Stadt Anzeiger Neueste Nachtichten 4 Wuppertalm Umgebung, Mittag-Seitung Westoeutsche Verlagshaus in Barmen Altermartt 21-3 51 771. Geschäftsstelle in ewerfeld: Schwebedamnpassage Fernspe. 26 726 Konto. Amt Köln 2314, Girok.: Reichsbank Barmen Draht=Anschr.; Stoatsverlag Barmen. Weitere Geschäftsstellen in Langerfeld, Kirchstr. 2; in Düsseldorf, Postf. 196, Fernspr. 32 896. Geschäftsstunden von 7½ bis 19 Uhr— Erfüllungsort: W.=Barmen. Samstag, 20. Juli 1935 59. Jahrgang* Rummer 167 m Zunstr. 90 Ste., ohno Jünstr. 75 Big. einschl d. 20 Dig. Botantoon. P. Post momant. 9 Mk. gugzügt. Bestellg— Anzergenpr.: Die Rillmeter=Zeile: Grunepreis 7 Pig.— Familienangeigen 0 Pig.— Reklamen 28 P Radatt noch Tarif. Erscheinungszeit: An allen Werktagen mittags. Bei Störungen durch höhere Gewalt können leinerlei Ersatzansprüche gestellt werden— Auflösung des Stahlhelms Auf Grund der Verordnung zum Schutze von Staat und Volk in Schlesien Breslau, 19. Juli. Die Staatspolizei stelle für den Regierungsbezirk Breslau als Leitstelle für Schlesien teilt mit: „Auf Grund des§ 1 der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten zum Schutze von Staat und Volk vom 28. Februar 1933 ist durch Erlaß des Geheimen Staatspolizeiamtes vom 19. Juli 1935 der Nationalsozialistische Deutsche Frontkämpferbund(Stahlhelm) in seinen sämtlichen Gliederungen für den Bereich der Regierungsbezirke Breslan, Liegnitz und Oppeln mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Das Vermögen der aufgelösten Gliederungen wird beschlagnahmt“. Thüringer Stahlhelmführer in Schutzhaft Versammlungsverbot für den N2TFB1 Weimar, 19. Juli. Der thüringische Minister des Innern teilt mit: Auf Grund verschiedener Handlungen und Maßnahmen, die sich gegen die Autorität des Staates richten und wegen Verbreitung unwahrer Behauptungen, die geeignel uind, die Saltung des Staates in der Oeffer ichkeit in Mißkredit zu bringen, sowie wegen Verächtlichmachung einzelner Parteigliederungen mutzten mehrere führende Persönlichkeiten des NSDFB(Stahlhelm) in Thüringen in Schutzhaft genommen werden und in das Konzentrationslager Bad Sulza übergeführt werden. Aus den gleichen Gründen mußte eine Verordnung erlassen werden, nach der 1. das Tragen von Abzeichen oder von einheitlicher Kleidung jeder Art, die die Zugehörigkeit zum NSDFB(Stahlhelm) kennzeichnen; 2. alle Versammlungen einschließlich Pflichtappelle, geschlossene Mitgliederversammlungen, Konzerte oder sonstige Saalveranstaltungen des NSOFB(Stahlhelm); 3. das öffentliche Zeigen der Fahnen des N2D (Stahlhelm) auf Gebäuden und Grundstücken verboten sind. S. A.=Gruppenführer Graf Helldorf mit der vorläufigen Wahrnehmung der Geschäfte beaustragt Berlin, 19. Juli. Der Polizeipräsident von Berlin, Vizeadmiral a. D. v. Levetzow, hat den Reichs- und preußischen Minister des Innern, Dr. Frick, um Enthebung von seinem Amt gebeten. Der Reichs= und preußische Miminister des Innern hat bis zur endgültigen Genehmigung durch den Führer und Reichskanzler den Polizeipräsidenten v. Levetzow von seinen Dienstgeschäften entbunden und mit ihrer vorläufigen Wahrnehmung mit sofortiger Wirkung den Polizeipräsidenten von Potsdam, SA Gruppenführer Graf Helldorf, betraut. In Verfolg dieser Neuerung fand Freitag mittag eine„Besprechung statt, an der mit Reichsminister Gauleiter Dr. Goecbbels der Staatskomissar der Hauptstadt Beelin, Dr. Lippert, General der Landespolizei, Dalnege, der stellvertretende Gauleiter Gorlitzer, Polizeipräsident SA=Gruppenführer Helldorf und SA Gruppenführer Uhland teilnahmen. In dieser Besprechung wurden die Richtlinien festnelegt, nach denen in Zukunft in planvoller Zusammenarbeit zwischen politischer Gauleitung, SA Führung, Polizei und Stadtvermal tung der Kampf um die Säuberung der Reichshauptstadt von kommunistischen Zersetzungsversuchen, reaktionären Treibereien und bolschewistisch jüdischer Anmaßung weitergeführt werden soll. Die Besprechung ergab eine vollkommene Uebereinstimmung, Die die Gewähr bicten wird, daß auch in Zukunft der Charakter der Reichshauptstadt als einer durch die NDAP eroberten deutschen nationalsozialistischen Stadt, die dieses Reiches und Volkes würdig ist, in vollem Umfange gewahrt bleibt. Partei, Polizei und Verwaltung werden es als ihre Ehrenpflicht ansehen, in Eintracht zusammenzuwirken, diesem großen Ziele zu dienen. * Der soeben mit der vorläufigen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Berliner Polizeipräsidenten beauftragte Polizeipräsident von Potsdam, SA-Gruppenführer Graf Weildorf, wurde am 11. Oktober 1896 in Merseburg geboren. Im Kriege ging er als Fahnenjunker im Husarenregiment Nr. 12 ins Feld und wurde in diesem Regiment am 22. 3. 1915 zum Leutnant befördert. Nach der Revolution nahm er seinen Abschied und war danach von 1920 an im landwirtschaftlichen Beruf tätig. Er schloß sich der NSDAP an und wurde 1920 von dieser in den Preußischen Landtag gewählt. Von 1921 bis 1928 war er als Landwirt und Ritterautsbesitzer tätig und wurde dann 1931 SA Führer von BerlinBrandenburg. n dieser Eigenschaft wurde er Ende 1931 von dem marristisch eingestellten Schöffengericht wegen angeblichen Landfriedensbruchs zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, in dem Berufungsverfahren vor dem Landgericht jedoch wieder freigesprochen. Unter seiner Leitung wurde am 8. März 1933 auf Anweisung des preußischen Ministers des Innern das Liebknechthaus in Berlin für die SA beschlagnahmt und in Horst=Wessel=Haus umgetauft. Am 25. März 1933 wurde er zum Polizeipräsidenten von Potsdam ernannt und am 3. 6. 1933 in das preußische Ministerium des Innern berufen, um das Referat für Pferdesport zu übernehmen. Der bisherige Polizeipräsident von Berlin Konteradmiral a. D. Magnus von Lepetzow hatte dieses Amt im Februar 1933 als Nachfolger des Polizeipräsidenten Dr. Melcher ubernommen. Levetzow wurde 1871 in Flensburg geboren und trat im Frühjahr 1898 als Kadett in die kaiserliche Marine. Von 1903 bis 1906 gehörte er u. a. dem Admiralstab der Marine in Berlin an. Von 1916 bis 1918 bekleidete er den Posten des Chefs der Operationsabteilung des Kommandos der Hochseestreitkräfte. Nachdem Levetzow vom Januar bis März 1920 Chef der Marinestation der Ostsee war, erbat er im Herbst des gleichen Jahres den Abschied. Während des Krieges hat Levetzow an allen Unternehmungen der Hochseeflotte teilgenommen. In den Jahren nach dem Kriege nahm er lebhaften Anteil an vaterländisch=politischen Bestrebungen. Berlins neuer Polizeipräsident. Nach dem Rücktritt des Berliner Polizeiprasidenten von Levetzow ist der Polizeipräsident von Potsdam, SA.=Gruppenführer Graf Helldorf, mit der vorläufigen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Berliner Polizeipräsidenten betraut worden, (Transocean, M.) Blutiges Familiendrama Drei Tote, eine Schwerverletzte Zittau, 20. Juli. Zn Schönborn bei Warnsdorf ereignete sich am Freitagnachmittag eine blutige Familientragödie, bei der drei Menschen ums Leben kamen und eine Frau schwer verletzt wurde. Der von seiner Frau getrennt lebende 26jährige Johann Hanswenzel aus Lichtenhain bei Warnsdorf erschien plötzlich in der Wohnung seines Schwagers Alfred Pilz in Schönborn, in der sich auch seine etwa 30jährige Ehefrau Elfriede und die bei ihr zu Besuch weilende 41jährige Anna Simon aus Gablonz befanden. Hanswenzel traf seinen Schwager im Vorderhaus an und lockte ihn unter dem Vorwand. er müsse ihm etwas sagen, in die Wohnstube. Hier zog er seinen Revolver und gab auf seinen Schwager einen Schuß ab, der diesen in den Kopf traf. Pilz brach auf der Stelle tot zusammen. Darauf feuerte Hanswenzel einen Schuß auf seine Ehefrau ab, die ebenfalls in den Kopf getroffen und schwer verletzt wurde. Frau Simon flüchtete aus dem Fenster auf die Straße wurde aber von Hanswenzel nach etwa 300 Schritten eingeholt und durch einen tödlichen Kopfschuß niedergestreckt. Hierauf beging der Mörder Selbstmord, indem er sich eine Kugel in den Kopf jagte. Die Ursache der Familientragödie konnte noch nicht völlig geklärt werden. Die schwerverletzte Ehefrau wurde in das Schönlinder Krankenhaus geschafft. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Deutsche Devisenvorschriften für den Reiseverkehr nach Deutschland. Berlin. 19. Juli. Es sind verschiedentlich Gerüchte verbreitet, daß Ausländer sich bei Reisen nach Deutschland durch Unkenntnis der deutschen Devisenvorschriften leicht eines Devisenvergehens schuldig machen könnten. Demgegenüber ist fenzustellen, daß die nach Deutschland reisenden Ausländer lediglich folgende zwei Bestimmungen zu beachten haben: 1. Wer die bei der Einreise nach Deutschland mitgeführten in= oder ausländischen Zahlungsmittel bei der Wiederausreise ungehindert wieder mitnehmen will, läßt sich bei der Einreise von der deutschen Zollstelle eine„Grenzbescheinigung" ausstellen, in der die mitgeführten Zahlungsmittel vermerkt werden. Diese Zahlungsmittel können ohne Genehmigung wieder ins Ausland verbracht werden. Das gleiche gilt für Zahlungsmittel, die einem Ausländer während seines Aufenthaltes in Deutschland aus dem Ausland übersandt worden sind, wenn der Ausländer sich durch das inländische Kreditinstitut, durch dessen Vermittlung die Auszahlung erfolgt, eine„Auszahlungsbescheinigung" hat ausstellen lassen. 2. Jeder ausländische Reisende erbält bereits im Ausland bei dem Erwerb von RegistermarkReiseschecks, sowie im Inland bei der Abhebung von Reichsmarkbeträgen ein mehrsprachiges Merkblatt der deutschen Reichsbank ausgehandigt, das ihn über die zulässige Verwendung der abgehovenen Reichsmarkbeträge unterrichtet. Bei der Abhebung größerer Reichsmarkbeträge auf Registermark=Reiseschecks empfiehlt es sich, die Quittungen über die Verausgabung größerer Beträge(z. B. Hotel=Rechnungen) bis zur Ausreise aus Deutschland aufzubewahren, um erforderlichenfalls nachweisen zu können, daß die Beträge nur für Reisezwecke Verwendung gesunden haben. Sparmaßnahmen des Danziger Senats Pensionäre sollen ins Reich übersiedeln Danzig. 19. Juli. Die schwierige finanzielle Lage der Freien Stadt Danzig macht es ersorderlich, Ausgaben soweit wie möglich einzusparen. Schon vor Wochen hat der Senat Spar maßnahmen größten Umfanas angekündigt und sie zu einem Teil auch schon in die Weae geleitet. Einige SSchwierigkeiten bereiten die Pensions= und Rentenzahlungen der Alt= und Neupensionäre, die in ihrer Gesamtheit etwa 16 Millionen Gulden ausmachen, sodaß der Staat auch auf diesem Geviete danach trachten muß, seine Ausgaben erheblich einzuschränken. Zunachst ist zu erwähnen, daß allen Pensionären deutscher Staatsangehörigkeit die Genehmigung, ihre Pen sionen in Danzig zu verbrauchen, vom Reich schon in nächster Zeit zurückgezogen wird, sodaß sich daraus eine zwangsläufige Rückwanderung ins Reich ergibt. Pensionäre Danziger Staatsangehörigkeit, bei denen das deutsch=Danziger Beamtenabkommen zur Anwendung kommt, werden vom Senat in diesen Tagen Aufforderungen erhalten, aus staatsfinanziellen Gründen evenfalls nach Deutschland überzusiedeln. Ein Zwang der Uebersiedelung von Danzigern ins Reich besteht jedoch nicht. Danzigs Pensionäre und Rentenempfänger, die von der freiwilligen Ueversiedelung ins Reich bis zum 30. September 1935 Gebrauch machen, erhalten Umzugsbeihilfen und notwendigenfalls auch Mietsbeihilfen, die bei Kündigungsfrist ihrer Danziger Wohnung notwendig werden sollten. Nicht betroffen werden von der Uebersiedlung Altpensionäre und Kriegshinterbliebene über 80 Jahre und Rentenemp sänger und Kriegsbeschädigte, deren monatliche Bezüge nicht mehr als 50 Gulden betragen. Griechische Minister treten zurück Athen, 19. Juli. Kriegsminister und stellvertretender Ministerpräsident General Kondylis sowie Landwirtschaftsminister Theotokis haven überraschend ihren Rücktritt erklärt. Die Ministerkrise wurde ausgelöst durch die Haltung des Generals Kondylis, der nach seiner Rückkehr aus Rom und Belgrad den Ministerpra sidenten Tsaldaris durch seinen Rücktritt zu einer klaren Stellungnahme in der Frage der Staatsform zu zwingen versuchte. Kondnlis meinte, er könne nach der Avreisc des Ministerprasidenten Tialdaris nach Deutschland nicht die Stellvertretung in einem Ministerium üvernehmen, dessen Mitglieder in der Frage der Staatsform gegenteiliger Meinung seien. Außerdem sei nach Ansicht Kondvlis' die von der Regierung versprochene Neutratität in dieser Frage wärend seiner Abwesenheit nicht eingchalten worden. 1 Nur Teilumbildung des griechischen Kabinetts Athen, 10 Suli. In einer Freitagabend im Hause des Außenministers Marimos abgehaltenen Ministerbesprechung kamen Ministerprasident Tialdaris und der stellvertretende Ministerpräsident Kondylis daran uverein, auf den bereits beschlossenen Gesamtrücktritt des Kaninetts vorzunehmen. Diesem umgebildeten Kavinett werden voraussichtlich Ministerprasident Tfaldaris, die Miniser Kondylis, Marimos und Pesmazoglon angehören. Endlich Völkerbundsverhandlungen? Einberufung des Völkerbundsrates am 29. Juli vorgeschlagen guten Rat zu geben, sich für den kommenden Völtervundsrat mit der Fertigsieunng einer ein genenden Denkichrift über die abessinischen Ver stoße zu rüsten. Wie in hiesigen unterrichteten Kreisen verlautet, hat noch keinerlei diesbezügliche Unterredung zwischen Mussolini und dem Botschafter Drummond siattaefunden. Ebenso halt man hier daran fest, offiziell noch nicht über eine etwaige Paris, 19. Juli. Der Ausschuß zur Angleichung der Sozialistischen und der Kommunisiischen Partei war am Donnerstagavend zusam mengetreten, um zu den Nowerordnungen der Gent, 19. Juli. In Völkerbundskreisen verlanlet. daß der Generalsetretär des Völkerbundes Anenol den Mitgliedern des Völkervundsrates cia Telegramm übermittelte, in dem er offizielt mitteilt, daß die Schlichtungsverbandlungen im italienisc avessinischen Streitall gelcheitert scien, und daß laut Ratsbeschluß vom 25. Mai nunnmeyr der Völkervundsrat zur Ernennung des fünften Schiedsrichters zusammentreten müsse. Das Telegramm soll auch die Anregung entnalten, der Rat möge zu dieser Tagung am Montaa. 20. Juli. zuiammentreten. Der Schritt Avenols soll das Ergebnis der eingehenden Verpandlungen sein, die der Gene ralsekretär des Völkerbundes in den letzten zwei Wochen in London und Paris gehavt hat. Je nac dem Ergevnis der Aintworten der venschiedenen Ratsmitglieder auf die Anregung Avenols, der der Wert einer Konsultation beigemessen wird, soll dann als nächster Schrin die Einbern sung des Völkerbundsrates durch den amtieren Ratspräsidenten Litwinow, der sich gegenwar tig in der Tschechoflowakei befindet, erfolgen. In Völkervundskreisen besteht der Eindruck, daß, falls es wirklich zu einem Zusammentritt des Rates Ende Juli kommen sollte, die Taausig nur ganz kurz sein wird und der Rat sich darauf beschranten würde, den fünften Schiedsrichter, der sehr wahrscheinlich eines der Mitglieder des Völkerbundsrates werden soll, zu ernennen. Preß Association meldet neuerdings, daß die Sitzung wahrscheintich am 20. Juli staitfinden werde Eden werde voraussichtlich in der nach sten Woche als Vertreter der englischen Regieruna nach Genf abreisen. In London beat man die Zuversicht, daß die Italiener einer grund legenden Besprechung über sämtliche Fragen des Falles zustimmen und ihre eigenen Beschwerde gründe in Genf vorvringen werden. Keine Schweizer für die abessinische Armee Basel, 19. Juli. Die Zeitschrift„Der Schweizer Faschist" behauptet trotz des bereits gegenüber einer früberen Meldung gebrachten Dementis aus dem Bundesnaus, daß sich rund 300 Schwei zer Offiziere, Unterofsiziere und Flieger für Abessinien batten anwerven lassen. Hierzu wird im Bundeshaus nochmals betont, daß vier kein rinnger Schweizer ein Gesuch um Bewilligung des Eintritts in fremde Militärdienste eingerelc have, was die Voraussetzung für eine Reise nach Avessinien sei. Laut schweizerischem Militärstrafgesetzbuch sei nicht nur Schweizer Militärpersonen, sondern überhaupt allen Schweizer Bürgern ein derartiger Eintritt in fremde Heere vervoten. Der Zuwiderhandeinde mache sich der„Zchwächnng der Wehrtraft“ schuldig und werde mit Gefängnis bestraft. Die abessinische Regierung hat sich auf Grund ernes Schreibens der internationalen NottrenzTraanisation, die Abessinien den Beitritt nanegeleat hatte, bereit erklärt, jetzt die Genser Notsreu;-Konvention vom Jahre 1029 anzunehmen. Nunmeyr sieht einer Oraanisation der Roikienzilfe in Avessinien nichts mehr im Wege. Griechische Frachtdampfer als Truppenund Munitionstransportschiffe für Italien Athen, 19. Juli. In Piräus befindet sich gegenwärtig eine italienische Kommission, die griechische Fracht= und Personendampfer für militärische Zwecke auftauft. Bisher wurden 10 Frachtdampfer gekauft, die als Truppen= und Munitionstransportschiffe verwendet werden sollen. Die italienische Kommission hat u. a. auch den griechischen Ozeandampfer„Etison“ aufgekauft und vervandelt zurzeit noch wegen des Aufkaufes von zwei anderen großen Ueberseedampfern, für die jedoch die griechische Regierg die Genehm aung zu erteilen hat. Mandat nicht unmöguch? unterscheidet zwischen italienisaeen und anderen Mændaten. Addas Abeva, 19. Juli. Der Kaiser versicherte ernent, daß im Falle eines Krieges Aus lander im Lande verbleiven könnten, da er für ihre Zicherheit garantiere und in dieser Richtung alle Vorsorge getroffen have. Der abessinische Außenminister erklärte, in der Parlamentsrede des Kaisers sei nicht zum Aus druck gekommen, daß außer der Ablehnung eines lialienisaen wandais uvernaupt jedes Manbai einer fremden Macht abgelehnt werde Italien unnachgiebig Ausbildung der Jahrgänge 1., 16, 17. Nom, 19. Juli. In die militärischen Vorbe reitungsmaßnahmen Italiens ist nunmehr auch die italienische Jugend eingevezogen worden Die Jahrgänge 1915, 1916 und 1917 sollen noch im Laufe dieses Jahres eine straffe militarische Aus bildung erhalten, wafür 40000 Instrukteure auf gevoten wurden. Man berechnet die Zahl der zu erfassenden Iugendlichen auf eine valve Miltion, Die Ausbildung erstreckt sich auch auf die Geviete der Luftsayrt und Marine. Indessen will man in Rom nichts von dem die Stadt Kurzschluß erhielt und mehrere Stunin der Auslandspresse soviel erorterten„freund= den im Tunkel lag. Während dieser Zeit wurchaftlichen Schritt“ Englands wissen, Italien den den regierungsfeindliche Flugblätter verteilt. Ratstagung oder den Besuch Litwinows in Rom ins Bild gesetzt worden zu sein. Die Nachricht, daß Abessinien der RotenKreuz=Organisation beitreten will, stößt bier auf eine energische Ablehnung. Japan neutral! Tokio, 19. Juli. Der Minister des Auswärtiaen Hirota empfing heute den italienischen Botschafter zu einer Aussprache, in deren Ver lauf er die Haltung Japans im ttalienisch=abessinischen Streitfall klarstente: Japan siehe beiden Staaten absolut neutra! gegenüber. Die italienische Verlautbarung siene Japans Haltung unrichtig dar. Der japanische Botschafter in Rom habe teinen Auftrag gehabi, eine Erklärung in der bekannten Form abzu geven, da Japan die Entwicktung noch nicht über sehen könne. Die italienische Darstellung sei un rictia. Japan werde die weitern Vorgänge auf merksam verfolgen, da es evenso wie England und Frankreich an der italienisch avessinischen Frage insofern politisch intereisiert sei, weil sich Rückwirkungen in wirtschaftlicher Hinsicht auc für Japan ergeben konnten. Die japanische Presse spricht von einer ernsten Verstimmung über das italienische Communique und rechnet mit einem Botschafterwechsel in Rom. Kundgebungen in paris Auswirkung der Notverordnungen/ 20 000 demonstrierten/ Keine dem Opernplatz versammeln wollten, auf 400 geschätzt. Inzwischen ist der Zustrom avgeftant: der Verkehr in der Innenstadt wurde zwischen 20 und 21 Uhr wiederbergestelt. Zu scharfen Regierung Stellung zu nehmen. Der Ausschuß Zusammenstößen ist es nict gekommen. Immetbin hat die Polizei eine größere Menge von Demonstranten, die sich ihren Weisungen widersetzten, auf eiwa 15 Lastkraftwagen abtransportiert. vat beschlossen, alle sozialistischen und kommunistischen Organisationen und sonstigen Linksgruppen und Gewerkschaftsverbände zu einem gemeinsamen Vorgeven gegen die Notverordnun gen zusammenzuführen. Die Stadträte sollen aufgefordert werden, Protestkundgebungen gegen die Verordnungen zu organisieren. Der Generalrat der Seine und die General raie der Provinz sollen nach dem Willen des Ausschusses evenfalls einberufen werden, um die Rückwirkungen der Verordnungen auf die Gemeindefinanzen zu prüfen und um die Abwehr zu organisieren. Die Postbeamten und Angestellten sind in einer großen Versammlung aufgefordert worden, richtet werden. die Entschließung ihrer verantwortlichen Organisationsleiter abzuwarten. Die Pariser Innenstadt um das Opernviertel vot am Freitagabend ein ungewohntes Bild. Zur Vernütung vervotener Straßentundgebungen bat die Polizei mit Unterstützung der republikanischen Garde zu Pferde und zu Fuß und von Militar den Operplatz in 500 m Umkreis abgesperrt und den Verkeyr umgeleitet. Die meisten Geschafte des abgeriegetten Viertels baben ge schlossen und die eisernen Rolläden berunterge lassen. Eine ziemlich große Menschenmenge bat sich in der Nähe angesammelt und harrt der Dinae, die da kommen sollen. Kleine Gruppen durchziehen die Straßen und singen die Internationale. Der Sicherungsdienst halt sich ziemlich zurück. Bis 20 Uhr werden in Paris keinerlei Zwischenfalle gemeldet. Die Polizet beschräntte sich darauf, den Vertehr aufrechtzuerhalten, der in der Umgebung der abgesperrten Straßenzüge hier und da von mehr oder weniger großen (ruppen aufgebalten wird. Allenthalben bort man Sprechchöre ausrufen:„Laval Demission! Taladier an die Macht! Unsere Lenne— Löhne - Lönne!" Zwischendurch erklingt die Inter nationale, die von einem Teil der Kundgeber nit dem kommunistischen Gruß beantworiet wird. Die Hüter der Ordnung können jedoch onne Mübe jede Ansammlung zerstreuen und die umrinaten Antobusse und K aftwagen wieder freimachen. Die Polizei wird m wesentlichen mit dem Ruf begrüßt:„Poli stey uns bei!“ Im großen und ganzen spi sich die Kund gebung, abgesehen von gron Geschrei, harm los av, da an ihr nur Linkslager beteiligt ist und folglich zu Zuse emenstößen mit Andersaesinnten kein Gelegenneit geboten ist. Von der lizei wird die Zahl der Demonstranten, die ich zwischen 18 und 20 Uhr auf Die britischen Frontkhämpfer bei Rudolf Heß Berlin, 19. Juli. Am Freitagnachmittag folgten die britischen Fronttämpfer Major Fetherstone=Godley, Croßfield, Colonel Murray und Sergeant Major Clive einer Einladung des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß. die kliniiche Abteilung für Sport= und Arbeits schäden der Heilanstalt Hobentycen zu besichtiaen und dort die Methoden tennen zu lernen, mit denen durch Arbeits= und Sportschäden Verletzte und Körperbehinderte körperlich wieder hergestellt und für ihren Beruf seelisch wieder vorvercitet werden. In der Heilanstalt befindet sich auch eine aroßere Anzahl von kriegsverletzten Soldaten, die hier nach den neuen Methoden von Dr. Geb bardt behandelt und auf diese Weise für ihre entsprechenden Berufe wieder tauglien gemacht werden. Nach der 1½stündigen Besichngung des aroßen nationalsozialisiischen medizinischen Lagers jolgte eine Motorvootfahrt auf den mar lischen Zeen, an der auch der Stellvertreter des Führers teitnabm. Am Donnerstag nahmen die enatiichen Fronttämpser gemeinsam mit dem ciwetricasopierführer Overlindober, dem Führer des Antinanservundes, Overst a. D. Reinbard und Vertretern des N2.=Deutschen Fronttampfervundes an einem Nameradschaftsabend der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung im Lehrer Vereinshaus am Aleranderplat in Berlin tci. Die Vertreter der Britiih Leaion wurden von den alten deutschen Fronttampfern und den Hinterbliebenen mit verzlichem Beifall empfangen. Vor dem Kameradschaftsabend der N2NCV. waren die enalischen Delegierten Gaite des Bundesleiters des N2-Tentichen Fronttampferbundes, Arbeitsminister Seidte. Auch an dieser Ver anstaltung nahmen die Führer der deutschen Frontkämpfervervande teil. Unter den anweienden Kameraden und Landesführern des N2Deutichen Frontkampfervundes befand sich auch General a. D. von Lettow=Vorbeck. Neue Fliegerschulen in Frankreich Paris, 19. Juli. Luftfahriminister General Denain hat die Schaffung einer Fallschirmschule, einer Schule für Geschwindigkeitsslug und einer Schule für Höhenflug beschlossen, die im Sommer eroffnet werden sollen. Die beiden erstgenannten abordnung hat am Freitaaavend Berlin verla werden auf dem Fluaplatz Istres, die letztgenannte vorläufig auf dem von Le Bouract erAbreise der englischen Frontkämpfer aus Berlin Berlin, 19 Juli. Die englische Frontkampferen. 2ic besuchen. wird wie bekannt, zunachst Munchen Frau Hanau gestorben Paris, 19. Juli. Die ehemalige Direktion der „Gazetia du Franc“ und jetzige Herausgeverin der Finanzzeitschrift„Forces", Frau Marie Hanau, ist im Frauengefängnis von Fesnes nach langerer Krankheit gestorven. Frau Hanau hatte in den letzten Jahren eine Reihe aufsebenerregender Prozesse geführt und sich trotz aller gegen sie gerichteten Beschuldigun gen weder in ihrem Kampf gegen die Geriche, noch in ihren geschäftlichen Unternehmungen ent mutigen lassen. Sie war eine zeitlang das Tagesgespräch von Paris, als sie aus einem Krantenhaus, in dem sie polizeilich überwacht wurde, nächtlicherweise zu entweichen verstand und von einem kleinen Kaffee=Haus persönlich die Polizei telephonisch von dem Vorgefallenen in Kenninis setzte. Später wurde Frau Hanau, nachdem sie wegen vetrügerischen Bankerotts zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden war, sich aber nicht freiwillig zur Abbüßung der Strafe meldete, festgenommen. Sämtliche Antrage ihrer Verteidiger, sie vorläufig auf freien Fuß zu setzen, damit sie ihre durch einen schweren Kraftwagenunfall erschütterte Gesundheit wiederverstellen könnte, blieben erfolglos. Selbstmord verübt! Die Vermutung bestätigt sich, daß Frau Marthe Hanau am 11. Juli einen Selbstmord versuch unternommen hat, über den erst jetzt nach inrem am Freitag erfolgten Tode eiwas bekannt wird. Frau Hanau hat am 11. Juli eine Dosis Veronal zu sich genommen. Der zuständige Polizeikommissar hatte sofort eine Untersuchung einaeleitet, aber die Staatsanwaltschaft war nicht von dem Vorfall unterrichtet worden. Bei einer Haussuchung wurden Wafsen und eine große Menge Munition gefunden. Der Angetlaate wurde zum Tode durch den Strang verurteilt. Der Oberbefehlshaber der englischen Reserveflotte tödlich verunglückt London, 19. Juti. Der Oberbesehlshaber der englischen Reserveslotie, Vizeadmiral Edwerz Astley=Ruspton, ist am Donnerstagavend bei einem Kraftwagenunfall tödlich verunglückt. Aus bisher unbekannter Ursache fuhr sein Kraft men der französischen Regierung würde nicht wagen, den er selbst lentte, auf dem Wege von in den belgischen Wirtschaftstreisen über die französische Kohlenpreissenkung Brüssel, 19. Juli. Die Kohlenpreissenkungsaktion der französischen Regierung hat in belgischen Wirtschaftskreisen Bestürzung hervorgerufen. Das Kohlenamt veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt, daß durch diese Maßnahme der französische Markt für die belgische Kohlenausfuhr stark eingeschränkt, wenn man ganz geschlossen würde. Die den belgischen Erporteuren aufgezwungene Preissenkuna würde eine katastrophale Auswirkung auf die Ausfuhr haben. Durch die Maßnahnur die belgische Kohlenindustrie, sondern die jesämte belgische Wirtschaft betroffen. Todesurteil gegen einen österreichischen Sozialdemokraten Wien, 19. Juli. Vor dem Schwurgericht von Nied hatte sich heute der Sozialdemotrat Otto Neist wegen des Verbrechens gegen das Spreng noffgesetz zu verantworten. Er hatte vor einigen Monaten einen Draht über die StartstromLondon nach Portsmonth gegen einen Baum und wurde völlig zerschmettert. Der Admirat war sofort tot.— Im Kriege war Astlen Aushton Kommandant des englischen Kreuzers Dorsetshire, das erste englische Kriegsschiff, das nach dem Kriege einen Besuch in Kiet ausführte. Dank des Bundeskanzler für die Beileidskundgebung der Reichsregierung Berlin, 19. Juli. Der österreichische Gesandte hat gestern im Auswärtigen Amt vorgesprochen und den Danf des Bundeskanzlers für die Bei leidskundgebung der Neichsreaierung, die der Gesandte von Papen üvermittelt batte, zum Ausdruck gebracht. Der Reichskriegsminister in Kassel Kafsel, 19. Juli. Der Reichskriegsmininer und Overbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloverst von Blomberg, traf am Freitagvormittag in Kassel ein, um Teile der dortigen Standortstruppe zu besichtigen. Nach eintägigem Besuch wird der Reichskriegeminister Kassel am Zame tag verlassen, um sich in das Fulda= und Wesertal zu begeben. Schultagung der deutschen Erzieherakademie München, 19. Juli. In München beaann am Freitag die Schultagung der deutschen Erzieherakademie. Tazu hatten sich solche Scharen deutscher Erzieher und Erzieherinnen aus allen Teilen Deutschlands eingefunden, daß sich der größte Saal der Münchener wochschule als zu klein erwies und eine Lautsprecherübertragung in den Lichthof notwendig wurde. Nach der Begrüßung durch den Tagungsleiter Lindemair betonte Ganamisleiter Josef Streicher, daß, wie die Erziehung überhaupt, so auch der Unterricht mehr und mehr vom neuen Geist durchwirkt werden mune. Taraus habe sich die Forderung der Neuformung des deutschen Bildungsgutes ergeben. Die erste Fragestellung heiße nicht Einze mensch und Wirklichkeit, sondern Volk und Staat. Volk und Staat und Einzelmensch gediehen, wenn vor allem das kulturelle Leben im Sinne des Nationalsozialismus aufgerichtet werde. We wird das Welter? (Wetterbericht d Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim.) Vorhersage für Sonntag: Frische bis mäßige Winde zwischen Nordweit West. Nach Schauerbewöllung aufklarend. Tagestemperaturen 10—20 Grad. Nur geringe Niederschläge. Wahrscheinliche Weiterentwictung Winden westlicher Richtungen heiter und trocken, mit unveränderter Temperatur Weiter hin unbeständige Westwind Wetterlage. „An die Dunkelmänner unserer Zeit" auf den Inder gesetzt Rom, 19. Juli. Durch päpstliches Dekret ist leitung in Everschwang=Ried geworfen, wodurch die Schrift Alfred Rosenbergs„An die Duntelmänner unserer Zeit“ auf den Inder gesetzt worden. Der im Össervatore Romano veröffentlichte Erlaß enthält keinerlei Begründung. 1 Ar Prüfen Sie diese Zigarette und entscheiden Sie selbst, ob wir das Vertrauen verdienen, das uns die Salem-Raucher seit 50 Jahren entgegenbringen. .. . Staat und Kirche Der Briefwechsel Bischof von Münster und Oberpräsident von Westfalen Reden des Reichsleiters Rosenberg und Ministers des Innern Frick gaben kürzlich Kenntnis von einem Briefwechsel zwischen dem Bischof Clemens August von Münster und dem Oberpräsidenten der Provinz West falen, Freiherrn Ferdinand von Lüninck. Es ist dabei zu beachten, daß der Bischof, ein Graf Galen, und der Oberpräsident beide Angehörige des katholischen westfälischen Adels sind, die sich hier gegenüberstehen. Freiherr von Lüninck gilt als ebenso überzeugter Katholik wie sein Bruder Hermann, der bisherige Oberpräsident der Rheinprovinz und frühere rheinische Bauern führer. Die Nationalzeitung in Essen ist in der Lage, den Wortlaut der beiden Briefe zu veröffentlichen. Der Brief des Bischofs Nach Zeitungsmeldungen ist für Sonntag, den 7. Juli 1935, eine große Zusammenkunft der Amtswalter der NSDAP des Gaues Westfalen=Nord nach Münster einberusen. Im Zuge der Veranstaltungen ist auch eine Versammlung auf dem Hindenburgplatz geplant, bei welcher der Reichsleiter für weltanschauliche Schulung Alfred Rosenbera eine Ansprache halten soll. Ich erlaube mir, darauf aufmerksam zu machen, daß die Ankündigung dieses Planes in der christlichen und besonders in der katholischen Bevölkerung der Stadt Münster und des Münsterlandes bereits starkes Befremden erregt hat und daß die Ausführung desselben unfehlbar eine lebhafte Beunruhigung hervorrufen müßte. Es ist bekannt, daß Alfred Rosenberg nach eignem Zugestandnis in seinen Schriften Ansichten vertritt, welche„sich unmöglich mit den bisherigen offiziellen(christlichen) Bekenntnissen vereinigen" lassen; daß er diese Ansichten mit einer für Andersdenkende aufreizenden Leidenschaftlichkeit vertritt, daß er besonders die katholische Kirche, das Papsttum, die christliche Vergangenheit unseres Volkes mit Schmähungen überhäuft, wie sie bieher nur in den Schriften liberaler und sozialistischer sogenannter Freidenker zu finden waren und welche nachweislich zum größten Feil auch aus diesen trüben Quellen geschöpft sind. Durch die Empfehlung und Verbreitung dieser Schriften von seiten interessierter Kreise ist Alfred Rosenberg vor der Oeffentlichkeit so gekennzeichnet, daß die Bevölkerung in ihm bei seinem Auftreten in Münster nicht den„Reichsleiter für weltanschauliche Schulung", sondern vielmehr den fanatischen Bekämpfer des Christentums sehen wird. Voraussichtlich wird eine Minorität verführter und verhetzter Anhänger des Neuheidentums sein Erscheinen begrüßen und zu christentumsfeindlichen Demonstrationen benutzen. Ganz sicher aber wird die überwiegend christliche Bevölkerung beider Konfessionen das Auftreten Rosenbergs in Mehr Flugabwehrgeschütze Die englische Flotte soll gesichert werden London, 19. Juli. Wie„Daily Telegraph“ von amtlicher Seite erfährt, ist die britische Kriegsmarine im Begriff, ihre Luftabwehrausrüstung zunächst zu verdoppeln, um sie später zu vervierfachen. Damit sei stillschweigend anerkannt, daß ein Angriff aus der Luft auch Kriegsschiffen gefährlich werden könne. Mit dem Fortschritt der Flugwissenschaft werde die Wirksamkeit solcher Angriffe noch furchtharer werden. uch die neuesten Schlachtschiffe und Kreujer waren bisher nur mit 4 Abwehrgeschützen, Kaliber 10 Zentimeter, ausgerüstet. Die Schlachtschiffe„Nelson“ und „Rodney“ haben schon 6 Geschütze von größerem Kaliber. Direkt aber werden die Schlachtschiffe„Warstip“,„Malaya", die gegenwärtig einer Verbesserung unterzogen werden, mit 8 Luftabwehrgeschützen von großer Tragweite ausgerüstet, deren Feuer einheitlich geleitet sein wird, auch das Kaliber wird vermutlich heraufgesetzt. Diese Schiffe werden daher imstande sein, 80—100 Brisanzgranaten in der Minute auf ein Ziel in der Luft abzufeuern. Von den Schlachtschiffen, die 1937 auf Stapel gelegt würden, werden alle mit 16 Luftabwehrgeschützen, sowie zahlreichen Maschinengewehren ausgestattet. Neue französische Marineflugzeuge Der französische Kriegsmarineminister Pietri hat den Luftfahrtminister aufgefordert, für Rechnung der Kriegsmarineluftfahrt drei Marineflugzeuge von je 7 Tonnen in Auftrag zu geben, die die berwachung der afrikanischen iste auf große Flugentfernungen sichern n. Diese Flugzeuge sollen mit einer ndengeschwindigkeit von 200 Kilometer 30 Stunden lana in der Luft en können, ohne wassern zu müssen. vor Fertigstellung dieser aus drei groMarineflugbooten bestehenden fliegenden ion werden die schon im vergangenen in Auftrag gegebenen Marineflugzeuge Dienst gestellt werden, die dem„Kreuz des Südens“ nachgebildet sind. Münster als eine aufreizende Provokation und als eine Verhöhnung ihrer heiligsten und berechtigsten religiösen Ueberzeugung von seiten der dafür verantwortlichen Stellen empfinden, zumal da es am Vorabend der althergebrachten sogenannten„Großen Pro zession“ des feierlichsten öffentlichen Bekenntnisses der katholischen Bevölkerung Münsters zum ererbten christlichen Glauben gar nicht anders gedeutet werden kann. Nach den beschämenden öffentlichen An feindungen des Christentums an den Aben den des 16. und 25. Mai in Münster und der dadurch hervorgerufenen Gegenwirkung und Spannung kann ich die Befürchtung nicht von der Hand weisen, daß ein öffentliches Auftreten Rosenbergs am 7. Juli zu tiefgreifender Bennruhigung und vielleicht zu verbäng nisvollen Zusammenstoßen in Münster führen wird. Ich fühle mich verpflichtet, schon jetzt darauf aufmerksam zu machen und um des Friedens willen den Antrag zu stellen, daß ein Auftreten Rosenbergs in Münster in absehbarer Zeit von der zuständigen Regierungsstelle verhindert wird. Ich bitte ergebenst, mir bis spätestens Mitte Juni Mitteilung zu machen, ob diesem Antrag stattgegeben ist, da ich im Falle seiner Ablehnung dann ernstlich erwägen müßte, ob ich nicht meinerseits in einem Erlaß die katholische Bevölkerung zu ruhiger Hinnahme dieser Provokation öffentlich auffordern müßte. Ich bin freilich zweifelhaft, ob diese Maßnahme vollen Erfolg haben würde. gez. Clemens August. Die Antwort des Oberpräsidenten Ich habe von der Anregung in Ihrem Schreiben vom 28. Mai 1935— G.=Nr. 3197 — Kenntnis genommen, ein Auftreten des Reichsleiters der N3DAP, Alfred Rosenberg, in Münster aus Anlaß des Gauparteitags am 7. Juli 1935 und überhaupt in absehbarer Zeit zu verhindern, weil sonst eine Beunruhigung eines großen Teiles der evan gelischen und katholischen Bevölkerung oder gar Zusammenstöße zu befürchten seien. Im Gegensatz zu Ihnen beurteile ich die Lage wesentlich anders: Eine Beunrubigung oder Zusammenstöße, die das Einschreiten der Polizei erforderlich machen könnten, halte ich nur dann nicht für ausgeschlossen, wenn systematisch gegen das angekündigte Auftreten Rosenbergs gehetztwird. Ich darf aber wohl annehmen, daß die katholische Geistlichkeit und alle der katholischen Kirche nahestehenden Kreise allen etwa auftauchenden Versuchen, Unrube zu schaffen und das Auftreten Rosenbergs als Provokation zu bezeichnen, entgegentreten werden. Rosenberg hat wiederholt, zuletzt aus Anlaß des Gauparteitags in Erfurt am 1. Juni 1935— wie ich aus der Presse ersehen habe—, darauf hingewiesen, daß der Führer es ausdrücklich abgelehnt hat, auf dem Umweg über eine politische Partei eiwa eine religiöse Reformation durchzuführen, und daß jeder politische Führer die religiöse Ueberzeugung des Volkes zu achten habe. Unter diesen Umständen halte ich auch die von Ihnen befürchteten christentumsseind lichen Demonstrationen aus Anlaß des Gauparteitags und der vorgesehenen weltanschaulichen Ansprache Rosenbergs für ausgeschlossen, muß auch der Ansicht, das Auftreten Rosenbergs bedeute eine aufreizende Provo kation, entschieden entgegentreten und sehe keine Veranlassung, Ihrer Anregung zu entsprechen. Bei der vom Staat und der N3DAP mit Recht geübten Anerkennung der religiösen Gewissensfreiheit würde ich es übrigens nicht für richtig halten, grundsätzlich jede geistige Auseinandersetzung zwischen dem Christentum bezw. den christlichen Konfessionen und anderen religiösen Strömungen von Staats wegen zu unterdrücken. gez. Freiherr von Lüninck. als oberste Beschwerdeinstanz in einer An gelegenheit der freiwilligen Gerichtsbarkeit getroffen hat. Das Oberlandesgericht hatte als Aufsichtsbehörde einer Stiftung zur Forderung der inneren Kolonisation ein nichtarisches Vorstandsmitglied der Stiftung seines Amtesenthoben. Gegen diesen Beschluß haben der Vorstand der Stif tung und der Enthobene Beschwerde eingelegt und geltend gemacht, der Aufsichtsbehörde siehe nicht die Befugnis zu, ein Vorstandsmitglied zu entlassen. Die Entlassung stelle einen ungesetzlichen Eingriff in einen privat wirtschaftlichen Betrieb dar. Sie sei auch sachlich ungerechtfertigt. Der Reichsminister der Justiz hat die Beschwerde als unbegründet zurückgewiesen. In der Entscheidung wird ausgeführt: Als staatliche Aufsichtsbehörde habe das Oberlandesgericht bei der Beaufsichtigung der Stiftung die öffentlichen Interessen zu wahren. Hierzu sei aber die Enthebung der nichtarischen Vorstandsmitglieder der Stiftung notwendig. iDe Suftung bezwecke die Forderung der inneren Kolonisation durch Schaffung und langfristige Verpachtung kleie nerer landwirtschaftlicher Betriebe. Ihre Ziele lägen auf einem Gebiet, das von nationalsozialistischen Grundsätzen und Gedanken aufs stärkste erfaßt sei. Diesen müsse, da andernfalls die staatlichen Interessen gefährdet würden, auch bei der Stiftung voll und rückhaltlos Geltung nerschafft werden, namentlich auch, soweit sie Fragen der Rasse berührten. Hierfür bestehe aber nicht die Gewähr, wenn in dem Vorstand der Stiftung ein Nichtarier mitwirke. Todesstrafe beantragt Kontinente wandern Für den Morder des Arbeitsdienstmanns Koch Siegen, 20. Juli. Im Prozeß gegen den Mörder des Ar beitsdienstmannes Ernst Koch aus Bochum, den 68jährigen Invaliden Peter Safse aus Kirchhundem, beantragte der Ober staatsanwalt Dr. Matthes nach zweistündigem Plädover gegen den Angeklagten Sasse wegen Mordes die Todesstrafe und Ehrverlust auf 10 Jahre. In seiner großangelegten Rede beleuchtete der Staatsanwalt noch einmal eingehend die politischen Hintergründe der Bluttat und den unheilvollen Einfluß des politisierenden Nikars Rupieper, der den Nährboden für die Untat geschaffen habe. Der Angeklagte habe nicht den ihm unbekannten Arbeitsdienstmann Ernst Koch, sondern den Träger der Uniform des NS-Arbeitsdienstes erschossen. Er habe sich damit außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt und eine Tat begangen, die nur mit dem Tode- gesühnt werden könne. Belfast vor dem Unterhaus Die irischen konfessionellen Unruhen London, 20. Juli. Die schweren blutigen Zusammenstoße zwischen protestantischen Orangisten und ka tholischen Nationalisten in Belfast wurden am Freitag vom Oppositionsführer Lansbury im Unterhaus zur Sprache gebracht. Auf die Fragen Lansburns über das Ausmaß der Unruhen erwiderte der Innenminister Sir John Simon, es-handele sich zwar um eine Angelegenheit, die nur die nordirische Regierung angehe, er könne aber mitteilen, daß sich die Lage gebessert habe. Eine Frau und sechs Männer seien getötet und 95 Personen ver letzt worden. Lansbury wies dann darauf hin, daß konsessior elle Unruhen nicht nur in Nordirlan sondern auch in anderen Teilen des e glischen Königsreiches vorgekommen seier. Er schlug eine Zusammen kunft zwischen dem englischen Ministerpräsidenten Baldwin und den Häuptern der englischen Kirche vor, um die Lage zu besprechen und eine ernstere Verwicklung zu verhindern Der nordirische Ministerpräsident Lord Craigavon ist inzwischen in London ein getroffen und hatte am Freitag eine Bespre chung mit dem Ministerpräsidenten Baldwin und dem Innenminister Sir John Simon. Nichtarische scheiden aus Bedeutsame Entscheidung des Reichs ministers der Justiz Berlin, 20. Juli. In der neuesten Nummer der Deutschen Justiz teilt Oberregierungsrat Dr. Boerner eine grundsätzlich bedeutsame Entscheidung mit, die der Reichsminister der Justiz Bedeuksame Tagung Internationale Strafrechts= und Gefängnis longreß Berlin, 20. Juli. Vom 18. bis 21. August ds. Is. wird auf Einladung der Reichsregierung in Ber lin der 11. Internationale Strafrechtsund Gefängniskongreß stattfinden. Der Kongreß wird veranstaltet von der Internationalen Strafrechts= und Gefängnis kommission in Bern. Die Kommission besteht seit 60 Jahren. Ihr gehören jetzt etwa 30 Staaten an, darunter Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, die skandinavischen Staaten, Oesterreich, Belgien, Holland, die Vereinigten Staaten, Argentinien, Chile, Japan. Das Prasidium der Kommission wird zur Zeit von Deutschland, und zwar vom Präsidenten des Reichsgerich tes, Dr. Bumke, geführt. Die Kommission ist vom Völkerbund unabhängig. Ihre Arbeiten leistet ein ständiges Büro in Bern, dessen Generalsekretär der holländische Professor Dr. Simon von der Aa ist. Auf dem kommenden Kongreß werden im Mittelpunkt der Erörterungen Fragen der Gesetzgebung und Verwaltung auf den Gebieten des Strafrechtes und des Strafvollzugs stehen. 27. Amerika rúckt westwárta Ter amerilanische Nontinent bewegt sich dauernd in westlicher Richtung und Asien vendelt zwischen Ost und West hin und her. Tas ut nicht etwa bildhaft gemeint, um etma lulturelle oder politische Strömungen zu sennzeichnen. Pater Lejay, der Direktor der Kesuiten Sternwarte von Zicawei bei Schanghai, meint das durchaus im geophysikalischen Sinne, und er hat dieser Tage erklärt, daß seine Beobachtungen und Forschungen den untrüglichen Beweis für diese Bewegung der Kontinente ergeben hätten. Er wird auf dem Kongreß der Internationalen Astronomischen Union in Paris weitere Mitteilungen darüber wachen. Uebrigens ist die Behauptung von der Westbewegung des amerikanischen Kontinents schon vom deutschen Geographen Wegener aufgestellt worden. Er folgerte sie aus der Tatsache, daß daInnere des Erdballs eine flüssige Masse im Schmelzzustande darstellt. Pater Lejay hat aber nun in seinen Längengradmessungen, auf die das Observatorium von Zicawei sich seit Jahren spezialisiert hat, die exakten Beweise dafür geliefert, daß Wegeners Vermutung richtig ist. Durch die gleichen Beobachtungen stellte er auch sest, daß der afiatische Kontinent innerhalb einer Entfernungsspanne von 30 Metern und Zeitraum von einem Monat hin und her pendelt. Das mit Asien kann man sich schließlich noch gefallen lassen, obwohl wir in Europa, sozusagen als Anhängsel des riefigen asiatischen Festlandkomplexes, dabei offenbar mit hin und her geschoben werden. Aber es liect doch noch eine gewisse konservative Gesinnung in diesem Bewegungsrhuthmus. Wir schmimmen nicht auf Nimmerwiedersehen in einer Nichtung ab. Das aber tut Amerika. Leiber hat Pater Lejan nicht verraten, welche Strecke es auf seiner Reise gen Westen alljährlich zurücklegt. Viel oder wenig, es wird jedes Jahr ein bischen mehr, und wenn das so weiter geht, dann wird der Atlantik, dieser „Teich“, den wir heute mit dem Schnelldampfer in knapp fünf Tagen, mit dem Zeppelin in zwei Tagen überqueren, sich erheblich ausweiten. Was aber schlimmer ist, auf der anderen Seite rückt Amerika Asien, rücken die Vereinigten Staaten Japan immer naher. Sie beäugen sich jetzt schon gegenseitig höchst mißtrauisch. Sie halten Flottenmanöver im Stillen Ozean ab und an beiden Küsten dieses seinem Auf nach höchst friedlichen Gewässers ist man im Grunde überzeugt, daß die Schiffegeschüre, wenn sie einmal losgehen, das in einem Kriege zwischen USA und Japan tun werden. Was soll nun werden, wenn die amerilanische Westkuste eines Tages in Sicht der japanischen Inseln austaucht? Es ist garnicht auszudenken, was das für eine Weltketa strophe gibt. Pater Lesan ist ein stiller Gelehrter, der hinter seinen Teleskopen und astronoschen Tabellen offenbar nicht ahnt, welches Unheil er der Welt verkündet hat. Der einzige Trost für uns ist. daß solche geophysikalischen Vorgänge sich erfahrungsgemaß erst in unendlich langen astronomischen Zeitraumen vollziehen. Also mag unserthalben Amerika westwarts segeln. Dat Cebaiter derfois / sausende meiner Dolbsgenossen, wieder in Arbeit! Samstag, 20. Juli 1935 Dritte Beilage Nummer 167 Von Alarich bis Zieten Wuppertaler Straßen=Namen X. Die Askanier Ein deutsches Fürstenhaus. Die Askanierstraße in Barmen(früher Felsenstraße) ist benannt nach dem deutschen Fürstenhaus der Askanier, das im 12. Jahr hundert durch Albrecht den Bären zu großen Ansehen kam. Bis 1319 regierte es in der Mark Brandenburg, bis 1123 in Kursachen bis 1000 in Lauenburg und bis 1918 in Anhalt. In der preußisch-deutichen Geschichte nimmt das Geschlecht der Askanier einen hervorragenden Platz ein. Mancherlei Besitzkämpfe spielten sich in früben Jahrhunderten in Brandenburg ab. Ursprünglich war das Land von den germanischen Semnonen bewohnt. Nac der Völkerwanderung drang der slawische Stamm der Wenden in die Provinz ein und besetzte sie. Schon Karl der Große und Heinrich der I. hatten gegen die Wenden hart zu kämpfen, ohne sie yöllig zu unterwerfen. Erst unter Otto l. wurden sie durch den Markgrafen Gero für eine Zeitlang bezwungen, sodn in Ruhe an die Errichtung der Nordmark g. gangen werden konnte. Hierbei entstanden auch die Bistümer Havelberg und Branden burg. Im Jahre 983 erhoben sich die Wenden zu einem gewaltigen Aufstand gegen ihre Beherrscher, sodaß das Land östlich der Eibe dem Christentum und dem deutschen Einflutz wieder verloren ging. Deutsch blieb nur die Nordmark, die man auch Altmark nennt. Die endgültige Unterwerfung des Landes begann erst mit dem Auftreten des Askaniers Albrecht der Bär. Er eroberte die Prignitz und die westliche Mittelmark und besiedelte das Land mit Westfalen und Niederländern. 1111 nannte sich Albrecht Markgraf von Brandenburg. So blieb die Provinz bis 1320 unter der Herrschaft der Askanier, die in den Jahrbunderten ihrer Zeit auf allen Gebieten veredelnd auf das Land eingewirkt haben. Die Askanier waren ein wackeres weichlecht. In vielen und harten Kämpfen arbeiteten ne sich empor um ihren Besitz zu erweitern. Vor allem lag ihnen die Verdeutschung Brandenburgs am Herzen. Ackerbau und Viehzucht erfuhren beste Förderung. Ueberall berrichten Ordnung. Sicherbeit und friedlicher, reger Verkehr. Aber als mit dem Tode Heinrich von Landsbergs der brandenburgische Zweig der Askanier ausstarb, war es mit der Hert lichkeit der Provinz vorbei. Schlechte Zeiten zogen herauf, als die Wittelsbacher ihr Reaiment antraten. Brandenburg blühte erit wieder auf, als Karl IV., ein Fürst aus dem Hanse Luxemburg, 1373 Kurfürst von Brandenourg wurde. Albrecht Prinz von Preußen. Prinz Albrecht, der vierte Sohn Friedrich Wilhelms I., nach dem die Albrechtstraße in Elberfeld bezeichnet ist, wurde am 4. Oltover 1809 in Königsberg geboren. Er starb am 11. Oktober 1872 in Berlin. In der Geschichte der alten deutschen Armee taucht er zum ersten Mal auf als Kavallerieoffizier. Seine Laufbahn führte ihn bis zum General=Oberst. Im Feldzug von 1866 befehligte er das Kavalleriekorps der Ersten Armee. Den Krieg von 1870.71 machte er als Führer der 4. Kavalleriedivision mit. Hervorragend beteiligt war er an den Kämpfen gegen die Loirearmee. Turc, die Kapitulation von Sedan glaubten sich die Deutschen in ihrem Sieg zu sicher. Der alte König Wilbelm I. war wohl der einzige, der die Niederlage der Franzosen nicht als end gültig ansah. Nach der Schlacht von Sedan sagte er zu seinen Offizieren, die im Jubel fast untergingen:„Warten Sie nur ab, meine hatten, Paris zu befreien. Nach Ueberwindung verren, der Krieg fängt jetzt erst an“. Tat= vieler, schwerer Hindernisse wurden die franrichlich wurde die Lage immer kritischer. Die zösischen Heere doch vernichtend geschlagen. Bei Franzosen hatten Zeit gefunden, ihre Armee Beaune la Rolande scheiterte der Vorstoß der aufzufrischen. Ganz plötzlich traten von allen ersten Loirearmee, während bei le Mans die Seiten neue Kräfte auf, die nur das eine Ziel zweite Loirearmee niedergekämpft wurde. Der japanische Glückskarpfen im Deutschland=Lager. Bei einem Besuch des Deutschland=Lagers Kuhlmühle bei Rheinsberg übergab der Berliner sapanische Botschafter ars Geschenk der Jugend seines Landes einen Glückskarpfen. Es ist ein ballonartiges Gebilde, das— wie eine Fahne aufgehängt— durch den Wind gestrafft wird. (Bekanntlich gilt in Japan der Karpfen als Sinnvild der Weisheit und seine Nachbildung als glückbringendes Symbol.)(Scherls Bilderdienst, M.) Alemannen Ein germanischer Volksstamm. Tie Alemannen sind aus dem germanischen Stamm der Semnonen bervorgegangen. Im Jahre 213 finden wir sie am oberen Main setzhaft. Als um die Mitte des dritten Jahrhunderts das römische Reich sich aufzulösen drobte, traten neben anderen germanischen Stämmen auch die Alemannen auf. Sie drangen über den Limes(Grenzwall, den Kaiser Tiberins in Verfolg seiner Verteidigungspolitik gegen die Germanen um das Jahr 100 von Neuwied bis Regensburg errichgi ließ) nach Gallien und Oberitalien vor. Seit 28 wurde das Reich von römischen Kaisern gerettet. Dennoch hörten die Kämpfe nicht auf. 357 besiegte Julian die Alemannen bei Straßburg und warf sie zurück. Ihr stärkster Gegner war der römische Feldherr und Staatsmann Aetius, dessen Tod 454 ihnen das Zeichen gav, von neuem vorzudringen. Der Vorstoß gelang ihnen, sodaß sie sich ziemlich ohne Schwierigkeiten bis zu den Vogesen ausdehnen sonnten. Aber dann wurden sie ein Opfer der icksichtslpien Eroberungspolitik des Frankenkönigs Chlodwig, der um 500 die nördlichen Gaue unterwarf. Die anderen Teile des Alemannenreiches stellten sich unter den Schutz des Ostgotenkönigs Theodorich. Durch den Zusamenbruch des Ostaotenreiches im Jahre kamen die Alemannen ganz unter frankische Herrschaft. Alsen Fruher preußtsche, heute dänische Insel im Kleinen Belt. Durch die Straßenumbennung ist die Alsenstraße in Barmen in Thorner Straße umgetauft worden, die Alienstraße in Elberfeld ist geblieben.„Alsen“ ist eine Insel im Kleinen Belt, die bis 1919 in preußischem Besitz war und heute unter dänischer Hoheit steht. Sie nimmt einen Flächenraum von 320 gkm ein, bei einer Länge von 30 km und einer Breite von 17 km. ist reich an Waldungen, fruchtbar und hat viele fischreiche Seen. Ihr höchster Punkt ist der 80 Meter hohe Hügeberg. Im Deutsch=Tänischen Krieg 1864 spielte diese Insel eine große Rolle. In verschiedenen Schlachten bezogen die Dänen große Niederlagen, sodas sie es schließlich vorzogen, sich in die Düppeler Schanzen zurückzuziehen. Wochenlang wurden die Schanzen beschossen. ohne daß es den Preußen gelang, dem Feinde beizukommen. Am 29. Juni endlich wurde die Insel durch General Herwarth von Bittenfeld erstürmt. Damals war es eine hervorragende technische Leistung, als die preußischen Truppen auf Pontons und Kähnen die Ueberfahrt zur Insel im Anschluß an die Erstürmung der Schanzen vollzogen. Preußen führte zur Erinnerung an das große Ringen das Alsenkreuz ein, das den Teilnehmern an der Eroberung als Ehrenkreuz verliehen wurde. Es bestand der Plan, Alsen=Sonderburg=Tüppel zu einer deutschen Kriegsfestung auszubauen, man entschied sich aber am Ende für Kiel. Durch das Friedensdiktat von Versailles fiel Alsen, wie eingangs erwähnt, an Tänemark. Alben „Elfen in der germanischen Methologie. Die Fichtenstraße in Ronsdorf heißt jetzt Albenstraße.„Alben“ heißt althochdeutsch Elfen“. In der germanischen Mythologie begegnen uns die Elfen als Mittelwesen zwischen Menschen und Göttern. In der Erde, im Wasser und in der Luft leben sie stets in größerer Gesellschaft als Verkörperung vieler Naturkräfte. Nach=der Mythologie sind sie dem Das beliebteste Buch Die Macht der Scheckbücher- Riesenschecks als Zahlungsmittel Vor einigen Monaten, als der Kaufver trag zwischen Japan und Rußland über die ostchinesische Bahn abgeschlossen worden war, überreichte der japanische Außen minister dem russischen Botschafter ein Blatt aus einem Buch. Es war ein sehr wertvolles Blatt, nämlich ein Scheck über 60 Millionen Den, herausgerissen aus einem Scheckheft. In Deutschland ist das Scheckbuch noch nicht so populär geworden wie in Amerika und England. Dort wurde es vor allem in Nachkriegsjahren ein wahres Zauber büchlein für alle Kreise, dessen Blätter sich durch wenige Schriftzeichen des Berufenen in Gold= oder Geldeswert verwandeln ließen. Hat der glückliche Besitzer eines solchen Buches Zahlungen zu leisten, so füllt er die betrefsende Summe auf einem Blatte aus, unterschreibt es, trennt das Blatt aus dem Buche heraus, übergibt es dem Glau biger und ist— vorausgesetzt natürlich, daß bei der Bank Deckung vorhanden ist— seiner Schuld leis g. In den angelsächsischen Ländern gilt auch heute noch das Scheck buch als das Buch das sicherlich weiter verbreitet ist als die Bibel. Welche riesigen Summen durch den Scheckverkehr umgesetzt werden, mögen einige Fälle dartun, die allerdings vor der Inflationszeit, als das Geld noch hochwertig war, liegen. So bezahlte das Schatz amt der Vereinigten Staaten von Nord imerika mit einem Scheck, der auf die Zumme von 8 Millionen Pfund Sterlina ulso 160 Millionen Goldmark, lautete. Und doch steht dieser Scheck mit der Riesenzahl nicht vereinzelt, ja nicht einmal an erster Stelle. Nach Beendigung des chinesisch japanischen Krieges bezahlte China den ersten falligen Betrag seiner Kriegsschuld an Japan mit einem Scheck, der auf 8 225 000 Pfund 1 Schilling lautete. Dieser Scheck war auf die Bank von England gezogen und im Betrage der höchste der bis dahin in der Geschichte des Instituts je honoriert worden ist. Drei Jahre später bezahlte China den Restbetrag seiner Kriegsschuld an Japan wiederum mit einem Scheck, der auf die Riesensumme von 1 008 857 Pfusd 16 Schilling, also weit über 220 Millionen Goldmark, lautete. Der höchste Betrag eines Privatschecks erreichte die Summe von 5338 650 Pfund, und zwar war dies der Kaufpreis, den die De=Beer=Minengesellschaft im Jahre 1889 für den Besitz an Diamantenfeldern der Kimberley=Central=Company in Südafrika zahlte, um der beide Gesellschaften schädigenden Konkurrenz ein Ende zu machen Weitere große Schecks, die von sich reden machten, waren die von dem Bankhaus J. P. Morgan in New York ausgestellten im Betrage von 4 620 000 und 4 781 751 Pfund, wovon der letzte Betrag die Restsumme darstellte, die Moraan an Carnegie für seinen Anteil an den Stahlwalzwerken auszahlte. Im Gegensatz zu diesen Menschen leiblich nicht gewachsen, darum scheuen sie ihn, obwohl sie ihm gefährlich werden können. Gefährlich sind die Schwarzelfen, kleine, häßliche Wesen, während die Lichtelfen, schöne, freundliche Wesen sind, zu denen auch die in Alpensagen erwähnten Wilden oder Seligen Fräulein gehören, die in den Bergschluchten wohnen und Hirten und Herden schützen. Sie treiben ängstlich ihr Dasein und nähren sich von der Milch der weidenden Kühe. Die Elfen sind auch sehr musikliebend. In mondhellen Nächten spielen sie an einsamen Plätzen zum Tanz auf. Bergtäler und Wiesengründe sind Lieblingsplätze. Wer zu Lebzeiten in freundlichen Beziehungen zu den Elfen gestanden hat, wird bei seinem Tode in ihren Bund aufgenommen. Daher werden die Elfen auch auf Kirchhöfen sehr oft angetroffen, wenn sie um die Seele Verstorbener werben und ihre verlockenden Melodien erklingen lassen. Annaberg Zur Erinnerung an die Erstürmung des Annabergs 1921. Im Kampf der Oberschlesier um ihr Deutschtum spielt der Annaberg, gelegen am Westende der Tarnowitzer Höhe, 385 Meter über dem Meeresspiegel, eine große Rolle. Oberschlesien hatte sich bis 1919 als Teil des gesamten Schlesien zu einer durch und durch deutschen Provinz entwickelt. Zurzeit der Hussitenkriege und des Dreißigjährigen Krieges (15. bis 17. Jahrhundert) war das Deutschtum sehr gedrückt worden. Die preußische Herrschaft brachte seit dem 18. Jahrhundert einen neuen Aufschwung, wirtschaftlich und politisch. Nach Beendigung des Krieges erhob Polen mit Unterstützung Frankreichs Ansprüche auf Oberschlesien, womit es auch Erfolg hatte. Bei der Abstimmung am 2. März 1921 ergab sich eine rund 60prozentige Mehrheit für Deutschland. Die damaligen politischen Ereignisse sind uns noch sehr bekannt, sodaß wir sie hier nicht aufzurollen brauchen. Jedenfalls bildete sich zur Abwehr eines polnischen Aufstandes ein Freiwilligenkorps, der„Oberschlesische Selbitschutz“, dem es unter Führung des Generals Hoefer gelang, einen Teil Oberschlesiens den Aufständischen für die Deutschen zu entreißen. Heißumstritten war hierbei der Annaberg, der nach hartem Kampf am 21. Mai von den Freikorpskämpfern erstürmt wurde. Auf Befehl der Interalliierten Kommission wurden dann beide Teile aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Die Uebergabe des Polen zugewiesenen Gebiets erfolgte bis Juli 1922. Anilin Bezeichnung für künstliche organische Farbstoffe. Anilin ist ein wichtiger Stoff in der organischen Chemie. Aminobenzol oder Phenylamin stellt eine aromatische Base dar mit dem chemischen Ausdruck CeHs: NHr, das heißt eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff. Schon 1826 wurde der Stoff bei der trockenen Destillation von Indigo gewonnen, später entdeckte man ihn auch im Steinkohlenteer und zwar als farblose. ölige Flüssigkeit mit dem spezifischen Gewicht von 1,038. Anilin ist giftig. Bei minus 8 Grad tritt Erstarrung ein. An der Luft wird es allmählich braun und verharzt schließlich. Mehr sei über Anilin nicht verraten, obgleich es das Ausgangsprodukt vieler wichtiger Farbstoffe ist. Da wir hier aber keine chemischen Lektionen erteilen wollen, erklären wir uns mit dieser kleinen Beschreibung zufrieden. Aus. wurde dem früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten, Cleveland, vom Schatzamt einst ein Scheck überreicht, der auf die Zumme von 1 Cent(4 Pfennige) lautete. Dieser Betrag war dem Präsidenten von seinem Gehalt zu wenig bezahlt worden. Der Irrtum wurde bei einer Revision der Bücher und Kassen entdeckt und dem Schatzmeister gemeldet. Dieser stellte nun, wie es seine Pflicht war, einen Scheck aus, lautend auf den Betrag von einem Cent und überreichte ihn feierlich dem Präsidenten. Zum Schluß mag hier noch ein Scheck erwähnt werden der kürzlich in einem der großen Londonee Bankhäuser von einer hübschen jungen Dame zur Zahlung präsentiert wurde. Er wies nämlich die Bank an, der„Schönsten der Schönen“ einen bestimmten Betrag auszuhändigen. „Wer ist denn aber die Schönste der Schönen?“ fragte verwundert der Bankbeamte. „Wer anders als ich“, antwortete selbstbewußt die junge Dame, und nachdem sie den Scheck mit dem obengenannten Namen gezeichnet hatte, wurde ihr anstandslos das Geld * 1 Schweres Autounglück Im Landkreis Harburg.— Zwei Personen getötet. Harburg Wilhelmsburg, 10. Juli. Ein schwerer Autonnsall ereignete sich am Donnerstagnachmittag auf der Bremer Chaussee vor dem Trelder Bera. Der Leiter des Harburger Postamtes, Postrat Seißert, befand sich mit seiner Frau im Wagen auf einer Urlaubsfahrt nach dem Scharzwald. Etwa 20 Kilometer hinter Harburg tam der Wagen jedoch infolge des seuchten Pflasiers derart ins Schleudern, daß beide Insassen herausstürzten. Im selven Augenblick kam den Treider=Berg ein Lasttraftwagen berunter, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und den Postrat sowie seine Frau überfuhr, die auf der Stelle getötet wurden. Der Lastkraftwagen fuhr darauf in den Personenkraftwagen hinein und zertrümmerte ihn volständig. Zunahme der Verkehrsunfälle im Regierungsbezirk Düsseldorf Düsseldorf, 19. Juli. Im Monat Juni ereianeten sich im Regierungsvezirk Düsseldorf 1223 Verkehrsunfälle, bei denen 32 Personen gciötet und 810 verletzt wurden. Gegenüver dem gleichen Monat des Vorjahres ergibt sich eine Steigerung der Verkehrsunfälle um 115, der Toesdfälle um 8 un dder Verletzten um 101. Vor allem baven sich die Vertehrsunfälle im letzten Monat im Bezirk der Polizeipräsidien Essen, Wuppertal und Duisburg, sowie im Rhein=Wupperkreis und Landkreis DüsseldorfMettmann vermehrt. Großfeuer in einem Sägewerk Schleiden(Eifel), 19. Juli. In einem Wolzschuppen des Sägewerks Milz in BlankenneimWald brach ein Feuer aus, das sich sehr schnell ausdeynte. Zur Bekämpfung des Brandes wurden alle Feuerwehren der Umgebung und mehrcre Abteitungen Arbeitsdienst aufgeboten. Es aclana schließlich, das Feuer auf seinen Herd zu beschränten. Das Sägewerk wurde jedoch in seinem größten Teil vernichtet. Bei den Löscharbeiten wurden drei Feuerwehrlente und drei Arbeitsdienstmänner verletzt. Der Berg stürzt Steinlawinen verschütten die Strecke Salzburg—Innsbruck. Wien, 19. Juli. Eine eintägige Verkehrsunterbrechung auf der Strecke SalzburgInnsbruck wurde durch einen Wolkenbruch im Salzburger Pinzgau verursacht. In den Loferer Steinbergen kamen gewaltige Erdmassen ins Rutschen, und die Erdlawinen verschütteten an vier Stellen die Terrassen der Bundesbahnen, teilwetie bis zu zwei Metern hoch. Zurzeit der Katastrophe waren glücklicherweise keine Personenzüge auf der Strecke. Lediglich ein Güterzug blieb zwischen den Erdlawinen stecken und konnte bis jetzt noch nicht befreit werden. Auch die Straßen und Wege wurden an vielen Stellen unpassierbar. Hochspannungsleitungen wurden zerstört und zahlreiches Vieh vernichtet. Opfer der Berge Französischer Bergführer tödlich abgestürzt. Paris, 19. Juli. Ein Opfer der Berge ist der in den französischen Alpen bekannte Bergführer Vincendet geworden, der mit einem Pariser Gymnasiallehrer eine 2100 Meter hohe Bergspitze in der Näbe von Chambery besteigen wollte. Der Bergführer, der nicht angeseilt war, glitt an einer abschüssigen Stelle aus und stürzte in einen unzugänglichen Spalt. Sein Begleiter holte sofort aus dem nächstgelegenen Dorf Hilfe herbei. Als die Rettungsmannschaft eintraf, war Vincendet, der bis zur Brust in eiskaltem Wasser gestanden hatte, jedoch nicht mehr am Leben. Hannibals Alpenzug beginni Der Elefant des Amerikaners in der Schweiz eingetroffen. Bern, 19. Juli. Die Durchquerung der Walliser Berge mit einem Elefanten, die sich wie kürzlich gemeldet, der amerikanische Schriftsteller Halliburton in den Kopf gesetzt hat, tann jetzt beginnen. Der Elefant, der die wichtigste Rolle in diesem sonderenbaren Unternehmen spielt, ist jetzt in Martigny(Wallis), dem Ausgangsort des Marsches, eingetroffen. Halliburton ist also tatsächlich fest entschlossen, sein Idee, Hannibals Leistungen zu wiederholen, durchzuführen. Nachdem ihm von den italienischen und Walliser Behörden freier Durchgang gewährt wurde, wird er von Martigny aus über den großen St. Bernhard, Piia und schließlich nach Rom pilgern. Gleichzeitig mit dem Elefanten hat sich der Amerikaner auch einen Treiber aus Paris kommen lassen. Schweres Erdbeben in Tokio Tokto, 19. Juli. Ein schwveres Erdbeben wurde am Freitag früh in der Stadt Tokio und in nördlicher Richtung bis Sendai wahrgenommen. Die Bevölkerung verließ die Hauser, da schwere Folgen befürchtet wurden. Bisber wurden jedoch keine Schäden gemeldet. Die Erditöße dauerten mit kurzen Unterbrechun gen etwa 20 Minuten an. Ausdehnung des Streiks in der Antwerpener Diamantindustrie Brüssel, 19. Juli. Der vor einigen Tagen in der Antwerpener Diamantindustrie ausgebrochene Streik hat sich erweitert und verschärft. Am Freitagnachmittag wurde von der Streikleitung der Generalstreik erklärt. Sämtliche Diamantensägereien liegen still. In Antwerpen ist man der Meinung, daß es gelingen wird, den Streik, dem Lohndifferenzen zugrunde liegen, bald beizulegen. Streikunruhen in Amerika New York, 19. Juli. In Siour Falls im Staate Süd=Dakota kam es zwischen streikenden Arbeitern einer Groß=Schlächterei und Arbeitswilligen zu schweren Schlägereien. Ueber 30 Personen wurden durch Knüppelhiebe oder Steinwürfe zum Teil scher verletzt. Die Zusammensiße erfolgten, als Arbeitswillige versuchten, die Streikposten zu durchbrechen. Auch aus Council Bluffs im Staate Jowa werden Streikunruhen gemeldet. Streikposten der streikenden Straßenbahnangestellten grufen vor dem Straßenbahndepot einen Arbeitswilligen an; dieser zog jedoch einen Revolver und gab mehrere Schüsse auf seine Angreifer ab. Zwei von ihnen wurden schver verwundet. Die Streikenden bewarfen das Straßenbahndepot mit Steinen und steckten mehrere Bahnwagen in Brand. Riesige Oelspeicherexplosion im Staate Neuyork Neuyork, 19. Juli. In Brockport im Staate Neuvork erplodierten am Donnerstag zwei je 225000 Liter sassende Gasolintanks in dem dortigen Oelspeicher. Die Flammen bedrohten einen großen Teil der Stadt. Die örtliche Feuerwehr konnte zunächst des Brandes nicht Herr werden und mußte die Feuerwehr der 30 km entfernten Stadt Rochester zur Unterstützung verveirufen Ein Mann fiel ins Schaufenster Wie die Fensterschewenversicherung entstand In England galt einst ein Gesetz, wo nach derjenige, der aus Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit oder im Zustande der Trun kenheit eine Fensterscheibe einstieß, als Schadenersatz dafür höchstens fünf Schilling zu bezahlen brauchte, niemals mehr, unter Umständen aber natürlich viel weniger, wenn nämlich die zerbrochene Scheibe einen geringeren Wert hatte. Dies Gesetz mochte in älterer Zeit auch recht zweckmäßig gewesen sein, weil damals die Fensterscheiben, auch die vor den Geschäftsläden angebrachten, meistens alle nur recht klein und meist aus mehreren, wohl sogar aus vielen Glasscheiben zusammen gesetzt waren. Das dauerte noch bis in das 19. Jahrbundert hinein. Erst ungefähr mit dem Regierungsantritt der Königin Viktoria begann auf diesem Gebiete eine gründliche Anderung. Man hatte in einer großen englischen Glashütte angefangen, Spiegel glasscheiben von ungeheurer Größe zu gießen. Wie alles Neue und Gute, waren sie zuerst sehr teuer. Einzelne solcher großen Glasscheiben wurden mit zweihundert Pfund Sterling und in einigen Fällen sogar noch höber bezahlt. Der hobe Preis binderte jedoch nicht die Inhaber der größten und feinsten Londoner Laden geschäfte, ihre Schaufenster durch Anbrin gung solcher Kolossalscheiben zu verschönern. Ein kluger Spekulant in London kam nun auf die Idee, eine„SchaufensterSpiegelglasscheiben= Versicherungsanstalt“ zu begründen. Für eine bestimmte Jahresprämie erbot er sich, das mögliche Beschädigungsrisiko auf sich zu nehmen. Weil er aber noch nicht sonderlich bekannt war in den Kreisen der Kaufleute, schenkte man ihm nicht genug Vertrauen. Nur etwa zwei Dutzend Geschäftsleute versicherten im Laufe des ersten Jahres ihre Schaufenster bei ihm. Das genugte natürlich bei weitem nicht. Um bei dem Versicherungsgeschäft gut bestehen zu können, brauchte er meh rere tausend Kunden. Da wurde eines Abends in der Hol bornstraße einem Ladenbesitzer, der seine Schaufenster noch nicht gegen Bruch versichert hatte, eine große kostbare Spiegelglasscheibe eingestoßen von einem etwas angetrunkenen und deshalb ziemlich un sicher umbertaumelnden Schiffskapitän. Man ergriff den Mann und führte ihn sogleich vor den Polizeirichter des Stadtbezirks, der ihn nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes aber nur zu einem Schadenersatz von fünf Schilling verurteilte, lachend bezahlte der Seemann sofort, worauf er freigelassen wurde. Vergebens bemühte sich der Kaufmann, einen höberen Schadenersatz herauszuholen, indem er meinte, daß der Kapitän, dem es durchaus nicht an Geld zu fehlen scheine, doch eigentlich dazu angehalten werden müsse, den vollen Wert der großen Scheibe zu ersetzen. Der Richter bemerkte, daß es gesetzlich unzulässig sei, von dem Manne mehr als fünf Schilling Schadenersatz zu beanspruchen. Das hörte der Begründer der„Schaufenster=Spiegelglasscheiben=Versicherungsanstalt“, und er baute darauf einen schlauen Plan. Denselben Abend noch schickte er noch der Regentstraße seinen Hausknecht, der sich anstellte, als rutsche er aus und taumle gegen die große Spiegelscheibe eines Schaufensters, die er denn auch richtig einstieß. Der Mann bat den sofort vor der Ladentür erscheinenden Eigentümer um Entschuldigung und erklärte sich bereit, den Schaden zu ersetzen, soweit er dazu verpflichtet sei. Darauf antwortete achfetzucend der Ladeninhaber:„Von Ihnen könnte ich nur fünf Schilling erlangen, denn so bestimmt es das Gesetz. Zum Glück aber sind sämtliche Schaufenster zum vollen Wert versichert, also bin ich nicht so schlimm daran wie mein Konkurrent in der Holbornstraße, dem eine gleiche Verdrießlichkeit widerfuhr, der aber nur fünf Schilling erbielt, weil er seine Scheibe nicht versichert hatte.“ Schon am folgenden Tage wurde die Versicherungssumme prompt ausbezahlt. Die beiden Vorfälle wurden in den Zeitungen besprochen. Die Londoner Ladenbesitzer gelangten zu der Einsicht, daß wegen der geringen gesetzlichen Entschädigungssumme die schleunige Versicherung ihrer kostbaren Schaufenster notwendig sei, und der Begründer der ersten derartigen Versicherungsanstalt, nachdem er ja seine geschäftliche Promptheit in dem einen Falle, den er selbst so geschickt berbeigeführt, bewiesen, erbielt nunmehr rasch so viele Versicherungskunden, daß sein Geschäft herrlich ansblühte. Vermischte Tagesmeldungen Umwandlung der deutschen Gesandtschaft in China in eine Botschaft. Berlin, 19. Juli. Der Führer und Reichslanzler hat unter dem 16. Juni 1935 das Reichsgesetz vollzogen, demgemäß die bisherige deutsche Gesandtschaft in China in eine Botschaft umgewandelt wird. Zur Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland. Tankabwehrgeschütz in Feuerstellung. Ein deutscher Vizepräsident des Internatonolen Komitees für Kunstgeschichte. Prosessor Dr. Brinckmann, Ordinarins für Kunstgeschichte an der Berliner Universitat, ist vom „Comité International d'Histoire de 1'Art“ in Paris zum Vizepräsidenten ernannt worden. In diesem Komitee sind nicht nur sämtliche europaiichen Staaten vertreten, sondern auch Japan, China, Acappien und fast alle Staaten Amerikas. (Deutsche Presse=Photo=Zentrale, 10 00 Pfund für die Beteiligung Aegyptens an der Clympiade. Alexrandria, 19. Juli. Der äapptische Ministerrat bewilligte 10000 Pfund für die Beteiligung Aegpptens an der Olympiade in Berlin. Lynchjustiz in den Vereinigten Staaten. Neupork, 20. Juli. Wie aus Port Lauderdase in Florida gemeldet wird, ereignete sich dort ein Fall von Lynchjustiz. Ueber hundert maskierte Männer entrissen der Polizei einen Neger, der einen Messeraugriff auf eine weiße Frau verübt haben soll, schleppten ihn in den Wald und vängten ihn an einem Baum auf. Der frühere Präsident Calles verlänt Mexiko. Mexiko, 19. Juli. Pressemeldungen aus Masatlan zufolge hat sich der frühere Bundespräsident Calles am Donnerstagavend in Bealeitung seiner Tochter und seines Schwiegersohnes, des früheren Unterstaatssekretärs im Außenministerium, Torreblanca, nach(San Diego (Kalifornien) eingeschifft. Schwerca Straßenbaynunglück in Chicago. Chicago, 20. Juli. Ein mit Müttern und Kindern üverfüllter Straßenbaynwagen, der sich auf der Fahrt nach einem Stranvad am Michigansce befand, entaleiste und fuht in die Stahlträger einer Bahnüverführung hinein. Bei dem Unglück wurde eine Person getötet und 10 verletzt. Aus der Textil-Wirtschaft Sremen, 16. Juli Saumvo Orote Dreister Bankraub im Staate Pennsylvania. Neuyork, 19. Juli. Wie aus Chester(Pennsylvania) gemeldet wird, drangen in die dortige Bank fünf maskierte und schwerbewaffnete Banditen ein, hielten die Angestellten und die Bankkunden mit vorgehaltenen Revosvern in Schach und enttamen mit einer Beute von etwa 18 000 Dollar in einem Kraftwagen, uyork Gaumwolle vorr. mddlins Jall Angun put Oe blovember Ja MArs April Neuorleans aumwolle mad Jali Oktober liezember 18.7 12.30 11.95.11-93 1.81.11.81 11.70.11.70 12.59.11.30 11.55.11.53 14.47.71.48 14.42.11.42 11.42.11.42 11.12-11.42 11.41.11.41 11.41.11.42 2000 12.05 1 95 11.95 11 56 11.27 11.45-11.45 18.7. 12.35 11.97.11.88 11.85.11 85 11.76.11.76 11.65.11.05 1Le11.61 11.58-11.59 11.54-11.54 1.53.11.58 11.55.11.53 11.35.11.55 11.5712.5 2000 17.10 1.971 97 1.25-.1 5 11.54.11 54 lr fordran Vrnu koggf! Unsere Denksportausgabe Eine zahlreiche Familie. Eine Familie besteht aus zwei Vätern zwei Müttern, zwei Söhnen, zwei Töchtera und zwei verheirateten Männern, zwei verheirateten Frauen, zwei Schwestern, einem Bruder, einem Schwiegervater, einer Schwiegermutter, einer Schwiegertochter, einem Großvater, einer Großmutter, vier Kindern und drei Enkeln. Wie baut sich nun die Familie auf? Aus wieviel Mitgliedern besteht sie? Samstag, 20. Juli 1935 Vierte Beilage Nummer 107 Jilinschan „Artisten" Modernes Theater Oberbarmen Ein wertvoller Filnt mit Harry Wiel in der Hauptrolle und als Spielleiter. Es ist der 100. Film dieses veliebten Schauspielers, und er ist wahrlich eines solchen Juviläums würdig. Harry Peters(Harry Piel), mit seinen Tieren die große Zugnummer seines Zirkus, der Liebling des Publikums, hat mit seinem Auftreten immer einen Bombenerfolg. Seine Gehilfin ist Hella Stoll(Zusi Lanner), ein reizendes junges Mädchen, das er als kleines Kind zu sich nahm. als ihre Eltern verunglückten. Daß in ihr eine zarte Liebe zu ihrem Wohltäter erblüht, merkt er nicht. Eine andere Frau(Hilde Hildebrand) nat ihn umgarnt. Aber sie versteht seine Arbeit nicht und verlangt, daß er den geliebten Beruf aufaibt. Schweren Herzens muß er sich von der Geliebten trennen, zu seinem Glück, der unsolide Lebenswandel und der Alkobol hatten ihn 1o un sicher gemacht, daß er fast verunglückt ware, hätte inn nicht sein treuer Elefant gerettet. Inzwischen ist Hella verschwunden, um ihm nicht im Wege zu steben, und jetzt erkennt er erst, was sie wert war. Aber er findet sie wieder und an ihrer Zeite ein echtes Glück Es ist einer der besten Filme dieses Jahres In packenden Bildern zeichnet er das gefahrvolle und schwere Leben der Artisten und gibt ein ein drucksvolles Bild von ihrer Arbeit. Von ganz vesonderem Reiz sind die Szenen, die Harry Piel mit seinen prächtigen Tieren zeigen, die ganz aus aczeichnete Dressurakte in der Vorstellung, noch mehr aber die echt rührenden Szenen im Stall, gewissermaßen„privat", wobei ein köstlicher Humor nicht fehlt. Zur besonderen Spannung tragt noch die Entlarvung eines Verbrechers bei, an der der kluge Elefant den Hauptanteil hat. Dazu läuft„Der geheimnisvolle Neiter“, ein spannender Cowvoy=Film, in dem der Held, nachdem er selbst als vermeintlicher Died eingelocht war, schließlich den richtigen Ver precher findet und der iridischen Gerechtigkeit ausliefert. Im Beiprogramm ist besonders ein Kulturfilm hervorzuheben, der ein Lager für erholunge bedürftige Jungarveiter und jugendliche Opfer der Arbeit zeigt. Es gibt einen Eindruck aus der segensreichen Arbeit, die diese Menschen für das Leben schult und zwar durch vernünftige sporiliche und gymnastische Tätigkeit unter dauernder arztlicher Aufsicht. Ein weiterer Lehrfilm, ein lübscher Trickfilm und die Wochenschau beschlic tzen das Programm „Sensation in London" Filmpalast Westfalia, Barmen London 113. Harriet Green, eine verühmie Zängerin und Tänzerin, hat ihren Abschieds abend. Zie zieht sich von der Bühne zurück. da sie sich mit Lord Staines verloven will, Die Verlovungsfeier ist im Gange, da springt Harriet plötzlich auf und verläßt die Feier zum Erstaunen der Gaste.— Der Grund war, daß nlötzlich wieder ihr ebemaliger Mann auf der Bildfläche erschienen ist, um mit erpresserischen Forderungen an sie heranzutreten. Die Anasi vor dauernder Belästigung bewegt sie, die Ver obung aufzubeben und spurtos zu verschwinden. — Die Jahre vergeben, wir sind in den heutigen Tagen.— Ein junges Mädel läuft von Agentur zu Agentur, um eine Stelle als Tänzerin zu er halten. Es ist die Tochter von Harriet Green. die selbst in Amerika gestorven ist. Freunde ihrer Mutter erkennen sie wegen ihrer vontommenen Aennlichkeit mit dieser. Und sie fassen den Plan. ein tolles Spiel zu treiben. Harriets Tochter soll die Hauptrolle in einer großen Revue übernenmen, soll aber als ihre eigene Mutter austreten, die nach langen Jahren sich wieder der Bünne zugewandt hat. Tatsächlich, das Spiel gelingt auch. die junge Harriet Green erntet große Er folge, wenn auch einige Schwierigkeiten auftre ten. Der alte Verlobte ihrer Mutter kommt wieder zu ihr. ebensaus erscheint ihr Vater, um Geld aus ihr herauszuholen Doch mit Hilie eines jungen Mannes, Tommy Thompsons, glückt es ihr immer, ihre Rolle aufrechtzuervalten. Bis sie es endlich selbst leid wird, immer eine andere zu spielen, und sie es in einer neuen Revne zum Krach kommen läßt, indem sie alles Gebahren, Zingen und Tanzen ihrer Mutter ab leat und so spielt, wie es ihr liegt. Das Publi kum ist wütend, eine Rechtfertigung, die der Direktor dem Publikum aibt, sichert ihr den Er folg. Jetzt endlich ist der Weg für die junge Harriet Green, für sie selver, frei.— Glanzvolle Revuczsenen mit einem Massenaufgebot an Kräf ten, herrliche Bilder, viel Tanz und noch mehr Musik. verbunden mit dem Spiel der Haupt darsteller, machen den Film recht sehenswert. Necht viel fröhliche Stimmung erweckt der Film„Kyritz=Pyritz oder die fidele Zänger fahrt“. Was da Kegelbrüder und Sangesvrüder auf einer Reise nach Berkin und in Bertin er leven und welchen Kampf sie mit ihren„vetro genen“ Frauen zu bestehen haven, das ist so hüvsch, daß man sich diesen Film, in dem beste Lustspielkanonen mitwirken, selbst ansehen soll Ein Kulturfilm„Aus der deutschen Industrie“, ein frisches Lustspiel„Landleben“ und die neueste Bavaria Wochenschau beschließen das reichvaltige raaramm „Lockvoge!" Alhambra Theater, Barmen. Es ist ein Kriwinalfitm, wie man iu sien müuscht, mit Srannuna, Temperament, swönen Frauen und dem notwendigen Schuß Huntor. Tie Geschichte um den Besitz eines Perlen solliers. Den Raymen givt Konsantinopel nin ein Schiff im herrechen blauen Mitteieer Pictor de Kowa steuert seinen Schuc unerat glücklich hindurch. Hilde Weißner aibt den Lockvogel und Jessie Vihrog entzückt durc ihre Witze. Der zweite Film nennt sich: Polarstürme. Er behandelt das Schicksal eines Forschers im ewigen Eise. Die Hauptrolle spielt Luis Trenker. Ein Kulturfilm: Die Pirateninsel und die Wochenschau beschließen das Programm. Vereinigte Afa=Theater „Madame Dubarr"" lia Palast Barmen und Modernes Theaier Elverfeld. Das neue Programm der Ufa=Theater bringt den amerilanischen Film:„ Madame Tuborry“, der in Hollywood von dem früheren deutschen Schauspieler Wilbelm Dieterle ge dieht worden ist. Er behandelt das Schickfal dieser Favoritin Ludwigs X V. in dem großen Rahmen, den der französische Hof in jener Zeit vietet. Er zeigt einleitend, wie der französische König, durch eine allzustart betonte Etitette mmer weniger als Mensch, immer nur als Repräsentant angeseben wird, und wie dieser König dann eine Frau findet, die in ihm nur den Mann siebt. Und nun gibt der Filin in eiwa eine Rechtfertigung dieser Frau, die Unsummen aus dem französischen Volksvermögen für sich verbrauchte. Zie liebte den König tatsächlich und war für ihn sehr viel. Aber In trigne und Haß bringen auch sie zu Fall als der König stirbt. Der Film behandelt den Stoff, wie schon gesagt, im Nahmen der großen Ausstattung zu dem das Leven des damaligen Versailler Hofes die Veranlassung aibt. Ist auch rinches eiwis zu burlest und grob gesehen, und entsprint es nicht unserer deutschen Auffassung einer solchen Figur, so entschädigen uns doch dafür reichlich dic guten 3zenen, in denen man die die Massen beherrschende Meistervand des Regisseurs spürt. Die Hauptrolle spielt die aus früheren Filmen belannte Meritanerin Dolores del Rio Zie aibt all das Feuer und Temperament und all die Schönheit ihres rassigen Körpers zur Ausgestaltung dieser Rolle bin. Als zweiten Film siebt man die Wieder holung des köstlichen Schwantes:„2o cin Flegel“. Dieser echte Nübmann=Film. dem der gute Heinz auch noch zwei Rollen spielt, hat bei seiner eriten Aufführung Lachstürme entfesselt und mt es auch diesmal wieder, durch die wie ein Artillerieseuer immer wieder platzenden Witzvomben. Das Beiproramm zeigt eine Fahrt durch die Sitten und Gebräuche des Appenzellerlandes. Dic Ufa=Wochenschau bringt u. a. Aufnahmen von dem englischen Frontlämt,erbesuch in Bertir „Ich heirate meine Frau“ Odin= Palast Barmen. Ein gutes Stück mit tieferer Bedeutung. Eist wirklich gecignet„eheversöhnlich“ zu wirten. Lil Dagover als Ehefrau, Paul Hörbiger als Ehemann, Theo Linaen als Freund. Naibe Haack als Dienstmädchen, Hubert von Meyerink als Stratosphärenforscher, das ist eine ausgezeichnete Besetzung für diesen Film. Es handelt sich um das Problem des vielbeschäf tigten Ehemanns und der— übrigens kinder losen— sich lanaweilenden Ehefrau. Die an fängliche Anerkennung der Uerufsnotwendigkeit des Mannes schlägt in Groll um, und als er noch den 7jährigen Hochzeitstag vergessen hat. und an dem zum Ausgleich„kundenfrei“ gemach ten Tag einen Freund mit auf den unternommenen Ausflug ins Freie bringt und sich vei zu falligem Treffen von Kundinnen mit diesen län ger neiterbält, ist es ganz aus. Und wie Frauen dann leicht untoaisch werden, schiebt sie das dauernde Fernsein des Mannes mehr auf die Kundinnen als auf den Beruf und unternimmt so einen Weg um auszuprobieren,„ov ein Be ruf wirklich io fesseln kann". Sie wird Bild reporterin. Ganz aufgevend in ihrem neuen Beruf vergißt sie alles und versucht nur die ihr aestellten Aufaaben zu bewältigen. Sie photogra Phiert ganz hartnäckige Prominente. Der Ene mann jedoch wir unrubig und, bestärkt in seinem Verdacht durch den Freund, verläßt er sein Büro und seine Arbeit um festzustellen, was„sie“ unternimmt. Durch viele Schwierigkeiten hindurch— die von Humor und luftigen Begeben heiten erfüllt sind— führt der Weg zu einer „neuen“, einer glücklicheren Ehe. „Schön ist die Manöverzeit". Die ser Film mit Ida Wust und Paul Heidg mann in den Hauptrollen ist recht schön anzu sehen. Gibt es doch da allerband Luftiges und Venzwicktes aus der Manöverzeit. „Der letzte Walzer“ Capitol Theater Elverfeld. Petersburg vor dem Kriege. Die rauschenden Festlichkeiten des Zarenhofes, die goldstrotzenden liniformen des russischen Militärs und einschmeichelnde Tanzrywihmen schaffen die Atmo stbäre dieses Filmes. Die große Liebe eines russischen Gardeoffiziers zu einer schönen Fran, die durch den brutalen Großfürsten empfindtich gestört wird. Der Offizier schläat den Groß fürsten ins Gesicht. Er weiß, daß er verhaftet wird, und tanzt dennoch mit ihr den letzten Wal zer. Nun win die Frau sich für ihn opfern, sie albt ihr Ehre für ibn, nur um ihm die Fiucht zu ermöalich a. Aber er nimmt nicht an. Ge meiniam stieten sie durch die Großmut eines alten Cenerals, der ihre Liebe erkannt hat, über die sinnische Grenze. Jvan Metrovich gibt dem Offizier die schnei digen und doch seelenvollen Züge eines wirk lichen Kavaliers. Camilla Worn als seine Parinerin bezaubert wieder durch den Charme ihres Spieles. Adele Sandrock und Mar Gulstorf sorgen dafür, daß man auch etwas zu lachen hat. Der ganze Film ist von einer einschmeichelnden wunderschönen Musik untermalt, unter der besonders der letzte Walzer hervortritt. Die Regie Georg Jacobys hat gute Bilder geschaffen Der zweite Film:„Der Spuk von Paris“. ist äbßerst spannend. So ein bißchen Gruseln verspürt man als außerordentlich angennhm. Der Stoff gibt dem bekannten Schausvieler Jan Gilbert Gelegenheit, in einer Doppelrolle sein önnen unter Beweis zu stelten. Wochenschau und Kulturfilm runden das Programm ab. „Chefalo"—„Der Greifer“ Thalia=Theater. „Geschwindigkeit ist keine Hererei“ lautet ein geflügettes Wort, aber wenn man den Meister der Illusionen, Cbefalo, bei seinem Tun im Thalia=Theater beobachtet, dann ist man doch geneigt, an Hererei und Zauberei zu glauben. Was da auf der Bühne in wirbelndem Tempo an geheimnisvollen Dingen sich abspielt, ist lebendig gewordenes Märchen aus„Tausendundeine Nacht". Man gibt es schnell auf, die Geheimnisse ergründen zu wollen, selbst die skeptischen, mit männlicher Energie und Tatkraft den Dingen zu Leibe rückenden Mitspieler aus dem Publikum schienen gestern abend heilfroh, als sie dem unbeimlichen spukbaften Geschehen entron nen waren. Eine Zauberband führt in das Reich der Illusionen, läßt Spuk= und Gespenstergeschichten lebendig werden und schafft eine Atmospäre magischen geisterbaften Erlebens, eine Zauberhand regiert Riesen, Zwerge und Tiere und gevietet selbst den toten starren Dingen.— Daneben gibt es weitere gute artistische Leistungen. O. F. C. Burd zeigen Athletenspiele höchster Vollendung. Es ist ein Genuß, die prachtvollen Vorführungen zu verfolgen.— Jonny zeiat mit drolliger Ungeschicklichkeit seine Sicherbeit u. Beherrschung auf dem Einrad.— 2 Enders bringen komische Tanzakrovatik und— Yraund Ottaré haben für ihre eleganten Tanzvorführungen rollende Augeln ausersehen. Im Filmteil läuft der Eichverg=Film„Der Greifer", der Hans Albers Gelegenheit albt, sich in einer Glanzrolle als Meisterdetektiv zu zeigen. Er spielt einen Polizeisergeanten von Zcotland Pard, dem es nach vielen gewieaten und gefährlichen Attacken gelingt, eine Räuber bande unschädlich zu machen, die seit Wochen und Monaten die Londoner Gesellschaft heimsucht. Albers versteht es in diesem Film ganz ausae zeichnet, Maste zu machen und wird mit seinem warmanten Spiel allen Anforderungen gerecht. Charlotte Susa spielt die raffinierte Komplizin des Bandenhäuptlings, im Nebenberuf Revuesängerin, Carl Ludwig Diehl den harmlosbiederen Besitzer eines Nachtlofals und Spieltlubs. Durchaus„echt“ wirkt Senta Söneland als Gefängnisinsassin. Aufregende Verbrecherjaaden über die Dächer Londons, raffiniertgeheimnisvolle Morde und Raubüberfälle, in flottem Spiel zusammengestellt, machen das Ganze zu einem spannenden, fesselnden Abenteuerfilm. Wiesen Sie echon? daß sich unter den 50 000 Toten der polnischen Armee aus den Jahren 1918 bis 1920 vierzig Frauen befinden, von denen dreißig in den Kämpfen um Lemberg gefallen sind? daß in der Mandschurei Riesenhühner gezüchtet werden, von denen das Huhn neun Pfund wiegt? Jedes Ei wiegt 10 Gramm im Durchschnitt. daß auf einer kürzlich in Paris abgehaltenen Versteigerung ein Andenkenjäger für einen Kieselstein nur deshalb 700 Mark bezahlte, weil er aus dem Nachlaß der Schauspielerin Sarah Bernhardt stammte? daß ein Farmer in Westwood(USA.) seine Taschenuhr in dem hohlen Stamm eines kürzlich gefällten Apfelbaumes fand? Er hatte sie vor 40 Jahren beim Apfelpflucken verloren. lordern Jhren Ropf Unsere Rätselaufgabe. Illustriertes Kreuzworträtsel: Die in die waagerechten und sentrechten Felderreiben einzutragenden Worter sind auden bildlichen Darstellungen zu erraten. Die Worter der waagerechten Reiden sind in dem overen, die der senkrechten in dem unteren Teil des Bildes zu suchen. Wasbringt der Rundlunk Sonntag 6.00 von Hamburg: Hafenkonzert an Bord des Motorschiffes„Monte Sarmiento“, Glocken vom Großen Michel. Choral:„Harre, meine Seele“. 0 Zeit, Wetter, Anschl.: Bauernfunk. Blaue. 9.15(Mitr.) Die sonntagliche Morgenteier. Leitung: Dompikar Leiwering. 9.45 Sendepause. 1000 vom Deutschlandsender: Deutsche Feierstunde der Hitlerjugend. 10.30 Musisik am Sonntagmorgen. Ausführende: Das Stauch=Trio. 11.10 Sommerliche Strophen. 11,20 Männerchöre, Uebertragung aus Aachen. Der Männergesangverein„Harmonie“, Aachen, Leitung; Stadt. Kurdirektor Willy Pin. 12,00 Musik am Mittag. 12.00 von Berlin: Musikkorps der Wachttruppe Beri Leitung: Obermusikmeister Friedrich Ahlers: Kleines Funtorchester, Leitung: Willy Steiner. 13.00 Glückwünsche. von Stuttgart: Aus der Probearbeit der Heidel= berger Reichsfestspiele„Götz von Berlichingen“. 14.00 Kinderstunde: Im Schlaraffenland. 14.45 Lustiger Rätselfunk des Reichssenders Köln. 15.15 Stunde des Landes. 6.00 Nachmittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester; das singende Rheintrio; Franz Kürten(Heiteres). 18.00 Leichtathletik=Olympiaprüfung der Kernmannschaft der Frauen.(Aufnahmen aus Wuppertal=Elber8.20 Kleine Abendmusik. Das Kammerquintett des Reichssenders Köln. 19.00 Vom Täg der Düsseldorfer. Funkbericht vom Festspiel und Festzug. 19.30 Richard.Wagner=Festwoche in Detmold 1935. Orchester des Reichsluftsportverbandes. 10,45 Sportvorbericht, 20.00 Buntes Abendkonzert. Das Kleine Orchester des Reichssenders Köln, Leitung: Leo Eysoldt. Mandolinen=Konzert=Gesellschaft, Dortmund, Leitung: Ritter, und die 6 frohen Sänger. 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.30 bis 24.00 von München: Tanziunk. Es spielt das Münchener Tanzfunkorchester, Leitung: Bruno 8 10 Frauenturnen. 8.15 Zeit, Wetter, Wasserstand. 8.20 Frauenfunk. 8.30 Sendepause. 10.00 Zeit. Wasserstand. 10.15 Englischer Schulfunk. 10.40 Wir und die Welt. 11,20 Was brachte der Sportsonntag? 11.30 Funkwerbung der Reichspostretlame 1200 Munk am Mittag. 12.0 von Hamburg: Schloßtonzert. 1300 Mittagsmeldungen 1.— Gluckwunsche. 13,15 von Hamburg: Schloßkonzert. 14.00 Mittagsmeldungen 2. 14.15 vom Deutschlandsender: Allersei von zwei bis drei. 4.45 Wirtschaftsmeldungen 1, Schlachtviehmarktherichte. 15.00 Pimpf und Spießer. 15,20 Ein Strandbad der Hitler=Jugend. Besuch im Herbert=Norkus=Heim in Dunnwald bei Koln. 15,30 Wirtschaftsmeldungen 2. 15.50 Schönheit der Arbeit fördert die Leistung. 16.00 Musik unserer Zeit. 6.35 Aus dem großen Krieg. von Stuttgart: Nachmittagskonzert des Landesorchesters Gau Württemberg=Hohenzollern, 18.20 Was wissen wir von unseren germanischen fahren? 18 4 Zeit, Wetter, Wirtschaftsmeldungen 3, Sportvorbericht. 19,13 Kleine Abendmusik. Das Kleine Orchester des Reichssenders Koln, Leitung: Leo Eysoldt. 19.30 von Königsberg: Ein Singabend an Ostpreunens Bernsteinküste. 20.00 Erste Abendmeldungen. 20.10 Kur=Konzert aus Bad Oeynhausen. Es spieit das Orchester des Deutschen Nationaltheaters, Osnabrück. 21,25 Im Anfana was Westfaolen. Ein heiter=ernstes Legendenspiel in Mönsterländer Mundart von Otto Dinlhoff. 22.00 Zeit. Wetter, Nachrichten, 22.20 Westdeutsche Wochenschau. 22.50 bis 24,00 von Preslau; Musik zur„Guten Nacht Konzert der Orchestergemeinschaft der Landesmusikerschaft Schlesien. Hörsi Du Rarle Snechf Choral— Morgenruf. Anschl: Leibesibunge. Schlccht? Komme zu Speun W von Frankfurt: Frühtonzert. Elberf., Schwanenstr. 33- Barm., Gemarkerufer 15 7.00 von Frankfurt: Nachrichten. Modern eingerichtete Prüf- und Reparaturw erkstatten Dus alidleuische Ritterkostüm (16. Sortsetzung.) Peter Poltersand hatte die Szene mit offenem Munde verfolgt. Jetzt, während Lisa sich an Ehrenbreit wandte, um ihn zu bitten, er möge sie zu ihrem Vater führen, drängte er sich an Frau Rieke heran. „Jetzt möcht i aber do wissen, wer dös sauere Dirndl is, das i Eahna da herbracht hab', und mit der's a soa Getu' hab'n, als wärs gar a Prinzessin?“ „Pst! Schrei er nicht so laut! Die Dame ist unser gnädiges Fräulein, die Tochter von Herrn Rosenof. So, jetzt meiß er, wen er gefahren hat!“ „Schau, schau! Hernach g'hört sie alsdann doch her nach Hochhausen? Do werd' i freili nit weiter auf sie warten brauchen beim„Gamsbock“. „Nein, natürlich nicht. Mach er nur, daß er jetzt zum „Gamsbock“ kommt. Das Fahrgeld schick' ich ihm nachber hinunter.“—„Vergelts Gott! Aber das hab i eh' schon kriegt von dem Fräul'n! So sag i halt jetzt: B'hüt Gott alle miteinander!“ Lisa nickte ihm zu und schüttelte ihm freundlich die Hand, in die sie noch ein Goldstück legte:„Zum Andenken!“ Leider erfuhr sie dann von dem Verwalter, daß ihr Vater wohl zuerst, als er von Wien auf ein Telegramm Direktor Torisers heimkam— es handelte sich damals um einen wichtigen Geschäftsabschluß— in Hochhausen gewesen war. Doch hielt er es hier nicht lange aus. Seit der Trennung von seiner Frau hatte er das Schloß nie wieder betreten. Jetzt erstanden ihm Gespenster an allen Ecken und Enden. Süße und qualvolle Erinnerungen raubten ihm Schlaf und Ruhe. Dazu kam der bittere Schmerz über die Ablehnung durch seine Tochter. Ehrenbreit berichtete es Lisa.—„Gnädiges Fräulein dürfen sich nicht wundern, daß der gnädige Herr überhaupt über so intime Angelegenheiten mit mir, der ich doch nur ein Diener bin, zu sprechen kam. Aber das war auch nur in der letzten Zeit ab und zu der Fall. Denn sehen Sie, gnädiges Fräulein, früher, in jungen Jahren, war Herr Rosenof sehr stolz. mehr fast, als ein Prinz von Geblüt. Und was ihn auch beglückte oder marterte und quälte, kein Mensch sollte es auch nur von fern ahnen. Damals, als er art unglücklichsten war, nachdem die gnädige Frau Mama ihn verlassen hatte, da befahl er, ich sollte mittags mit ihm essen. Er sagte, es sei, damit wir bei Tisch alles nötige Wirtschaftliche besprechen könnten, da er tagsüber jetzt mehr im Gewerk zu tun habe. Es gebe dort große Abschlüsse zu machen, Geschäftsbesuche aus dem Auslande seien angesetzt, kurz, er müsse seine ganze Zeit im Büro verbringen. Und war alles nur darum, damit die Arbeiter im Gewerk und die Dienstboten ja nicht denken könnten, er gräme sich heimlich, wenn er allein war. Darum mußte ich bei Tisch sitzen, damit ich es jedem Frager bestätigen könne, er sei ruhig, gesprächig, fast heiter wie immer... Und einmal, als er, auf seinem Tischplatz sitzend, den Blick zum Fenster hinausgehen ließ, und ich ihn heimlich kummervoll betrachtete— denn trotz aller Komödie nach außen wurden seine Züge ja doch täglich mehr von Schmerz verzogen und sein Körper immer schlanker und sein Gesicht immer spitzer, so daß es mir schier das Herz abdrückte — da wandte er mir plötzlich das Gesicht zu und fragte ernst:„Warum sehen Sie mich so seltsam an, Ehrenbreit? Gerade so, als ob Sie mich bemitleideten!“ Natürlich beeilte ich mich, das Gegenteil zu versichern. Und der Herr stand auf, sah mich eine Weile schweigend an, als wollte er mir ins Innerste schauen, und sagte dann streng und kalt:„Das erwarte ich auch von Ihnen, Ehrenbreit! Es liegt ja nicht der mindeste Grund vor, mich zu bemitleiden! Ich bin vollkommen glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Wollen Sie das auch gelegentlich ein wenig unter die Leute bringen, ja?“ Dabei sah er mich an wie ein regierender Fürst seinen Stiefelputzer und entfernte sich mit herablassendem Lächeln, just als wäre er wirklich ein glücklicher Mann und als zuckte sein armes Herz nicht in bitterer Qual. So war Herr Rosenof damals Stolz und stark!! Kurz danach zog er nach Hainbuch, wo er lebte wie ein Eremit hinter Kerkermauern. Viele Jahre lang! Und in dieser Zeit sah ich ihn nur selten. Erst jetzt, wo dies traurige Ereignis— ich meine den Tod der armen Frau Mama— ihn aufrüttelte, kam er wieder nach Hochhausen Aber das war nicht mehr der alte stolze, starke, strenge Herr— das war ein armer, von Kummer und Neue zermürbter Mensch. Wie einem Freunde reichte er mir die Hand:„Da bin ich wieder, Ehrenbreit! Der Tod hat mich nicht geholt, aber er nahm mir nun auch noch das Letzte, was ich trotz allem noch besaß... er nahm mir meine Frau und zugleich mir die Möglichkeit, an ihr gutzumachen, was ich in Blindheit, Trotz und falschem Stolz an ihr gesündigt habe.“— Natürlich versuchte ich ihn zu trösten, so gut ich es verstand, und erinnerte ihn, daß er ja auch noch ein liebes Töchterlein habe... Das rüttelte ihn plötzlich auf. Er drückte mir heftig die Hand und murmelte:„Ja, ja, er hat recht... das Kind... mein Kind... das einzige Andenken von ihr...“— Am nächsten Tage in aller Frühe reiste er ab nach Wien. Aber schon ein paar Tage danach erkrankte Frau Toriser in Hainbuch plötzlich lebensgefährlich, und ihr Sohn, der hier seinen Onkel vertrat, teilte ihm telegraphisch mit, daß er alles sofort verlassen müsse, um seiner sterbenden Mutter beizustehen, ob der Onkel nicht wenigstens für ein paar Tage heraufkommen könne? Herr Rosenof kam umgehend. Aber ich erschrak zu Tode, als ich in sein Gesicht blickte und darin einen Jammer und eine Verzweiflung las, wie ich sie noch nie in eines Menschen Antlitz sah.—„Was um Himmels willen kann denn nur wieder pasliert sein?“ fragten meine Frau. und ich uns. Aber Von Erich Ebanstain der gnadige Herr ließ kein Wort verlauten und Fragen war natürlich unmöglich. Er saß in seinem Zimmer und starrte beständig mit verstörtem Blick vor sich hin. Das Essen ließ er unberührt kein Mensch wurde vorgelassen, die Geschäfte der Gewerke waren ihm so gleichgültig, daß er nicht einmal danach fragte, und wenn ich je davon begann, winkte er mir stumm ab. Kurz, es war ganz unheimlich. Am Abend— ich trug ihm das Essen selber hinein und wollte ihm gerade schön zureden, daß er doch wenigstens ein paar Bissen genießen möge— da sah er mich plötzlich mit nassen Augen an, fiel mir um den Hals und stammelte in wehem Tone, der mir das Herz zusammenpreßte: „Ehrenbreit— Sie sind bald fünfzig Jahre um mich und haben viel Herzeleid und Verzweiflung stumm mit mir getragen wie ein richtiger Freund— Sie sollen auch den schwersten, bittersten Schmerz kennen, der den Rest meines Lebens verdüstert und mich nur noch den Tod herbeiwünschen läßt: Meine Tochter hat mich von sich gewiesen wie einen Fremden! Sie kennt keinen Vater und will keinen haben! Ist es nicht wie ein rächender Fluch aus dem Grabe, den mein armes Weib mir durch ihr Kind schickt? O, Ehrenbreit, ich weiß nimmer aus noch ein vor Jammer und... Scham! Wie ein Gezeichneter komme ich mir vor!“ Tränen erstickten des armen Mannes Stimme, und ich wußte keinen Trost und konnte nur mit ihm weinen und hätte mein Herzblut hingegeben, wenn ich ihm damit die Liebe seines Kindes hätte erkaufen können!“— Als Ehrenbreit schwieg, blieb es still. Da hab er schüchtern den Kopf, sah in ein tränenüberströmtes Gesicht und fühlte, wie zwei heiße, zitternde Hände nach den seinen griffen und eine bebende Stimme leise stammelte:„Ich will ja zu ihm! Bringen Sie mich zu Papa... ich habe ihn ja so lieb!"—— Lisa wollte durchaus heute noch nach Haimbach. Nach dem, was sie soeben von dem Verwalter gehört, drängte es sie noch viel stärker zu dem Vater, den sie so bitter gekränkt hatte. Nicht die Pflicht allein bestimmte sie jetzt, sondern viel mehr noch das Herz, in dem eine neue Liebe erwacht war. Ehrenbreit und seine Frau bemühten sich dagegen, sie zum Uebernachten auf Hochhausen zu bewegen. Sie müsse doch ausruhen nach der langen Eisenbahn= und Wagenfahrt, meinten sie. Und nach Hainbuch sei es mit dem Auto, wenn man den Weg gut kenne, zwei Stunden zu fahren. Und jetzt sei es sieben vorüber; vor neun Uhr könne sie unmöglich dort sein. „Gibt es hier ein Auto, dessen Lenker den Weg nach Hainbuch kennt?“ fragte Lisa. „Das wohl“, antwortete der Verwalter.„Das Privat auto des gnädigen Herrn ist augenblicklich hier, da es auf Reparatur war; der Chauffeur Hammerbeck sollte es morgen früh zurück nach Hainbuch bringen.“ „Sehr gut! Dann soll der Chauffeur Hammerbeck mich eben heute statt morgen fahren. Wollen Sie so freundlich sein, den Mann rufen? Ich werde selbst mit ihm sprechen und hoffe, er wird meinen Bitten nicht widerstehen.“ Fünf Minuten später war alles abgemacht, und Chauffeur Hammerbeck, der sich schon nach Lisas ersten Worten freudig bereit erklärte, die Fahrt sofort anzutreten, eilte nach der Garage, um das Auto mit dem nötigen Benzinvorrat zu versehen. „Im Handumdrehen bin ich mit dem Wagen da, gnädiges Fräulein“, versicherte er im Hinausgehen. Ehrenbreits freilich bedauerten den raschen Aufbruch sehr. Zu sehr hatte sich Frau Rieke schon auf ein paar gemütliche Plauderstunden mit der jungen Herrin gefreut. „Ist mir's doch heute just so, als sei unsere liebe gnädige Frau nach langer Zeit endlich wieder heimgekehrt! Ach, und Sie können sich ja kaum vorstellen, gnädiges Fräulein, wie sehr ich an Ihrer Mutter gehangen und wie namenlos ich ihre Wiederkehr all die Jahre her ersehnt habe! Nun— es hat nicht sein sollen! Aber wenigstens sind Sie, ihr Abbild, gekommen..“ „Sehe ich denn meiner Mutti wirklich so ähnlich? Das wußte ich ja gar nicht!“ „Sie sehen ihr ähnlich wie ein Ei dem andern, gnädiges Fräulein! Freilich, Frau Rosenof muß ja damals viel älter gewesen sein als Sie heute, Aber das Glück, das sie in der Liebe zu ihrem Gatten fand, und dann besonders die Seligkeit, nachdem Sie geboren worden waren, machten es, daß Frau Rosenof damals so jung und rosig ausfah. Und das Haar hatte denselben metallischen Schimmer, und sie trug es genau so um Stirn und Schläfen ge bauscht wie Sie, gnädiges Fräulein!“ „Das Haar trage ich erst seit kurzer Zeit so, indem ich aus der Not eine Tugend machte. Denn nur so, wenn es gebauscht und in die Stirn herein frisiert ist, kann ich damit die Narben bedecken, die mir nach dem Schlage des Unholds, der Mutti ums Leben brachte, geblieben sind. Da sehen Sie nur...“ und Lisa schob ein paar üppige Haarwellen an der linken Stirnseite und Schläfe zurück. Frau Ehrenbreit schrie entsetzt auf.„Mein Gott, das muß ja eine entsetzliche Verwundung gewesen sein! Armes, armes Kind, was müssen Sie gelitten haben!“ Unten hörte man das Auto vorfahren. Frau Ehrenbreit nötigte Lisa in aller Eile noch ein Glas warme Milch und ein paar Biskuits auf; dann wurde rasch Abschied ge nommen, und Lisa eilte, von dem Ehepaar begleitet, dem Tore zu.— „Sie haben mir aber noch nicht gesagt, Herr Verwalter, was meinem Papa eiaentlich fehlt“, sagte Lisg im (Nachdruck verboten.) wärtsschreiten zu ihrem Begleiter. Dieser zuckte bekümmert die Schultern:„Ja, wenn man darüber nur etwas (Genaues erfahren könnte! Aber es it merkwürdig— etwas Sicheres scheint niemand zu wissen. Es kam ganz plötzlich Der Vogeltanz— so heißt der Verwalter oben— erzähltmir, der gnädige Herr habe gleich nach seiner Ankunft oben seinen Reffen, Herrn Toriser, zu sich rufen lassen. Darauf hätten die beiden eine kurze Unterredung hinter verschlossenen Türen gehabt. Dann habe der alte Herr einen Schrei ausgestoßen, den man im ganzen Schlosse vernahm. Jugleich ertönte die Klingel, die den Verwalter rief. Als Vogeltanz des gnädigen Herrn Zimmer betrat, sah er Herrn Rosenof am Boden liegen, und Herr Toriser wollte ihn eben aufheben, er aber schrie mit wildrollenden Augen; „Rühre mich nicht an... geh... geh... Mörder!“— worauf Herr Toriser, weiß bis an die Lippen, schweigend das Zimmer verließ. Vogeltanz hob den alten Herrn dann auf und brachte ihn auf ein Ruhebett. Herr Rosenof war sehr rot im Gesicht, und seine Augen funkelten noch immer wild und zornig.„Vogeltanz", sagte er nach einer Weile mit rauher Stimme.„laß ihn mir nie mehr ins Zimme., hörst du? Er... ist ein... ein schlechter Mensch! Rufe Robert... der soll bei mir bleiben... und die Tür stets verschlossen halten... sage ihm das. Ich... bin zu matt... dazu“. Damit schloß er die Augen. Vogeltanz tat, was ihm befohlen, telephonierte aber zuerst nach dem Hausarzte Dr. Blomberg, der im benachbarten Dorfe wohnt und auch sogleich auf Hainbuch erschien. Er ist ein schweigsamer Herr, der sich wohl alles erzählen läßt, aber nicht viel dazu sagt, Diesmal sprach er nur:„Kranken muß man natürlich den Willen tun, auch wenn es Unsinn scheint.“ Und als ich ein paar Tage spater um sein Urteil üben Herrn Rosenofs Krankheit fragte, zuckte er bloß die Achseln und murmelte:„Herrgott, wenn ein Mensch so viel durchmachen muß wie Rosenof, dann darf man sich nicht wundern, wenn das Nervensystem zuletzt in Unordnung gerat. Abwarten, ihm den Willen tun, weiter kann man nichts machen!“ „Armer Papa!“ Lisa war ganz erschüttert von dem Gehörten, und Erich Torisers Verstörtheit heute auf der Bahn erschien ihr nun viel verständlicher. „Ist Frau Toriser auch auf Heinbuch?“ fragte sie beklommen.„Und sagte mir nicht jemand, sie sei ebenfalls krank?" „Ja, sie ist krank“, antwortete der Verwalter kurz. „Aber ich rate Ihnen, gnädiges Fräulein, kümmern Sie sich nicht weiter um sie!“ „War m? Sie ist doch meine Tante!“ sagte Lisa verwundert. Da nahm Frau Ehrenbreit Lisas Hände in die ihren und flüsterte ihr dringlich und warnend ins Ohr:„Nein, sie ist nicht Ihre Tante und war auch nie die Freundin Ihrer Mutter, so süß sie auch tat. Und ich beschwöre Ste bei der Liebe, die ich für Ihre Mutter und Sie hege: halten Sie sich von dieser Frau fern!“ „Aber so erklären Sie mir doch...“ „Ich kann nichts erklären; denn ich habe keine Beweile. Aber glauben Sie mir: es gibt Instinkte, die untruglich sind! Ein solcher sagt mir: Frau Toriser kann nie und nimmer Ihre Freundin werden, so wenig sie es Ihrer Mutter war! Ihr Sohn ist gut, aber die Mutter— na, ich will nichts weiter sagen. Fahren Sie nun zu Ihrem armen Vater, aber vergessen Sie meine Warnung nicht!“ Noch ein Händedruck, Lisa stieg in das Auto, uno dieses setzte sich sofort in Bewegung. Die Straße war breit und gut gehalten, Wälder und Wiesen begrenzten sie zu beiden Seiten, und am klaren Frühlingshimmel stand leuchteno der Mond. Keine Seele begegnete ihnen unterwegs, so daß Hammerbeck die Fahrgeschwindigkeit erhöhen konnte und noch lange vor neun Uhr auf ein großes Gebäude, das zwei massive viereckige Ecktürme und einen kleinen Uhrturm mit hellerleuchtetem Zifferblatt besaß, deuteno sagtet„So, da sind wir ja in Hainbuch.“ Aufgeregt sah Lisa zum Wagenfenster hinaus, während das Auto in verlangsamter Fahrt die nun ansteigende Straße hinauffuhr. An der breiten Vorderfront waren viele Fenster erleuchtet „Wo wohnt mein Vater?“ fragte Lisa den Wagenführer. Er deutete nach dem rechten Flügel.„Dort, die sechs erleuchteten Fenster vor dem Eckturme gehören seiner Wohnung an. Die Fenster darunter im Erdgeschoß gehoren Frau Toriser. Links davon sind die Fenster der Halle, und noch weiter links bewohnt Herr Direktor Toriser zwei Parterrezimmer, wenn er nach Hainbuch kommt. Im ersten Stockwerk gibt es dann noch Gesellschafts= und Gastzimmer. Die Dienerschaft wohnt teils im Erdgeschosse, teils in den Mansarden.“ „Frau Toriser ist krank, hörte ich?“ „Sie war sehr krank, hat sich aber in den letzten Wochen wieder so weit erholt, daß sie außer Bett ist und sich etwas Bewegung machen kann.“ Das Auto hielt vor dem Schlosse. Niemand als eine Küchenmagd stand unter dem Eingeegstore und begrüßte den Chauffeur mit einem fröhlichen:„Na, schon wieder urück? Das ist hübsch! Wir erwarteten Sie erst morgen, Hammerbeck, denn Sie...“ (Fortsetzung folgt.) SSVg. siegte überlegen Die Wuppertaler Kombination gewann nur zwei Kämpfe Gestern abend aab es an der Schmtzenstraße eine Freiluftveranstaltung der Borer von 22 Va Als Gegner hatte man eine Staffel verpflichtet. die sich aus verschiedenen Kämpfern hiesiger Vereine zusammensetzte. So stellten Barmer 3portklub, Polizei V. und auch FC. Sonnvorn eine Kampfmannschaft, die aber gegenüber den Blau=Gelben nicht bestehen konnte Von den insgesamt neun Treffen gewann die S2Va. allein sieben und nur je ein Vertreter von B3C. und dem Polizei SV. konnten erjolgreich sein. Jgd. Fliegen: Knusch=2°2 Va. gewann dank seiner größeren Ringerfahrung gegen NocilarSonnborn, der seinen 20. Kampf machte, klar nach Punkten. Jad. Bantam: Müller=22 Vg. und TernesSonnvorn borten recht nett und verfügten beide über eine harte Rechte. In der letzten Runde munse der Sonnvorner einmal zu Boden. Sieper wurde verdient Müller. Leicht: Püschel=22 Vg. borte nicht gegen den Sonnborner Stommel uno auch nicht gegen Tempel=B3C., sondern gegen Schmitz=Polizei. Auch hier ging es lebhaft zu und Sieger wurde Puschel. Welter: Ellinghaus==22 Va. kampfte nach längerer Pause wieder und zwar nicht gegen den erkrankten Klein, sondern gegen Rose, ebenfalls Polizei=SV. Der Baumer war prächtig in Form, Die deutsche Island=Erpedition, die durchweg aus Nachwuchsspielern besteht und bereits zwei klare Siege gegen isländische Auswahlmannschaften errang, trat am Donnerstagabend bereits zum dritten Kampf an. Diesmal war Islands Fußballmeister Boldklubven Valur der Gegner. Bundessportlehrer Knöpfle, der einstige Außenläufer unserer Nationalelf, hatte die deutsche Mannschaft etwas umgestellt. So spiele der Benrather Rasselnberg auf halblinks, während dessen Klubkamerad Pickartz wie bereits beim zweiten Länderkampf auf Linksaußen stand, und gerade dieser Flügel war es, der im isländischen Strafraum immer wieder für gefährliche Momente sorgte und schließlich auch den zahlenmäßig hohen 7:0=(4:0) Sieg sicherstellie. Rasselnverg schoß vier Tore, Pickartz zwei, wähtend der Chemnitzer Munkelt das letzte erzielte. Unsere Mannschaft zeigte wieder ein schönes, flaches und raumgreifendes Kombinationsspiel und Islands Fußballfreunde sind erwartungsgemaß von dem technisch hochstehenden Können der deutschen Spieler geradezu begeistert. Diesem dritten Spiel wohnten 4500 Zuschauer bei, eine stattliche Zahl, wenn man bedenkt, daß die Hauptstadt des Landes, Repkjavik, nur 33000 Einwohner hat. Länderspiele gegen Estland und Lettland Der Deutsche Fußball=Bund plant die Durchführung von Länderkampfen mit Estland und Lettland, zwei Ländern, in denen der Fußballsport nicht nur eine bemerkenswerte Ausdennung gewonnen, sondern auch hinsichtlich der Spielstärke eine beachtliche Leistungsfahigkent erreicht. Beide Länderspiele sollen im Osten oder Nordosten des Reiches zur Durchführung gelangen. Gegen Lettland wird am 15. Oktober in Königsberg gespielt und Estland ist voraussichtlich im September in Stettin Gegner einer deutschen Ländermannschaft, LEICHTATHLETIK Der Schwelmer wieder in Barmen Diesmal bei der S2Vg. Nachdem die Schwelmer vor einigen Tagen auf Mallack weilten und hier die Schwarz=Weihen knapp schlugen, sind sie am Sonntagvormitlag Gast bei den Sport und Spielern. Die Barnier werden einen sehr schweren SStand haben. Ueber 100 m wird es einen großen Kampf zwischen Schmidt und Lück geven. Offen sind auch die 200 m, dagegen könnte 22V. die 800 m gewinnen, während der Schwelmer Prange klar üner 3000 m in Front zu erwarten ist. Die Zmal 1000 m kann Sport und Spiel wieder gewinnen. sedoch werden sie den Hoch= und Weitsprung klar verlieren. Offen ist das Kugelstoßzen, Diskusaber auch Rose stand seinen Mann, Beionders zuletzt ging es hart zu, so daß der Beifall groß war. Punktsieger wurde Ellinghaus verdientermaßen.— In derselben Klasse startete EnneperS3Vg. gegen Langerfelder Polizei. Es war der 50. Kampf des Barmers, aus dessen Anlaß er eine Plakette erbielt. Trotz einiger guter Leistungen, mußte E. aber dem jüngeren Langerfelder den Sieg nach Punkten überlassen. Nach der Pause, in die mit einem 4:2=Ergebnis für S2Vg. eingetreten wurde, gab es im Jugend=Federgewicht eine Begegnung zwischen Bornscheuer=33Vg. und Steinmetz=B3C. Ersterer schlug seinen früheren Vereinskameraden nach Punkten. Leicht: Pauli=22 Va. und Halstenbach=B3C. waren in der Kunst des Borens noch Anfanger, mischten aber ganz gut und sorgten für erwas Unterhaltung. Gewinner nach Punkten war Pauli. Bantam: Schwabcland=22Vg. traf wieder mit Beckmann=B2C. zusammen, der ihm als Gegner bosonders liegt. Ein harter und interessanter Kampf, der mit einem Siege von SSchwabeland endete. Leicht: Zum Abschluß borten Fiedler=22 Va. und Ranner=B3C. zusammen. ZZwei Kampfer, die gutes Können zeigten, parte Treffer austeilten und mit viel Tempo losgingen. Ein schr schoner Kampf zweier ebenbürtiger Partner, die sich unter Beifall mit einom Siea für Rauner trennten. werfen und das Sperwerfen. Die 10mal eine halbe Runde wird Schwelm gewinnen. Biktoria Barmen 2 S 2V. Mettmann. Der S3V. Mettmann gehört zu den führenden Mannschaften in der C=Klasse ber den Kämpfen um die Deutsche Vereinsmeisterschaft. Wir glauben jedoch nicht, daß er den Sieg der Barmer ernstlich gefährden kann. Außer den üblichen Uebungen ist in der Wettkampffolge bei idesem Kampf noch das Schleuderballwerfen aufgenommen worden. FC. Union Elberfeld— Rotter Turnkluv. Union wird hier mit einigen jungen Leuten antreten, so daß der Ausgang dieses Kampfes offen ist. Außer den üblichen Konkurrenzen kommt bei dieser Begegnung noh der Dreisprung binzu. Schulen kämpfen in der Leichtathletik (Bymnasium Wuppertal gegen Cberrealschule Elberfeld Es ist erfreulich, daß man jetzt auch in den Schulen bei uns im Tale damit anfängt, leichtatbletische Kämpfe auszutragen. Erfreulicherweise treten nicht nur die Klassen einer Schule gegeneinander an, sondern eine Schule fordert die andere, wie der Abschluß des Kampfes Gymnasium Wuppertal— Overrealschule Elverfeld zeigt. Die Auseinandersetzung steigt am Montagnachmittag in Elverfeld. Folgende Konkurrenzen werden ausgetragen: 100= 400, 800 m. Kugelstoßen, Weit= und Hochsprung, eine 4mal100m= und eine Schweden=Staffel. Auf beiden Seiten finden wir einige in den Wuppertaler Sportkreisen bekannte Leute. Bei dem Gymnasium sind es Dahlmann, der am Montag die 100 m vestreitet, sowie Springmann i) m und Hochsprung) und Rettler(400 m). Bei der Oberrealschule sind Schneider(400, 20) m) und Rolfs(80 m) zu erwähnen. Alles in allem erwarten wir das Gymnasium als knappen Sieger. deutsche Ter Deutsche Tischtennisbund veröffentlicht setzt auch seine oifiziellen Ranglisten. Bei den Mannern führt Kutz=Stettin vor Bauer=Dresden. Entholt=Kiel und Schwager=Berlin belegen zusammen den dritten und vierten Platz. Die Liste der Frauen führt Krebsbach=Berlin an, Frau Feylgut=Berlin ist Zweite vor Frl. Bußmann=Düsseldorf. Auf den 4. und 6. Platz folgen gemeinsam#rau Matthäs=Hansch=Dresden, Frau Müller=Rüster Berlin und Frl. SchultzBerln. ier das Neueste! H Steher=Weltmeister Erich Metze ging in an den Start, belegie aber im Gesamtergebnis nur den dritten Platz hinter Severgnini und Gilgen. Zu berücksichtigen ist hierbet allerdings, daß Mene, der den zweiten Lauf gewann, im ersten stark unter Motordefekten zu leiden hatte. * Am zweiten Tag des Tennis=Länderkampfes England— Australten konnte sich Australten eine 2:1 Führung erkämpfen, da die Australier Turn hull=Quist das Doppel gegen Hughes=Tuckey mit 3:6, 6:3, 8:6, 6:4 gewannen. * Bei der Schweizer Radrundfahrt wird Deutschland durch eine starke Mannscaft vertreten sein. * Der polnische Fußballvervand hat mährend der Spielpause seine 44 besten Spieler zu einem Schulungskursus nach deutschem Muster in War schau zusammengezogen. * Der deutsche Rekordmann ist Brustschwimmen, Sieins, der wegen eines Leistenbruches und einer Darmverschlingung operiert werden mußte, be findet sich wieder auf dem Wege der Besserung und hofft, Ende Oktober das Training wieder aufnehmen zu können. * Der Essener Peltzer konnte bei einem internationalen Düsseldorser Tennisturnier einen verdienten Dreisausieg über den französischen Ranglistenspieler Goldschmidt davontragen. Der volsänder Karsten, der fast an Remmert geschei tert wäre, ist nach einem weiteren Siege über de Borman in der Vorschlußrunde. Bei den Frauen sind Adamson Beigien, Stuck Berlin und vorn Wiesboden bereits unter den„Letzten Vier“. Sechs Internationale in Barmen Der deutsche Wasserballmeister spielt am Samstag und Sonntag gegen die Schwimmsportfreunde Von jeher haben die Barmer Schwimmsportfreunde festgehaltn an der Üverlieferung, große Gegner des In= und Auslandes nach Barmen einzuladen. Auch in diesem Jahre sind sie von dieser Tradition nicht avgewichen, trotzdem die Verpflichtung des deutschen Meisters mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Gohen wir einmal die beiden Mannschaften durch, so entdecken wir, daß nicht weniger als sechs internat.ionale Spieler in nen mitwirken, und zwar auf jeder Seite drei. Bei Berlin sind es Schirrmeister neid Pohl, die die deutichen Farben soeben noch in Paris und Budapest vertreten haben, bei Barmen heißen sie Linnhoff und Döpper. Außerdem hat der Berliner Verteidiger Mehlberg schon mehrfach für Deutschland gespielt, und Jonnn Mener hat ebenfalls schon das Nationatrikot getragen. Sechs Nationalspieler in einem Gesellschaftsspiel, das sieht man nicht alle Tage! Aber nicht nur diese sechs konnen spielen, sondern auch die übrigen haben einen Namen, der weit über die Grenzen ihrer Stadt bekannt ist. Die Anfstellung: Weißensee 96: Richter Mehlberger Marzillier Pohl Schulze Schirrmeister Reetz Schiri: Franz Dahmen, Wuppertal. Freyberger Kullmann Meyer Döpper Hardt Jäger Linnhoff 22F.: Bei dem großen Können der beiden Mannschaften wird es zu einem äußerst spannenden Spiel kommen, dessen Ausgang twir vollkommen offen lassen. Umrahmt werden die Spiele an beiden Tagen mit weiteren Wasserballspielen, einem Frauenklubkampf und humoristischen Vorführungen. 7:0-Sieg in Island Begeisterndes Spiel unseres Fußball=Nach wuchses In dieser Reihenfolge werde sich die Kämpfe abwickeln Zur Olympia=Prüfung der Frauen in Elberfeld. Samstag, 20. Juli: 17.00 Uhr: 100 m. Vorläufe, für Hürdenlauferinnen. K. 17,00 Uhr: Speerwerfen— Eignung. K. 17.20 Uhr: 100=m=Lauf— Sprinterinnen Eignung. K. 17.30 Uhr: 4mal=100=m=Staffel, Knaben=Mittelstufe— Vorläufe. 17,40 Uhr: 4mal=100=m=Staffel, Knaben=Oberstufe— Entscheidung. 17.45 Uhr: Hochsprung— Eignung. K. 18.00 Uhr: 100=m=Lauf für Hürdenläuferinnen — Entscheidung. K. 18.10 Uhr: Diskuswerfen— Eignung. 18.30 Uhr: 4mal100=m=Staffel, Knaben=Mittelstufe— Entscheidung. 18.40 Uhr: Staffelprobe— Kernmannschaft, SSonntaa, 21. Juli15.15 Uhr: Lebende olympische Ringe u. Einmarsch der Teilnehmer. 15.30 Uhr: Hochiprung=Prüfung 2(Nachw.). 15.30 Uhr: 100 m Vorlauf. K. 15,40 Uhr: 100 m Lauf, Männer. 15.50 Uhr: Hochsprung. K. 16.00 Uhr: 1. Staffelprobe. 16.10 Uhr: 80 m Hürden, Vorlauf. K. 6.20 Uhr: Diskuswerfen. K. Uhr: 100=m=Vorläufe(Nachwuchs). 16.40 Uhr: 80 m Hürden, Entscheidung. K. 16.50 Uhr: Speerwersen, Entscheidung. K 17.00 Uhr: 4mal=100-m=Madchenstaffel, Jahraana 19/20. 17.10 Uhr: 4mal=100=m=Staffel für Männer. 17.20 Uhr: 100 m, Endlauf. K. 17.35 Uhr: 100 m, Endlauf(Nachwuchs), 17.40 Uhr: Volkstänze. 2 18.10 Uhr: 4mal=100=m=Staffel, Mädchen, Jahraana 17/18. 18.20 Uhr: 4mal=100=m=Staffel, A. Probe. 5 Stundendurchschnitt 26 Kilometer Auch die 14. Etappe der Frankreich=Rundfahrt von Montepellier nach Perpignan war in Masicaistart und Einzelzeitfahren gegen die Uhr unterteilt. Die Fahrer waren auch diesmal wieder in der öden und reizlosen Gegend, in der sich kein Strauch und kein Baum befindet, unbarmhenzig der sengenden Sonne ausgeliesert. Ledialich ein kühler Wind vom Meer her sorgte für etwas Erfrischung. Die Fahrt verlief äußerst monoton und brachte keine Ereignisse von Belang. Das Tempo, das auf einen Stundendurchschnitt von 26 km sank, gestattete Leducq und J. Aerts soaar ein Bad in den kühlen Fluten des Mittelmeeres zu nehmen, obne dabei den Anschluß an die Spitzengruppcke zu verlieren. 53 Fahrer kamen geschlossen am ersten Etappenziel in Narvonnes ein. Als Sieger ging Le Greves in 3:55:12 Std.(103 km) von Jean Aerts, Pélissier und Speicher vervor. Alle übrigen Fahrer wurden gemeinsam auf den 5. Rang gesetzt. Anschließend erfolgte der Start zum Einzelfahren nach dem 63 km entfernten Perpignan. Die Fahrer wurden in Auständen von einer Minute abgelassen, und zwar in der umgekehrten Reibenfolge des Gesamtklassements. Als erster startete der Deutsch Kutschbach und als letzter Romain Maes. Die beste Zeit holte der Franzose Archamband mit 1:39:08 Stunden heraus, während M. Maes fast drei Minuten mehr benötigte. Die nächsten Plätze belegten Speicher, Morelli, Bergamaschi und Leduca. In der Gesamtwertung hat sich der Franzose Speicher auf den zweiten Platz vorgeschoben, da Camusso fast fünf Minuten eingebüßt hatte und so auch noch Morelli den dritten Rang überlassen mußte. Ergebbnisse: 1. Montpellier— Perpignan, 160 Kilometer: 1. Montpellier— Narbonne 103 km: 1. Le Grevès 3:55:12 Std., 2. Jean Aerts, 3. Pélissier, 4. Speicher, 5. alle übrigen 19 Fahrer sämtlich mit der Zeit des Siegers: 2. Zeitfahren Narbonne— Perpignan, 63 km: 1. Archambaud 1:39:08 Stunden, 2. R. Macs 1:41:59 Std., 3. Speicher 1:43:09 Std. 4. Morelli 1:43:12 Std., 5. Bergamaschi 1:13:23 Std., 5. Loducq 1:43:26 Std.— 10. Umbenhauer :45:12 Std., 11. Händel 1:45:17 Std., 20. Thierhach 1:47:31 Std., 27. Roth 1:49:36 Std., 35. Stach 1:52:09 Sid., 38. Weckerling 1:52:36 Std., t5. Kutschbach 1:55:12 Std., 50. Ickes 1:57:47 Stunden. Das Olympische Stadion in Amsterdam wird demnächst durch Erweiterungsbauten ein Fassungsvermögen für 60000 Zuschauer erhalten. Zur Tagung des Internationalen Turnverbandes wird die DT. nach Brüssel den stellvertretenden Führer und Oberturnwart Stedina. den württembergischen Gauführer Dr. Overmener und die Leiterin für das Frauenturnen Henns Warninghoff entsenden. Vorbereitung für Berlin Schulung der Der mehrfache deutsche Meister im Kunstspringen. Dr. Lechnir=Dessan, dem im Deutschen Schwimmverband die Betreuung der deutschen Springer und Springerinnen obliegt, geht mit großer Lieve und Tatkraft an seine schwierige Aufaabe beran, die an Amerita verloren gegangene Vorherrschaft im Wasserspringen für Deutschland wiederzugewinnen. Allein die Verpflichtung des amerikanischen Olympiasiegers Dutch Smith, der unsere Olympiaanwärter in die Geheimnisse der amerikanischen Springerschule einweiben soll, war ein glücklicher Gedante. Jetzt folgen nun mehrere Lehrgänge, zu denen die Besten eingeladen wurden. Den Anfang macht ein Kursus in Bad Pyrmont, wo vom 18. bis 21. Juli Lorenz=Wünsdorf, WeißDresden, Zander=Berlin, Dallmeier=Osnabrück und Kitzig=Dresden im Kunstspringen, ZiealerBerlin, Zander=Berlin, Neumann=Spandau und Weiß=Dresden im Turmspringen versammelt sind.— Im Anschluß daran findet ein Lebraana der Spitzenkräfte im Berliner Sportsorum vom 23 bis zum 30. Juli statt, an dem sich alle in Bad Pyrmont versammelten Springer gleich falls beteiligen werden. Außerdem wurden noch eingeladen: Esser Wünsdorf, Mahrann Berlin und Greusing=Spandau im Kunstipringen und Stork=Frankfurt a. M. in Turmspringen. Außer dem nehmen auch die Frauen daran teil unt :war im Kunstspringen: Frl. Schieche Berlin, Frau Dietrich Berlin, Frl. Daumerlang Nürn berg. Frl. Friedrich=Dresden und Frl. KöhlerHamburg sowie im Turmspringen Frl. SchiecheWasserspringer Berlin, Frl. Schlütter=München, Frl. KaloscheSpandau und Frl. Köhler=Hamburg. Aber auch an den Nachwuchs wird gedacht, in Zeitz wird vom 1. bis 7. August ein FerienSchulungskursus durchgeführt, zu dem insgesamt 18 boffnungsvolle Jünger der Springkunft aus Dresden, Osnabrück, Iserlonn, Halle. Stet tin, München, Nürnberg, Jena, Stuttgart, Ber lin Hamburg, Duisburg Erkenschwick und Zeitz cingeladen wurden. Oesterreichs Vorbereitungen für 1936 Oesterreich trifft große Vorbereittungen, um seine Sportler in denkbar bester Verfassung zu den Winterspielen nach Garmisch Partenkirchen und zu den Olympischen Spielen nach Berlin zu bringen. Rund 80 Oesterreicher werden in Garmisch und etwa 180 an den Kampfen in Berlin teilnehmen. Das wird die größte Zahl von Altiven sein. die Oesterreich bisher zu den Olympischen Spieten entsandt hat. Durch die Verymichtung bervorragender Olympiatrainer it auch die Gewähr gegeben, daß die Kandidaten für 1936 auf den Höhepunkt ihrer Leistungssänigkeit gebracht werden. Um all die großzügigen Pläne durchführen zu können, sind ziemlich erhebliche Mittel erforderlich. Der oberste SSportführer, Vizekanzler Fürst Starhemberg, hat zwar bedeutende Beträge zur Verfügung gestellt, doch ist das Oesterreichische Olympische Komitce bestrebt, auch selbst Gelder aufzubringen. Zu diesem Zweck wird eine rege Propaaandatatigkeit im ganzen Land entfaliet. Der Propagandareferent halt in allen besterreichischen Bundeslandern Vortrage. Ansang Oktover werden Poststempel mit dem Tert „2pendet für den Olympigsonds“ erscheinen. Dem Olympiafonds flietzt auch der Reinertrag aus dem Verkauf einer Olympianadel, von Olympiaplaketten und von Olympiazundern zu. Man hofft auf diese Weise durch die Mitwirkung der gesamten Bevolkerung die Finanzic rung zu ermöglichen. Europa=Wasserballturner in Brüssel Das Ausland entsendet.... Ju dem internationalen Wasserballturnier, das vom 25. bis 31. Juli in Brüfsel durchgeführt wird. liegen setzt auch die Nennungen der funf ausländischen Nationen vor, die neven Belgien den Weitbewerv um den Klevelsverg=Pokal bestreiten werden. Es entsenden(mit Ersatzleuten): Deutschland: Klingenburg, Pohl. Schürger. Gunst, Schlüter, Schwenn, Schwartz, Allerheiligen, Schirrmeister. lagarn: G. Brody, M. Homany. N. Sarkann. O. Halassy. I. Nemeth, M. Boszi, J. Brandy, E. Molnar, A. Tarics. Jugoslawien: Fahris, Samardzic, Cpetkovic, Bibica, Dabrovic, Ciganovic, Standinger, Farana, Tosowic. Frantreich: Delvorte, Bulteel, Lambert, Padou, Cuvelier, Diener, Cuvilly, Cremers, Busch. Schweden: Nauman, Persson, Pettersson, Bera. Spenison, Sandstrom, Lindzen, Anderson, Linnaquist. Deutschlands Gegner im nächsten Danispokalspiel, das jetzt in London ausgetragen wird, sind die Amerikaner Wlimer Allison(links) und John van Ryn, die das Doppel bestreiten werden. Außerdem wird Allison im Einzel sowohl gegen Cramm wie gegen Henkel antreien. Skat=Aufgabe Ein Spieler in der Mittelhand bekam Karten Kreuz Eil Herz Kreuz Kreuz .... .... Rof Rot Schellen Muß mit diesen Karten Großspiel aus der Hand bei einwandfreiem Spiel immer gewonnen werden oder kann es verloren gehen, wenn Grůn (Pik)-Sieben und Schellen(Karo)-Sieben im Skat liegen? Lösung der Skataufgabe aus Nr. 161 Skataufgabe: Vorhand hat Eichel-Daus(KreuzAs). Eichel(Kreuz)-Zehn,-König,-Neun, Rot (Herz)-König, Ober(Dame), Neun,-Acht,-Sieben, Schellen(Karo)-Sieben, Hinterhand hat Grün(Pik)-Ober(Dame),-Neun,-Acht,-Sieben, Rot(Herz)-Daus(As)-Zehn, Schellen(Karo)-Daus (As), Ober(Dame),-Neun,-Acht. Bei Eichel (Kreuz) als Trumpf kann der Spieler mit den vier Unter(Buben) alle Trümpfe herausholen, obwohl diese in einer Hand stehen. Da Vorhand kein Grün(Pik) una da Hinterhand keinen Trumpf hat, ist es den Gegnern unmöglich, auch nur einen Stich zu bekommen.— Dagegen fallen die Karten im Großspiel: 1. Eichel-Daus(Kreuz-As), Eichel(Kreuz)-Sieben, Rot(Herz)-Zehn(— 21), 2. Eichel(Kreuz)-Zehn, Eichel(Kreuz)-Acht, Schellen-Daus(Karo-As)(— 21), 3. Eichel(Kreuz) -König, Eichel-Ober(Kreuz-Dame), Rot-Daus (Herz-As)(— 18). Damit haben die Gegner gerade 60 Augen erreicht.— Bei Grün(Pik) als Trumpf würden die Karten ebenso fallen. Zeichnung Krusch „Gratulieren Sie mir, Meister, ich bin Vater geworden; 9 Pfund wiegt der Prachthengel.“ „Mit oder ohne Knochen?“ W.=Barmen, 20. Juli 1935. Wuppertaler Spitzenleistungen 5 Heute bringen wir eine schöne Partie von Karl Gießler, einem der alten Kämpen des Barmer Schachvereins, der manchen Erfolg errungen hat. Die Partie wurde im Turnier der Sonderklasse des Barmer Schachvereins im Sommer 1934 gespielt. Französisch Weiß: Barnikol Schwarz: Gießler 1. e2—e4, e7—e6: 2. d2—d4, d7—d5; 3. Sbl—c3, S98—f6: 4. Lc1—g5. Lf8—c7; 5. e4—c5, Sf6—d7; 6. h2—b1(Diesen Zug machte Alsechin in einer Prachtpartie gegen Fahrni in Mann heim 1914. Er führt zu einem sehr heftigen Angriff, wie sich auch in unserer heutigen Partie zeigt. Nur eine genaue Kenntnis der Theorie und aanz fehlerfreie Verteidigung ermöglicht dem Schwarzen die Abwehr der vielen Gesahren) 6... a7—a6(Von Maroczi empfohlen und oft mit Erfolg gespielt, aber in neuester Zeit oft angezweifelt. In einer Partie Lasker— Nojalowitsch in Petersburg 1924 gewann auch Schwarz. Der doch auch sehr natürlich aus sehende Zug, der das Eindringen des weißen Zpringers über b5 nach d6 oder c7 verhindert, kann also nicht so schlecht sein); 7. Dd1—g1, Ke8—f8(Notwendig, sonst geht es schon los: 8. LXe7, DXe7: 9. DXa7 usw.— 0—0 wurde von Bogoljubow gegen Spielmann Wien 1922 wider leat) 8. f2—f1, f7—f5! 9. Da4—h5, c7—c5!; 10. —0—0, 97—96; 11. La5Xe7+, TdsXe7; 12. Th5—h6+, Kf8—98: 13. h1—h5, De7—a7: 11 Dh6—45, Sb8—c6: 15. Sal—f3, c5di: 16. Sf3Xdl, Sc6Xdl; 17. h5—h6, Da7—f7: 18. Tdl d4, b7—65; 19. Lf1—d3, 3d7—c5! (Dies treibt den weißen Angriffsläufer zurück, worauf Schwarz das Schlimmste überstanden hat) 20. Ld3—c2, Lc8—d7(Nicht so sort Kf8? wegen 21. Dd8+, Des; 22. Df6+ und Weiß gewinnt) 21. 42—94, Kas—f8! 22. 91Xf5, 96Xs5: 23. Le2—h5, Df7—e7: 21. Thl—a1, De7Xa5: 25. 14Xa5, Ld7—e8(Erzwinat ein klar gewonnenes Endspiel. Freibauer s5!); 26. Td4—h4, Le8Xh5; 27. Th1Xh5, Kf8—f7(Der schwarze König, der so vielen Gefahren standge halten hat, geht nun selbst zum Gegenangriff vor); 28. Sc3—e2, Th8—48; 29. Se2—fl, 3c5—e4; 30. Kcl—d1, Ta8—c8(Gewinnt ein wichtiges Tempo, da nun erst der Bauer c2 gedeckt werden muß); 31. c2—c3, Se4—s2+; 32. Kdl—e2, 12f2—41! 33. Tg1Xa1(So gut wie erzwungen, da Tet nebst Tel drohte) 33.. f5Xa4; 31. Ke2—f2, Tc8—c1: 35. Kf2—93, Te4—e4 und Weiß gab auf, da das Endspiel nicht zu halten ist. (Anmerkungen von K. Gießler.) Bezirksnachrichten Aus technischen Gründen ist die Einteilung des Bezirks geändert worden. Die Unterbezirke Berg und Solingen sind vereinigt worden zu einem Unterbezirk„Berg“. Leiter ist W. Brattia, Zolingen. Die beiden Cronen berger Vereine sind dem Unterbezirk Wuppertal zugeteilt worden. Der Bezirk Bergisch=Land zerfällt demnach in die drei Untervezirke Wuppertal, Berg und Niederberg. Im Spieljahr 1935 36 werden die Kampfe um die Meisterschaft des Niederrheinischen Schachvervandes durch Bezulmannschakten ausgetragen. Vorschlage fur die Aufstellung einzelner Spieler und auch für die Zusammensetzung der ganzen Mannschaft sind erwünscht. Die Austragung der Mannschaftskampfe um die Bezirksmeisterschaft ist neu geregelt worden. Zugelassen sind nur Vereinsmannschaften. Die Spiele, die am 1. September beginnen, werden in vier Klassen ausgetragen. IIn der Bezirksklasse spielen die stärksten Mannschaften des gesamten Bezirksgebietes. Die Spiele der A=, B= und C=Klasse werden innerhalb der einzelnen Unterbezirke ausgetragen. Der Zieger in der Bezirksklasse wird Bezirksmeister. Die Sieger der A=Klasse in den drei Unterbezirken erhalten die Berechtigung, mit den drei letzten der Bezirksklasse um den Aufstieg zu spielen. Meldung der Mannschaften bis 20. August. Die Namen der Spieler(10) und von 5 Ersatzleuten sind vis zum 5. SSeptember zu melden. Anzugeben ist dabei, in welcher Klasse zu spielen gewünscht wird. Die endgültige Zuteilung der gemeldeten Mannschaften zu einer bestimmten Klasse erfolgt durch die Bezirksleitung. Die Schachaesellschaft Obligs gewann einen Freundschaftswettkampf gegen die Schachfreunde Solingen 1929 knapp mit 91/:7½. Der Vohwinkeler Schachklub 1929 gewann einen Freundschaftswettkampf gegen den Schachklub„Anderssen“ Barmen mit 7:3. Kurze Schachnachrichten. In Hagen findet vom 25. Juli bis 3. August der 13. Kongreß des Westsälischen Schachbundes statt. In den diesjährigen Länderkämpfen, die vom 6. bis 31. August in Warschau ausgetragen werden, kampfen 20 Länder: Amertka, Tschechoslowakei, Polen, Frankreich, Schweden, Dänemark, Norwegen, England, Italien, Lettland, Litauen, Finnland, Estland, Rumänien, Südslawien, Oesterreich, Ungarn, Irland, Palästina und Argentinien. Estland gewann einen Korrespondenzkampf gegen Schweden mit 8½:3½. Im Turnier um die Meisterschaft von Italien siegte Sacconi mit 9½ Pkt. vor Romi und Rosseli del Tures je 9, Monticelli 8½. Meister von Dänemark wurde zum 11. Male Andersen. Lilienthal gab in Moskau eine Simultanvorstellung an 155 Brettern, die über 9 Stunden dauerte. Ergebnis: gewonnen 97, remis 32, verloren 26 Partie Nr. 483 Bearbeitet von P. Wächter Bei den Wettkämpfen der Berliner Schachmannschaft auf der Rundreise nach Hannover— chum— Essen— Hamburg fiel der talentierte Wildschütz auf, der seine Partien im besten Stil gewann. Hierbei wurde auch die folgende Parlie beim Wettkampf gegen Niederrhein in Essen gespielt. Weiß: Wildschütz Schwarz: Engert (Berlin)(Dusseldorf) 1. e2—e4, e7—e5 2. Sg1—f3, Sg8—f6 3. Sb1—c3, Sb8—c6 4. Lf1—b5, Lf8—b4 0—0, Sc6—d4?(Im 4. Zuge war Sd4 moglich und wird auch gern gespielt. Jetzt ist der Zug jedoch ein kaum noch gutzumachender Fel ler. Richtig war 0—0.) 6. Sf3/d4, e5d4 7. e4—e5!, d4c3 8. b2xc3, Lb4—e7 9. e5xf6, g1xto (Leider notwendig, denn nach LXf6 kâme 10. La3! und Weib gewinnt durch Telt usw. Jetzt zelgt sich, daß dle Rochade Im 4. Zuge unbedingt erforderlich war.) 10. d2—d4, c7—c6 11. d4—d5!!! (Halt den Vorteil fest, der sich nach 11. Ld3, d5 usw. verflüchtigen würde. Siehe Stellungsbild.) ABCOEFG 1.—„ Dd8—c7(Oder exd 12. d6! und Schwarz st verloren.) 12. Tf1—e1, d7—d6 13. d5Xo6, bIXo6 4. Dd1—f3, Lo8—b7 15. Dfxf6, Th8—g8 6. Lb—c4, d6d5 17. Lcl—f4, De—d7 8. L44—d6, 0—0—0(Schwarz kam nun zwar ioch zur Rochade, vermag jedoch den Verlust ler Partie nicht zu verhindern.) 19. Telxe7, Dd7xd6 20. Dfóxd6, Td8xd6 1. Le4—d3, c6—c5(Es drohte Tbi mit Verlichtung!) 22. Ld3xh7, Tg8—g7 23. Lh7—f5f, Ko8—b8 24. Tal-b1, Td6—b6 25. Tblxbó, alxb6 26. g2—g3 und Schwarz gab auf, denn die weißen Mehrbauern am Königsflügel gewinnen eicht. Problem Nr. 483(Partiestellung) Weib: C. W. Schwarz: Kostrowitzky. Diese Stellung entstand 1893 in Petersburg. Schwarz am Zuge setzte hier in glanzender Weise fort und errang einen groBartigen Sieg. Wie gewinnt der Nachziehende? Lösung zum Problem Nr. 482 l. f7—f8 wird Springer!, h3—h2 2. Dg1xh2 matt. Oder 1.—, Tf4 zieht beliebig 2. Dgl—94 matt. Oder 1.—, Se6 zieht beliebig 2. Dgl—g5 matt Oder 1.—, Kh4Xh5 2. Sh7—g5 matt. Moden für hochsommerliche Tage Vom praktischen Laufanzug bis zum duftigen Hochsommer=Abendkleid legt die Mode viele Stationen zurück. Dabei wechselt sie nach Bedarf ihren Stil, den Frauen Gelegenheit gebend, sich jederzeit so anzuziehen, wie es für sie am kleidsamsten und für die Gelegenheit am passendsten ist. Einfache Tageskleider bleiben sportlich. Man hat die Wahl zwischen bunteren, in vielen lebhaften Farben gestreiften und neutraleren in feinen Herrenhemdstreifen. Schlank und gerade ist ihre Machart, mit Falten im Rock und einem netten weißen Kragen. Es gibt diese unentbehrlichen Kleider für heiße Tage in vielen Abwandlungen. Hauptsachlich aus Kunstseidenkotelee, aber ebenso aus Reinseide und aus Baumwollstoffen. Gleichfalls im sportlichen Geschmack halten sich Laufanzüge, bei denen über einen karierten Rock eine jackenartige Kasack aus naturblondem, grobfädigen Leinen gezogen wird. Zu den modischen Neuheiten des Sommers gehort es, die Falten des Rockes unterhalb der sie bis zum Knie befestigenden Steppnaht ungebugelt ausfallen zu lassen. Tadurch erubrigt sich jede uns fruher geKostümchen von jugendlichem Aussehen, die bis in den Herbst hinein gern getragen werden dürften. Wer auf diesem Gebiet ganz sicher getipt haben mochte, nimmt sie schon nicht mehr aus einem sommerlichen Material, sondern geht bereits zu Wollstoffen über. In beiden Fällen ist reich angewendete Stepperei ein von der Mode begünstigter Aufputz. Stepplinien begleiten die Rander und treffen sich in hubschen Mustern an Taschenpartien und Aufschlägen. Dem sommerlichen Charakter entsprechen die offenen Formen der Jäckchen. Ohne Verschluß hängen sie lose über dem knapp sitzenden Kleid. Ihre großte Weite befindet sich im Rucken, wo der Aus Tupfenstoff eer Eleib mu gefaltetem Kragen und großen Enopfen als Verschluß. Ullstem=Schnut K 6715 Zesehnungeni K. K. PothReich abgestepptes Kleid aus ganz blassem hellblauem Kunstseidenleinen mit abnehmbarem Cape Ullstem=Schnitt K 6693 Aber einem Kleid mit duftiger Haisaarnitur em im Rucken weites offenesJackchen Ullitein Schnittmuster K 6696 Sportliches Tageskleid aus buntem Streifenstoff mit weißem Kragen. UllsteinSchnutmuster K 6706 Carierter Rock, dessen Falten ungebugelt bleiben, und Kasack aus Leinen. Ullstem=Schnut K 6688 läufige Sorge, ob die schon eingebügelten Falten rocke ihre tadellosen Kniffe bei feuchter Witterung behalten werden. Den Übergang vomsportlichen zumgarnierten Kleid bilden sommerliche Complets aus kunstseidenem Leinen oder kunstseidenem Panama mit kleinen Jäckchen oder kurzen Capes. Reizende meyr oder weniger glockige Schwung die Modelinie unterstreicht. Schmeichelnde Halsgarnituren befreien das Kleid von der Strenge sportlichen Stils, machen es weicher und zugleich nachmittäglich angezogener. Kleider aus Tupfenstoffen in allen Großen, vom Sprenkel bis zum kleinen Luftballon, haben Offen hangend. sommerlicher Complermantel, mem oder sonnengelb, über dunklen Kleidern. Ullstem=Schnitt M 2348 der neuen blusig gezogenen Machart. UllsternSchnutmuster K 6713 zwar preite, faltig gelegte Kragen und purnae Bauscharmel, aber als Verschluß so große Knopfe, wie wir sie sonst nur bei Sportmodellen kennen. Tagegen werden geblumte Kleider aus Kunstseide und dem neuerdings knitterfesten Vollvoile sehr fraulich gearbeitet. Ihre weiche zu Reihfalten gezogene Fülle des blumigen Stoffes gibt wieder ein ganz anderes Bild von der heutigen Mode. Während man zum geblümten Kleid die dunkle Taftjacke sieht, zeigen dunkle Kleider Jacken aus weißem Seidenrips, Leinen oder aus sonnengelben leichten Wollstoffen. M. CI. Gesunde Familien Zum Ausgleich der Familienlasten. Der Lastenausgleich zu Gunsten ervgesunzer kinderreicher Fanntien ist zur Naturnotwendigseit geworden. Die Familie ist der Mittelpanli, in dem in göttlicher Erdvervundenbeit die Kraft megt. die Saat zu bereiten. Es ist wont der Primitivste Wunsch, wenn man einen Garien hat, den auskeimenden Wflanzen zum Licht ju verhelfen. Schon der Selbsterbaltungstriev m Hinblick auf die Ernte, gibt der Arveit Sinn und Richtung. Jetzt, wo die Mutlosigkeit von uns genom men ist. wo der Führer selvst Weavereiter und Gärtner war, steht alles in starter Leuchttraft des Iunaseins. Die um 1923 ihren Levensvund schlossen, als die Erdkraft in starten Fesseln lag, werden den Lastenausgleich am meinen empfinden. Die Schreckwisse des Krieges haben ihrer Jugend den frohen Mut getähmt, die Inflation dat ihnen meist das erervte Gut genommen. A4 das, was in den 10 Jahren vor dem Weckruf des Führers lag, hat innen die Reife gegeven mitzuhelfen am Ausvau und, sei es nur an kieinem, in der Urzeue des Staates, der Familie Wenn diese Arbeit unterstützt wird, indem man der tinderreichen Familie einen gewissen Lastenaus gleith schafft, so wird es sicher dantvar anfgenommen. Auf den Familien baut sich der Staat auf. Wenn sie sich gesund entwickeln können, dann werden sie zu Bausteinen, die zusammen genommen— cin festes Gefüge werden, um den Ztit. men zu trotzen, denen wir innerlich und äußei lich gewachsen sein müssen Gesunde Familien bedingen ein aufvan jähiges Volk. Doch je größer sie sind, um in er= die: schwerter sind die Levensvedingungen. Die breite mut Masse leidet darunter. Ist der Vater arvelslos und es sind 1 ja auch 6 Kinder da, dann vermit telt der Staat innen die äußersten Lebenvedingungen, die taum über der Grenze des Eristen;minimums liegen lönnen. Welch iulles Heldentum obliegt einer solchen Mutter. Daß man ihr tragen bilft, indem man die Ninder aufs Land verschickt, inr selbst eine sittererholung gönnt, sind weseniiche Failoren, die erleichtern beisen. Die Beamten haven in der Kinderzulage in ciwas den wenn auch geringen finanzenen Ausgleich. Doch müssen wir mit 50 Prozent Familien rechnen, die aus privaten Unternen mungen ihren Levensunterhalt schöpfen, und die nur durch die verminderie Steuer als Lasten ausgleich bedacht sind. Die Levensart in der Jamilie wo kein Kind oder nur eins ist, ist eine andere. Meist ist die Angst vor der zu vohen Be laitung ein Hinderungsgrund, dem MeyrKinder=Zpstem“ näher zu treten. Zweck und Ziel sind der Ebe dadurch genommen und dem Volle der Aufvau. Die Natur verlangt eine Weiterentwicktung und Fortpflanzung, und ist der Urtern gesund, dann sind wir verpflichtet, der Natur nicht durch falsche Einstelung ent negen zu arbeiten. Wir bringen uns um togeue Werte, setzen dem Stammbaum kein neues Reie auf, wir helfen auch dem Staate nicht, in den wir leben, zu entwicktungsfäbiger Kraft. Der Staat ist bemüht, die Bindungen zu schaffen, dic ein Volk braucht, und je meyr die Entlastungs froge atut wird und sich zu Gesetzen formt, wir evensfänigkeit gebessert und Hoffnung und zur Weiterentwicklung gelegt. E. W. W. Mit Rat und Tat Mittel gegen raune Hände. Man int 15 Gramm Bienenwachs in ein Gesaß und fügt die gleiche Menge Clivenöl vinzu. Nun stellt man das Gefäß in einen größeren Topf mit kochendem Wasser und laßt es darin, bis das Wachs sich aufgelöst hat. Dann läßt man die Creme sest werden und reibt jeden Abend vorm Schlafengeben die Hände gut damit ein. Diese serbit vergesteltle Creme hat den Vorzug großer Billigkeit, außerdem aner wird auch eine sehr raube Haut bei dieser Behandlung schnell zart und geschmeidig. Wolle, Filzhüte, Thermosflaschen im Sommer. Die Wollsachen des Winters müssen, falls man es noch nicht getan haven sollte, setzt unvedingt aus den Schränken genommen werden. Man packt sie feit in mehrtach zusammengelegtes Zeitungspapier ein und gibt in jedes Waket etwas Kampfer. Man leat sie dann in aut schließende Schachteln oder Kisten und kann sie auf dem Boden oder im Keller ausvewahren. Man vermeidet auf diese Weise, daß Motten vineinkommen.— Die heilen Filzyüte vom vorigen Sommer, die nicht mehr sehr ansehnlich sind, soll man deshalb nicht wegwerfen, sondern nur mit gewönnlichem Kochsalz und einem erwarmten trockenen Tuch abreiven. Meist wird der Hut nach einer solchen Abreibung wie neu aussehen.— Hat man die Thermosflaschen, die man setzt zu Ausflügen penutzen will, während des Winters nicht gebraucht, fo muß man sie, ehe man sie in Benutzung nimmt, sorgialtig reinigen. Man mut zu die“* Zweck etwas Salz und Eisig hin ein. Man ittelt die Flasche dann tüchtig und spült sie mit sauberem Wasser gründlich aus. Ter unangenehme Geruch, der den Thermos floschen nach der Winterruhe oft anhaftet, werd domit verschwunden sein. Kleine Winke für die Küche. Hat man zähes Fleisch erwischt, so soll man dem Nochwasser etwas doppelkoblensaures Natron zusetzen. Will man zahe Fleischscheiben braten no legt man sie vorher auf einen Teller, auf den man etwas Olivenöl und einen Eßlöfsel Eisig actan hat. Tas Fleisch muß eine halbe Stunden auf jeder Seite in dieser Mischung liegen.— Beim Kochen von Fischen soll man einen Teclöisel Eisig in das Kochwasser tun, dadurch wird das Fischfteisch weiß und fest. Wennun Apfelsinen schwer schkalen lassen, so rollt man sie vorber träftig zwischen den Händen. Tann acht das Schälen ganz leicht. Salz als Kühlmittel. Beim Kochen von Eiern soll man immer etwas Salz in das Kochwasser tun, da dadurch das Platzen der Eier oder doch das Auslaufen verhindert wird. Wenn man irgendwelche Gerichte zum Abkühlen in Wasser stellt, so geht die Abkübtung schneller vor sich, wenn man in das Wasser Salz tut.— Beim Braten von Fleisch soll man etwas Salz ia die Braipfanne tun: dadurch wird das unangenyme Spritzen des Fettes verhindert.— Bei großer Wäsche tut man aut, eine Hand voll groves Salz in den Wasch zuber zu wersen, da man dadurch die Hände shont. „Theater des Westens“— Reichsvollsoper Das Berliner„Theater des Westens“ in der Kantstraße, das schon in den letzten Jahren Opernaufführungen brachte, wird vom Beginn der neuen Spielzeit ab(15. September) als Reichsvolksoper geführt werden. Zum Leiter wurde der bisverige Danziger Generalintendant, Generalmusikdirektor Erich Orth mann(im Ausschnitt), bestellt. Weltbild, Scherls Bilderdienst, M.) „Sommerblumen am Funkturm“ Der leute Weg der Opfer von Dortmund Mengede. Die Beisetzung der 15 Bergleute, die bei der Schlagwetterkatastrophe auf Zeche„Adolf von Hansemann" den Tod fanden. Am Grabe ergriff Reichsorganisationsleiter Dr. Ley(Mitte) das Wort, um der auf dem Felde der Arbeit gefallenen Kameraden zu gedenken.(Weltbild, M.) Keorl— Minister für lirchliche Angelegenheiten. Neuer Weihbischof von Trier, Dem Reichsminister ohne Geschäftsbereich Kerrl Der Domkapitular und Geistliche Rat Fuchs in sind die kirchlichen Angelegenbeiten übertragen Trier ist vom Papst zum Weihvischof von Trier worden, die bisher im Reichs= und Preußischen ernannt worden. Im Jahre 1876 in Koblenz Ministerium des Innern sowie im Reichs= und geboren, war er vor dem Kriege lange Zeit in Preußschen Ministerium für Wissenschaft, Er= Holz bei Saarbrücken, spater in Neuwied tatig. ziehung und Volksbildung bearheitet wurden, 1927 kam er nach Trier, wo er vor zwei Jahren (Deutsche Presse=Pyoto=Zentrale, M.) als Organisator der Wallfahrt zum Heiligen Rock hervortrat.(Weltbild, M.) Eine böhmische Grdentmedallle für die Brüder Grimm. Der nordböhmische Verein für Heimatforschung und Wanderpflege hat in der tschechoslowakischen Staatsmünze eine Gedenkmedaille für die Samm ler deutschen Märchenguts, Jakob und Wilhelm Grimm, prägen lassen. Anlaß hierzu boten die beiden Gedenktage des vergangenen Winters: Der 16. Dezember 1934 war der 75. Todestag von Wilhelm und der 4. Januar 1935 der 150. Geburtstag von Jakob Grimm. bid Rew Dork Times, M.) Die kleinste Schneilzugslokomtine der Welt, die dem Original maßstäblich genau bis in alle Einzelheiten nachgebildet ist. Die Maschine ist 26.5 cm lang, ihre Spurweite betragt 1,6 cm, ihre Zugkraft 2 kg. Sie ist in 1000 Arbeitsstunden von einem Berliner angefertigt worden, einem ehemaligen Fleischer, der infolge einer Kriegsverletzung seinen alten Beruf nicht mehr ausüben kann und nun durch Modellvau seinen Unterhalt zu verdienen sucht.(Weltbild, M.) neißt die riesige Blumenschau, die auf dem Berliner“ ssegelände geschaffen und am 20. Juli croffnet wurde. Etwa eine Million Pflanzen werden hier mit ihren ungezahlten Blütenmassen den Besucher entzücken. Das Typische an der Schau ist die Einteilung in einzelne Blumenhöfe besonderen Charakters, von denen einer bier gezeigt wird.(Atlantie, M.) Zum 16. Rhon=Wetthewerb, der den-Sonnag beginwe Segefleggr Aber den Walterthrva,(Saud do4 S49StleCardenemat) Vo Ansere Bankd Edith Geschi Rotfa komm sperte derun Aber Ta ja so einen wohnt darun Amer ich di zu, de Hand Stopt diert: chen" der stiege anito mehr Schan die Ting Tan „Onk Klein und aber Wies ein n abrur Die (bras ertaler Stadtnachrichten Samstag, 20. Juli 1935 v Ringel, ringel Rose 14 Vor einigen Tagen war ich einmal bei inseren kleinen Kindergartenleuten. Gerade Als ich kam, saßen sie fein artig auf ihren Bankchen und Stühlchen rund um die Tante Edith herum und ließen sich von ihr die schöne Geschichte erzählen, wie der bose Wolf das liebe Rotkäppchen frißt, und wie der Onkel Jäger kommt und es wieder rettet. Die kleine Bande sperte ihr Mündchen auf vor lauter Verwunderung und möchte immer noch mehr hören. Aber nun heißt es: So, nun könnt ihr spielen. Da rennt alles davon. Im Sandkasten ist's ja so schön! Burgen kann man da bauen und einen„Hohenturm“, Häuser, in denen man wohnt, oder man holt sich ein Stüblchen, baut darum eine Eisenbahn und fährt dann nach Amerika oder Berlin. Voller Andacht schaue ich diesem Gekribbel und Gekrabbel im Sand zu, da fast auf einmal von hinten einer meine Hand. Als ich mich umdrehe, steht ein kleiner Stoppen von 4 Jahren vor mir und kommandiert:„Tomm. Onkel, schaukel-schaukel machen“, da muß ich nun wohl oder übel mit zu der großen Schankel. Alles ist schon eingestiegen und wartet nun auf jemanden, der sie anstößt, und dazu bin ich auserkoren. Je mehr ich anschiebe, um wo höher fliegt die Schaukel, und umso mehr schreit und jauchzt die kleine Gesellschaft.„Onkel, wenn ich Tingelingeling sag, muß du einhalten!“ Tann sagt die Eva Tingelingeling und der „Onkel“ gehorcht.„Alles aussteigen!“ schreit Klein-Epa,„jetzt sinn wir in Amerikanaan und müssen Mittagessen“. Das Mittagessen aber isfnoch nicht fertig und muß erst auf der Wiese Koflückt werden. Als Vorspeise gibts ein weinz Geschrei, denn jeder will gerade das abrupfen, was der andere soeben gepflückt hat. Die Hauptmahlzeit besteht aus einer Handvoll Gras, garniert mit Blümchen, als Nachspeise läßt einer den anderen an seinem Blümchen riechen, anschließend wieder Krach, weil einige hierbei ihre Partner auf die Nase gestoßen haben. Deen steigt alles einig wieder in den „Schaukel=Piff=Puff“, und die Rückfahrt nach „Barmen, wo meine Mutti wohnt“ wird angetreten. Selbstverstärdlich erietzte ich hierbei wieder die Zugmaschine und stoße an, wahrend die Rasselbande versucht, mich an den Haaren zu ziehen. Mitten auf dem Spielplatz in der warmen Sonne, putzig in ihren Turn=, Spiel= und Schwimmhöschen aussehend, spielen einige „Ringelreihen": „Ringel, ringel Rose, Butter in die Dose, Eier in den Kasten, Morgen wolln wir fasten. Uebermorgen Lämmlein schlachten, daß soll sagen maaääaaah!!!" Einer kommt zu Tante Edith und weint: Fritzken hat mich deschlagen.„Ach was“, sagt die Tante,„da weint man doch nicht gleich, du bist doch schon ein großer Junge, der tut sowas doch nicht!“ Sofort hört der Bommel auf mit schreien, er wird ordentlich ein Stückchen größer und marschiert. Aber nicht immer ist ein Kummer, den ein kleiner Mann oder so ein kleines Mädelchen hat, so leicht beseitigt wie bei diesem kleinen Burschen, oft muß die Lante gut zureden und trösten, damit der Schmerz vergessen wird. Es gehört bestimmt besondere Begabung und eine recht große Geduld dazu, um alle diese kleinen Leute zufrieden zu stellen. Als ich den Kindergarten wieder verlasse, ruft mir mein kleiner Freund von der Schankel zu:„Tomm aber bald wieder, Onkel, dann machen wir wieder schaukel-schaukel!“ Dann winkt er mir noch lange nach, bis ich um die nächste Straßenecke verschwinde. —ff— RASIERCREME macht das Rasieren zum Genuh. Grohe, langreichende Tube 50 Pf. Wohnungsvermietung im Notnandsgebiet Ein wichtiger Erlaß, der Wuppertal angeht. Durch Erlaß des Minister des Innern vom 16. 7. 1934— 4a 1 18531— ist die Stadt Wuppertal als Notstandsgebiet erklart worden. Gemaß§ 33 der Reichsgrundsätze über Voraussetzung,. Art und Maß der öffentlichen Fürsorge vom 4. 12. 1921 in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. 8. 1931 und der Verordnung vom 10. 2. 1931 have ich am 3. 8. 1931 angeordnet, daß 1. Personen, die nach dem 1. Angust 1931 in den Stadtbezirk Wuppertal zuziehen, keine Un terstützung in offener Fürsorge erhalten, wenn sie oder ihre Familie beim Juzug nach Wuppertal bilfsvedürftig sind oder es während der Gel tungsdauer der Verordnung vom 10. 2. 193 werden: 2. daß diesen Hilfsvedürftigen nuer die geschlossene Fürsorge anzubieten ist, und 3. nur in Sonderfällen, die ausdrücklich als solche anerkannt werden müssen, Barunter siutzung aczahlt werden kann. In Avänderung dieser Anordnung wird hiermit bestimmt: Die Barunterstützung für alle nach dem 1. Februar 1935 zugezogenen Personen wird während der Dauer der Gültigkeit der Verordnung vom 10. 2. 1931 im Falle der Hilfsbedurftigkeit in den unter 3) bezeichneten Sonderfällen in der allgemeinen Fürsorae um ½ gekürzt. Ich fordere alle Hausbesitzer und Vermieter Wuppertals auf, keine Wohnungen oder Zim mer an von auswärts zuziehende Familien oder Personen zu vermicten, wenn diese arveits= und mittellos sind oder den Umständen nach angenommen werden kann, daß sie nicht in der Laae sind, onne Inanspruchnahme öfsentlicher Mittel die Miete zu zahlen. Das Wohlfahrtsamt wird in solchen Fällen keinerlei Mietbeibilfen oder Unterstützung zahlen. Der Vermicter läuft also Gefahr, für die von ihm vermieteten Räume irgend ein Entgelt nicht zu bekommen. Der Barmer Museumsverein tagte Der Stadtische Museums=Verein Barmen wird im nächsten Jahr auf ein 50jahriges Bestehen zurückblicken. Er wird diesen Abschnitt in einer verdienswollen Arbeit nicht mit rauschenden Festen begohen, sondern still und bescheiden in dem Bewußtsein, ein Menschenalter lang und mehr seine Pflicht am kulturellen Gut seiner Heimat getan zu haben. Die reichbaltigen, meist naturkundlichen Sammlungen in den nun schon lange zu eng gewordenen Näumlichkeiten in der Schafbrücke entzücken immer wieder den Brsncher, der sich in sie vertieft und aus ihnen fernt, daß auch der Mensch nur ein Teil der Fotur ist. Am gestrigen Freitag hielt der Verein seine Jahreshaupwersammlung ab, die in der Hauptsache Rechenschaft ablegte über den Ablauf des letzten Jahres und darüber hinaus einen Ausblick aab auf das kommende Juviläumsjahr. Der scit Jahren um das Museum sehr verdiente Konservator der Sammlungen, Simm, erstattete cden Jahresbericht, der im Ganzen einen erfreulichen Ausblick erlaubte. Der früher recht karge Besuch des Muscums— im Berichtiahr 1931 besuchten 18 Schulklassen mit 471 Kindern die Sammlungen— hat 1935 eine fühlbare Belebung erfahren. Die besuchende Schülerzahl stieg auf 730 und ebenso ist die Zahl der erwachsenen Besucher merkvar größer geworden. Dieser Lichtseite siehen allerdings nicht kleine Schattenseiten gegenüber. Die Näume genügen nicht mehr für die Zwecke des Museums. So ist es beispielsweise nicht möglich, Spezialgebiete, die besonders für unsere Schulen von großem Anschauungs= und Lehrwert waren, zur Schau zu bringen, weil für die übrigen Sammlungen keine Abstellräume zur Verfügung stehen. Es bleibt zu hoffen, daß in dieser Hinsicht das kommende Jubilaumsjahr eine Aenderung brinat und daß dem Museum endlich die Anerkennung zuteil wird, die es um seines uneigennützigen Arheitens wilsen verdient. Freunde der Heimat und der Natur haben auch im vergangenen Jahr wieHerrliches Sauerland Erlebtes und Erlauschtes von einer Studienfahrt des Wuppertaler Verkehrsvereins durchs Sauerland und nach Soest Bei den vielen Leuten, die am Donnerstagmorgen am Thalia=Theater und am Altenmarkt in Barmen auf die Antobusse warteten, gab es eigentlich nur ein Thema:„Wie wird das Weiter?" „Na ja, eigentlich ist es ja so viel schöner, wenn es nia so warm ist." „Ja,“ meinte ein ganz Vorsichtiger, der sich für alle Fäue sichern wollte,„wenn es zwischendurch einmal ein bischen regnet, das ist als Abkuhlung ganz neit. Er war aber doch nachner froh, als es überhaupt nicht reancte. Damit wariete Petrus vis zum spaten Avend, als die vollbesetzten Wagen über die westfalischen Land straßen wieder nach Hause rollten. Aber es war auch tatsachlich eine nicht zu verkennende Annenmlichkeit, daß es etwas abgetunlt war, denn bei der Tropenvitze der vergangenen Tage ware doch wohl diese verrliche Fayrt eine kleine Strapaze geworden. * Als sich um 8 Uhr die Wagen in Beweauna setzten und nach einer kleinen Unterbrechung in Langerfeld, wo noch ein paar Mitfahrer aufac nommen wurden, über die wundervollen Honen des Beraischen Landes auf Ludenscheid zufuhren, da war schon eine Stimmung da, die für den Verlauf dieses Tages das Beste ernoffen ließ. Und wir wollen gleich vorweancymen, diese Hoffnung wurde nicht betrogen. Im schonen Tempo, nicht zu schnell, aina es über die Höhen, durch die Taler, bis man etwa vei Lüdenscheid die ersten Ausläufer des Sauerlandes erreichte. Durch das freundliche Städtchen Halver geht es dann talav nach Werdobl. Tort ist reichlich Gelegenheit gegeben, die Beine zu vertreten. In mehreren Avteilungen werden große Werke der Metallindustrie besichtigt. Wir, die wir hier im Tale doch nur mit der Tertilindustrie in Berührung kommen, sind natürlich sehr interessiert an dieser uns fremden Arbeit. Es ist für einen Laien ja auch ziemlich erstaunlich, wenn plötzlich aus einem großen, glübenden Eisenblock im Bruchteil einer Minute eine langes Rolle dünnen Bandstahls wird Oder für die vielen Hausfrauen, die an der Fahrt teilgenommen haben, wird es wonl auch ebenso interessant gewesen sein, in einer Aluminiumfabrik einmal zu sehen, wie Kochtöpfe hergestellt werden. * Dann nimmt uns wieder der Bus auf und mit der Unterstützung einer Harmonika wird der Abschied vom gastlichen Werdovl leichter. Es ist eine herrliche Fahrt zwischen den steiten Hängen des Sauerlandes, die dicht bis zu den Kuppen mit großen, fast nach Schwarzwald anmutenden Tannen bestanden sind. Schnell ist das nächste Ziel, Sanssouci, kurz hinter Balver am Eingang des Hönnetales, erreicht, und hier be stätigt sich wieder bei den beiden Stunden Mittagsrast, daß der Wunsch, den der stellvertr. Vorsinzende des Verkehrsvereins, Herr Wülsina. am Morgen ausgesprochen hatte doch auch in Er füllung gebt. Es sind wirkliche Stunden„sans souci“, ohne Sorgen. Manchem ist die Rast noch nicht intensiv genua, und nach dem Essen sieht man manchen wackeren Familienvater einige Schritte in den weiten Garten tun, um sein gewoyntes Mitttagsschläschen zu halten. Warum auch nicht, es ist ihnen gegönnt gewesen. Aber die Hupen der Busse rufen unerbittlich, und manches schöne Nickerchen muß unvarmberzig abgebrochen werden, oder sagen wir besser unterbrochen, denn in den Wagen werden sie meist fortgesetzt. Die anderen aber, und das sind doch die meisten, genießen die herrliche Fahrt durch die Berge. Ta laucht plötzlich unten im Tale Arnsberg auf. Schon von weit her grüßt das große braune Gebände der Regierung. Durch die engen winkligen Straßen lavieren wir mit den großen Wagen hindurch, und dann geht es auf die große Straße, die am Hang des Berges entlang auf die Kammnohe des Arnsberger Waldes führt. Der herrliche Wald, der so in erhabener Mittagsruhe dalicat, ist wohl für manchen der Teilnehmer ein echtes Naturerlehnis geworden. Als der Spiegel des Möhnesees durch die Bäume schimmert und sich dann in seiner ganzen weiten Fläche darbietet, entringt sich ein allgemeines„Ab!“ den entzückten Mitsahrern. Im Nu gehts über die große Brücke bei Delecke. Schon steht man wieder vor einer gedeckten Tafel und laßt sich einige Minuten später unter herrlichen alten Bäumen den Kaffee munden. * Aver lange können wir an diefem herrlichen Fleckchen nicht verweilen, die Zeit drängt und wir wollen noch etwas von Soest mitbekommen. Ueber die Soester Borde, wo das Getreide schon gemäht ist oder doch in schwerer Reife auf den Halmen steht, tragen uns die Wagen hinein nach Soest. Die dicken Wälle, die zum großen Teil noch erhalten sind, und die kleinen altertümlichen Häuser verraten gleich bei der Einfahrt den mittelalterlichen Charakter dieser Stadt. Am Patroklus=Dom erwarten uns schon unsere Führer, die uns zu all den Schönheiten, die die alte Hansestadt Soest in ihren Mauern birgt, bringen sollen. Sie tun das mit einer solchen Liebe, deren nur der dort Gevorene fähig ist, so daß diese Besichtigung in Wahrheit der Höhepunkt der Fahrt, wie vorgesehen war, wurde. Müde und doch bereichert von all dem Schauen finden wir uns in der Abendstunde wieder zusammen und tauschen die Erfahrungen über das Geschaute und Erlebte aus, und daß dabei„die Becher kreisen“, ist wohl selbstverständlich, sonst wären wir ja nichi von Wuppertal gekommen. * Es ist schon spät als wir aufbrechen, und in der rasch bereingebrochenen Dunkelheit geht es schnell durch die Ebene der Ruhr hin. Jetzt kommt der erste Regen, für den wir nur ein schadenfrohes Lachen haben. Denn uniere Fahrt hat er nicht gestört. Hier und da werden noch einige fröhliche Lieder gesungen, aber langsam wird man stiller. Es war doch ein wenig anstrengend, aber zwischendurch hört man immer wieder: Schön warts doch! Und das ist ja auch die Hauptsache. R. B. mmmn derum mancherlei beigetragen, die Sammlungen zu vervollständigen, sei es durch leibweise Her aabe naturkundlicher Objekte, sei es durch Geschenke. Wenn Platz dafür geschaffen werden kann, wird vielleicht schon in nächter Zeit eine Sammlung von Soldatenhelmen aus der Vorkriegszeit zur Aufstellung kommen, die zweifellos in der Zeit der wiedergewonnenen Wehrvoheit allgemeines Interesse finden dürfte. Darüber chinaus zieht die Leitung des Museums in Erwägung, ob sich nicht durch die Einrichtung von Vorträgen und Führungen die Freude an der Natur allgemein beleben ließe, damit das Museum endlich den ihm gebührenden Platz im kulturellen Leben der Heimat erhalt. Der Glückwunsch der Staatsregierung Im Namen der Preußischen Staatsregterung hat der Polizeipräsident den Ehelenten Auaust Schmitz und Frau, Laura geb. Bott. Barmen, Schwelmerstraße 156, und den Eheleuten Emil Bähner und Frau, Auguste geb. Riemann, Barmen, Gronaustraße 42, zur Feier ihrer goldenen Hochzeit ein Ehrengeschent und Glückwunschschreiben überreichen lassen. ** Wilhelm Hein 65 Jahre alt. Der langjährige Sekretär der Ev. Arbeitervereine Rheinland Westfalen(jetzt Kirchlicher Männerdienst). Wilbelm Hein in Barmen, feierte am Donnerstaa. 18. Juli, den 65. Geburtstag. Er vertrat eine Reibe von Jahren den Wahlkreis Düsseldorf=West als deutschnationaler Abgeordneter im Preußischen Landtag. ** Antobusverbindung zu den„Heimatspielen" Lüttringhausen. Am Sonntag beginnen die Heimatspiele in Lüttringhausen. Aufgeführt wird das Stück„Schützen, Ritter und Rosen“ von Lehrer Paul Figge. Da. mie alljahrlich, mit starkem Verkehr von Wuppertal zu rechnen ist, wird die Autobuslinie Bhf. BarmenLüttringhausen nachmittags durch Doppelwagen verstärkt. Das Spiel beginnt punkt 16 Uhr. Die Autobusse verkehren von 11.15 Uhr ab alle Stunden ab Bhf. Barmen nach Lüttringhausen und von dort zurück nach Barmen. ** Vom Auto angefahren. Heute morgen gegen 8.45 Uhr wurde in der Westkotterstraße eine Frau von einem Personenwagen angesahren. Sie wurde am Kopf und Armen verletzt und mußte sich zu einem Arzt begeben. ** Vor ein Anto gefallen. Gestern nachmittag fiel in der Westkotterstraße ein Betrunkener vor ein Auto. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er zum nächsten Arzt gebracht werden mutzte. ** Zusammenstoß. Heute morgen gegen 6 Unr srießen an der Ecke Lover= und Warthnrastraßs ein Motorrad und ein Lieserwagen zunammen, Das Motorrad wurde schnver beschadigt, so daß es abgeschleppt werden mußte. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, ** Zusammenstoßz. Gestern nachmittag stießen an der Ecke Schiller= und Unterlichtenplatzerstraße zwei Lieferwagen zusammen. Beide wuiden schwer beschadigt. Emn Fahrer erlitt so schwere Verletzungen, daß er zum Arzt asbract werden mußte ** Angefahren. Gestern nachmittag fuhr in der Unterdornerstraße ein Personenwagen beim Ueberholen auf den Burgersteig. Dabei wurde ein alterer Mann angefahren und schwer verletzt. Er mußte zum nachsten Arzt gebracht werden. ** Festnahme. Wegen Betruges wurde ein 36 Jahre alter Mann aus der Linienstraße festgenommen. ** Allerlei Diehereien. Am Steinweg drangen Diebe zur Nachtzeit in ein Schuhwarenlager ein und entendeten aus verschiedenen Kartons mehrere Paar Schuhe.— In der Schuchardstraße wurden aus einem Personenauto zwei branne Decken mit hellen Streifen entwendet.— In der Wichlinghauserstraße entwendeten Diebe aus einem Personenauto eine braune Hornhrille mit schwarzem Lederetni, einen Reisen=Druckmesser M grauem Wildlederetui, 3 Meter Seidenschnur und einen zusammenlegvaren Alumininmirinrbecher.— In einer Kaffeewirtschaft wurden von den Tischen drei braune, blaukarierte Tischdecken im Werte von 16 Mark entwendet. ** Schornsteinbrand. Gestern mittag brach in einem Hause in der Bartholomäusstraße ein Schornsteinbrand aus. Die derbeigerufene Feuerwehr löschte ihn. Größerer Schaden entstand nicht. * Vom Radfahrer angefahren. Gestern apend wurde in der Karlstraße gegen 19 Uhr eine ältere Frau von einem Radfahrer angefahren. Zie erlitt erhebliche Verletzungen. Der Radsahrer ist unerkannt entkommen. * Diebe im Auto. In der Schloßbleiche entwendeten Diebe aus einem verschlossenen Personenanto einen hellen Gabardinemantel mit Gürtel im Werte von 120 Mark. Veranstaltungen der ASSAp. Partetamtlichen Mitteilungen entnommen. Kreis Wuppertal DAF., Ortswaltung Elberfeld=Mitte. 21. Ju'i, 7 Uhr morgens, Antreten sämtlicher Teisnehmer für das SA.=Sportabzeichen, Prufungsschießen im Cleefkothen. Antreten in Uniform oder aber mit DAF.=Mütze, Gamaschen oder Sportstrümpsen am Neumarkt, Ecke Klotzbahnstraße. Meskendals Jull von Ernst Hartmann, Barmen. (7. Fortsetzung.) „Och," ment de Jull,„dä säßte tollt nit met — dat woar dá kromme Tips. Tä grienlacht bloß on freut seck, wanne tukieten darf, nue die angern seck verhauen. Dä Schliekenfänger wear woll dörch'et Fenster gesprongen sin, as du Kährut mattens.“ „Na, a Freud wars halt doch,“ satt dä Toni, „Prost Jull!"„Prost Toni!— sai es Toni, wat boß du forn Landsmann? Dine Sproke noh böf, du en Hess— stemmt dat?“, froaten de Jull. „Naa, naa, dös stimmt net, Bua! i bin ausm Bayerlande, aus Minka, oder München wies hochdentsch hoaßt. Zirtuskünstler bin i— Alrovat und Kettensprenger." Dä Jull flötten dorch de Täng.„Ach— setz kann eck beariepen, dat die fouf so polizig dörch'en Döarrahmen flogen!— Also op treue Fröndschaft, Toni!“ „Dös gilt, Freund Jull!“ Ze siceten aan on dronken ut. As de Weat neu getappt hatt frogaten de Toni:„Sag mal Jull, was hast' den Malefizkerlen denn toan, daß' goar so suchti san g'wesen auf di?" „Och die Bande woll meck es so richtig hoachnehmen, wegen en Sate, die dän aanix aangcht. Dat häv eck en tiedlang metgedonn, bis et meck du doll woat. Do häv eck däm Groatmuliasten cene gekleeft— domet fena die Klöpperei aan „Soso— i hob scho denkt, um a Madel is ganga!" De Jull schweeg förn Saenbleck on trommelten met de Fenger om Deich— hä woll nit jo rait rut met de Sprote.„Letzten Engs genget so ok öm en Wait", sait hä dann.„Siris, dös hob 1 doch g'wißt! Immer um die Weiberlen. gebes— is halt allemal so. Hast oanem sein Deandl ausg'spitzt, gell ja?!“ „Nee, nee, Toni, dat stemmt dotmol nit. Eck kall nit gään dovan, ower weil ve doch nu cnol Fröng gewoaren sind, well eck deck die verzwickde Gescuchte reitellen. Also paß op: Eck hatt meck op de Metimanner Kirmes em dollen Kopp met en weldfrömd Wait verlovt. Van meck ut woar dat mähr em Spaß passiert, ower dat Wait heet die Sate dotäänst genohmen on woll meck nu pattub hierroden. Et es en allernett Blag, en monter Dengen, wat jeder leep han mot. On eck nöhmet ok, wann eck bloß dat angere vergeeten könn." „Ah— du hast schon ein fests Verhältnis!? — Dann freili.“ „Dat hav eck es gehatt— onet netste on leevste Wait vande Welt. Bis gestern, do heet'et meck en Eimer Water öwern Balg ge schott!— Nu es natürlich alles ut. Toni, eck lann deck saien, eck haven Gest op meck, eck könn meck de Hoar utem Kopp rieten, wann eck blof aan die verfluchte Mettmanner Kirmes dent:“ „Hast' denn das Madel immer noch gern?“ „Ja, geweß, Toni— lewer as de ganze Welt! Dat es jo grad dat Verröckte. Ophangen soll me seck.— Gestern, wo eck so pleesternaat voar am stong, do hätt eck'et jo en de easchte Wut am leen sten ömgebrait. Eck hav'et aangebrollt, met us twei woar'et für ömmer ut on hav'et„Satan“ on „Fraumensch“ titeliert on wat nit all. Ower as minen Aanzug wier deug woar, do woar ok mine Wut wag. Am leepsten geng eck jo rower on sait am. dat eck am dan Eimer Water nit aanreknen woll -ower dat litt nu wier minen Dickkopp nit. Jedensalls, sovoll es secher, dat Lullu Leymann on eck. vie waren keen glöcklich Paar, dat sait of dam Lullu sin Vader." Wie'n Deuwel ut de Keste, so sprong dä Toni ende Laut.„Was hast' da g'sagt, Bursch?— Lullu Lehmann??“ Ha packten dan Jull aande Schollern on schöddelten'en, dat am Hoaren on Senn vergeng „So red doch, Mensch!! Tu's Maul auf!! — Lulln Lehmann hoaßt die Braut, die du net magst??“ „Jojo!!" reep de Jull, dá lanasam wier bi seck selwer kom,„nu breng meck bloß nit öm! Lullu Lehmann ut Berlin, sin Vader heet'en Scheetbude! Kenns du die dann?“ „Herraott— ob i die kenn?! Dös is ja mein G'spusi, mein liavs Herzenslullerl!!—Und du willst das Madel freigeben??— Mensch, Bruader her;! Teifelskerl, so red doch!— Freigeben willst's??“ „Ja geweß— lewer vandag wie moon!“ To nohm de Toni dän Jull em Arm on suchzten, dat de Fensterschiewen rappelten:„Juhuhu— duliö!!— In Gold möcht i di einfassen, Freunderl! Herr Wirt, noch zwei Halbe Bier— die zahl aber i!" Ze satten seck wier am Desch, steeten aan on dronken. Op emol kratzten seck de Toni hengerm Oahr, as wann hä öwer wat nohdait. Zag mal, Bua, ov mi das Madel ibahanpt noch liab hat— was moanst?— dös fallt mir mit oamal so heiß auf d'Seel.“ „Ower ganz secher heet deck dat Wait noch leev!— Dat schinnt meck jo bloß as Notstoppen aantusenn. Et heet doch bi us en de Stov gesait. et hätt enen„vam Bau“ ganz schrecklich leev gehatt, ower da„Schaute“ hätt am droppgesatt.— Dat vöß du doch secher gewesen?“ „Freili. freili!— der Schaute war i. Oba can Briafl hob 1 ihr g'schrieben, daß sie mir wieder guat sein möcht.—— Wenn i's nur g'wiß wissen tat, daß mir's Madel nir mehr nachtragt.— Die hot fei a sakrische Schneid, du!— a Kratzbürst'n sag i dir, die Lullu, da kannst' was derleben!"„Do häff keene SSorg, Toni,“ tüschten de Jull,„dat Lullu es öwerglöcklich, wann'et deck wier heet, dat hav eck doch gemerkt. Däm pickelten jo de dicke Tränen langes de Backen, as et sait, du wörsch äm ontreu gewoaren."„Is's wahr??“ reep de Toni,„dann muß ja all's wieder guat werrn!— Dann woaß i ja nimmer, wo 1 hin soll mit meiner Freid!“ „Dat kann eck deck nohsöhlen— eck woll, eck wöar of alt sowiet, wie du,“ sait de Jull. Do schlog de Toni met de Fust o'm Desch. „Und i sags— jetzt mußt' halt du a wieder eins werrn mit dei'm Deandl, geh's wie's mog,— da laß i net aus!“ „Ja, Toni, dat es nit so enfach! Wat die Wopperdaler Waiter sind, die sind koppsch.— Wann eck aan dän Eimer Water denk, dann si eck doch arg em Tviewel.“ „Ach was!— Dös bring jetzt i scho wieder in Ordnung, dos derfst glauben. Gleich geh i hin und steck ihrs, daß sie zu dir g'hört und das Lullerl zu mir. Und so zureden werd i dem Madel, daß's glei hinschmelzen tut. Mit der Liab, da kenn i mi aus, du! Da hob i Erfanrung— jaja!" Hä lachten on schlog em Jull fröndschaftlich op de Scholler. Wann de Jull nu ok nit grad en datselwe Hoen tuten dat, wiede Toni, so hatt ha doch aodde Hopnong, meim Emma wier en't reene in sommen. As die twei op dose Hopnong aangestoaten on utgedronken hatten, betallten'se ahr Bier on gengen. (Fortsetzung folgt.) Zwei Zeilen aus Heimatund Welt Sprung in die Geschichte/ Das Sprungorett: Stadt=Archiv, Stadtbücherei und Bibliothek des Bergischen Geschichtsvereins „1735 Ende April Einquartierung preußischer Cavallerie und dantscher Soldaten(Polnischer Erbfolgekrieg).“ Ein willfürlicher Griff in die Aufzählung von heimatgeschichtlichen Daten aus der„Barmer Zeitung“ vom 1. Jult 1881(Jubilaumsauszabe, 51. Jahrgang). An diesem Beispiel soll kurz aufgezeigt werden, wie man die Beziehungen zwschen dem Geschehen in der Welt zur Heimat ermitteln kann. Wir haven nämlich— wissen S:e überhaupt, was wir alles haben...Y!— cinc Stadtbücherei, ein städtisches Archip und cinen Bergischen Geschchtsverein, dessen Bibliothet aver immer hübsch der Reihe nach „Sehen wir einmal nach“, sagt der Archibar und holt das Handeremplar der kurz uno voits tümlich gefaßten Wellgeschichte von Georg Werer hervor, verlegt bei Wilhelm Enaelmann 1889 in Leipzig, dereinst von einem W. Boeddinghaus in der Buchhandlung B. Hartmann zu Elverfeld gekauft, später gestistet dem Frauenstadwvervano „Ossene Tür“, in Elverfeld, Anc 5759, und das sich dann— auch Bucher haben ihr Schicial— in jener stillen Straße, in diesem kleinen Zimmer und in dem eisernen Schranke angefunden hat. Und nun greift der Archivar mit der Uebung des Prattifers ins Register:„.. Peter der Große, Karl der Zwolfte von Schweden, nondischer Kriea, SSchlacht von Poltawa, aha!— Stanislaus Lesczinski, Gunstling Karts XII., wird nach dieser Schlacht(am 8. Juli 1700) aus Polen flüchtig, lepte zuerst in Schweden, dann, in änmlichen Verhaltnissen, im Elsatz, bis sich Ludwig XV. von Frankreich mit dessen Tochter Maria vermählt und nun, nach Friedrich Angust II.(König von Polen, Kurfurst von Sachsen) Tode im Jahre 1733, seinem Schwiegervater helfen soll, wieder König von Polen zu werden. Rußland und Oesterreich aber begunstigen die Wahl Friedrich Anaust 1II.— und wieder muß Stantslaus Lesczinski aus Warschau fliehen, bedrängt von russischen und österreicschen Truppen: er setzt sich in Danzig fest, un dort der französischen Truppen zu harren, die ihm sein Schwiegersohn Ludwig XV. schickt, der die„gute Gelegenheit“ nutzt, um gleim in Deutschland einzufallen. Lothringen besetzen latzt und die Feste Kehl nimmt. Nun wird ein Reichsheer aufgevoten, mit dessen Führung man den alten, abgelebten Prinz Eugen betraut, langst nicht mehr in Gunst am Hose zu Wien Von allen betoiligten deutschen Fürsten bring: allein der König von Preußen, Friedrich Wil helm I., der Soldatenkönig, die erforderliche nationale Haltung auf, stellt nicht nur Truppen, sondern begibt sich in Begleitung des Kron prinzen selbst zum Reichsheer; aber da macht man es sich gemütlich, kann nicht einmal die Er oberung der Festung Philtppsburg ver hindern, der Krieg ist beim deutschen Volke alles andere als populär, so daß die beteiligten Fürsten fremde Hilfsvölker in Anspruch nehmen müssen, mit denen u. a. von 18000 Russen 10 000 im Juni 1735 an den Rhein kommen. Nun sind wir dom Gescheben jener Zeit in der Heimat schon wesentlich näher; doch das stehr langst nicht mehr in der Weberschen Weltgeschichte, sondern in einer anderen, in geschichtlichen Abbandlungen und dergleichen meyr. Der nächste Schritt wird getan: es erscheint: V. P. Sonderland, Doktor der Medizin und Kreisphysikus, praktischer Arzt zu Barmen, und se ne „Geschichte von Barmen im Wuppertale“, gedruckt 1821 in Elverfeld bei Heinrich Buschler .. und da lesen wir denn, daß der Richter Ablhaus im März 1735 den Durchzug von eme Eskadronen preußischer Dragoner und dre: Kompanien dänischer Soldaten bekundet, die sich nicht gut betrugen, so daß venannter Richter sich ungemein tätig erweisen mußte, um größeres Unheil zu verbüten. Nun könnten wir uns ja zufrieden geben, Ursache(Polnischer Erbfolgekrieg) und Wirkung (Einquartierung im Wuppertal) sind erörtert und kurz überprüft; aber neymen wir einmai an, es solle daraus eine geschichtliche Studie, ein Feutlleton oder gar ein heimatgeschichtlicher Roman entstehen und man wolle die handelnden Personen ermitteln. Da lepte namlich in Barmen ein gewisser Caspar Beckmann, der eine Familienchronik schrien und dabei auch das Geschehen der Zeit eintrug — so wie andere dies und jenes in den Anbana ihrer Hausvibel einschrieven— und dieser Chronist. Kaufmann und Garnbleicher(Bockmühls Hof), sprachkundig und weitgereist, weiß auch einiges vom Kriege da oben am Nhein(1734), erwahnt die Festung Philippsburg.... und im Mai des Jahres 1735, berichtet er, seien preußische Truppen als kaiserliche Hilfsvolker wieder durchmarschiert, in Barmen einquartiert gewesen und hatten sich bos aufgeführt. Der Major wohnte bei einem Bürger Peter Braus in Barmen, ließ sich von den maßgeblichen Einheimischen nur geaen Bezahlung von 60 Couisdor sprechen, man beklagte sich über Mangel an Manneszucht und über Mißbandlungen, und als die Truppen— über Schwelm— weiterzogen, mußte man ihnen sogar den Haser nachtragen. Junge und besonders große Mannspersonen hielten sich vor den Werbern des Preußen königs versteckt, so auch der Chronist bei einer Wittib Nittershaus in der Oehde, da man ihn bereits an die Werber verraten hatte: er blich dort einen Tag und eine Nacht. Im Hause seiner Mutter lagen ein Offiziers=Fahndrich und dessen zwei Burschen im Qnartier, und die Mutter log (auf die Frage des Offiziers), ihr Sohn befinde sich auf einer Geschaftsreise nach Köln. Wir er sahren serner, daß dem Offiziers=Fähndrich daMärzen-Bier besser gemundet habe als der vor gesetzte Wein wer weiß, wie der Wein war!)*d daß heim Abmarsch der Stiefvater Beckmanns dem Offizier 3 Reichsthaler gab„wegen guter Auffuhrung“, jedem Burschen 10 Stüber. Die aute Aufführung ließ man sich also noch besonders bezahlen; außerdem war dieser Offiziers=Fann drich ein anstandiger Kerl, da Beckmanns Stief vater„billig wegkam“ Und nun kommt die Frage auf: waren diese Truppen identisch mit jenen, von denen Sonderland erzahlt und deren Aufenthalt von Richter Ahlhaus(Beyenburg) bekundet wurde— oder sollten die zwei Zeilen in der damaligen Jubilaumsausgabe der„Barmer Zeitung“ auf die dänischen Reiter zutreffen, von denen Beckmann berichtet, sie seien im Frühling des Jahres 1736 als kaiserliche Hilfsvölker gegen Frankreich (vom Rhein) zurückgekehrt—(lauter schöne Leute mit schönen braunen Pferden)— und über Schwelm, Hamm und Soest nach„ihrer Heimat weitergekommen“. Wahrend namlich Sonderlann (und nach dessen Geschichte von Barmen ist an scheinen die Notiz zustande gekommen)— von preußzischen und danischen Hilfsnolkern(Ende pril 1735) berichtet, erzaylt Beckmann(als Zeitgenosse) zuerst von preußtschen Truppen(Ansana Mai 1935) und spater erst von den danischen Sol daten. Nun ist zu bedenken, daß dieser sogenannte Polnische Erbfolgekrieg bis zum 1. Dezember 1735 dauerte, ovwohl bereits am 3. Oktober die Fric denspraliminarien zu Wien unterzeichnet worden wahrend von Band 61 an die Reaister jedem Bande beigefugt sind.) In der Handschrift der Chronik(bis 1781) von Joh. Merken(Maler und Schonschreiver, Bruder von Pastor Friedrich Merken), die jene Zeit allerdings nur nachschildernd, stand— als Nachwirkung jener Truppen durchzüge zu werten— zu lesen, daß in den Jahren 1735 bis 1740 die Jugend das Solda tenspielen ganz besonders eifrig betrieb. Und es war„als ob die Kinder der Stadt(Elverseld), kleine und große Jungen, gemeiner und fürnehmer Bürger Söhne durch ein Vorspiel einen folgenden Krieg“(gemeint ist hier wohl der öster reichische Erbfolgekrieg von 1740—1718, ebenfalls in Folge des unter dem Namen der praamatischen Sanktion bekannten Habsburgschen Hausgesetzes— erster und zweiter schlesischer, später der siebenjährige Krieg 1756—176)„bätten verkünden und anzeigen wollen, da dieselben in eilichen Jahren, mehrenteils auf die Sonntage, sie versammelten und Soldaten gespielt haben". Er zählt wird weiter, daß dieses Ererzieren durch den Durchmarsch der kaiserlichen und fremden Volker, Husaren, Kroaten und Panduren gehemmt worden und schließlich ganz verboten worden sei. Man hat gesehen: zwei nüchterne, anscheinend tote und jedenfalls herzlich wenia sagende Zeilen konnen recht lebendig werden. Die Moglichkeiten dazu— nicht einmal vollstandig ausgeschopft— bietet die Stadtbücherei und was so alles dazu gehort. Und was man so nevenher noch alles aufstobert, so 1. B. einen Befehl des MaaistraiAchtung! Achtung! Am Montag, 29.Juli, beginnt der Inventurverkauf Vor dem Einkauf verschafft sich der Leser an Hand seiner Zeitung einen Ueberblick über die Leistungsfähigkeit der inserierenden Firmen; das ist bei ihm Tradition. Inventurverkauf ohne Anzeige— ein undenkbarer Begriff! Jeder kauft dort ein, wo er glaubt am besten und preiswertesten bedient zu sein. Geben Sie uns Ihre Anzeigen rechtzeitig herein, denn... je eher Sie kommen, je besser können Ihre Aufträge bearbeitet werden. waren und man sich schon am 22. August über den Hauptpunkt der Streitigkeiten geeinigt hatte. Danzig fiel im Juli 1734 dem tussischen Heerführer Münnich in die Hand, da wurden Truppen frei, die z. T. dann an den Rhein marschierten, später Winterquartiere bezogen und es sich auch im Bergischen wohl sein ließen, weil ausgerechnet wieder einmal Deutschland Kriegsschau platz war. Anscheinend nahmen Preußen und Tänen den Weg jedesmal über das Wuppertal. Um diese Feststellungen zu ermöglichen, mußte in der Bibliothek des Bergischen Geschichts. vereins(Studienzimmer in der Stadtbücherei in W.=Elberfeld) zuerst der Reaistervand der Zeit schrift des BGV. zu Rate gezogen werden, der die ersten dreißig Bande umfaßt.(Das Register zu den folgenden dreißig Bänden wird z. Zt. von Frau Marie Luise Baum in Barmen besorat, (1734 wiederholt auf eine Anweisung von 1730), die holzernen Schornsteine abzubrechen, einen Hinweis darauf, daß„an der Bach“ und„in den Kuhlen“(Engelnberg) Sand geholt wird... und so am Rande erfährt man, wie sich der erwähnte Pastor Friedrich Merten im Jahre 1785 erregt, weil man in einem Raum der Lesegesellschaft eine Büste des Kurfürsten Karl Theodor aufstellt, liest von neuaufgeführten Bauten(in Elverfeld) und von den ersten Wellen der franzosischen Revolution. Es ist even doch auch in Wuppertal allerlei vor sich gegangen, man muß nur einmal„auf den Busch der Jahrhunderte klopfen“, dann reat und rührt es sich schon. Denn wo Menschen lebten, da hat auch die Geschichte den Griffel gerührt. Und Wuppertal und das Beraische Land lagen ja wirklich nicht auf dem Monde...—nn. Zwischen den Spielzeiten Das schlafende Theater/ Vorbereitung auf die neue Spielzeit Wenn man abends im Theater vor dem noch geschlossenen Vorbang sitzt, so ist man erfüllt von einem frohen, erwartungsvollen und festlichen Gefühl. Nach und nach füllen sich die Reiben, in allen Mienen liegt der gleiche Ausdruck, der sich im Augenblick, da der„Eiserne" hochrasselt, noch steigert. Ein Flüstern und Raunen, ein Räuspern und Hüsteln geht noch einmal wie eine Welle durch den Raum, dann erlöscht endlich das Licht und das Spiel beginnt. Uever alle Höben des Glücks, durch alle Tiefen des Leids führen uns die Künstler, die ihr eigenes Ich abgeworfen und nun in den Gestalten unserer Dichter leben. Schon sind Wochen seit dem letzten künstlerischen Erlebnis— der wuchtigen Tell=Aufführung — verflossen und noch liegen Wochen vor dem Beginn neuer künstlerisch schöpferischen Arbeit. Unsere Wuppertaler Bühnen liegen verschlossen, die breiten Eingangstüren wehren jedem den Zutritt. Es sicht aus, als sei alles Leben hin ter den Mauern des Theaters erloschen, als sei der Bau das Schloß Dornröschens, das setzt seinen vieltausendjährigen Schlaf begonnen habe. Aber das Leben im Theater geht weiter! Wenn für die darstellenden Mitglieder die Spielzeit abgeschlossen ist, dann bleibt für die Verwaltungsangestellten und das technische Per sonal noch eine Unmenge Arbeit zurück, die er ledigt werden muß. ehe an Ferien gedacht werden darf. Da lauft alles mögliche zusammen. Bestätigungen neuer Vertragsverpflichtunden, eventuell noch Vorsingen und Vorsprechen, Abrechnungen mit den Verlagen, Etatsabrech nungen, Aufraumungsarheiten im Dekorations=, RRequisiten und Kostümfundus. Und unmertlic laufen die letzten Arbeiten fur die verflossene Spielzeit mit den ernten Bemühungen fur die kommende incinander. Die Etatsabrechnungen führen zu den Etats verechnungen, der Rückblick auf den vergangenen Spielplan gestaltet den Aufbau des neuen, die Erfahrungen des letzten Jahres be leben die Hoffnungen für das kommende und stählen den Willen zu künstlertschen Hochleistun gen. Im Fundus aber hat sich an das Aufräumen eine Durchsicht angeschlossen und man mußte erkennen, daß manches ausbesserung: bedürftig ist. Und lange bevor die Künstler wie der zu ihren Proben eintreffen, wird hier die Arbeit wieder aufgenommen. Im Friseuratelier werden die Perücken nachgesehen, in heißem Seifenwasser gewaschen und hangen nun wie Skalptrophäen sträynig an der Leine. Wenn sie trocken sind beginnt die Ausbesserung. In der Schneiderei ist es nicht anders. Auch die Kostüme verlangen ihre Pflege, Hier st ein Niß, Dort sehlt ein Knopf, ein anderes Kostüm ist fleckta, ein weiteres zerknittert. Alle Hände haven zu tun, den Wert zu erbalten. In der Requ sitentammer beginnt ein großes Kramen und Zichten. Ein Blick auf die Requisitenammlung ist überaus interessant. Was findet sich hier nicht alles! Von der Näynadel bis zum Feuerbaten, vom einfachen Stückchen Bindfaden bis zum blitzenden Fürstenhalsvand, alles, alles. Was der Schauspieler braucht, legt hier neben= und beieinander, wie in einem Intiquitätenladen. Und setzt muß auch hier erneueri und ausgebessert werden. Beainnt die neue Smelzeit, dann muß jedes Reauisit, das 3uf der Bunne in den Händen des Darstellers Leben und Bedeutung gewinnt und vienleicht vestimmenb ins Sriel eingreift, auf seinem Platze sein Der gleiche Betriev herrscht in den Dekorationsmagasinen. Aufbauten, Gebäudeteile, Treppen, Schlagen usw. werden untersucht, um ruchige Stellen durch neue zu ersetzen, ebenso nussen die Detoratonsteile uverpruft und entsprechend ihrem Besund erneuert werden. Aus den Fächern der Magazine geht es zwangsweise auf die Buhne, wo evenfalls notwendige Aabeiten zu leisten sind. Die Laststangen werden geprüft, die Versenkungen untersucht, Gegengewichte nachgesehen, Rampen, Soffiten, Scheinwerfer, Schnüre und Züge mussen überwacht und nachgesehen werden. Daß naturlich alles hierbei einer Generatreinigung unterzogen wird und Besen, Schruvber und Wasserkrane zine wichtige Rolle spielen, bedarf wohl keiner besonderen Betonung. Nach außen abgeschlossen herrscht immer reacs Leben. Tie„tbeaterlichen Hilfskrafte“, angesangen beim Pförtner, der taglich in seiner Loge sitzt. die bereits einlaufende Post ompfangt, sornert, weiterleitet oder zurucklegt, telephonische oder mündliche Anfragen beantwortet und jedem Unberufenen den Eintritt wehrt, bis zum Bunnenarbeiter, sie alle steben zusammen in fester Wertgemeinschaft und leisten in taalicher Pflichterfünlung— unsich wbar für jeden Außenstehenden ihre Arbeit, ohne die kein kunitlerisches Theatererlevnis moglich ist. Wahrend der„darstellende Apparat“ noch in Ferien ist, sind die wirtenden Hande ninter den Kulissen, unter der Bühne oder in den Buros schon mieder am Werl, um den Boden zu schaffen zu neuen hochwertigen Leistungen. Für deutsche Kunst und deutsche Kultur Hans Joachtm. Einheit der Sänger Zugehörigkeit der Mannerchöre zum Deutschen Sangerbund. Um alle Unklarheiten und Mißverstandnisse über die Zugehörigkeit der Mannerchore zu beseitigen, verweise ich auf die 1, Anordnung zur Befriedung der Verhaltnisse im deutschen Chorwesen, welche der Präsident der Reichsmusiklammer bereits am 3. 4. 1935 erlassen hat. Hiernach ist der Deutsche Sängerbund die alleinige Reichsfachschaft für Männerchöre, welcher jeder Männergesangverein angehören muß. Vereine, welche die Mitgliedschaft zur Reichssachschaft Deutscher Sängerbund nicht erworben haben, müssen auf Grund edr vorgenannten Anordnung an ihrer Chortätigkeit gehindert werden. Vereine, die bis heute ihren Beitritt zum Deutschen Sängerbund noch nicht erklart haben. werden in ihrem eigensten Interesse aufgefordert, das Versäumte unverzüglich bei dem für sie zuständigen Sangerkreisführer des D. S.=B. nachzuholen. Es konnen in Zukunft also nur noch solche Vereine bestehen bleiben, welche ihrer Eingliederungspflicht in den D. S.=B. genügt haben. Auf Grund der 1. Anordnung zur Befriedung der wirtschaftlichen Verhältnisse im Deutschen Chorwesen ist auch der Westdeutsche Chorverband im Mai ds. Is. endaultig aufgelöst worden und sind die Mitgliedsvereine dieses Verbandes ebenfalls verpflichtet, auf Grund der ihnen zugestellten Anweisung der Landesleitung Westfalen=Niederrhein der Reichsmusikkammer und der obigen Anordnung ihre Eingliederung veim zuständigen Sängerkreisführer unverzüglich vorzunehmen. Die Kontrollorgane der Reichsmusikkammer sind nunmehr angewiesen, alle außerhalb des Deutschen Sängerbundes stehenden Mannerwhore ohne Ausnahme an der weiteren Ausübung ihrer Chortätigkeit zu hindern und mir zum Zwecke der Auflösung zur Anzeige zu bringen. Hausfrauen! Benutzung gebrauchter Flaschen ist gefährlich! Noch immer herrscht bei einem Teil der Bevolkerung die Unsitte, Petroleum, Benzin, Salmiakgeist, Säure, Langen oder andere scharfe Flüssigkeiten in Bier= oder Weinflaschen oder in andere zur Aufnahme von flüssigen Genußmitteln bestimmte Flaschen füllen zu lassen und darin aufzubewahren. Eine Verwechslung hat dann leicht ernste Gesundheitsschädigungen zur Folge. Oft werden die Flaschen, auch wenn sileer sind, dem Bierverleger usw. nach einigen Zeit wieder zurückgegeben. Die ätzenden Flüssigkeiten setzen sich aber derart in den Flaschen fest, daß diese sich mit dem besten Willen nicht mehr gehörig reinigen lassen. Werden die Flaschen dann wieder ihrer Bestimmung entsprechend, als Bier=, Weinflaschen usw. gebraucht, so ist meist der Genuß der Getränke ekelerregend und unter Umständen gesundheitsschädlich. Vor mißzbräuchlicher Benutzung der Flaschen wird dayer ernstlich gewarnt. Das gilt auch für die Gewerbetreivenden bezüglich der eingangs erwähnten Abgaben nicht zum Genutz bestimmter Flüssigleiten in Getränkeflaschen, Zuwiderhandlungen ziehen unter Umständen strafrechtliche Verfolgung und Schadenersatzforderungen nach sich. Vorsicht beim Genuß eiskalter Getränke! Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Genuß eiskalter Getränke in der heitzen Jahreszeit der Gesundheit sehr schädlich ist; er kann ernstliche Verdauungsstörungen von längerer Dauer nach sich ziehen.— Im Ausschank dürfen Getränke nur in einem der Trinkwassertemperatur entsprechenden Wärmegrade(etwa 10 Grad Celsins) abgegeven werden. Auf Reisen hält Sie ein Reise-Abonnement auf des Stadt-Anzeiger in steter Fühlung mit Ihrer Heimat. Daher sollten Sie nicht versäumen. sich Ihre n tzeitung in die Farien nachsenden zu Wi oeselbs tenca lur de Zusendung no Der Stadt-Anzeiger. Am die Verkehrssicherheit Plötzliche Verkehrskontrollen für sämtliche Verkehrsteilnehmer Die Notwendigkeit solcher Kontrollen, wie sic gesiern abend im gesamten Regierungsvezirk um die Disziplin aller Vertehrsteilnehmer, man soll eigentlich keine Gattung ausnehmen, doch noch recht schlecht bestellt ist. Ganz plötzlich wurden av 6 Uhr gestern nach mittag SStreifen losgeschickt, deren Ausgabe es sein sollie, den Fußgänger= und Radfahrerver fehr einmal mit etwas kritischeren Augen als sonst zu betrachten. Man ist seyr großzügig bei unserer Polizei und laßt es, soweit es geht, vei Verwarnungen und Belehrungen bleiben, aber es gab natürlich auch wieder solche Fälle, wo man onne gebührenpflichtige Verwarnungen nicht auskam Immer wieder muß der Fußgänger dar auf aufmert am gemacht werden, daß man am schneuften eine Straße üverquert, wenn man den kürzesten Weg, das ist immer der remiwintlige, sich aussucht. Wieviel Menschen aber aivt cs, die geradezu von einer Manie vesessen sind. diaaonal üiber eine Kreuzung zu geben. Zelvit vor den jetzt am Elverfelder Neumarrt gezogenen Ketten ichreckt man nicht zurück und meint, die seien nur für andere Leute da. Taß dabei natürlich auch zuweilen nicht allein Nicht wissen sondern Boshaftigkeit und Nachlässigkeit vorlicat, der man mit der Gebühr von einer Mark auf die Sprünge heisen muß. ist klar. Ein beionderes Sorgenkind der Verkehrsvolizei sind und bleiben die Rad'ahrcr. Wie oft nat man von der Unsitte gehört, sich an fahrende Antos anzubangen, die schon oft Menschenleben forderte, und doch immer wieder kann die Polizei solche Anaven schnappen, die meinen, auf diese Weise angenehmer. zum Ziel zu kom men.: Oder sie fahren unvekimmert mitten auf der Straße, den ichnelleren Motorfahrzeugen da mit den Weg. der hier in den Wurperialer Stra ten sowieso schon nicht preit ist, auch noch weiter verengend. Auch an das Einzelfahren können sich aute Radfahrerfreunde immer noch schlecht gewohnen. Es ist tatsächlich so. daß nur Rad fahrervereine zu zweien nebeneinander, ausgerichtet, fahren dürsen. Alle anderen mussen schen allein, einer binter dem anderen, fahren. * Bei dem kleinen Bummel durch das Elberfelder Zentrum, wo wir die Kontrolle veovachteten, drangt sich von selbit so manches alte. jetzt zum Teil gelöste, oder auch noch nicht gelösse Verkehrsproblem auf. Die egelung an der Kleusuna Hofkamp-Neumarkt iit ja jett auk eine rect gute Art gelost worden. Durch die nielen Ketten, die dort gezogen sind, nat man erreicht, daß die stark belaitete Kreutzung nun frei ist für den Fayrzeugverkeyr. Aber immei wieder mamht sich der starke Mangel eines großeren Parkplatzes in der Elverfelder Stadtmitte bemerkbar. Und immer wieder wird noß der Polizei der Wunsch geaußert, den Elgeufelder Weumarkt endgültig zu jeder T44es. und Nachtzeit zu einem Partplatz ge brauchen zu konnen. Auf die Tauer muß hier tat rachlich eine Lösung gefunden werden, denn die Zustande in den umliegenden Stratzen und nicht gerade angenehm. Die Kettenzichung am Törpersberg nat sich auch auf das Beste bewahrt. Hier hat man auch den Fußaanger vollitändig von der Kreuzung verichwinden lassen, was erneblich zur Verminderung der Gefahr an dieser sonit so gefahrlichen Ecke beitraat. Aber auch hier muß noch ein grundlegender Wandel mit dem Straßenbaynverkehr geschaffen werden. Der Halteplatz der Straßen bayn am Bransenwer th ist nach Ansicht der Polizei nicht haltvar. Auch nier wird im Interesse einer besseren Abwicktung des Verkehrs eine Ecke des Brauienwerther Partes acopfert werden müssen. *e In den späten Abendinden tanden dann noch Kontrollen der Fahrzeuge statt, die sich be sonders auf die Fernlasnzüge richtete. Von flic genden rreiten wurden die Wagen aufgehalten und genau auf Herz und Nieren acpruit. Mu wurde scharf darauf geachtet, daß die Abblend: verpflichinna, die auw so viete Antosahrer aar nicht zu tennen scheinen, genau eingehalten wurde. Dicie schlaaartigen Kontrolten haben niat allein den Sina, schlechte Wagen und Fahrzenac verauszufinden, sondern zie sollen vor allen Tingen die Verkehrsteilnehmer immer wieder auf die Gefahren, die der moderne Verkehr in sich tragt„hinweisen und auf die Verpflichtung jedes einzelnen Teilnehmers, das Seinige zu einer reibungslosen Avwicklung hinzuzutun. Die Kontrolle gestern abend ergab folgende Zahlen: egen verschiedener Manael. besonders in der Beleuchtung der Wagen wurden 11 Last waaensünrer einfach verwarnt, 11 mußten eine Mark opfern. und 4 mußten zur Anzeige ae bracht werden. Bei den Personenwagen waren 1 einsache Verwarnungen, 6 gebührenpflichtige und 4 Anzeigen zu verzeichnen. Bei den Krafträdern wurde wur eine Verwarnung erteilt, und ein Fahrer mußte an gezeigt werden. Ein Fahrer onne Führerschein wurde zur Anzeige gebracht und das Fahrzeng sichergestent. Radfahrer wurden weaen Neveneinander fahrens. Nichtangabe der Richtung beim Ein viegen. Fahren auf der linken Straßenseite uiw. verwarnt: 238, und 31 Ritter des Pedals mußten eine Mark bezahlen. Andere Fahrzeuge, Hand larren uiw., wurden 10 verwarnt. Fußaanacr, die sich durch faliche Ver halten eine Verwarnung zuzogen, waren 6, nur brauchten die Mark zahlen. Zahlen, die für sich sprechen. Vor dem Strafrichter Dichtung und Wahrheit „Rupcl auf der Landstraße".— Statt Dank, lieferzertrummernde Schlage Ein santimmes Ertennie hatten zwei Wulfrather Bürger, ein Vienhändter und ein Backer meister, vor ciniger Zeit auf der Tusserdorfer Landstraße, als sic abende gegen j0 Unr mit cinem Treiradlieferwagen von Elberfeld aus heimwärts fuhren. Solchen Undant wie die veiden hat wont setten ein hilfsverciter Autofahrer gefunden. Wenn die Geschichte nrt genern vor dem Wuppertaler Einzetrichter zur Sprache getommen und von der angeklanten Gegenseite, dem 2lläbrigen Alfred P. und dem 9jährigen Gerbard B. aus Elverfeld, nian itil scheigend zugestanden wonden warc, hâtte lo leicht keiner geglaupt, daß so etwas passieren könne. Nach der ernen Zchlderung der Angeklagten schien die Same allerdings nur eine Lappalie gewesen zu sein. die die Wülfratoer augeblich selvst neraufbeschoren hatten. Wer aber wirklich der Urnever der Schlagere ziewesen war, erfuhr das Gericht von den beiden Wülfrathern. Zie waren nur deshalb nicht Mureaefahren, sondern ausaestiegen, um den Motorradfahrern, die sie in Verleaenheit alaubten, hilfreich beizuspringen. Wahrend der Backer meister dem Angetlagten B. annot, inm di Mütze suchen zu beisen, ging der Viehnändter aut M. zu, um zu sehen, was los fci.., in völliger Vertennung der Lage, schrie inm zu: „Wenn du nicht machst, daß du wegtommit, kricait du Zchläge. Ehe der Vienhändter den Sinn der Worte erfaßt batte, war P. schon bet ihm und versetzte ihm einen solch heftigen Schlag ins Gesicht, daß er aleich zu Boden stürzte. Ter Angeklaate B. und der Bäckermeister eilten jetzt binzu; jeder glaubte, seinem Freunde beift nen zu missen, und schon war eine allgemeine Zwlägerei im Gange. Die berden Wülfrather losten sien dann los; währenp der Vichhandier zu seinem Wagen ging, lief der Backermeister u ciner nabegelegenen Wirtschaft und rief das Ueberfaltommando, Mis er zurucfam, arisfen die Anaektagten erneut an, der Zuruf eines ln Feteiligten, sich rorzuseten, das Ueverfalltom mando komme, machte sie noch mütender. To wonl der Viehhändier schon aus Mund und Naie blutete, schlug P. weiter auf inn ein. Tas Einareifen des Ueverfalfommandos mamte nem Uning der Angetlagten ein Ende. Anderntags sllte der Arzt fest, daß die start biutende Ver letung des Viethandters nicht nloß eine Prei lung. sondern ein schwerer Keferbruch war. 3elhit heute, naa zweieinhalv Monaten, ist die Verletzung noch längst nicht geheilt. An dieser Tarstellung hatten die Anaeflaaten nicte zu verpessern; zu dom Antraae des Staatsanwalts, ahnen Geldstrafen non 200 pzw. 100 Mart aufzulegen, brachten sie nur vor, mon möge milde mit innen verfahren, da sic leide jung verheiratet seien und noch betrachtliche Movelschulden abzutragen botten. Tas Gericht billigte nur dem Angeklagten B. midernde Umstande zu. weil er sich verhattnre maßig wenia an der Schlägerei beteiligt hante: mit 50 Mark Geldstrafe war die Sache sur ian erlediat. Anders erging es P.: er murde;u cinem Monat Gefangnie verurteut und mußte sich dazu sagen lassen, daß er sich auf der Landstraße wie cin Rüpel venommen habe. Gewäsch und Geschwätz Eine bose Zupre hatte sich der 31jährige Werner K. aus Elberfeld im Anaust v. Js. mit ciner schriftlichen Beichwerde über seinen 2tan dartenführer eingehrockt; der Stein, der so von ihm ins Rosten gebracht worden war, hatte sein Jiel jedom nicht erreicht, vielmehr war er auf den Werfer— und das ziemlich wuchtig— 3u rückgefallen Nach eingebenden Ermittlungen war feitgestent worden, daß die Beschwerde bestenfalls eine Sammlung leerer Vermutungen darftellte, die keinen sacklichen Hinterarund hatten. Taraufhin war K. nicht nur seines Diensigrades enthoben und aus der SA. ausgeschlossen worden, sondern die Staatsanwaltschaft hatte ihn auch noch wegen übler Nachrede unter Antlage gestellt. zen der gestrigen Verbandlung vor dem Elberselder Einzelrichter versuchte K. den Wahrheitsbeweis dafür zu erbringen, daß seine Behauptungen auf glaubwürdige Mitteilungen solcher Kameraden zurückgingen, die etwas hätten wissen können. Seine Bemünnnaen waren aver int Wesentlichen erfolglos, denn die beiden Zeugen. auf deren Mitteitungen er sic bauptjachlih he rief, steuten gan; entscieden in Abrede, auch nur Andeutungsweise ihrem Standartenfuhrer cias Nachteiliaes nachgesaat zu haben. Von dem Standartenführer selber erfuhr das Gericht, dan alles, was der Angetlaate gegen ihn vorgebracht babe, völlig aus der Luft acarissen vezw. unwahr ici. Nur einer der vernommenen Zenaen, ein Freund des Anaeklagten, woute alcimfau- ctas von den abfälligen Bemertungen der ient vei sagenden Gewährsmanner wissen Staatsanwalt und Geriat biniaten dem Muaektaaten zwar zu. daß er icinerzeit tur; nah der Rönmrevolte— autalaunig geweien fei, ha ten ihn aber zu tadeln, weit icine leeren Vermutungen obne grindtiwe Priinna meiteraeiehen und damit die Ehr: des tandartenfuhrers angeariffen haue K. wurde wegen übler Namrede zu 3 Wochen Gesängnis verurteilt. * In einem zweiten Beteidiaungepro;eß, der vor dem Schöffengericht stattfinden sollte, tam es nach kurzer Vernandtung zu einem Vergleim Der Anaeklagte, der 50jahrige Otio H., dereiem mittlerweile zum Ortsaruprenle:ter aufaerudten Parteimitglied Untersagungen nachjeiaat hatte, erflärte dem Gericht, daß er ieine hauptung, deren Inhalt ihm non nicten ette zugetragen worden sei, jetzt nicht mehr aufrechterhalten und mit dem Ausdruck des Behauerns zurücknehmen wolle, namdem er jetzt erfahren hanc. daß die gerichtliche Unteriuchung acaen den Verdachtigten nicht das geringue Nachteiliae ergeben hane. Unter der Bedinaung, daß der M geklagte die Kosten des Verfahrens übernehme und sich künftig lonal verhalte, war der Beleidigte mit der Einstellung des Verfahrens einverstanden. Sonntagsdienst der Apotheken Am morgigen Sonntag sind folgende Apotdeken ganztagig geöffnet. Barmen: Adler=Apotheke, Alter Markt 22 Engel=Apotheke, Gewerveschulstraße 75 Hania=Apotheke, Wichlinghauserstraße 64. Kronen=Apoth ke. W=Langerfeld Reichsadler=A., W.= Elberfeld, Berlinerstr. 57. Vorstehende Wotheken versehen wahrend der auf ihren Dienstionniag folgenden Woche bezw. während des auf ihren Feiertagsdienst folgenden Wochenteiles auch den Nachtdienst, während die anderen Gruppen nachtdienstfrei sind— Die Nachtdienstwoche beginnt am Samstaaabeno bezw am Vorabend eines Feiertages um 15.30 An den geschlossenen Apotheken sind Schilder angebracht, auf welchen die dienstbereiten Apotheken angegeben sind Kirchliche Nacheichten Sonntag, den 21. Juli 1935. Barmen. Vereinigt=evang. Gemeinde Unterbarmen, Hauptkirche: 7.30 Uhr P. ran den Bruck. 9.30 Uhr P. Herkenrath. 11.15 Rda.— Christuskirche (Schwerhörigenanlage): 8 Uhr Past. Hensmann. 9.30 Uhr P. Jaeger (Vorb. und Abendmahl). 11,15 Uhr — Pauluskirche: 9.30 Uhr P. Calaminus. 11,30 Uhr Kdg.— Rotter Vereinshaus: 9,30 Uhr P. Wiebel. 11,15 Uhr Kdg.— Lichtenplatzer Kapelle: 10 Uhr Pastor Specht. 11,15 Uhr Kindergtd.— Hatfelder Kapelle: 10 Uhr P. Sproedt.— Westener Vereinsaus: 11,15 Uhr Kdg.— Städt. Krankenhaus: 8.15 Uhr Past. Wiebel.— Friedhofskapelle an der Ronsdorferstr.: 17,30 Uhr Andacht, P. Harney. Evangel.=ref. Gemeinde BarmenGemarke, Gemarker Kirche: 8 Uhr P. Immer. 10 Uhr P. Liz. Obendiek. 11,15 Uhr Kdg.— Immanuelskirche: 10 Uhr P. Dr. Fink(Vorb. z. heil, Abendmahl). 11.30 Uhr Kdg. Heckinghauser Kirchsaal: 10 Uhr Pastor Heyermann.— Friedhofskapelle: 10 Uhr P. Immer(mit Tauf. handlung). 8 Uhr Abendmahlsfeier, Kdg.: 11,15 Uhr Klingelholl 54a. 11.30 Uhr Bartholomäusstr. 87, Gru nerstr. 65, unt. Lichtenplatzerstr. 8. 2 Uhr: Krautstr. 72, Eintrachtstr. Evang.=luth. Gemeinde Wupperfeld. Alte Kirche: 8 Uhr Vikar Elsholz. 10 Uhr P. Loewenstein(Vorb. und Abendmahl). 11,30 Uhr Kdg. 12,30 Uhr Taufhandlung.— Friedenskirche Schwerhörigenanlage): 10 Uhr Past. Rockelke. 11,30 Uhr Kdg.— JohanAiskirche: 8 Uhr Vikar Traub. 10 Uhr P. Kulp. 11,30 Uhr Kdg.— Lutherkirche: 10 Uhr P. Boecker. 11,30 Uhr Kdg. 12,30 Uhr Taufhandlung. — Kirchsaal Hügelstr.: 9,30 Uhr Past. Hübner. 11,30 Uhr Kdg. Klipperstr. — Waldheim Mettberg: 18 Uhr Miss. Illing. Evang.=luth. Gemeinde Wichlinghausen, Wichlinghauser Kirche: 7,30 Uhr P. Holzel. 9.30 Uhr P. Kram. pen. 11 Uhr Adg.— Bethanien: 11.15 Uhr Kdg.— Erlöserkirche: 9.30 Uhr P. Hölzel. 11 Uhr Kda.— Hau feld. Holzrichterstr. 11: 10,30 Uhr Kog. Evangel, Gemeinde Laaken=Blom. hocherbach. 9.30 Uhr Vitar Aun mann-Barmen. 1J Uhr Kdg. 20,15 Uhr Blaukreuzstunde. Verein.=epang, Gemeinde BarmenLangerfeld. Alte Kirche: a Uhr Miss. Nolting. 13.30 Uhr Adg.— Sre kirche: 10 Uhr P. Sn. 11.30 Uhr Ada.— Beckacker: 10 Uhr P pohl. 11,30 Uhr Kdg.— Pülsohde: 10 Uhr Miss. Noltina. 11.30 Uhr Kdg.— Dahl: 11 Uhr Kdg. Evangelische Gemeinde BarmenNächstebreck. 10 Uhr Hauptgoftes dient in der Kirche am Hottenstein (Aufnahmesonntag), 14 Uhr Adg. im Kirchsaal Schellenbeck. 14,30 Uhr Abmarsch des Kdg.=Ausflugs nach Langerfeld. Evangelische Gemeinde Beyenburg. 9.45 Uhr P. Trummel. 11 Uhr Kdg. Freie evangel. Gemeinde, Barmen, Seifenstr. 3. Vorm. 8 Uhr Gebet stunde. 9.30 Uhr Predigt, Missionsinspektor Zimmermann. 11 Uhr Sonntagschule. Freie evangel. Gemeinde, Barmen, Feldstr. 37a. Vorm. 8.30 Uhr Pre digt. 11,30 Uhr Sonntagsschule. Nachmittags 2.30 Uhr Gemeinde= und Sonntagsschulausflug nach Arndt, Hatzfeld. Freie evangel. Gemeinde, Barmen, Unterdörnerstr. 77. Vorm. 9.30 Uhr Predigt, Prediger Eiker. 11 Uhr Sonntagsschule. Nachm. 5 Uhr Erbauungsversammlung. Evangelische Gemeinschaft, Barmen, Wertherstr. 58a. 1. Etg. Vorm. 0.30 Uhr Predigt, Pred. Dahmer. Kdg. Ausflug. Die Christengemeinschaft, Barmen, Albertstr. 25. 10 Uhr Feier der Menschenweihehandlung. 11,15 Uhr Sonntagsfeier für die Kinder. Evang.=altluth. Gemeinde Barmen, Werlestr. 58. Vorm. 10 Uhr Gottesdienst. Baptistengemeinde Barmen, Kapelle Wartburgstr. 44. Sonntagvorm. 9.30 Uhr Predigt, Prediger Prieve, Stuttgart. 11 Uhr Sonntagschule. Nachm. 4.30 Uhr Predigt, H. Schrü der. 6,30 Uhr Gemeinde=Jugend. stunde.— Gemeindesaal Oberharmen, Pfeilstr. 18. Vorm. 9,30 Uhr Predigt und Abendmahl, H. Schröder, 11 Uhr Sonntagschule. Nachm. 4.20 Uhr Predigt, Pred. Priebe. Stuttgart. Baptistengemeinde W.=Oberbarmen, Hunsrückstr. Ja. Sonntagnorm. 9.30 Uhr Predigt, Prediger Oehmler, 11.15 Uhr Ada. Nachm. 16.30 Uhr Erbauungsstunde, Pred. Oehmler. Gatholischer Gattesdienst Bormen. St. Antonius. Sonntag: Die hl. Messen sind: 5.45 Uhr. 6.30 Uhr, 7.4 Uhr mit Predigt und gem. heil. Kom= munion der Jungfrauen, 8.30 Uhr Schulmesse mit Predigt, 9.30 Uhr chamt mit Predigt, 10,45 Uhr mit Predigt und 11.30 Uhr letzte heilige Messe mit Prediat. Nachm. 5 Uhr Andacht mit Predigt für die Jungfrauen. St. Johann Baptist. Hl. Messen: 6. 7 Uhr mit heil. Kommunion der Jungirauen,* Uhr mit Predigt und heil. Kommunion der Schulmädchen, 9 Uhr Hochamt, 10,15 Uhr Schulmesse mit Predigt, 11.15 Uhr mit Predigt. Nochm. 2,15 Uhr Christenlehre und Andacht, 3.15 Uhr Versammlung der Jungfrauentongregation mit Vortrag, 5 Uhr Pfarrandacht. Herz Jesu. Heil. Messen: 6.30 Uhr, 8 Uhr mit gem. Kommunion der Jungfrauen, der Jungmänner und der Mitglieder der Vinzenzkonferenz. 9.30 Uhr Hochamt, 11,15 Uhr. 5 Uhr Christkönigsandacht. St. Marien. Heil. Messen: 7 Uhr mit Predigt und gem. Kommunion der weiblichen Jugend, 9,30 Uhr Kindermesse, 11 Uhr. 15 Uhr Pfarrandacht. St. Elisabeth. Heil. Messen: 6.30 Uhr mit Predigt, 7.30 Uhr mit gom. heil. Kommunion der Jungfrauen und Predigt, 8.45 Uhr Kindermesse, 10 Uhr heil. Messe. 2.30 Uhr Christenlehre und Muttergottesandacht. 3,15 Uhr Andacht für die Jungfrauen mit Vortrag. St. Petruskrankenhaus. 6 Uhr und 8,15 Uhr heilige Messe mit Predigt. Städtisches Krankenhaus. 9.15 Uhr heilige Messe mit Predigt. St. Josefskirche(Lichtenplatz). 9,15 Uhr heilige Messe mit Predigt, Langerfeld. 7,15 Uhr Frühmesse mit Predigt und gem. heil Kommunion der Jungfrauen, 10 Uh Hochamt mit mehrstimmigem Gesang des PfarrCäcilienchors Wermelskirchen unter Leitung des Herrn Musikdirektors Keller. 2.30 Uhr Andacht. Beyenburg. 7 Uhr Frühmesse mit gem. heil. Sommunion der Jung fauen. 9.30 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Andacht um gedeihliche Wit terung. Blombacherhach. St. Peter. Messen: 7 und 9.30 Uhr. Nachm. 2.30 Uhr Andacht. Elberfeld. Reformierte Gemeinde Elberfeld. Alte Kirche: 10 Uhr P. Neubert. 11.1. Uhr Kdg. P. Weinsheimer. 230 Uhr Taufhandlung P. Neuhert, Samstag, 27. Juli, 4 Uhr, Trauung, P. Neubert. — Neue Kirche: 10 Uhr Hilfsprediger Reiffenrath. 11.30 Uhr Kdg. Pastor Windfuhr.— Friedhofskirche: 9 Uhr P. Windfuhr. 11,15 Uhr Kdg. 5 Uhr P. Weinsheimer, anschl. Taufhandlung.— Gen indestift: 9 Uhr P. Weinsheimer. 1 Uhr Kdg.— Gemeindehaus Nord.; 9,30 Uhr Pastor Jung. 11 Uhr Kdg. P. Jung.— Hahnerberg: 9,30 Uhr P. vom Berg. 11 Uhr Kdg. Bekenntnisgottesdienste. Evang. Ingendhaus: 9.30 Uhr Pastor Bonn. Alte Post: 9.30 Uhr Kand. Fünderich. 5 Uhr Pastor Schmidt.— Hopfenstr.: " Uhr Pastor Lesser.— Hahnerberger Schule: 9.30 Uhr Kand. Kopsch. Alemannenstr. 42; 7,30 Uhr Pastor D. Hesse. Lutherische Gemeinde. Elberfeld. Alte Kirche: Hauptgottesdienst 9,30 Uhr Superintendent von Oettingen, Gummersbach(Jahresfest der Evang. Gesellschaft). Kdg. 11,15 Uhr Pastor Klammer, Taufhandlung 12,15 Uhr P Klammer, Abendgottesdienst 5 Uhr P. Fohrmann.— Kreuztirche: Frühgottesdienst 7,30 Uhr P. Beck mann. Hauptgottesdienst 9.70 Uhr P. Klammer. Kdg. 11,15 Uhr Pastor Gill, Taufhandlung 12 Uhr P. Gill. Trinitatiskirche: Hauptgottesdienst 10 Uhr P. Brückner. Kdg. 11,45 Uhr P. Brückner. Taufhandlung 12,45 Uhr P. Brückner.— Christuskirche: Frühgottesdienst 7,30 Uhr P. vom Berg. Hauptgottesdienst 9.30 Uhr P. Kretsch. mann. Kdg. 11.15 Uhr P. Brecher. Taufhandlung 12,15 Uhr P. Brecher. Versammlungshaus Hombüchel: Gottesdienst 9 Uhr P. Fohrmann. Adg. 11 Uhr P. Beckmann. Taufhandlung 12.15 Uhr P. Beckmann. 2.15 Uhr Ausflug des Adg. zum Elendstal. Gemeindehaus auf dem Engelnberg: Eottesdienst 9.30 Uhr P. Brecher, Kdg. 11 Uhr P. Wittenberg. Tauf. handlung 11,45 Uhr P. Wittenberg. Vereinshaus Vagelsauerstr. 44. Gattesdienst 9 Uhr Vikar Schwier. Kdg. 11.30 Uhr P. Heering.— Ge. meindehaus Uellendahl: Gottesdienft 9.30 Uhr P. Beckmann, Adg. 11,15 Uhr Inspektor Lorenz. Evangel. Gemeinschaft, Elberfeld. Schleusenstr. Vorm. 9.30 Uhr Pre diger E. Müller. Nachm. 2 Uhr Ausflug des Kèg. Die Christengemeinschaft, Elberfeld, Adolf=Hitlerstr. 1450. 10 Uhr Feier der Menschenweihehandtung. 9.30 Uhr Sonntagsfeier für die Kinder. Niederl.=ref. Gemeinde, Elberfeld, Deweerthstr. Sonntag 10 und 5 Uhr Predigt. Evang.=altluth. St. Petri=Gemeinde, Elberfeld. Paradestr. 41, Vorm. 9.30 Uhr Predigt und heil. Abendmahl (Beichte 9 Uhr), Pastor Görg. 11 Uhr Kdg. Sonnborn. Frühredigt 8 Uhr. Missionsinspektor r. Hauptgot. tesdienst 10 Uhr P. Ternieden, 11,15 Uhr Kda. Dönberg, Gottesdienst 10 Uhr P. Otten. 11 Uhr Kdg. 3 Uhr Bibelstunde in Fingscheidt. 4,30 Uhr weib. liche Gemeindejugend. Ronsdorf. Frühgottesdienst 7 Uhr P. Schoen. Hauptgottesdienst 9,15 Uhr P. Köhler. 11 Uhr Kdg. Cronenberg. Sonntagmorgen 8.30 Uhr Waldgottesdienst im Steinbruch bei Bergisch=Nizza, P. Roos. Hauptgottesdienst 10 Uhr P. Noos. 11,15 Uhr Kda. 4 Uhr Gemeinschaftsfest im Vereinshaus, Katholischer Gottesdienst Elberfeld. St. Laurentius. Sonntag, den 21. 7., Feier des Laurentiusfestes und des lWjährigen Bestehens unserer Pfarrkirche. Die heiligen Messen sind: 530 Uhr. 6,15 Uhr, 7 Uhr mit gem. heil, Kommunion der Jungfrauen und Jungmädchen, 7.45 Uhr Schulmesse mit gem. heil. Kommunion der Schulmädchen, 8.30 Uhr, 9.15 Uhr feierliches Pontifitalamt Sr. Eminenz des hochw. Herrn Kardinal Dr. Carl Jo. seph Schulte, danach gegen 10.30 Uhr Auszug der Prozession vom Königs. platz. Die heil. Messe um 11.15 Uhr fällt aus. Nachm. 5 Uhr Andacht zu Ehren des heiligen Laurentins. Frei, tag, den 26. 7., morgens 8 Uhr. Hochamt zu Ehren der heil. Anna für die Frauen und Mütter. Herz Jesu. Die hl. Messen sind H. 7 Uhr Gemeinschaftsmesse Jungfrauen und der Jungmädchen mit Kommunionfeier, 8 Uhr, 9 Uhr jür unsere Kinder, 10 Uhr Hochamt.11 Uhr letzte heil. Messe. Die Kindsr. lehre fällt aus. St. Marien. Die heil. Messen sind um 6 Uhr, 7,30 Uhr mit Predigt und gem. heil. Kommunion der Juna. frauen und Jungmädchen. 9 Uhr Schulmesse mit Ansprache, 10 Uhr Hochamt, 11.15 Uhr lente bl. Messe Nachm. 2.30 Uhr Christenlehre. Uhr Andacht. Freitag, den 26. Juli, 6 Uhr, liturgische Messe. St. Suitbertus. Heil. Messen: 6 Uhr, 7.30 Uhr mit gem. heil. Kommunion der Jungirauen der Piarre, 870 Uhr mit Predigt und gem. heil. Kom. munion für die Mädchen der Valksund Mittelschulen. 9.30 Uhr Hach. amt, 11 Uhr mit Predigt. 5 Uhr Pfarrandacht. St. Remigius. Heil. Messen: 30 Uhr, 8 Uhr mit gem. heil. Kommunion der Schulwädchen u. der Jungfrauen, 10 Uhr Hochamt. Die Nachmittagsandacht fällt aus. St. Joseph. 6.30 Uhr heil mit gem. heil. Kommunion der Jungfrauen, 8.30 Uhr Schülermesse. 10 Uhr Lesemesse. 5 Uhr Piarrandacht, St. Anna=Lyzeum. 8 Uhr heil. Messe mit Predigt. Kinderheim St. Michael. 7 Uhr und 9,30 Uhr heil. Messe mit Predigt. St. Josephs=Hospital. Hl. Messen um 6 und 8,30 Uhr mit Predigt. Nachm. 2 Uhr Andacht. Parresheck. Kapelle der Barm. herzigen Brüder. 8,30 Uhr hl. Messe Städtischeg Krankenhaus. 8,30 Uhr heilige Messe. Cronenberg. Heil. Messen: 7, 8.50, 10 Uhr. 230 Uhr Andacht. Ronsdorf. St. Joseph. 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kammunion der Jungfrauen. 9.30 Uhr feierliches Segenshochamt unter Mitwirtung der Essener Singknaben der Pfarre Mariä Himmelfahrt. 14,30 Uhr Christenlehre und Andacht, Schwelmer Kirchliche Nachrichten Schwelm. Christuskirche: Vorm. 9.30 Uhr Pastor Jost(Abschiedspredigt; gedruckte Ordnungen); 11 Uhr Kog.— Pauluskirche: Morgens 7.30 Uhr Pastor Vespermann(anschl. Feier des hl. Abendmahls); 11 Uhr Kdg.— 1.30 Uhr Taubstummengottesdienst Pastor Altenpohl aus Langerfeld.— Linderhausen: Vormittags 10 Uhr Pastor Trommershausen. Voerde. Kirche: Vorm. 9.30 Uhr Pastor Braun; 10.15 Uhr 5idg.— Kapelle Altenpoerde: Vorm. 9.30 Uhr Vikar Dushn aus W.=Elberfeld; 10.15 Uhr Adg.— Schule Oberhauer: Vorm: 9.10 Uhr Presbyter Ew. Stöhr. Schule Haspetal: Vorm. 10.15 Uhr Adg.; Vorm. 8.30 Uhr Gebetsitunde für junge Männer im Vereinshaus. Milepe. Vorm. 9.30 Uhr Supt. Staupendahl: 10.15 Uhr Kdg. Rüggeberg. Vorm. 9.30 Uhr Pastor Wulfhorst: 10.30 Uhr Kdg. Haßlinghausen. Vorm. 10 Uhr Misiionsinspektor Flicker. Herzkamp. Vorm. 10 Uhr Gottesdienst, Pastor Böing; 2 Uhr Kda. Silschede. Vorm. 10 Uhr: Kandidat Becker aus Essen; 11 Uhr Kdg. Rundschau Katholischer Gottesdienst Sechster Sonntag nach Pfingsten. 6 Uhr hl. Messe. 7.15 Uhr hl. Messe. 8.30 Uhr hl. Messe für die Kinder mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Christenlehre und Andacht für die Kinder. Die Abendandacht findet nach der Rückkehr der Wallfahrer von Neviges gegen 7 Uhr statt. An den Werktagen ut jeden Morgen um 6.30 Uhr bl. Messe(ausgenommen Tienstag und Tonnerstag), und die Schulmesse um 7.15 Uhr. Gevelsberg Gevelsberg einst und jetzt Vor dem großen Kirmesereignis dee Ennepetales. nnk Gevelsberg„einst und jetzt“— das ist das Leitwort der in diesen Tagen beginnenden Gevelsberger Kirmes und vor allen Dingen des im Mittelpunkt dieser traditionellen Volksveranstaltung stehenden, bunten Kirmeszuges. Dieser Kirmeszug ist uralt, war aber in den Jahren nach dem Kriege eingeschlafen. Junge Leute erweckten ihn im Vorjahre zu neuem Leben. Insbesondere ein Freundes bund, die Pinasse Brumse unter ihrem rührigen und vielseitigen Kapitän Ingenol alias Günther Gedat tat sich bei der Neugestaltung dieser alten Sitte mächtig hervor. Neue und alte Gevelsberger und Ennepesträßer Lieder mten sich auf und schon im vorigen Jahre war der Zug und die Kirmes ein großer Erfolg. Nach den für dieses Jahr getroffenen Vorbereitungen kann man damit rechnen, daß das ganze Ennepetal und die nahere und weitere Umgebung an diesem originellen Heimatfest Anteil haben werden. Zahlreiche Fuß= und Wagengruppen haben sich angemeldet und da alles unter einer einheitlichen Leitung steht, kann man damit rechnen, daß die ganze Angelegenheit Geschmack haben wird und etwas wirklich originelles und mit Heimat und Boden verbundenes vieten wird. Die einzelnen GGruppen bringen sehr nette Darstellungen aus vergangener Zeit, sie verulken Gevelsberger Verhältnisse der früheren Jahre und der Jetztzeit, des vergangenen Jahres. Allein 10 Musikkapellen werden mit dabei sein.... Es wird also viel Stimmung geben. Tas Erstannliche dabei ist, daß ganz Gevelsberg in dieser Sache einig geht: Alle Werke und Fabriken schließen am Tienstag, dem Tage des Kirmeszuges, alle Schulen haben ab 10 Uhr frei, kein Hammer und kein Rad bewegt sich an diesem Tage der urwücksigen Freude... es wird also anzunehmen sein, daß auch in diesem Jahre die Gevelsberger Kirmes und ihr Festzug eine ganz große Sache werden wird. Ganz Gevelsberg ladet ein! g. Familienkundliche Tagung in Hagen Im Rahmen der Ausstellung„Rasse, Sippe, Siedlung“ nuk Im Rahmen der großen Gauausstellung„Rasse, Sippe, Siedlung“ veranstaltet die familienkundliche Vereinigung Hagen=Westfalen am heutigen Samstagnachmittag eine Tagung aller familiengeschichtlich interessierten Forscher und Freunde der Sippenkunde in Hagen im Städtischen Museum und verbindet gleichzeitig damit eine Beüichtigung der Ausstellung. Der Intendant des Reichsienders Köln, Dr. Glasmeyer, wird einen Vortrag über das Thema„Warum muß jeder Volksgenosse Sippenforschung treiben“ halten. Eigentum, Druck und Verlag Staats=Verlag(Fr. Staats Gesellschaft m. b. H.). Wuppertal. Hauptschriftleiter: Karl Buschhaus. Verantwortliche Schriftleiter: Für den politischen Teil, das Feuilleton und den Handelsteil: J. B.: Ludwig Aldin ger. Für den örtlichen Teil, für Sport und Allgemeines: Karl Buschhaus, sämtlich in Wuppertal. Für den Anzeigenteil verantwortlich: Willi Steinjan, W.=Barmen.— D.A. 6. 35(Stadt=Anzeiger und Stadtblatt zur Barmer Zeitung): über 9000. Zur Zeit gültig Preisliste Nr. 2. In der Blüte Deiner Jugend. wurdest Du dem Tod geweint. der Herzle Hille war vergebens, Du eiltest hin zur Ewigkeit! Nachruf! Plotzlich und unerwartet verstarb am Freitag, den 5. Juli, durch Unglückstall, unser lieber Sohn. Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Nefle, meln lieber Mann Otto Stein im Alter von 31 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Emil Stein sen. Familie Ewald Poth Familie Paul Unterste Von und Frau. geb. Ida Stein Familie Heinrich Discher und Frau. geb. Anna Stein Familie Fritz Stein Familie Willi Stein Familie Theo Koke u. Frau geb. Adelc Stein, USA. Familie Emil Stein jun.. USA. Familie Artur Stein, USA. Wwo. Otto Stein geb. Poth, USA. W.-Barmen, den 15. Juli 19. Wie ist's mit Ihrer Uhr? 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