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Kölner Local-Anzeiger General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt und Fremdenblatt. 2 343. 20. Jahrgang. Geschäftsstelle: Fernspr. 42. Köln, Samstag, 15. Dezember 1906. Redaktion: Fernspr. 25., 38=, 42. heute 20 Seiten. c 14112 E es Vollendeter Erweiterungsbau, Jetzt 16 Schaufenster. 1 F Köln, Ehrenstrasse 2— Telephon 1986. und Knaben-Garder fertig und nach Mass. in halbschwer und schwer mit und ohne Sammetkragen### in uni, marengo, dunkel gemustert und lebhaften PhantasieStoffen N. 65, 55, 49, 45, 39, 35, 29, 25, 19, 15, Kerren-Anzüge Hosen solid und modern in Buckskin. Kammgarn, Cheviot und Phantasie-Stoffen N. 65, 55, 49, 45, 39, 35, 29, 25, 19, 15, N. 18, 16, 14, 12, 9, 7, 5, 4, 3, Knaben-Anzüge Knaben-Paletots reichste Auswahl in eleganten Blusenund englischen Falten-Fassons bis zu 75 D. #90 den einfachsten derben Schulanzügen####s. R. 29, 25, 22, 19, 15, 12, 9, 5. 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Inszeniert von Otto Kienscherf. Mitwirkende: Frl. Bajor; die Herren: Becker, Borcherdt, Aßmann, Nitzgen, Kiesau, Turrian, Doser. Einlaß 7 Uhr. Anfang 7½ Uhr. Ende ungefähr 10 Uhr. Mittelpreise. Montag den 17. Dezember 1906. 107. Vorstellung. 16. volkstümliche Vorstellung. Martha oder: Der Markt zu Richmond. Komische Oper in 4 Akten von W. Friedrich. Musik von Fr. von Flotow Volkstümliche Preise. 8. Phantasie aus der Oper„Die Folkunger“. ** a u s„ D e r T e u f e l l a c h t d a z u“ G. Bizet. J. Ronsard. E. Kretschmer. V. Hollaender. 9. Kasino=Walzer aus Eintrittspreis 50 c) 17er Karten für Fremde 5 Das 8. Abonnements=Konzert findet am Sonntag den 23. Dezember statt. * Die Direktion. Aufang 8½ Uhr. GOLOSSEUM Schildergasse 99—101. Kölner Männer=Gesangverein Pener.„ 14 Am Montag den 17. Dezember, abends 8½ Uhr, Solphymnig“ ndet in gugen Zale igr Rheinlandloge(Cäcklienstaße) Dimant: Gerr Mulibdirehter Rustan Dielken. Morgen 11 Uhr vormittags: Familien-Matinee. 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Dezember, abends 7½ Uhr im großen Saale des Fränkischen Hofes Wohltätigheits-Konzert Hohestrasse 9. Café Runge Heute Samstag den 15. Dezember: Grosses Militär-Konzert. Bonner Husaren-Regiment König Wilhelm I. Morgen, Sonntag den 16. Dezember: Grosses Militär-Konzert. Berg. Feld-Artillerie-Reg. Nr. 59, Stabstrompeter Rob. Fensch. Hohestrasse 9.„ zum Besten eines hülfsbedürftigen Mitgliedes. Mitwirkende: Fräulein Johanna Ludorf, Konzertsängerin aus Elberfeld (Sopran), Herr F. Michalek, Lehrer am Konservatorium, Herr Konzertmeister Fr. Stuhr(Zioline), Herr M. Zaldner(Cello) und Mitglieder des Mülheim a. Rhein. 1 Die Darbietungen bestehen in Pklamationen u. Rezitationen, Gesängen u. Perträgen für Klavier, Trompete und Flôte. + oim Besuche laden wir unsere Mitglieder, die Jugendlichen, deren #d, Lehrherren und Arbeitgeber ergebenst ein. kommission für Bildungs- u. Unterhaltungsbestrebungen. Der Obmann: W. Langenberg. 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Stadratswahl 3. Klasse Weihnachtsfest. Vortrag. Vorher Beitragszahlung. Köln=Bickendorf. Abends 6 Uhr Generalversamml. Tagesordnung: Rechnungsabschluß. Vorstandswahl. Vortrag mit Diskussion. Köln=Lindenthal. 6 Uhr Versamml. bei Saddeler, Zahlung der Beiträge, Rückgabe der rückständigen Karten, Vorstandswahl. Köln=Deutz. Abends 8 Uhr Versamml. m. Frauen. Vortrag u. Theater. Programm z. Volksbildungsab. a. 16. Dez. s. b. Hrn. Präses z. haben. Kalk. Versammlung mit Vortrag. Wichtige Mitteilungen. Mülheim(Rhein). Morg. 11 Uhr Gesangpr. u. Zahlst. d. Leokasse. Abends 7 Uhr Verslg. mit Vortrag u. Nikolausverlos.(nur Männer). Montag Vertrauensmännersitzung. Jahresabschluß. Kartenverkauf, Vereinskalender für kath. Jünglingsvereine. Marianische Kongregation für Kaufmannslehrlinge. 2½ Uhr Andacht in der Stolkgasse. 5½ Uhr Versammlung im Vereinslokal. Marianische Jünglings=Kongregation St. Mauritius. Nachm. 2½ Uhr And. m. Pred. i. de Noélschen Asyl. 6 Uhr Verslg. i. d. Turnh., Frankstr. Kath. Jünglingsverein von St. Ursula. 2 Uhr Fußball. 6 Uhr Zusammenk. i. Hansasaal.— Montag Punkt ¼9 Uhr Gesang.— Dienstag Sitzung d. Bezirksvorst.— Nächsten Sonntag h. Komm. in St. Agnes. Marianische Jünglings=Kongregation Köln=Nippes. 1½ Uhr Andacht.— Freitag 9 Uhr Gesangrobe bei Dresia. Katholischer Jünglingsverein Köln=Sülz. Stiftungsfest. Morg. ¼ 7 Uhr gemeinschaftl. h. Kommunion, abends 7½ Uhr Festfeier bei Eiserfey. Theateraufführung. Liedervorträge. Eintritt 30§. Katholischer Jünglingsverein Kalk. 6½ Uhr Versamml. m. Vorkr.— Montag 8 Uhr Turnen.— Diensta 9½##— li= Kränzchen.— Donnerstag 9½ Uhr Gesang. 15 Ai 1 A PS M 9 Seite 2. Kölner Local-Auzeiger Nr Samstag, Dezember 1900. Zweites Blau. Die dankbarsten und praktischsten Weihnachts-Geschenke sind Pennig's Schuhwaren für Damen, Herren und Kinder bestbewährt in allen Preislagen. Eintrittspreis an allen Sonn- u. Feiertagen: 50 Pig. Kinder 25 Pfg. = Täglich= nachmittags 3½ Uhr: Konzert. 59 Gegründet 1872. Heumarkt 59 am Königsdenkmal. 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August der Arbeiter Berndgen seinen Tod fand, führte bekanntlich dazu, daß der Schutzmann Philipp Weiß sich vor dem Schwurgericht zu verantworten hatte, aber freigesprochen worden ist. Ueber den Tod des Berndgen, der in seinen Kreisen ein geachteter und beliebter Mann war, entstand sofort nach dem Zusammenstoß des Berndgen mit den Schutzleuten Melchior und Weiß unter den Bewohnern von Bickendorf große Aufregung. Hunderte Menschen versammelten sich vor der auf der Venloerstraße Nr. 700 belegenen Wohnung des Berndgen, der inzwischen dort hingebracht worden war. Die Schutzleute Melchior und Weiß waren nach dem Zusammenstoß mit Berndgen über den Häuschensweg nach dem Subbelratherweg gelaufen. Sie wollten den dort stehenden Schutzmannsposten zur Hülfe herbeiholen. Unterwegs begegnete ihnen der Schutzmannswachtmeister Erven und der Schutzmann Geiger. Sie begaben sich nun alle zu der Stelle. wa Melchior und Weiß mit Berndaen anBeam enander geraten waren. Es war ihre Absicht, den Vernogen dessen Wohnung zu schaffen, sie erfuhren jedoch auf der Van straße, daß das bereits geschehen sei. Nun wollten sie auch Aber die Menschenmenge ließ die Beamten nicht durch, nahm mehr eine drohende Haltung an und es fielen beschimpfende drücke wie: Lumpen, Schufte. Es soll auch gerufen worden „Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen, daß Weiß den Bernd totgeschossen hat.“ Die Schutzleute begaben sich dann nach in der Nähe liegenden Essigfabrik, um nach einem Krankenwagen Berndgen zu telephonieren. Auf dem Wegedorthin wurde mit Ste. nach ihnen geworsen. Ein Pflasterstein flog dem Schutzmann gegen den Kopf und zwar so heftig, daß der Beamte ohnmahinstürzte. Schutzmann Weiß sah, daß der Arbeiter Matth. aus Bickendorf, wohnhaft zu Ehrenfeld, diesen Stein gemahatte. Auf dem Häuschensweg wurde aus der Menge wieder die Schutzleute mit Steinen geworfen und verschiedene von getroffen. Vor der Wohnung des Berndgen war unterdessen Kriminalkommissar Hönig mit einigen Beamten eingetroffen ging dazu über, die angesammelte Menge auseinandertreiben lassen. Als Berndgen gestorben war, zog sich die Menge ir Richtung nach Köln zurück und drängte sich in die Nagelschinf gasse, die dort in die Venloerstraße mündet. Von dieser Gasse wurde wieder mit Steinen auf die Schutzleute geworfen. Volk johlte und es fielen Schimpfworte über die Schutzleute. die Menge, die teilweise mit Stöcken, Latten und Steinen bewast gewesen sein soll, in ihrer Haltung immer drohender wurde, ferd der Kommissar mindestens dreimal mit lauter Stimme die 2e auf, die Straße zu verlassen. Da soll der Fuhrknecht Josef aus Ehrenfeld gerufen haben:„Wir bleiben hier stehen. Teufel hole den, der uns hier angreift!" Die Menge wicha doch zurück und da soll Poll geschrieen haben:„Bleibt steb Hierher! Den Lump mit seinen Schuften stechen wir am Erdbo fest! In drei Tagen haben wir in Deutschland ein Rußland: sämtliche Schutzleute sollen verrecken!" Der Arbeiter Salentin nach Angabe von Zeugen bei dieser Gelegenheit gerufen: Hallunken müßten gemeinschaftlich ins Grab. Weiß verreckt un unsern Fingern. Ihr Lumpen, gebt den Weiß herau den Mörder! sein Kopf gehört uns! Auf diese Wo hin soll nun die Menge stehen geblieben und die Schutzleute einem Hagel von Steinen überschüttet haben. Der Kommissar deshalb seine Leute in der Richtung nach Köln zurückgehen. Volk drängte unter Steinwürfen nach und der Schutzmann## kam so ins Gedränge, daß er den Revolver zog. Die B suchten hinter der Rochuskapelle Schutz, mußten sich aber dort entfernen, weil die Menge drohte, ihnen vom Marwege in den Rücken zu fallen. Das Volk zertrümmerte dann die Straß laternen und die Fenster an der Rochuskapelle. Inzwischen war von Ehrenfeld her Verstärkung für die## leute herangekommen und nun zerstreute sich die Menge. Der A ruhr hatte etwa zwei Stunden gedauert. Verletzt wurden du Steinwürfe: Schutzmann Geiger, Kommissar Hönig, Wachtmeif Erven; ferner die Schutzleute Kreuser, Seiler, Rumor, We Melchior und Schwartz. Nach den Bekundungen verschiedener Zeug war die Straße nach dem Krawall mit Steinen förmlich besät. Wegen ihrer Beteiligung an diesem Aufruhr haben sich vord Schwurgericht zu verantworten: 1. der Fuhrmann Josef Poll Ehrenfeld, 2. der Arbeiter Salentin aus Ehrenfeld, 22 J alt, 3. der Arbeiter Nikolaus Kleefisch, 22 Jahre alt, dorf, und 4. der Arbeiter Friedrich Braun aus 25 Jahr alt. Die drei ersteren sind schon wegen Körperva bzw. Beleidigung, aber unerheblich bestraft, Braun noch mit werden beschuldigt, zu Köln=Bickendorf in der Nacht von 5. den 6. August 1. alle an einer öffentlichen Zusammenrotung genommen zu haben, bei welcher eine der im§ 113 des Strae buches bezeichneten Handlungen begangen worden ist, und zwar Salentin und Kleefisch als Anführer, die eine der Handlungendess begangen haben, Poll und Salentin auch als Radelssuh# 2. Poll: Den Kriminalkommissar Hönig, den Wachtmeister## und die Schutzleute Seiler, Schwartz, Kreuser, Melchior, Rut und Weiß durch Schimpfworte öffentlich beleidigt; 3. Sale Die Schutzleute Seiler und Weiß durch Schimpfworte öffentlich leidigt zu haben. Poll hat behauptet, er sei damals sinnlos trunken gewesen und wisse von nichts. Poll hat die Pol beamten ganz gröblich beschimpft als er nach der Beendigung Krawalles nach Hause ging. Zu dem Schutzmann Rumor sagte „Geh du Lump auch noch hin. Du kannst die Pfeife auch noch die Fresse geschlagen kriegen; einem Lumpen habe ich sie schol den Hals geklopft!“ An seiner Wohnung angelangt, rief er Kommissar und den Beamten zu:„Ihr Lumpen! Ihr Pall# Das Messer ist für Euch geschliffen! Der Flobert ist gelag Du Kommissar mit deinen feigen Lumpen verreckst noch. Kon ich steche Euch das Messer in den Balg!" u. dgl. Zu Beginn der Verhandlung, vor der Auslosung der schworenen, stellen die Verteidiger Antrag auf Vertagung, aber abgelehnt wurde. Auf die Anklage erwidert der angeschuldigte Poll: betrunken und weiß nicht, was ich getan habe; wir hattel Kriegerverein Generalversammlung, weil der Kaiser kommen sollte. Der erschossene Berndgen kam zu mir und trau Bier. Als ich spürte, daß ich genug hatte, ging ich nach 9 Plötzlich hörte ich den Ruf: Der Schutzmann Weiß hat den gen totgeschossen. Da wir kurz vorher noch in vaterländischer sinnung zusammen waren, machte der Tod meines Kameras., mich einen starken Eindruck. Ich sah die Leiche und die wimmer Kinder, sowie die arme Frau, und da kann es sein, 0 Herren Polizisten beschimpft habe. Andern Morgens war als hätte mich ein Schlaganfall getroffen; meine Frau sagle hätte den Herrn Kommissar beschimpf, und als ich das be. ersten Vernehmung hörte, tat es mir sehr leid. Salentin, Stiefsohn des Poll, will nur wie die übrigen Leute ge, haben. Angekl. Kleefisch: In der Voxuntersuchrzg, sacgte der Richter, wenn ich gestände, käme ich nicht in Da gestand ich, was falsch war. Auch der vierte streitet die Anklage. Zeuge Schutzmann Jean Geora Geiger sagt nn ane wurde von einem Steinwurf durchschlagen und ich hattee Zentimeter lange Kopfwunde. Einen Monat war Wurfes krank, acht Tage bettlägerig. Erderte Wachtmeister Erven bekundet: Kommissar Hönig Leute in gutmütigem Tone auf, wegzugehen. Er###ge Leute, es hat keinen Zweck, daß Ihr hier herum stehl; nutzte nichts, sondern der Tumult wurde schlimme::„uugi nun, ob Gewalt anzuwenden sei, oder ob win un sollten, bis Verstärkung komme, hielten aber verständiger.„.x:, 18 Jahre in Bi Schutzmann Kreuser sagt aus: Ich bin 13 Jahre z— dorf stationiert. Als die Menge zurückwich[ect, Fg die 2 Ehrenf Dadurch staute sich oin nichts passiert, aber# wir wollen den Mörder haben. wieder. Auf meinen Gängen ist mir nichts passt- purde erhielt ich einen Wurf an den Fuß. An einert. Ha#„ief Fensterläden zertrümmert. Als Geiger„etrosfen,##entin. mit der weißen Hose hats getan. Das war Der wollte den Voll verhaften, aber er rief: Ihr müßt gemein## zweltes Blatt. Kölner Local-Anzeiger Nr. 343& Samstag, 15. Dezember 1906. Seite 3. #### Der Kommissar sagte dann, es nutzt nichts, der Weiß muß gls wir auf das Bureau zugingen, geschah ein solches Vomserhement, daß ich rief: Ich schieße jeden, der mir nahe kommt, en den Haufen.“ Ich war seinerzeit beim Krawall am Holzmarkt, * 1 etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Menge war unüber##g und die Straße schwarz. Es wurde mit Latten und ppeln auf mich eingedrungen, so daß ich mir mit dem Säbel helfen konnte. Da zog ich den Revolver und drohte mit sgießen, da wich das Volk zurück. Ein Kerl war besonders wild, ich den Weiß vor ihm warnte. Präsident: Kerl dürfen als zeuge nicht sagen. ##ige Polizeikommissar Kamillo Hönig sagte aus: Ich hörte, Schutzmann Weiß den Berndgen erschossen habe. Ich wollte ##evoiver konfiszieren. Da rief ein Mann, den ich später als #rekognoszierte:„Den gibst du nicht her, das ist ein Beweis# Poll hat auch die Leute aufgeregt. Auf der Straße hatte ##el Volk angesammelt. Ich sagte zu den Leuten, gehen Sie nach Hause, es hat ja doch keinen Zweck, daß Sie hier stehen. schützleute kamen und baten mich um Hülfe, sie würden mit inen und mit Kot beworfen. Ich sorderte nun die Leute laut Hdeutlich dreimal auf, sich zu entfernen. An der Nagelschmiedss stand viel Volk, eine große Menscheumenge. Ich vernahm sunde Rufe:„Schlagt den Weiß tot!“ Ich hatte nun den Geunken, Weiß und Melchior fortzuschicken, dem Volke aus dem Geist. Ich dachte mir, wenn die fortgehen, wird sich das Volk schon bruhigen. Ich beaustragte deshalb den Schutzmann Rumor, die schutzleute Weiß und Melchior zu meinem Bureau zu geleiten. wollte ich staffelweise vorgehen. Bei der Rochuskapelle, an Nordseite, standen drei Karren mit Ziegelsteinen. Die lieferten in Volk Material. Als wir 50 Meter davon entfernt waren, in ein fürchterlicher Steinregen an. Wir flüchteten hinter die kabelle. Die Laternen waren zertrümmert und stockfinster. Ich poute Verstärkung abwarten vom 17. und 27. Revier. Die Beamten burden sehr bedrangt. Eie sagten zu mir; Herr Kommissar, das geht nicht mehr; wir #nd verheiratete Leute, wir können nicht vorgehen zu zwei und prei Mann. Ich sagte mir auch, das geht nicht. Ich erhielt einen steinwurf und da zog ich mich zurück. Dann kam die Verstärkung zn Ehrenfeld, und da hat sich das Volk denn verlaufen. Wir zingen nun über die Venloerstraße. Als ich vor dem Hause Vensoerstraße 225 stand, schimpfte Poll von oben aus dem Fenster hrunter: Das Messer ist schon geschliffen! Der Flobert ist gladen usw. Ich wollte erst ihn durch den Wachtmeister Erven erhaften lassen, aber das Haus war verschlossen. Ich bin nicht #ige, aber wenn ich vorgegangen ware, so wäre eine Bluttat zu besurchten gewesen und die hatte ich nicht verantworten können. Ich bin sest davon überzeugt, daß wir die Unschuldigen getroffen itten und daß die Schuldigen entkommen wären. Ich nahm es den Schutzleuten nicht übel, daß sie nicht vorgehen wollten, denn wr waren gegen=—400 Menschen. Die Sache ging wie ein Lauffeuer durch Ehrenfeld, und zusehends schwoll die Menge ins Ungeheuerliche an. Verschiedene Zeugen bestreiten die Schuld der Angeklagten und stellen ihnen teilweise ein sehr gutes Zeugnis aus. Es erfolgte nun die Fragestellung auf Landfriedensbruch, unter Zubilligung von mildernden Umständen, Widerstandsleistung und ngriff auf Beamte, Verübung von grobem Unfug, Werfen mit Steinen auf Menschen und Angriff auf Beamte mit Waffen. Nachdem die Feststellung der 32 Schuldfragen zwei Stunden seansprucht hatte, begannen die Plaidoyers. Der Appell an das volk. uter dieser Ueberschrift versuchen jetzt Regierungsorgane und rale Blätter um die Wette, auf die Wähler einzuwirken. luer einem Platzregen von„nationalen“ Phrasen soll ihnen lir gemacht werden, daß die Regierung für Südwestafrika unbdingt genau das hätte haben müssen, was sie forderte, und sie es von der Reichstagsmehrheit nicht bekommen konnte, an la# Volk appellieren müsse. An das Volk appelliert aber bei den bevorstehenden Reichstagswahlen auch noas Zeutrum, und daß es dies in vollstem Vertrauen auf die Einsicht seiner Wähler tun kann, das zeigt die Rede der in der Reichstagssitzung vom 13. Dezember folgendes msführte: e liegt eigentlich nach unserem Antrag die Situation: Der Antrag versagt der Regierung, um einen bekannten Ausbuck zu gebrauchen, keinen Mann und keinen Groschen.(Sehr tichtig! im Zentrum.) Man hat im vorigen Jahre einen Etat für Südwestafrika aufgestellt. Dieser Etat hat erhebliche leberschreitungen erfahren, deren Höhe man uns im lugenblick noch gar nicht angeben kann. Dieser Situation gegenüber sagt nun unser Antrag mit Recht: gut, sobald ein kreditgesetz an uns kommt, in dem Indemnität für diese leberschreitungen gesucht wird, wird die Höhe dieser Uebercreitungen genau festgestellt werden, und der Reichstag wird Am in der Lage sein, sich schlüssig zu machen, ob er diesen bitrag in voller Höhe bewilligen will. Würden wir dagegen hute schon die geforderten 29 Millionen voll bewilligen, so brde das eine Verschleierung der ganzen Lage bedeuten, wäh##d gerade hier volle Klarheit uns not tut.(Beifall im Zenum.) Also von dem, was notwendig ist, wird kein Groschen kweigert. Wie steht es mit der Kopfzahl von 2500 Mann? zum 1. April braucht nach unserem Antrage kein Mann Rrückgezogen zu werden, den die Regierung nicht freiwillig nückzieht. Wie steht es eigentlich mit der Beendigung des Krieges? Vor einem halben Jahre ist schon gesagt worden: der Krieg geht zu Ende. Als der Reichstag eröffnet wurde, sagte uns der ReichskanzE: der Aufstand ist niedergeschlagen. Jetzt wird uns mit Male vom Generalstab gesagt, der Krieg dauere noch fort. eis ist uns aber vom Generalstab zur Begründung dieser AufLlung mitgeteilt worden? So gut wie nichts!(Sehr richtig:!) Erade das heiße Ringen der Hottentotten um den Besitz von Aumtions= und Verpflegungswagen beweist, daß sie schon gar # mehr wissen, wie sie ihr Leben fristen sollen, daß sie einen Iien Verzweiflungskampf kämpfen und daß somit eine baldige ettscheidung zu erwarten ist. Unser Antrag fordert nichts weiter als Vorbeünasmaßregeln zur weiteren Zurückziehung der Truppen, " enthält nicht einmal irgendeine Zeitbestimmung, innerhalb die Zurückziehung vollzogen sein soll, sondern er überdie Durchführung völlig der Regierung. dit kann man da also von einer Beschränkung der Regierung sprechen? Der Antrag und ein eventueller Beschluß des Reichstages im Sinne des Antrages kann natürlich nur in dem Sinne gedacht sein, daß die Verhältnisse so bleiben, wie sie augenblicklich liegen. Aendern sich die Verhältnisse und verschärft sich die Situation unerwartet, so werden naturlich sofort neue Mittel bewilligt werden müssen. Von einem Zurückweichen kann selbstverständlich keine Rede sein. Ich erkenne an, wir haben nationale Verpflichtungen auszuhalten und den Schwarzen zu zeigen, daß wir die Stärkeren, daß wir die geistig überlegene Macht sind. Unsere gesamte Finanzlage legt es uns wirklich nahe, wenigstens einen Versuch zu machen, ob man nicht mit geringeren Kosten dasselbe Ziel erreichen kann. Wir haben im vorigen Jahre die großen Steuervorlagen bewilligen müssen. Heute ist die Finanzlage so, daß schon wieder der Ruf nach neuen Steuern erschallt.(Hört, hört!) Da muß sich der Reichstag seiner Verantwortung dem Volke gegenüber bewußt bleiben(Lebhaftes Bravo!), und es geht nicht an, daß er die Verantwortung einfach auf das Kommando in Südwestafrika abwälzt.(Lebhafter Beifall im Zentrum.) Er muß mit den verbündeten Regierungen und die verbündeten Regierungen müssen mit ihm nach Mitteln und Wegen suchen, um die Kosten der Kolonien herabzumindern, natürlich ohne irgendwie etwas von unseren nationalen Aufgaben und von unserer nationalen Ehre preiszugeben.(Lebhafter Beifall im Zentrum.) Wenn der Reichskanzler seine heutige ablehnende Erklärung wenigstens irgendwie motiviert hätte, so hätte ich mir das noch gefallen lassen, darüber hätte man reden können. Daß aber vom Regierungstisch ein Vorschlag, der darauf ausgeht, Mittel und Wege zu suchen, um dem deutschen Volke Lasten zu ersparen, ohne ein Wort der Motivierung einfach ab gelehnt wird, das ist mir doch noch nicht vorgekommen.(Sehr wahr! und lebhafte Zustimmung im Zentrum.) Wie ist denn die gegenwärtige Lage der Streitkräfte in Südwestafrika? 300 bewaffnete Hottentotten stehen nun da im Felde!(Hört, hört! im Zentrum.) Diesen 300 bewaffneten Hottentotten stehen 8000 deutsche Soldaten gegenüber.(Hört, hört! im Zentrum.) 8000 gegen 300! Und da soll man Befürchtungen hegen!(Sehr richtig! im Zentrum.) Auf Grund des ganzen. Materials sind wir zu der Ansicht gelangt, daß der Aufstand nieder geschlagen ist und daß die Truppen unsereren Wünschen entsprechend zurückgezogen werden können. Ich habe gar kein Mißtrauen gegen die Regierung, daß sie nicht auch das Ihrige dazu tut. Aber darum handelt es sich für uns gar nicht, sondern um das Tragen der Verautwortung. Man wird mit der Zeit danach trachten müssen, eine Polizeitruppe zu schaffen, die uns billiger kommt als das aktive Militär. Nun sind auch wieder wegen unseres Antrages Angriffe gegen das Zentrum gerichtet worden. Dagegen muß ich doch sagen, daß wir zu unserer Ansicht nach sorgfältiger Erwägung gekommen sind. Als gewissenhafte Partei haben wir einfach das zu tun, was jeder gewissenhafte Mensch tut, das, was wir für richtig erkannt haben, auch zu vertreten haben.(Sehr richtig! im Zentrum.) Dringen wir mit unserem Antrage nicht durch, nun gut, dann sind wir überstimmt, wie mancher Richter von seinem Kollegium überstimmt wird. Als Richter sagt man auch manchmal: es ist gut, wenn die auderen die Verantwortung tragen wollen, dann brauchst du sie nicht zu tragen. Aber im übrigen lasse man ein für allemal die Angriffe von Nebenregierung des Zentrums, Einmischung usw. Sie sind unrichtig, sie sind verwirrend, sie sind vergistend.(Lebhafter Beifall im Zentrum.). 8 Zur Stadtverordnetenwahl. „Alte Geschichten“ läßt der ans Unglaubliche streifende Bericht des Stadt=Anzeigers über die Zentrumsversammlung am Donnerstag Hrn. Dr. Cardauns vorbringen, läßt ihn zurückgreifen auf„Vorkommnisse, die zum Teil zwanzig, zum Teil dreißig bis vierzig Jahre, vor der Kulturkampfzeit(!) zurückliegen." Das ist blanke Erfindung. Die „ollen Kamellen“, die der Redner vorbrachte, bezogen sich weit überwiegend auf die liberale Wahlagitation vom November 1 906 und illustrierten die Angriffe liberaler Versammlungsredner durch entgegengesetzte Aussprüche eigener Parteigenossen.„Zurückgegriffen“ wurde auf einige Vorkommnisse der 90 er Jahre, und an einer einzigen Stelle erinnerte Redner an ein persönliches ParitätsErlebnis von 1880. Wir finden es ja ganz begreiflich, wenn der Stadt=Anzeigner solche Künste braucht. Unbequeme Tatsachen, die man nicht widerlegen kann, ignoriert man eben; speziell die Tatsache, daß in Sachen der Stellenbesetzungen Hr. Stadtv. Bock ungefähr den entgegengesetzten Standpunkt eingenommen hat, wie vor ihm Kollege Neven und nach ihm Kollege Kyll. Der Stadt=Anzeiger beschränkt sich hier auf die Bemerkung, es handele sich um„Spitzfindigkeiten, Widersprüche aus Redewendungen der liberalen Stadtverordneten herauszutifteln, die meistens einem ganz anderen Sinne entsprangen.“„Anderer Sinn“ ist sehr gut. Hr. Bock ist eben„anderen Sinnes“ gewesen, als die ebenfalls liberalen Kollegen. Welche„Spitzfindigkeiten" vorgebracht wurden, wird dabei mit keinem Wort verraten— aus guten Gründen. Wählerversammlungen der Zentrumspartei aus Anlaß der am Montag und Dienstag stattfindenden Stadtverordnetenwahl dritter Klasse finden morgen nachmittag 5 Uhr in Longerich und abends 8½ Uhr in Bickendorf statt. In beiden Versammlungen werden der Kandidat der Zentrumspartei, Herr Kaufmann Johannes Dech, und Stadtverordneter Rings sprechen. Tocales. n König Hakon von Norwegen mit Gemahlin trafen gestern von London kommend, mit dem Schnellzuge um 11.20 Uhr nachts auf dem Kölner Hauptbahnhof ein und fuhren mit dem Schnellzuge um 11.30 nachts nach Potsdam weiter. * Kölner Ausstellung 1907.(Künste und Kunstgewerbe.) Dem künstlerischen Beirat für die nächstjährige Ausstellung ist noch der Bildhauer Prof. Wrba(Berlin) beigetreten. 5 Herr Justizrat Rechtsanwalt Albert Müller ist gestern nachmittag infolge eines Schlaganfalles im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Verstorbene war längere Zeit erster Vorsitzender des Allgemeinen Hausbesitzervereins. e Die Sprache der Poesie. Auf den heute abend 8½ Uhr in der Aula der Handelshochschule stattfindenden Vortrag des Allgemeinen deutschen Sprachvereins weisen wir besonders hin. Der trefflicher Redner geschätzte Geh. Hofrat über: Die Sprache der Poesie als feiner Kenner und tren### Prof. Dr. Behaghel aus Gießen wird reden. Der Eintritt ist, wie stets, für Damen und Herren frei. 4 Im Danorama International, Breitestr. 96, gelangt Rom mit seinen Denkmälern und Sehenswürdigkeiten nur noch bis Dienstag nächste Woche zur Ausstellung. Als zweite Serie sind die Skulpturen aus dem Vatikanischen Museum in Rom ausgestellt. 0Oo Das fünfte Gürzenich-Konzert bringt zum ersten Male in Köln eine vollständige Aufführung des Bachschen Weihnachts=Oratoriums, aus dem früher nur einzelne der sechs Kantaten im Gürzenich zur Wiedergabe gelangten. Der Aufführung ist die Original=Partitur zugrunde gelegt. GeneralMusikdirektor Steinbach hat die Kantaten in zwei Teile zusammengezogen und durch Kürzungen und Umstellungen dem Ganzen mehr den Eindruck eines fertlaufenden Stückes zu verleihen gesucht, wodurch die großen Schönheiten des Werkes sich um so zwingender offenbaren dürften. Auf die Einstudierung ist die größte Sorgfalt verwendet. Die bewährtesten Solisten wirken mit. H Bestohlen. Als vorgestern Abend ein Mädchen aus Recklinghausen, welches mit dem Zug hier eingetrossen war, auf dem Rothenberg seinen Bräutigam besuchen wollte, wurde es plötzlich von zwei etwa 20jährigen Burschen umarmt. Gleich darauf ver mißte das Mädchen sein Portemonnaie mit 8., sowie einen Verlobungsring und eine goldene Brosche. Die frechen Diebe entkamen leider unerkannt. ia Einbruchsdiebstahl. In der Maybachstraße wurden aus einem Bureau mittels Einbruchs ein Wechsel über 300 M. und 80 M. bar gestohlen. . Gesperrt wird behufs Ausführung von Kanalbauarbeiten die Leyendeckerstraße zwischen Venloerstraße und Vogelsangerstraße vom 17. Dezember ab auf fünf Wochen. 0 Ein Oferd gestohlen. In der vergangenen Nacht wurde aus einem Stalle an der Neußerstraße in Nippes ein wertvolles Pferd gestohlen. Ungetreuer Beamter. Gestern wurde von der Kriminalpolizei ein verheirateter Postschaffner, der bereits mehrere Jahre im Postdienste steht, unter dem dringenden Verdachte, Briefe, wie Muster ohne Wert, unterschlagen zu haben, festgenommen. Kölner Getreldebörse vom 14.Dez.1906. Weizen, hiesiger M. 17,70-18,10, tremder 19.50-20.25: Rorgen, hiesiger 16.00-16.75 tremder 17.20-18.20: Mlafer. hiesiger 17,00-17.80. fremder 17.60-18.60 Gerste, Futtergerste, M. 13.30-13,60. Mais. grober 13,80-14,20, mittel 14.00-14,75. Cinquantino 15,25-15,75, alles die 100 Kilo. Weizenmehl. 000. M. 24,25. Roggenmehl, 0. mit Sack, 24.00: Kleie, mit Sack, 10.00-10,75. Grand. mit Sack, 10,00-10,75. Bollmehl, mit Sack, 13.00. Palmkuchen mit Sack 14.40. Leinmehl mit Sack 15.10-15,40, Baumwollsaatmehl mit Sack 15.90, alles die 100 Kilo. Obwohl die auswärtigen Forderungen heute höher sind, war an der hiesigen Fruchtbörse Lei schwachem Besuch das Geschäft ruhig; grössere Umsätze sind wenig erzielt worden. Futtermittel waren bei etwas nachgebenden Preisen obentalls ruhig. Moll still. K Köln, 15.Dez.1906. Fruchtmarkt. Weizen, inlándischer M. 17.7018.10, ausländischer, 19.50-20.25, Roggen, inlandischer 16.00-16.75, ausländ. 17,20-18,20, Futtergerste 13.30-13.50, Hafer, inländ. 17,00-17,80. ausländischer 17,60—18,60.— Heu 5,20-.00, Maschinenstroh(Roggen) .20, Richtstroh(Flegeldrusch).50. Krummstron.50 die 100 Kil. * Berlin, 15.Dez.1906.(Drahtber.) Die Reichstagswahlen finden am 25. Januar 1907 statt. dem sozialen Leben. □ von der städtischen Friedhofverwaltung, so schreibt man uns, ist jetzt kurz vor Weihnachten mehreren Arbeitern gekündigt worden, darunter auch zwei Familienvätern, die schon seit einer Reihe von Jahren in der Saison dort beschäftigt waren und städtische Bürger sind, während man ledige junge Leute von 15 bis 18 Jahren im Winter durchbeschäftigt, die nicht einmal im Stadtbezirk wohnen. Es liegt im Interesse der Arbeiter wie auch der städtischen Verwaltung, daß wenigstens auf die verheirateten städtischen Bürger mehr Rücksicht genommen wirk Wetterbericht der Kölnischen Volkszeltung. Köln, 15.Dez.1906 Der niedrigste Luftdruck liegt heute über Polen, von da nimmt er gegen Westen und gegen Norden hin zu. Maxima liegen über Nordrussland und am Westeingange des Kanals. Westlich der britischen Inseln nimmt er dagegen wieder ab und ist dort ein Minimum zu erwarten. Die Temperatur liegt in Deutschland wenig über, bzw. unter dem Gefrierpunkte. Das Wetter ist meist trübe, im Osten ist vielfach Schnee gefallen. Mutmassliche Witterung für den 18. Dazember: Wenig Aenderung der Temperatur; nach vorübergehendem Aufklären ist für die nächsten Tage veränderliches Wetter mit Niederschlägen wahrscheinlich. * Rheinhöhe am 15. Dez., morgens 11 Uhr: 2,13 m+ 0,02 m. 1 75 C0 Engl. Tüllgardinen.... Scheibengardinen....... von 24 bis1 65 Bandgardinen......... von 8 5% Farb. Uebergardinen u. 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Da darf der E ticht brummen, die Mutter keine Kopfschmerzen haben. 4 Kleinste, ein Madchen von ungefähr zwei Jahren, hat es mit nie von Aachener Printen, Spekulatius, Schokolade und anderen zwbrachtigen Ingredienzen zu Wege gebracht, daß es fast einem „inen Negerkinde nleicht## Töne die es soweit i Negerkinde gleicht. Die Töne, die es, soweit ihm die Pflege Magens Zeit dazu läßt, von sich gibt, haben mit denen einer Tatursängerin nur sehr entfernte Aehnlichkeit.„Tisstindsen tomm“ #., Text seines Liedes und sobald es mit diesem Verse fertig ist, #s von vorne an. der unißvier Jahre ältere Stammhalter und der Stolz seines Vaters, zeigt schon mehr Verständnis für die Freuden des Weihnachtsfestes. Eltern, Onkel. Taute und andere gute Menschen haben ihn so mit Uniform, Waffen und Musikinstrumenten bedacht, daß er getrost auf eigene Faust einen Krieg gegen Marokko führen könnte. Der Reihe nach wird alles in Benutzung genommen. Wenig Abwechslung weiß er in die, seine Kriegsspiele begleitenden Gesänge zu bringen. Am heutigen Abend ist es das schöne, inhaltreiche Liedchen:„Wenn Weihnachten ist, wenn Weihnachten ist, dann kommt zu uns der heilige Christ; kriegst du eine Muh. kriegst du eine Mäh, kriegst du eine schöne Tätärätätä““, das er seinen Eltern mit Aufbietung seiner nicht geringen Lungenkraft immer wieder zu genießen gibt. Eltern und Kinder sind glücklich und danken Gott von Herzen, der ihnen so viel Glück beschieden hat. In dem Hause ist aber noch eine andere Person, für die der heutige Tag den Gipfel des Glückes bedeutet. Während die Familie in trautem Beisammensein beim Lichterglanze des Weihnachtsbaumes sich ungetrübter Weihnachtsfreude hingibt, öffnet sich plötzlich die Zimmertüre und eine Tame tritt ein. Obgleich der Hausherr für diese Erscheinung keine Erklärung hat, eilt er doch, als höflicher Mann, der Tame entgegen. Ganz indigniert dreht er sich dann aber zu seiner Frau um, die plötzlich in ein schallendes Lachen ausbricht. Ein neuer forschender Blick auf die Dame belehrk ihn über der Grund der Freude seiner Frau. In dem neuen Kleide und Wintermantel, die seine Frau bei ihrer langjährigen Lieferantin, der Firma M. Kauf mann=Klaes, Damen=Konfettionsgeschäft in Köln a. Rh., Schildergasse 61, zu einem stäunenswert billigen Preise gekauft hat, hat er das Hausmädchen nicht wiedererkannt, das bereits seit einer Reih von Jahren in Liebe und Treue dem Haushalte vorsteht. Die Freude des Mädchens ist jetzt um so größer und sie kann den morgigen Tag kaum erwarten, an dem sie ihren Freundinnen ihre neuen Schätze zeigen und das schöne Geschäft in der Schildergasse empfehlen kann, aus dem diese prächtigen Sachen stammen. Seite 2. Kölner Local-Anzeiger Nr. 545&a Samstag, 15. Dezember 1906. Drittes b HETTLAGE Für jede Figur ist passende Kleidung vorrätig. Als praktische Weihnachts-Geschenke empfehle ich: (bequem) M. (behaglich und warm)„ (Fantasie und Piqué)„ bis M. Aufmerksame fachmännisch Bedienung. — Schildergasse 38/42. Grösstes Spezialgeschäft Deutschlands für fertige bessere Herren- und Knaben-Garderobe. Kölner Kirchen=Kalender. Ratholischer Gottesdienst. Die frühesten heiligen Messen werden morgens um 5 Uhr im Dom und in der St. Josefskapelle(Streitzeuggasse)— die spätesten um 11½ Uhr in den Pfarrkirchen Herz=Jesu=Kirche, St. Ursula, St. MariaHimmelfahrt(Marzellenstraße), St. Aposteln und in Minoriten(am Museum) gelesen. Sonntag den 16. Dezember. 2. Sonntag im Advent.(Evangelium: Vom Zeugnis des Johannes.— Adelheid.— Kinderkommunion in St. Martin und in St. Alban.— In St. Martin Anfang der neuntägigen.=Andacht, täglich abends 6 Uhr Rosenkranz und Konferenzvortrag.— In St. Alban nachm. 6 Uhr Versamml. d. Bruderschaft v. d. immerw. Hülfe mit Predigt und feierliche Aufnahme neuer Mitglieder. - In St. Aposteln.30 Uhr h. Messe mit gemeinschaftlicher h. Kommunion der Marianischen Jungfrauen=Kongregation, nachmittags.30 Uhr Vereinsandacht mit kurzer Predigt.— In St. Kunibert Schluß der Exerzitien für Frauen und Jungfrauen. Morgens 7 Uhr y. Messe mit gemeinschaftlicher h. Kommunion, nachmittags 5 Uhr feierlicher Schluß. — In der Minoritenkirche morgens 7 Uhr h. Messe für die Mitglieder der Gürtelbruderschaft vom h. Franziskus und Antonius von Padua. Nachmittags 4 Uhr Andacht mit Segen und Umgang.— In St. Maria=Himmelfahrt Anfang der neun Abende zur Vorbereitung auf das h. Weihnachtsfest. Täglich abends 5 Uhr Andacht mit Predigt.— In der St. Maria=Ablaß=Kapelle Anfang der neuntägigen=Andacht zur Vorbereitung auf das h. Weihnachtsfest. Die Andacht ist Sonntags nachmittags um 4 Uhr und an den Wochentagen um 5 Uhr. — Die Samstags=Segensmesse wird bis Mitte Februar um.30 Uhr gehalten.— In St. Maria im Kapitol nachmittags 5 Uhr Beginn der neuntägigen Rorate=Andacht und feierlicher Schluß der Exerzitien für Frauen und Jungfrauen, Montag den 17. Dezember. Lazarus.— In St. Martin jeden Montag, abends 9 Uhr, Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Dienstag den 18. Dezember. Wunibald.— In der Hera=JesuKirche jeden Dienstag, abends 9 Uhr, Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu.„ Mittwoch den 19. Dezember. Nemesius.— Quatember.— Der einmalige Genuß von Fleischspeisen bei der Hauptmahlzeit ist gestattet; nicht aber der gleichzeitige Genuß von Fisch= und Fleischspeisen.— In St. Maria=Himmelfayrt morgens.45 Uhr h. Messe für die Stifter und Wohltäter der St. Josefs=Bruderschaft.— In St. Johann= Baptist jeden Mittwoch, abends 9 Uhr, Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Donnerstag den 20. Dezember. Anastasius.— In der Lazaristen=Kapelle jeden Donnerstag, abends 9 Uhr, Sühneandachi zum göttlichen Herzen Jesu. Freitag den 21. Dezember. Thomas.— Quatember.— In St. Michael abends.45 Uhr Kreuzwegandacht mit Vortrag für Männer. — In St. Aposteln jeden Freitag, abends 9 Uhr, Sühneandacht zum göttlichen Herzen Jesu. Samstag den 22. Dezember. Daaoverr.— Quatember.— In St. Maria in der Kupfergasse Schluß der neun Samstage zur Vorbereitung auf das h. Weihnachtsfest und zur Ver hrung der Menschwerdung Jesu Christi. Mor ens 9 Uhr Hochamt, 10 Uhr Segensmesse, abends 6 Uhr Andacht mit Predigt. Evangelischer Gottesdienst. Antoniterkirche 8 Uhr(Rahlenbeck)..30 Uhr(Müller). Christuskirche 10 Uhr(Wendland). 5 Uhr(Becker). Lutherkirche.30 Uhr(Beckey). 5 Uhr(Jatho). Trinitatiskirche 10 Uhr(Hötzel). 6 Uhr(Göring). Evang. Krankenhaus.30 Uhr(Rahlenbeck). Taufen und Trauungen nachm. 3 Uhr: Antoniterkirche(Rebensburg). Christuskirche(Jatho). Lutherkirche(Beckey). Trinitatiskirche(Becker). Kindergottesdienste: Antoniterkirche 11.30 Uhr(Becker). Christuskirche 11.30 Uhr:(Jatho). Lutherkirche 11 Uhr(Göring). Trinitatiskirche 11.30 Uhr(Bekey) Vereinshaus 11 Uhr(Hötzel). Johannisstraße 36 11.30 Uhr(Rahlenbeck). Herwarthstraße 7 11.30 Uhr(Wendland). Garnisonkirche 10.30 Uhr(Kliche) 11.45 Uhr Kindergottesdienst(Neudörffer). Deutz, Johanni kirche 10 Uhr(Schmidt). 3 Uhr Krankenhaus Andacht. 6 Uhr(Röhrig). 11.15 Uhr Kindergottesdienst. 11.30 Uhr Kindergottesdienst im Speisesaal der Fabrik van der Zypen& Charlier, Mülheimerstraße. Kalt, Presbyterkirche 10 Uhr(van den Bruck). 5 Uhr Kranknhaus(Vietor). Vorbereitung und Abendmahl. 6 Uhr(Dilloo). 11.15 Uhr Kindergottesdienst(van den Bruck). Porz.30 Uhr(Mühlendyck). 11 Uhr Kindergottesdienst(derselbe). Nippes, Lutherkirche 10 Uhr(Kortenbach). 11.15 Uhr Kindergottesdienst(derselbe). 6 Uhr(Boswinkel) Riehl(altes Schulhaus) 10.15 Uhr(derselbe). Ehrenfeld 10 Uhr(Pellmann). 6 Uhr(Sarres). 11.15 Uhr Kindergottesdienst. Trauungen.30 Uhr. Taufen 3 Uhr. Bayenthal 10 Uhr(Rathschlag). .15 Uhr Kindergottesdienst(derselbe). Lindenthal 10 Uhr(Gelderblom). 6 Uhr Missionsstunde(Schmick). 11.15 Uhr Kindergottesdienst. Israelitischer Gottesdienst in beiden Szuagogen. An Wochentagen: Sonntag den 16. bis Freitag den 12. Dez., morgens .20, abends(Glockengasse).30, abends(Roonstraße), Sonntagäbend (Channkah#estgottesdienst) 4, Montag und Dienstag, abends.30, Mittwoch und Donnerstag, abends.30; Sabbath den 22. Dezember: Vorabend.30, morgens.30, Minchah(Glockengasse) 3, Jugendgottesdienst (Roonstraße) 3, abends.17. der Stadt Koln. 13. Dez. 1906. 8 Gevurten. Antonie, T. v. Klemens Siebels, Regierungsbaumeister, Schillingstr. 44.— Anna, T. v. Jakob Radermacher, Eisenbahnarb., Greesbergstr..: Mathias, S. v. Johann Hamacher, Kasernenwärter, Gereonsmühleng. 16.- Gertrud. T. v. Heinrich Kratz, Tagel., Ursulastr. 17.Christine, T. v. Heinrich Kaufmann, Werkmstr., Annostr. 84. Luise, T. v. Kurt Baron, Schlosserges., Karthäuserwall 22.— Ferdinand, S. v. Johann Derkum, Anstreichergeh., Herkulesstr. 95.- Wilhelm, S. v. Josef Neuimeister, Fabrikarb., Kalk. Gertrud, T. v. Huldreich Huttig, Stockmacher, Kyffhäuserstr. 4.— Anna, T. v. Oswald Vetter, Metzger, Friesenstr. 42.-. Laurenz, S. v. Karl Brenten, Maurer, Pantaleonstraße 19. Katharina, T. v. Thomas Klee. Architekt, Paulstr. 25.= Friedrich, S. v. Jakob Neunzig, Schreiner, Josefstr. 11. a Sterbefälle. Anna Grahl, 20., Belfortstr. 9.— Elisab. Böhm. geb. Obladen, 80., Gereonsw. 67.- Wwe. Kath. Contzen. geb. Rings 83., Jakobstr. 68.- Pet. Gütgemann, Schiffer, very., 72., Kunibertskloster 24.. Johann de Haas, 5., Kasparstr. 8.= Wwr. Georg Iltgen, Privatsekretär, 57., Weißbütteng. 8.- Wwe. Elisab. Schauen= berg, geb. Schweine m, 58., Lochnerstr. 8.- Franz Kemmerer, Anstr., verh., 56 J, Gereonsw. 2.- Agnes Werker. 10., Spulmannsg. 25—27. - Wwe. Sibylla Wichmann, geb. Bardenheuer, 40., Spinnmühlengasse 11. Edmund Fabritius, 1., Eburonenstr. 16.- Hans Moldenhauer, 9., Händelstr. 26. 5 Heira en. Wwr. Wilh. Küpper, Laternenanzünder, u. Gertr. Plück, v. Meschenich.- Karl Wochner, Oberkellner, u. Wwe. Johanna Grau, Thürmchensw. 71.- Paul vistelhorst, Kaufm., u. Irma Siegert, Karlsruhe. 5 Leiratsankündigungen. Joh. Schiefer, Eisenbahngeh., Friesenwall 124, u. Anna Hellinzhausen, Weidenbach 23.- Wilh. Vertram, Postbote, Ursulaplatz 79, v. Allegonda Zütphen, Königsplatz 3.- Arnold Nick, Maschenleinenfabrikarb., v. Düren, u. Anna Nirsten, Salierring 4. - Heinr Rapai#c, Konditorgeh., Kyffhäuserstr. 28a. u. Anna Adler, Hochstadenstr. 25.- Johannes oan Loo, Handlungsgeh., Ehrenstr. 1/3, u. Johanna Weiner, Sömmering tr. 53.- Paul Langner, Fabrikarb,, v Mülheim a. Rh, u. Maria Wulf, Agrippastr. 90a.- Karl Ciemer, Einkass., Dagobertstr. 14, u. Helene Naumann, Salzg. 4. (Vom 3. bis 8. Dezember 1906.) 8 Geburten. Katharina, T. v. Anton Kehlenbach. Fabrikarbeiter, Niehlerstr. 121.- Anna, T. v. Hermann Behling, Schreinergeselle, Merstraße 75.— Elisabeth, T. v. Josef Giesen, Bureauvorsteher, Nordstr. 24. Mathilde, T. v. August Kogel, Elektro#echniker, Neußerstr. 216. Josefine, T. v. Josef Gladbach, Schlosser, Sechzigstr. 18.- Elisabeth, T. v. Albert Wirth, Schreiber, Mauenheimerstr. 9.- Wilhelm, S. v. Wilhelm Freßberg, Bureaubeamter, Neußerstr. 283.- Johann, S. v. Paul P told, Wirt, Siebachstr. 30.= Willi, S. v. Wilh. Schneider, Milchgasse Jh.- Maria, T. v. Johann Puffenth, Anstreicher, Blücherstr. Christian, T. v. Georg Hermanns, Tagelöhner, Katzengasse 41. Got fried, S. v. Gottfried Falverbaum, Friseur, Stammheimerstr. 120. - Theresia, T. v. Ma thias Karaseck, Kartona#searbeiter, Florastr. 35. Marimilian, S. v. Peter Böld. Schlosser, Merheimerstr. 176.- Katharina, T v. Heinrich Ainartz, Kesselschmied, Sechzigstr. 21.- Anna, T. v. Walter Geinet, Maurerpolier, Florastr. 15.-Maria, T. v. Ludwig Messerschmidt, Maurergeselle, Thüringerstr. 13.- Alexander, S. v. Josef Kleemann, Schmiedegeselle, Eichstr. 8.-Karl, S. v. Karl Haller. Bäckergeselle, Neußerstr. 736.- Katharina, T. v. Philipp Ermeling, Schreinermstr., Christinastr. 5.= Heinrich, S. v. Heinrich Cramer, Schreiner, Escherstr. 71.-Karl, S. v Wilhelm Kuhlmann, Schlosser, Escherstr. 92.- Johanna, T. v. Johann Geier, Maler u. Anstreichergeh., Lohsestr. 68.„„„ # Sterbefälle. Wwe. Elisab. Pierlo, geb. Röder, 58., Holbeinstraße.- Katharina Christ, 1., Heckweg 15.- Wwe. Anna Eickhoff, geb. Freuen, 57., Sechzigstr. 71.=Heinr. Achenbach. Eisenb.=Zugf. a. D, 62., Lohsestr. 30.— Gertr. Kastenholz, geb. Kastenholz, 23., An der Seekante 24.- Jakob Weiner, Sandsormer, 62 J. Hartwichstr. 84. Anna Dormagen, geb. Lewis, 52., Kempenerstr. 34. Katharina Schmitz, 4., Longericherhauptstr. 29. Kathar. Schenk, geb. Schlagbaum, 34., Kuenstr. 14.— Eva Krings, geb. Steinborn, 53., Gartenstr. 3. # eiraten. Otto Henze, Bäckerges., v. Pretzsch, u. Minna Seifert, v. Borna.- Leonard Schneiders, Zuschläg., v. Aachen, u. Kath. Brenig, v. Niehl.= Ernst Kassel, Zahlmstr.=Aspir., v. Trier, u. Anna Malitzky, v. Eisenach. Leiratsankündigungen. Josef Deuesse, Fabrikarb., SimonMeisterstr. 19, u. Agnes Graeff, Tacitusstr 14.- Georg Mayer, Drechsler, Franziskastr. 12, u. Elisab. Gauweiler, Speyer. dem sozialen 00 Eine öffentliche Versammlung der Gastwirts-Angestellten tagte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im großen Saale des Kolosseums. Nach längerer Diskussion gelangte eine umfangreiche Resolution zur einstimmigen Annahme, in der es u. a. heißt:„Die von 500 Personen besuchte Versammlung der Gastwirtsangestellten legt entschieden Protest ein gegen die vom Reichsverband Deutscher Gastwirtsverbände an den Reichstag gerichtete Petition. Den darin aufgestellten Behauptungen gegenüber stellt die Versammlung ausdrücklich fest: Die Bundesratsverordnung vom 22. Januar 1902, die Ruhepausen der Gastwirtsgehulfen betreffend, hat sich durchaus und überall als durchführbar erwiesen. Die Arbeitnehmer sind mit der gegenwärtigen Verordnung nicht nur zufrieden, sondern fordern eine Ausdehnung derselben. Die jetzt geltenden Bestimmungen nehmen zum Schaden der Gehülfen mehr als genug Rücksicht auf die Eigenart des Gewerbes, da es in das Belieben des Gastwirtes gestellt ist, die Ruhepausen je nach Lage seines Geschaftsbetriebes einzurichten. Selbst in den kleinsten Betrieben läßt es sich leicht ermöglichen für einen Tag Ersatz für den Angestellten zu finden. Die Versammlung wendet sich insbesondere gegen die von den Gastwirren beantragten Aendern der Bundesratsverordnung, wonach an Stelle der 24stün Ruhezeit allwöchentlich eine solche von 18 Stunden treten Hierdurch würden alle Vorteile der Ruhepausen vollständig loren gehen. Die Forderung der Petenten, den Beginn der zeiten für Lehrlinge und jugendliche Arbeiter um 12 Uhr n statt um 10 Uhr abends beginnen zu lassen, ist im Interesse körperlichen Entwickelung der Jugend entschieden abzulehnen.“ * Versammlung der selbständigen Friseure. Im Kri palast tagte vorgestern abend eine von den vereinigten Kommiss der selbstandigen Friseure der Stadt Köln einberufene Haup sammlung der hier ansässigen Friseure zu einer Beschlußfas über die Preiserhöhung. Der Vorsitzende, Hr. Rösel sitzender der Barbier=, Friseur= und Perückenmacher=Innung), öffnete die Versammlung, hieß die anwesenden Köllegen hey willkommen und erteilte hierauf dem Referenten, Kollegen C Thies(Vorsitzender der freien Vereinigung selbständiger Barh Friseure und Perückenmacher Kölns), das Wort. Der Redne# leuchtete in seinem etwa einstündigen Vortrage die Notwend einer Preiserhöhung, welche nicht allein den Selbständigen, son auch der Gehülfenschaft zugute kommen wird. Er ern die Kollegen zu festem Zusammenschluß mit dem Motto: Alle einen, einer für alle. Lebhafter Beifall folgten den Ausführu des Redners. Zum Schlusse wurde folgende Resolution eimtin angenommen:„Die heutige Vollversammlung der Friseure erkennt in Anbetracht der erschwerten Existenzbedingungende wendigkeit an, die bisherigen Preise auf alle Arbeiten in Gen um 33½ Proz. zu erhöhen. Dieselben treten am 15. Dezei 1906 in Kraft. Die Kollegen verpflichten sich schriftlich, unter diesen Preisen zu arbeiten. In jedem Uebertretung tritt eine Konventionalstrafe von M. 5 ein, welche zu g Teilen der Krankenkasse der Barbier=, Friseur= und Perückenme Innung und der Kranken= und Sterbekasse der Barbier=, Frund Perückenmacher und verwandter Berufsgenossen in Köln Nr. 89) überwiesen werden sollen.“ Vereins=Nachrichten. Große Militär-Brieftauben-Ausstellung. Die Kölner Reisevereinigung, der über 60 hiesige und auswärtige eine angehören, veranstaltet am 15., 16. und 17. Dezemberu Räumen des Restaurants zum„Roten Löwen“, Severinstraße eine große Militär=Brieftauben=Ausstellung. Ueber 500 La darunter die besten Flieger bei Entfernungen von 500—700 meter, ausgezeichnet mit den ersten Konkurs und Ehrenby werden ausgestellt. Ueber 100 Ehrenpreise, durchweg schone gante Gegenstände, gelangen zur Verteilung und sind ebenfal der Ausstellung zu besichtigen. Die feierliche Eröffnung en Samstag den 15. mittags 2 Uhr durch Herrn Heinr. La 2. Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Brieftauben=Lieb Vereine, unter dem Protektorate des Kaisers und Konigs. Ausstellung verspricht in jeder Beziehung eine schöne und glan zu werden und ist nicht nur für Taubenliebhaber, sondern au jeden Laien sehenswert. Nur echt mit dieser Marke—dem Fischer — dem Garantiezeichen des Scottschen Verfahrens. 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Fitzenrenter Am Hof ss Um wegen bevorstehenden Umzugs nach Unter Käster zit den vorhandenen Warenbeständen möglichst zu räumen bedeutende Preisermäßigung. Jos. Kaiser. Ehrenstrasse 27, hezialität: H. Kaiser-Zwieback. gleichzeitig erlaube ich mir aufmerksam zu machen a. meine so sehr beliebt. leipziger Weihnachtsstollen, fl. Mürbehätze, feinsten Kaiser-Spekulatius per Pfd. 1., Prima Mandel-Spekulatius per Pfd..20., sowie alle ortsüblichen Dachwapon unter Zusicherung einer pünktlichen DacAWalcn und prompten Zustellung bis ins Haus. Fernsprecher 5741. Täglich zweimal frische Brötchen. Nahtlose anzerkassetten beste u. stärkste Kassette der Gegenwart liefert in allen Ausführungen Wilh. Joh, van Broek Geldschrankfabrik Köln a. Rh., Weidengasse 25. Telephon 2285. Weingrosshandlung P. HOUEN Inh.: Jos. Esser. Hauptkellerei und Kontor Marienplatz 4. Fernsprecher 6452. Seb. 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Eder, Köln, Brückenstrasse 2. Anfertigung aller Geschäftsbücher, sowie alle Drucksac en in Buchdruck u. Lithographié in kürzester Zeit. Grosses Lager fertiger Geschäftsbücher Papier,-Briefumschläge, Briefordner usw. Ch Die Warenhauskrankheit. Wer hat noch vor dreißig Jahren etwas von einer Warenhauskrankheit gewußt, oder auch nur geahnt? Nicht, als ov es nicht damals gar keine Frauen gegeben hätte, die über ihre Verhältnisse kauften. Vereinzelt kam das wohl immer vor. Die Hausfrau aber, die ehemals Dinge in Masse erstand, die sie nicht brauchte, nannte man damals einfach eine Verschwenderin, die nicht mit ihrem oder ihres Mannes Geld umzugehen verstand. Die eigentliche Warenhauskrankheit ist etwas viel Moderneres, wie der hypnotisierende Einfluß der Warenhausausstellung selbst, der Glanz, das Gefunkel und die Massenhaftigkeit dieses Feenpalastes, dieses Märchen in der Beleuchtung der tausend elektrischen Lampen, dem man nicht widerstehen kann, und wo man von der Ueberfülle der Farben, Stoffe, Metalle, so geblendet wird, daß man schließlich in eine Art Rauschzustand verfällt, und nun zusammenkauft, was man nur sieht. Die Dame, die ausgegangen ist, um irgend etwas ganz Nützliches und Notwendiges für den Hausstand zu erstehen, gibt nicht nur all ihr Geld für ganz unnützen Kram aus, an den sie nicht im Traume gedacht hat, als sie ihr Haus verließ, sondern läßt sich auch noch eine ganze Menge von Einkäufen nach Hause schicken. Natürlich mit einer ellenlangen Rechnung, die sofort bezahlt werden muß. Wer das tun soll— davon hat die Unglückliche keine blasse Ahnung. Ihr Gatte wird toben... sie selbst beginnt schon auf der Straße ihre Torheit einzusehen, begreift sich selber nicht. Warenhauskrankheit! Schon länger ist diese moderne Krankheit der Gegenstand des Interesses weiterer Kreise geworden. Auch in Deutschland hat man sich mit der Sache beschäftigt, obwohl hier nicht so reiches Material und so drastische Fülle zu Gebote stehen, wie in den französischen, speziell Pariser Riesenbasaren, in denen sich nicht nur viele Frauen durch unsinniges Einkaufen ruinieren, sondern auch viele dem Kitzel nicht widerstehen, sich Dinge unrechtmäßig anzueignen, die sie nicht kaufen können— die ihnen auch gar nichts nützen können. Solche Fälle, wie sie in Frankreich der„Warenhauskrankheit“ zugeschrieben werden, sind glücklicherweise bei uns noch Ausnahmen. Besonders die Warenhausdiebinnen gehören meistens den prosessionenellen Ladendiebinnen an. Und was diese Kaufwut, die ganz unsinnige Lust am Erstehen unnötiger, glitzender Herrlichkeiten anbetrifft, so besitzen unsere deutschen Frauen doch im allgemeinen zu viel Kaltblütigkeit, um in einen solchen Taumel zu geraten wie die Französin, deren ganzes Lebensinteresse sich viel mehr um Moden und Aeußerlichkeiten dreht als bei uns. Dafür lassen sich unsere Frauen durch das Warenhausmilien mit seinem Durcheinander und seinen auscheinend unglaublich billigen Preisen zu etwas anderem verlocken, was ihrer Natur näher liegt: zum sog.„billigen Fang“. Und das kommt schließlich doch ein bißchen auf dasselbe heraus. Der„billige Fang“ ist auch nur unter dem Einfluß der Massenhaftigkeit möglich. Nur dadurch ist es zu erklären, daß die Ueberlegung schwindet, die uns sagen müßte, daß es ganz verkehrt ist, sich Dinge zu kaufen, von denen man noch gar nicht weiß, wann man sie denn eigentlich brauchen will, nur weil sie billig scheinen; daß man sich einredet, mit einem oder gar zwei Meter weniger auskommen zu können, wenn man sich nur„danach einrichtet“ oder dies und jenes dazu nimmt— was man doch auch natürlich nicht geschenkt bekommt. Nur dem Schaufensterbilde— jener Zusammenstellung, die klüglich zwanzig, fünfzig Dinge einer Art zeigt— ist es zuzuschreiben, daß wir glaubten, dies oder jenes sei reizend, eigne sich als Geschenk und sei gerade das, was wir suchen. Nur der Massenwirkung kann man die hinreißende Wirkung der Ausverkäufe und„billigem Tage“ zuschreiben, bei denen man vor Bäumen den Wald nicht sieht, bei denen so oft die Katze im Sack gekauft wird, weil cs unmöglich ist, mit Ruhe zu prüfen, zu überlegen, ob die Sache denn auch unsern Ansichten entspricht. Der„billige Fang“, diese deutsche Warenhauskrankheit, hat mit der französischen Spielart das gemein, daß es schließlich ein recht teures Vergnügen wird, denn es bleibt selten bei einem „Gelegenheitskauf". Sie gehen immer halbdutzendweise zusammen, diese„billigen Fänge“— einer zieht den andern nach. Es ist das reinste Gesellschaftsspiel! Und ebenso wie bei der Französin, kommt die Ernüchterung oft schon auf der Straße! Da fällt es der Käuferin auf einmal wie Schuppen von den Augen; die Farbe steht ja niemand in der ganzen Familie, der Stoff ist viel zu dünn für den Winter... und... Einerlei, sie ist ihr Geld los. Sie hat sparen wollen und warf es tatsächlich aus dem Feuster. Sie besitzt vielleicht einen Vorrat von unmodernen Dingen, über die niemand im Hause sehr erfreut ist, für die nächste Saison und kann dieses Jahr sehen, wie sie fertig wird. Sie ist ein Opfer der Warenhauskrankheit. Und das Rezept dagegen? Es ist so einfach! Bleibe weg; wenn du weißt, daß du nicht widerstehen kannst! Laß dir mit einmaligem Lehrgeld genügen, wenn du erfahren hast, daß dir bei solchen„billigen Tagen",„Ausverkäufen“ und so weiter die ruhige Ueberlegung abhanden kommt, die dir ganz genau sagt, was du wolltest, weshalb du gekommen bist! Und ganz besonders gehe niemals mit ganz unbestimmten Vorstellungen und vollem Beutel dazu hin, nur um einmal zu sehen,„was da ist“. Denn diese„Schauenden“ sind das erste, das sicherste Opfer der Warenhauskrankheit. Gerichtsverhandlungen. * Schwurgericht. Die gestrige Verhandlung des Schwurgerichts fand bei verschlossenen Türen statt. Angeklagt waren 1. die Witwe von Johann Peter Menrath, Margarete geb. Schneider, 46 Jahre alt, wohnhaft zu Mülheim(Rhein), und 2. der Fabrikarbeiter Peter Menrath, 24 Jahr alt, ebenfalls aus Mülheim(Rhein). Peter Menrath ist ein Stiefsohn der Frau Menrath Die Anklage ist aus§ 173, Absatz 1, begründet. Peter Menrath war ferner beschuldigt, zu Bonn, am 31. März 1906, vor dem dortigen Amtsgericht den als Zeuge geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugnis verletzt, die Frau Menrath, ihn vorsätzlich zu dieser Eidesverletzung veranlaßt zu haben. Bei dieser Vernehmung, die durch einen Referendar geschah, ist Menrath jedoch nicht darauf aufmerksam gemacht worden, daß er, wenn er sich strafbar gemacht habe, die Aussage verweigern könne. Die Verhandlung endete nachts um 1¼ Uhr. Da die Geschworenen die gestellten Schuldfragen verneinten, wurden die Angeklagten freigesprochen. * PN Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 515&a Samstag, 19. Dezember 1906. Drittes Blat LAMBERTEFPRINTEN Benrg Lambert. Königlicher Hoflieferant ache. Gegründet 1839. Triumphstühle v..50 M. bis.50 M. Brillantstühle v. 10.25 M. bis 34 M. Sesse in denkbar grösster Auswahl. □ g □ R S Bekanntmachun 8 Wichtig für alle Hausfrauen! 8 Anerkannt beste Qualität! Brotfabrik Hansa, c. u. b.., Köln-Nippes. 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Roman von J. N. Potapenkv. Er nahm ihre Hand und begann dieselbe zu küssen. Vergebens versuchte Katja, dieselbe loszureißen. Jetzt schrieb er die Adresse und klebte die Marke auf. „Nun wollen wir aber fort aus dieser Bude" sagte Andreas. „Ich kanns selber auch nie lange darin aushalten. Hier gibts keine Spur von frischer Luft, sondern anstatt dessen etwas ganz anderes. Komm, wir wollen etwas in den Straßen herumgehen, frische Luft schöpfen. Und sage Marfuscha meinen Dank; eines Tages werde ich das Geliehene zurückzahlen. Ihr darfst du alles von mir erzählen, aber sonst niemand. Auch Michael nicht.“ „Aber, Andreas, Michael liebt dich aufrichtig!“ „Ich weiß es. Doch er ist ein Sareptoff. Außerdem hat er keine eigene Persönlichkeit. Er ist Wachs, und sie werden in einiger Zeit eine nette Figur aus ihm drechseln...“ Ich habe nun einmal keinen Glauben an das Sareptoffsche Blut... Wera war nicht aus Sareptoffschem Blute.“ „Nein, sie war eine Rintschanoff!“, sagte Katja.„Doch ist das etwa besser?“ „Jawohl ist es besser. Das Rintschanoffsche Blut ist edler. Sogar auch Eupraxia— sie ist wohl sehr eigenwillig, hat aber doch eine gewisse Größe. Auch ist sie edler Impulse fähig. Aber bei Sareptoff ist alles Berechnung, engherzige, kleinliche, feine, egoistische Berechnung. Ja, Katja, viel Gutes hat Wera dir und mir erwiesen. Doch auch jetzt noch, nachdem sie aufgehört hat, zu leben, hört sie doch nicht auf, Gutes zu wirken. Wenn dieses Bild mit den wunderbaren Augen, aus denen ich Trost und Kraft schöpfe, nicht dagewesen wäre, so wäre ich längst zugrunde gegangen.“ Er nahm seinen Hut, und sie gingen hinaus. Draußen war Sommerwetter. Die Sonne erwärmte sie mit ihrer Hitze. Sie gingen auf die Straße in der Richtung nach der Stadt zu. „Nun, Katja, jetzt erzähle mir auch von Dir," sprach Andreas. „Was tust du? Hast du das Gymnasium verlassen?" „Ja, ich habe die Prüfung nicht mitgemacht,“ antwortete Katja. „Ich habe es einfach deshalb nicht getan, weil ich doch nicht bestanden hätte; es war mir gar nicht darum zu tun. In meinem Kopfe war ein förmlicher Wirrwarr und alle Wissenschaften waren wie weggeblasen.“ „Aber was wirst du jetzt tun?“ „Ich weiß es noch nicht. Es denkt jetzt augenblicklich niemand daran. Es ist, als ob man mich ganz vergessen hätte. Michaelowitsch hat sogar vergessen, daß es jetzt Sommer ist und wir noch nicht aufs Land hinausgezogen sind. Erinnerst du dich noch, als Wera noch lebte— wie wir immer mit ihr auf dem Lande in der Datsche wohnten, wäyrend er in der Stadt blieb?“ „Jawohl, er tut eben alles nur für sich selbst. Und was ist mit Michael?“ „Michael hat sich als Student eingeschrieben. Doch er ist sehr unglücklich. Er spricht oft von dir. Ohne dich ist es ihm schwer, er vermißt dich sehr; er ist wie verloren.“ „Ja, er braucht einen Kinderwärter; ohne den kann er nicht sein. Und alles kommt darauf an, was für einen Kinderwärter er bekommt.“ Sie gingen in einer Vorstadtstraße. In der Luft war Rauchgeruch bemerkbar. Sie waren etwa eine halbe Stunde gegangen, als Andreas plötzlich stehen blieb. „Da,“ sagte er, Katja eine Reihe von Werkstätten und Schornsteinen zeigend, welche aus den hohen steinernen Mauern emporragten.„Da ist das Ziel meiner Anstrengungen. Und bald wirst du hören, daß ich dort angelangt bin... Hier werde ich entweder im Mörser zerstampft oder ich erreiche Großes. Das fühle ich und weiß es gewiß. Auf halbem Wege bleibe ich nicht stehen.“ Dann kehrten sie in die Stadt zurück. Andreas setzte Katja in eine Droschke, drückte ihr fest die Hand und sprach zum Abschied: „Danke Marfuscha herzlich von mir, und du, liebe Katja, suche mich, bitte, nicht wieder auf, bis ich dich selbst rufe!“ „Du wirst mich aber niemals rufen, Andreas“ sprach Katja. „Doch, weshalb nicht? Wenn der äußerste Notfall eintritt, dann rufe ich dich, rufe dich bestimmt. Doch ich meine, dieser Fall wird nicht eintreten.. 12. Katja fuhr nach Hause mit einem Weh im Herzen und doch zugleich mit glänzenden Augen. Einerseits hatte sie Andreas in einer schrecklichen Lage wiedergeselen halbverhungert, schwach, einer Ohnmacht nahe. Sie hatte sich uberzeugt, daß in dem Monat, seit sie getrennt waren, seine Angelegenheiten um keinen Schritt vorwärts gerückt waren. Toch anderseits hatte sie ihn doch überhaupt wiedergesehen und sich davon überzeugt, daß sie ihm noch nahe stand. Außerdem war es ihr auch von großer Wichtigteit, das in 4 schrecklichen Zeit, wo er vielleicht schon am Rande des Abgrund stand, niemand anders als sie ihn aufgesucht und unterstützt hatt Von diesen so verschiedenen Eindrücken kam ihr so äußerst wirrter Gemütszustand her. Sie kehrte gerade vor dem Mittagessen nach Hause zurück. Marfuscha gerade die Vorbereitungen zum Mittagessen traf, muß sie die Besprechung mit ihr verschieben. Während der Mahlz erklärte Michaelowitsch, daß es Zeit sei, aufs Land überzusiedel Es waren heiße Junitage. In der Stadt war es drückend! staubig. Sareptoff hatte ein eigenes Landhaus in Zarskojeund der Umzug dorthin bereitete keinerlei Schwierigkeiten. Er###### nur infolge der allgemeinen gedrückten Stimmung verschoben wordn## Erst abends zwischen Mittagessen und Tee erhaschte Katja ein geeigneten Augenblick, um sich in Marfuschas kleines Zimmer begeben und ihr aues zu erzählen. „Ist es möglich, ist es möglich? Mein Gott!“ rief Marfusch entsetzt, als Katja die Wohnung Andreas', seine Magerkeit, sein Schwindelanfall, seine Hungerqualen beschrieb. „Ja, Marfuscha, ich war ganz außer mir, als ich ihn so s0 Doch ihm macht es nichts; er sagt, das seien alles Kleinigtell und daß er doch erreichen wird, was er will.“ „Er ist ein Held!“ antwortete Marfuscha, strahlend vor Entzucke „Er ist ein wirklicher Held! Nur das ist Unsinn, daß wir warh sollen, bis er sich selbst an uns wendet. Da er stolz ist, wiro das niemals tun. Wir müssen zu ihm gehen und uns erkundig ob er etwas braucht. Und Sie, Katja, müssen wieder zu!) fahren und ihm etwas bringen. Bei mir findet sich schon n0 etwas." „Aber, Marfuscha, aus welchem Grunde solltest du deine##### nisse fortgeben?" „Für Andreas? O, für ihn bin ich bereit, alles herzucket was ich habe. Und außerdem habe ich gar keine Angst. Eimin wenn er das, was er wünscht, erreicht hat, wird er mir allts 5 erstatten. Er ist ehrenhaft.". „Aber wenn er nicht kann? Wenn es ihm nicht „Wer? Andreas? Da lasse ich mir eher die Hand ich zugebe, daß es ihm nicht gelingt. Andreas erreicht, terwill!“ So fest war Marfuschas Glaube an Andreck“.,stun, Am andern Tage fingen schon früh morgens die 5n für den Umzug an und abends fuhr die Familie na# hir— aufs Land. Gorti 10/2 es Blat:. ken ahl in leugen n in S: iger, etc. P rten. Kart rasse gut stend, en, fanstes Blatt. Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 343&ap Samstag, 1d. Dezember 1906. Seite 1. Meine Verkaufsstellen befinden sich Weyerstraße 19, Nähe Weidenbach um Marsplatz 8. Ich lade zum Besuche ergebenst ein. Reichhaltige Auswahl Billige Preise. Einziger Glaschristbaumschmuckfabrikant in Rheinland u. Westfalen. 2 Für Weihnachtsgeschenke söhe hlinderhüte, Mützen u. Schirme. Herren- u. Knaben-Filzhüte neueste Formen in jeder Preislage sowie Grosse Auswahl. Preise bekannt billig. Ecke Machabäerstrasse. erröcke setts ümpfe nenhemde derhemde Eichene P Standuhren la. 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Eine Anfrage bei dem Techniker Zilken, früher bei der Stadt beschäftigt, in dessen Aussage der Name Pauli in Verbindung mit jenem des Hrn. Zilkens genannt wurde, wurde von diesem dahin beantwortet, daß er aus eigener Kenntnis wisse, daß die Herren Pauli und Zilkens ie Pläne der Gürtelbahn eingesehen hätten; daß dies anderen Leuten nicht gestattet worden sei, habe er von einem Kollegen gehört. Der Direktor der städtischen Vorortbahnen, Hr. Kayser, wurde vom Oberbürgermeister aufgefordert, sich zu äußern, ob es richtig ist, daß es verboten war, dritten Personen von den Plänen der urtelbahn Kenntnis zu geben und ob und welchen Personen infolgedessen die Einsichtnahme der Pläne verweigert worden ist. irektor Kayser antwortete: Ohne mein Vorwissen oder ausdrückliche Genehmigung dürfen die Angestellten der Direktion allnein dritten Personen von Plänen der städtischen Vorortbahnen keine Kenntnis geben. Dies gilt mit Rücksicht auf Terrainspekulattonen in besonderem Maße von der Gürtelbahn. In einzelnen u ist solchen Personen, die nicht einen Bahnanschluß beab#igten, sondern nur von der Gürtelbahn im allgemeinen sich enutnis verschaffen wollten, die Einsichtnahme der Pläne vergert worden. Dieser Erklärung fügte Hr. Kayser später noch bei ach N Pläne der Gürtelbahn sind von mir stets nur denen gezeiat worden, bei welchen kein Zweifel darüber bestand, daß durch ekanntgabe der Pläne den Zwecken der Gürtelbahn selbst und dem Interesse der Stadt gedient wurde. In solchen Fällen, bei en diese Gewißheit nicht bestand, wurden die auf Bekanntgabe der Plane oder einzelner Teile derselben hinzielenden Wünsche von ksichtigt. Nach diesem Grundsatz habe ich insbesondere auch den Stadtverordneten Pauli und Zilkens gegenüber gehandelt und ihnen wie zahlreichen anderen Grundstücksbesitzern die Pläne u, weil sie Anschluß an die Bahn für ihre Grundnucke haben wollten. Ihre Stellung als Stadtverordnete stand dair nicht in Frage. in Angeführten, so schloß der Vorsitzende, könne man zeugung sein, daß Hrn. Pauli in seiner Stellung als rdneter nicht der geringste Vorwurf trifft. Der Vorsitzende den Beschluß, daß Hr. Pauli mit der Einsichtnahme in der Gürtelbahn sich eines Mißbrauches seines Amtes nicht schuldig gemacht hat. Hr. Brems gibt seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Sache aus der Welt geräumt wird. Er sei auch erstannt gewesen, daß gr. Pauli mit in die Sache hereinbezogen wurde. Es seien aber zwei Personen, die von den Vorwürfen betroffen wurden und auf die sich auch die Untersuchung erstrecken solle. Es sei nur nicht richtig, daß da ein einzelner Herr herausgenommen werde und über den Kopf der Untersuchungs=Kommission hinweg diese Sache behandelt werde. Es ist gesagt worden, daß Hr. Zilkens sein rduetenmandat für seine Privatinteressen mißbraucht habe. eer stehe auf dem Standpunkt, daß es bei unserer wohlgeordneten Stadtverwaltung nicht möglich sei, daß ein Stadtverordneter sein dat ausnutzen tönne, besonders nicht zu Spekulationszwecken, weil die städtischen Beamten so einwandsfreie Männer sind, daß sie sofort dagegen Einspruch erheben würden. Wenn Hr. Pauli ausgeschaltet werden solle, dann müsse in dieser Frage das Gleiche luch von Hrn. Ziltens gelten. Der heutige Beschluß müsse also auf Hrn. Zilkens ausgedehnt werden. r Vorsitzende mahnt zur Vorsicht im Falle Zilkens, damit hweiten Instanz nicht vorgegriffen werde. Wenn nun ausu werden solle, daß Hr. Zilkens in dieser einen Frage der ime in die Pläne der Gürtelbahn sein Amt nicht mißhabe, so sei er damit einverstanden. Er habe lange an ob er diesen Passus in den Beschlußentwurf aufnehmen lucksicht auf den Prozeß. Hr. Zilkens habe ja auch einen nich nicht geäußert. Nachdem aber die politischen Freunde Ziltens einen solchen Wunsch geäußert hätten, trage er den Beschlußentwurf so zu fassen, daß Hr. Zilkens sauli durch die Einsichtnahme in die Pläne der Gürteleines Mißbrauchs ihres Amtes nicht schuldig gemacht sich mit der Formulierung des Beschlußhabe aber das Bedenken, daß mit itz erklärt nverstanden. en Interessen des Hrn. Pauli nicht gedient get. Wenn Ertlarung abgebe, könne es den Anschein erwecken, in der Untersuchung durch die jüngst gewählte Komder nächste Weg wäre, in einer möglichst bald en Sitzung dieser Kommission die Angelegenheit Pauli sen und dann sofort Hrn. Pauli zu exkulpieren. Das nächsten Sitzung geschehen sein. Andernfalls könnte serschaft den Anschein erwecken, als ob jetzt etwas geworfen werden solle, während man doch gerade eil wolle. er Becker befürchtet, daß durch diese Aeußerungen chtfertigung des Hrit.#an eine verminHr. Moritz denke, gehe es auch nicht. Die Komr das Gesamtergebnis ihrer Untersuchungstätigkeit u Bericht erstatten. Ihre Tätigkeit aber zu beschleuKommission mit Rücksicht auf den Prozeß in der die istanz keine eranlassung. Schmitz. Während es sich bei Hrn. Zilkens um eine orwurfen handele, komme bei Hrn. Pauli nur einer Hr. Pauli habe ferner beantragt, unabhängig vom auf nsetzung einer Untersuchungskommission sofort berson in eine Untersuchung einzutreten. Eine ganz lle spiele aber die Tatsache, daß Hr. Pauli bis zur der Untersuchung sich der Ausübung seines Mandates Sache sei nach den Erklärungen des Technikers Zilken #tors Kayser vollständig geklärt. Es steht für ihn el, daß die Kommission zu keinem anderen Resultat tas hält die Gründe des Hrn. Moritz für voll berechtigt. vorgeschlagene Vorgehen um deswillen für nicht weil die Wirkung auf die Bürgerschaft eine Hrn. Pauli könnte, besonders nach den Verhandlungen, die der kommission vorhergegangen. Was damals alles gesagt , k o n n e d o c h n i c h t a u s d e r W e l t g e s c h a f f t w e r d e n; d i e haft werde jetzt darauf Bezug nehmen, und es sei klar, wie Urteil lauten werde. Koritz. In der geheimen Sitzung habe ich ganz allgemein Redenten geäußert. Ich betone ausdrücklich, daß ich vollüberzeugt bin von der Integrität des Hrn. Pauli; ich möchte das auch in einer Form zum Ausdruck gebracht wissen, die auch Hrn. Pauli vollkommen gerecht wird. Ich glaube nicht, daß Hrn. Pauli mit der Annahme dieses Antrages gedient ist. Hr. Dr. kent. Der Antrag Pauli ist gar nicht Gegenstand der Untersuchungskommission. Hr. Pauli hat den Antrag an den Hrn. Oberbürgermeister gestellt und dieser hat Erkundigungen eingezogen und uns heute deren Ergebnis mitgeteilt. Der Antrag Pauli ist vollständig ein Fall für sich. Hr. Schmitz. Die sämtlichen Redner der Gegenseite haben anerkannt, daß Hr. Pauli völlig vorwurfsfrei dasteht. Es sind lediglich formelle Bedenken, die sie vorbringen. Wenn darauf hingewiesen wird, daß das Vorgehen im Falle Pauli bei der Bürgerschaft Anstoß erregen wird, so möchte ich hervorheben, daß durch diese Entscheidung in keiner Weise das Urteil der Kommission oder deren Tätigkeit präjudiziert werden soll. Der Prozeß Zilkens schwebt noch, sollte die Untersuchung auch gegen Pauli und Zilkens verbunden bleiben, so würde Hr. Pauli einige Monate den Sitzungen fern bleiben. Auch Hr. Pauli bittet um einen Beschluß. Hr. Rings. Ich stelle den Antrag, die Angelegenheit Pauli der eingesetzten Untersuchungskommission zu überweisen, und diese in den allernächsten Tagen einzuberufen. In der nächsten Stadtverordnetensitzung kann die Angelegenheit bereits erledigt werden. Für den Antrag Rings stimmen 16 Stadtverordnete, der somit gefallen ist. Der Antrag des Oberbürgermeisters:„Die Stadtverordnetenversammlung ist der Ansicht, daß die Stadtverordnete Pauli und Zilkens sich durch die Einsicht der Pläne der Gürtelbahn eines Mißbrauches ihres Amtes als Stadtverordneter nicht schuldig gemacht haben“ wird einstimmig angenommen. Der Stimme enthielten sich die Herren Kurtscheid, Giesen und Rings. Bewilligung eines Zuschusses an die Haushaltungsschule Nippes. Hr. Beigeordneter Jesse. Die Schule sei vortrefflich geleitet, so daß der Staat einen Zuschuß von 1000 Mark geleistet habe. Die Schuldeputation empfehle städtischerseits einen Zuschuß in gleicher Höhe zu bewilligen. Die Versammlung war einverstanden. Uebernahme von Grabstätten. Die von der Kommission befürwortete Uebernahme von Grabstätten in dauernde Unterhaltung und Wiedererwerbung gegen Zahlen von 900 bezw. 1800 bezw. 2700 M. wurde genehmigt. Ueberlassung eines Gemäldes an den Verein bildender Künstler Münchens. Der genannte Verein hat sich an die Stadt um Ueberlassung eines Bildes„Konzert am Hofe“ von Prof. Ahde für eine Kollektiv=Ausstellung des genannten Künstlers gewandt. Die Versammlung erklärte sich damit unter den üblichen Bedingungen einverstanden. Festsetzung der Bedingungen für die Wahl eines besoldeten Beigeordneten. Hr. Oberbürgermeister Becker wies auf die in der vorigen Sitzung beschlossenen Bedingungen für die Wahl eines technischen Beigeordneten hin. Die Kommission empfehle für die neue Stelle den bisherigen Stadtbaurat Dr. Karl Wolf, Magistratsmitglied in Hannover, welcher am 1. Januar 1860 in Elberfeld geboren sei und nach Ablegung der höheren Staatsexamen in Königsberg i. Pr., in Frankfurt a.., dann als Landesbaurat in Hannover und seit 1902 als Stadtbaurat und Dezernent für die baulichen Angelegenheiten in Hannover wirke. Die Erkundigungen hatten die günstigsten Auskünfte ergeben. Hr. Wolf verfüge über große Erfahrungen und hervorragende Technik und bedeutende Arbeitskraft, verbunden mit sehr liebenswürdigem Charakter. Er verlange allerdings ein Gehalt von 15000., da er in Hannover zurzeit auch ein Einkommen in dieser Höhe habe. Nach 3 Jahren verlange Hr. Wolf 16000 M. In Hannover sei er auf Lebenszeit angestellt. Es werde vorgeschlagen, hier demselben eine Pensionsberechtigung von 29/0 des Gehaltes steigend alljährlich um ½0 bis zu der im Kommunalbeamtengesetz vorgeschriedenen Höhe von 42/0 zuzubilligen. Die Versammlung erklärte sich damit einverstanden. Wahl eines besoldeten Beigeordneten. Es wurden 37 Stimmzettel abgegeben. Stadtbaurat Dr. Karl Wolf erhielt 32, Stadtbaurat Schönfelder in Elberfeld 5 Stimmen. Festsetzung der Reihenfolge, in welcher die Beigeordneten den Oberbürgermeister zu vertreten haven. Der Vorsitzende gab zunächst Kenntnis von der Amtsdauer der anwesenden Beigeordneten nach dem abgelegten Assessorexamen. In der Vorbesprechung sei gewünscht worden, daß Hr. Dr. Wolf an die vierte Stelle der Beigeordneten eintrete. Die Reihenfolge derselben sei dann folgende: Farwick, Jesse, Zschirnt, Dr. Wolf, Dr. Laué, Brugger, Dr. Hesse, Dr. Matzerath, Dr. Fuchs, Schmitz, Dr. Krautwig, Dr. Greven, Adenauer. Die Herren Koll und Emil Schmitz sprachen sich gegen diese Reihenfolge aus. Der Vorsitzende: Diese Reihenfolge sei seit dem Eintritt des Hrn. Stübben stets so inne gehalten worden. Die Versammlung setzt mit 29 gegen 8 Stimmen die Vertretung des Oberbürgermeisters in der vorbezeichneten Reihenfolge fest. Vorlage über die Errichtung eines rheinisch=westfälischen Wirtschaftsarchives in Köln. Hr. Beigeordneter Taué wies auf die langjährigen Bestrebungen zur Errichtung des Wirtschaftsarchives hin, die erst 1904 bestimmte Formen angenommen hätten. In einer Versammlung im März d. J. habe Hr. Dr. Neven=DuMont sich für die Errichtung des Archives in Köln sehr verwendet. Das Wirtschaftsarchiv soll als Zentralstelle allen einschlägigen Stoff, alle Akten und Repertorien der rheinisch=westfälischen Handelskammern und größeren Gesellschaften, industriellen Werke, aus dem Kleingewerbe, dem Handwerk, dem Kleinhandel und der Landwirtschaft sammeln und für wissenschaftliche Zwecke dienstbar machen. Der Verein der Industriellen und die Landwirtschaftskammer würden ebenfalls ihr Material an das Archiv abgeben. Man habe den jetzigen Zeitpunkt für die Errichtung des Archivs gewählt, weil gerade jetzt ein allgemein kennbarer Wendepunkt auf wirtschaftlichem Gebiete eingetreten sei. Köln sei gewählt worden, weil es der gegebene Mittelpunkt sei und von hier aus die erste Anregung zur Bildung des Archives erfolgt sei, auch eine große Zahl von Instituten habe, welche in naher Beziehung zu der neuen Einrichtung ständen, wie die Handelshochschule, der Rheinische Geschichtsverein usw. Die hiesige Handelskammer habe den Betrag von 5000 M. als Besoldung für den Leiter des Archives in ihren Etat aufgenommen. Zwei bedeutende Werke, die im Auftrage der Handelskammer erschienene Geschichte der Kölner Handelskammer und die Geschichte der Rheinschiffahrt im 19. Jahrhundert, seien als Ausfluß dieses Archives zu betrachten. Von der Stadt Köln würden die erforderlichen Räume für das Archiv und 2000 M. als Beitrag für Schreibhülfe usw. verlangt. Träger des Institutes sei die Handelskammer, die auch von den übrigen Handelskammern Zuschüsse erwarte. Hr. Aeven-On Mont. Die neue Einrichtung werde eine Quelle wertvoller wissenschaftlicher Forschungen werden. Darauf wurde die Vorlage einstimmig genehmigt. Straßenbauvertrag betr. die Theresien= und Friedrich Schmidtstraße. Der mit den Eheleuten Assemacher abgeschlossene Vertrag wurde genehmigt. Die Straßenbaukosten betragen an der Theresienstraße 141., an der Friedrich Schmidtstraße 121 M. per Frontmeten verbesserung der Entwässerungsverhältnisse in Mülheimer= und Elberfelderstraße. Die Entwässerung ist in genannten Straßen sehr mangelhaft und namentlich auch im teresse der Straßenbahn notwendig. Letztere zahlt einen Vo##### von 700 M. Die Versammlung bewilligte 1400 M. Plan und Kostenanschlag zum Wiederaufbau abgepraug ter Gebäudeteile des Gertrudenhofes bei Niederberg. Der erford# liche Kredit von 3365 M. wurde bewilligt. Bauliche Aenderungen in dem Gebäude der Kunstgewer# und Handwerkerschule. Nach den Mitteilungen des Hrn. Beigenneten Jesse ist eine allgemeine durchgreifende Ausbesserung## Gebäudes, sowie Schaffung eines Direktor= und eines Lehrerzimmes usw. notwendig. Die Kosten betragen 5300., welche von Versammlung bewilligt wurden. Abkommen mit der Firma Heinrich Auer betr. die Durführung einer Wasserrohrleitung durch das Niederländer Herr Beigeordneter Schmitz. Die Firma Auer habe am Niedländer Ufer ein Sägewerk erbaut und geglaubt, das erforders## Wasser auf dem eigenen Grundstück sich beschaffen zu können gefundene Wasser sei aber durch die naheliegende chemische Fah verdorben. Die Firma habe deshalb mit Erlaubnis der Stra bauverwaltung ein Wasserrohr aus dem Rhein geleitet. Die## sammlung gab hierzu ihre Zustimmung auf jederzeitigen und gegen Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 200 M. Unentgeltliche Abtretung einer Grundfläche in wick heim=Schweinheim zur Anlage eines Weges zur Haltestelle Gladbacher Bahn in Schnellweide. Hr. Beigeordneter Ischirnt. Haltestelle Schnellweide sei jetzt nur auf größerem Umwege zu reichen. Deshalb beabsichtigen die beteiligten Gemeinden, eine direkten Weg dorthin anzulegen. Die Stadt Köln werde ersucht zu diesem Wege aus ihrem Gelände einen 2½ Meter breite Streifen unentgeltlich abzutreten. Die Versammlung war damit einverstanden. Antrag Nöcker-Giesen betr. das Verdingungswesen fü städtische Bauausführungen. Der Antrag lautet: Die Stad verordnetenversammlung ersucht den Herrn Oberbürgermeister, Verbindung mit den zuständigen Kommissionen und Deputa tionen eine Prüfung der Vorschriften über das Verdingungwesen für städtische Bauausführungen vorzunehmen un namentlich zu erwägen, ob und inwieweit es sich empfiehlt: 1. Die freihändige Vergebung und die beschränkte Verdingung der Leistungen und Lieferungen mehr als bisher einzuschränken. 2. Verdingung an einheimische Unternehmer möglichst zu sicher# 3. Eine Aenderung der städtischen Verdingungsbedingungen nac dem Muster der inzwischen vom Staate eingeführten Bedingungen vorzunehmen. Hr. Nöcker. Die Verfügung betr. das Verdingungswesen von 20. Juli 1903 wird namentlich bei Bauausführungen nicht soge handhabt, als man es aus dem Wortlaute der einzelnen Paragraphen lesen sollte. Von den Baubeamten bzw. den Vorstehern der Dienst zweige, die über die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen zu befinden haben, wird in den letzten Jahren die freihändige und du beschränkte Verdingung dermaßen beliebt, wie es nach meinen Dafürhalten nicht im Interesse der Stadt liegt. Beide Vergebungs arten haben den Nachteil, daß meist dieselben Unternehmer### Lieferanten in Frage kommen, und daß es hierdurch n anderen tüchtigen Unternehmern oder Lieferanten geradezu lich gemacht wird, sich auch einmal bei der Stadt betätigen; können; es kommt vor, daß Unternehmer und Lieferanten, trotzden# sie sich die erdenklichste Mühe geben, bei der Stadt auch malinn Geschäft zu kommen, trotz ihrer wiederholten Bitten bei beschränte Verdingungen mit aufgefordert zu werden, noch nicht einmaln einem Angebot zugelassen werden, geschweige einen Auftrag erhalten Die freihändige und die beschränkte Verdingung habe ferner de## Nachteil, daß mehr als erforderlich auswärtige Unternehmer herat gezogen werden, daß die Unternehmer und Lieferanten sich unte einander verständigen können, daß dadurch das Anziehen der Preiß gefördert wird usw. Bei öffentlicher Ausschreibung dagestritt eine nach jeder Richtung hin freie Konkurrenz ein und bleibe Begünstigungen aller Art vermieden. Am schlimmsten, namentlich auch auf den Stadtsäckel, wirh aber die freihändige Vergebung und zwar in Beträgen unte 3000 M. Wie Sie wissen, sind die Kostenanschläge in eine Reit von Titeln zerlegt so z. B. im Hochbau in 1. Erd=, Asphalt un Mauerarbeiten, 2. Steinmetzarbeiten, 3. Zimmerarbeiten usw., in so haben wir Stadtverordnete die Meinung, daß, sobald ein Tite — ich bitte auf das Wort Titel zu achten!— 3000 M. nich übersteigt, dann die sämtlichen Arbeiten dieses Titels von den Vor stehern der Dienstzweige ohne Anhörung der Kommissonen ode Deputationen vergeben werden können. Das ist aber nicht der Fal vielmehr hat sich die Praxis herausgebildet, daß die Vorstehe der Dienstzweige aule Einzel=Positionen der Titel, auf die besonderen Wert legen und die unter 3000 M. bleiben, ohne A hörung der Kommissionen und Deputationen selbst vergebei Ferner hat sich der Gebrauch herausgebildet, daß bei etwalge Ersparnissen an ausgeschriebenen Arbeiten, nicht etwa diese en sparnisse die Kosten des Anschlages verringern, nein, diese Exsparnt werden in Beträgen von unter 3000., über die die Vorstehe der Dienstzweige selbst verfügen können, für Arbeiten aller m „verbuttert“ und diese Art und Weise der Vergebung fuhrt dan schließlich, trotzdem die Kostenanschläge reichlich hoch bemessen sim noch zu Ueberschreitungen. In welcher Weise nun mit den Er sparnissen gewirtschaftet wird, dafür folgender Fall.— Bei Schule an der Rechtschule— ich greife diesen Fall heraus weil ich im Augenblick als Mitglied der Rechnungs kommission die Rechnungen geprüft und eine genaue Vergleichung des Kostena anschlages mit den bezahlten Rechnungen vorgenommen habe— halle wenn die Arbeiten, die nach dem Rohbau in Frage kamen, so u geführt worden wären, als der von der Stadtverordnetenhe sammlung genehmigte Kostenanschlag dies besagte, M. 5t gespart werden müssen. Die Arbeiten sind aber zumeist ganz ande und zu viel höheren Preisen, als im Kostenanschlage vorgeseh ausgeführt— ein Beweis, daß man sich, wenn der Kostenanst genehmigt ist, gar nicht mehr an denselben hält. Im schlage waren für ein äußeres Tor, eine äußere und zwei innt Türen samt Beschlägen 310+-370+-2X110—genau gesehen. Die vorliegenden Rechnungen ergeben: für das Tor.... 607.70 M. für die Tür 744.60„ für zwei Türen.. 668.00„ Sa. 2020,30 M. Da drängt sich denn doch die Frage auf, wo steht in dingungen, daß so verfahren werden darf. Wie wenig sich 42rn haupt die Herren der Baupartie an die Kostenanschläge hatten# gleichgültig ihnen die Verfügung des Herrn Oberbürger=“## wie eigenmächtig sie vorgehen und wie gleichgültig ih##„# verordneten ihrer Kommissionen sind, zeigt folgender, uud u. die höhere Töchterschule am Karthauser, m 9 der Stadtverordnetenversammlung bewilligt 9031—-itglieds meinen Notizen, die ich während meiner Tätigkeit als... dem vom De#### bi' jetzt vergeben istenanschlag kommissior urnisse erzie es der ae# gezierer un frage ich, 0 000 M. wenig die et wird. gerarbe i# Betrag #ision ge #ehörtn #mn Lust war; u kosten # 10 M. niten sind, n worden bei der S 2000., nört worder 17797 M Lamit es n n jetzt noch vm jetzt hier schschule tischlag dafü #parnis vor nium in Ni. mgedenen Ar m 375 545 sie sehen h gel bildet #d über 300 rfügung de hirferer For Ich komme sische Unt id Lieferung nstande zuz Stadt Köl irmen und rancher Dien sicht unter lebertragut mlassen, d i aber 1 nußten ger lrbeiten ni ngewiesen andene le lufträge Werden ##turgemät rischritt #riche 9 schritt; mt der PC Vohl die Fö Indus igen stei Ein stige In len der diesem icht zum Der dritt per stadt Muster der rroßte Arl em Gebiet #und da ma ichen und Perwaltung griesen nach zum Sc und die Ar son zu übe surch den mdigen andwer Lafür ei Krangez rbeit ei in bei d eter fll g ni Sezoge glich ten n1 nter: Hochbaukommission geführt und nach Verfügung gestellten Verzeichnis sind ** S Blatt. isse in ng ist in auch im einen Beit## abgebrand Der erforde unstgewerb Hru. Beigeon besserung## Lehrerzimme selche von r. die Durerländer Usd se am Niede erforderlig i können. emnische Fabn is der Stron## tet. Die Ve# tigen Wider200 M. che in Wich Haltestelle de Ischirnt.# Imwege zu en neinden, eine# werde ersucht Meter breite igswesen fü : D i e S t a d rgermeister, und Deputa rdingung unehmen und pfiehlt: 1. Tih erdingung den hränken. 2. Tie hst zu sichern ingungen nach n Bedingungen# ingswesen von en nicht soge in Paragraphe ern der Dienst Lieferungen# ändige und di# s nach meinen de Vergebungs ernehmer ode durch manche## radezu unmog dt betätigen; anten, trotzde# auch malin bei beschräntten icht einmal uftrag erhalten abe ferner der rnehmer herau# ten sich unten ehen der Preis ibung dageg ein und bleibe# Blatt. " Stten Wiesen 418833 Mark standen 459872 Mark Eenanschlagsbetrag gegenüber, so daß bei den von der HochEikammission vergebenen Arbeiten M. 41 039=10 Proz. Ererzielt wurden. Wer das Gebäude kennt, wird wissen, s der Vollendung entgegengeht. Veranschlage ich die noch Enführenden Arbeiten, Installationsarbeiten, Anstreicher, Glaser, #ezierer und sonstige kleinere Arbeiten auf rund 84387., ich, wer hat dann die Arbeiten im Betrage von rund #1000 M. vergeven? Wie diese vergeben worden sind und wenig die Verfügung des Herrn Oberbürgermeisters berücknt wird, zeigt folgendes: Im Kostenanschlag sind für Bilderarbeiten in einer Position 5300 M. vorgesehen, und da E, Betrag 3000 M. übersteigt, hätte unbedingt die HochbauEission gehört werden müssen. Was ist geschehen, wr sind 1. Fehört worden, sondern man hat 2. die Arbeiten vergeben Ian Lust hatte, gleichgültig, wie hoch die ausgeworfene Summe Uwar; man hat sich gesagt, wir haben ja all die Ersparnisse. liel kosten jetzt nach den von mir zusammengezogenen Rechn diese Bildhauerarbeiten, etwa 5300 M.— sage und schreibe 40 M. und 8200 M. mehr als veranschlagt. Außer diesen ziten sind, wiewohl auch deren Beträge weit über 3000 M. e e! in worden. sei der Schule in der Nußbaumstraße waren bewilligt ##000., die Hochbaukommission ist aber nur über 196 711 M. tirt worden; auch hier war bei diesem Betrage eine Ersparnis 17797 M.= 9 Proz. zamit es nun nicht bei weiteren Ausführungen so weiter geht njetzt noch der Hemmschuh angelegt werden kann, möchte ich im jetzt hier darauf aufmerksam machen, daß bei der Handelsnoschule bis heute vergeben wurden für 754 101.15 M. Der hschlag dafür betrug 843 695,00., so daß dort ebenfalls eine #parnis von 89 594 M.— 1019 Proz. eintrat. Bei dem Gymzium in Nippes steht den bis jetzt durch die Hochbaukommission ngebenen Arbeiten im Betrage von 330 669,54 M. ein Kostenanschlag m 375 545 M. gegenüber, Ersparnis 34 876 M.— 10 Proz. sie sehen hieraus, daß nicht die öffentliche Ausschreibung die ngel bildet, sondern die freihändige Vergebung in Beträgen unter #d über 3000 M. und Sie werden hieraus ersehen, daß die rügung des Herrn Oberbürgermeisters mancher Abänderung und #irferer Formulierungen bedarf. Ich komme nun zur Sicherung der Verdingungen an einheisische Unternehmer: Daß selbstredend ein Teil von Arbeiten d lieferungen nach auswärts vergeben werden muß, ist schon dem nstande zuzuschreiben, daß für die mannigfachen Betriebe, die Stadt Köln in sich schließt, es hier am Platze oft an geeigneten srmen und Industrien mangelt. Leider sind nun die Vorsteher nancher Dienstzweige, aus welchen Gründen, das will ich hier ucht untersuchen, nur zu leicht geneigt, die Stadtverordneten zur lbertragung an auswärtige Firmen mit dem Hinweis zu vermassen, daß es sich um Spezialunternehmer handle. Nun sollte ih aber meinen, die Vorsteher der verschiedenen Dienstzweige nitzten gerade Wert darauf legen, bei sich oft wiederholenden rbeiten nicht immer auf auswärtige Unternehmer und Lieferanten naewiesen zu sein, sondern sie sollten suchen, am Platze vorandene leistungsfähige Firmen durch Ueberweisung lohnender lufträge sich heranzubilden. Werden die lohnenden Aufträge aber Köln entzogen, so können ##turgemäß hiesige Firmen und Unternehmer nicht mit dem Ertschritt fortwährend gut und lohnend beschäftigter auswärtiger riebe gleichen Schritt halten. Wo keine Arbeit ist, ist kein schritt; wo aber Arbeit ist, werden Erfahrungen gesammelt, mmit der Erfahrung geht Leistung und Tüchtigkeit Hand in Hand rachte es daher für die Pflicht jedes Stadtverordneten, dem ohl der Bürgerschaft am Herzen liegt, mit allen Mitteln #n die Förderung des heimischen Handwerks und unserer heimiIndustrie einzutreten, selbst auch dann, wenn die Preise der ugen steuerzahlenden Lieferanten und Unternehmer etwas höher m. Ein Passus, wie die hiesigen Unternehmer gegen die auswrige Industrie gesichert werden könnten, läßt sich bei gutem Allen der Verwaltung— der Herr Oberbürgermeister steht immer midiesem Standpunkt— schon finden, und er würde der Stadt um zum Schaden, sondern zum Vorteil gereichen. der dritte Punkt unseres Antrages betrifft die Aenderung eerstädtischen Verdingungsbestimmungen nach dem Aster der inzwischen vom Staate eingeführten Bedingungen. Der soßte Arbeitgeber ist die Staatsverwaltung, die daher auch auf im Gebiete des Verdingungswesens die größten Erfahrungen hat, da man heutzutage allenthalben bemüht ist, alles zu vereinschen und gleichmäßig zu behandeln, möchte ich bitten, daß die bwaltung die staatlichen Bedingungen prüft und die ihrigen besen nach Möglichkeit anzupassen sucht. Zum Schlusse möchte ich bitten, meinem Antrage zuzustimmen no die Angelegenheit einer noch besonders zu wählenden Kommisi zu überweisen. br. Giesen beschränkt sich nach der ausführlichen Begründung surch den Vorredner auf einige Bemerkungen. Daß bei der frei#wdigen Vergebung nur ein kleiner Kreis von Unternehmern und #undwerkern herangezogen werde, liege nicht im Interesse der Stadt. kür ein Beweis: Eine Firma, die viel für städtische Arbeiten kangezogen wird, hat für eine in öffentlicher Submission erlangte #bbeit einen um 80—90 Prozent höheren Preis verlangt, als sie bei der Submission angeboten hatte. Sie offerierte des Quadratdter für 60 Pfg., später forderte sie aber 1,10., die sie allerbs nicht bekommen hat. Eine andere Firma, die weniger herKzogen zu werden pflegt, würde sich nicht getraut haben, nachglich einen höheren Preis zu fordern. Diese Art der Vergebung dtischer Arbeiten gibt auch Anlaß zu dem Gerücht, daß die Arten nur bestimmte Lieblinge erhalten und es für andere zwecklos sich zu bewerben. Daß in der Regel nur ortsansässige eternehmer und Hanowerker berücksichtigt werden, sollte Otverständlich sein. Es besteht aber in gewissen Kreisen die Nei#g. Arbeiten nach auswärts zu vergeben, in der Annahme, daß %s0 billiger hergestellt werden. Dieselben Gründe, die maßgebend eren, Köln in die Servisklasse A zu setzen, gelten auch für die mowerker und Unternehmer, wenn es sich um die Preisfestsetzung Die Vergebung der Arbeiten nach auswärts schwächt die seuerkraft der einheimischen Handwerker, die, was vielfach außer A gelassen wird, auch eine große ehrenamtliche Tätigkeit im ist der Stadt ausüben. Die Kölner Handwerker sind ruckständig, sie werden draußer sehr geschätzt, was noch jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zu am zutage trat. wunschen wäre es, wenn diejenigen Handwerker in erster nie berücksichtigt würden, die den Meistertitel erworben # Tann habe man die Garantie, daß gute Arbeit geleistet Lann werde es auch nicht mehr vorkommen, daß, wie bei Landelshochschule, sich ein Maurermeister um die Schreinerien bewarb. Er bitte die Verwaltung, im autlichen Verkehr ggen den Meistertitel zu geben, der ihn verdiene. In der ###trolle finde man wohl Schuhmacher, Schreiner, Bäcker usw seeichtet, aber nicht Schuhmacher=, Schreiner=, Bäckermeister usw. Wahl offen geäußert worden. Einer habe die Wahleinladung entsprechend umgeändert, ein anderer habe erklärt, daß er nicht mehr wähle, wenn ihm nicht der ihm zukommende Titel gegeben werde. (Heiterkeit.) Der Titel Meister ist oft schwerer zu erringen als der Titel„a..“ Die Stadt hat viel getan durch Errichtung der Meisterkurse u. a. um den Handwerkern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Möge sie dafür sorgen, daß die Leute auch einen materiellen Erfolg haben. Der Oberbürgermeister erklärt, daß er die Forderung, daß der Meistertitel im amtlichen Verkehr angewandt werde, für durchaus berechtigt halte. Er werde veranlassen, daß es in Zukunft geschehe, so weit es sich ermöglichen lasse. Hr. Berghausen. Bei der Art der Verdingung haben sich, wie wir soeben gehört haben, Mißstände herausgebildet, die recht bedenklicher Art sind. Wenn sie beseitigt werden können, so ist das eine Wohltat für die Stadt, für das Handwerk und den Stadtsäckel. Um die Mißbräuche zu beseitigen, ist es nötig, daß der Geist in die einzelnen Verwaltungszweige eindringt, der den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die Bestimmung, wonach die Bauverwaltung eine Arbeit für 3000 M. freihändig vergeben darf, ist nicht der Hauptgrund dieser Uebelstände. Das kann auch geschehen, wennnur Arbeit für 1000 M. freihändig vergeben wird. Die Kommission hat seinerzeit diese Summe lediglich im Interesse der Handwerker selbst getroffen. Daß einzelnen„Lieblingen" alles zugewandt wird, diesem Uebelstande ist der Herr Oberbürgermeister bereits durch eine Verfügung entgegengetreten. Ueber die Frage, ob die öffentliche oder die engere Verdingung besser ist, darüber kann man streiten. Bei der engeren Verdingung kann das Handwerk mehr berücksichtigt werden. Was nun den Wunsch anbetrifft, daß die heimische Arbeit mehr berücksichtigt werden soll, so darf ich Sie versichern, daß dieses bereits in ausreichendem Maße geschieht. In allen Deputationen wird die heimische Arbeit nach Möglichkeit in den Vordergrund gestellt. Was den weiteren Wunsch betrifft, die Handwerker, die den Meistertitel sich erworben haben, sollen in erster Linie berücksichtigt werden, so erwidere ich hierauf, es ist danach zu streben, daß nicht dem billigsten, sondern dem tüchtigsten Bewerber die Arbeit übertragen werden muß. Das muß die einzige Richtschnur sein. Vielleicht hat die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, daß eine Verbesserung der Verdingungsvorschrift möglich ist; ich begrüße deshalb den Antrag, eine besondere Kommission zur Prüfung ddieser Frage einzusetzen. Hr. Kurtscheid. Ich möchte auf einen Punkt hinweisen, den ich in den bisherigen Bestimmungen vermisse. Ich finde nicht erwähnt, daß bei der Vergebung von Arbeiten auch Rucksicht darauf genommen wird, welche Lohn= und Arbeitsverhältnisse die betreffenden Unternehmer ihren Arbeitern gewähren. In den Bestimmungen einer Reihe von Städten ist dieser Passus bereits enthalten, ja manchmal ist sogar ein Mindestlohn dem Unternehmer vorgeschrieben und im übrigen der tarlfmäßige Lohn. Nicht nur die Arbeiter sondern auch die Unternehmer haben ein Interesse daran, daß die Arbeiten nur an Unternehmer vergeben werden, die auch die tariflichen Bedingungen anerkennen. Dadurch wird der Tarifgedanke, der ja ein Friedensgedanke ist, gestärkt. Ich möchte bitten, daß diesbezüglich ein entsprechender Passus ausgenommen wird. Ferner kommt es nicht allein darauf an, daß ein in Köln ansässiger Unternehmer den Zuschlag erhält, sondern es muß darauf gesehen werden, daß auch wirklich die Arbeit in Köln angefertigt wird. Ich habe gehört, daß die Arbeiten an Leute vergeben wurden, die nicht in Köln arbeiten lassen, sondern in Gegenden, wo keine Organisation ist, wo schlechte Lohnund Arbeitsverhältnisse sind, und in Köln laufen die Leute arbeitslos herum. Städtische Arbeiten sollen nicht nur an Kölner Unternehmer vergeben, sondern auch von Kölner Arbeitern ausgeführt swerden. Hr. Beigeordneter Hesse stellt fest, daß in der Hochbaukommission die freihändige Vergebung von Arbeiten in der Regel nicht vorgenommen werde. Hr. Trimborn. Die Verdingungsbestimmungen von 1903 bedeuteten für die damaligen Verhältnisse einen wesentlichen Fortschritt. Bei der Neuregelung des preußischen Verdingungswesens habe er in der Kommission für Handel und Gewerbe wiederholt die Kölner Bedingungen angezogen und mit ihr viel Ehre eingelegt. Inzwischen habe sich die Frage des Tarifwesens weiterentwickelt und nun müßten die Verdingungsbestimmungen entsprechend ergänzt werden. Auch die Frage der Heranziehung von Genossenschaften bei Vergebung der Arbeiten müsse in Erwägung gezogen werden. In Paris würden die Genossenschaften in großem Umfange bevorzugt. Er beantrage deshalb Ueberweisung des Antrages an eine besondere Kommission. Hr. Decker. Er habe auch seinerzeit zu der Kommission gehört, welche die neuen Verdingungsbestimmungen festgestellt habe. Es sei damals sehr fleißig gearbeitet worden. Man habe aber damals auch gewiß nicht daran gedacht, daß Titel im Betrage von 3000 M. noch geteilt oder höhere Beträge in kleinere Lose verleilt werden sollten. Mit dem Antrage Nöcker sei er durchaus einverstanden. In der Hochbaukommission müsse darauf geachtet werden, daß tüchtige Meister die Arbeiten erhielten und nicht sogenannte Schwitzmeister, die oft nicht einmal in der Lage seien, ihre Leute zu bezahlen. Hr. Nöcker weist nochmals darauf hin, daß er im Anfang seiner Ausführungen gesagt habe, daß die Verfügung des Herrn Oberbürgermeisters vom 20. Juni 1903 nicht so gehandhabt worden sei, wie der Geist derselben es gewünscht habe. Auf Vorschlag des Hrn. Trimborn beschloß die Versammlung die Kommission mit denselben Mitgliedern zusammenzusetzen wie im Jahre 1903 mit dem Rechte der Zuwahl. Damit wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. In der geheimen Sitzung wurden die bisherigen Sachverständigen zur Abschätzung von Flurschäden für das Jahr 1907 wiedergewählt. In den Vorstand des Rheinisch=westfälischen Wirtschaftsarchivs wurden die werren Decker und Stollwera gewählt. Mit der Bewilligung von Unterstützungen erklärte die Versammlung sich einverstanden. Der Ankauf von Grundstücken in Bensberg=Honschaft und der Grundstücksaustausch in Rath wurden genehmigt, desgleichen der Ankauf von Grundstücken in Größe von 47 Morgen. Vereins=Nachrichten. * Das Wohltätigkeits-Konzert des Quartett-Vereins Köln-Nippes, dessen Reinertrag zur Bescherung armer Schulkinder verschiedener Konfessionen verwendet wird, findet statt am Sonntag den 6. Januar 1907(Dreikönigen) im Saale des Herrn Thiel. Mitwirkende sind Fräulein Alma Herzberg vom Konservatorium Köln(Harfe), Frau Öster=Schall, Opernsängerin in Köln (Sopran), Herr Franz Petter, Opernsänger in Köln(Tenor), und die Kapelle des 65. Infanterie=Regiments. Karten sind bei den Mitgliedern und in den bekannten Verkaufsstellen zu haben. Der erste Damen-Schwimm-Verein Köln feierte am Sonntag in der Wolkenburg sein drittes Stiftungsfest durch ein reichhaltiges Programm, in dem nur Damen mitwirkten. Daß den Damen neben dem Bestreben, durch den Schwimmsport Körper und Geist zu stählen, auch eine gehörige Dosis Humor, Frohsinn und Lebenslust innewohnt, bewies das Programm mit seinen mannigfaltigen Darbietungen, von denen besonders die beiden Küchendragoner und die Wunderkinder Stürme von Heiterkeit entObenmarspforten, Köln. Ecke Unter Goldschied am Jülichsplatz, früher Heumarkt 61. 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Müller nach langjährigem Leiden den häufigen Empfang Alter von beinahe 76 Jahren Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Friedr. Düren, Köln-Lindenthal, Neuss, Viersen, .-Gladbach, Anchen, Duisburg und Echtz, den 14. Dezeinber 1906. Die Beerdigung findet statt am Montag 10 Uhr, vom Sterbehause Weierdem alten Friedhofe; die feiervorher ½9 Uhr in der St. MarienJohann Gerold ue eh e s sch ##s Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 10 Uhr unseren unvergeßlichen teuren Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel, den woblachtbaren S# pens. Eisenbahnbeamten nach schwerem Leiden, wohlvorbereitet durch den Empfang der h. Sterbesakramente im Alter von 84 Jahren zu sich in die Ewig2 k e i t z u n e h m e n. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Köln, den 1a. Dezember 1900. Die Beerdigung findet statt Montag den 17. Dezember, nachmittags 1½ Uhr, vom Sterbehause Rheingasse 10 aus. Die feierlichen Exequien werden gehalten Dienstag den 18. De zember, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Maria im Kapitol. Sollte jemand aus Versehen eine Einladung nicht erhalten haben, so bitten wir dieses als solche zu betrachten. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute abend gegen 10 Uhr unser innigstgeliebtes einziges Töchterchen nach nur zweitägigem Krankenlager im zarten Alter von vier Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten die schwergeprüften Eltern Wiltzelm Klimte u. Frau. Köln=Nippes, den 13. Dezember 1906. Siebachstraße 39. 1 P KC E II K I 7 Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 643&a Samstag, 15. Dezember 1900. Fünktes BIl Zentrumspartei. Ergebeuste Einladung zur Für Weihnachts-Geschenke empfiehlt dritter Klase! Nontag den 17. und Dienstag den—.—.. zember 1906, jedesmal von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr zu bedeutend reduzierten Preisen: Für Herren: Für Knaben: Paletots Anzüge Loden-Joppen Am Montag den 17. und Dienstag den 18. Pe:] Phantasie-Westen zember 1906, jedesmal von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachzittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags 11 H0s611 in untenstehend angegebenen Wahllokalen. 1 Schlafröcke Die Wahl geschieht durch öffentliche Neunung des Namens Caves des nachstehenden Kandidaten: Johannes Dea, Kaufmann. Wir bitten Sie dringend, nicht nur diesem Herrn Ihre Stimme zu geben, sondern auch möglichst frühzeitig, tunlichst am Montagvormittag zur Wahl zu erscheinen. Die Wähler haben gemäß den Anfangsbuchstaben ihres Familiennamens ihre Stimme in folgenden 15 Wahllokalen abzugeben: 1. A und Ba-Bl 2. Bo bis Bz und.) Schule Pipinstraße 12, Unterhaus, 3. D und E 4. F und Ga bis Go„„ 12, 1. Stock, 5. Gr bis Gz und Ha bis Hes Schule Elogiusplatz 5, Turnhalle, 6. Het bis Hz, J und Ka bis Kal Schule Elogiusplatz 5, Unterhaus, 7. Kam bis Kra„„ 5, 1. Stock, 8. Kre bis Kz und L] Schule im Kronengäßchen, am Elogiusplatz, 9. M 1 Unterhaus, 11. 0 ur K Schule Rechtschule—10, Unterhaus, 12. Sa bis Scho„„—10, 1. Stock, 13. Schr bis Sz Gürzenich, Quatermarktsaal, 14. T, U, V. Y und Z Rathaus, Hansasaal, Eingang Hauptportal, 15. W„„„ Judengasse. Paletots Pyjaks Schulanzüge Blusenanzüge Gapes Hosen Jünglings-Anzüge Spezialität: Schwarze Joppen-Anzüge Jackett-Anzüge Gehrock-Anzüge Frack-Anzüge Smoking-Anzüge. Verband der kaufmännischen Gehblfl zu Köln, Georgstrasse 7, früheres Reichsbankgebäu (vormals Augustinerplatz). Fernsprecher Nr. 3816. Zweck des Verbandes: Erhaltung des religiösen moralischer Schutz, geistige und berufliche Forth wirtschaftliche Hebung, Pflege edler Geselligkeit. Mitgliedsbeitrag 4 M. pro Kalenderjahr. Die Stellenvermittelung Ist In der Lage, passende Steilungen in allen Gesehäftszweigen zuweisen, persönliche Meldung empfehlenswert. Geschäftssti#11.22 Uhr.—5 Uhr. Stellenvermittelung für Prinzipale und bandsmitglieder kostenfrei, für Nichtmitglieder gegen geringe Vergi Die Krankenkasse des Verbandes kath. kaufm. hülfinnen gewährt den Mitgliedern weitgehende Vorteile und### dieselben von dem Zwange, der Ortskrankenkasse beizutreten. Eis# kann jederzeit erfolzem. Große Auswahl in Oefen und Herd Ofenschirme, Kohlenkasten, Ernst Nachtsheim, ( —. 22: Mein Geschäft steht auf den Grundsätzen der Reellität und aller Errungenschaften d. Konfektionsmarktes. Leistungsfähigkeit daher verbürgt. Preise streng fest. Konausrei Empfehle Lafé 2 Vauille=Sahnen=Spekulatius a pfd. M. Mandel=Spekulatius 1 K. Gewürz=Spekulatius 80 u. 60 3 S Schokoladeprinten IM., Kaiserprinten 84 pig Feinste Aachener Kräuterprinten 60 3 S Bruchspekulatius, Bruchprinten a Pfd. 45 3 „ Moppen, Pfeffernüsse, Pflastersteine ff. Honigkuchen 10, 20, 40§ per Stück S Ewald Schöpwinke S Luxemburgerstraße 38. Telephon 2460 Hermann Seli =1 Köln, nur Friedrich Wilhelmstrasse 2. — — Wahlberechtigt ist nur derjenige, welcher in der Wählerliste(Bürgerrolle) steht. In dieselbe ist eingetragen, wer: 1. das 24. Lebensjahr vollendet hat; 2. ein ganzes Jahr in Köln wohnt; 3. am 1. Juli d. J. schon ein ganzes Jahr lang eine Staats=Einkommensteuer bezahlt hatte; 4. oder ein eigenes Haus besitzt, auch wenn er keine Steuer bezahlt. Zum eventuell geforderten Ausweis der Persönlichkeit ist es erforderlich, ein amtliches Legitimationspapier mitzubringen, als welches in erster Linie der Steuerzettel sich empfiehlt, ein Paß, Steuerquittung u. dergl. aber auch genügt. Versammlungskalender der chriflichen Gewerkschaften Holzarbeiter. Zahlstelle Köln Meine diesjährige Ausstellung in Christbaumschmuck Krippen Baumständern befindet sich dieses Jahr Glockengasse 1 Ecke Herzogstrasse. E. Löer. riesenbräu, Friesenstr. chneider, Venloerstr. 314. Mathildenstraße. Wipperfürth, Friesenstr. 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Hülfs= u. Transportarbeiter.„„ Köln=Stadt. Sonntag 16. 12., 11 Uhr, in der Krone, Gr. Griechenmarkt. Maler Köln. Samstag 15. 12.,9 Uhr, im Dreieck, Ecke Streitzeug= u. Krebsg. Schneider Köln. Dienstag 18. 12., 9 Uhr, Apostelnbräu, Apostelnstr. Keramarbeiter Ehrenfeld. Sonntag 16. 12., 11., b. Wittkamp, Venloerstr. Bäcker Köln. Sonntag 16. 12., 11 Uhr, im Dreieck, E. Streitzeugg. u. Krebsg. Krankenpfleger. Donnerst. 20. 12., ab. 9 Uhr, b. Mausbach, Schaafenstr.-6. Kurse für ältere Handwerker Im Gebäude der Kunstgewerbe= und Handwerkerschule am Mauritiussteinweg 59 beginnen demnächst zwei Kurse für ältere Handwerker und zwar: I. Für Maler: a. Für Holz= und Marmormalen (Lehrer: Maler Leop. Funhoff sen.) b. Für Fassadenanstrich und Schriftmalerei (Lehrer: Architekt Gentzsch). II. Für Tapezierer und Dekorateure: a. Kalkulation, Schnittmuster und Polsterungen (Lehrer: Dekorateur Karl Adler jr.) b. Stizzierübungen (Lehrer: Architekt Bachmann). Kursus I beginnt am 8. Januar 1907, vorm. 8½ Uhr, und dauert 8 Wochen(Dienstags und Freitags von 8½—12½ Uhr vorm.). Kursus II beginnt am 14. Januar 1907, vorm. 8½ Uhr, und dauert 8 Wochen(Montags und Donnerstags von 8½—12½ Uhr vorm.). Das Schulgeld beträgt für jeden Kursus 16 M Meister und ältere Gesellen werden bevorzugt. Anmeldungen sind unter Beifügung des Lebenslaufes und Nachweises der praktischen Tätigkeit umgehend an den Unterzeichneten einzusenden. „ Der Direktor Halmhuber, Oberbaurat. Nippeser Anzeigen Atelier für moderne Photographie von Willy Weinbach Neusserstr. 215. Neusserstr. 215. Der sorgfältigen Behandlung wegen bitte die Weihnachts-Aufträge frühzeitig. Echte Seifert-Kanarien und Zieres Vogelkäfige von M..50 bis M. 50. Grösste Auswahl.* Billige Preise. Spezial-Geschäfte in Vögeln, Käffgen und Vogelfut Schiffer& Co., Bonn. Friedrichstrasse 28 en 97% Koblenz, Altengraben 9 Trier, Jakobstrasse 33. Köln. 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