33ste„Hon, Sitzung des Jull 1 Gemeinderaths. Elberfeld, am 11. November 1851. Anwesend unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Lischke die Gemeindeverordneten: 1) L. Schniewind, 2) D. Peters, 3) A. Pott, 4) Th. de Raadt, 5) J. J. Heider, 6) P. Fudickar, 7) G. Kesseler, 8) W. Menze, 9) W Kamp, 10) W. vom Riedt, 11) P. Gerlich, 12) A. Wever, 13) A. de Weerth, 14) D. v. d. Heydt, 15) H. Wülfing, 16) P. H. Blum, 17) E. Lipken, 18) C. von Scheven, 19) F. Müller, 20) W. Tibbe, 21) E. Ringel, 22) W. Ulenberg, 23) F. Frische, 24) S. J. Simons, 25) G. Maas jun., 26) G. Maurenbrecher, 27) C. Engels, 28. G. Stader. Abwesend mit Entschuldigung: 1) A. Simons. I. Die Einrichtung einer Königl. Polizei=Direction für Elberfeld und Barmen betreffend. Der Bürgermeister theilte dem Gemeinderath einen Erlaß des Herrn Regierungspräsidenten zu Düsseldorf vom 29. v. Mis. mit, nach welchem von dem Herren Minister des Innern die Anstellung eines Königl. Polizeidirectors fur Elberfeld und Barmen zum 1. Januar k. Is. beschlossen, und zugleich angeordnet worden ist, daß demselben auf Grund des Gesetzes vom 11. März 1850, freie, seiner Stellung entsprechende Wohnung und außerdem, sobald es nothwendig werde, Equipagegelder von den genannten beiden Gemeinden zu gewähren seien. Derselbe Erlaß fordert den Bürgermeister von Elberfeld auf, im Einvernehmen mit dem Bürgermeister von Barmen, ungesäumt die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, daß die geeignete Wohnung Seitens der Gemeinden zu dem gedachten Zeitpunkte disponibel gemacht werden. Es wird dabei bemerkt, daß mit Rücksicht auf die örtlichen Verhältnisse es nothwendig erscheine, daß die zu beschaffende Wohnung in dem östlichen Theile Elberfelds in möglichster Nähe von Barmen belegen sei, weil die Wirksamkeit des Polizeidirectors dadurch wesentlich bedingt werde. Der Gemeinderath erwog, daß der§. 3 des Gesetzes vom 11. März 1850 den Gemeinden, in welchen die Staatsregierung besondere Staatsbeamte mit der Polizeiverwaltung beauftragt, nur die Verbindlichkeit auferlegt, die Kosten der örtlichen Polizeiverwaltung zu bestreiten, daß aber die für den neuen Polizeidirector von Elberfeld und Barmen geforderten Equipagegelder, sowie die Beschaffung eines Bureaus außerhalb des im Mittelpunkt von Elberfeld gelegenen Rathhauses,— im Interesse der Elberfelder örtlichen Polizeiverwaltung nicht nöthig sind, daß die betreffenden Kosten also nicht zu den Kosten der örtlichen Verwaltung, sondern, soweit sie überhaupt nöthig sein sollten, nur zu den Kosten der vom Staate im allgemeinen Interesse angeordneten Bezirks verwaltung gehören, welche letztere das Gesetz den Gemeinden nicht auferlegt und auch billiger Weise nicht auferlegen konnte; Daß ferner dasselbe Gesetz die Staatsregierung verpflichtet erklärt, die Gehälter der von ihr angestellten besonderen Beamten zu bezahlen, daß aus dem Gehalte eines Beamten aber nach allgemeiner Regel auch die persönliche Wohnung desselben von ihm selbst beschafft werden muß, und weder nach den Worten des Gesetzes, noch nach seiner klaren Absicht anzunehmen ist, daß in dem gesetzlich festgestellten Rechtsverhältnisse der Gemeinden zum Staate und dem Beamten, etwas zum Nachtheil der Gemeinde geändert werden könnte, falls der Staat es aus irgend einem Grunde vorzieht, dem Beamten die Wohnung oder irgend einen andern Theil seiner persönlichen, sonst aus dem Gehalte zu bestreitenden Bedürfnisse in Natur zu gewähren. Der Gemeinderath hält sich daher verpflichtet, die Gewährung von freier Wohnung, Equipagegeldern, sowie eines Bureaus außerhalb des Rathhauses für den zu ernennenden Polizeidirector, als im Gesetze nicht begründet, abzulehnen, stellt dagegen die für die Elberfelder örtliche Polizeiverwaltung nöthigen Räume im Rathhause im bisherigen Umfange, zur Verfügung, und beauftragt den Bürgermeister, im Sinne dieses Beschlusses die erforderlichen Vorstellungen bei der Staatsbehörde zu machen Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. (Folgen die Unterschriften.) II. Ausbau der Chaussee von Elberfeld nach Ronsdorf. Die Gemeinde Ronsdorf, welche mittelst Vertrag vom 26. Juni 1847 die Verpflichtung übernommen hat, gegen einen Zuschuß aus Staatsmitteln eine Chaussee vom sogenannten Lenhartzhammer über Ronsdorf bis zum Bahnhofe der Bergisch=Märkischen Eisenbahn in Elberfeld herzustellen und dieselbe nach der Vollendung dem Staate als Staatsstraße zu übergeben, übertrug im Juli 1848 der Gemeinde Elberfeld Behufs Beschäftigung ihrer brodlosen Arbeiter den Bau der Strecke von dem Bahnhofe in der Kluse bis zur Ronsdorf=Elberfelder Gemeindegränze. Die Vergütung, welche die Gemeinde Ronsdorf für die auf dieser Strecke vorzunehmenden Arbeiten an Elberfeld zu zahlen hat, sollte vertragsmäßig nach den Sätzen des General=Anschlags berechnet werden und die Gemeinde Elberfeld sollte auf diese Vergütung 100 Stück Ronsdorfer Gemeinde=Obligationen, eine jede zu 100 Thlr., welche bis zur Eröffnung des Weges von der Gemeinde Elberfeld von jenem Zeitpunkte ab dagegen von der Gemeinde Ronsdorf mit 4 pCt. verzinset werden,— in Zahlung nehmen. Diese Obligationen sind noch nicht ausgegeben; zur Uebernahme von 76 Stück derselben haben sich jedoch hiefige Bürger verbindlich erklärt und bereits 4781 Thlr. 9 Sgr. darauf eingezahlt. Der Bau wurde Elberfelder Seits unmittelbar nach dem Abschlusse des Vertrags begonnen, und wurden 5243 Thlr. 16 Sgr. 4 Pf. dafür verausgabt. Im Jahre 1849 gerieth die Arbeit jedoch in das Stocken und seitdem ist aus mannigfachen Gründen in der Sache nichts weiter geschehen. Der vorsitzende Bürgermeister beantragte nun in der heutigen Sitzung, nachdem er das Sach= und Rechtsverhältniß aus den Akten ausführlich vorgetragen hatte: „daß der Gemeinderath jetzt die unverzügliche Wiederaufnahme der Wegebauarbeiten auf der gedachten Strecke von dem Bahnhofe in der Kluse bis zur Ronsrorfer Grenze und die Bollendung dieser Arbeiten beschließen wolle. Der Bürgermeister bemerkte dabei, daß er aus mehreren Gründen, welche er mündlich näher entwickelte, die Gemeinde Elberfeld hierzu verpflichtet erachte, und daß die Stadt außerdem dadurch Gelegenheit erhalten würde, einem Theil der durch den schwachen Fabrikbetrieb auch jetzt wieder brodlos werdenden Arbeiter eine gemeinnützige Beschäftigung zu gewähren. Gemeinderath erklärte sich mit den Ausführungen und dem Antrage des Vorsitzenden durchaus einverstanden, und beschloß demgemäß, daß die Wegebauarbeiten auf der erwähnten Strecke von dem früheren Bahnhofe in der Kluse bis zur Ronsdorfer Grenze unverzüglich wieder ausgenommen und vollendet werden sollen. Zur Beschaffung der hierzu erforderlichen Kosten beschloß Gemeinderath, daß der Vorsitzende die in hiesiger Gemeinde gezeichneten Beiträge der Aktien des in Rede stehenden Wegebaues, soweit dieselben noch nicht eingezahlt sind, von den Zeichnern einziehen lasse, und eröffnete Gemeinderath zugleich der Gemeindecasse für einen Kostenbetrag von dreitausend Thalern einen Credit auf die auszugebenden neuen Stadtobligationen. Sodann ermächtigte Gemeinderath den Vorsitzenden, die bereits um 17. Juli d. Is. im Wege der Submission aufgebotenen Arbeiten behufs Herstellung der Befestigungsdecke der fraglichen Straße nochmals in gleicher Weise auszubieten. Ferner ertheilte Gemeinderath dem Vorsitzenden die Autorisation, mit den Grundeigenthümern, welche sich wegen Abtretung des zur Wegestrecke in hiesiger Gemeinde erforderlichen Terrains eine Entschädigung vorbehalten haben, eine güttiche Einigung über den Betrag dieser Entschädigung zu versuchen, und den Betrag unter Vorbehalt gemeinderäthlicher Genehmigung festzustellen. Der Vorsitzende berichtete weiter, daß der Maurermeister Petri auf Rückzahlung der von ihm wegen Uebernahme der siebenten Abtheilung der fraglichen Wegestrecke deponirten Cautionssumme von 147 Thlr. sammt Zinsen antrage.— Gemeinderath beschloß hierauf, daß bei der in Aussicht stehenden nahen Wiederaufnahme der von Petri noch nicht vollendeten Arbeiten zur Rückgabe der Caution keine Veranlassung vorliege, daß dem Petri aber von der Caution die Zinsen zu 5 pCt. seit 1. Juli 1849, und zwar die verfollenen Zinsen sofort, ausgezahlt werden mögen. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. (Folgen die Unterschriften.) III. Der Zuschuß zur Außen=Armenpflege für den Rest dieses Jahres. Der Bürgermeister legte dem Gemeinderath eine Nachweisung über die Ausgaben der Armen Verwaltung, UIl. Abth., pro Januar bis inel. October c. vor, woraus sich ergibt, daß während der ersten 10 Monate d. I. überhaupt„ Thlr. 31,908=24= 5 ausgegeben worden sind. Der Etat bewilligt für's ganze Jäht.....„ 27,700.—.— und folglich ist der Etat bereits um......„ 4,208 24, 5 überschritten worten, Zur Deckung dieses durch die andauernde und ungewöhnlich große Arbeitslosigkeit herbeigeführten Oestrits und zur Bestreitung der Ausgaben für die Monate November u. Dezember c. beantragte der Bürgermeister bei dem Gemzinderathe, einen angemessenen Zuschuß zu bewilligen. Gemeinberath bewilligte dem Vorsitzenden zur Deckung des bereits vorhandenen Deficits und zur Bestreitung der Armenbedürfnisse für die Monate November und Dezember d. I. einen Zuschuß zu den im diesjährigen Etat für die Armenbedürfnisse angesetzten Summen bis zum Betrage von 8000 Thirn., und ermächtigte denselben, bis zu diesem Betrage ein Anleihen bei der städt. Sparkasse aufzusprechen, welches auf den Etat für 1852 zu bringen sein wird. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. (Folgen die Unterschriften.) IV. Submission der Zimmerarbeiten und der Lieferung des Zimmerholzes bei dem hiesigen Waisenhausbau. Dem Gemeinderathe wurde ein Auszug aus dem Sitzungsprotokolle der hiesigen Waisenhausbau Commission vom 1. d. M., nebst den übrigen den rubricirten Gegenstand betreffenden Verhandlungen vorgelegt. Die Waisenhausbau=Commission schlägt demnach dem Gemeinderathe vor, zwischen den drei Submittenten, welche die geringsten Forderungen gestellt haben, und zwar: 1) dem Zimmermeister Christ. Fricke, 2)„„ Christ. Bäcker und 3)„ Maurer= und Zimmermeister W. Gesenberg, einen als Unternehmer zu wählen. Gemeinderaih ertheilte der von dem Zimmermeister Christian Bäcker eingegangenen Submission seine Genehmigung und beschloß, daß diesem die fraglichen Arbeiten und Lieferungen zu den von ihm angebotenen Preisen zu übertragen seien, und zwar mit 20 Stimmen gegen 8 Stimmen, welche letzteren sich für den Uebertrag an Christ. Fricke aussprachen. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. (Folgen die Unterschriften.) * Zur Tagesgeschichte. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den Staats=Minister a. D. von Bodelschwing=Velmede, unter Belassung seines bisherigen Ranges und Titels, zum Präsidenten der Regierung in Arnsberg zu ernennen. Berlin, 9. Nov. Ueber die angebliche Ausrüstung(„Mobilmachung ist das amtliche Wort“) in unserem Heere, oder gar unseres Heeres hört man eine Erklärung von Seiten des Prinzen von Preußen. Als er jüngst einen Kranz hoher Offiziere um sich sah und die Gespräche dieses Thema zu umgehen anfingen, äußerte der Fürst, daß es wahrscheinlich zur Aufstellung einer beobachtenden Heeresmacht am Rhein kommen werde, wenn die Ereignisse jenseits zur bewaffneten Aufmerksamkeit drängen, daß aber zu einem Kriege die Elemente der Wahrscheinlichkeit noch fehlen.(Allg. 3.) Münster, 10. Nov. Zuverlässigem Vernehmen nach ist die Direc= tion der Münster=Hammer Eisenbahn in offizteller Weise benachrichtigt, daß die Direction der Westphälischen Eisenbahn beauftragt ist, mit ihr die Bedingungen wegen Uebergabe der Münster=Hammer Bahn an den Staat festzustellen. Frankfurt, 9. Nov. Der vor einigen Tagen zur Haft gebrachte junge Mann, welcher angeblich auf Herrn Schöff von Heyden geschossen haben sollte, ist nach vollkommener Herausstellung seiner Schuldlosigkeit wieder freigelassen worden. Hannover, 10. Nov. Das Befinden des Königs hat sich leider wieder verschlechiert, wie das amtiche Bulletin von heute, das ungünstigste von den bis jetzt erschienenen, zeigt. Dasselbe lautet: „Se. Majestät haben eine unruhige Nacht gehabt, die Abnahme der Kräfte dauert leider fort.“ Bremen, 10. Nov. Ueber das Befinden des Königs von Hannoper erhalten wir folgenden, leider wohl kaum zu düster gehaltenen Bericht, der heute Morgen um acht Uhr von Hannover abgegangen ist: „Die Nachrichten, welche uns uber das Befinden Sr. Maj. des Königs während der zweiten Hälfte des gestrigen Tages und noch mehr der verflossenen Nacht zugehen, sind leider so niederschlagend, daß jede Hoffnung für eine nochmalige glückliche Wendung in der gefahrvollen Krisis aufgehoben sein wird. Das klare Bewußtsein, welches sich noch bis gestern erhielt, ist im Laufe der Nacht auf sehr besorgliche Weise unterbrochen worden, und es ist, wie ich von unterrichteter Seite so eben behaupten höre, wahr. scheinlich, daß schon den nächsten Stunden die Entscheidung vorbehalten ist.“—(W. 3.) Wien, 6. Nov. Der„Glohe“ behauptet, die englische Regierung habe keine„Entschuldigungsnote““ an die österreichische Regierung ergehen lassen. Dagegen erwidert die österreichische„Reichszeitung“, daß sie nirgends von einer Entschuldtgungsnote gesprochen, und hält dagegen ihre frühere Angabe in den Gränzen der Ausdrücke, in welchen sie abgefaßt war, mit größter Entschiedenheit als begründet aufrecht, sehr richtig dabei bemerkend, daß der Etfolg vollkommen ihre Béhauptung bestätige, indem kein einziger Adent der Regierung an den Kossuth' gebrachten Ovationen sich betheillgt habe. Eine Durchfahrt durch einen Eisberg. Der Londoner„Herald“ theilt aus dem Tagebuche eines, der letzten Nordpolerpedition(zur Aufsuchung Franklin's) attachirten, Seeoffiziers folgende interessante Schilderung einer Durchfahrt durch einen Eisberg mit: „Sonntag, 30. Juni 1850. Vor Anker an einem Eisberg; ruhiges Wetter, wolkenloser, schön blauer Himmel; umgeben von einer ansehnlichen Zahl ungeheurer Eismassen, gleißend und farbenspielend unter den Strahlen der Mittagssonne. Ein Theil der Mannschaft war ans Land gegangen, um Eier der wilden Seevögel zu sammeln, welche sich an den einsamen Felsen und Abgründen der Bassinsbay aufhalten, während die übrigen, ermüdet von den erschöpfenden Arbeiten des vorangegangenen Tages, sich zur Ruhe begeben hatten. Ich allein ging auf dem Verdeck auf und ab; die ganze Natur rund um mich schien in die tiesste Ruhe versenkt. Da bemerkte ich in der offenen See einen ungeheuren Eisberg, der in der Mitte durchbrochen war und so eine Art Tunnel bildete. Noch nie hatte ich gehört oder gelesen, daß ein Reisender in den arktischen Regionen etwas Aehn, liches geschildert hätte; die Neuheit der Sache reizte mich, deshalb beschloß ich, eine Fahrt durch diesen Eistunnel zu versuchen, und fand auch bald zwei Matrosen, die bereit waren, mich zu begleiten. Das kleine Boot wurde ausgehoben und die Entdeckungsreise angetreten. Wir näherten uns dem Koloß, erkannten, daß in der Höhle Wasser genug vorhanden, um dem Boote die Durchfahrt zu gestatten, ruderten langsam und schweigend darauf zu, und eine der herrlichsten Naturscenen, die jemals das Auge eines Sterblichen erblickt, ein Schuuspiel, dessen Erhabenheit und Größe keine Sprache zu beschreiben, keine Phantasie zu erfinden vermag, zeigte sich jetzt unsern staunenden Blicken. Man denke sich einen ungeheuren Bogengang von etwa 80 Fuß Spannung, 50 Fuß hoch und über 100 Fuß breit, so regehmäßig gebildet, als ob er vom geschicktesten Baumeister angelegt wäre, und das Ganze aus einer halbdurchsichtigen Masse von wunderbar schöner Smaragdfarbe, an allen Stellen eben und glatt, wie es nur der sorgfältigst polirte Alabaster sein kann— und man wird nur einen schwachen Begriff von der Schönheit dieses natürlichen Tempels haben. Als wir ungefähr die Hälfte Weges durch denselben zurückgelegt hatten, sah ich, daß der Berg in seiner ganzen Breite, und zwar in senkrechter Richtung, geborsten war, dergestalt, daß an einzelnen Stellen die Sonnenstrahlen ganz oder theilweise durchdrechen oder eindringen konnten, und die erhellten Parthien tiefblau erschienen, ein Anblick von wahrhaft zauberischer Schönheit, wie ihn der Pinsel des größten Malers nie wiedergeben könnte. Ich gestehe, ich war im ersten Augenblick so berauscht von diesem Anblick, daß ich mich wirklich nicht mehr in dieser Welt, sondern mein sterbliches Ich todt, die Pforten des Paradieses vor mir geöffnet glaubte und mich im vollen Sinne des Wortes für selig hielt. Aber ach! bald sollte sich die Scene ändern, denn ich war in der That wenigstens dicht an den Pforten des Todes. Ich erwachte aus einem entzückenden Traume, um alle Schrecken einer schreckensvollen Wirklichkeit zu erfahren. Ich bemerkte nämlich, als ich mich wieder etwas gesammelt hatte, daß der kolossale Riß über mir sich plötzlich sehr rasch schloß und dann langsam und allmälig wieder öffnete und ich konnte nicht mehr zweifeln, daß der ganze Eiskompler von mehreren Millionen Tonnen nicht auf einer festen Basis ruhte, sondern— schwamm, demnach jeden Augenblick das Gleichgewicht verlieren, umstürzen und in tausend Stücke zertrümmern konnte. Unsere Lage war in der That bedenklich. Ich sah vor= und rückwärts, überall schien die See in Bewegung. Um mich diesem furchtbaren Anblick zu entziehen, schloß ich einen Moment die Augen; meine beiden Begleiter griffen instinctmäßig zu den Rudern, pfeilschnell glitt das kleine Fahrzeug an den Eiswänden, in denen ich eben noch das Paradies erblickt hatte, vorbei durch die schwarze Fluth und war bald unter freiem Himmel. In ehrfurchtsvoller Entfernung fuhren wir nun um den Eiskoloß herum, um seine Ausdehnung zu erforschen und fanden, daß er ungefähr eine englische Meile im Umfang messen und auf der höchsten Stelle dritthalb hundert Fuß hoch sein mochte. Um 2 Uhr Nachmittags hatten wir die Fahrt gemacht und um 10 Uhr am Abend desselben Tages stürzte der ganze Bau zusammen, die See mehrere Meilen in die Runde aufregend. Noch habe ich nachzuholen, daß meine beiden Begleiter jenen Riß im Eise nicht bemerkt hatten, wie ich aber eist erfuhr, als wir bereits außer Gefahr waren; wir hatten nämlich ausgemacht, unterwegs nichts zu sprechen, damit nicht etwa durch den Widerhall des Tones die zerdrechliche Masse gestört werden solle. Der Erzähler versichert noch schließlich, daß er um tausend Pfund Sterling die Erinnerung an diese Erkursion nicht missen, aber um die ganze Welt sie nicht noch einmal machen möchte. Buntes. Die unglaubliche Wahrheitsliebe der amerikanischen Blätter hat wieder ein neues Mittel zur Vertreibung der Gicht erfunden.„Der Leidende setzt einen Hut auf, dessen Einfassung aus Kupfer besteht, und zieht ein Paar mit Zink eingesäumte Stiefeln an, die sofort mit verdünnter Schwe= felsäure gefüllt, und durch einen Metalldraht mit dem Kupfer des Hutes in Verbindung gesetzt werden Im Entstehungs=Momente der galvanischen Strömung beginnt der Patient, durch diese unwiderstehliche Kraft getrieben, Carriere zu laufen, über Stock und Stein, durch Dick und Dünn, bis nach Zurücklegung einer Strecke von 100 Meilen die Schwefelsäure erschöpft ist und er nun Muße findet, um in die Heimath zu schreiben, daß er nun vollkommen von seinem Uebel geheilt sei.“— Eine neue Art der Anpreisung. *** (Brüssel, 4. Nov.) Gestern fand die Preisvertheilung für die belgischen Industriellen statt, die sich zu London, wie auch an die Künstler, welche sich bei der hiesigen Gemäldeausstellung am meisten ausgezeichnet. Die deutschen Maler Hasenelever und J. Hübner haben die goldene Medaille erhalten. Die Maler Leutze zu Düsseldorf, Bendemann zu Dresden und Begas zu Berlin sind zu Rittern des Leopoldordens ernannt worden. Die belgischen Künstler Gallait, Leis, Simonis, Geefs sind zu Offizieren des Leopoldordens ernannt worden. *** Aus London wird geschrieben: Geld zu machen, verstehen die Engländer mit allen nur denkbaren Mitteln, Chinesen, Osagen, Perser, lappländische Riesen u. s. w. sind schon alt; der Eigenthümer des Diorama's des heiligen Landes hat daher zur Belebung seiner jetzt in der Egyptian=Hall aufgestellten Bilder eine ganze Gesellschaft von Spro=Libanesen(Männer und Frauen) herüberkommen lassen, welche, während die Bilder gezeigt werden, in Gruppen, in lebenden und sprechenden Bildern die Hauptgebräuche der jetzigen Bewohner Palästinas und Syriens dem Beschauer vorführen. Mich hat diese Spielerei, namentlich die Hochzeitfeier mit ganz eigenthämlichem Gesange, das Kaffeetrinken und Chibukrauchen, gut unterhalten; sie gibt eine recht lebendige Anschauung des Lebens im Orient. Sehr originell war eine Kaffeehaus=Scene, in der ein Zwerg als Mährchen= Erzähler auftrat und sich zuletzt als Lohn für seine Müche die Erlaubniß ausbat, einige Züge aus den Pfeifen der Kaffeehaus=Gäste zu thun. Lotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 4ten Klasse 104ter Königl. Klassen=Lotterie siel ein Hauptgewinn von 30000 Thlr. auf Nr. 8940 nach Königsberg i. Pr bei Hertz; 7 Gewinne zu 2000 Thlr. sielen auf Nr. 5727, 27050, 39433, 39690, 41054, 43280 und 76929 in Berlin bei Burg, nach Breslau bei Scheche, Köln 2mal bei Reimbold, Düsseldorf 2mal bei Spatz und nach Magdeburg bei Büchting; 24 Gewinne zu 1000 Thlr. auf Nr. 921, 1073, 3350, 5804, 10090, 10683, 11614, 13317, 16059, 23262, 26260, 37706, 42996, 43989, 50009, 56279, 56579, 60194, 74598, 75281, 76067, 78276, 78390 und 79843 u. A. nach Düsseldorf 2mal bei Spatz, nach Köln bei Reimbold und nach Hamm bei Pielsticker; 49 Gewinne zu 500 Thlr. auf Nr. 1914, 2447, 3792, 4189, 6354, 7904, 8080, 14272, 16392, 17853, 19828, 20590, 21889, 23140, 23232, 25403, 25983, 26624, 27453, 28612, 29929, 30028, 31357, 31609, 33466, 35608, 36224, 37878, 37907, 39569, 47301, 48823, 51366, 51909, 52885, 57184, 57417, 58916, 59219, 60494, 60732, 66636, 68236, 69807, 69932, 73209, 77741, 78406 und 78786 u. A. nach Elberfeld bei Heymer, Düsseldorf Zmal bei Spatz, Köln bei Krauß und 2mal bei Reimbold, Bonn bei Haast, Ehrenbreitstein bei Goldschmiedt, Aachen bei Levy, Iserlohn bei Hellmann, Magdeburg bei Brauns u. Lmal bei Roch; 53 Gewinne zu 200 Thle. auf Nr. 75, 2609, 5308, 8159, 8259, 11923, 14470, 14897, 14989, 15628, 17677, 17716, 22708, 23495, 25339, 25590, 27336, 27454, 28034, 28208, 34859, 35348, 35798, 36221, 40 201, 40247, 43488, 43575, 44719, 46649, 48153, 49530, 51002, 51302, 52842, 53243, 53633, 53934, 54770, 61511, 64077, 65328, 65473, 66637, 67432, 71200, 73072, 73319, 75010, 75495, 75674, 76469 und 78739. Berlin, den 10. November 1851. Königl. General=Lotterie=Direction. Bekanntmachungen Oeffentliche Sitzung des Gemeinderaths am Freitag den 14 Novemb., Nachmittags 4 Uhr, im Rathhause. Elberfeld, am 12. Nov. 1851 Der Bürgermeister: (9704) Lischke. (9695) Di jenigen Herren Frbrikanten und Kaufleute, welche für das 1852 Musterpässe zu erhalten wünschen, wollen die desfallsigen auf Stempelpapier von 5 Sgr., bis spätestens den 25. d. M. bei uns abgeben. Elberfeld, den 12. November 1851. Königl. Haupt Steuer=Ant. 9399) Bekanntmachung. Zu der im§. 11 der Bestimmungen der Königl. Ministerien über das Verfahren bei Einberufung der Reserve- und Landwehr=Mannschaften zu den Fahnen vom 26. October v. I vorgeschriebenen Prüfung der Gesuche um Berücksichtigung bei etwaiger Einberufung sind folgende Termine im Locale des Witthes Herrn Abraham Küpper auf dem Johannisberge hierselbst anberaumt: A. Für die zum Essen'schen Bataillons=Bezirke gehörenden Bürgermeistereien: 1. am Donnerstag den 13. November, von Morgens 9 Uhr ab, die(4. Compagnie) Bürgermeistereien Wülfrath, Velbert u, Hardenberg; 2 am Freitag den 14. November, von Morgens 9 Uhr ab, die(3. Compagnie) Birgermeisterei Barmen; 3. am Samstag den 15. November, von Morgens 9 Uhr ab, die(2. Compagnie) Bürgermeisterei Elberfeld. B. Für die zum Gräfrather Bataillons=Bezirke gehörenden Bürgermeistereien: am Montag den 17. November, von Morgens 9 Uhr ab, die(2. Compagnie) Bürgermeistereien Kronenberg, Mettmann u. Haan. Die betreffenden Reserve= und Landwehr=Mannschaften werden hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß gesetzt, daß es ihnen nach§ 13 der oben gedachten Bestimmungen gestattet ist, dieser Prüfung beizuwohnen. Elberfeld, den 30. Octeber 1851 Der Königliche Landrath: von Diest. Kirchliche Vorträge. Donnerstag den 13. Nov. 2. Evangelisch-Lutherische Kirche. Abendpredigt um 8½ Uhr: Herr Pastor Sander. (9685) Geburts=Anzeige. Reine Frau wurde heute früh um 8 Uhr von einem gesunden Mädchen leicht und glücklich entbunden. Elberfeld, den 12 November 1851. Louis Spinola. S Liedertatel. Findet des heutigen Cafino=Concertes wegen nicht statt. Der Vorstand. s Harmonie. Ballotage Freitag den 14. Novemher 1851, Abends 7 Uhr. 9680 Verein für Kunstfleiss. Vorsesung Donnerstag den 13. Nooember, Abends 8 Uhr. Die Verwaltung. (9703) Kieler Sprotten, Straßburger Gänseleber=Pasteten in verschiedenen Größen empfiehlt Himmelmann=Pothmann. (9469) Einige solide Tapetendrucker können gegen guten Lohn dauernde Arbeit erhalten in der Tapeten=Fabrik.von Joseph Meyer in Coblenz. Knie's(9565) arabisches Zelt in Barmen auf dem Rathhausplatz. Mein Aufenthalt dauert nur noch bis Sonntag den 16. d., und werde ich bis dahin jeden Tag eine Hauptvorstellung geben und zwar Abends um 7½ Uhr. Das Zelt ist gut geheizt. Um zahlreichen Besuch bittet R. Knie. s Elberfeld. Dramatisch=musikalische Soirée von der Künstler=Familie Müller=Bilau Freitag den 14. November 1851, im Locale des Landwehr=Vereins bei Herrn I. Küpper auf der Aue(Laurentiusstraßenecke): List über List oder Lola Montez, die spanische Tänzerin. Eine Verkleidungsposse mit Gesang und Tanz. Vorher: Domestiquenstreiche. Posse nach Delavigne. Anfang punkt 7 Uhr. Die verehrlichen Mitglieder der Gesellschaft wollen ihre Eintrittskarten gefälligst vor Eröffnung der Abendcasse bei Herrn Küpper in Empfang nehmen lassen.— Eintrittspreis für Richtmitglieder 10 Sgr. à Person.— Abonnementsbillets sind bei den Herren Dollmann und Meß, ninghaus zu entnehmen. Müller=Bilau. (9702) Frische süße Schellfische und volle Bückinge empfiehlt Himmelmann=Pothmann. I. Abonnements- Concert (9608) im CASINO Donnerstag den 13. Novbr., Abends 6½ Uhr. 1. Theil. 1. Ouverture zum Wasserträger, von Cherubini. 2. Erstes Finale aus dem Wasserträger, von Cherubini. 3. Fünfte Symphonie(C-moll) von L. von Beethoven. 2. Theil. 4. Comala, dramatisches Gedicht von Ossian; für Solo, Chor und Orchester von Niels W. Gade. Die Soloparthien werden von Fräulein Hartmann aus Düsseldorf und von Herrn Schiefer aus Cöln vorgetragen. Billets für Nichtabonnenten sind zu 25 Sgr. bei dem Oekonomen der Gesellschaft und Abends an der Kasse zu haben. Die Direktion der Casino=Concerte. (9603) Um mit einer Parthie Gummi=Ueberschuhe mit ledernen Sohlen zu räumen, werden dieselben unter dem Fabrikpreise abgegeben bei F. J. Baer Kipdorf= und Schwanenstraßenecke. (9696) Bei meiner Abreise von hier nach Erefeld sage ich meinen Freunden und Bekannten, wovon ich persönlich nicht Abschied nehmen konnte, ein herzliches Lebewohl. Elberfeld, den 13. November 1851. Hermann Erkenswyck. Verkauf oder Vermiethung 9621 eines Hauses. Ein fast neues Haus, welches 15 Zimmer und einen geräumigen Keller enthält, ist billig zu kaufen, oder auf primo Mai k. Is. zu miethen. Wo, sagt die Erp. (2796) Ein in der Schwanenstraße gelegenes einzelstehendes Haus, bestehend aus 5 Zimmern, 3 Dachstuben, Küche mit Pumpe und Kellerraum, ist ersten Mai künftigen Jahres billig zu miethen. W. s. d. Exp. (9700) In der Nähe der Post sind durcheinander gehende schön möblirte Zimmer zu vermiethen und sofort zu beziehen. Näheres in d. E. (9681) In der Deweerthstraße sind in der ersten Etage zwei Zimmer nebst Vorbühnchen und Speicherzimmer an stille Leute auf Mai zu vermiethen. Näheres in der Exp. (9682) Ein kleines Haus oder eine geräumige Etage wird auf 1. Mai 1852 zu miethen gesucht Schriftliche Anerbietungen nimmt die Expedition entgegen. (9686) Ein ordentlicher, starker Knabe sucht eine Stelle zum Auslaufen oder zur Verrichtung sonstiger Arbeit. Näheres in der Erp. (9684) Ein kleiner Zimmerofen, ein Kanapee mit Ueberzug stehen bilig zu verkaufen. Wo, f. d. E. (9688) Es wird in der Mitte der Stadt ein hübsches, großes Zimmer gleich zu miethen gesucht. Daniel Holtschmidt, Berlinerstraße Nr. 126. (9689) Ein Kaffeebrenner von 20 bis 25 Pfd. wird zu kaufen gesucht. Näheres in der Exp. (9690) Ein auf der Wilhelmstraße Nr. 1581 gelegenes Unterhaus ist künftigen Mai an ordentliche Leute zusammen oder theilweise zu vermiethen. Näheres im Hause selbst. (9692) Es steht ein hübsch möblirtes Zimmer, nach der Front=Seite, monatweise an einen Herrn zu vermiethen. Das Nähere beim Vermiether C. V. Weber am neuen Markt. (9693) Krankheitshalber wird sofort eine Dienst. magd gesucht, welche mit allen häuslichen Arbeiten vertraut sein muß. Das Nähere in d. Exp. (9694) Wegen Mangel an Raum steht ein Billard zu verkausen. W. f. d. Grp. (9643) Zwei gute Stubenöfen stehen dei Schmied Pack auf der Klotzbahn billig zu verkaufen. (9701) Ee wird ein solides Mädchen gesucht, welches zu Hause schlafen könnte. Näheres in der Exp. d. Bl. (9697) Mehrere schöne Tische, ein schöner Kleiverschrank und ein Kinderbettlädchen sind billig zu kausen. Wo, sagt d. Erp. (9698) Ein Mädchen vom Lande sucht eine Stelle als Wärterin. W. s. d. Exp. (9699) Es ist ein Kaffeebrenner gefunden worden. Der Eigenthümer kann ihn gegen die Einrückungsgebühren wieder in Empfang nehmen. Wo, sagt die Erp. (9706) 3—4 Zimmer werden, pr. 1. Mai beziehbar, auf oder in der Nähe der Louisenstraße zu miethen gesucht. Offerten unter Nr. 50 besorgt die Erp. Civilstand der Gemeinde Elberfeld. Geburten. 2. Nov. Johanna Bertha, T. v. Seidenweber Friedrich Dünnwald u. Johanna Olberz, Neuenteich.— Jacotz Ernst, S. v. Krämer Jacob Prinz u. Lisette Schmachtenberg, Gathe.— Bertha Friederike, T. v. Taglöhner August von der Schmalz u. Frieder. Himmelmann, Klozbahn.— Carl August, S. v. Seidenfärber Corl Aug. Bertrams u. Wilhelm. Schmitz, Laurentiusstraße.— Johann, S. v Weber Wilh. Schmie u. Elisabeth, geb. Schmitz, Grünenwalderberg. 3. Nov. Anna Christina Johanna, T. v. Schuhmacher Vitus Schuster u. Johanna Klöckner, Louisenstraße. Juliane Auguste, T. v. Schuhmacher Heiorich Peter Hagemann u. Maria Juliane Fichthorn, Neuenteich. — Albert, S. v. Kaufmann Ludwig Christian Alb. Berthold u. Emma Baesseler, Morianstraße. Sterbefälle. 6. Nov. Weber David Müller, 52 J. alt, verehelicht, Karlstraße, Schwindsucht.— Gewerblose Elisabeth Schumacher, 14 J. alt, Klotzbahn, Nervensteber.— Auguste Steinkauler, 9 M. alt, Neuenteich, Brustkrankheit.— Kupferschläger Johann Heinrich Münstermann, 23 J. 10 M. 12 T. alt, Louisenstraße, Lungenschwindsucht.— Carl August Genuit, 5 T. alt, Hardt, Krämpfe 8. Nov. August von Dorp, 14 W. alt, Karlstraße, Krämpfe.— Drechsler u. Schenkwirth Johann Engelbert von Dreden, 56 J. 7 M. 27 T. alt, verehelicht, Wall, Speiseröhrenverengerung. Tischler Eberhard Schnier, 66 J. alt, verehelicht, Hofkamp, Auszehrung.— Emilie Stubach, 5 M. 2 T alt, ref. Kirchhofstraße, Schlagfluß. — Weber Engelb. Röder, 44 J. alt, vererelicht, Friedrichstraße, Lungenlähmung.— Samuel Scheele, 3 W. alt, ref. Kirchhofstraße, Unterleibsentzündung. Klempner Ferdinand Kampmann, 53 J alt, verehelicht, Gathe, Lungenlähmung.— Friedrich Wilhelm Scheer, 3 W. alt, im Siepen, Krämpfe. 1. Nov. Rudolph Füßmann, 3 M. alt, am Höchsten, chronische Hirnwassersucht.— Friedrich Wilhelm Al. bert Bingel, 8 J. 11 M. alt, Neuenteich, Typhus.— Amalia Sanner, 27 J. alt, Ehefrau des Kleidermachers August Buse, Klotzbabn, Lungenschwindsucht.— Auguste Butterbrod, 2 J. 10 M. 23 T. alt, Vogelsauc, Wassersucht. Fruchtpreise zu Neuß, 11. Nov. 1851. per Berliner Scheffel. Weizen Roggen Wintergerste Sommergerste Buchweizen, à 80 Pfd. Hafer Erbsen Rübsamen Kartoffeln Heu per Etr. à 110 Pfund Stroh per à Schock 1200 P 2 Thlr. 17 Sar. Pf. 2" 2"— 1 20„ 1" 20„* 1" 18"— 74 — 27„„* 2" 10„„* 3* 23"— " 2 0„ " 20„ Mittlere Frucht= und Fourage=Preife. Mülheim, den 11. November 1851. Weigen Roggen Gerste Hafer Kartoffeln 2 Thlr. 19 Sgr. 10 Pf. 2„ 5„ 10„ 1„ 19„ 8.„ „ 24"—„ " 28"—„ Barometer- und Thermometerstand. November 1851. Barometer: Thermometer: Den 11. Abends 10 Uhr 27 19/16 3.+ 30 Reaum. : 12. Morgens 6„ 27 1½/16 3.+ 20„ :— Nachm. 2„ 27 1½16 3.+ 40 Im Weidenhof bei A. Bloem's Erben. Prager n. Gem, Kfm. a. Erfurt. Herzog, Kfm. a. Paris. Mantel, Kfm. a. Pforzheim. Schauer, Kfm. a. Leipzig. Rocholl, Kfm. a. Braunschweig. Rust, Kfm. a. Offenbach. Bötterling, Kfm. a. Gladbach. Werner, Kfm. a. Cöln. pan Els, Kfm. a. Düsseldorf. Archenholz, Kfm. a. Cöln. Heser, Lim. a. Solingen. warting, Kfm. a. Oldenburg. Beckmann, Kfm. g. Cöln Wurster, Kfm. a. Frankfurt. Reeve, Kfm. a. Neuß. Pehadn... 8=ched. Neugn, Kfm. a. Cöln. Rudow, Lim a Cöln. Die Expedition ist im Rathhause Fremden=Platt. Keller, Kfm. a. Lennep. Steiger, Kfm. a. Frankfurt. Zur Mengden, Kfm a. Münster. Bleichert, Kfm. a. Cöln. Künne, Ksm. a. Altena. Groote n. Fam., Fabr. a. Elberfeld. Im Zweibrücker Hof bei Wittwe Obermeyer. Eichhorn u. Gemahlin, Geh. Rath a. Ammern. Trost, Rentner a. Godesberg. Kramm, Postcassen=Controleur aus Düsseldorf. Dinckelspiel, Kfm. a. Mannheim. Scheidt, Kfm. a. Kettwig. Im Churpfälzischen Hof bei Fr. Herminghausen. Dr. Gronert n. Gem., Bataillonsarzt a. Siegburg. Brown, Ksm. a. London. Smith,=desgl. Schreiber, Kfm. a. Düsseldorf. Stoltenhoff, Kfm. a. Aachen. Wallerstein, Kfm. a. Frankfurt. Schneider, desgl. Thies, Ksm. a. Hannover Ochs, Kfm. a. Frankfurt. Kaesberger, Kfm. a. Frankfurt. Hirst, Kfm. a. Leeds. Fischer, Kfm. a. Elberfeld. Colsmann, Kfm. a: Langenberg. Ehrenberg, Kfm. a. Crefeld. Mahla, Kfm. a. Leipzig. Zähner, Kfm a. Cöln. Zum Eölnischen Hof bei Joseph Vietoris. Spyers, Lehrer a. Verviers. von Moock, Kfm. a. Wesel. Schmaldt, Kfm. a. Crefeld. Doler, Kfm. a. Hamburg. Lung, Kfm. a. Solingen. Wenninga, Gutsb a. Wetesingen. Emdes, Kfm. a. Berlin. Rambonnet n. S, Kfm. a. Stolberg. Roeva, Fabrikant a. Crefeld. Im Jägerhof bei Ernst Carl Blum. Blumenau, Kfm. a. Herford. Büdgen, Kfm. a. Mülheim. Gebr. Geile, Kfl. a. Niedersfeld. Püttmann, Kfm. a. Lohne. Meyer, Kfm. a. Cöln. Scheidt, Kfm. a. Kettwig. Schmidt, Kfm. a. Witten. Justus, Musiker a. Cöln. Manes, Kfm. a. Düsseldorf. Peters, Ifm a. Dortmund. Verantw. Redakteur: Pr.=Liezut. F. Weder in Elderfeld. Druck von F. U. Schoder in Elberfeld(Neuenteicherstraße).