Asss . Erpedition und Anzeigen-Annahme Marzellenstraße 20. EFEXFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFTFTFTFFFFFTFFF Anzeigen-Preis: Für Köln und Dororte 12½ Ofg. die einspaltige Zeile; für auswärts 20 Ofg. Bevorzugt verlangte Inserate(erste und letzte Seite) 20% höher.—„Aleine Anzeigen“ jedes Wort 3 Ofg.— Offerten=Annahme 25 Ofg.— Jede vierte Einrückung kostenfrei. Se Wird täglich in jedes Haus von Köln, sowie in Deutz und allen Dororten unentgeltlich getragen. Für Etagen und Hinterhäuser mit SonntagsBeilage 30 Ofg. monatlich. S Verlag und Druck von J. O. Bachem. Verantwortlich: für den allgemeinen Cheil P. Brendgen, für den Anzeigen=Theil E. Böhm, Alle in Köln. nzeider Nr. 40. Vierter Jahrgang. für die rheinische Hauptstadt und Freindenblatt. de au o, ee i, i geg. J. ui. c e, de die d 2. 1 die. Pa deie ge ie die 2e de d. 16e de. 2/ N 2 Köln, Montag, 10. Februar 1890. Tägliche Auflage uber 22,600. Feuilleton des Kölner Local=Anzeiger. 10. Februar 1890. 21 AIPS TDNE“,HGRU MITIAFPRI• MDRGRAME Großer Erfolg. &am Sonnenried. Roman von Marga Brechten. „Diesen Knaben,“ sagte Capitain Ihno,„fand ich vor einigen Jahren in einer chinesischen Hasenstadt. Er lag halb verschmachtet im Sande und vermochte keinerlei Auskunft über sich zu geben. Auch später brachte ich nichts Rechtes aus ihm heraus. Da unser Schiff zur Abfahrt bereit lag, ließ ich ihn dorthin bringen und verpflegen. Nach längerer Zeit erholte er sich, wurde getauft und unterrichtet. Er lernte Englisch und etwas Deutsch, aber zum Schiffsjungen tangt er nicht. Seine Körperbildung ist dem stets wechselnden Klima, den kalten Strömungen der Meere, in denen wir kreuzen, nicht gewachsen. Vielleicht vergönnt ihm Felicitas den Platz eines kleinen Pagen; er könnte ihre Blumen pflegen und dergleichen Dienste verrichten, bis er zum Groom herangewachsen ist.“ „Ich bin überzeugt, daß du ihr nicht leicht eine größere Freude mit etwas machen könntest, als gerade mit dem kleinen Neger da,“ erwiderte Freidorf.„Er soll einen niedlichen Pagen=Anzug haben und wird in dem großen Haushalte des Schlosses Unterkommen und Beschäftigung finden, wärmer und wohliger gemiß, als draußen auf der kaiten See. Sieh', wie er friert, trotz seiner hübschen Flauellblouse.“ Kurze Zeit nach der Ankunst seines Sohnes trat Baron Freidorf eines Morgens in das Bibliothekzimmer. Seine Gattin saß an ihrem Arbeitslische und war mit Malen beschäftigt. Vor ihr stand ein geschmackvoll geordneter Strauß Feldblumen. Das Wetter war prachtvoll, und die geöffneten Fenster ließen manchen Sonnenstrahl ungehindert auf Felicitas' Haar und ihr hübsches, blou=weißes Morgenkleid fallen. Sie arbeitete emsig, hielt zuweilen das Blatt prufeno von sich und verglich, ob der leuchtende Mohn und die weiße Sternblume ihren lebenden Schwestern auch getreu nachgebildet seien. Ein Schritt hinter ihr machte sie aufsehen. „Herbert, du?“ rief sie freudig und streckte dem Gatten die freie Linke emgegen.„Wie hübsch, daß du mich besuchen kommst!“ wO Nun, Amalie, wie hat dir die letzte Saison gefallen?" „O, herrlich! Bedenke Theuerste, beinahe drei Mal verlobt gewesen!“ „Schon so fleißig, meine kleine Felicitas? Zu einer Stunde, wo die andern Damen deines Standes noch nicht an ihre Morgentoilette denken, trifft man dich schon an der Arbeit.“ Ja, siehst du, das ist unerläßlich, wenn man auch nur das Geringste fertig bringen will. Seit Ihno hier ist, haben wir so vielen Besuch, daß die Tage wie im Fluge vergehen; man findet kaum Zeit zur Beantwortung der nothwendigsten Briefe.“ Baron Freidorf nickte.„Das empfand ich auch schon und bin froh, daß ich wenigstens die geschästliche Correspondenz meinem Inspector überlassen kann. Aber wie schön du malst! Wie wundervoll sind die Gräser ausgeführt und die zarten Blätter der Kornblume!" „Bill hat den Strauß so wirkungsvoll gebunden,“ entgegnete Felicitas, sein Lob bescheiden von sich ablenkend. „Und diese schöne Arbeit soll Lydia van der Lohe haben?“ „Ja, aber ich muß sehr eifrig sein, wenn ich damit fertig werden will. Sie soll eine Schreibunterlage geben, die ich ihr zum Namenstage schenken wollte. Lydia beabsichtigt nämlich, mit Käthe von Welfingen in Briefwechsel zu treten, deren künftige Heimath durch ihre Entfernung keine häufigen Besuche gestattet. Gelingt das kleine Werk, so will ich mit Bill's Hülfe eine Sammlung der hiesigen Haidekräuter und Waldblumen zusammenstellen und dem Vater-eine Schreibmappe malen. Er ist leidenschaftlicher Botaniker und interessirt sich für unsere Flora. Ich deuse, ein Kranz von zarten Moospflanzen und Haidektaut, auf dem sich einzelne Insecten schankeln, dürfte sich z. B. auf der obern Decke ganz gut ausnehmen.“ „O weh, da gehe ich gewiß leer aus,“ scherzte der Baron,„denn eine dritie, gleiche Arbeit kann ich dir wohl nicht zumuthen.“ „Nein,“ lächelte sie;„aber im Winter, wenn wir mehr unter uns sind, dann sollst du ein Stillleben haben. So ein todtes Wild, täuschend nachgemalt, will mir für den Jagdliebhaber viel besser passen, als ein Blumenstück.“ „Gut, mein Herz, der Vorschlag gilt, ich werde dich beim Wort halten. Doch sieh', bis zum Winter ist es noch gar lang, und du könntest mir da vorab etwas schenken, oder vielmehr einen kleinen Wunsch ersüllen. Da ich dich gerade hier treffe, kann ich meine Bitte ungestört aussprechen.“ s Wer orgel * Wer bläst, 68 68 6 Wer trommelt,## 6# überhaupt JEDEF, weicher sich Carneval durch Musi## e i r e n a m u s i r e n w i l l, f i n d e t n u r b e i m i e d i e g r ö ß t e E# Auswahl, kauf- und leihweise große und kleine Trommeln, Becken, Triangeln, Geigen, 6 Guitarren, Mandolinen, HarmonicaS, Dreh=Orgeln e inselgenden Bistern: Herauhon, Kriton, Manogan, Cupheniun, Melodeon, sowie Pracht=Saion=Orgein. Für Wirthe: G Große echte italienische Straßenorgeln. Haupt-Verkaufs- u. Verleihstelle D. Simens, a Haffe ist die beste und preiswertheste Marke. Eingeführt in allen Städten Deutschlands in den bessern Geschäften der Lebensmittelbranche. A. Zuntz sel. Wwve. u Bonn a. Rhr..Berlin NW. Hoflieferant Sr. Majestät des Kaisers. und Königs, sowie auderer Höfe. Dampf-Kaffee-Brennerei, gegr. 183 Theater in Prachtbau des Circus O. Carré. Direction: R. Schippanowsty. Täglich: Große Specialitäten=Vorstellung. ner- Stürmischer Applaus! Herrn E. Bonnettn's dressire Angora=, africanische, sibirische Katzen. Anf. d. Conc. 7½ Uhr, Vorstell. 8 Uhr. 87er Lorcher Naturwein, 75 Pfg. p. Fl. incl. Glas, Ahrbleichert, 80 Pfg. p. Fl. incl. Glao. Rother, Marzellenstraße 57—59. Drei Zimmer zu vermiethen. Ehrenstraße 13. 6 8 Hur 53A. 65 50 surr Casino=Gesellschaft In zu dem am 16. EHAU Die Mitglieder können ihre Karte(Familien=Karte) Februar stattfindenden am Sonntag den 9. d. Mis., Abends 6 bis 8½ Uhr, im Gesekschaftshause in Empfang nehmen. Einzuführende Fremde müssen vorher durch ein Mitglied in eine Line, welche nur bis Freitag den 14. Feoruar offen liegt, eingetragen werden. Die Karten für die einzuführenden Fremden können dann Samstag den 15. Februar. Abends von—9 und Sonntags von 11—1 Uhr Mittags in Einnfang gengmmen, merden Der Vorstand. Cäcilia Wolkenburg (Köiner Männer-Gesang-Verein). Freitag den 14. Februar, Abends 8 Uhr, und Sonntag den 16. Februar, Abends 7 Uhr, Divertissementchem zu wohlthätigem Zwecke. (Circus Carré.) Der Feen-See, Kölnische Volks- und Zauber-Oper mit Ballet in 3 Acten mit Bürger- und Geister-Versammlungen bei's Gas- und Mondlicht übermenschlichen Liebes-Secnen, solennen Keilereien und vielen andern unterhaltsamen Vorkommaissen nach dem Verzällchen eines alten rundentischlerischen Stammgastes des altkölnischen Bierhauses „Zum Pattevugel“. Preise der Plätze: Loge und Tribüne numerirt K 4, Sperrsitz numerirt M. 3, Erster Platz M. 1,50, Zweiter Platz R. I. Galerie M. 1. Karten- Verkauf in der Hof-Musikalien-Handlung von J. F. Weber. Schildergasse 6, von Morgens 9 bis Abends 8 Uhr, am Tage der Aufführung jedoch nur bis 4 Uhr und dann von 5 Uhr ab im Circus Carre. nar- Das Bauchen ist in diesen Vorstellungen nicht gestattet Carnevalistischer Reichstag 13. Legislatur=Periode. Moniag den 10. Februar, Abends 8 VII. Plenar-Sitzung, Ehren=Abend d. Bamen, mit Ueberraschungen für dieselben. Außerdem gelangt zur Aufführung: Liebe zur Kunst. Posse mit Gesang in 1 Aufzuge von G. v. Moser. im Luisen=Saale. Nachher ein Tänzchen. Die Mitglieder haben gegen Coupon 7 für sich und eine Dame Zutritt. Fremdenkarten zum Preise von R. 1,— u Person sind niedergelegt bei den Herren: P. Schmitz, Schaafenstr. 43; Hackenbroich, Ehrenstraße 18; A. Pütz; Follerstr. 62; Reden=Jülich, Schildergasse 102, und 2. Bohrer. Breitestr. 178. Cassapreis M. 1,50. Der Kleine Nath: Allert Urbach, Präsident. Hinterbau, 1 Gut möblirtes passend für jeden Handwerker. 1 Zimmer mir Pension zu vermiete Büraerstraße 3.. Deutz, Vollwer. Seite 2. Local-Anzeiger Nr. 40 a Montag, 10. Jebruar 1890. Felicitas legte Pinsel und Palette nieder, schob ihre Arbeit zurück und blickte mit fragendem Lächeln zu ihm auf. Er zog einen Sessel an den Tisch, strich über ihr lockiges Haar und sagte mit verhaltener Stimme:„Ich bitte dich, sei gegen Ihno freundlicher.“ „Wie, bin ich das nicht?“ „Ich wählte vielleicht nicht das richtige Wort, ich wollte sagen: herzlicher, zutraulicher. Du bist nicht gerade unfreundlich gegen ihn, aber so abweisend, so kühl. Wenn du mit ihm sprichst oder sprechen mußt— denn von selbst richtest du selten das Wort an ihn— dann geschieht es auf eine so kalte, fast herbe Art, daß es mir leid um ihn thut. Er muß sich gekränkt fühlen, und sieh, ich wünschte doch, daß ihm die Zeit im Vaterhause so angenehm als möglich verflösse. Wenn der Beruf wieder seine Anforderungen an ihn stellt, und er in den langen Nächten auf den Schiffsplanken auf und ab wandert, dann soll ihn der Gedanke an die frohen Tage in der Heimath als liebliche Erinnerung begleiten.“ „Sage mir, was ich thun soll,“ sagte Felicitas. „Nun, wozu sind denn da besondere Angaben nöthig? Du bist heute ein wenig schwer von Begriff, mein Liebling. Unterhalte dich mit Ihno, reite mit ihm aus— muß ich denn immer dabei sein? Es mußte den armen Jungen wahrlich nicht wenig verletzen, als du gestern, da ich eine Abhaltung erfuhr, plötzlich erklärtest, auch nicht mit reiten zu können. Da trieb er denn allein sein Pferd an und ich sah, daß es ihm leid that.“ „Erlaube, Herbert, diese Aenderung meines Entschlusses geschah nicht aus Laune, sondern sie hatte ihre besondere Bewandtniß. Nur dir zu Liebe verschob ich einen dringenden Brief an eine gute, alte Verwandte, mit dem Vorsatze, denselben in später Abendstunde zu schreiben. Als du zurückbliebst, sah ich mich nicht veranlaßt, diesen letzten Ausweg zu ergreifen. Ich sagte dies auch deinem Sohne, worauf er nach der Villa Neuberg ritt.“ „Ah, das ist etwas anderes. Gewiß thatest du Recht daran. Die hellen Augen und die rosigen Wangen meiner lieben Frau sollen nicht durch spätes Wachen trübe und bleich werden. Vielleicht findet sich bald eine andere Gelegenheit, wo du, ohne etwas zu versäumen, einen herrlichen Ritt mit Ihno machen kannst.“ „Also ausreiten,“ wiederholte Felicitas, nur um etwas zu sagen. „Ist dies alles?“ „Du lieber Himmel, nein! Leset, musicirt mit einander! Ihno besitzt einen prächtigen Tenor, den solltest du ein Mal hören!" „Schade, daß Illa nicht da ist; die Beiden könnten zusammen singen.“ „Ja, das wäre schön. Aber einstweilen bist du da, und da werde ich alter Mann mich ohne Zweifel bald auf ein kleines Abendconcert freuen dürfen.“ Er lächelte bei diesen Worten selbst, denn er hielt sich seit den letzten Monaten nicht im mindesten für alt. Ein Mann, welcher so jung fühlte, dessen Herz noch so warm und sreudig schlug, stand kaum in der Mitte des Lebens. „Weiter,“ bat seine Gattin trocken. „Ach geh', Liebchen, stelle dich nicht so ungefügig. Das weitere wird sich schon finden, wenn du nur den guten Willen hast, meine Bitte zu erfüllen.“ „O Herbert, wie sollte ich nicht, wenn du es wünschest?“ „Siehst du, ich wußle, daß ich nicht fehl ging. Wenn Ihno ein junger Geck oder ein fader Mensch wäre, wie z. B. der Lieutenant von., so würde ich ein solches Ansinnen gar nicht an dich gestellt haben. So aber kann der nähere Verkehr mit ihm, dem gesetzten, vielgereisten Manne, der ein seltenes, allseitiges Wissen besitzt, doch nur höchst angenehm und anregend sein. Er war dir bis jetzt noch fremd, du kennst ihn noch gar nicht, daher dieses Ausweichen, als ob dir seine Person mißfiele. Also nicht wahr, du thust es, wenn es dir auch manchmal schwer werden sollte „Ich thue es,“ sagte sie und erkannte, daß sie durch allzu große Vorsicht fehlgegangen und sich selbst in eine mißliche Lage gebracht hatte. Der Baron drückte einen herzlichen Kuß auf ihre Stirne, trällerte ein fröhliches Jagdlied und schritt über den Hof dem Parke zu. Hart neben der Freitreppe, an einer sonnigen Stelle, saß das bleiche Söhnchen des Inspectors und las in einem Märchenbuche, das ihm die Baronin geschenkt. Das Kind hatte eben eine andere Seite aufgeschlagen und legte den Finger an die Ueberschrift der nun folgenden Erzählung: Von einem Kinde, das mit dem Feuer gespiell. 25. Es war so, wie Felicitas gesagt hatte. Seit Capitain Ihno's Ankunft im Schlosse gaben sich, wie man zu sagen pflegt, die Besucher die Thüre in die Hand. Bald darauf folgten Einladungen von allen Seiten, und es begann ein Leben so bewegt und geräuschvoll, daß es schien, als wolle man die Bewohner des alten Stammsitzes plötzlich für alle einsam verlebten Jahre entschädigen. Diese trösteten sich mit der Aussicht auf den kommenden Herbst, einer Zeit, welche sie mancher geselligen Verpflichtungen mehr und mehr entheben mußte. Dem Baron schien das gegenwärtige Leben noch am meisten zuzusagen. Im Kreise heiterer Freunde, mitten in der lebhaftesten Unterhaltung, sah er zu seiner schönen, jugendlichen Gattin hinüber, wie sie entweder, anmuthig die Honneurs machend, durch die Gäste schritt, oder von den Damen der angesehensten Familien umringt war. Er bemerkte auch mit Vergnügen, daß sie sich liebenswürdiger gegen seinen Sohn zeigte, allerdings auf eine Art, welche deutlich bewies, daß sie es nur that, weil er es von ihr begehrt hatte. Felicitas ihrerseits wunderte sich, daß sich ihr nun, trotz des großen gesellschaftlichen Verkehrs, so viele Gelegenheiten boten, um eben diesem Wunsche ihres Gemahls nachzukommen. Sie benutzte dieselben, wenn auch anfänglich mit einigem Widerstreben; als sie jedoch seine heitere Miene bemerkte und manchen Dankesblick und warmen Händedruck nach solchem Bemühen empfangen hatte, bangte ihr nicht mehr vor den immer häufiger eintretenden Anlässen, welche ein gemeinsames Handeln mit dem Stiefsohne herbeiführten. Wozu auch? Wie thöricht war sie doch gewesen! Konnte eine müßige Stunde auregender verfließen, als wenn sie der geistvollen Unterhaltung Ihno's lauschte? Gewiß nicht. In eingebildeter Klugheit hatte sie sich selbst beraubt und des Gatten Unwillen erregt. Was Herbert wünschte und sogar von ihr verlangte, das konnte kein Unrecht sein. Und wie tactvoll benahm sich Ihno jetzt! Er war achtungsvoll, fast ehrerbietig gegen sie, ohne jede Spur von lästiger Galanterie digender Vertraulichkeit. Auf den Morgenritten erzählte enen Erlebnissen, mit stets wechselndem Ausdrucke und glühenden Farben schildernd, und doch klar und in feiner Weise belehrend. Ihr war das lieb; sie brauchte nicht selbst zu sprechen und empfand zugleich einen höhern Genuß, als wenn sie das interessanteste Buch gelesen hätte. Auch Herbert meinte mit väterlichem Stolze, Niemand könne je müde werden, seinem Sohne zuzuhören; und wenn er die Beiden dann und wann begleitete, bedauerte auch er immer, wenn der Rückweg angetreten werden mußte. Mit dem Musiciren ging es weniger gut. Sie bewunderte Ihno's kraftvollen, schmelzenden Tenor; aber sie war zu schüchtern, um ein Duett mit ihm zu versuchen. Wenn seine Stimme in dem Saale erklungen, fand sie nicht den Muth, eines ihrer kleinen, unbedeutenden Lieder folgen zu lassen. Ihr Gatte lachte dann und neckte sie wegen der unbequemen Röthe, welche die Verlegenheit in ihre Wangen trieb. „So spiele, mein Herz,“ meinte er gutmüthig;„in der Technik bist du ihm über. Die kräftigen Hände des Seemannes taugen nicht zum Pianofortespiel. Wähle irgend eine Sonate oder ein Nocturno; solch' zarte Accorde, so sehnsüchtige Melodieen können nur deine weichen Finger hervorbringen.“ Sie lehnte den Kopf an seine Schulter und fühlte sich da so geborgen, so sicher ruhend, wie ein Kind an des Vaters Herzen. Ihno stand am Clavier, mit seinen großen, ernsten Augen wie in weite Ferne blickend. Wenn sie sich dem Instrumente näherte, nahm er einen Sessel an des Vaters Seite; denn er wußte, daß sie gewohnt war, sich selbst die Blätter umzuwenden, und dergleichen kleine Dienste von fremder Hand überhaupt nicht liebte. Er saß weit von ihr, und dennoch zitterten ihre Finger; sie konnte das begonnene Musikstück nur mit Mühe zu Ende bringen. Darum zog sie es vor, mit einer Handarbeit in die weichen Divanpolster geschmiegt, den Stimmen der beiden Männer zu lauschen. Waren die Zeitungen gelesen und die neuesten politischen Ereignisse gehörig besprochen, dann theilte der junge Seemann irgend eine interessante Begebenheit aus dem reichen Schatz seiner Erinnerungen mit, und der Abend ging in Nacht über, ohne daß man sich der schwindenden Zeit bewußt wurde. So verstrichen die Tage, Wochen und Monate. Der Sommer ging langsam dahin und manch' kalter Wind wehte über die Haide, als erster Vorbote des nahenden Herbstes. 26. An einem der letzten Augusttage machte Felicitas einen Besuch auf einem zum Schlosse gehörigen Pachthofe. Der gegenwärtige Pächter hatte eine ihrer frühern Dienerinnen geheirathet, welche indeß gleich nach der Erntezeit von einer schweren Krankheit heimgesucht wurde. Felicitas schätzte die fleißige Frau sehr und hatte schon längst gewünscht, wieder ein Mal selbst nach der nun bald Genesenden sehen zu können Mit richtigem Tacte verband sie die Austheilung kleiner Wohlthaten gern mit einem persönlichen Besuche. Wenn dann die Armen oder Kranken, in ihr liebes, hübsches Gesicht blickend, den gütigen Zuspruch hörten, hatten sie oft die unbestimmte Empfindung, als ob sie mit der Annahme der reichen Gabe eher der gütigen Spenderin eine Gunst erzeigten. Das drückende Gesühl des Empfangens verschwand in demselben Maße, als die Liebe und dankbare Anhänglichkeit zu ihrer jungen Herrin sich mehrte. Das Wetter war schön und der Himmel heiterer als an den vergangenen Tagen. Felicitas hatte ihren Besuch beendet und trat, von Bill Foundling, dem Negerknaben, begleitet, den Heimweg an. Sie schritt langsam auf dem Wiesenpfade dahin und ergötzte sich an dem drolligen Gebahren ihres kleinen Pagen. Dieser sprang immer einige Schritte voraus, beugte sich über die breitern Stellen des vorbeifließenden Baches und erfreute sich mit knabenhafter Eitelkeit an seinem Spiegelbilde, welches den buntfarbenen Anzug und die blanken Knopfreihen mehr oder minder deutlich wiedergab. Es war dasselbe Manöver, das Bill unzählige Male in den untern Küchenregionen ausfuhrte und welches ihm gar manchen Puff der Köchin eintrug, wenn sie ihn, mit einem Glase oder hellgeputzten Kupferdeckel davonlaufend, erwischte. Den Wald abseits liegen lassend, eilte Felicitas weiter. Bald lag das Schloß vor ihr, mit seinen altersgrauen Mauern und dem mächtigen Seitenthurme hoch und stattlich von dem klaren Himmel sich abhebend. Sie blieb einen Augenblick stehen und faltete die Hände, dankbar nach der Stätte blickend, welche ihr eine so liebe Heimath geworden. Die Strahlen der untergehenden Sonne fielen schräg durch die Parkbäume und vergoldeten die Fenster des kleinen Salons, in welchem sie jetzt so herrliche Abendstunden verlebten. Ob wohl Herbert schon daheim war? Sie beeilte ihren Schritt, um ihm gleich mittheilen zu können, daß Bertha van der Lohe morgen kommen und einen ganzen Tag bei ihnen zubringen werde. Im Hofe stand ein Pferd, das von einem fremden Herrn so eben bestiegen wurde. Respectvoll grüßend, ritt derselbe zum Thore hinaus, während Bill wieder voraus lief und sich bald nach Herzenslust mit den Hunden herumbalgte. Englische Schimpf= und Schmeichelworte flogen nach auen Seiten; Felicitas betrat lächelnd das Schloß, unter dem Portale aber drehte sie sich noch ein Mal um und blickte dem Fremden nach. In diesem Augenblicke hatte sie das Gefühl, als sei ihr etwas sehr Unangenehmes begegnet. Wenn keine Gäste anwesend waren, nahm man das Souper ziemlich früh ein. Auch heute war dies der Fall. Als es vorüber war, erzählte Felicitas dem Gatten von ihrem Besuche auf dem Pachthose. Sie hatte Martha so ziemlich wieder hergestellt, den Pächter aber in großer Sorge angetroffen. Er glaubte den Pachtzins erst einen Monat später bezahlen zu können, denn die Krankheit seiner Frau habe ihn arg zurückgebracht. Morgen wolle er selbst kommen und um Aufschub bitten. „Der dem Manne gern gewährt werden wird," versetzte der Baron. „Hellwald ist brav und fleißig, und ein Unglück kann Jeden treffen. Uns macht die Verspätung nicht arm, und Milde zu üben ist Christenpflicht.“ Seine Gattin sah freundlich zu ihm auf; wie anders dachte und sprach er jetzt gegen früher! Der Diener zündete nun die Lampen an, rückte die Sessel zurecht und ließ die schweren Vorhänge nieder. Felicitas schob den beiden Herren das Rauchtischchen näher und nahm eine Stickerei aus ihrem Arbeitskörbchen. „Nun, mein Sohn,“ wandte sich Baron Freidorf nach einer Weile zu dem Capitain,„du bist ja heute Abend merkwürdig einsilbig. Hast du wichtige Nachrichten erhalten?" „Allerdings, lieber Vater,“ erwiderte dieser, ergriff eine Mappe mit Zeichnungen und breitete dieselben auf dem Tische aus.„Am Nachmittage,“ fuhr er fort,„erhielt ich den Besuch meines Agenten Kraus, welchen du wahrscheinlich wieder fortreiten sahest. Wie du weißt, beabsichtigte ich längst, mir ein eigenes Schiff zu bauen. Kraus theilte mir nun mit, daß der Rheder A. den Bau eines vor zwei Jahren begonnenen Fahrzeuges aus finanziellen Gründen nicht fortsetzen könne und dasselbe an einen Käufer abzutreten gedenke. Der Agent brachte die Zeichnungen mit. Diese Entwürfe sind in der That einzig in ihrer Art, und das begonnene Schiff verspricht ein Riesenwerk zu werden.“ „Und hättest du Lust?“ forschte Baron Herbert. „Warum nicht, wenn du mir beistimmst? Ich hoffe, vor einem endgültigen Abschluß fährst du wohl mit mir nach Kiel und theilst mir deine Ansicht mit. Vielleicht findet auch Felicitas an dem Ausfluge Vergnügen und gönnt uns die Freude ihrer Begleitung.“ „Daran zweifele ich nicht,“ erwiderte sein Vater.„Sie hat öfters den Wunsch ausgesprochen, die großen Seeschiffe in der Nähe betrachten zu können, und so ein im Entstehen begriffener Bau ist doppelt interessant.“ Felicitas sagte freudig zu, während der Baron fortfuhr:„Was sind nun deine nächsten Pläne?“ „Ich gedachte zunächst allein hinzufahren,“ entgegnete der Capitain, „und mir das Ganze anzusehen, sowie von dem Rheder die nähern Bedingungen zu erfahren. Davon hängt dann unsere spätere gemeinsame Reise ab. Gefällt mir die Sache nicht, so will ich, zufolge früherer Uebereinkunft mit einem Handlungshause, schon im September auf dem bisherigen Schiffe unter Segel gehen und nach einer zwei= bis dreijährigen Seereise von Grund aus selbst bauen. Im andern Falle behaltet Ihr mich wohl noch ein halbes Jahr hier, damit ich das Werk des Rheders vollenden kann.“ „Dieser Fall würde der denkbar angenehmste sein,“ erwiderte sein Vater herzlich.„Du kannst uns keine größere Freude bereiten, als durch dein längeres Hierbleiben. Laß uns hoffen, daß der Schiffskoloß, welcher für jetzt noch unbeweglich auf der sandigen Werft ruht, bald in deine Hände übergeht und einst unter Leinem Commando die Wellen durchfurcht.“ „Dank, theuerster Vater; deine Worte klingen wie ein guter Wunsch. Möchte dieses oder mein späteres Fahrzeug Glück haben!“ „Wann gedenkst du, nach Kiel zu fahren?" „Morgen in aller Frühe. Ich werde mindestens vierzehn Tage fortbleiben. Wird aus dem Kaufe nichts, so kehre ich auf wenige Tage zurück, um Lebewohl zu sagen— will's Gott, nur für lange Zeit und nicht für immer.“ „Weg mit den trüben Gedanken,“ wehrte der Baron, obschon selber ernst gestimmt.„Es wäre indessen dennoch möglich, daß wir heute Abend zum letzten Male so gemüthlich bei einander weilten. Das wäre schade! Wir verlebten so heitere Monate zusammen.“ „Auch ich würde mit Bedauern scheiden,“ versicherte der Capitain. „Mir geht es wie einem Kinde, dessen Ferien zu Ende gehen— ich fand es niemals so schön in der Heimath.“ Sein Blick streifte Felicitas— sie stickte unermüdlich, aber ihr Gesicht war bis in die Lippen hinein erblaßt. „Das glaube ich dir,“ sagte Baron Freidorf, den Faden des Gespräches wieder aufnehmend.„Wir Alle wissen, wer uns die Heimath so lieb gemacht und uns das Leben auf dem einsamen Gute versüßt; Felicitas heißt mein Glücksstern. Wenn dein Schiff fertig geworden und du wegen der Benennung desselben im Zweifel bist, so würde ich dir den Vorschlag machen, ihm diesen glückbringenden Namen mit ihrer Erlaubniß beizulegen.“ „Ich könnte wahrlich keinen schönern finden,“ entgegnete sein Sohn zögernd;„aber Frauennamen bedeuten Unheil, das ist nun ein Mal alter Schifferglaube. Früher dachte ich mir, daß mein Fahrzeug=Die Meeresbraut= heißen solle; in doch die wilde, wogende See die eigentliche Geliebte des Seemannes, der er, alles verlassend, Glück und Leben anheimgibt und in deren kühlen Armen er gar oft den Tod findet. Doch da bin ich ja wieder daran, uns den heutigen, vielleicht letzten Abend mit bösen Ahnungen zu trüben. Laß uns lieber die herrlichen Pläne betrachten; dieser Entwurf da zeigt den Bau in seiner Vollendung. Er erinnert mich an ein Schiff, welches einst mit dem von mir befehligten Fahrzeuge den Hafen verließ und den furchtbaren Februar=Sturm des Jahres 186— zu überstehen hatte.“ Und nun war Ihno von Freidorf wieder ganz der kühne Seefahrer; seine beiden Zuhörer lauschten mit Interesse, sie hörten die tosenden Wellen, das Stöhnen und Aechzen des vorwärtskämpfenden Schiffes, sie vernahmen das entsetzliche Krachen des stürzenden Mastes. Von da an folgte Felicitas dem Erzähler nicht mehr. Ihre eigene Phantasie spann das Ereigniß weiter und malte das Bild aus, welches die Worte ihres Stiefsohnes heraufbeschworen hatten. Sie sah es vor sich, wie die natürliche Folge des nächsten Sturmes, welcher sein Schiff treffen würde, wie das gewisse Ende seines Schicksals. Was war es? Nichts als ein gebrochener Mast, von den erkalteten Händen eines Mannes umklammert, dessen Gesicht noch in der Todesstarre Ihno's Züge zeigte! Die brausenden Fluthen stürzten darüber hin und der Himmel wölbte sich schwarz über der schanerigen Scene. Jetzt gaben die Wasser noch ein Mal Raum, sie warfen den theuern Körper hoch empor und trieben dann dies grausige Spiel, bis der Sturm sich legte, und Er einsam weiter trieb, irgend einer unbekannten Küste zu. „Will's Gott, nur für lange, lange Zeit und nicht für immer!“ Noch klangen diese Worte in ihrem Ohre fort, alle andern Laute übertönend. Sie hörte nicht die leiser und leiser werdende Stimme ihres Gatten, sie empfand nur eine heftige, mit jeder Minute stärker werdende Pein, so stechend, so beängstigend, daß sie zuletzt, wie nach Athem ringend, das Haupt erhob. Die beiden Männer saßen noch am Tische, sie hatten den Kopf über die Zeichnungen gebeugt und Ihno erklärte dem Vater mit flüsternder Stimme die einzelnen Theile des Planes. Sie erblickte sie wie durch einen dünnen, röthlich schimmernden Schleier— ein Nebel mußte vor ihren Augen liegen. Wann hatte das Schmerzgefühl in ihrem Herzen begonnen? Sie wußte es genau: in demselben Augenblicke, als einer von den Beiden dort vom Scheiden gesprochen— vom Tode und Nichtwiederkehren. Das Licht that ihr wehe, sie heftete die schmerzenden Augen wieder auf die Arbeit. Doch... die Seide war verwechselt, die zarten Stiele der Blumenranken von den zitternden Fingern durchschnitten. Da zerdrückte sie den feinen Spitzenstoff in der heißen Hand... die mühsame, kunstvolle Arbeit war ja doch unnütz geworden, verloren wie gar vieles Mühen im Leben, verdorben wie so manches Menschenherz, das nahe dem Strande gescheitert. Kölner Local-Anzeiger Nr. 40# Montag, 10. Februar 1330. 21. Der folgende Tag brachte den Besuch von Bertha van der L selicitas freute sich darüber, ja sie hätte am liebsten das Haus Lohe. Felicitas freute sich darüber, ja sie hätte am levsten das Haus sich plötzlich mit einer Meuge von Gästen füllen sehen. Als aber Bertha da war und am Nachmittag auch Lydia, von der sorglichen Mutter begleitet, anlangte, da empfand sie ein krankhaftes Verlangen, wieder allein zu sein. So oft sie es unbemerkt thun konnte, suchte ihr unruhiges Auge die Uhr und sorschte, ob der Zeiger noch immer nicht die Abendstunde ankündige. Unbewußt, wie seit langer Zeit, hatte ne sich auch heute auf dieselbe gefreut, bis es ihr auf ein Mal klar wurde, daß ihr Warten für diesen und die folgenden Tage zwecklos sei, da Ihno am frühen Morgen die projectirte Reise angetreten Endlich schied die Familie von Haus„Rast“. Lydia küßte ihre Freundin und flüsterte etwas vorwurfsvoll:„Du warst heute so verändert, Theuerste! Laß mich dich das nächste Mal wieder ganz „„ weiß wirklich nicht, was du meinst,“ stotterte Felicitas verAufsicht des Kriegsministeriums in Peking stehen. Sie ren##n# s Die national=liberale Partei hatte auf g estern Vormittag 11 Uhr eine Wähler=Versammlung ein„Ich weiß witllich nicht, was on minne wirrt, winkte den Abfahrenden mit ihrem Taschentuche einen letzten Gruß zu und eilte in ihre Gemächer. Nun war sie allein, allein 18 zu und ennte inihle Wrnan„ 0u Geht mit ihren Gedanken, denen hinzugeben sie sich so gesehnt hatte. Jetzt in dem stillen Zimmer stürmten sie auf sie ein, schwer, beängstigeno, wie böse, schreckhafte Geister. Sie sprang wieder auf und begab sich hinunter. Wären doch van der Loye's länger geblieben! Der Saal, in welchem sie sonst mit Herbert und seinem Sohne saß, erschien so groß und leer. Merkwürdig! Auch die Hallen und Gänge waren weiter, öder als früher. Lydia mußte sich versehen haben; nicht sie, sondern das Haus schien verändert. Ein Herbsthauch war gleichsam darüber hingezogen und hatte ihm seinen Frieden, die sorglose Ruhe geraubt. Draußen war es auch kalt und doch hatte Bertha von dem ungewöhnlich milden Wetter gesprochen hatten oft recht sonderbare Ansichten. — d Mädchen folgt.) &a Ein schlimmer Teind des Haadwerks. Seit einigen Jahren hat die mißliche Lage des Haudwerkexstandes immer mehr die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. An dem armen ist auch recht viel herumgedoctort worden, ohne daß er sich wesentlich besser danach befunden hat. Auf zahlreichen Versammlungen habe Handwerker und Freunde des ehrbaren Handwerks recht schöne Reden gehalten, und manch' Mittel zur Hebung der Lage empfohlen, aber dabei ist es auch meistens geblieben. Ein sehr schlimmer Feind ist dagegen fast gar nicht, oder doch zu wenig beachtet, und von einem Kampf gegen denselben hat man nichts vernommen. Dieser Feind ist das Es ist unglaublich, wie viel und wie lange bei Handwerkern geborgt wird und zwar von Leuten aus allen Schichten der Bevölkerung. Manche borgen aus Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit, Viele, weil sie nicht zahlen können, und Einige sollen sogar borgen, weil der Handwerker das Geld vor Neujahr nicht haben will. Die Erstern würden gewiß stets gleich zahlen, wenn sie daran dächten, welch' große Sorgen sie dadurch verscheuchen könnten und welchen Nutzen sie dem Handwerker zuwenden könnten, der sie aus Furcht, einen so guten Kunden zu verlieren, nicht mahnt. Hätte der Meister das baare Geld, so könnte er dem Kaufmann das, was er demselben schuldet, gleich zahlen, und dadurch erheblich billiger kauten. Denn dieser wird natürlich für Zinsverlust und Wagniß den Preis entsprechend erhöhen. Manche Innungen haben angefangen, gemeinschaftlich ihre Waaren gegen gleich baare Zahlung zu beziehen, und haben davon auch erheblichen Nutzen gehabt. Aber in den meisten Fällen ist es bei den ersten i geblieben, und warum? Weil die Meister das dazu nöthige Geld nicht haben, weil ihre Kundschaft so spät zahlt, zu lange borgt. ziemlicher Schnelligkeit, und wichtige Doenmente werden so auf große Entfernungen täglich finfundvierzia deutscheMelen weit Cefezpeszg hat aber, durch, de. Reodistfhise, des Handels dau gesihet, süir sch In jeder chinesischer Stadt von einiger Größe befinden sich sicherlich einige Postämter, von denen jedes einer oder mehrern, Propiszen vor steht, nach und von denen es Briefe und kleine Packete befördert. Die Sicherheit aller ihnen anvertrauten Gegenstände wird garantirt und der Werth ersetzt, wenn sie verloren gehen; gleichzeitig muß der Inhalt aller Packete bei der Aufgabestelle declarirt werden, damit ein entsprechendes Porto für ihre Beförderung erhoben werden kann. berufen, welche von einigen 400 Personen besucht war. Den Porsitz führte Hr. Justizrath Rieth, welcher die Parteigenossen und die Gesinnungsgenossen, welche an dem Cartell festhalten wollen, begrüßt der Partei und auf die hohe Bedeutung Redner wies auf den Aufruf das Wort Hr. Prof. Derselbe berührte zunächst die Verhältnisse, welche bei der Wahl vor drei Jahren vorlagen. Ganz Deutschland, ganz Europa blicke jetzt auf Kaiser Wilhelm II. als auf den Hort des Friedens. Wenn man aber den Frieden wolle, müsse man stark und mächtig sein; deshalb habe der letzte Reichstag mit großer Mehrheit die Mittel zur Erhaltung des Friedens bewilligt. Zenschenfurcht kenne die liberale Partei nicht, sondern, wie Fürst Bismarck, nur Gottesfurcht.„Auch, heute noch fürchte sich die Partei vor keinem Kriege und würde ihn mit demselben andern laufen. Trotzdem diese Esel nur von dem Miether begleitet sind, braucht man doch nicht zu fürchten, daß sie gestohlen würden; denn ein Reisender, der sie von ihrem gewohnten Wege abbringen oder zwei Stationen ohne Aufenthalt zurücklegen wollte, müßte sie mit sich die Partei vor keinem Kriege und unter Mannesmuth wie vor zwanzig Jahren führen. Die Oryur# der Gegner, die Wahl von 1887 sei nur ein Product der Angst vor den se Soche shas gac eialniel lun ient. Lasheshiche eloe, Gewalt fortschleppen. sle Ansenthalt zurnangen Mit achtzig Pfund Postgepäck trotten diese Das übliche Zahlungsziel ist drei Monate, aber fast jeder Kaufmann gartet auch noch wohl etwas länger. Erfolgt aber nach Verlauf von betr. Handwerker denn auch gecepirt, in dem guten Glauben, daß am Verfalltage der Betrag von den ausstehenden Forderungen gewiß eingekommen sein werde. Aber wie oft ist dies nicht der Fall! Der bedrängte Meister sieht sich also am Verfalltage gezwungen, seine Kunden um Zahlung anzusprechen. Von Angst und Sorge getrieben, beginnt er seinen peinlichen Rundgang. Doch der Eine hat gerade keine Zeit, der Andere hat für den Augenblick kein Geld, einem Dritten kömmt er ungelegen, den Vierten trifft er nicht zu Hause, der Fünfte will das Geld nachher schicken, und der Sechste endlich bezahlt. Also das Er gebniß gleich Null und obendrein einen Arbeitstag verloren. Und die traurige Folge? Der Wechsel wird protestirt und im günstigsten Fall st der Meister nur um die Kosten geschädigt. Aber was geschieht, wenn der Gläubiger sich nicht gedulden will und klagt? Tritt dieser schlimmste Fall nun auch nicht ein, und hat der Acceptant nur die Kosten zu tragen, so ist das doch wahrlich schon genug. Dieselben betragen oft 10 M. und mehr, und das ist sehr viel Geld für einen Mann, der es mit seiner Hände Arbeit sauer verdienen muß. Es sollte überhaupt Niemand einem Handwerker eher eine Bestellung machen, als bis er das Geld dafür hat, und die Handwerker sollten im Allgemeinen beim Borgen etwas mehr Vorsicht gebrauchen. Einige Handwerker haben die übele Angewohnheit, überhaupt vor Neujahr von vielen ihrer Kunden keine Zahlung anzunehmen. Jene haben denn wohl beim Kaufmann Credit bis Neujahr, und hätten das Geld gern auf ein Mal, um besser bezahlen zu können. Aber wird der Kaufmann wohl ungehalten darüber sein, wenn er auch ein Mal mitten im Jahre eine Zahlung erhält? Wird er nicht im Gegentheil dafür gern eine Vergütung eintreten lassen? Es gibt Meister, wenngleich nur wenige, die ihren Stolz darin setzen, lange zu borgen. Einen großen Theil der Schuld tragen auch die Kaufleute, welche dem Handwerker zu viel Waaren aufdrängen. Dem armen Mann wird schwindelig von allen Reden und Anpreisungen des zungengewandten Jünger Merkur's, und ehe er sich versieht, hat er das Haus voll Waaren. Leider hat er aber in der ersten Zeit nur Verwendung für einen Theil derselben, der andere bleibt liegen und verliert an Ansehen und guter Beschaffenheit. Der Betrag dafür verfällt aber auch nach drei Monaten. Kein Handwerker sollte eine Waare kaufen, für die er erstens das Geld nicht hat, und welche er zweitens nicht bald braucht. Ein wahrer Freund des Handwerks wird niemals ungebührlich lange borgen, und ein tüchtiger, strebsamer Meister wird nicht zu leicht Jedem eine offene Rechnung halten, sondern darauf achten, daß er zeitig sein Geld bekommt, um auch selbst zur Zeit zahlen zu können. Dadurch vermeidet er nicht nur Kummer und Kosten, sondern er verdient auch beim Einkauf, und ist dadurch leistungs= und concurrenzfähig. Borgen macht Sorgen,“ vielfach dem Auftraggeber, fast immer aber dem Handwerksmeister, und deshalb vermeide es Jeder, wenn es eben angeht Männer eine Meile in der Stunde, bis sie an ihren Bestimmungsort angelangt sind, händigen hier den Pack einem frischen Manne ein, welcher, aleichviel ob Tag, ob Nacht, ob schlechtes oder gutes Wetter, aufbricht, bis auch er sich seiner Verantwortlichkeit entledigt und den Pack einem dritten Mann eingehändigt hat. Um sich vor früher Arbeitsunfähigkeit zu schützen, machen sie sich zur Regel, nie eine volle Mahlzeit einzunehmen; sie essen sich, wie der Chinese sagt, zu sech. bis sieben Zehnteln voll und nehmen so oft Speise zu sich, als sie Hunger verspüren. Sie recrutiren sich aus den stärksten und gesundesten Männern der arbeitenden Klasse, und es is für einen chinesischen Briefträger vor allem unerläßlich, daß er sich nicht durch irgend einen gespenstischen Feind, wie Hexen oder Teufel, in Furcht jagen läßt. In dieser Hinsicht muß die Festigkeit seiner Nerven erprobt sein, ehe man ihm ein Postpacket anvertrauen kann; denn ein ordentlicher Chinese hat eine so instinctive Furcht vor Nachtdunkelheit, daß das geringste Geräusch am Wege ihn veranlassen würde, den Sack abzuwerfen und davonzulaufen, als ob alle Geister der Finsterniß zusammen und in demselben Augenblick auf ihn losgeDer Portosatz ist sehr gering. Ein Brief von Peking nach Hankau — etwa hundertfünfzig Meilen Lustlinie— kostet nur acht Cents oder vierzig Pfennig. Etwa dreißig Procent des Porto's trägt der Absender, um die Post vor Betrug und Verlust zu sichern; der Ueberschuß kann von dem Adressaten wieder erhoben werden. Diese Postämter werden von den Kaufleuten bei ihren Handelsgeschäften viel gebraucht und Wechsel werden stets so verschickt. Solche Documente, sowie kleine Packen chinesischen Feinsilbers bilden eine ziemlich werthvolle Last und würden oft den Wegelagerern zur Beute fallen, welche viele Provinzen unsicher machen, wenn nicht die Militair=Behörden Reisende, welche die Gasthäuser vor Tagesanbruch verlassen, von Soldaten würden begleiten lassen, bis der Tag sie vor den Gefahren eines plötzlichen Anandern Orten hat man wieder Trups gut eingeübter Männer, welche sich in Gesellschaften von drei bis fünf vermiethen. um einen Wagenzug mit seinem Dutzend Passagiere über solche gefährliche Stellen der Gegend zu führen, wo Straßenräuber nach unachtsamen Reisenden auf der Lauer liegen. Die Eskorte besteht nur aus dieser geringen Zahl; denn jeder dieser Männer soll fünf bis sechs Räubern nicht nur an Stärke, sondern auch an Gewandtheit, Uebung und Gebrauch des Schwertes gleichkommen.. Um sich an den Kampf mit einer großen Anzahl zu gewöhnen und sich die nöthige Geschicklichkeit im Fechten gegen gleichzeitige Angriffe von Mehrern zu verschaffen, verfahren diese Leute auf folgende merkwürdige Weise. In einer hohen Scheuer hängen an langen Tauen von dem Dache herab schwere Säcke mit Sand, in deren Mitte sich der Uebende aufstellt. Er gibt dem ersten Sack mit der Faust einen tüchtigen Schlag und treibt ihn eine Strecke weir von sich, dann dem zweiten, dritten und so fort, bis alle in allen möglichen Richtungen um ihn herschwingen. Hat er zwei oder drei fortgestoßen, so muß er auf die Rückkehr des ersten achten, und manchmal werden von entgegengesetzten Seiten zwei zugleich auf ihn fallen. Seine Aufgabe besteht deshalb darin, die ganze Schaar in Schwingung zu erhalten, ohne sich jemals von einem berühren zu lassen; mißlingt ihm dies, so tann er sich noch nicht erbieten, einen Reisenden über eine einsame Ebene zu geleiten, und nebenbei wird ihn der unbarmherzige Sandsack Hals über in Köln jüngst noch genannten Triumvirat„Windthorst=Richter=Grillenberger". Daß Kriegsgefahr wirklich vorhanden gewesen sei, müsse auch den Gegnern bekannt gewesen sein. Auch den Vorwurf der„unnatürGeanern bekannt gewesen sein. Anch ein Wrrnrn. lichen Wahlbündnisse“ wies der Redner zurück. Ihn trenne von den Männern der Richtung Stöcker=Hammerstein eine größere Kluft, als von manchen Liberalen, die unter freisinniger Flagge segeln. Eingehend beschäftigte sich der Redner mit dem„rothen Gespenst“ der Social=Demokratie, vor welchem sich die liberale Partei keineswegs fürchte. Es sei ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, wenn andere Parteien derselben Vorschub leisteten. Die Unzufriedenheit unter den Arbeitern werde genährt von Männern, welche ihr eigenstes Interesse darin suchten und fänden. Wir stehen unter einem socialen Königthum, und unser per französischen Revolution bis heute auf socialem Gebiete vollzogen haben. Zum Ausbau der socialen Gesetzgebung, wie das Kaiserwort es wünsche, die Hand zu bieten, sei eine der ersten Aufgaben der nationalliberalen Partei, der Vertretung des freien deutschen Burgerhums. Die Social=Demokraten sagten nicht das, was sie dächten, sondern suchten mit zuckersüßen Worten nur den braven Arbeiter zu fangen. Der Ausnahme=Gesetze gegen die Social=Demokraten könne man Weiter führte Redner aus, daß bezüglich der Handels=Politik die national=liberale Partei stets das Interesse des Vaterlandes wahren werde. Der Schutzzoll sei nicht zu beseitigen. Eine Vertheuerung des Brodes sei nicht eingetreten. Das Wort von der Noth der keine leere Redensart. Allerdings musse zugegeben werden, daß durch die Zölle die untern Klassen am meisten gedrückt werden; daher sei eine höhere Besteuerung des reichen Mannes gerechtfertigt, wenn auch eine Reichs=Einkommensteuer nicht durchführbar sei. Im Interesse der aus Reichs=Eintommensiener nicht bnechtahtengN 6e. ean gleichenden Gerechtigkeit müsse die national=liberale Partei für eine all Kopf zu Boden werfen. (Ostasiat. Ll.) Tocales. * Der Bahnhofsbau in Köln. Im Abgeordnetenhause brachte am 8. d. der Abg. Berger(Witten) den Bau des Centralbahnhofs in Köln zur Sprache. Im vorigen Jahre sei die Bürgerschaft alarmirt worden durch den Bau eines großen Schornsteines, welcher sich in der Nähe des altehrwürdigen Domes erhoben habe. Da sei ja nun Abhülfe geschaffen. Neuerdings aber tauche das Gerücht auf, daß der Personenbahnhof mit einem über 100 Fuß hohen Uhrthurme versehen werden solle, welcher in noch weit größerer Nähe des Domes zu stehen käme und das Ansehen desselben beeinträchtigen würde. Der allverehrte frühere College Reichensperger habe ihm privatim den Wunsch ausgesprochen, hier anzuregen, daß man von einem derartigen Plane absehe. In Berlin höre man bei der Errichtung größerer Bauten auch die Stadtvertretung. Was Berlin recht sei, sollte doch Köln billig sein. Reichensperger habe ferner den lebhaften Wunsch, den Bahnhof in gothischem Stile errichtet zu sehen, während er. wie verlaute, in Renaissance= oder Barock=Stil errichtet werden solle. Man wolle sich bei uns zu gothischen Bahnhofsbauten nicht entschließen, obwohl doch ein in gothischem Stile erbauter Londoner Bahnhof den Beweis liefar;, daß der gothische Stil hierfür wohl Anwendung finden könne. Nach den Angaben der Denkschrift sei der Güterbahnhof für Koblenz nunmehr vollendet. Ein nicht geringeres Bedürfniß sei aber der Bau eines Personenbahnhofes der Moselbahn. Dort verkehrten täglich nicht weniger wie 88 Personenund 111 Güter=Zuge. Und für diesen gewaltigen Verkehr habe man vor bereits zehn Jahren eine elende Bretterbaracke hingestellt. Regierungs=Commissar Schneider erwiderte, der Bauplan für den Central= bahnhof in Köln sei im Wege der öffentlichen Concurrenz entstanden. Die Akademie des Bauwesens sei gehört, und was von dieser als das Beste anerkannt, zur Ausführung vorbereitet worden. Der Minister sei übrigens bereit, der Stadt Köln Gelegenheit zu geben, das Project näher kennen zu lernen. Was den Koblenzer Moselbahnhof betreffe, so sei der Ausbau desselben bisher leider durch Rayonbeschränkungen verhindert worden. Wenn diese fallen, werde die Staatsregierung gewiß dazu übergemeine directe progressive Einkommensteuer in den Einzelstaaten, eventuell mit Selbsteinschätzung eintreten. Die Grund= und Gebäude Steuer könne dann ganz oder theilweise den Gemeinden überwiesen werden, deren Lasten namentlich auch im Rheinland sehr groß seien. Bei der guten Finanzlage des Reiches musse auch eine Aufbesserung der Gehälter in den untern und mittlern Klassen des Beamten). Bezug auf die Colonialpolitik war Redner der Ansicht, daß es Aufgabe jedes großen Culturstaates sei, bei Zeiten zuzulangen, wenn die Welt getheilt werde. Die von Deutschland in dieser Beziehung gebrachten Opfer seien nicht nutzlos und würden nach Jahrzehnten reiche Früchte tragen. An eine Einschränkung des allgemeinen directen Wahlrechtes denke die national=liberale Partei nicht. Wir wollen die Freiheit des Volkes nicht verkürzen. Zum Schlusse#ndte sich Redner an die Jugend des Wahlkreises mit der Mahnung, an den Idealen der Väter fest zu halten, dann werde Freiheit und Zufriedenheit, Wohlfahrt und Glück im deutschen Vaterlande gedeihen.(Anhaltender Beifallk.) Hr. Gymnasial=Director Dr. Jäger hatte es übernommen, der Vertrauensmänner=Versammlung die Candidatur des Hrn. Stadtverordneten Rob. Heuser zu empfehlen. Der Redner schien nach den ziemlich nüchternen Ausführungen des Vorredners das Bedürfniß zu haben, durch kleine Ausfälle auf die Centrumspartri für die„Heiterkeit zu sorgen. Dr. Windthorst habe auf dem Gürzenich viel Beherzigens. werthes gesagt, aber ein politisches Programm habe man in der Rede nicht finden können. Nach allen Seiten hin habe man die Hend geboten, das sei auch Cartell, und was für eins! Moralisch sei es nicht, bei allen Parteien Stimmen zu werben, bloß um die Cartellparteien zu vernichten 1887 habe die Centrumspartei der Weisung des Papstes nicht gefolgt, jetzt wolle sie schon einem Engel des Himmels nicht mehr glauben. Ein wahres Wort habe Windthorst gesprochen, nämlich daß sich in nächster Zeit mehr Muth dazu gehöre, nach unten die Wahrheit i s a g e n a l s n a c h o b e n. R e d n e r g i n g d a n n d e n S o c i a l= D e m o k r a t e n scharf zu Leibe, die man im Interesse des allgemeinen, Wohles beämpfen müsse. Die sociale Frage müsse gelöst werden auf dem Boden der volksthümlichen, verfassungsmäßigen, vaterländischen Monarchie. Der Candidat der national=liberalen Partei, Hr. Rob. Heuser, stehe auf dem Boden des Programms derselben und habe sich bisher in allen städtischen Dingen wohl erfahren gezeigt; derselbe sei auch mit den Verhältnissen des Volkes wohl vertraut. Hr. Stadtrath Rob. Heuser dankte in kurzen Worten für das in ihn gesetzte Vertrauen und betonte namentlich, daß er zur Herbeiührung einer ausgleichenden Gerechtigkeit gern seine Hand bieten werde; bei der tiefen Erregung sei freilich das Ergebniß der Wahl sehr weifelhaft. Er werde treu mit den Parteigenossen ausharren, wenn auch die Schmähsucht und die Hetzerei der Gegner ihn oft schwer verMit einem Hoch auf den Kaiser wurde die Versammlung gegen 1 Uhr geschlossen. Den Empfehlungen der Frauen haben die echten Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen, welche in den Apotheken a M. 1 erhältlich, unzweifelhaft einen großen Theil ihres heutigen Erfolges zu verdanken, indem ihre angenehme, sichere, absolut schmerzlose Wirkung bei den Frauen alle andern Mittel verdrängt haben und heute allein bei Störungen in der Verdauung(Verstopfung), Herzklopfen, Blutandrang, Kopfschmerzen 2c. angewandt werden. Die auf jeder Schachtel auch quantitativ angegebenen Bestandtheile sind: Silge, Moschusgarbe, Alos, Absputh, Bitterklee, Gentian. Haupt=Depöt: Köln, Einhorn=Apotheke, Glockengasse. amp; Postdienst in China. Viele Ausländer in China haben von dem Vorhandensein einer ein heimischen Post keine Ahnung, und die Wenigen, welhe von einem solchen Institute gehört haben, wissen nichts von der verhältnißmäßigen Sicherheit und Schnelligkeit, mit der selbst ein werthvoller Brief von gehen, , Wpenn diese füllen, werde Ai Steml die jetzigen Zustände, die sie selbst als verbesserungsbedürftig anerkennen musse, sobald als möglich zu ändern.„ c0 Unfall. Vorgestern schlug an der Münze ei Bierwagen um wovei ein junger Mann, der neben dem Kutscher auf dem Bocke ge sessen hatte, so unglücklich hinnnter fiel, daß er unter das Pferd, welches gestürzt war, zu liegen kam und auf der Stelle getödtet wurde. Ein gewisses körperliches Wohlbehagen, neue geistige Spannkraft empfindet man nach dem Genuß von—. Hoia-Pastillen, bereitet von Apotheker Dallmann.—3-P. täglich genommen, sind gleichzeitig der sicherste Schutz gegen Justnenza. Dieselben sind pr. Schachtel a 1 M zu haben in allen Apotheken. Haupt=Depöt: Einhorn=Apotheke, Glokensass 2. Leuchtkraft des 6ases am 9. Februar 1810 Gastabrik 20 .ab.—. Stadt—“ Rheinhöhe 10 Febr., Morgens 7 Uhr m.78— 38 cm. Durch Allerhöchste Verordnung vom 8. Januar d. J. ist der Tag der Wahl der Abgeordneten zum Reichstage auf den 20. Februar cr. festgesetzt worden. Die Wahlverhandlung beginnt an genanntem Tage um 10 Uhr Vormittags und wird um 6 Uhr Nachmittags geschlossen.— Die Wähler des hiesigen Stadtbezirkes werden hiermit zur Wahl den und auf den§. 19 des Wahlreglements aufmerksam gemacht, welcher Folgendes bestimmt. Ungültig sind:„ 1. Stimmzeltel, welche nicht von weißem Papier, oder welche mit einem äußern Kennzeichen! 4. versehen sind. 2. Stimmzettel, welche keinen oder keinen lesbaren Namen enthalten.1 5. Die Wahlbezirke und die Locale, in welchen die Wahl hier vorgenommen wird, ferner die Namen eerungsfälle werden nachstehend zur öffentlichen Kenntniß gebracht. öln, den 10. Februar 1890. Stimmzettel, aus welchen die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Stimmzeltel, auf welchen mehr als ein Name oder der Name einer nicht wählbaren Person verzeichnet ist. Stimmzettel, welche einen Protest oder Vorbehalt enthalten. der ernaunten Wahlvorsteher, welche die Wahl zu leiten haben, und deren Stellvertreter für Der Oberbürgermeister I. V. Der Beigeordnete: Sugg. Verzeichniß der Wahlbezirke der Stadt Köln für die Wahl eines Abgeordneten zum Reichstage. 1. Bezirk. Bonnerwall, Brunnostraße, Carthäusergasse, Carthäuserhof, Carthäuserwall—39 und—244, Eljaßstraße, Jacobstraße, Isabellenstraße, Karolinger=Ring, An St. Magdalenen, Merovingerstraße, Severinstraße 1 bis 39. Zugweg. Wahllocal: Schule, Silvanstraße 14. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Gerhard Langen, Jacobstraße 27. Stellvertreter: Herr Ingenieur Heinrich Schumacher, Jacobstraße 30. 2. Bezirk. Achtergäßchen, Achterstraße—23B und—22, Bonnerstraße, Chlodwigplatz, Corneliusstraße, An der Eiche, Im Ferculum, Frankfurterstraße, Kur fürstenstraße, Severinskloster(Hirschgäßchen), Severinsmühlengasse, Se verinstraße—86, Severinsthor, Severinswall—21 und—32, Silvan= straße, Ubier=Ring, Wilhelmstraße. Wahllocal: Schule, Ferculum 38. Wahlversteher: Herr Ingenieur Joseph Schumacher, Bonnerstraße 86. Stellvertreter: Herr Rector Edmund Hennes, Ferculum 38. 3. Bezirk. Altenburgerstraße, Annostraße, Vor dem Bayen, Bayenstraße, Bayenthurm, Biberstraße. An der Voltmühle, Dreikönigenstraße, Im Frohnhof, Mainzerstraße. Maternusstraße, Rosenstraße von 53 und 34 bis Ende, Severins wau von 23 bis Ende, Zugasse Zwirnerstraße. Wahllocal: Schule, Severinsmühlengasse 2. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Julius Jacob Maull, Rosenstraße 46. Stellvertreter: Herr Fabricant Joseph Pinnekamp, Rosenstraße 48. 4. Bezirk. Achterstraße 25 und 30 bis Ende, Buschgasse, Quentelstraße, Rosenstraße —43 und—32, Severinstraße—105 und 88—112. Wahllocal: Schule, Ferculum 40. Wahlvorsteher: perr Kaufmann Mar tin Decker, Severinstraße 51. Stellvertreter: Herr Kaufmann Lud wig Kahn, Severinstraße 53. 5. Bezirk. St. Katharinen, Katharinengäßcher Kaiharinengraben, Holzmaikt 1 bie 19—, Klostergasse, Landsbergstraße Mechtildisstraße, Nächelsgasse, Seve rinstraße 107—183 und 114—170 Seyengasse, Sionsthal. Wahllocal: Schule, Löwengasse 21. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Anton Zillikens, Sionsthal 29. Stellvertretex: Herr Kaufmann Juliu Altpeter, Severinstraße 156. 6. Bezirk. Löwengasse, Severinstraße 185— 257 und 172—228, Spulmannsgasse, Weberstraße. Wahllocal: Schule, Weberstraße 29. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Eugen Rautenstrauch, Weberstraße 41—43. Stellvertreter: Herr Kaufmnan Heinr. Joh. Minderop, Severinstraße 218. 7. Bezirk. Follerstraße, Holzgasse, Holzmarkt 21—87, Klappergasse, Rheinan Camponière, Rheinauhafen, Rheinanstr., Rheinauthurm, Im Weichserhof, Kleine Witschgasse, Gr. Witschgasse, gerade Nummern. Wahllocal: Schule, Weberstraße 31. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Robert Peill, Rheinaustraße 30 Stellvertreter: Herr Kaufmann Wilhelm Veill, Rheinaustraße 7. 8. Bezirk. Filzengraben gerade Nru., Georgsplatz, Georgstraße, Hohepforte. Holzwerft, Königsstraße, Leystapel, An kirchen, Malzmühle, Marienplatz, Mathiasstraße, Mühlenbach, Stephanstraße, Waidmarkt, Große Witschgasse ungerade Nru. Wahllocal: Schule, Lyskirchen 15. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Hermann Nourney, Filzengraben 10. tellvertreter: Herr Rentner Everhard Schülgen, Mühlenbach 18. Bezirk. k. Bolze Fleischhalle, Geyergasse, Heumarkt, —63 und—62, Unter Hutmacher, Kaufhausgasse, Lichhof, Am Malzbüchel, Vor St. Martin, Martin, straße—27 und—20, Pipinstraße. Plectrudenstraße, Quatermarkt, Auf der Sandbahn, Große Sandkaul Kleine Sandkaul, Steinweg, Wahl gasse. Wahllocal. Schule, Pipinstraße 12. Wahlvorstoher: Heir Kaufmann Ernst Engels, Heumarkt 14. Stellvertreter: Herr Kaufmann Alfred Noß, Heumarkt 58. 10. Bezirk. Auf der Aar, Filsengraben ungerade Nummer, Himmelreich, Klobengasse, Kühgasse, Pelzergasse, Rheinberg, Rhein gasse, Sassenhof, Straßburgergasse, Thurnmarkt. Wahllocal: Schule, An Lyskirchen 7. Wahlvorsteher: Herr Sub- Director Emil Schaufuß, Thurnmarkt 26. Stellvertreter: Herr Rechtsanwalt Peter Dubelman, Filzengraben 17. 11. Bezirk. Buttermarkt, Faßbindergasse, Fischmarkt, Im Freihasen, Friedrich Wilhelmstraße, Hafengasse, Heumarkt 67—79 und 64—82, Unter Kästen, Kastelsgäßchen, Lintgasse, Auf dem Rothenberg, Salzgasse, Tipsgasse. Wahllocaf: Schule, Brigittengäßchen 2. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Louis Elven, Heumarkt 74. Stellvertreter: Herr Kaufmann August Keller, Heumarkt 67. 12. Bezirk. Altermarkt, Brigittengäßchen, Bür gerstraße, Unter Goldschmied—23 und—46, Gülichsplatz, In der Höhle, Hühnergasse, Jerusalemsgäßchen, In dengasse. In der Krämerei, Laurenzgittergäßchen, Laurensplatz, Mais pfortengasse, Marsplatz, Martins=Abteigasse, Martinspförtchen, Martinstraße 29—43 u. 22—42, Mauthgasse, Obenmarspforten, Portalsgasse, Rathhausplatz, Salomonsgasse, Unter Seidmacher, Seidmachergäßchen, Zollstraße Wahllocal: Schule, Brigittengäßchen 4. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Franz Hagen, Martinstraße 43. Stellvertreter: Herr Kaufmann Franz Düren, Obenmarspforten 38 13. Bezirk. Bechergasse, Bollwerk, Botengäßchen, Große Budengasse, Kleine Budengasse, Unter Goldschmied 25—37 u. 48—66 68, Unter Gottesgnaden, Am Hof, Hohestraße 121—153 und 138—168, Kammmachergasse, Mühlengasse, Große Neu gasse, Pflückhof, Kleine Sporergasse Unter Taschenmacher, Wallrafsplatz Wehrgasse. Wahllocal: Zimmer Nr. 4 im neuen Verwaltungs=Gekände, Portalsgasse Nr. 2. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Johann Michael Obermeyer, Bechergasse 4. Stellvertreter: Herr Kaufmann Heinrich Schmitz, Große Neugasse—4. 14. Bezirk. Altenbergerstraße, Bischofsgartenstraße, Auf dem Brand, Brandenburgerstraße, Domhof, Frankenplatz Frankenthurm, Goldgasse, Hermannstraße, Hofergasse, Johanniestraße, Kostgasse, Penzgasse,„Sernasgasse, Trankgasse 31-55 und 24, Vor dom Trankgassenthor(auf den Schiffen), Am alten Ufer.„ Wahllocal: Schule, Cunibertskloster= gasse 1. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann August Rothschild, Trankgasse 39. Stellvertreter: Herr Architekt Karl Goerge, Trankgasse 41. 15. Bezirk. Allerheiligenstraße, Bahnhofstraße Domkloster(auf der Litsch), Dom straße, Eigelstein 12--70, Jacordenstraße, Machabäerstraße gerade Nr Marzellenstraße, Maximinenstraße, Trankgasse—25—. Wahllocal: Schule, Ursulastraße 3. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Baumeister Heinrich Nagelschmidt, Machabäerstraße 38. Stellvertreter: Herr Architekt Friedrich Odenkirchen, Eigelstein 28. 16. Bezirk. Cunibertsgasse, Cunibertskloster, Cunibertsklostergasse, Kahlenhausen, Cleverstraße, Krahnengaste, An der Linde, Machabäerstraße 41—51, An der Münze, Riehlerstraße, Im Sicherheitshafen, Thürmchensgasse, Thürm chenswall. Wahlloral: Schule, Cunibertsklostergasse 3. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Allwill Schmitz, Cunibertsgasse 3. Steilvertreter: Herr Rentner Peter chlagloth, Thürmchensgasse 1 BC 17. Bezirk. Dagobertstraße, Deutscher Ring Eigelstein 72 bis Ende, Eigelsteinthor Unter Krahnenbäumen, Krahnen bäumerhof, Machabäerstraße—39, Theresienstraße. Wahllocal: Schule, Eigelstein 30A. Wahlvorsteher: Herr Maurermeister Anton Herwede, Dagobertstraße 16. Stellvertreter: Herr Maurermeister Franz Franke, Dagobertstraße 23. 16. Bezirk. Casparstraße, Crefelderstraße, Eigel stein 77—135, Gerconswall—27 und—36, Hausa Ring 115 bis Ende und 74 bis Ende, Lübeckerstraße, Neu ßerstraße, Plankgasse, Im Stavenhof. Sudermannstraße, Weidengasse. Wahllocal: Schule, Eigelstein 30. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Wil helm Scharrenbroich, Eigelstein 81 Stellvertreter: Herr Rentner Heinrich Vong, Eigelstein 119. 19. Bezirk. Eigelstein 19—75, Eintrachtstraße —79 und—92, Salzmagazinstraße Ursulagartenstraße, Ursulaplatz, Ur sulastraße. Wahllocal: Schule, Stolkgasse 4547. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Barthel Schüller, Eigelstein 29•31. Stellvertreter: Herr Kaufmann Anton Worringen, Eintrachtstraße 30.32, 20. Bezirk. Blumenstraße, Bremerstraße, Gereons= Durchbruch, Gereonsmühlen gasse, Gereonswall 29—83 und 38 bis 110, Glockenring, Hamburgerstraße, Hansa=Ring 31—113 Klingelpütz ungerade Nr. Im Kümp chenshof. Tempelstraße, Vogteistraße. Wahllocal: Schule, Klingelpütz 1. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Johann Heinrich Heddäus, Klingelpütz 37. Stellvertrete:: Herr Rector Johann Joseph Weisch, Klingelpütz 1. 21. Bezirk. Altengrabengäßchen, Cordulastraße, Eintrachtstraße 31—185 und 94—172, Enggasse. Gereonstraße, Hunnearücken, Klingelpütz gerade Nr., Maria Ablaßplatz, Stolkgasse, Ursulakloster, Victoriastraße. Wahllocal: Schule, Hunnenrücken 36. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Jean Merlo, Klingelpütz 24. tellvertreter: Herr Kaufmann Karl Theodor Henke, Maria=Ablaß= platz 10A. 22. Bezirk. Andreaskloster. Cardinalstraße. Co nödienstraße, An den Dominicanern, Gereonsdriesch, Kattenbug, Mohrenstraße, Kleine Neugasse, Unter Sachsenhausen, Zeughausstraße. Wahllocal: Schule, Andreaskloster 5. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Justizrath Franz Jansen, Mohrenstraße 26. Stellvertreter: Herr Rentner Bernhard Maus, Mohrenstraße 11. 23. Bezirk. Bischofsweg, Christophstraße, Erftstraße, Gereonshofstraße, Gereonskloster, Gereonswall von 85 und 112 bis Ende, Gilbachstraße, Gladbacherstraße, Fort VIII, Göbenstraße, HansaRing—29 und—32, Hermann= Beckerstraße, Herwarthstraße, KaiserWilhem Ring, Probsteigasse, Werderstraße, v. Werthstraße. Wahllocal: Schule, Klingelpütz 3. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter, Gutsbesitzer Wilhelm Meuser, KaiserWilhelm=Ring 32. Stellvertreter: Herr Kaufmann Gottlieb Langen, Kaiser=Wilhelm=Ring40 24. Bezirk. Friesenstraße—87 und—78, Friesenwall von 77 und 118 bis Ende, Hildsboldplatz, Im Klapperhof, Norbertstraße, Spiesergasse, SteinfelderWahllocal: Höhere Bürgerschule, Spiesergasse 15. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Andreas Peiffer, Norbertstraße 33. Stellvertreter: Herr Rector Julius Runkel, Friesenstraße 20. und 34—36,; Wahlvorsteher: Herr Rentner Jonas Rothschild, Hohenzollern=Ring 53. Stellvertreter: Herr Rentner Franz Grüninger, Hohenzollern=Ring 47. 27. Bezirk. Apostelnstraße, Große Brinkgasse, kleine Brinkgasse, Ehrenstraße—47 und—58, Gertrudenstraße, Olivengasse, Richmodstraße, Streitzeuggasse 69 und 82—90, Wolfstraße. Wahllocal: Schule, Apostelnkloster 16A. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Justizrath Eduard Schenk, Apostelnstraße 11. Stellvertreter: Herr Fabrikbesitzer Wilhelm Anton Hospelt, Apostelnstraße 19. 28. Bezirk. Benesisstr., Ehrenstr. von 49 und 60 bis Ende, Flandrischestraße, Friesenwall—27 und—50, Hohenzollernring—25 und—28, Kettengasse, Lütticherstraße, Mastrichterstraße, Mitteistraße, Moltkestraße, Pfeilstraße. Wahllocal: Schule, Apostelnkloster 16. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Eduard Dreßel, Mittelstraße 9. Stellvertreter: Herr Rentner Heinrich Fuchs, Hohenzollernring 9. 29. Bezirk. Nachenerstraße, Balduinstraße, Habsburgerring, Hahnenstraße, Hahnenthor, Lindenstraße, Mauritiuswall von 35 und 72 bis Ende. Rudolfsplatz Schaafenstraße, Wagnerstraß Wahllocal: Schule, Mauritiuswall 33. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Gutsbesitzer Joseph Pauli, Habsburgerring 20. Stellvertreter: Herr Lehrer Achill Joseph Müller, Habsburgerring 21 30. Bezirk. Arndtstraße, Badstraße, Beethovenstraße, Engelbertstraße, Frankstraße, Friedrichstraße von 53 und 56 bis Ende, Heinsbergstraße, Hohenstaufenring, Humboldtstraße, Jahnstraße, Mauritiuswall—33 und—70, Mozartstraße, Rinkenpfuhl, Roonstraße, Rubensstraße, Taubengasse, Zülpicherplatz, Zülpicherstraße. Wahllocal: Schule, Mauritiuswall 31. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Wilhelm Valentin Janssen, Jahn straße 22. Stellvertreter: Herr Maler Toni Avenarius, Jahnstraße 14. Griechenpforte, Ortmannsgasse, Schemmergasse. Wahllocal: Schule, Große Telegraphenstraße 31. Wahlvorsteher: Herr Kausmann Jos. Esser, Kl. Griechenmarkt 32/34. Stellvertreter: Herr Kaufmann Karl Kopp, Kl. Griechenmarkt 32/34. 34. Bezirk. Alexianerstraße, Mauritiussteinweg —57 und—54, Reinoldstraße, Thieboldsgasse—85 und—108. Wahllocal; Oberrealschule, Humboldtstraße 41. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Karl Lindgens, Mauritiussteinweg 11. Stellvertreter: Herr Rentner Theodor Bayer, Alexianerstraße 32. 35. Bezirk. Barbarossaplatz, Hochstadenstraße, Huhnsgasse, Kyffhäuserstraße, Lux mburgerstraße, Moselstraße, Otto Fischer25. Bezirk. Albertusstraße, St. Apernstraße, Auf dem Berlich, Breitestraße 137—177 und 100—132, Helenenstraße, Magnusstraße, Am Römerthurm, Alte Wallabllocal: Höhere Mädchenschule, St. Apernstraße 53—59. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Commercienrath August Heuser, Albertusstraße 32. Stellvertreter: Herr Kaufmann Kail Jahn, Albertusstraße 2B. 26. Bezirk. Antwerpenerstraße, Bismarckstraße, Brabanterstraße, Brüsselerstraße, Friesenplatz, Friesenstraße von 89 und 80 bis Ende, Friesenwall 29—75 und 52—116, Genterstraße, Hohenzollern= Ring 27—103 und 30—98, Kamacke= straße, Limburgerstraße, Palmstraße, Venloerstraße. Wahllocal: Schule, Friesenstraße 20 31. Bezirk. Apostelnkloster, Fleischmengergasse, Im Laach, Lungengasse, Marsikstein, Neumarkt, Thieboldsgasse von 131 und 146 bis Ende. Wahllocal: Schule, Cäcilienkloster 4 Wahlvorsteher: Herr Stadtverord neter Kaufmann Robert Heuser, Neumarkt 8. Stellvertreter: Herr Kaufmann Ferdi nand Dorandt, Lungengasse 33. 32. Bezirk. Baumstraße, Bayardsgasse, Bob straße, Clemensstraße, Mauritiusstein weg von 59 und 56 bis Ende, Peterstraße, Spinnmühlengasse, Thiebolds: gasse 87—129 und 110—144. Wahllocal: Oberrealschule, Humboldt straße 41. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Friedrich Adolph Fremery, Baum straße 19. Stellvertreter: Herr Rentner Wilhelm Anheißer, Bayardsgasse 3. 33. Bezirk. Kleiner Griechenmarkt, Großer Grie chenmarkt von 119 und 126 bis Ende Telegraphenstraße 29 Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Christian Veithen, Luxemburgerstraße 36. Stellvertreter: Herr Rector Paut Esser, Große Telegraphenstraße 29, 36. Bezirk. Burzunderstraße. Am Duffesbach, Eifelwall, Friedrichstraße—47 und—54, Michaelstraße, Pantaleonsmühlengasse, Pantaleonsthurm, Pautaleonswall, Pfälzerstraße, Quirinstraße, Saarstraße, Salier=Ring, Triererstraße, Waisenhauegasse, Am Weidenbach. Wahllocal: Gewerbliche Fachschule, Salier=Ring 40. Wahlvorsteher: Herr Stadtverordneter Architekt Anton Neuß, Am Duffesbach 18. Stellvertreter: Herr Kaufmann Philipp Heinrich Wahlen, Weidenbach 20. 37. Bezirk. Alte Mauer am Bach von 33 und 44 bis Ende, Großer Griechenmarkt 105 bis 117 und 110—124, Pantaleon= straße, Poststraße, Rothgerberbach, Schartgasse. Wahllocal: Schule Großer Griechen= markt 87. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Karl Otto Zamow, Poststraße 4344. Stellvertreter: Herr Kaufmann Jacob Hubert Jansen, Poststraße 39. 38. Bezirk. Karlstraße, Carthäuserwall von 26 bis Ende, Eifelstraße, Hardefußstraße, Kleingedankstraße, Lothringerstraße, Martinsfeld, Overstolzstraße, SachsenRing, Schnurgasse, Vor den Siebenburgen, Steinstraße, Trutzenberg, Volksgartenstraße. Wahllocal: Schule Vor den Siebenburgen 2/4. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Wilhelm Vogel, Martinsfeld 19. Stellvertreter: Herr Rector Nicolaus Gustke, Vor den Siebenburgen 344 39. Bezirk. Ankerstraße, Brühlerstraße(Lünette III), Im Eulengarten, Josephstraße, Paulstraße, Ulrichsgasse. Wahllocal: Schule Karlstraße 3. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Kart August Köhler, Paulstraße 34. Stellvertreter: Herr Kaufmann Wilhelm Schmitz, Paulstraße 11. 40. Bezirk. Friedensstraße, Heinrichstraße, Perlengraben—61 und—36, Große Spitzengasse, Kleine Spitzengasse. Wahllocal: Schule Perlenar Kölner Local-Anzeiger Nr. 40 a Montag, 10. Lebruar 1390. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Johum Baptist Walsek, Heinrich= Strrse 32. Stellvertreeer: Herr Karl Geerling, Lehrer der höhern Mädchenschule Jriebenstraße 5. 41. Bezirk. Blaubach, Perlengraben von 67 und 73 bis Ende, Weißbüttengasse, Weißgerbereckgasse. Bahllocal: Schule, Perlengraben 62 64. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Karl Friedrich Merten, Blaubach 73•75. Stellvertreter: Herr Kaufmann Adolph Nusch. Blaubach 45/49. 42. Bezirk. Alte Mauer am Bach—294 und 24—42, Bachemstraße, Gr. Griechenmarkt—103 und—108, Hohepfortenbüchel, Hundegasse, Kaygasse, Zochusstraße. Watzllocal: Schule, Großer Griechen= morkt 87. Wahlvorsteher. Herr Kaufmann Franz Jansen, Bachemstraße 10. Stellvertreter: Herr Kaufmann Balthasar Offermann, Bachemstraße 6. 43. Bezirk. Agrippastraße, Kämmergasse, Krummer Büchel, Sterneugasse ungerade Nr. Wahllocal: Schule, Wollküche 3/5. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Joseph Claasen, Agrippastraße 29. Stellvertreter: Herr Kaufmann Julius Eduard Bennert, Agrippastraße 57. 44. Bezirk. An St. Agatha, Antoniterstraße, Blindgasse, Hohestraße—63 und —66, Hosengasse, Jabachstraße, Sternengasse gerade Nr., Weingartengasse. Wolltüche. Wahllocol: Schule, Wollküche 7/9. Wahlvorfteher: Herr Kaufmann Otto Ossendorf, Hohestraße 25. Stellvertreter. Herr Kaufmann Ferdinand Müll, Hohestraße 2. 45. Bezirk. And gasse, Brüderstraße, Cäcilienkloster, Cäcilienstraße, Krebsgasse, Kreuzgasse, Schildergasse. Wahllocal: Schule, Antonitterstraße 27•29 Wahlvorsteher. Herr Kaufmann Frierich Haumann, Schildergasse 98. Stellvertreter: Herr Rentner Bernhard Falkenstein, Cäcilienstraße 6. 46. Bezirk. Burgmauer, Brückenstraße, Columbakirchhof, Columbastraße, Drususgasse, Unter Fettenhennen, Herzogstraße, Hohestraße 65—119und 68—136, Königin=Augustahalle, Ludwigstraße, Margarethenkloster. Minoritenstraße, Verlengäßchen, Perlenpfuhl, Rechtschule, Richartzstraße, Römergasse. Wahllocal: Schule Rechtschule 8. Wahlvorsteher: Herr Hof=Juwelier Karl Becker, Drususgasse 1. Stellvertreter: Herr Kaufmann Franz Merkens, Minoritenstraße 21. 47. Bezirk. Appellhofsplatz, Elisenstraße, Elstergasse, Kupfergasse, Langgasse, Mariengartengasse Marienganteakloster, Mörsergasse, Rährergasse, Auf der Ruhr, Schwalbengasse. Wahllocal: Schule Schualbengasse 5A. Wahlvorsteher: Heir Director Karl Bilhelm Sternberg, Elisenstraße 21. Stellvectreter: Herr Kaufmann Eugen Pfeifer, Adhrergasse 21. 43. Bezirk. Breitestraße—135 und—98, Bühnenstraße, Glockengasse, Hämergasse, Pützgasse, Schwertnergasse, Streitzeuggasse—67 und—80. Wahllocal: Realgymnasium, Kreuzgasse 24. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Ernst Heiden, Glockengasse—. Stellvertreter: Herr Kausmann Emil Pickert, Breitestraße 10. 49. Bezirk. Bayenthal, Alteburg, Marienburg. Wahllocal: Knabenschule in Bayenthal. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Wilhelm Nierstras, Rathhausstraße 55. Stellvertreter: Herr Kaufmann Sulpiz Boisserée, Kölnstraße 203. 50. Bezirk. Arnoldshöhe, Mannsfeld, Raderberg, Raderthal, Am Zollstock. Wahllocal: Knabenschule im Raderthal. Wahlvorsteher: Herr Rentner Karl Mann, Brühlerstraße 2. Stellvertreter: Herr Kaufmann August Guilleaume, Brühlerstraße 141. 51. Bezirk. Klettenberg, Neuenhof, Sülz, Weißhaus. Wahllocal: Knabenschule in Silz. Wahlvorsteher: Herr Gutsverwalter Max Grouven, Gut Neuenhof. Stellvertreter: Herr Stellmacher Michael Möltgen, Kaiserstraße 94. 52. Wahlbezirk. Deckstein, Fort Deckstein, Kriel, Lind. Lindenthal: Albertstraße, Bachemstraße, Cäcilienstraße, Corneliusstraße, Franzstraße, Friedrichstraße. Gleuelerstraße, Johannisstraße, Kaiserstraße, Krielerstraße, Lindenburger Allee. Lindenstraße, Mittelstraße, Mühlenberg, Theresienstraße, Weierthal, Wilhelmstraße, Wolfstraße, Ziegeleien. Wahliocal: Knabenschule in Kriel. Wahlvorsteher:„Herr Ziegeleibesitzer Gottfried Felix Wolff, Gleuelerstraße 207 Stellvertreter: Herr Fabricant Adolph Bauer, Kaiserstraße 144/148. 53. Wahlbezirk. Lindenthal: Dürenstraße, Heinrich= straße, Josephstraße, Klosterstraße, Paulstraße. Melaten: Aachenerstraße, Kaiserstraße, Klosterstraße, Peterstraße, Theresienstraße. Wohllocal: Knabenschule in Lindenthal. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Paul Backer, Dürenerstraße 209. Stellvertreter: Herr Rentner Jacob Hollender, Dürenerstraße 82. 54. Wahlbezirk. Brannsfeld, Müngersdorf Fort und Zwischenwerke. Wahllocal: Knabenschule in Müngersdorf. Wählvorsteher: Herr Gutsbesitzer Lambert Keller, Doristraße 105. Stellvertreter: Herr Vierbrauereibesitzer Karl Schmitz, Aachenerstraße 28. 55. Wahlbeziak. Bocklemünd, Mengenich, Fort und Zwischenwerke. Wahllocal: Knabenschule in Bocklemünd. Wahlvorsteher: Herr Ziegeleibesitzer Johann Finger, Dorfstraße 4 Stellvertreter: Herr Gutspächter Heinrich Meyers, Dorfstraße 90. 56. Wahlbezirk. Bickendorf. Wahllocal: Knabenschule in Bickendorf. Wahlvorsteher: Herr Hauptlehrer Peter Franzen, Rochusstraße 65. Stellvertreter: Herr Rentner Wilhelm Henseler, Lanostraße 36. 57. Wahlbezirk. Ossendorf. Wahllocal: Mädchenschule in Bickendorf. Wahlvorsteher: Herr Fabrikbesitzer Valentin Pfeifer, Butzweilerstr. 2. Stellvertreter: Herc Inspector Peter Joseph Hoitz, Butzweilerstraße 4. 58. Bezirk. Ehrenfeld: Elisenstraße, Everhardstraße, Friedrichstraße, Gutenverg= straße, Heribertusstraße, Karlstraße, Venloerstraße 122—102, Wahlenstraße. Wahllocal: Knabenschule Gutenberg= straße 32. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Karl Pooth, Heribertusstraße 60. Stellvertreter: Herr Kaufmann Anton Winkel, Gutenbergstraße 62. 59. Bezirk. Ehrenfeld: Clarastraße, Jacobstraße, Philippstraße, Venloerstraße 104—162, Weierstraße. Wahllocal: Schule Hermannstraße 13, Knabenklasse, straßenwärts. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Adolph Herbig, Venloerstraße 120. Stellvertreter: Herr Kausmann Eduard Heinz, Philippstraße 25 27. 60. Bezirk. Ehrenfeld: Bahnhofstraße, Ehrenfelderstraße, Glasstraße, Hermannstraße, Hüttenstraße, Königstraße, 34 Eig chm nh. F. Stuck 34 Eigalste Fabrik-Lager in 21 Glas u. Porzellan. in Für Wirthe empfehle: 2 e Biergläser, 3/10 Liter, 12 u. 15 Pfg., Bierseidel 20 Pfg., in schöner Waare. Wein-Vertheilung zu Faßpreisen. Natur=Reinheit garautirt, ohne Zuckerzusatz. 1886er Lorcher, Abfilhlung diese Moche:— 1884er Erdener, Möfülung nächste Moche, bei Abnahme von wenigstens 25 Flaschen. Bestellungen sofort erbeten Weinhandlung von Wilh. Schmitz, am Laurenzplatz 34, Köln. Gegründet 1799. Großes, ältestes Nähmaschinen=Geschäft. Mathias Nelles, Köln, Dominicaner 11A. Ich führe nur die erprobt besten Fabricate und bin durch langjährige Erfahrungen in der Lage, jedem Käufer die für seinen Bedarf zweckdienlichste Maschinen empfehlen zu können. Unübertroffen in Bezug auf elegante Ausstattung, Güte und Dauerhaftigkeit empfehle ich ganz besonders die Pfaff'sche Handwerker= und Familien= Nähmaschine, Singer=System. Reelle, aber feste Preise. Reparatur=Werkstätte. Garn, Gel, Aadeln Kpr. zu billigen Preisen. Gebrauchte Maschinen in gutem Zustande von 20—30 M.[3337* Weinhandlung von H. Beckmann, Große Witschgasse 30, empfiehlt ihr Lager Rhein= und Ahrweine, Vordeaux, Cognac, Sherry, Portwein. Tokayer, Samos zu billigsten Preisen. Versandt in Flaschen und Gebinden. vormals Horn, jetzt Oebel, prima Waaren zu ortsüblichen Preisen. Frische gesalzene, auf Wunsch geräucherte Zungen. Roastbeef und Filet stets im Schnitt. la. Rauchfleisch und feine Kochwurst, à Pfd. 80 Pfg Martinstraße, Methweg, Nußbaumstraße Ottostraße, Subbriratherstraße. Wahllocal: Schule Hermannstraße 13, Knabenklasse hofwärts. Wahlvorsteher: Herr Obstbaumschulbesitzer, Aloys Anion Schlösser, Subbekratherstraße 17 Stellvertreter: Herr Fabrikbesitzer Gustav Schulze=Gahmen, Ottostraße 7. 61. Bezirk. Ehrenfeld: Christianstraße, Gasstraße, Gertrudenstraße, Herbrandstraße, Hoppestraße, Josephstraße, Juliusstraße, Kaiserstraße, Lansch= straße, Mittelstraße, Mühlenweg, Peterstraße. Schönsteinstraße, Venloerstraße 153a und 164 bis Ende, Victoriastraße. Wahllocal: Knabenschule Kaiserstraße 7. Wahlvorsteher: Herr Ingenieur Richard Lobe, Venloerstraße 185. Stellvertreter: Herr Kaufmann Simon Bell, Venloerstraße 224. 62. Bezirk. Ehrenfeld: Cäcilienstraße, Johann= straße, Kirchhofstraße, Klosterstraße, Mechternstraße, Piusstraße, Venloerstraße 251—731. Wahllocal: Knabenschule Johann= straße 3. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Anton Müllers, Piusstraße 5. Stellvertreter: Herr Lotterie=Einnehmer Louis Ilse, Cäcilienstraße 19. 63. Bezirk. Ehrenfeld: Franzstraße, Grünerweg, Venloerstraße 75—153, Vogelsangerstraße, Wilhelmstraße. Wahllocal: Schule Vogelsangerstraße 1631. Wahlvorsteher: Herr Fabrikdirector Dr. Julius Weiler, Venloerstraße 121. Stellvertreter: Herr Fabrikbesitzer Heinrich Bucherer, Venloerstr. 127. 64. Bezirk. Longerich, Volkhoven. Wahllocal: Knabenschule in Longerich. Wahlvorsteher: Herr Gutsbesitzer Jo seph Contzen in Volkhoven Nr. 14. St llvertreter Herr Gutsbesitzer Cornelius Engels in Longerich Nr. 11. 65. Bezirk. Merheim. Wahlloca!: Knabenschule in Merheim. Wahlvorsteher: Herr Gutsbesitzer Johann Paul Hahn. zu Weidenpesch. Steilvertreter: Herr Gutspächter Huder Dünnwald in Merheim Nr. 183. 66. Bezirk. Niehl. Wahllocal: Knabenschule in Niehl. Wahlvorsteher: Herr Landwirth Jo hann Dresen, Niehl 104. Stellvertreter: Herr Hauptlehrer Heinrich Dresen, Niehl 135. 67. Bezirk. Nippes: Kirchstraße, Mauenheimer= straße, Neußerstraße, Peterstraße, Steinweg, Weinstraße. Mahllo.al: Märchenschule Kirchstr. 18. Wahlvorsteher: Herr Brauereibesitzer Gottfried Heunig, Neußzerstr. 37. Stellveitreter: Herr Kaufmann Jacob Auer, Neußerstraße 2. 68. Bezirk. Nippes: Blumenstraße, Christinastraße. Einheitstraße, Eiisabethstraße, Florastraße, Franciscast aße, Gartenstraße, Heinrichstraße, Rühlenstraße, Niehlerstraße, Nordstraße, Radialstraße, Thurmstraße. Wilhelmstraße. Wahllocal: Knabenschule Mühlenstr. 4. Wahlvorsteher: Herr Bau=Unternehmer Johann Fischer, Franciscastraße 15. Stellvertreter: Herr Hauptlehrer Joseph Willems, Mühlenstraße 20. 69. Bezirk. Nippes: Auguststraße, Domstraße, Eisenbahnstraße, Klosterstraße, Longericherstraße, Siebachstraße. Wahllocal: Evangelische Schule, Siebachstraße 48. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann, Johann Wilhelm Witthaus, Eisenbahnstraße 9. Stellvertreter: Herr Hauptlehrer Georg Lang, Siebachstraße 48. 70. Bezirk. Nippes. Bahnhofstraße, Central= straße, Ehrenfelderstraße, Escherstraße, Mittelstraße. Ossendorferstraße, Schulstraße, Südstraße. Wahllocal: Knabenschule, Bahnhofstraße 97. Wahlvorsteher: Herr Hauptlehrer Peter Orth, Bahnhofstraße 97. Stellvertreter: Herr Architekt Friedrich Wilhelm Schier, Südstraße 3B. 71. Bezirk. Niehl. Wahllocal: Knabenschule, Stammheimerstraße 1381. Wahlvorsteher: Herr Gartenbaudirec= tor Julius Niepraschk, Alter Stamm= heimerweg 134. Stellvertreter: Herr Director Dr. Wunderlich, Riehlerstraße 141. 72. Bezirk. Deutz: Blumenstraße, Bollwerkstraße, Pferdchengasse, Schneebergerstraße, Siegburgerstraße, Vor dem Siegburgerthor, Weidenhaus. Wahllocal: Knabenschule, Siegburgerstraße 19. Wahlvorsteher: Herr Zimmermeister Heinrich Beyenburg, Bollwerkstraße 20•22. Stellvertreter: Herr Kaufmann Theodor Rung, Siegburgerstraße 24. Seite 5. 73. Bezirk. Deutz: Breuerstraße, Grabengasse, Heinrichstraße, Hermannstraße, Johannisstraße, Ludwigstraße. Wahllocal: Knabenschule, Siegburgerstraße 19A. Wahlvorsteher: Herr Rentner Wilhelm Starke, Hermannstraße 7. Stellvertreter: Herr Rentner Leonhard Heinrich Lüffe, vermannstraße 15. 74. Jzirk. Deutz: Adolpyraße, Arnoldstraße, Petershof, Rupertusstraße, Tempelstraße. Wahllocal: Schule, Tempelstraße 33. Wahlvorsteher: Herr Hauptlehrer Karl Brinkwerth, Tempelstraße 33. Stellvertreter: Herr Schlossermeister Wilhelm Bliersbach, Tempelstraße34 75. Bezirk. Deutz: Düsseldorferstraße, Helenenwallst aße, Heribertusstraße, Lorenzstraße, Louisenstraße, Mathildenstraße. Wahllocal: Schule, Freiheitstraße 48. Wahlvorsteher: Herr Kaufmann Friedrich Stelkens, Mathildenstraße 47. Stellvertreter: Herr Kaufmann Jean Sürth, Düsseldorserstraße 19. 76. Bezirk. Deutz: Alleestraße, Artillerie=Werkstätte(Maiwurmstraße), Karlstraße, Casemattenstraße, Constantinstraße, Eisenbahnstraße, Freiheitstraße, Hallenstraße, Inselstraße, Kirchplatz, Kirchstraße, Köln=Mindener, Bahnhof, Landskronerhof, Mittelstraße, Neuhöfferstraße, Poststraße, Urbanstraße, Victoriastraße. Wahllocal: Schule, Freiheitstraße 48. Wahlvorsteher: Herrr Stadtverordneter, Fabrikbesitzer Otto Kellner, Freiheitstraße 45. Stellvertreter: Herr Kaufmann Hugo Alfred Quinke, Freiheitstraße 103. 77. Bezirk. Deutz: Albertstraße, Alte Pulvermühle, Bergisch= Märkischer Bahnhof, Buchheimerweg, Deutzerfeld, Deutzerstraße, Esserstraße, Ferdinandstraße, Fischerzelt, Grembergerstraße, Jacobstraße, Indenkirchhof. Juliusstraße. Kalkerstraße, Kalk Mülheimerstraße, Martinstraße, Mülheimerstraße, Philippstraße, Rolshoferstraße, Vingsterweg, Wipperfürtherstraße. Wahllocal: Knabenschule, Philippstraße 8. Wahlvorsteher: Hr. Fabrikbesitzer Max Chartier, Mülheimerstraße 13. Stellvertreter: Herr Hauptlehrer Anton Küsener, Philippstraße 8. 73. Bezirk. Poll: Wahllocal: Knabenschule. Wahlvorsteher: Herr Ackerer Heinrich Joseph Hasenberg, Josephstraße 25a. Stellvertreter: Herr Bauunternehmer Joseph Bitter, Siegburgerstraße 8. Billigste Preise für CarnevalsArtikel. Velvet, Atlas, Bänder, Blumen, Federn, Gold= und Silber=Tarlatau, Gold= und Silber=Besatz. Originell garnirte Hüte in bekannter grossartiger Auswahl. HI. Frye-Köhler, Friesenstrasse 25. Minoritenstrasse 11. Nederlandsche Vereeniging. Vereenigingslokaal: Lenz Erholung. Baitengewone Vergadering op Maandag 10 Februari savonds precies 9 Uur ter bespreking van ons fcestje. Nict leden worden ter bijwoning vriendelijk nitgenoodigd. Het Bestuur. 9. Clavier=Pädagogischer Vortrags=Abend in der Lese=Gesellschaft. Donnerstag den 13. Februar, präcise ½6 Uhr. Familienkarten für 4 Personen, gültig für einen Abend, zum Preise von 1. in der Hof=Musikalienhdlg. von Tonger, Am Hof, und in der I. G. Schmitz'schen Buchholg. in der Königin=Augusta=Halle—3, an der Hohestraße, niedergelegt. An der Kasse die einzelne Person 75 Pfg. Gottfried Deus. Kölner Verein für Volkswohl. ten zur Errichtung von Volksspeisehäusern im Süden und Norden unserer Stadt sind nahezu vollendet. In diesen Häusern werden zu Die Vorarbeit mäßigstem Preis Mittags und Abends gesunde Speise und Trank, in den Zwischenzeiten von 6 Uhr Morgens ab Kassee und Zugaben in einfachen, aber ansprechenden Räumlichkeiten, verbunden mit Arbeitsnachweis und dergleichen, geboten.„„ Wir wenden uns vertrauensvoll an den bewährten Wohlthätigkeitssinn unserer Mitbürger und bitten, durch Beitritt als Mitglieder und Zeichnungen einer einmaligen größern Zuwendung die Einrichtung und Inbetriebsetzung der Anstalten uns ermöglichen zu wollen. Der Vorstand des Kölner Vereins für Volkswohl: Regierungspräsident v. Sydow, Ehrenvorsitzender. Stadtverordneter Friedrich Schmalbein, Vorsitzender. Wilhelm Bitter, Schatzmeister. Dr. inris August Braubach. Franz Clouth. Dr. Erwin Compes, Schriftführer. Carl Eltzbacher. Otto Engels. Carl Farina. Dr. Herm. Grüneberg. Albert Langen. Stadtverordneter Geh. Sanitätsrath Dr. Leut. Franz Moldenhauer. Albert Frhr. v. Oppenheim. Eugen Pfeifer. Stadtverordneter Dr. Rocckerath. Heinrich Stollwerck. Julius Vorster. Gustav Walter. Reiner Rothwein Vo##e P Weißer Wein, Flasche 60 Pfg. u. höh. Medicin. Tokayer, Flacche K..60. Ital. Wermuthwein, magenstärkend und appetitbringend, Flasche R. 1,50. W. Scharrenbroich, Eigelstein 81. Grosse Gewinne chne Risico. .000.000, 1,000,000 Francs Fr. 500,000, 400,000, 200,000, 100,000, 50,000 b. abw. Fr. 100 sind zu gewinnen mit einem Stadt Barletta Fr. 100 Loos. Diese Loose werden vier Mal im Jahre gezogen, und jedes Loos behält seinen Werth, bis es mit wenigstens Fr. 100 herausgekommen ist, und selbst dann spielt es auch in allen ferneren Gewinn=Ziehungen mit. Nächste Ziehung am 20. Februar. Ich verkaufe diese Loose, so weit der geringe Vorrath reicht, gegen Baarzahlung oder Nachnahme des Betrages zu M. 65 per Stück oder, um den Ankauf zu erleichtern, gegen 15 monatliche Raten von je M. 5. Schon durch die erste Zahlung erwirbt man das Anrecht auf sämmtliche Gewinne. Die Loose sind deutsch gestempelt und überall erlaubt. Die Gewinne werden in Gold baar ausbezahlt. Ziehungspläne versende kostenfrei; Listen nach jeder Ziehung. Gefl. Aufträgen unter Angabe dieser Zeitung sehe entgegen..„ C. Rosenstein, Bankgeschäft, Frankfurt a. M. DienstbotenUm etwaige Zweifel über die Anmeldung zum Dienstboten=Abonnement zu heben, wird hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß diese Anmeldung zu jeder Zeit, entweder mündlich im Verwaltungsgebäude, Portalsgasse, 2. Etage, Zimmer 12, oder mittels Zuschrift an die Armen=Deputation geschehen kann. Die Wirkung des Abonnements beginnt nach Ablauf von vier Wochen nach der geleisteten Zahlung. Köln, 6. Februar 1890. 9 Der Oberbürgermeister. I. Der Beigeordnete, Zimmermann. Carneval! Clemens Heinen, 74 Follerstraße 74. Großes Lager# A in allen Kopfbedeckungen: 7 Clown=Hüte, gewalkt u. genäht, I Fez in Filz, Seide u. Viber,## Fritz Reuter u. Bräsig, Jokey u. Rabauen , en grs& en détail, A sowie alle Anzüge zu billigsten„ Preisen. Ein Stuccaturel, in Gyps= und Cementgießen erfahren, sucht für gleich Stellung. Gefällige Offerten bitte au H. Ph. Apitz, Bonn, Bornheimerstraße 12, zu richten. Alter Cognac, sein, französischer Cognac, Flasche Zu..A. W. Scharrenbroich, Eigelstein 81. Reiner Medicinal=Tokauer per Liter K. 2,50. in Fläschchen von 25 Pfg. ab. C. Rother, Marzellenstraße 57—59.* Ein verheiratheter Werkführer, in (auch mit Maschinenbetrieb) erfahren, sucht für gleich oder auf später anderweitig Stellung. Näh. u. Nr. 101 W S postlagernd Barop bei Dortmund. Seite ) Kölner Wocal-Anzeiger Nr. 40 a Montag, 10. Februar 1030. Civilstaf der Stadt Köln. 7. Febr. Geburten. Jo Meinerzhagen. B Wilh. Charl., T. Henning, Ingen. ölnstr. 191.— F. Fink, Kutscher, Alte 5. v. Joh. Hub Lungeng. 18.Wilhelm Otto Köln=Bayenthal, 3, S. v. Heinr. Wallgasse.Maria, T. v. Gerh. Schuster, Wirth, Duffesbach 14.= Elise Charl., T. v. Joh. Jos. Michels, Tagl., Ferculum 60.: Joh. Jos. Alois, S. v. Ant. Hamacher, Schlosser, Schnurg..— Wilh. Ant. Joh., S. v. Wilh. Ashauer, Schuhm., St. Apernstr. 38.- Hel., T. v. Arn. Berres, Condit., Achterstr. 54.- Ambrosius, S. v. Otto Wasser, Anstreichermstr., Chlodwigspl. 19. Kath., T. v. Pet. Jac. Hartmann, Tagl., Gr. Griechenm. 56.- Nicol., S. v. Franz Jac. Jammerzen, Tagl., Biberstr. 5.- Veron., T. v. Pet. Lesweng, Tagl., Gr. Griechenmarkt 28.Maria Kath., T. v. Rob. Rowe, Schreiner, Carthäuserwall—10. Anton. S. v. Ant. Otterbach. Schuhmacher, zu Nieder=Fischbach.- Jos. Alex., T. v. Johann Jacob Nach, Kaufmann, Josephstr. 17.— Doroth., T. v. Mart. Bootz, Specerei=Händlr., Friesenstr. 51.- Johanna, T v. Pet. Kilian, Maurer, Gereonsw. 103. Hel. Kath., T. v. Theod. Schwier, Schreiner, Carthäuserg. 10.= Elisab., T. v. Wilh. Roggendorf, Schlosser, Enggasse 10—.- Paul. S. v. Barth. Augstein, Stuccat., Unter Kahlenhausen 29—. Sterbefälle. Wilh Wisdorf, Wwr., ohne Gew., 78., Gr. Sandkaul 15. = Herm. Jos. Georg Jul. Schuster, 5 M. 21., Mühlenb. 44.— Eduard Cremer, 1 J. 2., Thieboldsg. 131. Clem Vogt, Wwr., ohne Gew, 71 ., Severinsw 51.- Ludw. Töpfer, 1 J. 7., Kettengasse 1.= Gertrud Hartzheim, 1 M. 24 T, Gr. Spitzengasse 28.- Adolphine Maria Tietz, 16 ., Martinsf. 11. Cäcilia Müller, 8., Rothgerberbach 48.— Theresia Elisab. Boden, 1 J. 2., Weyerstr. 444. Johann Herling, verh., FuhrUntern., 63., An Lyskirchen 19. Heirathen. Rud. Braun, Apoth., und Louise Büsgen, Beide v. hier. Karl Pels, Wwr., Kaufm., v. Emden, und Joh. Vier, v. hier. Friedrich Schettling, Wwr., Tagl., v. hier, und Christ. Röllgen, v. Frechen.- Kasp. Stammer, Barb., v. hier, und Sib. Hüls, v. Altenrath. Karl Stropaff, Klempner, und Magd. Müller, Beide v. hier.- Math. Vollmer, Hauskn., und Kath. Nesseier, Beive v. hier. Theodor Hünting, Schreinergeselle, v. Mehr, und Elisab. Lebbing, v. Borken. S b Wahlversammlung der Centrumspartei. Im Pius=Bau fand gestern Vormittag eine allgemeine Versammlung von Wählern der Centrumspartei statt behufs endgültiger Feststellung des Candidaten für die bevorstehende Reichstagswahl. Der Vorsitzende, Hr. Landtags=Abgeordneter E. Fuchs, theilte zur Eröffnung mit, daß das Wahlcomité einstimmig Hrn. Landgerichtsrath Greiß, LandtagsAbgeordneter für Köln, auch als Candidaten für die Reichstagswahl empfehle. Die Versammlung habe indeß freie Entschließung, und er eröffne deshalb über die Candidatenfrage die Discussion. Hr. Landtags=Abgeordneter Julius Bachem. Der Hr. Landgerichtsrath Greiß steht nicht so sehr inmitten der Wahlagitation, um darin einen berechtigten Grund zu finden, seinen Sitz im Abgeordnetenhause vorzeitig zu verlassen. Dies ist der Grund, weshalb er heute nicht anwesend ist. Er hat indeß in einem Schreiben eingehend seine Stellung zu den im Vordergrund des Interesses stehenden Fragen dargelegt; dieser Brief lautet im Wesentlichen wie folgt: „Ich würde nach meiner innersten Ueberzeugung, wie im Abgeordnetenhause, so auch im Reichstag, dem Centrum angehören, auf dessen Stellung gegenüber dem Socialistengesetz und gegenüber der socialdemokratischen Partei ich nach den herrlichen Reden, welche vor kurzem auf dem Gürzenich gehalten worden sind, nicht näher einzugehen brauche. Das Socialistengesetz dürfte wohl heute Jedem als durchaus verfehlt erscheinen. Von einem dauernden Ausnahmegesetz, welches für die Freiheit aller selbständigen Parteien gefährlich werden könnte, darf meiner Ansicht nach keine Rede sein, am wenigsten für ein Mitglied des Centrums. Die letzten Ziele der Social=Demokratie kann kein seiner Religion treuer, die Rechte seiner Mitbürger achtender Mann billigen, und will ich davon schweigen, wie man sich die praktische Durchführung jener Ziele denken muß, die der Natur der Sache nach nur durch die Zerstörung der von Gott gewollten Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft in's Leben treten könnten. Ich würde einstehen für eine eingreisende Arbeiterschutz=Gesetzgebung. Mit Freude habe ich den hochherzigen und, wie ich hoffe, bahnbrechenden Erlaß Sr. Majestät des Kaisers in dieser Beziehung begrüßt, der, nach gleichem Maße die Interessen und die Rechte und Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer berücksichtigend. Maßregeln, welche einen dauernden Frieden herbeizuführen geeignet sind, in Aussicht stellt. Endlich berufe ich mich auf die Stellung des Centrums gegenüber dem Handwerkerstande. Wie dasselbe im Preußischen Landtage die Befreiung dieses Standes von der Gewerbesteuer vertreten hat, eben so wird es im Reichstage zu jeder Aenderung der deutschen Gewerbe=Ordnung, welche den Handwerkerstand zu heben geeignet ist, bereit sein. Uebrigens habe ich bereits auf eine Zuschrift des Vorsitzenden des Wahlcomité's der Kölner Handwerkerpartei vom 1. d. M. mich rückhaltlos dahin ausgesprochen, daß ich zwar nicht in der Lage sei, die begehrte feste Verpflichtung für alle in der mir zugesandten, zu München erscheinenden Allgemeinen Handwerker=Zeitung vom 17. Januar 1890 erwähnten Programmpunkte zu übernehmen, daß ich mir vielmehr vorbehalten müsse, nach Prüfung und gewissenhafter Abwägung aller Gründe gemäß meiner Ueberzeugung mich zu entscheiden, und daß ich nur so glaube, die Pflicht eines Abgeordneten zu erfüllen, der sehr wohl in die Lage kommen könne, auch nur für das erreichbare Gute, wenn das Bessere nicht zu erlangen sei, zu stimmen. Gleichzeitig habe ich aber dann zu den einzelnen Punkten meine Ansicht, wie ich sie zur Zeit habe, ausgesprochen, insbesondere erklärt, daß ich für die gesetzliche Einführung des Befähigungsnachweises als des geeignetsten Mittels, den Handwerkerstand zu heben, eintreten würde. Ich bin grundsätzlich gegen jede Begünstigung irgend eines Standes zum Nachtheil eines andern, aber auch der Ueberzeugung, daß die Interessen der verschiedenen Stände. insbesondere die der Ackerbau treib#enden Bevölkerung unseres Staates und die der industriellen Arbeiter mit Billigkeit gegen einander abgewogen werden müssen und zwar mit Rücksicht auf alle Theile des Reiches.“ M..! Ich glaube, daß die in diesem Schreiben ausgesprochenen Grundsätze durcha## correct sind, daß an dem entwickelten Programm nichts auszusetzen ist. Insbesondere billige ich die Stellung unseres Candidaten zu den Forderungen der Handwerkerpartei. Ein Abgeordneter kann sich unmöglich auf ein solch' detaillirtes Programm festlegen. Es ist etwas anderes, ein solches Programm zu entwerfen und es im Abgeordnetenhause in's Leben zu führen. Da heißt es, heraus zu schälen, was einstweilen praktisch durchführbar ist. Bezüglich der wichtigsten und durchaus gerechten Forderung des Handwerks, nämlich des Befähigungsnachweises, hat Herr Landgerichtsrath Greiß sich ganz klar ausgesprochen. Ich empfehle die Candidatur desselben auf das allerangelegentlichste. Derselbe ist geborener Kölner, einer der tüchtigsten Juristen am Kölner Landgericht, wegen seiner Kenntnisse, Pflichttreue und seines Arbeitseifers allgemein geschätzt. Einem Abgeordneten stößt ja eine Menge Angelegenheiten auf. zu deren Berathung eine juristische Vorbildung sich empfiehlt. Und sollte in der kommenden Tagung den Reichstag die Berathung eines allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches beschäftigen, so werden wir gerade in Herrn Greiß eine unschätzbare Kraft haben, welcher die rheinische Rechtsanschauung auch in dieser Richtung zur Geltung bringen wird. Wir haben in ihm endlich auch einen Candidaten gefunden, welcher zufolge seiner Stellung in der Lage ist, regelmäßig im Reichstage veriönlich anwesend zu sein. Als Landtags=Abgeordneter reicht er an Regetmäßigkeit und Pflichteifer an unsern frühern Vertreter, Hrn. Aug. Reichensperger, heran; er ist einer der eifrigsten Arbeiter in den Con# issionen gewesen, namentlich bei der Berathung von Gesetz=Entwürsen, die uns mit berührt haben, z. B. bei der Festsetzung der Polizeikosten. Unsere städtische Verwaltung weiß am besten, welch' große Mühe er sich gegeben, in diesem Punkte das Möglichste zu erreichen. Einen eben so regelmäßigen und beständigen Vertreter werden wir somit in ihm auch für den Reichstag gewinnen. Die rheinischen Mitglieder des Centrums haben die besondere Genugthuung, daß selbst in denjenigen Fragen, in denen das Centrum nicht immer geschlossen vorgegangen ist, innerhalb der rheinischen Mitglieder des Centrums stets die wünschenswerthe Geschlossenheit sich gezeigt, insbesondere kürzlich noch bezüglich der Alters= und Invaliden=Versicherung. In einer großen Fraction von über 100 Mitgliedern, welche aus den verschiedensten Ständen und Landestheilen sich zusammensetzt, ist naturgemäß eine Geschlossenheit in allen Fragen nicht erreichbar. Anderseits aber bleibt dieselbe immerhin für die Actionsfähigkeit der Partei von großem Werthe. Auch von diesem Gesichtspunkte aus kann ich die Candidatur des Hru. Landgerichtsrath Greiß nur angelegentlich empfehlen. Derselbe huldigt durchweg denselben Gesinnungen wie die übrigen Mitglieder der rheinischen Centrumspartei, und wird auch als Reichstags=Abgeordneter sein Mandat, deß' bin ich gewiß, so bethätigen, wie Sie nach der politischen und social=politischen Eigenart der rheinischen Bevölkerung es am liebsten sehen.(Lebhafter Beifall.) Herr Faßhauer. M..! Ich glaube, auch bei Ihnen das Gefühl voraussetzen zu dürfen, daß die diesjährige Reichstagswahl für Köln eine der schwierigsten sein wird, die überhaupt hier stattgefunden hat. Ueber die Persönlichkeit, den Charakter und die Stellung des Candidaten ist genügend gesagt worden, und wenn es auf uns allein ankäme, ware die Wahl heute schon entschieden. Wir haben aber nicht allein zu wählen, sondern mit den andern Parteien zu rechnen. Und da ist als der hervorstechendste Zug der diesjährigen Wahlbewegung zu markiren, daß die katholische Arbeiterwelt abgewendet werden soll von der Politik, die das Centrum bisher befolgt hat.(Sehr richtig!) Dem gegenüber ist es unsere Pflicht, den katholischen Arbeitern klar zu machen, daß sie nicht nöthig haben, ihre Zuflucht zur Social=Demokratie zu nehmen, daß ihre Interessen im Centrum besser vertreten sind als in der social=demokratischen Partei. In dieser Beziehung möchte ich besonders hervorheben, daß es da, wo es sich um Durchbringung von Vorlagen für die Interessen der Arbeiter und des Handwerkerstandes handelt, im Centrum keinen rechten und keinen linken Flügel, von denen man zuweilen spricht, gegeben, vielmehr die ganze Partei einstimmig dafür gestimmt hat. Die liberale Partei, mit welcher wir jetzt weniger zu rechnen haben, würde sich freuen, wenn sie überhaupt einen rechten und linken Flügel hätte; aber sie hat gar keinen Flügel(Heiterkeit), und wenn sie noch etwas fliegt, so kann sie dies nur noch, weil die conservative Partei sie unter ihre Flügel genommen hat.(Sehr gut! Große Heiterkeit). Dem Liberalismus steht in Köln das Centrum als mächtige Partei entgegen, welches die wahre Freiheit und die Rechte des Volkes vertritt. Von allerhöchster Stelle hat dieser Tage die Lösung der schwierigen socialen Fragen einen mächtigen Anstoß erhalten. Alle Parteien sind gezwungen, dazu Stellung zu nehmen. Die liberale Partei hat bisher gewissermaßen die Mehrheit gehabt und hätte wenigstens daran denken sollen, ein social=politisches Programm sich anzueignen. Aber nichts ist von dieser Seite geschehen. Mit der liberalen Partei allein würden wir übrigens schon schnell fertig sein; ich möchte nur noch festnageln die Angst der Köln. Ztg. angesichts der kaiserlichen Erlasse, welche in dem Angstruf gipfelt: nur nicht zu viel; es könnte auch zu viel werden, und das halten wir nicht aus.(Heiterkeit.) Das ist die Sprache der Leute, welche an Stelle des Herzens einen eisernen Geldschrank sitzen haben. Unser Hauptkampf gilt heute gegen die Social=Temokratie, welche es an Anstrengungen nicht fehlen läßt, die Handwerker und Arbeiter für sich zu gewinnen. Und was haben denn diese Kreise von der SocialDemokratie zu erwarten? Sie ist gegen die gerechten Forderungen des Handwerkerstandes; sie will nur zerstören, aber nichts aufbauen. Und die Arbeiter? Aus der zweistündigen Rede des Hru. Grillenberger auf dem Gürzenich haben sie nichts gehört, was er dem Arbeiterstande in Aussicht stellt; was die Social=Demokratie will, spricht sie klüglicher Weise nicht immer aus. Sie will die bestehende Ordnung umstürzen und weiß selbst nicht, was sie an dessen Stelle setzen will.(Sehr richtig!) Die Religion sei Privatsache, sagt sie, und ich behaupte dagegen, ein Hauptziel der Social=Demokratie ist, die Religion zu vernichten. Wer sich ihr anschließt, wird in schnellstem Laufe seine Religion von selbst verlieren(Sehr richtig!), wie überhaupt die Social=Demokratie alle idealen Güter zu Boden tritt, aber nichts an ihre Stelle zu setzen vermag. Das Centrum dagegen hat zuerst vor allen Parteien ein sociales Programm aufgestellt und zielbewußt vertreten, wie ihre eigenen wiederholten Anträge sowie ihre Mitwirkung an den jüngsten social=politischen Gesetzen beweisen. Unsere Aufgabe ist es, die Wahrheit an den Tag zu legen und auch den Arbeitern zur Erkenntniß zu bringen, Front zu machen wider den falschen Liberalismus und den widerchristlichen Socialismus.(Lebhafter Beifall.) Da zur Candidatenfrage sich Niemand mehr zum Wort gemeldet, wurde zur Abstimmung geschritten und Hr. Landgerichtsrath Greiß einstimmig als Candidat für die Reichstagswahl angenommen. Der Vorsitzende knüpfte an die Mittheilung des Ergebnisses den Ausdruck des Tankes gegen den bisherigen Vertreter für Köln. Hrn. Dr. Braubach, welcher durch Krankheit genöthigt gewesen sei, sein Mandat niederzulegen, obschon er gern bis zu seinem Lebensende dem Dienste der gemeinsamen Sache sich gewidmet hätte. Hr. Dr. Cardauns. In einer langen, zweistündigen Rede hat Hr. Grillenberger auf dem Gürzenich alle möglichen Punkte berührt, bezüglich deren viele von uns bis zu einem gewissen Grade mit ihm einverstanden sein werden. Nur wenig aber hat er darüber gesagt, was die Social=Demokratie für die Zukunft erstrebt. Er hat nur angedeutet, daß die Privat=Productionsweise in eine genossenschaftliche umgewandelt werden solle, aber wohl Keiner von den Zuhörern wird verstanden haben, wie er sich die Ausführung dieser Umwandelung denkt. Es ist aber nöthig, daß die socialistischen Zukunftsprojecte eingehend beleuchtet werden, uno zu dem Zweck citire ich die Schriften des hervorragendsten Vertreters der Social=Demokratie, des Abgeordneten Bebel. welcher ja auch von den Kölner Social=Demokraten wiederholt als Candidat aufgestellt worden ist. Hr. Bebel nimmt in seinem Buche über die Frau an, daß„in einem gewissen Zeitpunkte ein unwiderstehliches Verlangen nach gründlicher Umgestaltung fast die ganze Gesellschaft ergreift. Wenn nun alle Uebel ohne Ausnahme zu ihrer Quelle die sociale Ordnung haben, die heute auf der capitalistischen Privat=Wirth= schaft, auf dem Privat=Eigenthum an allen Arbeitsmitteln: Grund und Boden, Maschinen, Werkzeugen, Verkehrsmitteln, dem Privatbesitz der Nahrungs=Quellen und Nahrungs=Mittel beruht, so ist durch eine große Expropriation dieses gesammte Privat=Eigenthum in gesellschaftliches Eigenthum zu verwandeln".(S. 148.) Die Frage, wie dieser Proceß sich vollziehen soll, wird kaum gestreift, dagegen zeichnet Bebel ein Zukunfts=Gemälde, wie sich ungefähr das Leben der„socialistischen Gesellschaft“ gestalten werde.„Erstes Grundgesetz“ ist„die gleiche Arbeitspflicht Aller ohne Unterschied des Geschlechts“, wie denn auch die Frauen für alle Verwaltungs=Posten wählbar sind. Ueber den„Local=Verwaltungen“ steht eine„leitende Central=Verwaltung, wohlgemerkt keine Regiernng mit herrschender Gewalt". Die Arbeitszeit jetzt„# Gesellschaft" fest, ganz nach ihrem Bedarf, denn„ihr Wille ist ihr„immelreich“, doch„erscheint eine dreistündige Arbeitszeit eher zu lang als zu kurz“.(162.)„In welcher Thätigkeit er sich beschäftigen will, entscheidet der Einzelne selbst," nöthigenfalls„hat die Verwaltung einen Ausgleich herbeizuführen.... Der Gegensatz zwischen Kopfarbeit und Haudarbeit wird aufgehoben“. Hat Jemand seine Arbeitszeit geleistet, so erhält er eine Bescheinigung und tauscht sich dafür ein, was er braucht, nicht in einem Laden, sondern in irgend einem„Commune= Depot“, denn„der gesammte Handel hört auf“.(167.) Zum „Gesellschafts=Eigenthum“ gehören„Telegraphen, Eisenbahnen, Flußund See=Schiffe, Posten, Pferdebahnen" u. s.., desgleichen„der gesammte Grund und Boden". Dann ist die goldene Zeit da.„Schwindel und Betrug jeder Art ist jeder Boden entzogen. Alle Staatspapiere, Actien 2c. sind Maculatur geworden. Mit dem Staat sind auch seine Repräsentanten verichwunden: Minister, Parlamente, stehendes Heer, Polizei und Gendarmen, Gerichte, Rechts= und Staats=Anwälte, Gefängnißwesen, Steuer= und Zoll=Verwaltung, der ganze politische Apparat. Man kennt weder politische Verbrechen und Vergehen mehr, noch gemeine.“ Auch die Familie wird gesprengt. Die heutige Ehe ist Hrn. B. Geschlechts=Sklaverei. Er spricht sich für Verbindung zwischen einem Manne und einem Weibe aus, proclamirt aber„die auf freier, ungehinderter Liebeswahl gegründete Ehe“.(40.) Stellt sich Unverträglichkeit. Enttäuschung, Abneigung heraus, so gebietet die Moral, das Verhältniß zu lösen.“(192.) Mit der Erziehung haben die Eltern sich nicht viel zu plagen, sie„wird für beide Geschlechter gleich und gemeinsam werden, deren Trennung nur in den Fällen sich rechtfertigt, wo die Verschiedenheit des Geschlechtes es zur absoluten Nothwendigkeit macht.“(182.) Ein Idealzustand wird verwirklicht sein, wenn auf 10 Kinder eine Lehrkraft kommt.„Das häusliche Leben wird sich auf das Nothwendigste beschränken. Große Versammlungs=Localitäten werden jeder Art von Unterhaltung, Kunst und Wissenschaft die reichlichste Gelegenheit bieten, das Höchste zu leisten.“(186.)„Die kleine Privat= küche in der einzelnen Wirthschaft ist ein überwundener Standpunkt, die ganze Nahrungsmittel=Zubereitung wird eine gesellschaftliche Einrichtung," und„der Dienstbote ist verschwunden.“ (190. 191.) Man könnte glauben, Bebel habe diesen Zukunftsstaat für eine noch weit entfernte Zeit entworfen, indessen sagt er ausdrücklich, daß er die Verwirklichung dieses Programmes in allernächster Zeit erwarte:„Es ist der letzte sociale Kampf. Das 19. Jahrhundert wird schwerlich zu Ende gehen, ohne daß der Kampf entschieden ist.“(S. 196.) Hr. Grilleuberger hat zwar vor Jahren die Arbeiter öffentlich gewarnt, sie möchten nicht in diesem Jahrhundert noch eine sociale Umgestaltung erwarten. Ueber den Widerspruch mag er sich mit Hrn. Bebel selbst auseinandersetzen; wir aber sagen ihm, wer heutzutage behauptet eine solche sociale Umgestaltung könne ohne Blutvergießen, wie Hr. Grillenberger erklärt, erreicht werden, mit dem ist überhaupt nicht zu disputiren. (Sehr richtig!) Ich verzichte auf eine Kritik der Bebel'schen Sätze über die Religion und die Frauenfrage. Nur auf eine bei den SocialDemokraten sehr beliebte Redewendung möchte ich zurückkommen: die Kirche, das Centrum stelle nur Wechsel auf das Jenseits aus, sorge und kümmere sich aber nicht um das zeitliche Wohl des Arbeiterstandes. Hat man denn— ganz abgesehen von der großartigen Liebesthätigkeit innerhalb der Kirche während aller Jahrhunderte— ganz vergessen, was das Centrum seit 13 Jahren namentlich erstrebt und zum Theil durchgesetzt hat? Zu einer Zeit, wo man am Regierungstisch noch darüber disputirte, ob es überhaupt eine sociale Frage gebe, haben hervorragende Katholiken und Centrumsmänner bereits die Grundzüge einer socialen Gesetzgebung festgesetzt, und trotz allen Mißerfolgen hat das Centrum sich nicht abschrecken lassen, opferwillig und unermüdlich diesen Grundzügen zur Anerkennung zu verhelfen. Das Erreichte ist freilich nur Stückwerk, zum Theil in der Wirkung abgeschwächt von gegnerischer Seite; aber ist es unsere Schuld, wenn nicht mehr erreicht wurde? Die Social=Demokratie will das großcapitalistische Productionssystem abgeschafft wissen. Nun, auch wir betrachten die jetzt herrschende Productionsweise nicht als ein unantastbares Heiligthum; wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, was der Emancipationskampf des vierten Standes zur Folge haben wird. Aber was wir bekämpfen, ist der revolutionaire Umsturz, und was wir erstreben, ist die sociale Reform.(Lebhafes Bravo!) In den jüngsten Tagen wird viel geredet von den kaiserlichen Erlassen. Mögen andere Parteien die Worte derselben zu drehen und für ihre Zwecke auszuschlachten suchen. Dem Winde, der seit dem 4. Februar direct in unsere Segel bläst, brauchen wir diese nicht meyr zu stelten. Für uns ist der Tag, wo die kaiserliche Standarte über dem social=politischen Programm des Centrums gehißt worden, ein Tag der Freude und des Triumphes gewesen.(Stürmischer Beifall). Wir sind vorwärts gerückt zu unserm Ziele und kommen noch weiter. Darum hoch die Fahne, unter der wir so manches Mal gesiegt, hoch die Männer, die sie uns vorangetragen haben und auch fernerhin vorantragen werden. Unsere Führer sind geehrt worden im Tode; einem Bischof Ketteler, Mallinckrodt und Franckenstein wurde im Tode von allen Seiten die höchste Ehre erwiesen. Ja, Ehre den Todten, aber Treue den Lebenden, welche die Fahne aufheben, die den Händen der Müden entfällt. Bleiben wir fest zusammen um unsere Führer geschaart, in der Erkenntniß, daß die Centrums=Fraction eine politische Nothwendigkeit ist, weil sie die beste Bürgschaft bietet für bürgerliche und kirchliche Freiheit, für sociale Reform und Stabilität des Reiches.(Stürmischer Beifall.) Der Vorsitzende schließt hieran die begeisterte Aufforderung an jeden Einzelnen, mit dem größten Eifer in die Wahlbewegung einzutreten. Der Ansturm jener fremden, widerchristlichen Elemente müsse bewältigt werden, Keiner dürfe diesem Kampfe sich entziehen. In das Hoch auf die Centrumspartei stimmte die Versammlung mit stürmischer Begeisterung ein. Loeales. 1 Im Israelitischen Asyl für Kranre und Altersschwache in der Silvanstraße fand gestern Morgen die alljährliche Gedächtnißfeier zu Chren der verstorbenen Gönner und Wohlthäter der Anstalt statt. Mit derselben war dieses Mal die Einweihungsfeier des Neubaues und der mit der Anstalt verbundenen Synagoge verbunden. Zahlreiche Festgenossen wohnten der Feier bei, welche der Rabbiner, Hr. Dr. Frank, abhielt. Dieselbe wurde mit Psalmen und Gebeten eröffnet. Mit der Erwähnung der Namen der Verstorbenen und einem Gebet für dieselben fand die Feier ihren Abschluß. = Die Wirthe Köln's und der Vororte beabsichtigen, morgen Nachmittag eine Versammlung abzuhalten, in welcher Schritte gegen die dem Stadtverordneten=Collegium vorgelegte Verordnung über Erhebung einer Armen=Abgave von allen öffentlichen Lustbarkeiten berathen werden sollen. a Verhaftung. Gestern Morgen wurde auf dem Seeschiffe Industrie am Trankgassenwerft ein Heizer von der hiesigen Polizei festgenommen. Derselbe hatte einem Collegen 70 M. gestohlen und war eben im Begriff, damit das Weite zu suchen. = Diebstahl. An den Dominicanern hatte ein Bäuerlein am Samstag seinen Milchkarren eine Weile allein gelassen. Diebe entführten den Karren und stahlen aus demselben elf Pfund Butter und mehrere Viertel Eier. Den Karren nebst Esel fand man später in der Enggasse wieder. a Abbruch. Auf der Breitestraße fängt man mit Niederlegung der Häuser Nr. 9, 89, 91, 93 an; dieselben sollen durch Prachtbauten ersetzt werden. Stimmen aus dem Leserkreis. [405] Kölner Bahn=Aulagen. Die Stimme über die neuen Bahn=Anlagen vor dem Domchore in Ihrer Nr. 23 veranlaßt mich zu folgender Ausführung. Der Einsender fragt, ob der Fiscus sich jemals darüber Kopfzerbrechen gemacht hab; ob seine Maßnahmen. Andern paßten. Ganz recht; aber eben der###gen halte ich es für die Pflicht eines jeden denkenden Bürgers, seine Meinung in solchen, das öffentliche Wohl betreffenden Fragen und Anlagen auszusprechen. Wie ich erfahren, soll die Festungsbehörde seiner Zeit, als ihr von berufener Seite nach Abholzung des Stadtgartens ein Bedauern hierüber ausgedrückt wurde, geäußert haben:„Ja, hättet ihr uns das vorher gesagt, hätten wir eine Ahnung davon gehabt, daß ihr einen solchen Werth auf den Stadtgarten legtet, dann hätten wir den Festungsgürtel auch noch um 100 Meter hinausgelegt.“(Klingt uns unglaublich. Wegen des Stadtgartens allein sollte man einige Millionen mehr in die neue Umwallung haben stecken wollen?] So etwas tann aber nur durch öffentliche Besprechungen verhindert werden; der EisenbahnFiscus ist dann später nicht in der Lage, zu erklären: Ich hatte keine Ahnung davon, daß euch meine Anlage nicht recht war. Deshalb möchte ich auch an dieser Stelle einem Blatte, welches seine Spalten dem Publicum für solche Zwecke öffnet, meinen Dank abstatten. Der Einsender der Eingangs erwähnten Stimme sagt sodann, man solle an den Einzelheiten nicht herumknabbern, weil die ganze Anlage ein verfehltes Werk sei. Wohl Niemanden ist aber deswegen ein Vorwurf zu machen. Die Anlage ist vor etwa sechs bis sieben Jahren geplant worden und nach den damaligen Verhältnissen Köln's berechnet. Trifft wohl nicht zu, denn die Pläne sind mehrmals bis in die jüngste Zeit hinein den neuen Verhältnissen entsprechend umgearbeitet worden.] Niemand konnte den fast ohne Gleichen dastehenden Aufschwung Köln wenigstens bis vor drei Jahren, ahnen; wohl aber konnte vorher gesehen werden, daß der Bahnhof in der unmittelbaren Nähe des schönsten und hehrsten Gotteshauses der Welt, ästhetisch unschön und beengend wirken müßte.[Der Herr Einsender vertritt, wie aus seinen weitern Ausführungen ersichtlich, die Interessen des westlichen Theiles der Stadt. Er muß dann aber auch die Interessen des nördlichen Stadttheiles berücksichtigen, denen gegenüber Dom und Umgebung weniger in Betracht kommen.] Hier kann auch der anzuwendende Baustil von keinem besondern Einflusse mehr sein; denn wird der Bahnhof in gothischem Stil aufgeführt, so kann er nie und nimmer neben dem Dome zu irgend welcher Geltung gelangen; wird aber ein anderer Stil angewendet, so wird er bei seiner Größe als Störenfried, als Eindringling Man hat bei der Projectirung der Anlage eben nur Rücksicht auf den für den damaligen Verkehr unbedingt nothwendigen Raum genommen(Stimmt nicht, weil die Pläne später umgearbeitet wurden.], da auch eine weitere Verschiebung nach Osten wegen dem Brücken=Anschluß wohl Schwierigkeiten haben würde. Es ist aber nicht erfindlich, warum man nicht noch jetzt dazu übergegangen int, die Ueberführungen der Trankgasse und Johannisstraße zu erbreitern, da doch hiergegen kaum technische Schwierigkeiten vorliegen können. Wer den Verkehr in der Trankgasse während den letzten Sommern gesehen hat, der wird schon heute ein gelindes Gruseln bekommen, wenn er an die Unglücke denkt, welche unter dieser EisenbahnUeberführung vorkommen werden. Köln hat im verflossenen Jahre um etwa fünf Procent seiner Bevölkerung zugenommen; aller Voraussicht nach haben wir es also in zehn Jahren mit einer Bevölkerung von mindestens 400,000 Menschen zu thun. Wichtiger aber noch als dieses wird der stets sich mehrende Fremdenverkehr sein. Es ist also vorauszusehen, daß wir in längstens zehn Jahren vor einer neuen Bahnhofsfrage stehen. Warum denn nicht jetzt noch, warum nicht im letzten Augenblicke dasjenige thun, was doch nach zehn Jahren mit weit größern Opfern geschehen muß? Heute noch konnte die Bahn mit verhältnißmäßig geringern Opfern die Verlegung des Central=Bahnhofes in den Westen der Neustadt, im Mittelpunkte des heutigen und noch mehr des zukünftigen Köln's bewirken.[Schreiber dieser Stimme hatte, als er seine Ansichten zu Papier brachte, offenbar die in der Sonntags=Nummer abgedruckte Stimme 398 noch nicht gelesen, in welcher u. a. sehr vernünftig ausgeführt wird, die Bewohner des Westens thäten besser daran, zu sorgen, daß das Westbahnhöfchen zu einem ordentlichen Vollbahnhof ausgebaut wird, was jetzt noch leicht ausführbar ist, statt über den neuen Bahnhof am Dom zu klagen, bei dem der Name „Central“=Bahnhof wenig zur Sache thut.] Ich will nicht weiter darauf eingehen, daß der Bahnhof mit unserm Dom nicht in Harmonie zu bringen ist; daß ein Tempel, ein Gotteshaus, das der Erbauung dient, und einer der größten Bahnhöfe Deutschlands nicht nur durch eine Straßenbreite getrennt sein dürfen; daß die zu errichtende chinesische Mauer den Fremden höchstens ahnen läßt, daß nördlich derselben auch noch ein Bißchen Köln ist. Ich will auch den jetzigen Bahnhof, wenn die innere Stadt noch heute einen besondern Werth darauf legt, solchen sich zu erhalten, nicht vernichtet wissen[Die mnnere Stadt besonders würde sich auch schön gegen eine solche„Vernichtung" wehren!), obschon ich der festen Ueberzeugung bin, daß, würde der jetzige Bahnhof vollständig vernichtet, würden hier neue Straßenzüge nach Domstraße, Hansa=Ring u. s. w. angelegt, dieses für die Umgebung des jetzigen Bahnhofes bedeutend vortheilhafter sein und mehr nährenden Verkehr bringen würde, als der nunmehrige neue Bahnhof.[Wird vohl vielerseits bestritten werden.] Aber ich möchte doch fragen: welchen Werth haben denn die umfangreichen Gebäude, die Rangir=Geleise, die Unzahl von Bureaux und alles derartige, was mit einem Central= Bahnhof zusammenhängt, für die Altstadt?(Das läßt sich nicht in Einem Satze widerlegen.] Nehmen wir ein Mal an, der Central=Bahnhof läge im Westen, jedoch sämmtliche Züge führen durch zum jetzigen Bahnhof, um unmittelbar nach der Entleerung wieder zurückgeführt zu werden, sofern sie nicht rechtsrheinisch weiter fahren oder dorther kommen— würde dieses der Altstadt nicht genügen?[Gewiß; aber das ist genau derselbe Zustand, wie ihn der Einsender der bereits erwähnten Stimme 398 in der Sonntags=Nummer vorschlägt: sowohl am Dom wie im Westen als auch im Süden mussen vollständige Bahnhöfe sein, an denen alle Züge halten. Dann ist es dem Publicum und für den Verkehr einerlei, welcher dieser drei Bahnhöfe„Central"=Bahnhof genannt wird. Die Eisenbahnverwaltung kann die Züge der Aachener und Crefelder Strecke, wenigstens die durchgehenden Schnellzüge, leicht am Südbahnhof beginnen(und dort endigen), am Westbahnhof halten den Dombahnhof als Kopfstation berühren und dann erst von Köln wegfahren lassen. Ist es nicht in Berlin eben so? Die nach dem Rhein gehenden Schnellzüge beginnen schon am Schlesischen Bahnhof, berühren den Hauptbahnhof Friedrichstraße und verlassen dann erst Berlin. Die vorgedachte Einrichtung für Köln wird später ohnehin eintreten müssen; deshalb sorge man jetzt durch eine lebhafte Bewegung aus der Bürgerschaft heraus dafür, daß dieser spätern Nothwendigkeit durch zeitige Erweiterung der Haltestellen Köln=West und Köln=Süd zu Vollbahnhöfen jetzt schon Rechnung getragen wird. Man würde es sonst später schwer bereuen]. Nicht durch ängstliches Festhalten einer Stelle für den Bahnhof, son dern durch Beseitigung aller beschränkenden Fesseln kann der Verkehr und damit die Wohlfahrt der Einwohner einer sich so rasch entwickeln den Großstadt wie Köln gefördert werden. Und nun will ich zum Schluß ein ideelles Bild entwickeln, wie Köln mit seinen Bahn Anlagen sich gestalten müßte, sollte es unbehindert in seiner Entwickelung als Großstadt fortfahren. Städt. Ober 40 x Montag, 10. Zebruar 1850. ZA Für das Ostern c. beginnende neue Schuljahr werden von Schülern täglich von mir entgegengenommen. Zum Eintritt in die Se##ant das neunte Lebensjahr das niedrigste und zugleich geeignetste Alter. bemerke zugleich, daß die Ober=Realschule einen neunjährigen LehrSprachen ausgeschlossen hat, aber dafür den neuen remden Sprachen (Französisch und Englisch) eine viel größere Anzahl von Unterrichtsstunden widmet, als dieses bei den andern höhern Lehranstalten der Fall ist und daher unter anderm auch zur Vorbildung für Gewerbe und Industrie, sowie namentlich auch für den höhern Kaufmannsstano ganz besonders geeignet ist, sodann daß ihren Abiturienten die Berechtigung zum Studium aller Lehrfächer auf den technischen Hochschulen, insbesondere auch des Baufaches und Maschinenbaufaches, als immatriculirten Studirenden zusteht, desgleichen die Berechtigung zur Zulassung zu den an diesen Hochschulen stattfindenden Diplom=Prüfungen, durch deren Bestehen, je nach dem Fachgebier, für welches die Prüfung abgelegt worden, ein Diplom als BauIngenieur, Maschinenbau=Ingenteur, Schiffbau=Ingenieur, Schiffsmaschinenbau=Ingenieur, technischer. Chemiker oder Hütten=Ingenieur zum Zweck der Privat=Praxis erKöln, 7. Februar 1890. Der Director: Dr. pecialität! 523 täglich frisch geröstet von M..55—2 M. per Pfund. Postkollis von 9½ Pfund netto-franco. Alle Sorten Kuffee werden auch candirt— Ronner Methode übertreffend— geliefert. Nicht convenirende Waare nehme ich bereitwilligst zurück. Bei Abnahme grösserer Posten tritt eine Preis-Ermässigung ein und stche mit näherer Angabe gern zu Diensten. Meine sehr beliebte Karlsbader Mischung M. 1,70. Alle Sorten Kaffee— gewöhnlich geröstet und candirt— in Mischungen nach Angabe. Roh-Kaffee zu Börsen-Preisen. Thee— directer Bezug- letzte Ernte. Niederlage von van Houten’s Cacao. Ewa Roh-Kaffee en gros und Dampf-Kaffee-Breunerei, Hohenstaufenring 26 Köln a. AEir. Hohenstaufenring 2b. Den Herren Wirthen empfehlen wir unser großes Lager: —— ohne einfache fein Henkel 12 Pfg. polirt mit glatt gepreßt Henkel 20 Pfg. 25 Pfg. 5 Fabriklager Gebr. Kraemer, Mathiasstr. 5. Biergläser 15 geschliffen 30 Pfg. rauer-Circulare bekannter schöner Ausstattung, mit und ohne Couverts, fertig zum Versenden, Todtenzettel mit künstlerisch-schönen, passenden Verzierungen in sauberstem Druck auf gutem Papier in verschiedenen Formaten und Ausstattungen liefert in kürzester Zeit zu den gewöhnlichen, mässigen Preisen Marzellenstrasse 20. Nach Auswärts Lieferung postfrei und umgehend. Der Central=Bahnhof im Westen, in der verlängerten Axe des Domes, erhält durch Einfahrt vom Norden die Züge von Aachen und Crefeld und von Süden also über den in der Herstellung befindlichen Bahndamm die Züge von Trier und Koblenz. Der jetzige Eisenbahndamm wird fortgeführt bis zur Frohngasse, schließt hier an eine dort schon längst geplante neue Brücke an und vermittelt den unmittelbaren Verkehr mit den rechtsrheinischen und Bergisch=Märkischen Linien. Auf der rechten Rheinseite spaltet sich die Bahn in die über Mülheim führende Elberfelder und Düsseldorfer Strecke einerseits und die hinter Deutz über Kalk führende rechtsrheinische und Gießener Strecke anderseits. Die jetzige feste Brücke würde ganz dem Privatverkehr übergeben, etwa eine Seite für Pferdebahn und Fußgänger und die andere für Lastfuhrwerk. Der jetzige Bahnhof am Domhof fiele wegs!] und nach Abtrennung eines entsprechenden Platzes vor dem Dome, könnte der Rest zu entsprechenden Straßenverbindungen bzw. Baugrundstücken ausgenutzt werden. Er würde ergeben: eine Häuserseite der Mariminenstraße, eine volle Straße von der Trankgasse bis zum Hansa=Ring und die Fortsetzung der Domstraße bis zum Dom bzw. dem vorliegenden Platze. Der Bergisch=Märkische sowie der alte Köln=Mindener Bahnhof in Deutz würden ebenfalls überflüssig, da der neue Deutzer Bahnhof hinter Deutz am Mülheimer Thore angebracht werden müßte,[Deutz würde sich wohl dafür bedanken!] und könnten also auch zu Baugrundstücken Verwendung finden.V7X. 8 Durch den Verkauf dieser Baugrundstücke würde wahrscheinlich der Mehrbedarf für die neue Brücke ganz oder doch wenigstens zum größten Theile gedeckt werden.[?] Hauptsache blieb es indessen, daß für absehbare Zeiten durch eine derartige Anlage geholfen wäre.[Ganz schön alles, wenn nicht Köln— eine Festung wäre!] Würde die neue Brücke an der Frohngasse in der Weise der gegenwärtigen für Fuhr= und Fußgänger=Verkehr eingerichtet, so würde die unselige Mülheimer Schiffbrücke ziemlich überflüssig.[Da werden die Mülheimer wohl anderer Ansicht sein!] Anderseits würde die Herstellung einer festen Brücke zwischen Friedrich=Wilhelmstraße und Deutz wohl keine besondern Schwierigkeiten mehr bieten.[Ziemlich dieselben Schwierigkeiten, wie heute auch.] Würde alsdann auch ihrerseits die Stadt sich bewußt werden, daß in einem solchen Falle auch sie für die Entwickelung Köln's mit Kraft und Entschiedenheit einzutreten hat, daß der neue Bahnhof auch der Altstadi zu erschließen sei, daß eine Ader zu schaffen sei, die das immer rascher pulsirende Leben, zwischen dem Verkehrs=Centrum der Stadt und diesem Bahnhofe zu fassen vermoge, daß eine breite schöne Straße vom Dom bis zum Bahnhofe im Westen eine Nothwendigkeit sei— dann würde Köln, würdig seiner Vergangenheit, würdig seiner Zukunft in den Rang der Großstädte eintreten können.[Da haben wir’s! Der Bahnhof am Dom, der jetzt im Mittelpunkt des Verkehrs liegt, wird abgerissen und parzellirt, man baut einen neuen Central= Bahnhof im Westen und schafft dann— des Verkehrs wegen— eine ungezählte Millionen kostende große Zufahrt=Straße vom Dom dahin!] Eine derartige Straße(etwa wie vor dem Bahnhofe in Antwerpen), in der Mitte ein Doppelgeleise für Pferdebahn, beiderseitig eine Allee mit zwei Baumreihen, daneben Fahrstraßen und endlich Trottoir, also etwa 40 Meter breit, abschließend an einem Ende mit dem Dom und an dem andern mit dem Bahnhof, würde in der Welt kaum wieder zu finden sein. Und der Kostenpunkt? Heute würde man durchschnittlich wohl nicht viel mehr als 150 M. pro Qu.=Meter zu zahlen haben, wogegen nach Fertigstellung an dieser Straße überall mindestens 450 M. gezahlt würden. Nur müßte die Stadt nicht nur die Straßenfläche sondern auch die anliegenden Baustellen, uno zwar nicht zu ängstlich, zu erwerben suchen. Das Bedürfniß? Ja dieses wäre schon heute ohne den Bahnhof im Westen vorhanden. Die Zustände auf Breitestraße und Komödienstraße sind auf die Dauer unhaltbar. Man vergleiche doch ein Mal den Verkehr vor 25 Jahren in diesen Straßen mit dem heutigen und man wird zugeben, daß es nicht noch ein Mal 25 Jahre angeht. Dann aber, dann würde eine derartige Straße wohl vier Mal so theuer als heute. Brüssel und Paris waren gezwungen, Durchbrüche durch ihre alten Stadttheile zu machen. Köln wird ihnen über kurz oder lang folgen, dann vielleicht mit gewaltigen Opfern, wogegen es heute, Dank der eigenartige Lage der Verhältnisse, mit geringen, vielleicht ohne Opfer [?) einen solchen Durchbruch erreichen könnte. Es möchte also auch aus diesen Gründen im Interesse der Stadt liegen, sich etwas eingehender mit der Eisenbahnfrage zu beschäftigen. Damit ich nun nicht gleich von einem andern Herrn auf die Finger geklopft bekomme, will ich noch bemerken, daß ich der festen Ueberzeugung bin, daß nirgendwo eine Behörde von dem Gesagten Notiz nimmt; ich habe damit nur bezeugen wollen, daß auch im Publicum Leute sind, die über die Angelegenheit nachdenken. Mögen Alle diejenigen, welche sich berufen fühlen, der öffentlichen Stimmung Ausdruck zu geben, meinem Beispiele folgen; möge man den Herren da oben begreiflich machen, daß das Publicum nicht eine gedankenlose, unzurechnungsfähige Masse ist. J. Standesamts=Bezirk Ehrenfeld. Geburten.(21. Jan.) Mathilde, T. v. Jac. Fischer, Rentner, Ehrenfeld.—(24.) Christian, S. v. Theod. Odenthal, Ackerer, Bickendorf.— (25.) Katharina, T. v. Theod. Esser, Tagel., Melaten.- Franz, S. v. Peter Schmitz, Tagel., Müngersdorf. Sibylla Katharina, T. v. Franz Ant. Rövekamp, Wirth. Gertrud, T. v. Franz Kopp, Schreiner.- Peter, S. v. Peter Keppeler, Bäcker, Alle zu Ehrenfeld.- Peter Paul, S. v. Franz Theod. Deubel, Post=Assist., Melaten.—(27.) Joseph., T. v. Peter Hett, Fabrikarbeiter.- Gertrud, T. v. Jos. Kröngen, Tagel.-Margaretha Hubertina, T. v. Hugo Max Knoch, Stuccaturer, Alle zu Ehrenfeld.—(28.) Peter, S. v. Math. Dom hörgen, Tagel., Mengenich.-Katharina, T. v. Jos. Massong, Reisender.- August, S. v. Friedr. Bleifeld, Schlosser.- Friedrich Karl Alphons, S. v. Karl Kirchhoff, Schuhm.—(29.) Johann, S. v. Wilh. Hub. Hansmann, Kaufm.= Robert Johann Mathias, S. v. Joh. Bodewig, Tagel. * Eva Hubertina, T. v. Math. Jös. Hüppeler, Fabrikarbeiter.- Clemens, S. v. Arn. Joh. Esser, Schlosser. Helena Elisabeth, T. v. Heinr. Friedr. Wilh. Rams, Dachdecker.- Hubertina Christina, T. v Corn. Zimmermann, Tagel., Alle zu Ehrenfeld.—(30.) Math. Joseph, S. v. Herm. Meurer, Tagel., Ossendorf.-Adolph, S. v. Joh. Peter Cremer, Tagel.-(31.) Heinrich, S. v. Wilh. Nagel, Tagel, Beide zu Bickendorf.- Anna, T. v. Theod. Breuer, Hülfsweichenst., Ehrenfeld. Sterbefälle.(25. Jan.) Jac. Dinggarten, 6 M. 9 T.—(27.) Peter Keppeler, 2 T. Jac. Arth. Hock, 1 J. 8., Alle zu Ehrenfeld.- Adam Jos. Müller, 1 J. 1., Bickendorf.—(28.) Dor. Kröngen, geb. Marx, 39 I.- Anna Kathar Rick, 3 M. 12., Beide zu Ehrenfeld.—(30.) Kathar. Esser, 5., Melaten.—(31.) Elisab. Keppeler, geb. Ziskofen, 37., Ehrenfeld.„„„ Heirathen.(29. Jan.) Heinr. Betzler, Tagel., u. Anna Marg. Berti, Beide zu Ehrenfeld.= Herm. Krämer, Fabrikarbeiter zu Lövenich, u. Anna Clara Libertus zu Ehrenfeld.- Heinr. Förster, Tagel. zu Nippes, u. Agnes Clara Bedorf zu Ehrenfeld.- Peter Minwegen, Schlosser, u. Apollonia Schirk, Beide zu Eyrenfeld.—(30.) Vinc. Röllgen, Wwr., Schneider zu Lövenich, u. Christ. Schieffer zu Müngersdorf. Friedr. Wilh. Kleinholz, Fabrikmeister zu Ehrenfeld, u. Jacob. Wilh. Schild zu Köln.—(31.) Peter Vilzhöfer, Pferdeb.=Schaffner zu Ehrenfeld, u. Kath. Kronenbürger zu Köln. —(1. Febr.) Math. Jos. Langen, Schlosser, u. Elisab. Getr. Müller, geb. v. Krüchten, Wwe., Beide zu Ehrenfeld.- Christ. Weiler, Bäcker zu Ehrenfeld, u. Elisab. Erpenbach zu Ossendorf. Heiraths=Ankündigungen.(28. Jan.) Bern. Klemm, Pferdekn., u. Gertr. Breuer, Beide zu Müngersdorf.- Franz Lorenz Henneke, Kaufm., u. Jos. Maria Frieder. Klöcker zu Ehrenfeld.- Heinr. Weber, Verzinker zu Styrum, u. Urs. Aussem zu Ehrenfeld.- Wilh. Berkele, Fabrikarbeiter zu Ehrenfeld, u. Sophia Held zu Köln.—(31.) Jul. Rudolph Berger, Former, u. Sophia Schnapp zu Ehrenfeld. Standesamts=Bezirk Köln=Deutz. Geburten.(24. Jan.) Magdalena Juliane, T. v. Wilh. Emil Holznagel, Locom.=Führer.- Johann August, S. v. Jac. Fischer, Schreiner.— (25.) Agnes, T. v. Jos. Seuren, Tagel.—(28.) Mathias, S. v. Franz Klothen, Anstr, Alle zu Köln=Deutz.- Clara, T. v. Math. Ließem, Stellm., Poll.- Karl Christian Joseph, S. v. Karl Samlowfsky, Buchhalter. Maria Clara, T. v. Math. Jos. Schneider, Bahnarbeiter.—(29.) Peter Lambert, S. v. Lamb. Hehn, Schenkw.—(30.) Anna Rosina, T. v. Kasp. Sauer, Locom.=Führer, Alle zu Köln=Deutz.- Paul, S. v. Peter Dünnwald, Tagel., Poll.- Franz Joseph, S. v. Adam Georg Prill, Fabrikarbeiter, Köln=Deutz. Sterbefälle.(24. Jan.) Friedr. Wilh. Antoni, 1 J. 1 M.—(25.) Aug. Engelb. Wegescheid, 8 M.—(27.) Anna Maria Elisab. Peters, 18 J. 3 M.—(28.) Gust Friedr. Puschmann, 30 J.—(29.) Marg. Huster, 3.. Alle zu Köln=Deutz.- Heinr. Jos. Streffing, 23 J. 1.., Poll. Heirathen.(30. Jan.) Karl Friedr. Schöling,##iner zu Nippes, r. Anna Ma ia Geller zu Köln=Deutz. Heiraths=Ankündigungen.(24. Jan.) Joh. Gebhard, Bahnarbei u. Jos. Steinmeyer.—(25.) Adam Müller, Schreiner, u. Anna M. Ferdinand. Alle zu Köln=Deutz.- Joh. Weber, Kutscher zu Köln, u. G Buchholz zu Köln=Deutz.—(29.) Peter Jos. Schopp, Güterarbeite Maria Aug. Zieren.—(30.) Wilh. Frangenheim, Dachdecker, u. KJung, Alle zu Köln=Deutz. Seite 3. Jede vlerte Einrückung kostenfrei. Offerten-Annahme 25 Pfg. Schlues der Anzeigenannahme in der Expedition, Marzellenstr Abends 6 Uhr. der Local-Anzeiger Nr. 40= Montag, 10. Februar 1890. en 1. Offene Stellen. S Ein zuverlässiger Bau=Aufseher mit guten Zeugnissen versehene Personen wollen sich Vormittags von 11—12 Uhr Schaafenstraße 32, 1 Treppe, melden. Ich suche für meine Tochter, 15 J Jahre in belgischem Kloster=Pensionat war, in zuverlässig gut katholischem Hause eine Stelle zur gründlichen Erlernung d. Haushaltung. Antwort mit Angabe der Bedina= ungen erbitte unter M Han 2 Deiters, Düsseldorf. In dieser Abtheitung entweder: Jedes Wort(in der Ueberschrift bis zu zwei Worten fett) 3 Pfg. oder: jede Zeile 121 Pig. Jede vierte Einrückung kostenfrei. .. Junger Bäckergeselle sofort gesucht. Hunnenrücken 24. Lindenthal. Ordentliche Fuhrknechte gesucht. Klosterstraße 20. Kost u. Logis im Hause selbst Tüchtige, selbständige auf Geldschränke gesucht. W. S. van Broek, Weideng. 25 Geübte Soutache=Näherinnen, nur aus Nippes, gesucht. Sich zu melden von—2 Uhr Niehlerstr. 19. Kath. Ladengehülsin gesucht für Colonial=, Mat.= u. Farbw.=Geschäft in einem kleinen Landstädtchen. An erbietungen m. Zeugn.=Abschr. u. U 7 352 bes. die Geschäftsst. d. Köln. Vztg. Properes Lehrmädchen für Schweinemetzgerei gesucht. Severinstraße 52. Eine Wärterin oder älteres, erfahrenes Kindermädchen bei einem kranken Kinde sofort gesucht. Große Witschgasse 15—17. Ein ordentliches Mädchen gesucht. Ehrenfeld, Weierstr 32. Eine brave Person zum Putzen, wöchentlich, ge 9. Domhof 9A. Kindergärtnerin, nicht Fräulein, aus achtbarer Familie (katholisch), zu zwei Kindern gesucht. Dieselbe muß ähnliche Stellen bei Herrschaften schon bekleidet haben und in Handarbeiten gründlich erfahren sein. Nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich unter S J 293 bei der Geschäftsstelle der Köln. Volksztg. melden Köchin, katholisch, in der seinern Küche gründ en, für den gesucht. . Nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich unter S 11 292 bei der Geschäftsstelle der Köln. Volksztg. melden. Maurer=Arbeiten. Im Anfertigen aller vorkommenden Maurer= und Putz=Arbeiten empfiehlt sich Franz Hinsen, Jahnstraße 25 Bestellungen nehmen auch entgegen der Hausmeister des Kath. GesellenVereins u. Schreinermeister Botzian. Ein und Wagenschmied, welcher selbständig arbeiten kann und sein Examen abgelegt hat, sucht Stelle Fr.=Offerten unter Nr. 158 an die Geschäftsstelle d. Bl. Wer läßt pflastern? Pflastermeister Heinrich Ossendorf, Nippes. Alle Sorten Pflastersteine vorräthig. Eine durchaus befähigte erste Verkäuferin, kath., gesetzten Alters, mit der Kurz Woll= und Weißwaaren-Branche durchaus vertraut, für sofort oder später bei hohem Salair und familiairer Stellung zu engagiren gesucht. Pho tographie, Zeugniß Abschriften und Gehaltsansprüche sind den Osserten beizufügen. A. Spindeldreher, Arnsberg i. W. Eine leistungsjähige baierische Bierbrauerei sucht einen Vertreter für Köln. Offerten mit Angabe von Referenzen sub P 3018 an Audolf Masse, Köln. Zu verkaufen. KO N Haus „IIIII, in einer Thorstraße am Weyerthor mit auslausendem Hinterbau an einer sehr belebten Straße, für jedes Geschäft geeignet, billig zu verkaufen. .=Of. u Nr. 124 a. d. Geschäftsst. d. Bl Praves katholisches Mädchen, welches die bürgerliche Küche versteht und Hausarbeit übernimmt, gesucht. Kattenbug 31-33. Ein Mädchen für Nachmittags gesucht. Limburgerstraße 35. Kaffee=Köchin, gewandt, gut empsohlen, wird für einzelne Wochentage, eventuell dauernd, für ein gutes Restaurant gesucht.* Fr.=Off. u. S a. d. Geschäftsst. d. Bl. und Wollwaaren= Geschäft suche eine wirklich tüchtige Verkäuferin, kath. Nur solche, welche die Branche rennen, belieben sich zu meiden. Fr Offerten erbitte unter U C 334 an die Geschäftsstelle der Köln. Volkszto# ? Ein katholisch. Fräulein 4 mit guter Schulbildung zu drei# * Kindern im Alter von—13 V Jahren gesucht. Dasselbe soll die? Schularbeiten und die Musik.## 8 übungen der Kinder überwachen. X 4 Fertigkeit im Nähen und der# keinern Handarbeiten erwünscht. ? Gute Kenntnisse der französischen a Sprache, sowie im Clavierspiel# # unbedingt nöthig. Eintritt am I. Apri. Offerten mit Zeugniss.n und Gehaltsansprüche nebst v * Pchotographie an Gebrüder# ; Wollwever, Wiesbaden, erbeten.# VcAna Theilhaberin. Wegen Sterbefalles wird eine Theilhaberin an einem nachweislich rentabeln Kurz= und Manufacturwaaren= Geschäft mit einem Capital von=bis 1000 Mark Einlage, in einer rhei nischen Landstadt, gesucht. Jährlicher Umschlag 12= bis 13,000 Mark Franco=Offerten unter Nr. 150 an die Geschäftsstelle d. Bl. MR zmmm in gutem Zustande, vielen Zinern und Hofraum, im Norden Köln's, reutabel, besonders für Handwerker passend, billig zu verkauf. Erforderlich 1500 Thlr. Anzahlung. Rest rann längere Zeit stehen bleiben oder kleine Ablage. Fr.=Offerten unter Nr. 149 an die Geschäftsstelle d. Bl. Cadenreal, Mantelofen, Leitern, Glas## kasten bill. zu verk. Hahnenstr. 24, I. Für Brautkleider. Eine Partie schwarze und creme farbige Seidenreste. Marsi'stein 8, Schlaumann. Feinste Schweizerbutter, gesalzen und ungesalzen, bei Abnahme von 9 Pfund und mehr das Pfund zu 90 Pfg. zu haben bei H.& D. Philippi, Unt. Gottesgnaden 23 Packtsicher billig zu verkaufen. Venloerstraße 278, Ehrenseld. din Wresr.. Zollstraße 4A, am Altermarkt. 11 22 ¼ 1/8 .44.—,22.—, 11.—,.50,.Reisedecken Preis in der Bettwaarenfal.. H. Baumeister, 24 Ehrenstraße 26. Carnevalsmäntel verlangerre Obenmarspforten. größte schönste Auswahl. B. A Martinstraße 5, am Thurm. Zugstiefel 4. stiefel K. 3,80. lederne , K i n d e r= A g r a f f e l Steinweg 16. 2 Zu verkaufen. In einem größern Kurz=, Woll= u Weißwaaren=Geschäft in Remscheid wird zum bald. Eintritt ein braves Mädchen in die Lehregesucht. Gute Schulbildung erforderlich Fr.=Off. u. R B 261 an die Geschäftsstelle der Kölnischen Volkszeitung Haushälterin gesucht von 2 ältern Herren(Brüder), welche befähigt ist, dem geordneten Hauswesen in jeder Beziehung selbständig vorzustehen. Schlichte Personen, nicht unter 40 Jahren alt, die auf eine dauernde, sehr angenehme Stelle re=1#in kath. Mädchen ans anten Tam slectiren, werden ersucht, ihre An tath. Madchen aus guter Gagj, erbietungen unter Angabe der bis= suckt: Wnnaes zu scudl. Ard, angel, herigen Thätigkeit, Referenzen und Gehaltsansprüche sub S D 288 an die Geschäftsstelle der Köln. Volksztg. einzureichen. Stellen-Gesuche. Ein junges Mädchen a. g. Familie, Efath., wünscht Aufenthalt in besserer kath. Fam. als Gesellschafterin und zur Unterstützung im Haushalt, am liebsten in Westf. od Rheinland zum I. April. Dasselbe ist im Häuslichen und Handarbeit err. und befähigt, jung. Kindern Claver=Unterricht zu geben Gute Empfehlungen stehen zur Seite. Oul. unter T T327 an die Ge schäftsst. der Köln. Volksztg. erbeten. !! Spitzenmäntel!! Marsilstein 8, Prima ganzen Faß entsprechend billiger. Schmolzbutter, von reiner Naturbutter, zu 100 Pfg. das Pfund. Margarine in nur besten Qualitäten Emmenthaler, Schweizer, Holländer und Limburger Käse äußerst billig bei 1.& D. Philippi, U. Gottesgnaden 23 Ein starker Hand=(Kasten=)Wagen zu 50 M zu verkaufen. Bescheid Olivengasse 8. Sammetreste! zu Kinderkleidchen, Taillen, Jaquettes u. 1. w. Marsikstein 8, Schlaumann Eine Wringmaschine billig zu verkaufen. Nippes, Eisen bahnstraße 11. Eine Stolkgasse 9. Glacé. Fahrikverkauf. 28 Limburgerstraße 28. Kauf-Gesuche. Ein gut erhalt. fl. schrank zu kaufen gesucht. bitte u. Nr. 146 a. schäftsstelle d. Bl. zu richten. Möbel und Oefen werden stets angekauft. Achterstraße 4. Sämmtliche Unterkleider, oosen, Jacken, Hemden, Strümpfe, Socken 2c., reiche Auswahl zu!.: Preisen. Aposteln Zu vermiethen. Vermischtes. KSA ene 8 Nervenleiden s O und Rheumatismus behandelt speciell neben allen andern „ Krankheiten. 9 s Maguctopath Schmitz,S Körn, Bechergasse—7. e9 prechstunden von—1 und—5 5 Uhr. Sonntags von—12. rbeits=Gesuche n. Arbeiter=Gesuche für den Kath. Arbeiter=Verein bitte zu richten nach Filzengraben 12. Aufforderung. Alle, welche noch Pfandscheine bei nir liegen haben, bitte, selbe abzuolen, weil ich am 1. März verziehe. L. Schweinem, Köln, Poststraße 19. Eine gut gelegene Baierisch= BEfshafts-Saatt. Kum VoT Carneval zu übertragen. Zur Uebernahme sind K. 6000 Baar erorderlich. Offerten sub O 3017 an Rudolf Hermann Scheuffele, Ulm a. Specialgeschäft in Butter, empfiehlt täglich frische Süßrahn hafelontter..25 .75 und Logis. Kost Pseilstraße 38. Suche 2 Loos preußischer Lotterie. KölnSiegburgerstr. 25, Schwippert. alle Sorten, auch die älteen Pesten IInstuns Berfror der R. Rodewald, Perlenpfuhl 16. Stannend billig! Festonkleider, Spitzenkleider, Tüll kleider, alles in Resten. Schlaumann, Marsilstein 8. inManufacturwaaren=Engros= Geschäft sucht zum baldigen Eintritt einen katy. jungen Mann für Comptoir und Reise. Mili tairfreie Bewerber erhalten den Vorzug. Off. unt. Nr. 2530 a. d. Exped des Westfälischen Merkur, Münster i. W. erbeten. Für ein Kurz=, Voll= u. Weißwaaren=Geschätzn zum sofortigen Eintritt, evc, per Anfang März, eine durchaus tüchtige kathol. Verkäuferin gegen hohes Salair gesucht. Gefl. Fr.=Offerten mit Angabe der seitherigen Stellung unter T S 326 besorgt die Geschäftsstelle der Köln. Volkszeitung. „. in hundi. Arb. unger., sucht z. Frühjahr in ein Privathause — sich in Stelle, um sich in der Haushaltung gründlich auszubilden. Gefl. Offerten unter W. E Neuwied, Engerserstraße 21. Brautkränze und Brautschleier billigst. Passage 51 Congreßstoff! und Borten, per Meter 30 Pfg. Hätelspitzen, Brocatgarne. Muster gratis. Marsilstein 8. Ein gesetztes Mädchen, kath., w. die gute bürgerl. Küche, Waschen u. Bügeln versteht, sucht Stelle bei einem ältern: Herrn oder bei einem ältern Ehepaar. Fr.=Offerten unter Nr. 159 an die Geschäftsstelle d. Bl. Arbeits-Gesuche. Restaurationswenig gebraucht, ein „# z w e i l ö c h e r i g e r H e r d und kleiner Mantelosen sehr billig zu verlaufen. Auf der Aar Nr. 12, Ecke Friedrich=Wilhelmstraße. (ein Flickschneider sucht Beschäftigung E fur Private od Geschafte. Fr.=Off. u. Nr. 142 an die Geschäftsstelle d. Bl. Brave Person vom Lande sucht 14täg. Kunden im Waschen, jeden Freitag imn Putzen. Lindenthal. Leinste reine Schmolzbuiter, Kaiser= u. Blüthenmehl empfiehlt W. J. Antoni, Dürenerstraße 179. en Freitag im Putzen. Kl. Griechenmarkt 12. Gebrauchte gut erhalt. Salon=Einrichtung, 2 feine Nußb.=Beiten m Matratzen sehr billig abzuaeben. Langaasse Nr. 9. Wohnungen von zwei bis fünf Zimmern, zwei Zimmer sowie drei Mans., 15 M. bis zu 24., stets zu vermiethen. Roonstraße 31. Wir suchen zum 1. April für umer isenkurzwaarengeschäft en gros einen ersten Comptoiristen. Derselbe muß die andern Herren mit berwachen und die Brariche genau kennen, da er selbständig zu arbeiten hat. Hohes Gehalt und dauernde tellung. Verheirathete oder über 30 abre alte erhalten den Vorzug. Fr.=Offerten mit Zeugniß=Copieen ind Gehalts=Ansprüchen erbitten Osnabrück, Hüggelmeyer& Weber. Tuch=Detail=Reisender. Zum Besuch von Privat=Kunden katbolischer Reisender en Tuchhandlung für sowie mehrere Etagen mit allen Bequemlichkeiten sehr billig zu vermiethen. Bescheid Luremburgerstraße 62. Taselbst ein Kegeijunge gesucht. Ein schönes Ackergut ca. 400 Morgen, mit neuem herrschaftlichem Wohnhause und Oekonomie=Gebäuden, zwischen Bonn und Euskirchen gelegen, 1 Stunde von der Eisenbahn=Station entfernt, steht unter günstigen Bedingungen mit oder ohne Inventar zu verpachten. Antritt nach Belieben. Gefl. Fr.=Offerten u. T Z 331 bes. die Geschäftsstelle der Köln. Volkszeitung. Möblirte Zimmer sofort zu vermiethen. Gr. Brinkgasse 9. Propere Schlafstelle. Autonitterstraße 15. Ehrenfeld. Neues Ladenlocal mit Wohnung in guter Lage zu vermiethen. Näheres Gle EEin Laden mit 5event. 7., E an der frequentesten Thorstraße der Neust., zu jed. Geschäft od. Filiale geeignet, sofort zu vermieth. Bescheid Georgsplatz 10. Mieth-Gesuche. Reelles Heirathsgesuch. Ein kath., gesitteter Herr, 30 Jahre #, mehrere Jahre als Oekonomie= Verwalter thätig, jetzt in schön. Fabrikstellung in einer Stadt am Rhein, mit einem Baarvermögen von 6990 M, sucht auf diesem Wege die Bekanntschaft eines soliden, bürgerlichen, katholischen Mädchens oder Wittwe in ähnlichem Alter mit Vermögen behuss baldiger Verehelichung. Refl. wollen ihre gefl. Fr.=Off. nebst e. Photographie vertrauensvoll an die Geschäftsstelle d. Bl. u. Nr. 160 senden. Strengste Verschwiegenheit zugesichert u. verlangt. Movlirtes Zimmer zu vermiethen, auch Schlafstellen. Poststraße 8. Lagerranm. Einfahrt, Platz für Gefährt. Mauritiuswall 68. Glasstraße 24 . Fünf Zimmer, 9#, zu vermiethen. Martinsfeld 12. Ehrenfeld. Schöne Wohnung 1. Etage, vier Räume, in ruhigem Hause billig zu vermiethen. Glasstraße 24. Cigarren=Geschäft, ent., mit Wohnung zu übernehmen. auch Filiale od. passendes Ladenlocal zu miethen gesucht. Thorstr. bevorzugt. #### m. u. Nr. 111 a. d. Geschäftsst. d. Bl. Eine einzelstehende Dame sucht in anständigem Hause ein einfaches, unmöblirtes Zimmer mit Pension. Franco=Offerten unter Nr. 156 an die Geschäftsstelle d. Bl. für die verstorbene Frau Beatrix Heuckeshoven, geb. Krings, findet Dinstag, 11. Februar, Morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Gereon statt.