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R E E E S E E E E E E E E S E E Tägliche Auflage 23,000. Köln, Donnerstag, 1. Mai 1890. 14 Feuillekon des Kölner Local=Anzeiger. 1. Mai 1890. Schwer geprüft. Novelle von Th. Schmidt. Die hohen, hell erleuchteten Stusen zu den Eingängen der „Academy of Music“ in Philadelphia hinab fluthet geräuschvoll ine nach vielen Tausenden zählende Volksmenge, welche der Vortellung von Schiller's„Tell“ beigewohnt hat. Aus dem Stimmenzewirr der Menge und den Gesprächen Einzelner hört man häufig en Namen„Steinmann“ heraus, dessen Träger wahrscheinlich ein jedeutender Künstler ist. Die Menge zerstreut sich schnell nach len Seiten; denn ein schneidender Ostwind fegt über den großen Operplatz und verwandelt die am Nachmittag während eines warmen Närzregens auf demselben entstandenen Wasserlachen in eine glatte, tarre Eisfläche. Einer der letzten Besucher, welcher das große stattliche Theatereebände, das größte in den Vereinigten Staaten, durch eine kleine Seitenthüre verläßt, ist ein hoher, breitschulteriger Mann in einem angen, dunkeln Mantel. Von seinem Gesicht ist fast nichts zu sehen, a ein großer breitrandiger Hut dasselbe beschattet. Der Mann ist twa fünfzig Schritte weit gegangen, da erscheint in derselben Thüre in Zweiter, welcher einen Augenblick nach links und rechts späht. Dann aber, als er die hohe Gestalt gerade vor sich an einer Gasaterne vorbei schreiten sieht, eilt er behende die Stufen hinab und em Erstern nach. *„Hal' ich Sie endlich erwischt!“ Mit diesen Worlen redet der weite Herr, eine kleine, dicke, pelzbekleidete Gestalt den Eingeholten in und läßt seine kleine fleischige Hand auf die Schulter desselben ziederfallen.„Heu“' kommen's nit aus und wenn Sie sich mit der Kraft Ihrer Fäuste dagegen wehren; ich halt' Sie fest. Uff! war das ein Abend; der verdient's, bei einem Glase Sect gefeiert zu verden. Sie sind mein Gast; kommen's, hier sind wir gleich bei m Landsmanne. Es ist das beste Restaurant der Stadt. famoser Sect und vorzügliche Küche! Na, werden's selbst sehen.“ Angeredete war stehen geblieben und hatte schweigend die Auzug. Worte des kleinen, erregten Herrn, welche dieser in schlechtem Deutsch mit schwäbischem Dialekt gesprochen, angehört. Auf seinen noch jugendlichen Zügen lag ein sinnender Ernst, und der Blick seiner großen, dunkelblauen Augen war matt, wie nach einer großen geistigen und körperlichen Anstrengung.„Ich muß auch heute Ihre freundliche Einladung dankend ablehnen, Herr Director. Ich bin zu erschöpft; außerdem liebe ich keine nächtlichen Gelage,“ antwortete er in freundlichem, aber bestimmten Tone. „Davon ist ja auch keine Rede, bewahre. Aber'n Stündchen plaudern können's doch wohl mit mir, und eine kleine Erfrischung wird Ihnen gut thun. Glaub's wohl, daß Sie erschöpft sind. Ach! war das a Gestauhn, als S' die Bühne betraten; das war a Telle! Kommen's, Herr Steinmann; heut' geb' ich kein' Pardon!“ Der junge Künstler mochte einsehen, daß er seinen Chef durch ferneres Sträuben beleidigen würde. Er gab nach und ließ sich von dem hocherfreuten Director willenlos führen. In dem großen, in altdeutschem Stil angelegten Restaurant, das die beiden Herren kurz darauf betraten, war die fashionabele Gesellschaft Pbiladelphia's heute zahlreich vertreten; besonders hatten viele Deutsche sich hier eingefunden, und als der Director Arm in Arm mit dem ernsten jungen Mann durch die Reihen der Tische schritt, da erhob sich Alles und brachte dem„großen Mimen Steinmann“ ein brausendes Hoch aus, worüber der Director vergnüglich schmunzelte, während dem Künstler ein müdes Lächeln um den Mund lag. Der junge Mann mußte in der That ein gottbegnadeter Künstlek sein; denn alle Zeitungen brachten täglich spaltenlange Kritiken über ihn.„Noch vor einem Jahr,“ so schrieb am ersten Tage seines Auftretens eine angesehene Philadelphiaer Zeitung,„durchzog der junge Künstler mit einer elenden Wandertruppe den Westen; Hunger und Entbehrungen waren seine steten Begleiter, bis ihn eines Tages New=Yorker Impresario sentdecktes und sein phänomenales „Ist das aber ein feiner Anzug! Kostet?“ „Fünfzig Mark— ohne die zukünftigen Gerichtskosten. ein Talent an's Licht zog. Steinmann ist heute einer der größten Tragöden, wenn nicht der größte in den Vereinigten Staaten. Dabei ist er, frei von allen Künstlermarotten, der bescheidenste und anspruchsloseste Mensch, der von allem Verkehr sich zurückzieht und nur seiner Kunst sich widmet.“ Der Director ließ mit seinem jungen Freunde in einem kleinen leer stehenden Zimmer sich nieder und bestellte zwei Gedecke.„##, Hchestrasse 55. 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Köln, 1 M. 28,394,218.50 am .„„ 5,316,879,807.— Mai 1890.+ Die General=Agentur der Gesellschaft: F. Kilian& Cie. Die Agenten der Gesellschaft: Wilh. Tappert, Lindenthal, Paulstraße 25. Wilh. Wucherpfennig, Nippes, Mittelstraße 1. Max Schmitz, Rodenkirchen, Kirchstr.9. Zwei und drei Zimmer, 1. Etage, zu vermiethen. Fr. I.—„ Machabäerstraße 18. (Hin schön möblirtes Zimmer, C 1. Etage, mit Pension, an zwei anständige Herren sofort zu vermiethen. Eigelstein 116, Ochsenmetzgerei. öblirte Zimmer mit guter Pension 20 zu 45, 50 M. zu vermiethen. Richmodstraße 21—23, 1. Etage. Möblittes Mansardenzimmer an zwei anständige Handwerker, mit guter Pension, billig zu vermiethen. Eigelstein 116, Ochsenmetzgerei. Vermischtes. er und Spiegel werden gut und billig eingerahmt. Große Auswahl in allen Sorten Gold= und Politur=Leisten. Sternengasse 54, I. Joh. Olbertz, Weberstr. 2, Friedr. Bolten, Langg. 29, L. Lacombe, Ursulaplatz 21,) Köln. J. Nettpohl, Schaafenstr. 50, B. Obladen, von Werthstr. 40. Jac. 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Meine Mutter war eine Deutsche, eine Süddeutsche, und ihr allein verdanke ich es, daß ich heute nicht au irgend einem Comptoirschemel herumreite und Pfeffersäcke notire, was mein Vater, ein echter Yankee, gar zu gern gesehen hätte.“ Als der Kellner die Speisen und den Wein gebracht und der tapfer zulangende Director mit dem schweigsamen Künstler anstieß, meinte ersterer mit schlauem Blinzeln seiner kleinen Aeuglein: verständlich werden's nach diesen Erfolgen Contract verlängern?“ „Daran habe ich noch nicht gedacht,“ antwortete Steinmann, bescheiden am Glase nippend. „Verstehe, verstehe, wollen höhere Gage. Schön, gut, erhalten nach 1. April 1000 Dollar pro Abend, abgemacht!“ „Herr Director. Sie haben mich mißverstanden, nicht um eine Nölner Local-Anzeiger Nr. 117 a Vonnerstag, 1. Mai 1390. Seite 3. Erhöhung der Gage ist es mir zu thun, sondern darum, freies Verfügungsrecht über meine Zeit zu behalten.“ „Gewiß, gewiß; was andere Directionen zahlen, können wir auch,“ ertäuterte der dicke Herr des jungen Künstlers Worte.„Also Sie bleiben, bekommen 1100 Dollars.“ Und ohne auf den jungen Mann zu hören, fuhr er lebhaft fort:„Morgen Nachmittag sind Sie mein Gast, habe meiner Frau versprechen müssen, Sie mitzubringen. Frauen sind ja alle in Sie verschossen! Da können wir auch von Ihrer Heimath plaudern; sehe, sind doch zu sehr angegriffen, muß Sie für morgen schonen. A propos, habe da was für Sie; Fall wird Sie interessiren.“ Bei diesen Worten zog der Director, dessen bartloses feistes Gesicht in verschiedenen Farben erglänzte, die neueste Nummer einer Philadelphiaer Zeitung aus der Tasche.„Ist'ne ziemlich lange Geschichte, spielt in Berliner Theaterkreisen 2c. Werde sie Ihnen, da Sie ermüdet sind, vorlesen. Also hören'.“ Und der Director las:„Die neueste Nummer einer Berliner Zeitung bringt nachfolgende, schier unglaublich klingende Geschichte. Die Leser unseres Blattes erinnern sich gewiß noch der Verhaftung eines jungen talentvollen Schauspielers Namens Runde, welche vor etwa drei Jahren erfolgte, weil Genannter im Verdacht stand, seinen Stiefvater, den Doctor Wichert, vergiftet zu haben. Die nähern Umstände bei dem Tode des Arztes ließen derzeit allerdings keinen Zweifel darüber bestehen, daß der Verhaftete der Thäter war. Der unter Anklage gestellte junge Mann vermochte seine Unschuld nicht zu beweisen und wurde vom Schwurgerichte zu zehn Jahren Zuchthaus verurtheilt. Im Bewußtsein seiner Schuldlosigkeit— diese hat sich jetzt, wie unten näher ausgeführt, herausgestellt—... Aber was ist Ihnen, Herr Steinmann?“ unterbrach sich der Vorlesende plötzlich.„Ich hörte von Ihnen eben einen Ton, als wenn Ihre Brust eine Centnerlast abzuwälzen trachtet. Sie sind doch nicht krank? Ich bin wirklich besorgt! Ihr Auge leuchtet so eigenthümlich so— so— wie soll ich gleich sagen, so verklärt. Sie fiebern! Ich Unglücklicher, daß ich in Ihre regelmäßige Lebensweise störend eingreifen mußte! Da haben wir die Bescheerung! Wird morgen =Hamlete nicht gegeben, dann laufe ich davon und... knüpfe mich am ersten besten Laternenpfahl auf,“ so eiferie das kleine, dicke Männchen aufspringend, und seine ohnehin schon dünne Stimme steigerte sich allmälig zur Fistel. (Fortsetzung folgt.) Locales. + Dem hochw. Heern Erzbischof Philippus, welcher heute sein Namensfest feiert, wurde gestern Abend aus diesem Anlaß von Seiten der seit einiger Zeit im jugendlichen Arbeiterverein(für den südlichen Stadttheil) bestehenden Musikcapelle eine große Freude bereitet. Die jungen Leutchen brachten dem hochw. Herrn im Garten eine Serenade. Es wurden sieben Stücke gespielt. Hr. Dr. Drammer, der Präses des Vereins, brachte dem Oberhirten in einer Ansprache die Glückwünsche des Vereins dar. Der hochw. Herr dankte in herzlichen Worten für die Ueberraschung und ermahnte die jugendlichen Arbeiter, stets christliche brave Menschen zu bleiben. Nach beendigter Serenade wurden die kleinen Musiker bewirthet. Vom Blumenmarkt. Die Gartenkünstler der Stadt und Umgebung haben nun wieder, wie alljährlich, in großer Zahl auf vem Gereonsdriesch sich eingefunden und die lieblichen Kinder Flora's zum Verkauf ausgestellt. Gar anmuthig lächeln sie uns an, die Rosen, Azaleen, Orchideen, Maiblümchen und wie sie alle heißen mögen, gleichsam als wollten sie uns einladen, sie mitzunehmen in unser trautes Heim, und unsern Lieben in duftendem Strauße einen Gruß des beginnenden Mai zu bringen. In der That, am gestrigen Eröffnungstage des diesjährigen Blumenmarktes strömte bereits aus allen Ecken und Enden der Stadt eine unzählige Menge dem Gereousdriesch zu, um an den ausgestellten Blumen und Blattpflanzen sich zu erfreuen und den einen oder andern Liebling zu erstehen. Indeß schien die Kauflust noch nicht besonders groß zu sein. Von seltenern, gegenwärtig schön blühenden Zimmerpflanzen sind besonders die allbekannte und beliebte Calla sowie zahlreiche Varietäten von Azaleen und Rhododendren stark vertreten. An dem köstlich duftenden Veilchen in seinen verschiedenen Abarten, dem Sinnbild der Bescheidenheit und Demuth, geht der größte Theil des Publicums achlos vorüber. Die Königin der Blumen, die Rose, mit ihrer hohen, edeln Schönheit und ihrem bezaubernden Dufte, war gestern verhältnißmäßig noch spärlich vertreten. An hübschen Blattpflanzen bietet der Markt eine ziemlich gute Auswahl; doch hat man den Eindruck, als sei im Allgemeinen die Auswahl in diesem Jahre nicht so groß, wie in den vorherigen Jahren. Möchte der Mai in Wirklichkeit ein Wonnemonat werden, damit die zarten Kinder Flora's nicht in die warmen Treibhäuser wieder zurückflüchten müssen. k An der„Hotvenen Ecke“ regt es sich mächtig, und allenthalben werden Vorbereitungen getroffen, um die Tausende und Abertausende von Kölnern und Fremden, welche in der schönen Jahreszeit hierherpilgern, würdig zu empfangen. In Castan's Panopticum befindet sich eine Samoaner=Truppe, kräftige, schön gewachsene Gestalten; im Eldorado ist eine Lappländer=Karawane eingetroffen, die aus zwei Familien besteht, und am nächsten Sonntag wird auf dem Sportplatz hinter dem Zoologischen Garten ein großes EröffnungsWettfahren stattfinden, welches in sieben verschiedenen Abtheilungen mit hohen und niedrigen Zwei= und Dreirädern 2c. zerfällt. Die Sieger erhalten schöne Preise bzw. Ehren=Urkunden. Die erfreulichste Nachricht ist aber, daß der Verwaltungsrath des Zoologischen Gartens gestern Abend nach eingehender Berathung beschlossen hat, zwei Nilpferde zu beschaffen, die ohne Zweifel eine große Anziehungskraft ausüben werden. Auch in der ersten preisgekrönten Arbeit über die Hebung des Fremdenverkehrs war die Beschaffung dieser seltenen Thiere gewünscht worden, und wir freuen uns, daß der Verwaltungsrath das große Opfer bringt und den Director Hru. Dr. Wunderlich beauftragt hat, ein Paar solcher Thiere zu beschaffen. Der Entschluß ist um so dankenswerther, als der Garten durch das Einvehen eines Elephanten und des größten Löwen namhafte Verluste zu erzeichnen hat.— Am 13. Mai öffnen sich auch die Hallen des Flora=Theaters, welches in diesem Jahre unter der Leitung des Hru. Hirschfeld aus Metz steht. Derselbe wird vornehmlich Operetten zur Aufführung bringen.— Das fröhliche Jahrmarkttreiben hat schon begonnen; denn Kuchen=, Cigarren= und Selterswasser=Buden, Menschen=Drehbretter 2c. sind wie Pilze aus der Erde gewachsen, und die Industrie=Ausstellung an der Flora hat bereits ein recht freundliches Gewand angelegt. Im Zoologischen Garten werden von heute ab auch am Montag und Donnerstag Nachmittags Militair=Concerte unter Leitung des königl. Musik=Dirigenten Hrn. A. Beuthan stattfinden, so daß also während des Sommers am Sonntag, Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag Gelegenheit geboten ist, den Leistungen einer tüchtigen Militair=Cavelle zu lauschen. Am 3. Juni beginnen die philharmonischen Concerte des städtischen Orchesters unter Leitung des Hrn. Concertmeisters G. Hollaender, gewiß zur Freude Aller, welche die chönen Abende in frühern Jahrenschätzen gelernt haben. a Strafkammer. Ein gefährlicher Hochstapler stand in der Person des Kaufmannes Mathias Knoll aus Koblenz vor den Schranken. Der Angeklagte ist 42 Jahre alt und hat den größten Theil seines Lebens im Zuchthause und im Gefängnisse zugebracht. Am 28. März 1874 wurde er vom Militairgericht wegen Fahnenflucht, Betrug, Diebstahl, Fälschung und Unterschlagung zu zehn Jahren Gefängniß verurtheilt und aus dem Heere ausgestoßen. Nach seiner Entlassung trieb Knoll sich als Hochstapler in der Welt herum und verbüßte schwere Zuchthausstrafen in Frankfurt, Straßburg, Haunover, Elberfeld und Köln. Am 8. November 1889 wurde er von der Strafkammer in Liegnit zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilt. Im April v. J. war Knoll nach Köln gekommen, trat als Gutsbesitzer auf und beschwindelte einen Gastwirth in Deutz um 43 M. Zechschulden. Ein dortiger Schneidermeister nahm keinen Anstand, dem„feinen Kunden“ eine elegante Garderobe anzufertigen und zu borgen. Ein hiesiger Tuchhändler wurde von Knoll durch falsche Vorspiegelungen um ein Stück Tuch im Werthe von 200 M. beschwindelt. Vor Gericht trat der Hochstapler als Simulaut auf und hüllte sich in tiefes Schweigen. Nicht ein Mal durch ein Kopfnicken verrieth er das geringste Interesse an der Verhandlung: keine Frage wurde von ihm beantwortet. Das Gericht ließ sich indessen hierdurch nicht beirren; da die Beweisaufnahme die Schuld des Angeklagten ergab, wurde auf eine Zusatzstrafe von zwei Jahren Zuchthaus und 600 M. Geldbuße erkannt. Vereins=Nachrichten. ** Der Katholische Gesellen=Verein beging gestern in feierlicher Weise sein einundvierzigstes Stiftungsfest. Vormittags 74 Uhr zog der Verein mit seiner Fahne zur Minoritenkirche, wo der Hr. Weihbischof Dr. Fischer die h. Messe celebrirte und den Gesellen die h. Communion reichte. Nachmittags vereinigten sich die Mitglieder abermals in der Kirche. Um 8½ Uhr begann die Festversammlung im großen Saale des Hospitiums; derselben wohnten als Ehrengäste zahlreiche Geistliche und sonstige angesehene Bürger bei. Auch der hochw. strebe, die christliche Arbeit aus den Fugen zu bringen. Die social Frage lasse sich ohne Gott und die Mitwirkung der Kirche nicht lösen. Er habe jüngst an den Kaiser ein Dankschreiben gerichtet für die dessen Initiative bezüglich der Verbesserung der Lage der arbeitenden Stände und auf die Wirksamkeit des Gesellen=Vereins in diesem Geiste hingewiesen. Se. Majestät habe durch den Minister Frhrn. v. Berlepsch geantwortet, es habe ihm eine wahrhafte und große Freude bereitet, daß es gerade christliche und besonders der Gesellen=Verein sei, welche die Intentionen des Kaisers bei der Lösung der socialen Frage richtig erfaßt hätten. Der Redner ermahnte die Mitglieder, dem Beispiele des Vaters Kolping folgend, treu und fest zur Kirche und an ihrem Glauben zu halten, tugendhaft und fleißig zu sein. Herr Weihbischof Dr. Fischer richtete an die außerordentlich zahlreich erschienenen Gesellen eine Ansprache, in welcher er hervorhob, daß er von Jugend auf an den Bestrebungen des Gesellen=Vereins das größte Interesse gehabt habe. In seinem frühern Wirkungskreise Essen habe er dem Verein sehr nahe gestanden. Jetzt sei ihm der Verein noch mehr an's Herz gewachsen, um so mehr, als er im Schatten der Kirche lebe und wirke. Er ermahnte die Mitglieder, stets treue Söhne Kolving's zu bleiben. Namentlich in der jetzigen Zeit sei der Verein berufen, Großes zu wirken, wo die sogenannten Volksbeglücker darauf ausgingen, unter dem Aushängeschild der Verbesserung der Lage der Arbeiter diese zu trennen von ihrem Glauben und von der Kirche. Gerade die, welche so viel von der Verbesserung der Lage der Arbeiter redeten, hätten bisher nichts praktisches für diesen Zweck gethan. Der Verein müsse wie bisher, so auch fernerhin ein festes Bollwerk gegen solche Strömungen sein und bleiben. Der hochwürdige Herr empfahl den Gesellen noch, recht fleißig in Werkstatt und Fortbildungs=Unterricht zu sein und sich in dieser Beziehung den h. Joseph zum Vorbilde zu nehmen. Stets möchten sie offen und frei ihren alten katholischen Glauben bekennen. Der Herr Bischof schloß mit dem Wunsche, daß der gute Geist des seligen Vaters Kolping sich immer mehr ausbreite und festige zum Segen des gesammten Handwerks. Dann spendete der hochwürdige Herr den bischöflichen Segen. Begeisterter Beifall folgte den Worten des Herrn Weihbischofs und brausend klang das Hoch auf denselben durch den Saal. Das Programm des Abends enthielt ferner hübsche Vorträge des Gesang=Chors, gemeinschaftliche Lieder, Musikstücke und humoristische Spenden, welche eine überaus gemüthliche Stimmung herbeiführten. * Rochmals Bahnhof, Vom und Schornstein. In dieser Angelegenheit geben wir auch gern nachstehender Entgegnung Raum. Es scheint uns nützlich, daß die Ansichten in dieser Frage sich durch Rede und Gegenrede klären. Geehrte Redaction! Nicht ohne Verwunderung liest man den Schluß Ihres gestrigen Aussatzes„Bahnhof. Dom und Schornstein". Nachdem das Ministerium in Berlin die Einstellung des Schornsteinbaues am Dom in Folge allgemeiner Einsprache angeordnet, nachdem die Eisenbahn=Verwaltung einen neuen Bauplatz gesunden hat und denselben so eben durch Abbruch der aufstehenden Gebäude zum Baubeginn frei macht, nachdem dem Herrn Minister der feierliche Dank für seine Entscheidung votirt worden ist,— kommt der Herr Einsender des genannten Aussatzes auf den frühern Vorschlag zurück, die Eisenbahn=Verwaltung solle den Schornstein am Dom stehen lassen, ihm aber eine„erträgliche Form“ geben(früher wurde bekanntlich in Ihrer Zeitung die Form eines mittelalterlichen Wartthurms vorgeschlagen) und eine rauch= und rußfreie Feuerung einrichten— dies alles zu dem Zweck, um die Kosten des Neubaues an anderer Stelle zu sparen, weil nämlich die„MaschinenAnlage“ an der bisherigen Stelle„fast fertig" sei. Man schlägt also vor, alle Bedenken in Bezug auf den Dom nun doch bei Seite zu lassen, damit die Eisenbahn einige Geldmittel spare, welche dann nach Ansicht des Herrn Einsenders zur„Verschönerung der Schauseite“, des nach dem Dom zu gelegenen Bahnkörpers, also der Trankgassen=Ueberführung, verfügbar würden. Meines Erachteus ist weder der Beweggrund, einige Geldmittel zu sparen, noch das Ziel, diese Geldmittel für jene Verschönerung zu benutzen, stichhaltig. Es ist nämlich ein Irrthum, daß der Bau der Maschinen= und Kessel=Anlage, um welche es sich handelt, an der bisherigen Baustelle„fast fertig“ sei; sie liegt in den ersten Anfangsgründen; nur der Schornsteinbau wurde seiner Zeit auf's äußerste beschleunigt. Auch ist es ein Irrthum, daß die Errichtung der Anlage nebst neuem Schornstein an anderer Stelle mehr Kosten verursachen werde, als dieselbe Anlage mit architektonischem Ausbau des Schornsteins, etwa in Form eines mittelalterlichen Wartthurmes, auf dem bisherigen Bauplatze. Eine Geldersparniß wird also nicht erreicht. Natürlich fällt hierdurch auch das Ziel, das ersporte Geld für die Verschönerung der Ueberführung zu verwenden, fort. Meines Erachtens wird der Staat Preußen in voller, freiwilliger Erfüllung seiner Pflicht als Förderer und Beschützer der Kunst die Schauseite des neuen Centralbahnhofes so herstellen, wie es der Ernst dieser Aufgabe und die Nachbarschaft des Domes verlangt, unabhängig von dem Schornsteinbau, welcher durch den Herrn Minister der össentlichen Arbeiten gerade mit Rücksicht auf den Dom im Sinne der allerseits erhobenen Bedenken bereits verurtheilt wurde. Was würde also erreicht durch die Ausführung des gemachten Vorschlages? Die Presse, die Stadt Köln und das Ministerium würden in eine komische Lage gebracht werden; denn alle die vorgebrachten Bedenken sind heute so schwerwiegend wie vor einigen Monaten, und gerade die architektonische Ausbildung des Schornsteines und die Einrichtung einer sogenannten rauchfreien Feuerung sind seiner Zeit als zur Beseitigung der Bedenken ungeeignet befunden worden[? Die Red.]. Bekanntlich geht es mit den rauchsreien Feuerungen wie mit den geruchfreien Reinigungen: oft gelingt's, oft nicht. Eine ungeschickte Behandlung des Apparates, eine ungeeignete Kohle, eine Unaufmerksamkeit des Heizers— und es raucht aus's tapserste. Darauf bereitet Ihr Herr Berichterstatter ja auch vor, wenn er auf die Locomotiven, die Bäcker, die Küchen hinweist, welche ebenfalls rauchen. Wir wollen noch auf die Schornsteine der Zuckerfabrik an der Johannisstraße hinweisen; man sehe sich deren Rauchwolken zu gewissen Zeiten an und frage sich, ob man wünsche, ähnlichen Qualm einem mittelalterlichen Wartthurm hinter dem Domchor entquillen zu sehen! Dies wäre doch ein geradezu unfaßbares Bild. Wünscht man das nicht, will man sich auch dem audauernden Wagniß einer sogenannten rauchund rußfreien Feuerung nicht aussetzen, so falle man dem Herrn Minister für öffentliche Arbeiten nicht in den Arm, um ihn zu einer kleinen Geld=Ersparniß zu bewegen, welche nicht ein Mal sicher ist. Die Eisenbahn hat bereits einen andern Bauplatz ausgesucht und mit der Räumung desselben begonnen. Daß dieser Bauplatz für die allgemeinen städtischen Interessen ein sehr erwünschter wäre, wird vermuthlich Niemand behaupten; besser wäre es, wenn solche Anlagen im Innern der Stadt überhaupt vermieden würden. Aber gegenüber der bisherigen Baustelle fallen alle Bedenken in Bezug auf den Dom und dessen Umgebung fort; auch ist die Aeußerung des Hru. Einsenders nicht richtig, daß auf dem gewählten neuen Bauplatz der Schornstein„dicht und unverdeckt“ an zwei verkehrsreichen Straßen stehen würde; auch dort hat nämlich die Eisenbahn den Schornstein auf einem Hintergrundstück geplant, so daß man ihn beispielsweise von der Domsiraße überhaupt nicht sehen Ihr Hr. Berichterstatter erkennt selbst ausdrücklich an, daß„alles auf dem besten Wege ist, die neue Anlage nebst Schornstein an der gedachten Stelle zu errichten". Wozu dann die neue Erörterung? Standesamts-Bezirk Köln=Deutz. Geburten.(19. April.) Theodor, S. v. Ludw. Dick, Fabrikarbeiter.Peter, S. v. Jos. Engelmann, Schlosser.—(21.) Kaiharina, T. v. Peter Horbach, Tagel.- Joseph, S. v. Anton Lemaire, Fabrikarbeiter.= Wilhelmine. T. v. Karl Leo Stiller, Schlosser.—(22.) Otto Karl Friedr., S. v. Ernst Friedr. Aug. Martin, Kanzleidiener, Alle zu Köln=Deutz.- Gertrud, T. v. Heinr. Hackenbroch, Ackerer, Poll. Sterbefälle.(18. April.) Paul Ferd. Eug. Gerstgarbe, 1 J. 9 M.= Martin Peter, 51 J.—(19) Elisab. Blameuser, geb. Müller, 63 J, Alle zu Köln=Deutz.—(21.) Math. Müller, 4 J. 3., Poll.- Jac. Käufer, 62., Niederdollendorf.—(22.) Alfred Ott, 3 M. 2.= Georg Oberscheid, a5 I.- Joh. Jüttner, geb. Isengard, 43 J.—(23.) Christina Höynck, 3 M. 6.- Alb. May, 1 J. 7., Alle zu Köln=Deutz.—(24.) Anna Maria Kürten, 5 J. 2., Poll. Heirathen.(22. April.) Georg Lackenbauer, Wappenschmied zu KölnDeutz, u. Elisab. Correll zu Köln.- Joh. Phil. Brohl, Eisenb.=Techn### Köln, u. Anna Karol. Eckhardt zu Köln=Deutz.=Emil Aug. Neumann, Techn., u. Jul. Anna Frisch, Beide zu Köln=Deutz.—(23.) Hub. Leopold, Tagel. zu Köln, u. Anna Neuhaus zu Köln=Deutz. Heiraths=Ankändigungen.(19. April.) Otto Krause, Reg.=Baumstr. zu Köln=Deutz, u. Klara Frieder. Christ. Mahnke zu Soest.—(21.) Joh. Bapt. Wehmeyer, Seiler, u. Franc. Laun, Beide zu Köln=Deutz.- Christ. Koch, Dec.=Maler zu Köln=Deutz, u. Amöne Kathrein zu Köln.- Peter Schlömer, Fischer, u. Ursula Engels, Beioe#u Poll.- Friedr. Herm. Götze, Schreiner, u. Barb. Settelmeier, Beide zu Köln=Deutz.—(24.) Jos. Salo= mon, Viehhdlr. zu Granterath, u. Gudula Bär zu Köln=Deutz.- Joh. Meizen, Fabrikarbeiter, u. Maria Eva Eschmann.- Jac. Helbach, Kausm. u. Emilie Stühlen, Alle zu Köln=Deutz. Vermischte D Frechen, 25. April. Gestern tagte, wie bereits kurz mitgetheilt, unter dem Vorsitze des Thonröhren=Fabricanten Hru. Bauer im Schützenzelte hierselbst eine Versammlung zur Besprechung der Bahn=Angelegenheiten. Anstatt nun, wie vielseits erwartet wurde, in erster Reihe die Straßenbahn nach Köln befürwortet worden wäre, welche, in kurzer Zeit ausgebaut, der größten Mehrheit der Einwohner von Frechen, besonders den über 1000 Bauhandwerkern zu einer billigen Fahrgelegenheit nach Köln verholfen hätte, sprach Hr. Bauer in erster Reihe für die größtentheils den Thonröhren=Fabricanten und zeitweilig bei Gelegenheit der Rüben=Abfuhr den Landwirthen zu Gute kommende Vorgebirgsbahn, deren Ausbau günstigen Falles doch noch einige Jahre dauern dürfte, und jedenfalls eine schlechte Fahrgelegenheit nach Köln wäre, besonders wenn diese Vorgebirgsbahn ganz thalwärts, z. B. wie in Frechen an die Bonustraße in die Nähe der dortigen Röhren=Fabriken zu liegen käme, anstatt, wie geplant, am Fuße des Gebirges entlang in mäßiger Höhe, derart, daß die zahlreich in das Gebirge führenden Hohlwege und die Landstraßen nur überbrückt zu werden brauchten. Wenn nun auch die zum Unterschreiben vorgelegte Petition, welche die Vorgebirgsbahn in erster Reihe befürwortet, zahlreiche Unterschriften und auch aus den Kreisen der Bauhandwerker fand, so ist doch zu hoffen, daß zuerst die Straßenbahn genehmigt und alsbald ausgebaut wird. Baut dann später der Staat die vorzugsweise dem Güterverkehr und militairischen Rücksichten dienende sogenannte Vorgebirgsbahn an den Ortschaften vorbei und nicht eine Viertelstunde thalwärts von denselben entfernt, sowie deren Verlängerung, die große Ringbahn=Strecke um Köln herum Brühl=Königsdorf=Worringen, so wären Aller Wünsche erfüllt.(Wir bemerken hierzu, daß nach den aus bester Quelle stammenden, durchaus zuverlässigen Mittheilungen der Kölnischen Volkszeitung in Nr. 11., II. Bl., vom 25. d.., Minister v. Maybach die Vorgebirgsbahn als Vollbahn von Staats wegen bauen, dagegen die Linie Köln=Frechen der Privat=Unternehmung, sei es als Dampfstraßenbahn oder sonstwie, zum Ausbau überlassen will. Die beiden Linien müssen also durchaus selbständig neheneinander von den Interessenten verfolgt werden und stehen sich durchaus nicht im Wege.] Leuchtkraft des Gases am 30. April 1890. Gasfabrik 19,7. Lab.—. Stadt—“ * Rbeinhöbe 1. Mai, Morgens 7 Uhr m.20— 38 cm, Seite 4. Kölner Local-Anzeiger Nr. 117° Donnerstag, 1. Mai 1890. n Alen sädtischen Angelsgenbeiten darf der Kölner Local-Anzeiger des bernfenste Organ der Kölner Bürgerschaft und für dieselbe bezeichnet werden. Seine prompte Berichterstattung über locale Ereignisse jeglicher Art, die ausführliche und vollständig sachliche Darlegung aller aus der Bürgerschaft selbst hervorgehenden Bestrebungen sowie die grosse Aufmerksamkeit, welche derselbe dem reich entwickelten Vereinsleben in Köln und den eingemeindeten Vororten schenkt, haben ihm nach 2½jährigem Bestehen bereits allgemeine Anerkennung, Beachtung und Einfluss gesichert. Das zu Anfang d. J. von uns veroffentlichte Preis-Ausschreiben für die beste Beantwortung der Frage:„Durch welche Mittel kann der Fremdenverkehr in Köln noch weiter gehoben werden?“ hat die Anregung zu einer Reihe höchst beachtenswerther Vorschläge von Seiten der Bürgerschaft gegeben. Ein Theil der bezüglichen Aufsätze ist bereits im Kölner Local-Anzeiger veröffentlicht worden, und noch fortgesetzt gelangen Zuschriften an die Redaction, welche mit derselben Frage sich sehr ernstlich befassen. Da gerade die aus unserm Leserkreise hervorgegangenen Vorschläge auch bei den zuständigen Behörden grosse Beachtung finden, so hat auch in diesem Punkte der Kölner Local-Anzeiger durch seine Anregung ein grosses Verdienst um die gesammte Bürgerschaft sich erworben. Die fesselnden und doch sittenreinen Erzählungen, welche fortdauernd im Feuilleton des Kölner LocalAnzeiger erscheinen, erfreuen sich in allen Kreisen der Bürgerschaft grosser Beliebtheit. Wir laden deshalb alle Mitbürger zum Bezug des Kölner Local-Anzeiger freundlichst ein. In allen strassenwärts gelegenen bewohnten Unterhäusern wird derselbe kostenfrei abgegeben; dagegen beträgt die Zustellgebühr für Stockwerke und Hinterhäuser 30 Pfg. monatlich. Die Zahlung bitten wir an unser Träger-Personal zu entrichten, welches dafür besondere ZustellKarten als Quittung verabfolgt. Anmeldungen(mündlich oder durch Postkarte) können auch in unserer Geschäftsstelle, sowie in den 28 Anzeigen-Annahmestellen gemacht werden. Wir überwreisen diese Anmeldungen den betr. Trägern zur Erhebung der Zustellgebühr. Für die 30-Pfg.-Bezieher wird Sonntags eine besondere reichhaltige Unterhaltungs-Zeilage Colonia kostenfrei beigelegt. Sie bietet sehr anziehenden Lesestoff mit sorgfältig ausgewählten Beiträgen: Kölnische WochenPlauderei, besonderes stets abgeschlossenes Feuilleton, Was draussen vorgeht, Aus der Provinz, Vermischtes, Buntes Allerlei, Preis-Räthsel-Ecke(Bilder-Rebus, Räthsel, Charaden u. s..). Durch die Post bezogen für die Monate Mai, Juni M. 1,00.(Post-Zeitungs-Verzeichniss Nr. 3235) Geschäftsstelle des Kölner Local-Anzeigzes; Ecke Bahnhofstrasse. Donnerstag, 1. Mai, Nachmittags 3½ Uhr: Concert ausgeführt von der Capelle des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern(Hohenzollern'sches) Nr. 40, unter Leitung des Königl. Musik-Dirigenten Herrn Albert Benthan. PROGRAMM. Erster Theil. 1.„Gruss in die Ferne“, Marsch von Döring. 2. Ouverture zu„Der König von Yvetot“ von Adam. 3.„Italienischer Walzer“ von Joh. Strauss. 4. Marsch und Arie aus der Oper„Die Zauberflöte“ von Mozart. 5. Fantasie aus„Faust“ von Gounod. 6.„Katharinen-Quadrille“ von Bilse. Zweiter Theil. 7.„Kosacken-Marsch“ von Hättner. 8. Ouverture zur Oper„Die weisse Dame“ von Boieldicu. 9.„Schatz-Walzer“ von Joh. Strauss. 0. Introduction und Canzonette aus„Rigoletto“ von Verdl. 1. Duett aus„Die lustigen Weiber“ von Nicolai. 2.„Plait-il?“, Polka von Bach. (Nachdruck ist nicht gestattet.) Eden-Garten, Prachtbau, Friesenplatz 25. Einzigstes Etablissement dieses Genres in Rheinland und Westfalen. Elektrisch beleuchtet. Neu! Vom 1. Mai an Wochentag: Neu. CONCERT Karlsbader Damen=Schesters (9 Damen, 5 Anfanz 7 Uhr. Entrée 30 An Sonntagen concertirt die Capelle im Garten des Eldorado. Deutscher freisinniger Verein. S Heute, Donnerstag, kein Vereinsabend. Verkauf. Am Donnerstag den 1. Mai 1890, Vormittags 11 Uhr, sollen im Hause Friesenwall Nr. 76 zu Köln gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden: 1 Ladentheke, 1 Ladenreal, 1 Tafelwagge, 1 Fenster=Einrich= tung, 1 Kächenschrank, 5 Nohrstühle, 1 Kleiderschrank, 1Sopha, 1 Commode, 1 Bett rc. 2c. Der Verkauf findet bestimmt statt. Gerichtsvollzieher in Köln, Mohrenstraße 41. Städtische zu Breuerstraße 10, täglich geöffnet, nimmt Einlagen von 1 K. aufwärts an und verzinst die selben mit 3⅛%. Der Vorstand. Capitalien liegen fortwährend zum Ausleihen bereit. Näher. b. Rendanten Communionhüte, Hut=Fabrik Fries=Bungarten, Eigelstein 25, an d. Marzellenstr Herrenfilzhüte, Strohhüte billigst. I En-groe Lager in Glas, Porsellan Cristall Steingut etc. Geschw. 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Es wird mein größtes Bestreben sein, durch Verabreichung nur guter Speisen und Getränke, sowie aufmerksame Bedienung mir die Zufriedenheit meiner geehrten Besucher zu erwerben und dauernd zu erhalten. Hochachtungsvoll! Conrad Steinbüchel. Breitestraße 49. Köln, empfiehlt naturreine Mosel=, Rhein= und Rothweine, Marsala, Bordeaux, Ungarweine, französische Cognacs. Versandt in Flaschen und Gebinden. BUCHDRUCKEREI VICTOR MOEKER * G r. B u d e n g a s s e 9 s H Ö L N s T e l e p h o n N r. 3 9 6 Saubere Ausführung von Drucksachen aller Art zu reellen Preisen. A. Krupp. St. Agatha 11. Special-Geschäft für Kleider- und Mantel-Stoffe. Beim Herannahen des heiligen Communion- und Confirmations-Festes bin ich Willens, meine grossen Lagerbestände in den einschlägigen Artikeln billigst abzugeben und vergüte bei sofortiger Baarzahlung 10 pCt. Rabatt. 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