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Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteinerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Capital, Zinsen wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten an umelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebotes nicht berücksichtigt werden und bei Verrheilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstückes beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grunostucks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 5. Mai 1892, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Köln, den 18. Februar 1892. Königliches Amtsgericht, Abtheilung 1, gez. Friedländer. Für gleichlautende Ausfertigung: Hempel, Assistent, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichtes, Abtheilung.“ Koblenlager M. Knein, 48 * bei Carster& Scheidler, Köln., Gereonsmühlengasse—9. Telephon 309. Ia. Nußkohlen, magere, mitteldicke K 4,— per Malter bei 5 Malter. K. 4,20 per Malter bei weniger. la. Steinkohlen=Briquettes K. 2,50 per 100 Stück bei 300 Stück, JK. 2,60 per 100 Stück bei weniger. Lieferung frei an's Haus. Karrenweise entsprechend billiger. Alle andern Sorten Kohlen, Coks, Braunkohlen=Briquettes und Brennvolz billigst. Zwei Zimmer Voustraße 19. 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Februar 1892. Das K Nach Etta W. Pierce von Lina Freifrau v. Berlepsch. Wie schön sie war in der doppelten Beleuchtung von Feuerschein und Mondlicht. Cameen gleich hoben die feinen Züge sich ab. Varneck trat an's Feuster. „Auf dem See?... Allein? Nein, ich wartete auf Sie; ich wünschte, Sie möchten mir Gesellschaft leisten. Das Wasser ist wie ein Spiegel. Darf ich Palty läut n, damit sie Ihre Sachen bringe?“ Lina erglühte; aber sie schüttelte das Haupt. „Sie vertrauen sich mir nicht an,“ klagte er vorwurfsvoll.„Ach, wir wissen nicht, was der Morgen bringt. Jeder Augenblick kann Sie mir entreißen und mein Haus veröden.“ „Diese Gefahr scheint sehr im Abnehmen begriffen," bemerkte Lina bitter. „Nun kommt die düstere Stimmung. Als Ihr Arzt muß ich Sie jetzt ersuchen, mich sofort zu begleiten, auf daß Mondenschein und Wellenschlag den bösen Geist bannen!“ Sie schritten durch die schattigen Gänge zum Ufer. Varneck trug ein Leopardenfell, um es im Boote über Lina zu breiten; er behandelte sie noch gern als krank. Wie oft in den folgenden trüben Tagen dachle Lina an diesen Spazielgang durch die dunkeln, vom Mondlicht phantastisch eihellten Laubgänge, deren Stille nur hier und da von dem träumerischen Gesange eines Nachtvogels unterbrochen wurde. Der See lag unmittelbar am Fuße des Gartens. Ein kleiner Hasen sand sich dort, wo Varneck's Boot vor Anker lag. Er half ihr einsteigen, hüllte das weiche, warme Fell um sie und spannte das Segel. Sie glitten hinaus auf den spiegelklaren See. „Wir müssen dem Winde pfeifen," lachte Barneck, und alsbald klangen bald leise, bald laut, bald freudig, bald klagend Töne von seinen Lippen, auf welche das Echo des Ufers anlwortete. Ein Vogel stimmte ein in das gespenstige Concert, ein leises Lüfichen kräuselte die ruhige Wasserfläche, das Segel blähte sich und das Boot tanzte im Mondlicht und coquettirte, wie ein reizendes Weib mit dem eigenen Schatten. „Hab' ich das nicht gut gemacht?“ „Stille, o stille!" flüsterte Lina. Vibrirende Accorde machten sich in süßen, leisen Tönen hörbar. Sie schienen mit des Mondes Strahlen sich hernieder zu senken. „Was ist das?“ fragte sie.„Stehen wir unter dem Einflusse eines Zaubers?" Er deutete nach dem Maste des Bootes, wo eine Aeols=Harfe befestigt war, durch deren Saiten der Wind melodisch seufzte. „Tenken Sie, ich sei todt, und meine Seele spräche zu Ihnen,“ flüsterte Rudolph, halb scherzend, halb traurig. Athemlos lauschte Lina. Weit und breit herrschte Todtenstille, nur unterbrochen von den süßen, wie von Geisterhand gespielten Harfenlönen. Ueber den Mond zog eine Wolke und hüllte den See in köst liches Halbdunkel. Varneck wandte sich plötzlich um und blickte auf das junge Mädchen. Sie fühlte seine Augen, wie die Blume die Sonne fühlt. Augenblicklich schien der Herzschlag still zu stehen; dann jagte das Blut wild durch die Adern. Sie wandte sich ab, um seinem Blicke zu entrinnen, und plätscherte mit der Hand im Wasser. Die Sterne bewachten sie. Der Wind erhob sich, und wilder und lauter erklang die Harfe. Sie schien von Schmerz und Sturm zu singen, von großen Wellen, die an einsamen Küsten zerschellten, von Schiffbruch, Zerstörung— der Qual des Verlustes. Schweigend glitten sie dahin; Stunde um Stunde verging. Line's Stimme brach endlich den Zauber. „Es ist spät; wir müssen heimkehren.“ „Sind Sie so bald des See's, der Harfe und meiner müde?“ „So bald? Horch, die Thürme der Stadt verkünden eben die Stunde." Zwölf Mal schlug der eherne Hammer an. „Mitternacht!“ stammelte Lina. „O, ich möchte ewig so bleiben," flüsterte Rudolph. Das kleine Boot näherte sich dem Landungsplatz; kalt und rein trat der Mond aus dem zerrissenen Wolkenschleier. Lina wagte Rudolph nicht anzusehen; ihr Auge haftete auf den Lichtern, die noch im Schlosse brannten. Beim Aussteigen beachtete sie die ihr gebotene Hand nicht; aber gleich darauf glitt sie auf der nassen Planke aus und streckte hülfesuchend den weißen, runden Arm ihm entgegen. Bei der Bewegung fiel der Aermel des leichten Kleides zurück; Rudolph erfaßte den weichen Arm. „Lina,“ flüsterte er,„Geliebte!“ Er riß sie an sich, preßte sie fest an die Brust, die bebartete Wange berührte sie, die sehnende Lippe suchte die ihre in feuerigem Kuß. Stille. Der Mond blickte auf sie nieder, die Aeolsharfe klagte im Winde und in der Weiden Schatten standen die Beiden mit verschlungenen Händen, Herz an Herz, in seliger Lust. Plötzlich ließ Barneck sie los. Seine Stimme klang rauh und hart. „Kommen Sie! Ich bin ein Elender. Kommen Sie; Sie könnten sich erkalten.“ Schweigend durchschritten sie den Garten. Lina versagten die Glieder beinahe den Dienst; es schwindelte ihr. In der Halle hielt Varneck sie sanft zurück. Er war todtenbleich und vermochte kaum zu sprechen.„Lina, ich verlasse Beechwood mit dem ersten Zuge. Ich bitte Sie, mir einen Tag blind zu vertrauen; dann komme ich und werde Ihnen alles erklären. Mein Herz ist von... aber ich darf voreist nicht mehr sagen. Vertranen Sie mir, Lina, ich beschwöre Sie! Und nun, leben Sie wohl!“ Er preßte ihre Hand an die Lippen und eilte fort. Beim Morgengranen verließ Barneck das Haus. Lina eilte an's Feuster und blickte hinter den noch halb geschlossenen Läden hinaus. Er blickte herauf zu ihr; er sah angegriffen aus, als habe kein Schlummer ihn erquickt. Lina faltete die Hände. Einen Tag sollte sie blind ihm vertrauen, hatte er gebeten. Sie wollte es. Aber warum surtte Patty's Geschichte von der Schauspielerin ihr immer wieder durch den Kopf? Ein Tag sollte vergehen, bevor sie ihn wiedersah— ein langer, trostloser Tag. Tübe und regnerisch hatte er sich erhoben, doppelt trübe nach solcher Nacht. „Mr. Barneck ließ den Schlüssel zur Bibliothek für Sie da, Fräulein,“ sprach Patty, als sie Lina das Frühstück brachte.„Er trug mir auf, Ihnen zu sagen, daß er mit dem Abendzug jedenfalls wiederkehren werde.“ „Wohin ging er?“ „Ich weiß es nicht, wahrscheinlich zu seiner Mutter.“ Zu seiner Mutter! An sie hatte Lina nicht gedacht. Sie wandte sich schweigend ab und schritt, von Rudolph's Hunden gefolgt, traurig durch die Corridore und Zimmer. Ihr war's unmöglich, still zu sitzen und zu lesen. Eine unerklärliche Last erdrückte sie. Nach Tische lehnte sie sich in Barneck's Fauteuil zurück und blickte mit verschlungenen Händen in's Feuer. Plötzlich öffnete sich die Thüre und zwei Frauengestalten erschienen auf der Schwelle. Eine blonde ältere Dame in reicher Reisekleidung, mit scharfen Zügen und kalten, lichtblauen Augen starrte, gleich einer Nemesis auf Lina. Ihr verjüngtes Ebenbild folgte ihr. Lina erhob sich. „Wünschen Sie Mr. Barneck zu sehen?" fragte sie.„Er ist nicht zu Hause." „Wir müssen uns unterwegs gekrenzt haben," sprach die ältere Dame.„Sie sind wahrscheinlich die junge Person, die seit einigen Wochen in Beechewood weilt?“ Lina verbeugte sich. „Ich bin Mr. Barneck's Mutter, und das ist meine Nichte, Miß Camilla Varneck.... Lassen Sie unsere Zimmer zurecht machen, Mrs. Hare,“ wandte sie sich an die Haushälterin, die eben eintrat. „Wir werden einige Tage verweilen. Sorgen Sie uns auch für ein Mittagmähl. Wir bleiben inzwischen hier; ich wünsche mit dem Fräulein zu sprechen.— Wie ist Ihr Name?“ „Ainault,“ entgegnete Lina eisig. „Nein, unter diesen Bestien bleibe ich nicht!“ rief Camilla heftig. „Ich hasse die Hunde. Rudolph weiß es und hat doch immer das Haus voll! Jagen Sie sie hinaus, Mrs. Hare.“ „Mr. Barneck hat die Thiere so lieb und gewährt ihnen so viel Freiheit,“ entgegnete die Haushälterin milde,„daß sie glauben, ein Recht hier zu haben.“ „Ich leide es aber nicht, verstehen Sie mich,“ schrie Camilla. „Schaffen Sie das Vieh fort; ich bleibe keinen Augenblick mit solchen Bestien in einem Zimmer.“ Eine lebhafte Scene folgte. Solcher Behandlung ungewohnt, bellten die Hunde wie wüthend und schnappten zornig um sich. Endlich erhob sich Lina, und beim ersten Ton ihrer Stimme gehorchten die Thiere und ließen sich ruhig aus dem Zimmer führen. „Sie stehen auf gutem Fuße mit meines Sohnes Lieblingen," sprach Mrs. Barneck mit bezeichnendem Nachdruck. Lina antwortete nicht. „Ich kam absichtlich von New=York, um mit Ihnen zu sprechen,“ begann die alte Dame nach einer Pause von neuem.„Es ist gut, daß Rudolph nicht zu Hause ist. Sonderbarer Weise erwähnte er Ihrer Gegenwart in seinen Briefen nicht; aber ich habe einen Diener hier, durch den ich erfahre, was vorgeht. Ich höre, Sie seien im Kloster erzogen und Sie sehen wirklich gut und unverdorben aus. Wahrscheinlich sind Sie sehr unerfahren, wissen nichts von conventionellen Verhältnissen, ahnen nicht, daß die Welt oft von den unschuldigsten Leuten schlimm spricht.“ Lina stand wie eine Statue; sie verstand der Rede Sinn nicht und wußte nicht zu antworten. „Und so frage ich Sie in Ihrem eigenen Inseresse, Miß Arnault“ fuhr Mrs. Barneck fort,„warum setzen Sie Ihren Ruf auf's Spiel und bleiben hier auf dem einsamen Landhause allein mit einem jungen Manne?“ „Madame!“ „Allein mit einem Manne, der noch überdies seit zwei Jahren mit seiner Cousine Camilla verlobt ist.“ Unter Lina's Füßen schien die Erde zu wanken. Verlobt! und mit einem solchen Mädchen! „Rudolph ist ein absurder Mensch,“ rief Camilla;„jedes neue Gesicht reizt ihn, und ich könnte es nicht ertragen, wüßte ich nicht, daß sein Herz mir dennoch ergeben wäre.“ Mrs. Barneck wandle sich ab. Der Anblick des bleichen jungen Mädchens schien ihr unbehaglich. „Camilla und ich haben schwache Nerven," seufzte sie.„Die Reise nach Beechwood war um so anstrengender für uns, als der Ort selbst uns zuwider ist. Dennoch sind wir zu Rudolph's Besten gekommen und sind entschlossen, zu bleiben, so lange Sie sein Gast sind.“ „Dann ist Ihres Bleibens nicht lange,“ rief Lina mit funkelnden augen;„ich verlasse das Haus zur Stunde. Ich kann nur bedauern, Ihnen Unannehmlichkeiten und dem Fräulein Unruhe verursacht zu haben.“ Lina wandte sich zur Thüre. Mis. Barneck erhob sich. „Das wäre allerdings das Klügste; aber ich werde Sie nicht zu plötzlicher Abreise drängen. Barney sagt mir, daß Ihre Famille in der Nähe von New=York wohne.“ „Barney scheint Ihnen so viel gesagt zu haben, daß ich kein Wort hinzuzusetzen brauche. Erlauben Sie, daß ich mich entferne.“ Noch einen Blick auf Rudolph's Mutter und dessen Verlobte, dann eilte sie aus dem Zimmer. Auf der Schwelle des Gastzimmers trat Patty ihr entgegen. „Sie werden doch nicht gehen wollen, liebes Fräulein?“ rief das Mädchen erschrocken. „Ja, Patty.“ „O mein Gott, ich wußte wohl, warum sie kamen! Aber Mr. Varneck kümmert sich keinen Deut um die Cousine. Seine Mutter zwang ihn nach der Geschichte mit der Schauspielerin zu der Verlobung, und ihm war damals alles einerlei. Aber Sie dürfen nicht so gehen, nicht jetzt gehen— was soll' ich ihm sagen wenn er zurückkommt?“ Mit fieberhafter Eile packte Lina ihre wenigen Habseligkeiten zusammen und machle sich reisefertig. „Sagen Sie Mr. Barneck meinen innigsten Dank,“ schluchzte sie;„meine besten Wünsche für sein Glück!“ Und sie eilte die Treppe hinab, vorbei an dem Speisesaal, wo die Beiden eben beim Mahl saßen, bot Patty freundlich die Hand und schritt hinaus in die Dämmerung, allein in die weite Welt. Lebe wohl, Beechwood! Das schnellste Roß, der wildeste Wind hätte ihr nicht genügt, sie so schnell als sie wünschte, von dem Schauplatz zu tragen, wo ihres Lebens erster süßer Traum begann und in Weh und Jammer endete. Nicht ein einziges Mal blickte sie zurück auf das theuere sie eilte den Laubgang entlang und belrat die zum Bahnhof führende Landstraße. Durch Regen und Wind fuhr ein Wagen ihr entgegen, in dem eine ältliche schwarzgekleidete Frau saß. „Dort kommt das Fräulein, das Sie suchen," wandte der Kutscher sich an die Fremde;„ich sah sie öfters mit Mr. Barneck.“ „Halten Sie!“ Der Wagen hielt und die Frau blickte forschend auf das junge Mädchen, das eben vorüberschritt. „Sind Sie Miß Arnault, Mr. Varneck's Gast!“ fragte sie. Lina schlug den Schleier zurück, eine unbestimmte Hoffnung leuchtete in ihren Zugen auf. „Sind Sie meine— o, es kann nicht sein— wer sind Sie?“ „Ich bin Rebecca Haidin, Ihrer Mutter Wärterin,“ entgeguete diese trocken.„Wo wollen Sie hin?“ „Auf den Bahnhof,“ rief Lina leidenschaftlich;„nach Hammerkon zu meiner Mutter.“ Die fremde Frau betrachtete sie mit eigenthümlichen Blicken. „Steigen Sie ein.“ Lina gehorchte. Der Wagen kehrte um und fuhr eiligst dem Bahnhof zu. (Fortsetzung folgt.) à Herr Weihbischof Fischer ist von seiner Erkrankung wieder soweit hergestellt, daß er bei gutem Wetter wird ausgehen können. P Diebstähle. Aus einem Hause an der Hohestraße wurden neun Meter blau und weiß gestreifter Kleiderstoff und aus einem Hause an der Breitestraße ein roth=brauner Ueberzieher gestohlen.— Ein Schneider übergab Nachts in einer Wirthschaft an der Hohepforte einer Frauensperson seinen dunkelblauen Cheviot=Ueberzieher in Verwahr, während er auf kurze Zeit das Local verließ. Als er zurückkehrte, war die Person mit dem Ueberzieher verschwunden.— Eine Dame übergab in einem Concertlocal ihre Garderobe, bestehend in einem braunen Tuchmantel, einem schwarzen Pelzkragen und einem echten schwarzen Spitzentuch, einer Frau, damit sie diese Sachen an den Garderobier abliefere. Als die Dame nach Schluß des Concertes die Sachen zurückforderte, waren dieselben nicht vorhanden.— Unterhalb des Elevators wurde im Rhein eine größere Anzahl Knöpfe von Schellenzügen and Thürdrücker von Messing aufgefunden, welche wahrsweinlich von Diebstählen herrühren. Die Eigenthümer können sich im Polizei=Präsidium, Stube Nr. 6, melden. * N ä r r i s c h e K o c h k ü n s t l e r. I n d e m B e r i c h t ü b e r d i e j ü n g s t e itzung dieser Gesellschaft(vergl. Kölner Local=Anzeiger vom 17..) war als Darsteller der„blauen Elsa“ Hr. Bruchhäuser genannt. Wir theilen berichtigend mit, daß der betreffende Redner N. Bruchhausen hieß. Kölner Local-Anzeiger Nr. 52“ Sonntag, 21. Februar 1892. Seite 5. * Herr Erzbischof Philippus wird am 25. d.., am Feste des h. Apostels Mathias, in der Domkirche zu Paderborn die Consecration und Inthronisation des Herrn Bischofs Hubert Simar vollziehen. * Personalien. Zu Gerichts=Assessoren sind ernannt die Referendare: K. Schmitz, Dr. David, Kretzer und Reuscher im Bezirk Köln.— Der kgl. Regierungs=Baumeister Heinrich Wessing ist in gleicher Amtseigenschaft von Dortmund nach Köln versetzt worden. □ Die städtische Feuerwehr wurde in der vorvergangenen Nacht vier Mal alarmirt. Zuerst wurde dieselbe nach der Silvanstraße gerufen, wo ein Wasserrohr gebrochen war. Dann entstand in einem Hause am Elogiusplatz ein Fußboden= und Treppen-Brand. Zum dritten Mal wurde die Wehr nach dem Hansa=Ring gerufen, wo ein Wasserrohr gebrochen war, und gestern früh entstand in einem Hause an der Königin=Augusta=Halle Feuer. Bei Ankunft der Feuerwehr stand der Fußboden in Flammen. Auch hier wurde in kurzer Zeit die Gefahr beseitigt; indeß nahmen die Aufräumungs=Arbeiten noch geraume Zeit in Anspruch. 0 Selbstmord. Vorgestern erschoß sich in einer Gärtnerei in Melaten aus bisher noch unbekannten Gründen ein jugendlicher Gärtner=Gehülfe, nachdem er kurz vorher mit der Familie das Mittagsmahl eingenommen hatte. * Durch Militair=Anwärter sind im Bezirk des 8. Armee=Corps nachfolgende Stellen zu besetzen: Aachen, Stadt=Verwaltung, Bautechniker beim Stadtbau=Amt, Abtheilung für Tiefbau; Bewerbungen sind unter Angabe der Gehalts=Ansprüche innerhalb sechs Wochen an das Oberbürgermeister=Amt zu richten. Bonn, Postamt, Postschaffner, 900 M. Gehalt, steigend bis 1500., und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß; Bewerbungen sind an die Ober=Postdirection Köln zu richten. Bonn, Universitäts=Curatorium, Hülfsdiener beim Chemischen Institut in Poppelsdorf bei Bonn, 950 M. jährlich. Köln, Landgericht, KanzleiGehülfe, 60 bis 90 M. monatlich, bei einem Lohnsatze von 8 Pfg. für die Seite Schreibwerk. Köln, Oberbürgermeister=Amt, Schirrmeister des Fuhrparks, während der Probezeit monatlich 160 M. Diäten; nach der nstellung ein Anfangsgehalt von 2000., steigend bis 3400 M. Kempen, königl. Amtsgericht und Canton=Gefängniß, Aufseher, 900 M. Gehalt, steigend bis 1500., und 150 M. Miethsentschädigung jährlich. Mayen, Bürgermeister=Amt(Stadt), städtischer Vollziehungsbeamter, 700 M. jährlich; dito, Nachtwächter, 500 M. jährlich..-Gladbach, Polizei=Verwaltung, Polzei=Sergent, 1225 M. Gehalt, steigend bis 1450 ., und freie Dienstkleidung; dito, mehrere Schutzmänner für den Nachtdienst, 1000 M. und freie Dienstkleidung. Neuwied, Stadtgemeinde, Diener bzw. Aufseher am städtischen Schlachthof, 1200 M. nebst Wohnung, Licht und Brand. Wiehl, königl. Amtsgericht, Lohnschreiber, 70 M. monatlich. Ort wird bei der Einberufung bestimmt: Packetträger, 700 M. und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. * K ö l n e r S t a d t= T h e a t e r. H e u t e 1 5 5. A b.= V s t. A n f a n g 6 ½ U h r, Ende nach 9 Uhr. Marina— Montag 22. Febr. Aufgeh. Abonn. 19. Abschieds=Vorstellung von Einst Possart. Des Königs Befehl. Lustspiel in vier Acten von C. Töpfer. Freund Fritz. Ländliches Sittengemälde in drei Aufzügen von Erkmann und Chatrian. 8 Stadttheater. Vielfachen Wünschen entgegenkommend, wird Director Ernst Possart bei seiner Rückreise von Aachen am Montag als„Der alte Fritz“ in des Königs Befehl und als„David Sichel" in Freund Fritz hier auftreten. Da anderweitige Gastspiel=Verpflichtungen seine Weiterreise noch am selben Abend erfordern, mußte der Beginn dieser Abschieds=Vorstellung auf 6 Uhr festgesetzt werden. „ Köln=Deutz, 20. Febr. In verflossener Nacht entstand in einem Hause an der Alsenstraße zu Deutz ein Zimmerorand, welcher von den Hausbewohnern gelöscht wurde. In dem Zimmer schliefen zwei Kinder und das Dienstmädchen, eines der Kinder wachte auf, machte Lärm, und so entgingen die Drei dem Erstickungstode. Gerichts=Verhandlungen. m Strafkammer. Am 25. September v. J. verurtheilte das Gericht den vorbestraften Kaufmann Joseph Schäfer, aus Liblar gebürtig, wegen Untreue und Unterschlagung zu zwei Jahren und den Kaufmann Friedrich Strunk aus Dortmund zu sechs Monaten Gefängniß. Die Angeklagten waren überführt erklärt worden, die Actien=Gesellschaft „Erste ungarische Schuhfabrik“ zu Pesth um Schuhwaaren im Werthe von mehrern Tausend Mark geschädigt zu haben. Auf die Revision der Beschuldigten hin hob das Reichsgericht dieses Urtheil auf. Die neue Verhandlung an der Strafkammer begann am Freitag=Morgen, dauerte bis zum späten Abend und wurde dann zur Fortsetzung auf MontagNachmittag vertagt.— Gestern Morgen begann eine zweite große Sache am Gericht, die ebenfalls mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Angeklagt sind folgende Personen: 1. der Sattler August Salinsky von hier, 2. der General=Agent Paul Ernst Wonnberger aus Berlin und 3. der Heilkünstler Richard Mohrmann aus Berlin. Die Anklage lautet auf Betrug, fahrlässige Körperverletzung, Ankündigung von Geheimmitteln und Verkauf von Arzneien, mit denen der Handel nicht freigegeben ist. In dieser Sache sind über hundert Zeugen geladen. v Strafkammer. Der Invalide Dietrich Sandführ aus Bochum hat einem andern Invaliden den für diesen eincassirten Betrag von 89 M. unterschlagen, sowie seinem Hauswirthe eine Uhr nebst Kette gestohlen. Er muß neun Monate in's Gefängniß.— Zu fünf Monaten Gefängniß wurde die Dienstmagd Maria Schieferling von hier verurtheilt. Die Person stahl einer Frau, welche ihr Unterkunft gewährt hatte, ein Sparkassenbuch über 150 M. Unbewandert mit solchen Sachen, versuchte die Diebin auf der Sparkasse auf das Buch 200 M. zu erheben. Die Beamten veranlaßten ihre Verhaftung. Vereins=Nachrichten. ### D e r K a u f m ä n n i s c h e V e r e i n h i e l t a m F r e i t a g= A b e n d e i n e dentliche Hauptversammlung ab, welche ziemlich gut besucht war. Es handelte sich um Aenderung der Satzungen. Die hauptsächlichsten Aenderungen beziehen sich auf die Leitung des Vereins und den Vorstand, welcher bisher in jedem Jahre, von jetzt ab indeß auf drei Jahre neu gewählt wird, wobei Wiederwahl ausgeschlossen ist. Der erste Vorsitzende soll diesem Paragraphen indeß nicht unterstehen, da eine mehrjährige Thätigkeit desselben für den Verein nur von Nutzen sein kann. Eine längere Erörterung rief die Aufnahme von Lehrlingen in den Verein hervor, worüber der Vorstand entscheiden soll. Bei den heutigen Verhältnissen kämen sehr oft Fälle vor, in welchen junge Leute im Alter von 20 und mehr Jahren ihre kaufmännische Lehrzeit begännen; solche könne man doch nicht mit jüngern Handlungs=Lehrlingen gleich stellen. Für Letztere ist die Handelskammer bereits mit dem Verein in Unterhandlung getreten, um die jungen Leute an den freien SonntagNachmittagen nach Einführung der Sonntagsruhe in ihren Localen entsprechend zu beschäftigen. Hr. Bosch ehrte vor Eintritt in die TagesOrdnung das Andenken des in dieser Woche zu Grabe getragenen Geheimraths Joest, welcher dem Verein als stiftendes Mitglied angehörte, durch einen warmen Nachruf. 5 Der Gesang=Verein Kölner Männer=Quartett wird für seine Damen am künftigen Montag=Abend ein Damen=Comité veranstalten Da der Vorstand die umfassendsten Vorbereitungen getroffen hat, so stehen den Besuchern recht genußreiche Stunden in Aussicht. Das jüngste Comité war von so außerordentlichem Erfolge, daß nicht alle Redner und Sänger, die sich gemeldet hatten, berücksichtigt werden konnten. Ein Tänzchen wird den Schluß der diesmaligen Festlichkeit bilden. 1890er Sardellen feinste Qualität, empfehle: per 1 Pfd. 70 Pfg., bei Abnahme von 10 Pfd. per Pfd. 65 Pfg., bei Abnahme eines Original=Auker billigsterTagespreis. Jos. Gottwald Köln, Altermarkt 18.* Arbeits=Gesuche u. Arbeiter=GeT suche für den Kath. Arbeiter=Verein bitte zu richten nach Filzengraben 12. 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In der jüngsten Vorstands=Sitzung wurde beschlossen, am nachsten Mittwoch die Sitzungen im PiusBau wieder zu eröffnen und von da ab alle 14 Tage folgen zu lassen. Veranlassung gab die Bewegung auf dem Gebiete des Schulwesens im Anschluß an die Volksschulgesetz=Vorlage der Regierung. Für Mittwoch hat Hr. Landtags=Abgeordneter Oberlandesgerichtsrath Roeren einen Bericht über die Vorlage und die bis dahin sich ergebende Lage derselben zugesagt. An diesen Bericht wird sich voraussichtlich eine Besprechung der in Köln in dieser Sache vor kurzem abgehaltenen Versammlungen anknüpfen. Auch für die spätern Sitzungen dürfte der Kampf um das Volksschulgesetz noch mancherlei Stoff bringen, so daß ein besonders reger Besuch zu erwarten steht. Namentlich alle katholischen Familienvater, deren Kinder die Volksschule besuchen, werden den Verhandlungen das größte Interesse entgegenbringen.— Für den Volksverein ist inzwischen die Statut=Revision, welche die letztjährige General=Versammlung dem Vorstand übertragen hat, im Entwurf fertiggestellt. Der Entwurf wird der nächsten General=Versammlung, welche an einem der Mittwoche in der Fastenzeit stattfindet, vorgelegt werden. Stimmen aus dem Leserkreis. We Sonntagsruhe. Einer, der sich berufen fühlt, eine Lanze für die Angestellten hiesiger Blumenhandlungen und Gärtnereien zu brechen, und sich als„sehr vertraut“ mit der Blumenbrauche bezeichnet, beweist durch seine Ausführungen im Sprechsaal des Stadt=Anzeigers vom 19. Februar(Morgen=Ausgabe) das gerade Gegentheil. Wer hätte nicht selbst schon erfahren, wie das Verlangen nach frischen Blumen meist erst im Augenblick des Bedarfs, bei einem Spaziergang, beim Empfang oder Abreise lieber Freunde oder Familien=Angehöriger usw. an ihn herantritt. Man denke sich einen Namenstag auf den Sonntag fallend oder, was gleichbedeutend ist, auf den Montag; denn in solchen Fällen werden, wie stets vor Namenstagen, viele Bestellungen und Einkäufe für denselben gemacht. Wie viel Blumenbedarf an den Sonntag=Nachmittagen vorhanden ist und welche Einnahmen durch Schließung dem Geschäfts=Inhaber verloren gehen, dies zu beurtheilen, sind wohl die betreffenden Geschäfts-Inhaber, am besten in der Lage. Blumen können nur frisch verwendet werden, und ihr Bedarf tritt in tausenden Fällen erst im Augenblick des Gebrauchs in die Erscheinung. Bei Schließung der Blumengeschäfte werden eben Tausende von Mark nicht gelöst, weil man Morgens unzählige Mal gar nicht weiß, ob man Nachmittags der Blumen überhaupt bedarf. Diejenigen Blumen, welche in Folge der Schließung der Blumengeschäfte und Gärtnereien an den SonntagNachmittagen nicht zu erlangen sind, werden eben vor oder nachher nicht gekauft; denn der Augenblick des Bedarfs ist dann vorüber. Der Geschäftsmann aber findet keinen Ausgleich bzw. Entschädigung an den Wochentagen. Vielen Angestellten ist es aber höchst gleichgültig, was verdient wird, wenn sie selbst nur zur rechten Zeit ihren Lohn ausgezahlt erhalten. Es gibt thatsächlich keine Waare, welche auch nur annähernd der Verderblichkeit der abgeschnittenen Blumen gleichkommt. Die den Angestellten gesetzlich zustehende, und ich gebe es selbst zu, nothwendige Sonntagsruhe, wird ihnen auch so werden, und jener mit der Blumenbranche so„sehr Vertraute“ mag die Ueberwachung über diese Bestimmungen getrost den Behörden überlassen; denn daß nicht Alle über einen Kamm zu scheeren sind, welche die ganze Woche hindurch gearbeitet haben, beweisen die Bestimmungen über die gestellten der Verkehrsgewerbe, Wirthschaften usw. Auch ein mit der Blumenbranche sehr Vertrauter. 1993] Bezüglich der Sonntagsruhe möchte ich auf eine ache aufmerksam machen, die von so großer Tragweite ist, daß sie un bedingt Erwähnung verdient. Wie bekannt, sollen u. a. auch die Cigarrengeschäfte unter Ausnahme gestellt werden. Ob mit Recht oder Unrecht, darauf will ich nicht näher eingehen; indeß bin ich entschieden dagegen, daß diese Ausnahme auch auf die in hiesiger Stadt bestehenden sogen.„stillen" Cigarrengeschäfte sich beziehen soll. Daß derartigen „Geschäften“, welche nur zum Ruin der in Folge der Sonntagsruhe frei werdenden jungen Leuten führen und voraussichtlich auch bald noch sich vermehren würden, die Ausnahme zu gute kommen soll, dagegen muß jeder Bürger Stellung nehmen. Werden Ausnahmen gemacht dann mache man sie nur bei solchen Geschäften, die ihr Gewerbe ehrlich betreiben. Hoffentlich wird die hiesige Handelskammer sich dieser Sache annehmen. J. Sch 994] Sonntagsruhe: Anschließend an die Anregung der Stimme . der wurve auch ich es für sehr angezeigt halten, eine Grenze zu ziehen zwischen den Geschäftsbranchen. In der That würde dann mehr Zufriedenheit unter den Geschäftsleuten geschaffen werden. Zudem wird jeder Einzelne mit größerer Sorgfalt und Umsicht sein Geschäft betreiben, was auch wieder dem großen Ganzen zu gute kommt. Beispielsweise muß Jeder sich sagen, daß mit einem Butter=, Eier= bzw. FischHandel ein Tabak= und Cigarren=Verkauf unverträglich ist, ebenso ein solcher von Zuckerwaaren. Desgleichen finde ich es für ungehörig, wenn jedes Delicatessen= bzw. Colonialwaaren=Geschäft Kleinhandel in Wein und Liqueuren betreiben wollte. Es wäre gewiß wünschenswerth, wenn diese Anregung weiter verbreitet und, wie der geehrte Einsender richtig bemerkte, behufs Besprechung dieses Gedankens eine Versammlung anberaumt würde. Auch ein Handelskammer=Wähler. Zur Kurzweil. Aus Mitleid. Oberst:„Wie der Kerl wieder da steht,'s ist rein zum Erbarmen... Feldwebel, notiren Sie ihm drei Tage Arrest.“ — Abkühlung. Herr(feuerig zu einer Dame auf dem Balle): „Wenn Sie ahnten, mein Fräulein, welche Schmerzen mein Innerstes durchbeben—“— Dame:„Ach, dann haben Sie sich gewiß den Magen verdorben.“ — Mißtrauisch. Untersuchungsrichter:„Drei Mal sind Sie schon wegen Diebstahls bestraft; Sie treiben das Stehlen wohl gewerbsmäßig?“ — Angeklagter(für sich):„Aha, jetzt kommt's von wegen die Gewerbesteuer.“ Umwegen. Vater:„Wie. Hans, du hast eine Stunde Arrest bekommen. Warum?“—„Weil der Eduard sich gebalgt hat.“ — Vater:„Deshalb hast du doch nicht Arrest bekommen?"— Hans: „Doch, Papa.“— Vater:„Ja, mit wem hat sich denn Eduard gebalgt?“— Hans:„Mit mir.“ Den Empfehlungen der Frauen haben die echten Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen, welche in den Apotheken à Schachtel K. 1 erhältlich, unzweifelhaft einen großen Theil ihres heutigen Erfolges zu verdanken, indem ihre angenehme, sichere, absolut schmerzlose Wirkung bei den Frauen alle andern Mittel verdrängt hat und, wie die vielen Dankschreiben beweisen, bei Störungen in der Verdauung(Verstopfung), Herzklopfen, Blutandrang, Kopfschmerzen 2c. angewandt werden. Die Bestandtheile der echten Avotheker Richard Brandt'ichen Schweizerpillen sind Extracte von: Silge 1,5 Gr., Moschusgarbe, Aloé, Absynth je 1 Gr., Bitterklee, Gentian je 0,5 Gr., dazu Gentian= und Bitterklee=Pulver in gleichen Theilen und im Quantum, um daraus 50 Pillen im Gewicht von.12 herzustellen Haupt=Dspöt: Köln, Einhorn=Apothere, Glockengasse—.* üllen, Mauritiussteinweg 72, ###n— Mrcmteer, gegenüber der Mauritiuskirch, zur Selbstanfertigung sehr billig. Leuchtkraft des Gases am 20. Februar 1892. Gasfabrik 19,. Lab. 19,3. Stadt—. Rheinbötze am 20. Februar, Abends 7 Uhr m.65— 0,05. Seite 6 Kölner Local-Anzeiger Nr. 52 2 Sonntag, 21. Februar 1892 Sonntag, 21. Februar, Nachmittags 3 Uhr: Concert, ausgeführt von der Capelle des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern(Hohenzollern'sches) Nr. 40, nter Leitung des Königl. Musik-Dirigenten Herrn Alb. Beuthan. PROGRAMM. Erster Theil: „Kaiser Friedrich-Marsch“ von Fr. Friedemann. Ouverture zu„Elisabeth“ von G. A. Rossini. Paraphrase über das Gebet von K. M. v. Weber's„Freischütz“ von Fr. Lux. „Der Musen Rheinfahrt“, Debut-Walzer von Kéler Béla. Potpourri aus dem Ballet„Die Puppenfee“ von Jos. Bayer. Finale aus der Oper„Lohengrin“ von R. Wagner. Zweiter Theil: „Aufzugs-Marsch“ von Johann Strauss. Ouverture zur Oper„Oberon“ von K. M. v. Weber. „Trifolien“, Walzer von Johann, Joseph und Eduard Strauss. „La Paloma“, mexicanisches Lied von Tradier. Scenen aus der Oper„Zar und Zimmermann“ von A. Lortzing. „Trot de Cavalerie“, Morceau de Salon von A. Rubinstein. (Nachdruck ist nicht gestattet.) G. V. Gutenberg. Carnvevals=Samstag, 27.., Abends 8 Uhr: Gross. Maskenball im Luisen-Saal. Karten zu ermüssigten Preisen sind ausser bei den Mitgliedern in den Cigarrenhandlungen von Feinhals und Schieffer, Hohestrasse, Köp, Grosser Griechenmarkt, Walbeck, Fleischmengergasse, Adolfs, Breitestrasse, Hackenbroich, Ehrenstrasse, Güsten, Drususgasse 1, Mauel, Malzbüchel und Im Laach, Friseur Richter, Komödienstrasse, und im Vereinslocale Krings, Ehrenstrasse, zu 75 Pfg. à Person zu haben. Cassapreis erhöht. Masken-Abzeichen erwünscht. Der Vorstand. Kölner Verein für Volkswohl. Vom hiesigen Vaterländischen Frauen=Verein wurden uns aus dem Ertrage seines Wohlthätigkeits Concertes K. 800 überwiesen, wofür wir verbindlichen Tank abstatten. Der Vorstand. Jean Rechtmann, Helenenstr. 9, Köln, Telephon 858. Vertreter der Firmen: Telephon 858. A. Milhel: Weingutsbesitzer im Rheingau, P Wrthernn Kaiserl. sowie Königl. Hoflieferant. Kellereien in Wiesbaden, Hattenheim, Schloss Relchardshausen, Berlin, Wien, New-Vork, Köln. Prämiirt mit ersten Preisen auf den Ausstellungen zu London, Paris, Wien 2c. 2c. Einziger Ehrenpreis des Kgl. Preuß. Staatsministeriums für ausgezeichnete Leistungen auf dem Gebiete des Weinbaues. Feine Rhein- u. Mosel-Weine. Alte Medicinalweine. . T Dfflusgs im in Lübeck, Hoflieferant Sr Majestät P PIPTEEa-'S des Kaisers und Königs. Bordeaux- u. Süd-Weine. Alte Medicinalweine(Abzogs.) U Inhaber der Großen Staats=Medaille in Gold für gewerbl. Leistungen. Außzerdem prämiirt auf acht Gewerbeund Industrie=Ausstellungen mit Ersten Preisen. Von sämmtlichen Weinen der genannten Firmen halte beständig ein reichhaltiges Lager. Zürückgesetzte Porzellan= und Glaswaaren zur Hälfte des Werthes. Bechergläser 10 Pfg. Henkelgläser 20 Pfg. Ein Posten Bier= und Schnaps=Gläser nur 5 Pfg. per Stück. Fabriklager Gebr. Kraemer, Mathiasstr. 11. ## Carneval 1892 Clowus für Kinder von K. 1,— an, „„ Große„„ 1,50„ Marine aus waschechtem Biber mit Mütze K 2,50, Engländer von K. 1,50 an bis zu K 5,—, Jockey von K 3,— an, Pierroté„„.—„ Deutsche Michel in Sammet K 4,—, Dominos von K 3,— an, Capuzmäntel von K 2,— an, Heinzelmannchen für Kinder von K.— an, Teufel von K 2,— an, Kaisermäntel von K.50 an. Joseph Toell jr., Weyerstraße 42—44, vis--vis Pantaleons= mühlengasse. AU Sonntag den 21. Februar, Nachmittags 3 Uhr: Conoert der Capelle des 5. Rheinischen Infanterie-Regimente Nr. 65 unter Leitung des kgl. Musikdirigenten Herrn Georg Huber. PROGRAMM. Erster Theil. Les chasseresses aus der Suite„Sylvia“ von Delibes. Ouverture zu„Friedensfeier“ von Reinecke. Variationen aus der„Fantasie opus 80“ von Beethoven. Fantasie a. Rossini's Op.„Der Barbier von Sevilla“ von Schreiner „Visionen“, Walzer von Jos. Gungl. Zweiter Theil. Ouverture zur Oper„Andreas Hofer“ von Ferd. Brange. a.„Lola“. b.„La Chilena“, Danza Habanera von Granado. „Aufforderung zum Tanz“, Valse brillante von K. M. v. Weber. Finale aus der Oper„Der fliegende Ho länder“ von Wagner. „Prager Stammblätter“, Potpourri von Komzak. Dritter Theil. Melodieen aus der Oper„Lucia“ von Donizetti. „Die Wetteifernden“, Polonaise von Wittmann. Quadrille aus„Capriciosa“ von Raida. „Maurisches Ständchen“ von Kücken. „Persischer Marsch“ von Strauss. (Nachdruck ist nicht gestattet.) Volksgarten. Die unterzeichneten Vereine veranstalten den 1. Murz, von Abends 8 Uhr an, in den Sälen des Gürzenich ein Maskenfest zum Besten der Armen. Zu demselben erhalten die Mitglieder auf persönliches oder schristli es Ersuchen bei dem Vorstand ihres Vereins auf den Namen lautende Karten für sich, ihre FamilienAngehörigen, sowie für von ihnen einzuführende Personen. Der Preis jeder Karte ist auf 3 Mark festgesetzt. Es wird gebeten, in Masken=Anzug zu erscheinen. Köln, den 19. Februar 1892. Architekten= und Ingenieur=Verein: Hansa: Stübben. Sieger. Juristen=Kränzchen: Kölner Bezirks=Verein deutscher wamm. Heymer, Utecg. Ingenieure: Kölner Club: Thelen. Victor Schnitzler. Kölner Orchester=Gesellschaft: Kühiwetter. Cnstodis. Musikalische Gesellschaft: Richard Wagner=Verein: W. Heyer. Dr. Compes. C X * +* * S o n n t a g d e n 2 1. F e b r u a r 1 8 9 2, * Nachmittags 3½ Uhr: 8 Concert, ausgeführt von der Capelle des Westfälischen FussArtillerie-Regiments Nr. 7, unter Leitung ihres Dirigenten 0 Herrn W. Trenks. * E i n t r i t t s p r e i s 2 5 P f g. D u t z e n d b i l l e t s 2 M a r k. 8 Welt. Breitestraße 11•—121. Sonntag den 21. d.., von 4 Uhr ab(Entrée frei): Milital-Concert, ausgeführt von der Capelle des Schlesw. Artillerie=Bataillons Nr. 9,“ unter Leitung des Königl. Musik=Dirigenten Herrn Tietzel, zu dessen Besuch ergebenst einladet* H. von Lennep. Kölner Männer-Quartett. Dirigent: Herr Friedr. Ullrich. Montag den 22. Februar 189=, im Grand=Hotel Göbbels, Breitestraße 66, in dem festlich decorirten Fürsten=Saale Abends 8 Uhr: 2. carnevalistische * Sitzungmit Damen. Die verehrlichen inactiven, sowie Ehren=Mitglieder haben gegen Vorzeigung ihrer MitgliedKarte mit Damen freien Zutritt. Der Vorstand. ölner arren Montag den 22. Februar: IX. Sitzung, letzte große Fremden=Sitzung mit Damen, im Saale des Fränkischen Hofes. Anfang punkt 8 Uhr Abends. Eintritts=Karten à 1 sind zu haben bei unsern Mitgliedern, den Hb. Paul Mertens, Unter Fettenhennen 8; Ludw. Neumann, Komödienstraße, Ecke Kleine Neugasse; Otto Pappermann, Neubau Hotel Disch; L. Spoerer, Breitestr. 67; Geschw. Steegmayer, Sternengasse, Ecke Kämmergasse; R. Adolfs, Breitestraße 145, sowie Abends an der Kasse. Der Kleine Rath. Wissen Sie schon? Gelegenheitskauf in weißen echten Vorcellanen! Große Posten werden zu unglaublich billigen Preisen verkauft; z. B. 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