Marzellenstraße 20, Ecke d. Bahnhofstr. Anzeigen-Nreis: Für Röln und Vororte 12½ Pfg. Gnztigen=Prrts; die einspaltige Heile; für auswärts 20 Ofg.— Bevorzugt verlangte Anzeigen(erste u. letzte Seite) 20% höher.— Kölner Stellen=, Dienst=, ArbeitsGesuche und=Angebote, sowie Mieth=Anzeigen bei Vorausbezahlung bis zu 10 Zeilen 5 Ofg. die Zeile. Offerten=Annahme 25 Ofg. stfälisches W. Beez. hn. n Conradi sird täglich in jedes Haus von Röln sowie in Deutz und allen Vororten unentgeltlich getragen. Für Stockwerke und Hinterhäuser mit Sonntags-Veilage 30 Ofg. monatlich. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt und Köln, Dinstag, 6. August 1895 Für den Neubau eines Schul=, Wohn= und Verwaltungsgebäudes für das städtische Waisenhaus in Köln soll die Lieferung nachstehender Arbeiten und Mäterialien in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. 1. die Erd=, Asphalt= und Maurer=Arbeiten im Betrage von 19227.92 2. die Steinmetzarbeiten, und zwar: a. Werksteine aus Basaltlava im Betrage von 2755.00„ b.„„ Hartgestein„„„ 1665.85„ C.„„ Sandstein„„„ 12900.00„ 3. die Zimmerarbeiten„ 6302.94„ 4. die Dachdeckerarbeiten„„ 4110.07„ 5. 12,000 Kilogramm-Träger aus Flutzeisen. 6. 520,000 Stück Hartbrandsteine. 7. 320.00 Cubikmeter gelöschten Kalk. 3. 450.00„ Mauer= und Putzsand. Zeichnungen, Kostenanschlags=Auszüge und Bedingungen sind auf dem Hochbauamt, Zimmer 23(im alten Postgebäude), einzusehen. Die verschlossenen und mit entsprechender Aufschrift versehenen Angebote nebst Materialproben sind bis Donnerstag den 15. August d.., Vormittags 10 Uhr, der vorbezeichneten Dienststelle einzureichen, woselbst dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter eröffnet werden. Köln, 31. Juli 1895. Hochbauamt. Der Stadtbaurath: Heimann. Nach kurzer Krankheit starb am 3. d. M. unser Mitglied Herr Joh. Jnd. Schaum, Procurist bei der Firma J. H. Stein, im Alter von 66 Jahren. Derselbe gehörte dem Verein seit dem Jahre 1351 an und werden wir demselben ein chrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Die Beerdigung findet statt Dinstag den 6. d.., Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Katharinengraben 25—, aus, wozu wir unsere Mitglieder hiermit einladen. Prima er 30 J, 10 Liter 3 A. frei Haus, Ir urant irI.* fiehlt P. Beneke, Glockengasse 34. Bettwaaren Ausverkauf Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Köln eingetragenen und daselbst belegenen Grundstücke: 1a. Flur L, Nr. 1583/182, Blumenthalstraße, Garten, groß 3 Ar 8 Quadratmeter, 1,45 Thlr. Rein=Ertrag; b. Flur L, Nr. 1584/182, Blumenthalstraße, Garten, groß 3 Ar 26 Quadratmeter, 1,53 Thlr. Rein=Ertrag; c. Flur L, Nr. 1585/182, Blumenthalstraße, Garten, groß 2 Ar 51 Quadratmeler, 1,18 Thlr. Rein=Ertag; d. Flur L, Nr. 1589/182, Aduchtstraße, Garten, groß 2 Ar 96 Quadratmeter, 1,39 Thlr. Rein=Ertrag; Eigenthümer: Bauunternehmer Anton Knickelmann zu Köln; 2. Flur 27, Nr. 760/215, Thürmchenswall 64, Hofraum, a. Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, Nutzungswerth 1650.; b. Hinterbau(Werkstätte), Nutzungswerth 600.; c. Pferdestall mit Remise, Nutzungswerth 180., zusammen 4 Ar 12 Quadratmeter groß; Eigenthümer: Eheleute Hermann Hecker, Fruchthändler, und Sibylla, geb. Reifferscheidt, in Köln; 3. Flur 33, Nr. 402/101, Elsaßstraße 9, Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, 1 Ar 44 Quadratmeter groß, 1350 M. Nutzungswerth; Eigenthümer: die Eheleute Anstreichermeister Joseph Gabriel und Antoinette, geb. Hanseler, zu Köln, 4. Flur 6, Nr. 653/71, Mühlenbach 15, Wohnhaus mit Hofraum, 44 Quadratmeter groß, 1500 M. Nutzungswerth; Eigenthümer: Wwe. Lambert Hansen, Christina Josepha geb. Schölgen, ohne Geschäft, zu Köln, am 27. August 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht— an Gerichtsstelle—. Zimmer Nr. 85b, zu Köln im Justizgebäude(westlicher Flügel, erster Stock), versteigert werden. Die Auszüge aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschriften der Grundbuchblätter bezw. des Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei der Abtheilung 9 eingesehen werden. Die Urtheile über die Ertheilung des Zuschlags werden am 3. September 1895, Vormittags 10¾ Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Köln, 21. Juni 1895. Königliches Amtsgericht, Abtheilung 9. Firmen. X KX∆ eeah Theilungshalber verkaufe ich die Gesammtvorräthe meines Bettwaaren-Geschäftes vollständig aus und gewähre auf sämmtliche Artikel bei Baarzahlung 15% Habatt. Das Lager enthält in den bekannten soliden Qualitäten noch grosse Vorräthe von: Holz- und Eisenbetten, Kinderbetten, Rosshaar- und Seegras-Matratzen, wollenen und gesteppten Decken, Piqué- und Waffel-Decken, Barchenten, Federleinen, Siamosen, sowie doppelt gereinigten Bettfedern und Daunen etc. ppenwürze verdient die Beachsg der Hausfrauen. Zu haben in iginal=Fläschchen von 65 h an bei erm. Jos. Müller, Kleine Budengasse 9. bestens empfohlen werden Maggi's akt. Gießhähnchen zum spars. u. nemen Gebrauch der Suppenwürze. Gute ganze leitungen G. Benninghoven, Hlöhle 2 Das Haus Höhle 2— zu verkaufen oder zu vermiethen Düren), 38.540. werden, so weit der Vorrath hht, zu folgenden Preisen abeben: ¼ Ctr. Mark 2, ½ Ctr. k.75, 1 Otr. Mark 7. Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung und Handelsblatt. Gänzlicher uf. bis zum 15. September c. das Ladenlocal geräumt sein muß, wird das große Lager in Herren- und Knaben-Hüten sowie Mützen und Schirmen zu jedem annehmbaren Preise verkauft. Breitestraße 81, vis--vis dem Die Buchdruckerei von Seb. Avanzo KOLN, Marzellenstrasse 17 empfiehlt: Visit- u. Adress-Karten, Verlobungs-, Vermählungs-, Geburts- u. Trauer-Anzeigen, Programme, Fest- u. Hochzeits-Lieder. Lager in Bureau-Bedorfsartikeln. beitsnachweis im kathopen Gesellen=Hospitium. sie Herren Meister werden hierdurch kenntniß gesetzt, daß vom gust dieses Jahres ab die SprechPorzellankitt (Kaiserkitt) zum Kitten aller zerbrochenen Gegen stände von Glas, Porzellan, Marmor Knochen 2c. empfiehlt per Flasche 3 0,50 Pfg. Kaesmacher, 62 Altermarkt 62. nden für persönliche Verhand pen mit arbeitsuchenden Gesellen ränkt sind auf die Zeit von 10 bis Vormittags und—5 Uhr aritags. schriftliche wie mündliche Aumelsigen von freien Stellen werden ten nach wie vor zu jeder Tagesentgegengenommen. Der Präses. innen, haukel, etter, ig, empfiehlt Breite; straße 94. Taube. Am Hof 39. Verk. Uhren, Goldwaaren. Reparat. billigst. Kupferstiche, gerahmte u. ungerahmte, empf. J. W. Pulheim, Hoseng. 33. Koche mit Gas! „ Literflasche U, 2 05, 1 M. u. höh. Flasche 80), Liter 1 A 60 J, Ltr. 80 ust., Fl.=K..50. Eigelstein 81. enlabungsHeiralhsa GeburksAnzeigen in einfacher und hochfeiner, moderner Ausstattung, in mehreren neuen Mustern, ohne und mit Couverts, fertig zum Versenden zu mäßigen Oreisen in kürzester Frist. Muster zu Diensten.6 J. P. Bamem Lioln. 4 8 Auswärks Zusendung postfrei und umgehend. Leinen u. Manufacturwaaren 4 in durchaus guten Qualitäten liefert auf sechsmonatl. Ziel preiswerth I franco Haus ein hiesiges Versandtgeschäft an solvente Beamte und d Private. Gefl. Adressen=Angaben u. Nr. 926 a. d. Geschäftsst. d. Bl. erb. änderungen an Abort=Lei gen, stzen, Verputzen, Flickereien zuverlässig, sorgfältig, Gas-Koch-, Brat-, Röst-, Heiz- u. Bade-Apparaten Rosenstrasse geöffnet—12 Vorm.,-6 Nachm. Eingang neuer Modelle. Ermässigte Preise. Direction der Gas-, Elektricitäts- u. Wasserwerke der Stadt Köln. tlich und billig. et. Wilh. Laufenberg, öln=Nippes, Florastraße 13. este Empfehlungen und Zeugnisse langjährige Erfahrung und ge Anlagen vorhanden. Post te genügt. Schutz=Marke. erden hierdurch daß vom I. ab die Sprech= iche Verhand enden Gesellen Zeit von 10bis und—5 Uhr dliche AnmelStellen werden jeder Tages 1. der Präses. Coqnac, fein Litgrrasche Tokayer, Fl. 50 L,## u. höh. er Rothwein, Pilekre r# er Wein, Flasche 60 h, Ltr. 80 J. uthwein, magenst., Fl. K..50. charrenbroich, Eigelstein 81. Unerreichte, garankirt reine Qualität. minderwerthigen Nachahmungen wird gewarnt. J. O. Bachem. Brendgen in Kühle Küche im Sommer! ervenarzt, Schildergasse 61 verreist. Bechech Ordentl. Knaben beit gesucht. Pipinstraße 7, 2. Etage. Photographie Lehrling gesucht. lk. Hauptstraße 100. Kalk, Selbständig. Küchenmädchen 25 J, Zweitmädch. 18 KK. u. Mädch. für alle Arbeit für älteres Ehepaar gesucht. Näh. St. Apernstr. 12, 1. Et Robes. Lehrmädchen gesucht. Zollstraße 9. für Spielwaaren=Geschäft gesucht unter günstigen Bedingungen. Fr.=Offerten u. Nr. 952 a. d. Geschäftsstelle d. Bl. Verkäuferin für Pfeifen=Geschäft per October c. gesucht. Branchekundige bitte, sich unter Angabe der Gehalts=Ansprüche r. 953 a. d. Geschäft u. Nr. 953 a. d. Geschäftsst. zu melden. Ein besseres Mannfacturgeschäft, verbunden mit Damen=Confection, in größerer rheinischer Stadt, sucht eine erfahrene, tüchtige erste Gehülfin, katholisch, zum baldigen Eintritt. Genaue Fr.=Off. u. M. 101 an die Geschäftsstelle d. Bl. Ein braves kath. Mädchen für alle Hausarbeit u. Aushülfe im Geschäft in kleiner Familie sofort gesucht. Deutz, Mathildenstraße 3. Geb. kathol. Mädchen sofort zu größern Kindern nach Frank reich gesucht. Fr.=Off. u. Nr. 960 an die Geschäftsstelle d. Bl. Modes. Lehrmädchen gesuchroven Eitern Selma Bauchak, Passage 9. für meinen 19jährigen Sohn, welcher eine vierjährige Lehrzeit auf einem Zeitungs=Expeditions=Bureau beendet, zur weitern Ausbildung auf einem Agentur= oder Versicherungs=Bureau Beschäftigung. Empfehlung und gute Zeugnisse vorhanden. Fr.=Off. u. Nr. 944 a. d. Geschäftsstelle d. Bl. Verkäuferin für Möbelstoff=, Teppich= und Bettwaaren=Geschäft per sofort gesucht. Offerten mit Salair=Ansprüchen u. G S 95 postlagernd Bonn. Properes Mädchen ". n. G o u ß a r h o f t z u z m e: B e r i o n e n für alle Hausarbeit zu zwei Personen gesucht. Mastrichterstr. 17, 2. Et, rechts. Tüchtige Verkäuferin gesetzten Alters(kath.) Luxuswaarengeschäft in Frankfurt a. M. für bald gesucht. Kenntniß der englischen Sprache erwünscht. Fr.=Offerten u. Nr. 956 an die Geschäftsstelle d. Bl. Zum 1. September oder spater wird in die Nähe von Koblenz ein älteres, zuverlässiges, kräftiges Mädchen gesucht, welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht. Dauernde Stelle. Nur tüchtige Mädchen wollen ihre FrancoOfferten richten unter K W 3026 an die Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung. katholisches Mir suchen ein braves 1u.. XD Mädchen von auswärts in stiller Haushaltung(zwei Personen). Zülpicherstraße 35, III. dienstmädchen für Arbeiten gesuch Kalk, Hauptstraße 126. Ordentliches alle häuslichen Arbeiten gesucht. Ein braves bei mit guten Zeugnissen Leute gesucht. Bescheid Schildergasse 19. Köchin mit guten Zeugnissen zum baldigen Eintritt gesucht. Sachsen=Rina 46 Ein gut gehendes SpecereiGemüse=Geschäft zu vermiethen. Bescheid Kattenbug 16, Morg.—10 u. Nachmittags 1/22—6 Uhr 4 Räume, abgeschl. Greesbergstr. 2: 8 I: Etage. Sterneugasse Nr. 43A: 2. Etage, 9 Zimmer, auch getheilt. Jacobstraße Nr. 22: 1. Etage, abgeschl., 5 gr. Räume, alle Bequeml. Hosengasse Nr. 17: Ladenlocal nebst Wohnung. Nähere Auskunft daselbst und beim Eigenthümer Peter Streifler, Bau=Bureau, Jacobstraße Nr. 22. 4 prachtvolle Zimmer, abgeschlossen, straßenwärts, alle Bequemlichkeiten, Mans., Waschküche, Bleiche, Nähe Südbahnhof, zu 42 5. zu vermiethen. Luremburgerstraße 55, III. Abgeschlossene 3. Etage, 4 Räume und Mansarde, zu 30. zu vermiethen Erftstraße 54. Metzgerei (60 pEt. des Werthes) uthun. Vororte und Mülhein furter Hypotheken=Bank: Telephon 2490. Capitalien. Anträge auf Gewährung erststellige sypotheken an die Landesbank da in Felix Ferusalem, Köln, Unter Sachsenhausen Stiftungs=Gelder Zu verkaufen. Baustelle Ehrenseld, Subbelratherstraß Auskunft Ehrer )wei alte Häuser in bester Lag Altstadt billig zu verkaufen. Fr.=Offerten unter Nr. 964 and tsstelle d. Bl. Ehrenfeld. Haus Geisselstr. 52, 6 m breit, 5ln ief, Bauterr. Geisselstr., gegenüber Kloster, 10,33 m breit, 50 m tief,u rk. Besch. Köln, von Werthstr. 23. Ehrenfeld. Eckhaus Venloerstraße beste Lage, 272, Ed gegenüb Unterhaus, Peein lange Jahre Anterhaus, Metzgerei betrieben wird, auch für jedes andere Geschäft passend, sofort zu vermiethen. Voststraße 50. zwei= oder drei leicht hundert Mark auf Wer Lebensversicherung gegen 6 Procent? Fr.=Offerten unter Nr. 957 an die Gechäftsstelle d. Bescheid Venloerstraße 274. Leder=Geschäft dahin Ausverkauf mit 10 pe: itt. Lungengasse 53—55 Brunolein, Terpentin- und Wasser-Beizen, Bernstein-Fussboden-Lack Turngeräthe, Hängematte Herm. Jos. Engels Seilerei, Mühlenbach Nr.6 Großer MöbelAusverkauf! unter Kostenpreis. Werner Frisch, Langgasse 9. J. Anen. Feinster Himbeer=Syrn per Liter K 1,50. Blaubach 41. Pumorn.rich! ig zu verkaufen. Heumarkt 41 Für Offiziere! Flogant Sattelzeug Reitsattel Zal Halftern Roman v# 81 „Außer einen Ma hat. So Schöpfun Leichtigkei Wenn La die Diens nichts dat Jahren m etwas vor punkt klat voll zuri und er di nacht hät Frau C für sie be „Das erstaunt. „Natür wacht laf allem. D kammer Ich schrank ur „Aber „Er wi „Aber „Wird „Nun, htun," sa Nach ei und vertr. in der Bi wendig es suchen, ob hinterlasse „Meine an Philip „Philip geht ihn sagen, da hofften un daß der Nein, La kommt, w sehr gerech uns aller zehnten I sicht genei „Ich! Worten in Pfeunigsch „Ja,“ Salome Ringen u war währ beständige einen Auc „Sprac herkommer „Wire in Erwäg Frau Sch „Ich fr telegraphin Topha, einth. Kleiderichrank, Ais commode und verschiedenes, alls it erhalten, umzugshalber billig rkaufen. Moltkestraße 79, parten Kauf-Gesuche. Ketragene Herrenkleider, Schuhe— * Stiefel tauft zu reellen Preisen Gottfr. Thelen, Pfandvermittl 48 Buttermarkt 48. Ine führend gegenül Anzug festen, haltung und de Nur die irgend fährtin dabeiz noch ei seine R den Eck Der und da sammen Eine und det seinersei wäre. 0 □ wartut allerdi was rührer D sind v Verzu könnte um a ruhres empfir De Rölner Local-Anzeiger Nr. 211 4 Dinstag, 6. August 1895. Seite 3. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 6. Aug. 1895. e Familie Pfennigschmidt. Roman von S. Baring=Gould. Autorisirte deutsche Uebertragung 81 von E. Wiez. „Außerdem,“ sagte Frau Schlucker,„könnte ich mich nie auf einen Mann verlassen, besonders wenn er es mit Frauen zu thun hat. So ein dummes Gerede, die Männer als die Herren der Schöpfung zu bezeichnen! Die Frauen führen sie ja mit der größten Leichtigkeit hinter's Licht und wickeln sie um ihren kleinen Finger. Wenn Lambert statt meiner hier wäre, würden die Cuttners und die Dienstmädchen das Haus unter seiner Nase plündern und er nichts davon merken. Ich weiß, wie es damit ist, aus den ersten Jahren meiner Ehe. Wenn ich damals meinen Mann, wenn irgend etwas vorgekommen war, aufforderte, den Dienstboten ihren Standpunkt klar zu machen, kam er stets ganz niedergeschlagen und reuevoll zurück, überzeugt, daß die Leute ganz unschuldig wären und er diesen auf meine Veranlassung hin ungerechte Vorwürfe gemacht hätte.“ Frau Schlucker ertheilte Befehl, daß das Zimmer ihres Bruders für sie bereit gemacht werden sollte. „Das Zimmer von Onkel Jeremias, Mutter?" rief Lambert erstaunt. „Natürlich,“ antwortete sie.„Das werde ich doch nicht unbewacht lassen. Das ist ja der Brennpunkt und Mittelpunkt von allem. Was liegt mir daran, wenn sie etwas aus der Speisekammer oder meinetwegen auch aus der Vorrathskammer stehlen? Ich muß auf meinem Posten sitzen und meine Hand auf den Geldschrank und den Secretair halten.“ „Aber gesetzt nun den Fall, Onkel Jeremias kehrte zurück.“ „Er wird nicht zurückkehren; er kann nicht. Er ist ertrunken.“ „Aber der Leichnam ist nicht gefunden worden.“ „Wird auch nicht; der ist längst fortgespült worden.“ „Nun, meinetwegen schlafe in seinem Zimmer; ich würde es nicht htun,“ sagte Lambert. Nach einem kurzen Bedenken flüsterte Frau Schlucker ihm leise und vertraulich zu:„Ich habe seine Schlüssel gefunden. Sie steckten in der Brusttasche seines Frackes. Jetzt wirst du einsehen, wie nothwendig es für mich ist, auf der Stelle zu sein. Ich muß danach suchen, ob er vielleicht noch irgend welche letztwillige Verfügungen hinterlassen hat.“ „Meinetwegen,“ antwortete ihr Sohn.„Beiläufig, hast du schon an Philipp geschrieben?“ „Philipp!“ wiederholte Frau Schlucker.„Natürlich nicht. Dies geht ihn gar nichts an. Wenn er etwa murren sollte, können wir sagen, daß wir, so bedenklich es auch aussah, doch noch immer hofften und ihn nicht eher herbeirufen mochten, bis wir sicher wären, daß der arme Jeremias nicht mehr unter den Lebenden weilte. Nein, Lam, den Philipp brauchen wir hier nicht, und wenn er kommt, wird er es nicht zu seinem Vortheil finden. Jeremias wollte sehr gerechter Weise seinem Vater nie vergeben, und er gab darin uns allen ein nachahmenswerthes Beispiel; denn in diesem neunzehnten Jahrhundert sind wir alle gar zu sehr zu schwächlicher Nachsicht geneigt. Ich werde ganz gewiß nicht an Philipp schreiben.“ „Ich bitte um Verzeihung,“ sagte Salome, welche bei diesen Worten in der Thüre erschien.„Sprachen Sie von Herrn Philipp Pfeunigschmidt?“ „Ja,“ antwortete Frau Schlucker kurz. Salome blieb in der offenen Thüre stehen, blaß, mit dunkeln Ringen um ihre Augen, überwacht und abgespannt aussehend. Sie war während der ganzen Nacht und des darauffolgenden Tages in beständiger Aufregung und Bewegung gewesen, ohne sich auch nur einen Augenblick Schlaf zu gönnen. „Sprachen Sie davon, daß Sie Herrn Philipp Pfennigschmidt herkommen lassen wollten?“ fragte sie. „Wir erwähnten seiner, zogen aber kaum schon die Möglichkeit in Erwägung, daß wir ihn herkommen lassen könnten,“ antwortete Frau Schlucker. „Ich fragte nur,“ erwiderte Salome,„weil ich bereits an ihn telegraphirt habe. Ich dachte, er müßte hier sein.“ 8. In einem Abtheil zweiter Klasse der von Berlin nach Waldheim führenden Eisenbahn saßen ein Herr und eine Dame einander gegenüber. Er war ein großer Mann und trug einen schwarzen Anzug mit einer schwarzen Cravate. Sein Gesicht zeigte jenen festen, ruhigen Ausdruck, welcher von Selbstbeherrschung und Zurückhaltung zeugt. Die Lippen waren dünn und aufeinander gepreßt und der Schnitt seiner Züge ließ dieselben ernst und herb erscheinen. Nur die großen, nußbraunen Augen schienen seinen Empfindungen irgend welchen sichtbaren Ausdruck zu geben. Er warf seiner Gefährtin nur ein Mal einen Blick zu, als er in das Abtheil einstieg, dabei zandernd, ob er eintreten sollte. Zu der Zeit war gerade noch ein ältlicher Herr im Abtheil, und der Umstand bestimmte ihn, seine Reisetasche und Decke auf das eine Sopha zu legen und selber den Eckplatz einzunehmen. Der alte Herr stieg aber schon auf der nächsten Station aus, und dann blieben die beiden während der übrigen Reise allein zusimmen eingeschlossen. Eine Viertelstunde verging, ohne daß ein Wort gesprochen wurde, und der Herr fühlte sich überzeugt, daß seine Gefährtin durch die seinerseits zur Schau getragene Zurückhaltung endgültig abgeschreckt wäre, als sie plötzlich eine Bemerkung machte. .„O mein Herr! Entschuldigen Sie, daß ich Sie störe, aber... Sie haben die Zeitungen gelesen, und ich bin voll ängstlicher Erwartung, die letzten Nachrichten aus Belgien zu hören. Ich bin allerdings erst gestern Morgen von dort abgereist; aber wer weiß, was bei diesen schrecklichen Zuständen inzwischen durch die aufkührerischen Arbeiter alles geschehen sein mag.“ „Die Lage wird dort immer bedrohlicher... mehrere Fabriken sind vollständig zerstört worden.“ „Aber das ist ja entsetzlich!“ rief die kleine Dame in wirklicher Verzweiflung.„Wer hätte geglaubt, daß es je so schlimm werden konnte? Mein Mann bestand darauf, ich sollte nach Hause reisen, um außer aller Gefahr zu sein. Mein Gemahl ist trotz des Aufkühres der Arbeiter auf seiner Fabrik in Belgien geblieben und ich empfinde große Sorge seinetwegen.“ Der Herr zeigte durch ein leichtes Neigen seines Kopfes, daß er ihre Bemerkung gehört hätte, aber kein Verlangen danach trüge, noch mehr von ihr zu vernehmen. Sie fügte sich in diese unverkennbare Zurückweisung und wandte sich von ihm ab, um aus dem entgegengesetzten Fenster zu blicken. In diesem Augenblick hielt der Zug, der schon einige Zeit langsamer gefahren war, plötzlich an. Das Gesicht des Schaffners erschien hinter der Scheibe, und die kleine Dame ließ sofort das Fenster herunter. „Wie weit fahren Sie, gnädige Frau?“ „Waldheim.“ „Es ist eine Ueberschwemmung gewesen und der Eisenbahndamm ist unterwaschen. Gestern gingen gar keine Züge, und heute müssen wir noch sehr langsam fahren.“ „Aber Schaffner, es wird doch keine Gefahr sein!“ „Nein, gnädige Frau, nicht die geringste. Ich werde schon sorgen, daß Ihnen nichts zustößt. Das Schlimmste, was geschehen kann, ist, daß wir uns etwas verspäten und daß vielleicht an der schlimmsten Stelle umgestiegen werden muß.“ Als die Dame, welche niemand anders als Johanna, die Zwillingsschwester Salome's, war, Waldheim als ihr Reiseziel erwähnte, zogen sich die Augenbrauen ihres Reisegefährten etwas in die Höhe. Er blickte durch das gegenüberliegende Fenster, während sie sich mit dem Schaffner unterhielt. Jetzt wußte er, daß er während der ganzen übrigen Reisezeit ihre Gesellschaft ertragen mußte; denn er befand sich gleichfalls auf dem Wege nach Waldheim. Er faßte in seine Tasche, zog eine Depesche heraus und las bei dem letzten schwachen Lichte der Abenddämmerung nochmals die Worte:„Ihr Onkel wird vermißt. Kommen Sie sofort. Salome.“ „Salome!— Wer war Salome? Er schob die Depesche, welche an Herrn Rechtsanwalt Philipp Pfennigschmidt bei Herrn Justizrath Schwarz, Berlin, gerichtet war, wieder in seine Brusttasche. Der Inhalt derselben war sehr kurz— zu kurz, um ihm völlig klar zu sein. (Fortsetzung folgt.) § Die Dombau=Gedenktafel, welche die Kaiserin Augusta zum Andenken an die verstorbenen Förderer des Dombaues König Friedrich Wilhelm IV. und Kaiser Wilhelm I. stiftete, ist gestern Nachmittag von ihrer Verhüllung befreit worden. Leider fällt auf die Tafel so geringes Licht, daß die Inschrift und die herrlichen Email=Wappen kaum zur Geltung kommen. ) D i e S t a d t K ö l n h a t g e s t e r n e i n e n p r a c h t o l l e n M e t a l l k r a n z, a u s Lorbeer= und Ephen=Blättern sowie herrlich gearbeiteten Porzellan=Rosen bestehend, nach Metz gesandt, um damit die dortigen Kriegergräber zu schmücken. Den Kranz ziert unten eine mächtige Schleife, welche außer dem Kölner Wappen die Inschrift trägt„Die Stadt Köln ihren 1870 gefallenen Helden". Mit der Erbreiterung des Rheinstromes auf der rechten Uferseite hat man vor einigen Tagen zu Deutz oberhalb des Siegburgerthores begonnen. Die Erbreiterung wird an einzelnen Stellen bis 75 Meter betragen. Die den Deutzer Sicherheitshafen gegen den Rhein abschließende Landzunge wird um etwa 250 Meter verkürzt, der Hafen selbst aber durch die Verbindung mit dem Schnellert verlängert, der eine bedeutende Erbreiterung nach der Landseite in der Richtung der Siegburgerstraße erfährt. Zur Wegschaffung des abgegrabenen Bodens ist eine große Ladebühne mit Schienengeleise erbaut worden. Zahlreiche Arbeiter haben hier lohnende Beschäftigung gefunden. ) Dampfschiff=Verbindung Köln=Mülheim. Die Direction der Mülheimer Dampfschifffahrts=Gesellschaft gibt bekannt, daß die Fahrpreise von heute ab von 20 auf 10 Pfg. für die erste, und von 15 auf 5 Pfg. für die zweite Klasse herabgesetzt sind. Bekanntlich fahren seit einiger Zeit kleine Schraubendampfer einer andern Firma zwischen hier und Mülheim zum Preise von 10 Pfg., was wohl die Ursache sein dürfte, daß nun auch die Fahrpreise auf den Schiffen der erstgenannten Gesellschaft ermäßigt worden sind. * Weitere Localzüge. Die königl. Eisenbahn=Direction Elberfeld macht bekannt, daß versuchsweise in der Zeit bis 30. September d. J. an jedem Sonntag Sonderrückfahrkarten zweiter und dritter Klasse, gültig für den Tag der Ausgabe, zum einfachen Preise von Deutz und Mülheim a. Rh. nach Forsbach und Hoffnungsthal zu dem um 12.20 Nm. von Deutz abfahrenden Personenzug 987 ausgegeben werden sollen. 9. Gedenkfeier. Zur Erinnerung an die vor 25 Jahren erfochtenen siegreichen Schlachten bei Spichern und Wörth findet auf Anregung des hiesigen Veteranen=Vereins im Stadtgarten heute Abend 7½ Uhr großes Concert stalt, ausgeführt von der ganzen Capelle des Westfälischen Fuß=Artillerie=Regiments Nr. 7 unter Leitung des Hrn. W. Trenks. Bei Einbruch der Dunkelheit soll der Garten bengalisch beleuchtet und Feuerwerk daselbst abgebrannt werden. Der Aufenthalt in den prächtigen Anlagen des Stadtgartens, welcher an sich schon bei guter Witterung zu den angenehmsten Erholungen zählt, die Köln zu bieten vermag, wird also heute Abend noch bedeutend genußreicher gestaltet werden. Der Kaiser=Wilhelm=Canal, sowie die Eröffnungs=Feierlichkeiten in Kiel und Hamburg sind in dieser Woche Gegenstand der Darstellungen in dem Bilder=Cyklus des Panorama International, Kreuzgasse 13. Die Schönheit des Vorgeführten spricht für sich selbst. Jeder Beschauer ist von den 50 Darstellungen geradezu entzückt; man wird mitten in das tausendköpfige Gewoge der vornehmen Festmenge versetzt. Auf die angenehmste und müheloseste Weise läßt der Zuschauer hier die riesigen Kriegsschiffe Revue passiren. Der Kaiser, seine hohe Gemahlin und alle die Fürstlichkeiten und hohen Herrschaften erscheinen in unmittelbarster Nähe. Die von tausenden Menschen belagerten und mit zahllosen Fahnen beflaggten Ufer ziehen vorüber. Alle die kühnen Brücken Schleusen usw. zeigen den Canal als ein Riesenwerk, worauf ganz Deutschland mit berechtigtem Stolz blicken darf. g Elektrische Straßenbeleuchtung. Gestern Nachmittag gegen 1 Uhr fiel auf der Hohestraße an der Passage eine städtische Bogenlampe auf die Straße. Der Draht war in Folge des Regens durchgerostet. Glücklicherweise schlug die Lampe zuerst gegen die Häuser, so daß die Passanten mit dem Schrecken davonkamen. Im Historischen Museum sind neu ausgestellt die Bildnisse der berühmten Theologen Bourel, Bucer und Buxdorf, sowie des Jesuitenpaters Canisius. Als Mitglieder der ehemaligen Kölner Universität begegnen uns Francken=Sierstorf und Heinrich Bullinger. Die Diplomaten der alten Schule sind vertreten durch den Benedictiner=Abt Adamus Adami und den jülich=bergischen Rath J. Theod. v. Caspars, Beide Gesandten zum Westfälischen Frieden. Aus der Reihe altkölnischer Magistratspersonen erscheint der Kaufmann A. J. Buschmann (F 1810) mit seiner Frau Sibylla. In der Abtheilung rheinischer Städtebilder finden sich gegenwärtig vor die von dem kurkölnischen Ingenieur Dupuis scharf gezeichneten Ansichten von Poppelsdorf und Tönnisstein, ferner gute Ansichten von Siegburg, Unkel und Werden und die eigenthümliche Zeichnung des Königstuhles bei Rhense von M. Tyroff. Die Bronze=Denkmünze auf die Eröffnungsfeier des Nordostsee=Canals, ein Geschenk des Herrn Oberbürgermeisters, ist eben falls ausgelegt. □ Unfall. Gestern Nachmittag wurde ein Junge im städtischen Krankenhause aufgenommen, welchem in einem Geschäftshause an der Hohestraße ein Aufzug auf den Kopf gestoßen ist, wodurch er schwer verletzt wurde. P Diebstähle. Gestohlen wurden am Neubau einer Einfriedigungsmauer am Friedhof zu Melaten zwei Leitern, verschiedene Rundhölzer und Dielen: aus dem Lagerschuppen einer Speditions=Firma in Deutz mittels Einbruchs verschiedene Dutzend Damen= und Herren=Jacken und Normalhemden, welche Gegenstände aus vier vernagelt gewesenen Kisten entnommen wurden; einem jungen Manne im Gedränge an der Landebrücke am Leystapel ein schwarzledernes Klapp=Portemonnaie mit etwa 12 M. und zwei Postquittungen aus der Hosentasche. Gerichts=Verhandlungen. ; Strafkammer. Ein Fabrikarbeiter von Bensberg, wohnhaft zu Kalk, erhielt am Schöffengericht wegen fahrlässiger Körperverletzung eine Geldstrafe von 50., erhob aber gegen das Urtheil Berufung. Die Strafe wurde in Anbetracht dessen, daß der Angeklagte ein unbescholtener, braver Mann und Vater von neun Kindern ist, auf 10 M. erniedrigt.— Die Berufung der Auguste Biederstein, geschiedene Ehefrau Pauels, geboren zu Greifswalde, früher in Köln, jetzt in Bonn, gegen ein schöffengerichtliches Urtheil, welches die Frau Pauels wegen Hehlerei mit einer Gefängnißstrafe von zwei Monaten bestrafte, wurde verworfen. Die Angeklagte hatte von einer Diebin Frauenhemden, Kleidungsstücke, Tischläufer usw. gekauft bzw. sich schenken lassen, die in einem auf der Hohestraße befindlichen Ausstattungsgeschäft gestohlen waren.— Der wegen Diebstahls vorbestrafte Handelsmann Johann Mönnekes und seine Ehefrau, welche in ihrer an St. Agatha gelegenen Behausung liederlichen Frauenspersonen Zimmer vermiethet hatten, wurden in nicht öffentlicher Sitzung wegen Kuppelei zu je drei Tagen Gefängniß verurtheilt.— Der Fischer Weber und sein Sohn, wohnhaft zu Baumberg a. Rh., hatten sich zu verantworten wegen folgender Anklage. Der Sohn Weber soll zwei Fischern von Worringen mittels eines-gefährlichen Werkzeuges Körperverletzungen beigebracht und der Vater ihn dazu angestiftet haben. Die Verhandlung endete mit der Freisprechung beider Angeklagten. Die Angeklagten hatten zwei Fischer von Worringen im Verdacht, daß letztere ihnen wiederholt die Fukken (Fischkörbe, Reusen) in der Nacht entleert und die Netze beschädigt hätten. In der Nacht vom 20. zum 21. März kamen die beiden Angeklagten mit ihrem Nachen vom linken nach dem rechten Rheinufer, um die ausgelegten Fukken zu entleeren. In deren Nähe fanden sie in einem Kahne die beiden ihnen verdächtigen Personen an ihrem Eigenthum beschäftigt. Der ältere Weber rief:„Was macht ihr da, ihr Räuber!" worauf die Antwort erfolgte:„Wir hängen euch einen Stein an den Hals und ersäufen euch.“ In der That steuerte der Kahn der Worringer Fischer auf den der Angeklagten zu. Nun gab Weber jun. auf Befehl seines Vaters aus einem Gewehr einen Schreckschuß ab, der aber nicht wirkte. Vielmehr drangen die Worringer unter weitern Drohungen vor, worauf W. jr. einen Schrotschuß abgab, der die beiden Worringer Fischer verletzze, wenn auch nicht erheblich. Das Gericht nahm an, daß die That aus Nothwehr geschehen sei. Schöffengericht. Ein Fabrikarbeiter aus Ehrenfeld, der bei einem Bäcker wohnte, will wiederholt Kakerlaken in dem von diesem gelieferten Weißbrod gefunden haben. Er ging eines Tages mit einem Stück Brödchen, das ein solches Thierchen enthalten haben soll, hinunter zum Bäcker. Hier kam es zu Wortwechsel und der Tagelöhner schimpfte den Bäcker: Kakerlakenbäcker. Er soll sich dabei des Hausfriedensbruchs, der Beleidigung des Bäckers und der Verübung groben Unfugs schuldig gemacht haben. Das Gericht nahm nur das letztere als erwiesen an und setzte drei Mk. Geldbuße fest.— Ein Geschäftsführer hatte hier den selbständigen Betrieb einer Schenkwirthschaft ohne polizeiliche Genehmigung unternommen und nicht zur Steuer angemeldet. Das Urtheil lautete auf 62 Mk. Geldstrafe.— Auf der Weyerstraße schlugen und schimpften sich ein Tagelöhner von hier und ein Hausknecht. Als ein Schutzmann sie vorführen wollte, widersetzten sie sich derart, daß Soldaten zur Hülfeleistung herbeigezogen werden mußten. Das Gericht faßte die Sache mild auf und setzte je fünf M. Geldstrafe fest.— Ein Unteroffizier vom 65. Regiment war auf dem Heumarkt von einem Schutzmann zur Hülfeleistung angerufen worden. Später sammelte sich daselbst eine große Volksmenge an, und einer aus der Menge schimpfte den Soldaten„Social=Demokrat". Er wurde deshalb protokollirt. Vom Polizei=Präsidium kommend mußte der Unteroffizier mit der Pferdebahn fahren, so sehr wurde er bedroht. Er will nun von einem Handlanger beschimpft und bedroht worden sein. Der Angeklagte soll dem Pferdebahnwagen nachgelaufen sein bis zum Neumarkt. Ein Zeuge und der Angeklagte behaupten, der Unteroffizier sei angetrunken gewesen. Der Civil=Zeuge hat von der Beschimpfung nichts gehört. Deshalb erfolgte Freisprechung Stimmen aus dem Leserkreis. 1698 Fahrkarten=Ausgabe zu Sonderzügen. Am Sonntag den 4. August ereignete sich am Hauptbahnhof hierselbst folgender Vorfall. Anläßlich des zu Neuß stattfindenden Wettrennens sollte am hiesigen Central=Bahnhof.42 Nm. ein Sonderzug nach Neuß abfahren. Eine Anzahl Passagiere wollte diesen Zug benutzen. Da nun 1½ Uhr das Schalter zur Ausgabe der diesbezüglichen Fahrkarten noch nicht geöffnet war, frugen einige Herren bei den angrenzenden Schaltern nach der Ursache, worauf ihnen zur Antwort wurde, sie(die Beamten) wüßten von einem Sonderzug nichts. Nachdem man nun sich bei den andern Beamten darüber beschwert hatte, wurde endlich um 1 Uhr 40 Minuren das Schalter zur Fahrkarten=Ausgabe geöffnet. Einige Herren, die zuerst an der Reihe waren, eilten zum Bahnsteig. Auf dem Geleise, auf welchem sonst der Neußer Zug steht, stand indeß keiner. Ein dienstthuender Beamter erklärte auf Befragen, der Zug sei noch nicht angefahren, werde aber gleich kommen. Während dieses Fragens fuhr ein Zug in einem andern Geleise ab, welcher nach Auskunft der später befragten Beamten der Sonderzug nach Neußwar. Hätte der erstere Beamte auf dem Bahnsteig richtige Auskunft ertheilt, so würden wenigstens die jenigen Herren, die schon auf dem Bahnsteig waren, den Zug haben benutzen können. Einer großen Menge der andern Passanten war dies durch die verspätete Oeffnung des Fahrkartenschalters ganz abgeschnitten. Beschwerden bei dem Stations=Vorstand wurden mit dem Bemerken abgewiesen, entweder eine Zuschlagkarte II. Klasse für den.15 Uhr abfahrenden Schnellzug zu lösen oder aber zu warten, bis der nächstfolgende Zug.12 Uhr abfahre. D. welche an sich öfters gewaschen werden müssen, sollte man stets Rechnung tragen und nur eine Seife verwenden, welche die Empfehlung der Aerzte besitzt, wie dies bei der neuen Patent=Myrtholin=Seife in so hervorragender Weise der Fall ist. Dieselbe übt einen so wohlthätigen Einfluß auf die Thätigkeit der Haut, daß alle Mütter nicht unterlassen sollten, für Kinder nur die Natent=Myrrholin=Seite zu gebrauchen Die Patent=Myrrholin=Seife ist in allen guten Parfumerie= und DroguenGeschäften, sowie in den Angtheken 2c. a 50 Pfg. erhältlich, und muß jedes Stück die Patent=Nummer 63,592 tragen. * Rheinhohe am 6. August, Morgen 3 7 Uhr m.88+.03 * Wasserwärme am 5. Aug., Mitt. 12 Uhr: 16½%, Abds. 7 Uhr: 16 1/8%0. 6. August, Morgens 7 Uhr 16°. Seite 4 Kolner Local-Auzliger us. 211* Vinstag, 6. August 1895. 5 Der Kölner Sängerkreis hatte sich am Sonntag=Nachmittag in den Anlagen der Marienburg zur Abhaltung seines Sommerfestes versammelt. Das zweifelhafte, etwas kühle Wetter hatte wohl manchen an der Fahrt nach dem beliebten Ausflugsorte abgehalten; immerhin war eine recht stattliche Zahl von Sangesbrüdern mit ihren Damen erschienen. Unter den prächtigen Kronen der alten Bäume und auf der Terrasse entwickelte sich denn auch bald, gefördert durch die gute und flotte Bedienung von Seiten des Restaurationspersonals, eine vortreffliche Stimmung. Ein gut zusammengesetztes kleines Orchester concertirte von 4 Uhr ab im Garten und erntete auch den wohlverdienten Beifall. Der Verein selbst sang vom Orchesterpodium aus unter der Leitung seines Dirigenten Hrn. v. Othegraven zunächst Deutschlands Trost von H. Zöllner, Elslein von Caub von M. Filke und Schwedischer Hochzeitsmarsch von A. Södermann. Wohl mit Rücksicht auf die räumlichen Verhältnisse hatten die Sänger kleinere Chöre gewählt, erzielten aber gerade hiermit den lebhaftesten Beifall, der durch die Exactheit der Ausführung, die reine Aussprache und Tonsicherheit auch wohl verdient war. Später erschienen die Sänger nochmals auf dem Podium und sangen die drei schönen Lieder: Mein Schätzelein von C. Attenhofer, Treue Liebe von J. Schwartz und Därf's Diand'l liab'n? von J. Zehngraf. Eine Fackelpolonaise und ein prächtiges Feuerwerk bildeten den Schluß der Gartenfestlichkeiten, denen noch ein kleines Tänzchen folgte. Bei dem schönen Verlauf der ganzen Veranstaltung wird es gewiß niemanden gereut haben, den Ausflug nach dem herrlich gelegenen Vergnügungslocal unternommen zu haben, zumal da der Himmel ein Einsehen hatte und seine Schleusen seit Mittag geschlossen hielt. Stimmen aus dem Leserkreis. 1696 Straßen=Zustände am Kaisergarten. Zehntausende von Fremden werden in den nächsten Wochen Köln und den Circus Renz besuchen, aber schwerlich bald wieder kommen oder andere zu einer Reise nach hier ermuntern, wenn sie an den Zustand in der Umgebung des Kaisergartens denken; sie werden sagen:„Köln ist und bleibt das alte Drecknest, wie vor 20 Jahren!" Wer wagt, ihnen Unrecht zu geben, wenn er die Kleverstraße und die Kreuzung dieser mit der Riehlerstraße südlich und nördlich des Eisenbahn=Ueberganges gesehen hat? Die pontinischen Sümpfe könnte man dagegen noch eine Wüste Sahara nennen. Wer führt eigentlich in dieser Gegend das Regiment? Die königliche Polizei muß hier wohl nichts zu sagen haben, sonst hätten die hier zahlreich auftretenden Herren Inspectoren, Commissare, Wachtmeister und Schutzleute sicher schon Wandel geschaffen. Die städtische Gesundheits-Polizei, welche doch sonst ihre Nase in jedes Keller= und Speicher=Gelaß steckt, ist wohl noch nie an warmen Tagen in diese Gegend gekommen, sonst könnten ihr die hier aufsteigenden Wohlgerüche nicht entgangen sein. Und das Tiefbau=Amt hat gewiß längst vergessen, daß vor etwa zwei Jahren auf meine Anregung an dieser Stelle die Straßengräben an mehrern Stellen mit Wasser=Einläufen zum Canal versehen wurden! Diese Einläufe sind nämlich längst verstopft; das Wasser muß an der Sonne verdunsten oder mit dem Straßenkothe zu einem Urbrei sich verbinden. Wer ein kostenloses Moorbad nehmen will, braucht sich nur hineinzulegen; Abends kann er bei der vortrefflichen Beleuchtung auch gegen seinen Willen hineingerathen oder an einem der vier Basalt=Krotzen, die nördlich von dem Wagenschuppen der Straßenbahn gleich erratischen Blöcken umhergestreut liegen, Hals und Bein brechen. Wir Kölner sind ja vieles gewöhnt und nehmen bei der Riehlerstraße mit Rücksicht auf deren provisorischen Zustand vieles in den Kauf. Wenn es aber möglich war, vor der Villa Oppenheim in wenigen Tagen leidliche Zustände zu schaffen, so sollten auch am Kaisergarten die Hindernisse nicht unüberwindlich sein! Geordnete Zustände in einer Gegend, die für den Rest der guten Jahreszeit den Mittelpunkt des Fremdenverkehrs bildet, sollten der Stadtverwaltung doch mindestens ebenso am Herzen liegen, wie der Zukunfts=Stadtwald weit hinten in— Bulgarien! Wenn ich nämlich recht gehört habe, hat's mit der Genehmigung des betreffenden Beschlusses durch die königl. Regierung bzw. den Bezirksausschuß noch gute Wege, da die Beschlußfassung einstweilen vertagt ist. Es wird daher nicht schlimm sein, wenn von den reservirten 2½ Millionen Mark einige hundert Mark für Schaffung erträglicher, wenn auch provisorischer Zustände auf den Wegen nach der Goldenen Ecke, die doch mehr Steuern aufbringt, als manche Gegend der Neustadt, schleunigst verwendet würden. Auch die Rheinpromenade gehört zu diesen Wegen— trotz der Canalbauten könnte mehr Ordnung dort herrschen. Von der Münze bis zur Frohngasse ist ja die einzige Strecke, auf der wir den Vater Rhein noch zu Gesicht bekommen, daher rufen wir für dieselbe: Bahn frei! J. L. A. 1697 Durchführung der Erftstraße. In Nr. 208 des Kölner Local=Anzeigers legt ein Herr W. der Gemeinde=Verwaltung die Durch führung der Erftstraße an's vaterstädtische Herz. Wir befürchten, daß der Nothschrei nicht laut genug gewesen ist; denn— er muß bis mach Berlin dringen, sintemalen das Gelände, welches zur Verbindung des städtischerseits fertiggestellten obern mit dem desgleichen fertiggestellten untern Ende der Straße erforderlich ist, dem Eisenbahn Fiscus, und leider nicht der Stadt Köln gehört. Wäre das letztere der Fall, so würde die Durchführung der Erftstraße wie überhaupt die Regulilirung des jetzigen Eisenbahn=Geländes längst geschehen sein; aber so — ja, Bauer, das ist etwas anderes. Die betonten schanderhaften Zustände, welche nicht allein für die Erftstraße, sondern in noch schlimmerm Maße für die Hermann Beckerstraße, überhaupt für das ganze eisenbahnfiscalische Gelände dort gelten, spotten nun thatsächlich jeder Beschrei bung, und dabei scheint kein Gedanke zu sein, daß von der zuständigen Behörde so bald auy nur ein Finger zur Abstellung derselben gerührt werden soll. Und nicht das geringste steht den dortigen Straßen=Regulirungen seit Monaten, um nicht zu sagen seit Jahren, entgegen! Ich empfehle den Bewohnern dieses so mißhandelten Viertels dringend sich zu vereinigen und geschlossen in sachlicher Vorstellung dem Herrn Minister direct auf's„Cantor" zu rücken; vielleicht daß sich dadurch ein menschliches Rühren bei dem Gestrengen erzielen läßt. M. Vermischte Nachrichten. ∆ Das Missionshaus Knechtsteden. Der Vorstand des zur Ausrüstung und Unterhaltung der von den Vätern vom h. Geist in der ehemaligen Abtei Knechtsteden zu errichtenden Missions=Anstalt jüngst gegründeten Vereins hielt am Donnerstag nach Besichtigung der Kirche und sonstigen Gebäulichkeiten auf dem Gute Barbarastein, welches dem ersten Vorsitzenden des Vereins, Hru. Bank=Director Zilkens, gehört, seine erste Sitzung ab. Nachdem der Name des neuen Vereins endgültig festgestellt war, wurde beschlossen, daß als„Stifter“ diejenigen bezeichnet werden sollen, welche einen einmaligen Beitrag von 100 M. und als Ehrenmitglieder diejenigen, welche einen jährlichen Beitrag von 20 Mark entrichten. Im übrigen soll der geringste Mitglieder=Beitrag 1 Mark jährlich betragen. Eine Abordnung, bestehend aus den Herren Dompropst Prälat Dr. Berlage, Justizrath v. Coellen und Stadtverordneter Zilkens, wurde am Samstag=Mittag vom hochw. Herrn Cardinal=rivischof empfangen, um Se. Eminenz um Uebernahme des Protectorates über den neuen Verein zu bitten. Dieser Bitte wurde gern entsprochen. Nachdem der Bezirks=Ausschuß den Verkauf der Abteikirche und eines Theiles des Gutes Knechtsteden an die Genossenschaft der Väter vom h. Geist genehmigt hat wird der Provincial P. Acker am 1. November d. J. den Besitz antreten ss (8 24 Dinstag den 6. Auaust 1895: : Eintrittspreis 5O Pfg., Kinder 25 Pfg. 5 Aquarium 25 Pfg. : N a c h m i t t a g s 4 U h r: C o n c e r t.“ Tennis- und Croquet-Spielplätze. s r Stadt-SGarten der Nr. Dinstag, 6. August, Abends 8 Uhr: Capelle des Infanterie-Regiments Freiherr von Sparr, 3. Westfälisches 16, unter Leitung des Königl. Musik-Dirigenten Herrn W. Beez. PROGRAMM. Erster Theil: Triumphmarsch aus der Oper„Heinrich der Löwe“ von Kretschmar. Vorspiel zur Oper„A basso Porto“ von Spinelli. „Neu-Wien“. Walzer von J. Strauss. Finale aus Rheingold.„Einzug der Götter in Walhalla“ von R. Wagner. Fantasie aus der Oper„Figaro’s Hochzeir“ von Mozart. Zweiter Theil: Ouverture zur Oper„Die weisse Dame;; von Boieldicu. Melodieen aus der Oper„Die Africanerin“ von Meyerbeer. b. Ungarisch„#us aller Herren Ländern“ von Moszkowsky. Walzer aus dem Ballet„Die Puppenree“ von Bayer. (Nachdruck ist nicht gestattet.). Volksgarten. Dinstag den X Abends 7½ Uhr: #.#2. Philharmonisches Concertx des städtischen Orchesters. 8 Direction: Kgl. Musikdirector Herr Joseph Schwartz. 4 Wallfahrt nach Kevelaer. Diustag den 6. August, Abends 7½ Uhr: Zur 25jährigen Erinnerung der Schlachten bei Spichern und Wörth: Gr. Militair-Concert, ausgeführt von der ganzen Cavelle des Westf. Fuß=Artillerie=Rats. Nr. 7, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn W. Trenks, verbunden mit bengalischer Beleuchtung u. Feuerwerk. Eintritt frei! Programm mit Lieder 20 Pfg. NB. Diese Feier findet auf Anregung des Veteranen=Vereins (Inhaber des Eisernen Kreuzes und vor dem Feinde erworbener Auszeichnungen) statt und ladet derselbe hierzu alle Krieger Köln's mit Familien ein. Es wird gebeten, Orden und Ehrenzeichen anzulegen. Panorama international. Kreuzgasse 13, Parterre, gegenüber dem Realgymnasium. Die Festlichkeiten bei Eröffnung des Kaiser=WilhelmCanals in Hamburg. Brurshausen, Holtenau, Kiel. Geöffnet von Morgens 9 Uhr, auch Sonn= und Feiertags, bis Abds. 10 Uhr. Entrée 30 Pfg., Kinder 20 Pfg. Männergesang=Verein Köln=Nippes. Donnerstag, 8. Aug., Abends 8½ Uhr: Probe zum Concert im VictoriaSaale. Samstag, 10. Aug., Abends 8½ Uhr: Großer Biercommers im Vereins local, wozu alle activen Sänger eingeladen sind. Der Vorstand. Einem achtb. kath. Manne, alleinstehend, in gesicherter Lebensstellung, ist Gelegenheit geboten, bei kath. ält. Ehepaar vollständige Pflege zu erhalten. Unmöblirte Wohnung vorhanden im Südwesten der Altstadt. Gemüthliches Heim zugesichert. Fr.=Offerten u. Nr. 961 an die Geschäftsstelle d. Bl. Circus Neu Köln de=Kaisergarten Dinstag den 6. August 1899, Abends 2 Uhr: Extra—3 Kinder finden während der Ferien bei guter Pflege billigen Aufenthalt. Frau Erp an der Erft. und Abendtisch für junge Kaufleute und Beamte. Palmstraße 24. Krivat=Mittag= und Abendtisch; auch im Abonnement. Victoriastraße 34. Am Mittwoch den 7. August, Abends 8½2 Uhr, findet bei Graß, Eigelstein 88(hinterer Saal), eine über die diesjährigen Wallfahrten statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand der Kevelaer=Bruderschaft. Ordentl. Handwerker fiden Pension. gute Vor St. Martin 38. Roßhaar, Seegras, Werg Herm. Jos. Engels, Seilerei, Mühlenbach 61. feinste weisse americhnische Hafergrütze, ist nicht allein ein bewährtes Volksnahrungsmittel, sondern auch die beste Kindernahrung. Quäker Hafergrütze— wegen ihrer Leichtverdaulichkeit allen andern Iafer-Präparaten vorzuziehen— ist frei von allen Hülsentheilen und beliebt wegen ihres natürlichen angenehm süssen Geschmackes. Quüker Hafergrütze wird deshalb von den angeschensten Antoritäten auf medicinischem und chemischem Gebiete als die ausgezeichnetste, zuträglichste und gleichzeitig— wegen ihrer besondern Ergiebigkeit— als billigste Kindernahrung empfohlen. Quüker Hafergrütze ist der schmarkhafteste Ersatz für alle bisherigen Kinder-Nahrungsmittel! Kochzeit nur 15 bis 20 Minuten. Allen Müttern zur Beachtung! Süuglinge haben häufig Widerwillen gegen dieses oder jenes Zusatzmittel für Milch; Quäker Hafergrütze nehmen sie immer gern. Gats nur echt in gelben Original-Packeten mit der Schutzmarke„Qunker“. Niemais lose! Ille Diejenigen, welche auf Schuten oder privatim jahrelung Französisch oder Englisch trieben, sich mit grammatischen Regeln oder mit Auswendig-En lernen ellenlanger Uebungsstücke herumquälten und am Schluss eder einen Ausländer verstehen, noch mit demselben sprechen können, erlernen leicht in 6 Monaten; geläufig eine dieser### Sprachen zu sprechen und perfect zu correspondiren, durch mein Special-System, welches die Sprach- und Ilör-Organe desK Lernenden in solchem Grade ausbildet, dasser nach den ersten drei Stunden schon Sätze sprechen und verstehen kann. A. Monachimoff. fr. Professor d. Russ. Generalstabs-Offi-A ziere. Köln, Breitestrasse 89—91. 1. Elage. Sprechstunden nur Kl Donnerstags und Freitags von 12—3 und—9 Nachmittags. Damenkoffer, Touristentaschen, Handkoffer und alle Reise=Artikel zu billigen Preisen. Schumacher, Sattler, Marzellenstraße 78. Anzeigen-Kundlme-Sielle des Kölner Local=Anzeiger. Anzeigen werden für die Nummer des nächsten Morgens bis Nachmittags 3 Uhr auch angenommen: Attermarkt 60, Karl Voetzkes An der Linde 20, J. H. Loock. Breitestraße 49, H. G. Schmitz. Breitestraße 167, Geschw. Antoni. Eigelstein 115, V. Eschenbach. Fleischmengergasse 49, Schrötter Nolden. Friedrichstr. 33, M. Schweinem= Venedey. Friesenstraße 37, Heinr. Gülich. Georgstraße 19, C. M. Lacombe. Gerconsdriesch 2, Frau A. Klauck. Hohepforte 6, Peter Küpper. Lichhof 22, Karl Vogel. Mittelstraße 33. Heinr. Dünn. Manritiussteinweg 118, Frau Wwe. C. K. Weber. Perlengraben 13, W. Imhoff. Plankgasse 23, Awe. Fritz Hennes. Rothgerverbach44,Wwe..E. Foerg Schildergasse 19, C. Steinenbohmer. Severinstraße 46, J. Kraus Nauf. In Deutz: Freiheitstr. 57, G. Balkhausen. Siegburgerstraße 43, Joh. Rick. In Ehrenfeld: Geisselstraße 12, A. Heesen. In Nippes: Sechszigstraße 57, H. Modemann Wilhelmstraße 43. M. Flock. In Kalk: Hauptstraße 164, Joh. Aussem. In Lindenthal: Dürenerstr. 179, Wilh. Jos. Antoni. In Mülbeim a. Rh.: Freiheitstr. 78, H. Frohne=Koschel. Einzelne Nummern 5 Pfg. ebendaselbst. Vorstellung. Erstes Auf treten des Mr. Toni Wilson und sein Clowu Pipino in seinen unerreichbaren einzig und allein dastehenden Productionen an dem von ihm erfundenen Trampolin=Reck. 6 Trakehner Rapphengste (Original=Dressur), vorgeführt vom Director Fr. Nenz. Auftreten der Schulreiterin Frau Robert Renz mit dem Schulpferd Cyd und dem ir ländisch. Vollblut=Springpferd Blitz. Grand Quadrille royale in den auserwähltesten Touren der höhern Reitkunst, geritten von 8 Damen und 8 Herren in Gala=Kostümen. Zum Schluß d. Quadrille: Grand tour des Chales. Die weltberühmte BonhairTruppe. Auftreten des renommirten Schulreiters Mr. Gaberel mit dem Halbblut=Nappheugst Chicago. Zum Schluß: Wiomungsgruß in Bild und Tanz an die Stadt Köln, arrangirt und inscenirt vom Director Fr. Renz, ausgefuhrr vom gesammten HerrenPersonal und 100 Damen des Corps de Ballet. Preise der Plätze, Kassenöffnung aus Placaten u. Austragezetteln ersichtlich. Der Billet=Vorverkauf für Logen, Parquet, 1. Rang, 1. und 2. Platz ist nur an Wochentagen von Vormittags 9 Uhr bis Nachmittags 4 uhr in den Cigarrenhandlungen der Herren Eng. Clever, Komödienstraße 3, Jean Brüncker, Hohestraße 65, Jcan Gummich, Schilder gasse 64, Lindau& Winter feld, Hohenzollern-Ring 23 Vermehrte Pferde bahn=Verbindungen nach allen Richtungen. Mittwoch=Abend 7½ Uhr: Gala=Vorstellung. Ganz neues Genre. Novität. Sensationell! Beim Jahreswechsel in Peking. Im Zeichen des Drachens. Arrangirt und insceuirt vom Director Fr. Renz. Franz Renz, Director und Königl. Commissions rath. 3ss Strohhut=Ausverkauf mod. Farons für Herren und Knaben. ITERIES Hutfabrik, ..1 HW..Hohestr.49. 90508363008806088360 Schlafstelle für ordentliche Handwerker K. 1,50. Thieboldsg. 57. J. B. Bin wieder da! Verlag und Druck von J. O. Bachem. Verantwortlich: D. Brendgen in Köln.