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Unbemittelter an Wochentagen 10—11. Seite 2. Kölner Local-Anzeiger Nr. 275 x Mittwoch, 5. October 1392 Wochenbericht über die Bewegung der Bevölkerung. Mittheilungen des Statistischen Bureau's der Stadt Köln. Todes=Ursachen Masern Scharlach.. Diphiherie=Croup Keuchhusten Brechdurchfall Acute Darmkrankheiten. Cronpöse Lungen=Entsündung Sonstige ac. Erkrankungen der Athmungsorgaue Lungenschwindsucht Sonstige Tuberculose Unterleibstyphus Kindbettfieber Selbstmord Sonstiger gewaltsamer Tod Uebrige Zusammen 39. Jahreswoche (vom 25. Sept. bis 1. October 1892) — 2 2 4 3 434 13 3 6/19 13 5 10.571 113 Auf 1 Jahr und 1000 Einwohner im 1. Lebensjahr Gestorbene übrige überhaupt Lebendgeborene 10.26 .72 19.98 38 37 36 Jahreswoche Köln 106 149 167 .37/15.72/18.90 .37/10.60 10 60 18.74 26 32/29.50 39.61/40.3134.45 Locales. 9. Reeruten=Einstellung. Gestern Morgen um 9 Uhr trafen auf dem Hauptbahnhofe 220 Recruten aus Holstein hier ein. Dieselben fuhren um 11 Uhr 34 Min. nach Elsaß=Lothringen weiter, um in die dortigen Cavalerie=Regimenter eingestellt zu werden. ∆. Selbstmord. Vorgestern Abend sollte ein geisteskranker Versicherungs=Beamter in das Hospital geschafft werden. Derselbe hatte sich eine bedeutende Halswunde beigebracht und starb auf dem Wege nach dem Hospital an Verblutung. a Strafkammer. Endgültige Erledigung fanden in der gestrigen Sitzung die verschiedenen Strafsachen gegen den Invaliden Otto Emde aus Deutz. Es handelt sich um drei verschiedene Anklagen. Am 11. April d. J. wurde Emde wegen gewerbsmäßiger Hehlerei mit 2½ Jahren Zuchthaus bestraft; er stand damals mit den berüchtigten Dieben Adam Stemmler und Adolph Faßbender, welche wegen einer ganzen Reihe von Kirchen=Beraubungen und anderer Eigenthums=Verbrechen zu zwölf Jahren bzw. zehn Jahren Zuchthaus verurtheilt wurden, in Verbindung. Die aus dem Poller Kirchendiebstahl herrührenden Silbersachen verkaufte er in Gemeinschaft mit einem der Diebe bei dem Goldarbeiter Peter Joseph Dreuw, der damals wegen gewerbsmäßiger Hehlerei ebenfalls mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft worden ist. Der Vertheidiger des Angeklagten, Rechisanwalt Oestreich, hatte Revision in dieser Sache eingelegt, welche vom Reichsgericht als begründet erachtet wurde, da der Begriff der gewerbsmäßigen Hehlerei nicht ausreichend festgestellt worden sei. Emde gibt an, von den frühern Vorgangen sei ihm nichts mehr erinnerlich; er habe sich früher durch einen Sturz von einem Gerüst eine Kopfverletzung zugezogen und leide seitdem an epileptischen Krämpfen. Sanitätsrath Dr. Laudahn hat den Angeklagten in Beobachtung gehabt. Außer ihm waren als Sachverständige noch geladen Sanitätsrath Dr. Leuffen, Professor Fuchs aus Bonn und Dr. Neuß aus Kalk. Das Urtheil der Sachverständigen ging übereinstimmend dahin, daß der Angeklagte im gewöhnlichen Leben nicht geistesgestört sei; wenn derselbe von epileptischen Krämpfen befallen werde, sei sein Geisteszustand allerdings kein normaler. In dem Hehlereiproceß wurden 30 Zeugen vernommen. Emde hat, während er mit den Verbrechern in Verbindung stand, der Polizei Vigilantendienste geleistet. Das Gericht fand den Angeklagten nur der einfachen Hehlerei schuldig und verurtheilte ihn unter strafschärfender Berücksichtigung der großen Verworfenheit, die in der Doppel=Rolle liege, die der Angeklagte gespielt, zu zwei Jahren Gefängniß; sechs Monate der Voruntersuchung kommen in Anrechnung. Die zweite Sache war eine Berufungssache. Das Schöffengericht hatte den Angeklagten Emde von der Beschuldigung der Widerstandsleistung, Beleidigung und Verübung groben Unfugs freigesprochen, indem es annahm, daß der Angeklagte geistesschwach sei. Das Berufungsgericht erkannte auf vier Wochen Gesängniß, eine Woche Haft und Publication des Urtheils. Die dritte Sache betraf einen Einbruchs=Versuch in Deutz, bei dem obenerwähnter Faßbender ertappt wurde. Auch bei diesem Verbrechen soll Emde seine Hand im Spiele gehabt haben. Mangels ausreichender Beweise erfolgte jedoch Freisprechung. Geheimniß der großen Beliebtheit ist die Wirksamkeit. Eschweiter, Reg.=Bez. Köln. Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen(à Schachtel K. 1 in den Apotheken) habe ich längere Zeit, an Hartleibigkeit, starkem Kopfschwindel und Hämorrhoiden leidend, angewandt und bin dadurch in kurzer Zeit von diesen Uebeln befreit worden. Wenn sich auch zeitweise das eine oder andere wieder zeigt, so genügen zur Beseitigung einige Pillen, die stets vorräthig habe. Kollmann, Lehrer.(Unterschrift vom Gemeindevorstand beglaubigt.) Man achte beim Einkauf stets auf das weiße Kreuz in rothem Grunde. 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[101 Gesetzlich geschützte Uebersetzung. 10. „Ehe diese Zeiger sich nochmals auf Mitternacht vereinigen, volles und rückhaltloses Bekenntniß oder gänzliche, unwiderrufliche Trennung!“ Diese schrecklichen Worte verfolgten die unglückliche Frau, als sie sich auf ihr Bett geworfen hatte und ihre Seufzer in den Kissen erstickte, und erklangen wieder in ihren Ohren, als sie nach einer oder zwei Stunden unruhigen Schlafes die Augen beim ersten Grauen eines Tages wieder öffnete, der ihr nichts anderes als Schmerz und Verwirrung bringen konnte. Horace hatte am Abend vorher so unbeugsam ausgesehen. Hätte er ein milderes Gefühl für sie empfunden, so wäre er jetzt, ehe er nach dem Geschäft ging, zu ihr gekommen; aber er war nicht erschienen. Der Tag zog sich hin und neigte sich seinem Ende zu, ohne daß ihr ein Strahl von Trost zu Theil geworden wäre. Niemand dachte an ihre Angst, außer Molly, die einfache, gutherzige Dienerin. Kein Wort von Dick, kein Wort von Nelly, kein Wort von Horace. Der Tag war hingegangen, Horace war nicht zu Tisch gekommen. Vor zwölf Uhr wird er wiederkommen und das Geständniß verlangen, das sie nicht geben konnte. Ihm die Wahrheit sagen, hieß Steinray's Nache beschleunigen. Ehe Mitternacht wiederkam, hatte sie einen verzweifelten Entschluß gefaßt und mit einer Unbeugsamkeit ausgeführt, die man wohl schwerlich bei einem so zarten, weichherzigen Wesen hätte vermuthen können. Sie hatte Zeit genug, ihren Plan zur Reife zu bringen und ungestört auszuführen; denn Frau Prior schien durch Gewissensbisse oder durch Schrecken über die Größe des angerichteten Unheils sich veranlaßt zu fühlen, den ganzen Tag über ihre Schwägerin zu vermeiden. Dies war Fanny sehr angenehm, nun konnte sie ungestört handeln. Wollte Horace von seiner schrecklichen Drohung nicht abstehen, so sollte ihm die Macht genommen werden, sie auszuführen. Er konnte ein abwesendes, ihm verborgenes Weib nicht bestrafen. Und wollte Steinray, um sie zu treffen, ihrem Mann schaden, so machte ihre Abwesenheit seine Pläne nichtig. Es fehlten nur noch einige Minuten an elf Uhr, als sie nochmals in die Bibliothek eintrat, in einem einfachen schwarzen Kleid, mit Hut und Mantel und einer kleinen Reisetasche in der Hand. Sie öffnete ihren Schreibtisch, schrieb hastig einige Zeilen, versiegelte das Papier und adressirte es an ihren Mann. Dann legte sie es an eine sichtbare Stelle auf den Kaminsims und ließ sich auf einen Augenblick zum Gebet auf die Kniee nieder. Hastig erhob sie sich und horchte. Sie wartete nicht auf Horace, nicht auf Dick, nicht auf freundliche Hülfe irgendwo her. Sie wartete nur auf ihre treue, gutherzige Molly. „Morgen vielleicht, wenn er meinen leeren Stuhl bei Tische sieht, wird sein Zorn schmelzen,“ sagte sie laut.„Ich habe Gott gebeten, ihm zu verzeihen; denn er weiß nicht, was er thut. Doch, nicht ihn will ich anklagen, nein, nicht dich, mein armer, unglücklicher Horace— eine Schlange ist in unserm Eden!“ „Und ihr Name ist Madame Prior,“ sagte Molly, eben eintretend.„O, wie ich sie hasse!" Molly war gleichfalls zum Ausgehen gerüstet, und trug eine größere Tasche in der Hand. „Meine treue Molly!“ sagte Fanny, sich umwendend,„komm' näher. Sage mir ein Mal, würdest du wohl glauben, daß ich eine böse Handlung begangen habe, etwas recht schlechtes? Täuschung, Trug, so etwas?“ „Wenn ein Regiment Engel gegen Sie schwören wollte, ich würde jeden Einzelnen einen Lügner heißen.“ „Und doch— mein armer Mann...“ Sie unterbrach sich. ...„Molly, du warst mir immer eine gute und treue Dienerin. Ich muß dir etwas anvertrauen. Mein Mann ist in großer Verlegenheit. Indem ich von hier fortgehe an einen Ort, wo ich die Möglichkeit habe, einen Plan auszuführen, den ich gefaßt habe, um ihm zu helfen, durchkreuze ich die bösen Absichten seiner Feinde. Du sagst, du wollest mich zu deiner Mutter bringen.“ „Gewiß, und wenn Sie dort nicht viel Eleganz finden, so doch Frieden und Sicherheit.“ Fanny reichte ihr den Brief, welchen sie eben geschrieben hatte. „Trage dies auf mein Zimmer, Molly, und lege es auf das Kissen auf meinem Toilettentisch. Ach, mein armer Horace, wie unglücklich wird er sein, wenn er es findet.“ „Meine Abwesenheit wird jede Katastrophe aufhalten," sagte Fanny, als Molly verschwunden war.„Steinray kann nichts daran liegen, an einer Frau sich zu rächen, welche vielleicht schon todt ist.“ Sie zog ihre Handschuhe an und ging Molly entgegen. Virklich, ich freue mich schon jetzt auf das Weinen und uchen „Wirklich, ich freue mich schon jetzt auf das Weinen und und Zähneknirschen, welches wir morgen hier haben werden, wenn man erfahren wird, daß Sie die Sache selbst in die Hand genommen haben und sich nicht unter die Füße treten lassen von der Madame mit dem moralischen Muth, noch von sonst wem.“ „Still, Mädchen! Sie glaubt wirklich, recht gethan zu haben. Der Schein ist gegen mich, aver...“ „Aber hat ein Mann das Recht, seine Frau so zu behandeln bloß des Scheines wegen?“ „Er ist nicht feindlich gegen mich, Molly. Nur seine große Liebe zu mir macht ihn so unduldsam. Er wünscht nicht, daß ich irgend einen Gedanken habe, an dem er nicht Antheil hat.“ „Ach du meine Güte! Wenn eine Frau nur dazu gut ist, für das Wohl ihres Mannes laut zu denken, so danke ich dem Himmel, daß noch kein Mann die Verwegenheit gehabt hat, mich heirathen zu wollen; denn ich fürchte, ich wäre thöricht genug, ihn beim Wort zu fassen. Und der Mann, welcher das Glück haben würde, aller Gedanken von Molly Shaw sich zu erfreuen, kann sicher sein, daß er von allen Grillen befreit sein wird.“ Die Uhr schlug Elf. „Es wäre Zeit, daß wir gehen,“ sagte Molly rasch.„Lassen Sie mich erst nachsehen, ob die Dame mit dem moralischen Muth eingeschlafen ist.“ „Mich so wegzustehlen wie ein Dieb in der Nacht! O, mein Herz will brechen! Mein schönes Heim, das mir nie so theuer war wie in diesem Augenblick, wo ich, der Stimme des Gewissens folgend, den einzigen Weg einschlage, welcher mir noch übrig geblieben ist.“ Molly kam zurück. Sie zog die Umhüllung ihrer Herrin sorglich zurecht, legte schützend die kleine, zitternde Hand derselben in ihren starken Arm und schritt entschlossen vorwärts. Molly erschien dieser Schritt nur als ein sehr kluges Unternehmen ihrer Herrin. Natürlich mußten die Dinge alle in einigen Tagen sich aufklären, und wenn sie dann zurück kam, so wußten die Leute, daß sie nicht mit sich spassen lasse. Als die Uhr Mitternacht schlug, befand sich Frau Wimple in einem ihr ganz fremden Stadttheil in einem stark gefüllten Pferdebahnwagen, und Horace Wimple trat bleich, erregt, aber entschlossen durch die Thüre in seine Bibliothek. Er hatte gehofft, daß seine Frau ihn hier erwarte, um dieses Geheimniß aufzuklären, das Beiden schon so vielen Kummer verursacht hatte. Gewiß, sie konnte und wollte ihm nicht länger trotzen! Und er würde ihr die süßeste vollste Verzeihung bringen, und sie umarmend selbst um Verzeihung bitten für den Schmerz, den er genöthigt gewesen, ihr zu bereiten. Ach, hatte er nicht mehr gelitten als sie? Aber da wartete kein reuiges Weib auf ihn! Da war keine Bittende, bereit, sich in seine Arme zu werfen und Verzeihung zu erbitten, die er so gern ausgesprochen hätte. Sollte er sie auf ihrem Zimmer aufsuchen? Gewiß war sie aus Furcht dahin geflohen; er folgte entschlossen. Mit zitternder Hand öffnete er die Thüre; das Zimmer war dunkel. Einen Augenblick stand er unschlüssig. Er glaubte, ihr leises Athmen zu vernehmen, schloß die Thüre wieder und ging zurück nach der Bibliothek. Wenn es ihr möglich war, zu dieser Stunde zu schlafen, so war es auch noch am andern Morgen Zeit genug, die unwiderruflichen Worte zu sprechen. Er athmete auf, wie ein begnadigter Verbrecher. Zitternd vor Erwartung trat Horace Wimple am nächsten Morgen in seine Bibliothek, etwas früher als gewöhnlich. Hier brachte ihm immer Fanny den Morgengruß, hier legte sie ihre Arme um seinen Hals und drückte ihre Lippen auf die seinigen; hier gedachte er, sie diesen Morgen zu finden, bereit— Gott gebe es!— alle diese Wolken zu zerstreuen. Er war schrecklich bleich; denn die Aufregung und Spannung der letzten beiden Tage war außerordentlich gewesen. Er war enttäuscht und mißvergnügt, die Bibliothek leer zu finden. „Noch nicht auf?“ sagte er laut mit mehr Bitterkeit, als Ueberraschung. Sie mußte sehr gleichgültig sein für den Schmerz, den sie verursachte, oder auch trotzig. „Sie glaubt noch nicht daran, daß ich im Ernst sprach,“ murmelte er, indem er nach ihrem Schlafzimmer ging. Kaum einen Augenblick war er abwesend gewesen, als er zurückkehrte, mit dem Billet in der Hand, das seine Frau für ihn zurückgelassen hatte. Er hatte es noch nicht geöffnet, aber er hatte bereits die schreckliche Thatsache begriffen, daß seine Frau entflohen war. Ihr Bett war unberührt. Wird der Brief in seiner Hand ihm Nachricht von einem entsetzlichen Selbstmord bringen? Eben so junge, zarte und geliebte Frauen, wie seine Fanny, hatten schon durch einen freiwilligen Tod einen letzten Ausweg gesucht. Hatte er sie dazu gelrieben durch sein unnachgiebiges Verlangen nach einem Bekenntniß? Dann war er ihr Mörder! Stöhnend taumelte er zu einem Stuhl. Es dauerte lange, bis er den Muth fand, das Billet zu lesen. Seine schlimmsten Befürchtungen wurden durch dasselbe zerstreut. Es enthielt nichts von Selbstmord, auch kein Schuldgeständniß. Es zeigte nur den festen, unabänderlichen Entschluß der Schreiberin an, sich vor ihrem Mann im Verborgenen zu halten. Erst wurde sein Gesicht ruhig, dann hart und härter, während er die kurze Mittheilung zu dritten Male las. Dann berührte er die Glocke auf dem Tisch. Molly erschien mit verdächtiger Schnelligkeit. Sie mußte sich in der Nähe aufgehalten haben, vielleicht nahe genug, um die Wirkung des Billets ihrer Herrin mit geheimem Vergnügen zu beobachten. „Haben Sie geklingelt, Herr?“ fragte sie. „Ja,“ erwiderte er finster und scharf.„Molly, Sie sind seit vielen Jahren in meinem Hause.“(Forts. folgt.) Lscales. □ Unfall. Vor dem Hahnenthor fiel gestern Nachmittag ein Kutscher von seinem Wagen und erlitt einen Bruch der Kniescheibe. Man brachte den Verletzten in das städtische Krankenhaus. (Kölner Lehrer=Spar- und Tarlehens=Verein. Unter diesem Namen hat sich dieser Tage ein Verein von Kölner Lehrern gebildet zu dem Zweck, Ersparnisse seiner Mitglieder anzusammeln, zu verzinsen und durch Antheil am Geschäftsgewinn zu vergrößern, sowie in Bedürfnißfällen schnell Darlehen zu gewähren. Die Mitglieder erhalten bei Einlagen drei pCt. Zinsen nebst den am Jahresschlusse zu vertheilenden Dividenden. Leuchtkraft des Gases am 4. Oct. 1892. Gasfabrik 18,. Lab. 18.0. Stadt—. Rheinböbe am 4. Oct., Abends 7 Uhr m.89+ mn 0,17. Nr. 275# Mittworh, 5. October 1893. Seite 5. Gewerbliche Fachschule der Stadt Köln. I. Maschinenbauschule, a. Technische Mittelschule, b. Werkmeisterschule, II. Baugewerkschule, III. Kunstgewerbeschule. Letztere Schule umfaßt folgende Fachabtheilungen: a) für Decorationsmaler, Musterzeichner u. s.., b) für Kunstschreiner, Decorateure u. s.., c) für Bildhauer, Modelleure und Graveure, d) für Gold=, Silber=, Bronze=Arbeiter, e) für Kunstschlosser. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß praktische Curse eingerichtet sind im Treiben, Ciselieren und Gravieren. Wintersemester beginnt am 2. November. Es wird besonders darauf auf merksam gemacht, daß bei dem starken Andrange zur Schule weitere Aufnahmegesuche nur noch in geringem Umfange berücksichtigt wer den können. Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete täglich von 10—12 Uhr Morgens im Schulgebäude(Salier=Ring) entgegen; auch verabfolgt derselbe ausführliche Programme und ist zu jeder weitern Auskunft gerne bereit.* Der Director: Romberg. CRo, Mrreuers v. MAX ELB IR· DRESDEN. Gesündester Gafel& Sinmache-Sssig. In Originalflacons für 10 ganze Flaschen Essig, mit Theilung zur augenblicklichen Bereitung je einer Flasche in richtiger Stärke für die Tafel oder zum Früchte-Einmachen. Vorräthig in den Sorten naturel oder auch weinfarbig 1., à’estragon 1 M. 25 Pfg., aux flnes herbes 1 M. 50. In Köln a. Rh. echt zu haben bei: J. C. Bayer, Weyerstrasse 75. J. Bettger Nachf., HohenzollernRing 37. Fr. Biermanns, Breitestr. 46. H. Bonnenberg. Severinstr. 16. Gust. Busch. Hohestrasse 8. Aug. Büchel, Gereonswall. Geschw. Caspary, Zülpicherplatz 16. Fr. Decker. Höhle 2A. Jul. Disneker, Herzogstrasse. P. J. Effertz, Weyerstrasse. Julius Falk, Rudolphplatz 2. Eduard Fomm. Mühlenbach 59. Jean Frings, Christophstrasse. Gerstner& Enes. Breitestrasse. Aub oas. 1 Eigelstein 53 und Alb. Geyr, Höhle 14 P. J. Giffels. Eintrachtstr. 100. In Deutz bei: „ Lindenthal Math. Giesen Ww., Johannisstr.46 Aug. Hassler, Weyerstr.—7. Aug. Hübges. von Werthstr. 1. W. Löffel. Thurnmarkt 15. Joh. Lohrscheid. Hahnenstr. Eduard Müller, Severinstrasse. Ferd. Müller, Blaubach 55. J. Metzmacher. Severinstr. 179. H. Neukirchen, Eigelstein 105. Serv. Obladen, Lungengasse 35 Breitestr. 62 u. Gebr. Peters, Peterstr. 33. Hub. Pott, Plankgasse 3. F. Rahm, Hoflief., Schilderg. 92. J. Reichel Wwe., Waidmarkt 8A. F. C. Rommerskirchen, Grosse Witschgasse 60. Pet. Tillmann. Bonnerstrasse 84. Wilh. Wolff. Severinstrasse 111. Jul. Stumpf, Freiheitstrasse. W. A. Antoni, Düreners rasse. „„" J. J. Schmitz, Dürenerstrasse. " Nippes" Wwe. R. Bollig, Neusserstr. 200. -Niederlage bei Steinberg& Linden, Köln, Saarstrasse. Internationale Ausstellung Leipzig 1892: Ehrenpreis des K. S. Staatsministerium und goldene Medaille. #TBBBBBBBBBBC Braunkohlen=Brikets) B B B B Marke " Ia. Qualität, welche aus bestgeeigneter, in Heiß luftöfen getrockneter Kohle herB gestellt sind, vor vollständiger Vern breunung nicht auseinanderfallen und deshalb im Feuer bei dauernder D Gluth sparsam verzehren, liefert 8 Gewerkschaft„Brühl“ B in Brühl-Köln. P vo: Man achte auf die Schutzmarke II 3 B B B B B B B B B B B BBBBBBBBB Haus Berlich Nr. 10, neu renovirt, mit schönem Garten, 12 Räume, ist an stillen Haushalt preiswerth zu vermiethen durch Flor. Jos. Schorn, Helenenstraße 15. Locales. § Goldene Hochzeit. Die Eheleute Wilhelm Pohl und Veronica, geb. Scholl, Von Werthstraße Nr. 30 wohnend, feierten vorgestern das Fest ihrer goldenen Hochzeil. Der Jubilar ist 75, die Braut 74 Jahre alt. Die alten Leutchen betrieben früher das Bäckergewerbe und sind Dank ihrem regsamen Fleiß in der glücklichen Lage, sorgenfrei leben zu können. 5 Silberne Hochzeit. Vor mehrern Tagen feierten in kleinem Kreise Hr. Joh. Franz Weber, Hof=Musikalienhändler, und dessen Gattin das Fest der Silbernen Hochzeit. Wo in Köln fröhliche Menschen versammelt sind, da trägt immer die eine oder andere Weber=Melodie zur Hebung der Stimmung bei. Der Jubilar ist der Schöpfer vieler schöner Weisen, die bis heute im Carneval der größten Beliebtheit sich erfreuen, und mancher humorvolle Text hat ihn zum Verfasser. Seine„Schusterjungen“, haben eine kleine Reise um die Welt gemacht, und noch vor kurzem hat sein Kölner Carnevals=Walzer, eine seiner besten Compositionen, bei dem„Americaner=Fest“ auf dem Gürzenich donnernden Beifall errungen. In Anerkennung dieser seiner die Allgemeinheit erfreuenden Thätigkeit für den Carneval ließ es Hr. Peter Prior, der Präsident der Großen Carnevals=Gesellschaft, sich nicht nehmen, in recht sinniger Weise die Glückwünsche seiner Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch recht viele„Kölsche" Melodieen zu schaffen, als Bollwerk gegen Berliner Holz=Auction= und Lehmann=Zauber. Eisenbahn=Verbindung Köln=Düsseldorf. Man schreibt uns:„In einer der letzten Nummern Ihrer geschätzten Zeitung finden wir die Notiz, daß von der kgl. Eisenbahn=Direction(rechtsrh.) vom 15. Oct. a. er. bis auf weiteres u. a. auch der Schnellzug 10.15 Uhr Vormittags ab Köln nach Hamburg eingestellt werden soll. Hierzu möchten wir bemerken, daß für diesen Fall zwischen.40 Uhr Vormittags und 12 Uhr Mittags(es geht allerdings ein Zug 10.22 Uhr über Neuß, der aber erst 12.7 Uhr in Düsseldorf eintrifft) jegliche Verbindung Köln's mit Düsseldorf, Duisburg unw. unterbrochen sein wird. Der Zug 10.15 Uhr, welchen auch wir sehr oft benutzen, ist immer sehr gut besetzt; daher dürfte es doch angemessen erscheinen, denselben beizubehalten und nicht aus übel angebrachten Sparsamkeits=Rücksichten eingehen zu lassen, um so mehr, als von letztern, wenigstens was die Strecke Köln=Münster anlangt, gar keine Rede sein kann. Zum Mindesten aber glauben wir im Interesse des allgemeinen Verkehrs und der wichtigen Handelsbeziehungen der großen rheinischen Städte verlangen zu müssen, daß der betreffende Zug wenigstens als Localzug ferner gefahren und etwa höchstens ern von Duisburg av gänzlich eingestellt werde.“ am Choleragefahr. Vor einigen Tagen wurde dem hiesigen HülfsHospital ein choleraverdächtiger Reisender aus Siegburg übergeben. Derselbe konnte indeß heute Morgen als gesund entlassen werden. Im Hülfs=Krankenhause befinden sich abwechselnd noh einige an Brechdurchfall leidende Personen. Gestern wurde auch ein Holländer demselben überwiesen. In allen Fällen handelt es sich nur um leichte Erkrankungen, welche in der Regel nach einigen Tagen gehoben sind. „Dem Wirth kein Verdienst!“ So war ein Brief überschrieben, der vorgestern bei der Criminalpolizei einlief. In der Wirthschaft von Hilgers in der Komödienstraße stahl am Montag ein Mann eine Flasche Liqueur. Verfolgt vom Wirth und andern Leuten, gelang es, den Menschen in einer Cigarrenhandlung am Kattenbug zu erreichen. Die Flasche hatte er seinem Helfershelfer übergeben, der entkam. Ter Festgehaltene übergab dem Restaurateur seine Uhr zum Unterpfand ma der Angabe, er werde sie Nachmittags wieder einlösen. Statt dessen schrieb der Mensch an die Criminalpolizei einen Brief mit obiger Ueberschrift, in dem es heißt:„Ich habe heute Morgen beim Wirth Hilgers in der Komödienstraße eine Flasche Schnaps gestohlen; ich wurde aber dabei erwischt, und ich mußte meine Uhr zum Pfand da lassen. Die Uhr habe ich auch gestohlen, davon soll der Wirth keinen Nutzen haben. Sch., Taschenspieler." Der Criminalpolizei wird es wohl gelingen, den Taschenspieler ausfindig zu machen. Der Dom-Pfarr=Verein hat vorgestern Abend seine regelmäßigen Monats=Versammlungen wieder aufgenommen. In der vorgestrigen Sitzung hielt an Stelle des durch Krankheit verhinderten Herrn Dompfarrers der Herr Dompropst Dr. Berlage einen interessanten Vortrag über seine Erlebnisse als Feldgeistlicher im österreichischen Heere während des Feldzuges im Jahre 1848 gegen die italienischen Freischaaren. A Musikalische Gesellschaft. Die letzten Aufführungen brachten außer dem Auftreten unseres vorzüglichen Hornisten Hru. E. Ketz welcher mit dem K. M. von Weber'schen Concert glänzende Wirkung erzielte, auch Solo=Vorträge des Hru. Prof. Seiß als Pianisten. Am Samstag waren gerade 31 Jahre verflossen, seit derselbe zuerst in Köln gespielt hat. Die ihm bereitete Ovation des reich besetzten Saales war eine wohl verdiente. Seine Caprice, Andante und Humoreske, drei Stücke von echtem künstlerischem Gehalt, ehrten ihn auch als Componisten. Das Andaute ist besonders hervorragend durch tiefe Empfindung und vornehme Stimmung. Mit Freude wurde die Spontini'sche Ouverture zu der klassischen Oper„Die Vestalin" begrüßt. Feuerig und machtvoll erklang die Es-dur=Symphonie von Rob. Schumann, welche der große Meister 1850 Köln widmete nach den Eindrücken des Cardinalsfestes des Erzbischofs v. Geissel.— An einem der nächsten Abende wird Capellmeister Jos. Großmann als Pianist auftreten, und mit dem Schumann'schen-moll-Concert. 7 Schwurgericht. Die Verhandlungen begannen gestern erst um zwölf Uhr Mittags, da die erste Sache vertagt werden mußte, wegen Er28 Kohlen- u. Coaks-Handlung 88 C. Westhoff& Söhne, Carthäusergasse 36, Fernsprech=Nr. 22, K21 liefern in Fuhren u. beliebigen kleinen Quantums sowie in Waggons von den bestrenommirtesten Zechen alle gewünschten Kohlenu. Coaks=Sorten für Hausbrand u. 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Die Anklage vertrat Staatsanwalt Pinoff, Vertheidiger war Rechtsanwalt Lingenbrink. Der Angeklagte war geständig; er wurde unter Annahme mildernder Umstände zu sieben Monaten Gefängniß verurtheilt. am Schöffengericht. Der vier Mal bestrafte Schlossergeselle Arnold Schumacher, dessen älterer Bruder, der sechs Mal bestrafte Tagelöhner Gustav Schumacher, der 22 Jahre alte und sieben Mal bestrafte Jacob Peters, der vier Mal bestrafte August Schiedtowsky und der noch unbestrafte Christian Baus, sämmtlich von Kalk, waren der Mißhandlung des Gieselbach, Hochgeschürz und Giffels aus Kalk beschuldigt. Arnold Schumacher erhielt drei Monate, August Schiedtowsky und Baus je einen Monat Gefängniß. Die Uebrigen, denen nichts nachgewiesen werden konnte, wurden freigesprochen. Ein Zeuge war nahe daran, in dieser Sache einen Meineid zu leisten. Etwa eine halbe Stunde hielt er das Gericht mit seiner Aussage hin, und erst auf unausgesetztes Ermahnen des Präsidenten widerrief er schließlich seine eidliche Aussage. Der Gerichtshof bestrafte ihn deshalb wegen Ungebühr mit drei Tagen Haft und ließ ihn gleich festnehmen.— Der Reisende des Berliner AbWohnung zu finden war. Jonas denuncirte den Mann wegen Unterschlagung, da er sich das Eigenthumsrecht bis zur vollen Abzahlung vorbehalten hat. Die diesbezüglichen Bedingungen stehen auf einem Zettel, den R. s. Z. unterschrieben, aber nicht durchgelesen hat. R. wurde freigesprochen, weil ihm das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit gefehlt habe Milchkoch=Apparat nach Prof. Dr. Soxhlet, compl. Mt..50, war- sowie Ersatztheile billigst. Jos. Monheim, Kronen=Droguerie, Poststraße 37. Mehrere Riesenkartoffeln im Gewichte von 480 bis 58° Gramm sind uns heute aus Niehl von einem Freunde unseres Blattes zugestellt worden. Wenn wir den„Mann mit den dicksten Kartoffeln“ hier nicht neunen, so leitet uns dabei die gute Absicht, die Anwendung eines bekannten Sprüchwortes auf ihn zu verhüten Gefunden wurden: an der Pfeilstraße ein buntes Umschlagetuch, auf der Hohestraße ein Spazierstock, auf dem Leystapel ein eisernes Rad, in der Gertrudenstraße ein Kneifer, am Malzbüchel eine Scheere in einer Sandgrube an der Brüsselerstraße ein Kassenschein und in der Streitzeuggasse ein Portemonnaie mit geringem Geld-Inhalt. Die Eigenthümer der genannten Stücke können sich auf dem Geschäftszimmer der Polizei Inspection melden. Kölner Stadt Theater. Heute 35. Ab.=Vst. Anfang 7 Uhr, Ende nach 9¼ Uhr. Zum ersten Mal: Gringoire. Oper in einem Act. Musik von Ignaz Brüll. Ludwig XI.: Aloys Hofmann. Olivier le Daim, sein Leibbarbier: Oscar Brann. Simon Fourniez, Kaufmann: Vernhard Köhler. Loyse, seine Tochter: Francisca Jelinek. Nicole, seine Schwester: Amanda Tscherpa. Pierre Gringoire, Straßensänger: Baptist Hoffmann. Vorher: Zum ersten Mal: Unter'm Pantoffel. Singspiel in einem Act von M. Misch. Muckl Weilhammer, der Einödbauer: Otto Beck. Nandl, sein Weib: Lina Ziegler Die alte Weilhammerin, seine Mutter: Caroline Lanius. Nazl: Martin Klein. Hans Preinitz, Assessor: Rudolph Leyrer. Anna, seine Frau: Jaroslava Roberts.— Donnerstag, 6. Oct., 30. Ab.=Vst. Alessandro Stradella. Vorher: Der sechste Sinn. Köln, 4. Oct. Marktbericht.„Durchschnittspreise. Butter M..25 das Pfund. Eier.20 das Viertel, Hinkel.40, Tauben 1,00 das Paar Hasen 4,20, Schnepfen.00, Feldhühner 1,60, Truthahn 00,00 das Stück, Kaninchen 1,00 das Stück, Krammetsvögel 0,00 das Bund. Hühner.60 Enten 2,80, Gänse 6,00 das Stück. Hecht 1,00. Aal.50. Karpfen.00 Salm 3,00, Schleien 0,80 das Pfund. Ochsenfleisch M. 0,70, Kalblleisch 0,65. Ilammelfleisch 0,65, Speck, geräuchert 0,90, gesalzen.80. Schmalz.80 Nierenfett.50, Zwiebeln.05 das Pfd. Aepfel 16,00 die 100 Pfd. Kartoffeln weisse M. 2,40, rothe 2,60, Nieren- 4,00 die 100 Pfd., Bohnen zum Einmachen 0,00 das Pf. Lud, Rosemann, Soiucerueiter eutadtir l. Slide u. gut sitzende Herren=Arbeit. Pap Re fer-Geschäft n Maffer, gegenüber der Mauritiuekirche zur Selbstanfertigung sehr billig. Seite 6. 5. October 1892. Mittwoch, 5. October, Nachmittags 3 Uhr: ausgeführt von der Capelle des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern(Hohenzollern'sches) Nr. 40. unter Leitung des Königl. Musik-Dirigenten Herrn Alb. Beuthan. PROGRAMM. Erster Theil: 1.„Frühlings-Marsch“ von A. Parlow.„ 2. Ouverture zur Oper„Figaro’s Hochzeit“ von W. A. Mozart. 3.„Rosen aus dem Süden“, Walzer von Joh. Strauss. 4. a.„Lied, Duett“ von Mendelssohn; b.„Moment musical“ von Fr. Schubert. 5. Fantasie aus der Oper„Faust“ von Gounod. 6.„Friedrich Wilhelm-Quadrille“ von B. Bilse. Zweiter Theil: 7.„Marsch der Finländischen Reiterei“(aus dem dreissigjährigen Krieg) von Langl. 8. Ouverture zur Oper„Die lustigen Weiber“ von Nicolai. 9.„Estudiantina“, Walzer von E. Waldtcufel. 10. Scenen aus der Oper„Carmen“ von Bizet. 11. a.„Abendgebet“, von C. Reinecke; b.„Loin du bal“, Intermezzo von Gillet. 12.„Zigeunerständchen“ von W. Nehl. (Nachdruck ist nicht gestattet.) Volksgarten. den 5 5. October, Nachmittags 3½ Uhr: Militair=Frei=Concert. Karpfen, 1 täglich frisch aus dem Volksgarten=Teich, werden blau und gebraten# verabreicht. 9 TUDubodso-ocnac Im Volksgarten Mittwoch den 5. Oetober 1392 Wohlthätigkeits-Concert und Vorstellung, zum Besten der Nothleidenden in Hamburg-Altona, veranstaltet vom Männergesang-Verein„Kölner Liederkreis, unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Jean Bergheim. sowie unter gefälliger Mitwirkung der Concertsängerin Frau Marg. Drossert. der Herren de la Motte, Hugo Reisinger u. Edgar Burg. der 11jährig. Violin-Virtuosin Maria Weimershaus, sowie geschätzter und beliebter Dilettantinnen und Dilettanten, und der Capelle des Westf. Fuss-Art.-Reg. Nr. 7, unter Leitung ihres Dirigenten Hrn. W. Trenks. I. Theil. Musik-Piéce. a.„Sängergruss“ von Oestreich.] Chor b.„Aue Maria“ von Jepkens. Kölner Liederkreis. c.„Zwei Röslein“ von Klahre. Die Mutter vor Gericht“, Dramatischer Vortrag von Frau B. Arie u. Recitativ aus„Elias, Höre Isracl“ v. Mendelssohn, vorg. v. Frau Marg. Drossert. Introduction u. Variation für Violine von F. David, vorgetragen von Maria Weimershaus. a.„Sonntag-Abend“ von Nessler. b.„Elslein von Caub“ von Filcke. c.„Blau Blümlein“ von Dregert. PAUS E. Köln a. Rhein. Gertrudenstr.10. I. II. Chor Kölner Liederkreis II Musik-Pièce: Ouverture zur Oper Theil. „Martha“ von Flotow. Königl. Niederländ. Circus Oscar Carré. Mittwoch den 5. October: Zwei grosse Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: Extra-Vorstellung für Kinder und deren Begleiter zu bedeutend ermässigten Preisen. Loge 1 M. 50 Pfg., Sperrsitz 1., I. Platz 75 Pfg., II. Platz 50 Pfg., Galerie 25 Pfg. Abends 7½ Uhr: Grosse Vorstellung. Liverpool, der König aller Springpferde, vorgeführt vom Director Oscar Carré. Nebucadnezar, Trakehner Fuchshengst— von plus ultra— in der hohen Schule geritten von Herrn Maximilian Carré. Die grossen TrampolinSprünge über zehn Pferde. Fahnen-Ballet, ausgeführt von 24 Damen. Die wachsenden Zwerge, komisches Entrée der beiden Clowns Paul und William. Auftreten der Damen Miss Ada Graham, Mlle. Olga, sowie des nen engagirten Original-August Mister Snowden. Näheres die Placate.* Janssen’s Anstands-, Turn- und lusik-Piece: Cuverture zur Oper„Marena“ von Pioton. „Frauen-Emancipation“, Lustspiel in 1 Act von Karl Sontag. Regie: Hugo Reisinger. Personen: Mittwoch den Eintritt 50 PIg. Uhr: ert Oct.: Nachmittags C0 der Capelle des 5. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 05, unter Leitung des Königl. Musikdirigenten Herrn Georg Huber. PROGRAMM. Erster Theil. „Marcia“ von Mozart. „Deutsche Kaiser-Ouverture“ von Necke. „Cantique de Noél“ von Adam. Melodicen aus der Oper„Euryanthe“ von Weber. „Traum-Walzer“ von Millöcker. Zweiter Theil. Ouverture zur Oper„Des Teufels Antheil“ von Auber. Balletmusik aus„Satanella“ von Pugni. „Ferosa-Mazurka“ von Stetefeld. „Verlassen“, Lied von Koschat. Potpourri aus Flotow's Oper„Stradella“ von Schreiner. Dritter Theil. „Erinnerung an Wagner’s Tannhäuser“, Fantasie von Hamm. „Hermione-Gavotte“ von Weiss. Quadrille aus„Der lustige Kriee“ von Strauss. Arie aus„Orpheus“ von Gluck. Marsch der finländischen Reiterei im 30jährigen Kriege. Nach Schluss des Concertes Eintritt 20 Pfg. (Nachdruck ist nicht gestattet.) Theater-Abonnenten-Verein. Die Herren des Vorstandes und Ausschusses lade ich hiermit zu einer Besprechung auf Freitag den 7. ds. Mts., Abends 3 Uhr, im obern Saale der Restauration Heuser, Herzogstraße, ergebenst ein. Köln, 2. October 1892. Der Vorsitzende. IX. X. XI. XII. XIII. Pastor Lingen. Herr Edgar Burg. Friederike, seine Frau Frl. P. Anton Walter, Schauspieler Herr Hugo Reisinger. Beate, Haushälterin Frau B. Christine, Dienstmädchen.. Frl. H. Ein Unteroffizier. Ort der Handlung: Eine Provinzstadt. „Wie naht der Schlummer“, Arie aus dem,„ Freischüfz“, gesung, v. Frau Narg. Dr. für Violine von P. Weiggarig gimegeghaagen von a.„So viel Stern’ am Himmel stehen“ von Engelsberg. b.„0 Deandl tief drunt’ im Thal“ von Herbeck. c.„Treue Liebe“ von Girschner. Musik-Pièce:„Musikalische Täuschung“ Potpourri von Schreiner. 0 Chor Kölner Liederkreis. 1. 3. 1. 5 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14 15. Anfang punkt 7½ Uhr. Karten à 1 Mark sind beim Cassirer des Vereins, Herrn JEAN SCHMITZ, Lungengasse 18, und an der Kasse zu haben. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Das Comité. Nach dem Concerte stehen Pferdebahnwagen auf dem Salier-Ring bereit. I. Ranges, öln am Rhein, Breitestraße 147. Den geehrten Familien zur gefl. Nachricht, daß am 1. October die Tanzund Anstands=Curse ihren Anfang genommen und im Laufe dieser Woche noch verschiedene Abend=Curse beginnen, an welchen noch einige Herren Theil nehmen können. Zu dem angekündigten Kinder=Cursus sind auch bereits viele Theilnehmerinnen— aus den ersten Familienkreisen— angemeldet. Noch einige dazu passende junge Mädchen im Alter von—15 Jahren können ausgenommen werden.“ Gefl. Anfragen oder Anmeldungen wolle man baldigst an mich gelangen lassen. Sprechstunden von 11—1 u.—5 Uhr. Wwe. P. A. Janssen, wirkl. Mitglied der Akademie der deutschen Tanzlehrkunst in Berlin. (Arbeits=Gesuche u. Arbeiter=GeTesuche für den Kath. Arbeiter=Verein bitte zu richten nach Filzengraben 12. Wir verlegten unsere langjährig geführte Verlegung. neu=Handlung nebst Reparatur-Werkstelle nach unserm Hause Kohestrasse Nr. 57. Lenderg, Deutsch=socialer(anti=semitischer) Verein donnerstag den 6. October 1392, Abends 8¼ im„Karl der Große“(Aachenerstraße 64): Vortrag □4 Sonntag den 9. October 1892, im großen Saale des Fränkischen Hofes, Aufführung des religiösen Schauspiels in 4 Acten: des Gymnas.=Oberlehrers Hru. Or. Panl Förster aus Verlin über das Thema: Die Hülfe für den Mittelstand im Kampfe mit d. Judenthum. Vereins=Mitglieder haben freien Zutritt. Eintrittskarten sind im Vereinslocale, Restaurant vorm. Kanerz, Kl. Sandkanl 9, und an der Cassa zum Preise von 50 Pig. zu haben. Angehörige der christlichen Arbeiter=Vereine zahlen gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte 20 Pfg., Inden und Social=Demokraten haben keinen Zutritt. Die noch nicht eingehändigten Mitgliedskarten können am Abend an der Cassa in Empfang genommen werden. Der Vorstand. Blendend weisse Zähne erhalten Sie beim Gebrauche von Lupprian's Zahnpasta, p. Dose 60 Pfg. Nur Flora=Droguerie, 6 Römische Martyrer oder elstein 48.. Nr. 195. 1o 1. Jahrhunderts, von J. Wesselink. Aufang 7 Karten im Vorverkauf, Saal 1 K, Galerie 50 Pfg., sind zu haben bei den Herren: Kaplan Böhmer, Sternengasse 51; Kaplan Dr. Niessen, Quatermarkt—11; Nettekoven, Filzengraben 12; Wilbertz, Hämergasse 9; Koch, Kämmergasse 36; Stahl, Streitzeuggasse 43; Hoffmann, Blindgasse 16. Cassapreis erhöht. Luisen-Saal, Ehrenstrasse, Köln. Deutschlands größtes Kölner Hänneschen=Theater. Direction: W. Millowitsch. Mittwoch den 5. October 1892, Anfang 5 Uhr, Kassenöffnung 4 Uhr: Kinder- und Familien-Vorstellung. Räuber im Kellerloch. Spectakelposse in 3 Acten. Anfang 8 Uhr, Kassenöffnung 7 Uhr: Zum 4. Maler Don Cesar, oder: Dä Urkomische Operetten=Parodie in 3 Acten von W. Millowitsch. Preise der Plätze: Reservirter Stuhl K. 1,50. 1. Platz 1 K. 2. Platz 50 Pfg.„Kinder unter zehn Jahren die Hälfte. Näheres durch die Zettel. Wagenlaternen, an jedes Gefähr passende, in sehr großer Auswahl. Handlaternen, Brustlaternen, Stalllaternen, Sturmlaternen empfiehlt Marzellenstraße 39. Aug. Wimber, früher Brandt& Wimber. Verlag und Druck von J. O. Bachem. Derantwortlich: für den allgemeinen Cheil O. Brendgen, für den Anzeigen=Cheil E. Böhm. Alle in Köln.