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Jannar 1899, Vormittags im großen Saale des Tco-Bau zu Ehrenfeld Tages=Ordnung: Gewerbegerichts=Wahl. Bewährte Redner haben zugesagt. den 8. Jannar 1899, Abends 6 Uhr, im Saale des Herrn Wisdorf, Neußerstraße 204, zu Nippes. Redner: Herr Reichstags=Abg. Stötzel(Essen). Alle Arbeitnehmer, welche unsern Candidaten ihre Stimme geben wollen, werden dringend eingeladen. Christliche Arbeiter! Keiner von Euch darf bei der Wahl zurückbleiben! Wer noch keine * s einen S Schein, oder Wahlbescheinigung hat, hole sich an den nachstehenden Stellen einen fülle seine Personalien aus und lasse ihn von seinem Arbeitgeber von dem Bezirks=Commissar unterzeichnen: Anno=Haus(Annostraße), Volks=Bureau(Breitestraße 108) von 10—12½,—7 Uhr, Sonntag von—11 Uhr, ferner in den Sonntag den 8. Januar stattfindenden Versammlungen der Katholischen Arbeiter=Vereine: Köln(Nord): Nest. Vogel, Ursulastr.,—10 Uhr Abds. (Mitte): Rest. Bendheuer, Mühleng. 1,—10 Uhr Abds „(West): Nest. Weismantel, Ehrenstr. 74,—10 Uhr Abds (Süd): Anno=Haus, Annostraße. Köln=Ehrenfeld: Leo=Bau, Philippstraße. Köln=Nippes: Restauration Wisdorf, Neußerstraße 264 Das Wahl-Comité der vereinigten christlichen Arbeiter-Vereine und der christlichen Gewerkschaften. bekam namentlich das auslautende e öfter eine ignoble Klangfarbe, indem man fluthän anstatt fluthen und Thatän für Thaten hörte. Die Hauptsache bleibt, daß der Künstler es wie wenige versteht, eine Zuhörer zu packen und stetig zu interessiren. Deshalb wird er nie, wie es in dem von ihm so schwungvoll gesungenen Liede Der Schatzgräber heißt, die Mühe und Zeit umsonst verlieren Wie poetisch wußte er nicht gerade dieses Lied auszumalen, wie gut den Ton für das folgende, Der liebliche Stern, zu treffen! Und mit welch' jubelnder Zuversicht sang er das Lied in den Saal hinein! Das elektrisirte Publicum jubelte den Künstler so oft heraus, bis er es wiederholte. Und wie für dieses Lied, so wußte er für jede Nummer den richtigen Ton und Ausdruck zu finden. Als congenialen Begleiter hatte er wieder Aug. v. Othegraven zur Seite, der ihn bei dem Liede Waldesrauschen pianistisch so trefflich unterstützte, daß die kunstverständige Zuhörerschaft ihn durch einen Hervorruf ehrte, dem der bescheidene Künstler nur zögernd folgte. Die 16 Lieder, die Wüllner an diesem Abend zum Vortrag brachte, entstammen den Jahren 1821—26 und sind auf Texte von Karoline Pichler, Goethe, Schober, Sculze, Mayrhofer, Fr. Schlegel, Seidl, Leitner und Schütz componirt. Der vierte und letzte Abend soll Donnerstag den 9. Februar stattfinden. ch Die Zukunft Köln=Niehl's muß als eine besonders hoffnungsvolle bezeichnet werden. Dieser Vorort soll nämlich nicht weniger wie drei Bahnen erhalten und zwar möglichst bald. erste Bahnlinie soll von Niehl über die Amsterdamerstraße, dann über Köln's Rheinufer bis nach Rodenkirchen führen. Die zweite Linie ist die von Dormagen über Merkenich geplante Rheinuferbahn, die von Niehl aus über die Niehlerstraße durch Nippes auf Köln zu führen soll. Eine dritte Bahn endlich ist bestimmt, als Querbahn Niehl mit dem Hinterlande bis nach Frechen hin zu verbinden. Sie wird am Rheine münden und dort mit einer Vorrichtung zum Verladen auf die Schiffe bedacht werden. Diese Querbahn könnte eine besondere Bedeutung noch dadurch erlangen, daß sie mehrere Staatsbahnen durchkreuzt, und so ermöglicht, den starken Güterverkehr nach dem Rheine hin abzuleiten und so den Güterbahnhof bei Köln zu entlasten. Somit waren also die besten Vorbedingungen gegeben, welche den Vorort KölnNiehl außerordentlich zu heben im Stande sind. Aufgabe der Bewohner Niehl's wird es sein, zeitig darauf hinzuwirken, daß nun auch der kommende Aufschwung möglichst den Ortsbewohnern selbst zu gute komme und nicht, wie es so oft geschieht, fast ausschließlich fremden Ansiedlern und Unternehmern zufällt. Freunde! Gesinnungsgenessen! es Den Die Arbeiter des westlichen Stadttheils Köln, welche noch keine Legitimation für die Gewerbegerichts=Wahl haben, können dieselbe beziehen im Bureau(Volksburcau) 0. Jannar MUS Abends 3 Uhr, bei Weismantel, Ehrenstraße 74: Vortrag des Hru. Kaplan Bremer, dann Besprechung Gewerbegerichts=Wahl. über die Alle Mitglieder und alle christlich=gesinnten Arbeiter sind dazu freundlichst eingeladen. Die Familien=Mitglieder bitten wir möglichst zu Hause zu lassen. Präses und Vorstand. Tocales. □O Stadtverordneten=Versammlung. In dieser Woche finde eine Sitzung der Stadtverordneten=Versammlung nicht statt. * Kirchliches. Gestern Morgen wurde im Dom am MuttergottesAltar ein Jahrgedächtniß für die am 16. December 1868 hierselbst verstorbene Frau Charlotte Sybertz, geb. von Steinmacher, gehalten. Nach dem l. Meßopfer wurden fünf unbemittelte Brautpaare aus dem Arbeiterstande getraut, welche an- einer Stiftung der genannten Wohlthäterin auch ihre Ausstattung erhielten. 0 Die Goldene Hochzeit feierten gestern die Eheleute Jacob Klöster und Anna, geb. Kürten, Weidengasse 29. Der Mann ist 80, die Frau 75 Jahre alt. Von Seiten der Nachbaren war das Wohnhaus der Jubilare geschmückt worden; auch hatten dieselben Vorkehrungen getroffen, um den alten Leuten eine weitere Freude machen zu Blutvergiftung. In der Berliner Börsen=Ztg. lesen wir folgende Drahtmeldung vom 6..:„Der Oberarzt des Kölner Hospitals, der berühmte Chirurge Geheimrath Professor Bardenheuer, ist an Blutvergiftung schwer erkrankt, so daß bereits ein zweimaliger operativer Eingriff nöthig wurde; der Zustand des Patienten war in der verflossenen Nacht sehr bedenklich, immerhin haben die behandelnden Aerzte die Hoffnung nicht völlig aufgegeben.“ Glücklicher Weise ist die Meldung stark übertrieben. Allerdings hat sich Hr. Prof. Bardenheuer bei einer Operation eine kleine Infection zugezogen, in Folge dessen auch ein operativer Eingriff an einem Finger nothwendig wurde. Gefahr ist indessen nicht vorhanden, vielmehr wird Hr. Prof. Bardenheuer voraussichtlich in einigen Tagen wieder hergestellt sein. n D e r d r i t t e S c h u b e r t= L i e d e r= A b e n d v o n D r. L u d w i g Wüllner brachte wieder viel Interessantes und Schönes. Der Künstler war stimmlich sehr gut aufgelegt. Die Stimme würde noch ausdauernder sein, wenn der temperamentvolle Sänger sich zuweilen mehr mäßigte und einzelne Vocale etwas dunkeler färben wollte; so Gerichts=Verhandlungen. Strafkammer. Der Maschinist Paul Derkum aus Sürth und seine 28 Jahre alte Frau Josefa, geb. Kovalleck aus Posen, stehen unter der Beschuldigung, in den Jahren 1897 und 1898 fortgesetzt ihre Töchter bezw. Stieftöchter vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben, und zwar die Ehefrau mittels eines Messers, eines Stocheisens und anderer gefährlicher Werkzeuge. Der Ehemann soll ferner seine neunjährige Tochter Anna mit der Begehung des Verbrechens des Todtschlags bedroht haben. Die Verhandlung förderte das Bild eines sehr traurigen Familienlebens, dessen Opfer die Kinder wurden, zu Tage. Festgestellt wurde, daß die Kinder oftmals nicht gefolgt und Ausschreitungen begangen haben, wie sie bei allen Kindern vorkommen. Aber es ergab sich nichts für die Annahme, daß die Kinder besonders böse geartet wären und eine besonders schlimme Züchtigung benöthigt hätten. Erwiesen wurde u.., daß die Frau eines der Mädchen zwei Mal mit dem Stocheisen geschlagen, mit dem Messer gestochen, mit einem Besenstiel auf den Kopf geschlagen und mit einem Messer nach ihr geworfen hat, wodurch eine Fingerverletzung entstand. Ferner hat sie ein anderes Mädchen zwei Mal mit dem Stocheisen und ein Mal mit einem Handstäuber geschlagen. Es handelt sich dabei um Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren. Von einer Ausübung des der Mutter zustehenden Züchtigungsrechtes kann in den gegebenen Fällen keine Rede sein. Sie hatte nicht die Absicht, die Kinder durch Bestrafung zu bessern, sondern es ist anzunehmen, daß die Absicht der Mißhandlung die Hand der Mutter ge leitet hat. Der Vater erhielt eine Geldstrafe von 30 Mark, die Rabenmutter wurde zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt. Vereins=Nachrichten. + Der Kölner Eifel=Club hielt am Donnerstag=Abend seine Jahres=Versammlung im Hochzeitssaale der Lesegesellschaft. Der stell vertretende Vorsitzende, Herr Kröffges, gab in seinem Geschäftsbericht einen Ueberblick über den Eifel=Verein seit seinem Bestehen und hob die Verdienste hervor, die er sich um die Eifel erworben hat durch Belehrung und Förderung bezüglich der Schafzucht, der Nutzbarmachung von Oedländereien, der Düngerwirthschaft, landwirthschaftlicher Versuchsbauten, Förderung der Gründung von Molkerei=Genossenschaften, der Bienenzucht, der Geflügelzucht und durch Erschließung von Absatzquellen für Eifel=Producte. Ferner wurden Sparvereine gegründet und der Bezug von Düngemitteln und Saatgut erleichtert. Selbstverständlich wurde die Touristik eifrig gepflegt und der Fremdenbesuch sehr gehoben. So hat der Verein und hauptsächlich der Kölner Eifel=Club für die wirthschaftliche Hebung der Eifel gewirkt. Der letztere hat sich stets gegen das Fallenlassen des wirthschaftlichen Prin civs im Eifel=Verein gewandt und auch dies Mal einen entsprechenden Beschluß gefaßt. Geplant ist jetzt eine Durchforschung der Eifel auf abbaufähige Erze. Die Mitgliederzahl des Eifel-Clubs beläuft sich auf 198. Den Einnahmen von 426 M. stehen 436 M. Ausgaben gegenüber, worunter die Ablieferung von 1 M. für jedes Mitglied an den Hauptvorstand des Eifel=Vereins einbegriffen ist. Der wichtigste Punkt der Tages=Ordnung betraf die Wahl eines ersten Vorsitzenden als Ersatz für den verstorbenen Eisenbahn=Directions= präsidenten Rennen, der das Amt viele Jahre lang verwaltet hat. Die einstimmige Wahl fiel auf Herrn Eduard Freiherrn v. Oppenheim. Zum Schluß hielt der stellvertretende Vorsitzende einen sehr instructiven Vortrag über die Mineral=Quellen, worin er die Entstehung derselben als eine Folge der auslaugenden Thätigkeit des Wassers eingehend und anschaulich schilderte. Das Vorkommen der Kohlensäure in der Eifel ist so massenhaft, daß z. B. in der Umgebung des Laacher See's allein über 1000 kohlensäurehaltige Quellen und in der Umgegend von Daun gegen 500 saure Quellen festgestellt worden sind. Bekannt sind die ungeheuern Massen von Kohlensäure, die bei Burgbrohl jahraus jahrein gewonnen werden. Den Werth und Nutzen solcher Quellen hat schon das Alterthum erkannt. Die Quellen von Baden=Baden, Wiesbaden, Teplitz, Pyrmont usw. waren schon den Römern bekannt, und auch in der Eifel blieben ihnen die Mineral=Quellen bei Daun, Gerolstein, Birresborn, Malmedy usw. nicht verborgen. Der Redner schließt mit einer Hervorhebung des in dieser Hinsicht noch zu wenig beachteten Ortes Daun, der sich für einen Bade= und Luft=Curort nach seiner Ansicht vorzüglich eignete. Sonnendrogerie jetzt Friesenstrasse 85, Ecke Friesenwall.* * Aheindöns am 7. Jan., Abeuvs 7 Uhr m.43—.27. Am Diustag den 10. Januar ist Wahltag. Um was handelt es sich bei der Wahl? Hier Social=Demokratie— mer Christlich=Sociale! Oder sind es etwa keine Social=Demokraten, die uns gegenüberstehen? Christliche Arbeiter! Laßt euch nicht dadurch täuschen, daß die Social=Demokraten ihren rothen Mantel in den Schrank gehängt und in das Gewand der freien Gewerkschaften sich gehüllt haben. Jeder, der mit dem öffentlichen Leben nur etwas vertraut ist, weiß, was er von diesem Kleiderwechsel zu halten hat: Die freien Gewerkschaften sind die Kerntruppen der Social=Demokratie und demnach auch ihre Candidaten zielbewußte Social=Demokraten! Christliche Männer! Könnt ihr es mit euern Grundsätzen vereinbaren, für eine Partei zu stimmen, die thatsächlich nur darauf ausgeht, die Arbeiter fort und fort zu verhetzen, deren Existenz geradezu von der Verhetzung der Arbeitermassen abhängig ist, und die darum auch diejenigen Männer am meisten beschimpft, die in uneigennützigster Weise in den Dienst des arbeitenden Volkes sich gestellt haben und seine Lage durch die That, nicht durch einen Schwall von Phrasen zu bessern Durch fortwährende Verhetzung ist eine Besserung der Lage der Arbeiter nicht zu erreichen, das muß doch jeder einsehen, der noch ein wenig Vernunft hat.„Friede ernährt, Unfriede zerstört!" Das ist ein altes Sprüchwort, und„Zwei harte Steine mahlen nicht gut.“ Auch wir wollen allerdings keinen faulen Frieden, auch wir huldigen nicht dem Harmonie=Dusel, wobei die Arbeiter die Geleimten sind! Wir wollen einen Frieden haben, wie er nur erzielt werden kann, wenn beide Theile — Arbeitgeber und Arbeitnehmer— sich auf den Boden des praktischen Christenthums stellen, des Christenthums, das nicht zweierlei Maß kennt. Wir stehen auf diesem Boden und wir werden uns nicht davon abdrängen lassen, wenn auch manche Arbeitgeber in der Behandlung ihrer Arbeiter christliche Grundsätze vermissen lassen. Und darum betonen wir überall das Christliche und treten bei den Wahlen für christliche Candidaten ein. Wenn dadurch ein Zwiespalt unter der Arbeiterwelt entstanden ist, so tragen nicht wir die Schuld daran. Wer war eher da? Das Christenthum oder die Social=Demokratie? Wenn Christenthum und Religion mit den wirthschaftlichen und politischen Kämpfen und mit den Wahlen nichts zu thun haben, warum ließ denn die Social=Demokratie, die doch angibt, nur für die Arbeiter einzutreten, bei diesen Kämpfen das Christenthum nicht aus dem Spiel? Was veranlaßte sie denn, das Christenthum fort und fort zu schmähen; bei jeder Gelegenheit, in Fabriken, in den Werkstätten, in Versammlungen und auf der Straße, in Zeitungen, Flugschriften usw. das Heiligste, was wir haben, in den Koth zu ziehen? Das ist der Grund, der die Arbeiter in zwei Lager gespalten hat! Nur durch diese wüste religionsfeindliche Agitation und ihre durch nichts zu überbietende Unduldsamkeit hat sie uns den Kampf aufgezwungen. Wir nehmen ihn auf, wie es Männern geziemt und halten es für eine Gewissens- und Ehrensache, ihn durchzufechten. Christliche Männer! An euch ist es nun, am Dinstag zu zeigen, daß ihr mit uns eines Sinnes seid, indem ihr für unsere Candidaten eintretet. Die Männer, die wir euch empfehlen, werden im Falle ihrer Wahl enere bedrohten Rechte mannhaft und entschieden vertheidigen— darauf könnt ihr euch verlassen. Sie wissen, wo den Arbeiter der Schuh drückt; und ihre christliche Gesinnung bürgt uns dafür, daß sie in euch ihre Mitarbeiter und Mitbrüder erblicken und als solche behandeln. Noch ein Mal, christliche Männer, laßt euch nicht täuschen von den rothen Genossen, die euch jetzt wieder mit schönen Worten:„Arbeitsbrüder“ und dergleichen um den Bart gehen und nach der Wahl wieder als„Pfaffenknechte“,„Dumm=" und köpfe“, charaker= und willenlose Menschen euch bezeichnen. Zahlt den Schimpf und die Schmähungen, mit denen sie euch und euere Candidaten in den letzten Tagen so freigebig bedachten, dadurch, daß ihr Mann für Mann eintretet für unsere Candidaten. Ihr könnt siegen, wenn ihr wollt; das hat die letzte Wahl bewiesen, wo es sich um wenige Stimmen handelte. Drum alle Mann auf die Schanzen! Keiner darf fehlen! Candidaten sind: Büschgens, Nikolaus, Dreher, Nippes, Einheitstraße 23. Döring, Georg, Schlosser, Deutz, Arminiusstraße 7. Fink, Christ. Joseph, Former, Deutz, Nassaustraße 34. Hein, Stephan, Schlosser, Ehrenfeld, Schönsteinstraße 29. Kügelchen, Joseph, Schmied, Deutz, Ferdinandstraße 14. Schüßler, August, Schlosser, Nippes, Sechszigstraße 4. Becker, Johann, Maurer, Köln, Agrippastraße 96. Bertram, Stephan, Bauschreiner, Köln, Friesenwall 102. Decker, Cornelius, Maurer, Ehrenfeld, Venloerstraße 248. Gronenwald, Mathias, Zimmermann, Sülz, Sülzburgstraße 95. Hagen, Friedrich, Stuccaturer, Köln, Friedrichstraße 17. Klein, Wilhelm, Maurer, Köln, Zülpicherstraße 8. Meyer, Wilhelm, Maurer, Nippes, Thüringerstraße 19. Schäfer, Joh., Maurer, Nippes, Florastraße 131A, Blaschke, Karl, Schreiner, Köln, Am Hof 47. Buse, Joh., Graveur, Köln, Peterstraße 8. Dahlmann, Karl Aug., Kaffeebrenner, Köln, Perlengraben 41. Danz, Joh. Gerh., Tagelöhner, Köln, Thürmchenswall 8. Franke, Frz. Mathias, Fabrikarbeiter, Nippes, Merheimerstraße 262. Klein, Cornelius, Hobler, Poll, Salmstraße 97. Knoop, Rovert, Kellner, Köln, Elstergasse 9. Müngersdorf, Philipp, Tagelöhner, Sinnersdorf: Preuß, Fritz, Kellner, Köln, Sternengasse 97 Schütz, Joh., Fuhrmann, Köln, Maybachstraße 104. Seiwert, Clemens, Schlosser, Köln, Weberstraße 4. Tönnessen, Hubert, Schriftsetzer, Lindenthal, Bachemerstraße 134. Die Wahl findet statt am Dinstag, den 10 Januar, Morgens von 10—2 und Abends von—9 Uhr in folgenden Bezirk 1(weiße Bescheinigungen), Wahllocal: Karl der Große, Bezirk 2(rothe Bescheinigungen), Wahllocal: Waldschlößchen: Köln=Arnoldshöhe, Bonnerstraße 130. Bezirk 3(gelbe Bescheinigungen), Wahllocal: Hansa=Saal, WeiBezirk(blaue Bescheinigungen), Wahllocal: Drei=Kaisersaal, Ehrenfeld, Venloerstraße 196. Bezirk 5(grüne Bescheinigungen), Wahllocal: Restauration Th. Lärsch, Nippes, Neußerstraße. Bezirk 6(graue Bescheinigungen), Wahllocal: Kaiser=Saal, Deutz, Siegburgerstraße. Auf der Rückseite der Wahlbescheinigungen ist das Wahllocal bezeichnet Die Bescheinigung ist mitzubringen und vorzuzeigen. Dann wird der Stimmzettel wie bei der Reichstags=Wahl zusammengefalten überreicht. Das Wahl=Comité der vereinigten christlichen Vereine und der christlichen Gewerkschaft Unsere □ hasten. Seite 4. Die diesjährigen frischen Füllungen meines beliebten und erprobten Lahusen’s Jod EisenLeberthran (Bestandtheile: 100 Th. Thran, 0,2 Jod-Eisen) kommen zum Verkauf. Erwachsene und Kinder, die Leberthran nehmen wollen, sollten jetzt mit dem Ein nehmen beginnen, oder einenVersuch damit machen. Jedemandern Leberthran vorzuziehen, da bedeutend wirksamer, besser schmeckend, leichter zu nehmen und zu vertragen. Eine längere, regelmässige Kur sichert die besten Erfolge. Preis der Originalflasche 2 oder 4 M. Leztere Grösse für längeren Gebrauch profitlicher. Beim Einkauf achte man auf die Verpackung im grauen Kasten und auf den Namen des Fabrikanten Lahusen, Apotheker in Bremen, der von aussen aufgeklebt ist. Stets frisch in allen Apotheken Köln's, den Vororten, Ponr. 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Fernest'sche Lebens-Essenz welche mir in Kopf und Gehor gezogen war und an schwerett)###tact otzug Erfolg. Seit ich ihre Lebens=Essenz gebrauche, Druck im Magen. Nachdem mir andere Medicamente nichts genütztswandt, jedoch ohne Erfolg. Seit Mgu##a neriges denen ich eine Kleinigkelt Essenz gab, immer gehört, daß soforfseHgsessscz##. Decghiher 1897. Frau Wolf,. Hebamme. rieig eiutrgt Vor Jahren(lut Wetzlar, 19. December 1897. Garl Loll. Nr. Fernest'sche Lebens-Essenz, 1c Un I. #M2 Köln ½. 147. Der angezeigte Janz- und Anstands-Cursus beginnt Für Damen um 7 Uhr und für Herren 8½2 Uhr abends. Noch einige Damen und Herren können beitreten. Sprechstunden von 11 bis 1 und 3 bis 5 Uhr. Wwe. P. A. Janssen. Für Fernest'sche Lebens-Essenz. Eut Syiet scoens- ungen im, nM Pechchond. Der Aosat dut ich wlicher. Keaschielieder Regengenr sch ulgshasten und ver uuue unmeuns gug ae Ise Acheitsgzac der Ataussen br ia haut gr euzgten, te Danzig, Reitbahn, 10—13, 1897. August Balkowskl. Prangenau, b. Wilkendorf. 9. März 1897. emme racme:: Man verlange als Garantie den Namen C. LUCK, COLBERG." wählen, sondern auch die äußere Verpackung nachahmen. C. Lilck, Colberg. Die Betrüger gehen soweit, daß sie nichtlnur ähnliche Namen Das Publikum hüte sich vor Nachahmungen! wählen, sondern auch die äuseri besorgen und verwerten H.& W. Pataky Berlin N Luisen-Strasse 25. Gegr. 1882. □ Bis jetzt 30 000 über Aufträge zu Anmeldungen Verwertungsverträge für ca. 2¾ Millionen M. Auskunft u Prospecte gratis. Properes für jungen Mann, bess. Handwerker, pro Woche.50. Plankgasse 2 Zwangsversteigerung. ommisaaflfserfung sollen die im Grundbuche von Koln Wie heißt doch das vortreffliche Mittel gegen gerissene Hände u. rauhe Haut? Es hat Dir ja so gut geholfen? Das Mittel heißt: „Manol“, kostet nur 25 Pfg. und ist in Drogerien und besseren Colonialwaarenhandlungen zu haben. 1. Hammelrath, prakt. Magnetopath, Mitglied d. 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Möchtet Ihr diesen Euern Glaubensgenossen nicht auch helfen, damit sie recht bald ein Kirchlein und eine Schule bekommen? Gott soll's segnen! Wilh. Frank, Pfarrer bei St. Pius. Berlin, Pallisadenstr. 73. degen Einbruchsdiebstahl versichert zu billigen und festen Prämien auch bei Reisen Versicherungs=Gesellschaft Fides in Berlin. Empfehle allerfeinste Brannschweiger Wurst= und Fleischwaaren, Probekisten, 8 Sorten Wurst je 12 kg Mark 9,80 franco gegen Nachnahme. Verlangen Sie Preisliste. Eduard Gerlhof, Braunschweig-Gliesmarode. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen oetrogene, Spn u. u. 819/149, Katharinengraben 15, Hofraun, a) Wohnhaus mit Hofraum, b) Werkstätte, groß: 1 Ar 92 Quadratmeter, 1536 Mark Nutzungswerth; eingetragene Eigenthümerin: geschäftslose Ehefrau des Wirthschaftsgehülsen Wilhelm Josef Hallmanns, Maria Sibilla geb. Kempers zu Köln, Flur 1 Nr. 44418, Severinstraße 18, Hofraum, a) Wohnhaus mit Anbau, Veranda und Hofraum, groß: 1 Ar 42 Quadratmeter, 1800 Mark Nutzungswerth; eingetragene Eigenthümer: Eheleute Johann Christian Görissen, Bierbrauer und Wirth und Franziska geb. Schuster— genannt Schinnemann— zu Köln. Köln. Flur 5 Nr. 630/40, Filzengraben 34, Gebäudefläche, worauf a) Wohnhaus, groß: 1 Ar 08 Quadratmeter, 2400 M Nutzungswerth; eingetragene Eigenthümerin: Wittwe Gerhard Christian Neuß, Eleonore geb. Deuringer, ohne Geschäft, zu Köln, Flur 5 Nr. 862/38, An Lyskirchen 1a, Hofraum, a) Wohnhaus mit Hofraum und Anbau, b) Hinterhaus, groß 2 Ar 46 Quadratmeter, 3000 Mark Nutzungswerth; eingetragene Eigenthümerin: Wittwe Gerhard Christian Neuß, ftzu Köln, Eleonore geb. Deuringer, ohne Geschäft, zu am 10. Februar 1899, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht— an Gerichtsstelle— Zimmer 91. K5R 1. Stock, westlicher Flügel, General=Vertreter: D. Kaufmann, Rubensstraße 41, Köln. Vertreter gesucht. a. Bernstein=Fußboden=Lack, à ka K..80. a. Bohn=Wachs, gelb oder weiß, à Pfd. 90 J. Stahlspähne, Bohnbürsten, Bohnmaschinen. Parquetstahldrahtbürsten Ia weißen Email=Lack, braunen und schwarzen Politurlack. Möbelpolitur. sowie sämmtl. Pinsel, Bürstenwaaren, empfiehlt Fritz Marx, Mittelstraße 33. Nr. 85B, Justizgebände, Auszüc aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschriften der Grundbuchblätter, etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen. sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei der Abesuyg Urtheil über gtheilung des zuschlages wird am 17. Februar 1899. Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. ovv den. Rönigliches Amtsgericht, Abtheilung 30. sind so billig, daß der Hausfrau die Her stellung einer ebenso guten Suppe auf jede andere Art viel theurer zu stehen käme. 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Och sae sche von Köln ), Hofraum, roß: 1 Ar eingetragene saftsgehülsen Kempers zu , H o f r a u m, aum, groß: erth; eingei Görissen, uster— gesebäudefläche, er, 2400 M. twe Gerhard Geschäft, zu 4. Hofraum, terhaus, groß verth; eingestian Neuß, 5 J Hoheit Fürst Leopold Protektor: Se. Kal von Hohenzollern. Einladung zu der am Sonntag den 8. de. Abends 8 Uhr, im Vereinslokal Frankischer Hof stattfindenden Monats- Versammlung Tageoordnung: 1. Wahl der Kassenrevisoren. 2. Entgegennahme von Anträgen zur nächsten General=Versammlung. 3. Verschiedenes. und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. nents=Kameraden, welche dem Verein beitreten zahlen kein Eintrittsgeld. Der Planentwurf, betreffend ein Privatanschlußgleis der Waggonfabrik Aktien=Gesellschaft vorm. P. Herbrand & Co. in Kölu=Ehrenfeld an die Staatsbahn in der Nähe des Maar weges in Ehrenfeld, liegt nach Maß gabe der Bestimmungen der§§ 43 und 47 des Gesetzes über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28. kuli 1892 vom 7. dieses Monats ab während 14 Tagen im städtischen Geometerbüreau, Rathhausplatz 5, zu jedermanns Einsicht offen. Etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen sind innerhalb obiger Frist bei mir schriftlich einzureichen oder mündlich zu Protokoll zu geben. Köln, den 4. Januar 1899. Der Oberbürgermeister. *„..: Minten. Amtliche Betanntmachung. 1. Sitzung der Stadtverordneten=Versammlung am 5. Januar 1899. Gegenwärtig die Herren: Oberbürgermeister Becker. Beigeordnete: Pelman, Thewalt, Zimmermann. Reisch, Jesse, Jansen, Minten, Klußmann. Director Goltz. Stadtverordnete: Albermann, Bauer. Berghausen, Billstein, Cardauns, Elnbacher, Gorissen, Hagen, Heuser, Joesten, Kretzer, Kyll, Lent. Leyendecker. Mann, Mengering, Meuser, Michels, Nagelschmidt. Neven=Du Mont. Pauli, Pflaume, Pilartz, Pilgram. vom Nath. Rautenstrauch Rieth. Schöfer, Schaurte. Schmalbein, Ferd. Schmitz, Scholz, Stelzmann, Stübben, Trimborn, Zilkens. Entschuldigt die Herren: Brems, Dünner, Herbig, Kausen. Emil Schmitz, Thönnissen, Wingen, van der Zypen. Die Stadtverordneten=Versammlung nimmt eine Stiftung von 6000 eu fur die Handelsschule mit Dank an; genehmigt den Verkauf einer Baustelle an der Niederichstraße und eines Grundstückes des Armenfonds in der Gemeinde Vingst, ferner den Ankauf von Grundstücken in den Gemeinden Hackenbroich und Straberg für den Armensonds sowie den Verkauf eines ven vorgelegten Straßenbauvertrag. Ecke Leyendeckerausschreibung der Vermiethung der Gastwirthschaft im Schlachthofe; ist damit einverstanden, daß seitens der Bekanntmachung. Die bei dem Verkauf der Pfänder aus dem Monat cutstandenen Ueberschüsse sind binnen Jahresfrist von heute ab gegen Rückgabe der Pfandscheine bei der Kasse des städtischen Leihhauses abzunehmen, widrigenfalls dieselben der Armenkasse eigenthümlich überwiesen Amtliche Bekanntmachung. In dieser Woche findet eine der Stadtverordneten=Versammlung nicht statt. Köln, 8. Januar 1899. Der Oberbürgermeister. wollen, sind herzlichst willkommen. in dem städtischen Leihhause zu Köln. Der Verkauf der verfallenen Pfänder aus dem Monat November 1397 findet statt: am Donnerstag den 12. und soweit erforderlich Freitag den 13., Donnerstag den 19., Freitag den 20. u. Mittwoch den 25. Januar 1899, vormittags 9 u. nachmittags 2½ Uhr (nachmittags Pretiosen, vor mittags die sonstigen Pfänder.) Köln, den 5. Januar 1899. Der Oberbürgermeister. * I..: Reisch. n 5. Januar 1899. Der Oberbürgermeister I..: Reisch. Nagenleiden, wie heftiges Kopfweh mit Schwindel, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Blähungen, Uebelkeit, Angstgefühl. Blutandrang zum Kopfe und Mattigkeit, gegen das alles Angewandte bisher erfolglos blieb, bin ich durch die vorzügliche briefliche Heilmethode des Hrn. C. B. F. Spezialbehandlung nervoser Leiden. München, Bava riaring 33 in sechs Wochen geheilt worden; deshalb spreche ich Hrn. Rosenentlich meinen besten Dank aus, um ähnlich Leidenden auch diesen Weg zur Hülie zu weisen. Albeck, Post Ulm. 4. März 98. #Machen Sie bei der nächsten Wäsche einen Versuch mit Vereit-es (Kaufmännischer Verein.) Hamburg, Kl. Bäckerstraße Kostenfreie Stellenvermittelung: Ueber 71,000 Stellen besetzt Die Mitgliedskarten für 1899 die Quittungen der PenstonsKasse, sowie der Kranken= und Begräbniß Kasse, e.., liegen zur Einlösung bereit Der Eintritt in den Verein und seine Kassen kann täglich erfolgen Beitrag K.—. Ueber 55,000 Mitglieder. Geschäftsstelle in Köln Triererstraße 16, 3. Etage l. undbuchblätter. Nachweisungen. eiberei der Abim 17. Februar auf Waaren aller Art, auch au oducte, die mir zur Auctiol übergeben. Abrechnung sofort er theilt der Auctionator und Tarator Moltereibesitzer. u von und nach ädtischen Leihhause Engelvert Pütz, der Schildergasse. t Kunden in en=, Damen= u. Niedrichstr. 28. te genügt. ***"* 64te S. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 8. Jan. 1899. Kölner Loral-=Anzeiger Kr. 5&# Konntag, 3. Jannar 1659. „..—] Je höber Sie als Künstler stehen, um so höhere Auforderung Erzählung von„Mathilde"(Melati von Java). [13] Aus dem Holländischen übersetzt von L. v. H. Der Anschlag war nicht kräftig, aber unbeschreiblich zart und innig. Die seinsten Klänge sproßten wie Frühlingsblumen unter den Fingern der Künstlerin hervor; sie erfüllten die Kirche wie mit einem Duft von Lilien und Rosen, und zwischen den ungeübten, oft rohen Stimmen der Mädchen schwebte wie ein goldener Duft ihr eigenes sanftes, süßes Organ wie eine Engelsstimme zwischen den Stimmen der Erdenkinder, wie ein Sonnenstrahl aus den Wolken hervorbrechend und sie mit seinem Glanz versilbernd und Tiese Stimme und dieses Spiel beteten, klagten, weinten, flehten, subelten Gott und seinen Heiligen zur Ehre; die Seele der armen Blinden, an der einen Seite von der Außenwelt abgeschlossen, entfaltete sich um so voller an der andern. Sie entledigte sich der Fesseln, des Staubes, die sie festhielten, und enteilte, vor Freud und Dankbarkeit jauchzend, zu den Sphären, die hoch über den Dingen der Erde waren. Der heimathlose Wanderer lauschte, und große Thränen füllten seine Augen, die so lange schon das Weinen verlernt hatten. Schmerz, Reue, schmachtendes Verlangen und Hoffnung zugleich erfüllten seine Seele;eer sank in die Kniee und barg das Angesicht D Lncie, du holder, lieber Engel!. Du weißt nicht, wie wohl du mir thust. Und wem du es thust! Ich danke Dir, o mein Gott! ich danke Dir, daß ich sie noch hören darf, daß sie wenigstens noch auf mich wartet und für mich betet. Deinem Gebet habe ich es zu verdanken, du arme Dulderin, daß ich nicht tiefer gefallen bin, daß ich im Gewühl der Welt und in der Brandung der Leidenschaften den Glauben meiner Mutter, der auch der deinige ist, nicht Lucle fuhr sort, ihre Sele in Tönen ausströmen zu lassen, und er, dessen Anwesenheit sie nicht vermuthete, lauschte voll Entzücken, und es war ihm, als wenn ein linder Balsam über seine Seele ausgegossen wurde, als wenn das Leben, wovon er so wenig Glück mehr erwartete, sich ihm auf's neue in glänzendem Lichte aufthat, als wenn er wieder lieben und hoffen dürfte, als wenn eine Pforte die für ihn geschlossen war, sich langsam den Garlen, der, da die Fenster geöffnet waren, sich so hübsch im Mondschein ausnahm; nachdem er langsam sein Glas geleert halte, stand er auf und spazierte noch ein wenig ohne Ziel in den Straßen Als er vor dem Hause angelangt war, wo die Weilandis wohnlen, öffnete man gerade die Thüre und ließ den Bürgermeister hinaus, der den Abend bei seiner künftigen Frau und Schwiegermutter zugebracht hatte. In dem Zimmer, das er sich zum Atelier eingerichtetet hatte saß Verdini am Bossirtisch; es war ein ruhiges, nach hinten hinaus liegendes Gemach mit gutem Licht, wo es trotz der Hitze der letzten Tage ziemlich kühl blieb. Fast täglich wurde der Künstler mit einem Besuch von Fräulein Ursula beehrt; bald hatte sie dieses, bald jenes zu bestellen, um den Vorwand zu einem langen PlauderSie fand es so interesant, wie sie sagte, den Bildhauer an der Arbeit zu sehen, und sie möchte selbst gern seine Schülerin werden, wenn sie nicht fürchtete— und damit präsentirte sie ihre schönen schlanken Hände— ihre Finger zu verderben. Verdini, der von Natur nicht sehr gesprächig war, wurde zum Sprechen gezwungen, da er ihr allerlei Aufschlüsse geben mußte, aber noch lieber kramte sie ihre eigene künstlerische Weisheit aus. Sie wußte von Michel Angelo und Raphael, von Canova und Bernini, von den neuesten französischen Bildhauern, von Realismus und Idealismus in der Kunst zu erzählen, wobei sie allerdings nicht selten einen Capitalbock schoß, so daß der Bildhauer sich abwenden mußte, um ihr nicht in's Gesicht zu lachen und nicht der Versuchung zu unterliegen, der eingebildeten Närrin gründlich den Standpunkt klar zu machen. Ursula ober erklärte jedem, der es hören wollte, daß er ein sehr angenehmer Mensch und ein tüchtiger Künstler sei, und wenn sie ihn mit ihrem hohlen Geschwatz eine geraume Zeit bei der Arbeit gestört und gelangweilt hatte, so entfernte sie sich mit der festen Ueberzeugung, in den Augen des Fremden als eine sehr kunstverständige junge werden Sie stellen und— wenn diese zu hoch sine, kann ich nicht befriedigen.“.„—frat. A 4 Machen Sie sich deshalb keine Sorge," versetzte der ande „ich fordere nicht zu viel, und wenn Sie etwas von mir wünsche werde ich mich so viel als möglich bescheiden.“ Sie richtete ihre erblindeten Augen zu ihm empor, und ein freun, liches Lächeln spielte um ihre Lippen. „Sie sind gut! Ja, ich wußte es wohl, und Ihr Her mitleidig! Ich kann Sie nicht sehen, aber ich höre es, n erster Eindruck täuschte mich nicht. Wenn Ihre Stimme aug ein wenig fremd klingt, sie erinnert mich doch an zwei theu Verstorbene; vielleicht lebt der eine noch— aber für mich in Victorine war glücklicherweise in die Betrachtung einiger G figuren vertieft, so daß sie nicht sehen konnte, wie sehr ergeder Künstler war; erst nach einer Weile vermochte er mit mu. unterdrücktem Zittern in seiner Stimme zu erwidern: Es freut mich sehr, Ihnen ein kleines Vergnügen bereiten, Ion einen Dienst leisten zu können. Vor einigen Tagen war ich fällig in der Kirche und hörte Sie spielen und singen. Sie i nicht, welch' tiefen Eindruck das auf mich machte.“ „Wirklich? Wenn Sie es wünschen, so wiu ich gern## Ihnen etwas vorspielen; mein Zimmer, in welchem ein Harmonn steht, ist gerade über dem Ihrigen. Ich habe in letzter Zeit n. gespielt, weil ich Sie bei der Arbeit zu stören fürchtete.“ (Fortsetzung folgt.) Capita #e sofort at Sneuc sehr gut gel häuser, in den S und Oberhausen lie mehr wie doppeit 16000 M. an e zu 4½ oder 4 rungssumme betragt Fr.=Off. unter schäftsstele d. K ö 100-180 M. sofort zu leihen gem liche Abzahlung n0 hohe Zinn Cif.##. 19 c. d. Deutzer Kirche Tocales. Muß liegen Gegen Einrückung= Deutz, Mindenerstt R. P ∆ 20 E die gab zu dem Heiligthum von häuslichem Glück und Seelenfrieden. Schon war die Andacht zu Ende, und halten Die Kinder, die Kirche verlassen, aber noch immer setzte Lucie ihre Fantasien fort. Endlich verhallte der letzte Ton, es war ganz dunkel geworden, und Victorine legte ihr besorglich ein Tuch um die Schultern und führte sie rasch ihrer Wohnung zu. Der Fremde folgte ihnen von sern, als hielte er es für nöthig, sie zu beschützen, bis sie ihr Ziel erreicht hatten; dann kehrte er zum „ruhenden Hirsch“ zurück, wo die Wirthin ihn schon näher kennen Sein Abendessen stand aufgettagen, und ihrer Gewohnheit gemäß begann die Wirthin mit ihm über die Neuigkeiten des Tages zu plaudern; er sagte meistens nicht viel und begnügte sich damit, all ihren Behauptungen zuzustimmen und ihr nie zu widersprechen. Heute aber hatte er eine Frage auf dem Herzen, und so erzählte er zuerst, daß er in der Kirche gewesen sei. Es wurde so schön gespielt und gesungen,“ fügte er hinzu, „wie ich vermuthe, von einer blinden Dame, die ich in der Kirche Sie haben ganz Recht,“ beeille sich die Wirthin zu bestätigen, froh, einen ausgiebigen Gesprächsstoff zu finden,„das gute Fräulein Lucie von Grünsathen. Sie müssen ihr doch schon begegnet sein? Er wurde froh, keine Antwort darauf geben zu brauchen, denn die gesprächige Frau fuhr in einem Athem fort:„Ja, die arme Dame läßt sich nur selten blicken, sie ist ganz auf die Dienstboten angewiesen. Jetzt ist Fräulein Victorine wenigstens da, um mit ihr ein wenig zu plaudern und sie spazieren zu führen. Die Beiden passen trefflich zusammen.“ G „Sie meinen das junge Mädchen, das ihr das Geleite gab? Ja, die wird es wohl gewesen sein, ein hübsches Mädchen, aber ein wenig ärmlich gekleidet, wenn ich mich so ausdrücken darf. Ist das ihre Gesellschafterin?"„„ „Nein, bewahre! Es ist eine Verwandte ihrer künftigen Mutter. Sie wohnt nicht auf Grünsathen, sondern hier in der Stadt bei einer alten Tante, wo sie als Magd arbeiten muß, obschon man ihr ansieht, daß sie von weit besserer Familie ist, als die alte Tante." Mit ihrem Taufnamen Victorine; aber sonst nennt man sie Fräulein Weilandts, weil man nichts anderes weiß. Es ist eine merkwürdige Sippschaft; man weiß nicht recht, was unserm Bürgermeister einfällt, sich mit diesen Leuten zu befassen, als wenn es hier in Grünhausen sonst keine schönen und ordentlichen Damen gäbe, die froh wären, in Grünsathen ihre Residenz aufschlagen zu dürfen. Aber was nicht aus der Fremde kommt, tangt nicht!“ Wollen Sie nicht so gut sein, mir noch ein Glas Bier zu geben, schnitt der Gast hier kurz, und wie es schien, fast unwillig das Die Wirthin beilte sich, seinem Befehle nachzukommen, und machte sich innerlich Sorgen, ob sie nicht ein wenig zu viel gesagt habe; denn der Fremde schien plötzlich verstimmt zu sein. Und da fiel ihr ein, daß sie vielleicht etwas ganz Dummes gesagt habe mit ihrer Bemerkung:„Was nicht aus der Fremde kommt, tangt Das konnte er eben so wohl auf sich beziehen; denn ihm war ja die Arbeit übertragen, um die so viele in der Stadt ihn beneideten, und er kam ja auch aus der Fremde. Sie hätte sich wider den dummen Kopf schlagen mögen, und während sie in das Glas Bier brachte, frug sie sich, ob sie Entschuldigungen vorbringen oder sich stellen solle, als wenn sie von nichts wisse. Der Gast saß am Tisch in tieses Nachsinnen verloren; er hatte die Worte der guten Frau nicht ein Mal gehört und noch viel weniger auf sich bezogen, aber er dachte über das Erlebte nach und überlegte, wie er sich ferner verhalten sollte, und was ihm in der Er dankt zersteut für das Bier und schaute vor sch hmaus in Dame zu gelten. Sie behauptete, Augenblicke, welche sie im Gespräch mit dem Bildhauer verbringe, seien ihr äußerst lehrreich und nützlich, und so versäumte sie nie einen Tag, ihm den gewohnten Besuch zu machen. Wieder hatte sie eine ganze Weile bei ihm zugebracht, und er athmete auf, als sie sich endlich zum Gehen anschickte, und er sich wieder ganz und ungestört seiner Arbeit widmen konnte. Er war noch nicht lange allein, als wieder an seine Thüre geklopft wurde, so daß seine Stimme ein wenig ärgerlich klang, als er nothgedrungen„Herein!“ rief. Das war aber nicht Ursula's Weise, die Thüre zu öffnen; die stürmte immer herein wie ein Wirbelwind. Jetzt wurde sie leise, fast zögernd, und nur ganz eben geöffnet, und durch die Ritze schaute Victorinens dunkeler Lockenkopf hinein. Herr Verdini!“ sagte sie mit ihrer angenehmen, frischen Stimme, Fräulein van Hogenvoorde läßt fragen, ob sie einen Augenblick stören darf? Sie wird nicht lange Ihre kostbare Zeit in Anspruch Fräulein van Hogenvoorde?“ frug er, nicht recht wissend, was er von dieser Zudringlichkeit, die sich jetzt so bescheiden gab, halten sollte,„sie war ja eben noch hier!" Ein schelmischer Blick leuchtete aus Victorinens hellblauen Augen auf, die zu ihrem dunkeln Haar und olivenfarbenen Teint einen so aumuthigen Gegensatz bildeten. Zwei Grübchen tanzten auf ihren Wangen, und lachend entgegnete sie:„O. ich meine nicht Fäulein Ursula, sondern Fräulein Lucie, die Sie noch mie belästigt hat. Und sie würde es auch jetzt nicht thun, wenn sie nicht eine wichtige Angelegenheit mit Ihnen zu besprechen hätte. Verdini wurde abwechselnd purpurroth und kreidebleich. Victorine bemerkte die Veränderung und schrieb sie der Verlegenheit wegen „Enischuldigen Sie,“ sagte er verwirt,„daran dachte ich nicht, Es nahm Victorine sofort für ihn ein, daß er Spmpathie für ihre Freundin zu haben schien. Er schaute sich ein wenig rathlos um; nur ein einziger anständiger Stuhl und ein Bänlchen standen ihm zur b Personalien. Referendar Sieger im Bezirk des Oberlande gerichts zu Köln wurde zum Gerichts=Assessor ernannt. * Die beiden Wohlthätigkeits=Vorstellungen zum Bei des Knaben=Asyls an St. Gereon und der Mariahil### stalt an der Rolandstraße, veranstaltet im großen Festsaale## ürgergesellschaft, hatten einen Netto=Ueberschuß## 1702,50 M. Von diesem Betrage konnten für erstere Anstalt Hrn. Pfarrer Dr. Steinberg 1039,90 M. und für letztere an Rector Haas 662,60 M. überwiesen werden. Beiden Aust kommt diese Weihnachtsgabe hochwillkommen, weshalb die genam Herren den Veranstaltern und den Mitwirkenden nochmals hei dankten. Ferner vertheilte die Bürgergesellschaft die überwiese 100 M. des Schreiner=Kränzchen an das Mädchen=Asyl und an die Franziskanerinnen in der Streitzeuggasse als Weihr 0 Der Rhein ist wieder gefallen, nachdem der Wasserstat Freitag die Höhe von 3,67 Meter erreicht hatte. Gestern Al zeigte der Pegel 3,43 Meter.„ # Unterschlagung und Betrug. Am Donnerstag mittag logirte sich in einem in der Nähe des Hauptbahnhofes legenen Gasthofe eine Frauensperson ein, welche die Wirthin ba., etwas Beschäftigung zu geben, da sie Langeweile habe. Auf Frage, was sie denn sei, gab sie an, eine tüchtige Kleidermacherin sein, worauf ihr von der Gastwirthin ein blauseidenes Kleid un schwarzes Jaquet zum Repariren übergeben wurden. Nachdem Person noch dem Dienstmädchen und dem Kellner kleinere Betra entliehen, verschwand sie gegen 6 Uhr unter Mitnahme der vore wähnten Sachen und ohne Bezahlung ihrer Zechschuld. Der Verkauf der verfallenen Pfänder aus dem Mo November 1897 findet am Donnerstag den 12. und, so weit erfor lich, Freitag den 13., Donnerstag den 19., Freitag den 20. Rei dem Venen hielte 1e Sen Mark 13 zur rüber dan: Der Ein im eingeführtes 6 Agenti wünscht1. zu der Holonn. oder mit dieser ver 1u de Fr.=Off. u. N stelle der Koln in Steile unn * Sotznchensn Pflegetind hafte reiig. 6 gesunde Lules Köln'e Fr.=D n. nann, ### anständ. Li straße 2 1. Mittwoch den 25. Januar, Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 3 Uhr(Nachmittags Pretiosen, Vormittags die sonstigen#prfali Den Orgeldrehern ist dem Vernehmen nach seit dem zanuar durch Polizei=Verordnung verboten, in der Stadt zu spie Sie sind fortau nur noch in den Vororten Deutz, Nippes und Ehr ### Straßenraub, Freitag Abend machte ein etwas angerkener Herr aus Bonn die Bekanntschaft zweier Gauner, welche ihm mehrere Wirthschaften am Rheine besuchten. Von dort schlepr sie ihn bis in die Nähe des Rathhausplatzes, wo sie ihm die goldUhr und etwa 50 Mark in Baar stahlen, worauf sie wegliefen. 0 Köln=Nippes, 7 Jan.99. Gestern Nachmittag fand im dorf'schen Saale die Weihnachts=Bescheerung von zahlreichen Kin der Mitglieder des hiesigen katholischen Arbeiter=Vere. statt. Heller Jubel herrschte unter den Kleinen. Die Bescheer burde eingeleitet durch eine herzsiche Ausprachze des Hrsies ges. eins, Hru. Kaplan Enshoff.— Hr. Schlombs beging in Tagen sein 25jähriges Dienst=Jubiläum als Hauptwerkstätte. Mit seinem #ugr nno ein GanichenFaneen„n„„ Schurzfell entfernte er rasch den Gypsstaub, eine Höflichkeit, die er Ursula gegenüber nie gehabt hatte, indem er zugleich zu Victorine sagte:„Es wird mir eine große Ehre sein, das Fräu„So will ich sie holen!“ entgegnete Bictorine, indem sie ging. Er warf unwillkürlich einen Blick in einen halb gebrochenen Spiegel, der an der Wand hing. „Thor, der ich bin, sie ist ja blind!“ murmelte er,„aber meine Stimme! Wie soll ich die genugsam verstellen?" Es nahten Schritte, er öffnete die Thüre, und die beiden Freundinnen traten ein. Der Bildhauer verbeugte sich tief vor Lucie als hätte sie sehen können, wie höflich er sie empfing, und dann bot er ihr den Arm und führte sie zu dem einzigen Stuhl. „Wollen Sie mit diesem Schemel fürlieb nehmen, Fräulein:, frug er, indem er Victorine fragend ausah. O entschuldigen Sie vielmals, daß ich Ihnen meine Freundin nicht vorstellte,“ sagte Lucie,„Fräulein Victorine Ribart. Eine lebhafte Ueberraschung sprach aus den Zugen des Bildhauers, als er diesen Namen nennen hörte, und forschend blickte er dem Mädchen in das Gesicht. Was mag er nur in meinem Namen finden?" dachte Victorine, daß er mich plötzlich so ansieht, als wäre ich irgend ein Wundervogel? Ich habe es mir wohl gedacht, ich bin gewiß eine gestohlene Prinzessin!“— Und sie mußte unwillkürlich bei dem Gedanken lachen. Aber Verdini hatte sich schon wieder abgewendet und frug mit einer Stimme, die Victorine unnatürlich verändert vorkam, was ihm die Ehre dieses Besuches verschaffe. O, es ist durchaus keine Ehre,“ erwiderte das einfache Mädchen, es ist nur eine Frage, vielleicht wohl eine Bitte. Ich habe so vieles zu Ihrem Lobe gehört; meine Schwester, die in der Kunst so bewandert ist,"— Victorine blickte bei diesen Worten Lucie's zu dem Künstler auf, und es fiel ihr angenehm auf, daß sein Gesicht keinen spöttischen Ausdruck annahm bei dieser Behauplung, wovon sie selbst das ihrige dachte—„sagt, daß Sie ein Künstler ersten Ranges sind und selbst, wenn dem nicht so ware, ich bin leicht zufrieden gestellt und kann ja selbst nicht darüber urtheilen. Schreiner in der hie Vereins=Nachrichten. Wohlthätigkeits=Maskenfest. Wie wir vernehmen, soll — l ä n d i s c h e n F r a u e n= V e r e i n s Veranlassung des Vaterländischen Frauen. 9. Februar d. Is.(Weiberfastnacht) in allen Räumen des Gürz ein großes Maskenfest zu Gunsten der Wohlthätigkeitsanstalten Köln abgehalten werden. Gedacht ist das Fest als eine große# mit lustigem Treiben, Buden aller Art usw., wie es von städ und ländlichen Kirmessen her bekannt ist. Auf mehreren Ki. anzplätzen soll für jeden Tanz 20 Pfennig Svielgeld erhoben den. Höhere Beträge werden bei dem wohlthätigen Zwecke sel ständlich nicht zurückgewiesen. Auf den Tanzböden soll ein Kattun ich entwickeln, d. h. die Kostüme sollen der allgemeinen Grunentsprechend, alle billig aus Kattun hergestellt sein. Es ist wohl zunehmen daß diese Veranstaltung dem Carnevals=Dinstagsball Eintrag thun wird, da bei dem guten Rufe, der solchen Veran tungen vorausgeht, die Kölner nebst den vielen einzuführenden Frei wohl beide Wohlthätigkeits=Veranstaltungen überreichlich bevöl S cer Eigarren=Abschnitt=Sammel=Verein konnte am woch Abend im Isabellen=Saal des Gürzenich 108 arme Kinder, den hiesigen Volksschulen reich bescheeren. Jedes Kind erhielt ein kräftige Schuhe und Strümpfe, dazu Kleider, Hemden, Unter Jacken, ganze Anzüge, Hüte und Mützen usw. nebst den üblichen Zuthaten. Unter einem prächtig gezierten von Herrn F. Nolzen trisch beleuchteten Christbaume hatte der Gesangchor der hie# Lehrerinnen=Bildungs=Anstalt Aufstellung genommen, welcher die unter Leitung des Herrn Seminarlehrers P. Esser mit geschmaart Liederspenden verschönerte. Auch die Concert=Sängerin Frl. Soml. trug durch herrliche Lieder zur Hebung des Festes bei. perr stattete namens des Vorstandes den Freunden und Gönner. Vereins sowie der Stadt Köln für ihre thatkräftige Unterstützung: herzlichsten Dank ab und ermahnte die beschenkten Kinder, dugch## Gehorsam und gesittetem Betragen sich dankbar zu zeigen. 5 Familien wohnten der Feier bei. wurde erbaut Von diesem W einheitlichen Pl des Orgelkaster Prospecte rend das Inne derungen und zeugen die aus Theile von ei Kunstfleiße. Im Jahre wendig gewort aus Mülheim die meisterhaft handenen äuß Die fortschr Erfindungen a künstlerischen anlaßten in d gänzliche Umg Umgestaltung Disposition de Im Jahre schiff des Don Orgel nothw ####ßwand de smit einen Hauptmannal Kölner Local-Anzeiger Nr. 3 4 Sonntag, 8. Januar 1895. Seite 7. eiSs r# I e Capitalien. ande: üinsche sofort auf zwei gute,### — neue sehr gut gelegene Geschäfts freun häuser, in den Stadten Duisburg und Oberhau#en liegend, gegen weit der mehr ui doppeite Sicherheit# ** 16000 M. an erster Stelle ## mu 418 oder 413% Die versamuch rungssumme betragt 20=resp. 30 the Fr.=Off. unter„ W 95 a. dd. Ge schäftssteue d. Köln. Volksztg. 1 100-180 zll. geg. Sicherheit Arbctter=Gesuche für den Kathol. ** Arbeiter=Verein mittl. Stadttheil bitte zu richten an Hru. J. Hoffnann, Bliudgasse 16. und Eintrachtstraße 6368. Heiraths=Gesuch. Ein Heir im Alter von 44 Jahren wünscht die Bekanntschaft einer alleinstehenden lebenslustigen Dame event. Wittwe) zu machen. Briese (wenn aum vorläufig anonym) unter K. O. 7351 an Rudolf Mosse, Köln, erbeten. Gu. sofort zu leihen gesr schere tünkt= a liche Abzahlung nach Uevereintunft.! WPaler insen und Verauinng. Off.# Nr. 19 a. d. Geschäftsst. d. Bl. Verloren 2 Gefunden. n öft monn eit n. 2 E Frei vom Geruche. Staublos beim Bruche, Leicht sich entzündend, weit kündend. igam verbrennend. Rückstand kaum kennend. Ganz ohne Fettruß Deizen, Tonatus“! In Deutzer Kirche ein Muß liegen geblieben. Gegen Einrnckun#evuhren abzuholen Deutz, Mindenerstraße 10. Familen- Anzeigen. Vermischtes ERE ESONEEER Gachk rlandRei dem D hielte Mark 13 G r stal: an enann herewiese (Gere ihr ruder dankund aumtt er Porsihzende. in Mänsterlande gu Ein im eingeführten 6 #ashisc Das Juhrgedüchtuiz fur den verstorbenen Herrn 62 56ser Glesseng indet Bereits vor mehr als 40 Jahren hatten begeisterte Dombaufreunde erkannt, daß das alte Orgelwerk der Größe und Erhabenheit des vollendeten Domes nicht würdig sei. Männer wie Domcapitular Trost, Dombaumeister Zwirner, Dr. August Reichensperger und egl. director F. Weber traten daher dem Plane näher, eine neue DomOrgel zu schaffen. Dieser Pian scheiterte jedoch an der Platzfrage. Der Grundriß des Domes selbst wies eine besondere Stelle, au welcher sich der Baumeister die Orgel gedacht hatte, nicht auf, wohl deshalb, weil zur Zeit der Grundsteinlegung des Domes auf die Anbringung eines großen Orgelwerkes noch nicht Bedacht genommen wurde. Man war daher genöthigt, zunächst eine passende Stelle jur die neue Orgel auszusuchen. In dieser Richtung wurden denn auch die verschiedensten Vorschläge gemacht. Der verstorbene Ober=Landesbaudirector Schinkel z. B. dachte sich die neue Orgel, nach dem Muster alter Kirchen in England, auf einem schwebenden Querbau in Hohe der Chorgalerie. Dieser Plau fand jedoch deshalb keinen Beifall, weil dadurch die Aussicht nach dem schönen Chorschlusse unterbrochen wurde und abgesehen von der Schwierigkeit des Ersteigens der Orgel auch schwere acustische Bedenken vorlagen. Als im Jahre 1856 einer der bedeutendsten Orgelbauer, Cavaille aus Paris, nach Köln gerufen wurde, um bezüglich einer neuen Gürzenich=Orgel sein Gutachten abzugeben, wurde er auch gebeten, sich über die Platzfrage betreffs der Dom=Orgel zu äußern. Nach eingehenden Untersuchungen gab er sein Gutachten dahin ab, daß der einzig mögliche und zweckmäßige Blatz für die Dom=Orgel an der Giebelwand des nördlichen Querschines sei und zwar derartig, daß die Orgelbühne die gleiche Höhe mit dem alten Archivgebände erhalte und das Werk so ausgebaut werde, daß es nicht das obere große Fenster bedecke. Einem damals auftauchenden Plane gegenüber, die Orgel in der Vorhalle zwischen den beiden Hauptthürmen anzubringen, trat Cavaillé mit den durchschlagenden Gründen entgegen, daß alsdann die Entfernung der Orgel vom Hauptaltare(114 Meter) zu groß sei und daß die geringe Spannweite der Verbindungsbogen der Thurmhalle nwere akustische Bedenken errege.„„„„„ Dem entgegen legte im Jahre 1858 der Orgelbaumeister F. W. ##e einen Plan vor, wonach die Orgel auf einem Lettner angebracht werden sollte. Das Orgelwerk selbst lehnte sich zu beiden Seiten an die Hauptpfeiler, welche das Chor von der Vierung trennen. Auf selbst sellten nach ig des Spielapparates und des istag den 10. Janndr. 8 5505 wünchtnoe zn der Gol oder mit dieser. essere Firme: eu. Franch „ Artikel stand n hofes bat, Auf cherin und dem Beträ er vore Fr.=Off. u. NI) stelle der Jtol 914 Stelle ul ** Lohn re Morgens.9 Uhr, St. Aposteln statt, wozu ndlichst eingeladen wird.### •11 hafte rein gesunde. Köln'e Fr.=Of. nann, Nräs 547 anständ. 2 straße 2 0. # 3. a- g ½ Ssrr E findet , v. er., 8½2 Uh t. Gereon statt. le. Freunde u. Bekannten werden hofricht eingeladen.# 1 80 8545 dem Lettner selost seuten nach nozug ver Organmenunes um 100 Jerionen Platz finden. Gegen diesen Plau jedoch erllarte sich sowohl der Dombaumeister Zwirner wie auch der Orgelbaumeister Walker. Beide schlossen sich dem Gutachten CaDarauf wurde, wie schon berichtet, im Jahre 1863 das alte Werk an der von Cavaillé bezeichneten Stelle angebracht, und seitdem wurden an demselben, außer den nothwendigen Stimmungen, Reparaturen und Veränderungen nicht vorgenommen. nun die lat###age vezüglich einer neuen Dom=Orgel noch immer ossen ist, der überaus mangelhafte Zustand des jetzigen Orgelwerkes aber dringend einer Abhülfe bedurfte, so beauftragte das MetropolitanCapitel den Orgelbaumeister W. Schäben in moln, an demselben eine gründliche Renovation vorzunehmen und einige Register zur Vervollständinnnn der mangelhaften Disposition beizufügen. Das alte Werk ist###rlich ein mechanisches, daher war eine Erweiterung nur moglich durch Inanspruchnahme der jetzt allgemein eingeführten und beRöhren=Puenmatik. m die ueolanten Arbeiten ihren Abschluß noch nicht gesunden, u die bie jetzt vorgenamm Kammersänger Paul Kalisch als Gast. Anf. 6½, Ende nach 9½ Uhr. Montag, 9. Jan.: Ab.=Vst. 114. König Richard III. Historisches Schauspiel in 5 Acten von W. Shakespeare. Richard III.: Alois Weyrauther vom Stadt Theater in Düsseldorf als Tebut.— Spielplan=Entwurs. Dinstag: Auf der Sonnenseite. Mittwoch: Othello. Donnerstag: Das Rheingold. Freitag: Auf der Sonnenseite, Samstag: Tristan und Isolde. Sonntag: Der Troubadour. Montag: Uriel Acosta. Vereins=Nachrichten. ) D i e L i t t e r a r i s c h e G e s e l l s c h a f t i n K ö l n v e r a n s t a l t e t a m 19. Januar 1899, Abends 7½ Uhr, im großen Saale der Bürgergesellschaft zum Besten des in Wiesbaden zu errichtenden Gustav Freytag=Deukmals eine Abend=Unterhaltung, zu der hervorragende Kräfte gewonnen sind. Die nähere Festordnung wird noch bekannt gegeben werden. Stimmen aus dem Leserkreis. [2199 Die Straßzenzustände in den Vororten, namentlich im Villenstädtchen Lindenthal, sind kaum zu beschreiben. Nicht ein sauberes Plätzchen ist zu finden, wohin man seinen Fuß setzen könnte. Fast fußhoch liegt der Schmutz, als eine Breimasse— der Ausdruck Schlamm ist zu gering. Vor dem Frost hat man allerdings diesen Brei mit Krätzern an die Seiten gezogen. Statt ihn aber wegzunehmen, ließ man ihn liegen; was war natürlicher, als daß der ganze Brei bei dem nassen Wetter wieder zurücktrat. Ihr lieben Stadtväter, laßt euch von mir einige Straßen nennen, die neben Sinblonler, NII„ von mir einege.„„„ vollständig ungangbar sind: Falkenburgerstraße, Landgrafenstraße, Scheffelstraße, Herderstraße, Franz= und Theresien=Straße, der untere Theil der Bachemerstraße u. m. Gehet hin und sorgt für Aenderung. Vielleicht hört ihr auch einige Aeußerungen, wie:„Das ist doch nicht hert Urr Wiheriee- O ielleicht hört ihr auch einige Aeußerungen, wie:„Das ist doch nicht mehr schön!“„Wir sind im Schlammthal!" oder„Köln, die Musterstadt der Reinlichkeit.“ Vielleicht vernehmt ihr auch die Trostworte, die ein Passant dem andern zuruft, und welche an das Herz der Stadträthe appelliren. Könnte der einhellige Wunsch nicht in Erfüllung gehen? Ich erlaube mir einen Vorschlag zu machen: 1. Der Brei wird abgekratzt; 2. der Brei wird forttransportirt; 3. an den gereinigten Stellen wird Sand oder Kies angefahren. So glaube ich ganz bestimmt, daß ihr lieben Väter der Stadt euch erweichen laßt und für unser und ener Lindenthal etwas thun werdet. Laßt uns sagen konnen:„Es ist kein leerer Wahn, dem Thal der Linden wird geholfen werden.“ 11 Unterhaltendes. * Preis=Bilder=Rättsel des Kölner Local=Anzeiger. Die auf das Preis=Bilder=Räthsel in der vorwöchentlichen Sonnlags=Beilage ausgesetzten Preise, bestehend in Band 26 von Bachem's Novellen=Sammlung, fielen durch das Loos auf Folgende; Maria Meusch, Köln=Nippes, Merheimerstraße 83. Lori Odendahl. Köln, Eintrachtstraße 15355. E. Martin, Köln=Nippes, Florastraße 4. Schalo, Köln, Genterstraße 33. Franz Clasen, Köln, Severinstraße 99. Wechenbericht über die Bewegung der Zevölkerung. Pfän. dem u spielid Ehn Aintt feder brsonderen Anzene. entschlief nach langem Leiden Heute Nachmittag 11 sanft und#ottergeben. vi menten, unsere iunig ge und Grotzmutter. d en mit den heiligen Sterbesaerate. aute Mutter, Schwiegerm hibare Frau angeir elche r schlepr: e gold besaerarmutter E# Wive. Joh. Mart. Hub. Merr, „ 1788 geb. Hubertine# im Alter von 72 Jahren. Um stille Theilnahme bitten Die tranernden Hinterbliebenen. Köln, Kalk, Herzogenrath, 5. Januar 1899. Die Beerdigung findet statt am Montag den 9. Januar.## Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbrnause Landsbergstraße 25. die feierlichen Exequien werde; gehalten in der Pfarrkirche St. Johann=Baptist am Montag Vormittag 9½ Uhr. Einzelne Register, z. B. die Principalstimmen, eine achtfüßige Gamba (früher sechslehnfüßig), Salicional, sind von seltener Schönheit. Sehr charakteristisch ist das sogen. Glockenspiel. Was aber bedeutend gewonnen hal ist das volle Werk, welches. Dank der neu hin kommenen Register, bedemend mehr Macht, Fülle und Wohlklang als bisher entsaltet. So besitzt der Kölner Dom nunmehr ein Orgelwerk, das sich bezüglich der Registerzahl wohl mit Orgelwerken verschiedener Pfarrkirchen, aber nicht mit solchen berühmter Kathedralen messen kann. Wenn auch mit einigen Verbesserungen versehen, in in teamiicher Hinsich. dieses denkmal aller Zeit. unneiuragend in eine neue Zeit genialer Erfin1 Gebiete der###gelbankunst, längst überholt von der nucher kleinen Kirche. Wo sich aber alle Künste verum den gewaltigen Gedanken, den der Banmeister zu , n o c h z u e r h o h e n, d a d ü r f t e n u c h e i n w ü r d i g e s tät des Domes angepaßt, nicht fehlen. dungen auf dei Orgel selbst m einigen sollten, Stein werden Orgelwerk, der Locales & Gewerbegerichtswahl. Aus Anlaß der am Dinstag stattfindenden Wahl von 26 Beisitzern des Arbeiterstandes finden heute noch folgende Versammlungen statt: Vormittags 12 „ A AIho 1, soll ins Gürz alten ße Kin städt Kir oben sel Kattun drund woh. K Die Kölner Dom Orgel wurde erbaut im Jahre 1572 vom Orgelbauer Nicolaus Niehoff. des Orgelkastens Prospecte stehenden Fren bevölk Derlingen ind Weirenerunnenerseiheen zeugen die aus dem ältesten und ursprünglichen Baue herrührenden Theile von einer großen Anlage und von einem außerordentlichen wohl Kunstfleiße. all kr. Im Jahre 1734 war eine Hauptreparatur an dem Werke Veran, wendig geworden; diese nahm der Orgelbauer Johann Jacob Schmitt aus Mülheim a. Nh. vor. Bei dieser Gelegenheit erhielt die Orgel die meisterhaft gearbeiteten Blasebälge und einen Theil der noch vorhandenen äußerst kräftigen Pedalstimmen. Die fortschreitende Abnutzung des Werkes, hauptsächlich aber neue Erfindungen auf dem Gebiete der Orgelbankunst, sowie eine höhern künstlerischen Anforderungen entsprechende veränderte Spielart, veranlaßten in den achtziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts eine ganzliche Umgestaltung der Orgel. Der mit der Ausführung dieser Umgestaltung beauftragte Orgelbauer Georg Arnolds hat die heutige Disposition der Orgel eingerichtet. Im Jahre 1863 wurde durch die Niederlegung der das Hauptdes Domes abschließenden Maner eine Versetzung der Dom#el nothwendig; diese nahm Orgelbaumeister F. W. Sonreck in Uhr im großen Saale des Leo=Bau in Ehrenfeld und Abends 6 Uhr im Saale des Hru. Wisdorf(Neußerstraße 264) in izu eingeladen. Die christlichen Arbeiter, welche noch keine Jahlbescheinigung haben, können einen Schein, welchen sie mit ihren Personalien ausfüllen und dann von ihrem Arbeitgeber oder von dem Bezirks=Commissar unterzeichnen lassen, an nachfolgenden Stellen erhalten: im Annohause(Annostraße) und im sbureau(Breitestraße) von 10—.31 und—1 Uhr, sowie in den heute Abend stattfindenden Versammlungen der Katholischen Arbeiter=Vereine: Köln=Nord: Restauration Vogel(Ursulastraße), Köln=Mitte: Restauration Bendheuer(Mühlengasse), Köln=West: Restauration Weismantel(Ehrenstraße 74) von 7 bis 10 Uhr Abends, sowie auch in den oben genannten Versammlungslocalen. B Die Versammlung der Gastwirths=Angestellten, die am Somnrstag im großen Saale der Bürgergesellschaft stattfand, beschäftigte sich nach Erledigung der Frage der Gewerbegerichts=Wahlen, worüber bereits eingehend an dieser Stelle berichtet wurde, mit der Frage der Einberufung eines Congresses. Hr. G. Schmahl berichtet daß sämmtliche, von der Commission für Arbeiterst Wei gleicher-rorneichteit tommen wihrens eines Fahres auf tob Ein wohner 18.84 Sterbesälle gegen 18.54 bzw. 16.58 und 17.16 nach der Sterb“ lichkeit der Vorwochen. Es ererantten Es starben Stadt=Bezirk: 1# *— 1021—„ * E —"— E GRSEG 44 r7 kinder lt ein Unten ichen kolzen er hie r die mackre .005 rr Noisn vor. Die Orgel erhielt nunmehr ihre Aufstellung an der Abnern#ßwand des nördlichen Querschiffes. Bei dieser Gelegenheit wurde sitzung#mit einem neuen Cornet verschen, und gleichzeitig erhielten das F.#uptmanual und das Pedal neue Windkasten und neue Ventile. Zahlre Schmahl berichtet, baß summttahe, von der Sommission für Arbeiterstatistik kürzlich nach Berlin als Auskunftspersonen berufenen Gastwirths=Angestellten in einer Sonder=Versammlung beschlossen haben, im nächsten Frühjahr in Berlin einen Fach=Congreß einzuberufen. Es bildete sich dort gleich eine Fünfer=Commission, welche die Vorarbeiten in die Hand nehmen soll. Der Fach=Congreß soll nur von Fachleuten aus allen Theilen Deutschlands beschickt werden und den Zweck haben, dem Reichstage Gesetzentwürfe vorzulegen, welche die Mißstände im Kellnergewerbe beseitigen sollen. Redner beautragt, in Köln zunächst eine Geiderde Brseiligen fouen. Rronll„„ Commission von fünf Mitgliedern zu wählen, die das nöthige Material sammelt, Geldmittel herbeischafft und demnächst eine große Versammlung einberuft, in welcher die Delegirten zum Fach=Congreß gewählt werden sollen. Gemäß diesem Vorschlage wurde eine Comgelbahtt werden souen. Gemaß Vierem Vorschinle mission von fünf Mitgliedern(aus jeder Vereinigung ein Mitglied) gewählt. * K ö l n e r S t a d t= T h e a t e r. H e u t e: A b.= V s t. 1 1 3. D e r P r o p h e t. Große Oper in 5 Acten von G. Meyerbeer. Johann v. Leyden: .26 — Bayenthal Lindenthal, Ort „ sonst Ehrenfeld. Ort „ s o n s t Nippes. Ort „ sonst Deutz, inneres „ äußeres Neustadt Altstadt Köln Da= Woche v ge=2 Wochen gen 3 — 3 311——2— 1— 11 Berlin., Rothes Schloß 2. Prämiirt Dresden 1874 und Berliner Gewerbe=Ausstellung 1379. Manor G6rfalg: Prämlirt mit der goldenen Medaille in KeurrVersbih: Frantreich 1997 und goldenen Medaine in Eugland 1897.— Größte, älteste, besuchteste und mehrfach preisgekrönte Fachlehranstalt der Welt. Gegründet 1859. Bereits über 25,000 Schüler ausgebildet. Kurse von 20 Mark an beginnen am 1. und 15. jeden Monats. Herren=, Damen= und Wäscheschnezverei. Stellenvermittlung kostenlos. Prospecte gratis. Die Direction. *—"„„„„ Kathr ist kein vorübergehender Modeartikel, sondern ein dauernder Volksfreund! Er bekommt ausgezeichnet und schmeckt wie Bohnenkaffee, ohne wie dieser der Gesundheit au schaden. e e te e ecte ege chchelice scheche ech Narren-Zun Alldieweilen undt sondermaßen die K. N. Z. im friedliche. 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Januar Nachmittags 3½ Uhr:„ mag. 1 na 6 Aus allen Kreisen der Bevölkerung mehren sich die Klagen über immer dreistere und Aergerniß erregende Hervortreten der Unsittlichte insbesondere wird mit Recht Klage darüber erhoben, daß durch öffenilt Schaustellungen, sowie durch Ausstellung und Vertrieb unsittliche und Schriften das Scham= und Sittlichkeitsgefühl auf's gröblichste verl . D i e s c h w e r e n s i t t l i c h e n G e f a h r e n, d i e h i e r m i t f ü r u n s e r g a n z e s V o l leben, insbesondere für die heranwachsende Jugend, verbunden sind, zur Gründung eines Vereins geführt, der sich nach§# 1 seiner Statu ur Aufgabe gesetzt hat,„namentlich zum Schutze der heranwachte Jugend das Aergerniß erregende Hervortreten der Unsittlichkeit, wie dasselbe namentlich in öffentlichen Schaustellungen, in der Ausstellung: dem Vertriebe unsittlicher Bilder und Druckschriften zeigt, nach Kräften Zur Förderung seiner Bestrebungen wird der Verein insbesondere durch Presse, durch Herbeiführung strafrechtlicher Verfolgung in den geeigne LtHi##t r. A daß dio Rürgerschaft veranlaßt um Inzeigen Of9.— Seite) 200 Gesuche Dorausbez 1Tird täg W Dorert Feuilleton Fällen und dadurch zu wirken suchen, daß die Bürgerschaft veranlaßt: bei Einkäufen jeglicher Art diejenigen Geschäfte zu meiden, w„ B werke oder Schriften der bezeichneten Art ausstellen oder vertreiben. Einen dahin gehenden Beschluß hat der Verein ans Veranlassung s# Narstandos horeits in seiner ernen Sitzung gesaßt und Itär: Einen dahin gehenden Beschuß#.*gn Stnag#faßt und unterzeichneten Vorstandes bereits in seiner ersten Sitzung gesaßt und sämmtliche katholische Vereine und Gesellschaften Kölns das Ersuchen richtet, einen gleichen Beschluß zu fassen. Anen## moschan der Wir hegen die Hoffnung, bei allen Mitbürgern, welchen der eum Unter Taschenmacher 24; P. Preell, Komödienstraße Ehrenfeld. Venloerstraße 273.— E Die eilf Ambsmeister derer K. N. Z. L. Hämmerling, inlaß nicht vor 60 Uhr Abends. Der Bannerhar Jean Jörrissen ausgeführt von der Capelle des Westf., Luss- Ayt., gsts, Nr.# unter Leitung ihres Dirigenten Herrn W. Trenks. #8 Eintritt 25 Plg. Dutzendkarten M..50. Wir hegen die Hoffnung, dei auen Mnburgern, wiichen— 4 unserer Jugend und des gesammten Volkslebens gegen die moralische seuchung am Herzen liegt, die thatkräftige Unterstützung des Vereine „* 1870 Kölner 1899 Funken-Artillerie. Wachtlocat:„Nltes Präsidium“, Schildergasse. Uusere II. große humoristische Damen-Sitzung seiner Bestrebungen zu finden.... Deshalb richten wir an Alle hierdurch die dringende Bitte, za unserm Vereine beizutreten. Der jährliche Beitrag beträgt mindestens.. Die unterzeichneten Mitglieder des Vorstandes sind bereit, Anmeldun zum Beitritt entgegenzunehmen. des Vereins zur Bekämpfung der ösfentlichen Unsittlichtent (Der Norstand: Fridolin Bachem, Buchdruckereibesitzer; Biesenbach, Divisic pfarrer; Dr. H. Cardauns, Hauptredacteur; Haas, Rector; Jacge Pfarrer; Leutzen, Oberpfarrer; H. I. Modemann, Juwen Sonntag den 8. Januar, Nachmittags 3½ Uhr: Concert Dr. Oberdörffer, Religionslehrer; Ostlender, Pfarrer; F. Roi Kaufmann; Savels, Pfarrer; Dr. Steinberg, Pfarrer; Heim Theissing, Verleger; H. Tils, Pfarrer. der Capelle des Infanterie-Regiments Nr. 53, unter Leitung ihres Musik-Dirigenten M. Granzow. er Zalb Volk PROGRAMM. Erster Theil: Victoria-Marsch“ von Granzow. Ouverturs zu„D9s Gieghgle ohhändegn tenn Potpourri aus„Der fliegende Holländer“ vo Vorspiel zu„Kunihild“ von Kistler. „Fata Moraana“. Walzer von Einödshofer. 2 Fantasie aus„Carmen“ von Bizet. Zweiter Theil: „Jubel-Ouverture“ von Buch. Finale aus„Undine“ von Lortzing. Ueber den Wellen“, Walzer von Rosas. Selection aus„The Geisha“ von Jones. Aubade printanière“ von Lacombe. Schön Japan“, Mazurka von Ganne. ben(Nachdruck ist nicht gestattet.) Unsere erste diesjährige Winter=Familien=Festlichkeit verbunden mi Camnevalist. Abend=Unterhaltung den 15. Januae. 1894 Abends 8 Uhr im großen Saale des„Fränkischen Hofes, Komödienstra; Zum Schluß ein Tänzchen. Einlaß gegen Vorzeigung der diesjährigen Mitgliedkarten. Mitglied welche die Karte bis Sonntag noch nicht zugestellt worden ist, können Abends am Saaleingang in Empfang nehmen. g###e Hpt eha Die Musit wird ausgeführt von der Capelle des Westf. Art.=Re Nr. 7 unter Leitung des Herrn Capellmeisters Trenks. Zu zahtreichen Besuch ladet ein.—. Auer, Manrikiusteinneg findet Sonntag den 8. Jannar, abends 3½ Uhr, in sämtlichen Näumen des VictoriaSaales statt. 1. Abteilung: Neden und Lieder. 2. Abteilung: Ball mit Ueberraschunge die Damen. kölner Frauenbildungsschule 4 für Eukrasser=Rlegts, Nr. 3(Graf Gesler), unter vershtlicher Leitung des Kol. Aarietz vunz ermzhigsen, reise i u sohgeng 8 Cäiche Giffels. Glockengasse, Guntermann. Ecke Barbarossaplatz u. Weyerstraß Niedick, Ecke Blaubach u. Bachemstraße, u. Küpper, Bor#r ggstens Karten für Einzuführende sind durch umere Mitglieder sowie bei unserem Vorstandsmitgliede Herrn Herm. Hummelsheim zu entnehmen. Dannemanna Co. Köln, IIchestrasse 59. Specialikäl: Herren-Wäsche. Zahlreiche Anerkennungen. 5 825 2 à 1** ∆ 3 * 2— * Sonntag, 8. Januar 1893,# Nachmittags 319 Uhr:* * Verband der kaufmännischen Gehülfinnen zu Köln, Augustinerplatz 12. Fernsprecher Nr. 3810. Zweck des Verbandes: Erhaltung des religiösen Sinnes, moralischer Schutz, geistige und berufliche Fortbildung wirthschaftliche Hebung, Pflege edler Ges lligkeit. üttgledebettrag d imlhr. Die Stellenvermittelung Hinder=Garderove. Ist in der Lage, passende Stellungen, Hleligngrhe. Geschäftgstungen: -11 Uhr. 12-4 Uhr. Stellenvermitelung füic Verbands-Mitglieder kostenfrei. für Nichtmitglieder gegen geringe Eintritt 50 Pfg. 2 „ Kinder die Hälfte." Aquarium 25 Pfg.: 41 die rothe MetallPutzpomade Einzig bewährt und gefahrlos im Haushalt, Fränkischer Hof Special=Ausschank: weil nicht Grünspan erzeugt. Nur Sie entfärbt nicht, verdirbt nicht, wie heilfarbige sogenannte Putz-Extracte binnen kürzester Zeit thun. für Knaben und Mädchen, sowie Masken-Anzüge für Kinder, fertigt elegant und chie Frau Wortmann, Brüsselerstr. 167, am Stadtgarten Vertreter für Rheinland: L. J. Brems. Korbwaarenlager stätte verlegte nach und WerkWas ist Reissaus? Kettengasse 3, Wohnung Pfeilstraße 11 a. Franz Jos. Geyer. Verlag und Druck von J. P. Bachem. Verantwortlich: für den allgemeinen Cheil O. Brendgen, für den Anzeigen= und Reclamentheil a. Okle, Alle „Um des Hin aller Gottesfrühe Die Karoline w „Na, mag sie Adlerwirthin in doch sehen, wer „Hahaha," l ist? Das sieht Aber was ist de Karoline, dein Ein stämmige Gastzimmers: b fragenden Blick Ohne Gruß gehst du sofort zusammen, wir gehst, hast Aber Karolin stand wie anger ihrem Gesichte Endlich rang dem Haus hier mir gar nichte zufrieden mit n stampfte das M „Das wollen Die Wirthin brauchen nicht geh' du auf de ein vernünftige scheint mir, un „Ich gehe n warum ich fort eine verlaufene „Jetzt, wo d meinetwegen gl eine Liebschaft „Das ist nic ein,„ich habe mir an die C ihre Leute auf. Soldat gekomn Brave Leute si. da könntet Ihr die Karoline g „Sooo?“ hi Wirthin, ob ic binterlistig da hleiben oder d zugebe; also n die Wirthin z „Mit Euch die Wirthin. Stock, ich gehe finden, den Le Es ist ja gere einziges Töcht Kripplein, wie weinende Mäl Vater, mit ih So!“ athi und jetzt woll Nach Haus n völker halten Herr im Hau gleich nach de spruch, nachhe wie mich das dafür, daß di Ich bin noc warst du alt Der Bauer de und g ab. Er gab ih ßen schi einer g schte, helle thin war gkeit zu ruck ist