berghe. a Paix. 6 Frcs. an. tieldort. .50 1. rwünscht.“ Bodega. aninger,* erpflegung. =, Weißngeschäft ros=Abteizum baldurchaus indte, kath. I. haltsanspr. i die Geölnischen — ober eine erkäuferin Kolonial= in der Nähe otographie u. 342 a. d. Gesoitsztg. Anzeiger. Voetzkes. H. Loock. indau& Win). Schmitz. chw. Antoni henbach. zeinr. Goetzen. ner Dohm. aße 3, Wwe. A. Kaminsky. nr. Gülich. an A. Klauck Küpper. esselmann. l. ir. Dünn. Altgassen. 13, C. Frye. Imheff Fritz Hennes. we..E. Foerg. Depenheuer. Kraus Nachf gen 73, Frl. ph Philipps : Balkhausen Joh. Rick. cld: Heesen. Josef Zacher es: rl. M. Thelen. er. Schafers 5. Modemann. Flock. *: lussem. thal: h. Jos. Antoni. r die Nummer bis nachmiten. ern 5 PfE st. P. Sachem, eur: für den 3. Reuter, Reklamenteil: in Köln. Geschäftsstelle und Anzeigen-Annahme Marzellenstraße 37, im Neubau. S Anzeigen-Preis: 15 Ofg. die emwaltige Heile. ettgrigen Peris.— Bevorzugt verlangte Anzeigen (erste und letzte Seite) 20% höher.— Kölner Stellenund Arbeits=Gesuche, sowie Miet=Anzeigen für kleine Wohnungen bis zu 10 Zeilen bei Vorausbezahlung 8 Ofg. die Seile. Ofserten=Annahme 25 Ofg. Reklamen 40 Ofg. 17###d läglich in jedes haus von Röln sowie in Deug und fast allen Dororten unentgeltlich getragen. Für Stockwerke und mit Souulaas-Veilage 30 Ofg. monatlich. Kölner Anzeiner e Nr. 235. Freitag den 29. August, nachmittags 4 Uhr: Gross. Kavallerie-Konzert ausgeführt vom Trompeter-Corps des Berg. Feld-Art.-Reg. Nr. 59, unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters Herrn Rob. Fensch. PROGRAMM. 1 Marsch aus der Oper„Die Folkunger“ von Kretschmer. Ouverture„Leichte Kavallerie“ von Suppé. „Schatz-Walzer“ von Strauss. Potpourri aus der Operette„Das Pensionat“ von Schumann. Brautchor aus der Oper„Lohengrin“ von Wagner. -Boccaccio-Quadrille“ von Strauss. II. „Marsch v. Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzen Louis Ferdinand v. Preussen.“ Ouverture zur Oper„Fra Diavola“ von Auber. „Lysistrata-Walzer“ von Lincke. „Aus deinen Augen strahlt die Liebe“, Lied von W. Aletter. (Trompeten-Solo, vorgetr. vom Stabstrompeter Hrn. Rob. Fensch.) Wie oft hatt’ ich in trüben Stunden Hienieden mein Geschick beklagt. Was ich gesucht, ich hab’s gefunden. Mich zog mit unsichtbarer Macht. Erweckend meine inneren Triebe Umschwebte es mein ganzes Sein.:: Aus deinen Augen strahlt die Liebe. Sie sind mir eine Welt allein. Und bin ich auf der Lebensreise Auch noch so arm, dem Bettler gleich. So tausche ich mit keinem Preise, Selbst nicht mit einem Königreich, Wenn auch auf Erden nichts mir bliebe. Nicht Silber, Gold noch Edelstein,:: Mir strahlt aus deinen Augen Liebe. Die ganze Welt, sie ist ja mein. „Herzklopfen-Poika“ von Ziehrer. (Solo für Tubafon, vorgetragen von Hrn. Reichel.) Potpourri„Fliegende Blätter“ von Reckling. Eintrittspreis nach 7½ Uhr abends: 50 Pfg. ROBERT B Patentanwalt EDE, Ingenieur, Köln, Hohestrasse 114, gegenüber Automat. — Telephon 2173.— Brautkränze in neuester Bindeant. Brautschleier billigst. Jul. Gliesche Söhne, Schildergasse 105. * ∆ 2 Gasthof Tchendorf, nh.: Wwe. W. Bayer, (im neuerbauten Hause der Kleinbahnhaltestelle Ichendorf gegenüber.) Großer Garten und Veranda. 3 Vorzügliche Küche, gute Weine. Franziskauer Leistbräu u. Ia. helle Biere. Post im Hause.— Fernsprech=Amt Horrem Nr. 1. □ 2 □ 2 General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt und Fremdenblatt. Fernspr.: Redaktion 259. Köln, Freitag, 29. August 1902. Feruspr: Geschäftsstelle 420. Ubweus0s5305050005500 Pfarre St. Maria im Capitol. ! 5 0 j ä h r. P r i e s t e r j u b i l ä u m des hochw. Herrn Pfarrer J. H. Lentzen. Festordnung: 4 Dienstag den 2. September, morgens 8½ Uhr, wird der hochwürdige Herr Jubilar an seiner Wohnung abgeholt und; 8 im Festzuge durch die nächstliegenden Straßen der Pfarre zur Kirche#### I geführt.„„ 4 Daselbst feierliches Hochamt mit Festpredigt und Tedeum. 1 * Von 11½ Uhr an finden die Beglückwünschungen im Pfarrhause statt. Abends 7 Uhr: 6 Festessen im Viktoria-Hotel, Heumarkt, 4 wozu Anmeldungen der Unterzeichnete bis Sonntag Abend entgegennimmt. I Sonntag den 7. September, abends 8 Uhr, vim Konzertsaale der Bürgergesellschaft(Nöhrergasse)v Familien-Festfelen, 9 wozu die Pfarr=Angehörigen und Freunde des Jubilars hiermit höfI lichst eingeladen sind. Das Fest-Komitee. 4 V* A..: Jul. Gorissen. 155333330330555003 8 Montag den 1. September 1902, nachmittags 3½ Uhr: Grosses Kinderfest mit vielen Ueberraschungen. Eintritt für Kinder 228 Pfl. 6 ap Eintritt für Erwachsene SO Stadt- 8 Garten. Mechanisches Theater am neuen Stadt-Theater. An den Wochentagen täglich Vorstellungen, nachmittags 5 Uhr und abends 818 Uhr nachmittags 5 Uhr und abends 8½ Uhr. Sonntags 3 Vorstellungen um 4, 6 u. 8½ Uhr. I. Rang 1 M.(Familienbillets 4 Stück und mehr à 75), II. Rang 50 J. Galerie 30 J. Kinder unter 10 Jahren I. und II. Rang die Hälfte. Restaurant Gut Klettenberg, Luxemburgerstraße. Vorgebirgsbahn=Haltestelle. Nachenfahrt— Spielplätze. Dortmunder u. Münchener Viere. Stadtbekannt: Vorzügl. Kaffee mit eigenem Backwerk. Vorgebirgsbahn: nachm. 2002, 220, 250*, 300, 3307, 340, 425 ab Barbarossapl. *) Nur Sonntags. Windthorst-Bund Köln, Ortsgruppe Köln Mitte. Zu der am Freitag den 29. August 1902, abends 9 Uhr, in Vortragssaale der Bürgergesellschaft stattfindenden SSit wird hiermit ergebenst eingeladen. Referat: Die Arbeiterfrage. III. Teil. Wir bitten ganz besonders unsere Mitglieder und Freunde um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Der Vorstand. der Möbelfabrik u. Lager Von Breitestrasse 20. Gegründet 1802 Gegründet 1802. 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KIN NS miiät ( legburg cherglets Otertac Sieben Konigswinter gebinge ef. Passionsspiel Stieldorf. Aufführung an allen Sonntag-Nachmittagen und am Mittwoch den 3. September. Anfang 3 Uhr. Schluss circa 7 Uhr. Preise der Plätze: I. Platz 5., II. Platz 3., III. Platz 2., IV. Platz 1 M. Bestellungen auf Billets nimmt Herr Pet. Schmitz in Stieldorf(Siegkreis) entgegen.— Sonderzüge der Brölthalbahn: ab Hennef 126-, ab Beuel 148. Rückfahrt: ab Birlinghoven: 805 zu den Zügen der Staatsbahnen. Junger Raubvogel entflogen! Wiederbr. Belohn. Neußerstr. 266 Vonder Reise zurückgekchit. Dr. mied. A. Pilger. Zwangsversteigerung Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Cöln auf den Namen der in Gütertrennung lebenden Eheirau des Kutschers Balthasar Orgeich. Anna, geb. Steinle, ohne eigenen Stand. in Cöln, eingetragene Grundstück: Cöln, Flur 11. Nr. 177, Im Eulengarten 14, Hofraum groß 46 Quadratmeter, mit Wohnhaus, Anbau und Hofraum, 420 Mark Nutzungswert, am 24. Oktober 1902, vormittags 9½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht— Norbertstraße 9— Nr. 21, Unterhaus links, versteigert werden. Königliches Amtsgericht. Abt. III Cöln. Zwangsversteigerung Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cöln belegene, im Grundbuche von Cöln auf den Namen der Eheleute Dr. Imanuel Kötschau und Lilli, geb. Bringsken, zu Cöln, eingetragene Grundstück: Flur 33 Nr. 1012/102, Sachsenring 38, Hofraum mit * Wohnhaus(Villa) mit Garten, 3,98 Ar, 3900 Mark Nutzungswert, am 30. September 1902, vormittags 9¼ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, Norbertstraße 9, Unterhaus, Zimmer Nr. 21, versteigert werden. i Königliches Amtsacricht, Abt. III. Cöln. Metzgerei, gutgehendes Geschäft, für 42000 M. mit 10.000.fl Anzahlung, zu verkauf. Fr.=Offerten unter Nr. 1351 an die Geschäftsstelle d. Bl. Kartoffeln. Hochseine Nieren=Kartoffeln vom Vorgebirge werden mit 50 K zu K..90 frei ins Haus geliesert. Ctr. bill. W. Billetter. Miopes. Offenbosiesftn 29# —— Seite 2. Nr. 235 a Freitag, 29. August 1902 Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. □00 Mannheim, 28 Aug.1902, 10.10 om.(Eig. Drahtber.) Morgens 8 Uhr wurde in der Festhalle die vierte geschlossene Generalversammlung eröffnet. Erledigt wurden in der zweistündigen Beratung durch nahezu unveränderte Annahme die sämtlichen Anträge des zweiten Ausschusses(für sociale Frage und christliche Charitas). Angenommen wurde ferner folgender nachträglich eingelaufene Antrag des ersten Ausschusses: Die 49. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands erblickt in dem Bestehen und Wirken der katholischen Orden und Kongregationen eine glänzende Bethätigung der christlichen Welt= und Lebensauffassung, eine kraftvolle Schutzwehr gegenüber der verheerenden materialistischen Strömung unserer Zeit, eine durch das Beispiel der Entsagung und Aufopferung befähigte und oft bewährte Macht der Versöhnung in den socialen Wirren und Kämpfen. Sie beklagt deshalb aufs lebhafteste, daß in einer Zeit, in welcher religions= und kirchenfeindliche Bestrebungen aller Art ungehemmt sich geltend machen können, die der Seelsorge, Krankenpflege und Heidenbekehrung gewidmeten katholischen Orden und Kongregationen sich nicht mit voller Freiheit entfalten dürfen. Zum Schlusse der Versammlung wurde noch das unter dem Vorsitze des Grafen Droste=Vischering bestehende Centralkomitee durch Zuruf wiedergewählt und dann unter stürmischem Beifall beschlossen, daß die nächste Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Köln abgehalten werden soll. COo Mannheim. 28 Ana.1902, 11.50 vm.(Eig. Drahtber.) Um 10 Uhr wird in der bis auf den letzten Platz gefüllten Fefthalle die vierte öffentliche Generalversammlung eröffnet. Der Versammlung wohnten wiederum die Erzbischöfe von Freiburg und Mecheln bei. Prof. Dr. Esser(Bonn) spricht uver: Religiöser und politischer Katholicismus. Ein modernes Schlagwort von dehnbarer Qualität erhebt den Anspruch, den Katholicismus von fremdartigen Beimischungen und Umhüllungen zu befreien, die sein Wesen und seine Wirksamkeit trüben und lahmlegen sollen. In dem Schlagwort:„Religiöser Katholicismus“ im Gegensatz zum„politischen Katholicismus“ soll der katholischen Welt ein einzig wertvolles Ideal aufgerichtet werden. Der Urheber dieses Schlagwortes wollte aus Liebe zur Kirche befreiende Kritik üben und als Historiker ein klärendes Gesetz aus den Thatsachen ableiten. Aber die Sprache des erzürnten Kritikers war die Sprache eines vielfach enttäuschten Politikers. Seine Formel ist das treue Bild eigener Stimmungen und Verstimmungen. Sie ist aber auch mit unerträglicher Unklarheit behaftet. Sie stellt Gegensätze auf, wo Harmonie möglich und gefordert ist, und giebt keine Anhaltspunkte für die Bethätigung der inneren Ueberzeugung im öffentlichen Leben. Ein Programm aber, das nicht klar ist, wird ein Programm der Verwirrung. Auch die Originalität muß dem Schlagwort abgesprochen werden. Schon aus den Kulturkampfsdebatten hallt uns immer und immer wieder diese seine, gerade in politischer Taktik vollzogene Unterscheidung und Gegenüberstellung entgegen. Der Theologe ist bei den Politikern in die Schule gegangen und bei der Prägung seines Schlagwortes in eine fremde Münzstätte geraten. Hieraus mag es sich erklären, daß dasselbe von den Altkatholiken aufgegriffen wurde, um damit sein Schicksal zu besiegeln und seine innere Unwahrheit zu dokumentieren. So beschränkt sind wir nicht, daß wir die politische Vergangenheit des Altkatholicismus schon vergessen hätten. Der Satz, daß jede politische Organisation der Katholiken der Kirche schade und das religiöse Leben ersticke, ist glänzend widerlegt durch eine glänzende Reihe von Erfahrungsthatsachen. Es sind keine toten Schatten, die ich künstlich beleben müßte, wenn ich vor dieser Versammlung das herrliche ideale Bild jener Männer aufrichte, die die Flamme ihrer religiösen Ueberzeugung aufstrahlen ließen in ihrem öffentlichen und politischen Leben. Das Andenken an die tiefgehende religiöse Bewegung, die notwendig einen politischen Reflex erhielt, und an die führenden Männer durchbricht mit hellem Licht das Dunkel, in welches unklar hingestellte Ideen uns einhüllen wollen. Sie haben, in der Wirklichkeit stehend, das zu erkämpfen gesucht, was andere unter dem nebelhaften Zukunftsbilde von der„freien Kirche im freien Staat“ bloß zu prophezeien die Güte haben. Ein Katholik, der glaubt, an diesen allen, Bischöfen und Parlamentariern, mit abgewandtem Gesicht vorübergehen zu können, und der sich einredet, diese tiefgehende Bewegung sei als verkehrte Frontstellung zu beurteilen, dessen Pfeile prallen ab an der Einheit und Pietät des katholischen Volkes. Wir deutsche Katholiken erkennen freudig an, daß die Rechtsstellung der Kirche in unserem Vaterlande eine weit bessere und gesichertere ist, wir wissen die Thatsache zu würdigen, daß man andere Staaten, und darunter auch katholische, auf die Lage der Dinge in unserem Vaterlande hinweisen kann. Aber wir können uns nicht verhehlen, daß Parteien mit feindlichem Argwohn uns gegenüberstehen. Es wird deshalb unsere Aufgabe sein, durch ernste und hingebungsvolle staatliche Mitarbeit die Vorurteile zu zerstreuen und durch Aufrechthaltung unserer politischen Einheit und Stärke unsere Stellung zu sichern. Die Aufforderung, uns auf den„religiösen Katholicismus“ zurückzuziehen, müssen wir als eine Versuchung betrachten, eine arbeitsvolle Errungenschaft preiszugeben für eine Ideologie. Der„religiöse Katholicismus“ ist für uns höchstes Ideal, das alle andere überragt. Aber der höchste Endzweck schließt andere Zwecke und Ordnungen nicht aus, sondern umspannt und durchdringt sie. Wir identifizieren nicht die Religion mit der Politik, noch die Kirche mit einer politischen Partei, wir ziehen eine Scheidung zwischen Glaubensbekenntnis und politischem Bekenntnis, zwischen dem Credo und dem politischen Programm. Wir verwerfen es, wenn rein politische Fragen und Meinungsverschiedenheiten durch die Religion sanktioniert werden sollen, oder wenn sie als Aushängeschild für rein materielle Sonderinteressen in Anspruch ge nommen werden soll. Die Scheidung bedeutet nicht die Verneinung eines Zusammen hauges zwischen Religion und Politik, noch viel weniger einen Gegensatz. Die Religion ist nur nicht eine bloße spekulative Idee, sondern ein Sauerteig, der alles durchdringen soll. Diese Aufgabe aber kann sie nicht erfüllen durch schmerzliches Sichzurückziehen vom Schauplatz der Werbearbeit. Das Christentum ist nicht Weltverneinung, sondern Weltüberwindung. voll der religiöse Mensch sich am öffentlichen Leben beteiligen, so werden die inneren Prinzipien sein politisches Verfahren leiten; will man ihm das versagen, so muß man die Forderung stellen, der Mensch müsse religionslos sein, um sich an öffentlichen Angelegenheiten beteiligen zu können. Die Zurückweisung der Religion auf die bloße Innerlichkeit führt hinüber zu dem socialdemokratischen Satze: Religion ist Privatsache. Gleiche Folgerungen ergeben sich aus der Idee und dem Zwecke des Staates, sowohl als Rechtsstaat betrachtet, denn das Recht gründet in der Ethik, als auch nach dem Wohlfahrtszweck betrachtet, denn auch dieser ist der sittlichen Ordnung eingefügt und zieht manche Kreise in seinen Bereich, die sich direkt mit der Religion berühren. Die volle Selbständigkeit der Religion erfaßt der Katholik in der Kirche als göttlicher Heilsanstalt mit eigener Verfassung und eigenen Rechten. Große Aufgaben hat der Katholicismus zu erfüllen. Diejenigen, welche man kurzweg die politischen nennen kann, sind sicherlich nicht die einzigen. Aber zur Erfüllung mancher derselben ist die volle politische Gleichberechtigung eine notwendige Voraussetzung. Paulsen hat unserer Zeit die Signatur gegeben: Glaube an die Macht, Unglaube an die Ideen. Wir glauben an die Macht und an die Realität unserer Ideale, die uns unser Glaube bietet. Aber dieselben müssen mit Macht und in geschlossener Einheit vertreten werden. Wir schätzen hoch jene unsichtbare aber tiefgreifende Wirkung, die das innere religiöse Leben in den Uebungen der Frömmigkeit schafft, aber wir vergessen nicht, daß je nach der Stellung und den Aufgaben dieses innere Leben fruchtbar werden soll in der unverdrossenen, von religiösen Glaubensmotiven geleisteten und dirigierten Arbeit. Das Wort Laboremns, das der sterbende römische Kaiser Severns seinen Soldaten zurief, ist uns von einer unsterblichen Macht zugerufen.(Lebhafter Beifall.) Landtagsabgeordneter Geistlicher Rat Wacker(Zähringen) behandelt das Thema: Autorität und katholische Kirche. Ausgehend von der viel gehörten Klage über die Abkehr vom christlichen Glauben und der Kirche sowie über Mißachtung der Autorität legt er dar, wie die Frage nach der Ursache der Mißachtung der Autorität und nach den Mitteln, ihr zu steuern, in unserer Zeit besonders dringlich erscheine. Das Eintreten der Kirche für die Autorität müsse bei den Fürsten und den Völkern freundliches Interesse für die Kirche wecken. Redner stellte den Begriff„Autorität“ und„Autoritäten“ fest und wies auf deren gemeinschaftlichen Ursprung von Gott hin und darauf, daß Gott im Gewissen des Menschen ein Bollwerk ür die Autorität geschaffen habe. Nachdem er dargelegt, daß die verschiedenen Autoritäten nicht in gleicher Weise von Gott sich herleiten, die kirchliche nämlich direkt und unmittelbar, die bürgerliche, staatliche und gesellschaftliche dagegen indirekt und mittelbar, kam er auf die Aufgaben und den Beruf der kirchlichen Autorität als Leiterin und Führerin für das Gewissen des Menschen zu sprechen. Damit sei der Zusammenhang zwischen kirchlichen und sonstigen Autoritäten festgestellt, wie Charakter und Bedeutung dieses Zusammenyanges. Die Bedeutung liege darin, daß jede andere Autorität Rückhalt und Stütze an der Die ganze Fülle ihrer geistigen Kräfte müsse die Kirche entfalten können, auch die der außerordentlichen Kräfte, die ihr Ordenswesen berge, nicht um irdischen Zwecken zu oder Herrschaftsgelüsten irgend welcher Art zu fröhnen, sondern nur dem zu dienen und nur das zu fördern, was der Mensch im Auge halten muß, wenn er auf dem Wege treuer Pflichterfüllung hier auf Erden seine Ewigkeit sicherstellen wolle.(Stürmischer, anhaltender Beifall.) in Abhängigkeit von der Kirche zu kirchlichen habe, ohne damit kommen. Auch der Mensch ohne Glauben könne ein Gewissen haben und bethätigen, aber das Gewissen, das auf den Glauben sich stütze und von ihm sich leiten lasse, bleibe sicherer hierbei vom Irrtum frei und mache in manchen Fällen energischer auf das Thun und Lassen des Menschen seinen Einfluß geltend. Das treffe namentlich bei Trägern der Autorität zu. Mißbrauch der Autorität sei die Signatur der letzten Jahrzehnte gewesen: Mißbrauch durch ruhiges Zusehen und Gehenlassen im bürgerlichen und staatlichen Leben, Mißbrauch der Autorität durch Ueberschreitung der Grenzen, die einer jeden Autorität gesetzt sind. Die Nichteinhaltung dieser Schranken sei immer bedenklich, bedenklicher noch, wenn Rechte dadurch verletzt würden, am allerbedenklichsten aber, wenn ihr Widerstand entgegengesetzt werden müßte, wenn auch nur passiver. Der jahrelange Krieg der staatlichen Autorität gegen die Kirche habe unermeßlich viele und große Schäden angerichtet. Mehr oder weniger seien auch andere Autoritäten mit in den Krieg gegen die kirchlichen gezogen worden, ganz besonders aber hätten gewisse Kampfelemente gegen die Kirche und deren Autorität, die immer an der Arbeit seien, Vorschub und Kräftigung erhalten.(Lebhafter Beifall.) Sie wirkten auch dann noch fort, wenn zwischen den Autoritäten nicht mehr Krieg, sondern Friede bestehe. Bei der Solidarität der Interessen aller Autoritäten habe der Ansturm gegen die kirchliche Autorität auch allen anderen geschadet, sie erschüttert, die Neigung, sich zu fügen, gemindert und das Bewußtsein der Pflicht verdunkelt. Das sei namentlich bei der Jugend der Fall, bei der studierenden sowohl wie bei der, welche im Arbeits- und Geschäftsleben stehe. Besonders unheilvoll sei der Kampf gegen die kirchliche Autorität auf dem Schulgebiete. Ein Schulwesen, geleitet und funktionierend unter Beseitigung der kirchlichen Autorität, ja im Kampfe mit ihr, werde niemals eine Jugend bilden und erziehen, bei der der Sinn für Autorität und das Bewußtsein der Pflicht gegen die Autorität tiefen und festen Boden habe.(Lebhafter Beifall.) Wenn also die Kirche sich wehre, um ihren Platz und ihre Geltung in der Schule zu behaupten, so bethätige und fördere sie nicht bloß kirchliche Interessen, sondern auch das Interesse der Familien. Das sollten auch diejenigen verstehen, die nicht auf dem Boden der Kirche stehen, die Kreise derer, die an der Erhaltung und am Wirken der Autorität ein Interesse nehmen müssen. Wenn wir die Autorität der Kirche stärken wollen, so wollen wir aber doch noch lange nicht sie zu einer geistlichen Polizei gestempelt wissen. Das müsse die Kirche ablehnen. Sie müsse dagegen in die Möglichkeit versetzt werden, die ganze Fülle ihrer geistigen Kräfte entfalten zu können, ganz frei und ungehemmt. (Beifall.) 000 Mannheim, 28. Ang.1902,.80 um.(Eig. Drahtber.) Nachdem Landtagsabg. Geistl. Rat Wacker unter beispiellosem Jubel, der namentlich seine Ausführungen über die Notwendigkeit der Wiederzulassung der Orden in Baden begleitete, seine Rede beendet hatte, hielt Präsident Dr. Cardauns die Schlußrede. Redner sprach zunächst in herzlichen tiefempfundenen Worten allen denen, die zum Gelingen der Katholikenversammlung mitgewirkt, seinen Dank aus, insbesondere dem Centralkomitee mit seinem unermüdlichen Vorsitzenden, Grafen Droste=Vischering, dem Lokalkomitee, an erster Stelle seinem Vorsitzenden Amtsgerichtsdirektor Gießler, den beiden Vicepräsidenten und den Rednern der Generalversammlungen. Alsdann erging sich Redner in längeren von wiederholtem Beifall unterbrochenen Ausführungen über die Fragen: Wo stehen wir deutschen Katholiken? Was steht uns bevor? Was thut uns not? Möchten doch alle Katholiken in unserer Zeit die ganze Größe der uns fortgesetzt dröhenden ernsten Gefahr erkennen und ja nicht die Hände in den Schoß legen. Es ist ja richtig, daß die Zustände für die katholische Kirche in Deutschland nicht so schlimm sind, wie in manchen anderen Ländern. Wir haben einen Kaiser, der sich frei zum Christentum bekennt, und im Reichstage ist sogar ein Toleranzantrag angenommen worden. Aber nichtsdestoweniger bekunden eine ganze Anzahl von Anzeichen die drohende Gefahr: Die Gründung einer Evangelisationsgesellschaft, die sächsischen Toleranzskandale, die Liguorihetze, die Ueberflutung des Volkes mit einer von Verhöhnung der Kirche strotzenden Litteratur. Ist das nicht Grund genug, um wachsam zu sein? Besonders nachdenklich sollte uns die sog. Voraussetzungslosigkeitsbewegung stimmen. Ein sehr großer Teil desjenigen Standes, der für das geistige Leben unseres Volkes in erster Linie maßgebend ist, und welchem die Heranbildung der akademischen Jugend obliegt, hat von Parität noch keinen Begriff, und in anderen Ständen giebt es eine Menge Leute, denen es ebenso geht. Wir haben zwar kleine Erfolge erzielt, aber von allgemeiner Anerkennung der Parität ist noch keine Rede. Dabei ist die Parität nur ein kleiner Teil der Toleranz. Auch für diese fehlt es noch überall an Verständnis. Auf aue Fälle also müssen die Katholiken ihr Pulver trocken halten. Eine unserer wichtigsten Pflichten ist die Erhaltung des Einflusses der Centrumspartei im Reichstage wie in den Einzellandtagen. Wer uns rät, dem Centrum untreu zu werden, der ist der Fuchs, der den Gänsen predigt, nur daß die Gänse fehlen, welche es hören.(Heiterkeit.) Unsere Angehörigkeit zum Centrum verträgt sich ganz gut mit einem friedlichen, freundlichen Verhältnis zu den übrigen Konfessionen, solange die Vertreter derselben uns in Ruhe lassen. Wenn wir uns wehren gegen Angriffe, so wollen wir in keiner Weise den alten konfessionellen Hader erneuern; wir haben davon gerade genug. Uns ist es auch mit der konfessionellen Gleichberechtigung, mit der rückhaltlosen Anerkennung des gleichen Rechtes aller Konfessionen voller Ernst. Wir alle hoffen und ersehnen den Tag, wo der tiefe Graben wieder überbrückt wird, den das 16. Jahrhundert gezogen hat.(Anhaltender stürmischer Beifall.) Daß in jüngster Zeit Erörterungen über religiöse Fragen in katholischen Kreisen stattfinden, ist durchaus nicht zu bedauern, sondern es ist das ein Zeichen religiösen Lebens, so lange derjenige, der die Erörterungen führt, die Verständigung sucht. Gefährlich werden solche Erörterungen erst dann, wenn sie sich gegen die kirchliche Autorität richten. Eine Scheidung der deutschen Katholiken in zwei Heereslager ist der heißeste Wunsch unserer Feinde, aber diesen Gefallen wollen wir ihnen nicht thun.(Lebhafter Beifall.) Je weniger wir unsere Zeit mit inneren Streitigkeiten verbringen, umsomehr Zeit gewinnen wir zur Abwehr nach außen hin, zur apologetischen Thätigkeit. Unsere erste Pflicht ist die Sorge für unser katholisches Vereinsleben. Wer aber dann noch Zeit und Geld hat, der entziehe sich doch ja nicht den vielen anderen Pflichten, die auf dem Gebiete des öffentlichen Lebens unsere Mitarbeiterschaft erheischen. Das zwanzigste Jahrhundert wird beherrscht sein von der Achtung der Arbeit in jeder Form. Bete und arbeite!— das ist der Gesamtinhalt der christlichen Lebenspflichten.(Stürmischer Beifall.) Redner schloß mit der an den Herrn Erzbischof von Freiburg gerichteten Bitte um den bischöflichen Segen, welchen dieser nach kurzen herzlichen Worten der Versammlung erteilte. Mit der Absingung des Liedes: Großer Gott, wir loben Dich schloß hierauf die 49. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. In der welcher H sofort in reits in d Beschlußfö nochmals die Versat einverstan neun erste Die He falls einst An der bauung b werden. Bei der mission si anlage in erscheint, zahl Gen Wallraf=9 klärte sich führung: Bei der hauses worden. das sogen Hr. B bisher in Hr. K. aus, da handele, Hr. G. Gründef Hr. Ri eine der Frankfurt bedenken Verwaltu aber nur System. Hr. Be übersichtli worden. Hr. P system ei der in B Hr. K Grundsätz bäder, de hauses bi Hr. 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Porsch auf das Lokalkomitee, der zweite Vicepräsident Siben auf die Redner der Generalversammlungen und Redacteur Nienkemper schloß die Reihe der Trinksprüche mit dem Preise der Stadt Mannheim und einem stürmisch aufgenommenen Hoch auf dieselbe. An das Festmahl schloß sich um 4 Uhr nachmittags einFestfahrt auf dem Rheine an. abhäng schaft nun a schaft Teil d # mender bei der handel in Nip schaft, ., fü in Ehi ., fü 348 00 Komm empfeh Hr. daß di habe. Der Nippes sehen. Der Der straße wagen Kölner Jocal-Anzeiger Nr. 235 4 Freitag, 29. August 1902 Seite 3. — rche entdie ihr i dienen, sondern im Auge ung hier cher, anhtber.) beispieldie Notsegleitete, uns die Worten ung mitnitee mit sing, dem sgerichtsRednern derholtem en: Wo ? Was sie ganze Gefahr Es ist ja DeutschLändern. i bekennt, zenommen ze Anzahl ing einer idale, die von Verbt Grund etzungsTeil desVolkes in ldung der en Begriff, denen es aber von de. Dabei für diese der trocken iltung des en Einzelerden, der inse fehlen, Centrum ichen Vertreter dergegen Anfessionellen igung, mit aller Konden Tag, 16. JahrFragen in bedauern, lange dersucht. Geie sich gegen deutschen isch unserer thun.(Leberen Streiur Abwehr katholisches ld hat, der die auf dem erheischen. i von der te!— das Stürmischer in Freibur dieser na Dich schloß heutschlands. prahtber.) ushofes das chredner ergeistert aufausbrachte. e= Vischehof, worauf cäsidium des richtsdirektor essen Präsiweite Viceesammlungen Trinksprüche ürmisch aufnittags eine Stadtverordneten=Versammlung. § Köln, 29.Aug.1902. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, in welcher Hr. Oberbürgermeister Becker den Vorsitz führte, trat man sofort in die Tagesordnung ein. Die ersten neun Punkte waren bereits in der vorigen Sitzung verhandelt worden, da aber an der Beschlußfähigkeit ein Mitglied gefehlt hatte, mußten die Beschlüsse nochmals genehmigt werden. Auf die Anfrage des Vorsitzenden, ob die Versammlung mit den gefaßten Beschlüssen der vorigen Sitzung einverstanden sei, erhob sich kein Widerspruch. Darauf wurden die neun ersten Punkte der Tagesordnung einstimmig genehmigt. Die Herrichtung eines Spielvlatzes im Sionsthal wurde ebenfalls einstimmig genehmigt. An der nordöstlichen Ecke des Stadtwaldes, wo jetzt die Bebauung beginnt, soll vor der Einfahrt eine Schmuckanlage geschaffen werden. Die Kosten im Betrage von 1340 M. wurden bewilligt. Bei der Abnahme des Kunstgewerbemuseums hat die Kommission sich für den Bau einer massiven Decke und zweiten Treppenanlage in den Büchersaal ausgesprochen, die um so wünschenswerter erscheint, als auf dem Speicher des Kunstgewerbemuseums eine Anzahl Gemälde Unterkunft gefunden habe, für welche im Museum Wallraf=Richartz kein Raum vorhanden war. Die Versammlung erklärte sich mit dem Vorschlage einverstanden und bewilligte zur Ausführung 5500 M. Bei der Beschlußfassung über den Mädchenhausneubau des Waisenhauses war die Einrichtung eines Brausebades angeregt worden. Die Kosten betragen 10 400 M. Es soll bei der Ausführung das sogen. Muldensystem zur Anwendung kommen. Hr. Billstein empfiehlt, Einzelzellen einzurichten, wie sie auch bisher in den Schulen eingeführt seien. Hr. Kyll sprach sich für das Brausebad im vorgeschlagenen Sinne aus, da es sich im Waisenhause doch um eine Art Familienbad handele, Badekleider getragen würden und Aufsicht vorhanden sei. Hr. Gorissen trat dem Vorschlage des Hru. Billstein bei. Die Gründe für das Zellenbad brauche er nicht näher anzugeben. Hr. Rings konnte sich nicht erinnern, daß das Muldensystem für eine der hiesigen Volksschulen eingeführt worden sei.(Hr. Kyll: In Frankfurt!) Wenn in Badekleidern gebadet werde, seien ja die Hauptbedenken ausgeräumt. Er erwarte dafür eine Erklärung von der Verwaltung. Da der Unterschied zwischen Zellen= und Muldensystem aber nur 800 M. betrage, so sei er auch für das bishe rige bewährte System. Hr. Bauinspektor Schilling. Beim Muldenbad sei die Aufsicht übersichtlich, dasselbe sei in Hannover, München und Essen eingeführt worden. Hr. Pilgram trat aus gesundheitlichen Gründen für das Zeuensystem ein. Die Douche habe in erster Linie einen Reinigungszweck, der in Badekleidern nicht erreicht werde. Hr. Kyll. Wenn man die von anderer Seite geltend gemachten Grundsätze durchführen wollte, müsse man auch die Rhein= und Seebäder, das Volksbad usw. verbieten. Die Zöglinge des Waisenhauses badeten stets in Badeanzügen, die vorhanden seien. Hr. Rings. Die Ausführungen des Vorredners hätten ihn noch nicht überzeugt, daß die Badeanzüge auch immer da seien. Die Gründe des Hru. Dr. Pilgram seien auch maßgebend. Nach weiteren Bemerkungen des Vorsitzenden und der HH. Kyll und Pilgram wurde die Vorlage vertagt. Ein Vertrag mit der Militärverwaltung betr. die Verlegung des Feuertelegraphenkabels durch die Gladbacher Thorpassage wurde genehmigt. In Riehl befinden sich nach den Ausführungen des Hru. Beigeordneten Pelman etwa 30 schulpflichtige evangelische Kinder. Die evangelische Gemeinde hat mit Rücksicht auf die stete Ausdehnung derselben die Errichtung einer einklassigen Volksschule für Riehl beantragt. Da in dem neuen Schulhause hinreichend Raum vorhanden ist, so erklärt die Versammlung sich mit der Vorlage einverstanden. Die Schule soll mit einem Lehrer besetzt werden. Hr. Beigeordneter Pelman begründete die Errichtung zweier Bureauassistentenstellen beim Schlacht= und Viehhof. Seit der Eröffnung desselben im Jahre 1895 sind die Schlachtungen von 177927 auf 236 422 Stück, der Viehauftrieb von 224 326 auf 308 408 Stück, die Eisenbahnanfuhr von 187 901 auf 317384 Stück gestiegen. Dementsprechend nehmen auch alle schriftlichen Arbeiten zu. Auch die Einführung des neuen Schlacht= und Fleischschaugesetzes werde eine Menge neuer Arbeiten mit sich bringen. Die Versammlung erklärte sich mit der Anstellung der beiden Beamten einverstanden. Die Verträge mit der Eisenbahnverwaltung betr. Kreuzung der Staatsbahn durch die Straßenvahn im Zuge der Venloer=, Mülheimer= und Kalkerstraße wurden genehmigt. Bei der Offenlegung der Geleispläne für die Neumarkt= bahn haben die Anwohner der Ostseite der Severinstraße zwischen Waidmarkt und Perlengraben Einspruch gegen die Verlegung der Geleise auf dieser Seite der Straße erhoben, weil das Auf= und Abladen der Güter für die hier liegenden zahlreichen Geschäftshäuser unmöglich sei. Es sind daher, wie Hr. Beigeordneter Scheidtweiler ausführte, auf Anordnung der Aussichtsbehörde neue Pläne mit Geleiseanlagen auf der Westseite angefertigt worden, gegen die Einspruch nicht erhoben worden ist. Diese Pläne wurden von der Versammlung genehmigt. In einer der früheren Sitzungen(.August) hat die Versammlung die Ausfallbürgschaft für die Arbeiterwohnungsgenossenschaft zu sippes für einen Teil der bei der Landesversicherungsanstalt der Rheinprovinz aufzunehmenden Anleihe übernommen, weil die Anstalt nunmehr nur noch Gelder bis zu 50 Prozent der Selbstkosten(früher drei Viertel der Werttaxe) hergiebt und die weitere Beleihung davon abhängig macht, daß die Gemeinden eine entsprechende Ausfallbürgschaft übernehmen. Wie Hr. Beigeordneter Scheidtweiler darlegte, hat nun auch die Ehrenfelder Arbeiterwohnungsgenossenschaft den Antrag gestellt, die Stadt möge auch bei ihr für einen Teil der bei der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz aufzunehmenden Anleihe die Ausfallbürgschaft übernehmen. Während es sich bei der Nippeser Genossenschaft um eine Anleihe von 280000 M. handele, betrage die Anleihe für Ehrenfeld 225·000 M. Gedeckt seien in Nippes 186000., in Ehrenfeld 132 000 M. Die Ausfallbürg= schaft, welche die Stadt übernehmen soll, betrage für Nippes 94000 ., für Ehrenfeld 93.000 M. Eingezahlt sind in Nippes 81 950., in Ehrenfeld 77400 M. Die Selbstkosten betragen für Nippes 373 000 ., für Ehrenfeld 363000., die städtische Werttaxe 387 000 bzw. 348000 M. Der Decerneut betonte, daß die in Betracht kommende Kommission und auch die socialpolitische Deputation den Antrag empfehlen. Hr. Rings. Er sei mit dem Antrag einverstanden, bemerke aber, daß die socialpolitische Deputation sich mit demselben nicht beschäftigt habe. Der Vorsitzende. Da der Antrag ganz analog dem der Nippeser Genossenschaft sei, so könne man wohl diesen Fehler übersehen. Der Antrag wurde genehmigt. . Der Verkauf einer Fläche von 74 Quadratmeter aus Aachenerstraße zu 22 M. pro Quadratmeter an den Unternehmer der Leichenwagen wurde genehmigt. Mit dem Austausch eines 104 Quadratmeter großen Grundstückes an der Gleuelerstraße in Lindenthal erklärte man sich einverstanden. Ein Straßenbauvertrag mit Justizrat Müller betr. einen Teil der Alteburger= und Teutoburgerstraße wurde genehmigt. Die Straßenbaukosten betragen bei der ersteren 185 bzw. 197 M. pro Frontmeter je nach der Lage in der Nähe des Kirchplatzes, an der Teutoburgerstraße 235 M. Ein Straßenbauvertrag mit Dr. Roeckerath betraf die Blumenthalstraße und den Neußerplatz. An Straßenbaukosten sind pro laufendes Meter 161., ferner für ein 1,4 Quadratmeter großes, von der Stadt zu erwerbendes Grundstück pro Quadratmeter 145 M. zu zahlen. Ein dritter Straßenbauvertrag mit Dr. Wahn betr. die Lindenburger Allee wurde ebenfalls genehmigt. Die Straßenbaukosten betragen hier 115 M. pro Frontmeter. Die Kanalisation der Lindenallee in Bayenthal von der Leyboldstraße bis Schillingsrotterplatz wurde genehmigt. Die Kosten im Betrage von 24300 M. werden von der Kölner Immobilien= gesellschaft rückvergütet. Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf Plan und Kostenanschlag für die vierte Feuerwache im Süden der Stadt. Hr. Beigeordneter Fuchs erinnerte an den Brand des Kornlagerhauses, welcher die erste Veranlassung zu dieser Vorlage gegeben habe. Ein Antrag der Berliner Gesellschaft für Spiritusverwertung auf Anlage eines Tanks sei vom Polizeipräsidenten wegen Mangels einer Feuerwache im Süden abgelehnt worden. Außer einer besonderen Hafenfeuerwache sei ein besonderes Kasernement für die Berufswehr für den Süden verlangt worden. Bei der ersten Vorlage eines dahin gehenden Plaues waren die Kosten auf 191000 M. verauschlagt. Die Vorlage sei dann vertagt worden, damit man erst die Feuerlösch= einrichtungen in anderen Städten mit ähnlichen Verhältnissen studiere. Es seien deshalb Hamburg, Bremen und Berlin besucht und auf Grund der daselbst gemachten Studien sei nun eine neue Vorlage ausgearbeitet worden, in welcher von dem bisherigen kombinierten System abgesehen worden und die Stallungen hinter die Fahrzeugraume verlegt seien. Die neue Einrichtung erfordere aber etwa 80000 M. mehr. Die Kosten stellen sich für Grunderwerb auf 92985 ., für die einmalige Ausrüstung auf 82000., für Baukosten auf 270000 M. Man habe bei der ersten Beratung beschlossen, den für den Bau einer Kaserne für die Reservewehr im Norden vorgesehenen Betrag für den Bau dieser vierten Feuerwehrwache zu verwenden. Das sei aber nach den Bestimmungen über die Aufnahme von Anleihen nicht angängig. Es werde empfohlen, außer den für diese Wache bereits angesammelten 170000 M. den Restbetrag von 274000 M. aus einer demnächst neuaufzunehmenden Anleihe zu decken. Herr Bauinspektor Kleefisch erläuterte den Plan. Die Wache soll an der Vondelstraße, anstoßend an die Gebäude für den Fuhrpark, errichtet werden. Das Hauptgebäude enthält im Parterre die Fahrzeugräume für drei Löschzüge, dahinter die Pferde-Stallungen, welche sämtlich der Erweiterung fähig sind. In der ersten Etage liegen die Schlaf= und Eßräume für die Mannschaften, Mannschaftsküche, Wasch- und Baberaum. Bei Alarmierung können die Mannschaften vom Schlafsaal an Rutschstangen direkt bis auf ihre Stelle an den Fahrzeugen gelangen. Alles erfolgt in geschlossenen Räumen und kann in 16 Sekunden der Löschzug abrücken. In einem Seitenbau befinden sich die Krankenstation und in der ersten Etage die Wohnung des Brandmeisters. Ein zweiter Nebenbau enthält Wohnungen für zwei Oberfeuermänner und den Uebungsturm. Die Vorlage wurde genehmigt. Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf die Vorlage über den Bau einer Kaserne für die Reserve-Feuerwehr im Norden der Stadt. Hr. Beigeordneter Fuchs hob hervor, daß bei der ersten Einrichtung der Berufswehr diese aus dem Branddirektor, dem Brandmeister und 45 Mann bestand; außerdem war eine Reservewehr von 100 Mann vorhanden. Schon 1876 und 1878 wurden Anträge auf Vermehrung der Reservewehr gestellt. 1880 wurde der Plan auf Kasernierung der Reservewehr gestellt und der Bau einer Kaserne an der Quentelstraße beschlossen, wo 31 Wehrleute untergebracht wurden. Man wollte bezüglich weiterer Kasernierung erst den Erfolg abwarten. Die Einrichtung hat sich in jeder Beziehung bestens bewährt, die Reservewehr sei stets schlagfertig und die Familien wohnten friedfertig beinander. Auch herrsche überall Ordnung und Sauberkeit. In der Nacht sei die Wehr stets sofort am Platze, am Tage sei sie in wenigen Minuten bei der Hand. Anders sei es bei dem nicht kasernierten Teile der Reservewehr, die erst spät von der Alarmierung Kenntnis erhalte und oft erst nach Stunden eintreffe. Diese Erfahrungen haben dazu geführt, daß bereits im vergangenen Jahre der Antrag auf weitere Kasernierung der Reservewehr und Bau einer Kaserne im Norden der Stadt zur Vorlage gelangte. Man habe damals auch auf die Notwendigkeit des Eingreifens der Berufswehr in den Vororten hingewiesen, an deren Stelle dann die Reserve treten müsse. Die Vorlage sei aber damals vertagt worden. Bei dem Brande des Lagerhauses sei die Berufswehr erst nach zwölf Minuten eingetroffen. Letztere zähle 113 Köpfe, wovon neun für die Bedienung der Krankenwagen abzurechnen sind und ein Drittel stets dienstfrei, aber in Theatern usw. beschäftigt ist. Nur zwei Trittel der Wehr stehe zur Verfügung, die bei größeren Bränden, namentlich wenn sie„u Großfeuer in den Außenorten herangezogen werden muß, nicht ausreichen. Die Vorlage habe auch ihre sociale Seite, da für eine große Zahl kleiner Leute gesunde Wohnungen geschaffen werden. Der Ertrag betrage etwa 2 Prozent. Hr. Gorissen stimmt der Vorlage vom socialen Standpunkt aus bei, da die Wohnungsverhältnisse für eine Anzahl Familien erheblich gebessert würden. Da man aber in allernächster Zeit für die größeren Vororte eigene Berufswehren zu errichten genötigt sein werde— für Deutz sei schon der Ankauf eines Grundstückes in Aussicht genommen — so halte er dafür, daß man zunächst das Notwendigste, Berufswehren für die Vororte, und dann das Angenehme der Reservewehr schaffen möge. Der Vorsitzende. Die Ausstattung der Vororte mit Berufswehren sei gar nicht so eilig. Mit Ausnahme von Deutz habe jeder Vorort eine freiwillige Feuerwehr, wie sie in dem industriereichen Elberfeld und Barmen heute noch bestehe. Diese freiwilligen Wehren seien stets schlagfertig und tüchtig geschult. Die Kasernierung der Reservewehr im Norden sei erst der Abschluß des Feuerschutzes der Altstadt, und ein altes Programm, das stets im Etat wiederkomme. Nur infolge des Silobrandes und des Verlangens der Anfsichtsbehörden sei die vierte Feuerwache geschaffen worden mit der Maßgabe, daß der Betrag für das im Norden geplante Kasernement der Reservewehr für diese vierte Wache verwendet werde, was nun nicht angehe. Das von Hru. Gorissen für dringend gehaltene Bedürfnis nach Schaffung von Berufswehren in den Vororten liege thatsächlich nicht vor, werde im Gegenteil durch die vierte Wache noch mehr vermindert. Im Etat werde der Posten: Schaffung weiterer Feuerwachen nicht verschwinden, um mit der Zeit auch den Vororten Berufswehren zu schaffen. Man möge aber auch den socialen Gesichtspunkt nicht außer Acht lassen. Hr. Pilartz empfahl mit Rücksicht auf die vorher beschlossene vierte Feuerwache die Vorlage betr. die Kasernierung der Reservewehr auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Eine Ausgabe von 700000 Mark sei des Guten doch zu viel. Nach den Berichten über das Feuerlöschwesen trete die Reservewehr doch nur sehr wenig in Dienst. Für größere Katastrophen sei die vierte Wache geschaffen worden. Die Reservewehr stamme noch aus der alten Zeit; wenn sie nicht vorhanden ware, würde man sie vielleicht nicht schaffen. Hr. Branddirektor Schöbel. Bei der Errichtung der Berufswehr sei von Anfang an auf die Unterstützung durch die Reservewehr, die in Stärke von zwei Abteilungen zu je 50 Mann an die Stelle der früheren zwei Kompagnieen der freiwilligen Wehr von 200 Mann Stärke getreten sei, gerechnet und die Kasernierung in Aussicht genommen worden. Wäre dieser Plan nicht zur Annahme gelangt, würde sein Vorgänger eine ganz andere Organisation der Berufswehr durchgeführt haben. Köln stehe mit den Aufwendungen für Feuerlöschzwecke pro Kopf der Bevölkerung an vorletzter Stelle, während es hinsichtlich seiner Bevölkerungszahl an dritter Stelle stehe. Leipzig zahle pro Kopf der Bevölkerung für Feuerlöschzwecke 97 Pfg., Dresden 93, Breslau 77, Frankfurt 105, Magdeburg 99, Stettin 170, Altona 116, Köln 92 Pfg. Hr. Gorissen. Da die Vororte sich immer mehr ausdehnten, werde man durch die Verhältnisse gezwungen werden, dort bald eigene Berufswehren einzurichten. Der Vorsitzende. Bei dem geplanten Bau der Kaserne handele es sich doch um verhältnismäßig geringe Ausgaben. Diese werden in einer Anleihe aufgebracht und allmählich getilgt. Es handele sich um 285000., die sich mit zwei Prozent verzinsen. Dafür erhalten eine Reihe kleiner Leute gesunde Wohnungen und stehen stets zur Verfügung. Anders ist es mit den Berufswehren, deren Unterhaltung mindestens 30000 M. jährlich erfordert. Er halte es für gefährlich, so über Hals und Kopf den Vororten Berufswehren aufzudrängen. Daß die Reservewehren nicht so oft in Aktion treten, liege in der Natur der Sache. Herr Kyll hätte gewünscht, daß Herr Gorissen in der Kommission für Feuerwehr, der er doch angehöre, seine Bedenken geltend gemacht hätte. Die freiwilligen Wehren in Ehrenfeld und Nippes seien stets rasch mobil gewesen, auch in Bayenthal, und ständen durch ihre Ausbildung und Geräte auf einer Höhe, wie sie bei der alten freiwilligen Wehr nicht möglich gewesen sei. Die jetzige Reservewehr sei nicht nur eine angenehme Sache oder etwas Ueberflüssiges, sondern etwas absolut Nötiges. Hr. Rinas. Es lasse sich wohl verstehen, daß bei einem Ausgabeposten von 700000 M. verschiedene Mitglieder der Ansicht seien, von der Ausgabe für die Reservewehr einstweilen absehen zu müssen. Er habe auch in der Kommission dafür gestimmt. Man könne auch Betrachtungen darüber anstellen, ob es nicht besser sei, für Ehrenfeld eine Berufswehr zu schaffen. Er habe das so verstanden, daß man für Ehrenfeld die freiwillige Wehr kaserniere, damit sie rasch zur Hand sei. Da man aber an maßgebender Stelle der Ansicht sei, daß für Ehrenseld nicht das Bedürfnis für ein Feuerwehrdepot vorliege, stimme er der Vorlage um so eyer zu, als das Geld schon zum großen Teile vorhanden sei und auch der Punkt in Betracht zu ziehen sei, daß für 31 Familien kleiner Leute gute Wohnungen geschaffen werden. Nachdem Hr. Stübben noch darauf aufmerksam gemacht hatte, daß es heute nur um die Skizze zum Bau sich handele und die eigentliche Beschlußfassung wohl in einer stärker besuchten Versammlung erfolge, wurde der Antrag Pilartz auf Vertagung mit 22 gegen 2 Stimmen abgelehnt und die Vorlage angenommen. Darauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. In der geheimen Sitzung wurden die HH. Berghausen und Trimborn zu Mitgliedern des Kuratoriums der Meisterkurse, der Besitzer der Reichsadler=Apotheke zum Mitglied der Armendeputation und der Deputation der Krankenanstalten au Stelle des verstorbenen Dr. Baumeister, Hr. Architekt August Küster, Vogteistraße 24, zum Vorsteher des 34. Armenbezirks gewählt. Mit verschiedenen Anstellungen, u. a. des Hru. Otto Prochnow als Brandmeister und des Hru. Heinr. Hilpert als Lehrer an der Mittleren Knabenschule II war die Versammlung einverstanden. Die Vorlage über den Anschluß des Deutzer Wernies an die Eisenbahn wurde genehmigt. Die Kosten in Höhe von 143 890 M. sollen den Ersparnissen der Hafenneubaukasse entnommen werden. Der Zurückziehung der Klage wegen Störung des Unterrichtes in der Schule Severinsmühlengasse durch die Stollwercksche Fabrik wurde zugestimmt und die Genehmigung erteilt zur Einlassung auf Klagen betreffend Auflassung von Flächen bzw. Zahlung der dazu aufzuwendenden Kosten für die Longericher Hauptstraße und Windmühlenstraße, Grundstücksentschädigung Dagobertstraße, Entschädigung für die Grundstücke Kühgasse 5 und 7 und Widerklage auf Herabsetzung der Entschädigung. Mit dem Ankauf von Grundflächen für eine neue Straße zwischen August= und Siebachstraße, von Fleischmengergasse 2A zur Straßenerbreiterung, sowie von Grundstücken in der Gemeinde Stotzheim war die Versammlung einverstanden und genehmigte den für den Kölner Heilstättenverein bewirkten weiteren Grunderwerb. Der Ankauf eines in Müngersdorf an der Wendelinus= und MilitärRingstraße belegenen Schulgrundstückes wurde ebenso wie die Anmietung des Hauses 33—35 zur Unterbringung der Meisterkurse genehmigt. Ein an der Gießenerstraße in Deutz belegenes, 3687 Quadratmeter großes Grundstück wurde für Feuerwehr= und Fuhrparkzwecke angekauft. Dem Antrage der Verwaltung der Köln=Bouner Kreisbahnen auf Bewilligung des Rechtes, die Rheinuferbahn normal statt schmalspurig auszubauen, will der Eisenbahnminister nur dann stattgeben, wenn dem Staate das Recht zugestanden wird, das Unternehmen nach zehn Jahren, vom Tage der Inbetriebnahme an gerechnet, zu dem Selbstkosteupreise anzukaufen. Der Vertreter der Stadt erhielt die Exmächtigung, dem so abgeänderten Vertrage zuzustimmen. Locales. ):( Stadtverordnetenwahl zweiter Klasse. Wir machen nochmals aufmerksam darauf, daß heute Abend 7 Uhr die Frist abläuft bis zu welcher die Wählerlisten für die im kommenden Herbste stattfindenden Ersatzwahlen erster und zweiter Klasse zur Einsicht aufliegen. Alle diejenigen, welche in den Listen sehlen und bis zu diesem Zeitpunkte ihre nachträgliche Aufnahme schriftlich beim Hru. Oberbürgermeister oder mündlich bei dem Bureauvorsteher des betreffenden Bureaus(Portalsgasse 1, zweiter Stock) nicht, beantragt haben, können an der Wahl nicht teilnehmen Ertrunken. Gestern Morgen wurde am Schiffshelling im Rheine eine männliche Leiche gelandet, welche als diejenige des am Samstag Nachmittag gegenüber der St. Kunibertskirche im Rheine ertrunkenen Montierers erkannt worden ist. Der Ertrunkene, welcher stark an Fallsucht litt, war am Samstag Nachmittag von seiner Familie fortgegangen mit der Angabe, er wolle im Rhein baden. Wie eine Schissersfrau gesehen haben will, ist der Verunglückte zur genannten Zeit, als er dicht am Rheinufer entlang ging, von Krämpfen befallen worden und in den Rhein, gestürzt. Aus Vororten und Umgebung. # Kalk, 27.Aug.1902. In Haft kam ern 25 Jahre alter vorbe strafter Taglöhner, weil derselbe gestern Abend in ein Haus an der Wahlenstraße eindrang, daselbst skandalierte und weiterhin beschuldigt wird, ein Portemonnaie mit etwa 26 M. Inhalt gestohlen zu haben. — Ein Zimmerergeselle machte auf dem Polizeiamt die Anzeige, daß ihm am Samstag Abend in angetrunkenem Zustande in der Mülheimerstraße das Portemonnaie mit übe. 30 M. Inhalt. sowie Uhn und Kette geraubt worden seien. Seite 4 Kölner Local-Anzeiger Nr. 235 4 Freitag, 29. August 1902 Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 29. August 1902. 36 Zwischen zwei Pflichten. Roman frei nach dem Amerikanischen von Erich Friesen. „Du wirst demselben nicht nochmals untreu werden?" „Nein. Unter einer Bedingung.“ „Nun?“ „Daß Sie mir eine Bitte erfüllen.“ „Laß hören!" Maruschka ist krank. Das hiesige Klima bekommt ihr nicht. Sie sehnt sich nach ihrer Heimat. Gestatten Sie ihr, daß sie in den nächsten Tagen nach Rußland zurückkehrt.". Forschend blickt der Fürst Fedora an. Welch eigentümliches Verlangen. 96 6 „Wäre es nicht besser, ihr reistet zusammen?" bemerkt er zweifelnd.„In vierzehn Tagen bist du ja auch so weit. „Nein. Maruschka muß vorher fort! Dies ist die einzige Bitte, die ich ausspreche.“ Der Fürst denkt einige Augenblicke nach. „Nun gut. Maruschka kann zurückkehren.“ „Sie werden Sorge tragen, daß sie unterwegs nicht aufgehalten wird?“ „Ich werde alles Nötige veranlassen.“ „Danke. Und nun können wir wohl gehen?"„ „Sogleich. Vorher nur noch ein letztes Wort meinerseits. Ich verlange bis übermorgen Abend die Urkunde zu sehen, daß dein Vater sein ganzes Vermögen auf dich überträgt und es dir zur sofortigen freien Verfügung überläßt. Wenn nicht... „Wenn nicht?“ fragt Fedora, die großen Augen voll zu ihm aufschlagend. „Wenn nicht, nehme ich die Angelegenheit selbst in die Hand. Du weißt auch, auf welche Weise. Nun komm!“ Er streckt die Hand aus, um ihr beim Hinaufklettern der Stufen behülflich zu sein. Sie ignoriert die Hand und schreitet ihm voran, hocherhobenen Hauptes. Ohne noch ein Wort zu sprechen, gehen beide durch verschiedene kleine Winkelgäßchen bis nach Santa Lucia. Der Schatten von voruhin folgt ihnen nicht mehr. Sie sind unbeobachtet. Das Unwetter hat ausgetobt. Sturm und Regen vorbei. In seiner ganzen Pracht wölbt sich der nächtige Himmel über der schlafenden Stadt. Ruhig und friedlich erschimmert die bleiche Scheibe des Mondes, Fedoras ernstes Antlitz mit überirdischem Glanze verklärend. taucht auch Voris kräftige Gestalt auf. Der Fürst vertraut Fedora seiner Obhut an, nickt Fedora kurz zu und wendet sich zum Gehen. „Ich habe Ihr Wort wegen Maruschka?“ fragt Fedora lebhaft. „Ja. Und auch wegen der anderen Sache. Leb wohl!“ Unbehelligt kehrt Fedora in Boris Begleitung nach der Villa Fortuna zurück. Maruschka erwartet ihre Herrin im kleinen russischen Salon Hell flackert das Feuer im Kamin. Das Wasser im Theekessel surrt, und ein bequemes Hausgewand liegt schon bereit, um Fedoras müde, vor Kälte halberstarrte Glieder zu erwärmen. „Hast du ihn gesprochen, Fedora?“ „Ja.“ „Was hat er dir gesagt? „Alles.“ „Alles?“ „Ja, auch, wer ich bin und wer er ist.“ „Und ihr schiedet in gutem Einvernehmen— trotzdem! „Trotzdem.“ Maruschka bereitet gerade eine Tasse heißen Thee für die Freundin, sonst würde sie deren eigentümliches Lächeln bemerken. So sagt sie nur einfach:„Ich bin froh, daß du wieder da bist. Ich habe mich um dich geängstigt, Fedora. Ist auch niemand gefolgt? Keiner von der geheimen Polizei?“ „Doch. Aber was macht das?“ „Was das macht? Wenn sie uns erwischen, gehts wieder nach Sibirien in die Bleibergwerke und— zur Kunte! Erinnere mich jetzt nicht daran, Maruschka!“ Verwundert blickt das Mädchen auf. Die Stimme der Freundin hat einen solch eigenen Klang. „Du bist nervös, Fedora!“ Durchaus nicht. Ich habe mich seit langer Zeit nicht so wohl gefühlt wie heute. Endlich ist Ruhe in mir und Frieden.“ 18. Zwei Tage sind vergangen. Heute Abend soll Fedora dem Fürsten Orlowsky das Dokument vorzeigen, nach welchem ihr Vater ihr sein ganzes Vermögen überläßt. Wenn nicht, so steht sein Leben in Gefahr. „Armer Oberst Autonelli! Er selbst hat keine Ahnung von dem, was ihn bedroht. Sein Herz ist so ganz erfüllt von Liebe für seine Tochter, daß gar keine andere Empfindung mehr daneben Raum hat. Er fühlt sich vollkommen glücklich. Ja, er beginnt sogar, an dem gesellschaftlichen Trubel Vergnügen zu finden. Es ist ja alles für sie, für Fedora, seine Tochter. Ja, Oberst Autonelli ist glücklich. Täglich dankt er Gott für dieses Glück, und nur den einen Wunsch noch hegt er, wenn einstens seine Sterbestunde naht, daß seine Tochter bei ihm sein möge, um ihm die Augen zuzudrücken! Vor einer Stunde ist Maruschka abgereist. Sie wollte durchaus nicht, obgleich ihre Augen strahlten bei dem Gedanken, binnen wenigen Tagen ihr Rußland wiedersehen zu können. Aber Fedora hatte sie fest angeblickt und gesagt:„Du mußt, Maruschka— mir zuliebe!"„ Da hatte das russische Mädchen still den Kopf gesenkt und eingewilligt. Als sie heute Abend zum letztenmal Fedoras glänzende Haare bürstete, da zitterten ihre Finger, welche sonst so kräftig und energisch zugriffen. „Kann ich nicht bleiben, bis du mit mir kommst?“ wagte sie noch einmal schüchtern zu fragen. „Nein, Maruschka. Geh! Jetzt werde ich selbst mit meiner Toilette fertig.“ „O Fedora! Wann sehe ich dich wieder?“ „Wann Gott will, Maruschka! Sind deine Koffer schon auf dem Bahnhof?“ Ja. Fedora, was hast du vor? Du bist so unheimlich ruhig.“ „Nichts, nichts! Aeugstige dich nicht um mich, Kind. Es ist alles in Ordnung. Du hast doch meinen Arbeiterkittel draußen gelassen? Du weißt, denjenigen, welchen ich in den Bergwerken Sibiriens trug?“ „Ja, Fedora.“ 048 „So lebe wohl, Maruschka! Grüß mir mein liebes Rußland! Noch eine innige Umarmung, wobei es ist. als ov die Mädchen einander nicht lassen wollen; noch ein Kuß— dann reißt Maruschka sich los. „Auf Wiedersehen, Fedora! Auf Wiedersehen! Still nickt Fedora mit dem Kopf. Dann winkt sie dem Mädchen zu gehen. Aber als Maruschkas letzter Rockzipfel hinter den Rosen= und Geranienbüschen des Gartens verschwunden ist, da legt Fedora den Kopf auf den Tisch und weint lange. (Fortsetzung folgt.) Roggendorf, Geschästskutscher, Karthäuserw. 27, U, Srisrina Szestes, Lützowstr. 6.- Barth. Gompert, Schreinerges, Follerstr. 28. u. Maria Dötsch, Im Eulengarten 3.- Joh. Keysers, Schrifts., Kl. Sandkau# 3. u. Agnes Robens. Blindg. 3/5.- Leopold Müller, Trebo gerggh Budeng. 23, u. Kath. Hogrefe, Streitzeugg. 22.— Joh. Lenosdorf. o.., Weidenbach 41, u. Maria Wildt, Dagobertstr. 15.- Jos. thal, Tapezierer, Mühleng. 10. u. Cäcilia Zaum. Brüsselers Karl Neurath, Kaufm., zu Opladen. u. Maria Rolshoven, Eintrach straße 113. Standesamtsbezirk Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. (Siehe auch Seite.) COo Mannheim, 28.Ang.1902,.10 abds.(Eig. Drahtber.) Ihren glänzenden Abschluß fand die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands durch eine Festfahrt auf dem Rheine. Auf fünf großen und einer ganzen Reihe kleinerer buntbewimpelten, bis auf den letzten Platz besetzten Dampfern begann um 4 Uhr nachmittags die Fahrt von der Rheinbrücke rheinabwärts bis Worms, wo die Dampfer vor der Brücke wendeten und nach Mannheim zurückfuhren. Auf allen Schiffen befanden sich Musikkapellen und herrschte ein frohbewegtes Leben. Das Land zu beiden Seiten des Rheines lag in glänzendem Sonnenscheine, an den Ufern standen winkende und grüßende Menschen; überall krachten Böllerschüsse. Bei der Rückkehr nach Mannheim um 8 Uhr abends waren auf den Mannheimer und Lidwigshafener Rheinanlagen, sowie auf der Rheinbrücke tausende Einwohner zum Empfang und zur Begrüßung versammelt. Die herrliche Festfahrt hinterließ bei allen Teilnehmern einen unvergeßlichen Eindruck. Gerichts=Verhandlungen. &aama Schöffengericht. Eine vorbestrafte Dienstmagd, welche ihrer Dienstherrschaft eine Uhr nebst Kette und verschiedene Kleidungsstücke gestohlen hat, erhielt einen Monat Gefängnis.— Ein Taglöhner und Frauensperson wurden wegen Mißhandlung zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt.— Zwei vorbestrafte Taglöhner, welche aus einem eingefriedigten Raume mehrere Eisenteile stahlen, wurden mit je einem Monat Gefängnis bestraft.— Eine verheiratete Arbeiterin stahl ihrem Arbeitgeber 15 Flaschen Wein und ein Messer; ihre Tochter, eine stundenarbeiterin, entwendete ihrer Arbeitgeberin mehrere Bekleidungsstücke. Die Mutter wurde zu drei Tagen, die wegen Diebstahls vorbestrafte Tochter zu zwei Wochen Gefäugnis verurteilt.— Ein vorbestrafter Taglöhner stieß auf der Straße einen Taglöhner mit einem Knie gegen den Unterleib, so daß der Getroffene acht Tage arbeitsunsähig war. Das Urteil lautete auf drei Wochen Gefängnis. Wegen Diebstahls erhielt eine Ehefrau zwei Wochen Gefängnis.— Ein Schreiner und ein Kupferschmied erhielten wegen Mißhandlung eines Anstreichers je 30 M. Geldstrafe.— Ein Taglöhner kommt wegen Pfandverschleppung zwei Tage ins Gefängnis.— Ein Kellner, der in einer Militärkantine eine Anzahl Cigarren und einen Geldbetrag stahl, wurde zu einem Tage Haft und acht Tagen Gefängnis verurteilt.— Ein Fuhrmann zertrümmerte in einer Wirtschaft am Eigelstein Tische, Teller und Gläser. Einem Schutzmanne leistete er, sowie sein Genosse, ein vorbestrafter Fuhrmann, Widerstand. Sie erhielten 8 bzw. 14 Tage Gefäugnis. Zwei Fabrikarbeiterinnen, die bei dieser Gelegenheit lärmten und versuchten, die festgenommenen Männer zu befreien, erhielten einen Verweis bzw. 6 M. Geldstrafe.— Eine Fabrikarbeiterin, welche Krankheit simulierte und Krankengeld bezog, obgleich sie gesund war, erhielt 20 M. Geldstrafe.— Ein Schneidergeselle, der seinem Meister wiederholt Stoffe entwendete, wurde mit zwei Monaten Gefängnis bestraft.— Ein Taglöhner drang in einen Fabrikhof ein, verübte dort Unfug und mißhandelte Fabrikleute, die ihn hinauswiesen. Das Urteil lautete auf 20 M. Geldstrafe.— Ein Fuhrmann, der als Angeklagter bei der Vernehmung eines Schutzmannes die Bemerkung machte:„Das habe ich noch nie gethan!“ wurde wegen ungebührlichen Benehmens vor Gericht auf zwölf Stunden in Haft genommen.— Ein Anstreicher muß wegen Mißhandlung 20 M. Strafe zahlen. 0 Geburten.(14. Aug.) Barbara, 2. v. Ludwig brikarbeiter, Marienstr. 72.—(15.) Josephine, T. v. Math. Former, Glasstr. 18.— Emma. 2. v. Ignatz Börgex, Straßenbahnkutsch. Subbelratherstr. 151.-(16.) Chiistian. S. v. Math. Sultan, Schlosser, Gumprechtstr. 17.- Friedrich, S. v. Hubert Steinheuer, peizer, Marienstraße 72.-(17.) Christine, T. v. Heinrich Klütsch, Maurer, Klütschgasse 18.- Margaretha. T. v. Jos. Giesen, Tagl., Untere Dorfstr. 96.Hermann, S. v. Friedrich Holzapfel, Maschinist. Gutenbergstr. 144.= (13.) Anton u. Wilh., Zwill. v. Jak. Seidenspinner, Kesselschmied. Heliosstr. 4.- Jula. T. v. Pascal Benoit, Zimmerm., Gravenreuthstr..— Emma, T. v. Gustav Heinrich, Fabrikarb., Vogelsangerstr. 121.-(19.) Peter, S. v. Hub. Ages, Tagl., Glasstr. 62. Kath., T. v. Peter Mall mann, Heizer, Glasstr. 20.- Theodor. S. v. Anton Lemper, Lackierer. Vitalisstr. 323.- Heinrich, S. o. Heinrich Thielker, Schlosser, Venloerstraße 380.- Mathias. S. v. Joh. Lammerich, Rangierer. Vogelsangerstraße 202.- Franziska, T. v. Pet. Schäfer, o. Ber., Emilstr. 29.- Wilh., S. v. Jos. Matschke, Steuererheber, Subbelratherstr. 177.-(20.) Bernard. S. v. Bernard Schmitz, Ziegelbrenner. Häuschensweg 6.- Helena, T. v. Pet. Hartmann, Bremser, Stammstr. 79.- Bernard. S. v. Bernard Szafranzki, Commis. Wahlenstr. 6- Peter. S. v. Lamb. Maschinist, Liebigstr. 120B. Maria u. Jakob. Zwill. v. Aug. Tamm, Faßbinder, Marienstr. 60.- Ludwig. S. v. Adam Scholl, Fuhrm., Venloerstr. 507.-(22.) Sibylla. T. v. Jos. Pinger, Fabrikarb., Hansemannstraße 35.- Paul, S. v. Franz Weizel, Fabrikarb., Alpenstr. 9.— Peter, “ v. Anton Schönenkord, Eisendreher, Körnerstr. 57. Katyarinu. T. v. Franz Halbauer, Fabrikarb., Hansemannstr. 35.-(23.) Herta, T. v. Anton Schneider, Buchhalter, Venloerstr. 405. 9 Sterbefälle.(14. Ang.) Friedrich Motzer, 28., Gumprechtstr. 16. (16.) Maria Koll, 17., Rothehausstr. 12. Kath. Klütsch, 4., Mechternstr. 51.-(17.) Kath. Obst, 8., Teichstr. 7. Gertr. Junkermann, 10., Lichtstr. 51.= Eva Schneider, 1., Glasstr. 2A.- Christina Bayer, 20., Subbelratherstr. 582.-(13.) Christina Bolder, 6 Mon., Roßstr. 42.- Heinrich Hotzdorf, 2., Iltisstr. 23.-(19.) Peter Ages, 10 St., Glasstr. 62.— Elisab. Stommeln, geb. Gatting. 28.. Venloerstraße 535.-(20.) Jos. Fey, geb. Meuser, 34., Köln, Neumarkt 36. Elisab. Kapellen, 11., Subbelratherstr. 509.- Wilhelm Meyer, 16., Philippstr. 55.- Theodor Forst, 3 Mon., Marienstr. 41.- Agnes Thelen, geb. Pingen. 67 S. Stammstr. 9.-(21.) Joseph Reinhardt, 17 J. Nochusstr. 22.-(22.) Gertrud Faßzbender, 2., Venloerstr. 501.= Sib. Raaf, 14., Frohnhofstr. 29. Aeiar 1158„ 8 Heiraten.(13. Aug.) Karl Klein, Schloss., Liebigstr. 116A, u. Cäcilia Schiffer, Wissersheim.-(19.) Chr st. Knaap, gesch., Anstr., Düsseldorf. u. Joh. Möller, Rochusstr. 51.-120.) Georg Weyer, Handlungsgeh., Köln. Unt. Krahnenbäumen 79. u. Kath. Schwarze, Hospeltstr. 25.-(21.) Wwr. Joh. Wallcaff, Eisenb.=Stat.=Geh., Feltenstr.(6. u. Kath. Schieffer, Rochusstr. 145.- Ant. Gaul, Fabrikarb, Lövenich, u. Marg. Zeyen, Nüssenbergerstr. 28.-(22.) Peter Steven, Tagl., u. Wwe. Anna Schoppmeier, geb. Rüßgen, Subbelratherstr. 335.-(23.) Wilh. Vogt, Fabrikarb., u. Theresia Breidbach, Marienstr. 36.- Joh. Müller, Tagl., u. Maria Keller, Wahlenstr. 384. 9 Heirats=Ankündigungen.(13. Aug.) Friedr. Breuer, Schlosser, Geisselstr. 62, u. Maria Jochheim, Subberratherstr. 123.-(19.) Franz Breuer, Schlosser, Hackländerstr. 50, u. Maria Erpenbach, Rochusstr. 313. Aloys Conrad, Packer, Cöln. Gereonswall 12, u. Apollonia Strack, Marienstr. 7.—(22.) Bern. Kerkhoff, Schneider, Klarastr. 61. u. Anna Zwick, Philippstr. 32.-(23.) Rob. Ritzenhoff, Witwer, ohne Gesch., Lindenthal, Schallstr. 25, u. Avoll. Weily, Witwe. geb. Rodenkirchen. Leostr. 27.- Mich. Kröngen, Monteur. Sömmeringstr. 30. u. Anna Lercher, Subbelratherstr. 127.- Peter Hennes, Witwer, Tagl., Glasstr. 31. u. Cäcilia Berchem, Gutenbergstr. 64.- Adolph Trost, Mechan., Hanseannstraße 52. u. Aanes Esfer. Venloerstr. 335. Standesamt der Stadt Köln. 28. Aug. 1902. 9 Geburten. Maria, T. v. Dr. Emil von Wülsing. Reg.=Asfessor, Gladbacherstr. 19- Katharina. T. v. Johannes Döring. Schlosser. Glockenring 11.- Juliane, T. v. Math. Franken, Kaufm., Domstr. 75.- Christian, S. v. Jos. Breuer, Tagl., Niederichstr. 30.- Margareta. T. v. Jos. Dietz, Maurer, Spulmannsgasse 66.- Caroline, T. v. Wilh. Winkeler, Grundarbeiter. Agrippastr. 85.- Margareta, T. v. Karl Tohm, Bäckermstr., Kl. Griechenmarkt 11 13.. Ida. T. v. Philipp Tonter, Tagl., Klappergasse 1.- Karl, S. v. Arnolo Caren. Oberfeuerwehrm. Unter Seidmacher 16.- Franz. S. v. Clemens Hoynck, Buchbindermeister, Apostelnstraße 17." Jutta. T. v. Ernst Philipp, Hauptm. u. Adjutant der 2. Jußartillerie=Inspektion. Richard Wagnerstr. 28.- Haus, S. v. Dr. Fritz Frank, Arzt. Jakobstr. 37.- Joseph. S. v Jos. Roesch, Vicefeldwebel, Cavalier VI.- Hertha. T. v. Heinr. Pillig. Steinstr. 45.- Cäcilig, T. v. Jakob Müller, Maler u. Anstreicher, Aachenerstr. 16A.- Ottilie, T. v. Leonh. Roggenbach, Lackierer, Friedrichstr. 64. 5 Sterdefälle. Wilhelm Winkel, 4., Thieboldsg. 104.- Elfriede Noese, 6., Thieboldsg. 98.- Anton Küpper, 2., Georgstr. 19. Gottfried Koch, 7., Bachemstr. 5.- Franziska Longerich, geb. Esser, Wwe., 65., Merkenich.- Barbara Tromm. 1., Karthäuserwall 30. Eva Emmighaus, 8., Elsaßstr. 16.- Albert Meige, 2., Holzm.(5. - Elisab. Dümgen, geb. Ohrem. 54 J. Hohenpfortenbüchel 4.- Wilhelm. Nietzard, geb. Verhall. 44., Nachenerstr. 52.- Friedr. Pütz, Buchhandlungs=Geh., verh., 56., Krefelderstr. 39.- Aline Batthasar, geb. Hinrichs, 73.. Besmarckstr. 38. 0 Heiraten. Joh. Herchenbach, Schreinerges., v. Köbach. u. Marg. Weinstock, v. Obercassel.- Hub. Deuser. Musiker, v. hier. u. Helene Hevel, v. Simmern.- Joh. Lambertz, Tischlerges. u. Christine Pütz, beide v. hier.- Jakob Reimbold, Schutzm., u. Agnes Küpper, beide v. hier.— Nilol. Förster, Geschaftskutscher. v. hier. u. Magdal. Voigt, v. Düren.- Adolf Ramme, Versich.=Beamter. u. Anna Dahmen, beide v. hier.- Simon Löwy, Agent. v. Dagushelj. u. Sara Waller, v. hier. Friedr. Krüger, Bugler, v. Straßburg i.., u. Ottilie Pischoweki, v. Wierczeyken.- Karl Herrverg, Backermstr., u. Maria Schütz, beide v. hier.. Joh. Breiden, Anstr., v. Munstereifel. u. Christie Stiller, v. hier.- Adolf Könemann, Fensterreinig.=Unterneh., u. Helene Reetz. beide v. hier.- Joh. Kreuter. Elektromechan., u. Richm. Koll, beide v. hier. Xaver Blomeke. Küser. v. Scherfede, u. Anna Matt. v. hier.=Eduard Geldsetzer, Postschaffn, v. Scheuerfeld, u. Emilie Löhr. v. Borod. 8 Heirats=Antündigungen. Hieronymus Pantke, Schreiner, Me rovingerstr. 2. u. Kath. Bloch, Biberstr. 13.- Wilh. Rettesheim. Schreiner, Mauritiusw. 42, u. Marg. Lievenfeld. Ehrenfeld, Leostr. 41.„ Gotttried mannstraße 52, u. Agnes Esser, Venloerstr. 335. Standesamtsbezirk Geburten.(13. Aug.) Kath., T. v. Joh. Berrendorf, Sattler, Longericherhauptstr. 54.- Peter u. Anna. Zwill. v. Herm. Kothe, Ciseleur, Siebachstr. 10.- Mathias, S. v. Heinr. Pesch, Kunstgärtner, Niehlerstraße 304.- Margareta. T. v. Hub. Faßbender, Tagl., Sebastianstr. 131. - Johann. S. v. Joh. Drath, Anstreichergeh., Neußerstr. 621.- Fritz. S. v. Andreas Bilstein, Fabrikarb., Flittarderweg 30.. Franziska, T. v. Bernhard Overzier, Schlosser, Christinastr. 51.-(19.) Brigitta, T. v. Franz Lung, Tagl., Neußerstr. 638.- Otto. S. v. Wilh. Schwartz, Fabrikarb., Wilhelmstr. 29.- Christina, T. v. Franz Richrath, Fabrikarb., Merkenicherstr. 93.- Anna. T. v. Emil Füseler, Instrumentenschleifer Uerdingerstr. 12.- Hermann, S. v. Herm. Weiser, Tagl., Lützlongericherstraße 17.- Kath., T. v. Joseph Bilstein, Fabrikarb. An der Seekante 36. - Barbara, T. v. Joh. Amendt, Bahnarb., Hartwichstr. 81.-(20.) Joseph S. v. August Heymann, Fabrikarb., Siebachstr. 103.- Willi, S. v. Wilh. Glöckner, Postbote, Neußerstr. 315.- Anna. T. v. Joseph Hecker, Kfm., rheimerstr. 149.-(21.) Kath., T. v. Joseph Strunk, Metzger, Neußerstraße 299.— Theresia, T. v. Hubert Lang, Eisenbahnarb., Merheimerstraße 56. Katharina. T. v. Johann Euler, Schlosser, Neußerstr. 635. Johanna, T. v. Anton Löhr, Fuhrmann, Merheimerstraße 51.= August. S. v. Aug. Behning, Klempner, Florastr. 14.-(22.) Wilhelm. v. Simon Stempel, Kesselschmied. Geldernstr. 5.„ Wilhelm, S. v. Math. Schüller, Bahnsteigsch., Niehlerstr. 52.- Christina. T. v. Balthasar Einmahl, Lokomotivf., Franziskastr. 6.= Hedwig. T. v. Wilh. Hurst, slaufm., Neußerstr. 260.„ Albert, S. v. Heinrich Theme, Postschaffner, Nleußerstr. 415.- Theodor. S v. Gottfr. Pfeil, Bahnarb., Merheimerstraße 254.- Peter. S. v. Wilh. Steinhausen, Tagl., Sechszigstr. 75.= Joseph. S. v. Jos. Graß, Goldarb., Stammheimerstr. 1.-(23.) Anna. T. v. Herm. Zimmermann, Tagl., Ackersweg 17.- Jak., S. v. Andreas Leers, Schlosser, Merheimerstr. 80.- Katharina. T. v. Heinr. Wartenberg, Sattler, Lohsestr. 6d.- Charlotte, T. v. Franz Zechelt, Musterzeichner, Fürstenbergstr. 76A.- Paul. S. v. Joh. Hochhausen, Bäckermeister. Hartwichstr. 37.- Konrad. S. v. Friedrich Greiß, Fabrikard., Neußerstr. 402.- Katharina, T. v. Gerhard Zahnen. Eisenb.=Bremser, Siebachstr. 11.-Joh., S. v. Friedr. Westphal, Parkettleg., Neußerstr. 237. 0 Sterbefälle.(17. Aug.) Joseph. Schmidt, 6., Florastr. 146.= Wilh. Schuster, 6 Mon., Siebachstr. 36.-(13.) Engelbert Mauell, 7 Mnn., Longericherhauptstr. 97.- Heinrich Aulbach, 2 Mon., Geldernstraße 1.- Anna Kothe, 2 St., Siebachstr. 10. Peter Kothe, 16 St., Siebachstr. 10.- Lorenz Bastian, Silberarb., 32., Düsseldorf.- Friedrich Pichler, 4., Christinastr. 38.= Ernst le Grand. 8 Mon., Zonserstr. 5. Peter Küster, 3 Mon., An der Schanz 156.-(19.) Cäcilia Schönen= korb.., Gartenstr. 17.- Gertrud Münchhausen, 11 Mon., Holbein55."(20.) Katharina Kolbe, 10 Mon., Neußerstr. 418.- Karl Trill, 3., Siebachstr. 55.- Peter Bens, Inval., 50., Scheibenstr. 6. (21.) Heinrich Hufen, 5 Mon., Jeiniteng. 84.- Anna Cramer, 1., Knechtstedenerstr. 34.— Katharina Lang, 63., Sebastianstr. 220. (22.) Maria Otten, 19., Sportstr. 13.- Friedrich Gehlen, 1.. Sechszigstr. 127.- Herbert Baram, 7 Mon., Nordstr. 1I.-(23.) Wwe. Theresia Bosen, geb. Malsbenden, 70., Nrußerstr. 623. 0 Heiraten.(18. Ang.) Joh. Clemens, Tagl., Merheim. u. Elisab. kilten, Müngersdorf.-(21.) Joh. Rogasch, Witwer. Eisenb.=Betriebssekr., Willenberg. u. Klementine Schroder, Witwe. geb. Franck, Cöln.— Georg Kaiser, Tagl., u. Maria Diecken, beide zu Longerich.-(23.) Mathias Kurth, Fuhrm., Zülpich. u. Christina Müllewitsch, Nippes. 6 Leirats=Ankündigungen.(13. Ang.) Barthol. Sturm, Dachdecker. Lützlongericherstr." u. Cäcilia Conrads, Longericherhauptstr. 40.-(19.) Jakob Schumacher, Tagl., Longericherhauptstr. 38A, u. Sibylla Schwarz, Pescherwer 14.—(20.) Alex. Jansen, Witwer, Fabrikbes., Siebachstr. 29. u. Maria Hoepp, Elberfeld.-(22.) Felix Schneider, Kaufm., Karolingerring 19. u. Josephine Gérard, Wilhelmstr. 48.- Friedrich Osterberg= Sere u. Reats.=Schneider, Barbarastr. 1. u. Bertha Utsch, Mülheim a. Rh., Roonstr. 50.-123.) Reiner Wichelhaus, Eisenb.=Lokomotivheizer. Siebachstr. 111. u. Elisab. Gilles, Münstermaifeld.- Leonh. Reifenrath, Witwer, Postassist., Hartwichstr. 960, u. Elisab. Dünnwald, Steinbergerstraße 4 her, Fainnart, hnkutsch., Schlosser, Marien= Klütsch= str. 96.r. 144. jied. Hestr..— (19.) r MallLackierer. Venloer= elsangerWilh., .) BerHelena, Bernard er, OberTamm, ., Venniemann- P e t e r, arina. T. ta, T. v. echtstr. 16. sch. 4., JunkerChristina 6 Mon. er Ages, Venloer= arkt 36. er, 16., 5 Thelen, dt. 17 J. 01.- Sib. 116A, u. ., Düssellungsgeh. 25.-(21.) Schieffer, 1. Zehen, 1 Schopp Fabrikarb., u. Maria Schlosser, .) Franz jusstr. 313. a Strack, u. Anna ne Gesch. denkirchen. u. Anna Glasstr. 31. in., Hansef. Sattler, e. Ciseleur. r. Niehlerianstr. 131. Fritz. S. ziska. T. v. gitta, T. v. wartz, FaFabrikarb., tenschleifer, longericher= Seekante 36. 20. Joseph S. v. Wilh. ecker, Kim., ser. NeußerMerheimer= ißerstr. 635. raße 51.= ) W i l h e l m. helm. S. v. v. Balthasar zilh. Hurst, sostschaffner, Merheimer= zigstr. 75. 23.) Anna. v. Andreas r. Wartenelt. Musteren, BäckerFabrikard., nb.=Breiser. ußerstr. 237. rastr. 146.= rt Mauell, ., Geldernthe, 16 St., . F r i e d r i c h Zonserstr. 5. a Schönenon., Holbein418.- Karl cheibenstr. 6. amer, 1., instr. 220.— J. Sechswe. Theresia u. u. Elisab. Betriebssekr., iln. Georg .) Mathias , Dachdecker. r. 40.-(19.) la Schwarz, diebachstr. 29. Karolinger= Österberg. ch. Mülheim komotivheizer. Reifenrath. SteinbergerKölner Local-Anzeiger Nr. 235 4 Freitag, 29. August 1902. Seite 5 Was giebt's Neues? Der König von Italien ist am Mittwoch=Abend in Potsdam eingetroffen. Auf der Durchreise durch die Schweiz war er am Dienstag=Nachmittag in Göschenen von einer Abordnung des Schweizer Bundesrates empfangen worden. Bei dem dem König gebotenen Mahle entbot der Bundespräsident Zemp dem Könige den Gruß des Bundesrates und des schweizerischen Volkes; der Besuch des Königs werde zur Festigung der von Alters her zwischen der Schweiz und Italien bestehenden freundnachbarlichen Beziehungen beitragen. Der König seinerseits gab in einem Trinkspruch in italienischer Sprache seiner Sympathie für die Schweiz Ausdruck.— Die Ankunft des Kaisers Wilhelm und des Königs von Italien vom Neuen Palais zum Besuche der Reichshauptstadt erfolgte am Donnerstag um 9½ Uhr vormittags auf dem reichgeschmückten Potsdamer Bahnhof. Vor der Rampe außerhalb des Bahnhofes marschierte eine Eskadron Gardekürassiere auf, welche den Wagen mit dem Kaiser und dem König eskortieren sollten. Zum Empfange waren erschienen der Reichslanzler Graf Bülow, Botschafter v. Lanza, der Botschafter in Rom, Graf v. Wedel, der Gouverneur von Berlin, Generaloberst v. Hahnke und andere. Pünktlich um die festgesetzte Zeit lief der Hofzug ein. Ihm entstiegen der Kaiser, der König, die Kaiserin, der Kronprinz, Minister Prinetti und das Gefolge des Königs. Nach der Vorstellung und Begrüßung traten die Herrschaften mit dem Gefolge auf die Rampe hinaus, von den brausenden Hurrarufen der Kürassiere und des Publikums begrüßt, und bestiegen die Wagen zur Fahrt nach dem Brandenburger Thor. Unter den lebhaften Zurufen der Bevölkerung ging die Fahrt durch die festlich geschmückten Straßen. Auf dem Platz vor dem Brandenburger Thor hatten die städtischen Körperschaften Aufstellung genommen, an der Spitze der Oberbürgermeister und der Stadtverordnetenvorsteher. Gegenüber standen Ehrenjungfrauen, zur Seite die Mitglieder der italienischen Kolonie mit ihren Damen. Der offene vierspännige Galawagen mit den Monarchen machte am Podium der Stadtvertretung Halt. Der Oberbürgermeister Kirschner hielt eine Begrüßungsansprache, worin er die Freundschaftsbeziehungen der Häuser Savoyen und Hohenzollern betonte. Der König erwiderte aufs freundlichste und reichte ihm die Hand. Dann traten die Ehrenjungfrauen heran; Fräulein Kirschner überreichte einen Blumenstrauß. Donnernde Hochrufe ertönten, als der Zug sich wieder in Bewegung setzte über die Straße Unter den Linden zum Zeughause. Aus Dresden wird gemeldet: Der kommandierende General des 12. Armeecorps, General der Infanterie v. Hansen, ist von dieser Stelle enthoben und Kronprinz Friedrich August an seiner Stelle ernannt worden. Die Bewaffnung der Kaffern, das letzte von den Engländern zur Unterdrückung der Buren angewandte Gewaltmittel, beginnt sich jetzt bitter zu rächen. Schon früher wurde berichtet, daß die Kaffern sich weigerten, die ihnen von England übergebenen Waffen abzuliefern. Jetzt scheint es unter den Eingeborenen zu offenem Aufruhr gekommen zu sein. Aus Johannesburg berichtet nämlich das Reutersche Bureau vom Montag, daß nach der Meldung eines in Johannesburg erscheinenden Blattes sich eine starke Streitmacht, bestehend aus Infanterie, Kavallerie, berittener Infanterie und Artillerie, von Krügersdorp nach Rustenburg und von dort nach der westlichen Grenze begeben hat. Die Expedition soll Unruhen unter den Eingeborenen verhindern. In amtlichen Kreisen wird zugegeben, daß Truppen in jener Richtung abgegangen seien; dies sei aber nur geschehen, um nach Indien beorderte Truppen zu ersetzen. Der Burengeneral Cronje, seine Familie und eine weitere Anzahl von gefangenen Buren sind am Dienstag aus St. Helena in Simonstown(Kapkolonie) eingetroffen. der Neger=Republik Haiti tobt der Bürgerkrieg weiter. Die Stadt Limbe ist von den Truppen des Generals Nord in Brand geschossen und wiedergenommen worden. Die Verluste sind auf beiden Seiten groß.— Der amerikanische Kreuzer Cincinnati ist am Dienstag früh in Kap Haitien eingetroffen. In Venezuela wehrt sich der Präsident Castro noch immer gegen den Ansturm der Revolution. Nach Mitteilungen des Gesandten der Vereinigten Staaten in Caracas, Bowen, ist ein GouvernementsKriegsschiff in La Guayra eingetroffen und hat gemeldet, daß es zwei Tage lang die Stadt Cindad=Bolivar beschossen habe. Hierauf habe es sich aus Mangel an Munition zurückgezogen. Das Reutersche Bureau meldet aus Curacao: Bei der zweitägigen Beschießung von Cindad=Bolivar wurden viele Personen getötet und verwundet und viele Grausamkeiten von den Regierungstruppen wie auch von den Revolutionären begangen; 3000 britische Einwohner verlangten die Sendung eines Kriegsschiffes. Gerichts=Verhandlungen. Strafkammer. Im Januar 1900 gründele die hiesige MetzgerInnung einen Schlachtvieh-Versicherungsverein. Der Direktor der Thuringia wurde als Bankier des Vereins gewählt, während ein I früherer Metzgermeister von hier als Geschäftsführer angestellt wurde. 1 Als,Vergütung erhielten beide von jedem versicherten Stück Vieh 20 Pfg. Prämie. Die eingehenden Gelder mußte der Geschäftsführer an 1 den Direktor abliefern, der seinerseits die Entschädigungssummen zinslos I vorlegte, die durch die Hände des Geschäftsführers gingen. Am 13. Juni wurde der Geschäftsführer unter dem Verdachte, sich der Unterschlagung, des Diebstahls und des Betrugs schuldig gemacht zu haben, verhaftet. In einer umfangreichen Verhandlung wurde folgendes fest= gestellt. Der Geschäftsführer hatte in mehreren Fällen Entschädigungsjummen, die er zur Bezahlung an die betreffenden Metzgermeister er1 halten hatte, wochenlang zurückgehalten und in einigen Fällen den Berechtigten statt des baren Geldes Wechsel gegeben. Am 20. März ließ der Commis des Direktors in dem Bureau auf dem Schlachthofe I den Schlüssel auf dem Pulte stecken. In dem Pulte lagen 1136 M. Als der junge Mann auf dem Heimwege seinen Leichtsinn merkte, I telephonierte er sofort an den Angeklagten, er solle ihm das Geld in Sicherheit bringen. Bei dem nächsten Zusammentreffen erklärte der Angeklagte dem jungen Manne, das Geld sei nicht mehr dagewesen, es müsse gestohlen worden sein. Dabei ersuchte er ihn aber auf das dringendste, keine Anzeige zu machen, er wolle ihm den Betrag ersetzen. Was den Betrugsfall anbelangt, so schwindelte der Angeklagte einem Versicherungsdirektor vor, es liege in seiner Hand, ihn an die Stelle des Direktors seines Vereins zu bringen, wenn er die benötigte Summe zahle. Dieser Versicherungsdirektor übergab dem GeschäftsI führer drei Wechsel im Betrage von 4500.; er mußte diese am Verfalltage selbst einlösen und der Angeklagte ließ sich nicht mehr sehen. ! Von dem Betrage hat der Geschädigte nur 500 M. zurückerhalten. ! Was die Unterschlagungen anbelangt, so erkannte das Gericht auf 1 Freisprechung, da es nicht ausgeschlossen sei, daß der Angeklagte geglaubt habe, er sei zu dem Vorgehen berechtigt gewesen. Wegen Diebstahls und Betrugs erkannte das Gericht auf neun Monate Gefängnis.— Eine Anzahl Exemplare der Zeitschrift Album wurden bei einem Kolportage=Buchhändler in der Sternengasse beschlagnahmt, weil dieselben unzüchtige Abbildungen enthielten. Das Gericht erkannte auf 20 M. Geldbuße; objektiv seien die Abbildungen unzüchtig, und geeignet, das Schamgefühl zu verletzen.— Ein vorbestrafter Taglöhner wurde wegen Hehlerei mit sechs Monaten Gefängnis bestraft.— Wegen Verbrechen gegen§ 176 Absatz 3 des Strafgesetzbuches bestrafte das Gericht den Taglöhner Albert Fürth mit 18 Monaten Zuchthaus.— Ein Kaufmannslehrling aus Ehrenfeld, der seiner Firma 1000 M. unterschlagen hat muß zwei Monate ins Gefängnis.— Wegen Betrugs in sechs Fällen wurde ein Handelsmann aus Burtscheid mit acht Monaten Gefängnis bestraft.— Zu sechs Monaten Gefängnis verurteilte das Gericht einen Taglöhner, der am 13. Juni einem Herrn die Uhr und Kette gestohlen hat.— Unter Angabe eines falschen Namens erschwindelte sich eine Ehefrau in einem Abzahlungsgeschäfte einen Regulator; die Strafe wurde auf eine Woche Gefängnis festgesetzt. &am Schöffengericht. Wegen Schutzmannsbeleidigung und Widerstandsleistung hatte sich ein junger Mann aus der Bayardsgasse zu verantworten. Der Angeklagte hatte zunächst einen Schutzmann gehänselt, demselben bei seiner Vorführung Widerstand geleistet und ihn beleidigt. Dem Angeklagten wurde bei der Vorführung der linke Zeigefinger gebrochen, sodaß er auf dem Präsidium ohnmächtig wurde und nach dem Hospital geschafft werden wußte. Der Angeklagte und Zeugen behaupten, der Schutzmann habe die vorgezeigte Legitimation nicht angenommen. Er habe dem Verhafteten die Kette um den Zeigefinger gedreht. Das Gericht kam zu dem Urteil, daß die Schutzleute richtig vorgegangen seien und bestrafte den Angeklagten mit 50 M. Geldstrafe.— Zwei Frauen aus Worringen, die sich gegenseitig mißhandelt hatten, müssen je 10 M. Strafe zahlen.— Eine 73 mal vorbestrafte Frauensperson erhielt wegen verschiedener Uebertretungen und Mißhandlung eines Schutzmannes sechs Wochen Haft und einen Monat Gefängnis. Nach verbüßter Strafe kommt die Person nach Brauweiler. Tocales. X Für die Feier des goldenen Priesterjubiläums des Herrn Pfarrer J. H. Leutzen hat das Festkomitee der Pfarrei St. Maria im Kapitol die folgende Festordnung aufgestellt: Am Dienstag Morgen 8½ Uhr wird der Herr Jubilar an seiner Wohnung abgeholt und im Festzuge durch die nächstliegenden Straßen der Pfarre zur Pfarrkirche geführt. Daselbst beginnt a. dann ein feierliches Hochamt mit Festpredigt und Tedeum. Hieran schließen sich von 11½ Uhr ab die Beglückwünschungen im Pfarrhause und abends 7 Uhr findet im Hotel Viktoria ein Festessen statt. Die Familien=Festfeier ist auf Sonntag den 7. September im Konzertsaale der Bürgergesellschaft angesetzt. 10 Primizfeier. Am Mittwoch feierte der Neopresbyter Herr Rudolf Schmidt seine Primiz in der Pfarrkirche von St. Gereon. Morgens gegen 9 Uhr wurde der Primiziant in feierlichem Zuge an seiner Wohnung am Klingelpütz abgeholt und zur St. Gereonskirche geleitet. Nach der kirchlichen Feier wurde der Primiziant wieder in feierlichem Zuge nach seiner Wohnung gebracht. X Msar. Hoare, Bischof von Ardagh(Irland), ist hier eingetroffen und im Hotel Viktoria abgestiegen. s Die Aachenerstraße ist nunmehr vom Aachenerthore bis Melaten in ihrer geplanten Breite durchgeführt. Der Neuanlage der breiten Bürgersteige sind in diesen Tagen auch die letzten der schönen schattenspendenden Lindenbäume zu beiden Seiten der alten Straße zum Opfer gefallen. Nachdem die Bordsteine verlegt sind, werden zur Zeit die Entwässerungsanlagen der Bürgersteige ausgeführt. Mit der Neupflasterung des Fahrdammes hat man gbegonnen. Mit den alten Lindenbäumen ist auch das an der Ecke der Aachener= und Dürenerstraße stehende alte Steinkreuz beseitigt worden. Herr Geh. Rat Stübben, der Schöpfer der Neustadt, hat während seiner Thätigkeit im Dienste der Stadt solch alte Wahrzeichen des Frommsinnes der früheren Ackerbürger in pietätvoller Weise zu erhalten gesucht und dafür Sorge getragen, daß sie, wenn der Verkehr ihre Entfernung notwendig machte, in nächster Nähe des früheren Standortes wieder aufgerichtet wurden. Hoffentlich läßt sich auch für das alte Steinkreuz an der Nachenerstraße ein Plätzchen in nächster Nähe ausfindig machen. An der Ostseite der Herz Jesu=Kirche hat man ein großes festes Gerüst aufgeschlagen, welches zur Fertigstellung der in der großen Nische des Chorabschlusses aufgestellten etwa 3 Meter großen Herz Jesu=Srarue dient. Dieselbe ist aus dem Atelier unseres Mitbürgers, Bildhauer Alex Iven hervorgegangen. Die Statue ist aus einem Sandsteinblock von über 140 Centner gemeißelt. Ihre gänzliche Fertigstellung dürfte noch einige Wochen erfordern. + Am Kunstgewerbe=Museum ist die nach den Entwürfen des Architekten Brantzky, des Erbauers des Museums, ausgeführte Umgestaltung der großen Freitreppe nunmehr vollendet. Zu beiden Seiten der Treppe lagern auf schweren Sockeln zwei gewaltige Löwen. Hinter denselben erheben sich auf ziemlich quadratischen Sockeln, die mit Fratzen geziert sind, Säulen, welche die Beleuchtungskörper tragen. Diese bestehen aus je einer achtseitigen Prunklaterne nach Art der Turmhelme des Museums mit kuppelförmiger Bedachung, die mit Krabben verziert ist. Die Spitze ziert das Kölner Wappen mit dem Doppeladler. Unterhalb der Laternen befindet sich ein reichornamentiertes Reliefband, das kranzartig acht turmartig gehaltene kleine Laternen trägt, welche wie auch die großen Prunklaternen mit Butzenscheiben verglast werden. Sämtliche Beleuchtungskörper, welche elektrisches Licht erhalten, sind von der Firma Anhäuser& Hauebeck hierselbst aus schmiedbarer Bronze hergestellt. Die Bildhauer= bzw. Steinmetzarbeiten wurden von Bildhauer Schreiner bzw. Steinmetzmeister Zorn ausgeführt. Die eigenartige Anlage macht namentlich von der mittleren Allee des Hansaringes aus einen recht hübschen Eindruck. 5 In der Flora findet am Montag ein großes Kinderfest statt. Das Programm weist neben einem großen Kostümumzug eine Menge humoristischer Nummern auf. Den Schluß des Festes wird nebst einer großen Fackelpolonaise die Vorführung patriotischer lebender Bilder, die mitten im großen Parterre gestellt werden sollen, bilden. Das Programm des Festes, welches abends 8½ Uhr beendigt sein wird, erscheint am Sonntag im Anzeigenteil des Kölner Local=Anzeigers. * Durch Militäranwärter sind im Bezirk des achten ArmeeCorps folgende Stellen zu besetzen: Aachen, Königl. Polizei=Direktion, Schutzmann, 1200 M. Anfangsgehalt, steigt bis zu 1600 M.— Bonn, Königl. Amtsgericht, sechs Lohnschreiber, je 50 bis 60 M. Schreiblohn monatlich.— Brauweiler, rheinische Provinzial=Arbeitsanstalt, Aufseher, 1000 M. jährlich, steigt bis 1600 M.— Kelberg(Kr. Adenau), Burgermeisteramt, Bürgermeisterei=Sekretär, 900 M. jährlich, steigt bis 1300 M.— Mülheim(Rhein), Bürgermeisteramt, Bureau=Assisteut, 1600 M. jährlich, steigt bis 2500 M.—.=Gladbach, städtische Verwaltung, mehrere Polizeisergeanten zweiter Gehaltsklasse, je 1200 M. jährlich, steigt bis 1600M. event. bis 1900 M.— Neuß, Polizei=Verwaltung, Polizeisergeant zweiter Gehaltsklasse für den Nachtdienst, 1100 M. jährlich, steigt bis 1300 M.— Schmidt, Bürgermeisteramt zu Schmidt (Kr. Montjoie), Gemeindeförster, Anfangsgehalt 1000., steigt bis 1500 M.— Trier, Ober=Bürgermeisteramt, Polizeisergeant, 1200 M. jährlich, steigt bis 2000 M.— Ort wird bei der Einberufung bestimmt, Kaiserl. Ober=Postdirektion Köln, Landbriefträger, 700 M. jährlich, steigt bis 1000 M. 1 Unglücksfälle. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag wurde am Krummerbüchel ein Mann mit schweren Verletzungen am Kopfe und in besinnungslosem Zustande auf der Straße liegend aufDie Lieferung der im Kgl. Friedrich Wilhelm=Gymnasium, im KalGymnasium an der Apostelnkirche. im Kgl. Kaiser Wilhelm=Gymnasium und in unserem Verwaltungsgebäude Gereonshof Nr. 6 hierselbst bis 15. Mai k. J. erforderlichen Brennmaterialien soll zusammen im Wege der schriftlichen Submission verdungen werden. Lieferungslustige werden eingeladen, ihre versiegelten Anerbieten mit der Aufschrift: „Kohlenlieferung“ uns bis spätestens den 5. September er. zukommen zu lassen. Um welche Arten und Mengen von Feuerungsmaterialien es sich handelt, und unter welchen Bedingungen die Lieferungen zu erfolgen haben, kann auf Zimmer Nr. 2 unseres vorbezeichneten Verwaltungsgebäudes eingesehen werden. * Der Verwaltungsrat der Gymnasial= und Stiftungsfonds. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß im Monat Oktober die Neuanlage der Bürgersteige und die Neupflasterung der Fahrbahnen in nachstehenden Straßen in Angriff genommen wird: I. Altstadt: Zugasse, nördliche Seite. Bürgersteig. 2. Neustadt: Kaiser Wilhelm=Ring, von Bismarck= bis Herwarthstraße; Fahrbahn. Die Hauseigentümer und die An lieger der vorbenannten Straßenstrecken werden hierdurch aufgefordert. An träge auf Neuanlage oder Abänderung von Kanal=, Gas=, Elektricitäts=, Wasser= usw. Anschlüssen innerhalb 10 Tagen an die zutreffende Dienststelle zu richten. Anträge, welche nach Ablauf dieser zehntagigen Krist eingehen, und ein Wiederaufreißen der Straßendecke er fordern. werden abgelehnt werden. oder. falls dies nicht angängig ist werden die Arbeiten und Lieserungen nur gegen Erstattung der doppelten Kosten ausgeführt. Cöln, den 26. August 1902. Tiefbauamt. Weingarten, Stadtbauinspektor Wegen Ausführung baulicher Um änderungen wird die städtische Spar kassen=Hauptstelle hierselbst. Portalsgasse 1, am., 9. und 10. September d. J. geschlossen. Cöln, den 26. August 1902. Der Oberbürgermeister. „ J..: Dr. Matzerath. Möbel-Politur zum Auspolieren von Möbeln in allen Holzarten. Nußbaum. Mahagoni. Ebenholz 2c. Leichte Anwendung. Flasche 75 J. Möbel=Reinigungs=Politur. per Flasche K..—. Politur=Pomade für Möbel. Marmor. Majolica 2c. p. Flacon 50 J. Brunoline u. Mattine für helle u. dunkele Eichenmöbel pr. Fl. 60 J. Holzveizen in allen Farben empfiehlt: Hch. Kacsmacher. Detailgeschäft Altermarkt 62. Niederlage: Ehrenfeld bei Andr. Lemm. 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Stuhlgang, Jucken am Mastdarm u. in der Nase, Kollern, wellenförmige Bewegungen und Schmerzen in den Gedärmen: Behandlung auch brieflich: Sprechst.—6. Sonnt. 10—12. Warnung vor Kaffee=Niederlage von Hausbesitzer gesucht. Lokal mit Kaffeeausschank u. passendes Geschäft vorhanden. Prima Lage. Off. u. Nr. 1357 an die Gesch. d. Vl. dunges Mädchen, sehr passend für 0 Schülerin, findet gute Pension. Mohrenstraße 32, 2. Etage. Cöln, Agrippastrasse 14. Geschäftsstellen in: Andernach, Godesberg, Kalk und Linz a. Rh. Wir vergüten zur Zeit für Depositen resp. Spareinlagen je nach Kündigung 1½—4% Zinsen fürs Jahr, frei von allen Spesen. Die Verzinsung beginnt mit dem Tage der Einlage. K gefunden. Der Schwerverletzte war nicht imstande, anzugeben, wie er die Verletzungen erhalten hatte.— Gestern Morgen kam in einer Schlosserei in der Weißbüttengasse ein Schlossergeselle zu Fall und erlitt einen Armbruch.— In einem Hause an der Severinstraße zog sich ein Kind durch Fall einen Armbruch zu. Die Verletzten wurden ins städtische Krankenhaus gebracht. ## Verbrüht. Gestern Nachmittag kam in einem Hause am Krummerbüchel ein junges Mäochen mit einem Kübel kochendheißes Wasser zu Fall und erlitt so erhebliche Verbrühungen im Gesichte, daß es dem Hospitale übergeben werden mußte. Die Fertenkolonisten, etwa 385 Kinder, trafen gestern Mon gen nach einem dreiwöchigen Aufenthalte im Siegthal und den Seitenthälern mittels Sonderzuges auf dem Hauptbahnhofe wieder ein. Bei allen Kindern hat der Ferienaufenthalt auscheinend gute Erfolge erzielt. im Straßenbeleuchtung. Auf dem Maria=Ablaßplatz wird gegenwärtig ein prachtvoller fünfarmiger Gaskandelaber errichtet. Auf dem freien Platze an der Worringerstraße, gegenüber dem Kaiser Friedrich= ufer, wurde in den letzten Tagen ebenfalls ein solcher Gaskandelaber aufgestellt und in den nächsten Tagen wird ein fünfarmiger Gaskandelaber auf der Neußerstraße gegenüber der St. Agneskirche aufgestellt werden. * R h e i n h ö h e a m 2 8. A u g. a b e n d s 7 U h r: m 2. 2 3— 0. 0 7. * Wasserwarme am 28. Aug., mitt. 12 Uhr: 18½, abds. 7 Uhr: 18°C. „" 29. Aug., morgens 7 Uhr 13° C. Seite 6. Kölner Local-Anzeiger Nr. 235 1 Freitag, 29. August 1902. Offene Stellen. 250 Stuckaturet und zegen hohen Lohn oder Accord sofort gesucht. F. Jacobs, Düsselder, Corneliusstr.45, Stuckgeschäft. 8 Sattler auf Militär=Arbeit werden sofort eingestellt. D. Sohn, Friedberg b. Frankfurt a. M Erst. Metzgergeselle lür Ochsen- u. Schweinemelzgerei gesucht. Joseph Gussen, Istlich. Tüchtige Ceneral=Vertreter und Vertreter 0 sucht an allen Plätzen Allgem. deutsche Krankenkasse E H 42 zu Dessau. Buchhandlungsreisende für neue konkurrenzlose Werke b. Provision gesucht. Buchhandlung Schumann, Leipzig, Langestr. 22.* Nur 8 Pig. die Zeile kostet eine kleine Anzeige In der Abteilung Stellengesuch des Kölner Local Anzeigers. 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