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April 1902bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß nach der heute vorgenommenen Ermittelung des Ergebnisses der am 25. d. M. zwischen den Herren Justizrat Carl Trimborn und Arbeitersekretär Adolf Hofrichter 35621 gültige Stimmen abgegeben worden sind und Herr Trimborn 19526 Stimmen, mithin die Mehrheit der Stimmen erhalten hat. Derselbe wurde daher als zum Reichstagsabgeordneten für den Wahlkreis Cöln Stadt gewählt erklärt. Cöln, den 29. Juni 1903. Der Wahlkommissar: * Schmitz. Eine Brauerei ebst Gastwirtschaft industriereicher Gegend. größerer ¼4 Stunde vom Staatsbahnhof he der Kreisstadt entfernt, ist shalber preiswürdig zu vermit größerem Kundenbezirk inzen Umgebung. Offerten u. Nr. 1380 an die Dienstag den 30. Juni, nachmitt. 6 Uhr, sollen auf dem hies. Güterboden 2 Körbe Hühner öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft werden. Die Eilgut=Abfertigungsstelle. llippes. Hübsches Zinshaus, Reste schöne Muster spottbillig. 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Gerade fünfundzwanzig Jahre sind es her, so erzählt er, als eines abends im Vatikan ein deutscher Bildhauer vorsprach, einfach gekleidet, in hellem Reiseanzug. Nachdem er in der päpstlichen Anticamera seinen Namen genannt, wurde er sofort zum Papste geführt. Es war— Erzbischof Melchers! Jetzt sehen wir wieder einen Kölner Erzbischof den Vatikan betreten, den dritten Nachfolger jenes Bekennerbischofs der Kulturkampfzeit. Aber diesmal kommt er nicht verkleidet und im Geheimen, sondern offen vor aller Augen und mit allen Ehrenbezeugungen empfangen. Redner wies dann auf den neulichen glänzenden Besuch des Kaisers im Vatikan hin und ließ seine Worte in einem freudig aufgenommenen Hoch auf beide Herrscher ausklingen. Justizrat Custodisantwortete namens der Kölner Erzdiöcesanen und dankte für die herzliche Aufnahme, der sich die deutschen Romfahrer allzeit im Campo Santo erfreuten. Heute Vormittag vor 10 Uhr fuhren der Hr. Kardinalerzbischof und seine Begleitung in drei Wagen zum Vatikan. In der Sala Ducale waren zwei Compagnieen der Palatingard unter Führung des Hauptmannes Benincampi aufgestellt; an den Thüreingängen erwiesen päpstliche Gendarmen in Gala mit den hohen schwarzen Bärenmützen die Ehren. Nach und nach süillten sich die Säle mit einer unübersehbaren Schar einge ladener Gäste, die das Vorbeipassieren des hl. Vaters auf dem Wege zum öffentlichen Konsistorium sehen wollten, das in der Sala Regia(neben der Sixtinischen Kapelle) stattfand, wie Ihnen bereits kurz durch den Draht gemeldet. In diesem Prachtraum war der päpstliche Thron an der Rückseite der Paulinischen Kapelle errichtet, auf der linken Seite die Tribüne für das diplomatische Corps, rechts die für den romischen Adel. Dem Throne gegenüber stand eine Doppeltribüne für besondere Gäste, darunter die Familie des Papstes, die u. a. durch seine Nichte, Gräfin Moroni=Pecci vertreten war. Unter den Diplomaten befanden sich der preußische Gesandte und sämtliche Botschafter und Gesandten, die am päpstlichen Hof accreditiert sind. eine buntfarbige, vornehme Gesellschaft. Inzwischen hatten sich in der Sixtinischen Kapelle außer Eminenz Fischer, der zuerst anlangte, auch die beiden anderen neu creirten Kardinäle Nocella und Caviechioni eingefunden. Unter Assistenz des Herrn Kadinalstaatssekretärs leisteten sie zu Händen der Eminenzen Agliardi, Gotti und Macchi vor dem Altare den Eidesschwur. Die Sänger der Sixtinischen Kavelle unter Leitung ihres neuen Direktors, Maestro Perosi, trugen während dessen eine Motette des venezianischen Komponisten Gabrielli vor. Dann folgte die Ueberreichung der Ringe. Der für den Hru. Kardinal Fischer besteht aus breitem Goldreif mit sistorialadvokat Signor Conti die zweite Lesung des Selig sprechungsprozesses. zu wollen, so war dies nur Renommisterei. Das nächste Mal alerdings kang.e2 Eren.ertächer, und henfesionellen Fanatitern echungsprdeseg.... 2. 4hishanen Machi und Stein= wie in der von Scharfmnachern und konfessionellen Fanatikern großem gelbem Topas, der auf seiner inneren Seite das Wappen Papst Leos XIII. in seinem Email zeigt, eine kunstvolle Arbeit des bekannten römischen Goldschmiedes Angelo Taufani. Unterdessen hatte sich in der Sala dei Paramenti die Prozession gebildet. Voran schritten die in schwarzer Seide gekleideten Konsistorial=Advokaten, darauf die roten Geheimkämmerer des Papstes, die Ceremouiarii und der Mitraträger. Hinter dem Prozessionskreuz schritten langsam die sämtlichen in Rom anwesenden Kardinäle, außer dem Kardinalcamerleugo Oreglia, jeder gefolgt von seinem violetten Schleppträger(Caudatarius), durch den Herzogssaal in huber zu Seiten des Pupstes ausgesteatwahr—* Vaters der Thronassistent Fürst Marcantonio Colonna in seiner reichgestickten schwarzen Uniform stand. Nun nahten die neuen Kardinäle zum zweitenmal dem Thron. Zunächst kniete Eminenz Nocella zu Füßen des Papstes Nun folgte die feierliche Aufsetzung des großen Kardinalshutes. Es ist dies ein flacher Hut aus dunkelroter Seide von etwa einem halben Meter Durchmesser, der nur zu dieser Ceremonie gebraucht wird, während der Papst aus dem vorgehaltenen Ceremoniale die vorgesehenen Gebete spricht. Gerade ½12 Uhr war es. als Eminenz Fischer, geleitet von den Kardinälen Vives Tuto und Della Volpe, vor dem h. Vater knieend, den roten Hut aufgesetzt erhielt. Dann wurde er vom Papst gesegnet und küßte ihm die Hand, als das Hallelujah des Sängerchores ertönte. Patriarchen und Erzbischöfe umstanden dabei mit brennenden Kerzen den Thron. Das ganze war eine überaus eindrucksvolle Kardinal Steinhuber ersetzte nun die Prachtmitra durch das weiße Käppchen. Papst Leo erhob sich und erteilte, während alles auf die Knie sank, feierlich den apostolischen Segen. Mit kräftiger tönender Stimme sang er den lateinischen Segenstext. Wer diesem ergreifenden Augenblicke zum ersten Male beiwohnte, konnte sich des Staunens nicht erwehren, daß ein vierundneunzigjähriger Greis noch so klangvoll und klar zu singen vermochte. Damit war das öffentliche Konsistorium beendet. Der Zug ordnet sich aufs neue. Der Papst wird langsam die Thronstufen hinabgeleitet, die Mitra ihm aufgesetzt, und er nimmt wieder auf der Sedia Gestatoria Platz. Die roten Stangen senken sich, die zwölf in Rotbrokat gekleideten Säuftenträger (Palafrenieri) heben auf das Kommando„Alzate!“(Hebt auf!) des Marquis Sacchetti den Tragthron hoch, während die Flabelli wieder zu seinen Seiten erscheinen. Nun geht der brausende Jubel wieder an;„Hoch!“ rufen wir Deutsche,„Lvviva il Papa Ré die Italiener, alles klatscht in die Hände, die Damen auf den Tribünen schwenken die Taschentücher. Der Priestergreis hoch oben segnet freundlich lächelnd nach allen Seiten, während er durch den Saal und hinaus in die Anticamera auf den zweiten Stock hinaufgetragen wird. Es war gerade Mittag. Die sämtlichen Kardinäle kehrten nach kurzer Zeit unter Vorantritt der Sänger in die Sixtinische Kapelle zurück, von ihren Candatariis gefolgt. Vor dem Altar knieten die drei neuen Eminenzen unbedeckten Hauptes nieder. Jetzt stimmt der zweitälteste Kardinalbischof Serafino Vanutelli(au Stelle des Kardinals Oreglia) das feierliche Tedeum an, dessen Responsorien die Sänger der Kapelle übernahmen. Nach Beendigung des Tedeums fand in den Privatgemächern des h. Vaters noch ein geheimes Konsistorium statt, in dem den drei neu creirten Kardiuälen in der hergebrachten Weise vom Papste den Mund geschlossen und wieder geöffnet wurde. Nunmehr haben diese Eminenzen Stimmrecht im nächsten Konklave. Mit der Verleihung der Titelkirchen schloß die Ceremonie. Wie bereits mitgeteilt, erhielt Kardinal Fischer St. Nereus und Achilleus im Südosten Roms an den Termen des Caracalla Die Besitzergreifung findet in den nächsten Tagen statt. Auf heute Abend 8 Uhr ist der Herr Kardinal zum Hru. Staatssekretär Rampolla mit seinem Neffen Hrn. Rat Esser zu Tisch geladen. angebrachten grünen Schranken, die sog. heilige Quadratur, den für das Kardinalskollegium allein vorbehaltenen Mittelraum des Gerade hatte die Uhr auf St. Peter die elste Stunde gemeldet, als in das Gebrause der Stimmen im hohen Königssaal von ferne Evviva=Rufe sich mischten. Am unteren Eingang erschienen über der Menge die bekannten großen Pfauenwedel (flabelli), und dann wurde Papst Leo, auf der Sedia Gestatoria getragen, nach allen Seiten seguend, sichtbar. Unter lauten Zurufen und Händeklatschen kam der feierliche Zug nach vorn und trat in die Quadratur ein. Die Sedia senkte sich, der h. Vater stieg herab und ging die Thronstufen hinauf, durch Gesang der Kapelle begrüßt, zu seinem Sitz. Er sah, wohl infolge der Anstrengungen der letzten Tage, etwas bleicher aus, wie gestern Nachmittag: in weißem, reich mit goldgesticktem, Pontificalgewand mit der edelsteinbesetzten weißen, vom deutschen Kaiser ihm zum Bischofsjubiläum geschenkten Mitra ein ehrfurchtgebietender Anblick. Nachdem er Platz genommen, wurde ihm die leichtere gelbe Mitra aufgesetzt. Alle Kardinäle traten nun der Reihe nach vor den Thron und küßten dem Papste die Hand. Nach Beendigung dieser Ceremonie erscholl laut der Ruf des Oberceremonienmeisters Msgr. Riggi durch den Saal:„Accedant!“(Sie mögen kommen, d. h. die neuen Kardinäle.) Während nun dreimal je zwei Eminenzer zur Abholung hinausgingen, trat Konsistorialadvokat Conti mit dem Sekretär der Ritenkongregation vor den Thron und verlas das Dokument über den abgeschlossenen Akt der Seligsprechung des ehrwürdigen Menocchio, Beichtvaters Pins VII Unter feierlichem Geleite der Schweizergarden traten 20 Minuten nach 11 Uhr die neuen Eminenzen in der genannten Reihenfolge in die Sala Regia ein, als dritter Eminenz Fischer, dem Kaplan Dr. Kautsky von der Anima als Caudatarius diente. Jeder machte drei Verbeugungen vor dem Thron und trat dann hinzu und küßte dem Papste Fuß und Hand. Dann tauschten sie den Bruderkuß mit sämtlichen Mitgliedern des h. Kollegiums aus. Beim Kardinalstaatssekretär trug diese Ceremonie einen besonders herzlichen Charakter. Dann nahmen die neuen Eminenzen auf der rechten Kardinalsbank unten Platz. Es fügte sich sehr hübsch, daß gerade die sämtlichen Herren der Kölner Begleitung unmittelbar hinter Eminenz Fischer an den grunen Schranken der Quadratur ihren bevorzugten Platz hatten. Während dieser Begrüßungsceremonie erfolgte durch KonVon der Reichstagswahl. * Berlin, 28.Juni1903.(Drahtber.) Nachdem gestern die beiden letzten Stichwahlen stattgefunden, setzt sich der neue Reichstag zusammen aus 52 Konservativen, 19 Reichspartei, 9 Antisemiten, 100 Centrum und 2 Hospitanten, 51 Nationalliberalen, 21 Freisinnige Volkspartei, 6 Deutsche Volkspartei, 9 Freisinnige Vereinigung, 81 Socialdemokraten, 9 Elsässern, 16 Polen, 3 Deutschhannoveranern, 7 Bauernbund und Landwirtebund, 1 Dänen, 11 Wilden. Ergebnis der Reichstagswahlen läßt sich mehr dahin zusammenfassen: Im wesentlichen bleibt die Zusammensetzung des Reichstages die alte. Das Centrum ist nach wie vor die ausschlaggebende Partei. Die Parteien, welche die sog. Zollmehrheit bildeten, erfahren unbedeutende Veränderungen, wie sie bei jeder Wahl schon allegz. derctz,.älig, keiten herbeigeführt werden. Der„Ruck nach links“ ist lediglich den Socialdemokraten zu Gute gekommen, und zwar auf Kosten aller Parteien. Und weil eben alle Parteien daran beteiligt sind, so macht es für die einzelnen nicht viel aus, wenigstens für die größeren nicht. Für die beiden freisinnigen Parteien is die Sache schon empfindlicher; ebenso für die Antisemiten. Am empfindlichsten wohl für den Bund der Landwirte. Mit der in der Hauptwahl eroberten Mandaten für Ottweiler= St. Wendel und Wasserburg macht das Hildesheimer einen Gewinn für das Centrum von drei Mandaten aus. Der Verlust von sechs Mandaten ist also zur Hälfte wenigstens wieder wettgemacht worden, so daß sich als Schlußergebnis ein Minus von drei Mandate; ergiebt. Bisher besaß das Centrum 103 Mandate. (In den meisten Blättern wird die Zahl falsch angegeben; am häufigsten vergißt man den Grafen Ballestrem mitzuzählen, der als Präsident officiell unter den„Wilden“ aufgeführt wird.) In der Hauptwahl errang das Centrum 88, in de Stichlg##. Mandate. Sein Bestand ist also 100 gegen früher 103. So unerfreulich der Verlust von drei Mandaten ist, für die Stellung des Centrums im Reichstage fällt er nicht ins Gewicht. Von den vier deutschhannoverschen Hospitanten des Centrums sind Frhr. v. Wangenheim(Lüneburg) und Baron v. Arnswalde (Hoya=Verden) ihren nationalliberalen Gegnern unterlegen. Die Socialdemokraten haben in der Stichwahl, wenn recht gezählt worden ist, 25 Mandate gewonnen, haben es also mit den 56 Mandaten vom 16. Juni auf insgesgut 81 gehracht (Nach einer anderen Rechnung sino es 82.) Das ist das Er gebnis, das man nach der Hauptwahl erwartet hatte. Die Z nahme der Socialdemokraten beträgt rund zwei Dutzend Mandate. Sie hatten sich selbst wohl auch nicht mehr von den Stichwahlen versprochen, da sie bei diesen stets verhältnismäßig schlecht abschneiden. Wenn sie davon redeten, die stärkste Paltei werden Wahlkreisen haben sie nun glücklich alle bis auf Bautzen, das diesmal noch in den Händen des Antisemiten Gräfe blieb, das nächste Mal aber wohl auch verloren sein wird.„Deutschland muß werden, was Sachsen ist!“ ruft der Vorwärts voll stolzen Siegesgefühls aus. Dahin wird es nun freilich niemals kommen. Daß übrigens auch die Socialdemokraten wieder zurückgeworfen werden können, beweist der Verlust von 7 Mandaten, die sie bis dahin innegehabt hatten. V Offenbach a.., 26. Junil903. Mit einer„Mehrheit von 1700 Stimmen wurde den Socialdemokraten der Wahlkreis Offenbach=Dieburg entrissen; dadurch ist der bisherige Abg. Ulrich mandatlos geworden. Als das Ergebnis gestern Abend bekannt wurde, strömten die socialistischen Wählermassen nach dem Centrum der Stadt, ihrem Aerger über den Ausfall der Wahl Ausdruck gebend. Im Stadtgarten waren die Wähler der vereinigten Bürgerparteien um den neugewählten Abg. Dr. Becker versammelt; als letzterer sich nach dem katholischen Vereinshause begeben wollte, um der Centrumswählerschaft für die treue Unterstützung zu danken, wurde ihm, unmittelbar vor dem Vereinshause, ein Hieb über den Kopf versetzt. Ohne besondere Verletzung kam Hr. Becker mit dem Schrecken davon. Die Entrüstung über diesen Vorfall ist groß. Die Schutzmannschaft hatte vollauf zu thun, um Straßentumulte zu verhindern, und erst am frühen Morgen war es dem Abg. Becker möglich, nach seinem nahegelegenen Wohnort, unter polizeilicher Begleitung, Ueber 90 Prozent der Wähler haben im hiesigen Wahlkreise abgesunt. Locales. 1m Hitzschlag. Sonntag Abend gegen 8 Uhr wurde im Stadtwald ein Mädchen von einem Hitzschlag betroffen und sank bewußtlos zur Erde. Die Bedauernswerte wurde mittels städtischen Krankenwagens nach ihrer Wohnung in der Aduchtstroße gebracht. 40 Straßenbahnunfall. Sonntag Nachmittag gegen 1½ Uhr wurde auf der Weyerstraße eine Frau von erfaßt und zur Seite gestoßen. Die Frau, welche glücklicherweise nur einige Hautabschürfungen am Kopf und an einem Bein davongetragen hatte, wurde mittels städtischen Krankenwagens nach ihrer Wohnung lal Streitigkeiter: In der Spulmannsgasse entstand in der Nacht zum Sonntag gegen 3 Uhr unter mehreren Personen eine Schlägerei, wobei einer der Beteiligten übel zugerichtet wurde. Um dieselbe Zeit kam es auf der Großen Sandkaul zu einer Keilerei, wobei einer der Streitenden erhebliche Verletzungen an einem Auge erlitt.— In der Schnurgasse wurde in der Nacht zum Sonntag ein Mann von einem anderen Manne mit einem Bierglas gegen den Kopf geschlagen und nicht unerheblich verletzt. Die Verletzten wurden alle dem Bürgerhospital zugeführt. &am Taschendiebstahl. Am Sonntag Morgen wurde in der Kirche St. Alban im Gedränge einer Dame das Portemonnaie mit 40 M. Inhalt gestohlen. Der Diebstahl wurde aber rechtzeitig bemerkt und der 9 Diebstahl. Am Samstag wurde einem hiesigen in der Komödienstraße wohnenden Metgerneisier in der Kuhihale, des Schlacht= und Viehhofes aus der Kühlzelle Nr. 138 ein fleisch(sogenanntes Hinterviertel) im Werte von 150 M. gestohlen. Der Metzgermeister hat auf die Ermittellung des Diebes im Anzeigenteil dieses Blattes 100 M. Belohnung ausgesetzt Gerichts=Verhandlungen. Strafkammer. Bei der Mülheimer Postverwaltung wurde in vergangenen Jahre ein Säckchen mit 5000 D, Dieb ein Postschaffner ermittelt. Dieser, der auch Präsident des Mül heimer Postvereins war, entzog sich der strafrechtlichen Vergutwortung durch Selbstmord. Nach seinem Tode wurde die Jase des Postpereius revidiert und es ergab sich ein Fehlbetrag von 896 Mark. Der oa malige Kassierer des Mülheimer Postvereins, ein Fabrikarbeiter, früherer Postschaffner, war wegen Veruntreuung dieses Geldbetrages sowie wegen Unterschlagung einer Postnachnahmekarte und eines Briefes angeklagt und wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.— Ein Schuhmachermeister wurde wegen Betrugs in fünf und wegen versuchtem Betrugs in einem Falle zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Der Augeklagte hatte in den Jahren 1899 und 1900 hauptsächlich bei auswärtigen Firmen größere Posten Leder eingekauft und dieses teilweise Eine Kellnerin erhielt wegen Beleidigung eines Kellners fünf Tage Haft.— In einer Wirtschaft zu Haide brach ein Schuhmacher den Hausfrieden, beschimpfte die Wirtin und mißhandelte dieselbe. Das Urteil lautete auf 30 M. Geldbuße. Wegen Verübung ruhestörenden Lärms und Widerstandsleistung erhielt ein vorbestrafter Tagelöhner drei Tage Haft und zehn Tage Gefängnis.— Ein Fuhrmann, der einem Kutscher 2 M. unterschlug, wurde zu zwei Tagen Gefängnis verurteilt; außerdem erhielt er wegen ungebührlichen Benehmens vor Gericht eine Haftstrafe von 24 Stunden.— Ein Maurer, der einem Baunnternehmer einige Ziegelsteine und etwas Sand entwendete, wurde mit einem Tage Gefängnis bestraft.— Eine Woche Gefängnis erhielt ein Tagelöhner, weil er einen jungen Mann, von dem er glaubte angerempelt zu sein, mit einem Stocke niedergeschlagen hat.— Ein Tagelöhner und ein Maurer verübten zu Lindenthal groben Unsug, der erstere widersetzte sich de Polizei und der zweite schlug einen Schutzmann ins Gesicht. Beide erhielten 40 M. Geldstrafe. Was giebts zum Nachtisch? Wenn Sie eine angenehme Abwechselung kalter Desserts wünschen, verlangen Sie unter genauer Adressenangabe von Brown& Polson, Berlin C. 2, deren„Sommer=Speisen", lehrt, wie einfach natürliche Frucht=Flammeris mit jedem Obst herzustellen sind, sowie Milch= und Eier=Speisen als Beigabe zu gekochten Früchten schmackhaft zu bereiten. Für solche Flammeris ist die beste Grundlage das 1 Mondamin (gesetzlich geschützt) in Paketen a 60, 30, 15 Pfg. überall erhältlich. Rheinhöhe am 29. Juni. abends 7 Uhr:.30 m Wasserwarme am 30. Juni, morgens. 7 Uhr 16 .20. Rölner Local-Anzeiger Nr. 175 4 Dinstag, 30. Juni 1903 Seite 4. * ∆ 2 Zwangsversteigerung Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Cöln auf den Namen der Ehefrau Kaufmann Rud. Wipperfürth, Josephine. geb. Schaefer, ohne Geschäft, in Cöln, eingetragene Grundstück: Flur 34 Nr. 1804/120, Burgunderstraße 13, Hofraum 1,16 Ar, mit Wohnhaus und Hofraum, 1900 M. Nutzungswert, am 10. Juli 1903, vormittags 9¾ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, Norbertstraße 7, 1. Stock, Zimmer Nr. 5, versteigert werden. Königliches Amtsgericht, Abteilung II1, Cöln. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Cöln auf den Namen des Weinwirtes Mar Wolf zu Cöln eingetragene Grundstück: Flur 5, Nr. 36., Martinstraße 26, Hofraum,.31 Ar, mit Wohnhaus, Anbau und Hofraum, 3900 M. Nutzungs wert, am 10. Juli 1903, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht Norbertstraße 7, 1. Etage, Zimmer Nr. 5, verstelger, werg Königliches Amtsgericht, Abteil. II, Cöln. und Sehon 11. Juli Briesener Ziehung. Teleg. Aspännige Equipage — sind die Hauptgewinne der Schloss Burg-Loose à 3 Mark und Rriesener Pf.-Loose a 1 Mark gegen Einsendung von 4 M. 30 Pf. franco 2 Loose nebst Gewinnlisten Lud. Müller& Co. Berlin, Breitestr. Fkauf wegen Geschäftsaufgal Vorgerückten Alters halber stelle meine als gediegen bekannten Manufaktur- und Leinenwaren. 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Die Verkaufsbedingungen werden im Termine vor der Ausbietung der Gegenstände bekannt gemacht werden Cöln, den 16. Juni 1903. Königliche Eisenbahn=Direktion Verdingung. Zum Erweiterungsbau der Gasfabrik in Cöln=Ehrenfeld soll die Lieferung von rund 267 chm Werksteinen im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Angebotsformulare und besondere Bedingungen können vom 30. Juni d. J. ab gegen post= und bestellgeldfreie Einsendung von K. 1 für das Los von dem Baubureau unseres Architekten Gärtner in Ehrenfeld bezogen werden, woselbst auch die zugehörigen. Zeichnungen pp. während der Dienststunden zur Einsicht ausliegen. Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum 11. Juli d.., vormittags 11 Uhr, an die unterzeichnete Direktion, Rosenstraße Nr. 30 hierselbst, einzureichen, um welche Zeit die Eröffnung derselben in Gegenwart der Anbieter stattfinden wird. Cöln, den 25. Juni 1903. Direktion der Gas=, Elektricitätsu. 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Er hängt eben an der Scholle, auf der seine Eltern gelebt haben, auf der er selbst groß geworden ist und seine Familie begründet hat.“ hätte er vorher bedenken sollen, nicht nachher. Aber von um so besserer Wirkung wird das Exempel sein.“ Eine Wiederholung empfiehlt sich trotzdem nicht, denn wir brauchen die Leute, und Ersatz ist schwer zu finden.“ Ich will Respekt haben, und wenn ich allein auf dem Hofe bleiben soll. Na, Sie würden mich wohl nicht im Stich lassen. Hm, thun Sie mir doch den Gefallen, den Löhr nach Hause zu schicken. Ich muß mir etwas Bewegung verschaffen, und das Birkhaus liegt mir gerade recht. Damit der Herr aber sein zartes Gewissen nicht beschwert fühlt— na, und so weiter. Ich gehe gleich nach Tisch.“ Er nickte und schlenderte ins Schloß. Vor seinem Arbeitszimmer stieß er auf die Mamsell. Schicken Sie mir Siebenlist," befahl Luckner. Siebenlist war der Leibdiener des Grafen und der einzige männliche Vertreter der Dienerschaft im Schloß. Ein Troß von Lakaien hatte sich in den mageren Jahren von selbst verboten, und als die fetten gekommen waren, verzichtete der Graf Der grauharige Alte wurde mit einer Botschaft nach dem Forsthause geschickt. Bei Tische war der Graf heiter, aber ein Unwetter schien sich auf der faltigen Stirn zusammenzuziehen, als er am Birkhause anlangte und den jungen Löhr, der auf ihn gewartet hatte, die niedrige Thür öffnen sah. „Wunder! Ich dachte schon, Sie würden mich draußen abfertigen," knurrte er den Forstgehülfen an. Sophie Löhr stand im Wohnzimmer und empfing den Grafen mit glühendem Kopf. Luckner grüßte höflich. „Große Ehre, mein Fräulein.“ Löhr brachte unbeholfen einen Stuhl. Danke,“ sagte der Graf widerwillig.„Aber in einem Hause, in dem meine Anwesenheit nicht genehm ist, will ich mich nicht lange aufhalten.“ Der Tisch, gegen den er sich lehnte, gab dem Druck des schweren Körpers so lange nach, bis er am Sofa einen Halt fand. Was mich herführt, ist zweierlei,“ eröffnete Luckner mit einer nichts Gutes verkündenden Schärfe im Ton.„Zum ersten und hauptsächlichsten: Ich will mir ein Mißtrauen verbeten haben, zu dem ich die Saat vielleicht in einer gewissen— UnbedachtEs sich und der Es zn dein ich die Gank Unnrinne samkeit ausgestreut habe, das mir aber trotzdem nicht paßt. ist mir nicht erkennbar geworden, ob Sie, Fräulein Löhr, über mich bei Ihrem Bruder zu beschweren geruht haben, es ist mir ebenso nicht ganz durchsichtig, ob und zu wem Musjöh Sorgenvoll sich diskret weiter ausgesprochen hat. ist mir aber zu Ohren gekommen, daß man mir wie einem Marder im Schnee nachgespürt und sich ebenso ernstlich als unnötig über mich bennruhigt hat. Dergleichen will ich Ihnen und mir für die Zukunft erspart wissen, und wenn Sie durchaus Ihrer Spürnase nachgehen wollen, dann sehen Sie sich draußen bei den Arbeitern um, daß die mir nicht den Tag stehlen, oder bei den Halunken, die nachts bald im einen, bald im anderen Revier herumknallen. Da scheint's aber zu hapern. Ich glaube, Sie haben sich in der Schutzhütte einen Ofen setzen lassen, daß Sie da nicht herauszubekommen sind; und den Spitzbuben nachzuspüren, mag nicht bloß unbequem sein und Sie aus den weichen Federn aufscheuchen, sondern ist unter Umständen auch nicht ohne Gefahr." Er hatte sich etwas kurzatmig gesprochen und mußte halb gezwungen eine kleine Pause eintreten lassen. Dann knurrte er Im übrigen werden Sie beide zu erlauben haben, daß ich mich auf meinem Gute mit einiger Freiheit ergehen kann, wohin es mir beliebt. Mensch, stehen Sie nicht so nichtswürdig aufs Maul geschlagen da, das kann ich schon erst recht nicht leiden! Das Gewitter haben Sie sich selbst heraufbeschworen, und wenn Kraut und Rüben Ihnen verhageln, Sie haben's nicht besser verdient. Aber eine Jammermiene steckt man deshalb nicht auf, sondern geht an die Arbeit und rettet, was zu retten ist.— So, damit hats ausgedonnert, und ich will Sie nicht weiter stören. Nur eins noch, das zweite, das ich mir bis nach dem Blitzen vorbehalten hatte: Herr von Herbrinck hat Sie als Nachfolger des Försters vorgeschlagen, der pensioniert zu werden wünscht; ich— geben Sie mir Ihre Hand— bestätige hiermit die Wahl. Nehmen Sie sich an Ihrem Vorgänger, der ehrlich und fähig war, ein Beispiel. Ich empfehle mich, mein Fräulein; guten hingahn un di en Fru säuken, un denn bün ick dar nit mihr „Daran denke ich nicht,“ bestritt der Bruder freundlich.„Wer weiß, ob du nicht noch zuerst an die Reihe kommst. Oder wullt du en ol Jungfer warrn?“ neckte er.„Du, ick wüß Eenen för di!“ Er hatte im Uebermut an Herbrinck gedacht, hütete sich aber, den Gedanken laut werden zu lassen. „Wen? Dütje!“ sagte er lachend. Er kam schlecht an.„ „So'n Laps wüll ick ni,“ entgegnete sie derb. „Denn kann ick di ni helpen, Sophie.“ Löhr stülpte seine Mütze auf. „Nun werde ich Herrn von Herbrinck aufsuchen, dem muß ich „Jo, wenn de ni en gaud Wurt inleggt harr, denn wier dat vellicht doch ni kamen. Dat is en grots Glück, dat de dar ist. Un ni blot för uns." „Nein, für alle. Die Leute werden Augen machen. Adjüs, Sophie. Ich komme nicht zu spät.“ Am Abend gingen die Geschwister nach dem Forsthause, und der alte Förster gratulierte ihnen. (Fortsetzung folgt.) Locales. er Personalien. Den Bergrevierbeamten, Bergmeistern Duszynski und Koerfer hierselbst wurde der Charakter als Bergrat mit dem persönlichen Range der Räte vierter Klasse verliehen. a Auf der Fachausstellung in der Philharmonie waren auch die Cito=Fahrradwerke, Aktien=Gesellschaft, Köln=Klettenberg, mit ihren außerordentlich zweckmäßigen und billigen Laden=Kontrollkassen sowie mit ihren Transport=Dreirädern vertreten und haben gerade diese für jedes Cigarrengeschäft wirkliche Bedarfsartikel besonders reges Interesse und Anklang gefunden.. 0 Kirchliches. Die Pfarrprozessionen von St. Severin und der Herz Jesupfarre konnten am Sonntag bei dem herrlichen Wetter ihre ganze Pracht entfalten. Ueberaus groß war die Beteiligung der Pfarrangehörigen an denselben, auch seitens der Männerwelt. Die Straßen der Pfarreien waren großartig beflaggt und geschmückt. * Vortrag. Für die katholischen mittleren Beamten Kölus findet der zehnte wissenschaftliche apologetische Vortrag über Sklaverei und Christentum am Freitag den 3. Juli, abends 8½ Uhr, im Konzertsaale(nicht Vortragssaale) der Bürgergesellschaft, Eingang nur Röhrergasse, statt. Zutritt nur gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Der elfte wissenschaftliche apologetische Vortrag findet am Freitag den 7. August 1903 statt... a umuer aue 6 Brände. In einer Fabrik an der Bottmühle entstand am Sonntag Abend gegen 8 Uhr Feuer dadurch, daß Stroh in Brand geriet.— Am Sonntag Abend gegen 10 Uhr brach in einem Hause an der Neußerstraße ein Kellerbrand aus. Die Feuerwehr beseitigte in beiden Fällen jede Gefahr.— Unter Goldschmied entstand Sonntag früh ein Dachstuhlbrand, der aber sofort gelöscht werden konnte. Aus Dororten und Umgebung. — Kalk, 28.Juni1903. Am hiesigen Postamte wurde ein in Zahlung gegebenes falsches Dreimarkstück eingezogen und der Polizei übergeben. Das Falsifikat ist von scharfer Prägung, hat mattweiße Farbe, fühlt sich etwas fettig an, setzt einen dumpfen Klang ab, trägt das Bilduis König Wilhelm., die Jahreszahl 1870 und das Münzzeichen A.— Gestern Abend gegen 7 Uhr fuhr ein Automobil mit gewöhnlicher Geschwindigkeit rechts an der Aussteigeseite an einem Wagen der elektrischen Straßenbahn vorbei, als letzterer in die Haltestelle beim Rathaus einfuhr. Der ausgestiegene Schaffner, welcher ebensowenig wie die Fahrgäste das ohne Signal von hinten heranfahrende Automobil bemerkt hatte, wurde von diesem erfaßt, zu Boden geworfen und sehr erheblich an Kopf, Schultern und dem rechten Beine verletzt. Das Automobil gehörte einem auf einer Vergnügungsfahrt sich befindlichen Baron aus Brüssel. Dermischte Nachrichten. 6 Bonn, 28.Juni1903. Die Enthüllung des von Professor Küppers von hier modellierten Simrockdenkmals findet am Mittwoch den 15. Juli, nachmittags 6 Uhr, im Hofgarten statt. Die Feier wird vom Bonner Männergesangverein durch den Vortrag eines Simrockschen Liedes eingeleitet. Professor Dr. Litzmann hält dann die Weiherede, worauf die Uebernahme des Denkmals durch den Rektor der Universität, Geh. Justizrat Prof. Dr. Zittelmann, erfolgt. Lag, Löhr!“ Er wartete nicht, bis die Ueberraschten ihm danken konnten, sondern stampfte eilig hinaus und fort, knurrte aber unterwegs noch in gemachtem Zorn in den Bart. Die Geschwister vermochten den Vorgang nicht gleich zu fassen. Sollte Herbrinck dem Grafen was gesagt haben, dachte Löhr. Er ist doch nicht schlecht,“ meinte er nachdenklich, und in ihm gewann die frohe Genugthuung die Oberhand.„Förster mit dreiundzwanzig Jahren; darauf wartet mancher, bis er alt Sophie zögernd.„Nu warst du woll ok bald Kaiser in Kiel. Der Kaiser nahm am Freitag Abend an einem vom amerikanischen Botschafter Tower im Saale der Seebadeanstalt gegebenen Festmahle teil. Zu dem selben waren 72 Einladungen ergangen. Der Kaiser saß zwischen dem Prinzen Heinrich, dem amerikanischen Botschafter in Rom, Meyer, und dem Oberhof= und Hausmarschall Grafen zu Eulenburg zur Rechten und dem amerikanischen Botschafter in Berlin, Tower, und dem Hausminister v. Wedel zur Linken. Gegenüber dem Kaiser hatte der amerikanische Admiral Cotton zwischen dem Reichskanzler Grafen v. Bülow und dem Admiral v. Koester Platz genommen. Bei dem Festmahle hielt der amerikanische Botschafter Tower in englischer Sprache eine Rede, worauf der Kaiser u. a. folgendes erwiderte: Mein aufrichtigster Wunsch geht dahin, daß unsere beiden Völker sich einander besser kennen lernen. Kein ernst denkender Bürger in Amerika und Deutschland ist, wie Ich weiß, der Meinung, daß die Harmonie und der Fortbestand unserer gemeinsamen Interessen gestört werden könnte durch Thatsachen, die unsere Beziehungen dauernd beeinflussen. Wir sind zu eng aneinzander gewiejene durch unsere gemeinsamen Interessen. Rivalitäten auf dem Gebiete des Handels und Gewerbes werden immer vorhanden sein. Aber die Kraft, die uns zusammenführt, ist zu stark, um das Entstehen eines Antagonismus zu erlauben. Es ist Meine feste Ueberzeugung, daß die Hunderttausend von Deutschen, die in den Vereinigten Staaten leben und dort ihr gutes Fortkommen finden und die sich dabei in ihrem Herzen die warme Liebe für ihr altes Vaterland bewahrt haben, den Weg ebnen für eine ungestörte Entwickelung unserer Beziehungen, die für unsere Länder von so hoher Bedeutung sind.“ Vom französischen Kulturkampf. Unter den Klosterkapellen, welche in der Morgenfrühe des 23. Juni geschlossen wurden, befand sich auch die der Redemptoristen am Boulevard Meuilmontant. Die Siegel waren von dem Polizeikommissar nur an dem Gitterthore vor der Kapelle augelegt worden, aber der Eingang zum Kloster blieb frei, und so pflegten sich seit der Schließung allabendlich zahlreiche Männer und Frauen auf dem Hofe und in einem der Gäuge zu versammeln, wo die Mönche einen Altar aufgestellt hatten. Es waren hauptsächlich Elsaß=Lothringer, die einem kurzen Gottesdienste beiwohnten und dann zusammen den Rosenkranz beteten. Am Donnerstag Abend war die Versammlung noch zahlreicher; die Redemptoristen hatten Einladungen für die Novene geschickt, die alljährlich um diese Zeit bei ihnen zu Ehren ihrer Schutzpatronin Unserer lieben Frau von der immerwährenden Hülfe gefeiert wird. Die Aufregung unter den Andächtigen war noch größer als an den beiden anderen Abenden, und die Patres konnten nicht verhindern, daß etwa vierzig oder fünfzig junge Leute, Arbeiter in einer Fabrik, die Siegel der Kapelle zerbrachen, das Gitterthor aushoben und dann die Thür mit einem Beichtstuhle und einer Pyramide von Strohsesseln verbarrikadierten. Gegen hundert Elsaß=Lothringer brachten dann, dem Abraten des Superiors zum Trotz, die Nacht in der Kapelle zu, welche sie um 6 Uhr morgens verließen, um an ihre Arbeit zu gehen. Nur fünf blieben zurück, aber nicht in der Kapelle, sondern im Glockenturm, wo der Polizeikommissar des Viertels sie verbarrikadiert fand und verhaftete. Die Thüre der Kapelle ist wieder geschlossen, mit einer starken Kette und Siegeln versehen. Das Gitterthor der Umfriedung, das ausgehoben worden war, lehnt noch an der Mauer, und darüber ist auf schwarzem Papier in weißen Lettern zu lesen:„Geschlossen wegen des Todes der Freiheit.“ Auf den Stufen, die zur Kapelle hinauführen, und der niedrigen Mauer der Umfriedung brennen kleine geweihte Kerzen, und dazwischen liegen Blumen. Von den Mordthaten in Belgrad hatten, wie bereits mitgeteilt wurde, die türkischen Blätter bis jetzt rein Wort bringen dürfen, welches auf die Todesart der Ermordeten Bezug hatte; es wurde nur, wie bereits berichtet, gesagt, daß König Alexander„gestorben" sei. Erst vorigen Samstag wurde zum ersten Male von den„Mördern“ des Königs Alexander gesprochen, und seitdem bringen die Blätter lange Auslassungen über die Belgrader Vorgänge. Diese Auslassungen scheinen aus dem Preßbureau zu stammen, welches sie, wohl einem erhaltenen Befehl gemäß, den verschiedenen Redactionen zugehen läßt. Alle gipfeln in der Forderung der Bestrafung für die Königsmörder und drücken die Erwartung aus, daß dieselben ihrem Schicksal nicht entgehen werden. Der Moniteur macht aus der Bestrafung der Mörder eine grundsätzliche Frage, in welcher die monarchistischen Regierungen nicht schwanken dürfen. Unter der Ueberschrift Ein ungeheures Gemetzel betont der Servet den Umstand, daß die Missethäter umsomehr abstoßend erscheinen, weil sie Offiziere sind, welche gemordet haben mit einem Uebermaß von Grausamkeit, das in unserer Zeit unbekannt ist und wofür man, um ein ähnliches Vorbild zu finden, bis zum oströmischen Kaiserreiche des Mittelalters zurückgehen müsse. So weit hätte das Blatt nicht zurückzugreifen brauchen, denn in der türkischen Geschichte giebt es nicht wenige ähnliche Beispiele, die sich vor noch nicht sehr langer Zeit ereignet haben— daran darf es allerdings nicht erinnern. Weiter wird die Stellungnahme des neuen Königs Peter I. beleuchtet, welcher zwischen den einheimischen Anstiftern des Mordes und dem entrüsteten Auslande zu entscheiden habe. neue König von Serbien und das Heer. Das serbische Amtsblatt veröffentlicht einen Armeebefehl des Königs, der lautet: Mein liebes Heer! Indem Ich den Boden Meines teueren Vaterlandes, Meiner und Meiner Vorfahren Wiege betrete, begrüßt Mein Herz zunächst dich, die Hoffnung des serbischen Volkes, Mein teueres heldenmütiges Heer. Indem Ich den Thron Meiner Vorfahren besteige, übernehne Ich auch den Oberbefehl über das gesamte serbische Heer, das unter der Führung Meines unsterblichen Großvaters durch seine Tugenden und militärischen Erfolge die Welt in Staunen versetzte, auch später in den nachherigen Kriegen für die Befreiung des serbischen Volkes so viele Beweise der militärischen Vorzüge geliefert hat, daß Ich Mich glücklich fühle, daß Mir der Oberbefehl von Gott vergönnt und von dem serbischen Volke anvertraut wurde! Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten! In dem feierlichen Augenblicke, da Ich den Oberbefehl übernehme, begrüße Ich euch mit den Worten: Gott mit euch, ihr Falken des Serbenvolkes! Offiziere! Ich bin glücklich, da Ich den Oberbefehl übernehme, alle vereint um Meinen Thron, durchdrungen von Treue und Ergebenheit gegen Mich und die Ideale unseres Vaterlandes zu sehen. Ich werde bestrebt sein, die Einmütigkeit zu erhalten, indem Ich euch alle und jeden einzelnen nur nach den militärischen Verdiensten und Tugenden würdigen und schätzen werde. Ihr seid mir alle gleich lieb: Ich verlange bloß, daß ihr euch herzhaft dem erwählten Berufe hingebt und Mir verhelft, euch den Pfaden der Ehre und des Ruhmes zuzuführen. So rufe Ich aus: Es lebe die Hoffnung des serbischen Volkes, Von der mazedonischen Bewegung. Da die Polizei erfahren hatte, daß in den letzten Tagen in Sofia mazedonische Revolutionäre eingetroffen und Explosivstoffe in dem Hause eines gewissen Sekulitchki in Küstendil verborgen seien, umzingelte sie in einer der letzten Nächte das Haus, um die Explosivstoffe in Beschlag zu nehmen. Bei dem Versuche, in der Eile die Explosivstoffe vor der Polizei zu verbergen, kam es zu einer Explosion, wobei sechs Personen getötet wurden, darunter ein Führer der Bande. Ein Polizeiagent wurde verwundet. ** Madrid, 28.Juni 1903.(Drahtber.) Auf der Strecke Bilbao— Saragossa stürzte ein Zug in den Fluß Nagerilla. Bei dem Unglück sind amtlichen Meldungen zufolge dreißig Personen getötet und sechzig Personen verletzt worden. Madrid, 29.Juni 1903.(Drahtber.) Nach weiteren Meldungen sind bis gestern Abend 11 Uhr 100 Leichen von den bei dem Eisenbahnunfall auf der Strecke Vilbao—Saragossa Getöteten geborgen worden; 70 befinden sich noch unter den Trümmern. Die meisten der Verunglückten sind arg verstümmelt. Patent- und techn. Bureau Fernspr. 796. Friedr. Sasse. Perlenpfuh 211 Optische Anstalt Jac. Weisheim. Herzogstr. 40(Hotel Disch). Erste u. bill. Bezugsquelle für Brillen u. Kneifer jeder Art. Gegr. 1868.“ Kölner Local-Anzeiger Nr. 175 4 Dinstag, 30. Juni 1903 Seite 7. 2 Die Stichwahlen der Centrumspartei sind nicht völlig nach Wunsch verlaufen. Sie haben ihr nur eine Reihe von Sitzen wiedergebracht, die sie schon besaß, aber nur einen einzigen neuen Kreis: Hildesheim, und auch diesen nur mit Hülfe des Bundes der Landwirte für einen vom Bunde schon bei der Hauptwahl mitaufgestellten Kandidaten; der Sieger über den Prinzen Hohenlohe, Wiltberger, wird sich voraussichtlich freundlich zum Centrum stellen, ist aber als Mitglied der elsässischen Landespartei gewählt. Anderseits hat das Centrum einige Verluste zu beklagen: an erster Stelle das stets hart umstrittene Mainz, den oberschlesischen Kreis Kattowitz=Zabrze, wo Letocha dem radikalpolnischen und socialistischen Bunde unterlag, dann Straubing, das in einer Nachwahl gewonnen worden war und jetzt wieder an den Bauernbund fiel, und das sehr unsichere Limburg, wo leider Cahensly unterlag. Daß nicht mehr erreicht wurde, beruht in den meisten Fällen auf einer ausdrücklichen oder stillschweigenden Koalition der anderen, wenn einander auch noch so fernstehenden Parteien. In Baden fanden sich Nationalliberale und Socialisten bei den Stichwahlen, bei welchen das Centrum in Frage kam, freundlich zusammen: die Centrumskandidaten unterlagen den nationalliberalen Mitbewerbern in Donaueschingen, Sinsheim und Heidelberg; letzteres ist nicht weiter verwunderlich, da hier das Centrum bei der Hauptwahl über 3000 Stimmen zurück war, aber in den beiden anderen Kreisen war es fast 400 bzw. 2510 Stimmen vor: nur Freiburg wurde behauptet, wo schon im ersten Wahlgange fast die absolute Mehrheit erreicht und der Nationalliberale=—4000 Stimmen zurückgeblieben war; aber die Mehrheit betrug nur mehr 1000 Stimmen, da das Centrum um rund 1000, die Nationalliberalen dagegen=—4000 Stimmen Zuwachs erhielten— von wem, können die Freiburger Socialdemokraten sagen, die im ersten Wahlgange stark 4000 Stimmen erzielten. Noch lehrreicher sind die Vorgänge im Großherzogtum Hessen. Während in Baden aus wiederholt erörterten Gründen das Centrum auch bei Stichwahlen zwischen Nationalliberalen und Socialisten Wahlenthaltung proklamierte, stellte es in ganz Hessen den Nationalliberalen seine Stimmen gegen die Socialisten zur Verfügung, ebenso im benachbarten Wiesbaden und in Hanau, hier wie dort mit Erfolg. Daß es sein Versprechen mit gewohnter Disciplin gehalten hat, daß ohne es namentlich Offenbach=Dieburg den Socialdemokraten nicht entrissen worden wäre, ist nirgendwo bezweifelt worden; der Dank dafür war, daß die Mainzer Nationalliberalen es nicht übers Herz brachten, den Centrumskandidaten König gegen den Socialisten David zu unterstützen, obwohl die hessische Parteileitung diese Parole ausgegeben hatte. Möglich, daß Mainz auch ohne diese Haltung gefallen wäre, jetzt mußte es fallen. Daß in Worms das Centrum niedergestimmt wurde, nimmt weiter nicht wunder; daß es auch in Bingen=Alzey unterlag, ist wieder ein Beitrag zu dem Kapitel„Versprechen und Nichthalten". Die nationalliberalen„Führer“ sagen Succurs zu, und die Soldaten laufen zum Gegner über. Nebenbei bemerkt, haben im anstoßenden rheinischen Wahlkreise Kreuznach=Simmern die Bauernbündler, entgegen der Weisung der„Führer", zu Gunsten des Nationalliberalen genau dieselbe Rolle gegenüber dem Centrum gespielt, wie die Nationalliberalen in Bingen. Am Freitag lasen wir in einem rheinischen nationalliberalen Blatte:„Wir könnten uns in manchem Wahlkreise die Todtenklage sparen, wenn das Centrum seine nationale Pflicht (gegen die Socialdemokratie) erfüllt hätte.“ Die vorstehenden Feststellungen enthalten schon mehr als eine Illustration zu der Frage, wie hüben und drüben die„nationale Pflicht“ erfüllt und vernachlässigt wurde. Wenn das Centrum in Baden und in München die Unterstützung der nationalliberalen Kandidaten offen verweigerte, so lagen dafür ganz besondere Gründe vor, teils allgemein politischer, teils persönlicher Natur; beispielsweise würde in Karlsruhe Bassermann ganz sicher vom Centrum mitgewählt worden sein, wenn nicht die ganz besonders gehässige Konfessionshetze in Baden dies verhindert hätte. Auch so scheint er noch eine Menge Centrumsstimmen erhalten zu haben, und daß in München die Enthaltungsparole des Centrums streng befolgt worden ist, haben selbst seine intimsten Gegner in München zugestanden. Umgekehrt erfreute sich in Würzburg der socialistische Kandidat eifriger Hülfe der Liberalen, so daß sich in der Stadt Würzburg der Vorsprung des Centrumskandidaten von fast 1000 Stimmen vor dem socialistischen Mitbewerber in ein noch stärkeres Minus verwandelte; glücklicherweise hat's noch Höchs eigenartig nimmt sich die erwähnte Klage auch aus bei einer Betrachtung der Stichwahlen im rheinisch=westfälischen Industriebezirk. Am vorigen Montag beschloß der geschäftsführende Ausschuß der rheinischen Nationalliberalen in einer Sitzung zu Köln,„angesichts der entgegenkommenden Haltung, die das Centrum einnimmt;, den Parteigenossen bei den Stichwahlen überall, insonderheit in Köln und Düsseldorf, ein Vorgehen„im Sinne des Zusammenschlusses der bürgerlichen Parteien gegen die Socialdemokratie" zu empfehlen, wobei„im übrigen die Entscheidung den einzelnen Wahlkreisen von Fall zu Fall überlassen blieb". Von seiten des Centrums war ganz loyal erklärt worden, eine Zuwendung der Centrumsstimmen für Franken in Bochum sei wegen der besonders provozierenden Haltung dieses Kandidaten nicht angangig, doch wurde auch hier die Abstimmung für den Socialdemokraten ausgeschlossen. Ebenso in Mülheim=Duisburg und in Dortmund ist das Centrum, wie die Stichwahlziffern klar ausweisen, mit größter Entschiedenheit, fast geschlossen, fur Hru. Nationalliberalen erhalten, und auch in Bochum haben Centrunsvähler mit großer Selbstverleugnung in großer Zahl sogar für Und wie sah es mit der„nationalen Pflicht“ auf der Gegenseite aus? In Köln eine nationalliberale Versammlung, die das Bild vollster Zerfahrenheit bot und mit absolnter Freitellung der Stimmabgabe endete. Dem entsprach das Ergebnis ttwa je ein Drittel des Kölner Liberalismus— so nimmt auch die Rhein. Ztg. an— stimmte für Trimborn und Hofrichter, und das letzte Drittel blieb daheim. Nun, es ging auch so, der Vorsprung gegen die Socialdemokraten hat sich sogar vergrößert. In Düsseldorf mag die größere Hälfte der Nationalliberalen für den Centrumskandidaten eingetreten sein, da er—6000 Stimmen gewann, der Socialist nur=—4000, aber an geschlossene Abstimmung ist auch hier nicht zu denken. In Mülheim=Wipperfürth= Gummersbach proklamierten die Mülheimer Liberalen Unterstützung de Witts, aber die Gummersbacher Parteifreunde waren für Wahlenthaltung; thatsächlich gewann de Witt stark 2000 Stimmen, der Socialdemokrat blieb, weil seine Partei die Sache verloren gab, hinter der früheren Ziffer zurück; offenbar hat der größere Teil der Nationalliberalen sich der Abstimmung enthalten, wobei allerdings die gleiche Erwägung wie bei den Socialdemokraten mitgesprochen haben wird. Höchst bezeichnend aber sind die Vorgänge in Essen. Hier hatte Stötzel(Centr.) vor Gräser (Socialdem.) in der Hauptwahl einen Vorsprung von 12000 bis 13000 Stimmen, während Klingemann(Reichsp., aber Kandidat der Nationalliberalen) fast 21000 und der Pole 1589 Stimmen erhielt. Stichwahl: 39291: 33 707, also Herabgehen des Vorsprungs um 6000 Stimmen. Selbst wenn man die polnischen Stimmen den Socialisten zuschreibt, müssen die Freunde des Hrn. Klingemann in Masse für den Socialisten gestimmt haben. Auf weitere Stichwahlbetrachtungen können wir nach diesen Proben verzichten. Sie zeigen zur Genüge, wie es mit der liberalen Klage von der Vernachlässigung der„nationalen Pflicht" beschaffen ist, und erhärten klassisch die alte Klugheitsregel: Das Centrum möge sich nur auf sich selbst verlassen. s Die vaterländischen Die Vereinigung der Bürger Kölns zur Förderung der deutschen Nationalfeste, welche bekanntlich bereits am Sonntag, den 21. Juni, bei Gelegenheit der Einweihung des Bismarckturmes mit den Wettkämpfen der Wassersportvereine begonnen haben, fanden am Sonntag, den 28. d.., ihre Fortsetzung im Stadtwald. Dieselben wurden gegen 3 Uhr auf dem Neumarkt, welcher als Sammelplatz für die teilnehmenden Vereine dient, durch einen Festakt eingeleitet. Nachdem die vereinigten Gesangvereine unter Leitung des Hrn. Kapellmeisters Mühldorfer Beethovens Hymne: Die Himmel rühmen vorgetragen, hielt Hr. Beigeordneter Dr. Hesse ein Ansprache, in welcher er betonte, daß es die ernste Pflicht jedes echten Deutschen sei, das stolze Erbe, die einheitliche Macht Deutschlands zu erhalten, dazu gehöre vor allem, daß unser deutsches Volk an Geist und Körper gesund bleibe. Bei den heutigen friedlichen Wettkämpfen gelte es der Bürgerschaft zu zeigen, was man in Jahresfrist gelernt habe. Redner schloß mit einem begeistert ausgenommenen die Nationalhymne folgte. An den Kaiser wurde folgendes Telegramm abgesandt: Mehr 100 Vereine mit vielen Tausend Bürgern, zu vaterländischen spielen versammelt, bringen Euer Majestät ehrfurchtsvollen Gruß und Huldigung dar. Möge dem deutschen Volke nie die Liebe zum Vaterlande fehlen! Aber auch nie die Kraft, es zu verteidigen und zu schützen. Nach dem Gesang Grüß Gott von Oberreich setzte sich der imposante Zug durch die von Tausenden besetzten Straßen nach dem Stadtwald unter Begleitung der Musikvereine Apollo, Arion, Borussia, Ossian und des Kölner Orchestervereins in Bewegung. Den Zug eröffneten 14 Radfahrervereine mit Standartenträger und Fahnenjunker, die Räder vielfach in sehr geschmackvoller Weise mit Blumen geschmückt. Diesen folgten Schüler des kgl. Friedrich Wilhelm=Gymnasiums und des städtischen Gymnasiums und Realgymnasiums an der Kreuzgasse, ferner zwölf Turn= und sieben Spielvereine(Fußball). Diesen schlossen sich sieben Athletenvereine und die Vertreter der sechs Wassersportvereine an. Dann folgten 19 Gesangvereine mit ihren stattlichen Bannern. Den Schluß bildeten 32 Wandervereine und eine Abteilung des Zweigvereins vom Roten Kreuz, welche die Sanitätswache übernommen hatte. Die Krieger und Schützen hatten das vierte Kölner Wanderpreis= und Preisschießen bereits in den Tagen vom 21. bis 24. auf dem Scheibenstande in Köln=Ehrenfeld erledigt. Im Stadtwald angekommen begaben sich die einzelnen Gruppen unter Vorantritt der ihnen zugeteilten Musikcorps nach den ihnen zugewiesenen Festplätzen. Die Turnvereine führten ihre Uebungen unter Leitung des Bezirksturnwarts Jos. Scheuß auf der großen Volkswiese aus und hatten fortwährend eine ungehenere Menge Zuschauer. Die Athletenvereine kämpften unter Leitung der Herren Bredemeyer und A. Völker. Auch hier war die Teilnahme eine ganz außerordentliche. Als Sieger wurden genannt: Kürstemmen erster Klasse; 1. Heinr. Schneidereidt, 2. Adam Völker; Kürstemmen zweiter Klasse 1. Anton Sellbach, 2. Nik. Wattenberg; Steinstoßen erster Klasse: 1. August Köttgen; Steinstoßen zweiter Klasse: 1. Gottfr Becker, 2. Wilh. Schmidt; Diskuswerfen: 1. E. Fischer, 2. Ad. Lidy; Kugelwerfen: 1. Joh. Wattenberg, 2. Eb. Lang; deutscher Ringkampf erster Klasse: 1. Pet. Debie; deutscher Ringkampf zweiter Klasse: 1. Hub. Gransöger, 2. Jos. de Haas; griechisch=römischer Ringkampf erster Klasse: 1. Sev. Steinmetz; griechisch=römischer Ringkampf zweiter Klasse: 1. Wilh. Vorheidt, 2. Gerh. Scholten. Die Spielvereine kämpften unter Leitung des Obmanns Hru. Gottfr. Streck auf der großen Wiese hinter der Waldschenke und auf den Tennisplätzen an der Kitschburg. Die Radfahrervereine veranstalteten zunächst eine Defiliercour mit den Standartenträgern und Fahnenjunckern und begannen dann ihre Wettkämpfe unter Leitung der Herren K. H. Weber und Rud. Schwarzinger auf der Reigenbahn. Hier fanden Reigenfahren, Kunstfahren, Hindernisfahren und Wettfahren auf untersetzten Rädern statt, die ebenfalls ein außerordentlich zahlreiches Publikum anlockten. Preise erhielten: für Wettfahren: 1. Lockhoven, 2. Brandt; Reigenfahren: 1. Radfahrerverein Fix(Kalk), 2. Schnecke(Köln); beim Korsojahren erhielt 1. Preis Konsulat Köln der Allgemeinen Radfahrerunion, 2. Vorwärts(Nippes), 3. Schnecke(Köln), 4. Falke(Lindenthal). Der Radfahrerverein Flottweg(Köln) erhielt für geschmackvollste Blumendekoration einen Preis; für Kunstfahren Hr. Lockhoven; für Hindernisfahren: 1. Preis Fischbach(Kalk), 2. Schwarzinger(Köln). Die Wandervereine veranstalteten einen Wettdauermarsch vom Stadtwald(Abmarschstelle und Ziel: Waldschenke) bis Großkönigsdorf und zurück. Wie uns mitgeteilt wurde, erhielten die Teilnehmer 30 Preise. Der 1. Sieger legte den Weg(8 Kilometer) in 36 Minuten Gesangvereine ließen an verschiedenen Stellen des Stadtwaldes ihre Weisen erklingen. Der Besuch des Festes war infolge des prachtvollen Sommerwetters ein ungeheurer. Auf der Dürener= und Aachenerstraße bewegte sich fortwährend eine zahllose Menschenmenge. Straßenbahn hatte alle disponiblen Fahrzeuge in Dienst gestellt und ließ jede Viertelminute ab Neumarkt bzw. Rudolfsplatz einen Wagen, alle drei Viertelminuten einen Zug(Trieb= und zwei Anhängewagen) laufen. Sie dürfte am Sonntag die Probe ihrer Leistungsfähigkeit glänzend bestanden haben. Nach 7 Uhr begannen sich auf ein Trompetersignal die Teilnehmer auf der Volkswiese zu sammeln. Nach dem gemeinschaftlichen Liede O Deutschland hoch in Ehren hielt Hr. Prof. Moldenhauer die Schlußrede auf das deutsche Vaterland und sprach allen Teilnehmern den Dank aus. Als Preise wurden Eichenkränze an die Sieger verteilt. Mit dem Liede Deutschland über alles fand das Fest seinen Vom Centralausschuß für die nationalen Festspiele war folgendes Telegramm eingelaufen:„Zum heutigen vaterländischen Festspiele herzlichen Gruß des Centralausschusses, der mit Dank und Freude vorigjähriger Aufnahme gedenkt. Weiteres Blühen, Wachsen und Gedeihen dieses schönen vaterländischen Unternehmens wünschen v. Schenkendorff." Das Fest ist, soweit wir übersehen konnten, ohne erhebliche Unfälle verlaufen. Für Erfrischung war durch zahlreiche Bierausschänke und Wasserwagen ausreichend gesorgt, und für den Durst sorgte die liebe Sonne, die es außerordentlich gut meinte, und der Staub, der an Dichtigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Daß die Freigabe des Verkaufs von Backwaren an den nächstgelegenen Straßen bis abends 7 Uhr ein recht guter Gedanke war, zeigten die leeren Schaufenster der betreffenden Geschäfte. Locales. 10 Körperverletzungen. Am Samstag Abend brachte in einem Hause in der Florastraße ein Ehemann seiner Frau so schwere Verletzungen bei, daß sie mittels Krankenwagens ins Bürgerhospital gebracht werden mußte.— In einem Hause in der Agrippastraße geriet ebenfalls in der Nacht zum Sonntag ein Ehepaar in Streit. Verlauf desselben trug die Frau derartige Verletzungen am Kopfe und an einer Schulter davon, daß sie dem Bürgerhospital überwiesen werden mußte.— Ein dritter Ehestreit fand in einem Hause auf dem Krummen Büchel in der Nacht zum Sonntag statt. Der Mann warf seine Frau gegen ein Fachwand, wodurch diese einstürzte und auf das Dach des nebenanliegenden Aubaues fiel. Die Hausbewohner alarmierten in der Aufregung sofort die Feuerwehr; dieselbe konnte jedoch gleich nach ihrer Ankunft wieder abrücken. Standesamt der Stadt Köln. 27. Juni 1903. 6 Geburten. Heinr., S. v. Karl Josten, Friseur, Mauritiuswalk 10. - Wilhelmine, T. v. Wilh. Hücker; Restaurat., Blaubach—6.- Peter S. v. Heinr. Kring, Bau=Ingenieur. Bonnerstr. 240.- Maria, T. v. Everh. Tiefenbach, Grundarb., Pantaleonswall 47.- Hubert, S. v. Franz Leyendeckers, Buchb., Vondelstr. 35.- Gertrud, I. v. Johann Kippert, Polstermstr., Severinstr. 111.- Marg., T. v. Vincenz Irua, Fabrikarb., Severinswall 55.- Wilh., S. v. Wilh. Bödefeld, Schrein,, Luxemburgerwall 14.- Wilh., S. v. Friedr. Haas, Pol.=Bur.=Diätar, Kurfürstenstr. 7. - Peter. S. v. Andr. Koch, Hasenarb., Zugasse 17." Alexander, S. v. Alexander Mohr, Graveur, Friedrichstr. 62.- Amalie, Verputzer, Josephstr. 41.- Peter. S. v. Peter Röckcraty, Friseur, Mauritiussteinweg 50.- Karl. S. v. Joh. Wies, Verputzer, Mauritiussteinweg 118.- Dorothea, T. v. Jakob Rauch, Mechanikergeh., Ehrenstr. 66. - Marg., T. v. Jakob Görtz, Schreinermstr., Sterneng. 61.- Jos., S. v. Jos. Heiders, Trechslermstr., Agrippastr. 61.- Mathias, S. v. Theodor Grümmer, Sattler, Komödienstr. 105.- Gottfr., S. v. Herm. Lendzeroski, Eintrachtstr. 156—169.— Gerhard. S. v. Wilh. Schmitz, Sattler, Mathilde Buchholz, geb. Alderovo. 46., Mauritiuswall 15.- Jos. Schmitz, 6., Spulmannsgasse 19.- Friedr. Hochstein, ., Auguststr. 4.- Joh. Müller, Viehwärter, unverh., 51., Buttermarkt 7.- Joh. Nick, Handlanger, verh. 74., Hahnenstr. 23.- Balduin Faßzbender, Droschkenbes., verh., 56 J. Kl. Spitzengasse 20.- Kaspar Kaiser, 1., Buschgasse 17.- Leonhard Froitzheim, o.., unverh., 27., Kl. Spitzengasse 16A.- Jenny Appmann, 2., Agrippastr. 102. Jakob Wenk, 9., Klappergasse.- Kath. Olleineulen, geb. Küpper, 56., Heinsbergstr. 8.- Franz Koch, Fabrikarb., unverh., 32., v. KölnSülz. Weyerthal 13.- Franz Schröder, 27., Aquinostr. 23. 0 Heiraten. August Teenhaus, Eisendreher, v. Schildesche, u. Anna Kleine, v. Minden.- Joseph Meyer, Sattler, v. hier, u. Bertha Wolter, v. Lichtfelde.- Max Peiser, Ingenieur, v. Schillgallen, u. Anna Spitzner, v. Kalk.- Alfred Gutmann, Kaufmann, v. Eimsbüttel, u. Elisabeth Wierzbowsky, v. Graudenz.- Dr. Wilh Schumann, Arzt, v. Berlin, Frieda Quehl, v. Frankfurt a..- Johann Magor, Anstreicher, u. Elisabeth Kaspers, beide v. Barweiler.- Peter Altpaß, Bäckermeister, v. Butzheim, u. Elisabeth Korth, v Lommersdorf.- Gustav Kraft, Goldarbeiter. v. Schützingen, u. Maria Diefenthal, v. Hürth.- Theod. Schilling, Polierer, v. hier, u. Margareta Kierig, v. Westrum.- Adolf v. Glimbach.- Karl Münnig gen. Münnchow, Damenschneider, v. Hartum. u. Christine Heckmann, v. hier.= Vernhard Finke, Tagel., u. Maria Schmitz, beide v. hier.- Hermann Scholler, Buchdruckergeh., v. Breslau. u. Delphine Linck, v. hier.- Hermann Konemann, Handlungsgehülfe, u. Christine Bender, beide v. hier. Kaspar Horch, Schreinergeselle, u. Elisabeth Hüllentremer, beide v. hier.- Joseph Thoma, Schneiderges., v. Aachen, u. Josephine Decker, v. hier.- Hubert Graff, Schlossergeselle, u. Gertrud Öster, beide v. hier.- Gustav Von, Commis, v. Mühlhausen, u. Anna Jakobsen, v. Bremen.- Mich. Deutsch, Wwr., Schlosserges., u. Gertr. Wetter, beide u hier.- Johann Kaspers, Wwr., Schlosserges. v. hier, u. Sibylla Schnitzler, v. Buir. # Heirats=Ankündigungen: Wilhelm Söldner, Versich.=Beamter, Engelbertstr. 28, u. Sophia Bucher, Neu=Perzverg.-Karl Becker, Wwr., Ober=Stadtsekretär. Rudolsplatz 10, u. Ludmüla Hahn, geb. Klein, Wwe., Jülicherstr. 17. Gustav Fritze, Prokurist, Moltkestr. 82, u. Rosalie Schnock, Rothgerberbach 10.- Jakob Zimmermann, Reisender, v. Breyell, u. Sib. Hecking, Kupferg. 15.- Carl Eck, Bureaubeamt., Meister Gerhardstr. 30, u. Charlotte Schmitz, Follerstr. 99.- Joseph Wexeler, Bahnarbeiter, Eintrachtstr. 98, u. Maria Kleie, Christophstr. 1. Köln=Lindenthal. (Vom 16. bis 22. Juni 1903.) # Geburten. Emil Florian, S. v. Hub. Kammel, Formstecher, Mar„„„„„„ Gr G„ Wliral 22.nen ODaurer Kraniftr. IXA— siliusstraße 34.- Jos., S. v. Nikol. Nelles, Maurer. Franzstr. 13A. Luise Maria, T. v. Joh. Schmidt, Metallschleifer, Luxemburgerstr. 262.— Linda, T. v. Peter Mion, Mosaikfabrik., Aachenerstr. 116.- Maria Franziska, T. v. Klem. Marner, Glaser, Dürenerstr. 156. Sibylla. T. v. Theod. Klinthammer, Tagel., Luxemburgerstr. 272.- Veronika. T. v. Jos. Eupen, Parquetleg., Sülzburgstr. 76.- Barthel Jos., S. v. Jos. Schütz, Ackerer. Landgrafenstr. 88.- Maria Magdal., T. v. Christ. Schmitz, Metallschleif., Dürenerstr. 170.- Heinrich, S. v. Math. Langen, Stuckar, Scheffelstr. 37.— Adam Aloys. S. v. Aloys Eisermann, Fris., Berrenratherstr. 158.- Klara, T. v. Joh. Körner, Fabrikarb., Aachenerstr. 224. - Herbert, S. v. Karl Kunert, Ingen., Gyrhofstr. 5.- Math. Ant., S. v. Anton Tacke, Eisendreher, Bachemerstr. 63.- Joh., S. v. Pet. Banhandlang., Theresienstr. 202.- Maria, T. v. Anton Meier, Schmied. Marsiliusstr. 41.— Gertr., T. v. Joh. Schirk, Anstr., Scheffelstr. 47. # Sterbefälle. Theresia Hillebraus, 2., Redwitzstr. 32.- Wwe. Ernestine Stiller, geb. Modes, 94., Bachemerstr. 102.- Joh. Blöme1., Dürenerstr. 359.- Wilh. Friederici, 2., Marsiliusstr. 53. - Rosa Bast, 21., Bremerstr. 4.- Karl Hausmann, Fuhrm., 64., Färberg. 5.- Marg. Imhoff, 2., Theresienstr. 69.- Maria Otten, geb. Daniel, 22., Fleischmengerg. 33.- Adolf Rölscher, 3., Dürenerstr. 126. - Math. Kleesisch, 5., Sülzburgstr. 114. 0 Heiraten. Rud. Daum, Straßenbahnschaffn., u. Gud. Blömeling, Hans Sachsstr. 25.- Hub. Ruland, Straßenbahnschaffn., u. Karolina Lemmer, Bachemerstr. 71.- Math. Schmitt, Tagel., u. Margar. Esser, Bachemerstr. 110- Pet. Orth. Sandf., u. Margar. Gregorius, ThebäerArr no(.u Stuaue Fahritarh. 1 Aanos Kraft. Herderitr. 94. ∆ Heiratsankündigungen. Franz Apfel, Kaufm., Lehe. u. Hedwig Fink, Dürenerstr. 162.- Herm. Zabel, Stuckat., Klosterstr. 30. u. Marg. Zimmermann, Klosterstr. 56.= Edmund Dreschmann, Bauuntern., Bachemerstr. 167. u. Beatrix Kievernagel, Palanterstr. 15.- Johann Müller, Architekt. Theresienstr. 61A, u. Maria Stein, Theresienstr. 72. Seite 8. Kölner Local-Anzeiger Nr. 175# Hoflieferant. Königlicher P. W. 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Städtische Rheinbadeanstalten. er WTEHI OAPAIGAGSLAANDFT: Feier der Enthüllung des Kolping=Venkmals am 12. und 13. Juli. Die verehrlichen Freunde und Gönner des katholischen Gesellenvereins, welche für Präsides, Ehrenmitglieder oder Gesellen Quartier entweder oder gegen mäßige Vergütung zur Verfügung stellen wollen, werder gütige Angabe ihrer Adressen bei dem Unterzeichneten freundlichst gebeten. Ebenso bitten wir diejenigen Hotels und Gasthauser, welche für Teilnehmer an dem Feste Logis oder Mittagessen stellen wollen, sich genauer Preisangabe bei dem Unterzeichneten umgehend schriftlich fügung S melden zu wollen. Badeanstalt am Frankenwerft: Schwimmbäder.— Kalte Zellenbäder. Warme Wannenbäder. KrinU Women Jadeanstalt am Kaiser Friedrich=Ufer: Volksschwimmbad à.10 A. für Erwachsene. à 0,05 J. für Kinder. Badeanstalt am Deutzer Werft, Deutz: Volksschwimmbad à.10 u für Eemachsene. Diese Anstalt ist jeden Freitag für Frauen reserviert. zbriklager in all. Sort. 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Finanzbericht und Bilanz. 3. Entlastungen. 4. Neuwahlen. 5. Verschiedenes. Der Aufsichtsrat: I..: Dr. Sonnenschein. Daniel Lenz, bei Garl Jos. Kemmerich, Waisenhausgasse 3, Köln. Telephon 445. Lager in Strohhülsen. Prima Qualität, Dutzend 0,90. Damenbinden, 4 Ehrenstraße 4. Ecke Albertusstraße. Hohe Pforte 16. Geschäftsgründung 1820. Kölns Special-Geschäft in groben und feinen Bürstenwarer Feusterledern,I Schwämmen, Federwedels, Ausklopfern, Aufnehmern.1 Matten usw. hält sich bestens empfohlen. Anerkannt billigste Quelle. Wiederverkäufer Rabatt. Ant. Köllen, 29 Herzogstraße 29. Königl. Preuß. Klassen=Lotterie. Habe noch halbe und viertel . L o s e f r e i. Niodrich Kal- Lott.=Einnehmer, Meotich, Köln, Neumarkt 32. Stundenfrau v. nachm.—5½ Uhr ges. D Ehrenfeld, Venloerstraße 252. Zoologischer Garten. Täglich 4 Uhr, ausserdem Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr: Eintritt nach 6 Uhr nachmitt. 50 Pfg., Kinder 25 Pfg. 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