. lmn . mit venore Spiring verbracht hatte?— Sicher. Und Tante Fandor hatte ja auch behauptet:„Wo Lenore Spiring auftaucht, sieht keiner eine andere Fran mehr—“ Sie hatte nicht damit gerechnet, über das Moor zu gehen, und spürt nun die Nässe durch ihre hellen Schuhe bringen. Es gluckst unter ihren Sohlen und läßt eine Kälte in ihr aussteigen, die sie an die Leichenstarre des kleinen Knabenkörpers erinnert.„— Es waren Krämpfe," sagt sie und weiß nicht, ob der Moorgräber es gehört hat, denn er geht mit tappenden Schritten ein gutes Stück vor ihr. Ab und zu wirft sie einen Blick über die weite Fläche und meint, auf dem Heimweg sei sie mehr nach rechts ausgebogen. Aber er wird es ja wissen. Er geht der Weg ja soviel öster noch als sie. ... Wie das wohl sein wird, wenn Lenore Spiring auf den Hof kommt—: Joachim in seiner Gesundheit und sie zum Siechtum verurteilt... Durfte man sich denn überhaupt noch seiner Kraft rühmen, konnte mon nicht ebenfalls schon in der nächsten Stunde elend au Boden liegen? „Hallo, Hannes!“ ruft sie, als ihr Fuß plötzlich bis in die Knöchel im Schlamm steckenbleibt. Er muß es gehört haben, denn er macht eine Bewegung, als ob er sich umschauen wolle, geht dann aber doch ohne jede Veränderung weiter. Sie hätte nicht mit ihm gehen dürfen! Er ist betrunken und hat, seit er weiß, daß sein Peter tot ist, den Kopf noch weniger beieinander als sie. Er war nicht immer gut gewesen zu dem Kleinen, so wenig wie zu seiner Frau. Vielleicht bereute er nun? Vielleicht tat es ihm nun leid und er machte sich jetzt Vorwürfe. So schlecht ist doch keiner, daß ihm der Tod leines Kindes nicht zu Herzen ginge. Sie würde sicher nicht so gut von ihm denken, wenn le wüßte, wie es hinter seiner Stirne aussieht. Auch er grübelt wie sie, aber er grübelt über etwas ganz anderes: Was hat man denn schon vom Leben!... sinniert er. Das bißchen Suff, das er sich alle Sonnlage holte und das ihm so sehr verübelt wurde! Das ewig kränkliche und nörgelnde Weib zu Hause, das immer und ewig nach Geld schrie, wenn es einmal einen Tag nichts zu fressen hatte. Von der Schwiegermutter nit ihrem unaufhörlichen Stricknadelgeklapper gar nicht zu reden. Ein Hundeleben war das! Ein Zigennertlend! Ein verfluchtes Rackern und Schinden, bis man in die Grube fiel. Dem bißchen Sonntag folgte eine Woche in Lehm und Dreck mit ein paar armseligen Mahlzeiten dazwischen und einem Schlaf unter einem Holzdach, unter dem man im Sommer schwitzte wie ein Pudel und im Winter zu einem Eisklumpen zusammenfror!— Herrgott noch einmal! Und das Weib dahinten, mit ihrem jungen Körper und ihren kräftigen Fäusten, tat, als könnte sie nur so mit ihm umspringen. Ha! Was lag ihm schon am Leben. Ob er setzt heimkam oder im Moor erstickte— ihm war es gleich. Ob es ihr allerdings gleich war, das fragte üich noch... Und wenn sie jetzt beide nicht mehr zurückkamen, dann perit an de an in en alten at an ollten sie nur ruhig wissen, wer die Schlingen gelegt satte. Dann war ausgerichtet und ausgestraft! Mochten je ihn dann auch einen Wilddieb und Mörder heißen, was fragte er noch danach— Hallo!" ruft Johanna und zieht vorsichtig den linken Füß aus dem Schlamm. Sie tut es ganz langsam und vorsichtig, damit der Schuh nicht steckenbleibt.„Wir müssen uns doch weiter nach rechts halten, Hannes! Hier geht es ja gar nicht hinüber. Da versinken wir ja!“ „So?" tönt es zurück.„Macht Ihnen das was aus? Mir nicht! Mir ist es recht. Eine keine Gesellschaft haben Sie sich da zum Sterben ausgesucht, Fräulein! Ausgerechnet den Moorgräber," lacht er. Er sieht, daß sie dabei zusammenschrickt und lacht noch einmal.„Dreckgraber! Mistfahrerl Hungerleider! Zetzt ist litten! Jetzt geht's auf eine andere Fahrt, als ewig mit dem Schubkarren. Ob sie uns finden werden?— Ich glaube nicht. Bin ich gespannt auf die von der der Pfarrer am Sonntag immer faselt, und neugierig bin ich, wie sie ansschaut! mein, Peter schon an der Tür auf mich— wird der uugen machen, wenn er seinen Bater sieyri Tät mich nicht wundern, wenn er das Gatter gleich wieder zuschlägt." „Seien Sie doch endlich einmal ruhig!" befiehlt Johanna. Sie könnte nicht gerade sagen, daß sie Angst at, sie ist nur furchtbar zornig über ihn und sein Gerede. Sie hat gar nicht im Sinn, mit ihm zu sterben. Wenn sie das will, sucht sie es sich anders aus. Es war schrecklich leichtsinnig von ihr gewesen, ihm einfach blindlings nachzugehen. Sie hätte wissen können, daß er möglicherweise auf Rache sann. Aber sie hatte sich damit getröstet, daß ja auch dann sein Leben gefährdet wäre. Und nun gab er ihr zu verstehen, daß ihm gat nichts an diesem Leben lag. Aber nicht einmal jetzt hat sie ihre Gedanken gan, beisammen. Dvoraks Humoreske schmeichelt sich darein „— Eine seine, süße kleine Frühlingsweise.. Vielleicht suchte man nach ihr, wenn sie nicht rechtzeitig nach Hause kam. Um sieben Uhr gab es Abendbrot, und sie war noch nie unpünktlich gewesen. Aber bis sieben Uhr war noch eine lange Zeit. Ihre Armbanduhr zeiate eben vier Minuten nach fünf. (Jortsetzung folgt Der polnische Bauer Die Geschichte des Mittelalters kennt kein so folgenschweres Ereiguls, worüber wir so wenig beglaubigte Nachrichten haben, wie die slawische Einwanderung in die vordem von Goten, Burgunden und Vandalen bewohnten Gebiete zwischen Oder und Weichsel. Es ist bezeichnend, daß die sangesfrohen Slawen ganz ohne Heldensagen ans ihrer Wanderzeit sind: sie haben offenbar das Selbstgefühl eines starken Volkes entbehrt. Die Gründung des alten polnischen Staates hat sich n ähnlicher Form wie die russische Staatsgründung vollogen. Wie die Russen im 9. Jahrhundert den Normannen Nurik herbeiriefen, so machte sich im 10. Jahrhundert der Normanne Dago zum Heerführer und Herzog der zwischen Oder und Weichsel wohnenden Polanen oder Polaken. Er nahm den Namen Mieszko an, erkannte als Vafall die Oberhoheit des deutschen Königs an, heiratete eine deutche Fürstentochter und führte das Christentum in Poten tin. Der despotischen Regierungssorm entsvrechend, machte ich Mieszko zum unbeschränkten Herrn nicht nur des Landes, sondern auch des gesamten Land= und Grundbesitzes. Die Polen haben, wie alle Slawen, zunächst die Ebe ten und fruchtbaren Flußtäler besetzt und zum Ackerbau ind zu Weidetriften benutzt. Sie gebrauchten einen leichen, hakenförmigen Pflug, der gewöhnlich von Rindern jezogen wurde, wenngleich der Pole von jeher eine ausgesprochene Liebe zu Pferden hat. Wo der polnische Bauer ich mit Ackerbau beschäftigte, wählte er am liebsten leichten Zandboden, über den sein Pflug seichte Furchen zog. Als hörige an die Scholle gefesselt, bebauten die Bauern der Acker, dessen Nutzung ihnen vom Fürsten auf befristete Zeit verliehen war. Dafür hatten sie ihm bestimmte Abgaben ind Dienste zu leisten. Neben solchen sippenartig gesiedelen Spolebauern oder Ameten gab es Leibeigene, die vom Fürsten in der Umgebung seiner Burgen angesiedelt waren nd für den Lebensunterhalt der militärischen Besatzung u sorgen hatten. Diese Leibeigenen hatten noch erheblich ärtere Fronen und Lasten zu tragen. Der polnische Bauer war, im Gegensatz zum germatisch=deutschen Bauern niemals Grundbesitzer, hatte keiner Anspruch an Land und Landbesitz, kannte kein Bodenrecht kein Bauernrecht. Der polnische Kmete war niemals frei var niemals Herr: er war und blieb Knecht, der als Besitzoser nie seines Hoses, seiner Arbeit, seines Lebens frot verden konnte. Er unterlag wehrlos und machtlos zuerf der unbegrenzten Befehls= und Strafgewalt des Landesfürsten, alsdann, nachdem der Grundbesitz durch landes fürstliche Verschenkung an Adel und Kirche vergeudet war der Macht und Willkür der weltlichen und kirchlichen Aristoratle. Das verfaulte Reich des sarmatischen Adelsklüngels, der in der Versailler Schöpsung des letzten Polenstaates toch einmal das freche Haupt erhob, hat durch den blitzchnellen Siegeszug der deutschen Armee das verdiente Ende gefunden Dr. Boetticher Jahrgang 1940 Beilage zum Erkelenzer Kreisblalt Rummer 13 . „Hast du schon öfter derlei bemerkt?" fragt Jogchim fandor und findet es ganz selbstverständlich, daß sich ie Kitzen schutzsuchend in Johannas Schoß flüchten. „Werden hier öfter Schlingen gelegt?“ Es sei das zweitemal, sagt sie, und als enthielte die Frage einen Vorwurf für sie, meint sie, sie durchgehe ohnedies den Wald des öfteren nach allen Richtungen. Ich habe kürzlich schon etwas Aehnliches bemerkt, aber sch wollte es nicht so recht glauden.— Komm," lockt sie das Muttertier.„Komm, du Armes" Behutsam schiebt le ihr die beiden Jungen zu. Allmählich beruhigt sich der Leib der Ricke. Ihr Atem wird langsamer, sie versucht auf die Beine zu kommen und steht einen Augenblick unbeweglich, als könne sie nicht glauben, daß es ihr noch einmal vergönnt sei, durch den schattenden Tann zu springen. „Ich finde ihn schon, den Lump, der es getan hat, sagt Johanna mit zuckendem Mund.„Ich meine— ich weiß schon, wo ich ihn zu suchen habe!— Lauft eurer Mutter nach," ermuntert sie die Jungen, die noch unschlüssig stehen und schauen, wohin sie sich wenden wllen. „Es ist doch manches anders, als ich gedacht habe," sagt Fandor, neben ihr hergehend.„Ich hätte früher kommen sollen—“ „Jal Viel früher!" lautet ihre schonungslose Erwidetung.„Es ist übrigens vollkommen verkehrt, daß du etzt drei Tage hintereinander mit den Knechten zum Mähen gehst. An diese Arbeit mußt du dich doch erst vieder gewöhnen. Es ist doch auch im Frühjahr gemäht worden, wo du nicht da warst.“ „Das wußte ich nicht," spottet er, zuckt sogleich aber msammen, weil ihm seine linke Achsel plötzlich wie Feuer sticht und steckt die Hand zwischen die beiden setzten Hemdknöpfe.„Du hast mich jedenfalls vollkomnen ersetzt, liebe Base.“ Ihr Gesicht wechselt den Ausdruck kaum, als sie entgegnet, sie habe nur getan, was ihre Pflicht sei.— Vollkommen ersetzen ließe sich ein Mann nie. „Woher weißt dn denn das?“ fragt er. „Nun, eben aus Erfahrung. Ich bin doch schon lange genna hier," antwortet sie.„Die Leute sind gewiß nicht auffässig— aber seit du hier bist, gehen die Knechte rascher. Und die Mägde haben mehr Freude, will mir scheinen— ganz abgesehen davon, daß deine Mutter unendlich glücklich ist." „Und du?“ fragt er, ihr sein Gesicht zuwendend. Sie sieht nicht einmal zu ihm auf und hebt nur die Schulter. Er betrachlet sie prüfend. Sie hat nicht das Geringste womit sie sich mit Lenore vergleichen ließe. Es sind zwei vollkommen verschiedene Frauentypen: Hier die Jugend, dort die Reise. An Lenore ist ihm alles vertraut, bei Johanna muß er erst suchen und schürfen. Ehat das Gefühl, als wappne sie sich mit einer leichten Abwehr gegen ihn. Er möchte gern wissen, worin diest Abwehr begründet ist.— Furcht vor ihm ist es nicht Sie zeigt sich durchaus nicht schen, hat ihn mit dem ver wandtschaftlichen du begrüßt und weicht ihm niemats aus, wenn sie zusammentresfen.— Vielleicht Abneigung? Man kann schließlich nicht bei allen Franer ein wärmeres Gefühl für sich erwarten.„Bist dn gerhier?“ fragt er, um nicht stumm neben ihr herzugehen „Ja, ich war gern da.“ „Darf ich dich bitten, daß du dich auch Lenores annimmst, wenn sie kommt?“ „Es hätte dieser Bitte nicht bedurft, Joachim." „Ich danke dir,“ sagt er und spürt, als er ihre Hant an den Mund hebt, das Zucken, das durch ihre Finger rinnt. sohanna kommt in dieser Nacht auf leisen Füßen bis an seine Tür und legt das Ohr dagegen. Er weiß nicht daß ihre Zimmer nur durch einen Schrank getrennt sind. Sie hört ihn zuweilen stöhnen und ist unschlüssig ob sie hineingehen und ihn fragen soll, ob sie ihm nich dienstbar sein könne... Dann überwindet sie die Hemmung und läßt den Knöchel leise gegen das Holz pochen. Statt einer Erwiderung öffnet sich die Tür, und er steht vor ihr.„Habe ich dich gestört?“ fragt er.„Ich werde morgen früh umziehen.“ „Du hast mich nicht gestört," flüstert sie, und es ist ihr unmöglich, das Erschrecken zu verbergen, das sie überfallen hat; denn sein Gesicht ist in jeder Linie verändert, weiß und alt, und hat seit dem Morgen tiefe Furchen um den Mund bekommen.„Ist es die Achsel" ragt sie.„Kann ich etwas für dich tun?“ Er schüttelt den Kopf und macht einen Schritt zu in auf den Gang.„Es geht mir wie der Ricke— begreifs du?" „Nein." „Um so besser," sagt er.„Ich werde dich von jetzt al nicht mehr stören. Morgen beziehe ich die Giebelstube — Gute Nacht, Johanna." „Gute Nacht, Joachim." Nun quält sie sich, daß sie zu ihm gegangen ist. Jetzt weiß er, daß sie sein Stöhnen hört, und hätte es doch nicht wissen dürfen..... Es geht mir wie der Ricke—“ hatte er gesagt... Die Nicke hatte den Kopf in eine Schlinge gebracht und wäre verendet, wenn sie nicht Hilfe gefunden hätte.— Was meinte er wohl mit der Schlinge? Sie schiebt den Stuhl nicht zum Fenster, sondern hebihn behutsam auf und trägt ihn hinüber. Sie kann setzt nicht schlafen— immer sieht sie sein Gesicht vor sich, weiß und alt, und die Furche um seinen Mund und die liefen Ränder unter den Angen. Wahrscheinlich leidet er um Lenore Spiring. Sie kennt diese Frau nicht. Sie weiß nur soviel, als sie den Schilderungen von Taute Fandor entnehmen kann. Es ist nicht zu fassen, daß nan von einer Stunde zur anderen ein Schicksal aus gebürdet bekommt, das lebenslängliches Siechtum be 2.a s 222 ss ktk. *2— . kA. 6 st. s: soaas ktta 3r32::. 2 k 222 22 a 22 t 2252232 -2 -a 2a : 62. 22.60 3229= m 232 = 2: 27. 2525 k. er a2625 2 5e -.-6 e-: o 2 t 2---:2: a... 222—,-2aaa 2272 2r21 2: 2 2e. 2: 28. --2: a2. . . : 25 2 322 o2a. . sse a= r ge . 2. w: k2 2 22 2--ae --2 3 2----2m22: 4-22 o M2tra —23521-22 . 2aä . se --a ks a. t. 59. . 220 2 3 20 , ---a---2.. a2 c 60 2 o . = 2 3 ... — Ses . *3 22 2. = 22 aa a k2 = 522212. 227 2a-. . a2 M Verhandl Wirtschaft wjetunion spricht der ein Wirts Deutschla in dem Auswärti ten des 8 für ausn Molot Das 2 tossen al durch deu Der 2 wjetunion Abkomme Weltkrieg teigt. Warenlie sern. 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