s0 Jahrgang.— Nr. 13364. Mittwoch, 30. Oktober 1029. Grändungssahr des Verlags 1725. Bezugspreis: monatlich.30.4 Postbezug:".70.4 Anzeigen: lokale 30 d. auswärtige 30 S Reklamen: lokale 100 J. auswärtige 150 3 Lokale Familien=Anzeigen 20.3 Lokale Stellengesuche 15 8 die Zeile. „„ für Bonn und Umgegend. Druck und Verlag: Hermann Neusser. Verautwertiich: Hauptschriftleiter: Pei Neusser. Anzeigen: Peter Lescrinier. Alle in Bonn. Geschäftsstelle: Bahnhafstr. 12. Fernruf 3851: nach Geschäftsschluß(von 20—7 Uhr): 3853. Bostschecktonto Koln Nr. 166.2. Weit unter 4 Millionen Stimmen. Die gestern abend abgeschlossenen Eintragungen zum Volksbegehren ergaben, anstatt der erforderlichen 10 Prozent, nur etwa 6 Prozent Stimmen. Der Reichsausschuß für das Volksbegehren ist somit mit seiner Bewegung gegen den Doungplan unterlegen. Die Beteiligung am Volksbegehren zu schwach. sem Zwischenfall konnte die Versammlung in Ruhe zu Ende geführt werden. * wie Sicherungen in hygienischer Beziehung zu treffen, sodaß die Bedenken der Mannschaft gegen die Teitnahme an der Nordpolfahrt zum größten Teil zerstreut werden konnten.—„Graf Zeppelin" wird voraussichtlich Ende November eine Probefahrt machen, die auch über Norwegen und Schweden führen dürfte, um einen neuen Wetterbestimmungsapparat auszuprobieren, der die Möglichkeit gibt, Windrichtung, Temperaturen usw. bis in Höhen von 10000 Metern abzulesen.„Graf Zeppelin“ wird während der Dauer der Expedition durch eine eigene Funkanlage den amerikanischen und den norwegischen Funkstationen täglich zuverlässige Wetterberichte aus der Arktis übermitteln können. Berlin, 30. Okt. Laut„Vorwärts“ waren gegen Mitternacht aus Orten und Kreisen mit insgesamt 11 175000 Stimmberechtigten 603 138 Eintragungen gezählt. Der Durchschnittssatz der Eintragungen in diesen Orten ist 5,4 v. H. Wenn auch die Ergebnisse vom flachen Land diesen Durchschnittssatz noch etwas nach oben verschieben werden, so kann doch jetzt schon angenommen werden, daß die für das Zustandekommen des Volksbegehrens notwendige Eintragungsziffer nicht erreicht worden ist. In Berlin sind rund 240 000 Eintragungen erfolgt. Das sind 7,6 v. H. der Stimmberech= tigten. Ergebnisse aus dem Reich: Eintragungsergebnisse zum Volksbegehren im Siegkreis. Für das Volksbegehren„Freiheitsgesetz“ haben sich bis einschließlich 29. Oktober, also des letzten Tages, eingetragen: in Siegburg von 13 122 Wahlberechtigten 38 in Troisdorf von 6300 Wahlberechtigten 19 in Eitorf.von rd. 5000 Wahlberechtigten 14 in Sieglar von rd. 7000 Wahlberechtigten 9 in Hennef(ohne Blankenberg) von 5200 Wahlberechtigten 4 Das amtliche Ergebnis des Volksbegehrens am 7. November. Berlin, 29. Okt. Heute abend 8 Uhr wurden die Eintragungen für das Volksbegehren geschlossen. Am 7. November dürfte das vorläufige amtliche Ergeonis vorliegen. Vögler und die Volkspartet. MTB Berlin, 30. Okt. Wie das„Berliner Tageblatt" zu melden weiß, wird der Fall des Generaldirektors Vögler, der sich bekanntlich in die Listen für das Volksbegehren eingezeichnet hat, in der Fraktionssitzung der Deutschen Volkspartei am kommenden Donnerstag nicht behandelt werden, da Vögler nicht Abgeordneter ist und die Fraktion daher nicht zuständig sei; man nehme aber an, daß Vögler, falls sich seine Eintragung in die Liste des Volksbegehrens bestätigt, zum Austritt aus der Partei veranlaßt werden wird. Skandalszenen im sächsischen Landtag. WIB Dresden, 29. Okt. Nachdem der Rechtsausschuß des sächsischen Landtages sich für die Aufhebung des 9. November und für die Beibehaltung des 1. Mai als gesetzlichen Feiertag ausgeprochen hatte, kam es am Schluß der heutigen Vollsitzung zu Skandalszenen und zweimaliger Unterbrechung der Sitzung. Die Linke hatte schärfste Obstruktion gegen die Abschaffung des Novemberfeiertages angesagt. Präsident Weckel verkündete, daß der Aeltestenausschuß über die Beschwerde der Minderheit gegen das Vorgehen des Rechtsausschusses zu keinem Ergebnis gekommen sei und daß der Landtag nunmehr selbst die Entscheidung über die nächste Tagesordnung zu treffen habe. Abg. Edel(Soz.) beantragte unter erregten Zurufen, die Frage des 9. November von der Tagesordnung abzusetzen. Da der Präsident trotz Erteilung mehrerer Ordnungsrufe machtlos war und die Ruhe nicht wiederhergestellt werden konnte, erklärte er die Sitzung für geschlossen und verkündete, daß die nächste Sitzung Freitag nachmittag 1 Uhr stattfinde. Eine Stuhlschlacht. WTB Düsseldorf, 30. Okt. Zu politischen Schlägereien kam es gestern abend anläßlich einer von Nationalsozialisten in der Tonhalle veranstalteten Wahlversammlung. Der erste Redner, ein Nationalsozialist, hatte kaum das Wort genommen, als eine Stuhlschlacht zwischen den Parteianhängern des Redners und den stark vertretenen Kommunisten entbrannte, sodaß die mit zwei Bereitschaften erschlenene Schutzpolizei Ruhe stiften und die Kommunisten aus dem Saale weisen mußte. Dabei wurden acht Personen sistiert. Nach dieGraf Zeppelin=Polarerredition. WTB Friedrichshafen, 29. Okt. Die ZeppelinGesellschaft hat beschlossen, die Versicherungen und die Grhälter der Besatzung des„Graf Zeppelin“ zu erhöhen soBerlin, 29. Okt. Der Sklarek=Untersuchungs=Ausschuß des preußischen Landtages, der die„Mißwirtschaft in der Berliner Stadtverwaltung“. wie seine offizielle Aufgabe lautet, prüfen soll, nahm am Dienstag seine Arbeiten auf. Unter dem Vorsitz des kommunistischen Abgeordneten und Führers der kommumstischen Fraktion im Berliner Stadtparlament, Schwenk, hatten sich die 29 Ausschußmitglieder eingefunden, um zunächst einmal einen Zeugenbericht über den hiftorischen Werdegang der Kleider=Vertriebs=Gesellschaft, ihre Verbindungen mit den städtischen Anschaffungsstellen und den Sklareks entgegenzunehmen. Das lebhafte Interesse, dem die Ausschußarbeiten begegnen, zeigte sich nicht nur in der Anwesenheit zahlreicher Pressevertreter, sondern auch in der Tatsache, daß die Publikumsplätze stark besetzt waren. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde festgestellt, daß die zu vernehmenden Zeugen jeweils erst nachträglich vereidigt werden solken. Hierauf wurde der Leiter des Verliner Anschaffungsamtes, Obermagistratsrat Schaldach, als Zeuge vernommen. Er führte u. a. aus: Die KleiderVertriebs=Gesellschaft hatte den Auftrag, Heeresgutbestände der minderbemittelten Bevölkerung zu geben. Als 1920 auch die Reste der Kriegsgesellschaften aufgelöst werden sollten, übernahm die Stadt Berlin die Anteile der Vertriebsgesellschaft und übertrug sie auf zwei Stadträte und zwei Stadtverordnete. 1921 wurde die Kleidervertriebsgesellschaft ins Handelsregister eingetragen. Direktoren wurden die Herren Kieburg und Kistmacher. 1922 übernahm Kieburg auch die Anschaffungsgesellschaft. Durch die so entstehende Personalunion kamen Anschaffungsgesellschaft und Vertriebsgesellschaft in Geschäftsverbindung. Die Bestände der Vertriebsgesellschaft sollten nach dem zunächst ergangenen Magistratsbeschluß auf die Anschaffungsgesellschaft übernommen werden. Später ging der Magistrat jedoch hiervon ab und übertrug, wohl. auf Antrag der Liquidatoren, die Bestände den Gebrüdern Sklarek. Es handelte sich um Waren im Werte von etwa 650000 Mark. Gleichzeitig 1926 wurde mit den Sklareks ein Vertrag geschlossen, wonach sie das Recht haben sollten, für zwei Jahre die übernommenen Bestände dahin zu verwerten, daß die Fürsorgeämter mit Textilwaren beliefert würden Bald rekkamierten die Sklareks aber die übernommenen Bestände als so schlecht, daß sie für den Gebrauch der Aemter nicht zu verwerten seien. Infolge dieser Reklamation billigte ihnen 1827 der Magistrat ein Darlehen von 300000 Mark zu, das mit monatlich 30000 Mark abgetragen werden sollte. Zugleich wurde der Vertrag verlängert bis zum Ablauf des Darlehens. Als ich am 21. Januar 1927 mit der Leitung der Anschaffungsgesellschaft betraut wurde, fand ich über diese Verträge hinaus noch eine andere Geschäftsverbindung mit den Sklareks vor. Danach sollen die Sklareks außerhalb ihrer sonstigen Verträge auch die Anschaffungsgesellschaft mit Decken für Krankenhäuser usw. beliefern. Dieser zweite Vertrag stand Die Berliner Stadtverordneten gegen den Oberpräsidenten. Berlin, 30. Okt. Die Fraktionen des Berliner Rathauses haben sich gestern abend mit dem Verlangen des Oberpräsidenten von Berlin und Brandenburg beschäftigt, die drei Stadtverordneten Bunge, Mühlmann und Rosenthal aus dem Kreditausschuß der Stadtbank abzuberufen. Die Fraktionen stehen, laut Berliner Lokalanz., auf dem Standpunkt, daß der Oberpräsident kein Recht dazu hat, diese Stadtverordneten oder andere aus einem Ausschuß zu entfernen. Sie sehen das als einen Eingriff in die Selbstverwaltung der Kommune an und werden dagegen Einspruch erheben. * Die Ankunft der Oberbürgermeisters Böß. WTB Berlin, 29. Okt. Der Berliner Bürgermeister Scholz wird am Donnerstag von Bremerhaven aus, wie hier bekannt gegeben wird, mit einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd dem Oberbürgermeister Böß, der sich an Bord des Lloyddampfers„Bremen“ auf der Rückreise befindet, entgegenfahren und mit dem Oberbürgermeister auf der„Bremen“ eine Unterredung haben, bei der er einen längeren Bericht über die Angelegenheit Sklarek überreichen wird. Bürgermeister Scholz begibt sich dann wahrscheinlich im Flugzeug nach Berlin zurück, um abende in der Stadtverordneten=Versammlung erscheinen zu können. Oberbürgermeister Böß wird wahrscheinlich erst in der Stadtverordneten=Versammlung vom 7. November das Wort ergreifen, da er sich zunächst informieren muß. * Hastbefehl gegen Schmidt und Kapphengft. WTB Berlin, 29. Okt. In der Voruntersuchung wegen der Sprengstoff=Attentate hat heute der Untersuchungsrichter Landgerichtsdirektor Masur, der sich zur Zeit zur Vernehmung in Altona befindet, Haftbesehl gegen Herbert Schmidt und Alfred Kapphengst erlassen. Schmidt ist, wie bereits gemeldet, geständig und befindet sich in Haft. Alfred Kapphengst wird beschuldigt, Bomben hergestellt zu haben. Gegen ihn wurde ein Steckbrief erlassen. * Eine Stresemann-Straße in Dortmund. Dortmund, 29. Okt. Der Magistrat der Stadt Dortmund hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Knappenbergerstraße in Stresemann=Straße umzubenennen. im Widerspruch mit dem der mit dem Magistrat geschlossenen Vertrage. Denn wenn die Sklareks aufgrund des Migistratsvertrages bereits die einzelnen Aemter unmittelbar mit Textilwaren versorgten, brauchten sie nicht auch die Anschaffungsgesellschaften, die ja gleichfalls für die Aemter da waren, einzudecken. Ueber die Anfänge der Sklarek'schen Geschäftsverbindung mit der Stadt Berlin kann ich keine Auskunft geben. Damit waren die zusammenfassenden Darlegungen Schaldachs beendet. Der gleichfalls geladene Direktor Kitburg hatte sich wegen Krankheit entschuldigen lassen. Auf Befragen durch den Abgeordneten Meistermann(.) erklärte Schaldach, die Preise der Sklareks seien eingehend nachgeprüft durch Feststellung der Einkaufspreise und durch Sachverständigengutachten. Abg. Koch(Dn.) bat den Zeugen um Auskunft über die Bilanzen der Anschaffungsgesellschaft vom 31. Mäcz 1926 und 31. März 1927. Ueber diese haben in der Stadtverwaltung Verhandlungen stattgefunden, die auf gewisse Mißstände in der Anschaffungsgesellschaft schließen ließen. Zeuge Schaldach: Ich war der Auffassung, daß eine Ueberwertung der Lagerbestände stattgefunden hatte, und habe das dem Mag'strat mitgeteilt. Eine Rechnung von Sklarek über 87000 Mark war nicht verbucht worden, offenbar, um die Bilanz nicht noch mehr zu belasten. Regreßpflichtig ist kein Beamter dafür gemacht worden. Abg. Koch(Dn.): Wer ist dafür verantwortlich zu machen, daß der Verlust von 815 000 Mark entstanden ist. Zeuge Schaldach: Verantwortlich war sowohl die Geschäftsführung als auch die nicht fachgemäße Tätigkeit des Personals, das auch viel zu zahlreich war. Dem Abg. Stende!(D. Vp.) erwiderte der Zeuge, daß der Deckenvertrag die Sklareks beauftragte, monatlich 5000 Decken für die Krankenhäuser zu liefern. Wenn er, der Zeuge, nach Uebernahme der Anschaffungsgesellschaft gemäß diesem Vertrage weiter abgenommen hätte, wäre die ganze Gesellschaft in Decken erstickt. Diesen. Vertrag habe er daher sofort annulliert. Der zweite Vertrag mit den Sklareks lautete auf eine Lieferung von Waren im Werte von monatlich 50000 Mark. Diesen Vertrag habe er umgewandelt dahin, daß nur der notwendige Bedarf geliefert werden sollte. Auf Anfrage des Abg. Dadendorff(Wp.) bemerkte Schaldach, maßgebend für die Ueberlassung der Bestände der Kleidervertriebsgesellschaft an die Sklareks und die Mitübernahme auf die Anschaffungsgesellschaft sei wohl die Befürchtung der Liquidatoren gewesen, daß man bei der Anschaffungsgesellschaft ein zu großes Kapital investieren müsse. In nicht öffentlicher Beratung wurde beschlossen, am Mittwoch die Zeugen Stadtverordnete Merkel, Lüdicke, Braun und Hake über die gesamten Unregelmäßigkeiten beim Anschaffungsamt und verhängte Strafen zu hören. Am Donnerstag soll Frau Stadtrat Weyl, Stadtrat Gäbel, Syndikus Lange und Magistratsrat Clemens über die Verlängerung der Verträge bis zum Jahre 1935 vernommen werden. Eröffnung der Voruntersuchung im Falle Sklarek WTB Berlin, 29. Okt. In der Strafsache gegen Sklarek und Genossen hat die Staatsanwaltschaft heute die Eröffnung der Voruntersuchung beantragt, gegen erstens die Gebrüder Max, Willi und Leo Sklarek wegen Betruges, schwerer Urkundenfälschung, Bestechung und Konkursverbrechens, zweitens gegen den Buchhalter Max Lehmann wegen Beihilfe, drittens gegen die Stadtbankdirektoren Schmitt, Hoffmann und Schröder wegen passiver Bestechung und Untreue, viertens gegen Kleczewski, Weill, Wende, Löwenstein und die Eheleute Moritz und Adele Warschauer wegen Beihilfe zum Betrug. Das Ermittlungsverfahren gegen die übrigen Beschuldigten wird fortgesetzt. Neben dem staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren läuft das Disziplinarverfahren gegen einzelne Beamte der Stadt Berlin. * Festnahme eines„Bankiers“ wegen Betrugs. WTB Berlin, 29. Okt. Von der Kriminalpolizei wurde der 61jährige Kaufmann Eugen Joseph Margolin festgeommen, der aus Stanislaus in Galizien stammt. Er wird des Betruges, der Wechselfälschung und schwerer Urkundenfälschung beschuldigt. Margolin war bereits vor 20 Jahren einmal der Mittelpunkt einer großen Betrugsaffäre. Er hatte damals eine viertel Million an sich gebracht und wurde später in der Maske eines holländischen Barons in einem vornehmen Hotel in Petersburg mit seiner Geliebten ermittelt, festgenommen, ausgeliefert und abgeurteilt. Die Betrügereien, die ihm jetzt vorgeworfen werden, bewegen sich auf der gleichen Linie wie die vor 20 Jahren. Er schaffte sich Verbindungen mit Privatbanken und konnte so Transaktionen an der Börse vornehmen. Da er bares Geld selten bekommen konnte, so ließ er sich Hypotheken und andere Wertpapiere als Sicherheiten geben. Wie jetzt festgestellt wurde, sind diese meist ohne Zustimmung der Besitzer sofort weitergegeben bezw. verpfändet worden. Schließlich fälschte Margolin auch die Unterschriften und Handzeichen seiner Auftraggeber und stellte auf deren Namen Wechsel aus, die er Ein Tandlagsausschaß auterfacht die Kiarer=Kißwirtschaft. zu seinen Geschäften gebrauchte. In der Wohnung Margolins wurde auch eine Durchsuchung vorgenommen und die gesamte umfangreiche Geschäftskorrespondenz beschlagnahmt. Die Durchsicht ergab so viel belastendes Material, daß er festgenommen wurde. Nach vorläufiger Schätzung beläuft sich der Schaden, den er angerichtet hat, auf 750 000 bis 1 Million Mark. Jum Selbstmord des Banklers Cunow. WTB Berlin, 29. Okt. Zu dem Selbstmord des Bankier Cunow meldet eine Berliner Korrespondenz, daß nach den bisherigen Feststellungen Cunow ohne Wissen seines Mitinhabers Paetsch größere Termingeschäfte getätigt hat und Engagements an der Börse eingegangen ist. Wie hoch diese sich belaufen, ist noch unbekannt. Um den Umfang der Verbindlichkeiten festzustellen, hat die Bank vorläufig ihre Zahlungen eingestellt. Von der Prüfung der Bücher wird es abhängen, ob es nötig ist, Konkurs anzumelden oder ob der Betrieb aufrecht erhalten wird. Das Auswärkige Amt zum Tode des Fürsten Bülow. WTB Berlin, 29. Okt. In der täglich stattfindenden Morgenbesprechung der Direktoren des Auswärtigen Amtes gedachte Staatssekretär von Schubert in warmen Worten des verstorbenen früheren Chefs, Fürsten Bülow. In kurzen Worten zeichnete er ein Bild des großen Staatsmannes, der auch nach seinem Rücktritt nicht nur die Entwicklung der Außenpolitik mit großer Anteilnahme verfolgt, sondern stets auch persönliches Interesse für das Auswärtige Amt und seine Mitglieder bekundet habe. Das Auswärtige Amt werde das Andenken des ausgezeichneten Staatsmannes und treuen Freundes in hohen Ehren halten. Wieder Rhodes-Stipendien. Berlin, 30. Okt. In Berlin hat sich, laut Voss. Ztg., in Anwesenheit des Präsidenten der Rhodes=Stiftung, Sir Otto Beit, und des englischen Politikers Philipp Kerr der „Deutsche Ausschuß für die Verleihung der Cecil=RhodesStipendien“ konstituiert. Die Stipendien werden 1930 zum erstenmal seit dem Kriege zur Befestigung der Freundschaft zwischen der angelsächsischen und der deutschen akademischen Jugend wieder an deutsche Studenten verliehen. Selbstmord eines Berliner Kommerzienrats. Berlin, 30. Okt. In seiner Wohnung in der Bayrkschen Straße erschoß sich gestern nachmittag der 50jährige Kommerzienrat Richard Heinemann, der Inhaber des gleichnamigen Finanzierungsgeschäftes, das sein Büro Unter den Linden hat. Die Gründe, die Kommerzienrat Heinemann zum Selbstmord veranlaßten, sind noch nicht ganz geklärt. Es steht nur soviel fest, daß ihn sowohl wirtschaftliche Schwierigkeiten als auch wenig glückliche Familienverhältnisse in den Tod getrieben haben. Unterschlagungen bei einem Konkursverfahren. WTB Amsterdam, 29. Okt. Bei der Konkurseröffnung über ein Amsterdamer Bank= und Effektengeschäft, die N. V. Bamaraland, hat sich herausgestellt, daß ein größerer Posten an Geld und Wertpapieren, voraussichtlich im Betrage von 1 Million Gulden, unterschlagen worden ist. und zwar augenscheinlich von dem bisherigen geschäftsführenden Direktor. Dieser, ein gewisser A.., ist geflüchtet und wird von der Polizei gesucht. Da er gebürtiger Deutscher ist, vermutet die Polizei, daß er sich nach Deutschland begeben hat. Zindheigmnengpel und Ronsumgenossenschaften. Es wird uns geschrieben: Die Vorverhandlungen über die Auslieferung eines noch zu schaffenden deutschen Zündholzmonopols an den schwedisch=amerikanischen Kreuger=Trust sind beendet. Das starke Bedürfnis, Geld in die Finger zu bekommen, wird über alle sozialen Erwägungen siegen. Die Fürsorge für die in der Tat nicht auf Rosen gebettete private deutsche Zündholzfabrikation wird als Vorwand dienen müssen, um die Auslieferung der deutschen Verbraucher an einen kapitalstarken Trust zu bemänteln. Es geht auf Kosten der Verbraucher. Sie werden zu zahlen haben, nicht nur an den Zündholztrust. Auch das Reich will noch einige Millionen jährlich bei der„Neugestaltung" herausholen. Wie die Sache schließlich„gedeichselt" wird, ist ziemlich nebensächlich angesichts der feststehenden Tatsache, daß die Zündhölzer auf jeden Fall teurer werden müssen. Wenn wir uns recht besinnen, hat es bislang als Kennzeichen sozialer Politik gegolten, die Beseitigung aller indirekten Steuern zu fordern. Die 150 Millionen=DollarAnleihe wird aber mit weiterer indirekter Belastung der Bevölkerung erkauft werden. Sie trifft den Armen in gleichem Umfange wie den Reichen, belastet ihn also unsozial. Die breiten Massen des Volkes werden die Leidtragenden sein. Die organisierten Verbraucher waren bislang gegen die Diktatur des Trustes geschützt. Die Zündholzfabriken der Großeinkaufs=Gesellschaft Deutscher Konsumvereine standen unabhängig nach jeder Richtung da, sowohl hinsichtlich der Erweiterung der Betriebe als auch der Preisfestsetzung. Daß sie auf den freien Markt verzichten und sich auf den Kreis der angeschlossenen Konsumvereine beschränken, die nur von ihnen beziehen konnten, entspricht dem Wesen der Konsumgenossenschaftsbewegung. Die organisierten Verbraucher haben sich gut dabei gestanden. Was künftig aus der genossenschaftlich organisierten Zündholzbedarfsdeckung werden wird, steht noch nicht fest. Jedenfalls verlangen die Konsumgenossenschaften, daß sie nicht dem Anleihebedürfnisse des Reiches geopfert werden. Die deutschen Konsumgenossenschaften haben, sobald sie von dem Zündholzmonopol hörten, schärfsten Protest, sowohl grundsätzlich als auch hinsichtlich der Genossenschaftsbetriebe, erhoben und keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, daß sie entschiedene Gegner des Projektes sind, das am kräftigsten gefördert worden ist durch das im Bunde mit den Wirtschaftsparteilern getriebene russische Zündholzdumping. Die Vertreter der Konsumvereine dieten selbstverständlich auch alles auf, um eine Schädigung der organisierten Verbraucher und ihrer Eigenproduktivbetriebe zu verhindern und verlangen kategorisch, daß die bisherige unabhängige Stellung der Zündholzfabriken der GEG. durch den Monopol= und Anleihevertrag mit Ivar Kreuger nicht angetastet wird. Die deutige Rummer umfaßt 14 Seiten Seite 2. Nr. 13.564. General=Anzeiger für Vonn und Amgegens. Zur deutschen Großbank=Fusion. Generalversammlungen der Disconto=Gesellschaft und der Deutschen Bank Berlin, 29. Okt. Heute fanden zwei außerordentliche General=Versammlungen der Disconto=Gesellschaft und der Deutschen Bank hier statt, in welchen von den Direktoren in verschiedenen eingehenden Vorträgen hervorgehoben wurde, daß die Fusion in keiner Weise etwa durch eine ungünstige Lage des einen oder des anderen Instituts veranlaßt worden sei, sondern allein durch die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse. Von Dr. Salomonsohn und Dr. Solmssen wurde bemerkt, der Zweck der Vereinigung sei Beseitigung ersparbarer Unkosten und Herabdrückung der Verwaltungsausgaben. Direktor Wassermann von der Deutschen Bank bemerkte, das Verhältnis zwischen Personal=Unkosten und Gewinn sei durchaus unbefriedigend. Das Problem der Ausgleichung sei nur durch eine Fusion möglich geworden. Seit 1923 bis jetzt sei der Personalbestand von etwa 40000 auf 13000 vermindert worden, und diese 27000 Menschen hätten fast alle in anderen Betrieben Unterkunft finden können. Jetzt handele es sich bei stehender Infan daß die endan! Entschofden fünf hassonierten Banken zusammen um ssupender Insormation, uag uur enssaitige enschsteinige kausend entbehrliche Angestellte. die nicht an einem Platze, sondern über hunderte von Stellen im ganzen Reich verteilt seien und nicht etwa an einem Tage, nicht etwa während eines Monats, vielleicht nicht einmal während eines Jahres zur Entlassung kämen. Die Schwierigkeit, für diese gut durchgebildeten, sehr leistungsfähigen Menschen anderweitige Betätigung zu finden, könne nicht unüberwind lich sein. Erweise sich nach Durchführung der Fusionsarbeiken, daß die Jahl der Vorstandomitglieder unnötig groß sei, so werde auch hier von einer weiteren Verminderung nicht abgesehen werden. Der Aufsichtsrat beziehe seine 30. Oktober 1929. Erleidet Daladier ein Fiasko? mit der Regierungsbildung beauftragte Führer der Radikalen wird heute dem Präsidenten Doumergue seine endgültige Entscheidung überbringen. Es scheint, daß seine Aufgabe gescheitert ist Absage der Sozialisten. Der sozialistische Nationalrat gegen eine Bekeiligung an der Regierung. WTB Paris, 29. Okt. Der Nationalrat der SoziaUstischen Partei hat sich heute mit 1590 gegen 1451 Stimmen gegen die Beteiligung der sozialistischen Parlamentarier an einem Kabinett Daladier ausgesprochen. * Hat Daladier verzichtet? Nach einer WTB=Meldung hat Daladier auf die Kabinettsbildung verzichte:. Es scheint jedoch nach nachdung erst heute fällt. fl. Paris, 30. Okt. In später Abendstunde scheint in der durch die Regierungskrise geschaffenen Lage eine über. raschende Wendung eingetreten zu sein. Daladier stattete am Dienstag abend kurz vor 11 Uhr demn Präsidenten Doumergue noch einen Besuch ab. Die Unterredung dauerte bis einhalbzwölf Uhr. Beim Verlassen des ElvseePalastes erklärte Daladier, daß sein Besuch dadurch verursacht worden sei, daß die Erklärungen, die er am nachmittag abgegeben habe, eine falsche Auslegung erfahren hätten. Er werde heute vormittag 10 Uhr erneut bei dem Präsidenten der Republik vorsprechen. Aus diesem Grunde läßt sich schließen, daß Daladier seine am späten Nachmittag angekündigte Absicht, dem Präsidenten Doumergue den Auftrag für die Regierungsbildung nett zu versuchen, daß durch die Unterstützung von rechte regierungsfähig würde. Daladier ist diesem Rat nicht gefolgt und hot sich Mitternacht entschlossen, dem Präsidenten Doumergue den Auftung ger Bogienungebilbung perückgugeben. schlagen, auf welcher er in einiger Entfernung=ebenfalls einen einsamen Bergsteiger dahinschreiten sah. Es war ein Jäger aus Torre Pellice, der ausgezogen war, um dem geistlichen Touristen zu Hilfe zu eilen. Doch der Nebel wurde immer dichter, so daß beiden Männern nichts anderes übrig blieb, als auf ihren bisherigen Wegen ganz langsam weiterzugehen. Mehr denn vier Stunden lang drangen Priester und Jäger in dem schwierigen Terrain schneckenmäßig vor und erreichetn endlich eine die Nebelwand überhöhende Bergspitze. In diesem Augenblick wartete der beiden Alpinisten eine Ueberraschung. Sie sahen sich nämlich plötzlich zwei auf Wacht stehenden Karabinieri gegenüber, welche die Touristen anhielten und nach kurzem Wortwechsel festnahmen. Die Soldaten hatten den strikten Befehl, alle Bergsteiger, welche sich in diesem Grenzgebiet blicken ließen, unter dem Verdacht der Spionage zu verhaften, weil in diesen Tagen in diesem Gebiete Manöver abgehalten wurden. Die Verhafteten wurden in das nahea Dalavier bereits verzichtet. sbei gelgene Büro dos Truppenkommandanten Paris, 30. Okt. Auch vom Büro Havas liegt Da der Abend schon hereingebrochen war konnten die Taueine Meldung vor, wonach Daladier sich gestern abend entschlossen habe, erst heute Mittwoch vormittag 10 Uhr wieder ins Elysee zu kommen, nachdem er gestern den Präsidenten der Republik ledigheleingebrochen war, töiiden die Loulristen nicht freigekassen werden, zumal dazu auch der Befehl einer höheren Dienststelle abgewartet werden mußte. Don Achille Ratti mußte die Nacht mit seinem Leidensgenossen in einem ganz kleinen und engen Raum verbringen. lich über die politische Lage unterrichtet habe. Um„Us Sicherheitsgründen wurde die Tür besonders sorgfäl1 Uhr nachts gibt jedoch eine Havas=Agentur eine"s verschlossen und selbst die Fenster verdichtet, damit nur weitere Information, die ersterer Nachricht entgegensteht. Danach soll Daladier um 1 nachts eine Erklärung abgegeben haben, wo keiner der Festgenommenen entweiche. Am anderen Morgen wurden Don Achille Ratti und sein Begleiter, da sich Uhr ihre Unschuld erwiesen hatte, freigelassen. Sie unternahmen gemeinsam den Abstieg. Als der Heilige Vater beim eis sanzer, ugt rach„Fersteisen, Bei, einer zurückzugeben, wenigstens bis heute verschoben hat, Erhöhung der Anzahl der mirglieder vermindere sich also nur der Anteil des Einzelnen. Durch die Zusammenfassung der beiden Unternehmungen hoffe man, zahlreiche neue Kunden hinzuzugewinnen. Das neue Institut werde bestrebt sein, das Seinige dazu beizutragen, um der deutschen Wirtschaft die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verschmelzung wurde in beiden Versammlungen genehmigt, in der Disconto=Versammlung gegen eine kleine Minderheit. In der Generalversammlung der Diskonto=Gesellschaft sprachen zwei Vertreter der Bankbeamten und Angestellten, die sich für möglichste Schonung der älteren Jahrgänge bei dem geplanten Abbau einsetzten. Sie verlangten ferner, daß die Haupt pensionskasse der Deutschen Bank auf den Beamtenversicherungsverein der deutschen Banken als der günstiger arbeitenden Versicherungsanstalt übergeführt werden möge. In der Generalversammlung der Deutschen Bank verlas der Vertreter des Allgemeinen Verbandes der Bankangestellten zu Punkt 3 der Tagesordnung eine Reihe von Anträgen, die sich auf die Begrenzung der Zahl der Vorstands= und der Auf sichtsratsmitglieder, der Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates beziehen. Diese Anträge wurden gegen die Stimmen der Angestelltenvertreter abgelehnt. Neuwahl und Wiederwahl von Aufsichtsrats= mitgliedern erfolgte einstimmig. * Die leitenden Köpfe der Deulschen Bank und DisconsoGesellschaft. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank und DiscontoGesellschaft wählte in seiner letzten Sitzung zum Ehrenpräsidenten Herrn D. Max von Schinckel, zu gleichberechtigten Vorsitzenden die Herren Geheimrat Max Steinthal (für das nächste Jahr geschäftsführend) und Dr. Artur Salomonsohn, zu stellvertretenden Vorsitzenden die Herren Artur von Gwinner und Dr. Ernst Enno Russelli. ein Eindruck, der dadurch verstärkt wird, daß er auf alle Fragen der Pressevertreter, die über diesen Punkt Aufklärung haben wollten, die Antwort verweigerte. Welche neuen Umstände Daladier zu seiner Haltung bewogen haben, ist gegenwärtig noch nicht bekannt. * Briands Rat an Daladier. Paris, 30. Okt. Daladier hat nach der Absage der Sozialistischen Partei mit Briand, der bekanntlich das Außenministerium übernehmen wollte, verhandelt. Briand hatte, wie Matin berichtet, Daladier den Rat gegeben, nach er endgültig darauf verzichte, den Auftrag der Empfang von Pilgern aus Pinerolo und Umgebung auch Kabinektsbildung auszuführen. Er wolle dies heute den genannten alten Jäger wiedererkannte, zog er ihn in dem Präsidenten Doumergue mitteilen. Es scheint ein besonderes Gespräch und lachte dabei nochmals herzlich so zu sein, daß Daladier nach der Ablehnung der über das damals gemeinsam erlittene Mißgeschick. Sozialisten nur noch die Bildung eines sog. Kon zentrationsministeriums übrigblieb. habe nicht, so erklärte Daladier, um Hilfe zur BilEr sein Heil in einem bürgerlichen Block=Kabi= bildung erklärt. Ein hokel zum Rüchlernwerden. Eine der eigenartigsten Gaststätten dürfte wohl das dung eines Ministerkums der republikani= Jotek sein, das unlängst auf Veranlasung der Vereinigten schen Unton nachgesucht. Diese Formel wäre schen Merien und gasisamntan Luri, geggepunkte zwit: dis gewähnliche Etikette der Ministerien, die sich auf die Rechtsparteien oder deren Verbündete stützen. Aus diesem Grunde habe er sich entschlossen, auf die Kabinettsbildung zu verzichten. * Neue Erklärung Daladiers. WTB Paris, 30. Okt. Daladier hat nach den letzten Besprechungen mit den Parteifreunden von neuem den Verzicht auf das Mandat zur Kabinettsdie einschließlich Gewinnvortrag mit einem Gesamtüberschuß von 16300 Mark abschließt, wurde einstimmig genehmigt, und der Verwaltung wurde Entlastung erteilt. * Wurf von Patronen im Düsseldorfer Opernhaus. WTB Düsseldorf, 30. Okt. Zu einem höchst bedauerlichen Zwischenfall kam es gestern abend während der Vorstellung der„Lustigen Weiber von Windsor“ im Opernhaus. Während des zweiten Aktes wurden eine Anzahl von Patronen in das Parkett heruntergeworfen. In der dann folgenden Pause wurden Rufe im Parkett laut: Hier wird geschossen!" Daraufhin drängte alles dem Ausgang zu. Nur mit vieler Mühe gelang es, das Publikum zu beruhigen und eine Panik zu verhindern. Die Vorstellung nahm dann bei erleuchtetem Saal ihren Fortgang. Später wurden abermals einige Wurfgeschosse ins Publikum geschleudert. Kriminalpolizei erschien und nahm einige Verdächtige fest, ohne jedoch etwas Positives feststellen zu können.— Die Aufführung als solche war eine der künstlerisch besten der diesjährigen Winterspielzeit. * Torpedobool Leopard im Dock. WTB Kiel, 29. Okt. Das bei einem Zusammenstoß Er bestellte ferner die bisherigen Geschäftsinhaber der mit dem Linienschiff Schleswig=Holstein beschädigte TorDisconto=Gesellschaft, Herrn Dr. Franz A. Boner, Dr. pedoboot Leopard ist heute abend 6 Uhr nach Kiel eingeTheodor Frank, Dr. Eduard Mosler, Gustav Schlieper schleppt worden und liegt jetzt im Dock der Deutschen und Dr. Georg Solmssen zu ordentlichen Mitgliedern des Werke. Ueber seine Beschädigung wird bekannt, daß der Vorstandes und die bisherigen Direktoren der Disconto=[Steven(Vorderschiff) über vier Meter eingeGesellschaft Herrn Fritz Bruck, Fritz Heinrichsdorff, Dr. sdrückt ist. Leopard ist eines der neuesten deutschen Torpedoboote und erst in diesem August in Dienst gestellt worden. Ernst Mandel, Oswald Rösler und Dr. Karl Ernst Sippell zu stellvertretenden Mitgliedern des Vorstandes der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft. * Der Einbruch in die Diskonkogesellschaft. W7B Berlin, 29. Okt. Durch die heute vollzogene Verschmelzung der Deutschen Bank mit der Diskontogesellschaft wird die Deutsche Bank von dem Schaden nicht berührt, den die Diskontogesellschaft durch den bekannten, noch immer nicht geklärten Einbruch in die Filiale Wittenbergplatz erlitten hat. Dieser Schaden ist inzwischen außergerichtlich durch Vergleich mit den Tresorinhabern in Höhe von 60 Prozent erledigt worden. „* Bonner Keramik=.=G. in Bonn. In der gestrigen o..=V. teilte die Verwaltung mit, daß die Umsätze in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 1928/29 mäßig gewesen seien; das Durchschnitts=Ergebnis sei aber hinsichtlich der Erzeugung des Zweigwerkes in Unna, seitdem dort die Umstellung Fortschritte gemacht habe, befriedigend. Es sei gelungen, für 1928/29 die gleiche Dividende wie im Vorjahr(6 Prozent) zu verteilen. Die Kundschaft halte seit längerer Zeit in Anbetracht der schlechten wirtschaftlichen Lage mit Aufträgen zurück. Das Werk in Bonn sei noch für einige Zeit beschäftigt. In Unna seien die Verhältnisse ähnlich, wenn auch gegenwärtig ein kleiner Rückgang zu verzeichnen sei. Die Bilanz Vier Jahre Gefängnis für einen betrunkenen Autofahrer. WTZ Potsdam, 29. Okt. Das Erweikerte Schöffengericht verurteilte heute nachmittag den Händler Erich Heyl aus Nowawes, der vor etwa vier Wochen in finnloser Trunkenheit mit einem Auto den Tod einer Person und die Verletzung von drei weiteren Personen verschuldet hatte, zu vier Jahren Gesängnis. Ein Frachtdampfer mit acht Mann Besatzung vermißt. Stettin, 29. Okt. Aus Swinemünde wird gemeldet: In Schiffahrtskreisen ist man sehr besorgt um das Schicksal des in Stolpmünde beheimateten Dampfers„Stolpmünde“, der am Samstagabend Stolpmünde mit der Bestimmung nach Stettin verlassen hat, bis jetzt aber in den Swinemünder Hafen noch nicht eingelausen ist. Trotz eingehender Nachforschungen war keine Spur von dem Dampfer zu entdecken, so daß befürchtet werden muß, daß er mit seiner Besatzung von acht Mann untergegangen ist. Das Schiff hatte eine volle Ladung Stückgut und als Decksladung Telegraphenstangen. Obwohl nun in dem Küstengebiet nach Stolpmünde zurzeit der Reise des Dampfers Kunst und Wissen. Verlag und Buchhandlung Friedrich Cohen in Bonn begehen heute das Fest ihres 100jährigen Bestehens. Gründer des Hauses war der aus Köln gebürtige Maximilian Cohen, der mit dem Steinzeichner Almé Henry aus Poppelsdorf mit Veröffentlichungen von botanischen, zoologischen und geologischen Taseln nach der von Senefelder erfundenen Kunst der Lithographie begann, die mit Texten der Bonner Prosessoren Roeggerath, Dechen u. a. versehen waren. Auch verlegte man die von Christian Hohe gezeichneten Landschaftsblätter, die Fresken der Bonner Universitätsaula, auch kleine Führer und bunte Bilderbogen als Vorläuser der später so berühmten Münchener Bilderbogen. Bereits vier Jahre nach der Gründung bekam der Verlag das Prädikat eines„Lithographischen Instituts der Rheinischen Friedrich=Wilhelms=Universität“. Nach und nach trat jedoch die Lithographie als Selbstzweck zurück und es entstand der Buchverlag, der erst die Nachrichten Bonner wissenschafter Vereine erscheinen ließ, dann aber seit 1865(1861 trennten sich Cohen und Henry) sich vornehmlich der Medizin und den Naturwissenschaften und der Altphtlo= logie widmete. Sein Ruf unter den wissenschaftlichen Verlagen Deutschlands gründete sich jedoch auf medizinische Werke. Diese Entwicklung ging bereits unter dem Sohne des Gründers, Friedrich, vor sich, der den Verlag ein halbes Jahrhundert führte. Friedrich Cohen war es auch, der Verlag und Buchhandlung aus den Gründungsräumen in der Sternstraße in ein größeres Haus am Kaiserplatz verlegte, von wo Ende des vorigen Jahrhunderts in das frühere Haus der Lese= und Erholungsgesellschaft Am Hof übergesiedelt wurde. Inzwischen war die Leitung der Firma an die Söhne übergegangen. Nach dem Tode Friedrich Cohen im Jahre 1912 wurde Fritz Cohen alleiniger Inhaber, der den Verlag um die Gediete der Geisteswissenschaft vergrößerte. Fritz Cohen erlag vor zweiundeinhalb Jahren einem Herzleiden, das er sich im Kriege zugezogen hatte. Doch verwaltet seine Witwe das Erbe, damit demnächst der jüngere Sohn die Verlagstradition des Hauses in vierter Generation fortführe und an die fünfte weitervererbe. Dies mitzuwünschen, ist sicherlich der schönste Glückwunsch für das Haus. Sammermmst. Heute abend findet in der Beethovenhalle das 1. Konzert der Bonner Kammermusik=Vereinigung statt. Das Programm (Leitung Detlev Grümmer) bringt das große Trio für Klavier, Violine und Cello op. 49 demoll von Mendelssohn und das Horntrio von Brahms(Klavier, Violine, Horn). Zwischen beiden Werken spielt Detlev Grümmer mit Gustav Classens eine Sutte in=moll op. 108 für Violine u. Klavier von Max Pager. Sonderkonzert Anion Bruckner. Am kommenden Samstag wird Heinrich Sauer die zweite und fünfte Symphonie Bruckners zur Aufführung bringen. nur Südwestwind in Stärke 6 festgestellt wurde, wäre es denkbar, daß die Deckladung in Unordnung gekommen ist, daß sie die Luken durchschlugen und so den Verlust des Schiffes bewirkt hat. * Do. X. nicht Do. zehn! Um Zweisel zu klären, die in der Bevölkerung vielfach über die Bezeichnung des Riesenflugbootes Do. X herrschen, teilen wir mit, daß die Bezeichnung der DornierFlugzeuge nach Typen erfolgt, bei denen die einzelnen Flugzeuge dann noch mit einem Buchstaben bezeichnet werden. Für das neue Riesenflugzeug ist der Buchstabe X gewählt worden, weil die Herstellung möglichst geheim gehalten werden sollte. Das Flugzeug heißt also: „Do:“, nicht Do. zehn. Siebels Langstreckenflug- mißglückt. WTB Paris, 29. Okt. Die beiden deutschen Flieger Siebel und Schulz, die mit einem Kleinflugzeug vom Flugplatz Le Bourget aufgestiegen waren, um den Weltrekord im Weitstreckenflug zu verbessern, mußten wegen einer Motorpanne bei Givet in den Ardennen landen. Sie haben erklärt, nach Köln reisen zu wollen, bevor sie ihren Versuch wiederholten. Das Grab von Comenius. WTB Amsterdam, 29. Okt. Die niederländische Regierung hat der tschechoslowakischen Regierung angeboten, den Teil der in der Ortschaft Naarden gelegenen ehemaligen Kasematten, in dem kürzlich die Gebeine des berühmten tschechischen Pädagogen Comenius gefunden wurden, zum Geschenk zu machen. Die tschecholiuwakiste Regierung beabsichtigt, auf der Grabstätte ein Mausoleum zu errichten. * Eröffnung des Weltkongresses der Ingenieure. Tokio, 29. Okt. In Anwesenheit der Vertreter von 28 Ländern wurde heute der Weltkongreß der Ingenieure hier eröffnet, der bis zum 7. November tagen wird. Am stärksten vertreten sind Amerika, England, China und Deutschland, letzteres durch 37 Kongreßteilnehmer. * Sauchez Guerra freigesprochen. WTB Paris, 29. Okt. Havas berichtet aus Madrid: Nach einer Nachricht aus privater Quelle lautet das Urteil in dem Pr Sohn und 14 andere Angeklagte auf Freispruch. Drei Majore und ein Leutnant wurden zu einem Jahr Gefängnis, die übrigen Angeklagten zu Gefängnisstrafen von drei bis sechs Monate verurteilt. schen Megito und Kalfornien errichtet worden ist. Dieses im Besitz der amerikanischen Regierung befindliche Hotel gibt einer besonderen Art von Reisenden Unterkunft, nämlich Bürger der U. S.., die von einem Trip nach dem benachbarten Mexiko in einem Zustande völliger Trunkenheit zurückkehren und eines ruhigen Plätzchens bedürfen, um sich erst einmal ordentlich auszuschlafen. Die Zustände, die auf den nach Mexiko führenden Strahen durch betrunkene Kraftfahrer hervorgerufen wurden, machten die Einrichtung einer derartigen Herberge dringend notwendig. Sobald nun am Grenzübergang der Zustand eines aus Mexiko zurückkehrenden Reisenden stark alkoholverdächtig erscheint, wird der Kraftwagen samt Inhalt zwangsweise in die staatliche Ruhestätte verbracht, und die Insassen müssen in dem Hotel so lange zwangsweise verweilen, bis sie den Beweis gänzlicher Nüchternheit erbracht haben. Dabei sind die Preise in diesem Staatshotel aber ganz gehörige gesalzen, und wer mit leerem Beutel dort einkehrt, muß es sich gefallen lassen, daß sein Kraftwagen als Pfand beschlagnahmt wird. Er bekommt eine Fahrkarte bis nach seinem Wohnsitze und kann sich dann nach Beschaffung neuer Geldmittel seinen Kraftwagen wieder auslösen. * Aussetzung des Zeugniszwangsverfahrens gegen den Vertreter der Kieler Neuesten Nachrichten. Berlin, 29. Okt. Von unterrichteter preußischer Seite hören wir, daß das Amtsgericht Kiel das Zeugniszwangsverfahren gegen den Vertreter der Kieler Neuesten Nach: richten, der in der vergangenen Woche wegen Zeugnisverweigerung zu zwei Mochen Haft verurtellt worden war, weil er in einem Disziplinarverfahren gegen Unbekannt die Aussage verweigerte, ausgesetzt hat. (Der Reichsverband der deutschen Presse hatte gegen die Vergewaltigung schärfsten Einprucherhoben. Red.) * Die Verhaftung auf der Neußer Rennbahn. MTB Düsseldorf, 29. Okt. Die Verhaftung des angeblichen Rennstallbesitzers Wilhelm Wegener auf der Neußer Rennbahn, über die wir gestern berichteten, erfolgte, wie die Düsseldorfer Nachrichten melden, auf Grund eines von Lübeck vorliegenden Haftbefehls: Wegener wird des Betrugs und der Urkundenfälschung beschuldigt. Dabei soll er sich einen falschen Namen zugelegt haben, unter dem er auch steckbrieflich gesucht wurde. In Neuß und Düsseldorf liegen Strafanzeigen gegen Wegener nicht vor. Vermischte Cagesnachrichten. Ueber 200000 Mark Jollhinterziehung. Die Untersuchung gegen die„Rewag“, dessen Inhaber Haeuser flüchtig ist, neigen sich ihrem Ende zu. Die Zollhinterziehungen beziffern sich auf über 200000 Mark. Hinter Haeuser ist ein Steckbrief erlassen. Neue Veruntreuungen in St. Ingberk. Der Einnehmer der Stadtsparkasse in St. Ingbert, K. Bold, hat durch dem er wegen einer anderen Affäre fristlos entlassen worden war. Freilod. Der Darmstädter Rechtsanwalt Dr. Sartorius ist freiwillig aus dem Leben geschieden, wie es heißt wegen ungünstiger finanzieller Verhältnisse. Selbstmord mitlels Handgranate. Ein 60jähriger Buchhalter geriet mit seinen Familienangehörigen in Streit. Darauf holte er eine verborgen gehaltene Handgranate herbei und zog sie in seinem Zimmer ab. Der Lebensmüde wurde sofort getötet, das Mobilar des Zimmers vollständig zertrümmert. Mu 80 Kllometer Stundengeschwindigkeit rafte ein mit dem Elektromonteur Sloot und dem Arbeiter Nintker besetztes Motorrad im Nordhorner Stadtteil Neuenhaus gegen einen Leitungsmast. Beide wurden getötet. Jolgenschwerer Leichisinn. Ein Linnicher Handelsschüler versuchte aus einem fahrenden Zuge, auf dem Trittbrett stehend, mit dem Bein die Erde zu streifen. Plötzlich stieß er mit dem Bein gegen ein Brückengeländer. Durch den Ruck wurde der Schüler von dem Zuge herabgerissen. Mit schweren Kopf= und Beinverletzungen brachte man ihn zum Krankenhaus. Die Elnweihung des Engelbert-Standbildes auf Schloß Burg a. d. Wupper erfolgte am Samstag. Die Anregung zur Errichtung des Standbildes erfolgte anläßlich der Feier des 700. Jahrestages der Ermordung des Erzbischofs Sturm auf dem Michigan=See. Ein Dampfer gesunken, ein zweiter in Seenof. WTB Kenosha(Wisconsin), 29. Okt. Während eines heftigen Sturmes ist der Dampfer Wisconsin heute morgen auf dem Michigansee etwa 6 Kilometer vor Kenosha gesunken. Von den Passagieren und der Besatzung konnten insgesamt 60 Personen gerettet werden. Der Kapitän sowie etwa 15 Mann der Besatzung werden noch vermißt. Man befürchtet, daß sie ertrunken sind. Auch ein Reisender wird vermißt. * Bestrafte Aukoraserei, Aachen, 25. Okt. Der Apotheker L. aus Malmedy hatte im Mai d. J. abends spät mit seinem Auto am Theaterplatz in Aachen eine 60jährige Frau überfahren, die an den Folgen des Unfalles starb. Das Erweiterte Schöffengericht 2 verurteilte heute., weil er den Unfall durch zu schnelles Fahren verursacht hatte, zu sechs Monaten Gefängnis. * Wie Plus XI. als Alpinisi verhaftet wurde. Wir lesen in der Köln. Volkoztg.: Ein alter Bergführer aus Bobbio Pellice bei Pinerolo hat unlängst eine bisher Engelbert bei Gevelsberg im Frühjahe 1925. Der danoch unbekannte Begebenheit aus der Alpinistenzeit des mals eingesetzte Denkmalsausschuß konnte jetzt den Plan Heiligen Vaters erzählt. Don Achille Ratti, unser heutiger verwirklichen. Papst Pius XI., berichtete der Bergführer, pflegte alsmm junger Priester oft nach Pinerolo zu kommen. Hier wohnte Gegen üblen Mundgeruch.„Ich will nicht versäumen, er stets im Erzbischöflichen Palais. Es war vor dem Ihnen Mitteilung zu machen, daß ich seit dem Gebrauch Krieg, da er das letzte Mal dorthin kam, um nochmals eine Ihrer Zahnpaste„Chlorodont“ nicht nur reine weiße Zähne Alpenbesteigung großen Stils zu unternehmen. Eines besitze, sondern auch den bei mir sonst üblichen MundgeMorgens begab sich der spätere Papst allein auf den Weg und begann den Aufstieg zur Spitze des Monte Albergian. Erst ging alles gut, doch als er in die höheren Regionen kam, traf er auf dichten Nebel, welcher den weiteren Aufstieg äußerst gefährlich machte. Um dieser Gefahrenzone zu entrinnen, versuchte er eine andere Wegrichtung einzuruch verloren habe. Ich werde Ihr„Chlorodont“ aufs beste empfehlen.“ Gez. E.., Mainz.— Ueberzeugen Sie sich zuerst durch Kauf einer Tube zu 60 Pfg., große Tube 1 Mk. Chlorodont=Zahnbürsten.15 Mk., für Kinder 70 Pfg. Chlorodont=Mundwasser.25 Mk. Zu haben in all Chlorodont=Verkaufsstellen. 30. Oktober 1929. General=Anzeiger für Vonn und Amgegend. Nr. 13864. Seite 7. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem anerferschlichen Ratschlusse gefallen, heute nachmittag 58 Uhr meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten Vater, Schwiegervater, Schwiegersohn, Großvater, Bruder, Schwager und Unkel Herrn Joser Stemlden Werkmeister Inhaber des Eisernen Halbmondes, der Türkischen KriegsMedaille und des Verdienstkreuses nach schwerer Krankheit, vorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 55 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten: Frau Johanna Steinbach geb. Müller Frau Johanna Pesch geb. Steinbach Friedrich Steinbech Heinrich Pesch Heins Pesch als Enkel. Beuel, Siegburg, den 28. Oktober 1929. Maarstraße. Die feierlichen Bxequien werden gehalten morgen Donnerstas den 31. Oktober 1929. morgens 9 Uhr. in der Bervatiuskirche zu Siegburg. danach um 10 Uhr die Beerdigung von der Kapelle des Städt. Krankenhauses Siegburg. Ringstraße, aus. Für die Teilnehmer von Beuel wagen am Donnerstag morgen um 8 bereit. und Pützchen stehen SonderUhr an der Schule Pützchen Gestern abend verschied nach schwerer Krankheit unser langjähriger Werkmeister Herr Joser-Stemoden Inhaber des Eisernen Halbmondes, der Türkischen KriegsMedaille und des Verdienstkreuzes. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen treuen Mitarbeiter, der seit Bestellen unserer Gesellschaft sein ganzes Schaffen und Wirken für dieselbe eingesetzt hat. Unermüdlich hat er an dem Aufbau unserer Firma mitgearbeitet, bis eine bösartige Krankheit seinem Schaffensdrang ein Ziel setzte. Wir werden dem pflichttreuen und für uns zu früh Dahingeschiedenen ein ehrendes Andenken bewahren. Beuel, den 29. Oktober 1920. Deutsche Vialit-Gesellschaft m. b. H. Die Scelenmesse von der Kovelser-Bruderschaft für Fräulein Katharina Lescrinier wicd morgen Donnerstag, 8½ Uhr, in der St. Romigluskirche gehalten, worn bierdurch eingeleden wird. Statt Karten. Thekla Wolf Karl Daniel Verlobte. Nertlach b. Maren Oktober 1929. Kirchheim b. Euskirchen Statt Karten. ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Heinrich Schlief Metzzermeister Maria Schlief reb. Deiteldos: Boon(stebuhrstr. 50), den 30 Oktober 190.) Evangelischer Bund Zweigverein Bonn. wrr Hotermatichs-Petel mit Testrede Wrkenstechrth üer Mrier Psch.-scher Jch. Seb. Bachs Kantate „Alse hat Gott die Welt geliebt!“ gelangt unter WIlll Poschndels Leitung zür dafführung. Allo Frangelischen unserer Stadt sind dass eingeladen. Elntritt krei. Programm 30 Plz. Verein ehem. 6ber Bonn. Das Seeienamt unsere gefallenen und verstorbenen s1 am Allerheiligentage, morgens 7½, Uhr, in der Klosterkapelle der Madrsasse statt. wonn wir alle Kameraden nehnt Ansehörigen berzlichst einladen. Trettpunkt 7½ Uhr bei der Fahne am Kloster.": Der Vorstand. Nach schwerer Krankheit entschlief gestern abend unser treuer und lieber Mitarbeiter Herr PNCLCCH Beginne Aufong November in Vonn mit engl. Unterrichtskursen, zunächst für Anfänger Durchgreisende, gründliche Metbode. Dauer des Kursus ca. 4 Monate bei—3 Stunden wöchentl. Zett nach Vereinbarung. Preis pro Stunde und Teilnehmer .50 Mark. Eilosierten unter„Enalich 333“ an die Erped. Prcht) ab-1. Nevember 4929 in yollem Uhfange wieder auf. Sprechstunden:—10. 12—1.—4½5 Uhr. Dr. Nettekoven Withelmatrate IAcel„Steinhaeh Gesang-Unterricht Otemodeh. ven Antang bis zur künsterlachen Ralte ertel In seiner langjährigen Tätigkeit bei unserer Firma wer er uns ein aufrichtiger und gerechter Mitarbeiter und Meister, der es nicht nur verstand, durch seinen Pflichteifer und große praktische Erfahrung die Interessen der Firma zu fördern, sondern auch durch sein offenes und gerechtes Wesen sich die Wertschätzung Aller zu erwerben wußte. Als Vorbild treuester Pflichterfüllung werden wir dem leider zu früh Dahingegangenen ein treues Gedenken bewahren. Beuel, den 29. Oktober 1929. Die Angestellten und Arbeiter der Deutschen Vialit-Gesellschaft m. b. H. von Anfang bis sur künstlertschen Reife ertoilt Emil Lang früh. Heldentenor d. In- u. Ausland. Empfehl. mich gleichgelt. als Chorleiter. Mäßiges Honorar. Bonn, Stiftsgasse 11. f. Eig. Rüder=Tute Grösste Auswahl— Billigste Preise Auswahlen bereitwilligst Ferurnf 4846 Geschw. Meuer Bonngasse—6a Danksagung. Für die vielep Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die Blumen- und Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Brudere. Schwagers und Bräutisams sprechen wir Allen unseren besten Dank aus. Geschwister Wallraft. Kätchen Noll als Braut. Eine Seelenmesse für meinen verstorbenen Gatten Herrn Casar Gabel Kgl. Rentmeister 1. R. findet morgen Donnerstag. 9 Uhr. in der Münterkirche statt. Frau Rentmeister Gabel. Das für meinen Sechswochenamt n guten Vater Sie brauchen eine birichfuche Sanlungssulwierignen beseitigt. Kenkurse verhütet erfahrener Fachmann vornehm Gest. Zuschr. unnr v. 1% an die Erpedition.(6 Courths Mahler Sämtliche Werke lelhweisel1 Breitestraße 35 Reichste Auswahl au billigsten Preisen hat hierin seit 80 Jahren G. Cronenberg Sternstraße 15. Handkarre zu verkaufen. Bonn=Rheindorf, Brungsgasse 26. Zentralheizungen Devergturen semd Dac lot Umt Sesspi. Schaff ein Schuh von besonderer Eleganz! Ein Schuh von hoher Qualität! Und dabei so billig! 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Wir bechren uns, die Herren Vertreter der Bebörden und die Bürgerschaft der Stadt Bonn zur Tellnahme an dieser Feie, ergebenet einanladen. Zu dem abgesperrten Bsum haben nur die Ebrengäste und die dem Kreiskriegerverband angehörenden Vereine Zutritt. Der Vorstand. Stunden frei. wnder Zwergdackel in der Gegend v. Bruchhausen abhanden gekommen. Gegen Belohnung abzugeben bei Trimborn, Bonn, 4) Doetschstraße 20. Zuckerkranze Wie Sie Ihren Zucker los und wiederarbeitsfählg werden, telle ich jedem Kranken unentgeltlich mit. Fr..iöw. Walldert K. 80(Hessen). Am heutigen Weltspartag sind unsere Schalter von—19 Uhr ununterbrochen geöffnet. Eeetnperhume Bheinart Kreissparkasse Rheinbach. Zweisstelle Quchenheim. Kreissparkasse Rheinbach, Zweigstelle Meckenheim. Kreissparkasse Rheinbach. Nebenstelle Münstereifel. Winterthur Versicherungen zahlten seit ihrem Bestehen 3 006 000 Schäden mit 436 100 000. Entschädigungssummen Garantiemittel Anfang 1929 120950 475.— Direktion für das Deutsche Reich BERLIN SW 68, Charlostenstraße 77 und für Besirk Aachen und Köln für Unfall: Subdirektion Köln. Perlenpfuhl 16. für Leben: Geschäfisstelle Köln, Karolinger-Ring 81. Mitarbeiter überall desucht. Seite 3. Nr. 13564. 30. Oktober 1929. zelnen P und Einkage Geid eine unbestreitbare Tatsache, auf die der dem jahre besondars hinureist— edem fallre beschders hinweist. in jedemt Jallre Beschlders Hillweist. Die unterzeichneten Schkor widmen dem Geschäftszweige besondere Aufmerksamkeit, sie verausgaben „„* „„„„„„ eröffnen verzinsen die Guthaben zu zeitgemäßen Sätzen und führen damit das Kapital seiner Bestimmung zu. Barmer Bank-Verein, Hinsberg, Fischer& Comp. Bonn. Deutsche Bank rillale Donn und Zweigstelle Godesberg Dresdher Bank Filiale Bonn. A. Schaaffhausen'scher Bankverein.-G. Filiale Bonn und Zweigstellen Beuel und Godesberg. 80 BONN·MARKT42 Köln, Dortmund, Duisburg, ässen. 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Der Konkursverwalter: Rolland. Rechtsanwalt. Zwangs=Versteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen am 7. November 1929— 16 Uhr— an der Gerichtsstelle in Bonn, Wilbelmstraße 23. Zimmer 35. folgende Grundstücke versteigert werden: glur 4o Fr.stigse von Vonn Band 45 Blat 2505: „Pesderde“. Wodndaus mit Hofraum ungewert 8adug Geu straße 13. arot,.26 Kr. Ruti Bonst. br. Ir. aHsegmt Weleue Bacter Josel Mobr II. Grundduch von Beuel Band 99 Blatt 3967: 7 Nr. 1346/596, bebauter Hofraum und Hausgarten, Hauptstraße 84, groß.39 Ar. Nutzungswert 285 Ml. I Seisigr: Prg, est Ebesrau Leo Lazarns III. Grundbuch von Duisdorf Band 27 Blatt 1067 A: 54 5 8. Nr 43356, bedauter Hofraum, Bahndofstraße 15. Lonrad" in Bug 220 Wk. Eigenthmer: Ebefrau Konrad Frinas in Dutsdorf.— 4. K. 224128. # IV. Grundbuch von urfeld Band 16 Art. 606: Flur 8 Nr. 127, bebauter Hofraum, Urfeld, Bahnbotstraße groß 15.88 Ar. Rutzungswert 160 Mk. Eigentümer: Katharina Kürten, setzi Ebefrau Alfred Steffen, in Urseld.— ., Gxundbuch von Lannesdorf Band 18 Blatt 696: 2 Nr. 351/170 und 474/171, bebauter Hofraum. Lanh97/, Bahndoftraße 34. groß 10.64, und.80 Ar RutzungsD. T. in Miedlern. 9. 4 K. rssss. au wasche=Wert G. m. Vonn, den 24. Oktober 1929. Amtsgericht Abt. 4. Zwangs=Versteigerung. Gegenstände Sssentlich meisdleiend oegen Marighfung versetOktober 1929. sollen folgende genstände öffentlich meistdietend gegen Barzahlung versteideri werden: 1. vormittags 10 Uhr in Bonn am ehm.„Proplantamt an der Husarenstraße: 1 Blülschsofa, 1 Ausziehtisch, 1 Klavier. 1 Uhr in Bonn am ehm.„Proplantat Uhr. 1 Teeservice, 1 Küchenschrank, 1 Teppich. 4 Stühle, Hine, 1 Lassensarans „Fangnzgrant, 1 Geld, a Sashsels 3 alit i0 Sielien gld brzi. Mnaie uuu. dem Hause deh Orisportebers:(Treswpunit der Künter vor LaWallach, 1A#, Lazwagen, 1 Soka. 1 Rühmaschlng, Schmitz, Gerichtsvollzieber kr.., Bonn, Kölnstr. 86, ff. Zwangsversteigerung. Morgen Donnerstag den 31. Oktober 1929, nachm. 3 Uhr, älsde Piensfickeigerungsslokale Römersir 49 folgende GegenGeiger, Wwerdeine meistdietend argen aleich bare Zadlung verSerat.1-Aale, Sichdle, 3 Schränle, Schreidmasaluenisch, „Priebeichhreder. tei! eeice Bonn, den 30. Oktober 1929. Rümenapp. Gerichtsvollzieder kr.., Kölnstraße 137. osen In gemie gn Vt. Seechast au 90. Uhr. Wesseling. Safett, Bi u. den Hu., Kreeder 1979.„vorm. 10 a. Sammelpunkt Wirtiggl,„Zur,„ Lulg“: grlle., Bandsäge,„Fugrnschrank., Klavier, Grammophon, Chalfelongue, Rähmaschine, Schreidmaschine, Lautsprecher össentl. meistdiet, gegen gleich bare Zahlung versteig, werden. Schmidi, Obergerichtsvollzieber, Bonn. Seite 3— Nr. 13564. Mittwoch, 30. Oktober 1929. Grogere Geschafts Auzrigen für die Samskagnummer des GeneralAnzeigers müssen— des gesetzlichen Feiertags Allerheiligen wegen— bis spätestens Donnerslag nachmittag 3 Uhr in der Geschäftsstelle abgegeben werden. Aus Vonn. Aus dem Universitätsleben. Zur Vollziehung seiner Habilitation in der rechts= und staatswissenschaftlichen Fokultät der Universität Vonn, hält am Samstag, 2. November, im Hörsaal 7 der Universität Dr. fur. Heinrich Drost seine öffentliche Antrittsvorlesung über„Das Prinzip der Individuolisierung im Sirfrecht“. * Prof. Dr. Friedrich Ranke in Königsberg in Pr. hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der deutschen Philologie in Breslau als Nachfolger des Geh. Rats Th. Siebs angenommen. „* In der philosophischen Faku#ltät der Universität Berlin ist der außerordentliche Professor der Chemie Dr. Wilhelm Traube zum ordentlichen Professor ernannt worden. Der Allerheiligentag ist gesetzlicher Feierlag. Wir werden von verschiedenen Seiten gebeten, nochmals eusdrücklich darauf hinzuweisen, daß der Allerheiligentag ein gesetzlicher Feiertag ist und daß er daher vollkommen arbeitsfrei gehalten werden muß. Verkauf von Blumen und Aerzen am Allerheiligzen. Im Anschluß an unsere gestrige Notiz teilt uns die Stadtverwaltung mit: Aus Anlaß der Allerseelenfeier ist den vor den Friedhöfen zugelassenen Gärtnern und Blumenhändlern auch am Allerheiligentage(1. November) das Feilbieten und der Verkauf von Blumen und Kränzen bis 18 Uhr mit Ausnahme der Zeit des Hauptgottesdienstes von ½10 bis ½12 Uhr gestattet. Die ambulanten Gewerbetreibenden werden zum Verkauf von Blumen und Kränzen nicht zugelassen. Dagegen dürfen sie, soweit Plätze verfügbor sind, in der eben genannten Zeit Kerzen vertaufen. Jur Ehrung der gefallenen Sameroben and verftorbenen wird— wie bereits berichtet— die Arbeitsgemeinschaft Bonner Kriegsopfer am Allerheiligentage morgens 10 Uhr auf dem Ehrenfriedhof eine Trauerfeier veranstalten. An der Feier nehmen die vereinigten Verbände Bund erblindeter Krieger, Bund hirnverletzter deutscher Krieger, Reichsbund. Reichsverband, der Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener geschlossen teil. Die Kranzniederlegung erfolgt bei der Gedenkrede. Musik= und Gesangvorträge mit Bezug auf die Bedeutung des Tages werden die Trauerfeier umrahmen. Die Mitglieder der Verbände werden gebeten, sich möglichst vollzählig an der Trauerfeier zu beteisigen. * Der Verein der ehem. 65er versammelt seine Angehörigen am Allerheiligen=Tage zu einem Seelenamt für seine gefallenen und verstorbenen Mitglieder morgens 7½ Uhr in der Klosterkapelle der Maargasse. Die Reformationsfeier am Donnerstag abend in der Beethovenhalle wird mit dem Präludium und Fuge in=Dur von Bach durch W. Poschadel eröffnet. Nach einem Grußwort des Vorsitzenden der Ev. Gemeinde kommt Bachs Candate.„Also hat Gott die Welt geliebet", zur Aufführung. Als Solisten sind gewonnen Frl. Gerda Thielmann=Köln und Kammersänger Everts=Köln. Das städtische Orchester wirkt mit. Poschadel hat die Stabführung. Der Höhepunkt des Abends wird die Festrede des Berliner Dompredigers Dr. Richter sein, der mit geistvollem Wort die Linie von 1529 zu 1929 ziehen wird. der Denkmal=Bau=Verein mitteilt, kann durch die bisherige große Opferwilligkeit der Poppelsdorfer Bürger, insbesondere durch einige größere Stiftungen, das Denkmal nunmehr in Auftrag gegeben werden. Städtisches Elektrizitätswerk und RWE. In unserer Freitag=Nummer haben wir unter obigem Stichwort eine Erklärung des Oberbürgermeisters veröffentlicht, die gegen die unrichtigen Behauptungen einer auswärtigen Fachzeitschrift Stellung nimmt und in der u. a. gesagt wurde, daß dem aufmerksamen Leser die Tendenz des Artikels, dessen Ursprung leicht zu erraten sei, nicht entgangen sein könne. Demgegenüber bittet uns das Elektrizitätswerk Berggeist.=G. in Brühl darauf hinzuweisen, daß es diesem Artikel durchaus fernsteht, daß er weder von ihm veranlaßt noch sonstwie mit ihm etwas zu tun hat. Von Veröffentlichungen solcher Art könne das Werk für den sachlichen Fortgang der Verhandlungen kein Heil erwarten; es rücke deshalb in jeder Form davon ab.— Diese Berichtigung haben wir, so schreibt das Elektrizitätswerk„Berggeist" dem hiesigen Oberbürgermeister zugestellt mit der Bitte, sie an alle Zeitungen zu leiten, an die der Oberbürgermeister seine Notiz gerichtet hat. Da dies bisher nicht geschehen sei, wende sich das Werk direkt an die Redaktion. Zusammenschluß B. R..—W. D. A. Der Verband Rheinischer Architekten e. B. hat sich mit der Wirtschaftlichen Vereinigung Deutscher Architekten e. V. W. D.., Sitz Leipzig, vereinigt. Der V. R. A. ist damit Landesverband Rheinland der W. D. A. Sein Sitz ist Köln. Damit geht ein vom B. R. A. seit seines Bestehens angestrebtes Ziel, das sich mit einer über ganz Deutschland ausgebreiteten gleichgerichteten Organisation zu vereinigen, in Erfüllung. Denkmal=Bauverein Vonn=Poppelsdorf. Die vom Denkmal=Bau=Verein Vonn=Poppelsdorf veranstaltete letzte große Verlosung hat bezüglich ihres Ergebnisses bis jetzt alle bisherigen Verlosungen übertroffen und einen überaus erfreulichen Erfolg gezeitigt. Am kommenden Samstag abend wird die Verlosung bei einem Familienabend für die gefallenen Helden im Saale Wwe. Bianden ihren endgültigen Abschluß finden. Verschönt wird die Feier durch Musik= und Gesangvorträge, sportliche Darbietungen sowie eine Theateraufführung. Wie Du wir un„Ausele“ und frische Milch für Dein Kind! st Freude haben. Wahlversammlung der Vonner Fenkrumspartel. In einer gut besuchten Versammtung im großen Saal des Vonner Bürgervereins, bei der auch die Galerien dicht besetzt waren, gab das Bonner Zentrum unter Leitung des Parteivorsitzenden Karl Görgen in Reden von Landtagsadgeordneten Prälat Prof. Dr. Lauscher, Prof. Raederscheidt, Direktor der Pädagogischen Akademie und Stadtv. K. Görgen einen Ueberblick über die Arbeit des Zentrums im Reich, in der Provinz und in der Stadt Bonn. Prälat Prof. Dr. Lauscher leitete mit der Feststellung ein, daß die Selbstverwaltung der Kommunen solange im Argen liegen werde, wie der Finanzausgleich in Reich und Staat nicht geregelt sei. In der Polttik der Kommunen müßten die gleichen Gesichtspunkte gelten, wie in der großen Politik des Reiches. Diese Wahrheit habe das Zentrum erkannt und stets danach gehandelt. Die Politik der Verhandlungen, die das Zentrum sofort nach Versailles aufgenommen habe, habe sich als die richtige erwiesen, der die Erfolge der zehnjährigen Arbeit zuzuschreiben seien. Ein gewisser Abschluß in dieser Pokitik sei zu verzeichnen, wenn im nächsten Jahre das Rheinland von der Besatzung frei sein werde. Wenn man in Deutschland wirtschaftlich noch nicht das Ziel erreicht habe, so müsse doch zugegeben werden, daß man entschieden vorwärtsgekommen sei. Es sei nicht anzunehmen, daß der Youngplan von Deutschland auf die Dauer erfüllt werden könne, aber die Gegenseite werde dann gewiß ebenso zu Verhandlungen bereit sein, wie in dem Augenblick, als der Dawesplan sich als undurchführbar erwies. Die Politik des Volksbegehrens nannte er eine„Politik des Wahnsinns und der Tollheit". Das Schicksal des Rheinlandes dürfe nicht auf Pommerschen Gutshöfen entschieden werden. Indem Prälat Lauscher darauf hinwies, daß das Zentrum Angehörige aller Berufe und Volksschichten erfasse, wandte er sich gegen die Splitterparteien. Die Steuerlasten könne keine Partei der Bevölkerung abnehmen, da die Leistungen des Reiches und der Länder zu groß seien. Im zweiten Tetl ging er auf die kulturelle Arbeit des Zentrums ein. Die Kulturpolitik, Wirtschafts= und Volkspolitik des Zentrums habe auch in Provinz und Kommune ihre Geltung. In den Kommunen müsse stets das große Ganze im Auge behalten werden. Das Zentrum bleibe„die Parte!, die für Wahrheit, Freiheit und Recht“ eintrete. Die Ausführungen Lauschers wurden mit grohem Beifall von der Versammlung aufgenommen. Prof. Raederscheidt sprach anschließend über die Arbeit des Provinziallandtages und insbesondere über die Bedeutung, die die Vertretung des Zentrums im Provinziallandtag der Rheinprovinz habe. Sowohl in der Sorge für die Provinzial=Erziehungsanstalten als auch in der Wahl des Provinziallandtages zu Reichsrat und Staatsrat könne das Zentrum zur Erhaltung christlicher Kultur im Rheinland mitwirken. Daß der Provinziallandtag die Mittel für die große Autostraße bewilligt habe, die auch für Vonn große Vorteile bringen werde, sei mit dem Zentrum zu verdanken. Auch diesem Redner dankte lebhafter Beifall. Zum Schluß sprach Stadto. Görgen, Vorsitzender der Bonner Zentrumspartei, über die Aufgaben der Bonner Stadtverwaltung und die Stellung des Bonner Zentrums im Bonner Stadtparlament. Trotzdem das Zentrum zeitweilig nach dem Krieg in der Stadtverordnetenversammlung die Mehrheit dargestellt habe, habe es sich nie zu einer Knebelung der übrigen schwächeren Fraktionen verleiten lassen, sondern nur das Wohl der gesamten Bürgerschaft im Auge behalten. Große Ausgaben, vor allem auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege, seien erforderlich. Es sei nicht immer möglich, das strenge Sparprinzig bis zur letzten Konsequenz durchzu führen. Es heiße nach Recht und Gerechtigkeit abzuwägen. Görgen dankte allen Fraktionsmitgliedern für die Arbeit in der jetzt scheidenden Stadtverordneten=Versammlung und vor allem dem früheren Frakionsvorsitzenden Henry, auf dessen Mitarbeit man auch in der neuen Zusammen setzung nicht verzichten könne. Deshalb sei er wieder als Spitzenkandidat ausgestellt worden. Die Kandidatenliste wurde von der gestrigen Versammlung genehmigt. Es setzte darnach eine kurze Aussprache ein, in der Musik direktor Dauben vor allem für die Schaffung von Wohnungen für kinderreiche Familien sprach. Die Kandidatenliste für die Stadtverordneten=Versammlung: Henri Johannes, Rechtsanwalt: Görgen Karl, Oberpostinspektor; Raederscheidt Georg, Direktor d. Päd. Akademie: Ales Hermann, Syndikus Dr.; Leusch Anna, Lehrerin; Erdmann Karl, Obermeister: Esser Mathias, Städt Schirrmeister: Schmitt Hermann, Architekt: Heinen Paul Dr., Handelskammer Syndikus; Faßbender Peter, Gewerkschaftssekretär: Klug Johannes, Gutspächter; Horster Emilie, Hausfrau; Jansen Andreas, Schlossermeister; Richarz Adolf Dr. med., Arzt: Stein Walter Dr., Syndikus; Graßfeld Thomas, Buchbinder: Vollmar Wilhelm, Fabrikant: Ulte Peter, Gewerkschaftssekretär: Segschneider Adam, Kaufmann; Klais Johannes, Orgelbauer; Franke Peter, Stuckgeschäft; Piel Christian, Bäckermeister: Breitzler Johann, Obersekretär: Knott Michael, Bürodirektor: Neß Albert, Bürgermeister i..; Wortmann Josef, Arbeiter: Bremenkamp August, Lehrer; Beckmann Anna, Hausfrau; Hammerschlag Ludwig, Postbetriebsassistent; Dauben Heinrich, Musikdirektor; Brambring Maria, Städt. Bezirksfürsorgerin; Wertenbruch Wilh., Bäckermeister: Deutz Vernhard, Gewerkschaftssekretär: Oberhoffer Gerhard, Stud.=Rat: Körfer Klara, Fräulein: Irmer Julius Dr., Stud.=Rat; Mayer #lex Dr., Rechtsanwalt: Weber Johann, Kaufmann; Darchinger Michael, Büroangestellter: Ecker Hugo, Kaufmann; Stein Wilhelm, Lehrer: Radermacher Peter, Blumengeschäft u. Gärtnerei: Bauer Katharina, Hausfrau; Eschweiler Johann, Tiefbauunternehmer; Gehrke Martin, Invalide: Steinbrinck Otto, Schriftsteller; Hahn Hans, Buchbinder: Wolber Josef, Kaufmann; Keese Frau, Druckerei; Kiel Johannes, Stud.=Rat; Moos Rikolaus, Arbeitersekretär; Sieburg Christian, Landwirt; Müller Karl Dr., Kammer=Direktor; Wallasch Julius, Kaufmann; Stumpf Jakob, Architekt: Clostermann Ludwig, Amtsgerichtsrat: Reucher Peter, Bürodirektor; Schorn Hubert, Amtsgerichtsrat; Oedekoven Heinrich, Schreinermeister. Auf der Kandidatenliste für den Rheinischen Provinziallandtag stehen folgende Namen: Rechtsanwalt Henry, Syndikus Dr. Alef, Frau Dr. Alex Mayer, Gewerkschaftssekretär Peter Ulte und Prof. Naederscheidt. deutsche Kultur, dem sich eine große Anzahl Männer und Frauen aus allen Kreisen und Berufen— politisch nach jeder Richtung ungebunden— angeschlossen hat, um den Kampf um deutsche Geistesfreiheit und Schöpfungsmöglichkeit zu eröffnen, setzt sich zum Zweck, inmitten des heutigen Kulturverfalles die Werte des deutschen Wesens zu verteidigen und jede arteigene Aeußerung kulturellen deutschen Lebens zu fördern. Der Kampfbund setzt sich als Ziel, das deutsche Volk über die Zusammenhänge zwischen Rasse, Kunst und Wissenschaft, sittlichen und willenhaften Werten aufzuklären, bedeutende, heute totgeschwiegene Deutsche in Wort und Schrift der Oeffentlichkeit näherzubringen und so dem kulturellen Gesamtdeutschtum ohne Berücksichtigung politischer Gxenzen zu dienen. Er will durch Sammlung aller Kräfte, die diese Bestrebungen teilen, die Voraussetzung für eine das Volkstum als ersten Wert anerkennende Erziehung in Schule und Hochschule schaffen. Er setzt sich vor allem dafür ein, im heranwachsenden Geschlecht aller Schichten des Volkes die Erkenntnis für das Wesen und die Notwendigkeit des Kampfes um die Kultur= und Charakterwerte der Nation zu wecken und den Willen für diesen Kampf um die deutsche Freiheit zu stählen. Aus der Erkenntnis der Notwendigkeit der Zusammenfassung der Einzelnen im Dienst eines alt=neuen Kulturideals will der Kampfbund, der sich zu einer scharfen Abgrenzung gegenüber allem Internationalen und Lauen bekennt, in die Oeffentlichkeit treten und seinem Programm entsprechend sowohl den Kampf nach innen wie nach außen führen. Mancherlei anregende Vorschläge wurden aus dem Kreise der zu der gestrigen Besprechung Geladenen im Anschlusse an die Erläuterungen der Ziele des Kampfbundes durch Oberst a. D. Dr. Kirch gegeben. U. a. wurde darauf hingewiesen, daß die Jugend wieder in ein enges Verhältnis zu den traditionell wertvollen Geistesgütern der deutschen Kultur gebracht werden müsse, daß die Erziehung in Haus und Schule im Sinne der wertvollen Geistesgüter, die die deutsche Kultur hervorgebracht habe, erfolgen müsse, daß die Beziehungen der deutschen Jugend zur deutschen Geschichte wieder inniger und bewußter zu gestalten seien. Sodann wurde in der Aussprache verlangt, daß eine im einzelnen genau bezeichnet Kampffront, gegen die sich der Bund zu wenden habe, bezeichnet würde, dam't er seine Ziele praktisch durchführen könne. Zum Schlusse der Bespcechung dankte Dr. Kirch fün die überaus rege Anteilnahme an den Bestrebungen des Bundes und gab ein'ge für den Lommenden Winter in Bonn geplante öffentliche Veranstaltungen des Bundes bekannt. Ein Kampfbund für deutsche Kultur wurde gestern abend im Stadtgarten=Restaurant im Rahmen einer Besprechung prominenter Bonner Persönlichkeiten dem Belspiel anderer Städte folgend auch in Vonn ins Leben gerufen. Aus den die Besprechung einleitenden Ausführungen von Oberst a. D. Dr. P. Kirch, der von München aus, wo die Zentrale des Kampfbundes für deutsche Kultur ihren Sitz hat, zur Gründung einer Bonner Ortsgruppe berufen wurde, gingen die Ziele hervor, die der Bund sich gesetzt hat. Der Kampfbund für Cageschronik. Gestern vormittag setzte eine Korbmacherfamilie, die auf dem Dransdorfer Weg lagerte, ihre drei Kinder im Alter von 1½ bis 7 Jahren aus. Die Eltern fuhren mit ihrem Wagen, den sie mit einer anderen Familie teilten, davon Die Kinder wurden in das katholische Waisenhaus an der Weststraße gebracht, wo sie später von ihren Eltern, die eine Polizeistreife stellte und zurückbrachte, abgeholt wurden. * Gestern vormittag streifte auf der Vonngasse ein Lieferkraftwagen ein überholendes Milchfuhrwerk. Das Pferd des Milchwagens scheute und stieß mit der Deichsel ein Schaufenster ein. * In der letzten Nacht geriet auf der Koblenzerstraße ein Lieferwagen beim Ausweichen ins Schleudern und fuhr gegen einen Eisenmaft der Oberleitung der Straßenbahn. Eisenmast und Wagen wurden stark beschädigt. In Vonn 1877 Unterschriften für das Voltobegehren abgegeben. Der gestrige Mittwoch war der letzte Tag für die Eintragungen für das Volksbegehren. An ihm belief sich die Zahl der in Bonn für das Volksbegehren abgegebenen Unterschriften auf 250. Die Zahl der in Bonn insgesamt für das Volksbegehren erfolgten Einzeichnungen stieg damit auf 1677. Der Markinskag in Dottendorf. Der Ortsausschuß Bonn=Dottendorf nahm in einer Versammlung zur Gestaltung des diesjährigen Martinsfestes in Dottendorf Stellung. Es wurde beschlossen, den Lichterzug am Samstag, 9. November, abends 6 Uhr abmarschieren zu lassen. Zwei Musikkapellen sollen den Zug begleiten, die drei schönsten und originellsten selbsthergestellten Fackeln sollen durch Preise ausgezeichnet werden. Die Kinder werden von St. Martin, dessen Rolle Herr Chr. Fischer übernimmt, mit einem„Stuten" beschenkt. Nach einer Ansprache von Pastor Schüller werden die vereinigten Gesangvereine beim Abbrennen des Feuers durch einige Liederspenden erfreuen. Die Lehrerschaft und der Löschzug 8 der freiwilligen Feuerwehr haben sich zur Beaussichtigung der Zug=Ordnung und des Feuers, das auf dem Sportplatz abgebrannt wird, zur Verfügung gestellt. Durch freiwillige Spenden und durch die Verlosung von 15 Martinsgänsen sollen die Kosten für die Martinsfeier aufgebracht werden. Steahenverdesterungen werden jetzt noch soweit vorgenommen, als sie im Laufe des Sommers vor dringenderen Straßenarbeiten zurückgestellt werden mußten. So hat die Goethestraße eine verbesserte Straßendecke erhalten. Beim Klemens August=Platz wurde die Oberfläche durch eine neue Auflage erneuert. Jetzt kommen die Goebenstraße und die Poppelsdorfer Allee an die Reihe, bei letzteren, soweit die Fahrbahnen makadamisiert sind. Eine Teerasphaltdecke sollen beide Straßen im nächsten Frühjahr erhalten. Beltpertes 1910. Zum 5. Weltspartag rufen am heutigen Tage die Sparkassen der ganzen Welt auf. An jeden ist dieser Aufruf gerichtet, ganz gleich ob Arbeiter, Handwerker, Beamter. Angestellter, ob arm, ob reich. Eine Mahnung will der Weltspartag sein, eine Mahnung zur Sparsamkeit, für die eigene und die Zukunft der Kinder beizeiten zu sorgen. Insbesondere wenden die Sparkassen sich auch an die Jugend und damit an die Väter, Mütter und Erzieher. Die Jugend muß heute zum wirtschaftlichen Denken erzogen werden, damit sie in dem harten Existenzkampf der heutigen Zeit einmal ihren Mann stellen kann. Unsere heutige Zeit braucht ganze Menschen, die sich selbst in der Hand haben und nicht den Lockungen der leichtlebigen Welt unterliegen, sondern mit geradem Sinn und offenen Augen ihrem Ziel entgegen gehen. Nur eine solche Jugend wird einmal großes leisten, wird voll Zuversicht und Stolz der Zukunft entgegenblicken können. Nur eine Jugend die spart, die die heutige soziale Not erkennt und beizeiten lernt, wirtschaftlich zu denken und zu handeln, wird nicht unterliegen im heutigen Wirtschaftskampf. Darum richtet sich der Mahnruf der Sparkassen besondert eindringlich an die Eltern, Lehrherren und Erzieher. Helft unsere Jugend zur Sparsamkeit erziehen. * Zum heutigen Weltspartag hat die städtische Sparkasse auf dem Friedensplatz innen und außen besonderen Schmuck angelegt. Schon seit gestern nachmittag ist das Portal von immergrünen Lorbeerbäumen umstellt, und von der Front des Gebäudes leuchtete schon gestern abend in großen Buchstaben das Wort„Weltspart tag“ über den Friedensplatz dahin. Im Vorraum der städtischen Sparkasse, der mit Blumen reich ausgeschmückt ist, stehen große Werbeplakate, die den Wert und Zweck des Sparens an vielerlei eindringlichen Beispielen zeigen. In der Mitte des Schalterraumes ist das Modell einer Einfamilienhauses aufgebaut, in dem Werbeschriften von der Bausparkasse der Rheinprovinz über das Bausparen ausgegeben werden. Auch die Sparkasse selbst gibt Drucksachen, die in den verschiedensten Ausführungen auf einprägsamen und nachdenklichen Gedankenwegen die Spardee unter die Bevölkerung tragen sollen, aus. Hierunter finden sich besonders interessante Schriften über den Spargedanken und anregende Schriften für die Jugend: Kalender, Bilderbogen, Spiele, Abziehbilder u. a. m. Kurzt die Sparkasse sucht heute die Aufmerksamkeit Aller— dek großen und kleinen Sparer— auf sich zu lenken. Der Weltspartag an der Kreis Sparkasse Vonn. Auch die hiesige Kreis=Sparkasse hat aus Anlaß des Weltspartages eine rege Werbetätigkeit entfaltet. Portal und Aufgang ihres Geschäftsgebäudes prangen in reichem Blumen= und Pflanzenschmuck. Ein großes, über dem Eingang angebrachtes Transparent weist wirkungs: voll auf den„Schlüssel zum Wohlstand durch Sparen“ hin. Im Geschäftsraum ist die Entwicklung der Sparkasse bildlich und plaftisch in übersichtlicher Art dargestellt. Auch nach außen hin wurde durch Verteilung von Drucksachen. die gleichfalls auf den Weltspartag und den Sinn der Sparens hinweisen, geworben. Die Kreis=Sparkasse Bonn, die unter Garantie der Landkreises Vonn besteht, hat sich überaus gut entwickelt. Die Einlagen betragen über 14 Millionen Reichsmark gegen 21 Millionen Mark am 1. August 1914, sodaß heute über 66 Prozent der Vorkriegseinlagen wieder erreicht sind. Die Einlagen=Kontenzahl beträgt heute 17 200 gegen 19 500 bei Kriegsausbruch, das sind, 88 Prozent gegenüber dem Bestande am 1. August 1914. Das Durchschnittsguthaben eines Sparbuches beträgt heute rund 815 Mark. Die bei der Kreis=Sparkasse eingezahlten Gelder werden als Darlehen und Kredite an Gewerbetreibende, Landwirte usw. ausgeliehen, dienen also zur Belebung der Wirtschaft, sodaß mit dem Sparen ein doppelter Zweck erreicht wird. * Eine Reihe von Banken weisen heute ebenfalls auf die Bedeutung des Sparens für die Entwicklung unseres Wirt. schaftslebens hin. Aufforderungen zum Sparen und statistische Angaben geben dem Bürger bekannt, wie er durch seine Spargroschen zur Ankurselung der Wirtschaft und somit zum Wohlergehen der Gesamtheit und jedes Einzelnen wirksam beitragen kann. N Der.=.=V. Schuberichor Bonn hielt seine Jahreshauptversammlung im Vereinslokale Lagemann, Ermekeilstraße ab. Der bisherige 1. Vorsitzende, Gottfr. Besgen, trat mit Rücksicht auf sein Alter von seinem Posten zurück. Er wurde in Anbetracht seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der neugewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Leonh. Zündorf, 2. Jos. Faßbender, 1. Kassierer Walter Wichterich, 2. Andr. Pütz, 1. Schriftführer E. Koch, 2. F. Schaefer, Archivarius Willy Mertens; als Beisitzer wurden gewählt W. Weygand, Frz. Besgen und Konrad Müller. Es wurde ferner beschlossen am 3. November im Karthäuserhof(W. Güßgen) Vonn=Süd das Stiftungsfest zu begehen. Am Sonntag vormittag brachte der Verein unter Leitung seines Dirigenten Toni König=Godesberg im Kloster der Franziskanerinnen in der Maargasse den Kranken und Pensionärinnen einige fröhliche Lieder dar, die reichen Beifall fanden. Beim Abschied wurde der Wunsch laut, recht bald wiederzukommen. I Persönliches. Staatsanwaltsschaftsrat Runkel in Köln wurde an die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Bonn versetzt. 1 Die Reichspartei des Deutschen Mittelstandes(Wirtschaftspartei) Bezirk Vonn hält heute abend in Bonn=Kessenich im Gasthof„Zur Traube“ eine öffentliche Versammlung ab. dem Gerichtssaal. Freispruch. Wegen Unterschlagung hatte sich ein junger Händler aus Bonn vor dem Einzelrichter zu verantworten. Der Angeklagte hatte sich im Sommer ds. Is. an einen ihm bekann ten Obsthändler gewandt mit der Bitte, ihm einen Ver dienst zu verschaffen. Der Händler erklärte sich auch dazu bereit und übertrug dem Angeklagten den Verkauf von Obst im Straßenhandel, an dem der Angeklagte einen angemessenen Verdienst hatte. Das ging mehrere Monate lang gut, bis, wie der Angeklagte erzählte, eines Sonntags das Geschäft sehr schlecht war und die Preise der Waren, die er von dem Händler erhalten hatte, in den nächsten Tagen erheblich sanken, so daß er einen großen Verlust hatte. Eines Abends ist dann der Angeklagte kurzerhand von der Abrechnung weggeblieben. Am anderen Tage erklärte er dem Händler auf dem Markt, er sei in große Schulden geraten und wolle das Geschäft auflösen. Seine Schulden werde er in täglichen Raten von zwei Mark ab tragen. Daraufhin verprügelte der Händler den Ange klagten, der dann nichts mehr von sich hören ließ. In der Verhandlung behauptete der Angeklagte, daß er die Waren auf eigene Rechnung gekauft habe und er zur Ablieferung des Geldes nicht verpflichtet gewesen sei. Diese Einlassung wurde zwar in der Beweisaufnahme widerlegt, aber trotzdem glaubte das Gericht dem Angeklagten eine rechtswidrige Absicht nicht nachweisen zu können und sprach einen Freispruch aus, während der Vertreter der Amtsanwalt schaft eine Geldstrafe von 25 Mark beantragt hatte. ) Der Bund der Ortsvereine Vonn=Poppelsdorf richtet an die Bürger Poppelsdorfs nochmals die Bitte, durch Kauf der Lose die von den Schulkindern der Oberklassen verkauft werden: die Martinsverlosung zu unterstützen. Bonner Schlachtvlehmarkt. Aufgetrieben waren: 22 Ochsen, 105 Kühe und Rinder, 25 Bullen, 176 Kälber, 181 Schweine. Bezahlt wurden für 1 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 94—110, Kühe und Rinder 55—95, Bullen 84—90, Kälber 100—138, Schweine 102—108 Pfennig. Geschäftsgang ruhig. Großvieh Ueberstand. Diese Preise sind Marktpreise und enthalten alle Unkosten der Händler. Weitere Bonner Nachrichten befinden Seite Nr. 10. sich auf Das Wetter von heute nad morgen. Zunächst noch zeitweise Niederschläge mit Schauern, später veränderliche Bewölkung, etwas kühler. Der Bonner Pegel zeigte heute morgen.70 (.67) Meter. Zahlreiche Anerkennungsschreiben seugen von der al erfreut die seit Zgemeinen Belichtheit, deren sich 50 Jahren bestehende Firma Norm, Pollach. Seite s 2a:. 15 564. General=Anzeiger für Bonn und Amgegend. 30. Oktober 1929. Psträfsige=Planisein sucht, Engagement für Somstage N 50, 5 und Sonntags. Offerten unter„Musik 404“ an die Exp Jüngere tüchtige Verkäuferin inite Sesnch.ndäckerei und Konfitüren zum sofortigen Ein 5032 an die Orpedision.christen unter O. R. Wegen Krankheit des jevigen suche ich für sofort ein desseres Mädchen Bradm. Venel, Kaiserstraße. Wir suchen Ja. unse. Haus in woite eine für uneer Hens in Bonn eine Wentige, ertantene Kontoristin Vorerst ausführliche schriftliche Offerte erbitten Osthöver& Rettes, fleißiges Co., Köln, Schildergasse 24. Maochen zum Servieren gesucht, welches auch Hausarbeit übernimmt. 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Gewöhnlich feierten wir ihn im Neuen Palais ganz en famille; nur abends fand zur festlichen Gelegenheit des Tages ein großer Vall für Freunde und offizielle Persönlichkeiten statt: Oft tanzte ich auch mit meinem Bruder Withelm; einmal stellte er mir den Grafen Alexander Münster vor, den Sohn des deutschen Botschafters in London. Auch er muß ein glänzender Tänzer gewesen sein, da ich mich des Tanzes mit ihm sehr deutlich erinnere— vielleicht habe ich ihn aber auch sofort im Gedächtnis behalten, weil Wilhelm und er mich erbarmungslos wegen meines Haares neckten, das damals sehr lang war und bis über die Hüften herunterhing. Für den Ball aber war es ganz unnötigerweise gekräuselt worden, de es sich von selbst löckte, und zwar viel zu stark, so daß es den beiden jungen Leuten Anlaß zu großer Belustigung bot. Sonntags speisten wir abwechselne bei den Großeltern und zu Hause; eines solchen Essens erinnerrrich mich noch sehr gut. Wir wollten gerade zum Namilienbiner### mernem Großvater aufbrechen, als die Nachricht von der Ermordung des Zaren Alexander III von Rußland kam (13. März 1881), die uns tief erschütterte. Sogleich eilten meine Eltern ins Palais, um dem Kaiser ihr Beileid auszusprechen, und fanden ihn durch das Verbrechen und die Einzelheiten der Ermordung sehr bedrückt. Der Zar kehrte von einer Ausfahrt zurück, als ein Nihilist eine Bombe unter den Wagen warf, die beim Explodieren einige der Kosaken und Umstehenden verletzte, den Kaiser aber nicht traf. Er stieg aus, um sich nach den Verwundeten zu erkundigen; ein zweiter Rihilist sprang hinzu und schleuderte eine zweite Bombe gerade vor die Füße des Zaren, der schrecklich verstümmelt in den Palast geschafft wurde. Er starb, als er kaum das Gebäude erSer unnmmanzmmmunnummmmummung üs usgracheanle reicht hatte. Ganz Europa war starr vor Schrecken, da Zar Alexander trotz mancher Fehler als aufgeklärter Herrscher betrachtet wurde. Meine Mutter fühlte sich besonders durch das Unglück betroffen, da ihr Bruder die Tochter des Jaren geheiratet hatte. Wenn wir mit unseren Eltern und Großeltern dinierten, mußte die strengste Etikette befolgt werden. Wir mußten steif aufgerichtet bei den Mahlzeiten sitzen, durften uns niemals anlehnen und natürlich nie die Ellenbogen auf den Tisch legen: Sprechen, ohne angeredet zu sein, war verboten. Indessen wurde ich, als ich noch ganz klein war, mit großer Nachsicht behandelt, obwohl ich mich als großer Zappelphilipp zeigte. Natürlich servierte man uns andere Speisen als den Erwachsenen; als einmal ein sehr verlockend anschauendes Gericht vor meinen Vater hingesetzt wurde nud ich etwas davon haben wollte, erhielt ich zur Antwort:„Das sind gekochte Mäuse, meine Liebe, die sind noch nichts für dich.“ Die Antwort überzeugte mich zwar nicht, aber ich weiß, daß ich nichts von der Speitz beien. Trotz dem liebevollsten Verhältnis zu unseren Eltern wurden wir streng erzogen, durften uns in ihrer Gegenwart niemals setzen und mußten ihnen beim Gutenachtund Gutenmorgensagen die Hand küssen. Als Kinder liebten wir das Theaterspielen, führten oft kleine Stücke auf und fanden in den Eltern und sogar den Großeltern dankbare Zuschauer. Als wir älter wurden, nahmen uns die Eltern ins Theater mit; meine Mutter war aber sehr eigen in Bezug auf die Art des Stückes, das wir sehen sollten: es mußte in jeder Beziehung vollständig korrekt sein; sonst durften wir nicht mit. Mein Vater war sehr mussikalisch und ging gern in die Oper; er nahm mich oft mit, während Mama zu Hause blieb, Obgleich sie Musik sehr liebte, zog sie dies häufig laßt sich bedienen Im Damen- und Herren-Prisler-Salon Greitestraße 23,# neb. Ortskrankenkasse.# Miupummiumunmpmmnmmpummmpunss Täglich frische holl. 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Als einmal die Lueca„Cormen“ sang und in ihrer Rolle ganz ausgezeichnet war, erkundigte sich mein Vater, ob sie ihm vorgestellt werden wollte, damit er ihr gratulieren und seine Bewunderung ausdrücken könne. Ich war zugegen und sah, wie außerordentlich sie sich über die Aufnahme freute die sie fand. Ihre Anmut machte ebenso großen Eindruck auf mich wie ihr wundervolles Spiel und ihr herrlicher Gesang, so daß ich mich außerordentlich freute, die Gelegenheit zu haben, sie so nahe sehen zu können. Meine beiden Eltern waren von aufrichtigem Interesse für die Kunst erfüllt und unterstützten sie mit Leidenschaft. Salvini und Rossi, damals die größten italienischen Schauspieler, besuchten Berlin und spielten hauptsächlich Shakespeare in ganz vollendeter Weise. Rossi wurde in Audienz von meinem Vater empfangen. Ich erzählte ihm, daß meine jüngste Schwester Patenkind der Königin Margherita fei, worauf er in großes Entzücken geriet und einen Kuß auf die Stirn des Kindes drückte. Wie ich mich entsinne, war meine Schwester sehr stolz darauf. Den Winter verbrachten wir gewöhnlich in Berlin: für meine Eltern bedeutete dies eine sehr anstrengende Zeit, da sowohl meine Mutter wie mein Vater stets mit Besuchen, Gesellschaften, Organisieren von allem möglichen viel zu tun hatten; beide waren dafür außergewöhnlich begabt und hatten einen viel zu großen Gesichtskreis, um der Konvention sklavisch zu dienen. Gleichzeitig bildeten die Interessen und das Wohlergehen des Landes gleichsam eine Region für sich: keiner von ihnen vergaß jemals das Wort„Pflicht“. Wo sie konnten, ermutigten und förderten sie fortschrittliche und Überale Ideen je nach ihren verschiedenen Standpunkten. Sie waren beide große Persönlichkeiten und wußten Menschen von besonderen Verdiensten wohl zu schätzen; auch waren sie denen, auf die sie sich verlassen konnten, treue Freunde. Die Folge davon war, daß unser Palais mit ein Mittelpunkt der Kultur wurde, de Berühmtheiten aller Art von meinen Eltern dort begrüßt und zum Diner oder Lunch eingeladen wurden. Unter den bei uns verkehrenden berühmten Künstlern befand sich auch Eugen'Albert; er spielte vor meinen Eltern, die schnell seine geniale Begabung erkannten und ihm eine große Zukunft voraussagten. Professor Angeli wurde durch die Bildnisse meiner Eltern, die er im Jahre 1872 malte, bekannt; sie sind jetzt in meinem Besitz Später porträtierte er die Königin Viktoria und ihre Familie. Professor Joachim, der berühmte Biolinist, kam soft zu uns, um zu spielen. Auch erinnere ich mich sehr gut des Tages, an dem Franz Liszt von meinen Eltern empfangen wurde. Als sie ihn fragten, ob er etwas spielen wolle, stimmte er sogleich zu und spielte prachtvoll. Seine Hände und Finger waren außergewöhnlich lang, dünn und zart; sie flogen in erstaunlicher Weise über die Tasten. Er hatte ein sehr anziehendes Gesicht mit feingemeißelten Zügen, sein Haar war lang und grau. Mir gefiel Liszt ausgezeichnet. Anton von Werner, der berühmte Historienmaler, besuchte uns ganz zwanglos, ebenso wie Lenbach aus München, dessen wundervolle Bildnisse so sehr bewundert wurden. Außer anderen großen Künstlern erinnere ich mich an Adolf Menzel, an Professor Hertel und Professor Lutheroth, die uns verschiedene Male auf unseren Reisen nach Italien, der Schweiz und Tirol begleiteten: Professor Helmholtz besuchte unter Palais oft mit seiner Frau; sie half meiner Mutter häusig beim Arrangement von Festen und verschiedenen Wohltätigkeitsveranstaltungen; ihre Tochter Ellen, die später Herrn von Siemens heiratete, wär meine Spielgefährtin. Zur gleichen Zeit waren die Kinder des Lords Odo Russel, des englischen Botschafters in Berlin, meine Kameraden. Lady Russel war eine der Brautjungfern meiner Mutter gewesen; sie stand natürlich sehr gut mit ihr, und meine Mutter hatte sie sehr gerne. Sie und ihr Gatte waren die reizendsten Wirte, so daß jedermann mit Vergnügen ihre Einladungen in die englische Botschaft annahm. Dort probten wir die Quadrille, die wir später im Weißen Saal der Berliner Schlosses bei der silbernen Hochzeit meiner Eltern aufführten, ein Ereignis, von dem ich später zu sprechen haben werde.— Ein anderer häufiger Gast in unserem Hause war die Fürstin Bülow, eine große Freundin meiner Eltern, damals Gräfin Dönhoff, geb. Prinzessin Camporeale; sie war sehr musikalisch und spielte stundenlang Wagner auf dem Klavier. Meine Mutter hatte eine ausgesprochen musikalische Begabung; sie spielte gut und hatte eine schöne Sopranstimme. Ihre Lieblingskomponisten waren Händel und Bach, ihre Lieblingslieder die von Schubert und Schumann, die sie entzückend sang. Stunden hatte sie bei Sir Michael Costa, der extra von London zu diesem Zweck nach Berlin kam. Außer ihrem musikalischen Talent konnte meine Mutter zeichnen und malen; im übrigen war sie eine ausgezeichnete Sprachenkennerin. Ihr Wissen und ihre Ansichten waren ihrer Zeit weit voraus; sie selbst brachte meinem Bruder Wilhelm die Anfangsgründe der Chemie bei. Alle Fragen, die das Wohlergehen der Frauen betrafen, beschäftigten sie außerordentlich; sie tat viel dazu, um die Lage der weiblichen Bevölkerung zu verbessern. Es gab kaum ein Unterhaltungsthema, an dem sie sich nicht beteiligen konnte. Sie wußte viel von Medizin, Literatur, Musik, bildender Kunst und Gärtnerei; ihr Gedächtnis war so ausgezeichnet, daß es sogar Wissenschaftler häufig in Erstaunen setzte. Sie gründete alle möglichen Arten von Instituten, vor allen Dingen das Krankenhaus am Friedrichshain zu Berlin, das nach ihr Viktoria=Haus genannt wurde. Am Ende der Berliner Saison siedelten wir gewöhnlich nach Potsdam über; zu Beginn des Frühjahrs bezogen wir das Neue Palais. Jedesmal freuten wir uns sehr darauf; denn obgleich wir die Monate in Berlin gern hatten, war doch die Hofetikette so streng, daß wir als Kinder das Ende der Saison herbeisehnten, da wir in Potsdam mehr Freiheit hatten. Für meine Eltern bedeutete die Potsdamer Zeit eine Periode der Erholung, die sie wohl verdient hatten und sehr hoch schätzten. Wir konnten uns dem Sport und dem Leben im Freien widmen. Jeden Morgen ritten wir mit meinem Vater und meiner Mutter aus, frühstückten nach der Heimkehr zusammen; dann pflegte eines von den Geschwistern mit der Mutter nach der Friedenskirche zu gehen, wo sie täglich die Gräber unserer Brüder Sigismund und Waldemar besuchte. Wenn keine wichtigen offiziellen Besuche da waren, wurde der Lunch mit den Damen und Herren des Hofes eingenommen. Der Nachmittag, an dem wir keine Stunden hatten, war dem Tennis, Picknicks oder Besuchen oder Vornstedt gewidmet. Wir besaßen zwei niedliche Shetland=Ponys, die uns die Königin Victoria geschickt hatte: sie hießen, warum weiß ich nicht,„Whyski“ und„Toddy“. Ein anderes Lieblingspony hieß„Tonny“, auf dessen Rükken mein Bruder Wilhelm und wir anderen alle reiten lernten. An Sommerabenden gingen wir oft mit meiner Mutter zum Schwimmen nach der Havel. Der Fluß hatte oft eine sehr häßliche Farbe von dicklichem Grün, wie Erbsensuppe. Viele Menschen hätten sich davon abgestoßen gesühlt, aber wir wußten, daß die Beschaffenheit des Wessers durch eine Pflanze hervorgerufen wurde, die auf der Oberfläche blühte, und badeten, ohne uns um die Farbe zu kümmern. Gelegentlich badete auch mein Vater mit uns allen. Victors Brötchen Victors Teebrote Victors Wiener Tatelbrote werden infolge ihrer Qualität immer mehr bevorzugt Miener Feindsckeral dor. Veior Poststr. 2. 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Seit ein paar Jahren bringen nun Groß= und Kleinwinzer dem Weinbau wieder mehr Interesse entgegen. Mehrere Hektar Weinbergsdrische sind wieder mit Neupflanzungen angelegt, so daß heute wieder an 30 Hektar bebauter Weinberg vorhanden ist. Ist die Traubenlese zu Ende, wirds allmählich still im Städtchen. Die vielen tausend Fremden, welche Königswinter im Sommer tagtäglich besuchen, sind verschwunden, die am Rhein gelegene Allee ist menschenleer und öde. Der Personendampfer=Verkehr ruht, und die zahlreichen Motorboote liegen untätig an den Landebrücken. Nur hin und wieder wird noch eine am Rhein stehende Pferdedroschke zur Fahrt ins Gebirge in Anspruch genommen. Pferde und Esel am Hardtberg harren umsonst der Reiter, um sie ins Gebirge zu tragen. Die Petersbergbahn hat ihre Fahrten eingestellt, nur ein Verkehrsauto hält, wie auch im Vorjahre, den Verkehr zum Petersberg aufrecht. Noch kurze Zeit, und auch die Drachenfelsbahn wird ihren Verkehr einstellen. Der ganze Gebirgswald hat ein buntes Herbstkleid angelegt. Still und ruhig ist es im Siebengebirge geworden; die lustigen Weisen der durchwandernden Gesellschaften sind verstummt, und nur hin und wieder sieht man kleine Wandertrupps das Gebirge durchziehen. An schönen Sonntagen zeigt sich noch etwas mehr Leben in den Bergen, die letzten schönen Herbsttage werden noch benutzt, um sich an der Pracht der Natur zu erfreuen, Berge und Täler zu durchstreifen und sich am Abend in einem Gasthof am Rhein an süßem Weinmost zu erquicken. Abends herrscht in den Straßen des Städtchens beizeiten Ruhe, nur am Biertisch ist es noch lebendig. Die kommenden Stadtratswahlen bieten wieder Stoff. 16 Stadträte sind neu zu wählen, 6 der alten tun nicht mehr mit, und so gibt es bestimmt 10 neue, und da heißt es, vorsichtige Wahl treffen. Die Wogen der Politik gehen zuweilen hoch bis in die Nacht hinein, und morgens ist wieder eine Kandidatenliste fertig. Es sollen bereits 12 Wahlvorschläge in Aussicht stehen, ein Zeichen, daß in diesem Jahre reges Interesse herricht. Die Saison ist zu Ende, der Kampf um das Fremdenbeherbergungswesen ruht, und das Verkehrsamt kann bis zum nächsten Frühjahr seine Warnungstafeln wieder einziehen. Abseits, auf dem Friedhofe, arbeiten fleißige Hände an der Vollendung des Krieger=Ehrenmals, dessen Einweihung am Allerheiligentage stattfinden soll. Aus Godesberg. Schedenseuer. g. Gestern morgen brannte der zwischen der Bonner straße und der Staatsbahn liegende maschinelle Betrieb de Zimmermeisters Lehnen nieder. Von der Werkstätte bliel nichts übrig als wie die Eisenteile der Maschinen, die Giebelmauern des Sheddaches und der Kontoranbau, der gerettet wurde. Die Lagerschuppen sowie einiges Holz auf der Zulage blieben erhalten, da der Wind die Flammen nach Süden trieb. Anzeiger für Vonn und Amgegens Die Ittenbacherstraße„Einst und Feor“. Die Bilder zeigen den Verlauf der in diesem Frühjahr beendeten Ittenbacherstraße, am letzten Anstieg vor dem Die Länge der..... Margaretzenhof. eltemn Straße war 1g gtr ade betrug 112 Klometer, die der neuen Straße 978 Klometer. Die stärkste Steigung der 3s weier di. dar 40 Prozent, während die der neuen nur.9 Prozent beträgt. Die Breite der alten Straße betrug 9—.— Nie der neuen Straße ist 11—16 Meter. Der kleinste Radius der alten Straße betrug 5 Meter, bei der neuen Straße beträgt er 40 Meter. Eine Überhöhung der Kurven war bei der alten Straße überhaupt nicht vor., S.„## handen, bei der neuen Straße beträgt sie bis zu 1 Meter. Zur Vornahme auler dieser Arbeiten mußten 130 000 Kubikmeter Bodenmassen, darunter 75000 Kubikmeter Felsen, bewegt werden. Gleichzeitig mit dem Straßenbau wurde die Kanalisierung des Mirbaches(des alten Mittelbaches) rgenommen.(Vgl. auch unseren heutigen Artikel„Fünf Jahre Königswinterer Stadtparlament". Die Schriftl.) g. Am Montagabend begannen im evangelischen Gemeindehause die durch Pastor Flemming aus Neustrelitz gehaltenen Evangelisations=Abende. An sieben Tagen spricht der Redner nachmittags und abends über religiöse und verwandte Fragen. Er begann gestern abend mit dem Thema:„Können wir der Bibel noch Vertrauen schenken?“ * g. Am Sonntag, den 3. November, erwartet der.=.= V.„Liederkranz“ 200 Sänger der Männer=Gesangvereine Ippendorf,„Concordia“ Unkel, Liederkranz Oberwinter und Quartett=Verein Mehlem, als Gäste für den von ihm veranstaltete: Jo ef Werth=Abend, an dem rheinische Komponisten unter Toni Backhausens Leitung zu Gehör gebracht werden. * Mehlem, 30. Sept. Die Kirchengemeinde von St. Severin feierte am Sonntag die Renovierung ihrer Kirche und der Kapelle Mater Dolorosa auf der Meckenheimerstraße im Oberdorf, durch ein feierliches Hochamt in der Kirche mit anschließender Besichtigung der Kapesle. Abends war eine Festversammlung bei Wald im engsten Kreise. Hier dankte Pfarrer Dierdorf dem ausführenden Künstler Gauer und seinen Mitarbeitern aus Düsseldorf sowie all den Spendern, die zum Gelingen des Werkes beigetragen hatten. Der stellvertretende Gemeindevorsteher Ivens dankte namens des Kirchenvorstandes und Prof. Neuß=Bonn gab interessante Aufschlüsse zu dem Problem der Ausmalung, über welche wir schon am Samstag berichteten. Musik= und Gesangvorträge umrahmten den Abend. Fünf Jahre Königswinterer Stadtparlament. Fünf Jahre lang haben die Stadtväter, die jetzt ausscheiden, Königswinter betreut, und da ist es wohl angebracht, einen Rückblick zu wersen auf die bedeutenderen Beschlüsse und Taten, die diese Zeit kennzeichnen. Mit frischem Mut ging man an die Arbeit, und beschloß gleich zu Beginn:„Jeden Monat eine Sitzung abzuhalten“, ein Beschluß, der allerdings zuletzt in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Während des Jahres 1924 wurde u. a. der Wülsdorfer Hof am Südende der Stadt gepachtet, um in ihm Wohnungsuchende unterzubringen,(später entstand am nördlichen Ausgang von Königswinter dann noch ein Barackenviertel, die„Gesolei“, wie es der Volksmund nennt). Angesichts der großen Gefahren, die der Kraftwagenverkehr wie in anderen Rheinorten, auch in Königswinter mit sich bringt, wurden verschiedentlich Eingaben gemacht an die Regierung, zwecks Verminderung der Geschwindigkeit der Kraftwagen. Eine Herabminderung wurde in etwa erzielt, doch nicht in dem Maße, wie man es wünschte und erwartete. Bereits 1924 wurde auch der Plan gefaßt, am Rhein eine Bedürfnisanstalt zu errichten, jetzt soll sie endlich auch wirklich kommen und zwar in Verbindung mit der Wartehalle für die Siebengebirgsbahn. Gegen Schluß des Jahres kamen dann die Verhandlungen bzgl Weiterführung der Siebengebirgsbahn nach Honnef, die eine beachtliche Erweiterung unserer Rheinallee und den Ausbau der Böschung am Rhein mit sich brachte. Die Allee, die bis dahin nur bis zum Wolfgang Müller=Denkmal führte, geht heute bis zur Königswinter—Rhön= dorfer Grenze, wo sie mit einem schön ausgebauten Aussichtsplatz abschließt. Verschiedentlich, zunächst im Jahre 1925, mußten Gelder für die Instandsetzung der Ittenbacher Straße bewilligt werden, bis diese im vorigen Jahre neu ausgebaut wurde. Im Haushaltplan für 1925 findet sich die Endsumme mit 428000 Mark, die Umlagen stiegen von 150 Proz. und 350 Proz. auf 175 Proz. von der Grundvermögenssteuer und 400 Proz. von der Gewerbesteuer. Durch die ganzen Jahre hindurch, bis zu diesem Jahre bewegten sich diese Zuschlagsätze auf aussteigender Linie: 1926 wurden allerdings noch 175 Proz. und 400 Proz. erhoben, 1927 jedoch schon 200 Proz. Grundvermögenssteuer und 400 Proz. Gewerbesteuer, 1928 225 Proz vom Grundvermögen und 400 Proz. und 800 Proz. vom Gewerbeertrag und vom Gewerbekapital. Für das Jahr 1929 blieben diese letzteren Sätze bestehen. Eine Erleichterung für die Straßeninstandhaltung brachte 1925 dadurch, daß die Provinz die Provinzialstraße, die sie an Königswinter abgetreten hatte, wieder in ihre Verwaltung zurücknahm. Die Kanalisationsarbeiten wurden in diesem Jahre weitergeführt und an der Winzerstraße nahm man Wohnungsneubauten in Angriff. Um auch den privaten baulustigen zu helfen, beschloß man über die Hauszinssteuermittel hinaus aus Gemeindemitteln zu günstigen Bedingungen Hypotheken zu geben und Bauplätze zu verkaufen. Zu der glanzvoll verlaufenen Jahrlausendfeler in Königswinter gab die Stadt einen namhaften Zuschuß. Das bis dahin der Stadt zur Verfügung gestellte Gebäude„Volkswohl“ mit der angebauten Turnhalle wurde von dem Erbauer, Herrn Ferd. Mülhens, der Stadt auf dem Schenkungswege übereignet. In einigen Räumen des Gebäudes ist seit zwei Jahren die heimatgeschichtliche Sammlung des Königswinterer Heimatvereins untergebracht. Im Jahre 1926 wurde der Haushaltplan mit der Endsumme von 442 400 RM. bewilligt. Das Jahr hatte mit dem großen Hochwasser am Sylvester= und Neujahrstage begonnen, und so war die erste Tat für den Stadtrat von der Kreisverwaltung einen Hochwasserkredit von 75.000 RM. zur Weitergabe an private Hochwassergeschädigte aufzunehmen. Für den Neubau der Autostraße zum Petersberg trat die Stadt als Mittelsperson für den Erbauer Herrn Mülhens auf, indem sie nominell die Erbauerin war, Herr Mülhens aber alle Kosten übernahm. Im Laufe des Jahres wurde die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen angeregt— zu Allerheiligen dieses Jahres 1929 soll es enthüllt werden. An der Aufbringung der Kosten haben sich die Königswinterer Vereine freudig und opferbereit beteiligt. Zum Schluß 1926 beschloß man, die beiden langjährigen Stadtverordneten und Beigeordneten Wolfslast und W.Bachem zu Ehrenbürgern der Stadt Königswinter zu ernennen. Zwei einschneidende Beschlüsse, die zum größten Teil notgedrungen erfolgten, brachte das Jahr 1927. Die Höhere Knabenschule von Königswinter wurde mit dem Honnefer Gymnasium zusammengelegt mit dem Sitz in Honnef. Vier der Lehrer unserer Knabenschule wurden an das neue Realgymnasium Siebengebirge übernommen; die Schüler fahren von Königswinter aus nach Honnef zur Schule. Zu den Kosten der Schule hat die Stadt Königswinter vertragsgemäß ein Drittel zu zahlen, jedoch höchstens 175 000 Mk. Das zweite große Unternehmen war der Um. und Ausbau der Ittenbacher Straße durch den Kreis. An den Kosten beteiligte sich die Stadt Königswinter mit 80000 Mk. Zwecks Verminderung der Verkehrsgefahren in der Hauptstraße beschloß das Stadtverordnetenkollegium die Beseitigung der auf den Bürgersteig hinausragenden Haustrittstufen durch städtische Beihilfe zu den Kosten zu fördern. Einen bedauerlichen Beschluß faßte der Stadtrat durch Ablehnung des Ankaufes des Lucius'schen Hauses an der Hauptstraße, das in einem großen Park gelegen, als Kuranlage mehr als geeignet gewesen wäre. Kurz darauf wurde die Besitzung vom Siegkreis selbst angekauft. Ob weiterhin der Verkauf einiger Häuser an die christlichen Gewerkschaften zur Vergrößerung von„Unser Haus“ zweckmäßig war, wird die Zukunft erweisen. Es steht jetzt dort ein mächtiger Häuserblock als Erholungs= und Kursusheim, durch den evtl. eine Erschließung des füdöstlichen Stadtviertels, Remigiusstr. etc., durch Straßenbau behindert wird. Die Einführung einer Schulzahnpflege ist als lobenswert anzusprechen. Es folgte nun das Jahr 1928. Der Etat schloß mit 497900 Mk. Mit zu den ersten Beschlüssen des Jahres gehörte der Ankauf einer neuen Rheinbadeanstalt, da die frühere städtische Badeanstalt dem Hochwasser zum Opfer gefallen war. Abhilfe eines unhaltbaren Zustandes war der Vertrag mit der Firma Weber bzgl. der Dampferlandebrücken, so daß nun jeder Dampfer hier in Königswinter anlegen kann und es nicht mehr passiert, daß Vergnügungsdampfer, die weder der Köln=Düsseldorfer Gesellschaft noch der Niederländer Gesellschaft gehören, an Sonntagen stundenlang ratlos auf= und abfahren, weil sie von den privaten Landebrücken keine Erlaubnis zum Landen bekommen. Endlich fand dann auch im Jahre 1928 das Gebäude der höheren Knabenschule eine Verwendung: es wurde an das Amtsgericht und an das Katasteramt vermietet, die beide mittlerweile dort eingezogen sind. Die erste Stadtratssitzung des Jahres 1929 fand Ende Juli statt. In ihr wurde der Haushaltplan beschlessen, der in Einnahme und Ausgabe mit 521 400 Mk. schließt. Weitere weittragende Beschlüsse wurden in diesem Jahre bisher nicht gefaßt, wenn man die Inangriffnahme bzw. Ffortführung von Kanalisationsarbeiten während der Pinters nicht dazu rechnen will. Dom Vorgebirge. Markinszug in Alfter. Lehrerschaft, Elternbeirat und Vereine arbeiten zusammen, um einen Martinszug zu ermöglichen. Dank der Opferwilligkeit der Vereine ist es auch in diesem Jahre wieder möglich, eine Musikkapelle zu bestellen. Der Martinszug soll am Samstagabend, den 9. November, vonstatten gehen und zwar von der Schule über den Görreshof— Olsdorf— Tonnenpütz— Holzgasse— Kronenstraße — Appelallee. Die Jugend sammelt bereits eifrig das ersorderliche Brennmaterial. * Zentrumsversammlung in Alfter. Am Sonntag nachmittag sand in Alfter eine große Zentrumsversammlung statt, in der Abgcordneter Hensen über die Bedeutung der kommunalen Wahlen und über das Abhängigkeitsverhältnis der Reichs=, Staats= und kommunalen Politik sprach. Der Vorsitzende Johann Engels gab zum Schluß die Liste der Kandidaten bekannt. Folgende Bürger sind von der Zentrumspartel für den Gemeinderat vorgeschlogen: Joh. Engels, Heinr. Weiler, Kaspar Schneider, Lorenz Willems, Hubert Schmitz, Matth. Ringhausen, Lehrer Weinstock, Gottfried Hennes(Olsdorf), Peter Heuser(Olsdorf), Heinr. Mösgen, Matth. Wadlen, Peter Winterscheid(Birrekoven), Jobann Kreutzberg, Pollzeiassistent Senkbeil, Heinr. Dreesen, Andreas Welter, Johann Langen und Jos. Kreutzberg. Für die Amtsvertretung Oedekoven stehen aus Alfter folgende Herren auf der Liste: Kaspar Schneider, Theodor Engels, Wilhelm Cronenberg, Jos. Siebertz und Matth. Ringbausen. *„Joribo= Ligarren* 10, 12, 15, 20, 25, 30, 40 Pig. Jonann AieCR Münsterplats21 reinigtK ∆ Seite 16. Nr. 16 004. General=Anzeiger für Bonn und Amgegend. Aus dem Kreis Ganirchen. 30. Oktober 1939. Die Räumung Euskirchens. Euskirchen, 29. Okt. Die Räumung der Stadt Eusklrchen die französischen Truppen geht flelt vonsiatten. Ja der Kaserne Verdun, dem früheren Artilleriedepot, befindet sich keine Belegschaft mehr, da die eine Maschinengewehrableilung sowie die Kapelle seit einiger Zeit zurückgezogen sind. Auch das Barackenlager an der Billigerstraße bestehend aus 40 Steinbaracken Ist bis auf eiwa 30 Mann geräumt. Dem Vernehmen nach werden auch diese dald abziehen, so daß zur Abwicklung der letzten geschäftlichen Angelegenheiten nur noch ein Büro zurückbleibt. Bis zum 1. Dezember wird Euskirchen besatzungsfrei sein. Durch den Fortgang der Truppen sind auch die meisten Privatquartiere der Offiziere und Unteroffiziere geräumt und der Reichsvermögensstelle zur Verfügung gestellt worden. Sturm in der Nacht. Euskirchen, 29. Okt. In der vergangenen Nacht wütete ein heftiger Sturm. Das letzte um 10½ Uhr abends von hier nach Cuchenheim fahrende Postauto der Linie Euskirchen— Schweinheim mußte vor der Erftbrücke Halt machen. Quer über der Straße lag ein großer, vom Sturme umgewehter Baum. Um das Hindernis zu beseitigen, faßten die in dem Auto anwesenden Insassen kräftig an und schafften den Baum zur Seite, worauf die Fahrt fortgesetzt werden konnte. Dem vorsichtig fah renden Chauffeur ist es zu verdanken, daß ein Unglück verhütet wurde. Commern, 29. Okt. Auf bisher unaufgeklärte Weise geriet in unmittelbarer Nähe des Ortes Firmenich ein großer Getreideschober in Brand. Wegen der großen Rauthentwicklung gestalteten sich die Löscharbeiten als zwecklos und so wurden die zahlreichen Vorräte ein Raub der Flammen. Da im hiesigen Bezirk in letzter Zeit schon mehrere Fruchtbarmen verbrannten, wird allgemein Brandstiftung angenommen. Kreis Buschhoven, 29. Okt. Auch unsere Gemeinde wird am Abend des 10. Novembers St. Martin als rheinisches Volksfest feiern. Es ist ein Festausschuß gebildet worden, dem Pfarrer, Lehrer, Gemeindevorsteher und die Vorsitzenden der Ortsvereine angehören. Die freiwillige Feuerwehr, die den Ordnungsdienst versieht und wie immer ihre Musik in den Dienst der guten Sache stellt, leitet auch das Abbrennen des Martinsfeuers. Das Brennmaterial wird von der Schuljugend bei den Dorfbewohnern gesammelt. Nach dem Fackelzug, dem St. Martin, Karl Heinen, voranreitet, findet die Preisverteilung an die Inhaber der schönsten selbstgefertigten Fackeln und Verlosung mehrerer Martinsgänse statt. Kleinbüllesheim, 29. Okt. Im hiesigen Burggarten steht ein Apfelbaum zum zweiten Male in diesem Jahr in Blüte. Kleinbüllesheim, 29. Okt. Die Brücke über den Erftmühlenbach inmitten des Ortes mußte wegen Einsturzgefahr für den allgemeinen Verkehr gesperrt werden. Die von Euskirchen kommenden Fahrzeuge nehmen zweckmäßig den Weg über Großbüllesheim, desgleichen die Fahrzeuge aus dem Ollheimer Bezirk. Kreis Maren Versteinerte Frösche im Laacher-See-Gebiele. Andernach, 29. Okt. Daß unter günstigen Umständen selbst so zarte Gebilde wie Froschknochen versteinert erhalten bleiben können, beweist ein Fund, den der Geologe Dr. Ahrens bei seinen Arbeiten in der Gegend des LaacherSees machte. In einer dünnschichtigen Blätterkolbe, deren Entstehung in die miocäne Braunkohlenzeit fällt, entdeckte er neben zahlreichen Blättern und anderen Pflanzenresten eine Anzahl völlig plattgedrückter Frösche, sogar einige Froschlarven. Diese interessanten Funde hat W. Wolterstorff in dem soeben erschienenen Teil 2 des Jahrbuches der Preußischen Geologischen Landesanstalt für 1928 abgebilder und eingehend beschrieben. Bellchen und reise Erdbeeren im Okkober. Andernach, 29. Okt. Im benachbarten Saffig konnte man in einem Garten ein seltenes Ereignis feststellen: Blühende Beilchen und reife Erdbeeren Ende Oktober. Das milde Wetter zu dieser vorgeschrittenen Jahreszeit hatte dort das Frühlingsbild hervorgezaubert. Auerbirte Verbürangemnt. Mayen, 29. Okt. In die auf einem freien Platz eingefriedete Ausstellung von künstlerischen Grabdenkmälern, Werke des bekannten Bildhauers Professor Burger, drangen Rohlinge ein, warfen die zahlreichen Kunstwerke um und demolierten sie. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Der Bürgermeister hat eine größere Belohnung für die Namhaftmachung der Burschen zugesichert. Kreis Schleiden. Stadtratssitzung in Münstereisel. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde beschlossen, des mit der Durchfübrung der dringend notwendigen Kanalisation des Hubertusweges sofort begonnen werden soll.— Der Erwerd von Grundstücksadsplissen zu Wegezwecken wurde genehmigt.— Die für die Erweiterung der Badnhofsanlage erforderlichen Grundstücksteile, die Eigentum der Stadt Münstereisel sind, werden zum Preis von.50 RM. je am an die Reichsdahnverwaltung veräußert. Mit Rücksicht auf die überaus schlechte wirtschaftliche Lage und wegen der Belastung des Gewerdes und des Handwerks wurde von der Errichtung einer Berufsschule abgesehen, zumal zu erwarten steht, daß in absehbarer Zeit eine Kreisberufsschule des Kreises Rheindach errichtet werden soll. Die Versammlung genehmigte eine Aenderung der Bergnügungssteuer=Ordnung, wonach Pfleglinge der Landesversicherungsanstalt von der Kurtaxe defreit werden. Für die Unterbringung der Feuerlöschgerktschaften soll der Schuppen des Elektrizitätswerks=Gedäudes an der Stadtmauer vergrößert werden. Die städtische Baukommission wurde beauftragt, mit den Spitzen der städtischen Feuerwehr die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen. Die Instandsetzung der Pappdächer des Elektrizitätswerks wurde wegen der gegenwärtigen ungünstigen wirtschaftlichen Lage bis zum Frübjahr zurückgestellt. E ssollen vorläufig nur die dringendsten Arbeiten ausgeführt werden. Große Kartossein. Mechernich, 29. Okt. Wegen der günstigen Kartoffelernte sind in hiesiger Gegend wirkliche Prachtexemplare zu finden. Ein Landwirt von hier erntete eine Kartoffel, die 1070 Gramm wog, während ein Landwirt aus Commern eine Kartoffel im Gewicht von 1230 Gramm erntete Auch die Rübenernte ist als besonders gut zu bezeichnen. Kreis Keawier. Alterkeingen steht vor der Türe. Man gebenkt der Verstorbenen und schmückt ihre Gröber. Sie finden alle Beleuchtungsartikel, wie Gelatinelämpchen in allen Farben, 4 Stück.25 M. und Grabkerzen per Paket von.30 M. an in der SternOrogerie Jakob Segschneider, Benn, Sternstraße 46. — Heirat.— Beamtentochter, 30 J. alt. angen. Aeuß., evgl. mit kompl. -Zimmer=Einricht. und spät. wünscht Bekanntschaft mit gebild. Herrn in gut. Stellung. Witwer nicht ausgeschl. Str. Diskretion zugesich. Vertrauensv. Zuschr. unter P. L. 300 an die Agentur des General=Anzeigers in Troisdorf.(3 Die vornehmste Ehe Die hebung des Obstbauetz. Seit langem bemühen sich in Linz und Umgebung verschiedene Persönlichkeiten um die Hebung des Obstbaues und vor allem um seine Wirtschaftlichmachung. Ueberall hört man Klagen über die schlechten Obstpreise in diesem Jahre, doch sind hieran vielfach die Erzeuger auch selbst schuld. Von Linz aus konnten in diesem Jahre zwei Waggon„Gute Luise“=Birnen zu gutem Preis nach Holland geschickt werden; ein Waggon mit 100 Zentnern, der zweite mit 200 Zentnern. Der betreffende Abnehmer in Holland hätte noch vielmehr abgenommen, wenn er es hätte haben können. Hier trifft man schon auf den ersten Fehler, den die Anbauer machen; es werden zuviel verschiedene Sorten angebaut. Einheitlichkeit in der Sortenauswahl und zwar Wahl der wirklich marktfähigen Sorten im Obstbau ist unerläßlich Die Birnen wurden lose in den gepolsterten Waggon verpackt und werden in Holland, in Kühlhäusern bis Weihnachten aufbewahrt. Eine Aepfelausfuhr nach Holland kommt nicht in Frage, da dort Aepfel in Hülle und Fülle wachsen, doch keine Birnen. Eine weitere Notwendigkeit für die Obstzüchter unserer Umgebung ist die Umveredelung. Heute werden nur feine Tafelfrüchte verlangt, und für die minderwertigen wird selbst in den Krautfabriken kein annehmbarer Preis gezahlt, sondern oft nur Kraut dagegen eingetauscht. Ein anderer Fehler wird bei der Ernte, Sortierung und Verpackung gemacht. Der Vorsitzende eines Obstbauvereins meinte vor kurzem drastisch, es werde erst dann anders werden, wenn die rückständigen Obstzüchter zwangsweise nach Holland verfrachtet würden, um den dortigen Obstbau und Obstverwendung kennen zu lernen Aus der Krim wurden nach genauen Feststellungen im letzten Jahre 1000 Waggon Obst in Deutschland eingeführt, und zwar in einer Verpackung und Sortierung, die besser ist als die amerikanische. Durch anständige Ware kann eine gute Kundschaft gewonnen werden. Leider wird in dieser Beziehung über mangelnde Ehrlichkeit des Deutschen geklagt, der gute Ware mit minderwertigen vermengt und sie als gute Ware zu verkaufen versucht. In LEnz gibt es eine Reihe von Großbauern, Vermittiang . Groge Ifür jed. Stand durch G. oße weltbek letttungsfäbig u. mit gutem Ruf, hai nur Fran A. Derendorf, Bonn. Neuenheimer, Allee 61. Koln, Riehler Straße—11. Ossen und Hagen. Ich habe stets passende Partien mit u. ohne Rermögen. Einbetrat aller. Branchen. Zinanzbeirat usw. Sprechst. tägl., auch Sonntags. Kaufe stragene Kleider. Schul Läsche usw. rau Vobl. Engeltalstraße 4. Für geschäftl. Tagestouren in die Umgegend von Vonn Personenautt zu mieten gesucht. Chauffeur muß gestellt werd. Ofserten mit äuß. Preisang. u. S. L. 120 an die Erped. 4 Mödel Autd fährt morgen Donnerstag leer nach Düsseldorf. Antragen resp. Bestellungen erbeten bis 9 Uhr heute abend. Ig. Schäferhund Rüde, entlaufen. Gegen Belohnung abzugeben(3 Bonn=Hüd, Ttesanntraße 7. 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Reichsbankgirokonto Bonn. die nicht über schlechte Preise klagten; es waren solche, die sich auf Grund langjähriger guter und zuverlässiger Lieferungen eine feste Stammkundschaft erworben hatten. Jetzt beabsichtigt man in Linz am Halfensberg, dem Hang, der im Norden zur Stadt abfällt, Kirschen anzupflanzen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß Aepfel und Birnen im Hang nicht gedeihen, weil sie nicht genügend Feuchtigkeit haben, Kirschen an solchen Stellen aber gut gedeihen. Auch Umveredelungen wurden an verschiedenen Stellen vorgenommen. In diesem Jahre des Obstreichtums blieb für die minderwertigen Sorten nur die Verwendung als Viehfutter übrig. Aussicht auf gute Verwertung des Obstes haben in diesem Jahre hauptsächlich die Obstzüchter, die das Obst selbst lagern können, um es im Winter auf den Markt zu bringen. Bruchhausen, 29. Okt. Die an Sonntagen nach dem Gnadenort pilgernden Bewohner der Umgegend, die gern dem Gottesdienste in der Wallfahrtskirche beiwohnen möchten, seien darauf aufmerksam gemacht, daß fortan den Winter hindurch die Frühmesse um.30, das Hochamt um .80 und die nachmittägige Andacht um.30 Uhr beginnt. An den Werktagen wird bis auf Weiteres die hl. Messe um 7 Uhr, Samstogs um 9 Uhr, gelesen. Aus dem Siegkreis. Die Einweihung der Mendener Brücke. Die Einweihung der Mendener Brücke ist nunmehr endgültig auf Samstag, den., bezw. Sonntag, den 10. November, festgesetzt worden. Mit Rücksicht darauf, daß durch den voraufgehenden Allerheiligentag die Werktätigen fast alle am Samstag nachmittag arbeiten, ist die weltliche und kirchliche Einweihungsfeier getrennt vorgesehen. Am Samstag nachmittag um 3½ Uhr werden die Spitzen der Kreisverwaltung, der Orts= und Amtsbehörden, die Geistlichkeit beider Konfessionen von Menden und Troisdorf, Vertreter der Klöcknerwerke u. a. mehr die zu diesem Zweck festlich geschmückte Brücke dem Verkehr übergeben. In richtiger Erkenntnis der schwierigen wirtschaftlichen Lage und der großen Erwerbslosigkeit ist von einem Festessen und sonstigen prunkvollen Feierlichkeiten abgesehen worden; es finden sich die Herren nach dem feierlichen Akt lediglich in der Wirtschaft Braschoß zu einem Glase Bier zusammen. Am Sonntag, 10. November, versammeln sich die Ortsvereine, die sich in dankenswerter Weise bereit erklärt haben, an der Verschönerung des Festes nach besten Kräften mitzuwirken, auf dem Marktplatz, von wo aus sich dieselben in geschlossenem Zuge zur Brücke begeben. In Gegenwart der Spitzen der Orts= und Amtsbehörden wird Herr Pfarrer Hegel die Einsegnung der neuen Brücke vornehmen. Hieran anschließend finden in den einzelnen Lokalen der Orte Ober= und Niedermenden Konzerte mit Ball statt. Versteigerungsbericht der Areis-Obsl- und Gemüseverfleigerung„Vorgebiege" Roisdorf, vom 29. Oktober. Tomaten 17—24, Endivien 15—16, Kochdirnen—7, Tafeldirnen 10—28, Kochäpsel—7, Tafeläpsel 10—22, Rosenkohl 36. Alles in Pfund oder Gevund und Pfennig. Anfuhr gut, glatter Verkauf. Versteigerung Montags, Dienstags und Donnerstags. Anfang 13.30 Uhr. Betzoorf, 29. Okt. Auf dem Dienstagswochenmarkt in Bezdorf wurden folgende Preise notiert: Wirstng 10. Rotkobl 10. Blumenkohl 10—80, Weißkohl 10. Endivien 20—30. Möhren 10—15, Porree—15, Sellerie 25, Spinat 30—35, Weintrauben 60—80, Tomaten 30—40, Birnen—20, Aepfel—25, Zitronen 10—15, Apfelsinen 15, Zwiedeln 12, Rote Beeten 15, Butter 2,00—.20. Eier 17, Quark 40—45, Kartoffeln Zentner.00. Ochsenfleisch.20, Schweinefleisch.30—.50, Ochsenfleisch.20. Rindfleisch.00—.10, Kalbfleisch.10—.30, Gefrierfleisch 85 bis 90. Speck ger..40—.70, Speck fr..80—.60, Schweine= Blume.20, Schmalz.30—.40, Nierenfett 50—60. Jagdwurst .40—.50, Fleischwurst.30—.50, Mettwurst 1,60—.80. Bratwurst.40—.60, Blutwurst 0,60—.60, Leberwurst 0,60—.60, Schmierwurst.60, Zungenwurst 1,60—.80, Teewurst.00, Bierwurst.00, Preskopf.80 Mark. Bonn Hasen=, Kanin=, Ziegen= sowie alle anderen Felle kauft zu den höchsten Preisen Bähr, Stifisplatz 5. Zahle reelle Preise für geer. Anzüge Hosen. Jopven. Wäsche. Schud. sowie Damen= u. Kinderkleid. Bettzeug. Möbel usw. Karte od.#el. 6949. G. Ludwie. Josefstr. 43. Komm. n. ausm. Kaufe Keller= und Speicherkrempel. sowie Lumven, alte Kronleuchter. Badeösen u. Babewannen zu den böchsten Preisen an. A. Rußbaum, Engeltalstraße 26. Gentiche Schankelpferd E. 197 an Die Agentur das Gen.=Anz. in Stegburg.(2 Guterhaltener gebrauchter großer Ofen am liebsten Dauerdrenner, zu kaufen gesucht. Ofserten unter W. 144 an die Expedition.(3 Guterh. Kachelofen oder Dauerbrenner zu kaufen gesucht. 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Nach längeren Ausführungen, die erkennen ließen, welche Verdienste sich Herr Wallensang um das Vonner Handwerk erworben hat, wurde einstimmig eine Resolulion gefaßt, in der die Vollversammtung, die gegen Herrn Wallenfang erhobenen Anwürfe entschieden ablehnt. Sie bedauere außerordentlich, daß gegen einen verdienten Handwerkerfühter von Seiten einer Partei, die Wirtschaftsinteressen zu vertreten vorgibt, solche Schmähungen öffentlich vorgebracht werden. Die Vollversammlung des Innungsausschusses dankte vielmehr Herrn Wallenfang für seine langjährige aufopfernde Tätigkeit zum Wohle des Vonner Handwerks und sprach ihm für diese Tätigkeit vollsteg Vertrauen aus. Der R. C. Diamank feierte gemeinsam mit dem Schrammel=Orchester „Rheinklang“ im Kaffeehaus Faßbender, VonnEndenich am Samstag sein fünftes Stiftungsfest. Der 1. Vorsitzende des R. C. Diamant, Robert Fröhlich und der 1. Vorsitzende des Schrammel=Orchesters, Max Römer, sprachen herzliche Worte an die Festversammlung. Hierauf zeigten sich die Radsportler von den Radtouristen Vonn=Endenich 1911 und des R. C. Columbia Vonn=Süd von ihrer besten Seite. Dann gab der Vonner Zauberkünstler„Alfonso“ seine Künste zum Besten. Das Bonner Schrammel=Orchester„Rheinklang", das mit seiner volkstümlichen Musik zum ersten Mal an die Oeffentlichkeit trat, erntete großen Peifall. Ein flottes Tänzchen hielt die Anwesenden noch bis zur späten Abendstunde beisammen. Eiselvereins-Wanderung. Dichter Nebel lag noch über dem Rheintal und den Höhen, als am letzten Sonntag eine Schar eifriger Eifelvereinsmitglieder von Honnef aus eine Wanderung über die rechtsrheinischen Berge antrat. Langsam ansteigend ging es zunächst durch Selhof, weiter durch den herbstlich buntverfärbten Wald der Kuppe des Leyberges zu. Wogende Nebelschwaden hinderten vorab noch die Sicht, als man sich zu einer kurzen Gipfelrast dort oben niederließ. Endlich drang die Sonne durch die Nebelmassen: der Himmerich, Hohenhonnef,— die das langgestreckte Mucherwiesental begleitenden Waldzüge boten sich dem Blick dar. Weiter zog man zum„Auge Gottes“, wo auf schlichtem Holzkreuz die Mahnung steht, der im Weltkrieg gefallenen Brüder zu gedenken. Dann gings abwärts in ein stilles Wiesental, das einen Ausblick auf den herbstlich bunten Düsternich mit seinem schöngerundeten Rücken bot, dem die Steinbruchanlagen mächtig zu Leibe gehen. Auf einer trockenen Halde ließ man sich zur Mittagsrast nieder. Der Bahnstrecke folgend wanderte man dann weiter durch das Kasbachtal zum Dorfe Kasbach. Hinauf gings dann wieder auf die Höhe, die einen malerischen Blick auf den Rhein bot, auf Linz und die Vergzüge und Ortschaften zu beiden Seiten des Stromes. Ein Waldweg führte zur Expoelerley und stieg dann zum Orte Expel hinab, dessen Markt stattliche, gepflegte Fachwerkhäuser zieren. Über die Rheinbrücke gings nach Remagen hinüber, von wo das Dampfroß die Wanderer bald wieder zur Heimat brachte. Die Teilnehmer an dieser schönen Herpstwanderung zollten schließlich dem trefflichen Führer, Herrn Timm, herzlichen Dank. 1 Die hausfrauen=Ableilung des kothollschen Deutschen Frauenbundes machte gestern einen Ausflug nach Brühl, um eine Zuckerfabrik sowie das Brühler Schloß zu besichtigen. Die Hitze, den Geruch und den Lärm in der Fabrik nahmen die Hausfrauen ebenso willig hin, wie die RiesenFilzpantofseln im Schlosse, um ihr Wissen auf hausfraulichem wie auf bau= und kanstgeschichtlichem Gebiete zu bereichern. Aus dem Freispruch von der Anklage des Betrugs. Gegen einen Bäckermeister aus Beuel wurde vor dem Einzelrichter wegen Betrugs verhandelt. Der Angeklagte kaufte im Anfang des Jahres 1927 von dem Vertreter einer Berliner Wäschefirma eine Wäscheaussteuer im Werte von 160 Mark; vereinbart waren monatliche Teilzahlungen von je zehn Mark. Schon mit der ersten Rate blieb der Angeklagte bis vor einigen Wochen im Rückstand und erst nach Stellung eines Strafantrags leistete er wettere Zahlungen. Er gab in der Verhandlung an, daß ihm jede Betrugsabsicht ferngelegen habe. Auch seien zur Zeit des Wäschekaufes seine Vermögensverhältnisse durchaus geregelte gewesen. Erst später sei er durch Drängen seiner Gläubiger in eine mißliche Lage gekommen und nicht imstande gewesen, die Lieferfirma zu bezahlen. Nach wie vor sei er aber zur Begleichung seiner Schulden in kleineren Raten bereit. Trotzdem hielt der Vertreter der Staatsanwaltschaft ihn für genügend überführt und beantragte gegen ihn wegen Betrugs eine Geldstrafe von 50 Mark. Das Gericht hielt das Ergebnis der Beweisaufnahme jedoch für eine Berutteilung nicht ausreichend und sprach den Angeklogten frei. Wie hat sich ein Kraftwagenführer zu verhalten, wenn er rückwärts fährt? Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer andern Person verursacht, verwirkt Strafe, wie aus Paragraph 230 des Strafgesetzbuchs hervorgeht. Auf Grund dieser Vorschrift war der Kraftwagenführer A. wegen Körperverletzung von der Strafkammer verurteilt worden, weil er beim Rückwärtsfahren mit seinem Kraftfahrzeug infolge von Fahrlässigkeit eine Person beschädigt hatte. Diese Entscheidung socht der Kraftwagenführer durch Revision beim Bayerischen Obersten Landesgericht an und stellte in Abrede, fahrlässig gehandelt zu haben. Der Strassenat des Obersten Landesgerichts in München wies aber die Revision des Kraftwagenführers als unbegründet zurück und führte u. a. aus, das Zurückfahren mit einem Kraftfahrzeug geschehe in der Regel nur in Ausnahmefällen und sei nicht nur schwierig, sondern auch gefährlich. Besondere Vorsicht sei besonders dann erforderlich, wenn, wie im vorliegenden Falle, die Uebersicht behindert gewesen sei. Beim Rückwärtsfahren könne verlangt werden, daß der Führer des Kraftfahrzeuges fortwährend nach rückwärts blicke, um die Straße und Umgegend übersehen und erforderlichenfalls seinen Kraftwagen anhalten zu können. Pfandverschleppung wurde einem Schmiedemeister aus Vonn vor dem Einzelrichter vorgeworfen. Der Angeklagte erhielt eines Tages von einem Milchhändler den Auftrag, einen gebrauchten Wagen instandzusetzen, bezw. für den Bau eines neuen Milchfuhrwerks die noch verwendbaren Teile des alten Wagens zu gebrauchen. Diesen alten Wagen hatte der Milchhändler von einem Metzgermeister erworben, der, nachdem die ihm von dem Milchhändler übergebenen Wechsel zu Protest gegangen waren, einen Zahlungsbefehl losließ und schließlich die Pfändung des schon z. T. auseinandergenommenen Wagens in der Schmiedewerkstatt veranlaßte. Nach einiger Zeit soll dann der Wagen von dem Schmiedemeister verkauft worden sein, obwohl diesem die bestehende Pfändung bekannt war. In der Hauptverhandlung stellte sich jedoch heraus, daß die Einlassung des Angeklogten, der Gerichtsvollzieher selbst habe ihm erklärt, der Wagen sei wieder frei und er könne ihn ruhig verkaufen, richtig war, wenn sich auch später herausstellte, daß diese Aeußerung des Vollziehungsbeamten irrtümlicherweise erfolgt war. Das Gericht sprach den Angeklagten mangels Beweises frei, nachdem auch der Vertreter der Amtsanwaltschaft den Freispruch beantragt hatte. Beslommfrten „Köln“ stieg gestern vormtttag gegen 11 Uhr von der biesigen Gasanstalt auf. Führer war Dr. Krüger=Mehlem, Mitfahrer Frau Schrödter, sowie die Herren Paisrath und Schiller aus Vonn. Bei dem herrschenden starken Westwind legte der Ballon die Strecke von Vonn dis in die Näbe von Weimar in nur 4 Stunden zurück. Um 3 Uhr nachmittags landete der Bakon nach abwechslungsreicher Fahrt glatt. Raust Modtl er. Pollaa 30. Oktober 1029. Genercl=Anzeiger für Vonn und Amgegent. Nr. 13564. Seite 13. BONN Sternstraße 54. 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Lang-Filme: Praahn Mend der mit einem ungeheuren Kostenaufwand her. gestellt wurde, dürften folgende Einzelheiten über die Herstellung dieses gigantischen deut: schen Filmwerks von besonderem Interesse sein: Verberaig Bim baben And im Oteb diesem im Okt bis zum lit in drei bis vier Verkstätten der Ufe den Architekten korationen aufgelondkrater war. in Den und meisteng zu Rlesenateliers der Prodaktions- W in Neubabelsberg gedreht.— Vo wurden 60 verschiedene große 1 baut.„von denen die erhßte der#######e#:. dem die Landung des Raumluftschiffes zur Darstellung kam. Dieser Bau wurde in der Nord- und Nordmittelhalle des großen Ateliers in Neubabelsberg auf einer Fläche von 3005 Quadratmetern errichtet. Für die Gestaltung der Mondsandwüste wurde die ganze Fläche mit 49 Waggons Seesand bedeckt, die man für diesen Film extra nach Berlin holen mußte, da der märkische Sand in der Farbtönung zu dunkel die helle Sandfarbe in voller Reinheit zu mußte der Sand erst noch geröstet kostete Srchets uirch Rleiger rieb genommen werden, die durch it wurden. Der tägliche Stromige betrug#rbes Ampbre. Die Zimmerarbeiten der Hügel- und Berglandschaft auf dem Monde beanspruchten 60 Arbeiter mehrere Wochen lang. 2000 Qusdratmeter Hols wurden zu diesem Bau verarbeitzt,„# m„ 4 Der auf der Mondoberrläche gelandete reil des Raumluftschiffes war bei einem Durchmesser von leter 12 Meter hoch. Das Raumluftschiff selbst de in einem Spezialatelier in Nowawes gebaut. m haben rahn grars„Hodellschreiner und righ; chöhe des Rauminftschiffen betrügt mp Moter. ienräume sind mit letztem Komfort versehen. der Innenausstattung der modernsten AmeGleder n allein wurden leter Flim zedrcht, von denen über pcht wurden. Die Notwendiskeit sondlandschaft in solcher Länse zu aus der Erfahrung, daß man im lenunkt einer Handlung resp. einer dazu den Anfang und das Ende ehen muß. All diese Ssenen könnatürlich in ihrer Exposition und ihrem Ende it gezeigt werden. unge tn hn 2000 Meter alle Szenen drehen, erga Film nur den dieser Pirt. an Kaufen Sie gegen bar DePr. ParrPArT die billig und haltbar ist. — Standuhren— Passendes Weihnachtsgeschenk! gidt Fabrik direkt an Private ab auf Teilzahlung. Gefl. Anfragen u. E. B. 70 Exped.(4 Gute und billige Mode. kauft man beim Fochmann. Möbelfabrik Plenter, Vonn, Bonnertalweg 176. Kein Laden..000 am Fabrikund Ausstellungsräume.(1 Stautmheatel Senn! Bomaliges Gestaplei: J. Jushny's abends 8 Uhr: balt vollelöndig nonen Preise:.—,—,.50,.—,.—. Verkauf: Vormittags von.30—12.30 Uhr kehrsamt in der Poststraße(Theaterkasse). * 5 Ver Für Allerheiligen! Schwarze Blumenerde z. Ueberdecken d. tskauf! Schneiwaage Ssumenstraße 1. Sals komgeher Heute Gesellschafts-Abend mit Tanz. 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Im Interesse einer glatten Abwicklung bitten wir, den Vorverkauf zu benutzen. K 7 M D Mittwoch. 30 Oktober 1929. Eründungesahr des Verlags 1725. 40 Jahrgang.— Nr. 13564. Bezugspreis: monatlich.30.4 Postbezug:".704 Anzeigen: lokale 30 J. auswärtige 30 4 Reklamen: lokale 100 J. auswärtige 150 3 Lokale Fanulien=Anzeigen 20.3 Lokale Stellengesuche 15 8 die Zeile. „ für Bonn und Umgegend. Druck und Verlag: Hermans Neus'er. Berautwortlich: Hauptschriftleiter Vei Reusser. Anzeigen: Peter Lescrinier. Alle in Binn Geicaftestelle Bahnhofftr 12 Fernruf 3851: nach Geschäftsschtuß(von 20—7 Uhr): 3853. Lostiche trouin Kbin Nr. 186:2. In Hamburg trafen sich am 27. Ottober die Hockep=Ländermannschaften von Deutschland und Dänemark zum Wettkampf. Es gelang den Deutschen, einen eindrucksvollen Sieg über die Dänen davonzutragen, die sich mit:0 geschlagen bekennen mußten.— Unsere Aufnahme zeigt die Mannschaften vor dem Spiel deim Salut für die Nationaldymnen. Am 27. Oktober fand in Vot: dam in Anwesenheit hoher Militärs, prominenter Regierungspersönlichkeiten und der Preutz Behörden die feierliche Entdil lung eines Ehrenmals für e 15 000 im Weltkriege Gefallenen des Sanitätskorps der deutsche Armee, Marine und Schutztrupp statt.— Das Denkmal während der Einweihungsfeierlichkeit. Die in Mülheim a. d. Nuhr von Pros. E. Fahrenkamp=Düsseldor erbaute Martenkirche, die in ihrer modernen Auffassung bö“ interessant ist. „ seiner.sitzung in miundichow venstard im Alter von Jahren der bekannte Heerfünrer aus dem Welttriege. eneral Georg v. d. Marwi.-Exzellenz Marwitz deevligte im Weltkriege im Westen und Osten Kavallerteorps und in Galizien besonders das Beskitenkorps, das lich vielfach auszeichnete. Bei der Adweor der großen englischen Tankangriffe im Novemder 1917 vor Cambrai spurden die unter der Führung des Generals siedenden Truppen wiederholt im Heeresbericht genannt. Ein Bild des Generals aus den letzten Kriegsjahren. Bilder vom Tage. Jor etwa 4000 Zudörern sand in Washington der grode uternationale Redeweitstreit statt, an dem neun Symastasten aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Engand, Frankreich, Kanada, Kuba, Mexiko, Peru und Länemark teilnahmen. Der zweite Platz wurde dem deutichen Primaner Herbert Schaumann aus Insterdurg zuerkannt, der über„Die deutsche Jugend und die Weimarer Verfassung" gesprochen hatte. Herbert Schaumann war deim Redewettstreit in der Hochschule für Volitik in Berlin als erster Sieger hervorgegangen. Die New Yorker Börse, die vor einigen Tagen ioren schwärzesten Tag hatte. Die Schließung der Börse wurde erwogen. Es spielten sich nie erledte Szenen ab. In der akgemeinen Aufregung brachen sechs Makler zusammen. Das am Staufee der Nuhr bei Hengstey=Herdecke gelegene Kraftwerk, das mit einer Pumpenleistung von 105 000 PS. eine Spitzenleistung von 140000 Kw. (gegenüber 112 000 Kw. des Walchenseewerkes) entwickeln wird, geht nach dreijähriger Bauzett seiner Vollendung entgegen. Von hier aus wird das Wasser in das riesige Oberdecken gepumpt, das einen Fassungsinhalt von.5 Millionen ehm aufweist. Seite 11°— Nr. 13564. „„2K. Lslolten 2 Pr..-Boi.-Berliner Bürse vom 29. Okt. 1920. Loibe elaatte Gelt Aesg. 45 19% Rh.-Westt. Bod.: Goldpfd. R. o %% Rh.-Westf. Bed.Goldpfa. a. Verkehrs-Aktien Hamburg-Amerika Hamberg-Rüdamerika Hansa-Dempfschiffahrt Neptan-Dampfechifl. Nerddeutscher Lleyd Backer Allz. Destsebe Kredit Bank für elektr. Werte Barmer Bankverein Berl Handele-Gesell. Commers. u. Privath Dermet. National-Bank Deutsche Bank Diechsto-Kommandit Dresdser Bank... Oesterr. Credit Reichsbank Westdtsch. Bedenkr. Wiener Bankverein Industrie-Aktien Aschen-Müschen*) Aecsmulateren-Fabr. Adler-Werke Alexanderwerk-Akt. A. K 6. Angsberg-Nürnberg Bareper Walzwerk Basalt-Aktien Liun Bemberg Bergmane Elektr. Berlin-Karler Industr. Berliner Maschisca-Bas Bouner Bergwerke. a. Hütten-Verein e) Braunkehl.-Zak.-Akt. 5 Baderus-Eisen Charlettesburg. Wasser Chem. v. Herden Chem. Alberi Gest. Cseutch. Hanz. Dahlbssch Bergw.*) Daimler Moteren D. Afl.-Telegr. Deutsche Eräbl Deutsche Geld- u. Bllber-Bcheide-Anstalt Deutsche Kabelwerke Deutsche Lisoleum-W. Deutsches Spiegelglas Dertmunder Aktien on Dürener Metall Dynamit Nebel Elektr. Lieferungen Elektr. Licht u. Kraft Eschweiler Bergwerk Sssener Steinkohlen Fahlberg List Farbeninduetrte Veldmühle-Papier Felten u. Gullleaume 92.50 100.50 100 50 93.25 Hackethal Hammersen Harpener Bergbau Hllgers Versickerei Htreeb. Kupfer Hoesch Stahlwerk Hobenlche-Werke Hebertue Braunkohlen 1 Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Glas Schalke Goldschmidt Th. Guano-Werke .50 Iise Bergben Keilwochs Aeberticher! Karstadt Akt. Keramag 575 Klschner Werte 31° Köln-Neuessen Kölner Gammifäden*) Körtlas Gebr. Kronprins Metall Lahmeger Laurahutte Loswe u. Ce. m C. Nassesmanuröhren Nansfelder Berzbau Naschlneubau- Ustern. Naach Rachen Akt. Metallgesellerhaft Moterfabrik Deuts Norddestsche Wolle 104.schl. Bieb.-Bedart schl. Kohsw. Orenstein u. Koppel Oetwerke Phösiz B. u. M. Püge Elektr. Pelypbenwerk Rasgate Farben Rhein. Braunkehlen Rhein. Stahlwerke Rh.-Westf. Elektr. Rheis.-Westf. Kalkw. Rh.-Westf. Spreagstaft Riebeck Mostanwerke Roldergrabe Brühl Raaitser Zucker Rüttgerowerke Sachsenwerk Saledetfarth Kall Sarotti-Schokolade Schuckert Klektr. Schaltheiß-Brauerei Sieg.-Rolinger Guß Siemens u. Heleke Nöhr Kammgern Stolberg Zink Stollwerck Gebr. Venhard Techfabriken Aschen Ver. Dt. Niekelwerke Ver. Glasstoft Elb. Ver. Jute-Spinnerei B. Verein. Stahlwerke Ver. Zyp. a. Wiss. Vogel br. u. Kab. Wegelln dug. Aht. Westeregeln Wiektker Küpper Wittener Gubstahl Zellster Woldhef Reieniofnort 455 190.50 eser eg Neu-Oginen Ursvi-Minen u. Elb. 188 75 42.60 *) Kölner Bören. Berliner Mark-Motierung vom 29. Okt. 1929. Gold Brief Geld Brief Bisa. Kkis 2432 Ser: R33 8143 .16 Il wien 54.53 58.83 * Berliner Metalte Bethrabn undt Lisminiom 88-. 89% i. B. Valz- u. Drahtb. 85% Berlin, 29.10. Oktober November Desember Januar Februar Uhrz b Juni Juli Erad, Metalle. August... Beotember Berliner Wertpapier=Börse. Die Reaktionen der neuen Kursstürze an der New Yorker Börse und die flaue haltung der übrigen inkernattonalen Börsenplätze wirkten sich diermal stärker auf die Berliner Börse aus. Die Anfangskurse lagen heute sogar unter Einrechnung der Reporizuschläge durch mehrere Prozenl, bei den schweren Werten sogar 10 Prozeut und darüber, unter den gestrigen Schlußnotierungen. Trotz größerer Aufnahmen von seiten des Stützungskonsortiums gaben die Kurse auch im Verlauf weiter nach, da das Angebot sich zunächst noch verstärkte. Hauptsächlich von Auslandsseite und in erster Linie aus Amsterdam sollen größere Verkaufsaufträge vorgelegen haben. Die Spekulstion war daher auch zu Abgaben geneigl und die Baisse=Spekulation schritt in den ftark betroffenen Werken auch zu Blancoabgaben. Die Stimmung war außerordentlich gedrückt und nervös, zumal die noch immer ungeklärten Verhältnisse bei der Frankfurter Allgemeinen beunruhigen und man weltere Zwangsexekutionen im Zusammenhang mit den verschiedenen letzten Insolvenzen in der Warenbrauche befürchtet. Die Ausführungen in den heutigen Hauptversammlungen der Deutschen Bank und Disconko=Gesellschaft vermochlen demgegenüber nicht anzuregen. Am stürksten waren die Abgaben in Siemena, Aku und Salzdetfurth. Am Geldmarkt ist eine leichte Verknappung für Tagesgeld eingetreten. Der Satz zog geringfügig auf 7 bis 9 Prozent an. Monatsgeld unverändert 9 bis 10°4 Prozent. Am Devisenmarkt lag der Dollar weiter schwach. Man nannte Kabel=Mark 4,17,80; Kabel=London 487.90 und London=Mark 20,38½. Im einzelnen waren im Zusammenhang mit der schwachen Haltung der Amsterdamer Börse Kunstseidenwerte stark angeboten: Aku verloren 18, Bemberg 9. Auch in Electrowerten kam er zu starken Positionslösungen, die ebenfalls mit Auslandsordres in Zusammenhang gebracht wurden; so waren Siemens 1115 Bergmann 556, RWE. 5 Prozent und Ges. für El. 4 Prozent schwächer. Auch Farben unterlagen einem starken Abgabedruck; mimis 2½ Prozent. Von Kaliwerten setzten Salzdetfurth 9 Prozent niedriger ein. Auch am Montanmarkt, der sich jedoch überraschend widerstandsfähig zeigte, verloren Rhein. Braunkohle 6 und Rheinstahl 3 Prozent. Die übrigen Kursverluste betrugen jedoch nur ca. 1½ Prozent. Am Bankenmarkt waren Deutsche Bank und Disconto behauptet; die übrigen Werte verloren 2 bis 6 Prozent. Stark= und Schwachstromwerte, Autowerte und Maschinenfabriken verhältnismäßig gut gehalten. Als fast einziges Papier zogen Gebr. Junghans 2½ Prozent an. Als stark gewichen sind noch zu erwähnen Polyphon, die 9½ Prozent, Swenska, die 5 Mark, Julius Berger, die 8½ Prozent, und Tietz, die 4½ Prozent und Karstadt, die 4 Prozent verloren. Nach den ersten Kursen war die Tendenz weiter schwach. u. asin., B. Ok. Der statke Kurbrscgeng un din Auslandsbörsen düeb auch auf die heutige Börse nicht ohne Einfluß und Ueß sie in stark abgeschwächter Haltung eröffnen. Infolge Fehlens von Kundenaufträgen und Zurückhaltung seitens der Spekulanten, nahm das Geschäft keinen größeren Umfang an. Zu den ersten Kursen zeigten sich Rückgänge von mehreren Prozent, wobei ferner der in den Kursen enthaltene Report zu berücksichtigen ist. Von Montanwerten hörte man Rhein. Braunkohlen mit 247.5 Rheinstahl 98.5 Geld, Phönix 103 Geld und Gelsenkirchen 124.5 Geld. Die Aktien von Farden wurden.5 Prozent niedriger aus dem Markt genommen. Von Elektrowerten büßten Schuckert 7 Proz. und Felten drei Proz. ein. Banken gleichfalls schwächer. Die Verluste betrugen hier Reichsdank .5 Proz., Danatbank 5 Proz. und Berliner Handel drei Proz. Im Verlauf neigte die Tendenz zunächst weiter nach unten. Später wurde sie jedoch wieder fester. Der Eindeltsmarkt hatte bei kleinem Geschäft niedrige Kurse. Versicherungen überwiegend nachgebend. Die Börse schloß ruhig. * Frankfurter Abenddörse. —n. Frankfurt a.., 30. Okt. Bei kleinem Geschäft war die Abendbörse gut behauptet. Zwar traten gegen die Mittagsschlußkurse kleine Abschwächungen ein, da das neuerlich schwache New York vereinzelte Abgaben zur Folge hatte. Im allgemeinen kann aber gesagt werden, daß die Stimmung beruhigter ist und die Hoffnung besteht, daß der Ultimozahltag sich ohne weitere Schwierigkeiten abwickeln dürfte. Jedenfalls sind bei den hiesigen Kollektivkontos alle notwendigen Einschüsse geleistet worden. Auch an der Nachbörse und bis zum Schluß hielt die freundliche Stimmung an, umsomehr, als auch New York im Verlauf etwag fester war. I. G. Farben 175¼, Siemens 292½. Kölner Hauptmarkt. Aasice eschsce elchce. Hosen, Windjacken, Mützen sowie sämtliche Herren-Bekleidung besonders preiswert In großer Auswahl. Wolfgang Heymann, Belderberg 20. Großes Angebok in Obst, Gemüse sowie in= und ausländischen Blumen. Köln, 29. Okt. Trotz des nächtlichen Regens waren die Zufuhren, namentlich in Obst, sehr reichlich. Das Gemüse fand flotten Absatz, weniger das Obst. Einen breiten Raum nahm der Blumenmarkt ein, wo sich angesichts des Allerheiligentages ein lebhaftes Geschäft entfaltete. Aus dem Auslande, insbesondere aus Italien und Südfrankreich, sah man herrliche Rosen, Flieder, Nelken, Margueriten usw. Von hier gab es viele Sorten Astern, Chrysanthemen, fertige Kränze etc. Es kosteten im Großhandel: Kartofseln, rote Nieren.50—7 Mk., gelbe.50—6 Mek., blaue.50—9 Mk., Oberländer blaue.30—.50 Mk., Industrie geld.80—4 Mk. der Zentner, Weißkohl 1,5—.5, Wirsing.—5, Rotkohl—6, Grünkohl—10, Rosenkohl 35—40, Möhren—5, Spinat 18—25, Karotten—7, Steinpilze 70, Feldsalat 35—45, weiße Rüben—10, Zwiebeln—10, Tomaten 15—25 Pfg. das Pfund, Radieschen 12, Schwarzwurzeln 35. Mangold—5, Rübstiel—8 Pfa. das Gebund, Kopfsalat —10, Endivien—20, Blumenkohl 10—40, Kohlraben—8, Meerrettich 20—35, Rettich—10 Pfg. das Stück, Eßäpfel 12 bis 25, Baumnüsse 50—60 Pfg. das Pfund. An den Fischständen und auf dem Wild= und Geflügelmarkt war es ruhig.“ Butter kostete.00—.25 Mk. das Pfund, Eier 13—18 Pfg. das Stück. An Auslandswaren: Grüne Bohnen 32—35, Rosenkohl 40, Rotkohl 8, Wirsing 10—12, Schwarzwurzeln 35—40, Zwiedeln—7, Tomaten 30—40 Pfg. das Pfund, Gurken 50, Kopfsakat 17, Endivien 12—15, Blumenkohl 54—70 Pfg. das Stück, junge Möhrchen 25—50 Pfg. das Gebund, amerik. Aepfel Kiste 15—18, Apfelsinen, Kiste zu 150—216 Stück 25 bis 31. Zitronen Kiste zu 150 Stück 14—18, zu 300 Stück 25 bis 30 Mk., schweiz. Aepfel 10—15, holl.—10, belg.—9, Preißelbeeren 30—45, holl. Trauben 65—70, franz. 35—45, belg. 90—110, Ananas 150—160, Bananen 40—50, Maronen 20—25, Haselnüsse 60—75, Baumnüsse 50—70, Feigen 30—35 Pfa. das Pfund.— Der nächste Hauptmarkt ist wegen des Allerheiligentages auf Donnerstag verlegt. Am Freitag(Allerheiligen) bleibt die Halle geschlossen. Amtlicher Preisbericht der Kölner Produkten= und Warenbörse in RM. die 100 Kilo, Frachtlage Köln, nur für Strod ab rheinischer Station: insänd.(75/76 Klar.) ausländischer Roggen, inländ. neu.... ausländischer Hafer hiesiger neu..... Kutteragas....... Kunzegerne, ausland. Wintergerste, inländ., neu Sommergerste, inländ. neu vegis, grober... leiner Weizenmebl, 70% inländ... „7% mit ausländ. Weizen Ryggenmehl 70%. tnländ... sagen Bossenichrot, iniknd. Beggenschrot. ausländ. Peizenkleie, brutt. m. S. pagenkleie, brutt. m. S. Biertreber, brutt. m. S. Leinmehl 88% brutt. m. S. irdnutzmehl 50% brutt..S. 54% brutto m. Sack Sovaschrot, 46% brutto m. S. Rapskuchen, 38%... Frodenschnigel,(ofe.. ...... ohmelasse u2......... Rtesenheu, inland. lose, nen Kleehen, inländ, lose, neu.. inländ. gepreßt. ausländisches, neu....... Roggenstrob, gepreßt,uen... Beizenstrob, gepretzt. nen... daserstrob, gepreßt Die Getreidepreise kannten sich erholen, aber Futtermittel vermochten ihren Preisstand kaum zu behaupten. Amtlicher Preisbericht der Aölner Produktenbörse. Kartoffelnotierungen vom 29. Oktober 1929. Rheintsche runde gelbe Industrie=Kartosseln.10—.25 angestellten gestern abend in den Germaniasälen eine Kundgebung, die sehr stark besucht war. Marg und Emonts führten in der Versammlung aus, daß die Gefahr bestehe, daß viele Angestellte bei dieser Fusion abgebaut würden. In einer Bank sei man jetzt schon an die Angestellten herangetreten, daß sie wegen der Arbeiten, die mit der Fusion verbunden seien, Ueberstunden machen sollten. Die Bankangestellten hätten dieses Anerbieten abgewiesen, da Ueberstunden und Abbau nicht in Einklang zu bringen sei. Die Redner forderten dann, daß der viel zu starke Verwaltungsapparat abgebaut werde, wenn man wirkliche Nationalisierung durchführen wolle. Eine Entschließung in diesem Sinne wurde angenommen. Karmstaturtige Karsemdrache in Wanstrert. Auch gestern wieder Milliardenverluste.— Schatzkanzler Mellon beschäftigt sich im Federal Reserve Board(Bundesschatzamt) mit " der Panik.— Washington heuchelt Ruhe. Weitere Kurseinbrüche an der New Yorker Ehellenboise. —fl. New Fork, 30. Okt. Eine neue Ratastrophe, die gleich einer Sintflut von Tog zu Tag anwächst, ist über die New Vorker Börse hereingebrochen. Der gestrige Tag übertraf alle seilherigen Rekorde. Innerhalb der ersten 3½ Stunden seil Börsenbeginn wechsellen 12.5 Millionen Aktien ihren Besitzer, und am Ende war es die ungeheuere Jahl von 16 419 000, die verkauft worden war. Die dadurch entstandenen Verlufe gingen auch gestern wieder in die Milllacden. Die betragen seil Beginn der Börsenkrise schon annähernd 50 MillIarden Dollar. Trotz der übermenschlichen Auftreugungen, die auch gestern wieder die Großbanken gegen die Massensuggestion der Hunderklausenden von Menschen, die an den Börsen des ganzen Landes spiklen und zu unterliegen scheinen, führten, lausen die Verkaufsorders in ale dagewesener Höhe ein. Die In dustriepaplere gaben bis zu 50 Punkten nach. Das Mittel der Kuesrückgänge liegt bei 30 Punkten. Die großen Industriefirmen werden schwer von dieser Katastrophe getroffen. Die United Steel Corporation z.., die mit 185° Dollar eröffnete, schloß mit 174,12 Dollar, nachdem sie im Verlaufe bis 167 gefallen war. Besonders die Petroleumwerte sanken rapid. Die Anstrengungen der Großbanken sind bisher erfolglos geblieben. Sie wurden dadurch noch erschwert, daß die Gerüchte, verschiedene Wechselbanken würden ihre Zahlungen einstellen, immer lauter und dringlicher wurden. In der Tat hat als erste Wechselbank das Haus Y. Bell u. Cy., Mitglied des Burb=Exchange, seine Zahlungen eingestellt und den Bankerott angemeldet. Die leitenden Persönlichkeiten der Börse hielten gestern eine Sitzung ab, die noch in der Nacht andauerte. Die Möglichkeit, am Samstag die Börse zu schließen, wurde in Erwägung gezogen. Das Federal Reserve Board hatte gestern nachmittag gleichfalls eine Sitzung, der auch Schatzamtssekretär Mellon beiwohnte, eine Tatsache, die lebhaft kommentiert wurde und den Ernst der Lage illustriert, denn es ist sonst sehr selten, daß der Schatzsekretär an diesen Sitzungen teilnimmt. In offiziellen Kreisen von Washington glaubt man, daß der Baisse bald gesteuert werden kann und mißt ihr keine besondere Bedeutung bei. (Die offiziellen Kreise scheinen da etwas Vogelstraußpolitik zu treiben. Red.) * Die Stockholmer Börse von Wallstreet infiziert. —fl. Stockholm, 30. Okt. Die anhaltenden Kursstürze an der New Yorker Börse greisen auch auf die hiesigen Börse über. Die Industrie=Papiere haben Verluste von 10 bis 20 Punkten zu verzeichnen, manche sogar 30 bis 40. Seltent, Shu ur Spier. 2. Bezirksklasse. Stand der Gruppe 3 am 27. Oklober. Veratge öntr Ehrenfeld. Zoxe L. f. B. 06 Köln V. f. L. Siegbura Honnef Luskirchen Hvorttreunde 93 K. B. V. 07 Köin Mertenburg Spiele aul. gew nn. vert Tore für sgeg. 18 3 9 18 12 13 17 Norddeutsche lange gelbe(Nieren) Kartosseln....20 * Bankenfusion und Angestelltenschaft. Berlin, 30. Okt. Anläßlich der Verschmelzung der Deutschen Bank mit der Discontogesellschaft veranstaltete der AllgemeineVerband der deutschen BankVonner Turnverein 1860, Abt. Rasenspiele 04. Die 2. Mannschaft setzte ihren Siegeszug fort! Mit:2(:2) war sie sicherer Sieger gegen die 2. des Sportvereins 06 Beuel. Ueberraschend hoch mit:2 gewann die 3. Mannschaft gegen die 3. des Bonner Fußball=Vereins. Die Mannschaft führt damit noch immer ohne Verlustpunkte die Tabelle an. Ebenfalls gewann die 4. Mannschaft ihr eingelegtes Gesellschaftsspiel mit:3 gegen die 2. des Fußball=Klubs Rhenania Vonn. Unvollständig trat die A..=Mannschaft in Oderkassel an. Mit nur acht Leuten lieferte sie dem Gegner ein gleichwertiges Spiel, das:3 für den Gastgeber endete. Bornheim 24-3gd.— Tura-Bonn 2a-Jgd.:2. Gleich zu Beginn zieht Tura vor Bornheims Tor und schon sitzt Nr. 1 im Kasten. Ein Strafstoß für Vornheim setzt der Mittelläufer aus 30 Meter mit voller Wucht ins Tor. Aber danach geht Tura aus einem Eckball in Führung. Kurz vor Schluß zieht Vornheims Linksaußen auf eine schöne Vorlage vom Mittelläuser gleich. Sp.B. Lannesdorf 1— BfR. Hangelar 1:1(.). Vor zahlreichen Zuschauern entwickelte sich ein schnelles Spiel, doch vermißte man auf beiden Seiten das erfolgdringende Zusammenspiel. Beim Gast sowohl wie deim Gastgeder konnte wohl am besten das Schlußdreieck gefallen. Torgelegenheiten wurden genug herausgeholt. Das Endresultat hatte um einige Tore Unterschied zu Gunsten Lannesdorf ausfasten müssen. Der Schiedsrichter war sehr korrekt. Turnverein am Bädagogium Godesberg gegen Rüngsdor :4(:). Die Bädaschüler, die gegen Spiel= und Sportverein Plittersdorf einen beachtlichen:=Sieg errungen hatten, standen am Sonntag in einem Vormittagsspiel einer kombinierten Mannschaft aus Rüngsdorf gegenüber, die hauptsächlich aus Mitgliedern des Wassersportvereins und der Deutschen Jugendkraft zusammengesetzt war. Die Kombination, die sich überraschend schnell zusammenfand, stand folgendermaßen: Mauel: Arenz G. Hövels: Schneider, Pohl, Zöller: Klee, Ulrich, Arenz., Harz, Wellmann. Unter Führung des ausgezeichneten Mittelläufers Vohl gingen die Rüngsdorfer in die Offensive und legten durch Klee und Arenz T. schnell zwei Tore vor. Aber schon vor der Lause gelang den sich allmählich“ findenden Pädagisten der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit setzte sich die bessere Zusammenarbett der Schüler durch: zwei wettere Treffer. Die Rüngsdorfer bezwangen aber in schneidigen Angriffen das Bolkwerk der Bädagtsten, bei denen vau Husen als Verteidiger mitwirkte. Beim Stande von:4 pfiff der Schiedsrichter(ein Bädaschüler) das Spiel wegen zu lebhafter Anteilnahme der zahlreichen Zuschauer ab. Sportverein Müschendach— Sportfreunde Hamm:3. Hamm war tonangebend; seine Angriffe wurden bald durch den Mittelstürmer mit dem Jührungstreffer gekrönt. Nach Wechsel können die Müschenbacher den Ausgleich derstellen. Hamm schießt darauf durch den Rechtsaußen zum zweiten Tore ein, einige Minuten später der Halblinke der Gäste zum drittenmal. Kurz vor Schluß können die Einheimischen noch ein Tor erzielen. Schiedsrichter Lippert=Oberhartert leitete zufriedenstellend. Witterschlis 1.— Tw. Heppiugen 1.:1(:). Der andesetzte Schiedsrichter erschlen nicht; man einigte sich auf einen anderen. Wi. war in der ersten Haldzeit überlegen, konnte jedoch durch den Zinksaußen nur ein Tor erzielen. Heppingen gestaltete das Spiel nach der Pause offen. Durch einen Fehler des Wi. rechten Läufers kam Heppingen zum Ausgleich. Jetzt setzte W. zum Endspurt an, kam durch die verstärkte Verteidigung der Heppinger jedoch nicht mehr zu einem Erfolg. Am kommenden Sonntagnachmittag treffen sich auf dem Sportplatz in Witterschlick zum Punktekampf Witterschlick 1.— TV. Rhöndorf 2. Tennis. Dor Tonnis=Lindeikampf Italien.-Spanteun, der in Daslona ausgetragen wurde, nahm am Sonntag sein Ende. Bis dahin konnten die Spanier noch mit:3 in Jüdrung Uegen, mußten sich aber am letzten Tage geschlagen bekennen, da die Italtener im Gesamtergebuis mit:5 Punkten die Obechend besteiten. hocken. Rheinische Hockenspieler in Varcelona. In dieser Woche unternimmt der Kölner Tennis= und Hockepklub„Stadion Rot=Weiß“ mit seiner 1. Hockeymannschaft eine Reise nach Spanien, um dort gegen den bekannten Real Polo=Klub und einen weiteren Gegner Wettspiele auszutragen. Die Kölner Elf wird, da einige Spieler nicht zur Verfügung siehen, ergänzt durch Lohmer(Köln„Schwarz=Weiß“) und die beiden Bonner v. Groote und Müller(....). Am Freitag trägt diese Mannschaft im Sport=Stadion auf dem Gelände der Weltausstellung das erste Spiel gegen Real PoloKlud aus und wird am Sonntag gegen einen weiteren spanischen Gegner auf dem Platz des Polo=Klud spielen. Boxen. Boxkampf in Vonn. Der Bonner Box= und Fechtklub wird am Samstag wieder in Vonn an die Oeffentlichkeit treten. Als Gegner ist verpflichtet worden der Kölner Voxklud Macoadi gegen den der B. B. F. C. in der vergangenen Saison in Köln einen seht schweren Stand datte. Nach dem aufgestellten Programm wird gegen Ende des Monats November der Polizeisportverein Köln gleichfalls im Dreikaiserseal starten. Mitte Dezem der ist ein Kampf gegen Nachener Voxklud vorgesehen, und im Januar wird der Retourkampf gegen Luxemburg gleichfallt in Bonn zum Austrag gelangen. Im Anschluß an diest Kämpfe beginnen dann die Vor= und Ausscheidungskämpfe für die westdeutsche bzw. deutsche Meisterschaft, in denen der Klub hofft, in den mittleren Gewichtsklassen sich, wie in den Vorjahren, dis in die Endrunden durchzukämpfen. Schwimmen. Dr. Barany schwimmt neuen Europa=Rekord. Der Start des Ungar in München... Ungarns Meisterschwimmer Barany folgte nach Nürnberg am Dienstag abend einer Einladung des Schwimmvereins 90 München, wo er auf Mitglieder des Veranstalters traf. Dr. Barany zeigte sich bei seinem Start im Müllerschen Volksda) in dervorragender Form. Es gelang ihm, seinen eigenen Rekord über 100 Meter Freistil von 59.4 erheblich zu unterbieten. Seine neue europätsche Höchstleistung beträgt 58,6. Auch über 200 Meter blieb er gegen eine zweimal 100 Meter=Staffel überlegener Sieger, ohne sich auszugeden. Er flegte hier in der beachtlichen Zeit von:21.6. Radsport. 31 Jahre Rad-Touristen=Verein 98 Vonn-Süd. Am Conntag feierte der Verein im Burbacher Hof sein 31. Stiftungsfest. Der erste Vorsitzende August Schoenedeck zeichnete den Fahrer Jakob Weber durch die silberne Vereinsnadel aus, da er 23 Jahre der ersten Mannschaft angehörte und mehrfach den deutschen Meistertitel mit errang. Einige Bariton=Soll von Herrn Peter Wallraff ernteten reichen Beifall. Gut gefiel auch ein Winzerreigen von Damen des Kameradschaftlichen Krieger=Vereins Vonn=Süd. Herr Ohlenhardt sorgte für den dumoristischen Teil. Die Glanznummer des Abends waren die Mustkvorträge des Mandolinen=Orchesters Rheinperle Bonn. Die Kapelle Zernack hielt die Festteilnehmer noch lange in guter Stimmung beisammen. Westdeutscher Spielverband. Gar Vonn. Umtlich: Sachbearbeiter für Futzball: SV. Lannesdorf 2.— Hangelar 2. für Lannesdorf gewonnen, da Hangelar nicht angetreten. Spieler Josef Schwalme Nordstern wegen Vorkommnisse.= Sp. 27. 10. Nordstern 1.— Rhenania 1. mit zwei Sonntagen Spielverbot bestraft. Oderkassel 2.— Sportkl. Schwarz=Weiß 2. für Oderkassel gewonnen. Eingabe BfR. Hangelar Spiel Brenig 1.— Hangelar 1. vom 20. 10. bleibt wie ausgetragen bestehen. Schiedsrichter hat ein.=Sp. angepfifsen und dasselbe ordnungsgemäß durchgeführt. Mehlem 1.— Lannesdorf 1. aus 24. 11. angesetzt. Eingabe Sp. u. Sp. Godesberg berechtigt. Tabelle wird demnächst abgeändert. Sp. Cl. Schwarz= Weiß 2.— Duisdorf 2. neu angesetzt auf 24. 11.— Sachbearbeiter für Fußball(Jugend): 10=Jugend Niederholtorf sowie Ennert 2a zwei Sonntage Spielverbot wegen nicht Antreteus bei Diplomspielen. Spieler Weder BIV. sowie Wilden Endenich zwei Sonntage Spielverdot wegen Vorfälle im Spiel Endenich 2a— B8V. 20. TV. Rheindorf 1a— Godesberger FV. 1a für TV. Rheindorf gewonnen, da Spieler Belten Godesberg nicht spielberechtigt. Diplomspiel Mehlem 2a— Endenich Ja auf 3. 11. verlegt. Nur bis Weihnachten geben wir beim Barverkauf einer neuen Einrichtung Pohalsciongus-gratse oder ein schönes großes Bild. Bonner Möbelhalle Dörks, Stockenstraße 3. Seite 12. Nr. 13564. Seneral=Anzeiger für Vonn und Lmgegend. 30. Oktober 1929. 9) Er fühlte die Feindseligkeit, die ihm allenthalben entgegensprang. Sie wollten ihn niederhalten, demütigen, ihn vernichten. Aus Neid, aus Rachsucht, aus verletzter Eitelkeit, die nicht dusdete, daß der Geringste aus ihren Reihen über sie emporstieg.— Und sie erreichten ihr Ziel. Das fühlte Weidenau klar. In geschäftlichen Dingen waren sie ihm überlegen, und sie hatten ihn in der Gewalt. Wenn er ihnen auch noch eine Zeit lang zu trotzen vermochte, sie zwangen ihn doch. Da war es besser, ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Also weg mit Schaden! Schluß mit der Produktion! Aber reinliche Bahn zurückgelassen! Daß ihm kein Mensch je die Anklage ins Gesicht schleudern durfte, er hätte seine Gläubiger auch nur um einen einzigen Pfennig betrogen. Jetzt war noch Zeit dazu, sich ehrenhaft aus dem Handel zu ziehen.. Jetzt gingen Soll und Haben noch glatt auf, und seine Turbine blieb als Plus der Schlußbilanz. Darauf sollten sie sich wenigstens vergeblich gefreut haben, ihn in Konkurs zu treiben und die Turbine in die Masse zu werfen. Dann hatten sie gewonnenes Spiel. Ha! Ha! Weidenau lachte bitter auf. Die Freude sollte keiner haben. Eher kam eine Sprengpatrone darunter, und das ganze Ding ging in die Wolken. Als Weidenau sich einmal zu dieser Erkenntnis durchgerungen hatte, fiel ihm die Ausführung garnicht mehr so schwer. Lange nicht so schwer, wie er sich das vorgestellt hate. Nur um seiner Arbeiter Willen empfand er Unbehagen. Er wollte versuchen, sie bei Almansor unterzubringen und fuhr dorthin. Er traf den Onkel nicht. Der Herr Kommerzienrat nehme eben an einer Aufsichtsratssitzung teil, hieß es. Weidenau ging später zum zweitenmal hin. Er wurde garnicht empfangen. Der Herr Kommerzienrat sei dringend beschäftigt und bedaure unendlich. Weidenau übermittelte— halb besinnungslos unter dieser unglaublichen Kränkung— seine Wünsche betreffs der Arbeiter schriftlich und ging ohne Gruß und Lebewohl. Die Antwort kam umgehend: Die Arbeiter werden aufgenommen, der Chef unter den bekannten Bedingungen! Die Arbeiter kamen. Der Chef niemals. Und der ganze Kreis der befreundeten, bekannten und verwandten Geschäftemacher wackelte empört mit den Köpfen über diesen undenkbaren Gesellen, der die Liebe und Pflege, die ihm das Haus Almansor Zeit seines Lebens hatte angedeihen lassen, mit schnödem Undank lohnte. Das Handelsgericht verkündigte die Auflösung der Firma Heinz Weidenau, Motorfahrzeugbau. Der Inhaber verschwand aus Köln. Das einzige, was er zurückließ, war ein alter Wagen mit den unterschiedlichsten Stammbäumen. Kein Mensch hatte die Ruine kaufen wollen. Als der Besitzer der Werkstatt diese an einen andern vermietete, schoben die Gassenbuben das Fahrzeug auf der Straße umher. Schließlich verkaufte es ein ganz gerissener, zukünftiger Geschäftsjüngling unter ihnen einem Trödler für bare fünf Mark, steckte sie grinsend ein, und überließ es seinen Spielgefährten, das Nachsehen zu haben. Roman von A. Schöneberg. (Nachdruck verboten.) Bei Bedart von Bettwaren aller Art Betten-Trimborn Nur Bonn, Sudenaugasse 12-14. Im Speisesaal des Hotels„Astoria“ sammelten sich die Gäste zum Souper. Einer der Neuangekommenen, Graf Oswald von Hochstetten— der Name des Grafen war auf der Luftfahrt etwas durcheinandergeschüttelt worden und hatte infolgedessen eine kleine Verwandlung durchgemacht— hatte den Wunsch geäußert, mit den länger weilenden Gästen bekannt gemacht zu werden, daß er, falls die Herrschaften es gestatteten, seine Mahlzeiten gemeinsam mit ihnen einnehmen könne. Er beabsichtigte ebenfalls, für längere Zeit Wohnung zu nehmen. Den gleichen Wunsch, die übrigen Gäste kennenzulernen, äußerte die am Spätnachmittage eingetroffene Amerikanerin Miß Maud'Bryan. Die Wünsche der Gäste waren in diesem Hause Befehl, und so geschah es nach ihren Wünschen. Der Graf hatte unter den Gästen einige liebenswürdige, lebensfrohe Damen und Herren kennengelernt, die gleich ihm von Geschäften nicht sonderlich geplagt schienen. Jedenfalls verfügten sie über Zeit und frohe Laune, und so hatten sie sich alle in bester Stimmung zum Souper niedergesetzt. Nur der Platz zur Rechten des Grafen blieb noch unbesetzt. Auf die Frage des Grafen beugte sich der Ober zu ihm und flüsterte ihm diskret zu:„Eine Dame, eine reiche Amerikanerin!" „Ganz mein Fall!“ sagte der Graf laut, strahlend von einem bis zum andern Ohr. Er fühlte sich in Versuchung, vor lauter Freude hinter dem Ohr zu kratzen. Teufel, ja! Das war ja famos! Das Leben meinte es allem Anschein nach gut mit ihm.— Na, lat se man kommen! dachte er. Und sie kam. Mit der unnachahmlichen Grandezza einer spanischen Senorita schritt sie auf ihren Platz zu. Alle Blicke richteten sich ihr entgegen. Und das war gut so, denn hätte einer in diesem Augenblick die Züge des angeblichen Grafen Hochstetten beobachtet, so wäre ihm der Eindruck beschieden gewesen, das zum Leben erwachte böse Gewissen säße in Person vor ihm. Aber nur drei Augenblicke. Dann hatte der Graf, obwohl sein Herz in rasendem Tempo schlug, seine Züge in der Gewalt. Frechheit, steh mir bei! keuchte er innerlich, denn die Miß kam schnurstracks auf ihn zu. Mit liebenswürdigem Lächeln streckte sie dem verdatterten Grafen die Hand entgegen.„Ah, mein lieber Graf, das nenne ich Gtück, Sie hier so unvermutet zu treffen!“ sagte sie überlaut. Der Graf heuchelte freudige Ueberraschung.„Ganz meinerseits, Mylady. Ganz meinerseits. Beim Zeus, ich freue mich in der Tat unaussprechlich!“ „Ah. Sie Schwerenöter, rufen Sie nicht den Himmel zum Zeugen!“ bemerkte die Dame doppelsinnig. Der Graf hob beschwörend die Hand zum Herzen.„Bei meiner Seele Seligkeit!" beteuerte er. Dann folgte die allgemeine Vorstellung. Die Tafelrunde lachte fröhlich. Scherzworte flogen auf. Das Souper nahm seinen Fortgang. Einige der Herren beneideten den Grafen sichtlich wegen dieser vorzüglichen Bekanntschaft. Niemand ahnte, daß sich da im Stillen ein kleines Drama vorbereitete. Die Tischnachbarn plauderten, äußerlich unbefangen, miteinander, nach rechts und nach links. „Wie klein doch die Welt ist!" versuchte der Graf zu scherzen. „Ja, für manche reisesüchtige Leute zu klein, viel zu klein“, betonte sie und warf ihm einen Blick zu, der ihn beinahe aus dem gesellschaftlichen Gleichgewicht geworsen hätte. Der Graf saß wie auf heißen Kohlen. Das Weib hatte den Teufel im Leibe und ließ ihn mit effensichtlichem Behagen am Spieße braten. Denn zufällig war dieses Zusammentreffen nie und nimmer. Nur war die Frage: Hatte sie Verdacht auf ihn? Hatte sie ihn durchschaut? Hatte sie die Namensänderung schon zur Kenntnis genommen? Was bezweckte diese sonderbare Liebenswürdigkeit?— Wie die Köpfe einer Hydra wuchsen die Fragen vor ihm auf. Der Graf gab sich der angenehmen Hoffnung hin, ihr pünktlich nach dem Souper zu entwischen; und zwar diesmal gründlich, auf Nimmerwiedersehen. Aber er sah sich bald einer unangenehmen Täuschung gegenüber. Keinen einzigen Augenblick ließ ihn das Teufelsweib aus den Fingern. Ihre Stimme erstarb in Liebessehnsucht als sie flüsterte:„Lieber Graf, schenken Sie mir doch diesen Abend die Ehre Ihrer Gegenwart. Ich verzehre mich nach Ihrer Nähe.“ Was wollte der Graf anders, als sich zustimmend zu verbeugen und ihr seine Freude zu versichern!— Sie wählten ihren Platz im Rauchzimmer so, daß sie weder belauscht, noch an den Nebentischen gehört werden konnten. Vorsichtig suchte der Hochstapler durch das unsichtige Fahrwasser hindurchzulavieren. Sie gab mit sichtlichem Behagen und vielsagendem Lächeln Bescheid. Plötzlich beugte sie sich mit mühselig verhaltenem Lachen zu ihm und flüsterte:„Schwachkopp!“ „Wie meinen gnädiges Fräulein?“ Sie weidete sich an seinem düpierten Gesichtsausdruck und sachte laut heraus und sagte:„Nun, ich meine, daß ich nie soviel Dummheit und Frechheit in einer Person vereinigt sah.“ Der Graf fuhr mit starrem Gesicht auf und tat sehr beleidigt.„Sie belieben in Rätseln zu sprechen, Gnädigste. Ich möchte Ihre Worte nicht wägen, nicht einmal vernommen haben, sonst allerdings...“ Da beugte sie sich noch dichter zu seinem Ohr und flüsterte im reinsten Deutsch:„Mensch, stell dir bloß nich dämlicher an, als vor deine zarte Konstitution jut is, vastehste! Mit allzu viel Intelligenz deiner jeehrten Mitbürger brauchst de ja im alljemeinen nich zu rechnen, aber bei die Tochter meiner Mutter has de dir vergeblich bemüht. Varrechnet has de dir, un det gründlich!— Un nu will ick dir aus allen leisen Zweifeln erlösen. Wenn die mir nich zufällig neben andern Kleinigkeiten eine echte Perlenkette jeklaut hätts— von wejen die paar andern Klamotten wär ick dir, weeß Jott, nicht nachjereist, die kooft man bei der KlamottenJule in der Auguststraße allens in allem vor einige hundert Emmchen. Aber deine Jerissenheit hat mir imponiert und ick meene, wenn meine Intelligenz dazu kommt, denn können wir die beste G. m. b. H. fründen. Einverstanden?!" Er haschte nach ihren Fingerspitzen und drückte einen Kuß darauf. Diesmal in voller Aufrichtigkeit.„Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein!" „Inädiges Fräulein is jut!“ dachte sie,„wenn man Lizzi heißt, Lizz: Papendick, ehrliche Schuhmacherstochter aus der Linienstraße." „Die Kette has de doch hoffentlich noch! Sonst gnade dir Jott!“ „Die Kette habe ich noch!“ gestand er kleinlaut. „Da hast du weiß Gott Glück gehabt, mein lieber Peter — Gim— pel pe— ter!!“ setzte sie mit höhnischem Auflachen hinzu. „Auch das weiß sie schon!“ dachte er konsterniert, und begann, sich vor soviel Schlauheit zu fürchten. Lizzi Papendick, alias Maud'Bryan, lachte plötzlich saut heraus und sagte wohlmeinend:„Na, da ist mir der Graf Hochstetten doch lieber, obgleich mir Hohensieven eigentlich besser gefiel. Weißt du, Freund, Hochstetten— das klingt so nach— Hoch... stapler.— Na ja, laß man, es ist ja noch nicht aller Tage Abend am Himmel der neubegründeten G. m. b..—— Das Interesse der übrigen Gäste für das neuangekommene Duo flaute rasch ab, da sie merkten, daß ihre Neigung nicht erwidert wurde. Sie verwunderten sich auch nicht im geringsten, als die Miß und der Graf ihre Verlobung bekannt gaben.“ So kümmerte sich weiterhin kein Mensch um das Tun und Lassen dieser beiden Menschen. Heinz Weidenau war mit seiner Turbine nach Berlin gekommen. Der Wagen hatte die Strecke Köln—Berlin ohne die geringste Störung zurückgelegt. Der Erbauer hatte es nicht anders erwartet. Die Erfindung war vollendet, war reif: vielleicht noch nicht zur Serienherstellung, aber doch als Konstruktion, als Typ. Nun galt es, die Welt von der Brauchbarkeit seines Turbomobils zu überzeugen. Dann würde sich der Geldmann zur Ausbeutung der Erfindung schon einstellen. Die Erfinderzeit war überstanden, das Suchen und Wägen und Aendern, das Hoffen, Zweifeln und Bangen. Nun kam die Zeit, da man das Endergebnis folgerichtiger Entwicklung buchen konnte. Nichts schien dem Erfinder natürlicher als der Erfolg. Alle Unruhe war von ihm gewichen. Die Konstruktion war kein Produktion einer überschwenglichen Erfinderstunde, sondern die reife Frucht mühseliger, sorgfältiger theoretischer und praktischer Entwicklungen. Weidenau fand in einem der zahlreichen Auto= und Motorradgeschäfte am Kaiserdamm eine leerstehende Box, die nicht einmal über seine Verhältnisse hinaus teuer war. Die Lage war hier günstig für ihn, hier waren Ersatzteile aller Art zur Hand. Auch waren es von hier aus nur wenige Minuten bis zum Eingang der„Avus“, der weltbekannten Berliner Renn= und Prüfungsstrecke für Kraftfahrzeuge, die durch bedeutende sportliche Veranstaltungen in der ganzen Welt bekannt geworden war. Auch die Ausstellungs. hallen lagen in der Nähe. Möglich, daß er seinen Wagen hier bei der alljährlich im Spätherbst stattfindenden Automobilausstellung den Besuchern vorstellte. Doch mußte er zu seinem Leidwesen bald erfahren, daß die Ausstellung diesmal wahrscheinlich erst im folgenden Frühjahr würde.— Jedenfalls hatte er hier klassischen Boden unte. den Füßen, auf dem sich sein Schicksal entscheiden mußte. Finanziell war seine nächste Zukunft gesichert. Er hatte aus dem Zusammenbruch einige Dutzend Abzahlungsverträge auf Motorräder gerettet, die zum Teil noch anderthalb Jahr liefen. Bis dahin mußte sich sein Schicksal längst entschieden haben. Die Abnehmer der Räder, Geschäftsleute, Handwerker, Arbeiter, Beamte, waren lauter sichere Leute, die die Maschinen persönlich von ihm in der Fabrik gekauft hatten. Die Monatsraten gingen pünktlich ein. Sr Petambrtrhn Heun oller Ar Pei. 4e. Neuene g Eleganteste Smalltät* Dreise! sewie die Aueiggen ee-klbuser ERC-9 Ta 107 echnellugeeauer zu billigsten Preisen. Butterhaus Lürken Stornstraße 84 Telefon 3625 VICTORS PRINTEN seichnen sich aus durch ihr mildes, feines Aroma. Nur durch Verwendung edelster Gewürse ist dieses Aroms zu erzielen. Jos. Victer#sckenhelmerstr. 16 Hundsgasse 13. TULPENZWIEBELN Narzissen-, Orcous-, Schaceglöckehen-, schöne gesunde große Zwiebel, empfiehlt Bonner Zentral-Saatstelle F. Zerres Brüdergasse 8 Fernsprecher 5006. 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