Dies Blatt erscheint wöchentlich einmal und wird Samstag Morgens so früh ausgegeben. dan es durch die dazu verpflichteten Boten den= selben Tag noch in die Hände aller Abonnenten d. Umgegend gelangen kann. Der Abonnemento= Preis beträgt vierteljährig: in der Expedition 7 Sgr. 6 Pf., auswärts durch Boten frei ins Haus gebracht 9 Sg., durch die Post bezogen und da abgeholt in ganz Preupen 7 Sg. 9 Pf. ller Art. welche bis Freltag Minag tingeben, werden aufgenommen und fur die Garmond Zeile oder deren bei öfterer Einrückung wird nißmäniger Rabart bewilligt. Die ngen durch die grone Verbreitung in eise sowohl wie in dessen Umgebung riche Veroffentlichung. Jede= steuer wegen berechnet, kostet 1Eg. Samstag den 20. Februar. Nr. 8. Fünfter Jahrgang. 1838. Thir. Sar Pf 2 16 13 1 19— 10— 21— 4 6 Handels-Nachrichten. Fruchtpreise zu Doveren am 17. Febr. per berl. Schefl.| 74ir Sar Pf Weizen Roggen Gerste à 67 fl Buchweizen a 80 fl Hafer a 50 fl Erbsen Rübsamen Kartoffeln Heu per Ctr. 1. Qual. dito 2. Qual. Stroh per Schock a 1200 N Klecsaamen per rother weißer|——— Fruchtpreise zu Neuß am 19. Febr. pr. Berliner Scheffel. Thlr. Sgr. Pf. Weizen a 90 fl(2te Qual.) 2 5— Roggen a 83½#.. 1 16 Gerste à 70 fl Buchweizen à 80f Hafer à 50 f Erbsen Rübsamen Kartoffeln a 100 f Heu pr. Centner à 110 fl Stroh pr. Schock à 1200 6 Aveel=Samen Ruböl pr. Ohm a 282 K ohne Faß 36 7 6 Rübkuchen pr. 1000 St. Stampf= 49—— Branntwein, 17% pr. O. 123 Curt. 12—— Gereinigtes Oel 37 7 6 Jn Crefeld kostet: Butter pr. Pfund 8 Sg. 10 Pf. Aier 11 Sg. Pf.; Schweinefl. pr. Pfund 5 Sg. Pf. Fruchtpr. am 18. zu Cöln n. Aachen 1 1 17 2 4 6 8 1 3-— 3 26— — 20— 1 15— 6—— 3 25 pr. Berl. Scheff. Weiten Roggen Gersto hiesige. Hafer Spiritus v. Ohm gerein. Rüdöl Tdl. Sar. Pf. pr. Gewicht. 2 6—12 11— 1 17— 1 20 11 1 17— 11 16 e 7——— 26 13-—— 32 13——— Geld=Course am 19. Februar. 1 Preuß. Cour. in Crefeld./ in Cöln. 1 in 9 5 13 5 15 5 10— 1 10— 2 17 in Neuß. 5 20—5 20— 8/5 14— —15 15— —6 10— 85 10— 1 10— 20— 8— 17— 91 16 9 1/1 16— 1— 2— 5 9 1 10 20 17 16 16 Jn Preuß. Cour. in Crefeld Pr. Friedrichsdor/5 20 Auslandische Pist 5 11 Holländisch 10=Fl 5 15 LeopoldsN'or 25 f6 19— 6 11 20=Francsstücke 5=Francs 2½ Francs 1=Francs =Gulden Franz. Krontbal. 1 16 rab. Kronthaler /1 16—1 Carolin| 16| 2— Ducaten, vollw. 3 3— Neueste Marktberichte. Doveren, 18. Feb. Die gestrige Börse, welche zu Anfang bei zahlreichen Kaufern und Verkaufern eine gedrückte Stimmung kund gab, endete mit ziemlich lebhaftem Handel; jedoch konnten für Roggen und Kleesaamen die früheren Preise nicht behauptet werden. Neuß, 19. Febr. Die Getreide=Zufuhr am heutigen Markte war eine mittelmäßige. Preise erfuhren keine wesentliche Verände= rung. Ruböl ebenfalls unverändert. Cöln, 18. Febr. Weizen und Roggen effektiv ohne Aenderung, auf Lieferung fe= ster. Rüböl entschieden höher, besonders auf Mai. Spiritns behauptet. — Die Wintersaaten haben ein gutes Ansehen und berechtigen zu schönen Hoffnun= gen. Die Preise der Cerealien sind aber so stark gewichen, daß sie nicht meyr im Ver= hältnisse zum andauernd hohen Arbeitslohne stehen. Der Gesundheits=Zustand des Vie= hes ist durchweg ein erfreulicher, obgleich der durch die anbaltende Dürre herbeigeführte Futtermangel noch immer eine Verminderung des Bestandes nothwendig macht. Ländlich Glück u. städtisch Glück. Fertetzung V. Der Bankerott. 6s war ein köstlicher Sommertag, so schön, so verlockend, daß der alte Banquier Chren= reich sogar ihm nicht hatte widerstehen kön= nen, und sein Comptoir verlassen hatte, um mit se nen Adoptwvsohn eine Spazierfahrt zu machen. Ednard hatte, erstannt freilich über das ungewohnte Verlangen seines Vaters, seinen Vorschlag angenommen, und beide waten sie in ihrer eleganten Equipage binaus= gefahren in den Park. Herr Ehrenreich be= fahl seinem Kutscher die einsamsten Wege in demselben einzuschlagen, und als Eduard ibn erstaunt und fragend ansah, sagte er mit einem mühsamen Lächeln: Ich bin eifersüchtig auf die Welt, Eduard. Wenn wir dort drüben fahren, wo die elegante Welt auf= und niederwogt, denkst und siebst Du nur diese, und ich möchte, daß Du heute einmal nur allein mit mir wärst. Sie fuhren weiter! Ehrenreich lehnte ernst und schweigend sich in die Kissen zurück und starrte hinauf zu dem klaren, wolkenlosen Himmel. Es war, wie gesagt, ein herrlicher Som= mertag. Die Bäume ranschten leise, vom kühlenden Winde bewegt, bier und da vernahm man den schmetternden oder füß lockenden Gesang eines Vogels, dann wieder berrschte eine tiefe, feierliche Stille, die nur durch das Rollen des Wagens unterbrochen ward. Eduard achtete auf alles dies nicht. Er fand diese Spazierfahrt unendlich langweilig und eintönig, und war verstimmt über die wunderliche Lanne des alten Herrn. So saßen sie Beide lange schweigend neben einander und Eduard sah gar nicht, daß seines Vaters Antlitz bleich war und seine Augen, trübe von Thränen, sich mit einem unendlich wehmüthigen, schmerzlichen Ausdruck auf ihn richteten. Wie schön und friedlich die Natur ist, sagte er endlich hoch aufathmend. Wie thöricht die Menschen sind, wenn sie sich loslö= sen von ihr und anderswo ihr Heil und ihr Glück suchen! O. Eduard, mein Herz macht mir Vorwürfe, daß ich Dich Deinem fried= lichen, stillen und lächelnden Schicksale entrissen, daß ich Dich hinausgeschleudert habe in die kalte, lieblose Welt! Jch finde diese Welt nicht kalt und lieb= sos, rief Eduard lachend. Ich finde sie zauberhaft, schön und lieblich und Du sollst Dir keine Vorwürfe machen, daß Du sie mir geoffnet hast. Und doch war es ein Frevel, Eduard. Ein Frevel, den ich tief bereue und um des= sentwillen ich auf meinen Knieen Deine Verzeihung erflehen möchte! Oh, mein Sohn, mache wieder gut, was ich schlimm gemacht habe! Kehre heim zu Deinen Eltern, heim zu der Natur! Lege Dich fest an ihren Busen und lasse Dich von ihren süßen und heiligen Gesängen einkullen in Schlaf, damit Du das Gespötte und Geschrei der Welt nicht hörst, damit Deine Seele rein bleibe von Sünde und Schande! O, Eduard, niemals habe ich so sehr wie heute die Richtig= keit u. Erbärmlichkeit all dieses äußern Glan= zes und Reichthums erkannt, ute habe ich so sehr empfunden, wie arm und elend man sein kann inmitten des Luxus und des Goldes! Die Reichen haben keine Freunde, Je= dermann beneidet sie, Jedermann haßt sie, indem er sich den Anschein gibt, sie zu lieben. Wir sind umgeben von Heuchlern und Schmeichlern, welche uns die ekle Lüge ihrer Liebe und Hingebung so lange wiederholen, daß wir endlich daran glauben. Dann aber, wenn der Tag kommt, an dem sich ihre Liebe bewähren könnte, dann zeigen sie uns ein verachtendes, geringes Autlitz und wir ler= nen die fürchterliche Wahrheit erkennen, die Wahrheit, daß wir freundlos sind und allein. Mein Sohn, mein Sohn, kehre also um! Gib Dein Herz nicht hin an die Welt! Folge nicht diesen verlockenden Sirenenstimmen, auf welchen sie Dich zu sich ruft!, Glaube mir, das Glück wohnt sicherer in der einfachen Hütte, als in dem prunkenden Palaste, u. selig ist der, welcher es dort zu finden vermaa Ich aber möchte es dort nicht suchen! rief Eduard lachend. Und schwerlich würde meine Braut mir folgen, um das Glück der Hutte kenren zu lernen. Wenn Du das glaubst, so sage Dich los von ihr, heute noch! rief Ehrenreich lebhaft. Wenn sie nicht bereit ist. zu gehen wopin Du willst, und Noth und Gefahr mit Dir zu theilen, so liebt sie Dich nicht. Aber ich bin gar nicht Willene, ihre Liebe auf eine so harte Probe zu stellen und ihr Noth und Gefahr anzubieten. Ich will sie glücklich machen in einem glänzenden Palast, umgeben von einer Schaar von Dienern. Wer weiß, ob Du daß immer können wirst! seufzte Ehrenreich. Das Leben eines Kaufmanns ist so gefahrlich und wechselvoll, der Millionär von beute kann morgen ein armer Mann sein, und wehe ihm dann, wenn er keinen Halt und keine Kraft in sich selber hat, wehe ihm, wenn er sein Herz hingege= ben hat an das Geld und wie ein waghalsiger Spieler auf diese Eine Karte sein ganzes Glück setzte. Was wird ihm dann weiter übrig bleiben, als unterzugeben, zu sterben! O. Ednard, fliehe diese Gefahr! Folge meinen Rath! Wende Dich um und fliehe, fliehe in Dein einsames Dorf zurück! Bist Du meiner überdrüfsig? fragte Edu= ard rauh. Bereuest Du, was Du gethan? War ich nichts als ein müßiger Spielball Deiner Langenweile und Dn willst ihn jetzt bei Seite werfen, weil sich Dir vielleicht ein ein anderes Amusement darbietet? O. Du bist rauh und hart, klagte Eh= renreich. Du willst mich nicht verstehen, Du willst den Schrei der Liebe nicht hören, der aus meiner Brust sich hervorringt! Ob, mein Sohu, achte wohl auf meine Worte! Kehre heim in Dein Dorf! Gib Dein Herz nicht hin an das trügerische Glück des Stadtle= bens! Werde kein Kaufmann, es ist eine entsetzliche, grauenvolle Bahn, sie führt über Abgründe und Untiefen hin, und wobl Dir, wenn Du nicht in ihnen verfinkst. Die Ehre eines Kaufmanus ist zart und leicht verletzlich wie eines Mädchens Ehre, der kleinste Hauch kann sie trüben und ein Brandmal auf Deine Stirne drücken, welches Du mit Deinem eigenen Blute abwaschen mußt, wenn Du nicht willst, daß die Welt mit Fingern auf Dich weise und Dich einen Betrüger, einen ehrlosen Bankerotteur nenne! O, das Wort ist ein Todesurtheil, schauerlich und entsetzlich ertönt es vor meinen Ohren! Laß uns heimkehren! Ich kann dieses Wort nicht mehr hören! Jch kann nicht! Er sank athemlos keuchend in die Kissen zurück, seine Lippen zitterten krampfhaft. Große Schweißtropfen standen auf seiner Stirne. Eduard empfand ein tiefes Grauen, wie er auf diesen bleichen, kraftlosen, bebenden Greis hinschauete, den er gewohnt war, im= mer so stolz und siegesgewiß, so gebieterisch und unnahbar zu sehen. Ein ahnungsvoller, banger Schrecken durchrieselte sein Herz und er wagte doch nicht zu forschen und nach dem Grund dieser Thränen zu fragen, die langsam, eine nach der andern, über die gefurchte farblose Wange des Greises hinunterrollten. Nach Hause! Wir wollen nach Hause fahren! rief Eduard dem Kutscher zu. Der Wagen wandte sich und in gestrecktem Lauf fuhren sie zurück durch den Park. Beide saßen sie stumm und bewegungslos in ihrer Ecke da; nur als sie in das Thor einführen, wandte Ehrenreich den Blick noch einmal zurück und ließ ihn auf den Bäumen ruhen, die von den Streiflichtern der Abendsonne vergoldet waren. Die Sonne! Ich habe die Sonne zum letzten Male gesehen! murmelte er, indem er krafilos zurücksank. Jeßt hielt der Wagen vor ihrem Hotel an. Aber was bedeutete das! Niemand kam ihnen entgegen, die Bedienten stürzten nicht wie sonst herbei, um ihnen den Schlag zu öffnen? Ednard mußte es selber thun, mußte selber seinem Vater beim Aussteigen behülflich sein und den alten Herrn, der sich müde und schwer auf seinen Arm lehnte, die Treppe hinaufgeleiten. Was war das für ein Lanfen und Rennen da oben, was waren dies für seltsame, nie gesehene Gestalten, die da in den gröffueten Zimmern hin und wieder liefen? Da kam der Kammerdiener des Ban= quiers, er sah ihn mit einem verächtlichem Lächeln an und ging an ihm vorüber, da kamen die Commis und Comptoirschreiber mit dem Hute auf dem Kopf, den sie nicht einmal lüfteten, als Chrenreich mit niederge= schlagenen Augen auf Ednard's Arm gelehnt an ihnen vorbeiging, da kamen andere, fin= ster blickende, fremde Männer mit dem Licht in der Hand und hier und dort auf Schränke und Thüren ein großes, geheimnißvolles Sie= gel drückend. Vater, Vater! schrie Eduard entsetzt. Was bedeutet dies Alles? DerAlte sah ihn mit einem grausen= vollen, wahnsinnigen Lächeln an. Das be= deutet, daß meine Specnlation mißlungen ist! Das bedeutet, daß rich tuinirt bin! Weißt Du noch, wie ich einst im Uebermuthe meines Glückes zu Dir sagte: Die Firma Eh= renreich und Sohn wird bestehen, dem Schick= sal zum Trotz? Das Schicksal straft mich und beugt mich in den Staub! Die Firma Ehrenreich wird von meiner Schande u. mei= nem Binte hinweggewaschen werden! Leb wohl! Er trat rasch zurück in sein Zimmer, vor welchem sie eben angelangt waren, und schloß die Thüre hinter sich ab. Vater, Vater! schrie Eduard an der ver= schlossenen Pforte rüttelnd. Laß mich zu Dir! Laß mich bei Dir bleiben in dieser schrecklichen Stunde! Keine Antwort erfolgte. Ednard legte zitternd, gefoltert von Angst, sein Ohr an das Schloß, um zu lauschen. Aber das Ge= ränsch der planderuden, schreienden, lachen= den Stimmen um ihn ber ließ ihn nichts vernehmen. Da— jetzt dieser lante, don= nerähnliche Kuall, dieser gellende, fürchter= liche Todesschrei, der darauf folgte, dann dieses Aechzen, das jetzt verstummte, dann wiederkehrte, dann wieder verstummte!— Die Commis und Diener, die Polizeibe= amten, und Schreiber hatten inne gehalten in ihrem Geschäft der Versiegelung, sie wa= ren Alle hingeeilt nach der Thüre, durch de= ren Fugen jetzt der Pulverdampf hervorquoll. Mit Gewalt ward die Thüre gesprengt, und da,— inmitten des Zimmers diese blut= triefende entstellte Masse mit dem zerschmetter= ten Kopf, dessen Gehirn hier und dort an den Wänden umber klebte, das war Alles, was von dem Millionär übrig geblieben war, der ganze Rest seiner Größe und seines Reichthums. Er ist todt, sagte der Buchhalter, der jestern noch mit tiefer Devotion vor seinem perrn sich bückte, und heute eine unendliche Verachtung empfand vor diesem Bankerotteur, er ist todt! Das war freilich das Beste und Bequemste für ihn! Seine Gläubiger müssen ihn begraben lassen! Todt! todt! schrie Eduard, und er sank bewußtlos neben der Leiche nieder!— Es war ein trauriges Erwachen aus die= ser wohlthätigen Ohnmacht. Rings begeg= nete Eduard nur mitleidslosen, höhnischen Gesichtern, nur Theilnahmlosigkeit und Verachtung. Es waren furchtbare Tage, welche folgten. Eduard lebte einsam und unbeach= tet in diesem kleinen Zimmer, in das er sich zurückgezogen; er saß und starrte vor sich hin und ließ mit einer stumpfen Gleichgül= tigkeit die Gläubiger und die Gerichte in dem verödeten Hause des Vaters walten und schachern, und dingen und veranctioniren. Und was hätte es ihm auch geholfen, sich darum zu bekümmern. Er war doch rettungs= los verloren, denn Ehrenreich, in dem Ueber= muth seines Reichthums, hatte seinem Adoptivsohn nichts gesichert, Eduard war der Erbe der Aktiva und Passiva seines Vaters, und da die Passiva die Aktiva weit überstie= gen, so blieb für den Erben nichts übrig. Er wußte das. Mitleidige Freunde waren gekommen, ihm dies mit dem Anschein höchster Theilnahme und innigsten Bedauerns mitzutheilen, und dann zu gehen, und niemals wiederzukehren. Auch von der schönen Gräfin Rosamira hatte er einen Brief be= kommen, einen sehr zärtlichen, traurigen Brief. in welchem sie indeß schrieb, daß die Verhält= nisse sie nöthigten, ihrer Liebe zu entsagen und sich von Eduard loszureißen. Sie nahm in diesem Briefe Abschied von ihm für das ganze Leben, und bat ihn, ihr nicht zu schrei= ben, nicht zu versuchen sie zu sehen, denn sie weder seine Briefe lesen, noch seine Besuche annehmen dürfen, weil das nur dazu dienen könnte, ihren Schmerz zu erneuern. duard hatte den Brief mit einem ver= schtlichen Lächeln zu Ende gelesen und ihn Lann zerrissen. Die kleinen Stückchen streute er in gedankenloser Spielerei um sich ber, und lächelte, wie sie, kleinen Schneeflocken zur Erde fielen.— Dann saß er wie= der in stumpfer Gleichgültigkeit da, viele Stunden lang. Niemand kümmerte sich um thu. Seine Freunde, seine Braut, seine Schmeichler, seine Diener, Alle waren sie verschwunden. Alle getödtet mit dem Schuß, der das Haupt des bankerotten Millionäre zerschmetterte.— Endlich aber eines Tages öffnete sich die Thüre, und der junge Baron Alfred von Sanden trat berein. Kommen Sie mit mir, Eduard, sagte er. Kommen Sie hinaus in das Dorf, zu Jhren Eltern, zu Jhrer Schwester! Dort werden Sie genesen n. Ruhe finden! Jch begleite Sie. Ednard sank ihm mit einem lanten Schrei in die Arme und weinte lange und schmerzlich an seinem Halse. Ich danke Ihnen, flüsterte er. Sie haben mir das erste Wort der Theilnahme, des Mitleids gesagt! Oh. mein Herz war schon wie erstarrt, Sie ha= ben es wieder erweckt! Ob, ich danke Jhnen! Ja, Sie haben Recht, lassen Sie uns hin= aus in's Dorf, dort will ich sterben, dort bet meinen Eltern! Kommen Sie! VI. Die Heimkehr. 1Die vier Wochen waren verflossen. Nu= stica hatte sie in stiller Sammlung und äuße rem Frieden durchlebt. Sie war äußerlich immer freundlich, immer gelassen und ruhig gewesen. Niemand ahnte, welche Stürme ihr Herz bewegten, Niemand außer Gott say die Thränen, mit denen sie Nachts ihre ne und ihren Jammer zum Himmel emvor schickte, Niemand sah, wie sie stunden= lang auf ihren Kuicen lag mit gerungenen Händen und zu ihrem eigenen Herzen betete um Kraft und Erlösung. Aber Rustica hatte eine starte, entschlos= sene Seele, ein gesundes, edles Her= und sie überwand ihren Schmerz und sie kämpfte ihre Thränen nieder, und lerute wieder lä= cheln und heiter sein in dem Bewußtsein, das Rechte gethan und gewollt zu haben. Schulmeide. Win. e Jeht mit dem jungen Schulmeister Klaus im Garten auf= und niedergehen; sie erlaubte ihm, sie zu beglei= ten, wenn sie hinaus ging auf's Feld, sie ging selbst zuweilen in sein Haus und saß mit seiner jungen Schwester Rosa stundenlung auf der Bant vor der Thür und lächelte, wenn das junge Mädchen sie feurig in ihre Arme schloßz und sie unter heißen Küssen flüsternd beschwor, endlich Ja zu sagen und den armen Klaus, der sie schon so lange und so zärtlich liebe, glücklich zu machen und seine Braut zu werden. Klaus gab sich wohl den Anschein, als eh es uicht gehort, weas seine Schwester ftlüsterte, aber doch bedeckte eine glühende Pur= purröthe seine Wangen und seine Blicke leuchteten u. strahlten in Liebe und Sehnsucht. an diesem Abend heimging d Klaus sie begleitete, klieb sie stehen und sah ion lange und forschend an. Klaus, sagte sie, ist es wahr, liebt Jb nich noch immer? ac gelicot, so lange ich Euch kenne, und ich werde Euch lieben, so lange sich lebe, fagte er trautig. sich Euch meine Haud anböte, pürde. sie nehmen, obwehl Ihr witzt dah ich ait din eu on geltot babe und wirklich meine heißesten Wünsche giällen könnte. Rustea, wenn JEna achuegren wogt nein Beibd zu werden, so wurde ich Gott preisen und danken und Euch anbeten und verehren wie meinen En= End lasia kellin a wit. meier Zärtlichken, denn ich würde mir sogen, Rustica liebt mich als ihren Bruder aber nicht als ihren Geliebten. Aber sie ist großmüthig genug gewesen, mein Fleben zu erhören und mir ihre Hand zu geben, weil sie wußte, daß ich sterben würde vor Gram wenn sie einen Andern heirathete. Und eines Tages würde ich doch hoffen, daß Jhr mich lieben müßtet, denn die wahre Liede en e c n. dichi das ancere Menschenherz an sich, wie der Magnet das Eisen Und mein Herz ist nicht so bart wie das Eisen, Klaus, sagte Rustica, indem sie ihrem demüthigen, treuen Liebhaber die Hand reichte Wenn ich Euer Weib würde, Klaus, so v de den festen Willen haben, Euch zu lieben so würde ich mich an Eure Brust agen: Heilt und tröstet mein Herz und pieder glücklich jent Ge in lange ure gegangen in der Fremde, jetzt kehrt es y und klopft an Eure Thür, und bittet um Einlaß. Wollt Ihr's aufnebmen? Ob ich will! rief Klaus frendestrahlend Jhr fragt mich darnach, und witt doch, ich kein Glück kenne außer Euch, und nimmer ein anderes Weib, in meinem Hauf walten wird, wenn Ihr mich verschmäbt. Rustica lächelte und wandte die großen schweimüthigen Augen gen Himmel.E sprach nicht, aber ihre Lippen bewegten leise. Vielleicht beicte ne. Klans sab sie an mit Blicken andächtiger Liebe, und sein Herz betete mit ihr. Endlich senkte Rustica das Ange wied zu ihm nieder und mit einem fast neckischen Lächeln sagte sie: Nun denn, Ihr mich haben wollt, so kommt morgen früh in unser Haus und fordert mich von meinen Eltern. Guten nens, Sie wandte sich eilig um und trat durch das kleine Pförtchen in ihren Garten. Ste sab sich gar nicht um nach Klaus, ne sah nicht, mit welchem glückseligen Lacheln er nachschaute, und hätte sie sich umgewandt, sie würde es doch nicht gesehen ihre Augen waren umdüstert von Thränen. Aber sie schüttelte sie aus ihren Augen fort und sagte halblant: Ich ich will nicht und ich darf nicht! Ich w. arbeiten! Arbeit ist Trost und So ging sie in's Haus und hieß lächelnd ihren Vater willkommen, der eben beimge= kehrt war vom Felde, und küßte die Mutter, die eben der Magd und dem Knechte ihr Abendbrod austheilte, und füllte sich Korn und Erbsen in einen Korb, um ihre Tauben und ihre Hühner zu füttern. Dann ging sie hinaus in den Hof und rief mit der kleinen hölzernen Pfeife ihre ge= fiederden Freunde. Sie flatterten und lie= fen herbei und umringten sie schnattenad und krähend und glucksend, und pickten degierig das Futter, welches sie ihnen hin= streute. Die Abendsonne särbte den Hof mit einem dunkelrothen Gluthschein, und Rustica, umflattert von ihren Tauben, von denen zwei sich auf ihre Schultern gesetzt, stand in der Sonnengluth wie in einer Ver= klärung da. Um die Straßenecke rollte ein Wagen. Rustica hörte ihn, aber sie sah nicht Sie wußte, wer in dem Wagen saß, denn morgen waren die vier Wochen abgelaufen, die Frist zu Ende,— aber sie blickte nicht auf, sie wollte Alfred nicht sehen. Der Wagen hatte einen Angenblick an= gehalten, jetzt fuhr er weiter. Rustica sah noch immer nicht auf. Da hörte sie ihren Namen rufen, und wie sie aufblickte, stand ein junger, bleicher Mann vor ihr und sah sie mit wehmüthigen, traurigen Blicken an. Rustica, sagte er, erkennst Du mich nicht? Mein Bruder! mein Bruder! schrie sie, und sie warf den Korb zur Erde, und schlang seine Arme um ihn, und herzte und küßte ihn, und rief laut nach ihren Eltern. Da kamen sie hergestürzt aus dem Hause mit Freuderufen, da bereiteten sie die Arme aus nach dem Sohn, und hießen ihn winkommen und weinten vor Freude u. vor Glück. Aber Ednard riß sich empor aus den Ar= men seiner Mutter, sein Gesicht war von Thränen überfluthet, seine Züge schmerzzer= rissen. Heißt mich noch nicht willkommen, sagte er mühsam. Freud Euch nicht, daß ich da bin! Ich komme nicht mit Gold und Schätzen, ich komme nicht als ein reicher Mann, sondern als ein Bettler! Es ist Alles verloren, Alles zu Ende! Rein, es ist nicht Alles verkoren! rief sein Vater. Reichthum hast Du verloren, aber Liebe sollst Du wieder gewinnen. Komme noch einmal an mein Herz, mein verlorener, mein wiedergefundener Sohn! Jetzt heise ich Dich noch einmal willkommen! Gesegnet sei deine Armuth, welche Dich wieder heim= führt in's Vaterhaus(Schluß folgt.) Vermischte Nachrichten. Důsseldorf, 18. Febr. Ein schon oft vorgekommener trauriger Unfall hat sich leider gestern wiederholt. Die Frau eines Gärtners in Hamm fand gestern Nachmit= tag, als sie vom Markte heimkehrte, ihr 3jähriges Kind in einer Mistpfütze ertrunken. Unbegreiflich bleibt es, daß trotz der so oft wiederholten derartigen Unfälle die betreffen= den Gruben nicht mit einer Umzäunung versehen werden. — In Cöln sind wäbrend der Fastnachtstage über 100 Taschenuhren und Geldbörsen, wovon eine 100 Thl. enthielt, gemaust worden. — In dem Berliner Festzuge des Prinzenpaares folgten auch die Schornsteinfeger in voller Untform, schwarz wie der— Schorn stein, die Gesellen mit verzinntem Kratzei sen auf der Schulter, die Lehrlinge mit Lei ter und Befen. Die Kürschner verwandel= ten sich in halbe Bären und kamen in dicken Pelzen und Pelzmützen. Die Metzger, die beritten und mit Säbel bewaffnet beim Zuge erschienen, werden noch scherzweise„Wursthn saren“ genannt. Nur allein die Buchdrucker fehlten bei dem festlichen Aufzuge der Gewerke, denn sie mußten über Hals und Kopf setzen, damit die Provinzen so schnell als möglich von dem feierlichen Einzug lesen konnten. Aber gerade dieses Gewerke hätte nicht fehlen sollen, denn nach einem alten Gebrauch lernen alle Prinzen unsers Königs hauses ein Gewerbe, um einen tieferen Blick in das Leben und Treiben der arbeitenden Bevölkerung zu thun. Prinz Friedrich Wil helm bat aber in der Offizin von Häuel zu Berlin das Geschäft eines Schriftsetzers erlernt und stellt also recht eigentlich den Pa tron der Buchdrucker und der Presse vor. — Vor einigen Tagen wollte in Frankfurt ein junger Handwerker, im Begriff Meister zu werden, bei einem Banquier ein ihm schon seit längerer Zeit zugehöriges Staatslotterie=Loos in Geld umwechseln. Er war gerade nicht unangenehm überrascht, als ihm der Banquier nach stattgehabter Prü= sung des Werthpapieres erklärte, auf das sei bereits vor sieben Jahren ein Preis von 10,000 fl. gefallen.(So etwas erleichtert das Meisterwerden ungemein!) — Die Post in Stuttaart befindet sich in einer großen Velegenheit. Es ist da ein Paquet angekommen mit der Aufschrift: „An die schönste Dame allhiero." Das Paquet scheint einen reichen Inhalt zu haben; es ist zwar nicht schwer, aber fühlt sich sehr weich an, wie lanter Seide und Spitzen. Allein wie soll man es denn an den Mann oder vielmehr an die Frau bringen? Wer ist denn die schönste Frau? Die Herren Post= secretäre haben auch Augen im Kopfe und sehr gute darunter, aber— darüber können sie sich doch nicht einigen, welches die Schönste ist! Man wird eine Commission ernennen, welche eine große Weiberversammlung ab= halten wird, denn der Streitpunkt muß ent= schieden werden, da die Frauenzimmer selbst darauf dringen. So werden wir denn hof= fentlich endlich einmal erfahren, welches die Aller=Aller=Allerschönste ist. Lokales. 5Erkelenz, 19. Feb.(Für Weber.) Schon in Nr. 38 d. Bl. vom 20. Sept. 1856 theilten wir ein Urtbeil des Königl. Obertribunals(rhein. Senat) zu Berlin mit, in welchem die Geltung einer Gesetzgebung, die bisher die Hauptgrundlage des Verfah= rens unserer rheinischen Gewerbe=Gerichte in Bezug auf Annahme von Arbeitern ohne Losschein Seitens der Arbeitgeber bildete, als nicht bestehend erklärt wird. Das Ge= werbe=Gericht zu Crefeld hat, obiges Urtheil unberücksichtigt lassend, an der früheren Praxis festgehalten und einen hiesigen Einwohner zur Zahlung der Schuld eines Arbeiters verurtheilt, weil er demselben ohne Lesschein Beschäftigung gegeben. Auf das, gegen dieses Urtheil erfolgte Cassations=Gesuch bat nun das Königl. Obertribnnal, in Uebereinstimmung mit den früheren Erkenntnissen, auch dieses Urtheil kassirt, indem es hauptsächlich sich darauf stützte, daß das Gesetz vom 22. Germinal XI. die angegriffene Entscheidung allein nicht rechtfertigen könne, weil die „Arbeitsbücher", wie sie durch den Beschluß vom 9. Frimaire XII. in Ausführung der Bestimmung des Art. 13 des erstgedachten Gesetzes angeordnet, nicht eingeführt worden sind, die in deren Stelle gebräuchlich gewor= dene„Losscheine" aber trotz der langjährigen Praxis kein zulässiger Ersatz für die Arbeits= bücher bieten, weil sie jene geordnete Einrichtung nicht haben, an welche das Gesetz seine Bestimmung über die Haftbar= keit angeknüpft hat; daß ferner jedenfalls die Haftbarkeit für die Annahme eines Arbeiters ohne Arbeitsbuch streng positiven Rechtes ist, d. h. durch das Gesetz bestimmt ausgedrückt sein muß, und sich da von selbst erledigt, wo weder der Arbeiter ein Arbeitsbuch in gesetz= licher Form erhalten, noch der Arbeitgeber Forderungen in dasselbe eintragen kann.— Da noch ein dritter ähnlicher Fall aus hie= sigem Kreise augenblicklich beim Obertribunale anhängig ist, beeilen wir uns, die obige Entscheidung zur Kenntniß der Jntresseuten zu bringen Erkelenz, 18. Feb. In den beiden letzten Vorlesungen sprach Herr Roosen über die Nachtheile der Einwirkung der athmo= spbärischen Luft auf die verschiedenen Frucht gattungen und Lebensmittel und erklärte, wi. die schädlichen Veränderungen bewerkstellig würden; auch gab derselbe die gerignete Mittel, sowohl zur Vorbeugung gegen diese als auch zur Abhülfe bei schon eingeiretenen Verderben an; so z. B., sei das Umsetze der Früchte ein Verbeugungsmittel gegen da Verderben derselben, indem bei ruhigen Liegen der Sauerstoff und die Feuchtigkei der Luft das Verderben der Frucht uniehlba berbeiführen müsse; ferner über die Zusam mensetzung der Milch und das Gerinnen der selben; gegen letzteres wurde auf 10 Maa Milch circa ¼ Lotb gereinigte Soda em pfohlen, dasselbe Mittel bewirke gleichfall bei der Milch, welche zur Butterbereitun verwendet werden solle, nicht allein eine größere Ausbeute, sondern auch ein rascheret Ansammeln der Butterkügelchen an der Ober fläche, das„Warum?“ wurde erklärt; ebenso über Ranzigwerden der Butter und als Mit= tel, ranzige Butter wieder genießbar zu ma= chen, wurde öfteres, tüchtiges Auswaschen und Schmelzen derselben empfohlen. Beiläufig gab Herr Noosen ein Mittel gegen den Kornwurm an, welches bei jetzigen niedrigen Fruchtpreisen wohl Manchem von Nutzen sein dürfte; wir unterlassen deshalb nicht, es zu Nutz und Frommen hier mitzutheilen: „Man nebme 10 Pfd. zerstoßene Steinkoblen und 6 Pfd. Gips, knete selbige zu einem Teige und stelle diesen, zu einem Brode geformt, mit zu brennenden Stei= nen in einen Ziegelofen ein; von diesem so gebrannten Brode lege man dann an die eine und andere Stelle des Speichers Stücke hin und feuchte sie mit verdünntem Vitriol an, dann wird das sich langsam entwickelnde Schwefelwasserstoff=Gas bald den Söller von diesem schädlichen Jnsekt gesäubert baben." Am Schluß der letzten Vorlesung sprach Herr Roosen weiter über den Wasser= und Koblenstoff als Bestandtheile der Pflanzen; Ersterer wurde dargestellt und seine Eigen= schaften durch Experimente gezeigt. — Verhindert, in der vorigen Woche dem jn Nr. 6 d. Bl. aufgetretenen Zweifler zu erwidern, bemerke ich, daß sein Zweifel in Betreff des Herrn Roosen nicht gegründet. indem Herr Roosen wohl diesen Lehrsatz ausgesprochen, aber mit dem auch rou mir mitgetheilten(vom Zweifler wohl übersehenen) Zusatze„besonders in geschlossenem Boden"(Gegensatz von lockerem(sandigen Boden) und ist dieser Lehrsatz des Herrn Roosen der angezogenen Antorität(Thaer rat. Landw.) ganz und gar conform(siehe Nr. 6 d. Bl. unter Lokales„Wegberg"). Jn Be= treff meiner ist jedoch sein Zweifel gegründet, indem ich keineswegs ein praktischer Landwirth bin. —. Die diesjährige Fortschreibung findet Statt: in der Gemeinde Wegberg den 22., 25. und 21. Februar. Civilstand der Bürgermeisterei Erkelenz Geburten. Am 1J. Febr. Elizabeth Wilbelmine Hubertine und Angnes Henriette Hubertine. Zwillinge von Joh. Ferd. Donndorff, Gonditor zu Erkeienz. Am 14. Wilbelm. Sohn von Joh. Mutter, Lischler zu Erkelenz. Am 29 Leonard August, Sobn ven Hubert August Bleugels, Verwaltungs=Sekretär zu Erkelenz Sterbefälke. Am 13. Febr. Mechtildis Franzen, Gbekrau Zipen. 33 Jahre alt, zu Oestrich. Am 14. Hubert 2 Monat alt, zu Lenbolt. Am 17. Gertrud Cohnen Uhefrau Hochweg. 76 Jahre alt. zu Geneben. Am 19. Peter Joseph Richenberg. ledig. 73 Jahre alt, Steuer= Emnehmer zu Arkelenz. Perantw. Redakt. u Verieger: Jos. Brandts in Erkelenz. Amtliches. Bezirks=Polizei=Verordnung über die Räumung und Jnstandsetzung der Näche. Flurd= und Abzugsgräben im Regierungsbezirk Nachen Um die Vorfluth(den freten Abstuß des Wassero) der Bäche, Fluth= und Abzugsgräben des diesseitzigen Bezirks— mit alleiniger Ausnahme der Roer/ für welche besondere Bestimmungen verbehalten werden.— Ju sichern und binsichtlich der Benutzung dieser Gewässer polizeiliche Ordnung mit Rückricht auf die Jnteressen der Sanitätspolizei, der Bodenkultur, der Standerech= tigten und der an den gedachten Gewässern bestebenden oder noch zu errichtenden gewerblichen Etablissements verbeizuführen, wird nach Ginsicht 1) der§ 5. G. 11 und 20 des Gesetzes über die Polizeiverwallung vom 11. März 1850. 2) der 5§ 1—7 incl. und§ 13 und folgende des Gesepzes vom 28. Februar 1813 über die Privatflüsse, 3) der Veroronung vom V. Jan. 18., betreffend die Einfuhrung des Geseyzes uver die Benutzung der Pri= vaisti se in dem Bezirk des Appell.=Gerichtsbois zu Göln. 4) des Gesetzes vom 28. Jan. 1846 über das Deichwesen, 5) des Gesetzes vom 14. Florral des Jahres XI.(4. Mai 1803) das Reinigen der Kanäle und nicht schiffbaren Flusse betreffend, für den Umfang des Regierungsbezirks Aachen verordnet, was folgt: 1. Ränmungs=Verbindlichkeit. 1) Die Uferbesitzer sind, wo nicht Lokalstatuten, unun= terbrochene Gewohnbeiten oder spezielle Rechtstitel ein Anderes bestimmen, zur Räumung der vorhan= denen Büche. Fiuth= und Abzugsgräben. sowie zur Jn= standsetzung u Befestigung der Ufer, insoweit verpflich= tet, als es zu Beschaffung der Vorfluth nothwendig ist. 8) Zn diesem Zwecke müssen sie die Betten der gedach= ten Gewälser dergestalt in Stand setzen und erbal= ten, dau das Wasier gehörig abfließen kann. 8) Entstebt uber diese Verpflichtung Streit unter den Betheiligten, so ist die Raumung einstweilen unter Vorbehalt der richterlichen Entscheidung. nach Man= gabe des Besitzstandes, und wenn auch dieser nicht feitstebl. von den Uferbesitzern zu bewirken. Diese ver= läufige Feststellung erfolgt durch die Ortspolizeibehord § 2. Ufer=Beränderungen. Von allen beabüchtigten Ufer=Veränderungen ist, so= fern nicht Gefahe im Verzuge ist. der Ortspolizel. dörde mindestens 24 Stunden vorder Anzeige zu machen. 3. Benntzung der Ufer 1) Die auf der Soble und den Ufer=Dofsirungen senden, sowie die nabe an der Uferkante stehenden Baume und Sträuche sind zu entfernen, soweit die Vorfluth stoten und der nöthige Schutz der Ufer es gestattet 2) Neurflanzungen von Bäumen und Sträuchen find ven der Ortspolizeibebörde nur dann zu gestatten wenn sie die Vorfluth voraussichtlich nicht storen werden 3) Arbeiten, durch welche der Boden aufgeleckert wird Griaubniß vorgenommen werden. Ebenso verbalt es sich mit dem Huten des Viebes. § 4. Auswurf. 1) Die zur Näumung verpflichteten Personen müssen den aus den Gewässern genommenen Auswurf. sofern nicht durch Herkommen oder Vertrag etwas Anderes bestimmt ist, nach den Vorschriften der Ortspolizei= bedorde lagern und fortschaffen 2) Auner der Räumungszeit durfen Steine. Grund und anderes Material nur mit pollzeilicher Erlaubniß aus den Betten der Gewässer entnommen werden 5. Benaßung der fließenden Gewässer Die durch§ 1 89p. des Gesetzes vom 28. Fehr 1843 gestattete Benutzung der Gewäster unterliegt, we nicht Lokatstatuten, ununterbrochene Gewoynbeiten, ve1 spezielle Rechtentel ein Anderes bestimmen, folgende naheren Bestimmungen 1) Das Fortichwemmen der Sinkitoffe aus Stauweibern und Müblenteichen darf nur mit Erlaubniß und nach den näberen Bestimmungen der Ortepoliterbebörd vorgenommen werden, und ist nicht zu gestatten, wenn daraus erbebliche Hindernisse für den freien Abstur entsteben, oder wenn dadurch der Bedarf der Umge= gend an reinem Wasser wesentlich deeintrachtigt. oder wenn eine sonstige bedenkliche Belästigung des Publi= kums verursacht werden wurde. 2) Ebenso ist die Ortspolizeibehorde befugt. das Ein= leiten in die Gewässer von Abgängen der Erzwälchen, Fabriken, gewerblichen Anlagen, sowie der Feld= und Landwirihschaft zu untersagen, auch die Befeitigun. der zu diesem Zwecke dienenden Einrichtungen auznordnen 3) Ferner kann sie einzeine Stunden und wo ösfentligh Pläye oder Wege das Ufer eines Gewässere bilden ein für alle Mal Stellen zum Wasserschöpfen, zum Tränken des Vieves und zum Waschen von Erzen. Fabrikaten, sowie den zur Haus= eder Landwirib= daft gedörigen Gegemtanden bestimmen 4) Walchbänke sind von der Ortspolizewebörde nur zu gestatten, wenn dadurch der Absluß des Wafsers nicht wesentlich bebindert wirt 6) Die Anlegung von Flachs= und Hanfröthen, Fisch= haltern, das Gulegen von Fuchkörben, Latten. Bau= lg. Thierbäuten, Leinen, Garn und sonstigen zum Einweichen bestimmten Gegenstanden, sowie das Gin rammen von Pfahlen unterliegt ebenfalls der polizei= lichen Kontrolle und Genehmigung. 6) Unbedingt verboten ist es, in das fließiende oder ste= hende Gewässer Flachs einzulegen, krepirtes Vieb zu werken oder levente Thiere darin zu ertränken 6 6. Eindelchungen und sonstige Beschränkuna der Jnundationsprefile. sindeichungen zum Schupe gegen Sommerstuthen lowie Beschränkungen des andationspronles durch Anlegung von Tämmen. Hecken, Mauern und derglei= chen Einfriedigungen dürfen nur mit Genehmigung der Ortspolizewbeverde vergenommen werder 6 7. Brücken, Stege und Durchfahrten 1) Brücken und Stege massen so eingerichtet werden daß das Wasser gebörig abstienen kann We dies nicht der Fall ist, kann die Orispolizetbevörde das zur Beschaffung der Vorsluth Erforderliche anordnen. 2 Avenso kann sie vorschreiben, daß die Gin= und Aus= fahrten an den Stellen, wo Fahrwege oder Vieb= triften durch fließende Gewässer führen, gepflastert oder sonst in geeigneter Weiie befestigt werden u. Stauantagen. 1) Die Stauberechtigten munten die Roschlagsschußen mit solchen Einrichtungen versehen, dan sie jederzeit schnell und sicher bis über den Wasserspiegel aufgezogen werden können. Sind diese Vorrichtungen nicht im gebörigen Zustande verhanden, so manen sie in einer von der Ortopolizetbedorde zu bestimmenden Frut beschafft werden 2) Zur Zeit einer polizeilich angeordneten Näumung müssen lämmtliche Abschlageschützen von den Stau= berechtigten gezogen werden. § 9. Ausfübrung. 1) Die Königlichen und Kommunal=Ferst= und Baube= amten, die Bürgermetiter, Crioversteder, Wiesenbau= meister. Gensdarmen, Pollacidiener, Wegewärter, Flurschutzen, Bachauiseher und Wiesenwärter baven die Befolgung vorstebender Verschriften zu bewachen und etwaige Uebertreiungen zur Bestrafung und Re= medur anzuzeigen.— Den vorgenannten Personen muß der Jutritt zu den Ufern jederzeit gestattet werden 2) Die Crispolizeidebörden sine verplichtet, alljährlich zu einer ein fur allemal zu bestimmenden Jahres, eit mindestens eine Schau über sämmtliche in ihrem Amtsbezirke vorbandenen Bäche und Gräben abzu= halten. Ueber den;seitpunkt und die Art der Räu= mung eines, medrere Burgermeistereien berührenden Baches oder Grabens haben sich die betbeiligten Bur= germeister unter einander zu verständigen. Zur Jah= redichan müssen alle betheiligten Grundbesitzer und Stauberechtigten in ortsublicher Weise eingeladen wer= den.— Die Reibwendiger.., der Umfang und die Zeit der Räumuna und durch die Ortspölizerbehör= den an Ort und Stelle nach Masigabe der Räum= lichkeit festzustellen. 3) Räumungs=, Jnstandiegungs= und Befestigung sarbei= len, welche von den Verprlichteten gar nicht oder nicht vorschriftsmäsiig ausgefuhrt werder, konnen nach frucht= los erfeigter desenderer Aufferderung von Polizeiwe= gen vervollständigt reip. ausgefubrt werden. 4) Der Kreislandrath ist befugt, in geeigneten Fällen die Revision bestebent Spezial=Schauregien rer Schaukommissionen § 10. e tra Jn eine Polizeistrafe 1 welcher event eine verbäl substituiren ist, verfällt 1) Wer den nach§§ 1, an ihn ergangenen Ar zur Räumung der Gen schaffung des Auswurf der Polizeibehörde die zu machen er und Veröffentlichung neuer s und die Einsetzung besonde= zu veranlaten. immungen. von 10 Sgr. bis zu 10 Thlr., tnismäßige Gefäng iststrafe zu uno 9 dieser Verordnung nu eisungen der Polizeibebörde raner, Jnstandsetzung und Be= wie zur Lagerung und Fori= nicht gebörig nachkommt. 1 den Ufern vornimmt, obne nach§ 2 erforderliche Anzeige Ulfer eines Gewässers in einer Wer diejenigen Personen, welchen der Zutritt zu den Sewanern nach§ 9 Nr. 1 gestattet ist. an der Aus= ubung dieser Befugniß verbindert. 5) Wer bei der Benutzung des fließenden Wassers gegen Gestimmungen der§5 1—6 und 13 des Gesetzs vom 28. Februar 1813 und des 5 5 dieser Verord= nung verstößt, insbesondere a wer es unterläßt, das aus dem Flußbette abgelei= tete Wasser in das ursprüngliche Beit gebörig zu= rückzuleiten; d/ wer das zum Bewässern von Grundstücken dienende Wasser ableitei und c/ wer Gräben, Wälle. Rinnen oder andere zur Ab= oder Zuleitung des Wasters dienende Anlagen beschädigt 6) Wer das Jnundationsgebiet eines Flusses gegen die Bestimmungen des§ 6 dieser Verordnung beschränkt, sofern er dadurch nicht der Strafbestimmung des§1 des Gesetzes rom 28. Januar 1818 über das Deich= weien verfallen ist. Wer der nach§§ 7 und 8 dieser Verordnung an ihn ergangenen polizeilichen Aufforderung awegen Umänderung der Brücken und Stege und wegen Befestigung der Ufer an den Durchfahrten und Triften; d/ wegen Jnstandsetzung der Abschlagsschützen; c) wegen Ziebung derselben zur Zeit der Räumuna des betreffenden Gewässers keine gehörige Folge leistet. § 11. Aeltere Polizeiverordnungen. Alle, dieser Bezirks=Pelizeiverordnung entgegenste= bende Bestimmungen älterer Bezirks= oder Lokal=Poli= zewverordnungen werden hiermit aufgehoben. Aachen. don 29. November 185. Königliche Regierung, Avtheilung des Innern. Anzeigen. Landwirthschaftlicher Verein. Agrikultur=Chemie. Die zwölfte Vorlesung findet Statt: Mittwoch den 24. Februar 1858, Nachmittags von 1½— 3½ Uhr. Erkelenz, im Februar 1858. Die Direction. Chaussee=Material=Verdingung. Zur Unterhaltung der im Baukreise Heins= berg belegenen Bezirks=Straßen sollen pro 1858 nachfolgende Materialien öffentlich verdungen werden, nämlich: 79 Schachtruthen Roerkies für die Strecke von Baal bis Erkelenz, 50 Schachtrutben Bergkies für die Strecke von Buschleiden bis zum Hünshover=Hofe, 19 Schachtruthen Bergkies für die Strecke von Jmmendorf bis Hüns= boven, 60 Schachtruthen Bergkies für die Strecke von Stahe bis Gangelt, 111 Schachtruthen Bergkies für die Strecke von Mohl bis Erkelenz, 2 Schachtruthen Pflaster=Steine für die Strecke in Baesweiler, Sette= rich, Baal und Erkelenz, 10 Schachtruthen Pflastersand für die Strecke in Hünshoven und Geilenkirchen, und ist dazu Termin auf Donnerstag den 23. Februar c., Vormittags 10 Uhr, in dem landräthlichen Büreau zu Heinsberg anberaumt worden. Heinsberg. den 13. Februar 1858. Der Königl. Bau=Inspector: Bäseler. Großer Eichen=Verkauf im Buchholzbusche. Auf Anstehen der Verwaltung des Buch= bolzbusches bei Lövenich sollen am Mittwoch den 3. März 1858, Morgeus 10 Uhr, circa 200 Nrn. meist schwere Eichen, im diesjährigen ersten Holzschlage des Buchbolzbusches stehend, öffentlich meistbietend auf Credit gegen Bürg= schaft verkauft werden. Die Versammlung der Kauflustigen nndet am Standorte der Bäume, in der Nähe von Kleinbonslar, Statt. Die Förster Klingbammer zu Lövenich und Liever zu Kleinbouslar sind beauftragt, die Stämme auf Verlangen anzuweisen. Germans. Zugleich wird bekannt gemacht, daß die Frist zum Abhauen des Schlaghol= zes im ersten Schlage bis zum 28. Februar d. J. unwiderruflich verlangert ist. Immobilar=Berkauf in Kaulbausen. Auf Anstehen von Bruno Steffeling zu Kautbaufen und seiner Kinder sollen am Montag den 22. Februar c., Nachmittags 4 Uhr, 5) 2½ Viertel Morgen Ackerland im Kaulhauser=Felde am Terbeeger=Wege, neben Ad. Gormans und Wittwe Burg: 6) 50 Ruthen Ackerland am Dellchen, neben Leonard Grates und Gebrüdern Gormans. Unmittelbar vor diesem Verkaufe werden ebenfalls öffentlich versteigert: 1 schöne tragende Kuh und 2 große Webstühle. Erkelenz. Remp, Notar. Am Dienstage den 23. Februar, Vor= mittags 9 Uhr, werden auf Anstehen des zu Wegberg wohnenden Kaufmanns Herrn Johann Schmitz auf Credit öffentlich verkauft: 30 Nummern Eichen, 10 Nummern Birken, 20 Nummern Fichten und 10 Nummern Schlag= und Schneuholz, stebend an der Brunbeck und im DürselerBruche. Versammlung beim Schenkwirthe Aretz zu Tüschenbroich. Gleichzeitig kommen zum Verkaufe für Rechnung der Erben P. J. Peters: 9, zum Theil schwere Eichen, stehend im Kometerbusche. Colens. Am künftigen Mittwoch den 24. Februar, Vormittags 9 Uhr, läßt der Ackerer Ma= thias Blanken, in seiner Wohnung zu Geneiken, auf Credit öffentlich verkaufen: 12,000 Pfund Roggenstroh,-6000 Pfund Weizenstrob, 8000 Pfund Haferstroh, 6000 Pfund Kaaf, 6000 Pfund Kleehen und 40 Malter Kar= toffeln. Eskens. Am Donnerstage den 4. März, Vormittogs 9 Uhr, werden auf Anstehen von Wil= belm Joseph Düsterwald, auf Credit an Ort und Stelle öffentlich verkauft: 77 Eichen, stehend an der sogenannten Burg zu Gripekoven, geeignet zu Karrbürgen, Pumpenhölzer, so wie zu Bau= und Wagnerholz aller Art. Am Montag den 22. Februar 1858, Morgens 9 Uhr, sollen in dem Sterbhause des Johann Zitzen zu Oerath, auf Anstehen der Erben die sämmtliche Mobilar: 2 Tische, 6 Stühle, 2 Klsten, 3 Schränke, 2 Hausuhren, 1 Spiegel, 6 Schildereien, 2 Bettstellen mit Bet= tung, 1 Ofen mit Zubehör, Manden, Körbe, 2 Tonnen, 2 Küfen, eiserne und kupferne Kessel, Zinn, Porzel= lan rc. 2c., öffentlich auf Credit verkauft werden. ppern, Gerichtsschreiber. Verkauf von Mobilar= und KunstGegenständen. Auf Ansteben des Fräuleins Anna Sticker zu Kaldenkirchen soll in der Pastorat zu Kal= denkirchen am Montag den 8. März c. und den folgenden Tagen, sowie am Montag den 13. März c. und den folgenden Tagen, jedesmal um 9 Uhr Morgens anfangend, der gesammte, von dem zu Kaldenkirchen verstorbenen Pastor, und Schulpfleger Herrn Johann Sticker herrührende Mobilar=Nach= laß, bestehend in: vielen Tischen aller Art, wornnter einer von dreißig Gedecken, Stühlen, Sesseln, Sophas, Commoden, mebre= ren schönen geschliffenen Oefen, Spie= gelu, darunter mehrere große Salon= Spiegel nebst Consols mit Mahagoni und vergoldeten Rahmen, Schränken, Bettstellen, Kleiderschränken, Federbei= ten, Matrazen, Silberzeug, Porzellan, Crystall, Tafeluhren, seinem Tischge= bilde, Bettleinen und sonstiger Lein= wand, sämmtlichem Küchengeräthe und einer Chaise nebst Pferdegeschirr; so= kann in einer großen Sammlung von Gemalden alterer Meister ans verschiedenen Schuten, Kupfer= stichen, Antiquitäten, unter denen mehrere weithvolle Kunstschränk= Zchnitzwerck, japanischem und chinesischem Porzenan, u. s. w, sowie Blumen aller Art in Töpfen, mehreren Pracht=Exemplaren von Pommeranzen=, Lorbeer= und Oliander= Bäumen, öffentlich auf Credit gegen Bürgschaft ver= kauft werden. Die erst erwähnten Gegenstände kom= men am 8. März c. und den folgenden Tagen, die Gemälde=Sammlung, Kupferstiche, Antiquitäten, Kunstsachen und Blumen am 15. März und an den folgenden Tagen zur Ausstellung. Sämmtliche Möbel sind im besten Zustande und können diese, so wie die andern Gegenstände von heute ab besichtigt werden. Breyel, den 18. Februar 1858. Blum, Notar. Am Donnerstag den 18. März l. J., Nachmittogs 2 Uhr, lassen die Vormünder der Minorennen Lotzemer, den diesen zuge= hörigen, zu Dülken in der Renneperstraße gelegenen Ackerhof, bestehend in sehr guten Wohn= und Wirthschafts=Gebäuden, Garten, Baumgarten, Ackerland, Holzungen und Wiese, das Ganze circa 45 Morgen groß, beim Wirthen Cohnen zu besagter Nenneperstraße, unter günstigen Bedingungen öffentlich ver= pachten. Nellinger, Notar in Dülken. Am Mittwech den 3. März c., Morgens 10 Uhr, sollen auf Anstehen des Herrn Jo= hann Schmitz& Consorten zu Wegberg: circa 60 Nummern schöner Eichen, zu Mühlen=, Faßbinder= und Schrei= ner=Arbeit, sowie 50 Nummern Ca= nada= Weiden, zu Brettern und Holz= schuhen geeignet, stehend im Kappbusch im Loose 8. an Ort und Stelle meistbietend auf Credit verkauft werden. Versammlung am Schützdamm im Kapp= Busche. Sollte die Witterung den Verkauf im Freien nicht gestatten, so findet derselbe beim Wirthe Bürschgens zu Hilfarth statt und wird Herr Ferdinand Heußen daselbst das Holz an den zwet, dem Verkaufe vorherge= benden Tagen anweisen lassen. v. d. Straeten, Rotar. Am Mittwoch den 21. Februar d. J., Morgens 10 Uhr, lassen die Erben von Peter Jos. Esser in Glimbach: 25 sehr schwere Canada=Weiden, von seltener Dicke und Länge, auf der Glimbacher Gemeinde stehend, öffentlich auf Credit an Ort und Stelle verkaufen. Die Kaufliebhaber versammeln sich bei dem Wirthe Emunds zu Glimbach. Materath, Notar. Auf Austehen der Erben Dieck zu Hil= farth sollen am Freitag den 26. Februar d. Vormittags 10 Uhr, im Hause des Wirthes Sieben zu Hilfarth, im Schwanen, öffentlich auf ausgedehnten Credit versteigert werden, als: 1 Wohnhaus sammt Scheune, Stallung, Garten und Zubehörungen, gele= gen im Dorfe Hilfarth und 1 Pläßchen, gelegen vor dem ge= dachten Hause zu Hilfarth. Materath. Notar. Großer Holz=Verkauf zu Glimbach. Am Mittwoch den 21. Februar d. J., Morgens 9 Uhr, läßt der auf Boisdorf bei Düren, wohnende Rittergutsbesitzer Herr Julins Freiherr von Dalwigk beim Wirthen Emonts zu Glimbach, folgendes Holz, aus dem Buchholz=, Lob= und Münzer=Busche, meistbietend auf Credit gegen solide Bürg= schaft verkaufen: A. in dem ersten Schlage, 39. und 40. Lage, am Katzemer=Felde, 14½ Ge= wald Schlagholz und 30 Eichenstämme, bezeichnet mit den Nummern 1 bis 6 und mit den Nummern 1 bis 24 B. in dem 2. Schlage, 1. und 2. Lage, am Lövenicher=Felde, 16 Gewald Schlagholz mit 17 Eichenstämmen, be= zeichnet in der ersten Lage mit Num= mer 1. 2. 3, 4, 5 und in der ge mit Nummer 1—12. dem sogenannten Lohbusche ½ und Gewald Buchenholz. D. auf dem sogenannten Münzer=Busche Kabere Anweisung ertheilen die Förster und Herr Joseph Struck auf Glimbach Jansenius, Notar in Düren. Immobilar= und Holz-Verkauf zu Buchholz. Dienstag den 2. März, Morgens 10 Uhr, werden auf Ansteben des Herrn Jo= hann Peter Bresser zu Otzenrath bei dem Herrn Heinrich Theißen zu Buch= holz, öffentlich auf Credit verkauft: a) eine Buschparzelle an der Schmalen= straße, groß 82 Ruthen kölnisch, neben Hermann Jansen und Brewer, vor= haupts der Weg; b) eine idem am Kirschbäumchen, groß 3 Viertel Morgen, neben Cenrad Kamp und Gebrüder Zeyen, vorhaupts Wwe. Krings von Herralh; e) eine idem an Buchbolz, neben Siemes und Cremers, vorhaupts die Kosten= fahrt genannt, groß 92 kölnische Ruthen; ferner die auf den vorbeschriebenen Busch= parzellen stehenden Bäume, als: 28 Nummern Eschen und 1 Buche, 21 Nummern idem, 5 Buchen und Kirschbäume, 63 Nummern Buchen, 10 Nummern Eichen. Der Feldhüter Franken zu Wickrathberg wird die betreffenden Parzellen, so wie die Bäume auf Verlangen näher anweisen. Jüchen. Brenning, Nolar. Großer Holz=Verkauf in Dahlen. Montag den 22. und Dienstag den 23. Februar d. J., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, werden auf Austeben der Erben J. J. Vieten zu Dahlen, in derem bisheri= gen Geschäftslokale und an den Lagerplätzen daselbst: 30 Nummern hiesige, größtentheils schwere Eichenstämme, von 1. 2 bis 2½ Fuß Durchmesser, 100 Tannenstámme, von 1 bis 2 Fuß Durchmesser, 10 Nummern Fichtenstämme, 60 Nummern geschnittene Kirschbaumbohlen, 170 Nummern geschnittene Eichen= bohlen, 12 Nummern geschnittene Tannenbohlen, 20 Nummern geschnittene bohlen. 30 Nummern geschnittene Eschenbohlen. 40 Nummern geschnittene Birn= baumbohlen, 10,000 Fuß geschnittene Dachlatten, 50 Stück Burbaumblöcke, 400 Stück Tannenbord, 100 Stück Schleifdielen, 10 Nummern geschnittenes TannenBaubolz, öffentlich auf Credit und gegen solide Bürg= schaft versteigert. Odenkirchen, den 21. Februar 1858. Schweißer. Am künftigen Donnerstag den 25. d., Morgens neun Uhr, wird bei dem Königl. Friedensgerichte dahier: ein zu Borschemich, neden Philipp Coenen und Ludwig Dahmen sehr gut gelegenes Haus mit Zubehör, im Wege der gerichtlichen Subhastation, zur Ver= steigerung kommen, worauf Bictlustige hier= mit aufmerksam gemacht werden. Meinen geehrten Freunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich durch billige und vortheilhafte Einkäufe in den Stand bin, sehr schöne Buxkin-Hosen zu 2½ Thlr. bis 6½ Thlr. abgeben zu können, und bitte, indem ich meine anderen Geschäfts=Artikel zugleich in empfehlende Erinnerung bringe, um geneigten Zuspruch. S. Strauß, Maarstraße in Erlelenz. Ein Stücksammet=Webstuhl ist billig zu kaufen bei Gerhard Paffen in Erkelenz. Thuringia. Allerhöchst concessionirt von Sr. Maestat dem Könige von Preußen. Grundcapital: Drei Millionen Thaler. Prämien-Einnahme 1850: Dem verebrl er Direction de bestätigt Indem zum Agenten ernannt und höher rto in dieser Eigen= Gesellschaft bestens empfehle, erlaube ich mir, ganz ihrer Operationen hinzuweisen, vermöge deren sie im 457,766 Chli tiapital-Reserve 15,000 Thlr. Prämien- und Schaden-Ueserve: 194,982 Chlr. Publikum beehre ich mich hierdurch ergebenst anzuzeigen, daß ich der Thur den bin. demgemäß genannt besonders auf die Mannichfaltigkeit ihrer Sprr Stande ist, den vielseitigsten Versicherungsbedürfnissen des Publikums zu genugen. Die Wirksamkeit der Thuringia erstreckt sich nämlich auf folgende Geschaftszweige: I. Versicherungen gegen Feuerschaden, auf Waaren, Modilien, Vorräthe, Ma schinen, Fabrilgeräthstemn, Vieh, Felderzeuguisse, Ackergeräthe, Diemen(Schober, Feimen), überbaupt alle bewegliche Gegenstände, welche durch Brand vernichtet oder beschadtat werden können, so auch nach naherer Auskunft auf Immobilien II. Kapital=, Renten= und Sparkassenversicherungen für den Leben für den Todesfall, Passagier= ud Eisenbahnbeamten=Versicherm Kinder= und Altersversorgungen in den mannichfaltigsten Formen, als: Kapital=Versicherungen auf bestimmte Jahre und auf Lebenezeit, auf einzelne und verbundene Leben, für den Lebens= oder Todesfall. Die Große Vereinssterbekasse zur Sicherung eines kleinen Kapitals, durch welches unmittelbar nach dem Tode deo Mitgliedes die Begräbnißkosten und ersten Haushaltsbedürfnisse der Hinterbliebenen gedeckt werden können. Die Versicherung von Renten auf Lebenszeit, welche entweder sofort oder von cinem spateten Zettpuutte av gezahlt werden. Die Allgemeine Kinderversorgungskasse, welche die günstigste Gelegenheit bietet, Kindern nach zurückgelegtem 21. Lebenejahre ein Kapital zu erwerben, das durch Zins und Zinseezins, durch Erbschaften und durch die zufließenden festen Antheile vom jährlichen Geschäftsgewinn zu einer auf andere Weise nicht erreichbaren Hohe anwächst. Die Tparkasse, welche Einlagen jeder Größe annimmt, und dafür 3½% Zins und Zinses ins vergütet. Die Allgemeine Altersversorgungskasse, die es selbst dem Minderbemittelien möglich machen soll, sich durch deltebige Einzahlung seiner Ersparnisse von 1 Thaler ab für die späteren Jahre ein Kapital oder eine Rente zu erwerben. Die Kriegsversicherung, bei welcher den bei der Gesellschaft versicherten Militärs gestattet ist, sich gleichzeitig gegen die Kriegsgefahr mit zu versichern. Die Versicherung gegen Unglucksfalle und Beschädigung an Leben und Gesundbeit, welche Passägtere auf Reisen jeder Art, sowie Eisenbahnbeamte und Eisenbahnpostbeamte bei Ausübung ihrer Dienstgeschäfte erleiden. Die Bedingungen der Thuringia sind liberal, die Prämien äußerst mäßig und fest, so daß die Versicherten niemals Nachzablungen zu leisten haben. Bei Vorauszahlung der Prämien für Feuerversicherungen finden bedentende Nachlasse statt. Außerdem laßt die Thuringia alljährlich die Hälfte des reglementsmäßig ermittelten Geschäftsgewinnes an ihre Versicherten zurückfließen und vertheilt den Antbeil entweder unter diese durch Prämien oder verwendet solchen zu den an die Hand gege= benen gemeinnützigen Zwecken; das Eine oder das Andere nach freier Wahl jedes Versicherten. Antragsformulare, sowie jede gewünschte nahere Auskunft, werde ich mit Bereitwilligkeit ertbeilen. Lövenich. im Jannar 1858. Joseph Hubert Busch, Agent der Thuringia. In sehr großer Auswahl empfing ich in diesen Tagen: Kattune, Blan=Drucks, Napolitengs, Lastinge, Leinen zu Tisch= und Handtüchern, Buxking, conleurte Orleans, Lustres, Muselin= und Cachemir=Tücher in den nenesten Dessins, so wie viele andere Sachen, und empfehle dieselben zu sehr billigen Preisen. A. Weyl, Oerather=Straße. 4 verschiedenen Onalitäten, werden Weyl. Sehr schöne Bettfedern, in nächste Woche wieder eintreffen. Frische Bückinge, holländische, sowie schottische Haringe angekommen bei A. Anderpeicen. Putz- und Modewaaren-Handlung von Frau August Pleugels in Erkelenz, Brückstraße Nr. 88,(gegenüber dem Handlungshause A. Anderbeiden.) Die erste Sendung Strohhüte, sowohl für Herren als für Damen, werde ich in 8 Tagen, zum Waschen und Aendern nach den neuesten Façons, von hier abgehen lassen; ich bitte daher meine geehrten Kunden und Gönner, mie dieselben gütigst bald einzuschicken, um sie frühzeitig zurückbesorgen können. Strohhüte, die ich zum Waschen und Faconiren einsenden soll, bitte ich, mir recht bald zukommen zu lassen, da ich binnen Kurzem die zweite Sendung abschicken werde. Josepha Aretz Rigaer Säeleinsaamen zu haben beim Flachshändler Gerichhausen in Gerichhausen. Ein Kapital von 2000 Thlr. à 5 Prozent gegen hinlängliche Sicherheit auf Ländereien gesucht. Von wem sagt die Exped. Mehrere Zimmer sind sofort, oder auch später zu miethen; wo sagt die Urped Bester Rigaer Säc=Leinsamen ist angekommen und zu haben bei Graß in Dahlen. Savette, Stickwelle, Merinos= und Strickbaumwolle, werden von heute ab zu Einkaufspreisen abgegeben bei Jebann Delbongne, Oerather=Straße in Erkelenz. Süße Bückinge und frische Häringe bei P. W. Sieben. Mein Guß= und Ofenlager ist wieder vollständig assortirt; Röhren, Bleche, Walzund Bandeisen in allen Dimensionen ebenfalls vorräthig dei — Pet. Jos. Clemens am Markt Aechte englische gußstählerne Krahnsägen bei Pet. Jos. Clemend. Durch neue Zusendungen aus den besten Hüttenwerken bin ich jetzt in Eisengußwaaren reichlich assortirt und erhalte ich auch in Kurzem eine erste Sendung neues preuß. Zollgewicht und werde altes Gewicht dagegen in Zahlung nehmen. H. Clemens, Brückstraße. meinem Lager zu Babnbof Erkelen. werden vom 16. ab steto frische Iufuhren von Kalk zu 7 Sgr. per Scheffel eintreffen; ferner empfehle ich Hankepanker Schrott zu 6 Sgr. 8 Pf., dito Stückkohlen zu 13 Sgr. per 100 Pfund, Essener Fettsohlen zu 9½ Sgr. und dito Schrottkohlen zu 7½ Sgr. per Scheffel, sowie schöne trockene Vord und Dachlatten zur gefälligen Abnahme bestens. I. M. von den Hoff. Eine kleine Familie sucht in Doveren ein passendes Haus zu kaufen oder zu miethen Nähere Auskunft ertheilt die Exped. Freunden und Bekannten die ergebene Anzeige, daß ich meine Wohnung von Löve= nich nach Klinkum, Bürgermeisterei Weg= berg, verlegt habe, woselbst ich meine frühere Lederbandlung in gewohnter Weise fortsetze, und empfehle ich alle Sorten von Leder, besonders eine gute Qualität Wildleder, zur gefälligen Abnahme bestens. Klinkum, den 18. Febrnar 1858. Arnold Körfer, Lederbändler. Bauzeit empfeble ich meinen Vorrath in allen Sorten Bau= bolz, sowohl in Eichen= als Fichtenholz; ferner sind bei mir siets zu haben: Dachlat= ten, Spelderlatten, Pliesterlatten und geschnit= tene zu Stechlatten; Bohnenstangen, Rantenstöcke, Heckenpfähle, Zaungerten, Reifen und Schanzen; sowie einige Tausend Erbsenreiser. Auch gebe ich sehr gutes Schrottgeriß per Scheffel zu 8 Sgr. ab. Andreas Budaenbach zu Hove. Den beim Schan=Amte zu Er= kelenz angekörten Hengst(dunkel= suchs mit einer kleinen Blesse) des Herru Ferdinand Jsenkrahe zu Westrich habe ich von dem Letzteren gekauft und stebt derselbe von jetzt ab bei mir zur Beschälung, was ich hiermit den Pferdebesitzern zur Kennt= niß bringe. Hernr. Settels in Wanlo. Meinen neu angekauften grauen Mohrenkopf=Hengst, brabänder Race, ohne Abzeichen, 6 Jahre alt, und meinen kastanien=braunen Hengst, 3 Jahre alt, holländischer Rage, ebenfalls ohne Abzeichen, wurden Beide als vorzüglich gut von dem Hochlöblichen Schan= Amte zu Geilenkirchen angekört, weshalb ich dieselben hiermit zum Decken der Stuten be= stens empfehle. Beeck bei Würm, den 17. Februar 1858. Wilhelm Thelen. Ein Ladengestell, rund zu, im besten Zustande, mit sämmtlichem Zubehör, Maaße und Gewicht, Oelkasten, Krüge, Fässer rc. steht billig zu kaufen; wo sagt die Exped. Eine Schenne, zur Wohnung geeignet, fast neu und meistens von Eichenbolz. 28 Fuß lang. 16 Fuß breit und 16 Fuß hoch, steht aus freier Hand zu kaufen. Die Exp. sagt wo. Auf Ohof zu Ratheim sind wieder junge Schweine, verbesserter engl. Nage. zu haben. Drei Haufen Dünger, circa 15 Karren, stehen zu kaufen bei P. Feuers in Kuckdoven. Ein Haufen Dünger zu kaufen. Wo l. d. Gxp Ein Schreinergesell, der in Möbel=Arbeit erfahren ist, wird gesucht von Franz Klein, Schreinermeister in Lövenich. Fin Schmiedegesell und ein Lehrling wer= den gesucht von Schmiedemeister permans in Wickrath. Ein erfahrener Schneidergeselle kann dan= ernde Beschäftigung erhalten bei 1 Jansen in Rath. Eine perfekte Köchin wird gesucht für eine stille Herrschaft in Aachen. Die Expe= dition sagt wo. N80. Mathias=Bruderschaft. Mittwech den 21. d. Mis., Nach= mittags 2 Uhr, im Saale der Wwe. „Getarde: „General=Versammlung. Tagesordnung: 1) Wahl des Vor= standes, 2) Rechnungslage. Lövenich. Der Präsekt. Krankenlade Erclinia. Sonntag den 21. Feb.: Vorstandssitzung. St. Lambertus-Verein zu Erkelenz. Am Montag den 22. Februar 1858, Abends 6 Uhr. im obern Lokale der Wittwe Gerards: Vorstands=Zitzung. Kirchenbau=Verein zu Granterath. Sonntag den 21. d. Mis., vier Uhr Nachmittags: General=Versammlung im Schulsaale. Purim-Balt, am 28. c., im Lokale des Herrn Conrad Noever zu M.=Gladbach, wozu ergebenst einladet das Comitée. Jn der Buchdruckerei von J. Brandts in Erkelenz sind zu haben: Gebete und Gesänge für die Andacht an den Freitagen der vierzig= tagigen Fasten. Mit großern Lettern dentlich gedruckt, ge= heftet, pro Stück 6 Pf., im Dußend 4 Pf. Schmeüpressen=Druck von Jol. Brandts in Erteleng.