Sprecher am Niederrhein Dülkener Zeitung Dülkener Volkszeitung Geschäftsstelle: Dülken, Lange Straße 51. Fernruf 5286 Die Vereinigte Dreistädte=Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt halbmonatlich 1 Mk. frei Haus einschließlich Botenlohn. Einzelverkaufspreis 10 Pfg. mit Illustrierte 15 Pfg. Nichterscheinen einzelner Nummern berechtigt nicht zur Kürzung des Bezugspreises. Viersener Ovolkszeitung Hauptgeschäftsstelle: Viersen Geschäftsstelle: Viersen Hauptstr. 20 4 Fernruf: 2641, 2642 Hauptstr. 140, Fernruf: 2641,2642 Grenzgebiet und Schwalmtal Geschäftsstellen: Lobberich, Fernruf 261— Waldniel, Fenruf Amt Amern 261 g aße 131. Ferneuf 3927 Anzeigenpreis: 1 125och und 22 mm breit 6½ Pfg. Textanzeigen 1 mm hoch und 80 mm breit 30 Pfg. Bei Wiederholungen Nachlaß laut Preisliste.— Beilagen je 1000 Mk. 10— Bei Konkurs und Zwangsvergleich erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß Zisfergebühr 20 Pfg. Nr. 39 Samstag, den 15. Februar 1936(Kath. Georgia. Evg. Faustinus) 62. Jahrgang Schäfer Oesterreich Olympiasieger. Eine Silberne Medaille für Baier. DNB. Garmisch=Partenkirchen, 14. Febr. In den Abendstunden des Freitag wurde die Entscheidung des Berechnungsausschusses im Eiskunstlaufen für Männer bekanntgegeben. Wie nicht anders zu erwarten war, sicherte sich Weltmeister Karl Schäfer(Oesterreich) den ersten Platz mit der Platzziffer 7 und 422,7 Punkten. Zu einem schönen Erfolge kam der Deutsche Meister Ernst Baier, der mit der Platzzifser 27 und 408 Punkten den zweiten Platz belegte und damit die Silberne Medaille für Deutschland eroberte. Ganz knapp hinter ihm lag der Oesterreicher Kaspar, der die gleiche Platzziffer erhielt, aber 400,1 Punkte und damit 0,7 Punkte weniger hatte. England—Tschechoslowakei 5:0 Das gestern abend zur Durchführung gekommene Eishockeyspiel dieser beiden Partner stand ganz im Zeichen der Briten, die während des gesamten Spielverlaufes dominierten und sich die Kampfführung nie aus der Hand nehmen ließen. Nach 9 Minuten geht England in Führung und noch vor der Pause stellt man das 2:0 her. Im zweiten Drittel kann der ausgezeichnet aufgelegte Sturm durch drei weitere Treffer den Sieg sicherstellen; es muß allerdings betont werden, daß Englands Hüter sämtliche Angriffe der jetzt offen spielenden Gegner in Hochform abwehrte. Im letzten Drittel spielte der Sieger nur noch auf„halten". Bei der Tschechei versagte der Sturm, während die Abwehr sehr gut gefallen konnte. Das Programm des Sonntags: 11 Uhr: Spezial=Schispringen im Schistadion. 14.30 Uhr: Eishockey=Endrundenspiel Kanada— USA. im Eisstadion. 17 Uhr: Schlußfeier und Siegerehrung. Nachtrag zur Fußball=Gauliga. Schwarz=Weiß Essen— VfL. Benrath. Das vom 22. März auf diesen Sonntag vorverlegte Punktespiel zwischen Schwarz=Weiß Essen und dem VfL. Benrath ist für die immer noch stark vom Abstieg bedrohten Essener von besonderem Wert. Wenn es der Mannschaft gelingt, einen oder vielleicht sogar beide Punkte gegen den Gaumeister zu erzielen, dann dürfte viel gewonnen sein. Abbessinische Berichte über die Lage bei Makalle. DNB. Addis Abeba, 14. Februar. In abessinischen Berichten wird behauptet, daß Makalle vollkommen von abessinischen Truppen umschlossen sei. Durch das Gelände begünstigt, hätten die Abessinier in einer Entfernung von etwa vier Kilometern einen Ring um Makalle geschlossen Da die abessinischen Truppen nicht über weittragende Geschütze in diesem Abschnitt verfügen, rechne man damit, daß Makalle erst nach einer gewissen Zeit infolge Lebensmittelmangels von den Italienern werde aufgegeben werden müssen. In den abessinischen Berichten wird weiter behauptet, daß der Besuch des Marschalls Baooalio in Makalle im Flugzeug stattgefunden habe. In Makalle halte sich auch Ras Gugsa auf. Eine soeben vom Frontabschnitt Makalle eingetroffene Karawane benötigte für die Ueberwindung der Strecke von der Front über Dessie nach Addis Abeba 22 Tage, da die Karawanen=Straßen infolge der Regengüsse für die Kraftwagen kaum passierbar waren. Dazu kommt, daß die großen Materialtransporte in Richtung Nordfront die Straßen außergewöhnlich stark mitnehmen. Der Verkehr zwischen Addis Abeba und Dessie wird aus diesem Grunde zur Zeit durch Flugzeuge aufrechterhalten. Riesenbrand in Tientsin. 149 Todesopfer. DNB. Peiping, 14. Februar. (Ostasiatendienst des DNB.) In Tientsin brach in einem Notlager, das für die ärmsten Bevölkerungsschichten errichtet worden war, ein Brand aus. Durch den Wind angefacht, griff das Feuer in kürzester Zeit auf die gesamten Einrichtungen des Lagers über und legte sie in Asche. 149 Personen sind dem Feuer zum Opfer gefallen. Sie konnten nur als verkohlte Leichen aus den Trümmern geborden werden. Wühlarbeit der Komintern in Frankreich Verantwortung um Europa Was Moskau unter dem Einverständnis mit Frankreich versteht. Vorbereitungen zum Umsturz. DNB. Paris, 14. Februar. Der Ami du Peuple veröffentlicht einen großen Aufsatz unter der Ueberschrift: Was Moskau unter dem Einverständnis mit Frankreich versteht. Das Blatt erklärt, in der Lage zu sein, Anweisungen der Komintern für die politische Lage in Frankreich bekanntgeben zu können. Diese Richtlinien besagen u. a., es müßte sofort eine Miliz der Proletarier geschaffen werden. Man musse Munitionsdepots anlegen und die geheime Tätigkeit verstärken. Unter den Bahn=, Post=, Hafen= und städtischen Angestellten müsse man die zuverlässigsten Genossen aussuchen. Sie seien zu illegalen Spezialgruppen zusammenzufassen. Diese Stoßtrupps müßten nach dem Vorbild der Militärzellen formiert werden, da sie in dem bevorstehenden revolutionären Kampf außerordentlich wichtige Posten einzunehmen hätten. Ein Vertrauensmann des Zentralkomitees müsse an ihrer Spitze stehen. Die kommunistische Zeitung Humanité müsse ohne Rücksicht auf die Kosten zum Zentralorgan der Volksfront und zur meistgelegenen Zeitung von Paris gemacht werden. Ferner seien die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen, um zuverlässigen Genossen Eingang in die Frontkämpferbünde zu verschaffen. Ihre Arbeit in diesen Bünden müsse unter dem einheitlichen Kommando eines Vertrauensmannes des Zentralkomitees stehen. Durch Provokationen müßten diese Vertrauensmänner der Komintern innerhalb der Kampfbünde Handlungen begehen, die letztere bloßstellen. Der Sender der Humanité müsse binnen kürzester Zeit so weit ausgebaut werden, daß er im Falle einer Revolution die Befehlsübermittlung übernehmen könne. Zwischen den Nachrichtenabteilungen und den militärischen Abteilungen des Zentralkomitees müßte eng zusammengearbeitet werden. Ein besonderer Beauftragter für diese Fragen sei zu ernennen. Dieser soll seinen Sitz in Genf haben. Während in Frankreich an der Ratifikation des französisch-räterussischen Pakts gearbeitet werde, so schreibt die Zeitung zu diesem Plan, organisiere Moskau mit Hilfe der Volksfront die Revolution im Lande. Die, die für die Ratifikation stimmten, müßten wissen, was die„kollektive Sicherheit“ und was „ungeteilter Friede“ im Munde derer bedeuteten, die diesen Frieden und diese Sicherheit nur zur Verneblung ihrer illegalen Organisationen auffaßten. Unter dem Vorwand, für den Frieden zu arbeiten, werde von diesen Genossen überall Terror, Spionage und Provokation getrieben. Das alles seien aber nur die Vorboten jener ersehnten großen blutigen Revolution. Italienische Erfolge an der Somalifront. DNB. Rom, 14. Februar. Im Heeresbericht Nummer 123 meldet Marschall Badoglio folgende Ergebnisse von den Kriegsschauplätzen: An der Somalifront griff eine unserer Abteilungen bei Ballei am Quebbi Gestro eine abessinische Abteilung, die sich auf dem Rückmarsch von Lammascillindi befand, überraschend an und rieb sie völlig auf. Hierbei fielen ihr zahlreiche Waffen in die Hände, die fast ausschließlich englischer Herkunft waren. Am Daua Parma stieß ein italienischer motorisierter Trupp am Bulbul=Bach 80 Kilometer füdwestlich von Neghelli auf eine feindliche Abteilung und schlug sie verlustreich in die Flucht. Starke abessinische Kräfte unternahmen am 10. Februar bei Curale nordwestlich von Gerlogubi einen Angriff auf einen unserer Beobachtungsposten in Stärke von 60 Dubats, der nach hartnäckigem Widerstand überrannt wurde. Von der Eritrea=Front ist nichts Wichtiges zu melden. 7. M (Scherl Bilderdienst, M.) Der Führer im Olympia-Eisstadion. Der Führer traf am Donnerstag in Garmisch=Partenkirchen ein, und stattete dem Eisstadion einen Besuch ab, in dem das erste Eishockeyspiel des Tages, Großbritannien— Ungarn ausgetragen wurde. Auf der Ehrentribüne von rechts nach links: Der Präsident der Winterspiele Ritter von Halt, der Führer, Reichssportführer v. Tschammer und Osten, Reichspropagandaminister Dr. Goebbels, hinter dem Führer Obergruppenführer Brückner. Vor der Annahme des Russenpaktes. Genau dreiviertel Jahr sind es her, seitdem der französische Außenminister Laval und der sowjetrussische Gesandte Potemkin den von Litwinow und Barthou vorbereiteten militärischen Beistandspakt in Paris unterzeichnet haben. Während dieser Zeit ist die Erörterung über die Bedeutung und die Folgen des Russenpaktes für Europa nicht verstummt, und wenn es zeitweilig den Anschein hatte, als ob Laval nachträglich bedenklich geworden wäre und die endgültige Inkraftsetzung des Paktes hinausschieben wolle, so ist die Lage seit dem Rücktritt Lavals völlig klar. Die französische Kammer hat mit den Beratungen über die Ratifizierung begonnen, und es ist nicht mehr daran zu zweifeln, daß sie in den nächsten Tagen mit großer Mehrheit erfolgen wird. Ursprünglich war der Vertrag zwischen Paris und Moskau erst als Ergänzung zu dem geplanten, aber nicht zustandegekommenen Nordostpakt gedacht, in den einbezogen werden sollte. Erst als die Verhandlungen darüber an dem berechtigten Widerstand Deutschlands und Polens scheiterten, haben sich Frankreich und Sowjetrußland zum Abschluß dieses militärischen Beistandspaktes entschlossen; er galt bei den Ländern innerhalb des ganzen Nordostpaktsystems von vornherein als der wichtigste Vertragsakt. Der Inhalt des Russenpaktes ist kurz folgender: 1. Frankreich und Sowjetrußland verpflichten sich, sofort in Beratungen einzutreten, wenn einer der beiden Staaten sich von einer dritten Macht bedroht fühlt oder die Gefahr eines Angriffs für gegeben hält. 2. Beide Staaten verpflichten sich zu sofortiger Hilfeleistung, wenn einer von ihnen angegriffen wird, ohne diesen Angriff herausgefordert zu haben(gemäß Artikel 15,7 der Völkerbundssatzung). 3. In Verbindung mit Artikel 16 der Völkerbundssatzung wird jedes Mitglied des Bundes, das einen Angriff auf ein anderes Mitglied des Bundes unternimmt, so angesehen, als ob er gegen alle Bundesmitglieder den Angriff eröffnet habe. In diesem Sinne werden Frankreich und Sowjetrußland den Artikel 16 anrufen, d. h. die militärische Unterstützung der Völkerbundsstaaten für sich verlangen, wenn sie angegriffen werden. Die gleichen Bestimmungen gelten auch für den Fall, daß der Angreifer nicht Mitglied des Völkerbundes ist. Der Vertrag gilt für fünf Jahre, mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr. Diesen„Vertragsbestimmungen ist noch ein Protokoll beigefüg),, in dem weitere wichtige Klauseln enthalken sind. Darin verpflichten sich die beiden Staaten u. a., die Empfehlungen des Völkerbundes sofort zu befolgen und den Völkerbundsrat zu drängen, seine Entscheidungen zu beschleunigen. Für alle Fälle aber bleibt die Bündnispflicht zu sofortiger gegenseitiger Hilfe bestehen, auch wenn der Völkerbundsrat eine Entscheidung nicht oder nicht rechtzeitig fällen sollte. gleit ung der Vertragsbestimmungen an die Völkerbundssatzung kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß Frankreich und Sowjetrußland als die beiden stärksten Militärmächte der Welt sich gegebenenfalls auch über den Völkerbund hinwegsetzen werden(wenn der Rat ihrem Ersuchen auf Anwendung des Artikels 16 gegen eine von ihnen als Ahgreifer bezeichnete Macht nicht stattgeben würde. DasA#erKern des Vertrages. Seine Bestimmungen häbs de Unsicherheit über ganz Europa gebracht, die keit dem Beginn der französischsowjetrussischey Freundschaft zu beobachten ist. Die Besorgnisse, sind er recht wieder hervorgetreten, nachdem sich in der Behandlung des italienisch-abesHeigt hat, wie abhängig der Völvon den jeweils vorherrschenden Interesgroßen Mächte ist. Im Zeichen dieser offenkundigen Schwächung des Völkerbundsgedankens muß der Russenpakt daher doppelt und dreifach beunruhigend wirken. Da Frankreich und Sowjetrußland keine gemeinsamen Grenzen haben, sondern durch Deutschland(und Polen) von einander getrennt sind, die Stroßrichtung ihrer europäischen Politik aber vor aller Welt klar ist, kann es keinem Zweifel unterliegen, gegen wen ein solcher Vertrag praktisch gerichtet ist. Wenn es zur Zeit des Eintritts der Sowjets in den Völkerbund noch hieß, daß Moskau diesen Schritt getan habe, um für den Fall eines Krieges mit Japan die Sicherung seiner Westgrenzen durch Anlehnung an die europäischen Westmächte zu suchen, so reicht diese Auslegung der sowjetrussischen Absichten heute nicht mehr aus. Denn die inzwischen abgeschlossenen Militärverträge mit PaAbkommen über die Anlage von Stützpunkten für die sowjetrussische Luftflotte in der Tschechoslowakei und in Litauen, die Verhandlungen mit Rumänien über ein Durchmarschrecht für die Rote Armee lassen keinen Zweifel mehr daran aufkommen, daß Moskau regelrechte An1 riffsavsichten gegen Mitteleuropa im Auge at. Die Besorgnisse um die Folgen des Russenpaktes sind noch gestiegen, seitdem bekannt geworden ist, daß die Engländer im Hinblick auf eine sow jetrussische Hilfe gegen Japan im Fernen Östen die Franzosen zur beschleunigten Ratifizierung des Paktes gedrängt und den Widerstand Lavals durch seinen Sturz beseitigt haben. Frankreich wird England diesen Gefallen getan haben, obwohl starke Widerstände dagegen laut geworden und in den letz ten Wochen neue Bedenken hinzugekommen sind. Das Zögern Lavals hatte seinen Grund in der Ueberlegung, ob der Russenpakt für Frankreich seinen vollen Wert behalten werde, nachdem die Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Sow jetrußland und Japan bedenklich näher gerückt ist und Moskau sich mehr und mehr nach England hingeneigt hat. Denn wenn die Rote Armee durch einen Krieg in Ostasien festgehalten wird und zum mindesten mit schweren Verlusten— von einer Niederlage ganz zu schweigen— rechnen muß, verliert sie für Frankreich an Bedeutung. Die Verhandlungen über einen mili tärischen Beistandspakt zwischen Frankreich und Sowjetrußland erfolgten aber zu einem Zeitpunkt, als die Lage in Ostasien sich beruhigt hatte und die Rückwirkungen des abessinischen Krieges auf die Pläne der Japaner noch nicht vorauszusehen waren. Es ist daher begreiflich, wenn in diesen Tagen in Paris die Bedenken besonders stark hervorgehoben wurden und Besorgnis auslösten. Aber auch sie wer den den Verlauf der Kammeraussprachen nicht mehr beeinflussen. Frankreich kann und will von dem Weg, den es unter Barthou beschritten hat, nicht mehr zurück. So lastet die tragische Verknüpfung der englisch französisch-sowjctrussischen Interessen wie ein schweres Verhängnis auf Europa. Wird der Pakt in Paris ratifiziert, dann erhält auch der rumänische Außenminister Tituleseu gegenüber seiner Regierung wieder die Oberhand. Er ist seit dem Sturze Lavals wieder äußerst rührig geworden und hat den Engländern den unbegreiflichen Vorschlag gemacht, den Sowjets ein Garantierecht über Südosteuropa zu übertragen. Die natürliche Folge ist dann das Zugeständnis eines Durchmarsch rechtes durch Rumänien. Die Rote Armee, der große Stoßtrupp der Weltrevolution, erhält Zutritt nach Mitteleuropa: das ist die akute Gefahr, die durch den Russenpakt heraufbeschworen wird. Wer verhindert noch den Einbruch des Todfeindes aller Gesittung und Kultur in das Herz Europas? Wer schützt Europa vor dieser Gefahr, wenn nicht das jenige Land, gegen das dieser verhängnisvolle Vertrag gerichtet ist? „Admiral Graf Spee“ in seinem Heimathasen Kiel. DNB. Kiel, 14. Februar. Das dritte Panzerschiff der Kriegsmarine, das den Namen des Siegers von Coronel und des in der Schlacht bei den Falklandsinseln heldenhaft unterlegenen Admirals des Kreuzergeschwaders„Admiral Graf Spee“ trägt, ist nach einer Fahrt von Wilhelmshaven um Skagen herum Freitagnachmit tag zum ersten Mal in seinen Heimathafen Kiel eingelaufen. Als das Schiff gegen 15 Uhr vor Friedrichsort in Sicht kam, umsäumte eine dichte Menschenmenge das Hindenburg=Ufer, um das Einlaufen dieses neuen Panzerschiffes zu beobachten. Mit„Admiral Graf Spee“ ist der Bau der 10 00Tonnen großen Panzerschiffe, die uns der Versailler Vertrag vorgeschrieben hat, endgültig abgeschlossen. Das neue Panzerschiff entspricht in seinen Abmessungen und seiner Armierung seinen beiden Vorgängern„Deutschland“ und„Admiral Scheer“. In seinem Aeußeren ist es von dem„Admiral Scheer“ nicht zu unterscheiden. Beide Schiffe tragen anstelle des Gesechtsmastes der„Deutschland“, das charakeristische Turmhaus. Das Panzerschiff„Admiral Graf Spee“ hat Donnerstag seine Seeklar=Besichtigung gehabt, die der Befehlshaber der Linienschiffe Konteradmiral Carls abnahm. Neue Disziplinarordnung der Deutschen Evangelischen Kirche. DNB. Berlin, 14. Februar. Der Reichskirchenausschuß hat eine neue Disziplinarordnung beschlossen, die im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche verkündet wird. „Bereits vor längerer Zeit,“ so heißt es in der Verlautbarung,„sind Bestrebungen auf Vereinheitlichung des kirchlichen Disziplinarrechts aufgenommen worden. Neben der Verordnung bei den Verwaltungsstellen der Deutschen Evangelischen Kirche ist die Einführung einer Berufung gegen die Disziplinarurteile erster Instanz bei allen Landeskirchen und die Entscheidung über diese Berufung durch einen für alle Landeskirchen gemeinsamen Gerichtshof bei der Deutschen Evangelischen Kirche ein Erfordernis. Die ruhige Fortentwicklung des kirchlichen Rechtes soll dadurch gewährleistet, die begangene Vereinheitlichung dieses Rechtes im Raum der Evangelischen Kirche gefördert werden.“ Auf Grund der neuen Verordnung wird eine Disziplinarkammer und ein Disziplinarhof der Deutschen Evangelischen Kirche gebildet. Letzterer ist die Berufungsinstanz für landeskirchliche Disziplinarverfahren. Die Disziplinarordnung gilt für die Dauer der Tätigkeit des Reichskirchenausschusses und darüber hinaus bis zur endgültigen Regelung durch die dann zuständigen Organe der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Selbständigkeit der Landeskirchen in ihrem Bekenntnis bleibt ausdrücklich gewahrt. Raubüberfall im Schnellzug Warschau—Prag. DNB. Prag, 14. Februar. Im Schnellzug Warschau—Prag wurde am Donnerstag ein schwerer Raubüberfall verübt. In einem Abteil 1. Klasse wurde der in Polen lebende aus Ungarn stammende Börsenvertreter Gerenday nach Anwendung eines Betäubungsmittels beraubt. Dem unbekannten Täter fielen Wertpapiere im Gesamtwert von etwa sieben Millionen Kronen in die Hände. Der Räuber kann allerdings mit den Wertpapieren nicht viel anfangen, da der Ueberfallene ein Nummernverzeichnis der Papiere hat, das sofort an alle Banken weitergegeben wurde. Zum Verbot der Action Francaise. Verfahren wegen Aufforderung zum Mord gegen Maurras eingeleitet. Die Büros versiegelt. Eine Verhaftung. DNB. Paris, 14. Febr. In der Umgebung des Ministerpräsidenten versichert man, Sarraut sei entschlossen, dafür zu sorgen, daß die Auflösung der Action Francaise nicht nur auf dem Papier stehe. Jede öffentliche Kundgebung der Camelots du Roi werde künftig nicht nur verboten, sondern unterdrückt werden. Zur Zeit sei keine Rede von der Verhaftung politischer Persönlichkeiten. Die Regierung werde erst zusehen, wie das Gesetz befolgt werde und entsprechend handeln. Das gerichtliche Verfahren sei eingeleitet worden und müsse erst abgeschlossen werden. Das Pariser Gericht hat gegen Charles Maurras und den Herausgeber der Tageszeitung„Action Francaise“ ein Verfahren wegen Aufforderung zum Mord aufgrund eines am 13. Januar, und zwar unmittelbar nach Verabschiedung des Gesetzes über die Bestrafung solcher Herausforderung, erschienenen Artikels eingeleitet. Nach der Haussuchung im Gebäude der aufgelösten Action Francaise wurden die Büros versiegelt und zahlreiche Dokumente beschlagnahmt. Unter der Beschuldigung, am Ueberfall auf Léon Blum beteiligt gewesen zu sein, ist am späten Abend eine Person verhaftet worden. Am Donnerstagabend drangen Anhänger der Volksfront in ein Verkehrslokal von Mitgliedern der Action Francaise ein. Es entwickelte sich eine lebhafte Schlägerei. Geteilte Meinung der Presse. Die innenpolitische Erregung nach dem Ueberfall auf Léon Blum und der Auflösung der Gliederungen der Action Francaise findet in der Presse keinen so einheitlichen Widerhall, wie am Donnerstag in der Kammer, wo man sich von links bis rechts in der Verurteilung des Ueberfalls— vielleicht aus einem gewissen Kameradschaftsgefühl der Abgeordneten heraus— einig war. Die Blätter der Mitte verurteilen Gewalttaten, die mit einem geistigen politischen Meinungskampf unvereinbar seien, und billigen voll die Maßnahmen der Regierung. In Zeitungen der Rechten kommt die Meinung sum Ausdruck, daß ein Politiker, der sich in Geahr begebe, auch mit Zwischenfällen rechnen müsse und zwar erst recht, wenn er, wie Léon Blum vor wenigen Tagen erst den Studenten des lateinischen Viertels einen„Besuch“ von 15000 Arbeitern angedroht habe, falls sie die Vorlesungen von Pro fessor Dr. Jèze weiter störten. Die Blätter der Linken dagegen drohen offen mit Selbsthilfe, falls die Regierung die von ihr beschlossenen Maßnahmen nicht tatkräftig und wir kungsvoll durchführe. Am vorsichtigsten in ihrer Stellungnahme ist die Zeitung„Action Francaise“, die, um ein mögliches Verbot zu vermeiden, nur einen— allerdings sehr einseitigen— Bericht von den Er eignissen des Donnerstag gibt, von einer unverschämten Herausforderung durch Lèon Blum und von Angriffen der Polizei spricht. Das Blatt überschreibt seinen Bericht ironisch:„Maje stätsbeleidigung“. Das„Echo de Paris", das ebenso wie das„Jour nal“ an Blums Drohung mit den 15000 Arbeitern erinnert, schreibt zwar von„nicht zu duldenden Sitten", meint aber, daß der Ueberfall ja nicht organisiert gewesen sei. Wenn man die Tragweite der Zwischenfälle übertreibe und sie zum Ausgangspunkt für eine allgemeine Unterdrückung mache, schaffe man eine Erregung, deren Entwicklung nicht abzusehen sei. Im„Ami du Peuple“ Abgeordnete Taittinger, fälle vom gestrigen T age erklärt der rechtsgerichtete man müsse die Zwischen Tage auf ihr richtiges Maß zu rückführen. Leon Blums Auftauchen bei der Trauerfeier von Bainville sei eine gewollte oder ungewollte Herausforderung gewesen. Die„Ere Nouvelle“ ist befriedigt, daß die Regie rung so schnell gehandelt habe. Die ausländischen Aufwiegler, von denen sich die einflußreichsten nicht innerhalb des französischen Staatsgebietes aufhielten, müßten nunmehr endlich begreifen, daß das republikanische Regime nicht länger ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten Frankreichs dulde Der marxistische„Populair“ widmet dem Zwischenfall ganze Seiten mit vielen Bildern, die Léon Blum mit und ohne Kopfverband zeigen. „Schluß mit den Mördern!" schreibt sie benspaltig ausgerechnet die kommunistische„Huma nité", die sich die Gelegenheit zu einem revolutio nären Vorstoß nicht entgehen läßt. Sie veröffent licht einen Aufruf des kommunistischen Parteisekre tariats, in dem den Gliederungen der Partei der Selbstschutz zur Pflicht gemacht wird. Außerdem wird der Beschluß mitgeteilt, daß den Gliederungen der Volksfront vorgeschlagen werden soll,„bie republikanische Verteidigung zu organisierten die Kampfbünde nicht aufgelöst würden. Die angebliche„Deutsche Gefahr“ Bezeichnende französische Begleitmusik zum Pariser Besuch von Zeelands. DNB. Paris, 14. Februar. Die Anwesenheit des belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland, der Donnerstagnachmittag in Begleitung mehrerer belgischer Minister in Paris eingetroffen ist, wird von einigen französischen Blättern mit Betrachtungen begleitet.„Oeuvre“ veröffentlicht einen Artikel, der, wie üblich, von Verdächtigungen Deutschlands strotzt. Wenn man die Darstellung des„Oeuvre“ zugrunde legt, hat die Unterredung dem gegolten, was man in Paris als angebliche„Jeutsche Gefahr“ hinzustellen bemüht ist, um für etwa eintretende Fälle eine gemeinsame Haltung beider Regierungen festzustellen. Die Beunruhigung in Belgien sei groß, besonders in amtlichen Kreisen hege man Sorge. Im Journal erklärt Saint Brice zum Besuch des belgischen Ministerpräsidenten in Paris, die guten Beziehungen zwischen Frankreich und Belgien seien dazu angetan, in der Haltung beider Länder zueinander wieder einmal einen Himmel ohne Wolken zu schaffen. Ein weites Feld eröffne sich in dem Augenblick, seit Belgien im Rahmen der Organisierung der Sicherheit zu militärischen Maßnahmen geschritten sei. Auf Grund dieser Maßnahmen müsse es nun aber über die im Verlaufe der letzten Tage in Paris geführten diplomatischen Besprechungen unterrichtet und auf dem laufenden gehalten werden. Hommé Libré meint, die Handelspolitik müsse mit der Außenpolitik in Einklang gebracht werden, da die Wirtschaft stets die Politik bedinge. Belgien sei durch die Wirtschaftskrise weitaus mehr betroffen als Frankreich. Es habe vor allem viele Arbeitslose und habe auf seine gesunde Währung verzichten müssen. Das Blatt glaubt weiter behaupten zu können, daß Belgien durch die angebliche schwere Gefahr einer Wiederbesetzung der entmilitarisierten Rheinlandzone bedroht sei. Mutig habe es immer wieder, ohne seinen eigenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Rechnung zu tragen, stets alle Opfer gebracht, um seine nationale Verteidigung zu sichern. Diese belgische nationale Verteidigung aber sei ein Teil der französischen, und aus diesem Grunde hoffe man in Belgien, daß Frankreich wenigstens seine Handelsmöglichkeiten erleichtern werde. Bei den Besprechungen mit Flandin würden die wirtschaftlichen Fragen in enger Verbindung mit den politischen stehen. Es käme darauf an, auf Grund der Sicherheit beider Länder eine realistische Politik zu betreiben. Ernste Lage im Fernen Osten. Tokio zu den Zusammenstößen an der mongolischen Grenze. Wenig Aussicht auf friedliche Beilegung. DNB. Tokio, 14. Februar. Die politischen Kreise und die Presse in Tokio erklären sich über die schweren Zusammenstöße an der mongolischen Grenze westlich des Buirsees stark beunruhigt. Bisher liegt noch kein amtlicher Bericht vor, sondern lediglich Meldungen des Militärs aus Hsinking und Urga. Hierin heißt es, der Zusammenstoß sei unter dem Einsatz modernster Wafsen, wie Tanks und Flugzeugen, erfolgt, und zwar von beiden Seiten ans. Anscheinend sei ein Bataillon eines japanischen Truppenverbandes auf heftigen Widerstand bei einer gleich starken mongolischen Truppenabteilung gestoßen. Die Mongolen sollen angeblich von Sowjetrussen angeführt gewesen sein, von sowjetrussischen Flugzeugen unterstützt. Die weitere Entwicklung sei nicht zu zu übersehen, da, wie es in den Meldungen der japanischen Militärs heißt, die mongolische Abteilung Verstärkungen heranziehe. Die Presse spricht allgemein von einem„Krieg ohne Kriegserklärung", nachdem seit dem Scheitern der Grenzverhandlungen im vergangenen Jahre praktisch jede Beziehung zwischen Hsinking und Urga abgebrochen sei. Urga sei von Moskan unterstützt worden und stehe offenbar vollkommen unter sowjetrussischem Einfluß. Es bestehe wenig Hoffnung auf Bereinigung der Grenzfrage auf diplomatischem Wege. Man hält hier allgemein die Möglichkeit, auf diplomatischem Verhandlungswege in Tokio und Moskau eine Beilegung des Grenzzwischenfalles nördlich von Wladiwostok herbeizuführen, für wenig aussichtsreich. Es handelt sich bei diesem Grenzzwischenfall bekanntlich um den Uebertritt meuternder mandschurischer Truppen auf sowjetrussisches Gebiet, nach einem verlustreichen Gefecht mit japanischen Truppen. Da in diesem Falle Protest gegen Protest steht, fordert das japanische Außenministerrium die Einsetzung eines Dreier=Ausschusses zur Klärung der Angelegenheit. Nach hiesiger Darstellung soll Sowjetrußland aber anscheinend die Einsetzung eines neutralen Ausschusses vorziehen. Die japanische Presse hat sich auch hinsichtlich einer Beilegung dieses Falles beunruhigt, wofür ihr die schroffe Ablehnung Sowjetrußlands, die Meuterer auszuliefern und Schadenersatz zu leisten, Anlaß zu geben scheint. Man sieht auch weitere Schwierigkeiten dadurch entstehen, daß Hsingking anscheinend auf eine endgültige Klärung hinsichtlich der Frage der konsularischen Vertretungen besteht. Man weist darauf hin, daß sechs sowjetrussische Konsuln in Mandschukuo nur zwei mandschurische Konsuln in Östsibirien gegenüberstehen. Man führt die sowjetrussische Haltung in dieser Angelegenheit angeblich darauf zurück, daß Hsingking seine Konsulate in den wichtigen Etappenorten zwischen Irkutsk und Mandschukuo einsellen will. Bei der Beurteilung der Gesamtlage erklärt die japanische Presse, daß die Politik Hirotas hinsichtlich der Herbeiführung einer Entspannung an den Grenzen bisher ohne jedes Ergebnis gewesen sei. Eröffnung der Wirtschaftskammer Bremen Rede Dr. Schachts. DNB. Bremen, 14. Febr. In Anwesenheit des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht wurde am Freitag die Wirtschaftskammer Bremen eröffnet. Dr. Schacht betonte in seiner Ansprache u. a., daß die Herbeiführung einer verantwortungsbewußten Zusammenarbeit im Wirtschaftsleben der eigentliche Sinn der Schaffung der Bezirkskammern sei. Dabei käme es nicht auf die Organisation an, sondern auf den Menschen, der mit seinem Geist die Organisation beseelt.„Die deutsche Wirtschaft kann nicht von oben herab mit von oben eingesetzten und bezahlten Kräften arbeiten, sie ist auf die Mitarbeit und Erfahrung jedes einzelnen angewiesen." Zum Glück sei dieser Geist im deutschen Wirtaftsleben lebendig und gerade die hanseatischen irtschaftskreise hätten in mustergültiger Weise ihrer nationalwirtschaftlichen Mitarbeiterpflicht Genüge geleistet. Heute seien Ausfuhrwille und Ausfuhrsteigerung wichtiger denn je. Ausfuhr schaffe uns Rohstoffe und Arbeitsplätze. Dr. Schacht wandte sich dann gegen gewisse leichtfertige Auffassungen über Geld= und Währungsfragen. Nur vermehrte Leistung und vermehrte Ausfuhr brächten zusätzliche Rohstoffe ins Land. Mit entwerteten Markscheinen könnten wir keine Fette, keine Baumwolle und keine Metalle am Weltmarkt kaufen. Unter ausdrücklicher Ablehnung aller Währungsexperimente betonte Dr. Schacht, daß wir nicht vor einem Geldsondern vor einem Winterproblem ständen.„Nur“, so schloß der Reichsbankpräsident,„indem wir hart arbeiten, sparsam leben und nichts vergeuden, werden wir den Weg in eine bessere Zukunft finden." Neue katholikenfeindliche Kundgebungen in Schottland. DNB. London, 14. Februar. In der schottischen Hauptstadt Edinburgh kam es am Donnerstagabend erneut zu schweren religiösen Unruhen. Die„Gesellschaft für protestantische Aktion“ veranstaltete eine Protestkundgebung gegen eine Versammlung des katholischen Lourdes=Verbandes, auf der über wundertätige Ereignisse gesprochen wurde. Tausende von Protestanten hatten sich vor der Sitzungshalle aufgestellt und protestierten zunächst durch laute Niederrufe. Als der Erzbischof Mac Donald eintraf, wurde sein Wagen sofort von der feindseligen Menge umringt. Ein großes Polizeiaufgebot mußte eingreifen, um den Erzbischof zu schützen und ihn sicher in die Halle zu geleiten. Eine Gruppe von Kindern, die in Begleitung einer Nonne eintraf, wurde von der Menge mit Pfui=Rufen bedacht. Die Kundgeber schleuderten große Steine gegen den Omnibus, in dem die Kinder saßen. Als die Protestanten einen Kundgebungszug bilden wollten, wurden sie von berittener Polizei, die erbarmungslos in die Menge hineinritt, auseinandergesprengt. Viele eilten die Hannoverstraße entlang und stürzten sich dort auf einen katholischen Priester, der schließlich von der Polizei in Sicherheit gebracht werden mußte. Anschließend fand auf einem freien Platz eine große katholikenfeindliche Kundgebung statt. Von der Braut vergiftet. DNB. Eisenach, 14. Februar. Vor kurzem starb in Herda im Kreise Eisenach unter eigenartigen Umständen der Einwohner Heinrich Linß. Bei der Untersuchung der Todesursache stellte sich heraus, daß Linß, der kurz vor seiner Verheiratung stand, vergiftet worden war. Die darauf eingeleitete staatsanwaltschaftliche Untersuchung führte jetzt zu einem sensationellen Ergebnis. Als Täterin wurde die 19jährige Braut des Getöteten festgestellt, die nach anfänglichem Leugnen auch ein Geständnis ablegte. Als Grund gab sie an, daß sie ihren Bräutigam aus Abneigung vergiftet habe. Sie habe nie die Absicht gehabt ihn zu heiraten und sei eine Verlobung mit ihm nur auf Betreiben der Eltern eingegangen. Die Täterin wurde festgenommen. Nachrichten aus Nah und Fern. Berufungsurteil in einem Devisen-Prozeß DNB. Berlin, 14. Febr. In zweitägiger Verhandlung hatte sich die 4. Große Strafkammer des Berliner Landgerichtes mit den Berufungen zu beschäftigen, die der 41jährige Generalsekretär beim Bonifatius=Verein für das katholische Deutschland in Paderborn, Freckmann, und der 58jährige Generalvikar des Bistums Hildesheim, Dr. Otto Seelmeyer, gegen das Urteil des Berliner Schöffengerichtes vom 3. 7. 35 eingelegt hatten. Die Strafkammer beließ es bei den fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust für Freckmann. Jedoch wurde infolge veränderter rechtlicher Auffassung in einem Nebenpunkt die Geldstrafe auf 100000 RM. festgesetzt. Bei Seelmeyer erkannte die Strafkammer auf drei Jahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverlust und 100 000 RM. Geldstrafe. Die Angeklagten hatten gemeinschaftlich mit dem berüchtigten Bankdirektor Dr. Hofius über 100 000 RM. nach Holland verschoben, wo das Geld zum illegalen Rückkauf von Obligationen verwendet wurde. Großfeuer in einer Zuckersabrik. DNB. Halle an der Saale, 14. Febr. In der Nacht zum Freitag wütete in der Zuckerfabrik Biendorf(Kreis Dessau=Köthen) ein Großfeuer. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Vormittag. Von der Fabrik, die eine der ältesten in Anhalt ist, aber in den letzten Jahren vollständig erneuert worden war, ist nur die Schnitzeltrocknungsanlage, der Kalkofen und ein Wohnhaus erhalten geblieben. Der Schaden wird auf fast eine Million RM. beziffert. 25000 Zentner Rohzucker wurden von den Flammen vernichtet. Die Provinzialkirchenausschüsse für die Rheinprovinz und die Provinz Westfalen. DNB. Berlin, 14. Febr. Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten Kerrl hat nunmehr auch für die Rheinprovinz und für die Provinz Westfalen Provinzialkirchenausschüsse gebildet. In den rheinischen Provinzialkirchenausschuß wurden berufen: Pfarrer lic. D. Beckmann=Düsseldorf, Superintendent Kaphahn=Langenberg, Superintendent lic. Müller=Diesfort, Superintendent D. Schmidt=Oberhausen. Der westfälische Provinzialkirchenausschuß besteht ebenfalls aus vier Mitgliedern, nämlich Pfarrer Fiebig=Münster, Kirchenmeister Kisker=Bielefeld, Superintendent Niemann=Herford, Oberarzt Dr. med. Wichern=Bielefeld. Damit sind die Provinzialkirchenausschüsse für das Gebiet der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union vollzählig, da die Provinzialkirchenausschüsse für die östlichen Provinzen der Altpreußischen Union seit Dezember 1935 bereits in Tätigkeit sind. Gegen notorische Trinker. Siegen, 18. Februar. Die Polizeiverwaltung der Stadt Siegen hat jetzt zu einem Mittel gegen die notorischen Trinker gegriffen. Die bekannten Trinker erhalten in Zuunft seitens der Polizeiverwaltung der Stadt Siegen ein Schreiben, mit dem ihnen das Betreten der Schankräume für eine längere Zeit untersagt wird. Nichtbeachtung wird mit Haft bestraft werden. Für 6000 Mark Stoffe gestohlen. Essen, 13. Februar. Am hellichten Tag verübten am Dienstagnachmittag bisher unbekannte Diebe einen dreisten Einbruch in ein Stoffwarengeschäft auf der Huyssenallee. Den Dieben fielen deutsche und englische Stoffe, Herrenmäntel, Krawatten und Kragenschoner im Gesamtwert von etwa 6000 Mark in die Hände. Zur Fortschaffung des Diebesgutes müssen die Einbrecher ein Auto benutzt haben. Für die Ermittlung der Täter oder Wiederherbeischaffung des Diebesgutes hat der Geschädigte eine namhafte Belohnung in Aussicht gestellt. Die Auskunftei des Moses Kamermann. Ein Schwindler unschädlich gemacht. DNB. Berlin, 14. Februar. Am Mittwoch konnte der 63jährige Jude Moses Kamermann in Berlin von der Polizei festgenommen werden. Dieser jüdische Geschäftemacher hatte sich mit einem in Bukarest wohnenden Manne namens M. Lupu zusammengetan, um gemeinsam deutsche Geschäftsleute empfindlich zu schädigen. Lupu bestellte von Bukarest aus unter der Firmenbezeichnung„Lupu& Co.“ bei Geschäftsinhabern in verschiedenen deutschen Städten Waren aller Art und führte als Empfehlung den in Berlin wohnenden Kamermann an. Kamermann gab dann auf Anfrage die Auskunft, die Firma Lupu& Co. sei bis zu 40000 RM. kreditfähig, obwohl Lupu in Bukarest nur eine kleine Nähstube mit einer Arbeitskraft unterhielt. Auf Grund dieser Auskunft Kamermanns trat eine Firma aus Hamburg mit Lupu in Geschäftsverbindung und wurde von ihm um 900 RM. geschädigt. In einem zweiten Falle sollte eine Firma in Solingen betrogen werden. Auch hier erteilte Kamermann über Lupu eine gleiche fabelhafte Auskunft. Trotzdem war aber die Solinger Firma vorsichtiger und blieb deshalb vor einem größeren Schaden bewahrt. Da mit aller Bestimmtheit angenommen wird, daß noch weit mehr Firmeninhaber in Berlin und anderen Städten auf ähnliche Weise betrogen worden sind, werden Geschädigte gebeten, sich bei der Kriminalinspektion im Berliner Polizeipräsidium zu melden. 30 000 Mk. auf Los Nr. 369 968. DNB. Berlin, 14. Februar. Bei der heutigen Ziehung der Preußisch=Süddeutschen Staatslotterie wurde ein Gewinn von 30 000 RM. auf die Los=Nummer 369 969 gezogen. Der Gewinn fiel nach Westfalen und nach Berlin. Das Los wird in Achteln gespielt. „W0 Seefeld wandert, da wandert der Tod“ Der Prozeß eine Mahnung an alle Eltern und Erzieher. Die letzten Mordfälle DNB. Schwerin, 14. Febr. Im Mordprozeß Seefeld, der seit dem 21. Januar vor dem Schweriner Schwurgericht verhandelt wird, sollen am Freitag, dem 21. Verhandlungstage, die Zeugenvernehmungen zu den letzten drei Mordfällen durchgeführt werden. Der Prozeß, der in der Oeffentlichkeit stärkste Beachtung gefunden hat, nähert sich seinem Ende. Neben der Aufgabe, die Täterschaft an den Mordfällen so rasch wie möglich aufzuklären, hatte die Hauptverhandlung vor allem den Zweck, darüber hinaus noch erzieherisch und belehrend zu wirken. Alle Beteiligten, Behörden, Polizei und Staatsanwalt, ebenso wie die medizinische Wissenschaft und die Sachverständigen, können aus dem Prozeß Seefeld viele neue Erkenntnisse schöpfen. Vor allem aber— und darauf muß immer wieder hingewiesen werden— hat dieser Prozeß allen Eltern und Erziehern in eindrucksvoller Weise deutlich gemacht, wie unbedingt wichtig es ist, die Kinder so zu erziehen, daß sie sich mit keinerlei fremden Personen einlassen. Zurückschauend muß gesagt werden, daß die bisherige Hauptverhandlung evenso gründlich wie sorgfältig durchgeführt wurde. Ihre Dauer ist vor allem durch den Umstand bedingt, daß ein reiner Indizienbeweis zur Ueberführung des Angeklagten nötig war, weil Seefeld jeden Mord hartnäckig bestreitet. Unmittelbare Tatzeugen waren nicht vorhanden und auch die Ursache des Todes der Knaben konnte nicht festgestellt werden. Aus diesem Grund konnte die Erörterung nur eines Mordfalles nicht ausreichen. Es war vielmehr notwendig, eine Reihe gleichgelagerter Fälle zu beleuchten und nach Möglichkeit aufzuklären. Hinzu kommt hier auch noch, daß nicht nur die Eltern der ermordeten Knaben, sondern alle Volksgenossen ein wesentliches Interesse an der Aufklärung sämtlicher Mordfälle haben. Die bisherige eingehende Prozeßverhandlung hat den Erfolg gehabt, daß sich wichtige Tatzeugen bei Gericht gemeldet haben und daß noch neue Fälle bekannt geworden sind, in denen Seefeld möglicherweise als Mörder in Frage kommt. Der Prozeß hat aber außerdem noch mit überzeugender Deutlichkeit bewiesen, wie unbedingt notwendig die neugeschaffenen nationalsozialistischen Gesetze zur Regelung der Erbgesundheit sind. Kommende Generationen werden erst die vollen Früchte dieser Gesetzgebung ernten. Wir aber haben heute schon die beruhigende Gewißheit, daß eine gesetzliche Möglichkeit geschaffen worden ist, die dem Unheil begegnet, das von triebhaften Unholden angerichtet werden kann. In der Freitagvormittagssitzung wurde zunächst der Mordfall Metzdorf(Potsdam) verhandelt. Der achtjährige Wolfgang Metzdorf verschwand am 7. Juni 1933. Der Junge war bei seiner Großmutter, Frau G., in der Brandenburgerstraße untergebracht, weil die Eltern vorübergehend keine Wohnung hatten. Die Großmutter schickte das Kind 7.30 Uhr morgens zu seiner Urgroßmutter nach der Mennéstraße, weil sie ihrer Arbeit nachgehen mußte. Dort ist der Knabe nicht angekommen und er blieb seitdem verschwunden. Erst am 26. Juli konnte die Leiche des Knaben in der typischen Schlafstellung auf der Feldmark Bornstedt in der Nähe des Schlosses Lindstedt in einem Roggenfeld aufgefunden werden. Der Fundort lag etwa 100 Meter von der Potsdamer- und Lindstedter Chaussee entfernt in der sogenannten Buchenkoppel. Der Verdacht, daß der Angeklagte auch für den Fatz Metzdorf als Täter in Frage kommt, fand seine Begründung in den Aufzeichnungen Seefelds in seinem Notizblick. Danach hat er am 4. Juni in Groß=Glienicke übernachtet; am 5. und 6. hat er in der Umgebung von Groß=Glienicke im Freien geschlafen. Für Mittwoch, den 7. Juni fehlt die Ortsbezeichnung. Dafür sind hier vier Nullen, die durchstrichen sind, und ein Minus=Strich eingetragen, der ausweist, daß der Angeklagte auch diese Nacht im Freien verbracht hat. Am 8. und 9. Juni hat er in der Gegend von Spandau im Freien übernachtet. Als erster Zeuge wird der Vater des kleinen Wolfgang aufgerufen. Metzdorf schildert den Jungen als besonders artiges und folgsames Kind. Am Morgen des Tages, als er verschwand, habe er ein auffallend eiliges Wesen gezeigt,„so als wenn er von jemandem erwartet würde“. Im Mordfall Metzdorf sind im Gegensatz zu den anderen Fällen, die bereits verhandelt wurden, keine Zeugen vorhanden, die Seefeld mit einem Jungen usammen gesehen haben. Die einzige Belastung liegt ier in dem Tagebuch des Angeklagten. Als ihm die Eintragungen vorgehalten wurden, gab er wiederum auf Befragen seine unklaren Antworten und fand keine deutliche Erklärung. Er will die Gegend, in der der Junge als Leiche aufgefunden wurde, nicht einmal kennen, obwohl er gebürtiger Potsdamer ist und dort bis zum 20. Lebensjahre und auch später noch gewohnt hat. Am Tage des Verschwindens des kleinen Wolfgang will sich Seefeld in Groß=Glienicke aufgehalten haben, das etwa 10 Kilometer von Potsdam entfernt liegt. In der ganzen Zeit, die er in der dortigen Gegend weilte, will er Potsdam nicht berührt haben. In der Nachmittagsverhandlung werden noch die beiden letzten Mordfälle von Wattenberge und Ludwigslust erörtert. Erschütternd war die Aussage des Vaters des ermordeten 11jährigen Schülers Kurt Gnirk aus Wittenberge, der zuerst als Zeuge in diesem Fall gehört wurde. Am 16. April 1933, einem Östersonntag, so bekundet der Vater mit tränenerstickter Stimme, habe sein Junge ihn geliebkost und nicht eher geruht, als bis er seinem Vater, der zwei Tage später Geburtstag hatte, schon vorher die Geschenke überreichen durfte. Es waren sechs Zigarren und eine Schachtel Pralinen, die der Kleine, wie er stolz sagte, aus eigenen Ersparnissen gekauft hatte. Das Geld, so erzählte er, habe er von einem Mann bekommen, dem er hin und wieder kleine Dienste geleistet habe. In freudiger Stimmung habe der Junge dann die elterliche Wohnung verlassen, um zu seiner Stiefschwester am Mühlenbergweg zu gehen. Von dieser Stunde ab habe jede Spur von ihm gefehlt. In den Mittagsstunden, so bekundete der Zeuge weiter, sei seine Frau sehr unruhig geworden und plötzlich habe sie gesagt:„Unser Junge ist tot; wir kriegen unser Kind nicht mehr lebendig wieder zu sehen.“ Nach zwei Tagen, am 18. April, wurde die Leiche des Knaben dann in einer dichten Kiefernschonung der Wentdorfer Tannen an der Lenzener Chaussee in typischer Schlafstellung gefunden. Vors.:„Was sagen Sie dazu, Seefeld?“ Anaekl.:„Es tut mir unendlich leid, aber ich bin es nicht gewesen.“ Verdächtig sind wiederum die Eintragungen, die Seefeld in der fraglichen Zeit in seinem Notizbuch emacht hat. Am 15. April, also am Östersamstag, at er darin den Ortsnamen unleserlich zu machen versucht. Dieser durchgestrichene Ortsname lautet nach dem chemischen Gutachten„Wittenberge“. Auf Vorhaltungen erklärt Seefeld:„Ich kann dafür keine Erklärung geben.“ Vors.:„Das Gericht hat aber dafür eine umso bessere Erklärung: Der Oberstaatsanwalt hat schon einmal gesagt: Wo Seefeld wandert, da wandert der Tod, denn überall, wo ein Kind verschwand, war Seefeld in der betreffenden Gegend."— Der Vorsitzende stellt sodann aus den Akten fest, daß Seefeld auch früher stets hartnäckig geleugnet hat und erst durch schlüssige Beweise überführt werden konnte. Nach Beendigung der Zeugenvernehmung im Mordfalle Gnirk=Wittenberge teilte der Vorsitzende mit, daß am kommenden Montag und Dienstag die Sachverständigen ihre Gutachten erstatten wollen. Am Donnerstag werden voraussichtlich der Oberstaatsanwalt und der Verteidiger des Angeklagten ihre Schlußvorträge halten. Es ist damit zu rechnen, daß am Samstag, den 22. ds. Mts.. das Urteil gesprochen werden wird. Am Freitag fand noch eine Abendsitzung statt, in der die Zeugenvernehmung zum letzten Mordfall Tesdorf=Ludwigslust durchgeführt wurde. Der 10 Jahre alte Ernst Tesdorf verschwand am 2. November 1933 und wurde am 18. November 1933 in einer Kiefernschonung bei Ludwigslust tot aufgefunden. Hinrichtung in Dresden. DNB. Dresden, 14. Februar. Die Justizpressestelle Dresden teilt mit: Am 14. Februar 1936 ist im Landgerichtsgebäude zu Dresden der durch Urteil des Schwurgerichtes in Dresden vom 17. Oktober 1935 wegen Mordes zum Tode verurteilte Willibald Caspar hingerichtet worden. Caspar hatte am 19. März 1935 seinen 70jährigen Vater erschlagen, weil dieser sich weigerte, ihm zur Begleichung von Spiel= und Wettschulden weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Steinlawine bedroht norditalienische Ortschaft. DNB. Mailand, 14. Febr. Die Ortschaft Varese Ligure am Vasa=Fluß ist seit einigen Tagen von einer Steinlawine bedroht. Gewaltige Fels= und Erdmassen haben sich in einer Ausdehnung von 4 km Länge und 2 km Breite vom Monte Nessono losgelöst und rücken nach und nach gegen die Ortschaft vor. Die ganze Gegend hat sich bereits völlig geändert. Der Gera=Kanal ist verschwunden. Die in Bewegung geratenen Erdmassen schieben sich täglich etwa 50 cm vor. Einige Bauern haben angesichts der Einsturzgefahr bereits ihre Häuser geräumt. Drei jugendliche Falschmünzer festgenommen. Düren, 13. Febr. Der Dürener Kriminalpolizei gelang es, Mittwoch drei jugendliche Falschmünzer zu fassen. Es handelt sich um zwei Brüder und einen Nachbarssohn im Alter von 15 bis 17 Jahren. Man fand in der Wohnung der Brüder alle Geräte, die zur Herstellung von Falschmünzen notwendig sind. Mit diesen Geräten stellten sich die Burschen abends nach Feierabend in der Werkstatt des Vaters der beiden Brüder falsche 1 Mark= und 50 Pfg.=Stücke her. Wie die Jungen gestanden, haben sie seit Monaten Falschgeld hergestellt und ausgegeben. Ein Nachspiel zur VDA-Tagung in Trier Trier, 12. Febr. Vor der Großen Strafkammer in Trier begann am Mittwochvormittag der Prozeß gegen den 43 Jahre alten Nikolaus Berens, der im Mai 1934 gelegentlich der großen VDA.=Tagung in Trier die Verpflegung der etwa 23000 jugendlichen Tagungsteilnehmer auf eigene Rechnung übernommen und hierbei etwa 50000 Mark für sich selbst herausgewirtschaftet hatte. Berens wurde nach Bekanntwerden dieser Tatsache in Untersuchungshaft genommen und hat sich nunWas sagt der Wetterfrosch für morgen? Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Köln. Köln, 14. Februar. 10 Uhr.) Aussichten für Samstag: Schwachwindig, teils wolkig, teils heiter, dunstig, trocken, nachts leichter bis mäßiger Frost, Tagestemperaturen etwas über dem Gefrierpunkt. Weitere Aussichten: Teils wolkiges, teils heiteres, vorwiegend noch trockenes Wetter und weiterhin Nachtfrost. * Die über Westdeutschland hinwegstreichende Hochdruckgruppe hat sich nach Östen erweitert, so daß wir wieder im Westabschnitt derselben liegen. Hier sinkt die Luft stark zusammen und trocknet ab, so daß im Gegensatz zum größten Teil des Reiches bei uns Wolken kaum aufkommen können. Auch der Temperaturgang wird durch diese Verhältnisse kaum beeinflußt. Die Tiefdrucktätigkeit bei Irland und vor der norwegischen Küste wird wieder reger, hält sich aber zunächst in größerer Entfernung von unserm Gebiet, so daß eine schnelle Aenderung nicht zu erwarten ist. * Die Schneelage im Hochsauerland. Die Freitag bei der Pressestelle der Reichsbahndirektion Wuppertal vorliegenden Meldungen von den Wintersportplätzen des Hochsauerlandes verzeichnen allenthalben nur geringe Schneehöhen. Daher läßt die Reichsbahndirektion Wuppertal am Samstag keine Wintersport=Sonderzüge fahren. Ob am Sonntag die Wintersport=Sonderzüge fahren werden, wird erst am Samstagmorgen entschieden. Die Berichte aus dem Hochsauerland lanten: Winterberg: Schneehöhe 15 cm, kein Neuschnee, minus 8 Grad, Südostwind, Sport mäßig: Willingen: 10-20 cm, 1 cm Neuschnee, Pulverschnee, etwas Schneefall am 13. Februar, Westwind, bedeckt: Usseln: 8-20 cm, Pulverschnee, letzter Schneefall am 13. Februar, minus 3 Grad, 2 cm Neuschnee, Nordwestwind. mehr wegen volksschädigender Untreue sowie fortgesetzten Betruges in zahlreichen Fällen zu verantworten. Personenauto auf ein T-Eisen aufgespiett Edenkoben, 18. Febr. An der Leiselbrücke zwischen Edenkoben und Edesheim hat sich ein gräßlicher Verkehrsunfall ereignet. Der Werkmeister Johann Graef aus Eschbach fuhr mit einem Personenwagen in hoher Geschwindigkeit kurz hinter einer Linkskurve auf das rechte Brückengeländer, das aus einem 10 cm starken und etwa 10—12 cm langen T=Eisen besteht. Das T=Eisen drang in einer Höhe von etwa 70 cm in die Mitte des Kühlers hinein, ging unmittelbar neben dem Fahrer durch die ganze Länge des Autos und kam hinten rechts oben aus dem Wagendach wieder heraus. Das rechte Vorderrad ging über die kleine Randmauer hinweg und schwebte frei in der Luft über der 2,50 Meter tiefer fließenden Leisel. Dadurch, daß das Auto geradezu aufgespießt war. wurde das Herunterfallen in den Bach verhindert. Dem Wagenlenker wurde der Brustkorb eingedrückt. Schwerverletzt wurde er in das Krankenhaus nach Edenkoben gebracht, wo er den Verletzungen erlag. Die Unwetterkatastrophe im Nahen Osten Zwei deutsche Dampfer gestrandet. DNB. Istambul, 14. Februar. Einen Ueberblick über die Schäden, die der Schneesturm in Nordgriechenland angerichtet hat, ist noch immer nicht zu gewinnen. Auf weite Strecken hin sind die Drahtleitungen unterbrochen. Die deutschen Dampfer„anuvis“ und„Mazedonia“ von der deutschen Levante=Linie sind von dem Schneesturm von ihrem Ankerplatz in der Bucht von Mersina abgetrieben worden und gestrandet. Es besteht jedoch die Aussicht, die Dampfer wieder flott zu machen. Ein Bergungsdampfer ist bereits unterwegs. DNB. Moskan, 14. Februar. Auch auf dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer wüten schwere Schneestürme. Es herrscht hier Windstärke 11. Sechs sowjetrussische Dampfer befinden sich in Seenot; zwei von ihnen treiben ohne Steuerung auf die rumänische Küste zu. Der Schiffsverkehr im Hafen von Odessa ist vollkommen stillgelegt. Der Sturm hat, den letzten Nachrichten zufolge, mit Windstärke 12 auch auf die Ostküste des Schwarzen Meeres übergegriffen und auch hier, insbesondere in der Umgebung von Sotschi und Gagry, großen Schaden angerichtet. i. V.: Joseph Thelen, Süchteln; veraud Text=Teil: Joseph Hubertz; für den Sport: für den Anzeigenteil: Hermann Mertens Herausgeber, Drucker und Verleger: Gesellschaft für Drus ind Verlag, G. m. b. H., Viersen. O. A. l. 36: 6963. Pl. 4. 8 auptschriftleiter vortlich für den Willy Viehoff: alle in Vieren. 2 aas „Dülkener Narrenbror" Gebr. Heesen Achtung! D. R. P. Alleinige Vertretung für Viersen, Dülken und Süchteln der Ferma-Stahl-Kellerfenster und = Abdeckroste= nur Hans Berrisch Inhaber der Firma Peter Berrisch D. R. P. Viersen, Hofstrasse 20. Ruf 2312. Statt Karten. Gustav Joosten Aenne Joosten geb. Verstraten Vermählte Dülken. den 18. Februar 1936. Viersenerstr. 66. Habe meine Praxis wieder aufgenommen. Dr. med. Wentges Viersen. Schulstrasse 19. Sprechstunden: 8—10, nachmittags 3—4. haus- u. Grundbesihzer=Verein e. V. Viersen. Generalversammlung Dienstag, den 18. Februar 1936, abends 20 Uhr, im Lokale Eisheuer, Große Bruchstraße 46. Tagesordnung: 1. Jahresbericht 2. Kassenbericht 3. Bericht der Rechnungsprüfer 4. Entlastung des Vorstandes 5. Wahl der Rechnungsprüser für 1936 6. Vortrag des Kreisbetriebszellenobmanns Goddar über„Nationalsozialismus und Eigentum“. 7. Verschiedenes Der Vorstand Frühjahrsausstellung ist eröffnet. In meinem Lager von 150 Stück finden Sie Modelle für jeden Geschmack. Beste Qualitätsmarken Naether, Opel, Brennabor, Sol, Phönix, Germania, Bavaria stets vorrätig. Sportwagen, Ledertuch von 9.50 bis 38.— Faltwagen, gerafftes Futter, von 27.— bis 39.— Kastenwagen, 6 Riemen ger. Futter, v. 34.— b. 79.— Stühlch. m. Clos. v. 3.95 b. 27.— Stubenw. Vollw.v.7.95 b. 9.80 Bettchen w. lackiert v. 16.95 Kostenlose Autoanlieferung im gesamten Grenzbezirk. Lamp Viersen. Roßschlachterei Reiner Giesen, Viersen, Dülkenerstraße 10, TV.Viersen-Rahser1910 e. V. Wiederholt arnevalistischen bunten Abends tag. im Lokale Wilh. Hommen. Rahserstraße. 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Die jetz Worten des Di erworben, um Die entfernte humoristischem 2 das ererbt, was dacht hatte, als Boot treibt in Dilkrath Steuerh ds. Mts., fin 9 bis 12 Uhr ist: das letzte Steuer, Haus steuer, Ber. träge, das e sowie sämtlid stände des lan träge wird Die Reste we Unterstützu der Unterstützung rentner finde Wirtschaft Toersch Breyell Besichtig Bauernversam fand am Mitti von Hans Sd zuerst nach S Herrn Lindh müsebaulehrer den Zuschaueri Cichorie ganz spiele ziehen a landwirtschaftli August Knod Siegerwarmwa Scheuernbe vorkeimhaus u tigt. Bet Ve Cichoriensalat, ist sehr lohnen Warm= und Ka dann ging die ten des Hauses lehrgärtner Ha klärungen, wäh rung hatte, au gab. Im Lokale noch eine rege Besichtigungsfal Lobberich Maler und! kale von Hillen Anstreicher eine 2 Heinrich Erke herzlich und besSchreiner umt olit. Weiter agen bekannt, ne ter Lehrlinge erfo teressante Ausführ Nr. 39(3. Blatt) Vereinigte Dreistädte-Zeitung Samstag, 15. Februar 1936 4 von den Zehnten sicherten, bis endlich Napoleon I. diese drückende Last von ihren Schultern nahm. Zum Wesen des Humors gehört es, jeder Sache, jedem Ereignis eine heitere Seite abzugewinnen und diese in die richtige Form zu kleiden, sei es durch ein Wortspiel, durch den Gegensatz, durch einen eigenartigen Vergleich oder etwas Aehnliches. Um das zu können, muß man schlagfertig sein, schnell etwas überschauen können, scharf zu denken vermögen, kurz: Intelligenz besitzen. Schon die Tatsache, daß Dülken im Laufe der Jahrhunderte seinen Platz an der Sonne so gut zu behaupten wußte, enthebt uns des Beweises hierzu. Von großem Vorteile für das ständige Wachsen des Humors aus altem Wurzelstock ist seine alte Sprache, die Sprache, die von den Vorfahren vor vielen, vielen Jahren gesprochen wurde und sich bis in die Gegenwart gerettet hat, die Mundart. In ihr ist es möglich, mancher Sache, mancher Begebenheit oder Beobachtung eine humoristische Wendung zu geben, während in der hochdeutschen Sprache dieses oft bedeutend schwerer fällt. Der Dülkener ohne Unterschied des Standes hat stets mit Stolz seine Mundart gesprochen und tut es mit demselben Stolz noch jetzt, das alte Lied„Loop, Möller, loop!“ hat in der Gegenwart von seiner Jugendfrische noch nichts eingebüßt. Dem Dülkener Humor kommt weiter ein Umstand zugute, der etwas Aeußerliches, Nebensächliches zu sein scheint und doch in seiner Einwirkung nicht unterschätzt werden darf. Es ist die Windmühle, die unter den Jülicher Herzögen als Kameralmühle sich fast nach allen Himmelsgegenden von Dülken aus emporstreckte. Die sich drehenden Windmühlenflügel haben stets etwas Erheiterndes, Belustigendes an sich, im Gegensatz zum Mühlenrad am Bache, das ernst und wehmütig stimmt. Daß die Dülkener Narrenakademie die Windmühle als Symbol ihrer närrischen Weisheit sich erkor, war etwas, was im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft hing. Schließlich muß noch etwas erwähnt werden, was für die ungeschwächte Kraft des Dülkener Humors bis zur Jetztzeit in ursächlichem Zusammenhange steht, es ist die zähe Lebensbejahung des Dülkeners durch alle Jahrhunderte und Wirrnisse mit ungebeugtem Mute hindurch. Was hat Dülkens Bevölkerung und Umgebung nicht durch Plünderungen in den langen Kriegen der verflossenen Zeiten durchmachen müssen! Wie oft hat nicht dabei das graue Elend aus Winkeln und Ecken herausgeschaut! Trotzdem verloren sie den Mut nicht, nicht die Hoffnung auf bessere Zeiten; aber sie verloren auch ihren Humor nicht. Die jetzige Generation hat nach den schönen Worten des Dichters das von den Vätern Ererbte erworben, um es zu besitzen. Die entfernteren Nachbarn am Rhein haben an humoristischem Vermögen von ihren Vätern sicher nur das ererbt, was vielleicht Schiller ihnen schon zugedacht hatte, als er schrieb:„Still, auf gerettetem Boot treibt in den Hafen der Greis.“ Die Dölker send wirklich vöröck. Bracht Karneval in der Badeanstalt. Der kühne Springer Heinrich gewinnt die Wette. Daß die Dülkener ausgemachte Gecken sind und ihren Vorfahren in dieser Hinsicht nicht im geringsten nachstehen, haben sie gestern abend bewiesen. Die Badeanstalt, dieser ernste, der Gesundheit dienende Ort, war Schauplatz eines karnevalistischen Fez. Die Ankündigung, daß Heinrich, der kühne Springer, auf Grund einer Wette einen Riesensalto ausführen würde, hatte der Halle einen seit ihrer Erstehung vor über 30 Jahren nicht gesehenen Rekordbesuch gebracht. Weit über 600 Menschen standen und hingen wie Heringe im Faß auf allen Gängen auf der Tribüne, über den Kabinen usw. Heinrich wurde mit Musik und bengalischer Beleuchtung vom Bürgerhaus abgeholt und im närrischen Aufzuge zur Badeanstalt geleitet. In respektvoller Entfernung folgte der wiederaufgefundene Krankenwagen. Geführt vom Großadmiral, Meergott Neptun, und begleitet von seinem närrischen Gefolge, dem Masseur und den beiden Ansagern„Bernhard und de Nuöt“, betrat der wagemutige Schwimmer die Halle, von allen begeistert begrüßt. Die beiden Ansager trafen den richtigen Ton und Heinrich— vom Masseur entsprechend behandelt— vollführte unter dem Jubel der vielhundertköpfigen Menge einen mustergültigen Salto mortale. Die Wette war gewonnen, de Nuöt sprach dem Verlierer herzliches Beileid aus, während Bernhard dem Sieger einen Lorbeerkranz und die entsprechende Urkunde überreichte. Der Schwimmverein zeigte zur Auffüllung des Programms einige Rahmenkämpfe und Heinrich selbst erzählte, daß er die hohe Kunst von seinem Vater gelernt habe. Im Triumphzuge ging es zur Stadt zurück, wo das große Schwimmsport=Ereignis auch zu inneren Ueberschwemmungen Anlaß gab. Der Zweck der närrischen Olympiade ist erreicht, der Rosenmontagskasse floß ein ansehnlicher Betrag zu. Krefelder Marktbericht. Krefeld, 13. Februar. Es kosteten je 100 Pfund: Feldsalat 80—30,30 RM., Wirsing(grün) 11—12, Dauerrotkohl 9, Dauerweißkohl 6,40—6,80, Rosenkohl 22,10—25, Anfuhr: Gemüse gut, Nachfrage: Gemüse gut.— Nächste Gemüse=Versteigerung am 17. 2. 1936. Dilkrath Steuerhebetermin. Am Montag, den 17. ds. Mts., findet in der Wirtschaft Toerschen von 9 bis 12 Uhr Steuerhebetermin statt. Fällig ist: das letzte Viertel der Staatl. GrundvermögensSteuer, Hauszinssteuer, Gemeindesteuer, Gewerbesteuer, Ber. Gew.=Beitrag, Handwerkskammerbeiträge, das erste Viertel der Bürgersteuer für 1936 sowie sämtliche Reste aus Vorjahren und die Rückstände des laufenden Jahres. Für nicht gezahlte Beträge wird ein Säumniszuschlag von 2% erhoben. Die Reste werden zwangsweise beigetrieben. Unterstützungszahlung. Die Auszahlung der Unterstützungen für Sozial- und Kleinrentner findet am Montag vormittag in der Wirtschaft Toerschen beim Steuertermin statt. Breyell Ge hier von Beides von die Besichtigungsfahrt. Die bei der letzten Bauernversammlung angeregte Besichtigungsfahrt fand am Mittwoch statt. Der schöne Reisewagen von Hans Schöndelen brachte die Teilnehmer zuerst nach St. Tönis, wo die Anlagen des Herrn Lindhauer besichtigt wurden. Herr müsebaulehrer Erven, Krefeld, konnte den Zuschauern die Bedeutung des Anbaues Cichorie ganz besonders eindrucksvoll zeigen. spiele ziehen an. Es folgte die Besichtigung landwirtschaftlichen Betriebes für Gemüsebau Auaust Knodt. Hier interessierte besonders Siegerwarmwasseranlage. Bei dem Gemüsebauer Scheuernberg wurde das freistehende Kartoffelvorkeimhaus und die Kohlscheune besonders besichtigt. Bet Vellmann, Krefeld, war es der Cichoriensalat, den man bewunderte. Der Anbau ist sehr lohnend. In Dahlerdyck wurden die Warm= und Kalthäuser von Geraerts besucht und dann ging die Fahrt nach Kempen zu den Obstgärten des Hauses Bockdorf. Hier übernahm Kreislehrgärtner Havels Gelegenheit zu manchen Aufklärungen, während der Obergärtner, der die Führung hatte, auf alle Fragen bereitwilligst Antwort gab. Im Lokale Billenbrandt, Kempen, war noch eine rege Aussprache. Die Teilnehmer an der Besichtigungsfahrt kamen sehr befriedigt heim. Lobberich Maler und Anstreicher tagten. Im Lokale von Hillenbrand hatten die Maler und Anstreicher eine Bezirkstagung. Bezirksobermeister Heinrich Erkens, Lobberich, begrüßte alle herzlich und besonders den Redner, Herrn W. Schreiner und den Vertreter der DAF. Pg. Holit. Weiter gab der Obermeister die Unterlagen bekannt, nach denen die Zwischenprüfungen der Lehrlinge erfolgen. Herr Schreiner machte interessante Ausführungen über die Einschränkung des NTIANG Oelverbrauches und über die Verarbeitung gleichwertiger Ersatzmittel. Die Ausführungen wurden mit dem größten Interesse entgegengenommen. In der folgenden Aussprache wurden eine Reihe von Fragen lebhaft besprochen. Die Bezirkstagung endete mit einem Treugelöbnis zum Führer. Frischfisch=Ausgabe. Samstagmorgen, den 14. Februar, gibt das W.H.W., Lobberich, an die Betreuten Frischfisch aus. Die Ausgabe erfolgt am Arbeitsamt nach folgender Einteilung: für die Kartei=erfaßten Nr. 1—200 von 9½—10½ Uhr, von 200 bis 400 von 10½—11½ Uhr, von 400 bis Schluß von 11½—1 Uhr. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Zeiten unbedingt eingehalten werden müssen, um unliebsame Verzögerungen zu vermeiden. Wer die Zeit nicht einhält, kann nicht betreut werden. Kameradschaftsabend der Reiter. Die Mitglieder des Reit= und Fahrvereins hatten im Lokale von Köster einen recht gemütlichen Kameradschaftsabend. Der Vorsitzende, Herr Heydthausen, eröffnete den Abend mit freundlichen Grüßen an alle. Sein besonderer Gruß galt den Mitgliedern der Damenabteilung des Sportklubs. Er übertrug die Leitung des Abends dem Herrn Heinz Giebmanns, der es verstand, dem Abend die rechte Stimmung zu geben, was bei humorvollen Darbietungen der Mitglieder, bei frohen Musikspenden der Kapelle Schiffer, Viersen, und vor allem bei den Darbietungen der Damenabteilung des Sportklubs nicht ausbleiben konnte. Der Kameradschaftsabend schloß mit einem frohen Tänzchen. Hohes Alter. Am Freitag, dem 14. Februar, wurde Herr Josef Schotten 85 Jahre alt. Dem Altersjubilar, der noch sehr rüstig ist, unsern herzlichen Glückwunsch! Schadensener. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde die Feuerwehr gerufen. In dem Betriebe von P. an der Breyellerstraße war ein Schadenfeuer ausgebrochen. Die Wehr brauchte nicht mehr einzugreifen. Das Feuer war schon gelöscht, es hätte aber sehr leicht großen Umfang annehmen können. Leben und Sterben. In der letzten Woche wurden vom Standesamt 4 Geburten, 1 Sterbefall und 1 Eheschließung beurkundet. Pfundsammlung. Auf die in den Tagen vom 15.—19. Februar stattfindende Pfundsammlung wird hierdurch hingewiesen. Es wird erwartet, daß jeder, der dazu in der Lage ist, reichlich gibt, um das Ergebnis der Vormonate zu steigern. Jeder möge sorgen, daß den Sammlerinnen die Mühe durch freudiges Spenden gelohnt wird. Ueberall liegt die Spende zum Abholen fertig. Aus der DAF. Die Ortswaltung hält fürderhin die Sprechstunden im Parteiheim Montags von 15 bis 18,30 Uhr ab. Auch die Unterstützungen werden dann ausgezahlt. Die Kriegerkameradschaft im Jahre 1935. Zu Beginn des Jahresappells im Parteilokale Fliegen widmete der Kameraschaftsführer Pg. Derdau den Gefallenen des Weltkrieges und den Opfern der- Bewegung Worte ehrenden Gedenkens. Auch der verstorbenen Mitglieder des verflossenen Jahres erinnerte man sich in ehrender Dankbarkeit. Von der im Jahre geleisteten Arbeit, von den Mühen und Erfolgen berichtete ein Jahresrückblick des Kameradschaftsführers. Dem Kameraden Mohr heftete er für gute Schießleistungen die bronzene Nadel des Kyffhäuserbundes an, der Kamerad Houbertz erhielt das silberne Jubiläumsabzeichen des Kyffhäuserbundes. Weiter berichtete der Kameradschaftsführer über die Führertagung in Kempen, das Ausscheiden der SAL aus der SA und die Weihe der neuen Bundesfahne am 1. März. Nachdem Bürgermeister Königs den Frontkämpfern Otto Küppers, Rudolf Otten, Heinrich Fretz und Gerbard Leewen das Ehrenkreuz überreicht hatte und die Kameraden der Küche des Hauses Fliegen gebührende Ehre angetan, sprach Gauredner Specht über unsere früheren Kolonien. Deutschland habe bewiesen, daß es in hohem Maße fähig ist, kolonisatorisch tätig zu sein. Es habe den Anspruch auf die ihm unrechtmäßig geraubten Kolonien nicht aufgegeben und werde dieses Recht immer geltend machen. Die Kameraden folgten den Ausführungen mit großer Spannung und gaben durch lebhaften Beifall ihre Zustimmung kund. Waldniel. In die schöne Eisel. Das Amt für Volkswohlfahrt konnte dieser Tage vier Jungens von hier zur Erholung in die schöne Eifel schicken. In der Jugendherberge in Gemünd werden die Kinder Aufenthalt nehmen. Hier inmitten schöner großer Waldungen, ganz nahe bei dem Urftsee, werden die Jungen gewiß in würziger, gesunder Luft eine gute Erholung finden. Damensitzung bei„Gruet on Kleen“. Der Karneval ist im besten Gange. Nach der ersten wohlgelungenen Darbietung steigt bei„Gruet on Kleen“ morgen eine Damensitzung, die gewiß allen Besuchern schöne genußreiche Stunden bringt. Ein reichhaltiges Programm wird schon dafür sorgen, daß echte Stimmung und Humor aufkommen wird. Sonntag Jungarbeiter=Kundgebung. Die Teilnehmer am Reichsberufswettkampf aus den Orten Brüggen, Amern und Waldniel treten am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz hierselbst zu einer Kundgebung an. Amern Allerhand Betrieb auf dem Harriksee. Echte Winterfreuden bietet die Eisfläche des Harriksee in den letzten Tagen. Jung und Alt tummeln sich auf der Eisfläche bei gesundem Wintersport. Wir wollen hoffen, daß diese Freuden noch eine Zeitlang anhalten. Der Deutsche Schützenverband und die Bruderschaften. Der Deutsche Schützenverband im Reichsverband für Leibesübungen teilt folgendes mit: Die Kanzlei der Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus in Leverkusen=Bürrig veröffentlicht dauernd Mitteilungen über ihre Sportzugehörigkeit zum DRfL, die irreführend sind und in den Kreisen der Bruderschaften Verwirrung stiften. Auch in der Nummer des„Schützenbruder“ vom Februar 36 sind in den Mitteilungen aus der Kanzlei der Erzbruderschaft" in Ziffer 3 Angaben gemacht, die jeglicher Grundlage entbehren. Demgegenüber sei erneut festgestellt: 1. Die Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus hat seit Aufhebung des vom Fachamt Schießen mit ihr geschlossenen Vertrages, die im Juli 1935 erfolgte, keine Verbindung zum Fachamt Schießen(Deutscher Schützenverband) oder zum Deutschen Reichsbund für Leibesübungen. Erst am 4. 2. 36 hat die Erzbruderschaft dem Reichssportführer Vorschläge in Aussicht gestellt, deren Eingang abgewartet werden muß. 2. Verhandlungen mit der Erzbruderschaft über die Vereinheitlichung des deutschen Schießsports im Deutschen Schützenverband haben seit Lösung des in Ziffer 1 erwähnten Vertrages weder mit dem Ehemaliger Eton=Schüler als Räuberhauptmann erschossen Das Geheimnis eines afrikanischen Polizeibeamten. Der Kaufmann auf der Verbrecherjagd.— Die untreue Brant. In dem Erinnerungsbuch, das zum Gedenken an besonders bemerkenswerte Taten britischer Polizeibeamter in Afrika angelegt wurde, ist mit besonderer Aufmerksamkeit jener Abschnitt verfaßt, der dem kleinen Marcman Fish gewidmet ist, der vor ein paar Tagen ganz still in den Ruhestand trat. Marcman Fish hatte während seiner langen Dienstzeit nie über das große Geheimnis seines Lebens gesprochen. Nur seine Vorgesetzten und ein paar Leute in London wußten darüber Bescheid. Heute aber erfährt man zum ersten Mal die Hintergründe des Endes eines der größten Piraten und Räuber, die jemals Afrika unsicher gemacht hatten. Man erfuhr vor ein paar Jahrzehnten ganz plötzlich, daß ein gewisser John Herrera sich an den Grenzen der französischen Kongo=Gebiete aufhalte, Kopfjäger und schwarze und weiße Abenteurer um sich sammle und nun Schandtaten und Eroberungszüge unternehme. Man hatte bald ermittelt, daß jener Herrara aus einer guten englischen Familie stammte und ein MuDeutschen Schützenverband noch mit dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen stattgefunden, bis auf die in Ziffer 1 erwähnte Besprechung am 4.2.86. 3. Da weder der Reichsbund noch der Deutsche Schützenverband irgendwelchen Einfluß auf die Erzbruderschaft nimmt, ist es eine Irreführung der Bruderschaften, wenn Bestimmungen des Reichsbundes in den„Mitteilungen aus der Kanzlei der Erzbruderschaft“ bekanntgegeben werden, wie dies wiederum in der Februarnummer des Schützenbruders in den Ziffern 6 und 9 und in der Veröffentlichung der Bestimmungen des Deutschen Schützenverbandes über das Opferschießen für das Winterhilfswerk geschieht. Hierdurch soll der Anschein erweckt werden, als ob die Erzbruderschaft noch irgendwelche Verbindung zum Deutschen Reichsbund für Leibesübungen hätte. 4. Es ist jeder Bruderschaft freigestellt, sich um die Mitgliedschaft im Deutschen Schützenverband und damit auch im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen zu bewerben. Voraussetzung dieser Bewerbung ist, daß die betr. Bruderschaft schriftlich erklärt, daß sie nicht der Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus angehört. Die Gesuche werden nach Eingang vom Deutschen Schützenverband geprüft. Je nach dem Ergebnis der Prüfung wird die Bruderschaft aufgenommen oder ihre Aufnahme abgelehnt. sterschüler in Eton gewesen war. Als er aber mit der Polizei wegen irgendeiner Dummheit in Konflikt kam, wurde er so kopfscheu, daß er England verließ und nach Afrika ging. Jener Marcman Fish war zu dieser Zeit Verkäufer in einem Stoffgeschäft in West=England. Er bekam erst in dem Augenblick etwas mit Herrera zu tun, als dieser Abenteurer aus Afrika einem Mädchen, das inzwischen Fishs Braut geworden war, einen Brief schrieb, es möge zu ihm nach Afrika kommen. Er stehe im Begriff, ein schwarzes Kaiserreich aufzubauen. Jetzt wurde es Fish zu bunt. Er steckte seinen anzen Stoffhandel auf und reiste nach Libreville. denn diese Stadt hatte auf dem Poststempel des Briefes an die Braut gestanden. Wirklich gelang es dem kleinen Stoffhändler aus England mit einem verwegenen Mut bis zu den Schlupfwinkeln Herreras vorzudringen. Als Ausweis diente ihm immer jener Brief, den Herrora an Fishs Braut geschrieben hatte. Als er den zum Banditen gewordenen Engländer endlich vor sich hatte, zog Fish ohne weiteres die Pistole und schoß ihn ab. Die Kumpanen Herroras verloren den Mut und verliefen sich. Marcman Fish aber war vom selbigen Tag ab ein großer Mann und bekam sofort einen Posten in der Polizei. Seine Braut, um derentwillen er all diese Strapazen auf sich genommen hatte, hatte sich aber inzwischen mit einem anderen verheiratet. D „Emden"=Besatzung überall gern gesehener Gast. Die Besatzung des bekannten deutschen Kreuzers auf dem Marsch durch die venezuelanische Hauptstadt Caracas, wo das Schiff auf seiner Weltreise angelegt hatte. Die Bevölkerung bereitete den deutschen Matrosen einen jubelnden Empfang.(Scherl Bilderdienst, K.) 32 Was bringen die Theater? Stadttheater Krefeld. Theater im Karneval. Es ist eine Verpflichtung, dieser fröhlichen Jahreszeit auch von Seiten des Theaters in der Spielplangestaltung entgegenzukommen. Demgemäß kommt in den Tagen bis zur Fastenzeit die leichte Muse mehr zu Wort. Trotzdem bringt die Oper noch eine Neuinszenierung: Mozarts heitere Oper „Figaros Hochzeit“ unter Curt Crucigers Stabführung und der Spielleitung von Joachim Klaiber a. G. am Mittwoch. Der Aufführung liegt die neue Uebersetzung von S. Anheißer zu Grunde. In den Hauptpartien die Damen Danner(Marcellina), Feind (Bärbchen), Frisch(Gräfin), von Krones(Susanna), Kutz(Cherubin) und die Herren Bachem(Bartolo), Hettmer(Antonio), Kohlbacher(Don Curzio), Priem (Basilio), Redenbeck(Figaro), Schmidt(Graf). Als zweite Opernaufführung gelangt am Donnerstag Verdis„Maskenball“ unter der Stabführung von Ernst Weigand und der Spielleitung von Dr. Herbert Junkers zur Aufführung. Als einziges chauspiel ist Kurt Sellnicks reizendes, modernes Lustspiel„Hilde und 4 PS“ mit Elisabeth Biedermann in der Titelrolle für Freitag vorgesehen. Operette und Ballett beherrscht den übrigen Spielplan. Der Abend, der beide Kunstgattungen umschließt und die Operette„Leichte Kavallerie" von Franz von Suppè und das Ballett„Der Zauberladen" von Rossini=Respighi bringt, wird am Montag, den 17., Dienstag, den 18., Fastnachtssamstag, Fastnachtssonntag und Rosenmontag zur Aufführung gebracht. Sonntag, den 16., nachmittags und abends und Fastnachtsdienstag kommt die große Ausstattungsoperelle„Genegla“ zur Aufführung. Eigens für Karneval hat Hans Heinz Klüfer eine Krefelder Revue„Krach um Mitternacht“ geschrieben, zu der Joachim Krause die Musik komponierte und die als Nachtvorstellung am Fastnachtssamstag und Rosenmontag um 23 Uhr zur Aufführung gelangt. Während und nach der Revne karnevalistisches Treiben in den oberen Räumen des Theaters. Gastspiele in dieser Woche sind Dienstag, den 18. in Bocholt:„rach im Hinterhaus“ und Freitag in Rheinhausen:„Tanzabend". Stadttheater Gladbach=Rheydt. Kaiser Friedrich=Halle. Sonntag, 16. 2.„Die Fledermaus“, Anf. 20 Uhr. Montag, 17. 2.„Die Fledermaus", Wahlvorstellg. f. beide Gruppen der NS=Kulturgem., Anf. 20 Uhr. Dienstag, 18. 2.„Die Fledermaus", Ab. Rot 22, Anf. 20 Uhr. Neues Theater Rheydt. Sonntag, 16. 2.„Prinzessin Turandot“, Anf. 20 Uhr Mittwoch, 19. 2.„Die Fledermaus", Wahlvorstellg. f. beide Gruppen der NS=Kulturgem., Anf. 20 Uhr. Donnerstag, 20. 2.„Die Fledermaus", Ab. Gelb 22, Anf. 20 Uhr. Freitag, 21. 2.„Die Fledermaus“, Vorstellg. KdF., Anf. 20 Uhr. Sonnabend, 22. 2.„Die Fledermaus", 12. Fremdenvorstellg., Anf. 17 Uhr. Sonntag, 23. 2.„Die Fledermaus", Anf. 17 Uhr. Deutschlands berühmtester Läufer. Hanns Braun in London 1908... Ein kurzer Auszug aus dem soeben im Brunnen=Verlag/ Willi Bischoff/ Berlin erschienenen, sprühend-lebendigen Buche: „Völkerkampf Olympia"(RM. 1,60, mit vielen Abbildungen), von dem bekannten Sportschriftsteller Dr. Heinz Siska. Ein prächtiges Rennen wurde der 800=Meter=Endlauf, ein wunderschöner Kampf und zugleich ein Triumph für die Deutschen, trotzdem ihr Läufer, der Münchener Hanns Braun, nicht der Sieger war. Aber Hanns Braun ganz allein brachte der Welt Respekt vor den deutschen Sportsleuten bei. Man hatte solange geglaubt, nur die Amerikaner und die gländer könnten im klassischen Kampfsport, im Lauf, etwas leisten, ja in England hatte man überhaupt eine sehr eigenartige Vorstellung von den Deutschen der damaligen Zeit; man hielt sie im allgemeinen für bierbäuchige Spießer, die, wenn sie überhaupt Sport trieben, höchstens zum Kraftmenschen taugten. Und da kam plötzlich dieser Braun, dieser wundervoll gebaute, schlanke Deutsche mit seinem einzigartigen Laufstil, der die Ueberraschung der Olympiade wurde. Es gab damals gerade in den 800 Metern ganz fabelhafte Läufer: den baumlangen Amerikaner Sheppard, der die Tradition der solange bei Olympischen Spielen unbesiegten Amerikaner fortsetzen wollte; da waren die besten Engländer, die außer Sheppard nur den Italiener Lunghi fürchteten, den Unbesiegbaren, der als bei weitem bester Läufer Europas galt. Aber es kam etwas anders. In den 800=MeterEndlauf gelangte der Favorit Sheppard mit zweien seiner Landsleute und außerdem die besten Europäer, der bekannte Engländer Just und sein Landsmann Fairbairn, der Italiener Lunghi, der Ungar Bodor und schließlich, wenig beachtet, der Deutsche Hanns Braun. Von Anfang an ging es im tollsten Tempo los. Die ersten vierhundert Meter wurden in der unvorstellbaren Zwischenzeit von 52 Sekunden zurückgelegt. Sheppard führte knapp vor Lunghi und Just, die übrigen lagen schon hier 10 Meter zurin — so ein Tempo hatte noch keiner erlebt. In der letzten Kurve machte sich der Amerikaner von seinen Gegnern frei und spurtete unangefochten dem zu, aber hinter ihm, da gab es einen Kampf auf Tod und Leben. Gust wollte wenigstens mit aller Energie den zweiten Platz für England retten, aber der Italiener kam mit letzter Anstrengung an ihm vorbei, und da setzte noch einer heran, mit langen Schritten, verbissen im Kampf, nur noch Wille, Siegeswille und unbeugsame Energie: der Deutsche Hanns Braun. Dicht hinter ihm der Ungar Bodor, der sich auch noch nicht geschlagen gab. In den letzten Metern erreichten sie den Engländer und kämpften sich in erbittertem Endspurt knapp vor ihm durchs Ziel. Das Ergebnis war: 1. Sheppard in 1:52,8 Minuten, Weltrekord! 2. Lunghi, 8 Meter zurück. 3. Braun, 4. Bodor dichtauf, 5. Just, 6. Halstead=USA. In diesem Rennen gegen solche Konkurrenz Dritter zu werden, den Ungarn und die gefürchteten Engländer zu schlagen, das war ein bedeutender Erfolg für den Deutschen. Hanns Braun war auch der Held des Staffellaufs über 200, 400 und 800 Meter. Amerika hatte schon durch seine Sprinter den Sieg sicher. Aber da waren auch noch die Ungarn, die bei dem 400=Meter=Lauf mit 8 Meter Vorsprung vor den Deutschen an zweiter Stelle lagen. Trieloff holte durch seinen 400Meter=Lauf 3 Meter auf, und nun bekam Braun den Stab, 15 Meter hinter Sheppard und 5 Meter hinter seinem großen Rivalen aus dem 800=MeterLauf, dem ungarischen Schlußmann Bodor. Der legte ein unheimliches Tempo vor, die Angst vor dem Deutschen beflügelte seinen Schritt; Hanns Braun ließ sich jedoch nicht beirren, er pendelte im lockeren Schreitstil hinterher, sparte seine Kraft, und 100 Meter vor dem Ziel setzte er zum Endspurt an. Der Ungar wehrte sich verzweifelt, er lief wie noch nie in seinem Leben, immer näher kam die rettende Ziellinie, aber auch der Deutsche kam unerbittlich näher. Ein wundervoller Schlußkampf begann. Das Stadion kochte vor Erregung, alles schrie und winkte: Braun— Bodor— Bodor— Braun! Da, auf den letzten zehn Metern wurden die Schritte des Deutschen riesenlang, er kam auf eine Höhe mit seinem Gegner, und jetzt, jetzt war das Ziel da— aber Braun war vorbei! Mit Handbreite hatte er gesiegt, mitt knappstem Vorsprung den zweiten Platz für Deutschland geschafft. Das war der letzte Kampf in der Leichtathletik, der letzte, aufregendste und schönste. Braun hatte der Welt gezeigt, daß die jungen Deutschen sich ebenso wie alle anderen zu schlagen verstanden! ... und 1912 in Stockholm. Der Heros in den Mittelstrecken, der einzige Europäer, der den Amerikanern gleichkam, war wieder Hanns Braun, der Deutsche. Die Männer aus USA hatten sich diesmal noch besser gerüstet als 1908, sie wußten, in den 800 Metern mußten sie nur Hanns Braun, den Besten Europas, schlagen, und gegen dessen Können war kaum anzukommen. Aber was auf dem üblichen Weg nicht möglich war, mußte eben ungewöhnlich, durch den Einsatz einer Uebermacht, geschafft werden, durch— Taktik. Die Yankees brachten sechs Männer an den Start, robuste Burschen, die jedenfalls zusammen etwas konnten und den deutschen Favoriten erledigten. Sechs Amerikaner waren im Endlauf, außerdem ein Kanadier, und allein gegen diese Uebermacht stand— Hanns Braun. In Stockholm trug man vor dem Kampf Schilder durch die Straßen mit der Aufschrift: Im olympischen Stadion: Der Kampf Hanns Brann gegen Amerika! — und die Menschenmassen strömten ins Stadion. Man erwartete einen schönen Kampf, ein Rennen bis aufs letzte mit Energie und Kraft, alles fieberte auf den Startschuß— und zwei Minuten später saß alles da, als wäre ein Strahl kalten Wassers vom heiteren Himmel niedergegangen. Nur die Amerikaner schrien unaufhörlich Beifall.— Was war geschehen? Die Sechs aus dem Dollarlande hatten eine kluge Rechnung geführt— aber keinen Kampf geliefert. Gleich nach dem Start nahmen sie den Deutschen in die Mitte: einer lief vor iüm, einer gleich rechts daneben, dann wieder einer rechts gestaffelt,— sie konnten sichs leisten, denn es standen ja sechs gegen einen. So diktierten sie Braun, der sie alle durch sein Tempo besiegen konnte, ihre eigene Geschwindigkeit, unverrückbar, unerbittlich, ohne formell gegen die Kampfregeln zu verstoßen, aber auch ohne den richtigen Kampf, das frisch=fröhliche Messen der Kräfte möglich zu machen. Eingeschlossen von der Uebermacht, mußte der Deutsche bis zur Schlußgeraden mithalten, und da konnte er dem Spurt seiner Gegner nichts mehr entgegensetzen, er war geschlagen, seelisch vielleicht mehr als körperlich, erbittert über diese schlaue Methode, besonders gerade ihn, den ritterlichen und ehrlichen Kämpfer, besonders kränkte. Er wurde, knapp geschlagen, Vierter. Er ging wortlos in seine Kabine, brach auf der Bank zusammen und schluchzte vor Empörung und Enttäuschung. Die Kameraden umstanden ihn und wußten keinen Trost für seinen Schmerz— so tragisch hatte noch keiner den Olympischen Sieg verloren. Als er zwei Tage später zum 400=Meter=Endlauf antrat, stand er wieder gegen eine Uebermacht von vier Amerikanern. Im 100=Meter=Tempo ging es über die Bahn. Erst führte der Amerikaner Lindberg, dann führte Braun, der bis kurz vor dem Zielband die Spitze hielt. Aber auf den letzten Metern kämpfte sich der gedrungene Reitpath vor, ein frischer Mann, der nicht wie Braun die 800 Meter in den Knochen hatte. Immer näher kam er an den Deutschen, im Ziel war er auf einer Höhe mit ihm, und alles glaubte schon an totes Rennen. Aber der Amerikaner war den Bruchteil einer Sekunde schneller, um gute Brustbreite schlug er Braun, Olympiasieg und Weltrekord gehörten Amerika! 48,2 Sekunden war die Zeit. Der 800=Meter=Sieger Meredith wurde in diesem grandiosen Lauf nur Vierter. „Der fliegende blaue Leopard“ wird gesucht Abenteuerliche Fahrten nach einem riesigen Schmetterling.— Die Launen des Millionärs.— Der Tod lauert im Urwald. Die britischen Kolonialbehörden in Singapore haben sich mit den zuständigen Stellen auf Java in Verbindung gesetzt, um nähere Ermittlungen über das wahre Schicksal von sieben abenteuerlichen Schmetterlingsjägern einzuholen, die vor etwa einem Jahr im Auftrag eines französischen Millionärs Ph. Vaubert auszogen und von denen nur zwei wieder zurückkehrten. Jener Millionär ist einer der bekanntesten Schmetterlingssammler der Welt. Mit ihm wetteifern nur noch zwei amerikanische und ein englischer Sammder, die wie er Riesensummen aufwenden können, um irgendeine Schmetterlingsseltenheit aus Südamerika oder, wie in diesem Fall, von einer javanischen Insel herbei zu schaffen. Man hatte dem Millionär berichtet, daß auf Java ein Schmetterling zu finden sei, der fast einen halben Meter Flügelspannweite habe und nach der Auffassung der Eingeborenen die Wiedergeburt irgendeines Toten darstelle. Man gab diesem Schmetterling in den Wäldern den Namen des fliegenden blauen Leoparden. Allerdings mußte der Franzose aus den ihm gelieferten Berichten seiner Expedition bald erkennen, daß bis heute kein einziger Europäer, kein einziger Weißer einen solchen Schmetterling jemals sah. Das will allerdings nicht besagen, daß dieses Riesentier nicht besteht. Schließlich gab es auch im Amazonas=Gebiet große Schmetterlinge, deren Dasein lange von Amerikanern und Europäern angezweifelt wurde, bis man schließlich im brasilianischen Dschungel auf einen Indianerstamm stieß, der sich sogar auf die Kunst verstand, mit stumpfen Pfeilen jene sagenhaft großen Tiere zu betäuben und zu bergen. Wenn auch in den letzten Jahren kaum mehr neue Schmetterlingsarten entdeckt worden sind, wenn also der Sammeleifer der Fanatiker allmählich nachlassen muß, so werden doch von Zeit zu Zeit immer wieder Kolonnen ausgerüstet, die oft unter großen Gefahren den Urwaldgeheimnissen nachspüren müssen. Fast immer bleibt irgendeiner der Schmetterlingsjäger auf der Strecke. Schließlich reizen den Sammler heute nur noch Seltenheiten, die in Zonen gefunden werden, die nicht ohne weiteres zu erreichen oder zugänglich sind, in denen mitunter Eingeborene hausen, die die vordringenden Weißen mit Giftpfeilen empfangen. Doch das hindert die Abenteurer nicht, immer aufs neue auf die Suche zu gehen—, so lange die Millionäre von Paris, London oder Philadelphia Millionenschecks für ihre Sammelleidenschaft ausgeben. Rleaßt duech Feeude! Zeichnung: Waldi. — So. so! Also in Norwegen und auf Madeira ist er gewesen.— Wohl auch mal „bessere Tas“ gesenn.— Nee, die seh' ich erst jetzu— 61 Gottesdienstordnung. Sonntag, den 16. Februar 1936(Sexagesima). Viersen. Hauptpfarrkirche St. Remigins. Hl. Messen: 6, 7, 8, 9 Uhr(Schulmesse), 10 Uhr Hochamt, 11¼ Uhr letzte hl. Messe. Nachm. 2½ Uhr Christenlehre, 3¼ Uhr ist Andacht mit Standespredigt für die weibliche Pfarrjugend und 5 Uhr Andacht mit Predigt. In der 7=Uhr=Messe hl. Kom. der Mädchen der oberen Jahrgänge und in der 8=UhrMesse hl. Kom. der weiblichen Pfarrjugend.. Nach allen hl. Messen ist an den Kirchtüren die angeordnete Kollekte für die arme Kirchengemeinde in Ripsdorf. Nach dem Hochamte wird das Te Deum gesungen aus Anlaß des 14. Jahrestages der Krönung unseres Hl. Vaters. Die Gläubigen mögen eifrig beten und die hl. Kommunion empfangen. Von Montag ab beginnen werktags die hl. Messen: 6. 6½. 7.10 Uhr die Schulmesse, 8 Uhr. Die Krankenwoche hat Herr Kaplan Welter. Maria=Hilf=Kapelle. 7 Uhr, 8 Uhr und 9 Uhr hl. Messen. Nachm. 4 Uhr Andacht. Dienstagabend 7 Uhr ist die 5. St. JosefsAndacht mit Predigt. Pfarrkirche St. Helena. Hl. Messen: ½7 und 8 Uhr, 310 Uhr Hochamt; erste hl. Messe Gemeinschaftsmesse mit hl. Kom. der Jungfrauen, in der zweiten hl. Messe gem. hl. Kom. für die Jahrgänge 1933 und 34. Nach allen hl. Messen Türkollekte für die„wandernde Kirche". Nachm. 2 Uhr Andacht mit Vortrag für die Jungfrauen, 3 Uhr Andacht zu Ehren des hl. Josef und Christenlehre. Pfarrkirche St. Joseph. Die hl. Messen sind: 5½, 7, 8, 9 Uhr, 10 Uhr Hochamt, 11¼ Uhr. In der hl. Messe um 7 Uhr ist gem. hl. Kom. der Jungfrauen, um 8 Uhr der Schulkinder von Unterbeberich. Nachm. ist um ½3 Uhr Andacht für die Schulkinder, 5 Uhr Andacht. Am Donnerstag ist nachmittags um ½6 Uhr die monatliche religiöse Gemeinschaftsfeier mit Predigt für alle Frauen. In der St. Konrads=Kapelle ist um 7¾ Uhr hl. Messe. Die Krankenwoche hat Herr Kaplan Dr. Barkholt. Psarrkirche St. Petrus. Hl. Messen: 6, 7, 8½ Uhr, 9½ Uhr Hochamt. Nachm. 2 Uhr Andacht, ½3 Uhr Andacht zu Ehren des hl. Josef, ½5 Uhr feierliche Einweihung des neuen Kreuzweges mit Predigt. 7 Uhr Gemeinschaftsmesse mit hl. Kom. der Jungfrauen. Sonntag, den 23. Febr., in der hl. Messe um 7 Uhr gem. hl. Kom. der Frauen. Pfarr=Rektorat St. Notburga. Hl. Messen: 6¼, 7 Uhr mit gem. hl. Kom. der Jungfrauen, ½9 Uhr, 10 Uhr Hochamt. Nachm. 2 Uhr Christenlehre(auch zugleich für die Jungfrauen). Montag: 6 Uhr Gemeinschaftsmesse in der Krypta. Mittwoch: 7.05 Uhr 5. Hochamt zu Ehren des hl. Josef zur Erflehung des Segens Gottes für Familie, Gemeinde, Vaterland und Kirche. Nächsten Sonntag 7 Uhr gem. hl. Kom. der Frauen und Mütter. Dülken. Hauptpfarrkirche St. Cornelins. Hl. Messen: 6 Uhr mit Ansprache, 7 Uhr mit Predigt und gem. hl. Kom. der Kinder des 5. und 6. Schuljahres der Nord=, Ost= und Südschule, 8 Uhr mit Predigt und gem. hl. Kom. unserer Jungfrauen und Jungmädchen, 9½ Uhr Hochamt mit Ansprache und Te Deum und Segen aus Anlaß der Krönungsfeier des Hl. Vaters. Nachm. 2½ Uhr Christenlehre und Segen, 4 Uhr Andacht mit Predigt für die Jungfrauen, 5 Uhr predigt P. Maurus für die Mitglieder der St. Matthias=Bruderschaft und für alle Männer und Jungmänner. Wochendienst hat Herr Kaplan Pricking, Klosterstraße. Herz=Jesu=Kirche Dülken=Nord. 7 Uhr hl. Messe mit gem. hl. Kom. der Jungfrauen unserer Gemeinde, 9 Uhr Hochamt, 10½ Uhr hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2½ Uhr Christenlehre und Andacht, woran auch die Erwachsenen teilnehmen. Süchteln. Pfarrkirche St. Clemens. Hl. Messen: 5¾ Uhr, 7 Uhr mit gem. hl. Kom. aller Jungfrauen und Jungmädchen, 8½ Uhr Schulmesse mit gem. hl. Kom. aller Schulmädchen, 9½ Uhr Hochamt, 11 Uhr letzte hl. Messe. Heute 2¼ Uhr Christenlehre, 4 Uhr Standesvortrag für die Jungfrauen, 5 Uhr Andacht. Nächsten Sonntag 7 Uhr gem. hl. Kom. für alle Frauen und Mütter. Die Krankenwoche hat Herr Kaplan Havenith. St. Franziskus=Kirche. Sonntag 7 Uhr Gemeinschaftsmesse mit gem. hl. Kom. der Jungfrauen, 9½ Uhr Hochamt seitens der Junggesellen=Schützengesellschaft Hagenbroich, danach Segen und Te Deum anläßlich des Krönungstages unseres Hl. Vaters. Nachm. 8 Uhr SakramentsAndacht. Wochentags hl. Messe um 7 Uhr. Samstagabend 6½ Uhr Salveandacht mit Einführung in die Liturgie des Sonntags. Nächsten Sonntag gem. hl. Kom. der Frauen und Mütter. Pfarre St. Maria=Hilf Dornbusch. Sonntag 7 Uhr Frühmesse, 9½ Uhr Hochamt. Nachmittags 2½ Uhr Christenlehre und Andacht zur hl. Familie, 3¼ Uhr Kongregationsandacht im St. Josefsheim. Montag, Dienstag, Freitag und Samstag hl. Messe um 7¼ Uhr. Mittwoch hl. Messe um 6¼ Uhr im St. Josefsheim. Donnerstag fällt die hl. Messe aus. Bracht. 6 und 7 Uhr hl. Messen, ½10 Uhr Hochamt. Nachm. ½3 Uhr Andacht, danach Versammlung der Jungfrauen. Heute ist um 7 Uhr gem. hl. Kom. mit Gemeinschaftsmesse der Jungfrauen. Heute ist Kollekte für Ripsdorf in der Eifel. Nach dem Hochamt ist wegen des 14. Krönungstages unseres Hl. Vaters Te Deum und Segen. Waldniel. Sonntag hl. Messen: 6½, 7½ Uhr mit gem. hl. Kom. der Schulmädchen, 8½ Uhr mit Predigt und gem. hl. Kom. der Jungfrauen, 10 Uhr Hochamt mit Predigt des hochw. Herrn P. Maurus. Die Kollekte in allen hl. Messen ist heute für Ripsdorf bestimmt. Nachm. 2½ Uhr Christenlehre und Andacht. Nach der Andacht Predigt für die Jungfrauen. Wochendienst hat Herr Kaplan Plum. Lobberich. Hl. Messen: 6½ Uhr Frühmesse, 7½ Uhr mit gem. hl. Kom. der Mädchen von Volksschule I und Dyck, 8½ Uhr mit Predigt und gem. hl. Kom. der Jungfrauen, 10 Uhr Hochamt. Nachm. 3 Uhr Andacht und Christenlehre, 4 Uhr Andacht der Jungfrauen mit Ansprache. An Wochentagen sind die hl. Messen wieder um 6½, 7 und 8 Uhr. Mittwochs ist die erste hl. Messe schon um 6¼ Uhr als Gemeinschaftsmesse. Breyell. Hl. Messen: 6½ Uhr Frühmesse, 8 Uhr, 9 Uhr für die Kinder, 10 Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Schaag. Hl. Messen: 7 Uhr, 8½ Uhr für die Kinder, 9½ Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Kaldenkirchen. Hl. Messen: 6 Uhr, 6¼ Uhr, 8 Uhr, 9 Uhr Schulmesse, 10 Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Lenth. Hl. Messen: 7 Uhr Frühmesse, 10 Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Kavellengemeinde Leutherheide. Hl. Messen: 7 Uhr und 10 Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Hinsbeck. Hl. Messen: 6½ Uhr Frühmesse, 8 Uhr mit Volksgesang, 10 Uhr Hochamt. Nachm. 8 Uhr Andacht. Binkrath. Hl. Messen: 7 Uhr Frühmesse, 9½ Uhr Hochamt. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Brüggen. Sonntag hl. Messen: 7, 8½ und 10 Uhr. Nachm. 2½ Uhr Christenlehre und Andacht. Born. Sonntag 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kom. der Jungfrauen, 10 Uhr Hochamt in besonderer Meinung mit Predigt. Heute ist in beiden hl. Messen besondere Kollekte für unser Gotteshaus. Nachm. 2½ Uhr Bußandacht, 4 Uhr Predigt für die Jungfrauen. Dilkrath. 7 Uhr Frühmesse, 9½ Uhr Speyerer Domfestmesse. Nachm. 2½ Uhr Andacht. Boisheim. 7½ Uhr hl. Messe mit gem. hl. Kom. der älteren Kinder und der Jungfrauenkongregation, 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachm. 2½ Uhr Christenlehre und Andacht, anschließend Standesvortrag für die Jungfrauenkongregation. Evangelische Gottesdienstordnung Viersen Sonntag, den 16. Februar 1936(Sexagesimae, Missionsfest). 10 Uhr vormittags: Festgottesdienst, Präses DiehlBarmen(Sammlung für die Rhein. Mission). 11¼ Uhr vormittags: Kindergottesdienst für Knaben und Mädchen. 12 Uhr mittags: Kindertaufen. Freitag, 8 Uhr abends, Vorbereitung. Evangelische Gottesdienstordnung Dülken. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst, 11¼ Uhr Kindergottesdienst. Evangelische Gottesdienstordnung Süchteln Sonntag, den 16. Februar 1936. 9½ Uhr Hauptgottesdienst in der Stadtkirche: Vikar Sauerbier. 11 Uhr Gottesdienst in der Anstaltskirche Johannistal. 14 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 16 Uhr Kindergottesdienst in der Kapelle der Kinderheilanstalt. 17 Uhr Bibelstunde in Johannistal. 1 Sonatorium Dr. Bräuser. Der Roman eines deutschen Detektirs. Von Kurt Martin. 14 „Da muß ich auch wohl geschlafen haben. Plötzich sch allein." „Denkst du denn auch an Mädi, Lotte?“ „Ja, Paul." „Und auch, daß du Ellen Hewald bist?“ „Immer.“ Paul Stein seufzte. Es wurde immer schwerer. Vielleicht erschien Loite schon in einer Woche dem Professor für die Tat geeignet! „Lotte, hat er dich nicht gefragt, ob du vor irgendeinem Menschen Angst hast?" Nein? nzuch nicht gefragt, ob du eine Waffe zum Schutze haben „Nein. Was soll ich denn damit?— Nur von dem Gitter am Fenster sprach er. Das weiß ich." „Was war da?“ „Er sagte, in allen Häusern müßten an den Fenstern Gitter sein. Dann könnte sich niemand aus einem Fenster hinausstürzen.— Er hat auch recht damit.“ „Aber Lotte, die Fenster sind doch zum Hinaussehen und damit Licht und Luft herein kann.“ „Man" kann sich aber auch hinausstürzen." Was hatte Bräuser mit Lotte vor? Was sollte diese Idee mit dem aus dem Fenster stürzen? „Lotte! Du mußt auf mich hören und nicht Bräusers Redereien glauben!“ „Ich höre schon auf dich!" „Willst du fort?" „Nein. Es tut mir ja niemand etwas." „Du gefällst mir nicht, Lotte!“ „Was habe ich falsch gemacht?" „Nichts. Aber ich sorge mich um dich." „Sorge dich nicht, Paul! Du bist ja auch imwer da.“ „Ja, ich bin immer da.“ „Droht mir Gefahr?" „Nein, Lotte." „Nun, siehst du! Wenn du es selbst sagst!“ Der Oberpfleger wurde nach vorn gerufen. Schweren erzens mußte er Lotte wieder allein lassen. Es bot sich auch is zum Abend keine Gelegenheit mehr, mit Lotte ollein und ungestört zu sprechen. Professor Bräuser bemühte sich in den nächsten Tagen, den Oberpfleger möglichst von der geschlossenen Abteilung fernzuhalten. Er beschäftigte ihn mit umfangreichen Arbeiten im Laboratorium. Wenn Strasser aber in seiner Abteilung tätig war, dann hielt sich Bräuser immer in seiner Nähe auf. Hatte der Professor Verdacht geschöpft? Oder wollte er nur jeden Einfluß Strassers bei seinem neuen Opfer ausalten? Hatte sich Lotte irgendwie verraten?— Kaum! enn dann hätte Bräuser seinen Feind bereits vernichtet. Nach Verlauf einer Woche konnte Dr. Berndt endlich wieder eine Briefabschrift seinem Kollegen in der Post aushändigen. Perlent“ r Gefahr, lieber Stein!“ Der las:„Ich bin erfreut, daß Ellen Hewald dort eingetroffen ist. Dachte gleich, daß die nicht an mich als den Geldgeber denkt. Da sind wir also ganz sicher. Sorgen Sie dafür, daß sie nicht zurückkehrt. Ihr Plan ist sehr gut. Wenn sie tot ist, ist alles Fragen erledigt. Der Gedanke mit dem Revolver ist glänzend. Zögern Sie nicht. Je eher, desto besser. Natürlich darf er nicht lebend davonkommen. Er darf nur als Toter Ihr Haus verlassen. R.“ Paul Steins Blick war sehr ernst. Dr. Berndt fragte: „Nun?" „Ich habe große Sorgen, Doktor. Hätte ich nur lieber meine Frau nicht hierher geholt!— Er hält jetzt meine Frau ganz von mir abgesperrt.“ „Haben Sie sie immer noch nicht wieder einmal sprechen können?" „Nein. Sie sieht mich ganz fremd an. Ich möchte fast glauben, daß sie nicht schauspielert, sondern— „Daß sie Sie wirklich nicht Jas icht mehr kennt?“ „Alle Wetter!“ „Unsere Hoffnung, daß Professor Kortmann aus derichtigen Hewald etwas über den richtigen Geldgeber herausholen würde, hat sich bisher auch nicht erfüllt." „Nein, leider.“ „Bleibt nur noch das eine, daß das Bewußtsein der meiner Frau drohenden Gefahren meine Nerven dovpelt anspannt." „Bräuser trachtet bestimmt nach einer baldigen Ausführung der Tat. Ihre Frau soll irgendeinen Menschen erschießen." „Das wissen wir nun.“ „Wen?" wen?— Wo ist er? Ist er im Sanatorium?“ „Es klingt so! Bräuser soll ihn ja nicht lebend aus dem Hause lassen." „Wer könnte das sein?" „Aber auch Ihre Frau scheint man am liebsten beseltigen zu wollen." Paul Stein faßte den Kollegen an den Schultern. „Doktor! Was soll ich tun? Schluß machen jetzt schon? Meiner Frau zuliebe?“ „Dann kommt es nicht zum Ausführungsversuch der geplanten neuen Schandtat, und der Auftraggeber des Verbrechens wird straflos ausgehen.“ „Aller Wahrscheinlichkeit nach, ja!— Bräuser wird natürlich leugnen.“ „Wir möchten es also doch lieber zu der Tat kommen lassen?" „Zum Versuch der Tat!“ a, ja!" „Ich weiß es noch nicht. Ich will die nächsten Tage abwarten und sehen, wie sich meine Frau verhält, wenn ich einmal mit ihr allein und ungestört reden kann.— Ich will auch ganz besonders die drei Herren, die jetzt als Erholungsgäste im Sanatorium weilen, beobachten.— Sollte sich Bräusers Plan gegen einen von diesen dreien richten?" 9. Kapitel. Endlich bot sich dem Oberpfleger die ersehnte Gelegenheit. Professor Bräuser rief ihn zu sich. Er war in bester Laune „Heute nachmittag sorgen Sie. mir wieder für alles." „Sehr wohl, Herr Professor." Er begab sich zu dem Pulver. Der Mann fragte schuldige Zucker schadet ja nich so handeln. Au „Nummer sieben überlassen Sie ganz sich selbst. Das ist, wie gesagt, ein rätselvoller Fall. Ich habe schon in Erwägung gezogen, einmal einen Kollegen hierher zu laden, um ihm diese Kranke vorzuführen. Sie leidet an Angstzuständen. Ich habe aber jetzt ein Mittel, sie zu beruhigen. Das war ein Versuch, der gelang. Ich legte ihr vor einigen Tagen einen ungeladenen Revolver auf den Tisch und beobachtete sie. Als dann wieder ein Angstanfall kam, hielt sie mich für ihren Feind und geriet in große Erregung. Plötzlich bemerkte sie den Revolver auf dem Tisch. Sie griff zu und drückte auf mich ab. Dann ward sie sofort ruhig. Ja, sie schien sogar ihr Tun zu bereuen und eilte zum Fenster, als ob sie sich hinausstürzen wollte.“ „Sonderbar.“ „Ja, sonderbar. Ich möchte den Fall kaum auf mich nehmen. Ich werde doch wohl einen Kollegen hierher bitten." „Aus Holland?" „Sie sind neugierig, Strasser!— Aber nein, das ist nicht nötig. Es genügt mir schon ein Facharzt hier irgendwo aus der Nähe." „Verzeihen Sie die Frage!“ „Ist schon gut.“ „Und wenn die Kranke heute nachmittag unruhig wird?" „Ich habe ihr den Revolver im Zimmer gelassen. Ste spielt gern damit, ist dann ganz zufrieden. Es sind das eben sonderbare Reizzustände bei ihr.— Vielleicht haben dieselben ihren Grund in einem früheren Erlebnis dieser Frau.“ „Das haben Sie noch nicht enträtseln können, Herr Professor?" „Nein.— Dann Nummer zweil Die macht mir auch Sorgen. Bekommt neuerdings Herzbeschwerden. Geben Sie ihr von heute ab die gleichen Pulver wie dem herzkranken Mann." „Täglich zwei?" „Ja. Vorderhand."— Max Strasser war allein. Er begab sich nach seiner Abreilung. Als er sich unbeobachtet wußte, blieb er grübelnd im Gang stehen. Er preßte die Rechte an die Stirn und dachte, dachte. Was war das nun mit dem Arzt, den Bräuser zu Lottes Untersuchung herbeiziehen wollte? Zu welchem Zwecke sollte das geschehen?— Bräuser, der sonst ängstlich jeden anderen Arzt von seinem Sanatorium fernhielt, der wollte einen Arzt, einen Facharzt für Nervenleiden, hierher rufen!— War er seiner Sache bei Lotte so sicher, daß er erwartet, der Kollege würde ihm unbedingt den schwerleidenden Zustand Ellen Hewalds bestätigen?- Und wozu sollte dies geschehen? Sollte ihm das Zeugnis eines Kollegen Schutz bieten bei dem Mordplan?— Aber es war gut sol Jetzt kannte er wenigstens die Gefahr, die Lotte drohte. Ihr selbst! Ein Sprung aus dem Fenster!— und gab ihm sein hn von selbst danach. Der unts.— Bei Senta hieß es nun genau so handeln. Auch bei ihr schien Bräuser jetzt auf ein ames Siechtum hinarbeiten zu wollen. Oder geschah es, weil Senta bald besucht werden sollte? Ob da eins der Eheleute Oellmer kam?— Sobald der Professor das Sanatorium verlassen hatte, begab sich Stein nach dem Zimmer sieben. Lotte lag auf dem Diwan, ihren Blick zur Decke gerichtet. Die Rechte spielte mit einem kleinen Revolver. Er trat zu ihr. „Lotte!" „Bitte?" „Lotte, schau mich an!“ Sie wandte den Kopf. „Was— willst— du?“ „Wer bin ich?" „Du bist Paul.— Was willst du hier?“ „Hast du keine Sehnsucht?“ „Nach dir?" „Lotte! So rede doch etwas!“ „Was aber?“ „Denkst du an Mädi?“ „Mädi?" „Ja! Wo sie ist?" „Wo sie ist?" „Lotte, willst du fort?“ Nein? „Gefällt es dir?“ Ja: hast du in den letzten Tagen an mich gedacht?" Aber Lotte!" Ihr Ausdruck veränderte sich. Ihre Augen blickten ängstlich. Sie richtete sich langsam, mechanisch auf. „Geh fort, zurück!“ „Lotte!“ „Zurück!“ Er trat ein wenig beiseite. Sie aber stand auf, hob die rechte Hand mit der Waffe, zielte nach seiner Brust und drückte ab. Dann ließ sie den Revolver fallen, schritt zum Fenster, die ersten Schritte langsam, dann aufgeregt schnell, stand und rüttelte an dem Gitter, flüsterte:„Hinausstürzen." Und sank kraftlos zu Boden. Stein eilte hin zu ihr. Er hob sie auf und trug sie zum Diwan. Sie sank in einen tiefen Schlaf. Lange verharrte er beobachtend bei ihr. Erst nach Stunden verließ er das Zimmer. Der Anblick, den Frau Lotte geboten, bereitete ihm qualvolle Sorgen. Sollte er doch noch seinen Plan aufgeben?- Nein! Aber hoffen und wünschen, daß der Tag der Tat bald kam. — Und der fremde Arzt?— Sollte die Tat sich gegen diesen Arzt richten? Sollte er beseitigt werden?- Das war möglich. Wie kam sonst Bräuser auf diesen Plan? Mußte er nicht damit rechnen, daß dieser Arzt dann später gegen ihn heftige Vorwürfe erheben würde, eine so schwere Kranke nicht besser bewacht zu haben!— Ja, entweder galt der Mordplan diesem Arzt, oder dieser Arzt war ein Helfershelfer Bräusers und kam nur zum Schein ins Haus. Der Oberpfleger stand in des Professors Sprechzimmer einer Dame mittleren Alters gegenüber. Kalte, harte Augen sahen ihn fragend an. Bräuser erklärte:„Das ist der Oberpfleger, gnädige Frau." So3 Und zu Strasser:„Wie geht es Senta?“ „Leider immer schlechter. Sie fühlt sich immer so matt. — Es ist schade um sie.“ Die Frau zog ein Taschentuch heraus und preßte es an die Augen. „Sie tut mir sehr leid.“ „Vielleicht wird es doch wieder besser.“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Der Herr Professor macht mir gar keine Hoffnung." Bräuser trommelte nervös mit den Fingern auf der Schreibtischplatte. „Wozu Hoffnung machen, wenn keine mehr zu machen istl Gnädige Frau, habe ich nicht recht?" „Ja. Ich bin Ihnen für Ihre offene Auskunft sehr dankbar.— Und Sie—“ Sie griff in die Tasche und reichte dem Oberpfleger einen Hundertmarkschein. „So, nehmen Sie das! Und geben Sie recht auf Senta acht, nicht wahr?" „Aber, gnädige Frau, das ist zuviel.“ „Nein, nein, für Senta ist mir nichts zu viel.“ Der Professor erhob sich. „Nun wollen wir einmal zu Senta gehen.“ Max Strasser fragte unschlüssig: „Soll ich mitgehen, Herr Professor. Ich war auch noch nicht auf der Post.“ „Da gehen Sie nur erst zur Post.“ Mit raschen Schritten eilte der Oberpfleger zum Postamt. Er begab sich sogleich ins Haus. In der Stube sprang Or. Berndt überrascht auf. „Was ist?“ „Fertig machen! Sie fahren sogleich fort! Bei Bräuser ist jemand, der Senta besucht. Sicherlich die Oellmer. Verfolgen Sie diese bis München, und wenn Sie nach Salzburg fährt, dann eben dorthin. Verschaffen Sie sich polizeiliche Hilfe. Beschuldigen Sie sie meinetwegen eines Diebstahls! Was Sie wollen. Nur keinem Menschen gegenüber den tatsächlichen Grund angeben. Sobald Sie sicher sitzt, kommen Sie auf dem raschesten Wege wieder hier her! Später werden wir aus der Oellmer ein Geständnis herauspressen. Die ist unbedingt zu überführen.— Etwas Neues?“ „Gewiß. Ein Brief. Kein Geheimbrief, aber trotzdem scheinbar sehr wichtig." „Lassen Sie sehen!" Da stand:„Lübeck, Ritterstraße 8.— Geehrter Herr Professor! Als alte Mutter von Frau Rosel Müller wende ich mich heute mit herzlicher Bitte an Sie. Mein Schwiegersohn hat infolge der damaligen Szene meine arme Tochter erst in ein Irrenhaus zur Beobachtung gebracht und, als man sie dort entließ, zu Ihnen. Nach seiner Angabe sollen Sie große Bedenken für das geistige Gedeihen seiner Kinder hegen, wenn deren Mutter jetzt zu ihnen käme und damit Einfluß auf die Kinder erhielte. Nun bitte ich Sie um Auskunft, ob sich wirklich solche Bedenken rechtfertigen lassen. Ich will meinem Schwiegersohn nicht wehe tun, aber es macht mir den Eindruck, als ob ihm gar nichts daran läge, daß es je wieder mit Rosel besser wird. Es kann sich doch nur um nervöse Zustände bei ihr handeln. Warum darf ich ihr nicht schreiben? Ist das wirklich von Ihnen angeordnet? Die Monate vergehen und vergehen. Ich halte es nicht mehr aus. Bitte, senden Sie mir einen genauen Bericht. Verlangt denn Rosel nicht nach den Kindern? Sie hatte die Kleinen doch immer so sehr lieb. Kann ich Rosel nicht einmal besuchen? Bitte, geben Sie baldigst Antwort Ihrer Berta Röder." Paul Stein hob den Kopf. „Sie haben recht, lieber Doktor. Sehr wichtig ist dieser Brief. Er liefert uns wieder einen Fall in die Hände. Gerade bei dieser Frau stand ich bis jetzt vor einem Rätsel. Schreiben Sie nach Lübeck und lassen Sie feststellen, wo der Schwiegersohn dieser Frau Röder wohnt! Man soll unausführlich über ihn berichten!" „Wir kommen immer weiter!" „Nicht zu früh jubeln! Erst ganz am Ziele stehen!" „Wird auch noch!— Also jetzt zum Bahnhof!“ „Lassen Sie sich aber die Oellmer nicht entwischen!" „Wo denken Sie hin!“ „Und nichts von hier verlauten lassen!“ „Wird besorgt!“ „Seien Sie ja baldigst wieder hier!“ „Unbedingt." Bräuser mußte sich jetzt vormittags vielfach seinen Erholungspatienten widmen. Wenn er auch sein Personal zu Massagen und elektrischen Behandlungen heranzog, so war seine Aufsicht doch überall nötig. Max Strasser benutzte diese Vormittage, um seine Kranken verschiedentlich zu befragen. Dr. Berndt hatte die Oellmer in Salzburg abgefangen und, da auch ihr Paß nicht in Ordnung war, leichten Grund gefunden, ihre Festnahme zu erreichen. Die Frau hatte einen Weinkrampf bekommen und um ihre Freilassung gefleht. Es nützte aber alles nichts.— Der Oberpfleger öffnete die Tür zu Sentas Zimmer. Das Mädchen saß apathisch am Fenster. „Nun, was denken Sie denn?" „Ich denke gar nichts." „Denken Sie doch an Onkel Leo!“ „Sie sprechen immer von Onkel Leo. Wer ist das?“ „Ihr Freund!“ „Ich habe keinen Freund!“ „Wollen Sie lieber nach Wiesbaden?“ „Wiesbaden?" „Ja! Denken Sie einmal daran!" „Wiesbaden— Sie zog die Stirn in Falten. „War ich nicht in Wiesbaden?" „Freilich waren Sie dort!“ „Wann?" „Bevor Sie hierherkamen! Ich will Ihnen einmal einen Namen nennen. Denken Sie aber genau nach! Den Namen kennen Sie.— Oellmer!“ Die Kranke sah ihn lange an, schüttelte den Kopf. Nein: Und dann trat sie an ihn heran, flüsterte dicht an seinew Ohr, rasch, stoßweise: „Onkel Leo, hilf mir! Onkel Oellmer will mich einsrerten! Aber verrate mich nicht!“ In Berliner Börsenbericht Aktien nach festerem Beginn ruhiger, Renten anziehend Berlin, 14. Februar. Auch heute traten an den meisten Aktienmärkten wieder überwiegend Kursbesserungen ein. Gleichwohl war das Geschäft nach Erledigung der ersten Aufträge etwas ruhiger, wenn auch nach wie vor aus Publikumskreisen anhaltendes Kaufinteresse vorliegt. Eine starke Belebung zeigte sich namentlich in AEG., die in Erwartung des angeblich unmittelbar bevorstehenden Abschlusses erneut um ¼ Prozent auf 40½ anzojen, wobei etwa 150 000 RM. umgesetzt wurden. Sehr fest lagen ferner LinoleumWerte, von denen Conti Linoleum und Deutsche Linoleum vornehmlich auf Arbitragekäufe je 2 Prozent gewannen. Von den schon in den letzten Tagen stärker begehrten Papieren konnten Vereinigte Stahlwerke erneut um ¼, Mansfelder um ½ und Klöckner um ½ Prozent anziehen. Schlesische Zink machten zuvor erlittene Verluste mit plus 1½ Prozent wieder wett. Von Kaliaktien waren Westeregeln um 1¾ Prozent gebessert. Chemische Papiere waren bei kleinen Umsätzen ebenfalls leicht gebessert, nur Farben gaben um ¼ Prozent auf 151 ½/ nach. Am Elektromarkt fielen neben AEG. noch Lieferungen, bei denen man mit einer Dividendenerhöhung um 1 auf 6 Prozent rechnet, mit einer 1prozentigen Steigerung auf. Akkumulatoren waren auf kleinen Bedarf 1¾ Prozent fester, während Lahmeyer auf eine Zufallsorder in gleichem Ausmaß nachgaben. Von Tarifwerten sind Schlesische Gas mit plus 1¼ und Dessauer Gas mit plus% Prozent hervorzuheben. Die feste Verfassung der per Kasse gehandelten Bauwerte machte sich im variablen Verkehr in einer erneuten Steigerung von Berger um 1½ Prozent bemerkbar. Von den übrigen Märkten fielen nur noch Bemberg und Zellstoff Waldhof mit Einbußen von je ¾ Prozent und Schultheiß mit einer erneuten Steigerung um% Prozent auf. Am Rentenmarkt herrschte ein ausgesprochen freundlicher Grundton. Die festere Haltung ging von Reichsaltbesitz aus, die erneut um 10 Pfg. auf 110½ erholt waren. Im gleichen Ausmaß befestigten sich Umschuldungsanleihe(87,25), Zinsvergütungsscheine wurden 5 Pfg., Reichsschuldbuchforderungen und Wiederaufbauzuschläge ½ bis ¼ Prozent höher bewertet. Blankotagesgeld verteuerte sich angesichts des Medios auf 2% bis 2½ Prozent.— Am Valutenmarkt errechnete sich das Pfund etwas leichter mit 12,285, der Dollar dagegen etwas fester mit 2,468. Im Verlauf wurde es an den Aktienmärkten sehr still. Die Kursgestaltung hing meist nur von kleinsten Aufträgen ab und war infolgedessen nicht ganz einheitlich. So bröckelten am Montanmarkt Vereinigte Stahlwerke um ½, Klöckner um ¾ Prozent ab, während Mannesmann um ½ und Hösch um ½ Prozent über den Anfangsnotierungen lagen. Von Elektrowerten blieben Lieferungen aus den bekannten Gründen weiter gesucht(plus ¼ Prozent), während AEG., bei denen, wie nun feststeht, die Bilanzsitzung erst Ende des Monats stattfindet, um ¼ Prozent zurückgingen. Am Kassarentenmarkt lagen Stadtanleihen bemerkenswert fest. Gegen Schluß der Börse wurde das Geschäft an den Aktienmärkten sehr ruhig; nennenswerte Kursabschwächungen hatte die Geschäftsstille aber nicht zur Folge. Märkte Berliner Metall=Notierungen Berlin, 14. Febr.(Amtl.) Elektrolytkupfer(wirebares). prompt. cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam 50,50; Original-Hütten=Aluminium, 98—99%, in Blöcken 144; desgl. in Walz= oder Drahtbarren 148: Reinnickel, 98—99% 269: Silber in Barren, ca. 1000 fein, per Kilo 37,25—40,25 RM. Warenmärkte Berliner Getreidegroßmarkt Berlin, 14. Febr.(Zu= und Abschläge für Weizen, Roggen und Futtergetreide gemäß Anordung des Getreidewirtschaftsverbandes„Kurmark“.) Weizen (für 1000 Kilo in RM): Märk. Weizen. Durchschnittsqual.(an Auswuchs. Besatz. Bruch. Schmachtkorn. Rost sind zusammen 3% zulässig). Gewicht pro bl., 76/77 Kilo. frei Berlin 210: gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete W VI 198. W II 199. W VIII 200. W IX 201. W X 202. W XII 204. W XIV(Bln.) 206: gesetzlicher Mühlenverkaufspreis plus 4.00 RM: Stimmung: ruhig.— Roggen (für 1000 Kilo in RM): Märk. Roggen. Durchschnittsqual.(an Auswuchs, Besatz, Bruch, Schmachtkorn sind zusammen 2% zulässig). Gewicht pro bl. 71/73 Kilo. frei Berlin 173: gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete R V 161. R VI 162. R VII 163, R VIII 164, R IX 167, R XII 168, R XIII (Bln.) 169: gesetzl. Mühleneinkaufspreis plus 4.00 RM: Stimmung: ruhig.— Gerste(für 1000 Kilo in RM): Braugerste, feine, neu, frei Berlin 222 bis 225, ab märk. Station 213—216: Braugerste. gute, frei Berlin 218—222. ab märk. Station 209— 213: Industriegerste(Sommergerste) frei Berlin 212 bis 215, ab märkischer Station 203—206(feinste Sorten über Notiz. Stimmung: ohne Geschäft. Futtergerste. Gewicht pro hl. 59/62 Kilogramm. gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete G V 166, G VI 167. G VII 169. G VIII 172. G IX 174 — Hafer(für 1000 Kilo in RM): Märk. Hafer. Durchschnittsqual., Gewicht pro hl. 48/49 Kilo. gesetzlicher Erzeugerpreis für die Preisgebiete H IV 154. H VII 158. H X 161, H XI 163, H XIII 166. H XIV 168; Stimmung: ohne Geschäft.— Weizenmehl(ohne Ausland). Type 790(Basis=Type), nach Skala Prof. Mohs(in RM für 100 Kilo brutto einschl. Sack); gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete(Be=zirksst. X der W.=V. Berlin): II 27.15. III 27,15, V 27,15, VI 27,60. VII'(Soldin- Arnswalde) 27.60. VII°(Luckau-Calau) 27.75. VIII 28,00, IX 28,00. X 28.00. XII 28,40, XIV 28.70: mit 10% Ausland 1.50 RM. mit 20% 3.00 RM Aufgeld: zuzüglich 0.50 RM Frachtausgleich, bei Abnahme von mindestens 10. To. frei Empfangsstation gemäß Anordnungen der Wirtschaftlichen Vereinigung.— Roggenmehl(in RM für 1000 Kilo brutto einschl. Sack). Type e99?(nach Skala Prof. Mohs): gesetzl Erzeugerpreis für die Preisgebiete(Bezirksst. X der W.=V. Berlin): I 21,10. II 21.20. IV 21,45, V 21.55. VI 21.65, VII 21.80. VIII 21.90, XI 22.25. XII 22.35. XIII(Bln.) 22.45: zuzüglich 0.50 RM Frachtausgleich, bei Abnahme von mindestens 10 Tonnen frei Empfangsstation gemäß Anordnungen der Wirtschaftlichen Vereinigung: Type 815+0.50 RM. 790+ 1.25 RM. Type 610+ 2.00 RM.— Kleie: Weizenkleie(in RM für 100 Kilo brutto einschl Sack ab Mühle einschl. Verladungskosten daselbst): gesetzl. Mühlenverkaufspreis für die Preisgebiete II 11,15, III 11.20. V 11.30, VI 11.35. VII'(SoldinArnswalde) 11.40. VII°(Luckau=Calau) 11,40. VIII 11,50, IX 11.55, X 11.60, XII 11.70 XIV 11,85: zuzüglich 0.30 RM Ausgleichsbetrag für 100 Kilo. Bei Weizenkleie kann ein Aufschlag von 0.50 RM für 100 Kilo berechnet werden.— Roggenkleie(in RM für 100 Kilo brutto einschl. Sack ab Mühle. einschl. Verladungskosten daselbst). gesetzl. Mühlenverkaufspreis für die Preisgebiete I 10.10. II 10.15. IV 10.30. V 9.95. VI 10.40. VII 10,45. VIII 10.10. XI 10.30. XII 10.40. XIII(Bln.) 10.45. zuzüglich 0.30 RM Ausgleichsbetrag für 100 Kilo. Bei Roggenvollkleie kann ein Aufschlag von 1.00 RM berechnet werden.— Für 50 Kilo in Reichsmark ab Station: Erbsen Viktoria, neu 20,00—21,00(feinste Sorten über Notiz: kleine Erbsen 18.00—19.00: Futtererbsen 12.50—13.50: Peluschken 17,50—18.50: Ackerbohnen 11.25—12.25: Wicken. Deutsche 15.00— 15.50. Futterwicken 8,50—9.50. Wicken, Ostsee 15.00 bis 15.50, Russenwicken 15.00-15,50; Lupinen, blaue 8,75—9.25: dito gelbe 13.25—14,00; Seradella, neue 18.50—21.00 unplombiert: Leinkuchen, Basis 37%. ab Hamburg 8.65 incl. 2.30 M.=Z.: Erdnußkuchen. Basis 50%. ab Hamburg 8,45 incl. 2.65 M.=Z.; Erdnußkuchenmehl, dtsch. Mahlung 9.05 incl. M.=Z.: Trockenschnitzel. ab Fabrik 4.52. extrahiertes Sonabohnenschrot, 45%, ab Hamburg 7.85 incl. 2.80 M.Z.: dito. 45%. ab Stet. 7,95 incl. 2.80 M.-Z.; Kartoffelflocken, Parität waggonfrei Stolp. Namslau als Verladestation 8,95 brutto für netto, incl. Papiersack, dito Parität Berlin 9.55 brutto für netto incl. Papiersack. Kölner Hauptmarkt Köln. 14. Febr. Der Kölner Hauptmarkt war in= folge des eingetretenen Frostwetters mäßiger beschickt. Die Preise sind in den letzten Tagen für einzelne Artikel erheblich gestiegen. Auf dem heutigen Markt erschienen Beauftragte der Reichsprüfungsstelle des Reichsnährstandes und der Staatspolizei. um dem Preistreiben Einhalt zu gebieten. Es wurden für Gemüse Höchstpreise festgesetzt. In der Markthalle war es still. An den Fischständen war das Angebot groß und der Verkauf ziemlich flott. Schellfische kosteten 25—30, Kabeljau 20—40 Pfg. das Pfund. Die Rheinfischer verkauften Barben zu 70, Hecht zu 100, Backfische zu 40—50 Pfg. das Pfund. Der Obstmarkt ist immer noch gut beschickt, aber der Verkauf ging langsam vonstatten. Für Kochäpfel zahlte man 18—25, Eßäpfel 23—45 Pfg. das Pfund. Auf dem Wild= und Geflügelmarkt war das Geschäft etwas lebhafter. Man zahlte für Hasen im Fell 40. Hühner 100—110, Hähne 110—120, Enten 110—120 Pfg. das Pfund: Tauben 70, wilde Kaninchen 150 Pfg. das Stück. Markenbutter 1.45—1,47, Landbutter 1.35, Margarine 0,56—0.97 RM das Pfund. Ab 17. Februar werden die Eierpreise herabgesetzt. Käse: Schweizer 100—115. Holländer 80—120, Edamer 70—90. Tilsiter 80—95, Limburger 45—65 Pfg. das Pfund. Mainzer 110—120 Pfg. das Kistchen. Es kosteten im Großhandel: Industriekartoffeln 4.00 RM der Zentner. Grünkohl 9—12. Rotkohl 8—10. Weißkohl 6.5—7.5. Wirsing 6—14. Rosenkohl 13—25, Feldsalat 25—30. Spinat 10—13. Steckrüben 3—4. weiße Rüben 4—5, Karotten 7—8, Möhren 3—5. Schwarzwurzeln 15—25, Chicoree 13—20 Pfg. das Pfund. Breitlauch 1—5. Kohlraben 3—6, schwarzer Rettich 5—8. Meerrettich 15—25. Sellerieknollen 6—27 Pfg. das Pfund. Petersilie 3—4 Pfg. das Gebund. An Auslandswaren: ital. Endivien 20. Blumenkohl 20—40. span. Kopfsalat 23—25 Pfg. das Stück: holl. Schwarzwurzeln 25—28. Zwiebeln 8.5, kanarische Tomaten 25—28 Pfg. das Pfund. Zitronen 8—10. Navels Apfelsinen 15—17. Java-Apfelsinen 19—21. Valencia-Apfelsinen(blut) 15—19. (blond) 11—16 RM, amerik. Aepfel 15.50—17. Faß 30—32 RM. ital. Aepfel 25. Schweizer 18—25. belg. 16—22. Almeria=Trauben 45—60, Ananas 110—130. Bananen 30—32 Pfg. das Pfund. Preisbericht der Kölner Warenbörse (Festgestellt unter amtlicher Aufsicht der Industrieund Handelskammer gem.§ 24 der Börsenordnung) Abteilung für Nahrungs= und Genußmittel. Die Preise sind Import= und Großhandelspreise (Börsenpreise) Köln, 14. Febr. 100 Kilo Frachtlage Köln, verzollt (soweit nicht anders vermerkt): Reis: Burma 23 —24: Italiener glasiert 26—27: deutscher Volksreis 23.50—24.50; Speisemischöl 106.50: Erdnußöl 107.00; Südfrüchte und getrocknetes Obst: Pflaumen(kalifornische) 50/60er in ¼ Kisten, deutsche Packung 115.00: 80/85er bosn. serb. in ¼ Kisten (deutsche Packg.) 80—82: Apfelringe: Perser fancy 200—210: Rosinen in Kisten(Sultanas-(Smyrna) Kiup Caraburn 50—52, Sultanas-(Smyrna) Nec plus ultra 58—60: Korinthen, gerein. Choice Amalias 50—52; Kokosnuß geraspelt, Basis mittel 100 bis 102: Haselnußkerne Spanier 128—130: dito Kerassunder 128—130: Mandeln ohne Bruch u. Schalen in 121/-kg=Kisten 175—180, la. gewählte süße Bari (in Ballen) 155—162: Kartoffelmehl superior 32 —33: Inlandszucker: Kristall 65,90—66,20; Kristall Raffinade 66.90—67.20; Hülsenfrüchte: Bohnen. Mittelbohnen, handverlesen 30—31: Langbohnen. gereinigt 38—39: Schmalzbohnen 41—43: Erbsen. gelbe Viktoria 44—49, Linsen: mittel 47—52: Hel= ler 54—60: Malzkaffee, lose, incl. Sack 41—42; Kornkaffee. kandiert 34—35: Holl. Vollheringe. 800 850 Fischgewicht ½ Tonne 40—41: Graupen, rhein. Fabrikat. Basis C 6 34—35: Speisehaferflocken. entbittert 37—38: Käse: Tilsiter vollfett 45% i. T 180—185: holländ. Gouda, vollfett, 45% i. T. 160— 180: deutscher Gouda, vollfett, 45% i T. 170—180. holl. Edamer, fett. 40% i. T. 134—150; deutscher Edamer. fett. 40% i. T. 154—160: la Allg. Emmenthaler, vollfett. 45% i. T. 185—195: Allg. Limburger halbfett, 20% i. T. 88-90. Amtlicher Großmarkt für Getreide und Futtermittel zu Köln (100 kg Frachtlage Köln, soweit nichts anderes vermerkt) Köln, 14. Febr. Weizen, rhein., 76/77 Kilo. Preis für den Landwirt ab Erzeugerstation W XIX 21,20. WV XVI 20.80, Handelspreis Frachtlage Köln 21.60, Futterweizen 21,60: Roggen, rhein., 72/73 kg., Preis für den Landwirt ab Erz.=Stat. R XVIII 17.50. R XV 17.10. R IV 17.00, R XIII 16,90: Handelspreis Frachtlage Köln 17.00: Futterroggen 17.90 Futterhafer, rhein.. Preis für den Landwirt ab Erz.=Stat. 48/49 kg., H XIII 16,60, H XIV 16.80. H XVI 17,00. H XVIII 17.20, H XIX 17.30; Futtergerste. 61/62 kg., Preis für den Landwirt ab ErzStation G XII 17.90. G XI 17.70, G XIV 18.20. Industriegerste 21.50—21.75 RM.— Die nachfolgenden Notierungen für Weizen= und Roggenmehl sowie Roggenschrot verstehen sich gemäß Anordnung der Wirtsch. Vereinig. bei Abnahme von mindestens 10 Tonnen frei Empfangsstation zuzügl 0.50 RM Frachtausgleich. Weizenmehl mit einer Beimischung von 20% Austauschweizen 3.00 RM höber die 100 kg: mit einer Beimischung von 10% 1.50 RM höher die 100 kg. Auf= und Abschläge gemäß Anordnung der W. V. Weizenmehl, inl. Grundtype 790. für W XIX 28,50 und W XVI 28.50. Deutscher Weichweizengrieß(Mühlenpreis einschließlich Frachtausgleich) 35.—: Roggenmehl inl. Grundtype 997. für Preisgeb. R XVIII 23.15. RXV 22.95. R XIV 22,85. R XIII 22.75: Roggenschrot. inl., Grundtyve 1800. für das Preisgebiet H XVIII 19,65, H XV 19.45, R XIV 19.85, R XIII 18.75: Weizenkleie, Grundpreis 12.15, Handelspreis 12,50: Weizengrießkleie(Bollmehl) 13.65—14.05; Weizennachmehle 16.25—17.25: Roggenkleie, Grundpreis 10.80. Handelspreis 11,15: Roggengrießkleie (Bollmehl). Handelspreis ab Mühle 13.80—14.20: Trockenschnitzel ab Fabrik 9.04: Zuckerschnitzel ab Fabrik 10.65: Wiesenheu, lose. 7.20—8.00: Luzernekleeheu 8.40—9.00: Roggenstroh. gepreßt. ab rhein. Station 2,80—3,00: Weizenstroh, gepreßt, ab rhein. Station 2.80—3.00. Hafer= und Gerstenstroh, gepreßt, ab rhein. Station 2.60—2.80. — Stimmungsbericht: Weizen war genügend angeboten. Als Käufer kommt nur die Reichsstelle in Frage. Das knappe Roggenangebot wurde von den Provinzmühlen aufgenommen. Futterhafer und Futtergerste fehlten. Für Industriehafer und Industriegerste, die auch nur wenig angeboten waren. bestand keine Kauflust. In Weizenmehl ist über den laufenden Bedarf hinaus etwas für Märzlieferung gekauft worden. Das Roggenmehlgeschäft war weiter sckleppend. Kleie fand schlanke Aufnahme. Der Absatz von Bollmehl hat sich etwas belebt. Nachmehl war weiter schwer verkäuflich. Stroh bei unveränderten Preisen gut angeboten. Heu ruhig. Viehmärkte Berliner Schlachtviehmarkt Berlin, 14. Febr.(Amtlich.) Auftrieb: Rinder (Großvieh) 1214, darunter Ochsen 43. Bullen 76, Kühe. Färsen, Fresser 1095: Kälber 1772; Schafe (Lämmer und Hammel) 3511, direkt zugeführt 18: Schweine 7684. Marktverlauf(7 Ochsen, 11 Bullen. 5 Färsen 3,00 RM über Notiz): Rinder a) und b) veretilt, sonst glatt. Kälber glatt, Schafe mittelmäßig. Schweine verteilt. Preise: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 42, sonstige vollfleischige 42. fleischige 42: Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 42, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42, fleischige 42: Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts—. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42, fleischige 36—42, gering genährte 27—35; Färsen(Kalbinnen): vollfleischige 42, fleischige 42; Fresser: mäßig genährtes Jungvieh 37—42: Kälber: Sonderklasse: Doppellender bester Mast 85—100. andere Kälber: beste Mast= und Saugkälber 58—62, mittlere Mastund Saugkälber 50—57, geringere Saugkälber 42— 48, geringe Kälber 33—40: Lämmer und Hammel: Stallmastlämmer 50—53, Stallmasthammel 46—50, mittlere Mastlämmer und ältere Masthammel 42— 45, geringere Lämmer und Hammel 30—40: Schafe: beste Schafe 40—43, mittlere Schafe 36-39, geringe Schafe 22—35: Schweine: Fettschweine über rd. 300 Pfund Lebendgewicht a) 54.50, b1) vollfleischige von 270—300 Pfund 53.50, b2) von etwa 240—270 Pfund 52,50, pon etwa 200—240 Pfund 50,50, von etwa 160 bis 200 Pfund 48,50: Sauen: fette Specksauen 53.50, andere Sauen 48,50.— Die Preise sind Marktpreise für lebend gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Marktund Verkaufsunkosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust eni, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Hamburger Schlachtviehmarkt Hamburg, 14. Febr. Auftrieb: Schweine 3513 und 982 Beobachtungstiere. Marktverlauf: Schweine verteilt. Preise: Schweine: Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht a) 55, b1) vollfleischige von 270—300 Pfund 54, b2) vollfleischige von etwa 240—270 Pfd. 53, pon etwa 200—240 Pfund 51. von etwa 160—200 Pfund 49, fette Specksauen 53, andere Sauen 49.— Die festgestellten Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Markt= und Verkaufsunkosten sowie für Umsatzsteuer und für den natürlichen Gewichtsverlust ein. Amtliche Berliner Devisenkurse Argent.(Buen.-Hir.) Belg.(Brüss. v.Antw.) Dönem(Kopenhac. Danzic(Donzig) England(Lercon Frankreich(Paris Hollond(Amsterdom und Rottercom) talien(Rom u. Noil.) Jucosl.(Felq.. 20cr. Berliner Börsenkurse vom 15. Februar 1936 Anleihen. D. R.-Anl. 27 D. R.-Anl. v. 29 Banken: Com.- u. Privat-Bk Otsch. Bk. u. Diskt Dresdner Bank Reichsbank Rh.-Westf. BodenCred. Verkehrswerte: Reichsbahn V.-A Hapag Nordd. Lloyd Brauereien: Dortm. Aktien Dortm. Ritter Dortm. Union Schlegel-Scharp Wicküler-Küpper Sonstiges: Ako A. E. G. Bemberg L P. Chem Ind. Gelsenk Cont Cautsch. Daimler Mot. Otsch. Erdöl El Licht u. Kraft Eschw. Bergw G-Farbenind. Felten-Guillaume Friedrichsbütte Gebbard& Co. Gelsenk. Bergw —+ bedeutet ohne Westeregeln Westdtsch. Kaufbol West Drabt Hamm Westtälische Landesbankanl.: 6% Prov. Feing. 25 6% dto. 26 6% dto. 27 R 1 6% Komm. Obl. 28/29 2—3 6% dto. 30 R 6% Goldpfdbr. R 1 Westf. Provinzialanleibe-Auslosg Festv. zinsliche Werte: 6% Preuß Ld.=Br anstalt R. 19 6% dto. 4 6% dto. 11 6% dto. 13/15 6% dto. 21 6% dto Komm. 20 6% dto. 16 6% dto. 6% dto. 6% Pr. Centr-Boc u. Pidbr. Fm. 1 6% dto Kemm.Obl1 Durchschnittsk de Steuergutscheine Angebot und Nachfrage. In unheimlichem Tempo über die Olympia=Bobbahn USA I mit 1:22,50 Minuten schnellster Bob im 1. Durchgang. Die Eröffnung des neunten Tages der IV. Olympischen Winterspiele war den Bobfahrern vorbehalten, die sich am Freitagmorgen schon lange vor 8 Uhr mit ihren Zweier=Schlitten am RießerkopfStartplatz einfanden. Wie schon in den letzten Tagen, so lag auch am Freitag ein klarer blauer Himmel über dem Werdenfelser Land. Die Sonne schickte schon die ersten Strahlen über die Bergspitzen. Da sich auch noch die Temperatur zwischen minus acht bis zehn Grad hielt, waren alle Voraussetzungen für den glatten Verlauf der beiden ersten Durchgänge der Zweierbobs gegeben. Von den zur zweiten Abteilung zählenden ersten Maschinen konnte lediglich Belgien II mit 1:24,05 Minuten eine beachtliche Zeit erzielen. Dann wartete der zweite Schweizer Bob mit Feyerabend=Beerli mit der bisher schnellsten Fahrt der beiden ersten Läufe auf. In unerhört scharfem Tempo nahm der Schlitten die ersten Kurven. Bei ständig steigernder Schnelligkeit ging es in die Bayernkurve, die mit großer Sicherheit genommen wurde. In sausender ahrt durchfuhr der Schlitten das Ziel und hatte damit den amerikanischen Bob I übertroffen. Seine Zeit lautete 1:20,31 Minuten. Bob Deutschland II (Grau=Brehme) kam mit 1:23,33 Minuten ebenfalls auf eine großartige Zeit. Dank seiner hervorragenden Zeit im ersten Lauf konnte sich USA I(Brown/Washbond) in der bisherigen Gesamtwertung klar an der Spitze behaupten. Dagegen büßte der zweite amerikanische Bob(Colgate/Lawrence) seine erste Position ein und fiel vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Er wurde von dem zweiten schweizerischen Bob(Beyerabend/Beerli) um 35/100 Sekunden übertroffen. Hinter Schweiz I, England I u. Belgien I konnte sich DeutschlandI auf dem siebenten Rang plazieren. Deutschland II(Grau/Brehme) machten sehr viel Boden gut und erlangten hinter Oesterreich I den neunten Platz in der bisherigen Gesamtwertung. Die Eröffnung besorgte Frankreich II, jedoch brauchte die Besatzung 1:41,99 Minuten. Weitaus besser fuhr dagegen schon der italienische Autorennfahrer Brivio auf Italien I. Hinter Luxemburg II startete dann der Schweizer Feyerabend auf Bob II und unterbot mit seiner großartigen Zeit alle bis dahin erzielten Leistungen. Bob Deutschland II, der gleich anschließend startete kam glatt über die Bahn. Immerhin aber benötigten Grau=Brehme 1:30,66 Minuten. In unheimlicher Fahrt gingen dann die beiden amerikanischen Bobs über die Bahn. USA II schnitt in tollkühnem Tempo die Kurven und immer ging es hart am Rande vorbei. Mit 1:25,06 erzielten die Amerikaner einen neuen Bahnrekord, der aber schon im nächsten Lauf wiederum unterboten wurde. Bob USA I mit Braun=Washbond nahm die Kurven in einem unheimlichen Tempo. Mit meisterlicher Hand steuerte Braun den Schlitten durch die Bayernkurve und erzielte die schier unglaubliche Zeit von 1:22,50 Minuten, an die keiner der übrigen Bobs auch nicht im entferntesten mehr herankam. Auch Deutschland I mit Kilian=von Valta blieb weit hinter dieser Zeit zurück. Er gebrauchte 1:27:29 Minuten. Nach den beiden rumänischen Bobs wartete England I wieder mit einer vorzüglichen Zeit auf. Er erreichte 1:25,61 Minuten und behauptete damit hinter den Amerikanern den dritten Platz. SchweizI mit Capadrutt am Steuer fuhr als letzter des ersten Laufes dann die drittbeste Zeit heraus. Mit 1:25,45 Minuten setzte sich der Weltrekordmann auch in der vorläufigen Plazierung an die dritte Stelle vor England I und Belgien I. U5A1 führt weiter überlegen. Nur noch Bahnrekorde.— Schweiz II bester Bob im 2. Durchgang. Nach den hervorragenden Zeiten des ersten Laufes war es allen Besuchern an der Olympiabobbahn klar, daß der zweite Durchgang noch bessere Zeiten und damit gleichzeitig weitere Bahnrekorde bringen mußte. Es kam denn auch so. Fast sämtliche Schlitten unterboten ihre Leistungen aus dem ersten Lauf ganz beträchtlich. Auch die beiden deutschen Maschinen, von denen überraschend Bob II(Gran=Brehme) der schnellere war. Diesmal war die Startfolge 23—18 und 1—12. Gleich nach Tschechoslowakei II, der aber nur eine mäßige Zeit herausfuhr, war Bob Deutschland I (Kilian=v. Valta) an der Reihe. Die Deutschen verbesserten ihre Zeit aus dem ersten Lauf ganz erheblich und erreichten in 1:24,24 Minuten das Ziel. Dann sah man wieder eine tollkühne Fahrt des ersten amerikanischen Bobs mit Brown=Washbond, die ihre Leistung aus dem ersten Lauf noch unterboten und den Bahnrekord mit 1:21,02 Minuten erneut noch mehr herunterdrückten. Italien gewinnt den Militärpatrouillenlauf DNB Garmisch=Partenkirchen, 14. Februar. Das Olympische Dorf stand am Freitag ganz im Zeichen des Militärs. Der als Vorführungswettbewerb ausgetragene Militärpatrouillenlauf, an dem neun Nationen teilnahmen, hatte zahllose Heeresangehörige der verschiedenen Standorte nach GarmischPartenkirchen gebracht, die dem Schistadion, dem Start und Ziel des Patrouillenlaufes, ein besonderes Bild gaben. Man sah die Militärattachés, hohe und höchste Offiziere aller teilnehmenden Nationen, von beutscher Seite den Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg, den Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie Freiherr von Fritsch, den Reichsstatthalter in Bayern General Ritter von Epp, den Befehlshaber der deutschen Polizei Generalleutnant Daluege, außerdem zahlreiche Offiziere der Kriegsmarine. Unter den Ehrengästen bemerkte man auch den deutschen Gesandten in Wien, von Papen. Bei wolkenlosem und heiterem Himmel gingen die neun Patrouillen auf die 25 Kilometer lange schwierige Strecke. Auf dem zweiten Teil der Strecke hatte jede Patrouille, die aus einem Offizier und drei Leuten bestand, drei Ballons abzuschießen. Zur allgemeinen Ueberraschung holte Italien einen glänzenden Sieg mit 14 Sekunden Vorsprung vor Finnland und Schweden herans. Den vierten Platz belegte Oesterreich vor Dentschland und Frankreich. Die dritte Goldmedaille für Ballangrud Abschluß der Eisschnellauf=Wettbewerbe.— Ballangrud gewinnt die 10 000 Meter und läuft olympische Bestzeit. Der letzte Wettbewerb der Eisschnelläufer stellte an die Ausdauer der Interessenten große Anforderungen, denn von 9 Uhr morgens bis weit nach Mittag zogen mehr als 30 Läufer wie üblich in Zweierläufen ihre Bahnen auf dem Riessersee. Jeder der 10000 m=Läufe führte 25 mal über die 400 m lange Bahn. Trotzdem wohnten der Konkurrenz bei herrlichem Wetter schon vom Beginn an zahlreiche Zuschauer bei. Besondere Aufmerksamkeit verdienten die ersten Läufe, weil hier die Favoriten zum großen Teil aufeinandertrafen. Mathisen=Norwegen, der Sieger über 1500 m, holte gleich im ersten Lauf mit 17:41,2 Minuten eine beachtliche Zeit heraus. Bereits im dritten Lauf mußte die olympische Rekordzeit ihr Leben lassen, denn Stiepl=Oesterreich holte im Kampf mit Blomquist=Finnland die hervorragende Zeit von 17:30,6 Minuten heraus. Die neue Rekordmarke des Oesterreichers lebte jedoch nicht lange, denn im nächsten Lauf lief der heiße Favorit Ballangrud ein so wundervolles Rennen, daß es schon bald nicht mehr zweifelhaft sein konnte, daß die Zeit unterboten werden würde. In vorbildlichem Stil legte der Norweger Runde um Runde zurück. Sein finnischer Gegner Wasenius wuchs an dem Können des Norwegers empor. Wenn er Ballangrud auch nicht ernsthaft gefährden konnte, so blieb doch durch den verhältnismäßig geringen Abstand die„Sensation“ ständig in der Luft. Als Ballangruds Zeit mit 17:24,8 Minuten als neuer olympischer Rekord bekanntgegeben wurde, fand der Jubel der Zuschauer sast kein Ende. Mit 17:28,2 Minuten hatte auch Wasenius eine beträchtliche bessere Zeit als vorher Stiepl herausgeholt. Langedijk=Holland und Ri=Japan holten sich die beiden nächsten Läufe. Im 12. und 13. Lauf starteten dann die beiden deutschen Bewerber. Heinz Sames startete gegen den Holländer Koops, der dem Deutschen in den ersten Runden verschiedentlich die Führung streitig machen konnte, zum Schluß aber klar zurückblieb. Sames legte die 5000 m in 8:54 Minuten zurück und beendete die 10000 m in der neuen deutschen Rekordzeit von 18:04,8 Minuten. Aber auch dieser Rekord hatte keine lange Lebensdauer, denn im folgenden Lauf holte der deutsche Meister Willi Sandtner mit 18:02 Minuten eine nicht unbeträchtlich bessere Zeit heraus. Die Leistung ist umso höher zu bewerten, als Sandtner durch den Belgier de Ligne nicht zum Kampf gezwungen wurde. Der Belgier wurde nicht weniger als sechsmal überrundet. Sandtners ausgefeilte Kurventechnik fand allgemeine Anerkennung. In den restlichen Läufen waren die Zeiten durchweg wesentlich schwächer. Die Eisschnellaufen=Wettbewerbe haben damit dem Norweger Ballangrud einen unvergleichlichen Triumph gebracht. In vier Tagen holte sich Ballangrud drei goldene und eine silberne Medaille und damit ist er, das steht bereits jetzt vor der Beendigung der 4. Winterspiele fest, der erfolgreichste Teilnehmer in Garmisch=Partenkirchen. Nur in den 1500 m mußte sich Ballangrud mit dem zweiten Platz begnügen; aber was will das schon besagen, wo Mathisen sein Landsmann ist; Norwegen hat alle vier Wettbewerbe gewonnen und zusammen mit dem dritten Platz von Krog im 500 m=Laufen nicht weniger als fünf Medaillen allein im Schnelllaufen herausgeholt. Das genaue Endergebnis. 1. Ivar Ballangrud=Norwegen 17:24,8 Min.(neuer olymp. Rekord) 2. Birger Wasenius=Finnland 17:28,2 Min. 3. Max Stiepl=Oesterreich 17:30,6 Min. 4. Charles Mathisen=Norwegen 17:41,2 Min. 5. Blomquist=Finnland 17:42,4 Min. 6. Langedijk=Holland 17:43,7 Min. 12. W. Sandtner=Deutschland 18:02 Min. (neuer deutscher Rekord) 15. Sames=Deutschland 18:04,3 Min. Programm für Samstag, 15. Februar: 8 Uhr: Zweierbobrennen, 3. und 4. Lauf. 8 Uhr: 50 km Schi=Dauerlauf im Schi=Stadion. 14,30 Uhr: Kunstlaufen der Frauen(Kür) im Eisstadion Eishockey(Programm wird noch bekanntgegeben). ... Spielplan der Eishockey-Endrunde. Für die Endrunde des Olympia=Eishockeyturniers ist folgender Spielplan aufgestellt worden: Samstag, 10 Uhr: Tschechoslowakei—Kanada; 21 Uhr: Amerika— England. Sonntag, 14.80 Uhr: Kanada— Amerika. Bekanntlich werden für die Endrunde bereits die Ergebnisse aus der Zwischenrunde gewertet, also: England— Kanada 2:1 und Amerika— Tschechoslowaket 2:0. Die Tabelle der Endrunde hat demnach bereits folgendes Aussehen: Gestern fand bereits das Spiel Tschechei— Kanada tatt. Ergebnis siehe an anderer Stelle. Vom Eislaufen. Maxie Herber=Ernst Baier auf dem ersten Platz. Das amtliche Ergebnis das Paarlaufens am Donnnerstag. 1. Maxie Herber=Ernst Baier(Deutschland) 11 11,5 2. Geschwister Pausin(Oesterreich) 19,5 11,4 3. Emilia Rotter=Laszlo Szollas(Ungarn) 32,5 10,8 4. Piroska u. Attila v. Szekrényessy(Ung.) 38,5 10,6 5. Maribel Tinson=George Hill(USA) 46,5 10,4 6. Louise Bertram=Stewart Reburn(Kan.) 68,5 9,8 7. Ehepaar Leslie u. Violet Cliff(Engl.) 56,5 10,1 8. Eva Prawitz=Otto Weiß(Deutschland) 74,5 9,5 9. Ehepaar Anna u. Ercole Cattaneo(Ital.) 93 9,1 10. Rosemarie Stewart=Ernest Yates(Engl.) 102,5 9 11. Grace und James Madden(USA) 95 9.1 12. Audr. Garland=Fraser Sweatman(Kan.) 105 9,1 . Der Stand der Länderwertung am Freitagmorgen. Die Träger der Goldmedail'en die bis heute verliehen wurden. Bis gestern abend wurden an Goldmedaillen vergeben: An Norwegen vier: 500 m Eisschnellaufen: Ivar Ballangrud, 1500 m Eisschnellaufen: Charles Mathisen, 5000 m Eisschnellaufen: Ivar Ballangrud, 10 km Eisschnellaufen: Ivar Ballangrud, Schikombination: Oddbjörn Hagen. An Deutschland drei: Abfahrts= und Torlauf: Christel Cranz (für Frauen) Abfahrts= und Torlauf: Franz Pfnür, (für Männer) Eiskunstpaarlaufen: Maxi Herber u. Ernst Baier. An Finnland eine: 4 mal 10 km Schistaffel: Finnische Mannschaft. An Schweden ein: 18 km Schilanglauf: Erik A. Lorsson. An die Schweiz eine: Viererbobrennen: Bob Schweiz II(Oblt. P. Musy) An Oesterreich eine: Eiskunstlaufen der Männer: Schäfer. Es stehen noch aus: Eiskunstlaufen für Frauen(heute) Zweierbobrennen(heute) 50 km Schilanglauf(heute) Spezialsprunglauf(Sonntag) Eishockey(Sonntag) Der Sonntagssport. Abschluß der IV. Olympischen Winterspiele.— Europameisterschaften im Damen=Florett.— Großes Schwimmfest in Halle. Das kommende Wochenende steht ebenfalls wieder ganz im Zeichen der IV. Olympischen Winterspiele in Garmisch=Partenkirchen, die am Sonntag mit dem Spezialspringen, dem Eishockey=Endspiel, der Schlußfeier und der Siegerehrung ihren Abschluß finden. Im übrigen fällt das Sport=Programm am 15./16. Februar recht gering aus. Im Fußball gehen in den 16 deutschen Gauen die Meisterschaftsspiele auf der ganzen Linie weiter. Fortuna Düsseldorf hat zu einem Freundschaftsspiel den mehrsachen jugoslawischen Meister, den Belgrader SK., verpflichtet, der von einer erfolgreichen Frankreichreise kommt. In Brüssel bestreiten Belgien und Polen einen Länderkampf, während die belgische B=Mannschaft mit Luxemburg zusammentrifft. England hat sein Ereignis in der Austragung der fünsten Pokal=Hauptrunde. Der Ligameister Arsenal hat ein unglückliches Los erwischt, denn die Londoner müssen zum siebten Mal in ununterbrochener Reihenfolge den Platz des Gegners aufsuchen, und zwar diesmal zur Newcastle United, die vor vier Jahren im PokalEndspiel Arsenal geschlagen hat.— Der Handballsport bringt ebenfalls die Fortsetzung der Meisterschaftskämpfe, die zum Teil entscheidenden Charakter tragen. Im „Weißen Sport“ geht es auch ruhig zu, denn das Programm verzeichnet nur ein Kampf zwischen London und Paris, der in Dulwich ausgetragen wird. Die Europameisterschaften im Damen=Florett in San Remo, die sich über zwei Tage erstrecken, werden am Sonntag beendet. Deutschland hat Olga Oelkers, die deutsche Meisterin Hedwig Haas, Helene Oslob und die Düsseldorfer Henny Jüngst gemeldet. Titelverteidiger ist Ungarn, das auch diesmal wieder vor den besten Aussichten steht. Ellen Preis, Erszi Grasser, Frau Wenisch und Friedl von Gregurisch starten für Oesterreich. Der Schwimmsport verzeichnet als Hauptereignis das„Reichsoffene“ in das eine hervorragende Besetzung gefunden hat. Am Start sind u. a. Fischer, Heibel, Leisewitz, Heina, Schwarz, Sietas, Ohligschläger, Balke, Hans Schwarz, Schlauch, Gerstenberg bei den Männern sowie Gisela Arendt, Ruth Halbsguth und weitere Mitglieder der Olympia=Kernmannschaft bei den Frauen. Der Ba=. Niederrhein sucht die Endrundenteilnehmer für die Wasserballmeisterschaft in zwei Gruppen. Beim internationalen Schwimmfest am Sanstog und Sonntag in Rotterdam gehen auch deutsche Teilnehmer an den Start.— Im Boxen werden die Zwischenrundenkämpfe um die Amateurboxmeisterschaften des Bezirks I im Gau Niederrhein am Sonntag in Viersen durchgeführt.— Der Radsport bringt Veranstaltungen am Samstag in Basel sowie am Sonntag in Berlin und Paris.— Im Wintersport gibt es außer den Olympischen Wettbewerben in Garmisch=Partenkirchen noch den Harzer Staffellauf Brocken=Altenan und ein Eishockeykampf in der Reichshauptstadt zwischen einer Berliner Vertretung und der Amsterdamer Eishockey=Auswahl„blaue Sechs". Fortuna, Schalte... und am Mittelrhein? Die Fußball=Gauliga in Westdeutschland. Am Schlußtag der IV. Olympischen Winter Im San Riederrhein spiele fällt das westdeutsche Gauliga-Fußballprogramm ziemlich umfangreich aus, nur imalt das Programm durch das Gastspiel des SK. Gau X, wo die Entscheidung bereits zugunsten internationalen Finschle de Zugose find als von Fortuna Düsseldorf gefallen ist, werden nur zwei Meisterschaftsspiele ausgetragen. So sicher wie in Westfalen Schalke 04 den Titel erringen wird, so unklar ist die Lage am Mittelrhein, wo Tura Bonn eine ganz knappe Führung vor dem Bonner FV. hat. Im Gau Westfalen ist Schalke 04 zu Hause der Gegner von Union Recklinghausen, die als klarer Tabellenletzter vom Abstieg kaum mehr zu retten sein dürfte. SV. Höntrop ist der erste Anwärter auf den zweiten Platz, den die Mannschaft im Kampf gegen Preußen Münster erfolgreich verteidigen sollte. Westfalia Herne, die in dieser Saison für mehrere Ueberraschungen sorgte und sich einen glänzenden Mittelplatz gesichert hat, trifft auf den früheren Spitzenreiter Germania Bochum. Die Gäste werden schon mit einer großen Leistung aufwarten müssen, um sich in Herne behaupten zu wollen. Westfalia Herne würde durch einen Sieg an die dritte Stelle vorrücken. Die SpVg. Herten macht alle Anstrengungen, aus der Abstiegszone herauszukommen. Aber auch Erle 08 hat den Kampf, sich in der Gauliga zu halten, noch nicht aufgegeben. Die beiden Mannschaften stehen sich am Sonntag in Herten gegenüber, ein Unentschieden liegt am nächsten. TuS. Bochum erwartet Hüsten 09 und wird eine Niederlage schwerlich vermeiden können. eine sehr spielstarke Mannschaft zu bezeichnen, die noch am letzten Sonntag mit dem 4:1=Sieg über den vorjährigen französischen Meister, FC. Sochaux, ihr Können unter Beweis stellte. Von den beiden Meisterschaftskämpfen ist vor allem die Begegnung zwischen Turu Düsseldorf und Hamborn 07 von Wichtigkeit. Die Düsseldorfer benötigen noch einige Punkte, um sich in Sicherheit zu bringen. Das zweite Spiel führt Rot=Weiß Oberhausen mit dem Duisburger F V. 08 zusammen, das der Platzverein zu seinem Gunsten entscheiden müßte Im Gau Mittelrhein geht es nach einem„Ruhetag“ mit vollen Akkorden weiter. Tura Bonn erzielte im Hinspiel gegen Neuendorf nur ein 1:1, sollte aber diesmal in der Lage sein, den Gästen das Nachsehen zu geben und damit die Führung beibehalten. Weitaus schwerer hat es der Bonner FV. bei der SpVg. 07 KölnSülz, die vor kurzem auch Tura Bonn zur Strecke brachte. Der Kölner CfR. sucht als Tabellendritter Westmark Trier auf. Es würde nicht sonderlich überraschen, wenn die Rasenspieler in dem Wallfahrtsort einen Punkt ließen und dadurch dem Mülheimer SV. den dritten Platz wieder überlassen müßten, denn der frühere Gaumeister müßte mit Eintracht Trier glatt fertig werden. Sehr interessant ist auch die Begegnung zwischen dem Kölner SC. 99 und VfR. Köln, der sich noch einer erfolgreichen Spielweise befleißigen muß, um alle Abstiegssorgen abzulegen. Union Krefeld oder Odenkirchen? Die Vorentscheidungsfrage der Gruppe II. Eschweiler und Würselen punktegleich? Gruppe 1: Von den beiden mit gutem Vorsprung führenden Spitzenmannschaften ist Grün=Weiß Eschweiler spielfrei, während Rhenania Würselen zum SV. Baesweiler muß. Nach dem klaren 4:1 Sieg über Alemannia Aachen sollte Würselen auch dieses Spiel gewinnen und damit Punktegleichheit mit Eschweiler erlangen. Alemannia Mariadorf hat trotz der drei Verlustpunkte Unterschied gegenüber Eschweiler und Würselen noch nicht alle Hoffnungen aufgegeben. Es müßte dann aber ein Sieg in Aachen über Alemannia herauskommen, der uns noch keineswegs sicher scheint. Der Dürener Spielverein hat Alemannia Lendersdorf nicht zu fürchten und wird sich nach einem mehr oder wenigen eindeutigen Siege weiter in der Spitzengruppe halten. Viktoria Kellersberg ist über den VfB. Aachen in Front zu erwarten, der damit weiterhin Abstiegssorgen haben wird. Düren 99 besucht den aussichtslos zurückgefallenen Spielverein Ratheim und kann sich hier zwei wertvolle Punkte sichern. Kreuzau 05 und Jugend Düren sind gleichwertige Gegner. Union Krefeld im Brennpunkt der Ereignisse. Gruppe 2: In der Gruppe 2 steht das Programm ganz im Zeichen des Zusammentreffens von Union Krefeld mit Odenkirchen 05=07, den beiden klar führenden holen Form auch in Düssern einen sicheren Sieg müßte. Der um drei Punkte zurückliegende Duis burger Spielverein steht gegen den aussichtslos abgefallenen Tabellenletzten Duisburg 1900 vor einm klaren Gewinn. Alsum hat den dritten Platz in Wehofen zu verteidigen und dürfte damit Erfolg haben. Der Homberger Spielverein, der sich ebenso wie Alsum keine Hoffnungen mehr auf die Meisterschaft machen kann, muß zum zweiten Male ein Heimspiel auf Grund der seinerezit ausgesprochenen Bestrafung auswärts bestreiten. Der Meidericher Spielverein, der von den Hombergern besucht wird, ist zu Hause immer noch sehr ernst zu nehmen. Tura Duisburg wird den Ruhrorter Bewegungsspielern mächtig zusetzen, da die Abstiegsgefahr nach wie vor recht groß ist. Das gilt auch für Meiderich 06, zumal die Meidericher in Lintfort einen spielerisch überlegenen Gegner haben, gegen den aber vielleicht etwas zu erreichen ist. Österfeld und Borussia Rheinhausen sind sich gleichwertig. Eine offene Meisterschaftsfrage. Gruppe 5: Nach der Speldorfer Niederlage in Essen gegen Rot=Weiß ist die Meisterschaftsfrage wieder offener geworden. Noch führen die Mülheimer mit zwei Punkten vor Sterkrade, Altenessen und Rot=Weiß, die alle gleiche Punktzahl aufweisen, aber ein weiteres Verlustspiel kann sie schon um die Tabellenführung bringen. Speldorf sollte als Platzverein mit dem Neuling Dinslaken=Lohbera fertig werden. Sehr wesentlich ist der Ausgang des Spieles Sterkrade gegen Altenessen, die sich völlig ebenbürtig sind. RotWeiß wird bei Essen=West 81 nicht so leicht den Punktgewinn erzielen, der der Papierform nach fällig ist. Kray 04 hat von dem Tabellenletzten Tura Essen nichts zu fürchten und auch die Preußen müßten sich in Essen gegen Styrum siegreich durchsetzen. Polizei Wesel und Österfeld 06 sind vom Abstieg so stark gefährdet, daß es hier zu einem großen Kampf kommen müßte. Elberfeld vor Barmen. Gruppe 6: Der klar führende SSV. Elberfeld ist zur Zeit so gut in Form, daß er seinen Vorsprung kaum noch einbüßen wird. Lüttringhausen ist als Platzverein ein gefährlicher Gegner, doch das technisch und taktisch reifere Spiel des Spitzenretters wird zu einem glatten Erfolg den Ausschlag geben. Die Barmer Spielsportler behaupten sich an zweiter Stelle und werden diesen Platz auch gegen den Tabellenletzten erfolgreich verteidigen. Immerhin darf der VfL. Lennep auch in Barmen nicht unterschätzt werden. Um den dritten Rang streiten SC. Cronenberg und SchwarzWeiß Barmen, die in Cronenberg zusammentreffen. Man muß den Ausgang dieses Spiels als vollkommen offen bezeichnen. Auch die übrigen Begegnungen sind völlig ausgeglichen, denn der SSV. Haan steht Tus Ronsdorf kaum nach, Germania Elberfeld und Germania Küllenhahn sind sich ebenfalls gleichwertig und Sonnborn 07 sowie der SSV. Remscheid sollten sich gleichfalls eine ausgeglichene Partie liefern. Hier wird allerdings eine Vorentscheidung über den Abstieg fallen, denn neben Lennep sind Sonnborn und Remscheid in größter Gefahr. Wer tivt mit? Spielplan für den 16. Februar. Gauliga: Turu Düsseldorf— Hamborn 07 Rot=Weiß Oberhausen Duisburg 08 Bezirksklasse: Union Krefeld— Odenkirchen Viktoria Rheydt— Dohr Kleve 63— Mennrath Eintracht Gladbach— Viktoria Goch Sp. V. Kaldenkirchen— Rheydter Sp. V. Giesenkirchen— Sportfreunde Krefeld 1. Kreisklasse: Grün=Weiß— Germania oder——— 2:3? Süchteln 03— Rasensport 3:1 Viktoria— Dülken Grefrath— Kempen Oppum— Hüls Uerdingen— St. Tönis 2. Kreisklasse: Breyell— Schaag 2:2 Sittard— Oedt 2:1 Lobberich— Waldniel 3:2 Bracht— Süchteln 3:1 Amern— Kaldenkirchen 2:2 Wankum— Vinkrath 1:2 Gellep— Viersen 01 2:1 2:2 3:1 1:1 2:1 4:3 3:2 2:2 2:1 3:2? 2:2 2:3 3:1 2:2 „Reichsoffenee" in Halle. Erneut haben die Mitglieder der Olympia=Kernmannschaft Gelegenheit sich im härtesten Kampf auf die schweren Prüfungen im Sommer vorzubereiten. Am Sonntag wird das Schwimmbad in Halle mit seiner rekordfähigen 25 m=Bahn wieder einen großen Tag erleben, zumal von 38 Vereinen 14 Staffel= und 150 Einzelmeldungen abgegeben wurden. Naturgemäß interessieren die Wettbewerbe der Meisterklasse in erster Linie. Helmuth Fischer wird erneut auf seinen Klubkameraden Heibel und Schwartz (Magdeburg 96) treffen. Schlauch und Schwarz (beide Wünsdorf) liegen mit Ernst Küppers Plauen) über 100 m Rücken im Rennen. Hoch interessant dürfte auch das 200 m Brustschwimmen zwischen Sietas, Schwarz, Balke und Öhligschläger verlaufen. Im Kunstspringen gibt es eine wichtige Entscheidung zwischen Esser, Mahraun, Lorenz und Weiß. Die Frauen treffen sich über 100 m Kraul. Gisela Arendt wird die Breslauerin Ulla Groth und ihre Klubkameradin Halbsguth sicher schlagen. Nüske und Gauke fehlen im 200 m Kraulschwimmen. Man ist erneut auf den Bremer Heibel gespannt. Ob Exmeister Deiters da noch mitkommt, muß stark bezweifelt werden. Kreis Krefeld. Grün=Weiß: Germania ist Trumpf! Weitere Verschiebungen am Tabellenende? 1. Kreisklasse. Das große Lokaltreffen im Baggerfeld. Grün=Weiß— Germania. Die von allen Fußballanhängern unseres Heimatgebietes herbeigesehnte große Auseinandersetzung zwischen den beiden Viersener Favoriten ist endlich da! Aller Voraussicht nach wird der morgige Tag darüber entscheiden, wer von den beiden in diesem Sowohl die Krefelder als auch Oden süh e nach der Weitertrone grersen wird. Schon kirchen konnten am letzten Sonntag nicht restlos sprächsthema Viersens, wobei die Ansichten über den überzeugen und gegen schwächere Gegner nur unent mutmaßlichen Ausgang natürlich weit auseinander schieden spielen. Union Krefeld hat in diesem wichtigen Kampf das Plus des Platzvorteils, das ausschlaggebend sein kann. Ein Sieg dürfte der Union zum zweiten Male die Meisterschaft einbringen. Die Kreselder Sportfreunde, die den dritten Platz verteidigen wollen, besuchen Giesenkirchen und sollten hier knapp erfolgreich bleiben. Einen schweren Gang tritt auch der Rheydter Spielverein an, der den Abstiegskandidaten Kaldenkirchen besuchen muß. In den übrigen Spielen treffen mit Viktoria Rheydt und Dohr, Kleve und Viktoria Mennrath sowie Eintracht Gladbach und Viktoria Goch durchweg gleichwertige Mannschaften zusammen, wobei es in Gladbach zu einem großen Kampf kommen wird, da beide Mannschaften vom Abstieg bedroht sind. Wieder ein volles Programm. Gruppe 3: Da am 23. Februar Auswahlspiele stattfinden, wurden die für den Karnevalssonntag angesetzten drei Begegnungen auf den 16. Februar vorverlegt, so daß an diesem Sonntag wieder ein volles Programm zur Abwicklung gelangt. Die beiden Spitzenreiter VfB. Hilden und VfR. Öhligs werden vor recht schwere Aufgaben gestellt, denn sowohl Velbert als auch der stark verbesserte SSV. Oberkassel sind als Platzvereine sehr zu beachten, umso mehr, als sie mit Abstiegssorgen zu kämpfen haben. Hilden dürfte aber in der augenblicklichen Form kaum in Velbert Schiffbruch erleiden, dagegen kann man Öhligs nicht von vornherein einen Sieg zutrauen, nachdem die Mannschaft am vergangenen Sonntag zu Hause gegen Ratingen beide Punkte abgab. Da die Meisterschaft zugunsten des mit drei Punkten führenden VfB Hilden so gut wie entschieden ist, steht die Abstiegfrage im Vordergrund des Interesses. Der Tabellenletzte VfB. Uerdingen hat noch immer Hoffnungen auf den Verbleib in der Bezirksklasse, er müßte allerdings Ratingen 04 schlagen. Fast auf gleicher Höhe stehen neben dem SSV. Oberkassel die Düsseldorfer Teutonen, der BV. Wald, Eintracht Düsseldorf und Solingen=Gräfrath, aber auch Velbert, Düsseldorf 99, Eller und Ratingen sind noch keineswegs in Sicherheit, wenn auch anzunehmen ist, daß diese Mannschaften bei ihrem soliden Können in der Bezirksklasse verbleiben sollten. Es wird auch diesmal wieder um jeden Punkt gekämpft werden und Ueberraschungen sollten nicht ausbleiben. Eine Voraussage ist jedenfalls für diese Spiele schwer zu treffen. Duisburg ungefährdet? Gruppe 4: Duisburg 99 wird weiterhin an erster Stelle bleilen, da sich gehen. Aber in den Lagern der Beteiligten schwört man fest auf den Sieg seiner Mannschaft. Mit großer Vorsicht ist man dann auch an die Aufstellung der Mannschaften herangegangen. Grün=Weiß: Petersohn Zander Herstraßen Reiff Weynands Moos Holtschoppen Stiegen Bohnen Grefkes Gottschalk Hier haben die Gastgeber wirklich das Beste vom Besten aufgestellt, eine Mannschaft, die sowohl in technischer wie auch in kämpferischer Beziehung in den morgigen entscheidenden 90 Minuten voll und ganz ihren Mann stehen sollte. Noch weit vorsichtiger sind die Germanen vorgegangen. Aus 14 Stammspielern soll erst am Sonntagmorgen die endgültige Elf nominiert werden. Während das bewährte Schlußdreieck und die Halbreihe mit Strooth in der Mitte endgültig feststehen, werden Bodenverhältnisse und Kondition die endgültige Zusammensetzung der Angriffsreihe bestimmen. In technischer Beziehung brachten die Grün=Weißen bisher den feineren Stil, mit dem sie jedoch in den letzten Jahren stets an der Kampfkraft der zweckmäßiger operierenden Germanen zerschellten, wie auch das Glück vielfach den Blauroten wohlwollender zur Seite stand. Wie wird es morgen sein? Werden die Gastgeber dieses Mal die Erfolgsserie des Ortsrivalen durchbrechen? Diese Frage dürfte unseres Erachtens erst mit dem Schlußpfiff beantwortet werden. Der morgige Kampf bildet unzweifelhaft in unserem Dreistädtegebiet die Fußballsensation des Jahres. Jeder will dabei sein, wenn die große Vorentscheidung der 1. Kreisklasse steigt. Wir greifen bestimmt nicht zu hoch, wenn wir mit tausenden von Zuschauern rechnen, die vor Anpfiff mit atemloser Spannung den kommenden Ereignissen entgegenfiebern. Unsere Wünsche sind: gutes Sportwetter, fairer Kampf und Sieg des wirklich Besseren! Auf der Waldkampfbahn... F. C. Süchteln—Rasensport Krefeld. Von nicht weniger großer Wichtigkeit ist der Ausgang dieses Trefsens für die Beteiligten. Am letzten Sonntag konnten sich die Süchtelner durch einen harterkämpften Sieg auf dem gefährlichen Inrather Boden 2 äußerst wichtige Punkte sichern. Noch ein weiter Sieg, und die direkte Gefahr wäre vorläufig behoben. Der morgige Gegner ist auf den zweitletzten Platz zurückgefallen und sucht augenblicklich mit großer Erbitterung wieder den Anschluß zu erringen. So brachte der letzte Sonntag in Uerdingen einen Spielabbruch, der das Mannschaftsgefüge der Gäste für morgen wohl etwas geschwächt haben dem Kampf auf der Waldkampfbahn eine besondere Note verleihen. Süchtelns große Kampfkraft wird sich dem Verzweiflungsansturm der Gäste erfolgreich entgegenstemmen und den Gastgebern erneut 2 Punkte einbringen, sodaß sie den kommenden Spielen wieder mit größerer Ruhe und sehen können. icherheit entgegendie Mannschaft in ihrer derzeit guten dürfte. Das drohende Abstieggespenst dürfte auch Vittoria Krefeld—F. C. Dülken. Beide Mannschaften benötigen ebenfalls dringend Punkte, um sich der Abstiegsorgen zu entledigen. Während die Krefelder am letzten Sonntag auf eigenem Boden den Süchtelnern mit 2:1 unterlagen, blieben die Dülkener mit dem gleichen Resultat bei den sovorisierenden Grün=Weißen„zweiter“ Sieger. Wir konnten dabei die Feststellung machen, daß die Dülkener zu Unrecht den augenblicklichen ungünstigen Tabellenplatz einnehmen und daß bei gleichen Leistungen bestimmt ein weiteres Steigen im Tabellenbilde zu erwarten ist. So haben sie morgen eine große Chance, zu zwei weiteren Punkten zu kommen. Bedingung ist jedoch, daß sie an ihrem Flachpaß energisch festhalten und bei dem durchbruchartigen Spiel der Gastgeber ein besonderes Augenmerk auf die nötige Torsicherung werfen. Wenn sich alle Spieler der Gefahr bewußt sind, muß es gelingen! Lokaltreffen in Grefrath. SV. Grefrath— Rhenania Kempen. Eine besondere Angelegenheit bildet stets das Zusammentreffen dieser alten Rivalen, die sich schon in 100 Schlachten mit stets wechselvollem Glück gegenüber standen. Dieses Mal kämpfen die Grefrather um den Abstieg, während die ehrgeizigen Kempener mit ihren 15 Punkten mit dem 3. Tabellenplatz liebäugeln. Die Kempener, die schon im ersten Treffen II. Kreisklasse. mit einem 6:0=Sieg ihre bessere Spielkultur bewiesen, haben auch morgen die größeren Siegesaussichten. Lediglich der unbeugsame Kampfwille der Grefrather, die morgen auf ihrem eigenen Platze unter allen Umständen eine Wendung zum Besseren versuchen wollen, könnte eine Ueberraschung herbeiführen. FC. Uerdingen— St. Tönis. Beide Mannschaften hatten am letzten Sonntag auf ihren Plätzen einen Spielabbruch zu verzeichnen, dessen Schuldfrage allerdings noch nicht völlig geklärt ist. Die Gäste steben im Augenblick auf den guten 3. Tabellenplatz, doch hat auch Uerdingen auf Grund seiner rückständigen Spiele noch gute Aussichten auf diesen Platz. Spielerisch sind sich beide Einheiten, die sich meistens mit einem Unentschieden oder einem Sieg des Glücklicheren trennten, ziemlich gleichwertig. Im Augenblick könnte man den Gästen durch den durchschlagskräftigeren Sturm ein kleines Plus einräumen, was jedoch durch den Platzvorteil der Uerdinger wieder aufgewogen wird. Wir erwarten nach schnellem und verteiltem Spiel eine Punkteteilung. FC. Oppum— FC. Hüls. Für den Tabellenletzten ist der Gang nach Oppum ziemlich bitter und auch ziemlich aussichtslos. Es besteht kein Zweifel darüber, daß die Hülser über weit besseres Können als manche besser plazierte Elf verfügen, doch fehlt die Hauptsache und zwar die nötige Konzentration und Durchschlagskraft der Stürmer vor dem gegnerischen Tore. Wie energisch die Mannschaft jedoch gegen den drohenden Abstieg ankämpft, bewies das letzte Unentschieden gegen die spielstarken Kempener Rhenanen. Wir würden ihnen auch morgen einige Aussichten geben, wenn der Gegner nicht gerade Oppum hieße, der bekanntlich auf eigenem Platze niemand ungeschoren von dannen ziehen läßt. Der Kampf um die Spitze geht weiter! Das große Lokaltreffen in Breyell. Breyell—Schaag. Wieder einmal hat die Breyell=Schaager Fußballgemeinde ihren Großkampftag. Morgen geht es um weit mehr, als um einen reinen Lokalkampf. In diesem Treffen wird darüber entschieden werden, wer von den beiden weiter mit Lobberich im Rennen bleiben soll. Beide Mannschaften könnten heute weit vorne liegen, wenn sie sich nicht durch einige unvorhergesehene Niederlagen hätten überraschen lassen. Zuletzt gezeigte Formen spielen bei einem Zusammentreffen der beiden Rivalen meistens keine Rolle, da sie in diesen Begegnungen, von Lokalkampf erfüllt, stets über ihr Können hinauswuchsen. Brachte das Spiel der 1. Serie einen unentschiedenen Ausgang, so liegt auch dieses Mal eine Punkteteilung am nächsten. Sittard—Oedt. Die Niederlage in Vinkrath hat die Sittarder aus ihrer aussichtsreichen Position etwas zurückgeworfen, jedoch ihre Aussichten nicht vollends schwinden lassen. Trotz der des Resultats nach glatten Niederlage führten die Sittarder das bessere Spiel vor, waren jedoch von einem unglaublichen Pech verfolgt. So übersah der Schiedsrichter bereits in den ersten 10 Minuten ein einwandfreies Tor und ein Handspiel eines Vinkrather Verteidigers, der ein sicheres Tor durch herausfausten vereitelte. Auf der Gegenseite führten dagegen 2 in Aus wähnende Bälle zu Ueberraschungserfolgen. Es soll aber nicht übersehen werden, daß der Mittelstürmerposten völlig ungenügend besetzt war, da gerade hier unzählige Toraussichten bestanden, die der Ersatzmann im Uebereifer ausließ. Die morgigen Gäste, die in den Pokalspielen sogar Oppum ausschalten konnten, haben ihre Schwächeperiode wieder überwunden und suchen jetzt den Anschluß an das Mittelfeld. Obschon die Sittarder in Oedt mit 3:1 Sieger blieben, werden sie hart kämpfen müssen, wenn sie ihren mächtig aufwärtsstrebenden Gegner niederhalten wollen. Lobberich—Waldnie.. In diesem Treffen hat der Spitzenführer keine leichte Aufgabe zu erfüllen, obschon er, nach dem Spiel des letzten Sonntags zu schließen, augenblick — lich seine beste Form erreicht hat. Waldniel konnte ebenfalls am letzten Sonntag einen Sieg melden und zwar über die spielstarken Kaldenkirchener. Ob dieser schöne Erfolg der angekündigte Mannschaftsumschwung bedeutet, wird das morgige Spiel ergeben. Die Gastgeber, die bereits im Hinspiel knappe Sieger blieben, haben auf eigenem Platze die besseren Aussichten, was jedoch eine Ueberraschungschance der Gäste nicht ausschließt. Bracht-T. G. Süchteln. Für die Süchtelner wird die Lage immer ernster. Noch ein Sieg der beiden Vordermänner und der Abstieg ist nicht zu vermeiden. So sind auch am morgigen Tage die Siegesaussichten sehr gering. Man konnte zwar den Brachtern zu Hause ein Unentschieden abtrotzen, doch sind auf dem Brachter Gelände ganz andere Bodenverhältnisse gegeben. Hier ist die junge Brachter Elf vorzüglich eingespielt und hat mit Ausnahme gegen Lobberich noch keine Niederlage erlitten. Dabei suchen die Gastgeber mit aller Gewalt wieder den Anschluß an die Spitzengruppe. Die Gäste werden zwar verzweifelt gegen das drohende Unheil sich anstemmen, doch sind, wie gesagt, kaum Aussichten auf Erfolg vorhanden. Wankum— Vinkrath. Es scheint fast so, als wenn die Vinkrather sich zum Schluß als Ueberraschungsmannschaft ernsthaft um den Titel bewerben sollten. Der morgige Besuch beim Ortsnachbarn sollte ihnen aller Voraussicht nach zwei weitere Punkte auf dem Marsch zu ihrem hohen Ziele einbringen. Sie werden jedoch in Wankum auf harten Widerstand stoßen, denn die Gastgeber suchen gerade zu Hause mit dem Mute der Verzweiflung Punkte zu erringen um ihre Rivalen Amern und Süchteln abzuschütteln und damit dem Abstieg zu entrinnen. Die Siege über Waldniel und Breyell beweisen dieses schlagend. Ein Sieg der Gäste sollte daher nur ganz knapp ausfallen. Amern—Tv. Kaldenkirchen. Nach ihrer Niederlage in Waldniel sind die Grenzler, denen man nach ihren Siegen über Schaag und Breyell schon ernsthafte Meisteraussichten eingeräumt hatte, im Wettbewerb ausgeschieden. Immerhin haben sie sich einen sorgenlosen Mittelplatz gesichert, im Gegensatz zu den Gastgebern, die hart um den Abstieg zu kämpfen haben. Die Amerner wissen, daß unter Umständen schon ein einziger Punkt zur Rettung genügt und kämpfen daher zu Hause mit einer Kampfkraft, die jeden Gegner zur Hergabe seines ganzen Könnens zwingt. So ist es morgen nicht ausgeschlossen, daß die Platzherren eine Punkteteilung erzwingen werden. 2. Kreisklasse, Gruppe A. Gellep—Viersen 01. Am letzten Sonntag konnten uns die Viersener durchaus nicht gefallen. Sie müssen sich schon zu ganz anderen Energieleistungen aufschwingen, wenn sie nicht weiter auf dem schlechten zweitletzten Tabellenplatz verharren wollen. Dieses gilt besonders für das morgige Spiel, wo sie eine äußerst schwere Aufgabe zu lösen haben. Die technisch gute und schußfreudige Gelleper Mannschaft ist zu Hause noch selten bezwungen worden, so war es schon vor Jahren, als diese noch in der höheren Klasse spielte. Tritt bei den Gästen kein gewaltiger Umschwung ein, so sollten auch sie an einer Niederlage nicht vorbeikommen. Anrath— Bockum. Nach ihrem schönen Siege über Spielsport winkt den Anrathern morgen ein weiterer Sieg, der sie ein weiteres Stück in der Spitzengruppe vorrücken läßt. Linn— Edelstahl. In Linn ist in letzter Zeit schwer zu gewinnen. Diese Feststellung sollte morgen auch der Spitzenführer machen, der trotz seiner spielerischen Vorteile hart kämpfen muß, wenn er beide Punkte entführen will. Österath— Schiefbahn. Beide Mannschaften sind durch je 2 Niederlagen an den letzten Spielsonntagen aus dem Wettbewerb ausgeschieden. In diesem Treffen geben wir den Österathern auf Grund ihres Platzvorteils die besseren Chancen. Spielsport— Lank. Nach der knappen Niederlage gegen Anrath sind die Aussichten der Spielsportler stark gemindert. Sie werden alles in Bewegung setzen, gegen Lank den verlorenen Boden wieder aufzuholen. III. Kreisklasse. Neersen— Brüggen. Brüggen wird alles aufbieten, um eine erneute Schlappe wie in St. Hubert unmöglich zu machen, was auch unter Umständen den Aufstieg kosten könnte. Süchteln 03 Res.— Boisheim. Beibe Mannschaften sind sich ziemlich ebenbürtig. Süchteln hat die besseren Chancen, da Boisheim leicht den großen Platzverhältnissen zum Opfer fallen könnte. Germania Res.— TV. Oedt. Die Viersener werden die Wahrnehmung machen, daß die Gäste in der kurzen Zeit ihrer Praxis schon manches gelernt haben. Trotzdem sollten die Punkte in Viersen verbleiben. Hinsbeck— Grün=Weiß Res. In Hinsbeck fiel das Siegen bisher noch immer schwer. Diese Feststellung wird auch der Spitzenführer machen müssen, der jedoch seinen Ruf als ungeschlagener Tabellenführer weiter wahrnehmen sollte. St. Hubert— Dülken Res. Die Gäste, die im Hinspiel Sieger blieben, werden es dieses Mal schwerer haben, da die Gastgeber von Spiel zu Spiel besser werden. Wir rechnen mit einem Unentschieden. Vorst— Kaldenkirchen Res. Vorst liefert damit den ersten Kampf auf eigenem Platze, der uns Aufschluß über das Können des Neulings geben wird. 3. Kreisklasse, Gruppe A. Union— Postsport Uerdingen Res.— TAG. Willich— Nierst Borussia— GWE. Kempen— Preußen Res. Straßenbahn— Sportfreunde 3. Kreis Gladbach. Mit vollem Programm dem Ende der Meisterschaft entgegen. Was die erste Kreisklasse zu sagen hat. Revanche in Helenabrunn? Blauweiß Helenabrunn— Rheindahlen. Mit Spannung sieht man an der Gladbacher Landstraße dem Erscheinen des Gastes entgegen. Bekanntlich trennten sich beide Partner im ersten Kampf mit 0:0, ein Ergebnis, das morgen nicht mehr wiederholt werden sollte. Die Helenabrunner brauchen die Punkte zur Festigung ihrer mittleren Tabellenstelle sehr nötig, sie werden daher auf eigenem Platz keine sich bietende Chance mehr verpassen. Zwar sind die Gäste aufgrund ihrer stabilen Gesamtleistung ein recht gefährlicher Rivale, doch hoffen wir, daß die Blau=Weißen aufgrund ihrer letzten Leistungen das Heft in Händen halten. Sie müssen allerdings mit heftigster Gegenwehr der in Abstiegnöten schwebenden Gäste rechnen, um vor unliebsamen Ueberraschungen verschont zu bleiben. Dahl— Korschenbroich. Mit einem Experiment wie im letzten Gesellschaftsspiel wird Dahl die zähen Korschenbroicher nicht niederringen und nach der damaligen 3:3=Punkteteilung einen Sieg zu Hause behalten. Man will sich aber hier selbst den dritten Platz sichern und daher hat Dahl morgen die stärkste Mannschaft zur Stelle. Waldhausen— Lürrip. Der Punktevorsprung der Lürriper ist nicht so groß, um hier in Waldhausen nicht die Wiederholung ihres Heimsieges mit allen Mitteln und kämpferischem Einsatz zu erstreben. Bei der nachlassenden Form der Waldhauf ener(oder war es nur ein schwarzer Tag in Rheydt?) dürfte ihnen dieser auch gelingen. Preußen— Union Rheydt. Mit Recht geben die Preußen die Parole Großkampf heraus, denn sie wollen sich für ihre 5:1=Niederlage in Rheydt revanchieren. Ob ihnen dies gelingt? Union ist spielstark, zur Zeit in Hochform, aber auch die Preußen können mit ihrem erstarkten und entschlossenen Sturm ein größeres Gewicht in den Kampf werfen, als damals. Vielleicht ein Unentschieden? Sportfreunde 06— BV. Speick. Der Tabellenletzte bot noch am vergangenen Sonntag auswärts eine große Partie, trotz der unglücklichen Niederlage. Wenn er auch den Abstieg nicht mehr aufhalten kann, einen ehrenvollen Abgang aus der Klasse wird er sich zu verschaffen wissen. Neuwerk— Rheydt 08. Neuwerk muß sich noch in Sicherheit bringen, obwohl der Tabellenstand ungünstiger ist, als die tatsächlichen Aussichten. Gruppe 2: Wanlo— Wickrath. Geistenbeck steht auf dem Sprung! Das ist für die Wickrather Grund genug, den morgigen Gastgeber nicht zu unterschätzen. Wenn es auch damals zu einer eindeutigen 7:2=Abfuhr langte„fallen doch jetzt die Heimvorteile der Wanloer stark in die Wagschale. Den alt=erfahrenen Besuchern müßte es trotzdem gelingen, einen knappen Erfolg zu verbuchen. Gierrath— Geistenbeck. Der Verfolger Geistenbeck steht ohne Zweifel vor einer schweren Aufgabe, denn Gierrath ist schon jahrelang die„Favoritenfalle“. Hoffen wir, daß ihnen ihr Vorhaben trotzdem glückt. Grevenbroich=Orken— Wickrathhahn. Den hohen Heimsieg wiederholen die blau=weißen Besucher unter keinen Umständen, denn dafür ist die Kampfkraft der Platzherren doch zu groß. Damit lassen wir den Gästen doch nicht wenige Aussichten, den Gang knapp für sich zu entscheiden. Hochnenkirch— Noithausen. Die derzeitige Form der VfB=Kämpen in Hochneukirch läßt hier ohne weiteres eine Wiederholung des 5:1=Sieges aus der ersten Serie erhoffen. Wevelinghoven— Jüchen. Wenn der Gastgeber auch am Schluß der Tabelle steht, sollen sich die Jüchener nicht verleiten lassen, hier leichten Kaufes zu den Punkten zu kommen. Die Favoriten vor neuen Erfolgen? Sonntagsereignisse im Handball. Im Niederrhein=Gau. les wettzumachen. Die größere Geschlossenheit und Technik besitzt zwar ohne Zweifel der Gast, doch könnte die bekannte Ueberraschungstaktik der Gastgeber ihnen einen Sieg sehr erschweren. Vielleicht teilt man sich diesmal die Punkte. Kreis Krefeld. Nachdem am vergangenen Sonntag in der Krefelder Gruppe ein volles Programm zur Abwicklung gelangte, das Ueberraschungen nicht entbehrte, ist morgen wieder alles in Tätigkeit. Das Programm sieht folgende Spiele vor: Tsch. St. Tönis— VfL. Preußen Krefeld Sp.V. Bockum— Jahn Bockum Reichsbahn— TV Uerdingen TV Traar— HC Linn Turnerschaft St. Tönis wurde am vergangenen Sonntag durch den Tabellenzweiten Jahn Bockum nach heftigem Zweikampf mit 3:5 überflügelt. Diesmal trifft der nunmehrige Tabellenzweite auf den letzten der Skala, mit dem man zu Hause wenig Federlesen machen wird. Sehr kritisch sollte der morgige Tag für den Tabellenführer Jahn Bockum sein, der sich im Lokalkampf seinen zähen Widersacher stellen muß. Schon das Hinspiel ließ eine Gleichwertigkeit beider Partner erkennen, die sich mit dem knappen 4:6 für Jahn trennten. Diesmal steht für die Jahner die Behauptung der Tabellenführung zur Debatte. Sie werden daher mit letzter Energie dem Lokalpartner entgegentreten und— falls sie an die Form des Vorsonntags anknüpfen, auch einen knappen Sieg sicherstellen. Eine Ueberraschung liegt in diesem Kampf allerdings sehr nahe. Der Uerdinger TV, der mit den Jahnern punktegleich an der Spitze liegt, hat seinerseits eine große, niewiederkehrende Chance, dem erreichbaren Ziele näher zu kommen. Falls die Jahre nämlich unter die Verlierer gingen, könnte man durch einen Sieg die Führung mit einem Punkt vor St. Tönis erringen. Bei den ebenfalls als Mitbewerber zählenden Reichsbahnern, die am vergangenen Sonntag Fischeln 7:3 schlugen, wird ihr Vorhaben aber nur unter günstigsten Umständen gelingen. Zur klareren Einsicht in die verworrene Lage des Spitzenfeldes lassen wir einen Auszug aus der augenblicklichen Tabelle folgen: Jahn Bockum TV. Uerdingen Tsch. St. Tönis Reichsbahn Krefeld VfR Fischeln 8 Sp. 16 Pkt. 11 Sp. 16 Pkt. 12 Sp. 15 Pkt. 9 Sp. 13 Pkt. 12 Sp. 11 Pkt. Die Lage in der Niederrhein=Gauliga ist schon geklärt. Als sicherer Meister darf man seit langem bereits Rasensport Mülheim ansprechen, während für den Abstieg wohl nur noch der TV Krefeld=Oppum in Frage kommt. Durch die Auflösung des Polizeisportvereins wird Rhenania Düsseldorf voraussichtlich als zweitletzter in der Tabelle dem drohenden Abstieg entgehen. Die Spitzenmannschaften, die am Sonntag wieder in die Kämpfe eingreifen, stehen vor neuen Erfolgen. Das meiste Interesse dürfte aber dem Kampf Kupferhütte— VfB Aachen an Duisburg zukommen„geht es doch hier um die Erringung eines besseren Platzes in der Mittelgruppe der Tabelle. Im übrigen lautet das Sonntags=Programm wie folgt: Solingen 98— TV Oppum Kupferhütte Duisburg— VfB Aachen Rasensp. Mülheim— Rhenania Düsseldorf. Der Gaumeister erwartet Rhenania Düsseldorf, die sich von vornherein keine Aussichten zu machen braucht, denn auf dem Platz in Mülheim wird sich die durch junge Kräfte verstärkte Elf der Gäste keineswegs wohlfühlen und auch einer sicheren Niederlage kaum entgehen. 5p.-V. Lintfort—Tura Barmen. Das Meisterschaftsprogramm im NiederrheinHandball ist für den kommenden Sonntag noch um das Spiel Lintfort— Tura Barmen, das ursprünglich erst für den 23. Februar angesetzt war, vergrößert worden. Es ist ein ausgeglichenes Spiel zu erwarten, bei dem voraussichtlich der Platzvorteil den Ausschlag zu Gunsten von Lintfort geben dürfte. In der Bezirksklasse geht es um den Abstieg! TV. Geistenbeck— Borussia M.Gladbach. Man will dem Abstieg entgehen, aber man schafft es kaum. Bleiern liegt dieses Gefühl über die tapferen Borussen, die wie keine andere Mannschaft vom Pech verfolgt wurden. In Geistenbeck wird man sich aufraffen, um gegen diesen Gegner, wie im Vorspiel, ein ehrenvolles Ergebnis herauszuholen. Man kann den Platzherren den Sieg gefährden, aber nie entreißen. Tschft. Neuwerk— Spielverein Wickrath. Auch in Neuwerk ist die Lage nicht so gesichert, daß man mit aller Ruhe den Geschehnissen entgegensehen kann. Aus diesem Grund unterläßt man morgen keine Anstrengung, um zu den Punkten zu kommen, zumal man sich auch mit einem kleinen Revanchegedanken für die im ersten Spiel erlittene Niederlage herumträgt. Technisch und kämpferisch gleichwertig, verfügen die Gäste über eine stabilere Angriffsreihe, denn die Wurfgewalt der Platzherren ist zu launenhaft. Fischeln— Kaldenhausen. Vittoria Rheydt 1.—Eintracht Dülken 1. Am morgigen Sonntag steigt für die Eintrachtler bereits das letzte Meisterschaftsspiel. Der Gegner Viktoria Rheydt ist Tabellenführer und dürfte auch kaum noch von der Spitze verdrängt werden. Trotzdem wollen die Dülkener am Sonntag einen Sieg davon tragen. Nach den Leistungen der letzten Spiele zu urteilen, könnte das Vorhaben gelingen. Rheydt gewann in Dülken s. Zt. bekanntlich recht glücklich, das siegbringende Tor war zudem sehr zweiselhaft. Schon aus diesem Grunde allein brennen die Eintrachtler auf Revanche. Sie wollen durch einen Sieg den dritten Tabellenplatz behaupten, den sie dann schon 3 Jahre hintereinander einnehmen. Wer die Spiele der Bezirksklasse verfolgt, weiß, daß dies ein Erfolg ist und der Verein hierauf stolz sein kann. Wenn das sonntägliche Spiel für die Dülkener auch keine besondere Bedeutung mehr hat, so werden es sich die Handballanhänger nicht entgehen lassen, den Kampf in Rheydt zu besuchen. Warten die Dülkener wieder am Sonntag mit einer geschlossenen Leistung auf, so hat der Tabellenführer noch nicht gewonnen. Auer durch die Kreisklassen. Das letzte Drittel der Reihenspiele beginnt! Wir sehen also deutlich, daß für die erstgenannten vier Vereine fast gleichwertige Aussichten vorhanden sind. Mit Spannung erwartet daher alles die Abwicklung der diesmaligen Ereignisse. Das letzte Spiel dieser Gruppe führt mit dem TV Traar und HC Linn zwei Mannschaften zusammen, die noch mit drohenden Abstiegsorgen zu kämpfen haben. Die besonders in der Abwehr besseren Linner sollten wenigstens ein Unentschieden erreichen können. 2. Kreisklasse. Gruppe 1. TV Anrath— TV Dießem Haideck— TV Hüls TV Lank— Gut Heil CSV 1910— Edelstahl FC Hüls— Union Krefeld Gruppe 2. TV Kaldenkirchen— TV Lobberich 2. SC Lobberich— TSV Waldniel TV Boisheim— Eintracht 2. Schiefbahn 2.— Spielverein 2. TV Rahser 2.— TV Breyell. In Gruppe 1 haben Anrath, TV. Hüls, TV Lank, CSV und FC Hüls die größeren Aussichten, während in Gruppe 2 Lobberich, Spielverein und TV Rahser mit ihren Zweitvertretungen gewisse Siegeschancen haben, wogegen die Spiele in Boisheim und Lobberich stark ausgeglichen sind. TV. Boisheim— Eintracht Dülken 2. Zwei gleichwertige Mannschaften stoßen am Sonntagnachmittag in Boisheim aufeinander. Sämtliche Freundschaftsspiele fanden einen knappen Ausgang und auch das Hinspiel endete Unentschieden. Die Gastgeber waren im Verlauf der Reihenspiele, genau wie die Gäste, mit wechselndem Glück erfolgreich. Der wurffreudige Sturm der Einheimischen stößt auf die sichere und harte Hintermannschaft der Eintrachtler. Die bessere Tagesform sollte hier den Ausschlag für Sieg oder Niederlage geben. Lobberich Ing.— Eintracht Ing. Einen schweren Kampf hat die Jugendmannschaft zu bestehen. Lobberich gewann in Dülken mit 7:2 und versucht diesen Sieg zu wiederholen. Die Dülkener traten damals mit verschiedenen Ersatzleuten an und wollen nun in kompletter Aufstellung besser abschneiden. Boisheim Schüler— Eintracht Schüler. Auch die Schülermannschaft tritt in den Punktekampf. Der besseren Mannschaft den Sieg. 1. Kreisklasse, Gruppe Grenzland. F. C. Dülken—T. V. Willich. Während der FC Dülken mit dem Abstieg ringt, erfreut der TV Willich sich eines gehobenen Tabellenplatzes. Er liebäugelt sogar mit der zweiten Stelle hinter Spielverein Rahser, die er aber nur sicher halten kann, wenn sein morgiges Gastspiel im Dülkener Stadtgarten erfolgreich verläuft. Mit Rücksicht auf die noch immer nicht ganz geordneten Mannschaftsverhältnisse im FC Handball sind seine Aussichten auch äußerst günstig, gleichwohl wollen wir nicht verkennen, daß die Gastgeber bei völligem Einsatz eine Ueberraschung zuwege bringen könnten. T. V. Schiefbahn— Spielverein Viersen=Rahser. Die ebenfalls in der oberen Tabellenhälfte befindlichen Schiefbahner haben damals hier in Viersen für ein überaus torreiches Treffen gesorgt. Zwar mußten sie sich mit 19:7 geschlagen bekennen, doch zeugt das Resultat von einer Kampfeslust gerade der Stürmerreihe, die von dem Spitzenreiter Spielverein beachtet werden muß. In Schiefbahn zu siegen, bedingt eine ganze Leistung und nur ganz wenigen Mannschaften ist dies bisher geglückt. Wir hoffen aber, daß die Viersener von ihrem großen Dülkener Gegner im letzten Pokalspiel manchen neuen Dreh gelernt haben und daher auch diesen schweren Kampf siegreich überstehen, um damit weiterhin ungeschlagen die Tabelle anführen zu können. T. V. Lobberich—T. V. Dülken 1860. Beim Tabellenletzten wird es morgen heiß hergehen, denn beide Mannschaften verfügen trotz ihres ungünstigen Tabellenplatzes über große Kampfenergien. Die 1860er würden sich im Falle eines Sieges wieder ein großes Stück in Sicherheit bringen, während für Lobberich morgen die allerletzte Chance winkt, die unansehnliche Position etwas aufzubessern. Aufgrund der im Spiel gegen Schiefbahn gezeigten Leistungen erwarten wir die Gäste knapp in Front. Turnclub— Krefelder TV 55. Turnclub Krefeld hat auf eigenem Platz Gelegenheit, erneut den vorderen Plätzen näher zu kommen und gerade dieser Gedanke sollte den Platzbesitzern Ansporn sein, die knappe 8:5=Niederlage des HinspieKreis Erkelenz. 3. Kreisklasse. Rath=Anhoven— Niederkrüchten. Niederkrüchten ist für die Bestrebungen der Gastgeber, den dritten Tabellenplatz zu gewinnen, wohl kaum zu erwärmen. Die Gäste ringen selbst um eine günstige Position im Spitzenfelde und werden daher einen harten Widerstand leisten. Vielleicht teilt man sich die Punkte. Houverath— Elmpt. Die stabile Elmpter Elf sollte in Houverath gerade nicht die schlechtesten Aussichten auf Sieg haben. Deutschland-Schottland am 14. Oktober. Die deutsche Fußball=Nationalelf wird noch in diesem Herbst der Einladung Schottlands Folge leisten. Als Termin für das Spiel wurde der 14. Oktober vorgeschlagen, und zwar will man damit gleich die Reise nach Irland verbinden. ee Meisterschaftsentscheidungen der Amateurboxer in Viersen. Zwischenrunde um die Bezirksmeisterschaft.— Fells=Viersen macht seinen 100. Kampf. Der Bezirk 1 im Gau 10(Niederrhein) hat die Zwischenrunde der Kämpfe um die Bezirksmeisterschaft nach Viersen gelegt, da man ja gerade in Viersen dem Amateurboxsport von jeher besonders großes Interesse entgegengebracht hat. So dürfte auch morgen abend wieder eine stattliche Zuschauerzahl den Viersener Ring umsäumen, denn der Großkampftag der Amateurboxer wird bei dem aufgestellten Programm seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Es treten morgen in Viersen viele Kämpfer an, die im Boxsport einen guten Namen haben und auch den Gau 10 bereits repräsentativ vertreten haben; Figge=Krefeld hat auch die deutschen Farben international schon mit Erfolg vertreten. Das besondere Interesse gilt natürlich den beiden Viersener Vertretern Blacha und Fells, die sich morgen abend unbedingt die Teilnahmeberechtigung an den Endausscheidungen erkämpfen wollen. Fells gehört bekanntlich nach wie vor der deutschen Olympiakernmannschaft an und sein Abschneiden bei den diesjährigen Meisterschaften wird ausschlaggebend dafür sein, ob Fells in der 2. Augustwoche auf der Olympiade die deutschen Farben vertreten wird. Fells wird übrigens morgen seinen 100. Kampf bestreiten und er wird daher alles daransetzen, diesen Jubiläumskampf siegreich zu gestalten. Es starten morgen abend: Fliegengewicht: Schiffer M.Gladbach gegen Nikolaus Elberfeld. Der kleine Gladbacher, der auch den Gau schon repräsentativ vertreten hat, wird morgen abend erstmalig in Viersen starten. Wir glauben, hier einen Kampf voraussagen zu können, der die Zuschauer restlos von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann ziehen wird, denn Schiffer versteht es, 3 Runden ohne jede Ermüdung im Höchsttempo durchzustehen. Sein harter und genauer Schlag könnte morgen evtl. den Ausschlag geben und Schiffer einen knappen Punktsieg einbringen. Bantamgewicht: Becker Elberfeld gegen Westhoff Elberfeld. Auch diese beiden Kämpfer sind wohlbekannt und verstehen zu kämpfen. Zwei ziemlich gleichwertige Gegner kämpfen hier hart und erbittert um den Sieg. Westhoff hat durch größere Reichweite kleine Vorteile, doch dürfte diese der wieselflinke Becker durch größere Schnelligkeit ausgleichen. Federgewicht: Ochsenfarth Düsseldorf gegen Müller Elberfeld. Der Elberfelder Müller ist auch im hiesigen Gebiet kein Unbekannter. Er konnte schöne Erfolge über namhafte Gegner erringen und gilt jetzt, nachdem er vom Leicht= zum Federgewicht hinabgestiegen ist, als einer der ersten Bewerber um den Meistertitel. Ochsenfarth wird sich morgen hart und erbittert zur Wehr setzen, dürfte aber trotzdem den kürzeren ziehen. Leichtgewicht: Herchenbach Elberfeld gegen Püschel Barmen. Einen erneuten Start von Herchenbach wird man in Viersen gerne begrüßen, denn H. konnte bei seinen Kämpfen in Viersen immer gut gefallen. Morgen hat er den alten Ringfuchs Püschel zum Gegner. Es gibt hier ohne Zweifel eine ganz besonders interessante Auseinandersetzung. U. E. dürfte Herchenbach nach hartem Kampf knapp nach Punkten Sieger bleiben. Leichtgewicht: Bracht Düsseldorf gegen Fiedler Barmen. Es ist schon eine lange Zeit her, als Bracht zuletzt in Viersen kämpfte. Seinerzeit konnte der ruhig und sauber boxende Düsseldorfer immer besonders gut gefallen. Bracht versteht es ausgezeichnet, seine lange linke Gerade richtig einzusetzen und hiermit vor allen Dingen den Kampf zu entscheiden. Bei aller Achtung vor dem großen Kämpferherz des flinken Fiedler wird er doch- wenn auch knapp— den kürzeren ziehen. Weltergewicht: Gliem Barmen gegen Bröcking Düsselorf. Bröcking versteht es, äußerst hart zu schlagen, doch kann er technisch noch verbessert werden. Gliem hingegen ist mehr ein technischer Kämpfer, sodaß hier ein abwechslungsreicher Kampf zu erwarten ist. Wer gewinnen wird, ist schwer vorauszusagen, man muß beiden gleichgroße Siegesaussichten einräumen. Weltergewicht: Poweleit Elberfeld gegen Knoth Düsseldorf. Eine der schönsten Paarungen des Abends. Auch Knoth wird man gerne wieder in Viersen boxen sehen. Durch sein sauberes, technisch vorbildliches Boxen konnten seine Kämpfe immer gut gefallen. Poweleit ist auch nicht„von schlechten Eltern", ob er aber über die durchgebildete Technik von Knoth siegen kann, muß abgewartet werden. Knoth wird mit Boweleit schwere Arbeit haben, doch müßte er sich knapp durchsetzen können. Mittelgewicht: Blacha Viersen gegen Braun Elberfeld. Blacha konnte in der Vorrunde einen eindrucksvollen Sieg über Nawroth=Willich erzielen. Morgen hat er allerdings einen bedeutend schwereren Gegner vor sich. Blachas Kampfstil hat sich in der letzten Zeit gut verfeinert, vor allen Dingen ist auch sein Schlag härter geworden. Braun ist ein ehrgeiziger, hart schlagender Boxer, der versuchen wird, durch dauernden harten Schlagwechsel Blacha vor der Zeit zu schlagen. Es wird auch hier jeder seinen eigenen, ihm besonders liegenden Kampfstil durchzubringen versuchen, sodaß ein farbiger Kampf zu erwarten ist. Wenn Blacha morgen gut in Form ist, müßte er einen knappen Punktsieg herausholen können. Halbschwergewicht: Figge Elberfeld gegen Dördelmann Solingen. Der alte Figge will immer noch zeigen, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Figges größte Stärke liegt in seinen ausgezeichneten linken Geraden mit nachfolgenden rechten Aufwärtshaken. Dördelmann ist ein junger, äußerst sauber und technisch guter Nachwuchsboxer und man darf wirklich gespannt sein, wie er gegen den kampferprobten Figge bestehen wird. Schwergewicht: Fells Viersen gegen Balthasar Krefeld. Fells hat die längere Ringpause durch hartes Training gut ausgefüllt und man muß den morgigen Kampf abwarten, um sich ein Bild darüber machen zu können, in welcher Form der Viersener Olympiakandidat ist. Balthasar hat sich sehr gut verbessert und er wird heute mit au den besten Schwergewichtlern gezählt. Fells muß jedenfalls ganz aus sich herausgehen, wenn er den Krefelder schlagen will und von einem Sieg des Vierseners morgen hängt viel ab. Wir wünschen Fells zu seinem 100. Kampf einen schönen Sieg. „Zum Kampf der Wagen..“ Was bringt die Berliner Auto=Ausstellung Neues?— Dieselmotoren im Vormarsch.— Motto: höherer Wert für gleiches Geld!— Der Wagen für die„Rinnstein=Garage". Der Besucher der diesjährigen Internationalen Automobil= und Motorrad=Ausstellung wird gleich beim Betreten der gewaltigen Schau, die in diesem Jahr rund 30000 Quadratmeter reine Ausstellungsfläche, im ganzen rund 50000 Quadratmeter Fläche, bedeckt und deren gründliche Durchwanderung einen Weg von 20 Kilometer Länge bedeutet, nachdrücklich auf eine Tatsache aufmerksam gemacht, die man über dem stürmischen Entwicklungstempo der Autotechnik in der ganzen Welt schon fast vergessen hatte. Es ist die Tatsache, daß die gesamte Technik der motorischen Verbrennung in allen entscheidenden Stufen von Deutschland ausgegangen ist. Die Ehrenhalle dieser genau ein halbes Jahrhundert nach den Pionierarbeiten von Daimler und Benz ihre Pforten öffnenden Ausstellung ruft das eindringlich ins Ge alles deutsche Konstruktionen. Und sie läßt an 70 Alt fahrzeugen aus den ersten 40 Jahren des Automobilbaus lückenlos den Weg erkennen, den das Kraftfahrzeug aus den Kinderjahren bis in unsere Tage genommen hat. Wer mit einiger Fachkenntnis durch diese historische Schau größten Ausmaßes wandert, wird von ihr vor allem dadurch stark beeindruckt, daß er viele Konstruktionseinzelheiten, die heute als neuzeitlich und fortschritlich gelten, wie etwa die Einzellenkung der Vorderräder, die Gummilagerung des Motors, schon bei den frühen Vorläufern unseres heutigen Kraftwagens vorfindet. Das Wort, daß es nichts Neues unter der Sonne gebe, scheint sich also auch auf diesem Gebiete bewahrheiten zu wollen— was allerdings nicht besagen soll daß die Autotechnik nicht auch in diesem Jahre mit Pionierleistungen aufzuwarten hat. Sie sind sogar recht zahlreich und eigentlich in allen Klassen und Arten von Fahrzeugen zu finden. An oberster Stelle wäre hier der Diesel=Personenkraftwagen zu nennen, der gleich in zwei verschiedenen Ausführungen erstmalig auf der Bildfläche erscheint. Es ist also gelungen, den Dieselmotor, der sich ja durch eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit auszeichnet, nunmehr für den Antrieb von Personenwagen geeignet zu machen, was bislang an dem relativ hohen Leistungsgewicht, der Geruchsbelästigung, dem geräuschvollen Lauf usw. scheiterte. Alle diese Hemmnisse konnten durch zähe Entwicklungsarbeiten beseitigt werden, und man scheint tatsächlich in den neuen Diesel=Personenwagen so etwas wie den Anbruch einer neuen Epoche im Personenkraftwagenbau vor sich zu haben. Aber auch die übrigen Fahrzeugarten haben hervorragende neue Vertreter unter sich aufzuweisen: da sind neue Kleinwagen mit windschlüpfiger Verkleidung auf den Markt gekommen, da stellen sich stromlinienförmige Reichsautobahn=Fahrzeuge vor, da gibt es neue kleine Elektrowagen für die Personenbeförderung mit 100 km Aktionsradius, die im Stadtverkehr die gleichen Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichen wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, neue Geländewagen, ebenfalls in Stromlinienform präsentieren sich, neue Lieferwagen, Fahrzeuge mit Allradantrieb, Personenwagen mit Heckmotor und anderes mehr. Und trotz allem ist diese Schau keine Ausstellung der neuen Modelle im seitherigen Sinne des Wortes, es gibt auf ihr keine epochalen Umwälzungen, weder im Fahrzeug noch in der Form.„Mehr Wert für die Mark!“— lautet das neue Verkaufsargument, und ihm liegt tatsächlich eine Unmenge technischer Kleinarbeit zugrunde, die das Fahrzeug Stück für Stück wirtschaftlicher, zuverlässiger und anspruchsloser macht. Das kommt besonders in einer inneren Verfeinerung zum Ausdruck, die eng mit den Begriffen des Austauschbaues und der Normung zusammenhängt. Aber noch ein anderer Gesichtspunkt spielt dabei eine Rolle. Wenn früher ein Kraftwagenteil häufig in Bruch ging, pflegte man ihn stärker und steifer zu machen. Heute fragt man den Schwingungstheoretiker nach den Ursachen und entscheidet die Konstruktionsfrage auf der Dauerprüfmaschine. So wird das neue Teil fester, ohne schwerer zu werden. Noch ein anderer Gesichtspunkt spielt eine Rolle: die Werkstoffrage. Eisen ist schwer, und da ein Auto zu etwa 80 Prozent aus Eisen besteht, hat es ein beträchtliches Gewicht, das beschleunigt und verzögert werden muß. Eine ganze Reihe von Stoffen kämpft mit dem Eisen auf das heftigste um den Vorrang: Leichtmetalle, Kunstharze, Asbest, Holz, Kautschuk. Entschieden wird das Ringen vom Wettergott, denn er ist es, der Regen und prallen Sonnenschein auf die„Rinnstein=Garage“ herabsendet, der Eis und Schnee, Nebel und Tau auf das Fahrzeug einwirken läßt. Höhere Lebensdauer und geringere Ansprüche an Pflege sind hier die Ziele. Zahlreich sind die Fahrzeuge, die mit Hilfskraftstoffen betrieben werden. Aber es kann sich hier nicht darum handeln, Kleinkrafträder mit Holzgas und Käselieferwagen mit Flüssiggas zu betreiben, sondern der Einsatz der Hilfsbetriebsstoffe erscheint nur da sinnvoll, wo er technisch vollwertig ist und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile bietet. Von diesem Standpunkt aus sollte man die gesamte Frage stets betrachten. Eine bemerkenswerte Entwicklung bahnt sich im Dieselmotorenbau an, wo der Versuch, ein Mittelding zwischen Vergaser= und Dieselmotor zu schaffen, greifbare Formen angenommen hat. Der Vergasermotor hat bekanntlich den Vorzug, selbst bei sehr weitgehender Abnutzung immer noch befriedigend zu arbeiten; dem Dieselmotor hingegen fehlt eine so robuste Natur, er ist ziemlich empfindlich. Man hat nun nach einer Zwischenlösung gesucht, die die Vorteile beider Motorentypen vereint, und sie im sogenannten Mitteldruckmotor gefunden, einer Maschine, die vom Dieselmotor die Einspritzung des Brennstoffes, vom Vergasermotor die Fremdzündung übernommen hat. Mit diesem neuen Motor wird man wahrscheinlich eine Aenderung unseres Brennstoffes erleben, denn er verlangt zu seinem Betrieb einen Kraftstoff, der etwa in der Mitte zwischen Benzin und Gasöl liegt, also eine Art Petroleum darstellt, das wesentlich weniger explosions- und feuergefährlich ist als unsere heutigen Vergaser=Kraftstoffe. Aeußerst bemerkenswert sind auch die auf dem Gebiete des synthetischen Kautschuks vom Heereswaffenamt gezeigten Fortschritte, die sich— kurz gesagt dahin zusammenfassen lassen, daß heute Reisen, die zur Hälfte aus Naturkautschuk und aus synthetischem Kautschuk bestehen, den praktischen Anforderungen in jeder Weise voll entsprechen und zur Verwendung bei der Truppe freigegeben sind. Reifen, die hundertprozentig aus synthetischem Kautschuk bestehen, befinden sich in letzter Erprobungsstufe und dürften in absehbarer Zeit ebenfalls zur Verwendung freigegeben werden können. Damit ist das wichtige Ziel erreicht, einen Autoreisen ganz aus heimischen Erzeugnissen herzustellen, der ohne irgendwelche Einbuße an technischen Eigenschaften anstelle des aus Naturkautschuk gewonnenen Reifens verwendet werden kann. Gustav Kreischel. Wenn ein Rennfahrer heiratet. Hans Schumann, Deutscher Meister 1933-1935 auf NSU, hat geheiratet. Unser Bild zeigt ihn auf dem Wege zur Trauung. NSU=Dienst(Mater) Schulfußball in Waldniel Als erstes die große Ueberraschung! Rektoratschule— Eicken 1:2(0:2). Mit Kampf und Siegeswillen legten sich die Eickener ins Zeug. So war der Halbzeitstand verdient. Mit aller Kraft suchte die Mannschaft der höheren Schule nach der Pause das Schicksal zu wenden. Es gelang nicht. Waldniels 1. Mannschaft, die mit einem neuen Rekordsieg von 17:0(6:0) aus Lüttelforst heimkehrte, ist durch den Sieg der Eickener bereits Gruppensieger. Waldniel 2. M.— Hehler 0:s(0:1). Hehler geht in der ersten Minute in Führung. Dann beginnt ein heißes Ringen. Erst in den letzten 5 Minuten, als Waldniel alles nach vorne wirft, fallen noch 2 Tore. Tabelle folgt Montag. Sport=Vereinskalender. FC. Süchteln 03. Spielbetrieb am Sonntag, den 16. Februar 1936. 1. Mannschaft Meistersch.=Spiel gegen Rasensport, nachm. hier, Res. Mannschaft Meisterschaftsspiel gegen 1. Mannschaft Boisheim vorm. hier, 2. Mannschaft Meisterschaftsspiel gegen 2. Mannschaft Schaag, nachm. hier, Vorspiel 1. Mannschaft. Aufstellung 1. Mannschaft: Olbrück Pickartz Mägdefrau Stockschläger Mieland Dickmanns Peters Stevens H. Heinen Nelsen Wirtz Deutsche Höchstleistungen im Amsterdamer Autosalon. Minister Gelissen X(Niederlande) besichtigt den Mercedes-Benz-Stand. der durch die vorbildlichen Gebrauchswagen wie durch den sieggewohnten Rennwagen Mittelpunkt des Interesses lat. M. B-Materndiena(36) Von Straßenräubern in die Volme geworfen? Hagen, 12. Februar. Fußgänger sanden an der Springe einen halbentkleideten Mann in völlig durchnäßtem Zustande und brachten ihn zur Polizei. Dort gab er an, von mehreren Unbekannten angegriffen und nach einer kurzen Rauferei in die Volme geworfen zu sein. Eine Geldbörse mit Inhalt sei ihm dabei gestohlen worden. Die mißtrauische holländische Post. Die holländische Post ist jetzt dazu übergangen, unfrankierte oder zu wenig frankierte Postkarten, für die sie vom Empfänger Nachzahlungen verlangen muß, im Umschlag zustellen zu lassen. Erst wenn das Nachporto bezahlt ist, darf der Empfänger die Karte lesen. Verweigert er die Nachzahlung, bekommt er die Postkarte gar nicht zu Gesicht. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Sübbentsche (272. Preuß.) Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar se einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Ableilungen I und II 5. Ziehungstag 13. Februar 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 6000 M. 226631 349870 8 Gewinne zu 3000 M. 198781 207723 228600 235507 16 Gewinne zu 2000 M. 14377 35681 48486 72497 95001 236201 340681 391498 60 Gewinne zu 1000 M. 6494 35303 60111 68762 93682 101703 106120 122735 136744 137907 156006 173808 176218 198986 206191 262403 263102 267109 276248 293963 309668 311686 813636 321206 345500 346086 354172 863096 368882 393945 92 Gewinne zu 500 M. 11962 21839 81836 39703 51428 51646 54430 60876 66926 84360 89621 98997 114218 129141 135016 140436 141025 155803 164981 180296 218231 228196 230476 239342 241933 255730 257447 282886 272673 284914 300587 306399 807906 813352 318729 818018 827709 831016 365438 365458 869920 379306 381596 386485 395168 399891 392 Gewinne zu 800 M. 4252 6699 6791 12612 13948 14310 16606 18677 26177 30178 34570 35098 42621 45105 47130 47366 48654 50084 62024 58725 63884 65996 61646 61971 65263 65856 66645 67066 67206 68691 69248 72177 75682 76232 81961 84165 90051 91169 91844 96252 98650 99297 103391 104560 116788 117443 124562 124877 126761 127126 180674 130770 131303 134629 138298 138663 139771 140280 140665 141675 145922 151776 162647 169469 160320 160689 160908 162668 168242 168507 169916 170088 171842 172486 176642 178447 179272 185727 186807 187224 188681 191522 105063 196501 196325 198186 198863 199122 200716 209733 210010 210778 212638 216557 216869 219878 220129 220998 223224 223612 224490 226641 227364 230121 230602 231920 233289 237322 238017 241336 242749 243667 249265 252199 252256 252794 256666 258309 261777 263880 265468 266706 267000 270617 273307 278312 283264 283616 284116 286140 287934 289314 292066 293132 293613 296126 297076 297379 298267 804209 306201 305755 305816 306876 807662 807838 309000 313010 318797 168206 56107 178899 343850 315310 316699 817068 317179 318694 822346 322588 823028 823718 824800 825883 828960 332666 334928 337850 343176 961294 351772 362736 364974 357361 368069 858281 362245 363972 368281 368718 869022 372323 374753 377617 378261 879322 362360 884178 384454 384781 386439 386724 887627 390016 390521 390760 391025 391968 893296 897018 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 6 Gewinne zu 3000 M. 76330 252640 4 Gewinne zu 2000 M. 72899 194006 203167 281032 284683 369637 44 Gewinne zu 1000 M. 39176 43063 58033 70818 107034 113211 121634 134778 166724 189838 196856 21691 303522 307568 319670 827299 836904 395600 58 Gewinne zu 500 M. 8730 10361 16339 37311 45944 49058 93249 93961 118•66 159274 167670 182012 198960 215973 223547 227839 280020 293733 294838 302618 317802 322269 836169 368552 320 Gewinne zu 300 M. 1730 8172 10462 17232 20511 21064 23460 25161 26706 82002 32689 33666 88036 89253 41218 49237 50737 64145 66047 67278 67892 71364 73297 73743 74183 74472 76518 82536 84608 85261 88714 90181 92128 104784 106382 118020 119199 124400 126144 126326 133654 138359 138364 139623 141673 144031 144666 146473 147556 148277 160940 161272 161329 152302 156408 156335 166636 169319 163614 164240 166756 168706 172416 176737 180997 181612 181679 183586 196547 200957 206813 211827 213223 214401 217074 220198 222664 222803 224924 228805 229542 234783 239923 249267 261092 264750 264825 277380 277967 278875 290119 296018 293790 299458 303621 313239 316393 317686 318616 319038 819673 321186 822246 334692 334819 335091 336288 336569 337137 339986 847317 353349 355912 357693 360369 372718 372861 378833 378962 379949 386167 386895 388450 388947 389049 399710 Gewinnrade verblieben: 4 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 100000, 4 zu je 50000, 4 zu je 30000, 16 zu je 20000, 90 zu je 10000, 174 zu je 5000, 338 zu je 8000, 814 zu je 2000, 2476 zu je 1000, 4168 zu je 500, 16262 zu je 800 Mk.