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Tagegen wurde von seiten dir Regierung in Abrede gestellt, daß bei Militärprozessen, in denen Offiziere angeklagt seien, das Bestreben dahin gehe, die Oeffentlichkeit auszuschließen. Es wurde eine Resolution Gröber(Ztr.) angenommen, welche eine Uebersicht über die Arbeitsverhältnisse in der Marineverwaltung verlangt, und ferner ein Antrag Spahn Ztr.), welcher hinsichtlich der Offiziersstellenvermehrung bei der Marine der Regierungsvorlage entgegenkommt, dafür aber Ersparnisse macht, so daß der finanzielle Effekt derselbe bleibt. Beim Postetat verteidigt Staatssekretär Kratte eine Verfügung aus Magdeburg, wonach den Postbeamten untersagt ist, einem Konsumverein beizutreten, dessen Leitung in sozialdemokratischen Händen ruht. * Das preußische Herrenhaus hatte am Mittwoch einen großen Tag. Die Etatsberatung wurde von dem Grafen York v. Wartenburg und dem Professor Löning dazu benutzt, um der Regierung wegen der Aufhebung des§ 2 des zesuitengesetzes und der Zulassung der Marianischen Kongregationen Vorwürfe zu machen. Kardinal Kopp gelang es, durch seine ruhige Haltung und die in Betracht kommenden sachlichen Gesichtspunkte das Haus davon zu überzeugen, daß tatsächlich die Aufhebung des§ 2 nicht die Bedeutung habe, die man iyr in der evangelischen Bevölkerung beilege, und daß die Marianischen Kon gregationen mit den Jesuiten hinsichtlich ihrer Leitung und Führung nicht das Geringste zu tun hätten, sondern dies Sache der Diözesanbehörden sei. Der Kardinal verlas ein Schreiben des Pater General der Gesellschaft Jesu in diesem Sinne. Die Ausführungen des Kardinals machten ersichtlich Eindruck auf das Haus, so daß Professor Löning ihm nachher gewissermaßen im ver sohnenden Sinne die Hand drückte. In der weiteren Generaldebatte hielt Ministerpräsident Graf Bülow eine lebhafte an die tonservativen Kreise gerichtete Rede, da ihn verschiedene konservative Wortführer aufgefordert hatten, Taten zu zeigen, statt bloß zu reden. Er beklagte sich, daß die Konservativen gegen die Regierung Sturm laufen in einem Grade, der schon nicht mehr konservativ zu nennen sei; die Agitation des Bundes der Landwirte habe Tausende ins sozialdemokratische Lager getrieben. Gegen die Sozialdemokraten mit Ausnahmegesetzen vorzugehen, lehne er vorläufig ab, er versuche die bürgerlichen Parteien zu einigen; wenn es aber darauf ankomme, werde man diejenigen, die die Ordnung des Staates zu vernichten suchten, mit blutiger Stirne zurückweisen. Wenn sich zeige, daß die deutschen Wahler das bestehende Wahlrecht auf die Daner nicht richtig gebrauchten, komme man vor das Dilemma, entweder dem sozialdemokratischen Zu kunftsstaat anheimzufallen oder ein anderes Wahlrecht einzuführen. Mit Unrecht klagen die Konservativen, daß die Handelsverträge noch nicht vorgelegt seien; sein ganzes Streben gehe dahin, der Landwirtschaft gerecht zu werden. Man werde sich später wohl nach seinen Fleischtöpfen zurücksehnen. In die Frage, wann die Handelsvertrage zu kündigen seien, könne die verantwortliche Re gierung sich nicht hineinreden lassen. Am Freitag wird die Ver handlung fortgesetzt. an * D a s p r e u ß i s c h e A b g e o r d n e t e n h a u s h a t a m M i t t w o c h d a s Ansiedlungsgesenz an eine Kommission verwiesen. Für die Vorlage sprachen sich noch aus die Abgg. v. Heyking(Rp.) und Bockelberg(Rp.), dagegen die Abgg. Träger(Frs. Vgg.) und Dziembowski=Pomian(Pole). Die Minister Schönstedt und v. Hammerstein suchten nochmals die Verfastungsmatzigkeit der Vorlage nachzuweisen, was ihnen natürlich nicht gelang. Ferner wurde das Kreistierarztgesetz an eine Kommission verwiesen, nachdem der Abg. v. Savigny(Zentr.) und der Abg. Humann(Zentr.) für eine bessere Dotierung der Kreistierärzte und Aufbesserung des Wohnungsgeldzuschusses eingetreten waren Auch die Gebührenordnung für die Medizinalbeamtenging an die Kommission. In der ersten und zweiten Beratung wurde angenommen das Gesetz betr. die Abwässerreinigung im Emscher Gebiet. Freitag Antrag v. Zeolitz betr. Schulunterhaltungspflicht. Tocales. Herero=Aufstand. * Berlin, 11.Mai1904.(Drahtber.) Gouverneur Leutwein meldet unter dem 10. Mai: Feind aus Linie Otjikuara= unter dem 10. Minr“..==„„„„ Owikokorero im allgemeinen in nordöstlicher, nördlicher und nordkichtung in Abzug. Starke Kräfte Richtung Waterberg. westlicher Richtung in Girgug.#### Samnel soll vier Tagereisen östlich Omaruru sitzen. Bei Rauas, fünf Kilometer östlich Outjo, gestern Patrouillengefecht; bei Einbruch der Dunkelheit Ontjo heftig von Hereros beschossen, dieselben zogen aus Paresisberg zurück. Diesseits tote Obermatrose Swanke von der Maschinengewehrabteilung, vermißt verwundet Landwehrmann Paulus Witt. Nordabteilung heute abgesandt. Estorff ist in Onjatu. Der Krieg in Ostasten. * Mulden, 12.Mai1904.(Draßtber.) General Pflug telegraphiert: Die Mitteilungen auswärtiger Blätter über die Räumung von Niutschwang und die Abberufung der Truppen, welche die Eisenbahn bewachen und von Chinesen besetzt werden sollen, sind vollständig unbegründet.„ * Tokio, 11.Mai1904.(Drahther.) Amtlich. Nach einem vom militärischen Oberkommando erhaltenen Berichte bemerkte eine der japanischen Abteilungen bei der Annäherung an Pulantien am 6. Mai einen von Port Arthur nach Norden fahrenden Eisenbahnzua ohne die durch die Konvention über das Rote Kreuz vorgeschriebenen Abzeichen. Die Russen im Zuge feuerten sofort auf die japanische Abteilung, und das Fener wurde von derselben erwidert. Der Zug hielt plötzlich an und entfaltete die Flagge des Roten Kreuzes, worauf die Japaner das Feuer einstellten und vorgingen, um die Tatsachen festzustellen. Inzwischen fuhr der Zug weiter und enskam unter Volldampj. * Tokio, 11.Mai1904.(Drahtber.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der gestrige Angriff von 200 Kosaken auf Andschu ist zurückgeschlagen worden. *mp; Tokio, 11.Mai1904.(Drahtber.) Reuter. Eine amt liche Untersuchung ergab, daß der Bericht Alexejeffs, die Eisenbahnverbindung mit Port Arthur sei wieder hergestellt, unrichtig ist. a m# * Söul, 10.Mai1904.(Drahtber.) Meldung des Reuter schen Bureaus. Die Russen, deren Zahl auf 200 geschätzt wird, greifen Andschu an, die jananische Garnison vertei digt die Stadt hartnäckig. Rheinhöhe am 12. Mai, abds. 7 Uhr: 2,78.—.00. # Gesperrt wird behufs Ausführung von Rohrverlegungs arbeiten die Gleuelerstraße von Freiligrath= bis Decksteiner straße von jetzt ab auf acht Tage für Fuhrwerke und sonstige Fahr seuge jeder Art, sowie für Reiter. der Stadt Köln. 11. Mai 1904. 9 Geburten. Christ., S. v. Christ. Denz, städt. Vorarb., Severinskloster 11.= Friedr., S. v. Josef Cremer, Hausierer, Kl. Witschgasse.. Wilh., S. v. Peter Zorn, Anstr., Thürmchensw. 44.- Joh., S. v. Hugo Kraatz, Rohrleger, Gr. Griechenm. 70.- Kathar., T. v. Hermann Wolf. Schlosser, Karthäuserwall 16.- Peter, S. v. Josef Heuseler, Tagelöhner, Gr. Griechenm. 76.- Anna. T. v. Theod. Habeth, Speisewirt, Domstr. 53, - Henriette, T. v. Heinr. Bürtz, Maurer, Moselstr. 116.- Anna. T. v. Theod. Schiffer, Fuhrm., Nagelschmidtg. 16A.- Eleonore, T. v. Hermann Steuer, Motorwagenf., Steinstr. 44.- Kathar., T. v. Wilh. Kortmann, GI nE Thars E n Oaaar 9ánlf. Gallter., Gohen. straße 35.- Adolf, S. v. Withelm Rehr, straße 20.- Alfred, S. v. Wilh. Heroth, Buchbindermstr. Blaubach 33.: Aqnes. T. v. Friedr. Bräggen, Kellner, Fleischmengerg. 26.- Mechtildis, J. v. Nik. Neumann, Tagel., Waidmarkt 25.— Elisab., 2. v. Hönerbach, Tagel., Agrippastr. 62.: Alfred, S. v. Alfred Gemmer, Geschäftsführer, Neumarkt 1B.- Christian, S. v. Joh. Erven, Geschäftsführer, Spulmannsg. 66. Adele, T. v. Pet. Woynseifen, Briefträger, Peterstr. 11.- un. T. v. Karl Maylberg, Kaufm., Plankg. 52. Christine, T. v. Franz Ohrem, Wirt, Venloerstr. 2A.- Marg., 2. v. Lorenz Kub, Eisenb.=Kanzlist, Aquinostr. 10.— Gisela, T. v. Joh. von der Decken, Leutnant, U. Sachsenhausen 33. 6 Sterbefälle. Mich. Hofrath, 12., Elsaßstr.. Marg. Schill, 1., Friesenwall 26.- Werner Michels, 67., Fleischmengergasse 11. Adolf Urhahn, Brauer, verh., 29., Severinstr. 15.— Andreas Hecker, 1., Biberstr. 20.- Wilh. Breitbach, Bauhandl., unverh., 24., v. Ehrenfeld, Marienstr. 2. Kath. Obladen, geb. Blankenheim, Wwe., 57., Heiraten. Heinrich Schmitz, Korrespondent, v. Essen, u. Maria Schrader, v. Cöln=Ehrenfeld.- Paul Levinger, Kaufm., v. St. Johann n. Bertha Nußbaum, v. hier.- Karl Keppler, Kommis, v. hier, u. Eli. Tönnes. v. Hahnerhof. Theodor Nolden, Installateurgeh., und Maria Kartenbug, beide v. hier.- Wilh. Wimbeck, Eisenbahn=Vorarb., v. hier, u. Selma Koch, v. Blankenheim.- Peter Wisdorf, Metzgermstr., u. Kathar. Herkenrath, beide v. hier.- Jos. Schumacher, Metzgermstr.,„ Maria Herkenrath, beide v. hier.- Joh. Wittmann, Schlosserges. v. Ebersbach, u. Kathar. Wever, v. Coblenz.Karl Clemene, Schreinerges., u. Karoline Lamvertz, geb. von Witzenhausen, Wwe., beide v. hier.- Heinr. Eickenbusch, Schuhmachermstr., v. Nottuln, u. Maria v. Trier.- Matthias Häßy, Hausknecht, v. Köln=Ehrenfeld, u. Anna Marretsch, v. hier. f4 9 Heirats=Ankündigungen. Wendelin Biedermann, Schriftsetzer, Gr. Griechenm. 42, u. Hedwig Gerhards, Humboldtstr. 28.- Peter Happe, Metalldreher, Schnurg. 42, u. Kath. Ervens, Thurnmarkt 10. Jak. Mohr, Küferges., Foilerstr. 67, u. Kath. Duckart, Breitestr. 145. Valentin Willach, Lackierergeh., Fleischmengerg. 14, u. Kath. Rothenberg, Sterneng. 57. Karl Dahmen, Buchh., Auf dem Trutzenberg 46, u. Kath. Leven, Rheing. 5.- Joh. Lang, Kaufm., v. Köln=Niehl, u. Agnes Marsilstein 23.- Herm. Töpfer, Fabrikarb., Severinsw. 55, u. Maria Jedlicka, Severinsw. 47.- Wilhelm Ramroth, Bankbeamter u. Pauline Schmitt, beide Übierring 4.- Ludw. Roß, Handl.=Gehülfe, Dreikönigenstr. 7, u. Klara Herpertz, Becherg. 18.- Anton Keldenich, Schneiderges., Luxemburgerstr. 38. u. Adolph. Klein, geb. Kraus, gesah Heinrichstr. 9.- Ferd. Vogel, Rechtsanw., Übierring 1, u. Val. Schantz, Roonstr. 44.- Andreas Gasten, Kaufm., Köln=Deutz, Freiheitstr. 107, u. Gertrud Aldenhoven, Pfälzerstr. 27.- Rud. Seyuchen, Ruchdruchergeh. Trutzenberg 43, u. Helena Jäzer, Gr. Witschg. 54.- Wilhelm Rösgen, Kommis, zu Hennef, u. Maria Liermann, Hamburgerstr. 15.„ Huben Görres, Schneidermstr., Saarstr. 20, u. Emilie Kowaczek, Erftstr. 50. Peter Kuschel, Postb., Glockenring 1A, u. Luise Knoll. Kaiser Ring 41. Ahschrifte L. Koppel, Hol Abzahlt G. Guttmann, Adre (Spez. m M. Creme Alfenide Alex Katsch Asphalt-, techn. 1st V. Dahmanr Aufschnit I. Schmitz-S Aus für Auskunftel Auskunftei strasse 5 H. Friederic Ba Ludwigsbad Bade Adam Bleis lation für und Kan: Bank- u Franke& Ce Bserd Fa. Wwe. Gebr. Pilar Martin Sch Bettfe Weyter& Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 15. Mai 1904. c— Der Achtundvierziger. [14] Eine rheinische Geschichte von Dr. Wilhelm Ruland. Schönere Worte der Verteidigung hätten dem Kommandanten der Kaule aus keinem anderen Munde zuteil werden können. Er, der bildungslose Mann des vierten Standes, mag ihr Ge wicht wohl kaum empfunden haben; wohl aber die, so über ihn zu Gericht saßen.—5 Als endlich Kinkel am Schluß seiner Rede die eigene Persönlichkeit in den Mittelpunkt seiner Verteidigung stellte und den Richtern mit zitternder Stimme zurief: Die Leiden, die ich trage, sind so furchtbar, daß Ihr Spruch mich nicht schrecken kann—“, als er ihnen vorhielt, daß man das Maß der ihm zuerkannten Strafe gesteigert habe durch die grauenvolle Einsamkeit der Isolierzelle, in deren öde Stille kein Trompetenton der kämpfenden Welt draußen, kein Liebesblick treuer Freunde dringe— und als zum Schluß der Schriftsteller und Lehrer in die herbe Klage ausbrach:„Mich hält der ferne, trübe Nord, und nicht einmal hinter dem Gitter ist es mir vergönnt, die Tränen meines Weibes zu sehen und in die Aurikel augen meiner Kinder zu blicken—“ da flossen nach dem GeAmten Mriner Kinder i....—„„„ ständnis von Augenzeugen im Auditorium wie bei den Geschwo renen Tränen in Menge, und auf allen Gesichtern der zahl reichen Zuhörer gab sich die tiefste Rührung kund. Die Geschworenen sprachen die sämtlichen Angeklagten unter dem Jubel des Publikums frei. das „Gertrud!“ klang's dann in seinem Innern, und er setzte Glas von seinen Lippen. 821# „Er hat wahrscheinlich schon die Geschichte mit seiner Frau erfahren,“ raunte einer der Zechgenossen seinem Nachbar zu. „Mir scheint's auch so,“ sagte der andere. Gegen Abend brach Bühl auf. Da nahm ihn der Treueste seiner Getreuen, der Lippenhenn, beiseite und sprach leise und traurig: „Hannes, geh' nicht nach der Engeltalerstraße.“ „Warum?“ Bühl sah ihn erstaunt an. Und der biedere Lippenhenn schaute noch leidvoller drein und vertraute ihm, daß sein Weib durchgebrannt sei. Bühl sagte nichts und ging. Langsam schritt er der Windmühlengasse zu. An einem wohlbekannten Häuschen öffnete er, nachdem er einige Minuten draußen gelauscht hatte, die Haustür. Vor der ersten Tür im Hausgang horchte er wiederum. Drinnen war alles still. Er trat, ohne anzuklopfen, geräuschlos ein. Niemand war in dem Wohnzimmer. Er schaute links in das Nebenstübchen, das zwei Betten zur Hälfte füllten und fuhr zusammen. Die Kommode zwischen den Betten war mit einem daraufstehenden großen Bild der Muttergottes und einigen Blumentöpfen zu einer Art Hausaltar umgewandelt. Zu beiden Seiten des Bildes brannten zwei Kerzen. Auf dem Boden kniete, einen Kommunionkranz im Haar, die Irre. Sie drehte die Perlen eines Rosenkranzes zwischen den Fingern und betete mit halb lauter singender Stimme. Bühl stand regungslos da und wagte kaum zu atmen. Endlich hielt er es nicht mehr aus auf seinem Lauscherposten. Er chlich leise heran und legte seine Hand auf ihre Schulter. Mit stumpfem Gleichmut hatte der Oberst aus der Kaule den Spruch angehört. 01 Ein wundervoller Maitag war v. als er in Vonn ankam. Am Bahnhof standen die Getrenen, die ihren ehemaligen Kommandanten erwarteten. Im Jubel ging's bis zum Marktplatz. Hier erreichte die Begeisterung des Haufens ihren Höhepunkt. „Hoch Bühl!“ schrien die Bauern bei ihren Obst= und Ge müsekörben, und der Chorns der Sackträger brüllte ein dreisaches Hoch. Da packte den Revolutionsmann wieder die frühere Begeisterung. Er erkletterte die Rathaustreppe und rief mit mächtiger, vor Erregung bebender Stimme: „Meine Freunde! Es freut mich, daß ich wieder in eurer Mitte bin!“ Er wollte weiter sprechen, aber die Rührung übermannte ihn. Da trugen ihn die Sackträger auf ihren Schultern über den Markt hinein zum Höttchen, der fünfhundertjährigen Rathauskneipe. Dort ward gezecht bis in die Nacht hinein. Als man druben bei den Minoriten zur Vesper läutete, lag die Hälfte der Achtundvierziger unter den Tischen. Der Kommandant aber hatte Maß gehalten. Es lag ihm etwas wie ein Alp auf der Seele, und ein trauriges Nachtbild wollte nicht vor seinen Augen verschwinden. Wenn ihm die anderen zutranken, setzte er wohl zu einem mächtigen Schluck an. Gertrud!" Die Irre schnellte empor, starrte ihn an, stieß plötzlich einen gellenden Schrei aus und stürzte, indem sie den Niedergeschmetterten beiseite stieß, hinaus. „Trudchen!“ Bühl lief ihr nach und suchte sie festzuhalten. „Zurück, Satan... weiche von mir Verführer! Sie riß sich mit übermenschlicher Kraft los, rannte durch den kleinen Hausflur und fiel, die drei Steinstufen vor der Haustür nicht beachtend, mit einem dumpfen Schrei aufs Straßenpflaster. Armes Trudchen,“ murmelte Bühl und hob die Leblose emvor, bei deren Anblick er erschanderte. Aus einer klaffenden Stirnwunde blutete das arme Geschöpf; wirr hing der zerknitterte Kranz in dem gelösten Haar. Wie ein Kind trug sie Bühl hinein aufs Bett. Draußen wurden Nachbarfenster geöffnet. Jammernd kam ein welkes Jüngferchen hereingestürzt, das Leuchen, das vor fünf Minuten zum Bäcker gegangen war. „Jesses Maria! Nun wird sie uns sterben!“ schrie die Leue. „Bühl, Ihr bringt uns nur Unglück ins Der saß da und blickte starr und stumm auf die Irrsinnige, wie wenn auch er den Verstand verloren hätte. der stillen Wohnung in der Windmühlengasse einsam wie me zuvor. Die alte Lene hauste wieder allein in ihren zwei winzigen Stübchen. Ihren armen Liebling, die Gertrud, hatte man in die Klinik gebracht. Also wollte es der Geheimrat Klein, der sich selber der Kranken angenommen hatte. Sie sowohl als Bühl hatten sich wohl dagegen gesträubt und gemeint, das Loch in der Stirne könne auch zu Hause heilen; aber der alte Herr bestand auf seinem Vorhaben, und als Bühl ein traurig murrisches Gesicht machte, da nahm ihn leutselig der Geheimrat beiseite, sah den handfesten Freischärler hinter den Augengläsern forschend an und sagte dann mit seltsamem Zwinkern: „Was würdet Ihr darum geben, wenn das Mädchen den Verstand wiedererhielte?“ Bühl starrte ihn sprachlos an, doch der Professor sah nicht aus, als ob er scherzen wollte. „Alles! Alles! Herr Geheimrat!“ schrie Bühl, und dann, indem er unwillkürlich die Hände zusammenlegte:„O Gott!“ Nun fügte er sich willig in alles und verbrachte die folgenden Tage in steigender Erregung. „Der Bühl ist ein anderer Mensch geworden,“ sagten die derben Zunftgenossen vom Lugmäuerchen am Römerwall zu einander und ließen ihn gehen. Er aber schlich wie ein Dieb in Hofgarten am Krankenhause der Universität vorbei, wo ihm der Zutritt in ein bestimmtes Krankenzimmer vorläufig untersagt Und dann kam ein Tag, wo der leutselige Geheimrat den Bühl umgehend in seine Sprechstunde bestellte, und als er dort erschien, erregt an jedem Glied seines herkulischen Körpers, da winkte ihm der alte Herr freundlich zu und führte ihn zum Ende des langen Ganges in ein kleines Krankenzimmer. Dort ist auf dem Lager ein blasses Mädchen gesessen mit schmalen Wangen und einem weißen Tuch um die Stirn. Ihre großen Blauanges haben forschend nach der Türe geschaut, und wie der starke Mann an der Seite des greisen Arztes sich auf der Türschwelle zeigte, da haben die Augen in früherem Glanze aufgeskammt und ein leiser Aufschrei ist durch das Zimmer geklungen. „Vater! Lieber, guter Vater!" Da hat Bühl sich auf das Mädchen gestürzt, hat es und geküßt und dann den Kopf in die Kissen vergraben und geweint wie ein Kind. Bettwar Daniel Lei Billardf. in Wi Fritz Ewe BIi Herm. H0 ring 42. Franz Wi Brannt R. Hans Streitze Buchbi Emil Kum Buchbi 1 Nwe. Ka lean Bel Buchht H. Schle Groyen Buttel Bürs Fens Anton lakob Ein blumiger Lenz ist ins Land gezogen. Ein herrlicher Sommer folgte ihm nach. In dem traulichen Heim in der Windmühlengasse sitzen wiederum vereint wie früher drei Menschen. Wenn man das Vollglück in der Beschränkung eine Idylle nennt, dann war ihr gegenwärtiges Leben eine. Der rauhe Revolutionsmann verlor in dem Kreis der beiden stilter Kop siere räuhe Revorutionsmann dertorin den ürtinee. 9er Frauen, von denen die Jugend der einen zu dem Alter##t wunderschönen Monat Mai des Jahres 1850 war's in Frauen, von denen die Augend dir einen Vx,. Särte anderen eine wohltuende Ergänzung bildete, zusehends jene 0 des äußeren Menschen, die ihm sein Umgang, noch mehr a seine bewegten Schicksale angelegt hatten. (Fortsetzung folgt.) Kölner Local-Anzeiger Nr. 131 4 Freitag. 13. Mai 1904. Seite 3. legungscksteiner= ge Fahr Severinsgasse.v. Hugo nn Wolff. agelöhner, domstr. 53. nna. T. v. Hermann #rtmann, ., HohenBrüsseler. zurgunderbach 33. Mechtildis, v. Heint. Gemmer, Geschäftssriefträger, kg. 52. arg., T. v. Joh. von rg. gasse 11. as Hecker, v. Ehrenwe., 57., u. Maria t. Johann, zier, u. Elis. und Maria rb., v. hier, germstr., u. germstr., u. losserges., v. us. Wwr. Vwe., beide 1, u. Maria hrenfeld, u. Schriftsetzer, 8.— Peter markt 10.. testr. 145.— h. Rothenitzenberg 46, ehl, u. Agnes isw. 55, u. ankbeamter. ndl.=Gehülfe. Keldenich. raus, gesch. al. Schantz, itstr. 107, u. hdruckergeh., Im Rösgen. 5.- Huber Erftstr. 37.ser Wilhelmvie nie sei winitte man lein, der ohl als as Loch lte Herr ig mürrat beien Ver5 nicht dann, ott!“ genden ten die zu einieb im hm der ntersagt at den er dort rs. da n Ende ist auf Langen zeigte, nd ein Ahschriften u. Vervielfältig. . Koppel, Hohenzollernr. 22. F. 1382. Abzahlungsgeschäfte. fl. Guttmann, Schilderg.Nr. 70 u. Nr.39. 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Da liegt der Schwerpunkt! Wenn hier eingesetzt wird, wenn endlich mit einer den anerkannten Bedürfnissen entsprechenden Vermehrung der Richter vorgegangen wird, dann kann dauernd Besserung geschaffen werden. Wenn die Anzahl der Richter beim Oberlandesgericht in Köln entsprechend der Anzahl der Sachen, die zu erledigen sind und die nach dem für die sämtlichen Oberlandesgerichte der Monarchie bestehenden Durchschnittsmaße auf jeden einzelnen Richter fallen, vermehrt werden wurde, und wenn dann eine entsprechende Vermehrung der Senate stattfände, dann würde die Zahl der beschäftigten Anwälte sich ganz sicher schon von selbst vermehren; denn es ist doch wahrhaftig nicht anzunehmen, daß der Anwaltstand die einzige Berufsklasse sein sollte, die es nicht verstände, die Einnahmen da zu nehmen, wo sie ihr in ihrer Berufstatigkeit mit vollen Händen geboten werden. Wenn sich wirklich lohnende Praxis finde, finden sich sicher mit der Zeit auch die Anwalte. Aber, meine Herren, weil diese Vermehrung der Richter nicht stattfindet und trotz allen Trängens nicht stattfindet, deshalb und deshalb allein haben wir gegenwärtig Zustände in Köln, wie sie hier von der Justizverwaltung öffentlich vor dem Lande mitgeteilt sind, über die das Land staunen wird, für die wir in Köln aber nicht die Schuld tragen. 78— Zurzeit sind in Köln am Oberlandesgericht beschäftigt,— ich kann mich da um 1 oder 2 irren— 29 Oberlandesgerichtsräte und 14 Hilfsrichter, von welchen letzteren, soviel ich weiß, 12 dauernd beschäftigt sind. Meine Herren, man hat also diese 12 Hilfsrichter für dauernd notwendig erachtet; trotzdem aber werden diese Stellen schon Jahrelang hindurch nicht mit Oberlandesgerichtsräten, mit etatsmäßigen Richtern besetzt, sondern nur mit Hilfsrichtern. Warum das?! Gerade dieses ausgedehnte Hilfsrichtertum trägt mit die Schuld daran, daß die nicht erledigten Sachen sich häufen; denn der fortwährende Wechsel unter dem Personal, der jedesmal eine andere Zusammensetzung der Senate bringt, macht es notwendig, daß zahlreiche Sachen und und zwar meistenteils gerade die umfangreichsten Sachen mit Beweisaufnahmen, die sich gewöhnlich längere Zeit hingezogen haben, funditus wieder erörtert und wiederholt werden müssen. Dadurch entsteht eine erhebliche Verzögerung in der Erledigung der Geschäfte. Aber— ganz abgesehen davon— die Zahl von 43 richterlichen Kräften genügt für Köln durchaus nicht. Es muß in Köln eine erhebliche Vermehrung der Richterstellen stattfinden, die dem anerkannten Bedürfnis entspricht. Wenn wir in Köln heute außer den Hilfsrichterstellen noch 10 oder 12 etatsmäßige Richter bekommen, so glaube ich, die Garantie übernehmen zu können, daß nach Jahresfrist, ohne besondere Organisationsänderungen, die sämtlichen Reste nahezu aufgearbeitet sein werden. Statt dessen aber kommt man da mit einer Abtrennung nach Düsseldorf! Es werden sich in Düsseldorf dieselben Verhältnisse entwickeln wie jetzt in Köln, wenn man auch dort so karg ist mit der Zuteilung der Richterkräfte wie in Köln. Die bloße Teilung kann doch keine Besserung bringen. So liegen die Sachen in Köln. Mit einem Wort möchte ich nun auch auf Hamm kommen. Ja, was das arme Hamm betrifft, so hat das doch nicht das mindeste verbrochen. Hamm bildet in dieser ganzen Teilungsaktion den reinen Prügelknaben, der für die Sünden büßen soll, die seiner Schwester Köln zur Last gelegt werden. In Hamm wird nicht die mündliche Verhandlung zu hoch bewertet; dort plädieren die Anwälte nicht zu lange, wenigstens ist Klage darüber nicht erhoben; es konzentriert sich dort auch die Anwaltspraxis nicht so sehr auf einzelne; ich habe auch nicht gehört, daß der dortige Oberlandesgerichtspräsident für die Teilung eingetreten ist; es sind dort überhaupt ganz normale Verhältnisse oder wenigstens solche, wie wir sie bei sehr vielen Oberlandesgerichten finden,— und doch soll Hamm nun auf einmal mitbüßen, es soll mitgeteilt werden lediglich deshalb, damit das neu zu schaffende Oberlandesgericht Dusseldorf überhaupt lebensfähig ist. Das geht denn doch zu weit. Ich glaube, so leicht darf man doch die Teilung eines Oberlandesgerichts nicht auffassen, zumal wenn man bedenkt, daß es hier sich nicht um die Teilung innerhalb derselben Provinz, sondern darum handelt, daß große Bestandteile der Provinz herausgehoben und dem Oberlandesgericht einer anderen Provinz unterstellt werden sollen. Daß jedenfalls für dieses Projekt der gegenwartige Moment der denkbar ungünstigste ist, wurde schon von dem ersten Herrn Vorredner hervorgehoben. Ich will deshalb nicht weiter hierauf eingehen, sondern nur einige Punkte streifen. Einmal liegt gegenwärtig dem Reichstage eine Vorlage vor, die bezweckt, das Reichsgericht durch Erhöhung der Revisionssumme von 1500 M. auf 2000 M. vzw. 3000 M. zu entlasten. Ob es richtig ist, daß man mit der Heraufsetzung der Kompetenzsumme für die Rechtsmittel gerade oben beim Reichsgericht anfängt, anstatt unten bei der Berufung, will ich jetzt dahingestellt sein lassen. Aber das kann nicht zweifelhaft sein, daß jedenfalls die Erhöhung der Revisionssumme einwirken wird auf eine Erhöhung der rufungssumme. Und ist das der Fall, wird beispielsweise die Berufungssumme von 300 auf 500 M. erhöht, dann wird dadurch eine so erhebliche Entlastung der Oberlandesgerichte eintreten, daß man zu großen Organisationsmaßregeln nicht zu greifen hat, um die Geschäfte glatt zu erledigen. Noch wichtiger ist, daß gegenwärtig die Revision des Strasprozesses schwebt, die uns wohl jedenfalls die Berufung gegen die Erkenntnisse der Strafkammern bringen wird. Wenn das geschieht, dann ist unbedingt eine tiefeingreifende Reorganisation sowohl unserer Landgerichte wie der Oberlandesgerichte, falls diese die Berufungsinstanz bilden werden, notwendig. Bei dieser Reorganisation kann und wird dann auch auf die Mißstände, die sich bisher in dem Geschäftsgange der Oberlandesgerichte herausgestellt haben, Rücksicht genommen und zu ihrer dauernden Beseitigung zweckentsprechende Einrichtungen getroffen werden. Deshalb aber, meine ich, sollte man nicht jetzt mit einer so wichtigen Maßregel, wie sich die Teilung zweier Oberlandesgerichte doch darstellt, vorgehen. Wer weiß, ob sich dieselbe nicht später als durchaus zwecklos und zweckwidrig herausMeine Herren, ich will damit, um Sie nicht länger aufzuhalten schließen. Wir sind alle hier im Hause, Gegner wie Vertreter dieser Vorlage, darüber einig, daß es sich um eine hochwichtige Organisationsmaßregel handelt, deren Folgen auf dem Gebiete der Rechtspflege und vielleicht auch auf anderen Gebieten wir noch gar nicht übersehen können, und daß es deshalb unsere Pflicht ist, diese hochwichtige Frage lediglich nach den allgemeinen Interessen der Rechts pflege und den Interessen der Gesamtheit zu entscheiden. Darüber wie gesagt, sind wir wohl alle einig. Es hat deshalb keinen guten Eindruck auf mich gemacht, daß die Stadt Düsseldorf sich geradezu in Angeboten von Grund und Boden, von Gebäulichkeiten und selbst von Barsummen überbietet(Sehr richtig!), als wenn es sich darum handelte, ein Oberlandesgericht an den Meistbietenden zuzuschlagen. (Abg. Kirsch: Was sind die anderen Bieter?)— Köln nicht; Köln, lieber Kollege, hat keine Angebote gemacht, um das Oberlandesgericht zu behalten; aber als Düsseldorf nicht aufhören wollte, immer wieder mit neuen Angeboten zu kommen, da fah sich Köln gezwunngen, nun auch, um dem Handel endlich ein Ende zu machen, den geschäftlichen Standpunkt einzunehmen(Heiterkeit) und einfach von oven herab zu erklären: das, was Düsseldorf bietet und weiter bieten wird, können wir inbesehen auch bieten.(Heiterkeit. Wir haben es leider so wie so schon genug zu mißbilligen, daß di Regierung bei anderen öffentlichen Unternehmungen, die der Allgemeinheit dienen, zu sehr darauf Rücksicht nimmt, von welcher Seite das meiste geboten wird.(Sehr richtig!) Aber, meine Herren bei einer Maßnahme, die so tief in unsere Gerichtsverfassung und damit in unsere ganze Rechtspflege eingreift, wie die gegenwärtige, müssen solche Rücksichten vollständig zurücktreten, da dürfen einzig und allein die Interessen der Gesamtheit maßgebend sein. Und nun möchte ich mir zum Schlusse ein kurzes Wort, nur für meine Person, an die Justizverwaltung erlauben. Nach den Vorgangen namentlich der letzten Zeit glaube ich, in dieser Vorlage ein System finden zu dürfen für die Stimmung, die gegenwärtig in der Justizverwaltung gegenüber manchen Einrichtungen in der Gerichtsverfassung besteht. Der Herr Justizminister erklärte vorgestern bei Beginn seiner Rede, daß das rapide Anwachsen der Bevölkerung und die Zunahme der Prozeßsachen es angezeigt er scheinen lasse, eine Teilung vorzunehmen. Wenn die Stimmung in der Justizverwaltung sich gegen die allzu weitgehende Zentralisierung unserer Gerichtsbehörden überhaupt richtet und eine durchareifende systematische Reorganisation gewünscht wird, dann glaube ich dem Herrn Justizminister sagen zu können, daß er da Sympathie in weiten Kreisen findet.(Sehr richtig!) Es ist durchaus wünschenswert, daß da, wo sich Mißstände durch zu weitgehende Zentralisierung der Gerichtsbehörden herausgestellt haben, eine Aenderung geschaffen wird. Aber dann muß die Reorganisation, wie gesagt, eine systematische sein und mit ihr dort begonnen werden, wo diese Mißstände am meisten hervortreten, und das ist bei unseren großen Landgerichten. Meine Herren, die Landgerichte haben unsere alten früheren kleinen Kollegialgerichte aufgesaugt und durch das allzu starFesthalten an dem Prinzip des Einzelrichtertums behindert, daß selbst da, wo sich in einer Stadt Einzelrichter in größerer zusammen befinden, dieselben nicht als Kollegium zusammentre. un dann in judicando die Kompetenz der Landgerichte ausunekönnen. Durch diese Behinderung ist eine Unsumime von Kraf brach gelegt, die zur prompteren und schnelleren Erledigung: Prozesse verwendet werden könnte.(Sehr richtig!) Wenn es als wünschenswert erachtet wird im Justizministerium daß hier eine Reorganisation— man sage, eine wesentlich inn — geschaffen wird, dann glaube ich— ich sage das selbstredend mich persönlich—, daß es da in weiten Kreisen auf Zustimmun rechnen könnte.(Sehr richtig! links.) Aber, meine Herren, nu hier, allerdings vielleicht in der durchaus berechtigten Tendenz, Mißstände übertriebener Zentralisierung zu beseitigen, bei ir### einem Punkte einsetzen und ganz vereinzelt eine Reorganisation: maßregel vornehmen, die mit dem doch nun einmal noch stehenden ganzen System im Widerspruch steht— da: meine Herren, halte ich für durchaus verfehlt. Eine solche eregel aber will die gegenwärtige Vorlage, und ich kann mich de: halb gegen dieselbe nur in ablehnendem Sinne aussprechen. Was die geschäftliche Behandlung der Vorlage angeht, so ist vor einem der Herren Redner namens seiner Fraktion die Kommissione beratung gewünscht worden. Wir werden uns diesem Wunsa nicht widersetzen und also dem Antrage auf Ueberweisung an besondere Kommission zustimmen.(Bravo! im Zentrum.) Gerichts=Verhandlungen. Strafkammer. In der Nacht vom 1. zum 2. Septembet entstand zu Nippes in der Thüringerstraße eine Schlägerei, in deren Verlauf ein Arbeiter erheblich mißhandelt wurde. Er erhielt dra Stiche in den Kopf und einen in das Bein, ferner wurde er mittel: eines Schlagringes, mit Faustschlägen und Fußtritten bearbeiter Einer der Täter erhielt nunmehr drei Jahre und acht Monate fängnis, ein anderer drei Monate Gefängnis und zwei weitere Tai je einen Monat Gefängnis.— Ein Pelzwarenfabrikant und Kurschu wurde wegen Verstoßes gegen§ 4 des Musterschutzgesetzes zu. Strafe verurteilt. Der Beschuldigte hatte einen Mottenkasten, den Konstruktion durch Eintragung in die Musterrolle des Patentamt gesetzlich geschützt ist. nachgeahmt.— Ein Bäckergeselle, der eine Kriminalbeamten mißhandelt und ihm Widerstand geleistet, einen falschen Namen angegeben hatte, wurde zu vier Mona# Gefängnis und zwei Wochen Haft verurteilt. Dermischte Nachrichten. .-Gladbach, 10.Mai1904. Die hiesige Polizeiverwaltung hatte eine Polizeiverordnung erlassen, wonach die# eigentümer die Hausnummerschilder von der Stadt beziehen mußie Ein Gastwirt beschaffte sich nun in einem Privatgeschäfte ein ve schriftsmäßiges Nummerschild für 75 Pfg., welches bei der## das Doppelte gekostet haben würde, und ließ es anbringen. 2 der infolgedessen polizeilicherseits gegen ihn festgesetzten Geldstrafe sprach das Schöffengericht den Hausbesitzer frei, und auf die no# Amtsanwalt hiergegen eingelegte Berufung kam auch die Strafkammer zu einem freisprechenden Erkenntnis. Das Gericht wog, daß die Polizeibehörde wohl die Anbringung der Numme schilder vorzuschreiben habe, weiter aber nicht gehen dürfe. Polizeiverordnung sei daher in dieser Hinsicht rechtsungült Die empfiehlt ihre anerkannt vorzüglichen und feinen Spezialitäten zur Pflege der Hände, des Haares, des Teints, der Zähne 2c. zu billigsten Tagespreisen mit 10 Droguerie moderne“ Minoritenstraße 23. 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Nachdruck verboten. 28 15001 800 13000] 3 219 51 348 411 226 86 1500) 98 341 403 829 45 51 6017 70 475 548 11000) 95 750 51 8·5 7038 283 426(500) 512(500) 45 703(3000) 45 92 l10001 97 979(1000) ar sum 9070, 243-1 710 8058 87 202 314 79 711 35 999 9270 343 454 712 10002 13 43(3000) 122 315 28 478 545 745 64 835 68 94. 11006 48 500) 64 196 585 1000)1 86 605 30 48(1000) 956(1000) 12024 212 465 1500 75(30001 511(1000) 38 902 13052 69 169 533 89 688 732 964 65 79(1000 84 14034(5001 137 247 99 354(500) 67 78 509 635 39 50 745 75 900 13000 94 97 15126 40 241 62 333 432 647 1500) 51 710 53 939 91 10267 338 574 820 966 92 1500) 17098 218 87 397 646 761 844 13000] 99 977 18203 392 473 501 24 38 812 48 73 919 91 10067 155 212 93 318 777 815(1000) 20405 33 540 60 752 819 61 939[500) 45 21037 233[500) 480 653 811 946 22105 8 30 267 68 363 458 700[500) 23020 50 191 201 360 756 81(5001 875 86 990 24048(1000) 297 381 471 1500) 857 964 25012 38 104 40 264 98 307 25 415 42 60 584 15001 661 726 876(3000) 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Ziehung der 5. Klasse 210. Kgl. Preuß. Lotterie. bis 28. Mai 1904.) Nur die Gewinne üder 240 Mk. Rid den detreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(0# 10 Gowihr.) a1. Mai 1904, mittags. Nachdruck verboten. 951 6037 148 55 68 271 327 76 493 633 1600) 97 620 825 993 7060 174 99 886 915 8053 74 207 361(500) 75 525 920 88 9064 369 88 798 940 90 10038 320 1500) 52 513 657 967 11045 68 145 61 390 404 40 85 508 77 707(500) 66 964 12078 352 97 522 608 708 13221(3000] 26 45 412 96 898(500) 930 93(10001 14000 66(10001 15063 174 694 737 1500 970 10195 231 408 621 1500] 89 92 631(500) 55 58 788 843 17047 152 (500] 224 85 88 329 489 516 629 75 732 82 937. 18127 55 482(3000)] 605 12 83 880 10055 146 204 304 93 11000] 439 73(1000) 658 15001 872 500) 956 20059 274 537 799(500) 800 79 959 21057 110 208 65 418 95 674 29(500) 36(500) 29185 230 329(10001 68(500 519 698 931 48238 1500) 455 80 1500) 644 259 49187 240 329 491 640 856 S38 96 .9008 130 57 284 321 32 47 426 97(3000] 677 80, 51066 103 298 301 86 410 574 93 662 762 SOs 52063 119 26§ 560 662 709 861 53040 80 332 56 468 /500) 509 826 927 46 75 56019 140 1500) 90 222 306 74 420 547 771 889 0S 974 85(600] 85117 71 /2001 669 819 979 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Aus dem sozialen Leben. X Zur Frage des Koalitionsrechtes der Arbeiter hat auf der vor einigen Tagen abgehaltenen Kouferenz der Zentralstelle für Arbeiter=Wohlfahrtseinrichtungen der Ministerialdirektor Thiel aus dem preußischen Landwirtschaftsministerium einen Beitrag geliefert, der unseres Erachtens geeignet ist, in der Oeffentlichkeit berechtigtes Befremden hervorzurufen. Er erklärte, daß mit Rücksicht auf diejenigen Betriebe, in denen ein plötzlicher Streik mit den größten Gefahren für die Oeffentlichkeit verbunden sei, das Koalitionsrecht einzuschränken sei. Hr. Thiel war selbst davon überzeugt, daß das sehr„reaktionär“ sei, diese Ueberzeugung hinderte ihn aber nicht, seine Auffassung als eine sehr zeitgemäße zu empfehlen. Die Einschränkung des Koalitionsrechts will Herr Thiel dadurch erzielen, daß in erster Linie in Staatsbetrieben, wie der Eisenbahnverwaltung. die Arbeiter zu Beamten gemacht werden. Für den Verzicht auf das Koalitions= recht sollten sie die mit der Beamteneigenschaft verbundenen Vorteile, namentlich die Pensionsberechtigung, entschädigen. Der Gewinn für die Regierung würde aber nur ein geringer sein, denn im Falle eines Streiks wäre auf diese Leute doch kein Verlaß. Wer sich durch Opportunitätsrücksichten zu einem Verzicht auf seine persönlichen Rechte verleiten läßt, der wird sich im gegebenen Falle ebensogut wieder aus Opportunitätsgründen zur Verletzung seiner Beamtenpflicht verleiten lassen. Mit dem Thielschen Rezept erzeugt man Korruption. Die Frage, ob ein Arbeiter Beamter werden soll, kann und darf im wohlgemeinten Interesse des Staates nur aus sachlichen Gründen der persönlichen Qualifikation entschieden werden. Hr. Thiel verlangt weiter, daß die Arbeiter in den Bergwerken, in den Gasanstalten, bei den Straßenbahnen usw. beamtet werden. Also ein Abbruch des Koalitionsrechtes auf Gebieten, die teilweise den Staat gar nichts angehen. Das ist eine„soziale Fürsorge“, gegen die entschieden Protest erhoben werden muß. Damit wird die Arbeiterbewegung nicht in gesunde Bahnen geleitet, damit erzieht man ein Schleichertum, welches, weil äußerlich nicht mehr in seinem Werte für die Gesellschaftsordnung bestimmbar, die Gefahren für die Oeffentlichkeit in erschreckendem Maße zu steigern geeignet ist. Wer die Lösung der sozialen Frage in der Beamtenuniform erblickt, der sollte unseres Erachtens seine Finger von der sozialen Frage weglassen. Es würde in hohem Grade erwünscht sein, wenn die Regierung zu verstehen gäbe, daß sie in keiner Weise der Auffassung des Hru. Thiel ist: Kleider machen Leute! S Das Reichsarbeitsblatt hat seinen zweiten Jahrgang begonnen. Schon jetzt läßt sich übersehen, daß es der bei seiner Gründung betonten Aufgabe, ein Barometer des deutschen Arbeitsmarktes, sowie ein Nachschlagewerk aller in das Gebiet der sozialen Gesetzgebung sallenden Vorgänge zu sein, in geschickter Weise gerecht wird. Eine seiner wertvollsten Neuerungen zur Beobachtung des Arbeitsmarktes ist die von ihm gegebene Uebersicht über die Arbeitslosigkeit in deutschen Fachverbänden, die im vorliegenden Heft einen Ueberblick über das Jahr 1903/04 ermöglicht. Am 31. März d. J. waren in den der Berichterstattung angeschlossenen Verbänden 7408 Mitglieder am Orte, 1243 außerhalb des Ortes arbeitslos. Es sind das 1,9 Proz. aller Mitglieder gegen 2,2 Proz. am 31. Dezember, 1,8 Proz. am 30. September und 3,2 Proz. am 31. Juli. Es läßt sich also aus diesen Ziffern ohne weiteres ersehen, wie die Arbeitsverhältnisse des Jahres sich gestalteten. Sie waren am ungünstigsten am 31. Juli, erreichten ihren günstigsten Stand im September, verschlechterten sich zum Winter und haben sich seitdem so gehoben, daß fast der günstigste Stand des Vorjahres erreicht ist. Die hierin zum Ausdruck gelangende wirtschaftliche Aufwärtsbewegung wird durch die übrigen über die Gestaltung des Arbeitsmarktes berichtenden Faktoren, die Berichte der Industrie, der Krankenkassen und der Arbeitsnachweise bestätigt. Die gleiche Beobachtung ergibt sich auch aus der Uebersicht der Fälle von Arbeitslosigkeit im verflossenen Quartal. Es entfielen auf 100 Mitglieder 7,7 Fälle von Arbeitslosigkeit gegen 8,6 bzw. 8,2 und 7,7 in den drei vorangehenden Quartalen. Zum ersten Male gibt die neue Nummer einen Bericht über die Kaufmännische Stellenvermittelung im ersten Quartal 1904. Dieselbe wird regelmäßig im Reichsarbeitsblatt veröffentlicht werden. Im Laufe des ersten Quartals gingen bei den 28 Vermittelungsstellen 17607 neue Bewerbungsgesuche von männlichen, 3203 von weiblichen Bewerbern ein. Dazu kamen 8658 bzw. 244 aus dem vorhergehenden Quartal übertragene Gesuche. Durch die Kaufmännische Stellenvermittelung wurden 35 Prozent der gemeldeten Vakanzen besetzt, während 43 Prozent ohne Vermittelung besetzt wurden. Entgegengesetzt zu den Beobachtungen bei den gewerblichen Arbeitern ergab sich bei der Kaufmännischen Stellenvermittelung, daß das Verhältnis der Stellen zu den Bewerbungen für männliche und weibliche Arbeiter ungefähr ein gleiches wird. * Zur Lage des Mittelstandes. Erfreulicherweise geht in den letzten Jahren eine Bewegung durch die Kreise der Detaillisten und Geschäftsleute, die schon manchen angeregt hat, sich irgend einer Genossenschaft anzuschließen. Nun ist jüngst die Ansicht geäußert worden, daß die kleineren Betriebe weniger unter dem Mangel an günstigen Bezugsquellen litten, als unter dem Mangel an Absatz= und Verkaufsgelegenheit. Wer so urteilt, kennt nicht die Vorteile der Einkaufsgenossenschaften. Eine Genossenschaft von Händlern muß genau in derselben wirtschaftlichen, kaufmannischen Weise arbeiten, wie der alleinstehende Geschäftsmann. Der Geschäftsmann kalkuliert in allererster Linie nach seinem Einkauf, er sucht sich zu allererst billige Bezugsquellen, sucht sich einen passenden Platz und entsprechend gute Lage aus, mietet einen Laden; geht das Geschäft gut, so vergrößert er sich dementsprechend, steht er sicher, so kauft er ein Haus usw. Nun gibt es ja leider Leute, die aller Vorsicht zum Trotz, ehe sie billige Einkaufsquellen besitzen, gleich einen großen Laden einrichten in der Hoffnung auf großen Umschlag. Der große Umschlag bleibt aus, die Reklame verdoppelt die Unkosten und mit dem erhofften billigen Einkauf ist es dann vorbei. Das Ende vom Lied ist der Konturs! Falls nun eine Genossenschaft in derselben Weise arbeiten würde, zuerst ein großes Warenhaus bauen, in der Hoffnung, daß durch großen Bedarf sich der billige Einkauf später ganz von selbst finden würde, was glauben Sie, was daraus würde? Eine große Pleite! Ich halte an der Meinung fest, daß nur durch Einkaufsgenossenschaften sich etwas erzielen läßt; haben sich auch doch die Warenhausbesitzer erst zu einer derartigen Genossenschaft zusammengeschlossen, ehe sie die großen Lokale einrichteten. Eine jahrmarktsahnliche Einrichtung eines genossenschaftlichen Verkaufshauses im Stile der jetzigen Warenhäuser ist nicht eher möglich, als der billige Einkauf schon vorhanden ist. Der billige Einkauf ist die allererste Bedingung, die Grundlage jedes größeren Geschäftes. Meine Vorstellungen über den billigen Einkauf gehen sicher nicht bis ins „aschgraue“, ich bin aber als Mitglied einer kleineren Einkaufsgenossenschaft vollständig davon überzeugt, daß eine große Genossen Seite 74 Kölner Local-Anzriger Nr. 131 4 Freitag, 13. Mai 1904 schaft auch große Erfolge im Einkauf hat, weshalb ich mich veranlaßt fühlte, einer größeren, in der Gründung begriffenen, der Westdeutschen Einkaufs=Genossenschaft der Hut= und Schirmbranche beizutreten. Es muß jedem Genossenschaftler Freude machen, daß es sich endlich einmal regt in den Kreisen der Detaillisten und Handwerker. Es ist aber auch die höchste Jeir.„„ Der Rückgang der kleinen Brauereien hat nun doch die Aufmerksamkeit der Staatshaushaltskommission des Reichstages erregr und sie bestimmt, für eine gesetzliche Neugestaltung zum Schuttz der kleinen Brauereien sich auszusprechen. Man sah ein, daß die kleinen Brauereien langsam, aber sicher, durch den Großbetrieb aufech. de ehgre. elce. riche eosieh lse, Bechshe seckethr dat nicht bsfriter, dbah eine Vereserung der Brgiseauer aleich zeigen. In den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelte sich die Erzeugung von Bier im norddeutschen Brausteuergebiet nahezu, während die Zahl der im Betrieb befindlichen Brauereien von 10921 auf 6582, also um 39 Prozent, zurückging. Am stärksten verringerte sich die Zahl der kleinen Brauereien, etwas weniger die der mittleren, wogegen die Zahl der Großbetriebe wuchs. Rrechi man jene Brauereien, welche jährlich nicht über 600 M. Brausteuer entrichten, zu den kleinen Betrieben, jene mit einer Jahressteuer von 600—6000 M. zu den mittleren und die Brauereien mit einer Jahressteuer von über 6000 M. zu den Großbetrieben, so nahm jede dieser drei Gruppen, der Zahl nach, folgende Entwickelung: Kleine Brauereien 6920 3232 Mittlere„ 3410 Also ging in den letzten zwanzig Jahren die Japt, der, Keiten Offene Stellen. In der Zuckerfabrik zu Köln=Ossendo sind verschiedene Lagerräume vom I. August d. J. ab auf mehrere Jahre otigun vermieten. (#lA.41A MAAMam= Besichtigung kann täglich stattfinden Tüchtige Radstern= und ik Näherss jeden Mtgoch und u. Bandagendreher?“ zu sofort gesucht.“ Eisenhütte Eschweiler=Aue. Maler= und Samstag, nachmittags von—6 Uhr in Köln=Ossendorf zu erfahren. Hochpart. 4 gr. Zim., 1 Küche 45 M. 1. Etage 5 Zimmer, 1 Küche 45., 2. Etage 5 Zimmer, 1 Küche 42., mit allen Bequeml. sof. zu verm. Hause Gustavstraße 55 in Sülz. Haltest. der elektr. 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Im Jahre 1818 übergab der letzte Sakristan und Organist der ehemaligen Dominikanerkirche, Pater Raymund Keller, dem Pfarrer von St. Andreas, Johann urnold Glessen, die in Gold gefaßte, große Partikel vom h. Kreuze, welche seit vielen Jahrhunderten in der Kirche der Dominikaner verehrt worden war, damit sie in der St. Andreaskirche aufbewahrt werde. Pfarrer Glessen ließ für diese Reliquie ein passendes Ostensorium anfertigen und seitdem wurde sie in St. Andreas öfters, besonders am h. Karfreitag, zur Verehrung ausgestellt. Auf Anregung des jetzigen Pfarrers von St. Andreas beschloß der Kirchenvors dieser Pfarre, in anbetracht, daß die Kirche noch eine zweite große Kreuzpartitel besitzt, die aus der alten Heiligkreuzkirche der Domi nikaner herrührende Reliquie der neu erbauten Klosterkirche zum h. Kreuze zu schenken, wozu der Herr Kardinal seine Genehmigung gab. So überreichte denn Herr Pfarrer Breuer am Tage der Konsekration in Gegenwart des Herrn Kardinals, beg, er ggg, Tofhan; kaner=Konvents und der zur Feier erschienenen Gäste das kostbare Kleinod mit einer warmen Ansprache, worin er auf die innige Freundschaft hinwies, die einst zwischen den Stiftsherren von St. Andreas und den Dominikanern bestand und auf die engen Beziehdie auch heute noch der Dominikanerorden zu der Kirche St Andreas hat. Herr Pater Prior Keller dankte tiefgerührt dem Pfarrer, dem Kirchenvorstande und der Pfarre für das herrliche Geschent, das wie einst in der alten Heiliotzenzirche so von nun an in der neuen in hohen Ehren gehalten werden soll. erteilte der Herr Kardinal allen Anwesenden mit der h. Partikel den Segen. Am Abende wurde die Reliquie nach der Festpredigt des Herrn Pater Raymundus Lentz in feierlicher Prozession aus dem Kloster zur Kirche übertragen, wo sie in Zukunft jeden Freitag abend zur Verehrung ausgesetzt wird....— SirenenK. Gefunden wurde: am Königsplatz eine Brille, in der straße eine Damenuhr, auf dem Beuelsweg eine Börse mit Inhalt, Ecke Ehren= und Benesisstraße mehrere Fahrradschlösser, an Obenmarspforten eine Börse mit Inhalt, Ecke Pantaleonswall und Triererstraße eine große Photographie, in der Breitestraße ein Damenportemonnate, im Himmelreich verschiedene Schulsachen, in der Breitestraße eine Börse mit Inhalt. Von der Königlichen Staatsanwaltschaft hierselbst wurde ein Korb mit Zucker und Himbeersirup übersandt. Die rechtmäßigen Eigentümer werden ersucht, sich auf dem Fund. bureau, Glockengasse 30, Zimmer 17, zu melden. Aus Dororten und Umgebung. Kalk, 13.Mail904. Nachdem das hiesige, im Jahre 1883 erbaute Hospital, dessen Leitung den Schwestern vom Orden des h. Franziskus untersteht, im Jahre 1895 die erste Vergrößerung erfahren, hat dasselbe jetzt wiederum eine Erweiterung erhalten; die bis jetzt von den Schwestern benutzten Räumlichkeiten wurden zu Krankenräumen umgebaut, wodurch im Hospital, bis heute dem einzigen Krankenhaus in Kalk, 150 Personen ausgenommen werden onnen. Außer dieser Erweiterung ist auch ein geraumiger Kapellenlteubau entstanden, welcher abseits vom Hospital im Vorgarten esselben errichtet wurde. Zurzeit ist der Rohbau und der innere Verpug fertig gestell. Die Kirche, im gotischen Stit errichtet, wirt namentlich durch ihre Hauptschauseite in würdiger Weise. Das übsche Sandsteinportal gereicht der Fassade zur Zieroe. Ein in träftigen Formen gehaltener Dachreiter krönt den Bau, dem noch en Turm seitwärts angegliedert ist, als Treppenaufgang zur Empore dienend. Kirche und Krankenhaus sind sowohl im Erdgeschoß wie in der Höhe der Empore durch einen Gang verbunden. Das Innere zeigt einen einfachen überwölbten Raum mit hübscher Choranlage, die durch vier gotische Fenster erhellt wird. Das Langschif ist auf der Südseite durch drei hohe Fenster durchbrochen, während auf der Nordseite ein Seitenschiff angebaut ist. Die Orgelbühne verlängert sich nach dem Seitenschiff zu als Empore. Zwischen Seitenschiff und Sakristei ist ein weiterer hübscher Raum als Nonnenchor vorgesehen. Die Kirche soll am 2. August(Portiunkulafest) in Benutzung genommen werden. für dauernde Arbeit gesucht. Ehrenfeld, Thebäerstraße 67. Tüchtige Anstreicher gegen hohen Lohn sofort gesucht. Gereonshof 36. Ordentl. Häckergeselle ges. Nippes, Sechzigstraße 89. Kalk. Ztaves hath. Mädche für Küche und Hausarbeit zum vuv Kal) Hauptstraße 301. für alle Hausarb. (ohne gr. Wäsche) wegen Erkrank. des Mädchens sof. gesucht. Viktoriastraße 3. Kath. Mädchen grbeitgzacht. Nachenerstraße 46. zum Arbeiten Niehlerstr. 105. lleinstehende Frau e gesucht. Nippes Herrsch. 1. 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Mai a.., morgens 9 Uhr, wozu die Mitglieder der Bruderschaft hiermit höflichst eingeladen werden. öbel, Antiks., Pianinos werden zum h. Werte angek. Achterstraße 4. S7 D LEN Zur Beerdigung unseres Mitgliedes Herrn Freitag den 15. d.., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Nubensstraße 22, sowie zum Tranergottesdienste ladet ein Der 8. Rölner Local-Anzeiger 1* Preitag 15. Mai 1904. Die Mundart ist ein Spiegel der Volksseele.„Zeige mit, wie Du sprichst, und ich we de Dir sagen, wer Du bist.“— Auf den Gebieten des öffentlichen Lebens, im Getriebe des Weltverkehrs geht die Eigenart der Heimat aber wurzelt die Mundart der Stammessprache fest, und die Volks sprache leuchtet uns entgegen als ein Bild der Volksseele. Die Firma Hamburger Kaffee=Import=Geschäft Emil Tengelmann mit ihren weltumspannenden Handelsbeziehungen befördert von.va, Vortoriko, Brasilien und anderen Kaffee produzierenden fremden Landern Plautagen=Kaffee vom Produzenten direkt ohne Zwischenhandel an den Konsumenten, Emil Tengelmann schüttet sozusagen den Kaffee von der Plantage direkt in Hausmütterchens Kaffetopf; so hat Emil Tengeimann sich bewährt als Kenner der Produzenten, aber auch nicht minder als Freund des Konsumenten, als ein alter Hausfreund tausender Famie aller Bevölkerungsschichten, wohlgelitten und bekannt überall in Stadt Terer in den verschiedenen Gegenden des deutschen Sprachgebietes wohnenden Kundschaft, deren Sitten und Gebräuchen, der Voltssprache huldigend, hat die Firma Hamburger Kaffee=Import=Geschäft Emil Tengelmann sich entschlossen, ein„ Preis=Ausschreiben zu erlassen auf den besten Vers in heimischer Mundart, in dem Tengelmann'## Plantagen=Kaffee gebührende Erwähnung findet. Es gelangen zur Verteilung ein 1. Preis zu Mt. 10 Preise zu je Mr. 100 und 150 Preise zu je Mt. 200 Preisbewerber und=bewerberinnen aller Stände und Berufsklassen, besonders aus Bürgerkreisen und dem Arbeiterstande, sind willkommen. Es wir besonders betont, daß bei der Beurteilung weniger die vollendete, ausstudierte Form, als vielmehr Mutterwitz, sofern er auch nur in wenigen zutreffenden Worten heimischer Mundart zum Ausdruck kommt, bevorzugt wird, sodaß also auch das ungereimte Sprüchlein de biederen Haus mütterchens, die keine gewandte Feder führt, größte Aussicht hat, einen Sieg davon zu tragen. Das Preisrichteramt haben übernommen: Frau Professor Luise Holle, Herausgeberin von Henriette Davidis Kochbuch. Bremen. Derr Wilhelm Täpner, Herausgeber der Plattdeutschen Lachpillen, Essen. Herr Peter Auzinger, Schriftsteller, München. Werr August Junkermann, der bekannte Rezitator von Reuters Werken. Berlin. Herr Emil Tengelmann. Die Bewerbungen müssen auf einem Formular niedergeschrieben und in verschlossenem Kuvert mit Aufschrift„Preisausschreiben“ in Tengelmann's KaffeeVerkaufs=Läden abgegeben werden.— Durch die Post gesandte Bewerbungen aus Städten, in denen sich Tengelmann's Verkaufsläden befinden, bleiben unberücksichtigt. Das Bewerbungs=Formular wird in Tengelmann's KaffeeVerkaufs=Läden jedem Käufer gratis verabfolgt. Wer nicht probiert— verliert! Cohlusstermin Mit Ablauf der Pfingsttage wird die Schlüssteriim. Annahme der Preisbewerbungen geDie Nachprüfung der zahlreichen Bewerbungs schlossen. Die Nacuprulung. EIn erssn schreiben wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Bekanntgabe der von dem Preisrichterkollegium mit Preisen ausgezeichneten Bewerbungen und Auszahlung der Preise erfolgt anfangs September. Hamburger Kaffee=Import=Geschäft Emil Tengelmann. Nächster Verkaufsladen:„„„„ Köln: Ehrenstraße 10-12, Weyerstraße 7, Christoph= straße 52, Marsplatz 11. Ehrenfeld: Venloerstr. 290. Lindenthal: Türenerstr. 196. Deutz: Freiheitstraße 38. Mülheim a. Rh: Buchheimerstraße 27,““ Gebrüder Alsberg. Hauptstraße 30, gseröber Marenhaus eser. Neues Stadt=Theater. Freitag den 13. Mai 1904. 21. Vorstellung bei aufgeh. Abonnement. Wagner=Cyklus 1I. Tannhäuser. Romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Mitwirkende: Walter Schneider, Adolf Gröbke, Julius vom Scheid Hermann Plücker, Arthur Steuer, Albert Kutzner, August Ulbrich Helene Offenberg, Ilka von Rohden usw..2 unr Samstag den 14. Mai 1901. 22. Vorstellung bei aufgehob. Abonnement. Neu einstudiert: Das Nachtlager von Granada. Romantische Oper in 2 Akten von Konradin Kreutz r. Hierauf: Ballett=Divertissement arrangiert von der Ballettmeisterin Marietta Gobini. Altes Stadt=Theater. Freitag den 13. Mai 1904.. 34. volkstümliche Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Stella und Autonie Schauspiel in 4 Aufzügen von Otto Julius Bierbaum. Mitwirkende: Hans Siebert, Louise Obermaier, Lina Lossen, Oskar Borcherdt, Elisabeth Scholtz, Richard Aßmann, Georg Kiesan, Rudolf Leyrer, Berthold Lehndorff usw. Einlaß 7 Uhr. Anfang 715 Uhr. Ende 1012 Uhr. Samstag den 14. Mai 1904. 35. volkstümliche Vorstellung zu ermäßigten Preisen „... so ich dir!“ Schauspiel in 4 Akten von Paul Linda. #Re Panorama International. Breitestraße 96, 1. Etage. n Gison7 Gind 907 Geöffn. tägl., auch Sonn= u. Feiert. v. morg. 9 bis 9 Uhr ab. Eintr. 30 3, Kind. 20 Diese Woche: gl., auch Sonn= u. Felerl..mergeer=„„ Diese Eine Reise durch Mittel=Italien. Ergebenste Einladung zur Hauptversammlung des Vereins für Kinderhorte im nördlichen auf Freitag den 20. Mai, abends 812 Uhr, im Gasthof Mittelhäuser, Marzellenstraße Tagesordnung: I. Jahresbericht. 2. Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes. 3. Wahl des Vorstandes und der Rechnungsprüfer. t: Verschiedenes. Restaurant Comp, Neumarkt 16. 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Krankengeldzuschußkasse Düsseldorf, Ortsgruppe Kalk, ein geschlossener Familienabend statt, zu welchem die Anhänger und Gönner freundlichst eingeladen werden. Außer der freundlichen Mitwirkung des Pfarr=Cäcilienvereins wirken her; vorragende Solisten mit, so daß bei einem guten Glas Bier genußreiche Stunden geboten werden. Verwaltungsstelle Kalk. Der Vorstand. Keschäftswagen, g. erh., 25 Ztr. T O kraft. b. z. v. Luxemburgerstr. Trag146. Verlag u. Druck von J. P. Jachem, Verantwortl. Redacteur: für den allgemeinen Leil: B. Reuter: für den Anzeigen- u. Reklamenteile C. Okle. alle in Köln.