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Emil Schm.#, Ferd nand Schmitz, Scholz, Stelzmann, St bben. Thönnissen. Wachendorf. Zilkens van der Zypen. Entschuldigt die Herren: Bauer, Berghausen, Dünner, Eltzbacher Kretzer, Michels, Pflaume,Schmalbein Schulz, Trimborn, Willick und Wingen Die Versammlung nimmt den Bestand einer Sammlung der Herren Lent. Michels und vom Raty zur Schmückung des Moltkedenkmals an dem 100jährigen Geburtstage Molttes im Betrage von 1100# dankend an und beschließt, die Summe als Grund stock eines kleinen Kapitals zu verwenden, aus dessen Zinsen das Denkmal alljährlich zum 26. Oktober geschmückt werden solle; nimmt ferner eine Schentung des Herrn Dr. Mallinckrodt für das historische Archiv und eine Schenkung der Herren vom Nath und Louis Hagen für das Historische Museum dantend an; überläßt den Gürzenich mietfrei an Herrn Divisionspfarrer Wiehe und an die Narrenzunft zu Wohlthätigkeitsveranstaltungen; bewilligt mehrere Grundstücksentschädigungen; genehmigt die Aenderung der Fluchtlinien an de südwestlichen Ecke der Kanal= und Venloerstraße, den vorgelegten Fluchtlinien= und Höhenlageplan für das Gelände zwischen Luxemburger=, Sülzburg=Berrenratherstraße u. der Grenze des II. Rayons, die Errichtung einer weiteren Polizeisergeantenstelle, die Anstellung dreier Hülfslehrerinnen an der mittleren Mädchenschule II, zunächst für das lausende Jahr, die Umwandlung der Stelle eines Volon ärarztes am Augustahospital in die eines Assistenzarztes, die Einrichtung eines zweiten Oberarztzimmers im Augustahospital; bewilligt dem mit der Vornahme der pathologischen Untersuchungen im Auguftahospital betrauten Assistenzarzt eine Gehaltszulage; bewilligt die erforderlichen Mittel zur Erneuerung der Materialien= kammer=Einrichtung der Armenapotheke; genehmigt die Vorlage betr. Enteignung bezw. Beschränkung des Grundeigentums zur Anlage der elektrischen Straßenbahnen und die vorder Ring g de Straßenbahnen mit Ausnahme de urgerringes; wählt zum Vor eher des Ortsbezirks 23 B den SamenEcht Liegnitzer runde gefüllte Lebkuchen mit Chocoladeguß zu 12, 30 und 60 Pfg. Niederländischer K C ganz vorzüglich. Snz Niederlage dieser Nürnha Pfd. 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Armenbezirkes Herrn Bäckermeister Broch Weidengasse 74; findet gegen di Anstellung des Regierungsbaumeisters Schweth zu Düsseldor# baumeister nichts zu erinnern und genehmigt die Versetzung des Lehrers Leiendecker zu Deutz in der Ruhestand Viehmarkt. Der auf den 30. ds. Mts. anstehende Kleinviehmartt wird auf Donners tag, den 29. ds. Mts., 10 Uhr Vormittags beginnend, verlegt. Köln, den 16. November 1900. Direction des Schlacht= und Viehhofes. 1 ntoni. 54, Heinr Goetzen. B Eschenba er9 ollerstraße 97, Werner Dohm. Eigelstein 115 Fleischmenger Follerstraße.. Friedrichstraße 33, M. Schweinem Veneden. Friesenplatz 23, Frau A. Kaminsky. Friesenstraße 43, Heinr. Gülich. Gereousdriesch-. Frau A. Klauck. Hohepforte 6, Peter Küpper. Holzmarkt 85, Hub. Mich. Wieler. Lichhof 22, Karl Vogel. Mittelstraße 33, Heinr. Dünn. Mauritiussteinweg 113, C. Frye. Perlengraben 13, W. Imhoff. Plankgasse 26, Wwe. Fritz Hennes. Rothgerberbach 44, Wwe..E. Foerg. Schilderg. 110, Val. Depenheuer. Severinstraße 34, J. Kraus Nachf. Vor den Siebenburgen 73, Frl. Maria Landskron. Weyerstraße 11, Joseph Philipps. In Deutz: Freiheitstraße 57, G. Balkhausen. Siegburgerstraße 43, Joh. Rick. In Ehrenfeld: Geisselstraße 12, A. Heesen. Benloerstraße 252, Josef Zacher. In Nippes: Sechszigstraße 57, H. Modemann. Wilhelmstraße 4, M. Flock. In Jealk: Kirchstraße 4, Joh. Aussem. In Lindenthal: Dürenerstr. 119, Wilh. Jos. Antoni. In Nieyl: Sebastianstraße 155, Johann Dick. Anzeigen werden für die Nummer des nächsten Morgens bis nachmittags 3 Uhr angenommen. Einzelne Nummern 5 Pfg. ebendaselbst. Reichstage nahm die Debatte über die Chinavorlage gegen Erwarten am Freitag nochmals einen lebhaften Charakter an infolge des abermaligen Auftretens des Abg. Bebel, welcher den Verlauf der vorangegangenen Erörterungen einer leidenschaftlichen Kritik unterzog. Zunächst nahm er den bayerischen Gesandten v. Lerchenfeld vor, dessen vorgestern kundgegebene Auffassung der Indemnitätsfrage er als einen Versuch der Rechtfertigung des vorliegenden Verfassungsbruches und eine moralische Ohrfeige für den Reichstag bezeichnete. Daß der Abg Dr. Bachem bereits vorgestern sofort namens des Centrums gegen die Auffassung v. Lerchenfelds unter Hinweis auf die verfassungsrechtlichen Konsequenzen Verwahrung eingelegt hat, konnte Bebel nicht abhalten, in feiner blinden Voreingenommenheit den abgeschmackten Vorwurf zu wiederholen, das Centrum sei der Schleppträger der Politik des Reichskanzlers, wofür ihm sowohl seitens des Centrums als des Reichskanzlers mit gebührender Heiterkeit quittiert wurde. In schärfster Form aber unter strenger Wahrung der parlamentarisch zulässigen Ausdrucksweise verurteilte Bebel die bekannten Stellen in den Kaiserreden, indem er die durch die Hunnenbriefe gemeldeten Greuelthaten deutscher Soldaten als einen Mord auf kaiserlichen Befehl bezeichnete. Dann wendete sich Redner gegen das Missionswesen, insbesondere die katholischen Missionen. Wie vollständig ihm jedes Verständnis über diesen Gegenstand abgeht, beweist seine Behauptung, daß das deutsche Protektorat über die katholischen Missionen das Ergebnis eines politischen Handelsgeschäftes zwischen Centrum und Reichskanzler sei, welch ersteres sich dafür zur kritiklosen Unterstützung der Kolonialpolitik verpflichtet habe. Im weiteren Verlaufe seiner zweistündigen Rede ging Bebel auf die Einzelheiten der vorangegangenen Reden des Kriegsministers und der Abgg. Stöcker und Bassermann ein und kam zuletzt auf die vorgestrige Aeußerung des Abg. v. Wangenheim über die gefälschte Berichterstattung an den Kaiser zu sprechen, welche er als Wasser auf die socialdemokratischen Mühlen bezeichnete. Die Debatte über die Chinavorlage würde noch eine weitere Reihe von Tagen erfordern, wenn die Bebelschen Ausführungen eingehende Widerlegung finden sollten. Sowohl Reichskanzler v. Bülow als Kriegsminister v. Goßler beschränkten sich darum auf kurze, mehr für den moralischen Eindruck berechnete Erklärungen, welche vom Hause beifällig entgegen genommen wurden. Auch Abg. Dr. Bachem begnügte sich, unter Hinweis auf den stenographischen Bericht seiner vorgestrigen Rede festzustellen, daß er entgegen der heutigen Behauptung Bebels gegen die Auffassung des Grafen Lerchenfeld über den Indemnitätsbegriff ausdrücklichen Protest erhoben habe und daß deshalb die sämtlichen bezüglichen Ausführungen Bebels vollständig unzutreffend seien. Bezüglich der Missionsfrage erklärte Redner, daß er den Versuch, sich mit Bebel zu verständigen, als aussichtslos aufgebe angesichts der wiederholt bestätigten Thatsache, daß Bebel für die größte weltgeschichtliche Erscheinung, für das Christentum im allgemeinen und das Missionswesen im besonderen, gar kein Verständnis besitzt. Nach Austausch einiger persönlichen Bemerkungen wurde hierauf die Debatte über die Chinavorlage durch Ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission beendigt. Der Bundesrat hat die Verordnung betreffend die Beschaffung von Sitzgelegenheit für Handelsangestellte mit der Maßnahme angenommen, daß sie am 1. April 1901 in Kraft treten soll. Der Antrag der Centrumsfraktion auf Aufhebung des Jesuitengesetzes wird diesmal voraussichtlich in Form einer Interpellation eingebracht werden.— Die von der Centrumsfraktion beabsichtigte Interpellation über die Kohlennot wird Ende nächster Woche eingebracht werden. Interpellant ist vermutlich Abg. Heim.— Der Abg. Trimborn(Centrum) hat mit Unterstützung des Centrums einen Gesetzentwurf, betreffend Abänderung des Gesetzes vom 29. Juli 1890 über die Gewerbegerichte eingebracht.— Mit Unterstützung des Centrums brachte Abg. Groeber einen Antrag ein auf Einrichtung eines Staatsgerichtshofes für das Deutsche Reich, welchem u. a. Streitigkeiten über die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers und seiner Stellvertreter zur Entscheidung zu überweisen sind. Präsident Krüger ist nunmehr unter begeisterten Kundgebungen der Bevolkerung in Marseille gelandet. In seiner Rede, mit welcher er auf die Ansprachen der Vorsitzenden der Empfangskomitees autwortete, sagte er etwa folgendes. Ich sage der Einwohnerschaft, die massenweise herbeigeeilt ist, um mich zu begrüßen, meinen Dank. Ich habe Trauer angelegt wegen des Unglückes, welches mein Land getroffen hat. Ich bin nicht hierher gekommen, um Festlichkeiten beizuwohnen, aber ich nehme gerne Ihre Beifallskundgebungen entgegen, denn ich weiß, daß sie dem Mitgefühl entspringen, welches unsere schweren Prüfungen und die Sache der Freiheit in Ihnen erweckt haben. Ich bin in der That stolz und froh, einen französischen Hafen zur Landung ausersehen zu haben und so von freien Männern empfangen zu werden. Ich halte es für meine erste Plicht, Ihrer Regierung zu danken für den Beweis der Achtung, den sie uns noch kürzlich inmitten unserer Leiden gegeben Ich glaube, daß Englland, wenn es genau über den Sachverhalt unter richtet gewesen wäre, nie seine Zustimmung zu diesem Kriege gegeben hätte. Seit der Expedition Jamesons, der sich zweier Republiken bemächtigen wollte, ohne einen Schuß abfeuern zu müssen, habe ich fort während die Einsetzung eines Schiedsgerichtes verlangt, doch hat man mir dies bis jetzt immer verweigert. Der Krieg, in zwei Republiken führt, ist bis zu den Grenzen der äußersten Barbarei gegangen. Ich habe in meinem Leben oft gegen barbarische Stämme kämpfen müssen, aber die Barbaren, mit denen wir uns jetzt im Kampfe befinden, sind viel schlimmer als die anderen. Sie sind soweit gegangen, sogar die Kaffern gegen uns zu bewaffnen. Sie stecken unsere Gehöfte in Brand, die wir mit so vieler Mühe begründet haben, sie jagen Frauen und Kinder fort, deren Gatten und Väter getötet oder gefangen genommen worden sind, und überlassen sie schutzlos ohne Holz, oft sogar ohne Brot ihrem Schicksal. Aber man mag thun, was man will, wir werden uns niemals ergeben, wir werden bis zuletzt kämpfen. Wir haben ein großes, unerschütterliches Vertrauen zu dem Ewigen, unserem Gott. Unsere Sache ist gerecht, und wenn die menschliche Gerechtigkeit uns nicht zu teil werden sollte, so wird uns doch der Herr aller Völker, bei dem die Zukunft stehet, nicht verlassen. Ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß, wenn Transvaal und der Oranjefreistaat je ihre Unabhängigkeit einbüßen sollten, dies erst geschehen würde, nachbem die beiden Burenvölker mit Frauen und Kindern vernichtet worden sind.— Die Rede des Präsidenten Krüger wurde häufig von Beifall unterbrochen, besonders gegen Schluß der Rede steigerte der Beifall sich zur Begeisterung.— Am Freitag reist Krüger nach Paris. Das Journal schreibt: Da England die Annektierung der beiden Republiken bisher den Mächten nicht notifizierte, so beschloß die Regierung, den Präsidenten Krüger mit den einem incognito reisenden Staatschef gebührenden Ehren zu empfangen. Präsident Loubet werde Krüger, falls dieser es wünsche, im Elysée empfangen und seinen Besuch erwidern. Die Buren erlitten am 18. d. eine Niederlage bei Baberspan; Kommandant Brand wurde verwundet. Die Lanciers machten eine Attacke auf die fliehenden Buren, welche durch Granatfeuer von den Hügeln vertrieben wurden und große Verluste hatten. Bei Cradock wiro zum Schutze von Bloemfontein ein neues Fort gebaut. Die Ereignisse in China. &am London, 23.Nov.1900.(Drahtber.) Nach einer Meldung der Times aus Peking vom 20. d. sind die Gesandten dahin übereingekommen, daß die offenbare Unaufrichtig keit, welche die Chinesen dadurch bewiesen haben, daß sie im Auslande tendenziöse Nachrichten verbreiteten, in einer gemeinsamen Note, deren Ueberreichung infolge der auseinandergehenden Interessen der europäischen Mächte verzögert wird, Erwähnung finden soll. Locales. ( Beschränkung des Schankgewerbes. Die in der jüngste: Versammlung der Wirte-Innung zum Ausdruck gebrachte Befürchtung einer Einschränkung des Verkaufs von Getränken in den Schankwirtschaften ist, wie uns mitgeteilt wird, jetzt zur Thatsache geworden. Am vergangenen Dienstag ist bereits einer großen Zahl von Wirten eröffnet worden, daß an Wochentagen von nenn Uhr abends ab, sowie an Sonntagen während der Stunden von neun bis elf Uhr vormittags und nachmittags von zwei Uhr ab nur mehr der Verkauf von Bier und Wein vom Faß gestattet sei. Nicht verkauft werden darf Branntwein und Liqueur im Ausschank, wie in ganzen Flaschen, auch rein Bier oder Wein in Flaschen. g„ W Gerettet. Am Donnerstag Nachmittag fiel am Leystapel ern kleiner Junge in den Rhein und verschwand in den Wellen. Auf das Hülferufen seiner Spielgenossen eilten Schiffer herbei und retteten ihn. W Unglücksfall. In der Venesisstraße fiel am Donnerstag Nachmittag ein Knabe von einem Wagen und erlitt einen Schulterbruch. Der Verletzte wurde ins Hospital gebracht. i0 Ueverfahren. Gestern Mittag geriet auf dem Sachsenring ein chulmädchen unter einen Flaschenbierwagen und wurde überfahren. Das Kind. welches erhebliche Verletzungen erlitt, wurde ins Hospital. georaan— Auf der Zülpicherstraße zu Köln=Sülz wurde ein Fuhrmann infolge Durchgehens seines Pferdes von seinem Fuhrwerk überfahren und so erheblich verletzt, daß seine Ueberführung in das Krankenhaus erfolgen mußte.fl Feuer. Die Feuerwehr wurde gestern Morgen in aller Frühe nach Longerich zur Hülfe gerufen, wo eine mit Frucht gefüllte Schenne in Flammen stand. Dieselbe brannte zum großen Teile nieder. Auch die Longericher Feuerwehr beteiligte sich eifrigst an den Löschungsarbeiten. Vereins=Nachrichten. O Ueber die deutschen Ansiedelungen in China sprach an Sonntag Nachmittag Herr Dr. K. Bocck ans Dresden in dem großen Saale der Lesegesellschaft zu Köln auf Veranlassung der Abteilung Köln der Deutschen Kolonialgesellschaft und der Geschäftsstelle Köln des Deutschen Flottenvereins vor einem sehr zahlrrirh erschienenen Publikum. Er beschränkte sich auf die beiden Plätze Tsingtau und Tschifu, die er in vielen, von ihm selbst bei Gelegenheit seiner chinesischen Reise im vorvorigen Sommer aufgenommenen Lichtbildern im einzelnen den Zuhörern vor Augen führte. Man lernte den Gouverneur v. Jäschke persönlich kennen, machte einen Spaziergang durch die engen Straßen von Tsingtau, erhielt einen Einblick in die Wohnungsverhältnisse der Chinesen, von denen auch die wohlhabenderen sich mit ganz unzulänglichen Behausungen begnügen müssen, konnte das berühmte Hotel Algier bewundern und das im Bau begriffene wirkliche Hotel Prinz Heinrich, lernte die Volkstypen kennen, sah die Erdarbeiter für die Kaualisation bei der Arbeit usw. Zu all diesen Bildern gab der Vortragende gute Erläuterungen und knüpfte daran allerlei Mitteilungen allgemein interessanter Natur. Die Petroleumlampen, die jetzt noch Tsingtau spärlich genug beleuchten, werden demnächst dem elektrischen Licht weichen. Von den Karrenführern, die bisher den ganzen Verkehr in China vermitteln, zählt Schantung über eine Million, die natürlich ihren Erwerb nach dem Bau von Eisenbahnen zu verlieren fürchten, weshalb man in weiten Kreisen sich hiermit nicht befreunden kann. Die Eisenbahn ist aber nicht allein zur Beförderung der unentbehrlichen Kohle nötig, sondern auch zum Transport von allerlei Maschinen, darunter Fördermaschinen, Pumpen usw. zur Ausbeutung der Kohlenlager. Im inneren Hofe des Tempels in Tsingtau ist eine Schule und eine Theaterbähne zu sehen. Der Tempel des Kriegsgottes ist an einen Kaufmann verpachtet, der nun seine Auslage auf dem Altartisch vor dem Götzenbilde bat. Redner verbreitet sich über die Sprache und Schrift der Chinesen, die deshalb so schwer zu erlernen sind, weil ein Wort oder ein Schriftzeichen bis zu sieben verschiedene Bedeutungen haben kann, je nachdem es betont, bzw. mit einer ganz geringen Abweichung geschrieben wird. Weiter werden die Gräber der letzten Königsdynastie der Ming vorgeführt, wie der Weg dorthin, der mit Riesensteinbildern eingefaßt ist. Auch das Familienleben der Chinesen wurde in Wort und Bild vorgeführt. Was übrigens die Einrichtung der Nebenfrauen betrifft, die der Redner sehr nachsichtig beurteilte, so sind wir doch anderer Meinung. Bekanntlich werden in China die Paare, die sich heiraten sollen, von den betr. Eltern ausgesucht. Daß es trotzdem so wenig unglückliche Ehen giebt, führt Boeck darauf zurück, daß die Auswahl der für einauder Passenden mit großer Umsicht und mit Erwägung jeder Charaktereigenschaft der Kandidaten geschieht, so daß diese Sitte nicht so vernan 1 werflich ist, wie es den Anschein hat. Auch der übermäßige Opiumden man gegen uns I genuß ist nicht so verbreitet, wie man wohl geschildert hat und nur bei Festen— Sonntage kennt der Chinese nicht— wird iym ziemlich allgemein gehuldigt. Der Hafen von Tschifu ist kein Hafen in des Wortes eigentlicher Bedeutung, da er die Schiffe vor den Stürmen nicht schützen kann. Dennoch ist der Aufschwung des Platzes unverkennbar, da seine Ein= und Ausfuhr auf 80 Mill. M. ist. Es ist dem Redner gelungen, aus einem verborgenen Winkel eine Theateraufführung vor dem Tempel aufzunehmen. Gleichzeitig konnte er sich davon überzeugen, in welchem Lichte dem Chinesen durch die greulichsten Bilder von angeblichen Schandthaten ver Europäer diese vorgeführt werden, so daß man sich nicht wundern kann, wenn er sie alle für leibhaftige Teufel hält. Standesamt der Stadt Köln. 23. Nov. 1900. Geburten. Wilh. S. v. Karl Egert, Betonarb., Weideng. 27. Karl, S. v. Math. Dohmen, Friseur, Lubeckerstr. 4.— Elisab., T. v. Friedr. Werth, Kaufm., Niehlerstr. I.- Johanna, T. v. Joh. Coldenstrodt, Etuimacher, Maria Ablaßpl. 5.- Agnes. T. v. Wilh. Feck, Restaur., Mastrichterstr. 92.— Elisab., T. v. Markus Simonsen, Kaufm., Venloerstr. 17.— Therese, T. v. Ant. Liethen, Lehrer, Mastrichterstr. 50.- Jos., S. v. Pet Ingmanns, Silberarb., Thürmchensw. 55.- Paul, S. v. Ernst Rolshoven, Kaufm., Hohenzollern=Ring 89.- eorg. S. v. Joh. Fischer, Rechtsanwalt, Friesenpl. 14.- Maria. T. v. Quirin Meuser, Tagl., Gr. Neug. 42. Wilh., S. v. Jos. Schmitz, Tagl., Färberg. 17.- Heinr., S. v. Friedr. Ahrensmeyer, Verputz., Hohepfortenbüchel„ Ernestine, T. v. Theod. Huiskes. Metzg. Lintg. 7.- Maria. T. v. Franz Heiter, Anstr., straße 64.- Maria. T. v. Math. Krauthausen, Rangierarb., Pantaleonsmühleng. 30.- Kuno, S. v. Hugo Bock, Handelsl., Sionsthal 13.- Karl. S. v. Herm. Bergmann. Schreinermstr., Hohenstaufen=Ring 43.- Jos.= v. Heinr. Moll, Flaschenbierhdl., Brunostr. 23.- Ferd., S. v. Ferd. Linden. Schrifts., Biberstr. 33.- Math., S. v. Rob. Claren, Fabrikarh., Karthäuserwall 8.- Cäcilia. T. v. Alfr. Fröhlich. Ingenieur. Brüsselerstr. 45. Herm., S. v. Christ. Kohlgraf, Formstech., Cäsarstr. 8.— Emma, T. v. Hub. Radermacher, Eisenbahnarb., Deutz, Grabeng. 6.- Petronella, T. v. Franz Ahrweiler, Kutsch., Salier=Ring 45.- Pet., S. v. Math. Linden, Zimmerm., Viberstr. 8.- Christ., S. v. Herm. Koch, Tagl., Elsaßstr.— Paul. S. v. Paul Bremm, Maler, Blaubach 79.- Math., S. v. Jak. Wallraff, Ackerer, Stommeln.- Heinr., S. v. Karl Risseler, Eisenbahnarbeiter. Weideng. 29.- Barbara, T. v. Ant. Syre, Schuhm., Vondelstr. 1. - Elise. T. v. Ludw. Boßewe. Verputz., Gr. Spitzeng. 41.— Gertr., T. v. Wilh. Werner, Maurer, Elsaßstr. 7.= Ernestine, T. v. Ed. Dantz, Postschaffner, Karthäuserhof 14. Sterbefäute. Johann Dünnwald, Schreiner, verh., 44., Lindenthal, Dürenerstr. 339.- Joh. Siegen, 1., Dagobertstr. 74.— Gertr. Bous. ., Eintrachtstr. 18.- Wwe. Gerrr. Diebner, geb. Schmitz, 75., trudenstr. 15.- Julie Seligmann, geb. Baß. 67., Schaafenstr. 31.Kath. Rath. geb. Niederstein, 39., Ulrichsg. 53.- Heinr. Risfeler, 3 St., Weideng. 29.- Math. Neu. Fabrikant, verh. 45., Lungeng. 39. Heiraten. Ludw. 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Peter Ullrich, Alexianerstraße 50. oß, Perlengraben 35. Gerh. Voß, Perlengraben 35. Gottfr. Wallraf, Bobstraße 16. Herm. Weber, Eigelstein 68. Jacob Weber, Sternengasse 32. Joh. Weihofen Wwe., Thurnmark J. A. Weinhaus, Bonnerstraße 11 Limburgerstraße 8. Mich. Weiß, Limburgerstraße 8. Ernst Wendel, Gladbacherstraße 11. Franz Werker, Follerstraße 36. Fritz Wiegand, Chlodwigplatz 4. H. M. Wieler, Holzmarkt 85. A. Wiesemann, Eigelstein 112. B. J. Willms, Apostelnstraße 29. I. Windeck, Friesenstraße 86. Heinr. Wipperfürth, Ehrenstraße 29. Rud. Wipperfürth, Luxemburgerstraße 16. Wwe. Wilh. Wolf, Severinstraße 4. Johann Wolter, Brüsselerstraße 82. Ch. Wüst, Mauritiuswall 80. Joh. Zander, Röhrergasse 2. A. Zenzen, Thieboldsgasse 100. In Köln-Deutz: Gustav Berns, Freiheitstraße 22. Alb. Breideneichen, Troisdorferstraße 3. Jos. Ensen, Troisdorferstraße 20. Barthel Ewald, Mathildenstraße 29. Gebr. Habbig, Siegburgerstraße 83. Wwe. Gertrud Hardt, Alsenstraße 17. 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Schnell schlüpfte sie in ihren wollenen Schlafrock und in die bereitstehenden Pantöffelchen und heilte ans Fenster. Als sie dasselbe öffnete, zeigte der Horizont eine schwache Röte, die jedoch stetig stieg. „Es brennt im nächsten Dorfe," flüsterte sie schreckerfüllt und faltete stumm die zitternden Hände.„Gott schütze die armen Leute!" Neben Umenhofers Warenmagazin stand das Spritzenhaus. Schon rasselte eine derselben zum geöffneten Thorbogen hinaus über den gepflasterten Hof. „Ein Massenbrand; es brennen bereits zehn Häuser. Das kann bei den aufgespeicherten Futtervorräten und dem Wassermangel nett werden,“ schallte die Stimme ihres Onkels vom Hofe herauf. Er war Hauptmann bei der Landfeuerwehr und mußte mit. Aus allen Ecken und Enden eilten die Feuerwehrleute herbei, im raschen Laufen noch die Gürtel schließend, die blitzenden Helme festschnallend. „Knaus, Sie führen die Steiger! Böhler, bei den Spritzen antreten!“ kommandierte Herr Umenlzofer. Er befand sich schon in voller Uniform, und von seinem blinkenden Helme wehte gleich einem blutigroten Fähnlein der Helmbusch. Hilde hatte sich weit zum Fenster hinausgebeugt und schaute mit einem Gefühle des Grauens nach dem Himmel aus, welcher jetzt glutrot, in Flammen getaucht, lohte. Zuweilen stiegen schaurig prächtige Feuergarben auf und sanken wieder in sich zusammen. „Nimm mich mit, Onkel,“ hörte sie plötzlich dicht unter ihrem Fenster Hartmanns sonore Stimme.„Ich denke, bei einem solch starken Brande kann es nicht genug der rettenden Hände geben.“ „Meinetwegen!“ scholl es zurück.„Aber ich sage dir vorher, es wird harte und gefährliche Arbeit geben.“ „Thut nichts, Onkel! Ich könnte doch nicht schlafen und unthätig liegen, während so viele Menschen bedroht sind.“ „Gut denn, so werde ich dich an die Pumpe stellen.“ Hildas Brust schnürte plötzlich ein beklemmendes Angstgefühl zusammen. Ihr Herz begann wild zu klopfen. Er wollte hinaus auf den Brandplatz! Wenn ihm nun ein Unglück zustieße; ein brennender Balken könnte auf ihn stürzeu, eine Mauer einfallen und ihn unter den Trümmern begraben! Des Mädchens Phantasie arbeitete. Schreckliche Bilder von verkohlten Leichen, blutgetränkten Gliedmaßen stiegen vor ihrem geistigen Auge auf. Sie sah ein blasses Männerantlitz mit schmerzverzerrten Zügen, über der Stirne eine klaffende Wunde, zwei leuchtende blaue Augen von Todesschatten verdunkelt, hörte eine Stimme dumpf stöhnen, jene Stimme, die so sanft und einschmeichelnd gebeten:„Verzeihen Sie mir, Hilde; ich habe Ihnen bitter wehe gethan!“ Verzehrende Sehnsucht packte das Mädchen, noch einmal ihn zu schauen, bevor er auszog, gegen das verheerende Element zu kämpfen. Unhörbar schlich das junge Mädchen die Treppe hinab. „Also im Dorfe brennt es?“ ließ sich Frau Eulalie aus ihrem Schlafzimmer vernehmen.„Mein Gott, welches Aufhebens doch gemacht wird um dieser elenden alten Baracken willen! Leg dich wieder getrost, Meta. Wir können ruhig weiter schlafen.“ Hartmann schlüpfte eben in eine dunkle Lodenjoppe und drückte statt des Hutes eine leichte Tuchkappe in die Stirne. Als er sich zufällig umwandte, erblickte er Hilde; scheu und zitternd lehnte sie am Steinpfeiler des Hofthores. Mit einem Satz befand er sich an ihrer Seite. „Hiloe, Sie? Mein Gott, wie bleich und verstört Sie sind! Bitte, gehen Sie nach oben. Das ist nichts für zarte Nerven!“ Mit liebevoller Besorgnis neigte er sich über das gänzlich fassungslose Mädchen. Gepreßt kam der Atem aus ihrer wogenden Brust und hülflose, rührende Angst sprach aus den schönen, weitoffenen Augen. „Herr Hartmann— ich möchte— ich wollte— die Brandstätte— es ist so schrecklich— wenn Ihnen etwas widerführe — haben Sie acht— ich ängstige mich— o— so sehr!“ rang es sich in abgebrochenen, stammelnden Lauten über ihre blassen Lippen. „Hilde,“ jauchzte Hartmann,„Hilde!“ Der starke Mann wankte, so stark war er erschüttert. „Sie haben Angst? Um mich?“ Er zog ihre schmalen Hände in heißem Entzücken an seine Brust und küßte sie inbrünstig. „Mein liebes, stolzes, reines Kind! Wie segne ich diese Brandnacht, die dir das Geständnis deiner Liebe entlockte. O, leugne nicht; du liebst mich, deine Angst hat dich verraten!“ Halb ohnmächtig lehnte Hilde an seiner Brust. Aus ihren geschlossenen Augen lösten sich zwei klare Tropfen und rieselten langsam die kalten zarten Wangen herab. „Sag' Lieb, daß es so ist! Sag'!“ drängte er bebend vor innerem Glück. „Ist das Liebe?“ sagte sie leise, wie im Traume sprechend. „O, das kann nur selig, nicht unglücklich machen!" Dann hauchte sie scheu und tief erglühend einen Kuß auf seine Hand. „Du, mein Liebster! Ist es denn wahr, darf ich dich so nennen? Ich kann es nicht fassen. Mir soll ein solches Glück erblühen?“ „Ich werde dich lehren, mein holdes Mädchen, zu glauben, daß es entzückende Wirklichkeit ist. Und nun schlafe wohl, meine weiße Rose, träume einem frohen Erwachen entgegen. Ich muß fort, das Signal zum Abmarsch ruft. Schlafe wohl, Geliebte!“ Gegen die dritte Nachmittagsstunde traf die Nachricht ein, daß hundertundzehn Häuser ein Raub der Flammen geworden seien. Es wurde um Verstärkung der Stadt= und Bahnhofsfeuerwehr gebeten. Abermals wirbelten Trommeln, schallten Siguale und rasselten Spritzenwagen zum Stadtthore hinaus. Die Unglücksstätte bot einen grauenhaften Anblick. Ueberall glimmende Trümmerhaufen. In dem breiten Bach, daran die Mühle nur noch als ein rauchendes Steingerippe stand, wälzten sich brüllend, winselnd und quiekend Kühe, Schweine und Ziegen; ein wüster Knäuel von zuckenden, mit Brandwunden bedeckten Tierkörpern. Auf der gelbgedörrten Wiese lagen Haufen von Geflügel, Katzen, Hunden, die im fliehenden Laufe von dem fürchterlichen Qualm ereilt und erstickt waren. An einer ganz verkohlten Hundshütte lag, noch leise röchelnd, buchstäblich geröstet, ein Hund an der Kette, die an einem Block festgerammt und dem unglücklichen Tiere das Entfliehen unmöglich gemacht hatte. Ein scharfer, unerträglicher Brandgeruch verpestete die glühend heiße Luft und benahm den Atem. Nicht ein einziges der armseligen Häuser war verschont geblieben. Das Dorf glich nunmehr einer durch Sprengungen verwüsteten Stätte, von der nichts mehr zu sehen war als Schutthaufen, in ein dichtes Rauchmeer gehüllt. Wehklagend und händeringend standen und lagen die Obdachlosen an den versengten Grasrainen entlang; die meisten mit Brandwunden bedeckt, kaum die nötigsten Kleidungsstücke auf den Loibern. Aerzte gingen ab und zu, die oft grauenhaften Wunden zu verbinden, Herren der Hülfskommission schritten die Reihen der Jammernden ab, zählend, notierend, um Quartier für die Heimatlosen zu beschaffen. Immer noch zischten die Wasserstrahlen aus den Pumpen in die rauchenden Steinhaufen, und tönten die Kommandoworte der Feuerwehrhauptleute. Der Brandstiftung verdächtig war ein alter Vagabund, welcher in der Scheune eines Wirtshauses übernachtet hatte, darinnen das Feuer ausgebrochen war; derselbe war spurlos verschwunden; eine alte Frau wollte gesehen haben, wie er, als schon das zweite Haus zu brennen begonnen hatte, eilig dem Walde zulief. Den Tag nach dem Brande erschien Steinmann in feierlicher, schwarzer Toilette im Umenhoferschen Hause und begab sich geradeswegs in Herrn Balduins Privatcomptoir. Martens war, nach einem heimlichen, zärtlichen Abschiede von Meta, abgereist. Umenhofer war nicht wenig erstaunt über den Besuch des Rentiers, dessen ernste, geheimnisvolle Miene er sich gar nicht zu deuten wußte. Langsam nahm Steinmann auf dem dargebotenen Stuhle Platz, nicht ohne vorher die beiden Schöße seines Frackes sorgfältig auseinandergefaltet zu haben. Er räusperte sich erst umständlich, setzte den spiegelblanken Cylinder vorsichtig mit dem Kopfdeckel nach unten auf sein Knie und zupfte seine engsitzenden Handschuhe zurecht. Dann brachte er in wenigen Worten seinen Antrag vor, Herrn Umenhofers Gesicht zeigte den Ausdruck beispielloser Verblüfftheit. Welche Verrücktheit hatte nun da dies tolle Mädel angezettelt. „Ich bin einer befriedigenden Antwort Ihrer Fräulein Tochter sicher!“ Diese Worte Steinmanns waren gleichsam eine Widerlegung zu Umenhofers zweifelnder Miene. Eine gewisse Bitterkeit stieg in dem alten Herrn auf. Das war wieder einmal ganz seine Tochter. Ohne lange zu fragen, trat sie gleich mit einer vollendeten Thatsache vor den Vater. Der würde selbstredend Ja und Amen sagen. Daß sie gerade diesen Steinmann gewählt? Ein sonderbarer Geschmack von ihr. Na, sie war ja immer ihre eigenen Wege gegangen. Steinmann war allerdings eine der besten Partieen weit und breit, was seine finanzielle Lage anbelangte. Mochte Meta sehen, wie sie mit dem etwas lockeren Vogel fertig wurde; das war ihre Sache. Umenhofers Lieblingswunsch, seinen Neffen Engelbert zum Schwiegersohn zu bekommen, war jetzt freilich zerstört. Als Vater hätte ihn die Wahl seiner Tochter, wenn dieselbe auf Hartmann gefallen, sehr gefreut, als Kaufmann konnte er den jetzigen Bewerber ebenfalls annehmbar finden. So wurden denn die Verlobungskarten ausgegeben, und Meta wußte jene, welche die Adresse an den fernen Martens trug, zu vernichten. Frau Eulalie konnte sich nicht entschließen, ihre geliebte Tochter so schnell wegzugeben; demgemäß sollte die Vermählung des Brautpaares ern zu Ostern stattfinden. Die Verlobung wurde in den Räumen des Hotels Zur Blume abgehalten, mit Gartenfest und darauffolgendem Ball. Steinmann war der aufmerksamste, zärtlichste Bräutigam, den man sich denken konnte, und das brünette Gesicht der Braut trug den Ausdruck völligster Befriedigung. Frau Eulalie namentlich fühlte sich sehr zufrieden, denn ihr künftiger Schwiegersohn behandelte sie mit solch feiner Galanterie, fügte sich mit solch ausgesuchter Zuvorkommenheit in ihre Anordnungen, daß ihr zuletzt der Gedanke kam, einen besseren Gatten für ihre Tochter hätte sich gar nicht finden lassen. Sie trug es Hartmann nicht einmal nach, weil er ihre geliebte Meta verschmäht, sondern nahm sich sogar vor, unter den Töchtern einiger gutsituierter Bekannten eine passende Frau für ihn auszuwählen. Hartmann hatte sich zuerst vorgenommen, mit Meta einige ernste Worte zu sprechen, bezüglich jener Nachricht, die er in der Residenz erhalten hatte. Dann verwarf er sein Vorhaben wieder. Was konnte es nützen, dem leichtsinnigen Mädchen ins Gewissen zu reden? Sie würde ihn höchstens auslachen oder mit einer schnippischen Antwort abfertigen. Mochte sie sich mit ihrem eigenen Gewissen abfinden. Was kümmerten ihn andere Mädchen und ihr Thun und Treiben, da er das Glück hatte, solch köstlichen Schatz gefunden zu haben. Am Verlobungstage herrschte die angeregteste Stimmung. Selbst Frau Eulaliens sonst farbloses Gesicht hatte einen lebhafteren Ton angenommen, und in einer Anwandlung von gnädiger Laune befahl sie dem bedienenden Kellner, Sorge zu tragen, daß an ihre Ladnerin Hilde, welche das Haus hüte, eine Flasche alten Rheinweins und von sämtlichen Gängen des Mahles abgeschickt werde. Meta sah in dem lachsfarbenen Seidenkleide, das weiße Perlstickerei zierte, entzückend aus und wurde von den geladenen Freundinnen nach Gebühr bewundert und beneidet. (Fortsetzung folgt.) Die unten aufgeführten Feuilletons, bestehend aus den zusammengelegten Local=Anzeigern, welche s. Z. mit großem Beifall ausgenommen wurden, sind, so lange der Vorrat reicht, zu den beigefügten Preisen in der Geschäftsstelle sowie durch das Träger=Personal zu haben: Die Freiherren von Fillungen. Roman von B. Corony. 50 Roman von B. L. Farjeon. 35 Pfg. Marzellenstraße 20, Ecke Bahnhofstraße. Tante Gerichts=Verhandlungen. &a Strafkammer. Ein 17jähriger Kellner erhielt wegen Bettelus und Versuchs eines Verbrechens gegen§ 176 Absatz 3 des Strafgesetzbuches einen Monat Gefängnis und zwei Wochen Haft.— Die vorbestrafte Dienstmagd Gertrud Kohlenberg wurde zu sechs Monaten Gefängnis und vier Wochen Haft verurteilt wegen Diebstahls und Umhertreibens.— Eine 19jährige Stundenarbeiterin sowie deren Schwester erhielten wegen Diebstahls bzw. Hehlerei je vier Monate Gefängnis.— Wegen Mißhandlung seines Hauswirtes wurde der Fabrikarbeiter August Moritz zu sechs Monaten Gefängnis und eine Woche Haft verurteilt.— Der Kellner Georg Krause erhielt wegen Diebstahls eine Gefängnisstrafe von einem Jahre und sechs Monaten. Der Angeklagte hatte einem Kollegen, der ihn bei sich aufgenommen, weil er stellen= und mittellos war, dessen gesamte Ersparnisse im Betrage von 400., sowie ein Portemonnaie mit 12 M. gestohlen.— Ein Maurer erhielt wegen Unterschlagung eines Fahrrades sechs Wochen Gefängnis.— Der Kutscher Wilhelm Kaiser, welcher eine Frau durch sechs Messerstiche verletzte, wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. — Drei Monate Gefängnis erhielt ein Ackerer aus Melaten, weil er eine Peitsche gestohlen hatte.— Eine Dienstmagd, welche ihren Dienstherrn, einen Restaurateur bestahl, wurde mit vier Monaten Gefängnis bestraft.— Eine Lageristin stahl aus einer Samt= und SeidenbandGroßhandlung fortgesetzt Stücke seidenes und halbseidenes Band und verkaufte dasselbe an eine Näherin, an deren Mutter und an eine andere Frau. Die Näherin, welche auch Stoff für eine Bluse unterschlagen hat, muß 4 Monate und 5 Tage, die Lageristin 2. eine Frau 4 und die andere 3 Monate ins Gefänguis.— Zu 2 Wochen Gefängnis wurde ein Architekt verurteilt, weil er einen Wechsel gefälscht hatte. Ein Bäckergeselle und ein Handlanger erhielten Gefängnisstrafen von je drei, und ein Maurer eine solche von sechs Monaten, weil sie gelegentlich der Brühler Kirmeß einen Kölner Wirt derartig mit Stöcken verhauen hatten, daß er drei Wochen krank wurde.— Ein Maurer aus Nippes, der Werkzeug gestohlen hatte, wurde zu drei Wochen Gefängnis verurteilt.— Ein Verputzer und ein Klempner fielen am 8. August über einen Schutzmann her, der sie zur Ruhe wies und mißhandelten denselben. Der Verputzer muß auf sechs Monate und 14 Tage, der Klempner auf vier Monate ins Gefängnis.— Am 13. August stießen auf dem Deutzer Bahnhofe beim Rangieren verschiedene Eisenbahnwagen zusammen und zwei Bremser wurden dabei unerheblich verletzt. Ein Rangierarbeiter, der sich nicht überzeugt hatte, ob eine Weiche auch richtig gestellt sei, ehe rangiert wurde, erhielt wegen fahrlässiger Transportgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung 20 M. Strafe.— Wegen Kuppelei bestrafte das Gericht den 68 Jahre alten Hauseigentümer Konrad Wirtz von hier mit einem Tage Gefäugnis. — Wegen Kuppelei wurden Maria Binder und die Händlerin Anna Fischer mit je einem Tage Gefängnis bestraft. Schössengericht. Ein Maurergeselle bat auf der Straße von Bensberg nach Köln einen Fuhrmann, ihn auf seinem Karren mitfahren zu lassen. Unterwegs stahl er dem Fuhrmann das Portemonnaie aus der Manteltasche und entwandte aus diesem ein 20 Markstück. Das Urteil lautete auf zwei Monate Gefängnis.— Ein vorbestrafter Erdarbeiter erhielt wegen Widerstandsleistung eine Woche Gefängnis. — Ein Tagelöhner wurde wegen Verübung groben Unfuges mit drei Tagen Haft bestraft. Vereins=Nachrichten. Im Windthorstbund Köln schilderte am Donnerstag Abend Hr. Kaplan Hagen in einem anziehenden Bilde das h. Land und die h. Stätten desselben. Hr. Domkapitular Dr. Pingsmann dankte sodann für die ihm zu teil gewordene freundliche Begrüßung und sprach seine Freude darüber aus, daß er so viele junge Männer sehe, die im Windthorstbunde die hohen Ideale des unvergeßlichen Centrumsführers erstrebten. Zu diesen Idealen Windthorsts gehöre aber auch die Liebe zum h. Lande. Auf der Katholikenversammlung zu Bonn im Jahre 1881 habe Windthorst in seiner Schlußrede auf den begeisterten Vortrag des Stadtpfarrers Huhn von München über das h. Land, durch den dieser gleichsam einen neuen Kreuzzug gepredigt habe, hingewiesen, und im Anschluß daran in warmen und begeisterten Worten den Palästinaverein und den Verein vom h. Grabe empfohlen. Bekanntlich haben die beiden Vereine sich zusammengethan zu dem deutschen Vereine vom h. Lande, der am vorigen Montag unter dem Vorsitz des hochw. Herrn Erzbischofs in Aachen eine glänzende Generalversammlung abgehalten hat. Redner forderte die Mitglieder des Bundes auf, möglichst zahlreich dem Verein vom h. Lande beizutreten und so ihre Liebe zum h. Lande und den h. Stätten zu bekunden.— Nach einer kleinen Pause hielt der Vorsitzende ein kurzes Referat über die gegenwärtige politische Lage, dem sich eine rege Diskussion anschloß. * Der Volksverein für das Katholische Deutschland hielt am Sonntag Abend in Köln=Deutz im Saale des Herrn Münster eine größere Versammlung ab, welche von dem örtlichen Geschäftsführer, Herrn Kaplan Marx, mit einem Hoch auf Papst und Kaiser eröffnet wurde. Herr Redacteur Grunau(Neuß) zeichnete in seinen Ausführungen ein lebendiges Bild der katholischen Bewegung seit Ende der vierziger Jahre. Herr Rabian Branns(M. Gladbach) stellte eingangs seines Vortrages einige Vergleiche an zwischen einst und jetzt, die einen unbedingten Fortschritt darstellten. Aber auf einem Gebiete scheine ein Stillstand eingetreten zu sein, und zwar auf dem socialen Gebiete, wo doch noch so vieles zu thun erübrige. Ein Stillstand auf diesem Gebiete aber sei gleichbedeutend mit einem Rückschritte. Ganz neue Aufgaben seien hier erwachsen, welche Redner näher bezeich nete. An der Hand statistischen Materials gab Redner ein trauriges Bild von den Zuständen, in denen sich jugendliche Arbeiter in den Großstädten befinden, wodurch die Vergnügungssucht wächst und sittliche Gefahren drohen. Wie Handwerker, Kaufleute und Großkapitalisten ihre Organisationen hätten, so könne auch der Arbeiter eine gesetzlich auerkannte Organisation verlangen, und als gute Katholiken und Staatsbürger habe man die Pflicht, an allen Standes und Berufsorganisationen sich zu beteiligen, um auch mitzuarbeiten an der Socialreform, und durch Selbhülfe das zu erreichen suchen, was der Staat und die Kommune noch nicht geben könnten. Auf politischem Gebiete dürfe man die Hände nicht in den Schoß legen und immerdar müßten wir zum Centrum stehen, das stets eintrete für alle Stände. Der Vorsitzende forderte zum Schluß zu reger Arbeit auf, um die Begeisterung in die That umzusetzen. Kölner Local-Anzeiger Nr. 322 4 Samstag, 24. November 1900 Tief bewegt beklagen wir den herben Verlust unseres langjährigen Vorstehers Herrn Soeben erschien he s. 3. nge der ftsstelle Von C. Rademacher und Th. Scheve. 426 Seiten Text mit 20 Vollbildern. Preis.— Mark, elegant gebunden.50 Mark. Für die weitesten Kreise, für Alle, welche den Wunsch hegen, von der ereignisreichen und sagengeschmückten Geschichte ihrer Vaterstadt Einzelheiten zu hören, ist das Buch bestimmt. Es ist keine zusammenhängende Geschichte der Stadt, sondern eine Reihe von Einzelbildern aus den interessantesten Epochen ihres Entwicklungsganges. Von dem römischen Köln in germanischer Vorzeit führen uns die Verfasser durch die Zeit der Frankenherrschaft zu der freien Reichsstadt des Mittelatters. Sie erzählen von ihrem Wachsen an Reichtum und Macht in den Zeiten friedlichen Gedeihens, von ihren Kriegen mit den fürstlichen Nachbarn und den Kämpfen zwischen Geschlechtern und Zünften, von den Demütigungen unter französischer Herrschaft und ihrem wunderbaren Emporblühen unter dem Scepter der Hohenzollern. st. Alban H. Messen: 512, 7½, 9 Hoch-St. Mauritius. H. Messen: 5½(vom amt, 11 D. Singm. m. Predigt.— 2½ Nov. lu 15. Fehr. um 60, 7. 6 Christenl. u. And. m. sakram. Segen.] Hochamt, 11 D. Singm. m. Pred 4½ Pred., 5 Bruderschafts-And. od.] 2½ Christenl. m. And. u. Seg Kompl., 6½ And. der Junggesellen-] Pred. u. And.(an Festtagen Sodalität.(Im Mai ist die Nachm.-] u. Kompl.). And. m. Pred. um 612, die And..St. Michael. H. Messen: 6 m. Pi Junggesellen dagegen um 5 Uhr.)# 7½, 8½, 9½e Hochamt, 11 Singm St. Andreas. H. Messen: 5½, 7, 9/ Pred.— 2½ Christenl. m. And Hochamt, 11 D. Bingm. m. Pred.— Seg., 5 And. od. Komplet m. 1 2½ Christenl. u. And. m. sakrament St. Pantaleon in der Schnurgasse. Segen(an Feiertagen 2½ Uhr Vesper,] Messen: 5½(vom 1. November 6 Uhr Komplet), 6½ And. m. Pred.] Ostern), 7, 8, 9 Hochamt, 11 st. Aposteln. H. Messen: 5½, 6½, 7½ Singm. m. Pred.— 2½ Andach 8½ m. kurzer Predigt, 9½ Hochamt, Christenl., 5 Pred. u. And. 11.Singm..Pred.- 2½ Christenl., St. Peter. H. Messen: 6, 7, 9 H 4½ And. m. Pred., 5½ Kompl. amt, 11 D. Singm. m. Pred. St. Kolumba. H. Messen: 6. 7 Hoch-] Christenl. m. And. u. Seg., 5 I amt, 8 m. Pred.(fällt während der u. And. od. Kompl. Schulferien aus), 9½ Hochamt, 11St. Severin. H. Messen: 5½ in D. Singm. m. Pred.— 2½ Christen. Regel m. Pred., 6½, 7½ am 2 m. And. u. Seg., 5 Kompl.(jeden.] u. 5. Sonnt. im Monat m. Pree Sonntag im Monat Brudersch.-And.) Hochamt, 11 D. Singm. m. Pree m. Umgang), 6 Pred., Seg. u. Rosenk. 2½ Christenl., 4½ Pred. u. Kon St. Kunlbert. H. Messen: 6, 8 m. Pred., St. Ursula. H. Messen: 5½, 6½ 9½ Hochamt, 11 D. Singm. mitl m. Pred.(am ersten u. letzten S Pred.— 2 Christenl. m. And. u. Seg., tag des Monats, Kinder-Kommur 6 sakr. And. m. Pred. ist die’red. um o½), 9 Hoch Dom. H. Messen: 5 mit Predigt, 6. 10¼ Schulmesse, 11 D. Singm 6¾, 7½, 8 Pfarrm. m. Predigt, 9, Pred.— 2½ Christenl. m. And 9½ Hochamt, 11 D. Singm. m. Pred.] Seg., 5 Andacht m. Pred. — 2 Christenl. u. And. m. Seg., 3 Minoriten. H. Messen: 7, 8½ m. P Vesper, 4 Pred., 5 Komplet od. And. 10 m. Pred. für kath. Militär, St. Gereon. H. Messen: 5½- m. Pred., m. Pred.= 2¼ And. m. Pred. 6¼4, 7, 8 m. Pred., 9 Hochamt, 10¼, f. 2. u. 3. Sonntag des Monats Schulm., 11 D. Singm. m. Pred.— 4 And. m. Segen, am 3. m. Pr. 2½ Christenl. m. And. u. Seg., 5 Alexianer-Kirche. H. Messen: 7 u. 8. Kompl., 6 Rosenkranz- od. Bruder- And m. Seg. schafts-And... Pred. Allerheiligen-Kapelle. H. Messe: Herz-Jesu-Kirche. H. Messen: 6, 7½Singm.— Nachm. 3 And. m. 8½, 10 m. Pred., 11¼ m. Pred.— 2½ St. Cäcilia. H. Messen: 5½. Christenl. m. And., 6½ And. m. Pred.] Singm. m. Pred.— 2 Kongreg.St. Johann-Baptist. H. Messen: 6, 8 4 Seg.-And. m. Pred., 9½ Hochamt, 11 D. Singm. Elends-Kirche..Messen: 6½ D. Sin m. Pred.— ½5 Christenl. m. And.) 9½ Hochamt.— 5 Kompl. od. deu u. Seg., 5 Pred. u. And.(an Feier- Andacht. tagen Pred. u. Kompl.). St Elisabethkapelle(Antonsgasse) St. Jakob(St. Georg). H. Messen: 6. Messe: 6½ D. Singm.(m. Pre 7, 8 m. Pred.(fällt während der Schul-Franziskaner-Kirche(Ulrichgasse). ferien aus), 9 Hochamt, 11 D. Sing-] Messen: 5½, 6½, 8 Schulmess messe m. Pred.— 3 Christenl..Pred., 10 D. Singm. m. Pred. And., 5½ Kompl, od. And. u. Pred.] Pred. u. And. St. Maria im Kanitol. H. Messen: 5½, St. Josefkapelle(Streitzeuggasse) 7, 8, 9½ Hochamt, 11 D. Singm. m. Messe: 5.— 4 Segensand. m. Pred.— 2 Christenl. m. And., 5/(an Feiertagen Rosenkr.-And.m. Kompl. od. Deutsche Andacht, danach St. Marien-Kapelle(Gereonsklo Predigt. H. Messe: 7 m. Pred.— 2 Ar Maria-Hilf(Rolandstrasse). H. Messen:] Pred. f. d. Marien-Verein, 5 Se 6,7, 8½ m. Pred., 10, 11.Pred.- 2½ Andacht. Christenl. u. And., 6½ Pred. u. And. Kapelle St. Marien-Rospital. H. St. Marlä-Himmelfahrt. H. Messen: 7 m. Pred.— Nachm. 5 Seg.6 m. Predl., 7, 8 m. Pred.(fällt in Kapelle zur schmerzhaften Mutter den Ferien aus), 9, 10 Hochamt,](Severinstrasse)..Messe: 6 m. 1½ m. Pred.— 2½ sakram. And. Kapelle im de Noelschen Marien-Ho Katechese, 5 And. m Pred. □(Pantaleonswall..Messe: 7 m. St. Maria in der Kupfergasse. H. Mes-— Nachm. 5 Seg.-And. sen: 5½, 7, 8¼ m. Pred., 9½ Hoch-Ursulinen-Kirche(Machabäerstrass amt, 71 D. Singm. m. Pred.— 2½ D. Singm. m. Pred.— 5½(in Christenl., 5 Predigt m. Kompl., an 7) And. m. Segen. gedem 4. Sonntag d. Monats 5 UhrSt. Vinzenzkapelle(Stolkgasse). Bruderschafts-Andacht m. Predigt u. Messe: 7.— 2½ Kongregat.-A sabrament. Umgang..1 Andacht mit. Segen. durch sein Hinscheiden in ein besseres Jenseits. Wir verlieren in demselben einen liebevollen, immer freundlichen und gefälligen Kollegen, der uns bei den gemeinsamen Arbeiten stets ein leuchtendes Vorbild von gewissenhafter Pflichterfüllung war. Sein ehrenvolles Andenken wird bei uns nie erlöschen. Die Armenpfleger des 42. Armenbezirks. Ein vorzügliches Weihnachtsgeschenk für Jung und Alt. Vorrätig in allen Buchhandlungen. sen Bettelus Strafgesetz— Die vor's Monaten bstahls und owie deren ier Monate wurde der is und eine rhielt wegen is Monaten. ifgenommen, nisse im Begestohlen.— sechs Wochen Frau durch is verurteilt. ten, weil er ihren Diensti Gefängnis SeidenbandBand und nd an eine Bluse unter2, eine Frau n Gefänguis cht hatte.— strafen von weil sie gemit Stöcken Ein Maurer Wochen Geelen am 8. es und mißate und 14 13. August edene Eisenunerheblich tie, ob eine wegen fahrsung 20 M. Jahre alten Gefäugnis. dlerin Anna Jahrgedächtnis A für die verstorbenen Eheleute Johann Wingen u. Elisabeih Wingen . geb. Windeck. 5 #findet statt am Montag den## m 26. November 1900, morgene 39 Uhr, in der Pfarrkirche St. Aposteln, wozu freundlichst ein # g e l a d e n w i r d. Tocales. + Kirchliches. In der Klosterkirche der Karmeliterinnen KölnLindenthal, Dürenerstraße 89, wird am 25., 26. und 27. November ein feierliches Triduum zu Ehren der am 10. Juni selig gesprochenen Martyrer Dionysius und Redemptus aus dem Karmeliterorden gehalten. Sonntag ½8 Uhr stille h. Messe, 10 Uhr feierliches Hochamt; Montag 7 und ½8 Uhr h. Messen, 9 Uhr feierliches Hochamt und Predigt; Dienstag ½8 Uhr h. Messe, 9 Uhr feierliches Hochamt, 10 Uhr h. Messe. An den drei Tagen ist nachmittags ½5 Uhr Komplet und Festpredigt; Dienstag Tedeum und Schlußfeier. Vollkommener Ablaß kann an einem der drei Tage von allen Christgläubigen gewonnen werden, welche nach würdigem Empfang der h. Sakramente die Kirche der Karmeliterinnen besuchen und nach Meinung des h. Vaters beten. O Personalien. Der außerordentliche Professor der politischen Oekonomie in Wien, Dr. Grünberg, wurde au die hiesige neue Handelshochschule berufen. # Volkszählung. In wenigen Tagen ist im Deutschen Reiche wieder eine Volkszählung vorzunehmen und gleichzeitig findet eine Viehund Obstbaumzählung statt. Daß eine derartige umfangreiche Aufnahme nur bei bereitwilliger Mitwirkung der gesamten Bevölkerung durchführbar ist, bedarf keiner Begründung. Gilt es doch z. B. in Köln allein an rund 80,000 Haushaltungen die erforderlichen Zählformulare— für jede Person eine Zählkarte, für jede selbständige Haushaltung ein Haushaltungsverzeichnis und für jedes bebaute Grundstück eine Zählkarte der Vieh= und Obstbaumzählung— auszuteilen, deren Ausfüllung zu überwachen und die ausgefüllten Formulare in kürzester Frist wieder einzusammeln und an eine Stelle zurückzuleiten. Mit Bedauern muß daher festgestellt werden, daß sich hier bis jetzt trotz aller öffentlichen und persönlichen Aufforderungen noch nicht die genügende Anzahl Herren am Zählgeschäft teilzunehmen bereit erklärt hat. Bei den vielen Behörden und dem bedeutenden Handelsstande hier bedarf es wohl nur des Hinweises auf die erneute Bekanntmachung des Herrn PolizeiPräsidenten und des Herrn Oberbürgermeisters, um in kurzem die noch vorhandenen Lücken in den Zählerreihen ausgefüllt zu sehen. Durch die Anordnungen der Zählungen erwächst für jeden selbständigen Staatsbürger, der irgendwie abkömmlich ist, die Pflicht, sich einige Stunden dem öffentlichen Dienste zu widmen und nach Kräften zur Lösung der im allgemeinen Interesse gestellten Aufgabe beizutragen. Ist doch die Ermittelung der Volkszahl, für die verschiedensten wirtschaftlichen und focialen Fragen von der größten Wichtigkeit und in keinem Kulturstaat mehr entbehrlich. " Die Einwohner von Köln=Nippes und Köln=Niehl beabsichtigen, durch eine gemeinschaftliche Eingabe bei der Stadtverwaltung dahin vorstellig zu werden, die Geleise für die Kleinbahn Köln=Dormagen nicht, wie nachträglich beabsichtigt ist, über die Amsterdamer= straße, sondern wie anfangs projektiert war, über die Niehler= und Sebastianstraße zu strecken, da eine Bahnstrecke über die Amsterdamer= straße für Nippes und Niehl nicht allein zwecklos, sondern sogar schädlich wirken würde. * Der Wechselfälscher Löwengard, welcher am 6. November bei der hiesigen Reichsbank gefälschte Wechsel im Betrage von 30,000 Mark zu diskontieren versuchte, wurde der Frankf. Zeitung zufolge in New=York verhaftet. X Das hiesige Proviantamt hat mit dem Ankauf von Weizen in durchaus guter Qualität begonnen und setzt denjenigen von Roggen, Hafer, Heu und Stroh fort. Leiche gelandet. Vorgestern Nachmittag wurde am linken Rheinufer unterhalb der Frohngasse eine unbekannte männliche Leiche gelandet und nach dem Nordfriedhof in Merheim gebracht. W Viehmarkt=Verlegung. Der auf den 30. d. M. anstehende Kleinviehmarkt wird auf Donnerstag den 29. d.., vormittags 10 Uhr beginnend, verlegt. * Kölner Stadt=Theater. Heute: Ab.=Vst. 75. Brigitte. Komische Oper in 3 Aufzügen von A. Messager. Anf. 7, Ende 9¾ Uhr.— Sonntag: Ab.=Vst. 76. Die Bettlerin vom Pont des Arts. Lyrische Oper in 3 Akten und einem Vorspiel von 8 geb. Lützeler, und Herrn findet Montag den 26. November, morgens 19 Uhr, in der Pfarrkirche St. Peter zu Köln statt. Die h. Messe für das verstorbene Mitglied Johann Hubert kraussen findet Sonntag den 25. November, morgens 11 Uhr, in St. Ursula statt. mArbeitergesuche für den Kathol. Arbeiterverein mittlerer Stadtteil bitte zu richten an Herrn Jakob Rettesoven, Filzengraden 12. Gesetzlich erlaubt!#l# Nächste Ziehung I. Dezbr. # Jähr.14 Klassen, da v. 2Klassen grat.- Abwechs. Pauottr. in 180,000, 105.000, 102.000, K 90.000. 45.000. 30.000, 25.000, 17.000, 12,000 etc. Jedes Los ein Treffer H Sbieten die aus 100 Mi griedern best. Scrienlosgesellschaften. B 40.000 Lose u. 40.000 Treffer # Monatl. Beitrag 4 Mark pro Antell und Klasse. E Anmeldungen nimmt entgegen# #2 Phil. Klotz. Frankf. a. M. Nr. 100a. Für Landwirte Milchflaschen bt direkt an Konsumenten ab Kölner Glasfabrik Nippes. Fräulein oder Witwe, 20—30 J. alt, mit—6000 Mart Bargeld, findet sofort oder später vorzügliche Existenz. Bes. Kenntnisse nicht erforderlich. Off. u. Nr. 2119 an d. Geschäftsst. d. Bl. ., 9½ Hochamt.) an Festtagen Hochamt.— Nachm. 2 Segens-And., 5 Beg.-And. m. Pred. t. And. m. Pred. Kapelle der Barmherzigen Brüder(Brüs5½, 6½ m. Seg., selerstrasse). H. Messe: 8 D. Singm. red., 9½ Hoch- m. Pred.— 6½ Andacht. m. Pred.— 3 Oeminikaner-Kloster(Melchiorstr. 35). 1. Seg., 6 And., II. Messen: 6½, 8½ D. Singm., 10½ D. Singm. m. Pred.— 6 Pred. u. And. Straße von Karren mitsortemonnaie 10 Markstück. vorbestrafter Gefängnis. ges mit drei Von (Militär-Gottesdienst) am 1. und.] bis Oster Sonntag und an allen Festtagen. tenl. m. Humholdt-Kolonie. H. Messen: 7½ m. Sülz. H. M Pred., 9½ Hochamt m. Pred.— 3 amt, 10½ And. m. Christenl. m. And., Mülheim a. Rhein. Pfarrkirche.) tagen### H. Messen: 5¾, 7, 8¼ m. Pred., Lindenthal. 9½ Hochamt, 11 m. Pred.— 2 And. amt, 11 für die Kinder der 2. bis 4. Kl., 3/ Christen And. u. Christenl. für Erwachsene. And. m. u. Kinder der I. Kl., o And. und nen-Kl Pred.# Klemenskirche. II. H. Messe Messen: 8, 9 m. Pred. am., 5. u. Müngersdor 4. Sonntage u. an allen Festtagen, amt. Pre anl Militär-Gottesdienst m. Pred. messe — 2½ Andacht für die Kongregat. Christen junger Kaullente, am 3. Sonntag 3¼ Melaten. And. für die Mitglieder d. 3. Ordens 4 Rosen m.’red., am 2. u. 4. Sonntag 3¼. Sonntag für die Marianische Jünglingskon- Kloste greg.# In der Kapelle des Drei- H. Messt königen-Hospitals: H. Messe— 4 sak 7.— 5 Segen-Andacht. ∆ Herz-Ehrenfeld. Jesu-Rektorat. H. Messen: 6, m. Kind 7½2, 9½ Hochamt, 11 m. Pred.— 9¼ Hocl 2 And. m. Christenl., 4 Männer-] für diei Kongr. m. Pred., 5¼ And. m. Pred.] lehre, 5 Buchheim(Rektorat). H. Messen: 7½ pelle: m. Pred., 6½ Hochamt, 11 m. Pred. Nippes. H an Festlagen h. Messen: 6, 7½, 9½ 7½ und Hochamt).— 2½ And. m. Christenl.] m. Pred Kalk. II. Messen: 5¾, 612 m. Pred.,— 2 un m. Pred., 8½ m. Pred.. 9¾ D. And.(1 Singm. m. Presl., 10¾ Hochamt.Niehl. II. Pred.— 2 Christenl. m. And. für die amt m. Kleinen, 3 Christenl. u And. für.] And., 4 ält. Schulkinder u. Erwachs. 5 Bet-] Andacht and. m See.(im Advent u. d. Fastenz. Riehl. II. m. Pred.).# In der Hospital- 9½ Hoc Kapelle: H. Messe 7¼ m. Pred. Merheim. 9 In der Mariahilf-Kapelle: 91 II. esse 7½. 12 Poll. H. Messen; 7, 9½ Hochamt m. Preil.—# Christenl. m. And.— Lon Von Allerheiligen bis Ostern: H. 91 Messen 7½ u. 10 Uhr. erstag Abend Land und die ann dankte ig und sprach sehe, die im trumsführers uch die Liebe u im Jahre isterten VorLand, durch hingewiesen, Worten den 1. Bekanntein deutschen dem Vorsitz Generalverr des Bundes eten und so en.— Nach at über die anschloß. hland hielt Münster eine schäftsführer, aiser eröffnet seinen Ausig seit Ende h) stellte eini einst und is einem Gevar auf dem Ein StillRückschritte. jäher bezeich in trauriges eiter in den t und sittliche ißkapitalisten eine gesetzlich und Staatsganisationen reform, und ud die Kome dürfe man en wir zum r Vorsitzende erung in die Köln, Ehrenstrasse 2. Special-Gesch in fertigen Vereins=Nachrichten. B Die Krankenkasse der Bäcker=Innung hielt am Donnerstag Abend im Krystaklpalast eine Generalversammlung ab, in welcher nach Thätigung der statutgemäßen Wahlen der Kassenvorsitzende Dehrigs Bericht über den Stand der Kasse erstattete. Derselbe wurde als ein erfreulicher nezeichnet, da trotz der ungünstigen Gesundheitsverhältnisse dem Reser##efonds 1000 M. überwiesen werden konnten. Der Kampf gegen der Apothekerring werde bis zum äußersten durchgefochten werden und ha##te die Kasse an den Maßnahmen des Krankenkassenverbandes unter allen Umständen fest. Obermeister Mehren billigte den Standpunei des Kassenvorstandes in der Apothekerfrage und sprach dem Vorstand und dem Rendanten seine Anerkennung aus, welcher die VVersammlung durch Erheben von den Sitzen besonderen Ausdruck giebt Die Versammlung erklärte schließlich, mit allen Kräften für die Selbständigkeit der Innungskasse, welche eine für die besonderen Verhältnisse des Bäckergewerbes notwendige Einrichtung sei, eintreten zu wollen. % Der Rheinische Bauernverein hält am Dienstag, 11. Dezember, nachmittags 3½ Uhr im Fränkischen Hof hierselbst seine Generalversammlung ab, in welcher nach Erstattung des Jahresberichts Hr. vom Hövel über ländliches Bauwesen, Hr. Brors über Handelsverträge sprechen wird. Vor der Generalversammlung findet eine Vorstands= und Ausschußsitzung statt. Goldene Damen=Uhren von 20 K. an und höher, B„„ Herren=„„ 35 M„„„ ülberne Damen=„„ 10 M.„„„ „ H e r r e n=„„ 1 0 M„„„ Regulateure. Wand=, Stand= und Weckeruhren, Uhrkctten für Damen und Herren in Gold, Silber, Doublé 2c. Halsketten, Medaillons, Kreuze, Ringe, 9 3 Fravatten=Radeln, Broschen, Ohrringe, Arm•a∆ u bänder, Colliers. Specialität: Goldene Trauringe. Brikanten=, Diamanten=, Granaten=, Korallen= und kantasteschmuck. Werkstätte für Uhren= und Goldwaren. Reparaturen sowie für Neu=Arbeiten i# Hause. rich. H. Messen: 7 m. Homilie, Hochamt m. Pred.— 4 Christenl. And.(an Feiertagen Kompl.). Aus Dororten und Umgebung. 2r Mülheim a. Rh., 23.Nov.1900. Hier starb gestern der Sohn eines hiesigen Polizeibeamten, der sich beim Hantieren mit einem Flobertgewehr in den Kopf geschossen hatte. * Rheinhöhe am 23. Nov., abends 6 Uhr m 2,13—.05. Köln, 65 Breitestraße 65. neden Bazar Münzer. Fachmann garantire für solide und dauerhaft Gold und Silber werden in Zahlung genommen Seite 3. Kölner Local-Anzeiger Nr. 322= Samstag, 24. November 1900. Cres ase baste eshe e ese ee eug! . eut bus un. Waaren= leDe er Geiähnge nn, Eit Gesr Selchrce Weschastei- Cce, Mande= ergasse 70 Sener, undb ue und Mäntesi“; Paletots Soxtieren, Läuferstofte 1 Div ren wie Beten Sesolie sch, cehchce. 2c. ische und Stugftd Nacht 9, Oefen C. kleine e Gindberiähge Kleine Proßtes Geschaet#. ungen eichte Auswahl. 5 Winter-Unterzeuge Hemden, Hosen, Jacken etc. Leibbinden, Kniewärmer, Gamaschen. Dumen- u. Kinderstrümpfe, Herren-Socken, Sweaters, Jagdwesten empfiehlt Andreas Sinn, Altermarkt 36/38, Ecke Martinsbogen. Fernsprecher Zoolog der Kapelle des Infanterie-Regiments Freiherr v. Sparr, 3. Westfälisches Nr. 16, unter Leitung des königl. Musik-Dirigenten Herrn W. Beez. Samstau den 24. November, nachmittags 3½ Uhr: Erster Teil: „Unter dem Siegesbanner“, Marsch von Bion. Ouverture zur Oper„Zampa“ von Herold. „Das Goldkäferl“, Polka caprice von Sebor Intermezzo aus dem Ballet„Naila“ von Delibes. „Im Maien zu Zweier“, Walzer von Voll tedt. Fantasie über„Mozartsche Themer“ von Kling. Zweiter Teil: Onverture zur Oper„Mignon“ von Thomas. „Die Wachtparade kommt“, Charakterstück von Eilenberg. „Zigeunerständchen“ von Nehl. „Wandelbilder“ von G. Scherz. „Gavotte“ von Fliege. „Immer oder Nimmer“, Walzer von Waldteufel. (Nachdruck ist nicht gestattet.) Panorama International, früher An St. Agatha. jetzt Breitestraße 96, 1. Et.„ Geöss.tägl., auch Sonn= u. Feiert., v. Morg. 9bis Ab. 9 Uhr. Eintr. 30 J. Kind. 20h. Nur noch bis morgen(Sonntag) Abend 9 Uhr: Rom! 2 Weingrosshandlung Albert Johnen Nachf., Inhaber Joseph Eck, Köln, Gereonsdriesch 12, Telephon 3243. Verkauf zu Originalpreisen in der Filiale: Dominikaner 5 und den Niederlagen: Joseph Gottwald, Altermarkt 18. Wilh. 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