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Brambach(selbstgewählter Chor von Frankfurt), Volkslied von W. Kienzl(Stundenchor von Frankfurt), Der Reiter und sein Lieb(Stundenchor von Kassel) und Siegesgesang nach der Varusschlacht von G. Meßner (Sechswochenchor von Frankfurt). Der Verein war recht stattlich vertreten und sang, als wenn er sich in einem Wettsingen befunden hätte. In dem Choral von Leuthen trat der Cantus ürmus recht deutlich hervor; bei dem packenden Hegarschen Chor wurde vor allem rein und dramatisch gesungen, einige Stellen wurden geradezu ergreifend wiedergegeben. Glockenrein klangen die Tenöre besonders in dem Siegesgesang, wuchtig und markig die Bässe. Letztere stiegen stellenweise bis zum tiefen 0 hinab. Prof. Schwartz, der alles auswendig dirigierte, imponierte wieder durch seine vornehme und ruhige Art. Als Solisten hatte der Verein geladen: Frl. Emma Krantz (Alt) und Otto Rebbert(Klavier), erstere, mit einer nicht sehr großen, aber umfangreichen Stimme ausgerüstet, ließ in ihren Vorträgen: Arie aus Odysseus, Penelopes Trauer von M. Bruch, Allmacht von F. Schubert, Frühlingsliebe von R. Franz, Hab Erbarmen von Ernst Wolff, eine vortreffliche Schulung und gute musikalische Veranlagung erkennen. Sie fand beim ausverkauften Hause viel Beifall. Die Begleitung führte Ernst Wolff, Lehrer am Konservatorium, diskret aus. Der Pianist ist der Sohn des in Bochum lebenden bekannten Dirigenten und„Preisräubers" Rebbert, der beim Kasseler Wettstreit mit der Essener Konkordia soviel Aufsehen erregte. Man hörte ihn zum ersten Male am Silvesterabend 1899, als die Essener Konkordia im Gürzenich ein Konzert veranstaltete. Schon damals bewunderte man das starke Talent des jungen Mannes. Am hiesigen Konservatorium hat er unter Prof. Seiß große Fortschritte gemacht, wovon man sich auch bei den Prüfungsabenden des Konservatoriums überzeugen konnte. Auch jetzt erzielte er in seinen Spenden: Impromptu(Fis-dur) von Chopin, Stakkato=Etüde von Rubinstein, Les vagues von Moszkowsky und Mazeppa von Liszt einen vollen Erfolg. Das Impromptu spielte er auf dem klangvollen Ibach hinreißend schön. Daß Prof. Schwartz der Mittelpunkt der Beifallskundgebungen war, kann man sich denken. Besonders lobend erwähnen möchten wir die rasche Abwickelung des Programms. Sie dauerte nur zwei Stunden. Vereins=Nachrichten. S Die Bürgergesellschaft feierte am Sonntagabend ihr 42. Stiftungsfest. Bühne und Tische waren reich mit Rotdorn, Flieder, Goldregen und Schneeballen geschmückt. Schon von Anfang herrschte im Saale fröhliche Frühlingsstimmung, während draußen ein recht unfreundliches Mailüfterl wehte. Den Reigen der Vorträge eröffnete die Hauskapelle unter der Leitung des Hrn. Kauschke, welcher den leider schon seit langem erkrankten Königl. Musikdirigenten Granzow vertrat, mit dem Gladiatoren=Marsch und der äußerst geschickt und exakt gespielten Rossinischen TellOuvertüre. Der Vorsitzende der Bürgergesellschaft, Hr. Stadtverordneter Pilartz, wies in seiner Festrede auf den frühlingsmäßigen Schmuck des Saales hin und gedachte dann der Gründung der Gesellschaft im Frühlinge 1863. Er führte etwa aus: 42 Jahre sind verflossen, seitdem frohsinnige Männer sie ins Leben riefen. Am Fuße des Domes, in dem Hause, worin sich heute das Erzbischöfliche Museum befindet, wurde die Gesellschaft gegründet. Wer von all den edlen Männern, die derselben in den ersten Jahren als Mitglieder angehörten, hätten wohl ahnen können, daß das damals gepflanzte bescheidene Reis zu einem so mächtigen Baum heranwachsen würde, daß nach mehr als 40 Jahren die Bürgergesellschaft die größte geschlossene Gesellschaft des Rheinlandes und weit darüber hinaus mit nahezu 2000 Mitgliedern sein würde. Freueu wir uns über das Aufblühen unserer Gesellschaft und streben wir danach, sie nicht nur auf ihrer jetzigen Höhe zu erhalten, sondern sie noch weiter auszugestalten; für diesen Fall hätte sich die Gesellschaft durch weiteren Grunderwerb gesichert. Mit einem Hoch auf die Bürgergesellschaft schloß der Vorsitzende seine mit vielem Beifall begleitete Rede. Den gesanglichen Teil des Abends hatten die beiden Damen Frl. Maria Cankl, Opernsängerin vom hiesigen Stadttheater und Konzertsängerin Frl. Nellie von Födransperg übernommen und erfolgreich durchgeführt. Sowohl die Einzelvorträge als auch die Duette mußten die Damen auf stürmisches Verlangen wiederholen. Zwei gemeinschaftlich gesungene Lieder fanden gleichfalls reichen Beifall und trugen zur Hebung der fröhlichen Stimmung wesentlich bei. Nach Schluß des Programms eröffnete eine Maienpolonaise den zweiten Teil des Festes, der als Frühlingsfest gedacht war. Windthorstbund Köln-Mitte. In der am Freitag abgehaltenen Sitzung wurde zunächst Bericht über den Gauverbandstag der Windthorstbunde des Sieg=Rheingauverbandes erstattet. Nach einer kurzen Aussprache über diesen Punkt der Tagesordnung folgte das Referat des Hrn. Strowitzki über politische und wirtschaftliche Zustände in Rußland. Der Redner wußte seinen Vortrag durch Schilderung persönlicher Erlebnisse während seines derzeitigen Aufenthaltes im Zarenreiche recht interessant zu gestalten, wofür ihm Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 23. Mai 1905. 4 in Der Deserteur. Roman von O. Elster. 3. La terre noire. Im Westen der Stadt, der französischen Grenze zu, lag ein vielfach zerklüftetes Waldterrain mit tiefeingeschnittenen Schluchten und schroffen Bergkegeln, die alle von einem dichten, mit Unterho. stark durchwachsenen Walde bedeckt waren. Zahlreiche kleine Rinnsale machten die niedrig gelegenen Teile dieser Gegend zu kaum passierbaren Sümpfen, die mit Röhricht, Dornengestrüpp und Schlingpflanzen überwuchert waren und zum Schlupfwinkel von allerlei Raubzeug, ja selbst von Wölfen, die von den Ardennen herüber wechselten, dienten. La terre noire, das schwarze Land, hieß diese Sumpfgegend, welche in früheren Zeiten der Zufluchtsort von Wilddieben und Verbrechern gewesen war. An diese unwirtliche Gegend schloß sich jedoch ein fruchtbares Wiesenland, das allerdings im Frühjahr den Ueberschwemmungen ausgesetzt war. Diese Wiesen gehörten dem reichen Grundbesitzer Monsieur Charles Henri Hauviller in Lützelburg und hießen ihrer inselartigen Lage nach Isle Hauviller. Am Rande des Gehölzes lag ein kleines Gehöft, die Ferme terre noire, welche jetzt jedoch nicht mehr bewohnt wurde, so daß die Stallungen und auch das Wohngebäude zum Teil in Trümmer zerfallen waren. Es knüpften sich finstere Sagen an diesen unheimlichen Ort. Eine Räuberbande sollte früher hier gehaust haben; Ermordungen harmloser Wanderer oder der das Revier durchstreifenden Forstbeamten waren mehrfach vorgekommen, und in dem letzten Kriege war hier der Mittelpunkt einer Bande Franctireurs gewesen, welche im Rücken des deutschen Heeres manchen Schaden angerichtet hatten, bis sie in einem blutigen Gefecht aufgerieben wurden. Bei der Ferme terre noire befand sich ein Grabhügel mit einem verwitterten Kreuz, unter dem die Opfer dieses blutigen Kampfes ruhten. Außer den Forstern und Waldarbeitern kam selten jemand in diese öde und verrufene Gegend. Umsomehr mußte es auffallen, daß an dem stürmischen, regnerischen Tage, an dem ein Wetter herrschte, bei dem man, wie man zu sagen pflegt, keinen Hund vor die Tür jagt, drei Männer auf den schmalen, durch den Sumpf sich windenden Fußpfade sich der Ferme näherten und in dem halbverfallenen Wohnhause verschwanden. Die Männer waren in die landesüblichen Lodenmäntel gehüllt, die nur aus einem runden Stück Loden bestanden, mit einer Kapuze, welche über den Kopf gezogen wurde. Auf diese Weise wurde nicht nur die Gestalt, sondern auch das Gesicht des Trägers eines solchen Mantels verhüllt, sodaß er nur in nächster Nähe zu erkennen war. Ehe die Männer in das einsame Gehöft eintraten, sahen sie sich vorsichtig um. Aber öde und verlassen lag die Gegend da. Ueber dem Gebirge, dessen höchsten Punkt die Ruinen der mittelalterlichen„Dachsburg“ krönten, quollen in phantastischen Formen den grauschwarzen Regenwolken empor, wurden von dem stürmischen Westwind gefaßt und über den Himmelsplan gejagt, wie eine Herde wilder Rosse von der Geißel ihrer Hirten. Weiße Nebel stiegen aus den Schluchten und Tälern empor, reichten sich mit den jagenden Wolken die Hände und überschütteten Wald und Feld mit kalten Regenschauern. Alles tropfte vor Nässe.. Jeder Baum, jeder Strauch, jedes Blatt, jeder Grashalm. In der Küche des verfallenen Hauses, auf deren rußgeschwärztem Herde ein schwarzes Holzfeuer glimmte, saß ein Mann in seinen Mantel gehüllt, die kurze Pfeife zwischen den Zähnen, in der Hand einen derben Knotenstock, und stierte mit finsteren Augen in die schwach brennende Glut des Feuers. Die rauhe Kleidung, welche der Mann trug, vermochte jedoch nicht die Erkenntnis zu verwischen, daß man es mit einem Angehörigen der gebildeten Stände zu tun hatte. Sein blasses vornehmes Gesicht, dessen Wangen und Kinn von einem kurz gehaltenen Spitzbart umgeben war, zeigte jenen durchgeistigten Ausdruck, der nur Leuten mit wissenschaftlicher Bildung eigen ist. Seine Hände waren schmal und fein, seine Füße steckten in derben, aber elegant gearbeiteten Schnürschuhen. Das Haar an seinen Schläfen war ergraut, ebenso der Bart, während die starken Augenbrauen noch eine dunkle Färbung zeigten. Zwischen ihnen grub sich eine tiefe Falte ein, wodurch sein Gesicht einen finsteren Ausdruck erhielt, der noch durch den scharfen Zug um Nase und Mund erhöht wurde. Zu seinen Füßen lag ein starker brauner Jagdhund, der jetzt aufmerksam den Kopf erhob und ein leises Knurren ausstieß. „Still!" befahl der Mann, der sich der französischen Sprache bediente.„Kennst du unsere Freunde nicht?“ In diesem Augenblicke ließen sich draußen schwere, knirschende Schritte hören und die drei Männer, welche vorhin den Bruch durchquert hatten, traten ein. Der Gegensatz zwischen ihnen und dem Mann am Feuer trat sofort hervor. Während dieser den gebildeten Ständen angehörte, waren jene Angehörige der arbeitenden Klassen: Waldarbeiter oder Köhler. Ihre derben Gestalten, ihre rauhen, fast wilden Gesichter, ihre schwieligen Hände und ihre einfache, abgetragene Kleidung, die oftmals geflickt war, zeigten es zur Genüge an. „Kommt ihr endlich?“ fragte der Herr am Feuer mürrisch. „Ich erwarte euch seit einer Stunde.“ „Der Weg ist weit und schlecht bei dem Wetter, Monsieur...“ Der Sprecher, ein alter grauhaariger Waldarbeiter, wollte scheinbar einen Namen nennen. Doch auf einen warnenden, finsteren Blick des Herrn schwieg er, wie erschreckt, still. „Na, einerlei,“ entgegnete der Herr.„Ihr seid jetzt da. Was hast du mir mitzuteilen, Gasgard?“ „Nicht viel und doch sehr Wichtiges, Herr,“ antwortete der alte Waldarbeiter.„Ich war neulich mit einer Fuhre Holzkohlen in Zabern auf dem Markte, der Jude Simon aus Mauersmünster kaufte sie mir ab und erzählte mir dabei, daß die Polizei einer die ungeteilte Aufmerksamkeit sämtlicher Anwesenden zuteil wurd, Der Vorsitzende dankte dem Redner in herzlichen Worten und knühit, hieran eine kurze Beschreibung der seinerseits auf einer Reise nas Rußland erhaltenen Eindrücke, worauf eine anregende die Mitglieder noch bis zu vorgerückter Stunde zusammenhielt. O Fußballspiel. Am vergangenen Sonntag spielte die zweitMannschaft des Fußballklubs Hohenzollern gegen die zweite Mann. schaft des Sportklubs Aders. Das Spiel endete mit:0 zugunsten der erstgenannten. Gleichzeitig spielten auch die erste Mannschaf der vorgenannten Vereine mit dem Ergebnis:1 zugunsten Hohenzollerns. 6 Köln-Brannsfeld, 22.Mai1905. Am Sonntag tagte im Saale des Herrn Horatz eine stattliche Versammlung zwecks Ein, führung des Volksvereins für das katholische Deutschland Herr Strauß sprach in längerer Rede über die Gegner der Kathy, liken Deutschlands, insbesondere der Sozialdemokraten, sodann über die Ziele und Bedeutung des Volksvereins. Herr Parteisekretar Dr. Jörg verbreitete sich über die wichtigsten Aufgaben der Zen trumspartei für die Zukunft, beleuchtete scharf die Reste der Kultun kampfgesetzgebung bzw. die Ordensfrage, schilderte den Kampf in der Schulfrage und berührte verschiedene wirtschaftliche Fragen der Gegenwart. Nachdem noch Hr. Pfarrer Msgr. van Gils den Rednerfür ihre Ausführungen gedankt hatte, forderte er zum Eintritt u den Volksverein auf. Ueber 50 katholische Männer meldeten sich zum Eintritt, gewiß für die Braunsfelder Verhältnisse ein guter Anfang. in der Ehe wird stets dadurch hervorgerufen, daß die Fraue# versteht, sich ihrem Manne begehrenswert zu erhalten Sich die Frische und Jugendlichkeit zu bewahren, das ist die große Kunst, die nur erreicht werden kann durch sorgfältiges Pflegen des Teints und der Haut Jede Dame, welche ihren Teint schön, jugendlich frisch und vornehm haben und erhalten will, behandele ihr Gesicht mit dem beliebten Hebesin, etwas Reelleres und absolut Unschädlicheres als dieses gibt es nicht. Der Erfolg ist sicher und überraschend. Hebesin ist keine Schminke. Zu haben in Originalflaschen à 3 Mk. Doppelflasche à 5 Mk. bei E. A. Weidemann, Liebenburg i. H. Nr. 145 und Parsümerie E. Moog, Köln, Breitestraße. Wer sich voryer über die großartigen und überraschenden Erfolge und über die auch aus höchsten Kreisen erteilten za reichen Anerkennungen informieren will, verlange Prospett gratis. 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Nun, Gasgard, setzt Euch,“ fügte er hinzu. „Ja, Herr,“ entgegnete der alte Köhler und setzte sich auf die Bank neben dem Herde. Der Herr zündete sich seine Pfeife von neuem an und reichte den ledernen Tabalsbeutel dem Alten, der mit einem„Merci, Monsieur," seine Pfeife ebenfalls stopfte und in Brand setzte. „Von dem Gerücht," begann der Herr nach einer Weile,„das euch der Jude erzählte, habe ich auch gehört. Aber ich glaube nicht daran. Es müßte denn ein Verräter unter uns sein.“ „Für meine Knechte Jean und Philipp stehe ich ein,“ entgegnete der Alte.„Das sind gute Franzosen...“ „Mag sein. Aber die Burschen schwatzen gern, wenn sie über den Durst getrunken haben. Also habt acht auf sie. Vielleicht hat aber auch in Nancy oder Luneville jemand geschwatzt und irgend ein Prussien hat es gehört. Doch einerlei, uns sollen sie nicht entdecken. Die Burschen, welche wir hinüberschaffen, werden ja sofort nach Algier geschickt.“ „Ja, Herr,— und so leicht kommt keiner von dort zurück „Das geht uns nichts an.— Aber haltet euch bereit. Ich Frem bringe euch nächstens einen neuen Rekruten für die legion.'s ist zwar noch ein junges Bürschchen.“ „Herr,“ entgegnete der alte Köhler, indem er die Pfeife aus dem Munde nahm,„die armen Teufel tun mir doch leid. Sie wissen nicht, was sie da unten durchzumachen haben. Ich ein Lied davon zu singen— habe zwölf Jahre unter den Chasseurs'Afrique gedient und mich mit den braunen arabischen Schuften herumgeschlagen.“ „Ihr seid wohl ein altes Weib geworden, Gasgard?“ höhne der Herr. „Nein, Herr. Wenn's darauf ankommt, nehme ich nochmal die Flinte zur Hand, wie Anno 1870... Sie wissen das ebenso gut wie ich. Aber ich glaub', wir haben jetzt genug hinüber geschafft...“ „Teufel auch, Gasgard— Ihr seid verrückt! Erinnert Ihr Euch nicht mehr des Grabes da draußen?“ „Ja, Herr..“ „Nun, und wer liegt unter dem schwarzen Kreuz?“ „Dreißig brave französische Jungen, Herr...“(F..) ( 21 8 die Ulervosität, ist vielfach die Solge von minderen oder größeren Verdauungsstörungen. Das allgemeine WohlPercheil, befinden hebt sich rasch, die Lebensfreude kehrt wieder, V w e n n d i e D i ä t a u s n a h r h a f t e n, a b e r l e i c h t v e r d a u l i c h e n Speisen besteht, wie solche in Knorrs vortrefflichen Haferflocken und in Knorrs Hafergrütze zu finden sind! Bei deren Gebrauch bessert sich das Allgemeinbefinden sichtlich, die frische Gesichtsfarbe kehrt zurück und die frühere Energie und Lebenskraft befähigt den einzelnen zu reger Berufstätigkeit. Allen Uervösen ist deshalb die so einfache Verwendung von Knorrs Haferpräparaten im eigenen Interesse angeraten. Beim Einkauf achte man stets auf die Firmenzeichnung Knorr. Erstes Blatt. Kölner Local-Anzeiger Nr. 139 a Dienstag. 25. Mai 1905. Seite 3. genn 3. Ziehung der 5. Klasse 212. Kgl. Preuß. Lotterie." 27. Mai 1905.) Nur die Gewinne über 240 Mt. sind den betreffenden Rummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 22. Mai 1905, vormittags. Nachdruck verboten. K 99 13000] 126 215 73 307 81 443 63 781 875(1000] 94 1021 169 326 439 87 615 710 64 830 2098 433 41 71 632 901 90(3000) 3075 401 267 81 896 4058 90 131 245 408 550 61 80 900 5218 39 327 512 50 721 30 882 6061 71 289 365 96 480[3000) 627 55 922 7124 324 76 1000 450 8109 12 91 386 98(500) 408(500) 12 38 581 680 973(1000 1019- 4 5h 1·267 51s 600 13 92 705 962 98 12069 261 13000) 816 499 591 831 13203 31 67 441 508 887 14081 138 262 86 436 535 657 92 789 943 53 15191 348 59 88 436 698 802 10069 202.74 87 99 55 208 Podo, 86 04. 851 6a. 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601(1000) 12 83 722 24 878 98 99 964 211257 302 46(3000) 76 457 73 534 11000) 88 666 71 751 212076 93 335 44 97 622 32 702 97 936 37 89 213639 1500 42 99 821 935 214281 331 502 731 1500l 907 97(3000] 215338 494 584 722 851 951 65(1000) 89 216011 59 75(1000] 177 245 82 323 548 83 603 1000) 779 911 217205(500) 306 1500] 518 631 776 802 976 218211 300 3 72 513 30001 28 710 829 50 909 62 219217 745(1000) 804 953 60 •20051 137 468 667 69 1500) 81 1500) 744 221191 259(500) 329 57 64 473 656 222001 6 497 615 78(5001 700 223144 286 386 577 83 612 739 834 47 Berichtigung: In der Nachmittagslifte vom 20 Mm es 70385 683 statt 70395 623, 74970 statt 74920, 77444 70 statt 77344 70, 105960 statt 105990. 214994 natt 214794 13. Ziehung der 5. Klasse 212. Kal. Preuß. Lotterie. (Vem 8. bis 27. Mai 1905.) Nur die Geminne über 240 Mk. sind den betregfenden Nummern in Klammern beigrfüht.(Ohne Gewähr.) 22 Mai 1905, nachmittags. Nachdruck vervoten. 315 36 613 33 726(1000] 69 849 63 98(3000] 1049 141 407 78 702 811 2047 175 210 64 475 615 715 91 966 80 3227 50 312 415 39 54(3000 578 „ 4014(50n 47 65 1500) 74 421 717 967 95 3075 129 417 571 72 128 54 888 93 922 97 6027 70 202 47 364 456 533 60 605 78 500 98 724 806 975 7090 501 27 725 816 8047 53 57 13000) 93 210 79 479 614 36 793 901 9179 380 610 66 68 75 746 83(500 945 60 92 16034 41 167 82 226 351 417 652 700 98 856 901 11113(1000 244 687 757 15001 67 11000) 929 12053 266 97 466 5011 61 767 848 941 13016 2373 84 429 639 1500 89 986(500] 14184 324 o p 47 713 60 581 15064 8(1000 739 851 13000) 16024 190 220 926 78 684 901 10 .# 3000 110 287 557 87 782 902 48 18087 119 60 267 99 13000) 346 420 580 640 893 19001 14 107 18 44 292 301 23 714 912 2n 45 101 68 527 66 85 691 97 920 21118 422 843 66 1500) 67 70 76 97 1000) 165 13000 237 78 323 95 449 50 780 23109 211(3000 46 437 58 523(3000) 724 88 844 24298 405 563 631 742.5090 108 58 3s2 5001 85 732 59 878 971 26045 164 72 398 412(1000] 45(1000 501 500 69 83 682 804 27023 91(500) 270 72 394 628 30 63 740 43 49 813 73 28088(5001 302 21 32 66 443(3000) 597 751 939 84 29090 108 324 82 722 832 927 „ 30044 188 383 91 466 547 60 76 646 81031 107 64 259 1500) 331 66 * 39 32291 324 43 522 649(30001 723 1500) 856 948 333008 76 134 90 233 441 620 706 69 999 34093 201 326 467 76 530 84 720 842 3545 169(500 93 252 76 393 508 627 784 815 910 36084 104 32 83 271 1 22 62(500) 72 508(500) 623 79 842 928 88 1500) 37125 286 74 419 667 758 944 38021(500 52 186 316(3000) 67 85 1500) 532 989 89 39141 55 329[500 47(3000) 54 763(1000) 937(1000 40025 89 1500] 114 489 636 769 858 71 914(1000 31 41023(500) 263 3 575 831 904 9 65 422005 245 303 81 806 12(500) 13 960 43158 b 551 605 86 702(1000) 85(500 862(3000) 909 1500]•4213 38 348 460 861(500) 961 45003 17 52 234 316(1000] 512 666.“8 883 949 64. 46058 419 84 506 94 752 90 862(1000 971 47006 175 405 23 900) 63 779 865 953 48174 415 1500) 568 1500] 612 55 907, 49016 516 86 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232 306 10 461 66 535 59 711 29 72 74019 191 455 724 75095 11 240 365 69 458 11000) 567 615 31 714 37 825 500 999 76183 204 79 20 350 464 510 1500 36 822 30 1500) 51 958 77047 343 56 82 542 605 78040 285 320 447 15001 75(3000) 522 65 733 862 901 66 1500 450.1 101 662 68 912 K 90004 21 53 201 538 673 766 913 29 81063 411 14 88 90 611 978 000 420 741 970 832012 127 227 83 397 486 523 27 847 969 63 143 357 426 550(1000) 698 721 110001 85121 296(3000] 382 %,hoS 729 32(74.0] 65 86018 72 93 235 370 736 897 905(500) 87112 3 621 738 11000) 913 55 88084 289 529(1000] 622 745 872 968 d 89060 141 48 86 269 317 83 413 53(500 594 639 1500) 800 947 90070(500) 111 82 578 618 77 704 60 890(3000) 94 91436 551 694 ro0. 9·2114 78 362 66 74 465 93074 262 80 301 666 703(1000 519 94038 196 234 367 960 95032 50 65 101 77 271(500) 482 86 „# 621 972 96046 11000 287 456 642(3000) 67 871 921 97357 629 =8111 339 434 91 896(1000) 928 99234(500) 814 86 458 607 56 441 52 548 623 715 890 937 .10024 221(1000) 687 673 87 990 ** 029 36 935 51 11000] 112068 111090 /500] 185 307 400 8 520 310 15 29 77 514 55 613 53 793 974 89 113218 314 561 617 40 894 953 114241(3000] 71 316 23 77 81 482 11000) 51.. 613 64(500) 764(1000] 825 31 63 900 47 51 115073 82 244 87 390 618 968 116032(10001 69 367 434 50 62 544 67 700 117055 64 73 168 84 208 620 808 954 118057 58 127(1000) 33 1500] 250 464 99 524 701 14 826 1500 970 119122 53 341 91 443 56 61 527 852 53 120071 100(500 215 85 433 535 88 629 58 715 944 121133 81 210 81(1000 545 81 11000) 722 60 90 868 12·2008 137 339 568(3000 708 890 12:3340 478 574 95 618 Una) 82(1000 717 55 124126 314 78 624 891 500 943 125129 312 400 23 95 538 39 70 614 746 855 126005 77 154 243 351 82 471 709 845 979 1327006(500) 126 35 210 305 13 68 517610 848 60 63 128008 210 498 542 78(500] 636 733 34 958 139194 316 556 11000] 713 15001 88 882 130198 320 431 522 624 81 701 16[1000) 63 807(500) 60 131056 105 218 66 357 438 70 593 702 14 52 831 987 132048 429 87 687 728 1333008 271 504 756 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81 880 963, 156m1 637 935 157081 216 29 311 58 99 525 46 747 88 1500 922 51 158134(500) 86 214 359 72 78 416 25 65 514 793 833 49 72 74 920 159009 112 283 518 866 955(1000 57 80 196234(500 311 624 42 78 95 718 50 826 161038 270 325 575 11000 702 34 878 162012 13 123 83 92 493 525 74 740 99 931 163468 572 668 840 41 72 969 76 96 164090 174 251 77 568 612 21 35 430 848 982 195137 211 347 80(3000] 403 7 22 74 582 607(30001 773 942 165218 60 39 596 604 167151 85 262 311 445 509 600 872 168093 114 355 620 75 703 37 47 55 169379 747 65 851(500) 57 98 990 170095 221 314 57 494 579 816 57 929 171230 64 84 521 59 664 730 41 810 1500) 76 913 172275 503 80(500) 755 927 45 173162 598 950 52 174107 54 419 536 705 806 50 952 79 95 175063 75 185 257 504 689 739 827 920 83 176086 146 63 287 334 98(3000] 468 96 518 627 706 819 24 177011 216 33 88 466 540 643 85 766-5 897 178105 78 1500) 499 715 35 1500 54 78 13000) 902 179152 293 304 466 842(1000 180188 350(1000) 84 410(1000) 569 733 181128 55(500) 207 423 708 (500) 810 912 86 182198 231 402 17 43 579 673(500) 83 973 183056 266 464 549 772 91 979., 184036 76 157[3000] 276 91 452 76 702 858 925 1000] 68 182077 87 125 61 229 56 413 537(500) 65(500] 68 748 905 11 1000 81 186015 367(500] 415 511 70 602 742 46 59 835 187091 105 15 222 49 365 92 854 68 188060 130 381 401 69 869 189005 96 190 212 66 73(3000) 465 753(500) 76·85(3000) 94 190225 29 528 70 95 603 831 1500) 984 95 191205 37 54 342 43 467 93 622(3000 63 1500) 715 34 192159 204 61 345(10000) 484 878 19:3019 360 427 797 854(500) 73 1500) 970 194098 156 231 421 68(1000) 517 1000) 648 843 50 53 61 981 105187 312(1000) 538 687 727 97 196117 38 67 268 319 446 582(50001 774 851(500) 956 71 1500) 76 197016 73 205 381 84 93 509 728(1000) 923(3000) 61 1983068 107 229 344 50 87 1000) 509 660 755 839 199094 285 385 415 27 507 711 858 200257 379 485 536 824(500) 51 918 23(1000] 201095(500) 99 224 1000] 358 431 1500 80 639 943 91 2022065(3000 116 503 31 88 1500 607 3000 60 709 885 992 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zu 10####, 24 zu 5000, 479 zu 3000, 704 z 1000. 1 158 zu 500 Mt. Standesamt der Stadt Köln. 22. Mai 1903. ∆ Geburten. Wilhelm, S. v. Adolf Dörr, Schmied, v. Beuer.- Kath., T. v. Josef Weingarten, Kaufmann, Hohenzollernring 47.- Hans, S. v. Matth. Vogt, Stuckaturer, Weideng. 69.- Josef, S. v. Karl Kinny, Tagel., Kostg. 14.- Wilh., S. v. Johann Drolshagen, Oberpostschaffner, Greesbergstr. 12.- Hermann, S. v. Theodor Linfert, Uhrmacher, Komödienstr..- Kaspar, S. v. Heinrich Eichhorn, Tagel., Kammacherg..— Emilie. T. v. Eduard Recker, Mechaniker, Krefelderwall 8.- Peter, S. v. Peter Merzenich, Metzger, Gladbacherstr. 39.- Josef, S. v. Konr. Löll, Kellner, Niedrichstr. 30.„ Eugen, S. v. Karl Sachs, Baumwollspinner, Severinswall 29.- Maria. T. v. Franz Pekar. Baumwollspinner, Severinswall 49.- Friedrich, S. v. Albert Bruck, Gärtner, Marienburgerstr. 32.— Albert, S. v. Josef Oebel, Schuhmachermeister, Bonnerstraße 13. : Katharina, T. v. Paul Klein, Chirurgengehülfe, Jakobstraße 2. = Emma. T. v. Cesare Pegoraro, Bauhandlanger, Zugasse 1. Matthias, S. v. Lorenz Eil, Kutscher, Luxemburgerwall 14.— Wilhelm, S. v. Wilhelm Rudolph, Lagergeh., Saarstr. 7.„ Wilhelmine, T. v. Karl Ismar, Kesselwärter, Schnurg. 45.— Gerhard, S. v. Adrian Kohlgraf, Wagenführer, Friedrichstr. 72.- Wilhelm, S. v. Wilhelm Schwarz, Plattenleger, Perlengr. 74.- Wilhelm, S. v. Josef Posnanski, Tagel., Gr. Spitze 13.— Robert, S. v. Franz Hüls, Dekorateur, Paulstr. 39. Irmgard, T. v. Hugo Knabe, Kaufmann, Hochstadenstr. 28.- Irma, T. v. Bruno Ernst, Expedient, Burgunderstraße 51.- Franz, S. v. Johann Hütten, Stationsgeh., Luxemburgerstr. 38.- Adam, S. v. Josef Sieben, Sanitätssergeant, Neumarkt—6.- Sibylla, T. v. Christian Kiel, Formstecher, Agrippastr. 80—82.— Agnes, T. v. Heinrich Schumacher, Konditor, Sterneng. 27.- Peter, S. v. Johann Lucht, Anstr., Ehrenstr. 45—.— Anna. T. v. Theodor Treibig, Schutzmann, Hohestr. 93—95.— Maria, T. v. Albert Zander, Sattler, Blindg. 10. # Sterbefälle. Adam Sieben, 1 St., Neumarkt—.- Jak. Ruhrig, Oberkorrektor, verh., 41., Blindg. 22.- Margareta Schmitz, 1., Katharinengr. 76—78.- Jos. Weber, Schiffer, verh., 28., Löweng.—. Aloysia Reisdorff, 16., Sterneng. 22.- Joh. Becker, 11., Zülpicherw. 46.- Max Krauß, 18., Zülpicherstr. 13.- Quirin Tresser, 59., Eulengarten 5. Katharina Wolff, 1., Luxemburgerstr. 8. Franziska Gülich, geb. Vogel, 57., Rosenstr. 26A.- Erich Puttkamer, 12., Rosenstr. 36. Karl Nikuta, 6., Gereonsw. 103.- Josefine Flüß. 1., Weideng. 67.- Josef Kinny, 6 St., Kostg. 14. # Heiraten. Wilhelm Löhr, Fabrikarb., v. Irlenborn, u. Henriette Heuser, v. Hirzbach.- Karl Krumholz, Schneiderges., v. Koblenz, u. Marg. Vollmeyer, v. hier.- Hub. Birrnkott, Schlosserges., v. hier, u. Anna Schröder, v. Brück.- Bened. Pecchini, Rohrleger, v. Lend, u. Maria Neues, v. hier.- Siegfr. Sabel, Handl.=Reisender, v. Hildesheim, u. Amanda Hoffmann, v. Siegburg.- Friedrich Triebel, Schlosserges., v. Naundorf, u. Ther. Bursch, v. Batzerie.- Joh. Brauweiler, Tagel., v. hier, u. Wwe Barb. Capitain, geb. Dackweiler, v. Bonn.= Bernard Pasch, Kellner, v. Düsseldorf, u. Elisab. Geier. v. Mainz.= Heinrich Tiumann, Maler, v. Arnsberg, u. Sophia Nolte, v. Lütgeneder. 6 Heiratsankündigungen. Friedr. Baudomir, gesch., Friseur, zu Düren, u. Luise Baudomir, geb. v. Lennep, gesch., Laurenzplatz 6. Joh. Vel, Lagerarb., Bonnerstr. 96, u. Helene Martin, Weyerstr. 71. Emil Köhler, Bureau=Utensilienhdlr., u. Berta Isaak, geb. Mayer, gesch., beide Mariengarteng. 12.- Wilh. Römer, Schreinerges.. Perlengäßchen —5, u. Gertr. Flohr, Peterstr. 18.- Hubert Becker, Maurerpolier, zu Heimersheim, u. Kath. Dederich, Rotgerberbach 8.- Peter Bös, Laternenwärter, u. Elisab. Erbschlon, beide Ulrichsg. 63.- Oskar Lewinthal, Kaufm., zu Charlottenburg, u. Selma van Holland, Weißbütteng. 33.- Jakob Mück, Kutscher, Jakordenstr. 20, u. Kath. Marth, Mohrenstraße 35—37.- Julius Kaufmann, Kaufm., zu Saint Josseten Noode, u. Lilli Heidenheim, Hansaring 19.= Emil Mandt, Mälzer, zu KölnNippes, u. Elisab. Schulz, U. Kahlenhausen 7.- Eduard Stilck, Gepäckträger, Plankg. 45, u. Anna Keller, Stavenhof 7.- Peter Züll, Fabrikarb., u. Elisab. Berg. beide Elsaßstr. 21.- Josef Neumaier, Bierbrauer ges., Brunostr. 10, u. Sibilla Rick, Hohenstaufenring 44. (Vom 7. bis 20. Mai 1905.) 8 Sterbefälle. Heinrich Flohr, 48., Subbelratherstraße 397. Paul Golücke, 8., Vogelsangerstr. 2.— Friedrich Griezat, 19., Subbelratherstr. 183.= Elis. Außem, geb. Greeven, Wwe., 88., Wendelinstraße 60.„ Wilh. Hervers, 59., Roßstraße 15. Gertrud Dung, 24., Landmannstraße 25.— Gertr. Löhmann, 28., Rotehausstr. 30. - Anna Hemmerich, geb. Breidenbach, 28., Körnerstraße 48.- Therese Düsseldorf, 5., Methweg 55.- Amalie Faust, geb. Caspari, 42., Trarbach a. d. Mosel.- Wilh. Höffgen, 38., Leyendeckerstr. 79. Amalie Schmitz, 68., Thebäerstr. 22.- Theodor Bongartz, 7., Subbelratherstraße 402.- Therese Peltzer, 10., Leyendeckerstraße 107. Kath. Godenau, 20., Frohnhofstraße 48. O beiraten. Theodor Wingens, Geflügelhdlr., u. Gertr. Schulten, beide Vogelsangerstr. 283.- Karl Lehmann, Magazinverw., Piusstr. 35, u. Margar. Kivernagel, Köln, Friesenplatz 14.- Hermann Böttcher, Schreiner, Köln, Johannisstr. 86, u. Jos. Stamm, Roßstr. 40.- Paul Theissen, Schneider, u. Balbina Lösfler, beide Venloerstr. 188.- Anton Moritz, Ingenieur, Rotehausstr. 48, u. Elis. Bender, Geisselstr. 83.Engelb. Ropperts, Dachdecker, Rotehausstr. 54, u. Marta Siebenaller, Rotehausstr.n# Apollonia ratherstr. u. Anna Landers, beide Marienstr. 100.- Peter Birkofen, Straßenbahnwagenführer, Körnerstr. 9, u. Helene Thebock, Gutenbergstr. 38. * Heiratsankündigungen. Josef Grobel, Maurerpol., Lindenthal, Herderstr. 37. u. Josefine Dickopf, Grevenbroicherstr. 34.- Joh. Uhlhaas, Maurer, Nüssenbergerstr. 19, u. Marg. Schiefer, Rochusstr. 36.- Karl Wilz, Maurer, Nippes, Escherstr. 52, u. Josefine Haarmann, Overbeckstraße 70." Johann Schumacher, Schlosser, Venloerstr. 302, u. Anna Ludwig, Subbelratherstr. 272.- Joh. Kamperschroer, Verputzer, Frohnhofstraße 96, u. Maria Kirsch, Sömmeringstr. 43.- Kornel. Gener, Tagel., u. Anna Kings, b. Venloerstr. 334.- Josef Pütz, Kutscher, Lämmerstr. 23, u. Marg. Gerth. Liebigstr. 240.- Heinr. Gatting, Fahrradhdlg., Venloerstraße 535, u. Gudula Heinrichs, Köln, Hansaring 68.- Heinr. Meller, Tagel., Heliosstr. 4, u. Maria Jansen, Hansemannstr. 3.- Peter Fischenich, Geschäftsreis., Köln, Kl. Griechenmarkt 71, u. Christ. Schauff, Venloerstraße 666.— Adam Thomas, Schlosser, Philippstr. 43, u. Kathar. Graefrath, Benloerstr. 237.- Anton Müner, Fabrikarb., Leyendeckerstraße 71, u. Wwe. Helene Engels, geb. Lutz, Subbelratherstr. 452. Millionen Stück Doerings Eulen=Seife sind bis Ende 1904 zum Versand gelangt. Keine andere Toilette=Seife hat einen solchen Erfolg aufzuweisen! Dieser Verbrauch ist der beste Beweis für die Büte und die vorzügliche Wirkung des Fabrikats. Man weise minderwertige Nachahmungen zurück u. verlange nur Doerings Eulen=Seife welche zum Preise von 40) p St. überall zu haben ist.“ Für Flaschenkinder. Hohenlohesches Hafermehl der einzig richtige Milchzusatz und allseitig ärztlich empfohlen. Kinder, die Milch allein nicht vertragen, an Erbrechen, Durchfall oder englischer Krankheit leiden, gedeihen vorzüglich, sobaid der Milch Hohenlohe'sches Hafer-Mehl zugesetzt wird. ele Klopfgeister Abseisen, Abstauben, Rücke Wischen. Räumen, Lüften, Kehren, Klettern, Schrubben, Heben, Bürsten, Schieben, Reiben, Putzen, Fegen, Kratzen, Bohnen, Planschen, Nageln, Pinseln, Scheuern, Waschen, Poltern, Spülen— vor Pfingsten soll alles wieder wie neu aussehen: das ist der echte, rechte Hausputz, das General=Reinemachen! Jeder gute Klopfgeist weiß nun, daß sich bei seiner anstrengenden Arbeit seit Jahren am besten bewährt haben: Luhns Wasch=Extrakt und Luhns Salm.=Terp.=Kernseife, weil man daraus ganz vorzügliche, dabei billige Wasch= u. Abseif=Laugen bereitet, die schnell und schadlos reinigen. Luhns ist jetzt überall zu haben und nur echt mit Rotband.= Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 139 KFDienstag, 25. Mai 1905. erstes bian. Dortmunder Aktien, Wicküler Küpper, Münchener Franziskaner Leistbräu. Pilsner Urquell, Kulmbacher Kapuzinerbräu u. Wormser Aposteinbräu. Feinste Tafelliköre, Underberg-Boonekamp, Kaisers Kaffee. Stollwereks Schokolade, Liebigs Bouillon. Mosel-, Rhein-, Rot- und Südweine Elgener Kellerei. Eigene Bäckerei. Eigene Schlächterei Spezialität: Tagessuppen a 15 Pf. Platten à 30 □ Platten à 50 c Speisekarte für Mittwoch, 24. Mai. Hohestrasse 53. Hamb. Klops Spargel mit Schinken Ochsenfleisch m. Beilage! Hammelbrat. m. Brechb. Frkf. Wurst. m. Srk.u. Pür. Rumsteak m. Salat Pastetchen, ital. Salat I. Eis pro Portion 20 Pfg. Rohestrasse 103. Boullicnsuppe m. Einlage1 Schweinebrat..Gemüse Rindfleisch m. Beilage 1 Wiener Schnitzel m. Sal. Fr. Wurst m. Skrt. u. Pür.: Hahn m. Kompott. Lebende Krebse à Stück 10 Pfg. Eis Portion 20 Pfg. Breitestrasse 48—50. Roastbeef mit gemischt. Gurkensalat Spargel mit Schinken Hühnerfrik, mit Champ. Bouillonsuppe mit Einl. Szeged. Gulasch Schweinekotelett mit grün. u. welssen Bohnen Eis pro Portion 20 Pfg. Eigelstein 66. Linsensuppe m. Schellr. Spargel mit Schinken Schweinekot. m. gem.Sal. Boeuf braise m. Gurkens. Pichelsteinerfleisch IKalbskotelett mit Erbsen Täglich: ##n1 Diners à 60 J, 3 Gänge u. Dessert a 1 K. 4 #—)vorz Moselwein, p. 1 Fl. 80. ½ Flasche 40 Pfg. #= Patent Sielaff.— — K— allen-Theater. Jeden Abend 8 Uhr: Zichus-Vorstellun Ein Tag in New Fork. r. Cake Walk-Konkurrenz Direktor: Jules Durandsens ∆ Unwiderruflich Schluß am 7. ** 4. Mittwoch den 24. Mai 1905. Theater. 241. Abonnements-Vorstellung. Serie 9 Serie B Oper mit Ballett in 3 Akten von Leo Delibes. Dirigent: Emil von Abranyi. Mitwirkende: Die Damen: Vidron, Cankl, Warnay, Rohr, Weldendie Herren: Batz, Liszewsky, vom Scheidt, Vanoni a. G. Große Preise. Einlaß 6½ Uhr. Anfang- Uhr. Ende ungefähr 9¾ Uhr Donnerstag den 25. Mai 1905: 242. Abonnements=Vorstellung. Zum ersten Male: Das Vaterunser. Melodrama in 1 Aufzuge von Hugo Roehr. Hierauf: Zum ersten Male: Onkel Dazumal. Oper in 1 Aufzuge von Jacques Dalcroze. Hierauf: Neu einstudiert: Gringoire. Oper in 1 Akt von Ignaz Brüll. Mittelpreise. es Stad EIU TSENSROAWET HOMESTKI-13 Frühjahrs-Programm. Oooe Neu! Neu! Zum ersten Male in Köln pel Ein Besuch im Harem beim Sultan von Marokko mit feenhaft ausgeführten Dekorationen. Haremtänze der odalisken. Arabische Tänze und Gesänge. Auftreten der schönen Selika als Feuertänzerin. Beduinen- und Sklaventanz. Arabische Hand-Wahrsagerin. Der Riese Burenhäuptling Andries Venter 2 Meter 17 Zentimeter gross. In der Schreckenskammer naturgetreue Darstellung der Ermordung des Armenvorstehers Sicora durch das Ehepaar Franziska u. Heinrich Klein in Wien 1904. Schaustellung Männer, Weiber u. Kinder in ihren nationalen Tänzen, Kriegsspielen und Gesängen. Dorfschule und Küche, Seidenweber, Sattler, Holzschnitzer, Weber, Korb= u. Mattenflechter. Säglich geöffnet von 10 Uhr morgens bis zur Iunhelheit. Vorführungen 11½ Uhr vorg. und von 3Uhr nachm. an Kündlich Eintritt 50 Pig. Kinder u. Militär v. Leidwebel abwärts 25 Pfp. 50003333300005000000 8 Mittwoch den 24. Mai 1905, nachmittags 3½ Uhr: .en 2 I. Teil. 1. Festmarsch. 6 2. Blumen-Festzug, bei welchem jedes Kind gegen Abgabe der Eintrittskarte einen Blumenstrauss scwie eineG Topfpflanze als Geschenk erhält. 4 3. Kinderspiele, Wettspiele und Belustigungen.V II. Teil.(Im Saale.) Dem Andenken an Schiller gewidmet.: Schillersche Dichtungen(Die Bürgschaft— Der Taucher— Der Graf von Habsburg) unter Vorführung lebender Bilder. 4 Vorgetragen und geleitet von Herrn Willy Benthien vom hiesigen Stadttheater. — Schluss des Festes: 7 Uhr. Eintritt für Kinder und Erwachsene: 50 Pfg. 4 Ermässigung für abonnierte Kinder: 25 Pfg. Erwachsene Abonnenten(über 14 Jahren) frei.* 4 DabnsJossemaca hörstecrrrrre Einladung Houter. Mittwoch den 24. Mai 1905. 257. Vorstellung. 49. voltstümliche Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Die Ehre. Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Mitwirkende: Die Damen: Monnard, Köchl, Verden, Schoma, Schon Lipski; die Herren: Heber, Lindner, Weinmann, Saar, Alten, Aßmann, Pickert, Lehndorff, v. Weber. Einlaß 7 Uhr. Anfang 7½ Uhr. Ende ungefähr 10 Uhr. Donnerstag den 25. Mai 1905. 258. Vorstellung. Schiller=Zyklus. X. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Zu dieser Vorstellung ist nur eine beschränkte Anzahl Orchesterplätze verkäuflich. 20 -#— konntag den 23. Mai. Versammlungen des Volksvereins für das katholische Deutschland in Köln=Ehrenfeld. Rezirk: Donnerstag den 25. Mai, abends 8½ Uhr, bei Müller, Gutenbergstraße 17. Vortrag: Welche Erfolge hat der Volksverein für das katholische Deutschland zu verzeichnen im Gegensatze zu den Erfolgen des Evangelischen Bundes? -Bund Köln=Deutz. zu der am Mittwoch, 24. Mai 1905, abends 9 Uhr, im oberen Sälchen der Restauration von Wwe. Abels in Deutz, Freiheitstraße, stattfindenden Versammlung. Tages=Ordnung: 1. Bericht über den Gau=Verbandstag am 7. Mai in Aachen; 2. Besprechung des Vertretertages am 17., 18., 19. Juni cr.; 3. Verschiedenes. Wir bitten um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen. „ Der Vorstand. Koln. Mittwoch den 24. d.., abends 8¾ Uhr: Vortrag im Vereinslokal (Em dekke Tommes). Thema:„Christentum und Arbeiter“. Redner: Hochw. Herr Franziskauerpater Conray, Vollzähliges Erscheinen erwartet Der Präses: P. Schütz, Kaplan am Walirafsplatz. * 0 Stadt=Garten.; 9 Nachmittags 3½ bis 11 Uhr: # O KE 5 Sonn= u. Feiertags u. Montags: 5 # 3. Kürassiere unter Leitung 2 des Stabstrompeters im Kürass. 2 Regt. Graf Geßler und Piston5 virtuosen R. Fellenberg.# 0 Mittwochs u. Freitags:# 0 7. Artillerie. 2 2 Musik=Dirigent W. Trenks. 2 a Sonn= u. Feiertags 11 Uhr: 8 Morgenmusik. 9 Diners à 1,50. Avonn. 1,25.# a Soupers und Abendplatten. e Breter& Strauß.## 00000 größte Ereignis der deutschen Sport=Saison 1905. Letzte Resultate! Antwerpen, den 21. Mai 1995. Frank Kramer siegt in glänzendstem Stile und schlägt spielend den Holländer Schilling und den Franzosen Friol. Paris, den 21. Mai 1905. Henry Mayer schlägt in phänomenaler Weise dreimal den Franzosen Poulain und den Amerikaner Floyd Krebs. London, den 20. Mai 1905. 266 Kramer und Henry Mayer schlagen Schilling und Friol. Kramer schlägt Mayer zweimal, Mayer Frank Kramer ein### mal in erbitterten Kämpfen. Kramer und Mayer erweisen sich als ebenbürtige Gegner. Dem Rennen wohnten 30000 Personen bei. Wer ist der beste Flieger der Weit Diese Frage wird am Sonntag den 28. Mai auf dem Kölner Sportplatz zweifellos entschieden werden. Zum ersten Male trifft Kramer in Köln auch mit Otto Meyer und Willi Arend zusammen und so wird sich der große Preis zu einem wahren eisterschafts= gestalten. Seit Major Taylor sah der Kölner Sportplatz nicht mehr ein Rennen von der Bedeutung des kommenden, von dem enormen Interesse, das die ganze Sportwelt dem Ausgang des großen Preises entgegenbringt. Die gesamte Flieger=Meldeliste wird morgen bekannt gegeben. Außer den Flieger=Rennen: kamp K 40 Dauer=Rennen über 10 u. 20 Kilometer mit Motorschrittmachern. Am Starte: Der Sieger im Nürnberger Frühlingspreis Willi Neller (Ecfutt); der auf seiner Heimatbahn Krefeld unbesiegte ongs Hühnerstall zu verk. Nippes, Zonse###traße 10. 0 der Gewinner der Kölner Armbinde * Willi M Preield); 4 Jeden Mittwoch, von 3½ Uhr nachmittags Grosses Militär-Frei-Konzert. Diese Besetzung garantiert auch in dem Dauerrennen fesselnden Sport. Der Kartenvorverkauf zu den großen Rennen beginn“ morgen in allen Debitstellen. Trotz der enormen Unkosten: Gewöhnliche Eintrittspreise Die Direktion. Zweltes Mlatt. Kölner Locat-Anzeiger Nr. 139 a Dienstag, 25. Mai 1905. Seite 1. a möbel=Polituren, für alle Holzarten zum Auffrüchen von Möbeln, leicht selbst zu verarbeiten. Bohnwachs, Stahlonit und Stahlspäne zum Reinigen von Parkettböden, Bohnermaschinen und Bürsten, Mantelofenlack, geruchlos, sowie Bronzen in allen Nuancen und dazu gehörige Tinktur empfiehlt# billigst. Kaesmacher, Altermarkt 62. Tel. 1307. Bedeutende Preis-Ermässigung auf sämtliche Bürgergesellschaft. Unseren Mitgliedern geben wir hierdurch von dem Ableben des Mitgliedes Herrn Valentin Clasen ergebenst Kenntnis. Die Beerdigung findet Mittwoch den 24. Mai, nachmittags 3 Uhr, von Breitestraße 47—49 aus statt, wozu ergebenst einladet" Der Vorstand. Reine ganze Zeitungen geben wir zu dem aussergewöhnlich billigen Preise von M..— per Zentner ab. Den Betrag, einschl. Verpackung K.50, bitten wir der Bestellung beizufügen. Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung und Handelsblatt. h Kinder-Jacketts Kinder-Paletots Zwangsversteigerung W Im Wege der Zwangsvolstreckung soll das in Cöln=Deutz belegene, in ——.—— Kinder-Kragen V. Krauss-Seidenfad Köln, Marsplatz—9, Ecke Altermarkt. Grundbuche von Cöln=Deutz, Band 6 Blatt 237, auf den Namen des Theodor Vester, früher Dachdecker, jetzt Wirt zu Cöln=Deutz, Freiheitstraße 109, eingetragene Grundstück:„ Flur 115 Nr. 1822/342, Freiheitstraße 109, a. Wohnhans mit Anbau und Hofraum, b. Hinterhaus, groß 1 Ar 52 Quadratmeter, Nutzungswert zusammen 1050 Mark, am 2. Juni 1905, vormittags 9½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Glockengasse 9, Hinterhaus, Erdgeschoß links, Zimmer Nr. 38, 5 Königliches Amtsgericht, Abteilung III Cöln. 5 TT ## Wir liefern für Haushaltungen B # täglich ca. 13 Pfd. Kristall-Eis z. 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Orinz und Orinzessin von Schaumburg-Lippe trafen gestern, von einem Besuche der Familie Krupp auf Villa Hügel zurückkommend, mit dem Schnellzuge um.8 abends auf dem Hauptbahnhofe ein und fuhren mit dem Schnellzuge um 10.36 abends nach Bonn weiter.„ * In der Ed. Schulteschen Kunstausstellung hier ist für einige Zeit das von Hofgoldschmied Gabriel Hermeling(Inh. Jos. Kleefisch) hier entworfene und ausgeführte Ehrengeschen! für Oberlandesgerichtspräsident a. D. Hamm, gestiftet von den Richtern und Staatsanwälten des Oberlandesgerichtsbezirks Cöln, ausgestellt. Dasselbe besteht aus einem silbervergoldeten Tafelaufsatz mit zwei dazu passenden Seitenschalen imd darf wohl mit Recht, sowohl durch seine sinnige Ausstattung, als auch durch seine vollendete Ausführung als eine hervorragende Arbeit der hiesigen Goldschmiedekunst bezeichnet werden. 2 Die Diensträume des Dostamtes in Sülz werden vom 1. Juni ab im neuen Postgebäude, Berrenrathers##uße 201, sich Tödlicher Unglücksfall. Gestern nachmittag gegen 2 Uhr scheute auf dem Südbahnhof das Pferd eines Kalkfuhrwerks und ging durch. Der Fuhrmann Heinrich Görner aus Bad Ems stürzte hierbei vom Wagen, geriet unter die Räder und wurde schwer verletzt. Auf dem Transport zum Bürgerhospital verstarb der Unglückliche. Aus Dororten und Umgebung. Kalk, 22.Mai1905. Verflossene Woche ist einer an der Wahlenstraße wohnenden Witwe während ihrer dreitägigen Abwesenheit aus einem verschlossenen Schrankschubfach ihrer Wohnung eine silberne Remontoiruhr im Werte von 40 M. sowie 15 M. in bar gestohlen worden. Auf der Innenseite des Rückdeckels ist der Name Heinrich Schneider eingraviert.— Gestern vormittag wurde einer an der Höfestraße wohnenden Frau das Portemonnaie mit über 5 M. Inhalt aus der Wohnung gestohlen. Dieser Betrag waren die einzigen Geldmittel, welche der Frau zur Verfügung standen und rührte aus öffentlichen Unterstützungen her. Mülheim a. Rh., 22.Mai1905. Gestern nachmittag fand im Bärensaal die halbjährliche Hauptversammlung der KonsumGenossenschaft Eintracht statt. Der Geschäftsbericht gab ein anschauliches Bild über das unaufhaltsame Vorwärtsschreiten der Genossenschaft Eintracht. Während am 1. Oktober 1904 3056 Mitglieder der Genossenschaft angehörten, zählte dieselbe am 1. April 1905 4201 Mitglieder, also ein Zuwachs von 1145. Während im ganzen Geschäftsjahr 1903/04 der Umsatz 564 539 M. betrug, wurde fast derselbe Umsatz, nämlich 551 096 M. schon in diesem Halbjahre erzielt. Davon entfallen auf den Umsatz im eigenen Geschäft 374 927 M. gegen 376 834 M. im ganzen Vorjahre. Eine Filiale wurde in diesem Halbjahre eröffnet. Hr. Hupperschwiller wurde als Geschäftsführer und Hr. Rings als Kontrolleur neu=, Hr. Halfenberg als Kassierer wiedergewählt. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Hr. Schlack und Hr. Brüggemann wurden wieder= und Hr. Hackenbroich neugewählt. ; M ü l h e i m a. R h., 2 2. M a i 1 9 0 5. D a s m e h r e r e T a g e w ä h r e n d e große Schützen= und Volksfest des hiesigen Schießklubs wurde am 20. Mai abends durch den üblichen Zapfenstreich eingeleitet. Gestern nachmittag bewegte sich unter Begleitung zweier Musikkapellen ein großer Festzug durch die Stadt zum Festplatze, wo das Schießen begann. Heute vormittag schoß der Bäckermeister Jos. Arentz den letzten Rest des Vogels herunter und wurde so diesjähriger Schützenkönig. 2 Mulheim a. Rh., 21.Mai1905. Die Freie Vereiniaung für staatliche Pensionsversicherung der Privatangestellten in Mülheim a. Rh. hielt gestern im Kasino=Restaurant eine öffentliche Versammlung ab. Nach dem Kassenbericht betrug der Bestand am 1. Oktober 1904 241., die Einnahme 673., die Ausgabe 63 M. Am 30. April d. J. war ein Bestand von 609 M. vorhanden. Die Vereinigung zählt heute über 840 Mitglieder. Hr. Müller hielt einen Vortrag über die wirtschaftliche Lage der Privatangestellten und den Weg zur Besserung. Er schlug eine Einigung aller Verbände der Privatangestellten Deutschlands vor, denn nur gemeinsames Streben führe zum Ziele. Rkeinhöhe am 23. Mai, morgens 11 Uhr: 2,81 m.+ 0,09. * Wasserwärme am 23. Mai. morgens 7 Uhr: 10½0 R. Seite 2. Kehner Local-Anzeiger Nr. 139&a. Dienstag, 25. Mai 1905. Zweites Ban, dem sozialen A Zentrum und Bergarbeiterschutz. Im Reichstag hat das Zentrum einen Antrag zur Gewerbeordnung eingebracht auf reichsgesetzliche Regelung der Bergarbeiterverhältnisse. Der Antrag entspricht dem Inhalte der preußischen Bergarbeiternovelle, geht aber insofern über sie hinaus, als er gleichzeitig sämtliche von der Zentrumsfraktion im preußischen Abgeordnetenhause gestellten Anträge enthält. Der Gang des Zentrums zum Reichstag ist im richtigen Moment erfolgt, nachdem sich gezeigt hat, daß im Landtag nichts zu erreichen ist; er war geradezu eine politische Notwendigkeit! Die Arbeiterwelt— nicht nur die Bergarbeiter— rechnet auf die Einlösung der Zusage der preußischen Regierung; geht dieses Wort nicht in Erfüllung, so ist ein riesiger Fonds politischen Vertrauens unwiderruflich dahin! Welch hohen Wert das Reichstagszentrum auf diesen Gesetzentwurf legt, zeigt schon äußerlich der Umstand, daß der Antrag den Namen„Graf v. Gompesch“ trägt. Seither wurden nur die Anträge betreffend Jesuitengesetz und Toleranzantrag derart eingebracht; das Zentrum will damit zeigen, wie sehr ihm dieser Antrag am Herzen liegt. Der Zentrumsantrag im Reichstag wird die christlichen Bergarbeiter bereits überzeugt haben, daß von seiten des Zentrums nichts versäumt wird, um ihren gerechten Forderungen Geltung zu verschaffen. Das Zenirum wird hoffentlich auch ferner in voller Geschlossenheit seinen Weg in dieser Frage verfolgen. Der Gepäckträgerdienst auf dem hiesigen Hauptbahnhofe. Aus dem christlichen Zentralverband der Hülfs= und Transportarbeiter wird uns geschrieben: Mit den Arbeitsverhältnissen der Gepäcktrager auf dem Hauptbahnhofe beschäftigte sich schon eine Zuschrift in Nr. 352 des Kölner Local=Anzeigers vom vergangenen Jahre. Die Besorgung des Reisegepäcks von und nach den Zugen sowie die Stadtgepäckbeförderung ist seitens der Eisenbahndirektion einem Privatunternehmer übertragen worden. Die Eisenbahndirektion hat den Mindestlohn der Gepäckträger festgesetzt, alles andere ist Gegenstand freier Vereinbarung zwischen dem betr. Arbeitgeber und den Arbeitnehmern. In der Zuschrift, die auch der Eisenbahndirektion nicht unbekannt geblieben sein kann, wurde die fünfzehnstündige Arbeitszeit der Gepäckträger erwähnt, aber bis heute ist noch keine Abhülfe geschaffen. Eine Instanz, etwa ein Arbeiterausschuß, durch den die Träger ihre Wünsche und Beschwerden dem Unternehmer oder der Direktion vortragen könnten, besteht nicht. Unter diesen Umständen machten die Arbeiter von dem gesetzlich erlaubten Mittel der Selbsthülse, der Organisation Gebrauch und schlossen sich dem christlichen Hülfsund Transportarbeiterverbande an. Am 12. Mai versuchten die Vertreter des Verbandes, dem derzeitigen Unternehmer die Wünsche der Arbeiter zu unterbreiten, sie wurden aber von diesem Herrn ohne weiteres zurückgewiesen. Außerdem wurden sogar zwei in der Organisation tätige Arbeiter kurzer Hand entlassen. In allen Versammlungen wurde von den Gepäckträgern betont, eine bis ins kleinste gehende Regelung der Arbeitsverhältnisse könne natürlich wegen der Eigenart des Betriebes nicht stattfinden, jedoch sei die Abschaffung der größten Mißstände wohl möglich. Als solcher Mißstand wird in erster Linie die lange Arbeitszeit empfunden. Die tägliche Arbeitszeit beträgt für den Frühdienst 13¾ Stunden, mit Pausen 15¼ Stunden, für den Spätdienst 13¼ Stunden, mit Pausen 15 Stunden, für den Nachtdienst 14½ Stunden ohne bestimmte Pausen. Des weiteren wird Klage darüber geführt, daß der den Gepäckträgern jede Woche zustehende freie Tag mittags durch eine Stunde Dienst unterbrochen wird, sowie daß es nur in den seltensten Fällen den Arbeitern möglich sei, an Sonntagen ihren religiösen Pflichten nachzukommen. Eine tägliche Arbeitszeit von 13 bis 15 Stunden, bei einem zwischen .50 bis 4,20 M. schwankenden Verdienst(sämtliche Trinkgeider müssen abgegeben werden) ist nicht dazu angetan, die Pflichttreue und Arbeitsfreudigkeit der Betreffenden zu heben. 9 Troisdorf, 22.Mai1905. Sämtliche Arbeiter des Feinblechwalzwerkes der benachbarten Friedrich=Wilhelmshütte reichten wegen Ankündigung eines Akkordlohnabzuges von 25 Prozent die Kündigung ein. Auch über die Behandlung der Arbeiter und Beamten seitens der Betriebsdirektion wird lebhaft geklagt. Am 21. d. M. fand in Menden eine von Arbeitern, Beamten und Bürgern zahlreich besuchte Versammlung des christlichen Metallarbeiterverbandes statt, in welcher nach Besprechung der Beschwerden die Hoffnung ausgesprochen wurde, die Differenzen auf friedlichem Wege zu beseitigen. In den christlichen Metallarbeiterverband, dem etwa 100 der betreffenden Arbeiter bereits angehörten, ließen sich noch eine große Anzahl der Versammlungsbesucher aufnehmen. 0 Düren, 22.Mai1905.(Eig. Drahtber.) Die Dürener Metallwerke haben Verhandlungen mit dem christlichsozialen Arbeiterverband abgelehnt und sich jede Intevvention verbeten. Darauf haben die Arbeiter des genannten Werkes ihre Forderungen eingereicht. Die erste der Forderungen war Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiter; es waren nämlich zwei Vertrauensmänner und fünf Mitglieder des Verbandes in der vorigen Woche ohne Angabe eines Grundes entlassen worden. Die Direktion hatte den Arbeitern mitgeteilt, daß sie am Samstag Bescheid erhalten würden. Die Antwort ist nun so ausgefallen, daß die Einstellung der entlassenen Arbeiter avgeleynt und nur ganz unwesentliche Zugeständnisse gemacht wurden. Dann hat man auch wiederum einen Arbeiter sofort entlassen. Die Arbeiter haben nun gestern morgen in einer Fabrikversammlung den Ausstand beschlossen. Die Arbeiter drangen darauf, daß der Beschluß gefaßt werden solle, die Arbeit sofort ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist niederzulegen. Durch den energischen Widerspruch eines Vertreters des christlichsozialen Metallarbeiterverbandes wurde dieser Beschluß aber verhindert. Trotzdem haben heute morgen ungefähr 120 Mann die Arbeit ohne Kündigung niedergelegt. Die Arbeiter beabsichtigen, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen. # Dom„freien“ Gewerkschaftskongreß in Köln. Eine von dem hiesigen Kartell der freien Gewerkschaften veranstaltete Begrüßungsfeier im Kolosseum bildete das Vorspiel zu dem fünften Kongreß der freien Gewerkschaften, der in dieser Woche hier#tagen wird. Hr. Barthels, der sozialdemokratische Gewerkschafts= und Arbeitersetretär, schien der Meinung zu sein, daß man am Vorabend eines sozialdemokratischen Parteitages stehe und er seine Pfeile hauptsächlich gegen den hiesigen stärksten Gegner der Sozialdemokratie, das Zentrum, richten müsse. Er wies hin auf die Bedeutung des„schwarzen Köln",„die Hochburg des Zentrums“. In den sattsam bekannten Phrasen kritisierte er die Sozialpolitik des Zentrums, die getragen sei vom„Jesuitismus“, wie denn auch das gesamte Zentrum„jesuitisch“ sei. Die freien Gewerkschaften nahm er für die Sozialdemokratie in Anspruch und meinte, daß für die Arbeiterschaft nur bei der Sozialdemokratie Heil zu finden sei. Die Genossen waren starr ob der Ungeschicklichkeiten ihres Beamten, der so wenig der Situation Rechnung zu tragen verstand. Hr. Arbeitersekretär Greulich(Zürich) hatte Mühe, die Barthelsschen Ungeschicklichkeiten einigermaßen einzurenken. Es ließ sich aber die Tatsache nicht ungeschehen machen, daß der Gewerkschaftskongreß mit einer Begrüßungsrede eingeleitet worden ist, die einen ausgesprochenen politischen, gegen das Zentrum gerichteten Charakter hatte. Infolge des Entgegenkommens der Stadtverwaltung und der Stadtverordnetenversammlung, in der bekanntlich das Zentrum die Mehrheit besitzt, war dem Kongresse der Gürzenich als Verhandlungslokal überlassen worden. Im großen Saale desselben wurden Montag vormittag die Verhandlungen durch den Vorsitzenden der Generalkommission, Legien, eröffnet. Er meinte u.., bei dem „innigen Zusammenhange zwischen beiden Richtungen“[Sozialdemokratie und freie Gewerkschaften sind eins!] und da auch die Personen dieselben seien, würden diejenigen sich täuschen, die hoffen oder fürchten, daß sich hier ein Gegensatz zwischen der politischen und gewerkschaftlichen Organisation ergeben werde. Man werde hier mit der politischen Vertretung der Arbeiter nicht kollidieren. Gewerkschaftssekretär Barthels(Köln) begrüßte die Delegierten namens des Kölner Kartells in der„Hochburg der christlichen Arbeiterbewegung". In Rheinland=Westfalen sei der Boden besonders schwer zu bearbeiten, aber man sei auf dem besten Wege, die Hochburg der christlichen Gewerkschaften zu erobern.!?] Zu Vorsitzenden des Kongresses wurden die Reichstagsabgeordneten Bömelburg und Legien bestimmt. Der Kongreß soll täglich von 8 bis 12 und von 2 bis 6 Uhr tagen. Muth(Köln) begründete einen Antrag, einen Gewerkschaftssekretär für das rheinisch=westfälische Gebiet anzustellen. Hier, so meinte er, hätten die„Zentrumsgewerkschaften“ ihren Sitz, hier suchten diese Gewerkschaften die freien„niederzuschimpfen, niederzuringen oder niederzuleugnen". Mit Geschick und Erfolg seien die„Zentrumsgewerkschaften" dabei, den Freien das Feld abzugraben.[Also ist man doch noch nicht„auf dem besten Wege“, die Hochburg der christlichen Gewerkschaften zu erobern, wie Barthels kurz vorher behauptet hatte!] Man arbeite hier zwar nach Möglichkeit, aber es mangele im hiesigen Bezirk den Freien enorm an geistigen Mitteln. Odenthal(Hamburg, früher Essen) trat ebenfalls für die Anstellung eines Gewerkschaftssekretärs für das rheinisch=westfälische Gebiet ein.„Die Jesuitenschule in.=Gladbach arbeitet systematisch gegen uns“, mit„welch schmutzigen Mitteln“ sei bekannt. Die Rhein. Ztg. werde schließlich das sich häufende Material nicht mehr bewältigen können. [Sie leistet allerdings heute schon im Kampfe gegen die verhaßten „Christlichen" an unwahren oder entstellten Berichten das Menschenmögliche!] Gegebenen Falles müsse ein besonderes Organ mit Hülfe der Partei ldas heißt wohl der sozialdemokratischen) geschaffen werden. Legien berichtete über eine wiederholt in der Debatte berührte Konferenz der Gau= und Agitationsleiter Rheinlands und Weftfalens, die am Samstag hier stattgefunden hat. Beschlossen sei in jener Konferenz, für Rheinland und Westfalen einen Generalsekretär, für den Niederrhein einen Gewerkschaftssekretär einzustellen. In einem Schlußwort beschäftigte sich auch Legien mit den christlichen Gewerkschaften; er meinte die besorgten„Genossen", welche die hiesigen Verhältnisse besser kennen, mit der wegwerfenden Vemerkung beruhigen zu müssen:„Was sind sie gegen uns? Sie sind und bleiben Nebensache in der gewerkschaftlichen Bewegung, die uns gegenüber nie an Boden gewinnen werden." Alles werde den Christlichen in der„Jesuitenschule" in.=Gladbach zusammengestellt, und dann kämen sie mit dem Zitatensack, um damit die freien Gewerkschaften zu bekämpfen. Nachdem Hr. Legien so seinem Herzen Luft gemacht hatte, meinte er, die Genossen legten hier im Bezirk der christlichen Bewegung eine viel zu große Bedeutung bei. Man brauche die Sache nicht tragisch zu nehmen, man fürchte keine Gegner.— Während die männlichen Redner sich durchweg der Anrede„Genossen“ bedienten, redete ein Frl. Grünberg zu den „verehrten Anwesenden". Frau M. Tietz(Berlin) dagegen, die nach ihr das Wort erhielt, nahm die sämtlichen Delegierten als „Parteigenossen“ in Anrede. Das gefiel dem folgenden Redner, Cohen(Berlin) so gut, daß er ebenfalls diese Anrede gebrauchte, dann aber sich korrigierte und schließlich zu„Genossen" sprach. Die Anträge, für Rheinland=Westfalen einen Gewerkschaftssekretär und für.=Gladbach und Umgegend einen Gewerkschaftsbeamten anzustellen, wurden der im Herbst stattfindenden Sitzung der Gewerkschaftsvorstände überwiesen. Abgelehnt wurde ein Antrag auf Herausgabe einer Broschüre gegen die gegnerischen Gewerkschaften. Bei der folgenden Beratung über die Frage der Streikunterstützung bemerkte Abg. Sachse(Bochum): In Crimmitschau habe man Streikgelder zurückgehalten. Beim Bergarbeiterstreik hätten die Gewerkschaftskartelle Listen in Umlauf gesetzt und veranlassen wollen, daß die allgemeinen Listen zurückgezogen würden. Das Kartell hätte mehrere tausend Mark gesammelter Unterstützungsgelder zuerst nicht abliefern wollen und sich erst später dazu bereit erklärt. Sie hätten, obgleich die Bergarbeiterverbände ausreichende Unterstützung gewährten, Extraunterstützung gezahlt, und so sei es vorgekommen, daß feiernde Bergleute bis zu 32 M. wöchentlich Unterstützung erhielten. * Die Sozialdemokraten den Terrorismus„bekämpfen“. Auf dem gegenwärtig in Köln tagenden Kongreß der sozialdemokrarischen Gewerkschaften machte der Vorsitzende Legien die Bemerkung: Durch die Zusammenstellung der Fälle von sozialdemokratischem Terrorismus seitens der christlichen Gewertschaften lieferten diese den Scharfmachern das wirksamste Material gegen die Arbeiterschaft usw. Wie sich wohl Herr Legien die Koalitionsfreiheit der Arbeiter vorstellt? Oder mutet man christlich gesinnten Arbeitern allen Ernstes zu, sich von„Genossen", denen jeder Begriff von Freiheit und Arbeitersolidarität abgeht, brutal mißhandeln und schickanieren zu lassen? Nicht die Anklagen nichtsozialdemotratischer Arbeiter sind es, welche gegen das Koalitionsrecht von den Scharfmachern ausgebeutet werden, sondern der Mißbrauch, den die„Genossen“ mit dem Koalitionsrecht treiben. Die christlichen Gewerkschaften werden die Veröffentlichung der Fälle von sozialdemokratischem Terrorismus so lange fortsetzen, bis die sozialdemokratische Partei= und Gewerkschaftspresse ernsthaft und systematisch gegen die offensichtlich liegenden Fälle von sozialdemokratischem Terrorismus Stellung nimmt. Alles übrige Gerede in dieser Sache sind Verlegenheitsphrasen, durch die sich die christlichen Gewerkschaften zu einer anderen Taktik nicht werden bestimmen lassen. *„Genone“ Mehring gegen die pfaffenfresserische sozialdemokratische Parteiliteratur. Wissen ist Macht— Macht ist Wissen. Darüber hat einst der alte Liebknecht eine Broschüre geschrieben, um die Sozialdemokratie zu feiern als„Hort der Wissenschaft". Heute erklärt Genosse Mehring,„es sei zum Händeringen, was sich alles als ewissenschaftliches Parteiliteratur unter dem Schutzmantel des=historischen Materialismuse präsentiere.(Leipz. Volksztg. Nr. 109 und 111 vom 16. Mai 1905.) Ist das an sich schon ein recht interessantes Eingeständnis, so wird dasselbe noch interessanter, wenn man sich vergegenwärtigt, gegen welche„Werke“ der Parteiliteratur dieser Stoßseufzer Mehrings sich richtet. In einer Polemik gegen den„Genossen“ Maurenbrecher, der jüngst in einem Vortrage es bitter beklagte, daß die sozialdemokratische Partei im Begriff stehe, einem wissenschaftlich unhaltbaren Aufklaricht zu verfallen, schreibt Mehring:„Gewiß konnte er(Maurenbrecher) sich auf diese und jene unerfreuliche Erscheinung berufen, so auf die Broschüren Losinskys, die einigen Jahren erschienen; auch fein berechtigter Spott überd jämmerlichen Kunststückchene des alten Pfaffenfressers Corvin sols# wohl eine Anspielung auf das sein, was ein seitdem verstorbene und sonst vielfach verdienter Genosse im ersten Bande der unseligen Kulturbilder(gemeint ist Rosenows Sudelwerk Wider die Pfaffen. herrschaft) geleistet hat, in denen wir allerdings eine schwer, Gefährdung der historischen und theorerischen Bil, dung innerhalb der Partei erblicken.“ Das ist ein vernichtendeUrteil über diese Literaturgattung, welche sich noch keinen Mis:, meter über das Niveau der allergewöhnlichsten Pfaffenfresserei erhebt; aber damit ist Genosse Maurenbrecher nicht getroffen wenn er derartige Literatur als Symptome des geistigen Verfalles der Partei betrachtet. Denn die Hauptsache, auf die es ankommt und die Mehring gar nicht berührt, ist die, daß eben der offizielle Parteiverlag„die unseligen Kultur. bilder mit ihrer schweren Gefährdung der historischen Bildunin der Partei" vertreibt und überhaupt ihre Drucklegung ermöglicht hat. Nicht also um eine Privatarbeit des„Genossen“ Rosenor handelt es sich, sondern um ein offizielles Parteiunternehmen. Ha doch die ganze Parteipresse, so auch die Rhein. Ztg., die Reklam für diesen Schund besorgt und besorgt sie heute noch, wie aus heute noch die Parteibuchhandlung denselben fleißig empfiehlt Wohl hat auch„Genosse“ Mehring die Losinskyschen Broschure als völlig wertloses Zeug charakterifiert, aber was soll dogegen die Tatsache, daß die offizielle Parteibuchhandlung diese wertlose Zeug nach wie vor den„Genossen“ wacker empfiehlt? Deshalb ist auch„Genosse“ Maurenbrecher im Unrecht, wenn er mein. die Partei stände erst im Begriff, einem wissenschaftlich unhaltbaren Aufkläricht zu verfallen. Sie ist das schon längst, und Mehring, der den Genossen die alten Bauerschen und Straußschen Evangelienerklärungen aufschwatzt als„Ergebnisse theologischer Forschung und Wissenschaft", hat dazu selbst redlich mitgeholfen, Während er über anderer„Wissenschaft" die Hände ringt, könner diese bei der seinigen es ebenso machen. den Parlamenten. # Aus dem Reichstag. Die gestrige Reichstagssitzung fand infolge Beschlußunfähigkeit nach kaum einstündiger Dauer wieder ein vorzeitiges Ende, da bei der Wiederholung der namentlichen Abstimmung über die Heraufsetzung der Revisionssumme beim Reichsgericht sich die Anwesenheit von nur 148 Mitgliedern heraus stellte. Vorher hatte das Haus debattelos einen Antrag Blell (Frs. Vp.) angenommen, wonach Handlungsagenten künftig nicht mehr Hausierscheine, sondern nur noch Legitimationskarten zu lösen verpflichtet sind; außerdem wurden Rechnungssachen erledigt. 9. Die zweite Lesung des Bergarbeiterschutzgesetzes ist gestern im Abgeordnetenhause zu einem Ende gekommen, das ganz dem bisherigen Gange der Verhandlungen entspricht. Die Bestimmungen über die Arbeitszeit in den Steinkohlengruben sind im wesentlichen nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen. Das Zentrum verlangte bekanntlich die Ausdehnung der neuen, die Arbeitszeit einschränkenden Bestimmungen auf alle Bergwerke und die Einführung des allgemeinen Achtstundentages im Bergwerk. Von den Anträgen des Zentrums wurde nur das Verbot der Ueber= und Nebenschichten an Betriebspunkten mit mehr als 28 Grad Celsius angenommen. Vom Regierungstische traten Oberberghauptmann v. Velsen und Minister Möller wiederholt energisch dafür ein, daß die Regierungsvorlage wiederhergestellt werde. In Laufe der Diskussion zeigte die Regierung sich geneigt, die untere Grenze für den sanitären Maximalarbeitstag auf 24 oder 25 Grad hinaufzusetzen, indessen kam gestern eine Verständigung nach dieser Richtung nicht zustande. Auf das bestimmteste erklärte sich der Handelsminister gegen den vom Zentrum geforderten Achtstundentag für alle Bergwerke. Vom Zentrum bemühten sich die Abgg. Brust und Geisler, die Mehrheit noch in letzter Stunde zu einem Nachgeben wenigstens bezüglich der Verkürzung der Arbeitszeit zu bewegen. Der konservative Abg. v. Brandenstein zeigte der Regierung nochmals mit aller nur möglichen Deutlichkeit, daß die Konservativen nichts von einer Verständigung wissen wollen. Das Zentrum hat bereits seine Konsequenzen aus dieser nun feststehenden Tatsache gezogen und seinen Antrag auf alsbaldige reichsgesetzliche Regelung der Bergarbeiterverhältnisse im Reichtage eingebracht. Tocales. X Verkehrsstörung. Gestern vormittag entstand auf dem Eigelstein, an der Ecke der Dagobertstraße, eine längere Verkehrsstörung dadurch, daß das Pferd eines mit Leitern und Gerüsten beladenen Wagens zu Fall kam. Da der Wagen gerade auf den Schienen der Straßenbahn stand, mußte der Verkehr längere Zeit unterbrochen werden. X Par Unglück bewahrt. Der Fuhrmann eines Lastwagens, welcher gestern in der Niederichstraße vom Bocke sprang, um mit einem entgegenkommenden Freunde zu plaudern, blieb im Zugel hängen und kam zu Fall, so daß er zwischen Pferde und Vorderrad geriet. Der Bekannte, welcher den Vorgang beobachtet hatte, hielt die Pferde sofort an, so daß der Verunglückte vor dem Ueberfahrenwerden behütet wurde. Außer einigen Hautabschürfungen kam der Mann mit dem Schrecken davon. Erwischt. Gestern nachmittag stahl in einem Althändlergeschäft auf dem Krummen Büchel ein Mann ein Paar Der Dieb wurde auf frischer Tat ertappt und durch einen Schut mann festgenommen. Ueberall zu haben unentbehrliche Zahn-Creme erhält die Zähne rein, weiss und gesund. Die verdauende Kraft #.# darf nicht überlastet werden, deshalb ernähre, mar,“ Kinder nur mit Rademanns' Kindermehl. Buc. Ueberall erhältlich, wo nicht, direkt von der Fabrik Frankfurt a. 2.— Patent- und techn. Bureau Fernspr. 79c. Friedr. Sasse, Perle### Verlag und Druck von J. O. Bachen..„ Verantwortl. Redacteur: für den allgemeinen Ceil: B. für den Anzeigen- und Reklamenteil: C. Okle, aus in Zweites Blatt. Kolner Lecal-Anzeiger Nr. 139&a Dienstag, 25. Mai 1905. Seite 3. Locales. X Fürst Karl zu Lowenstein-Wertheim ist von Kleinheubach hier eingetroffen und im Hotel Viktoria abgestiegen. 9 Die Kölner Woche betitelt sich ein vornehm ausgestattetes Heftchen, das, vom Kölner Verkehrsverein herausgegeben, eine Uebersicht über die Sehenswürdigkeiten der Stadt und die im Laufe der Woche stattfindenden Theatervorstellungen, Konzerte und sonstigen Veranstaltungen bieten will. Sauber ausgeführte Klischees veranschaulichen die hervorragendsten Bauwerke und Denkmäler der Stadt. Die Kölner Woche gelangt in 100000 Exemplaren kostenfrei zur Verteilung, 10000 Exemplare in englischer Sprache. Heftchen wird auf den Frühstückstischen der meisten Hotels aufliegen zur kostenfreien Mitnahme für die Gäste; es wird auf den Dampfschiffen der Rheindampfschiffahrt kostenlos verteilt und an jedem Samstag wird eine Anzahl an die Lesesäle der Nordund Ostseebäder, der holländischen und belgischen Seebäder und auch an einige größere Verkehrsbureaus, wie in Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, Straßburg, München, Prag, Wien, Basel, zur Verteilung gesandt. * Für die Handwerksausstellung, welche bekanntlich vom 8 Juni bis 15. August dauert, werden nunmehr die Dauerkarten von der Geschäftsstelle, Burgmauer Nr. 3, ausgegeben. Dauerkarten für das Publikum kosten 5 Mark. Näheres besagt die Anzeige in der vorliegenden Nummer des Local=Anzeigers. ∆ Stadttheater. Eingetretener Hindernisse wegen wird der Spielplan des Neuen Theaters dahin abgeändert, daß am Mittwoch Lakmné, am Donnerstag die Premiere der drei Operneinakter Vaterunser, Onkel Dazumal, Gringoire und am Sonntag den 28. d. Siegfried zur Aufführung gelangen. Schwindlerin. Ein Dienstmädchen, welches seit einiger Zeit unter dem Namen Marie Hofmann bei verschiedenen Herrschaften Mietgeld erschwindelte, wurde gestern verhaftet. Die Person gibt eine Anzahl der Betrügereien zu. * Dieditähle. Zu Raderthal erbrachen in vorvergangener Nacht Diebe einen verschlossenen Hühnerstall und stahlen mehrere Huhner und einen Hahn.— Einem Herrn wurde gestern bei Besichtigung des Abessinierdorfes im Gedränge die goldene Uhr nebst Kerre gestohlen.— In der Lütticherstraße kam ein vor einer Haustüre stehendes Fahrrad abhanden. Mißglückter Diebstahl. Ein Mann schwang sich an der Fortbildungsschule am Apostelnkloster auf ein dort stehendes Fahrrad. Als er kaum einige Meter gefahren war, stürzte er hin und verletzte sich. Er ließ das Rad liegen und brachte sich in Sicherheit. A Einen Rüchenbrand hatte gestern nachmittag die Feuerwehr in einem Hause an der Hermannstraße zu löschen. Straßenbahnunfälle. Auf der Brückenrampe blieb gestern vormittag ein Radfahrer mit seinem Rade im Geleise hangen und wurde von einem ihm entgegenkommenden Straßenbahnwagen angefahren. Das Rad wurde verbogen, der Radfahrer blieb unverletzt.— Unter Taschenmacher kam ein Mann mit vorgehaltenem Regenschirm aus der Großen Neugasse und lief gegen einen vorbeifahrenden Straßenbahnwagen, wodurch er zu Fall kam und sich an der Nase verletzte.— In der Aachenerstraße lief gestern nachmittag ein vierjähriger Knabe kurz vor einem Straßenbahnwagen über die Geleise und wurde zur Seite geschleudert. Er wurde unbedeutend an einer Hand und am Hinterkopfe verletzt. Auf der festen Rheinbrücke bog gestern nachmittag ein Fuhrmann, welcher einem Straßenbahnwagen ausgewichen war, zu früh wieder in das Geleise ein und zertrümmerte hierbei eine Scheive In Straßenbahnwagen gefunden wurden: eine Schere, eine Handtasche, enthaltend ein Buch, ein Paket, enthaltend eine blaue Jacke, eine Schachtel, enthaltend fünf Kragen und ein Vorhemd, zwei Regenschirme, zwei Portemonnaies mit Inhalt, eine Bürste ein Täschchen, enthaltend ein Portemonnate mit Inhalt. Die Gegenstände sind abzuholen im Fundbureau, WeißbüttenUnglücksfälle. Auf dem Trutzenbera kam gestern abend ein vierzehnjähriger Knabe zu Fall und trug einen Oberschenkelbruch davon.— In der Venloerstraße fiel eine Frau hin und brach einen Arm.— Gestern abend wurde am Gürzenich ein Mann von einem Milchwagen überfahren und nicht unerheblich am Bein verletzt.— Auf dem Heumarkt erlitt ein Mann dadurch, daß er vom Bürgersteig fiel, einen Fußbruch.— Auf dem Verlengraben wurde gestern abend ein Junge von einem Radfahrer überfahren und schwer am Kopfe verletzt.— Gestern nachmittag kam in der Rheingasse ein Mann zu Fall und erlitt Ausschreitung. Als gestern abend mehrere junge Männer ein Karussell am Kaiser Friedrich=Ufer nicht verlassen wollten, oowohl sie nach Angabe des Besitzers nur einmal bezahlt hatten, wurden sie von einem Schutzmanne aufgefordert, sich zu entfernen. Da sich die Leute der Anordnung des Beamten widersetzten, entstand eine Balgerei, wobei mehrere Schutzleute, die mittlerweile herbeigeeilt waren, blank ziehen mußten und dem Haupttäter eine klaffende Wunde am Kopfe beibrachten. Nachdem die Ruhe wieder hergestellt war, wurden mehrere der Beteiligten festgenommen und zur Wache geführt. Bissige Hunde. Gestern abend wurde in der Sternengasse ein Junge von einem trotz der Hundesperre frei ohne Maulkorb umherlaufenden Hunde in den Kopf gebissen und erheblich verletzt.— In der Burgunderstraße wurde gestern abend ein Mann von einem Hunde in eine Hand gebissen.— Auch auf dem Altermarkt wurde ein Mann von einem Köter in die Hand gebissen, die bedentlich anschwoll. Gefunden wurden: auf dem Friedhof Melaten ein Damenschirm; in der Hämergasse ein Ballen, enthaltend Isolierband; auf dem Chlodwigplatz ein Tischläufer; auf der Merheimerstraße ein Ballen enthaltend Schuheinlegesohlen; auf dem Hohenstaufenring ein Schuppentäschchen und ein Portemonnaie mit Inhalt; auf der Hohestraße ein Kneifer; auf der Breitestraße mehrere Stehtragen und Manschetten; Ecke Deutscher Ring=Niederichstraße ein Fahrrad; am Hauptbahnhof eine französische Banknote; in einem Geschäft auf der Breitestraße ein Damenschirm. Die Eigentümer werden ersucht, sich auf dem Fundbureau des Königl. Polizeipräsidiums, Glockengasse Nr. 30, Zimmer 17, zu melden. X Vermißt wird seit Samstagnacht ein achtzehnjähriger junger Mann, welcher zuletzt im Café Bauer gesehen worden ist. Der Vermißte trug braunen karierten Anzug. Die Wäsche war mit H R gezeichnet. Nachrichten über den Vermißten werden nach Köln, Brückenstraße 13, erbeten. * Köln, 23.Mai1905. Marktbericht. Durchschnittspreise.„Rindfleisch, von der Keule M..45-.57, do. vom Bauch.25-1,39, Kalbfleisch 1,49-— .72, Hammelfleisch.27-.72, Schweinefleisch 1,72-.82, alles einschl. Anochenbeilage, Rindernierentalg.00-0,00, Speck, geräuchert.64-1,70. Gcsalzen 0,00-.00. Schweineschmalz.00-.00 das Kil. Essbutter 2,40-2,50, Kochbutter 2,10-2,20 aas Kil. Landeier.60-1,80, Kisteneier 1,20—1,70 die 25 Stück. Kartosleln, weisse 7,00-.C0, rote.0010.00, Nieren 10,00-12,00 die 100 Kil. Blumenkohl.30-0,35, Rotkohl 990-.00, Weisskohl 0,00-.00 das Stück. Zwiebeln.12-0,16, Spargel .90-1,00 das Kil. Essäpfel uC,00-00.00, Kochäpfel C0.00-00,00 die 100 Kil. Kaniuchen(wilde).00-4,00. Enten 4,50-5,00, Hähne, alte.80-.40, unge.60-.50, Hühner, alte 2,-.50, junge 2,00-.50, Tauben, alle.40 Junge.60, Gänse.00—0,00 das 8 Maschinenstroh(Roggen).80, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,20-5,70, Krummstroh.20 die 100 Kil. Vereins=Nachrichten. Eine Frühlingsfeier, die für das Volk bestimmt war und bei den Beteiligten einen nachhaltigen, tiefen Eindruck zurückgelassen hat, war der Volksbildungsabend, den der Volksverein für das katholische Deutschland am Sonntagabend in Ehrenfeld veranstaltete. Mit einer sorgfältig und in sehr gewählter Sprache ausgearbeiteten Rede führte Hr. Lehrer Thomas Stein die Zuhörer in den Gedanken des Frühlingsfestes ein. Der Vortrag gab eine entzückende, mit ernstem Fleiß zusammengestellte Blütenlese von Zitaten deutscher Dichter über den holden Frühling. Der formvollendete Vortrag endete mit dem feinsinnigen Hinweis auf den religiösen Gedanken, den der Frühling dem Menschenherzen nahelegt. Zwei innige Frühlingslieder sang hierauf der Männergesangverein Cäcilia unter der Leitung des Herrn Eschbach. Der Chor zeigte helle Begeisterung, und bei soviel Liebe zur edlen Sangeskunst ist es nicht zu verwundern, wenn der Verein bedeutende erfolge erzielt. Das gegeneinander gut abgewogene Stimmmaterial bewies besonders in der Frühlingsandacht von Ullrich beim Forte wie beim Piano sichere Schulung. Auch die übrigen Vortrage des Chores, Zieh mit von Angerer und Waldesrauschen von Ullrich, fanden bei den andächtigen Zuhörern stürmischen Beifall. Die Frühlingsfreude kam auch in Deklamationen einer auf dem Programm nicht genannten jungen Dame zu lebhaftem Ausdruck. Frl. Elisabeth Kuhnert(Deutz) bot den Anwesenden mit den Liedern Der Frühling ist da von Hildach und Zur Drossel sprach der Fink von'Albert edle Gaben; das fein ausgeglichene Organ beherrschte den großen Saal mil seiner reichen Klangfülle. Hr. E. Wemmers hatte die Dame mit Geschick am Klavier begleitet. Eine vielversprechende junge Geigenkünstlerin ist Fräulein Maria Sonntag, deren wahrhaft virtuoses, stets reines und gefühlvolles Spiel die Zuhörer gefangen nahm. In der Szene de Ballet von de Bériot überwand sie auch die schwierigsten Stellen mit eleganter Leichtigkeit infolge einer überraschend flotten Technik. Hoffentlich begegnen wir der jungen Künstlerin recht bald wieder bei einem Volksbildungsabend, bei der so dankbare Zuhörer ihrer Kunst lauschen. Die Begleitung am Klavier lag bei Hrn. Jakob Menzen in den besten Händen. Einen klangvollen, gediegenen Tenor entwickelte Hr. Josef Lissig, der uns vom letzten Ehrenfelder Volksbildungsabend her in bester Erinnerung ist. Seinen beiden Vorträgen, Rezitativ und Hymne aus Alessandro Stradella von Flotow und Herzensfrühling von F. v. Wickede folgte stürmischer Applaus. Welche Begeisterung die Reihe der prächtigen Vorträge bei den Anwesenden geweckt hatte, zeigte sich, als das allgemeine Lied Der Mai ist gekommen ertönte. So hat der Volksverein für das kath. Deutschland in Ehrenfeld bewiesen, daß er ebenso wie hinsichtlich der Organisation auch hinsichtlich der Bestrebungen zur Hebung der Volksbildung durchaus den ihm gebührenden Platz einnimmt. □ Katholischer Voltsverein. Vor Beginn des Vortrages am Montagabend teilte der Vorsitzende mit, die Kolossalstatue der Immakulata habe einstweilen im Garten des erzbischöflichen Hauses Aufstellung gefunden. Im Vorstande des Vereins sei der Gedanke ausgesprochen worden, das Monument in Marmor oder Erz ausgeführt auf einem schönen Platze Kölns zu sehen. Es werde nötig sein, allmählich einen Fonds zur Ausfüyrung des Gedankens zu sammeln. Dann hielt Jesuitenpater Franz Xaver Brors(Berlin) einen Vortrag über die Hochschätzung der Persönlichkeit in der katholischen Kirche. Der Redner fuhrte markante katholische Persönlichkeiten vor, um zu zeigen, daß es in der katholischen Kirche wahrhafte, selbständige Persönlichkeit gibt. Um so mehr müsse der Vorwurf auffallen, die Kirche schätze nicht genug die Persönlichkeit, die moderne Welt hebe sie viel meyr. Das Bestechende hieran sei, daß der Vorwurf in gewisser Hinsicht wahr ist. Es sei leider viel zu wahr, daß manche Katholiken ihre Persönlichkeit nicht genug schätzen. Solle der Vorwurf besagen, die moderne Welt betone die Persönlichkeit viel mehr als die Katholiken, so sei das zuzugeben, solle es aber heißen, die moderne Welt schätze die Persönlichkeit richtiger ein, so müsse man den Vorwurf zurückweisen. In geistreicher Weise und in übersichtlicher Form behandelte der Reduer dann zunächst die Frage nach dem Wesen der Persönlichkeit und stellte die vier Klassen der modernen Welt vor: den am allermeisten seine Persönlichkeit betonenden, vollständig unabhängig und frei sein wollenden Anarchisten, den nicht so weit gehenden Sozialisten, den Rationalisten, der nichts anerkennt, als das, was seine Vernunft erkennt, und zuletzt den gläubigen Protestanten, der zwar an Gott glaubt, eine religiöse Autorität aber über sich nicht anerkennt, sondern das Prinzip der freien Forschung aufstellt. Hoch über all diese erhebt die katholische Kirche die Persönlichkeit auf dem Boden von Wahrheit und Recht. In fesselnder Form und mit überzeugender Kraft der Beredsamkeit führte er hierfür an Hand von Beispielen und den Lehren und Dogmen der Kirche den Beweis, zur praktischen Betätigung der Persönlichkeit im ganzen Leben auffordernd. Mit lebhaftem Beifall dankte die zahlreiche Zuhörerschaft für den herrlichen Vortrag. Der St. Ursula-Bau= und Ofarrverein hält Mittwochabend im Hotel=Restaurant Gutenberg seine Monatsversammlung ab. In derselben wird der Vorsitzende über seine Reise durch Italien während des jüngsten Eisenbahnerstreiks bzw. über seine Audienzen bei Papst Pius X. und bei Kardinal Ferrari(Mailand) Bericht erstatten. Gäste sind herzlich willkommen. Politische Uebersicht. v. Seckendorff. Als vierter Präsident, nach Simson, Oehlschläger und Gutbrodt, hat jetzt den Sessel des höchsten richterlichen Beamten des Deutschen Reiches der bisherige Unterstaatssekretär im preußischen Justizministerium Rudolf Frhr. v. Seckendorff eingenommen. Der neue Präsident, der 1844 in Köln geboren ist, genießt den Ruf .eU, Gallse.C0-—.UU uns Stuck. K Köln, 23.Mai1905. Fruchtmarkt. Hafer 15,20.— Heu 7,00-.60. eines ungewöhnlich geschäftsgewandten Beamten von weitem Blick, mit angenehmen Formen und wohlwollender, vornehmer Gesinnung. Frhr. v. Seckendorff ist Katholik; seine Mutter stammte aus der alten rheinischen Familie v. Weise. Xu.. Anfall der Kaiserin wird der Frankf. Ztg. aus Wiesbaden vom 22. d. M. berichtet: Die Kaiserin wollte(am Sonntag) gegen 5 Uhr die schmale Wendeltreppe, welche die kaiserlichen Gemächer miteinander verbindet, heruntergehen. Hierbei geriet sie mit einem Fuße in die Falten ihres Kleides und fiel mit der Stirne auf eine eiserne Röhre, wodurch sie sich eine Wunde auf der rechten Stirnseite zuzog. Die Kaiserin begab sich sofort in ihre Gemächer zurück und suchte die stark blutende Wunde durch nasse Aufschläge zu stillen. Als das Bluten aber nicht nachlassen wollte, ließ sie den Kaiser benachrichtigen. Leibarzt Dr. Niedner untersuchte die Wunde, wozu er den Chefarzt des Krankenhauses Dr. Landow hinzuzog. Die Kaiserin hat eine gute Nacht verbracht. Die Aerzie halten die Verletzung der Kaiserin für durchaus unbedeutend und haben nur vorsichtshalber geraten, die Abreise ein bis zwei Tage zu verschieben. Die weiteren Dispositionen des Kaisers erfahren durch den Unfall der Kaiserin eine Aenderung; in welcher Weise, ist bis jetzt noch nicht festgestellt. Da die Kaiserin Papiere in der Hand trug, konnte sie sich nicht festhalten und blieb in ihrer Schleppe hängen. Der Unfall wurde begünstigt durch eine gewisse Schwäche im Fußgelenk, welche die Kaiserin von einem früheren Unfall zurückbehalten hat. Die Wunde wurde nicht genäht. Wiesbaden, 23.Mai1905.(Drahtber.) Der letzte Krankheitsbericht vom Dienstagmorgen besagt, daß das Befinden ein fortdauernd gutes ist. Die Wunde zeigt keinerlei Reizerscheinungen. Temperatur und Puls sind normal. Ein Eisenbahnerausstand ist in Frankreich im Departement Corréze ausgebrochen, doch wird der Dienst regelmäßig mit Unterstützung von Genietruppen aufrechterhalten. Die Lage ist gleichwohl nicht unbedenklich, da auch die Arbeiter der Eisenhütten, der Metallindustrie sowie der sämtlichen Waffenfabriken des Departements mit einem Gesamtausstande drohen. Angriff auf eine Orozession in Spanien. Saragossa, 22.Mai1905. Hier kamen heute in der Umgebung der Kirche del Pilar Ruhestörungen vor, welche dadurch veranlaßt wurden, daß Republikaner den Austritt einer Prozession zu verhindern suchten. Die Polizei und die Bürgergarde schritten ein und nahmen mehrere Verhaftungen vor. Hierauf wurde die Ruhe wiederStreikunruhen in Amerika. Chicago, 22.Mai1905. Ein Schenkkellner eines Wirtshauses erschoß gestern Nacht einen schwarzen Lastfuhrwerkskutscher, welcher der Union nicht angehörte. Er selbst wurde alsdann durch einen Negerpolizisten tödlich verwundet. Eine etwa tausend Köpfe zählende Volksmenge zerstörte daraufhin die Einrichtung eines Lokales, in welches der Schutzmann sich geflüchtet hatte.„ 60 m Aufrührerische japanische Arbeiter. New York, 22.Mai 1905. Nach einer Depesche aus Honolulu sind die Weißen in Lahaina auf der Insel Maui(Hawaii=Gruppe) im Gerichtsgebäude von 2300 ausständigen japanischen Arbeitern belagert, von denen einer getötet und zwei verwundet wurden. Von Honolulu ging ein Dampfer mit Miliztruppen und Polizeimannschaften nach Lahaina ab, um die Weißen zu befreien. Stimmen aus dem Leserkreis. [3371] Hohenstaufenbad. Wenn der Einsender der Stimme 3367 offen und unparteiisch sprechen würde, dann müßte er zugeben, daß nicht einzelne wenige Besucher, sondern recht viele Frühschwimmer das Verlangen nach frühzeitigerem Oeffnen der Anstalt im Sommer kundgaben. Offenbar wird der Zweck des Hohenstaufenbades verkannt, welch letzteres einem großem Ganzen dienen muß, also namentlich auch solchen Leuten Schwimm= bzw. Badegelegenheit geben soll, welche im Sommer durch ihren geschäftlichen Beruf chon um 7 Uhr zur Arbeitsstätte gerufen werden. Als vor einem halben Jahre ein früherer Oeffnungstermin angezeigt wurde, begrüßte dies jeder mit Freuden als wesentlichen Fortschritt; die jetzige Kürzung der halben Stunde bedeutet hingegen einen bedauerlichen Rückschritt, umsomehr, als sich der löbliche 6 Uhr=Termin seit Bestehen der Anstalt nur bewährte, als von einer verlängerten Arbeitszeit des Personals eigentlich keine Rede sein kann, und ferner, weil die Einrichtung niemand, weder früher noch jetzt, als unerlaubt“ zu bezeichnen Veranlassung hatte. Ohne Umschweife wird zugegeben, daß das Personal eine lange Arbeitszeit hat. Man begegnet dem aber auch in anderen teils kommunalen, teils staatlichen Betrieben. Recht gut ließe sich aber gerade im Hohenstaufenbad dem Mißstand abhelfen durch Verlängerung der Pausen, da bekanntlich mittags nach Tisch der äußerst geringe Besuch die Anwesenheit des ganzen Personals unnötig macht. Entgegen den Erfahrungen, welche man mit dem Schwimmbad gemacht, spricht die Praxis mit Bezug auf die Wannenbäder recht ungünstig, und wäre ja dafür den Umständen gemäß ein späteres Oeffnen am Platz, was dann das diesbezügliche Personal mit Wohlbehagen empfinden dürfte. Man gebe dem Publikum eine ausgedehntere Schwimmgelegenheit in gedachtem Sinne, dann wird das jedem unbeliebte Drängen frühmorgens wesentlich schwinden, wenn nicht ganz aufhören. Köln marschiert mit seiner vornehmsten Wohlfahrtseinrichtung nicht hinter anderen kleineren Städten, die berechtigten Beschwerden fallen weg und— auch der Kernpunkt der Sache— das finanzielle Erträgnis wird nicht geschmälert, sondern nur gefördert werden. Einer für viele. [3572] Der Rilchausschank im Städtischen Volksgarten hat über dem Eingang ein großes Schild mit der Bezeichnung: „Milch, roh und gekocht, 0,3 Literglas 10 Pfg.“, während man nur ¼4 Litergläser, und diese meistens noch mangelhaft gefüllt, erhält. Wenn der Pächter bei Verabfolgung von 0,3 Litergläsern nicht auf seine Kosten kommt, möge das Schild entsprechend geändert werden. A. K. Vermischtes. ** Berlin, 22.Mai1905. Das große Los der preußischen Klassenlotterie fiel auf die Nummer 159 376.„ Quisburg, 22.Mai1905. Die heutige Verhandlung der Ersten Strafkammer des hiesigen Landgerichts gegen die beiden jugendlichen Wegelagerer Hermann Schütze und Albert Stacha von Oberhausen wegen Straßenraubes endigte nach der Rh. und Ruhrztg. mit der Verurteilung der beiden Angeklagten zu je einer Gefängnisstrafe auf die Dauer von sechs Jahren. Die Angeklagten haben durch schlechte Lektüre ihre Phantasie verwirrt und den Plan gefaßt, das Gelesene auch praktisch zu verwerten. Zu diesem Zwecke hatten sie in der Absicht, nach Oesterreich oder sonstwohin zu gehen, um dort in den Gebirgen eine Räuberbande zu organisieren, sich miteinander verbunden. Zur Ausführung ihres Planes fehlte ihnen aber zunächst Geld. Sie bewaffneten sich mit zwei Dolchen, Revolver und Patronen und begaben sich am Abend des 16. April d. J. von Oberhausen nach Duisburg, um ihren Plan, reisende Fahrgäste in Eisenbahnzügen zu überfallen, zur Ausführung zu bringen. In Duisburg angekommen, begaben sich beide in den Wartesaal und stiegen dann später in den von Berlin kommenden Schnellzug in ein Abteil erster Klasse ein, wo sie den Raubanfall aus den Direktor Rohlfs von Köln verübten. Der überfallene und ausgeraubte Direktor Rohlfs ist längere Zeit an den Folgen des Ueberfalles ärztlich behandelt worden und leidet auch heute noch an hochgradiger Nervosität. ** Schlagende Wetter im Cunnel.(Drahtber.) Liezen (Steiermark), 22.Mai1905. Heute vormittag sind im Bosrucktunnel auf der Südseite durch schlagende Wetter, wie man befürchtet, fünfzehn Personen getötet worden. Einzelheiten fehlen noch. — Wien, 22.Mai1905. Die gemeldete Explosion von Gasen im Bosrucktunnel erfolgte in dem Sohlstollen auf der Südseite. Im Tunnel befinden sich sieb zehn Arbeiter, die, wie man annimmt, sämtlich getötet wurden. Zwei eingeleitete Versuche, sie zu retten, waren vergeblich, da die ausströmenden Gase das Vordringen zu der Unglücksstelle unmöglich machten. Vier an den Rettungsversuchen Beteiligte mußten ohnmächtig aus dem Tunnel befördert werden. Die fertige Tunnelröhre ist durch die Explosion nicht beschädigt worden. Seite 4. Kölner Lecal-Hnzeiger Nr. 139 4 Dienstag. 23. Mai 1905. Zweites Blatt. Stellen-Gesuche. Junger Mann, katholisch, mit einjährigem Zeugnis, 18 Jahre, sucht Lehrstelle in Speditionsgeschäft, Versicherungs= od. ländlichem Genossenschaftswesen in Köln. Off. u. Nr. 761 an die Gesch. d. Bl. Junger Mann, 23 Jahre, Wirtssohn, s. Vertrauensposten, gleich welcher Art. Off. u. Nr. 766 an die Gesch. d. Bl. Offene Stellen. Städt. Straßenbahznen. Für den Straßenbahnbetrieb werden noch Hülfsschaffner zur Dienstleistung an Sonn= und Feiertagen gesucht. Personen mit etwas gewandten Umgangsformen und von unbescholtenem Rufe können sich vormittags bei unserer Verkehrs=Abteilung, Weißbüttengasse 35/43, melden und zwar unter Vorlage eines selbstgeschriebenen Fücht. kuth. Posnerer- u. BehorgLebenslaufes und der Zustimmung ächl. leursehnist od. zu Pfingsten Stelle. Off. u. Nr. 772 an die Gesch. d. Bl. Kath. Fräulein, gesetzten Alters, sucht Stelle bei einz. Herrn oder Dame, am liebsten bei einem kath. Geistlichen. Selbige ist in allen Zweigen der Hauswirtschaft erfahren und würde sich aller Arbeit unterziehen. Angebote an die Annahmestelle J. Zacher, Ehrenfeld. Ein Vormund wünscht sein br. Mündel, 14 Jahre alt, von auswärts, in einem Ladengeschäfte in gut kath. Hause unterzubringen. 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Meldung unter Vorlage eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes, der Militärpapiere, Polizeiführungs= und Arbeitszeugnisse von 10 Uhr vormittags ab bei unserer Verkehrs=Abteilung, Weißbüttengasse 35/43. Die Direktion: Wattmann. Durchaus selbständige Arbeiter gesetzten Alters, welche sich über ihre bisherige Beschäftigung ausweisen können, für auswärtige Montagen bei hohem Lohn gesucht. Köln=Lindenthal, Gleuelerstraße 67 Ein even von der Schule entlassener, kräftiger Junge, der gute Zeugnisse besitzt und zu Hause gut überwacht wird, findet Stellung im Porzellanlager Ehrenfeld. Aumeldung Komödienstr. 38 /10. Sch. I. Etage, 4 Zim. Zinbrnthul. Küche, mit oder ohne Mans., Klosterstr., in bess. Hause zu — Besch. Dürenerstraße 179 Eigelstein 105 2. Etage, 4 oder 5 Räume, mit oder ohne Mansarde zu vermieten GrS Arbeits-Gesuche. werden gereinigt und gespannt. G. Waldenrath. Dekorat. Thürmchenswall 9. 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