Vereinigte DreistödteZeituong Sprecher am Niederrhein Viersener Volkszeitung Dülkener Zeitung Dülkener Volkszeitung Geschäftostelle: Dülken, Lange Straße 51. Fernruf 5286 Der Bezugspreis beträgt halbmonatlich 1.05 frei Haus einschließlich Botenlohn. Einzelverhaufspreis 10 Pfg., mit Illustrierte 15 Pfg. Nichterscheinen einzelner Nummern berechtigt nicht zur Kürzung des Bezugspreises Hauptgeichakoltelleg Vierson Haupme 165. Ferneuf: 2609,9642 Grenzgebiet und Schwalmtal Geschäftsstellen Lobberich, Breyellerstr. 29, Fernr. 159— Waldniel, Fernr. Amt Amern 261 Süchtelner Zeitung Süchtelner Volkszeitung Geschöktestelle: Süchteln, Hochstraße 131- Fernruf 3027 Die Vereinigte Dreistädte=Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Feiertage. Anzeigenpreise laut Preisliste Nr. 7 vom 1 August 1940. Bei Konkurs und Zwangsvergleich erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß. Nr. 60 Mittwoch. den 12. März 1941(Kath. und Evg. Gregor) 67. Jahrgang Weltpolitisches Creignis om Berlin, 12. Märg Es ist das erste Mal in der Geschichte der deutschjapanischen Beziehungen, daß ein aktiver japanischer Außenminister in dieser Eigenschaft während seiner Amtszeit die Reichshauptstadt besucht. Schon deshalb ist das bevorstehende Eintreffen Matsuokas von größter Bedeutung, denn es zeigt, daß die Interessen der beiden räumich so weit auseinander liegenden Länder so nahe gerückt sind, daß eine persönliche Fühlungnahme der leitenden Staatsmänner als notwendig angesehen wird. Die besonderen Umstände der Gegenwart geben jedoch dem Besuch' über diese zwischenstaatlichen Interessen hinaus den Charakter des weltpolitischen Ereignisses, denn mit dem Abschluß des Dreimächtepaktes am 27. September des letzten Jahres ist das politische und militärische Bündnis der zwei europäischen Großmächte Deutsch land und Italien mit dem mächtigsten Staat in Asien zu einem Instrument der internationalen Politik geworden dem an Wichtigkeit keine andere Machteverbindung, auch nicht die der beiden angelsächsischen Demokratien, an die Seite gestellt werden kann. Der Führer hat dies selbst dahin ausgedrückt, daß diese drei Mächte an Volkszahl, nationaler Energie, wirtschaftlicher Kraft und militärischen Mitteln jeder andern möglichen Koalition in der Welt gewachsen sins. Das Wort von den unerschöpflichen Hilfsquellen des britischen Empires und von dem gewaltigen industriellen Potential der Vereinigten Staaten, das in der englischen Propaganda eine so große Rolle spielt und mit dem man der Welt die Gewißheit des englischen Sieges einzureden sucht, ist endgültig verblaßt, als die drei jungen Völker und Nationen sich zusammenschlossen, um sich von der unerträglichen Vormundschaft des alten Weltbeherrschers England zu befreien. Mit dieser politischen Konzeption ist der Name des japanischen Außenministers Matsuoka auf das engste vervunden. Als er im Zuge der nationalen Neuordnung in Japan und einer grundsätzlichen Reform des auswärtigen Dienstes die Leitung der auswärtigen Politik übernahm, wußte man, daß er entschlossen war, die Zusammenarbeit mit England und den Vereinigten Staaten zu liquidieren, da es sich erwiesen hatte, daß Japan in dieser Verbindung nur die Rolle eines folgsamen schwachen Partners zufiel. Die Widerstände der beiden angelsächsischen ächte gegen die Flottengleichheit und die fortgesetzten Intrigen gegen die japanische Politik in China haben schließlich auch die Anhänger der alten traditionellen Politik davon überzeugt, daß neue Wege eingeschlagen werden mußten. Heute stehen das japanische Parlament, die Wirtschaft, die Wehrmacht und das ganze Volk geschlossen binter der Politik, die im Dreimächtepakt ihren feierlichen Ausdruck gefunden hat. Es ist Japan beschieden gewesen, schon während der kurzen Dauer des Bündnisses einen großen diplomatischen Erfolg dieser neuen Politik davonzutragen, in dem sich deutlich die fruchtbare Verbindung mit den beiden europäischen Großmächten widerspiegelt. Soeben ist der japanische Vermittlungsvorschlag in dem Grenzstret zwischen Thailand und der französischen Kolonie Indochina unterzeichnet worden, der nur unter dem zwingenden Eindruck der deutschen Siege im Westen und der führenden Stellung möglich geworden ist, die Japan durch den Dreimächtepakt im ostasiatischen Raum zugebilligt wurde. Nicht nur derasiatische Kleinstaat Thai, sondern auch das europäische Frankreich haben mit der Annahme der japanischen Vermittlung das ordnende Prinzip des Berliner Paktes anerkannt und es Ja pan zuerkannt, zum ersten Male unter Ausschaltung des englischen und amerikanischen Einflusses als ostasiatische Macht aufzutreten. Im Zusammenhang mit dem weltpolitischen Geschehen der Gegenwart zeigt der Besuch Matsuokas in Berlin, dem sich ein weiterer in Rom anschließen wird, die Entschlossenheit der Mächte des Dreierpak tes, den kommenden Ereignissen dieses Jahres nicht nur mit geschlossener Kraft zu begegnen, sondern das Gesetz des Handelns, welches sich Deutschland während des bisherigen Kriegsverlaufs stets zu sichern gewußt hat, fest in der Hand zu behalten. Dieses Gesetz kennt nur ein Ziel, den ge meinsamen Gegner England zu schlagen, wo er sich zeigt und wo seine Pläne verraten, daß er sich seigen könnte. Die Verbindung der drei Mächte ist keine Krieaskoalition in dem Sinne, wie ihn die bisherige Geschichte kannte zur Durchsetzung be schränkter Forderungen, sondern die Zusammenhallung der Kraft der jungen Weltvölker, die um ihr Leben und ihre Zukunft kämpfen. Daß die Erreichung dieses berechtigten Zieles gleichbedeutend geworden ist mit dem Untergang der Weltmacht England, hat dies sich selbst zuzuschreiben. Schon darin daß Japan, der einstige langfährige Verbündete Großbritanniens, heute aufder andern Seite der Weltbarrikade steht, liegt das Urteil der Geschichte. Matsuoka besucht Berlin und Rom Der japanische Außenminister vor seiner Abreise vom Kaiser empfangen Konferenz des japanischen Kabinetts Berlin. 11. März. Auf eine Einladung der Reichsregierung wird der kaiserlich japanische Außenminister Yosuke Matsnoka binnen kurzem zu einem Besuch in Berlin eintreffen. Der Aufenthalt Matsuokas in der Reichshauptstadt dient der versönlichen Besprechung aller Fragen, die sich aus der Zuammenarbeit, wie sie im Dreimächte=Pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bestimmt worden ist, ergeben. Nach Abschluß seiner Besprechungen in Deutschland wird sich Außenminister Matsnoka nach Rom begeben. Der Reise des Außenministers Matsuokas nach Berlin ist, wie die halbamtliche Agentur Domei in einem ersten Kommentar feststellt, eine außerordentliche Bedeutung beizumessen, umso mehr als sie in einem Augenblick größter weltpolitischer Spannungen und Ereignisse erfolge. Außerdem sei dies die erste Reise eines japanischen Außenministers nach Europa. Matsuokas Besuch dürfte daher in den Kreisen der Weltdiplomatie größte Beachtung finden. Seine Reise werde dem Ziele dienen, die Zusammenarbeit unter den Staaten des Dreimächtepaktes noch enger zu gestalten. Botschafter Ott auf der Reise nach Berlin Hsingking, 11. 3. Der deutsche Botschafter in Tokio. Ott, kam auf seinem Wege nach Berlin, wohin er sich anläßlich des Deutschlandbesuches Matsuokas begibt, Montag, 22.16 Uhr, in Hsinking an. Mittwoch Abreise aus Tokio Anläßlich der Unterzeichnung des Friedensabkommens mit Thailand und Indochina sowie seiner bevorstehenden Europa=Reise wurde Außenminister Matsnoka vom Kaiser in einer Sonderandienz empfangen. Wie verlautet, wird Matsuoka am Mittwoch seine Reise nach Berlin antreten. Aus Anlaß der politischen Ereignisse dieser Tage, dem Abschluß der Friedenskonferenz und der bevorstehenden Reise Matsuokas, sand am Dienstagmorgen eine sogenannte Verbindungskonserenz des gesamten Kabinetts mit den Generalstäben der Marine und der Armee statt. Rom zur Matsuoka-Reise Drahtbericht unseres Vertreters sa Rom, 12. März Mit größter Gennatnung sieht man hier dem Besuch des japanischen Außenministers Matsuoka entgegen, der in den ersten Tagen des April erfolgen soll. Die römischen maßgebenden Kreise unterstreichen die Bedeutung der hochpolitischen Reise besonders im gegenwärtigen Augenblick ganz außerordentlich und weisen darauf hin, daß der japanische Staatsmann in Berlin, Rom und Moskan, wo er jeweils einige Tage bleibt, wichtige Besprechungen haben wird, die alle aktuellen politischen und militärischen eem samen Anschauungen und Ziele der jungen Völker Europas und Asiens heraus und betont, daß dieser Parallelismus dem Besuch Matsuokas eine besondere Geltung verleihe. Die Ankündigung des Besuches findet selbstver ständlich auch in der gesamten römischen Presse lebhafte Beachtung. Der Direktor des halbamtlichen„Giornale d'Italia“ erklärt: Die überragende Bedeutung dieser Reise des japanischen Staatsmannes ergebe sich sowohl aus der Tatsache, daß zum ersten Male seit 35 Jahren ein japanischer Außenminister nach Europa komme, als auch aus dem für die Geschicke Europas und Asiens entscheidenden Zeitpunkt, in dem die Begegnungen stattfinden Die Reise zeige die lebenswichtige Funktion des Dreimächtepaktes, dem sich seit seiner Unterzeichnung in Berlin bereits Rumänien, Ungarn, Bulgarien und die Slowakei angeschlossen haben und dem sich demnächst noch andere Staaten anschließen dürften. Die italienische Nation habe— so fährt das halbamtliche Blatt fort,— die Nachricht von der Reise Matsuokas, eines der repräsentativsten Männer Japans und der neuen durch Fürst Konoye. eingeleiteten japanischen Außenpolitik, mit lebhafter Genugtuung aufgenommen. Matsnoka sei der Mann des Dreimächtevaktes und als solcher einer jener Männer, die größten Anteil an den konstruktiven Funktionen dieses Paktes hätten, der sich auf der gegenseitigen Achtung der Lebensräume der Achsenmächte in Europa und Afrika und Japans in Ostasien und auf der Zusammenarbeit ihrer Völker und ihrer Führer aufbaue. Ohima bei Rudolf Hek Berlin, 11. 3. Der wieder nach Deutschland zurückgekehrte neuernannte japanische Botschafter. Exzellenz Oshima, stattete am Montag dem Stellvertreter des Führers der NSDAP, Reichsminister Rudolf Heß, seinen Besuch ab, an den sich eine längere herzliche Aussprache anschloß. Darlan will Kriegsschiffe einsetzen Erklärung gegen die Anhaltung für Frankreich bestimmter Lebensmitteltransporte durch die Briten Drabtbericht unseres Vertreters Verschärfter Rißz? II Genf. 12. März Persönlichkeiten aus dem französischen Kolonialreich geben der Vermutung Ausdruck, daß Frankreich mehr und mehr gewillt ist, eine Politik der Realitäten zu verfolgen und zwar ganz besonders, nachdem Admiral Darlan der amerikanischen Presse in Vichy erklärte, daß er, wenn die Engländer weiter fortfahren sollten, für Frankreich bestimmte Schiffe mit Lebensmitteln anzuhalten, von Marschall Petain die Vollmacht erhalten werde, Lebensmitteltransporte durch KriegsSchifse transportieren zu lassen. Man sieht in gewissen Kreisen diese Erklärung als eine weitere Gefährdung des Risses zwischen London und Paris. Man ist allerdings der Ansicht, daß diese Erklärung eine der geschicktesten ist, die bisher in Vichy gegeben wurde. Die Aushungerung der ehemaligen Bundesgenossen Genf, 11. März. Aus Vichy wird gemeldet: Staatschef Marschall Petain hat am Montag in Anwesenheit von Vizeadmiral Darlan und des Staatssekretärs für Versorgung Achard die Vertreter der amerikanischen Presse in Vichy empfangen. Eingangs erläuterte Staatssekretär Achard die Lage der Getreideversorgung Frankreichs. Er wies darauf hin, daß unter den Auswirkungen des Krieges und der verringerten Zufuhrmöglichkeiten aus dem Ausland die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide außerordentlich mangelhaft geworden sei. Die französische Regierung habe der amerikanischen Friede in Hinterindien Abkommen über japanischen Vermittlungsvorschlag zwischen Thailand und Indochina unterzeichnet- Abtretung einiger Gebiete von Französisch-Indochina— Japan garantiert Endgültigkeit des Abkommens Tokio, 11. 3. Das Abkommen über die Regelung des Grenzstreites zwischen Thailand und Französich=Indochina wurde am Dienstag in Tokio unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgte Dienstag um 16 Uhr japanischer Zeit in der Amtswohnung des Außenminister Matsuoka. Im Anschluß wurde zunächst das gemeinsame Communique verlesen, worauf Außenminister Matsuoka und die Delegationsführer Thailands und Französisch=Indochinas in kurzen Ansprachen auf die Bedeutung des Vertragswerkes hinwiesen. Durch das gemeinsame Communique Japans Frankreichs und Thailands wurde die Annahme und Unterzeichnung des japanischen Vermittlungsvorschlages zur Beilegung des Grenzstreites zwischen Thailand und Französisch=Indochina bekanntgegeben. Danach werden von Frangösisch=Indochina an Thailand abgetreten der Paklay=Bezirk, sowie Gebiete im westlichen, nordwestlichen und südwestlichen Cambodscha, die ehemals thailändische waren. Alle diese Gebiete werden entmilitarisiert. Zwei Inseln im Mekhong Fluß— Konkhong und Khone— kommen zwar unter thailän dische Souveränität, werden aber gemeinsam verwaltet. Japan garantiert, wie auch aus dem Schriftwechsel hervorgeht, die Endgültigkeit des Uebereinkommens, während gleichzeitig Frankreich und Thailand die im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens von japanischer Seite gemachten Anstrengungen sowie Japans korrekte Haltung anerkennen. Das Zustandekommen einer endgültigen Einigung auf der Tokioter Friedenskonferenz wird von der japanischen Presse lebhaft begrüßt. Daß Thailand und Französisch=Indochina dem japanischen Vermittlungsvorschlag zugestimmt und damit zum Frieden in Ostasien beigetragen haben, bedeute, wie „Tokio Asahi Schimbun“ feststellt, eine Absage an England und die Vereinigten Staaten. Der erfolgreiche Abschluß der Konferenz zeige, daß sich ebenso wie in Europa auch im Fernen Osten die Neuordnung bereits sichtbar auszuwirken beginne. Auch die übrigen Blätter unterstreichen mit größter Genugtuung den Erfolg der Konferenz, der, wie hervorgehoben wird, Japans Wunsch nach Frieden und den Bemühungen Matsuokas zu verdanken sei. diese Lage auseinandergesetzt und sie ersucht, fünf Millionen Zentner Getreide auf sichere Weise nach der freien Zone zu transportieren. Nach Staatssekretär Achard nahm Admiral Darlan das Wort und wandte sich gegen die britische Blockade. Er betonte, daß die Engländer fortführen, ihre törichte Blockade gegen Frankreich durchzuführen. Diese Blockade schade aber keineswegs den Deutschen, wie dies als Vorwand von den Engländern behauptet werde. In diesem Augenblick griff Marschall Petain ein und erklärte, ein Beweis für diese Worte Darlans sei, daß die Deutschen zwei Millionen Zentner Getreide, die requiriert worden waren, den Franzosen in der besetzten Zone wieder zurückerstattet haben. Staatssekretär Achard fügte hinzu, daß die Gesamtsumme des Getreides, das von den Deutschen in der besetzten Zone ursprünglich requiriert worden war, 2,7 Millionen Zentner betrug. Darlan erklärte fortfahrend, die Deutschen seien großzügiger und verständnisvoller für die Pflichten gegenüber der Menschlichkeit als die Engländer. Es sei nicht Deutschland, das unter der britischen BlokEin Beispiel sei, daß, als die Engländer beschlossen, gegen Französisch-Indochina eine Blockade zu errichten, diese Blockade naturgemäß sich einzig und allein gegen Frankreich richtete. Italienische Luftoffensive in Griechenland Drahtbericht unseres Vertreters Die Berichte der jugoslawischen Blätter vom albanischen Kriegsschauplatz sprechen von einer stärkere. Neuvelebung der Kampftätigkeit, die aber bisher zu keinen wesentlichen Veränderungen der Front geführt hat. Hervorgehoben wird der seit Freitag andauernde Masseneinsatz talienischen Luftwasse besonders im Abschnitt der 11. Armee gegen die griechischen Stellungen südlich von Korizza. Der Einsatz mehreren hundert Bombern, die von einer gronen Zahl von Jägern begleimüsse praktisch als eine italienische Luftofsensive angesprochen werden, die sich hier gegen einen räumlich verhältnismäßig eng begrenzten Frontteil richtet. Ein Aufruf Antonescus Drahtbericht unseres Vertreters ol Bukarest, 12. März Anlaß des offiziellen Abschlusses der Volksabstimmung sind im ganzen Land und vor allem in der Hauptstadt die öffentlichen und privaten Gebände feierlichst beflaaat. Der Staatsführer General Antonescu hat einen Aufruf erlassen, in dem er alle Rumänen zu gemeinsämer Arbeit auffordert. Der Aufruf schließt mit den Worten: „Rumänen, in kurzer Zeit werde ich Euch mein Arbeitsprogramm unterbreiten auf dem wir unsere Zukunft aufbauen müssen. Es wird sich auf die Hebung des Bauern= und Arbeiterstandes und auf die nationale Disziplin stützen, die einem Volk von Kämpfern zukommt, das bereit ist, in eine neue Welt der Zukunft einzutreten. Dankbar für Euer Bertrauen verlange ich von Euch daß Ihr die Grundlagen der Nation schmiedet. Es lebe Rumänien. es lebe unser König!“ r . 4 n t. s n t. e 1 1 8 n u 7 7 te a A 2 Nr. 60/67. Jahrg. Vereinigte Dreistädte=Zeitung Mittwoch, 12. Märg 1941 Besuch aus Fernost Die Reise des japanischen Außenministers nach Berlin hat einen weltweiten Widerhall. Sie fällt schon durch einen wesentlichen Umstand aus der Normalreihe diplomatischer Besuche: durch die Weite des Weges und durch die Dauer, die sie damit notwendig heansprucht. Normalerweise kann eine Reise von Japan nach Berlin auf ungefähr drei Wochen veranschlagt werden. Es ist selbstverständlich, daß von allen beteiligten Staaten alles geschehen wird, um die Reise zu beschleunigen, wie das auch neulich der Fall war, als der japanische Botschafter Oshima zur ebernahme seines hohen Amtes nach Berlin eilte. Die Nachricht von der Reise Matsuokas nach Ber lin und Rom verdient außerdem berechtigtes Interesse deshalb, da es seit Jahrzehnten das erste Mal ist, daß ein amtierender japanischer Minister eine so weite Reise unternimmt, womit die Bedeutung dieses Ereignisses deutlich unterstrichen wird. Bei dem Berlin=Besuch des japanischen Außenministers werden alle Fragen in persönlicher Aussprache durchberaten werden, die sich aus der Zugehörigkeit Japans zum Dreimächtepakt ergeben und auf die neue Ordnung im europäischen und ostasiatischen Raum beziehen. Durch die Weiterreise nach Rom erhält Matsuoka Gelegenheit, die in Berlin erörterten Dinge im Gedankenaustausch mit den italienischen Staatsmännern zu vertiefen und ein klares Bild von dem Wollen der europäischen Partner des Dreimächtepaktes zu erhalten. Es dürfte schon in Vergessenheit geraten sein, daß bereits zu Neujahr 1938 Fürst Konoye zum ersten Mal das große Ziel einer Neuordnung im ostasiatischen Raum verkündete, indem er unter anderem sagte:„Auf den Schultern eines jeden Japaners ruht die wichtige Aufgabe, die Staaten des Fernen Ostens von Fesseln zu befreien, die ihnen zu einer Zeit auferlegt wurden, bevor Japan seine wichtige olle in diesem Teil der Welt spielen konnte. Auf den Schlachtfeldern Chinas hat der große Gedanke einer Wiedergeburt der Nation mit dem Ziel einer Neuordnung Ostasiens Leben gewonnen.“ Auch Javan hat sich durch dieses sein Programm die Feindschaft der angelsächstschen Mächte zugezogen, die sich zwar ihm gegenüber nicht in offenen Kriegshandlungen äußert; aber durch Drohungen und Einmischungsversuche in die ostasiatische Sphäre— wie zuletzt beim Konflikt Indochina-Thailand— werden Japanern dauernd Steine in den Weg zu legen versucht, da sowohl England wie die USA befürchten, nach Durchführung der japanischen Pläne ihren wirtschaftlichen Einfluß und ihre Machtpositionen in Ostasien weitgehend zu verlieren. Daß diese Pläne ebenso wie die europäischen verwirklicht werden, dafür bürgen die Unterschriften unter dem am 27. September 1940 in Berlin geschlossenen Dreimächtepakt, der sich gegen kein anderes Volk richtet, sondern ausschließlich gegen die Kriegöhetzer und Kriegsverlängerer in aller Welt. Es ist sicher, daß gerade diese mit besonderem Mißvergnügen die Nachricht von der Reise des japanischen Außenministers aufnehmen werden; um so mehr ist das ein Grund für uns, den hohen Vertreter des befreundeten ostasiatischen Kaiserreiches aufs herzlichste bei uns zu begrüßen und seiner Mission einen vollen Erfolg zu wünschen. Matsupkanst eine ausgesprochene Persönlichkeit in der japänischen Politik. Er verkörpert einen scharf umrissenen Typ. Seine Ausbildung genoß er an den Universitäten von Tokio und Oregon(USA), trat mit 24 Jahren in die Diplomatie seines Landes ein und widmete sich von vornherein sehr stark der chinesischen Politik. Seine diplomatischen Gesellenjahre führten ihn zwischendurch an den zaristischen Hof und nach Washington, also in zwei Brennpunkte der damaligen japanischen Außenpolitik. Nach seiner Teilnahme an den Pariser„Friedens“=Verhandlungen kehrte er zu seinem fernöstlichen Spezialgebiet zurück, wurde zunächst japanischer Generalkonsul in dem wichtigen mandschurischen Hafen Dairen, an dessen phantastischer Entwicklung er mitarbeitete. Dieser Erfolg auf wirtschaftlichem Gebiet ließ ihn zur Leitung der südmandschurischen Eisenbahn geeignet erscheinen, die zugleich große Bergwerke besitzt, und über die jahrelange schwierige Auseinandersetzungen mit der chinesischen und russischen Regierung stattfanden. Als der Völkerbund sich ebenso naseweis wie unfruchtbar mit der mandschurischen Politik Japans beschäftigte, vertrat Matsuoka die japanischen Interessen in Genf. Es fiel damals auf, daß er für seine Reise nach Genf den Weg über Moskau gewählt hatte. Das unfruchtbare Gerede in Genf veranlaßte ihn noch vor der damaligen „Entschließung“ des Völkerbundes nach Tokio zurückzukehren, wo er ein nachdrücklicher Anwalt des Austritts Japans aus dem Völkerbund war. Ein Parlamentsmandat legte Matsuoka bald wieder nieder, ohne im japanischen Reichstag hervorgetreten zu sein; er ist Anhänger der autoritären Staatsführung und Gegner des Parlamentarismus. Dafür widmete er sich weiterhin dem Ausbau der japanischen politisch=wirtschaftlichen Stellung in der Mandschurei, wobei er zugleich Sachverständiger der japanischen Armee war. Sein glänzend geschriebenes Buch „Buildung up Mandschuria“ ist ein Dokument seiner damaligen vielfältigen Bemühungen, auf einem scheinbaren Sondergebiet, das tatsächlich mit den großen politischen Interessen Japans aufs engste verbunden war. Im ersten Kabinett des Fürsten Konoye war er der außenpolitische„Berater“ des Ministerpräsidenten. Im zweiten Kabinett Konoye übernahm er im Juli 1940 unmittelbar die Leitung der japanischen Außenpolitik. Wenige Wochen nach der offiziellen Uebernahme der japanischen Außenpolitik durch Matsuoka wurde der Dreimächtepakt, der sogenannte„Berliner Vertrag vom 27. September 1940“ unterzeichnet. Der damalige japanische Botschafter in Berlin gab bei dieser Gelegenheit eine Erklärung ab, in der er sagte, daß der Berliner Vertrag keinen Einfluß auf die gegenwärtig zwischen Japan, Deutschland und Italien einerseits, der Sowjetunion andererseits bestehende politische Lage ausübe. Dann fuhr er fort: „Der ritterliche Geist der japanischen Ehrenordnung ist ursprünglich durch das Schwert versinnbildlicht. Jedoch besteht die gute Führung des Schwertes nicht darin, die Menschen mit dem Schwert unverantwortlich zu töten, sondern sie mit dem Schwert zu schütEnglandhilfsgesetz angenommen New York, 11. 3. Das Englandhilfegesetz wurde heute nachmittag vom Abgeordnetenhaus endgültig angenommen. Das Gesetz wurde vom Abgeordnetenhaus mit 317 gegen 71 Stimmen endgültig angenommen. Das Haus stimmte heute über die Zusatzanträge des Senats av. Mit Annahme dieser Zusatzanträge ist von beiden Häusern das Gesetz angenommen und tritt in Kraft, sobald es Roosevelt unterzeichnet bat. Mehrstündiger Einsatz gegen Portsmouth Ueberall erfolgreicher Kampf der Luftwasfe gegen Großbritannien— Schwere Zerstörungen im Hafen und in den Werftanlagen von Portsmonth— Hallen eines Flugplatzes zerstört Berlin, 11. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Starke Kampffliegerverbände griffen in der letzten Nacht die Hasen= und Dockanlagen von Portsmonth in mehrstündigem Einsatz an. Durch heftige Explosionen und Großfeuer entstanden im Hafen und in den Werftanlagen schwere Zerstörungen. Im Seegebiet vor der britischen Südostküste und vor dem Bristolkanal bombardierte die Luftwaffe mehrere Handelsschiffe und beschädigte zwei Frachtschiffe schwer. Bei einem Angriff auf den Flugplatz Hawkinge wurden Hallen und Unterkünfte zerstört. Mit der Vernichtung mehrerer am Boden befindlicher Flugzenge ist zu rechnen. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen auf der Insel Malta den Hafen La Valetta und den Flugplatz Lucca wiederholt an. Bomben mittleren und schweren Kalibers richteten starke Zerstörungen an. In Nordafrika wurden bei Agedabia britische Truppenansammlungen und motorisierte Kolonnen wirkungsvoll mit Bomben und Bordwaffen bekämpft, und mehrere Panzerwagen und andere Fahrzeuge zerstört oder beschädigt. Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf eine Stadt in Westdeutschland. Es wurden keine militärischen Ziele getroffen, dagegen Wohngebände und ein Krankenhaus schwer beschädigt sowie einige Zivilpersonen getötet oder verletzt. Englands Frachttonnage schmilzt Newyork, 11. 8. Associated Preß zufolge wurde nach dem Bericht von 23 Ueberlebenden der britische Frachter„Marslew“(4542 BRT.) am 23. Februar 300 Meilen westlich der trischen Küste versenkt. 13 Seelente seien ertrunken. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Liverpool nach Südamerika. Newyork, 11. 3. Newyorker Marinekreise zufolge wurde der britische Frachter„Anglo=Peruvian“(5 457 BRT.) torpediert und ist gesunken. Größere Angriffe Stadt an der englischen Südküste angegriffen Stockholm, 11. 8. Wie Reuter aus London berichtet, haben das Luftfahrtministerium und das Ministerium für die innere Sicherheit am Dienstagmorgen bekanntgegeben, daß die Tätigkeit des Feindes im Laufe der Nacht zum Dienstag vor allem auf den Süben von England gerichtet war, wo ein Küstenbezirk das Hauptziel gewesen sei. In diesem Gebiet habe der Angriff kurz nach Einbruch der Nacht begonnen und ungefähr sechs Stunden gedauert. Gebäude seien beschädigt und Brände an mehreren Stellen hervorgerufen worden. Auch der britische Nachrichtendienst bestätigt, daß in der vergangenen Nacht wiederum größere Luftangriffe deutscher Kampfflieger gegen das Inselreich stattgefunden haben. Aus Lonoon werden vier Alarme in der Nacht gemeldet. Außerdem war eine Stadt an der Südküste Englands einem konzentrierten Anariff deutscher Kampfflieger ausgesetzt. Die Londoner Korrespondenten der schwedischen Blätter unterstreichen die nachhaltige Wucht der letzten deutschen Fliegerangriffe auf London. Wieder, so wird hervorgerufen, hörten die Londoner das Pseisen und Dröhnen der Bomben, wieder stürzten Gebäude, in Staubwolken gehüllt, zusammen. Zum Angriff auf Portsmonth Portsmouth ist der bedeutendste Kriegsmarinehafen Englands. Die Stadt selbst hat rund 250 000 Einwohner und ist mit ihren großen Hafenanlagen auf einer vorspringenden Landzunge erbaut. Die Bucht von Portsmouth ist gut geschützt und für Hasenzwecke besonders geeignet. Der Kriegsmarinehafen von Portsmouth ist für die größten Kriegsschifte zugänglich. Im Hafengebiet befinden sich neben der großen königlichen Werft mehrere private Werften von erheblicher Leistungsfähigkeit, von denen sich einige für besondere Zwecke spezialisiert haben. So verfügt Portsmouth über eine der bedeutendsten Werften für den Bau von Motor=Torpedobooten(Schnellboote). Die Beschä digung bezw. Zerstörung der Werften stellt ferner einen erheblichen Ausfall an Reparaturkapazitäten für die englische Kriegsmarine dar. Auch die Bekohlungs= und Oelfeuerungsanlagen von Portsmouth sind für die englische Kriegsmarine von großem Wert. Daß Portsmouth ein ausgesprochener Kriegshafen ist, geht aus der Tatsache hervor, daß für den Handelsverkehr in Friedenszeiten lediglich zwei Piere zur Verfügung gestellt wurden. Portsmouth ist auch ein Standort der englischen Rüstungsindustrie. Im Stadtgebiet befinden sich Werke für die Flugzeugmontage und für die Herstellung von Flugzeughallen und Flugzeugteilen. In den Flugzeugwerken von Portsmouth werden in erster Linie Jagdflugzenge hergestellt. Auftauchen deutscher Jäger genügte RAF=Angriff auf Bonlogne schlagartig abgebrochen Berlin, 11. 3. Ein Angriff der RAF auf den Kanalhafen Boulogne am 10. März wurde bei sofort einsetzender deutscher Jagdabwehr von den Engländern schlagartig abgebrochen. Nicht nur die Kampfflugzeuge, sondern auch die zur Sicherung der Bomber beigegebenen Jagdmaschinen drehten beim Auftauchen der deutschen Jäger sofort ab und entzogen sich dem Kampf durch eiligen Rückflug über den Kanal. Es gelang den deutschen Jägern, ein englisches Kampfflugzeug vom Muster Whitley auf der Flucht zu stellen und im Luftkampf abzuschießen. Neuer Angriff auf Giarabub abgeschlagen In Ostafrika etwa 30 feindliche Fahrzeuge in Brand geworfen— Tiefflugangriff auf Panzer= und Kraftwagen in der Cyrenaika La Valetta erneut bombardiert Rom, 11. März. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front in den Abschnitten der 9. Armee Spähtrupptätigkeit, in den Abchnitten der 11. Armee Artillerietätigkeit und örtliche Infanterie=Kampfhandlungen. Unsere Flugzeuge haben den Flottenstützpunkt von La Valetta auf Malta bombardiert. Flugzenge des deutschen Fliegerkorvs haben bei einem im Tiefflug durchgeführten Angriff egen einen Stützpunkt auf Malta zwei große Basserflugzeuge schwer beschädigt. In Nordafrika wurde in Giarabub ein neuer feindlicher Angriff abgeschlagen. Deutsche Flugzenge haben in der Cyrenaika eine Anzahl eindlicher Panzer= und Kraftwagen im Tiefflug angegriffen und in Brand geworfen. Unsere Jagdflieger haben ein Blenheim=Flugzeng abgeschossen. In Ostafrira an der Nordfront lebhafte Tätigkeit unserer Spähtruppen. Unsere Luftwaffe hat im Tiefflug eine starke britische Kraftwagenabteilung angegriffen, wobei ungefähr 30 Fahrzeuge getroffen und in Brand geworfen wurden. Feindliche Flugzeuge, die einen unserer Flugstützpunkte anzugreifen verfuchten, wurden von unseren Jagdflugzeugen angegriffen und in die Flucht gechlagen, wobei es gelang, ein Blenheim=Kampfflugzeug abzuschießen. Die heldenhafte Berteidigung von Giarabub Rom, 11. 3. Einem Bericht des„Popolo d'Italia“ entnehmen wir folgende Schilderung über die beldenhafte Verteidigung von Giarabub, von der immer wieder in den italienischen Wehrmachtsberichten die Rede ist: „Die heldenhaften Kämpfe der italienischen Truppen in der Oase von Giarabub werden in die Kriegsgeschichte Italiens eingehen. Von allen Seiten vom Feinde umzingelt, verteidigt ich die tapfere Besatzung schon seit Monaten gegen fortgesetzte Angriffe der Engländer. Die einzige Möglichkeit des Nachschubs von Lebensmitteln und Munition besteht auf dem Luftwege. Trotzdem ist der Geist dieser Truppe, die gegen eine zehnfache feindliche Uebermacht zu kämpfen hat, unerschütterlich. Die Ausdauer dieser Soldaten hat bisher alle seindlichen Versuche, im Schutze der Nacht die Stellung zu nehmen, zum Scheitern verurteilt. Wiederholte Massenanarifte von seiten der. Engländer, die mit Unterstützung der Luftwaffe und mit zahlosen Panzerwagen immer wieder versucht wurden, sind bisher an dem eisernen Willen dieser kleinen Besatzung, solange wie möglich durchzuhalten, gescheitert. Die Flieger, die dieses Gebiet überflogen haben, schildern, daß Giarabub vom Feinde umgeben sei, wie eine Insel von Wasser. Die feindlichen motorisierten Truppen um Giarabub, die sich in ständiger Bewegung befinden, erinnern an eine starke Flotte, die bemüht ist, eine Felseninsel zu erobern, ohne daß es aber bisher gelungen ist, auf dieser zu landen oder diese zu zerstören. Die englischen Kanonen donnern vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Die Italiener ihrerseits antworten mit gut gezielten und genauen Schüssen. Wiederholte Male sind die englischen Panzerwagen bis an die Grenze der Oase gelangt, gefolgt von der motorisierten Infanterie, die immer wieder versucht hat, den äußeren Befestigungsgürtel zu durchstoßen. Aber das unerbittliche Feuer unserer Maschinengewehrschützen hat bisher diese Angreifer immer wieder zum Rückzug gezwungen. Die Eingeborenen der Oase kämpfen mit den italienischen Soldaten in unerschrockener Verteidigung zusammen. Zu wiederholten Malen hat das englische Oberkommando die Truppen, die Giarabub belagern, verstärkt. Bisher jedoch haben sich alle diese Verstärkungen gegenüber dem unbesiegbaren Widerstand der heldenhaften Verteidiger als unzureichend erwiesen. Die Brunnen der Oase garantieren für die Wasserversorgung. Die Lebensmittel sind so rationiert, daß sie für die längstmögliche Zeit ausreichen. Die Munition wird derart ausgegeben, daß kein Schuß verloren geht. Die Moral der Soldaten ist die einer Familie, die ihren Besitz gegen Wüstenräuber verteidigt. Giarabub ist eine Warnung an dein Feind. Getäuscht durch andere Situationen, in denen er aus der Veränderlichkeit der Verhältnisse Nutzen ziehen konnte hat er die„Afrikanische Partie“ für leichter gehalten als sie in Wirklichkeit ist und vor allem als sie sein wird.“ Drei Doppelzentner Granatsplitter Drahtbericht unseres Vertreters sa Rom, 12. März In Genua wurden bei der kürzlich erfolgten Metallsammlung nahezu drei Doppelzentner Granatsplitter abgegeben, die von der Beschießung der Stadt im vergangenen Februar stammen. Irländer protestieren Drahtbericht uuseres Vertreters sa Rom, 12. März Nach einer Meldung aus Dublin haben die in den Vereinigten Staaten ansässigen Irländer eine Eingabe an die Regierung gesandt, in der sie gegen die unerhörte Erpressung der englischen Regierung wegen der Abtretung von Luft= und Flottenstützpunkten Stellung nehmen. Einer, der die Augen aufmachte Drahtbericht unseres Vertreters Il Genf, 12. März Einen hochinteressanten Bericht, der in der schweizerischen Volksmeinung allergrößte Beachtung findet, bringt der Sonderkorrespondent der„Suisse Mail" über eine Reise zur Leipziger Messe. Der Berichterstatter gibt in seinem Artikel„allerlei Märchen über die unglaublichsten Schwierigkeiten in den kriegführenden Staaten"zum Besten.„Natürlich", so heißt es, „ist es immer unangenehm, derartigen Geschichten, ganz besonders, wenn sie der Einbildung schmeicheln, zu begegnen. Eine derartige Erfahrung habe ich, und zwar in recht auffälliger Weise wieder einmal machen können. Die Reise nach Leipzig war ganz und gar im Widerspruch mit derartigen, in neutralen Kreisen so gern erzählten Geschichten, denn kein unvorhergesehenes Umsteigen war erforderlich, keine nennenswerte Verzögerung trotz des großen Andranges von Reisenden war zu verzeichnen und keiner der so oft angeführten bombardierten Bahnhöfe war auf der ganzen Reise zu sehen. Auch die Verpflegung war überall sehr ausreichend und entgegen aller oft so gern erwähnten Gerüchte konnten wir uns während unseres Aufenthaltes im Reiche überall dahin begeben, wohin wir wollten.“ Rumäniens Ja für Antonesen Bukarest, 11. 3. Dienstagmittag schloß die Zentralkommission zur Feststellung des Ergebnisses der Volksbefragung ihre Arbeiten ab. Das Ergebnis wurde von der Kommission dem Staatsführer Antonescu in einer Audienz mitgeteilt. Danach wurden 2960 298 Ja=Stimmen und 2996 Nein=Stimmen im ganzen Land einschließlich der im Auslande bei den rumänischen Gesandtschaften abgegebenen Stimmen abgegeben. In Prozenten ausgedrückt sind das 99,9 v. H. Ja-Stimmen und 0,1 v. H. Nein=Stimmen. Auf den wichtigeren Plätzen von Bukarest wurden die Häuser mit großen Bändern geschmückt, die das Ergebnis der Volksbefragung bekanntgeben. Frankreichs Botschafter dankt Tokio, 11. 3. Im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Abschluß der Friedenskonferenz zur Regelung des thailändisch-indochinesischen Konflikts erklärte der Bevollmächtigte Frankreichs, Botschafter Arsene Hendry:„Ich drücke dem Außenminister der japanischen Regierung für seine Freundschaft und seine Bemühungen auf der Vermittlungskonferenz meinen herzlichsten Dank aus, weil sie zum erfolgreichen Abschluß der Konferenz über die Grenzstreitigkeiten zwischen Frankreich und Thailand geführt haben. England„verschenkt" Syrien Dunkle Pläne mit dem Verräter Abdullah von Transjordanien Genf, 11. 3. Aus Vichy wird gemeldet: Bezüglich. der gegenwärtigen englischen Umtriebe im vorderen Orient hat man Insormationen erhalten, wonach die Engländer zur Zeit ihre gegen Syrien und Libanon gerichtete Propaganda besonders intensivieren. Die Engländer bedienen sich dabei in besonderem Maße des von ihnen bezahlten Emirs Abdullah von Transjordanien. Die Aufwiegelungsversuche Abdullahs sind jedoch schon deswegen wenig gefährlich, weil die arabische Welt Abdullah im Verlaufe der letzten zwanzig Jahren hinreichend und klar als einen Verräter erkannt hat. Die verräterische Rolle Abdullahs ist jetzt noch durch eine interessante Tatsache belegt worden. Nach hier eingetroffenen Nachrichten haben die Engländer dem Emir Abdullah das Versprechen gegeben, iyn zum Herrscher über Syrien einzusetzen, wenn die englische Kriegspolitik im vorderen Orient„neue Verhältnisse“ geschaffen haben würde. England verschenkt eben immer Gebiete, die ihm nicht gehören. Der Erzbischof von Köln gestorben Köln, 11. 3. Der Erzbischof von Köln, Kardinal Schulte, ist am Montag um 23 Uhr einem Herzschlag erlegen. Fährunglück auf der Loire Paris, 11. 8. Beim Ueberqueren der Loire stieß in der Morgendämmerung bei Oudon eine Fähre gegen die Reste eines gesprengten Brückenpfeilers und wurde leck geschlagen. Die acht Insassen zogen sich in den äußersten Winkel des Fahrzeuges zurück, worauf es umschlug. Obwohl zwei Fischerboote zur Hilfeleistung herbeieilten, blieben die Rettungsversuche erfolglos. Sämtliche acht Personen ertranken. Großfeuer im Munitionslager einer argentinischen Artilleriekaserne Buenos Aires, 11. 3. Nachdem im Verlauf weniger Wochen die Intendantur des Kriegsministeriums sowie die Kuppel des Rathauses von Buenos Aires ein Raub der Flammen geworden sind, droht jetzt ein neuer Brand katastrophale Ausmaße anzunehmen. Im Munitionslager des 1. Artillerie=Regiments, das in einem Außenbezirk der Stadt Ciudadela in der Provinz Buenos Aires gelegen ist, brach aus bisher ungeklärter Ursache Feuer aus. Verschiedene Einzeldepots flogen bereits in die Luft. Alle verfügbaren Löschzüge sind eingesetzt, trotzdem ist die Eindämmung des Brandes bisher nicht gelungen und man befürchtet, daß er auf das große Lager übergreift. Die Behörden haben daher bereits ein weites Gebiet um den Feuerherd abgesperrt und die Räumung der in der Umgebung liegenden Häuser angeordnet. Verlag: Vereinigte Dreistädte-Zeitung G.m. b. H. Viersen; Verlageletter und Heuptschriftleiter: Heribert Schenk; stellvert. Hauptschriftletter: Kart Ladwig,(s. Zt. im Wehrdienst); veraotwortlich für Politik and für Spori i. V. Heribert Schenk: füe Lekales und Sport: Willy Viehott(s. Zt im Wehrdienst). Lokales I. V.: und für Unterbeltung: Christel Groh-Kalt, vorantwortlich für Anseigen: Hermann Mertens: alle in Viersen. Drucht Gesellschaft für Druch u. Verlag, Viersen. Zui Zen at Preisliste Y gültig.(Beilagen werden nicht angenommen.) Mittwoch, 12. Märg 1941 Nr. 60/67. Jahrg. Aus dem Dreistädte-Gebiet und Grenzkreis Nachrichten aus Viersen 82 Jahrealt wird morgen, 18. März, Herr Jo an der Oberschule für Jungen sef Libal, Süchtelnerstraße 111. Wir gratulieren! „Liebe DR!“ So schreiben Thea und Paul Krachen,„aus unserem Aufnahmeort der Kinderlandverschickung in Pommern senden wir mit frohem Mute und voller Gesundheit der VDZ unsere herzlichsten Grüße. Ebenso bitten wir allen Viersenern unsere Grüße zu sagen.“ Das tun wir natürlich gerne und grüßen die beiden Geschwister herzlich wieder. Verdunkelungszeiten Sonnenaufgang 7.25 Sonnenuntergang 19.32 Gasherd ervlodierte. In einem Hause an der, Rektoratstraße erschreckte eine Explosion die Anwohner. In einem Zimmer, in dem sich zum Glück niemand aufhielt, explodierte ein Gasherd. Dabei gingen brei Fensterscheiben zu Bruch. Der Verein deutscher Kleingärtner, Ortsgruppe Viersen, hält am Sonntag 17 Uhr im Lokale Kruß, früher Pauen, die monatliche Fachschulung ab. Kreisgartenmeister Ditges spricht über Arbeiten im Kleingarten und Frühkultur. Besonders werden die Frauen, die sich jetzt in der Kriegszeit mehr als früher mit Gartenarbeit beschäftigen, zu der Schulung eingeladen. Interessenten sind willkommen. Die Seala behauptet in ihrem neu anlaufenden Film„Meine Tochter tut das nicht", und gibt damit die irrige Meinung Erika von Thellmanns und ihres Filmgatten Ralph Arthur Roberts über ihr Filmkind Geraldine Katt wieder. Was diese Tochter angeblich nicht tut? Nun, all das, was der Gesellschaftsklatsch ihr andichten möchte. Es ist ein netter, lustiger Film aus diesem Thema geworden, den man mit Vergnügen sieht. Unter der Leitung des für die Reiseprüfung zum Staatlichen Kommissar ernannten Oberstudiendirektors Pg. Hoengen fand am Dienstag die mündliche Prüfung der Abiturienten statt. Von 22. Schülern der 8. Klasse(früher Oberprima) waren im Laufe des letzten Halbjahres 15 zur Wehrmacht, zum Arbeitsdienst oder zu sonstiger kriegswichtiger Arbeit eingezogen worden. Infolgedessen konnten nur 7 Schüler in die mündliche Prüfung eintreten. Alle Prüflinge bestanden, zwei mit dem Gesamtprädikat gut. Die Namen sind: Bartelt Kurt aus Dülken (Verwaltungsbeamter), Eulenpesch Günther aus Dülken(Arzt), Geerkens Helmut aus Dülken(Diplomingenieur), Harte Horst aus Viersen(Arzt) Schmitz Josef aus Schaag(Chemiker), Wilmen Alois aus Viersen(Diplomingenieur), Winz Hans aus Viersen(Diplomingenieur). Den eingezogenen Schülern war das Reifezeugnis ohne Prüfung zuerkannt worden, nämlich: Blankaert Paul aus Dülken, Brüll Willi aus Viersen, Diris Josef aus Dülken, Giesen Peter aus Viersen, Großmann=Herrmann Ludwig aus Süchteln, Hoppmanns Bernhard aus Breyell, Mertens Heinz aus Viersen, Nelleisen Toni aus Viersen, Peiseler Albert aus Dülken, Salzberger Hans Herbert aus Viersen, Salzmann Hans aus Dülken, Sartingen Werner aus Dülken, Schmitz Helmut aus Viersen, Stockschläger Alsons aus Süchteln, Waters Heinrich aus Viersen. Die Zahlung des Familienunterhalts erfolgt.— laut Bekanntmachung im Anzeigenteil— am Donnerstag und Freitag. Diese Auszahlung in der Monatsmitte ist letztmalig. Ab 1. April wird der Unterhalt Anfang des Monats in der ganzen Monatshöhe im voraus gezahlt. Nachrichten aus Dülken Vor dem Schaufenster Vor einem Schaufenster auf der Lange Straße stauen sich die Menschen. Zumeist sind es Frauen jeder Altersstufe, wie ich erkenne, die da sehr aufmerksam und genau die Schaufenster=Auslage in Augenschein nehmen. Es muß etwas sein, was ihre Neugier stark in Anspruch nimmt, denn immer wieder sehe ich, wie die Frauen aufeinander einsprechen, wie sie hier und da den Finger heben, um die Blicke in eine bestimmte Richtung zu lenken. Da ich von Natur und aus Berufsgründen neugierig bin, brängelte ich mich vorsichtig zwischen die Beiblichkeit, um zu erspähen, was es zu schauen gab. Aha, ein neues Geschäft in Textilien hat sich hier aufgetan, war mein erster Gedanke, denn in dem Fenster waren früher solche Dinge nie zu schauen d damit wollte ich die Schau den Frauen wieder erlassen, doch dann fiel mein Blick auf einen Vers, besagte, daß man hier gezaubert habe. Nun war mein Interesse geweckt, denn bis zur Zauberei habe ich es trotz vielfacher Mühe bis jetzt noch nicht gebracht. Was da im Schaufenster sauber und geschmackvoll ausgebreitet lag, verdankte sein Entstehen der„Zauberkunst“ unserer Frauen, die in den Nähstunden der NS=Frauenschaft ihre Kunst in den Dienst der inneren Front gestellt haben. Sie haben die Reservepunkte, die jeder Kleiderschrank enthält, herangezogen und mit seinem Geschmack mancherlei Kleidungsstücke für Kinder und Mädchen geschaffen. Aus der alten Joppe des Vaters, die schon seit Jahren im Dunkel des Schrankes hing, schneiderten sie zusammen mit einem ebenfalls seit I Jahren unmodernen, verschlissenen Frauenrock ein modernes Kleid; eine Puppenwagendecke wurde in ein warmes, molliges Kinderjäckchen verzaubert, ein Aufnehmer ist als Arbeitsschürze nicht wiederzuerkennen. Alle Hochachtung vor solcher Leistung. Sie wird sicher bald Nachahmung finden. Als ich mich zurückzog hörte ich, wie eine Frau zu ihrer Nachbarin am Fenster sagte:„Kiek ens, soe Kle-id koann ich Trinche uht Vatter siene aab Jaß on Lenche sie Suömerkle-id och make!“ Das ist es auch, was die NS=Frauenschaft mit ihrer Ausstellung will, sie soll alle Frauen zu ähnlicher„Zauberei“ anregen. Beförderung. Der Gefreite Heinrich Kirchhofer wurde rückwirkend vom 1. Februar ab zum Unteroffizier befördert. Kochvorführungen fesselten am Sonntag zahlreiche Mütter, die einer Einladung des Werkes „Glaube und Schönheit" gefolgt und die Kochschule in der Ostschule besucht hatten. Unter Leitung der Gewerbelehrerin Fräulein Arzt entwickelten die Mädel einen riesigen Eifer, sodaß die Anerkennung der Mütter und Frauen nicht ausblieb. Schokoladenerzengnisse werden verausgabt, wie die heutige Bekanntmachung besagt. Familiennachrichten. Gestorben sind Kath. Brooren, 77 Jahre alt, Waldnielerstraße 2, Wwe. Arnold Hanrath,Kath. geb. Vennedey, 87 Jahre alt, Reiterstraße 27. Nachrichten aus Süchteln prüfung zur Erwerbung der Universitätsreife bestand am gleichen Tag stud. med. Gisela Kohlschein von hier, die in Bonn studiert. Beiden unsere besten Glückwünsche! Samstag und Sonntag Opserschießen. Am kommenden Wochenende findet das WHW., Opferschießen der beiden Kameradschaften im Lokale des Kameraden Karl Heffels statt. Das Schießen ist am Samstag von 17 bis 20 Uhr und Sonntag von 10 bis 19 Uhr. Fünf Schuß kosten 20 Pfennig. Eine Anzahl schöner Preise ist zu gewinnen. Capitol hält es in seinem neuen Film mit dem „Mädchen im Vorzimmer“, das in seiner vielseitigen Berufsarbeit recht gut erfaßt ist. In einer packenden Spielhandlung finden seine kluge Menschlichkeit und frische Natürlichkeit ihre Ergänzung in dem Mann seines Herzens. Die Mitspieler: Magda Schneider, Rudolf Platte, Hans Leibelt, Carsta Löck. Nachrichten aus Lobberich Schöner Sonntagsbraten. Einem An wohner der Neustraße war unter eigenartigen Begleitumständen ein 12 Pfund schweres Kaninchen eingegangen. Nachdem der Besitzer dasselbe in seinem Garten vergraben hatte, wurde am anderen Tage festgestellt, daß anbekannte Liebhaber dasselbe ausgegraben und mitgenommen hatten. Heimnachmittag. Die NS.=Frauenschaft Deutsches Frauenwerk veranstaltet am Mittwoch, dem 12. März, nachmittags um 15 Uhr, im Frauenschaftsheim einen Vortrag über schonende Wäschebehandlung und sparsames Heizen. Der Eintritt ist frei. Von Partei und Gliederungen NS=Frauenwerk, Viersen=Mitte. Die Zellenfrauenschaftsleiterinnen werden gebeten, heute, Mittwoch, um 15.30 Uhr zu einer wichtigen Besprechung im Büro der NS=Frauenschaft zu erscheinen. Viersen, Motorgefolgschaft 4/233.„Am Donnerstag, 13. 8. tritt die gesamte Führerschaft dieser folgschaft um 19.30 Uhr am NSKK=Heim, straße, an. Viersen, Nachrichtengefolgschaft 1/238. Die gesamte Gefolgschaft tritt am Mittwoch um 19.30 Uhr an der Stammdienststelle, Hauptstr. 58, in sauberer Uniform an. Entschuldigungen werden nicht angenommen. HJ= und DI=Einheiten im Dreistädtegebiet. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Angehörigen dieser Einheiten in dieser Woche, der Leistungswoche der HJ. Uniform zu tragen haben. Ingendgruppe Brüggen. Die Jugenögruppe der NS.=Frauenschaft hat bis auf weiteres ihre Heimabende jeden Dienstagabend um 20 Uhr in der Bräuteschule. Alle Mädchen von 18-30 Jahren, welche noch beitreten wollen, können sich an den Heimabenden oder bei der Leiterin Fräulein R. Lankee melden. Keine Zielscheiben. Junge Burschen machten sich ein Vergnügen daraus, die Verkehrszeichen und Hinweisschilder im Straßenverkehr als Zielscheibe zu benutzen. Abgesehen von den Beschädigungen, werden diese Zeichen unkenntlich, was sich besonders für die Fahrzeuglenker verhängnisvoll auswirken kann. Die Uebeltäter haben mit einer Bestrafung zu rechnen. Nachrichten aus Greyell Geburtstagskinder. Morgen feiert Frau Hermann Thewissen, Süchteln=Vorst 208, ihren 67. Geburtstag.— Frau Therese Clevers, Viersenerstraße 54, wird morgen 81 Jahre alt. Die VDZ. gratuliert beiden Geburtstagskindern herzlich. Zum Feldwebel befördert wurde Unteroffizier P. Dahmen von hier. Wir gratulieren. Aus der Partei Anläßlich der Uebernahme seines Amtes sprach rts ppenleiter Claßen in einer Arbeitstagung der Parkei am vergangenen Samstag bei Aug. Neetix zu den politischen Leitern und Führern der Organisationen. Er forderte alle auf, ihn bei der Durchführung der mannigfachen Aufgaben, die die heutige Zeit besonders stelle zu unterstützen. Nur durch gemeinschaftliches Zusammenarbeiten und ganzen Einsatz an jeder Stelle würden die Voraussetzungen für den Endsieg geschaffen, der uns die endgültige Sicherung unseres Lebensrechtes bringen werde. Nach einem Hinweis auf die vorzüglichen Einrichtungen des Kindergartens und einem anschließenden Ueberblick über das politische Tagesgeschehen wurden Pg. Kamper zum Organisationsleiter und Pg. Marcus zum Propagandaleiter berufen. Die vorläufigen Dienststunden des Ortsgruppenleiters sind dienstags und donnerstags nachmittags im Parteiheim, Gartenstraße. In dringenden Fällen steht der Ortsgruppenleiter auch während der Dienstzeit auf dem Bürgermeisteramt zur Verfügung. Aus der DAF. Am Donnerstagabend 19 Uhr findet in der Dienststelle der DAF. Hermann=Göring=Straße eine Arbeitstagung statt, wozu die Betriebsobmänner und Betriebswalterinnen eingeladen sind. Erscheinen ist Pflicht. Diebstahl. Ende vergangener Woche suchten Diebe ein Haus in Süchteln-Hagenbroich heim, als von den Bewohnern niemand anwesend war, und ließen einen Anzug sowie Lebensmittel mitgehen. Reiseprüsung bestanden. An der Oberschule für Mädchen in Viersen bestand Ilse Dupont von hier die Reiseprüfung.— Eine ZusatzSchüsse für das WHW. Wie an anderen Orten, so fand auch hier auf dem Schießstand der Wirtschaft Abelen(Nitzbruch) am vergangenen Sonntag das WHW.=Opferschießen statt. Die Beteiligung war recht rege und es konnte somit ein ansehnlicher Betrag dem WHW. zugeführt werden. Beste Schützen des Schützenvereins Breyell=Ritzbruch waren Wilh. Joosten. Hans Dammer, Johann Weber und Gottfried Siemes. WHW.=Opferschießen. Das am vergangenen Sonntag im Lokale Boos(Herkenrath) durchgeführte WHW.=Opferschießen hatte einen sehr schönen finanziellen Erfolg. Bester Schütze war Josef Boos mit 34 Ringen. Auch die Schützengesellschaft Metgesheide hatte im Lotale Empelmann einen guten Erfolg. Schönes Ergebnis. Die Opferfreudigkeit am vergangenen Eintopfsonntag erbrachte den schönen Betrag von 2300 RM. Versammlung. Am kommenden Freitag findet im Lokale Fischermanns ein Ortsappell sämtlicher schaffenden Jugendlichen statt. Außer den Jugendlichen des Handwerks und des Handels sowie der Hausgehilfinnen und Pflichtjahrmädels nehmen die Betriebsobmänner daran teil. Unsall bei der Arbeit. In einer hiesigen Lederfabrik fiel ein Arbeiter in ein großes Kübel. Er erlitt schwere Verletzungen an Händen und Beinen. Er mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Boisheim Standwild. In den unserer Gemeinde umgebenden Peschen kann man die erfreuliche Feststellung machen, daß das Rehwild seßhaft geworden ist. Dies ist vor allen Dingen der sorgfältigen Hege und Pflege durch die Jagdanpächter zu danken. Dann bietet das dichte Unterholz den Tieren die Möglichkeit, sich tagsüber ungestört dort aufzuhalten. In größerer Anzahl kann man sie in den frühen Morgen= und Abendstunden an Waldlichtungen äsend beobachten. Den Naturfreunden schlägt ob dieses schönen Anblickes das Herz höher. Um so verwerflicher ist es, wenn man Klagen über Jugendliche hört, die sich einen Spaß daraus machen, die Tiere aus ihren Ruhestätten aufzuscheuchen und somit den Aufenthalt verleiden. Die Jagdhüter haben Anweisung, jeden Flegel zur Anzeige zu bringen, damit dieses Tun aufhört. Bracht Tagung des Bundes Deutsche Familie. Zahlreich waren die Väter und Mütter der Einladung nachgekommen, die sie auf Sonntagnachmittag in das Hotel König gerufen hatte. Allen entbot der Ortsamtswalter Pg. Hormes herzlichen Willkommgruß. Die Väter und Mütter empfanden besondere Freude darüber, so betonte er mit Nachdruck, auch Ortsgruppenleiter Pg. Kehrein, Bürgermeister Pg. Schmitz und Ortsfrauenschaftsleiterin Pgn. Lehnen in ihrer Mitte zu sehen. Sodann verbreitete sich Pg. Hormes über die neuen Bestimmungen der Gewährung von Kinderbeihilfen, die er eingehend erläuterte. Anträge sind bis Juni zu stellen. Neben der Kinderbeihilfe sei die Gewährung von Erziehungsbeihilfen vorgesehen. Entsprechend begründete Anträge seien ebenfalls baldigst einzureichen. Des weiteren erinnerte der Ortsamtswalter baran, daß Anträge auf Gewährung des Ehrenbuches bis Mai fällig seien Zu Kassierern wurden die Mitglieder Alfons Hubertz und Daß in Alst bestimmt. Nach einigen Hinweisen auf interne Vereinsfragen wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. Leuth Zwischenspiel an der grünen Grenze. Zwei junge Leute aus Helmond beschlossen, sich ein Nebeneinkommen zu verschaffen und Zigarren nach Deutschland einzuschmuggeln Einen Grenzverkehrsschein besaßen sie nicht und so machten sie sich denn mit 930 Zigarren auf den Weg. Kaum hatten sie im Schutze des Waldes und Dickichts die Grenze bei Kaldenkirchen überschritten als sie von Zollbeamten angehalten und durchsucht wurden. Die Zigarren wurden gefunden und beschlagnahmt. Die beiden Schmuggler wurden festgenommen und dem Richter vorgeführt, der wegen Schmuggels und verbotener Grenzüberschreitung Haftbefehl erließ. Brüggen Elternabend der HJ. Die Hitlerjugend macht darauf aufmerksam, daß in den ersten Tagen von der HJ. des Standortes ein Elternabend veranstaltet wird. Alles nähere wird noch in der VDZ. bekannt gegeben. Amern WHW.=Unterschießen. Am Sonntag veranstalteten die Kriegerkameradschaft Unteramern im Bühnenraum des Hotel Busch und der St. Mauritius=Schützen=Verein Renneperstraße im Schießstand Renneperstraße ein Opferschießen und zugleich ein Preisschießen. Die Kriegerkameradschaft hatte etwa 25 Preise zu verteilen, worum auch eifrig gekämpft wurde, so daß die Gewehre den ganzen Tag hindurch besetzt waren. Besonders energisch im Schießen war die Jugend, die sich auch zum Schluß die meisten Preise mit nach Hause nahm. Beim sogenannten Abschießen, das um 21 Uhr begann, war dann die größte Spannung. Den ersten Preis holte sich Michael Wassen, den zweiten Preis der Jungschütze Paul Schrörs und den dritten Preis Jul. Heinrichs. Zum Abschluß wurde noch eine Ehrenscheibe mit einer Widmung ausgesetzt, die sich wiederum ein Jungschütze und zwar Heinrich Vollekier mit einem Zentrumsschuß errang. Auch in Renneperstraße waren die Schützen mit einer sehr großen Anzahl beteiligt. Der St. Mauritius=Schützen=Verein hatte drei große Geldpreise zu verteilen. Den ersten Preis errang Adolf Cohnen aus der Renneperstraße, den zweiten Preis Josef Cohnen ebenfalls von der Renneperstraße und den dritten Preis August Döhmen aus Brüggenerhütte. Beibe Opferschießen wurden sehr stark besucht, und so konnte eine stattliche Summe von beiden Vereinen dem WHW. zur Verfügung gestellt werden. Waldniel Schöner Verlauf des Dorsabends. Bis auf das letzte Plätzchen, darf man sagen, war der große Stammen'sche Saal am Sonntag bei Veranstaltung des Dorfabends besetzt. Ein Beweis dafür, daß allen Volksgenossen die Schaffung von Soldatenheimen für unsere braven Feldgrauen sehr am Herzen liegt. So war schon von vornherein die Voraussetzung für ein gutes Gelingen dieser Veranstaltung gegeben. Die NS.=Jugendgruppe in Verbin Nr. 60/67. Jahrg. Vereinigte Dreistädte=Zeitung Mittwoch, 12. März 1941 dung mit 5J. und BdM. waren Träger dieser Feier„und man muß ihr Dank und Anerkennung vafür wissen. Ein abwechslungsreiches, recht unterhaltsames Programm ließ alle Besucher einen schönen Abend verleben. Alle gaben ihr Bestes, ob es nun die HJ. oder die Mitglieder der NS.=Jugendgruppe oder BdM. waren, jeder wetteiferte darin, für den schönen und edlen Zweck mitarbeiten zu können. Nach herzlichen Begrüßungsworten durch die Führerin der NS.=Jugendgruppe G. Bloß wechselten Vorträge, Gesang, Reigen und Volkstänze(ausgeführt durch das BdM.=Werk Glaube und Schönheit) in bunter Folge miteinander ab und ließen eine echt fröhliche Stimmung aufkommen. Ortsgruppenleiter Pg. Quack sagte den Veranstaltern Dank für dies schöne Bemühen und wies in markanten Worten auf den großen Freiheitskampf Großdeutschlands hin, der mit dem größten aller Siege beendet werden wird. Nicht unerwähnt lassen wollen wir das Orchester der HJ. Brüggen, das mit schnittigen Weisen die schöne Feier umrahmte, und so wesentlich zum guten Gelingen beitrug. Ueber 300 Mark Reinertrag für die Schaffung von Soldatenheimen in Norwegen waren der sichtbare und schöne Ausdruck engster herzlicher Verbundenheit zwischen Heimat und Front. Gützenrath Die Krone des Alters. Heute feiert Frau Wwe. Peter Jansen ihren 90. Geburtstag. Unsern herzlichsten Glückwunsch! Ein Konditor wird Opernsänger Offenburg, 11. 8. Willi Bächle, ehemals Bäckerlehrling, dann Konditor, mit einer schönen Baßstimme begabt, fiel bei Kameradschaftssingen der SA. auf. Er nahm in Darmstadt Unterricht und vollendete dort die Ausbildung zum Sänger. Nach dem er zunächst in Göttingen und Würzburg engagiert worden war, hat er nunmehr einen dreijährigen Vertrag von dem Opernhaus Nürnberg erhalten. Auf schnellstem Wege ins Krankenhaus Bocholt, 11. 3. Ein Mann. der es mit seinem Fahrrade besonders eilig hatte, stieß dabei mit einem Auto zusammen und zog sich Verletzungen zu, die seine Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machten. Da es sich bei dem Fahrzeug, mit dem er zusammengestoßen war, um einen Krankenwagen handelte, konnte der Mann ebenso eilig, wie er es auf dem Fahrrade hatte, in den Krankenwagen geladen und ins Krankenhaus geschafft werden. Der Hirsch an der Wohnungstür Burgjoß(Spessart), 11. 8. Nicht wenig erschrocken war eine Frau in Burgjoß, als sie dieser Tage die Hintertür ihres Hauses öffnete und ihr plötzlich ein kapitaler Hirsch gegenüberstand. Ein Jagdhund hatte den Hirsch in das Dorf getrieben, wo er sich in den Garten verirrte und anscheinend bei Menschen Schutz suchte. Der zuständige Revierförster nahm sich des edlen Tieres an und gab ihm, da es sich nicht um einen Abschußhirsch handelte, die Freiheit wieder. 1890—1940 Kondltorel Hammanns, Vlersen Bchaglche Kafteerden) Tagessport der VDZ Die nächsten Termine Dritte Zwischenrunde um den Tschammer=Pokal am 28. 8. 41 Spielsportfreunde Krefeld— DSV. Duisburg SC. Neuß— Bergbau 25 Wickrath— Kaldenkirchen 07. Essen West 81— Edelstahl Krefeld Meisterschaftsspiele der I. Klasse am 28. 8. 41 Borussia M.Gladbach— Viersen/Süchteln Union Krefeld— Rheydter Spielverein SC. M.Gladbach— St. Tönis Geistenbeck— FC. Uerdingen Handball Tuspi Viersen vor der Meisterschaft Die Termine für den 16. März lauten: Viersen— Welfia M.Gladbach Kabelwerk— Eintracht Dülken Die Viersener, die mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle anführen, bestreiten damit ihr letztes Meisterschaftsspiel. Gehen sie aus diesem wichtigen Kampfe als Sieger hervor, so können wir sie beim Schlußpfiff als frisch gebackenen Gruppenmeister des Kriegsmeisterschaftsjahres 1940/41 begrüßen. Fähnlein 40 238 Süchteln— Fähnlein 37 298 Dülken 0:8(0:1) Am vergangenen Mittwoch fand im Stadtgarten in Dülken das Rückspiel der obengenannten Mann schaften statt. Das Spiel in Süchteln gewann das Dülkener Fähnlein mit 4:0. Die Mannschaft aus Süchteln versuchte daher unter allen Umständen, einen Sieg für sich buchen zu können. Sie kam auch zuerst gut auf und konnte bis zum Strafraum der Dülkener durchbrechen. Diese Angriffe wurden je doch sofort von der Hintermannschaft abgestoppt Nach einem gut aufgebauten Angriff des Mittelstür mers gelang es den Dülkenern in der 16. Minute ein Tor zu schießen. Ein kurz darauf verhängter Elsmeter wurde von den Dülkenern verschossen. Mit 1:0 für Dülken gings in die Pause. In der zweiten Halbzeit wurde das Spielfeld vollkommen von der Dülkener Mannschaft beherrscht. Alles spielt sich im Süchtelner Strafraum ab. So gelang e den Dülkenern noch zweimal, den Ball ins gegn rische Netz zu befördern. Wie stark ist Ungarns Fußballmannscho? Nach dem Fußball=Länderspiel gegen die Schw in Stuttgart steht die deutsche Nationalmannsch nunmehr am 6. April in Köln vor dem schwei Kampf gegen Ungarn. In der Statistik der Länd spiele Deutschland— Ungarn hat Ungarn mit siel Siegen gegen drei deutsche Siege bei sechs uner schiedenen Spielen und mit einem Torverhältn von 40:20 einen Vorsprung, der deutlich anzeigt," ein schwerer Gegner Ungarn immer gewesen ist. Y den drei nach dem Kriegsausbruch ausgetragen Länderspielen gegen Ungarn ging das erste Tref im September 1939 in Budapest mit 1:5 verlor Dieser erste Länderkampf der Kriegszeit wurde allerdings unter ungünstigen Umständen ausgetragen und mußte mit einer auf die schwere Aufgabe nicht vorbereiteten deutschen Mannschaft bestritten werden. Im Vorjahre hat es dann im April in Berlin gegen Ungarn ein 2:2 Unentschieden gegeben und mit dem gleichen Ergebnis endete auch das letzte Länderspiel im letzten Oktober in Budapest. In beiden Fällen war die deutsche Mannschaft nahe an einem Sieg, aber in Berlin und auch in Budapest wurde ein drittes deutsches Tor irrtümlicherweise von den Schiedsrichtern dieser Treffen nicht gegeben. Wir haben also am 6. April gegen Ungarn etwas gutzumachen, doch wird es einer ungewöhnlich guten Leistung der deutschen Vertretung bedürfen, um gegen Ungarn zu gewinnen. Ungarn ist als spielstärker als im Vorjahre anzusehen. Das größere Ungarn hat jetzt eine andere Spielerauswahl zur Verfügung, da Budapest nicht mehr allein das Fußball=Zentrum ist. Die Vereine der Provinz können gute Kräfte für die Nationalmannschaft stellen, so daß Ungarns Vertretung schon in dem am 23. März in Belgrad stattfindenden Länderspiel gegen Jugoslawien, das unter der Leitung des Wiener Schiedsrichters Beranek stehen wird, ein gegenüber dem letzten Jahre verändertes Aussehen haben wird. Das Spiel gegen Jugoslawien, das 1940 in Wien mit 2:1 und in Agram mit 2:0 zweimal gegen die deutsche Nationalmannschaft siegreich bleiben konnte, wird Aufschluß über die Stärke der ungarischen Elf geben Der 6. April mit dem Kölner Länderspiel liegt für Ungarn daher sehr günstig. Es ist die Gelegenheit gegeben, nach dem Kampf gegen Jugoslawien noch eine Umbesetzung vorzunehmen, wenn sich schwache Punkte ergeben sollten. Im Vorjahre hat Ungarn gegen die Schweiz mit 3:0 gewonnen. Wenn man dieses Ergebnis auch nicht ohne weiteres als maßgebend für die Beurteilung der Spielstärke der beiden Länder ansehen kann, so beweist es doch die Kampfkraft der ungarischen Mannschaft. In Köln wird es bestimmt eine überaus schwere Aufgäbe für die deutsche Elf geben, aber wenn die beste Vertretung eingesetzt werden kann, dann sollte es doch gegen Ungarn endlich einmal wieder einen Sieg geven können. Vor neuen Aufgaben Mit einem Sieg über die Schweiz wurde das inrnationale Wettkampfjahr unserer Fußballänder= eingeleitet.. In den kommenden Monaten stehen och weitere große Kraftproben bevor. Am 6. April eht es in Köln gegen Unaarn, am 20. April det der Rückkampf und zugleich das 25. Spiel gen die Schweiz in Bern statt. Der Höhepunkt wird n 18. Mai im Berliner Olympiastadion der zehnte ampf mit dem Weltmeister Italien sein. Am 1. mi kommt es in Bukarest zur vierten Begegnung t Rumänien, und schließlich ist das Treffen mit igoslawien am 10. August in den Rahmen der 700hrfeier der Stadt Breslau eingebaut worden. Die te dürfte mit diesen Spielen noch keineswegs volllig sein. So hat Finnland den Wunsch, die deute Nationalmannschaft im Monat Juli in Helsinki empfangen und auch Dänemark hofft auf einen ckkampf in diesem Sommer in Kopenhagen. Musik um Veronika Nachdruck verboten) Roman von Johann F. Shrhardt 22. Fortsetzung. Und nun beginnt Veronika leise, unendlich weich und bewegt, ein kleines Lied zu singen. Ein Wiegenlied. Singt sie's dem Baum, singt sie's sich selbst?“ Und wie sie nach einer Weile wieder in die Hütte zurückkehrt, schläft Bertl. Sein Mund ist halbgeöffnet und schimmert feucht, die Haare hängen jungenhaft in seine Stirn, er atmet ruhig und gleichmäßig. Ob ihn mein Lied in den Schlaf gesungen hat? fragt sich Veronika. Sie weiß keine Antwort. Sachte, um ihn nur nicht zu wecken, setzt sie sich neben Bertl und während ihre Hand behutsam wie ein Traum die seine streichelt, summt ihr Mund abermals und kaum hörbar die kleine alte Weise. 14. Rasch verfliegt die Zeit. Schon haben die Sommerferien begonnen und damit auch die Trennung der jungen Liebesleute. Denn obgleich Veronika zu den Eltern ins Heimatdorf fährt, verzichtet Bertl darauf, gleichfalls nach Hause zu gehen. Was sollte er dort? Das Verhältnis zu seinem ältesten Bruder ist inzwischen bestimmt nicht besser geworden, und außerdem hält Bertl es für besser, nicht mit dem Brucknertoni zusammenzukommen. Er zieht es darum vor, seine Ferien arbeitend bei Baron Wimperg zu verbringen. Der Abschied der beiden ist nicht sehr schwer. Sie reichen sich fröhlich die Hände und freuen sich aufs Wiedersehen. Eines allerdings will Bertl gar nicht gefallen. Während seines letzten Münchner Aufenthaltes hat Hauptlehrer Salvermoser Hanns Kleverhusen aufgefordert, die Ferien im Lehrerhaus zu verleben, und der hat die Einladung um so lieber angenommen, als er hofft, durch das tägliche Beisammensein in der ländlichen Umgebung bei Veronika jene Stellung wiederzugewinnen, die er in den letzten Wochen unerklärlicherweise verloren hat. Obgleich Bertl daran begreiflicherweise kein besonderes Vergnügen haben kann, vermag er darüber doch nur Mißbehagen und keineswegs Eifersucht zu empfinden; denn nun, da Veronika sich so innig an ihn gebunden, vertraut er ihr grenzenlos. Hanns Kleverhusen hat Veronika in seinem Wagen nach Hause gebracht und ist nun schon seit zehn Tagen Salvermosers Gast. Der Lehrer hat ein Getue mit ihm, als wenn er sein Lieblingssohn wäre. Er verwöhnt und verhätschelt ihn, wo und wie er nur kann und freut sich, daß Vroni viel mit ihm zusammen ist. Denn das läßt ihn auf die von ihm sehnlichst erwünschte dauernde Verbindung der beiden hoffen. Der Abend ist stets festlichem Musizieren geweiht. Seine avendliche Musik läßt Salvermoser sich nun, da er Veronika und den begabten jungen Cellisten im Hause hat, nicht rauben. Darin ist er unerbittlich. Und wenn Kleverhusen mal mit seinem Wagen in die Umgebung fährt, wird ihm nachdrücklichst eingeschärft, er solle doch ja rechtzeitig wieder zurück sein, damit die Musik nicht zu kurz komme. Und heute— ausgerechnet heute, da Bach auf dem Programm steht!— bleibt Kleverhusen aus. Wohl an die zwanzigmal läuft Salvermoser aus dem Hause, um auf der Straße nach dem Vermißten Ausschau zu halten, alle Augenblicke sieht er auf die Uhr. Ganz außer Rand und Band ist Ludwig Salvermoser. Wenn er wüßte, daß Kleverhusen nur wenige Häuser von hier entfernt in der Wirtschaft sitzt. Ursprünglich wollte Kleverhusen heute besonders früh nach Hause gehen, denn auch er freute sich auf das abendliche Spiel. Er war noch früh daran und wollte eine kleine Erfrischung zu sich nehmen. Als er den schattigen Kastaniengarten betrat, der hinter der Wirtschaft lag, saß nur ein einziger Gast da, der einen Steinkrug vor sich stehen hatte. Das Aeußere dieses Mannes mißfiel Kleverhusen, der sonst gern mit Ortsansässigen plauderte, so sehr, daß er das entgegengesetzte Ende des Gartens aufsuchte, um sich mit diesem Menschen in keine Unterhaltung einlassen zu müssen. Was Kleverhusen an dem Mann so abstößt, weiß er selbst nicht. Es mag wohl sein Gesamtgehabe sein, sein bauerntheaterhaftes Aufgeputztsein, die gekräuselte Tolle, die in die Stirn gekämmt war, die überaus selbstgefällige Haltung. Aber der räumliche Abstand nützt Kleverhusen nichts, der Mann begrüßt ihn wie einen alten Bekannten. Kleverhusen übersieht diesen Gruß geflissentlich. Den Mann aber stört die offensichtliche Ablehnung in keiner Weise. Er springt auf, ruft durch das Schankfenster:„Wirtschaft! Bedienung!“ und geht dann zu Kleverhusen. „D' Kellnerin kommt gleich“, beginnt er das Gespräch. Kleverhusen dankt sehr ablehnend und kramt in seinen Taschen herum, ob er nicht irgendeine alte Zeitung oder einen Brief finden könne, um darin zu lesen. Aber die Taschen sind leer. Die rechte Rocktasche enthält lediglich ein etwas abgegriffenes Bild von Veronika, das beim Herausziehen der Hände herausfällt und, vom Wind gefaßt, über den Kiesboden getrieben wird. Der Mann eilt dem Papier nach, hebt es auf, besieht es flüchtig und reicht es dem Besitzer. „Ein sauberes Mädel, die Vroni!“ stellt er dabei fest. Kleverhusen nickt und schweigt. „Sie erlauben doch“, fährt der Mann fort und setzt sich, Kleverhusen gegenüber, bin. Der aber wünscht nun noch weniger als vorhin eine Unterhaltung. Der Mann ist ihm maßlos zuwider. Die Kellnerin bringt das bestellte Bier. „Prosit!“ sagt der Mann und trinkt Kleverhusen zu. Der sagt:„Danke!", gibt aber nicht Bescheid. „Nun, warum trinken S' denn nicht, wenn man Ihnen zuprostet?“ „Mich dürstet noch nicht", erwiderte Kleverhusen so norddeutsch wie nur möglich, in der Hoffnung, diesen aufdringlichen Menschen damit abschrecken zu können. Aber da kennt er den Toni schlecht. „Keinen Durst— das gibt's überhaupt gar nicht!“ stellt der Toni fest und bekräftigt diese Ueherzeugung durch einen neuerlichen Schluck. Nach einer Weile trinkt auch Kleverhusen. Er zwingt sich dabei, seinem Gegenüber keinen Bescheid zu geben, und nun macht sich seine gute Kinderstube unangenehin bemerkbar; denn sein Verhalten erscheint ihm selbst ungezogen, und darum trinkt er, als ob er heimlich ein fremdes Glas benütze. „Ja, ja", beginnt der Toni von neuem,„ein sauberes Mädel ist die Vroni schon.“ Kleverhusen schweigt. „Schad ist's nur, daß sie sich in den überspannten Kerl, den Bertl verschaut hat.“ Kleverhusen- tut, als ob er auch dies nicht gehört hätte und kann es trotzdem nicht verhindern, daß er bei der Erwähnung von Bertl in Zusammenhang mit Veronika leicht zusammenfährt. Daß dieser Mann eine so offene Abneigung gegen Bertl zur Schau trägt, bringt ihn Kleverhusen näher, ohne daß er es wahrhaben möchte. Toni hat sofort bemerkt, daß er nun endlich eine empfindliche Stelle berührt hat, und das freut ihn; denn nun, so glaubt er bestimmt, kann er dem Bertl eins auswischen dafür, daß der ihm damals das große Geschäft mit dem Waldkauf aus den Händen geschlagen hat. Er fragt: „Kennen Sie ihn auch, den Bertl?“ „Flüchtig“, lügt Kleverhusen. „Hier kann ihn kein Mensch mehr leiden. Er- tut, als ob er etwas Besseres wäre als unsereiner, und er ist doch schlechter als irgendeiner im Dorf.“ Diese Aeußerung erregt zwar Kleverhusens Neugier, aber er wünscht sich keine Lumpenkumpanei mit diesem Menschen. Auch fühlt er sich Veronika, trotz seiner Gegnerschaft zu Bertl, so sehr verpflichtet, daß er es nicht widerspruchlos hinnehmen mag, wenn jemand ihre Freunde lästert. Darum sagt er: „Seien Sie froh, daß Herr Leitner in diesem Augenblick nicht zugegen ist! Ich glaube, die Antwort, die er ihnen auf solche Verleumdung geben würde, fiele ziemlich handgreiflich aus." Toni lacht verächtlich. „Der mir?! Der geht mir aus dem Wege, wo er nur kann. Der weiß nur zu gut, daß ich ihn ins Zuchthaus bringen kann, wenn ich nur will.“ „Lügen Sie doch nicht, Mann!“ „Wer? Ich— und lügen! Schließlich war ich es, der ihn damals beim Schlingenlegen und Wildern ertappt hat.“" Fortsetung folgt. Gebrauchte Schubkarre zu kaufen gesucht. Ausk. VDZ. Vsn. Fleisch=, Brotund Fettzusatz karte verloren. Wiederbringer erhält Belohnung. Viersen, Bachstraße 127a. 3—4=Zimmerwohnung zum 1.4. oder später in Viersen gesucht. Miete nach Uebereinkunft. Ang. u. J79 an d. VDZ. Viersen. Gewinnauszug 5. Klasse 4. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hehe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III 23. Ziehungstag 8. März 1941 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 6 Gewinne zu 10 000 RM. 154976 237736 6 Gewinne zu 5000 RM. 20279 239647 2 Gewinne zu 4000 RM. 117659 308748 315576 333696 9 Gewinne zu 3000 RM. 278541 331033 341210 39 Gewinne zu 2000 RM. 30514 54449 54845 58410 74146 82535 135609 153486 158820 182485 198655 220066 237110 150 Gewinne zu 1000 RM. 1715 6473 34748 35510 35944 35987 44095 45109 54562 57267 57446 78897 84989 95854 104986 108269 121160 137695 141585 146665 148875 151694 175089 220442 228139 231296 240189 247013 248541 251518 251675 254576 264516 281936 283099 299426 299837 305529 310537 310945 311316 315889 328739 333256 346684 350245 353284 373499 373658 397002 23 Gewinne zu 500 RM. 1787 1988 2197 2679 3038 1061 12070 17336 26433 36009 37082 41923 50254 70592 7922 81461 85606 86354 87716 96045 96605 100817 107652 117019 122964 123708 125897 126579 130894 134099 146279 147019 150791 152360 154246 164468 173304 176514 184405 185407 205708 210009 210893 210944 212796 217108 221269 240 224277 224331 228791 231484 235057 236281 248567 257393 263471 266579 270791 272116 26794 277948 287087 291125 294942 302908 309908 313676 318919 322774 323263 37413 377S7 35543 338945 29339 340509 341385 341878 348587 348978 349837 352503 359590 364692 366639 369811 385560 387083 387133 397344 507 Gewinne zu 300 RM. 10828 15831 16350 16423 2229 2137 24283 24618 26734 27044 27436 39265 40548 43197 49139 50160 51067 51765 53007 61707 63714 64508 65754 6749 70610 71187 73765 76417 78425 84060 86933 87014 87466 89934 91379 91656 9665 97909 90892 98895 99860 102473 104045 104205 106318 110390 110912 113389 113856 114820 115737 116611 122257 125556 126238 126594 130562 132743 134039 136399 139846 140446 140774 143500 14568 145807 145371 152390 156283 157217 159899 160658 165417 169850 170743 175243 181422 181501 184199 190248 190289 194151 196395 197729 198420 198665 200190 201170 204996 206240 207916 211630 216453 216556 227785 274 253 225335 233480 234502 27335 247728 243835 245442 20842 249820 250495 251377 254550 2646% 265164 267628 26777 268903 273580 774948 775477 775702 279890 282288 282560 283131 283295 284896 286219 29048 295165 299634 300629 301557 302776 307063 314650 317247 321045 322441 322957 377929 331881 334123 337362 339040 343493 243817 354140 354999 356738 357499 358336 359430 359509 364019 364356 365293 365890 370835 371465 373815 374688 380813 383973 383975 384590 385567 387138 390290 391633 392567 395119 Außerdem wurden 6498 Gewinne zu je 150 RM gezogen. Im Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu je 500 000 RM. 18 Gewinne zu je 10 000 RM, 6 zu je 5000, 15 zu je 4000, 36 ju je 3000, 111 zu je 2000, 218 zu je 1000, 564 zu je 500, 1008 zu se 300, 13 029 zu je 150 RM. 24. Ziehungstag 10. März 1941 In der Vormittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 und 3 Prämien zu 500000 RM. 2210 9 Gewinne zu 10000 RM. 141554 211535 387419 3 Gewinne zu 5000 RM. 357023 9 Gewinne zu 4000 RM. 69442 78296 153032 30 Gewinne zu 3000 RM. 27807 89808 123624 167487 171013 180527 190244 294860 311436 351139 54 Gewinne zu 2000 RM. 1426 2529 53227 54256 79569 86979 149144 159111 162559 162761 169819 175204 24340 262777 288300 288977 300309 312676 23 Gewinne zu 1000 RM. 3112 17456 27642 39205 45440 55735 58436 58996 87595 99930 102247 110171 114716 149259 152267 154280 167710 164441 176954 182004 192611 213131 214339 224108 237056 255470 257644 270416 290629 29069 300470 338728 341923 343746 347081 351344 353322 358833 382697 391790 393543 267 Gewinne zu 500 RM. 6874 8538 10418 18573 26792 32566 35998 46541 5497 73071 73946 75803 84561 86526 96697 108934 114474 120330 122122 128938 130837 134114 137860 1337/ 139585:41203 155297 164204 166789 170008 175161 18676 2449 203275 208823 218033 219323 220677 5 23965 77 224806 226470 226949 277153 228530 231085 734306 241199 250938 251443 267143 270230 27037 271991 281268 284216 284519 286235 290127 290819 29270 294351 295913 299061 315481 324604 326700 331477 331597 332695 337501 346156 378727 360853 361263 364621 364024 372336 379632 380586 384411 393665 393726 398441 398631 399044 510 Gewinne zu 300 RM. 3840 6487 9256 11761 13834 13982 16865 17999 18343 18465 19898 22703 27494 27652 28224 28654 30833 33277 33681 36461 44329 44834 45044 45077 45679 45765 48129 49291 49678 50021 51025 51464 55019 56931 58774 64965 65568 65778 66095 67485 70294 71706 72696 74296 75753 79637 80014 81120 91036 99634 100352 104046 10441 113820 117146 119467 120739 124197 25059 17899 131787 132115 132705 150910 152145 155245 155810 157436 162617 162730 165384 165682 167221 170024 172259 174480 174544 174891 174924 176825 177592 177858 179708 187007 189772 194983 199633 204991 206815 208702 208800 209548 211186 214338 216753 218180 221888 226420 226526 227083 277857 232779 241486 242998 244512 245042 247151 248493 250975 253976 254432 254727 260267 260434 266029 266292 267316 268434 26920° 269226 269331 270903 771049 21210 774112 24155 275186 284689 287646 291523 791866 292495 294890 298921 302788 302510 306855 309313 309906 315694 317278 319702 323235 328674 327065 377280 327628 328217 331450 331718 334708 341742 343352 347264 353544 356877 361373 362664 377670 383411 385575 388435 390535 391336 392691 396076 396879 397337 399438 399990 Außerdem wurden 6492 Gewinne zu je 150 RM gezogen. Gewinnauszug 5. Klasse 4. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lese gleicher Rummer in den drei Abteilungen I, II und 1II 24. Ziehungstag 10. März 1941 Jn der Nachmittagsziehung wurden gezogen 6 Gewinne zu 10 000 RM. 122690 370162 3 Gewinne zu 5000 RM. 333696 6 Gewinne zu 4000 RM. 59808 314483 6 Gewinne zu 3000 RM. 43283 335159 57 Gewinne zu 2000 RM. 8431 32485 33580 73483 73824 77639 81528 102545 141708 143241 220009 229881 243024 257433 293760 366662 381506 382716 39469 90 Gewinne zu 1000 RM. 10115 12353 27567 43762 59133 66896 94361 96060 102491 105047 105750 108770 119943 134711 147408 149539 174166 202553 234160 236800 268501 273125 279970 313548 314060 329940 329985 362247 36657 396658 297 Gewinne zu 500 RM. 332 768 867 1523 4022 8664 8952 11689 12172 14920 19877 23019 24818 42729 47848 56192 61776 65561 65564 67196 69125 70468 73298 76507 87674 95461 95904 100987 105348 110405 111162 111403 12231 123837 127245 127758 136661 138595 142103 147712 148268 148745 156410 165997 170071 173055 177236 18389 183989 194128 195165 196935 201184 208286 225668 229416 235042 239563 243225 243268 243470 244191 244265 246696 250002 250823 251382 251545 261605 270279 276298 278699 285721 295107 296553 296746 300497 300797 301062 30490 307209 317384 321125 331855 333378 344104 351083 352584 356014 358262 360812 361888 362395 370070 373245 377904 379810 378212 399784 498 Gewinne zu 300 RM. 964 2477 8795 9390 11252 12685 13059. 16529 18998 19893 21441 22467 26591 27994 34513 35382 38186 43173 43857 44080 44856 48751 49002 51527 51613 52185 52973 56699 57474 57767 62477 71302 71799 74435 74663 77447 88145 88602 97841 101401 104749 115664 119462 123491 126446 126940 127885 128169 130567 133255 137603 139519 140151 142047 142364 142394 143698 44479 125331 147084 148124 148658 151567 153686 155309 156586 156740 159447 161082 164220 164422 170491 172172 184074 185569 186137 188831 191273 199501 203168 203902 204407 204563 205224 224774 226203 277356 27742 2830 229977 230698 231410 232626 237746 237879 240361 240676 241221 242615 246602 251400 253235 262549 262821 266376 268263 274457 278077 279213 285216 293477 296118 299424 304303 305356 307819 308144 309633 315518 317750 221508 326070 329514 329980 33319 333298 334235 334287 336050 336972 340058 341704 342955 347088 348366 350914 35411 354226 355004 357840 360625 360648 361980 363841 364107 364649 3667 369935 370670 375818 377473 380121 380509 382499 382992 383181 383322 386990 387085 388732 38794 391777 991947 393364 394055 399480 Außerdem wurden 6537 Gewinne zu se 150 RM gezogen. Die Ziehung der 1. Klasse der 5. Deutschen Reichs= lotterle findet am 18. und 19. April 1941 statt. Nr. 60/0r. Zahrg Bereinigte Dreistädte=Zeitung Mittwoch, M. Märg 1941 VT-Glossen zum Tage Küsten und Häfen Englands Die wehrgeographische Grundtatsache, die bei der Beurteilung aller englischen Angelegenheiten entschei dend ist, liegt darin, daß die englische Hauptinsel die Nordsee vom 50. bis zum 56. Grad nördlicher Breite (entsprechend der Ausdehnung von Frankfurt a. M. bis Bergen in Norwegen) vom Atlantischen Ozean trennt und damit auch absperrt. Die äußeren Kon turen der Insel, also ihre Küsten, sind durchaus nicht einheitlich. Die Ostküste unterscheidet sich von der Westküste dadurch, daß sie sehr viel weniger gegliedert ist. Die Westküste ist wild zerrissen, die Ostküste zerfällt in drei verschiedene Partien. Die Südostküste(einschließlich fast der ganzen Südküste) ist charakterisiert durch die weißgrauen Kreideketten, die in Struktur und Höhe an die Kreidefeksen von Stubbenkammer auf Rügen erinnern, sich aber sehr viel weiter ausbehnen. Nördlich von Dover gegen London zu und dann weit hinauf bis an die schottische Grenze ähnelt dagegen die englische Küste der holländischen oder deutschen Nordseeküste. Und das kommt auch nicht von ungefähr. Vor Zehntausenden von Jahren hing England mit dem Festland noch durch eine Landebrücke zusammen und die Themse war— ein Nebenfluß des Rheins. Das Bild ändert sich sofort, wenn wir weiter nach Schottland gehen. Schottland erinnert in seiner Küstengestaltung an das gegenüberliegende Norwegen, nur daß die Ostküste bei aller starken Gliederung doch weniger wild ist als die schottische Westküste, wo die Felsen ganz unvermittelt jäh in die vielen Fforde abstürzen und die Bewohnbarkeit so stark gemindert ist, daß sich die Füchse Gute Nacht sagen. Ueberhaupt muß man sich auch wehrgeographisch den scharfen Unterschied zwischen dem englischen und dem schottischen Teil der britischen Insel ganz klar vor Augen rücken, der— nebenbei gesagt— der britischen Innenpolitik ziemlich viel Pein macht. In England wohnen auf einer Fläche von 151 000 akm rund 40 Millionen, in Schottland auf einer Fläche von etwa 77000 gkm 4,8 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsdichte beträgt also in England 267, in Schottland aber nur 63 Menschen auf den Quadrakilometer. Die englischen Häfen sind durch die natürliche Tatsache charakterisiert, daß der Einfluß von Ebbe und Flut viel stärker als in Hamburg oder Bremen ist. Der Unterschied der Gezeiten beträgt bis zu 12 Metern! Um die darauf folgenden Mißlichkeiten für das Ent= und Beladen auszugleichen, sind fast in allen Häfen große Hafenbecken errichtet worden, die den Wasserstand regulieren und von den Gezeiten unabhängig machen. Man bezeichnet diese Hafenbecken auch als Docks. Gegen sie hat sich in den letzten Wochen so mancher deutsche Luftangriff gerichtet. So reich England an natürlichen Häfen ist, so sind doch verhältnismäßig nicht allzu zahlreiche Häfen voll ausgebaut. Zum Ausbau der Häfen gehören die erwähnten Hafenbecken, dann Ufermauern(Kais) Lagerhäuser, Krahne, Hafenbahnen und schließlich der Anschluß an die großen Eisenbahnlinien. Wenn diese besonderen Hafenanlagen zerstört oder auch nur gestört sind, so verzögert sich die Abwicklung ganz außerordentlich. Die verhältnismäßig geringe Zahl der ausgebauten englischen Häfen hat dazu geführt, daß die Bahnen, die die Häfen mit der eigentlichen Industrie und Verbraucherzentren verbinden, ungemein luftempfindlich sind. Daher kehren auch die Namen derselben Häfen so häufig in den Wehrmachtsberichten wieder. Die schimpfende„graue Eminenz" In den Jahren vor der englischen Kriegserklärung vom 3. September 1939 haben wir uns sehr oft mit Sir Robert Vansittart beschäftigt, dem Staatssekretär im Londoner Außenministerium und späteren „diplomatischen Hauptberater“ der britischen Regierung. Vansittart entstammt einer im Indiengeschäft reich gewordenen Familie und pflegt geflissentlich das Renommée eines geheimnisvollen Diplomaten von etwas altväterischen Manieren, der auch auf dem Gebiet der schönen Literatur heimisch ist. Dieser Mann hat jetzt unter dem Titel„Black Record“ (Strafregister) eine Flugschrift für 25 Pfennige herausgebracht, in der Deutschland und das deutsche Volk maßlos beschimpft werden. Mit zwei Sätzen läßt sich der Inhalt zusammenfassen:„Deutschland war immer verbrecherisch seit den alten Germanen; alle Deutschen ohne Ausnahme sind Verbrecher. Dabei steigert sich die britische„graue Eminenz“ zu folgendem Wutausbruch:„Die Deutschen sind ein Volk von Lustmördern". Vansittart will persönlich in Bonn gesehen haben, daß eine tobende Volksmenge zin Kind erschlagen habe, weil es ein Stück Brot getohlen hätte. So absurd es scheinen mag, so hat diese Schmähschrift den tosenden Beifall der englischen Presse gefunden. Geradezu lyrisch wird ein Kritiker, der schreibt:„Sir Robert ist zu lesen, als genösse man Glas um Glas eines feurigen Rauschtrankes des Orients, der die stärksten Spirituosen des Westens wie gewässerte Milch erscheinen läßt." Nach sehr starkem Alkohol, ja sogar nach delirium tremens schmeckt allerdings die Schrift Vansittarts. Ein anderer Kritiker schreibt:„Sir Robert beweist, daß es möglich und im Augenblick sogar lebenswichtig ist, ein ganzes Volk zu verurteilen. Die Anklageschrift ist fürchterlich; weißglühend vor Haß gegen die Deutschen, schonungslos im Urteil über sie und leidenschaftlich in der Forderung, daß sie für ihre verbrecherische Barbarei selbst barbarisch bestraft werden sollen, koste es, was es wolle. Man kann keinen Fehler in der Arbeit finden, die für ihn offenkundig eine Arbeit der Liebe(!) ist.“ Die aktuelle Verdunkelung Die Amerikaner sind sehr smarte und tapfere Leute, und der seinerzeitige Ueberfall der Marsbewohner läßt sie nicht ruhig schlafen. Obwohl von Japan ungefähr 7000 km getrennt, haben sie an ihrer Westküste, also im Stillen Ozean, mit Verdunkelungsübungen begonnen. Der Anfang wurde mit Seattle, einer Stadt von 400 000 Einwohnern in der Nähe der kanadischen Grenze, gemacht. Man darf annehmen, daß bald auch San Franzisko mit einer schreckhaften Berbunkelung darankommt. Die erkannte Intrige Von unserem Korrespondenten Heins Schroeter bsch Belgrad, im März Die Ratifizierung des jugoslawisch=ungarischen Freundschaftsvertrages, der am 12. Dezember 1940 in Belgrad unterschrieben wurde, erfolgte ganze zwei Monate später, als es ursprünglich vorgesehen war. Die Ursache dazu darf allerdings nicht in irgendwelchen politischen Gründen gesucht werden, sondern lediglich in der Erkrankung des damaligen ungarischen Außenministers, Istvan Csaky, die— wie bekannt— den Tod des ungarischen Diplomaten zur Folge hatte. Es war somit seinem Nachfolger Bardossy beschieden, den jugoslawischen Außenminister Dr. Cincar=Markowitsch in Budapest zum Austausch der Ratifikationsurkunden zu empfangen. Dieses Ereignis, welches jetzt schon geraume Zeit zurückliegt, hat aber eigentlich noch nichts an seiner Aktualität verloren, da der Eindruck des Abkommens ein wahrhaft großer war. Die viele Jahrhunderte alten Beziehungen der beiden Nachbarn wurden jetzt zu beiderseitigem Nutzen neu geformt, was mit anderen Worten heißt, daß das Gefühl für die realen Notwendigkeiten bei beiden Teilen stark genug war, um die ehemaligen Streitigkeiten ins Vergessen zu rücken und ein neues Blatt in der politischen Geschichte des Donauraumes aufzuschlagen. Ohne Zweifel ist damit viel getan, denn die Spannungen zwischen dem Trianon=Ungarn und seinen Nachbarn waren noch vor ganz kurzer Zeit eines der gefährlichsten Geschwüre an dem siechen Körper Europas nach Versailles. Daß es ohne einen gewaltsamen Schnitt geheilt werden konnte, wird in Belgrad allgemein nur der reibungslos harmonisierenden Zusammenarbeit der beiden Achsenpartner beigemessen, die im reichen Maße bei der Krise der früheren Tschecho=Slowakei, wie auch bei der Revision der rumänischen Grenzen zum Ausdruck kam. Die jugoslawische Oeffentlichkeit erblickt daher auch hinter dem jugoslawisch=ungarischen Freundschaftsvertrag die Silhouetten Deutschlands und Italiens, die durch ihre gesamte Südost=Politik nicht nur die Idee eines solchen Paktes als logisch hinstellen, sondern auch den Rahmen und die Möglichkeit zu einer friedlichen Einigung boten. Vorerst mußte der politische Einfluß Englands aus einem großen Teil des Südostens verschwinden, denn England— das erkennt man in Belgrad jetzt ganz klar— war nie an einer tatsächlichen Beruhigung des Balkans interessiert. Immer wieder in der Geschichte der letzten Jahre fand man die Spuren britischer Beeinflussung bei Revolutionen, Aufständen oder Kriegen auf dem Balkan. Die Rolle eines Friedensapostels konnte England schon deshalb nicht spielen, weil diese vom Kriegsschicksal heimgesuchten Völker, von den Intrigen Englands verschont, nichts Eiligeres zu tun gehabt hätten, als sich untereinander zu verständigen, um sich ganz ihrem inneren wirtschaftlichen Aufbau zu widmen. Dieser aber hätte den Einfluß der angrenzenden Großmächte automatisch, und zwar auf Kosten des wirtschaftlich weit weniger interessierten Englands gestärkt. Um dieser friedlichen Organisierung der Balkanvölker vorzubeugen und sein politisches Zepter auch weiterhin im Südosten schwingen zu können, griff England zur Intrige und bediente sich bald dieses, bald jenes Staates als Werkzeug. Geopfert wunden dabei aber jedesmal alle beteiligten Balkanvölker gleichmäßig. Ein klassisches Beispiel bildet in dieser Beziehung die Förderung der Aufstände in dem einstigen Osmanischen Reich unter der Maske eines Kampfes gegen den türkischen Vampyr, während gleichzeitig den Chinesen unter den drohenden Rohren englischer Kanonen das gesundheitsvernichtende Opium aufgedrängt, der Freiheitskampf der Inder mit Bajonett und Galgen zu Boden gerungen und die Schlinge am Hals der irischen Selbständigkeit bedrohlich fester gezogen wurde. Dabei aber wurden die Balkanvölker niemals tatsächlich im Kampf gegen die Osmanen unterstützt und verbluteten gewöhnlich im aussichtslosen Ringen gegen den überlegenen Bedrücker. Das Ziel Englands aber war erreicht: Die innere Widerstandskraft des Sultanats wurde zusehend schwächer und die wankende Lage an den Dardanellen gab immer wieder Anlaß zu Erfolg verheißenden„Interventionen“. All dies aber konnte nicht verhindern, daß viele Balkanvölker ihren richtigen Weg nicht nur erkannten, sondern auch einschlugen, denn in Budapest verknüpfte sich das jetzt größte Balkanland, Jugoslawien, in ewiger Freundschaft mit dem im Dreimächtepakt eingeschalteten Ungarn. Die dynastische Verwandtschaft zwischen Jugoslawien und Rumänien, der ewige Freundschaftsvertrag zwischen Jugoslawien und Bulgarien, die türkisch-bulgarische NichtangriffsDeklaration, die Verständigung zwischen Rumänien und Bulgarien in Craiowa und schließlich die traditionelle Freundschaft zwischen Ungarn und Bulgarien sind nur weitere Glieder an der Kette, welche die Balkanländer unter sich und darüber hinaus an die Großmächte Europas bindet, die einer befinitiven Befriedung des Balkans schon durch den Kampf gegen das englische Intrigennest entgegenkommen. Gerade deshalb ist der Besuch des englischen Außenministers Eden in Ankara, der parallel mit demjenigen Cincar=Markowitsch' in Budapest erfolgte, nie anders bewertet worden, als wie das ohnmächtige Winden einer dem Tode geweihten Schlange, die noch im letzten Augenblicke versucht, das Gift ih einem neuen Opfer einzuspritzen. rer Zähne Nachts über einen Balkanpaß Vom Kriegsberichter Günther Heysing In Bulgarien, 9. März(PK=Bericht). Viele der Straßen, auf denen die Truppen des deutschen Heeres in Bulgarien einmarschierten, treffen sich, von Rumänien und den großen Donaubrücken herkommend, in einer kleinen bulgarischen Stadt, wo aus den zahlreichen Kolonnen durch geschickte Verkehrslenkung eine einzige nicht mehr abreißende Marschsäule geformt wird, die von hier aus über die Pässe des Balkans weitermarschiert. So ist der Ort, in den tafelartigen Vorbergen des Balkans gelegen, zu einer deutschen Kolonnen- und Nachschubstadt geworden, wie sie alle Soldaten aus dem Polen= und vor allem aus dem Westfeldzug mit ihrem typisch militärischen Straßenbild kennen. Die Stadt selbst zählt zu den schönstgelegenen Europas. Nun rollen hier ununterbrochen die Kolonnen des vormarschierenden deutschen Heeres, und unsere Landser können ihre herrliche, einzigartige Umgebung von ihren Lastwagen und Zugmaschinen, Panzern und Beiwagenkrädern aus bewundern, wenn sie das Glück haben, am Tage durchzuziehen. Ein packendes militärisches Bild Von hier steigt die Straße zum Paß allmählich an, um nach einigen Kilometern den Fuß des sich steil auftürmenden Balkangebirges zu erreichen, der dieser ganzen südosteuropäischen Halbinsel ja seinen Namen gegeben hat. Die gutgehaltene Straße ist mit den vorrückenden deutschen Truppen dicht belegt. Es wird alles getan, um den Strom der Kraftfahrzeuge in steter Bewegung zu halten und keine Marschstockung eintreten zu lassen. Wer eine Panne hat, wird von der Straße entfernt. Die Bewegung der vielen Lastwagen, der Schwärme von Kradfahrern, der Panzer, Kübelwagen, Omnibusse, der schweren Zugmaschinen und Mannschaftstransportwagen ist langsam aber stetig durch alle Steigungen und Gefälle, Kurven und Kehren, sie mögen nun schwerste Geschütze, Pioniergerät wie Pontons, Motorboote, eiserne Brückenträger oder sonst etwas hinter sich herschleppen. Es ist ein packendes militärisches Bild, hoch von oben einen Teil der Straße zu überblicken und dann überall auf ihrem hellen Bande, das sich aus den dunkleren Waldbergen klar hervorhebt, wie riesige Schildkröten die schweren Kraftfahrzeuge emporkriechen zu sehen uno zu hören, wie ihr tiefes dumpfes Brummen aus den Tälern widerhallt. Um das deutsche einmarschierende Heer reibungslos über die Balkanpässe vorziehen zu können, ist natürlich eine blitzschnell arbeitende Organisation zur Regelung des Verkehrs notwendig. Man merkt ihren Einsatz an den Verkehrsposten und den Straßenstreifen auf Beiwagenmaschinen, an den Warnungsschildern:„Lange Steigung: zweiten Gang einschalten!“ oder an Mitteilungen wie:„Letzte Wasserstelle vor Paßhöhe!“ Auch daß oben in den höchsten Kehren der Schnee von der Straße heruntergeschafft ist und sich meterhoch neben ihr auftürmt, läßt an die Organisation denken. An steilen Abgründen vorbei Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen ist die Fahrt aber alles andere als eine Spazierfahrt. Besonders nachts können die steilabfallenden, nicht gekennzeichneten Abgründe zum Verhängnis werden, da die Straße durch kein Geländer oder Bord eingefaßt ist. Hat unten in den Auffahrtsstraßen ein dichter lehmbrauner Staub die Sicht beschränkt, so herrscht auf dem Paß meist Nebel, der dann besonders nachts unangenehm ist. Jeder Kraftfahrer hängt sich dann dicht an den Vordermann, dessen Rücklicht sein Leitstern ist, dem er stur nachfolgt. Aber auch das reicht nicht allein aus, um Unfälle zu verhüten. So fuhr in unserer Kolonne ein Halbkettenfahrzeug mit einer Gruppe Schützen hinter einem Krad einher. Der Fahrer achtete nur auf das kleine rote Licht des Vordermannes, nach dem er sich in Tempo und Marschstraße richtete. Als der Fahrer einmal für Sekunden nicht aufpaßte, war das Licht verschwunden, um erst nach etwa vierzig Metern wieder aufzutauchen. Natürlich fuhr er nun darauf zu. Es entging ihm dabei, daß die Straße inzwischen um einen schmalen, aber tiefen Abgrund herumgeführt war, um dann in der alten Richtung weiterzulaufen. Einem sechsten Sinn des Fahrers, der nach bremste, als die Vorderräder schon im Leeren hingen, verdanken die acht Schützen ihr Leben. Sie kletterten äußerst vorsichtig hinten aus ihrem Fahrzeug und hatten anschließend Gelegenheit, ihren neuen„Geburtstag“ zu feiern. Ihr Wagen wurde von dem Nachfolger von der Schlucht, aus der tief unten aus dem Nebelgewölk ein Wasser rauschte, zurückgezogen. und alle Fahrer rings um den Paß fluchten über den Stop, der sich natürlich kilometerweit auswirkte. Bei der Abfahrt bot sich in dem engen Flußtal, an dessen Steilhängen die Straße in Serpentinen eingesprengt ist, ein malerisches Bild. Man sah nun in der Nacht nur noch die Lichter der unzähligen Wagen, die, aus schmalen Schlitzen strahlend, abwärts wanderten. Da man nun die Fahrzeuge je nach ihrem Standort sah, ergaben sich jeweils Galerien von weißen Lichtern, die aus den schmalen Schlitzen der Scheinwerfertarnkappen glimmten, und von roten Lichtern der Schluß= und Stopzeichen. In den Bergwinkeln, durch die die Straße führte, saßen die Wegwärter vor Schilfdächern, die sie schräg an die Felsen gestellt hatten und vor denen ein Feuer brannte, und sahen sich, Hammelfleisch und Brot kauend, das Wunder an, das als deutsches Heer Tag und Nacht südwärts über den Balkan marschierte. Die klugen Waschbären Prag, 11. 3. Einem Schulleiter in Klein=Donanitz bel Pardubitz waren kürzlich zwei Waschbären entwichen, die trotz eifrigen Suchens in der ganzen Umgebung nicht ausfindig gemacht werden konnten. Nunmehr wurden die Ausreißer durch einen Zufall entdeckt. Die klugen Tiere hatten sich im Nachbardorf in der Scheune des Pfarrers unter dem Strol versteckt und verließen ihr Versteck nur des Nachts, wenn sie auf Nahrungssuche ausgingen. Der Verräter schlummert nicht Von unserem Gerichtsberichterstatter P.A.N. Dekten pad Berlin, im März Alfred, forsche Sturmtolle, kornblumenblauer Pullover mit Reißverschluß, trat in der Gerichtsverhandlung mit der kühnen Zuversicht eines Mannes auf, der das freisprechende Urteil in der Tasche knistern fühlt. Vorstrafen? Gott tja,„Dummheiten“ mache jeder einmal! Einmal habe er sich aus einer Ladenkasse 30 Emm und ein zweites Mal, auf dem Fahrradsattel stehend, mit einem langen Draht durch ein Oberlichtfenster einen Ballen Stoff geangelt. Sonst aber sei er eine„ehrliche Haut". Er wolle den sehen, der ihm etwas Krummes nachsagen könne! Kupon 229 Wie lag der neue, krumme Fall? Ein gewisser Knäblein war aus Pommern nach Berlin gereist und hatte dort bei der Heilsarmee Logis genommen, wo auch Alfred domizilierte. Knäblein gab seinen Koffer beim Heimwart ab und erhielt als Kennmarke den Kupon 229. Am gleichen Abend klönte Alfred, er wolle sich auf einer Arbeitsstelle vorstellen, habe aber keine salonfähigen Treter. Der Schaden ließe sich beheben, wenn Knäblein aushelfe. Der, gutmütig, meinte, in seinem Koffer befänden sich zwo Paar Stiefel, schwarze und braune. Alfred möge sich die schwarzen holen, hier sei der Kupon 229. Gegen Ueberreichung dieser Marke werde der Heimwart den Koffer aushändigen. Alfred sollte aber nicht vergessen, das Gepäckstück wieder zurückzugeben. Hocherfreut nahm Alfred das Anerbieten an. Leider verabsäumte er die Hauptsache, nämlich die Rückgabe des Koffers. Statt dessen angelte er sich den Kupon 229 aus den Belegen des Heimwarts wieder heraus, so daß dieser in größte Verwirrung geriet und nicht wußte, was gespielt wurde. Fest stand nur, daß der Koffer verschwunden war. Wer hatte ihn? Alfred sagte:„Ick habe den Koffa zerickjejeben. Hia is ja der Kupon!“ Man ließ sich aber kein X für ein U vormachen und zeigte Alfred an. Was steht da unterm Bett? vor „Die Sache liegt ganz klar!“, verteidigte sich Alfred AEUAM. bericht.„Wer weeß, wea den Kona jerlaut har, wo ick doch den Kupon jehabt habe. Bei mia kann keena ran!" Wie geschickt hatte doch Alfred das Kind geschaukelt! Doch der Verräter schlummert nicht. Der Zeuge Knäblein konnte dem Gericht die überraschende Botschaft machen, daß einige Stunden vor dem jetzigen Termin der Koffer mit dem Kuponzeichen 229 aufgetaucht war, und zwar ausgerechnet in einer versteckten Nische unter Alfreds Bett. Allerdings nur der nackte Koffer! Die braunen Schuhe, sechs Hemden, Taschentücher usw. blieben nach wie vor verschollen. Wie ein aufgepickter Kinderballon kroch Alfred bei dieser Nachricht in sich zusammen:„Wie is denn det Ding da bloß hinjekomm? Ick bin baff!" Es klang zögernd, unsicher, lange nicht so kühn wie zu Beginn der Verhandlung. Alfred zog es dann auch vor, die wegen Unterschlagung verhängte Gefängnisstrafe von drei Monaten ohne weitere Berufung auf seine„ehrliche Haut“ zu nehmen. Herta auf blau In einer anderen Gerichtsverhandlung handelte es sich um eine Herta, die, was ihre Kleidung anging, ganz auf blau eingestellt war. Der Ausschnitt ihres Kornblumenmantels gab das zarte Himmelblau der Bluse frei, und darunter wiederum buftete ein Ahnen von Heliotrop. Um so mehr stachen die beiden silbernen Springer ab, die an langen Schaukelketten von den Ohrläppchen herunterbaumelten und je mit einem blutroten Auge feurig in die Welt guckten. Wer Symbolik zu deuten versteht, mochte gerade aus dem Ohrenschmuck allerhand herauslesen. So transusig sich Herta in der Anklagebank gab, so springlebendig meisterte sie das Privatleben. Wie ein richtiger Springer auf dem Schachbrett liebte sie Ueberquersprünge. Letzthin allerdings war sie zu kurz gesprungen und auf einem falschen Feld gelandet. Vier Wochen Gefängnis wegen Diebstahls hatte EAA tor der Feylsprach eingebracht. Jest paur Staatsanwalt schon wieder etwas an Hertas Sprungtechnik auszusetzen. ... daß die Hängespringer wackelten! Eines Tages— die Bäume hatten bereits ausgeschlagen, und allenthalben sprangen die Knospen um die Wette— kam Herta am frühen Nachmittag an einer idyllischen Ruhebank vorbei, auf der sich ein versonnener Mann sonnte. Diese Chance ließ sich Herta nicht entgleiten. Sie setzte sich ans andere Bankende, schlug die Beine grazil übereinander, wippte mit den nicht meyr ganz ladenneuen Pumps und verlor— welch tückischer Zufall— ihren Handschuh. Die Versonnenheit des Kavaliers— er hieß Friedrich— sprang jäh entzwei. Er sprang auf, ging in die Kniebeuge und bot Herta kavaliersgewandt den Entsprungenen. Dabei sahen sich die beiden in die Augen. Beider Herz machte einen Sprung, und schon war eine gewisse Harmonie gekittet, die in einem gemeinsamen Tageskinobesuch mit anschließender Molle hinüberklang. Friedrich ließ, damit seine Vorzüge so recht in die Augen sprängen, auf Hertas andeutungsweisen Wunsch hin sogar drei Brötchen mit weicher und harter Wurst— gegen Marken natürlich— sowie mit Käse springen. Als Friedrich das Portemonnaie— es enthielt 15 Flöhe— zücken und sie springen lassen wollte, war es weg. Auch Herta war weg. Friedrichs Wohlwollen sprang in Unwillen um. Er lief zur Polizei. Dort fragte man:„Wer ist Herta? Vor allem, wo ist sie?" Ohne dieses kriminalistische Sprungbrett seien polizetliche Maßnahmen aussichtslos. Heftig bewegt, verließ Friedrich die Wache. Hätte er Herta jetzt zwischen die Finger bekommen, er wäre mit ihr nach Gebühr umgesprungen. Er sprang aber auf einen Autobus und gondelte zum Alex. Dort— ja, war denn das moglich? War das nicht Herta, die da in funkelnagelneuen Pumps über die Fahrbahn sprang? Friedrichs Inneres machte einen Hechtsprung. Er sprang hinterher und Herta an den treulosen Kragen, daß ihre rubinäugigen Hängespringer nur so wackelten. Bis zu Nummer Sicher im roten Haus am Alex (Polizeipräsidium) war's nur ein Katzensprung. „Diebstahl,“ sagte der Richter.„Drei Monate zum Abgewöhnen. Sie sehen, Angeklagte, was bei folchen Seitensprüngen herausspringt!“ t. il 1 8 3 n u 2 Die Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen gestern gegen 5 Uhr, meine gute Frau unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau kartenfreien DALLI-Artikel zu verwenden, bedeutet Sicherheit fürgutes Waschen und Garantie für Wäscheschonung. 4 DALNA DALU-Beicsede DAUI-P Daun auor Erhältlich Im Kaufhaus LAMI Viersen Am Montag, dem 10. März, gegen 23 Uhr, wurde unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Wwe. Gottiried Looser Elisabeth, geb. Stroepen, von langem, schmerzhaftem Leiden durch den Tod erlöst. Sie starb im Alter von 64 Jahren. Um stille Tellnahme und ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten Peter Loeser und Frau Else, geb. Wersch Hans Donkels und Frau Aenne, geb. Looser Teni Kother und Frau In Loones und Fra Mlde Ler und fünf Enkelkinder. Viersen, den 12. März 1941. Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 14. März, morgens 9¼ Uhr vom Sterbehause Burgstrasse 66 aus, anschliessend die feierlichen Exequien um 9,30 Uhr in der St. Remigiuskirche. Hierzu wird freundlichst eingeladen. Weißze Spülsteine billig. Gebr. Erdtelt, Viersen, Hauptstraße 43. TrauringSchmiede Martin Kamps, Vsn., Florastr. 2 Schweine, junge, 6-10 Wochen alt, zu verkaufen. Schweinehandlg. Küsters, Viers., Gereonstr. 48 Telefon 3422 Schöne junge verhauft blick, Dülken=Nette 47. Gebrauchte zu kaufen gesucht. Angeb. unt. D 291 VDZ. Dülken. Danksagung. Für die so vielfach ausgedrückte Anteilnahme an der Trauer um unseren unvergesslichen Vater sagen wir allen tiefgefühlten Dank. Mathilde Leven Dr. Wilhelm Leven Viersen/Rees, im März 1941. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Kranzund Blumenspenden beim Heimgange meines lieben Gatten sage ich hierdurch allen Verwandten, Bekannten und Nachbarn, besonders der Molkereigenossenschaft Viersen, der Pferdeversicherung Viersen, der Ortsbauernschaft Helenabrunn und dem Verein ehem. 349er Rheydt und Umgegend meinen herzlichen Dank. Frau Wwe. Dewey Gei ru l. geb. Anstöhs. Viersen. Im März 1941. Hans Kleudgen Obergefreiter Eleonore Kleudgen geb Vootz Vermählte DeIken. 13. März 1941 41 z Zt. im Felde Junge, hochtragende Zwangsversteigerung 12. 3. 1941 sollen in Dülhen, Treffpunkt der Käufer, 6, folgende Gegen1 Büfettschrank, 1 Kredenz1 Kronleuchter, 1 Schreibna. m. öffentlich, meistbietend, gleich bare Zahlung versteigert Rixen, Obergerichtsvollz. in Dülken. stände shrank, Ganz neuer Pelamautel Gr. 44-46 zu verkaufen. Daselbst Puppensportwagen zu kaufen gesucht. Auskunft VDZ., Viersen zu verhaufen. Joh. Triener. Schaag. Spemk 8 Ehrliches Mädchen f. Geschäftshäushalt bei vollem Familienanschluß gesucht. Auskunft VDZ, Dülken. Putfrau gesucht. Frau Alions Michels Dülken, Friedenstraße 4. Einige Fubren Erde zum Auffüllen zu kaufen gesucht. Sücht., Neustr. 27 Guterhaltener Kinderportwagen zu kaufen gesucht Viersen, Bockerterstr. 18 SeidenSchal in der Tonhalle Waldniel gesund Abzuholen Waldniel=Hostert 12. geb. Berten Mitglied des 3. Ordens vom hl. Franziskus nach längerem mit grosser Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 64 Jahren in die Ewigkeit abzuberufen. Um stille Teilnahme und ein frommes Gebet für die liebe Verstorbene bitten die trauernden Hinterbliebenen. Viersen, Kassel, Süchteln, Köln, den 10. März 1941. Die feierlichen Exequien mit anschliessender Beerdigung sind am Freitag, dem 14. März 1941, 9 Uhr in der St. Josefskirche(20 vor 9 Uhr vom Sterbehause Hammerkirchweg 72). Hierzu wird frdl eingeladen. Wer aus Versehen eine besondere Einladung nicht erhalten hat, möge diese als solche betrachten. Bekanntmachung Die Zahlung des Familienunterhalts an die Angehörigen der zum Wehrdienst Einberufenen erfolgt für die Zeit vom 15. 3. bis 31. 3. 1941 im Stadthaus 3, Adolf=Hitlerstraße 14 und zwar für die Buchstaben: A-B Donnerstag, 13. März v. 8½— 9½ Uhr C-E„„„ 9½—10½„ F—G„„„ 10½—11½„ H„„„ 11½—12½„ J—K„„„ 15—17„ L—M Freitag, 14. März„ 8½— 9½„ N-P„„„ 9½— 10½„ R—S„„„ 10½—11½„ Sch-T„„„ 11½—12½„ U—Z„„„ 15—17„ Die angegebenen Zeiten sind unbedingt einzuhalten. Die Angehörigen derjenigen Einberufenen, die inzwischen wieder entlassen wurden, haben den Tag der Entlassung sofort im Zimmer 208 oder 209 zu melden. Falls der Einberufene Kriegsbesoldung bezieht, ist dies auch sofort anzuzeigen. Der Familienunterhalt wird- ab 1. April 1941 nur noch einmal monatlich gezahlt und zwar im voraus. Die Büros sind nur vormittags geöffnet. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung Auf den Abschnitt N29 aller Nährmittelkarten werden bis zum 12. 4. 41 je Abschnitt 125 g Schokoladenerzeugnisse ausgegeben Die Händler haben die belieferten Abschnitte bis zum 20. 4. 41 gegen Empfangsbestätigungen einzutauschen. Der Landrat EA. Abt. B Der liebe Gott nahm heute gegen 12“ Uhr unsere liebe Tochter und Schwester nach langem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, zu sich in den Himmel. Um stille Teilnahme und ein Gebet bitten Die trauernden Hinterbliebenen Viersen, Welkenrath, Süchteln-Vorst, den 10. 3. 1941. Die Exequien mit anschliessender Beerdigung finden statt, am Donnerstag, dem 13. 3. 1941, um ½9 Uhr in der St. Joseiskirche, 8 Uhr vom Trauerhause Robend 151 aus. Hierzu wird freundlichst eingeladen Schriftsetzer und Anlegerin gesucht. Buchdruckerei H. Schnorr, Dülken. Vieh= u. Juventarversteigerung zu Viersen Am Donnerstag, dem 13. März 1941, vorm. 10 Uhr, lätzt Herr Josef Heckers, Viersen, Oberrahserstr. 41, wegen vollst. Aufgabe der Landwirtschaft daselbst: 1 10 Monate altes Rassefohlen, 2 Rinder 1½ jährige, 1 Breit=Dreschmaschine(Holthaus), mit doppelter Reinigung u. Strohpresse, 2 Schlagkarren 3“, 2 lange Karren 4%, 1 Janchekarre mit Zinkfaß, 1 Binder(Massay=Harrys) 1 Sämaschine(Sack), 1 Grasmäher(Original Fahr. zweispännig), 1 Düngerstreuer, 1 Heuwender, 1 Heurechen, 1 Hachmaschine, 1 Kartoffelroder. 1 Kartoffelsortierer, 1 Extirpator mit Grubberschaaren, 1 Kultivator 7 zinkig, 1 Glattwalze, 1 dreiteilige Saategge, 1 leichte Saategge 4 teil., 2 Hølzeggen, 1 Ackerschleife, 1 Schrotmühle(Stille), 1 Häckselmaschine f. Kraftb., 2 Schweine=Trockenfütterer, 1 10 PS. Motor(Gleichstrom) m. Kasten fahrbar mit 30 Meter Kabel, 1 2 PS. Motor, 1 elektr. Jauchepumpe, 1 Kreissäge, 1 Schleifstein, 1 Decimalwaage m. Gew., 1 Rübenmühle, 1 Kippflug mit Untergrundvorr, 1 Hundspflug, 1 einreih. Hachpflug, 1 Handsäemaschine, 1 Backofen, 2 kompl. Pferdegeschirre(fast neu), 7 Milchkannen, kleinere Achergeräte usw. freiwillig auf längeren gesicherten Kredit(1. Okt. 41), evtl. gegen Bürgschaft versteigern. Besichtigung eine Stunde vor dem Verkauf. Dülken, Hindenburgstraße 1. Heinrich Bohnen, Versteigerer. Die Versteigerung in Viersen Oberrahserstraße 41 findet nicht Freitag, sondern Donnerstag den 13.3., 10 Uhr statt. Dülken Heinr. Bohnen, Versteigerer Tauschwohnung Gesucht wird in Viersen 5—6= Zimmerwoh= nung. Geboten wird in Viers. eine 3-Zimmerwohnung u. in Dülken eine 5-Zimmerwohnung m. viel. Nebenräumlichkeit. Ang. u. Z 132 a. VDZ. Viersen, Annahme Neum. 2-3 Fuhren Selveineiönger zu verkaufen. Sittard 133, Post Viers.=Land. DOMHOF Liehtspiele Dülken Mittwoch-Donnerstag der interessante Kriminalfilm der Ula Die Gelchichte eines myllerlösen Verbrechens, einer gefährlichen Verfolgung und einer verhängnisvollen blebe mit Paul Klinger— H. B. Uhlig H. Engel— D. Kreysler Kulturkilm Wochenschau Anfang täglich 5 Uhr. (Dittwoch nachmittag 3 Ubr Mleterteling lnseres sehtner Harchentilns DELI Dülken. Mittwoch und Donnerstag Luis Trenker in einer Bombenrolle mit Luise Ullrich, Viktor Verkonl, Fritz Kampers u.a. Anfang 5 Uhr. letztmalig Hauptiim 7¼ Uhr Jugend zugelassen. Arbeiter, junge Mädehen u. Frauen für Lagerarbeiten(auch stundenweise) gesucht. Heinrich Hoffmans, Leder= und Werkstoff=Fabriken, Schang. Landhaus 5 Zimmer, Waschküche u. Stallung (Toreinfahrt) ca. 3 Morgen Land am Haus angrenzend und großer Obstgarten, in Viersens Umgegend zu verkaufen. Angebote untter M 78 an die VDZ. Viersen. Dreizimmerwohnung von Brautpaar(Angestellter) per 1. 4. zu mieten gesucht, wenn möglich mit Heigung und Bad. Angebote unter K 73 an VDZ. Viersen. Wir stehen Ihnen zu Di Ahten, Lextilabfälle, Alteisen, Felle, aauft H2 Allhapel Johann Rehsen,(Aug. Becher) Gladbacherstr. 2000 Ankerwickelel Elektronotor 3026 Wilh. 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