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Juni 1891 bewilligte nämlich die Stadtverordneten=Versammlung die durch Anleihe zu beschaffenden Mittel von sechs Millionen Mark für die Neu=Anlage eines Schlachtund Vieh=Hofes, und zwar war in dieser Summe eine halbe Million für Grunderwerb einbegriffen. Da indeß die Bauausführung theuerer wurde, als man erwartet hatte, bewilligte die Versammlung am 19. Dec. 1895 aus einer zweiten Anleihe 600,000 M. eigens zur Bestreitung der Grunderwerbskosten. Da mußte es allerdings sehr überraschen, daß die Ende 1896 gelieferte Abrechnung noch mit einem weitern Fehlbetrag von 1,131,000 M. abschloß. Allerdings hat sich herausgestellt, daß die von der Stadtverordneten=Versammlung bewilligten Einzel=Credite allein für die Bauausführung(ohne Grunderwerb) schon annähernd 6,000,000 M. darstellten und daß die Summe dieser Einzel=Credite für die Bauausführung nur um 54,000 M. überschritten worden ist. Offenbar war während der Bauausführung die Uebersicht über die Bewilligungen verloren gegangen. Diese Angelegenheit bildete denn auch im Herbst vorigen Jahres den Gegenstand lebhafter Erörterung in der Kölner Bürgerschaft. Am 6. December 1896 hielt Hr. Eisfabricant Gottfr. Linde in der Kölner Bürgervereinigung einen öffentlichen Vortrag über den neuen Schlacht= und Vieh=Hof, in welchem er den Nachweis zu führen versuchte, daß der Hr. Oberbürgermeister Becker persönlich jene hohe Kostenüberschreitung verschulde. Seine Vorwürfe gingen im wesentlichen dahin, daß der Oberbürgermeister von der endgültigen Kostenüberschreitung schon während der Bauausführung Kenntniß gehabt, aber die Stadtverordneten darüber im Unklaren gelassen habe, damit diese nicht größere Sparsamkeit üben möchten, als in seiner Absicht lag; des Herrn Oberbürgermeisters Becker Absicht sei nämlich gewesen, den Schlachthof, den ja die Metzgerschaft verzinsen muß, möglichst theuer zu machen, damit die Stadt aus möglichst vielen Millionen Mark die nach dem Communal=Abgabengesetz zulässigen 8 Procent des Anlage=Capitals herauswirthschaften könne. Ferner behauptete Redner, der Sachverstandige, Hr. Schlachthof=Director Colberg in Magdeburg, habe keineswegs die Zahl der im hiesigen Schlachthof beschäftigten Beamten gebilligt; vielmehr sei gerade das Gegentheil der Fall; insbesondere habe Colberg einen der Thierärzte für völlig überflüssig erklärt. Zum Schlusse führte Linde aus, auch sonst schon habe der Oberbürgermeister Becker die Unwahrheit gesagt; ja, er(Redner) könne sogar beweisen, daß Herr Becker„auch unter Eid die Unwahrheit gesagt“ habe. Als ihm aus der Versammlung ein„Oho“ entgegengerufen wurde, fuhr Linde fort:„Jawohl, ich bin mir der Tragweite meiner Worte wohl bewußt und behaupte noch ein Mal, daß der Herr Oberbürgermeister unter Eid die Unwahrheit gesagt hat.“ Linde hat ein paar Tage später seinen Vortrag auch im Druck veroielfältigt und versandt. In dieser Broschüre lautet der Schlußpassus des Vortrages wie folgt: „Um am Schluß kurz zu sein, fasse ich meine Ausführungen dahin zusammen: der Oberbürgermeister hat die Stadtverordneten=Versammlung absichtlich über die Höhe der Baukosten des neuen Schlachtund Viehhofes getäuscht, und hat die Baukosten deshalb gesteigert, um zu vermeiden, odaß— wie er selbst sagt— auch jener achtprocentige Betrag so viel geringer werdes. Eine solche Wirthschaftspolitik kann ich nur frivol nennen. Ich würde mir bei der Charakterisirung unseres Herrn Oberbürgermeisters mehr Maßi gung auferlegt haben; aber erfahrungsmäßig muß man sehr laut und deutlich sprechen, um von ihm gehört zu werden. Und dann ist es nicht das erste Mal, daß er mittels einer Unwahrheit seine Vorlagen im Stadtverordneten=Collegium durchdrückt. Ja, mir ist ein Fall bekannt, wo er sogar als Zeuge unter Eid die Unwahrheit behauptet hat. Und deshalb habe ich mir heute kein Blatt vor den Mund genommen.“ Auf Grund dieses Thatbestandes ist Klage gegen Gottfr. Linde wegen Beleidigung erhoben worden. Heute Vormittag 9½ Uhr war in der wegen dieser Aenßerungen erhobenen Beleidigungsklage Verhandlungstermin vor der Strafkammer anberaumt. Es waren etwa 60 Zeugen und Sachverständige geladen, darunter zwei städtische Beigeordnete, acht Stadtverordnete, Mitglieder der Schlachthof=Baucomumission, Schlachthof=Director, Colberg(Magdeburg) usw. Obweyl eine Reihe der Geladenen nicht erschienen war(in Folze einer Mittheilung, die Verhandlung werde nicht stattfinden), war der Zeugenraum fast ganz gefüllt. Die Berichterstattertische waren dicht besetzt. Schon gestern war die Mittheilung verbreitet, es werde überhaupt nicht zur Verhandlung kommen, und in einem auswärtigen Blatte stand sogar zu lesen:„Der Proceß ist durch Vergleich erledigt. Der Oberbürgermeister wird in der nächsten Stadtverordneten=Sitzung eine Erklärung abgeben, und die Verhandlungen, die zur Einigung führten, darlegen.“ Diese Meldung war mindestens verfrüht. Ohne Zweifel haben Vergleichs=Verhandlungen stattgefunden, aber zu einer Einigung haben sie bis jetzt nicht geführt. Gleich nach Aufruf der Sache beantragte Rechtsanwalt Heilbronn als Vertheidiger des Angeklagten Vertagung. Die Vertheidigung wünsche noch Verhandlung mit einem Verwandten des Angeklagten, dessen Adresse sich nicht habe ermitteln lassen. Die Staatsanwaltschaft erhob keinen Widerspruch, worauf der Gerichtshof sich zurückzog und nach kurzer Berathung die Vertagung auf Mittwoch=Vormittag 3 Uhr verkündete. Ueber die Aussichten eines Vergleichs und die Gründe, weshalb dieselben bisher gescheitert sind, gingen die Ansichten auseinander. * Der Proceß Linde ist, wie uns von betheiligter Seite mitgetheilt wird, gestern durch Vergleich erledigt worden. Hr. Linde nimm die gegen Hrn. Oberbürgermeister Becker gerichteten Behauptungen zurück und trägt die Kosten des Verfahrens. Locales. X Die Procession nach Nievenheim wird am Donnerstag nach der h. Messe um 5¼ Uhr von der Kirche St. Andreas ausgehen. beabsichtigt die bereits vor einiger Zeit angekündigte Verkehrs=Erleichterung in Kürze einzuführen, daß nämlich der zur Zeit bestehende höchste Fahrpreis von 20 Pfg. auf 15 Pfg. herabgesetzt und der Jahrpreis für Kinder für das ganze Straßenbahnnetz auf 5 Pfa. für jede Fahrtlänge beschränkt wird. Ferner soll die Direction beabsichtigen, den Zuschlag von 5 Pfg. nach 10 Uhr Abends gänzlich aufzuheben X Das Panorama International hat angesichts des Jubiläums der Königin von England eine erhebliche Anzahl von Ansichten englischer Schlösser und Städte zur Ausstellung gebracht. Unter den erstern interessiren in erster Linie die Ansichten der Schlösser, in denen die Königin jeweilig ihre Residenz aufschlägt. Sehr zahlreich sind die Ansichten des altehrwürdigen Schlosses von Windsor von außen und innen. Von den Interieurs erregen besonders die Aufmerksamkeit: der Empfangs=Salon mit dem Thron, die Albertgruppe(der Prinzgemahl und die Königin), das Grabmal des Prinzen in der prachtvollen Albertkapelle, die St. Georgs=Kapelle. 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Hochbauamt, Zimmer Nr. 27, Glockengasse Nr.,25.27, abzugeben, woselbst die Eröffnung der eingegangenen Angebote im Beisein etwaiger Anbieter erZeichnungen, Bedingungen und Kostenanschlags=Auszüge liegen täglich von 10 bis 12 und von 3 bis 5 Uhr ebendaselbst zur Einsicht offen. 6 n. 2, Jui 1v9:. Der Stadtbau=Zuspetor Moritz. Bekanntmachung. Im Laufe des Monats Juni 1897 erlischt das Recht auf Benutzung der nachstehend bezeichneten, auf dem Friedhofe zu Melaten gelegenen GrabDie Nutungsberechtigten werden hiermit auf Grund des§ 12 der Begräbniß=Ordnung vom 31. October 1892 aufgefordert, die Erneuerung des Rutzungsrechtes binnen längstens vier Wochen, von heute an gerechnet. bei unterzeichneter Stelle zu beantragen. Erfolgt bis dahin keine Erneuerung, so fallen die Grabstellen an die Stadt zur freien Verfügung zurück. Köln, 19. Juni 1897. Der ge epga Erwerber. Mundorff, Joh., Wwe., geb. Margarethe Hohn. Wittich, Eduard, Gebrüder. Gille, Karl, Ober=Inspector. Wirtz, Nicolaus. Schäfer, Christian. Schaaffhausen, Therese, Wwe. Erkelenz, Peter. Reichmann, Gertr., Frl. Haas, Heinrich Math. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvolstreckung sollen„#u##.####l. f. 889 das im Grundbuche von Köln, Band 221 Blatt 8822, auf den Namen des Ofenfabricanten Fritz Gutjahr in Köln eingetragene Grundstück, Flur 35 Nr. 1727 24, Richard Wagner= straße, Garten, groß 2,50 Ar; Köln, Band 72 Blatt 2870, auf den Namen des Joseph Gehlen, Rentners in Kalk, früher zu Hünshoven, Flur 23 Nr. 308.174, Klingelpütz 56, Hofraum, a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, 1,42 Ar, 1500 M. Nutzungswerth; öln, Band 247 Blatt 9853, auf den Namen des Kaufmannes Joseph Schmitt=Päffenhausen in Köln, Flur 21 Nr. 837/232 2c., St. Apernstraße 37/39, Hofraum, a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, b. Stall, c. Remise, 5,26 Ar Köln, Band 296 Blatt 11,829, auf den Namen des Klemp ners Karl Baum in Köln eingetragene Grundstück, Flur 34 Nr. 2456 41, Engelbertstraße 20, Hofraum, a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, b. Kesselhaus, 3,52 Ar, 4200 M. Nutzungswerth; 60 . Köln=Ehrenfeld, Band 9 Blatt 323, auf den Namen des Kaufmannes Joseph Hewel in Köln=Ehrenfeld engetragene Grundstück, Flur 71 Nr. 1693172, Philippstraße 50, a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, b. Werkstätte, 1,86 Ar groß, 450 M. Nutzungswerth; 2888 me 4 6 s. Köln=Ehrenfeld, Band 52 Blatt 2062, auf den Namen des Kaufmannes Joseph Hewel in Ehrenfeld, a. Flur 70 Nr. 2867 167, Venloerstraße, Hausgarten, 1,48 Ar. b. Flur 70 Nr. 3776/167, Venloerstraße, 28 Quadrat=Meter, c. Flur 70 Nr. 3777/167, Venloerstraße 221, Hofraum, a. Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, b. Hühnerstall, 3,16 Ar, 1065 M. Nutzungswerth, am 27. Juli 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem unter zeichneten Gericht— an Gerichtsstelle— Zimmer Nr. 85b im Justizgebäude, westlicher Flügel, 1. Stock, Auszu auf der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuch blattes bzw. Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei eingesehen werden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 3. August 1897, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. oe ve che Amtsgericht, Abtheilung 30. Königin mit Vorliebe verweilt. Nicht zu übersehen ist die alte Kirche in Stratford(Shakespeare's Geburtsort). Reizvoll sind die Ansichten von Canterbury, Durham, York und Southport, namentlich die vielen Ruinen der von den Bilderstürmern zerstörten gothischen Kirchen und Kapellen. 00 Aus Anlaß des sechszigjährigen Regierungs=Jubiläums der Königin Victoria von England waren die festlich geschmückten Bureaux des hiesigen englischen Vice=Consuls Hrn. Nießen am Dinstag Abend in überaus geschmackvoller Weise erleuchtet. In seiner Privat=Wohnung hatte Hr. Nießen die ältern Mitglieder der englischen Colonie zu einem kleinen Imbiß geladen, welcher in sehr angeregter Unterhaltung verlief, und dem Gastgeber Gelegenheit bot, der großen Verehrung der hiesigen Colonie für die Jubel-Monarchin lebhaften Ausdruck zu geben. h Jubiläum. Am 24. d. sind 25 Jahre verflossen, seitdem Hr. Louis Silbermann als Polsterergehülfe in die Bettwaarenfabrik von Franz Gumpertz(vorm. Gumpertz und Thelen) hierselbst eintrat. Der Jubilar bekleidet heute den Posten eines Werkmeisters. 8 Altrömische Inschrift. Auf der Porta Paphia, welche, wenn sie nicht doch noch zu guter Letzt stehen bleiben wird, der bessern Einsicht weichen soll, befindet sich die Inschrift: J. C. S. L.., welche manchem Denkerhaupte martervolle Stunden scharfsinnigen Ueberlegens soll bereitet haben. Endlich ist das Räthsel gelöst! Ein kundiger Thebauer gibt folgende klassische Erklärung:„Julius Caesar Seinem Lieben Stübben.“ Und da sage noch einer, daß uns wegen der näher rückenden Rechnungen über den Festaufwand der Humor flöten gehen werde. * Kaiserfeier. Wir werden um die Mittheilung gebeten, daß der in Nr. 165 des Kölner Local=Anzeiger erwähnte Maler, welcher die Kaiserbilder zur Ausschmückung des Gürzenichs lieferte, nicht Oedekoven, sondern Joseph Oedenkoven, Bollwerk 15, heißt. Der Sturm, welcher Ende voriger Woche tobte, hat in Gärten und Feldern großen Schaden verursacht, wie man sich durch einen Spaziergang in die nähere oder weitere Umgebung Köln's überzeugen kann. Ganze Getreidefelder liegen platt am Boden, junge Bäume wurden entwurzelt und tausende junger Fruchtansätze von den eine reiche Ernte versprechenden Obstbäumen herabgeweht. Auch auf den Kölner Friedhöfen hat der Sturm arg gehaust. P Diebstähle. Einem hiesigen Rentner wurde am Frohnleichnamstage auf der Hohestraße im Gedränge seine goldene Uhr, auf 13 Steinen geheno, neh#t goldener Kette mit Medaillon gestohlen.— Einer Frau von hier wurde ebenfalls auf der Hohestraße ein schwarzledernes Portemonnaie, enthaltend 95 M. in Gold und Silber und eine EisenbahnFahrkarte zweiter Klasse Wahn=Köln, gestohlen.— In einem Hause an der Hämergasse wurde einer Dienstmagd aus dem unverschlossenen Kleiderschrank ein Spitzenkragen und eine Brosche— ausgeschnittener Siegesthaler von 1870— entwendet. Vereins=Nachrichten. () Der Damenchor von St. Johann=Baptist, welcher am Sonntag das fünfactige religiöse Drama Englands Bekenner im dichtbesetzten Victoria=Saale zum zweiten Mal zur Aufführung brachte, darf mit hoher Befriedigung sowohl auf die Darstellung selbst, als auch auf das finanzielle Ergebniß derselben, welches wiederum für die Pfarrkirche St. Johann=Baptist bestimmt ist, zurückblicken. Sämmtliche Mitwirkende verdienten vollauf das Lob und den Dank, welcher ihnen durch den Herrn Pfarrer Juris dargebracht wurde. Sehr beifällig wurden auch die Darbietungen des Instrumental=Vereins Lyra und die eines elfjährigen Violin=Solisten ausgenommen. Herr Concertsänger L. Ranke fand für mehrere Liederspenden solche Anerkennung, daß er sich noch zu einigen Zugaben verstehen mußte. * Köln=Lindenthal, 22.Juni97. Der Sieg, welchen der hiesige Männergesang=Verein Germania am Sonntag auf dem Sängerfest in Bockenheim bei Frankfurt a. M. davontrug, ist ein doppelter. Beim allgemeinen Wettsingen erhielt der Verein in Klasse II(Vereine von 40—60 Sängern) unter 13 Bewerbern den zweiten Preis, einen silbervergoldeten Pocal; außerdem ging er bei dem engern Wettstreit um die Ehrenpreise in der gleichen Klasse als Sieger hervor und errang sich nochmals einen silbervergoldeten Pocal. Das Schwurgericht verhandelte vorgestern gegen eine des Meineids angeklagte Ehefrau von hier, die freigesprochen wurde. Der Staatsanwalt hatte den Geschworenen die Beurtheilung der Schuldfrage anheimgestellt. Ein Geschworener, der am Morgen zur Ausloosung nicht erschienen war, wurde zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Gestern begann die Verhandlung gegen eine hiesige Handelsfrau, die des betrügerischen Bankerotts beschuldigt ist. Die Verhandlung, zu der etwa 40 Zeugen geladen sind, wird voraussichtlich erst heute zu Ende gehen. Em Schöffengericht. Ein öfters bestrafter Hausirer bettelte hier in frecher Weise, griff einen Schutzmann thätlich an und mißhandelte ihn mit seiner Krücke. Das Urtheil lautete auf zwei Wochen Haft, zwei Monate Gefängniß und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde.— Der Tagelöhner Klein, welcher sich einer Polizei=Contravention schuldig machte und den Feldhüter Stommel beleidigte, verfiel in eine Geldstrafe von 21 M.— Ein Klempnergehülfe hatte zu Ehrenfeld eine städtische Laterne zerstört, indem er aus einer Pistole schoß. Da ihm die Absicht gefehlt, die Laterne zu zerstören, wurde er von der Anklage der Sachbeschädigung freigesprochen. Wegen des Schießens und Tragens einer Pistole ohne Waffenschein erhielt er 6 M. Geldstrafe.— Ein Metzger aus Kalk hatte in zwei Fällen Leute verklagt, weil sie behauptet hatten, er habe ekelhafte Sachen in die Wurst verarbeitet. Da der Metzger thatsächlich wegen Verarbeitung ähnlicher Stoffe in die Wurst bestraft ist, wurde in beiden Fällen auf Straffreiheit erkannt. Der Kläger muß die Kosten tragen. Citronensaft Marke Verbesserter Citronensaft,ohne Zucherzuigs zu gebrauch.=Orzst. 5r. 35 L. Sester, Altermarkt 58, Teleph. 2985. Deutz, Freiheitstr. 12A, Tel. 141. Der vorliegenden Ausgabe des Kölner ist eine Beilage, betreffend Apotheker Ed. Tachts MagenPillen, beigegeben. Wer beabsichtigt, ein wirklich gutes Fahrrad anzuschaffen, wühle„Allright“ Ströhmer& Co., Schildergasse 88, Bankgeschäft. An- und Verkauf von Werthpapieren, Einwechselung aller Geldsorten. Coupons, Checks& C. Reeile und coulante Ausführungen von * Börsen-Aufträgen. * Rheinhöhe am 23. Juni. Morgens 7 Uhr m.50+.01. * Wasserwärme am 22. Juni. Mitt. 12 Uhr: 150, Abds. 7 Uhr: 160 23. Juni. Morgens 7 Uhr: 160 R. K 86h6 8 Volksgarten. Mittwoch den 23. Juni, Abends 7½ Uhr: 23. Philharmonisches Concert des städtischen Orchesters. Direction: Kgl. Musik-Director Herr Joseph Schwartz. Kölner Local-Anzeiger Nr. 170 F Mittwoch, 23. Juni 1897. National-Panorama. Köln=Neustadt, am alten Hahnenthor. Rundgemälde: Kreuzigung Christi Jerusalem. Täglich geöffnet von 3 Uhr Morgens bis Sonnenuntergang. Eintritt 1 Mark, Kinder und Soldaten die Hälfte. Stadt-Garten. Jeden Mittwoch von 3 bis Abends 11 Uhr: Militair-Concert der Capelle des Westf. Fuß=Art.=Reg. Nr. 7, Dir. Herr W. Trenks. Diner à K 1,50 u. höher, Souper u. Abendplatten, Negie=Weine, Pilsener und Münchener Biere. Trinkcur-Anstalt für natürl. Mineralwasser(in beliebigen Wärme= und Kältegraden) sowie frischgemolkene und gekochte Milch. Geöffnet von 6 bis 9 Uhr Morgens. Freitag den 25.., Nachmittags von 3½ bis Abends 11 Uhr: Militair=Concert. Täglich Eintritts 50 Pfg., Kinder die Hälfte.* 0 Aquarium 25 Pfg. Mittwoch den 23. Juni 1897, Nachmittags 4 Uhr Coneert Ergebenste Einladung zur General-Versammlung des Vereins für die Kinderhorte im nördlichen Stadttheile auf Mittwoch den 30. Juni d.., 8½ Uhr, im Wein=Restaurant Heuser, Herzogstraße. Tages=Ordnung: 1. Besprechung über den Jahresbericht. 2. Jahresrechnung für 189697. Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes. 4. Wahl von zwei Kassen=Revisoren für 1897/98. 5. Neu= bezw. Wiederwahl von 13 Vorstandsmitgliedern. 6. Verschiedenes. Der Vorsitzende: Fink. Kölner Frauen-Fortbildungs-Verein. Halbjährliche Handarbeitscurse (Rothgerberbach Nr. 15). Unterricht jeden Mittwoch, Nachm. von—5 Uhr. Schulgeld 5 Mark halbjährlich. Nähere Auskunft ertheilt Fräulein Ströver, Mauritiussteinweg Nr. 106. Der Frau Oberbürgermeister Becker. Kneipp'sche Wasserheilanstalt, Palmstrasse 16. Euteneuer, Dr. Adolph, Sprechst.: Montags, Donnerstags Sprechst.: Mittwochs, Samstags, —7½ Uh.—6½2 Uhr. Häuser-Versteigerung mit Zuschlag unter der Taxe. In der gerichtlichen Theilungssache Arnolds von Köln wird der unterzeichnete Notar%„„ am Mittwoch den 7. Juli 1897, Nachmittags 4 Uhr, auf seiner Amtsstube Zeughausstraße 8 1. das Wohnhaus Pantaleonstraße 2 mit Anbau und Hofraum, groß 1 Ar 56 Meter, Flur 15 Nr. 65, taxirt zu 37.000., 2. das Lagerhaus Pantaleonstraße 4 mit Hofraum, groß 2 Ar 56 Meter, Flur 15 Nr. 64, tarirt zu 46,000., 3. das Wohnhaus Pantaleonstraße 21 mit Lagerhaus und Hofraum, groß 4 Ar 5 Meter, Flur 15 Nr. 62, taxirt zu 75.000., 9 unter günstigen Zahlungsbedingungen öffentlich versteigern und den Zuschlag auch unter der Taxe ertheilen. Die Bedingungen sind beim Unterzeichneten einzusehen. * Notar. Schaefer I, Justizrath Mittwoch den 23. Juni, Nachmittags 4 Uhr: der Capelle des Infanterie-Regiments Freiherr von Sparr, 3. Westfälisches Nr. 16, unter Leitung des kgl. Musik-Dirigenten Herrn W. Beez. PROGRAMM. Erster Theil: „Fackeltanz“ von Meyerbeer. Ouverture zur Oper„Rosamunde“ von Schubert. Gebet aus der Oper„Der Freischütz“ von C. M. v. Weber. Bajaderentanz aus der Oper„Feramors“ von Rubinstein. Fantasie aus der Oper„Die Zauberflöte“ von Mozart. „Geschichten aus dem Wiener Wald“, Walzer von Strauss. Zweiter Theil: 7. Kaisermarsch und Hymne aus der Oper„Rienzi“ von R. Wagner 8.„Lithauisches Lied“ von Chopin. 9.„Mein erster Walzer“ von Mascagni. 10. Fantasie aus der Oper„Norma“ von Bellini. II.„Sang an Aegir“ von Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. 12.„Wienerisch“, Polka von Ziehrer. (Nachdruck ist nicht gestattet.) Panorama International, einstweilen noch Ursulastraße 13, am Ursulamarkt. Diese □.-land. Schloß Windsor, Insel Wight, Woche: Eharanu. Canterbury, York 2c. Geöss. tägl., auch Sonn= u. Feiert., v. Morg. 9 bis Ab. 9 Uhr. Eintr. 300, Kind. 20 h. auf die bekannten Preise, verkaufe ich anderweitiger Unternehmungen wegen meine Waaren aus. Gustav Höster, Breitestrasse 129. Specialgeschäft in Seifen, Parfumerien u. s. w. Holz-Agenturgeschäft Herm. 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Juni 1897, Nach 3 Uhr, in seiner Amtsstube zu Köln, Apostelnstraße Nr. 7, das Haus Eintrachtstraße 60 62 mit Anbau, mit einer Flächengröße von 1 Nr 67 Meter, unter günstigen Zahlungsbedingungen öffentlich versteigern. Näheres beim Unterzeichneten. Köln, 14. Juni 1897. Iustizrath Clemens Schaefer III, Notar. erhalten, mit „% Drahtlauf und acht gutlegenden jungen Hühnern zu verkaufen. Nippes, Lohsestraße 64. Hühnerhaus, Goldene Savonet=Uhr, 14 karät., zu 50 A zu verkaufen. Hubert Klein, Marzellenstraße 61. wird durch nichts mehr beeinträchtigt als durch Sommersprossen, Mitesser, Finne und Hautausschläge der verschiedensten Art. Die neue Aachener Thermalseife, hergestellt aus den natürlichen Quellsalzen der Aachener Therme, ist hervorragend geeignet zur Entfernung aller dieser Hautaffectionen. Ihr Ursprung aus der Aachener Quelle und ihre Zusammensetzung X ist die beste Empfehlung& ½ für ihre Wirkung. Ein Versuch mit dieser Seife ist rathsam für jede Dame mit unreinem Teint. 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