dem zertrümmerten Wagen. Sein Hut ist beschädigt und das Gesicht leicht verletzt. Die Kaiserin Eugenie ist mit leichten Hautabschürfungen davongekommen. Dagegen sieht die Straße surchtbar aus. Alle Fenster der umliegenden Häuser sind zertrümmert, die Häuser selbst stark beschädigt. Auf der Straße fließt Blut buchstäblich in Strömen. Hundert Menschen sind von Bombensplittern getrosfen. Ueber 30 Tote befinden sich darunter! In einer Apotheke werden die Leichtverwundeten verbunden. Der Kaiser selbst hilft, Verbände anzulegen, und erkundigt sich nach dem Befinden der Opfer. Plötzlich erscheint ein Italiener und fragt, ob ein Landsmann hier gewesen sei. Der Mann erregt Verdacht. Er wird von einem Polizisten unbemerkt verfolgt. Die Spuren führen zu der Verhaftung Orsinis, des Haupttäters. Es wird festgestellt, daß sowohl Orsini als seine Mitschuldigen mit englischen Pässen nach Paris gekommen waren. Orsini wird vom obersten Gericht zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Die Kaiserin bittet in ihrer Herzensgüte um Gnade für den Attentäter. Der Kaiser schwankt. Sein Berater Graf Morny, ein Halbbruder des Monarchen, besteht auf der Vollstreckung des Urteils. Während der englische Botschafter dem Kaiser zu seiner wundersamen Rettung gratuliert, besteigt Orsini das Blutgerüst. Die blutbefleckte Hand des Seeret Service Wir haben ans diesen dramatischen Beispielen gesehen wie der englische Geheimdienst überall seine Hand im Spiel hat, wo es sich darum handelt, eine Person, die der englischen Politik im Wege steht— ganz gleich, ob es ein Staatsoberhaupt, ein Staatsmann oder ein Privatmensch ist— auf raffinierteste Weise zu beseitigen. Die Attentate werden immer so ausgeführt, daß man nur auf Grund indirekter Indizienbeweise, die sich allerdings lückenlos schließen, den endgültigen Beweis oer englischen Blutschuld erbringen kann. Die Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand war nur deshalb möglich, weil die serbischen Offiziere, die hinter dieser Ermordung standen, über alle Mittel, vor allem über Geldmittel verfügten, die Geheimorganisation in Belgrad zu leiten. Woher stammten diese reichlichen Geldmittel im armen Serbien? England wußte nur allzu gut, welche weltpolitischen Folgen ein Konflikt zwischen Serbien und Oesterreich, den eine Ermordung des Erzherzogs zweifellos auslösen mußte, haben würde. So wurden die Schüsse von Sarajevo zum Auftakt der von England veranstalteten größten Schießerei, die jemals die Welt erlebt hatte. Aber nicht nur Knalleffekte, auch geräuschlose Methoden werden vom Secret Sewvice gebraucht. Sir Roger Casement sollte beispielsweise von seinem Diener vergiftet werden, auch König Feisal, der den Irak aus der Abhängigkeit von England erlösen wollte, fiel dem Gift zum Opfer. Am 10. Oktober 1914 starb unter geheimnisvollen Umständen König Carol von Rumänien, von dem England fürchtete, daß er auf der Seite der Mittelmächte kämpfen würde. Mehrere Stunden zuvor hatte sich der König mit einem englischen Agenten unterhalten. Die Aerzte stellten eine Vergiftung fest. Eines der jüngsten Opfer des englischen Secret Service ist der rumänische Ministerpräsident Armand Calinescu gewesen. Dieser Politiker wurde erschossen, weil er im gegenwärtigen Konflikt den Standpunkt einer unbedingten Neutralität Rumäniens verfocht. Adolf Hitler aber beschützte jener gewaltige Gott, der durch Deutschland mit England abrechnen wird. So ist die Kette derer, die der englischen Blutpolitik seit jeher zum Opfer gefallen sind, schier endlos. All die Gemordeten stehen als Ankläger wider die Brutalität der englischen Gewaltpolitik, die den Mord als eine ihrer erfolgreichsten Methoden für sich beanspruchen darf. Dichterfahrt in das Kampfgebiet des Westens Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda führt gemeinsam mit dem Oberkommando der Wehrmacht eine Fahrt deutscher Dichter durch die Kampfgebiete des Westens durch. Sie geht von Baden=Baden in das Kampfgebiet der Maginotlinie, die Schlachtfelder von Verdun, Seine und Somme, nach dem Artois und Flandern. Folgende Dichter nehmen an der Fahrt teil: Hans Friedrich Blunck, Bruno Brehm. Karl Broeger. Hermann Burte, Hermann Erich Busse, Friedrich Griese, Fritz Helke. Hanns Johst, Kurt Kluge, Erwin Guido Kolbenheyer, Wilhelm Pleyer, Friedrich Schnack, Hans Watzlik und Erwin Wittstock. Im Auftrage des Reichspropagandaministeriums begleitet die Dichter Regierungsrat Dr. Erckmann und vom Oberkommando der Wehrmacht Leutnant Siegmund Graff. Ausstellungen im Städt. Museum Villa Obernier In Stadt. Museum Villa Overnier bat die Stadt Vonn eine Gemaldeausstellung Düfseldorfer Künstler(Protessoren Clarenvach, Junghan., Kiederich und Schmurt) vom 8. September bis 6. Oktober vorgesehen.„Das sonnige Dalmatien“ soll in Gemälben, Aquarellen und Graphik von Professor Walter von Wecus, Düsseldorf, vom 13. Oktober bis 10. November gezeigt werden. Die Weibnachtskunstausstellung Bonner Künstler findet vom 17. November bis 29. Dezember statt. Im August 1940 bleibi das Städttsche Obernier=Museum geschlossen. Aus dem Hochschulleben In Frankfurt starb der Direktor der Gesellschaft für Sozialwissenschaft. Professor für Soziologie und Sozialpolitik an der dortigen Universität Dr. phil. Heinz Marr im 65. Lebensjabre. Zum Lektor der italienischen Sprache an der Universitat Göttingen wurde Professor Pier Maria Pasinetti ernannt. In der Reichsdauptstadt is1 Professor Pastnettt durch seine im Auftrage der faset di Berlino gehaltenen Sprachenkurse bekannt. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft hält anläßlich idres 40täbrigen Bestevens im Oktober d. J. in Hamburg eine Arbeitstagung ab. Das Verhandlungstema lautet:„Die koiontale Gesundheitsführung in Afrika“. 28. Jun 1940 General=Anzeiger für Vonn und Umgegend Bonner Nachrichten Nr. 16 816. Seite 8 Bonner Nachrichten Aehrensang licht das Rauschen hoher Tannen, Nicht der Vöglein Liederklang, Rein, der Aehrensang der Felder Tönte mir beim Morgengang. Als ich schritt am schmalen Raine Durch die schlanken Halme so, Klang's mir zauberhaft entgegen, Wunderselig erntefroh. Leis im jungen Morgenlichte Neigten alle Halme sich— Aehrensang, der zart und innig Heil'gem Dankgebete glich! Josef Zweigl. Lustschutz für die verlassene Wohnung Eine Frage, die zur Ferienzeit alle interessiert In der Ferienzeit dürfte alle Volksgenossen die Frage interessieren: Wie verhalte ich mich beim zeitweiligen Verlassen meiner Wohnung oder meines Hauses, um den zur Sicherung meiner Wohnungseinrichtung und meines Gutes erlassenen Anordnungen gerecht zu werden und den Anspruch auf eine Entschädigung. bei Luftangriffen nicht zu verlieren? Hierauf gibt die Orts=Kreisgruppe des Reichsluftschutzbundes folgende Antwort: Das Verlassen von Wohnungen oder Häusern, insbesondere zur Nachtzeit, ohne Unterrichtung des zuständigen Luftschutzwartes ist unstatthaft. Nach§ 5 der Sachschädenfeststellungsverordnung vom 8. September 1939 hängt die Feststellung des Umfangs des Schadens auch von den Umständen ab, inwieweit der Geschädigte oder sein Vertreter beim Verschulden der Entstehung eines Schadens mitgewirkt hat oder inwieweit der Schaden vorwiegend von dem Geschädigten oder seinem Vertreter verursacht worden ist. Da das Gleiche gilt, wenn der Geschädigte oder sein Vertreter es schuldhaft unterlassen hat. den Schaden abzuwenden oder zu mindern, ist in allen Fällen, in denen dringende oder unvorhergesehene Grunde zum Verlassen der Wohnung zwingen, erforderlich, daß dem zuständigen Luftschutzwart der Wohnungsschlüssel in verschlossenem Umschlag zur Aufbewahrung übergeben wird. Sollte der Luftschutzwart seine Wohnung verlassen müssen, so beauftragt er nach dem Erlaß des RLM. vom 21. November 1938 für die Zeit seiner Abwesenheit eine Person mit seiner Vertretung. die für die Durchführung der dem Luftschutzwart obliegenden Aufgaben zu sorgen hat. Zweckmäßigerweise wird für diese Tätigkeit eine solche Selbstschutzkraft in Aussicht genommen, die im allgemeinen ständig im Hause ist. Verreisen die Bewohner eines ganzen Hauses bzw. einer ganzen Luftschutzgemeinschaft, so ist der Luftschutzwart der benachbarten Luftschutzgemeinschaft oder im Einvernehmen mit diesem eine Selbstschutzkraft mit der Vertretung zu beauftragen. Diese Selbstschutzkräfte müssen selbstverständlich im Falle eines Schadens zu allen Räumen Zutritt haben und über die Luftschutzeinrichtung, das Lagern von Geräten usw. des zu vertretenden Nachbarhauses genau unterrichtet sein. Es dürfte im Interesse eines jeden liegen, daß seine Wohnung in der heutigen Zeit ffür längere Dauer nur in ganz zwingenden Fällen verlassen wird. Die üblichen Erholungsreisen wird man in Anbetracht der Verhältnisse zweckmäßigerweise zurückstellen. Dienststunden beim Wirtschafts= und Ernährungsamt Das Wirtschafts= und Ernährungsamt in der Schule an der Kasernenstraße ist für die Volksgenossen schon von 8 Uhr ab bis 13 Uhr geöffnet. Die meisten Volksgenossen sprechen aber— als wenn es verabredet wäre— zwischen 10.30 und 12.30 Uhr vor. Die hierdurch während dieser Zeit in den Dienststellen eintretende übermäßige Belastung wirkt sich nur zum Nachteil der Vorsprechenden aus, weil sie unnötig lange warten müssen. Den Volksgenossen kann deshalb nur geraten werden, ihre Bésorgungen beim Wirtschaftsund Ernährungsamt, soweit es eben möglich ist, in die frühen Morgenstunden zu verlegen, denn zwischen 8 und 10 Uhr ist der Verkehr sehr schwach.— Auch der Umtausch der Lebensmittelkarten in Reise= und Gaststättenmarken wird immer wieder bis auf den letzten Augenblick aufgeschoben. Wenn dann die Abfertigung nicht so schnell vor sich geht, wie man es sich gedacht hat, hat man kein Recht, den Beamten und Angestellten bei den Ernährungsämtern einen Vorwurf zu machen. Darum auch hier der Rat. besonders an alle Ferienreisenden: Rechtzeitig Lebensmittelkarten umtauschen und dann auch möglichst in den frühen Morgenstunden! Herzlichen Glückwunsch! Das Ehepaar Josef Franiel, Bennauerstraße 31, begebt am Sonntag seine goldene Hochzeit. Die Eheleute Gärtnereibesitzer Matd. Heinen. Annemaria geb. Bosen, Kapellenstraße 2. feierten am 24. Juli das Fest ihrer goldenen Hochzeit: das Ehepaar bezieht den General=Anzeiger seit vielen Jahrzehnten. Herr Peter Heimbach, Koblenz=Metternich, Johannisstraße 14, vollendet am 27. Juli das 70. Lebensjahr. Er ist vielen alten Bonnern bekannt durch seine langjährige Tätigkeit am Bonner Stadttheater zu der Zeit, als es von Hofrat Beck geleitet wurde und die bekannten Schauspieler Jannings. Klöpfer und Birgel an ihm wirkten. Der Bonner Männer= Gesangverein Apollo schätzte ihn als sein Vorstandsmitglied. Seit Jahrzehnten ist er der verdienstvolle Füdrer der Kameradschaft ehemaliger Königshusaren„Lehm op“ Koblenz. Hundotage Wenn die Sonne in das Zeichen des Löwen tritt— und das geschieht heute— beginnen die Hundstage, Hundotage, da sagt sich jeder gleich: Sommerhitze, Erntezeit— aber auch große Ferien! Es tröstet etwas, wenn man erfährt, daß schon die alten Aegypter den Begriff„Hundstage“ kannten. Den Namen aber gaben dieser Zeit die Griechen, und die Römer schlossen sich ihnen an. Auch unsere Vorfahren hatten in der mittelhochdeutschen Sprache schon„hundstac“ oder„huntlicher tae“. Wenn das Zeichen der Jungfrau am 23. August seine Herrschaft antritt, sind die Hundstage zu Ende. Spruch für den Tag Ein Ziel habe ich, ein einziges politisches Glaubensbekenntnis kenne ich, einen einzigen Lebenszweck habe ich mir aufgestellt, der heißt ganz einfach: Deutschland, mein Volk und mein Vaterland. Saupropagandaleiter Richard Ohling der als Feldwebel am Polenfeldzug und als Leutnant am Vormarsch durch Holland, Belgien und Frankreich teilnahm, hat die Leitung des Reichspropaganda= und des Gaupropagandaamtes sowie das Amt des Landeskulturwalters wieder übernommen.— Gleichzeitig übernimmt Parteigenosse Ohling die stellvertretende Leitung des Gaupresseamtes. 50=Apf.=Münzen bald außer Kurs! Die 50=Apf.=Nickelmünzen verlieren ab 1. August ihren Wert als gesetzliches Zahlungsmittel. Sie werden jedoch noch bis zum 31. August umgetauscht. Aus dem Vonner Anekdotenschatz Annette von Droste=Hülshoff erzählt Keiner weiß auf so liebenswürdige Art Bonner Anekdoten zu erzählen, wie Annette von DrosteHülshoff. Sie hat Bonn und seine Universität-zwanzig Jahre hindurch oft besucht und lebenslange Freundschaften von Rüschhaus an den Rhein hinüber gepflegt. In ihren lebendigen Briefen, die so liebenswürdig das Bonner Leben im Biedermeier schildern, sind Begegnungen und Erlebnisse enthalten, die über das vergangene Jahrhundert hin Reiz und Gegenwartsnähe haben. Einer ihrer Freunde war August Wilhelm von Schlegel, für dessen Klugheit sie eine große Bewunderung empfand, die sie aber nicht hinderte, gelegentlich auch eine heitere Anekdote von ihm zu erzählen. So schreibt sie in einem Brief an ihre Schwester Jenny:„Neulich ist ein Fleischer mit einer schweren Last Fleisch auf dem Rücken auf Schlegel gefallen, so daß man geglaubt hat, es wär kein Stück von ihm ganz geblieben. Er hat indessen, wunderbarer Weise, Nichts dabei gelitten, außer dem Verlust seines besten Röckchens, was überher eine andere Farbe bekommen hat. Ich stehe übrigens recht gut mit ihm.“ setzt sie lächelnd hinzu. Und man darf das dem freundlichen westfälischen Fräulein mit den blonden Ringellocken schon glauben. e. b. Die Lebensmittelkarten für den kommenden Versorgungsabschnitt sind erstmalig für jeden Versorgungsberechtigten in Päcchen, gebeitet. Die Hausfrauen werden gebeten, die Päckchen vor der Benutzung der Levensmittelkarten durch vorsichtiges Entsernen der Drabiklammer, auseinanderzunehmen. 27. Juli: Sonnenaufgang.51, Sonnenuntergang 21.25 Uhr. Universität Vonn im Kriege Ueberblick über die Sommerarbeit— Das Universitäts=Ehrenmal wird der Metallspende geopfer. Am Ende des Trimesters gab der Rektor der Universität, Professor Dr. Chudoba, einen Ueberblick über die Arbeit des Sommers. Auch in diesem Trimester hat die Universität Bonn die Verbindung mit den Stadt Bonn und der Bevölkerung gepflegt durch eine öffentliche Vortragsreihe, die nun als wertvolle Gabe der Hochschule an ihre Hörer gesammelt in Heften vorliegt. In dieser Vorlesungsfolge„Wissenschaft im Kampf für Deutschland“ kamen besonders die Naturwissenschaften zu Wort. Die Vorträge waren gut besucht und fanden lebhaftes Interesse. Die Universität sieht es als ihre Aufgabe an, diese Verbindung weiterhin aufrechtzuerhalten. Unter dem Leitgedanken„Der Kampf um den Rhein“, wird im Wintertrimester abermals eine Vorlesungsfolge beginnen, die im wesentlichen von der philosophischen und der rechts= und staatswissenschaftlichen Fakultät bestritten wird. Es wird darin das geistige und wirtschaftliche Ringen um den Rhein dargestellt. Diese Vortragsreihe wird als ausführliche Vorgeschichte des großen Kampfes im Westen von Bedeutung sein. Neben den öffentlichen Vorträgen zeigte die Universität sich auch mit der großen Kundgebung zum Waffenstillstand und mit der Verleihung des Görres=Preises als Mittelpunkt des zeitnahen kulturellen Lebens der Stadt. Als die Waffen sprachen, waren große öffentliche Veranstaltungen zuruckgestellt worden. Aber unmittelbar nach der siegreichen Beendigung des Kampses mit Frankreich nahm die Universität die Verbindung wieder auf. Das innere Leben der Hochschule ging seinen gewohnten Gang. Die Vorlesungen wurden in vollem Umfang durchgeführt, Lehre und Forschung erfuhren keine Einschränkungen. Den Studenten, die Bonn wieder aufgesucht oder im Sommer erstmalig gewählt hatten, war damit ein gutes Arbeitstrimester gewährleistet. Zugleich fanden sieben neue Habilitationen statt. Nun wird schon alles vorbereitet für den Winter. Am 2. September beginnt das neue Trimester. Es dauert bis zum 20. Dezember. Das Vorlesungsverzeichnis liegt vor und schon jetzt ist damit der Arbeitsplan der Universität fest umrissen. Der Winter wird an Dozenten und Studenten große Anforderungen stellen. Wir wissen, daß die Einsatzbereitschaft des deutschen Studententums und das hohe Verantwortungsbewußtsein der Dozenten, die eine neue Generation geistig Führender bildet, alle Aufgaben erfüllen werden Am Ende dieses Trimesters haben Rektor und Senat der Universität sich entschlossen, das große Ehrenmal im Innenhof der Universität in der Metallspende zu opfern, wenn es auch vielen Angehörigen der Universität als Erinnerung an die schweren Jahre der Kviegsund Nachkriegszeit wert ist. Die Hochschule betrachtet es als ihre Pflicht und Aufgabe, nach dem Kriege ein neues Ehrenmal zu errichten, das auch dem Andenken unserer jüngst Gefallenen gilt, ein Denkmal, das der heroischen Zeit und der großen Tradition der Rheinischen Friedrich=Wilhelms=Universität auch äußerlich würdig sein wird. e. b. Wanderung durch die Zeitalter der Erde Zwischen Urzeit=Tieren und merkwürdigen Versteinerungen— Ein seltsames Museum an der Rutzallee Dem geologisch=valdontologischen Instimt der Universität Bonn an der Nuß=Allee ist ein Muscum angegliedert, das in seiner Gestaltung eine Verbindung zwischen Wissenschaft zur Ooffentlichkeit darstellt. Die Forschungsergevnisse werden dort auf eine allgemeinverständliche Art mitgeteilt. Der Wog durch die Räume der organischen und anorganischen Abteilung ist eine Wanderung durch die Zeizatter dor Erde. Für heute haben wir die organische Abteilung aufgesucht und besonders betrachtet. Als eine Erinnerung an den Beginn der Uninersität Bonn ist darin noch mehrfach der Name des Begründers des Institutes zu finden, des gelehrten Naturforschers Georg August Goldfuß, der sich in Bonn die Rosenburg erbaute und auf dem alten Friedhof in Poppelsdorf begraben liegt. Neben dem Skelett eines riesigen Mosasaurus, dessen Länge offenbar die Forschung noch nicht ganz auszurechnen wagie, steht zu lesen, dieses mächtige Tier sei ein Geschenk des Prinzen Maximilian von Wied an Goldfuß, und ein Schädelabguß von ungeheuerlichen Maßen ist gekennzeichnet:„Donné à M. Goldfuß. Professeur à LUniversité De Bonn. Par Le Museum’Histoire Naturelle de Paris.“ Zeugnisse früher menschlicher Kultun Neben den gewaltigen Stoßzähnen und Schädeln der Mammuth, die zum Teil aus dem Moseltal stammen, neben Riesenlaufvögeln, deren große Eier mit ihren Skeletten aufbewahrt werden, und versteinerten Ichthosauriern werden den Besucher vor allem die Zeugnisse früher menschlicher Kultur fesseln. Mandelkeile, Schaber, Spitzen, Messer und Klingen des Paläolithikums, Knochenspietzen und Bohrer, geben eine Vorstellung von den frühesten menschlichen Handwerkszeugen und ihrer Handhabung. Ein Halbrelief enthält die älteste Darstellung des Menschen. Zu einer schon weiter gebildeten Zeichnung eines Renntiers gehören als Zeugnisse einer gleichen Entwicklungsstufe Knochen, die Ornamentzeichnungen tragen, Harpunen und Dolche und sogar eine Knochennadel, mit der eine grobe Naht gefertigt werden kann. Am Uebergang von der älteren Steinzeit zur jüngeren Steinzeit stehen die Beile, die auf Rügen gefunden wurden. Lanzenspitzen. Dolche, Meißel, die in der Ausstellung der Pfahlbaukultur zugeordnet werden. Und ein letzter Schaukasten in dieser Folge zeigt den Menschen, der diese Werkzeuge schuf und sich ihrer bediente: den Schädel des Oberkasseler Menschen und den von Predmost. Die„Lügensteine“ Das Museum des geologisch=paläontologischen Instituts erzählt übrigens auch eine kleine gelehrte Anekdote. Hier sind die„Lügensteine“ aufbewahrt, die den Professor Johann Bartholomäus Adam Beringer den wissenschaftlichen Ruhm kosteten. Der Gelehrte hatte 1726 in einer schönbebilderten Schrift, die im Museum ausgestellt ist, eine Reihe von Funden veröffentlicht, Steine, die sonderbar genug lächelnde Mondgesichter, hebräische Schriftzeichen und sagenhafte Tiere in angeblicher Versteinerung oder vorzeitlicher Bearbeitung trugen. Aber als das Buch kaum erschienen war. mußte Beringer erfahren, daß seine Schüler diese Lügensteine selbst hergestellt und an geeigneter Stelle vergraben hatten, um seine Leichtgläubigkeit zu prüfen. Beringer soll sich darüber so sehr gekränkt haben. daß er bald darauf starb. Die Schrift wurde in allen erreichbaren Exemplaren von dem betroffenen Gelehrten vernichtet. Ein Exemplar ist als besonderes Kuriosum nach Bonn gekommen, und wird im Museum gezeigt mit dieser Erzählung und dem Hinweis, daß seit dem Unglück des Professors Beringer die Wissenschaft manche Erfahrung dazu gewonnen hat. th. Aus der Amgegend Godesberger Nachrichten * Die Altmaterialsammlung der Burgschule wird auch während der Ferien fortgesetzt. Die Schulkinder sammeln deshalb fleißig weiter und liefern das Gesammelte in der Schule ab.„Geht auch in die Häuser eurer Nachbarschaft, holt dort Altmaterial zusammen und beingt es zur Schule“, heißt es in einem Aufruf des Rektors an die Schulkinder. Annahmetage in der Schule sind während der Ferien Dienstags und Donnerstags von 10—12 Uhr. Ferner sollen die Schulkinder die Kartoffelfelder nach dem Kartoffelkäfer während der Ferien absuchen. Es wird erwartet, daß die Knaben der Burgschule aus den zwei oberen Jahrgängen, soweit sie hier in Godesberg sind, am kommenden Montag, morgens 10 Uhr, auf dem Schulplatz der Burgschule erscheinen, um sich zu diesem Dienst zur Verfügung zu stellen. Von den Eltern wird erwartet, daß sie mit dafür sorgen, daß die Kinder erscheinen. * Allwöchentlich besucht die Jugendgruppe des NS.= Frauenwerkes die in den Lazaretten liegenden verwundeten Soldaten, um sie mit ihren munteren Liedern und Liebesgaben zu erfreuen. * Am 31. Juli feiern die Eheleute Lierenfeldt, Bachstraße, das Fest ihrer Silberhochzeit. Herr Lierenseldt ist der Oeffentlichkeit als früherer Pächter der Aennchen=Gaststätte bekannt geworden. * Ein auf der Bonner Straße abgestelltes schwarz lackiertes Fahrrad wurde entwendet. Lannesdorf: Die Eheleute Jos. Amzehnhof Deutschherrenstraße, feierten am Donnerstag das Fest ihrer Silberhochzeit.— Der Soldat Albert Thees erhielt das E. K. 2. Von Eiselhöhen und Eifeltälern Rheinbach: In der Nacht zum 21. Juli wurden aus einem unverschlossenen Hühnerhaus in Rheinbach, Koblenzer Straße 9, Rhodeländer Zuchthennen von unbekannten Tätern entwendet. Der Dieb hat zum Fortbringen der Hühner anscheinend ein Fahrrad benutzt. Allem Anschein nach handelt es sich um den gleichen Hühnerdieb, der vor vierzehn Tagen eine Zuchthenne und neun weiße Hühner(Amerikanisches Leghorn) bei einem Bauer in Wormersdorf entwendete. Vor Ankauf wird gewarnt. Zweckdienliche vertrauliche Angaben erbittet die Ortspolizeibehörde in Rheinbach, Zimmer 3. Oberdrees: Zwei jugendliche Burschen legten eine unglaubliche Roheit an den Tag. Sie fingen auf der Straße Rheinbach—Oberdrees eine junge Katze. Einer von ihnen hing das gequälte Tier an ein Geländer, worauf es mit Steinen beworfen wurde. Dabei verlor das Tier ein Auge. Im Kranz der Sieben Berge Bad Honnes: Der Möbelschreiner Peter Naths ist 25 Jahre bei der Möbelfabrik Laist tätig. Der treue Arbeitskamerad wurde im Laufe einer Betriebsfeier geehrt und beschenkt.— Neunzig Jahre alt geworden ist Herr Friedrich Jagdmann, Hauptstraße 116. Körperlich noch sehr rüstig, sieht man den Altersjubilar täglich in Feld und Garten schaffen.— Seinen 82. Geburtstag konnte Postsekretär a. D. Ambach, Rommersdorfer Straße, begehen.— Die massive Eisengitterung an den hoch gelegenen Fenstern der Stadtkasse wurde abmontiert und der Altmetallsammlung zugeführt.— Der Lehrling eines hiesigen Geschäftes eignete sich einen größeren Geldbetrag an. Er fuhr nach auswärts und kleidete sich neu ein. Von der Polizei festgenommen, versuchte er den Diebstahl zunächst zu leugnen, gestand ihn aber später ein. Unkel: Im benachbarten Bruchhausen wurde ein schwerer Junge dingfest gemacht, der zahlreiche Einbruchsdiebstähle auf dem Kerbholz hat und steckbrieflich von mehreren Polizeibehörden gesucht wurde. Die Strohdächer in der Eisel unter Kulturschutz Die Fachwerkbauten behalten ihre alte Strohbedachung Der Charakter des Eisel= und Venndorfes wurde vor Zeiten im wesentlichsten bestimmt durch die für die einzelnen Landschaften besonders typischen Fachwerkbauten mit ihrer Strohbedachung. Die neue Kultur hat dem Strohdach sehr zugesetzt und in manchen Teilen der Eisel ist es jetzt schon gänzlich verschwunden. Nur wenige Orte sind noch im glücklichen Besitze von strohgedeckten Häusern, besonders der Kreis Monschau hat in seinen Venndörfern noch eine ganze Reihe dieser malerischen Bauten, die aber auch dem Untergang preisgegeben wären wenn man nicht zu ihrer Rettung eine Aktion in die Wege geleitet hätte. Der Eiselverein hat sich schon über 30 Jahre hindurch für die Erhaltung des Strohdaches eingesetzt, um so der Heimat ein Stück Kultur zu erhalten, das die moderne Sachlichkeit zu verdrängen droht. Die größten Feinde des Strohdaches waren die scharfen polizeilichen Bestimmungen und die hohen Sätze der Feuerversicherungen, die vor allem dem Schutz der Bewohner galten. Da man aber den Wert dieser bödenständigen Bauweise erkannte, hatten auch die frühzeitigen Bestrebungen Erfolg, so daß die Baupolizei ihre Bestimmungen milderte und die gegen Feuersgefahr imprägnierten Strohdächer weniger hohe Versicherungssätze forderten. Der Weltkrieg brachte die damaligen Bemühungen zum StillJahl stand, die Jahre später wie er aufgegriffen wurden. Die alten Eifeler wußten, warum sie ihre Häuser mit Stroh deckten. Es war weniger eine Frage der Armut als der Zweckmäßigkeit. Zu allererst hatte dieses Dach die Aufgabe, Wärme zu erhalten, was in den oft sehr strengen Eifelwintern von großer Wichtigkeit war Trotz seiner Luftdurchlässigkeit bot das Strohdach den größten Schutz gegen eindringende Winde, Nässe und Schneestaub, Eigenschaften, die das Dach zu dem besten für das rauhe Klima der Eisel und des Venn machten. Die Herstellung eines Strohdaches war auf der anderen Seite äußerst billig, besonders dann wenn der Bauer für das Deckungsmaterial(mit Pflegel gedroschenes Stroh) selbst sorgen konnte. Leider hat die Errungenschaft der neuen städtischen Bauweise, das Ersatzmaterial Ziegel, Pappe, Blech, manchen Dorfbewohner verleitet, alles Neue als besser und begehrenswerter zu betrachten. So kam es, daß vielerorts die ehrwürdigen Strohdächer mit Blechplatten geflickt und sogar die Dächer ganzer Dörfer einschließlich der Kirche mit Blech verkleidet wurden. Zur Erhaltung des wesenhaften Charakter= bildes des Eisel= und des Venndorfes ist es gut, daß das Strohdach, soweit es überhaupt noch vorhanden ist, unter kulturellem Schutz steht. Unser Sport sevt mit dem 1. Sepiember ein. Reichssachamisleiter Linnemann hat angeordnet, daß die erste Serie der Meisterschaftskämpfe bis zum 15—12. beendes Leinmuß. Zu diesem Zeitpunkt soll eine kurze Winterpause von vier Wochen Dauer eintreten. In dieser Zeit ist es den Vereinen freigestellt, den Privatsptelverkehr zu pflegen. Am 18, August wird die erste Schußrunde des Tschammer=Pokalkampfes der noch im Wettbewerb verbliebenen Vereine abgewickelt. Es solgen am §. 9. die zweite, am 29. 9. die dritte und am 20. 10. die vierte Schlußrunde. Die fünfte Schlußrunde am 10. 11, bringt zugleich die Vorentscheidung, das Endspiel wird bereits am 1. 12. veranstaltet. Außer Meisterschafts= und Tschammer= vokalspielen findet im Hervst die Vorrunde zum Reichsbundpokal statt, die am 6. 10. offiziell gestartet wirh. Die Zwischenrunde folgt am 3. 11., die Vorschlußrunde am 9. 2. 41 und das Endspiel steigt dann am 6. April 1941. Radsport=Jugendmeisterschaften eröffnet Mit der feierlichen Verpflichtung der 650 Wettkämpfer wurden die 2. Radsport=Jugendmeisterschaften in Erfurt am Donnerstag eröffnet. Obergevietsführer Dr. Schlünden der den Wettkampfern und Kampfrichtern die Eidesformel, durch ritterliche Kämpfe ihre Kräfte zu messen fün die Krast und Größe der deutschen Nation, vorsprach, gina in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung der Leibeserziebung im Kriege und die deutschen Jugendmeisterschaften im besonderen ein. Der sportliche Teil der Jugendmeisterschaften setzt am Freitagvomnittag auf der Bahn und Straße mit den Vorkämpfen und den ersten Entscheidungen ein. Trainingsaufnahme des Bonner Vorklube Der Bonner Vorklub wird Mitte nächster Woche sein Training in der Remiainsschule wieder aufnehmen, um für die bevorstebenden Kämpfe bestens gerüstet zu sein. Die Leitung hat der bekannte Borsportlehrer Assessor Eltev übernommen. Vereinsfüdrer Wenz steht wegen Abschlusses einiger bedeurender Kämpse bereits mit mehreren Vereinen in Verhandlung. Schon in nächster Zeit soll in Bonn ein Kampf gegen die Kölner Stadtmannschaft stattfinden. Erfolgreicher Bonner Voxer Der Bonner Leichtgewichtler Peter Nettekoven vom Bonner Borklub steht in der Borsport=Rangliste der besten deutschen Leichtgewichtler an siebter Stelle, wie der„Borspor!" mittellt. Tuen= und Sportlehrer(einnen)=Ausbildung in Vonn Mit Beginn des 3. Trimesters am 2. September 1910 beginnt am Hochschulinstitut für Leibesübungen der Universität Vonn die neue Turn= und Sportlehrer(=innen)=Ausbildung. Sie umsaßt die Ausbildung im Segelfliegen, Skilausen, Leichtatdletik. Sviele. Rudern, Gymnastik, Turnen, Schwimmen, Boxen usw. und endet mit der Abschlußprüfung in den praktischen und tneoretischen Fächern. Die Ausbildung ist für alle diejenigen offen, die irgend ein Lebramt an höheren Schulen, Fach= und Volksschulen bekleiden wollen, sowie für Studierende der Medizin, die Svortarzt werden wollen. Für Frauen kommt ferner als wichtige Gruppe die Ausbildung als staatlich geprüfte Turn= und Sportlehrerin im freien Beruf binzu. Diese Ausbildung davert ein Jahr.— Aufnabmebedingungen sind die Anforderungen des Reichssportabzeichens und des Grundscheines der Deutschen Levensrettungs=Gesellschaft. Was der Sonntag beinat Im Fußball steyt der Wiederbolungskampf um den dritten Platz zwischen Rapid Wien und SV. Waldhof im Vordergrund des Interesses. Nachdem es in Berlin trotz verlängerter Spielzeit bei 424 keine Entscheidung gab, soll nun in Wien der Drittbeste hinter Schalke 04 und Dresdner SC. ermittelt werden. Im übrigen treten die Tschammervokalspiele immer mehr in ior entscheidendes Stadium, wenn auch vorerst die Bereichsmeister noch Zuschauor sind. Auch im Westen steven die letzten Tressen der zweiten Hauptrunde auf dem Programm, der dann acht Tage später, also am 4. August, bereits die dritte Hauptrunde folgen wird. In der Leichtatbletik haben Deutschlands Frauen in Parma einen schweren Landerkampf gegen die starken Italienerinnen zu bestreiten. Es ist die zweite Begegnung mit den Italienerinnen, die im Vorjahr in Dresden mir 56:28 Punkten noch klar geschlagen werden konnten. Diesmal sollte das Ende knapper sein. Italiens Männer geben sich in Mailand ein Stelldichein zu den letzten Prüsungskämpsen für den Länderkampf mit Deutschland am 3. und 4. August in Stuttgart. Der Radsport bringt als Hauptereignis die Deutschen Jugendmeisterschaften in Erfurt, die bereits am Donnerstag begonnen haben. Die besten Nachwuchskräfte aus allen Gebieten des Reiches werden hier um die begehrten Tuel kämpfen. Die schon zweimal verlegten Wiener Berufsborkämpfe sollen nun am Samstag mit Lazek=Kreimes als Mittelpunkt steigen. Die HJ.=Ringer von Köln=Nachen und Nuhr=Niederrhein treffen in Köln zusammen. Das Tennismrnier„in Pörtschach mit dem Bereichskampf Ostmark=Brandenburg gebt am Sonntag zu Ende. Italiens und Ungarns Männer und Frauen treisen sich in Riccione zu Länderkämpfen. Bleibt noch der Pferdesport, der sein Großereignis mir dem„Braunen Band von Deutschland“ in München Riem ausweist. Außerdem gibt es Galopprennen in Karlsborst und Halle. 650 Kanuten mit 400 Booten am Start Die erste große„Westdeutsche Kann=Regatta“ in Dutsburg am kommenden Samstag=Sonntag ist sehr gut besetzt. 650 Kannten mit 400 Booten sind am Start. Stark vertreten sind die westdeutschen HJ.=Gebiete, die allein 476 Jugendliche mit 287 Booten meldeten. Sie bestretten 13 Rennen. Die beste Klasse ist auch in den 17 Hauptrennen vertreten. Deutsche Ruderer in Italien Unsere Ruderer werden den Besuch ihrer italienischen Sportkameraden auf der internationalen Regatta in Frankfurt a. M. aus Anlaß der großen Veranstaltung in Lecco am Comersec erwidern. Zur Teilnahme an dieser Regatta am 11. August sind vereits der Wiener Josef Hasenöhrl im Einer, W. Fütz und H. Neuburger(Berlin) im Doppelzweier und der Achter des Berliner RK in Aussicht genommen. Futzball: Quetschungen und eine Bänderzerrung am kinten Overschenkel hat sich der Wiener Stürmer Habnemann im Frankfurter Länderspiel gegen Rumänien zugezogen. Er ist daber gezwungen, einige Wochen zu pausieren. K and boder Biutdruck mit Herzunruhe, Schwindelgefühl, Nervosität, Odrenfaufen, Zirkulationestörungen werden durch Anflektterosin wirksam be kampft. Agtdalt u. a. Biut salze umd Krotslaufdormone. Greist die Beschwerden gleichzeitig von verschiedenen Richtungen der an. Packung 60 Tabl..85 in Apotheken. Hochinteressanto Aufklarumgsschrift üegt jeder Dockung beil .#.Von der Universität Vonn Vortrage und Ansprachen der Universität Es ist eine schöne Sitte der Rheinischen Friedrich=WilbelmsUniversttät geworden, ihren össentlichen Vorträgen und den Ansprachen feierlicher Stunden in der länger wirksamen Form des geschriebenen Wortes über den Tag bin Geltung zu geben. Die geschmackvoll ausgestatteten Hefte werden vom Rektor der Hochschule und Gaudozentenbundsführer Pros. Dr. Chudoba berausgegeben. Der Erinnerung eines festlichen Tages dient die Veröffentlichung der Ansprachen bei der Verleivung des volksdeutschen Josepp von Görres=Preises, der geschliffenen Darstellung des geistigen Kampfes um den Rbein von Dr. Just, der schönen Rede von Professor Naumann, die die Verleibung des Preises begründete, und der Antwort des Dichters Ernst Bertram, die in gewählten Worten ein Lob des Rheines und der Bonner Universität als geistige Mitte des westdeutschen Raumes war. In der Folge der Kriegsvorträge. aus ihnen bervorgeboben durch den groten Tag, erscheint der nun ebenfalls im Heft vorliegende Vortrag von Pwfessor Dr. Steinbach„Der geschichtliche Sinn des Waffenstillständes mit Frankreich“. Am Beispiel und Maßsiab der Geschichte für das unsaßbar Große der deutschen Gegenwart deutet darin der Bonner Historiker den Waffenstillstand als den Beginn einer Erneuerung und Klärung deutsch=französtscher Wechselbeziehungen nach dem ordnenden Willen des Füdrers. Zugleich wird die für die frühe Geschichte des Ostraumes wertvolle Vortragsfolge von Professor Dr. Tackenbera„Germanen und Slaven zwischen 1000 vor und 1000 nach Beainn unserer Zeitrechnung" vorgelegt. Das Verständnis der Benachbarung und Bewegung der Völker in dem umschriebenen Zeitraum wird durch vorzügliche Karten erleichtert. 4h. iserilt Vonl Legedi, baste Gincet dai. Scheriscal. Ges. Neuß, der in Montabaur(Hessen=Nassau) geboren wurde, wandte sich dem Studium der Theologie zu, das er in München. Bonn und Freiburg absolvierte. Er war dann in der Seelsorge tätig. promovierte 1911 in Vonn zum Dr. tbeol. und erwirkte dort zwei Jahre später seine Zulassung als Dozent für Kirchengeschichte und Geschichte der christlichen Kunst. 1917 erfolgte seine Ernennung zum a. o. Professor. seit 1920 ist Neuß Ordinarius. Er hat verschiedentlich Vorträge aus seinem Fachgebiet gehalten, auch im Auslande, und Veröfsentlichungen größeren und kleineren Umsangs berausgebracht. Seite 4. Nr. 16 816 General=änzeiger für Vonn und Umgegend) Vonner Raariaten 26. Juli 1940 Westdeutsche Kurzmeldungen Als drei kleine Mädchen aus dem bei Geldern liegenden Weeze vom Waldbeerenpflücken nach Hause marschierten, erschien plötzlich ein schwerer deutscher Bomber, der ausgerechnet über den fleißigen Beerensammlerinnen einen willkommenen sützen Gruß in Gestalt einer Tafel Schokolade abwarf. Damit ist wieder einmal genau erwiesen, daß unsere Flieger ihre Ziele schon genau zu treffen wissen. Da die kleinen Mädchen den gütigen Spendern nicht persönlich Dank für ihre süße Gabe abstatten können, richten sie auf diesem Wege ihren Dank mit den besten Grüßen von dem schönen Niederrhein aus, der sich unter dem Schutz der deutschen Luftwaffe gegen jeden Angriff geborgen weiß. Seit hundert Jahren singt man nun schon überall das schöne Lied„Im weiten deutschen Lande". Im Jahre 1840 wurde das Mosellied von dem Lehrer und Theologen Reck aus Neuwied, gedichtet. Der Trierer Komponist Georg Schmitt schuf eine herrliche Melodie dazu, die dem Lied zu seiner Volkstümlichkeit verholfen hat. Ueber tausend Mark unter Lauberde versteckt wurden in einem Waldstück in der Nähe des Schwarz=WeißSportplatzes am Uhlenkrug in Essen gefunden. Das Geld war in einem Lappen eingewickelt und in einem Taschenhenkelmann untergebracht. Es ist anzunehmen, daß das Geld aus einer strafbaren Handlung stammt. Ein wildernder Hund drang in Ahaus in einen Hühnerstall ein und richtete unter dem Hühnervolk ein Blutbad an. 85 Hühner, meist wertvolle Rassetiere, fielen dem Blutdurst des Hundes zum Opfer. Uebergroße Freude brachte einem Einwohner aus Wallerfangen(Saargebiet) den Tod. Der Mann war vor einigen Tagen in die Heimat zurückgekehrt nud erlitt hier einen Herzschlag. Die Freude über die Rückkehr hatte den 70jährigen Mann so stark erregt. Ein Tongesätz mit hundert alten Silbermünzen aus vergangenen Jahrhunderten fand in Langenselbold ein Bauer beim Aufräumen seines Kellers in einem mehrere Jahrhunderte alten Fachwerkhause. Ein Anzahl dieser Münzen ist im Jahre 1726 geprägt. Man nimmt an, daß der Schatz in der bewegten Zeit des Franzosenrückzuges 1813 im Keller in Sicherheit gebracht worden ist. Ruemshercer Reichswirtschaftsminister Funk scdreidt über die Deutsche Estmesse 1940 vom 11. bis 14. August in Königsberg: Die Deutsche Ostmesse 1939 war die letzte deutsche Friedensmesse. Die Deutsche Oftmesse 1940 wird vielleicht die letzte deutsche Kriegsmesse sein. In dieser Jahresspanne ist eine neue Welt entstanden. Der Führer dat das Europa von Versailles zen schmettert. Ein mächtiges Großdeutsches Reich steht als die beverrschende Macht des Kontinents in nie gesehener Kraft und Größe. Es gilt eine neue Friedenswirtschaft, aber auch eine neue Weltwirtschaft aufzubauen. Wesen und Gestalt dieser neuen Wirtschaft wird das nationalsozialistische Deutschland mit seinen neugewonnenen, überragenden Produktionskräften und Eneralen bestimmen. Die Deutsche Oftmesse, das Schausenster der großdeutschen Wirtschaft nach Osten, blickt auf neugestaltete Wirtschaftsräume. Kein Fremdkörper sodiebt sich mehr zwischen Ostpreußen und das Reich. Ungehinden fließzen seine Kraftströme in den wesentlich vergrößerten und erstarkten öftlichen Gau. Die Deutsche Ostmesse hat dadurch erheblich an Bedeutung und Ausstrablungskraft gewonnen. Sie hat neue größere Aufgaben erhalten. Für die Gestaltung den deutschen Wirtschaftspolitik im neuen Raume und für den Aufbau der neuen Friedenswirtschaft in Europa und in den Weltt wird dir diesjührige Deutsche Oftmesse die ersten Zeichen geden. Mogen sie weit hinaus leuchten und auch der Welt der Wirschaft verkünden, daß ein neues Zeitalter im Anmarsch ist. Die Deutsche Lufthansa.=S. Berlin erzielte 1939 einen Bruttogewinn von 8,85(1. V. 10.72) Mill. RM. Hiervon.60(10.47) Mill. MM. für Abschreibungen verwandr, 230 00/0 RM. geben an die gesetztichen Rücklagen. Bis zum Kriegsausbruch hatte die Verkednsluftfahrt einen ungewöhnlichen Aufstieg zu verzeichnen. Im innerdeutschen Verkehr wurde die Verbindung nach der Ostmark und dem Sudetengau ausgevaut. Im außereuropäischen Verkehr wurde u. a: die Fernostlinte über Indien eröffnet. Rheuser Mineralbrunnen Die HV. der Rdenser Mineralbrunnen Fritz Meyer u. Co. .=G. in Rheus am Rhein genehmigte wieder 5 Prozent Dividende auf.56 Mill. RM. AK. Das abgelausene Jahr habe eine Absatzsteigerung um 26 Prozent gebracht. Im lausenden Jayo sei bisher kein Umsatzrückgang eingetreten. Kleine Kunstnachrichten Eleonere van Deegsraten, Schülerin von Magda Lena, München, wurde an das Deutsche Theater Berlin verpflichtet. Felig Timmermans, der bekannte flämische Dichter, kedrie dieser Tage in seine Heimatstadt Lier bei Antwerven zurück. FAUL HARTMANN ILSEWERNER* HANNES STELZER Emn Kand-Arrren. Plm Den UrA mit Fritz Kampers, Erika v. Thellmann. Walter Janssen, K. Haack, Theod. Danegger, II. Carstens Musik: Theo Mackeben.... Spielleitung: KARL RITTER Wirheinde Tänze. mitreißende Musik, herrliche Ballettszenen Frauenlachen und GeigenJubel Sinnenfreude und Jugendlicher Ueberschwang, ein großes Glück und ein paar kleine Tränen— das ist„Bal paré“! Ab Samstag die neueste Wechenschau Der Rückstram der Plüchtlinge— Heimkehr in die deutschen Westgehlete— Iind wieder Englands wahres Gesicht— Itallena Wehrmacht an allen Fronten siegreich— Berlin umjubelt seine heimkehrenden Soldaten Wochenschau-Sonderveranstaltungen: Sonntagvormittag 10 Uhr und 11 Uhr: Einlaß.30 Uhr Aufführungszeiten:.30,.45,.10— So. ab.00 Uhr BETTEUSIT Ab Preitag Ein Film der Terra-Filmkunst Ui- UUTPUTUEN Ein Spiel um sieben Johannes Riemann. Carola Höhn. Gerda Hlöhn. Gerda Maurus. Käthe Haack. Harald Pauisen schiine interessante Frauen und dazu ein Mann, dem alle Herzen zutllegen. KURLICHTSPIELE BAD GODESBERG METROPOL-THEATER III BONNER LICHTSPIELE rene strom der Flüchtlinge— Helmkehr in die deutschen Westgebiete— Und wieder EngAnds wahren Gesicht— Italiens Wohrmacht an allen Fronten siegreich— Berlin umjubelt seine heimkehrenden Soldaten Wesehehchee 1nd. 1 Uhr Ab heute Freitag tüglich.00,.30,.00 Uhr Hout bringen wir in Ne den emtzückenden uaufführung U FA-Film einos neuen künstlerisch interessanten TOBISFilm— ein Werk auf der Linie der Filme„Der Student von Prag“—„Liebe, Tod und Teufel“ OTSOUöchtepteie Bonn-Säd Mechenstraße 69, Telefen 7195 Ab heute Freitag:— Derspannende Oroßflim der Ufe Rissur- Gyel mit Annollese Uhlig Paut Klinger u. a. im Seipregramm: Auftur tiim Miocheneche! Die Heimkehr des Führer: Der Wagen von Compiegne unter weg: nach Berlin Gettabrangeselten! Wechentags abds..10 Uh: Sonnteg nechm. 3, 5 u. 8. 10 Uhr in Verbereiung: Der Postmeister s s Bonn-Süd:: Semueg TANZ lessonenenennenenee NEUE PANZ-KURSE abends 8— 10, Sonntegt 3— 5 Uhr, Einzein jederzeit. 15 Tonzschule Schüfer, Bonn Koiserstraße 89 Aut 3067 GrammophonKofferapparate Schallplatten Lauswerke. Reparaturen J. Klein, Bonn Friedrichstr. 31 S Zahngosd- Brillanten Stiber 11 66155 kauft Schnitzlor#nder Malsmühle * Das regelmäßig eintreffende Heimatblatt wird von unseren oldaten freudie begrükt. Ein Feldpost=Abonnement auf den * M„#et manallich Sorbuten fkendig begrußt. Ein Felopest=abonnemenk, au General=Anzeiger für Vonn und umgegeno koster monatlich den Mt. Preitag—Wontag: Curola Höhn Ursein Grabley Ludwrig Schmitz Ein Film. der durch eine Fülle heiterer Einfälle, die komischen Erlebnisse eines jungen Vaters festhält. Sonntag. 20. Juli, 10 Uhr und 11 Uhr: 2 Sonder-WechenschauVerstellungen: Zwischen den Schlachten nder und Ailikar 15“1 □ Veer Sauen um Schos G Nach der gleichnamigen Operette von Carl Millöcker. In den Hauptrollen: Marike Rökk Johannes Heesters Leo Siezek Edith Schollwer Osker Sima Rudolf Platte Spielleitung: Seorg Jahoby Eine erlesene Hesetzung mit der sprühlebendigen Marika Rükk. dem eleganten Johannes Heesters und der strahlenden Editn Schollwer an der Spitze. Iäbt das romant, heitere Abenteuer um den geheimnisvollen Gasparone bezaubernde Wirklichkeit werden Die Schlager: Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen 1 Du hast mich noch nie so geküßt 1 Einmal von Herzen verllebt sein Ja, die Frau'n sind gefäurlich. Beusie uem ineten üner„Zmionnen den Bonlonhionf us worgen die belisets Mechenechen „ür eie besseres Aurege! Die leidenschaftliche, gefährlich reisvolle Nostasie BRIGITTE HORNEY Eln stark dramatischer Film voll überraschender, phantastischer Einfälle, inszeniert von einem unserer erfolgreichsten Bühnenleiter. EIN HEINZ HILPERT-PILM DER T0313 DREHBUCH: KURT HEUSER und MEINZ NILPERT unter Anlehnung an eine Novelle von Balzac SPIELLATUNG: HEINZ HILPERT Musik: WOLFGANG ZELLER OLOA TSCHECHOWA · ARTHE ColG“. HANS HOL! EWALS BALBER“" ELISAGETH FLIERE NSCNILD. Allesar WRSCHER PALI DAHLMG TRANZ PFAUDLEN Nerde umm teichne üche„ftmachen dem Bchlanhiont ab morgen die nouoete Monhononhon geür ein basseres burses!. Anfangszelten:.80,.45,.00 Uhr::: So. ab 2 Uhr. Die von Eitersucht zerquälte, um ein bißchen GlDch tingende Anne Federowna KATHE DORSCH, Die unschuldvell, demötige aufrichligliebende Darie GUSTI HUBER, Außerdem die ektvelle Wochenschau Ab Samstag: Die neueste Woshenschau mit Berichten von den Englend: wahres Gesicht— Heimkehr in die deutschen Westgebleie ubelt seine heimkehrenden Soidalen. Senntag verm. 11 Uhr Senderverenstaltung„Bymphonte des Mordens“ beschten Sie unsere morgige Anzeige." Täglich: .30,.45,.10 MAIODERNLS 26. Juli 1940 Senerol=Anzeiger für Vonn und Umsagend) Bonnee Ragrigten Nr. 16 816. Seite 3 „Wir massen Rervintionen-Srganisteren. „Rechts“ und„Links“ in englischen Augen— Toller Unsinn des„Dally=Expreß“ Bern: Wenn es noch eines Beweises für die Kopflosigkeit in London bedürfte, beingt„Daily Expret“ ihn, mit einem Leitartikel in einer ihrer letzten Ausgeben. Anstatt sich an die vernünftigen Vorschläge zu halten, die der Führer in seiner Reichstagsrede machte, schwingt sich„Daily Expreß“ mit krankhafter Phantasie zu dem Satz auf:„Wir müssen Revolutionen organisieren.“ An diesen tollen Unsinn, den man wieder einmal auftischt, um sich in dem allgemeinen Dilemma über Wasser zu halten, knüpft das Blatt die lächerlichsten Kombinationen und fährt fort:„Wenn Großbritannien infolge einer unerhörten Dummheit gegen Sowjetrußland kämpfen müßte, würden wir dort zugunsten einer Revolution der Rechten arbeiten. Da wir jetzt gegen die Faschisten kämpfen, müssen wir in Europa(gemeint ist natürlich Deutschland) für die Revolution der Linken arbeiten. Daily Expreß glaubt also in seiner Naivität, Deutschland warte nur auf das Kommando Englands zur Revoulution nach„rechts" oder nach„links“, ganz wie es den britischen Herren beliebe. Interessant ist es für uns, nun zu erfahren, was man in London unter „rechts" und„links“ versteht.„Die verehrungswürdigen Ex=Schulknaben englischer Schulen(!) und englische Gentlemen(!) sind wunderbar dazu geeignet, so fährt „Daily Expreß“ fort, unsere Verbindung mit dem rechten Flügel des Auslandes aufrechtzuerhalten.“ Wir geben der englischen Zeitung darin recht, daß die snobistischen Eton=Boys und verkalkten Plutokraten jenseite des Kanals mit einer gewissen Schicht, die es auch in Deutschland einmal gab, eines Sinnes sind. Nur möchten wir die Zeitungsschreiber darauf aufmerksam machen, falls sie es noch nicht wissen sollten, daß es Zylindermänner in Deutschland heute nicht mehr gibt, die es wagen möchten, eigene„Geldsackinteressen“ über die Interessen des Volkes und der Nation zu stellen. Allzuviel Hoffnung scheint aber„Daily Expreß in die „verehrungswürdigen Ex=Schulknaben“ nicht zu setzen, denn man lieft weiter:„Aber sie sind nicht geeignet, Intrigen, Streiks, Sabotage und allgemeine Unzufriedenheit zu entfachen.“ Damit wird der britischen Hetzerklique wieder einmal die Maske vom Gesicht gerissen. Die Herren Plutokraten halten sich ränkespinnend im Hintergrunde. Gedungene Banditen und Mörder sollen ihre verbrecherischen Pläne ausführen, wie es immer geschehen ist, soweit man in die englische Geschichte zurückblickt. Wörtlich fährt„Daily Expreß“ fort: Anstatt deutsche Marxisten und andere bewährte Antinazis(!) in Konzentrationslager zu stecken, sollten wir sie in die Dienste unseres Landes stellen. Laßt polnische Flüchtlinge im Nadio erklären, wie die Oelversorgung Deutschlands sabotiert werden kann.(!) Das also ist die„Revolution der Linken“, von der das Blatt faselt. Nein, meine Herren Zeitungsschreiber in London, hier ist die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Solche Elemente, wie sie sie für ihre Verbrechen brauchen, sind in Deutschland nicht mehr zu finden. Sie werden sich auch hüten, deutschen Boden zu betreten. Für das Unkraut jüdischen Untermenschentums ist bei uns nicht die geeignete Luft. Diese Kreaturen sitzen in London und werden es nur verlassen, um sich möglichst noch weiter vom Festlande entfernt dem Arm der Gerechtigkeit zu entziehen. „Daily Expreß" setzt aller Heuchelei und Verlogenheit Die Krone auf, wenn es seinen hirnverbrannten Unsinn schließt:„Wir müssen jedes Mittel anwenden, um die Welt über die Ehrlichkeit(!!) unserer Absichten aufzuklären.“ Wir glauben, daß die Welt während der letzten Monate genügend Gelegenheit hatte, sich von der„Ehrlichkeit“ der plutokratischen Kriegsmacher zu überzeugen, als daß darüber überhaupt noch ein Wort zu verlieren wäre. Jammerschade ist es, daß die Zeitungsschmierer des „Daily Expreß“ nicht den triumphalen Einzug des Führers in Berlin oder den Jubel des ganzen deutschen Volkes vor und nach seiner Reichstagsrede erlebt haben. Sie würden selbst erschaudern vor dem tollen Unsinn einer krankhaften Phantasie, den sie ihren Lesern vorsetzen, wenn sie glauben von einer„Revolution“ in Deutschland reden zu müssen. Neuer rumänischer Gesandter in Londen Bukarest: Anstelle des aus London abberufenen rumänischen Gesandten Tilea wurde der bisherige Unterstaatssesretär im Propagandaministerium und frühere Botschafter in Ankara, Stoica, zum Gesandten in London ernannt. 99 „Tondon ein groges, ereignisurmes Dorf geworden Panikstimmung hinter Sandsücken statt der sonst üblichen Sommerfreuden 66 Von unserem England-Vertreter „Nun wäre die Londoner„Season',— jener staatlich konzessionierte Amüsierrummel einer dünner, geldschweren Oberschicht— auf ihrem Höhepunkt“, so schreiben wehmütig einige der großen Londoner Blätter. Die Rennen von Derby und Ascot mit ihren Modeschauen, die berühmten Criquetwettspiele, das internationale Tennisturnier in Wimbledon, die einer Zirkusveranstaltung nicht unähnliche Militärrevue von Aldershot, dem großen Truppenübungsplatz, die Triumphfahrt des Königspaares und des gesamten Hofes in der historischen goldenen Kutsche, alles fiel aus und es bleibt nicht einmal der Trost des sonst traditionellen Trips nach Paris Anstelle der üppigen Blumenfelder, die sonst um diese Zeit die Parks für die Festwochen schmückten, unterbrechen nun Sandsackwälle und Schützengräben, Flugzeugabwehrkanonen und Maschinengewehre die grünen Rasenflächen; um die berühmte Kaserne der Gardereiter in Whitehall ziehen sich ebenso wie um die benachbarten Ministersen, das Parlament und den Buckingham=Palast dichte Stacheldrahtwände; die malerischen Posten vor dem Königspalast haben ihre hohen Pelzhauben und die leuchtend roten Uniformen mit dem nüchternen Felddreß vertauscht. Man schlemmt nicht mehr in Soho und Mayfair, weil die Speisenkarten der Restaurants nur noch ein warmes Gericht, nicht einmal mehr die Wahl zwischen Fleisch und Fisch aufführen dürfen und die berühmten Country=Parties, zu denen man in langen Autokolonnen anfuhr, um irgendein Mitglied der königlichen Familie als Sensation des Abends gereicht zu bekommen, mußten schon allein wegen Auto= und Benzinmangels ausfallen. Die alljährliche Blumenschau von Chelsea wurde gestrichen. Nur die„Tate=Galerie“ hat ihre Pforten geöffnet, gewissermaßen zur Ehrenrettung Londons, das ein großes, ereignisarmes Dorf geworden ist. Vielleicht auch, um der aufgescheuchten Bevölkerung kundzutun, daß noch nicht aller englische Kunstbesitz nach Amerika verfrachtet wurde. Noch andere„Nationalheiligtümer“ müssen dem Krieg zum Opfer fallen.„Ein nationales Wahrzeichen Englands“, so heißt es in einem Aufruf der englischen Presse, „sinkt unter dem Kriegsbeil dahin“. Gemeint sind die majestätischen Baumriesen der Insel, die der Axt weichen müssen, weil England kein Holz mehr hat. Haounnd=Konserenz hilter berschiossenen=Varen Die Beschlüsse sollen beschleunigt werden— Schlußsitzung bereits am Dienstag Havanna: Unter Führung des USA=Außenministers Hull und seines Mitarbeiters Berle werden zur Zeit hinter verschlossenen Türen mit anderen Delegationen Fragen der europäischen Kolonien und Wirtschaftsprobleme besprochen. Man drängt auf baldige Beschußfassung, hat daher durchgesetzt, daß nach Donnerstagmittag keine weiteren Resolutionen mehr vorgeschlagen werden dürfen. Samstagabend soll eine weitere Vollsitzung und am 30. Juli die Schlußsitzung stattfinden, wenn es der USA=Regierung gelingt, die gewünschten Beschlüsse planmäßig durchzusetzen. Die mexikanische Delegation brachte die Forderung ein, daß die Kapitalanlagen anderer amerikanischer Länder, sprich: der Vereinigten Staaten, so beschaffen sein müssen, daß sie nicht zum Aufkausen des betreffenden Industriezweiges führen. Diese Forderung gründet sich auf die schlechten Erfahrungen Mexikos mit nordamerikanischen und englischen Petroleumgesellschaften, die nicht nur Mexikos Bodenschätze ausbeuteten, sondern auch in früheren Jahrzehnten nicht zögerten, mit Hilfe des allmächtigen Dollars Unruhen und Revolutionen anzuzetteln oder zu unterstützen, sofern sie dadurch Aussicht auf vorteilhafte Konzessionsbedingungen erhielten. Das muß man wissen: ude Weeroscaieten und Gielcgelenten wic ein Sesegess Trennungszuschlag gewährt, wenn die Dienstverpf##chtung nach auswärts erfolgt ist und getrennter Haushalt gefüdrt werden muß. Als Dienswerpflichtete und Gleichgestellte gelten jetzt auch solche, die bisher ein selbständiges Gewerde ausgeübt haben.— In Zweiselsfällen wende man sich an die Dienststellen der NEROy Luftschutzmäßiges Verhalten Nach§ 2. Absatz 1, der 10. Durchfübrungsverordnung zum Luftschutzgesetz sind alle Personen gesetzlich dazu verpflichtet, bei Fliegeralarm den Schutzraum aufzusuchen. Eine Entschädigung auf Grund der Verordnung über Personenschäden vom 1. September 1939 wird nur dann gewährt, wenn die verletzten Personen sich auch durch Aufsuchen des Echutzraumes lustschutzmäßig verhalten haben. Volksgenossen, die gegen die Pflicht, den Schutzraum aufzusuchen, verstoßen, gefährden nicht nur sich selbst, sondern entzieden sich auch den Pflichten, die sie als Mitglieder der Luftschutzgemeinschaft haben. Unterhaltszuschuß bei Einberufung von Beamtenanwärtern Der Reichsfinanzminister hat angeordnet, daß die Unterhaltszuschüsse der Beamten im Vorberettungsdienst wädrend des Wehrdienstes im Kriege im allgemeinen weiter zu zahlen sind. Der Unterhaltszuschuß wird insbesondere in der vollen Höbe wettergewährt an verheiratete Beamtenanwärter und. nach den Säven für Ledige, an bestimmte Gruppen lediger Beamtenanwärter. Die Regelung gilt auch für Beamtenanwärter, die den Vorbereitungsdienst wegen Zugehörigkeit zur Wehrmacht noch nicht angetreten haben. Die Zugebörigkeit zur Wehrmacht stebt der Einberufung in den Vorbereitungsdienst nicht entgegen. Die Zahlung des Unterbaltszuschusses entfällt, wenn der Beamte im Vorbereitungsdienst als Wehrmachtangeböriger in Dienstgraden der Gehaltsempsänger Kriegsbesoldung erhält. Die neue Regelung trin am 1. September 1940 in Kraft. Neue Bestimmungen für Arbeits= und Berufskleidung Das Reichswirtschaftsministerium hat neue Richtlinten erlassen, die die Erteilung von Bezugsscheinen für Arbeits= und Berufskleidung regeln. Berufskleidung ist solche Bekleidung. die aus Gründen der Unfallverbütung, der Hygiene oder aus sonstigen Gründen nur bei der Ausübung der Berufstätigkeit getragen wird. Arbeiterschutzbekleidung, wie Afbest=Anzüge, Säureschutzanzüge usw., fällt nicht unter diesen Begriff und ist zurzeit nicht bezugsbeschränkt. Arbeitsbekleidung wird im allgemeinen auch außerhalb der Arbeit getragen. Es entspricht daber der Billigkeit, wenn bei der Erteilung von Bezugsscheinen über Arbeitskleidung deshalb von der Reichskleider= karte bzw. der Zusatzkleiderkarte des Antragstellers einige Teilabschnitte abgeschnitten werden, und zwar nur die Hälfte, zum Teil sogar nur ein Drittel der zum Erwerb des entsprechenden Bekleidungsstückes sonst erforderlichen Teilabschnitte. Voraussetzung für die Erteilung von Bezugsscheinen für Arbeitsoder Berufsbekleidung ist, daß der Antragsteller die Bekleidung zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit benötigt. Zur Instandhaltung von Berufsbekleidung kann vierteljährlich ein Bezugsschein über höchstens einen Viertelmeter Flickstoff, zum Ausbessern von Arbeitsbekleidung Flickstoff im Raymen der Reichskleiderkarte bezogen werden. Zwei neue Englandkarten und eine Mittelmeerkarte sind beim IRO=Verlag. München, erschienen. Die beiden ersten zeigen England mit befestigten Häsen, Eisenbahnen und Struten. Eine von diesen vielfarbigen Karten zeigt die britische Insel mit Holland, Belaien, Nordfrankreich und Westdeutschland: die reiche Beschriftung macht sie bei der Verfolgung der Kriegsereignisse besonders nützlich.— Die Mittelmeerkarte, ebenfalls vielfarbig und reich beschriftet, kennzeichnet die befestigten Häsen im Mittelmeer mit roten Dreiecken und gibt übersichtlich die Entfernungen zwischen den wichtigsten Punkten im Mittelmeer an. Für Führer und Vaterland fiel in der Schlacht bei Bois de Voneg am 9. Juni 1940 mein lieber unvergeßlicher Gatte, mein herzensguter Vater. unser lieber Bohn. Schwiegersohn, Bruder. Schwager und Onke Oser Sizig Gefreiter in einem Inf.-Reg. Im Alter von 25 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Elisabeth Sinzig geb. Bärhi:.an und Töchterchen Liesel Famille Sinzig Familie Bärhausen und Anverwandte. Geislar, Bonngasse 39, Schw.-Rheindorf, Endenich, Dersdorf. Das Seelenamt für den Gefallenen wird gehalten am Montag. 29. Juli 1940. um 9 Uhr, in der Pfarrkirche zu Cieislar. Am 24. Juli, um 20 Uhr, entschlief sanft und friedlich meine liebe Schwester Frau Nlarie de Pay geb. Grund Witwe des Fürstl. Hohenz. Hofbaurats Johannes de Pay im 88. Lebensjahre. Fiau Marga von Stramberg geb. Grund Oberin vom Malteser-Mutterhaus i. R. Bonn, Gluckstraße 1. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 27. Juli 1940 vom Portal des Kessenicher Friedhofes(Rosenburgwen) um 11 Uhr statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. Ihre Vermählung geben bekannt Gustav Schreiber Uffz. in einer Art.-Abt. u. Frau Ruth geb.Voss Für die überaus vielen Beweise der A des Gefreiten Paul Ballmann sagen tiefempfundenen Dank Heinz, Horst Die glückliche Geburt eines prächtigen Jungen zeigen hocherfreut an H Stassen u. Hau Christel geb. Sipa Schedestraße 5 z. Zt. Elisabethkrankenhaus im Juli 1940 Stundenhille für Freitags geJasper, Vivatsgasse 6, II.(5a sucht, Isalbel, Siellegat6 Hiotter gendersiaf z. Ausbilse gesucht. Goldener Hirsch, i= Hitler=Platz Adolfe Play 2. 50 Lederhandlung sucht tüchtige Krast ür Buro und Laden, ebenso Leheling. Ophoff, Vonn, Brückenstr. 35.(60 Soche für schsert Zeller ind Kellnerinnen(Aushilfe), in Dauerstell. 1 Köchin u. 2 Mädchen. Hotel Rheingoid, Godesberg.(6a Fräulein sucht für nachmittags Beschäftigung gleich welcher Art in Godesberg. Angebote u. Z. 2044 Annabmestelle Generai=Anzeiger Godesberg, Koblenzer Str. 8.(65 Neltere gebildete Frau(gute Köchin) sucht halbtägige leichte Stelle. Angebote R. W. 882 Gen.=Anz.(55 -. 4 u.-Zimm.Wohnungen abgeschl., mit Küche, Badez., Mans., Etagenheiz., in Bahnbofsnäbe preiswert zu vermieten. Bescheid: 9) Meckenbeimer Straße 55. 1. Stock. Stadtzentrum 3 Zim., Küche, mit Heiz., 1 Mans. und fließ. Wasser, zum 1. Juli zu vermieten. Näd. Belderbera 7. 1. Stock, vormittags. 70 Im Stadtzentrum schöne Wohnung II. Stage vollständig renoviert, 3 Zimmer u. Kochnische, zu vermieten. Besichtigung von 11 bis 19 Udr. Sürst 5/7, Büro 1. 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Suni 1940 Geuenal=Anzeign für Vonn und Umgegend] Vonner Rasristen d D..,N 5 Rus aller Welt Links: Ein Schnappschuß vom Pariser Opernplatz:, Den durchsanrenden deutschen Sowdaten werden bei einem kurzen Halt von fliegenden Händlern und Händlerinnen Schokolade, Ansichtskarten und Andenken angeboten. Rechts: Ein deutscher Meldefabrer erhält von der Bevölkerung eines fran zöstschen Dorses Auskunft. Originelle Wegweiser gibt es im Morg Algerien seht beim Tal Chabet el##, mit der Aufschrift:„Weg nach Lao Isch Rechts: Wohl noch nie haben die Raume der französischen Teputierten=Kammer Worte von solcher Wahryaftigkeit und Eindringlichkeit vernommen. als in der Stunde, in der sich deutsche Männer von Wenimacht und Partei im großen Sitzungssaal des Palais Vourvon zum Gemeinschaftsempsang der weltgeschichtlichen Führerrede versammelt batten. Eine Führervüste und das Hakenkreuz schmückten die Prästdenten= und Rednertribüne, auf der einst Herr Herriot und viele andere skrupellose Kriegsbetzer das Wort fuhrten.— Unser Bild wurde nach der Rede des Führers beim Gesang der Nationalen Lieder ausgenommen. Unten: In den Tagen der wohlverhienten Rube steht unseren Truppen in Frankreich für die Pflege der Fahrzeuge und Geräte wieder ausreichend Zeit zur Verfügung. Hier haben Männer von der Panzerwaffe ihre Wagen zur groken Wäsche einfach in den Stadtaraben gefahren. Die erue..... Klischees: Bonner General=Anzeiger######. Aufn.:#/PK=Weill=Scherl, PR-Böpmer=crn, Scheri=Bilder= dienst, Ps=Huschte=Weltvild, Weltbild. Unten: Die deutsche Presse weilte auf Einladung des Reichspressechefs im deutschen Vorseld=Kampfgeviet am Westwall und in Frankreich.— Die Schriftleiter werden von dem Kommandanten in Perl an der deutschen Grenze begrüßt. „riuegenlande.„In Akra ein Wegweiser mit der aufschrift:„Weg nach Lao Tschad 4300 km“. 4300 km,— das ist etwa die Entfernung von Berlin bis Teheran oder Archangelsk.— Auf der großen Autostraße durch den Sudan enthält der Wegweiser nach Nairobi die Warnung:„Seid auf der Hut vor Nashörnern!“— Auf der großen Straße von Peking nach Kaschmir steht mitten in der Wüste ein Schilv.„weh mit Gott und komme nicht zurück!“ Sträflicher Leichtsinn kostete in Aalborg einem Knaben einen Arm. Der Junge war allein in den Zoologischen Garten gegangen und hatte seinen Arm durch das Gitter des Eisbärenzwingers gesteckt, vermutlich, um das Tier zu necken. Dem Bären gelang es, den Arm des Knaben zu schnappen. Es biß dem Bedauernswerten den Arm oberhalb des Handgelenks ab. Glücklicherweise war gleich ein Arzt zur Stelle, der sofort die notwendigen Maßnahmen ergriff. Ein älterer Einwohner von Neuyork ist stolz darauf. die größte Knopfsammlung der Welt zu besitzen. Auf Reisen durch die ganze Welt hat er seine Sammlung zusammengebracht, die jetzt über 75000 Exemplare umfaßt, von den ältesten bis zu den jüngsten. Darunter befinden sich Knöpfe aus edelstem Material und wahre Meisterstücke des Kunsthandwerks. Das Glanzstück der Sammlung ist eine Knopfgarnitur, die die unglückliche Königin Marie Antoinetté getragen hat. Die japanische Hafenstadt Kobe geht in jedem Sommen das Risiko ein, daß vom fernöstlichen Kontinent kommende Reisende die Cholera einschleppen. Im Jahre 1939 mußten 365 Fälle von Cholera in den Isolier=Baracken von Kobe behandelt werden, einer der Fälle verlief tödlich. Um nun zu verhindern, daß durch einen Unglücksfall die japanische Bevölkerung von der Seuche erfaßt würde, haben die Behörden von Kobe beschlossen, zunächst 50000 Einwohner noch während des Juli vorbeugend mit einem Schutzmittel zu impfen. Die mächtige Bronzestatue Peters des Großen, die in Viborg in der Nähe des Kastells stand, wurde nach dem Weltkrieg entfernt, als Viborg finnisch wurde. Sofort nach Viborgs Eroberung durch die Sowjettruppen begannen russische Beauftragte nach dem Verbleib des Denkmals zu forschen, und jetzt ist die Statue unversehrt wieder aufgefunden worden. Das Zarendenkmal wird nun an dem alten Standort wieder aufgerichtet. Eine seltsame Leichenseier hat sich in einem jugoslawischen Dorf zugetragen. Ein reicher Bauer war gestorben und unter großen Zeremonien zum Friedhof gebracht worden. Als das Trauergefolge sich zum Totenschmaus im Hause des Toten einfand, das nur von wenigen Kerzen erhellt war, wurden alle von Entsetzen ergriffen, denn am Ende den geschmückten Tafel saß den Tote selbst und lud seine Freunde zu dem Mahl ein. Der Bauer war nur scheintot gewesen. Einem Kinde die Heilung ermöglicht Mussolini bezahlte die Kosten Ein armer Schmied in Pancevo in Jugoslawien, dessen Sohn an Knochentuberkulose litt, las in der Zeitung, Großeinsatz der Arbeitsmänner Beim Nachschub, als Panzerlotsen und Beutesammler Ueber den Großeinsatz des Reichsarbeitsdienstes bei den militärischen Operationen im Westen gibt Sonderberichter Gauarbeitsführer Kampmann im„Arbeitsmann“ einen anschaulichen Gesamtüberblick. Von entscheidender Bedeutung war die Versorgung der kämpfenden Truppe. Der schnelle Vorstoß unserer Panzerwaffen mußte gesichert werden durch eine ebenso schnelle Nachlieferung an Benzin. Oel und Ersatzteilen für die Maschinen. Der Motorisierung des Heeres überhaupt mußte Rechnung getragen werden durch die Anlage von Treibstoff= und Ersatzteillagern. Munition für die einzelnen Waffen mußte überall in ausreichenden Mengen rechtzeitig herantransportiert werden. Verpflegungslager mußten so angelegt werden, daß sie jederzeit den Bedarf der Truppe befriedigen konnten. Diese Nachschubsicherung wurde zu einem wesentlichen Teil dem Reichsarbeitsdienst übertragen. Aufgabe war in erster Linie die Anlage zentraler Lager an Benzin, Oel, Munition und Verpflegung für den Nachschub im Gesamteinsatz und weiter Verteilung von diesen Stellen aus auf vom Reichsarbeitsdienst zu errichtende Lager für die verschiedenen Heereseinheiten. Die Schnelligkeit des Vormarsches machte die wiederholte Vorverlegung der Lagerplätze erforderlich, so daß im Zuge der einzelnen Operationen die Nachschubkräfte besondere Leistungen aufzubringen hatten. In täglich vielstündiger, ununterbrochener Arbeitszeit hat die junge Mannschaft des RAD. Munition aus den Eisenbahnwaggons auf die Lastkraftwagen umgeschlagen und an den Sammelplätzen ausgeladen und aufgestapelt. Es zeugt für die Hingabe und Einsatzfreudigkeit des RAD., daß einzelne Männer trotz der Schwere der Arbeit Tagesleistungen bei der Munitionsverladung bis zu 25 t vollbrachten. An anderen Stellen waren die Abteilungen Tag und Nacht für die Treibstoffversorgung eingesetzt, mußten Bahnwaggons entleert und die Kolonnen der Lastkraftwagen mit Benzin= und Oelfässern beladen werden. Große Eignung bewiesen Arbeitsmänner als Helfer in Panzerersatzteillagern, wo sie die Bestellungen der Panzertruppen auf Neulieferung von Einzelteilen ausführten. Auch als Panzerlotsen fanden Arbeitsmänner Einsatz. Ihre Aufgabe wan, die Fahrer von Panzerkampfwagen nach der Ablösung vom Bahn22) Roman von Liesbeth Dill Die Alte schwieg lange. „Nun?“ Barbara schaute auf den stillen Platz vor dem Gericht. Sie hatte die zwei Jungens, die an dem Brunnen standen in ihren dunkelblauen Anzügen, erkannt. Der eine turnte über die eiserne Stange, der andere fischte mit einem Stock in dem Wasser umher. Sie lachten und schienen sich über etwas zu freuen, was sie da in dem Wasser sahen... Und sie bespritzten sich mit Wasser, wie sie es als kleine Kinder getan hatten, wenn Barbara sie abends badete... Ein Stich ging ihr durchs Herz. Es waren die Söhne von Herrn Karl. Sie hatte sie im Arm gehabt, als sie zur Welt kamen, hatte sie gewaschen und angekleidet, ihnen zu essen gegeben, sie ausgefahren, als sie klein waren. Nun waren sie groß... Dort unten warteten sie auf ihren Vater... sie ahnten nicht, was hier in dem hohen kühlen Sandsteingebäude vor sich ging, zu dieser Stunde. Daß der Ruf ihrer Mutter an einem ganz dünnen Faden hing und daß sie, die alte Barbara, diesen Faden in der alten dürren Hand hielt... „Nun“, erinnerte der Richter,„was besinnen Sie sich so lange?“ Die Alte riß ihre Augen los von den beiden unschuldigen Kindern da unten, die ahnungslos in der Mittagssonne mit dem Wasser spielten. Es ging ein Zittern durch ihren Körper... „Die Leute haben so was geredet“, wich sie aus. „Was die Leute gesagt haben, interessiert uns jetzt nicht. Uns kommt es darauf an, ob Sie selbst einen Verdacht hatten auf Mitwisserschaft.... Glauben Sie...“, der Richter schaute die Alte scharf an... „daß Frau Otti Gontard Herrn Martin gekannt hat, daß sie vielleicht in einer geheimen Verbindung mit diesem Mann gestanden hat, daß sie mit seiner Hilfe verhindern wollte, daß die Erbschaft irgend jemand anderem zufiele?" Die Alte zauderte... ihre Lippen bewegten sich, als ob sie sich die Worte in Gedanken wiederholte... In ihrem Kopf vibrierten die Gedanken und die Gefühle bekämpften sich in ihrem Herzen. Da hörte man draußen die Stimmen von Kindern Die Alte stemmte ihren Regenschiem fest auf die Dielen. Dann sagte sie kurz und bestimmt mit einer ganz hellen, veränderten Stimme:„Nein, ich glaube nicht, daß Frau. Gontard diesen Herrn aus Hamburg gekannt sat..n daß bie mgit der Tat etwas zu tun hatte..“ „Nun, was reden Sie dann für ein Zeug zusammen“, sagte der Richter und schaute auf seine Uhr...„Sie erzählen uns lange Geschichten, um zu beweisen, wieviel Uhr es war, als Frau Gontard nach Hause kam. Und nachher stellt es sich heraus daß sie viel zu schlaftrunken waren, um das zu wissen. Sie sagten ja selbst. Sie seien „ganz durcheinander".. Wenn man„durcheinander“ ist und das selbst fühlt, und man, wie Sie sagen, nicht auf die Uhr gesehen hat, wie damals, als Frau Gontard nach Hause kam, so ist die Zeit tatsächlich nicht mehr festzustellen, und wir müssen uns damit zufrieden geben, daß der Mörder die Tat gestanden hat.“ Damit schlug der Richter das blaue Aktenheft„Fall Langhammer“ zu und sagte zu Barbara:„Sie sind entlassen.“ * Als die schwere, eisenbeschlagene Tür sich zwischen dem Gericht und ihr schloß, blieb die alte Frau einen Augenblick stehen wie betäubt. Das Verhör, die Angst und alle Bilder, die der Anblick des alten Städtchens ihr wieder erweckt hatten, wirkten noch in ihr nach. „Nichts verschweigen und nichts hinzufügen“, hatte der Richter gesagt, als er sie vereidigte... was Herz schlug ihr wie ein Hammer bei dem Gedanken, daß sie nicht alles gesagt hatte, was sie wußte. Die Knie zitterten der alten Frau, als sie die Treppe hinunterstieg. Sie nahm das Tuch aus dem Korb und wischte sich über die Stirn, wie um etwas fortzuwischen... Die Sonne draußen blendete sie... Gott, wie das Herz klopfte Plötzlich riefen zwei helle Kinderstimmen:„Barbava!“ ... Und die beiden Gontardschen Jungen liefen auf sie zu und sprangen ihr an den Hals. „Barbara!... bis du wieder da?“ schrien sie und umamten die Alte.„Was machst du denn hier? Und warum bist du denn nicht mehr bei uns?“ Sie strich ihnen über die Lockenköpse...„Ich bin hergekommen wegen eines Prozesses... Ich hab gar keine Zeit. Ich muß auf den Bahnhof...“ „O nein, du kommst mit uns! Wie wird sich freuen, wenn er dich sieht!“ sagte der Aelteste.„Und Mama erst!“ rief der Jüngere. Barbara war gerührt. Sie kramte aus ihrem Henkelkorb zwei Brötchen heraus und gab sie den Jungens. Dann machte sie sich los und ging, ohne sich umzusehen, nach dem Bahnhof. In der Ecke des staubigen, öden Wartesaales setzte sie sich auf die Lederbank. Sie sah keinen Menschen an, sondern schaute mit einem leeren Blick in die Ferne und ihre Lippen bewegten sich wie wenn man betete... Ein strahlender Junimorgen erhob sich über der kleinen Stadt B. Die blauen Schieferdächer schimmerten ##n zwischer, Kühenden Gärten, die bunt von Rosen transport an die Fronteinsatzstellen zur Uebergabe an die Besatzungen zu lotsen. Im Interesse eines geordneten Nachschubs wurde der RAD. an verschiedenen Stellen zum Straßenbau eingesetzt. Weiter leistete er wertvolle Arbeit bei der Beutesammlung. Waffen, sonstige Ausrüstungsstücke, Transportmittel, Proviant, alles, was der Feind verlassen oder übergeben hatte, wurde vom RAD. gesammelt, nach Gattungen gesichtet und, soweit dies möglich war, entsprechender Verwertung zugeführt. In besonders großem Umfange wurde der RAD. auch auf dem westlichen Kriegsschauplatz wieder für Luftwaffenarbeiten eingesetzt, für die Anlage von Fliegerhorsten und die Wiederherstellung und Aufräumung zerstörter Feindflughäfen usw. Während des Abrollens der militärischen Operationen wurden sodann vom RAD. bereits Aufräumungsarbeiten geleistet, nicht mehr benötigte Kabel aufgerollt, überflüssige Flächenhindernisse für andere Verwendung bereitgestellt und Feldbefestigungen, die ihren Zweck erfüllt hatten, ausgeschält und eingeebnet. auf viese Weise ist der deutsche Bauer an der Grenze in der Lage, seinen Acker so wie früher zu bestellen. waren und auf die Weingärten brannte heiß die Sonne. Der Zug stand abfahrtbereit. Die dritte Klasse war mit Soldaten besetzt, die zweite Klasse war ganz leer. Karl und Otti waren in ihrem Abteil allein. „Abfahrt!“ rief der Stationsvorsteher und er nahm seine Fahne unter dem Arm heraus und schwenkte den roten Lappen. Der Zug euffte noch rasch eine große schwarze Rußwolke in den Buynhof und setzte sich dann schaubend in Bewegung, nach Art kleiner Züge, die sehr wichtig tun, wenn sie ihre paar Wägelchen durch die Hoch über der Stadt ragte der Dom. In den hohen Glasfenstern, die in den grauen Stein des alten Domes hineingeschnitzt schienen, funkelte die Sonne. „Sieh mal, wie uns die alte Kirche nachgrüßt“, sagte Karl, der am offenen Fenster stand. Otti sah nicht mehr zurück. Sie atmete tief auf, als der Jug die Stadt vstand hell und blank am Wald. Das„Schlößchen“ stand heu und„biun um Wald. Eine Gardine flatterte an dem Eafenster. Marie hatte sicher vergessen, das Fenster zu schließen. May soh, ein helles Kleid im Garten. Jei zweifelte Lage. Bald darauf erhielt er von dem italienischen Gesandten in Belgrad die Mitteilung, daß sein Sohn auf Mussolinis Kosten bei dem berühmten Arzt in Italien eine Kur machen könne. Während dieser Zeit wurde der kleine Kranke auch vom Duce reichlich mit Taschengeld versorgt. Dieser Tage ist er gesund und vergnügt in seine Heimat zurückgekehrt. Eine deutsche Chronik aus dem Jahre 1714 In der ostslowakischen Gemeinde Salzgrube„wurde eine deutsche Chronik aus dem Jahre 1714 aufgefunden. in der die Brüder Brugger die Geschichte der schen Siedlern betriebenen Salzgruben schilderten. Die Chronik ist für die deutsche Siedlungsgeschichte der Slowakei von großem Wert. Briefkasten „Wie du an B. im Garten. Jemand war bei ven v. beeren...„Wie schon sich die alte Stadt präsentiert aus der Ferne“, sagte Karl. „Ja, aus der Ferne“. sagte Otti. „Es ist meine Heimat“, sagte er einfach. „Wie leicht du vergißt, Karl“, sagte sie.„Die letzten Jahre und die Menichen mit ihren grausamen, neu„Gott, die Menschen sind hier wie überall, in Hamburg und in Berlin. Sie stutzte bei diesen Worten und sah ihn an.„Was meinst du, Karl.“ Er hatte das wohl nur so hingesagt, wahrscheinlich, ohne etwas dabei zu denken.... Er sah so nachdenklich in die Ferne... „Ich denke an Fred. der nichts mehr von sich hören läßt“, sagte Karl.„Es ist doch eigentlich seltsam... wir waren so gute Freunde. Das Geld wird er wohl inzwischen durchgebracht haben. Dazu braucht man sich heute nicht anzustrengen, um dreißigtausend Mark klein zu kriegen. Fred verstand das immer schon sehr gut. Früher lieh er sich manchmal Geld von mir, und dann lieh ich mir wieder von ihm, immer war der eine in des anderen Schuld auf dem Internat. Das hat sich dann so eingebürgert, bis an unser Ende... Einer stirbt ja gewöhnlich vor dem anderen und wer dann ährig. bleibt, ist der Schuldner des anderen oder um„Ach. Karl, wozu heute wieder davon anfangen?“ Otti nahm ein Buch aus ihrer Reisetasche.„Ich möchte lieber wissen, wohin wir reisen und was wir alles sehen werden.. 77er. Das weiß heute noch niemand. Auf jeden Fall wird der Empfang rechtzeitig bekanntgegeben. Ferien. Da Sie nicht angeben, als was Sie dort beschäftigt „ Auskunst geben. Kündigung. Sie brauchen nicht mehr zum Kalendervierteljahr zu kündigen. Sie mußten aber unter Einhaltung der drei Monate Frist zu einem bestimmten Termin was anscheinend von Ihnen nicht geschehen ist. Es geht nicht an, daß ein Mieter einfach auszieht, wann er will. Klären Sie die Angelegenheit mit dem Vermieter, damtt Ihnen keine Schwierigkeiten entsteben. 211 Lingcheude Endlich. Bei der Fülle der taglich eingehenden Briefkastenaufragen, die zum größten Teil sogar schriftlich beantwortet werden müssen, können wir die Nummer der Zeitung, in der Ihre Anfrage beantwortet worden ist, nicht angeben. Wir müssen schon von unseren Lesern verlangen, daß sie täglich genau den Briefkasten durchlesen. Wiederholen Sie Ihre Euskirchen. Es ist sehr schwer, einen derartigen Geruch zu beseitigen. Am besten ist. Sie übergeben die Federn zur Reinigung einem Fachmann, den Sie auf ihre Feststellungen ausmerksam machen. „Ja, du hast recht“, sagte er,„daß du das fertig gebracht hat, alles hinter sich zu lassen und in die Welt hineinzugondeln, wie ein Renntier.“ „Du bist ja nun einer“, sagte sie,„der„Löwe“ ist gut verpachtet. Du hast noch dein Land, deine Pferde, deine Jagd und deine Weingärten, und ich brauche nicht mehr im Kontor zu sitzen und Rechnungen zu schreiben. Nun sehen wir auch einmal etwas von der schönen Welt..“ Die Fahrt ging zwischen blühenden Weingärten durch und sanften grünen Wiesen, die mit bunten Blumen übersät waren, blutrote Mohnfelder flammten in der Sonne. Es war eine einfache, liebliche Landschaft, sanft und beruhigend, darüber ein zartblauer Himmel. an dem leichte Federwölkchen trieben... Himmelfahrtstag... dachte Karl. Wie still es da draußen war. Zuweilen hielt der Zug auf freiem Felde und man hörte die Vögel draußen zwitschern. Grün und festlich, ein stilles Land. Hier und dort erschien in einer Talmulde ein kleines Dorf. eine Gruppe grauer Granithäuser in einem Wiesental. Man wunderte sich, daß dort Menschen wohnten und daß sie gerade dort Die Sonne schien über Weiden mit gesunden weißen Kühen, die im kniehohen Gras standen und kauten. Zuweilen unterbrach die Eintönigkeit der Landschaft ein langer Tunnel.„„ S4cht maaten i. In der Bahnhofstraße der kleinen Siaor wogten sonntäglich geputzte Menschen. Vor den Cafés saßen die Menschen an kleinen Marmortischen im Straßenstaub und tranken Bier. Aus den offenen Türen klang Musik. Im alten Hotel stellten sie ihre Koffer ab und gingen dann durch die Stadt. Große Plakate kündigten Pferde„Ach, die Rennen—“ erinnerte sich Karl.„Fred hat mich hierher einmal mitgenommen. Er ritt damals mit und gewann den zweiten Preis. Sollen wir auf den Rennplatz fahren? Vielleicht treffen wir ihn dort?“ „Wozu?“ sagte Otti.„Wir wollen uns die Stadt ansehen, aber keine Menschen.“ Otti hatte diese Reise zusammengestellt. Sie war mit ihren Eltern früher oft im Sommer an die Küste gereist, sonst hatte sie ihre Jugend in der engen kleinen Stadt verbracht, und nachher war sie jahraus, jahrein in B. geblieben, ohne herauszukommen. Karl hatte ja nie Zeit gehabt zum Reisen und Frau Gontard verstand nicht, daß man sich hinaussehnte. nach neuen Gegenden, fremden Ländern. einem anderen Himmelsstrich. Im letzten Winter hatte Otti gesühlt, daß etwas geschehen müsse um sich von diesen dumpfen lastenden Erinnerungen zu befreien. Die düsteren winterlichen Bilder der engen alten Stadt begannen auf sie zu wirlen wie ein böser Traum, der immer wiederkehrt.