NFRNRFRZFRFFFFFRRFFFFFFFFFNTFFTRNNNN Kölner Toral-Anzeiner General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt und Fremdenblatt. De deue a e e#### Se Verlag und Druck von J. O. Bachem. Verantwortlich: für den allgemeinen Theil P. Brendgen, für den Anzeigen=Cheil E. Böhm, Alle in Köln. Erpedition und Anzeigen-Annahme Marzellenstraße 20. Anzeigen-Preis: Für Köln und Vororte 12½ Ofg. die einspaltige Zeile; für auswärts 20 Ofg. Bevorzugt verlangte Inserate(erste und letzte Seite) 20% höher.—„Kleine Anzeigen“ jedes Wort 3 Ofg.— Offerten=Annahme 25 Ofg.— Jede vierte Einrückung kostenfrei. in jedes Haus von Köln, sowie in allen Dororten unentgeltlich getragen. Etagen und Hinterhäuser mit Sonntags=Beilage 30 Ofg. monatlich. Wird täglichi " Deutz und allFür — Nr. 21. Dritter Jahrgang. Köln, Montag, 21. Januar 1889. Tägliche Auslage über 22,000. Specialität: Authrarik=(schweselfreie) Außzkohlen. 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Wir glauben daher für diesen zweiten Jahrgang denselben Erfolg hoffen zu dürfen, um so mehr, als die Ausdehnung der Zahl der Kölner Gerichte es dem Publicum immer schwieriger macht, sich zurecht zu finden. Die Abtheilungen des Amtsgerichts sind von 11 auf 17 vermehrt worden, zwei neue Schiedsgerichte für Unfallsachen und die Verwaltungsgerichte sind neu hinzugekommen, während die Deputation für Heimathwesen fortgefallen ist, Landgericht und Oberlandesgericht vielfache Veränderungen erfahren haben. Eine sorgfältige und zuverlässige Uebersicht über die Zuständigkeit der einzelnen gerichtlichen Behörden ist unter diesen Umständen un entbehrlich und wird bei richtiger Benutzung das Publicum vor vielfachen Aergerlichkeiten bewahren. Die Zusammenstellung gilt zunächst für das Jahr 1889. Einzelne Abänderungen während des Jahres sind jedoch nicht ausgeschlossen. Dieselben werden stets rechtzeitig in der Kölnischen Volkszeitung und dem Kölner Local=Anzeiger mitgetheilt werden. Wenn nöthig, erscheint eine neue Ausgabe noch im Laufe des Jahres. Köln, 15. Januar 1889. J. P. Bachem. Geflügel, Truthahnen, Truthühner, Capaune, Hahnen, Suppenhühner, zu ausnahmsweise billigsten Preisen, sowie italien. u. deutsche Eier sortwährend zum billigsten Preise bei Joh. Klefisch, Unter Hutmacher 29. Ital. Wermuthwein, magenstärkend u. appetitbringend, per Flasche N. 1,50. Eigelstein 81. Kölner Frauenbildungs= Breitestraße 42, I. Etage. Aclteste Schule Köln's. Gründl. Unterricht in 4 Wochen im Matnehmen, Musterzeichnen aus freier Hand, Zuschneiden u. Einrichten von Costumes, Mänteln u. Wäsche. Maschinennähen, Hand= und Putzarbeit. Alle Arten Costumes werden geschnitten, eingerichtet und angepaßt; ferner alle Muster abgegeben. Einfache, doppelte Buchhaltung, Correspondenz, Clavier und Gesang. Hcleue Coling. Pensionat u. höhere Töchterschule von J. Kuttenkeuler u. P. Gilles, Köln, Gerconstraße 73. Es werden Pensionaire, Halbpensionaire und Externen ausgenommen. 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[121 Criminal=Erzählung von Th. Maring. Dem jungen Beamten fiel jetzt auf, daß einige Gegenstände nicht an ihrem alten Platze standen. Richtig! Sein Schreibtisch war auch in Unordnung— dasselbe war mit seiner Commode und dem Büchertisch der Fall. Kurz, sämmtliche Gegenstände, die ein Versteck boten, schienen durchforscht zu sein. Eine flammende Röthe klog über sein Gesicht. Also so weit war man schon gegangen: „Wie?! Eine Haussuchung!“ kam es zornig von seinen Lippen. Doch er besann sich rasch und sprach ruhiger:„Es ist gut, Weise, ich gepe! Der Irrthum wird sich ja bald aufklären. Ist mein Freund Linde auch noch im Posthause?“ „Ach ja, das ganze Personal ist noch im Amte. Man hat sogar einen Boten nach B. gesandt, um Sie aufzusuchen; er hat Sie jedoch nicht getroffen.“ „Dus wird ja immer sonderbarer!“ murmelte Bäumer vor sich hin. Beide Männer schickten sich zum Gehen an. Bevor sie die Hausthüre erreichten, erblickte Bäumer den Hauswirth. Dieser wartete seine Rede nicht ab, sondern näherte sich ihm und machte ihm ängstlich die Mittheilung, daß im Laufe des Tages sehr oft nach ihm gefragt worden sei, ja gegen sieben Uhr seien sogar einige Polizeibeamte hier gewesen und hätten die Weisung ihrer Behörde sie gesucht hätten, wußte er nicht; auch schienen sie das Gesuchte nicht gefunden zu haben, denn beide Beamte hätten alsbald kopfschüttelnd das Haus verlassen. Diese Mittheilungen machten den jungen Mann doch stutzig. „Daß gegen Sie, Herr Secretair,“ fügte der Hauswirth tröstend hinzu,„nichts vorliegt, das weiß ich im voraus. Ich bin der Ueberzeugung, daß Sie nur hinzugehen brauchen, um den Zwischenfall aufzuklären." K I KA „Ich bin mir keiner schlechten Handlung bewußt," versicherte der junge Beamte.„Ich danke für das Vertrauen zu mir, Herr Keller! In kurzer Zeit hoffe ich zurück zu sein. Gute Nacht!“ „Gute Nacht!“ erscholl es hinter den sich entfernenden beiden Männern her. Daß es anders kam, als Bäumer gedacht, wissen wir aus dem Anfange der Erzählung. 7. Am Morgen nach der Verhaftung des jungen Beamten saß die Familie Droop beim Kaffee und unterhielt sich noch lebhaft über die Fahrt von gestern. Man erwartete in einer halben Stunde Denjenigen, der zur Unterhaltung bei der gestrigen Fahrt den größten Theil beigetragen hatte. Bertha sah heute Morgen reizend aus. Die langen blonden Locken hatte sie unter einem feinen Spitzenhäubchen versteckt, was ihr jedoch nicht ganz gelungen war; denn einige widerspänstige guckten neugierig unter demselben hervor. Wie sie so da saß, war sie die Verkörperung des Glückes und der Schönheit. Armes Kind! Der Ernst, der bittere Ernst des Lebens naht sich dir mit Sturmesschritten— wirst du muthig ihm Trotz bieten können? Die Magd erschien jetzt im Zimmer und meldete, daß Herr Ober secretair Linde den Herrn sogleich zu sprechen wünsche. Etwas verwundert erhob sich Droop von seinem Sitze und begab sich in das Fremdenzimmer, in welchem ihn Linde erwartete. Dieser sah geisterhaft blaß aus. Der Blick seiner tief dunkeln Augen schien von einer schlaflosen Nacht zu zeugen, was dem ihn verwundert anschauenden alten Herrn sofort auffiel. Nach rascher Begrüßung nahm Linde das Wort und berichtete dem alten Herrn über des Freundes Verhaftung. Er schloß mi den Worten:„Das, was ich so eben Ihnen, Herr Droop, schilderte, habe ich nur bruchstückweise aus der geführten Untersuchung des Inspectors erfahren können; die einzelnen Details derselben sind mir noch nicht ganz bekannt. Aus den Reden Bäumer's, den ich gestern Abend auf seinem Gange nach dem Gerichtsgebäude begleitete, habe ich auch nicht klar ersehen können, welcher Art die gegen ihn zeugenden Verdachts=Momente sind. Wenn Sie wollen, besuchen wir morgen Vormittag gemeinschaftlich den Richter. wird gegen uns vielleicht seine Ansicht über die Verhaftung Bäumer# aussprechen. Aus den Untersuchungs=Acten, welche sich jedenfalls noch in den Händen des Vorstehers befinden, werde ich wohl nichts erforschen können, da dieser aus übertriebener Aengstlichkeit mich keinen Blick hinein thun lassen wird.“ „Mein Gott!“ sagte Droop, indem er aufsprang, als Jener geendet.„Bäumer ein Verbrecher, in Untersuchungshaft! Der Gedanke ist zu entsetzlich! Mein Inneres sträubt sich dagegen, es zu Local-Anzeiger Nr. 21 u Montag, 21. Januar 1339. Seite 3. glauben. Wie wird diese Nachricht meine Frau, und wie wird sie meine Tochter erschüttern!“ Kopfschüttelnd sank der alte Mann wieder in seinen Sessel, mit der Hand nach der Schläfe fassend. fache leicht vorkommen könnten, zu trösten. Daß der Freund unschuldig sei, daran wäre ja gar nicht zu zweifeln. Er wollte noch heute an den Onkel des Verhafteten, Major Bäumer, schreiben und ihn auffordern, die nöthigen Schritte zu thun, um den Freund aus der Haft zu befreien. Da Jener vermögend sei, so würde sich dies durch Deponirung einer Caution bei Gericht ermöglichen lassen. Droop sprang auf. „Herr Linde,“ rief er,„ich verdiene den Vorwurf; denn ein solcher liegt für mich in Ihren letzten Worten. Ich schäme mich, an diese Möglichkeit nicht sogleich gedacht zu haben. Jetzt endlich kann ich dem Manne, der mit Todesverachtung mein Kind vom sichern Tode rettete, zeigen, daß ich mich seiner That noch erinnere. Ich gehe sofort zum Richter und will dort jede verlangte Summe deponiren, wenn ich nur hiermit den schwer an seiner Ehre gekränkten Mann der Haft entziehen kann.“ Linde ergriff des alten Mannes Hand, und diese schüttelnd sagte er:„Thun Sie es, Herr Droop, er verdient es! Doch möchte ich bitten, bis morgen zu warten, da heute noch ein Verhör mit Bäumer von Seiten des Untersuchungsrichters stattfinden muß. Vielleicht wird er nach diesem Verhör schon aus der Haft entlassen werden können.“ „Gut!“ stimmte Droop bei,„dann werde ich mich bis morgen gedulden— ich thue dies freilich ungern. Es ist mir, lieber Herr Linde,“ fügte er nach einer Pause hinzu,„so eben ein recht häßlicher Gedanke gekommen. Vielleicht können Sie mir denselben erklären. Sie sind ja meines Schwiegersohnes bester Freund.“ Linde horchte auf. „Was wünschen Sie über Bäumer zu erfahren? Geheimnisse hat er nicht.“ „Und doch," begann Jener,„ist es für mich und vielleicht auch für viele Andere ein Geheimniß, woher er die Mittel zu Ausgaben nimmt, die sein Gehalt nach meiner Berechnung namentlich in der letzten Zeit weit übersteigen müssen. Von seiner Mutter können sie nicht herrühren, da ich weiß, daß dieselbe kein Vermögen besitzt.“ Er sagte dies doch zögernd und mit verlegenem Aufblick zu Linde. „Herr Droop,“ entgegnete dieser fast barsch,„jedem Andern würde ich zum mindesten die Antwort hierauf verweigern. Doch da Sie gewissermaßen ein Recht zu der Frage haben und in Folge der eingetretenen außergewöhnlichen Verhältnisse mein Schweigen zu des Verhafteten Ungunsten gedeutet werden könnte, so will ich Ihnen kurz eröffnen, daß Bäumer sehr oft nicht unbedeutende Geldzuschüsse für seine Mutter sowohl, als in letzter Zeit auch für sich von seinem sehr vermögenden Onkel erhalten hat. Für sich hat mein Freund, wie ich bestimmt weiß, diese Geldzuschüsse nicht annehmen wollen, und nur durch den Hinweis des Gebers, der Neffe solle sich seinen vermögenden Schwiegereltern gegenüber nicht knauserig zeigen, ist es Jeuem gelungen, ihn zur Annahme der Unterstützung zu bewegen. Daß Sie auch nur einen Augenblick an dem durchaus redlichen Charakter des Freundes zweifeln konnten, schmerzt mich sehr. Ich begreife übrigens nicht, weshalb Bäumer Ihnen dies nicht schon längst mitgetheilt hat. Sie haben wohl nie den Versuch gemacht, der Ihnen zweifelhaften Vermögenslage Bäumer's an der richtigen Quelle nachzuforschen?“ Droop wurde roth. „Verzeihen Sie,“ entschuldigte er sich,„einem alten Manne seine Einfälle. Das, was ich so eben durch Sie erfahren habe, hätte ich allerdings auch von ihm selbst erfahren können. Und nun ist alles gut. Geben Sie mir Ihre Hand zum Zeichen, daß Sie mir nicht mehr grollen! Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie in mich und in den mir sehr theuern Mann setzen. Ich werde nichts unversucht lassen, was seine Haft abkürzen könnte.“ Nachdem Linde ihn noch ersucht, vor der Hand der Mutter des Verhafteten keine Mittheilung zu machen und weiter den Wunsch ausgesprochen, daß den Damen Droop's der traurige Vorfall in möglichst abgeschwächter Form auseinander gesetzt werden möge, verließ er das Haus. (Fortsetzung folgt.) Zur Unbilliges Verlangen. Richter:„Sie müssen doch wissen, bei wem Sie die bei Ihnen vorgefundenen Sachen gestohlen haben?“— Angeklagter: „Nein, Herr Richter, wie kann ich das, oder glauben Sie vielleicht, ich könnte mir für das lumpige Geschäft noch einen doppelten Buchhalter engagiren?“ Lecales. &a Die hochw. Erzbischöfe von Köln und Posen werden im Laufe dieser Woche von Sr. Majestät dem Kaiser empfangen werden. Erzbischof Philippus reist am Dinstag=Morgen nach Berlin. Die auf Mittwoch angesetzte Consecration des neuen Altars in St. Alban ist in Folge dessen aufgeschoben. Die Feuerwehr wurde am Samstag=Nachmittag nach dem Restaurant Berzdorf(Hövel) an der Sandbahn gerufen, wo ein kleiner Balkenbrand ausgebrochen war. Kaum war dort die Gefahr beseitigt, da brach in einem Neubau an der Stolkgasse ein Wasserrohr. Auch hier schaffte die Wehr sofort Abhülfe. X Für den neuen Viehhof soll bekanntlich schon jetzt der neue Director angestellt werden. Auf die ausgeschriebene Stelle haben sich, dem Vernehmen nach, über 80 Bewerber gemeldet. Die Wahl soll am Donnerstag erfolgen. vergnügte Gesellschaft befand sich am Samstag=Abend in einer Restauration am Heumarkt und sprach dem Gerstensaft wacker zu. Schon waren die Gemüther erheitert, als einer der Anwesenden sich veranlaßt fühlte, noch ein Fäßchen auf seine Rechnung kommen zu lassen. Tasselbe wurde aufgelegt. Kurz nachher aber war der Geber, ohne zu bezahlen, verschwunden. Die Zurückgebliebenen mußten sich in die Kosten theilen. d Unfall. Auf dem Eigelstein fiel gestern Morgen eine Bäuerin von Merheim von ihrem Wagen herunter und zog sich hierdurch eine Kopfverletzung zu, so daß sie nach Hause zurückgefahren werden mußte. Der Unfall war durch das plötzliche Anziehen des Pferdes erfolgt. * Durch Militair=Anwärter sind im Bezirk des 8. Armee=Corps folgende Stellen zu besetzen. Auf den Stationen des königl. Eisenbahn=Betriebsamts Koblenz, Eisenbahn=Betriebsamt Koblenz, zwölf Bahnwärter=Aspiranten, zwölf Weichensteller Aspiranten für den Bahnbewachungsdienst, zunächst je 55 M. bzw. 67 M. 50 Pfg. Monatsbesoldung als Bahnwärter= bzw. Weichensteller=Aspirant. Desgl. sechs Bremser=Aspiranten für den Zugbegleitungsdienst, zunächst 57 M. 50 Pfg. Monatsbesoldung als Bremser=Aspirant. Beuel, Oberpostdirection Köln(Rhein), Landbriefträger, 540 M. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeld=Zuschuß jährlich. Köln(Rhein), Bahnpostamt 10, Oberpostdirec= tion Köln(Rhein), Wagenreiniger, 720 M. Vergütung jährlich. Köln (Rhein), Bahnpostamt 5, Oberpostdirection Köln(Rhein), Postschaffner, 800 M. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeld=Zuschuß jährlich. Köln Oberbürgermeisteramt, zwei Oberwächter der Nachtwache, je 1100 Mk. Ehrenbreitstein, Bürgermeisteramt, Polizeisergent, 900 M. und 90 M. Kleidergeld. Im Bezirk des königl. Eisenbahn=Betriebsamts Aachen, EisenbahnBetriebsamt Aachen, zehn Stellen für den Bahnbewachungs= und Weichenstellerdienst, während der Probezeit zum Bahnwärter je 55., zum Weichensteller 67 M. 50 Pfg. pro Monat, bei der ersten etatsmäßigen Anstellung als Bahnwärter 660., als Weichensteller 810 M. nebst dem reglementsmäßigen Wohnungsgeld=Zuschuß. Desgl. zwei Nachtwächter, während der Probezeit je 50 M. monatlich, bei der ersten etatsmäßigen Anstellung 600 M. jährlich nebst dem reglementsmäßigen Wohnungsgeld=Zuschuß. Im Verwaltungsbezirk Saarbrücken, Eisenbahn=Betriebsamt, vier Eisenbahnstations= Aspiranten, je 80 M. monatlich und nach Lage des Stationsortes eine widerrufliche Ortszulage bis zu 15., nach sechs Monaten unter Ermäßigung der Ortszulage 90., nach weitern sechs Monaten 105 M. und darauf steigend mit jedem Jahre um 10 M. bis zu 125 M. Desgl. drei Telegraphen=Aspiranten, je 75 M. monatlich, nach sechs Monaten 80., nach einem Jahr 87 M. 50 Pfg. Desgl. vier Stellen für den Bahnbewachungs= und Weichenstellerdienst, je 55 M. im Bahnbewachungsdienste und 67 M. 50 Pfg. im Weichenstellerdienste monatlich. Desgl. sechs Stellen für den Fahrdienst, zunächst als Hülfsbremser, je 57 M. 50 Pfg. monatlich. Carthaus, Eisenbahn=Betriebsamt Trier, Magazin=Aufseher, 75 M. nachträglich zahlbare Monatsbesoldung. Lindlar, Oberpostdirection Köln (Rhein), Landbriefträger, 540 M. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeld=Zuschuß. Montjoie=Mützenich, Postamt, Landbriefträger, 600 M. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeld=Zuschuß. Stetten bei Haigerloch(Hohenzollern), kgl. Berg= und Salinen=Inspection, Schreibgehülfe, 744 M. pro Jahr. Trier, Amtsgericht, Kanzleigehülfe, 5 bis 8 Pfg. für die Seite des zu liefernden Schreibwerks, je nach der Leistung. Standesamts=Bezirk Lindenthal. Geburten.(28. Dec.) Paula Louise Hedwig, T. v. Friedr. Otto Ullrich, Ob.=Telegr.=Assist.—(31.) Heinr. Richard, S. v. Heinr. Georg Schwartz, Schlosser, Beide zu Lindenthal.- Barbara, T. v Heinr. Schmitz, Stellm., Lind.—(I. Jan.) Anna Katharina, T. v. Wilh. Meul, Schachtmstr.—(.) Gottfried, S. v. Joh. Mohr, Tagel., Beide zu Lindenthal.- Maria Ida u. Maria Christina, Zwill. v. Joh. Louis Janssen, Fuhrkn., Linderhöhe. Christian u. Gottfried, Zwill. v. Joh. Jos. Kutz, Fuhrkn., Sülz.-August, S. v. Gerh. Röllgen, Maurer, Lindenthal.—(.) Franz, S. v. Joh. Meisen, Hülfs=Bahnw., Sülz.- Mathias, S. v. Peter Eifler, Tagel, Klettenberg.— (.) Joseph Andreas, S. v. Mich Kentenich, Tagel., Sülz.—(6) Anna, T. v. Theod. Hub. Lingen, Gärtner, Melaten.—(.) Karl Gustav. S. v. Paul Max Bruno Gust. Perling, Post=Assist., Lindenthal.= Maria Emma, T. v. Alb. Cramer, Gärtner, Linderhöhe.—(1I.) Franz, S. v. Joh. Holzem, Maurer, Sülz.- Adolph, S. v. Joh. Nettesheim, Ackerer, Linderhöhe.— (13.) Anna Maria, T. v. Jos. Heller, Tagel., Braunsfeld. Sterbefälle.(3. Jan.) Kathar. Eich, 3 J. 4., Sülz.- Mart. Krings, 33 J.—(.) Gertr. Filz, 8., Beide zu Lindenthal.—(.) Wilh. Ruland, 59., Sülz.- Christine Janssen, 5., Linderhöhe.- Margar. Finke, geb Schmickler, 70., Köln.—(.) Hel. Baumgarten, 60., Sülz.-Anna Kath. Heldener, 38., Köln.—(.) Christ. Drossart, geb. Preis, Wwe., 82., Braunsfeld.—(13.) Peter Fuß, 40., Sülz. Heirathen.(11. Jan.) Jost Gisler, Viehw., u. Kathar. Küster, Beide zu Lind. Heiraths=Ankündigungen.(9. Jan.) Jodoc. Röder, Schreiner, u. Jos. Stamm, Beide zu Sülz.—(14.) Heinr. Andr. Mülhens, Wwr., Architekt zu Köln, u. Elisab. Hesse, geb. Kerz, Wwe., zu Lindenthal. Standesamts=Bezirk Nippes. Geburten.(7. Jan.) Wilhelm, S. v. Ant. Heinen, Tagel.- Johann, S. v. Georg Deucker, Fuhrkn.—(.) Anna Maria, T. v. Math. Statz, Tagel.- Heinrich, S. v. Corn. Fröhling, Schlosser.—(.) Albert, S. v. Ant. Rob. Maus, Eisenb.=Betr.=Seer.- Peter, S. v. Math. Trimborn, Zuschläger.- Martin, S. v. Jos. Wildprath, Commis.= Gertrud Hubertina, T. v. Gottfr. Zingsheim, Tagel.—(10.) Gertrud, T. v. Math. Wahn, Locom.=Führer.- Margaretha, T. v. Wilh. Güsten, Tagel.—(11.) Katharina, T. v. Wilh. Kremer, Zimmerm., Alle zu Nippes.—(12.) Henriette Gertrud, T. v. Georg Flemm, Sattler, Longerich.- August, S. v. Wilh. Lüghausen, Tagel.- Friedrich Gustav Karl, S. v. Rob. Selbach, Post=Secr., Beide zu Nippes. Sterbefälle.(6. Jan.) Joh Maria Kath. Grimmiger, geb. Steingaß, 68., Nippes.—(.) Max Margowsky, 26., Merheim.- Peter Martens, verh., 39 J.- Gertrud Weiß, 9 M. 12.- Ferdinand Neu, 2 M. —(.) Maria Elisab. Lützeler, geb. Matzerath, 41 J.—(.) Gertr. Geurtzen, 13.- Aug. Funkhauser, 12 T.- Angela Maria Mangold, 1 M. 10.Maria Lex, geb. Benes, 51., Alle zu Nippes.= Herm. Eltgen, 2 M. 27 T. —(10.) Peter Rath, 16 J. 4.- Joh. Schorn, 5 M. 24., Alle zu Niehl. Elisab. Schmitz, ledig, 23 J. 11., Longerich.—(11.) Aug. Lammerich, 10 M. 16.= Kath. Herriger, 10 M. 8 T.- Franz Petitjean, 4 M. 6 T. —(12). Joh. Jac. Thill, verh., 65 J.- Friedr. Max Beckers, 2 J. 4.Maria Pape, 11 M. 10., Alle zu Nippes.-Aug. Schlatzke, 9 M. 26., Niehl.- Franz Risse, ledig, 25 J. 9., Langel. Heirathen.(8. Jan.) Max Ernst Fritz Winter, Versich.=Beamter, u. Elisab. Sib. Jos. Schröder, Beide zu Nippes.- Peter Jos. Trimborn, Wwr., Zuschneider zu Nippes, und Charl. Henr. Schwuchow, zu St. Johann a. d. Saar.- Christ. Bilstein, Fischer, u. Anna Sophia Eltgen, Beide zu Niehl.- Heinr. Bremer, Gärtner, zu Ehrenfeld, u. Maria Jul. Klein zu Nippes.—(). Heinr. Kraus, Musiker zu Deutz, u. Hel. Renner zu Nippes. —(12). Heinr. Hergarten, Bierbrauer zu Köln, u. Ang. Keller zu Nippes. Heiraths=Ankündigungen.(8. Jan.) Engelb. Bettgen, Tagel., u. Jos. Kloudt, Beide zu Niehl.— 12. Heinr. Hackenbroich, Tagel., u. Ursula Neunzig, Beide zu Merheim. § Die Närrischen Neustädter veranstalteten am Samstag im Edengarten zu Ehren ihrer Schönen ein großes Damen=Comité, das sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreute. Die fröhliche Stimmung brach in lauten Jubel aus, als der wackere Präsident, Hr. Wilh. Koch, einer„ähnzen“. Dame das Wort ertheilte. Das muthige Fräulein B. stieg frei und frank in die Weckschnapp, um als„Backfesch“ aus dem reichen Schatz ihrer Erfahrung ihre„erste Liebe“ zum Besten zu geben. Der Erfolg dieses Vortrages war ein so großartiger, daß der Vorsitzende sich veranlaßt sah, dem schneidigen Fräulein und einer Genossin desselben das Präsidium zu übertragen. Die erste Handlung der beiden Präsidentinnen war die, daß sie den„verdienten“ Kräften der Gesellschaft das herrlichste Blech in Form eines kleinen„Pattevuggels=Orden“ an den Hals hängten. Als Redner und Sänger des Abends sind zu verzeichnen die Herren Wolf, Schmitz, Kaulen, Grüsser, Jansen, Robertz und Gebr. Granderath. Die Leistungen überboten einander in urwüchsigem Humor und schlagfertigem Witz. Auf Veranlassung des Hrn. Koch veranstalteten die beiden Präsidentinnen eine Sammlung zum Besten der vor einigen Tagen bestohlenen, hart geprüften Wittwe des ermordeten Nolte in Ehrenfeld, welche über 90 M. einbrachte. Am Schlusse gedachte Hr. Koch noch in ehrender Weise der Verdienste der Presse um die Hebung des vaterstädtischen Festes. Nicht wenig trugen zur Förderung der fröhlichen Stimmung die Lieder die Herren Hübler, Bruchhäuser, Dohmen, Müller=Vollmer, Eichel und Wolf bei. 0 Große Carnevals=Gesellschaft. Die gestrige vierte Sitzung zeigte ein sehr poetisches Gepräge. Alle Vorträge waren Poesie oder besser: gereimt, und manche, hauptsächlich der des Hrn. Lohkamp, über den weiten Schritt vom Ideal zur Wirklichkeit sogar gut gereimt. Auch städtische Verhältnisse: Tattersall, der Eigelstein, die Viehversicherungen, Privatpost, und selbstverständlich auch wieder der verschwundene Tenor boten reichen Stoff. Ein gutes Gedicht über Verhältnisse, die früher waren und noch„hück“ so sind, trug Hr. Gransöger vor. Auch Hr. Daners erntete mit seinem Vortrag über das Denken reichen Beifall, ebenso der bekannte Carnevalist Hr. Brocker mit seinem stellenweise etwas drastischen Beitrag zu dem Thema„stilvoll, schneidig, pyramidal“. Als Liederdichter wurden gefeiert die HH. Hermans, Andr. Rosenbaum, Herm. Weiser, Kürten, Norbert Capell und M. Wertheim; besonders der Letztere erwarb sich durch sein vortreffliches Lied„Aus allen Welttheilen", worin er hochpolitische Vorwürfe behandelte, wohlverdienten Beifall. Geschäftlich theilte Hr. Mosler mit, daß die nächste Sitzung erst um 5 Uhr beginnt. b Die vierte Sitzung der Großen Kölner Carnevals=Gesellschaft gestaltele sich gestern Nachmittag zu einer wirklichen Glanzsitzung, welche durch die Anwesenheit der Vertreter der militairischen und staatlicher Behörden wesentlich beeinflußt wurde. In den packenden Witzen und lichtvollen Rückblickn auf die würdige Vergangenheit des Kölner Carneval, welche der Präsident, Hr. Aug. Wilcke, bei passender Gelegenheit einzuflechten verstand, zeigte sich derselbe wiederum als ein hochbegabter Carnevalist und würdiger Leiter des vaterstädtischen Festes. Der anwesende Gouveineur der Stadt Köln, Hr. General=Lieutnant v. Schkopp, und mehrere andere hohe Militairpersonen, sowie der Oberpostdirector Heinß, wurden mit dem Ehrenorden der Gesellschaft geschmückt. Der erstere Herr hielt eine zündende Ansprache an die fröhliche Narrenschaar, in welcher er den Kölner Humor stets zu würdigen versprach. Er schloß mit einem Hoch auf den Carneval in seiner Einigung. Unter den durchgängig schwungvollen und gediegenen Liedern verdient als echt kölnische Leistung dasjenige des Hrn. Dr. A. Kestes hervorgehoben zu werden. Das bekannte Kinderspiel:„Ell de Sell, de Sipp, de Sa, Rebbe, de Rebbe, de Knoll!" war in demselben bei urgelungenen Versen als Refrain verwendet. Recht eigenartig ist die Idee, welche in folgender Strophe zum Ausdruck kam:„De Reichstagswähl= un wöhlerei doch gar nit nühdig wör, Statt all der Möh' un däm Buhei schlag ich dat Spillche vör: der Windthors, Bebel stelle sich, der Richter, der Miquel, Zom Kreis bei enein me'm Stöckerich, Föösch Bismarck ävver zäll: „De Ell, de Sell,— de Sell, de Sipp, de Sa,— de Ell, de Sell, de Sipp, de Sa,— de Rebbe, de Rebbe, de Knolll". Auch sämmtliche Redner erzielten durchschlagenden Erfolg, nämlich die HH. Engelbert Clever, Wilh. Koch, Martinelli und Küppers. Letzterer trat in Frauenkleidung als „Betty Stuar!“ auf. Derselbe gab die preisgekrönte Schönheit recht drastisch, nach unserer Ansicht zu drastisch. Auch der Witz verliert sehr an Wirkung, wenn er einen trivialen Beigeschmack erhält. Aus den gelegentlichen Mittheilungen des Präsidenten sei erwähnt, daß die General=Comités der beiden in diesem Jahre zu veranstaltenden Ausstellungen Beiträge zur Erbauung derjenigen Wagen zugesichert haben, welche diese Ausstellung treffend im öffentlichen Zuge zur Darstellung bringen. Carnevals=Gesellschaft Eintracht. Auch die dritte Sitzung dieser Gesellschaft nahm einen recht schönen Verlauf. Die Theilnahme war wiederum eine so zahlreiche, daß Manche wegen der Ueberfüllung des Saales umkehren mußten. Zunächst begrüßte der Präsident die fröhliche Narrenschaar, besonders eine Abordnung des Carnevalistischen Reichstages. In schöner Weise brachte sodann Hr. Keimes das Protokou zum Vortrag. Urgelungen war ein„militairisches Duett“ der Herren Rothe und Balg, welches wie der Vortrag des Hrn. Groß„üvver et Moole“ die größte Heiterkeit erregte. Als„fresch eingemeind'ter Boor“ stellte sich zu aller Ergötzen Hr. Mümbken der Versammlung vor. Hr. Otto Rosenow(„de Latz“) gab seine Erlebnisse aus der Flora=Ausstellung zum Besten.„Wie die Welt et driev" wußte Hr. Wiersberg jun. in launiger Weise darzulegen. Großen Beifall fand auch Hrn. Göbbels' witzige Rede. Hübsche Lieder waren aus der Feder der Herren Kellner, E. Rosenow, Jos. Pütz, Dörr, P. Balg und Gramont geflossen. *e Landwirthschaftliches Casino. In der nächsten Sitzung, welche am künftigen Mittwoch im Wiener Hof hierselbst stattfindet, wird Hr. Assessor Eichhorn einen Vortrag über das Grundbuch halten. Wir machen darauf aufmerksam, daß auch Nichtmitgliedern gestattet ist, der Versammlung beizuwohnen. Sitzung haben heute Montag: Allg. Turnverein, Turnhalle, Humboldtstraße,—10 Uhr Abends. Architekten= und Ingenieur=Ver., in der Lese=Gesellschaft, A. 7¼ U. Briefmarken=Club Colonia, Restaur. Schatto, Breitestraße 137. Drechsler=Vereinig. Deutschlands, Rest. Klemmer, Kl. Griechenm.69. Euphonia,.=.=., Rest. Basten, Severinstr. 164, Ab.—11 Uhr. Gemischter Chor Sangeslust, Rest. Schatto, Breitestr. 137,—10 A. Gem. Chor Philharmonia, Rest. Gereonsthorburg, Venloerstr.,.49-410 Ges. Telephon, Rest. J. Gladbach, Cäcilienstr.., Ab. 8 Uhr. Gesellsch. Thräuenbrüder, Rest. Linden, Blaubach, Abds. 8 Uhr. Kölner Athleten=Club, Rest. Schatto, Breitestr. 137. Kölner Billard=Club, Rest. Jansen, Vor St. Martin 14,—12 A. Kölner Fecht= u. Turn=Club, Rest. N. Welt, Breitestr., Ab. 84—104. Kölner Liedertafel,.=.=., Rest. Neue Welt, Breitestr., Ab.—11. Kölner Männer=Chor, Rest. Pius=Bau, Ab.—11 Uhr. Kölner Narrenzunft, Fränkischer Hof, Ab. 8 Uhr. Kölner Quartett=Verein, Rest. Joosten, Sterneng. 30. Köln. Schuhmacher=Innung, Rest. Esser, U. Goldschmied, Ab. Köln. Schuhmacher=Verein, Rest. Zur Täsch, Salzgasse, Abds. 8t Kölner Tischler=Verein, Rest. Nettesheim, Rothgerberbach 29,—11 A. Köln. Turn=Ver. Eintracht, Turnhalle Hunnenrücken, Ab.—10 Uhr. Kölner Vogelschutz= u. Canarienz.=Ver., Rest. Nießen, Breitestr. Kölner Zither=Club, bei Mosler, Obenmarspforten 15. Männer=Ges.=Ver. Deutz, Rest. Kluth, Düsseldorferstr. 1, Ab. 9 Uhr. Polen=Verein, Hotel Aussem, Gr. Sandkaul, 8½—11 Uhr A. Spargenossenschaft Köln, Rest. Peun, Waidmarkt 11, 84—10 Ab. Spar=Verein Hahnenburg, bei Feith, Hahnenstraße 22, 8½—10 Uhr. Spar=V. Kornblume, Rest. Meinertzhagen, Kl. Griechenm. 73. 8½—10 A. Spar=Ver. Löstige Club, bei Zündorf, Severinstr. 162, Ab. 8½—10. Sparver. St. Georg. II, bei Gierden, Gr. Griechenm. 15, Ab.—10. Spar=Verein Südwesten, bei Frömbgen, Griechenpf. 3, 8½—10 A. St. Josephs=Kirchenchor, Ehrenfeld, Rest. Demann, Cäcilienstr., Ab 9. Typograph. Ver. Concordia, Rest. Massau, Kl. Sandkaul, Ab. 9. Turn=Verein Deutz, Rest. Herzig, Siegburgerstr., Abds.—104 Uhr. Verein gedienter Ersatz=Reservisten, Rest. Lenzen, Eigelstein. Verein zum Schutze der Ziervögel, Rest. Pius=Bau, Sterneng. 3. Vororten und Umgebung. Cs Mülheim a. Rh., 19. Jan. In der jüngsten Sitzung des hiesigen Gewerbegerichts gelangte ein weitere Kreise interessirender Fall zur Verhandlung. Ein hiesiger Bäckermeister hatte mit dem Vater eines aus der Schule entlassenen Knaben einen Leyrvertrag abgeschlossen, nach welchem der Junge nach Ablauf einer dreijährigen Lehrzeit eine Vergütung von 150 M. erhalten und noch fernerhin im Dienste des Meisters bleiben sollte. Zwei Monate vor beendeter Lehrzeit entließ jedoch der Meister den Lehrling, angeblich, weil Letzterer faul sei, nicht genug leiste und überhaupt nicht im Geschäfte verwandt werden könne. Nun wurde der Vater des Jungen gegen den Meister klagbar,; in der erwähnten Sitzung des Gewerbegerichts verwarf letzteres die von dem Meister für seine Handlungsweise angeführten Gründe als nicht stichhaltig und verurtheilte ihn zur Zahlung der vereinbarten Summe von 150 M. an den Lehrling. Leuchtkraft des Gases am 20. Jan. 1889. Gasfabrik 19/6. Lab.—. Stadt. * Rheinhöbe 21. Jan., Morgens 7 Uhr 1,14 m## 0,05 m. * Seite 4. Rölner Local-Anzeiger Nr. 21# Montag, 21. Januar 1889. Amtliche Bekanntmachung. 3. öffentliche Sitzung der Stadtverordneten=Versam mlung am Donnerstag den 24. Januar 1889, Abends 62 Uhr. Tages=Ordnung: 1. Geschenk für das Archiv; 2. Stiftung für das Bürger=Hospital: 3. Prüfung von Jahres=Rechnungen; 4. Feststellung von Jahres=Rech nungen; 5. Fluchtlinie Bayenstraße Nr. 17 bis 29, Marzellenstraße Nr. 1 bis 5— und 20/22; 6. Grundstücks=Entschädigung Kahlenhausen Nr. 11; 7. Trottoir=Anlage in der Antonsgasse und Pantaleonsstraße; 8. Errichtung einer Bedurfniß=Anstalt Ecke Biindgasse und St. Agatha; 9. Etat der Ober=Realschule für 1889 90; 10. Etat der allgemeinen Fortbildungs schulen für 1889/90: 11. Credit für die Honorirung von Hülfslehrern an der gewerblichen Fachschule; 12. Ueberlassung von Schulzimmern an die Förtbildungsschule des kaufmännischen Vereins; 13. Terrain Austausch an dem Schulgrundstück der katholischen Mäd chenschule in Köln=Deutz; Benennung eines Weges in Poll; Bau eines Wirthschaftsgebäudes im Volksgarten, sowie Ausstattung desselben; Plan und Kostenanschlag für die 14 15. Dr Ewioh Köln, Kattenbug, Dr. EWIUN, empfiehlt seine freien Mineralwasser=Compositionen, Natron=(Hämorrhoidal=) u Natron= Lithion=(Gicht=) Wasser und Pastillen; nach ärztl. Eutachten bewährt geg. träge Unterleibsfunctionen. Sodbrennen, Hämorrhoidal= u. Gicht=Leiden, harnsaure Nieren= u. Blasen=Steine, Zuckerkrankheit und Fettleibigkeit; ferner Apollinaris=, Selters=, Soda= u. Pyrophos. Eisenwasser. Broschüren gratis.[°3029] Für Wirthe, Bäcker und Conditoren. Cocosnußbutter per Pfd. 65 Pfg., bei Mehrabnahme biliger. Fr. Decker, Höhle 24. Wein-Vertheilung zu Faßpreisen. Natur=Reinheit garantirt. 1884er Erdener, Mbilung diese Haoche, bei Abnahme von wenigstens 25 Flaschen. 1883er Rüdesheimer Wbtilling nächste Woche. 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Patriotisches Vortrag= u. Lieder=Buch. Im Verlage von J. P. Bachem in Köln ist erschienen und von demselben direct sowie durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Hundertfünfzig vaterländische Gedichte. Für patriotische Feste. Mit Beiträgen von Fr. Bodenstedt, Fel. Dahn, Ferd. Freiligrath, Em. v. Geibel, Karl v. Gerok, Rud. Gottschall, Rob. Hamerling, Hoffmann von Fallersleben, With. Jeusen, Wilh. Jordan, Müller von der Werra, Emil Rittershaus, Fr. Rückert, M. v. Schenkendorf, Ernst Moritz Arndt, Karl Simrock u. s. w. Ausgewählt von einem praktischen Schulmanne. 256 Seiten 120. Elegant broschirt##e. 1,50. Das Werkchen ist aus der Schulpraxis hervorgegangen und will dem praktischen Bedürfniß dienen, sowohl bei Kaisers=Geburtstag wie bei andern patriotischen Feier lichkeiten, innerhalb und außerhalb der Schule, bei welchen vaterländische Gedichte und Gesänge zum Vortrag kommen. In diese Sammlung ist nichts ausgenommen, was in sittlicher, politischer oder in religiöser Beziehung mit Recht anstößig erscheinen müßte. Sie soll nicht nur für weiteste Schulkreise, sondern auch über diese hinaus brauchbar sein, und zwar nicht bloß für die sogen. höhern Schulen, auch nicht ausschließlich für katholische Kreise. Diese mit Sorgsalt von erfahrener Hand getroffene und allgemein sehr günstig ausgenommene Auswahl guter vaterländischer Gedichte hat durch die beigegebenen theils sachlichen, theils sprachlichen und metrischen Anmerkungen einen besondern Werth, und ist für weiteste Schulkreise sehr zu empfehlen Gegen Einsendung von M..60 erfolgt Franco=Zusendung. Zugehörigkeit zur Krankenkasse. Die Redaction erhält folgende Anfrage. „Vielfach findet man noch bei den Bewohnern der Vororte Zweifel darüber, ob auch, wie alle andern Handwerker, die Schneider und Näherinnen, welche zu Hause für Kölner Geschäfte arbeiten, der Krankenkasse beitreten müssen. Es läge deshalb im öffentlichen Interesse, wenn Sie im Kölner Local=Anzeiger ein Mal darauf hinweisen wollten, daß diese Personen ebenso wie alle Handwerker verpflichtet sind, sich in eine Krankenkasse aufnehmen zu lassen, und zwar da, wo ihr Arbeitgeber wohnhaft ist, also in Köln: Richmodstraße 21—23. Durch diesen Hinweis würden vielen Leuten Unannehmlichkeiten erspart bleiben, die ihnen durch die versäumte Anmeldung erwachsen. Dr..“ Nach dem am 13. April 1887 von der königlichen Regierung bestätigten, von der Stadt Köln am 24. April 1887 erlassenen Orts=Statut ist die Anwendung der Vorschriften des§. 1 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 für den Bezirk der Stadt Köln erstreckt worden: u. a. auf diejenigen im Gewerbe der Herrenund Damen=Schneider und Schneiderinnen arbeitenden Personen, welche von Gewerbetreibenden dieser Art mit Arbeiten ihres Gewerbes außerhalb der Werk= bzw. Betriebs=Stätten beschäftigt werden; sowie auf diejenigen selbständigen Gewerbetreibenden der vorbezeichneten Gewerbe, welche in eigenen Werk bzw. Betriebs=Stätten im Auftrage und für Rechnung anderer Gewerbetreibenden mit der Herstellung oder Bearbeitung gewerb licher Erzeugnisse beschäftigt werden(Haus=Industrie). Die An= und Abmeldung geschieht durch den Arbeitgeber; jedoch haben diejenigen versicherungspflichtigen Arbeiter und selbständigen Gewerbetreibenden, welche für mehrere Arbeitgeber zugleich beschäftigt sind, ihre Arbeitgeber und den jedesmaligen Wechsel derselben auch selbst innerhalb dreier Tage bei dem Rendanten(Ortskrankenkasse für Handwerker II. Verband, Rich modstraße 21—23) anzuzeigen. Die Versäumniß der Anmeldung zieht nicht nur Strafe nach sich; die betr. Ortskrankenkasse kann event. auch die Nachzahlung der sämmtlichen seit der letzten Abmeldung bzw. seit Erlaß des Ortsstatuts oder seit Gründung der betr. Kasse fälligen Beiträge verlangen. Im eigenen Interesse werden die Arbeitgeber gut thun, das Versäumte nachzuholen und ihre Arbeiter zu derjenigen Ortskrankenkasse, zu welcher sie vermöge ihrer Beschäftigung gehören, anzumelden. Es ist an dieser Stelle wiederholt dargelegt worden, welche Unannehmlichkeiten dem Arbeitgeber bei versaumter Anmeldung erwachsen; trotz alledem müssen die Ortskrankenkassen immer wieder gegen Säumige einschreiten. Die Vorstände namlich:„haften der Kasse für pflichtmäßige Verwaltung"(§. 42 d..) Es gehört wahrlich nicht zu den Annehmlichkeiten eines Vorstande säumigen Arbeitgebern die Nothwendigkeit und Pflicht der An= und Abmeldung oder gar Nachzahlung klar zu machen, abgesehen von den damit verbundenen Schreibereien und Scherereien. Mit Unrecht richtet sich gewöhnlich der ganze Mißmuth solcher Personen gegen den Vorstand oder den Kassenführer, die doch nur ihre Pflicht gethan haben. Diesem Uebelstande ware abzuhelfen durch wiederholte Ver öffentlichung des eingangs erwahnten Ortsstatuts sowie einer Zusammenstellung der einzelnen Ortskrankenrassen und der zum Beitritt zu denselben verpflichteten Arbeitergruppen Eine solche Veröffentlichung mit einem entsprechenden Hinweis auf die bezüglichen Gesetzesbestimmungen, vom Herrn Oberbürgermeister der Stadt Köln, als Aufsichtsbehörde, ausgehend, würde jedenfalls überzeugender wirken als alle Ausführungen der Kassenvorstände. Den Arbeitgebern könnte dadurch mancher Nachtheil, den Kassenvorständen viel Verdruß erspart werden. Z. der Stadt Köln. 18. Jan. Kölner Stadt-Theater. Direction: Inl. Hofmann. Montag den 21. Januar 1889: 129. Abonnements=Vorstellung.— 55. Schauspiel=Vorstellung. Abschieds=Vorstellung von Ernst Hartmann vom k. k. Hofburatheater in Wien. Viel Lärm um Lustspiel in 4 Acten von W. Shakespeare. Für die deutsche Bühne eingerichtet von Karl von Holtei Regie: Ernst Lewinger. Personen: Don Pedro, Prinz von Arragon—— Hermann Heine. Don Juan, sein Halbbruder—.—— Adolph Weiße. Claudio, ein Florentinischer Graf—— Karl Leisner. Benedict, ein Edelmann aus Padua— Leonato, Gouverneur——— Antonio, dessen Bruder——— Hero, Leonato's Tochter—— Beatrice, seine Nichte——— Margarethe Ursula Vorachio Kammerfrauen Juan's Begleiter Gerichtsleute Wächter Ludwig Zimmermann. Max Hecken. Antonie Reichenbach. Marie Brandtmann. Emmy Cronau. Anna Hagen. Alfred Bocka. August Ulbrich. Adolph Steinecke. Karl Stallmann. Emil Richter. Otto Beck, Clemens Schaarschmidt. Karl Piqué. Emil Milan. Georg Herr. Konrad Ambrosius Cyprian Der Schreiber— Erster Zweiter 2 Dritter Bruder Franciscus——— Ein Bote————— Ort der Handlung: Messina. *** Zenedict— Ernst Hartmann a. Nach dem 2. Act findet eine längere Pause statt.— Einlaß 6½, Anfang 7, Ende nach 9½ Uhr. Dinstag den 22. Januar 1889: 130. Abonnements=Vorstellung.— 56. Schauspiel=Vorstellung. Der dritte Kopf. Posse in einem Act von Franz Wallner. Madame Bouivard. Schwank in 3 Acten von Emil Neumani. Panorama international. Köln, Neumarkt Nr. 12. Ecke der Richmodstraße. 72. Woche. Eine höchst interessante Wanderung durch Hamburg. auf Helgoland und Norderney. Hafenpartie, Alster und Canal, Jungfernstieg u. s. w. Der Leuchtthurm auf Helgoland, Strandpartie auf Norderney 2c Geöffnet täglich v. Morg. 9 bis Abds. 10 Uhr. Entrée 30 Pfg., Kinder 20 Pfg. Neichstag. 1 17. Legislatur=Periode. Montag den 21. Januar, Abends punkt 8 Uhr: IV. Plenar-Sitzung mit Damen im Luisen=Saale. Karten zu K. 1 à Person sind niedergelegt in den Cigarrenhandlungen der Herren: Schmitz, Schaafenstraße 43; Hackenbroich, Ehrenstraße 18; Werner, Breitestraße 126; Faßbender, Breitestraße 115; Graeber, Poststraße 13, und in der Conditorei Bohrer, Breitestraße 173. Cassapreis M. 1,50. Der Kleine Nath. NB. Die Liste zum Einzeichnen liegt an der Kasse offen. Geburten. Magd., T. v. Otto Krause, Klempner, Frankenthurm 13. Rich, S. v. Markus Schott, Commis, Pantaleonsmühleng. 46.- Joh. Jos., S. v. Johann Marx, Maurer, Weyerstraße 100.- Jos. Phil. S. v. Ant. Krollpfeifer, Eisenbahn Bremser, Weidengasse 37.- Peter Franz, S. v. Jac. Mühlenhaus, Tagl., Peterstr. 41. - Elisab., T. v. Hub. Züll, Kleinhdlr., Spulmannsg. 41.- Gertr., T. v. Franz Weidenfeld, Tagl., Follerstraße 38.Anton Adolph, S. v. Adolph Meiger, Schuhm., von Werthstr. 26.- Jacob Hub, S. v. Gerh. Klein, Kaufmann, Mastrichterstraße 2.- Sibylla, T. v. Wilh. Strödter, Commis, Quentelstraße 5.- Franz Peter, S. v. Friedr. Wilh. Lückgen, Tagl., Kamödienstraße 20.„ Elisab. Maria, T. v. Everh. Schievenbusch Kaufm, Mastrichterstr. 15. Karl Nicol., S. v. Friedr. Neufang, Bureau=Geh., Thurnm. 43. Louise Herm Joh., T. v. Friedr Wilh. Emil Graßme, Modelleur, Huhnsg. 15. Sterbefälle. Elise Rafsauf, Wwe. Jörissen, 80., Weyerstraße 118. Henr. Hirsch, Wwe. Jacobi, 72., St. Apernstr. 22.- Michall Becker, verh. ohne Gew., 55., Er. Neug. 37—39.- Franz Christ. Bonn, verh., Gas= und Wasserw.=Anl, 25., Gr. Griechenm. 15.- Franz Werfel, verh., Vollziehungs=Beamter, 53., Aachenerstraße 65.- Johann Schneppensief, 1 I., C o r n e l i u s s t r. 1. E m i l A n t o n Heckhausen, 9., Gr. Budeng. 12. Kath. Hagen, geb. Bergerhausen, 68 ., Josephstr. 41. Kath. Magdalena Schuh, 1 J. 4., Auf der Ruhr—. Heirathen. Joseph Straubinger, Schmied, v. Salmendingen, u. Maria Zimmermann, v. hier. Franz Bruns, Agent, v. Crefeld, und Elisab. Pütz, v. hier. Engelb. Eil. Schmied, v. Deutz, und Anna Schlich, v. Gönnersdorf. Heiraths=Ankündigungen. Gust. Brechtel, Buchb., Hämerg. 29, und Anna Höver, Friedr.=Wilhelmstr..— Heiur. Schmitz, Hülfsbremser, Unter Hutm. 2. und Anna Schmitz, Brabanterstr. 41.- Jos. Köp, Tagl., Auf dem Brand 13, und Kath. Lülsdorf, Gr. Neug. 19.- Herm. Ackermann, Condito geh, Dominicaner 3, und Amalie Urffer. zu Bayenthal.= Wilh. Schröder, Zimmerm, u. Jul. Krätzer, Beide Thieboldsg. 67.- Thomas Jos. Karl Emil Schmitz, Redacteur, Am Kümpchenshof 5, u. Anna Joh. Hub. Kerp, zu Nippes. XXIll. und Letzte Dombau-Lotterie. genehmigte Hauptgewinne: M. 75,000, 30,000, 15,000 u. s. w. Ziehung am 21. Februart889 Loose zu 3 Mark (Porto und Liste 30 Pfg.) bei 25 Loosen und mehr mit Rabatt, empfiehlt B. J. Dussault, Köln, Brandenburzerstraße 2. Dr. med. Lahmann's diätet. Nährmittel Nährsalz-Cacao-Pulver, leicht löslich, ohne schädliche Alkalien (Soda, Potasche), per Pfund 3 M. Kährsalz-Chocolade. scoe leichte Verdaulichkeit, höchst. Nährwerth eigen; gewöhnl. Chocolade vorzuziehen, Blutarmen und schwächlichen Personen besond, empfohlen; per Pfd. 1,60 u. 2 M. Vegetabile-caan- Milch, Kindernährmittel(kein Mehl-Präparat) macht, vermischt mit Kuhmilch, letztere für Säuglinge verdaulich. Viele dankbare AnerkennungsSchreiben. Per Blichse.30. M. 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