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Bei der Post unter Nr. 2755 2 Mark pro Quartal. Einzel=Exemplar 10 Pfg. Haupt=Expedition und Redaktion: Elberfeld, Friedrichstraße 37, Eche Wilhelmstraße. Filial=Expedition: Barmen, Parlamentstraße 5. Telegramm=Adresse: Presse Elberfeld. Fernsprecher 1411°. Anzeigen: Die 7gespaltene Petitzeile 15 Pfg., Arbeits= und Stellen gesuche 10 Pfg. Reklamen werden nicht aufgenommen. Größere Annoncen=Aufträge erbitten wir einen Tag vor Erscheiner der betreffenden Ausgabe, kleinere bis 10 Uhr Vormittags Nr. 128. Elberfeld-Barmen, Dienstag, den 5. Juni 1900. 16. Jahrg. naschinen u Fahrräder Fritz Hülsmann, Hotkamp. ittes Geschäft dieser Art sit Reparatur-Werkstatt. ur 1 Mart kostet eine Taschenuhr zu reinigen, unter 2 Jahre Garantie, sowie alle andere Repa raturen ebenfalls billig. r und Reinigen 1,50 Mk. Gold und Silber wird höchsten Preise angekauft. genan auf Hausnummer 40 zu achten. inr.Bankowsky Elberfeld, Hoftamp 40 amen- u. Kinder=hüte Crauerhüle pitzenhüte u. 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Er bestätigt, daß Bismarck— außer der übrigens von dieser Seite aus guten Gründen nicht zugestandenen Absicht, die Arbeiterschaft, an deren baldiges Erwachen zu selbstständigem politischen Leben er nicht glaubte, gegen die Bourgeoisie, die—„Kanaille gegen die Roture“ auszuspielen— namentlich im Hinblick auf auswärtige Verwicklungen sich dazu verstand, zu der geheimen Wahl die Zustimmung zu geben, die er als echter Junker auch damals haßte. Mit erquickender Offenheit schreiben die„Hamburger Nachrichten":„So ist diese Kriegs= und Koalitions=(d. h. zwischen Oesterreich und Frankreich) Besorgniß das Hauptmotiv zu der Nachgiebigkeit der preußischen Regierung allen liberalen Forderungen gegenüber gewesen auch in Bezug auf das Wahlrecht. Man erinnert sich, daß auf die ultimatischen Forderungen Benedetti's in den Jahren 1866/67 Graf Bismarck antwortete, daß„ein Nationalkrieg zwischen den beiden Nationen leicht in einen Revolutionskrieg ausarten könne" und daß den Volksbewegungen gegenüber Napoleon weniger fest stehen werde, als die deutschen Fürsten.(NB. Revolutionäre Mittel hat Bismarck nie verschmäht, cf. sein Liebäugeln mit Mazzini, mit den ungarischen Verbannten, mit den czechischen Sonderbestrebungen usw.) Es war also ols ultima ratio(letztes Mittel) auch die nationale Volksbewegung in Aussicht genommen worden und ihre Möglichkeit mußte geschont und gepflegt werden." Nebenbei bemerkt— ein werthvolles Zugeständniß der Scharfmacher. Sie selbst be kennen also, daß das Reichstagswahlrecht überhaupt erst die Möglichkeit einer„nationalen Volksbewegung" oder, wie es an einer anderen Stelle in dem genannten Artikel heißt, der„vollen Entwickelung der deutschen Nationalkraft" bietet.— Das waren also die Erwägungen, aus denen heraus Bismarck wie zur Einführung des gleichen, allgemeinen und direkten Wahlrechts, so auch zur Annahme des auf Antrags Fries gefaßten Beschlusses des norddeutschen Reichstages sich bequemte, durch den die ursprünglich darin fehlende Bestimmung der geheimen Wahl in den Artikel 20 der Verfassung ausgenommen wurde. Bismarck fügte sich in der stillen Hoffnung auf„bessere Zeiten" die eine Verschlechterung und Verkümmerung des Wahlrechts ermöglichen würden.„Es bestand beim Fürsten Bismarck," schreiben die„Hamburger Nachrichten" weiter die Ueberzeugung, ein Volk, wie das deutsche, wenn es zur Erkenntniß gelang, daß bei der Gründung des Reiches ihm nicht passende Einrichtungen unter dem Drucke der Umstände mit übernommen seien, werde klug und besonnen genug sein, sie nach eigenem Ermessen zu verbessern. Bekanntlich ist diese Hoffnung schmählich enttäuscht worden. Das„deutsche Volk“ hat gar keine Neigung gezeigt, das Reichstagswahlrecht in scharfmacherischem Sinne zu— verbösern; im Gegentheil, wenn es nach seinem Ermessen gegangen wäre, hätte längst eine weitere„Verschlimmerung"— im Sinne der Scharfmacher nämlich— durch gerechte Wahlkreiseintheilung, besseren Schutz des Wahlgeheimnisses, Diäten usw. stattgefunden. Weil denn das„Volk“ nicht„klug und besonnen" genug ist, sollen es nach Aufforderung der„Hamburgischen Nachrichten" die Regierungen sein. Sie sollen die durch den Reichstagsbeschluß, betreffend die Anwesenheitsgelder „gebotene Gelegenheit benutzen, um wenigstens den Versuch zu machen, die Beseitigung des geheimen Wahlmodus durchzusetzen". Es lebe der Kuhhandel! Diäten für Wahlzettel!— Ganz freilich sind sich die„Hamb. Nachr." ihrer Sache nicht sicher.„Die Wahrscheinlichkeit des Gelingens ist zwar sehr gering", schreiben sie in wehmüthigem Tone— aber sie geben sich der Hoffnung hin, daß steter Tropfen den Stein höhlt.„Auf einen Hieb fällt bekanntlich kein Baum, und wenn die Sache immer wieder in Angriff genommen und... die Beseitigung der geheimen Abstimmung als Bedingung jeder Gegenleistung auf diesem Gebiete mit Ernst und Nachdruck gefordert wird, so besteht vielleicht Aussicht, daß wir von diesem Uebel befreit werden“. Soweit die„Hamb. Nachr.“ Aufgabe aller aufrichtigen Freunde des Reichstagswahlrechts wird es sein, dafür zu sorgen, daß die Hoffnungen der Scharfmacherklique zu Wasser werden. ranzLangohr, Schneidermeister, serfeld Paradestraße 57 sich Freunden und Parteienossen bestens empfohlen. uheiten für die Frühjahrs und Sommer=Saison. übere Maaß-Arbeit unter arantie für tadellosen Sitz. Reparaturen an Uhren aller Art * werden gut billig u. schnell unter Garantie ausgeführt von Emil Mitzlaff, Uhrmacher, berfeld, Friedrichsstraße 37 neben der„Freien Presse“). Billig u. Gut! thür. Kleiderschränke 20 Mk. thür.„„ 30 Mk. zrichten 15 Mk. appschränke 30 u. 40 Mk. sche, Stühle, Vert, Komm., uffetschr, Bettst. und Matr les bill. E. Mathildenstr. 12. ochfeine Herren= u. Damen= kleider ll. zu verk. Elb., Hochstr. 79. Politische Uebersicht. Zur Entrechtung der Krankenkassenmitglieder. Mit Eifer unterstützt ein Theil der bürgerlichen Preßmeute den netten Anschlag gegen die Arbeiter mit einer eben so blöden wie giftigen Hetze. Von sachlicher Unterlage keine Spur. An die von den Ofsiziösen früher vorgeschützten hohen Verwaltungskosten scheinen selbst die Scharfmacherblätter nicht mehr zu glauben. Es tritt immer mehr zu Tage, daß der Plan keinen anderen Untergrund hat, als das Bestreben, den Arbeitern die Leitung ihrer Kassen aus den Händen zu reißen, sie zu entrechten. Wir haben bereits gezeigt, wie einige dieser Blätter den Anschlag kommentiren. Jetzt versucht auch die nationalliberale„Kölnische Zeitung" eine Begründung des von ihr mit Jubel begrüßten Planes der Arbeiterentrechtung auf dem Krankenkassengebiet. Diese bietet uns einen Vorgeschmack von dem, was wir von Stumm und Konsorten im Reichstage bei Berathung der Rückwärtsrevidierung zu hören bekommen werden. Das Blatt leistet sich folgende gehässige Hetzerei gegen die Selbstverwaltung: „Wir haben öfters darauf hingewiesen, daß unsere Sozialdemokratie planmäßig bestrebt ist, alle öffentlichen Einrichtungen, auf welche die Arbeiter selbst eine direkte Einwirkung auszuüben in der Lage sind, in den Dienst ihrer Parteiinteressen zu stellen. Mit besonderem Nachdruck und nicht ohne Erfolg verfolgt sie diese Taktik auf dem Gebiete der Krankenkassen. Die Sozialdemokratie sucht offenkundig die ganze Krankenkassenorganisation zu einer Nebenorganisation ihrer Parteieinrichtung umzugestalten und geht sogar so weit, die Arbeitnehmerbeisitzer zu einem einheitlichen Verbande für ganz Deutschland zu Nutz und Frommen der sozialdemokratischen Bestrebungen zusammen zu fassen." Daß gerade die rheinischen Kapitalistenblätter die lautesten Rufer im Streite sind, bestätigt uns die schon früher von uns vertretene Anschauung, daß der Plan, obwohl Reichssache, von dem preußischen Minister des Innern inspirirt ist. Es ist derselbe Geist, von dem sich Herr von Rheinbaben als Regierungspräsident in Düsseldorf in Krankenkassenangelegenheiten leiten ließ, wobei er seinerseits sich natürlich wieder auf die Auslassungen der„Köln. Rto= und anderer kapitalistischen Blätter berufen konnte Das „schreien wir" so lange, bis wir gehört werden, gilt nämlich nicht nur von den Agrariern, sondern auch von den kapitalistischen Blättern à la„Köln. Ztg.“. Aus der Thatsache, daß sozialdemokratisch gesinnte Arbeiter in den Vorständen der Kassen sitzen, schnitzt das Blatt derartige alberne Beschuldigungen. Das sozialdemokratische Ueberg wicht in den Kassen ist so selbstverständlich und erklärt sich aus der Thatsache, daß eben die große Mehrzahl der intelligenten Arbeiter Sozialdemokraten sind. Eine sozialdemokratische Organisation wird die Kasse dadurch so wenig, wie sie früher, als die Arbeiter den Unternehmern das Feld ließen, eine antisemitische und national liberale Organisation war. So haltlos und hohl diese Hetze ist, so frei von jeder Begründung sie erscheint, so ist sie doch nicht zu unterschätzen. Es zeigt sich gerade dadurch, daß es sich um einen rein politischen Vorstoß, einen Auswuchs der Klassengegensätze handelt, und man im Eifer, Arbeitern zu schaden, weil sie einer bestimmten politischen Richtung huldigen, gegen soziale Einrichtungen, unbekümmert um die Folgen und ohne Rücksicht darauf, daß sie sich unter der bisherigen Leitung glänzend bewährt haben, anstürmt. Da liegt aber die große Gefahr Gegen den politischen Klasseninstinkt, der die bürgerlichen Parteien sämmtlich vereinigen dürfte, wird mit sachlichen Gründen nur schwer anzukämpfen sein Aber gerade dieser Umstand muß die Arbeiter zu äußerstem Widerstand aufstacheln und so zeitig auf den Plan rufen, daß die Proteste gegen die grundlose Entrechtung das Projekt schon in der ersten Lesung erschüttern. Deutschland. X Berlin, 4. Juni. Wen das Reich unterstützt. Für die Postdampfschiffsverbindungen mit Afrika ist durch das neue Gesetz vom 25. Mai eine Reichs Subvention von jährlich 1350000 Mark bewilligt worden an Stelle der bisherigen Subvention für die Ostafrika=Linie von 900000 Mark. Nunmehr wird in dem„Archiv für die Post" aus dem RechnungsErgebniß der Deutsch=Ostafrika=Liuie für 1899 bekannt, daß dieselbe nicht blos 6 Prozent Dividende ihren Aktionären gezahlt hat, sondern auch noch in der Lage war, bei einem Buchwerth der Flotte von 5945088 Mark nicht weniger als 885 381 Mark, das sind also nahezu 15 Prozent des Buchwerthes, ab zuschreiben Man denke, wie die bürgerlichen Parteien bei Berathung des Unfallversicherungsgesetzes und des Invalidenversicherungsgesetzes geknausert haben. Aber freilich, das sind„Gesetze für arme Leute" und bei der Dampersubvention handelt es sich um eine ein fluß= und geldreiche Gesellschaft. Die bekommt auf 15 Jahre 1350000 Mark pro Jahr garantirt! * Mandatsniederlegung. Der antisemitische Reichstagsabgeordnete Vielhaben hat, wie aus Hamburg gemeldet wird, angeblich aus Geschäftsrücksichten sein Mandat niedergelegt. Vielhaben ist seit 1889 Rechtsanwalt in Hamburg. Eine Mandatsniederlegung Vielhabens war bereits vor einem Jahr angekündigt worden. Vielhaben ist 1898 mit 6035 gegen 2762 ozialdemokratische, 287 Centrums=, 130 nationalliberale und 117 Stimmen der hessischen Rechtspartei gewählt worden * Löbtau und Konitz. Man muß an die Eatrüstungsartikel der reaktionären, besonders auch der antisemitischen Presse denken, die anläßlich der an sich belanglosen Prügelei in Löbtau geschrieben wurden, man muß sich an die furchtbaren Strafen erinnern, die damals über die Arbeiter verhängt wurden, um die schöne Gemüthlichkeit zu würdigen, mit der dieelbe Presse die Konitzer Ausschreitungen auffaßt. In Konitz sammelten sich die Massen, um eine Verhaftung des Schlächtermeisters Hoffmann zu verhindern. Die „Staatsbürger=Zeitung" entrüstet sich nun darüber, daß die„Sympathiekundgebungen für den ehrenwerthen Mitbürger Schlächtermeister Hoffmann" zu einer militärischen Bewachung der„friedlich einherwandernden Bürger“ geführt haben,„die weiter nichts wollten, als ihren allbeliebten Mitbürger vor der Polizeigewalt schützen". In der That:„weiter nichts!" Wir werden uns diesen Satz merken, für den Fall, daß es einmal in Lohnkämpfen des Proletariats zu einem Zusammenstoß mit der Polizei kommen sollte Ferner trauert das Blatt darülber, daß christlichdeutsche Soldaten zum Schutz der Juden aufgewendet werden gegenüber„christlich-deutschen friedlichen Bürgern voller Grimm und Haß gegen die Juden". „Man sah", so erklärt die„Staatsbürger=Zeitung", es den braven Soldaten an, daß ihr Herz nicht dort war, wo sie schützten und wo sie standen, sondern bei denen, gegen die sie eventuell mit ihrer Wasse vorgehen sollten." Auch dieses Satzes wird man sich erinnern, wenn es sich einmal wieder um Zuchthausvorlagen und den angeblichen Terrorismus des um Befreiung ringenden Proletariats handelt. Würden„Sympathiekundgebungen" nach dem Konitzer Vorbild sich bei einem Ausstand ereignen, die ganze Scharfmacherpresse, die antisemitische voran, wäre einig darüber, daß die Staatsgewalt mit gepanzerter Faust gegen die Aufrührer und Umstürzler vorgehen und vor allem diHetzer und Agitatoren packen müsse, die an den Ausschreitungen die Schuld trügen. Im Uebrigen ist es eine Ironie der Geschichte, daß nun der antisemische Schlächtermeister unter dem Verdacht steht, den Gymnasiast Winter ermordet zu haben, weil letzterer mit seiner Tochter verkehrt habe, während die Antisemitenblätter sich einen jüdischen Ritualmord zusammengelogen hatten. * Also auch in Bayern nicht. In der Sitzung der bayrischen Kammer vom Mittwoch erklärte der Minister, daß die oberpolizeilichen Vorschriften zur Verhütung von Bauunfällen demnächst erscheinen werden. Man habe den Wunsch der Arbeiter, daß die zur Baukontrolle herangezogenen Arbeiter von den Arbeitern gewählt werden sollten,„im Interesse der Objektivität und Unabhängigkeit nicht erfüllen können!" Die Kontrolleure aus dem Arbeiterstand müßten unabhängig gegenüber den Bauherren und gegenüber den Arbeitern sein und deshalb von der BaupolizeiUm die Freiheit. Geschichtlicher Roman aus dem Deutschen Bauernkriege 1525. Von Robert Schweichel. (Nachdruck verboten). 117)(Fortsetzung). „Das sage ich auch," mischte Sabine sich ein und wurde wegen dieser Aeußerung von ihrem Bräutigam berufen. „Um so schlimmer, mein schönes Fräulein", entgegnete Florian Geyer mit großem Ernst,„daß der Unterdrückte gezwungen ist, zu solchen Mitteln wider seine Dränger zu greifen." „Aber es hat immer Herren und Knechte gegeben und es ist wider alle natürliche und göttliche OrdDenn das weibliche Geschlecht war fast zahlreicher nung, daß der Bauer dem Edelmann gleich sein will," vertreten, als das männliche. Das kriegsrauhe Ge= versetzte Gabriele mit blitzenden Augen. sicht des Stadthauptmanns färbte sich dunkler, wußte] Florian Geyer sah lächelnd auf sie herab und er doch nur zu gut, welchen Antheil die Neugierde sagte:„Aber die Gerechtigkeit verstößt nicht darwider daran hatte. Denn seine Braut hatte ihn überredet, und sie macht die Ungleichheit unter den Menschen sie und ihre Freundin gleichfalls nach der Burg mit= wett, wenn es nicht, wie es Gottes Sohn gebietet— zunehmen. Und er mußte sie den beiden Gesandten die Liebe thut." aufführen, nachdem dieselben oder vielmehr Florian Gabriele schlug die Augen nieder. Ehe sie eine Geyer sämmtliche Stücke sachkundig in Augenschein Antwort fand, hieß es:„Platz! Platz!" und sie genommen hatte und sie nun zu den für die Bauern= mußten vor einer kleinen Schaar von Bürgertöchtern schaft bestimmten, als den wirklich besten, zurück= und jungen Männern bei seite treten, die mit Gestellten. Die beiden Mädchen standen neben einem winden von Eichenlaub und Blumenkränzen kamen der hundertpfündigen Geschütze und ihre schlanke um damit die beiden Kartaunen zu schmücken beSchönheit bildete einen reizenden Gegensatz zu dem gannen. Florian Geyer schaute ihnen mit gekreuzten ungeschlachten Mordwerkzeuge.„Alle Wetter", konnte Armen zu und merkte nicht, wie die Augen Gabriele's Hans Pezold bei ihrem Anblick ziemlich vernehmlich und Sabine's an ihm hingen. Er wandte sich wieder auszurufen sich nicht enthalten, und er fügte in seiner Weinlaune hinzu, als die Mädchen lachten:„Betrüben sich die Fräulein nit zu sehr, sie sollen ihre Schooßgündeleien schon wieder kriegen." „Wenn es nach mir ginge, so müßten sie alle an unzerreißbare Ketten gelegt werden, damit sie keinen Schaden mehr thun könnten," äußerte Gabriele und sah dabei Florian Geyer an, dessen Augen mit unverkennbarem Wohlgefallen auf ihrer schönen Erscheinung ruhten.„Es ist schrecklich, daß der Mensch solche Ungeheuer erfunden hat, um Seinesgleichen zu morden.“ „Sagen wir vielmehr, es sei schrecklich, daß der Mensch gezwungen ist, dergleichen zu erfinden, um sich vor Seinesgleichen zu beschützen," antwortete Florian Geyer freundlich. „Und wenn es noch dem Türken gälte; aber Deutsche gegen Deutsche," rief Gabriele lebhaft. der ersteren zu und fragte:„Ist das nicht hübsch? Fast scheint's, als ob die Ungeheuer unter den Blumenkränzen lächelten." Die schöne Gabriele erröthete, als ob sie auf einem Unrecht ertappt worden wäre. „Es macht so heiß", sagte sie und versuchte dem Gedränge zu entschlüpfen, das sich während des Bekränzens um die Kartaune gebildet hatte. Florian Geyer war ihr dabei behiflich. Als sie sich freier bewegen konnte, antwortete sie ihm auf seine Aeußerung:„Ihr seid ein Krieger und da begreife ich Eure Freude über den Anblick. Ich aber bin ein Mädchen und mir erscheinen die Ungethüme unter Blumen um so grausiger. Ach, soll denn diese gewaltthätige Zeit nimmer ein Ende nehmen? Ich wollte, daß es endlich Frieden würde!" Sie sah ihm tief in die Augen und ein Seufzer hob ihren Busen. Der Blick machte ihn ein wenig verwirrt.„Ich theile Euren Wunsch von ganzem Herzen," sagte er und sie erwiderte lebhaft:„Er ist erfüllt, wenn Ihr, ein Edelmann und Freund der armen Leute, die Hand dazu bietet." „Wollt Ihr die Gewähr dafür übernehmen, daß den armen Leuten Gerechtigkeit werde?“ fragte er mit einem leisen Lächeln über ihrem Eifer, der ihm gefiel. Ohne Gewähr voller Gerechtigkeit ist Frieden unmöglich." „Mir wäre kein Preis zu hoch, um ihn zu erkämpfen. Aber was könnte ich als Weib dazu beitragen? Wir können wohl Wnnden heilen, die das Schwert schlägt, aber nicht das Schwert aufhalten, das sie schlägt." Halb seufzte, halb lächelte sie und blickte ihn dabei mit einer träumerisch verschleierten Gluth an. „Und schlägt die Schönheit keine Wunden?" fragte er mit einem Anfluge von Scherz, fuhr aber sogleich mit einer herzlichen Aufrichtigkeit fort:„Verzeihet, Fräulein!" Ich habe eine höhere Anerkennung für Euch als diejenige der wunderbaren Schönheit, die Euch ziert. Ihr denket und empfindet ebenso edel, wie Ihr schön seid!" Gabriele wurde dunkelroth, ihre Lippen öffneten sich ein wenig und sie schloß die Augen. Eine rauhe Stimme schreckte sie jäh auf. Es war die des Stadthauptmanns, der mit Sabine und Pezold heantrat. Sie hatte, während sie sich mit dem Schultheiß und ihrem Bräutigam unterhielt, kein Auge von ihrer Freundin und Florian Geyer verwendet, und die Freundschaft bewahrte sie nicht davor, daß sich in ihrem Herzen die Eifersucht auf Gabriele regte. Der Stadthauptmann bat um Entschuldigung, daß er störe; die Burg müßte geschlossen werden. Gabriele zeigte ihm ein gar unmuthig Gesicht. Florian Geyer und Pezold empfahlen sich. Gabriele reichte dem ersteren ihre Rechte, von der sie den gestickten Handschuh abgezogen hatte, wobei sie mit einem Lächeln, das ein tiefer Blick aus ihren dunklen Augen begleitete, sagte:„Vergesset nicht der Freunde in Rothenburg." Der Blick und die weiße weiche Hand in der seinigen machten ihm das Herz seltsam warm. Er drückte aber ihre Hand nur stumm und ging.— Als Kaspar am nächsten Morgen mit Schwert und Büchse nach Gattenhofen kam, fand er das bäuerliche Geleit bereits versammelt. Der alte Etschlich hatte nicht versucht, ihm von seinem Vorsatz abzuwenden. Doch schien ihm der Abschied von dem Sohne schwer zu fallen; er hatte dessen Hand lange festgehalten und ihn stumm angeschaut und ihn zuletzt auf den Mund geküßt. Kaspar war darüber fast erschrocken; denn als weichmüthig kannte er seinen Vater nicht und er erinnerte sich nicht, daß der Alte ihn seit seinen Kinderjahren je geküßt hätte, nicht, als er auf die Wanderschaft gegangen, noch als er zurückgekommen war. Er machte sich Gedanken darüber und es war ihm daher lieb, daß der lange Lienhart, der mit Sebastian Raab das Geleit führen sollte, mit dessen Ordnung so beschäftigt war, daß er ihn nur vom Gaul herunter die Hand reichen konnte. Auch war der Lange in keiner guten Laune; das merkte Kaspar an seinem grimmigen Fluchen. Die Bauern aus dem Aischgrunde hatten die Nachricht gebracht, daß der Markgraf Kasimir mit starker Macht bei Illesheim stehe und sein Volk an der Grenze des Rothenburger Gebiets hinstreiche. Die Vorsicht gebot daher, um einen etwaigen Ueberfall zu vermeiden, anstatt auf der geraden Straße nach Würzburg auf einem Umwege durch das Tauberthal über Röttingen zu ziehen. Der Umweg war weit und deshalb um so verdrießlicher, daß das Geschütz auf sich warten ließ. Endlich langte es, von etlichen städtischen Knechten begleitet, an, jedes der beiden schweren Stücke mit acht starkknochigen Gäulen bespannt, dazu drei Wagen mit Pulver und Kugeln und ein gerüsteter Reisewagen. An der Spitze ritt der Büchsenmeister der Stadt, Hans Baßler, ein martialischer Mann, dessen große Nase über dem dicken Schnauzbart an Alpenglühen gemahnte. Den Beschluß machten der junge Spelt und Ehrenfried Kumpf, den auf seinen Wunsch Dr. Karlstadt begleitete. (Fortsetzung folgt.) behörde angestellt werden! Wird sich bald herausstellen, was das für eine„Unabhängigkeit“ ist. *Schädigung der Gesundheit durch gewerbliche Benutzung der Fahrräder. Durch Ministerialerlaß sind die Kreisphysiker angewiesen worden, darauf zu achten, ob und inwieweit durch die gewerbliche Benutzung von Fahrrädern be jugendlichen Radfahrern gesunbheitliche Schädigungen entstehen. Mit der Sache hatte sich zuerst in allgemeinerer Form die wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen zu befassen. Sie kam zu der Entscheidung, daß die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen sei, daß jugendliche Radfahrer durch die Anstrengung des Radfahrens gesundheitlich geschädigt werden könnten, und daß es angebracht wäre, wenn sich das erweisen ließe, Schutzbestimmungen zu erlassen. Die Besugniß dazu geben den Behörden die Gewerhordnung, das Handelsgesetzbuch und das Bürgerliche Gesetzbuch. Die Kreisphysiker sollen sich nun darüber äußern, ob Gesundheitsschädigungen Jugendlicher infolge gewerblichen Radfahrens vorkommen. Der Menschenschinder Leist hat in Chicago ein Notaritätspatent erhalten, obgleich er nicht amerikanischer Bürger ist. Als nach der Chicagoer„Freien Presse" der Gouverneur von Illinois an Leist die Anfrage richtete, ob er Bürger der Vereinigten Staaten sei, reichte Leist, um seiner Absetzung zuvorzukommen, seine Entlassung als Notar ein. Das deutsche Konsulat aber, so berichtet die„Freie Presse“, fährt fort, Leist, der sich jetzt einen Notar hält, Notariats=Geschäfte zuzuweisen, wovon sich das Blatt neuerdings durch einen Berichterstatter überzeugte, der vom Konsulat behufs materieller Beglaubigung einer Vollmacht an Leist verwiesen wurde. Im Konsulat sagt man, der Konsul habe s. Z dem Personal mitgetheilt, man wünsche im Auswärtigen Amte zu Berlin, daß Leist in jeder Weise begünstigt werde. Oesterreich-Ungarn. * Wien, 4. Juni. Dem Ministerpräsidenten Koerber soll es gelungen sein, zum Zwecke der Isolirung der Czechen eine starke Ordnungmajorität zu bilden. Die Czechen sollen mürbe gemacht werden durch verlängerte Abendsitzungen, in denen die erste Lesung des Budgetprovisoriums durchberathen werden soll. Wenn das Budgetprovisorium durchgebracht wird, wird die Re gierung bis zum Herbst keine Gewaltmaßregeln in Anwendung bringen und auch keine Versuche mit einschneibenden Experimenten machen. Aus Prag wird berichtet: Dr. Pazak berichtele in der gestrigen Conferenz des Exekutivcomitees der Jungczechen über seine mit dem Ministerpräsidenten Dr. Koerber gepflogenen Verhandlungen. Er konstatirte, daß sich die Situation in keiner Weise für die Czechen gebessert habe. Italien. halb ausgebeutet hat, damit das republikanische Frankreich an ihr verende, und die ne umsomehr ausbeuten wird, je mehr Ihre Amnestie die Zweibeutigkeit zum Gesetz erhebt und die Nation hindert, zu erkennen, wo Wahrheit und Recht zu suchen sind * Eine That des nationalistischen Gemeinderaths Der Gemeinderath erklärte mit 40 gegen 22 Stimmen den Beschluß des früheren Gemeinderaths hinfällig, daß eine bestimmte Anzahl Exemplare des Urbain Gogierschen Buches„Das Heer gegen das Volk“ angekauft werden sollte Paris, 1. Juni. In der Deputirtenkammer brachte Genosse Vaillant eine Interpellation ein über die Mittel, welche angewandt werden könnten, um das Feiern der Arbeiter zu vermeiden. Handelsminister Millerand sagt, das vornehmlichste Mittel sei jedenfalls Verkürzung der Arbeitszeit, ein sichereres jedoch die Bildung von Gewerkvereinen. Die Regierung stehe dem Zusammenschluß der Arbeitsbörsen und der Schaffung eines allgemeinen Arbeitsnachweises, der alle Arbeitsangebote aus den verschiedenen Industriezentren enthalten würde, sehr freundlich gegenüber. Er stubire auch die Frage der Schaffung von munizipalen und Syndikats=Unterstützungskassen als Mittel gegen das Feiern.(Beifall.) Sodann nimmt die Kammer eine Tagesordnung an, worin die Zuversicht ausgesprochen wird, daß die Regierung ihre Aufmerksamkeit darauf richten werde, alle Maßregeln zu er greifen, die geeignet wären, das Feiern zu der mindern. d. Paris, 2. Jani. Nach längerer heftiger De batte nahm der Senat mit 238 gegen 40 Stimmen die Amnestievorlage an. Der Senat beschloß sodann mit 178 gegen 41 Stimmen den öffentlichen Anschlag der Rede Waldeck=Rousseaus. Pocken fordern ungeheuere Opser. In dier Tagen kamen in Gødhra 3000, in Dehad 2500 Personen im. Der Schmutz auf den Straßen ist unglaublich Die Wahlen. Rom. 4. Juni. Gestern fanden in ganz Italien die Wahlen für das aufgelöste Parlament siatt. Die Wahlen sind überall ruhig verlaufen. Bisher sind 398 Wahlresultate bekannt; gewahlt wurden 301 Constitutionelle, darunter 66 Anhänger der verfassungstreuen Opposition, ferner 25 Radikale und 53 Republikaner und Sozialisten. 19 Stichwahlen sind bisher erforderlich. Bemerkenswerth ist die Wiederwahl Crispi's und die Niederlage Colombo's, ferner die Wiederwahl von 5 Ministern und 2 Unterstaatssekretären. Frankreich. * Paris, 1. Juni. Die Dreysus=Affaire ist wieder vollauf im Gange. Während die große Mehrheit der Kammer sich dafür erklärte, daß die „Affaire" nicht wieder aufgenommen werden solle, erhob sich im Senat dagegen Widerspruch. Die Amnestie sei ein Flickwerk, eine Unterdrückung des Rechts Und wenn ein Staat sich nicht mehr für das Recht begeistere, dann sei es um ihn geschehen. Selbst der Berichterstatter der Amnestiekommission gab zu, daß die Amnestie die Gemüther nicht beruhigen werde Dreyfus habe an den Ausschuß geschrieben, aber auch alle anderen der Hauptbetheiligten, Piquart, Zola, Reinach und Esterhazy wiesen die Amnestie zurück, die doch eine Wohlthat für sie sein solle. Senator Lecompte sagte, wenn einmal amnestiert werden solle, dann müsse die Amnestie sich auch auf Dreyfus erstrecken und dieser somit in Amt und Würden eingesetzt werden. Das würde aber wiederum die Wuth seiner Gegner entfachen.„Die Affaire Dreyfus ist das rothe Gespenst der Nationalisten und Antisemiten geworden", so heißt es in einem Briefe an den Senat. „Ohne es können sie nicht leben, sie bedürfen seiner, um das Land durch den Schrecken zu beherrschen Ihre Amnestie aber wird eine neue Wasse in den Händen der Fraktion sein, die die Affure nur desSpanien. * Gibraltar, 1. Juni. Heute Nachmittag kam es an der spanischen Grenze zu erneuten Ruhestörungen, weil mehreren Tausend spanischen Arbeitern, die von hier kamen und nach Spanien zurückkehrten, Octroi Abgaben abverlangt wurden. Die Polizei gab au die an den Eingangsthoren in Massen angesammelten Arbeiter Schüsse ab, ohne jedoch verhindern zu können, daß sie ohne Entrichtung der Abgaben passirten. Es sollen mehrere Personen verwundet sein. Rußland. *Wirklich russisch. Kürzlich ging die Meldung durch die Presse, daß in Kijew eine sozialistische Versammlung aufgelöst und die Theilnehmer an derselben verhaftet, angellagt und schwer bestraft worden seien. Die Meldung war nicht ganz richtig. Die Versammlung stand in keinem Zusammenhang mit der sozialistischen Partei, sondern hatte einen rein studentischen Charakter. Die Theilneymer derselben waren Studenten, Gymnasiasten, Schriftsteller (Wodowoso, Lunotscharsky) und auch ein Professor der Universität, Tarle. Es wurde ein Referat über Ibsen gehalten. Das einzig Ungesetzliche war dabei, daß überhaupt eine Versammlung abgehalten wurde, was nach den russischen Gesetzen unerlaubt ist. Das Haus, wo die Versammelten sich befanden, war um 12 Uhr Nachts von 100 Kosacken unter dem Kommando von zehn Gendarmerie=Offizieren und des Chefs der Gendarmerie Verwaltung Nowitzky umstellt worden. Man glaubte nämlich hier das ganze sozial demokratische Komitee ertappt zu haben, mußte aber bald sehr enttäuscht seinen Irrtyum einsehen. Die versammelten Studenten und Gymnasiasten, die über ein so umstürzlerisches Thema wie Ibsen einen Vortrag hören wollten, müssen trotzdem im Gefängniß sitzen Wie lange sie dort schmachten werden und was für ein Prozeß innen gemacht wird, ist noch unbekannt Die Verurtheilungen wurden in den bürgerlichen Blättern ebenfalls nicht richtig angeführt. Es war nämlich das Urtheil gefällt worden über das im Jahr 1898 verhaftete sozialdemokratische Komitee Nachdem die meisten der Verhafteten fast 2 Jahr lang in Untersuchungshaft gehalten worden waren, ist vor kurzem folgendes Urtheil gefällt worden: 2 Akademiker erhielten 8 Jahr Veebannung nach Östsibirien, 1 Buchdrucker 6 Jahr, 1 Zahnärztin 5 Jayr Verbannung nach Östsibirien, dann 10 Mann 2 bis 3 Jahr Ost sibirien, endlich einige 3 bis 6 Monate Gefängniß und nachher Polizeiaussicht. England. d. London, 4. Juni. Die heutigen Morgenblätter veröffentlichen den Bericht des Verwalters des amerikanischen Hilfskomitees für die Opfer der Hungersnoth und der Pest in Indien. Dieser Bericht stellt fest, daß 6 Millionen Einwohner von der Regierung Beköstigung erhalten haben. Die Cholera und die Der Krieg in Hüdafrika. Aus Brüssel wird gemeldet: Dr. Leyds bestätigte dem„Petit Bleu“ seine neulichen Aeußerungen über die Fortdauer des Krieges und sagte, man werde wohl mit der Einnahme von Pretoria rechnen müssen. Es seien zwei Pläne vorhanden gewesen, der erstere sei dahin gegangen, sich in Pretoria einzuschließen und dort sich bis zum Aeußersten zu vertheidigen, der andere, sich langsam nach dem Norden von Transvaal in die Berge zurückzuziehen, die dem Feinde unzugänglich seien. Der letztere Plan sei angenommen worden. Pretoria sei eine große Stadt, enthielt zahlreiche Nichtkämpfer und würde schließlich durch Hungersnoth zur Uebergabe gezwungen worden sein. Ich gebe Ihnen die Versicherung, sagte Dr. Leyds, daß mit der Uebergabe von Pretoria der Krieg keineswegs zu Ende sein wird, auch habe ich die Hoffnung auf eine baldige europäische oder amerikanische Intervention noch nicht aufgegeben.— Dr. Leyds, der Transvaalgesandte, dürfte sich bald in seinen Hoffnungen getäuscht sehen. Parlamentarisches. * Der Präsident des Reichstages ladet den eniorenkonvent auf Mittwoch, eine halbe Stunde vor der Plenarsitzung, zu einer geschäftlichen Besprechung ein.— Offenbar soll festgestellt werden, welche Vorlagen noch vor Sessionsschluß zur Erledigung kommen sollen. Soziales und Arbeiterbewegung. Zur Bewegung der Straßenbahner. h. Köln, 3. Juni. In Folge eines Beschlusses der Angestellten der Straßenbahn ruhte am Samstag der Betrieb vollständig. Die Verwaltung der Straßenbahn machte bekannt, daß jeder der Angestellten, der die Arbeit nicht sofort wieder aufnehme, als entlassen gelte, da die Ausständigen die Arbeit ohne Kündigung eingestellt hätten. Eine des Nachmittags stattgehabte, von 600 Personen besuchte Versammlung der Streikenden beschloß, an ihren Forderungen festzuhalten und nochmals zur Verhandlung eine Kommission zu entsenden. Gegen Mittag fuhren 6 Wagen, geführt von Kontrolleuren und sonstigen jungen Leuten, wobei in der Neustadt an einem Wagen sammt. liche Scheiben eingeworfen wurden. Der Polizeipräsident Wegmann erließ eine Bekanntmachung, in welcher er darauf hinweist, daß, da die Direktion der städtischen Straßenbahnen beabsichtigt, morgen mit allem zur Verfügung stehenden Personal den Straßenbahnbetrieb in größerem Umfang aufzunehmen, sämmtliche Exekutivbeamte schärfste Weisung erhalten haben, den Straßen bahnbetrieb zu schützen, sowie mit allen zulässigen Mitteln die Ordnung aufrecht zu erhalten. h. Hannover, 2. Juni. Eine Kommission der Straßenbahnangestellten dat heute Vormittag den Stadtdirektor Tromm, die Vermittlung mit der Direktion zu übernehmen. Stadtdirektor Tromm nahm die Mission an, wurde aber von der Straßenbahndirektion zurückgewiesen. Auch aus Königsberg wird gemeldet, daß die dortigen Angestellten der Straßenbahn eine Bewegung vorbereiten. * Auskunftertheilung auf Bahnhöfen. Durch den Ausbau des Eisenbahnwesens zu einem internationalen Gemeingut wurden mit der Zeit so viele Neuerungen in das Verkehrsleben eingeführt, daß dem reisenden Publikum in seiner Gesammtheit unmöglich die Kenntniß alles Wissenswerthen zuge muthet werden kann. Eine weitgehende Auskunstsertheilung in jeglicher Beziehung ist deshalb ebenso wie eine beschleunigte Abfertigung eine tiefbegründete Forderung unserer Zeit. Bisher galt allgemein der Beamte mit der rothen Mütze, der die Bahnhofanlagen zu überwachen, antommende und abfahrende Züge abzufertigen und so viele andere Arbeiten außerhalb des Bureaus zu verrichten hat, als derjenige, der allein auch von dem Publikum zu Auskunftszwecken in Anspruch genommen werden mußte. Wie schwer jedoch gerade dieser Beamte oft erreichbar ist, besonders aber in verkehrsreicher Zeit, wird jeder Reisender inne geworden sein, der seiner benöthigte, ganz abgesehen davon, daß dieser Bramte bei der Vielseitigkeit seines Dienstes die ergangenen Bestimmungen nur unvollkommen im Kopfe haben kann. All diesem begegnet nun die königliche Eisenbahndirektion Elberfeld, die durch öffentlichen Anschlag das Publikum in die Telegramm=Annahme verweist, woselbst die stets anwesenden Beamten die Abfertigung der Reisenden und jede Auskunft zu ertheilen verpflichtet worden sind. Diese Einrichtung ist eine so nothwendige und dankenswerthe Erleich terung für das Publikum, daß ihre Einführung als eine für das ganze Staatsbahngebiet gültige Institution nur gewünscht werden kann — Das Salzkartell. Die von uns schon vor einigen Tagen gemeldete, durch das Salzkartell herbeigeführte außerordentliche Salzpreissteigerung findet auch in der bürgerlichen Presse scharfe Verurtheilung. Die„Berliner Zeitung“ zieht in den allerkräftigsten Ausdrücken über die Maßregel her, wobei sie auf die Thatsache aufmerksam macht, daß auch die staatlichen Salinen dem Kartell angehören und sich natürlich an der Preistreiberei mit betheiligen. Daß es sich nur um eine durch nichts gerechtfertigte Preistreiberei handelt, geht aus den Gewinnen hervor, die z. B. die preußischen fiskalischen Salzwerke machen. Nach dem Bericht für 1897 98(der jüngste für 98 99 ist noch nicht gleich zur Hand) erzielte der preußische Staat von seinen Salzwerken bei einer Einnahme von 9 Millionen Mark einen reinen Ueberschuß von 2926000 Mark. Der Gewinn beträgt demnach fast ein Drittel der Einnahme. Unter solchen Umständen ist es einsach ein Skandal, daß sich staatliche Unternehmungen zu Gewinnzwecken an einer unerhörten Vertheuerung des nothwendigsten Lebensmittels betheiligen. * Krefeld, 3. Juni. Der Streik der Holzarbeiter ist beendet. Am Freitag Abend tagte bei Kühler, Westwall, eine Versammlung, in welcher Bericht über die Einigungsversuche in der Lohnkommission erstattet wurde. Es waren von der Kommission zwei Vorschläge gemacht worden und zwar 1. Einführung einer 9½ stündigen Arbeitszeit mit einer 10 procentigen Lohnerhöhung, und 2. eine 15procentige Lohnerhöhung und einer Arbeitszeit von 58 Stunden pro Woche. D. h. es würde am Montag und Samstag eine Stunde weniger gearbeitet. Auf den Antrag von Genosse Clement wurde der erste Vorschlag angenommen, weil, wie Clement sehr richtig ausführte, dadurch die prinzipielle Seite der Forderung gewahrt würde. Die Arbeitszeit solle währen: im Sommer von 7 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends. Im Winter von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends. Eine Mittagspause von 2 Stunden und eine Frühstücks= und Vesperpause von je ¼ Stunde wurde vorgesehen. Sollten diese Forderungen nicht angenommen werden, dann würhe sofort der Generalstreik proklamirt werden. Dies war allgemein die Stimmung der Versammlung Wie wir schon kurz angedeutet, ist nun die Einigung auf der vorstehenden Basis erfolgt. Die Gesellen nehmen am Mittwoch den 6. Juni die Arbeit auf. Vereinbart ist noch, daß keine Maßregelungen stattfinden dürfen. Die Arbeiter treten nach Möglichkeit in ihr altes Arbeitsverhältniß wieder ein, und dürfen ogne sehr gewichtige Gründe innerhalb eines Jahres nicht entlassen werden. So ist nun der Holzarbeiterstreik nach neunwöchentlicher Dauer beendigt. Von beiden Seiten ist etwas nachgegeben worden. Statt einer Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde ist eine halbe Stunde errungen worden. Wir sind überzeugt, daß wenn später die Forderung erhoben wird, die Arbeitszeit soll auch um die weitere halbe Stunde verkürzt werden, der Kampf nicht mehr ein so erbitterter sein wird. Der Kampf hätte auch jetzt innerhalb weniger Tage mit einem vollständigen Siege der Arbeiter geendigt, wenn nicht so viele Kollegen wortbrüchig geworden wären und ihre Kollegen in der Stunde der Gefahr schmählich im Stich gelassen hätten. Wir sind aber auch überzeugt, daß diese Schwachmüthigen jetzt die Kraft der Organisation erkannt haben und sich Mann für Mann der Organisation anschließen werden. Ist dieses geschehen, dann werden derartige Kämpfe in ihrer Schärfe von selbst verschwinden, denn das Unternehmerthum verkennt die Stärke einer geschlossenen Organisation nicht. Zum Schluß können wir es nicht unterlassen, den Holzarbeitern, welche treu zur Fahne gehalten, zu ihrem Erfolge zu gratuliren. Lokales. * Elberfeld, 5. Juni. Eigenartige Begriffe von dem Zwecke der Polizeibeamten scheint man hier bei der Verwaltung zu haben. Im Stadtrath war wiederholt die Rede davon, daß den Polizeibeamten öfter als bisher ein freier Sonntag gewährt werden müsse und wir selbst sind in den Spalten dieses Blattes öfter dafür eingetreten, daß man diesen Beamten den Dienst nach Möglichkeit erleichtere. Wenn man aber die Verwendung der Beamten in Betracht zieht, so sieht es fast aus, als wolle man mit aller Gewalt für Beschäftigung der Polizeibeamten sorgen, möge diese Beschäftigung auch noch so nutz= und zwecklos sein. Der Sozialdemokratische Volisverein hatte für den gestrigen zweiten Pfingsttag seine Mitglieder eingeladen zu einem rein privaten Spaziergang. Keinerlei Arrangement war getroffe Freien Presse sich mit ihren von dort aus und von da Alles. Sie jeder andere einen Spazier lokal besuchte Verwaltung die Sammel Sommerlokal stationirte. amten der dazu benutzte ist die Frage Verwaltung des Volksver sammlungen einsgesetz ei von unserm Sonntage E entschieden stelle Beamt ist und hat man den 2 tagsruhe. Der„ dungs=Ve eine Ausschi Gegenstand in Elberfeld Allgemeinen Verbandstag worden. * Neue Z gewerkschu Handel und denjenigen Schlußprüfi bestanden schriebenen als er sich der Staats der Reifezen gende Verg zeugnisse de erkannten schriebenen mit solchen Bewerber haben ever und zwar nicht aner von Reifeze bei der An sonst vorge ihnen eine halb des B Bei den P meister wir Kenntnisse bahnbetrieb sekretär bl derjenigen prüfung ar gestellt ist, *Recht der am 4Antrag Deutschen taltung versammlu für dringe eine einhei richtig auf Schritte zu buna derj behörden, gelehrten Behörden bildung di daß eine Durchführ versammli Ausschuß Sinne die zu werden deutschen ein Gleid hatte bis glieder. Zur schreibt u innungfü den 6. J. Kaiser" Beschluß heutigen/ in Zukun jeden bet zu sein, auf dem Rummel Briefe von der Weltausstellung. S. Paris, 2v. Mai. X. Von der Invalidenesplanade zum Trocadero. Wir müßten so viele Wochen zur Verfügung haben, wie wir Stunden auf den Besuch der Weltausstellung verwenden können, wenn wir alle die thatsächlich ungen Ausstellungsobjekte in den Palästen auf der Invalidenesplanade genau betrachten und beschreiben wollten. Der Unterrichtsminister Leygues(spr.: lähg) hatte Recht, als er dieser Tage bei einem Besuch der Ausstellung bedauernd sagte, der Gedanke, nach sechs Monaten schon risse man dieses ganze Werk wieder auseinander, raube dem Betrachter einen Theil des Genusses. Und doch kommt es dabei offenbar nur auf die Perspektive an, wenn man so sagen darf, die man nimmt: solche Ausstellungen zwingen uns mit aller Gewalt, Augenblicksmenschen zu sein, der Philosophie den Genuß voranzustellen und immer rasch zuzugreifen. So wollen auch wir denn ohne längeres Zögern in die Gebäude der Nationalmanufakturen eintreten. Die Nationalmanufakturen(manufactures nationales) sind eine Erbschaft der ehemaligen Monarchie. Die Republik hat sich stets bemüht, sie so gut es ging auf ihrer Höhe zu halten. Wie ihr der Erfolg dabei hold war, erkennt man beim Anblick dieser wunderbaren Porzellane und Gobelins, die hier ausgestellt worden sind. Ein jeder hat wohl schon einmal etwas gehört von dem Porzellan von Sövres(sprich: ßäwer) und von jenen Wandteppichen, auf denen die kunstfertige Hand der Weber ganze Gemälde zusammengefügt hat. Aber die kühnsten Erwartungen werden durch den Anblick des hier Gebotenen übertroffen. Was die Staatsmanufaktur nach den Mustern von Fremiet und anderen Künstlern auf keramischem Gebiete leisten, ist großartig; aber auch die Privatwerkstätten stehen nicht zurück. Nach dem Niedergange der Venetianischen Glaskunst hat Frankreich in der Fabrikation von Kunst= und Schmuckgläsern unzweifelhaft noch immer die erste Stelle inne. Emil Galle in Nancy, Gebrüder Daum ebendort, Theodor Havyland, um nur einige zu nennen, haben Werke ausgestellt, die auch die Bewunderung desjenigen erregen müssen, der den Liebhaberwerth dieser Luxusgegenstände nicht zu würdigen weiß Denn Preise werden für solche Dinge gezahlt, die einen ordentlich schwindelig machen können. Steht da neben einem herrlichen Service von altem„Meißen“ ein Service mit Blumenmustern, sehr schön, aber so leicht und zierlich, daß wohl Niemand wagen würde, es rechtschaffen zu gebrauchen; und was darf man für das Vergnügen bezahlen, dieses Porzellan im Glasschranke gelegentlich bewundern zu lönnen? Achttausend Franks! Von den Gobelins wollen wir rasch Abschied nehmen; die meisten unserer Leser haben doch in ihrem ganzen Leben vielleicht niemals Gelegenheit gehabt, einmal solch einen Wandteppich zu sehen. Nur für die, die berufsmäßig oder aus anderen Umständen sich dafür interessiren, wollen wir hier anmerken, daß das meiste Aufsehen erregen durch die Pracht und Kühnheit der Zeichnung und Ausführung eine Jeanne d'Arc(Jungfrau von Orleans) nach I. P. Laurens, eine Hochzeit nach Georges Claude und ein ganz neues Werk, das man dem Zaren Nikolaus II. schenken will, eine Marie Antoinette im Kreise ihrer Kinder? Welcher boshafte Mensch wohl gerade diesen Gegenstand für den schreckhaften und abergläubischen Selbstherrscher aller Reußen bestimmt haben mag? Auf dem Wege, der uns von den Nationalmanufakturen auf der Invalidenesplanade zum Marsseld. in die Nähe des Trocadero bringt, hat eine seltsame Laune des Zufalls zwei schroffe Gegensätze vereinigt: die Hygiene und den Krieg. Die Hygiene ist jene Wissenschaft, die sich mit der Verbesserung des Milieus beschäftigt, in dem der Mensch leben muß, sie dient der Entwicklung und Verlängerung des Lebens; und der Krieg— nun, ihn brauchen wir nicht zu beschreiben. Welche Bedeutung man seiner kunstgerechten Ausstellung beilegt, mag man aus den Dimensionen entnehmen, die man seinem Palaste gegeben hat: die Facade des Palastes für Lano= und Seekrieg nach der Seine zu sollte 346 Meter in der Länge messen— so wollte es der ursprüngliche Plan, durch den aber die französische Kammer einen Strich gemacht hat; aber jetzt noch erreicht die Front die überaus stattliche Länge von 110 Metern. Im Innern sind Mordwerkzeuge jeglicher Form ausgestellt: man kommt sich vor, wie in einer riesenhaften Folterkammer, wenn man durch diese Säle schreitet. Wer einmal in einer mittelalterlichen Burg die angenehmen Werkzeuge gesehen hat, mit denen eine rohere Justiz die Kunst des Fragens zu unterstützen suchte, dem ist es gewiß kalt über den Rücken gelaufen und er hat erleichtert bei dem Gedanken aufgeathmet, daß ihm, als einem Kinde unserer Zeit die nähere Bekanntschaft mit solchen Geräthen erspart bleibe. Nun wohl; unsere Justiz— von der wir dahin gestellt sein lassen können, mit wie vielem sie noch ebenso mittelalterlich ist, wie das Mittelalter selbst— verzichtet jetzt auf solche Hilfsmittel, oder soll es wenigstens; aber die Diplsmatie hat diesen Fortschritt noch nicht machen können. Sie bedarf immer noch der Marterwerkzuge und der Folterungen im Großen, um ihre„Thaten" auf Kosten der Völker vollbringen zu können. Und in den Zeiten des bewaffneten Friedens amüsirt man sich mit koketten Ausstellungen modernster Menschenabschlachtungsinstrumente! So sorgen weise und fürtreffliche Rezierungen von sage und schreibe siebenunddreißig Ländern und Ländchen für das Vergnügen der Völker. Es geht doch nichts über diese Regierungen und die heilige„Ordnung", die ihnen zugleich Ursache und Vorwand ihres Daseins ist. Um den gewaltigen Eiffelthurm, von dem wir schon ausführlicher bei einer früheren Gelegenheit gesprochen haben, drängen sich eine Unzahl von Gebänden, von denen die Halle der Textilindustrie besondere Erwähnung erheischt. Nirgends auf der ganzen Ausst lung sonst ist der Grundgedanke, daß man die Rohstoffe, die Hilfsmittel, den Produktionsprozeß und die Produkte gemeinsam aufzeigen will, so glänzend und vortrefflich durchgeführt, als in der Textilausstellung. Hier der einfache Faden aus den Absonderungen der Seidenraupe oder oen rauhen Fasern des Flachses— und dort hinten in den prächtigen Glaskästen die bedeutendsten Erzeugnisse moderner französischer Toilettenkunst. Man kann sich denken, daß diese Hallen besonders viel von den Töchtern Evas durchwandelt werden. Auch der eingefleischteste Junggeselle kann ihnen das nicht übelnehmen.. Als ich die Wunderwerke der Pariser Damenschneiderei hier betrachtet hatte— jedes Kleid kostet ungefähr so viel wie ein kleines Haus!— verstand ich den Fluch eines feisten Bourgeois, der sich darüber beschwerte, daß man den Frauen den Eintritt gestatte. Er rechnete gewiß aus, wieviel Mehrwerth er„seinen" Arbeitern werde abschinden müssen, um der Madame ein derartiges Schaustück zu kaufen. Ja, die Leute haben es schwer!— Daß gerade in der Textilausstellung Deutschland viele schöne Triumphe feiert, ist bei der außerordentlich starken Konkurrenz bemerkenswerth und auch für unsere Textilarbeiter von Wich tigkeit. Vom Schlachtfeld der Arbeit. * Dahlerbrücke bei Lüdenscheid, 2. Juni. Wie die „Lüdenscheider Zeitung" berichtet, fand gestern 5 Uhr nachmittags in der Pulverfabrik Woenkhaus eine Explosion statt, bei der 5 Arbeiter ums Leben kamen. Die Ursache der Explosion ist noch nicht aufgeklärt. Vermischtes. — Splitter. Nicht der Spiegel macht eine Frau auf das erste graue Haar aufmerksam, sondern eine — gute Freunoin.— Wenn eine Frau einer anderen nachsagt, sie habe eine hübsche Gestalt, so meint sie damit, sie habe ein häßliches Gesicht — Erschwerend. Geheimpolizist(einen Fremden erwischend, der an verbotener Stelle badet): Mbestechen wollen Sie mich?.. Unb nac a. mit zwei Mark?!“ „Was, Und noch dazu blos (Fl. Bl) Die 4 verbandes Herrn Ki sucht. E sammlun streik no beendet Streikkor lauf des zusamme leitung 1 Letzteres Berliner kein Gel nur mog weil die aufgebra verein kommissi aber erk nicht in darüber ständen — Gew Standpi klärung demokra klärt G schafskor stimmig aussicht aus, di das Ge Tertilar von uns schon vor das Salzkartell herreissteigerung findet harfe Verurtheilung. den allerkräftigsten r, wobei sie auf die auch die staatlichen ind sich natürlich an n. Daß es sich nur ttigte Preistreiberei a hervor, die z. B. derke machen. Nach ingste für 98 99 ist sielte der preußische bei einer Einnahme inen Ueberschuß von beträgt demnach fast r solchen Umständen sich staatliche Unteran einer unerhörten n Lebensmittels betreik der HolzFreitag Abend tagte mmlung, in welcher suche in der Lohns waren von der cht worden und zwar gen Arbeitszeit mit g, und 2. eine 15iner Arbeitszeit von s würde am Montag iger gearbeitet. 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Die am Donnerstag gewählten einen Spaziergang machte und ein bestimmtes Sommer= Ausschüsse, welche mit den Arbeitgebern in Unterlokal besuchte. Dieses Inserat genügte aber, daß die handlung traten, brachten die Meldung mit, daß auf Verwaltung eine kleine Polizeimacht aufbot, um vor den Augenblick nur für kaum ein Drittel der Streikenden die Sammellokale sowohl wie vor die benannten Arbeit vorhanden sei, einige Färbereibesitzer erklärten, Sommerlokale Polizeiposten zu Fuß und zu Pferd daß sie in 8 Tagen eine weitere Anzahl Arbeiter ein stationirte. Durch diese Moßnahme war den Be amten der Feiertag geraubt dadurch, daß man sie dazu benutzte, steuerzahlende Bürger zu bewachen. Da ist die Frage gerechtfertigt: Was fällt der PolizeiVerwaltung eigentlich ein? Stehen die Mitglieder des Volksvereins unter Polizeiaufsich“" In den Versammlungen wohl, da schreibt das reaktionäre Vereinsgesetz eine Ueberwachung vor. Wenn wir aber von unserm Rechte der freien Bewegung an einem Sonntage Gebrauch machen, dann müssen wir uns entschieden eine solche Bewachung verbitten. Man stelle Beamte zur Ueberwachung da an, wo es nöthig stellen könnten einleuchtend Unter diesen Umständen— das ist mußte es den Streikenden recht schwer fallen, den Kampf zu beendigen, aber auch in den Reihen ihrer Kollegen brach sich die Erkenntniß Bahn, daß mit einer Fortführung des Streiks unter den obwaltenden Umständen die Sache der Färber nicht verbessert werden könne und daß das Gegentheil eher der Fall sei. Von anderer Seite wurde aber entschieden die Fortführung des Kampfes verlangt, und lagen zwei Resolutionen in diesem Sinne vor, zwei andere Resolution verlangten Beendigung des Streiks ist und hat man keine Verwendung dafür, so gönne und eine fünfte Resolution wollte, daß der Streik man den Beamten die nöthige Sonn= und Feier= fortgeführt und die Streikenden sich mit der Hälfte tagsruhe. der bisherigen Unterstützung zufrieden geben * Der„Verband rheinisch= westfälischer Bil= sollten. Angenommen wurde die Resolution, dungs=Vereine" wird am 13. Juni in Düsseldorf eine Ausschußsitzung halten, in welcher der VortragsGegenstand für den diesjährigen(32.) Verbandstag in Elberfeld festgesetzt werden soll. Auf Wunsch des Allgemeinen Bildungsvereins Elberfeld ist für diesen Verbandstag Sonntag, der 21. Oktober, festgesetzt worden. * Neue Vergünstigungen für die preußischen Bangewerkschulen verheißt ein Erlaß des Ministers für Handel und Gewerbe vom 23. d. M. Hiernach soll denjenigen mittleren technischen Beamten, welche die Schlußprüfung an einer preußischen Baugewerksschule bestanden haben, der theoretische Theil der vorgeschriebenen Berufsprüfung so weit erlassen werden, als er sich mit jener Schlußprüfung deckt. Seitens der Staatseisenbahnverwaltung sind den Inhabern der Reifezeugnisse preußischer Baugewerkschulen folgende Vergünstigungen zu gewähren: Nur die Reifezeugnisse der von der Staatseisenbahnverwaltung anerkannten Fachschulen gelten als Nachweis der vorgeschriebenen fachlichen Schulbildung. Solange Bewerber mit solchen Zeugnissen vorhanden sind, dürfen andere Bewerber nicht angenommen werden, die letzteren haben eventuell eine besondere Prüfung abzulegen und zwar auch dann, wenn sie das Reifezeugniß einer nicht anerkannten Fachschule besitzen. Die Inhaber von Reifezeugnissen der anerkannten Fachschulen sind bei der Annahme für den technischen Dienst von der sonst vorgeschriebenen Vorprüfung befreit, wonach die Färber den Streik für beendigt ertlären und die Kollegen sich verpflichten, die Gemaßregelten kräftig zu unterstützen an der Organisation festzuhalten und dieselbe so aus zubauen, daß die jetzt erlittene Scharte möglichst bald wieder ausgewetzt werden kann.— Wir werden an den Streik noch zurückkommen. *Die Pfingfttage sind gewesen. An beiden Feiertagen war zu spüren, daß der Juni eine Probe seiner Leistungsfähigkeit ablegen wollte. Die Sonne strahlte in der feierlichsten und wärmsten Weise her nieder und lockte Alt und Jung vor die Mauern der Stadt, hinaus ins Grüne, in Busch und Wald Strahlenförmig nach allen Richtungen der Windrose ergossen sich die Ausflügler und auch die Eisenbahr beförderte viele viele Tausende von und nach dem Wupperthal. Die umliegenden Wälder und Thäler waren mit Ausflüglern übersaet und die Farben der Damenkleider wetteiferten mit dem Grün und Blumen flor der Natur. Froher Sang und heiteres Jauchzen erfüllte Berg und Thal, die Freude ver kündend über den Wechsel, den der Rosenmonat voll zogen hat. g. Die Gewerkschaftskommission, welche am 3. Juni im Lokale des Herrn Sauerzopf tagte, war nur schwach besucht. Aus diesem Grunde wurde der 1. Punkt der Tagesordnung vertagt. Da der Jahres bericht sich umfangreich gestaltet, so wurde der Aus Urovinzielles. stich, ist dort noch nie beobachtet worden, wenigstens van den jetzt lebenden Bewohnern von Auspitz und Solingen, 3. Juni. Die Persönlichkeit des am Umgebung. Um 3 Uhr Nachmittags— es war heller Verlenten her nomh immer; Sonnenschein— schien sich plötzlich der Himmel zu Schlagbaum aufgefundenen Verletzten, der noch immer nicht das Bewußtsein wieder erlangt hat, konnte festgestellt werden. Er wohnt in Stöcken. Des Ueber= falles verdächtig sind vorgestern zwei Metzger aus Demmelrath festgenommen worden, sie wurden aber gestern schon wieder freigelassen.— Dem Bäckermeister W. in der Kaiserstraße sind durch einen Einbruchsdiebstahl im Laden aus zwei aufgebrochenen Pulten 100 Mk. gestohlen worden Solingen, 3. Juni. In der bekannten FlugblattGeschichte ist nunmehr Termin vor der Strafkammer in Elberfeld auf den 11. Juni Vormittags 9 ½ Uhr angeordnet worden. Die Anklage lautet setzt auf Gewerde vergehen und erstreckt sich die amtsanwaltliche Berufung auf beide Angeklagte, Frantzen und Schaal. Mülheim Rh. 5. Juni. In einer hiesigen Fruchthand lung stürzte ein Arbeiter, Vater von sechs Kindern, aus bisher nicht bekannter Ursache hin und blieb be sinnungslos liegen. Auf dem Wege zum Krankenhause starb er bereits.— Bei der Abfahrt der Torpedoboote stürzte ein junger Schlossergeselle von der ziemlich hohen Werftmauer. Er erlitt schwere Kopfverletzungen Im Krankenhause hatte er das Bewußtsein noch nicht wiedererlangt. *Essen, 4. Juni. In der Nacht auf den 2. ds. wurde hier die unter sittenpolizeilicher Aufsicht stehen de Ehefrau Krick in ihrer Wohnung, heiligen Geiststraße Nr. 12a durch Zertrümmerung der Schädel decke mittelst eines stumpfwirkenden Werkzeuges er mordet und alsdann beraubt. Auf die Ermittelung des Thäters hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung bis zu 500 Mk. ausgesetzt verfinstern, ein unerklärliches Surren und Sausen erfüllte die Luft. Alles war auf den Beinen. Niemand wußte Anfangs, um was für eine Erscheinung es sich handle, so ungewohnt und beängstigend wirkte der Anblick der gleich Wolken sich nähernden Fliegen. Weißgetünchte Mauern erschienen wie grau, so dicht neben und übereinander bewegten sich die beiläufig zwei Centimeter langen Insekten, die übrigens ganz ungefährlich waren. So rasch die Erscheinung ge kommen war, so rasch verschwand sie auch Gerichtszeitung. Den Vor ( Elberfeld, 1. Juni. Strafkammer. sitz führte Herr Landgerichtsdirektor Treis Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen die gewerblose Maria L. von hier verhandelt. Wegen Vergehen gegen§ 180 erkannte das Gericht auf einen Monat Gesängniß. In betrunkenem Zustande bedrohte der Messerreider Kaspar K. seinen Schlafkollegen und griff denselben sogar an. Dieser, der Messerreider Wilhelm Ohmen, wehrte sich natürlich und soll dabei ein Messer gebraucht haben, wes halb er mit angeklagt war. O. wurde jedoch Mangels Beweise freigesprochen, K. zu zwei Wochen Gefängniß verurtheilt Wegen Brandstiftung hatte sich der Schmiedelehrling Adolf Sch. von Cronenberg zu verantworten. Um zu „slämmen", gab derselbe am 11. März Schulkindern Streichhölzer, welche dann in der Nahe einer Tannenschonung dürres Gras anzündeten. Das Feuer breitete sich jedoch rasch aus, so daß ein Theil der Schonung im Werthe von 800 Mark vernichtet wurde. Bet der außerVermischtes. Beleidigte Richter. In einer vorige Woche an der Strafkammer des Landgerichts München stattgehabten Verhandlung plaidirte ein dortiger Rechtsanwalt und bemerkte hierbei, daß das gesammte Richterkollegium, statt auf seine Worte zu achten— eifrig las. Der Rechtsanwalt hielt in seiner Rede inne und bemerkte auf die nach einer längeren Pause erfolgte Frage des Vorsitzenden, warum er nicht fortfahre, er rede nicht,„um die Luft zu erschüttern“.— Wegen dieser Aeußerung nahm das Gericht den Anwalt in eine Ordnungsstrafe von 50 M., gegen welche derselbe an höherer Stelle Beschwerde erhob * Ein Don Iuan aus dem bayerischen Rotthal, Namens Alois Frankenberger, stand kürzlich vor dem in Graz Er hatte sich, nachdem er sein großes väterliches Vermögen durchgebracht, nach einem abenteuerlichen Leben auf den Heirathsschwindel verlegt, wodurch er sich ein luxuriöses Leben verschaffte. Nach seinem eigenen Geständniß hat er sich im Ganzen mehr als 120mal verlobt Das Schwurgericht verurtheilte Frankenberger zu 2½2 Jahren schweren Kerkers, nach deren Verbüßung der Verurtheilte aus Oesterreich für immer ausgewiesen wird. t von der bericht sich umfangreich gestaltet, so wurde der Aus=Pordentlichen Häufigkeit derartiger Brände glaubte das Ge auch darf schuß beauftragt, durch Umfrage festzustellen, wie hoch ihnen eine vorherige probeweise Beschäftigung außer die Auflage sein muß.— Das Gewerkschaftsfest soll halb des Beamtenverhältnisses nicht auferlegt werden. im Juli geseiert werden und soll der Ausschuß schon Bei den Prüsungen zum Bahnmeister und zum Werk meister wird ihnen der Nachweis gewisser theoretischer Kenntnisse erlassen und bei der Prüfung zum Eisenbahnbetriebsingenieur und zum technischen Eisenbahnsekretär bleiben sie von dem nochmaligen Nachweis derjenigen Kenntnisse, deren Besitz durch die Reife prüfung an der anerkannten Lehranstalt bereits festgestellt ist, befreit. * Rechtschreibung. Dem Deutschen Lehrertage, der am 4.—7. Juni in Köln stattfindet, liegt folgender Antrag des„geschäftsführenden Ausschusses des Deutschen Lehrervereins" über eine gründliche Neugetaltung der Rechtschreibung vor.„Die Vertreterversammlung des Deutschen Lehrervereins hält es für dringend nothwendig, daß für Schule und Leben eine einheitliche, auf übersichtlichen Grundsätzen folgerichtig aufgebaute Rechtschreibung Geltung hat. Als Schritte zu diesem Ziele betrachtet sie 1. die Aushebung derjenigen Erlasse der Reichs= und Staatsbehörden, welche die Anwendung der in den Schulen gelehrten Rechtschreibung im amtlichen Verkehr der Behörden untereinander verbieten; 2. eine Weiterbildung dieser Rechtschreibung nach der Richtung hin, daß eine weitere Vereinfachung und konsequente Durchführung der Regeln platzgreife. Die Vertreterversammlung möge deshalb den geschäftsführenden Ausschuß des Deutschen Lehrervereins beauftragen, im Sinne dieser Beschlüsse bei dem Reichskanzler vorstellig zu werden, und ersucht die Landeslehrervereine in den deutschen Bundesstaaten, bei den Behörden derselben ein Gleiches zu thun." Der Deutsche Lehrerverein hatte bis Ende 1899 80251 deutsche Lehrer als Mitglieder. *Zur Zwangs=Innungssterblichkeit. Man schreibt uns: Der Vorstand der hiesigen Zwangsinnung für das Schneiderhandwerk hat auf Mittwoch den 6. Juni, Abends 8½ Uhr im Lokale„Deutscher Kaiser“ Hofkamp eine Versammlung anberaumt, um Beschluß zu fassen, ob die Zwangsinnung, ein den heutigen Zeitverhältnissen nicht mehr angepaßter Kram, in Zukunft weiter bestehen bleiben soll. Pflicht eines jeden betheiligten Mitgliedes ist es, hier am Platze zu sein, und seine Kollegen anzuspornen, ebenfalls auf dem Posten zu sein, damit mit diesem alten Rummel endlich aufgeräumt wird. Zum Färberstreik. Die Mitgliederversammlung des Textilarbeiterverbandes, welche am Samstag Abend im Lokale des Herrn Keull tagte, war außerordentlich zahlreich be sucht. Es war bekannt geworden, daß die Versammlung darüber entscheiden werde, ob der Färberstreik noch weiter fortgeführt werden oder ob er für beendet erklärt werden solle. Der Vorsitzende der Streikkommission legte noch einmal Beginn und Ver lauf des Streiks dar. Treu hätten die Streikenden zusammengehalten, auch sei es bis dahin der Streik leitung möglich gewesen, für Unterstützung zu sorgen Letzteres sei heute nicht mehr der Fall. Von der Berliner Verbandskasse sei in letzter Woche schon kein Geld mehr angekommen und am Samstagsei es nur möglich gewesen, die volle Unterstützung zahlen, weil die Partei und die Gewerkschaften einen Beitrag aufgebracht hätten.(Der sozialdemokratische Volks verein leistete 1000 M. und die Gewerkschaftskommission 700 M.) Beide Körperschaften hätten aber erklärt, daß weitere Gelder aufzubringen sie nicht in der Lage seien. Die Versammlung werde darüber zu beschließen haben, ob unter diesen Um ständen der Streik für beendigt erklärt werden solle — Gewehr legte auf Wunsch der Versammlung den Standpunkt der Parteileitung dar, er habe seine Erklärung im Auftrage des Vorstandes des Sozialdemokratischen Volksvereins abgegeben. Dasselbe erklärt Gräser namens des Ausschusses der Gewerkschafskommission. Beide Körperschaften seien einstimmig der Meinung, daß ein aussichtslos, da es unmöglich sei, die nöthigen Vorarbeiten treffen. Behufs Einrichtung einer Arbeitslosenversicherung war Genosse Steinbrink der Ansicht, daß sich die Gewerkschaftskommission oder eine größere Gewerkschaftsversammlung mit der Angelegenheit befassen müsse, um den Gewerbegerichtsbeisitzern eine Direktive zu geben. Sodann wurde auf Antrag des Gen. Lamprecht beschlossen, die Erbauung eines eigenen Gewerkschaftshauses in der nächsten Sitzung zu berathen. Nachdem Genosse Graser noch auf die Wichtigkeit der nächsten Sitzung aufmerksam gemacht, wurde auf Antrag der Revisoren dem Kassirer betr. die Jahresabrechnung Decharge ertheilt. )( Die nächste Sitzungsperiode des Schwurgerichts wird Montag den 25. Juni beginnen. Zum Vorsitzenden ist Herr Landgerichtsrath Tesch ernannt worden. * Barmen, 5. Juni. Pfingstausflug des soziald. Vereins. Nicht wie in früheren Jahren durch Kalte oder gar in früheren Jahren durch Kälte oder Regenschauer beeinträchtigt, sondern von herrlichstem Wetter begünstigt unternahm der sozd. Verein am 2 Pfingsten seinen Pfingstausflug. Punkt ¼7 Uhr wurde vom„Ge werkschaftshaus" der Abmarsch angetreten und der Weg durch die Leimbacherstr. über die Klingelhollstraße durch den Nardpark genommen. Um 7 Uhr war das erste Ziel, die Restauration von Hoppe im Vockendahl erreicht, wo bis 9 Uhr bei Vokal= und Instrumental=Konzert die Theilnehmer verweilten. Sehr verdient um das Konzert hat sich der Gesangverein„Freiheit“ gemacht, der fast voll zählig erschienen war und der denn auch ausschließlich den vokalen Theil des Konzerts übernehmen mußte. Nur zu rasch war die Zeit herangerückt, wo durch polizeiliches Machtgebot die Sonntagsruhe eingehalten werden mußte. Kurz vor 9 Uhr brach die muntere Schaar auf und nun wurde der Hauptspaziergang angetreten, der über Mallack, durch den Rieschiederbusch über die Hatzfelderstraße in den Karnaperbusch und dann hinab in die Schönebeckerstraße wo in den Restaurationen von Giller und Meister um 11 Uhr noch ein Glas zum Abschied geleert wurde. Allgemein waren die Theilnehmer entzückt von den herrlichen Wegen, über die der Ausflug dirigirt wurde. Noch lange werden die verlebten Stunden in der Erinnerung der Ausflägler haften. Hunderte Male hörte man die Bemerkung, daß ähnliche Veranstaltungen seitens des Vereins getroffen werden mußten. Als neue Erscheinung ist das fast vollständige Fehlen der polizeilichen Sicherheitswache, die in früheren Jahren ungemein stark aufgeboten war. Nur von weitem und nur einmal sahen wir zweierlei Tuch, von der freundlichen Sonne beschienen f— Schlafburschensind also nach der vorläufigen Entscheidung des Bezirksausschusses zu Düsseldorf als„unselbstständig", und mithin als nicht berechtigt erklärt, an den Stadtrathswahlen theilzunehmen. Dem Genossen Eberle, der bekanntlich vor beinahe einem Jahre die Klage gegen die Stadtverordneten=Versammlung angestrengt hatte, ist heute der Bescheid über die Abweisung der Klage zugegangen. Wir kommen auf die Angelegenheit noch zurück. — Empfindlicher Verlust. Dem Arbeiter Aug. P. wurden am 1. Feiertag sein Geldbeutel mit 60 M. Inhalt gestohlen. P. hatte den Gelbbeutel in den Schalter einer Stehbierhalle in der Feldstraße gelegt und es vergessen ihn mitzunehmen. Als er nach 20 Minuten seinen Ver lust bemerkte und nach der Stehbierhalle zurückkehrte, mußte er die Wahrnehmung machen, daß der Geldbeutel verschwunden war— wie anzunehmen ist— auf Nimmerwiedersehen. f Recht gründlich hat der Spitzbube gearbeitet, der am 1. Feiertag einem Hause in der Zeughaus straße einen Besuch abgestattet hat. Eine fast neue Joppe, 1 Portemonnaie mit 7 M. Inhalt, 1 silberne Spazierstockkrücke, 1 schwarzer Herrenkneiser, 1 Paar Manschetten mit Kettenknöpfen im Gesammtwerth von 50 Mark hieß er mitgehen. Unerkannt ist der Spitzbube entkommen. 1 Ein Korb Gemüse wurde einer Gemüsehändlerin in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni auf dem weiterer Kampf Königsplatz gestohlen. auf Monate hin Gefunden und auf dem Fundbureau abgegeben jährigen Burschen zu einem Monat Gesängniß. Der anwalt hatte fünf Monate beantragt. Der Schlosser Franz Sch. von Wald sollte am 21. Februar einem dortigen Buchhalter ein Messer gestohlen haben, wurde jedoch kostenlos freigesprochen Hinter verschlossenen Thüren wurde gegen den Zeitungsträger Karl L. und den Barbier Friedrich L. verhandelt. Sie hatten unsittliche Handlungen mit einem 7jährigen Mädchen vorgenommen und wurden zu se neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Heiteres Aufsehen erregt in Wiesbaden ein Prozeß, in dem das Oberlandesgericht soeben das Urtheil gesprochen hat Ein Wiesbadener Hausbesitzer hatte nämlich einen Miether, der einen großen Hund hielt, auf Entschädigung wegen Verseuchung der Wohnung durch Flöhe verklagt. Das Gericht wies nun die Klage ab, denn nach den. Gutachten der vernommenen Sachverständigen sei es ausgeschlossen daß Hundeflöhe auf Menschen übergehen Der Bernhardiner des Miethers habe im Gegentheil reinigend gewirkt. „Ein merkwürdiger Prozeß soll vor dem Gerichtshof in Stroudsberg, Pennsylvania, zur Verhandlung kommen. Der Rev. E. Dixon, ein angesehener Metho distenprediger, versuchte kürzlich den Bau einer großen Braueret in Stroudsberg zu verhindern. Als er damit kein Glück hatte, betete er öffentlich, um die Rache des Himmels auf die Brauerei herabzubeschwören. Einige Tage später zog ein heftiges Gewitter herauf; der Blitz schlug in die Brauerei ein und zerstörte einen Theil des Gebäudes. Die Brauereigesellschaft begann nun, gegen den Methodistenprediger vorzugehen. Sie verlangte von ihm einen Schadenersatz von 50000 Dollars, weil er durch seine Schmähungen von der Kanzel herab das Unglück verschuldet habe. Mr. Dixon erklärt aber, er könne für eine That der göttlichen Vorsehung nicht verantwortlich gemacht werden, und will mehrere hervorragende Theo logen als Zeugen heranziehen. Der Prozeß verspricht einer der eigenartigsten zu werden, die je vor einen Ge richtshof gelangt sind. Aus der besseren Gesellschaft. Die skan dalösen Geschäftspraktiken einer Sprachlehrerin beschäftigen zur Zeit das Münchener Gericht. Vor dem dortigen Landgericht begann am Donnerstag eine ensationelle Verhandlung gegen die 57 Jahre alte, unverheirathete Sprachlehrerin und Stellenvermittlerin Julie Strauß aus Budapest wegen Kuppelei. Die Strauß hat ihr Geschäft in München zwei Jahre ausgeübt, bis sie denunzirt wurde. Sie wohnte gerabe gegenüber der Polizei, vermiethete Zimmer auf wenige Stunden und auf Monate, hatte eine sehr vornehme Kundschaft, hohe Militärs, Adelige, Kommerzienräthe, reiche Leute überhaupt, Studenten rc. Sie„vermittelte Frauenspersonen untergeordnetsten und besseren Genres, Blumenmädchen, Kellnerinnen, engagementslose Schauspielerinnen, Tänzerinnen, Witwen, Bürgerstöchter: Sie suchte häufig die Betreffendan auf und beredete sie, sich in Verkehr mit Männern einzulassen. Frauen und Mädchen, die sich ihrer Stellenvermittelung zur Erreichung einer Stelle bedienten, führte sie mit List Tages-Chronik. * Hannover, 31. Mai. Zwei Kinder an dem Genusse von Goldregen gestorben. Im benachbarten Dorfe Döhren ereignete sich in dieser Woche laut„M.L.=Krsbl.“ der Fall, daß ein Kind, die fünfjährige Tochter des Arbeiters Bergmann, in Folge Genusses des giftigen Goldregens verstarb. In diesem Monat ist dies der zweite Fall, denn auch der 5 Jahre alte Sohn des Sattlers Möbis erkrankte unter gleichen Erbrechungserscheinungen, wie die Bergmann, und verstarb. In beiden Fällen ist als Ursache des Todes as leicht tödtende Gift des Goldregens festgestellt Man sieht also wieder, daß Eltern ihre Kinder gar nicht genug warnen können. Ueberredung und falschen Vorspiegelungen Herren zu, die sie in ihrer Wohnung schon bereit hielt. Meist unter dem Vorgeben, der Herr suche eine Wirtschafterin und zahle hohen Lohn(200 Mk. monatlich) wurden die Ueberraschten dem betreffenden Herrn zugeführt, der sie dann nach ein oder zwei Tagen wieder entließ Daß Gelb mit vollen Händen gegeben wurde, beweist der Fall, daß eine Schriftstellerswitwe, die nur einige Mal dort verkehrt hatte, ihr 300 Mk. Trinkgeld gab Von den Frauen und Mädchen, mit denen sie Verbindungen angeknüpft hatte, hielt sie sich Photographiesammlungen, nach denen nachfragende Herren die Auswahl trafen, worauf die Strauß die Betreffenden holen ließ. Natürlich kommt nur der kleinste Theil der Einzelfälle und Personen zur Verhandlung. Es werden aber die ganze Zeit über gar viele angesehene Leute schlaflose Nächte gehabt haben. In ungewohnter Weise wurde bei Beginn der Verhandlung die Oeffentlich keit vollständig, auch für die Presse, ausgeschlossen. aus, die der Kampf bestimmt noch dauern würde, wurden: 1 Portemonnai, 1 Schlüssel, 1 Handkarre, das Geld aufzubringen, nachdem der Vorstand des 1 Trauring und 1 Herrenuhr. Textilarbeiterverbandes kein Geld mehr schicken könne. Kunst, Wissenschaft und Leben. * Ein Insektenzug. Die sumpfreichen Niederungen der Thaya bei Auspitz in Mähren sind alljährlich die Brutstätte aller Art von geflügelten Insekten, namentlich von Mücken, die oft den Aufenthalt im Freien mehr als unangenehm gestalten. Aber ein Insektenzug, wie er dieser Tage über die Gegend Depeschen und Neueste Nachrichten. hd. Brüssel, 2. Juni. Das Blatt„Soir“ kündigt an, daß es in den nächsten Tagen eine Serie Artikel über den Spionagedienst, welchen Deutschland und Frankreich in Brüssel noch immer unterhalten, veröffentlichen werde. Das Blatt hofft, daß durch diese Veröffentlichungen die belgische Regierung Schritte unternehmen werde, um die beiden Regierungen zu veranlassen, ihre Spionagebureaus in Brüssel aufzuheben. hd. London, 2. Juni. Aus Shanghai wird berichtet: Ein Telegramm aus Tientsin meldet, daß die Boxer neues Unheil verursachten, indem sie 7 belgische Ingenieure tödteten, als diese im Begriff waren, aus Tar Ting Fu nach Tientsin zu flüchten. Die Chinesen erklären die Lage selbst als sehr kritisch kd. Berlin, 5. Juni. Das„Kl. Journ." meldet aus Brüssel. Weitere amtliche Berichte des belgischen Gesandten in Peking stellen die Lage in China als äußerst gefährlich hin. Die Rebellen berusen sich offen auf die Sympathie der Kaiserin=Regentin und zweier Prinzen. Die Boxer übersielen einen Schnellzug bei Purtingfu, plünderten die Reisenden und verwundeten mehrere derselben. 6 belgische Bahnbeamte wurden ebenfalls schwer verletzt. Die Gesandtschaft meldete in Peking einen Schadenersatz von mehrere Millionen an. Der Krieg in Südafrika. Der erste Sekretär der Transvaal=Gesandtschaft, von Breschoten, erklärte, daß die Gesandtschaft durchaus nicht der Meinung ist, der Krieg würde mit der Einnahme Pretorias beendet sein. Daß die Regierung Pretoria aufgiebt, sei vielmehr gerade ein Beweis für ihre Absicht, den Krieg fortzusetzen. Präsident Krüger habe noch gut 10 000 Mann bei der Hand, denen auf dem Lande oder in den Bergen des Nordens von den Engländern nicht beizukommen sein werde. Mit der Einnahme der Hauptstadt, selbst wenn sie erfolgt sein wird, habe also das Transvaal als Republik durchaus noch nicht zu bestehen aufgehört, selbst dann noch nicht, wenn der Präsident das Unglück haben sollte, für seine Person in die Hände der Feinde zu fallen. Nach einer Depesche aus Lourenzo vom 1. d. M. verlautet aus einer Burenquelle, daß die Kommunikation der britischen Hauptarmee am Vaalriver abgeschnitten sei. Die Buren wären in den nordöstlichen Distrikt des Oranjestaates wieder vorgedrungen und waren bei Ventersburg und Harrismith engagirt. Die direkte Verbindung mit Durban sei abgebrochen. Wie der„Voss. Ztg." aus London telegraphirt wird, folgert man aus dem Schweigen des Lord Robert seit der Besatzung Johannesburgs, daß er mit der Hauptarmee auf dem Marsche nach Pretoria begriffen sei. Die widersprechendsten Gerüchte seien im Umlauf. Ein Gerücht sagt, Krüger sei nach Pretoria zurückgekehrt, um die Stadt den Briten zu übergeben, ein anderes sagt, daß die eglischen Truppen außerhalb Pretorias zurückgeschlagen worden seien. London. 4. Juni. Die heutigen Morgenblätter zeigen sich über den neuen Widerstand der Buren nicht beunruhigt.„Daily Telegraph" sagt: Die Buren handeln gegen ihre eigenen Interessen, indem sie den Widerstand verlängeren, da sie hierdurch nach vollständiger Unterwerfung auch die Dauer der militärischen Kontrolle selbsiverständlich verlängern werden.„Morning Post" sagt, dadurch, daß die Buren den Guerillakrieg beginnen wollen, würden sie der englischen Regierung ungeheure Schwierigkeiten bereiten. Die Verluste der Truppen Hamiltons vom 29. Mai bei Johannesburg betragen einen Oberst und 7 verwundete Offiziere. Aus New=Castle wird gemeldet: Die Buren machen nicht die geringsten Anstalten, ihre Stellungen zu räumen. Laingsnek wird noch immer von ihnen besetzt gehalten. Eine kleine Abtheilung Freistaatler hält die Pässe der Drakensberge besetzt. Evenso wird Frandfort immer noch von den Buren besetzt gehalten, welche dort einen Angriff zu erwarten scheinen. Vereins= u. Versammlungskalender. Elberfeld. Jeden Dienstag und des Herrn Peter Kratz, Sitzung Dienstag. Arbeiter=Turn=Verein Elberfeld. Freitag Abend 8½ Uhr im Lokale „Wilhelhelmshöhe": Uebungsstunde. Arbeiter=Turnverein„Jägerhöhe", Elberfeld. Jeden Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, Uebung im Lokale des Herrn Eick, Breitestraße. Verband deutscher Barbiere und Friseure. Zweigverein Elberfeld. Versammlung jeden Dienstag, Abends 9½ Uhr, bei Herrn Keull, Große Klotzbahn 26. Arbeitsnachweis bei Kollege Ad. Löffler, Elberfeld, Lärchenstraße 22a. Verband der Maurer(Zahlstelle Elberfeld). Versammlung Abends 8½ Uhr bei Keull, Klotzbahn. Mittwoch. Jeden Abend 8½ Uhr auf der Wilhelmshöhe: Uebung der DamenAbtheilung des Arbeiter=Turn=Vereins. Donnerstag. Gesangverein„Liederlust“. Uebung im Lokale des Herrn Heinr. Stehr, Neustraße 12 Gesangverein„Bruderkette“. Uebung im Lokale des Herrn Jul. Simon, Distelbecker= u. Adersstr.=Ecke, Abends 9 Uhr. Deutscher Gärtner=Verein,(Zahlstelle Elberfeld). Abends 9 Uhr Versammlung bei Keull, Klotzbahn. Freitag. Gesangverein„Hoffnung“. Uebung im Lokale des Herrn Grote, Stuttbergstraße. Arbeiter=Gesangverein„Sangeslust“. Abends 9 Uhr: Uebung auf der Wilzelmshöhe Arbeiter=Radfahrer=Verein„Freie Radler", Elberfeld. Jeden Freitag, Abends 9 Uhr bei Wirth Stehr, Neustraße: Sitzung. Gesangverein„Vorwärts“. Uebung im Lokale des Herrn Leithäuser, Ernststraße, Abends 9 Uhr. Samstag. Verband der Maler und Anstreicher. Abends 8½ Uhr, Versammlung im Lokale des Herrn A. Sauerzopf, Bachstr. 92. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Keull, Klotzbahn. Deutscher Metallarbeiter=Verband. Abends 9 Uhr: Versammlung bei Keull, Kloßbahn. Deutscher Metallarbeiter=Verband(Filiale Sonnborn). Abends 9 Uhr: Versammlung bei Eberhardt, Hauptstraße. Dienstag. Gesangverein S.nigreit“. Abends 9 Uhr: Uebung bei Herrn Herm. Herhaus, Loherstraße. Gesangverein MHoffnung“. Abends 9 Uhr: Probe im Lokale der Wittwe Brückner, Märkischestraße 9. O erbarmer Arbeiter=Gesangverein„Freie Sänger Abende 9 Uhr: Uebung im Lokale des Herrn K. Richter, Werlestraße 14 Gesangverein„Fretheit" Barmen Abends 9 Uhr: Uebung bei Ludewigs, Wichlinghauserstr. 110. Turn=Verein„Vorwärts“ Barmen. Dienstags und Freitags Abends 8½ Uhr: Uebung im Lokale des Herrn Ed. Orschel, Wertherstraße 95. Donnerstag. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perückenmacher.(Zweigverein Barmen). Versammlung Abends 9½ Uhr, im Barmer Gewerkschaftshause, Parlamentstraße 5. Herberge daselbst. Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Kollegen Wilhelm Dörpelkus Zeughausstraße 60 Freitag Gesangberein„Plorerarta“. Abends 8½ Uhr im nokale des Herrn Karl Hühn, Fischerthalerstraße. Wupperthaler Arbeiter=Radfahrer=Club„Vorwärts bei Peter Thiel, Barmen, Parlamentstraße 5. Samstag Deutscher Metallarbeiter=Verband, Ortsverwaltung Barmen, Abends 8½ Uhr, bei Thiel, Gewerkschaftshaus, Versammlung. Sonntag. Dramatischer Verein„Freie Volksbühne“. Jeden Sonntag Nachmittag von 4-6 Uhr: Probe im Gewerkschafts=Haus bei Thiel. Gesangverein„Freier Sängerkreis", Barmen. Uebungsstunde Vorm. 10½ Uhr im Lokale des Herrn Ed. Orschel, Wertherstr. 95. Barmer=Zimmererverband. Jeden zweiten und letzten Sonntag im Monat Mitglieder=Versammlung bei Hildebrand, Blumenstr Centralverein der deutschen Former, sowie aller in Eisen= und Metallgießereien beschaftigten Arbeiter. Jeden Sonntag vor dem 1. und 16. Vormittags 11 Uhr im Lokale des Herrn Hühn, Fischerthalerstratze: Mitglieder=Versammlung. Nonsdorf Männer=Turn=Verein. Jeden Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr Uebung im Rheinischen Hof. Gesangverein„Sängerdund". Jeden Samstag, Abends punkt 8½ Uhr: Uebung bei H. König, Rheinischer Hof. Kranken= und Sterbekasse der Textil=Industrie Arbeiter.(E. H. Nr. 98.) Im Lokale des Herrn Stollenwerk. Langerfeld Arbeiter=Gesangverein„Liederlust", jeden Sonntag, Vormittags von 11—1 Uhr: Uebung bei Wirth W. Hesse im Buchenwald Schwelm Arbeiter=Turnverein„Freiheit", jeden Dienstag und Freitag, Abends 8½ Uhr, Uebung im Saale des Herrn Carl Müller. Arbeiter=Gesangverein„Vorwärts“. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr: Uebung im Lokal des Herrn Carl Müller, Barmerstr. 1. Gesangverein Morgenroth, Schwelm=Winterberg. Jeden Samstag Abends 9 Uhr. Uebung bei Wwe. Alb. Müller. Deutscher Metallarbeiter=Verband. Jeden 2. Sonntag im Monat, Nachmittags 6 Uhr Versammlung. Hahnerberg. Gesangverein„Anderzagt“. Jeden Samstag 9 Uhr Uebung bei Hugo Eigen, Hahnerberg Sozialdemokratischer Volksverein für Hahnerberg, Cronenberg und Umgegend. Jeden 2. Sonntag im Monat Abends 6 Uhr Vereinsversammlung bei P. Ritter, Hohlenscheid Nemscheid. Dienstag. Arbeiter=Stenographen=Verein. Abends 8½ Uhr: Uebungestunde bei Herrn Bertram, Blumenstraße 30. Mittwoch. Arbeiter=Sängerkreis. Abends 9 Uhr: Uebung im Vokaie des Herrn Bertram, Blumenstraße 32. Gesangverein„Einigkeit". Uebung Abends von 9 bis 11 Uhr bei Wwe. Müller, Zum alten Markt Dilettanten=Verein„Freie Volksbuhne. Jeden Donnerstag: Brobe beim Wirth W. Hönneknövel, Bismarckstraße 92. Jeden letzten Sonntag im Monat Versammlung. Arbeiter=Turn=Verein. Jeden Mittwoch Fund Samstag Abend: Turnstunde bei Herrn Serve, Bismarckstratze 17. Jeden ersten Sonntag im Monat: Versammlung Central=Verein der deutschen Former. Zahlstelle Remscheid. Jeden 2. u. 4. Samstag im Monat MitgliederVersammlung im Vereinslokal Bismarckstraße 43. Lüttringhausen. Gesangverein„Hrerheit“. Jeden Dienstag Abend 8½ Uhr im Lokale von Carl Karninka zu Langenhaus: Uebung. Hückeswagen. Sonntag. Allgemeiner Arbeiter=Verein. Abende 6 Uhr im Vereinslokal bei Wwe. Alex v. Polheim. Neviges. Gesang=Velein„Solwarts“. Jeden Mittwoch Abend 8½ Uhr: Uebung im Vereinslokale. Jeden Sonntag, Abends 7 Uhr, im Lokale Carl Alberts, Parole. Mettmann. Allgemeiner Arbeiter=Verein. Jeden Sonntag, Nachm. 5 Uhr bei Friedr. Diederichs, Neanderstr. Aelbert. Dienstag. Arbeiter=Gesangverein„Freie Liederhalle", Abends 9 Uhr hei A. Sommer, Biertunnel, Poststraße. Arbeiter=Turnverein. Jeden Dienstag und Samstag, Abends 8½ Uhr: Uebung im Vereinslokal Gustav Sommer,„Waldeslust“. Jeden ersten Samstag im Monat Mitgliederversammlung. Sonntag. Central Verband der Maurer. Zahlstelle Velbert. Versammlung Sonntag Morgen 11 Uhr im Lokal des Herrn G. Sommer, „Zur Waldeslust“ Sozialdemokratischer Volksverein Velbert. Jeden zweiten Sonntag im Monat, Abends 6 Uhr, Mitglieder=Versammlung bei G. Sommer,„Waldeslust“. Die Herren-Garderoben meines großen Lagers sind von eigenen Schneidern angefertigt ich kann daber trotz der kolossal billigen Preise wirklich Gutes, was die höchsten Ansprüche befriedigt, liefern: Elegante Herren-Anzüge von Nr. 14.00 bis 48.00 Elegante Herren=Paletots von Mr. 12.50 bis 39.00 Elegante Herren-Hosen von Nr. 3.00 bis 15.00. Knaben= und Kinder=Garderoben in großer Auswahl zu enorm billigen Preisen. Grossartiges Stofflager. 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Juni, Nachmittags punkt 4 Uhr, 1. im Saal= des Wirths Friedrich Hildebrand, Alleestraße 42. 2. im Saale des Wirths Augun Grünewald, Mühlenweg 55. 3. im Saale der Gesellschaft„Volkswohl“, katholische Vereinigung zu Barmen=Heckinghausen, Bärenstraße 17 Erwachsene Personen, welche sich nochmals impfen lassen wollen finden hierzu in obigen Terminen unentgeltliche Gelegenheit Diejenigen Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, welche ihre Kinder resp. Pflegebefohlenen privatim haben impfen lassen, werden ersucht die Impfscheine auf dem Polizeiamt, Wertherstraße Nr. 11, 1 Treppe hoch, Zimmer Nr. 8, behufs Eintragung in die Impfliste und Abstempelung unverzüglich vorzulegen. Werden Kinder ohne vorherige schriftliche Aufforderung in die öffentlichen Impftermine zur Impfung gebracht, so ist unter Vorlage eines Geburtszeugnisses nachzuweisen, wann und wo die betreffenden Impflinge geboren sind. Die Nachschau der in den Terminen vom 29. und 30. v. M. geimpften Kinder findet im Anschluß an obige Termine um 5 Uhr statt. Barmen, den 1. Juni Die Polizeiverwaltung: Dr. Lentze. Oberbarmer Arb.=Gesangverein „Freie Sänger“ (Mitglied des Arbeiter=Sängerbund Rheinlands). Dirigent: Gustav Pfeiffer. Sonntag den 17. Juni 1900, Nachmittags 5½ Uhr, im Hotel Reichert: 66 Mein Vrer wie kommst Du zu so blendend weisser Wäsche? „Sehr einfach, lieber Schatz, ich habe einen Versuch mit Dr. Thompson's Seifenpulver, Schutzmarke Schwan gemacht. In Zukunft werde ich kein anderes Seifenpulver wieder benutzen.“ Alleiniger Fabrikant ist Ernst Sieglin, Düsseldorf. a 5. 10 und 20 pfg. Zu haben in den meisten Dr. Selbach B.-Wichlinghausen von der Reise zurück. Vocal- und Instrumental-Concert. Mitwirkende: Arbeiter=Gesangverein„Liederlust"(Elberfeld), „ubertette"(Elberfeld), „„„Liederlust"(Langerfeld), Herr W. Heckenhauer(Tenor), Musik: Fischer(Zitherklub). Karten im Vorverkauf 30 Pf.— Kassapreis 40 Pfg. 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