Nr. 128.— 1. Blatt.— 99. Jahrg. Samstag, 5. Juni 1926. Gelöernsches Wochenblatt Beldern Volkszeitung für den Kreis Moers Eescheink täglich mit Ausnahme der Tage nach Feiertagen. Bezugspreis einschl. Trägerlohn od. ausschl. Bestellgeld 2 Goldmark monatlich. Be den Sonn= u. durch die Pos ausschl. Bestellgeld 2 Goldmark monatlich. Bei höherer Gewalt erlischt jede Verpflichtung auf Lieferung u. Leistung von Schadenersatz. Verantwortlicher Redakteur Wilh. Moser, für Inseraten= und Reklameteil Wilh. Broil, beide in Geldern, tationsdruck und Verlag von L. N. Schaffrath, Geldern, Amtliches Kreisblatt für den Kreis Geldern Colegramm=Adresse: Tandeszeitung Geldern Fernruf 214 Postscheckkonto Köln=13689 Erfolgreichstes Insertionsorgan in den Kreisen Geldern und Moers sowie in den Grenzbezirken der Kreise Cleve und Kempen Anzeigenpreis: 1 mm Höhe bei 32 mm Breite 10 (9mm= 1 Petitzeile); Reklamen bei 80 mm Breite ofennig; schwieriger Satz das Doppelte. 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Die Imitiarive ver Reiistemetan Die Zentrumspartei des Kreises Geldern hielt gestern Juni ein kritischer Tag erster Ordnung.— Weshalb der deutsche hier bei außerordentlich starkem Besuche seitens der De= Protest in der Besatzungsfrage bisher unterblieb.— Der Chef der Imi Mäitelpunte der Veransichtung stund ein Mesernt Reichsbahngesellschaft Oeser F.— Nachklänge zu der Polizeiaktion in Preußen. des Reichstagsabgeordneten Blum=Krefeld, der über die wichtigsten politischen Tagesfragen in einer großangelegten Rede sich verbreitete. Seine Ausführungen, die durchweg von einhelliger Zustimmung der Ver Ein Flaggengesetzentwurf der Reichsregierung? Berlin, 4. Juni. Nach der Vossischen Zeitung wird Bürgermeister Neumann zurückgetreten. Lübeck, 4. Juni. Bürgermeister Dr. Neumann ist wenig auf dem Gebiet der Durchschnittsware. Wir haben ganz Norditalien für unsere Seidenindustrie verloren. An der holländischen und belgischen Grenze bestehen große Mühlenwerke, die die Fertigwaren auf unseren Markt bringen. In Präzisionsware könnewir noch etwas leisten. Die Verbindung zwischen hoher Wissenschaft und praktischer Betätigung muß uns wieder hochbringen. Redner verweist u. a. auf die starke Beschäftigung der Schwarzwälder Uhrenindustrie, die England beliefere, auf den Umstand, daß zwar das wiedergeben. Abg. Blumging aus von dem tag mit der Frage beschäftigen, ob in Ausführung der Anallerwärts die regung des Reichspräsidenten dem Reichstag ein Gesetzentund Dome sich wurf vorgelegt werden soll, wodurch eine Einheitsflagge für geschäfte übernehmen. Dr. Stresemann und die preußische Polizeiaktion. hohen Festtag des Fronleichnams, da allerwärts die regung des Reichspräsidenten dem Reichstag ein GesetzentPforten unserer katholischen Kirchen und Dome sich wurf vorgelegt werden soll, wodurch öffnen und heute selbst in Berlin der Fronleichnamszug das Deutsche Reich geschaffen wird. Es hat den Anschein, durch das vornehmste Viertel über die Linden sich be= daß im Reichsministerium des Innern die Vorarbeiten für sammlung begleitet waren, können wir hier nur aus= sich das Reichskabinett in seiner nächsten Sitzung am Mon= von seinem Amt zurückgetreten. Voraussichtlich wird der Fordauto auf den deutschen Markt kommt, . hrun der An- bisherige Stellvertreter des Bürgermeisters, der drüben aber Opel= und Mercedeswagen, also deutsches sozialistische Senator Loewigt, die Bürgermeister= Fabrikat, benutzt und dergleichen mehr. Nur der gelernte Arbeiter vermag auch die deutsche Industrie wieder hochzubringen. Es geht nicht an, nur durch . Billigkeit den Markt zu erobern. Eine Verbilligung Zu der Meidung des sozialdemo= darf nicht durch Verelendigung der Arbeitermassen erMumaen vi wardon. Eine solche Arbeiterschaft kann nichts sich in diesem Zusammenhang für ein, die wir treiben zur Lindeden erklärt und ein energisches Durchgreifen gefordert, naym rung des Massenelends, der Reichsminister des Auswärtigen auf einer Versammlung des Reichsausschusses für Handel und Industrie der Deut Erwerbslose werden wir noch lange haben, arpeben e ene oure de oe r en Sauge er Reisangeung se on Borsceg on kurzen Ueberblick über die volkswirtschaftliche o Abegg An Gottes Segen ist alles gelegen. Wir dürfen und möglich hält. Von der ursprünglichen Absicht, einen be müssen die christliche Idee bekennen. Alle unsere sonderen parlamentarischen Ausschuß, der Vorschläge für politische Tätigkeit ist hineingestellt an die großen Nöte eine Einheitsflagge machen sollte, einzusetzen, scheint man kurzen Ueberblick über die volkswirtschaftliche eines Gesetzentwurfes zu machen Lage und über die Mittel, diese hier sich zeigenden Nöte zu beheben. Er verweist auf die überragende Kabinettsfrage über die Flaggenfrage. Stellung Amerikas, das alles Gold in Händen hat. Da= Berlin: 4. Juni. Zu der Meldung der Vossischen her sehen wir überall in der ganzen Welt die Währungs= Zeitung über die Flaggenfrage teilt die„Tägl. Rundschau" schwierigkeiten. Wodurch haben wir die Inflation mit, es handele sich zunachst darun, einen Ausschuß zu überwunden? Durch ein brutales Mittel, daß der im preußischen Landtage könnten für die Frage, ob sind Ansätze zur Besserung da. Das mässen wir freudig das Vorgehen der preußischen Regierung berechtigt war, nur begrüßen. Wir müssen durch Arbeit harte Zeiten überdann Bedeutung haven, wenn meine Aeußerung nach dem winden. Die Arbeitslosenfürsorge ist nach mancher Bekanntwerden der Veröffentlichung der amtlichen Stellen Hinsicht reformbedürftig; aber sie muß Bestand haben erfolgt wäre. In Wirklichkeit war der Vorgang folgender: in Notzeiten gleich den unsern und die Reformen dürAn dem Tage, an dem der Abg. Giesberts im Reichstage fen sich nicht zum Schaden der ohnehin am härtesten von diesen angeblichen Plänen sprach, d. h. vor irgendeiner getroffenen Schicht auswirken. Staat sich all seiner Schulden entledigt hat. Aber negierung, sondern auch weitere Kreife beteitiat teien Das Veröffentlichung der preußischen Reaierung, hahs ich hoi dem. Der Kredit spielt bei der Misere unsere Wirtschaft die Verbindung mit den andern Ländern, die als reiche Geld gehabt, weil es knapp war. Der Kredit ist den Kleinen nicht zugänglich geworden. „Siegerländer" dastehen.(Diese haben aber versäumt, säuß vertreten sein werde. Die Einbringun, einer Vorlage Friedensburg hat mir darauf telephonisch gesagt, daß es sich Redner übt herbe Kritik an der Kreditpolitik der Banken, eine gesunde Finanzpolitik zu betreiben, darum der Zu die Schaffung einer Einhaitaklaaaa Nun kalbriuanez Um einen großangelegten Plan zur Einrichtung eines Direksammenbruch in den Siegerländern. Letzten Endes üitder die Schaffung einer dmhenstagge onne jeceerenre torni Pehde ante Gese dech eiee die bei halb so großzem Geschaft das Gleiche verdienen Der Goldmark=Kredit von 250 sammenbruch in den Siegerländern. Letzten Endestoriums im Reiche unter Beseitigung des Reichspräsidenten tragen wir an diesen Schäden viel mit. Redner gibt nch erst in einem spe eeen cepigen, wenn des ung seiner Ersetzung durch einen Reichsverweser handele, der wolen wie früher. Der 100 Millionen-Kredit von einige Beispiele davon. Die Gladbacher Textilindustrie dere udnigen Rarschläge für die Löfung in Betract Lleichzeitig in allen deutschen Ländern Landesverweser einliegt darnieder. Die Französen liefern Kammgarnstoffe welche endgültigen Vorschläge für die Lösung in Betracht sehe senle Aus Grund dieser Mitteilung des Herrn Dr. Mnnturtientg dierdie 1 Mk. biliger als wir. Kein Eisengeschäft ift zu machen kämen. Friedensburg habe ich in unserer telephonischen Unterhal= Bankinstitute, die die Klein=Kredite nicht vermitteln wegen der französischen Konkurrenz. Bei uns kostet Die Sicherung des Volksentscheides. tung erklärt:„Wenn die Dinge so liegen, dann greifen Sie die Tonne 140 Mk., dort 100 Mk. Zwei Anzüge in Berlin. 4. Juni. Um gegen alle Störungsversuche nur ordentlich durch." Diese Aeußerung ist für jeden AnBrüssel kosten so viel wie einer in Deutschland. Im bei der Durchführung des Volksentscheides am 20. Juni hänger der Verfassung selbstverständlich, wenn er auf Grund Seebad Knocke wohnt man fur 2,50 Mk. bei voller genügende Sicherheiten zu schaffen, werden, wie die Vossische von Mitteilungen von autoritativer Stelle unter dem EinPension einschließlich Wohnung. Zeitung hört, von den Landesregierungen im Einvernehmen druck steht, daß solche Dinge tatsächlich beabsichtigt waren. faulen Besitzes. Auch die Postscheckkredite und ihre ZuWerden wir nochmal eine Inflation erleben? mit der Reichsregierung polizeiliche Schutzmaßnahmen ge= Von dieser Unterredung habe ich auch der volksparteilichen teilung an Mittelstandskreise erwähnte Redner noch. Aus den inneren Verhältnissen heraus bekommen wir troffen werden. Die Polizei wird angewiesen werden, in Presse bei einer am nächsten Tage stattgehabten Zusammen Die steuerliche Belastung wird au keine mehr. Die Gefahr ruht im Dawesplan in allen Fällen unrechtmäßiger Eingriffe in die Wahlfreiheit kunft Kenntnis gegeben. Mit der Kernfrage, ob die Vor= Reihe von Jahren bleiben, wenn es nicht gelir der übergroßen Belastung. Davon hängt es ab, ob mit den schärfsten Mitteln gegen die Störer vorzugehen. aussetzungen für ein solches Vorgehen tatsächlich gegeben Dawesbelastung herabzumindern. Ein gesun eine nochmalige Inflation kommt. Wir werden die auf Der verninderte Rheinland=Brotest waren, hat die unti diesem Umstande damals erfolgte Ant= system muß ausgedacht werden. Vor dem Krieg grünerlegten Lasten nicht annähernd bezahlen können. Esinderte Nheinland=Protest. wort gar nichts zu tun. Ich habe mich vielmehr durch die deten sich die Steuern auf die Form von Zuschlägen. wollen bis herab zu 200 Mark, müsse jeder Kredit gesperrt werden. Dieser Antrag ist von dem Referenten selbst ausgegangen, der die Personalkredite für Mittelständler befürwortete. Darin liegt mehr Garantie für die Sicherheit, wie in den Hypotheken des ergeben sich zwei Möglichkeiten. Die Lasten können ge Berlin. 4. Juni. Der Londoner Berichterstatter des inzwischen bekanntgewordenen Veröffentlichungen bisher Heute würden wir ohne zentrale Steuerverwaltun waltsam eingetrieben werden. Die Feinde würden dann Lemps erfährt, daß die deutsche Regierung beabsichtigt hatte, nicht davon überzeugen können, daß die Voraussetzungen für nicht mehr auskommen. Erzberger findet heute aber nur wertloses Geld bekommen. Sie können also wegen der Verringerung der Zahl der Besatzungstruppen ein derartiges Vorgehen der preußischen Regierung tatsäch= für sein System eine Verteidigung daran kein Interesse haben. Nur der Weg der Min= im Rheinland bei den Alliierten wieder vorstellig zu werden, lich gegeben waren. Insbesondere bemerke ich nur, daß bei nationalen bis zu den Kommunisten. Die zentre derung der Lasten bleibt übrig; auf diesem Die englische Regierung soll jedoch gebeten haben, von einer dieser Unterhaltung von bevorstehenden Haussuchungen bei fassung der Steuern für das Reich zwangsläufigen Woge kommen wir an der Inflation solchen Absicht in diesem Augenblick Abstand zu nehmen vorbei. Generaldirektor Oeser †. Berlin, 3. Juni. Heute nachmittag 5.10 Uhr verschied der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn=Gesellschaft Rudolf Oeser. Disziplinarverfahren gegen Frhrn. v. Lininck? Berlin, 2 Juni. Wie Mirbachs Telegraphenführenden Herren der rheinisch=westfälischen Industrie keiner Weise die Rede gewesen ist. Spiecker Gesandter in Wien? Auf den vorhin gezeichneten Bildern der Wirtschaft müssen sich die Maxime für unsere ganze Handelspolitik aufbauen. Wir haben den äußeren Markt verloren. Nach Ländern mit schlechter Währung haben wir keine Ausfuhr. Also Verlust des äußeren Marktes und Schädigung des inneren Marktes. Die Auslands Rorlin 2 Juni. Wie wirvaaw zrugeupen enn produkte uberfluten Deutschland. Das ist die handels= hureau erfährt, beabsichtigt der preußische Landwirt i. Homwasferkatastrophe in Aumand politische Auswirkung. Es müssen Mittel angewandt schaftsminister gegen den Vorsitzenden der Landwirt- Die Hochwasserkatastrophe in Rußland. werden, die die Schäden vermeiden lassen. Als wir in schaftskammer der Rheinprovinz, Frhrn. v. Lüninck, der Inflation ausführten, sperrte sich das Ausland so= wegen des von Lüninck gegen Staatssekretär Meister fort ab gegen die billigen deutschen Waren, bis wir feste ösntlich erhobenen Vorwurfs der bewußten Unwahrheren. Eim heit ein Handelsvertrag hat nur Zweck, wenn die Verhältnisse bezüglich der Währung die gleichen sind. Wie lange wird die Inflation in Frankreich noch dauern? Diese wirkt sich dort langsamer aus als bei uns. Bei den Handelsverträgen müssen wir uns darauf einstellen. Redner skizziert in Kürze die generelle Einstellung des Zentrums bei den Handelsverträgen. Immer werden Reibungsflächen bestehen zwischen In Der Mißtrauensantrag gegen Dr. Neumann, in Steuergesetzgebung hat sich verschoben, weil die Einkommen fehlen. Das trifft für Landwirtschaft, Gewerbe und Hausbesitz zu. In dem Maße, wie sich das Einkommen mehrt, können diese wieder entlastet Berlin, 3. Juni. Wie in politischen Kreisen werden. Der Umschwung bereitet sich vor. Die Gedünkta dan krihora Roichävrossochof dos ersten meinden hatten ihre Selbständigkeit verloren, sie waren verlautet, dürfte der frühere Reichspressechef des ersten die Kostgänger des Reiches und der Länder. Das amtKabinetts Marx, Spiecker, im diplomatischen Dienst liche Berlin war umlagert von Bürgermeistern; die Verwendung finden. größten Kommunen haben das Meiste bekommen. Dar„ unter hat die sparsame Verwaltung der Gemeinden vielStändiges fach gelitten. Das Zuschlagsrecht zur EinkommenSteigen der Flüsse. steuer muß den Gemeinden wieder gegeben werden. DaMoskau, 3. Juni. Die Ueberschwemmung des mit wächst das Maß der Verantwortung und in demWolgagebietes nimmt einen immer größeren Umfang an. selben Maße die Sparsamkeit. Das Wasser steigt stündlich mit kolossaler Schnelligkeit Demgegenüber muß eine Entlastung er Realund eine ganze Reihe von Städten steht jetzt fast voll= steuern Platz greifen bei der Landwirtschaft wie beim ständig unter Wasser. Im Weichbild von Astrachan Mittelstand. Beim Mittelstand herrscht Empörung über Lübeck, 2. Juni. In der heutigen Sitzung der sind 6000 Arbeiter mit 2000 Pferden beschäftigt, die die Hauszinssteuer. Da kann man nicht von einer Lübecker Bürgerschaft fiel in zweiter Lesung die endgül= niederen Teile der Stadt durch Dämme zu schützen. Auch Mache reden. Die Hauszinssteuer ist eine zu hohe Betige Entscheidung über den Mißtrauensantrag gegen in der Umgebung von Nishnij=Nowgorod ist das Wasser lastung. Durch die Ermäßigung der Umsatzsteuer auf Bürgermeister Dr. Neumann, dem mit 43 gegen 32 in den letzten Tagen wieder gestiegen. Zwölf Häuser 0,75 Prozent sind die Produkte nicht billiger geworden. Stimmen das Mißtrauen ausgesprochen wurde. Nach wurden vom Wasser fortgerissen. Eine große Fabrik Die Herabsetzung in diesem extremen Sinn war wohl emmer werden mepungsnagen meuenen zmn ens dem Abstimmungsergebnis vertagte sich die Bürgerschaft stürzte zusammen. Von Baku wird gemeldet, daß auch nicht der richtige Weg. Bei einer vernünftigen Höhe dustrie und Landwirtschaft. Vor dem Kriege batten a"f Antrag der Linken, um damit Einspruch zu bekunden die Ueberschwemmung der Kura immer größeren Um=— sagen wir 1½ Prozent— hätte man wohl zu einer wir eine Einstellung, daß Landwirtschaft und Industrie gegen die aus Anlaß der Lübecker 700=Jahrfeier bereits fang annimmt. Im Bezirk Baku stehen 200 Häuser Ermäßigung der Hauszinssteuer kommen können, und ir eine Einstellung, daß Kandwirtschaft und Fnöustrie vergenemmen Ausräumung des Gestühls im Sitzungs= unter Wasser. Die Verbindung zwischen einer ganzen Hausbesitzer und Mieter hätten davon profitiert. Mit saal. Reihe von Städten ist vollständig unterbrochen. aller Schärfe kritisierte Redner den Erlaß der Börsenumsatzsteuer. Auch zu den Baufragen äußerte sich Redner noch. Neubauten mittels Hauszinssteuer werden nur gediehen. Heute sind die Industrieprodukte teurer als die landwirtschaftlichen. Man kann heute behaupten, daß man für 100 Weizenwerte 80 Industriewerte kaufen kann. Die Zölle für die Industrieprodukte abzuschaffen, wäre aber kein Heilmittel. Die Folge davon würdeon sein, daß die Zechen und Hochöfen, die heute schon gro= die Interessen der Industrie nicht schädigt. Es fehlt länder ersten Ranges. Wirtschaftspolitische Stärkung in minimalem Maße errichtet, da man noch viel teures ßenteils stilliegen, vollends zum Erliegen kämen. Der heute vielfach an den richtigen Sachverständigen in den können wir wohl im Osten finden. Es ist eine diplo= Geld nebenher haben muß. Man ringt noch m mit dem Nach= matische Tat ersten Ranges, daß der Handelsver= Problem, über dessen hohe Bedeutung nach der sozialen Das Verdienst und ethischen Seite kein Zweifel obwalten kann. einigen Tagesfragen nahm Redner noch in Kürze so zur Flaggenfrage. Diese Frage ist im Die Brücke zwischen Produzent und Konsument ist ge= trag mit Schweden hat für die Landwirtschaft Vertrag schlagen. Nicht darf stehen Stand gegen Stand, sondern günstigere Sätze. Wenn er Annahme findet, gibt er Ansätze senteils siile Freihandel würde der Ruin sämtlicher Industrien, aber Ministerien. Man hat das Ganze nicht mit dem Nachauch der Arbeiterschaft und der gesamten Wirtschaft sein. druck vertreten, der notwendig war. Redner weist hin trag mit Rußland zustande kam. Das Verdienst und ethische Auf der anderen Seite haben wir ein großes Interesse auf Belaien und den mangelnden Schutz der deut= dafür gebührt nicht etwa Stresemann, sondern in Zu einig daran, die Landwirtschaft lebensfähig zu erhalten, schen Pferdezucht. Der in Vorbereitung befindliche Ver= erster Linie dem früheren Reichskanzler Wirth. Kein Stellung, so A. MAATAA AAR I 2 I AAIAA A I volkswirtschaftlicher Ausgleich ist von= auch die Unterlage für Polen. Das ist eine Lebensnöten. Wenn wir die Handelsverträge übersehen, dann frage für unsere Landwirtschaft. sehen wir, daß dieser Grundsatz verlassen worden ist. Wenn wir nicht jetzt eine richtige Handelspolitik Die Interessen des Weinbaues sind durch den ersten treiben, dann werden wir für die nächste Zukunft dazu spanischen Handelsvertrag schwer geschädigt. Wir nicht mehr in der Lage sein. Es ist wichtig, daß wir mußten den Weinbau opfern, um die Industrie zu jetzt die ausgleichende Formel finden, denn mit August retten. Jetzt haben wir einen neuen Vertrag gemacht, laufen eine Reihe von Verträgen ab. Im Westen ist der die Interessen des Weinbaues besser schützt und für uns nicht viel mehr zu holen. Da sind Kulturist heute dern der Diktatur. Das russische Volk ist die Knute gibt kein Land mit zwei Flaggen. Wir müssen uns gewohnt. Rußland ist das reichste Land der Welt, wenn wieder gewöhnen, in der Flagge nicht das Regierungsdie Bevölkerung richtig geleitet wird. Im Östen wer- system zu sehen, sondern nur das Vaterland: Deutschden sich die Handelsbedingungen entwickeln, dort eröff= land, Deutschland über alles! nen sich uns Aussichten, den Weltmarkt wieder zu er Auch am Gemeindebestimmungsrecht ging Referent obern. Auf dem Gebiet der Massenproduktion ist dies nicht wortlos vorbei. Er zeigte dabei, welche Gefahr für Deutschland schlechterdings nicht möglich, ebenso- darin liegt, daß die Volksabstimmung mißbraucht würde und sich keineswegs auf Konzessionsfragen beschränkte, sondern beispielsweise in der Diaspora auf Schulfragen. die Fuaktion Pn essung, bekundet h fassu stenabfindung bemerkte er, allem Anfang an eine einmütige Aufng bekundet habe. Sie ist auch niedergelegt in der nzyklika Rerum novarum Leo XIII. und in der Verng:, Eigentum wird gewährleistet. Wir haben auch allen Zeitumständen Rechnung getragen. Man steue sich die Dinge so vor: Da sind drel Töpfe. In n ersten Topf kommt alles repräsentative und souveräne Eigentum, das an den Staat zurückfließt. Rominten mit seinen reichen Jagdgründen war der Krone übergeben zu Zwecken der Repräsentation; es muß zurückfallen an den Staat. Oeltz dient „dem jeweiligen Kronprinzen" zur Benutzung, es muß däher gleichfalls an den Staat kommen. Der zweite Topf enthält alles, was von kunsthistorischer Bedeutung und damit der freien Verfügung entzogen ist, Potsdamer Schlösser 2c. In den dritten Topf kommt dann, was der Fürst aus reinen Privatmitteln erworben hat.(Was er erspart hat von den Millionen, die ihm als Regent zugeflossen sind, Gelder, die dann terher als Ueberschuß in Grundftücken angelegt wurden, ist Staatsbesitz.) Bei dem Topf des Privatbesitzes muß der Eigentumstitel ausdrücklich nachgewiesen werden. Dann soll entsprechend den Verhältnissen der Zeit auch der Privarbesitz der Fürsten zeilnehmen an der allgemeinen Entwertung der Güter. So würde ausgleichende Gerechtigkeit gewährt und das Eigentumsrecht nicht verletzt. Enteignung vielfach ht.„Daß dem nicht mit dem Hinweis auf den im Falle der Enteignung zu schaffenden Beamtenapparat für die Fürstenvermögensverwaltung, weiter eines besonderen Sachverständigenkollegiums für die Kunstwerte uff. Aus einer gewissen Habgier heraus ist also ganz und gar kein Motiv für die Enteignung gegeben. Unsere klare Einstellung macht einen Volksentscheid völlig überflüssig. Wir glauben eine richtige Lösung herbeiführen zu können. Ueber die politischen Folgen eines positiven Ausfalls der Abstimmung über die Fürstenenteignung verbreitete sich Redner auch noch in Kürze, aber mit eindringlichem Ernst: Reichspräsidenten- und Regierungskrise, Neuwahlen und eine katastrophale Entwicklung im Innern, die auch jene nicht wünschen können, die für die Enteignung sind. Wir haschen nicht nach Popularität, wir handeln nach Wahrheit, Freiheit und Recht. Zuletzt behandelte Redner in begeisternder Weise die großen ethischen Fragen, die uns alle bewegen und in einem starken Zentrum vereint uns beisammenhalten müssen. Schule, Kirche und Familie sind leider über dem Tagesstreit aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Noch immer schwebt das Schwext der Vernichtung über der konfessionellen Schule. Redner schärft das Vexantwortungsgefühl. Wir müssen kämpfen für die Serle unserer Kinder, wir müssen einsteben für die große christliche Tradition des deutschen Volkes. Keine Frage kann so trennend sein, wir müssen zusammenstehn. Redner verweist auf die Auswüchse auf dem Gebiete von Literatur, Theater und Kino in Berlin und den Großstädten und die damit Hand in Hand gehende Verwüstung schon der Kinderseelen. Er verweist weiter auf die wachsende Entsittlichung unseres Volkes, auf die Auflösung der Familie, Erleichterung der Ehescheidungsprozesse rc. Es gibt kein Kulturland, keine politische Zeit, in der eine christliche Fraktion von der Stärke und Zielstellung gewesen ist wie das Zentrum und es hat nie eine Vertretung der Katholiken gegeben, die solche Volksmassen hinter sich hat. Wir würden es nie verantworten können in schwerer Zeit, wo Weltanschauungsfragen die großön Parteien beherrschen, unser deutsches Zentrum aufzugeben. Seine monumentale geschichtliche Einstellung dürfen und wollen wir nie vergessen, ihm wollen wit die Treue halten allerwege. Begeisterter, minutenlanger Beifall und Händeklatschen). Deutsches Reich. Die Reichsfarben. es wahr ist, was die in Berlin erscheinende „Welt am Montag" zu wissen vorgibt, dann kann das Urteil„der" Auslandsdeutschen(Dr. Luther und Dr. Stresemann beliebten diese Verallgemeinerung) die Flaggenverordnung nicht stützen. Sind schon überhaupt die Gukachten der amtlichen Auslandsvertretungen nicht veröffentlicht worden, wahrscheinlich, weil nicht alle zur Begründung der Flaggenverordnung stimmten, so behauptet das genannte Blatt, am 6. Mai sei an das Auswärlige Amt vom deutschen Gesandten in Belgrad Herrn v. Olshausen folgendes Telegramm gerich„Zeitungsmeldungen zufolge gvindet, sich die beabsichtigte neue Verordnung über Flaggenfrägen auf Berichte deutscher Auslandsmissionen. Falls dies zutrifft, halte ich mich für berechtigt, auch meinerseits die Meinung zu äußern, welche dahin geye, duß über die Flaggenfrage in vielen deutschen Auslandskolonien längst Beruhigung eingetreten ist, daß erneuteAufwerfen der Frage nur wieder Streit in deutsche Auslandskolvnien tragen und unser Ansehen im Auslande schwer schädigen würde." Ein Flaggen=Zwischenfall in Konstanz. Ansprache des Reichskommissars für die besetzten Gebiete Mannheim, 3. Juni. Die Morgenblätter melden: Karlsruhe, 3. Juni. In der Nacht auf den 28. Mai ist von je zwei Reichswehrsoldaten und Gymnasjasten ein von der Stadt Konstanz angebrachter Flaggenhmuck in der Absicht heruntergerissen worden, die hwarz-rot-goldenen Flaggenbänder zu vernichten. Der Minister des Innern hat bei der zuständigen Reichsstelle wegen dieses Vorfalles Vorstellungen erhoben und in seiner Eigenschaft als Unterrichtsminister die sofortige Schuldispensierung der Gymnasiasten veranlaßt, bis durch Gerichts= oder durch Disziplinarverfahren feststeht, ob Nachsicht am Platze Pgni Die Tagesordnung für die nächste Reichstagssitzung. Berlin, 2. Juni. Die Tagesordnung für die naSitzung des Reichstages am Montag, 7. Juni, na 3 Uhr, liegt nunmehr vor. An erster Stelle ste Kleine Vorlagen u. a. ein Gesetzentwurf zur Aenderung des Paragraphen 81 des Gesetzes über die privaten gewünschte Fühlungnahme tretern der verschiedenen Pfälzer Bevölkerungskreise statt. Oberbürgermeister Dr. Weiß=Ludwigshafen brachte verschiedene Wünsche der größten pfälzischen Stadt Ludwigshafen vor. Ein Vertreter des Gewerkschaftsbundes christlicher Gewerkschaften beklagte besonders, daß immer noch farbige Truppen in Ludwigshafen seien. Langwerth von Simmern führte u. a. aus, er werde versuchen, soweit er zuständig sei, allen Wünschen gerecht zu werden. Es sei selbswverständlich für ihn wie auch für die Reichsregierung, daß alles versucht werden müsse, um eine Verringerung der Stärke der Besatzung zu erreichen. Die Gesolei ohne Militärmusik. Berlin, 1. Juni. In einem Berliner Montagsblatt wird in Aufschen eregender Form berichtet, daß ein in Aussicht genommenes Spielen einer schwedischen Militärkapelle auf der Düsseldorfer Gesolei im letzten Augenblick verhindert worden sei. Der Fall liegt so, daß nach dem Artikel 43 des Versailler Vertrages in der sogenannten entmilitarisierten Zone keine Ansammlungen von Truppen stattfinden darf. Infolgedessen ist in diesem Gebiet auch das Auftreten von Militärkapellen der Reichswehr bisher unmöglich gewesen. Die Botschafterkonferenz hat nämlich den Artikel 43 auch auf deutsche Militärkapellen angewandt, während die deutsche Regierung auf einem anderen Standpunkt steht. Es schweben darüber noch Verhandlungen, die voraussichtlich demnächst zur Klärung führen werden. Solange aber deutsche Militärkapellen dort nicht auftreten, hat es die Regierung als unangebracht erschienen, eine schwedische Militärkapelle zuzulassen, da immerhin mit der Möglichkeit eines Einspruchs der Botschafterkonferenz zu rechnen wäre und es nicht erwünscht schien, die schwedische Regierung einer solchen Unannehmlichkeit auszusetzen. Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft. Anläßlich der Gesamtvorstands= und Vertreterversammlung des Reichslandbundes am 29. Mai in Weimar sprach der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Haslinde, über die Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft. Die eingeleiteten Aktionen zum Zwecke der Kreditregulierung wie zur Wiederherstellung der Rentabilität werden mit allem Nachdruck fortgesetzt. Gleichwohl sei bei einer so tiefgehenden Krisis eine durchgreifende Besserung von heute auf morgen nicht herbeizuführen. Sehr zu bedauern sei das langsame Tempo bei der Zuleitung der bereitgestellten Kredite der Golddiskontbank an die dringend bedürftigen Kreditnehmer, wodurch gleichzeitig die Bereitstellung weiterer Kredite beeinträchtigt werde. Es sei dringend erforderlich, daß alle vermittelnden Kreditinstitute im Reiche bei aller Gründlichkeit im Einzelfalle doch mit größter Schnelligkeit und möglichst großzügig arbeiteten. Gleichzeitig werde die Landwirtschaft darauf bedacht sein müssen, auch von allen anderen ihr sich bietenden Realkreditmöglichkeiten, zu denen u. a. auch die Sparkassengelder zu rechnen seien, in weitgehendem Maße Gebrauch zu machen. Der Zinssatz für die landwirtschaftlichen Real- und Personakkredike habe zwar durch den Golddiskontbankkredit und durch die Herabsetzung des Reichsbankdiskontsatzes im Laufe dieses Jahres eine beträchtliche Erleichterung erfahren: trotzdem müsse eine baldige weitere Ermäßigung angestrebt werden. Die vor kurzem von der Reichsbank veranstaltete Enquete biete hoffentlich hierzu einen geeigneten Anlaß. Mit Rücksicht auf die Erfahrungen des vergangenen Jahres seien in Verbindung mit der Reichsbank Maßnahmen in Vorbereitung, um zu verhindern, daß bei der kommenden Ernte unter dem Druck der fälligen kurzfristigen Schuldverbindlichkeiten die Erntevorräte in einem die Aufnahmefähigkeit des Marktes übersteigenden Umfange abgestoßen würden, und sich daraus Nieder verlustbringende Getreidepreise entwickelten. Der Plan der Sicherstellung der Erntebewegungskredite werde so rechtzeitig fertiggestellt sein, und bekanntgegeben, daß diese Hilfsaktion sofort zu Beginn der Ernte wirksam werden könne. Parallel damit laufe die Geschäftsaufnahme der Getreidehandelsgefellschaft: zum Reichskommissar, für diese Gesellschaft habe er den Ministerialdirektor im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Beyerlein, ernannt. Der Minister berührte dann kurz die Zollfrage und wies darauf hin, daß es unbedingt notwendig sei, unsere Landwirtschaft gerade während der Zeit ihrer Umstellung und ihres Wiederaufbaus gegen die Ueberschwemmung mit Agrarprodukten aus dem Ausland hinreichend zu schützen. Solange unsere Industrie den jetzigen Zollschütz für erforderlich und aufrecht hilte, könnten auch die bis zum 1. August 1926 gültigen —weit unter die Friedenssätze gesenkten— Uebergangszölle für Getreide und Vieh bei der fortgeschrittenen Verelendung der Landwirtschaft nicht als hinlänglichen Zollschutz gegen die übermächtige Kokurrenz des Auslandes erkannt werden. Der Minister streifte in diesem Zusammenhange auch den schwebenden Handelsvertrag mit Schweden. Der Abschluß des deutschspanischen Handelsvertrags habe erneut den Beweis erbracht, daß auf handelspolitischem Gebiete-ein notwendiger Gegensatz zwischen den Interessen unserer Industrie und unserer Landwirtschaft im Grunde nicht bestehe, sondern daß ein gesunder Ausgleich niöglich sei. Zum Schluß wies der Minister darauf hin, daß es gerade in der gegenwärtigen Not- und Uebergangszeit Aufgabe der wirtschaftlichen Verbände sei, sich geschlossen hinter die Reichs= und Staatsregierung zu stellen. Ereignisse der letzten Zeit, wie drohende Protestversammlungen, Forderungen ultimativen Charakters an die Regierung usw. müsse er mißbilligen, da sie letzten Endes nur dazu geeignet seien, den Wirt schaftsfrieden zu stören Für die Autonomie des Elsaß. Berlin, 4. Juni. Die Vossische Zeitung meldet aus Straßburg: Der Parteitag der Radikalen des Unterelsaß hat mit 148 gegen 90 Stimenen eine Entschließung ange nommen, in der als Vorbedingung für jede Politik, die das Elsaß innerlich für Frankreich geninnen will, die Anerkennung der elsässischen Eigenart und Sprache gefordert und das Bekenntnis abgelegt wird, daß die radikale Pareti für die Wahrung der elsässischen Heimatrechte eintrete. Mit dieser Entschließung haben, laut Vossischer Zeitung, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, alle Parteien des Landes ihren Anschluß an die Antonomisten vollzogen. Italien. Giornale d Italia fordert zum Boykott deutscher Waren auf. Rom, 4. Juni. Wie die Blätter melden, hat der Aufruf des italienischen Wirtschaftsministers Belluzzo zum Kampf für nationale Waren in der itallenischen Presse weitgehendsee Zustimmung gefunden. Das deutschfeindliche Giornale d'Italia benutzt die Gelegenheit, um zum Boykott deutscher Waren aufzufordern. Giornale d'Italia ist die weitverbreitetste Zeitung von Rom, die von der Regierung häufig als Sprachrohr verwendet wird. Aus dem Orient. Höchste Spannung der Lage in Aegypten. London, 1. Juni. Die Morning Post schreibt, die Lage in Aegypten werde immer ernster, und Sagluls dreistündige Unterredung mit Lord Lloyd sei fruchtlos gewesen. Saglul besteht daräuf, mit der Bilduna der Regierung beauftragt zu werden, ohne eine Gewähr geben zu wollen, daß er Englands Recht uver den Sudan und Englands Recht, Aegypten gegen Angriffe von außen zu schützen, anerkennt. Der Vertreter des Blattes in Kairo telegraphiert:„Aeußerlich herrscht Ruhe. Die Bevölkerung gleicht einem Pulverfaß. Ein Funke kann jeden Augenblick eine Explosion herbeiführen.“ Der diplomatische Vertreter des Daily Telegraph äußert sich ähnlich pessimistisch und betont, daß England in den beiden genannten Punkten keine Zugeständnisse machen könnte. Lokales. Geldern, 4. Juni 1926. Die Fronleichnamsprozession in Gelderns Mauern gestaltete sich gestern wieder zu einer herrlichen Kundgebung katholischen Glaubenslebens. Die Beteiligung an dem Triumphzug des eucharistischen Heilandes war allgemein. Die Prozessionsstraßen hatten ein reiches Festgewand angelegt. Vom hohen Turm der Pfarrkirche wie vom Balkon des Rathauses herab wehte Gelderns Dreifarbentuch. Unabsehbar groß waren die Scharen, die dem Allerheiligsten singend und betend folgten. Die Prozessionsordnung war die älthergebrachte, nur daß diesmal wieder die Musik die Prozessionslieder begleitete und krachende Böllerschüsse das Zeichen gaven, wenn an den Prozessionsaltären der Segen gespendet wurde. Aller Glanz war entfaltet worden, den die Kirche aufbieten konnte an diesem Hochfest des eucharistischen Gottes. Kein Häuschen war so klein, keine Hütte so arm, wenn ihre Bewohner glaubenstreue Katholiken waren, so war auch ein Altärchen erbaut in einer Fensternische oder am Hauseingang, um die Prozession mit verherrlichen zu helfen. Katholische Liebe wetteiferte bei der Fronleichnamsprozession, auch außerhalb des Gotteshauses alle Pracht zu entfalten,„da kein Lobspruch, keine Zierde seiner Größe gleichen kann.“ Besondere Sorgfalt war wieder auf die Herrichtung der Altäre am Harttor, Issumerund Geldertor und am GroßenMarkt verwandt worden. Wie immer hatten auch die Anwohner der Dammerund Kapuzinerstraße besondere Altäre erbaut. Vom vierten Altar bis zur Kirche sang der Pfarrcäcilienchor das Te Deum. In der Kirche wurde der feierliche Schlußsegen erteilt und mit dem Ambrosianischen Lobgesang die Feier geschlossen. Die herrliche Kundgebung kathol. Liebe zum Heiland im allerheiligsten Sakrament war würdig der alten katholischen Tradition unserer Stadt. In Notzeiten, wie wir sie seit Jahren schon durchleben müssen, ist es eine Freude und ein Trost zugleich, zu sehen, wie die encharistische Welle immer stärker geworden ist, vorab auch an unserem katholischen Niederrhein. Die katholischen Jugend= und Jungmännervereine, Bezirksverband Geldern, haben am kommenden Sonntag, den 6. d. M., eine bedeutungsvolle Vorstände=Konserenz, welche im Jugendheimsaale in Kevelaer stattfindet. Hierzu sind die hochw. Herren Präsides und die Vorstandsmitglieder der Vereine eingeladen. Für die Tagung ist folgendes Programm vorgesehen: ¼3 Uhr Eröffnungs=Andacht in der Klarissenkirche mit Ansprache. ½4 Uhr Bezirkstagung im Saale des Jugendheimes. Im ersten Referate wird der hochw. Herr Pater Horstmann S. J., Düsseldorf sprechen über„Der katholische Jungmann und sein Verband". Im zweitgn Referate spricht Herr Lehrer Aloys Seyock=Sonsbeck über„Die Bedeutung des Verbandes für unsere Heimat".— Der Tägung wird für die Entwickelung des katholischen Jugendverhandes im Bezirke Geldern größte Bedeutung beizumessen sein. Die beiden Hauptthemen der Verhandlung lassen erkennen, daß es sich um eine Tagung grundlegender Aufbauarbeit handeln wird. Wir wünschen der Tagung reichsten Erfolg. eine einen Preis erringen. Der Junggesellenschützenverein erhielt mit 59 Ringen den 1. Ehrenpreis, die Männerschützengilde mit 57 Ringen den 2, Ehrenpreis. Leider war es dem Junggesellenschützenverein in diesem Jahre nicht möglich, den Bundeswanderpreis„a erringen, der in den zwei Vorjahren von dem Verein erschossen war. Nur dadurch, daß der Verein diesmal den Pokal nicht erringen konnte, ist er nicht Eigentum des Vereins gewörden. a. Kevelaer, 4. Juni. Fronleichnamsfest mit Regen und ohne Prozession? Kaum denkbar! Und doch schien es beinahe so! Denn am frühen Morgen setzte starker Regen ein und drohte anzuhalten und den feierlichen horie der Regen auf, ja die Sonne blickte sogar eine kurze Weile aus den Wolkenfenstern. Und wir hatten wieder einmal Glück, der Himmel hellte sich auf, so daß der große kirchliche Umzug ohne jegliche Störung vor sich gehen konnte. Erfreulich war die überaus große Beteiligung der Bevölkerung, erhebend das andächtige Beten und Singen der Menge, die dem Sanktissimum teils vorausging, teils ihm folgte. Im Schmuck der Häuser und Straßen wie nicht minder der vier Altäre äußerte sich ein edler Wettbewerb. Nach 1 Uhr zog die Prozession wieder in die Basilika ein. Te Deum und sakramentaler Segen bildeten den Ausklang der hehren kirchlichen Feier. — Wankum, 3. Juni. Vor einigen Tagen wollte ein 15jähriger Junge ein Pferd von der Weide holen. Als er sich dabei dem Pferde von hinten näherte, schlug es aus und traf den Jungen mit dem Hufe vor der Brust, wodurch der sofortige Tod des Jungen herbeigeführt wurde. (9 Sonsbeck. 1. Juni. Gestern feierten hier die Eeheleute Heinrich Verhouven das seltene Fest der goldenen Höchzeit. Die gänze Stadt nahm recht lebhaften Anteil, ist doch die Familie Verhouven hier allgemein sehr beliebt. Die ganze Hochstraße, soweit sie das Jubelpaar mit ihren Gästen zum Kirchgang passierte, zeigte reichen Flaggenschmuck. Der Landrat des Kreises Moers hat durch den Bürgermeister von Sonsbeck dem Jubelpaar ein Geschenk überreichen lassen. Abends brachte der Musikverein ein schönes Ständchen. Herr Verhouven, welcher verhältnismäßig noch recht rüstig ist, hat ein Alter von 85 Jahren erreicht, während seine um zwei Jahre jüngere Frau leidend ist, und in die Kirche mit dem Fahrstuhl gefahren werden mußte. Wir wünschen dem Jubelpaare noch recht viele sonnige Tage, getragen von treuer Liebe der Kinder und Enkel. m. Sonsbeck, 3. Juni. Der 1. Beigeordnete der Bürgermeisterei Sonsbeck, Herr Heinrich Diepers kann am 4. Juni auf eine 25jährige Amtstätiakeit zurückblicken. Stets hilfsbereit, war es immer sein Bestreben, sich mit ganzer Kraft einzusetzen für das Wohl der Gemeinde, die ihrerseits in vollstem Vertrauen seine Arbeit unterstützte. Die schweren Kriegs= und Nachkriegsjahre zwangen ihm die ganze Verwaltung der Gemeinde in die Hand. Aber auch diesem arbeitsreichen und verantwortungsvollen Amt war er kraft seiner nie ermüdenden freudigen Tätigkeit für das Gemeindewohl vollauf gewachsen. Die gesamte Bürgerschaft wird wetteifern, dem allseits geachteten und geschätzten Jübilar den 4. Juni zu einem wahrhaften Festtag zu gestalten. Am Freitag findet morgens ungen. Sie umlehnt sich eng un gierungspartefen eichsrat schon u stören und damit dem Volksganzen zu schaden. Nur durch tatkräftige, und verantwortungsvolle Zusammenarbeit von Wirtschaft und Staat werde es uns gelingen, den Weg in eine bessere Zukunft zu finden. Millionendefizit in Braunschweig. Nach einer Meldung der Vossischen Zeitung wird der Etat Braunschweigs erst Ende dieses Monats zuw zweiten Lesung an den Landtag kommen. Der Fehlg beläuft sich, wie das Blatt berichtet, auf fünf Millionen Mark bei einem Gefamtabschluß von 50 Millionen. Dieser Fehlbetrag werde, sich noch erhöhen, da durch eine neue Reichsgerichtsentscheidung in einem Besoldungsstreit zwischen Kirche und Staat die Entscheidung zugunsten der Kirche ausgefallen ist. Vordatierte Schecks. Gegen vordatierte Schecks werden von verschiedenen Verbänden wiederholt Beschwerden erhoben. Bei der Ausstellung und Begebung solcher Schecks ist nicht immer mit der größten Gewissenhaftigkeit vorgegangen worden, jedenfalls nicht so, wie es mit den Pflichten eines ehrsamen Kaufmanns vereinbar wäre. Die Spitzenverbände der Wirtschaft halten es für ihre Aufgabe, auf die Schädigungen und Gefahren, die hieraus entstehen können, hinzuweisen sowie darauf, daß sie nicht in der Lage sein würden, Firmen, die vordatierte Schecks ausstellen, gegen ein etwaiges Vorgehen der Banken zu schützen. 6 Neue Frachtbriefe. Zu der Mitkeilung, daß in Zukunft nur solche Frachtbriefe zugelassen werden, welche aus Normalpapier 4a hergestellt worden sind, erfährt der Einzelhandelsverband für Rheinland und Westfalen, daß nach einer diesbezüglichen Angabe des Reichsverkehrsministeriums in Berlin, als Termin für die Einführung der neuen Frachtbriefe der 1. Okt. 1927 in Aussicht genommen worden ist. Die Benutzer von Frachtbrie en, die Zorrat nehmen. en können also nach wie vor größere Menie bis zum 1. Oktober 1927 brauchen, auf den Kreisen Geldern u. Moers X Capellen bei Geldern, 3. Juni. Auf dem Bundesschützenfest der historischen Schützenbruderschaften des Kreises Geldern konnten beide hiesigen Schützenvereine feierliche Gemeinderatssitzung statt. Abends 7½ Uhr wird sich die ganze Bürgerschaft im Saale Verkühlen zu einem wohlvorbereiteten Festakt zusammenfinden, in Anerkennung der mannigfachen Verdienste, welche der Jubilar in den 25 Jahrew seiner Amtstätigkeit als 1. Beigeordneter sich um die Gemeinde erworben hat. Alle Bürger Sonsbecks werden es sich zur Ehre rechnen, mitwirken zu dürfen zum Gelingen des Festes. Möge ein vollbesetzter Saal dem Jubilar die rege Anteilnahme der Bevölkerung beweisen. 6 Camp, 4. Juni. Reiterwettkampf. Der Reiterverein„Seydlitz"=Camp hat zu der Feier seiner Standartenweihe die Austragung der zweiten großen Wettkämpfe der ländlichen Reitervereine des Kreises Moers übertragen erhalten. Die Rennen— insgesamt sieben— finden am kommenden Sonntag auf der in gutem Zustande befindlichen, reizvoll am Camper Wolde gelegenen Rennbahn statt. Die Beteiligung von acht bis zehn Reitervereinen ist sicher. Wertvolle Ehrenpreise gelten den Siegern. Der Wanderpreis, der voriges Jahr zum ersten Male ausgetragen wurde, ist vom Reit= und Fahrverein Repelen zu verteidigen. Die einzelnen Rennen werden dem Pferdesportfreund viel Interessantes zu sehen geben. Auch das Halbblutrennen und das Trabreiten sind nunmehr sichergestellt. Die Organisation der Veranstaltung läßt den günstigsten Schluß auf den Verlauf der einzelnen Rennen zu, die gut besetzt sind. Der Besuch hat vielleicht noch dadurch einen besonderen Reiz, daß das Rennen mit der beliebten Camper Kirmes zusammenfällt. Die Standartenweihe geht dem Rennen voraus. Moers, 3. Jüni. Ein. diebisches Pärchen. In der Nacht zum 24. Dezember v. Is. wurde in eine Wirtschaft in Moers eingebrochen. Es wurden mehrere Stühle, 1 Tisch, mehrere Kisten Zigarren, mehrere Flaschen Likör und ein Geldbetrag entwendet. Die Diebe hatten eine Fensterscheibe zertrümmert, waren eingestiegen und hatten ein Pult und eine Schublade erbrochen. Als Täter hatten sich der Anstreicher Gerhard K. u. die Josefine K., beide aus Moers, zu verantworten. Sie wollen nur die Stühle und den Tisch, die nach ihrer Angabe auf der Veranda des Hauses gestanden haben, entwendet haben. Das Urteil lautete wegen einfachen Diebstahls gegen K. auf eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen, gegen Josefine K. auf eine solche von 3 Wochen. Die Strafe der Josefine K. soll nach dreijähriger guter Führung erlassen werden. + Moers. 3. Juni. Hierselbst fand eine vom Gau linker Niederrhein der Windthorstbunde einberufene Führeraussprache stätt. 38 Vertreter waren aus 21 Ortschaften des Niederrheins trotz schlechter Verkehrsverbindungen erschienen. Dr. Reuter=Köln überbrachte Grüße des Provinzialvorstandes, Herr Hermanns die der Zentrumspartei. Die Provinzialtagung in Cleve am 26. und 21. Juni wurde eingehend vorbereitet, der weitere Ausbau des Ganes und die Mitarbeit in der Partei eingeheud besprochen. Alt und Jung gehören zusammen. Die Funktion der Windthorstbunde liegt innerhalb der Partei. Unsere Hauptarbeit lieg auf dem Gebiete der Schülung und nicht der Resolutionen zu jeweils brennenden Tagesfragen. Die Kampfverbände werden einhellig abgelehnt. In der Stellung zu den Kriegervereinen war die überwiegende Mehrheit für Eintritt und peinlichste Wahrung parteilicher und politischer Neutralität. In Cleve soll jeder Bund vertreten sein. Besonders wurde auch der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß sich doch auch der ganze nördliche Zipfel mit dem Kreis Rees in unsere Arbeit eingliedern moge. Nachrichten der Industrie= und Handelskammer zu Krefeld. Aus den Provinzen. X Calear, 3. Juni. Calcarer Freilicht spiele. Der hochwürdigste Herr Weihbischof Dr. den vielen sonstigen Nennungen ein Ueberraschungssieger ist. Von den Trabern werden sich von bekannten Pferden Breton, Janette, Prince, Lotte, Ree Sara, Fau und Diktator ein Stelldichein geben und für spannende Grundvermögenssteuer. Die Entscheidung über Stundungsantrage wegen der Kämpfe sorgen. Für die meisten Pferde sind schon Durch die Verordnung vom 28. 12. 25 ist das geltende laufenden Geldverpflichtungen aus Aufwertungshypotheken Ställe bestellt, so daß man mit Recht von einem sportdaß ersbigt in jedem Fall durch den Vorsitzenden des Grund= lichen Ereignis des Niederrheins sprechen kann. Großen Einfluß auf die zahlreichen Nennungen hat wohl das 14 Tage später liegende Clever Rennen ausgeübt, da Grundvermögenssteuergesetz dahin geändert worden, gemäß§ 15 Abs. 1 die Steuer nicht erhoben wird von den steuerausschusses. nach dem 31. 3. 24 fertiggestellten Wohnungsneubauten ein Aufbringung der Industriebelastung. cheises aus Münster, der im vorigen Jahre die schließlich des zugehörigen Hofraumes für die Dauer von Wir machen darauf aufmerksam, daß gemäß§ 11 der die meisten Pferde von hier nach Cleve gehen. Wer sich Calcarer Passion" mit seinem Besuch beehrte, wird? Jühren nach Verlauf des Rechnungsjahres, in dem die zweiten Durchführungsverordnung zum Aufbringungsgesetz also für die Clever Rennen informieren will und sein Glück mit Erfolg die Weezer Rennen am 6. Juni besuchen. Der Festzug reitet pulikt 2 Uhr ab Vereinslokal, das Rennen beginnt punkt 2½ Uhr. Zur Handwerkerfrage. recht vielen Niederrheinern ein besonders willkommener mogenssteuer gilt. Sie ist nicht bindend für die Grund= vollstreckung betrieben wird, wenn die schuldigen Beträge Anlaß sein, das herrliche biblische Schauspiel zu befuchen, steuer der Gemeinden, auch wenn diese in Zuschlägen zur nicht binnen einer Woche bezahlt werden. freiung kommt nur solchen Neubauten zu, die Wohnzwecken zu dienen bestimmt sind. Dies gilt auch dann, wenn bis zu Dampfschiffahrtsgesellschaft. Die wirtschaftliche Lage des westdeutschen Handwerks einem Viertel ein Wohnungsneubau anderen, z. B. gewerb Am 22 Mai, hat die Köln=Düsseldorfer Rheindampfim Monat Mai 1926. lichen Zwecken dient. Sofern mehr als ein Viertel für schiffahrtsgesellschaft ihre Niederrheinfahrten wieder aufgeBei der Abgabe eines Urteils über die Entwicklung andere Zwecke verwendet wird, ist nur der für Wohnzwecke no imen. Die täglichen Lokalfahrten auf der Strecke Tüsselder wirtschaftlichen Lage des Handwerks hier im Westen dienende Teil von der Grundvermögenssteuer frei.VrrNAE wird man immer wieder mit aller Deutlichkeit auf die Hauszinssteuer. starken Bedingungen mit der rhein.=westf. Industrie 3.. Pauragalung. tägliche Schiffsverbindung von Tuisburg=Ruhrort nach Spiel. Trotzdem Nieukerk mit drei Ersatzleuten angetreten hinweisen müssen. Diese ist in nicht geringem Maße Durchführungsbestimmungen ersa Diseldorf und umgekehrt. Taneben werden noch Diens= war, konnte es in, aller Kürze für sich das erste Tor buchen. Sp.=V. Nieukerk 1910— Sp.=V. Sparta Gelria 1910 1. Mannschaft 7:2(4: 1) Eckenverhältnis 12:0. Zu einem Gesellschaftsspiel waren die Geldrianer am Sonntag nach Nieukerk gekommen, um gegen den hiesigen Fußballverein 1910 anzutreten. Um 3½ Uhr betraten die dorf=Kaiserswerth=Wittlaer=Krefeld=Uerdingen haben eine beiden ersten Mannschaften mit einigen Ersatzleuten den wesentliche Vermehrung erfahren; auch besteht nunmehr eine Platz. Es beginnt sofort von beiden Seiten ein schnelles tägliche Bescjaftigungsgrav ber weyt tags, Donnerstags und Sonntags— vormittags 8 Uhr ab Bald darauf erfolgten auch für Nieukerk die weiteren Tore, deutschen Handwerks. So ließ sich auch im Monat Mai 1* Erhohung der Hauszinsneuer auf 900% Düsseldorf—, Fahrten über Uerdingen(Krefeld) nach Duis= aber durch unsere Verteidigung, die heute überhaupt nicht in infolge weiterer Stillegungen im Ruhrkohlen= und In iritt auch für die Zuschußbauten mit dem 1. April 1926 burg, Orsoy, Wesel, Xanten, Rees und Emmerich und Mitt= Form war, konnte„Sparta" auch für sich bis Halbzeit e s shrton ah Tor buchen. Halbzei des Spieles läßt auch in der zweiten Halbzeit nicht nach. Es ist schade, daß„Sparta“ mit einem Ersatz=Tormann antreten mußte, da die übrigen Leute alle in Hochform waren. Die Nieukerker konnten noch 3 weitere Tore für sich buchen. Auf und ab wogt das Spiel, ein Torhagel beiderseits, somit mußte sich der Nieukerker Tormann noch einen Elfmeter gefallen lassen. Trotz Anfeuerung der Geldrianer konnte diese Mannschaft nichts Zählbares mehr anbringen und so nahm das Spiel sein Ende. Daß Nienkerk das Spiel gewonnen nige dustriebezirk ein weiteres Zunehmen der Zahl der erwerbslosen selbständigen Handwerker feststellen. Daneben nimmt die Zahl der erwerbslosen Jugendlichen in erschreckendem Umfang zu. Die Hilfsmaßnahmen, die bisher ergriffen worden sind, insbesondere der Transport arbeitsloser Jugendlichen auf das Land, erfassen nur einen relativ geringen Teil dex Hilfsbedürftigen. Auf der anderen Seite ist die Aussicht auf die Möglichkeit, die Produktion des Handwerks zu steigern, nach wie vor gering. Das starke Bedürfnis nach langfristigen Anlagegeldern, die geeignet sind, der Stärkung des Betriebskapitals zu dienen, wird nicht in nachhaltigem Maße befriedigt. Die meisten Kredite sind in vierteljährlichen Raten zurückzuzahlen,(so der 1 Millionenkredit der Landesbank Münster). Von einem solchen in Kraft. wochs, Samstags und Sonntags Nachmittagsfahrten ab Die Ermäßigung in den Fällen, in denen das Düsseldorf nach Benrath=Zons ausgeführt. Außerdem verGrundstück am 1. 7. 1914 nicht oder mit nicht mehr als kehren Sonntags=Dampfer 8 Uhr vormittags ab Ruhrort 20% belastet war, auf 500%, bezw. auf 400%, wenn es nach Zons, 7 Uhr vormittags von Wesel nach Düsseldorf sich um Wohngrundstücke handelt, die vom Eigentümer und 7 Uhr vormittags von Emmerich nach Düsseldorf und ausschließlich oder fast ausschließlich bewohnt werden, zurück, mit Anlagen an allen Zwischenstationen, womit der bleibt nach wie vor zulässig. Ebenso bleibt die Ermäßi= niederrheinischen Bevölkerung bequeme Gelegenheit zum gungsmöglichkeit bestehen, wenn die Friedensmiete weni= Besuche der„Großen Ausstellung" in Düsseldorf gegeben ist. ger als 6% des Friedenswertes ausmacht. Die Frist zur Ueber die weiteren Fahrtmöglichkeiten gibt der überall Stellung von Ermäßigungsanträgen ist bis zum 30. Juni kostenlos erhältliche Fahrplan Aufschluß. 1926 verlängert. Die Steuermilderung erfolgt in den Auch die Kreis Moerser Dampfschiffahrt hat ihre Nieder= hat, haben sie nur ihrem Torwart zu danken, der bis Schluß Fällen, in denen der Antrag erst jetzt gestellt wird, nur rheinfahrten mit 2 täglichen Dampferfahrten zwischen Hom= in Hochform und der beste Mann auf dem Platze war. mit Wirkung vom 1. April 1926 an.berg und Rheinberg und 1 Fahrt des Montags, Mittwochs, 3. Eine Berücksichtigung der laufenden Geldvexpflichtungen Freitags und Samstags zwischen Homberg und Xanten wieaus Aufwertungshypotheken kommen nur dann in Be= der aufgenommen. tracht, wenn dringliche privatrechtliche Lasten und die da Feriensonderzüge. Der Weltkupferhandel. Die Verständigung der amerika durch gesicherten persönlichen Forderungen und zwar und nischen Kupferproduzenten mit der belgischen Kongogeselleine Rentabilität gewährleisten. Was die einzelnen Handwerkszweige anbetrifft, so ist festzustellen, daß sich die Lage des Baugewerbes im Verhältnis zum Vormonat so gut wie garnicht geändert hat. Zahlreiche Bauvorhaben können auch jetzt noch nicht durchgeführt werden, da erst die neuen Eingänge an Hauszinssteuer abgewartet werden müssen. Aber mit den Mitteln der Hauszinssteuer allein kann der Baumarkt nicht erfolgreich belebt werden. Es ist dringend notwendig, daß daneben noch ausreichende Kredite aus anderen Mitteln zurgung ges In manchen Bezirken läßt sich allerdings eine deutschland hergestellt werden. Eine rege Inanspruchnahme ech. Zum weispiel: Em. Restkaufforderung dieser gunztigen Verbindungen ist erforderlich, wenn sie in planen nun, die bereits wiedergegründete Copper Export mn 50000 dm mins mit so aufgewrtet= 25.000 den kommenden Jahren beibehalten werden sollen. Dem Association möglichst unter Beteiligung aller Kupferproduzen50% aufgewerter= 25.000 linksniederrheinischen Bezirk stehen nunmehr folgende ten zu erweitern. Es zeigt sich nämlich, daß die VerständiRM.— Mk. 150.— können auf die Hauszinssteuerjahres= Feriensonderzüge zur Verfügung: gung der nordamerikanischen Kupferproduzenten mit der belschuld angerechnet werden. Nach Thüringen am 30. Juli, ab Krefeld 7.25 vorm., gischen Kongogesellschaft deshalb keinen Erfolg hatten, weil . Soweit die Aufwertung der persönlichen Forderung auf nach Berlin am 27. Juli, ab Krefeld 6.46 Uhr abends, für die Abnahme von Kupfer in Europa namentlich Deutschzur Verfügung gestellt werden. 75% bezw. 100% des Goldmarkbetrages begrenzt ist, blei= nach München am 29, Juli, ab Krefeld 4,10 nachm., land und England in Betracht kommen, in welchen Ländern ßt sich allerdings eine gewisse ben etwaige Vereinbarungen über die gesetzliche Höchst= nach Basel=Konstanz ar 28. Juli, ab Krefeld 8,48 abends der Metallgroßhandel auf eigenen Füßen steht. Die nordBesserung bemerken, die auf die Umstellung mancher grenze hinaus außer Betracht. Das gleiche gilt für Verein= nach Bremen=Hamburg(Seebäder) am 1. und 15. Juli, ab amerikanischen Kupferproduzenten haben nach Brüssel ei Baubetriebe auf den Tiefbau zurückzuführen ist. Aber barungen, die offenbar zum Zwecke der Steuerhinterziehung Uerdingen 8.55 abends, und am 27. Juli, ab Krefeld Konferenz einberufen, an der auch die belgischen und spani8.25 avends schen Produzenten sowie auch deren Handelsvertretungen Zu diesen Zügen werden nur Feriensonderzugrückfahr= teilnehmen werden. Gegen eine Ausdehnung der amerikakarten mit einer Gültigkeitsdauer von zwei Monaten aus= nischen Kupferausfuhrorganisation auf Europa besteht insgegenwärtige Grundstückswert für Grundstücke gleicher gegeben. Nähere Angaben über Fahrpläne, Fahrpreise so= besondere in England eine Gegnerschaft. Die Weltproduktion Sonderzugkarten sind in Kupfer liegt zwar mehr als zu 50 Prozent in Händen Zusammenstellung zu ersehen, die der nordamerikanischen Produzenten. So ist im europäizum Preise von Mark 0.20 bei den Fahrkartenausgaben er= schen Handel der Londoner Platz maßgebend. Neben Nordin Betracht kommende Aufwertungsbetrag zu berechnen. hältlich ist. amerika spielen in der Kupferproduktion Deutschland, Engeinigen landschaftlich bevorzugten Bezirken zwar zu ver Liegen Entscheidungen der Aufwertungsstelle vor oder Die Fahrkarten zu den Feriensonderzügen können nur land und der belgische Kongo eine immerhin bedeutende mehrter Vornahme von Renovierungsarbeiten geführt, ist etwa die Eintraguna der aufgewerteten persönlichen schriftlich, und zwar schon jetzt bestellt werden. Bestellungen die insbesonders dem Malerhandwerk zu gute kommen: Forderungen im Grundbuch oder die notarielle Verein= für Fahrkarten, gültig ab den Einsteigestationen Krefeld, der, auch in Kreisen des deutschen Metaulgroßhandels ist jedoch treten diese im Verhältris zur Gesamtlage des harung vor dem 1. 3. 1926 erfolgt, so ist der Inhalt dieser Uerdingen, Neuß und M.Gladbach sind nur zu richten an handwerklichen Arbeitsmarktes soeh stars in den Sinter- Urkunden maßgebend: im übrigen hat der Steuerschuldner die Fahrkartenausaabe Köln=Hbf. und müssen durch Vost= darauf hinauslauft, die europaischen Zwischenhand grund. Im Mangel an Das übrige Schneider und S bleiben stark hinter dem Vorjahre zurück. Das gleiche persönlichen Forderung stattgefunden hat, Angabe der Einsteigestation sowie die Fahrkartenausgabe, aus swener Dand Zu preisen ausgevor dehe de trifft für das Sattler=, Polsterer= u. Dekorationsgewerbe c) daß die aus der höher aufgewerteten persönlichen For= bei der die Karten in Empfang genommen werden sollen, heblich unter den Vorsennotierungen liegen und daher den Zahl Belebung zn erwarten ist. Tatsache, daß einige Städ Nachtragsbauprogrammen Elberfeld. Der Fremden= und Sommerfrischlerverkehr, hat ist Erfreulich ist dagegen die 2 saneueline Standnnaswert sar Srunsstale, gleicher gegeben, Nahere Angaben über Fay tödte in den letten Macen mit Art und Lage den Maßstab für die Höchstgrenze bilden wie Bestell= und Verkaufszeiten der tadte in den letzten Wochen mit müssen. Aus dem Verhältnis der Forderung zu dem da= aus einer besonderen Zusammenstellu ten hevvorgetreten sind, so mäligen Grundstückspreis ist der für die Steuermilderung zum Preise von Mark 0.20 bei den in zu. Zahlreiche örtliche Handworksvertretungen klagen ferner über die Art behördlicher Ausschreibungen bei denen teilweise Bedingungen gestellt würden, die der Ehrbarkeit des selbständigen Meisters in keiner Weise Rechnung tragen. Hier wird allerdings wohl in der nächsten Zeit die inzwischen verabschiedete Reichsverdingungsordnung eine befriedigende Lösung bringen. Alles in allem genommen lassen sich nach den Feststellungen über die Wirtschaf Monat noch keine Anzeichen für eine Besserung be= gangen derung sich ergebende Mehraufwendung für sächlich geleistet worden ist. Zinsen tat das Kürschnerhandwerk, kam 1842 nach Berlin, wo er Die Bestellung verpflichtet zur Abnahme und Zahlung der Markt seyr drücken. In Kreisen des Londoner MetallhanKarten innerhalb der auf der Karte angegebenen Zeit. dels ist man evenso wie in Senischland gegerie nordamerikanischen Pläne und in Londoner Börsenkreisen wird gehofft, daß nicht alle Produzenten Europas sich dem geplanten Kupfersyndikat anschließen werden. Im übrigen Aldekerk. Gemeinschaftl. hl.„Kommunion des dürfte der Metallgroßhandel in dieser Frage gemeinsam obachten. Vermischtes. Ein Sportflugzeug abgestürzt. Köln, 1. Juni. Gestern nachmittag kurz nam 5 Uhr stürzte ein Sportflugzeug bei der Ausführung von Kunstflügen aus geringer Höhe östlich Longerich ab. Beide Insassen waren sofort tot. Um die Zeit des Unglücks war die Luft stark bewegt, zeitweise herrschte böiger Wind. Vom Nüssenberger Wäldchen zogen dunkle Wolken heran, man vermutete, daß ein Gewitter niedergehen werde. Der Flugzeugführer ließ die Maschine trudeln, wor1848 sein eigenes Geschäft gründete, das er bis 1908 Männer=Apostolats. ½7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. vorgehen, zumal durch die kürzlich erfolgte Beteiligung der betrieb. Dem Jubilar, der sich der besten Gesundheit Messe mit Predigt, ½10 Uhr Hochamt. ½3 Uhr Londoner Metallfirma Brandeß, Goldschmidt u. Co. an lage im vergangenen erfreut, sind von vielen Seiten Glückwünsche zuge= Andacht. der deutschen Metallgroßhandlung N. Levy u. Co. A.G. der nd: Einfluß Englands auf den deutschen Metallmarkt noch 27 Uhr. 78 Uhr mit Bredigr(geneinschaftl. Hl. Lome pre, gewoundern in gas propet dr ameritanicgen Suptermunion des Männer=Apostolates), ¼ vor 10 Uhr Hoch= Proouzenten he naturlich eine Erhöhung der Kupferpreis amt mit Aussetzung, für die St. Laurentius=Bruder= zum Ziele, wobei auch der Zweck verfolgt wird, den Hanschaft. 3 Uhr und während der Woche abends 8 Uhr delsleuten möglichst den eigenen Betriebsstellen(durch AusDie Hochzeitsgabe der preußischen Städte an das ehemalige Kronprinzenpaar. Berlin, 4. Juni. Das Komitee für die Hochzeitsgabe der preußischen Städte an das ehemalige Kronprinzenpaar teilt mit: Das Komitee trat zusammen, um über den Fortgang der Angelegenheit zu beraten, entschied indessen dahin, zunächst die gesetzliche Regelung der Auseinandersetzung mit den ehemals regierenden Fürstenhäusern abzuwarten und dann erneut eine gütliche Erledigung der Angelegenheit durch persönliche Verhandlungen mit dem ehemaligen Kronprinzen zu suchen. Untergang eines amerikanischen Küstendampfers. London, 2. Juni. Ein der Hudson River Bay Liné der zwischen Albany und Newjork ssagiere an Bord hatte, wurde von nicht mehr, die Maschine rechtzeitig aufzufangen; sie stürzte einem Tankdampfer gegenüber Hoboken im Nebel mit großer Gewalt kopfüber zur Erde. gerammt und ging unter. Die Passagiere wurden gerettet. Ein Kindesmord nach vier Jahren aufgeklärt. Neue Sturmkatastrophe in Birma. Berlin, 3.- Juni. In Nauen bei Verlin wurde der London, 2. Juni. Meldungen aus Allahabad zufolge, Schnitter Dreßler auf die Anzeige seiner Ehefrau hin wurde die Provinz Akjab in Birma gestern von einem neuen ig aljab in Birma gestern haftet, weil er sein anderthalbjähriges Kind aus Zyklon heimgesucht. Mehr als tausend Menschenleben sollen erster Ehe im Fürstenwalde ermordet und im Walde ihm zum Opfer gefallen sein. verscharrt hat. Dreßler gestand die Tat ein und gab als Grund große Not an. Gottesdienstordnungen. Fronleichnamsandacht.— Freitag Herz=Jesu=Fest. 6 Uhr Aussetzung und hl. Messe, 7¼ Uhr Herz=JesuHochamt und abends 8 Uhr Herz=Jesu=Andacht. Evang. Gemeinde Geldern. 10 Uhr Gottesdienst: Pfarrer Steffen. Kollekte für die Westdeutschen Sittlichkeitsvereine. Verband niederrh. Renn= und Reitervereine. Weeze, 4. Juni. Das Ergebnis der Ausschreibung des Reitervereins Graf von Schmettow e. V. liegt nun vor. schaltung der anderen Handelshäuser) zuzuschanzen. Viehmarkt. Straelen, 31. Mai. Schweinemarkt. Auftrieb. 250 Schweine. Preis pro Stück 35 bis 55 Mark je nach Alter und Qualität. Handel ziemlich lebhaft. Markt wurde geräumt. Nächster Schweinemarkt am Montag, den 7. Juni. Sonsbeck, 2. Juni. Schweinemarkt. Dem heutigen Schweinemarkt waren 253 junge Schweine zugeführt. Der Handel war ziemlich lebhaft, Markt wurde geräumt. Der Preis bewegte sich zwischen 25 und 40 Reichsmark je nach Alter und Qualität. Nächster Markt: Mittwoch, den 9. Juni 1926. Krefeld, 31. Mai. Schlachtviehmarkt. Auftrieb: Sebastian, Wittig, 104 Jahre alt. Issum. 7 Uhr stille hl. Messe mit Frühpredigt. spannendes Rennen liefern. Von den Vollblütern sind Berlin, 3. Juni. Der in Berlin wohnende Rentner Männer=Kommunion zu Ehren des hl. Herzens Jesu u. a. genannt von bekannten Pferden Wittlicher, Paddy, Bernhard Berendt feierte die Vollendung seines 104. und gemeinschaftl. Kommunion der Schulkinder. 10 Uhr Ingham, Okolno, Standard, Satan, Mette und Dolette. Lebensjahres. Berendt wurde 1822 in Putzig in West= Hochamt mit Aussetzung des hochw. Gutetz und Predigt. Der Kampf wird sich wohl in der Hauptsache zwischen Nordwall? Fernruf 77. Filiale Hartstraße 8 preußen geboren, erlernte nach seiner Schulentlassung 3 Uhr Andacht der Todesangstbruderschaft. Ingham, Okolno und Satan abspielen, falls nicht unter Reinigen und Spannen von Gardinen und Portieren. Wir können feststellen, daß das Ergebnis ein 2 Bullen, 101 Kühe, 9 Kälber, 10 Weidemastschafe, 143 überraschend großes ist an Fülle edelsten Materials, Schweine. Tendenz: langsam, geräumt. Kühe: a) 52—54, wie man es auf kleineren Plätzen selten zusammen findet. b) 47—50, c) 37—39, d) 29—33; Kälber: b) 73—74, c) 59 Rund 70 Nennungen sind der Einladung gefolgt. Wie bis 63; Weidemastschafe: 45; Schweine: c) 76—81. aut der Verein daran getan hat, große Rennen unter den Essen=Altenessen, 1. Juni, Schweinemarkt. AufBedingungen der Obersten Behörde auszuschreiben, trieb 1394 Tiere. Es kosteten: Ferkel: 6—8 Wochen 33—42 ersieht man an den erstklassig gemeldeten Pferden. Mark. 8—12 Wochen 42—52 Mk., 12—15 Wochen 52—65 werden sich u. a. Frißz, Totte, Mk. Faselschweine über 15 Wochen 65—95 Mark. Handel langsam. Joh. Beerenbroec, Geldern Von den Halbblütern Caesar, Felix und(Siegfried ein M Irei von lauch, Geruchund luß Hehe Heizkraf altbewährr., Sauber billig, allbegehrt. Nach Gottes hl. Willen entschlief heute nachmittag 7 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Wwe. Johann Boosen Sibilla geb. Ruyters. Sie starb nach kurzer Krankheit, wohlvorbereitet durch den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente, m 79. Lebensjahre. Um ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten die trauernden Hinterbliebenen. Eyll bei Nieukerk, Stenden, Uedem, Rahm, Bottrop, den 1. Juni 1926. Die Beerdigung findet statt am Samstag, den 5. Juni, morgens 9½ Uhr in Nieukerk, danach die feierlichen Exequien in der Pfarrkirche daselbst. ............... Danksagung. Für die uns bei Gelegenheit unserer silbernen Hochzeit überbrachten Geschenke owie die Menge der Glückwunsch=Telegramme und Karten ist es uns nicht möglich, allen persönlich den Dank abzustatten. Wir sprechen daher allen, die an unserm Jubeltag Anteil genommen, unseren herzlichsten Dank aus; insbesondere den Nachbarn, dem Kegelverein und Musikverein Hartefeld, der F. B. Ortsgruppe Nieukerk, Bezugs= u. Absatz=Genossenschaft Nieukerk, der Ortsbehörde Nienkerk, dem Arbeiterverein Nieukerk, dem Präses Herrn Kaplan Schülling, dem Wirteverein der Stadt Geldern, dem Wirteverband der Kreise Cleve=Geldern durch Herrn HarhausCleve, dem Verein Westdeutscher Saalund Konzertlokalinhaber durch Syndikus Fegers=Duisburg, sowie allen Verwandten und Bekannten, : Tillm. Spolders und Frau. Winternam b. Nieukerk, im Juni 1926 Volksentscheid über die Enteignung der Fürstenvermögen. Auf die in den Aushängen veröffentlichte Bekanntmachung betr. Offenlage der Stimmlisten für den am 20. 6. 1926 stattfindenden Volksentscheid, weise ich die Stimmberechtigten besonders hin. Alpen, den 1. Juni 1926. Der Bürgermeister: Kisseler. Geldern gegr. 1851. Sonntag, den 6. Juni d. J., vorm. 11 Uhr Versammlung im Vereinslokal„Zum Anker". Tages=Ordnung: Zahltag, Aufnahme neuer Mitglieder, Besprechung des im August stattfindenden 75jährigen Stiftungsfestes. Kameraden, welche am Sonntag dem Verein noch beitreten, werden ohne Eintrittsgeld aufgenommen. Der Vorstand. E Nann man mit 5 Pfg. Porto Hunderte ersparen? Verlangen Sie leihweise unseren Katalog für gute Möbe! Gebrüder Schürmann Köln Zeppelinhaus u. Essen. Größtes Spezialhaus Deutschlands für Wohnungseinrichtungen Bevor Sie Ihren Einkauf in Tapeten, Farben, Lacken und sonstigen Anstreicherbedarfsartikeln tätigen, bitte ich Sie, sich vorher meine unbegrenzte Auswahl in Tapeten sowie die billigen Preise anzusehen. Sämtliche Farben werden auf Wunsch fachgemäß und streichfertig angerührt. Halte mich gleichzeitig zur Ausführung sämtlicher Glaser=, Maler= u. Ansteicherarbeiten empfohlen. R. Sieckelbruck, Camperbruch Anstreichermeister, Moerserstr. 150. Tüchtiges Mädchen für alle Arbeiten ge sucht. Südwall 25. Suche für meinen Geschäftshaushalt ein braves, zuverlässiges Mädchen welches auch etwas kochen kann, nicht unter 20 Jahren. Frau Wwe. Heinrich Janßen, Kevelaer, Küstereistr.17 Wegen Erkrankung des jetzigen suche ein tüchtiges Mädchen für Haus= und Feldarbeit, welches auch einige Kühe melken muß Joh. Pasch, Sevelen Sauberes Mädchen, welches kochen kann, für kleinen Geschäftshaushalt, sofort ge sucht. Heinr. Nickerz, Lintfort Moerserstr. 385, Herren= und KnabenKonfektion. Selbständiges, älteres Mädchen für meinen kinderloser Geschäftshaushalt zum 15. Juni gegen hoher Lohn und guter Behandlung gesucht. Frau Jean Brühl, Metzgerei, Duisburg=Hochfeld, Blücherstr. 98. In frauenlosem Ge schäftshaushalt ehrliches fleißiges Mädchen(zwei Kinder, 5 und 1 Jahr alt), als Haushälterin 35 bis 45 J. alt, für baldigst gesucht. Näheres Kevelaer, Rheinstraße 11. Ein landwirtschaftlicher Arbeiter mit guten Zeugnissen sofort gesucht./ Land wirtssohn bevorzugt. H. Kütz, Sevelen. Mädchen, 33 Jahre alt, such zum 15./ Juni Stelle als Stütze der Hausfrau in einem guter bürgerlichen Hause. Angeb. unter P. I 40 an die Geschäftsst. Tüchtiges, im Haushalt und Küche durchaus erfahrenes Mädchen sucht Stellung. Angeb. unter K. B. 44 an die Geschäftsst. Bittfahrt von Straeien nach Vormeer. Sonntag, den 6. Juni: Abfahrt Straelen, Mühlentor punkt 5 Uhr morgens, Auwel 5.10, Lingsfort 5.20 bis Arcen. Von Arcen mit der Bahn bis Heijen. Von „Heijen bis Boxmeer Autofahrt für ältere Leute. Haushälterinnen Haus=, Allein=, Land mädchen, Köchinnen Schweizerinnen, Schweizer und Knecht uchen laufend Stellung Frau Schlinkert, Mülheim=Ruhr, Kettwigerstraße 11. Gewerbstätige Stellenvermittlerin Gimborn's Tinten, Tusche, Klebepasta, Büroleim, Gummi in frischer Füllung eingetroffen u. empfehle zur gefl. Abnahme. Gimborn's Tinte in verschiedenen Größen rote und weiße Tinte, Salontinte, Füllfedertinte, Hektographentinte, Wäschezeichentinte, Stempelfarbe in verschiedenen Farben Stempelkissen, schwarz und violett. L. N. Schaffrath. Verein ehem. Landwirtschaftsschüler des Kreises Geldern. Zu unserem Familienfest am 9. Juni 1926, abends 8 Uhr im Schützenhause zu Geldern laden wir unsere Mitglieder ganz ergebenst ein. Mitglieder nebst einer Dame haben freien Eintritt. Weitere Familienangehörige und Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden. Ehemalige Schüler, die dem Verein nicht mehr angehören, haben keinen Zutritt. Im Auftrage des Vorstandes: Elders, Vorsitzender. Geldern, im Mai 1926. Historischer Verein für Geldern und Umgebung. Zu einem Ausslug nach Issum am Sonntag, 13. Juni erlaubt sich der Vorstand alle Mitglieder mit hren Angehörigen freundlichst einzuladen. (Abfahrt ab Geldern Rh. 1,21 oder C.=M. 1,29 Uhr.) In Issum: 1. Besichtigung der Kirche, des Hauses Issum, des Hauses Steeg. 2. Gemeinamer Kaffee, zusammen mit dem Issumer Heimatverein. 3. Besichtigung der Brauerei Diebels; gemütliches Zusammensein. Der Vorstand. Anm.: Für die Mitglieder in Geldern wird eine Liste zur Einzeichnung umgereicht. Volgleler Sommergarten. Sonntag, 6., Montag, 7., Dienstag, 8. Juni große Kirmesfeier. . Tanzvergnügen im Festsaale. Montag von 10 Uhr an Frühschoppen mit musikalischer Unterhaltung. Zu allen Festlichkeiten wird kein Eintritt en. Erstklassige Biere und Weine, sowie gute Küche. Zum Besuch ladet freundlichst ein Spolders. Kirmes in Nienkerk. An den Kirmestagen gastiert in meinen Lokalitäten die Varietee=Gesellschaft Pohls Burlesken mit ihren erstkl. Possen, Burlesken und Solo sachen.— wrima Komiker und Humoristen nebst Sängerin. Anfang morgens 11—1 Uhr, nachmittags 4 Uhr. Es ladet freundlichst ein Edm. Theisejans. Gelegenheits-Plakätchen mit nachstehenden Aufschriften sind ständig vorrätig: 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57. 58. 60. Erdbeerbowle Maibowle Pfirsichbowle Pilsener Bier Bock=Bier Pickf. Dortmunder Vier Münchener Bier ff. Lagerbier la Kornbranntwein Baersdonker Korn Likör Münchener Löwenbräu Dortmunder Union im Anstich Dortmunder Viktoria im Anstich Apfelwein Frische Milch Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit Speisezimmer Schnittchen mit Käse Diverse Schnittchen Alle Sorten Schnittchen Schnittchen mit Schinken Brötchen mit Wurst und Käse Warmes Frühstück Frische Knackwürstchen sind hier zu haben Frankfurter Würstchen Aal in Gelee Heringe in Gelee Maifisch in Gelee Maifische Eingelegte Heringe Heringssalat Rollmöpse Sol=Eier Frische Eier Frische Seemuscheln Heute abend Muscheln Heute abend Reibekuchen Alle Sorten Käse Schweizer Käse ff. Mainzer Käse la neue Volleringe deue Heringe Margarine la Süßrahmbutter Bückinge Eingem. Preißelbeeren Brennspiritus Petroleum Pfefferkuchen Sauerkraut Holl. Spekulatius la Honig Schnupftabak Zigarren und Zigaretten in verschied. Preislagen Zigarren von 5 Pfg. an Fertige Möbel Feld= und Gartensämereien Billard pro Stunde he Ne 61. Für Herren 62. Für Damen 63. Kontor 64. Zum Büro 65. Rauchen verboten 66. Es wird gebeten, das Rauchen zu unterlassen 67. Wartezimmer 68. Tür weiter 69. Wegen Sterbefall geschlossen 70. Sonntags geschlossen 71. Wegen Sonntagsruhe geschlossen 72. Heute geschlossen 73. Dieses Haus ist zu vermieten 74. Ladenlokal mit Wohnung zu vermieten 75. Wohnung zu vermieten 76. Unterwohnung zu vermieten 77. Oberwohnung zu vermieten 78. Hinterwohnung zu vermieten 79. Zimmer zu vermieten 80. Schlafzimmer zu vermieten 81. Möbl. Zimmer zu vermieten 82. Vorsicht Kellereingang 83. Ladenlokal zu vermieten 84. Gänzlicher Ausverkauf 85. Neuheit der Saison 86. Preisermäßigung 87. Gelegenheitskauf 88. Ausverkauf zu jedem annehmbaren Gebot 89. Umzugshalber gänzl. Ausverkauf 90. Garderobe 91. Anfertigung nach Maß 92. Ausverkauf wegen baul. Veränderung 93. Nur gegen Barzahlung 94. Ausverkauf 95. Zutritt streng verboten 96. Zum Hof 97. Nur gegen Kasse 98. Ausschank 99. Ausgang 100. Bei Verabreichung von Getränken bitte gleich zu zahlen. 101. Es wird gebeten, bei Speisen und Getränken gleich zu zahlen 102. Das Berühren von Fleisch= u. Wurstwaren ist untersagt 103. Passende Geschenke 104. Man bittet zu schellen 105. Dieses Haus ist zu kaufen 106. Zur Kegelbahn. 107. Holzschuhe hier zu haben 108. Hier kann man mangeln 109. Frisches Obst hier161. zu haben 110. Hier werden Fahrräder unter Garantie aufbewahrt. 111. Papier=Wäsche 112. Bürgerliches Mittagessen 113. Graubrot 114. Glücksspiele sind strengstens verboten. 115. Gartensamen 116. Reserviert für den Vorstand 117. Neue Kartoffeln 118. Ia. neuer Inkar natkleesamen 119. Tasse Kaffee 120. ff. Baumoel 121. Feiertagswegen geschlossen 122. Prima alter Korn 123. Bauern=Korn 124. Echter Münsterländer Korn 125. Limonade 126. Morgenwein per Glas 127. Roisdorfer Mineralwasser 128. Bier 129. Wein 130. Kaffee— Café 131. Alkoholfreier Squash per Glas 132. Rhein= und Moselweine per Flasche 133. Damen-FrisierSalon 134. Heute frische Seefische 135. Korn... Pfg. 136. Eiskaffee 137. Himbeer= und Zitronen=Limonade 138. Knaben= und Mädchenschuhe 139. Für die Schlachtzeit— Buchweizenmehl und sämtl. Gewürze 140. Mainzer Sauerkraut 141. Wirtsstube rechts 142. Wirtsstube links 143. Sardinen 144. Reserviert für die Balldirektion. 145. Violin= u. Zithersaiten 146. Vanille=Eis 147. Hochfeine Tafeloele 148. Himbeer=, Zitronund Erdbeersyrup 149. Täglich frischer Spargel 150. Oberländer Sauerbrot 151. Bouillon 152. Warme Würstchen 153. Weinstube 154. Gaststube 155. Gastzimmer 156. Alle Farben 157. Bronzen in versch. Farben 158. Firnisse, Lacke, Terpentinöl etc. 159. Leinöl 160. Prima Rindfleisch 162 163 64 165 166 167. 168. 169. 170. 171. 172. 173. 174. 175. 176. 177. 178. 179. 180. 181. 182. 183. 184. 185. 186. 187. 188. 189. 190. 191. 92. 193. 194. 195. 196. 197. 198. 199. 00. 201. 202. 203. 204. 205. 206. 207. ff. Apfelkraut Gekochter Schinken hier zu haben Reservieri Tür zu Zimmer mit Früh stück zu vermieten Möbl. Wohnund Schlafzimmer zu vermieten Hier werden ausgekämmte Haare gekauft Eingelegte Bratfische Eingelegte Bratheringe Eis Honigkuchen Zigarren in allen reislagen Alkoholfreie Getränke sind hier zu haben la. Aufschnitt verschiedener Art Feine Wurstwaren Verkauf von Margarine Leinöl und Farben sind zu haben ff gebrannte Kaffees Särge und Leichenwäsche Vorsicht Treppe Tasse Kaffee 25 Würstchen mit Kartoffesalat Not-Ausgang Lagerbier vom Faß Caviar=Schnittchen Großes Biev.. Abendessen Reserviert Vorsicht Glas Radio=Konzert Konserven äußerst billig Tanzen verboten Wurmsamen hier zu haben Täglich frische Brötchen Geschlossen von 12¼—2 Uhr Kakao Eßkartoffeln Täglich frische Buttermilch Fleisch und Wurstwaren werden im Kühlraum aufbewahrt Heute Konzert Täglich frisches Gemüse Matjes=Heringe Das Mitbringen von Hunden bitte zu unterlassen Spezial=Weißwein per Glas Fahrpläne in den verschied. Ausgaben Telephon Am ersten Feiertage geschlossen Preis pro Stück 25 Pfg. Bei schriftlicher Bestellung genügt Angabe der Nummer. L. N. Schaffrath, Geldern Auf zur Kirmes in Veert! St. Johannes=Bruderschaft Veert Mitglied d. Bundes hist. Bruderschaften des Kreises Geldern. Am Samstag, den 5. Juni, abends 7½ Uhr: Antreten sämtl. Mitglieder am Vereinslokale zum Fahnenhissen. Sonntag nach dem Hochamt punkt 11 Uhr: Verlosen der Schießnummern. Abends von 5 Uhr ab: 8 : Montag nachm. 3 Uhr: Antreten sämtlicher aktiven und Ehrenmitglieder zum Preisschießen am Vereinslokale. Anschließend Festzug durch den Ort nebst Parade vor Sr. M. Jedes aktive Mitglied, welches sich unentschuldigt am Festzug nicht beteiligt, zahlt 1 Mark Strafe. Nach dem Festzug Preisverteilung. Um 7 Uhr großer Gala=Königs=Ball wozu Freunde durch Mitglieder eingeführt werden können. Einheimische Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. Dienstag von 6 Uhr an öffentliches Tanzvergnügen. Zu diesen Festlichkeiten laden ergebenst ein Der Vorstand. Der Festwirt: H. van Treeck, Dorf. Fahrräder werden unter Garantie aufbewahrt. Zweiter großer veranstaltet von den ländlichen Reitervereinen des Kreises Moers e. V. am Sonntag, den 6. Juni, nachm. 2½ Uhr auf dem schön gelegenen Rennplatz in Camp, verbunden mit Standartenweihe des Reitervereins„Seydlitz“ Camp. 7 interessante Rennen. Restauration auf dem Platze. Teppiche Läufer L. Stechelings Inh.: Ewald Steckelings Geldern umerstraße 10 Fernruf 44 Wachtendonker Kirmes Restaurant und Gartenwirtschaft Karl Heyer. An den drei Kirmestagen: Sonntag, Montag und Dienstag findet in meinem Saale öffentl. Tanzvergnügen statt.— Anfang 5 Uhr.— Eintritt frei. Getränke nach Belieben. Kalte u. warme Küche. ff. Weine zu herabgesetzten Preisen. Es ladet freundlichst ein Karl Heyer. Ein zuverlässiger der alle Arbeit kennt, sofort gesucht. Heinrich Leurs, Hartefeld. Wiese in Geldern Größe zirka 1 ha, 13 ar, 63 gm, gelegen am Brühl, zu verkaufen. Angeb. unter U. B. 150 an die Geschäftsst. Grauweiße Rotge entlaufen. Wiederbrin ger erhält Belohnung. Issumerstraße 1. Nrätze In garant. 3 Tagen wird juckender Ausschlag beseitigt. Allein echt mit„Pura"-Seife bei Drog. Sensen a. Rathaus und Bahnhofstr. 2a. Kirmes in Gelinter bei Wachtendonk. Sonntag, den 6. Juni und Dienstag, 8. Juni findet in meinem Saale großes Tanzvergnüigen 4 statt, wozu freundlichst einladet Heinr. Delbeck. Eintritt frei.— Getränke nach Belieben. Die neueste Berliner MMustr. Zeitung und Woche eingetroffen. L. N. Schaffrath. Nr. 128.— 2. Blatt.— 99. Jahrg. Samstag, 5. Juni 1926. Falderer Geldernsche Volkszeitung Geldernsches Wochenblatt Fonchesten 138 Volkszeilung für den Kreis Moers Kengen im Schmuck der Maien und Fahnen. Am 24., 25. und 26. Mai beging, wie schon in Kürze gemeldet, die St. Johannes=Bruderschaft Kengen die Feier des 325, Jubelfestes. Eingeleitet durch das Maienfahren und Aufstellen der ragenden Masten vor den Höfen der zeitweiligen Majestäten nahm das Fest an den 3 Tagen einen herrlichen Verlauf. Am Pfingstmontag trat die Bruderschaft zum Kirchgang an. Der König, die Minister, Major und Hauptleute in glänzender Uniform, die uns in eine Zeit versetzten, an die wir noch mit tief innerlicher Freude zurückdenken, hoch zu Roß in Begleitung der wackeren Schützen. Unter den Klängen der Musik bewegte sich der Zug zur Kaplanei, um dort die Johannesstatue, die aus Anlaß der Jubelfeier von der Bruderschaft der Kirche gestiftet wurde, in feierlichem Zuge zur Kirche zu geleiten. Der Präsentiermarsch erklang, als die Statue an den Reihen der Schützen vorbeigetragen wurde. Nun begleitete die Bruderschaft die Statue ihres Schutzpatrons zur Kirche. Brausende Orgelklänge erfüllten die herrliche Kirche. Der Kirchenchor unter bewehrter Leitung seines Dirigenten Spiertz stimmte das „Halléluja" von Händel an. Die Statue wurde durch den Herrn Kapian Steinkötter geweiht. In einer kurzen Ansprache richtete er sich an die Schützenbrüder, ihrem Schutzpatron nachzueifern und treue Christen im treuen Bruderschaftsgeiste zu sein. Nach dem Gottesdienste vereinigten sich die Schützenbrüder zu einem gemütlichen Frühschoppen. Nachmittags sollte der Festzug durch die Bauernschaft Kengen sein. Bosorgte Blicke hatten sich des öfteren zu dem wolkenbezogenen Himmel gerichtet, in dem Glauben, daß der Wettergott dem Feste unhold sei. Doch in den ersten Stunden des Nachmittags drangen die Sonnenstrahlen durch und Feld und Flur prangten im Sonnenglanze. Der Schützenzug formierte sich zu einem glänzenden Aufmarsch der Bruderschaften, die mit ihren Bannern erschienen waren. Die Kengener Schützen in schmucken, grünen Uniformen. Die Majestät mit den Ministern im Galawagen, General, Major und die Adjutanten hoch zu Roß, ein unvergeßliches, erhebendes Bild. Auf der Festwiese stellte man sich im Kreise um das Festpodium auf. Der Präsident, Herr Kaiser begrüßte die erschienenen Festteilnehmer. Dann wurde ein vom Lehrer Janßen, Camperbruch, verfaßter Prolog vorgetragen. Fräulein Heinen erledigte ihre Aufgabe in musterhafter Weise. Dem Wunsche vieler folgend, lassen wir den Prolog mit Erlaubnis des Verfassers folgen. Froh bünden die bunten und flatternden Fahnen Der Maien duftender, frischer Kranz, Die Jubelfreude in unseren Fluren Der Schützengilde uraltem Glanz. So grüß ich euch alle, ihr wackeren Schützen, Und heiß euch willkommen in unserem Bund, Mit uns heut' zu feiern die herrliche Feier, Mit Zeugé zu sein einer Festtagsstund. Wo frei unsere Herzen höher schlagen, Laßt still uns verweilen und rückwärts sehn In längst entschwundene alte Zeiten. In unserem Denken sie neu erstehn. Das Jahr sechszehnhundertundeins hebt die Schwingen Und raunt uns, den Nachkommen, ernste Geschicht. Die Heimat, geknechtet im Bruderkampfe, Befehdet des Glaubens helleuchtendes Licht, Die Bande zerrissen, die eng uns verbunden, Der Kirche Güter vom Hasse bedroht, Im treudeutschen Lande die Brandfackel loht. Da hieß es, das Heiligste kraftvoll zu schützen, Wenn betend man trugs durch das gläubige Land, Die Treuen ihm folgend in Prozessionen, In inniger Liebe zum Heiland entbrannt. Und herzhafte Männer, vom Glauben durchdrungen, Sie wurden die Knappen des göttlichen Herrn. In Treue umschloß sie der Bruderschaft Bande, Im Herzen des Glaubens treuführenden Stern. So ward auch in unseren heimischen Fluren Gebildet die schützende Bruderschaft. Johannes der Täufer, der Vorläufer Jesu Gab segnend der Gilde die kernige Kraft. Nun ruhn sie schon längst in der Heimat Gräbern, Verwest und verfallen ist längst ihr Gebein, Doch eins blieb bestehn und trotzte den Zeiten, Es sollte der Vorfahren Vermächtnis sein. Die Schützengilden blieben zusammen, Behüteten kraftvoll die heimische Flur, Bewahrten den Glauben, die christlichen Sitten Und folgten der Väter gezeichneten Spur, Und wenn dann des Friedens klingende Glocken Die Freude kündeten weit und breit, Gesichert der Heimat blühende Fluren, Da hat man sich jubelnder Freude geweiht. Und liebliche Feste wurden gerüstet, Im Kampfspiel maß man die Manneskraft, Ter Königsvogel wurde errichtet, Mit Münzen geziert auf ragendem Schaft. Und wer nun den schwebenden Vogel holte Mit sicherem Schusse vom ragenden Mast, Dem wurde die Königswürde verliehen Und er wurde Führer der Bruderschaft, Das hat sich erhalten in unseren Reihen, Das Königssilber gibt davon kund, Ein sichtbares Zeichen der Königswürde, Ein mahnendes Zeichen dem Schützenbund. Uns mahnt es, zu denken an unsere Brüder, Die friedlich gebettet zur ewigen Ruh Im Schatten der rauschenden grünen Tannen, Wir rufen ein„Ruhet sanft" ihnen zu. Und euch, ihr liebwerten Schützenbrüder, Um eure wehenden Banner geschart, Euch soll nun ein Zeichen der Stunde werden, Das euch des Festes Erinnerung bewahrt. Die funkelnde Münze sei Ausdruck des Dankes Der alten Johannes=Bruderschaft, Mög immer uns Bruderschaftstreue verbinden, In Liebe gefestigt, in Würde und Kraft! Die Vertreter der einzelnen Bruderschaften traten an das Podium heran, um die Erinnerungsmünze in Empfang zu nehmen. Dann betrat der Herr Bürgermeister Komp die Tribüne, um die Festrede zu halten. In begeisterten, allen vernehmbaren Worten feierte er die alte ehrwürdige Bruderschaft. Die Aufgaben der Bruderschaften in alter Zeit erstanden durch die tiefdurchdachten Ausführungen vor unseren Augen. Ueberleitend auf die hohen Aufgaben, die in unserer Zeit der Bruderschaften warten, richtete er einen warmen Appell an alle Festteilnehmer, die alten Sitten zu wahren, treue Kameradschaft zu üben, die sich herrlich erwiesen hätte in der treuen Nothilfe, die man dem Landwirten Küpers, dessen Gehöft ein Opfer der Flammen wurde, angedeihen ließ. Ein donnerndes Hoch auf die St. Johannes=Bruderschaft schloß die Rode. Die Ausführungen zeigten, ein wie warmes Interesse der Bürgermeister den alten Sitten und Gebräuchen entgegenbringt, von dem Gedanken getragen, daß in diesen alten Sitten und Gebräuchen uraltes Kulturgut steckt, Kulturgut, das volkserzieherische Bedeutung hat.— Ein erhebendes Bild bot sich nun den Augen der Zuschauer, das althistorische Fahnenschwenken unter den Klängen der Musik. Kunstvoll wurden die flatternden Fahnen bewegt, Fahnen, die schon den Zahn der Zeit gespürt haben, daran zerfetzte Bänder das ehrwürdige Alter verkündeten. Stammt doch die Fahne der St. Johannes=Bruderschaft aus dem Jahre 1844. Der Zug formierte sich wieder und nun ging es zum Festzelt, wo sich die Schützen=Brüder unter Anwesenheit Seiner Majestät und seinem Stabe bei kühlem Trunke von den Strapazen erholten. Am anderen Tage fand der Königsball statt, der einen glänzenden Verlauf nahm Das Festzelt war zu klein, alle die Menschen zu fassen, die herbeigecilt waren, um Zeuge eines Festes zu sein, wie es Kengen noch nicht gesehen hat. Am Mittwoch vereinte sich die Schützenbruderschaft noch einmal zu einem gemütlichen Zusammensein. Mit Stolz kann die Bruderschaft auf ihren König, Johann I. und seinen rührigen Stab schauen. Großen Verdienst erwarb sich der Major Arden, der als August I. 18 lange Jahre die Geschicke der Bruderschaft leitete. Ihm gebührt für die aufopfernde Tätigkeit der innigste Dank nicht nur der Bruderschaft, sondern der ganzenBauerschaft Kengen. Wir rufen der alten Bruderschaft zu:„Wachse, blühe und gedeihe!" zum Bahnhof tragen mußte, begafft und bespöttelt von der hinterdrein laufenden Jugend. Was man mit dieser Schikanierung der Deutschen in Holland bezweckt, ist uns vorläufig noch unklar. Denn der bei den Razzien vorgeschützte Grund, daß die Aufgegriffenen„sonder Middel van Bestaan" seien, trifft in sehr vielen Fällen nicht zu. Als eklatanter Beweis dafür ist uns neben den erwähnten Fällen ein anderer zugegangen, der sich in einem der ersten Hotels Amsterdams, im Amstelhotel, kürzlich zutrug. Dort saßen zwei deutsche Kaufleute im Foyer mit einem holländischen Kollegen zusammen beim Skat, als die Recherche eintrat. Nachdem die Pässe revidiert und in Ordnung befunden waren, fragte man nach dem Ein deutscher Protest gegen das benachbarte Holland. Die Klagen über die unwürdige Behandlung Deutscher in Holland mehren sich, sodaß es geboten erscheint, einmal darüber zu berichten. Die Fälle mehren sich, wo unsere Landsleute kurzerhand über die Grenze gesetzt wurden, weil sie nicht genügend„Geld in der Tasche“ hatten. Plötzlich erscheint bei einem Deutschen eine Polizeistreife, die nach dem Paß fragt. Ist der Paß in Ordnung, dann fragt man nach dem Geld. Hat nun der Betreffende, der sich auf der Straße, im Geschäft, im Hotel, also irgendwo befinden mag, naturgemäß nur das für den Tag nötige Geld bei sich, weil er eine größere Summe nicht bei sich tragen will, so muß er sofort mit zur Polizei, da er angeblich nicht über das Minimum an Geld verfügt, das ein Deutscher ständig bei sich haben muß wenn er in Holland leben will! Die Folge ist stets der Abschub über die Grenze, mag auch der Betreffende noch so beteuern, daß er in seinem Hotel, auf der Bank usw. noch genug Geld habe. So ging es jetzt einem deutschen Kaufmann, der bei der Lufthansa in Amsterdam Stellung gefunden hatte und diese jetzt antreten sollte. Aehnlich erging es dem deutschen Kaufmann Walter Hohenstein aus Elmshorn und anderen, so einem Herrn Kaiser aus Köln, der uns darüber folgendes berichtet: Mir ergingees auch wie vielen anderen Deutschen vor mir. Weil ich nicht genügend„Geld in der Tasche“ hatte, wurde ich kurzerhand über die Grenze, gesetzt. Mein Einwand, innerhalb weniger Minuten eine größere Summe an Gulden oder englischen Pfund aus meiner Wohnung beschaffen zu wollen, früchtete nicht, wie überhaupt alle Einwände in die Luft geschlagen wurden. Auch die Bitte, dem Polizeiinspektor vorgeführt zu werden, fand keine Berücksichtigung, ja, es wurde nicht einmal gestattet, telephonisch die Angehörigen zu benachrichtigen! Im übrigen bestätigte Herr Kaiser die geschilderte unwürdige, um nicht zu sagen gemeine Behandlung durch die Beamten. Auch ihm sind trotz Protestes von einem Polizeibeamten sämtliche Taschen entleert worden, auch er mußte Hosenträger, Kragen, Schlips und Taschentuch abgeben, um dann wie die anderen aufgegriffenen Deutschen zusammen mit Verbrechern und sonstigem Gesindel inhaftiert zu werden. Die Bitte, sich auf eigene Kosten verpflegen lassen zu dürfen, wurde ebenfalls abgelehnt. Am anderen Morgen wurden dann sämtliche von der Recherche aufgegriffenen Deutschen zu einem Trupp zusammengestellt und dann ging es unter den Augen von Tausenden von Zuschauern durch die Stadt zum Bahnhof. Unter ihnen befand sich auch eine deutsche Mutter mit ihrem etwa 2 Monate alten Kind, das sie selbst den weiten Weg bis ihnen in ihr eine halbe Treppe hoch gelegenes Zimmer kommen, wo sie 110 Gulden und 60 englische Pfund liegen hätten. Das nützte aber nichts, die Herren wurden, weil„sonder Middel van Bestaan" abgeschoben. wie uns versichert wurde, daß diese Razzien hauptsächlich nur gegen die Deutschen gerichtet sind, während man andere Ausländer ungeschoren läßt. Auch soll die holländ. Polizei ausländischem Gesindel und Verbrechern gegenüber sogar schonender sein wie Deuischen, die ehrlich ihrem Geschäft oder ihrem Beruf nachgehen. Weiterhin erscheint es sonderbar, daß alle Bemühungen, auf diese Weise Inhaftierter, vom deutschen Konsul gehört zu werden, und von ihm Schutz zu verlangen, vereitelt wurden. Die Gründe, die man uns hierfür angab, werfen ein sonderbares Licht auf die ganze Angelegenheit. Jedenfalls müssen wir schon im Interesse unseres Ansehens im Auslande erwarten, daß sich die zuständige Behörde der Sache annimmt und restlose Aufklärung schafft. Auch die holländischen Behörden werden nicht umhin können, sich zu diesen schweren Vorwürfen, an deren Richtigkeit und Wahrheit wir keinen Augenblick zweifeln, zu äußern! aus aller Welt. Gerüchte von einem Besuch des früheren Kaisers in Cranenburg durcheilten am Montag Cleve. Sie waren daher entstanden, daß der Bruder des früheren Kaisers, Prinz Heinrich, gegen Mittag, von Doorn kommend, in Cranenburg eintraf. Um 5 Uhr nachmittaas erfolate in awei Antos die Rheinland des Bundes deutscher Militär=Anwärter im Parkthotel Robbers seine diesjährige Tagung ab. Gleichzeitig begeht der Verein Cleve seine 25jährige Jubelfeier.— Im Rhein ertrunken. Auf dem Boot Haniel 21, das an der Essenberger Fähre in Homberg vor Anker lag, kehrte gegen Mitternacht, scheinbar etwas angetrunken, der Heizer Johann Bergmann aus Hamm zurück. Er rutschte aus, fiel über Bord und ertrank. Die Leiche konnte bisher noch nicht geborgen werden.— E.n Lebensretter. Gegenüber vom Rheingarten in Homberg stürzte ein 4jähriger Junge von einem Schiff in den Rhein. Einem beherzten Matrosen gelang es, das Kind unversehrt dem nassen Element zu entreißen.— Der Geldschrank als Spielzeug für Kinder. In einem Bureau an der Herzogstraße in Düsseldorf spielten zwei Knaben im Alter von sechs und zwölf Jahren, Hierbei kroch der jüngste von ihnen in einen offenen Geldschrank, der Sophie Berthold. Roman von Emma Nuß. 18. Fortsetzung.(Nachdruck verboken.) Und er berichtete der Geliebten, wie er mit seinem Freunde, dem bekannten Hamburger Rechtsanwalt Wulffen sich zu assoziieren gedenke und also schon bald aus dem Richterstande ausscheide. bin ja in Hamburg überall bekannt, und mein Einkommen wird mir sicher schon in kürzester Zeit gestatten, mir ein eigenes Heim zu gründen und Dich als mein geliebtes Weib darin schalten und walten zu lassen." Selige Schauer überrieselten die tieferglühende Christine. Mehr und mehr kam ihr die beglückend Wirklichkeit zum Bewußtsein. Daß sie in Zukunft nicht mehr sich allein überlassen war, daß sie ein eigenes Heim haben und beschirmt und beschützt von dem geliebtesten Menschen fürderhin leben sollte— das alles erschien ihr, der Eltern= und Heimatlosen, wie ein märchenhafter Traum, aus dem das Erwachen furchtbar sein müßte. Und wwie, um sich zu vergewissern, daß sie nicht träume, daß dies ja alles wahr sei, tastete sie über den Tisch hinweg nach seiner Hand und sagte mit etwas bedrückter Stimme: „O Werner, wie gut Du bist! Und daß ich doch so arm an Geld und Ansehen sein muß!" Da lachte er lustig auf:„Was, Geld und Ansehen willst Du auch noch haben, Du kleine, anspruchsvolle Person— welche Gegenwerte hätte ich denn da noch in die Wagschale zu werfen?" „Du machst dich lustig über mich, und doch legen die Menschen soviel Wert darauf— gerade bei einer Frau." „Vielleicht bei irgendeiner Fran sonst. Bei meiner Frau wird es ihnen genügen, däß ich, Werner Krüß, sie für wurdig befunden habe, sie zu heiraten. Ich möchte es jedenfalls keinem geraten haben, eine andere Auffassung zu äußern," schloß er mit einem kleinen Auflug von Hochmut. „Und— Deine Eltern?“ Fast schüchtern klang die Frage.„Es ist für mich sö träurig, daß ich die Ursache eines Zwistes zwischen Dio und Dainen Eltern werden Werney atmete etwas erleichtert auf, als der wiedereintretende Kellner ihn einer sofortigen Antwort enthob, denn er hätte im Augenblick nicht gewußt, was er erwidern sollte. Daß sein Vater sich mit Händen und Füßen gegen diese Verbindung sträuben würde, ihm vielleicht auch mit Enterbung drohte, damit rechnete Werner. Aber er wußte auch, wie sehr ihn der Vater liebte, und daß er auf die Dauer doch nicht seine Weigerung aufrecht erhalten würde, wenn es um das wahre Glück des Sohnes ging. Es würde seinen Stolz tief verletzen, daß sein einziger Sohn eine arme Angestellte zur Frau nahm. Andererseits aber legte der alte Herr dem moralischen Werte eines Menschen eine mindestens ebensogroße Bedeutung bei wie seiner gesellschaftlichen Stellung. Dieser Gedanke beruhigte ihn fast schon in der Beurteilung des Vaters betreffend Christine, denn musterhafter konnte ein junges Mädchen nicht leben, als sie es tat. Und ihre Erziehung im Waisenhaus hatte es ihr ermöglicht, sich in allen äußeren Gewohnheiten des Lebens wie ein durchaus wohlepzogener Mensch zu geben. Den Mangel an Schulbildung aber, wie sie sonst die jungen Mädchen guter Familien genossen, hatte sie durch ihren eisernen Fleiß und noch mehr durch ihr großes Interesse für fremde Sprachen absolut beseitigt. Dies alles wußte ja auch Vater Krüß felbst recht gut, da er doch Christine tagtäglich um sich hatte und zu Hause auch absolut nicht hinter dem Berge hielt mit seiner Zufriedenheit über ihre Pflichttreue, ihre unbedingte Zuverlässigkeit und ihre auffallende Intelligenz.„Das Mädel kapiert doch a tempo die verwickeltsten Geschäftsvorgänge, es ist wirklich eine Lust, mit ihr zu arbeiten," hatte er erst vor ganz kurzer Zeit geäußert. Ja, das alles wußte der Vater von Christine sehr ganau— was er aber nicht wußte, und wofür er überhaupt nicht das geringste Augenmerk hatte, das— ja, das war das an Christine, das der Sohn mit allen Fasern seines heißen Herzens liebte. Er blickte nach ihr hinüber, wie sie da saß, das weiße Gesicht mit den wundervollen braunen Augen rosig beleuchtet von der Tischlampe, die auch ihren Schoin warf auf das flimmernde bronzefarbene Haar, das in der Mitte gescheitelt das feine Gesicht einrahmte und am Hinterkopf in einen losen Knoten verschlungen war. Nun," fragte sie verschmitzt lächelnd,„was ist wohl das Ergebni beiner inneren und äußeren Betrachtunhatte ihn in seiner Versunkenheit beobachtet, da der Kellner abgeräumt und sie noch auf seine Bennortung ihrer Frage wartete. „Daß Du das liebenswerteste Geschöpf auf Gottes weiter Welt bist, meine füße Christel, und daß sich meine Eltern dieser Erkenntnis ganz gewiß nicht auf die Dauer verschließen können." „Wollte Gott, es wäre so, Werner. Meine, Kindesliebe würde grenzenlos sein mein ganzes Leben lang— habe ich doch selbst nie Elternliebe genossen“ „Armes Du— so hast Du nie die Eltern gekannt— gar keine Erinnerung an sie?" „Nichts weiß ich von ihnen, nicht, wer sie waren, nicht, was sie waren. Ja, ich weiß nicht einmal, wo sie starben. Sie sollen im Süddeutschen begraben sein. Man hat mir vom Waifenhaus auf zwei Anfragen noch nicht darauf geantwortet. Ich möchte doch wenigstens das Grab meiner armen Eltern kennen. Wahrscheinlich ist es ihnen zu unwichtig, und wer weiß, ob meine Eltern nicht sehr arm gestorben sind. Ich weiß ja auch gar nichts von ihnen, u. nun will ich schon Deinetwegen im Wajfenhaus genau darüber Bescheid erfragen. Nicht wahr, Werner, Du willst doch wenigstens wissen, wen Du heiratest?" „Darüber kann mir auch das Waisenhaus keinen Aufschluß mehr geben, du Dummerchen, da ich das ja mit meinen eigenen Augen wohl am besten beurteilen kann. Vielleicht hat man aber mit Absicht Dir nicht geantwortet." „Wieso meinst Du das?" „Nun, es könnte doch sein, daß das Ende Deiner Eltern— hm— ich meine, daß man Deine Gefühle schonen will, daß— ach, Liebes, quäle Dich doch nicht mit Vergangenem. Wer weiß, wozu es gut ist, daß Du nichts davon erfährst. Das alles weckt ja schließlich auch keine Toten mehr auf, und nur den Lebenden hat man Rechnung zu trägen." „So glaubst Du, daß— daß sie— Unwürdige des Lebens waren?" fragte sie jetzt stockend. „Aber nein— nein. Im Gegenteil, ich fürchte vielmehr, daß sie irgendwie ein so trauriges Ende gefunden haben— ym—wie soll ich das ausdrücken— na also, ich vermute, daß sie irgend eines grausamen Todes storben sind, und daß man dies vor dir verheimlic will.— Siehst Du, nun dist Du traurig n. erse und das sind doch alles nur Vormutungen Da richtete sie sich mit ihrer gewohnten Energie wieder auf.„Nein, Werner, ich bin nicht traurig, ich erschrak nur einen Augenblick bei dem Gedanken an ein solches Ende meiner Eltern. Du hast recht— ich will die Toten ruhen lassen—vielleicht ist es für uns alle am besten so." Sinnend waren ihre Augen sekundenlang wie forschend in die Ferne gerichtet. Ein leiser Händedruck Werners zog sie in die Gegenwart zurück:„Komm, Liebste, wir müssen aufbrechen." „Noch ein paar Worte, Werner," bat sie zögerrf), „ich habe nicht eher Ruhe, bis ich dies noch vom Herzen herunter habe— Susi!— Sag", wie soll sie es erfahren, daß ich sie um ihr ganzes Glück betrogen habe, und daß ich ihr den Geliebten geraubt?" Ihr ganzes grof Schuldgefühl sprach aus diesen schmerzlich hervorgest nen Worten. Da stand Werner rasch auf, sprang um den T herum und küßte sie hastig ein— zweimal stürmisch auf den Mund:„Du liebe törichte Deern, welch' große Worte—, um ihr Glück betrogen!— den Geliebten geraubt!— für die kleine, verwöhnte Susi! Hab' nur keine Sorge, sie wird mich„herrlichen" Menschen schon recht rasch verschmerzen und, wenn sie erst den Richtigen gefunden, Dir noch sehr dankbar ein daß Du Dich rechtzeitig meiner erbarmt hast." Er lachte nud scherzte, indem er Christine sorglich in Pelz und Mantel hüllte. Und als sie dann auf der Heimfahrt beschlossen, der Freundin bei der ersten Gelegenheit die volle Wahrheit zu sagen, zog sich Christinens Herz schmenzlich zusammen, wenn sie an Susis wehes Gesichtchen dabei dachte. 16. Kapitel. Recht verdrossen war Friedrich Krüß heute zum Mittagsmahl erschienen. Er gab seiner Gattin wie dem Sohne nur kurze Antworten und löffelte mürrisch seine Suppe hinunter. Erst als ihm der Diener den herrlich duftenden rosigen Kasseler Rippenspeer mit Grünkohl und goldgelb gebratenen Kartöffelchen reichte, begann sich sein Gesicht wirklich aufzuhellen. „Na, endlich kommt die Sonne auch wieder hinter den Wolken heovor!" lächalte Frau Beate Krüß ihm foandlich zu ovnopung folgt.) dann von dem anderen Jungen zugeschlagen wurde. Da die Schlüssel fehlten, mußte die Feuerwehr zur Hilfe herbeigerufen werden. Der Wehr gelang es, nach zweistündigen Bemühungen unter Anwendung von Sauerstoff= und Bohrapparaten, den Geldschrank zu öffnen und das Kind aus seiner qualvollen Lage lebend zu befreien.— Rasch tritt der Tod den Menschen an. Ein Gerichtsschreiber aus Pulheim, der auf dem Platz der Republik in Köln einen Straßenbahnwagen bestiegen hatte, wurde in dem Wagen plötzlich von einem Schlaganfall betroffen, der den sosortigen Tod zur Folge hatte. Der Tote wurde in die Minoritenkirche gebracht.— Das Verfahren gegen Dr. Bröcher. Samstag nachmittag wurde die Leiche des Architekten Oberreuter in Köln, die zu diesem Zweck ausgegraben worden war, nochmals durch den Gerichtsarzt Dr. Pempel untersucht, um bestimmte Angaben des beschuldigten Arztes Dr. Bröcher nachzuprüfen. Ueber das Ergebnis wird ein ausführliches Gutachten erstattet werden.— Selbstmord in der Badezelle. Ein 25jähriges Mädchen von hier erschoß sich in einer Badezelle in einer Kölner Badeanstalt. Man nimmt an, daß das Mädchen in einem Anfalle von Schavermut gehandelt hat.— Ungetreuer Angestellter. Ein Buchhalter einer größeren Firma in Köln unterschlug seiner Firma nach und nach den Betrag von 30 000 Mark. Durch Fälschungen in den Büchern und durch Urkundenfälschungen hatte er versucht, die Betrügereien zu verdecken. Das veruntreute Geld hat er in lockere Gesellschaft verjubelt. Der Ungetreue wurde von der Kriminalpolizei festgenommen. — Auf der Jagd tödlich verunglückt. Ein Fabrikant aus Aachen war am Samstag zur Jagd nach Monschau gefahren und bis Montag noch nicht zurückgekehrt. Draufhin machten sich gestern 20 Leute aus Monschau auf die Suche. Sie fanden den Gesuchten auch bald tot an einem Zaun liegen. Ein Schrotschuß war ihm in die Brust gedrungen. Es kann sich nur um eine Selbstentladung des Gewehres handeln.— Unter die Straßenbahn geraten. In M.Gladbach geriet eine 70 Jahre alte Frau unter einen Straßenbahnwagen und stieß dabei mit dem Kopf so hart auf das Straßenpflaster auf, daß sie einen doppelten Schädelbruch davon trug.— Kirchenraub. Aus der in der Nähe von Mechernich gelegenen Katfeyer Kapelle wurden eine Muttergottesstatue und einige Gefäße gestohlen. Die Figur stellt keinen Alterlumswert da und auch die anderen Sachen sind nicht von erheblichem Werte. Umso unbegreiflicher ist die Entwendung. Von den Tätern fehlt jede Spur.— Raubüberfall aur einen Postboten. Ein frecher Raubüberfall wurde in der Nähe von Kyllburg auf einen Postboten verübt. Vier junge Burschen drangen auf den Briefträger ein, schlugen ihn nieder, entrissen ihm die Tasche und raubten aus ihr 600 Mk. und mehrere Wertbriefe. Die Täter entkamen unerkannt.— Der Bergrutsch an der Provinzialstraße oberhalb Lengsdorf konnte bis jetzt trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen nicht zum Stillstand gebracht werden, obschon man seit Monaten mehrere tausend Kubikmeter Sand und Kies an der gefährdeten Stelle aufgeschüttet hat. Um den Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, will man jetzt die Landstraße in einer Länge von mehreren hundert Metern nach Westen verlegen, sodaß der jetzt gefährdete Teil ganz umgangen würde.— Durch Regen gestörter Bahnbau. Infolge der starken Regenfälle der letzten Tage kamen am Bahndamm der im Bau befindlichen Strecke Heiligenhaus=Kettwig große Erdmassen ins Rutschmn. Ein großer Bagger wurde dabei vollständig mit Erde zugeschüttet. Es wurden sofort verstärkte Kolonnen eingesetzt, um keinen Stillstand in der Fortführung der Arbeiten eintreten zu lassen.— Auto auf der Landstraße verbrannt. Ein schweres Brandunglück ereignete sich auf der Unterilp in der Nähe von Heiligenhaus. Ein mit Lack beladenes Anto geriet durch einen Vergaserbrand in Flammen. Die Feuerwehr aus Heiligenhaus und Isenbügel konnte nur noch die Eisenteile des vollständig ausgebrannten Wagens beiseite schaffen. Der Führer des Wagens erlitt leichte Brandwunden.— Dampferfahrten auf Rhein und Main. Vielfachen Wünschen und Anregungen folgend hat die Reichsbahndirektion Mainz den vor kurzer Zeit als Reserveboot für den Trajektverkehr in Bingen in Dienst gestellten Doppelschraubendampfer für geschlossene Gesellschaften, Vereine, Studentische Korporationen, Schulen usw. zu Fahrten auf dem Rhein zwischen Worms und Koblenz und auf dem Main nach Frankfurt a. M. und zurück zur Verfügung gestellt. Das schöne Boot faßt bis zu 370 Personen und ist für Ausflugsfahrten auf Rhein und Main bestens geeignet. Anfragen und Angebote sind an die Reichsbahndirektion in Mainz zu richten.— Lebendig verorannt. In Abwesenheit der Mutter wollte in Eberbach ein elfjähriges Mädchen im Herd Feuer anmachen. Dabei singen die Kleider des Kindes Feuer und in wenigen Augenblicken stand das Mädchen in hellen Flammen. Es sprang auf die Straße, wo es infolge der schweren Brandwunden zusammenbrach. Kurz darauf ist es im Krankenhaus gestorben.— Tödlicher Unglücksfall. Professor Etzel von der Technischen Lehranstalt in Offenbach am Main wurde gestern beim Ueberschreiten der Straße von einem Motorradfahrer angefahren und zu Beden geschleudert. Er starb bald darauf.— Ein Lastauto vom Zugeerfaßt. Auf dem Straßenübergang am Westende des Bahnhofs Bad Driburg wurde ein Lastkraftwagen von der Lokomotive eines einfahrenden Eilgüterzuges zertrümmert. Der Führer des Autos wurde getötet, drei weitere Personen wurden verletzt. Von diesen starb eine im Krankenhaus.— Diegefährliche elektrische Birne. Ein Junge aus Delbrück hatte, um sich die Hände zu wärmen, an eine elektrische Birne gefaßt. Die Lampe muß wohl schadhaft gewesen sein, denn er blieb mit den Händen an ihr hängen. Bevor der Strom ausgeschaltet werden kennte, war er eine Leiche.— Todzwischen den Puffern. Auf dem Bahnhof Gütersloh geriet der Eisenbahner Sandhäger, der vertretungsweise den RangierNachtdienst übernommen hatte, bei der Auseinanderkoppelung von Wagen zwischen die Puffer, wobei ihm der Brustkorb völlig eingedrückt wurde. Der Tod trat auf der Stelle ein.— Ejneigenartiger Unglücksfall ereignete sich auf dem Posterholungsbeim Nordkirchen. Ein dort zur Erholung weilender Kurgast hatte sich in eine Hängematte gelegt, die er an einem Baum und einem 200 Jahre alten Steinbild befestigt hatte. Durch das Schaukeln gab plötzlich die morsch gewordene Statue nach und stürzte um. Durch die herunterfallenden Steinmassen erlitt der Kurgast einen Beinbruch und eine Verletzung der Wirbelsäule. Der Verletzte fand Aufnahme im Krankenbaus.— Einbruch in das Hauptzollamt. Einbrecher drangen in das Hauptzollamt in Oldenburg ein und stahlen Steuerbanderolen für Zigaretten im Werte von 200 000 Mark. Die Banderolen tragen aufgedruckte Wertzeichen von drei, bezw. fünf und zehn Pfennigen.— Zwei Eisenbahner tödlich verletzt. Im Speyerer Lokalbahnhof verunglückte ein Vorarbeiter bei dem Versuch, auf einen fahrenden Rollschemelwagen zu springen. Er zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er kurze Zeit darauf starb.— Einem 37jährigen Reservelokomotivführer wurde auf der Fahrt nach München, als er auf dem Kohlenhausen des Tenders beschäftigt war, beim Durchfahren eines Brückenbogens der Schädel zertrümmert.— Raubmord an einem Chauffeur. Schupobeamte sanden auf einer Verbindungschaussee in Grunewald bei Berlin eine Autodroschke verlassen stehend. In dem Wagen lag ein blutbefleckter Herrenkragen. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß der Kraftwagenführer Müller seit Sonntag vormittaa 10 Uhr mit dem Wagen unterwegs war. Man vermutet, daß Müller, dem von seinem Arbeitgeber das beste Zeugnis ausgestellt wird, einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Müller muß zirka 80 Mark an Fahrgeldern bei sich gehabt haben.— Doppeltes Todesurteil. Nach zweitägiger Verhandlung wurde in Ansbach der Mechaniker ran Arnold aus Heilbronn und die verwitwete Installateursgattin Klump wegen Mordes zum Tode und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer verurteilt. Beide hatten den Entschluß gesaßt, den Ehedann der Angeklagten Klump zu töten. Arnold hatte in der Nacht vom 15. zum 16. Februar Klump durch sechs Revolverschüsse so schwer verletzt, daß er am Tage darauf starb. rauns erfarbs MR macht alte Lederweren wieder neu! Ein schoner Sonntaasausflug ist der Besuch der Heimatspiele Im altrömischen Amphitheater Birten b. Xanten 6, 10., 13., 20., 27.. 29. Juni Uraufführung am 16. Mai: Die heilige Helena Begründerin des Xantener Domes. Großes Legendenspiel von Karl Aller. Musik von Gregor Schwake. Regie: Oberregisseur Hans Heims, Düsseldorf. Hauptrollen: Erste Kräfte bèdeutender Theater unter Mitwirkung der gesamten Bevölkerung B e g i n n n a c h m i t t a g s 3 U h r. m e h r e r e r G e m e i n d e n. E n d e g e g e n 5 ½ U h r. Eintrittspreise: 1. Platz Mk. 2.50, 2. Platz Mk. 1.50, zu der Schülervorstellung am 10. Juni zahlen Schüler auf allen Plätzen Mk. 0.50 Bahnfahrt: ab Geldern 1,21 Uhr, in Menzelen-W. 2,16 Uhr, ab Menzelen-W. 2,19 Uhrin Winnenthal 2.26 Uhr. Autobusse an der Bahn. Rückfahrt 6 und 8 Uhr nach allen Richturgen. Für Aidekerk Abfahrt nach Geldern 12,19 Uhr, Nieukerk 12,25 Uhr. 000t0 S 8 Billiges Angebot. Wer hat Stoff? Anfertigung von Anzügen zu den billigsten Preisen. Anzug mit Zutaten 30.— M. Für guten Sitz wird garantiert. Stoffe habe ich in großer Auswahl und billigen Preisen. Joh. Kroppen. Wankum 70 Herren=Maßgeschäft. Donnerstag, den 10. 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