e Redakteure: für den politischen Cheil: Paul lerch: für die übrigen redaktionellen Cheile: Ernst Steindäuser. sdruck und Verlag der J B. Pleinischen Buchdruckerei, M. Buscher me in».n herhald d Haapieridrensnge Frelses 20 pf, bel uriedeedelungen Rabar Nelage Gebabren pro fi M a Rellme Zeile e0 p Cferten(oviston 20 Of. ain.a.t. Ki..n.... n... Celegramm-Abresse Voltejelng Krefeld. Jernsprecher 154. Beiträge wolle man an die Redaktion, nicht an die einzelnen Redakteure senden. Nr. 463. Krefeld, Donnerstag, den 23. August 1900(Zachäus). 52. Jahrgang. usgabe. A Der Streitum die wird von den Kampfbahnen huben und druben immer wieder obne Noth erneuert. Es besteht zwischen den ver schiedenen Jnteressengruppen andauernd eine mubsam ver haltene Eifersucht, die sich von Zeit zu Zeit durch Heraus forderungen oder Zurechtweisungen Luft machen muß. Damit wird aber die Verstandigung nicht etwa gefordert, sondern nur die Kluft erweitert. Kein Theil dient damit der eigenen Sache, sondern schädigt sie nur durch die Schurung des Mißtrauens auf der anderen Seite. Da bat eben wieder der Generalsekretär Bueck auf einer Versammlung des Vereins der deutschen Eisengießereien eine Rede gehalten, in der er das Vorsengesetz als„aus der von Neid, Mißgunst und U verstand erzeugten agrarischen Stromung gegen die Vorse" hervorgegangen charakterisirte und ihm Schuld gab an dem Nuin des großten kontinentalen Getreidemarktes in Berlin, dem Sturz der Jndustriepapiere an der Borse und der Vernichtung der kleinen Banken.„Dies nur einige Zuge des Versengesetzes, des bisher großten agrarischen Erfolges" Vom Fleischbeschaugesetze bebauptete Herr Bueck, die Einfuhrerschwerungen und Einfuhrverbote seien unter falscher Flagge eingeführte Schutzmaßregeln für die Landwirthschaft, und nicht aus hygienischen Grunden erfolgt. Die davon zu befürchtende Vertheuerung des Fleisches sei eine Schadigung der Jndustrie. Naturlich ist die„Deutsche Tagesztg." über diese Auslassungen entrüstet. Sie erinnert daran, daß Herr Bueck am 4. Marz 1808 im Abgeordnetenhause bei der bekannten Sammlungs=Debatte die Hoffnung aussprach, daß„jedes Hinderniß beseitigt wird, welches ein erfolgreiches, dauerndes Zusammengehen zwischen Handel, Industrie und Land wirthschaft ermoglichen wird". Sie kann nicht glauben, daß er in seiner jüngsten Rede etwas fur das Zusammen gehen gethan habe, und meint, dieses Beispiel zeige wieder einmal,„wie in der Praxis das in der Theorie so oft betonte Wohlwollen unserer Großindustrie für die Landwirthschaft aussieht und was die deutsche Landwirthschaft zu erwarten hat, wenn Herr Bueck und seine Freunde noch mehr Ein fluß auf unsere Wirthschaftspolitik gewinnen, als sie jetzt schon haben". Wir haben von Anfang an keinen Augen blick bezweifelt, daß die bei der Sammeldebatte gefallenen Versicherungen des Wohlwollens für die Landwirthschaft mit einer starken reservatio mentalis zu verstehen seien und die Vertreter der Industrie nur des bevorstehenden Wahlgeschaftes wegen gute Worte geben mit dem Hintergedanken, daß die Handelsvertragspolitik spater doch schon so eingerichtet werden wurde, wie es der Industrie am genehmsten sei. Umgekehrt machten aber auch die Herren auf der Rechten den stillen Vorbehalt, daß sie die Sache spater nach ihrem Gusto einrichten wurden. Beide Theile wußten auch ganz gut, wie der andere dachte, thaten aber so, als ware man vollig einig. Ueber Betrug hat sich daher keiner zu beklagen. Allein man sollte sich doch auch stets gewartig halten, daß man die Wirtyschaftspolitik nicht nach eigenem Hasten und ausschließlich nach dem eigenen Interesse einrichten kann, sondern auf die Hülfe und das Wohlwollen des andern angewiesen ist. Darum sollte man diesen auch nicht reizen und verstimmen. Aehnlich wie Herr Bueck hat der„Hamb. Korresp.“ in einem Artikel über die Handelsvertrage Börsengesetz und Fleischbeschaugesetz gegen die Agrarier als Feinde von Verkehr, Handel und Gewerbe ausgespielt. Daruber streitet sich nun die„Kreuzztg." mit ihm herum. Das konservative Blatt glaubt, die frei handlerischen Treibereien konnten, wenn sie einen wirksamen landwirthschaftlichen Zollschutz in Frage stellen sollten, schließlich ein Hinderniß für das Zustandekommen neuer Handelsverträge bilden, fugt aber binzu, daß in der Rei de tagsmehrbeit der feste Wille herrsche, unter dem Gesichts punkte des Ausgleichs der wirthschaftlichen Jnter essen neue Handelsverträge zu schließen, in denen ebenso Handel und Jndustrie wie auch Landwirthschaft und Ge werbe ihre Rechnung finden. Dasselbe haben wir oft be= tont und darum sehen wir nicht ein, warum man sich wegen freibändlerischer Ergüsse aufregen soll. Davon ist gar nichts zu befürchten. Man sollte aber auch bei den Parteien der Mehrbeit mit dem ewigen Zanken und Provoziren aufhören. Man muß ja schließlich doch zu sammenarbeiten. Der Streit freut nur die Freibandler, die hoffen, die unklugen Aeußerungen einzelner Vertreter der verschiedenen Jnteressengruppen würden schließlich eine unuberbruckbare Kluft zwischen diesen Gruppen schaffen. Jn der That wird ja auch gern, was ein Großindustrieller oder ein Landwirth gesagt hat, gleich zur Meinung der gesammten Großindustrie oder Landwirthschaft gestempelt und dann gegen den ganzen Erwerbszweig Stimmung ge macht. Wozu das? Wenn wir nachher zu Hause sind, wird sich schon alles finden. Deutschland Berlin, 22. Aug. Für den Besuch des Kaisers bewilligte die Stadtverwaltung von Hildesheim 30.000 M. zur Ausschmückung der Stadt.— Zum Besuche des Kaiserpaares in Erfurt wird gemeldet: Das Kuser paar wird in Folge geänderter Dispositionen am Samstag, den 25. d. M., zu wesentlich fruherer Zeit als ursprunglich festgesetzt und zwar schon Vormittags 9 Uhr 45 Minuten in Erfurt eintreffen; die Enthüllung des Kaiser Wilherm Denkmals findet daher nicht um 12 Uhr Mitttags, sondern bereits um 10 Uhr Vormittags statt.— Der neuernannte Direktor der Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes, Wirklicher Geheimer Legationsrath Dr. Stübel, hat heute die Dienstobliegenheiten seines Amtes übernommen und sich bei den Beamten der Kolonialabtheilung eingeführt. * Hinter den Koulissen des Zentralverbandes deutscher Industrieller Durch die Liebenswurdigkeit eines„bekannten Industriellen" ist der„Vorw.“ in die Lage versetzt worden, ein Schreiben zu veröffentlichen, das die Beeinflussung der kleinen Presse durch den Zentralverband deutscher Industrieller in er schreckendem Lichte erkeynen laßt. Das Schreiben lautet „Vertraulich. An die Mitglieder des Zentralverbandes deutscher Jndustrieller. Hiermit erneuern wir die Bitte an unsere geehrten Mitglieder, einen freiwilligen Beitrag zu dem Preßfonds zu leisten, der bekanntlich getrennt von den, aus den ordentlichen Beiträgen der withlieder gebildeten Mitteln des Zentral= verbandes verwaltet und hauptsächlich zur Heransgibe der „Neuen Reichskorresp.“(Nebenvlatt der„Berl. Polit Nachr.“ D. R.) verwendet wird. Diese„Korrespondenz“ wird kostenfrei an 465 Zeitungen versandt; dabei sind namentlich kleinere lokale Blätter ins Ange gefißt, deren Herausgeber mit möglichit geringem Redaktionsaufwand arbeiten müssen, denen daher die„Korrespondenz“ außerordentlich willkommen ist. Diese lokalen Blätter, welche meistens in den Wirthshausern ausliegen, dringen mehr in das Volk als die großen Zeitungen und dienen daher ganz besonders dem mit der„Korrespondenz“ verfolgten Zwecke. Mit Rücksicht auf diesen Umstand, haben wir bereits seit mehreren Jahren in der„Korrespondenz“ neben der Vertretung der allgemeinen wirthschaftlichen Interessen der Industrie energisch den Kampf gegen die Umsturzparteien geführt; es sind wochentlich ein bis zwei Artikel besonders gegen die Bestrebungen der Sozialdemokratie geschrieben worden. Gerade diese Artikel, welche seyr fleißig abgedruckt werden, haben der„Korrespondenz“ neue Freunde erworben, so daß sich die von Zeitungsverlegern ausgehenden Gesuche um Zusendung derselben wieder gemehrt haben. Unsere geeyrten Mitglieder werden bei Beobachtung des Ganges der Verhältnisse in unserm öffentlichen Leben und des Kampfes der Parteien mit Bedauern wahr genommen haben, daß sich in Verfolgung von Sonder interessen der Gegensay zwischen den einzelnen Erwerbo= gruppen verschärft hat. Besonders wird die Jndustrie von ver= schiedenen Seiten immer stärker umdrängt, indem Augriffe energisch gegen Jnstitutionen in unserem Staats= und Wirth= schaftsleben gerichtet werden, die als wesentliche Grundlagen einer gedeiblichen industriellen Thätigkeit angesehen werden mussen. Unter diesen Umtänden werden unsere Mitglieder die Bedeutung der Bestrebungen des Jentralverbandes erkennen, welche darauf gerichtet sind, das Verstandniß für die Bedeutung der Jndustrie und die Vedensbedingungen derselben durch die Thatigkeit der Presse im öffentlichen Leben zu fördern. Da zu dieser Thatigkeit die ordentlichen Mittel des Zentral verbandes nicht ausreichen, so hoffen wir, dan unsere geehrten Mitglieder der eingangs an sie gerichteten Bitte nachkommen werden. Wir gestitten uns noch zu bemerken, dan die in dieser Art von den einzelnen Mitgliedern gewahrten freiwilligen Bei= kräge zwischen 10 M. und 5000 M. schwanken. Solche Beitrage bitten wir unter der Bezeichnung:„Fur den Preßsonds des Jentralverbandes deutscher Jndustrieller" an die Kasse der Direktion der Diskonto=Gesellschaft, Berlin W., Unter den Linden 35, abzuführen und dan solches geschehen, unserer Geschäftsführung gutigst anzuzeigen. Hochachtungsvoll Direktorium des Kentralvervandes deutscher In dustrieller. Der Vorsitzende: Th. Haßler. Der General= sekretar: H. A. Bneck.“ Volkswirthschaftliches und Soziales. * Köln, 23. Aug. Der Verein für erziehliche Knabenhandarbeit veranstaltet gegenwärtig einen Ausbildungskursus für Lehrer in erziehlicher Knaben hand irbeit. Die technische Leitung des Kursus hat Herr Hauptlehrer Witteler von hier übernommen, der auch die Ausbildungskurse Kolner Lehrer leitet. Der Kursus ist ans den verschiedensten Theilen der Rheinprovinz besacht. In drei Abtheilungen wird unterrichtet: in Papp=, Kerbschnitt= und Hobelbankarbeiten. Die rheinische Provinzialverwaltung hat fast alle ihre in den rheinischen Erziehungsanstalten beschaftigten Lehrer und Hausmeister, sowie die Klosterschweitern in den Kolner Kursen ausbilden lassen. * Der Zentralverband der Gemeindebeamten Preusiens hat einem Berichte der„Koln. Ztg.“ zufolge in Breslau im Saale der Stadtverordneten seine sechste Haupt versammlung jehalte i. Der Verbandsvorsitzende, Stadt hiuptkassenrendant Schönrock, begrüßte die erschienenen Ver treter von 10,000 Kommunalbeamten Preußens. Aus dem Geschafts= und Kassenberichte wurde mitgetheilt, daß 1899 die Einnahmen des Verbandes 14,107 M., die Ausgaben 9728 M. betrugen, sodaß ein Ueberschuß von 4778 M. vorhanden ist. Der Antrag, der Verband solle aus dem Verbande deutscher Beamtenvereine ausscheiden, wurde abgelehnt. Die vorgeschlagenen Satzungen der Krankenkasse wurden genehmigt. Bei einem monatlichen Betraa von 75 Pfa., 1.50 M. oder 2.25 M. soll ein Krankengeld von täglich 75 Pig., 1,50 M. o0er 2,25 M. vom vierten Tige der bestehenden Krankheit ab gezahlt werden. Freie ärztliche Behandlung, die Verabreichung von Heilmitteln und dergleichen soll gegen eine besondere Versicherungsgebühr von 1,25 M. monatlich gewährt werden. Die Verwaltung der Kasse soll in Bertin ihren Sitz haben. Ueber die Ausführung des Kommunalbeamtengesetzes berichtet Sekretär Zenker aus Mühlhausen, insbesondere mit Rücksicht auf die östlichen Provinzen. Gut sei das Gesetz entschieden für die kleinen Städte, die keine Reliktenversorgung haben. Anders sei es jedoch in Städten, welche eigene Wittwenkassen eingerichtet haben oder sich an Provinzial=Wittwen= und Waisenkassen angeschlossen haben. Ein großer Nachtheil des Gesetzes bestehe darin, daß bei der Pensionirung nur die im Dienst der Kommune verbrachte Zeit angerechnet werde. Von dem Recht, durch Ortsstatut sich die Moglichkeit zu schaffen, die Beamten auf Kündigung anzustellen, werde von den stadtischen Behorden ein weitgehender Gebrauch gemacht, besonders den Unterbeamten gegenüber. Stadtsekretär Stephani aus Trier berichtet über die Erfahrungen in den westlichen preußischen Provinzen. Es komme jedenfalls ohne Willen des Gesetzgebers eine verschiedene Anwendung des Gesetzes in derselben Provinz vor. Aus den Wer schon Jetet dio „Niederrheinisehe Volkszeitung“ ür den Monat September bestellt, erhalt dieselbe bis rum 1. September unentgeltlich und portofrei augestellt. Auswärtige nach Einsendung des Postacheines Bezugspreis für die Stadt 70 Ptg. „„„„ Post 75 Pfg Geschäftsstelle der„Niederrheln Volksztg.“ Erörterungen ließ sich ersehen, daß Rheinland durch das neue Gesetz gewonnen hat, da dort die lebenslängliche Austellung nunmehr Regel geworden ist. In Schleswig=Holstein dagegen ist der größte Theil der Kommunalbeamten auf Kündigung angestellt. In der Provinz Hannover hat das neue Gesetz segensreiche Folgen gehabt. Wohnungsgeldzuschuß gewahren setzt ihren Beamten die meisten Kommunen der Monarchie. lleber die Handhabung des Gesetzes soll eine umfassende Statistik aufgestellt werden; auf Grund derselben wolle man sich an den Minister wenden. Als nächster Versammlungsort des Verbandes wurde Halle a. S. gewählt. Oberbürgermeister Bender warnte davor, sich wegen der vermeintlichen Nachtheile des Gesetzes an den Minister zu wenden, und rieth, vorläufig noch die Wirkungen des Gesetzes abzuwarten, das Gesetz sei noch zu kurze Zeit in Kraft, um ein endgültiges Urtheil darüber abzugeben. Wenn die städtischen Behorden die Beamten auf Kündigung austellen, so sei dies nicht ganz unberechtigt. Die Behorden müßten doch im Stande sein, Vecrrte die sich nicht zu dem Beruf eigneten, wieder loszuwerden. Aus Chikane entlasse man doch wohl keinen Beamten. Er könne nicht annehmen, daß die städtischen Behörden von bosem Willen gegenüber ihren Beamten beseelt seie. Alsdann schloß der Gemeindebeamtentag. * Ueber den Ztand der Schularztfrage verbreitet sich in dem„Organ des Verbandes katholischer Industrieller und Arbeiterfreunde" Herr Dr. med Blum in M.Aladbach. Er zeigt, wie durch Untersuchungen von Schulkindern zuerst der große Prozentsatz von Zoglingen festgestellt worden ist, die an Krankheiten aller Art leiden, von denen ein Theil unmittelbar sulkrankbeiten zu bezeichnen ist. Solche Untersuchungen umfangreicher Art wurden im Frühjahr 1805 in Wiesbaden, ferner in Chicago, in New=Pork, Boston u. s. w. vorgenommen und ergaben bis zu 71 Proz. Erkrankungen. Aegypten hat seit 10 Jahren Schulärzte angestellt, Kairo wendet ein Gehalt von 12,000 fr für seinen Schulirzt auf, dem noch 2 Assisten en mit se 3600 ir zur Seite stehen. Ja an besitzt seit 1993 Schularzte und hat seit 1898 ihre Anstellung für alle öffentlichen Schulen angeordnet. Amerika hat sie gleichfalls. Schulärzte hat man nach jenem Berichte, in Innsbruck seit 1869, in Breslau seit 1874, in Gratz seit 8 in Nürnberg seit 1877 und in Wien seit 1887, und 1897 hat sich der deutsche Aerztetag in Ersenach dafür ausgesprochen. In Leipzig, Dresden, Nürnberg, Wiesbaden, Königsberg ist die Lehrerschaft überzeugt worden, daß ihre Schularzte keine ihr Wirken durchkrenzenden und ihre Antorität bedrohenden Volizeiärzte, sondern Mitarbeiter an der gemeinsamen großen Aufgabe einer tüchtigen Erziehung seie i. Das preußische Kultusministerium und eine Reihe Regierungen haben sich für die Einrichtung erklärt, der Regierungsbezirk Düsseldorf ist vorangegangen. In der 15) 2„Das arme Herrle“. (Schluß.) „Und warum nicht?“ fragte das arme Herrle und richtete sich aus seinem Stuhle am Fenster auf. Es dauerte eine Weile, bis die Antwort erfolgte:„Es ist besser so.“ „Sie sieht Dir so ähnlich, Bruno.“ „Ja, Joseph. Und morgen kommt sie auch nicht, und Sonntag—— Sonntag, ich weiß es nicht.“ „Wann denn wirder?“ tonte es zaghaft und leise. Bruno schwieg, und der arme Joseph fing an zu weinen. Dann las ihm der Forster die Zeitungen vor, aber sein Freund horte nicht zu. Nach einer Weile bat er vielmehr:„Bruno, willst Du Merten sagen, ich mochte heute Abend noch in die Kirche fahren?“ „Jewiß, Joseph. Er soll anspannen." Und der junge Forster begleitete ihn. Joseph war sehr still und einsilbig. Erst spät am Abend trennten sich die Freunde. Dann begab sich das arme Herrle zur Ruhe, aber Nachts stand es auf, nachdem lange, schlaflose Stunden schon über sein Lager dahingezogen waren. Monsignore della Valetta, welcher alljahrlich nach Fernau zu Besuch kam, fand Joseph den nachsten Morgen am Fenster der Hauskopelle sitzen, gerade als er sich zur Messe begeben wollte. Das bedeutete etwas. „Nun?“ sagte der Pralat und berührte sanft seinen Arm,„so fruh schon auf?" „Ich habe die Sterne angeschaut. Es war wunderschon. Sie haben mich getrostet. Nun kommt das Morgenroth: o wie herrlich! wie prächtig!" Er hatte eine lange Unterredung mit dem Priester und wohnte dann andächtig seiner Messe bei. Die Grafin meinte später beim Frühstück:„Joseph, siehst krank aus. Was fehlt Dir, mein Herz?“ „Nichts, Mutter, ich bin ganz zufrieden." „Aber nicht wohl, Kind.“ „Ganz zufrieden. Wann kommt Brund?“ „Er kommt ja nie vor neun Uhr, Kind.“ „Das ist wahr.“ Als Bruno erschien, ging Joseph mit ihm in sein Zimmer und sagte:„Bruno, sag' dem Mariannerle, sie solle getrost wieder kommen, wenn sie mag. Ich weiß, daß das nicht werden kann, was ich neulich gehofft. Ich bin ja ein Kruppel.„Aber es ist gut. Sie braucht sich nicht zu fürchten." „Ich werd' es bestellen, Joseph. Sie kommt ganz ge wiß wieder.“ So geschah es. Die beiden Geschwister und auch der bucklige Sanfle pflegten und unterhielten den armen Grafen nach wie vor. Zu Weihnachten theilte Joseph den Dorfkindern mit ihrer Hülfe Christgeschenke aus und nach Östern kleidete er die Erstkommunikanten. Im Sommer kamen dann die Eltern und Geschwister wieder, und Joseph war wirklich heiter und glücklich. So ging es regelmaßig die letzten Jahre. Dieses Jahr war die Familie aber telegraphisch nach Fernau gerufen worden. Das arme Herrle hatte sich im Mai zu Bett gelegt und war die jüngst vergangenen zwei Monate kaum drei oder vier Tage im Ganzen aufgewesen. „Es ist bedenklich, sagt der Doktor." Mit dieser Meldung begrußte Merten den Gesandten am Bahnhof. Kurze Zeit später wohnte die Familie unter Thränen der Spendung der Sterbesakramente bei. Noch einige Tage konnte Joseph leben. Er hatte die Auszehrung, meinte man. Am letzten Abend, als Bruno zum vierten oder fünften Male erschien, flüsterte der Kranke:„Morgen bin ich nicht mehr hier, Bruno. Rufe mir die Eltern und dann, wenn ich von ihnen Abschied genommen habe, sollst Du auch das Mariannerle und Mama und Papa fortschicken. Onkel Valetta— bitte laß ihn dann kommen und dableiben. Und Du gehst auch nicht fort, Bruno. Ich will in Deinen Armen sterben." Man mußte ihm den Willen thun, obwohl die Grafin sich nicht mehr von ihrem Schmerzenskinde trennen lassen wollte. Nur auf Bitten des Monsignore gab sie sich zu frieden, im Nebenzimmer bei geoffneter Thure zu wachen. Der Graf hatte lange am Krankenbette gekniet und be wahrte nur schwer die Fassung, als Joseph ihm freundlich erklarte:„Wenn ich ein schlechtes Kind war, so mußt Du mir jetzt verzeihen, Vater." „O mein Joseph, bitte Du für mich, wenn Du beim lieben Gott bist. Willst Du?“ „Ganz gewiß. Vater, ich habe euch alle so lieb, aber ich bin doch so froh, daß es nun in den Himmel geht. Warum weinst Du denn? Ich glaube, es ist alles hell und schon beim lieben Gott. Wenn Du auch kommst, dann sehen wir uns wieder. O, wenn Du kommst mit der Mama! Da reiset ihr nicht ab im Herost. Aber Du mußt nicht weinen, Papa!“ Der Graf konnte es nicht länger tragen. Er wankte aus dem Zimmer und suchte seine Gattin auf:„Francesca, Gott ruft unser Kind—— seinen Engel.“ „Danken wir ihm“, antwortete die Gräfin,„Gott weiß, daß unser Kind es da droben besser hat.“ „Gegen Morgen, als die ersten Purpurstrahlen des Fruhscheins fielen, rief Joseph zum letzten Male:„Bruno!“ Der Gerufene war ja ganz in der Nähe. Er beugte sich über das Bett und der Sterbende neigte das Haupt auf das grüne Jägerwamms, an die treue Brust seines besten Freundes auf dieser Welt. Bruno umfing ihn mit der Rechten und hielt ihm mit der freien Hand das Bild des Erlosers an die Lippen. Monsignore Valetta hatte die Sterbegebete begonnen. Die Eltern und Geschwister Josephs knieten weinend auf dem Boden. Der Scheidende sah sie nicht mehr. Goldig spielte die Sonne an der Wand hinter dem Bette. Noch einmal offnete sich der bleiche Mund:„Jesus, Maria!" Dann wurde das Haupt schwerer und schwerer, bis es sanft an Brunos Beust einschlummerte. Ein leiser Seufzer „nd das arme Herrle war dieser Erdenwelt entflohen.— Im selben Jahre erregten bei der Münchener Kunstausstellung die Bilder eines bisher noch wenig beachteten italienischen Malers ungemeines Aufsehen. Es waren etwa acht oder zehn Gemälde, welche einen zusammen hängenden Zyklus von Darstellungen aus dem Buche Tobias bildeten. Die Zeitungen rühmten den gesunden Geschmack, die erstaunliche Technik und die idealen Gestalten an dem Werke. Nur die religionsfeindlichen Kritiken fanden die Auffassung zu„nazarenisch",„mystisch", oder was sie sonst fur Schlagwörter brauchten. Das Publikum zollte den Gemälden ziemlich ungetheilten Beifall. Tagtäglich standen dichtgedrängte Gruppen von Kunstlern und Laien vor der „Nummer 2417 ff. Ettore della Vaietta, Der Erzengel und Tobias.“ Wir belauschten neulich bei einem Besuche des Glaspalastes eine Familie aus Frankfurt am Main, die auch im„Baierischen Hose" logirte. Es war der Sanitätsrath C. mit Frau und Kindern. Aufmerksam horchte die ganze Gesellschaft auf die erklärenden Worte des Vaters: „Seht auf diesem Bilde hier, wo der junge Tobias mit dem Engel auszieht, konnt Ihr meinen leibhaftigen Bruno sehen. Raphael ist Bruno wie er leibt und lebt, wirklich kaum idealisirt. Jungens, den hattet ihr kennen sollen! Den alten Tobias hier habe ich auch gekannt. Wenigstens findet man ganz deutlich einige Züge heraus, die dem malerischen Pontresiner Bergführer gehoren. Der junge Tobias ist naturlich nicht der arme kleine Baron, das versteht sich. Der hatte kein Gesicht zum Malen; kann's nicht helfen. Du brauchst mir deshalb keinen vorwurfsvollen Blick zuzuwerfen, Agnes! Habe ich Dir nicht schon oft gesagt, daß ich ohne das„arme Herrle" und die Seinen sicher nicht wieder ein christlicher Hausvater geworden ware? Das ist doch genug Lob, scheint mir. Komm' Frau, kommt Kinder, wir wollen weiter gehen. Papa wird gerührt, kann- nicht helfen. Ist sonst nicht meine Art. Das arme Herrle, geb's Golt ist jetzt reicher als wir alle! Kinder, merkt euch das: energische, opferwillige Frommigkeit, das ist die rechte!" Eingegangene Bücher und Schriften. Unter dieser Nubrik registriren wir die bemerkenswertheren, der Redaktion zur Besprechung übersandten Bücher und Schriften bald nach ihrem Eingange; eine Besprechung im„Büchermarkt", der litterarischen Beilage der„ Niederrh. Volksztg.“, nach Auswahl bleibt vorbehalten Allgemeines Litteraturblatt 1900. Nr. 15. WienJos. Roth. Neue Musik=Zeitung. 1900. Nr. 7/11, Stuttgart, Karl Grüninger. J. Scheibert, Major z. D., Der Krieg in China, Hest Nr. 1. 30 Pfg.(zusammen 30 Hefte). Berlin W., A. Schröder. Der Katholik. 1900, August=Heft. Franz Kirchheim, Mainz. Prof. Ender, Die Geschichte der katholischen Kirche in ausgearbeiteten Dispositionen zu Vorträgen in Vereinen, Schule und Kirche. Brosch. 15 M., geb. 20 M. Benziger, Einsiedeln(Schweiz). Notburga Kalender 1901. 20 Pfg. L Auer, Donauwörth. Raphael=Kalender für junge Arbeiter 1901. L. Auer, Donauwörth. Der Soldatenfreund(Kalender für 1901). 20 Pfg. L. Auer, Donauwörth. Deutscher Thierschutzkalender 1901. 10 Pfg. L. Aner, Donanwörth. Taschenkalender für die studirende Jugend 1901. L. Aner, Donauwörth. Kinder=Kalender 1901. L. Aner, Donauwörth. Monika=Kalender 1901. 50 Pfg. L. Auer, Donauworth. Donauwörther Heiligkreuzkalender. 50 Pfg. L. Auer, Donauwörth. Herz=Jesu=Wandkalender 1901. 50 Pfg. L. Aner, Donanwörth. Katholischer Abreißkalender 1901. 1 M. L. Aner, Donauwörth. Ritter, Leitfaden für den theoretischen TurnUnterricht. 1 M. Franz Goerlich, Breslau. 889 1 Rbeinproving babe Frage eingenommen, 7 Städle schon die Untersuchung neu aufzunehmenden Kinder und 2 bereits viermalige Unter suchung eingeführt. Mehrere Städtetage haben den Nutzen dieser Einrichtung anerkannt. Der Versasser kommt zu dem selben Ergebniß wie der Miniberiaikommisar uber die Schl einrichtung in Wiesbaben. Die bisherigen Erfeyrunger habe= bewiesen, daß die Anstellung von Spnlärzten für No“3. unt Mittelschulen einen nicht zu unterschatzenden Nutzen für die Schule und die Schuler bietet. daß diese mit den Schulewecker wort vereinbar und unter gleichen oder anniicen Merhaltninen wie in Wiesbaben ohne größere Schwierigkeiten praktisa burchführbar ist. sbesondgre ist bervorzubeben, daß die Wiesbaden gebegt hatte, durch die Erfahrung nicht bestätigt worden sind. Rheinland und Westfalen. n Süchteln, 22. Aug. Das Prosekt des Banes einer Ibioten= und Irrenanstalt auf den Höhen bei Suchteln ist nunmehr gesichert, wie der Bürgermeister in der etzten Stadtrathssitzung mittheilte. Ueber hon Morgen sind zum Preise von 4500 M. im Durchschnitt für den Morgen bereits angekauft. Vom Kirchhofe aus sou eine Fahr= straße in der Breite von 15 m zum Terrain offengelegt werden. Da man mit der Errichtung der genannten Anstall einen erheblichen Aufschwung der Stadt erwartet, soll sofort mit der Festsetzung eines städtischen Bauplanes begonnen werden. Ferner soll der Bau der elcktrischen Bahn baldigst in Angriff genommen werden. Das hierselbst zu errichtende Elektrizitäls werk soll die neue Anstalt mit Kraft und Licht versehen. Z Goch. 22. Aug. Von Blissingen mit einem Ertraunge kommend, trafen gestern Abend gegen 8½ Uhr auf dem hiesig Bahnhofe einige 50 Deutsche, Männer und Frauen welche von den Engländern in Transvaal verhaftet und nach England geschafft waren, wo sie üiber die Grenze abgeschoden wurden. Die Reisenden erzählten schreckliche Szeuen über ihre Behandlung durch die Engländer. In Gennep(Holland wurden die Bebauernswertben bei ihrer Ankunft und Abfahrt mit Musik begrüßt. Auch hier wurden denselben stürmische Ovationen dargebracht. Nach fast einstündigem Aufenthalt hierselbst setzten sie ihre Fahrt nach verschiedenen Richtunge bin fort. Die Gesammtzahl der Reisenden betrug etwa 400, der größte Theil derselben war aber in Holland zurückgeblieben. * Schwelm, 23. Aug. In der Nähe des Bahnbofs Schwelm stieß gestern Nachmittag der Kasseler Schnellzug auf einen Güterzug, der das Signal für die Einfahrt in de Bahnhof erwartete. Der Anprall war so stark, daß von der Güterzuge 18 Wagen entgleisten und größtentheile ze trůmmert wurden. Die Lokomotive ded Schnehzuges schwer beschädigt. Ernste Verletzungen von Personen sind lant chsten T Vonache v chan zu Rergen an is leichte Quelschungen. In Folge des Unfalls waren größere Verspätungen der ankommenden Züge unvermeidlich # Krefeld, 23. Aug. Ein großer Leichenzug, voran die Männerkongregation von St. Johann, begleitete heute die sterblichen Ueberreste des Herrn Adolf Stolte zur letzten Rubestätte. Der Verstorbene war ein treuer Zentrumsmann. Begeistert für die Ideale der Partei hat er dieselben stets hoch gehalten und gefordert. Die Sozialpolitik der Zentrumspartei hat er praktisch vertreten. An der Gründung und dem Ausbau des katholischen Arbeitervereins war er hervorragend be theiligt. An der Verwaltung der Spar= und Sterbekasie des Vereins hat er eifrig mitgearbeitet. Als Mitglied des VincenzVereins hat er manche Noth gelindert, manche Thräne getrocknet. Möge Gott. der Vergeller alles Guten, im Jenseits ihn über reichlich belohnen. Ehre seinem Andenken! ** Krefeld, 23. Aug. Die hiesigen Theilnehmer sind zun Ferusprechverkehr mit Capellen(Kreis Grevenbroich zugelassen. Die Sprechgebühr beträgt 25 Pfg. ** Krefeld, 23. Aug. Auf dem Ostwall in der Nähe des Moltke Denkmals sindet morgen, Abends zwischen 7 und 9 Uhr. bel günstigem Wetter ein Promenadenkonzert der städtischen Kapelle stalt. Krefeld, 22. Ang. Polizeibericht. In Polizei Gewahrsam kamen b Personen wegen Ruhestörung, Dieb stahls und 1 wegen Bedrohung.— Augenblicklich sind. wieder viel falsche Geldstücke im Umlauf, namentlich Einmarknücke mit der Jahreszahl 1887 und dem Münzzeichen A, sowie Fünfmarkstücke mit der Jahreszahl 1883 und demselben Münzzeichen. Die Stücke fühlen sich fettig an und zeigen ungleiche Ränderung. — Am Samstag Abend haben Taschendiebe auf dem Neumarkt zwei Damen das Portemonnaie aus der Tasche gestohlen. Außer einem Geldbetrage von 3 bezw. 2 M. befanden sich in einem Portemonaie noch zwei goldene Ringe. Der Aufstand der Boxer in China. * Nach der schnellen Entwickelung, welche die Dinge in Ostasien vorläufig genommen haben, taucht nun natürlich allerwärts die Frage auf: Was wird nun weiter zu geschehen haben? Allein auf diese Frage kann ebenso natürlich heute noch keine bestimmte Antwort gegeben werden. Dazu liegen die Dinge noch zu unklar. auf Peking losziehenden chinesischen Truppen, wie Schwarzflaggen u w., wird man wohl nicht ernstlich zu furchten haben. Die Hauptsache ist, daß man bald die Mitglieder der Regierung fängt, deren Mit schuld an den Freveln wohl nicht mehr zu be zweifeln ist. Daß es bei uns auch Leute gibt, die bereits ein umfangreiches Programm zur Lösung des chinesischen Problems fix und fertig haben, ist übrigens nicht zu verwundern. Besonders fruchtbar ut das„Berl Tagebl.“ in diesem Punkte. U. a. empfiehlt einer seiner Korrespondenten„temporäre Aufhebung sämmtlicher Missionen (auf 5 Jahre), deren Eigenthum meistbietend auf 5 Jahre an europaische Kaufleute oder Händler vermiethet wird, Verbot jedweder religiosen Agitation durch Wort und Schrift.“ Vermuthlich soll an die Stammesgenossen der Herren vom„Berl. Tagebl.“ das Eigenthum der Missionen„vermiethet" werden, damit diese den Chinesen Freundschaft für die Fremden beibringen und das Land der europaischen Kultur und Zivilisation erschließen. Telegraphische Depeschen. W Berlin, 23. Aug. Wolffs Bureau melbet: Auf einen Antrag Li=Hung=Tschangs, worin die sofortige Zurückziehung der verbundeten Truppen und die Eroffnung der Friedensverhandlungen verlangt wird, erwidert“ die deutsche Regierung, sie könne in Ermangelung der gehörigen Vollmachten auf chinesischer Seite in Ver handlungen nicht eintreten. W Berlin, 23. Aug. Wols“s Telegraphen=Bureau berichtet aus Taku vom 20. d.: Der Führer der deutschen Schutzwache in Peling, Soden, telegraphirt: Pekins wurde am 15. d. entsetzt. Gefallen sind: Maichies Kotissen, Poelle, Hentschel, Kohnke, Gollitz, Strauß, Ebel, Reinhard, Rentmeister, Hugel; schwerverwundet: Berger Die übrigen 15 Verwundeten sind auf dem Wege der Besserung. Das deutsche Landungskorps ist noch nicht eingetrosfen v W Berlin, 23. Aug. Wolffs Bureau meldet: Der zweite Admiral des Kreuzergeschwaders meldet aus Ta ku vom 20. d.: Hecht von S. M. S.„Hertha“ ist am 18. früh mit seinem Troß in Matou eingetroffen und Mittags weitergegangen. Das Vorwärtskommen wurde durch den starken Strom und den niedrigen Wasserstand erschwert. Mataillon unter Wad eereihte 2 12 nach sehr anstrengendem Marsch Pangtsun. W Petersburg, 23. Aug. Der„Regierungsbote“ schreibt: Grodelow telegrapbirte am 20. Aug.: General ennenlampf brach am 16. Aug. von Chinganpaß wieder und verfolgte den Feind bis Sajawan; am ige brang er unter beständigen Kampfen bie r. während es der Kavallerie gelang, den Karol überschreiten und unerwartet vor der Stadt fzutauchen. Die Artillerie folgte sofert nahm mit zwei Geschützen das Feuer gegen die nur von Jnfanterie besetzte Festung auf. Nach einstündigem Kampf= wurde Mergen fast ohne Verlust genommen. Der Feind, der bedeutende Verluste hatte, wurde verfolgt. Unser drei Schwadronen, erbeuteten zunächst drei, dann noch und ander viel Munition. Das chinesische Lager wurde genommen. Auf der Verfolgung hatten die Chinesen noch über 10 Todte. Wabrend die russische Jnfanterie und Artillerie nunmehr in Mergen einruckte, ist die Kavallerie bereits wieder auf Rekognoszirung längs des Nomarflusses begriffen. Rennenkampf betrat am 6. August chinesisches Gebiet und rieb bereits nach 12 Tagen den Feind auf. Er nahm ihm 28 Geschutze ab und besetzte schließlich Mergen Die Russen verloren während dieser Zeit 2 Offiziere und 12 Kosalen todt, 3 Offiziere und 30 Mann verwundet W London, 23. Aug. Wie„Daily Chronicle“ aus Washington vom 22. d. gemeldet wird, werde die Re gierung der Vereinigten Staaten dem chinesischen Gesaudten folgende Antwort zustellen: Es hat sich zu erweisen, daß in Cbina eine Regierung bestehe, welche in der Lage sei, den gegenwartigen Wirren ein Ende zu machen. Nach Ernstellung der Feidseligkeiten werde sich die amerikanische Regierung gern mit Liehungetschang in Verbindung setzen, um einen ehrenhaften Frieden zu schließen. Bis dabin werden die amerikanischen Truppen in Peling wiederbolte, seine gleichfalls in der W Kaphadt, sammlung erledigte Stimmen ein Amen Lesung der Hochverrathsbill French Neueste Nachrichten. Hamburg, 23. Aug. Die enalische zahlie laut einer telegraphiichen Nachricht der Wagnerschen Abederei in Alton unberechtigter Beschlagnahme des Schiffes Wagner" in der Delagoabai eine Entschad 60,000 M. aus 7 Thra 846 Tenters a.6 24 6te u» 1* bheurtet 2.2475.45 Viehmärkte 314.E4 Koln a wegen Han una vo Landwirthschaft und Gartenbau. * Dortmund, 23. Aug. Die vereinigten Milchhändle von Dortmund und Umgegend haben in einer gester Abend stattgehabten Versammlung beschlosten, von der We= fälischen Nilchverkaufsgenossenschaft keine Mil zu entnehmen. Die Vereinigung hofft. von auswärts den Bedarf von rund 86,000 Liter Milch aufbringen zu können, sodaß der Versorgung von Dortmund wit Milch eine Stockung nich cintritt. Gleichzeitig beschloß die Versammlung, eine Erhöhung des Milchpreises, die das Milchsondikat vom 1. Dezembe d. J. einführen will, nicht vorzunehmen. dabin werden die amerikanischen Truppen verbleiben. Handel und Verkehr. Werthpavier=Börse. ° Berlin, 23. Aug.(Eigener Drahtbericht. Nach dem gestrigen stürmischen Verlauf der Nachbörse, die unter dem Drucke forzirter Abgaben stand, trat hente bei de Eröffnung eine wesentliche Berubigung ein, die hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben ist, daß die Engagements der Zahlungsstockung gerathenen hiesigen Kommissions=Bankfirma W Mom, 23. Aug.„Messagero" meldet: Graf wesentlich überschatzt wurde. Nachdem nun die Zwangsverkäufe Waldersee sandte vor seiner Abreise an den Oanza1 in Banken= und Montanwerthen zum Stillstand kamen, nadn vor leiner Adreise an de. die Spekulation, die genern mit starken Abgaben vorging, zumeist folgendes Telegramm:„In dem Augenblick, wo ich Italienlänte vor, die in Banken und Montanwerthen zu höheren verlasse, kann ich es nicht unterlassen, meinen respekwollsten Zursen führten. Das Geschäft im Eisenbahnmarkt war weniger Dank auszusprechen für den so gnadigen Empfang, womit einheitlich; italienische Bahnen abgeschwächt, österreichische ruhig Ew. Majestät und Ihre Majestät die Königin mich be von Schweizer Bahnen nur Union besser. Transvaal gedrückt. ehrten und für die vielen Sympathiebezeugungen, womit Amerikaner mäßig besser. Kanada fest; von heimischen Bahnen ich von Ala bis Neapel überhäuft worden bin."Lubeck=Büglener auf Zwangsverkaufe zu Beginn der Börse matt, Washington, 23. Aug. Ein Kabel-=Telegramm von Schiffahrtsaktien Palletfahrt schwächer. Das Geschäft in der des Admirals Remey vom 20 d“” besagt: Das sechste zweiten Börsenstunde zeigte in Montanwerthen weiteres Anziehen. e Reisende erenmey on eIn Banken zeigte sich Szetigkeit bei äußerst geringen Umsätzen Dig." nicht vorgekommen; nur einige Reisende erlitten amerikanische Kavallerie Regiment und ungefahr 400 Briten perherce der Esenbabnmarkt in vollstem Stillstand und Japaner trieben gestern morgen acht Meilen von Tands unverändert. Ultimogeld 4 Proz. Eine aus dem Tientsin 1000 Boxer auseinander; 100 Chinesen Mante. „wurden getodtet. W Washington, 23. Aug. Der amerikanische Gesandte Conger telegraphirt aus Peking vom 19. August: Die ganze Stadt mit Ausnahme des kaiserlichen Palastes ist nunmehr besetzt. Man glaubt, daß der Palast baldigst genommen wird. Eine Anzahl Missionare verließ Peling, andere bleiben hier bei den zusammengekommenen christlichen Fluchtlingen, deren Zahl etwa 1000 ist. W Shanghai, 23. Aug. In Hankau sind ver C e Essener Revier gemeldete Insolvenz einer dortigen kleineren Firma. die hauptsachlich in Kuren arbeitete, wirkte auf Montanwerthe ungünstig ein. schiedene Falle von Brandstiftungen vorgekommen. Die Einwohnerschaft ist indessen nicht beunrubigt. Die in Shangbai und Husung befindlichen Kriegsschiffe beziffern sich im ganzen auf 27 mit einer Besatzung von 7000 Mann. sollen noch immer Kriegsschiffe eintreffen. Am 28. d. wird Shanghai zur Feier des Falles von Peking illuminiren. aug. Berl. Hand=Gesell Gerliner Bank Darmstädter Bank Deutsche Bank 11 Diek Gel=A abae.1 Dreddener Bank 11 Nationalbanks. D. 1 Oest Kredit=Aktien 2 Peters u.C., Krefeld Buschtehrader Dur=Bodenbach sen nw. beunrunigt. Die in Gotthardbahn Spangba und Huung oefndliche. Kriegeschife bezisern Kreselder Eisenbahn Kref.=Uerd. Lokalb. Westf. Blandbr 3½ Pomm. 4% Pfandb S56 unk. b. 1900 M.W. Bdk. 1905 4% bo. II. IV.1901 21, do VI. unk. 1908 41 do. VII unk 1908 4% do.VIII unk. 191040 Italiener Russen 1280er Neue russ. 4% Al= Telegraphische Depeschen der„Niederrheinischen Voltszeitung." W Wilhelmshöhe, 23. Aug. Der Kaiser hatte gestern nach der Tafel mit dem Prinzen von Wales eine Spazierfahrt im Park unternommen und machte nach der Abreise des Prinzen eine Fahrt durch das Druselthal in einem Automobil. Zur Abendtafel waren keine besonderen Einladungen ergangen. Heute früh unternahm der Kaiser einen Spazierritt und hörte darauf d Kriegsministers, Schlieffens und Hahnkes. W Hamburg, 23. Aug. Anlaßlich des Hinscheidens des Vorsitzenden der Seeberufsgenossenschaft, Lae iß, des früheren Präfidenten der Handelskammer von Hamburg ging dem Vater des Verewigten, wie der„Hamb. Korr. meldet folgende kaiserliche Beileidskundgebung zu: „Wilhelmshohe Schloß. Ich spreche Ihnen meinen innigsten Antheil an dem unersetzlichen Verluste, der Sie durch den Tod Ihres Sohnes betroffen hat, aus. Ich habe in de ir das Wohl seiner Vaterstadt .» M E Aug. Ungar. Goldrente Accumulat.=Aavr Zieleseld. Maschin" Boch Bzw Bl. C. Bochumer Gunstahl Cb. J. Weil=ter Meer Vortmund. Union Dusseldorl. Kamma. Düsseld. Eisenbahnb. Dusseld. Eisenhütte " Maschinensab Elbers. Farbenw. Gladb. Wollindust Gladb. Spinnerel Gelsenkirch. Bergw. berresh. Glashütte Harpener Beraw. Albernia Eisenwerk 2 Köln Bergw. bes. felekt. Anl. Koln Laurahutte 7 Massener Bergwo. Bongs Spinneret hein. Stahlwerke Rhein.=Wests. Ind. 3 Sangerh. M.=Akt. 0 Dan31 420 540 2 360 429 1 380 159» M. Voter: hristener. Rdeieibnder CGreraber Co-2. 444* der R 057 54 N do Stück Per *6m.. errwieh. Handel allge 54 57 40 46 M. die 1 Schalmarkt Kande er Markt wurde geräumi 62» 5254 .... . 99 A ret 56 53 2Seder 11 3862 Fig. d20 und Viktualienmärkte. arikos 400 P0s 220 . Mh Pilo in Varthien von 100. 22. 22 1 Ko fahweile(ohne Faßl 64 25 M. cerciniates«ei per 100 2 3 M höber als Rübbl. Prebkuchen per 1000 Rtlo 106 00 € 2 rer Nio 520 M Gutter 7 40 M. das Pelo. Gter 1 eint 200 N.— 2790 8. Gual. 26 00 m Roln, 91. Aug. Bruchtmarkt. Preibiestiebugarn gemil A1 der Fruchtmarkt Ordnung eiten 6en 770 920. N4 Roagen 3 00 M 6200 0.6150. 0 6300 5 c. * New=Perk. 21. Aug. Baaren=Schlußvr Lother Winterweiger Zeizen August September " Oktober Dezember Mais August September Dezember 4 Mehl(Spr. clears Zucker. sal. ref Betroleum Getreibekracht Getreidepreise, veröffentlicht von der Zentralstelle der prenh. Landwiethschaftskammern vom 22. Ang. 1900. Beizen Regsen/ Gerste kermark Nittelmark Beigniy lausty Ragdeburg frfurt Danzia sezirk Stettin Bolen Greslau dannover Süd riel Künsterland kassel Privat= Ermittelung: erlin Stettin(Stadt) Königsberg reslau Bolen Rannheim damburg Metalle. 675. Nn 3025.52 R. 3 Rorth 1550 Rapte. 1712 gr.» 1 573 gr p 1. 450 er p. 1 43 152 133 Für den Jnseraten= und Reclamentheil verantwortlich: J. Keller. Amsterdam 8 Tage Mönate Belg. Plätze 8 Tage " 2 Monate Plätze 10 Tage "* Monate Russenndern 216 65 Wechselpreise. Schw. Plätze 8 Tage u8 seit 13. Juli 1900: Amsterdam Brüssel Jt al. Platze 3½ Kovenhal 6 Bissabon bank-Zin Wechsel 5 Proz. Lombard H Proz. Berliner Blatz=Wechsel=Zinsfuß 4 Proz. e 81. Madrid 4|| Schw. Plätze 5 Paris| 313| Wien 41 Vondon 4 Petersburg 512 Scand.Platze0 Kölner Börse vom 22. Aug.: Dusseldorfer Dampfschiff. 134.00 Kolner Fummsfabrik 120.00 abiner| 355 Chem Fabrik Weiler 19790 Gladbach. Baumwollsp. Elektr Allg. 75.50 Kölner„| 35.66| Rhein= Bau Genofl.| 300 Viersener Flachdspinnerei 132.50 Koln.=Rottw. Pulversab. Produkten Berlin, 23. 105 Morgen Freitag, den 24. August 1900, Abends zwischen 7 und 9 Uhr, bei günstigem Wetter: Konzertmusik der städt. Kapelle auf dem Ostwall, in der Nähe des Moltke=Denkmals. Krefeld, den 23. August 1900. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Die hiesigen Theilnehmer sind zum Fernsprechverkehr mit Capellen(Kreis Grevenbroich) zugelassen. Die Sprechgebühs beträgt 25 Pfg. Krefeld, den 22. August 1900. Kaiserliches Telegraphenamt. J. V.: Conradi. Aug. Börse. (Eigener Drahtbericht.) großem gelernt and von m Siieben und groß dienst für die deutsche Handelsschifffahrt schätzen W Zell a. See, 23. Aug. Furst Ferdina Bulgarien ist hier eingetroffen. W Stockholm, 23. Aug. König Oskar nahm oas Schiedsrichteramt anläßlich der Frage der Entschädigung der deutschen, englischen und amerikanischen Unterthanen wegen der letzten Unruhen auf Samoa an. W London, 23. Aug. Die„Times" meldet aus Buenos Rücklagene Ayres vom 21. d. M.: Fortwährende heftige Regengüsse Ructagen e richteten in den Viehzuchtdistrikten der Provinz Buenos=Apres eträchtlich Provinz Buenos=Ayres * Schaden an, doch ist der Ackerbaudistrikt Sontan Säenin ea dt geblieven. Die Weizen Sept. 153,00, Okt. 155,00, Dez. 157, M., Roggen Sept. 149,29, Okt. 142,25, Dez. 142,25 M., Hafer Sept. 131.50, Okt. 000,00 M. Mais Sept. 113,75, Dez. 000,00, Rüböl Okt. 59.90, Mai 58,40. Spiritus 70er loco 51,00 M. Weizenmehl 19,25—21,50, Roggenmehl 19.10—20.20, Sept. 19,00, Okt. 19, Dez. 19,00—00,00, Niederrheinische Kredit-Anstalt Kom.-Ges. a. Aktian Petors& Ca Grundkapital M. 21,000,000. Orefeld. 31. August. n ca. M. 4,000,000.Krefeld, 21. August. Familien=Nachrichten. Geborene: Heinr. Hermkes, Düsseldorf, ein Mädchen. Verlobte: Kornelie Aßheuer mit Wilhelm Fleischhauer, Hüsten und Bochum. Vermählte: Felix Haversath mit Bernardine Becker, Billerbeck i. W. und Fürstenau i. H. Gestorbene: Wwe. Elisabeth Richter geb. Hömberg, 79 J., Fredeburg.— Hubert Schnlze Raestrup, gen. Bosensell, 68 J., Bosensell.— Wilh. Stahlhacke, 42 J., Hohenlimburg.— Wwe. Clemens Schulte, geb. Menke, 69 J., Altendorf. Wechsel. Brief Geld Geld=Kurse Nehm. Amiterd m) 10 Gulden S 169 05 168 65 Der Krieg zwischen England und Trausvaal. W London. 23. Aug.„Daily Telegraph" aus Durban, die Buren hatten den langen Tom in der Nahe von Ingogo in Stellung gebracht und das Feuer desselben werde auf die Eisenbahnbrucke bei Jngogo ge= richtet.— Nach einer Meldung des„Standard“ Antwerpen Brussel London do. Paris melde 100 Fre. 1 9. 1 8. 00 Frr. Fre. Jtalien. Plätze do Schweiz. Pl. 100 Fre Durban, soll die Eisenbahn nach Ladysmith in der Nähe von Hattingspruits in der Nacht zum 22. August beschädigt und in Folge dessen ein Güterzug entleist sein □ London, 23. Aug. Die Blätter melden aus Durban vom 22. d.: Die Buren zerstörten die Eisen bahn in einer Ausdehnung von 100 Hards bei Dannhauser. Ein Zug mit Reisenden und Gütern ist entgleist. □ London, 23. Aug.„Daily Expreß" berichtet aus ourenco Marques vom 22. d.: Prasident Krüger ß eine Proklamation, welche als Antwort auf die Proklamation des Lord Roberts angesehen wird. In derselben heißt es, es sei unnutz, die Waffen niederzulegen, denn Lord Roberts erklärte in seiner Proklamation, daß alle Buren im Alter von mehr als 12 Jahren als Gefangene angeseben werden sollten und daß er sie nach St. Helena schicken werde. Es sei ebenso unnütz für die Bürger, ihre Kommandos zu verlassen, denn je mehr sie sich ihren Farmen näherten, naherten sie sich auch St. Helena. W Pretoria, 23. Aug.„Reuters Bureau" meldet: uller's Streitmacht ging aus ihrer Stellung von Twyfelaar nach Vanwyksvlei acht Meilen weiter nordlich vor. Der Feind widersetzte sich dem Vormarsche und — seuglische Noten k.S. 81.35 81 05 20 Fre.=Stücke 2M.—.——.Fre.=Stücke k. S. 20.47 20-43 französ. Noten — 2024belgische k 3. 81.45 B.15 bolland.„ 2 M.—— amerikan. Gold 76 60 76 00„ Noten M.—— sterreich. t.S. 81 00 80 70 sschweizer. pessigediche Entgegennahme von Zeichaungen auf alle zur ausgabe gelangenden Akuen, Staats- u. andere Papiere, Apnahme vos Depots unter eijenem Versohluse des alters. Selest, Ualstersseirte Auskonft über alle Wertapaplere. Verwaitung von Wertupcpteren, Dekumentes aller Art und Aufbewahrung von Wertägegesständen. Kostenlose Elaiöeurg sammtl, Kupons u. Dividendenscheine Kontrole der Auslossung. Askaufguter Geschäftswechsel, Eröffnung laufender Rechnunges u. Chock-Kontl, An- a. Verkauf ven Devisea, sowie Besorgung aller sonstigen in das Baukfach schlagenden Geschäfte. Wir nehmen in joder Rôhe Sparelniages an mit Verzlasung de auf Welteres bel neunmonatlicher Kündigung zu 4½ Proz., bel sschemonal'icher KUndigung zu 4 Proz., bel drelmonatlicher Käadigung zu 3½ Prez., bel einmonatlich r Kündigung zu 3 Proz., bei täglicher Kündigung zu 2½ Proz. De Verz nsung béginnt mit dem auf die Einzahlung folgenden Werktag. und Verkauf vos Werthpapleren zu vortheilhaterf Bedingungen. Fast alle 3½% und 4% Pfandbriefe erstkiaseiger dentechen Hypotheksnbanken erlassen wir zu:n Berilser Tageskurse trei ven allen Spessn.— Geldweohsel. Seide. *Elberseld, 23. Aug. Bei der diesigen Seidentrocknungs=Anftalt wurden heute eingeliesert: 10 2. 662 Kilogr. Vom 1.—2g. Aug 253 Nrs. 16 288 Ktlogr. Total: 263 Krs. 19 498 Kilogr. Baumwolle. Vork 22 Aug. Baumwol= 0. Orleans 0. Zufuhr 000 B. Exvort nach England 1000 B., dem Kontinen: 000 B. Geburts=Anzeige. Die Geburt eines prächtigen Knaben zeigen hocherfreut an Johannes Cronenberg und Frau Maria geb. Küpper. Krefeld, den 22. Aug. 1900 Zweistöckiges Linn, Bahnstraße, 13 Räume, ganz oder getheilt an ruhige Leute zu vermiethen und Martini anzutreten. Näheres 4157 Gerh. Brangs, Bockum, Buschstraße 107 Konkurs-Eröffnungen.) Düsseldorf. Kolonialwhdlr. Theodor Meyer. 15. 9. 1900. Freiburg. Metzger Ernst Müller. 1. 10. 1900. Hagen. Hufschmiedemstr. Gust. Sichelschmidt. 10. 10 1900. Köln. Konditor Heinr. Weygold. 2. 10. 1900. *) Das beigesetzte Datum bedeutet den Schluß der Anmeldefrist. Gerichtlicher Verkauf. Freitag, den 22. Aug. 1900, Vormittags 11 Uhr. werde ich im Restaurant„Reichshalle“ hierselbst, Westwall= und Kurgestraßen=Ecke: 1 Buffetschrank, 1 Pfeilerspiegel, 2 Sophas 2c. öffentlich meistbietend geg. Baar= zahlung versteigern. Büchel, Gerichtsvollzieher in Krefeld, Drießendorferstraße 65. indermädchen nach der Schul= zeit gesucht Hülserstr. 120. Schreiner für an Holzbearbeitungsmaschine findet dauernde Beschäftigung 4156 Mörserstraße 82. Auf ein Gut am Niederrhein wird auf sofort oder Herbst ein gebildetes, einfaches, katholisches Mädchen vom Lande zur Stütze der Haus= frau bei Familienanschluß und Salair gesucht. Erfahrung in Küche u. Wirthschaft sowie gute Empfehlungen erwünscht. Offerten unter U. M. 4152 an die Geschäftsnelle d. Bl. Gebrauchtes viersitziges Schreibpult zu kaufen gesucht. Rhein. Revisionsverband, Kempen(Rh.) zum täglichen Abholen gesucht Appreiur St. Töniserstraße 54.,