Der 1. Mai für alle Zeiten ein Tag der deutschen Arbeit! Kundgebung der zwei Millionen/ Triumphfahrt des Führers zum Berliner Lustgarten BSilder; Oben: Die Maikundgebung im Berliner Lustgarten. Links der Maibaum, im Mittelgrund der Dom.(Scherl Bilderd.) Unten links: Die deutsche Jugend hört den Führer. Ein Blick in das Poststadion während der großen Jugendkundgebung. (Presse=Photo, M.) Unten rechts: Der Führer spricht im Lustgarten zum deutschen Volke. (Scherl Bilderdienst, M.) dnb Berlin, 1. Mai. Die Fahrt des Fühters vom Deutschen Opernhaus nach dem Abschluß der Festsitzung der Reichskulturkammer zum Lustgarten wurde in einer einzigartigen Kundgebung der Freude und des Vertrauens der Schaffenden, die die beiden Seiten des Weges dicht umsäumten. Tausende von Händen— ein ganzer Wall— reckten sich gleichzeitig grüßend dem Führer entgegen, der m fahrend, in seinem Wagen stehend, nach allen Seiten dankte. Auch aus den Fenstern und von den Dächern der Gebäude winkten und jubelten begeisterte Menschen, die schon seit vielen Stunden auf ihren Plätzen gewartet hatten. Eine außerordentlich festliche Kundgebung auf dem 6 km langen Weg bis zum Endpunkt der Via Triumphalis, dem Lustgarten, der Stätte des feierlichen Staatsaktes. Der Lustgarten im Festschmuck Die herrlichen Bauten des alten Museums des Doms und des Schlosses umspannen die Feierstätte auf drei Seiten, während die Spree die vierte abgrenzt. Das mit dunkelrotem Samt umkleidete Rednerpodium steht inmitten der großen Freitreppe des Museums. Vor dem Dom und der Spreeseite säumen die Tribünen bis zur Straße vor dem Schloß das Aufmarschfeld. Hohe Fahnenkulissen, deren schlanke Säulen goldene Hoheitszeichen tragen und im Hintergrund der mit Gold bebänderten Girlanden geschmückte Schlueterbau des Schlosses vermitteln den Eindruck der Geschlossenheit. Stolz reckt sich 40 m hoch der herrliche Maibaum aus dem Warndt empor. Lorbeerumrankt trägt er das Hakenkreuz auf der Spitze. In 30 m Höhe hängt an mächtigen Bändern der 6 Zentner schwere Maikranz. Der Einmarsch der Ehrenabordnungen Um 10 Uhr beginnt der Einmarsch der Ehrenabordnungen in das gewaltige Rechteck. SS hält das Mittelfeld für die Ehrenkompanie der Wehrmacht, der Leibstandarte, der Ehrenabteilungen der SA und des Arbeitsdienstes frei. Kurz nach 11 Uhr marschieren 17 Feldzeichen und 700 Fahnen der Deutschen Arbeitsfront, mit frischen Maien geschmückt, aus dem Schlueterhof des Schlosses zur Freitreppe. Die Feldzeichen der Leibstandarte und die älteste Berliner SA-Standarte nehmen vor dem Rednerpult, die übrigen zur Linken und Rechten, Aufstellung. Die Tribünen sind eine Stunde vor Beginn bis auf den letzten Platz besetzt. An der Spreeseite haben in den ersten Blocks die Mitglieder der Reichsregierung, das Führerkorps der Bewegung, die hohe Generalität der Wehrmacht, fast das ganze Diplomatische Korps mit dem Doyen, dem päpstlichen Nuntius Msgr. Orsenigo an der Spitze, die Arbeiterdelegierten und die Sieger des Reichsberufswettkampfes ihre Plätze eingenommen. Eine Stunde vor Beginn marschieren mit klingendem Spiel die Ehrenkompanien ein, an der Spitze die der Wehrmacht, gefolgt vom Arbeitsdienst, einer Ehrenkompanie der Leibstandarte und dem Ehrensturm der SA, die die Reservebrigade 29 ausschließlich aus Trägern des Eisernen Kreuzes 1. Klasse gestellt hat. Viele von ihnen tragen außerdem noch andere hohe Ehrenzeichen. Zu den ersten Ehrengästen gehören die 96 Arbeitergäste der Reichsregierung aus allen deutschen Gauen, viele von ihnen in den heimischen oder Berufstrachten. Vor dem Schloß aber, soweit die Feststraße zu übersehen ist, ja selbst jenseits der Spree, viele Hundert Meter von der Feststätte entfernt, in den Fenstern und auf den Dächern der weit abliegenden Bauten stehen die Menschen dichtgedrängt, wie an der Feststraße, stehen zwei Millionen deutscher Volksgenossen, die ihren Führer hören und sehen wollen. Als die vier Musikkorps der Wehrmacht Der Rationalfeiertag in Berlin unter der Leitung des Heeresmusikinspizienten Professor Schmidt den Badenweiler Marsch intonieren, der ankündigt, daß der Führer die Fahrt zum Lustgarten angetreten hat, zieht der Himmel die letzten Schleier fort, überstrahlt schönste Maiensonne ein farbensattes, unvergeßlich schönes Bild. Von der Feststraße her klingt fernes Brausen herüber und schwillt zu mächtigen Akkorden an: Der Führer kommt Kommandos ertönen, die Musikkorps spielen den Präsentiermarsch, dröhnender Jubel geleitet den Führer in den Lustgarten. Begleitet von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsminister Dr. Goebbels, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, Reichsführer SS Himmler und seiner ständigen Begleitung, schreitet der Führer die Front der Ehrenformationen ab. Als er die Freitreppe betritt, wiederholt sich der Jubelsturm, der von den Fanfaren unterbrochen wird, die den Beginn des Staatsaktes ankündigen. Dann nimmt Reichsminister Dr. Goebbels das Wort: Mein Führer! Ich entbiete Ihnen den Gruß der Reichshauptstadt. Zwei Millionen Berliner, Männer und Frauen, haben Ihnen bei der Anfahrt über die Triumphstraße ihre Huldigungen entgegengebracht. In diese Huldigungen haben im ganzen Lande, in Stadt und Dorf, bis in die letzte kleinste Bauernhütte die deutschen Menschen mit eingestimmt. Es ist das vierte Mal, mein Führer, daß Sie die Nation zum nationalen Feiertag am 1. Mai aufgerufen haben. Am 1. Mai 1933 war es ein Tag der Gläubigkeit, am 1. Mai 1934 war es ein Tag der Willenskraft und der Entschlossenheit, am 1. Mai 1935 war es ein Tag der wiedergewonnenen Freiheit und in diesem Jahre, mein Führer, ist es wieder ein Tag der deutschen Ehre geworden. Sie haben der Nation die Grundlage eines neuen Lebens gegeben, eine Grundlage, die Sie mit dem ganzen Volke zusammen durch Arbeit und im Kampf gebaut und befestigt haben. Sie waren in diesen Jahren der Herold des Volkes, der Wegweiser der Nation. Jeder Arbeiter, jeder Bauer und ein jeder Soldat hat Ihnen aus innerster Verpflichtung und mit heißem Herzen beim Aufbau des Landes geholfen. In diesem Glücksgefühl begehen wir am 1. Mai 1036 den Feiertag der Nation. Es ist keine Phrase, wenn die Nation von Ihnen sagt, daß Sie ihr erster Arbeiter sind(Bravorufe). Das danken Ihnen die Millionen in Zechen und Gruben und die Millionen hinter dem Pflug. In Treue und Vertrauen mit Ihnen verbunden wollen wir Ihnen am heutigen Festtag des Volkes ein starkes Gefühl mitgeben, das Sie mitnehmen sollen in die Arbeit des kommenden Jahres deutschen Aufbaues. In diesem Sinne, mein Führer, grüßen wir Sie mit unserem alten Kampfruf: Siegheil! Siegheil! Siegheil! In das Siegheil auf den Führer fallen die Hunderttausende auf der Stätte der Kundgebung, aber auch die Millionen auf der Feststraße begeistert ein. Der Führer spricht In seiner großen Rede führte der Führer folgendes aus: Meine deutschen Volksgenossen und genossinnen! Wenn früher über deutsches Land der 1. Mai kam, dann begannen die Regierungen zu zittern:„Welchen Ausgang wird wohl dieser Tag bringen?" Das war damals die bange Frage. Auf der einen Seite marschierte das sogenannte„freie revolutionäre Proletariat", auf der anderen Seite, da behütete der Republik trenester Schirmherr die Oeffentlichkeit vor der Auswirkung dieser Freiheit. Der Gummiknüppel stand bereit, der Freiheit die gebührende Form beizubringen und sie im Zaum zu halten. Ja der Novemberrepublick pflegten an diesem Frühlingstage, am Tage der werdenden grünen Natur, die Menschen gegenseitig aufeinanderzuschlagen. Jeder 1. Mai brachte Tote und viele hundert Verletzte, und die Menschen waren froy, wenn er wieder vorbei war. Und wenn wir heute die Blicke außerhalb Deutschlands schweifen lassen, dann kommt es uns vor, als wäre es dort auch jetzt noch nicht viel anders. Als wir im Jahre 1933 zur Macht kamen, da befand sich in diesen Wochen das deutsche Volk mitten in einem gewaltigen geschichtlichen Umbruch. Eine Revolution ging über Deutschland, aber sie unterschied sich von ähnlichen Vorgängen früherer Art durch die unerhörte Disziplin ihres Vorgehens und ihres Ablaufes. Nicht wilde Haufen zogen damals durch die deutschen Straßen und vernichteten die Werke des Aufbaues unseres Volkes, zerstörten Häuser und Anlagen, plünderten die Geschäfte— nein: aber obwohl Deutschland äußerlich ein Bild des tiefsten Friedens bot, vollzog sich doch im Innern die großte Umwälzung der deutschen Geschichte, eine Revolution, legalisiert durch das Vertrauen des Volkes, eine Revolution, die eigentlich nur aufräumte, was an sich schon zerbrochen war. Sie hat dem deutschen Volk nicht eine neue Auffassung gebracht, sondern einer neuen Auffassung endgültig die allgemeine Anerkennung verschafft. In diesen damaligen Wochen des inneren Umbruches unseres Volkes entschlossen wir uns, als symbolischen Abschluß dieser nationalsozialistischen Revolution den 1. Mai, der früher durch Jahrhunderte ein Feiertag war, Festtag der werdenden Natur, nun evenfalls zum Feiertag zu proklamieren. Wenn früher unsere marristischen Regierungen es nicht fertiggebracht hatten, dem von ihnen einst okkupierten Tag des 1. Mai zu einem wirklichen Festtag zu erheben, dann waren wir entschlossen, diesen Tag für alle Zeiten zum Tag der deutschen Arbeit und damit zum Tag der deutschen Volksgemeinschaft zu machen. Tenn dieser Tag war für uns ein Bekenntnis zu jener Arbeit, die nicht bestehen kann auf dem Boden der Zerwürfnisse und des gegenseitigen Kampfes: es gibt keine Gemeinschaftsleistung, die sich nicht aufbaut auf einer allgemeinen friedlichen Achtung! Es gibt keine Gemeinschaftsleistung, die sich nicht aufbaut auf dem Respekt vor allen denen, die an dieser Gemeinschaftsleistung teilhaben! Wenn wir entschlossen waren, diesen 1. Mai nunmehr für alle Zukunft zum nationalen Feiertag zu erheben, der dieser Gemeinschaftsleistung der Arbeit unseres Volkes gewidmet sein soll, dann wollten wir damit aber auch einmal für immer die Lüge zerstören, daß dieser neue Staat etwa ein Staat gegen den Arbeiter sein würde. Wir waren vom ersten Tag an von der heiligen Ueberzeugung durchdrungen, daß das Deutschland der Zukunft entweder ein Deutschland wahrhafter Volksgemeinschaft sein oder daß es vergehen werde. Wir wollten diesen neuen Staat aufbauen auf einer Zusammenfassung aller der Millionen Menschen, die durch ihre Arbeit, sei es mit der Stirn oder sei es mit der Faust, dieses Gemeinschaftsleben sicherstellen. Dieser Tag sollte allen zeigen, daß unser Regime nicht auf den Bajonetten, sondern in den Herzen ruht, daß es im Volke lebt, aus dem Volke seine Kraft schöpft, daß es mit dem Volke marschiert und für dieses Volk handelt. (Jubelnde Beifallskundgebungen der Massen.) Und wir wollten damit zugleich einen Appell für den Erfolg der Arbeit des Jahres und einen Aufruf für die Fortsetzung dieser Gemeinschaftsleistung in der Zukunft verbinden. Man mag die Frage vielleicht oft gehört haben: Warum machen Sie dann eine Revolution? War das nicht auch auf anderen Wegen zu erreichen. Konnte man nicht auch mit den anderen früheren Erscheinungen diese Probleme verwirklichen? Nein! Wir Deutsche sind in einer besonders ungünstigen und unglücklichen Lage in der Welt: Ein Volk von außerordentlichen Fäbigkeiten, von großem Fleiß erfüllt, mit einer seltenen Tatkraft begabt, auf einem engen Lebensraum, leidend unter dem Mangel zahlreicher Rohstoffe und doch im ganzen erfüllt von dem Bedürfnis einer hohen Kultur und eines hohen Lebensstandards. Was heißt es, wenn wir in Deutschland bei unseren beengten Verhältnissen sieben Millionen Erwerbslose besitzen und daran gehen müssen, diese Zahl zu verringern, um endlich jedem deutschen Volksgenossen wieder Arbeit und Brot zu sichern? Was bedeutet dies gegenüber den Verhältnissen in anderen Ländern, in denen oft auf den zwanzigfachen Raum auch nicht mehr Menschen leben und die doch nicht in der Lage sind, diese großen Aufgaben glücklich zu lösen, die wir nun einmal lösen müssen, weil sie uns gestellt sind? Ich kann mich nicht bekennen zu jener These, die sagt: Wenn es eben nicht geht, dann geht es eben nicht. Nein! Es muß gehen! (Die Massen geben ihrer Zustimmung stürmischen Ausdruck.) Aber eine Voraussetzung ist uns dabei vorgeschrieben: Es kann nicht gehen, wenn in Deutschland der Wille und der Lebenskampf unseres Volkes sich nach 40 und 50 Seiten hin zersplittern. Wenn schon die Not so groß ist, daß der Verstand und die Tatkraft unzähliger Menschen an ihrer Behebung verzweifeln, dann muß eine Rettung völlig aussichslos sein, wenn die Nation nicht befähigt ist, zu einem Entschluß oder auch nur zu einer Auffassung und damit zu einer Handlung und zu einer Tat zu kommen. Wenn man überhaupt die deutschen Aufgaben lösen wollte, dann war es notwendig, zunächst das deutsche Volk in eine Form zu bringen, die es gestattete, die Millionen Einzelwesen zu einer Einbeit zu verschmelzen, ihren vielgestaltigen auseinanderstrebenden Willen in einen Willen zu verwandeln, die Tatkraft von so vielen Hunderttausenden und Millionen in eine einzige geschlossene Handlung zu bringen. Nur so konnte man überhaupt daran denken, diese Aufgaben zu lösen, die uns das Schicksal gestellt hat. Und es ist weiter nowwendig, dem Volke selbst wieder die Ueberzeugung seines Wertes beizubringen. Solange jeder nur sich sieht, solange lebt er nur in der begrenzten Tatkraft seiner eigenen Persönlichkeit. Es ist notwendig, in jedem einzelnen die Ueberzeugung lebendig werden zu lassen: Du stehst nicht allein, du brauchst an diese Probleme nicht mit deiner Tatkraft, nicht mit deinem Willen allein heranzutreten. Nein! Blicke um dich! Du bist nur ein Teil von Millionen. Dein Wille ist nur ein Wille von Millionen anderen Willen. Und wenn du mit deinem Willen glaubst, an einer Aufgabe verzagen zu müssen, dann erkenne: Gewaltiger als dein Wille ist der Wille aller derer, die nur hier stehen! Diese Gemeinschaft wird Fragen lösen, an denen du sicherlich verzagen und verzweifeln würdest oder scheinbar müßtest: aber die Geimeinschaft, sie wird dieser Provleme Herr werden!(Brausende Stürme der Zustimmung!) Es war notwendig, dem deutschen Volke jenes große Gefühl der Gemeinschaft zu geven: So wie der einzelne Soldat nichts ist, aber alles im Rahmen seiner Kompanie, seines Bataillons, seines Regiments, seiner Division u. damit im Rahmen der Armee, so ist auch der einzelnen Volksgenosse nichts, aber alles im Nahmenn der Volksgemeinschaft. Hier wird plötzlich aus dem schwachen Willen von 60 Millionen Einzelner ein gigantischer, gewaltiger, zusammengeballter Wille aller. (Jubelnde Beifallskundgebungen.) Das muß jedem Volksgenossen sichtbar werden, und deshalb hat auch unsere Bewegung dieses ganze besondere Grpräge bekommen. Deshalb diese Massenkundgebungen, diese Massendemonstrationen. diese Generalappelle der Nation. Es muß jeder in einer solchen Stunde tiefinnerlich durchdrungen sein von dem Gefühl: Jetzt stehe nicht ich dem deutschen SSchicksal gegenüber, sondern eine Millionenarmee ist angetreten! Ich bin ein Teil von ihr, einzeln mögen wir vielleicht schwach sein, zusammengenommen sind wir unzerbrechlich!(Die Massen geben diesen Worten des Führers brausenden Widerhall.) Deshalb ist es notwendig, die Einheit als die Voraussetzung anzusehen für die Behebung unserer Nöte, für die Ueberwindung unserer Schwächen und damit für die erfolgreiche Durchführung des deutschen Lebenskampfes. Deshalb ist es notwendig, eine unermeßliche Konzentration des Willens unseres Volkes herbeizuführen, diesem konzentrierten Willen die großen Lebensaufgaben zu zeigen und an diese Aufgaben und Projekte beranzutreten mit einem Entschluß und mit einer Tat. Glauben Sie, meine Volksgenossen. was soll denn der genialste Mensch auf dieser Welt tun, wenn er zur Verwirklichung seiner Pläne nicht die notwendigen Instrumente besitzt? So können nur Toren denken, die glauben, ein Mensch kann alles. Jawohl, nämlich dann, wenn es ihm gelingt, alle für sich zu erobern! Wenn ihm die Vorsehung die Kraft gibt, in seinem Willen ein Volk zu vereinen, wenn ihm die Vorsehung die Fähigkeit gibt, in seinem Sinn ein Volk denken zu lassen, dann kann er Gewaltiges auf dieser Welt vollbringen! Immer aber ist die Voraussetzung für den Erfolg seines Handels die hinter ihm stehende organisierte Gemeinschaft. Genau so, wie derjenige ein Narr ist, der glaubt, ein Feldberr könne Schlachten sclagen dant seines Genies ohne eine entsprechende Armee! So, wie der Feldherr nicht zu trennen ist von seinen Soldaten, so kann der Politiker nicht getrennt werden von seinen Volksgenossen, von der Bewegung, die ibn trägt, von den Menschen, mit denen er seine Pläne zu verwirklichen gedenkt. Mag er tausendmal überzeugt sein von der Fähigteit seines Genies und seinen Einsällen: er wird nichts verwirklichen können, wenn es ihm nicht gelingt, bewußt oder unbewußt die Millionen zu Gehilfen seines Handelns zu erziehen und sie in seinem Sinn denken zu lehren. Erst mit einer neuen starken Gemeinschaft der Nation konnte man dann daran gehen, die großen Probleme, die uns im Innern gestellt sind, zu lösen. Und Sie alle, die Sie heute hier stehen, sind Mitarbeiter an der Lösung dieser Probleme. Mögen Sie nun binter dem Pflug einhergehen. irgendwo in einer kleinen Werkstatt arbeiten, in einer gewaltigen Fabrik, in einem Kontor, in einem Büro, es ist einerlei: überall sind Sie Mitarbeiter an diesen großen Gemeinschaftsaufgaben! Und wenn mancher die Frage erhebt: Warum stellen Sie die Aufgaben so groß?— Wei ich glaube, daß man ein großes Volk nur dann mit einem seiner würdigen Lebenssinn erfüllen kann, wenn man ihm auch große Aufgaben stellt!(Tosende Zustimmungskundgebungen der Massen.) Die Männer, die vor Jahrtausenden einem Volk die Aufgabe stellten, Pyramiden zu bauen, die wußten, warum sie es taten. Sie haben an diesen gewaltigen Gemeinschaftsleistungen 4000 Jahre menschlicher Kultur ausgerichtet Und wenn wir heute gewaltige Gemeinschaftsaufgaben stellen, dann wissen wir auch, warum wir es tun! Nur die große Gemeinschaftsaufgabe kann ein Volk zu einem Gemeinschaftssinn erziehen. Sie allein kann einem Volk auch die letzte innere Befriedigung gewähren. Es muß der Einzelne über seinem Haupte die Monumente der Gemeinschaftsarbeit sehen, damit er nicht wurzellos wird und schwankend wie ein Rohr im Winde. Diese Gemeinschaftsaufgaben, die sind große, weil bewußt groß gestellt, sie sind schwere, aber sie sind schöne Aufgaben. Sie können nur erfüllt werden, wenn das ganze Volk einig und geschlossen ist. Zur Erfüllung dieser Aufgaben aber benötigen wir den inneren Frieden unseres Volkes. Und wir erziehen es daher in diesem Sinne. Wir haben alles beseitigt, was an Klassenkampf auch nur erinnern könnte. Und menn von rechts oder links die rudimentären Ueberreste der Vergangenheit oft an uns herantreten und, halb zweifelnd, halb zögernd, uns fragen: ja, soll das wirklich— glauben Sie— vollkommen gelingen, werden Sie das Wunder fertig bringen, alle diese Differenzen wirklich zu beseitigen?— Dann antworte ich: Das Wunder, mein lieber Freund, das uns gelungen ist seit dem Jahre 1919 bis heute, das ist weit größer als das Wunder, das noch zu erfüllen wir uns vorgenommen haben!(Begeisterte Jubelstürme.) Damals, da stand ich auch an einem Tag hier an diesem Platz„da drüben an dieser Terrasse, und da waren wilde Haufen hier mit roten Fahnen, die einen mit Sichel und Hammer und die anderen ohne sie. Und sie diskutierten und brüllten und schrien und, boten insgesamt ein besammernswürdiges Bild des deutschen Arbeiters. Damals stand ich, ein Unbekannter, ein Namenloser, dort. Und heute stehe ich hier!!(Unbeschreiblicher Jubel schlägt dem Führer bei diesen Worten eitgegen.) Wer will zweifeln oder wer will bestreiten. daß dies ein wunderbarer und gewaltiger Weg ist. Wer will bestreiten, daß dieses Bild von jetzt, diese Ordnung und diese Ausrichtung etwas anderes sind als das wilde turbulente Getriebe und Geschrei von damals? Und wenn ich so felsenfest auf die Erfüllung der uns gestellten Aufgave baue, dann weise ich auf unsere deutsche Jugend hin. Denn: Wenn es uns gelungen ist, diese Ausrichtung fertig zu bringen an Menschen, die vorber schon in Unordnung geraten waren, dann wird es uns umso leichter gelingen, eine Jugend in Ordnung zu halten, die diese Unordnung nicht mehr kennen lernt.(Erneute brausende Kundgebungen.) Wir werden den Geist der Aussöhnung und der Verständigung in unserem Volke niemals mehr einschlummern lassen. Eine neue Führergeneration wächst heran. Es soll sich keiner täuschen. Wenn wir einmal vom Schicksal von dieser irdischen Bühne weggenommen werden, dann werden andere, jüngere an unsere Stelle treten. und es wird niemals mehr in Deutschland diese Regenschirmpolitiser der Vergangenheit geben. Ein hartes Geschlecht ziehen wir heran. Was wir im Kampf erprobten, das werden sie fortsetzen. (Begeisterte Zustimmung der Massen.) Wenn wir diese gewaltigen Aufgaven im Inneren unseres Reiches anfassen in der Ueberzeugung, daß der Friede im Volke dafür die Voraussetzung ist, dann ist— das wissen wir— im größeren Sinne auch der Friede nach außen notwendig zur Erfüllung dieser Ideale. Wir versprechen uns nichts von einem Europa, das dem Irrsinn gegenseitiger haßerfüllter Angriffe ausgesetzt ist oder verfällt. Weil wir gewaltige Pläne besitzen, weil wir uns große Aufgaben gestellt haben, wollen wir den Frieden bewahren. Das kann vielleicht so mancher kleine Politikaster in anderen Ländern gar nicht begreifen. Wir sind nicht eine turbulente Masse, in der jeder tut und tun kann, was er will. Wir haben unser Volk ausgerichtet nach großen Gemeinschaftsleistungen, wir haben uns große Ziele gesetzt und wir können den anderen nur sagen: Kommt uns dabei nicht in die Quere, laßt uns in Rube!(Lang anhaltende stürmische Beifallskundgebungen der Massen.) Wir sind mit unseren inneren Schwierigkeiten selbst fertig geworden, ohne ein anderes Volk in Mitleidenschaft zu ziehen. Werdet ihr mit den euren gefälligst auch selbst fertig und versucht nicht, andere in euere Händel hineinzubringen. (Erneute Beifallsstürme.) Wir haben es nicht notwendig in Deutschland— und ich kann das gerade an diesem Tage vor euch, meine Volksgenossen, sagen—: Ich habe es nicht notwendig, nur durch irgend einen Ruhmesakt, der Millionen Tote im Gefolge hat, bei meinom Volk Achtung und Respekt zu verschaffen, die habetchauchohnedem! (Tosender, minutenlang anbaltender Juvel und stürmische Heitrufe begleiten diesen Satz.) Ich siebe nicht auf schwankendem Boden, ich brauche nicht Millionen von unserem Volk zur Sschlachtbank zu führen, damit Millionen andere vielleicht an mich glauben!(Die Kundgebungen der Massen setzen sich fort.) Wir haben in diesen drei Jahren nichts getan, was irgendeinem anderen Volke Leid hätte zufügen können, keinen Schritt vollzogen, der irgend jemandem weh tun konnte. Wir haben nach nichts die Hand ausgestreckt, was uns nicht gehört. Wir sind in unseren Grenzen geblieben, wir haben den anderen dutzendmale die Hand entgegengehalten!— Was will mann dann noch mehr? An diesen dreieinviertel Jahren ist das deutsche Volk im Innern stark und fest geworden. Allein es hat seine Festigkeit nie mißbraucht, um vielleicht einen anderen zu bedrohen. Im Gegenteil: Wir haben in diesen dreieinviertel Jahren versucht, diese Festigkeit als einen Faltor der Stabilität in das enropäische Leben einzufügen. Wir erlebten es ja in diesen Wochen. Vor ganz kurzer Zeit haben wir der Welt ein großes Angebot gemacht. Nicht von einigen Juristen und Advokaten ausgeklügelt, sondern vom gesunden Menschenverstand, einfach und klar. Wenn man will, kann man Europa damit die innere Ruhe und das Gefühl der Sicherheit geben. Aber was erleben wir? Im selben Augenblick, in dem wir ohne Rücksicht auf Vergangenheit oder Gegenwart uns bereit erklären, allen Völkern die Hand entgegenzustrecken, Verträge mit ihnen abzuschließen, im selben Augenblick sehen wir schon wieder eine neue Hetze ausbrechen! (Stürmische Pfui=Rufe.) Wieder verbreitet man Lügen, Deutschland würde morgen oder übermorgen in Oesterreich einfallen.(Pfui=Rufe und Gelächter der Massen.) Ich frage mich: Wer sind denn eigentlich diese Elemente, die keine Ruhe, keinen Frieden und keine Verständigung haben wollen, die fortgesetzt hetzen und Mißtrauen säen müssen, wer sind sie eigentlich? (Stürmische, vieltausendstimmige Zurufe: Die Juden.) Ich weiß,(stürmischer, minutenlanger Beifall.) Ich weiß, es sind nicht die Millionen, die zu den Waffen greifen müssen, wenn diesen Hetzern ihre Absichten gelingen würden, die sind es nicht! Bei keinem Volk! Es ist ein kleiner Interessenklüngel, ein internationaler, der davon lebt, die anderen Völker durcheinander zu hetzen. Wir kennen diese Genossen aus unserem eigenen Lande, und wir sehen ihre Spuren zwischen allen Völtern. Umso notwendiger aber ist es, daß wir erst recht und gerade deshalb an unserer Einheit und Geschlossenheit hängen. Wie ist es heute schön in Deutschland, ein Volk zu haben, das statt mit dem Gummiknüppel regiert zu werden, sich selbst führt, selbst ordnet und selbst leitet! Wie ist es schön heute, bei uns ein Volk zu haben, das sich nicht bemüht, sich gegenseitig das Leben schwer und sauer zu machen, sondern das beginnt, mehr und mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wir sind so glücklich, in diesem Volke leben zu können, und ich bin so stolz darauf, euer Führer sein zu dürfen! So stolz, daß ich mir nicht vorstellen kann, was auf der Welt mir dies zu ersetzen vermöchte. Lieber, tausendmal lieber unter euch der letzte Volksgenosse, als irgendwo anders ein König! (Nicht edenwollender Jubel brandet dem Führer entgegen.) Und dieser Stolz erfüllt mich besonders gerade am heutigen Tage. Als ich vorhin durch diese langen Straßen fuhr und links und rechts diese Hunderttausende und Millionen von Volksgenossen sah, aus allen Betrieben und Werkstätten, aus unseren Fabriken und Kontoren, da ist mir das Herz so recht aufgegangen, da habe ich so recht gefühlt: Das ist unser Deutschland! Das ist unser Volk, unser herrliches deutsches Volk und unser liebes Deutschen Reich!(Minutenlang jubelnde Bewegung.) In dieser Stunde, so glaube ich, können wir nur den Wunsch haben: Möchten die anderen Völker nur einen Blick herein werfen, möchten sie nur dieses Volk des Friedens und der Arbeit sehen, dann glaube ich, würden sie die Hetzer nehmen und von sich weisen! (Brausende Zustimmungskundgebungen.) Dann würden sie verstehen und begreifen, warum diese höchste nationale Gemeinschaft zugleich der höchste Garant einer wahrhaften europäischen Ordnung und damit einer wirklichen menschlichen Kultur und Zivilisation ist und sein wird. So bitte ich Sie denn in dieser Stunde, die Herzen zusammenzunehmen und den Geist zurückblicken zu lassen in die Vergangenheit und dann mit zu empfinden das Glück, das uns dadurch geworden ist, daß wir wieder zurückgefunden haben zu einer Gemeinschaft, zu einem Volk. Und diesem Volke wollen wir uns als verschworen erklären an diesem 1. Mai der Arbeit und der Volksgemeinschaft mit unserem alten Bekenntnis: Unser deutsches Volk und unser Deutsches Reich— Siegheill (Eine ungeheure Welle der Begeisterung brandet empor aus den Hunderttausenden und schlägt dem Führer bei seinen Schlußworetn entgegen.) Eigentum, Druck und Verlag Staats=Verlag(Fr. Staats Gesellschaft m. b. H.), Wuppertal. Hauptschriftleiter: Karl Buschhaus. Verantwortliche Schriftleiter: Für den politischen Teil, Handel. Unterhaltung und Bilder: Ludwig Aldinger. Für den örtlichen Teil, für Sport und Allgemeines: Dr. Wilhelm Drees alle in Wuppertal. Für den Anzeigenteil verantwortlich: Willt Steinsan. W.=Barmen.— DA. 3. 86(Stadtanzeiger und Barmer Zeitung zusammen): über 8000. Zur Zeit gültig Preieliste Nr. 4. Samslag, 2. Mai 1936 Dritte Beilage Aummer 102 Wuppertal am 1. Mai Der Festtag eines ganzen Volkes Die geschmückte Tribüne. Photo; Stadt=Anzeiger.(5) Bis in den späten Abend des 30. April hinein war man dabei, zu schrubben, zu putzen, die Straßen zu fegen, die Fenster mit Hochglanz zu versehen und die Häuserreihen mit Grün und Fahnen zu beleben. Dann kam die Nacht und deckte mit Dunst und Kühle das weite Tal der Stadt zu. Schweigend und festlich still lag die Stadt am Morgen. Keine Maschinen sangen ihr gewaltiges, ehernes Lied der unermüdlichen Arbeit, des unerschütterlichen Fleißes, der ewigen Pflicht, und die hohen Schornsteine standen ohne wehende Rauchfahnen. Noch ehe die Kirchenglocken den Tag einläuteten und mit hallender Stimme zum Festtag des ganzen Volkes aufriefen, marschierten die Pimpfe in langen Kolonnen durch die Straßen, mit hartem Trommelschlag und festem Schritt, hielten hier und dort an: Und ihre srischen Stimmen riefen hinein in den jungen Tag:„Wir wecken Euch zum ersten Mai“. ein Lied hinterdrein, und weiter zogen die Jungen, weckend und singend. Und schon wurden die Lautsprecher angestellt, und die Männer und Frauen lauschten der frischen Musik, die der Rundfunk über die deutschen sichter der Arbeiterschaft, der Männer, die Tag um Tag der Gemeinschaft dienen und nun sich ganz der Freude ihres Festes hingeben. Viel helle Freude ist in den Straßen. Kinder tragen Fähnchen in den kleinen Fäusten. An die Kinderwagen wurden die Wimpel gesteckt. Singend und musizierend ziehen die Mädchen, die hinter dem Ladentisch stehen oder an der Schreibmaschine sitzen, vorbei. Irgendwie mußte jeder es zeigen, daß er sich freut über den Tag, der ganz ihm gehört und der großen Gemeinschaft der Schaffenden, in der er steht. Langs den Straßen verkleidete Grün die Häuser, Blumen mischten ihr Bund darein, und in den Gärten hatten die Blütenbäume ihre weiß=rote Tracht zu gewaltigen Festtagsblumensträußen entfaltet. Mal reanete es minutenlang in die aufmarschierenden Kolonnen hinein. Aber es wurde weitermar schiert, und siehe da, bald schien, wenn auch verstohlen, die Ssonne wieder. Auf den Plätzen, an denen der Aufmarsch vorübergeht, tanzen die Gruppen der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ fröhliche, heitere Tänze, und Musikzüge spielen ununterDas gefüllte Rund des Barmer Stadions. Die wassentrager des Voltes ziehen ein. Lande trug. Daheim hörten die meisten noch die Uebertragung der Jugendkundgebung aus dem Poststadion, wo Reichsminister Dr. Goobbels sprach Dann kam die Sttunde, zu der sich die Betriebsgemeinschaften brochen. Tausende, Zehntausende marschieren. Eingestreut in die Gruppen der Festtagskleider die einfachen, schlichten Werkanzüge der verschiedenen Berufe. Sie alle marschieren zu den Stadien. zum Marsch nach den Festplätzen sammelten. Da stehen sie, in langen Kolonnen, die Frauen und Männer der Arbeit. Die Betriebsführer vorauf und mit ihnen die Betrievswalter der DAF., in Einmütigkeit binter ihnen die Beleaschaft. Frohe Laune überall. Die größeren Betriebe haven sogar einen Musikzug zusammengestellt, der mit marschfesten Tatten die Männer und Frauen zu den Sammelplätzen geleitet. Hier, auf den großen Plätzen der Stadt, spielten die NS.= und Betrievskapellen auf und veranstalteten improvisierte Standkonzerte, bis das Zeichen zum Marsch nach den Stadien gegeben wurde. Von 10 bis 12 Uhr marschierten dauernd die Tausende durch die Straßen, singend, lachend. in festlichen Kleidern alle, so dem Gedanken des Tages und seiner besonderen Parole Ausdruck verleibend. Die Fahnen der Deutschen Arbeitsfront wehen, dahinter die harten, kernigen GeJm Barmer Stadion Grau verhangen und fast greifbar nah wölbt sich der Himmel über der Lichtenplatzer Höhe. Wird es trocken bleiben? Das ist die bange Frage aller. Gegen 10 Uhr senkt sich aus den schweren Nebelwolken, die sich drückend auf das Gemüt legen wollen und dennoch die gute Feiertagsstimmung nicht zu verdrängen vermögen, unangenehmer Bindfadenregen. Aber nur für kurze Weile. Der Wind jagt die Regenwolken schnell von dannen, und gar bald sind die Straßen wieder trocken. Und dann strömte es heran, ununterbrochen, von allen Seiten, am stärksten die overe Lichtenplatzerstraße herauf... Unendlich lange Kolonnen. Ein Zug, dessen Teilnebmerkopfzahl sich kaum abschätzen läßt. Die Spitze erreichte die Kaserne der Landespolizei, da war das Zugende noch im Fischertal. Kennst du die kilometerlangen Kurven, die sich am Hang nach dem Lichtenplatz hinaufziehen, jene Serpentinen, die dem bergan Schreitenden immer wieder Enttäuschung bereiten, weil sie, wenn die eine Bergnase umgangen ist, fort und fort neu zu bewältigende Rundungen bieten? Heute, ja, da schreitete es sich schneller und kurzweiliger den Berg hinan. Das tat, weil Hörnerschall und Trommelklang und munterer Sang und mancher frohe Scherz den Marsch würzten und damit kürzten. Das weite Rund des Stadions, das festlichen Schmuck trug, war dicht besetzt, und dennoch wollte der Einmarsch der Massen der Werktätigen Barmens kein Ende nehmen. Ein lebendiges farbenprächtiges Bild. In der Mitte der am Vorabend aufgerichtete, stattliche, dem heimischen Wald entstammende Maibaum, dieses Merkzeichen wiedererweckten Brauchtums unserer Urväter, das ihnen der Ausdruck volkhafter Gemeinschaft war. Wir werfen unsere Blicke rundum! Da waren die von der Post und der Bahn, und da waren ferner u. a. die Handwerker in zünftiger Kluft, Zehntausende, die Arme recken sich hoch zum Gruß, die Fahnen marschieren ein ins Stadion, gruppieren sich vor der Tribüne. Standortführer Breidenbach tritt vor und meldet dem Kreisleiter die 17 Sieger im Reichsberufswettkampf, die heute für ihre Leistung die gebührende Ehrung erhalten. Kreisleiter Feick erinnerte daran, daß durch vierzehn Jahre hindurch das Wort Arbeit wohl eine große Rolle gespielt habe, daß aber erst heute dem Wort Inhalt gegeben worden sei. Endlich, so rief der Redner aus, hat der Satz„Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter“ wieder sinnfällige Gestalt angenommen. Die ewige Sehnsucht der schaffenden Menschen ist erfüllt. Die Arbeit adelt, jede Arbeit adelt, wenn sie im Sinne und zum Wohle der Gemeinschaft vollbracht wird. Schon in die Jugend wird die Bedeutung der Arbeit Lachende die meisten aber in ihrem Sonntagszivil,— und die Abordnungen der NS.=Formationen, eine Militärabteilung, Arbeitsdienstler— alle mit Gesichtern, aus denen Feiertagsstimmung strahlte, Augen, die Gesinnungsfrieden und Gemeinschaftswillen kündeten... Fanfarenklänge, Maigesänge, ein Grußwort des Kreiswalters der DAF., Carnap. Und dann die Führerrede, diese aufrüttelnden Worte des Mannes, dessen Ziel war, den deutschen Arbeiter für seine Gedanken zu gewinnen und damit für das Vaterland zu retten, und dessen stolze Gewißbeit es ist, daß ihm das, was er sich vorgenammen, vollauf gelungen sei.— Wie der Anmarsch, so vollzog sich auch der Abmarsch der Tausende und Abertausende wieder in voller Ordnung. Es steckt Disziplin im deutschen Volke, weil es guten Willens geworden ist, wissend, daß es einen Mann an seiner Spitze bat, auf den unbedingter Verlaß ist. Und so ging es heim... wieder talwärts... um nach Stunden der Ruhe dann sich neuer Feierfreude im Kreise der Betriebsgemeinschaft hinzugeben. Stadion Elberfeld Vor der Fahnenwand der Tribüne steben die Abordnungen der Berufe, die Formationen. Arbeitsdienst und Schutzpolizei marschieren ein, mit hellem Jubel begrüßt, der sich steigert zu bellauflodernder Freude, als eine Abordnung der Wehrmacht im Paradeschritt einmarschiert. Das Kommando„Stillgestanden“ erklingt, die Formationen der Wehrmacht und der Polizei präsentieren. Der Badenweiler Marsch brauft über die Gesichter. und der Wert der vollendeten Arbeitsleistung eingepflanzt. Hunderttausende maßen ihre Kräfte im Reichsberufswettkampf. 8000 waren es im Gau, die um die Siegespalme stritten, und 17 Wuppertalern war hier ein Erfolg beschert. Hier wurde eine kurze Ehrung der Sieger eingeschaltet. Jeder der Mädels und Jungen erhielt vom Kreisleiter zur Erinnerung ein Diplom. Die Sonne brach durch die leichten Dunstwolken und wob goldenes Strahlengewebe um die Berge ringsum und schien bell auf die Menschen nieder. Kreisleiter Feick führte weiter erma folgendes aus: Wie bier in Wuppertal, so haven sich zu gleicher Stunde in allen Städten und Gauen die schaffenden Deutschen zusammengefunden, aber nicht nur an diesem Tage, sondern immer wieder und wieder müsse daran erinnert werden, daß in drei Jahren Aufbauarbeit das erreicht worden ist, was Deutschland seit Jahrbunderten ersehnte: Die Gemeinschaft des ganzen Volkes. Das deutsche Volk, das mit so vielen Vorzügen ausgestattet ist, verfiel nach Aufstiegen und Blütezeiten immer wieder dem Verfall, weil es nicht erkannte, daß nur die Gemeinschaft die Ewigkeit Deutschlands garantiert, die Gemeinschaft, die in der Erkenntnis begründet ist, daß ein räumlich so beengtes Volk wie das deutsche nur lebensfähig ist, wenn jeder bereit ist, für den anderen einzusteben. Nur dann ist der Bestand Deutschlands für Jahrhunderte gesichert, wenn wir ein Volk von Brüdern und Schwestern sind, wenn 65 Millionen Deutsche im gleichen Schritt marschieren. Der 1. Mai 1933 hat dem Führer Gelegenheit gegeben, die Arbeiter in die Nation Selbst der Kleinste freut sich des Lebens. Mit Musik gehts noch mal so gut. Vor dem Strafrichter Anzugliedern. dadurch, daß er sie gleichberechtigt neben die anderen Stände stellte. Und aus dieser Gemeinschaft heraus ist schon die wunderbare Einmütigkeit erwachsen, die Deutschland nie zuvor erlebt hat. Ueber alle Verschiedenheiten des Berufs, der Konfessionen und der Länder hinweg hat sich das deutsche Volk zur Einmütigkeit bekannt, die ihren Ausdruck in der HJ. und den anderen Formationen der Bewegung gefunden bat und im Arbeitsdienst und in der neuerstandenen Wehrmacht. Heute können wir sagen, daß alle Gegensätze überbrückt sind im Hinblick auf die Schicksalsgemeinschaft unseres Volkes. Mit freudig bewegten Worten gedachte sodann deKreisleiter der kommenden Stunden, in denen, der Parole gemäß, die Dr. Ley für den nattonalen Feiertag des Volkes gab, Deutschland seines Lebens froh wird. Die Betriebe werden sich zu fröhlichen Feiern zusammenfinden, und jedermann wird an diesem Tage seines Lebens froh werden und darüber hinaus erkennen, daß nur Deutschland dem Deutschen diese Freude geben tönne. Mit dem Wunsche an alle, sich heute wirklich des Lebens zu freuen, schloß Kreisleiter Feick seine Rede, die die Tausenden mit froher Begeisterung aufnahmen. Ebenso begeistert hörten sie dann die Rede des Führers, die in dieser Stunde von ganz Deutschland gehört wurde. Gewaltig und betenntnisfroy schallte das„Siegheil“ durch das Stadion, und mächtig brausten die Nationallieder empor, kündend von der Gemeinschaft des ganzen Volkes. Jn Langerfeld kamen die Betriebsgemeinschaften auf der Henkelswiese zusammen. Am Morgen schon war der Maibaum errichtet worden und Ortsgruppenleiter Karbach hatte richtungweisende Worte zu den Waltern gesprochen. Um 11 Uhr füllte sich langsam der fahnengeschmückte Platz, in dessen Mitte der Maibaum ragte. Bevor die Rede des Führers übertragen wurde, sprach Ortsgruppenleiter Karbach und wies darauf hin, daß in der Gefolgschaft des Führers allein Deutschland zur Einheit und Größe geführt werden könne. Es gelte, sich stets aus allen Widerwärtigkeiten des Alltags am Vorbild des Führers aufzurichten. Nach der Rede des Führers sangen die Tausende die Nationallieder und brachten ihre begeisterte Zustimmung in dem dreifachen Siegheil zu sinnfälligem Ausdruck. Am Nachmittag herrschte auf dem Festplatz fröhliches Treiben. Eine Kirmes war aufgebaut worden und Jung und Alt vergnügte sich bei fröhlichem Spiel und festlichem Tanz. Jn Ronsdorf Das Rathaus, der Marktplatz, sowie die Straßen gleichen einem Tannen= und Birkengehege, alles überflattert von Hakenkreuzfahnen. In den frühen Abendstunden bummern die Jungvolktrommler los. Das junge Deutschland marschiert zum Marktplatz, wo in feierlicher Weise der Maibaum errichtet wird. Marschlieder einer Musikkapelle klingen auf, Fahrten= und Kampflieder ertönen, ein Sprechchor der H. I. folgt und dann singt und klingt es:„Der Mai ist gekommen." In einer kurzen, kernigen Ansprache wies Ortsgruppenwart Jagenburg auf die Bedeutung des 1. Mai hin. Auf dem Reinsbagenplatz formieren sich nach den Betriebsfeiern die Marschkolonnen, und nun gehts mit Marschmusik durchs Städtchen zum prächtig ausgeschmückten Festplatz in den Anlagen. Hier bewegt sich ein frohbeschwingtes Leben und Treiben. Ortsgruppenleiter Jagenburg spricht vom 1. Mai, dem Festtag des Arbeiters. Die Sänger der Singgemeinschaft lassen deutschen Männergesang in den Maimorgen erschallen. Die Ortssieger des Berufswettkampfes erhalten ihre Anerkennungen für Leistung, und dann in der Mittagstunde hört alles des Führers zündende Rede. „Eine Art Darlehen" „Preisend mit viel schönen Reden seiner Stoffe Güt' und Wert“, zog vor einiger Zeit der 28jährige Walter D. aus Barmen durch die Lande; größere und kleine Städte des naben Westfalens hatten wiederholt das Vergnügen, ihn in ihren Mauern zu beherbergen. D. kam mit einer kleinen Mustersammlung von Anzugstoffen an, streifte mit Vorliebe in den Wohnvierteln der nicht auf Rosen gebetteten Arbeiterbevölkerung umher und bot den Volksgenossen anhand seiner Muster ungewöhnlich billige Anzugstoffe an. Er erzählte den Leuten, er habe Auftrag, das große Warenlager eines jüdischen Kaufmannes abzustoßen, der ins Ausland abwandern wolle: er sei daher in der angenehmen Lage, Stoffe, die beim Schneider je Meter 13 M. und mehr kosteten, für 5 M. abzugeben. Wer 5 M. anzahlen könne, werde in zwei bis drei Tagen seinen Anzugstoff erhalten. Da D seyr sicher auftrat und sich treuherzig zu geben verstand, gelang es ihm in burzer Zeit, 15 Aufträge mit Anzahlungen von insgesamt 120 M.„bereinzuholen". Zweifelsüchtige Kunden berunigte er mit der Bemerkung, er werde sich doch nicht für 5 M. der Polizei aussetzen. Wahrscheinlich hätte D. noch viel mehr„Aufträge“ geholt, wenn die Gewerbepolizei in Milspe ihn nicht ang balten und ihm— weil er keinen Hausterschein besaß— die Muster weggenommen hätte. Auf längere Dauer war sein„Geschäft“ allerdings auch nicht abgestellt, denn sein Kundenkreis bestand nur aus Leuten, für die 5 M. viel Geld bedeutete und die es deshalb schnell mit der Angst zu tun bekamen, wenn die versprochene Lieferzeit nicht eingehalten wurde. Schon nach wenigen Tagen erschienen die ersten Kunden an D.s Wohnungstür und verlangten von der ihnen öffnenden Mutter den Stoff oder ihr Geld zurück; als sie weder das eine noch das andere erhielten, wandten sie sich klüglich sosort an die Polizei. Dieser Schritt hatte für einige den Erfolg, daß sie von D.s Eltern entschädigt wurden; andere mußten sich mit Vertröstungen zufriedengeben. Die Polizei ließ die Sache natürlich nicht auf sich beruhen, sondern nahm den„billigen Jakob“ in sichere Hut und deckte dann die Zusammenhänge auf. Es ergab sich, daß D. sich die Muster auf betrügerische Art und Weise von einem Schneidermeister verschafft und die Preise beliebig heruntergezeichnet hatte, u.n seine Betrügereien durchführen zu können. Ferner kam man dahinter, daß er auf einem amilichen Schreiben einen Quittungsvermerk gefälscht und auf diese Weise seine eigene Mutter um 3,50 M. begaunert hatte. D. wurde jetzt dem Schöffengericht vorgeführt, Hier erzählte er— ebenso wortreich wie bei seinen„Geschäften“—, daß es seine feste Absicht gewesen sei, den Leuten das Geld baldigst zurückzugeben; er habe diese Anzahlungen nur als eine Art Darlehen angesehen. Wäre er nicht so von seinen Gläubigern gedrängt worden, so hätte er niemals zu diesem— wie er einsehe— sträflichen Mitteln der Geldbeschaffung gegriffen. Das Gericht hielt es für angebracht, den schon fünfmal bestraften Angeklagten diesmal energisch anzufassen; es verurteilte ihn zu 9 Monaten Gefängnis. D. erkannte das Urteil sofort an. An der Registrierkasse gescheitert Einer, der einer Registrierkasse ein Schnippchen schlagen und auf diese Weise seinen Arbeitgeber bemogeln zu können glaubte, letzten Endes dabei aber den kürzeren zog, mußte sich jetzt eine gründliche„Kassenprüfung" durch das Wuppertaler Schöffengericht gefallen lassen. Adolf K.— so hieß der 30jährige Angeklagte— konnte zwar nicht bestreiten, daß hauptsächlich an einer der beiden Registriertassen des von ihm geleiteten Filialgeschäftes auf Unterschlagung hindeutende Manipulationen vorgenommen worden seien, aber er wollte es nicht wahrhaben, daß er„derjenige, welcher" gewesen sei. So wandte er ein, daß nicht nur er, sondern auch Verwandte des Geschäftsinhabers die Kasse bedient hätten; dasselbe sei von den anderen Angestellten des Geschäfts zu sagen. In der Firma sei viel gestohlen worden; einer habe dem anderen nicht getraut; desbalb sei schwer aufzuklären, wer die Betrügereien an der Registrierkasse begangen habe. Es bestehe auch die Möglichkeit, daß die verdächtigen Buchungen absichtlich gemacht worden seien, um ihm, den man gern habe los sein wollen, etwas am Zeuge slicken zu können; jedenfalls müsse man es auffällig finden, daß der Geschäftsinhaber seinen Vorschlag, sofort die Kriminalpolizei zur Aufflärung der Sache heranzuziehen, abgelehnt habe. Was man von dieser Schilderung halten durfte, zeigte die mehrstündige Beweisaufnahme. U. a. wurde festgestellt, daß K.„seine“ Kasse fast immer ganz allein bedient habe und ängstlich deswegen besorgt gewesen sei, daß nur ja kein anderer sie bediene. Besonders kennzeichnend war die Aussage einer Kundin des Ladens; sie, die früher Verkäuferin in einem Geschäft gleicher Branche gewesen war, hatte beim Einkauf beobachtet, daß der Angeklagte nur einen kleinen Teil der vereinnahmten Beträge in die Registrierkasse aufgenommen, den größeren Teil aber in die eigene Tasche gesteckt hatte. Als sie sich erlaubte, ihm deswegen Vorhaltungen zu machen, war K. noch frech geworden und hatte sie„alte Wiesnas“ gescholten. Schließlich war K. eine Woche lang bei seiner Kassenführung beovachtet worden, und ein Sachverständiger hatte dann herausgefunden, mit welchen Mittelchen K. seine Kasse scheinbar stimmend gemacht hatte. Durch sein hartnäckiges Leugnen, das ihm als ein Mangel an Reue ausgelegt werden mußte, verschlechterte K. seine Lage erheblich; andere mildernde Umstände gab's jedenfalls für ihn nicht, da er sich nicht auf Notlage berufen konnte. Das Gericht verurteilte ihn zu 9 Monaten Gefängnis. Ein schlechter Ausweg „Wenn ich gewußt hätte, daß meine Handlungsweise so schwere Folgen haben könnte, bätte ich diesen Ausweg nicht eingeschlagen." Mit einer derartigen Erklärung glaubte die 23jährige Frau R. aus Barmen, die gestern als Angeklagte vor dem Schöffengericht stand, dem Vorwurf die Spitze abbrechen zu können, sich der gewinnsüchtigen Fälschung öffentlicher Urkunden schuldig gemacht zu haben. Sie mußte sich daraufhin sagen lassen, daß der alte Rechtsgrundsatz„Unkenntnis des Gesetzes schützt nicht vor Strase“ immer noch gültig sei.— Die Verbandlung ergab, daß der Angeklagten eines Tages von einem auswärtigen Gläubiger für eine Forderung von 70 Mark eine Frisiertoilette gepfändet worden war und daß sie sich daraufhin verpflichtet hatte, ihre Schuld nunmehr in Monatsraten von je 10 Mark avzuzahlen. Es war vereinbart worden, daß sie dem mit der Pfändung beauftragten Gerichtsvollziehen jedesmal den Postanweisungsabschnitt vorlegen solle und daß der Beamte dann den Versteigerungstermin um einen Monat hinausschieben werde. Frau R. hatte schon den Avschnitt über die dritte Einzahlung präsentiert, als der Gerichtsvollzieher von seinem Auftraggeber mit der Nachricht übereines kleinen Mannes aus einer großen Stadt mi Sonntag, den 26. April. Es regnete. Natürlich; denn im Elberfelder Stadion sollen die Motoren donnern auf Deutschlands schnellster Zementbahn. Es regnete aber nicht genug, um den Rennen den Garaus zu machen, und so sah das schöngelegene Stadion zwischen Wasser und grünen Waldbergen wieder einmal zünftige schnelle Kämpfe. Auch der Zuschauer waren, der Witterung entsprechend, recht viele anwesend. Hans Soenius, der Altmeister und besondere Freund der Elberfelder Bahn, machte natürlich das Rennen. Wir wollen annehmen, daß die Veranstaltung als günstiges Vorzeichen für künftige Rennen angeshen werden kann, zumal man auch mit Steherrennen in absehbarer Zukunft(10. Mai) rechnet. Hier aber hat der Veranstalter mit dem Mißtrauen des Publikums zu rechnen, das vollends nach dem 30. August 1935, dem schwarzen Tag des Wuppertaler Stehersports skeptisch geworden ist und mit kühler Reserve den kommenden Dingen entgegensieht. Im Interesse der Stadt und des Wuppertaler Sports wäre es zu wünschen, daß die beschattete Motorsportvergangenheit ausgelöscht würde, und das Stadion wieder wie in alten Tagen von der Begeisterung motorbegeisterter Zuschauer widerhallt. Uebrigens Stadion. Der deutsche Sprachverein ist dabei, dieses Fremdwort auszumerzen und es gegen Kampfbahn oder Kampfstätte einzutauschen. Wir haben bereits einige Kampfbahnen in Wuppertal, z. B. die Waldkampfbahn in Vohwinkel, und wir müssen sagen, daß diese Bezeichnung durchaus so verständlich und schön ist wie Stadion. Aber von Straßen= und Geländenamen mag ein anderes Mal gesprochen werden. Es gäbe dabei noch anderes zu verbessern. Montag, den 27. April. Das dicke Ende kam in Gestalt eines Hochwassers hinter der Unwetterkatastrophe vom 19. April einher und man machte sich schon auf kleine Störungen gefaßt, als die Flut schon wieder fiel. Nur oberhalb der Stadt standen ein paar Wiesen unter Wasser, und ein paar Bretter und Sträucher schwammen zu Tal. Ganz harmlos also verlief sich das Wasser, wohl nicht zuletzt deshalb, weil die Talsperren leer, sehr leer waren und die Hauptmasse der Niederschläge aufnehmen konnten und dadurch gleichzeitig das drohende Gespenst einer Wasserknappheit im Sommer vernichteten. Dienstag, den 28. April. In den beiden Stadthallen sind Tausende zusammengekommen, um den Abschluß der Woche des deutschen Jungvolks zu erleben. Gauleiter Florian und Gebietsführer Deinert zeichneten in grundlegenden Worten den Aufbau der Jugenderziehung im dritten Reich. Tausende kamen, um hier aus berufenem Munde sich Aufklärung und Richtung zu holen. Zu gleicher Zeit saßen in einer Modenschau zwei Damen bei einer Tasse Mokka. Nachdem jede von ihnen ein Stückchen Kirschtorte, drei Mohrenköpfe, zwei Rumkugeln und ein oder zwei Ballen verzehrt hatten, beäugten sie die Moden, die der Sommer bringt. Gegen diese Modenschau ist natürlich nichts zu sagen, im Gegenteil, nimmt doch die Mode einen beachtlichen Platz in der Industrie ein. Auch dagegen soll nichts gesagt werden, daß eine Frau sich mit dem, was sie trägt, auseinandersetzt, denn, ehrlich gesagt, die Männer sehen's ja doch gern, wenn die Frauen schick und geschmackvoll angezogen sind. Wir wollen auch über die Trümmer des Kaffeemahles hinwegjehen, weil, ja, weil es noch etwas wichtigeres gab. Es wurde nämlich u. a. ein Strandanzug gezeigt, der auf dem Rücken weit ausgeschnitten war, um Luft und Sonne Zutritt zu gewähren. Eine der Damen seufzte, sagte vollkommen gebrochen:„Wie entzückend, aber kann ihn nicht tragen, den Anzug denn ich habe einen pfenniggroßen weißen Hautflecken auf dem Rücken“. Die zweite Dame nickte mitleidig und gleichfalls besorgt, meinte dann jedoch, daß man diesen Flecken färben und unsichtbar machen könne. Diese Frage beschäftigte die Damen bei einer weiteren Tasse Kaffee und einer Scheibe Nußkranz noch geraume Zeit. Woraus zu ersehen ist, daß es immer noch Menschen gibt, die ihre Sorgen haben. Tödlich können diese Sorgen werden. Kaum zu ertragen sind sie. Ich wollte, ich könnte meine Sorgen gegen diese eintauschen. Mittwoch, den 29. April. Gestern Abend stieg eine alte Frau in die Linie 2, wollte ihren Fahrschein bezahlen und mußte feststellen, daß sie kein Geld mit sich trug. Der Schaffner war jedoch kein Unmensch, gab den Fahrschein auf Kredit und es wurde ausgemacht, daß die Frau das Geld in einem Zigarrengeschäft am Wichlinghauser Markt hinterlegen sollte. Heute traf ich den Schaffner wiederum. Das Geld hatte er schon vorgefunden und 6 Zigaretten außerdem. Er erzählte übrigens, daß es häufig vorkomme, daß er das Fahrgeld für einen Fahrgaste auslegen müsse. Weniger häufig sei es allerdings daß er sein Geld zurückbekomme. Und ein Geschenk obendrein habe er heute zum erstenmal erhalten. Das ist vor allem deshalb festzustellen, weil die Straßenbahnschaffner meist Mittelpunkte unwilliger Kritik sind, zu Unrecht meist. Hier zeigt es sich, daß sie über ihre Pflicht hinausgehen und helfen, wo sie können. Daß sie es nicht allen recht machen können, liegt wohl an den großen Ansprüchen mancher Menschen, die sich in der Straßenbahn als Herren aufspielen, zur Entschädigung dafür, daß sie sich ansonsten Aus Heimat und Natur Die Kuhschelle. Verhältnismäßig selten geworden unter den Pflanzen ist auch die Kuh= oder Küchenschelle. Sie ist deswegen unter Naturschutz gestellt worden. Bei der großen Kuhschelle sino vie Blüten hellviolett, bei der kleinen schwarzviolett. Mit Vorliebe läßt sie sich an sonnigen Abhängen nieder. Etwa im April bis Mai erfreut uns die Blume mit ihren schönen Blüten. Sie gehört zur großen Familie der Hahnenfußgewächse. Weil die Blüten Aehnlichkeit mit einer Schelle oder Glocke haben, wurde sie so genannt; der ursprüngliche Name ist Kuhschelle, woraus Küchenschelle gemacht wurde.(Brandt.) rascht wurde, es sei Zeit, die Versteigerung durchzuführen, weil die Schuldnerin nach der ersten Rate bloß zwei Zahlungen von 1,— Mk. und 2,— Mk. geleistet habe. Um dem Gläubiger zu beweisen, daß er sich irren müsse, schickte der Gerichtsvollzieher ihm die beiden Postabschnitte ein; jener war nun in der Lage, festzustellen. daß Frau R. dem Gerichtsvollzieher verfälschte Quittungen vorgelegt hatte. Die Hoffnung, über kurz oder lang doch noch zu seinem Gelde zu kommen, hielt den Gläubiger zunächst davon ab, Frau R. anzuzeigen; er stellte ihr dagegen anheim, sich durch sofortige Zahlung der rückständigen Raten die gefälschten Quittungen zurückzuverschaffen. Frau R. machte jedoch keine Anstalten, die gebotene Chance zu nützen; im Gegenteil, sie zahlte nicht nur keinen Pfennig mehr, sondern behütete die gepfändete Frisiertoilette auch so sorglich, daß der große Spiegel bei einem Umzug zerbrach und das Möbelstück dadurch für eine Versteigerung ungeeignet wurde. Nach der sechsten erfolglosen Mahnung wandte sich der Gläubiger erst an die Polizei. Frau R. gab aber immer noch nicht klein bei; sie verstand es, sich monatelang an einer Vernehmung vorbeizudrücken. Kein Wunder, daß bei dem Geschädigten und den Behörden der Eindruck entstand, es mit einer böswilligen Schulderin zu tun zu haben. Auch das Gericht konnte sich gestern dieses Eindrucks nicht erwehren; trotzdem ging es in seinem Urteil nicht über die Mindeststrafe für gewinnsüchtige Verfälschung einer öffentlichen Urkunde hinaus, weil es der Ansicht war, daß die noch unbestrafte Angeklagte von den vorgeschriebenen 3 Monaten Gefängnis schwer genug getroffen werde. Frau R. ergab sich in das Unvermeidliche; sie erkannte das Urteil sofort an. einem hitzigen Chef oder einer wachsamen Hausfrau unterwerfen müssen. Donnerstag, den 30. April. Dutzende von Wagen fahren durch die Stadt, hoch mit Birken- und Tannengrün beladen. Nach und nach wurden die grünen Zweige vor den Häusern aufgepflanzt, Girlanden an den Fronten entlang gezogen und Ketten bunter Wimpel aufgehängt. Wie Blumensträuße nahmen sich an den Ecken die Fähnbündel aus, kleine, größere, aus Papier oder Stoff gefertigt. Um wenige Pfennige wurden sie verkauft und die Kinder trugen sie in den Händen, an den Häusern füllten sie die Lücken im grünen Kleid aus. Freitag, den 1. Mai. Am Morgen weckte das Jungvolk mit hellen Rufen die Schläfer zum nationalen Feiertag des deutschen Volkes. Und mit ihren hellen Stimmen und ihren frischen Liedern begann der Tag, der sich über einen machtvoll widerhallenden Mittag hob und sich in einem frohen Abend vollendete. nis machte wahr, was wir ersehnten, die Einheit der schaffenden Menschen. Wir saßen zusammen, Betriebsführer, Meister, Faktor und Arbeiter, Buchhalter und Schriftleiter. Ganz weit ist der Begriff der Arbeit gespannt. Aber jeder, der an seinem Posten treu und unentwegt stebt. ist Arbeiter, gleichberechtigt mit jedem anderen schaffenden Deutschen. Man ist geneigt, diese Stunden als Symbol zu bezeichnen. Sie sind aber mehr: eine Wirklichkeit, die ihre innere Kraft in ein ganzes Jahr unermüdlicher Arbeit ausstrahlt Samstag, den 2. Mai. Autobusse rollen durch die Straße. mit fröhlichen Menschen, die an diesem Tage hinausfahren, um den freien Tag, der vielen Schaffenden gegeben ist, zu erleben und auszunutzen. Den anderen bleibt nichts übrig. als sich auf den Sonntag zu freuen. Homunkulus. Vierte Beilage 102 littelpunkt Wuppertals is Adressbuch sagt; 7° 10° östlicher Lánge, 51° 15' nórdher Breite/ Ein Kapitel über mathematische Erdkunde iten fravielleicht innerste nbiegen, 5, dann lerdings lare Befriedigt. Grad 10 Minuten öhnliche t:„Einr nichts tte eine Ortes tatischen sen sich Antwort ber sehr Beheimins ein Graden, Leicht elle als nd wisortmeltungen, n überelt mit (s. B. 1 ihrer Doher ichtung heißen) (richspielen ur Ben und uch zu n GeoGrad“ fradus, Linute, schließm La000 v. Teile, wurde n Bowurde tragen enutzt. l aus ie sich und wergel in toder t hier Teilt Krei. d 111 tinute f jede idung st es f der h die Mizleich eitenhe an von von nne Ein Blick auf die Landkarte. Photo: Stadt=Anzeiger. Die Entfernung Aequator—Bendahl beträgt 5755 Kilometer. Hargenau stimmt diese Zahl nicht, aber für eine Fußtour mit abschließender Kahnpartie und entsprechender Verproviantierung ist sie Richtschnur genug. Der östlichste Punkt Wuppertals liegt nahe dem Bahnhof Remlingrade: 7° 19'(7 Grad, 19 Minuten) östlicher Länge. Den westlichen Punkt finden wir vor dem Bahnhof Gruiten: 7°2' östlicher Länge. Der südlichste Punkt liegt beim Straßenbahnhof Müngsten: 51°10 nördlicher Breite, der nördlichste vor Bahnhof Schee: 51°19' nördlicher Breite. In diesem Zusammenhang und zur weiteren Erklärung wollen wir anführen, daß auch die Stunden=, Minuten-, und Sekundeneinteilung des Tages von den Babyloniern ausgeht. Dieses alte Kulturvolk übertrug nämlich die beim Jahreskreis der Sonne (Ekliptik) vorgenommene Einteilung in zwölf Abschnitte(Widder, Fische, Krebs, Zwillinge usw.) auf den Tageskreis der Sonne. Es kam so zu Abschnitten, die unserer heutigen Doppelstunde gleichkommen. Aus praktischen Gründen wurde die Doppelstunde später nochmals geteilt, wodurch unsere jetzige Stundenrechnung entstand. Die Stunden wurden in Minuten, die Minuten in Sekunden unterFragen des deutschen Außenhandels Reichsbankdirektor Blessing sprach zur ber gischen Wirtschaf AbSüd= Auf Veranlassung der Bergischen Indudiane strie= und Handelskammer Wuppertal=Remrden. scheid und der Außenhandelsstelle für das aus Bergische Land referierte am DonnerstagGlo= abend im großen Saale der„Concordia“ in auf= Barmen Reichsbankdirektor Blesings= sing, Generalreferent im Reichs- und Preutern- ßischen Wirtschaftsministerium, über das geht; Thema„Außenhandelsfragen". Der Einlavon dung der Kammer waren Vertreter der FirGrad men aus allen Teilen des Kammerbezirks in Stadt überaus großer Zahl gefolgt. Als Gäste wan 7. ren zahlreiche Vertreter aus Partei und BeDie hörden, unter ihnen die Oberbürgermeister von Hier Wuppertal und Remscheid, verschiedene Land: 51 räte des Kammerbezirks, Wirtschaftsberater der wir NSDAP, Vertreter der Reichsbank und anErde dere anwesend. qua In seiner Begrüßungsansprache gab Handelskammerpräsident Dr. Wachs ßlich seiner Freude darüber Ausdruck, daß ReichsIn= bankdirektor Blessing trotz seiner starken soniktes stigen Inanspruchnahme die Einladung der ator Kammer, vor der bergischen Wirtschaft zu spreäber chen, angenommen habe. Dr. Wachs untermer strich die große Bedeutung, die der Erport von Pol jeher für das bergische Wirtschaftsleben geauf. habt habe. Infolge der starken Abhängigkeit der bergischen Wirtschaft vom Außenhandel widme man gerade hier den Problemen der Außenhandelspolitik ganz besondere Aufmerksamkeit. Reichsbankdirektor Blessing betonte zu Beginn seiner umfassenden Ausführungen, daß er sich freue, in einem Kammerbezirk weilen zu können, der eine Hochburg des deutschen Exports darstelle. Sodann gab der Redner einen Ueberblick über die deutsche Rohstofflage. Er führte dabei aus, daß Deutschland trotz des im Ausland immer wieder prophezeiten Zusammenbruchs seine Arbeitsbeschaffungs= und Befreiungspolitik hätte durchführen können. Er ging sodann auf die gerade unseren Handelskammerbezirk interessierenden Exportfragen ein und behandelte dabei eingehend die Frage der Preisschleuderei und Unterbietung im Ausland, eine Frage, die vorher bereits in einer Beiratssitzung der Bergischen Industrie= und Handelskammer Gegenstand einer Aussprache gewesen war. Reichsbankdirektor Blessing erklärte dabei, daß Maßnahmen von oben hier nicht ohne weiteres Erfolg versprächen und ermahnte die beteiligten Kreise zur Disziplin. Die Selbsthilfeaktion der deutschen Wirtschaft werde auch im laufenden Jahre fortgesetzt werden müssen: die Höhe der aufzubringenden Mittel würde dabei etwas geringer sein können als im Vorjahre. teilt.— Damit wäre die Geschichte unserer heutigen Zeitrechnung erklärt. Wir wissen garnicht anders, als mit diesen Größen zu rechnen. Wir können uns auch nicht denken, daß es einmal ein anderes Mittel zur Orientierung und Einteilung der Tageszeit gab, die nun einmal nötig ist zum„pünktlichen Ablauf“ des Lebens. * Die bergige Oberfläche des Wuppertaler Stadtgebietes bringt eine Reihe von höchsten und tiefsten Punkten in den einzelnen Stadtteilen mit sich, deren Lage über dem Meeresspiegel mit dem Ausdruck„Höhe über NN“ bezeichnet wird.„NN“ heißt nichts anderes als„Normal-Null“, seit 1879 in Preußen der Ausdruck für alle Höhenangaben vom Meeresspiegel aus. Die Höhe des Meeresspiegels schwankt dauernd, daher nimmt man einen bestimmten Höhenpunkt an der Küste an, der für Deutschland 66 Meter beträgt; das ist der durchschnittliche Pegelstand von Swinemünde, oder, wie man sagt, der Stand über dem Mittelwasser von Swinemünde. Der Unterschied zwischen dem höchsten Punkt Wuppertals(Oberbergische Straße in Barmen; 350 m über NN) und dem niedrigsten(Straßenbahnhof Müngsten in Cronenberg; 107 m über NN) beträgt 243 Meter. Zum Hinunterfallen eine viel zu große Höhe. Mit hohen Absätzen kann man beide Punkte von Normal-Null aus keinesfalls überschauen. So betrachtet, ist die Differenz immerhin sehr beträchtlich, gegen die höchsten Punkte der asiatischen Bergwelt aber(Mont Everest 8882 m. Godwin Austen 8620 m, Tiratsch=Mir 7750 m) ist unser liebes Bergisches Land doch soviel wie ein Haufen von Ameisenhügeln, auch gegen die europäischen Bergriesen Mont Blane (4810 m) Monte Rosa(4638 m) und Weißhorn(5410 m) im Alpengebiet. Suchen wir hierzu noch den tiefsten Punkt mit rund 10000 Meter im Stillen Ozean, dann wollen wir die Wuppertaler Höhen und Tiefen vor jenen Giganten in der geologischen Gliederung der Erdoberfläche lieber verschweigen und hoffen das sie nicht über uns fallen. Mitleidig schauen die Barmer auf die Ortsteile Ronsdorf(höchster Punkt am Wasserturm Wolfskuhle; 345 m über NN) Elberfeld (am Wasserturm Hahnerberg; 338 Meter) Cronenberg(am Wasserturm Cronenfeld: 335 Meter) Beyenburg(Spiekerlinde; 310 m) und Vohwinkel(Kluse; 264 m über NN) hinab, denn sie haben in der Oberbergischen Straße mit 350 m über NN den höchsten Punkt in Wuppertal. Aber das ist kein Grund, hochmütig zu werden. Was die Tiefen angeht, so stehen die Barmer schön in der Mitte. können aber wieder die Elberfelder aufs Dach spucken. Der tiefste Punkt in Barmen ist der Alte Markt(152 m über NN) in Elberfeld der Rutenbecker Weg(134 m über NN). Die anderen tiefstgelegenen Punkte in Wuppertal sind: Beyenburg: Brennerei, 212 m: Ronsdorf: Blombacherbach, 172 m: Vohwinkel: Sammerstein, 137 m: Cronenberg: Straßenbahnhof Müngsten, 107 m über NN. Aus. Mit aller Entschiedenheit wandte sich Reichsbankdirektor Blessing gegen eine Abwertung der Mark, u. a. auch mit der Begründung, daß eine Abwertung die Devisenund Rohstoffbewirtschaftung und die damit verbundene Bürokratie nicht beseitigen könne. Im Anschluß daran ging der Redner eingebend auf das Kompensationsgeschäft ein und sagte, daß die einschränkenden Maßnahmen, die in letzter Zeit getroffen worden seien, von den einen als nicht zu weitgehend, von den anderen dagegen als übertrieben betrachtet würden. Tatsache sei, daß die Erfahrungen. die man mit dem Kompensationsgeschäft gemacht habe, nicht sehr erfreulich gewesen seien, und zwar insbesondere deshalb, weil meist nicht zusätzliche Exporte in die Kompensationen eingezogen worden seien und auf der anderen Seite die gezahlten Pr“mien häufig zu Preisschleudereien geführt hätten. Schließlich betonte der Redner noch, daß die gegenwärtigen Schwierigkeiten auf dem Gebiete der Außenhandelspolitik eine Folge des Versailler Systems seien. Die Beendigung des gegenwärtigen unbefriedigenden Zustandes könne nur eine Befriedung der Welt durch die Lösung der durch Adolf Hitler in Angriff genommenen außenpolitischen Probleme erreicht werden. Handelskammerpräsident Dr. Wachs hob in seinem Schlußwort nochmals kurz die wichtigsten Punkte des Referats hervor und wies hierbei besonders auf die Ausführungen des Redners gegen eine Abwertung der Mark hin. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer fand die Veranstaltung ihr Ende. 2. Fortsetzung. *Ein wilder Ritt. Aber diese fünf Inder belehrten uns alle eines Besseren. Vorsichtig band ich im Stalle Tommy, den schwarzen Jakstier, los und führte ihn auf die Landstraße, hinten foigten die vier Zebus nach Tommy ließ sich so willig führen, daß ich den unvorsichtigen Versuch machte mich auf seinen Rücken zu setzen und zur Bahn zu reiten. In unserer großen Pantomime trug er ja auch einen ziemlich schweren Mann, und ich dachte mir. mein Gewicht genuge, um ihn vom Durchgehen auf großere Strecken aufzuhalten. Kaum saß ich richtig oben, unc hielt mich an den breiten Hornwurzeln an, als es losging. Er sowohl wie die vier Zebustiere brüllten dumpf auf, stellten den Schwanz steil nach oben und hinten, senkten den Kop/ und rasten los. Ich mußte mich mit allen Kräiten anhalten denn Stiergalopp ist viel schwerfalliger und schleudert starker als Pferdegolopp und außerdem wäre ich gerade unter die nachdonnernden Zebastiere gefallen Aber uns wäre kein Reitpferd nachgekommen so legten die Stiere jetzt auf der freien Landstraße los Wie die Wilden sausten sie immer die Straße entlang. ich mitten auf dem als ersten galoppierenden Jak. Ab und zu kamen uns große Lastautos entgegen, deren Lenker entsetzt in den Straßengraben hineinlenkten um der wilden Büffeljagd auszuweichen. Geschickt wichen unsere Stiere aus, aber ich konnte sie nicht zum Stehen bringen. Kampf auf der Straße. Vor uns tauchte ein langsam dahinfahrendes Pferdegespann auf, das Milchkannen beförderte Der Kutscher hörte den Lärm der anstürmenden Stiere sah sich um und hieb wild auf seine Pferde los, um unserer Büffelhorde zu entkommen Spielend holten wir ihn aber ein und als Tommy mit mir auf dem Rücken an den Pferden vorbeikam, scheuten diese und drängten in die Mitte der Straße. Ich erhielt einen fürchterlichen Ruck der mich sofort vom Buckel des Stieres herunterschleuderte. Ueber mich und neben mir vorbei rasten die vier Zebus stadtwärts zu. Als ich mich mühsam erhob, sah ich den blutüberströmten Tommy, wie er seine spitzen Hörner immer wieder mit größter Wucht in die Körper der sich am Boden windenden Pferde bohrte. Der Kutscher lag schreckensbleich daneben und sah sprachlos zu, wie der Jack seine schönen Tiere durchlöcherte Ich rappelte mich auf. und gerade da kam das Auto mit allen verfügbaren Zirkusleuten nachgesauft Acht Mann sprangen ab, der Rest fuhr mit dem Auto im Höllentempo den Zehus nach. Alle neun Mann hoch gingen wir nun auf Tommy los, mit Stangen, mit Lassos und mit eisernen Ketten So schnell konnten wir gar nicht auseinanderspringen, als er schon mitten unter uns war. Mich stieß er zu Boden und stand gleich mit den Vorderbeinen über mir Einigemal boxte er mich derart mit den breiten Hornwurzeln in die Brust daß mir Hören und Sehen verging. dann zwangen ihn die Hiebe und Stöße der Wärter, von mir abzulassen Ich konnte aber nicht mehr aufstehen, weil ich fast zerquetscht war. Unter dem umgestürzten Wagen liegend und mich hinter den toten Pferden deckend, sah ich zu, wie die Burschen mit dem schwarzen, zottigen Teufel herumrauften Den einen erwischte er mit den Hörnern und schleudertihn gute fünf Meter weit durch die Luft. Dem passierte nicht viel, aber einen anderen Burschen, der im letzten Moment beim Zurückspringen strauchelte, spießte er in der Luft direkt auf Das eine Horn drang dem Mann mitten durch die Brust, und einige Sekunden lang hob Tommy den Zappelnden hoch in die Lust. Als er ihn dann abschleuderte und mit den Hufen auf ihn los ging, warfen ihm endlich die anderen die langen Eisen= und Holzstangen zwischen die Beine, daß er stolperte und ordentlich hinkrachte. Im Nu lagen einige Riemen mit Zugschlingen um Hörner und Beine Liegend schleiften sie den Stier am Boden zum Graben wanden die Seile um den dort zunächst stehenden Chausseebaum und hielten ihn so fest. Der aufgespießte Wärter erlag leider im Krankenhaus der furchtbaren Verletzung, die vier indischen Zebus konnten am Bahnhof eingefangen werden Sie hatten keinen weiteren Schaden angerichtet, da ihnen auch in der belebten Stadt alles rechtzeitig ausgewichen war. Der letzte Dank. Ich rar der Mühe enthoben den Jack einzuwaggonieren, weil ich liegen mußte und erst nach vierzehn Tagen wieder humpeln konnte Dafür mußte ich bei den Proben dem Büffeldresseur helfen Die Zebus arbeiseten ganz willig, wenn auch etwas begriffsstutzig. Der Jack begriff sehr schnell, stand sehr bald auf der Tonne, kniete auf Befehl nieder und drehte sich im Kreise zur Musik. Aber er ging gern los, und das so plötzlich, daß man nie recht wußte, wann er böse sei oder gut. Auf kleinere Tiere ging er immer los, Hunde, Ponys und kleine Tiere aller Arten mußte man von ihm fernhalten. Den Zebus tat er nichts, obwohl bei dieser Nummer fünf ausgewachsene Stiere zusammenarbeiteten Bei einer Nachmittagsvorstellung sollten die vier Zebus die Schlußpyramide auf ihren kleinen Tonnen machen, und der schwarze Jak mitten unter ihnen, aber auf einer erhöhten Tonne, in die Knie fallen und so das Publikum zum Abschied grüßen. Der Jak betrat seine Tonne, verneigte sich, fiel auch in die Knie und schnaufte nur dumpf, als sich der Dresseur umdrehte, um sich für den Beifall zu bedanken Das war sein letzter Dank an das Publikum, denn im nächsten Moment hatte er beide spitzen Hörner des losspringenden Stieres durch den Rücken, so daß die Spitzen vorn herausstanden. Die Burschen sprangen hin, um wenigstens die Zebus zu halten, daß die vor dem Publikum nicht auch noch losgingen, ich packte den Jak bei dem Schwanz und drehte diesen aus Leibeskräften, um Tommy durch diesen Schmerz von seinem Opfer abzulenken Ein fürchterlicher Fußtritt des ausschlagenden Hinterhufes zwang mich loszulassen und beförderte mich mitten in die zusammengedrängt stehenden Zebus. Jetzt waren auch diese fertig zum Kampf und gingen schnaubend und unter dumpfem Brüllen aufeinander los. Inmitten der Manege tobten, stießen und trampelten fünf Stiere herum, man wußte gar nicht, wo man zuerst eingreifen sollte Ich konnte nicht so schnell zwischen den boxenden Zebus durch, um dem Dresseur zu helfen Da sah ich schon, wie ihn auf der anderen Seite zwei Feuerwehrleute und einige Zirkusleute der Länge nach zum Ausgang trugen. Drinnen tobte der Jak, der in der typischen Rachsucht der rasenden Büffel sein Opfer ganz vernichten wollte Gleichzeitig mit mir war auch unser Elefantendompteur hingesprungen, jeder von uns eine schwere Holzstange in der Faust. Nur dadurch, daß wir Tommy unausgesetzt auf die Augen schlugen und ihn so zwangen, diese geschlossen zu halten, konnten wir den Rückzug des Dresseurs decken. Aber nun hatte der Jak uns vor sich und stieß blindlings gegen uns los, wobei wir noch auf die Zebus achten mußten, die sich gegenseitig ordentlich mit den Hörnern bearbeiteten Das Publikum kümmerte uns nicht, wir hörten es toben und kreischen, aber hinsehen konnten wir nicht, dazu gaben uns die fünf Stiere zuviel zu tun. Der unglückliche Athlet. Wenn nicht ein Zuschauer sich eingemengt hätte, wären wir doch noch mit dem Jak fertig geworden, aber der Mann verdarb alles. Ein riesenhaft gebauter Mann, ein wirklicher Athlet, sprang zwischen uns hin und packte den tobenden, nach uns stoßenden Jak einfach bei den Hörnern. Uns brüllte er zu:„So macht man das mit einem wütenden Stier!“ Wir waren so baff, daß wir innehielten und atemlos zusahen, was jetzt kommen würde. Er bog dem Stier tatsächlich den Kopf gegen die Erde zu, wobei er mit weit gespreizten Beinen dastand. Aber dann besann sich Tommy Ein kurzer, aber ungeheurer Ruck mit den Hörnern nach oben, und der Mann baumelte in der Luft, weil er nicht gleich los ließ. Tommy raste jetzt schnell, wie er immer war, zwischen die Zebus, mit den Mann auf den Hörnern. Der Zuschauerraum war fast leer, denn die Leute hatten aus Angst vor diesem Stierkampf in wilder Panik das Zelt getäumt. Wir mußten alle aus der Manege heraus, hier war ein Mensch machtlos. Nur die beiden Gendarmen, die Dienst hatten, standen mit angelegtem Karabiner schußbereit da, konnten aber keinen sicheren Schuß abgeben, weil der Athlet immer noch zwischen den Tieren war. Als er endlich ganz zerstampft am Boden lag, gaben die Beamten Feuer. Zum Glück für uns alle zielten beide zugleich auf den Jak, denn hätten sie ihn oder einen Zebustier nur leicht verwundet, dann wäre der irkus demoliert gewesen. So brach Tommy nach den beiden Schüssen tot zusammen, die Zebus boxten ihn, als er verendend am Boden lag, noch einige Male fest in die Seiten und ließen sich dann ruhig wegführen. Unser Dresseur war schon im Krankenhaus gestorben. Beide Hörner waren durch den Rücken gedrungen und hatten Lunge und Herz zerrissen. Der Athlet war ein Fleisch hauer aus dem kleinen französischen Nest und galt als stärkster Mann der Umgebung Er hatte oft aus Bravour durchgehende Stiere mit den Händen bei den Hörnern angepackt und so zu Boden gezwungen. Aber ein ausgewachsener tibetanischer Jak ist kein europäischer Herdenstier. Da beide Gendarmen gesehen hatten, daß der Helfer allein, freiwillig kam und selbst den Stier angepackt hatte, traf uns keine Schuld. Ohrfeige für einen Stier. Um Tommy war uns wirklich nicht leid, aber nun fingen die vier indischen Zebus an, untereinander unverträglich zu werden. So nahm bei der Vorstellung in der nächsten Stadt ein weißer Stier einfach den Dompteur, in diesem Falle war ich es, mit den dicken Hörnern unter den Arm und stieß so ein bißchen zum Spaß mit mir herum. Das verbat ich mir energisch; ich stand mitten unter den vier Stieren und boxte ihn mit der Hand auf die breite Stirn. Eine Kopfbewegung beförderte mich, unter dröhnendem Gelächter der Zuschauer, zu Boden, ich rollte glatt wie ein Aal zur Seite, bis zur Logenbrüstung, wo mich hilfsbereite Hände faßten und zur Seite zogen. Hinter mir war schon der Stier, jetzt hörten auch die Leute auf zu lachen, als sie den brüllenden Kerl dicht hinter mir stoßbereit stehen sahen. Mit der Peitsche kann man bei Büffeln nichts ausrichten, eher noch mit Verblüfsung. Ich stand auf den Beinen, holte aus und hieb ihm eine derartig schallende Ohrfeige herunter, daß mir die Hand gleich darauf leblos und angeschwollen herunterhing. Ihm hatte der Klaps nicht weh getan, aber abgeschreckt, und unwillig brummend, ging er wieder auf seinen Platz zurück Vor dem Publikum, das wieder zu lachen begann, als der Stier wegtrottete, konnte ich nicht zeigen, daß die Hand durch den Hieb gelähmt war Ich hielt sie anscheinend ganz zwanglos an der Seite und ließ die vier Zebus so schnell wie möglich arbeiten. Endlich humpelten sie in dem ungeschickten Büffelgalonp zu ihren Ställen. Der dreifache Sprung des Schulreiters. Gerade in diesem Augenblick mußte die erst später nach ihnen arbeitende komische Hundenummer vorbeikommen. Obwohl besonders eingeschärft war, die Hunde nie sehen zu lassen, wenn die Stiere vorbeigeführt werden, achteten die Artisten nicht darauf, und gleich darauf fuhren die Hunde, Foxeln, Boxer und Pudel, kläffend und winselnd unseren Zebus zwischen die Beine Diese drehten sich erschreckt um und sausten gleich wieder in die Manege, wo gerade der Schulreiter die hohe Schule ritt. Er hatte ein prachtvolles Vollblutpferd und war ein so glänzender Reiter, daß er das einzig Richtige tat. um sich und das Pferd heil aus der Manege zu bringen. Als der erste Zebustier mit gesenktem Kopf hereinstürmte, riß er sein Pferd herum und ließ es in prachtvollem Sprung direkt über den Stier sausen. Noch ein Sporendruck, und der nachfolgende Zebustier war gleichfalls übersprungen, und mit dem dritten Sprung sausten Roß und Reiter durch die auseinanderstiebenden Artisten beim Eingang ins Freie heraus. Das hatte sich so schnell abgespielt, daß ich und auch die anderen gar nicht recht wußten, was los gewesen war. Man sah nur die Stiere hereinkommen uno gleichzeitig einen Reiter förmlich durch die Luft fliegen. Das Publikum glaubte allen Ernstes, das sei eine echte, besondere Zirkusnummer und klatschte begeistert Beisall. Die Zebus standen ganz beruhigt und teilnahmslos in der Manege und ließen sich ganz ruhig wieder in den Stall führen. Der Schulreiter erzählte uns dann draußen, daß er nur einen Gedanken hatte, als er den ersten Stier auftauchen sah: sein ihm unersetzliches Schulpferd in Sicherheit zu bringen Wenn er aber gewußt hätte, daß alle vier Tiere hereinstürmten, hätte er sich diesen Sprung überlegt. Denn er war direkt vor den Hörnern des zweiten Stieres gelandet, und aus purem Schreck darüber riß er instinktiv sein Pferd wieder hoch, und diesem gelang der verzweifelte Sprung über den zweiten Stier, und der rettende Satz zum Zirkus hinaus. Als ihm der Direktor allen Ernstes den Vorschlag machte, gegen Verdoppelung der bisherigen Gage diesen Sprung allabendlich zu wiederholen, geriet unser guter Schulreiter in heilige Wut.„Dieser dreifache Sprung war ein Wunder, das mir nie mehr begegnei wird!“ Je heißer es wurde, desto toller und übermütiger wurden die Zebus, und besonders wenn sie irgenowo Wasser witterten, waren sie nicht zu halten. Sie stürmten hinein legten sich im seichten Wasser nieder, und wir mußten stundenlang bei ihnen hocken bis sie von selbst wieder herauskamen Bei einer großen Rauferei im Zelt wurde ein Zebu schwer verletzt und mußte getötet werden Zwe: Woche später stieß während der Vorstellung wieder ein Stier seinem Nachbarn das eine Horn tief in den Rücken, dieser dreht sich so schnell um, daß der Stier das Horn noch nicht zurückziehen konnte. Der Getroffene drehte den in ihm steckenden Gegner zu Boden. Natürlich brach sich der Angreifer dabei das Genick das maj. ordentlich krachen hörte. Jetzt waren nur noch zwei indische Zebus da, mit denen man die Nummer nicht mehr ausführen konnte, und so blieben sie, fest angebunden und mit eisernen Ketten gesichert, nur in der Tierschau Sie hatten in der kurzen Zeit, in der se arbeiteten, mehr Schaden angerichtet und mehr Menschen teils umgebracht, teils schwer verletzt, als unsere vier Elefanten in den letzten zehn Jahren, wohl der beste Beweis für die Gefährlichkeit der Büffel. 4. Kapitel. Voker des Die Kartenpartie des Löwenbändigers. Im Verliner Zirkus Busch=Gebäude hängt vorn im Wandelgang eine große Bronzetafel folgenden Inhaits:„Zum Andenken an den Löwendompteur Karl Rost, der hier im Wagen von seinen Löwen zerrissen wurde!“ Damit verbindet sich wohl die grausigste und eigenartigste Erinnerung meines langjährigen Lebens unter Raubtieren. Der Fall beweist daß Aberglaube, Zufall und unheimliche Ereignisse Hand in Hand miteinander gehen. Seit diesem furchtbaren Erlebnis, seit diesem Tage nehme ich nie mehr eine Spielkarte in die Hand, so oft ich auch von Kollegen gehänselt werde. Krieg zwischen Berbern und Abessiniern. Einige Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges war ich als Tigerdompteur im gleichen Zirkus engagiert, in dem Karl Rost mit seinen Löwen arbeitete. Er hatte zuerst eine Gruppe von sechs abessinischen Löwen, die fahlgelb, also auffallend licht und hochbeinig sind. Der berühmte„große“ Busch, Kommisiionsrai und Eigentümer des Berliner Busch=Gebäudes, kaufte eines Tages eine Gruppe von sünf mächtigen Berberlöwen dazu, kleinere Tiere als die hochbeinigen Abessinier, aber mit kohlschwarzer Mähne, die sich unten am Bauch fortsetzte, lowie mächtigen schwarzen Ellbogenbüscheln. Rost brauchte lange, um die beiden verschiedenen Löwengruppen aneinander zu gewöhnen. In der Regel gingen die Berber auf die Abessinier los, die als ältere Tiere sich nichts gefallen ließen. Ich und der Eisbärendompteur hielten uns immer bereit, wenn Rost probte, tenn es gab drinnen derartige Raufereien, daß die Fetzen nur so flogen. Mit der Zeit gewöhnten sich die Tiere aber doch aneinander, und Rost konnte sich etwas mehr Ruhe gönnen. Bisher mußte er fast jede freie Stande dazu benützen, um durch fortgesetzte, stundenlange Proben die beiden Gruppen aneinander zu gewöhnen, und konnte seiner eigentlichen Beschäftigung, dem Pokerspiel, nicht so recht nachgehen. Nun aber, als die Tiere schon ruhiger und verträglicher geworden waren setzie er sich gleich nach seiner Arbeit in das Restourant, das im Zirkus war, und begann seine endlosen Pokerpartien hei denen wir anderen, dienstfreien Artisten mitbielten. Die unterbrochene Partie. Bekanntlich kauft man bei diesem Spiel Karten, die höchste Karte ist das As. Vier Asse sind nicht zu überbieten; es kommt aber in hundert Fällen einmal vor, daß einer alle vier Asse oder die um eine Stufe niedrigeren vier Könige auf einmal bekommt. Dies ist als Einleitung für diesen grausig-tragischen Fall zur Erklärung wichtig. Einmal schon hätten die Karten bald ein blutiges Opfer gefordert. Rost mußte plötzlich von einer Pokerpartie weg, weil ihn sein Löwenwärter in den Raubtierstall rief. Dort standen in drei dicht nebeneinanderstehenden Wagen seine elf Löwen Jeder Wagen war mit cem nächsten durch eine Tür verbunden die durch ein Schnappschloß geschlossen wurde So konnten die Tiere am schnellsten durch ihre Käfigwagen durch in den Laufkäfig, der im jesten Gebäude immer aufgestellt und an die Raubtierwagen ange'ossen bleibt. Im Reisezelt wird der Lauftäfig nach der Raubtiernummer abgebrochen und jedesmal neu aufgebaut. Rost warf seine Karten mit einem ärgerlichen Ausruf auf den Tisch und rannte in den Raubtierstall Im ersten Wagen, in dem die Berberlöwen waren, rauften zwei große Männchen miteinander. Rost renn sie mit der Eisenstange, schimpfte sie ordentlich aus und eilte dann zum Kartendie Partner hatten ihre Plätze verlassen und ließen ihm durch den Kellner sagen daß die unterbroch ne Partie erst e"bend fortgesetzt werde. Fortsetzung folgt.) Fünf von der Titanic (3. Fortsetzung.) Von Maria Oberlin Copyright by Prometheus=Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München. . Keiner der beiden hatte auf die hohe, schlanke Gestalt geachtet, die von einem Treppenpfosten verborgen, Zeuge der Unterredung geworden war. Ein tiefer Seufzer hob Thea Korffs Brust. Ihre schlimmsten Ahnungen hatten sich bewahrheit. In tiefen Gedanken wanderte sie durch die schweigende Dunkelheit. An der alten Stelle, an der sie häufig in stillen Nachtstunden Klarheit über sich zu gewinnen suchte, blieb sie stehen. Sie erschrak. Die kraftvolle Gestalt Hermann Froous stand vor ihr. Sie machte einen hastigen Schritt nach vorn. „Bleiben Sie", sagte er weich und bittend. „Ich will Sie nicht vertreiben." Seine Stimme wurde bitter. „Wir sind ja bald in Neuyork, diese Tage sind dann für immer zu Ende. Gönnen Sie mir die paar kurzen Stunden..." Sein Blick suchte durch die Dunkelheit den ihren, seine Stimme klang jetzt fast befehlend. Sie neigte leise den Kopf. „Traurig?" fragte er und versuchte, einen Blick zu erhaschen. Thea Korff griff nach dem Arm des Mannes. Die sanfte Berührung durchrieselte ihn wie glühendes Feuer. „Ich möchte Sie etwas fragen..." Leise erstickt klang ihre Stimme. „Würden Sie mich für schlecht halten, wenn ich einen feierlichen Eid, einen Schwur brechen würde?" Eine Weile war es still. Nur das leise Rauschen des Wassers drang zu den beiden Menschen herauf. In Hermann Frobus tobten widersprechende Gefühle. Seinem ehrlichen, geraden Sinn war ein gebrochenes Versprechen, ein gelöster Eid etwas Unfaßbares. Was konnte es sein, das die Frau zu dieser Frage brachte? Ihre leise Stimme klang jetzt an sein Ohr. „Vor einem halben Jahre starb mein Vater. Ich stehe jetzt ganz allein. Es war sein Herzenswunsch, die Firmen Korff und Bürger zu vereinigen. Der alte Bürger war ein Jugendfreund von ihm. Vater war ganz anders als ich. Zart, um meine Zukunft sehr besorgt. Er litt unsagbar unter dem Gedanken, mich allein mit dem großen Werk zurückzulassen. Vergebens versicherte ich ihm, daß ich selbständig und verantwortungsbewußt genug sei, allein fertig zu werden. Er schrieb an Bürger, wieder tauchte der Plan der Heirat auf. Schließlich gab ich nach und erfüllte seine Bitte, versprach ihm feierlich, seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Leo Bürger kam, und Vater schlief beruhigt ein." Sie atmete tief auf. In den ersten Tagen ging's ganz gut. Er half mir, alles zu ordnen, war höflich, zurückhaltend, sympathisch. Jetzt muß ich erkennen, daß er nicht einem Wunsche der beiden Väter nachkam, sondern daß die Firma Bürger sich mit meinem Vermögen sanieren will. Das wäre noch nicht das Schlimmste. Aber Sie haben ja längst erkannt: er ist brutal, rücksichtslos— außerdem bin ich ihm überall im Wege. Kann ich los von ihm? Bin ich nicht unlösbar an ihn gebunden durch mein Versprechen?“ „Nein! Ihr Vater wußte nicht, wem er Sie gab. Angst um Sie verwirrte ihn, quälen Sie sich nicht mit schwarzen Gedanken" „Morgen ist ein großes Fest. Wollen wir es zusammen feiern?" fragte Thea Korff und sah den Mann voll an. Ein Abschied, durchfuhr es ihn schmerzend. Das ist die Antwort. „Ich warte auf Sie“, sagte er ernst und hielt die kleine feste Hand in der seinen. Sie lenkte ab.„Ihre Frau Kusine kommt auch?“ Er nickte. Ein herber, würgender Schmerz saß in seinem Herzen, ließ ihn verstummen. „Auf morgen also. Gute Nacht!“ * Frisch und klar ging der Morgen des 14. April auf. Ein Sonntag auf hoher See. Die ersten Passagiere zeigten sich an Deck. Es war kälter als sonst. Willkommene Gelegenheit für alle schönen Frauen, ihre kostbaren Pelze zu zeigen. Der Bummel auf den Promenadendecks nahm heute besonders lebhafte Formen an, in zwei Tagen war man in Neuyork; bevor man zu packen, sich für die Ausfahrt einzurichten begann, war heute die Gelegenheit gegeben, noch einmal das Schiffswunder gründlich zu bestaunen. Während die elegante Welt der Passagiere sich eifrig unterhielt, flirtete, lachte und Geschäfte machte, herrschte in den Arbeitsräumen der Offiziere, in der Kapitänskajüte und in der Funkkabine emsige und rastlose Tätigkeit. Der Ozeanriese erforderte dauernde Beobachtung, Arbeit, Aufsicht. In der Funkkabine war etwas nicht in Ordnung. Am Telegraphenapparat stellten die Telegraphisten Bride und Philipps Mängel fest, ununterbrochen arbeiteten sie nun schon stundenlang, sich einander ablösend, um den Fehler zu finden. Unermüdlich untersuchte der junge Funker Phiipps immer wieder von neuem den Apparat, um die Ursache der Störung festzustellen. Er wußte nicht, was ihn dazu trieb, sieben Stunden lang mit seinem Kollegen unermüdlich zu schaffen, um den Apparat wieder empfangs- und sendebereit zu machen. War es wirklich so schlimm, wenn ein paar Begrüßungstelegramme ausfielen, wenn eine Börsennachricht verspätet eintraf? Die beiden Funker arbeiteten— wie von unsichtbarer Macht getrieben— weiter, den ganzen Nachmittag hindurch... Unterdessen saßen Thea Korff und Leo Bürger sich schweigend im Geschäftsraum gegenü rc. Thea Korff war blaß, so blaß, daß es ihrem Verlobten auffiel. „Willst du dich nicht ein wenig hinlegen?" meinte er jetzt „Heute abend der große Ball— es wird sicher anstrengend für dich sein", setzte er noch hinzu. Das junge Mädchen schloß die Augen. Wirklich sie war müde, sterbensmüde. Eine durchwachte Nacht mit quälenden Gedanken lag hinter ihr. Sie hatte Frobus heute noch nicht gesehen. Und war ihr nicht Frau Dirksen deutlich ausgewichen? Ob sie mit Leo einmal sprach? Sie sah ihn an, er war wieder in eine Zeitschrift vertieft und beachtete sie nicht. Ein heftiger Zorn kam in ihr hoch, ebbte ab und machte einer großen Ruhe Platz. „Ja", sagte sie laut und hart, daß der Mann, der ihr gegenübersaß, erstaunt aufsah. „Ja, ich werde mich jetzt hinlegen. Und nachher möchte ich dich sprechen, Leo. Es— es gibt etwas zu ändern...“ Leo Bürger hatte sich schon wieder in seine Zeitschrift vertieft, als sie entschlossen aufstand. Ihre letzten Worte hatte er kaum gehört. „Vernünftig von dir, liebes Kind", sagte er lässig. „Soll ich dich begleiten...?“ „Nein!" „Ich hole dich um acht Uhr ab“, rief er noch hinter ihr her. Sie achtete nicht darauf. Im Gang stieß sie mit Mabel Bonnard zusammen. Die junge Frau setzte ihr süßestes Lächeln auf. „O, wie reizend Sie zu treffen, Fräulein Korff! Sie müssen uns übrigens recht bald in Neuyork besuchen. Fred und ich..." „Danke", sagte die junge Deutsche kalt. Sie neigte leicht den Kopf und ging weiter. Ein paar haßerfüllte Frauenaugen sahen ihr nach. Thea Korff aber sah grübelnd zur niedrigen Decke ihrer Kajüte empor. Immer klarer war es ihr in diesen Tagen geworden, daß ein Leben mit Leo Bürger für sie unerträglich sei. Weil Frobus in ihr Leben getreten war, weil sie ihn in kürzester Zeit liebgewonnen hatte? Nicht nur deshalb allein. Weil sie deutlich den Unterschied zwischen den beiden Männern erkannte, weil sie gelernt hatte, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ja, sie hatte ihr Wort gegeben, hatte ein Versprechen abgelegt. Was aber hätte ihr gütiger, fürsorgender Vater zu einer Ehe gesagt, wie sie ihr bevorstand? Er hatte ja in bestem Glauben gehandelt, er sah auch in dem Sohn das Bild des geliebten ehrlichen Jugendfreundes vor sich. Er ahnte nicht, daß das Leben einen Menschen von Grund auf ändern kann, daß aus dem fröhlichen Bürger ein eisenharter, kaltherzig berechnender Yankee geworden, daß sein Sohn aber alles andere war als das Ideal des Schwiegersohnes, alles andere als der tüchtige Kaufmann und anständige Mensch, bei dem er seine Tochter vor allen Stürmen des Lebens geborgen wußte. Die Frau sann und sann. Eine kleine goldene Weckuhr schlug hell und klingend achtmal. Fred Bonnard hatte den Kopf tief in den Händen vergraben. Der alte Herr, der hinter ihm stand, seufzte auf. „Du bist mir doch nicht böse, alter Freund! Aber soll ich denn zusehen, wie mein alter Freund Bonnard zum Gespött der ganzen„Titanie“— ach, was sage ich! von ganz Neuyork wird?" Eine müde klanglose Stimme antwortete ihm: „Nein, ich bin dir nicht böse." Er lachte bitter auf. „Ich müßte dir eigentlich noch dankbar sein, Williams; aber das... das fällt doch verflucht schwer.“ Die beiden Männer saßen im Salon von Bonnards Luxuskabine. Das hagere Gesicht Bonnards straffte sich jetzt. „Erzähle!" sagte er herb.„Sag alles, was du weißt! Aber, Wahrheit, Williams, Wahrheit! Keinen Klatsch!“ „Was gibts da viel zu erzählen, Fred? Bürger ist nicht der einzige- zuerst wars ein ehemaliger preußischer Offizier, an den Frau Mabel ihr Herz verlor, dann der große Sänger Leavens, dein Freund Kennedy, der junge Thomson" „Und woher weißt du das? Und wenn alles nur Flirt, Gerede und Mißgunst ist?“ „Ich will dir etwas sagen, old boy! Sieh, wir beide kennen uns über zwanzig Jahre. Als du diese kleine wte Hexe heiraten wolltest, riet ich dir ab. Weißt du noch? Du warst mir böse deshalb. Ich hatte meine Gründe, dich zu warnen. Ich kannte manches aus dem Leben dieses kleinen Mädels. Na, Schluß damit. Woher ich das alles weiß? Davon spricht ganz Neuyork. Ich habe dazu geschwiegen; glaubst du, es sei angenehm, den Angeber zu spielen? Ich schwieg sogar fahrelang, ich wollte dein Vertrauen nicht erschüttern. Als ich dich hier aber nach Jahren wiedertraf, als ich merkte, daß man sich— verzeih, ich muß das schon sagen:- über dich lustig machte, der du dieser- dieser Frau deinen ganzen Reichtum zur Verfügung stelltest um ihr um so leichter alle ihre verwerflichen Abenteuer zu ermöglichen, nein, da kann ich nicht mehr an mich halten...“ „Aber die Einzelheiten!" beharrte Bonnard finster. „Einzelheiten? Willst du Kennedy fragen, der sich im Klub mit seiner Liebe zu deiner Frau brüstete? Oder Leavens, der geschmacklos genug war, mit der„Dollarmillionärin" in Europa Reklame für seine Konzerte zu machen?“ Da schwieg Fred Bonnard. Das runde, gutmütige Gesicht von Williams wurde besorgt. „Nimms nicht so schwer, alter Junge!" sagte er herzlich Fred antwortete nicht. Eine verteufelte Geschichte! Ob er nicht besser weiter geschwiegen hätte? Aber er konnte es einfach nicht mehr mitansehen, wie diese Frau seinen alten Freund lächerlich machte. Und dabei liebte dieser Unglücksmensch diese Frau. „Schon gut, Williams“, sagte setzt Bonnard und versuchte ein Lächeln.„Hast es gut gemeint, mein Alter... Ein Klopfen unterbrach die Unterredung. Ein Steward trat ein. „Die gnädige Frau läßt Herrn Bonnard bitten, in den Festsaal zu kommen..." Einen Herzschlag lang sahen sich die beiden Männer an. Die Stirn Bonnards hatte sich drohend und finster gefaltet. „Bestellen Sie Frau Bonnard, sie möge mich später erwarten, ich hätte eine Besprechung. Um zehn Uhr würde ich bei ihr sein", sagte er schwer. An diesem Abend herrschte auf der„Titanic“ Hochbetrieb. Noch 24 Stunden, dann ist man in Neuyork! Heute Abend aber feiert man noch in ausgelassenster Stimmung das Abschiedsfest! Auch auf dem Zwischendeck ist man lustig und guter Dinge. Aus dem Trichter eines Grammophons ertönen die Klänge der„Washington=Post“, und zu den toll hin= und herjagenden Takten schiebt und drängt sich eine tanzende, lachende Menge in den Gängen und auf den leise schaukelnden Dielen hin und her. Dann bricht die Musik mit einem heiseren Krächzen ab. Aber schon hat ein phlegmatischer holländischer Seemann nach dem Schiffsklavier gelangt und die schleppenden Töne seines Dum=didel=da, Dumdidelda zerflattern über dem Gedränge von tanzenden, schiebenden Menschen, werden fast verschlungen von Jubel, Gelächter, Geschrei. Im großen Festsaal hat der Ball begonnen. Unermüdlich spielt die ausgezeichnet musizierende Bordkapelle Wiener Walzer und Tangos. Unermüdlich drehen sich die Paare. Schöne Frauen aus aller Welt in Samt, Seide, Spitzen. Perlen, Saphieren, Brillanten sprühen hell und glitzernd im Licht der verschwenderischen Festbeleuchtung. Sekt perlt auf, seine glitzernden Tropfen wetteifern mit dem Schmuck der Frauen, Gläser klingen silbern aneinander. Unermüdlich eilen die Stewards hin and her, ihre schneeweißen Anzüge beleben das festliche Bild noch mehr. 9 Uhr. Thea Korff tritt in den Saal. Im schlichten, schwarzen Samtkleid. Ganz ohne Schmuck. Einen Moment lang steht sie im Brennpunkt aller Blicke. Die hohe, schlanke Gestalt in dem schlichtfließenden Kleid aus dunklem Samt, ohne jeden Schmuck als den der schimmernden blonden Haare, mit dem leicht rosig getönten Gesicht, dem stolzen und doch schwebend-ruhigen Gang zieht wie schon oft alle Aufmerksamkeit auf sich. Hastig springt Leo Bürger auf und eilt ihr entgegen. „Du bist nicht allein?" Sie runzelt ein wenig die Brauen. „Thomson, Airdingdale und Steffens... Ich wartete auf dich, du bliebst lange." Kein Vorwurf. Er ist sehr höflich. Es wird besser so sein. „Ich muß mit dir sprechen. Leo, ich sagte es dir schon! Und wir schieben es nicht mehr hinaus, wir werden heute abend zur Klarheit gelangen. Nervös beißt er sich auf die Lippe. „Klarheit?" Sie nickt, setzt sich an seinem Tisch nieder, die drei Amerikaner verbeugen sich. „Tanzen, Thea?“ Sie nickt. Tann folgt sie ihm aufs Parkett. Mitten in die schmeichlerischen Klänge der schönen blauen Donau fällt ihre ruhige, kalte Stimme: „Wozu denn das ganze Theater, Leo? Bu liebst Mabel Bonnard, nahmst mich des Geldes und der Firma wegen, so sieht in Wirklichkeit deine„schnell erwachte Neigung“. die du meinem Vater vorheucheltest, aus..." Er ist so verblüfft, daß er einen Tanzpas verfehlt und beinahe gestolpert wäre. Sie gehen jetzt aus dem Tanzbetrieb hinaus in einen der leeren kleinen Rauchsalons. Leo Bürger sieht müde und verstört aus. Thea Korff merkte es wohl. „Ich weiß, Leo, daß die Firma Bürger vor dem Ruin steht. Ich kann euch helfen und werde es tun. Deiner Eltern wegen, deines Vaters wegen, der Papas freund war. Eine Bedingung: unsere Verlobung lösen wir. Wir passen nicht zueinander... niemals...“ Er sieht sie an. Fassungslos, dann meldet sich gekränkter Stolz, verletzte Eitelkeit. Er holt aus. Zur schwersten Wasfe. Zum letzten Hieb. „Es war der letzte Wunsch deines Vaters. Du warst doch sonst so pietätvoll." Nun klingt schon wieder deutlicher Sarkasmus durch die Worte. Thea sieht ihn fester an. „Zuerst glaubte ich mit Verständnis für dich, mit Freundlichkeit und festem Willen ginge es. Es war ein Fehler von mir... Jetzt weiß ich, daß ich mir keine Vorwürfe mehr zu machen brauche, wenn ich die Verlobung löse.." Eine Weile ist es still. Lachen, Plaudern, Gläserklingen dringt zu den beiden Menschen herüber. „Wir wollen zurück an den Tisch. Alles weitere regeln wir in Neuyork mit deinen Eltern.“ Ein böser Blick trifft die Frau, die vor Leo Bürger jetzt hergeht und ruhig wieder dem Tanzsaal zusteuert. Die Selbständigkeit und Sicherheit Theas erstaunten und verblüfften ihn. In der Zeit nach dem Tode ihres Vaters war sie verwirrt, unsicher gewesen, hatte ihm alles überlassen, ganz ihrem Schmerz hingegeben. Jetzt erwachte sie, wurde ganz sie selbst. Er würde niemals den Reichtum dieser Frau für sich gewinnen können, sie hatte sehen gelernt und unterscheiden. Ihre Hilfe für die Firma? Ach was, alle quälenden Gedanken beiseite! Da tanzte Mabel Bonnard. Seegrüner Chiffon riefelte an ihr hernieder, eine Nixe, eine Hexe, rothaarig, geschmin.. schmuckblitzend und flirtend. (Fortsetzung folgt.) Die Gründung der Dampfschiffahrtsgesellschaf für den Nieder= und Mittelrhein, der zweiten Gesellschaft der späteren Köln=Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt, vor 100 Jahren in Düsseldorf wurde angeregt und durchgeführt von den einige Jahre vorher geschaffenen Handelskammern Düsseldorf und Elverfeld, denen sich die Kammern Mainz und Koblenz anschlossen. Kein privatwirtschaftliches Gewinninteresse, sondern die gesamtwirtschaftlichen Belange Düsseldorfs und des Bergischen Landes, besonders Elberfelds und Barmens, gaben den Hauptantrieb zu diesem Unternehmen. Die Zusammenhänge geben einen guten Einblick in den„Kampf um den Rhein", den damals Städte und Wirtschaftsgebiete führen mußten. Dieser Kampf Düsseldorfs richtete sich in erster Linie gegen die alte Vormachtstellung Kölns in der Rheinschifffahrt, wobei man natürlich an den Güterverkehr denken muß, dessen Belange in Düsseldorf ebenso wie 10 Jahre vorher bei der Kölner„Preußisch Rheinischen Dampfschiffahrts=Gesellschaft" im Vordergrunde standen. Die Stellung Kölns war auf dem Jahrhunderte alten Stapelrecht gegründet, d. h. auf dem Recht zu dem Zwange, alle die Stadt berührenden Güter hier zu entladen, zum Verkauf zu stellen und umzuschlagen. Neben Köln besaß am Mittelrhein noch Mainz dieses Recht. Es wurde erst im Jahre 1831 aufgehoben. In Verbindung mit den alten zünftlerischen Rechten der Schiffer=, Halfer= und Karchergilden, die in der„Rangschiffahrt" gipfelten, hatte das Stapelrecht Köln zum Mittelpunkt aller Rheinschiffahrt gemacht. Die Gründung der Preußisch=Rheinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft in Köln im Jahre 1826 zerstörte einerseits die alte Ordnung der Schiffahrtsgilden, verstärkte aber die Vormachtstellung Kölns natürlich durch ein weiteres Mittel, das durchaus im Geiste des alten Stapelrechtes angewendet wurde. Es kam hinzu, daß auf dem linken Rheinufer die französische Verwaltung schon im Jahre 1797 dem Handelsstande Handelskammern als Gesamtvertretung gegeben hatte, die die alte Stellung wirksam ausbauen konnten. So entstand auch z. B. aus der Handelskammer Köln der Kreis von Männern, die die Schiffahrtsgesellschaft ins Leben riefen. Dies geschah in enger Anlehnung an die schon 1822 entstandene Niederländer Dampfschiffahrtsgesellschaft in Rotterdam. Köln teilte sich den Verkehr mit dieser Gesellschaft in der Weise, daß die Holländer die Fahrten zwischen Rotterdam und Köln besorgten, während die Kölner selbst den Verkehr von Köln nach Mainz einrichteten. Eine Mainzer Gesellschaft übernahm den Verkehr oberhalb Mainz. Eine weitere Beeinträchtigung für die Wirtschaft des Bergischen Landes war insbesondere das Freihafenrecht Kölns, das dessen verkehrswirtschaftliche Bedeutung erheblich stützte. Dieses Monopol Kölns wurde noch im Jahre 1827 vom preußischen König ausdrücklich bestätigt, der einen Antrag Düsseldorfs auf Wiederherstellung des alten Freihafenrechts der Stadt ablehnte. Das in den zwanziger und dreißiger Jahren aufstrebende industrielle Leben des Bergischen Landes und Düsseldorfs brauchte dringend zu seiner Entwicklung den Anschluß an die günstigen Transportgelegenheiten des Rheines, insbesondere für den Bezug seiner überseeischen Rohstoffe und für den Versand seiner Ausfuhrwaren. Köln war aus dem Geist des alten Stapelrechtes heraus zu einer Anpassung an die Notwendigkeiten der bergischen Industrie nicht geneigt. So drängte man zum selbständigen Vorgehen. Erst 1830 bekamen Düsseldorf und 1831 Elberfeld=Barmen als erste preußische Schöpfungen dieser Art ihre Handelskammern. Einer der ersten Pläne den diese beiden Kammern in enger Gemeinschaft zusammen ausarbeiteten war der zur Grundung einer eigenen Dampfschifffahrtsgesellschaft, die dann am 13. Mai 1936 vollzogen wurde. Köln leistete dieser Gründung kaum Widerstand, weil bei dieser Gesellschaft das Interesse für den reinen Güterverkehr etwas nachgelassen und man sich dem ihr eigentlich von selbst zufließenden Personenverkehr stärker zugewandt hatte. Diese Wandlung von der ursprünglichen Absicht einer Förderung des Güterverkehrs zur immer stärkeren Pflege des Personenverkehrs erlebte dann auch die Düsseldorfer Gesellschaft recht bald. Der harte Kampf zwischen der Kölner und der Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft, der dann 1836 bis zum Köln=Düsseldorfer Gemeinschaftsvertrag von 1853 mit allen Mitteln des Wettbewerbs ausgefochten wurde, bewegte sich also nicht mehr auf dem Gebiet des eigentlichen Gegensatzes der Verkehrswirtschaftsinteressen, sondern war im wesentlichen ein allgemeiner Wettbewerb um den Fahrgast. Er wurde durch Verständigung beendet als sich ein stärkerer Dritter um den Verwar für die Rheindampfschiffahrt zugleich der kehr am Rhein mit bewarb: die Eisenbahn. Dies Uebergang zur hauptsächlichsten Pflege des reinen Reise= und Vergnügungsverkehrs, dem sie bis heute durch den Bau immer größerer, immer bequemerer und schönerer Schiffe und durch ständige Anpassung der Fahrpläne und Tarife und nicht zuletzt durch die Leistungen der Schiffswirtschaften gedient hat, in einer Weise, der die Rheinfahrt mit dem Dampfer eben seit langem ihre Einzigartigkeit verdankt. Rügen noch einen Sommer lang Inselreich. Der gewaltige Rügendamm, der planmäßig beraits zu den Sommerferien für den Eisenbahnbetrieb freigegeben werden sollte, wird nunmehr erst nit Inkraftrreten des Winterfahrplans, am 5. Oktober, für den Zugverkehr eingeweiht werden. Der strenge Nachwinter, langwierige Erprobung neuer Baumethoden bei den Brückenarbeiten und Ausnutzung gewisser Erfahrungen motivieren die Verzögerung, die zwar für den diesjährigen Bäderverkehr bedauerlich, aber nicht zu ändern sind. Andererseits wird Rügen dadurch noch einen Sommer lang hundertprozentige Insel bleiben, was manchem Eilandfreund höchst willkommen sein wird, da die ganze Romantik des Fährbetriebs aufrecht erhalten werden muß Hiddensee verbessert Strand und Promenaden. Die einstige„Literaten=Insel“, Hiddensee,„dat söte Länneken“, ist in diesem Winter nicht müßig gewesen. Es hat seinen Strand durch Buhnenbauten verbessert und vor allem die Promenade, den Strandweg von Kloster fast bis nach Neuendorf ausgebaut, so daß für den Gast eine der reizvollsten„Meereswanderungen" geschaffen Wetter mit Harkortsee Wandern mit KdF. Zum Wochenende werden folgende Wanderungen durchgeführt: Sonntag, den 3. Mai: Morgenwanderung:„In die sieben Eichen.“ Trefspunkt 7 Uhr, Tankstelle Carnaperstraße. Unkosten keine. Führer: F. Becker.—„Durch's Eifgental zum Altenberger Dom.“ Abfahrt: 5.52 Uhr, Hbf. Barmen, 6.01 Uhr Bahnhof Oberbarmen. Unkosten: Sonntagskarte Tente. Führer: G. Römer.—„Wir suchen die alte fränkische Landwehr.“ Treffpunkt 8 Uhr, Planetarium. Unkosten keine. Führer: Fritz Otto.—„Auf Wanderpfaden durch den Südzipfel Wuppertals." Trefspunkt 7.30 Uhr, Schwebebahn DöpAug der Freiheit Wetter. M. SGV. M. SGV. persberg. Unkosten keine. Führer: Hoppmann.— „Mit einem Grünrock auf Morgenpirsch.“ Treffpunkt 6.30 Uhr, Bhf. Oberbarmen. Unkosten keine. Führer: P. Schemmann.—„Mit dem Rad zum Kleinod der Talsperren.“ Treffpunkt 7 Uhr, Landgericht, 7.30 Uhr Bhf. Oberbarmen. Unkosten keine. Führer: A. Langenbruch. „Kraft durch Freude"=Fahrten Vom 5. bis 12. Mai wird eine verbilligte Norwegenfahrt mit dem Dampfer„Sierra Cordoba“ ab Hamburg nach Norwegen durchgeführt. Der Preis beträgt 36,60 M. ab Essen. Einige Plätze sind noch frei und können die Anmeldungen noch bis spätestens Sonnabend, 2. Mai, entgegengenommen werden.— Für die Sonderfahrt in die Baumblüte am 10. Mai werden noch Anmeldungen entgegengenommen. Fahrpreis ab Wuppertal 0.70 Mark. „Kraft durch Freude“=Sonderzug nach Duisburg am 13. Mai 1936. Es wird hiermit darauf hingewiesen, daß der Sonderzug zum Fußballwettkampf der Deutschen Auswahlmannschaft gegen die Berufsspielerelf „Everton“ Liverpool am 13. Mai nicht gegen 12 Uhr ab Oberbarmen fährt, sondern erst gegen 15.30 bis 16 Uhr. Preis einschl. Eintritt 2 Mark und 2,40 Mark. Jhaen Kopt Unsere Denksportaufgabe: Draußen und drinnen. Lieblich blühend, in die Weite Dehnt mit H sich fort das Wort, Und mit W reckt's in die Breite Saftig=grün an anderm Ort, Doch mit S ist's uns'rer Frauen Heißbegehrtes Material, Und wir gerne auf sie schauen, Wenn sie glänzen drin im Saal. Lösung des Rätsel aus Nr. 101 Gericht. wurde. Kloster hat auch einen Tennisplatz angelegt, was im Zeichen des Olympia=Jahres sicherlich begrüßt werden wird. Im übrigen wird sich die Insel ehre ganze Eigenart bewahren und dadurch ebenso anziehend wie beruhigend wirken. Schnelltriebwagen Berlin—Köln verstärkt. Die ständig wachsende Nachfrage nach Plätzen im Schnelltriebwagen Berlin—Köln hat die Deutsche Reichsbahn veranlaßt, in dieser Verbindung jetzt zwei zusammengekuppelte Wagen verkehren zu lassen. Da der Triebwagen bisher schon zwischen Köln und Duisburg mit dem Köln=Hamburger Schnelltriebwagen zusammen als Zugeinheit gefahren wurde, läuft dieser zweite Berliner Wagen nur zwischen Berlin und Duisburg und zurück. Aus dem„Fliegenden Tünnes" sind also„Tünnes und Scheel“ geworden. See= und Kreideheil=Bad Saßnitz als Garnison. Saßnitz, das erste Kreide=Heilbad der Welt und hochgelegene Stubnitz=Bad, ist nun auch Marine=Garnison geworden. Es wird dadurch den Kurgästen no.) mehr Abwechslung bieten, für die unsere Blauen Jungens reichlich sorgen. Auch der Hafenverkehr wird sich noch mehr beleben. so daß Saßnitz, dessen Frequenz=Ziffer von Jahr zu Jahr rapide steigt, für 1936 noch größeren Abfschwung erleben dürfte, zumal es auch als Empfangsort für die Olympiakämpfer aus den Nordischen Staaten seine Bedeutung erhält. Niederbreisiga. Rhein Villa Dorokhea rud. Vorz. Küche, auf W. Diät, Liegew., Gar., schatt. Niederbreisig a. Rh. Privat=Pension Geyr=Sprud. Borg. Auche, auf w. Dat, riegew., Gart. P.=Pr. Vor. u. Nachs. 4,2—4,50, Haupts. 4,50—5. T. Amt Brohl 370. Privat=Pension„Haus Mathilde" Niederb.eisig am Rhein. Einzigartig schön am Wald, den Bäd. u. Ort gel. Ruh. Lage d. Ort. 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Das neue Teleson=Adreßbuch, tadellos aufgemacht, so eingerichtet, daß man ohne langes Esichen den gewünschten Teilnehmer findet, sagt uns auf den 83 Seiten, die dem Wuppertal gewidmet sind, daß es heute ungefähr 16000 Teilnehmer sind, die zu schätzen wissen, was es bedeutet, ein Telefon zu haben. So leicht, wie es heute den Menschen gemacht wird, zu telesonieren, so leicht war es früher doch nicht, so ungefähr um die Jahrhundertwende, als auch noch in Wuppertal— 1957 Te:lnehmer waren es in Elberfeld— die alten Klappenschränke auf dem Oller im Morian standen und Frau Müller und Frau Maier an dem Kurbelkasten standen und erst einmal mit wachsender Begeisterung kurbelten, um den Teilnehmer zu bekommen. Ja, heute geht das viel einfacher, bei der Automatisienung. Da nimmt man den Hörer ab, sucht selbst den Teilnehmer, und schon hat man ihn! Feine Sache, und noch feiner wird sie uns, wenn wir einmal in dem Wählersaal des Telegraphenamtes in der Brillerstraße stehen und sehen, wie das eigentlich vor sich geht, dieses Telefonieren nämlich! Da gibt es keine Fräuleins vom Amt mehr, und die Möglichkeit, ein hübsches junges Mädchen onzuschnauzen am Telefon, weil es immer noch keine Verbindung hergestellt hat, ist einfach nicht mehr gegeben, und zwar deshalb nicht, weil keine Damen mehr die Verbindung herstellen, sondern alles automatisch geschieht! Wie gesagt, eine feine Sache, diese Automatisierung, diese Selbstanschlußämter, die 1929 in Wuppertal, zuerst im Westen, eingeführt wurden. Im Mai 30 folgten dann Barmen und Morian, und damit hörten die Klagen auf, die immer geführt wurden wegen schlechter Verbindungen! * Täuschen wir uns aber nicht, es gibt immer noch Teilnehmer, die glauben, daß sie falsche, oder drücken wir uns mlder aus, unrichtige Telefonrechnungen bekommen! Wer aber einmal an den Zählern gestanden und gesehen hat, wie tadellos diese funktionieren, und wie es hierbei unmöglich ist, da ja kein menschlicher Handgriff dazwischen kommt, daß auch nur ein einziges Gespräch festgehalten wird, das sonst nicht gesprochen worden ist, der glaubt dann unbeirrbar an die Richtigkeit seiner Telefonrechnung. Und wer immer noch ungläubig bleiben will, der lasse sich gesagt sein, daß man ihm durch den Ueberwachungsdienst einwandfrei nachweisen kann, wann an seinem Telefon gesprochen wurde, um welche Zeit, und wenn es sein muß, auch, mit wem gesprochen wurde. Telegrammähnliche Papierstreischen, fein säuberlich aufgeklebt, überzeugen so den bartnäckigsten Skeptiker! So sehen wir, daß alles getan wird, um den Teilnehmer zufrieden zu stellen, und wenn wir zurückblicken auf die Zeiten, wo man kurbeln mußte und seine eigene Batterie zuhause hatte, wo es, sagen wir mal 1906, 2300 Teilnehmer in Elberfeld=Morian gab, die kurbelten, dann kann man schon sehr zufrieden sein über den Erfolg und die grandiose Aufwärtsentwicklung des Telefons. Vielleicht gibt es noch einen alten Wuppertaler, der zu den ersten 23 Teilnehmern gehörte, die 1882 erstmals in Wuppertal=Elberfeld ein Telefon erwarven? Vielleicht, kann man wissen? Und bald danach wurden es schon 61! Wahrscheinlich wird es damals ein Lurus gewesen sein, sich ein Telefon zu halten, und diejenigen, die sich eins errichten ließen, mußten nicht nur großartige Verträge abschließen, sondern auch noch gehörige Stempelgebühren für diesen Vertrag zahlen! So war das... Aber auch starke 50000 Gespräche am Tage 200 öffentliche Münzfernsprecher Wecken für 10 Photo: Archiv(2). Stimmen und gute Lungenkraft gehörte dazu, ein damaliges Telefon zu bedienen, denn die Frau Maier, die etwa in Elberfeld gewohnt hat, mußte schon kräftig brüllen, sehr kräftig, wenn sie von der Frau Müller in Barmen verstanden sein wollte! Trotzdem entwickelte sich auch in Wuppertal, das ja zu den ersten Städten gehörte, das das Telefon einführte, das Fernsprechwesen außerordentlich günstig, denn 1893 waren es schon 710 Teilnehmer, 1900 über 1700 und 1906, wie schon erwähnt, 2300. Und diejenigen, die schon zu den Veteranen des Telefons gehören, die werden sich auch noch erinnern, wie im Mai 1906 das neue Zentral=Batterie=System eingeführt wurde, wie die Batterien zu Hause verschwanden und auch die Kurbelkasten! Ade, du schöne Kurbel, aus ist es und eine neue Zeit beginnt! Jetzt begann die schöne, die köstliche Zeit des Fräuleins vom Amt, und mancher stumme Film zeugte von verschwundener Pracht und Herrlichkeit, denn manches Fräulein vom Imt bekam den längst fälligen Filmbräutigam mit Titel und Mittel! Doch auch diese selige Zeit ist vorbei und verschwunden diese Romantik! Heute geht der Wuppertaler, wie jeder Weltstädter, in die buntgestrichene Fernsprechzelle und stellt selbst die Verbindung mit seinem Teilnehmer her! Kein Aerger, kein lustiges Geplauder, kein Warten und keine Nervosität, sondern ruhiges Drehen an der Zahlenscheibe, ein Moment, schon ist Frau Maier am Apparat und man flüstert in einem Dreiminuten=Gespräch für 10 Pfennige über die neuesten Salongeheimnisse! * Dieses Bedürfnis, zu telefonieren, hat das Telegraphenamt wohlweislich verstanden und deshalb auch in den Postämtern ungefähr 60 öffentliche Münzfernsprecher, und vor den Bahnhöfen, in den Bahnhöfen, auf den wichtigsten Plätzen und in den verkehrsreichen Straßen noch weitere 140 solcher Fernsprechzellen errichtet, so daß jeder, der einmal telefonieren muß, rasch diese Gelegenheit wahrnehmen kann! Und wenn einer vielleicht die Befürchtung haben sollte, daß bei ungefähr 50 000 Gesprächen am Tage die Möglichkeit bestehen könnte, einmal bei einem Massenansturm zu kurz zu kommen, dann sei diesem Zweifler gesagt, daß allein das Amt Westen so großartig ausgebaut ist, daß es das Doppelte und Dreifache bewältigen könnte, was es jetzt schon bewältigt, denn die ganze Anlage kann noch für weitere paar tausend Fortsetzung folgt am nächsten Sonnabend an dieser Stelle. JUBILAUMS MISCHUNG 8 ore Teilnehmer, die sich nur anzumelden brauchen. ausgebaut werden! Nur ran... Auch die Postbehörde ist noch der Auffassung daß man mehr Telefone anlegen kann, denn sie wirbt selbst mit dem Zweizeiler. Der Fernsprecher, gesteh es ehrlich, ist jedem Haus heur unentbehrlich! Richtig, und wer das nicht einseben will, dem ist nicht zu helfen! Das Teleson im Haus erspart den Gang in die Stadt! Und wenn wir noch einmal einen Gang durch das Wuppertaler Teleson=Adreßbuch machen, dann entdecken wir, daß auch die Post den Dienst am Kunden kennt. Kein Langschläfer braucht den Wecker auf die marmorne Platte zu stellen, aus Angst, daß er sich etwa verschlafen könnte, wenn morgens um 4 Uhr der Zug geht: Ein Anruf, 04, das ist der Kundendienst, und mitgeteilt, man wünsche morgens um 4 Uhr geweckt zu werden, dann wird man eben Punkt und auf die Sekunde geweckt! Doch großartig, was? Großes Wecken für 10 Pfennige] Und der Arzt kann ruhig einmal ausspannen, er meldet dem Kundendienst, wo er aufzufinden ist, der nimmt alle Bestellungen entgegen, und so hilft der eine dem anderen! Noch eins, ehe wir das Kapitel Telefon beenden, denn auch das muß jeder, der Wert darauf legt, gebildet zu sein, wissen: wenn Sie, verehrte Frau Maier, am Teleson stehen und buchstabieren und kommen zufällig an den Buchstaben X, dann sagen Sie bitte X wie Xantippe. ung wenn Sie zufällig keine Xantippe sein sollten, bann haben Sie Glück gehabt! Wer die Buchstabiertafel auswendig lernen will, der kann das ruhig tun, schaden kann ihm das ja nicht! Er wird dann wissen, N wie Nordpol, Ae wie Aerger, K wie Kurfürst, und wenn er amtlich gewissenhaft die Nummer für ein Ferngespräch abgibt, dann bitte füneff, siebänn, zwoh, und wenn mit dem Ausland telefonieri wird, I wie Jod! E wie Edison! Na na, man kann nie wissen... Wer sparsam sein win, der telephoniere am besten zwischen 19 Uhr abends und 8 Uhr morgens, denn dann spart er ein Drittel! Nun sage einer, die Post sei nicht entgegenkommend und erziehe nicht zur Sparsamkeit! Auf Wiedenhören, und wer noch kein Telefon haben sollte, na, dem ist auch nicht zu helfen... Aber immerhin, er möge bedenken, 16000 haben schon ein Teleson, und wenn er auch noch dazu kommt, dann wird das 17000. voll! Auch hier muß es heißen: Wuppertal voran... Blick in einen Wählersaal, geschleudert. Die drei Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Sie konnten ihre Fahrt fortsetzen. Personen sind nicht verletzt worden. Der Zusammenstoß ist darauf zurückzuführen, daß der Fahrer des Kraftrades das Vorfahrtsrecht nicht beachtete.— Am 29. April gegen 16.15 Uhr wurde in der Königstraße Ecke Tannenbergstraße ein Radfahrer von einem Personenwagen von hinten angefahren. Das Fahrrad wurde leicht beschädigt. Der Fahrer des Personenwagens fuhr, ohne sich um den Vorfall zu kümmern, in Richtung Ane davon. Das polizeiliche Kennzeichen konnte noch festgestellt werden. Personen sind nicht verletzt worden. * Angetrunkener Kraftfahrer am Steuer. Gestern morgen, gegen 345 Uhr, befuhr ern Kraftfahrer in stark angetrunkenem Zustande in Elberfeld die Gesellen= und Kleeblattstraße. Er wurde gestellt und zwecks Ausnüchterung in das Polizeigefängnis eingeliefert. Der Personenkraftwagen wurde abgeschleppt und bei der Feuerlöschpolizei sichergestellt. * Gestohlen. In einem Kaffee der Innenstadt wurde ein graublauer, mit dunkler Seide gefütterter Gabardinemantel im Werte von 30 Mark gestohlen.— Aus einem Auto wurden in der Hofaue drei Kupons grau und graugestreifte Stoffe gestohlen.— In der Sophienstraße wurde ein Herrenfahrrad, Nr. 55537, gefunden. Das Rad hat schwarzen Rahmen, hochgebogene Lenkstange, lange, rote Gummigriffe, vernickelte Speichen, Hebelbremse, braunen Ledersattel und dreieckige braune Werkzeugtasche. Der Eigentümer kann das Fahrrad bei der Kriminal=Inspektion 1, Wuppertal=Elberfeld, von der Heydtsgasse 14, Zimmer 61, in Empfang nehmen.— Nachts wurde von unbekannten Tätern auf dem Königsplatz ein viereckiger Hauklotz im Gewicht von 1 Zentner gestohlen. Zweckdienliche Angaben erbittet die Kriminal=Inspektion 1, WuppertalElberfeld, von der Heydtsgasse 14, Zimmer 61. * Festgenommen. Ein 27jähriger Bettler aus der Jägerhofstraße wurde festgenommen. Reichsgepäckmeisterschaft der SA. Ausscheidung innerhalb der Standarte 171 erste Selbstanschlußamt in Beyenburg Von der Entwicklung des Wählerbetriebes und den Geheimnissen des Hörens Die Selbstanschlußanlagen werden vielfach als eine Errungenschaft der modernen Technik angesehen. Das stimmt nur bedingt. Daß der Wuppertaler Ortsteil Beyenburg bereits vor dem Kriege eine Selbstanschlußanlage hatte, dürfte nicht vielen bekannt sein. Ganz früher wurde auch hier ein selbständiges Amt unterhalten, da das aber mit der Zeit eine kostspielige Anlage wurde— die Teilnebmerzahl war fehr gering— ging man dazu über, für Beyenburg ein Selbstanschlußamt einzurichten; die Umwandlung kam 1912/13. Beyenburg genießt also schon seit rund 25 Jahren die Vorzüge einer Selbstanschlußanlage, wie sie uns heute dauernde Betriebsbereitschaft bei Tag und bei Nacht gewährleistet, langes Warten ausschaltet, die Zahl der Feblverbindungen herabmindert, größte Sicherheit inbezug auf Geheimhaltung der Gespräche(Liebesgespräche!) bieret und vor allem eine wesentliche Verminderung der Betriebskosten mit sich bringt. Wir wissen diese Vorzüge natürlich sehr zu schätzen. Uebrigens das erste Selbstanschlußamt wurde 1908 in Hildesheim eingerichtet. Damals war die Wählertechnik natürlich nicht so entwickelt wie heute. Nach ibrem Einzug um 1900 en Europa wurde sie von Siemens übernommen und immer mehr vervollkommnet. Der erste brauchbare Wähler stammt von dem Amerikaner Strowger der ihn 1892 erfand. Mit den Geheimnissen des Selbstanschlußbetriebes wollen wir uns nicht weiter beschäftigen, sehr leicht könnte aus einer Kuh ein Elesantentstehen, d. h., die Sache ist so kompliziert, daß sie sich mit Worten nicht klarmachen läßt. Die Hauptsache ist, daß wir nicht mehr auf das„Fräulein vom Amt“ zu warten brauchen und uns frisch=fröhlich bei gleichbleibender, guter Laune unsere Verbindung selbst herstellen können.„Und das freut ein'n denn ja auch...“ Daß ein Telephon weit mehr ist als ein Schalltrichter mit einer dünnen, elastischen Eisenplatte, die durch Sprechlaute in Schwingungen versetzt wird, haben wir in den Tagen um den 19. April, als die Schnee= und Sturmkatastrophe über uns hereinbrach, erfahren. Tagelang rubte der Telephonverkehr, da kilometerweit die Leitungen gestört waren; insbesondere hatte darunter der Geschäftsverkehr zu leiden. Allerdings hatte man da so recht Gelegenheit, die Methoden der Nachrichtenübermittlung auszuprobieren, wie die Urgeschichte der Menschheit sie uns übermittelt. Das geschah nicht anders als heute bei den Regern, die als Signal= oder Verständigungsmittel in der Ferne eine Trommel benutzen, die Fäftig angeschlagen wird. Im 16./17. Jahrhunert wurde noch vielfach das Feuerzeichen angewandt. Beispielsweise wurde 1588 die Vernichtung der damals größten Flotte der Welt, der spanischen Armada, durch Feuerzeichen verbreitet. Im Rahmen dieser Betrachtung kann einem sehr leicht der Gedanke kommen,„wie funktioniert eigentlich ein Telephon?, wie kommt es, daß ein Mann meilenweit an der anderen Strippe verstedt, was hier jemand spricht? Zux Beantwortung dieser Fragen müssen wir ein wenig Wellenlehre treiben. Bekanntlich besteht unsere Sprache aus Tönen, die durch regelmäßige Schwingungen der kleinsten Luftteilchen(Moleküle, wie der Chemiker sagt) entstehen, während unregelmäßige Schwingungen„Geräusche“ genannt werden. Der Ton wird nun von der im Schalltrichter des Telephons eingebauten dünnen Metallplatte aufgenommen und in schnelle Bewegungen versetzt, sodaß sie bald in kürzere, bald in weitere Entfernung von dem hinter der Platte liegenden Magnet kommt und den Magnetismus verstärkt oder schwächt. Auf diese Art werden Töne in elektrische Ströme verwandelt: hörbar sind nur Töne zwischen 16 und 20000 Hertz (Schwingungen in der Sekunde). An der Empsangsstation werden die elektrischen Ströme wieder in Schallschwingungen oder Töne umgewandelt. Daß es auch Töne mit mehr als 20 000 Schwingungen in der Sekunde gibt, beweist uns ein Beispiel beim Kanarienvogel: er singt oft, aber wir hören ihn nicht. Daß er tatsächlich singt, und wie auch Versuche gezeigt haben, können wir an seinen Schnabelbewegungen wahrnehmen. Er„schnappt also nicht nach Luft“, wenn er so hohe Töne hervorbringt, daß unser Ohr sie nicht aufnehmen kann, Selbstverständlich gibt es auch Töne, die die Grenze von 16 Schwingungen in der Sekunde nicht erreichen. Das Fortpflanzungsmittel ist eine Doppelleitung, deren Dicke sich nach der Entfernung der Orte voneinander richtet, einen Durchmesser von 1.5 mm aber kaum überschreitet. Neuerdings ist es auch möglich, Telegraphie= und Fernsprechbetrieb auf einer Fernsprechdoppelleitung zugleich durchzuführen. Auf diesem Gebiete hat die Firma Siemens& Halste Wundervolles geleistet, und zwar unter Ausnutzung pbysikalischer Schwingungsgesetze. In diesem Falle ist der Doppelbetrieb von dem verschiedenen Frequenzbereich der Telegraphie und der Sprache abgeleitet. Im ersten Falle beträgt die Frequenz 50 Hertz oder 50 Schwingungen in der Sekunde, im letzteren Falle 300 bis 3000 Hertz. Beide Bereiche werden nun so über- oder unterlagert, daß sie sich nicht schneiden, also auch keine Störungen in der Verständigung verursachen können. Die Anzahl der Gespräche richtet sich natürlich sehr nach der Dicke des Drahtes. Den Betrieb können wir uns so vorstellen, daß sich auf der verhältnismäßig kleinen Overfläche des Drahtes ein ähnlicher Betrieb abspielt wie in dem großen Weltraum, der unsere Radiowellen leitet und trägt. Aus. Glückwünsche der Staatsregierung Im Namen der Preußischen Staatsregierung hat der Herr Polizeipräsident den Ebeleuten Herrn August Stöter und Frau Hulda geb. Müller, Wuppertal=Barmen, Wichlinghauserstraße 30a, zur Feier ihrer am 28. April stattgefundenen goldenen Hochzeit ein Ehrengeschenk und Glückwunschschreiben überreichen lassen. Jubiläen Die Firma Gustav Kleimenhagen, Wuppertal=Barmen, Bachstr. 9, konnte gestern auf ein 10jähriges Bestehen zurückblicken. ** Frau angefahren. In der Hünefeldstraße wurde gestern mittag 12.10 Uhr eine ältere Frau beim Ueberschreiten der Straße von einem Lieferwagen angefahren. Sie kam zu Fall und erlitt, wie später bei einem Arzt festgestellt wurde, einen Beinbruch. ** Leichter Verkehrsunfall. Am Donnerstag, gegen 18 Uhr, wurden in Barmen an der Ecke Wichlinghauser= und Berlinerstraße zwei Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren und zu Boden geworfen. Beide Fahrräder wurden stark beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. ** Frau und Kind angefahren. Gestern mittag 12,20 Uhr wurde am Wupperfelder Markt eine Frau in den 50er Jahren von einem Kraftrad beim Ueberschreiten der Straße angefahren. Sie kam zu Fall und erlitt schwere Verletzungen. — Am Steinweg wurde gestern abend 7.25 Uhr ein kleiner Junge von einem Personenwagen angefahren. Er erlitt schwere Gesichtsverletzungen. Beide mußten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. ** Klener Fabrikbrand. Am Donnerstag, gegen 23 Uhr, entstand aus noch unbekannter Ursache in der Bandweberei Krüger in der Ziegesstraße ein kleiner Fabrikbrand. Die Feuerlöschpoltzei löschte den Brand mit kleinem Gerät. Der Sachschaden ist gering und durch Versicherung gedeckt. ** Festgenommen wurden ein 59jähriger Mann aus der Gronaustraße wegen Sittlichkeitsverbrechens, ein 26jähriger Mann wegen mehrerer Einbruchsdiebstähle und ein 30jähriger Mann aus der Kohlenstraße wegen Verdachts des Diebstahls. ** Mantelmarder. In einem Lokal am Altenmarkt wurde ein mausgrauer Gabardinemantel, Firmenzeichen C. u. A., im Werte von 52 M. gesteblen. * Verkehrsunfälle. Am Mittwoch gegen 19.30 Uhr stieß in der Königstraße vor dem Hause 353 ein Kraftrad mit Beiwagen mit einem anderen Kraftrad zusammen. Durch den Zusammenstoß wunde das Kraftrad mit Beiwagen gegen einen vor dem Hause 353 parkenden Personenwagen Am Sonntag wird die Ausscheidung innerhalb der Standarte für die Reichsgepäckmarschmeisterschaft der SA. ausgetragen. Es starten die drei der Standarte unterstellten Sturmbanne mit je einer Mannschaft in Stärke von einem Führer und 120 Mann. Der Start est am Elverfelder Neumarkt und das Ziel auf dem Rathausvorplatz in Wuppertal=Barmen. Die Mannschaften starten in einem Abstand von je 20 Minuten, und zwar: Sturmbann 3/171 um 7 Uhr, Sturmbann 1/71 um 7,20 Uhr, Sturmbann 2/171 um 7,40 Uhr. Das Eintreffen der Mannschaften ist gegen 10,15 Uhr zu erwarten. Die Strecke ist wie folgt: Neumarkt, HermannGöring=Straße, Kasinostraße, Mäuerchen, Hofaue, Barmerstraße, Elberfelderstraße, Plüschowstraße, Adolf=Hitler=Straße, Clef, Heckinghauserstraße, Bockmühl, Lenneperstraße, Kikuthstraße, Oehderstraße, Beyenburg, Wendung an der Reklamesäule am Ortseingang, zurück durch Rauentval, Langerfelderstraße, Rittershauserstraße, Berlinerstraße zum Ziel Rathausvorplatz in Wuppertal=Barmen. Die Standarte bittet die Kraftfahrer, möglichst die Strecke während des Passierens durch die Mannschaften freizuhalten bzw. Rücksicht auf sie zu nehmen, da in der Wertung jede ½ Minute 2 Punkte beträgt. Da alle Sturmbanne ihre besten Männer am Start haben, sind spannende Kämpfe um jede Minute Marschzeit zu erwarten. Die Austragung der Reichsgepäckmarschmeisterschaft der SA. geschieht nach folgendem Plan: Zunächst wird innerhalb der Standarte der beste Marschsturm ermittelt, dieser kämpft mit den Siegern der übrigen Standarten im Brigadebereich um den Titel des Brigadesiegers. Die Gruppe Niederrhein ermittelt unter den Brigadesiegern den besten Sturm der Gruppe nach der erreichten Punktzahl. Die besten Gruppenstürme aus ganz Deutschland werden im Juni in Berlin anläßlich der Einweihung des Reichssportfeldes zum Endkampf um die Gepäckmarschmeisterschaft der SA. starten. Die Standarte 171 geht mit großer Zuversicht an den Start, hat sie doch schon mehrmals bewiesen, daß sie auch in sportlicher Hinsicht keine Gegner zu scheuen braucht. Erinnert sei hier an die vorzüglichen Leistungen beim Reichswettkampf der SA. im vorigen Jahre, wo die Standarte auch den Brigadesieger stellen konnte, ferner an die im Herbst 1935 ausgetragene Gepächmarschmeisterschaft der SA.=Gruppe Niederrhein, bei der die Mannschaft der Standarte 171 die drittbeste Zeit herausholen konnte. Nicht unerwähnt darf auch gelassen werden, daß in den Reihen der Standarte 171 vier Mitglieder der Olympia=Kernmannschaften stehen. Um dem Publikum die Zeit am Ziel nicht lang werden zu lassen, wird der Musikzug der Standarte 171, der bekanntlich am 12. April 1936 die Feier seines zehnjährigen Bestebens beging, ab 10 Uhr durch schmissige Marschmusik für Unterhaltung sorgen. Wichtig für mütter: Jede Mutter wünscht das Haar zu pflegen, daß es gekräftigt wird und als S bis zum späten Alter erhalten öleibt. 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Ganz besonders dekorativ wirken die drei großen Holzknôpfe 1850 6 Ein Jugendliches Rockkomplet aus Unistoffen in reicher Farbenauswahl, wie es vielen Wünschen entsprechen dürfte. Die flotte Verschlußschnalle und die nette Stepperei on Kragen und Armeln wirken angenehm belebend. Die Jocke ist mit kunstseidenem Serge geföttert 1675 7 Sicherlich wird dieser elegante GeorgetteMantel Ihr Gefallen finden. Er ist ganz auf kunstseidenem Marocain gearbeitet. Ihrem Geschmack entsprechend können Sie ihn in schwarz und marine haben. Ganz besondere Freude macht Ihnen aber die Kurbelarbeit on Krogen und Armeln 3750 Wus die Woche brachte Frankreich wählt. Die französischen Wahlen am vergangenen Sonntag haben nicht nur keine Klärung der politischen Kräfteverhältnisse gebracht, sondern einen kaum zu entwirrenden Wirrwarr heraufgeführt. Bezeichnenderweise wurden von den 618 zu wählenden neuen Kammerabgeordneten nur 183 gewählt, während die Entscheidung über den großen Rest erst am morgigen Sonntag bei der Stichwahl fallen wird. Man geht wohl nicht fehl, wenn man aus dem Wahlergebnis eine Raditalisierung der politischen Meinung herausliest, die einmal in der Verdoppelung der kommunistischen Stimmen gegenüber der letzten Wahl vor vier Jahren zum Ausdruck kommt und zum anderen durch das Hinüberwechseln der Wähler von der gemäßigten Mitte zur raditalen Rechten dotumentiert wird. Den größten Gewinn aus der sogenannten„Volksfront“ haben die Kommunisten davongetragen. Es bildet sich sogar das ungesunde politische Verhältnis beraus, daß der Bürgermeister von Lyon und Fübrer der Radikalsozialisten, Herriot, am kommenden Sonntag bei der Stichwahl auf die Hilfe der Kommunisten und der Sozialisten angewiesen ist. Die Kommunisten haben bereits ihren Kandidaten zurückgezogen, so daß mit höchster Wahrscheinlichkeit auf diese Weise Herriot gewählt werden wird, wenn andererseits es nicht ausgeschlossen erscheint, daß die kleinbürgerlichen Kreise es nicht gerne seyen, daß ihr Kandidat mit Hilfe der Marxisten durchkommen soll. Daß die Lage sehr ernst beurteilt wird, geht nicht zuletzt aus einem Aufsatz Flandins hervor, den er im „Intransigeant“ veröffentlicht hat. In diesem Aufsatz heißt es u. a.:„Zweifellos zeigen die Wahlen ein starkes Vordringen der Kommnnisten. Auch ist bemerkenswert, daß die Konzentrationspolitik der Kandidaten der gemäßigten Parteien, die sie vertreten haben, begünstigt baben. Wenn, wie ich hoffe, daß kommunistische Vordringen als Warnung dient, können wir beim zweiten Wahlgang einen Erfolg der Elemente verzeichnen, die ebenso wie ich der Ansicht sind, daß der Zusammenfluß der Republikaner notwendiger denn je ist.“ Das Anwachsen der kommunistischen Stimmen machte sich auch bei der Pariser Börse am Montag bemerkbar, wo die Kurse der französischen Staatsrenten sowie sämtliche Pariere starke Rückgänge aufzuweisen hatten. Was aus dem etwaigen Wahlergebnis an Veränderungen in der politischen Führung der Staatsregierung herausspringen wird, ist nicht abzusehen, da man nicht weiß, inwieweit das Wahlbündnis der Radikalsozialisten mit den marpistischen Parteien bei den politischen Entscheidungen jeweilig abfärbt. Die Lage in Abessinien. Die Woche brachte auf den atalienisch=abessinischen Kriegsschauplätzen keine nennenswerten Aenderungen An der Nortfront geht der Vormarsch weiter. Es wurde Dienstag die Stadt Macfud erreicht, die ungefahr 130 km von Addis Abeba entfernt ist. Der Aoschluß dieser Operarionen wird für Ende der tommenden Woche erwartet. An der Südfront dagegen scheint der Vormarsch der Italiener ins Stocken geraten zu sein. Nach englischen Zeitungsmeldungen sollen sich hier blutige und erbitterte Kämpfe in dem Gebiet von Sassabaneh abgespielt haben, wobet die Italiener sehr große Verluste erlitten. Das abessinische Hauptquartier gibt zu, daß die Italiener Dagabu erreicht haben. Die Kampfkraft der abessinischen Truppen an dieser Front soll völlig ungebrochen sein. Tatsache ist, daß der Erfolg der Italiener dem Einsatz an Flugzeugen, Tanks und motovisierten Abteilungen bei weitem nicht entspricht. Zum Tode König Fuads. In einem weltgeschichtlich überaus bedeutenden Augenblick ist der erste konsututionelle Monarch Aegyptens, König Fuad I., im Alter von 63 Jahren gestorben. Die Nachfolge tritt sein Sohn Faruk an, der noch minderjährig, durch einen Regentschaftsrat vertreten wird. Der Tod des Königs hat um die politische Zubunft Aegyptens große Besorgnis ausgelöst. Dem mit starken diplomatischen Fähigkeiten ausgestatteten Monarchen war es gelungen, die innerpolitische Stabilität Aegyptens aufrechtzuerhalten und die nationalisuische englandfaindliche Wafd=Partei an der Machtergreifung zu verhindern, obgleich König Fuad nie ein Freund Englands gewesen ist. Sein Tod bedeutet nach Ansicht der„Temps“ für die Lage in Aegypten eine vielleicht schissalschwere Verschärfung. Da die Mehrheit der Kammer nationalisusch ist, kann die Wahl des Regentschaftsrates unter Umständen den Wünschen der Engländer nicht entsprechen. Hinzu kommt noch, daß der italienische Einfluß in maßgebenden ägyptischen Kreisen für die unmittelbare oder mittelbare Kontrolle des Niltales England vollständig neue Probleme resp. Bedingungen schafft. Der Tod des Königs wird in englischen politischen Kreisen, nicht zuletzt auch im französischen Lager, für die Lage in Ostafrika sowie im Mittelmeer in seiner Auswirkung als schwierig und ernst betrachtet. Was geht in Oesterreich vor? Ueber Oesterreich haben sich wieder die Wolken zusammengezogen. Aus Wien kommen alarmierende Nachrichten. Seit Mittwoch sind in ganz Oesterreich Truppenzusammenziehungen zu verzeichnen. Es geht um den Machtkampf der Parteien. Es kommt darauf an, ob die Hoimwehr unter Führung Starhembergs Schritte ergreifen wird, um ihre Forderung durchzudrücken, daß die belasteten Minister im Kabinett Tlhuschnigg entlassen werden sollen. Der Phönixskandal hat die Leidenschaften aller Parteien aufgestachelt. Das Programm der christlichen Arbeiterschaft Oesterreichs fordert, daß der zersetzende Einfluß des Judentums aus dem Geistes= und Wirischaftsleben des deutschen Volkes verdrängt werde. Viele Millionen sind infolge der FinanzSkandale und Zusammenbrüche der letzten Jahre ohne ihre Schuld zu Proletariern gemacht worden. Die christliche Arbeiterschaft Oesterreichs verlangt die Aufhebung der jüdischen Presse und der jüdischen Wirtschaftsführung. Mit einer Umbildung der österreichischen Regierung dürfte in den nächsten Tagen zu rechnen sein. Starhemberg ist entschlossen, seine eigene Stellung aufrecht zu erhalten und zu stärken. Keine Rücktrittsabsichten Sarrauts dnb. Paris, 2. Mai. Wie das französische Innenministerium mitteilt, entspricht die Pressemeldung, daß Ministerpräsident Sarraut die Absicht habe, nach dem zweiten Wahlgang den Gesamtrücktritt seines Kabinetts zu überreichen. nicht den Tatsachen. planmäßiger Vormarsch dnb. Rom, 80. April. Gegenüber den auch in Italien verbreiteten Gerüchten, wonach die italienischen Truppen noch im Laufe dieser Woche in Addis Abeba einrücken sollen, wird in unterrichteten italienischen Kreisen darauf aufmerksam gemacht, daß der Vormarsch planmäßig und ohne Uebereilung durchgeführt werde. Bis zur Besetzung der abessinischen Hauptstadt könnte noch eine Reihe von Tagen, man spricht sogar von einer Woche, vergehen. Es sei selbstverständlich, daß das Militärkommando jeweils das ganze Gelände auf das genaueste durchsuchen lasse, bevor die Truppentransporte zur Durchführung kommen. Gleichzeitig werden die Gerüchte, daß der frühere italienische Gesandte in Addis Abeba, Graf Vinci, sich auf dem Wege nach Addis Abeba befinde und bereits zum Gouvereneur der abessinischen Hauptstadt ernannt sei, in Abrede gestellt. Auch die Meldungen, wonach die italienische Regierung einen ihr genehmen neuen Kaiser von Abessinien ernennen wolle, und ähnliche Nachrichten werden zurückgewiesen. Der Negus in Addis Abeba dnb Paris, 30. April. Wie Havas aus Addis Abeba berichtet, ist der Negus im Laufe des Vormittags von einer der Anhöhen, die die Hauptstadt umgehen, nach Addis Abeba gekommen. Er hatte Unterredungen mit mehreren Stammesführern. Der Negus soll dem Berichterstatter der Havas=Agentur in Addis Abeba erklärt haben, wenn auch das Vordringen der italienischen Truppen in der Tiefenwirkung groß sei, so sei es in der Breite unbedeutend. Es führe bei weitem nicht zu dem entscheidenden Sieg der italienischen Truppen. Der Nationalpreis für Buch und Film dnb Berlin, 1. Mai. Auf der Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus verkündete Reichsminister Dr. Goebbels die Preisträger der beiden Nationalpreise für Film und Buch, die für das Jahr 1935/36 von der Reichsregierung ausgestellt werden. Der nationale Filmpreis 1935/36 wurde dem Mitglied des Reichskultursenates, Regisseur Carl Fröhlich, für seinen Film„Traumulus" zuerkannt. Den nationalen Buchpreis 1935/36 erhielt SA-Obersturmbannführer Gerhard Schumann aus Stuttgart für seinen Gedichtband„Wir aber sind das Korn“. Auch Schumann ist Mitglied des Reichskultursenates. Generalforstmeister Dr. von Keudell zum Staatssekretär ernannt dub. Berlin, 30. April. Der Führer und Reichskanzler hat den Generalforstmeister Dr. Die Festsitzung der Reichskulturkammer. Der Präsident der Reichskulturkammer, Reichssminister Dr. Goebbels, spricht. (Scherl Bilderdienst, M.) von Keudell zum Staatssekretär ernannt. Staats= sekretär von Keudell wird in den Dienstgeschäften des Reichsforstamtes die seither als ständiger Stellvertreter des Reichsforstmeisters geführte amtliche Bezeichnung Generalforstmeister weiterführen. We wird das Welter? (Wetterbericht d. Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim.) Sonntag, 3. Mai 1936. Schwachwindig verbreiteter Morgennebel, tagsüber aufklärend. Temperaturen ohne wesentliche Aenderung. Montag, 4. Mai 1936 und wahrscheinliche Weiterentwicklung. Fortdauer der bestehenden Wetterlage. Niederschlag der letzten 24 Stunden 0,0 mm Höchste Temperaturgestern 12,0 Niedrigste Temperatur heute trub 8,0 as bringt der Rundlunkr Sounteg von Hamburg: Hafenkonzert an Bord des Dampfers„Adolph Woermann“ der Woermann=Linie. Glocken vom Großen Michel, dem Wahrzeichen der deutschen Seefahrer. Kremser: Altniederländisches Dankgebet.— Weckruf. 8,00 Zeit, Wetter, Wasserstand. Anschl.: Uebertragung aus Oberhausen: Fröhlicher Maien. Es singt die Singgemeinde Oberhausen. 9,15 Aus Handorf bei Münster: Mutter des Lebens. Morgenfeier zum Beginn des Maimonates(Leitung: Dompikar Seiwering). 9,45 Sendepause. 10,00 Funk ins Blaue. 11,30 Reichssendung: Olympischer Frühling. 12,00 Musik am Mittag. Es spielt das Große Orchester unter Leitung von Alois Melichar; Kläre Hansen(Sopran); Friedrich Eugen Engels(Tenor). Weber: Vorspiel zur Oper„Oberon“.— Mozart: Serenade Nr. 1 D=Dur.— Marschner: „Wehe mir“, Szene und Arie der Anna, aus der Oper„Hans Heiling“.— Grieg: a) Herzwunden, b) Letzter Frühling.— Ponchielli: Himmel und Meer, Romanze aus„La Gioconda“.— Wagner: Vorspiel zu„Die Meistersinger“. 13,00 Ein Wort an die Hörer. 13,10 Glückwünsche. 13,15 Melichar: Alt=französische Tanz=Suite.— Lortzing:„Wir armen, armen Mädchen, Arie aus der Over„Der Waffenschmied“.— Debussy: Nachmittag eines Faun.— Puccini:„Lasset sie glauben", Arie aus„Das Mädchen aus dem goldenen Westen".— Borodin: Polowetzer Tänze, aus „Prinz Igor“. 1,00 Für unsere Kleinen; Markäfer flieg! Ein Spiel von Hedda Amann. 14,30 Lustiger Rätselfunk des Reichssenders Köln. 15,00 Unser ist das Land. Vom Niederrhein; Bruchland im Jahresreigen. Ein Menuett für Flöte und Gitarre. Aus Bückeburg: Hier wird gewebt, gesponnen und fröhlich dazu gesungen. Ein Funkbericht aus der Webschule. Jeremias Gotthelf: Ein Dichter des deutschen Bauernlebens Zum Beschluß: Ein Allegretto für Flöte und Gitarre(Reinhard Fritzsche— Ida Gille). Leitung: Dr. Karl Holzamer. 16,00 bis 18,00 Nette Sachen aus Köln: Mitwirkende: Clemens Kaiser=Breme(Stadttheater Essen, Bari. ton); Rudi Rhein(1. Geige); Jak. Braun(2. Geige); Regneruns Ringnalda(Bratsche); Robert Grote(Cello); Heinz Apelmann(Kontrabaß); Hans Haaß(Klavier); Kurt Wessel(Harfe); Westdeutsches Kammerorchester unter Leitung von Hermann Hagestedt; der Kammerchor, Leitung: J. Breuer; Sprecher: Paul Apel.— Martha Walter. — Elisabeth Samblowski.— Kurt Ehrhardt.— Karl Haas.— Lotte Fritzsche.— Rita Plum. 17,00 bis 17,10 Rennbahn Düsseldorf=Grafenberg: Jubiläumspreis. Sprecher: Hermann Probst. 18.00 Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten. 18,30 Wir sagen den neuen Monat an. Das funkische Kolenderblatt. Der Mai im Garten, in Hof und Fold, im Tierreich, im Jagdrevier, in Volkskunde und Brauchtum. 19.20 Sportsunk. 20,00 von Frankfurt: Unterhaltungskonzert. Suppé: Ouverture zu„Fatinitza“.— Suppé: Schlittenarie aus„Fatinitze“.— Suppe: Juanita=Marsch. — Millöcker: Mädel schau, Walzer aus„Cousin Bobby“.— Millöcker:„Ich habs gefunden", Auf. trittsarie des Leonhard aus„Gräfin Dubarry“. — Fuchs: Walzer für Orchester.— Millöcker: Aus Der Bizeadmiral“: a)„Hoch vom Turmgemach Auftrittolied der Gilda, b)„Da längst sie angemeldet schon“, Brief=Couplet, c)„Sag du zu mir“, Duett, d) Schiffsjungenmarsch.— Lehar: Rastelbinder=Walzer.— Suppé; Aus„Boccaccio“: a) Ouverture, b)„Hab ich nur deine Liebe“, Lied der Fiametta, c)„Ein armer Blinder flehet um Erbarmen", Duett.— Suppé: Titania=Wolzer. Ausführung: Maria Madlen=Madsen(vom Opernhaus Frankfurt), Sopran; Paul Reinecke(vom Stadttheater Leipzig), Tenor; das Orchester des Reichosenders Frandfur., Leitung: Dr. Reinhold Merten. 21,15 Mit Kraft durch Freude in den Mai. Funkberichte von Betriebsfeiern und Betriebsausflügen in Westdeutschland. 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,30 von München: Nachtmusik. Es spielt das Münchener Tanzfunkorchester, Leitung: Bruno Aulich, und die Münchener Funkschrammeln. 23,00 bis 24,00 vom Deutschlandsender: Wir bitten zum Tanz. Ilja Livschakoff spielt. Montag 5,55 Wetterbericht für den Bauer. 6,00 von Stuttgart: Choral. Anschl.; Leibesübungen. 6,30 von Frankfurt: Frühkonzert, Ausführung: Musikkorps des Inf.=Regts. Nr. 81, Frandfurt, Leitung: Obermusitmeister Weichselgartner. 7,00 von Frankfurt: Nachrichten. Anschließend aus Köln: Choral— Morgenruf. 8,00 Kalenderblatt. Anschließend: Zeit, Wetter, Wasserstand. 8,10 Frauenturnen, 8.25 Ratschläge für den Küchenzettel der Woche. 8,35 Sendepause. 9,45 Zeit, Nachrichten, Wasserstand. 10,00 von Hamburg: Märchen der nordischen Reihe: Der verzauberte Riese.— Aus dem Joländischen gestaltet von B. L. Boß. 10,30 Was brachte der Sportsonntag? 10,40 Sendepause. 11,50 Bauer, merk auf! 12,00 Musik am Mittag. Die Werkpause des senders Köln. 13,00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche, 13,15 von Hamburg(aus Hannover): Schloßkongert. Niedersächsische Sinsomeorchester, Leitung: Otto Ebel von Sosen. Mitwirkend: Emmy Sack (Sopran vom Opernhaus Hannover); Kaul Elbe (Flöte). Hanel: Ouverture zum Märchenspiel „König Drosselbart“.— Zwei Lieder: a) Liszt: Es muß ein Wunderbares sein, b) Hildach: Der Lenz (Emmy Sack).— Joh. Strauß: Phönixschwingen Walzer.— Gutzeit: Heimkehr, Impression, Schmidt=Hagen: Ins blühende Land, Marsch. 14,00 Uebertragung aus dem Europa=Palast, Düsseldorf: Kleine Musik. Adolf Wolff: Kino=Orgel. 14,45 Schlachtviehmarktberichte. 15,00 Sendepause. 15,45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Der Erzähler. Südliche und nordische Einflüsse in Händels Kunst. Fr. Schubert: Quartett für Flöte, Biola, Cello und Gitarre.— Ein Adagio für Flöte und Klavier von Quanz. 4 Frauenköpfe auf Briefmarken.— Eine Fabel.— Frühling im kleinen Park. Gegen 17,30:„Kölnisch Wasser". Eine Plauderei um eine duftende Handelsware von Dr. H. Schäfer. Gegen 17,45: Von den Wundern des Lebens, Eine Vorschau auf die Essener Ausstellung„Das Leben“ von Stadtrat Dr. Fischer. Mitwirkende: Kläre Hansen(Sopran); Willi Schneider(Baß); Ida Gille(Gitarre); Reinhard Fritzsche(Flite); dazu Mitglieder des Großen Orchester17,55 Gemüsenotierungen. 18,00 von Stuttgart: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. Ausführende: Das Rundfunkorchester; die Kapelle Oscar Joost; Carl Jautz(Tenor); Elisabeth von Malsen und Hubert Giesen(Musik auf zwei Flügeln) u. a. 19,00 Musik zum Feierabend. Lieder von Peter Cornelius. Auf eine Unbekannte.— Auf ein schlum. merndes Kind.— Auftrag. Sinfonische Bariationen für 2 Klaviere von A. Spies, Lieder von Richard Trunk: Biterolf im Lager von Akkon.— Die Stadt.— Schnitterlied. Ausführende; Hanns Hamer(Bariton); Erich Rummel, Walter Wielsch(Klavier). 19,45 Kleine Bücherkunde des Reichssenders Köln, Berichterstatter: Dr. Josef Mahlberg. 20,00 Erste Abendmeldungen. 20,10 Die westdeutsche Wochenschau. 21,05 Mai=Kantate für Soli, Chor, Orchester und Mandolinenorchester. Vier Bilder nach deutschen Volksbräuchen von Franz Peter Kürten. Musik von Gustav Kneip. 1. Bild: Welches Mädchen vird Maikönigin?— 2. Bild: Das Ausrufen der Naipaare.— 3. Bild: Maienstecken.— 4. Bild: Naientanz am ersten Maisonntag. Mitwirkende: Luise Hendrichs(Sopran); Heing Hoersch(Tenor); Josef Rodens(Bariton); Willi Gentgen(BaßBariton); Willi Schneider(Baß); das Große Orchester und der Kammerchor unter Leitung von Josef Breuer; die Mandolinen=Konzert=Gesellschaft„Harmonie“ Köln unter Leitung von Musikdirektor Heinrich Schneider, 2,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,30 Das Schatzkästlein enthält: 1. Das Streichquartett G=Moll, Werk 74/3, von Jos. Haydn. 2. Die italienische Serenade von Hugo das Queling=Quartett. 23,00 bis 24,00 von Breslau: Musik zur„Guten Nacht“. Es spielt das Landesgruppenorchester des RLB. Schlesien, Leitung: Ernst Günther Scherzer.— Pfeuffer: Volk im Marsch.— Verdi: Fantasien aus der Oper„Aida“.— Husadel: Zwei Fanfarenmärsche a) Ministerfansare, b) Fliegerfanfare. — Sabathil: Mein Lied.— Koepping: Donna Batra, argentinische Serenabe.— Hall: Die Hochzeit der Winde, Walzer.— Urbach: Per aspera ad astra. rS Du RaIRG schlcchi? 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Donna e Hoch= aspera h er 15. atten. „Die ganze Welt dreht sich um Liebe" Ufa=Palast und Modernes Theater. Endlich einmal wieder ein Film, den man in jeder Beziehung bejahen kann, ja direkt bejahen muß, da man sich lange nicht mehr so ausgezeichnet unterhalten hat, wie in den Stunden, in denen dieser Film an unseren Augen vorüberlief und die Stimme Marta Eggerts unser Ohr entzückte. Frohlaunig und mit viel Verständnis für Spannung und Humor ist die Handlung nicht nur erfunden, sondern auch optisch gestaltet worden. Die Künstler, die man sich verschrieben, garantierten an sich schon einen besonderen Erfolg: Leo Slezak, Hans Moser, Ida Wüst, Marta Eggerth und als Neuerscheinung Rolf Wanka. Leo Slezak und Rolf Wanka spielen in der Handlung Vater und Sohn, die von ihrem Gut kommend, geschäftlich in der Stadt zu tun haben. Zu ihrer besonderen Kontrolle ist ihnen der Kammerdiener(Hans Moser) attachiert worden. Obgleich beide am Abend zu bestimmten geschäftlichen Besprechungen und Vorträgen verabredet sind, besuchen sie, unabhängig von einander und durch ein Plakat annimiert, die Vorstellung einer Operette, in der eine entzückende Künstlerin auftritt, deren Rolle Marta Eggerth mit ebenfoviel Charme als gesanglichem Können darstellt. Wie sie in einem originell erdachten Wirbel der Geschehwisse mit der Künstlerin bekannt werden und den Abend zusammen in einer ungarischen Bar verbringen, wie der junge Mann mit der Künstlerin noch in der Nacht auf das Gut zurückfährt, während der Vater durch eine falsche und aus Reklamegründen lanzierte Zeitungsnachricht hin den Verdacht hat, daß die Künstlerin, mit der sein Sohn heimgefahren, seine eigene Tochter ist, wie eine große Liebe durch diverse Mißverständnisse in Bruch zu gehen scheint und hinterher doch alles wieder gut wird und das befriedigende happy end die lustigen Geschehnisse krönt, das alles ist so amüsant und nett gemacht, daß man sich keinen Augenblick langweilt, sondern zum Schlusse enttäuscht ist, daß das reizende Spiel schon sein Ende gegurden. Die große Gefangskunst Marta Gagerths ist eine besonders erfreuliche Bereicherung des Filmes und über Leo Slezak und sonderlich über Hans Moser lachen die Zuschauer Tränen. Rolf Wanka, der die Rolle des jugendlichen Siebhabers spielt, ist, obgleich noch ein unbeschriebenes Blatt in der deutschen Filmwelt, dennoch eine begrüßenswerte neue Erscheinung, zumal er außer durch männliche Schönheit und charaktervollem Spiel äußerst sympathisch wirkt durch eine seine Reserve, die er sich und seinem Spiel in den Liebesszenen auserlegt. n Beiprogramm seyen wir einen Kulturfilm, der uns die Welt der Pyramiden näherPeingt. Ein interessanter Varieteefilm und die Usa=Tonwoche, die wie immer die bedeutendsten Ereignisse der vergangenen Woche in Bild und Ton wiedergibt, vervollkommnen das Programm, das diesmal mehr denn je die Zuschauer befriedigen wird. „Einer zuviel an Bord" Hansa=Theater Das Hansa=Theater bringt in dieser Woche die Verfilmung des bekannten Romans„Einer zuviel an Bord", der durch die Anhäufung spannender Momente und seinen kriminalistischen Einschlag einen guten Unterhaltungsfilm bietet. Es ist das alte Lied von Eifersucht und Liebe, die die Menschen in eine verwickelte Lage bringen und Unheil heraufbeschören. Zwar ist nur scheinban ein Mord geschehen; man hat den Kapitän bei einem Unwetter über Bord gestoßen, dieser aber konnte sich retten und taucht dann im richtigen Moment auf, um eine größere Tragödie zu vermeiden. Alles löst sich in harmonischer Weise auf, und die beiden Menschen, die für einander bestimmt sind, werden mit einander glücklich. Im Mittelpunkt dieser Handlung stehen A. Schönhals als der bildschöne Kapitän und Herzensbrecher und Lida Baarova als Braut, die sich von ihrem Bräutigam abwendet und dem schönen Kapitän verfällt. Den Staatsanwalt gibt Willi Birgel mit der Eindringlichkeit seiner großen Darstellungskunst. Es ist ein interessanter Bildstreifen, der ob der Flüssigkeit der Filmhandlung und des Charms seiner Darsteller wohl gefallen kann. Das Beiprogramm beschert uns ein Lustspiel im Maien„Wenn die Geige lockt", außerdem einen guten Kulturfilm„Auf blinkenden Pfaden", sowie die Bavaria=Wochenschau. „Fährmann Maria" Alhambra=Theater. Der Regisseur Frank Wysbar nennt seinen Film„Fährmann Maria", den Dr. Goebbels als künstlerisch wertvoll auszeichnete, eine Filmlegende, weil er hier versucht hat, das Wesen einer bestimmten Landschaft, einer Moorlandschaft, mit ihren Menschen und ihren mytischen Gestalten, die im Denken und Leben dieses Volkes herumgeistern, einzufangen. Und es ist erstaunlich, wie er es fertig gebracht hat, Bild, Ton und Darstellung zu einer wundervollen Einheit zusammenzubringen, so daß man den Film als eine vollklingende Einheit erlebt. Man wird für einige Zeit ganz der Umwelt entrückt und steht seelisch selbst in jener eigenartigen Landschaft, hört die Töne, die aus der Musik zu uns ins Herz dringen und steht ganz im Banne dieser Menschen, die mitten in dieser verzauberten Landschaft stehen und mit ihren dämonischen Kräften ringen. Wysbar hat nicht nur den richtigen Kameraman und den richtigen Komponisten für seine Filmlegende gefunden, er hat auch beste Schauspielkräfte eingesetzt— Sybille Schmitz, Peter Voß, Carl de Vogt und Aribert Mog.— die ihr Spiel ganz aus dem Innersten heraus gestalten. Es bedeutet für jeden ein tiefes Erlebnis, wenn er sich diesem Kunstwerk mit geöffneter Seele hingiebt. Der Kulturfilm führt uns diesmal in die 1000jährige Kulturstadt Hildesheim, deren wundervolle alte Bauten und Straßenzüge mit ihren herrlichen Häusern uns entzücken. Die Bavaria=Wochenschau und ein Abenteurerfilm „Der Held der Steppe“ füllen das Programm aus. „Ein Walzer um den Stephansturm" Lichtburg, Barmen. Das ist ein echter Wiener Film, voll Laune und haumloser Fröhlichkeit. Natürlich spielt auch die Musik eine große Rolle, aber nur als Begleitung zu einer hintändelnden Handlung. Da sind zwei Frauen und zwei Männer, deren Schicksale ineinander verschlungen sind. Der eine Mann will nicht heiraten und tut es auch nicht, aber er will seinem jungen Freund die rechte Frau besorgen, und sucht und sucht, und tapst doch im Dunkeln, dieweil der Freund bereits gewählt hat. Aber ehe es zum glücklichen Ende kommt, ist noch mancher Streit, manche tückische Verwechslung und manche Herzenshindernisse zu überwinden. Wo alles nichts hilft, hilft die Mäusik. Da ist vor allem Leo Slezak als pensionierter Heldentenor, der für Stimmung und Laune sorgt. Na, auch sonst kann man über Stimmung nicht klagen. Wolf Albach=Retty ist mit von der Partie und sorgt für jungenhaftes frisches Spiel, Hans Richter mimt natürlich wieder den ahnungslosen Schlingel Fritz, während Olga Tschechowa und Gusti Huber die veiden Frauen glaubhaft und sympathisch darstellen. Ein Film, der gut unterhält und viel frohe Eindrücke hinterläßt. Ein Lustspiel vom„Homd des Glücks“ und der Kulturfilm„Unbekanntes Entropa“ füllen das Programm, das von der aktuellen Bavaria=Wochenschau beschlossen wird. „Der Kurier des Zaren" Modernes Theater, Oberbarmen. In Sibirien ist ein Aufstand gegen Rußland ausgebrochen, unter Führung eines TatarenEmirs und eines ehemaligen, degradierten russischen Offiziers. Der Zar schickt einen Rittmeister als Kurier mit wichtiger Botschaft und Aufmarschplänen zu einer gefährdeten sivirischen Stadt. Von einer Spionin verraten, wird der Rittmeister erbittert verfolgt und schließlich ebenso wie ein junges Mädchen, das er unterwegs kennen gelernt hat und das mit ihm reist, von den Tataren gefangen genommen Allerdings kennt man ihn nicht, man weiß nur, das er sich unter den Gefangenen befindet. Seine in Sibirien lebende Mutter muß er verleugnen, um seine Sendung nicht aufs Spiel zu setzen. Als so aber die Mutter gepeitscht werden soll, verrät er sich und wird geblendet. Von seiner Begleiterin geführt, erreicht der Blinde die gefährdete Stadt, in der sein Widersacher, der degradierte Offizier, schon eher angekommen ist und sich für den Rittmeister ausgegeben hat. Die Stadt wäre verloren, wenn der Rittmeister nicht rechtzeitig eingetroffen wäre. Den Verräter ereilt die Rache. Die Tataren werden geschlagen. Der Film schließt mit der Ehrung des tapferen Rittmeisters durch den Zaren und der Hochzeit mit seiner treuen Begleiterin. Der Film ist unerhört wuchtig und packend. Die gezeigten Erlebnisse greifen ans Herz. Von gewaltiger Wirkung sind die Szenen mit wildem Kampfgetümmel und blutigen Schlachten, ergreifend die Schicksale des Rittmeisters, dessen Rolle von Adolf Wohlbrück mit echter Kunst erfüllt wird. Ebenso schöpfen Maria Andergast(seine Braut), Lucie Höflich(seine Mutter) und Hilde Hildebrand(die Spionin) alle in ihren Rollen liegenden Möglichkeiten bis zum Letzten voll aus. Das komische Element wird von zwei Kriegsberichterstattern(Theo Lingen und Kurt Vespermann) prächtig vertreten. Im Beiprogramm ein guter Kulturfilm (Das Pferd im Heu), ein Expeditionsbericht (Tempel=Masken=Märchen), ein neckischer Trickfilm und die Bavaria=Tonwoche. Varieté.Filnschan „Liebeserwachen" Thalia=Theater. Man kann nicht sagen, daß der Stoff gerade eine Entdeckung wäre. Auch nicht, daß er uns bis aus Kerngehäuse der Seele erschüttere. Es kommt schon hin und wieder einmal vor, und auch im Film haben wir desgleichen schon öfters erlebt, daß ein junges Mädchen ihres soliden Verlobten, der durchaus tüchtig, aber etwas langweilig ist, überdrüssig wird und sich Knall und Fall in einen, ach so interessanten Künstler— diesmal it es ein Geiger— verliebt. Da kann man nichts machen, sogar der sonst gar nicht unresolute Vater steht der Hoch zeit machtlos vis=à=vis. Und dann kommt es, wie es kommen muß. Die Ehe wird zwar geschlossen, aber die junge Frau muß bald einsehen, daß ein Künstler zwar nicht langweilig, dafür aber geneigt ist, auch anderen Frauen schnöe Augen zu machen. Damit nicht genug, er vernachlässigt, ja, betrügt sie. Es nutzt nichts, daß sie Opfer für Opfer bringt. Alles geht seinen Lauf, so daß der Frau nichts übrig bleibt, als zum Vaterhaus zurückzukehren. Daß der alte Bräutigam, übrigens ein tüchtiger Tierarzt, sie noch mit Freuden aufnimmt, hat sie ihrem Stern zu verdanken, denn das hätte man von dem Manne nicht verlangen dürfen. Aber man freut sich innig, daß die böse Geschichte so gut ausgeht. Doch, mag auch der Stoff etwas abgegriffen sein, bei Unterhaltungsfilmen dieser Art kommt es darauf an, wie gespielt und geleitet wird. Und da wird alles wieder ausgeglichen, ja, man ist geradezu befriedigt, wenn man den Film gesehen hat. Herbert Maisch hat an schönen Eine einfache Rechnu und deshalb ein für allemal die Schuhe putt man mit Bildern und geschicktem Szenenwechsel nicht gespart. Groß und überzeugend aber ist vor allem das mädchenhafte Spiel Karin Hardts. Eugen Klöpfer spielt mit bramabarsierender Gutmütigkeit den Vater, Walter Rilla den hochbegabten Künstler, der übrigens mit seinem Spiel auch das Filmpublikum bezaubert, so daß die Liebe des Mädchens ganz verständlich ist, zumal er auch in Haltung und Miene gefällig ist. Hans Schlenk, Walter Steinbeck, Elizza Illiard und Gina Falckenberg gefallen in weiteren Rollen. Heinrich Schlusnus singt mit seiner prachtvollen Stimme einige wunderschöne Lieder und so ist das Maß der Freude voll. Ein Film, der mehr hält, als der Titel verspricht. Auf der Bühne sindes vor allem die Iwanows mit ihren fliegenden Reckkünsten, die Aufsehen erregen nud sich lebhaften Beifall verdienen. Pantel Patrix als Ansager und Zanberkünstler sächselt mit Humor und Geschick Die fünf Schwestern Ahrens verbinden mit einer schlichten Tanzkunft viel natürliche Grazie. Heinrich Stengel amüsiert köstlich mit„doofen“ Witzen, und Singing Fools gefallen mit ihren Parodien. Kulturfilm und Wochenschau beschließen das Programm. Städtische Bühnen Wuppertal Fritz Kirchhoff, der vor nunmehr zwei Jahren von Intendant Dr. Günther Stark von Berlin an die Wuppertaler Bühnen als Oberspielleiter des Schauspiels und der Oper verpflichtet wurde. geht, wie bereits bekannt, mit Schluß dieser Spielzeit als Regisseur zur Ufa. Mit seiner letzten Inszenierung der Oper„Godiva“ von Ludwig Roselius am Dienstag den 5. Mai 1936, im Barmer Hause verabschiedet sich Fritz Kirchhoff vom Wuppertaler Theaterpublikum. M Außer Verantwortung der Schriftleitung. Einem Teil der beutigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma Peter Kampermann Wwe., Wuppertal=Elberfeld, bei. Riechliche Nacheichten Sonntag, den 8. Maj 1936. Barmen. Gemeinde Unter. darmen. Hauptkirche: 7,30 Uhr P. van den Bruck. 9,30 Uhr genstepen(Vorb. und Abendmahl). 11,15 Uhe Kdg.— Christuskirche Sbver. 1115 — Pauluskirche; 9,30 Uhr P. Heidtmann. 11,15 Uhr Kda.— Rotter Bereinshaus: 9,30 Uhr van den Bruck. 11,15 Uhr Kdg.— Lichtenplatzer Kapelle: 10 Uhr Past. Wolf. 11,15 Uhr Kapelle: 10 Uhr P. Mehohoff.— Westener Vereinshaus: 9,30 Uhr P. Stasch. 11,15 Uhr Kdg.— Städt. Krankenhaus: 8,15 Uhr P. Stasch. Evang.=ref. Gemeinde Barmen=Gemarke. Gemarker Kirche: 8 Uhr Schmidt: 10 Uhr P. D. Humburg. 11,90 Uhr Kdg.— Immanuelskirche: 10 Uhr P. Scheider=Neukirchen(Fest. gottesdienst aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des Kdg. im 5. Bezirk); 11,30 Uhr Kda.— Heckinghauser 10 Uhr P. Kuhlmann.— Friedhofskapelle: 10 Uhr P. Schmidt. - Kdg.: 11,90 Uhr Bartohlomäusstr. 7(Festödg.), Klingelholl 54a, Gruerstr. 65, untere Lichtenplatzerstr. 8. Uhr Krautstr. 72, Eintrachtstr. 32. Evang.=luth. Gemeinde Wupperfeld. Ate Tirche: 8 Uhr P. Blindow. 10 Uhr P. Loewenstein. 11,30 Uhr Kdg. - Friedenskirche(Schwerhörigenan. lage): 10 Uhr P. Ihme(Vorb, und Abendmahl). 11.30 Uhr Kdg. 12.30 Uhr Taufhandlung.— Johanniskirche: 8 Uhr P. Liz. Graeber. 10 Uhr P. Hübner(Goldene Konfirmation; Kirchenchor). 11,30 Uhr Kdg. 12,90 Uhr Taufhandlung.— Lutherkirche: 10 Uhr P. Boecker. 11,30 Uhr Kdg.— Kirchsaal Hügelstr.: 9,30 Uhr Miss. Trey. 11,80 Uhr Kdg. Klipperstraße. Evang.=luth. Gemeinde Wichlinghausen. Wichlinghauser Kirche: 7,30 Uhr P. Hölzel. 9,90 Uhr P. Schombura(Jahresfest des Jungmädchenver. eins„Maria“)(Abendmahl). 11 Uhr Kda— Bethanien: 11,15 Uhr Kdg. — Ersöserkirche: 9.30 Uhr P. Hölzel (Abendmahl). 11 Uhr Kdg.— feld, Holzrichterstr. 11: 10.30 Uhr Kda.— Dienstag, 5. Mai, Erlöser= kirche: 20,30 Uhr P. Viz. Dr. mann=Düsseldopf. Thema:„Die brennenden Fragen christlicher in Schule und Haus“. Evangel, Gemeinde Laaken=Blom bacherbach. 9.30 Uhr P. Schiefer. 11 Uhr Kda. 17 Uhr Gemeinschaftsstunde, Vikar Froeschke. 20,16 Uhr Blaukreuzstunde. Verein=evang. Gemeinde Barmen. Langerfeld. Alte Kirche; 8,30 Uhr Uhr P. Lohmann. 13,30 Uhr Kdg. — Kreuzkirche: 10 Uhr P. Sy. 11,30 Uhr Kdg.— Beckacker: 10 Uhr Pastor Preis, 11,30 Uhr Kdg.— 10 Uhr P. Lohmann. 11,90 Uhr Kdg. — Dahl: 11 Uhr Kdg. Evang. Gemeinde Barmen breck. 830 Uhr Frühgottesdienst im Kirchsaal Schellenbeck 10 Uhr Haupt. gottesdienst in der Kirche am Hotten. stein(Abendmahlssonntag). 11,15 Uhr Kda. in der Kirche am stein. 14 Uhr Kdg. im Kirchsaul Schellenbeck. 17 Uhr Rüstversammlung im Konfirmandensaal. Evangelische Gemeinde Beyenburg. 9.30 Uhr P. Trummel. 10,45 Uhr Kdg. 20 Uhr Männerabend. Freie evangel. Gemeinde, Barmen, Feldstr. 37a. Vorm. 8,30 Uhr Predigt. 11,30 Uhr Sonntagsschule Donnerstagabend 8 Uhr Bibelstunde Freie evangel. Gemeinde, Barmen, Unterdörnerstr. 77. Vorm 9.30 Uhr Predigt. 11 Uhr Sonntagschule. Freie evangel. Gemeinde, Barmen Seifenstr. 3. Vorm 8 Uhr Gebe stunde. 9,30 Uhr Abendmahl.1 Uhr Sonntagschule. Donnerstag abend 8.30 Uhr Missionsgebetstunde. Die Christengemeinschaft, Barmen Albertstr. 25. Sonntag 10 Uhr Menschenweihehandlung. 11,15 Uhr Sonntagsfeier für Kinder. Evang.=luth. Gemeinde, Barmen, Werlestr. 58. Vorm. 10 Uhr Gottesdienst. Evangelische Gemeinschaft, Barmen, Wertherstr. 58a, 1. Etg. Vorm. 9.30 Uhr Predigt, Prediger Dahmer. 11 Uhr Kog. Abends 6,30 Uhr Jugendstunde. 8 Uhr Predigt, Prediger Dahmer. Mittwochabend 8,15 Uhr Bibel=Gebetsstunde. Baptistengemeinde Barmen, Kapelle Wartburgstr. 44. Sonntagvormittag 9,30 Uhr Predigt, H. Schröder. 11 Uhr Sonntagschule. Nachmittags 4,30 Uhr Predigt, Prediger Merten,(Abendmahl). 6,30 Uhr Gemeinde=Jugendstunde. Mittwochabd 8,30 Uhr Bibel= und Gebetsstunde.— Gemeindesaal Oberbarmen, Pfeilstr. 18: Sonntagvorm. 9.30 Uhr Predigt, Prediger Merten. 11 Uhr Sonntagschule, Dienstagabend 8.30 Uhr Bibel. und Gebetsstunde. Baptistengemeinde Oberbarmen Hunsrückstr. 3a. Sonntagvorm. 9,30 Uhr Predigt und Abedmahl, Prediger Oehmler. 11,15 Uhr Kdg. Nachmittag 4,30 Uhr Erbauungsstunde, Prediger Oehmler. 6.30 Uhr meindejugend. Mittwochabend Uhr Bibel= und Gebetstunde. Die Heilsarmee, Barmen, Bartholomäusstr. 60, Sonntagvorm. 9.30 Uhr Heiligungsversammlung. 11 Uhr Kdg. Sonntagabend 20 Uhr Heilsversammlung. Donnerstagabend 20 Uhr Heilsversammlung. Katholischer Gottesdienst Barmen. St. Antonius. Heilige Messen: 5,45, 6.30, 7,30 mit Predigt, 8.30 mit Predigt(Schulmesse), 9.30 10,45 mit Predigt, 11,30 letzte heil. Messe mit Predigt. 2,30 Christenlehre und Andacht. 5 Uhr Pfarrandacht. St. Johann Baptist. Hl. Messen: 6 7. 8 mit Predigt, 9 Schulmesse 0 Hochamt, 11.15 mit Predigt, 2.30 Andacht für die Kinder. 5 Uhr Andacht. Herz=Jesu. Heil. Messen: 6.30, 8 Uhr mit Predigt, 9.30 Uhr Hochamt. 11,15. 3 Uhr Andacht für die Kinder, 5 Uhr allgemeine Andacht. St. Marien. 7 Uhr Frühmesse, 8 mit Predigt, 9.30 Hochamt, 11 mit Predigt. 2,30 Uhr Pfarrandacht St. Elisabeth. Heil. Messen: 7, 8 mit Predigt, 9,15, 10,15 mit Predigt. 3 Uhr Andacht. St. Joseph, Lichtenplatz. 9,30 Uhr heil. Messe mit Predigt. Städtisches Krankenhaus. 9,15 Uhr heilige Messe rut Predigt. St. Petruskrankenhaus. 6 Uhr und 8.15 Uhr mit Predigt. Langerfeld. 7,30 Frühmesse mit Predigt, 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2,30 Christenlehre und Andacht. Blombacherbach. Heilige Messen: 7,30, 10 Uhr Hochamt, 2,30 Christenlehre. Ronsdorf. 7.30, 10 Uhr Hochamt mit Predigt, 2,30 Uhr Christenlehre und Andacht. Elberfeld. Reform. Gemeinde. Alte Kirche: 10 Uhr P. Bergfried. 11.15 Uhr Kdg. R. Bonn. 2,30 Uhr Taushandlung P. Bergfried. 6 Uhr Hilfsprediger Geiling. Samstag. 9. Mai, 4 Uhr: Trauung, P. Stuhl.— Neue Kirche: 10 Uhr P. Sinning. 11,15 Uhr Kdg. P. Windfuhr.— Friedhofskirche: 9.30 Uhr: Hilfsprediger Geiling. 11,15 Uhr Kdg.— Gemeindestift: 9.30 Uhr P. Weinsheimer.— Gemeindehaus Nordost: 9,30 Uhr P. Bonn. 11 Uhr Adg. P. Jung.— Hahnerberg: 9.30 Uhr P. Brecher, 11 Uhr Kdg.— Uellendahl: 9.39 Uhr fällt aus.— Luth. Bereinshaus, Vogelsauerstr. 44: 9 Uhr P. Heering. Ret. Bekenntnisgemeinde Elberfeld, ugendhaus: 9.30 Uhr P. Graffmann. — Gemeindehaus Süd: 9.30 Uhr P. Lesser.— Alte Post: 9,30 Uhr P. Klugkist Hesse.— Katernberg: 7.30 Uhr Bibelstunde, P. Hesse(Jahresfest des Katernberger Männer. und Jünglingsvereins).— Alemannenstr. 42: Uhr Inspektor Hossius. Luther. Gemeinde. Alte Kirche Hauptaottesdienst 9.30 Uhr P. Fohr. mann, Abendmahl. Kdg. 11.15 Uhr P. Fohrmann. Taufhandlung 12,1 Uhr P. Fohrmann. Abendgotte. dienst 5 Uhr P. Möller. 5 Uhr Gottesdienst für Taubstumme im Ge meindesaal, Past, Schoen.— Kreuzkirche: Frühgottesdienst 7,30 Uhr P. vom Berg. Hauptgottesdienst 930 Uhr P. Reinhold. Kdg. 11,15 Uhr Past. Reinhold. Taufhandlung 12,15 Uhr Past. Reinhold.— Trinitatiskirche: Hauptgottesdienst 10 Uhr P. Kretschmann. Kdg. 11,45 Uhr P. Kretschmann. Taufhandlung 12,45 Uhr P. Kretschmann.— Christuskirche: Früh. gottesdienst 7,30 Uhr P. Heering. Hauptgottesdienst 9.30 Uhr Past. vom Berg. Kdg. 11,15 Uhr P. Taufhandlung 12,15 Uhr P. Hense.— Versammlungshaus Hombüchel: Gottesdienst 9 Uhr P. Beckmann. Kdg. 11,15 Uhr P. Beckmann. Taufhand. lung 12,15 Uhr P. Beckmann.— Gemeindehaus auf dem Engelnberg Gottesdienst 9,30 Uhr P. Wittenberg. 11 Uhr P. Wittenberg. Taut. handlung 11.45 Uhr P. Wittenberg — Vereinshaus Vogelsauerstr. 44: Gottesdienst 9 Uhr P. Heering. Kdg. 11,30 Uhr P. Heering.— Gemeindehaus Uellendahl; Gottesdienst 9,30 Uhr P. Möller. Kdg 11,15 Uhr P Volkert.— Ref. Kapelle Hahnerberg: Gottesdienst 9.30 Uhr P. Brecher.— Vereinshaus Katernberg: 7,30 Uhr P. Hesse; Jubiläum des Katernberger Männer= und Jünglingsvereins. Die Katernberger Chöre wirken mit. Niederl.=reform, Gemeinde Elberfeld, Dewerthstr. Sonntag 10 und 5 Uhr Predigt. Die Christengemeinschaft, Elberfeld, Adolf=Hitlerstr. 145a. Sonntag 10 Uhr Menschenweihehandlung. 11,15 Uhr Sonntagsfeier für die Kinder.— Evang.=luth. St. Petrigemeinde Elberseld, Paradestr. 41. Vorm. 9.30 Uhr Prediat stud. theol. Bever. 11 Uhr Kdg. Evang. Gemeinschaft, Elberfeld, Schleusenstr. 6. Sonntagvorm. 9.90 Uhr und abends 19.50 Uhr Prediger Müller. 11 Uhr Kdg. Nachm. 6 Uhr Jugendstunde. Mittwoch 20,15 Uhr Bibel= und Gebetstunde. Vohwintel. Sonntag, Frühgor. tesdienst 8 Uhr 5. Rosle, Gräfrath. Hauptgottesdienst 10 Uhr P. Hülse. bus, 11.30 Uhr Kog. in den Schulen. Sonnborn. Sonntag, Frühgottesdienst 8 Uhr P. Ternieden. Hauptgottesdienst 10 Uhr P. Kohl(Begrützung der Katechumenen). Kdg. 11,15 Uhr P. Kohl. Nachmittagsgottesdienst in Saurenhaus P. Ternieden. 4 Uhr Jungmädchenkreis. 8 Uhr 50. Jahresfest des Evang. Bundes im Gemeindehaus: P. Brauneck(Vortrag) und P. Wicheshaus. Dönberg. Sonntag, Gottesdienst 10 Uhr. 11 Uhr Kdg. Ronsdorf. Sonntag, Hauptgottesdienst 9,45 Uhr P. Schoen. 11 Uhr Kdg. Cronenberg. Sonntag, Haupt. gottesdienst 10 Uhr Vikar Wüsthoff. 11,15 Uhr Kdg. 3 Uhr JungmännerBibelkreis. 4 Uhr Jungmädchen=Bi. belkreis in Solingen. Katholischer Gottesdienst Elberfeld. St. Laurentius. Heilige Messen: 5.30, 6,30, 7,30 mit Predigt, 8.30 Schulmesse mit Predigt, 9,20 deutsche Singmesse, 10 Hochamt, 11,15 Uhr letzte heil. Messe mit Predigt, 12,15 Uhr Christenlehre, 5 Uhr Andacht. Herz=Jesu. Heil. Messen: 6 Uhr Frühmesse, 7 Gemeinschaftsmesse, 8 Bet= und Singmesse mit Predigt, 9 Messe und Predigt für die Schulkinder, 10 Hochamt, 11,15 Singmesse mit Predigt, 12,15 Kinderlehre, 5 Uhr Andacht. St. Joseph. 7 Uhr Frühmesse, 9.30 Uhr mit Predigt, 2,30 Christenlehre und Ardacht, 5 Uhr Andacht. St. Suitbertus. Heilige Messen: 6.30. 7,30, 8.30 mit Predigt, 9.30 Hochamt, 11 mit Predigt. 2.30 Uhr Christenlehre und Andacht. 5 Uhr Pfarrandacht. St. Marien. Heil. Messen: 6.30, 8. 9 Schulmesse, 10 Hochamt, 11,30 letzte heil. Messe. 2,30 Christenlehre und 5 Uhr Andacht. Kinderheim St. Michael. Heilige Messen; 7 Uhr Frühmesse, 9.30 Uhr Hochamt, 2.30 Uhr Christenlehre mit Andacht. Städt. Krankenhaus. 8.30 Uhr heitige Messe. Kapelle der Barmherzigen Brüder. Uhr heilige Messe. 1 Ansere kulturelle Neugestaltung Dr. Goebbels auf der Fesikundgebung der Reichskulturkammer Die Festsitzung der Reichskulturkammer, die dazu bestimmt war, eine nUeberblick über das künstlerische und kulturelle Schaffen des vergangenen Jahres zu geben, fand diesmal im Deutschen Opernhaus in Berlin=Charlottenburg statt. Dr. Goebbels hielt eine grundlegende Ansprache zu Fragen des deutschen Kulturschaffens. Er bezeichnete als Träger des diesjährigen nationalen Filmpreises den Film regisseur Carl Froelich und als Träger des Buchpreises den Stuttgarter Gerhart Schumann. 2000 geladene Gäste, darunter Feldmarschall von Blomberg, viele Minister und Reichsleiter, begrüßten den Führer bei seinem Erscheinen im Opernhause stehend mit dem deutschen Gruß. Die„Heldische Feier“ von Gerhart Schumann mit der Musik von Philipp eröffnete die Feierstunde. Nach dem gewaltigen Schlußakkord betrat Reichsminister Dr. Goebbels, die Bühne. Er wies in seiner Rede auf das heiße Bemühen von Partei, Staat und Volk hin, dem deutschen Kulturschaffen einen neuen Impuls zu die Kunst nicht mit irgendeinem Wirtschaftsvorgang verglichen werden kann, der meistens sinnlos wirkt, wenn er sich nicht rentiert. Die Kunst hat sich niemals selbst ernährt. Sie war immer auf Zuschüsse angewiesen. Sie schafft ja auch Werte, die in ihrem materiellen Umfang kaum abgeschätzt werden können.“ der Präsident der Reichskulturkammer, Daher müsse der nationalsozialistische Staat der großzügige und weitherzige Mäzen aller künstlerischen Bestrebungen sein. Der Kampf gegen die noch hier und da übrig gebliebenen Rechte der Abirrungen deutscher Kunst werde von ihm am wirksamsten geführt, indem er ihnen geben und dabei die uns zu treuen Händen materiell den Lebensfaden abschneide und anvertrauten Kulturgüter unseres Volkes seine großen Aufträge auch den Vertretern jenseits aller Kunjunkturhascherei. Wie bei zu wahren, zu pflegen, zu hüten und sie der einer wirklich deutschen Kunstauffassung zu= seinen sonstigen Werken, so ist vor allem ganzen Nation zugänglich und dienstbar zu wende.„„. auch in dem preisgekrönten Film„Traumumachen. Er erläuterte dann dieses Be Auf diese positive Kunstpflege haben wir lus" die Sicherheit und Darstellerauswahl mühen durch folgende Ausführungen im den Hauptwert unserer Bestrebungen ge= und ihre überlegene souveräne Lenkung und einzelnen: legt. Wir erlebten dabei ein allmähliches „Vier Aufgaben waren uns bei Ueber= Wiederaufblühen des zeitgenössischen Munahme der Verantwortung auf dem Gebiete sikschaffens, die ersten Denkmäler der kulturellen Neugestaltung aufgegeben, nationalsozialistischer Baukunst gehen in München der Vollendung entgegen, auf 331 deutschen Theaterunternehmungen wird wieder deutsche B 1935/36 am 1. Mai von der Reichsregierung ausgeteilt werden, und führte dazu aus: „Eine Reihe von Filmen der letztjährigen Produktion konnte mit besonderen Prädikaten ausgezeichnet werden. Das höchste Prädikat„Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“ erhielten die Filme„Friesennot",„Der höhere Befehl“ und„Traumulus". Sie sind damit in die engere Wahl zum Filmpreis dieses Jahres gekommen. Als„künstlerisch wertvoll“ haben die Filme„Fährmann Maria",„Mazurka", „Pygmalion",„Viktoria" und„Wenn der Hahn kräht" Anspruch auf besondere Beachtung. Der nationale Filmpreis 1935/36 wurde dem Mitglied des Reichskultursenates, Regisseur Carl Froelich für seinen Film„Traumulus" anerkannt. Carl Froelich ist einer der bahnbrechenden Pioniere des deutschen Films. Aus seiner Meisterhand stammen Leistungen, wie„Mädchen in Uniform“,„Reitende Jugend“, „Krach um Jolanthe“,„Ich für dich— du für mich",„Wenn der Hahn kräht“ und als Krönung der Spitzenfilm„Traumulus“. Carl Froelich ist einer der wenigen deutschen Regisseure, die sich immer zu gut dazu waren, minderwertige Arbeit, die nur bloßem Amüsemant dient, zu leisten. Sein künstlerisches Schaffen vollzog sich immer Wir mußten erstens die kulturschaffenden deutschen Menschen in einer festgefügten Organisation zusammenfassen, um sie einheitlich und diszipliniert zum deutsches Schr Wohle von Volk und Staat zum Einsatz zu griffen, eine deutsche bringen. Wir mußten zweitens dem deutschen Kulturschaffen die innere Verbindung zu den neuen Werten und Inhalten der deutschen Politik vermitteln und es mit der tiefen weltanschaulichen Klarheit des Nationalsozialismus erfüllen. Wir mußten drittens die Rolle, die der Staat dabei zu spielen hatte, genau und unmißverständlich umgrenzen und zwar dahingehend, daß er selber Kunst weder schaffen konnte, noch ihre geistigen Wachs Leitung bewundernswert. Besonders lobende Erwähnung verdient in der Beurteilung dieses Films die darstellerische Leistung aller Mitwirkenden, unter denen Emil Jannings als ein nonst aanklast din besonders begnadeter Schausttum ist in Wo- en be= spieler und Menschengestalter hervorragt. iittum ist im Werden be=Teine Meisterleistung im„Traumulus" reiht Presse vertritt unter einheitlichem, geistigen Ansatz deutsche Volksinteressen, ein deutscher Ründfunk mit fast 8 Millionen Hörern gibt dem ganzen Wolke Entspannung, ein deutscher Film hat sich siegreich wieder durchgesetzt und beginnt, aufs neue die zum Teil verlorenen Positionen im Auslande zurückzuerobern. Die Künstler der Gegenwart haben mehr und mehr einsehen gelernt, daß sie nicht Stoffe und Personen der Jetztzeit darzutumsgesetze und Entwicklungsmöglichkeiten stellen brauchen, wenn sie Geist und Rhyth einengen, dagegen aber ihr großmütiger und weitherziger Auftraageber, Anreger und Förderer sein wollte, und mußten viertens und letztens dem künstlerischen Schaffen selbst von der Politik her jenen heißen und leidenschaftlichem Impuls geben, der immer am Anfang großer kultureller Blüteperioden stand, sie gewissermaßen einleitete, antrieb, ihnen die Richtung und das Ziel zeigte“. „Die jüdische Scheinkunst", so stellte der Minister fest,„die vor 4 und 5 Jahren noch den deutschen Bücher= und Kunstmarkt, das deutsche Schrifttum, Presse, Film und Rundsunk beherrschte, hat einer deutschen, nationalsozialistischen Auffassung der Dinge Platz machen müssen. Das Ideal eines neuen deutschen Kunstschaffens steht uns klar und kompromiß los vor Augen. Es wird männlich und heroisch sein und frei von jeder verweich lichten Sentimentalität“. Dr. Goebbels warnte davor, jede Ueberschwenglichkeit schon für Kunst zu halten. Warm setzte er sich für eine sorgsame Pflege der deutschen Sprache ein:„Wir leben wieder in einer Renaissance der deutschen Sprache. Das Zeitalter der Schlagworte ist vorbei. Wir Deutschen lieben es wieder, ein gutes Bild mit einem guten Wort zu umschreiben. So wie die politischen Menschen heute ernsthaft bestrebt sind, hier vorbildlich zu wirken, so soll sich das ganze öffentliche Leben danach richten“. Zum Problem der Kritik erklärte Dr. Goebbels:„Der Kritiker muß, wenn er Anspruch darauf erheben will, gehört zu werden, den kritisierten Gegenstand auf das beste kennen. Er muß an ihn herantreten mus dieser Zeit darstellen wollen. Der Mi nister bezeichnete es vielmehr als die Auf gabe der zeitgenössischen Kunst: die unsterbliche Seele unseres Volkes und unserer Machtübernahme in der Rasse dichterisch und künstlerisch aus Ver= Sein ganzes dichterisches gangenheit und Gegenwart emporsteigen zu dem Geiste lassen und aus ihrem immerwährenden boren. In Wirken als Kraft für die Zukunft zu schöpfen und zu vermitteln.“ Der Minister kam dann zur Verkündung der beiden Nationalpreise für Film und Buch, die für das Jahr sich würdig seinen früheren großen Schöpfungen auf dem Gebiete der Darstellungskunst an. Der nationale Buchpreis 1935/36 wurde dem Mitglied des Reichskultursenates SA=Obersturmbannführer Gerhart Schumann aus Stuttgart für seinen Gedichtband„Wir aber sind das Korn“ zuerkannt. Wiederum und zum dritten Male konnten wir damit unter Zustimmung aller zur Preisverteilung herangezogenen Gutachter einen Vertreter der kämpfenden nationalsozialistischen Bewegung auszeichnen. Gerhart Schumann ist schon viele Jahre vor der SA marschiert. schaffen ist aus des Nationalsozialismus geseinem dichterischen Schaffen verbinden sich heiße Leidenschaft des nationalsozialistischen Kampfes mit der Zucht der dichterischen Sprache und der Geradheit weltanschaulicher Haltung. Sein preisgekröntes Werk„Wir aber sind das Korn“ Der Führer bei der Jugend Die Kundgebung am Festtagsmorgen Mit einem machtvollen Aufmarsch der Jugend im PostStadion wurde der Nationale Feiertag des deutschen Volkes festlich eingeleitet. 80000 Jungen und Mädel jubelten ihrem Führer zu und bereiteten ihm unbeschreibliche Treuekundgebungen. Von morgens 6 Uhr ab waren die Formationen der Jugend in das Stadion einmarschiert. Zur Stärkung während der Wartezeit wurden an die Jungen und Mädel nach ihrem Einrücken im Stadion mehr als 20000 Liter warme Kakaomilch verteilt. Auf der Haupttribüne waren als Ehrengäste neben Feldmarschall v. Blomberg mehrere Minister, Reichsleiter, die Arbeitergäste, die Sieger im Reichsberufswettkampf erschienen. Schmetternde Fanfarenklänge gaben um Punkt ½9 Uhr das Zeichen zum Beginn der Kundgebung, die Reichsjugendführer Baldur von Schirach mit einer Ansprache eröffnete, in der er zunächst die Sieger und Siegerinnen im Reichsberufswettkampf begrüßte und dann weiter mitmit jener Ehrfurcht vor der Leistung, die die teilte, daß die große Werbeaktion großen Kritiker der Vergangenheit immer ausgezeichnet hat. Er darf nicht den Anschein erwecken wollen, als sei seine Meinung nun die erwiesen und einzig richtige, unantastbare und nicht mehr zu bezweifelnde. Er soll mehr der Anreger als der Verdammer sein. Gewiß hat er das Recht, Gutes von Schlechtem zu scheiden; aber wo er ablehnt, darf er nicht das künstlerische Produkt für sich allein ins Auge fassen, sondern muß er auch mit in Betracht ziehen, die Umstände und die Schwierigkeiten, unter denen es an die Oeffentlichkeit tritt. Es ist Aufgabe einer planvoll regelnden Kultur führung, rechtzeitig einzugreifen und dafür zu sorgen, daß nicht ein Genie zugrunde geht, damit ein Kritiker Recht behält“. Zu der Frage der klaren Umgrenzung der Zuständigkeiten, die der Staat selbst auf dem Gebiete des Kulturschaffens zu erfüllen hat, erklärte der Minister: ausgesprochen werden, daß für das Deutsche Jungvolk zu einem so gigantischen Erfolg geführt habe. Aus den vorliegenden Meldungen gehe hervor, daß im allgemeinen 90 v. H. aller Zehnbis Vierzehnjährigen erfaßt seien. Aus einigen Gegenden sei bereits die hundertprozentige Erfassung gemeldet. Der Führer hat uns beauftragt, in diesem Jahre eine große, die ganze Jugend umfassende Organisationen zu bilden, die den Namen„Die Reichsjugend" tragen soll. Ihr, die ihr als Führer innerhelb der Hitler=Jugend seit Jahren tätig seid, ihr sollt die Führung dieser Organisation übertragen bekommen. Dann sprach Dr. Goebbels zur Jugend. Bemerkenswert ist seine Erklärung:„Diese Jugend ist nicht gottlos, wie man ihr von feindlicher Seite da und dort nachsagt, sie ist so gläubig wie je eine deutsche Es muß einmal Jugend gewesen ist. Es ist eine Gläubigkeit der Krafi, des Stolzes und der Selbstbehauptung, die sie erfüllt. Sie dient dem Volk und damit einer höheren moralischen Sittlichkeit.“ Unbeschreiblicher Jubel begrüßte nach der Rede des Ministers den Führer, bis endlich Fanfarenklänge Schweigen geboten. Der Führer betonte u. a.: Ihr erlebt es, meine Jugend, daß zum ersten Male in unserer Geschichte 99 v. H. eines Volkes sich zu diesem Geist der Einheitlichkeit bekannt haben. Was der vergangenen Generation noch nicht gelingen konnte, wird der kommenden leicht möglich sein, denn sie hat das Glück, in dem neuen Wollen aufzuwachsen. Der Führer forderte dann von der Jugend, bewußt idealistisch zu sein, damit sie die Opfer tragen könne, die ein Volk immer wieder fordern müsse. Weiter forderte er Charakterstärke, keine Muttersöhnchen, sondern harte Jugend, die einmal täpfere Männer und Frauen stellt. Der Führer schloß mit dem Ausdruck des Stolzes darüber, die Jugend so vor sich zu sehen. Stolz und glücklich sind wir zugleich. Stolz, weil ihr unsere Jugend seid, und glücklich, weil wir wissen, daß das Werk, das wir aufgebaut haben, nicht mit unserer Gene ration stirbt, sondern weiter lebt und weiter leben wird, solange es Deutsche gibt auf dieser Welt. Zum Abschluß brachte der Reichsjugend führer ein Sieg=Heil auf den Führer und das deutsche Volk aus, in das die Jugend machtvoll einstimmte. Und noch einmal war nun das Stadion ein einziges Meer jugendlicher Begeisterung, als der Führer dann wieder durch einen Wald von ausgestreckten Fahnen durch die freigelassene Fahrbahn das Post=Stadion verließ. stellt nur einen schmalen Gedichtband dar, aber es ist in allem gekonnt, sowohl was die politische als auch was die persönliche Lyrik anbetrifft. Nachdem Dr. Goebbels die Preisträger namens der ganzen Nation beglückwünscht hatte, schloß er mit einer Huldigung an den Führer, der uns das Leben wieder lebenswert gemacht habe: „Ein Volk sind wir, einem Führer gehorchen wir. Ein Volk der Dichter und Denker, der Arbeiter, Bauern und Soldaten! Und über diesem Volk steht der Mann, der als Dichter den Traum des ewigen Deutschland träumte, der ihm als Denker das geistige Fundament schuf, der ihm als Arbeiter den Segen der Arbeit aufs neue vermittelte, der ihm als Bauer sein tägliches Brot zurückgab und ihn als Soldat die Waffe schmiedete, die Reich, Volk und Nation beschützt. In diesem Sinne grüßen wir ihn. Er ist unsere Hoffnung und unsere Zuversicht. Vor ihm und uns liegt seine große deutsche Aufgabe, der wir alle hingegeben sind. Wir werden sie meistern, weil er uns mit Kraft und Willen dazu erfüllte. Eine neue Zeit hat angefangen. Die Sonne ist wieder aufgegangen über Deutschland!“ Mit starkem Beifall wurden die warmen und anerkennenden Worte aufgenommen, die Dr. Goebbels u. a. besonders Emil Jannings zollte, dem Staatssekretär Funk während der Feier ein Bild des Fuyrers in silbernem Rahmen mit einer herzlich gehaltenen Widmung überreichte. Die Feierstunde klang aus mit Karl Maria von Webers Jubelouverture, gespielt vom Großen Orchester des Deutschen Opernhauses, und dem gemeinsamen Gesang der Nationalhymnen. Strahlender Himmel Ein Himmel ohne Wolken; ein Frühlinashimmel! Wer freute sich nicht daran? den ersten Blick durchs Fenster tut, vielleicht vorsichtig zwischen den Gardinen hindurchblinzelnd, läßt einen freudigen Ausruf tun: Sonne! Klarblauer Himmel, kein Wölkchen am Firmament. Und da steht plötzlich der Tag lachend und verheißend vor einem. Selbst wenn es ein harter Arbeitstag ist. Was tut's, wenn man sich über das Pult beugen, hinter dem Schraubstock stehen muß. Schon der Weg zur Arbeitsstätte ist nicht mehr schwer, nicht belastet von der Erwartung einer Pflicht. Denn die Pflicht ist leicht geworden, ist übersonnt. Man sieht auf dem Wege das erste Grün, das aus den Knospen hervorbrechen will, grüßt die bunten Krokusse hinter dem Zaun und hat vor sich die Gewißheit: Dieser Tag ist kein verlorener, sondern ein gesegneter. Denn wenn die Mittagsstunde ruft und der Weg heimführt, dann wird wieder Freude in einem sein, man wird wieder etwas besitzen, an dem man sich freuen kann. Es braucht nicht viel, nichts Kostbares zu sein. Irgendein kleines freundliches Lächeln, ein Winken, ein Grüßen kann uns schon reich beschenken. Denn wir sind dafür aufgeschlossen, was die Sonne, der lichte Himmel über uns hineinstrahlt in unser Herz. Wenn der Tag noch ein Stück vorgeschritten ist, schlägt uns ja die Stunde, die uns aller Pflicht entledigt. Tann ist noch immer die Sonne um uns, die uns am Morgen begrüßte, der klarblaue Himmel, der sich über uns spannte; aber erst recht ist Sonne und Klarheit inuns. So werden wir in den Rest des Sonnentages hineinschreiten als Freudige, innerlich Befreite und uns selbst Zugehörende und werden, uneingestanden vielleicht, und doch klarbewußt in uns tragen, was uns ein solcher Tag geben kann; Freude durch Sonne. Und vielleicht wird auch leiser Dank in uns sein und ein stilles Hoffen, daß wir den Klang, den wir empfangen haben, ein Stück des Weges bewahren können. Nach genauen Untersuchungen ist festgestellt worden, daß die Arbeitskraft des Menschen im Frühjahr und Herbst besser ist als im Sommer und Winter und daß man besonders gut zur Arbeit aufgelegt ist nach einer starken Wetterveränderung. Man behauptet, daß manche Menschen ei so starke Körper=Elektrizität sitzen, daß die Funken, die z. B. ihr Ha sprüht, wenn es gekämmt wird, imstande sir erplosive Gasarten in Beano zu setze Aber sicherlich sind das sehr ungewöhnlic Ausnahmeerscheinungen, und die meisten Me schen werden so etwas nicht eher glauben, b n: es selber gesehen haben. Der Reichslustschutzbund braucht dich Meisterschafts=Nachhutkämpfe in Wuppertal Viermal um Punkte in der Bezirksklasse/ Rot=Weiß Oberhausen Pokalgegner von SSVg. Barmen/ Zahlreiche Gesell schaftsspiele Der erste Sonntag im Mai bringt nochmals eigentlich entgegen früherer Jahre— ein größeres Meisterschafts=Spielprogramm. Doch von Bedeutung sind die Spiele nicht, es handelt sich in der Hauptsache um Abschlußtämpfe, die lediglich in der Abstiegsfrage restlose Klärung bringen werden. Bezirksklasse Das Programm ist genau wie vor acht Tagen wieder etwas geändert worden, da Schwarz=Weiß Barmen das ausstehende Spiel — SC. Cronenberg 2, Elberfeld 2. Küllenhabn 2— S2V. Pokalspiel; Rot=Weiß Oberhausen in Barmen. In der 2. Hauptrunde des Pokalwettbewerbes muß die Barmer SSVg. erneut auf den Plan treten, da sie als einziger Wuppertaler Vertreter noch im Rennen liegt. Am Vorsonntag konnte man nach hartem Kampf einen schönen Zieg erringen, aber es war ein wenig faires Spiel. Herken kam vom Platz, Karsch wurde sa. aussiehende Spier kampfunfähig gemacht und so ist die Mannschaft gegen Haan wahrscheinlich erst eine Woche später der Blau=Gelben wiederum stark geschwächt.— und ebenso SSVg. wegen des Pokalkampfes das Spiel in Remscheid später nachholen wird. Immerhin sind vier Spiele auf dem Plan: TSV. Ronsdorf— BV. Lüttringhausen SEV. Elberfeld— SC. Cronenberg Germania Küllenhahn— SSV. Remscheid BfL. Lennep— Germania Elberfeld. Im Vordergrund steht selbstverständlich das Elberfelder Stadionspiel zwischen SSV. und Cronenberg, obwohl der Reiz doch genommen ist, nachdem SSV. seinen Meistertitel bereits in der Tasche hat. Cronenberg verlor im ersten Spiel die Punkte kampflos und will diesmal zeigen, daß Elberfelds Können nicht viel besser ist als das des alten Rivalen vom Berge.— Die Ronsdorfer Zebras haben ihren Lokalgegner Lüttringhausen im Rückspiel zu Besuch. Sie gewannen damals dort hoch mit 6:0, so daß anzunehmen ist, daß Ronsdorf auch morgen gewinnt. Allerdings hat Lüttringbausen noch gewisse Abstiegssorgen, und die könnten vielleicht eine Ueberraschung zuwege bringen. Jedenfalls wären die Punkte dem BV. ein netter Gewinn. — SSV. Remscheid sitzt noch etwas tiefer im Abstiegsstrudel und hat daher alle Ursache, gegen Küllenhahn auf der Höhe zu sein, da sonst das Schicksal besiegelt wäre. Es ist u. E. die letzte Chance, da man den Remscheidern gegen SSVg. im letzten Spiel noch weniger Aussichten machen kann als diesmal.— Lennep hat nichts mehr zu verlieren, so daß bei etwas Einsatz Germania Elberfeld die nicht minder wichtigen Punkte gewinnen könnte. 1. Kreisklasse Gruppe A: Die Spiele zwischen: SB. Dahl— Polizei=SB., Union Elberfeld— SV. Wichlinghausen bringen den Abschluß der diesjährigen Meisterschaft, haben aber für die Beteiligten keine nachteiligen Folgen, da die Lage hier restlos klar ist. Im ersten Spiel gewannen Dahl und Union Elberfeld, auf eigenem Platz sind die Aussichten noch größer als damals. Gruppe B: Hier geht es nur einmal um Punkte, denn Alemannia Vohwinkel hat noch zwei rückständige Punktetreffen auszutragen, während BV. 07 und Borussia Velbert nur eins haben, aber denselben Vohwinkeler Gegenspieler besuchen müssen. Als erster Verein muß Borussia nach Vohwinkel. Für die Velberter ist es die letzte Gelegenheit, Punkte zu gewinnen und vielleicht den Abstieg zu verhindern. In dieser Gruppe sind nämlich noch drei Mannschaften im Rennen, die für den Abstieg in Frage kommen: Postsport, BV. 07 und Borussia. Die Postler sind mit ihren Spielen fertig und hoffen, daß der eine oder andere Kandidat Punkte verliert, denn dann wäre die Post gerettet. Die Lage wird jedenfalls hier erst am nächsten Sonntag geklärt sein. 2. Kreisklasse Vier Meisterschaftstreffen sind hier angesetzt, so daß man in dieser Klasse einen großen Schritt weiter kommt, um die Saison abschlietzen zu können.— Dönberg hat UTB. zu Gaste und will sich für die 2:0=Schlappe im ersten Spiel revanchieren, die Aussichten sind allerdings nicht allzu groß.— Teutonia Barmen wird eine 11:0=Niederlage gegen Viktoria im zweiten Gang wahrscheinlich nicht zulassen, aber die Punkte doch abgeben.— Kemna tritt zum letzten Spiel in Nächstebreck an, obne dabei etwas verlieren zu können.— Rot=Weiß Barmen schließlich erwartet DSC. zum Rückspiel Der erste Kampf ging für die Barmer verloren, da sie nicht antraten. Ob sie morgen etwas besehen können, muß abgewartet werden. 3. Kreisklasse Die Spiele dieser Klasse geben wieder obne Wertung und haben daher keine Bedeutung. Es spielen: Germania Elberfeld 2— MTV. Beule, Ronsdorf 2— Elberselder MTV., TV. Gruiten Der Gegner ist diesmal Rot=Weiß Oberhausen, ein Gauligist vom Niederrhein, der in der Spitzengruppe hinter Fortuna und Benrath durchs Ziel kam, olso schon etwas können muß. Auf den Besuch der Oberhausener ist man sicherlich sehr gespannt, denn deren Elf brachte in der zweiten Serie der Meisterschaft eine Ueberraschung nach der anderen und galt als Favoritenschreck! Mehr braucht man über den Gast nicht zu sagen. Freundschaftsspiele. Der Spielplan wird diesmal außerdem durch cine Reihe interessanter Freundschaftstreffen vervollständigt: Samstag: SC. 08 Elberfeld— Postsport Wuppertal Sonntag: SpG. Langerfeld— VfB. Velbert TBV. Vohwinkel— Tura Barmen 1. SpVg. Solingen=Gräfrath— Barmer S6 VfB. Hilden— Schwarz=Weiß Barmen T3V. Grenze— Elberfeld 08 Barmer MTV.— SC. Sonnborn Res. SC. Sonnborn— S3V. Mettmann. Vierter Sonntag der Gruppenspiele Siege der Tabellenführer sind zu erwarten/ Der Spielplan am 3. Mai Gruppe 1: Polizei SV. Chemnitz— Berliner SV. 92 (Chemnitz: Südkampfbahn; Achtelik=Breslau) Schalke 04— Hindenburg Allenstein (Bochum: TuS.=Platz; Wolf=Köln) Grupve 2: Werder=Bremen— Vorw.=Rasensp. Gleiwitz (Bremen: Weserstadion; Schlüter=Hamburg) T3V. Eimsbüttel— Viktoria Stolp (Eimsbb.: D3V.=Platz; Kreymborg=Geestem.) Vruppe 3: 1. FC. Nürnberg— 1. SV. Jena (Nürnberg: Zabo; Dörbecker=Stuttgart) Wormatia Worms— Stuttgarter Kickers (Worms: Wormatiaplatz; Glaser=Neckarsulm) Gruppe 4: Fortuna Düsseldorf— Kölner CR (Düsseldorf: Stadion: Best=Höchst) WV. Waldhof— FC. Hanau 93 (Mannheim: Stadion; Stadelmaier=Stuttgart) * Die Hinspiele um die Gruppenmeisterschaft In der ersten Gruppe ist Polizei Chemnitz nach dem Sieg über Schalke erster Anwärter geworden, und der Sachsenmeister sollte sich auch dem Berliner Meister in Chemnitz überlegen zeigen, so daß Schalke sich vorläufig mit dem zweiten Platz weiterhin begnügen muß. Im Bochum steht Schalke gegen Hindenburg Allenstein vor einem sicheren Erfolg. Die zweite Gruppe sieht Werder Bremen und Vorwärts Rasensport Gleiwitz auf gleicher Höhe. Der Schlesiermeister hat sich nach der Niederlage gegen Eimsbüttel prächtig berausgemacht und wird in der wichtigen Entscheidung am Sonntag in Bremen gegen Werder sicherlich wieder einen schwer zu schlagenden Gegner abgeben. Dem T3V. Eimsbüttel droht von Viktoria Stolp nicht allzuviel Gefahr. In der dritten Gruppe hat der 1. FC. Nürnberg von seinem Vorsprung zwar etwas eingebüßt, doch wird er sich die Meisterschaft kaum streitig machen lassen, zumal er diesmal in Nürnberg gegen Jena vor einem neuen Erfolg steht und sein ernsthaftester Rivale, die Stuttgarter Kickers, in Worms vor eine recht schwere Aufgabe gestellt werden. Schließlich ist in der tierten Gruppe das Rensind erledigt; am kommenden Sonntag beginnt nen mit ziemlicher Sicherheit zugunsten von Fordie Serie der Rückspielrunde, in der man sicher= tuna Düsseldorf entschieden. Der Mannheimer lich noch einige recht interessante Kämpfe zu sehen 4:0=Erfolg über Waldhof ist so überzeugend, daß bekommen wird. Nach den Ereignissen des letzten man zum Niederrheinmeister wieder restloses Spieltages hat sich in allen Gruppen ein ganz Vertrauen haben darf. Der Kölner CfR. wird anderes Bild ergeben, das am Sonntag kaum Fortuna in Düsseldorf kautt aus dem Gleichgeeine Aenderung erfahren dürfte, da die Tabellen= wicht bringen können, dagegen wird Waldhof in führer ihre Spiele jeweils zu ihren Gunsten ent= Mannheim immerbin einige Mühe haben, den scheiden müßten. FC. Hanau 93 binter sich zu lassen. es schaffen? Fortsetzung der Aufstiegspiele/ Noch um Punkte und Pokal Am Sonntag wird es sich voraussichtlich entscheiden, welche Mannschaften an der engeren Aufstiegsrunde teilnehmen. Als sicherer Anwärter gilt Tura Bergheim, während die drei übrigen Teilnehmer noch gleiche Punktzahl erreichen können. Von den sonntäglichen Begegnungen hängt also alles ab Barmer SC.— Tura Bergheim. Wer ist Tura Bergbeim? Im hiesigen Bezirk ist die Elf bislang kaum bekannt gewesen. Nach den glänzenden Siegen— die Mannschaft verlor bis setzt noch kein Aufstiegspiel— ist sie sicherster Aufstiegkandidat. TV. Kettwig wurde knapp und Stopenberg eindeutig hinter sich gelassen. Nun gilt die vorzügliche Elf besonders auf eigenem Platze als äußerst spielstark, so daß man gespannt soin kann, wie sich die Bergheimer hier mit dem BSC. auseinandersetzen. TV. Kettwig— TV. Stoppenberg. Die vorjährigen Gauligisten werden sich einen ervitterten Kampf liefern, da für jede Mannschaft 99er haben ihre aufstrebende Form am Vores unbedingat zum Siege reichen muß, wenn sie sonntag bewiesen Sonnborn wird es schwer nicht aussichtslos zurückfallen will haben. Barmer TV 46— Post Wuppertal. Die 46er Um die Punkte... sind höher einzuschätzen. Trotzdem wäre es abSchwarz=Weiß Barmen— MTV Beule. wegig, die guten Besucher zu unterschätzen. Dieses einzige noch rückständige Meisterschafts SSVg. Barmen— FC. Schwelm. Zwet treffen findet nun statt, ohne daß es besondere Bedeutung hat. Letzthin lieferten sich die Gegner stets offene Kämpfe. Wer diesmal die Oberhand behalten wird, ist schwer vorauszusagen. Um den Stadtpokal. Tus. 07 Elberfeld— SC. Cronenberg. Die Cronenberger erlangten erst vor acht Tagen die Berechtigung zur Teilnahme an der zweiten Runde. U. E. hat die Elf das Zeug in sich, weiterzukommen. Immerhin wird Tus. dem Gast das Siegen nicht leicht machen. Gesellschaftsspiele: TV. Vohwinkel— Barmer MTV. Die Gäste werden sich sputen müssen, wenn es zum Ziegen reichen soll. TV. Oehde— SSV. Elberfeld. Die BlauWeißen sind gegenwärtag derart in Fabrt, dan ibnen der sichere Enderfolg schwerlich zu nebmen sein wird. TV. 99 Elberfeld— TV. Sonnvorn. Die Vertreter der Bezirksklasse stehen sich hier gegenüber. Und beide liegen in ihren Staffeln mir vorne. An einer knappen Niederlage dürften die Gäste kaum vorbeikommen. BV. 07 Elberfeld— MTV. Elberfeld. Die größeren Aussichten sind den Ballspielern einzuräumen. Schwarz=Weiß Elberfeld— TV. Miitelbarmen. Die Elberfelder haben sich ständig gemacht, so daß wir den Ausgang offen lassen. Barmer TG.— TG. Cronenberg Cronenberg hat den Aufstieg in die Bezirksklasse erreicht. Normalerweise sollten sie es knapp schaffen können. Leicht wird es dem Gast nicht werden Einigkeit Dornap— S3V. Elberfeld. Mit vollzähliger Besetzung wird der Platzverein eine Niederlage nicht verhindern können. Tus. Ronsdorf— TV. Lüttringhausen. Es sehlen direkte Vergleichsmöglichkeiten, da die Lüttringhauser in einem anderen Kreise spielen. Daheim ist Ronsdorf immer schwer zu schlagen. Union Elberfeld— TV. Haan. Zu Hause werden sich die Elberfelder den Sieg kaum nehmen lassen. TG. Beyenburg— Oberbarmer TB. Wenn die OTB.er in stärkster Besetzung den Kampf durchführen, wird der Platzverein eine knappe Niederlage kaum verhindern können. Harte Kämpfe in den Handball=Gaugruppen Nun sind auch im Handball die Endkämpfe in den einzelnen Gaugruppen bereits soweit gefördert, daß man mit einiger Sicherheit schon erkennen kann, wer sich von den 16 Gaumeistern wohl für die Vorschlußrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren wird. Die beiden vergangenen Endspiel=Sonntage gaben genügend Aufschluß. Da ist vor allem mit dem sicheren Gruppensieg von Hindenburg Minden zu rechnen. Der Westfalenmeister hat in diesem Jahre die günstigste Gruppe erwischt, in der ihm auch nicht einer der drei Gegner nur annähernd gefährlich werden kann. Bisher gab es überlegene Siege. Sehr günstig sind aber auch die Aussichten des Niederrheinmeisters Rasensport Mülheim. Er hat die gefährlichste Klippe mit Waldhof überwunden und steht nach zwei auswärtigen Spielen am Sonntag in Mülheim zum Kampf gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Südwestmeister MV. Darmstadt. Wir sind optimistisch genug, um auch diesmal dem Gaumeister die günstigeren Chancen zuzusprechen und somit einen klaren Sieg zu erwarten. In den beiden anderen Gruppen darf man mit ziemlicher Sicherbeit den MDSA. Leipzig und MSV. IR. 66 Magdeburg als Gruppensieger erwarten. Die Sordaten beider Mannschaften sieben aber spielerisch klar über ihren Gruppengegnern, woran auch einige knappe Ergebnisse — die zum Teil auch nur auf das großartige Können einiger Torbüter zurückgeführt werden müssen— nichts zu ändern vermögen. Das Programm des dritten Sonntags, mt dem gleichzeitig die Hinspiele ihre Erledigung snden, hat folgendes Aussehen: Gruppe 1: Berliner SV. 92— Post Oppeln Hindenburg Bischofsburg— MT2A. Leipzig Gruppe 2: M3V. Maadeburg— Oberalster Hamburg Post Hannover— KTV. Settin Gruppe 3: Hindenburg Minden— SpVg. Fürth TVg. Obermendig— TV. Geislingen Gruppe 4: Rasensport Mülbem— MSV. Darmstadt SV. Waldhof Mannheim— Kurhessen Kassel. Leichtathletischer Wettkampf: Barmen Der Barmer Männer=Turnverein und die 33Vg. Barmen eröffnen den leichtatbletischen Wenttkampfbetrieb mit einom freundschaftlichen Kräftemessen. Bereits am Sonntagnachmittag lassen sie auf dem Platz des BMTV. an der Schwarzbachstraße sowobl die Männer= als auch ihre Frauenabteilungen gegen einander antreten. Es ist ein vielseitiges Programm vorgoseben, das beispielsweise für die Männer folgende Wettbewerbe bringt: 100 m, 200 m, 800 m. 3000 mDiskuswerfen, Kugelstoßen, Keulenweitwurf, Weit= und Hochspruna: an Staffeln: 4mal 100 m, 3mal 1000 m. 15 mal eine halbe Runde. Will man den im vergangenen Winter als letzte Begegnung ausgetragenen Hallenwettkampf zum Maßstab nehmen, so muß man beiden Parteien die gleichen Aussichten zubilligen. Hans-Hilbert-Kampfbahn, Schützenstr. Sonntag, den 8. Mai 1986, nachm. 4 Uhr Fußball-Pokalspiel Sport- u. Spiel-Vereinig. Barmen genen S. C. Rot-Weiß Oberhausen Vormittags 11 Uhr: Handballspiel Sp. u. Sp. Barmen— Schwelm eC Wuppertaler Stadtregatta Der mehrfache deutsche Meister Derdau und die Mitglieder der Olympia Kernmannschaft Sievering=Ruthenbeck am Start Zu der 7. Wuppertaler Stadtregatta sind munderinnen müßte ihnen einen knappen Sieg zahlreiche Meldungen aus Rheinland und einbringen. Westfalen eingegangen. Besonders stark beau friihar die GannAuftakt zu den Sommersvielen Kreise werden die Spiele in der Kreis=, B=, C=, Jugend= und Frauenklasse ausgetragen. Den Auftakt zu den Meisterschaftsspielen des Kreises bilden am Sonntag die B= und C=Klasse. B=Klasse. Dreizehn Mannschaften, die in drei Gruppen eingeteilt sind, treten Sonntag gegeneinander an. Es spielen in Gruppe 1: Hatzfelder TV., Mittelbarmer TV. 2, Nächstebrecker TV., Barmer Lehrer=TV. Die Spiele werden in Nächstebreck ausgetragen unter Leitung des Nächstebrecker Turnvereins. Gruppe 2: Unterbarmer Turnerbund, Mittel barmer TV. 1, Oberbarmer Turnerbund, Elber felder Turngemeinde, Cronenberger TurngeDer Turnkreis 5(Wuppertal) des Fachamtes 1 meinde. Die Ausrichtung dieser Spiele obliegt im Reichsbund für Leibesübungen, eröffnet dem Oberbarmer Turnerbund. Sonntag innerhalb seines Kreisgebietes die Gruppe 3: Auf dem Platz am Stadtpark in Saison der Faustballmeisterschaftsspiele. Wülfrath stehen sich die Mannschaften des TV. Die trüben Regentage der letzten Wochen wer= Mettmann, Turnerbund Wülfrath, ATV. Elber ein, Barmer Turngemeinde und Hatzfelder Turnverein. Die Leitung hat Hatzfeld Das Hündchen des Jahire schickt sind im Gegensatz zu früher die Kanadierrennen. Hier sehen wir den mehrfachen deutschen Meister— den alten Hamburger Kanadierfahrer Derdau— am Start. Derdau hat jedoch schwere Konkurrenz in den Mitgliedern der Olympia=Mannschaft SieveringRuthenbeck. Wir geben Siegesaussichten dem jungen Fahrer Sievering. Martens vom Die tuven srogenngeepeonwon Verein für Kanusport Roemryke Berge e. V. den hoffentlich bald verschwinden. Denn zum seld und des Sonnborner Turnvereins gegenFaustballspiel, wie zu den Sommerspielen über= über. haupt, gehört ein= für allemal Sonnenschein, Ueber den Ausgang dieser Spiele jetzt schon oder aber wenigstens trockenes Wetter. Diesem viel zu sagen wäre verfehlt, da die meisten Umstande allein ist es auch zuzuschreiben, daß die Mannschaften bis heute wenig Gelegenheit zum Mannschaften sich nicht regelrecht haben vorbe= Training hatten. reiten können. C=Klasse. Bekanntlich unterstehen die Sommerspiele Hierfür sind die Nennungen nicht allzustark club Schwalmfreunde Viersen mit seiner grundsätzlich der Leitung des Fachamtes I(Tur= eingelaufen. Sieben Mannschaften sind in zwei Mannschaft=Gottschalk eine Ueberraschung brin= nen, Gymnastik, Sommerspiele). Aehnlich wie Gruppen eingeteilt, und zwar: gen. Im Zweier=Kanadier offen für Alle bei den Fuß= und Handballmeisterschaftsspielen, Gruppe 1: Stemmclub Unterbarmen, Elbertritt der vorjährige Sieger Kannclub Witten hat man jetzt auch im Faustball die Gauklasse felder Turngemeinde, TV. Mettmann, Turnmit einer neuen Mannschaft an, sodaß es ihm eingerichtet. Die besten Wuppertaler Mann= verein Heiligenhaus. Die Mannschaften müssen kaum gelingen wird seinen Ueberraschungssieg schaften wie, Unterbarmer Turnerbund, Elber= nach Mettmann, vom Vorjahre zu wiederholen; Sieger wird felder Turngemeinde, Turnerbund Wülfrath, Gruppe 2: Auf dem Platz am gelben Sprung sind in dieser Klasse vertreten. Innerhalb der auf Hatzfeld treten an: Langerfelder TurnverWuppertal dürfte in diesem Rennen nicht entscheidend eingreifen, er hat Aussichten im Einerkanadier für Anfänger. In den Faltbootrennen ist der Völkische Schwimm= und Wassersport Volmerswerth Favorit. Doch könnte auch in den zweier Faltbootrennen der KannSchwalmfreunde Viersen mit seiner vielmehr die Olympia=Kernmannschaft Sievering=Ruthenbeck sein. In den Faltbootrennen offen nur für Mitglieder des bergischen Kreises sollte es im Einer Halbach vom Verein für Kanusport Roemryke Berge, im Zweier der Mannschaft des Wuppertaler Kanuclubs Klein 2, Windhövel 2, gelingen das Ziel als Erste zu erreichen. Nicht zu verachtende Gegner stellt hier trotz schlechter Trainingsmöglichkeit der Völkische Schwimm= und Wassersport Wuppertal, sodaß auch hier mit Ueberraschungen zu rechnen ist. Die Jugendrennen, die im Kanadier ebenfalls sehr gut beschickt sind, sind offen. In den drei Mannschaftskanadierrennen werden die Wuppertaler im Linden Dahlhausener Kanuclub, dem Sieger der Jahre 1934 und 1935, einen schweren Gegner haben. Im Sommer 1935 gelang es der Wuppertaler Jugend Linden Dahlhausen bei der Westdeutschen Meisterschaftsregatta zweimal zu logen. Hoffen wir, daß es der Wuppertaler Jugend auch in diesem Jahre gelingt, den Sieg an die heimatlichen Farben zu knüpfen. Interessante Kämpfe bieten auch die Rahmenrennen, sodaß die Besucher zweifellos einen interessanten und an spannenden Momenten reichen Nachmittag verleben werden. „Ehrwürdiger Yogi, ist dein Hund gebissen worden?“ „Das nicht, aber er kann es sich nicht abgewohnen, hier zu mir aufs Sofa zu springen!“ Mmn Nonfuitnu ond Eunns Am die HandballFrauenmeisterschaft Die Endspiele um die Handballmeisterschaft der Frauen werden im Gegensatz zu den Kämp= schlossen.— Der Wettkampf gegen die Reichsbahn Nr. 18. Wuppertal, 2. Mai 1936. Meisterschaftsspiele. Das Spiel der Verbandsklasse, Gruppe Nord. zwischen Düsseldorf und Solingen endete mit 5:4 für Tüsseldorf bei einer Hängepartie, die wahrscheinlich für Düsseldorf zählt. Stand: Essen und Wuppertal se 23, Düsseldorf 22 und v., Solingen 17½ und H., Niederrhein 14. Wuppertaler Schach. Im Vereinsmeisterturnier der Elberfelder Schachgesellschfaft siegte Harder mit 6 Punkten vor Biedendorf 4½, Leppin 4 und Windfuhr 3. Im Anschluß daran hat ein großes Sommerturnier begonnen. Im Langerfelder Schachvereien hat das Turnier um die Vereinsmeisterschaft angefangen. Es nehmen 28 Spieler teil, die in vier Gruppen kämpfen.— Vorige Woche wurde in Langerfeld eine Jugendgruppe eingerichtet. Bisber haben sich 15 Jungen und 5 Mädchen ange1. e2—e4, Sg8—f6 2. Sb1—c3, d7—d5 3. e4xd5(Stärker ist 3. e5.) 3.—, Sf6xd5 4. Lf1—c4, Sd5—b6 5. Lc4—b5. c/—c5 6. d2-d3, Sb8—c6 7. Sg1—f3, e7—e5 8. 0—0, Lc8—g4 (Vorsichtiger war zunächst Le7.) 9. h2—h3, Lg4—h5?(Ein Fehler, wie von W in glänzender Weise nachgewiesen wird. 15.—, Kd6xe5 14. f2—14+, Ke5—d4 (Oder Kf5 15. Sg3 matt! Der schwarze König tritt nun die Leidensfahrt nach Canossa an.) 5. Talxdl, Kd4—es 10. TII—15t. Kes—e2 17. Td1—d2f, Ke2—e1 18. T13--f1 matt. Schlußstellung ist von drastischer Komik. in glanzender weise nacngewiesen wird. D mattoesett ähnliche Stellungen in der praktischen Partie oft spruch hat. dung genau zu studieren. In Frage kam LXf3 nebst Dd7.) 10. Sföxe5!(Diese Kombination führt mindestens zum Gewinn eines Bauern bei ausgezeichneter Stellung. Sie wird infolge der Abwesenheit des schwarzen Königsspringers, der normalerweise auf f6 steht, möglich. Siehe Stellungsbild.) Aufgabe(Partiestellung) Nr. 524. Weiß: v. Hennig. Schwarz: Lücke 1. (Kiel).(Hannover). fen der Männer nach dem Pokalsystem ausgetragen. In vier Runden spielen die 16 Gaumeister=Mannschaften ihren Meister aus. Nicht weniger als acht Mannschaften haben bereits im vergangenen Jahre in den Endkämpfen gestanden. Neben dem Meister TSV. Eimsbüttel=Hamburg sind es der vorjährige Endrundenteilnehmer VfR. Mannheim und SV. Stabelwitz Breslau, SC. Charlottenburg, Magdeburger Frauen SC., Kölner BC., Eintracht Frankfurt und die SpVg. Fürth. Die erste k.=o.=Runde bringt am kommenden Sonntag folgende acht Begegnungen: Dresden: P3V. Dresden— EV. Stabelwitz Breslau Berlin: SC. Charlottenburg— Asco Königsberg Magdeburg: Magdeburger Frauen SC.— Preußen Stettin Leer: VfL. Germania Leer— Dortmunder SC. 1895 Müldeim=Rubr: TV. Krefeld=Oppum— T3 V. Eimsbüttel Oberbarmen, über den wir vor 14 Tagen berichteten, wurde von der Langerfelder C=Klasse ausgetragen. Am nächsten Mittwoch spielt der Schachtlub Anderssen Barmen an 12 Brettern gegen den Barmer Schachverein. Der Schachverein kommt mit einer sehr starken Mannschaft, so daß es sich für Anderssen nur daraum handeln kann, möglichst ehrenvoll zu unterliegen. Lösung zum Problem Nr. 523. 1. Ke8-d71, a6xb5(oder a6—a5) 2. Dd3—c3! nebst 3. Dc3xb4 matt(bzw. KXb5 3. Dc3—c6 matt.)— Oder: 1.—„ Ka4—a5 2. Dd3—d4, Ka5xb5(oder a6xb5) 3. Dd4—b4 matt. 3. Dd4—a7 matt.) Partie Nr. 524. Bearbeitet von P. Wächter. Die folgende Partie, die in Essen gespielt wurde, zeigt in sehr lehrreicher Weise, zu welcher Katastrophe ein Eröffnungsfehler führen kann. Weiß: Huber Schwarz: Lemke 1 10.— Lhxdi wäre Sxe5, aber ABCDEFG Diese Stellung entstand im Mannschaftskampf Schwarz will nicht ohne weiteres einen Bauern Nordmark gegen Niedersachsen in der Vorschlußeinbüßen. Diese Kurzsichtigkeit aber führt bald runde des Kampfes um die deutsche MannschaftsderPartie) meisterschaft nach dem 28. Zuge von Schwarz 11. Lböxt7t, Keomel 12. Lel-g5t. Kel-d6(Dd7-c6). Weiß gewann hier durch 29. Til-el 13. Sc3—e4f!(Stellt Schwarz vor die Entschei- eine Figur, hätte aber auf weit feinere Weice dung, sich mit KXe5 in ein tolles Abenteuer zu einen schnellen Sieg erzwingen können. Wie sollte stürzen, oder mit Kel den Verlust der Bauern zu Weiß spielen? verschmerzen.) Köln: Kölner BC.— Eintracht Frankfurt Fürth: SpVg. Fürth— TV. Cannstatt Hanau: Tad. Hanau— ER. Mannheim * Sehr schwere Vorrunden=Gegner haben unsere drei westdeutschen Vertreter, Kölner BC., Dortmund 95 und der TV. Krefeld=Oppum erhalten. der sogar den Titelverteidiger antreten muß. Ob sich unsere Frauenmannschaften durchsetzen werden, müssen wir abwarten. Vielleicht können die RBC.=Spielerinnen auf eigenem Platz sich gegen die Frankfurterinnen behaupten. Diese schlugen im Vorjahr die SpVg. Fürth mit 5:2, wurden aber dann von Fortuna Leipzig ausgeschaltet. Der KBC. kam nach einem Sieg über Lennep gegen den VfR. Mannheim zu Fall. Wie das heutige Spielstärke=Verhältnis ist, kann nicht gesagt werden. Der TV. Krefeld=Oppum kann sogar noch nicht einmal zu Hause spielen und muß nach MülheimRuhr. Gegen die starken norddeutschen Meisterspielerinnen wird es sehr schwer halten, sich durchzusetzen. Wir glauben nicht an einen Sien der Westdeutschen, da die Gäste zu viel Erfahrung baben. Die besten Aussichten hat noch der westfälische Meister Dortmund 95, der in Leer gegen den Vfs Germania antreten muß. Es ist zwar nicht einsach, sich in Ostfriesland durchzusetzen, aber die taktische und technische Ueberlegenheit der DortGrau ist alle Theorie „Grau ist alle Theorie“, pflegt man, ein Zitat verkürzend, oft zu sagen, wobei aber zu bedenken ist, daß dieses Wort nicht jede Theorie verdammen will, wie man nur allzu leicht anzunehmen geneigt ist. Die Theorie wird als grau bezeichnet. Sie ist nicht schwarz, also nicht ohne weiteres ein Uebel, das man ablehnen soll. Sie ist jedoch auch nicht weiß nicht alleinseligmachend. Vielmehr ist sie grau, ihr Platz in der Farben skala, in die man sie vergleichsweise stellt, ist zwischen schwarz und weiß. Für sich allein kann sie nicht als das Maß aller Dinge gelten. Sinnvoll wird sie erst als Vorstufe und Grundlage der Praris, die ihrerseits der Theorie nicht entraten kann. Theorie und Praxis bilden in ihrem engen Zusammenwirken ein harmonisches Ganzes, dessen Teile man nicht ohne Schaden auseinanderreißen kann. „Grau ist alle Theorie“, sagen viele Schachspieler. Sie sagen damit ohne ihren Willen etwas Richtiges, meinen aber in Wirklichkeit, fälschlicherweise, die Theorie sei„schwarz", also wertlos. Andere wieder gehen nicht so weit, für sie ist sie nur e vas gräulich, manchen hingegen erscheint sie direkt greulich. Sie geben mit souveräner Verachtung über jede Theorie hinweg. Einen Blick in ein Lehrbuch zu tun, gilt bet ibnen als höchst törichtes Beginnen. Alle Bücherweisheit ist reiner Unsinn. Was sollen besondere Vorbereitungen zu einem Wettkampf? Man setzt sich ans Brett, unbeschwert von allem Wissensballast, verläßt sich auf seinen mehr oder weniger gesunden Menschenverstand und spielt frisch darauf los. Manchmal gelingt es denn auch, an den gefährlichen Klippen der Eröffnung mit heiler Haut vorbeizukommen. Wie oft aber findet ein Fehler grausam schnell seine bittere Strafe! Und wie oft krankt ein langes Spiel dauernd an einer kleinen Ungenauigkeit in der Eröffnung. Wie ein schleichendes Gift, kaum sichtbar, trägt die Partie von Anfang an den Keim des Todes in sich, der langsam, doch mit unheimlicher Sicherheit, bohrt, nagt, frißt, wühlt und sein zerstörendes Werk ausübt bis zur gänzlichen Vernichtung, bis zum Zusammenbruch. Für andere Schachspieler ist die Theorie „weiß“, strahlend weiß, das Allheilmittel gegen die vielen Schlingen und Fallen der Eröffnung, um deren Existenz sie wissen. Sie lernen alle möglichen Eröffnungen auswendig, kennen sämtliche Lehrbücher und schachtheoretischen Werke und wissen vielleicht sogar genau, auf welchen Seiten der verschiedenen Bücher die einzelnen Va rianten stehen. Als lebende Variantenmusterkoffer wandeln sie durch ihr schachliches Dasein. Alle Achtung vor ihrem guten Gedächtnis, aber trotzdem ist dies Unterfangen töricht und richtet sich von selbst. Was nutzt das wahllose Auswendiglernen, wenn man sich nicht bemüht, den tieferen Sinn zu finden? Vielleicht wird man mit Hilfe der vielen Kenntnisse die Eröffnung glänzend spielen und eine gute oder gar überlegene SStellung aufbalten— man braucht ja nur die Gedächtnisregistrierschublade zu öffnen, und schon liegen alle Varianten fein säuberlich geordnet bereit. Aber einmal hört die Anwendungsmöglichkeit der angelernten Theorie auf. Auf die Eröffnung folgt das Mittelspiel, und darauf das Endspiel. Und hier kommt ein klägliches Versagen, denn eigenes, selbstschöpferisches Denken tut jetzt not. Ein Fehler nach dem anderen zerstört das so schön aufgerichtete stolze Gebäude, in seinen Grundfesten erschüttert sinkt es darnieder. Aber schon der Aufbau kann schnöde gestört werden. Auf jeden richtigen Zug des Gegners weiß man die vorgeschriebene Erwiderung. Macht der Gegner aber einen weniger starken oder auch ausgesprochen schlechten Zug, der„nicht im Buch steht“, eben weil er so offensichtlich schlecht ist, dann ist es schon aus mit der Kunst, man vermag den Fehler nicht zu widerlegen. Der Gegner gewinnt, so seltsam es auch klingt, weil er die Eröffnung falsch behandelt hat. Grau ist die Theorie, weder weiß noch schwarz. Wer Eröffnungen studiert— und das muß man—, hüte sich vor sinnlosem Auswendiglernen. Viel wichtiger als jeden Zug auswendig zu können, ist es, den Sinn einer Eröffnung zu erfassen, zu wissen, was sie bedeutet, welches ihr Zweck ist. Dann wird man auch Fehler des Gegners sofort widerlegen und ausnutzen können. Natürlich muß man die Eröffnungen beherrschen, sie bilden die Grundlage, auf die sich jode Partie aufbaut, man muß sie eifrig und fleißig studieren, aber sinnvoll und vernünftig. Die Theorie stützt die Praxis, sie dient ihr und ist darum unbedingt erforderlich, für sich allein aber ist sie unfruchtbar. Durus. kallen Gielloues do aut € mea dort: etorlich nich oiles lautoa lasses w es will, sondar men muh Herz und Nerven pllogen. Dio noturliche Willomslorke roicht nus bis zu cinoem bestimmlon Purhl, daruber hinem boginad ersl die Spczonioistung. Doshelb nime dor Sportogome Quich mil Lexdhin, des soino Wilonsslörhe erhôbd, soio Nerven boruhigt und das Horx schonl. € Vonuchen Sio bino Preu RM 1.20 i Apofh» Orog Probe 0 Lorin Ankündigungstalel der Wuppectater Aeczte u. Zahnäezte Hans Uellendahl staatl. gept. Dentist. Wuppertal- Baimen, Wichlinghauserstr. 92 ist zu allen Krankenkassen zugelassen. Habe melne Praxis nach Gewe sohulstraße 15 verlegt. Dr. med. Angelkort, prakt. Arzi. Herr Dr. Angelkort ist zur vertragsärztlichen Tätigkeit zu den Ersatzkassen zugelassen. Kassenärztliche Vereinigung Deutschlands, Bezirksstelle Bergisch-Land. Rothilfedlenst. Sofern der behandelnde Arzt nicht zu erreichen ist, üben nachstehende Wuppertaler Aerzte den Nothelsedienst aus: Barmen: Dr. Gerhards, Oberdörnen 39.— Dr. Heckhausen, Klingelholl 52.— Dr. Jonghaus, Hecking= hauserstr. 29.— Dr. Kikuth, Lenneperstr. 29.— Dr. Mantzel, Loherstraße 21.— Dr. L. Müller, Sachsen. straße 13.— Dr. Rink, Unterdörnen Nr. 54.— Dr. Schultz, Werth 37.— Dr. Torhorst, Berlinerstr. 1. Elberfeld: Dr. Berneaud, Mäuerchen 30.— Dr. Butzengeiger, Wortmannstr. 28.— Dr. Dürbeck, Lenbach. straße 9.— Dr. Ernestus, Schwanenstr. 44.— Dr. Fuchs, Mondstr. 41. — Dr. Kleinschmidt, Bankstr. 18.— Dr. Meffert, Laurentiusstr. 12.— Dr. Reinhard, Kölnerstr. 70.— Dr. Schröder. Uellendahlerstr. 15.— Dr. Wolf, Königstr. 116. Vohwinkel; Dr. Sprave, Lienhard. straße 3. Cronenberg: Dr. Hoffmann, Haupt. straße 27. Ronsdorf: Dr. Lang, Deutschherrn. straße 10. KRAPPF ADEREESCINUN VELENENTZUNOUNG KRAPPFADERN HEILJNSTITUT BERUFSSTORUN BENANDELT. Erich Welse Hochstrase78 Reparaturen an Uhren u. 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