1 Abenauer Fereis unr Wöchendtalt. Erscheint jeden Sonntag. Preis in der Erp. pro Quartal 8 1/ Sgr., durch die Post bezogen inel. Bestellgeld 10 1/8 Ser. Verantwortlicher Redakteur und Verleger: Peter Herbrand in Adenau. Anzeigen müssen srätestens Freitags eingehen Insertionsgebühr. für, die dreispaltige Garmene.ile eoer dere Raum 1 Sgr. Briefe u Gelder franco N 50. Sonntag, den II. Dczember 1861. XII. Amtliche Bekanntmachungen. Die Klassensteuer=Rollen prö 1865 liegen vom 18. Dezember c. ab während 14 Tagen in den Geschäftslocalen der Herren Steuerempfänger resp. in den Bürgermeistereien Brück und Kempenich auf den BürgermeistereiAemtern, zur Einsicht der Steuerpflichtigen offen. Etwaige Beschwerden gegen die Besteuerung sind binnen drei Monaten präclusivischer Frist, also spätestens bis zum 31. März k. Is., bei dem Unterzeichneten einzureichen. Die Herren Gemeindevorsteher wollen dies sofort ortsüblich bekannt machen, auch den Tag, an welchem dieses geschehen, dem Herrn Bürgermeister sogleich anzeigen. Adenau, den 7. Dezember 1864. Der Landrath, (Nro. 4676.) Fonck. Politische Wochenschau. Berlin. Man ist hier allgemein der Meinung, daß die wegen. Zurückziehung der Bundes=Exccutionstruppen aus den Herzogthümern eingetretene Verwickelung nach den von Preußen und Oesterreich am Bunde gemeinschaftlichen Anträge zur befriedigenden Erledigung kommen werde. Die Räumung dürfte schon in den nächsten Tagen erfolgen. Hannover zieht, ohne einen Bundes=Beschluß abzuwarten, seine Truppen schon zurück.— Die Reise des Fürsten zu Hohenzollern, welcher von verschiedenen Blättern eine politische Mission unterlegt wurde, ist wie die Zeidl. Corresp. schreibt, lediglich durch die Verlobung seiner Tochter, der Prinzessin Maria Lonise Alexandrine Caroline(geb. 17. Nov. 1845), mit dem Könige Ludwig II. von Baiern(geb. 25. Aug. 1845) veranlaßt. — Die„B. u. H. Ztg.“ schreibt: Wenn wir recht berichtet sind— schreibt uns ein wiener Correspondent— so wäre in dem Conflict zwischen Preußen und den Executionsregierungen Oesterreich einen Vermittlungsvorschlag zu machen geneigt, welcher allerdings thatsächlich den preußischen Forderungen Rechnung tragen, principiell aber der Stellung des Bundes Nichts vergeben würde. Dieser Vorschlag hätte darin zu bestehen, daß der Bund die Execution in Holstein für erloschen erklärt und demgemäß die mit ihrem Vollzug beauftragten Truppen abruft, auch dieselben nicht unter verändertem Rechtstitel dort stehen läßt; daß er aber gleichzeitig dem betreffenden Bundesbeschluß eine Clausel einverleibt, in welcher er sich bezüglich der Mitwirkung bei der weiteren Behandlung der Herzogthümerfrage ausdrücklich und formell seine volle Competenz wahrt.— Die mit Ende d. J. ablaufende Begünstigung, nach welcher evangelische Theologen, so wie junge Männer katholischer Confession, die auf Gymnkasien, Universitäten und in den PriesterSeminarien sich für den Priesterstand vorbereiten, bei der Heeres=Ersatz=Aushebung bis zum 1. April desjenigen Jahres zurückzustellen sind, in welchem sie das 26. Lebensjahr vollenden, ist nach einer Bestimmung der Minister des Unterrichtes, des Krieges und des Innern noch auf 5 Jahre und zwar für die Jahre 1865 bis 1869 einschließlich, verlängert worden. — Dem Vernehmen nach beabsichtigten Baiern und Sachsen bei der Bundesversaumlung unnmehr die Zulassung des von dem Erbprinzen von Augustenburg für Holstein und Lauenburg beglaubigten Bevollmächtigten zu beantragen. Königreich Sachsen. Das„Dresdener Journal“ versichert, das am Bunde gestellte Ersuchen Preußens zur Räumung der Herzogthümer sei von Seiten Sachsens mit Hinweisung auf den sächsischen Bundes=Antrag beantwortet. Sachsen werde selbsiverständlich jedem Majoritätsbeschlusse der Bundes=Versammlung sofort nachkommen, aber nicht eigenmächtig handeln. Kurhessen. Die Adresse des Landtages, welche die Beschwerden und Desiderien Kurhessens enthält, und in den Abgeordnetenkreisen„das letzte Wort“ an den Kurfürsten genannt wird, ist nun durch die LandtagsCommission an den Landesherrn abgesandt worden. Ob dadurch etwas geholfen wird, steht abzuwarten. Frankfurt. Ein Telegramm aus Frankfurt meldet: In der Sitzung des Bundestages erklärte Hannover seine Bereitwilligkeit zu sofortiger Abberufung seiner Truppen und seines Commissars aus den Herzogthümern. Sachsen erklärt sich zu gleicher Abberufung bereit, sobald ein desfallsiger Bundes=Beschluß vorliege. Preußen erklärte seine Bereitwilligkeit, über die Erbfolge mit den Prätendenten zu unterhandeln, sobald die Herzogthümer geräumt sein würden. Die Abstimmung über den österreichisch=preußischen Antrag wird nächstens Statt finden.— Die Mittelstaaten werden nach der Räumung Holsteins den Antrag auf Zulassung eines Augustenburgischen Bevollmächtigten behufs Ermöglichung eines zu constituirenden BundesAusträgalgerichts stellen. Oesterreich ist damit einverstanden. Oesterreich. Aus Wien schreibt man: Bei den Verhandlungen über die freisinnige Adresse, die nachdrücklich fordert, daß mit Ersparungen, namentlich mit Ersparungen beim Militair=Budget, endlich Ernst gemacht werde, sitzen die Minister wie auf Nadeln, haben sich aber noch nicht vernehmen lassen. Die Adresse wird wahrscheinlich fast unv rändert angenommen werden. Italien. Die amtliche Zeitung von Venedig bringt einen Erlaß, laut dessen in Folge der Zersprengung der Banden im Friaul das Standrecht aufgehoben wird. Die Angeschuldigten werden in Udine vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Frankreich. Der„Moniteur“ veröffentlicht einen Bericht des Obergenerals Bazaine über die letzten glänzenden Kriegsoperationen in Mexico, durch welche es gelang, in der Zeit von 3 Monaten dem Kaiser Maximilian vier große Provinzen zu unterwerfen, deren Totaloberfläche die Hälfte Frankreichs übersteigt. Auch sind nun die letzten Truppen, die um Jnarez noch gruppirt waren, zersprengt. Nach dem„Pays“ war Kaiser Maximilian wieder nach Mexico zurückgekommen, und dort mit der größten Begeisterung empfangen worden. Landwirthschaftliche Nachrichten Wirksung des Salzes bei der Schweinemast. Obwohl das Sprichwort: „1 Pfund Salz, 1 Pfund Schmalz" Jeder= mann bekannt ist, so ist es doch häufig üblich, den Mastschweinen den Salzzusatz zum Futter vorzuenthalten. Ist dieses Sprichwort auch nicht buchstäblich zu nehmen, so geht doch aus dem Folgenden hervor, daß es nicht ohne einen tieferen Sinn ist. Vier Schweine von gleichem Wurfe, die sich auch ziemlich egal geartet hatten, wurden zur Mastung eingestellt und zwar je zwei zusammen. Das eine Paar wog bei Beginn der Mast 35 Pfd. mehr als das andere Paar. Die Fütterung geschah mit ganz gleichen Futterstoffen in genau gewogenen gleichen Mengen, nur bekam das eine Paar täglich einen Salzzusatz von 3 Loth, das andere Paar aber, das bei Beginn der Mast um 35 Pfd. schwerer war, erhielt gar kein Salz. Nach 9 Wochen war das letztere Paar, obwohl es sich fortwährend in gutem Gesundheitszustande befand, dennoch um 73 Pfund leichter als dasjenige Paar, das regelmäßig den Salzzusatz erhalten hatte. Gypsen des Pferdestalles. Es ist schon öfters in landwirthschaftlichen Versammlungen und Zeitschriften der Nutzen des Gypsens der Ställe hervorgehoben worden. In Bezug hierauf, schreibt uns Herr Gutsbesitzer Kraft von Lechfeld, daß zwei seiner Pferde, die an Brustbeschwerde litten, eine ganz auffallende Besserung erfahren hätten, seitdem er Morgens, Mittags und Abends den Pferdestall ganz dünn mit Gyps bestreuen ließ. Wieman aus gewöhnlichen Landkühen vortreffliche Milchkühe schaffen kann.(Fortsetzung.) Der Leinsamen wird mit kaltem Wasser auf die Ofenplatte gesetzt und gekocht. Der Topf muß so groß sein, daß mit jenem höchstens ein Drittheil des Raumes gefüllt wird, damit zweimal so viel Wasser zugesetzt werden kann. Der nach dem Aufkochen erkaltete Leinsamen hält sich über 24 Stunden und kann nun zur Bereitung der Tränke nach Bedürfniß verwendet werden. Ein Pfund Leinsamen und ein Pfund Futtermehl ein Jahr lang dem Kalbe in Tränkeform neben dem nothwendigen Heu gegeben, befördert, wenn man den so häufig vorkommenden Ausbruch von Diarrhöen und den dadurch eintretenden Rückgang in der Entwicklung der Kälber zu verhüten weiß— darauf komme ich zurück— dessen Ausbildung derartig, daß man die Kälber in einem Alter. von dreizehn bis vierzehn Monaten zum Stier lassen und sie in einem Alter von kaum Jahren als große Kühe nutzen kann. Der Preis eines Pfundes Schlaglein beträgt durchschnittlich ungefähr ein Silbergroschen. Die Verwendung eines Jahr lang täglich kostet demnach zwölf Thaler, ein, nach meiner Ueberzeugung, für das zu gewinnende Resultat sehr unbedeutender Betrag. Wer dem Kalbe nach dem Absetzen im Futter keinen Ersatz für den ihm zuträglichen Fettgehalt der Muttermilch bietet, darf sich nicht wundern, wenn das Kalb dann das Fleisch verliert, und statt in der Entwickelung fort zuschreiten, zurückgeht. Leider ist dies in der Regel der Fall, ja, ein großer Theil der, Landwirthe pflegt den Verlust des sogenannten Pitzfleisches— des Fleisches, welches das Kalb während des Saugens gebildet hat— als eine unvermeidliche Kalamität zu bezeichnen, und hat auf den Versuch verzichtet, hiergegen anzukämpfen. Den meisten Landwirthen dürfte aus Erfahrung bekannt sein, daß ein großer Theil der Kälber an Diarrhöe zurück=, ja selbst eingeht, und es wird wohl in allen Ställen, in denen dem Jungvieh die nöthige Sorgfalt zugewendet wird, auf die Beseitigung derartiger Krankheiten nach Kräften hingewirkt. Aber auch im Falle des günstigsten Verlaufs wird eine Abmagerung und Störung der Entwickelung eintreten, und deßhalb wird es wünschenswerth, dem Ausbruch derselben vorzubeugen. Setzt man die Kälber in den Stand, wenn sich bei ihnen im Magen Säure bildet, welche Diarrhöe mit ihren Folgen hervorruft, hiergegen rechtzeitig etwas zu thun, so weist sie ihr Instinkt darauf hin, sich selbst zu helfen. Zu diesem Behufe hänge man zwischen je zwei Kälber ein Stück Kreide derartig auf, daß es mit einem Stricke an der Raufe befestigt wird und an der Krippe lose anlehnt. Oft leckt keins der Kälber Monate lang an der Kreide; dann aber kommt es auch vor, daß dieselbe in wenigen Tagen voll ständig aufgezehrt wird. Diarrhöen werden, da die Kälber durch den Genuß der Kreide die Säure im Magen neutralisiren können, ehe sie weitere nachtheilige Folgen hervorruft, im Kalaenstall ausbleiben und nicht ferner die normale Entmickelung des Jungviehs'unterbrechen. Kosten entstehen dadurch ganz unbedeutend, da es für einen Thaler eine größere Menige Kreide gibt, als man in einem Jungviehstall von 30 bis 40 Stück im Jahre braucht. (Schluß folgt.) Mobilar=Verkauf zu Weidenbach bei Dienstag, den 13. Dezember l.., Morgens 9 Uhr, lassen die Erben des zu Weidenbach verlebten Ackerers Peter Theisen, die sämmtlichen zu dessen Nachlasse gehörigen Mobilar=Gegenstände, im Orte Weidenbach öffentlich gegen Zahlungs=Ausstand verkaufen, als: 1 Ochs, 3 Kühe, 2 Rinder, 2 Mutterkälber und 1 Ochsenkalb, 90 Hammelschaafe, 29 Mutterschaafe, 1 Mutterlamm, 6 Bienenstöcke, ungefähr 60 Centner Kartoffeln, eine Parthie Roggen, Weizen, Hafer, Heu, Grummet, Stroh, 1 Karren, Pflug, Egge, sowie Haus= und Ackergeräthe aller Art. Adenau, den 5. Dezember 1864. Der Känigliche Notar, R. Hinderkotte. Ein sicher und schnell wirkendes Hausmittel gegen Husten und Heiserkeit, sowie Halsund Brustcatarrhe, werden in versiegelten Paketen mit Gebrauchs=Anweisung a 4 Sgr. verkauft in Adenau bei Anton Lehmann; in Nayen bei Ph. Reiff; in Ahrweiter bei Herm. Jos. Stupp und bei Elis. Abfalter; in Blankenheim bei Math. Michels. „Ich habe einen schrecklichen Katarrh!“ hört man jetzt unzählige Male wieder und immer wieder klagen. Der unvermeidlichen Frage:„Wie geht'?“ wird in der Regel nur obige Antwort zu Theil. Viele aber, die diese Antwort geben und hören, mögen sehr unklare Begriffe darüber haben, was man eigentlich unter Katarrh versteht und wie man sich dabei am vernünftigsten verhält. Der Zweck dieser Zeilen soll sein, hierüber einige Aufklärung zu verbreiten. Der Kehlkopf und die Luftröhre, diese Pförtner unserer Athmungsorgane und Theilnehmer an den Schlingbewegungen, zugleich Quellen der Tonbildung und Sitz des Hustenkitzels sind den katarrhalischen Beschwerden am meisten untenworfen. Der Kehlkopf ist ein hohles aus beweglichen Knorpeln zusammengesetztes Gerüste, welches die Ein= und Ausgangspforte der Luftröhre vorstellt und durch Schwingungen der an seiner innern Oberfläche befestigten Bänder die Stimme bildet. Die Schleimhaut des Kehlkopfes unterliegt oft katarrhalischen Leiden, die, wenn man sie vernachlässigt, nicht selten langwierige Heiserkeit und gefährliche Geschwüre zur Folge haben. Heiserkeit und sogar Stimmlosigkeit entstehen aus mangelnder Schleimabsonderung der Kehlkopfschleimhaut, oder aus deren Trockenheit, Entzündung und Geschwürsbildung. Die Luftröhre ist die Fortsetzung des Kehlkopfes, sie ist ebenfalls mit einer dünnen Schleimhaut versehen, welche eben so häufig katarrhalischen Entzündungen ausgesetzt ist. Wir sehen also, daß unsere Schleimhaut der Sitz des Uebels ist. Die Entzündung des Kehlkopfes und der Luftröhre macht sich bemerkbar durch Schmerzen in der Gegend des Kehlkopfes, Druck, Trockenheit, Brennen und Kratzen, Zusammenschnüren, sowie häufigen Kitzel und Reiz zum Husten. Die Stimme wird sehr veränderlich, rauh, kreischend, bald lispelnd, bald pfeifend und besonders ist das Athmen erschwert. Beim Husten, der auch in sehr mannigfaltigen Mißtönen sich hören läßt, werden gewöhnlich kleine Klümpchen eines zähen graulichen Schleimes ausgeworfen, doch ist der Husten auch oft ganz trocken. Dazu gesellen sich noch Schlingbeschwerden und der Husten wird zuweilen so stark, daß er mit Brechreiz verbunden ist. Bei allen diesen katarrhalischen sich zur Unerträglichkeit vielfach steigernden Leiden hat sich der Gebrauch des L. W. Egers'schen Fenchel=Honig=Extracts, erfunden und nur allein bereitet von Herrn L. W. Egers in Breslau, Messergasse 17, „zum Bienenstock,“ als das beste und schnellwirkendste Hausmittel in tausenden von Fällen auffallend bewährt. Erwachsene nehmen davon mindestens dreimal täglich, jedesmal 2 Theelöffel voll, außerdem bei sich einstellendem starken Reiz oder Husten jederzeit einen Schluck, überhaupt wenn man Verlangen danach hat;— das ist der beste Maßstab. Ganz kleinen Kindern gibt man ihn zur Hälfte eines Theelöffels in derselben Weise, größeren Kindern jedesmal einen Theelöffel voll. Zugleich wirkt der L. W. Eger'sche Fenchel=Honig=Extract auf den Stuhl, wenn man selben in größeren Portionen, je nach Constitution, einnimmt. Alles Saure, Fette und Scharfe, stark gesalzene Speisen und erhitzende Getränke sind bei Katarrhen zu vermeiden, ebenso das Einathmen kalter, staubiger oder rauchiger Luft, man enthalte sich auch angestrengten Sprechens und Singens, denn alle derartigen Einflüsse verschlimmern katarrhalische Uebel am meisten. ### Der L. W. Egers'sche Fenchel=Honig=Eztract ist einzig und alleinächt zu haben in Adenau bei Laurenz Schmitz a Flasche 18 Sgr., ½/ Flasche 10 Sgr., 3 Flaschen 1¾/4 Thlr.“Man lasse sich nicht durch Nachahmungen täuschen! Besonders zu beachten ist, daß jede Flasche das Etiquette, Siegel und Faczimile des Erfinders L. W. Egers in Breslau, Messergasse 17,„zum Bienenstock“, trägt. Die gratis dazu gehörige Gebrauchsanweisung enthält außer vielen Attesten 2c. auch das Allerhöchste Dankschreiben Sr. Mäjestät des Königs von Preußen, d. 6. Berlin, 15. Dezember 1862. Formularen zu Dienst=Journalen für die Herren Bürgermeister siid, vorräshzig zu, haben in der Buchdruckerei von Peter Herbrand in Adenau## c Gestist ür“ Deutschland. Die Berliner Industrie hat seit längerer Zeit fast in allen Zweigen einen Höhepunkt erreicht, dessen sich gewiß nicht leicht ein zweiter Ort Deutschlands rühmen darf. Jedenfalls gibt es keinen, weder so großen, noch so kleinen Artikel, der auf unserem Markte nicht gefunden, oder der an Eleganz, wie Preiswürdigkeit von den Erzeugnissen anderer Plätze übertrofen würde.. Ham a. Die Bedeutung dieses unseres Wettmarltes, in weichem alle Ideen von Industrie, Kunst und Wissenschaft gipfeln, berührt jeden Ort, ja, fast jeden Gebildeten, nicht nur im Königreiche, sondern auch im gesammten deutschen Vaterlande. Zahllose Interessen finden hier ihren Knotenpunkt, in's Besondere rücksichtlich des An= und Verkaufes der verschiedensten Gegenstände, der Beschaffung der neuesten Muster und Modelle, so wie endlich auch in Bezug auf Personal=Verhältnisse aller Art. So gewiß es nun auch ist, daß bei genauer Kenntniß der richtigen Quellen Jedermann am hiesigen Platze eine ebenso ausgedehnte, als reelle Befriedigung seiner Wünsche findet, so steht andererseits aber auch die häufig ebenso ungerechtfertigte, als unverschämte Reclame hier auf einer solchen Höhe, daß dieselbe schon oft der Grund zu bitteren Erfahrungen für Fremde geworden ist.,.2# f. 4m Cärst 6ie.s In richtiger Erwägung dieser Tharsachen burste die Grundung des Berliner Central=Besorgungs=Instituts für Deutschland als ein zeitgemäßes Unternehmen erachtet werden. I. Zweck des Das Institut übernimmt: a) die Besorgung des Einkaufs von jedem Bedürfniß= oder Luxus=Artikel, wie groß, oder klein der desfallsige Auftag auch sein möge; b) den Verkauf aller Erzeugnissez„1) Wun in Gat. c) die Besorgung von Wechsel=Accepten und Incasso, resp.#viest, so wie event. Gestellung eines Rechtsbeistandes; c) die Ertheilung jeder Art von Auskunft; e) die Besorgung von Inseraten in die hier erscheinenden Blätter und event. Uebermittlung der eingelaufenen Adressen; 1) die Beschaffung" billiger Privat=Wohnungen für Fremde, welche in Berlin längere, oder kürzere Zeit zu verweiten gedenken;## 144,2 17 CM, g) die Gestellung von localkundigen, billigen Fuyrern fur die resp. Geschäfts=, wie Vergnügungs=Reisenden; h) die Erledigung von discretionairen Aufträgen aller Art. II. Handhabung des Damit einerseits die geehrten Geschäftsinhaber und Privatpersonen von vorn herein die Gewißheit der durchaus reellen Basis des Unternehmens gewinnen können, anderseits aber auch eine thunlichst billige und für das Publikum bequeme Ausführung ermöglicht wird, haben sich die Iustituts=Vorsteher mit den Expeditionen der verschiedenen„Localblätter in Verüindung gesetzt.““... 6ted Me hnsgrch her Nachdem die Inhaber des Instituts sich zunachst bei der Expeoiton wegen ihrer personlichen Zuverlässigkeit und Reellität legitimirt haben, ist letztere bereit, zur Vermittlung des Geschäftsverkehrs zwischen dem geehrten Publikum und dem Institute die Hand zu bieten. Alle Aufträge für das Institut wolle man deshalb nur an die Expedition dieses Blattes gelangen lassen; die eingehenden Aufträge werden uns einen um den anderen Tag übermittelt, und gehen die effectuirten Aufträge ebenso in gemeinschaftlicher Sendung an die Expedition zurück. 8 8 Wird in einzelnen Fälren ein directer Verkehr mit dem Institute von Seiten des Auftraggebers gewünscht, so muß die deßfallsige Correspöndenz frankirt und in derselben gesagt werden, ob die Antwort, oder Erledigung direct an den Auftraggeber, oder mit der nächsten Sendung an die Expedition gelangen soll. Die dem Institute in Auftrag zu gebenden Einkäufe werden durch besonders von demselbennangestellte Fachkenner besorgt und zwar, bei den ersten und reellsten Fabrikenz#resp. Handlungshäusern Berkins, mit denen sich zu diesem Zwecke das Institut in Verbindung gesetzt hat. Die Original=Facturen dieser Härser werden den geehrten Bestellern zur Einsicht mit übersandt, daher die Committenten sich einer durchaus befriedigenden, reellen Ausführung ihrer Aufträge versichert halten dürfen. (II. Allgemeine Bedingungen und Provision. Bei Aufträgen auf zu besorgende“ Gegenstände wolle man letztere in Bezug auf Form, Stoff, und anzulegenden Preis möglichst genau bezeichnen und für gewöhnlich den ungefähren Betrag bei der Expedition deponiren. Nach Empfang des Artikels wird alsdann auf Grund, der beigelegten Original=Factura die Rechnung durch die Expedition regulirt, Spesen und Provision berechnet das Institut im Allgemeinen wie folgt: 3) Das Porto wird auf die Anzahl der ir gemeinschaftlicher Sendung von der Expedition eingegangenen Commifsionen 2.#vertheilt, ebenso die Kosten der Emballage bei gemeinschaftlicher Rücksendung, b) Det Aufträgen zur Besorgung von Artikeln wird die Provision nach Höhe des Objectes berechnet und zwar bei Beträgen bis zu 10 Thles. im Ganzen mit5 Sgr. von jedem Thaler meht... 6 Für Waaren=Einkäufe in größeren Parthien wird eine entsprechende Ermäßigung eintreten. 4) Für Verkäufe richtet sich die Provision nach der dabei aufzuwendenden Mühe, resp. der besonderen Uebereinkunft mit dem Verkäufer. 4) Für Besorgung eines Wechsel=Acceptes, Incasso's, Protestes, oder Gestellung eines Rechtsbeistandes je.. 5 Sgr., handelt es sich jedoch dabei nur um denselben Wechsel, oder Posten, so ist für sämmtliche, oder theilweise obige Besorgungen zu vergüten............ 7½ Sgr. Werden von einem Auftraggeber gleichzeitig mehrere Wechsel auf eine und dieselbe Person eingesandt, so wird außer dem einfachen obigen Ansatze für jeden weiteren Wechsel nur 1 Sgr. berechnet. **) Für Ertheilung jeder Art von Auskunft............ 5 Sgr. 1) Für Besorgung von Inseraten in die hier erscheinenden Zeitung incl. Zusendung der event, einlaufenden. Offerten für jede Zeitung(natürlich ausschließlich der Insertionskosten) g) Für Beschaffung einer Wohnung 10 Sg. .) Für Anweisung eines Führers 5 Sgr. 1) Für Besorgung von discretionairen Aufträgen wird die Provision je nach dem nöthigen Zeitaufwande billigst berechnet. Indem wir somit das in Vorstehendem erörterte Institut dem Wohlwollen der geehrten Geschäftswelt, so wie aller gebildeten Privaten bestens empfehlen, geben wir die feste Züsicherung, daß es unser eifrigstes Bestreben sein wird, durch äußerst reelle und pünktliche Ausführung der uns werdenden Aufträge die volle Zufriedenheit der geehrten Auftraggeber zu erkangen, wohl wissend, daß nur dadurch unserem Institute die Lebensfähigkeit erhalten bleibt. Sobald wie möglich werden wir die Preiscourante über die verschiedenen hiesigen Erzeugnisse in einem Cataloge zusammenstellen und unseren Geschäftsfreunden durch die betreffenden Expeditionen übersenden. Schließlich empfehlen wir das Institut noch zu Einkäufen fürdie bevorstehenden„Feste und die BallSaison. Perlin, im Novenber 1864. Berliner Central=Besorgungs= Institut für Deutschland. Geschäftslokal: Alexandrinen=Straße 62. Aufträge für das Institut befördert die Expedition des„Adenauer Kreis= und Wochenblattes.“ Lütticher Jagdgewehre. Doppelslinten###—19½ und 14 Thlu, Pistolen, Pulverhörner, Kugelformen sowie sonstige Jagdgeräthschaften in genügender Auswahl, bei L. L. J. Baur. Der von uns seit Jahren aus den feinsten aromatischen Pflanzenstoffen, Weingeist und Arrac fabricirte, auf der Londoner Industrie=Ausstellung präuiirte Magen=Bitter„Alter Schwede“. zeichnet sich durch seinen angenehmen Geschmack besonders aus, und wird nicht allein von Herren, sondern auch von Damen gerne getrunken. Derselbe hat in vielen Fällen gute Dienste geleistet, und sollte sich davon in jeder Familie stets eine Flasche als treuer Hausfreund vorfinden, da täglich—2 Liqueurgläschen hinreichen, mancherlei Unpäßlichkeiten zu beseitigen. Um aber nicht getäuscht zu werden, so achte man genau auf unser Flaschen=Etiquett mit Unterschrift und Siegel. Philipp Greve=Stirnberg in Bonn, alleiniger Destillateur des echten Magen=Bitters„Alter Schwede“ Geehrtester Herr Greve=Stirnberg! Der gute, alte Schwede, den Sie mir im Sommer in großer Güte schickten, hat längst seine guten Dienste geleistet, und möchte ich denselben durch einen Nachfolger ersetzen lassen. Schicken Sie mir also wieder eine Quantität von 12 Flaschen nebst Rechnung. Volk marsen, den 11. September 1864. Ihr ergebenster Grebe, Caplan. Zu haben in Lutzerath bei Herrn M Ringe', Gastgeber Maas; in Kaisersesch bei Hubert Kremer und Bariere; in Mayen bei Herren Diedenhofen, Paul Kelalhaas, Th. Kolnrhaas, T·h Colomie, Joh. Woll, St. Krümmel. Solide Wirthe und Geschäftsleute in den verschiedenen Orten, welche den „Alten Schweden“ verkaufen wollen, belieben sich direkt an uns zu wenden. Koridsot over Lebererhalter aus der chemisch=technischen Fabrik von Carl Schrader in Herzogenrath. 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Die Prämien dieser Lotterie bestehen: 1) in einem Hauptgewinn von........ 100,000 Thaler, 2) in einem Gewinne von..... 10,000„ 3) in einem Gewinue von......000„„ 4) in fünf Gewinne von je 1000 Thlr. 5,000.. 5) in einer Anzahl geeiegener Werke lebender deutscher Künstler,: im Gesammmtwerihe von.. 30,000„ welche der Verein bis zum vollen Betrage der vorstehenden Summe erwirkt und wovon jedes einzelne einen besondern Gewinn darstellt. m mnun Zusammen.. 150 000 Thaler. Loosen zu obiger Lotterie sind bei dem Unterzeichneten zu baben J. L. J. Baur. Kath. Gesellenverein. Sonntag, den 11. Dezember: General-Versammlung. Die Mitglieder werden um pünktliches Erscheinen gebeten.. Der Vorstand. Für Wechselzeit werden gut empfohlene Dienstmädchen gesucht, welche gute Zeugnisse besitzen, Küche, Haushaltung und für's Vieh. Auskunft bei W. Ommerborn, Commissionair in Mayen, tstraße 162. Am nächsten Mittwoch, d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werde ich auf meinem Bureau an den Wenigstfordernden vergeben: die Lieferung der GendarmerieFourage pro 1865. Adenau, den 10. Dezember 1864. Der Bürgermeister, Spindeler. Verdinggabe einer Baumpflanzung. Dienstag, den 13. 10 Uhr. werde ich auf meiner Antsstube dahier, die Anlieferung und Pflanzung von 300 Stück Birnbäumen, „ 200„ Apfelbäumen, „ 200„ Kirschbäumen, „ 200„ Linden und „ 200„ wilden Eschenbäumen, auf die Tondorf=Roggendorfer Prämienstraße von hier bis jenseits Eiserfey öffentlich in Verding geben. Zingsheim, den 28. November 1864. • Der Bürgermeister, I. Blum. Gicht= und RheumatismusLeidenden halte ich mein Lager Lairitz'scher Fabrikate und Präparate bestens empfohlen und stehe mit Weiterem gern zu Diensten. J. L. J. Baur. Postenlauf. Abgebende Posten: Nach Bonn 330 Morgens. „ Kempenich 6 Morgens.(Botenpost). „ Mayen 11 Vormittags. „ Blankenheim 230 Nachmittags. „ Wittlich 730 Abends. : Aukommende Posten: Aus Wittlich“0 Morgens. „ Blankenheim 10 Vormittags. „ Kempenich 4 Nachmittags.(Botenp.) „ Bonn 720 Abends. " Mayen 1030 Abends. Geld=Conrs. Köln, am 7. Dezember. Preuß. Friedrichsd'or 5 Jer 20 Jer.— 9 Ausländische Pistolen 5„ 15„—„ Napoleonsdor.... 5„ 11„ 6„ Holländ. 10=Fl.=Stücke 5„ 16„—.„ 25=Francs=Stücke—„—„—„ =Francs..... 1„ 10„ 3„ Franz. Kronenthaler1„ 17„—„ Druck von P. Herbrand in Adenau,