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Der dieser Angelegen der deutschen N hier gegründeten Innungs-Mitgli Liste wird demu Versammlung a vom Obermeistel Tils hat aus Amt als Cassire die Kassengeschä sich an Punkt 4 Angriffe ar des Inter Wie der Oberm schrift in ihrer Ueberschrift: Gasthofsbesitzers Artikel heißt letzten Zeit hab zeugt haben, de zu unserm Ber zu thun übrig für das Kleing ihr rückschrittlic Gesetzbuch, das wiesen. Es ist in dem Augenb die edelsten Mi bestrebt hatten, Gewande einhe: — das ist der Nieren prüft Jahrhundert zi Quixots ist die weis.“ Behufs auf die Innun nahme auf Anc Diese abgelehn „Die Bestrebr besitzer und Wirthe=Verein meines Wissen gemeinen Stai nationalen Ve einigungen der vertreten. In Fragen verschi manchmal pral Körperschaft z exemplificiren, am meisten. Vereinigung ssich für Grün gewiesen wurd ungen auf de ##ufen, welche ##erden können keit ihrem sieb haft fest, und werden können führungen üb einer„staatsf apital=feindli dem Aufsatze niat allgemei Aussprache„ halte. Die v sicht in„ang nnungsmän dielmehr den hohem Maße sicht informi Wirthe=Innu# uinwillkürlich, gungen gege Wirthe=Innu guch nie gege iegen so wei Oder solltee sein, der au Pergleiche zu der Gasthofb was demgege Bestehen gele siefen, wozu eitern glück surch lieblos heiles der emeinschaft bermeister asthofbesitze sicht zulasser anderes als Beschimpfung guid mit Ent sapfungen ir #rwiderung #nd, verwei inmüthig be Bezüglich der slieder ist ne keinen deut sorden, welt i Vortheile aben nur einern Ges aben. Der immig seite Kölner Loral-Anzeiger Nr. 220 4 Freitag, 19. Augeist 1393. Seite 3. Vereins=Nachrichten. Die Wirthe=Innung hielt ihre vorgestrige, gut besuchte Versammlung im Locale des Hru. W. Weißmantel ab. Vor Eintritt in die Tages=Ordnung ehrte die Versammlung das Andenken an die seit der jüngsten Tagung verstorbenen Mitglieder durch Erheben von den Sitzen. Sodann theilte der Obermeister ein Dankschreiben der Wittwe Firmenich für die zahlreiche Betheiligung am Begräbnisse ihres Mannes mit. Weiter wurde Mittheilung gemacht von einem Schreiben des Hrn. Regierungs=Präsidenten auf die Eingabe der Wirthe-Junung betr. die Beschaffenheit der Bierleitungen. In diesem Schreiben lehnt die Regierung es ab, die Erlaubniß dazu zu geben, daß die Bierleitungen den Wünschen der Innung gemäß aus nur zwei bis drei Abschnitten bestehen. Der Vorstand wird erwägen, ob eine weitere Eingabe in dieser Angelegenheit sich empfiehlt.— Das Comité zur Vorbereitung der deutschen Nationalfeste hat Aufforderungen zum Beitritt zu dem # hier gegründeten Orisverband an die Junung ergehen lassen. Jedes * Innungs-Mitglied hat einen Beitrag von 25 Pfg. zu entrichten; eine Liste wird demnächst in Umlauf gesetzt werden. Die seit der letzten Versammlung aufgenommenen sechs neuen Mitglieder wurden hierauf vom Obermeister herzlich begrüßt und willkommen geheißen.— Herr Tils hat aus Gesundheitsrücksichten sein lange Jahre innegehabtes Amt als Cassirer niedergelegt. An seiner Stelle hat Herr Häusling die Kassengeschäfte übernommen.— Eine längere Erörterung knüpfte sich an Punkt 4 der Tages=Ordnung: Stellungnahme gegen Angriffe auf die Innung seitens der Wochenschrift des Internationalen Gasthofsbesitzer=Vereins. Wie der Obermeister, Herr Brems, ausführte, brachte diese Wochenschrift in ihrer Nummer 27 vom 2. Juli einen Artikel unter der Ueberschrift:„Nach der General=Versammlung. Gedanken eines Gasthofsbesitzers.“ In diesem mit A. R. H. unterzeichneten Artikel heißt es unter anderm:„Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit haben uns bewiesen und werden auch die Zweifler überzeugt haben, daß gerade in Beziehung auf Erziehung und Ausbildung zu unserm Berufe noch viel, recht viel, wir möchten fast sagen alles, zu thun übrig bleibt. An eine handwerksmäßige Ausbildung, wie sie für das Kleingewerbe geeignet ist, mögen die Innungsmänner und ihr rückschrittlicher Anhang denken; uns ist durch das Bürgerliche Gesetzbuch, das uns zu Voll= und Großkaufleuten macht, der Weg gewiesen. Es ist eine eigenthümliche Ironie des Schicksals, daß gerade in dem Augenblicke, da wir im Begriffe stehen, das zu erreichen, was die edelsten Männer unseres Berufes seit langen Jahren vergeblich bestrebt hatten, eine, in staatsfreundlich frommem und anti=semitischem Gewande einherschreitende, socialistische und capitalfeindliche Gesellschaft — das ist der wahre Innungsmann, wenn man ihn auf Herz und Nieren prüft— es versuchen möchte, die Zeiger der Zeit um ein Jahrhundert zurückzuschieben. Hauptstück und Paradegaul dieser Don Quixots ist die vielgepriesene Fachschule und der Befähigungs=Nachweis.“ Behufs Zurückweisung dieser vom Zaune gebrochenen Angriffe auf die Innungen hatte Hr. Brems einen Artikel an die genannte Wochenschrift gesandt, welchem trotz seiner sachlichen Haltung die Aufnahme auf Anordnung der Wochenschrift=Commission verweigert wurde. Diese avgelehnte Entgegnung lautete im wesentlichen wie folgt: „Die Bestrebungen des Internationalen Vereins der Gasthofbesitzer und diejenigen der Innungen und sonstigen localen Wirthe=Vereinigungen sind ganz verschiedener Art und collidiren meines Wissens nicht. Während der Internationale Verein die allgemeinen Standes=Interessen seiner Mitglieder, namentlich im internationalen Verkehr zu vertreten sich bemüht, haben die localen Vereinigungen den Zweck, die örtlichen Interessen der Berufsgenossen zu vertreten. In jedem Gemeinwesen sind nun die zu erledigenden Fragen verschiedener Art und somit ist es nicht angängig und auch manchmal praktisch unmöglich, diese Interessen von einer internationalen Körperschaft zu vertreten. Um auf die Kölner Wirthe=Innung zu Zweifel, auf welcher Basis exemplificiren, war man in Köln lange im Zweifel, auf welcher Basis am meisten zu erreichen sei: ob durch Gründung einer WirtheVereinigung oder einer Innung. Die Kölner Collegen entschieden zu icht Hinsicht eit ihrem siebenjährigen Bestehen vieles erreicht hat, steht unzweifelhaft fest, und wird von dem A. R..=Correspondenten nicht bestritten erden können. Nun geht aber der Herr A. R. H. in seinen Ausführungen über die Innungs=Mitglieder so weit, daß er dieselben zu einer„staatsfreundlich frommen, anti=semitischen, socialistischen und apital=feindlichen Gesellschaft“ herunterzieht. Die Redaction fügt dem Aufsatze eine Note bei, daß verschiedene der entwickelten Ansichten ##ict allgemein im Vereine getheilt werden, daß sie jedoch die freie Ausprache„selbstverständlich in angemessenen Formen“ für erwünscht halte. Die vorerwähnten Ausdrücke halten sich aber doch zweifellos sicht in„angemessenen Formen“, eben so wenig die Bezeichnung der Innungsmänner als„Don Quixotes“; eine solche Sprache verräth bielmehr den Mangel jener Bildung, welche der Verfasser selbst in so hohem Maße von der Schule des Lebens erwartet. Auch scheint er sicht informirt zu sein, daß die ersten Häuser Kölr's Mitglieder der Wirthe=Innung sind. Bei der Lectüre des Aufsatzes fragt man sich sinwillkürlich, weshalb eigentlich der Schreiber diese groben Beleidigungen gegen die Innungen geschleudert hat? Von Seiten der Wirthe=Innung Köln ist ein Anlaß dazu nie gegeben worden und wird such nie gegeben werden; denn die Interessen der beiden Vereinigungen liegen so weit auseinander, daß sie unmöglich zusammenstoßen können. Oder sollte es der Aerger über das Gedeihen der Wirthe=Innungen sein, der aus dem Aufsatze spricht? Es soll unterlassen werden, Vergleiche zu ziehen zwischen dem, was der Internationale Verein per Gasthofbesitzer in den 27 Jahren seines Bestehens erreicht, und was demgegenüber die Wirthe=Innung Köln seit ihrem siebenjährigen Bestehen geleistet hat. Mag man seine Aufgaben erweitern und versefen, wozu ich dem Internationalen Verein der Gasthofbesitzer auch eitern glücklichen Erfolg wünsche; aber man unterlasse es doch, surch lieblose und dabei völlig unnütze Beschimpfung eines großen heiles der Vereins=Mitglieder diesen die Zugehörigkeit zu der großen semeinschaft zu verleiden.“ Es erscheint unbegreiflich, so führte der vermeister aus, daß der Vorstand des Internationalen Vereins der Aasthofbesitzer diese Abwehr eines wahrlich nicht sachlichen Angriffes zulassen wolle. Die Ausführungen der Wochenschrift sind nichts anderes als eine Verleumdung ehrbarer Bürger. Wir weisen die Peschimpfungen des betr. Artikelschreibers mit aller Entschiedenheit und mit Entrüstung zurück und verschmähen es, auf weitere Anapfungen in dieser Angelegenheit uns einzulassen, da eine sachliche erwiderung an der Stelle, von wo die Beleidigungen ausgegangen ind, verweigert wird. Die Versammlung trat diesem Standpunkte inmüthig bei, womit die Angelegenheit als erledigt betrachtet wurde. bezüglich der Haftpflicht=Versicherung der Innungs=Mitlieder ist nach längern Verhandlungen ein Vertrag mit dem Allgekeinen deutschen Versicherungs=Verein zu Stuttgart abgeschlossen sorden, welcher den Versicherten bei geringer Prämieenzahlung mancher Vortheile bietet. Betriebe, welche ohne fremde Mithülfe arbeiten, aben nur 3,20 Mark Beitrag zu entrichten, während die sonstigen einern Geschäfte 4,48 bzw. 6,40 Mark jährlichen Beitrag zu zahlen aben. Der von einem Rechtsanwalt begutachtete Vertrag wurde einimmig seitens der Versammlung angenommen. Die der Innungskaite Heute Morgen 9 Uhr starb an den Folgen einer Lungen=Entzündung, wohlversehen mit den Sterbesacramenten unserer h. Kirche, Fräulein von 61 Jahren. Freunde und Bekannte bittet um ein frommes Andenken für die Verstorbene. Der Vorstand des Aguetenstiftes. Das Begräbniß findet statt am Freitag den 19. August. Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Mittelstraße 27 aus. Die feierlichen Exequien werden gehalten am Samstag den 20. August, Morgens ½10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Aposteln. aus dem Vertrage zufließenden Gelder sollen zu Geschenken für solche Dienstpersonen Verwendung finden, welche bei den Mitgliedern längere Jahre in Arbeit bleiben.— Herr Imhoff beantragt, bei der städtischen Verwaltung dahin vorstellig zu werden, daß an den Carnevalstagen solche Wirthe von der Lustbarkeitssteuer befreit bleiben, welche keine Musik=Aufführungen in ihren Localen veranstalten, aber gegen ihren Willen von musicirenden Carnevalisten heimgesucht werden. Nach längerer Erörterung in welcher unter Mittheilung mehrerer Einzelfälle die Handhabung des zur Erhebung der Lustbarkeitssteuer erlassenen Regulativs bemängelt wurde, setzte die Versammlung eine aus den Herren Pohl, Kaiser, Antweiler, Weißmantel und Zervas bestehende Commission ein, welche die Angelegenheit prüfen und gegebenen Falles eine Eingabe an die städtische Verwaltung richten soll.— Behufs Durchführung der Sonntagsruhe ersuchen die BäckergesellenVereinigungen Amicitia und St. Autonius an den hohen Festtagen: Weihnachten, Ostern und Pfingsten auf die Lieferung frischer Backwaaren in den Hotels und Restaurationen zu verzichten. Eine aus den Herren Häusling, Mittelhäuser, Metz, Franz Pohl und Thommes bestehende Commission soll über die Ausführbarkeit dieses Wunsches Erhebungen veranstalten und sich dieserhalb mit den größern Geschäften in Verbindung setzen.— Von der Anschaffung einer Innungsfahne soll einstweilen Abstand genommen werden. Die Beschaffung passender Vereins=Abzeichen wurde dem Vorstande übertragen. - Nach dem von Herrn Häusling erstatteten und von Herrn Brems erläuterten Kassenbericht beträgt das Vereins=Vermögen zur Zeit 8000—8500 Mark; es ist also, wie der Vorsitzende bemerkte, gut gewirthschaftet worden. Der Kassenbericht wird demnächst im Druck erscheinen und jedem Mitgliede zugestellt werden.— Herrn Tils wurde für die gewissenhafte Kassenführung Dank ausgesprochen und demselben Entlastung ertheilt.— Aus der Mitte der Versammlung wurde schließlich gewünscht, daß der Vorstand mit einem der hiesigen Localblätter zur Herausgabe einer Fremdenliste in Verbindung trete. Ferner wurde gewünscht, daß die Betheiligung am Begräbnisse eines Vereins=Mitgliedes allen unter Strafandrohung zur Pflicht gemacht werde. Der Vorstand wird diese Anregungen in Erwägung ziehen. Elfter deutscher 7 Köln, 19. August 1898. In der gestrigen 14. und vorletzten Runde des Meister=Turniers siegte Tschigorin über Showalter, Heinrichsen über Schalopp, Charousek über Janowski, Cohn über Albin, Burn über Fritz; die tieen v. Popiel=Schlechter undsvon Gottschall=Schiffers endeten mit Remis, während die Partie Berger=Steinitz nach achtstündiger Dauer vertagt wurde. Aus der 13. Runde ist nachzutragen, daß Showalter in seiner Partie mit Steinitz als Sieger hervorging. Tocales. )( Persoualien. An Stelle des als Regierungs= und Medicinal= rath nach Stettin berufenen bisherigen Polizei=Stadt=Physicus Dr. Vanselow wurde der praktische Arzt Dr. Ed. Meder in Kassel zum Polizei=Stadt=Physicus hierselbst ernannt. Kirchliches. Herr Kaplan P. H. Kels in der Pfarrkirche St. Maria im Capitol wurde zum Pfarrer in Rheidt, Decanat Siegburg, ernannt. * Kirchen=Collecte für Poll. Die jüngste Nummer des Kirchlichen Anzeigers für die Erzdiöcese Köln enthält folgenden Erlaß des hochw. erzbischöflichen General=Vicariats: Das fürchterliche Naturereigniß vom 7. August 1898, Nachmittags 41 Uhr, hat den Thurmhelm der Pfarrkirche zu Poll abgehoben, ihn auf die Firsten des Hauptschiffes geworfen, wo er sich in zwei Theile spaltete, Haupt=, und Nebendächer durchschlug und centnerschwere Gesimssteine herunterschleuderte. Nach Schätzung des Baumeisters beträgt der Schaden 35= bis 40,000 M. Da der ganze Ort auch mindestens einen Schaden von 300,000 M. durch diesen Wirbelsturm erlitten, wobei auch durch ein Haus=Einsturz ein Knabe erschlagen wurde, so ist er genöthigt, um milde Gaben zu bitten. Poll ist eine Arbeitergemeinde von 2800 Seelen, hat eine Kirchensteuer von 45 pCt. und ist Köln eingemeindet. Vom Aufbau des Helmes wird Abstand genommen, aber unaufschiebbar ist die Eindachung, Abtragung und Wiederaufführung des sehr geschädigten Mauerwerkes. Die Kirche ist 34 Jahre alt. In Anbetracht der überaus schwer getroffenen Gemeinde haben Se. Eminenz der hochwürdigste Herr Cardinal und Erzbischof eine KirchenCollecte bewilligt, welche am Sonntag nach Empfang des Gegenwärtigen den Gläubigen verkündigt, empfohlen und sodann am darauffolgenden Sonntage abgehalten werden soll. e Wallfahrten nach Kevelaer. In der Pfarrkirche St. Cunibert nahm heute die sechstägige Kevelaer'sche Andacht ihren Anfang; um 6½ Uhr trat die Fuß=Processson unter Führung der Herren Kaplan Michiels von St. Cunibert, Domvicar Wolff und Rendant Arrenbrecht die Wallfahrt nach Kevelaer an. Die Theilnahme an diesem altehrwürdigen Bittgang wächst von Jahr zu Jahr. Heute Morgen nahmen etwa 600 Personen, darunter 150 Männer Theil. Die Wallfahrer treffen am Sonntag=Mittag an ihrem Ziele an. Am Sonnta##t Morgen, um 8 Uhr, fährt ein Sonderzug vom hiesigen Hauptbahnhof nach dem Wallfahrtsort; die Theilnehmer an dieser Pilgerfahrt treten am Montag=Nachmittag die Rückfahrt an und treffen Abends gegen 7 Uhr wieder hier ein. Die Fuß=Procession wird Mittwoch=Abend gegen 7 Uhr in der Pfarrkirche St. Cunibert wieder eintreffen, worauf die Feier in letzterer geschlossen wird. * Für die durch das Unwetter Geschädigten sind bei dem hiesigen Haupt=Comité bis jetzt 67,000 M. eingegangen. Erfreulicher Weise werden auch von auswärts recht ansehnliche Liebesgaben eingesandt; so ging u. a. der Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung aus einem etwa 800 Seelen zählenden Landorte im Landkreise Köln der Betrag von 459 M. zu, welche der betr. Gemeinde=Vorsteher mit anerkennenswerthem Eifer in der Gemeinde gesammelt hat. 9 Die Flora hat für kommenden Sonntag während der Zeit von Vormittags 7 bis Nachmittags 1 Uhr den Eintrittspreis auf 20 Pfg., einschließlich Besichtigung des Aquariums, festgesetzt. Der Ryein fordert in diesem Jahre wieder viele Opfer. Vorgestern Nachmittag fiel in Deutz ein mit andern Knaben spielendes achtjähriges Kind vom Werft in den Rhein und ertrank, obgleich Bedienstete der Schiffbrücke sofort zur Hülfe herbeieilten. Mehr Glück hatte ein anderer Knabe, der am Frankenwerft ebenfalls beim Spielen in den Rhein fiel, aber von einem Rheinarbeiter gerettet wurde. 8 Brandunglück. Zu dem von uns bereits gemeldeten Brandunfall in der Zugasse wird uns noch gemeldet: Mittwoch=Morgen wurde in's Kinder=Hospital ein elfjähriges Kind gebracht, welchem in der Zugasse beim Eingießen von Petroleum in das Herdfeuer— angeblich auf Geheiß einer Frau— die Kleider in Brand gerathen waren. Das lichterloh brenuende Kind lief von Schmerzen gefoltert auf die Straße, wo durch den zufällig von der Arbeit kommenden Vater das Feuer durch Uebergießen mit Wasser gelöscht wurde. Das Kind, dessen ganze Haut in schrecklicher Weise verbrannt war, ist am Abend schon seiner schweren Verletzung erlegen. P Diebstähle. Gestohlen wurde: in einem Hause an der Eifelstraße aus einem Mansardenzimmer eine Nickel=Damen=Remontoir=Uhr mit silberner Kette und ein Paar goldene Ohrringe; in einer Wohnung an der Schildergasse ein gesticktes weißes Damenhemd, eine gestickte Unterhose und ein Paar schwarz=baumwollene Strümpfe; aus dem Keller eines Specereigeschäftes auf der Burgmaner ein Korb mit Eier im Werthe von 25.; aus einer Wohnung an der Heinsbergstraße eine schwarze, eine dunkele Hose und eine braune Joppe; aus einer Anbanwohnung an der Zonserstraße in Nippes fünf Leintücher, gezeichnet A.., ein Bettbezug, eine Bettdecke, ein Paar Zugstiefel, ein Paar neue Strümpfe und 8 M. baares Geld. B Der ehemalige Cassirer der Erholung, Herr Gustav Schmits, welcher bekanntlich wegen Unterschlagung zu Gefängnißstrafe verurtheilt worden war, wurde vor einiger Zeit krankheitshalber aus dem Gefängniß entlassen. Er ist nunmehr in seiner Wohnung gestorben. 84 Selbstmord=Versuch. Am Mittwoch=Nachmittag sprang von einem Dampfboote der Mülheimer Actien=Gesellschaft ein Mann während der Fahrt in den Rhein, wurde aber vom Schiffspersonal gerettet. Da er Miene machte, noch ein Mal in den Strom zu springen, und sich wie wild geberdete, fesselte man ihn an Händen und Füßen und brachte ihn an's Ufer. Unfall. In einer hiesigen Möbelschreinerei war der Sohn des Inhabers am Dinstag an der Kreissäge beschäftigt. Hierbei sprang ihm das unter der Säge befindliche Stück Holz mit solcher Wucht gegen die Brust, daß er hinterrücks taumelte und eine Gehirn=Erschütterung davontrug, an deren Folgen er vorgestern Abend starb. Die Leiche des am Sonntag beim Baden im Rhein ertrunkenen jungen Mannes aus Niehl wurde bei Rheincassel gelandet. Arges Pech. Angesichts des gefüllten Bierfasses, bei tropischer Hitze Durst zu leiden— das war dieser Tage einer hiesigen RadfahrerGesellschaft beschieden, die von hier aus per Rad einen Ausflug in den Königsdorfer Forst unternommen hatten. Die erhitzten Radfahrer freuten sich schon des kühlen Trunkes, der ihrer im Walde harrte, da man ein großes Faß echt Kölnischen Gerstensaftes in den Wald hatte transportiren lassen. Ein widriges Geschick legte sich aber zwischen dem Durst der Ausflügler und das Biersaß— man hatte nämlich den Krahnen mitzunehmen vergessen! Nun sauste einer der Durstigen zurück nach Königsdorf, um durch Herbeischaffung solch' eines absolut nothwendigen Instrumentes die Verbindung zwischen dem gefüllten Bierfaß und den durstigen Kehlen herzustellen. Nach anderthalbstündigem Warten, das den Durstigen eine Ewigkeit währte, kam der Ausgesandte endlich zurück, aber ohne den ersehnten Krahnen. Die Wirthe hatten sich geweigert, einen solchen herzugeben, und so blieb denn schließlich nichts anders übrig, als das Vierfaß nach Königsdorf zurückzuspediren und dort den inzwischen unerträglich gewordenen Durst zu löschen, wobei man dem Vorgang nunmehr auch manche humoristische Seite abzugewinnen wußte. K Zur Besteuerung von Personen mit mehrfachem Wohnsitz hat das Oberverwaltungsgericht nachfolgende interessante Gutscheidung gefällt. In Köln wie in Mehlem hat Frl. vom R. einen Wohnsitz. Sie wurde für 1897•98 in Köln mit 4658 M. und in Mehlem mit 2016 M. zur Gemeinde=Einkommensteuer herangezogen. Demgegenüber beantragte sie bei dem Bezirks=Ausschuß Vertheilung ihres steuerpflichtigen Einkommens auf beide Gemeinden. Der Streit bewegte sich lediglich um die Frage, ob die Censitin 1896 97 mindestens drei Monate in Mehlem sich aufgehalten hat. Diese Frage bejahend, beschloß der Bezirks=Ausschuß, den Steuerbetrag für Köln auf 2487 M. und den für Mehlem auf 2016 M. festzusetzen. Diesen Beschluß hielt er aufrecht, als der Oberbürgermeister zu Köln auf mündliche Verhandlung antrug. Die von diesem noch eingelegte Revision wies das Oberverwaltungsgericht zurück. Die Regel, wonach mehrere Wohnsitzgemeinden eines Censiten dessen Einkommen gemeinsam zu besteuern befugt sind, erleidet dadurch eine Ausnahme, daß Wohnsitzgemeinden, in denen der Steuerpflichtige im voraufgegangenen Rechnungsjahre überhaupt nicht oder kürzere Zeit als drei Monate sich aufgehalten hat, nicht mitgezählt werden sollen. Unter dem Aufenthalt im Sinne der hier fraglichen Vorschrift ist auch den Ausführungen des Gerichtshofes nicht das augenblickliche körperliche Sichaufhalten, sondern ein Aufenthaltsverhältniß zu verstehen, das nicht ein Mal ein ununterbrochenes zu sein braucht.„Daraus ergibt sich aber ohne weiteres, daß die Berechnung der Dauer des Aufenthaltsverhältnisses nicht nach Kalendermonaten erfolgen kann, sondern daß als Monat im Sinne des§ 50 Abs. 3 des Communal= abgabengesetzes die Summe von 30 Kalendertagen anzusehen ist, und daß es genügt, wenn das Aufenthaltsverhältniß von 90 Tagen innerhalb des Jahres bestanden hat. In solchen Fällen ist es aber nicht nothwendig, daß der vom Gesetz erforderte Zustand während des ganzen Tages gewährt hat, vielmehr sind, wenn er nur an Theilen von Tagen bestanden hat, auch diese Tage mitzurechnen. Hieraus folgt, daß vorliegend sowohl die Tage zu berücksichtigen sind, an denen die Censitin in Mehlem angekommen, wie auch diejenigen, an denen sie von dort abgereist ist. Somit hat das von ihr in Mehlem begründete Aufenthaltsverhältniß im Jahre 1896/97 von wenigstens 92 Tagen bestanden.“ I so viel Wäsche kannst Du mit Grümer& Neu' Zanama=Holz=Wasch=Ertract reinigen, als mit den * meisten andern Waschpulvern. Spart Seife und Soda. überall käuflich. * Ryeinhöhe Ohne Bleiche, schönste Wäsche. Zu 15 Pfg. ½ Pfd. am 19. Aug., Morgens 7 Uhr m.56—.20. Wasserwarme am 18. Aug., Mitt. 12 Uhr: 180, Abds. 7 Uhr: 180. "" 1 9. A u g., M o r g e n s 7 U h r: 1 8 0 R Kölner Local-Anzeiger Nr. 226 1 Freitag, 19. August 1893. Donnerstag, den 25. August 1896: Letzte Vorstellung saison.) ser-Garten. räcise Abends 8 Uhr Köln a. Rh.— Kat reitag den 19. August 1893, p Blätter! 15 Of Seite) Gesack Dorau Lustige Original=Ce zwei Abtheilungen mit...„— Weltstadt-Bilder Freitag den 15. August, Abends 8 Uhr Letztes Abend-Concert 8 Vormittags-1 Uhr, 2 Eintritt 20 Pfg. die Person s einschliesslich Aquarium. 1er Capelle des Infanterie-Regiments Fre herr von Nr. 16, unter Leitung des königl. Musik-D IPRR OGRR Erster The R. Wagner. 1. Vorspiel zu„Tristan und Isolde“. 2. Chor der Friedensboten aus der Oper 3. Trauermarsch aus„Götterdämmerung I. Fantasie aus der Oper„Lohengrin Zweiler Theil: 5.„La Kamarinskaya“ von Glinka. Var tionen über den„Carneval von Vene be rbeitet von C. Walther. Deutsche Lieder“, Fanta# ie von Strauss. uci ntina“, Walzer von Waldtenfel. Einirittspreis von“- Uhr erzoglich Hessischen Hofballetmeister Aug. Siems, irector Ernst Renz. Preise der Plätze. Kassenöffnung Placaten und Austheilzetteln ersichtlich. u 20. August 1398, pracise Abends Abends 8 Uhr: Parade=Gala=Vorstellung zum Benefiz für die hier so beliebte Schulreiterin Frau Robert Renz. Aufführung der Novität: „Lustige Blätter“! 2 grosse Vorstellungen 2. (Letzte Sonntags=Vorstellungen.) 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