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Herstellung von Wegen im eremberger Wäldchen. 9. Projekt über die Verforgung der Humboldtkolonie mit Gas aus den städtischen Werken. 10. Bewilligung eines Kredites für das Elektricitätswerk aus einer aufzunehmenden Anleihe zu Ausgaben im Etatsjahr 1903, die nicht ans dem Erneuerungsfonds gedeckt werden können. I. Straßenbenennungen: a. in Lindenthal(Kinkel=, Robert Bumund Virchowstraße; b. KirchhofVerd Zur Anlage des Lindenthal=Gürtels sollen die Straßenbauarbeiten im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden. Das Angebotsformular mit den dazu gehörigen Bedingungen kann in der Registratur des TiefbauAmtes eingesehen und auch gegen Zahlung von.— Mark daselbst in EmDe Augekote siud mit der Auschelk. Gegrh.=Ssehensen Strasssenbau-Arbeiten für den Lindenchal-Gürfel“ zu versehen und verschlossen bis zum 10. Dezember ds. Is., vormittags 11. Nhr, beim Tiefbau=Amt abzugeben, woselbst die Eröffnung in Gegenwart der er schienenen Bieter statlfinden wird. Cöln, den 22. 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Karl Schneider, Fabrikschlosser, v. Holzhausen, u. Anna 321* Montag, 24. Noventber 1902. Ruchs, geb. Mener, v. Tondorf.- Jos. Klein, Fabrikarb., v. Gronau, u. Marg. Witsch. v. Lohrsdorf.= Ernst Ischäbitz, Movelltischler, v. Dresden, u. Marg. Risch, v. Friesdorf.- Peter Hübecker, Badewärter. u. Gertrud Schorn, beide v. hier.- Herm. Heitmann, Formstecher, u. Kath. Schlechtweg. beide v. hier.= Matthäus Albertz, Zuschneider, u. Elisab. Besseler, beide v. hier. Theodor Abels, Schuhmachermstr., v. Zons. u. Helena Frieling, v. Rheinbach.- Augustin Göres, Former, v. Crefeld. u. Magd. Lndwig, v. Kessenhämmer. · Heirats=Ankündigungen. Emil Kuhnen, gesch., Kaufm., Perlengraben 21. u. Adelh. Kaynen, geb. Vogt, gesch., Annostr. 45.- Heinrich Lowartz, Städtbote, Annostr. 90, u. Marg. Heuscheidt, Biberstr. 30. Wilh. Krallmann, Schlosserges., u. Friederike Brüggemann, beide Salierring 43. Was giebt's Neues? Am Samstag Abend begannen beim Reichskanzler die Verständigungsverhandlungen über den Zolltarif. zwei Konservative, Nationalliberale und Mitglieder der Reichspartei, sowie vier Mitglieder des Centrums nehmen darau teil. Die Mehrheit des Centrums wird voraussichtlich an den Mindestzöllen für Vieh und Fleisch festhalten.— Die deutschkonservative Fraktion des Reichstages hat in ihrer jüngsten Sitzung fast einstimmig beschlossen, sofort für die zweite Lesung des Zolltatifes einen Antrag einzubringen, durch den die ndustriezölle der Abschnitte 17 und 18 des Zolltarifentwurfs um durchschnittlich 25 Prozent gegenüber den Kommissionsbeschlüssen herabgesetzt werden.(Die Abschnitte 17 und 18 des Zolltarifentwurfs enthalten unedele Metalle und Waren daraus, Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge). Frhr. v. Wangenheim verbleibt an der Spitze des Bundes der Landwirte. Die Deutsche Tageszeitung meldet, es sei gelungen, ihn zu bestimmen, den Vorsitz im Bunde der Landwirte zu behalten. Als ein charaktistisches Merkmal für den Niedergang des Liberalismus kann es aufgefaßt werden, daß eines der ältesten liberalen Blätter der Provinz Westpreußen soweit heruntergekommen ist, daß die Besitzerin es der Socialdemokratie zum Kauf angeboten hat. Wie der Führer der Socialdemokraten in Elbing, Stadtverordneter König, in einer öffentlichen Arbeiterversammlung am Mittwoch erklärte, ist die dortige Altpreußische Zeitung, ein bisher freisinniges Organ, der Socialdemokratie zum Kauf angeboten worden. Der geforderte Preis sei jedoch zu hoch, als daß ihn die Partei bezahlen könnte. Man erwäge daher die Herausgabe einer neuen socialdemokratischen Zeitung. Der Berliner Polizeipräsident v. Windheim ist zum Regierungspräsidenten in Frankfurt a. O. ernannt worden. München wird vom 22. d. weiter gemeldet: Der zum Erzbischof erwählte Weihbischof Dr. Fischer von Köln, der heute vor dem Nuntius den Eid ablegte, reist heute Nachmittag mit seinen Begleitern nach Augsburg und von dort morgen nach Rottenburg zum Besuche des Bischofs v. Keppler und nach Tübingen zum Besuche der dortigen katholischen Theologieprofessoren. Am Moutag Morgen wird von Tübingen über Stuttgart die Rückreise nach Köln angetreten, wo abends die Ankunft erfolgt. Die mecklenburgische Regierung hat dem Landtage einen Entwurf über die öffentliche Religionsübung vorgelegt, der sich auf Katholiken und Reformierte bezieht. Beiden Konfessionen wird die öffentliche Religionsübung zugestanden. Ihren Kirchen, Kapellen, Kirchhöfen, Pfarreien und ihren Religionsübungen soll der gleiche Rechtsschutz gewährt werden wie den entsprechenden Einrichtungen der lutherischen Landeskirche. Die landesherrliche Genehmigung wird auch in Zukunft erforderlich sein für die Bildung und Aenderung von Pfarreien, die Anstellung von Geistlichen, die Errichtung von Kirchen und Kapellen, die Veranstaltung öffentlicher Gottesdienste außerhalb der Kirchen, die Abhaltung von Missionen, Prozessionen, Wallfahrten, die Zulassung von Orden und Kongregationen. Man sieht, die volle Religionsfreiheit ist es noch lange nicht und es leuchtet überall noch eine große Angst vor den Katholiken hindurch. Von der ländesherrlichen Genehmigung wird noch gar zu viel abhängig gemacht. Aber es wird doch eine erhebliche Besserung des bisherigen Zuständes geboten. Die öffentliche Religionsübung wird den Katholiken zugestanden und sie genießen den gleichen Rechtsschutz wie die Lutherischen. Im Landtage wurde die Vorlage im allgemeinen sehr wohlwollend ausgenommen. Vielfach war man bereit, ihr sofort zuzustimmen. Indes wurde sie zunächst dem Justizausschusse überwiesen, zum Teil deshalb, weil ein auf die Reformierten in Sttelitz bezüglicher Entwurf noch nicht eingegangen war. Der h. Vater hat am Samstag den Bischof von Metz empfangen. Tode + Essen, 22.Nov.1902. Der Arzt des Verblichenen, Dr. Pahl besand sich bereits gestern Nachmittag auf Villa Hügel, ging in de Nacht nach Hause und weille seit heute früh am Sterbebette bis zur Tode Krupps. Der Verstorbene war bekanntlich seit längerer Zei herzleidend. Zu heute Abend 7 Uhr war eine vertrauliche Sitzung de Stadtverordneten einberufen, in welcher gegen die von de socialdemokratischen Presse gegen Hru. Krupp ausgesprochenen Ver dächtigungen Stellung genommen werden sollte. Der Oberbürger meister eröffnete die Sitzung mit dem Bemerken, daß er die Absich gehabt habe, vorzuschlagen, Hru. Krupp telegraphisch den ehrerbietigster der Versammlung zu entbieten und ihm mitzuteilen, daß da Vertrauen der Versammlung trotz der gegen ihn ausgesprochene Verdächtigungen in keiner Weise erschüttert worden sei. Durch der inzwischen erfolgten Tod des Hru. Krupp sei dieser Antrag gegen standslos geworden. Hr. Krupp sei bereits gestern Abend zum erster Male und heute Morgen 5½ Uhr zum zweiten Male von einen Schlaganfalle getroffen, an dessen Folgen er nachmittags verschieder sei. Der Oberbürgermeister widmete dann dem verstorbenen, um sein Vaterstadt hochverdienten Ehrenbürger warme Worte dankbarer An erkennung. Die Versammlung gab einmütig der Entrüstung Ausdruc Kränkung, mit dem Auftrage, der Witwe des Verstorbenen das innigst eileid der Versammlung und der gesamten Bürgerschaft auszu sprechen und namens der städtischen Behörden alle diejenigen Vor bereitungen zu treffen, welche zu einer würdigen Vertretung der Stadt bei den Beisetzungsfeierlich keiten erforderlich sind Einem unverbürgten Gerüchte zufolge soll den Bestimmungen eines noch vom Vater Krupps herrührenden Testamentes zufolge die in Form einer Art Fideikommiß weitergeführt werden. Zum Chef sei der Vetter Krupps, Hr. Arthur Krupp(Berndorf) aus ersehen. Man erzählt sich, Krupp habe beabsichtigt, heuteswieder nack reise... Der Salonwagen sei schon bereitgestellt, und das Gepäck habe bereits auf dem Bahnhose gelagert. .— Enelt, 23.Nov.1902. Frau Krupp weilte in der letzten Zeit in einem Sanatorium in Jena. Gestern Abend fuhr der Kruppsche Salonwagen mit Schnellzugslokomotive nach Jena. Frau Krupt kehrte heute Vormittag hierher zurück.— Gestern nachmittag, bevor noch die Nachricht von dem Schlaganfall bekannt war, hatte eine Versammlung der Kruppschen Beamten stattgefunden, um gegen die Beschuldigungen des Vorwärts zu protestieren. In der Versammlung, die in zwei Sälen des Beamtenkasinos gleichzeitig tagte, waren etwa 2000 Personen anwesend. Nach einer langen Eröffnungsansprache wurde ohne jede Diskussion einmütig beschlossen, eine Deputation von 3 Beamten zu Hru. Krupp zu senden, um ihm eine Adresse zu überreichen, an deren Schlusse es hieß:„Unser unerschütter liches Vertrauen zu Ihnen steht fest wieimmer, und versichern wir Sie aufs neue unserer unwandelbaren Treue und Anhänglichkeit.“ Infolge des raschen Todes des Hru. Krupp konnte die Adresse nicht mehr überreicht werden. Heute Vormittag hatten sich im großen Saale des Alfredushauses die Vorstände sämtlicher christlichen Vereine(katholische und evangelische Arbeitervereine, Kriegervereine usw.) versammelt. Ursprünglich war beabsichtigt, eine Kundgebung für Hru. Krupp zu veranstalten. Infolge des unerwarteten Hinscheidens des Hru. Krupp wurde beschlossen, folgendes Telegramm an Frau Krupp zu senden:„Die Vorstände der unterzeichneten Vereine der Stadt Essen und Umgegend gestatten sich, Ihnen angesichts der erschütternden Nachricht von dem Hingang Sr. Excellenz des hochverehrten Hru. Geheimrats Krupp ihr tiefstes Beileid auszudrücken. Gott tröste und erhalte das Haus Krupp, dem unsere Sympathieen und unsere Verehrung stets bewahrt bleiben.“ (Folgen die Unterschriften von etwa 100 Vereinen der Stadt Essen und Umgegend.) Die Beerdigung findet am Mittwoch Vormittag 10 Uhr vom Stammhause der Gußstahlfabrik aus statt. Vermischte Nachrichten. (0 Wie gelogen wird. Die socialdemokratische Tribüne in Erfurt berichtete anfangs November von einem Pfarrverweser Tancredi Mercenati in Ferrara(Italien), der„mir der schönsten seiner Beichtfreundinnen unter Mitnahme der Kirchenkasse nach Amerika durchgebrannt“ sei. Seine Begleiterin, eine junge Frau, habe einige tausend Lire von ihrem Manne mitgenommen. Wie nun das Erzbischöfliche Ordinariat Ferrara der Centralauskunftsstelle der katholischen Presse mitteilt, hat Mercenati mit bischöflicher Genehmigung eine Erholungsreise nach Amerika angetreten zu seinen Verwandten und damit einen längst gehegten Vorsatz ausgeführt. In seiner Begleitung befindet sich weder eine junge Frau, noch fremdes, ihm nicht gehörendes Geld. Mercenati stand und steht beim Volke wie bei seiner geistlichen Behörde im besten Ansehen. A 60 Die Jesniten in Portugal. Die Nationalztg.(Nr. 626) berichtete, Portugal sei trotz seines energischen und schneidigen Vorgehens gegen die Orden von den Jesuiten angeführt worden. Diese hätten in Almada, unweit Lissabon,„in aller Stille eines ihrer Kollegien eröffnet und Schüler angeworben. Einer der Väter stellte sich, in die Uniform eines Polizeioffiziers verkleidet(!), während des Unterrichtes vor die Thüre, um unliebsame Besuche und Störungen zu verhindern. Die Liberalen des Ortes thaten sich aber zusammen und stürmten das Kollegium. Die Jesuiten wurden vertrieben und sogar mit Steinwürfen bis Cacilhas verfolgt.“ An der ganzen Geschichte ist kein wahres Wort! Die Jesuiten haben keine Niederlassung, überhaupt nichts in Almada, konnten also auch die Polizeioffizierrolle nicht spielen und nicht verjagt werden. C Vereins=Nachrichten. : D i e O r t s g r u p p e K ö l n= S ü d d e s W i n d t h o r s t b u n d e s h i e l t am Donnerstag in Gemeinschaft mit dem katholischen Bürgerverein Köln=Süd eine Sitzung ab, zu welcher die Mitglieder und Gäste zahlreich erschienen waren. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen des Vorsitzenden Herrn Krümel hielt Herr Fritz Breidbach einen Vortrag über die Pflichten des katholischen Mannes gegenüber unserer Presse. In längerer Ausführung behandelte der Redner den Schaden, welcher durch Halten einer schlechten Lektüre für Familie und Haus entstehe, welchen Nutzen dagegen eine gute Presse überall zeitige. Besonders streifte er die Kölner Verhältnisse und beklagte, daß in so manche gut katholische Familie nur die akatholische Presse Eingang fände. Er forderte nachdrücklich zur Unterstützung der katholischen Presse auf und bat jeden einzelnen, in seinem Kreise dahin zu wirken,daß man doch nicht stets Anzeigen von Katholiken: wie Todesanzeigen oder Jahresgedächnisse in einer gewissen Presse fände, welche sich die Schädigung der katholischen Interesse zur Aufgabe gemacht hätte. Besonders forderte er die Mitglieder auf, dafür zu sorgen, daß die kleinen Anzeigen: wie Stellengesuche, Wohnungsgesuche usw., mehr wie bisher der eigenen Presse zugeführt würden. Der Vortrag wurde mit grozem Interesse ausgenommen und dem Redners seitens des Vorsitzenden sowie der Mitglieder bestens gedankt. Selbstredend schloß sich an diesen Vortrag eine äußerst lebhafte Diskussion. 5 Windthorstbund Nippes. In der am Donnerstag Abend abgehaltenen Sitzung des Windthorstbundes hielt Herr Stud. Stocky einen längeren Vortrag über Sparen und Sparverein, an den sich eine angeregte Dislussion über Schulsparkassen, Sparvereine, städtische Sparlassen und Sparkassen in größeren gewerblichen Betrieben. Eine angeregte Debatte knüpfte sich dann an das Ergebnis der Stadtratswahlen zweiter Klasse und die bezüglichen Auslassungen des Staot=Anzeigers. Die Versammlung beschloß, demnächst eine öffentliche Versammlung der Mitglieder der katholischen Vereine anzuregen, in welcher namhafte Redner sprechen sollen. Locales. &a Kabel für Abgabe von elektrischer Energie für Beleuchtungs= und Kraftzwecke sollen in verschiedenen Straßen verlegt werden Interessenten, welche die Herstellung eines Hausanschlusses wünschen, haben dies innerhalb acht Tagen der Direktion des Gas=, Elektricitätsund Wasserwerks zu melden. Das Verzeichnis der in Betracht kommenden Straßen wird im Anzeigenteil veröffentlicht. Unglücksfälle. In der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchte in einem Hause an der Mechternstraße zu Ehrenfeld ein etwa 35 jähriger Mann einzubrechen. Der Dieb wurde von isbewohnern bemerkt und verfolgt; er flüchtete sich auf das Tach eines nebenanliegenden Neubaues. Bei dem Versuch, sich an dem Gerüst des Neubaues heruntergleiten zu lassen, stürzte der Mann von der dritten Etage in das Erdgeschoß und trug außer einer Gehirnerschütterung anscheinend erhebliche Verletzungen davon. Der Schwerverletzte wurde mittels Krankenwagens ins Bürgerhospital gebracht.— In einem Neubau an St. Agatha stürzte am Samstag Abend ein Anstreicher aus Düren von der zweiten Etage in das Erdgeschoß und brach beide Füße.— In der Hämergasse zog sich am Samstag Abend ein Mann, als derselbe bei einem dortselbst ausgebrochenen Brand löschen half, durch Fall einen Fußbruch zu.— Auf dem Hauptbahnhofe kam in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Mann zu Fall und brach einen Fuß.— In einer Kartonnagenfabrik an der Huhnsgasse geriet am Samstag eine Arbeiterin mit einer Hand in eine Maschine und zog sich nicht unerhebliche Verletzungen zu. Die Verletzten kamen ins Bürgerhuspital. Neues Kölner Stadttheater. Heute: 65. Ab.=Vst. Serie C Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufz. von Friedrich v. Schiller. Anf. 7, Ende nach 10 Uhr. Dienstag: Keine Vorstellung. Mittwoch: 64. Ab.=Vst. Serie D. Das Glöckchen des Eremiten. Kom. Oper in 3 Akten von Maillard.— Altes Kölner Stadttheater. Heute: Keine Vorstellung. Dienstag: 55. Ab.=Vst. Erstes Gastspiel von Felix Schweighofer. Ihr Korporal. Posse in 4 Akten von C. Costa. Musik von C. Millöcker. * Rheinhöhe am 23. Nov., abends 7 Uhr: m.85—.04. Wollen Sie nicht die * sen Rat befolgen? Magdeburg, Nenstädter Straße 42, den 25. Februar 1902 Im Alter von 4 Jahren erkrankte mein Sohn Erich an einseitiger Lungenentzündung und wurde im Krankenhaus ca. 9 Wochen lang behandelt. Bei der Abholung erklärte man mir, daß das Kind an Serofulose leide und für Lungenk krankheiten sehr empfänglich sei. Zur Kräftigung brachte ich ihr nach einer waldreichen Gegend, leider mit vollständig negativem Erc folge. Nach 7 Wochen kam er, thatsächlich zum Skelett abgemagert, wieder nach Hause zurück, nicht mehr imstande zu gehen oder zu sprechen. Da ihm eine Arznei zur Blutbildung und zur Anregung des Appetits verordnet wurde, griffen wir zu Scott's Emulsion. Er nimmt dieselbe seit einiger Zeit regelmäßig, und ich erlaube mir, Ihnen aubei eine vor wenigen Tagen ausgenommene Photographie des Kindes zu übersenden, indem ich Ihnen der vollen Wahrheit gemäß erkläre, daß bei meinem Sohne sowohl der quälende Husten als auch der ziemlich heftige Auswurf vollständig verschwunden sind.4 (gez.) Bruno Griebel. Lebenskraft. Je nachdem das System Lebenskraft und Stärke besitzt, wird es unfähig, oder in der Lage sein, drohender Krankheit zu widerstehen. Dieses Prinzip bezieht sich ebenso auf Kinder, wie auf Erwachsene. Bei Kindern ist es nun besonders notwendig, dem Blute stets die für das Wachstum geeigneten Nährstoffe zuzuführen, und kein anderes Nährmittel ist für diesen Zweck besser geeignet, als der bekannte Leberthrau. Scotts Emulsion. Durch Scott's Emulsion ist Leberthran für jedermann zugänglich gemacht; einmal weil es den widerlichen Geschmack des Leberthrans gänzlich verdeckt, und weiter, weil es das Oel in einer Form bietet, die das Uebergehen in das Blut erleichtert, ohne dabei die Verdauungsorgane zu überanstrengen. Die Kalk= und Natron=Hypophosphite, die in Scot“'s Emulsion enthalten sind, spiclen besonders bei englischer Krankheit eine wichtige Rolle und verhelfen zu einem kräftigen Knochenbau. Scott's Emulsion ist in jeder Beziehung dem gewöhnlichen Medizinal=Leberthran vorzuziehen, denn sie führt sicherer zum Ziele. Der obige Brief ist für sorgende Eltern sicherlich von Bedeutung. Käuflich in allen Apotheken Deutschlands; aber nur in Original=Flaschen in Karton mit lachsfarbigem Umschlag, und nie lose nach Gewicht. Probeflaschen von Scott's Emulsion, die eine genaue Nachbildung unserer Original=Packung darstellen, werden bei Bezugnahme auf diese Zeitung und gegen Einsendung von 40 Pfg. in Briefmarken zur Deckung von Porto, Verpackung und Unkosten gratis versandt. Man wende sich an Scott& Bowne, Ltd., Frankfurt a.., Speicherstraße 5. Bestandteile: Feinster Medizinal=Leberthrau 15—,0, prima Glycerin 50.—, unter. phosphorigsaurer Kalk 4,3, unterphosphorigsaures Natron.0, Pulv. Tragantb 7,), feinster aras. Gummi puto..0, destill. Wasser 140,9.— Hierzu aromatische Shulston aus Zimml=, Mandel= u. Ganktheria=Oel je 2 Tropfen. Die Italienische Schuhwarenfabrik Kosiuntentendiele Jedes Paar 8 Mark. Hohestraße 41, am Bismarckdenkmal. Illustrierte Preislisten verlangen. Optische Anstalt Jac. Weisheim, Herzogstr. 40(Hotel Disch). Erste u. bill. Bezugsquelle für Brillen u. Kneifer jeder Art. Gear. 180#.“ Der Besuch der Burengenevale in Berlin giebt der lebhaften Teilnahme, mit welcher das deutsche Volk den ruhmvollen Kampf dieser Männer um die Freiheit und Rechte ihres Volkes begleitet hat, einen neuen Impuls und macht den Wunsch lebendig, sich in Wort und Bild über die Geschichte des stammverwandten Burenvolkes und den weltgeschichtlichen Krieg in Südafrika eingehender zu unterrichten. Zu diesem Zweck sei den Lesern das große Werk:„Der Freiheitskampf der Buren und die Geschichte ihres Landes; von Major J. Scheibert angelegentlich empfohlen. Es ist ein stattlicher Band von ca. 1300 Seiten, geschmückt mit ca. 500 Tertbildern von Schlachten, Kriegsund Lagerscenen, Städte= und Landschaftsansichten und den Bildnissen aller hervorragender Heerführer und Staatsmänner beider Gegner. 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